Was bisher geschah oder auch wie ich die (manchmal Hass-)Liebe meines Lebens fand

Geschrieben von Findu im Blog Zeitpudding´s Krabbelkummer. Ansichten: 217

Hey meine Lieben,



meinen letzten Blogeintrag habe ich im Herbst 2014 getätigt und euch darüber informiert, dass ich seit 11. Juli 2014 Pferdebesitzerin bin. Nun nach knapp 3 Jahren habe ich auf Wunsch von Ravenna mal eine Zusammenfassung der letzten 3 Jahre und eventuell eine Auflistung unserer Ziele für die Zukunft erstellt.



Also angefangen hat alles als ich Ende Juni 2014 in Facebook mal wieder einige Pferdeverkaufsgruppen durchsucht habe. Eigentlich wollte ich kein Pferd, aber dann sah ich die Anzeige meines Herzensbubs. Ein völlig verwahrloster und durch und durch vom Sommerekzem offener verfetteter Haflingerwallach der bei Nichtkauf zum Schlachter gehen sollte. Traumhaft ? Nein für mich sicher nicht! Jedoch ging mir die Anzeige einfach nicht aus dem Kopf und so schrieb ich die Anzeigenerstellerin einfach mal an und bat um Infos. Nichts da mit meinem Traum vom Knabstrupper aber egal. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schließlich eine Reitbeteiligung auf einer lieben Haflingerstute. Wieso also nicht.



Nachdem mir die junge Frau die die Anzeige erstellt hatte Bilder von Jimmy (der jetzt Janosch-Jamiro heißt) geschickt hat, zeigt ich diese meiner Reitbeteiligungsbesitzerin und bat um Einschätzung. Diese sagte sofern eine tierärztliche Untersuchung bescheinigen würde, dass der Wallach nichts an den Beinen hätte könnte man den auch durchaus nehmen. Also fuhr ich am 11 Juli 2014 mit klopfendem Herz, geliehenem Zugfahrzeug und gemietetem Hänger die 150 km in Richtung Norden und sah ihn mir an. Ich gebe ehrlich zu der Janosch von früher und der heutige Janosch sind ungefähr 1000000000 Welten auseinander und so schluckte ich schon kurz als ich den völlig überfetteten überall offenen Hafi sah der sich keine 3 Meter führen lies und auch nicht in den Hänger ging. Ich verhandelte eisern und nach 10 Minuten fuhr ich die Anzahlung holen. Als das Pony bezahlt war und nach 45 Minuten endlich im Hänger stand konnte ich mein Glück nicht fassen.



Wir kamen gegen späten Nachmittag heim und brachten Pony direkt zu den anderen auf die Koppel. Pony war schließlich seit Monaten alleine gehalten worden und freute sich mega über die Gesellschaft.

Nach einigen Tagen jedoch freute sich Pony so sehr über seine neue Herde, dass wir kein einziges Pferd mehr von der Koppel holen durften, ohne Einwilligung meines Buben. Also übten wir die nächsten Wochen und Monate das von der Koppel holen und spazieren gehen mit immer wechselnden Pferden. Nach circa 6 Monaten konnten wir sämtliche Wege spazieren gehen oder ohne Sattel im Schritt entlang reiten. Ab November 2014 fingen einige Reiter aus meinem damaligen Stall dann an das Pony wieder anzureiten. Dies funktionierte so im Nachhinein mehr schlecht als Recht aber bei einem Haflinger der sogar Hoftore durchrannte ist man um jede Hilfe froh!

Pony speckte also ab und baute Muskeln auf und wurde auch vom Kopf her immer klarer. Nur eins hat sich von damals bis heute nicht verändert. Sein Humor also den Kindskopf den er besitzt und seine Art mir zu zeigen, dass er das Gefühl hat von mir vernachlässigt zu werden.



Juli 2015 wechselten wir dann den Stall da ich meinen Arbeitsplatz wechselte und einfach keine Zeit mehr hatte mit einer weiteren Person 7 Pferde zu versorgen und mich noch ausreichend mit Pony zu beschäftigen.



