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Sophies Geschichte: Aus dem Leben einer Tierärztin - Der Umzug

Geschrieben von SopherlMacaulay im Blog Sopherls Blog. Ansichten: 234

Endlich waren sämtliche Umzugskisten auf dem Weg zu meinem neuen Häuschen nahe Heartland wo ich in Zukunft leben sollte und auch wollte. Meine Tierarztpraxis hatte meine jüngere Cousine übernommen, gerade hatte ich ihr die Schlüssel übergeben und saß nun in meinem Auto in Richtung Grenze. Weit war es zu meinem neuen Wohnort ja nicht gerade, was mich sehr erfreute. So konnte ich meine Freunde doch noch recht oft sehen – doch ein bisschen Bammel hatte ich schon. Auch wenn ich beim Dorftierarzt freundlicherweise in die Praxis miteinsteigen konnte und es zwischen mir keine Rivalität gab und auch meine neue Freundin Amy mir alle erdenkliche Unterstützung zukommen ließ, es war doch ein Umzug über die Ländergrenze! Anderes Land, andere Regeln und ich würde mich erst noch eingewöhnen müssen.

Aber ich freute mich auch schon wahnsinnig. Ich war wiederholt auf Heartland gewesen und hatte mir alles genau angesehen und mich mit meinen beiden Pflegepferden bekannt gemacht. Nun sollte ich endlich wieder in den Sattel steigen! Seit meiner Jugend war ich nicht mehr geritten und nun sollte ich mich sogar um zwei Pflegepferde kümmern dürfen! Ich hatte mir die beiden aussuchen dürfen und ich war wirklich zufrieden mit meiner Wahl. Azzurro hatte es mir besonders angetan, nicht nur mit seinem Wesen, sondern auch mit seiner Fellfarbe. Es würde zwar ein Graus sein ihn zu putzen wenn er sich mal im Schlamm gewälzt hatte, aber das würde ja hoffentlich nicht allzuof vorkommen. Und dann noch Luzifer. Schon immer war ich von Friesen begeistert gewesen, sie wirkten in meinen Augen schwer wie Kaltblüter, aber auch wunderbar elegant wie Dressurpferde die bei den Meisterschaften über den Platz schwebten. Ich hatte mir fest vorgenommen mein Glück mit Luzifer auf dem Dressurplatz zu versuchen. Auch wenn ich schon die Erfahrung hatte machen dürfen dass dies ein recht beschwerlicher Weg werden würde. Ich war jedoch voller guter Dinge. Ein wenig geriet ich ins träumen, als ich zwischendurch an einem Rastplatz halt machte und mir etwas zu essen holte. Ich sah mich und Luzifer schon die Menge toben lassen, wir, ein unzertrennliches Gespann das durch Ausstrahlung und Können beeindruckte... Auch mit Azzurro hatte ich mich schon auf Distanzturniere geträumt und wie ich dort Schleifen und Pokale absahnte.

Ich schüttelte den Kopf, stieg wieder in mein Auto und fuhr den Rest der Strecke, dem Umzugswagen hinterher. Mit der richtigen Musik im Radio verflug die Zeit und mein Ziel kam immer näher. Schon konnte ich sie alle sehen, der halbe Hof war da um mich willkommen zu heißen. Noch ein paar letzte Takte, ein paar schiefe Töne aus meinem Hals und ich war in meinem neuen Zuhause angekommen wo ich herzlich empfangen wurde.
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