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Zuwachs für Classical Harmony!

Geschrieben von Ravenna im Blog Caed Crevan. Ansichten: 176

Es war so weit. Meg war gestern in Glasgow gelandet. Etwas später als gedacht, da die Piloten gestreikt hatten, aber egal. Ein kurzer Anruf hatte uns mitgeteilt, dass sie sicher gelandet war. Ihre Koffer hatte sie auch schon. Sie hatte die Nacht im Hotel verbracht und heute wollten wir sie dann abholen. Die Fahrt würde je 4 Stunden dauern, sodass sie den Großteil des Tages unterwegs sein würde. Da ich mit dem Baby beschäftigt war, hatte sich Ty bereiterklärt sie abzuholen. Er hat mir nicht mal eine Wahl gelassen, aber so kenne ich meinen Verlobten. Er wollte nur, dass es mir und dem Baby gut ging. Da Fionn gerne sich spazieren fahren lässt, schnappte ich mir Lovegame am Halfter und ging spazieren. Heute war ein schöner Herbsttag, aber dennoch waren wir beide dick eingepackt. Marie schwitzte sich auf dem Platz mit Was immer du tust warm, während Mark Terminator longierte. Er lahmte nicht mehr und da wir nicht genau wussten, woher er diese Lahmheit wollte ich, dass Mark langsam mit dem Training anfing. Ty war am Haus geblieben und hatte auf Cayden gewartet. Gemeinsam wollten sie losfahren und Meg holen, sowie Ghost.

Mich hatte die Nachricht erreicht, dass Monster ihren Hof auflöste und so war es gekommen, dass ich Interesse an Ghost geäußert hatte. Der Tinkerhengst war genau der richtige Partner für meine 3 Hengste und er würde auch ein gute Reitpferd abgeben. Zuerst für Ronja und später dann für meinen kleinen Schatz. Sie könnten gemeinsam aufwachsen. Vielleicht würde es auch dazu führen, dass Bergkristall wieder etwas lebhafter wurde. Ich hatte Sarah davon erzählt und da sie die Patin war, wollte sie Ghost Fionn später zur Taufe schenken. Da er mit gleichaltrigen zusammenstehen sollte, haben wir uns dazu entschieden, dass er erstmal bei Sarah stehen würde. Zusammen mit Braum und Smarty hätten sie eine kleine Junghengsteherde.

Vor dem Spaziergang hatte ich Sarah angerufen um ihr zu bestätigen, dass Ghost nun vom Flughafen abgeholt werden konnte und auch Meg nun zu uns stoßen würde. Ich war sehr gespannt darauf, ein weiteres Teammitglied begrüßen zu dürfen. „Cayden und Ty werden bestimmt eine schöne Fahrt haben. Ghost steht bereit und ich habe dem Personal Bescheid gegeben, dass die beiden ihn abholen werden. Brauchst du noch Hilfe bei der Vorbereitung der Box?“



„Wow, na das ist doch auch eine tolle Nachricht!“ versicherte ich Siobhan. „Lass nur. Das ist schon alles fertig. Mit Braum und Smarty hat er gute Gesellschaft.“ Wir quasselten noch eine Weile weiter, ehe ich mich wieder zu meinen Pferden aufmachte.



Im Kinderwagen lag mein Engel. In der rechten Hand hielt ich den Strick von Lovegame. Ich verabschiede mich von meinem Mann mit einem Kuss und schob Fionnn Richtung Wald. Lovegame trottete neben uns her und vertuschte immer wieder, ihre Nüstern in den Wagen zu halten um zu sehen, wer da lag.





0000ffIch wartete schon auf Cayden. Wir mussten uns etwas beeilen, damit wir pünktlich zur Fähre kamen und Meg abholen konnten. Ich wollte Siobhan nicht reisen lassen, da sie mit Fionn genug zu tun hatte und Ruhe brauchte. Momentan schlief er ruhiger, aber ich wusste, dass sie diesen Schlaf auch brauchte. Sie sollte sich ausruhen und zu Kräften kommen. Zudem wäre es für beide anstrengend gewesen, so lange hin und her zu fahren. Als Cayden auf den Hof fuhr, stieg ich zu ihm ein und begrüßte ihn. „Hey. Na, hat dich Sarah nicht gehen lassen oder hattest du Probleme mit dem Hänger, dass du so spät kommst“, fragte ich ihn.



"Tja ein bisschen von beidem würde ich sagen. Sie wollte mit den Mädels noch auf eine Kutschtour mit Willow gegangen und hatte ein wenig Schwierigkeiten mit der neuen Kutsche. Da musste ich dann ein wenig ran. Jetzt brauchst sie nur noch das Geschirr anlegen und alles andere ist schon fertig. Aber mit dem Hänger ist alles Okay, aber das Auto war ein wenig zu gemüllt und das hielt auf. Jetzt können wir aber los...von wo müssen wir Meg denn abholen?" fragte ich Ty über die Autotüren hinweg.



