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Der „Teufelsreiter“ verabschiedet sich vom Sport

Geschrieben von Libbie im Blog Pferdige Nachrichten von Libbie. Ansichten: 181

(Bad Segeberg) Den Sattel hat er schon gegen die „Trainerbank“ eingetauscht, jetzt folgt die offizielle Verabschiedung von Tjark Nagel aus dem aktiven Sport in den neuen Job. Mit einem Empfang und einer Ehrung auf dem großen Turnierplatz beim 59. Landesturnier vom 7. bis 9. September endet eine Ära im Reitsport und beginnt eine neue Zeit für den am 12. Oktober 1952 geborenen Dithmarscher, der den Spitznamen „Teufelsreiter“ seinen rasanten Runden in etlichen Stechparcours verdankt.





Nagel zählt zu den erfolgreichsten schleswig-holsteinischen Springreitern schlechthin: Er war Teil der deutschen Olympiaequipe 1992, im gleichen Jahr wurde er 14. des Weltcup-Finales im kalifornischen Del Mar mit dem Wallach Leroy Brown, er hat das Championat von Hamburg und von Hannover gewonnen, zweimal allein den Großen Preis von Kiel und auch in Neumünster trumpfte der „Teufelsreiter“ bereits groß auf. Der letzte Nationenpreis-Sieg datiert aus dem Jahr 2005 in Koppenhagen, den Großen Preis von Segeberg nahm er einige Male mit nach Hause und viermal gewann Tjark Nagel die Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein und Hamburg, Silber- und Bronzemedaillen sind ungezählt. Mit dem Landesturnier in Bad Segeberg verbinden sich für den Profi aus Friedrichskoog viele Erinnerungen. „Die Reiterbälle früher waren gewaltig,“ schmunzelt Nagel und der Sport auch. Der Reiter trat in den Springkonkurrenzen an, aber auch für die Mannschaft seines Vereins in Marne. Er hat viele Pferde in den großen Sport gebracht, darunter auch etliche Holsteiner und zählt somit zu den „Botschaftern“ des Erfolges in der Landespferdezucht.





Tjark Nagel hat seinen Betrieb in Friedrichskoog bereits im Herbst 2006 an seinen Sohn Björn übergeben. Paul Schockemöhle engagierte den erfahrenen Springreiter nur wenig später als Trainer und Koordinator für die Arbeit mit den Nachwuchspferden in der Lewitz/ Mecklenburg, Springreiter Dirk Ahlmann (Reher) erbat sich ebenfalls Unterstützung beim Training. Also wird man Tjark Nagel auch künftig in der Pferdesportszene treffen, die weißen Hosen allerdings hat er gegen Jeans eingetauscht.
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