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Besuch aus Finnland - im Doppelpack!

Geschrieben von Ravenna im Blog Caed Crevan. Ansichten: 216

Die letzten Tage auf Heartland hatte ich mit einem Ausritt verbracht – Amy und ich übten schon seit geraumer Zeit mit Moon und Figaro für einen Distanzritt der bald stattfinden würde. Die Abende hatte ich zusammen mit Cayden verbracht..unsere Dates, die wir wohl nachholen mussten…Wir lernten uns einfach auch besser kennen, tief in der Nacht verabschiedeten wir uns von einander. Wenn ich mir auch manchmal wünschte er würde bleiben, doch diesen Wunsch zu äußern traute ich mich nicht. An diesem Abend würde eine Freundin aus Finnland – mit im Schlepptau ihr eigenes Pferd Morke, einen Norwegerhengst den ich trainieren wollte. Andererseits hatte sie die Reise auch getan um Heartland zu besuchen und am Weihnachtsball teilzunehmen.

Am Abend fiel mir Laura in die Arme – eine sichtlich geschaffte Laure – wir machten uns Augenblicklich daran den kleinen Hengst in den Stall zu stellen. „Die nächsten Tage lassen wir ihn erstmal ankommen, dann können wir mit dem Training beginnen. Wenn du Hunger hast, ich hab schon etwas vorbereitet.“ Laure verstaute noch den Sattel von Morke blickte mich an „Für etwas zu Essen würde ich glatt sterben!“ Als wir gerade aus dem Stall kamen fuhr ein weiterer Transporter auf den Hof – ebenfalls ein Gast aus Finnland, die Trakehnerstute Calista, sie würde auf Heartland einen perfekten Start ins Leben erlangen und dann wieder zusammen mit Laura und ihrem Hengst zurück nach Finnland gehen. Ty nahm die junge Stute in Empfang, zusammen mit ihm hatte ich am Vormittag die Box vorbereitet. Nun schlenderten Laura und ich noch zu den kleinen Offenställen und ich stellte ihr meine Connemaraponys vor. Cayden hatte ich für diesen Abend gebeten für das Essen nach Haus zu gehen, wenn er auch beim Kochen geholfen hatte und ich ihm einiges mitgegeben hatte. „Da du ja Vegetarier bist und auch ich wenig Fleisch esse, hab ich Kartoffelbouletten gemacht. Die sind mit ein bisschen Joghurt, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika – dazu dann eine Tomatensoße. Falls der Nachtisch noch passt, gibt es Mouse au Chocolat!“ verkündete ich fröhlicher Stimme. Das Abendbrot ging schneller hinter sich als wir beide erwartet hatten, doch gegen den Nachtisch wurden die Abstände zwischen den Gähnern Lauras immer weniger – „ Na, ich glaube den Nachtisch verschieben wir auf das Frühstück, sonst hast du alles in den Haaren. Ich hab dir eines der kleinen Gästezimmer bereit gemacht, wenn du also schlafen gehen möchtest?“ Laura entschuldigte sich mehrere Male, bis ich es ihr etwas ausgeredet hatte – die Zeitumstellung, die lange Fahrt damit war nunmal nicht zu scherzen. Also verzog sich Laura in mein Gästezimmer, in der Zwischenzeit räumte ich die Küche auf, setzte mich noch ein wenig vor den Fernseher – um dann davor einzuschlafen.



Am nächsten Morgen hörte ich ein stetiges Piepen, hob den Kopf und spürte gleich darauf die Strafe…die Nacht auf der Couch hatte mir einen steifen Nacken beschert.Ein leichtes Frühstück aus Müsli – Laura schrieb ich auf einen Zettel sie könne sich im Kühlschrank bedienen und das ich im Stall war. Dort versorgte ich alle Pferde, machte die Boxen ein wenig klar Schiff und holte mir dann den kleinen Norweger aus der Box. Mit feinen Bürstenstrichen ging ich durch sein Fell, entfernte die Überreste des Heus in seiner Mähne und steckte ihm ab und an ein kleines Leckerli zu – der kleine hing noch ganz schön durch, seine Ohren schlackerten, seine Unterlippe hing etwas nach unten und seine Augen waren etwas glasig vor Müdigkeit. Calista machte einen etwas munteren Eindruck, doch auch sie war geschafft von den Strapazen. Als ich gegen Mittag zu Amy hinüber ging begrüßte mich Jack mit einem ganzen Blech voller Kekse – ein paar der Teile hortete ich mir um dann mit ihnen in den Taschen meiner Jacke Gwen am Round Pen bei der Arbeit mit Lakim zu beobachten. „Sieht schon gut aus bei euch beiden! Man könnte beinahe meinen du hast noch nie etwas anderes gemacht“ Gwen bot ich einen Keks, den sie dankend entgegen nahm – „Ich werde mal schauen ob mein Besuch derweil erwacht ist.“ Damit verabschiedete ich mich von Gwen und schlenderte vom Round Pen zu meinem Wohnhaus. Als ich im Flur meine Schuhe abstreifte hörte ich gerade Geklapper aus der Küche und eine noch etwas verpennte Laura kam aus ihr hinaus – „Gut geschlafen?“ fragte ich grinsend.



