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Last Chance - mein selbst geschriebenes Buch

Geschrieben von 99Cowgirly99 im Blog Winnie und andere Vierbeiner. Ansichten: 133

Hier seht ihr das erste kapitel meines Buches Last Chance. Es wird wahrscheinlich bald an einen (oder mehrere) Verlage geschickt.

Ich muss noch einiges überarbeiten, also wundert euch nicht 'https://www.joelle.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wink.png' '' ';)'



Kapitel 1

Ich stand vor einer Tür. Vor UNSERER Tür. Ich klingelte, doch plötzlich bekam ich Angst. Angst, vor dem was mich erwarten wird. Ich wollte weglaufen, doch da öffnete eine junge Frau die Türe. Mir stiegen die Tränen in die Augen. &quot;Kann ich Ihnen helfen?&quot; fragte sie. Ich murmelte &quot;Mum&quot; Sie sah mich verwirrt an. &quot;Ich bin&acute;s, Johanna!&quot; obwohl ich wusste, sie würde sich nicht an mich erinnern, sagte ich es. Sie antwortete:&quot;Ich kenne keine Johanna!&quot; Dann schlug sie die Türe zu. Ich starrte noch eine Weile an die Türe und rannte dann fort. Schluchzend lief ich in den Park zu meiner Lieblingsstelle. Ich kletterte eine Böschung hinab und sah dem Plätschern des Baches zu. Ich kniete mich an den Rand und weinte. Warum??? WARUM???Ich warf kleine Steinchen in das rauschende Nass. Dann zog ich meine Schuhe aus und hängte meine Füße in den Bach. Ich fröstelte. Die Bäume rauschten. Jetzt im März war es noch ziemlich kalt, denn obwohl die Sonne schien wehte ein kalter Wind. Ich dachte an die Begegnung von gerade eben. Mum. Sie hat mich nicht erkannt, natürlich hat sie mich nicht erkannt! Ich hätte nicht hingehen sollen. Nein, das hätte ich nicht tun sollen, aber ich wollte sie sehen. Ich MUSSTE sie sehen. Ich seufzte. Wie soll es jetzt weiter gehen? Ich muss Leon finden. Ich muss ihm sagen, dass ich ihn liebe und das es mir Leid tut. Ja, das muss ich sagen. Ich muss sagen, dass ich wegen ihm wieder hier bin. Hier, auf dieser Welt. Lebendig.

Doch zu erst muss ich mich nach einer Schlaf- und Wohnmöglichkeit umsehen. Wo soll ich bleiben? Ich habe kein Geld, kein zu Hause und &hellip; ja ich hatte keine, die mich kennen. Ich rappelte mich auf, klopfte mir das Gras, welches ich zerrupft hatte, von der Hose, nahm meine Schuhe und kletterte die Böschung wieder hinauf. Und wo hin jetzt? Was tun? Ich beschloss erst mal mich etwas um zu sehen. Ich ging durch den Park. Vor einer Bäckerei blieb ich stehen. Etwas Geld hatte ich. Ich griff in meine Hosentasche und zog ein zwei Eurostück heraus, dann betrat ich den Laden. Mit einer Tüte und zwei Brötchen verließ ich die Bäckerei. Genussvoll biss ich hinein. Essen! Etwas glücklicher, aber wirklich nur etwas, machte ich mich auf die Suche. Nach was eigentlich? Nach einem Haus? Nach einer Möglichkeit wieder die zu sein, die ich war? Ich wusste es nicht. Nach einer Weile, ich war wieder im Park, setzte ich mich auf eine Bank. Was soll es denn bringen, wenn ich hier durch die Gegend laufe? Seufzend legte ich mich hin. Ich war wirklich sehr müde. Inzwischen war es kälter geworden. Die Sonne war weg und der Wind wurde stärker. Ich kuschelte mich in meine Fleecejacke. Sie hielt wenigstens ein bisschen warm. Bald war ich eingeschlafen.



Morgens weckte mich die Sonne. Ich blinzelte und öffnete meine Augen. Wo war ich? Warum liege ich auf einer Parkbank? Dann fiel es mir wieder ein. Ich war wieder auf der Welt, um meine Schuld zu begleichen, um Leute die ich kannte um Verzeihung zu bitten, um ein neues, mein letztes Leben zu leben. Ich wünschte mir wie noch nie zuvor ein Buch. Ein Buch, in dem die Welt um mich herum egal ist, ein Buch in der ich, einfach ich sein konnte, ein Buch, in dem ich lebte. Doch das hier war kein Buch, ich musste lernen, dass Bücher kein Leben sind. Sie durften nicht mehr mein Leben sein! Wegen den Büchern war ich verträumt, wegen den Büchern hatte ich das getan. Ich musste endlich die Wirklichkeit sehen! Ich rappelte mich auf. Ich ging zu dem Bach und wusch mich, was blieb mir anderes übrig? Meine schwarzen, langen Haare band ich zu einem Zopf. Etwas frischer ging ich wieder zurück zu meiner Bank. Dort setzte ich mich. Soll ich es wagen und zu Leon gehen? Leon&hellip; Mein Herz schlug schneller. Ja, zu Leon, ihn umarmen und wissen das alles gut ist. Aber er kennt mich auch nicht. Mir wurde plötzlich wieder klar, dass ich ja ganz alleine war! Verdammt, ich soll aufhören zu träumen und endlich was machen! Was soll ich hier herumsitzen? Ich muss endlich was tun! Ich stand mit neuer Kraft auf und ging zielstrebig in die Stadt. Ich sah mir das Brett mit den Wohnungsanzeigen an. Ich überprüfte die Preise. Ich habe kein Geld! Schließlich setzte ich mich auf eine Bank. Soll ich mir vielleicht ein Zimmer mieten? Ich könnte arbeiten oder so. Arbeiten. Ein gutes Stichwort! Ich überlegte kurz was ich machen sollte und entschied mich für Zeitungen austragen. Davon würde ich zwar nicht Millionär werden, würde aber vielleicht mir ein kleines Zimmer leisten können.

