~Fuchshain~ Der schottische Traum von Ravenna und Vampyrin!
Farbe
Hintergrund Farbe
Hintergrund Farbe
Rand Farbe
Schriftart
Schriftgröße
  1. Nach dem Flug zurück aus Kanada, verkündete mir Cayden das sich Tikka gemeldet hatte uns sie „bald“ mit ihrem Morke vorbeikommen wollte um ein Training auf Heartland zu absolvieren und gleichzeitig den Weihnachtsball mitzubekommen. Der Sturz von Drom lag mir noch immer in den Knochen, gerade hockte ich am Boden meines kleinen Wohnzimmers, Lou hinter mir auf der Couch und sie massierte mir die Schultern. „Ich bin ja immer noch der Meinung du solltest zum Arzt, wenn dir Schulter und Steißbein weh tun.“ – „Der macht auch nicht mehr als mir irgendwelche salben zu verschreiben!“ Das hörte ich mir jetzt schon eine ganze Woche an, die Schmerzen waren nun weitaus weniger , also musste ich nicht zum Arzt. Gestern hatten Cayden und ich zusammen auf Willow und Moon einen tollen Schneeausritt gemacht. Kürbis und Willow verstanden sich sehr gut miteinander, beknabberten…auch Storm hatte ich erfolgreich mit Call und Wish bekannt gemacht,sodass die Hengste nun alle beisammen standen. Am gestrigen Abend war ein weiteres Pferd zum Training auf meiner Liste erschienen, da Tikka noch immer unterwegs war – aus Finnland dauerte es eben etwas länger – hatte ich genug Zeit um mich dem Hannoveraner von Alicia zu widmen. Dieses Mal würde mich Cayden begleiten – es war ein mulmiges Gefühl…seit dem Kuss und dem eigenwilligen Berührungen am Abend als die Auszubildende angekommen war,hatten wir nicht weiter solche Dinge erwähnt, das alles verwirrte mich ein wenig. Ganz zu schweigen von dem Tag an dem er mit in meinem Bett gelegen hatte. Was sollte ich tun? Nun gut Lou verzog sich bald darauf ich machte mir einen Tee, genoss noch die letzten hellen Stunden indem ich mich auf in den Stall machte um mit Storm noch ein wenig zu arbeiten – mittlerweile folgte er mir auch ohne einen Strick, konnte an einem steigenden Vertrauen liegen oder aber den Leckerlies in meiner Tasche. Bald war es soweit und der neunjährige Hengst konnte eingeritten werden, doch schwankte ich noch immer…sollte ich ihm nicht seine Freiheit lassen? Die Arbeit im Round Pen wurde immer besser, die Kommandos saßen und auch die Trabstangen verursachten ihm keinen Beinsalat mehr. Es war bereits dunkel als ich den Round Pen verließ – dabei hatte ich gar nicht bemerkt wie Cayden gekommen war. „Sieht immer besser aus mit euch beiden!“ Leicht zuckte ich dabei zusammen, schlug ihm spielerisch auf die Schulter „Hey…du hast mich erschreckt!“ Gemeinsam brachten wir Stormy, wie wir ihn manchmal nannten, weg, witzelten dabei ein wenig herum. Zum Abendessen ging es wieder hinüber zu Amy – Jacks Lasagne wollte ich mir nicht entgehen lassen!