0000ff„Wir müssen nach Glasgow. Sie hat sich dort ein Hotel genommen. Die Pferde stehen auch dort. Deswegen passt es sich so gut und sie kann gleich etwas mit anpacken“, meinte ich zu ihm. Nun lagen 4 Stunden Fahrt vor uns. Das war der einzige Nachteil, wenn man auf einer Insel wohnte. Das Festland war weit weg. „Ich hab mir gedacht, dass wir sie abholen und dann rüberfahren zu den Pferden. Dann können wir alle einsammeln und schnell wieder nach Hause fahren.“



"Klingt nach einem super Plan. Wollen wir uns abwechseln oder fährt einer durch, anschließend dann der andere zurück?" Es würde eine ganze Weile dauern bis wir da waren, also würde ich die erste Variante wohl bevorzugen. "Wie macht sich denn Fionn eigentlich?" unbewusst war ich hinüber ins Gälische gewechselt, denn Ty war einer der wenigen mit dem ich die Sprache frei heraus sprechen konnte und der mich dann auch verstand.



0000ff„Lass uns lieber zwischendurch wechseln. 4 Stunden ist schon lang. Das möchte ich nicht durchfahren, wenn ich es nicht sein muss. Wir wollen ja heile hin und zurück“, antwortete ich ihm. Es war entspannt in Gälisch zu reden. Cayden war der einzige, mit dem ich es sprechen konnte. „Fionn macht sich gut. Er schläft länger und so bin ich auch wieder in unser Bett gezogen. Einmal in der Nacht wird er wach, aber damit kann ich leben. Ansonsten ist er eher ein ruhiges Baby, dass alles erkunden will. Er hat auch angefangen zu krabbeln, sodass wir alles abriegeln müssen, wo er rauf und runter könnte.“



"Oh ja....alles Kinderfest machen wird nen Haufen Arbeit, falls du Hilfe benötigst sag einfach Bescheid." Zusammen stiegen wir in das Auto ein. "Nächstes Ziel - Glasgow!" sagte ich und begann den Motor zu starten.



0000ff„Daran werde ich dich erinnern mein Freund. Mir ist auch zu Ohren gekommen, dass du dich gut als Babysitter machst. Das werden wir wohl demnächst in Anspruch nehmen müssen.“ Wir stiegen ins Auto und fuhren los. „Ich muss aufs Festland- zum Gericht. Mein Fall wird neu aufgerollt. Wieso weiß ich nicht. Damals hat mir schon keiner geglaubt. Wieso sollte es jetzt anders sein?“



Es war ein gewagter Schritt, zwar hatten wir damals die selbe Grundschule besucht, doch eine Freundschaft hatte es nicht gegeben. Erst als ich hier in Auchnacraigh zu wohnen begannen und sich auch unsere Frauen besser verstanden hatten hatte es soetwas gegeben. Ab und an trafen wir uns für einen gemeinsamen Ausritt, hatten im Sommer zusammen das Heu gemacht oder diverse andere Dinge. Manchmal gab es ein Bier nach der Arbeit, aber nie hatte ich gefragt wieso er seinerzeit im Gefängnis gelandet und später auf Classical Harmony. "Ich nehme an das ist etwas gutes, vielleicht glaubt die dieses Mal jemand, aber....in welcher Angelegenheit. Was hat dich damals in diesen Schlamassel geritten?"



0000ffIch seufzte. „Wenn ich das wüsste, würde ich um einiges schlauer sein. Mein Vater war Jockey. Er war gar nicht mal so schlecht. Klar, man verdient nicht so viel, dass man in Saus und Braus leben kann, aber es hat uns über die Runden gebracht. Er hatte dann viele Probleme, als er vermehrt Rennen geritten ist, die besser bezahlt worden sind. Ich kann dir nicht genau sagen was los war, aber sie haben ihn dann tot im Stall gefunden. Angeblich eine Überdosis, aber das hätte er niemals getan. Er hat für den Sport gelebt und für die Pferde. Das war sein Leben, sein Ding. Ich hab mich dann um meine Mum gekümmert und mit diversen Jobs probiert, uns übers Wasser zu halten. Erst hab eich gedacht, dass sie mich aus gutem Willen eingestellt haben auf der Rennbahn, aber sie haben mir die Sachbeschädigung und das gestohlene Geld in die Schuhe geschoben. Da ich früher auffällig gewesen war, hat mich das Strafmaß voll erwischt. Was soll man den auch tun, wenn man kein Geld hat und sich nichts kaufen kann? Ich gebe ja zu, dass es falsch war. Sie haben mich eingesperrt und aufgrund guter Führung stand dann die Wiedereingliederung in die Gesellschaft an. Ich sollte arbeiten und Siobhan war die einzige, die jemanden gebrauchen konnte. Sie war gerade erst hier her gezogen und außer Mark und Marie gab es keine Fachkräfte. Auch hätte sie niemanden einstellen können, da der Hof sich finanziell nicht trug. Da war es ganz gut, dass ich bezahlt wurde und sie mir nur Arbeit geben musste. Anfangs habe ich rebelliert, da ich nicht mit Pferden arbeiten wollte. Sie haben mich zu sehr an meinen Vater erinnert. Andererseits habe ich es aber auch vermisst. Letztendlich habe ich mich entschieden dann doch nett zu ihr zu sein. Sie war es auch zu mir, obwohl ich so ein Arsch war. Zudem wollte ich das Erbe meines Vaters achten.“



Ich zog die Augenbrauen ein wenig nach oben während ich angestrengt zuhörte. "Dämliche Angelegenheit, nur zu hoffen das alles gut für dich ausgeht." Wenn ich daran dachte das es vielleicht nicht gut ausgehen würde? Was sollte aus Siobhan und dem gemeinsamen Sohn denken....daran mochte ich gar nicht wirklich denken.



