Neue Gesichter [Gestütsblog 3]

Geschrieben von Sissicat im Blog Fiery Highland Stables. Ansichten: 58

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Neue Gesichter

Ich hatte es Sebastian versprochen und so hatte ich mich nach dem Abendessen sofort in mein Büro geworfen und begonnen alle möglichen Verkaufsanzeigen durchzusehen um einen Hengst zu finden der, Sebastian aufheitern könnte und tatsächlich hatte ich etwas gefunden das mich aufhorchen ließ. Es wurden auf einem Gestüt einige Pferde verkauft unteranderem auch ein schöner Irish Draught Hengst, der schien als würde er zu Sebastian passen. So schickte ich der Verkäuferin am selben Abend noch eine E-Mail und ging danach zu Bett. Am nächsten Tag wurde ich durch meinen Computer geweckt, der ein BLING Geräusch ausstieß. Müde schwang ich meine Beine über mein Bett und taumelte durch den Bogen in mein Arbeitszimmer, welches mit meinem Schlafzimmer verbunden war. Ich hatte eine E-Mail von der Verkäuferin bekommen! Sofort war ich hellwach und las mir alles durch. Ich könnte tatsächlich heute noch kommen und mir den Hengst und andere ihrer Pferde ansehen und Probereiten. Fröhlich schrieb ich ihr sofort zurück das ich um ca. 14:00 bei ihr sein würde, danach machte ich mich schnell fertig und lief in die Küche, wo es komischerweise sehr still war. Verwirrt sah ich mich um und entdeckte dann einen Zettel am Esszimmertisch wo geschrieben stand das meine Familie wieder Sightseeing war. Mary war gestern nicht hiergeblieben wodurch ich wirklich allein war – mit Ausnahme von Sebastian natürlich. Schnell aß ich ein Brot mit Butter und lief dann auch schon hinüber zu dem neueingeweihten Hengststall. Mit etwas zu viel Schwung öffnete ich die Tür und trat in den weitläufigen Stall. Sebastian sah von seinem heu kurz auf, wandte sich dann aber wieder ab. Ich schlenderte zu dem Zirkuspferd hinüber und meinte fröhlich: „Wie versprochen bekommst du höchstwahrscheinlich heute schon einen Freund!“ Doch der Hengst schien mich weiterhin zu ignorieren und fraß aus seinem vollen Futtertrog. „Ha? Hat jemand von meiner Familie dich schon gefüttert? Das Heu von Gestern musst du doch schon aufgefressen haben… Wahrscheinlich hat Papa bevor sie gegangen sind nachgefüllt. Jedenfalls komm mit, schöner! Es geht auf die Weide!“, sagte ich freundlich und legte dem Hengst sein Halfter an, dann führte ich ihn zu der großen Weide, die sich tief in das Highland hinein streckte. Kaum hatte ich ihm losgelassen, galoppierte er los und warf sich beinahe während dem Galopp auf den Boden um sich zu wälzen. Ich beobachtete ihn ein wenig, ob er viel Auslauf bekommen hat? Wahrscheinlich nicht, wo den auch? Der Zirkus hatte doch keine fahrbare Weide. Nachdem etwas Zeit vergangen war machte ich mich an meine Arbeiten und reinigte einige meiner Werkzeuge. Die Zeit verging ausnahmsweise sehr schnell und ich holte Mary ab um mit ihr gemeinsam zu dem Gestüt zu fahren. Wir parkten und sprangen schnell aus dem Wagen, immerhin waren wir beide aufgeregt. Wir wurden sofort von der Gestütsbesitzerin empfangen welche uns fröhlich zu ihren Verkaufspferden führte. Dort ging ich als erstes zu den Hengsten, wobei dort 3 Hengste standen. Ich jedoch hatte nur Augen für den Irish Draught Hengst. Ich fand ihn einfach wunderschön, obwohl der kurz geschnittene Schweif das Bild etwas zerstörte. Die Verkäuferin führte mich auf die Koppel und ich streichelte Amputated Soul. „Er ist perfekt!“, strahlte ich und erklärte sofort, dass ich ihn auf jedenfalls kaufen wolle. Die Verkäuferin führte mich noch zu den Stuten wo ich mir zwei Stuten auffielen welche dicht beieinander standen. Simple Sirup und Written Success. Irgendetwas in mir drängte mich die beiden ebenfalls zu kaufen und so tat ich das und kam mit drei Pferden nachhause. Mary war genauso glücklich wie ich und schien sich sofort in Simple Sirup verliebt zu haben, Success war eine schwierigere Sache aber ich war mir sicher, dass wir die Stute irgendwann bändigen könnten. So führte Mary die beiden Stuten auf eine unserer Koppeln und ich ging mit Ampu um Strick zu der Weide wo der Black Butler graste. „Viel Glück.”, flüsterte ich Ampu zu und lies ihn auf die Weide. Devil of a Butler hob seinen Kopf und legte die Ohren an. „Bittebitte lass alles gut gehen.“, bettete ich im Stillem und sah den Hengsten zu wie sie sich beschnupperten und etwas miteinander rangen. Ich wollte schon einschreiten als die beiden plötzlich glücklich nebeneinander her galoppierten und verspielt stiegen. Sie spielten! Das war ein gutes Zeichen. Ich wartete noch eine Weile, lies die beiden aber allein nachdem sie friedlich nebeneinander grasten. Ich entschied mich jetzt etwas zu essen und dann gemeinsam mit Mary einen Film anzusehen und dann würde eh meine Familie zurückkommen.


