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[Story] Umzug nach Tschechien

Geschrieben von Mohikanerin im Blog Joelle &' Real. Ansichten: 170

… oder der Moment, in dem man merkt wie sehr Leute verletzten können.





Es fing alles ganz harmlos an. Der Besitzer des Geländes hat mich, Vina, vor einigen Monaten mal drauf angesprochen, dass es ihm sehr leid tut mit dem Unfall aber ich doch besser drauf aufpassen soll das nichts weiter passiert. Anfangs dachte ich ich mir nichts bei. Doch dann kamen immer mehr solcher Sachen mir gegen Über. Ich solle doch die Hunde an die Leine nehmen, oder regelmäßiger die Weiden abäppeln. Ich denke, zwei mal am Tag müsste doch reichen. Diese Woche fand Alessia einen Brief im Briefkasten, der uns darüber Informierte, dass wir in zwei Monaten vom Gelände runter müssen. Uff. Das sitzt fest. Von da an suchten wir nach einem neuen Hof. Als erstes in England doch dann auch Welt weit. Meine Pferde kennen das reisen, aber wir suchen jetzt was festes. Doch um noch mal zur Situation am Hof zurück zu kehren. Niemand sprach mehr mit uns. Wirklich niemand. Nur der Eisverkäufer hatte Georgio geflüstert, dass sie Geld vom Chef bekommen, dass sie uns ignorieren. Das war hart. Ich hatte zu allen ein super Verhältnis und jetzt so ein Tritt in den Ar*sch. Tage lang habe ich überleget was nun ist und lag nur im Bett bis dann Alessia rein kam. Sie erzählte mir, dass sie einen peferkten Hof gefunden hat. Er ist ausbaufähig und sofort beziehbar. Doch er liegt in Tschechien. Am Abendtisch unterhielten wir uns darüber. Ich fand raus, dass Georgio sogar von dort stammt, witzig. Er versteht die Sprache und meint, dass in dem Ort viele eingewanderte Deutsche waren, als er dort dem öfteren war. Schon am nächsten Morgen klärte es er mit dem Verkäufer. Wir besitzen nun ein eigenen Hof, wieder mal.



- Erste Tage des Umzugs -



„Jetzt steh doch endlich auf!“, fauchte mich Alessia an. „Ist doch gut“, zocke ich sie nur zurück. Dann verlässt sie auch schon den Raum mit einem lächeln im Gesicht. Nach wenigen Minuten bin ich schon bereit. Georgio ist schon dabei in den Transporter die Sättel zu laden. Die Möbelpacker sind auch schon mit einräumen beschäftigt. Alessia und ich holen Pferd für Pferd und bringen sie in den Hänger. Ein Fahrer fährt die Tiere dann zum Hafen. Glücklicherweise ist der nur 8 Minuten Fahrtweg entfernt. Dort steht dann auch schon jemand, der die Pferde nach Nummern sortiert und ich die Boxen aufs Schiff bringt. Anschließend geht es dann zum Bremerhaven. Für uns stehen dort mehrere Transporter bereit. Wir laden die Pferde ein und fahren dann zum Hof. Das wird eine Reise.



- am Bremerhaven -



Wer hätte gedacht, dass das Schiff so lange braucht. Ich seufze. Völlig genervt unterhält sich Alessia mit den Fahren. Ich beginne bereits die ersten Pferde in Transporter zu stellen. Als auch Georgio das Auto abgestellt hat auf Land hilft er mit. Meine Freundin streitet immer noch mit den Fahren. Nach einer Stunde hilft sie dann auch noch die restlichen Ponys in den Wagen zu stellen- „Es kann dann los gehen.“, rufe ich den Fahren zu. Ich steige mit ins Auto und die Reise geht los. Es geht in Schierholz auf 27 und dann kommt auch schon nach einigen Kilometern eine Baustelle. Zwei Transporter fallen weiter nach Hinten. Shit. Später haben wir uns wieder getroffen auf einem großenen Autorastplatz. Dort ist unsere erste Pause. Wir waren bereits 2 Stunden unterwegs. Allen Pferden geht es soweit gut. Georgio und zwei Fahrer holen etwas zu essen. Zur gleichen Zeit stehen wir noch an den LKW und passen auf.

Die Fahrt geht wieder los. Im Auto wird gegessen. Ich habe keine Ahnung wo wir sind, aber immer noch auf der Autobahn und es wird wieder hell. Sachließlich ist es auch schon 5 Uhr. Innerlich frisst es mich immer noch auf was in England passiert ist. Ich war mir sooo sicher mit den Leuten dort.



