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Zu Besuch bei Julie auf dem Hof!

Geschrieben von Ravenna im Blog Caed Crevan. Ansichten: 307

Mit einem Pott Tee hockte ich gerade etwas verschlafen am Küchentisch - gestern spät ins Bett gekommen und früh aufwachen war eine super Kombination. Fazit des ganzen war einfach das ich mich fühlte wie von einem Pferd überrannt - mit Pferd jedoch lag ich nicht allzu sehr daneben. Gestern in den späten Abendstunden waren vier Pferde angekommen zusammen mit Hansi der sie geholt hatte. Zwei von ihnen fanden hier in Schottland wieder ihre alten Bekannten - meinen ersten Hengst Moon und auch Blettur hatten ihren Weg zurück in meinen Besitz gefunden. Bei Moon war die Ausbildung zum Therapiepferd beendet und wir start v en einen Versuch wie ihm die Steine aufz den Wiesen belasten würden. Zusätzlich kehrte auch Smaug auf den Hof zurück zu einem Training bei uns auf dem Gelände. Auch ein neues Gesicht kam auf den Hof - dieses Mal hatte jedoch nicht ich "zugegriffen" neben Smarty in der Ausbildung hatte sich Cayden einen gekörten Hengst namens Darym gekauft um seinem Hobby dem Springen wieder nachgehen zu können,denn unsere Ponys kamen darin nicht sonderlich weit. Also hatten wir die Boxen vorbereitet, anschließend hatten wir gewartet bis alle Hengste da waren und sich auch eingelebt. Etwas traurig blickte ich auf Moons Mähne - sie war rappelkurz und stand nun. Vina hatte sie abschneiden müssen nachdem eines der Kids mit dem sie arbeitete seinen Kaugummi in Moons Mähne hinterließ. Nicht sehr erfreulich,aber die konnte immerhin nach wachsen.

Die Tagesplanung für heute sah so aus das ich mal wieder bei Julie vorbei schauen würde - ein paar ihrer Pferde trainieren. Maeve und Lia würden mich dabei begleiten - sie freuten sich auch mal andere Pferde reiten zu können, zumindest die 13 jährige Maeve, Lia hatte sich im Schulsport den Arm gebrochen. Bis zur Genesung musste sie mit der Kutsche vorlieb nehmen,diese und Willow würden uns zu Julie begleiten. Plötzlich hörte ich irgendwen die Treppen heraufpoltern, den ich anhand der leichten Schritte als Kathrin einstufte, die Stimme die kurz darauf verkündete "Es ist da!Es ist da!" bestätigte meine Vermutung. Verwirrt hob ich den Kopf wartete bis die Tür aufschwang ehe ich fragte "Was genau ist da?" Kathi war etwas außer Atem erzählte dann jedoch " Die Ergebnisse der Körung von Storm und Uprising! Die beiden haben es geschafft. " Damit begann ich ihr Lächeln zu erwidern "Großartig, nur brauchen wir mehr Stuten, damit die Zucht starten kann! Bis jetzt haben wir uns etwas zu sehr auf die Hengste konzentriert. " das kam nicht von ungefähr, es war tatsächlich so. Besonders Willow hatte ich meine Aufmerksamkeit geschenkt,auch Thowra hatte Training erhalten,doch seit geraumer Zeit hatte ich nicht mehr in Greens Sattel gesessen oder dem von Yoomee - dies hatte Kathi eher getan als ich. "Fürs Protokoll ich bin heute mit den Mädels bei Julie, die Kutsche und Willow sind mit dabei. Sagst du Hansi er soll sich heute mal mit Smaug ein wenig beschäftigen? " Kathi nickte,lies mir dann die beiden Körungsbescheinigungen da und verschwand wieder nach unten. Der Tee war in der Zwischenzeit mehr als kalt geworden,also trank ich ihn fix aus ehe auch ich hinunter zum Stall ging. Bevor ich los wollte zu Julie blieb noch genügend Zeit um mich um Bucks zu kümmern - in den vergangenen zwei Monaten seitdem der Dreh vorbei hatte er sich wirklich gemacht. Mittlerweile durften auch andere als ich an seiner Box stehen

