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Wir drehen einen Film! - Teil 3

Geschrieben von Ravenna im Blog Caed Crevan. Ansichten: 215

42.600 Zeichen (c) Ravenna & Bluepearl - beehrt uns mit einem Kommentar!

[color=rgb(0,128,128)Ravenna als Sarah,[color=rgb(0,100,0) Ravenna als Cayden , BluePearl als Siobhan



~21.9.2014~

[color=rgb(0,128,128)Als ich an diesem Morgen erwachte erkannte ich an den leichten Sonnenstrahlen, die durch das Zimmer schienen das es bereits viel zu spät war. Ich fuhr hoch, blickte mich um nur um von einer starken Hand am Arm zurück unter die wohlige Wärme der Decken gezogen werden. "Es ist viel zu spä..." jeder weitere Prostest wurde sinnlos als meine Lippen in einem Kuss gefangen genommen wurden. Cayden legte die Hand dabei an die Beuge meines Halses,ein Schauer lief mir dabei über den Rücken. Wie sehr ich ihn vermisst hatte war mir erst am Abend bewusst gewesen, da ich einer ertrinkenden gleich an seinen Lippen gehangen hatte.Unwillig entzog ich mich des Kusses "Vor der Szene muss ich noch bei Bucks vorbei schauen! " protestierte ich, das Lachen von Cayden kam zwischen seinen Lippen hervor klang jedoch eher nach dem Schnurren einer Katze. Worte sprach er jedoch nicht, seine Hand löste sich vielmehr von meiner Hüfte ein letzer Kuss auf die Stirn und ich war entlassen. Ihn versuchend nicht anzusehen zog ich mich an,eine schwarze Reithose die schon längst nicht mehr an mir wegzudenken war und mehrere verschiedene Oberschichten.Der Herbst setzte langsam ein,hier in den Highlands blieb man in dieser zeit selten trocken entweder peitschte ein unablässiger Regen zu Boden oder aber die Nebel waren so dicht das man selbst von ihm klamme Kleidung bekam. Auch heute erhob sich ein Dust der von der Sonne in goldenes Licht getaucht wurde, auf das übliche Haare kämen verzichtete ich einfach. Indes hatte auch Cayden sich aus dem Bett erhoben, streckte seinem Körper nach allen Seiten um die Bettschwere los zu werden und nahm dann seinen Platz neben mir am Schrank ein. Während er sich also begann anzuziehen,machte ich mich in unsere kleine Küche im Dachgeschoss. Beim eingießen des Tees legten sich unerwartet Arme um mich,als Cayden mir einen Kuss in den Nacken gab. Das tröstete mich beinahe darüber hinweg das ich mir das heiße Wasser über die Hand geschüttet hatte. Mit wenigen Schritten Cayden auf meinen Fersen huschte ich zum Wasserhahn ein leises "Ah." entrang sich mir als wohlig kaltes Wasser über die leicht verbrannte Haut perlte. "Tut mir Leid" sprach Cayden goß nun selbst Wasser in die Tassen,schob sie zu mir herüber. "Was für Szenen sind denn heute an der Reihe?" fragte er während seine Lippen geschürzt waren um den Tee zu kühlen. "Peeta ist heute gleich zweimal an der Reihe...einmal muss er die *Leiche* über das Schlachtfeld ziehen und anschließend die Szene in der Smaug und er an den Klippen stehen während Brunhild und Odin einander küssen." Aus dem Augenwinkel blickte ich ihn an,lächelte verschmitzt "Für die weitere Szene muss Smaug noch vorbereitet werden...willst du mir dabei helfen?" Offensichtlich kannte er den weiteren Verlauf nicht betrachtete mein Lächeln,zog dabei eine Augenbraue nach oben "Jaaaa?" zog er das Wort unnötig in die Länge. Ich trunk den Rest meines Tees, "Heute um 18 Uhr an den Stallungen" ich zwinkerte ihm zu,schenkte ihm einen Abschiedskuss um dann nach unten in den Flur zu eilen und mich in die Gummistiefel zu quetschen - wie es schien brauchte ich bereits wieder neue. Auf dem Weg quer über den Hof schaute ich suchend in die Runde nach einem bereits bekannten Gesicht,zwar erkannte ich Gregory und auch Judith winkte mir zu,doch war ich auf der Suche nach der großen, pumeligen Gestalt von Theodor selbst. Ihn fand ich schließlich an der Stelle an der sich das "Heer" bereits eingefunden hatte, auffallend schwenkte er die Hände in der Luft,sein rundes Gesicht angelaufen und die wenigen Fusseln seines Hauothaares schwankten hin und her- ganz offensichtlich war er wegen etwas in Rage geraten. "Schafft diesen versoffenen Typen hier her!Gibt ihm meinetwegen eine kalte Dusche um ihn hierher zu befördern!" kamen die Worte an meine Ohren. Fragend kam ich näher, als sein Blick auf mich traf wurde seine Gesichtsfarbe schon ein wenig mehr dem normalen entsprechend."Was ist dir denn unter die Haut geraten?" Offenbar verdrießlich das ich das Thema ansprach wurde er um ein paar Nuancen dunkler "Randall" knurrte er nur "Ein Mann der mit seiner Kamera verwachsen scheint, mein bester Kameramann,der jedoch mehr gefallen am Alkohol gefunden hat.Nur Ärger mit dem Kerl,leider der einzige der den Kran betätigen kann." Theodor rollte die Augen,fixierte irgendwas hinter mir..ich drehte mich halb um. Da kam ein Mann auf uns zu, die kurzen Haare klebten ihm direkt am Kopf,seine Augen waren leicht geschlossen und eine Hand rieb sich den Kopf.Als er jedoch Theodor unter die Augen trat war sein Blick heller und ohne weiteren Kommentar begab er sich zu seinem Equipment. Theodor indes schüttelte nur den Kopf,strich sich durch die nicht vorhandenen Haare und brüllte einige Befehle durch die Gegend.

