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Springen mit Lina

Geschrieben von Mongofisch im Blog Heimatlos. Ansichten: 115

arialNachdem meine Pferde versorgt waren und auf der Weide standen, machte ich mich auf den Weg zu Lina. Wir hatten uns für heute verabredet und wollten zusammen einen kleinen Parcours aufbauen, um mit Attentivenly und Ariadne zu springen.

arialNach kurzer Fahrt kam ich auf dem Hof an, parkte mein Auto und lief freudig zum Stall rüber. „Hallo Lina“, begrüßte ich meine Freundin, die ich ihm Stall fand. Sie drehte sich zu mir um: „Hey, wie geht’s dir?“ - „Gut, danke! Und wie siehts bei dir aus? Alles in Ordnung?“ Lina und ich gingen zur Halle hinüber. „Ja, alles super. Ich freu mich aufs Springen!“ Lachend stimmte ich ihr zu: „Ich mich auch!“ Flink bauten wir den Parcour in der Halle auf. Auf der Zirkellinie stellten wir ein Cavaletti auf, an die lange Seite kamen zwei kleine Kreuze und auf der Diagonalen ein Oxer.

arialGemeinsam gingen wir zur Weide und holten uns die beiden Stuten, die wir heute reiten wollten. Lina nahm die Oldenburger Stute Ami und ich die Berberdame Ari. Am Putzplatz angekommen, begannen wir rasch, die Pferde zu putzen und anschließend mit Sattel, Trense und Gamaschen zu versehen.

arialIn der Halle stiegen wir auf und ritten die Pferde erstmal gemütlich warm. Ari war etwas unsicher, sie kannte mich immerhin noch gar nicht und erschrack jede Runde, als wir am Spiegel vorbeiritten. Ami hingegen war die Ruhe selbst, auch als Ari einmal plötzlich zur Seite sprang, konnte das die hübsche Oldenburger Stute nicht aus der Fassung bringen. Lachend klopfte ich der Stute den Hals: „Ist doch alles ok, dir passiert nichts.“

arialLina und ich trennten uns jetzt und ritten die Pferde im Trab und Galopp. Den Spiegel konnte Ari noch immer nicht leiden, sie machte jedes mal einen Satz zur Seite. Ich ließ mich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, sondern ritt einfach weiter und tatsächlich, so langsam sah die Stute ein, dass der Spiegel ihr nichts tun würde.

arial„Wollen wir anfangen?“ Fragte Lina mich nach einiger Zeit. Ich nickte: „Du machst zuerst.“ Lachend trabte sie ihre Ami an und steuerte gekonnt das Cavaletti auf dem Zirkel an. Die hübsche Stute machte einen sauberen Satz und landete auf der anderen Seite der Stange. „Super“, rief ich. „Mal sehen ob ich das auch so hinkriege!“ Mit leichtem Schenkeldruck trabte ich Ari an, ritt sie auf den Zirkel und hatte beide Augen auf meinem Ziel: Die andere Seite des Cavalettis. Ruhig saß ich im Sattel und ging davon aus, dass Ari brav über die Stange springen würde. Doch da hatte ich meine Rechnung ohne den Dickkopf der Stute gemacht. Grade als ich damit rechnete, dass Ari abspringen würde, stoppte sie abrupt und ging einige Schritte rückwärts. So unerwartet wie diese Reaktion kam, wäre ich fast aus dem Sattel gefallen. Ich konnte mich grade noch so berappeln. Lina saß belustigt auf ihrer Stute und lachte: „War doch fast gut.“ Nach dem ersten Schreck musste auch ich lachen. „Ok, nochmal“, sagte ich dann und trabte Ari erneut an. Wieder auf dem Zirkel ritten wir das Cavaletti an und dieses mal sprang die Stute lässig über das Hindernis. Ich klopfte ihr den Hals: „Wieso denn nicht gleich so?“

