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9.Kapitel - The Storm will arise!

Geschrieben von Jackie im Blog Jackie's Livetagebuch. Ansichten: 152

Als ich an diesem Morgen hinaus in den Stall ging – meine übliche Runde um Moon zu begrüßen stand Cayden bereits breit grinsend in der Küche – offensichtlich war er nicht sonderlich sauer, das ich ihm am Abend zuvor unterbrochen hatte. „Kannst du dich noch an den Ausritt erinnern mit Soul Dance?“ Mit einer heißen Tasse Tee setzte ich mich neben ihn, runzelte verwirrt die Stirn – Klar konnte ich das und nickte. „ Du hast erwähnt, du könntest dir eine eigene Zucht vorstellen. Ich habe der letzt eine Anzeige im Internet gesehen, von einem jungen Connemarahengst. Ich habe bereits mit Amy gesprochen…gegen ein paar mehr Pferde hätte sie nichts – dies läge ganz in unserem ermessen. Was meinst du? Wir beide eine kleine Zucht.“ Damit schob er mir das Bild eines wunderschönen Hengstes entgegen…Es war eine wage Idee, aber ich hegte schon länger dieses Wunsch – schon seitdem ich Wish aufgezogen hatte. Erst Recht seitdem ich auf Heartland wohnte und Amy bei der Zucht half. „Einen Versuch ist es wert, oder nicht?“ Cayden bekam ein leuchten in den Augen „Wirklich?!“ Ich schluckte den Tee hinunter den ich soeben getrunken hatte, nickte und schickte ihm ein Lächeln. Zwar hegte ich leichte Zweifel, doch mit Caydens Hilfe konnte es durchaus etwas werden. „Wollen wir ihn uns anschauen fahren? Der Tierarzt wird auch kommen..“ Erneut nickte ich nur…wir beendeten unser gemeinsames Frühstück – gerade als Amy und Ty von oben aus dem Zimmer kamen. Amy fragte Neugierig ob die Überraschung geglückt war – Oh ja das war sie wohl!



Die Tierärztin die auch Moon einem Gentest unterzogen hatte und ihm gleich die neue Impfung verpasst hatte, begleitete uns auch gleich mit zu Stormbringer - wie Cayden den Hengst getauft hatte.



„So, wo müssen wir denn dann wegen Stormbringer hin?“, fragte ich Sarah, die mir bereits erzählt hatte, dass der halbwilde Hengst noch nicht bei ihr auf dem Gestüt stand und somit sehnlichst auf ihn wartete.

Der Hof, wo er derzeit stand, war nicht sehr weit entfernt, also packte ich Sarah in mein Auto und wir machten uns frohen Mutes auf den Weg, auch wenngleich mir etwas mulmig zu Mute war in Anbetracht der Tatsache, dass ein halbwilder Hengst gleich von mir seine erste Impfung bekommen müsste.

Als wir ankamen, begrüßte uns die Besitzerin des Hofes und führte uns zu dem Junghengst aus Dublin.

„Hallo Storm“, begrüßte ich den Kleinen, der mich misstrauisch und keck ansah.

„Können wir den rausholen?“, fragte ich an Sarah gewandt.

„Eher nicht. Der kennt gar nichts, der hat in seinem Leben noch nie ein Halfter gesehen.“

Das hatte ich befürchtet.

Um zumindest etwas Kontrolle über ihn zu haben, legten wir einen Strick um seinen Hals und ich trat sehr langsam und achtsam auf ihn zu, um ihn nicht zu verschrecken.

„Ganz ruhig süßer, ich tu dir nichts!“, säuselte ich ihm zu.

Ganz offensichtlich hatte er diesen Umstand schon verstanden – denn anstatt zurückzuweichen, holte er aus und biss mir in den Arm. „Na, ganz so scheu bist du ja doch nicht!“

Ich krempelte kurz den Ärmel hoch: Seine Zähne zeichneten sich deutlich ab und begann schon jetzt blau und dick zu werden. „Aua…“

Sarah schaute mich nur entschuldigend an, aber ich zuckte die Schultern. Dies waren Dinge, die nun einmal passierten, wenn man mit Tieren arbeitete.

„Wir klauen ihm mal lieber die Haare von dem Gentest aus der Mähne“, sagte ich und trat mit der Schere an ihn heran. Offensichtlich war er fest davon überzeugt, dass Haare schneiden weh täte, denn er wehrte sich mit Leibeskräften, biss um sich und trat forsch gegen die Boxenwand.

„Habt ihr eine Nasenbremse?“

Ich wollte nicht, dass der Hengst sofort den Tierarzt mit negativen Ereignissen verband, also setzten wir im die Bremse auf, dass er seinen ersten Tierarztbesuch etwas entspannter überleben konnte. Dies funktionierte fabelhaft.

Ich konnte nun einigermaßen stressfrei einige Haare von seiner Mähne abschneiden und in ein Röhrchen packen.

