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7.Kapitel - "Auch ein "Rücken" kann entzücken!"

Geschrieben von Jackie im Blog Jackie's Livetagebuch. Ansichten: 184

Der Wecker warf mich an diesem Morgen bereits gegen sieben aus dem Bett – mein kleiner Begleiter Corvus dachte gar nicht daran sich aus dem Bett zu erheben, also ließ ich ihn dort zurück. Flux stellte ich mich unter die Dusche, genoss jedoch nur für kurze Zeit die Wärme des Wassers – gerade als ich nach dem Handtuch griff - öffnete sich plötzlich die Badtür. Wir hatten hier jeder ein eigenes Zimmer, das Bad jedoch teilten wir uns auf den jeweiligen Etagen – wie es nun der Zufall wollte hatte ich am Morgen, vollkommen verschlafen, vergessen die Tür abzuschließen. Nun betrat also geradewegs Cayden das Bad, unter dem Arm geklemmt ein Handtuch, fröhlich vor sich her summend – als er mich sah geschahen einige Dinge gleichzeitig. Ich griff so schnell ich konnte nach dem Handtuch, Cayden murmelte etwas das nach „Tschuldigung“ klang und drehte sich dabei um…zum Glück war es ihm so nicht möglich mein rotes Gesicht zu sehen. Auf Zehenspitzen, klaubte ich meine Sachen zusammen, lief an ihm vorbei „Das Bad ist dein“ – meine Ohren nach wie vor rot. Dann tappelte ich den Flur hinab – blöd an dem ganzen war nur – ich hatte zwar das Handtuch von vorn gegen meinen Körper gehalten, doch den gesamten Rückweg hatte er einen besonderen Einblick auf meine Rückseite. Im Zimmer angekommen „ARRG! Blöder gings nicht“ schollt ich mich selbst – zog mich dann an und verschwand , ohne Frühstück um Cayden nicht zu begegnen, nach draußen zu meinem Auto. Dort auf dem Beifahrer befand sich mein Terminkalender. Ein Blick darauf verriet mir, dass ich heute einen ziemlichen Termin“druck“ zu erwarten hatte. Gegen 12 Uhr würde der Hufschmied kommen von „Happy Hooves“ vorbeikommen – vorher musste ich zu Abajo – interessanter Weise war sie es gewesen die meinen alten Hof gekauft hatte. Dort standen sieben Pferde bereit die alle wohl eine Impfung benötigten, doch das würde ich vor Ort dann noch klären. Erstmal gesellte ich mich in den Stall, begrüßte Dschehim – der seit etwa einer Woche wieder in meinem Besitzt war und auch meinen Liebling Moon mit einem kleinen Leckerlie und einem Kuss auf die Nüstern. Schließlich zückte ich mein Handy tippte an Abajo eine Nachricht um zu fragen ob sie jetzt Zeit hatte. Zwar wäre es im Grunde auch abgemacht, dass Cayden Moon zum Hufschmied bringen würde, aber ich würde schon gern allein dabei sein – gerade nach dem was mir heute Morgen passiert war. Wenige Momente später betrat bereits Ty den Stall bewaffnet mit Schubkarre und Schaufel um hier sauber zu machen. Wir begrüßten einander, quatschten über das Abendessen – heute Abend wäre Lou mit dem Koch dran, dass konnte sie am besten. „Das wird sicher heute Abend ein Gaumenschmauß – nach einem Arbeitsreichen Tag, die richtige Abwechslung.“ Als ich den Stall wieder verließ sah ich bereits Amy die Soul Dance auf dem fernen Platz bewegte – dieser Tag war zwar mehr als grau in grau, doch der Regen hatte nachgelassen und es war nicht „Schweinekalt“.

