Meine bunte Joelle-Historie. Am besten nicht bis ganz nach unten scrollen :,D
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  1. Ich habe es in meinem letzten Blogeintrag ja bereits angekündigt, also gibt es jetzt einen Blog nur zu den Ponys.

    Seit Mai 2017 bin ich wieder als Reitbeteiligung unterwegs. Da ich aber noch dabei bin meinen Führerschein zu machen und mitten in der Stadt wohne, ist das mit der Mobilität und den Wegen zum Stall hin und wieder schwierig. Glücksfall für mich ist, dass die Besitzerin meiner Reitbeteiligung zwei Isländer besitzt, mit denen sie zeittechnisch einfach nicht allein fertig wird. Zudem ist Orri, der Rappschecke, kein einfaches Pferd und es bedurfte einiger Arbeit ihn zum sicheren Geländepony zu machen.
    Nun fahre ich entweder mit der Bahn bis zum Endpunkt und die Besitzerin nimmt mich mit zum Stall, damit wir gemeinsam ausreiten oder einfach die Ponys zu selben Zeit machen können, oder ich fahre mit Bahn und Regiobus bis raus in die Wedemark um die Ponys zu betüddeln, wenn sie nicht kann.
    Zudem verstehen wir uns menschlich wirklich gut und sind uns einig wie wir mit den Ponys umgehen, wie wir sie reiten und "erziehen".


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    Das ist Vinny, oder auch Vinskapur vom Schepershof oder Poo Bär. Er ist nun fast 10 Jahre alt und bei uns im Offenstall Herdenschef. Obwohl er eigentlich ein echtes Verlasspferd ist, hat er überhaupt kein Problem zu bocken oder auszutreten, wenn ihm etwas absolut gegen den Strich geht. Das ist vorallem im Training oder Unterricht gerne mal der Fall, da der Herr verflucht faul und dazu ziemlich stur ist.
    Daher rührte auch eine nicht ganz optimale Figur nach dem sommerlichen Weidegang, der wir inzwischen wieder ganz gut herr geworden sind.​

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    So sieht der Gute im Sommerfell aus. Vor dem langen Weidegang. Da hatte er auch schon zu viel drauf, aber das war noch völlig im grünen Bereich.
    Was Trail und Schrecktraining angeht ist Vinny übrigends das coolste Pony das ich kenne. Er frisst Planen, Regenschirme und Rasselsäcke lieber an, als Angst davor zu haben. Auch Müll, Flatterbänder oder Fahrzeuge im Gelände interessieren ihn nicht. nur vor auffliegenden Vögeln und LKWs hat er eine Heidenangst.​

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    Das Bild ist vom Oktober letzten Jahres und reichlich unvorteilhaft, aber ich sitze dort seit drei Stunden im Sattel und musste mich erstmal sortieren, weil Maike mit der Sonne unbedingt ein Foto machen wollte :D
    Man beachte den schrecklichen Regenschoner. Das war der erste Ausritt mit dem guten neuen Hidalgosattel und das Wetter sah erst nicht so besonders aus, da musste ich vorsorgen xD


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    Eigentlich ist Vinny ein Fünfgänger, wobei der Pass nicht trainiert ist. Leider sind ihm Tölt und Galopp einfach aus mangelndem Training unterm Reiten ziemlich abhanden gekommen. Das Bild wurde anfang des Jahres gemacht, als Tölt immernoch aus einem Kampf mit der Körperspannung bestand. Jetzt brauche ich die Zügel nur noch zum antölten und muss ihm nicht mehr so im Maul zerren. Wesentlich besser, finde ich. Auch der Galopp ist wieder da. Die Ausdauer auf dem Platz überschreitet zwar drei Runden auf einer Hand nicht, aber immerhin springt er richtig an und hält den Galopp.

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    Am letzten montag sind wir dann zu einem klitzekleinen "Wanderritt" aufgebrochen. Orri, Maike, Vinny und ich sind einmal durch die Wedemark zum Stall geritten, wo die zwei standen, bevor ich Reitbeteiligung wurde. Dort haben wir die Ponys über Nacht stehen gelassen und sind am nächsten Tag zurück geritten. Insgesamt betrug die Strecke zwar "nur" 35 Kilometer und das in zwei Etappen, die wir in der Länge sonst auch bei uns im Gelände reiten, doch die eigentliche Herausforderung bestand in Landstraßen, unbekannter Umgebung und der durchquerung von Dörfern.



    Meine Schnittkünste sind ziemlich mieserabel und auch die Aufnahmen hätten qualitativ besser sein können, aber auf dem Rückweg hatte ich die GoPro um und habe die Clips irgendwie zusammengebastelt. Das Video enthält also ein paar Eindrücke von unserem Ritt.
    (teilweise sieht es aus als würde ich galoppieren, dabei trabe ich nur leicht. Vinny trabt nämlich in einer ziemlich hohen Frequenz, wenn er flotter traben soll und ich hatte die Kamera nicht auf dem Helm, sondern mit Brustgurt um)



    Viel mehr gibt es jetzt erstmal nicht zu sagen. Ich bin ziemlich zufrieden, wie ich mich auch reiterlich entwickelt habe. Und dazu trägt Vinny einen riesigen Teil bei.
    Inzwischen reite ich auch Orri ab und zu, der sich auch vom unsicheren Pony, das den eigenen Füßen panisch davonläuft, zu einem frechen und flotten Isi entwickelt hat.​
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  2. Bella.


    Ich weiß nicht, doch vielleicht habt ihr euch gefragt, was in der letzten Zeit so aus mir geworden ist. Oder ihr habt es euch nicht gefragt, da ich als kleiner, feiner Geist auf Joelle umhergewandelt bin. Regelmäßig da, aber doch nie aktiv. Nie wirklich anwesend.


    Mein letzter Blog über mich, beziehungsweise über meine pferdigen Erfahrungen, liegt nun auch schon mehr als ein Jahr zurück und auch zuvor habe ich nie viel geschrieben. Blättere ich nun in meiner Historie auf Joelle, finde ich neben Hofstorys und Urlaubsfotos sogar noch Texte, die während katastrophalen Pubertäts- und Persönlichkeitskrisen entstanden.

    Heute, etwa drei Jahre später, sitze ich hier lächelnd und kopfschüttelnd. Mir ist einiges passiert, das ich nun für euch sammeln will, denn irgendwie ist es ein schönes Gefühl, über das eigene Leben und schreiben und festzustellen, wie sehr man daran gewachsen ist.


    Im Jahr 2015, der Zeit meiner schlimmsten Krisen, hatte ich in der Schule einen schweren Stand. Ich war alleine, wurde ausgegrenzt und gemobbt und das fraß an mir. Zum Ausgleich begann ich zu leisten. Mir über Noten Anerkennung zu erkämpfen. Natürlich von der Erwachsenenwelt, denn für meine Mitschüler war ich so oder so gestorben.
    Diese Phase hat mich mitgenommen und ziemlich nah an der ernsthaften Depression vorbei schlittern lassen. Geholfen hat mir in dieser Zeit vorallem meine Mutter - und Joelle. Die künstliche Identität, die ich mir mit “Bella” in meinen Geschichten aufgebaut habe, hat mir geholfen abzuschalten. Sie war der Teil von mir, der ich immer sein wollte. Die ursprüngliche Version dieser Charakters war nämlich ziemlich perfekt. Konnte so ziemlich alles, war beliebt, hübsch und anerkannt.
    Ich weiß nicht ob ich lachen und heulen soll, wenn ich meine ersten Joelle-Texte lese. Rechtschreibfehler soweit das Auge reicht. Hauptsatz an Hauptsatz gereiht, kurz und unrealistisch.

    Mit der Zeit habe ich mich dann gefangen. Habe begonnen zur Einzelgängerin zu werden und Menschen auf Abstand zu halten, damit sie mich nicht verletzen. Dabei wurde ich vernünftiger, aber auch selbstkritischer. Wieder erkennt man hier die Veränderung, die “Bella” durchgemacht hat. Sie tat sich schwer damit zu entscheiden, begann zu zweifeln. Sie fiel vom Pferd oder wusste nicht weiter.

    Mit dem Schulwechsel aufs Gymnasium und meiner sten Reitbeteiligung, geriet Joelle etwas in den Hintergrund. Zu dieser Zeit verliebte ich mich dann auch in einen stillen Jungen aus meiner ehemaligen Klasse. Meine erste Beziehung begann, die unglaubliche acht Wochen hielt und von der niemand wusste.

    Tja, und dann, gar nicht mal so viel später und kurz nach meinem siebzehnten Geburtstag, begann ich etwas, das ich heute Als Abenteuer bezeichnen wurde. Er war 27 und hatte am gleichen Tag Geburtstag wie ich. Zehn volle Jahre älter. Auf den Tag. Man merkte ihm das nicht an und er wurde tatsächlich von meiner Familie akzeptiert. Trotz langen Metaller-Haaren, einem Faible für das Mittelalter, dem immensen Altersunterschied und der Tatsache, dass er eine Zugstunde weit weg von “Zuhause” wohnte.

    In der Zeit, die ich mit ihm zusammen war, bin ich unglaublich gewachsen. Soweit, dass der Altersunterschied zum Ende hin keine Rolle mehr spielte und ich mit Schrecken feststellte, dass ich ihm geistig überlegen war. Diskussionen wurden unmöglich und er begann mich Emotional zu erpressen, als er die (für mich wirklich dringend benötigte) Ebenbürtigkeit schwinden sah. Schließlich zog ich selbst den Schlussstrich, was inzwischen ziemlich genau ein Jahr her ist.

    Anstelle aber daraus zu lernen, begann ich letzen Sommer einen Sommerflirt, der mich schon wieder in eine Beziehung rasseln ließ. Hier gab es kein Altersproblem, allerdings wohnte er zweieinhalb Stunden Zugfahrt von mir entfernt. Schon wieder Fernbeziehung und mit meiner Familie verstand er sich auch nicht wirklich.
    Tja, und dann ging das Spiel wieder von vorne los. Ich bemerkte - diesmal nach recht kurzer Zeit - dass ich mit ihm nicht mehr reden konnte. Wo die rosaroten Wölkchen des Sommers wichen wurde mir nun endgültig klar, dass ich jemanden brauche, der genauso gerne denkt wie ich. Philosophie, Diskussion und einfaches lernen, die Erweiterung der eigenen Fähigkeiten - all das sind Dinge die ich nicht nur für mich brauche, sondern teilen möchte.
    Und so ging auch diese Beziehung in die Brüche. Wieder durch mein Verschulden.


    Im letzten halben Jahr habe ich die Zeit, die mir neben der Schule und meiner neuen Reitbeteiligung blieb, viel zum zeichen, zocken, streamen und auch zur Selbstreflektion genutzt. Seit meiner schlimmsten Zeit in der Schule führe ich unregelmäßig Tagebuch und es ist spannend den Prozess mitzuverfolgen, wie man selbst erwachsen wird.

    Durch das Gaming habe ich inzwischen Freunde in ganz Deutschland und der Schweiz, mit denen ich mich regelmäßig treffe. Ich bin angekommen. Ich bin glücklich. Ich fühle mich stabil wie noch nie. Auch in der Schule, im Kurssystem der Oberstufe, bin ich nicht mehr allein. Ich bin sogar geachtet, weil es mir leicht fällt und ich gerne helfe.
    In einem Jahr werde ich um diese Zeit meine Abiturklausuren schreiben und ich muss sagen: Ich freue mich darauf. Der Weg zum Abi fällt mir bisher so leicht, dass ich die Prüfungen nicht wirklich fürchten muss und ich freue mich darauf mit der Schule auch ein weiteres, zu weiten Teilen unerfreuliches, Kapitel meines Lebens hinter mir zu lassen.