    Am nächsten morgen ging es vom schönen Schwarzwald ins weiter entfernte NRW – bei Paderborn, dort wartete Give me everything tonight auf sein Stufentraining – dank Cayden mit im Auto wurde die Fahrt nicht langweilig, wir tauschten auch einmal beim fahren. Dort angekommen benötigten wir erst einmal eine kleine Ewigkeit bis wir zu unserer Pension gelangten, mit gepackten Taschen standen wir nun an der Rezeption, die Buchung war falsch gelaufen – es gab nur noch ein freies Zimmer für uns. Bevor ich jedoch ein Veto einlegen konnte hatte Cayden bereits zugesagt – Mit Cayden in einem Zimmer, einem Bett…mir wurde Augenblicklich schlecht. Das Grinsen in meinem Gesicht gefror, wurde dabei grotesk verzogen und ich watschelte wie im Traum hinter ihm her ins Zimmer. Es war rustikal eingebaut, über dem Bett hing eine Jesufigur – ha dabei waren wir gar nicht gläubig! Nungut..ich stand vor der wuchtigen Bett ließ mich vorn über hinein fallen und schloss meine Augen – die Fahrt zog an meinen Nerven, ich nahm wahr wie auch Cayden seine Sachen beiseite legte. Als ich mich erneut aufrichtete hockte er am Fußende und beobachtete mich, mit einem leichten Lächeln..die Haare fielen mir offen, wild um meinen Kopf. Seine Augen zogen sich zusammen als ein erneutes Lächeln seine Gesichtszüge „entstellte“ – dann kam er näher, näher als es ein guter Freund tun sollte. Er wartete auf eine Reaktion meinerseits, obwohl Angst mich noch immer gebannt hielt, nahm ich eine unsichere, zittrige Hand hob sie an die Kragen seines Shirts und zog ihn zu mir heran – Der Kuss war intensiver als der erste es gewesen war, er war weniger überraschend für mich. Alle Hemmungen entglitten mir, als seine Zunge beinahe bittend um Einlass gebot gewährte ich ihn..mir war beinahe als könne ich nicht länger mein Gleichgewicht halten, somit war ich froh – wir saßen ja schon. Als die Sekunden dahin streiften lösten wir uns voneinander – Mit anschließender Stille. Ich wollte mich zwingen irgendwas zu sagen, doch kein Wort entlockte sich meinen Lippen.Dann räusperte ich mich, um dann wegen eines dummen Grinsens wieder aufzuhören..“Jetzt werden wir aber darüber reden,oder?“ fragte ich zaghaft – Cayden ließ die Hand von meiner Hüfte sinken und als sie fort war wollte ich sie zurück haben an jener Stelle.. „Schwer in Worte zu fassen..ich habe dich überrumpelt, das habe ich gemerkt, doch ist es in meinem Falle mehr als eine Freundschaft. Ob wir bereit wären eine Beziehung zu führen – wird uns die Zeit sagen. Ich würde dich heute Abend gern zum Essen ausführen.“ – „Als Date?“ meine Frage klang erstaunt – dämlich als was sonst?! Er nickte nur…

    Der Abend war wundervoll gewesen, jetzt hatte ich ihn schlafend im Hotel zurückgelassen. Nach dem Besuch eines Indischen Restaurants am Abend in seinen Armen hatte sich wie der Himmel auf Erden angefühlt. Nun rollte mein Auto auf den Parkplatz – hier waren sogar eher Plusgerade als das Schneewetter zu Hause oder die Eisdecke Kanadas – hier schien sogar die Sonne kurzzeitig! Ebenso sonnig wurde ich von Alicia begrüßt, diese führte mich zum ersten Kennenlernen auch gleich zu Give, dem goldenen Hannoveraner. Der noch relativ junge Hengst hatte eine solide Grundausbildung genossen, wurde von seiner Besitzerin ab und an auf Turnieren vorgestellt und sogar einige Erfolge vorzuweisen. Durch seine Lernwilligkeit, den bedingten Willen zu gefallen konnte dieses Training einfacher werden als die letzten beiden, darauf freute ich mich bald richtig. „Es gibt einige Dinge für ihn zu lernen, aber wenn er genauso ist wie du ihn mir beschrieben hast – werden wir keine Probleme haben!“ Alicia gesellte sich beim Putzen zu mir, heute machte ich ein wenig Bodenarbeit mit ihm..dabei stellte er sich sittlich an, arbeitete fein mit – so hatten wir uns schon mal aneinander gewöhnt.

    Am nächsten Tag, da schwang ich mich in den Sattel – endlich wieder ein Dressursattel! Sein Schritt kennzeichnete sich durch lange Schritte, aber auf der ersten Runde auf der Bahn versuchte er gleich zum Tor des Platzes zu laufen – energisch behielt ich ihn auf dem Hufschlag, nach dem dritten Mal gab er es auf…soweit so gut. Für den Stufenwechsel benötigten wir einige wenige Sachen, die der junge Hengst bereits ansatzweise konnte wie Beispielsweise die verschiedenen Hufschlagfiguren sowie die Tempowechsel in den einzelnen Gangarten. Die Schwierigkeiten könnten beim einfachen Galoppwechsel anfangen und eventuell dem Rückwärtsrichten. Doch hier bei meinem ersten Ritt kam es mir eher darauf an, den Hengst unter dem Sattel ein wenig zu sichten. Es lief genauso wie ich es mir gedacht hatte, verschiedene Tempowechsel, Ansätze zum Rückwärtsrichten. Aber Holla die Waldfee…den Trab konnte ich kaum aussitzen, Giva hatte so viel Schwung hinter.

