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Der Schneesturm

Geschrieben von Jackie im Blog Jackie's Livetagebuch. Ansichten: 710

Amy, Lou, Ty, Soraya und ihr nerviger Freund Chase steckten auf Cambridge fest. Wenn das kein schöner Winter werden sollte ?
Darum musste sich nun Caleb um die Farm kümmern...

"Hast du immer noch nichts von Amy gehört ?", fragte ich Jack mit einem leicht verzweifelten Ton. "Nein, scheint so als gäbe es keinen Empfang. Zuletzt sagte sie, dass sie im Schnee stecken blieb. (Ja es war ein Wildunfall, aber Schnee ist dann doch realistischer ^^) und sie eine Weile in Cambridge bleiben müssten. Aber bis jetzt habe ich immer noch nichts neues von ihnen gehört". Ich seufzte, "Dann bleibt die Arbeit wohl an uns hängen", - "An dich, .. an dich" wiederholte Jack und hustete kurz. Es war bitterkalt und ich musste mir heute eine dicke Jacke überziehen. Ich brauchte nicht mal aus dem Fenster gucken, um zu erkennen, dass es einen Schneesturm geben würde. "Heute sollte Mr. Raw Depression" ankommen, murmelte Jack. Er ging zur Kaffeemaschine um sich ein Käffchen zum aufwärmen zu machen. "Heute ?? Hier ist doch alles zu geschneit... viel zu gefährlich", nun zog ich mir meine Handschuhe und eine warme Mütze über. "Ich weiß Caleb, wir werden sehen. Hunter wollte noch mal mit Jill vorbei kommen.", ich seuftze... noch mehr Arbeit für mich.

Im Stall angekommen begann ich erst mal mit der Stallarbeit. Ich bereitete das Futter vor und holte eine Schubkarre aus der Gasse. "Was machst du da ?", überraschte mich plötzlich eine weibliche Kinderstimme. Ich dreht mich um und erkannte Georgies Gesicht. "Was ich mache ? Ich gebe dir jetzt einen Auftrag", sagte ich mit einem grinsen im Gesicht... "Was denn für einen Auftrag ?", Georgies Augen strahlten - endlich konnte sie sich nützlich machen. Ich drückte ihr Futtereimer und Schaufel in die Hand. "Die Pferde füttern... wenn du Mallory siehst, sag ihr bitte sie soll zu mir kommen. Ich muss jetzt die Pferde trainieren". Ob sie wirklich Spaß daran hatte ? Georgie rannte voller Energie mit dem Futtereimer durch die Gasse und füllte den Hafer in die Futterbehälter. Amy hatte ihr vor einigen Wochen gezeigt gehabt, wie viel welches Pferd etwas bekommt, daher konnte ich ihr mit guten Gewissen diese Aufgabe zuteilen. Ich stapfte über den verschneiten Hof zum Zuchtstall und ging zu Callas Box. Leider musste ich feststellen, dass die Stute auf der Weide stand... "Drecks Kälte", grummelte ich verärgert. Griff dann Callas Halfter und bewegte mich bibbernd zur Weide. Schnell zog ich der Stute das Halfter über, nach streicheln und schmusen war mir gerade nicht zu mute. Auch die Stute schien wohl erleichtert zu sein endlich in den warmen Stall zu kommen... nicht für lange, aber wenigstens etwas. Ich band die Stute vor der Box fest, holte den Putzkasten und ein großes Handtuch aus der Ecke und rubbelte das warme, lange Winterfell trocken. Die Stute dampfte blickte aus dem Stall hinaus und stieß ein lautes wiehern aus. "Ich mags auch nicht wirklich alleine zu sein", antwortete ich zu ihr. Als ich jedoch sah wer den Stall betrat, wusste ich weshalb sie gewiehert hat. "Hey Caleb!", begrüßte mich Hunter freudig. "Ihr seit also angekommen?" begeistert umarmte ich den dunkelhaarigen Kerl. "Wo ist Jill ?", - "Die trinkt mit Jack einen Tee, was machst du denn ?", an seiner linken hielt er Raw Depression, welcher mit gespitzten Ohren zu Calla blickte. "Ich wollte die Stute gerade im Gelände reiten. Wird ein ziemlich schwieriges Training, der Boden kann sehr rutschig sein" - "Military ?", fragte Hunter mit einem Schmunzeln auf den Lippen. "Ja genau, Raw Depression sollte doch auch trainiert werden ? Warum kommst du nicht einfach mit?", Hunter schien von der Idee begeistert zu sein "Gerne, dann können wir uns gleich messen", ich lachte und sah das Raw bereits gesattelt war. "Ich beeile mich noch eben", schnell, aber vorsichtig bürstete ich Callas verklebte Mähne und kratzte ihre Hufe aus. Nun eilte ich zur Sattelkammer um sie für das Training auszustatten.