Es war schon ziemlich spät als meine Familie zurückkam, sowohl ich als auch Mary waren bereits auf dem Sofa eingeschlafen und wurden daher unsanft aus dem Schlaf gerissen als die Eingangstür schwungvoll aufgerissen wurde und mein Bruder hereintorkelte. „Der…Wischkey isch supa!“, gluckste er und lehnte sich an Carina, die etwas verzweifelt wirkte. Mama und Papa kamen ebenfalls herein und allesamt wirkten sie müde. Ich unterdrückte es lauthals loszulachen und meinte dann einfach, dass sie lieber schlafen gehen sollten. Ich und Mary gingen ebenfalls schlafen, es war nicht einmal notwendig das meine Freundin fragte ob sie hierübernachten durfte, sie zog eh schon fast bei mir ein. Es dauerte nicht lange und ich wurde von Sonnenstrahlen geweckt. Die Pferde waren allesamt die Nacht auf der Weide um sich an die Gegend zu gewöhnen, daher sprang ich sofort auf und zog mich um. Ohne etwas zu frühstücken rannte ich dann auch schon zu der Stutenweide, wo zu meiner Überraschung, Mary bereits stand und den Stuten zusah. „Hey Mary!“, rief ich ihr zu und stellte mich neben sie, dann fügte ich hinzu: „Was hältst du davon, wenn du bei mir einziehst?“ Mary sah mich kurz überrascht an, lächelte dann aber und nickte stürmisch. „Du musst mir ja sowieso bei den Pferden helfen! Da kannst du auch endlich bei deinen Eltern ausziehen.“, erklärte ich während Mary mich stürmisch umarmte. „Gut dann sollten wir die Stuten mal einreiten.“, meinte ich dann nach einer Weile und wollte gerade sagen das ich Simple Sirup reiten wolle, als Mary mich unterbrach und rief das sie Simple reiten würde. Ich atmete erschöpft aus, dann musste ich wohl probieren mit Written Succes auskommen. Wir holten die Pferde von der Weide und banden sie bei dem Putzplatz an, der an den Stutenstall angrenzte. Zu meinem Erstaunen, blieb Suci ganze Zeit ruhig und lies mich außerdem auch ihre Hufe untersuchen und satteln! Wir führten die gesattelten Pferde in die Reithalle und schlossen dann das Tor. Mary war bereits aufgestiegen und musterte mich nervös. „Wünsch mir Glück.“, murmelte ich und schwang mein rechtes Bein über den Rücken der Cremello Stute. Ich merkte wie sich die Stute anspannte und dann passierte es, Suci rannte los und buckelte wild. Ich versuchte die Stute zu beruhigen, konnte aber nichts tun außer an den Zügeln zu reißen was die Sache nur schlimmer machte. Schockierender Weise schaffte Success es über das Tor des Reithallen Bereichs zu springen und aus der Halle zu rennen, ich hing übrigens immer noch im Sattel fest. Ich hatte Success western gesattelt, da ich entspannt reiten wollte und konnte mich so wenigstens gut am Horn festhalten. Doch hatte ich jetzt keine Ahnung was ich tun sollte, abspringen konnte ich bei dieser Geschwindigkeit nicht und Mary konnte mir nicht nachreiten da Suci, Simple verrückt gemacht hatte. „HILFE!“, schrie ich und umklammerte das Horn bis meine Handgelenkte weiß anliefen. „Chica! Lassen Sie nicht los!“, brüllte plötzlich jemand und mit halbgeöffneten Augen, sah ich einen ungesattelten Sebastian neben mir laufen, ich konnte nur erkennen das jemand auf dem Galoppierenden Pferd stand und – zu meinem Erstaunen – von Devil auf Suci herübersprang und die Stute zum durchparieren brachte. „Alles okay bei Ihnen?”, fragte der Mann und sprang von Suci’s Rücken, dann half er mir hinunter und ich erkannte… Den Spanier? Der vernarbte Kerl stand vor mir und hielt Suci am Zügel, während Sebastian hinter ihm stand und mich musterte. „J… Ja mir geht’s gut… Aber… Was machst du eigentlich hier und auf meinem Pferd?”, fragte ich ihn nun, etwas gereizt. „Woho, chica relax. Ich habe dir gerade wahrscheinlich das Leben gerettet!