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Ein Baby auf Unelma Hevonen

Geschrieben von Mongofisch im Blog Heimatlos. Ansichten: 91

Der unwichtige Teil ist im Spoiler, wer mag, kann den auch lesen xD

arialUngeduldig hampelte Calista neben mir rum. „Jetzt warte doch mal“, mahnte ich sie, während ich den Longiergurt vorsichtig auf ihren Rücken gleiten ließ.

arialDie junge Trakehnerstute war endlich wieder bei mir auf dem Hof, wenn auch noch nicht eingeritten, zu mindestens kannte sie aber nun alles Wichtige rund ums Longieren.

arialKimi kam in den Stall und schüttelte sich. „Mensch ist das kalt heute!“

arial„Oh ja“, stimmte ich ihm nickend zu. Das Thermometer zeigte sicher -10°C und einem wurde schon kalt, wenn man nur aus dem Fenster sah.

arial„Wer steht heute noch auf dem Plan? Kann ich dir irgendwie helfen?“ murmelte Kimi während er seine Hände in Calistas dichtem Winterfell vergrub.

„Monster und Heat müssen heute noch was tun. Wenn du möchtest, und du dabei nicht einfrierst, kannst du ja mit ihnen spazieren gehen. Dann hätten wir für heute alles erledigt und können uns einen schönen Nachmittag machen“, schlug ich lächelnd vor, während ich Calista den Gurt schloss. Sie blähte sich etwas auf, blieb aber ansonsten brav stehen. Ich klopfte ihr kurz den Hals und schaute Kimi dann fragend an.

arialEr schien kurz nachzudenken und nickte dann: „Ja, ich geh mit den beiden eine Runde raus. Wie lange brauchst du mit Calista?“

arialWährend ich dem Fuchs eine Abschwitzdecke überzog und ihre Trense vom Haken nahm, sagte ich: „Ich denke, länger als eine halbe Stunde werde ich nicht machen. Ich möchte sie auch nicht gleich überfordern, deswegen fang ich langsam an.“

arial„Das finde ich super“, lächelte Kimi, drückte mir einen Kuss auf die Stirn und fügte hinzu: „Dann bin ich mal mit den Dicken weg. Bis später!“

arialEhe ich was sagen konnte, war er schon wieder verschwunden und ich stand alleine mit Calista da. „Dann wollen wir mal“, sagte ich und trenste die Stute auf. Etwas missmutig kaute sie auf dem Gebiss, legte ihren aufmerksamen Blick jedoch nicht ab.

arialIch hörte wie Kimi mit Monster und Heat am Stall vorbei ging, also wartete ich noch einen Moment, ehe ich mit Calista zur Halle ging.

arialAngekommen, führte ich meine Stute erst einige Runden im Schritt. Sie war recht guckig heute und erschrack sich vor jeder kleinen Bewegung. „Was ist denn heute los?“ Lachte ich und strich ihr über den Hals. Wie erwartet, bekam ich natürlich keine Antwort, hatte ich auch nicht erwartet, aber manchmal wäre es wirklich sehr hilfreich, wenn Pferde sprechen könnten.

arial„Komm Maus“, sagte ich zu Calista und positionierte mich im Mittelpunkt eines Zirkels. Es war heute das erste Mal, dass ich die Kleine selber longieren würde und ich muss sagen, ich war ziemlich aufgeregt.

arialBrav lief die Trakehnerstute ihre Runden, ich stand lächelnd in der Mitte und staunte über die großen Fortschritte. Sie streckte sich von ganz allein super vorwärts-abwärts und wenn man genau hinschaute, konnte man sogar schon einige Muskeln erkennen.

arialNachdem ich Calista auf beiden Händen einige Zeit Schritt gehen lassen hatte, trabte ich sie nun an. Erstaunlich, wie präzise sie auf Stimmkommandos reagierte. Immer wieder lobte ich sie, wechselte einige Male die Hand, und beließ es dann für heute dabei.

arial„Super gemacht“, lobte ich die Stute und legte ihr die Abschwitzdecke wieder über den Rücken. „Jetzt gibt’s auch noch eine extra Portion Müsli für dich“, grinste ich, während ich mit Calista zurück zum Stall lief. Es war schrecklich kalt heute und ich freute mich schon auf einen schönen heißen Tee.

arialIch nahm Calista die Trense ab und halfterte sie rasch auf. Mit meinen eiskalten Fingern öffnete ich den Longiergurt und zog ihn vom Rücken der Stute. Damit sie sich nicht erkältete zog ich ihr die Abschwitzdecke bis zum Widerrist und schloss sie an der Brust. „So, jetzt geht’s ins Bett“, murmelte ich, löste den Strick und stellte Calista in ihre Box.

arialBevor ich mich daran machte, die anderen Pferde von der Weide zu holen, gab ich der Stute die versprochene Portion Müsli und verließ dann den Stall.