Gelassen lief die kleine Haflingerstute neben dem Vollbluthengst. Ich hatte dennoch zu kämpfen damit sie sich benam. Amy hatte sie erst vor wenigen Wochen eingeritten, weshalb sie erst einmal einen erfahrenen Reiter benötigte. Nämlich mich. Hunter hatte den Hengst offenbar sehr gut im Griff, dieser schien mir am gelassensten von uns allen. "Wohin müssen wir ?" Hunter zügelte Raw um etwas weiter hinter mir zu bleiben. "Richtung Felder, der High River scheint mir um diese Jahreszeit zu gefährlich zu sein. Zumindest für das, was wir vorhaben". Nach einigen Minuten Schritt gehen, trabte ich an. Wir ritten unter dem Tor an der Hofeinfahrt vorbei und steuerten auf die Felder zu. "Die Felder gehören den Stantons, auch sie nutzen sie zum trainieren. Zumindest dann wenn sie unfruchtbar oder gefroren sind. Die Monate über dürfen wir sie schließlich zum trainieren nutzen. Aber auch nur, weil Amy seit einiger Zeit mit Ashley befreundet ist und Jack einen recht guten Draht zu ihrer Mutter hat." Hunter trabte mit Raw an den Hindernissen vorbei. Machte sich mit ihnen vertraut. Calla blickte sie stattdessen argwöhnisch an. Es war von großer Wichtigkeit, dass ich es bei ihr langsam anging. Darum wollte ich für's erste mit ihr über niedrige Baumstämme springen und an Gräben vorbei reiten. Calla sollte aber auch die Berge hinausklettern, wobei ich dort aufpassen musste - da alles sehr glatt sein könnte. "Ok wollen wir anfangen ?", fragte Hunter. Er nickte und begab sich am Startpunkt, welchen ich ihm vorher gezeigt hatte. Der Schnee lag nicht all zu tief, weshalb wir glatte Stellen besser sehen konnten. Im trab ritten wir eine Gerade, damit uns das angaloppieren leichter fiel. Wir galoppierten langsam zum ersten Hindernis. Ein Baumstamm umgeben von eingeschneiten Büschen. Noch schien Calla mit Raw synchron zu sein. Dies änderte sich jedoch sehr schnell, da die Stute glaubte einen Geist gesehen zu haben. Sie machte nach dem Sprung einen Satz zur Seite, sodass ich Schwierigkeiten bekam mich im Sattel zu halten. Ich konzentrierte mich jedoch und drosselte ihr Tempo ein wenig. Hunter war schon weiter voraus und sprang über mehrere Holzbretter hinweg. Ich trieb Calla und galoppierte etwas schneller Richtung Hindernis um Hunter einzuholen. Doch musste ich sie ein klein wenig bremsen ehe sie abspringen konnte. Calla machte einen Satz, wie ein kleines Rehkitz sprang sie über die Bretter und gab von selbst Gas um den süßen Raw einzuholen. "Wie siehts bei dir aus ?", rief ich Hunter zu. "Ist schon arg rutschig. Raw hat seine Schwierigkeiten und bei dir ?" - "Ja, gut dass unsere Pferde nicht beschlagen sind... wir sollten aber Schneegrip drauf tun. Dann haben sie mehr halt". -"Das stimmt, da hast du wohl Recht!". Ich ritt am Graben vorbei, korrigierte dabei Calla im Galopp, damit sie nicht einfach ausweichen konnte.. Als nächstes kam ein Lehmhügel über dem die Pferde springen mussten. Calla holte den Hengst langsam ein, dieser war ihr jedoch immer noch eine Pferdelänge voraus. Hunter richtete sich nach vorne, verlagerte sein Gewicht und gab dem Pferd mehr Zügel. Der Vollblut segelte über den Hügel hinweg und suchte auf den Boden nach halt. Nun war Calla an der Reihe, auch sie machte einen Satz über den Hügel hinweg, wurde aber langsamer als sie aufkam. Ich lobte sie indem ich ihren Hals klopfte und ritt mit Hunter den restlichen Parcours ab. Hunter war mir zum Ende hin weiter voraus, Calla war also noch lange nicht so weit. "Hunter wie lange willst du und Jill bleiben ?", fragte ich ihn interessiert. "Eigentlich nur einen Tag. Aber wir hatten unterwegs schon Probleme hier her zu kommen. Vielleicht wäre es besser wenn wir darüber schlafen.", plötzlich kam mir ein Einfall "Lisa Stillman, die Freundin von Jack - sie besitzt ein Vollblut Gestüt nur wenige Kilometer von hier. Wir könnten die Pferde zum trainierten mitnehmen. Lisas Reithalle eignet sich dafür nämlich sehr gut. Wir besitzen sowas leider nicht. Zumindest könnten wir zusammen trainieren, solange wie ihr hier sein werdet", Hunter nickte - "Hört sich super an!".

