1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Ein Reisebericht Teil 2

Geschrieben von Leyla im Blog Leyla's Blog. Ansichten: 93

So. und wieder Autofahren. Viereinhalb Stunden - erst durch die Normandy und dann einmal quer durch die Bretagne nach Finistère. Genauer nach Moulin de Kergonvan. Das ist eine Ansammlung von Häusern am Ende einer Sandstraßensackgasse. Diese Ansammlung von Häusern bestand zu 80% aus Ferienhäusern, anders gesagt: es gibt nur zwei Leute, die dort richtig wohnen + Hund. Über den Hund schreib ich noch öfter. So.

1. Überraschung: Das Wetter war gut. Die Bretagne ist normalerweise der Schlechtwettermagnet in Frankreich und ich konnte keine einzige Wolke am Himmel entdecken. Der Typ der uns unser Ferienhaus zeigen wollte, meinte noch "Il fait chaud aujourd'hui" (es ist heiß heute).

2. Überraschung: Der typ der uns das Haus zeigen wollte, zeigte uns vorsichtshalber erstmal das falsche. Als dann seine Schwester ankam und sich schon gewundert hatte, warum wir uns in dem Haus breitgemacht hatten, kam raus das wir eigentlich ein ganz anderes Haus gemietet hatten. Ein viel größeres. Mit drei Schlafzimmern. Dafür aber auch nicht so schön. Also holten wir unsere Sachen aus dem einen Haus und packten sie in das andere. Ich bekam ein Zimmer mit deformiertem Doppelbett - dafür aber mit Tür auf die Terrasse. An der Wand hingen Citroen Bilder. Suuuper.

Wir sind dann erstmal Einkaufen gefahren. Schon wieder Autofahren. Na dann prost. Wir haben einen Netto gefunden und ich war schon wieder völlig fertig. Sogar bei Netto bekam man Cous Cous und Frischkäse mit Marakujageschmack in Joghurtbechern (schmeckt übrigens sehr gut). Milch gibts in komischen Plastikflaschen. Und als Brot nur und ausschließlich: Baguette. Bei Netto hab ich rausgefunden was mein Grundnahrungsmittel für die nächsten zwei Wochen wird. Aber meine Eltern fanden den Laden nicht so toll (gefühlte 0,2 Mitarbeiter) und kamen wir noch in die Verlegenheit, andere Supermärkte zu besuchen. Wenn mich jemand fragen würde, was an der Bretagne am besten war hätte ich wahrscheinlich "die Supermärkte" gesagt. Aber das fragte mich keiner und ich behielt das für mich.

Noch etwas zur Bretagne allgemein: In den "dörfern" gibt es drei Arten von Häusern: typisch bretonisch, total typisch bretonisch und Neubauten. Typisch bretonische Häuser bestehen aus grauen Natursteinen und haben kaum Fenster, außer an der Seite, die der Straße zugewandt ist. Da sind dann aber auch alle. Total typisch bretonische Häuser sind genauso wie typisch bretonische Häuser, nur sind sie total verfallen. In Frankreich scheint sich niemand um abbruchreife Häuser zu kümmern, die bleiben einfach stehen, wo sie sind. Abgerissen werden sie jedenfalls nicht. Naja und die Neubauten sehen ein bisschen aus wie billige Nachmachungen. Meistens sind die Gelb, manchmal aus grauen Steinen, jedenfalls stinklangweilig und total hässlich. Aber in vielen "orten" wird gebaut. ich frag mich nur wer die Häuser kauft.
Du musst eingeloggt sein um ein Kommentar zu schreiben.