[02] Besuch von Verena

Geschrieben von Ravenna im Blog Caed Crevan. Ansichten: 495

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Glückwunsch für jene die echt alles lesen! Wir hatten unseren Spaß UND wir sind noch nicht mal ganz fertig. Bei Word sind das knapp 29 Seiten :,D


Verena
Perplex starrte ich den Hörer in meiner Hand an, aus dem ich eben eine durchaus tragische Nachricht erfahren hatte. "Was ist los, Verena?", fragte mich Octavia und wedelte mit ihrer Hand vor meinem Gesicht herum. "Verena? Hallooo, jemand da?", fragte sie doch noch immer reagierte ich nicht, ehe ich plötzlich flüsterte: "Sie ist tot...einfach tot. Durch ein Gasleck. Sie alle."


"Verena?!", sagte Octavia dann etwas lauter und schüttelte mich an den Schultern. "Wer ist tot?", fragte sie doch ich antwortete nicht mehr. Langsam bildeten sich Tränen in meinen Augen und liefen meine Wangen herunter. Nun kamen auch Caleb und Alexis hinzu. "Was ist denn hier los?", fragte Alexis und schaute zwichen mir und Octavia hin und her, ehe sie mir den Hörer aus der Hand nahm. "Eine Nummer aus Schottland..", murmelte sie. "Ist was mit Sarah?", fragte sie mich dann, ehe ich endgültig anfing zu schluchzen. "Komm her", sagte Alexis, meine Cousine, zu mir und nahm mich in den Arm, ehe sie Caleb und Octavia aus dem Zimmer scheuchte. "Willst du mir sagen, was passiert ist?", fragte sie mich. Eine ganze Weile schwieg ich, ehe mein Schluchzen nachließ und ich ihr erzählte, was ein gewisser Svejn am Telefon gesagt hatte. "Svejn ist der neue Trainer, er hat einen Ponymix, Braum aus der Zucht von Vina. Er wird sich jetzt auch um Zues kümmern...", erklärte ich. "Sarah und die anderen sind tot.. Ein Gasleck. Sie sind am Abend friedlich eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht..", fügte ich bei und fing wieder an zu schluchzen. "Ich werde Svejn besuchen und auf die Beerdigung fahren. Stormi wird mich begleiten. Schließlich steht Moon noch auf dem Hof, ihm geht es wohl nicht gut. Vielleicht kann sein alter Kumpel ihm ein wenig helfen..." "Okay..", antwortete Alexis. "Wann willst du losfliegen?" "Sofort.", war meinw Antwort und schon ging es daran, die Sachen zu packen. Alexis machte mir Stormi fertig, indem sie ihm Transportgamaschen und eine Decke anzog, ehe sie sein Sattelzeug im Hänger verstaute. Dann wurden alle Mitarbeiter zusammen getrommelt. "Ich werde für einige Zeit nach Schottland fliegen, wenn was ist, meldet euch bitte. Auch, wenn es nur eine dumme und simple Frage ist, auf welche Koppel welches Pferd kommt", erklärte ich und setzte mich ins Auto, ehe es auf den Flughafen ging und von da aus sofort nach Schottland.


Svejn

Mit meiner klapprigen Kiste von Auto startete ich zu einer Reise die entscheidender werden würde als der Entschluss nach Schottland zu kommen. Verena die Besitzerin des ängstlichen Zues hatte sich angekündigt, nicht nur um meine Arbeit zu bewerten sondern um mir mit dem braunen Hengst zu helfen.

Das war mein zweiter Besuch auf dem Hof der verstorbenen Familie,oder er würde es werden. Ich hatte Mr. McConnor versucht dabei zu helfen den Hengst namens Moon zu verladen.

Dabei hatte mich der Blitz der Erkenntnis getroffen,der Name Sarah McAlistair sagte mir natürlich nichts, jedoch kannte ich Sarah Kyren und ihren Hengst Moonlight Shadow. Nur flüchtig von einem Turnier, aber viel bedeutender war - Moon war der Großvater meines eigenen Pferdes Braum. Hier irgendwo im Norden Schottlands hatte es uns wieder zusammen geführt, wundersam was die Welt uns offenbarte. Moon jedoch ging es nicht gut, die Arthrose wurde schlechter und es schien als würde auch der Hengst um seine Besitzerin trauern. Verena war auch Trainerin,gute Freundin von Sarah und hatte einen Hengst von dieser gekauft. Die beiden Pferde sollten sich nun wieder sehen in der Hoffnung den Braunen jetzt vom Hof zu bekommen. Ich hatte zugesagt ihn bei mir aufzunehmen, ein paar mehr Pferdeäpfel mehr zum weg machen fiehlen nicht auf außerdem würde Mr. McConnor auch einen Teil der Kosten tragen, er wollte das es Moon gut ging.


Die Meilen schossen an mir vorbei, als endlich aus dem Nebel der Insel der Hof einer Versuchung gleich hervor lugte. Ich hielt meinen Wagen auf dem Platz sah mich auf dem wie ausgestorben wirkenden Hof um,seufzte und spürte drinnen in mir die Trauer aufwellen. Leben verließen jeden Tag diese Erde,aber besonders die beiden Kinder hatten nie richtig Leben können. Ich kramte nach dem Schlüssel in meiner Hand, ich hatte den Makler danach gefragt. Warum? Diese Frage hatte ich mich auch gefragt, weil ich doch nicht vor hatte den Hof zu kaufen. Das Schloss klickte nur leicht als ich in das Leben der Fremden eintrat. Es war die Neugierde die mich hinein trieb, auf dem Hof hatte ich einen Schrein entdeckt es hatte mich neugierig gemacht. Jetzt strich ich mit wachem Blick durch das Wohnzimmer,dessen Wände dicht mit Regalen voller Bücher tapeziert waren. Mit einem schiefen Lächeln nahm ich die Edda aus dem Regal, daneben ein großes Methorn. In einer anderen Zeit hätte ich mich wohl mit ihnen verstanden, auch das Herz der Familie schlug für den Zauber der nordischen Götter. Dafür sprach auch die Einrichtung des Kinderzimmers, mit dem Gott der Blitze an die Wand gemalt, sein Hammer Mjölnir in der Hand. Ich fand ein Bild der glücklichen Familie im Regal in der Küche, die junge Frau grinste breit in die Kamera. Sie war schlank, wirkte neben dem Hünen von Mann beinahe noch zierlicher. Wie ich trug der Mann lange Haare, eine Hand beschützend auf der Schulter der Frau. Sie waren ein gutes Paar wie ich fand. Es versetzte mir einen Stich, wenn ich daran dachte wie es mit mir und Talisa geendet hatte. Trotzdem empfand ich keine wirkliche Trauer, ich war in der Beziehung nur bequem gewesen,wir hatten uns in den letzten beiden Jahren kaum etwas zu sagen gehabt. Der Antrag war nur ein Versuch gewesen etwas von all dem zu retten, knapp 9 Jahre warf man nicht einfach weg.

Ich streifte in das Schlafzimmer über dem Bett hing ein Batzen aus verschiedenen Bändern, wahrscheinlich von dem Handfasting dessen Bilder im Wohnzimmer standen. Einen kurzen Moment stellte ich mir ein solches Leben mit Talisa vor, doch in meinen Gedanken blieb es dunkel, ich sah nichts.

Der Druck auf meiner Brust verursacht durch Schwermut wollte nicht von mir weichen.

Ich ging also wieder nach draußen in der Hoffnung freier Atmen zu können, was nur bedingt der Fall war. Der Tod dieser fast fremden Menschen ging mir näher als ich angenommen hatte.