“, meinte er und hob beruhigend seine Hände in die Luft. Plötzlich wurde mir einiges klar, es war nicht mein Vater gewesen der, Sebastian gefüttert hatte! Und das Heu was vom Heuboden gefallen war… „Hast du auf meinem Heuboden gepennt?!“, fragte ich ihn nun, noch ein bisschen wütender. „Tut mir leid, Chica. Aber-“ „Kein Aber! Du verschwindest gefälligst von meinem Hof! Ich habe euch geholfen indem ich euren Hengst gerettet hatte aber ich nehme keine ehemaligen Zirkusleute in meinem Heuboden auf! Ich danke dir das du mich gerettet hast aber ich hätte deine Hilfe nicht gebraucht!“, knurrte ich und riss ihm die Zügel aus der Hand um Suci zurück zum Hof zu zerren. Doch weder Suci noch Sebastian machten Anstalten mir folgen zu wollen. „Wie Sie meinen Chica. Aber ich helfe ihnen nicht die beiden zurück zu bringen.“, brummte er nun, sichtlich auch genervt und lehnte sich an einen Baum. Als wolle er die Worte unterstreichen, legte Devil sich ins Gras und graste im Liegen. Suci wollte es ihm gleich tun wurde von mir aber aufgehalten. Wütend wurde mir heiß im Gesicht, es war so peinlich das meine Pferde nicht auf mich hörten. „Wenn du mich bittest helfe ich dir aber vielleicht doch.”, lachte der Halbblinde und sah mich grinsend an. Ich hätte ihn so gern einfach wütend angeschrien, wusste jedoch, dass ich dann die Pferde niemals zurückbringen könnte. Zwischen zusammengebissenen Zähnen knurrte ich: „Sorry…“ Das Grinsen des Spaniers wurde breiter und er sprang gekonnt auf die Beine. Ohne etwas zu sagen ging er los, gefolgt von Sebastian – und zu meinem Überraschen setzte auch Suci sich in Bewegung. Meine Wut auf den Spanier verschwand urplötzlich als sie durch mein Erstaunen ersetzt wurde. „Wie machst du das?“, fragte ich ihn begierig und lief neben ihm her. „Hm?“, fragte er und sah mich an, seine Hände in seinen Hosentaschen vergraben. „Wie machst du, dass das die Pferde so schnell auf dich hören?“, erklärte ich meine Frage erneut. „Das ist schwer zu erklären, Chica.“, sagte er rau und sah wieder nach vorne. „Bring es mir bei!“, rief ich begeistert und sprang nach vorne, worauf mein blondes Haar wild herumflog. Als er keine Antwort gab meinte ich: „Dafür… bekommst du einen Job auf meinem Hof! Du kannst im Haus wohnen, mit Essen und du wärst immer bei Sebastian!“ Immer noch schweigen. Was sollte ich ihm noch anbieten? „Ich nehme dein Angebot an, wenn meine Geschwister ebenfalls bei dir wohnen und arbeiten dürfen. Rose kennt sich ebenfalls sehr gut mit Pferden aus und Jack ist ein super Handwerker.“, meinte er nach einer Weile. Ich überlegte, meine Familie würde das wahrscheinlich nicht so großartig finden… „Passt. Meine Familie reist am Freitag ab, dann sind die Zimmer frei für dich und deine Geschwister.“ Timo stimmte zu, so verschwand er nachdem wir die Pferde versorgt hatten. Müde suchte ich Mary, welche völlig aufgelöst mit Simple in der Reithalle stand. „Michelle!“, rief sie und rannte zu mir. Stürmisch umarmte sie mich und brabbelte sinnloses Zeug. „Es ist nichts passiert! Und Mary, bevor ich es vergesse. Ab Freitag haben wir 2 Pferdetrainer und einen Pfleger"
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