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Besuch auf Heartland

Geschrieben von Mongofisch im Blog Heimatlos. Ansichten: 80

arialUngeduldig stand Summer neben mir und stupste mich zärtlich von der Seite an. „Ja, wir fangen ja gleich an“, lachte ich, während ich das Geschirr kontrollierte.

arialIch hatte meine Stute heute eingespannt, um mit ihr eine kleine Rundfahrt zu machen. Sie war schon lange nicht mehr vor der Kutsche gewesen und schien etwas unsicher zu sein.

arial„Du schaffst das schon“, klopfte ich ihr den Hals und nahm auf der Kutsche platz. Leinen und Peitsche in der Hand, gab ich Summer das kommando zum antreten. Sie trat einige Schritte rückwärts, schnaubte und zog dann die Kutsche an.

arial„So ist brav!“ Wir verließen den Hof über die Einfahrt, der Waldweg war leider nicht für die Kutsche geeignet. Die Straße war geräumt, somit musste die Stute die Kutsche nicht durch den Schnee ziehen.

arialNach einigen Minuten wurde Summer wieder sicherer und schien sich zu erinnern, dass sie ja eigentlich ein super Kutschpferd war. Aufmerksam mit den Ohren spielend, machte Summer eine gute Figur und zog mich brav hinter sich her.

arialSchon bald ließ ich meine Stute antraben und zog die Decke fester um mich. Der Wind war kalt und lange würde ich wohl nicht mehr hier sitzen können, ohne zu erfrieren. Schnell fand ich eine geeignete Stelle zum Umdrehen, also machten wir uns zurück auf den Weg nach Hause.

arialMit eiskalten Händen versuchte ich vergeblich die Schnallen des Geschirrs zu öffnen.

arial„Tja Summer, dann musst du wohl jetzt für immer mit der Kutsche rumlaufen“, lachte ich gequält.

arial„Das kannst du ihr doch nicht antun“, grinste Kimi mich an.

„Oh, du bist meine Rettung“, sagte ich erleichtert. „Ich kann die Schnallen nicht aufmachen, ich bin bis auf die Knochen durchgefroren.“

arialLachend erlöste Kimi die Stute von der Kutsche und führte sie mir in den Stall. „Soll ich sie auch noch versorgen?“

arial„Das wäre super! Ich muss gleich noch zu einer Kundin und vorher würde ich mich gerne noch etwas aufwärmen!“ Lächelnd blickte ich ihn an.

arial„Ist doch kein Problem, ich bin das Wetter gewohnt“, grinste er mich an und machte eine Kopfbewegung zum Haus.

arial„Danke dir!“ Steif wie ein Eiszapfen lief ich zum Haus rüber und machte mir dort erstmal einen heißen Tee. Mit einer warmen Decke und der Tasse Tee machte ich es mir dann auf dem Sofa gemütlich. Jury spendete mir ebenfalls Wärme, indem er sich liebevoll an mich kuschelte.



arialNachdem ich mich aufgewärmt hatte, machte ich mich auf den Weg zu Amy, um dort meinen heutigen Auftrag zu erledigen.

arialMit Aluminumeisen für zwei Pferde und meinem Werkzeug im Gepäck, kam ich auf dem Gestüt an. Dort wurde ich herzlich von Amy in Empfang genommen: „Hallo! Freut mich sehr, dass du gekommen bist. Komm ich zeige dir die Pferde“, die junge Frau streckte mir ihre Hand entgegen und nachdem ich diese geschüttelt hatte, führte sie mich in den Stall. Dort standen die beiden Hengste Sunshine Shadow und Sternsinger.

arial„Wir fangen am besten mit Sternsinger an, er ist etwas schwieriger, dann haben wir das schonmal hinter uns“, erklärte mir Amy, während sie den Haflinger aus der Box holte.

arialVorsichtig näherte ich mich dem Hengst, der mich skeptisch musterte. „Ich tu dir nichts“, flüsterte ich und streckte ihm ein Leckerli entgegen. Zaghaft nahm er es von meiner Hand und kaute dann zufrieden. „So ists gut!“

arialNachdem Sternsinger etwas entspannter geworden war, schaute ich mir seine Hufe an. Da er keine Eisen trug, konnte ich sofort mit dem Ausschneiden beginnen. Eine schwierige Aufgabe, da der Hengst immer wieder ängstlich den Huf wegzog. Trotzdem waren nach einiger Zeit alle vier Hufe ordentlich ausgeschnitten.

arialNun sollte der Haflingerhengst Eisen bekommen. Amy wünschte sich Eisen, die für Spring- sowie Distanzpferde geeignet waren, also hatte ich mich für leichte Aluminiumeisen mit Stahlverstärkung entschieden.

arialSternsinger wurde zwar etwas unruhig, als ich mich mit dem glühenden Eisen seinem Huf näherte, wurde aber von Amy abgelenkt. So konnte ich das Eisen ungestört anpassen und mit vier Nägeln befestigen.

arial„Braver Junge“, lobte ich den Hengst, nachdem auch die anderen drei Eisen ihren Weg an die Hufe gefunden hatten.

arialAls nächstes war nun Sunshine Shadwo dran. Amy holte den Hengst, ebenfalls ein Haflinger, aus seiner Box und stellte ihn mir vor. Mit einem Leckerli begrüßte ich den Fuchs. Er trug ebenfalls keine Eisen, sodass ich auch hier direkt mit dem Ausschneiden began. Sunshine stand dabei gelassen neben seiner Besitzerin und ließ sich genüsslich hinter den Ohren kraueln.

arialNachdem das erste Hufeisen, ebenfalls aus Aluminium, seinen Weg an den Huf gefunden hatte, folgten die anderen drei. Gelassen ließ der Hengst den Beschlag machen und forderte dabei immerwieder die Streicheleinheiten von Amy.

arialZum Schluss waren nun die Fohlen Mirabella und Picola an der Reihe. Die beiden einjähringen Stuten bekamen natürlich keine Eisen, bei ihnen mussten ausschließlich die Hufe gekürzt und korrigiert werden.

arialDie kleine Mirabella war die Erste und begrüßte mich liebevoll mit einem leisen Schnauben. Nachdem ich mich mit ihr Vertraut gemacht hatte, begann ich die Hufe zu bearbeiten. Sie hatte gutes, hartes Horn, sodass ich nur ein wenig kürzen musste. Die Stute war dabei brav, stand still und schmuste mit ihrer Besitzerin.

arialNachdem alle vier Hufe wieder schön in Form waren, klopfte ich der kleinen Stute den Hals. „Ein goldiges Fohlen“, lächelte ich, während Amy sie zurück in ihren Stall brachte.

arialDie Letzte für heute war nun Picola, ein Haflingerfohlen. Die ebenfalls einjährige Stute ließ sich brav von Amy anbinden und schaute mich aus freundlichen, großen Augen an. Zur Begrüßung gab ich ihr ein Leckerchen, dann begann ich mit dem Ausschneiden. Die Hufwände mussten ein Stück gekürzt werden, der Strahl sah jedoch an allen Hufen noch sehr gut aus.

arialPicola machte die kurze Behandlung brav mit, sodass ich sie nun dafür lobte und sie zurück in den Stall durfte. Amy und ich verabschiedeten uns, dann machte ich mich auf den Weg nach Hause.
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