    Dann folgte im Verlauf der nächsten Tage wechselten Alicia und ich uns mit dem Training ab – schließlich sollte auch die Besitzerin wissen wie sie dies mit ihm erarbeiten konnte – sein Trab war so ungewohnt, das ich in der 10 Meter Volte glatt meine Steigbügel verloren hatte um dann etwas auf halb acht im Sattel zu hängen. Das konnte ja noch lustig werden….Da Give bereits den Außengalopp kannte, war das Training für den Galoppwechsel nicht sonderlich schwierig. Auf der diagonalen wechselten in den Galopp – bremsten ab für den Schritt um ihn zu stellen und gleich darauf wieder anzugaloppieren. Ich zählte insgesamt 6 Schritte…drei zu viel, doch diese Übung hatte er schon sehr gut hinbekommen. Dafür das wir erst seit drei Tagen im Training waren machte er seine Sache mehr als gut, manchmal testete mich Give noch aus, doch eher weniger da er meist voll bei der Sache war, dennoch konnte ich beobachten das er unter Alicia deutlich besser lief als unter mir – klar sie kannte Give auch besser.

    Eine Woche hatte es benötigt Give alles beizubringen, nun hockte ich erneut in seinem Sattel – die Prüfer standen auf der „Tribüne“ der Halle – nun wurde es heikel. Wie auf einer Körung grüßte ich die Richter um zu einer kleinen Kür zu starten. In der Volte verlor ich – wie beinahe immer, meinen Steigbügel, war ja zum Mäusemelken. Schließlich klappte auch der Galoppwechsel, dann folgte an der langen Seite das Rückwärtsrichten. In der Zeit in der sich das Gremium aus den richtern besprach machten wir den Hengst beide fertig – gaben ihm Futter, neues Stroh und gaben ihm eine leichte Abschwitzdecke. Nur eine Stunde musste vergehen, Alicia erhielt nun ein hübsches Zettelchen mit dem „Diplom“ in der Hand…Give, Alicia und ich hatten es geschafft!

    Zum Abendessen in der Pension berichtete ich Cayden davon, auch er freute sich für mich. Über den Tisch hinweg hielt er meine Hand strich mit dem Handrücken darüber – ein Glück konnte der nicht sehen wie meine Nackenhaare abstanden..ich war noch immer ziemlich angespannt bei solcherlei Berührungen, die Schatten meiner eigenwilligen Träume noch immer in den Gedanken.
  2. Wie fühlt es sich an, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird? Noch gestern hatte ich mit Freuden zusammen mit Amy,Ty und Cayden den Einzug neuer Pferde gefeiert - den Einzug in mein eigenes Haus auf Heartland, der neue Stall und die kleinen Offenställe für meine Connemarazucht. Jetzt lag ich auf dem Boden meines geräumigen Bads, der Blick auf kein ziel gerichtet, stählerne Kälte in meinem Herzen. Die Nachricht hatte mich am Abend erreicht Selina eine alte Freundin aus Brandenburg war es schlechter ergangen, obwohl wir kaum Kontakt gehabt hatten seitdem ich hier war, hatte ich mich um sie gesorgt. Nun hatte der Krebs gewonnen - die Tränen in meinem Gesicht waren versiegt ich spürte nur noch eine bleierne Lähme auf meinen Gelenken. Ich wusste mein Leben würde weiter gehen, doch der Tod hatte erneut in mein Leben eingegriffen - einer der Gründe warum ich mein Herz so zusammen hielt. Es war als würde ich Verzweifelt auf dem Boden sitzen die Bruchstücke einzeln zusammen klauben um sie so fest wie möglich an meine Brust zu drücken. Ich wollte keinen an diese Bruchstücke heran lassen, der Grund warum ich Cayden so harsch abgewiesen hatte, doch er schlich sich immer wieder in meine Gedanken....