- am Ziel, Chuchle -



„Seit ihr alle Heil angekommen?“, ruft Alessia in die Runde. „Klar“, sage ich und gähne. Sie nickt nur ungläubig. Völlig überwälltigt gucke ich den Hof an „Wow!“, kann ich nur sagen. Die Gebäude haben noch Plastikfenster, doch die werden in ein paar Wochen durch Panzerglass ersetzt. Nur der Stall sieht etwas runter gekommen aus. Einige Fenster sind Kaputt und auch die Fassade brökelt. In einer Woche beginnen aber die Bauarbeiten und die Pferde stehen in der Zeit auf der Weide. Die Zäune sind alle schon neu und fertig. Auch die Boxen innen sind voll in Ordnung. Ich hole deshalb erst mal meinen Hengts, Nico raus. Dann darf er in den Stall. Die Fahrt war extrem für ihn, er ist total verschwitzt und kann nur langsam vorwährts gehen. Doch ich Teile schon die Boxen für die Pferde rein. Die Hengste kommen auf die linke Seite, auf der auch die Paddocks sind. Solange sie nicht auf die Weide können, müssen sie Auslauf kriegen. Als nächstes hole ich Ghost und Marsi raus, Georgio hilft mir jetzt auch schon mit. Die beiden Hengsten werden ebenfalls in ihre Boxen sortiert und sofort schreiben wir die Namen auf die Boxenschilder davor. Der Vorbesitzer hat sie uns da gelassen. Sehr Freundlich. Er gibt den beiden Pferden noch Heu und öffnet die Tür zum Paddock, nur wie. Da fällt ihm ein, dass in der Sattelkammer die Technik ist, den die ist vollkommen modern und neu. Dann öffnen sich die Türen. An den Zäunen beschnubbert sich die Drei. „Jungs, ihr standet 7 Stunden nebeneinader in einem engen Transporter. Jetzt habt euch nicht so!“, sagt Georgio mit einem Lächeln im Gesicht. Auch Alessia kommt dann mit zwei Shetty Hengsten. „Am besten stellst du sie mach hinten in den Stall.“, empfehle ich ihr. Sie nickt und rennt mit den kleinen los. Erutan und Window sind einfach extrem cool, wie auch die ganzen anderen Shettys. Sie spielen auf der Weide die ganze Zeit und im Stall sind sie ruhig. Auch spazieren gehen oder Schwimmen macht super Spaß. Ich und Georgio haben der Weil schon die nächsten Hengste Am Strick. Loki führe ich neben Marsi und daneben stellt Georgio den Uwe oder auch Kembingur. Während ich schon die nächsten holen gehe, gibt der junge Mann den Pferden Heu, auch den Shettys, und guckt ob sie irgendwelche Blessuren haben. Nichts, alles ist gut mit ihnen. Dass erste was sich alle Angucken sind die Paddocks. Loki stört der Zaun, wie immer. Alessia kommt in der Zeit schon mit Down und Pancake rein. Sie stellt die beiden Shettyhengste nach hinten in die Boxen. Auch sie hat schon die Pferdenamen auf die Schilder geschreiben und einige Daten. „Noch soviele Pferde müssen wir reinstellen“, nörgel ich rum, weil ich nur noch schlafen gehen will. „Jetzt hab dich nicht so, bei euch im Kofferraum sind noch Energy Drinks!“, ermand mich Alessia. Georgio lacht nur. Die Fahrer sind aber immer noch die schärfsten! Schlafen ganz in Ruhe im LKW. Nach zwei Stunden haben wir auch schon einige Stuten reingestellt. Scrappy, Milano, Nennir und Skrý stehen auf der Hengstseite. Ich hole mit der Schubkarre neues Heu, dass der Vorbesitzer uns schon für den Winter gemacht hat. Doch die Scheune ist auch nicht mehr die neuste. Ich packe ihnen das Fressen mit in die Box und Alessia testet die Selbsttränken.



- Zeit: 17 Uhr -



Wir alle sind seit über 24 Stunden auf den Beinen, nur Alessia ist noch Fit. In der Vergangen Zeit haben wir den einen Transporter in die Halle gestellt, unsere beiden Autos und die beiden Hänger. Zusammen mit Georgio mache ich Essen in der übergangsküche. Morgen oder so gehen wir komplett neue Küche kaufen und die Kartons nach und nach Auspacken.



- beim Essen -



„Wir haben es geschafft. Wir sind am Ziel, Tschechien.“, sage ich mit müden Ton. „Ich hätte nie gedacht, dass wir wirklich einen Hof finden und das so durchziehen“, antwortet Alessia ganz überwältigt immer noch. Georgio kaut noch auf und sagt: „Wir werden hier aber noch viele Stunden Arbeit und eine Tonne voll Geld reinstecken müssen. Alleine werden wir das nicht schaffen können. Ich bin für ein Turnier, in einer Art Eröffnungsfeier und Spendengala.“ - „Das klingt super“, sind Alessia und ich uns einig. In der ganzen Eile bemerke ich, dass Riley und Valkýra gar nicht da sind. „WO SIND DIE HUNDE?“, sage ich völlig durch den Wind. „Ganz ruhig. Die Hunde schlafen oben, schon seit dem wir hier sind.“, antwortet Georgio und zieht mich wieder auf den Stuhl. Ich bin extrem gestresst. „Vina, geh du auch Schlafen. Wir planen ein bisschen und kommen dann auch.“, erklärt mir Alessia. Ich tappel nach oben und schlafe sofort ein.

8283 Zeichen | © Mohikanerin | 2014



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FERTIG - The Ghosts sind nun in Churchle, Prag 5, Tschechien direkt an der Galopprennbahn. Wie schon zu lesen war, gibt es die Tage noch ein Turnier und wir hoffen auf einen rege Teilnahme!
  • medy
  • Mohikanerin
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