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Noch vier Monate bis zum Baby

Geschrieben von Mongofisch im Blog Heimatlos. Ansichten: 88

arial[color=rgb(90,90,90)„Ist das kalt heute“, nuschelte ich in meinen Schal und rieb meine Hände aneinander. Die Pferde standen bereits auf der Koppel, die Ställe waren gemistet und ich hatte endlich Zeit, mich mal wieder um Summer zu kümmern. Die hübsche Scheckstute war in der letzten Zeit wirklich zu kurz gekommen, allerdings war sie auch bei Elisa im Training gewesen und hatte dort einiges an Aufmerksamkeit bekommen.



[color=rgb(90,90,90)helveticaarial„Komm Mäuschen“, forderte ich den Tinker auf mir zu folgen. Schwerfällig setzte sie sich in Bewegung und schnaubte dabei angestrengt. „Was ist denn mit dir los?“ Lachend klopfte ich ihr den Hals und stapfte weiter durch den Schnee zum Koppeltor. Der Weg zum Stall war glücklicherweise geräumt, dort war das Laufen nicht mehr so anstrengend und vor allem wurden einem die Füße nicht nass, was allerdings weniger was brachte, wenn der Schnee schon durch die Schuhe gedrungen war. „Zu Glück hab ich mir trockene Socken in den Stall gelegt“, grinste ich Summer an, der das Wetter nicht so viel auszumachen schien.



[color=rgb(90,90,90)helveticaarialIm Stall band ich die Stute an und holte rasch ihr Putzzeug. Es war angenehm 'warm', oder es fühlte sich warm an, im Gegensatz zu draußen und ich begann, Summer ausgiebig zu putzen. Ich hatte nicht vor, groß mit ihr zu arbeiten, dass ließ mein Bauch auch gar nicht mehr zu, einfach eine gemütliche Runde um den Hof musste reichen.



[color=rgb(90,90,90)helveticaarialSummer schien das Recht zu sein. Nachdem ich umständlich über einen Hocker auf den warmen, flauschigen Pferderücken gestiegen war, zuckelten wir langsam los. Während Summer so vor sich hin lief, dachte ich daran, wie sich unser Leben in 4 Monaten verändern würde. Ein kleines Baby würde alles auf den Kopf stellen. Keines Falls im negativen, aber anstrengend würde es sicher werden. Immerhin wollten die elf Pferde draußen im Stall trotzdem jeden Tag gefüttert, gemistet und bespaßt werden. Vor einigen Tagen hatte Kimi vorgeschlagen, noch jemanden einzustellen, was finanziell aber einfach nicht drin war. Er würde zwar auf sein Gehalt verzichten, was ich allerdings auch nicht gut finde. Es war schwierig, aber von einigen der Pferde trennen stand für mich eigentlich auch nicht auf dem Plan. Zum Glück war es ja noch ein bisschen hin, aber die 4 Monate würden sicher schnell vergehen. Kimi kann es gar nicht erwarten, bis wir endlich anfangen, die ersten Sachen für das Baby zu kaufen. Ich freute mich auf drauf, keine Frage, aber ich machte mir dennoch Sorgen, wie das alles funktionieren würde.



[color=rgb(90,90,90)helveticaarialSummer holte mich zurück in das Hier und Jetzt, etwas ungestüm war sie über einen Stein gestolpert. „Huch“, lachte ich und streichelte ihr über die Mähne. Wir hatten unsere Runde schon fast beendet, worüber ich wirklich froh war, da mir bald alles abfiel. Heute war es wieder besonders kalt, aber man konnte von dieser Jahreszeit auch nichts anderes erwarten.



[color=rgb(90,90,90)helveticaarialVor dem Stall hielt ich Summer an und ließ mich vom Rücken rutschen. Die Stute drehte ihren Kopf und stupste mich liebevoll an. Lächelnd strich ich ihr den Schopf zur Seite und krauelte ihre Stirn. „Komm wir gehen rein, hier ist es kalt.“ Im Stall nahm ich der Stute die Trense ab und ließ sie in ihre Box, wo sie direkt über ihr Heu herfiel. Während ich noch die Sachen wegräumte und die Stallgasse fegte, kam Kimi herein.



[color=rgb(90,90,90)helveticaarial„Hey“, lächelte er und strich mir über den Kopf. „Du sollst dich doch nicht so anstrengen.“



[color=rgb(90,90,90)helveticaarial„Ich streng mich nicht an, außerdem bin ich ja auch nicht krank“, entgegnete ich grinsend. Kimi nahm mir den Besen aus der Hand und sagte: „Du gehst jetzt rein, machst dir einen Tee und ich kümmer mich um die Pferde.“ Ich konnte dieses Angebot nicht abschlagen, gab ihm noch einen flüchtigen Kuss und verzog mich dann ins Haus.
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