    Seit zwei Jahren festigt sich nun der Gedanke, dass ich tatsächlich Informatik studieren möchte. Zwar wird mir regelmäßig gesagt, dass ich lieber in eine Geisteswissenschaft gehen sollte, da ich doch so gerne denken, diskutieren und mich austauschen würde, doch irgendwie möchte ich das nicht zum Beruf machen.
    Ich nutze Langeweilephasen nun also, um mich ein wenig in der Welt der IT auszubreiten. Ein paar Brocken Programmiersprachen hier, ein bisschen anlesen dort. Auch ein Praktikum in dieser Sparte habe ich hinter mir, das mir sehr gut gefiel.

    Was die Zukunft aber tatsächlich bringt, kann ich nicht wissen. das kann niemand. Nun habe ich erstmal meine Facharbeit abgegeben, in der ich mich (hauptsächlich dank mangelnder Wahlfreiheit) dann doch für Philosophie entschieden habe. “Gibt es die Gegenwart?” lautete mein Thema und ich bin ziemlich zufrieden mit dem, was ich schließlich zu Papier gebracht habe. Nun verbringe ich meine Osterferien in der Hoffnung, dass mein Lehrer derselben Meinung ist.

    Abseits vom schulischen hat sich seit Mai letzten Jahres wieder ein Ponytier in mein Leben geschlichen. Vinskaupurr vom Schepershof, genannt Vinny, ist ein neunjähriger Isländerwallach und ein wirklich tolles Pony. Mangels Zeit hat seine Besitzerin, die noch ein weiteres und etwas schwieriges Pony besitzt, mir sein Training weitestgehend überlassen.
    Dank dieser Entlastung hatte sie nun so viel Zeit für Orri, das besagte Pony, dass inzwischen Ausritte zu zweit und in der letzten Woche sogar ein kleiner Wanderritt möglich sind. Einige Male durfte ich nun auch Orri reiten und auch er hat sich unglaublich gemacht. Aus dem unausgeglichenen und ängstlichen Pony, das jegliche Unsicherheit durch Tempo kompensiert hat, ist ein feiner und frecher Isländer geworden. Auch Vinny, der anfänglich mit einer menge überschüssigen Pfunden, fehlender Ausdauer und verlorenem Galopp, sowie Tölt zu kämpfen hatte, ist inzwischen ein relativ solider Viergänger, dessen Ausdauer sogar im Galopp wieder brauchbar ist.

    Auch reiterlich bin ich gewachsen. Ich habe meine Angst vor dem Tempo und durchgehenden Pferden besiegt, wozu Orri einen großen Teil beigetragen hat, habe meinen Sitz derart verbessert, dass ich ganz problemlos alle Gangarten und diverse Hüpfer auch auf dem bloßen Pferderücken sitze (man bedenke, dass ich trotz sechs Jahren Reitschule beim zweiten Mal ausreiten im letzten Sommer von Vinny fiel, weil er sich erschrocken und einen Satz gemacht hatte - und da hatte ich einen Sattel).
    Mit meiner Trainerin lerne ich jetzt Doppellonge und fahren vom Boden. Vielleicht wird Vinny ja irgendwann ein Kutschpony.


    Soo. Ich würde sagen, nun fehlt nur noch eins. Ich habe nämlich beschlossen den ganzen Mist, den ich in der Vergangenheit über meine Figur und dieser Geschichte hier kompensiert habe, endlich mal hinter mir zu lassen. Daher werde ich meine bisherige Story, die trotz allen Wandlungen immer irgendwie zusammenhing, auflösen.

    Ich habe auch vor wieder ins Spiel einzusteigen, doch mein nächsten Charakter wird kein verzerrtes Spiegelbild meiner selbst sein. Das habe ich jetzt wirklich durch. Ein Thema zum Verkauf meiner Pferde etc. pp folgt. Es wird Zeit für einen Neustart mit blanker Festplatte, nicht nur das Drücken des “Reset” Buttons.


    In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Osterzeit und alles Gute! Ich hoffe, dass ich hier nun wieder öfter und richtig anzutreffen sein werden!


    // Wollt ihr Fotos von Orri und Vinny haben? Wenn ja, dann bastele ich demnächst mal einen Fotoblog zusammen.
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  3. Goodbey Hanni – Wenn Pferdebesitzer nicht wissen was sie tun

    Ich dachte, ich setze jetzt auch euch mal in Kenntnis: Ich werde meine Reitbeteiligung auf dem weißen Plüschvieh zum ersten Oktober kündigen. Gründe dafür gibt es viele und die wichtigsten zähle ich euch jetzt Mal hier auf. Vielleicht kennt jemand ja das Problem.

    Alles fing damit an, dass F., die Besitzerin von Hrannar, den Preis für die RB (1x in der Woche, 25€ mtl.) verdoppelt hat. Da ich den größten Teil davon selbst bezahle, ging mir das schoneinmal komplett gegen den Strich. Weiter gemacht habe ich trotzdem.

    Dann kamen immer wieder kleine Situationen, in denen ich daran gezweifelt habe ob F. Wirklich Ahnung davon hat was sie tut.

    F.s beste Freundin kaufte sich dann auch einen Isländer, einen jüngeren, flotten Wallach. Begeistert wollte ich diesen Probereiten und stellte völlig geschockt fest, dass das Pferd komplett irre und verstört ist. Der Wallach hat Sattelpanik pur und dreht durch, sobald ein Reiter auf seinem Rücken sitzt. Er sperrt sich gegen den Zügel in dem er das Maul aufreißt und rennt unkontrollierbar los. Die beste Freundin hat inzwischen aufgegeben und das Pferd gehört nun F., die es allerdings auch nicht im entferntesten händeln kann. Nun steht besagtes Pferd mit einem völlig unzutreffenden Text, in dem das Tier als liebes, etwas eigenwilliges, Freizeitpferd beschrieben wird, unter Ebay-Kleinanzeigen zum Verkauf.

    Zudem hat Hanni in der Zeit, in der ich ihn nun als RB habe (etwa Monate) ungefähr 8 verschiedene, zumeist völlig ungeeignete, Sättel besessen.

    Weiter könnte ich auch noch sagen, dass F. insgesamt 5 Pferde besitzt, von denen sie nur eins (Hanni) selbst reiten kann. Sie wirft allerdings mit klugen Ratschlägen um sich und erzählt hinter meinem Rücken von mir, ich könnte nicht reiten, da ich nicht in der Lage war besagten verstörten Wallach zu reiten. Ich meine, es wäre ja nicht so, dass sie es könnte, aber….

    Da sie jetzt zum 1. Oktober in einen anderen Stall ziehen wird, der für mich auch noch schlecht zu erreichen ist, werde ich zu diesem Datum kündigen. Ich habe für mich entschieden soetwas nicht mehr zu unterstützen, so sehr ich den kleinen auch liebe.

    Kennt ihr solche Pferdebesitzer?

    Ganz liebe Grüße
    Bella
  4. Ich habe es ja schon mehrfach hier erwähnt und die meisten Reiter haben es wohl mitbekommen: In Hannover findet an diesem Wochenende die Pferd & Jagd 2015 statt. Da ich in Hannover wohne und mir diese Messe nicht entgegen lasse, habe ich beschlossen hier mal ein bisschen für alle zu erzählen die dieses Wochenende nicht hier sein können.

    Die Messe geht wie immer über 8 Messehallen, von denen allerdings nur 4 mit pferdigen Themen belegt sind, eine davon ist die Showhalle. Zu kaufen und zu sehen gibt es so ziemlich alles was das Reiterherz begehrt… Ich habe mal fotografiert. (Auch wenn es an manchen Stellen verboten war :D)


    (Sorry, das spinnt mal wieder^^)
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    Reitpony-Quadrillie des Ponyverbands Hannover. Irgendwie nicht so meine Welt....

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    Ein kleiner Blick über Halle 17. Zu kaufen gibt es echt... äh... alles!

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    Mein Hof (bzw. der von mir und Seimure) ist natürlich auch vertreten. Draf ich meine Reitlerhrerin vorstellen....?
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    Ich hörte hier gäbe es ein paar Individuen mit einem Schabracken-Sammeltick. Also: Für alle Fans der bunten Satteldecke... (Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie viele man in einer einzigen Halle kriegen kann^^)



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    Und natürlich noch meine Ausbeute von heute. Gekauft sind davon übrigends nur der Druck mit dem Isländer und die Fake-Magic Brush. Vom Leckerlies kaufen hatt Linn mit erfolgreich abgehalten :D



    Fazit: Lohnt sich, auch für nicht-Pferdebesitzer!

    Liebe Grüße!
  5. Wie die meißten von euch ja zur genüge mitbekommen haben, war ich in der ersten Woche der Herbstferien mit dem @Seimure in Schweden. Bisher bin ich noch nicht zu einem Blog gekommen, das möchte ich jetzt aber mal nachholen.
    Ja, ich denke ich labere nicht viel, liest dann eh niemand. Hier kommen Fotos!
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    Herbstwald - soo schön ♥

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    Noch ein Fall für: soo schön ♥
    Ein kleiner Fluss im Wald. Die Steine stammen von eine Ruine. Leider weiß keiner was das mal war.

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    Ingatorp, einmal vom Berg aus.

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    Das nennt man mal ein Postkartenmotiv. See in Ingatorp mit Sonnenuntergang.

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    Musste mein Gesicht mal ein bisschen zensiren, aber es gab tatsächlich noch Walderdbeeren! ♥
    Wer jetzt wer ist, dürfte ja nicht soo schwer rauszukriegen sein :D
    (Ich hoffe das ist so okay, sonst nehm ich das Bild raus - Bist ja nur von hinten drauf @Seimure)

    Also ich muss sagen, es war wunderbar ♥​
  6. Der schönste Ort der Welt...


    Nun ja. Mein kurzer Urlaub ist zwar jetzt schon fast drei Wochen her, aber ich schmeiß den Blog trotzdem noch nach.
    Für alle die es nicht mitbekommen haben, es ging nach Rømø. (Insel in Dänemark, nahe der Grenze)

    Rømø ist eine ziemlich kleine Insel, aber ein echtes Paradies. Mit Ausnahme einer kleinen Ecke in Havneby, von wo aus die Fähre nach Sylt abgeht, gibt es dort quasi nichts. Ab und zu Ferienhäuser, kaum echte Anwohner, einen riesigen Strand (der ungefähr die Hälfte der Insel ausmacht) und das Isländercenter.
    Nach meinem Urlaub, der hauptsächlich aus Isländern, Isländern, Isländern und Strand bestand,kann ich sagen: Wenn es einen Ort gibt an den Isländer genauso gehören wie nach Island, dann ist es Rømø. Zusammen mit ihrer Besitzerin, die dort Urlaub macht, habe ich Yrpa dort hin gebraucht und bin noch ein paar Tage geblieben. Außerdem habe ich ein Pferd kennengelernt, das ich sofort entführt hätte.

    Brellir ist ein elfjähriger Wallach, ein Fuchs und mein absolutes Traumpferd. Ich bin mit ihm am Strand geritten und ich glaube, ich könnte diese zwei Stunden immer wieder und wieder hintereinander erleben, ohne das es langweilig werden würde. Ich könnte ihn sogar kaufen, aber 1. habe ich das Geld nicht und 2. möchte ich kein Pferd von dieser Insel entführen. Wenn man diese Weite erstmal gewohnt ist, scheint alles andere wie ein Gefägnis.


