Gut Muschelsand - Ein sonniger Tag

Geschrieben von BellaS im Blog Bellas. Ansichten: 219

''Ein sonniger Tag



''Kaffeeduft zog durch den Raum als ich die Augen aufschlug. Mein Freund stand mit einem Becher in der Hand am Bett und war wohl gerade im Begriff gewesen mich zu wecken.

''Ein schneller Blick auf meinen Wecker versetzte mich sofort in Alarmzustand. Es war bereits 9:48 Uhr und ich hatte nicht gefüttert sondern geschlafen! Panisch rappelte ich mich auf und wollte aus dem Bett springen, doch Jonas hielt mich zurück.

''»Tabea hat schon gefüttert, wir wollten Dich schlafen lassen.«

''meinte er und mit einem Zwinkern fügte er hinzu:

''»Guten Morgen erstmal.«

''Erleichtert ließ ich mich in die Kissen zurückfallen und lächelte ihn an. Dann registrierte ich die zweite Tasse, welche au meinem Nachttisch thronte, gefüllt mit herrlich duftendem Kaffee. Genießerisch schloss ich die Augen wieder und nahm einen Schluck, ehe ich vollends wach wurde. Ich schüttelte mich wie ein nasser Hund.

''»Hat Tabea den gekocht? Das ist ja die reinste Faust aus der Tasse!«

''Jonas prustete los und auch ich verschluckte sich beinahe an seinem, für mich viel zu starkem Kaffee.

''»Faust aus der Tasse ist gut.«

''»Kennst du das nicht?« ich war ein bisschen verwundert und überrascht, doch schnell stimmte ich in sein Lachen ein.

''»Jetzt kenne ich den Ausdruck auf jeden Fall.« meinte er und stupste mich in die Seite.

''»Aufstehen, es gibt Frühstück du Nase.«



''Am Tisch schmiedeten wir Pläne für den heutigen Tag. Die Sonne schien und der Frühling lag in der Luft. Ich hatte meiner ersten Reitgruppe einen Ausritt zum Strand versprochen und wollte vorher die Zeit am Vormittag nutzen um alleine einmal durch den Wald zu reiten. Zu meiner grenzenlosen Überraschung fragte mein Freund ob er mich begleiten könne, worauf eine nicht ganz ernst gemeinte Diskussion ausbrach, inwieweit er sich im Sattel halten könne. Schließlich ließ ich ihn zufrieden und versprach er könne nachher mit mir ausreiten. Die gutartige Vidja sollte sein Pferd sein während ich meine Morgaine mal wieder ausführen wollte.

''Tabea hingegen verkündete sich eine Runde mit Topar auf der Bahn herumschlagen zu wollen. So hatten wir schließlich alles besprochen und verschwanden nach dem abräumen in Richtung Koppel. Während Morgaine und Vidja brav hinter uns her gingen, beobachteten wir über den Zaun die kleine Verfolgungsjagd, die Tabea sich mit dem Hengst Topar lieferte. Bevor wir Gefahr liefen vor Lachen zu platzen, gingen wir lieber zum Putzplatz.

''Morgaines neuer Lammfellstattel war herrlich weich und ich freute mich schon auf einen Ausritt damit. Schnell hatten wir uns auf die Pferde geschwungen und ritten vom Hof. Ich wusste das ich meine kleine Schwester Problemlos sich selbst überlassen konnte.



''Der Wald war herrlich. Die Frühblüher waren aus dem Boden geschossen und Bärlauch verbreitete seinen Duft. Auch der Tau glitzerte noch im Gras und verlieh allem etwas frisches, neues. Im Schritt ritten wir nebeneinander her, beide in Gedanken versunken. Als Jonas schließlich nach meiner Hand griff, schreckte ich aus einer Tagtraum ähnlichen Trance hoch. Ich war heilfroh das unsere Pferde den Weg durch den Wald kannten und uns sicher die bekannte Route entlang trugen. Sogar die ersten Sonnenstrahlen fielen jetzt au unseren Weg und es sah aus wie im Märchen. Am besten daran war, das ich dazu auch noch einen Märchenprinzen an der Seite hatte. Ich kicherte als ich mir das Bild vorstellte welches wir boten. Eine junge Frau und ein junger Man auf zwei ziemlich verschieden großen Pferden die nebeneinander den Waldweg entlang ritten und dabei versuchten Händchen zu halten, was bei dem Größenunterschied schon ein Kunststück war. »Romantisch.« murmelte ich vor mich hin und gab dem Schalk nach der plötzlich in mir aufstieg. Ich ließ Jonas Hand los und trieb die leicht überraschte Morgaine zum Galopp. Jonas hatte keine Chance und als ich an galoppierte folge Vidja mir und Morgaine einfach. Der wenig geübte Reiter klammerte sich verzweifelt an ihrer Mähne fest, bis ich Morgaine durchparierte.

''»Wie wäre es mit ein paar Reitstunden?« ich klopfte meiner Stute den Hals und grinste ihn an.

''»Wieso, ich bin doch oben geblieben.«



''Als wir schließlich wieder auf dem Hof ankamen, begegneten wir einer sichtlich entnervten Tabea und einem Topar dem man den Triumph beinahe an der Nasenspitze ansehen konnte. Meine kleine Schwester war gerade im Begrif abzusatteln, als ich ihr Einhalt gebot.

''So sattelte sie Morgaine ab und ich schwang mich auf Topar um dem frechen Hengst mal wieder etwas Respekt abzunötigen.



''Über meinen üblichen Arbeiten verging die Zeit schnell, und als ich nach dem Essen wieder auf den Hof kam, waren meine drei älteren Reitschülerinnen bereits dabei die Pferde fertig zu machen. Freudig begrüßten mich die drei und bestürmten mich mit Fragen zum Thema Ausritt.

''Da ein Ausritt mit Reitschülern immer zum Abenteuer werden konnte, hatte ich Tabea gebeten mich zu begleiten. So gesellten sich schließlich Stássa und Laufey zu den drei Reitschulpferden Slaufa, Vinkona und Little Miss Sunshine.

''Der Ausritt verlief ohne Zwischenfälle und ich erlaubte den dreien schließlich sogar einen Galopp im seichten Wasser. Das strahlen auf den Gesichtern der Mädchen war wirklich schön.

''Nach der ersten Reitstunde, hatte ich eine Stunde Pause. Schließlich kontrollierte ich ob wirklich alles notwendige erledigt war und setzte mich schließlich mit einem Buch in die Sonne bevor die nächsten Reitschülerinnen kamen.

''Da beide Anfängerinnen waren, blieb es bei einer Reitstunde auf den Platz. Und als auch diese beiden wieder gegangen waren, blieb mir nicht mehr viel Zeit bis zum Abendessen.

''Ich ging ins Haus und fand einen Brief auf meinem Platz. Er war von Catalina uns Spanien und ihre Neuigkeiten und Vorschläge versetzten mich ein wenig in Aufregung.

''Wie weit wir diese Pläne in die Tat umsetzten würden war noch unklar, doch in jedem Fall freute ich mich auf einen baldigen Besuch auf dem ITS Caterbury.
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