    Ich zog die Beine enger an meinen Körper - die Zeit hatte keine Bedeutung für mich, doch die Kälte erriff von meinen Gelenken besitz, leichtes frösteln lief über meinen Rücken. Plötzlich hörte ich wie die Tür hinter mir geöffnet wurde - jemand kam herein, sagte jedoch kein einziges Wort. Hände fassten nach meinen Hüften, meinem Nacken zogen mich auf die Arme und in müden Gedanken nahm ich wahr wie mein Kopf an Caydens Brust ruhte als er mich zu meinem Bett trug. Als die Nachricht gekommen war hatte ich duschen wollen, stark sein, doch dann hatten mich die Tränen überrannt - ich war zusammen gebrochen hatte mich dem Schmerz, vorallem aber der Schuld hingegeben die ich in meinem inneren empfand. Als die Tränen versiegt waren hatte ich nicht die Kraft gehabt mich zu erheben, so war ich liegen geblieben...allein mit meinen Ängsten. Cayden legte mich sanft auf die Kissen, legte eine Decke um meinen zarten Körper, doch lief er nicht wieder davon - er legte sich stumm zu mir auf die Decken. Cayden sprach kein Wort die Wärme die von seinem Körper ausging, seine bloße Anwesenheit half mir, wenn auch auf eine Art die mir widerum missfiel. Warum wies ich jemanden der sich offensichtlich so sehr um mich sorgte einfach ab?! Konnte man dies überhaupt verstehen...einerseits gefiel es mir was er tat, wie seine Lippen die meinen liebkost hatten...auf der anderen Seite fühlte ich mich sosehr in meiner Freiheit beschränkt. Mit dem stätigen Atemzügen Caydens neben mir fand auch ich - trotz des hellichten Tages endlich meinen Schlaf.

    Als ich wieder erwachte - war ich wieder allein in meinem Zimmer, draußen war es bereits am dunkel werden, doch leises geklapper drang aus der Küche an meine Ohren. Als ich mich anzog - ich hatte nichts als Unterwäsche an - lief ich anschließend in die Küche, rieb mir etwas über die Augen. Dort war sie - Amy saß am Tisch, stand sofort auf als ich die Küche betrat und nahm mich in die Arme. "Geht es dir besser?" - meine Stimme klang rauh, als sie an dem Kloß in meinem Hals vorbei ran " Das Leben geht weiter - ich muss es akzeptieren. Danke das du für mich da bist." Dann löste ich mich aus der Umarmung, blickte mich um - "Wo ist Cayden?" Amy begann zu Lächeln machte eine unwirsche Handbewegung "Der versorgt die Pferde - er hat sich Sorgen gemacht - wie wir alle!" Ein scheues Lächeln erschien auf meinen Lippen, dann kleidete ich mich erneut an - bereit für die kalte Nacht. Mit meinen Stiefeln an den Füßen, stampfte ich durch den knirschenden Schnee hinüber zu den Ställen. Eine kleine Träne ran erneut meine Wange hinunter, diesmal aus Freude - am Paddock standen drei Pferde, sie alle beobachteten meine Schritte, spielten mit den Ohren und einer davon schenkte mir ein schmetterndes Begrüßungswiehern. Ich begrüßte sie alle, meinen Moon, den Neuzugang Storm und schließlich Wish - der nun wieder bei mir war. Dieser trug eine Decke, denn er hatte die letzten Monate im schönen Australien verbracht und kaum Winterfell. Dann legten sich plötzlich zwei Hände um meine Hüften, zwar erschrack ich, doch mein Körper schrie nicht länger nach einer Flucht. "Danke" wisperte ich, dies waren die einzigen Worte die in den nächsten Minuten fielen - wir standen einfach nur da...beobachteten die Pferde wie sie über die Weide tollten. Mein Kopf ruhte - wie schon einmal an diesem Tag - an Caydens Brust. Wir genossen einfach diesen Augenblick, wenn auch der Schatten des Schmerzens noch in mir nach hallte. Hier und jetzt...fühlte es sich weniger schrecklich an.
  3. Legacy of Èire - Vermächtsnis Irlands



    So heißt die eigene Zucht von mir - Sarah Kyren - in der ich für den Freizeit gebrauch Connemaras hier auf Joelle.de einführen möchte.



    Ich habe Heartland nicht ganz verlassen.

    Wie zuvor werde ich dort als Ausbilderin tätig sein.



    Die Weiden und die Plätze werden sich beide Zuchten teilen.

    Einzig einen eigenen - großräumigen- Stall mit Futterkammer,Sattelkammer und Heulager gehört zum Èire Hof.



    Desweiteren wohne ich in einem eigenen "kleinen" 100 m² Haus...



    Freut auch auf spannende Geschichten rund um Èire - mein Leben, die Pferde und natürlich auch Heartland!



    LG Sarah