    Genug gelabert, jetzt gibt’s Fotos:

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    Weil ihr sie noch nicht gesehen habt: Das ist Yrpa. Weder Pflegepferd noch Plegebeteiligung passt wirklich, sie ist aber auch nicht mein Pferd, ich kümmerer mich nur um sie, wenn ich darf. Dieses Bild entstand bei der Vorbereitung für das Kronshof Turnier.

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    Das wäre dann schön Dänemark. Die Aussicht vom Rømø Damm.

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    Wattweide ♥

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    Und natürlich reiten am Strand!

    Von Brellir habe ich leider kein Foto auf dem ich selber nicht mit drauf bin, sorry.

    Liebe Grüße
    Bella
    Loki, Veija, Svartur und einer weiteren Person gefällt das.
  7. Aber das Leben geht weiter

    Hofstory#2

    schwarz - Bella
    lila - Linn
    türkis - Tabea
    grün - Finley
    blau - Arran


    Als ich an diesem morgen erwachte, zeigte mein Wecker wie immer 4:00 Uhr. Meine, zugegeben, leicht seltsame, innere Uhr hatte mich auch heute nicht im Stich gelassen. In der Erwartung die erste auf dem nächtlichen Hof zu sein, schälte ich mich aus dem Bett und verließ meine Wohnung.

    Ich wollte als erstes den Offenstall der kleinen Stute Brött aufsuchen, denn sie schien es mir als einzige nicht übel zu nehmen bereits am frühen Morgen arbeiten zu müssen. Kaum hatte ich allerdings die Haupttür nach draußen geöffnet, stutzte ich. Bella saß auf ihrer Bank neben dem Haus und sie saß schrecklich aus. Offensichtlich hatte sie geweint und war schließlich draußen, auf ihrem Lieblingsplatz, eingeschlafen. Ich hatte keinen blassen Schimmer was passiert sein können, aber es musste etwas gewesen sein, das meine Freundin traurig und wütend zugleich hatte werden lassen. Zumindest zeugten davon die benutzten, zerknüllten und zu kleinen Fetzen verarbeiteten Taschentücher, welche teils neben ihr auf der Bank, teils vom Wind über den ganzen Hof verteilt, lagen. Während ich noch überlegte, was ich nun tun sollte, schlug Bella ihre Augen auf und sah sich verwundert um, als erinnerte sie sich nicht an den Umstand, der sie auf ihren derzeitigen Platz befördert hatte. Verwundert schaute sie zu den Taschentüchern, dann zu mir. Wenige Sekundenbruchteile darauf schienen die, mir unbekannten, Ereignisse vom Vortag wieder auf sie einzustürmen und sie sackte auf ihrer Bank in sich zusammen. Vorsichtig nährte ich mich meiner Freundin und ließ mich neben ihr nieder. Was war passiert? Hatte es etwas mit mir zu tun? Ich legte ihr unsicher den Arm um die Schultern, doch es verging noch eine gefühlte Ewigkeit, bis ich mich traute sie zu fragen was denn passiert sei.


    Ich konnte nicht klar denken. Ständig verschwamm alles vor meinen Augen und ich konnte die gestrigen Ereignisse noch immer nicht fassen. „Er ist weg, Linn. Dieser... Dieser...“, doch mir fiel kein passendes Schimpfwort ein, mit dem ich meinen Freund, nein, Exfreund treffend beschreiben konnte. „Er ist weg. Weg. Einfach weg. Hat sein Zeug genommen und ist abgehauen.“, ich brach in ein seltsam irres Gelächter aus, aber ich erfasste mein Verhalten überhaupt nicht. Ich redete einfach. „Und dann hat er mich angeschrien und dann ist er weggefahren und... und..“, ich brach wieder in Tränen aus, obwohl ich es gar nicht wollte. Immerhin verdichtete sich mein Blickfeld langsam wieder und die Fähigkeit logisch zu denken kehrte zurück. Mich zusammenreißend versuchte ich meiner Freundin, die jetzt neben mir saß, mir halt gab und keine Fragen stellte die Ereignisse vom Vorabend zu erklären. „Ich weiß nicht mehr, warum wir uns gestritten haben. Auf jeden Fall lief es darauf hinaus, dass wir jetzt hier waren, in Schottland. Und dann hat er gesagt er will nach Hause, hier sei es scheißen und solche Sachen. Dann haben wir uns angeschrien und dann, dann hat er gesagt er packt sein Zeug und fährt nach Hause. Und das hat er dann gemacht.“, wieder versuchte ich einem Heulkrampf zu entgehen. Linn sagte nichts, ich spürte nur, wie ihr Arm sich etwas fester um meine Schultern legte. Gegen sechs Uhr morgens stieß auch Tabea zu uns und ich fasste mich langsam. Ein Gefühl sagte mir, dass ich etwas Zeit für mich brauchte. Schließlich erhob ich mich wacklig von der Bank und marschierte Kommentarlos in Richtung Offenstall. Laufey stand am Zaun und bemerkte meine Stimmung sofort. Zwar waren auch Vin und Faera dort, doch ich sehnte mich nur nach der Gesellschaft meiner kleinen, frechen, treuen und sensiblen Stute. Ohne zu putzen, zu satteln oder mich sonnst in irgendeiner Form aufzuhalten erfasste ich Laufeys Mähne, öffnete das Gatter, lotste die Stute hinaus ohne den Rest meines Chaos-Trios auf freien Fuß zu setzen und kletterte mit Hilfe des Eisengatters auf ihren Rücken. Sie schien ganz genau zu wissen was ich wollte, denn Laufey galoppierte aus dem Stand an und trug mich in den Wald. Ich lenkte sie nicht, mir war egal wohin es ging.


    Während des ganzen Tages machte ich mir Sorgen um Bella. Sie war mit Laufey einfach abgehauen, ohne Sattel, ohne Zaumzeug, ohne nichts. Ich wusste zwar, sie war eine exzellente Reiterin, doch in diesem Zustand machte sie mir Sorgen. Ich besuchte Arran und Finley und berichtete den Beiden in knappen Sätzen vom Vorfall. Im laufe des vergangenen Monats waren die zwei Stallarbeiter mehr und mehr in unsere Familie hineingewachsen und so sah ich es als meine Pflicht an, die beiden zu informieren. Natürlich hatten sie die Szene auf der Bank längst mitbekommen, wenn man in einem Haus lebt und auf einem Hof arbeitet bleibt nicht viel geheim, doch ich wollte sichergehen, dass alle Bescheid wussten um Bella nicht auf dem falschen Fuß zu erwischen. Immer noch in Gedanken bei Bella machte ich mich auf den Weg zum Fohlenstall um mein Vorhaben von heute Morgen in die Tat umzusetzen und Brött ein wenig zu beschäftigen. Ich holte die kleine, jetzt schon bald große, Stute von ihrer Koppel und ging mit ihr in den Roundpen. Bella hatte mir die Geschichte ihres ersten Pflegepferdes, Crimetime, erzählt und damit die Idee wach gerufen, den großen roten Gymnastikball auf für das Training von Brött einzusetzen. Seit ich diesen Ball vor einigen Tagen ins Training eingebracht hatte, konnte Brött die üblichen Übungen des Fohlen ABC fast nicht mehr abwarten, so sehr liebte auch dieses Fohlen das Spiel mit dem Ball. Lächelnd sah ich zu wie Brött die Kugel durch den Roundpen kickte, verdutzt stehen blieb als sie feststellte, dass der Ball hüpfen konnte, nur um ihn dann um so mehr zu jagen. Ich stand an der Band, schob den Gymnastikball ab und zu von mir weg, wenn Brött mich aufforderte mitzuspielen und hing meinen Gedanken nach.


    Meine Schwester hatte es gestern echt erwischt. Ach ich machte mir Sorgen, verständlicherweise. Ich meine, erst macht der Freund Schluss und haut ab und dann schmeißt sie sich auf das nächst beste Pferd und reitet planlos in den Wald, wer macht sich da keine Sorgen? Schließlich beschloss ich meine Vinkona zu nehmen und, natürlich völlig zufällig und ohne jegliche Hintergedanken, in den Wald zu reiten. Meine Stute benahm sie wunderbar, wie immer, doch leider war ich mit meinen Gedanken überall, sodass ich Bella auf meinem Ausritt nicht fand, wie ich ursprünglich geplant und gehofft hatte. Vielleicht war sie vom Pferd gefallen und lag jetzt irgendwo im Wald? Aber nein, bis Bella vom Pferd fiel musste schon ein Wirbelsturm kommen. Ich saß auf dem Hof ab, band meine Stute an und befreite sie vom Sattelzeug, ehe ich in die Futterküche ging. Irgendein kreativer Anfall und eine Packung bunter Permanent Marker hatte mich vor einiger Zeit dazu getrieben die Futterschalen mit den Namen der Pferde, natürlich in Form von Graffitis, zu bemalen. Nun suche ich die Futterschale mit dem Schriftzug 'Vinkona' und füllte sie mit einen Hand voll Pellets und ein wenig Gerste. Lächeln sah ich zu wie meine Stute ungeduldig den Kopf über ihr Essen senkte.


    Ich war mittlerweile abgesessen und Laufey graste friedlich an einem Bächlein, von dem ich auch noch nicht gewusst hatte, dass es es gab. Ich gab mir alle Mühe und langsam gelang es mir die Gedanken zu ordnen, die sich bisher nur wirr im Kreis gedreht hatten. Seltsamerweise fühlte sich der Platz in meinem Herzen, von dem ich bis gestern geglaubt hatte Jonas würde ihn ausfüllen, gar nicht leer an. Hatte ich die Grundlage für dieses abrupte Ende etwa selbst gelegt? Wie lange ging das denn schon so? Vermisste ich ihn überhaupt? Auf diese Fragen fand ich keine befriedigenden Antworten, doch ich schaffe es mich zu sammeln. Natürlich, seine gewohnte Gegenwart fehlte, aber es war nicht so schlimm wie es hätte sein können. Er hatte mir nicht 'das Herz gebrochen', wobei ich mich fragte, warum nicht. Langsam wandte ich mich wieder meiner Stute zu und kletterte auf ihren bloßen Rücken. Jetzt, wo die schlimmsten Gefühlsausbrüche nicht länger von mir Besitz ergriffen hatten, war es schwieriger Laufey zurück zum Hof zu lenken. Ich würde mich nicht verkriechen, ich würde heute Nachmittag,... Wie spät war es überhaupt? Vielleicht drei, oder vier? Egal, ich würde einfach reiten, denn der Umgang mit Pferden ist etwas das bei allen Verletzungen hilft, gerade bei solchen am Herzen.