arialGrade lief Kimi mit Monster und Heat am Offenstall der Fohlen vorbei.

arial„Na Maus“, lächelte er. „Alles gut verlaufen?“

arialIch legte ihm die Arme um den Hals und lächelte: „Es war traumhaft, sie ist so toll gelaufen, ich konnte gar nicht glauben, dass das meine Calista war.“

arial„Das freut mich“, sagte er. „Holst du die anderen jetzt auch schon rein?“ Er zupfte kurz an Monsters Strick, der scheinbar keine Lust hatte hier rum zu stehen.

arial„Ja, ich finde das reicht für heute, es ist so kalt“, grinste ich, gab ihm einen flüchtigen Kuss und lief dann zur Stutenweide. Zuerst nahm ich Hunter und Cala, die mit der Trennung von Caletta mittlerweile gut zurechtkam, anschließend holte ich noch Grey und Summer in den Stall. Kimi brachte nach Monster und Heat auch noch Dave und Brave in den Stall, während ich zu Caletta und Maira lief und schaute, ob dort alles in Ordnung war.

arialDie beiden Fohlen hatten sich in ihrem ganz eigenen Stall gut eingelebt und verstanden sich super. Ich war stolz auf die Beiden, dass sie sich so gut entwickelten und eine schöne Kindheit genießen konnten.

arial„Hey“, flüsterte Kimi mir ins Ohr und umarmte mich von hinten. Ich drehte mich umständlich um und schaute ihm in die Augen.

arial„Na mein Prinz“, lächelte ich. „Wollen wir rein gehen? Mir ist wirklich kalt.“

arialEr nickte und nahm mich an die Hand. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter, während wir zum Haus rüber gingen. „Weißt du, dass ich wirklich glücklich bin?“

arialEr blieb stehen, legte seine Hände auf meine Schultern und lächelte. „Ich weiß, ich auch!“ Ich legte meine Arme um ihn und drückte ganz fest zu. „Ich möchte dich nie wieder loslassen“, grinste ich.

arial„Musst du aber, sonst werden wir hier erfrieren“, lachte Kimi, hob mich kurzerhand hoch und trug mich zum Haus. „Lass mich runter“, protestierte ich, hatte aber keine Chance. „Du bist mir einer!“

arialEr ließ mich runter und führte mich in die Küche. „Tee?“

arial„Oh ja gerne“, nickte ich, setzte mich auf einen Stuhl und zog mir Jacke und Schuhe aus.

arialNachdem der Tee fertig war und Kimi jedem von uns eine Tasse eingegossen hatte, zogen wir uns ins Wohnzimmer zurück.

arialIch trug noch immer ein Geheimnis mit mir rum, wusste aber noch nicht genau, wie ich es Kimi erklären sollte. Erstmal schwieg ich darüber und packte mich in meine warme Kuscheldecke ein

arial„Der Winter macht mich wirklich fertig“, murmelte ich und nippte an meinem Tee. Kimi lächelte und gab zurück: „In ein paar Jahren hast du dich dran gewöhnt, hier wird es oft so kalt. Aber das wusstest du sicher schon, bevor du hierher gekommen bist.“

arialIch nickte: „Das stimmt, aber so kalt hab ich es mir nicht vorgestellt.“

arial„Dafür gibt es ja sowas wie Heizung“, grinste Kimi.

arialSchief guckte ich ihn an. „Manchmal bist du wirklich doof.“

arial„Das weiß ich“, murmelte Kimi und schlüpfte mit unter die Decke. Mittlerweile war mir nicht mehr so kalt und ich befasste mich weiter damit, wie ich Kimi die Neuigkeiten beibringen sollte. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust und schloss einen Moment die Augen.

arial„Ich muss dir was sagen“, flüsterte ich unentschlossen.

arial„Erzähl“, sagte er und strich mir über die Haare.

arialIch zögerte. „Das ist nicht so einfach.“ Kurz schwieg ich und setzte dann erneut an. „Ich denke.. ich bin schwanger.“

arialFür einen Moment war es totenstill und ich hatte plötzlich Angst, dass er mich verlassen würde, dass er das Kind nicht wollte, dass alles kaputt gehen würde.

arialKimi setzte sich auf, schaute mich an und lächelte dann: „Das ist doch wundervoll! Ich freu mich, ich freu mich wirklich, richtig doll!“

arialMir schossen die Tränen in die Augen und ich konnte es nicht mehr aufhalten. „Du brauchst doch nicht weinen, das ist was Wunderschönes“, nahm Kimi mich in den Arm.

arial„Ich bin nur so erleichtert, dass es endlich raus ist“, stotterte ich und legte meinen Kopf auf seine Schulter. „Ich freu mich auch“, flüsterte ich.
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