Durch den dicken Nebel hindurch bewegte sich ein geheimnisvoll wirkender Lichtpegel auf mich zu. Das würde wohl Verena sein.


Verena

Genervt schaute ich mich auf dem Flughafen um, ehe ich Frank erblickte. Freudig kam er auf mich zu und blieb ganz verdutzt stehen, als ich ein ihm unbekanntes Pferd an der Hand hatte. "Hallo Verena!", begrüßte er mich und streckte Stormi die Hand hin. "Hey Frank. Das ist Stormbringer", erklärte ich ihm und drückte ihm gleich den Führstrick in die Hand. "Ich hab es leider eilig, wir plaudern auf dem Rückflug. Sei bitte vorsichtig mit ihm und halt mir die Deppen von meinem Pferd fern", scherzte ich, obwohl mir gar nicht zu scherzen war. Kurz sah ich meinem Pferd nach, ehe ich in den Flieger stieg und, wie immer, einschlief. So wurde ich erst aufgeweckt, als wir schon in Großbritannien gelandet waren. Schnell hatte ich mein Pferd im Hänger verladen, sowie mein Gepäck und das Sattelzeug im Auto, welches ich mir geliehen hatte, ehe es auf den Hof zu Sarah.. naja, Svejn ging. So richtig wusste ich gar nicht, wem der Hof nun gehörte.. aber ich würde mich wohl überraschen lassen müssen. Außerdem sah ich meinen Zues andlich wieder. Ein wenig freute ich mich also doch auf den Hof..

Leider dauerte die Fahrt ewig, da ich wegen des dichten Nebels nicht schnell fahren konnte. Nach einer Ewigkeit kam ich jedoch auf dem Hof an, parkte den Wagen und stieg aus. Da stand tatächlich ein mir fremder Mann mit langen schwarzen Haaren vor der Tür von Sarahs Haus. "Hallo", sagte ich und ging auf ihn zu. Kurz vor ihm blieb ich stehen und reichte ihm die Hand.


Svejn

Es handelte sich tatsächlich um die junge Frau, die es tatsächlich schaffte größer als ich zu sein. Mit meinen knapp 1,66 war ich auch nicht unbedingt das was man einen Riesen nennen konnte. Kommentare wie Hobbit war ich mehr als nur gewohnt. Mehr als ein knappes Hallo kam ihr jedoch nicht über die Lippen, dabei hatte ich einfach keine Peilung was ich sagen sollte. Da mein Blick leicht über ihre Schulter ging konnte ich dort den Anhänger sehen, zog meine Hand als aus der Ihren. "Dann helf ich dir beim ausladen von deinem Pferd?"

Was hätte ich auch sagen sollen in einer Situation wie dieser? Ich war ein Eindringling in der Welt ihrer Freundin vielleicht war das alles eine Schnapsidee gewesen. Vielleicht würde sie morgen auch einfach mit ihrem Pferd wieder abdüsen, auch wenn ich den Hengst mittlerweile streicheln durfte ohne das er panisch wurde.


Verena

Etwas suspekt war mir der junge Mann jedoch schon.. als er meinte, dass wir Stormi ausladen könnten nickte ich. "Ja.. der wird sich freuen auf eine ordentliche Box oder eine Koppel", erklärte ich dann und folgte ihm zum Hänger. "Na komm mein Junge", sagte ich und zusammen mit der Hilfe von Svejn kam Stormi die Rampe herunter. Dann tat er etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Er blähte die Nüstern, machte den Hals rund und fing an ein paar Mal kräftig zu wiehren. "Stormi, ist gut..", sagte ich und wolte seinen Hals streicheln, um ihn zu beruhigen. Er sprang jedoch einfach zur Seite und haute Svejn damit beinahe um, ehe er anfing mit einem Vorderbein zu scharren. Erneut fing er an zu wiehren und wollte sich gar nicht mehr beruhigen. "Bringen wir ihn einfach in den Stall oder so", sagte ich laut zu Svejn und schickte ihn vor. So nervös hatte ich Stormi schon lange nicht mehr erlebt. Er schien sich wohl zu erinnern, wo er wir waren.


Svejn

Da Verena sich im Inneren des Hängers befand, deren Wände ein Echo von Stormis Hufen widergaben hatte sie das Wiehern von Moon nicht gehört, unwissentlich hatte sie nicht weit vom Paddock des anderen Hengstes geparkt. Dort stand er nun seit knapp zwei Tagen allein, was dem Kerl nicht gut tat. Ein Wiehern hatte seine Kehle verlassen als er die Anwesenheit des anderen Pferdes gehört hatte.

Nachdem ich dem Pferdearsch beehnde ausgewichen war damit er mich nicht anrempelt konnte, legte ich ihm meine Hand einmal knapp hinter das Ohr die andere an die Ganasche ohne dabei das Halfter zu berühren. "Ruuuhig" flüsterte ich dem aufgeregten Tier leise in das nervös hin und her schwenkende Ohr, sein Blick jedoch bleib starr in Richtung des anderen braunen Hengstes gerichtet. Stormi bot einen tollen Anblick, der seine wilde Natur nicht leugnen konnte. "Bringen wir ihn auf den Paddock, der Stall ist nicht sauber und dort wäre er in seiner Aufregung nur allein." mal ganz davon abgesehen das es keine massiven Boxentüren gab, jediglich ein dünnes Hanfseil verschloss die Boxen. Ein Indiz dafür das die Pferde hier selten gestanden hatten oder aber, weil sie so daran gewöhnt worden waren. "Hattest du eine unkomplizierte Reise hier her?" fragte ich sie in einem freundlichen Ton, um ihr Vertrauen geben zu können. Mein wilder Haarschnitt und die Tättoowierungen auf meinem Schädel sorgten manchmal für ein paar ängstliche Blicke, es sei denn ich steckte in diesem grün blauen Kilt. Dabei musste ich schmunzeln, vielleicht hätte ich den statt der Jodpurhose wählen sollen.


Verena

"Okay", sagte ich laut und folgte ihm dann zum Paddock. Stormis Decke ließ ich drauf, lediglich seine Beinschoner kamen ab, was schon schwer genug war bei dem herumzappelnden Hengst. "Jetzt hör doch mal auf mit dem Quatsch, Stormi", fuhr ich den Hengst an. Dieser hatte jedoch gar keine Augen für mich, sondern blickte sich nur wahnsinnig nervös um. Ich hoffte inständig, dass er das Theater morgen sein lassen würde, wenn wir ihn und Moon wieder ein wenig näher zusammen bringen wollten.

Erst als Stormi im Paddock stand widmete ich mich wieder dem jungen Mann. Hier, wo etwas mehr Licht war, konnte ich seinen seltsamen Zopf und die Tattöwierung am Kopf erkennen. "Ja, die Reise war recht unkompliziert. Gott sei Dank hat Frank, der mir immer meine Pferde verlädt, sehr viel Ahnung von den Tieren und es klappt auch mit dem Sedieren imm alles super. Den Weg vom Flughafen hier hin kannte ich ja eh schon, leider hat es wegen dem Nebel ewig gedauert." Das kam ihm jetzt bestimmt wie ein Roman rüber.