    Nächster Tag

    Es fühlte sich komisch an in einem leeren Bett aufzuwachen, doch nicht unbedingt schlecht. Es machte mir schon Sorgen wie schnell ich diesen Schlag ins Gesicht überwunden hatte, doch – nicht drüber nachdenken! Ich stand auf, stieg in meine Klamotten und schnappte mir auf dem Weg nach draußen ein Brötchen vom Vortag, welches ich im gehen verspeiste. Auf meinem Weg zu Weide grüßte ich Arran, der gerade dabei war Linns Offenstall zu säubern. Gapur stand zusammen mit Blossi und Uprising auf dem Hengstpaddock und auch Vidja fehlte. Scheinbar war Linn gerade dabei sie irgendwo zu reiten. Nun ja, mich sollte das ganze nicht stören, denn ich würde mich heute Morgen ein wenig mit Thowra beschäftigen. Die Stute hatte eine Runde Dressur schon länger nötig. Unwillig folgte Thowra mir zum Putzplatz, wo ich ihr grau weißes Fell, das momentan eher grau-grün war, gründlich mit verschiedenen Striegeln bearbeitete. Ich holte ihren Sattel von ihrem Platz und entfernte entnervt etwas Vogelkot von ihrer Trense. Ich würde bald nicht nur die Sättel abdecken müssen, denn die Schwalben, die an den Dachbalken des Stallgebäudes nisteten, wurden immer dreister. Ich holte mir Helm und Handschuhe, doch bevor ich aufsitzen konnte wurden meine Nerven wieder auf die Probe gestellt. Tabea hatte sich scheinbar auf meine Stute gewagt, denn die Bügel waren viel zu kurz eingestellt und dazu nicht anständig hochgezogen sondern völlig wirr verknotet. Jetzt wirklich entnervt löste ich die Riemen, stellte die Bügel ein und nahm mir vor Tabea einmal mehr gründlich zu erklären was sie NICHT machen sollte. In einer flüssigen, geübten Bewegung legte ich die Zügel auf Thowras Hals und schwang mich in den Sattel. Das Dressurviereck war frei, doch auf der Ovalbahn erblickte ich Finley. Mein wunderbarer Stallhelfer, eigentlich Helfer bei allem, lieferte sich seinen täglichen Kampf mit Topar. Der sture Hengst hatte mal wider seine 5 Minuten und meinte wie ein wilder über die Bahn rasen zu müssen. Grinsend sah ich zu wie Finley versuchte den Hengst mit verschiedensten Mitteln zu Raison zu bringen. Leider half nicht viel. Erst als der dunkelhaarige Mann resigniert die Gerte fallen ließ, die er in der Hand gehalten hatte, beruhigte sich Topar. Für ihn war alles was mit Gerten zu tun hatte fies und gemein, doch Finley ließ sich nicht davon abbringen ihn mit Gerte zu reiten. Immer wieder schaute ich zu den beiden hinüber und rief Finley Tipps zu, eigentlich nur um ihn etwas zu Triezen während ich die graue Stute im Dressurviereck warm ritt. Da Thowra in Dressur noch nie wirklich trainiert worden war, aber die meisten Übungen aus anderen Zusammenhängen bereits kannte, würde ich heute Morgen nicht viel Arbeit haben. Wir begannen mit dem Mittelschritt, welchen Thowra für das Viergang Training sowieso beherrschen musste. Sie schritt zugig aus, hob alle Hufe gleichmäßig vom Boden ab und blieb dabei wunderbar weich und gebogen auf der Zirkelline. Es versprach wirklich entspannt zu werden. Beim Versuch rückwärtszurichten meinte sie kurz Zicken zu müssen, doch alles in allem verlief das kleine Dressurtraining wunderbar. So beschloss ich das ganze einfach mal als Stufenerhöhung durchgehen zu lassen.


    Ich hatte mich mal wieder mir diesem sturen Bock von Hengst herumgeärgert, doch ich wollte nicht aufgeben. Arran sagte manchmal – sofern er überhaupt mal etwas sagte, dass ich eh nie aufgeben würde, zumindest nicht bis ich mir an der Wand den Schädel eingeschlagen hätte beim versuch mit dem Kopf durchzugehen. Irgendwie hatte er ja recht. Ich brachte also Topar in seinen Offenstall zurück und überlegte was als nächstes zu tun war. Irgendeine kleine Stimme in meinem Hinterkopf flüsterte etwas von 'nichts zu tun' und 'Pause', aber ich ignorierte sie – auf einem Hof wie diesem gab es immer etwas zu tun das getan werden musste. Ich überlegte. Eine Boxentür im großen Stall war kaputt. Zwar stand dort nie ein Pferd, aber sie zu reparieren konnte nicht schaden. Auf dem vom Offenstall zum Hauptstall traf ich auf meinen Kumpel Arran. Er machte ein komisches Gesicht. Das Gesicht, das er immer machte wenn er jemanden etwas fragen musste und es am liebsten vermeiden wollte. „Hey, was's los?“, fragte ich ihn und schnitt eine komische Grimasse. „Nichts.“ „Nichts sieht anderes aus.“ „Ich will nicht drüber reden, ja.“ „Dann nicht, ich will dir nur helfen.“ „Na gut. Hab ärger mit Mila.“ „Warum?“, ich fragte mich was in aller Welt los war. Erst war bei Bellas Familie Land unter und jetzt zoffte sich Arran mit seiner Freundin. „Sie will, dass wir zusammen ziehen. Aber ich wohn' ja mit dir hier.“ Okay, das war wirklich ein Problem. Arrans Freundin, Mila Weston hatte gerade ihre Ausbildung zur Pferdewirtin fertig und suchte Arbeit in der Gegend, aber Arran konnte hier vom Hof auch nicht so einfach weg. Bis nach Morvern war es ja noch ein ganzes Stück – zu weit um jeden Tag zur Arbeit zu fahren. Auf einmal machte es 'klick'. „Mila sucht immer noch Arbeit?“ „Joa, warum?“ „Mila Weston und Arran McTavish, Gestüt Colles Virides 1, Postleitzahl vergessen, Morvern. Klingelt's? Mila ist Pferdewirtin.“


    Nachdem Thowra ihr Futter aufgefressen hatte, kam sie zurück auf den Stutenpaddock, denn mit Gras reichte es erst mal für Heute. Wieder ein Pferd auf meiner Trainingsliste weniger. Jetzt waren noch Slaufa, Sólfari und Stássa an der Reihe. Ganz schön viel Arbeit für einen Tag. Nun ja, vielleicht würde ich auch Stássa auf Morgen verschieben, mal sehen. Ich holte die kleine, westerngerittene, Stute von der Weide und machte sie fertig. Ein wenig Gangtraining war angesagt. „Hoffentlich ist die Ovalbahn frei.“, dachte ich und saß auf. Die Bahn war frei. Das reiten im Westernsattel fühlte sich noch immer ungewohnt an, wenngleich in Slaufa in letzter Zeit oft geritten war. Die Stute ging auf ihre Krönung zu und so widmete ich ihr viel Zeit. Wir begannen in langsamem Tempo. Ich hatte mir eine gute Stunde für Viergang eingeplant und hoffte meinen Plan halten zu können. Schlangenlinien, Volten, Slaufa reagierte prima auf meine, manchmal etwas unbeholfenen Kommandos. Veija hatte die Stute wirklich fein geritten und ich war froh über jede Stunde Training zu der ich die Stute ihn ihre Hände gegeben hatte. Nachdem sich Slaufas Muskulatur ausreichend aufgewärmt hatte, begannen wir mit ordentlichem Tölt. Nicht zum ersten Mal stellte ich fest, dass Westernsättel für diese Gangart mehr als gut geeignet waren, dafür konnte man im Trab nur schwer bis gar nicht entlasten. Genau hier lag das Problem. Slaufa konnte zwar traben, aber es war schwer ihr verständlich zu machen was man wollte. Mehr schlecht als recht beugte ich mich nach vorne um den Rücken des gescheckten Pferdes zu entlasten und, siehe da, Slaufa trabte. Leider schaffte ich ich es, auch nicht zum ersten Mal, mir das Sattelhorn in die Magengrube zu bohren. Aua! Ach dieser, eher ungemütlichen, Trabrunde blieb als letztes noch der Galopp. Hier war alles ganz einfach, denn Slaufa galoppierte auch als dem Tölt. Nach einer Runde Galopp bemerkte ich, dass sich Zuschauer an der Bahn eingefunden hatten. Es waren Arran und Finley, dir mir Sicherheit etwas von mir wollten. Ich parierte Slaufa durch und lobte sie. Sie hatte ihre Sache gut gemacht, also saß ich auf und ging zu den Beiden. „Irgendwas kaputt, Pferd ausgebrochen, fehlt was?“, fragte ich scherzhaft. „Witzig.“, schnaubte Finley. „Arran hier hat ein Anliegen.“


    Ich fühlte mich in keinster Weise wohl in meiner Haut. Warum musste man immer mit den Leuten reden? „Ähm, also ich. Also ich wollte. Also ich habe eine Freundin.“ Super, damit hatte ich schon mal falsch angefangen, denn Bellas Gesicht verdüsterte sich. Wahrscheinlich dachte sie an Jonas. „Ja?“, fragte sie, „Weiter.“ „Nun ja, Mila und ich haben uns gestritten. Sie will, dass wir zusammen ziehen aber von hier bis nach Morvern ist es zu weit um jeden Tag zur Arbeit zu fahren.“ Warum faselte ich so einen weit schweifenden Blödsinn? Finley schien sich das auch zu fragen, denn jetzt wurde er ungeduldig und schaltete sich ein. „Mila Weston ist Pferdewirtin auf Arbeitssuche und würde gerne mit ihrem Freund zusammen ziehen. Nun, hier gibt es eh zu viel Arbeit und das hier ist ein Gestüt. Zudem...“ „Zudem ist eine Wohnung im Haupthaus frei und jetzt wollt ihr wissen ob ich sie einstellen kann?“ „Äh, ja.“ Das war nun wieder ich. „Das würde mir helfen und vielleicht allen etwas Arbeit ersparen.“


    Eine Woche darauf

    „So kommt es immer wieder, dass der Hof Zuwachs bekommt.“, stellte ich fest als ich Morgens aus dem Fenster sah. Mila war vor zwei Tagen eingezogen. So waren jetzt alle Wohnungen hier im Haupthaus belegt und ich verstand mich recht gut mit der, nur wenig jüngeren, Frau. Mila Weston war aufgeschlossen, freundlich und hatte ein gutes Gespür für Pferde. Gerade sah ich zu wie sie mit Arran vom Hof ritt. Die beiden wollten mit Faera und Blossi einen Distanzritt unternehmen. „Wahrscheinlich wird das ganze eher ein romantisches Ausritt zu zweit.“, stellte ich mit einem bitteren Beigeschmack fest. Jonas hatte sich nicht ein mal mehr gemeldet.
    [Hofstory, Pflege und Trainingsbericht | 17 351 Zeichen | (c) BellaS]
    Wolfszeit und Ravenna gefällt das.
  8. Rechte Hände...




    schwarz – Bella


    grau – Jonas


    lila – Linn


    türkis – Tabea


    rot – Ravi


    grün - Finley




    Ich ließ mich auf die Bank vor unserem Haus fallen und beschloss mich von jetzt an bis Morgen meinen Zentimeter mehr von der Stelle zu rühren. Immer öfter war ich nach der getanen Arbeit des Tages zu Müde und gestresst für Entspannungen wie Lesen oder einem Ausritt, geschweige denn, dass ich genug Zeit dafür habt hätte.


    Seit Linn auf Colles Virides eingezogen war hatte sie zwar einen kleinen Teil meiner Aufgaben übernommen und auch Tabea war nicht untätig, doch 12 Pferde waren einfach zu viel für drei Personen.


    Ich hatte mich bisher nicht mit der unbequemen Frage beschäftigen wollen, doch nun wurde ich von allen Seiten dazu gedrängt mich nach mindestens einem weiteren Helfer für den Hof umzusehen.


    Während ich so meinen Gedanken nachhing, ließ Jonas sich neben mich auf die Bank fallen. Obwohl Jonas nicht viel mit Pferden am Hut hatte, half er doch wo er konnte, gerade in Situationen wie der Jetzigen.