Also – nachdem ich ebenfalls eine Weile mit Amy gequatscht hatte – erhielt ich eine Nachricht von Abajo, setzte mich ins Auto und fuhr auf direktem Wege über die Landstraße zu meinem alten Heim. Ihre Stute Miss Independent war mir bereits durch einen Ausritt bekannt, doch den Rest ihrer Bande hatte ich noch nicht kennengelernt. Bei einem kurzen Gespräch erfuhr ich, das die Pferde sowohl die Impfung als auch eine Wurmkur gebrauchen könnten. „Okey, dann machen wir uns heute mal an den Impfmarathon – die Wurmkur lass ich dir einfach mal hier. Die kannst du in etwa einer Woche selber verabreichen.“ Mit Abajo in der Führung ging es ab in den Stall..wir teilten einander die Aufgaben, während ich dabei war die Pferde rein äußerlich zu untersuchen und schließlich zu impfen sollte sie die neuen Spritzten bereits aufziehen und das nächste Pferd vor der Box anbinden. Wir begannen mit der mir bereits bekannten Miss schien mir etwas gelangweilt entgegen zu blicken, als ich jedoch begann sie an einigen Körperstellen zu berühren begann blickte sie neugierig nach all meinen Bewegungen – im Grunde ließ sie sich alles Kommentarlos gefallen. Die Spritze stellte keine Probleme dar und ich konnte den nächsten Patienten abtasten. Ariabolo war ein außergewöhnlich brauner Lusitanohengst, ließ sich zunächst etwas bitten, denn die anwesende Stute ließ ihn ein wenig Nervös werden..Im Grund fuhr er einfach auf sie ab – wie Abajo mir versicherte. Ich lächelte etwas in mich hinein, verabreichte auch dem Hengst seine Dosis Impfstoff – stellte ihn wieder in die Box um zum nächsten lief. Aquito schien ein sehr gechillter Hengst zu sein, der mit einer Art Engelsgeduld alles nötige über sich ergehen ließ – ganz anders als sein Vorgänger Ariabolo der von einer Seite zur nächsten gelaufen war und mir die Arbeit erschwert hatte. Im nächsten Schritt war ein wahrer Riese an der Reihe und ein Blick in die Box daneben – oder eher das Pferd das Abajo gerade heraus führte war ebenso riesig. Unverkennbar beides Shire Horses – auf dem Halfter des jungen Hengstes stand „Albus“ – zumindest die Farbe seines Bartes, die Länge seiner Haare und sein Name passten zum alten Zauberer aus Harry Potter, doch das Alter stimmte nicht ganz. Einer der Pfleger hielt den Hengst am Halfter, denn manchmal schien er nicht der brave Riese zu sein den ich jetzt vermutet hätte. Aber Albus machte dem alten Zauberer reine Ehre, verhielt sich sehr ruhig und gelassen. Bei der Spritzte brabbelte er etwas unwillig vor sich her, stampfte mit dem Fuß ließ es danach jedoch bleiben. Seine riesenhafte Kumpanin Abbey ließ ebenso wie Aquito alles gelassen über sich ergehen – die Red Roan Stute wurde von mir noch etwas beknuddeln, denn irgendwie hatte ihre Farbe, ihre Art und natürlich der Gesamteindruck gefielen mir wirklich. Nun folgte ein weiterer Lusitanohengst - der zwar als er aus der Box geführt wurde stolz den Hals aufwölbte, leicht vor sich her brummelte, aber im Umgang mehr als grottenbrav blieb. Das Hufe heben um die Gelenke an den Beinen zu kontrollieren, der kurze Blick zwischen die Nüstern und die Augen stellten keinerlei Probleme dar. Die Spritzte wurde ohne weitere Reaktionen angenommen, sodass ich die nächste an die Reihe nehmen konnte. Die nächste Stute ließ ihrem Namen keine Zweifel offen – den ebenso wie ein Hermelin im Winter war auch Jaela Blüten weiß. Beinahe fasziniert strich ich über ihr weißes Fell – damit absolvierte ich ebenfalls gleich die Kontrolle ihrer äußeren Erscheinung. Auch Jaela war die Ruhe weg, ließ mich hantieren wie ich wollte und erleichterte mir die Arbeit dadurch. Ein Blick auf die Uhr verriet mir das es nun etwa 11 Uhr war – „Hey, wenn du magst können wir noch einen kleinen Kaffee trinken?“ fragte Abajo in diesem Moment. Ich sagte zu, machte jedoch gleich klar, dass ich nicht unbedingt allzu viel Zeit hatte.



