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"Luisa zieht ein" oder "Noch 13 Wochen bis zum Baby"

Geschrieben von Mongofisch im Blog Heimatlos. Ansichten: 68

arialWas ich heute feststellen konnte: Auf dem Beifahrersitz fährt es sich besser als gedacht. Kimi bestand immer wieder darauf, dass ich selber kein Auto mehr fahre, aber mir war es recht, so konnte ich auf der Fahrt nach Helsinki entspannen.

arialVor ein paar Tagen hatte ich es nicht lassen können und hab für Caletta und Maira noch eine Freundin gekauft. Wie es der Zufall so wollte, ist die kleine Luisa ebenfalls ein Braunschecke und kommt, wie Maira, aus Kanada.

arialSchon gestern hatte Kimi einen Teil des Fohlenoffenstalls abgetrennt, um Luisa nicht ganz ins kalte Wasser zu schmeißen. So konnten die drei sich erstmal beschnuppern und Luisa würde sich in Ruhe von der langen Reise erholen.

arialPünktlich kamen wir am Flughafen an, zum Glück kannten wir den Ablauf bereits und mussten nicht erst alles suchen. Nach nur wenigen Minuten standen wir bei Luisa, die grade noch den Check über sich ergehen lassen musste. Etwas genervt schaute sie uns an, sah aber trotzdem Zuckersüß aus.

arial„Oh wann ist es denn soweit?“ Fragte die Tierärztin lächelnd, als sie mir das Fohlen übergab. Ich nahm den Strick entgegen und antwortete dann: „In 13 Wochen.“

arialWieder lächelte die Tierärztin: „Dann wünsche ich Ihnen alles Gute!“ Damit ließ sie uns zurück, sicher hatte sie noch mehr Arbeit. Während wir noch auf Luisa gewartet hatten, hatte Kimi den Wagen mit Anhänger geholt, in welchen das Tinkerfohlen jetzt verladen werden sollte. Wie immer wurde mir die Arbeit abgenommen, bevor ich überhaupt anfangen konnte. „Ich mach das schon“, sorgte Kimi sich, nahm mir den Strick aus der Hand und führte Luisa behutsam auf den Anhänger. Die Stute folgte ihm brav, ohne Probleme. Entweder war sie wirklich gut erzogen oder sie war einfach zu erschöpft um zu protestieren.

arialAuf der Rückfahrt zum Gestüt schlief ich schnell ein und Kimi weckte mich erst auf, als wir auf dem Hof geparkt hatten. Verschlafen rieb ich mir die Augen, wurde aber hellwach, als ich aus dem Auto stieg. Klirrende Kälte schlug mir entgegen und zeigte mir, dass noch immer Winter war, würde ich ja sonst wahrscheinlich vergessen. Ich lachte bei dem Gedanken und wartete ungeduldig darauf, dass Kimi den Anhänger öffnete.

arial„Dann wollen wir den beiden Verrückten mal ihre neue Freundin vorstellen“, grinste Kimi, während er die Klappe runterließ und Luisa vorsichtig rückwärts schob.

arial„Die sind nicht verrückt“, lachte ich. „Nur eben noch Babys, und Babys sind manchmal anstrengend.“ Erst letzte Woche haben es die beiden Fohlen tatsächlich geschafft, den Schlauch ihrer Tränke abzureißen. Der ganze Stall stand unter Wasser, was den Damen aber nichts ausmachte.

arialKimi führte Luisa zum Offenstall, wo Maira und Caletta schon neugierig über den Zaun guckten. Auch Luisa wurde wieder etwas munterer. Leise brummelnd tänzelte sie neben Kimi her und konnte es scheinbar gar nicht erwarten, die beiden Interessant aussehenden Fohlen zu beschnuppern. Grade als Kimi den Strick löste, trabte die junge Stute aufgeregt am Zaun entlang und stieß ein freudiges Wiehern aus. Maira und Caletta machten es dem neuen Fohlen nach und so wurde erstmal ausgiebig über den Zaun hinweg gespielt.

arial„Machst du heute noch was mit Dave und Brave?“ Fragte ich nach einiger Zeit.

arial„Ja, ich lasse die beiden laufen. Wirklich schade, dass sie nicht zusammen vor die Kutsche können“, grinste Kimi und strich mir über den Bauch.

arial„Das stimmt“, lachte ich. „Ich geh jetzt rein, mir ist kalt und meine Beine tun weh.“

arial„Mach das, mein Schatz“, sagte Kimi und kam noch bis zur Koppel mit, wo er Dave und Brave holte. Ich hingegen ging zum Haus rüber, zog umständlich meine Schuhe aus und ließ mich im Wohnzimmer aufs Sofa fallen.

arialSeit man meinem Bauch fast beim wachsen zusehen konnte und Kimi mir jegliche körperliche Arbeit untersagte, fühlte ich mich manchmal etwas unnütz, allerdings war es auch ganz schön, sich mal nicht um den Hof kümmern zu müssen.
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