    „Bella, so kannst du doch nicht weitermachen.“, sagte er und strich mir eine Lockige Haarsträhne aus dem Gesicht, „Du machst dich damit selber kaputt. Du überarbeitest dich.“


    „Nein, ich will keinen Neuen einstellen, die machen doch noch viel mehr Arbeit und Linn hilft mir doch.“


    „Mensch, sei doch nicht so stur. Du weißt doch selber was Sache ist, handle gefälligst. Ich weiß, dass du darüber Nachdenkst.“


    Im meinem Kopf befand sich, nach aktuellsten Meldungen nur noch Chaos. Einerseits wollte, und brachte ich Hilfe, andererseits wollte ich die Zügel selber in der Hand behalten und nur Leute haben von denen ich wusste, dass sie mich ebenso schätzten wie ich sie.


    „Du kochen ja irgendwelche Minderwertigkeitskomplexe hoch.“, ärgerte ich mich über mich selbst und blieb grübelnd auf der Bank sitzen.





    Langsam erhob ich mich von der Bank. Meine Freundin machte mir in den letzten Wochen wirklich Sorgen. Bella gehörte leider zu dem Typ Mensch, der allen Neuerungen äußerst skeptisch gegenüber steht. Diese Neigung konnte ihr jetzt zum Verhängnis werden, und ich hatte nicht die Absicht dies zu zu lassen.


    Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung von Pferde, Zuchten und der Führung eines Hofes hatte, doch Ahnung vom Zustand der Überarbeitung, ja des Burnouts hatte ich.


    „Hör auf so schwarz zu malen.“, ermahnte ich mich selbst, „Annabell ist ebenso erwachsen wie du und muss wissen was ihr gut tut.“


    „Aber auch Erwachsene sind zuweilen unvernünftig.“, raunte eine Stimme in meinem Kopf und das schlimmste war, ich wusste, dass sie Recht hatte.






    „Ein Schlachtplan muss her.“, witzelte ich. Jonas saß mir gegenüber am Küchentisch, neben mir Linn. Bella war schlafen gegangen, ich hatte jedoch den Verdacht, dass sie heimlich an der Tür stand um zu lauschen.


    Der Freund meiner Schwester hatte uns soeben seine Sorgen gebeichtet und wir waren völlig seiner Meinung.


    „Stallarbeiter brauchen wir. Soviel ist sicher.“, stimmte auch Linn bei und sprach damit aus was uns allen auf dem Herzen brannte.


    „Aber über Bellas Kopf hinweg?“, wand Jonas ein.


    „Sie hat selber Pech wenn sie nicht merkt wann das Maß voll ist.“, stellte ich klar. „Nur wie kommen wir an brauchbare Leute?“


    „Internetanzeige?“, ließ sich nun wieder Linn vernehmen.


    „Nein, da gucken Hinz und Kunz rein. Strolche sollten wir Bella nicht zumuten.“


    „Anzeige in der hiesigen Zeitung?“


    „Besser, vielleicht können wir bei Ravi fragen?“


    „Das ist eine gute Idee. Ich hab gar keine Ahnung wo ihre ganzen Stallhelfer herkommen.“, nahm auch ich wieder am Gespräch teil. „Ich reite Morgen hin. Oder besser anrufen?“


    „Das ganze ist doch eilig oder? Ruf an!“, meinte Linn.


    Gesagt getan. Alle verschwanden auf ihre Zimmer und ich griff zum Handy um die Nummer unserer Freundin zu wählen.




    Ich wollte gerade noch einen Spazierritt mit Ghost machen als mein Handy einen Anruf erhielt - Tabea - stand dort auf dem Bildschirm

    "Hey, was gibt´s?
    "Wir haben da mal eine generelle Frage - wie seit ihr zu euren Pflegern gekommen?"
    Kurz stockte ich, wieso sollte sie das denn jetzt so dringend interessieren? "Naja...Aidens Familie wohnt in Craighnure und schon der Vater hat hier gearbeitet, als der Hof noch der Oma von Kathi und Cayden gehörte, die drei sind sozusagen zusammen aufgewachsen. Hansi...Naja den hat Kathi wohl von einem Festival auf gegabelt...allerdings war das vor der Zeit als ich hier gewohnt hab. Ansonsten könntet ihr in den hiesigen Zeitungen schauen oder im Internet...Cayden kam damals durch ein Auslandspraktikum nach Österreich zu Amy auf den Hof.

    Ich bedanke mich herzlich für diese Auskunft und verließ mein Zimmer. Ich klopfte an Linns Wohnungstür und fand auch Jonas bei ihr. Die beiden hatten wohl meinen Anruf abwarten wollen und saßen mit besorgten Gesichtern auf Linns Sofa.


    „Also Ravi sagt ihre Stallarbeiter haben da schon in der Nähe gewohnt. Wir sollten in die Zeitung schauen oder selber eine Anzeige aufgeben.“





    Ich hatte meinen Laptop schon auf dem Schoß, kaum das Tabea ausgesprochen hatte.


    „Also eine Anzeige im Internet und eine in der Zeitung? Soweit ich weiß geht das auch über die Webseite... oder erst mal gucken?“


    „Wollen wir das wirklich ohne Bella machen?“, fragte Jonas zweifelnd.


    „Hey, wir tun das nur zu ihrem besten!“, meinte Tabea. „Jetzt nicht kneifen hier.“


    „Streitet nicht! Ich suche schon mal!“


    Ich traktierte die Tasten meines Laptops ungefähr eine Stunde lang ehe ich etwas vielversprechendes fand. Die beiden anderen hatten nicht zu Bett gehen wollen, jetzt saßen sie mit Bier auf dem Sofa und warteten gespannt.


    „Hey, hier ist etwas.“, riss ich die beiden aus ihrem Schweigen. Kaum hatte ich die Worte gesprochen, waren Jonas und Tabea neben mir und lasen die Internetanzeige.


    'Zwei fleißige Stallarbeiter suchen eine neue Arbeitsstelle. Finley McLean und Arran McTavish aus Morvern suchen eine Arbeit mit Wohngelegenheit in der Nähe...'


    „Das klingt perfekt. Aber was war nochmal 'payment'?“, fragte Tabea resigniert. Das englisch fiel ihr manchmal noch etwas schwer, dementsprechend war sie froh, dass wir auf dem Hof zumeist Deutsch sprachen.


    „'Bezahlung'.“, kläre Jonas sie schnell auf und studierte die Anzeige weiter. „Könnte das etwas für uns sein?“






    „Jetzt reicht es aber.“, ich öffnete die Tür und trat ein. „Ihr wollt mir jetzt ehrlich zwei Stallarbeiter aufdrücken?“


    Ich hatte Wut im Bau. Durfte ich denn nicht mehr mit entscheiden? Auf meinem Hof?


    „Ich wusste, dass du lauschst.“, sagte Tabi ruhig. „Und du weißt ganz genau, dass das notwendig ist und keinerlei Problem darstellt. Also beruhige dich gefälligst und lies dir das hier durch.“


    Wutschnaubend trat ich zum Laptop und setzte zu einer wenig netten Rede an, als mein Blick auf das Gesicht meines Freundes fiel. Erst jetzt fiel mir die ehrliche Besorgnis daran auf und die ließ den Zorn verschwinden.


    Wie ein Häuflein Elend sank ich aufs Sofa und fühlte gleich darauf Jonas Arm um meine Schultern.


    „Nein, ich weiß ja das ihr Recht habt.“, gab ich zu. „Ich will nur nicht.... will nur nicht...“


    „Jemanden der dich nicht respektiert.“, beendete Tabea den Satz. „Jetzt komm mal runter. Du BIST eine Respektsperson, und sei es nur wegen deines abnormen Streberschädels gefüllt mit Pferdewissen.“


    Sie hatte den Bann gebrochen und ich begann zu lachen. All die Anspannung und der Stress der letzten Wochen brach aus mir heraus und ich konnte meine Gefühle nicht länger unter Kontrolle halten, ja ich versuchte es auch nicht länger. Ich lachte und dabei liefen mir die Tränen über die Wangen. Kaum hatte ich mich einigermaßen beruhigt, drückte meine kleine Schwester mir mein Handy in die Hand.


    „Und jetzt rufst du da an!“






    Zwei Tage waren vergangen und die beiden sollten am nächsten Tag anfangen. Ich hatte mit Linns Hilfe die freie Wohnung im Haupthaus bezugsfertig gemacht, während meine Freundin und ihre vorlaute Schwester einen Ausritt unternahmen. Ich wusste genau, sie machte sich noch immer Sorgen und hatte eine Heiden Angst vor dem nächsten Tag, doch sie verstand es gut ihre Gefühle zu verstecken.


    Ich wollte ihr mal wieder eine Freude machen und schlug Linn vor den beiden nachzureiten. Erst erntete ich nur einen Ungläubigen Blick, dann hatte ich den Tatendrang der jüngeren Frau geweckt.


    „Du reitest besser Vidja.“, rief sie mir entgegen und kam mir mit zwei Pferden entgegen. Sie machte eine Handbewegung hinüber zu dem gepunkteten Pferd.


    „Äh, war Vidja nicht dein Lieblingspferd?“, fragte ich, mich wage erinnernd.


    „Ja, aber die ist brav. Im Gegensatz zu den andren und bei....“


    „Und bei meinen Reitkünsten wird das wohl besser sein.“






    Ich war froh Bella wieder in einem einigermaßen Beruhigenden Zustand zu wissen. Die langen Haare im Wind flatternd preschte sie auf ihrer Stute Laufey vor mir her. Ich wusste, dass sie das Rennen gewinnen würde. Ich hatte das bereits gewusst, als ich sie herausgefordert hatte doch der beste Sieg war das strahlende Lächeln, welches sie mir nun schenkte.


    Wir wendeten unsere Pferde und ritten in gemächlichem Schritt zurück in Richtung Hof als Vinkona unruhig wurde.


    Meine Stute hatte etwas bemerkt und nun sahen auch wir zwei Reiter am Horizont. Wir tölteten ihnen entgegen und ich erkannte bald zwei Menschen auf Vidja und Blossi.


    Als ich mich gerade zu fragen begann wer zum Henker denn auf Blossi saß, konnte ich auch die Reiter erkennen.


    „Nein, du reitest freiwillig?“, rief eine Schwester ihrem Freund entgegen. Unterdessen bemerkte ich zu Linn, dass es eine kluge Entscheidung gewesen war ihm Vidja zu überlassen.






    Ich hatte meine Sorgen für eine Weile vergessen können, doch als ich Abends neben Jonas im Bett lag, kamen sie mit aller Macht zurück. Ich wurde noch lange von immer absurderen 'Was wenn...' Gedanken geplagt, bis ich endlich zur Ruhe kam.


    Am nächsten Morgen wachte ich sehr früh auf und ging hinunter in die Futterkammer. Ich lud das 'Frühstück' in Form von Heu für meine Vierbeiner auf eine Schubkarre und machte mich auf den Weg zu den Koppeln.


    Ich versuchte extra lange zu brauchen und als ich schließlich wieder am Hauptgebäude anlangte, standen zwei junge Männer dort etwas verloren in der Gegend herum.






    Sowohl ich als auch mein Kumpel Arran waren glücklich über den Anruf und das Stellenangebot gewesen, die uns Gestern erreicht hatten. Es kam von der Besitzerin einer Islandpferde Zucht in der Nähe. Sie war wohl vor kurzem von Deutschland hier her gezogen und benötigte nun Hilfe bei allen anfallenden Arbeiten. Wir hatten nicht lange überlegen müssen. Was konnte schon schiefgehen? So machten wir uns auf den Weg zur angegebenen Adresse, nicht weit von unserem jetzigen Wohnort um uns alles anzusehen.


    Der Hof machte einen freundlichen und gepflegten Eindruck, doch man ließ uns warten. Schließlich kam eine besorgt wirkende Frau auf uns zu.