ohne das er panisch wurde, das Halter akzeptierte er ohne Probleme und beim führen benahm er sich nicht mehr " wie ein Wildhengst" - in der letzten Woche hatte ich sogar Maeve und Lia Bucks unter Aufsicht abwechselnd putzen lassen. Er blieb unsicher, beäugte alles mit Argwohn aber ergab sich wie es schien in sein Schicksal. Seine Mähne und der Schweif wuchsen nach, die Narben schienen ebenfalls gut zu verheilen ,wenn auch die seelischen blieben. Sobald ich mit Bucks arbeitete durfte ich die Hunde nicht frei laufen lassen, sie machten ihn nervös. Da er solche Fortschritte machte wollte ich in der nächsten Zeit Maren zu mir holen um sich die Wunden noch einmal anzuschauen. Im Stall angekommen begrüßte ich der Reihe nach Bucks,Blettur und auch Moon mit einem sanften Kuss auf die Nüstern. Am Nachmittag oder dem späten Abend würden wir sie alle zum Rest der Hengste bringen. Mit dem Halter von Willow in der Hand lief ich zum Stuten Paddock - in der Menge brauchte ich nicht lang um die ruhige Rappstute zu finden. Putzen war wie immer eine entspannende Sache, die seichten Striche zu ziehen beruhigte meine Seele, die oft wild umher zu wirbeln schien - die Arbeit nutzten um die Arbeit zu vergessen.

Mit ein paar Schwierigkeiten legte ich Willow das Geschirr für die Kutsche an - für die Handschuhe musste ich noch einmal ins Haus,denn es war schon ein wenig kalt. Aiden half mir anschließend die doch recht sperrige Kutsche aus der Abstellkammer der Halle zu holen, Willow richtig hinein zu spannen - anschließend erklärte er mir noch wie ich Julies Stute Lady Äppel dazu machen konnte. Julie besaß keine Kutsche mehr,aber für Willow hatten wir uns extra eine besorgen müssen.

Auf dem Weg zum Hof von Julie sammelte ich die beiden Mädels ein - ein entspannter Schritt brachte uns in einer knappen halben Stunde zu unserem Ziel. Begrüßt wurden wir von Julies Lockenkopf der uns das Eingangstor öffnete, es aufhielt und hinter uns zunächst einmal schloss. „Ich hab Lady Äppel schon mal geputzt, genauso wie Ayumi und für eines der Mädchen l Amadea von der Koppel geholt. Für die andere müssen wir sehen wer passt“ Lia hob betrübt den Arm mit ihrem verletzten Arm „Hab mir den Arm gebrochen und nehm mit der Kutsche vorlieb.“ Julie nahm es mit einem mitleidigen Lächeln zur Kenntnis, während wir also Lady neben Willow in die Kutsche spannten half Lia Maeve beim Satteln der Haflingerstute. „Wie geht es dir sonst so momentan?“ fragte Julie mich gerade heraus, wir hatten uns seit dem Filmdreh vor zwei Monaten kaum gesehen. „Wunderbar…Cayden und ich haben uns allerdings noch immer auf keinen Termin für die Hochzeit geeinigt.“

Im gemütlichen Schritt bewegte sich unser Trott vom Hof – Lia hielt den Strick der zweijährigen Ayumi in der Hand, Maeve ritt auf Amadea voraus um das Tempo zu bestimmen und die Stuten vor der Kutsche mussten sich erst aneinander gewöhnen. Sie kannten sich bereits von gemeinsamen Ausritten, aber vor der Kutsche war es für sie komplett neu. Gerade da Lady auf der halbblinden Seite von Willow lief, doch schien sie damit eher weniger Probleme zu haben wie ich es gedacht hätte. Wir folgten zunächst der „Hauptstraße“ in Richtung Craighnure, um dann einen Bogen um die Stadt zu schlagen. Wir würden eine ganze Weile unterwegs sein, aber größtenteils im Schritt, sodass alle Mitglieder unserer Truppe Fuß halten konnten. Nach der ersten halben Stunde begann Maeve immer mal wieder auszuprobieren was die Stute so konnte – korrekte Anlehnung, von hinten an die Truppe heran traben und versuchte auch Amadea nur mit den Schenkeln zu lenken. Julie stupste mich an „Die kleine macht ihre Sache nicht schlecht.“ Ich nickte ihr zu…Maeve war die geschicktere der beiden Mädchen und ritt sogar sehr gern einmal ohne Sattel auf Little Grey.