[color=rgb(0,128,128)Die Pferde wurden noch einmal kontrolliert,in ihre Stellung gebracht bis Theodor nach seiner "Brunhild" auf Peeta rief.An ihrem Gürtel hing bereits die Peitsche mit der sie die Leiche hinter dem Pferd her ziehen würde. Peeta hatte in der vergangenen Woche eine Art Intensivtraining absolviert - das ziehen von Autoreifen war kein Problem mehr.Zusammen mit meiner Stute Willow hatten wir ihn sogar vor eine der Kutschen gespannt und...ganz der brave Hengst klappte auch diese Übung ohne weitere Probleme! "Bist du schon aufgeregt? " flüsterte ich ihm ins Ohr, bei meinen Worten hob er den Kopf blieb ansonsten doch in einer gewissen "Leck mich" Stimmung,die sich alle der Pferde angewöhnt hatten in den vergangenen Wochen...bei der Arbeit waren sie aufmerksam,agil und immer bei der Sache,der Trubel um sie herum ließ sie vollkommen kalt.Waren Stormbringer,Aimiliani und auch Kempa zu Anfang ein wenig aufgeregt,beinahe etwas nervös gewesen standen sie nun mit leicht geschlossenen Augen ,ein Bein entlastet inmitten der Menge auf ihren Einsatz wartend. Gerade das sich mein einst wilder Hengst so gelassen hab,ließ mich auch Hoffnung in Bucks schöpfen. Peetas Zügel wurden mir aus der Hand genommen,unsere Brunhild setzte sich in den Sattel um vor die Kamera zu reiten. Dort angekommen schwang sie sich wieder vom Rücken, bekam ihren Platz zugewiesen während Peeta einfach da stand. Einige wenige Schritt von ihm entfernt befand sich Smaug in voller Montur,mit einem imposanten Wikingerkrieger auf dem Rücken. Leise pfiff ich durch die Zähne, so konnte man sich Odin vorstellen, in Gregorys Hand befand sich ein riesiger Speer...Gumnir...sein Auge wurde durch eine Klappe verdeckt und sein Haar zu einer kunstvollen Frisur verschlungen. Da ging die Szene bereits in die erste Runde, Brunhild band die Peitsche um die Beine der Leiche und pfiff - ein ebenfalls entscheidender Moment für Peeta. Der Hengst hob aufmerksam den Kopf, drehte den Arsch herum und galoppierte auf sie zu,die erste Hürde war genommen. Mit einem Sprung landete Judith im Sattel,"bohrte" Peeta die Haken in den Bauch und dieser Sprang sofort los galoppierte an Smaug und all den anderen vorbei während unsere Brunhild ihren Kriegsschrei zum besten gab.Das Volk der Asen und Wanen begann zu jubeln,die Schwerter klapperten gegen die Schilde und unsere Newcomer unter den Filmpferden Smaug und Peeta schreckten davor nicht zurück. Als die Szene vorüber war begann das knapp 60-köpfige Team zu klatschen und zu jubeln. Theodor wollte noch zwei weitere Male die Szene drehen "Ist immer besser so zum Vergleich!" anschließend war das Team wieder damit beschäftigt die gesamte Kulisse abzubauen,sowie den Greenscreen vor dem Smaug gestanden hatte - später konnten so die vier zusätzlichen Beine angebracht werden. Ich half Gregory noch sich von seiner Rüstung zu befreien,anschließend versorgten wir Smaug ausgiebig."Der hat nachher nochmal Training. " sagte ich.Gregory hing halb über dem Rücken des Hengstes,deutete auf mich und grinste ein wenig...oder was war es? Seine Hand zeigte auf mich "An diesem Morgen wirkst du so...beschwingt? Gehe ich also richtig in der Annahme das du wieder die.die Vorzüge eines Partners genießt. " auch wenn Gregory nicht offen aussprach der Gedanke mit einem Mann - oder eher egal wem - über mein Nachtleben zu reden versetzte mich gleich in einen Zustand der mich erröten ließ. Meine Kehle fabrizierte ein Husten "Wenn du damit meinst wir haben uns ausgesöhnt,ja." damit widmete ich mich einem kleinen Dreckfleck auf der Schulter des Hengstes. Dabei versuchte ich mich einzig darauf zu konzentrieren sah jedoch aus dem Augenwinkel wie Gregory breit lächelte...etwas daran störte mich.Das Lächeln das seine Züge zierte wirkte als wisse er mehr als ich Preis gab? Bei dem Gedanken Cayden hatte....brodelte in mir eine leichte Wut auf. Der Vormittag war noch nicht angebrochen derweil war ich schon wieder wütend, sah jedoch dem Besuch von Siobhan mit einer gewissen Freude entgegen. Also kümmerte ich mich noch darum das Armani und Kempa ihre tägliche Bewegung bekamen.Obwohl ich die ganze Zeit die Augen nach Cayden auf hielt konnte ich ihn nicht finden stattdessen hatte ich abwechselnd Aiden,Kathi und immer wieder Gregory am der Backe,die mich entweder in meiner Arbeit aufhielten oder mir neue auftaten.



*Zur selben Zeit - Caydens Sicht*

[color=rgb(0,100,0)Womöglich würde sie mir meinen breiten Kopf von den Schultern reißen mir vielleicht erklären wir kannten uns noch nicht lang genug. Mein Entschluss jedoch stand fest - mit Kathi hatte ich darüber ausgiebig diskutiert, schließlich hatte sie in Sachen die den Hof betrafen ebenso ein Mitspracherecht wie auch ich.

[color=rgb(0,100,0)Es hatte mir einen Stich in der Magengegend versetzt als Sarah davon gesprochen hatte der Hof sei kein wirklicher Teil ihres Lebens...stets hatte ich gedacht es sei anders...im Grunde jedoch hatte sie recht. Als meine Freundin hätte sie keinerlei Rechte,würden wir sie ihr nicht gewähren. Also hatte mein Plan nach unserer Versöhnung in der Nacht Gestalt angenommen.So hatte ich Gregory, Aiden und natürlich auch die Herrin des Hauses Kathrin eingeweiht und sie gebeten Sarah beschäftigt zu halten. Jetzt stand ich mit dem Telefon im Stall um Siobhan anzurufen. Ein nervtötend langes Piepen ertönte in meinen Ohren,als endlich Ty abnahm der keinen Hehl aus seinem schottischen Akzent machte der auch in meiner Sprache heimisch war. "Ty.Hier ist Cayden.Ist Siobhan zufällig in der Nähe?" Es ertönte ein Ruf nach seiner Frau, dann raschelte es am anderen Ende der Leitung und schließlich war Siobhan am Hörer " Du würdest mir einen wahnsinnigen Gefallen tun,wenn du Sarah zum Mittagessen bei dir einladen würdest und sie am besten bis zum Nachmittag bei dir fesselst." erklärte ich ihr kurz angebunden.