    „Finley McLean.“, stellte ich mich vor. „Und das ist mein Kumpel Arran McTavish. Er ist leider auf den Mund gefallen.“


    „Annabell Schmiedemann.“, sagte die blonde Frau vor mir und reichte uns beiden die Hand. Als sie mein leicht entsetztes Gesicht sah fügte sie hinzu: „Bella reicht... ja ja. Deutsche Namen.“


    Erleichtert grinsend folgten wir ihr auf einen Rundgang über den ganzen Hof. Die Isländer Stássa, Laufey, Vinkona, Vidja, Slaufa, Faera, Vin, Thowra, Blossi, Sólfari, Uprising und Topar gefielen mir, und meinem Freund schien besonders den, von Bella als Zickig bezeichneten, zuletzt genannten Hengst zu gefallen.


    Ich mochte den Hof. Hier zu arbeiten stellte ich mir als guten Job vor. Auch die anderen Bewohner des Hofes und unsere zukünftige Wohnung bekamen wir zu Gesicht.


    Ich hatte bereits jetzt für mich entschieden, ich würde den Job annehmen und auch Arran schien dazu geneigt zu sein.






    Ich war positiv von den beiden Überrascht worden. Während Arran mir eher wieder schweigsame Typ vorkam, der seine Arbeit ohne viel Federlesens erledigte, schien Finley geneigt die Stimmung hier etwas aufzulockern.


    Alles in allem fand ich in den beiden tüchtige Arbeiter, die ich in den nächsten Wochen wirklich zu schätzen lernte. Das ging so weit das ich eines Abends beim gemeinsamen Grillen sagte:


    „Ich weiß nicht was ich ohne euch machen würde.“


    Daraufhin glitt ein triumphierendes Lächeln über Tabeas Gesicht als wollte sie sagen: 'Hab ich#s doch gewusst.'
  9. Zwei schreckliche Wochen

    Als ich am Morgen aufwachte, wusste ich bereits, dass dieser Tag nicht unbedingt zu den schönsten in meinem Leben gehören würde. Mein Kopf schmerzte, kaum hatte ich mich im Bett aufgerichtet und sobald mir auch wieder einfiel, was noch alles zu tun war, hatte ich nicht einmal mehr das geringste bisschen Lust aufzustehen. „Liegenbleiben wäre herrlich“, dachte ich und griff nach der Wasserflasche neben meinem Bett.

    Ich hatte gestern den ganzen Tag gearbeitet und viel zu wenig getrunken, das Resultat spürte ich nun wie einem Holzhammer in meinem Kopf.

    Laut seufzend machte ich Anstalten aus dem Bett zu steigen und hatte mich gerade in die Senkrechte gehoben, als mit auffiel, dass ich nicht mehr alleine im Bett lag. Mein Freund regte sich und schlug die Augen auf. Für Jonas, der seit kurzem in Kiel als Architekt arbeitete, war heute Wochenende, doch auf mich wartete jede Menge Arbeit. Ich wusste genau, dass er es hasste wenn ich nicht mal am Wochenende viel Zeit für gemeinsame Unternehmungen hatte, doch da eher eher schlecht als Recht ritt und keine Lust hatte seine Reitküste zu verbessern, musste er eben auch auf einen gemeinsamen Ausflug in Form eines Ausrittes verzichten.

    Grummelnd drehte er sich weg und schlüpfte wieder unter seine Decke, während ich in meine Reithose steig und halb die Treppe herunter fiel, als in der Küche ein ohrenbetäubendes Scheppern losging, gefolgt von mehreren, nicht minder lauten Flüchen.

    Das Schlimmste befürchtend stürzte ich in die Küche. Tabea stand vor einem völlig entleertem Schrank, eine Pfanne in der Hand. Ich starrte sie entgeistert an, unfähig den Sinn ihrer Aktion zu durchschauen.

    »Ich wollte doch nur Spiegeleier...«, begann sie, während mein Freund, der hinter mir in der Küchentür stand, lauthals zu lachen begann.

    »Bella, ich hab dir gleich gesagt, dass dieser Stapel von Kochzeugs instabil ist.«

    In gespielter Entrüstung stemmte ich die Hände in die Hüften. »Kochzeugs?!«

    »Ja, das war ein Doofer Stapel.« mischte sich jetzt auch noch Tabea ein.

    Ich wusste, meine Konstruktion war nicht sonderlich klug gewesen, doch so schnell wollte ich mich auch nicht geschlagen geben. »Also ich habe jetzt etwas zu tun.«, meinte ich und schnappte mir einen Nutella-Toast von einem Teller auf dem Tisch. »Ich gehe jetzt füttern. Solltet ihr eine besserer Konstruktion für diesen Schrank finden, dann räumt ihn meinetwegen anders ein.«


    Ich trat vor die Tür und atmete erst einmal tief durch. Die frische, morgendliche Seeluft tat meinem Kopf gut und ich begab mich in Richtung unserer Sattel und Futterkammer, die in einem separaten Häuschen neben dem Stallgebäude untergebracht war. Zum ersten Mal war ich froh, dass Cata noch in Schottland bei Ravenna war. Ich hatte sie heimlich um die Reise beneidet, doch jetzt fand ich es gut, nicht ständig ihren Spot zum Thema 'Kochzeugs' ertragen zu müssen.

    Im Stall standen Momentan nur Morgaine und Catas Neuzugänge Dorn und Steel Heart. Selbst Fire's Grace war mit einer Decke über Nacht auf der Koppel geblieben.

    Ich packte den Stapel mit Futterschüsseln, welche Tabea in einem Überschwang von Kreativität mit den Pferdenamen in Form von Grafitis verziert hatte und begann das Training für heute zu planen, als mein Handy anfing zu vibrieren.

    »Ja?« Mit einem Blick aufs Display sah ich, dass es Cata war.

    »Du, Bella. Ich hab...«

    »Ist alles ok? Wenn du so anfängst bedeutet das nichts gutes!«

    Ich begann mir bereits das ein oder andere Horrorszenario vorzustellen, doch was sie tatsächlich sagte übertraf alles.

    »Du, Bella. Ich habe ein Grundstück gekauft Hier in Schottland. Ich, Ich werde hierbleiben.«

    Völlig entgeistert starte ich mein Telefon an. War heute der erste April und alles nur ein schlechter Scherz? Nein, der war schon seit einigen Wochen vorbei aber.... Ich wusste nicht weiter und war unfähig zu antworten.

    »Es tut mir leid, Bella.«, hörte ich die Stimme meiner Freundin und Kollegin aus dem Lautsprecher und dann platzte mir der Kragen.

    »Hach. Dafür bist du also nach Schottland geflogen.«, jetzt lag nur noch kalte Wut in meiner Stimme und alles vernünftige Denken hatte sich abgeschaltet.

    »Wie schön für dich. Aber ich finde, so was sagt man einem Auge in Auge und nicht übers Telefon.«

    Catalina stammelte etwas von Spontanentscheidung, doch ich ließ sie nicht erst zu langen Erklärungen ansetzten.

    »Komm mir nicht mit 'Spontanentscheidung'. So etwas plant man! Mir reicht es mir dir! Lass dich hier nicht wieder blicken!...«

    Was ich im Laufe des Telefonats noch alles von mir gab, ist zu meinem Glück aus meinem Gedächtnis verschwunden, doch es würde mich nicht wundern wenn es sich in das von Cata eingebrannt hätte.


    Der restliche Tag war für mich gestorben. Im Versuch, alles normal weiterlaufen zu lassen hatte ich versucht zu reiten, doch sogar der sture Bock Topar war an diesem Tag starr vor Angst gewesen. Schließlich hatte Tabea mir energisch die Zügel abgenommen und hatte meine Arbeiten erledigt. Ich weiß noch immer nicht, was ich ohne sie gemacht hätte. Den Rest des Tages verbrachte ich in einem Zustand hilfloser Wut, bis ich mich am Abend endlich bei meinem Freund aus heulen konnte.

    Jetzt, im nach hinein kommt mir mein Verhalten ziemlich Kindisch vor, doch in diesem Moment fühlte ich mich Verraten und Hintergangen.


    Kurze zwei Wochen später hatte sich, zumindest fühlte es sich so an, mein halbe Leben verändert. Viel war passiert auf meinem, inzwischen Namenlosen Hof. Das Ausbildungszentrum UHAP Ocean Wave hatte geschlossen und würde seine Tore nicht wieder öffnen. Catalinas Sachen waren aus dem Haus und den Ställen verschwunden, ebenso wie ihre Pferde.

    Ich stand nun da, ohne festen Beruf und mit einem Hof voll Pferde. Auch das Geld war auf einmal an allen Ecken und Enden knapp. In diesem Dilemma hatte ich mich entschlossen, nicht wieder allein als Ausbilderin zu arbeiten und mich schließlich an meine Ausbildung als Sattlerin erinnert. Und dann änderte sich schlagartig noch einmal alles.


    Wieder war Cata und ein Anruf schuld, doch dieses Mal traute ich meinen Ohren noch weniger.

    »Bella? Zuhören, nicht auflegen!«, waren die ersten Worte die aus meinem Telefon drangen.

    Ich unterdrückte den wütenden Impuls auf den roten Button zu drücken als ich wieder Catas Stimme erkannte.

    »Ich höre.«

    »Ein Grundstück. Ein Stück Kiesstrand, Schottische Hügel und jede Menge Platz.«

    »Willst du mir jetzt vorschwärmen? Da bist du aber an der ganz falschen Adresse!«

    »Nein, das steht zum Verkauf. Schnäppchen.«

    Bevor ich antworten konnte hatte sie aufgelegt, doch wenige Sekunden später vibrierte mein Handy erneut. Diesmal waren es WhatsApp Nachrichten mit Bildern.

    Etwas entnervt öffnete ich die App und mir blieb fast das Herz stehen. Ich sah eine Landschaft wie im Traum, meinem Traum.

    Graugrüner Rasen, Meer und Hügel. Das ganze nur unterbrochen von Weidezäunen und einer Ansammlung von Gebäuden am Rand des Bildes.

    ''Das könnte dir gehören.'' stand darunter und ich musste schmunzeln. Das ganze klang doch ziemlich nach schlechter Werbung, doch ich hatte im Kopf breites meine Finanzen aufgerufen.


    Drei Handyfotos hatten mich erwischt. Schnell hatte ich eine Überfahrt gebucht, meiner kleinen Familie Bescheid gegeben und war unterwegs um mir alles anzusehen.

    In Folge kehrte ich aufgekratzt und mit einer Urkunde zurück nach Hause. Es war ein Kaufvertrag.