Unser Ausflug dauerte nur drei Stunden, anschließend durften sich die Pferde ausruhen – Willow zusammen mit Amadea und Lady auf der Weide. Julie und ich holten uns zwei der Hengste von der Weide um ein wenig auf dem Platz zu trainieren und Lia und Maeve wollten unbedingt mit Lambardo und Salea spazieren gehen. Ich jedoch schüttelte den Kopf „Ihr kennt die beiden nicht und allein lass ich euch mit denen nicht durch die Gegend wandern, putzt sie meinetwegen und geht abwechselnd in den Round Pen mit ihnen. Spazieren vielleicht mal ein anderes Mal.“ Mit hängenden Köpfen machten sie sich davon, aber auch Julie stimmte mir dabei zu. „Dann mops ich mir jetzt den Burberry zum longieren und du wolltest noch was mit Deyk machen oder?“ „Genau der gute ist wieder bei mir gelandet, war vielleicht nicht ganz so geplant gewesen, aber im Grunde bin ich doch froh den Stinker wieder hier zu haben.“ Nebeneinander putzten wir die beiden Hengste im Stall selbst schwatzten die beiden Mädels lauthals beim putzten der kleinen Scheckstute Salea. „Na die beiden haben ja ordentlich ihren Spaß.“ Grinste mich Julie über den Rücken des Schecken an „Oh ja wie ein ganzer Sack Flöhe“

Auf dem Platz konzentrierte ich mich dann doch eher auf den etwas sensiblen Burberry, der in seinen jungen Jahren bereits für zu Stur eingeschätzt worden war, doch der Hengst benötigte einfach eine feine Hand und eine Aufgabe die ihn nicht überforderte. Da seine Schritt – Trabwechsel oftmals noch etwas steif waren, arbeitete ich heute gerade daran ein wenig. Hatte ihm dafür den Kappzaum angelegt um besser wirken zu können – brav ließ er sich von mir in allen Gangarten dirigieren versuchte die verschiedenen Tempounterschiede auszuführen und ließ es sich dabei nicht nehmen auch ein paar Dinge zu hinterfragen die ich von ihm verlangte. Ab und an gab mir Julie ein paar Tipps in meiner Arbeit mit ihm, wofür ich sehr dankbar war, denn auch ich war ja nicht perfekt. Julie mit Deyk widmete sich auch kleineren Korrekturen, die sich im Zuge des Besitzerwechsels eingeschlichen hatte – er ging teilweise eher einer Giraffe gleich durch die Bahn, brauchte lange um sich zu entspannen, locker zu werden und selbst dann zeigte er sich ab und an etwas widerwillig. „ich glaube da muss mal der Sattler vorbei kommen…hab schon in der Vermutung das der Sattel nicht ganz passt. Bis dahin heißt es dann erstmal wieder Bodenarbeit….hier ist es ja nicht so einfach einen Sattler zu finden.“ Oh ja…die Geschichte mit den Sätteln kannte ich nur zu sehr zu gut…es war wirklich schwer einen Sattler zu finden. „Tja…dafür leben wir auf einer Insel.“ Meinte ich ohne viel Überzeugung und grinste breit. Maeve und Lia kamen gerade mit dem Shettyhengst Lambardo wieder aus dem Round Pen, denn die junge Stute hatten sie erstmal nur geputzt, denn Salea hatte gestern wohl genug Bewegung erhalten. „Wollen wir deine Lipizzaner ein paar Runden in der Halle laufen lassen, während die Mädels ein wenig Guinness bespaßen?“ Gesagt getan – mit ein wenig überputzten machten wir uns daran die unterschiedlichen Hengste in die Halle zu entlassen. Während der jüngere Conversano sofort begeistert Versengeld gab und immer wieder im Stechtrab um Maestoso herum lief, sah der erstmal wenig begeistert aus. Doch es dauerte nicht lange da ließ sich auch der ältere Hengst von dem anderen anstecken und beide zogen eine Weile ihre Runde. Anschließend gesellten wir uns zu Guinness und den Mädels auf den Platz, die dort ein paar Stangen L´s aufgebaut hatten, ein kleines Cavaletti und versuchten den Hengst darüber hinweg zu führen. Der Tinkerhengst verhöckerte die beiden ganz schön – nur wenn sie ihm Leckerli vor die Nase hielten folgte er ihnen ohne Probleme. „Na da bekommt er heute Abend wohl kein Futter…oder zumindest weniger, wenn er so viel nebenbei bekommt. Wenn ihr wohllt könnt ihr für heute gehen, Appolino schaff ich für heute noch selbst – Danke vielmals für euren Besuch!“ Damit verabschiedeten wir uns alle von einander, Lia´s Mutter holte die beiden ab, ich schwang mich auf den Rücken von Willow und ging so zurück, die Kutsche würde ich irgendwann in der Woche abholen kommen.
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