„Hey Cayden.“ Ich wollte nicht nachfragen, ob sie sich ausgesöhnt haben, da er vermutlich nicht wusste, dass ich in alles eingeweiht war. „Was hast du den vor Cayden? Ich kann sie zu mir einladen, da ich noch mit ihr über etwas wichtiges sprechen wollte. Zudem brauche ich auch den nächsten Einsatzplan der Pferde, die bei uns stehen und ans Set müssen“, sagte ich zu ihm.



[color=rgb(0,100,0)"Ja klar der Einsatzplan ist sehr wichtig, aber da kann ich nicht sonderlich helfen." Dann schwieg ich eine kleine Weile "Dir ist doch sicher nicht entgangen wie es die letzten Wochen zwischen mir und Sarah gelaufen ist, wir haben uns wieder ausgesöhnt....und naja wenn du sie am Nachmittag nach Hause begleitest wirst du schon sehen" dabei versuchte ich geheimnisvoll zu klingen, was mir jedoch nicht sonderlich gelang...



„Cayden, ich weiß was los war und das ihr euch versöhnt hat freut mich sehr. Also raus mit der Sprache. Was hast du vor?“ Ich wollte ihn davor bewahren etwas dummes zu tun. Die beiden haben sich gerade erst vertragen und wir haben ja gesehen was passiert, wenn Entscheidungen ohne den anderen getroffen werden. „Am besten sagst du ihr, dass ich angerufen habe und sie sprechen möchte und dann behalte ich sie hier. Genug zu quatschen haben wir definitiv.“



[color=rgb(0,100,0)Ich atmete schwer durch, ich kannte Siobhan noch nicht gut genug um sie einschätzen zu können, war mir jedoch sicher sie würde dicht halten. "Aber, du darfst es ihr nicht verraten...allerdings darfst du mir sagen ob es vielleicht eine Schnapsidee ist." Noch einmal einatmen, ausatmen..."Einen Antrag will ich ihr machen...das sie weiß wohin sie entgültig gehört...in die Highlands, auf den Hof Caed Crevan und ich will das sie weiß was auch immer geschehen mag, sie an meine Seite gehört." Dann verstummte ich, mein Herz schlug mir beinahe bis zum Hals und erwartete die Antwort der Frau am anderen Ende.



„Ich halte dicht. Darauf kannst du dich verlassen.“ Ich hörte ihm zu und dachte kurz nach. „Ich denke, dass es eine gute Idee ist, aber überrumpel sie nicht. Plan alles in Ruhe. Ich halte dir Sarah so lange fest, bis du alles hast. Wenn du Hilfe brauchst beim Vorbereiten, kann ich dir auch Ty rüber schicken. Denn wird das für Saraha heute ein aufregender Tag. Mit einigen Entscheidungen.“ Schließlich wollte ich sie fragen, ob sie Fionns Patin werden möchte.



[color=rgb(0,100,0)Ein riesiger Stein fiel mir von meinem Herzen "Ich wollte mir eines der Ponys nehmen, Theodor hat mir zugesichert das ich ihm die Rüstung anlegen darf - ich selbst komme in Kriegermontur der Highland´s - Stilecht in Kilt. Ihr erklären wieso ich mich damals für sie entschied, ihr klar machen wie sehr ich sie brauche und sie dann fragen...Ist das vielleicht zu viel,oder sollte ich es weniger "imposant" angehen...das war nur was ich in der Nacht als passend empfand." Als es hinter mir zu klappern begann drehte ich mich halb panisch um sah jedoch nur einen der anderen Trainer hinüber zu Aimilianis Box laufen.



Es war zu süß wie er sich Gedanken darüber machte, ob das nicht too much wäre. „Ach quatsch. Zeig ihr ruhig, dass du für sie alles tun würdest, damit ihr beiden zusammen bleibt. Ich finde die Idee jedenfalls sehr schön. Hätte mein Zukünftiger nicht die Decke entworfen, hätte er mit so was auch ein Ja aus meinem Mund entlocken können. Ich kann dir nicht sagen, wie sie darauf reagieren wird. Für mich klingt es aber sehr gut geplant und auch romantisch, wenn du dich nicht in der Rüstung verhedderst und vom Pferd fällst. Aber das solltest du wohl hinkriegen“; meinte ich und lachte.



[color=rgb(0,100,0)"Mhm" sagte ich lachend..."Mir ist ja zum Glück nicht Hansi auf die Stirn geschrieben, diese Pflaume ist nen richtiger Tollpatsch wie er im Buche steht. Wenn du der Meinung bist meine Idee sei ausgereift dann kann ich es wohl wagen..ich danke dir!"



*Sarah´s Sicht*

[color=rgb(0,128,128)"Hey! Rief ich als mir Gregory plötzlich die Zügel von Armani aus der Hand nahm. "Also den Hengst kann ich auch allein in den Stall bringen, also wirklich" doch der hochgewachsene Mann ließ sich nicht beirren "Theodor wollte dich wegen des Trainings von Smaug noch etwas fragen, deswegen werd ich jetzt den kleinen hier weg bringen und du scherst dich zu Theodor.

[color=rgb(0,128,128)Dort angekommen war ich für diesen Tag endgültig aus meiner inneren Wut nicht mehr heraus zu bringen. Theodor hatte nicht mit mir reden wollen - war denn heute alles wie verhext?! Nun sehnte ich beinahe den Besuch von Siobhan herbei, der jedoch noch zwei Stunden auf sich warten lassen würde...



„Kein Problem. Ich drücke dir die Daumen, aber eine Doppelhochzeit kannst du dir jetzt schon abschminken“, sagte ich und lachte. „Sag Mark, dass er mich anrufen soll, wenn ich Sarah wieder zurück bringen sollen.“ Ich legte auf und räumte noch etwas auf. Ich setzte auch Wasser auf , da wir Tee trinken würden. Ich war froh darüber, dass sie so dicht bei uns wohnten. So konnten wir immer schnell zu dem anderen fahren. Als es an der Tür klingelte, hielt ich gerade Fionn im Arm. Ich ging zur Tür und öffnete sie. „Hey Sarah“, begrüßte ich sie und ließ sie ins Haus kommen. „Lass uns in die Küche gehen.



[color=rgb(0,128,128)Ich war beinahe froh gewesen als mich Siobhan angerufen hatte ob ich nicht bei ihr zu Mittag essen wollte. Das mir ulkige Verhalten der anderen ging mir dermaßen auf die Nerven das ich nur zu gern vorbei fuhr. Irgendwas lag in der Luft. .das spürte ich genau.Nicht genau zu wissen was es war trieb mich beinahe mehr in den Wahnsinn als die anderen die mir kaum von der Stelle wichen. "Kathi...falls du Cayden siehst sag ihm Bescheid das ich bei Siobhan und Ty bin.Am Nachmittag für die neue Szene bin ich wieder zurück" Kathi jedoch winkte ab "Die Pferde bekommen wir auch allein an Ort und Stelle, geh ruhig!"