    Umzug Es war kaum zu glauben, dass es noch April war. Die Sonne brannte und machte das Kisten schleppen nicht angenehmer. Die Isländer schwitzen unter den Resten ihres Winterfells und warteten ungeduldig auf die Abfahrt. Ich klopfte Laufey den Hals. „Alles gut, in Schottland ist es nicht so heiß.“, sagte ich zu meiner Stute.
    Jetzt war alles entschieden und es gab kein zurück. Ich würde Cata nach Schottland folgen. Ein riesiges Grundstück gehörte bereits mir. Mehrere Tage hatte die Kaufurkunde mir beinahe Löcher in die Tasche gebrannt, bis ich mich endlich aufraffen und die Neuigkeit verkünden konnte. Eine Isländerzucht sollte dort oben entstehen, meine Zucht. Ich hatte meine Überredungskünste weniger einsetzten müssen als ich gedacht hätte. Sowohl mein Freund, als auch meine kleine Schwester wollten mir nach Schottland folgen, obwohl ich über ihren Kopf hinweg entschieden hatte.
    Nun versuchte ich meine eigene Aufregung im Zaum zu halten, während ich meine acht Pferde in den großen Transporter lud. Sämtlicher Hausrat war in einem gemieteten LKW verstaut und die Überfahrt gebucht. Es tat mir im Herzen weh die Ostsee und mein altes Zuhause in Deutschland zu verlassen, doch ich freute mich auch schon wie ein kleines Kind auf meinen ersten Ausritt über die weiten Wiesen auf Morvern. Colles Virides – Die Pferde der grünen Hügel, so würde ich meine Zucht taufen, der jetzt nichts mehr im Wege stand. Winter Cloud, Morgaine und Liddle Miss Sunshine waren in Deutschland zurück geblieben und somit würde ich mich jetzt voll und ganz auf meine Leidenschaft konzentrieren – die Islandpferde.
    Ein letztes Mal verabschiedete ich mich von meinen Eltern, Freunden und der Restlichen Familie, die mir beim Umzug geholfen hatten. Von jetzt an, würden wir nur noch zu viert klarkommen müssen. Außer meinem Freund und meiner Schwester würde mich auch Linn Rheintal begleiten. Sie war eine Freundin aus meiner Zeit als Reitschülerin und hatte mir ihre Hilfe angeboten. Da ich wusste, es wartete Arbeit, hatte ich ihr Angebot dankend angenommen. Es war eins zum anderen gekommen, und so hatte ich bereits eine kleine Crew zusammen, bevor wir überhaupt nach Schottland aufgebrochen waren. Unter Abschiedsrufen und Winken stieg ich ins Auto und als mein ehemaliger Hof schließlich Hinter einer Kurve verschwand, war ich froh nicht fahren zu müssen, denn es kamen mir die Tränen. Fünf geschlagene Stunden dauerte die Fahrt nach Amsterdam. Von hier aus ging unsere Fähre hinüber auf die grüne Insel, unser neues Zuhause.
    Im Gegensatz zu Tabea und Linn hatte mich keine Seekrankheit geschlaucht, doch ich sah genauso mitgenommen aus als wir die Autos schließlich aus dem Bauch des Schiffes lenkten. Ich hatte die Nacht auf die Pferde aufgepasst und somit keinen Schlaf bekommen und auch die Verständigung mit der Niederländischen Schiffsmannschaft war anstrengend gewesen. Nicht einmal die weiteren zwei Stunden Fahrt konnte ich verschlafen, denn mir war die Aufgabe zu teil geworden den LKW mit den Pferden zu steuern. Die Schleichwege welche die Schotten als 'Straßen' zu bezeichnen Pflegten und meine Müdigkeit machte die Fahrt nach Morvern zu einem Albtraum.
    Als ich Laufey, Vinkona, Vidja, Stássa, Faera, Slaufa, Vin, Topar und Sólfari endlich ausgeladen hatte, war es mir vergönnt in meiner 'Übergangswohnung' auf Caed Crevan ins Bett zu fallen. Auf Colles Virides würde in wenigen Wochen alles fertig sein, doch jetzt wollte ich mich als erstes von der Reise erholen.
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  10. http://abload.de/img/hofturniererstesbannef8qtg.jpg

    ''Herzlichen Dank an Ravi für die Bewegungen auf dem Banner!



    Herzlich Willkommen zum ersten Hofturnier des UHAP Ocean Wave. Dieses Turnier ist das erste seiner Art und somit eine Art Testlauf für ein neues und hoffentlich faires Bewertungssystem. Damit die Teilname sich lohnt, soll das Gewinnergeld entsprechend hoch sein. Solltet ihr das Bewertungssystem also in irgendeiner Weise ungerecht oder doof finden oder sollte euch das Startgeld zu hoch sein bitten wir darum die Teilname zu unterlassen und auf Fehler nicht hier sondern auf anderem Wege (PN, Profilkommi) hinzuweisen.

    Herzlichen Dank!



    Das System



    Zufallszahl bestimmt 'das Glück des Tages' – die drei die am nächsten dran sind:

    5 Punkte



    Pferderasse entspricht der Disziplin

    2 Punkt



    Stufenerhöhungen für Turnierdisziplin durch Training (nicht Schleifen)

    2 Punkt pro Stufenerhöhung



    Erfahrung des Pferdes

    1 Punkt pro Turnierschleife in der Turnierdisziplin



    Keine Maximalpunktzahl – die höchste Punktzahl gewinnt.





    Regeln

    Ist die Teilnehmerzahl erfüllt werden weitere Anmeldungen ignoriert.

    Das Startgeld entspricht 100 Joellen pro Pferd. (gehen an mich, BellaS)

    Für absolut unpassende Pferde kann es Abzüge geben oder die Anmeldung wird nicht gewertet.

    Samstag, der 18.April 2015 um 10.00 Uhr ist Teilnahmeschluss.

    Für das Prüfungssystem müssen Steckbriefe aktuell sein!



    Die ersten 3 Plätze erhalten je ein einen bestimmten Teil des gesammelten Startgeldes sowie eine Schleife.

    [1 Platz 50% 2 Platz 30% 3 Platz 20%



    Die Prüfungen:



    Passrennen – Pass beherrschen – max. 5 Starter [Stufenerhöhungen Gang zählen

    Töltprüfung – Tölt beherrschen – max. 10 Starter [Stufenerhöhungen Gang zählen



    L Springen über 1,20m – diese Höhe meistern – min. L Qualifiziert sein – max. 10 Starter



    E Springen über 90cm – diese Höhe meistern – max. 10 Starter



    Fohlenspringen über 40cm bis 1,5 Jahre – alle Fohlen die 40cm schaffen – max. 10 Starter

    [Fohlen werden geführt, es gibt 'Haltungsnoten' da Abwürfe nicht möglich sind – wird allein durch eine Zufallszahl ausgelost



    Fohlenspringen über 40cm von 1,5 bis 3 Jahre – alle Fohlen die 40cm schaffen – max. 10 Starter

    [Fohlen werden geführt, es gibt 'Haltungsnoten' da Abwürfe nicht möglich sind – wird allein durch eine Zufallszahl ausgelost



    M Dressur – min. M qualifiziert sein – max. 10 Starter



    ch bitte darum vor dem eintragen alles zu lesen

    Teilnahme:

    Reiter:

    Pferd + Link:

    Prüfung:

    Zufallszahl:



    Catalina und ich wünschen Viel Spaß und hoffen auf eine rege Teilname.
  11. Hallo ihr Lieben,



    zu Ostern haben Catalina und ich ein kleines such und Gewinnspiel für euch vorbereitet.



    Die Eiersuche

    Auf Joelle wurden von uns 10 bunte Ostereier versteckt.

    Wer alle 10 findet und Catalina oder mir die Links zu den Eiern per PN schickt, hat die Chance auf einen Gutschein für das UHAP Ocean Wave Ausbildungszentrum, denn die schnellsten 3 Sucher bekommen je einen Gutschein.



    [color=rgb(178,34,34)Wichtig: Natürlich könnt ihr euch austauschen wer, wo ein Ei gefunden hat, aber wenn alle Links zum Beispiel hier in den Kommewntaren landen, braucht keiner mehr suchen!



    Viel Spaß wünschen

    Catalina & BellaS
  12. ''Ein sonniger Tag



    ''Kaffeeduft zog durch den Raum als ich die Augen aufschlug. Mein Freund stand mit einem Becher in der Hand am Bett und war wohl gerade im Begriff gewesen mich zu wecken.

    ''Ein schneller Blick auf meinen Wecker versetzte mich sofort in Alarmzustand. Es war bereits 9:48 Uhr und ich hatte nicht gefüttert sondern geschlafen! Panisch rappelte ich mich auf und wollte aus dem Bett springen, doch Jonas hielt mich zurück.

    ''»Tabea hat schon gefüttert, wir wollten Dich schlafen lassen.«

    ''meinte er und mit einem Zwinkern fügte er hinzu:

    ''»Guten Morgen erstmal.«

    ''Erleichtert ließ ich mich in die Kissen zurückfallen und lächelte ihn an. Dann registrierte ich die zweite Tasse, welche au meinem Nachttisch thronte, gefüllt mit herrlich duftendem Kaffee. Genießerisch schloss ich die Augen wieder und nahm einen Schluck, ehe ich vollends wach wurde. Ich schüttelte mich wie ein nasser Hund.

    ''»Hat Tabea den gekocht? Das ist ja die reinste Faust aus der Tasse!«

    ''Jonas prustete los und auch ich verschluckte sich beinahe an seinem, für mich viel zu starkem Kaffee.

    ''»Faust aus der Tasse ist gut.«

    ''»Kennst du das nicht?« ich war ein bisschen verwundert und überrascht, doch schnell stimmte ich in sein Lachen ein.

    ''»Jetzt kenne ich den Ausdruck auf jeden Fall.« meinte er und stupste mich in die Seite.

    ''»Aufstehen, es gibt Frühstück du Nase.«



    ''Am Tisch schmiedeten wir Pläne für den heutigen Tag. Die Sonne schien und der Frühling lag in der Luft. Ich hatte meiner ersten Reitgruppe einen Ausritt zum Strand versprochen und wollte vorher die Zeit am Vormittag nutzen um alleine einmal durch den Wald zu reiten. Zu meiner grenzenlosen Überraschung fragte mein Freund ob er mich begleiten könne, worauf eine nicht ganz ernst gemeinte Diskussion ausbrach, inwieweit er sich im Sattel halten könne. Schließlich ließ ich ihn zufrieden und versprach er könne nachher mit mir ausreiten. Die gutartige Vidja sollte sein Pferd sein während ich meine Morgaine mal wieder ausführen wollte.

    ''Tabea hingegen verkündete sich eine Runde mit Topar auf der Bahn herumschlagen zu wollen. So hatten wir schließlich alles besprochen und verschwanden nach dem abräumen in Richtung Koppel. Während Morgaine und Vidja brav hinter uns her gingen, beobachteten wir über den Zaun die kleine Verfolgungsjagd, die Tabea sich mit dem Hengst Topar lieferte. Bevor wir Gefahr liefen vor Lachen zu platzen, gingen wir lieber zum Putzplatz.

    ''Morgaines neuer Lammfellstattel war herrlich weich und ich freute mich schon auf einen Ausritt damit. Schnell hatten wir uns auf die Pferde geschwungen und ritten vom Hof. Ich wusste das ich meine kleine Schwester Problemlos sich selbst überlassen konnte.



    ''Der Wald war herrlich. Die Frühblüher waren aus dem Boden geschossen und Bärlauch verbreitete seinen Duft. Auch der Tau glitzerte noch im Gras und verlieh allem etwas frisches, neues. Im Schritt ritten wir nebeneinander her, beide in Gedanken versunken. Als Jonas schließlich nach meiner Hand griff, schreckte ich aus einer Tagtraum ähnlichen Trance hoch. Ich war heilfroh das unsere Pferde den Weg durch den Wald kannten und uns sicher die bekannte Route entlang trugen. Sogar die ersten Sonnenstrahlen fielen jetzt au unseren Weg und es sah aus wie im Märchen. Am besten daran war, das ich dazu auch noch einen Märchenprinzen an der Seite hatte. Ich kicherte als ich mir das Bild vorstellte welches wir boten. Eine junge Frau und ein junger Man auf zwei ziemlich verschieden großen Pferden die nebeneinander den Waldweg entlang ritten und dabei versuchten Händchen zu halten, was bei dem Größenunterschied schon ein Kunststück war. »Romantisch.« murmelte ich vor mich hin und gab dem Schalk nach der plötzlich in mir aufstieg. Ich ließ Jonas Hand los und trieb die leicht überraschte Morgaine zum Galopp. Jonas hatte keine Chance und als ich an galoppierte folge Vidja mir und Morgaine einfach. Der wenig geübte Reiter klammerte sich verzweifelt an ihrer Mähne fest, bis ich Morgaine durchparierte.