0000ffIch stimmte ihm zu. Meine größte Angst war es, dass es zu viel für Siobhan werden würde. Sie war eine starke Frau, aber irgendwann spielen die Kräfte nunmal nicht mehr mit. Ich weiß, dass sie der Kleine ganz schön auf Trap hält. „Ich denke mal, dass sie mich nicht nochmal einsperren können. Ich habe meine Strafe abgesessen. Vielleicht gibt es neue Spuren zu dem wirklichen Täter, denn ich war es nicht. Zeitweise war es ja ganz cool für einen gefährlichen Typen gehalten zu werden, aber das bin nunmal nicht ich. Vorallem schauen einen die Leute komisch an und an jeder Ecke wird getuschelt. Wenn ich doch dort bleiben muss, dann kümmere dich bitte gut um meine Verlobte und unseren Sohn.“



Ich musste mich dazu zwingend den Fuß auf dem Pedal des Wagens zu lassen. Es war ein wahnsinniger Vertrauensbeweis den er da äußerte "N atürlich, aber das wird schon alles gut werden." Zumindest hoffte ich an meine Antwort...aber was sollte schon genau passieren?



0000ff„Das hoffe ich doch. Dennoch kann man nie wissen, was sie mir dieses Mal unterstellen“, sagte ich zu ihm. „Ich weiß, dass ich unschuldig bin. Ich weiß nicht, was Siobhan darüber denkt. Ich habe ihr diese Geschichte nie so richtig erzählt. Sie weiß halt, warum ich verurteilt worden bin und ich habe ihr gesagt, dass ich es nicht war. Aber mehr weiß sie nicht. Ich will sie damit auch nicht belasten. Das ist alter Krempel, denn ich hinter mir lassen wollte. Ich habe jetzt ein gutes Leben, eine tolle Verlobte und meine eigene kleine Familie. Ich bin glücklich und dann kommt so ein Mist ins Haus geflattert“, klagte ich mein Leid. „Harte Zeiten kommen auf uns zu und ich meine nicht nur den Winter.“



Bei dem Wort Familie zog sich etwas in meinem Herzen zusammen, ich würde mit Sarah nie ein Kind haben....das war mir nur zu schmerzlich bewusst. Auf einer Art zerriss es mir das Herz, auf der anderen Seite wusste ich nicht damit umzugehen. Sie dann mit Fionn auf dem Arm zu sehen, tat beinahe noch mehr weh als die Vorstellung das sein eigen Fleisch und Blut nicht die Chance gehabt hatte zu Leben. "Harte Zeiten wird es wohl ganz gut treffen, aber lass uns nicht weiter darüber reden. Die Fahrt wird sonst nur unnötig in die Länge gezogen mit solch betrüblichem Zeugs."



0000ff„Das stimmt. Ich musste mit dir darüber reden, damit ich ruhigen Gewissens aufs Festland fahren kann, wenn es soweit ist. Ich habe zwar nichts zu befürchten, aber man weiß ja nie und mir ist es wichtig, dass für Siobhan und Fionn gesorgt wird.“ Damit ließ ich das Thema dann auch sein. Es schien ihm nicht gut zu gehen und ich wusste nicht mal wieso. Hatte ich was verpasst? „Ich bin wirklich gespannt, wie Ghost so ist. Auch auf Meg bin ich gespannt. Eddie meinte, dass sie eine tolle Auszubildene ist.“



„Eine Auszubildende ist immer eine tolle Sache! Wir hatten auf Heartland das letzte Mal welche, aber Caed Crevan ist dafür noch nicht qualifiziert. Lohnt sich es sich das Geld für die Prüfung auszugeben?“ Wir hatten schon einmal darüber gesprochen, es war jedoch wieder in den Schatten gerückt als der Filmdreh begann. Ich hatte den leicht verwirrten Ausdruck in seinem Gesicht gesehen, überlegte dann einen kurzen Augenblick…wenn er Siobhan nicht alles über das Gericht und die Gründe dafür erzählt hatte, so war es wahrscheinlich das auch er nichts von dem Abbruch der Schwangerschaft von Sarah wusste. „Siobhan hat es dir nicht erzählt,oder?“



0000ff„Das kann ich dir nicht beantworten. Siobhan hatte diese Entscheidung in Deutschland getroffen, als sie nicht mal ahnte, dass sie auswandern würde. Wir suchen ja schon lange nach einer Aushilfe und es meldet sich keiner. Vielleicht würde eine Ausbildung dieses Mangel aufheben“, meinte ich zu ihm. „Ich hab da eh keine Ahnung. Ich habe keine Ausbildung gemacht. Ich hab nur die Lizenzen für die Rennen gemacht.“ Was meinte er nur damit ? „Was soll sie mir erzählt haben?“ Ich wusste, dass ich ihr noch von meiner dunklen Zeit erzählen muss, aber mit dem Baby war alles anders geworden und ich wollte sie nicht beunruhigen.



