1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Schwierige Zeiten

Geschrieben von Ravenna im Blog Caed Crevan. Ansichten: 480

Mir fehlt so die Zeit zum schreiben D: Wenigstens das wollte ich mal zu "Papier" bringen ._.

Neuer Monat neue Pferde.
Mit Tränchen in den Augen hatte ich Noir und Antaris gehen lassen, jetzt befanden sich zwei neue Fälle auf dem Hof. Diese, oder zumindest der eine davon, würden mehr Zeit in Anspruch nehmen. Mit Zues hatte ich mir einen ähnlichen Fall wie Bucks ins Haus geholt. Mit Ameno hatte ich zwar einen wunderschönen Hengst bekommen mit einem wunderbaren Charakter, mit dem Hengst hatte ich allerdings Probleme in der Haltung. In der Box wollte ich ihn nicht den lieben langen Tag stehen haben, also war er nun kurzerhand bei Wookie und den anderen beiden Highlandrindern unter gekommen. Ameno fand diese komischen Tiere überaus neugierig, behandelte sie jedoch um einiges besser als Bucks, den hatte er nämlich den ganzen Tag über die Weide gejagt.

Auch eine Stute wird bald einziehen, den Namen allerdings hatte ich nicht im Kopf und in dem wirrwarr an Papieren sah ich einfach nicht mehr durch. Ich schmiss den Kuli auf den Tisch, drehte mich im Stuhl um. Keine Lust mehr! „Scheiß drauf hat ja noch ne Woche Zeit.“ lieber glitt mein Blick besorgt auf die Uhr. Lia hätte schon längst von der Schule da sein müssen. Also packte ich mich in meine dicken Sachen, vielleicht hatte ich ja auch nur verpasst wie sie ankam.

Tatsächlich war sie gerade dabei Ameno zu putzen als ich die kleine Stallgasse betrat, die Schultasche lag halb achtlos in der Ecke. „Hey, ich hab dich gar nicht kommen hören.“ sagte ich leise, um sie nicht zu erschrecken, da sie mich nicht gesehen hatte. „Tut mir Leid, ich war nicht so gut drauf und bin gleich in den Stall.“ eine Spur von neuen Tränen war auf ihrem Gesicht zu sehen. In den letzten drei Wochen hatten wir die Arbeit mit den Pferden ziemlich vernachlässigt, die Ursache war der Tod von Lias und Angus Mutter, in der letzten Woche war die Beerdigung gewesen. „Schon in Ordnung.“ . Es war schwer die Situation zu händeln, Angus fragte gar nicht erst nach seiner Mutter und solange er dies nicht tat würden wir ihm auch nichts von dem Tod erzählen, bei Lia lag die Sache anders. „Eigentlich bin ich froh. Ich weiß das hört sich an als wäre ich glücklich das sie nicht mehr ist, aber im Grunde ist ihr Geist endlich befreit von den Schmerzen. Ihre Seele wurde Teil des großen ganzen, reiht sich ein in die Folge meiner Ahnen um mich zu leiten.“ Als Lia diese Worte sprach hörte sie sich um so vieles Älter an als ihre nun knapp 15 Jahre die sie zählte. „Immerhin bin ich nicht ganz allein auf der Welt, ich habe Angus, Cayden und dich. Mein Leben geht weiter.“ dabei lächelte sie mir unsicher zu und ich schloss sie in meine Arme. Anschließend putzten wir gemeinsam den schwarzen Hengst weiter, redeten über belanglose Dinge. „Willst du ihn bald reiten?“ fragte sie mich tippte dem Rappen dabei auf die Schulter. „Heute nicht, muss eigentlich noch den ganzen Papierkram machen jetzt wo Cayden seine Eltern besuchen ist.“ Mein Mann war erst am Dienstag gefahren, aber ich hatte einfach keine Ahnung was ich da einfach tat mit den Papieren. Lia bot mir zwar ihre Hilfe dabei, allerdings lehnte ich dankend ab. „Naja werd dann mal nach Zues schauen gehen und dann wieder rein, bringst du Zayir dann mit rein?“

Mit Zayir hatten wir uns so ziemlich den hässlichsten Hund geholt den wir hatten finden können, sein wölfisches Erbe betrug sich nur auf etwa 25%.

Sein Fell stand nach Wolfshoundart von allen Seiten ab, er glich eher einer zottigen Hyäne als einem richtigen Hund. Mit seiner jetztigen Größe von 60 cm war er wahnsinnig grobmotorisch, rannte des öfteren den kleinen Angus um und war trotzdem unser ganzer Schatz. Besonders Angus liebte ihn, fast so sehr wie seine Wookie. Irgendwie schien er eine Affinität für zottelige Tiere haben.

Mein Stapel an Rechnungen erwartete mich schon geduldig, ich pflanzte mich auf den Platz den sonst mein Mann einnahm und fragte mich ob ich einfach Kathi um Rat fragen sollte. Schließlich machte sie das ganze auf Caed Crevan auch allein, konnte mir in dem Dilemma wahrscheinlich besser helfen. Cayden würde eine geschlagene Woche mit Angus fort bleiben. Irgendwie war es jetzt nach drei Monaten mit ihm komisch still im Haus ohne den Lärm des Kindes zu hören.​
AliciaFarina und Mohikanerin gefällt das.
Du musst eingeloggt sein um ein Kommentar zu schreiben.