    ''»Wie wäre es mit ein paar Reitstunden?« ich klopfte meiner Stute den Hals und grinste ihn an.

    ''»Wieso, ich bin doch oben geblieben.«



    ''Als wir schließlich wieder auf dem Hof ankamen, begegneten wir einer sichtlich entnervten Tabea und einem Topar dem man den Triumph beinahe an der Nasenspitze ansehen konnte. Meine kleine Schwester war gerade im Begrif abzusatteln, als ich ihr Einhalt gebot.

    ''So sattelte sie Morgaine ab und ich schwang mich auf Topar um dem frechen Hengst mal wieder etwas Respekt abzunötigen.



    ''Über meinen üblichen Arbeiten verging die Zeit schnell, und als ich nach dem Essen wieder auf den Hof kam, waren meine drei älteren Reitschülerinnen bereits dabei die Pferde fertig zu machen. Freudig begrüßten mich die drei und bestürmten mich mit Fragen zum Thema Ausritt.

    ''Da ein Ausritt mit Reitschülern immer zum Abenteuer werden konnte, hatte ich Tabea gebeten mich zu begleiten. So gesellten sich schließlich Stássa und Laufey zu den drei Reitschulpferden Slaufa, Vinkona und Little Miss Sunshine.

    ''Der Ausritt verlief ohne Zwischenfälle und ich erlaubte den dreien schließlich sogar einen Galopp im seichten Wasser. Das strahlen auf den Gesichtern der Mädchen war wirklich schön.

    ''Nach der ersten Reitstunde, hatte ich eine Stunde Pause. Schließlich kontrollierte ich ob wirklich alles notwendige erledigt war und setzte mich schließlich mit einem Buch in die Sonne bevor die nächsten Reitschülerinnen kamen.

    ''Da beide Anfängerinnen waren, blieb es bei einer Reitstunde auf den Platz. Und als auch diese beiden wieder gegangen waren, blieb mir nicht mehr viel Zeit bis zum Abendessen.

    ''Ich ging ins Haus und fand einen Brief auf meinem Platz. Er war von Catalina uns Spanien und ihre Neuigkeiten und Vorschläge versetzten mich ein wenig in Aufregung.

    ''Wie weit wir diese Pläne in die Tat umsetzten würden war noch unklar, doch in jedem Fall freute ich mich auf einen baldigen Besuch auf dem ITS Caterbury.
  13. ''Gut Muschelsand – ein kleines Update



    ''Vielleicht könnt ihr euch entsinnen das ich vor einiger Zeit umgezogen bin. Es hat sich einiges getan auf Gut Muschelsand, und das werde ich hier einfach mal erzählen.



    ''Zunächst einmal sind da wir, die kleine 'Familie' die den Hof betreibt.

    ''Ich, Annabell Schmiedemann. Ich kümmere mich eigentlich am meisten um den Hof und den Schulbetrieb.

    ''Dann wäre außerdem meine kleine Schwester Tabea, die vor ihrer Ausbildung einige Zeit bei mir helfen wollte um Zeit zum nachdenken zu haben. Sie kümmert sich liebevoll um alles war klein ist, wuschelig und vier Beine hat. (mit Ausnahme von irgendwelchen Haarigen Käfern)

    ''Außerdem wohnt Jonas bei uns, mein wunderbarer Freund der allerdings den halben Tag im Kiel in seinem Architekturbüro arbeitet.

    ''Als letzten Bewohner unseres Hauses darf ich noch Azrael aufzählen, einen dicken, roten Maine Coon Kater.



    ''Der Hof

    ''Als ich Gut Muschelsand kaufte, war mir klar das es dauern würde bis alles ordentlich ist. Unsere Privaten ausbesserungs Maßnahmen kommen allerdings schneller voran als gedacht. Das Gästehaus ist mittlerweile (bis auf die fehlende Einrichtung) bewohnbar, und das Dach der Stallungen ist endlich dicht. Die einzelnen Boxen müssen noch etwas überarbeitet werden, da die alten Holzwände teilweise splittrig oder morsch sind. Die Reitanlagen und die Einzäunung der Weiden ist fertig.



    ''Der Schulbetrieb

    ''Na ja, die Sache mit den Schulbetrieb ist eher ein Langzeitprojekt. Bisher gebe ich nur Unterricht für Tabea und verdiene mein Geld mit dem Ausbildungsbetrieb, die ersten Anmeldungen für eine Probestunde habe ich allerdings bereits.



    ''Unsere Pferde

    ''Da wären als erstes meine Privatpferde: Die Islandhengste Topar und Sólfari, die Stuten Vidja, Stássa und Laufey, die demnächst zur Körung gehen soll. Außerdem die Barokpinto Stute Morgaine und das Fohlen Omina Lunara (steht zum Verkauf).



    ''Als Schulpferde vorgesehen sind die Tinkerstute Winter Cloud, Liddle Miss Sunshine, Vinkona, Katlina und Slaufa. Die Stute Lady Moon steht zum Verkauf.



    ''Ich denke viel mehr Wissenswertes gibt es gar nicht, außer der Info das ich euch jetzt häufiger mit meiner Hofgeschichte belästigen werde.



    ''Viele Grüße
  14. ''Tja, Sonntage sind schon komisch. Obwohl man noch frei hat, muss man immer daran denken das man Morgen wieder in die Schule muss, und noch immer macht sich bei dem Gedanken ein ungemütliches Gefühl in mir breit. Eigentlich müsste dieses Gefühl langsam mal verschwinden, denn für mich hat sich in den letzten Wochen einiges in eine gute Richtung entwickelt.

    ''Mir ist es ziemlich wichtig, das in den Blogs auch mal positive Nachrichten stehen, denn es kann nicht sein das das ganze gute auf dieser Welt zwischen Berichten von Fehler, Katastrophen und und und untergeht.

    ''Vor einigen Wochen habe ich hier auf Joelle aber eine ähnliche Show abgezogen. Als ich mich dann berappelt hatte, habe ich einen Blogeintrag mit 'guten Vorsätzen' geschrieben. Na ja, jetzt möchte ich mal berichten wie sich alles entwickelt.



    ''In der Schule lerne ich langsam, darüber zu lachen wenn jemand versucht mich runter zu ziehen. Das habe ich vor allem einem wunderbaren Freund zu verdanken, den ich bisher immer völlig übersehen hatte. Der Schultag lässt sich nun ziemlich leicht ertragen und die Schule macht mir zuweilen sogar wieder Spaß.

    ''Ich habe nicht, wie gedacht, gelernt alles zu ertragen. Nein, ich habe gelernt über den Dingen zu stehen. Momentan fühle ich mich gut, und stark.



    ''Hier auf Joelle bekommt ihr meine Aktivitäten noch eher mit, denke ich. Ich habe in der letzten Zeit weniger hochgeladen und (hoffe ich zumindest) keine peinlichen Selbstmitleid-Aktionen mehr durchgezogen. Ich male zur Zeit nicht mehr so viel, da es mich zeitweilig noch ärgert das ich im Vergleich, wirklich sehr klein anfangen muss. Ich übe zwar, aber leider verbissener und Zielorientierter als ich wollte. Leider kann man so einen Mist wie Neid oder 'Ruhmsucht' oder auch den Wunsch nach (positiver) Aufmerksamkeit nicht so leicht unterdrücken wie ich das gerne hätte^^

    ''Nun ja, ich versuche mich mehr aufs schreiben zu konzentrieren, mit wechselndem Erfolg. Habe ich Lust aufs schreiben wird der Text gut, habe ich keine und muss trotzdem schreiben, kann man das ganze vergessen.



    ''Wenn ihr euch erbarmen würdet mir mal ein paar Anregungen, Tipps, Wünsche und Kritikpunkte in den Kommentaren aufzulisten, würde mich das freuen. Ich höre nämlich auch gern mal eure Meinung :D



    ''Liebe Grüße

    ''Bella



    ''Ich schicke allen die gerade eine schlimme Zeit durchmachen meine ganz herzlichen Wünsche. Wenn ich eure Blogs und Themen lese, fühle ich mit euch.
  15. ''Auf der Suche nach etwas eigenem



    ''Nachdem mir gerade ein ziemlich böser und peinlicher Auftritt gelungen ist, der die Meinungen über mich mit Sicherheit nicht verbessert hat, habe ich mal ein paar Überlegungen angestellt und bin zu ein paar Interessanten Schlüssen gekommen. Falls es jemanden Interessiert, klickt diesem Spoiler an, wenn nicht, lasst es bleiben.



    ''

    ''Ich habe festgestellt das ich im letzten halben Jahr viel sozialen Mist gebaut habe. Dabei denke ich nicht an Dinge wie Drogen, Alkohol oder Regelverstöße, sondern an mein Verhalten. Ich war, und bin es leider noch, sehr empfindlich und perfektionistisch. Ich wollte Anerkennung und habe jetzt festgestellt das man diese mit Wutausbrüchen nicht bekommt. (Sehr weise^^)

    ''Ich habe mir den Tipp Namens „Übung“, welchen ich reichlich bekommen habe, nicht zu Herzen genommen und über meine verbissene Malerei, völlig vergessen wie sehr ich auch das schreiben liebe.

    ''Ohne es zu wissen habe ich gestern den ersten Schritt in eine richtige Richtung getan. Einen Schriit in Richtung etwas eigenem. Hiermit nehme ich mir eine ganze Liste guter (und verspäteter) Vorsätze vor und ihr dürft mit Argus Augen darüber wachen ob ich sie einhalte.



    ''Das möchte ich in Zukunft ändern:[list

    [*

    ''Ich möchte an meiner Malerei arbeiten, aber entspannter und mit dem Ziel das das Ergebnis MIR gefällt und nicht den anderen.

    [*

    ''Ich möchte mich mehr auf das Spiel und den Spaß den es bringt konzentrieren, als auf fadenscheinigen Erfolg. Der größte Erfolg ist für mich, dass ich endlich mit mir selbst zufrieden sein kann. (Da ihr alle mal 15 wart, werdet ihr wissen wie schwer das ist)

    [*

    ''Ich möchte mich nicht stressen und ärgern, sondern versuchen Glücklich zu sein und meine Fantasie in meinem Hof und dem Spiel aufgehen zu lassen ( :D)

    [/list



    ''So, ich denke das war´s erstmal und es ist schon genug dabei bei dem es mir verdammt schwer werden wird es einzuhalten. Wer bis hier her durchgehalten hat, Glückwunsch. (Und sei froh das du dir nicht die halbstündige Litternei gekränkte Selbstverwünschung anhören musstest, die diesem Blog vorausging^^)





    ''Außerdem möchte ich noch einmal betonen, bevor Unverständnis aufkommt: Erinnert euch daran wie es für euch im Alter von 15 Jahren war, und womit ihr so zu kämpfen hattet. (Alle die das verstehen, können das überlesen :))

    ''



    ''Und jetzt würde ich gern noch wissen, was ihr davon haltet und ich würde ganz besonders gerne eure Meinung zu mir hören. Ich glaub nämlich das das hilft, mein inneres Chaos ein bisschen aufzuräumen, auch wenn das hier 'nur' ein Onlinespiel ist. (Allerdings ist es das freundschaftlichste und persönlichste Onlinespiel was ich kenne)



    ''Ganz liebe Grüße

    ''Bella