Svejn

Die junge Frau sprach nur über belangloses, doch ihre Augen sprachen Worte die sie selbst nicht zu sagen getraute - Trauer. Deswegen war sie so ungehalten mit dem Pferd gewesen, es war anzunehmen das ihre Nervosität sich auf den einfühlsamen Hengst übertragen hatte. Verena kannte diesen Hof belebt, jetzt war ein ihr vollkommen Fremder hier, der in die gewohnte Welt hinein platze. Vielleicht hatte sie auch ein wenig Angst vor mir, weshalb ich immer genug Abstand zwischen uns legte damit sie sich nicht bedrängt fühlte. "Der Nebel erscheint mir auch manchmal ein wenig nervig, doch liegt eine Ruhe in ihm die ich manchmal nicht besitze. Ich kann dir leider bei dem kalten Wetter kein heißes Getränk anbieten, aber wir könnten hinüber in das kleine Gästezimmer gehen um die Sachen zu klären." Dabei huschte mein Blick hinüber zur Garage in der sich ein Zimmer mit einem Bett, Stühlen und Tisch befand. Allerdings musste ich noch einmal hinüber zum Haupthaus dort stand die Tür noch offen und der Schlüssel steckte. Ich sah wie auch ihr Blick dort hin ging, das leichte Zucken der Augenbrauen und wie der Schleier aus Trauer stärker wurde, der ihr Gesicht beschien.


Verena

Ich lachte kurz. "Du klingst so weise.. als hättest du schon einmal ein Leben hier auf der Erde gehabt. Als hättest du schon einmal alles erlebt, was das Leben zu bieten hat...so siehst du eigentlich gar nicht aus.", erklärte ich ihm und klopfte ihm einmal auf die Schulter. Eigentlich konnte ich Svejn jetzt schon gut leiden. Vor allem da ich jemand war, der sich nicht vom ersten Eindruck täuschen ließ.

"Ja... gerne.", sagte ich dann und nickte. "Gehen wir in die Garage", fügte ich bei und ging neben ihm her. Als er zum Haupthaus ging, um noch die Tür zu schließen, blickte ich ihm traurig nach. Aber was geschehen war, war geschehen. Man konnte es leider nicht mehr ändern. So wartete ich also geduldig bis er wieder da war, ehe wir in die Garage gingen.


Svejn

Als ich ihre Worte vernahm musste ich leise in mich hinein lachen, das war was ich selbst manchmal so oft dachte. Mit den älteren Generationen hatte ich mehr an Gesprächen zu führen als mit Leuten meines eigenen Alters. Die Tür zum Haupthaus verschloss ich mit dem Schlüsselbund, dann steckte ich es mir in die Hosentasche. Ohne einen weiteren Blick zurück zu dem Haus voller Erinnerungen einer fremden Familie.

"Ich weiß gar nicht wieso ich mir den Schlüssel für das Haus vom Makler habe geben lassen. Vielleicht hatte ich einen Moment gedacht ich könnte ihn kaufen. Aber das erschien mir falsch als ich den ersten Schritt hinein getan hatte. Ich denke es wäre für alle einfacher, wäre das Haus abgebrannt, dann gäbe es nichts mehr - so jedoch sieht es aus als würden sie jeden Moment zur Haustür hinein kommen. Erst als ich Moon gesehen habe, wurde mir klar das ich sie kannte, Sarah, damals hieß sie noch Kyren. Sie hatte eine Art den Raum zu beherrschen, nicht auf negative Art, aber sie hat es geschafft die Menschen in ihren Bann zu ziehen. Mein eigenes Pferd stammt aus ihrer Zucht, wenn Braum auch eigentlich nicht geplant war." Ich öffnete die Tür zu dem kleinen Gästezimmer, wartete bis Verena hindurch war. Hier drinnen befand sich ein Heizwärmer den ich vergessen hatte anzuschalten, was ich nun nachholte. Was es jetzt zu besprechen gab, würde entscheiden ob ich den Hengst Zues weiter trainieren durfte und morgen würden wir Moon und Stormy zusammen führen.


Verena

Ich seufzte kurz als er mir die Story des Schlüssels erzählte. "Ja.. das stimmt allerdings", erwiderte ich und überlegte dann kurz. "Du könntest dem Haus aber auch neues Leben einhauchen. So dass eine neue Geschichte beginnt, etwas, was das Vergangene in den Schatten stellt und die Ereignisse in den Hintergrund rücken lässt..", fügte ich bei setzte mich auf einen der Stühle, nachdem er die Tür aufgeschlossen hatte. Erst dann antwortete ich auf seine Aussage wegen Sarah. Ich hatte einfach einen Moment zum Nachdenken gebraucht. "Ja.. sie hatte eine Art die Leute in den Bann zu ziehen, das weiß ich.", sagte ich und lachte kurz auf. "Ach stimmt ja... natürlich.. ich kenne Braum ja auch", sagte ich und nickte einmal. "Ich hatte auch mal in Erwägung gezogen ihn zu kaufen, dann bin ich jedoch abgesprungen. Den Grund weiß ich leider nicht mehr", sagte ich und schlug meine Beine übereinander. Es war mir noch immer etwas mulmig zumute. So, als würde ich Sarahs Gegenwart erwarten. Mit dem Unterschied, dass sie nicht auftauchen würde.. Schnell verschob ich diese Gedanken jedoch und dachte an Zues. "Wie macht sich Zues eigentlich?"


Svejn

"Zues...nicht schlecht" eigentlich war das ein wenig übertrieben. Sarah musste noch nicht viel mit ihm gearbeitet haben weshalb die Fortschritte die auch ich mit ihm vorzuweisen hatte sehr klein waren. "Nun gut, er rennt nicht mehr panisch in eine Ecke, wenn ich den Paddock betrete, braucht aber seine Zeit bis er sich einem aus Neugier nähert. Allzu viel habe ich allerdings noch nicht getan, da nicht sicher war inwie fern ich ihn weiter trainieren kann."

Verena

Ich hörte ihm aufmerksam zu. "Ja.. ja das kann ich verstehen...", erwiderte ich und überdachte kurz das Vorhaben zwischen Lou und mir. "Bis jetzt hast du einen super sympathischen Eindruck hinterlassen, aber ich würde Zues gerne nach Italien zu einer Freundin bringen, um ihn dort weiter trainieren zu lassen...", erklärte ich dem jungen Mann mit den langen Haaren. "Bei Zues bin ich einfach vorsichtig.. er braucht wirklich eine starke Hand..", fügte ich an und grinste kurz. Eine starke Hand hatte Lou auf jeden Fall nicht, aber sie hatte viel Feingefühl, was die Arbeit mit Pferden anging, was man ja an Bree sah.


Svejn

Es versetzte mir einen leichten Stich, als sie mir für das Training mit Zues absagte. Auf der anderen Seite hatte ich noch zwei weitere Aufträge in petto, die ich nicht vermasseln durfte. Ebenso wie ich Cheveyo für die Kür vorbereitet hatte, musste es weiter gehen. Langsam einen Namen aufbauen das war mein Ziel, Zues wäre ein Stück auf dem Weg dorthin gewesen." "Natürlich das kann ich verstehen, er steht noch ganz am Anfang seiner Laufbahn. Bucks war wohl auch einmal so, Sarah muss lange Zeit in Anspruch genommen haben um ihm zu dem Pferd zu machen das er jetzt ist. Misstrauisch bleibt er immer, aber wenn man weiß das er fast blind ist und wie man ihn händeln muss, macht er gut mit. Ich hab ihn gestern putzen können und dann in dem proviesorischen Round Pen ein bisschen arbeiten können. Zues wird sicher auch mal ein gutes Pferd werden." Ich wünschte es der jungen Frau wirklich, dachte gleichzeitig an all die proviesorischen Dinge unter denen ich gerade "litt", lohnte es sich einen Kredit aufzunehmen um den Hof von Sarah zu kaufen "mit neuem Leben zu füllen". Ich würde hier draußen ziemlich abgeschottet Leben, den Job im Museum müsste ich kündigen. Ich verschob den Gedanken aus meinem Hirn, ich musste eine andere Lösung finden. Irgendwo in Inverness ließ sich sicher ein Grundstück finden auf dem ich mich niederlassen konnte.