Ich hatte eine konkrete Frage gestellt zu dem was mich bedrückte, also wie sollte er eine bessere Antwort geben? „Ich bin mir nichtmal sicher ob Siobhan es auch weiß..vor dem Filmdreh, bevor ich zu diesem Ritt nach Kanada bin. Etwa um die Zeit in der wir Bucks wieder einfingen und Sarah im Krankenhaus lag, wegen ihrer Eileiterentzündung.“ Ich holte tief Luft, unbemerkt drückte ich auch etwas mehr auf das Gaspedal, sodass wir über die Landstraße mit knapp 80 km/h fuhren. Der Dreck flog beständig an das Metallgehäuse des Autos „Da stellten die Ärzte fest das Sarah Schwanger war“ kam es mir endlich über die Lippen, meine Anspannung jedoch blieb und mein Fuß verwahrte auf dem Gaspedal.



0000ffIch hörte ihm zu. „Cayden, nimm den Fuß vom Gas, bitte. Ich wollte heil ankommen und dein Auto glaube ich auch.“ So wie er reagierte, schien er damit nicht glücklich zu sein. Sarah sah auch nicht schwanger aus. Der Filmdreh lag ja schon eine Weile zurück und auch ihr Krankenhausaufenthalt. „Sie hat es verloren“, fragt eich nach. Anders könnte ich mir nicht erklären, wieso er traurig und zugleich wütend aussah.



Verbittert lachte ich auf, leckte mir mit der Zunge über meine trockenen Lippen um so irgendwie wieder zu Worten zu kommen, der Fuß kam nur etwas widerwillig vom Gas herunter. Meine Wut, meine Enttäuschung darüber würden wohl noch eine ganze Weile in mir lodern. Aber…oh ihr Götter, ich liebte diese Frau viel zu sehr um sie aufgeben zu können, um ein „uns“ einfach so in den das Gras der Heide dieses Landes zu werfen. „Damit hätte ich mich noch abfinden können. Nein, sie hat es abgetrieben…ohne zuvor mit mir darüber zu sprechen.“



0000ffEs schockierte mich zu hören, dass sie abgetrieben hatte. Und dann auch noch ohne es ihm zu sagen. „Das tut mir sehr Leid für dich Cayden. Deswegen hattet ihr auch den Streit und du bist nach Kanada gegangen, oder?“ Oh man. Ich plappere unaufhörbar von Fionn. Das musste seine Wunden bestimmt wieder aufgerissen haben. „Habt ihr das den jetzt geklärt? Wenn es dir zu viel ist, dann suchen wir uns jemand anderen, der auf Fionn aufpasst, wenn wir zum Gericht müssen.“



"Nein, wir haben beinahe alles geklärt. Bleibt ist natürlich die Tatsache, das ich noch immer gern eine Familie hätte. Irgendwie geb ich die Hoffnung nicht allzu schnell auf...vielleicht braucht sie einfach ein wenig Zeit." Innerhalb war ich nicht ganz so ruhig wie ich vorgab, aber tatsächlich hatte ich noch einen kleinen Funken an Hoffnung.



0000ff„Ihr werdet bestimmt Familie haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das gar nicht möchte. Wenn du dich danach sehnst ein Würmchen zu betuddeln, kannst du gerne vorbei kommen. Siobhan hat mir erzählt, wie liebevoll du dich um Fionn gekümmert hast, als sie bei euch war.Wie sind dankbar , wenn wir Zeit für uns haben. Klar, Babys sind nicht einfach, aber mit der Zeit wird es leichter. Ich würde gerne noch ein Geschwisterchen für Fionn haben. Es wäre schön, wenn sie zu zweit wären. Aber ich weiß nicht wie Siobhan darüber denkt. Zudem ist es momentan eh noch zu früh darüber nachzudenken. Erstmal werden wir wohl heiraten mit anschließender Taufe“, meinte ich zu ihm. Ich hoffe so sehr für ihn, dass die beiden eine Familei gründeten. Wenn sie kein Baby wollte, könnte sie auch ein Kind adoptieren.



"Ja...unsere Hochzeit steht ja nun auch erst einmal an, auch wenn wir uns noch nicht auf einen wirklichen Termin geeinigt haben" an den Tag an dem ich sie gefragt hatte, dachte ich noch heute gern zurück....wie viel Angst hatte ich zuvor gehabt überhaupt diesen Schritt zu wagen. Nach all dem was vorher gewesen war, das wir uns gerade erst versöhnt hatten. Stattdessen hatte sie meine Erwartungen übertroffen...bald würde auch sie den Namen meiner Familie tragen. Ein Schauer der Freude lief über meinen Rücken, endlich entspannte sich auch mein gesamter Körper wieder ein wenig. "Fionn wird immer willkommen in unserem Hause sein...ganz gleich worum es geht."



0000ff„Einen Termin haben wir auch noch nicht. Sibohan möchte gerne im Frühsommer heiraten. Im Winter ist es zu kalt und im Sommer schwitzt man sich die Seele aus dem Leib. Daher werden wir wohl zwischen Mai und Juni heiraten. Ich freue mich schon darauf. Dann kann ich sie offiziell meine Frau nennen“, antwortete ich ihm. „Das freut mich zu hören. Ich bin auch froh, dass Sarah Patin wird. Zusammen mit Mark haben wir zwei tolle Paare, die sich um unseren Sohn kümmern würden, wenn etwas passiert.“ Man wusste ja nie was das Leben für einen bereit hält. Die Fährüberfahrt verging schnell. Jetzt nur noch in die Stadt fahren.



