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nasse Stuten und warme Frühlingstage

Geschrieben von Svartur im Blog Storylife. Ansichten: 248

- Vinas Sicht -

Ich wache auf. Öh. Schon 7 Uhr. Ich steige aus meinem Bett, in meine Hausschuhe und schlürfe nach unten. Auf der Treppe stolpere ich über den Hund. Nun kommt auch sie mit nach unten. Als erstes mache ich mir einen Tee und die Hündin bekommt ihr Trockenfutter. Während sie genüsslich frisst, decke ich mal wieder den Tisch und mache Rüheeier mit Speck.

Nun trotten auch die anderen langsam ein. Die Tagespackete habe ich auch schon gemacht, also kann ich gleich zum Pferd. Als wir mit dem Frühstücken fertig waren, steh ich auf und laufe ins Bad. Dort mache ich mich fertig und geh dann zu den Pferden. Dafür hole ich mir das Halfter von Grey aus der Kammer. Dann geh ich zur Weide um die Stute zu holen. Dadurch, dass sie ein Mix ist, passiert mir oft, dass ich sie einfach stehen lasse und meine Isländer fördere, doch das kann so nicht weitergehen. Am Stall binde ich sie an und putze sie Rasch, dann hole ich mir das Sattelzeug um sie auf die Stutenwahl vorzubereiten. Dass ist heute mein Ziel. Anschliessend übe ich noch Tölt mit ihr. Also mache ich alles fest und geh dann mit ihr auf den Reitplatz. Erst einmal gurte ich nach und steige dann auf.

Am lockeren Zügel reite ich ersteinmal zwei drei Runden Schritt bevor ich mehr Zügelverbindung schaffe. Es kann losgehen. Im lockeren Schritttempi reite ich eine Volte und fange daraus Schulter hinein an. Dafür drücke ich mein inneres Bein gegen sie und verriegle mit dem äusseren. Mit den Zügeln führe ich sie nach innen. Langsam mit Schulter hinein geht sie bevor ich antrane. Auch hier reite ich erst mal etwas am lockeren Zügel und einfache Bahnfiguren. Auch wenn Grey ganz schöne zickerein macht, bin ich zufrieden. Immer wieder mache ich Hand- und Tempiwechsel um sie Aufmerksam zu halten. Heute ist ein guter Tag für sie. Nach dem durchparieren, reite ich noch mal im Schritt Schulterhinein, aber auf der anderen Hand. Diesmal trabe ich erst an, als wir wieder auf einer Volte sind. Scheinbar kennt sie das alles noch, obwohl ich lange nicht mehr geritten bin. Da ich die Ausschreibung der Stutenwahl schon habe, übe ich schon meine Kür. Es soll eine Dressurorientierte sein. Auch muss ich ein Cavaletti mit einbauen. Super.

Nach weiteren üben auch im Galopp reite ich die junge Stute ab. Sie hat heute genug getan. Die weiteren Tage über ich immer und immer wieder.



..ein Tag vor der Wahl..



Verzweifelt kämpfen wir mit unseren Pferden, dass sie in den Hänger gehen. Doch Fehlanzeige. Nach zwei Stunden und viel Fressenverlust stehen die Stuten drin. Fynja, Fynn, Thor und ich steigen in den Wagen und verlassen den Hof. Natürlich muss ich wieder fahren. Da wir ein weites Stück fahren müssen, Schwarzwald. Der Kofferraum ist voller Energy Drinks und auch essen. Wir haben einen Grill eingepackt, aber auch das Pferdezeug ist nich zu untersätzen. Wir nehmen von allem immer zu viel mit, weil ich so viel Esse. Nun ja. Wir kommen nach guten fünf Stunden fahrt an. Es ist schon Abend geworden und ich möchte nur noch schlafen. Doch morgen muss ich noch die Stutenwahl reiten. Dafür muss ich heute noch mal üben. Doch ich entscheide mich dafür, dass Fynja die Stute reitet heute, dass ich schlafen kann. Also bauen die Männer die Paddocks der beiden Pferde auf und ich das acht-Mann-Zelt. Fynja schnappt sich währenddessen die Stuten und zeigt ihnen alles. Super Rollenverteilung. Als wir dann alle fertig sind mache ich schon essen und die Männer und Fynja machen was mit den Pferden. Riley und ich sitzen hier und futtern. Immer wieder bekommt sie ein Stückchen Wurst. Lecker.

Nach dem dann auch ich und Fynja die Wahl geritten sind, scheint auch schon die Sonne ganz schön und es auch relativ warm. Unsere Pferde liegen auf dem Paddock und schlafen. Da ich vorhin schon den Grill vorbereitet habe, können wir gleich essen. „Essen ist fertig!“, rufe ich sie kommen alle zum Pavellion, den wir vor das Zelt gebaut haben. Von hier aus kann man alles sehen, den Paddock, unser Auto und auch das Zelt, wenn man sich umdreht. Alle mampfen und ich drehe immer wieder das Fleisch um und lege das fertige auf den Tisch. Dann sind wir auch schon alle fertig. Höchswarscheinlich machen wir das jetzt öfter. „Vina, Grey ist vorhin voll gut gelaufen. Ihre Gänge waren sehr hoch und weit.“, fängt Thor das gespräch an. „Joar kann sein. Ich finde aber, dass Promise viel besser gelaufen ist. Die Stute ist einfach klasse!“, schwärme ich. Fynja muss lachen. „Jaja. Du nimmst nie Komplimente an.“, wirft Fynja dann auch ein. Alle lachen. In der Zeit hat Riley sich schon, dass zweite Stück Wurst vom Tisch geklaut.

Später Abends sitzen wir immer noch am Feuer und reden. Am nächsten Tag werden wir erfahren wer gewonnen hat. Deshalb sind wir noch nicht nach Hause gefahren. Die Männer sind am Alkohol trinken, aber ich und Fynja sind noch ausreiten mit den Pferden und Riley. Die Stuten sind ganz entspannd und warm ist es auch noch. Deshalb haben wir auch nur ne Trense dran. „Hier in der Nähe soll ein See sein. Ich glaube davorn rechts.“, sagt Fynja. Wir traben an und biegen dann ab. „Da ist er!“, antworte ich und pariere durch. Im Schritt gehe ans Ufer und Fynja folgt mir. Vorsichtig tastem wir uns aus Wasser ran. „Vina pass auf!“, ruft Fynja und Grey springt ins Wasser. „OMG, es schwimmt.“, sage ich nur und Klammere mich um ihren Hals. Dann kommt auch meine Freundin mit ins Wasser. Nach kurzer Zeit gehen wir aber auch zurück zum Paddock. Was für ein Arbenteuer. Da sind wohl Promise und Grey Wasserratten.

Wir erzählen den anderen was passiert. Immer wieder lachen wir dazwischen. Anschliessend essen wir noch was und gehen alle zusammen schlafen. Morgen sind die Ergebnisse von der Stutenwahl draussen.

d3d3d35651 Zeichen | © Vepr



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Jetzt gibt es auch ab und zu Geschichten aus der Holländischen Zucht :D

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