Nach gut 20 Minuten erreichten wir Heartland, ich staunte nicht schlecht, als ich Jack auf Nimué sitzend sah. Er ritt die junge Stute auf den Reitplatz gegenüber vom Stall. "Jack ?! Was machst du da!", lauthals rief ich dem alten Mann zu, welcher wohl hochkonzentriert war. Er konnte mich nicht hören. "Du weißt ja wo es zum Stall geht", daraufhin ritt ich zu Amys Großvater und wiederholte mich. "Jack ? Was machst du denn da ??" erst jetzt sah er mich an und lächelte, wenn auch ein wenig grimmig - was wahrscheinlich sein gräulicher Schnauzbart verursachte. "Hm du siehst doch, dass ich sie trainiere". Ich dachte ich hätte mich verhört. Würde mir Jack tatsächlich bei der Arbeit helfen ? "Wie ? Echt jetzt ?", verwundert sah ich ihm bei der Arbeit zu. Er ritt die Stute im Jog auf den Hufschlag, ritt dabei einige Kreise und stoppte zwischendurch immer wieder. Es war wirklich interessant. Jack war ein solch erfahrener Westernreiter, dass er genau wusste was er zu tun hatte um die Stute zu kontrollieren. Dagegen war ich ein Praktikant. "Ja", antwortete er nach einer langen Zeit "Ich trainiere mit ihr die Grundbefehle, damit sie auf den Reiter hört wenn man ihr Hilfen gibt". Calla döste in der Zwischenzeit. Ihr Körper lehnte sich ein bisschen nach links. "Das macht du echt gut Jack. Was ist eigentlich mit Winterdecken ? Ich habe keine Abschwitzdecke mitgenommen..." ich schluckte nervös. Denn jetzt erst fiel mir auf - wie stark Calla eigentlich zu dampfen begann. Hier jetzt rumzustehen wäre gar nicht mal so gut für das Pferd. "CALEB!", rief er energisch "Wie oft soll man es dir noch sagen? Schaff deinen Hintern samt des Pferdes in den Stall und deck die Stute ein! Wenn Amy das erfährt. Calla ist ihr Heiligtum. Unsere Pferde sind zwar an Kälte gewöhnt, aber Calla ist noch jung und weniger abgehärtet" ich wartete keine Sekunde länger ab und ritt schnell zum Stall rüber. Mensch, wo war denn auch immer mein Verstand geblieben ? Fürsorglich, wohl eher mit schlechtem gewissen, sattelte ich den Haflinger ab und legte Sattel, Schabracke und Trense vorerst auf Sattelbock und Trensenhalter ab. Wie gut das alles nötige bereits vor der Box stand. So konnte ich Callas Halfter und Decke aufnehmen um die Sachen der Stute umzulegen. Sie spitzte ihre Ohren, schnupperte an der Decke und brummelte sanft. Ich streichelte ihren nassen Hals und gab ihr noch ein Apfel-Malz Leckerchen als Belohnung. "Du bist eine liebe Stute", ich nahm den Führstrick um die Stute in die Box zu stellen. Die Weide wäre jetzt nicht das Richtige für sie. Ich gab ihr klein geschnittene Ingwerwurzeln in ihr Futter, als Absicherung gegen Erkältung. Amy würde mir den Kopf abreißen wenn ihr was zustoßen würde.