Ich hatte mich entschieden etwas einfaches und schnelles zu kochen. Also gab es Frikadellen und Kartoffelbrei. Fionn hatte ich in seine Karre gelegt. Er spielte gerade mit der Spielkette und freute sich über die Geräusche der kleinen Glöckchen. Marie und Ty würden ebenfalls zum Essen kommen und danach weiter arbeiten. Da Meg bald kommen würde mussten wir das Gästehaus herrichten. Wir freuten uns schon sehr auf sie, da sie eine gute Hilfe sein würde. Zudem konnte sie ihre Lehre beenden.



[color=rgb(0,128,128)Bisher hatten wir einander zum Essen nicht beigewohnt, als mir also der Teller mit dem Essen vor die Nase gesetzt wurde blickte ich Lächelnd auf die Frikadelle...eine Erinnerung an mein altes Heim stich mir durch mein ohnehin aufgewühltes Herz. "Siobhan. ..ich glaube einer der Männer freut sich über ein Stück Fleisch mehr...ich bin seit geraumer Zeit schon Vegetarier" Gerade in meiner Erzählung kamen auch Marie und Ty dazu,die beide ein wenig abgekämpft von der Arbeit wirkten. Besonders Ty schien grau unter den Augen die ohnehin leicht gerötet schienen - ein Zeichen für zu wenig Schlaf. Wenn ich mir da jedoch Siobhan ansah,waren beide nicht unbedingt auf der Höhe. Ich deutete in Richtung Kinderwiege "Der Knirps hält euch wohl gut auf Trab,eh?" einen leichten spöttischen Unterton konnte ich nicht vermeiden, tauschen wollte ich nicht unbedingt.



"Oh entschuldigen. Daran habe ich gar nicht gedacht. Ich kann dir noch Bratkartoffeln mit Rührei machen. Das isst du oder?" Oh man. Wie peinlich. Sie hatte es mal erwähnt aber irgendwie habe ich es vergessen. "Oh ja. Ich wäre dankbar für eine ruhige Nacht." Ty stimmte mir zu. "Er ist das beste was uns beiden passieren konnte, aber ich wünsche mir, dass er bald durchschläft. Es wird immer anstrengender konzentriert zu Arbeiten. Heute morgen habe Tollkirsche die Ration von Illuminata gegeben."



[color=rgb(0,128,128)"Wenn du sogar Probleme mit dem Futter der Pferde hast, kann ich dir auch den kleinen Fehler mit dem Fleish verzeihen" dabei lächelte ich sie froh an, zeigte dabei sogar einmal Zähne. Hier fühlte ich mich irgendwie wohl. Gemeinsam begannen wir mit dem Essen - Siobhan zwang ich dazu sich auf den Hintern zu setzten, denn sie machte sich daran mir extra etwas zu machen. "Jetzt setz dich hin! Das Püree ess ich schon so"



"Nein nein. Das macht keinen Aufwand. Ich bin ja gleich fertig", sagte ich zu ihr und schlug das Ei in die Pfanne. "So jetzt ist alles fertig und wir können essen", meinte ich und stellte ihr den Teller hin. "Momentan geht alles drunter und drüber, weil Fionn uns die Nächte nicht schlafen lässt. Es ist schon etwas besser geworden, aber nicht viel. "Und genau deswegen ist es wichtig, dass ich den neuen Einsatzplan für die Pferde kriege. Sonst steht du ohne Pferde am Set und das wollen wir alle nicht."



[color=rgb(0,128,128)Innerlich drehte ich leicht die Augen, konnte mir mein Lächeln jedoch auch nicht aus dem Gesicht wischen. Ich mochte diese Familie, die mir immer mehr begann ans Herz zu wachsen, ich schaute quer über den Tisch hinweg in die Richtung in der das Baby jetzt in seeliger Ruhe vor sich hin zu schlafen schien...nur in der Nacht würde er dann seinen Eltern wieder Terror bescheren. "Den Einsatzplan hab ich vorhin bereits geschrieben, wenn mich jemand auf dem Rückweg begleitet kann ich ihn euch gleich in die Hand drücken und die bereits genutzen Pferde - es sind nur zwei - wieder zurück nehmen." erklärte ich zwischen zwei Bissen des Rühreis.



"Dann begleite ich dich bei der Rückfahrt und Mark kann dann mit dem Anhänger und seinem Auto zurück fahren. Da er dann eh hier her muss, fahre ich dann bei ihm mit", meinte ich zu ihr. "Ja, das wäre super. Wir müssen noch die letzten Tapeten anbringen, damit wir einziehen können", sagte Marie. "Alleine ist es ganz schön schwer diese Bahnen anzubringen. Nächste Woche kommen die Möbel. Bis dahin muss dann auch der letzte Teppich liegen." Es war schön, dass die beiden bald direkt nebenan wohnen würden. Klein FIonn schlief ruhig vor sich hin. Zwischen 3 und 5 Stunden schlief er durch. In der Nacht hieß es dann 1-2 mal aufstehen und stillen. Nach dem Essen wollte ich noch mit Sarah quatschen - schließlich sollte ich sie hier ablenken und ich woltle sie noch fragen, ob sie Patin werden möchte.



[color=rgb(0,128,128)"Scheint ja auch ordentlich voran zu gehen mit eurem Auszug wenn ich das jetzt so mitbekomme!" meinte ich an Marie gewandt, nahm anschließend wieder einen Bissen meines Essens. "Der Tag heute war...komisch. Da hab ich mich gestern wieder mit Cayden zusammen gerauft, wir haben uns ausgesprochen, dann hatte ich mich auf einen gemeinsamen Tag gefreut. Stattdessen bekomm ich ihn gar nicht zu Gesicht, sonder Gregory hängt mir an den Fersen, oder Kathi kam mit ulkigen Aufgaben bei denen ich ihr helfen sollte. Dabei hab ich es heute sogar versäumt Bucks einen Besuch abzustatten."



"Ach mach dir nichts draus. Vielleicht kommt es dir nur komisch vor, weil du keinen Spießrutenlaufen machst um Cayden aus dem Weg zu gehen. Du hast halt momentan viel zu tun. Es ist nicht einfach mit den ganzen Filmleuten", antwortete ich ihr. "Morgen wird es dir bestimmt anders vorkommen." Marie antwortete ihr:" Ja, wir kommen gut voran. Wird aber auch Zeit, dass wir umziehen. Ich möchte dieses Gefühl von Ankommen haben, wenn ich nach Hause fahre.