Ich sah Verena an, trommelte mit der Hand auf meinem Knie, das ebenfalls auf und ab wippte, ich wusste nichts mehr zu sagen. "Haben sie sich ein Hotel in Craighnure gesucht? Bevor wir morgen Moon und ihren Stormi zusammen bringen und dann vielleicht auch verladen."


Verena

Ich hörte ihm aufmersam zu. "Zues war ja eigentlich ein Schlachtpferd. Nur durch Zufall habe ich den Hengst entdeckt und zu mir nehmen können, um ihm eine zweite Chance zu geben.. Bis jetzt war es nicht einfach aber durch deine und Sarahs Hilfe sind wir schonmal auf dem Weg der Besserung.", erklärte ich ihm freundlich. "Apropos blinde Pferde... Davon besitze ich auch eine. Mit ihr ist es wirklich sehr sehr schwer... Aber es wird", erzählte ich ihm stolz.

Kurz seufzte ich. "Nein. Ehrlich gesagt habe ich komplett vergessen ein Zimmer zu buchen", innerlich hoffte ich, dass er mir eine Alternative anbieten konnte.

Svejn

"Ja blinde Pferde sind nie einfach, hab allerdings den Tierarzt schon mal zu ihnen kommen lassen. Mal sehen wie viel Bucks tatsächlich noch sehen kann."

Ich überlegte eben, dann sah ich zu dem Kamin der im Zimmer war. "Falls wir Feueranzünder und Holz auftreiben können kann ich uns den da anwerfen." Dabei deutete ich auf den Kamin. "Allerdings hatte ich nicht mit einem weiteren Gast gerechnet also müssten wir beide in dem Doppelbett da Platz nehmen, zur Not schlaf ich einfach auf dem Boden. Der Teppich da sieht auch ziemlich bequem aus." erklärte ich grinsend. Ihr panisch erschreckter Blick Richtung Bett war mir natürlich nicht entgangen. Natürlich gab es knapp 100 Schritt entfernt ein ganzes Wohnhaus, , allerdings fand ich den Gedanken komisch dort zu übernachten, noch mehr als in diesem Gästehaus.


Verena

"Ja, das wäre interessant zu wissen", sagte ich auf seine Aussage hin, dass ein Tierarzt nochmal über Bucks Augen schauen würde.

Langsam folgte ich seinem Blick. "Klar, Holz wird es hier sicher eine Menge geben", antwortete ich und sah zu dem Doppelbett. Zu erst schaute ich etwas skeptisch, dann klatschte ich jedoch einmal in die Hände und sprang auf. "Wir können sehr gerne im Doppelbett übernachten", sagte ich und merkte dann erst, wie falsch dieser Satz klang. Natürlich wollte ich nichts von Svejn.. Wobei, schaden würde es auch nicht, nachdem Caleb mich mit meiner Cousine betrogen hatte, was noch ein Nachspiel geben würde. "Suchen wir Holz", sagte ich noch und stiefelte zur Tür.


Svejn

Entschlossenen Schrittes bewegten wir uns nach draußen, wo es schon deutlich dunkler geworden war, der Nebel jedoch hing noch deutlich über dem Land. Ich fragte mich ob es daran lag das Craighnure und die ganze Isle of Mull eine Insel waren oder es am Norden des Landes lag. Die Pampe war so dicht das ich Verena die nur knapp zwei Meter vor mir lief nur undeutlich erkennen konnte. Ich holte zu ihr auf. "Zumindest in meinem Auto sollte irgendwo ein Feuerzeug rum liegen, für die ganzen Raucher hab ich mir mal angewöhnt eins dabei zu haben. Außerdem glaube ich hinter dem Haus Holz gesehen zu haben, zumindest hatten sie einen großen Kamin." Die Tatsache mit Verena zu späterer Stunde in einem Bett zu verbringen ließ mich überrraschend kalt, wenn man bedachte das ich sein einiger Zeit zölibatär lebte. Ich zuckte mit den Schultern, ich wollte schließlich nichts von dieser Frau, ich kannte sie kaum. Trotzdem begann mich der Gedanke zu reizen, wie es wohl mit anderen Frauen als Talisa wäre.


Verena

Er stand ebenfalls auf und folgte mir, bis mir bewusst wurde, dass ich eigentlich keine Ahnung hatte, wo ich Holz finden sollte. Zu meiner Erleichterung schloss Svejn jedoch schnell zu mir auf und erklärte mir, wo das Holz zu finden sei. Kurz schauten wir nach, gingen dann jedoch noch flink zu seinem Auto, um zu schauen, ob er wirklich ein Feuerzeug dabeihatte. Den ganzen Weg über schwiegen wir uns an, ehe Svejn sich mit einem Grinsen, sofern ich dieses in dem Nebel erkennen konnte, umdrehte und eine Flasche in der Hand hielt. "Was ist das?", fragte ich und kicherte, ehe er die Tür des Autos zuschlug, mir das Feuerzeug reichte und die Flasche vor die Nase hielt.



Svejn

"Whisky!" verkündete ich, wechselte dann die Hand da das Glas der Flasche ziemlich kalt war. Es mussten Temeraturen knapp über Null herrschen, denn noch war mein Wagen nicht gefroren. Ich packte die Flasche in eine der großen Taschen meiner Arbeitsjacke, dann nahm ich die Schubkarre und deutete wage in die Richtung der Garage, dort hatten wir das Licht angelassen und der Schein deutete uns den Weg. "Lass uns wieder rein, hier bekomm ich noch Eisklumpen im Bart." Die Temperaturen waren wirklich erbärmlich, dabei hatten wir noch nicht einmal richtigen Wintereinbruch, Eisklumpen würde ich allerdings wohl nicht bekommen. Mit Hilfe des Feuerzeugs und den Papierresten im Auto brannte bald eine kleine Flamme in dem Kamin, auf die ich nun nach und nach kleinere Holzstücke legte, die mir Verene reichte. Kurzerhand hatten wir die Schubkarre mit ins Zimmer genommen, damit später niemand raus musste. Anschließend, als Verena das Bad in Anspruch genommen hatte, schob ich das Bett einfach näher an den Kamin. Fragend kam die junge Frau wieder aus dem Zimmer, deutete grinsend auf das Bett auf dem ich die Decken aus dem Auto und die aus der Truhe ausgebreitet hatte. Mittlerweile hatte das Feuer eine beachtlichere Größe angenommen. In die Gläser aus der kleinen Küchenzeile hatte ich den Whisky eingegossen und auf den Stuhl vor das Feuer gestellt. "Ich dachte so haben wir etwas mehr von der Wärme, später können wir immernoch umziehen. Willst du?" Damit reichte ich ihr eins der Gläser, trotzdem sie lächelte schien dieses ihre Augen nicht zu erreichen. "Wer war Sarah eigentlich für dich?" Das hatte ich mich die ganze Zeit gefragt, war sie nun nur die Trainerin ihres Pferdes gewesen oder mehr?


Verena

"Whisky?!", sagte ich ungläubig und lachte. Eigentlich hasste ich Whisky, doch das war im Moment nicht wichtig, da Svejn mir vor der Nase weglief und ich alle Mühe hatte, ihn in dem Nebel zu folgen. "Eisklumpen im Bart?", fragte ich und war nun endgültig am Lachen. "Das sähe aber bestimmt lustig aus", fügte ich an und schaute ihn skeptisch an. Kurzerhand war das Feuer im Gange und ich verschwand für einige Zeit im Bad. Als ich wieder kam, hatte er das Bett näher an den Kamin gerückt. "Ja gut, das stimmt", sagte ich zu ihm und ließ mich auf einen der Stühle fallen, die auch ein wenig näher am Feuer standen.