Hunter machte es sich am Esstisch bequem. Jill saß neben ihn und trank einen heißen Tee. Als ich das Wohnhaus betrat, sah ich mit wem sich die beiden unterhielten. Es war Tim, welcher zu Besuch war. "Ganz schön stürmisch da draußen nicht wahr ?", sagte er mit einer heiteren Stimme. Ich nickte, "Ist jetzt aber wieder was ruhiger geworden. Heute morgen war es viel schlimmer - Aber Hallo Tim! Was machst du hier?", Tim zwinkerte mir zu und lächelte Jill an. "Ist Lou da?", fragte er gelassen. Ich schüttelte meinen Kopf "Die ist doch in Cambridge". Tim stand auf, sah mich eindringlich ein. "Was will die denn da ?" - ein wenig perplex über seine Reaktion zuckte ich die Schultern ehe ich langsam und vorsichtig antwortete "Golden Girl trainieren lassen ?". Tim stöhnte auf. "Ich wollte sie abholen, sie sollte doch nach Foothill" ich wusste nicht so recht was ich darauf sagen sollte. Immerhin war ich bloß der Stallbursche. "Naja Tim, bis Amy wieder kommt wird es wohl eine Weile dauern." Der Vater seufzte verärgert "Na toll, jetzt werd ich wohl eine Woche auf mein Pferd warten können" ich versuchte ihn zu beruhigen, indem ich ihm versicherte das Catalina Dixon einen guten Job macht und sich um Girly hervorragend kümmern würde. "Das glaube ich dir, aber Girly sollte auf der Rennbahn trainiert werden!" - "Audauertraining ist doch ebenfalls vom Vorteil?", Tim war und blieb ein Sturkopf, genau so wie Jack. Wahrscheinlich mochten sich die Beiden daher nicht. Ich blickte noch mal flüchtig aus dem Fenster, bekam darauf hin jedoch einen Schock. Draußen war alles zu geschneit. Es fielen riesige Flocken vom Himmel hinab, welche sich direkt auf den Boden niederließen. Es war so kalt, dass sie aneinander hafteten. "Verdammte ...!", rief ich plötzlich aus "Ich muss doch noch Windsor trainieren!". Hunter blickte mich unsicher an. "Caleb, vielleicht kannst du ihn ja später trainieren ? Bei dem Wetter ...", auch er erkannte nun, dass er nicht mehr aus Millarville kam. "Hm. Ihr habt doch Gästebette oder?". Jack musste lachen, man konnte Hunters Verzweiflung richtig ansehen. "Keine Sorge, alles vorhanden", sagte er knapp. "Hat jemand Mallory gesehen ? Sie hat sich bis jetzt immer noch nicht bei mir gemeldet". Mallory war normalerweise immer in der Menschenmenge zu sehen. "HALLO!", die Tür wurde ausgestoßen, ein völlig verschneites Mädchen betrat den Raum. Es war Mallory mit Georgie. Beide zogen ihre nassen Jacken aus und hingen sie auf den Kleiderständer auf. Mallory stellte ihre Stiefel vor dem Kleiderständer und klopfte sich den Schnee von der Hose. "Arbeit erfolgreich abgeschlossen!", sagte sie Stolz in die Runde. Wir blickten sie fragend an. "Na, ich habe gehört Amy würde nicht so schnell wieder kommen und Caleb benötigt meine Hilfe. Da habe ich Windsor trainiert.", ich blickte sie verdutzt an. "Wie jetzt ? Ich habe dir doch gar nicht gesagt was du machen sollst". Das Mädchen grinste über beide Ohren hinweg. "Ich weiß, darum habe ich ja auch Jack gefragt!" nun kam Jack auf Mallory zu, half Georgie beim ausziehen und sagte zu den beiden Mädchen "Setzt euch doch bitte erst einmal hin", in der Zwischenzeit machte Jack einen heißen Kakao. "Wer möchte alles ?", Jill und die beiden Kinder meldeten sich und freuten sich über das heiße Getränk. Die Türe polterte durch den kalten Wind, welcher an das Farmhaus vorbei zog. "Erzähl Mallory, was hast du mit dem Haflinger angestellt ?", ich beugte mich neugierig zu ihr rüber und wartete auf eine Antwort. "Windsor war zuerst gar nicht so begeistert in der Kälte arbeiten zu müssen. Aber Jack hat mir gezeigt was ich machen muss, damit er den Kopf nach unten anzog und den Hals ein wenig wölbt. Er sollte ihn nicht ständig hoch schmeißen.",