arialEin paar Mal sprangen wir noch das Cavaletti, dann ging es weiter mit den beiden Kreuzen an der langen Seite. Lina begann wieder und galoppierte Ami auf den ersten Sprung zu. 4 Galoppsrpünge sollten zwischen den beiden Hindernissen liegen. Die Stute zog ordentlich an und machte einen riesen Satz über das erste Kreuz. Mit nur drei Galoppsprüngen erreichten Lina und Ami das zweite Hindernis und übersprangen auch dieses mit Bravur. „Man, die hat aber Feuer unterm Hintern“, lachte ich, als Lina die Stute durchpariert hatte. „Aber Hallo“, gab Lina lachend zurück. „Nur von Kontrolle zwischen den Sprüngen kann man nicht grade sprechen!“ - „Ach, das kommt noch. Ami hat wenigstens Lust zu springen. Ari hat das wohl noch nicht ganz verstanden“, lachte ich und trabte nun mit Ari an. Missmutig schlug sie mit dem Kopf, ließ sich dann aber trotzdem angaloppieren. Den ersten Sprung nahm sie super, sprang gut ab und ließ sich danach auch noch gut kontrollieren. Beim zweiten Sprung, fiel ich jedoch aus allen Wolken: Schöner gleichmäßiger Galopp, wir hielten die 4 Galoppsprünge ein und dann blieb Ari mal wieder stehen. Ich konnte mich nicht mehr halten und flog in hohem Bogen aus dem Sattel und landete unsanft auf dem Hallenboden. Nachdem Lina besorgt gefragt hatte, ob alles ok sei und ich ihr mit einem Nicken geantwortet hatte, brach sie in schallendes Gelächter aus. Auch ich musste lachen und klopfte mir den Dreck von der Reithose. „Mensch, damit hab ich ja gar nicht gerechnet“, stammelte ich, während ich mich vor lachen kaum halten konnte.

arialWieder im Sattel, ritt ich erneut die beiden Sprünge an und nun klappte auch alles super. Ari sprang brav beide Kreuze und sogar die Anzahl der Galoppsprünge hielten wir ein. „Klasse“, rief Lina mir zu. „Danke danke“, sagte ich und klopfte der Stute den Hals.

arial„So, jetzt den ganzen Parcour, erst das Cavaletti, dann ganze Bahn die Kombination und zum Schluss den Oxer durch die ganze Bahn wechseln“, grinste Lina mich an. „Ach ich zuerst?“ Fragte ich erstaunt. „Ich find schon“, antwortete Lina immernoch mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

arialGrummelnd galoppierte ich Ari an und begann mit dem ersten Sprung. Die Stute sprang vorbildlich über das kleine Cavaletti und ließ sich dann brav auf die beiden Kreuze zureiten. Auch diese ließen wir ohne Verweigerung hinter uns, dann kam das letzte Hindernis: Der Oxer. Auch der war nicht hoch, sodass Ari brav hinüber sprang. Danach buckelte sie wild los. Erschrocken verzog ich das Gesicht und hatte Schwierigkeiten die Stute zu beruhigen. Ich hörte, wie Lina schon wieder lachte und auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Als ich es endlich geschafft hatte, Ari durchzuparieren, sagte ich zu Lina: „Die ist aber wirklich vielseitig. Mal so, mal so.“ - „Aber sie meint es nie böse“, grinste Lina. „So, jetzt du!“

arialLina galoppierte die Oldenburger Stute an und sprang super über das Cavaletti. Ami zog vor der Kombination wieder ordentlich an und machte zwischen den Sprüngen nur drei Galoppsprünge. Vor dem Oxer konnte Lina die Stute etwas zurücknehmen und die beiden meisterten den letzten Sprung vorbildlich.

arialNachdem wir die Pferde trockengeritten und versorgt hatten, machten wir uns rasch daran, die Sprünge in der Halle wieder abzubauen.

arialLina lud mich noch auf eine Tasse Kaffee ein und wir plauderten ein wenig. Ich erzählte ihr auch von meinen Überlegungen, was mit Caletta geschehen sollte. Sie war der Meinung, ich sollte mir ein zweites Fohlen dazu holen und sie auf dem Hof behalten.

arialGegen Mittag fuhr ich bei Lina vom Hof und einige Zeit später, kam ich auf meinem Gestüt an. Die Pferde standen noch auf der Koppel, sodass ich mich erstmal in die Küche setzte und einen Tee trank. Währenddessen suchte ich ein wenig im Internet nach Fohlen, fand aber bis jetzt noch nicht das Richtige.
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