Zudem lernten wir am neuen Stall, dass man Pony sehr wohl im Gelände galoppieren kann und ich ließ ich von einem Bekannten einspringen und wir wuchsen reiterlich zusammen. Doch leider bot uns der Stall damals den kompletten Winter über keine Möglichkeit das Pferd ordnungsgemäß zu bewegen weshalb wir im Februar 2016 wieder umziehen mussten. Dort hatten wir 2 Hallen, eine Longierhalle und einen Sandplatz und ein tolles Ausreitgelände. Es waren alle Möglichkeiten für Pony und mich gegeben. Wir nahmen Reitunterricht und ab und zu lies ich eine damals gute Freundin auf ihm reiten und ihn weiter fördern. Pony lernte also Seitengänge und dergleichen. Wir waren im Mai 2016 das erste Mal auf einer Pferdesegnung und Pony schlug sich wacker trotz Ekzem und keiner Decke. Nur das wieder Heimfahren wollte nicht so recht klappen, denn Pony weigerte sich permanent in den Hänger zu steigen (trotz Begleitpferd etc.).



Es kam wie es kommen musste.. im August 2016 habe ich mich mit Pony und meinem Gepäck auf nach Leipzig gemacht und hatte eine wundervolle Woche mit deivi, joe, tropical und juli und Co. Verbracht. Mit dabei war dieses Mal auch meine kleine Cousine.

Dezember 2016 fuhren wir für das Weihnachtsturnier erneut die 500 km nach Leipzig und waren recht erfolgreich. Deivi belegte mit Jansoch den 4. Platz in der E-Dressur und ich konnte den 2. Platz in der Gelassenheitsprüfung erreichen und so haben wir neben der silbernen Schleife auch noch einen Minipokal bekommen der seit dem auf dem Nachtisch steht. Janosch ist noch 2 weitere Male gestartet mit einer Freundin, jedoch war diese so aufgeregt, dass sie sich verritt und deshalb immer den letzten Platz belegte. Aber es war definitiv nicht Ponys Schuld. J



Nun haben wir zum 1.4 wieder den Stall gewechselt, da eine sehr gute Freundin sich selbstständig gemacht hat und einen eigenen Stall eröffnet hat und das als gelernte Bereiterin mit 23 Jahren <3. Wir fühlen uns dort wohl, das Gelände ist super und der Allwetterplatz war bisher bis auf 2 Tage immer nutzbar. Nun nehmen wir regelmäßig Unterricht und springen. Pony wurde ein absolutes Verlasspferd auch bei Kindern. Die Tochter einer Bekannten putzt ihn mit ihren 7 Jahren komplett alleine! Meine Cosuinen ( 13 und 10 ) sind dieses Jahr ohne Sattel auf der Pferdesegnung mitgeritten.



Wenn ich daran denke, dass im Kaufvertrag drin steht, dass die Straßensicherheit nicht gewährleistet werden kann, Pony im Trab und Galopp nur buckelt und sehr stur ist würde ich behaupten ich kann mittlerweile alleine oder in der Gruppe ins Gelände, auf Umzügen mitreiten, Kinder darauf reiten lassen (auch frei !) und in fremden Umgebungen mit Freundinnen ausreiten gehen und vieles mehr.



Für die Zukunft sind schon einige Ziele gesetzt wenn auch ohne Druck und große Erwartungen. Ich möchte nächstes Jahr einige E-Springen mit Janosch starten und wir wollen mal sehen ob wir dieses oder nächstes Jahr nicht nochmals wie August 2016 (danke nochmals deivi <3) einen See besuchen und baden können. Zudem würde ich sehr gerne einmal Natursprünge nehmen.



Alles in allem hat Pony eine sehr gute Entwicklung hinter sich und bis auf wenige Rückschläge bin ich mir sicher wird uns unser Weg noch viele tolle Erinnerungen und Herausforderungen bescheren:)

Pony wurde für mich unentbehrlich und auch wenn ich ab und zu gerne die Flinte ins Korn werfen und an einigen Zeiten enrsthaft über einen Verkauf nachgedacht habe, liebe ich meinen kleinen Sturkopf über alles !



Eure Findu <3

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