Kurz vor zwölf Uhr erreichte ich bereits wieder Heartland – dort sah ich bereits Licht im Stall und als ich ihn betrat standen dort Cayden und Moon beisamen – die letzten Woche hatte Cayden ab und an Moon aus der Box geholt um ihn zu reiten, denn ich hatte oft mit Soul Dance gearbeitet – die Stute wäre bald so weit zurück zu ihrer Besitzerin zu gegen – wie es der Zufall wollte war sie auch der Hufschmied der heute zu Moon kommen würde. Cayden und ich unterhielten uns ein wenig – er entschuldigte sich erneut für heute Morgen „Kein Problem, ich war ja selber Schuld – hab ja vergessen abzuschließen.“ Versicherte ihm – darum bemüht NICHT rot zu werden. Deswegen war ich froh als endlich der Hufschmied kam.





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„Happy Hoves, Hufschmied, was kann ich für sie tun?“, rief ich fröhlich in mein Telefon. „Hallo mein Name ist Sarah, ich möchte gerne das derzeitige Wochenspezial für meinen Hengst wahrnehme“, antwortete mir eine freundliche Stimme entgegen. Wir vereinbarten einen passenden Termin und ich legte auf.

Am nächsten Tag fuhr ich schon auf Sarahs Hof. Ich stieg aus meinem Wagen und machte mich auf die Suche nach ihr. Am Putzplatz stand bereits ein braunes Connemara-Pony, mein Auftrag für heute. Ich begrüßte Sarah mit einem Handschlag und einem Lächeln auf den Lippen und klopfte den Hengst. „Was soll’s denn werden? Aluminium oder Kunststoff?“, fragte ich sie. „Aluminium bitte, aber nur auf die Vorderhufe.“ Ich nickte und öffnete meine kleine Tasche. Mit einem leisen Schnalzen hob Moonlight seinen Vorderhuf an. „Ich werde sie Hufe noch etwas kürzen, sie erscheinen mir doch etwas zu lang.“, informierte ich Sarah. Ich griff nach meinem Hufmesser und begann, jeden Huf einzeln auszuschneiden und zu kürzen. Zusätzlich feilte ich die Hufe des Connemaras glatt und eben, um ihm und mir zusätzliche Arbeit zu ersparen. Nachdem ich fertig war, packte ich Hufmesser und Feile zurück in meine Tasche. „Ich hol nur schnell die Eisen aus meinem Wagen, bin sofort wieder zurück!“, rief ich. Sarah nickte und kraulte den Hengst am Kopf. Moonlight Shadow schloss entspannt die Augen. Aus meinem Wagen entnahm ich zwei Aluminiumeisen und die passenden Schraubstollen. Zurück bei Moonlight und Sarah ergriff ich erneut nach dem Vorderhuf des Hengstes. Ich legte das erste Eisen auf seinen Huf und schlug vorsichtig die Nägel in das weiche Horn. Das Pony war brav und ließ alles brav über sich ergehen. Nachdem das erste Eisen festsaß, schraubte ich die Stollen in die bereits vorgefertigten Hufe ein, fertig. Anschließend hob ich den anderen Vorderhuf an. Auch hier schlug ich die Nägel fest ins Horn und befestigte die Stollen. Zum Schluss feilte ich die Hufe vorne noch einmal kurz nach und bat dann Sarah, den Hengst etwas zu führen. Sie band Moonlight ab, lief los und der Hengst folgte ihr. Erst zögerlich, dann aber sicher. Ich betrachtete die Hufe, besonders die vorderen, ganz genau, um Unebenheiten feststellen zu können. „Alles in Ordnung!“, rief ich Sarah zu. Sie brachte das Pony wieder zurück in seinen Stall und wir verabschiedeten uns voneinander.