Ich ging durch das ganze Stadtzentrum bis zur Zeitungshaus. Ich ging hinein und ging an die Information. &bdquo;Hallo, mein Name ist Johanna Beck. Kann ich hier vielleicht zeitungen austragen?&ldquo;, fragte ich die Frau, die an der Info saß. Sie schaute mich freundlich an. &bdquo;Aber ja! Sie müssen diesen Zettel ausfüllen!&ldquo; Die Frau schob mir einen Zettel zu. Ich füllte meinen Name ein und blieb dann an der Adresse hängen. Adresse&hellip;, Telefonnummer&hellip;.. &bdquo;Ich habe kein Telefon.&ldquo;sagte ich und blickte auf. Die Frau sah mich verwundert an. &bdquo;Kein Telefon? Nun, &hellip; dann schreiben Sie ihre E-Mail hin.&ldquo; &bdquo;Habe ich auch nicht und eine Adresse auch nicht&ldquo; Ich wusste nicht was ich sagen sollte, also drehte ich mich um und ging. Ohne Kontakte, keine Zeitung austragen. Ich ging schließlich zum Schwarzen Brett der Stadt und pinnte einen Zettel an. &bdquo;Suche Arbeit! Wer eine Arbeit hat (Hund gassi gehen, Hof fegen, Werbung austragen, &hellip;) pinnt hier seine Adresse an, bin für alles bereit! Danke!&ldquo; Ob sich Leute melden, wenn sie nicht anrufen können? Ich muss es probieren!

Mein Magen knurrte, also griff ich wieder in meine Hosentasche. Ich hatte noch etwas Geld. Sollte ich es jetzt schon ausgeben? Was ist, wenn ich keine Arbeit finde und kein Geld mehr habe? Ich ging wieder in den Park, dort kam ich an der Bäckerei vorbei. Es roch so herrlich nach frischen Brötchen, dass ich nicht nachdachte und mir etwas holte.

Nachdem ich gegessen hatte, beschloss ich einmal zu Leon zu gehen. Ich wollte nur mal sehen, was er so macht und wie es ihm geht. Wie ich also so die Straße entlangging, in der sein Haus stand, dachte ich über die Zeit nach, die ich mit ihm verbracht hatte. Wir gingen zusammen in eine Schule. Leon ging in meine Parallelklasse. Wir lernten uns auf der Schulparty kennen. Ich bin ihm früher schön öfter begegnet, doch ich habe ihn nie wirklich beachtet. Er war einfach einer von vielen Jungen aus unserer Schule. Jetzt war er es nicht mehr. Ich liebte ihn, mehr als alles andere und ich glaube er hat mich auch geliebt. Wir haben uns öfter getroffen. Ich seufzte und da stand ich schon vor seinem Haus. Es war wie ausgestorben. Ich beschloss zu warten bis jemand kommt und setzte mich auf einen Stein. Hier saß ich immer, wenn ich auf Leon wartete.

Dann fuhr ein Auto vor. Es war das Auto seiner Eltern. Mit klopfendem Herzen sprang ich auf. In dem Moment stieg Leon aus. Ich freute mich ihn zu sehen, aber es machte mich gleichzeitig auch so traurig, dass ich Angst hatte, heulen zu müssen. Bevor Leon im Haus verschwand, sagte ich seinen Namen. Leise, aber er hörte mich trotzdem. Er drehte sich um. Voller Kummer und Liebe sah ich ihn an. Er runzelte die Stirn, wie er es immer tat, wenn er etwas nicht verstand. Ein kleiner Funke von Wiederernennung leuchtete in seinen Augen, doch so schnell wie er gekommen war, war er auch wieder weg und Leon drehte sich um. Polternd fiel die Tür hinter ihm in Schloss. Es war wie ein Schuss. Ein Schuss mitten ins Herz. Voller Kummer und Trauer drehte ich mich um. Ich blickte zum Himmel und merkte, dass der Tag sich schon wieder seinem Ende neigte. Wie wird es morgen weitergehen?
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