„Genau, Frühsommer oder früher Herbst wäre perfekt. Im Grunde hatten wir sogar einen Tag – den ersten Mai, Beltaine, dort sind wir uns letztes Jahr zum ersten Mal begegnet. Zwar sind wir noch längst nicht so lang ein Paar aber immerhin. Da in diesem Jahr an dem Tag jedoch Amy´s Hof in Österreich in Flammen aufging, wollte Sarah diesen Termin ungern nehmen.“ Noch immer erinnerte ich mich an diese Nacht im Mai….Feuerriten….Fruchtbarkeitsriten…welch eine Ironie hatte sie gefangen genommen in denen beide Dinge eingetroffen waren. In jener Nacht war Heartland den Flammen übergeben worden, gleichzeitig hatte Sarah mir erzählt es sei wohl auch die Nacht gewesen in der unser Kind gezeugt worden war. Vielleicht ein weiterer unausgesprochener Grund an diesem Tag nicht in den Bund der Ehe einzutreten. Ich schüttelte den Kopf *Denk nicht länger daran* schollt ich mich in Gedanken. „Dann sollten wir auch bald tauschen,oder?“



0000ffIch nickte. „Lass uns an der nächsten Raststätte tauschen. Irgendwie bin ich schon etwas nervös wegen Meg. Es ist für sie bestimmt komisch, alles hinter sich zu lassen und hier weiter zu machen. Sie ist ja noch so jung. Hoffentlich war es für sie keine Fehlentscheidung. Vielleicht vermisst sie ihre Eltern und ihre Freunde so sehr, dass es ihr hier nicht gut geht.“



„Sie hat ja nun auch bei Eddi in Frankreich gelebt, kam sie denn auch von dort?“ Da die Bundesstraße nicht sonderlich groß war, fuhr ich nur an den Rand – Raststätten gab es hier kaum. Wir tauschten einmal und schon ging es weiter in Richtung Glasgow



0000ff„Ja, sie kommt von dort. Das wird für uns alle eine neue Erfahrung. Zum Glück sind Siobhan und Mark Ausbilder, sodass wir das auf jeden Fall hinkriegen werden uns um die zu kümmern. Auch mit der Schule ist schon alles geklärt. Sie wird Fernunterricht bekommen, da sie sonst auf dem Festland auch eine Wohnung bräuchte und das geht nicht“ meinte ich zu ihm und fuhr weiter. Ich dachte, wir wären schon viel weiter in Stadtnähe.



„Wow…kann sie denn gut Deutsch oder Englisch…oder müsst ihr dann auch auf Französisch umsatteln?“ dabei sah ich grinsend zu ihm hinüber – das konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, aber zumindest war es eine gute Vorstellung



0000ff„Sie kann wohl Deutsch ganz gut und Englisch kann sie auch. Sie war auf einer Schule, die die Sprachen angeboten hat als Kurse. Ich bin mal gespannt, wie es wird. Gälisch wird sie wohl nicht können“, meinte ich zu ihm und lachte. Ja, darauf mussten wir achten,wenn wir sie gleich begrüßten. Man merkt es kaum, wenn man die ganze Zeit Gälisch spricht und dann wieder wechseln muss.



„Ist toll auch mal in der guten alten Sprache zu reden…Sarah besitzt nicht den Elan die Sprache zu lernen. Zwar mag sie Recht damit haben, das sie am Aussterben ist, doch reden die Clan´s seit Generationen in ihr und wenn wir es schon nicht geschafft haben das Schottland wieder unabhängig von Großbritannien ist, dann eben so!“ Vor einigen Wochen hatte es Wahlen gegeben, nur ganz knapp waren wir an der Unabhängigkeit vorbei…irgendwie hätte ich mir wieder ein freies Schottland gewünscht. Wie in den Zeiten meiner Ahnen. „Wie standest du zu der Sache?“





0000ff„Ganz ehrlich ? Ich hab das nicht groß mitbekommen. Ich hatte mit dem Hof und unserem Kleinen so viel zu tun, dass ich gar nicht mehr über solche Themen nachgedacht habe. Ich war nur froh ins Bett zu fallen und zu schlafen. Es geht ganz schön an die Substanz wenig zu schlafen und dann den ganzen Tag über Siobhans Ausfall mit aufzufangen“, sagte ich zu ihm. Ich wusste nicht, was wirklich besser gewesen wäre. Klar, einerseits wäre es dann so wie früher, aber was würde das für die Wirtschaft bedeuten?





„Gut, daran habe ich nicht gedacht. Nun ja man kann es nicht ändern.“ Wir fuhren gerade an einem Straßenschild vorbei – Glaskow 42 Kilometer „Wow wir haben es bald geschafft!“ Ich war gespannt auf den jungen Hengst, er war hier auf dem Hof geboren worden und Kathi hatte ihn einmal in ihrem Besitz gehabt und er sollte erstmal zu uns herum. Wir würden ihn trainieren und dann dem kleinen Fionn zu seiner Taufe schenken.