Als er mir dann ein Glas Whisky reichte, legte ich den Kopf leicht schief und dachte nach.. "Ach was solls, warum nicht", sagte ich und nahm sein Glas dankend entgegend, stieß mit ihm an und trank einen Schluck. "Iiiiih", sagte ich und verzog das Gesicht, was bestimmt sehr witzig aussah. "Ach, von Schluck zu Schluck wird es besser..", warf Svejn nur ein, ehe er mich nach Sarah fragte.

"Tja..", fing ich an. "Sarah war.. Sarah hatte sich in eine wirklich gute Freundin verwandelt, von deren Leben ich leider viel zu wenig mitbekommen hatte. Ich hatte sie ab und an besucht, aber dabei ging es hauptsächlich um das Training ihrer Pferde. Ab und an war sie bei mir... Auf ihrer Hochzeit war ich auch.. jedoch nur kurz, da ich wegen eines Zwischenfalles zu Hause frühzeitig abreisen musste.. ", erklärte ich und merkte, dass ich immer trauriger wurde, doch noch konnte ich die Tränen zurückhalten. Stattdessen nippe ich immer und immer wieder am Glas.

Svejn

"Komisch wie sie es irgendwie geschafft hat unser beider Leben zu berühren, auch wenn sie für mich nicht mehr ist als ein Schatten. Ich war vorhin im Haus, es war komisch so eine ganz fremde Welt zu besuchen. Trotz allem hatten sie am Eingang des Hauses eine Kette zu hängen mit Holzstücken auf denen Schtzrunen zu sehen waren. Sie sollte das Haus, seine Insassen beschützen. " hier verstummte ich einen Augenblick, denn es war klar das es dies nicht getan hatte. "Im Grunde hatten wir genau den selben Glauben, im Leben hätten wir uns wohl ziemlich gut verstanden, einige Diskussionen mit ihr und ihrem Mann hätte ich nur allzu gern genossen." ich nippte an dem Glas Whisky, sah auch wie Verena trotz ihres ersten Ekels davon trank. Ich wollte den Gedanken auf etwas anderes lenken. "Wie lebt es sich auf der Gips Reminder Ranch eigentlich?" fragte ich aus wirklicher Neugierde, denn ich erinnerte mich noch zu gut an den Rummel auf der Rennbahn, auf der ich eine ganze Weile gearbeitet hatte.


Verena

Ich seufzte kurz. "Ja.. von ihrem Glauben habe ich gehört, aber leider nicht allzuviel mitbekommen, was ich im Nachhinein sehr schade finde", erklärte ich und wollte etwas trinken, merkte aber, dass mein Glas leer war. "Bekomme ich noch was?", fragte ich den schwarzhaarigen und reichte ihm mein Glas. Willig schenkte er mir etwas ein, sah mich aber leicht mahnend an. Ich wusste genau was er dachte: Hoffentlich trinkt sie nicht zu viel. Mal sehen...

"Die Gips Reminder Ranch?", wiederholte ich einen Teil seiner Frage. "Ich liebe meine Ranch", sagte ich nur und die Trauer war wir weggespült, stattdessen lachte ich. "Ich habe so viele verschiedene Personen und Pferde auf einem Hof vereint, es ist ein ständiger Trubel. Pferde kommen, Pferde gehen, es werden neue Tiere geboren, andere sterben.. Wobei mir noch kaum ein Pferd gestorben ist", erklärte ich ihm. "Was hast du denn vorher gemacht? Oder was machst du jetzt? Bist du hauptberuflich Trainer?", fragte ich ihn und dachte an die Pferde, die dringend im Training weitergebracht werden mussten.

Svejn

Ich überlegte wie ich möglichst kurz erzählen konnte, dann war es mir irgendwie auch ein wenig egal und holte ein wenig mehr aus. "Eigentlich war ich mal Turner, habe regelmäßig an Turnieren teilgenommen, Pferde waren damals nur eine Möglichkeit um Abzuschalten. Als ich den Unfall hatte, wurde das Turnen als Beruf für mich nur noch zum Traum. Also habe ich meine Genesungszeit mit Gelegenheitsjobs verbracht, bis ich bei der Rennbahn aufgrund meiner Größe als Jockey angefragt wurde. Das habe ich gemacht, mehr jedoch als Trainingsreiter. Von dem Trainer dort habe ich eine ganze Menge gelernt, die Rennpferde dort wurden auch in der Dressur trainiert, damit sie vielseitig Beschäftigung hatten. Den Job hab ich aufgegeben als meine Exfreundin mich gebeten hat nach Schottland zu ihr zu kommen. Momentan arbeite ich zusätzlich in einem Museum bzw. auch Freilichtmuseum als Guide für die Touristen damit Bucks und Braum versorgt werden. Das mit dem Trainer hat sich nur nebenbei ergeben durch Mr. McConner, der erstmal alle Pferde von Sarah betreut hat. Ich werde wohl nebenbei den Körservice weiter machen, aber ich denke nicht das ich das Hauptberuflich machen will bzw. auch kann. Dazu bräuchte ich jemanden der meine ganzen Pferde hier versorgt während ich bei anderen zu Besuch bin. Das Geld meine Pferde und die Trainingspferde mitzunehmen hab ich wirklich nicht. " Kurz hielt ich inne um mir auch nachzuschenken, war es das dritte Glas? "Außerdem seien wir ehrlich - es ist weniger stressig, wenn die Pferde die ich trainieren soll hier her kommen." sprach ich lachend aus was der Hauptgrund war das ich nicht nur Trainer sein wollte. Ich legte mich ungern fest.

Verena

Aufmerksam hörte ich ihm zu. "Turner... das hätte ich nicht von dir erwartet", sagte ich lachend und fing an, die Flüssigkeit in meinem Glas hin und her zu drehen, in dem ich das Glas hin und her schwenkte. Der Whisky schlug doch härter zu, als ich gedacht hatte, washalb meine Konzentration gerade wohl eher auf dem Glas, als auf Svejn lag. Kurz nickte ich, ehe ich merkte, dass er wohl auf eine Antwort von mir wartete. "Äh.. ja.. das kann ich verstehen. Ich bin ja auch Trainerin, wie du sicherlich weißt, und reise andauernd um die Welt.. das möchte ich jedoch einstellen und die Pferde, die ich trainieren soll, zu mir auf den Hof holen.. Wird für mich billiger", erklärte ich und stellte das nun wieder leere Glas mit Schwung auf den Tisch. Ich griff nach der Flasche, deren Flüssigkeit ich in mein Glas schüttete. Jeder Trottel hätte gemerkt, dass mich etwas an seiner Lebensgeschichte störte- oder besser, dass etwas mich an mich selbst erinnerte.




Svejn

Aufmerksam hörte ich ihr zu, beobachtete ihre langsam abwesenden Blicke die sie beharrlich auf das Glas gerichtet hatte. Ebenso abwesend wie sie wurde auch ich langsam, der Whisky hatte wohl etwas mehr Prozent. "Natürlich die Kosten sind nicht zu missachten, dann die ewigen Flüge. Mir hat fürs erste schon der nach Schottland gereicht. Ich bleib mit den Füßen viel lieber auf der mir vertrauten Erde. Ja Turner haben viele nicht erwartet, dabei war ich eigentlich richtig gut!" Als sie ihr Glas etwas lauter auf den Tisch abstellte und sich eingoss wurde selbst mir klar - irgendwas stimmte mit ihr nicht. Auch über den Tod ihrer Freundin hinaus.