"Und hat es auch geklappt?" - "Ja, prima. Danach bin ich einige Bahnfiguren getrabt, damit Windsor sich auf die Arbeit konzentrieren konnte. Das hat er echt gut gemacht."
"Du weißt aber noch nicht wie eine Traversale geht oder ?" - "Nein, darum ist mir Jack zur Hand gekommen und hat es mir gezeigt. Windsor ist jetzt prima vorbereitet auf das nächste Turnier. Ich hoffe so, dass er gekört wird."
"Ganz bestimmt", ich lächelte ihr dankbar entgegen und setzte mir einen Kaffee auf. "Es gibt doch nichts schöneres, als ein Schneesturm und ein heißes Getränk..." - als mich Jack jedoch prüfend ansah, wurde mir bewusst, dass ich etwas ganz wichtiges vergessen hatte. "Caleb,... die Pferde sind doch im Stall oder ?", ich schluckte. "Nicht alle".


Urplötzlich stand Jack auf und stampfte wütend aus dem Haus Richtung Ställe um die Halfter zu holen. "Man kann sich echt nie auf dich verlassen!", schimpfte er zu sich selbst - ich konnte ihn hören, stürzte ihm gleich nach und entschuldigte mich im Vorbeigehen zig mal. Jack jedoch hörte mir nicht zu. Mallory und Georgie kamen nachträglich angelaufen. Hunter wollte die Beiden begleiten, doch wollte er sich lieber um Jill kümmern, in dem hohen Schnee würde sie nicht so leicht, geschweige denn schnell fort kommen. Mit Halftern bewaffnet, teilten wir uns um jeweils 2-3 Pferde von der Weide zu holen. Ich versuchte Golden Samurai einzufangen, welcher temperamentvoll über die Weide preschte und mit den Hinterbeinen ausschlug. Sein Körper war schon völlig verschneit. Es war wichtig, dass die Pferde ins Warme kommen, damit sie nicht krank wurden. Nachdem sich der Hengst endlich wieder gefangen hatte, stürzte ich mich auf ihn und holte ihn von der Weide. Im Schlepptau Figaros Schattenfalter und L'ombre de la Figaro. Jack befand sich auf der Stutenweide und brachte die zierlichen Fohlen in den Stall. Mirabella, Picola und die noch junge Stute L'ombre de la Lune trottelten ihn hinterher. Mallory und Georgie nahmen je ein Pferd mit, die Mädchen waren noch sehr klein und hatten wenig Kontrolle über zwei, geschweige denn drei Pferde. Also nahm Mallory die Zuchtstute Lady Äppel und Georgie den Hengst Burberry.

Als alle im Stall standen, ging Jack zurück in das Wohnzimmer, wo Hunter und Jill auf die vier warteten. "Es tut mir Leid, auf unseren Stallburschen kann man sich manchmal echt nicht verlassen", grummelte er verärgert. Ich hatte ein schlechtes Gewissen "Es tut mir ja Leid Jack ! Wirklich... Ich bin wohl eher für Rodeo reiten gemacht..."
"Komm mir jetzt nicht mit deinem Rodeo reiten! Auch ein Rodeo Futzi weiß wie man ein Pferd versorgt, damit es nicht krank wird". Er blickte mich finster an. Ob dies nun Konsequenzen hätte ? "Ok Jack. Du hast Recht. Ich wollte dennoch nicht, dass es soweit kommt", es herrschte eine betrübte Stimmung am Tisch. Jacks Miene lockerte sich wieder, anscheinend hatte er sich beruhigt. *Klingeling* Das Telefon klingelte, sofort stürzte sich Jack auf den Hörer, in der Hoffnung Amy würde sich melden. "Hallo ? Spreche ich hier mit den Flemmings ?" betrübt antwortete er der Person am Hörer.


© Jackie | 17.338 Zeichen
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Wie wird es wohl weiter gehen ? Wann kommt Amy wieder ;D ?
Dir und Elsaria gefällt das.
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