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Training ist (fast) alles!

Geschrieben von Ravenna im Blog Caed Crevan. Ansichten: 280

In den letzten Wochen hatte ich mich ausgiebig mit Scylla beschäftig – sie war in der Dressur außerordentlich begabt, eine solide Grundausbildung hatte sie bereits genossen und nun nutzte ich die Weihnachtszeit um in der Halle mit ihr zu üben. Wir hatten erst eine kleine Ewigkeit benötigt um einander kennenzulernen, ihr schwungvoller Trab war um so vieles anders gewesen als der von Moon oder Varulv. Mit einiger Mühe war es mir gelungen ihr eine konstante Anlehnung nahe zu bringen – oft hatte ich sie longiert um ihr auch an der Longe mit der Hilfe von Ausbindern nahe zu bringen, das dieses etwas Gutes war. Auch Cayden hatte sich in ihren Sattel geschwungen, während ich mich ebenfalls mit Varulv beschäftigt hatte – der Hengst war neu auf meinem Hof und konnte etwas Training auch nicht von der Hand, oder eher dem Huf weisen. Scylla lernte enorm schnell dazu, den einfachen Galoppwechsel bekam sie sogar am schnellsten auf die Reihe, die Schwierigkeiten stellten sich erst ein als es darum ging die verschiedenen Tempowechsel einzubauen. Scylla rannte im Trab oftmals unter dem Sattel fort, dann musste ich mich etwas schwer machen ihr ein wenig an Tempo nehmen, sonst wirkte das Reiten von ihr bald zu hektisch. Unabdingbar klemmte ich mich also dahinter ihr dieses hektische als ein wenig „auszutreiben“ - auch an der Longe. Zusammen mit Cayden longierte ich sie öfter , nahm ihr mit der Stimme stetig Tempo aus der jeweiligen Gangart und alsbald rannte sie weniger unter dem Sattel. An einem Abend unternahm ich einen kleinen Spazierritt zusammen mit Gwen auf Altair und Scylla. Ab und an gingen wir auch gemeinsam auf den Platz, trainierten beide Pferde und quatschten allgemein ein wenig. In letzter Zeit hatte sie sich oft um Minou gekümmert, zudem hatte in meinem Kopf der Plan Gestalt angenommen ihr die junge Stute zu schenken. Die Ritte durch den Schnee taten Scylla mehr als gut, es klärte ihren Kopf machte sie frei für neues. Auf dem Platz arbeitete sie freudiger mit, ließ sich regulieren fort an brachten uns die einzelnen Tempowechsel keine Schwierigkeiten mehr – im Mitteltrab durchquerten wir die Diagonale wechselten in eine 10 Meter Volte um schließlich aus ihr an zu galoppieren. Doch immer wieder sah ich gern wie wir im gestreckten Galopp um die Bahn preschten – am Ende der Arbeit schien dies eine Art der Lösung für sie zu sein…vielleicht so etwas wie eine Belohnung ihrer Arbeit. Mein Herz sprang dabei immer höher, würde sie diese Lebensfreude auch an ihre Fohlen weitergeben können? Für heute stieg ich von ihrem Rücken, sattelte sie mit steifen Fingern an und wärmte mir die Finger noch ein wenig unter ihrer warmen Mähne. Ich zog ihren Duft in mich auf – ehe ich sie zu den anderen auf die Koppel brachte – gemeinsam freuten sie sich über die Rückkehrerin, tollten einander umher, jagten, stoppten und preschten dann wieder los als wären sie des Lebens nimmer satt. Auch den Hengsten stattete ich einen Besuch ab, liebkoste Varulvs Maul, küsste Wish und Moon auf die Nüstern und lockte den noch immer etwas scheuen Storm zu mir. Ich war noch immer am handern mit mir ob ich ihm je einen Sattel auf den Rücken legen wollte, doch gleichermaßen fand ich den Gedanken von ihm durch die Wälder zu reiten mehr als wunderschön. Ich zuckte mit den Schultern, ging hinein ins Haus und stellte fest das es plötzlich so leer hier war. Laura hatte gestern Abend den Flug zurück nach Finnland genommen, also hatte ich hier nicht länger Gesellschaft. Seufzend und mit klammen Fingern setzte ich mich an die Heizung hielt die Finger dagegen – sobald die wieder warm waren würde ich mir einen Tee machen! Da plötzlich klopfte es an der Tür, verdutzt öffnete ich die Tür – sah vor mir Cayden der mir eine Tasse in die Hand gab. Der Duft von Met drang in meine Nase – meine Hände wurden beinahe Augenblicklich etwas wärmer. Oh! Cayden wusste was ich gern Trank! „Dankeschön“ Ich holte ihn herein, gab ihm einen Kuss auf die Wange – für mehr würde später Zeit sein, sonst würde ich ihm die Tasse mit dem Kostbaren Met nur über das T-Shirt schütten. Gemeinsam setzten wir uns auf die Couch, schoben die DVD von „Game of Thrones“ ein und in seinen Armen wich alsbald die Kälte von draußen. So hätte ich Ewig verbringen können…
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