Ich legte meine Hand über die ihre, damit sie die Hand mit dem Glas nicht wieder zum Mund konnte. "Dafür das du Whisky nicht sonderlich leiden kannst, langst du ganz sschön zu. Was ist los?" fragte ich sah ihr dabei nun zum ersten Mal richtig in die Augen. Vielleicht sollte ich die Flasche weit weg stellen, allerdings fehlte mir dazu bereits die Motivation.


Verena

"Ja.. die ewigen Flüge..", wiederholte ich seine Aussage. "Ja.. ich auch.. ich hab auch eigentlich Höhen- & Flugangst. Aber da ich das Geld des Trainings brauche, werde ich das wohl oder übel noch sehr, sehr oft überwinden müssen....", sagte ich, ehe ich auf den Aspekt mit dem Turnen einging. "Bist du noch immer so akrobatisch?", fragte ich schaute ihn schelmisch grinsend an. Das konnte noch für vieles gut sein...

"Ach...", erklärte ich dann, ehe ich das Glas erneut ansetzte. "Nur eine alte, einseitige, unerwiderte Liebe, die mit Verrat vergolten wurde..", sagte ich beiläufig, als wäre es das normalste der Welt, während ich erneut mein Glas hin und her drehte.

Svejn

Verenas Aussage mit dem akrobatisch quittierte ich nur mit einem vielsagendem Grinsen auf dem Gesicht. Trotzdem wischte sich der andere Gedanke wie von selbst auf das Gesicht der jungen Frau, löschte ihr Lächeln und wurde zu einer steinernen Miene, die mir ganz und gar nicht gefiel. Ich hielt ihr Glas in der Bewegung auf, dabei schwappte mir ein wenig über den Handrücken, das beachtete ich jedoch nicht. "Glaub mir vor knapp zwei Wochen hab ich meinen Kummer über einen Verrat auch in Alkohol ersaufen wollen. Am Ende hatte ich nur Kopfschmerzen und lag vollgeschissen von meinem Pferd in seiner Box, da mir der Typ aus der Bar die Autoschlüssel weg genommen hatte. Ich hab mich dann in die Arbeit gestürzt. Lächle wieder, so hast du mir besser gefallen."


Verena

Ich grummelte und sah ihn etwas wütend an. Ich hasste es, wenn mir andere Leute vorschreiben wollten, was ich zu tun und zu lassen hatte. Mit den Augen schaute ich in die Seinen, wohlbedacht darauf, mein Glas langsam aus seiner Hand zu nehmen. Leider gelang es mir nicht, weshalb ich einfach losließ und es mir von ihm wegnehmen ließ. Als er das von seinem Pferd erzählte musste ich grinsen, fing dann sogar wirklich an zu lachen. "Das sagen mir.. viele", sagte ich und dachte kurz an Caleb, der mir auch immer sagte, ich solle mehr lächeln.


Svejn

"Dann schau mich nicht mehr so grimmig an, irgendwie wird sich schon alles fügen. Ich hab aufgehört mir über meine Ex-Freundin ewig den Kopf zu zerbrechen. Der Witz an der Sache? Wir waren 9 Jahre zusammen, eigentlich hätte ich darüber mehr trauern sollen sie verloren zu haben. In Wahrheit trauere ich ihr nicht nach, es hat mich nur verletzt das sie nicht den Mut hatte es mir selbst zu sagen - ich durfte die beiden gemeinsam erwischen. Das war nicht einmal Zufall, sondern eiskalte Kalkulation, da sie mich zu sich bestellt hatte. Traurig...für die nächste Zeit hab ich von Beziehungen die Nase voll." Dabei musste ich dann schon wieder lachen, schließlich war Talisa bisher die einzige Frau in meinem Leben gewesen. Vor ihr und dem Unfall hatte es für mich nur das Turnen und die Pferde gegeben, oder Reisen quer durch Europa.


Verena

Ich hörte ihm zu, wie er sich immer weiter in etwas hineinsteigerte und griff in einem von ihm unbedachten Augenblick nach meinem Glas, setzte es an und trank es leer, ehe er sich gerührt haben konnte. Nun war mein Grinsen wirklich süffisant und herausfordernd, während auch ich ihm mein Beleid geklagte und meine Leidensgeschichte erklärte. "Mein Angestellter hatte was mit meiner Cousine laufen. Nachdem sie mir hoch und heilig versprochen hatte, die Finger von ihm zu lassen", sagte ich leicht angesäuert und blickte ihm in die Augen. So langsam sah er doch immer attraktiver aus.. vielleicht sehnte ich mich auch nur nach etwas Zuneigung, die in letzter Zeit einfach viel zu kurz kam.



Svejn

Mit einem schnellen Griff hatte ich sie von dem knorrigen Holzstuhl zu mir herüber auf das Bett gezogen. "So jetzt hab ich dich besser unter Kontrolle" dabei streckte ich frech die Zungenspitze heraus, auch ich konnte herausfordernd sein. "Tja, den Worten einer Frau sollte man eben nicht immer Vertrauen schenken. Vielleicht weiß er erst was er an dir hat, wenn du ihm nicht länger hinterher trauserst sondern ihm etwas zum Eifersüchtig werden gibst. Du hast sicher ein paar andere Mitarbeiter die nicht uninteressiert sind. Dann bändel mit denen an, dann wird er merken was er da eigentlich verpasst."


Verena

Ich quiekte leise auf, als er mich mit einem schnellen Griff aufs Bett zog. Sonderlich stark sah er nicht aus, doch war er es. Schwer atmend lag ich jetzt unter ihm, mein Blick leicht verklärt wegen des Whiskys, und er über mir, mir die Zunge rausstreckend. "Frauen können heimtükisch sein", erwiderte ich seine Aussage und dachte über seine Worte nach. "Ja.. da hast du recht...", sagte ich und versuchte mich unter seinem Griff zu lösen und mich unter ihm weg zu schieben, aber er war zu stark und schien nicht die Absicht zu haben, mich wieder loszulassen.


Svejn

Entweder ich brachte in diese Situation wieder Ordnung hinein oder ich gab mich dem Flüstern in meinem Hinterkopf nach. Da meine Gedanken allerdings gerade alles Taten, außer meinem Willen zu gehorchen dachten sie an den Moment als ich Talisa mit diesem rothaarigen Schotten im Bett erwischt hatte. Nur langsam lockerte ich meinen Griff von ihren Handgelenken, zog mich an das andere Ende des Bettes zurück, senkte betreten den Kopf. "Tut mir Leid, ich denke....also bevor wir noch Unsinn anstellen, sollten wir schlafen gehen." Dabei dachte ich daran wohl besser doch den Teppich am Boden in Anspruch zu nehmen, statt mit ihr hier im Bett.


Verena

Ich biss die Zähne zusammen und rollte kurz mit den Augen, als er sich von mir erhob. Das Augenrollen hatte er nicht gesehen, aber mein doch enttäuschter Blick entging ihm nicht. Aus unserem geschäftlichen Gespräch war nun weit mehr geworden, als es anfangs sein sollte. Scharf dachte ich nach, wie ich diese Situation zu meinen Gunsten ändern konnte, mir fiel jedoch auf Anhieb nichts wirkliches ein. Ich strich mir meine honigblonden Haare zurück, blickte kurz zu Boden, seufzte und schaute ihn dann wieder an. Langsam rückte ich auf ihn zu und legte eine meiner Hände auf sein Knie, nahe seiner Leiste. "Ich denke, ich käme damit klar", sagte ich und blickte ihm verschmitzt in die Augen, ehe meine Hand langsam unter sein T-Shirt wanderte. Nüchtern hätte er mich wohl sofort abgeblockt, doch mit dem Alkohol war das wieder eine ganz andere Sache.