Auch die Impfung – Tetanus und Influenza – war schnell gesetzt. Vorsichtig rieb ich über die Einstichstelle, dann konnte Sarah die Nasenbremse lösen.

Ich fasste ohne hektische Bewegungen in meine Tasche und holte ein Leckerli heraus. „Na, magst du das von mir nehmen?“

Ohne zu zögern holte sich der Hengst das Leckerli aus meiner Hand, wich dann zurück und kaute genüsslich.

Na, bestechlich war er also!

Nun ließen wir ihn in Ruhe. Auch sein Ergebnis des Gentests würde Sarah per Post bekommen.(c) Eowin







Seinen ersten Tierarztbesuch hatte der junge Apfelschimmel überlebt in den nächsten Tagen würden wir ihm zumindest das Halfter und den Hänger schmackhaft machen müssen, doch hatte ich eine Möglichkeit gefunden zu haben um ihn für ein Training zu faszinieren – Futter. Doch zunächst verabschiedeten wir uns von Maren – ließen den jungen Storm für heute in Frieden und kehrten nach Heartland zurück.



Am nächsten Tag fuhren wir zusammen mit einem Hänger auf den Hof – dort stellten wir den Hänger neben den an der Box von Storm angrenzenden Paddock. Die Rampe machten wir nach unten, hinein kam ein wenig Stroh. Dies sollte die erste Hürde seines Trainings sein..er hatte Zugang zum Hänger, jeden Morgen und Abend fuhr einer von uns zu ihm – stellte einen Eimer in den Hänger. Zunächst war er nur langsam hinein gegangen, doch der Geruch nach frischem Mash und Müsli trieb ihn näher an den Hänger, bis er endlich am dritten Tag die ersten paar Schritte auf den Hänger setzte. Am fünften Tag siegte dann endlich der Hunger und er trat in den Hänger und verputzte seinen Eimer Futter. Auch in den nächsten Tagen ließ er sich nicht beirren, wartete sogar ab und an im Hänger um seinen Futtereimer zu erhalten. Nach über einer Woche wagte ich das erste Mal in der Tür stehen zu bleiben, setzte mich ein wenig neben ihn. Zunächst ließ er sich davon nicht stören, als ich am nächsten Morgen meine Hand ausstreckte um ihn am Kopf zu berühren hatte der junge Hengst damit kein Problem. Auch Cayden hatte ihn bereits ein wenig berühren können. Am Nachmittag machte ich mich zusammen mit ihm auf zu Stormbringer, bewaffnet mit einem leichten Strick wollten wir daraus das erste Halfter seines Lebens fertigen. Cayden lief langsam auf den Paddock – in Händen einen roten Apfel, er biss davon ab ging schließlich in die Hocke und bot sie Storm dar. Storm kam neugierig aus seiner Box, schließlich kannte er uns bereits, seine Ohren waren aufmerksam nach vorn gerichtet, seine Nüstern bebten beim Geruch des Apfels. Langsam kam er immer näher, schnoberte an Caydens Händen. Dann nahm er sich den Apfel, während Cayden mit der anderen Hand einen weiteren Apfel aus den tiefen seiner Taschen zauberte. Leuchteten die Augen des Hengstes da etwa – ein leichtes schmunzeln konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Cayden ließ seine Tasche von den Schultern gleiten und als sich Storm an den Äpfeln gütlich tat legte Cayden ihm einen Strick um den Hals. Storm hielt inne ging aber ein paar Schritte zurück, Cayden ließ sich hierbei den Strick durch die Finger gleiten um keinen Druck auf ihn auszuüben.

Diese Übung wiederholten wir jeden Tag, manchmal ging ich auch einfach so zum Hof um mich mit einem Buch, dicker Decke und einem Haufen Äpfeln in den Stall zu setzten. Zudem kam Cayden nach etwa zwei Wochen Training auf die Idee Moon mit dem jungen Hengst auf den Paddock zu stellen. So würde die letzte Scheu von Storm abfallen, wenn er sah das ihm von uns und einem Halfter keine Gefhar drohte. Dann endlich nach beinahe drei Wochen gelang es mir ihm den Strick einem Halfter gleich um den Kopf zu legen. Streicheleinheiten – die er mittlerweile bei uns suchte, bekam er dafür ausgiebig. Das er mir jedoch folgte lag nicht daran das ich Druck ausübte auf den Strick – vielmehr lag es an den vielen Leckerlie die Storm im Verlauf der letzten Wochen erhalten hatte. Cayden begann in der vierten Woche damit Storm in den Hänger zu führen.Zunächst klappte dies nicht allzu gut, er lief manchmal einfach wieder rückwärts, doch spätestens als Moon im Hänger stand folgte Storm ohne weitere Probleme….endlich hatten wir ihn soweit!(c) Ravenna
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