[color=rgb(0,128,128)Ich zuckte bei Siobhans Worten lieblos die Schulter, wahrscheinlich hatte sie Recht und ich machte mir zu Unrecht gedanken. Maries Worte versetzen mir noch zusätzlich einen Stoß in die Rippen.Sie wollte ein Gefühl des Ankommens..auch ich sehnte mich danach endlich angekommen zu sein. Meine Arbeit füllte mich aus,die Pferde aber nach trotzdem mehr als neun Monaten hier fühlte ich mich noch nicht ganz heimisch.Was auch daran liegen mochte das ich selbst nicht wirklich zu Caed Crevan gehörte. ..es war schon längst ein Teil meines Herzens,die wahren Erben jedoch waren Kathrin und Cayden. Der Rest....zum Rest gehörte ich,auch wenn mich mit Cayden viel verband so fühlte ich mich ihm manchmal doch so fern. Also nickte ich nur zustimmend, versuchte im Kopf ein anderes Thema zu finden gab den Versuch jedoch wieder auf...ich hatte einfach meine Gedanken woanders.



Nachdem wir alle aufgegessen hatten, hatte auch Fionn mitbekommen, dass es Essen gab und verlangte nach seinem Mittagessen. Die Küche ließ ich erstmal Küche sein und kümmerte mich um mein Babys. „Dann scheint mein Rat dir wohl doch geholfen zu haben, wenn Cayden und du euch wieder versöhnt habt. So ist es doch viel besser. Manchmal muss man die Menschen zu ihrem Glück zwingen.“ Die Zeit verging und die Küche war wieder sauber, das Kind gewickelt und wir hatten uns ins Wohnzimmer gesetzt. Ich hatte eine Decke auf dem Boden ausgebreitet, wo Fionn drauf krabbelte und saß zu Sarah hoch. „Ich muss jetzt was fragen und egal wie du antwortest, es wird sich nichts ändern. Ty und ich haben uns überlegt, dass du Patin von Fionn werden sollst. Natürlich nur, wenn du das willst.“



[color=rgb(0,128,128)Das Mittagessen ging mit heitern Gesprächen schnell voran,ich dachte nicht länger an vergangenes und beobachtete Siobhan mit ihrem kleinen Sohn,der ab und an mich mit seinen blauen Augen zu fixieren schien.

[color=rgb(0,128,128)Die Frage traf mich unerwartet, es gäbe noch andere Kandidaten -Marie- hätte ich für wahrscheinlich gehalten. Das ich nicht gerührt war konnte ich nicht leugnen, am Rande meiner Augen standen die Tränen derer ich letzte Nacht so viele vergossen hatte. Ich hockte mich mit zu ihr nach unten auf die Decke,faste nach ihren Händen. " Ja!Ich werde es als eine Herausforderung annehmen,dann werd ich soetwas wie seine coole Tante!" woher die plötzliche Euphorie her kam vermochte ich nicht zu sagen.



Ich war erleichtert, als sie mir sagte, dass sie Patin werden würde. Ich nahm sie in die Arme und lächelte. „Danke Sarah. Ich bin wirklich froh, dass du ja gesagt hast. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass du ihm so einiges mit auf dem Weg geben kannst, dass ich vielleicht nicht kann.“ Dann musste jetzt nur noch Ty seinen vorgeschlagenen Paten fragen und wir hatten alles für die Taufe fertig- abgesehen von einem Termin und dem ganzen drumherum. Schließlich wollten wir Taufe und Hochzeit verbinden.



[color=rgb(0,128,128)"Dann wird es bald ja eine riesige Feier geben,es ist ja Hochzeit und Taufe zusammen geplant. ..Willst du dann traditionell in Weiß oder?"Ich stellte mich mir selbst kurz in einem weißen, riesigen Rüschenkleid vor und bekam eine Gänsehaut...in Gedanken ein absoluter Graus...aber wem es gefiel. Ich zuckte leicht mit der Schulter.



„Ja, es wird eine große Feier. Wir feiern beides zusammen, damit nicht alle zweimal anreisen müssen. Und ja, ich möchte in weiß heiraten, aber ich werde nicht komplett traditionell unterwegs sein. Ich möchte beides miteinander verbinden. Ich möchte ein paar Farbakzente und irgendwie eine Korsage und schöne Stickereien oder Spitze. Und auch etwas, dass zeugt, dass ich hier her gehöre. Auf jedenfall möchte ich nicht aussehen wie eine Barbie. Auch sollte das Kleid eher in einer A Linie geschnitten sein. Was war nicht geht sind üppige Unterröcke. Am schlimmsten ist Tüll. Aber ich suche mir mein Kleid noch aus. Erstmal muss der Babyspeck weg. Du hilfst mir dann, okay? Kathi muss auch mitkommen zur Kleideranprobe. Nur ihr beide seit immer hier. Alle anderen kommen erst zur Hochzeit.. Das qualifiziert euch dafür mir bei allen Vorbereitungen zu helfen. “ Ich grinste breit und fing Fionn nebenbei wieder ein, da er von der Decke gekrabbelt war.



[color=rgb(0,128,128)"Wobei soll ich dir helfen, beim Kleid oder dem Babyspeck?" meinte ich leicht "hinterhältig" grinsend - so sehr war sie gar nicht auseinander gegangen, also war auch kaum etwas davon zu sehen. "Aber die Idee es irgendwie zu verbinden finde ich eine feine Sache, es wird sicher nicht einfach, aber du bekommst das sicher hin! Wobei ich dir zustimme...Tüll und Unterröcke fänd ich auch mehr als schrecklich dabei. Mit der Anprobe hast du allerdings meine Kollegin Julie vergessen." erinnerte ich sie an meine Arbeitskollegin, die ebenfalls nicht weit von uns entfernt wohnte.