Svejn

Nur kurz zuckte meine Hand nach oben um ihre unter dem Shirt wieder hervor zu holen, doch ein ganz anderer Teil von mir strafte mich Lügen...innerlich zuckte ich mit den Schultern, es war schließlich nur Sex. Neugierig sah ich an ihrem Arm hinab der sich seinen Weg weiter die Brust hinauf suchte, ihr Blick war leicht abwesend, verschmitzt lachend. Das Lächeln wurde von mir ebenso erwidert, dann lehnte ich mich nach vorn klemmte dabei ihre Hand zwischen unseren Körpern ein als ich ihre Lippen in einem ersten vorsichtigen Kuss einfing. Ich war ungeübt, mit Talisa war es anders gewesen, es hatte Feuer gefehlt. Ganz anders als jetzt da eine Hitze in meinem Inneren ausgestrahlt wurde die ich ihm gar nicht zugetraut hätte. Aus dem ersten Austesten wurde schneller als erwartet mehr, ihren fahrigen Fingern helfend schob ich das Shirt über den Kopf. Hörte kaum wie es auf dem Boden zum liegen kam, als ich es beiseite warf. Eigentlich hatte dieser Abend nicht diese Züge annehmen sollen, kurz dachte ich noch daran das ich die Flasche besser im Auto hätte lassen sollen. Dann jedoch spürte ich wie ihre Lippe langsam meinen Hals hinab wanderten und der Gedanke verpuffte bevor er richtig Fuß fassen könnte. Wer konnte schon etwas gegen ein bisschen Zuwendung haben?


Verena

Langsam fuhr ich unter seinem T-Shirt seine Brust entlang, bevor er sich nach vorne lehnte und sie festhielt. Langsam beugte er sich nach vorne und seine Lippen berührten die Meinen. Zunächst ganz vorsichtig, dann immer wilder und wollender. Flink half er mir sein Shirt auszuziehen, was wohl doch etwas gewagt für diese Jahreszeit zu sein schien, welches auf dem Boden landete. Auch meinen Pullover zogen wir aus, ehe ich es schaffte das Livht auszuknipsen. Nun wurde alles in ein sanftes rot-orange getaucht, was vom Ofen ausging. Ich schloss kurz die Aufen und machte sich an seiner Hose zu schaffen, die ich schnell ausgezogen hatte, ehe er mich mit Schwung wieder unter sich zog, ehe er sich selbst, wie eben, über mir platzierte.


Svejn

Jetzt wäre der Moment gewesen die ganze Situation noch aufzulösen, aber daran dachte ich gar nicht. Wir hatten den Stein ins rollen gebracht jetzt würden wir ihm bis ins Tal folgen müssen. Trotzdem hielt ich noch einmal kurz inne als ich mich vorsichtig auf ihren Lenden nieder ließ. Meine Knie stützen dabei einen großen Teil des Gewichts ab, ich lächelte sie im Zwilicht schelmisch an, auch wenn sie es mit ihren geschlossenen Augen nicht sehen konnte. Mit dem Zeigefinger hakte ich mich in den BH zwischen ihren Brüstenm zog sie zu mir heran fing die Lippen in einem Kussm während ich den Verschluss des BH's zu lösen begann.


Verena

Immer wieder wanderten meine Mundwinkel nach oben und formten sich zu einem Lächeln. Er hob mich an, um meinen BH zu öffnen, ehe er mich wieder aufs Bett sinken ließ. Ich atmete mittlerweile immer schwerer, als wir uns gegenseitig unseres Restes entledigten und er sich wieder auf mich legte...



Angesichts des Kamins der mittlerweile eine stetige Hitze verbreitete mit der Tatsache das Verena den Kopf auf meine Brust gelegt hatte, bewegte ich mich nicht um die zerwühlten Decken über uns zu breiten.

Die Nacht war langsam fortgeschritten, jetzt hatte ich langsam wieder an Verstand gewonnen. Wir hatten einander Trost gespendet in dieser Nacht, doch spürte ich dabei keine Reue. Sollte ich das? Vermutlich aber irgendwie war ich noch gefangen in den erlebten Erfindungen. Talisa hatte ich kennengelernt als 17 jähriger, nicht viel später waren wir ein Paar gewesen und neun Jahre lang waren wir - zumindest ich für meinen Teil einander treu. Es hatte nie eine Phase gegeben in der ich mich ausgetobt hatte und jetzt in diesem Moment spürte ich einen kleinen Funken Wut darüber was für Erfahrungen mir verloren gegangen waren.

Geistesabwesend strich meine Hand über Verenas Oberarm, auch sie schien zumindest in diesem Moment nichts zu bereuen. Vorsichtig stand ich auf, um noch zwei Holzscheite auf das Feuer zu werfen. Als ich mich wieder aufrichtete schaute ich kurz in die Flammen die von der Glut aufzüngelten. Erst nach diesem Augenblick drehte ich mich Richtung Bett, ich hatte das Rascheln der Decken gehört als Verena sie zurecht gelegt hatte. In dem Zwilicht konnte ich das Lächeln in ihrem Gesicht erkennen, eine Seite der Decke hielt sie nach oben. Mit den Händen zuerst berührte ich das Bett, meinen Blick ganz auf sie gerichtet. Fragend kam ich ihren Lippen näher, küsste sie sanft, spürte wie sie ihn erst zögernd erwiderte. Das erste Mal war ungezügelter gewesen, jetzt jedoch ließ ich mir Zeit mit ihr.

Anschließend schlief ich erschöpft ein, mit dem besten Schlaf den ich seit einer ganzen Zeit gehabt hatte. Ohne die Träume war die Nacht geruhsam, mein Verstand schien zumindest für einige Zeit abgeschaltet.



Verena

Meine Gedanken führen Achterbahn, als ich merkte, wie der junge Mann aufstand und nach dem Feuer schaute. Jung war jedoch ein dehnbarer Begriff, so war er bestimmt 5 Jahre älter als ich, aber das störte mich nicht sonderlich. Zu erst musste ich also an Caleb denken, doch als Svejn meinen Lippen näher kam, verflogen diese Gedanken und ich erwiderte seinen Kuss zunächst zögernd. Als ich fordernder wurde, bremste er mich ein wenig... Es schien so, als wolle er sich nun Zeit lassen, was wir dann auch taten... Nach einer gefühlten Ewigkeit lagen wir beide erschöpft im Bett. Svejn drehte sich irgendwann um und schlief ein. Der nächste Tag würde komisch werden, schließlich war es eine einmalige Gelegenheit gewesen, naja eigentlich waren es zwei Gelegenheiten, wenn man genau sein wollte, die nicht wieder vorkommen würde. Oder doch? Schließlich war es nur Sex und da wir beide Single waren betrügen wir auch niemanden oder machten jemanden eifersüchtig.

Am nächsten Morgen wachte ich in Svejns Arm auf. Er hatte sich umgedreht und ihn um mich herum gelegt, weshalb ich keine Chance hatte zu entkommen, ohne ihn zu wecken. Das Feuer war fast aus und ich fröstelte leicht, ehe mein Blick zu der Whiskyflasche flog. Leer. Oh man.. Daher also unser Tatendrang.


Svejn

Ich erwachte am Morgen mit dem Gefühl der leichten Kälte in meinen Zehen und einem Körper um den ich meinen Arm gelegt hatte. Trotz des frühen Morgens der damit einhergehenden Müdigkeit und dem leichten Pochen von Kopfschmerzen

wusste ich das es sich dabei nicht um Talisa handelte. Es war Verena.

