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[Story] Was zu viel ist, ist zu viel!

Geschrieben von Mohikanerin im Blog Joelle &' Real. Ansichten: 233

Was zu viel ist, ist zu viel!



Die Tür öffnet sich und ich führe Svět aus dem Hänger. Mit einem Schnauben wird Georgio begrüßt, der nicht ganz so begeistert ist wie ich. „Du sagtest, dass es eine KLEINE hübsche Stute ist.“, wiederholt er meine Worte. „Ich hab sie mir ja auch kleiner Vorgestellt. Außerdem hatte ich dich gerufen, dass du dir die Anzeige anguckst.“, versuche ich mich raus zureden. Doch er winkt nur ab und begrüßt die Kladruber Stute. „Nun gut, hübsch ist sie schon. Doch was willst du mit ihr? Langsam haben wir genug Pferde!“, meint Georgio mit ernstem Ton. „Das besprechen wir nach her.“, sage ich und führe sie weg. Im Stall, der jetzt auch fertig ist, lege ich die Decke ab und mache eine Weidedecke drum. Ohne sich wirklich zu Bewegen steht sie damit im Gang herum. Vorerst stelle ich sie einem Paddock. Morgen kommt ein Tierarzt um sie einmal durch zu Impfen und Wurmkur.

„Also?“, fragt Georgio und erwartet eine Antwortet. Meinen Atem kann bei der Kälte schon, auch wenn noch kein Schnee liegt. „Am besten wir gehen erst mal rein. Da ist nicht so kalt.“, sage ich und versuche vom Thema abzulenken. Doch noch immer ist mein Freund sichtlich genervt. Im Privatraum der Reithalle heizt er noch mal den Ofen nach und ich setzte für uns Tee auf. „Ich wollte mit einer Kladruberzucht anfangen.“, erkläre ich nun mit vollem Selbstbewusstsein. „Dein Ernst? Unserer Ziel war die anderen in Tschechien populär zu machen und nicht noch mehr Tiere zu kaufen.“, sagt Georgio. „Ja ich weiß, doch wir können die Großen auch mit im Zirkus einsetzten.“, schlage ich vor. Kurz ist er still und nickt dann. Da hatte ich noch mal Glück gehabt. Wobei er eigentlich weiß, dass ich den Hof groß mache. Dann denke ich auch nicht weiter drüber nach und gehe wieder.

Jetzt im Dezember hat es bereits einmal geschneit, aber ich Glücklicherweise nicht liegen geblieben. Svět scheint auch sich dran gewöhnt zu haben mit Decke draußen zu stehen. In der gleiche Zeit holt Erik bereits die ersten Pferde hoch und läuft immer hin und her. Kurz zeige ich ihm die neue Stute und erzähle ihm, dass sie erst mal so bleiben soll. Kein Futter oder ähnliches. Das mache ich. Er freut sich immer, wenn neue Pferde da sind. Wir unterhalten uns noch kurz bevor ich in das Büro ins Haus gehe.

Auch im Haus muss wieder geheizt werden, also stopfe ich neues Holz in den Ofen, der besser als jede Zentralheizung ist. Im Gästehaus ist aber eine Heizung mit Fernwärme. Die Rohre mit dem heiß Wasser verlaufen unter den Wegen, dass wir kein Schneeschüben müssen, gleiches System wie in Island. Beim Einschalten des Computer bemerke ich, dass Georgio Briefe verstecken wollte, aber es wohl nicht geschafft hat. Aus der Seite des Mülleimers ziehe ich einige Rechnungen mit hohe, wirklich sehr hohen Beträgen. Mit dem Finger gehe ich die Liste herunter und merke, dass die Preise viel höher sind als geplant. Schnell besuche ich meine Bankseite und sehe, dass das Gestüt für diesen Monat nicht mehr als 140o0 czk (rund 500€) noch ausgeben kann. Das heißt wir müssen mehr Einnahmen machen oder ich muss sparen. Eigentlich müssten wir neue Weidedecken holen, doch die sind wohl erst im Februar dran. Doch für Heu und Silage muss das alles noch reichen. Zur Not habe ich noch was im Kleiderschrank versteckt für 'schlechte' Zeiten. Das hat mein Papa auch schon immer gemacht und mir erzählt im Geheimen. Plötzlich steht Georgio in der Tür. Ich schrecke mich. „Ach … Hast du die Rechnungen gefunden?“, fragt er rhetorisch mit einem Seuftzer. Ich nicke nur und mache ein bedrücktest Gesicht, dann umarme ich ihn. Jetzt verstehe ich auch den Aufstand vorhin. Das Gestüt muss nun sparen, da die Nebenkosten immer Anfang des Monats abgezogen werden, haben wir das schon weg. „Wir schaffen das!“, füge ich noch hinzu und gebe ihm ein Kuss. „Jetzt hört auf rumzumachen, macht lieber mal was zu futtern. Es ist schon 17 Uhr und so wirklich hat Niemand was von uns schon gegessen.“, sagt Erik der am Büro vorbei läuft. Es geht hier entlang wenn man zu seine Zimmer möchte. Eigentlich mag ich die Galerie sehr, aber manchmal ist es schon nervig, dass man immer alles sieht. Auch Valkýra kommt auch zusammen mit Riley reingetappelt. „Na dann sind wir ja vollständig.“, sage ich und gehe raus. Alle folgen mir. Zusammen machen wir in der Küche essen und gehen dann runter ins Wohnzimmer. Langsam ist es warm, dass ich meinen Rollkragenpulli ausziehen kann. Wieder mal geht ein aufregener Tag zu Ende.

4439 Zeichen | © Mohikanerin | 2014



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Der Hof ist nun fertig renoviert und auf unserer Homepage (Zucht und Shop) befindet sich eine Umfrage, bei der ihr gern mit machen könnt. Wäre sogar sehr wichtig! ^-^

"http://v-ghosts.weebly.com/.Link. - "http://greentowncz.weebly.com/.Link.

Wenn ihr Fragen habt hier einfach drunter :3 Danke für's Lesen und noch einen schönen Tag!



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