„Bei beidem“, meinte ich zu ihr. „Ja stimmt. Oh man. Ich brauche bald ein zweites Gehirn.“ Es war so vieles an das ich denken musste. „Bis wir ein Kleid kaufen wird noch eine Zeit vergehen. Ich denke, das wir den Sommeranfang als Hochzeitstermin nehmen werden. Vielleicht aber auch den Termin, an dem er mich gefragt hat. So genau haben wir noch nichts geplant.“ Oh man. Mein Leben hatte sich komplett verändert, aber ich war froh darüber. „Meg kommt auch bald zu uns und dann wird es zum Glück etwas entspannter werden. Eddie meinte, dass sie wohl sehr fleißig ist.“



[color=rgb(0,128,128)"Meg wird euch sicher eine große Hilfe sein...Weisßt du denn ob mit Eddi´s Umzug alles glatt gelaufen ist? Zumindest war sie so weise es nicht - wie wir mitten im tiefsten Winter zu tun" meinte ich leicht lachend. Fionn kam wieder auf mich zu gekrochen, den Kopf konnte er jedoch noch nicht sonderlich lange oben behalten, also legte er sich wieder hin. Eine höchst Interessante Pose nahm er dabei ein - die Knie leicht unter dem Bauch, die speckigen Ärmchen zu den Seiten ausgestreckt, sodass sein Po wie der einer Ente in die Luft ging - unwillkürlich schoss mir die Melodie von "Alle meine Entlein" durch den Kopf, um diese loszuwerden schüttelte ich etwas den Kopf. Doch ebenso bei dem Gedanken daran, das ich nun bald seine Patin werden würde...eine eigenwillige Vorstellung.



"Ich habe heute erst mit Eddie telefoniert. Ihr geht es gut und es hat alles gut geklappt. Sie hat auch ein Geschwisterpaar auf der Ranch. Die Stadtmenschen wollen eine geerbte Ranch verkaufen. Da diese aber nicht im besten Zustand ist wohnen sie bei ihr", antwortete ich ihr. Fionn krabbelte weiter und pausierte in einer merkwürdigen Pose. Ich zückte die Kamera und schoss ein Foto.



[color=rgb(0,128,128)"Mit solchen Fotos wirst du später die Wände tapezieren können...gerade jetzt in diesem Zeitalter. Bei uns war das noch was anderes aber heutzutage dokumentiert ja jeder das Leben seines Kindes auf Schritt und Tritt. Manchmal schon...naja schrecklich,oder nicht?



"Ich halte das alles fest, damit Ty auch was mitbekommt. Zudem sind es später schöne Erinnerungen. Aber die Wände werde ich nicht tapetieren. Ich denke besonders jetzt am Anfang sind Foto wichtig, da er so schnell wächst." Mein kleiner Fratz war schon einige Zentimeter gewachsen.



[color=rgb(0,128,128)"Meine Eltern haben mich damals immer an den Türrahmen gestellt und an jedem Geburtstag einen Strich gemacht, wie viel ich gewachsen bin - als ich älter wurde bin ich zuerst dahin gerannt ehe ich mich meinen Geschenken gewidmet habe. Fand ich eigentlich eine tolle Sache, aber wirklich viele Bilder von mir als Kind gibt es nicht, wir haben damals ein Haus gebaut und da blieb das irgendwie auf der Strecke" ich lächelte dabei, mir war es nie wichtig gewesen. Aber es war schon das Siobhan alles für Ty ersichtlich machen konnte.



Ich lachte. Ja dir obligatorische Messwand. Ich hatte schon einen Plan."Ich werde eine Holzplatte ins Zimmer hängen, diese schön anstreichen und ihn dann messen. Wenn er zu groß wird kann ich die Platte abnehmen und aufheben."



[color=rgb(0,128,128)"Finde ich auch eine gute Idee, so verunstaltest du zumindest nicht deine Türrahmen und die Holzlatte kann er vielleicht eines Tages für sein eigenes Kind nehmen" Zwar würde dies noch lange dauern, doch so ein bildlicher Vergleich würde sicher interessant werden.



"Ja genau. Ich freue mich schon darauf den ersten Strich zu setzen", antwortete ich ihr. Mein Engel krabbelte weiter und stieß gegen Sarah. "Anscheinend findet er mich jetzt doof. Wenn du willst, kannst du ihn auf den Arm nehmen. Er kuschelt sich gerne an."



[color=rgb(0,128,128)Ich besah mir die winzige Gestalt zu meinen Knien, atmete einmal tief ein und blickte dann meiner Sache sehr unsicher zu Siobhan auf "Was anderes als Hundewelpen hatte ich noch nicht auf dem Arm, da mach ich doch irgendwas falsch" gestand ich ihr, nicht das ich keine Lust hatte ihn auf den Arm zu nehmen...nein nicht einmal Abscheu verspürte ich dabei. In einer hintersten Ecke meines Verstandes erlaubte ich mir an meine eigene Tochter zu denken, wieso hatte ich ihr solchen Hass entgegen gebracht? Doch im Grunde wusste ich es...dieses Kind hier zu meinen Füßen konnte ich jederzeit wieder abgeben, es war nicht verpflichtend wie es ein eigenes gewesen wäre.



"Er wird es dir verzeihen", meinte ich zu ihr. Ich half ihr dabei den Kleinen auf den Arm zu nehmen. "So, jetzt liegt er schön in deinen Armen. Mit der einen Hand musst du das Köpfchen festhalten, damit es nicht wegsackt. Wie du sieht kuschelt er sich von selbst so in den Arm hinein, dass du nicht viel verkehrt machen kannst." Ich fand es toll, dass sie sich bemühte mit Fionn klar zu kommen. Wenn sie Patin war, müsste sie auch ab und an vorbeischauen und ihn betüddeln. Es war schön, die beiden so zu sehen, da sie beide nicht unglücklich aussahen. Mit seinen kleinen Händen suchte Fionn seine Milchbar.



[color=rgb(0,128,128)Wie seine kleinen Hände nach der Quelle seiner Nahrung suchten, zog sich in meinem Inneren etwas zusammen, ein selten gekanntes Gefühl stieg in mir auf.....zuletzt hatte ich es verspürt als ich einen unserer Hundewelpen mit der Flasche versorgt hatte. Meine Lippen kräuselten sich leicht nach oben, als ich seinen suchenden Händen mit den meinen Einhalt gebot und der kleine Knirps mich beinahe schockiert zu mustern schien. "Da hat wohl wieder jemand Hunger, oder?" dabei war ich mir gerade nicht so sicher ob ich dabei mit dem Baby in meinem Arm sprach oder aber der Frau vor mir....komisches Gefühl.



Ich lachte. Fionn und Hunger- das passt immer. "Pass auf. Sonst nimmt er gleich deinen Finger in den Mund, da er denkt, dass der auch Milch geben kann. So hungrig kann er gar nicht sein. Er hat doch eben erst etwas gekriegt. Aber es ist normal, dass er mit seinen Händen das sucht, was er bereits kennt. Bei Ty ist er auch immer auf der Suche."



