Ein Neuanfang (Gestütsblog 1)

Geschrieben von Sissicat im Blog Fiery Highland Stables. Ansichten: 93


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Neuanfang

Das Licht stach mir in die Augen als ich aus dem Flugzeug trat, Nervosität machte sich in mir breit aber auch eine große Freude die mich durchgehend lächeln ließ. Ich war endlich angekommen, in Schottland! Es hatte lange gedauert aber hier war ich, 22 Jahre jung und bereit dafür meinen Kindheitstraum zu erfüllen und dies werde ich in Schottland. Der Flughafen von Inverness war daher mein erster Stopp gewesen.
Seit ich meine weiterführende Schule abgebrochen hatte und entschied Arbeiten zu gehen sammelte ich Geld genau für diesen Tag, den Tag wo ich mir einen großen, gemütlichen Hof kaufen würde und ihn mit „Vierhufigen Tieren“ füllen könnte. Ich trottete glücklich zu der Gepäckauslage wo mein letztes Hab und Gut auf mich wartete, mein anderes Zeugs war bereits alles in meinem neuen Zuhause.
Hier in Schottland würde ich als Hufschmiedin mein Geld verdienen, die Ausbildung hatte ich in Österreich gemacht, neben meiner eigentlichen Arbeit als Bürokauffrau. Als ich endlich aus dem Flughafen ging wartete bereits Mary auf mich, sie war eine Freundin, die ich bei einem meiner ersten Ausflüge hierher kennengelernt hatte und die sich bereit erklärt hatte mir zu helfen und mich natürlich abzuholen. Fröhlich umarmte ich sie zur Begrüßung und sie brachte mich zu ihrem Auto, dann fuhren wir los.
Mein Herz drohte zu schlagen aufzuhören als wir durch das Eingangstor fuhren und mir klar wurde, dass das alles hier jetzt mir gehörte!
Als wir parkten kamen ein paar vertraute Gestalten aus dem Haus gelaufen. „Fab? Carina?“, fragte ich ungläubig als mein Bruder und seine Verlobte vor mir standen. „Wir sind gestern schon gekommen, wir hatten gedacht du würdest Hilfe brauchen.“, erklärte mein Bruder und fuhr sich durch das schulterlange braune Haar. Carina rückte die Brille auf ihrer Nase zurecht und nickte begeistert. Hinter den beiden traten auch meine Eltern aus dem Haus und ich lachte als sie mich fest drückten. „Wir haben uns doch erst verabschiedet!“, lachte ich. Dann klatschte ich aber in die Hände und meinte: „Wenn dann alle soweit sind würde ich gerne anfangen!“
Das Haus war bereits fertig eingerichtet, daher mussten nur die Stallungen, Reitplätze, Weiden und Koppeln repariert werden, was wir hoffentlich schaffen würden. Ich befahl meinem Bruder und meinem Vater das sie die Weiden Zäune begutachten und reparieren sollten, Carina und meiner Mutter gab ich die Aufgabe die Ställe von Unrat zu befreien und einigermaßen zu putzen. Mary und ich machten uns an die Reitplätze und die Reithalle. Wir entschieden uns drei „Reitplätze“ zu machen, einer davon würde ein Roundpen werden, ein anderer würde ein Sandplatz werden und der letzte würde mit einer Art Holzspäne sein. Als wir die Reitplätze endlich fertig gemacht hatten und zu der Halle gingen, bemerkten wir die Männer, wie sie am Hauptstall am Dach standen und irgendetwas machten.
„Was macht ihr da?! So wie ich euch kenne fällt gleich einer runter!“, rief ich auf Deutsch, wodurch mir Mary einen halb genervten halb traurigen Blick zu warf, zu ihrer Freude antwortete Fabian auf Englisch: „Da war ein Loch in der Decke! Papa meinte wir sollten es lieber reparieren solange wir hier sind.“ Ich lächelte und ging gefolgt von Mary weiter. Die Halle war ziemlich in Ordnung daher mussten wir nur den Sand erneuern und die Spiegel putzen. Am Abend gingen wir alle zusammen in das Haus und ließen uns auf die große Coach im Wohnzimmer nieder. „Wann fahrt ihr eigentlich wieder?“, fragte ich meine Familie und musterte die 4, Mary war gerade nicht da daher redeten wir auf Deutsch, obwohl ich gern in Englisch rede würde ich es doch vermissen meine Muttersprache zu sprechen.
„Wahrscheinlich fahren wir in einer Woche, wir wollen uns nämlich die Gegend ansehen.“, erklärte meine Mutter. „Und den Whisky!“,fügte mein Bruder hinzu, worauf Carina ihn in die Seite stieß. Ich lachte und erlaubte meiner Familie hier bei mir zu wohnen solange sie wollten. Danach kam auch schon Mary zurück und fragte ob sie heute Nacht auch hierbleiben könnte, was ich ihr sofort erlaubte. Wie es in diesem großen Haus wohl wäre, wenn ich allein hier wohne?

-to be continued-​
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