1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Wer achtet auf mich jetzt...

Geschrieben von Stups im Blog 'Unmöglich' sagte die Tatsache.... Ansichten: 735

...dass ich mich nicht verlauf? Und wenn ich jetzt falle, wer fängt mich dann auf?

„Bleib hier!“ sage ich und meine damit, dass du deinen Kopf bei mir behalten sollst. Dass du deine Beine alle auf den Boden stellen und nicht umfallen sollst. Erst kurz danach wird mir bewusst, was ich eigentlich meine. Verlass mich nicht. Lass mich nicht allein.
Ich schaue in deine müden Augen, die dir immer wieder zufallen. Zu viele Stunden schon kämpfst du gegen die Schmerzen an. Du lässt alles über dich ergehen. Ich darf deinen Kopf halten, ohne, dass du dich wehrst.
Das letzte Bild, das ich von dir habe ist, wie du unruhig durch die Box gehst, mit dem Schweif schlägst und schließlich völlig erschöpft stehen bleibst.
Es sollte das letzte Mal sein, dass ich dich hier sah, in deinem Zuhause, neben deinem kleinen Freund.
Eine schlaflose Nacht später bekomme ich die Nachricht.
Die Welt um mich zerspringt klirrend in tausend Teile. Alles gerät aus den Fugen und nichts macht mehr Sinn. Ich sehe, wie unsere gemeinsamen 4 Jahre den Bach hinuntergehen.
Es ist eine Woche her. Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, die ich schon ohne dich verbringen muss. Ich glaube nicht, dass ich es schon realisiert habe. Nein, ich verdränge diesen Gedanken einfach.
Es fühlt sich falsch an, mit deinem kleinen Freund fröhlich über den Platz zu galoppieren. Wenngleich auch immer etwas Trauer hochkommt, wenn ich ihn so einsam sehe und ich das Gefühl habe, für etwas zu kämpfen, was keinen Sinn hat.
Es fühlt sich falsch an, mit Leuten über dich und deinen Freund zu reden, ohne dabei die Tränen zurückhalten zu müssen, weil erst gar keine aufkommen. Was mit dir passiert ist, als du abgeholt wurdest. Ob ich nun „Ersatz“ bekomme. Was mit dem Kleinen ist.
Ich hoffe, du weißt, dass du in den 4 Jahren ein treuer Begleiter für mich warst. In allen Lebenslagen. Du warst da, als ich Stress mit Jungs hatte, als meine Tante gestorben ist, als ich fast durchgedreht wäre wegen meines Führerscheines. Du hast mich immer auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Du warst mein Anker. Mein Fels in der Brandung. Mein bester Freund.
Ich vermisse dich. Aber ich werde nicht den gleichen Fehler machen, wie ich ihn schon oft begangen habe.
Ich lasse dich los. Damit du deine neu gewonnene Freiheit genießen kannst.
So jemanden wie dich werde ich nie wieder finden. Aber das möchte ich auch gar nicht.
Ich verspreche dir, dass wir uns wiedersehen werden.
Warte auf mich.
[​IMG]
  • Sunnyyy
  • Svartur
  • caje
  • Occulta
  • Stups
  • Zion
  • Eddi
  • deivi
Du musst eingeloggt sein um ein Kommentar zu schreiben.