0000ffBald war es soweit und ich freute mich schon darauf Meg in unserem Team begrüßen zu können. „Stimmt. Jetzt wäre ich jedenfalls wieder so weit , dass ich die Medien verfolgen kann. Fionn schläft immer öfters durch, sodass ich auch ausgeruht bin.“, meinte ich zu ihm. Der Kleine war nun fast 2 M onate alt und man spürte schon, dass es besser wurde mit dem Schlafen.



„Schon zwei Monate…wahnsinnig wie die Zeit beginnt zu rennen!“ erstaunt blickte ich meinen neu gewonnenen Freund an. Die Straße wurde nun immer größer, mehr Autos waren um uns herum, wo wir sonst allein gewesen waren



0000ffNicht mehr lange und wir hatten die Stadt erreicht. Der Verkehr wurde dichter und ich lenkte uns zum Hotel, damit wir Meg abholen könnten. Wir hatten ihr gesagt, dass sie gleich mit helfen würde, ein Pferd abzuholen, sodass sie Reitklamotten tragen sollte.



Endlich aus dem Auto steigen zu können fühlte sich wunderbar an –ich streckte meine müden Knochen ein wenig in jede Richtung, die Gelenke in meinen Schultern begannen ein wenig zu knacken. Dann sah ich mich um – am Hotel sollte sich auch der Stall der Pferde befinden, dort irgendwo würde Ghost auf uns warten. Ein den Bildern zu schließen stattlicher Tinkerhengst von knapp drei Jahren.



0000ffVor dem Hoteleingang stand ein Mädchen, dass zu der Beschreibung von Meg passte. Ich ging zu ihr und wie ich es mir schon gedacht hatte, war es unsere Auszubildende. Ich begrüßte sie herzlich und stellte ihr dann Cayden vor. Gemeinsam luden wir ihre Koffer ins Auto. Sie erzählte, dass der Flug gut war und sie auch ein schöner Zimmer gehabt hatte. „Cayden, wir müssen auf die andere Seite des Flughafens“, meinte ich zu ihm. Meg hatte schon nach gefragt gehabt, wo der Stall war.



Wir stiegen also alle gemeinsam in das Auto, schnallten uns an ehe der Motor angelassen wurde und ich vom Hof den Hotels rollte. Meg wies mir vom Rücksitz aus den Weg – in einem Englisch deren Aussprache man deutlich ihre französische Herkunft anmerkte, irgendwie machte dieser sie jedoch auch sympathisch. Dort angekommen stiefelten Ty und Meg in Richtung des Stalles während ich die Klappe des Hängers aufmachte – wir gingen nicht davon aus das Ghost sofort hinauf gehen würde.



0000ffGemeinsam mit Meg ließ ich mich zu der Box des Tinkers führen. Er schien ganz ruhig zu sein. Ich ließ ihn erstmal meine Handfläche beschnuppern und halfterte ihn dann. Er war jetzt 3 Jahre alt und war auch halfterführig. Meg hatte ihm die Transportgamaschen angelegt, während ich ihn hielt. Als wir dann zum Hänger gingen machte er immer so komische Schritte wegen den Gamaschen. Beim Hänger wartete Cayden auf uns. Meg und Cayden standen neben der Rampe. Langsam führte ich den Hengst davor. Nur zögerlich und mit gutem Zureden folgte er mir in den Hänger, wo ich ihn anband und ihn lobte. Die beiden schlossen die Hängerklappe und auf ging es Richtung Heimat.



„Und was hast du vor nach der Ausbildung zu machen Meg?“ fragte ich nach hinten, während es zurück auf die Bundesstraße ging – wir hatten wieder eine lange Fahrt vor uns die ich nicht schweigend verbringen wollte. Auf dem Rücksitz sah mich Meg verwirrt an, blickte dann zu Ty herüber der wie von einer Tarantel gestochen begann zu lachen….war die Frage falsch gewesen?



0000ff„Cayden, Englisch kein Gälisch“, sagte ich zu ihm in gälisch. „Er will nur wissen, was du nach der Ausbildung vor hast“; sagte ich zu ihr. „Ich weiß es noch nicht“, antwortete Meg. „Erstmal wollte ich die Ausbildung beenden und dann sehen wo es mich hinzieht.“



Ich sank etwas in meinem Sitz zusammen „Oh“ kam es mir über die Lippen…da war es mir dann doch nicht so einfach gefallen wie zuvor behauptet. „Aber ich hab nach meiner Ausbildung, dem Praktika´s in Deutschland auch lange nicht gewusst was ich mit mir anfangen soll, bis meine Lebensgefährtin kam und wir eine Zucht anfingen. Du müsstet Sarah sogar kennen, sie hat letztes Jahr Kürbis und Varulv von Eddi gekauft.“



800000„Ja, stimmt. Ich habe sie kurz gesehen, als sie die beiden Pferde vom Hof geholt hat“, antwortete ich ihm. „Ich denke, ich werde schauen wohin der Wind mich trägt. Ich habe ja noch 2 Jahre Zeit um herauszufinden, was ich danach machen will.“



Ich hatte angenommen, das sie in ihrem letzten Jahr war dabei sie noch in ihrem ersten – so konnte es sich wenden. Der Weg zurück würde sicher etwas länger dauern, auf der Autobahn fuhr ich selten über 80 km/h, doch im Inneren des Hängers bewegte sich die ganze Zeit nichts. „Hast du ein Problem mit gutem altem Scotish Folk? Dann würde ich das Radio etwas an machen“ wir hatten noch nicht wirklich ein Thema gefunden, über das wir reden konnten….sie würde uns wahrscheinlich für „Uncool“ halten.