[color=rgb(0,128,128)"Tja...ich hab eben auch immer Hunger und was ein anständiger Krieger sein will muss eben anständig Essen" Mit meinen Händen hielt ich die seinen gefangen,zog die Augenbrauen nach oben als er leise zu wimmern begann. "Sh,sh who would cry of that?" flüsterte ich in der Sprache die ich in den letzten Wochen so oft mit den Schauspielern sprach.



Ich schaute den beiden gespannt zu. Sarah kam gut klar mit Fionn und es war rührend zu sehen, wie sie ihm etwas ins Ohr flüsterte. Seine kleinen Patschehände hielt sie fest und er schaute sie mit großen Augen an. "Er isst anständig, darauf kannst du dich verlassen. Ich hab schon Angst, dass ich ihm gar nicht so viel geben kann."



[color=rgb(0,128,128)Wirklich richtig hörte ich Siobhan gar nicht mehr zu, gab die Hände des Kleinen nur nach und nach frei, da seine Hände jedoch noch immer nach etwas zu suchen schienen griff er nach den Lederketten um meinen Hals. Für ein so kleines Wesen bewies er ordentliche Kraft und führte zwischen meinen Brüsten Thor´s Hammer hervor der sich dort wegen der langen Kette oft verhakte. Mit dem Anhänger in den Händen schien er sich zu beruhigen, seine Augenlieder zuckten immer mehr, die Art seine Hände um den Anhänger zu legen wurde langsamer und innerhalb von knapp 10 Minuten die wir im Schweigen verbrachten fand der Knirps in den Schlaf. Flüchtig erhaschten meine Augen die Zeiger der Wanduhr, meine Augen weiteten sich "Verdammt schon 16 Uhr?! Ich sollte wirklich langsam nach Hause!" flüsterte ich um das Baby nicht zu wecken



"So schnell kommst du jetzt hier aber nicht weg. Ich muss noch die Sachen packen für den kleinen. Halt ihn mal weiter so schön im Arm und ich hole die Tasche von oben runter und hole die Babyschale", meinte ich zu ihr. Verdammt. Ich wusste nicht, ob Cayden schon fertig war mit allem. Ich rief Mark an, dass er Cayden Bescheid geben sollte, dass wir auf den Weg sind. Ich holte die Tasche und die Babyschale und kehrte zu ihr zurück. "Komm. Ich nehme ihn dir wieder ab, damit du Auto fahren kannst. " Vorsichtig legte ich meinen kleinen Spatz in die Babyschale, wo er friedlich weiter schlief. "So, jetzt können wir los."



[color=rgb(0,128,128)Ich wartete geduldig bis Siobhan alle Sachen an sich genommen hatte ehe wir gemeinsam zum Auto stiefelten und ich mich hinter das Auto klemmte. "Dann machen wir uns mal auf den Weg, was?" sagte ich - dieses Mal mit besserer Laune als auf dem Weg hierher.



"Ja. Ich hab Mark schon Bescheid gegeben, dass er auch gleich fertig ist, wenn wir da sind", meinte ich zu ihr. Ich war schon gespannt, wie sie auf Cayden reagieren würde.



[color=rgb(0,128,128)Der Weg auf der kleinen Landstraße, die mehr einem Schotterweg glich als einer wahrhaftigen Straße - da war ich froh über den Geländewagen, brachte uns schnell an die Einfahrt des Hofes, der kleine Kiesweg der nun zu unserem Haus führte ging entlang der Weiden, ich konnte jedoch keines der Pferde dort ausmachen, die wirklich zum Hofinventar gehörten. Als wir den Filmflächen näher kamen, lag eine ungewohnte Ruhe über dem Gelände...hie und da standen zwar ein paar Leute, das jedoch eine der geplanten Szenen gedreht wurde schien nicht der Fall zu sein. Verwundert brachte ich das Auto am Parkplatz zum stehen, stieg mit Siobhan zusammen aus um zum Haupthaus hinüber zu gehen. Wie schon die gesamten Tage ging einer feiner Nieselregen zu Boden.



Als wir ankamen stieg ich aus und nahm die Babyschale vom Rücksitz. Der Kleine schlief immer noch sehr ruhig , was wohl auch erstmal so bleiben würde. Wenn er erstmal schlief, dann schlief er auch. Es regnete leicht, sodass wir uns beeilten ins Haupthaus zu gelangen. Ich war gespannt was Cayden so geplant hatte beziehungsweise wie das jetzt alles von statten gehen soll.



[color=rgb(0,128,128)Als wir dann da also zügigen Schrittes den Weg zum Haupthaus hinauf stiefelten erklang plötzlich das sachte Spiel einer Gitarre, verwundert blieb ich stehen blickte mich nach dem Ursprung der Musik um. Bald darauf sah ich ihn - Theodor wie er mit der Gitarre in der Hand im leichten Regen stand, neben ihm Gregory der mit einem Regenschirm ihm Schutz bot. Die Melodie des Liedes war mir nur zu sehr bekannt, doch der Text war ein wenig abgeändert. Statt wie im Original "black is the colour" sang Theodor nun "red". Meine Augenbrauen zogen sich fragend zusammen...es war das Lied das gespielt hatte als Cayden mich zum ersten Mal gefragt hatte ob wir eigentlich wahrhaftig ein Paar waren. Ich drehte mich zu Siobhan um, die nur wissend lächelte und in eine Richtung deutete. Dort - im Licht der Sonne kaum zu sehen nährte sich mir ein Reiter.



Ich hatte mir einen Schirm organisiert Mark war so nett und hatte sich zu uns gestellt. Als Sarah mich nur ansah, deutete ich auf den Weg vor ihr. Cayden kam langsam angeritten. Ich hoffte so sehr für ihn, dass sie Ja sagen würde. Es würde ansonsten in einem weiterem Streit ausarten. Fionn hatte ich vor mir abgestellt. Unter dem Schirm wurde er nicht nass und die Musik schien ihn auch nicht zu stören.