Die nächsten zwei Tage beließen wir es beim putzten der beiden Pferde – dann begann ich am Wochenende mit Calista zu arbeiten. Lisa hatte mir per Mail geschrieben die ersten Übungen zu den einzelnen Kommandos war der Stute nicht unbekannt, die Longe an sich kannte sie eben noch nicht. Zum Wiederholen fanden Laura und ich uns dennoch am Round Pen ein, fragten die Kommandos der jungen Trakkistute ab – die klappten ziemlich gut, doch auch am Nachmittag erhielt sie noch eine kleine Trainingseinheit. Diese Übungen taten uns beiden gut, sie würden das Vertrauen steigern. Zur gleichen Zeit absolvierte ich auch einige Trainigseinheiten mit Morke im Round Pen, denn bei ihm galt das gleiche wie bei Calista. Am Nachmittag schwang sich Laura in seinen Sattel, ich mich in den von Wish – beide Hengste standen in den Boxen nebeneinander und ein Schrecktraining im gelände konnten beide gut gebrauchen. Auch wenn weder ich noch Laura Gerten benötigten – „Damit können wir gegen ein paar Büsche und Äste hauen, da sehen wir was geschieht. Auf einer Strecke hab ich bereits vor einer Woche Plastiktüten und ein paar Flaschen verteilt. Vögel und die Kühe auf den Weiden werden wohl den Rest machen.“ - „Oh..da werden die beiden ja etwas zu tun haben. Ich bin ja oft mit Morke unterwegs, aber ein kleines Training kann ja immer nicht schaden. Aber warum reitest du ihn nicht?“ Wir ritten bereits vom Hof, den langen Weg hinunter. „Klar, ich bin der Trainer, aber du kennst den Hengst besser als ich – zudem musst du ihn in einer Gefahrensituation kontrollieren können, nicht ich.“ – „Okey, macht Sinn!“ Das erste Training führte uns nicht an der von mir präparierten Strecke vorbei, ich wollte die beiden nicht gleich fordern. Bei der ersten Biegung – die Kühe kannte Wish bereits, da er weiter voran Schritt ließ sich auch Morke nicht lang bitten. Der erste Hüpfer war als ich *beiläufig* einen Ast streifte und die wenigen Blätter daran zu rascheln begannen, beide Hengst blieben verdutzt stehen beguckten sich einander, dann den wackelnden Ast ehe Morke entschied ihm würde nichts geschehen und fleißig weiter lief. Wish benötigte dabei etwas länger. Während unseres Ausrittes kümmerte sich Cayden um das Training mit Calista, heute würde sie das erste Mal in ihrem Leben eine Trense tragen, da auch er mit ihr die vergangenen Tage gearbeitet hatte stellte dies keine Probleme dar. Als wir von einem erfolgreichen Ritt zurückkehrten lief Calista mit Trense durch den Pen – gute Arbeit für alle von uns!

Auch die weiteren Arbeiten mit beiden Pferden, drei wenn man Wish hinzu zählte. Calista lief bereits in der Halle an der Longe, brauchte ab und an noch einen der ihr beim einhalten des Hufschlages half, aber sie wurde immer besser dabei – ihr Temparament lies sich nutzten um sie auch ohne eine Peitsche allein mit der Stimme zu kontrollieren. Wobei ihr Antrieb besser war als ihr Wille zum halten. Morke und Wish schritten nun Mutig voran, wenn es um die Kühe ging, die Gertenschläge gegen einen Baum juckten sie selten und auch die Flatterstrecke hatten beide Jungpferde bereits mit Bravur hinter sich gebracht. Der Traktor mit dem Ty jeden morgen das Heu brachte war, Aufgrund der Tatsache das er Heu lieferte ebenso wenig zu fürchten wie in etwa ein Halfter – Pony und Futter – das klappte einfach immer! Jetzt blieben nicht mehr viele Tage bis zum Weihnachtsball – Laura und ich würden bald nach München fahren um uns da ein paar hübsche Kleider zu kaufen. Die Tage kochten auch Laura, Cayden, Amy und ich gemeinsam..manchmal waren wir nur zu dritt oder leisteten den anderen im Haupthaus Gesellschaft – im Grunde eine wunderschöne Vorweihnachtszeit und die erste Weihnacht die ich mal wieder mit Amy verbrachte! Laura und ich hatten ebenfalls unseren Spaß, dank demselben Musikgeschmack dröhnten oftmals die Klänge von Hammerfall, Trivium und Co. Durch das Haus und auch Cayden leistete uns bei diesen Aktionen Gesellschaft…jeden Tag arbeiteten wir immer mal wieder mit den Pferden, bis zum Sonntag hatte Calista ihr komplettes Anlongieren absolviert – jetzt würde sie auf Heartland in die Hände von Amy, Gwen und Ty übergehen um angeritten zu werden. Am dritten Advent fiel neuer Schnee – den Ausritt unternahmen wir an diesem Tag nicht, auch Calista wurde nicht trainiert. Der Schnee war zu viel, zudem hatten sie sich nach einer vollen Woche intensiv Training eine Pause verdient.
  • Gwen
  • Ravenna
  • Loulou
  • Mongofisch
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