800000Ich hatte keine Ahnung wovon er da sprach und da ich nicht gleich den zweiten Eindruck auch versauen wollte meinte ich, dass es mich nicht stören würde. Ich schaute gespannt raus auf die Landschaft, die sich mir bot.



Die Musik von Gaelic Storm brachte uns langsam in Richtung Fährstation – wir wechselten ab und an Worte aber Meg schien nicht sonderlich Wortreich zu sein, oder aber es lag daran, das wir tatsächlich Männer waren. In diesem Alter war es eben ein wenig verwirrend – ich kannte es aus meiner eigenen Jugend….damals…war eigentlich noch gar nicht so weit zurück.



800000Oh man. Es war hier so schön. Es war viel schöner als ich es mir vorgestellt hatte. Und hier würde ich wohnen und arbeiten. Es war die richtige Entscheidung gewesen. Das wusste ich jetzt mit Sicherheit. Eine Band dröhnt aus dem Radio. Es war für mich ungewöhnlich, aber okay. Die beiden Männer schienen sich gut zu verstehen. Ich war anfangs immer etwas schüchtern.



Meg schaute die gesamte Fahrt über wie gebannt aus dem Fenster, eben solchen Blick hatte ich zum ersten Mal bei Sarah gesehen, als wir hier her gezogen waren. Wenn auch damals alles unter eine gewaltigen Schicht Schnee gelegen hatte. „Wie es die Sagen der Highlands beschrieben wird, nicht wahr?“ fragte ich sie – dieses Mal in Englisch – nach dem was sie in diesem Moment fühlte. Noch ein paar Kilometer und Ty und ich würden die Plätze tauschen.



800000„Ja“, antwortete ich staunend. „Ihr habt es hier so schön. Obwohl etwas mehr Sonne wäre schon schön. Meine Eltern haben mir geschrieben, dass sie 20°C haben. Die werden sich aber auch schnell wieder abkühlen“, meinte ich. Es war alles so erschlagend.



„Willkommen in Schottland, wenn es nicht gerade regnet, dann gibt es Nebel oder aber beides gemeinsam, selbst im höchsten Sommer gibt es nur um die 25 Grad – das macht die Nähe zum Meer. Da wir auch noch auf einer Insel wohnen, macht es das nicht unbedingt besser“ Es tat mir Leid für die Kleine, sie würde ihr Festland sicher eine ganze Weile noch vermissen.



800000„Das wird bestimmt eine Umstellung werden. Ich finde es nicht schlimm, wenn es nicht so heiß wird im Sommer. Das ist ja weder für uns angenehm noch für die Tiere“, meinte ich. Ab und an haben wir im Sommer nichts mit den Pferden gemacht, da es einfach viel zu warm gewesen war.



„Oh ja, in meinem Jahr in Deutschland hab ich es im Sommer kaum ausgehalten, mir war es viel zu warm und die Pferde waren auch dezent gestresst von diesem Wetter.“ Wir hatten eine gute Strecke geschafft, da hielten wir zum ersten Mal an, sahen nach dem Hengst in seinem Hänger und anschließend fuhr Ty die Strecke bis zum Hof zurück.



800000„Ja, es ist zwischenzeitlich immer sehr warm gewesen. Daher wird es schön sein, wenn es jetzt nicht so heiß ist. Ich freue mich hier zu sein“, antwortete ich. Ich fühlte mich hier gut aufgehoben. Die beiden waren nett und ich hatte ein gutes Gefühl.



Als wir am Hof ankamen war es bereits stockdunkel, meine Gelenke fühlten sich an wie eingefroren obwohl mir im eigentlichen Sinne warm war. Außerhalb des Transporters streckte ich meine etwas müden Glieder erneut – den ganzen Tag so im Auto zu verbringen war schon hart. „Dann befreien wir auch mal Ghost aus seinem dunklen Gefängnis“ Meg stieg durch die kleine Tür vorn am Hänger, während Ty und ich die Klappe herunter ließen, dann die Stange wegnahmen und beobachteten wie Meg den Hengst langsam mit Bedacht nach unten führte. Der Hengst spielte mit den Ohren, zog einmal scharf die Luft ein um sie mit einem lautstarken Wiehern wieder entweichen zu lassen – als wolle er allen verkünden ,dass er angekommen war. Im Stall stand bereits in der Box neben der er stehen sollte Bucks – der noch immer nicht die gesamte Zeit bei den Hengsten draußen stand. Sarah hatte einfach Angst er würde erneut reiß aus nehmen, doch zumindest ließ er sich von ihr mittlerweile ein Halfter anlegen und sogar führen. Langsam aber sicher konnte man bei seinen Fortschritten zusehen. "Komm dem lieber nicht zu nahe....noch ist er nicht ganz kuriert, warnte ich die Praktikantin.