[color=rgb(0,128,128)Gwynbleidd schritt weit aus, die Brustplatte schien ihn ein wenig zu behindern, doch starrte ich nur auf den Mann der auf seinem Rücken saß. Ein grau, schwarz gemusterter Kilt mit einem Plaid über die Schulter geworfen, ein Breitschwert an der Hüfte und den Haaren zu einer aufwändigen Frisur verflochten sah er aus wie geradewegs aus dem 17. Jahrhundert hierher versetzt. Cayden trug die traditionelle Tracht der Hochlandschotten. Seine Gesichtszüge gaben nicht mehr über seine Gefühle preis wie die Steine zu meinen Füßen. Doch sah ich wie seine Lippen, dem Lied von Theodor folten, wenn auch lautlos. Nach und nach kam er näher, ich spürte gar nicht richtig wie ich langsam in seine Richtung lief, meine Knie weich zu werden schienen. Mein Geist verstand nicht was vor sich ging. Mit einem leichten Ruck am Zügel hieß er den Hengst stehen. Damit alle um uns herum seine folgenden Worte verstanden sprach er in seiner zweiten Muttersprache neben dem Gälischen in seinem harten schottischen Akzent. " So long as my body lives, and yours - we are one flesh, and when my body shall cease, my soul will still be yours, Sarah - I swear by my hope of heaven and gods. I will not be parted from you. So I hope it´s in your inner heart. Will you Sarah Raven Kyren marry me?" Ob es der stetige Regen war der meine Wangen hinab ran, oder doch das Salz meiner Tränen als ich zu ihm hinauf starte wusste ich nicht genau, doch vermochte ich auch nicht den Kiefer zu bewegen, meine Zunge schien an meinem Gaumen zu kleben und mein Atem und Herz begannen einen Reigen zu tanzen. Meine Hände kneteten einander, kratzten an den Nietnägeln und wussten nicht wohin sie sollten. Da streckte er die Hand in meine Richtung aus, seine Augen begannen wie so oft Katzengleich zu schimmern. Ergriff ich diese Hand, würde ich eine McAlistair, ich würde einem Clan angehören, eine Schottin werden bis auf das Blut und vorallem wäre Cayden der Mann an meiner Seite...



Cayden hatte seine Idee wirklich fabelhaft umgesetzt. Hätte ich nicht schon einen wundervollen Mann an meiner Seite, der mit einen romantischen Antrag gemacht hätte, hätte ich ihn zu Cayden geschickt, damit er mir auch einen so schönen Antrag macht. Sarah schien sprachlos zu sein. Ich war mir eigentlich sicher, dass sie Ja sagen würde. Sie hatte mit Cayden einiges durchgestanden. Jemanden der einen so bedingungslos liebt findet man selten.



[color=rgb(0,128,128)Da ich noch immer nicht imstande war irgendetwas zu sagen, ergriff ich einfach seine Hand, lächelte und nickte. Der Applaus der plötzlich von allen Seiten zu erklingen begann schwall immer lauter an, Gwyn zuckte im ersten Moment zusammen. Ich sah mich um, überall aus ihren Ecken tauchten die Menschen des Filmsets auf, begannen gemeinsam das Lied anzustimmen das Theodor zu Anfang gespielt hatte. Cayden zog mich hinter sich auf den Rücken des Hengstes, drehte sich leicht, sodass wir uns im Jubel der Menge zu Küssen begannen. Die Unebenheiten der vergangenen Wochen schienen von uns gewischt zu sein...ich würde diesen Mann heiraten!



Ich hatte es doch gewusst! Ich klatschte ebenfalls Beifall und sang mit. Ich freute mich so für Sarah. Jetzt wird sie ihr eigenes Brautkleid finden müssen. Dann können wir gleich zu zweit losziehen. Es war schön, dass die beiden nach dieser holprigen Zeit nun ein Happy End hatten. Sie gehörten einfach zusammen.



[color=rgb(0,128,128)Cayden löste sich bald darauf von mir, zeigte sein breites Lächeln, murmelte irgendetwas unverständliches auf Gaelic was ich nicht verstand und strich mir über die Regennassen Haare. Gemeinsam stiegen wir aus dem Sattel, langsam da sich meine Beine anfühlten wie Butter. Siobhan kam auf mich zu, während Ty Cayden begann auf die Schulter zu klopfen. Die anderen Leute begannen sich nach und nach aufzuteilen nur der innere Kreis meiner Freunde blieb mir erhalten. Siobhan, Ty, sowie auch Kathi,Julie, Aiden und Hansi. "Ihr wusstet alle davon, nicht wahr?" fragte ich beinahe etwas beleidigt in die Runde.



"Na klar wussten wir Bescheid. Ich musste dich extra lange bei mir festhalten. Hat auch ganz gut geklappt, wie ich finde", meinte ich zu Sarah. Ich nahm sie in den Arm um ihr zur Verlobung zu gratulieren. "Ich hab mich nach dem Mittag vom Hof geschlichen und Cayden geholfen alles her zu richten. Es war eien ganz schöne Arbeit alles so schnell fertig zu machen. Aber wie man sieht hat es sich gelohnt", meinte mein Verlobter. Ich stellte mich zu Ty, der einen Arm um mich legte und mich an sich zog. Wir hielten einander im Arm. Fionn verschlief natürlich alles.



[color=rgb(0,128,128)Nachdem wir uns bei einem Tee im Haus etwas aufgewärmt hatten, ein wenig zusammen gequatscht hatten und die Tage des Drehs reflektiert, sowie den Einsatzplan der Pferde die auf Classical Harmony untergebracht waren übergeben hatten gab Fionn zum ersten Mal wieder einen Ton von sich. "Na dann werden wir auch langsam heim,oder?" fragte Mark an Ty und Siobhan gewandt.



Ich nickte nur. "Lassen wir den beiden frisch Verlobten noch etwas Zeit für sich. Morgen werden die Pferde nicht gnädiger mit euch sein, wenn sie ihr Futter nicht pünktlich kriegen", meinte ich und lachte. Ty hatte Fionn auf den Arm genommen und schaukelte ihn hin und her. Wir drei verabschiedeten uns von allen und gingen dann zum Auto. Die beiden Pferde waren schnell eingeladen und mit den beiden AUtos fuhren wir heim. Zuhause angekommen luden Mark und Ty die Pferde aus. Den Einsatzplan hatte ich mitgenommen. Während Ty sich um die Pferde kümmerte und Mark rüber zu Marie fuhr, stillte ich Fionn und wickelte ihn dann. Er ließ sich dann auch schnell davon überzeugen, dass schlafen wieder angesagt war. Zusammen mit Ty aß ich zu Abend und ging dann ins Bett. Ty kam heute mit nach oben, da ich ihn bei mir haben wollte. Ich vermisste es neben ihn aufzustehen. Ich konnte aber verstehen, dass er ausgeschlafen sein musste.
  • Gwen
  • Svartur
  • medy
  • vampyrin
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