-2353 Zeichen- (c) Pepe





Nach dem Besuch unternahm ich einen kleinen Ausflug zusammen mit Cayden und Moon – ich setzte mich auf Sunshine Shadow, denn erst gegen 17 Uhr musste ich bei Elli sein um ihre Stute zu untersuchen. Bei einem entspannten Ausritt ließen wir gemeinsam ruhig die Seele baumeln und ein schöner Galopp über den flachen Wiesenweg ersparte mir für eine Weile das Gespräch, denn irgendwie hatte ich noch immer scheu - heute morgen hatte dazu nicht unbedingt beigetragen.

Am Nachmittag brachten wir die Pferde wieder in den Stall, versorgten sie noch mit etwas Müsli und ich stieg schon wieder in mein Auto um zum nächsten Auftrag zu tuckern.



Ellii begrüßte mich freundlich auf ihrem Hof, führte mich in einem angeregten Gespräch zum Stall in dem sie die Stute bereits vor der Boxentür angebunden – wie es schien auch bereits geputzt hatte.Die Stute Ékes war im selben Alter wie mein Moon und beinahe von einer ähnlichen Farbe, doch schien sie eher rostbraun. Neugierig regte sie den Kopf meiner ausgestreckten Hand entgegen, ließ sich ruhig von mir streicheln. Von den Ohren tastete ich mich langsam ihre Wirbelsäule hinab, bis hin zum Widerrist, dort verstärkte ich den Druck bis hinten zur Schweifrübe. Dann von dort hinab zu den Beinen – dabei überstreckte ich gewollt auch die einzelnen Gelenke um zu testen ob sie irgendwelche Anzeichen für Schmerz zeigte. Da dies alles nicht zutraf – untersuchte ich noch ihren Puls um dann einige Fragen an Ellii zu stellen. In Bezug darauf ging es um ihr Fressverhalten, der Kotabsatz und ob sie sich in letzter Zeit anders verhalten hatte. Da Ellii auf jede gut antworten konnte, gab mir das ein relativ eindeutiges Bild der Stute. „Èkes ist eine junge, sportliche Stute – sie steht recht gut im Training, zeigt keine Auffälligkeiten in den Fragen die ich ihnen gestellt habe. Desweiteren zeigt sie auch in den Untersuchungen des Bewegungsapparates keine weiteren Probleme – eine rundum gesunde Stute.“ Somit verabschiedete ich mich von Ellii trat den Heimweg an um dann gegen 19 Uhr erschöpft auf die Couch im Wohnzimmer zu fallen.

Der Fernseher flimmerte vor sich hin, das leise gequatschte im TV machte mich langsam schläfrig, doch fuhr ich plötzlich zusammen als ich eine Hand an meiner Stirn bemerkte. Erschrocken öffnete ich die Augen, dort vor mir stand Cayden mit einer Schüssel in der Hand. „Du hast leider das Essen verpasst, doch ich hab dir etwas Kürbissuppe gerettet – willst du?“ Ich richtete mich auf, wischte mir die Haare aus dem Gesicht und nahm dankend die Schüssel entgegen. Cayden setzte sich neben mich, hielt mir einen Löffel entgegen „Ich war lang nicht mehr so fertig – in nächster Zeit hab ich ein Glück erstmal keine Tierarztbesuche irgendwo.“ Cayden schaltete den Fernseher aus, der ihn wohl zu stören schien während ich die heiße Suppe in mich rein schaufelte, denn ich spürte wie hungrig ich plötzlich war. „ Der Ausritt heute Nachmittag war wirklich entspannend – vielleicht sollten wir das demnächst wiederholen?“ Dabei begannen seine Augen zu leuchten – ja es schien beinahe so als blicke er hoffnungsvoll drein. Dann schenkte ich ihm ein Lächeln, lachte leicht auf

„Ja!“



d3d3d3Wenn ich im RL keinen Freund hab - erfinde ich mir hier eben einen XD
  • Jackie
  • Ravenna
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