800000Es war bereits dunkel, als wir ankamen. Ich konnte nicht viel erkennen, aber ich morgen war auch noch ein Tag. Ich führte den schönen Hengst die Rampe hinunter. Er machte seine Sache gut und ich klopfte ihm den Hals. Dann führte ich ihn zu seiner neuen Box. „Was ist mit ihm passiert“, fragte ich nach. Ghost lief in der Box herum.



„Schlechte Menschen in der Vergangenheit…dann hatte er eine Rippenverletztung, die zuerst nicht richtig versorgt wurde. Als er zu uns kam war dann ein Gewitter bei dem einige Pferde ausrissen, da er regelrechte Panik vor Menschen hatte gelang es uns 5 Wochen nicht ihn wieder fangen zu können. Zu allem Übel wurde er auch noch von einem kleinen Rudel von Wölfen angegriffen. Meine zukünftige Frau ist zwar seine bisherige Bezugsperson, lässt sich Halftern und führen aber auf manche Menschen ist er noch immer nicht gut zu sprechen.“ Bucks bewies es mal wieder, denn er drückte sich mit nicht zu sehenden Ohren an die Rückwand der Box um genug Abstand zwischen uns zu bringen.



800000Ich hörte ihm zu. Es hörte sich an, als würde Bucks viel durchgemacht haben. Es tat mir Leid, dass er so eine schlechte Vergangenheit hatte. Aber er schien Fortschritte zu machen, wenn ich Cayden glauben schenken dürfte. Ghost hatte hier einen guten Platz. Sarah schien ein Händchen für Pferde zu haben, wenn sie es geschafft hat, den wilden Hengst zu zähmen.



Meg schaute eine Weile in die Box von Bucks, ehe sie ihren Blick wieder Ghosts zuwandte. „Dann lassen wir die beiden einfach mal in Ruhe, oder? Und ihr müsst ja auch noch nach Classical Harmony.“



0000ff„Ja. Komm Meg. Wir müssen los. Du musst ja noch dein Zimmer beziehen und zu Abend essen“, meinte ich. Gemeinsam fuhren wir los nach Hause. Meine Verlobte wartete sicher auf uns beiden.



Sehnsüchtig wartete ich auf die Rückkehr von Ty und auf die Ankunft von Meg. Wir hatten ein Schild im Hof aufgehangen mit einem Herzlich Willkommen. Es war bereits dunkel und ich hatte gerade Fionn gestillt, als das Auto auf den Hof fuhr. Mit meinem Sohn auf dem Arm trat ich auf die Veranda. Die beiden stiegen aus und ich hieß Meg auf Classical Harmony herzlich willkommen. Ich führte sie gleich rein ins Haupthaus. Sie hatte sicherlich Hunger. Mein Verlobter trug ihre Koffer in ihre Wohnung hinter den Stutenställen. Gemeinsam aßen wir zu viert zu Abend. Meg schien erschöpft zu sein von dem langen Tag, was ich ihr nicht verübeln konnte. Mir ging es nicht anders. Wir unterhielten uns über ihren Flug und dann brachten wir sie in ihr neues Zuhause. Sie schien es zu mögen, was mich freute. Wir ließen sie dann alleine, damit sie sich einrichten konnte. Wir wohnten ja sehr nah beieinander, sodass sie schnell bei uns sein könnte, wenn etwas ist. Als auch der Kleine schlief, kroch ich zu Ty unter die Decke. „Was haben die Pferde heute getan“, frage er mich. „Kiss ist und heute von der Wiese ausgebüchst, als ich Flying Rook reingeholt habe um sie zu longieren. Aber sie ist nicht weit gekommen. Der Kinderwagen war zu interessant. Allison und Ronja waren da und haben sich um Tollkirsche gekümmert. Sie schien es richtig zu genießen so betüddelt zu werden. Sunnivah habe ich heute einen Ruhetag gegönnt. Ich möchte, dass Meg sie morgen reiten, damit ich sehen kann, wie viel sie schon kann. Mark und Marie sind noch mit Illuminata und Cry ausgeritten. Es war wohl ganz gut. Die beiden hatten Pfeffer im Hintern. Aber nunja- sie sind noch jung“, erzählte ich ihm. Er berichtete mir von der Fahrt und dann schliefen wir ein.



Ich erzählte Cayden am Abend noch von unserem kleinen Ausritt mit den Mädels und Willow vor der Kutsche "Die kleine macht sich wirklich immer besser. Immer wieder erstaunlich wie sie es meistert, obwohl sie auf dem einen Auge beinahe blind ist! Ach ja...unterwegs haben wir noch Julie getroffen - mit dem Ausbildungsbetrieb läufts momentan so das sie kaum ihre eigenen Pferde bewältigen kann und da die Arme nicht so viel Unterstützung hat wie wir werd ich wohl mal wieder vorbei gucken. Ihre Lady Äppel ist ebenfalls eingefahren - dann nehm ich noch Willow dazu und die Mädels können eins der Pferde reiten" Das alles stand erst noch in Planung und ich musste Julie erst noch um Erlaubnis fragen, doch war ich mir sicher sie hätte keine Probleme. Noch während der Film seinem Ende zu ging fand Cayden neben mir in den Schlaf....auch ich folgte ihm bald darauf.





Sarah, Cayden - von Ravenna gespielt

Siobhan, 0000ffTyson und 800000Meg- von BluePearl gespielt
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