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  1. Um punkt 5 Uhr in der Früh weckten mich die Klänge von "REM" aus dem Schlaf, 3 Minuten später fiel auch mein Radiowecker mit seinen durchdringenden Pieptönen in den Weckruf mit ein und ich erhob mich mit Widerwillen aus meinem erst gestern reparierten Bett. Nachdem ich noch einmal kontrolliert hatte ob ich alle Unterlagen im Rucksack hatte, war erst einmal der Gang unter die Dusche fällig. So erfrischt und endgültig wach verdürckte ich beim Lesen der Zeitung einige Toasts mit Butter. Kurz nach 6 Uhr schnürte ich mein Pack, stöpselte die Kofhörer in meine Ohren und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Dort angekommen traf ich unter anderem den total verkaterten Albert, er hatte gestern seine bestandene Führerscheinprüfung gefeiert und musste nun meinen Spott über seinen Zustand über sich ergehen lassen. Nach einem kurzen Pläuschchen über Belanglosigkeiten rollte um 6:49 Uhr quietschend der Zug nach Cottbus ein. Die 40-minütige Zugfahrt gab Anlass um ein Wenig Schlaf nachzuholen. In Cottbus angekommen wusste ich dank Google-Maps und nach kurzen Orientierungsphase genau wie ich zu Fuß zum Kreiswehrersatzamt (KWEA) Cottbus gelangen konnte. Der etwa 20-minütige Fußweg war geprägt von hässligen Großstadtfassaden und herrlichem Sommerwetter. Etwa um 8 Uhr erreichte ich das Anmeldungszimmer (vielmehr ein Anmeldungsaal) des KWEA und wurde wie bei der Bundeswehr üblich behandelt als würde mein IQ weit unter dem dreistelligen Bereich liegen. Ich wurde von einem Schreibtisch zum nächsten durchgereicht: Fahrkostenbescheid, 1. Überprüfung der Identität. 2. Überprüfung der Identität, Befragung über besondere Kenntnisse, Befragung zu militärischen Verwendungswünschen usw. Nach 45 Minuten wurde ich in ein Wartezimmer verfrachtet und musste kurze Zeit später eine "Mittelstrahlurinprobe" abgeben sowie einen Seh- und einen Hörtest absolvieren. Die Anleitungen dazu erfolgten wiederum als ob mein IQ zweistellig sei. Danach "durfte" ich wieder im Wartezimmer platznehmen. Einige Zeit später wurde ich zum Arzt gerufen um musste nach einer neuerlichen Befragung eine Ganzkörperuntersuchung über mich ergehen lassen. Ja, dazu gehörte auch die Aufforderung: "Bitte nach rechts schauen und husten, Herr Tietz!" ... Nicht sehr angenehm. Etwa um 9:30 Uhr erhielt ich dann das Ergebnis bei dessen Verkündung ich mir ein brites Grinsen nicht verkneifen konnte: "Herr Tietz, Sie sind nicht wehrdiensttauglich!"



    Jetzt hab ich die Bundeswehr endlich vom Hals^^



    Danke fürs Lesen

    Lifrathil