Langsam, viel zu langsam wie es mir schien in diesem Moment zog ich meinen Arm von ihrem Körper, breitete die Decke wieder über ihr aus. Die Füße auf dem Boden, die Hände auf den Knien und ihnen meinen Kopf gebettet blieb ich sitzen. "Götter! " murmelte ich ohne richtig zu bemerken das ich es laut ausgesprochen hatte.

Ich hatte tatsächlich die Situation ausgenutzt in die ich sie auch noch gebracht hatte. Das viel schlimmere daran? Die junge Frau war vor der gestrigen Nacht auch noch Jungfrau gewesen. Das sie sich mir auch aufgedrängt hatte, ließ ich nicht gelten - ich wäre in der Lage gewesen es zu ändern!

Die Vorwürfe in mir nagten an meinen Eingeweiden. In diesem Fall war es nicht einfach "nur Sex" gewesen...es hätte doch besonders sein sollen. ..mit jemandem den man liebt. Als ich mich gerade aufrichten wollte spürte ich eine Hand auf meiner Schulter.


Verena

Natürlich merkte ich, dass er sich aufrichtete und auf einmal etwas murmelte. Leise seufzte ich, ehe auch ich mich aufrichtete und an den Kopf fasste. Er pochte höllich. So toll war der Whisky also doch nicht gewesen, wie es im ersten Moment ausgesehen hatte. Auch hätte er einiges verhindert. Nun nagten doch Schuldgefühle an mir, aber genau wusste ich nicht warum. Schließlich wartete daheim niemand auf mich. Gerade noch so realisierte ich, dass Svejn aufstehen wollte, doch ich legte ihm meine Hand auf die Schulter. Als er sich umdrehte, um mich anzuschauen, lächelte ich sanft, wenn auf ein wenig peinlich berührt. Ja, ich hatte keine Ahnung was ich in einer solchen Situation hätte tun sollen.

Svejn

Ich hätte mir in diesem Moment gern das nächste Loch im Boden gesucht um darin zu versinken. Oder Worte von Verena, aber ihr gebrochenes Lächeln, der scheue Blick sagten viel. Auch ihr war es ssichtlich unangenehm in dieser Situation. "Tut mir Leid...das mit dem Whisky hätte ich lassen sollen." ich wollte noch so ganz anderes sagen, doch die Worte blieben mir im Rachen stecken also verstummte ich, holte Luft um wieder anzusetzen, leise geflüstert und rauh klang meine Stimme. "Ich will nur sagen...das ich es nicht bereue." Im nächsten Augenblick sollte ich mir wohl selbst eine rein hauen ICH hatte ja auch nichts zu verlieren gehabt.


Verena

Ich hörte ihm aufmerksam zu und zog die Decke ein wenig höher, da ich noch immer nackt war. "Ach...", sagte ich und zog meine Hand von seiner Schulter herunter. "Das mit dem Whisky war eine gute Idee", munterte ich ihn auf. "Nur an der Menge hat es gelegen", sagte ich und grinste nun schief, ehe er wieder zu einem Satz ansetzte, aber die Worte wollten nicht so wirklich. ... Das ich es nicht bereue.. hallte es in meinem Kopf wider, worauf ich nun nicht wirklich eine Antwort hatte. "Ich wurde schon ein paar Mal abgescheppt, hab es aber nie übers Herz bringen können, so weit zu gehen.. gestern Abend war einfach.. wow", sagte ich, obwohl es vermutlich nicht das gewesen war, was er hören wollte. In meinem Innern zog sich alles zusammen. Er hatte mich so um den Verstand gebracht, dass ich ihn jetzt einfach hätte packen können und unser Spiel von letzter Nacht wiederholen können. Stattdessen biss ich mir nur angestrengt auf die Lippe und versuchte möglichst unauffällig auf seine nackte Brust zu schauen.


Svejn

Das Lachen das mir über die Lippen kam konnte ich nicht verdrängen. "Irgendwie klingt das wie in einem dieser Teeniefilme was wir hier vor uns her brabbeln. Es lässt sich nicht ändern, also sollten wir einfach dort anfangen wo wir gestern Abend aufgehört haben seriös zu sein?" Damit rollte ich rückwärts in einer Rolle über das Bett Richtung Kamin, kramte vom Boden ihren BH, mein Shirt und unsere Hosen auf. Dann hielt ich ihr die Sachen hin die ich gefunden hatte, war froh den peinlichen Ausdruck auf ihrem Gesicht nicht mehr zu sehen. Stattdessen zeigte sie ihr ungezwungenes wiedergewonnenes Lächeln, da ich wegen der Wand nicht am Bett vorbei konnte musste ich wieder über die Laken klettern. Sie hatte mir mittlerweile den Rücken zugedreht nestelte am Verschluss des BH herum,also kam ich ihr kurzerhand zu Hilfe. Mein Kopf kam ihrem Ohr dabei nahe, also flüsterte ich ihr noch ein paar Worte ins Ohr. Vielleicht waren sie idiotisch, aber sie kamen mir ungefragt über die Lippen. "Du hast Recht der Abend war..wow...der Mann den du einmal lieben wirst kann sich glücklich schätzen." Dann verschwand ich fürs erste in dem Bad, ich brauchte dringend eine eiskalte Dusche! Die Nacht hatte lange verstecktes Verlangen geweckt, welches ich wieder in Zaum bekommen sollte. Wir würden schließlich noch die nächsten beiden Tage mit Moon und Stormi trainieren und in Richtung Inverness reisen.


Verena

"Ja.. da hast du recht", sagte ich lachend, zog aber einen Schmollmund, den er jedoch nicht mehr sah, da er sich nach unseren Klamotten gebückt hatte und mir meinen BH und die Hose zuschmiss. Den Rest müsste ich gleich selbst suchen. Kurzerhand drehte ich mich um und werkelte an meinem BH herum, wobei er mir plötzlich half. Ich zuckte kurz zusammen, nahm dann jedoch meine Haare weg und ließ ihn machen. Verwirrt dachte ich über seine Worte nach, als er im Bad verschwand. Kurz seufzte ich und zog meine restlichen Klamotten an, ehe ich das Bett ein wenig richtete und wartete, bis er fertig war. Dann ging auch ich ins Bad und duschte... lange. Als ich fertig war ging ich wieder in unseren kleinen Raum und band mir schnell die Haare zu einem Zopf. "So...", sagte ich und räusperte mich. "Was machen wir jetzt?"


Svejn

Ich fummelte an den noch nassen Haaren auf meinem Kopf herum, die ich sonst immer aufwendig zu einem Zopf flocht, allerdings brauchte ich dafür meine Zeit, da ich sie noch nicht allzu lang auf diese Weise trug. "Sobald ich die Haare hier gebendigt habe, würde ich vorschlagen Moon und Stormi zusammen bringen und versuchen die beiden auf den Hänger zu bewegen, damit wir sie nach Inverness bringen können. Da wartet ja noch ein bisschen Arbeit auf uns auch Zues noch soweit an den Hänger zu gewöhnen. Soll wohl ziemlich stressig zugegangen sein als die Pferde zu Mr. McConnor gegeben haben. Sollen wohl ziemlich rüde gewesen sein, könnte also länger dauern bis der kleine Hengst oben drauf steht."


Verena

Er berichtete mir von seinen Haaren, ehe ich mich selbst daran zu schaffen machte. "Lass mich dir schnell helfen", sagte ich und betrachtete seinen Anfang, ehe ich in seinem Stil weitermachte. Seine Hände schob ich dabei gekonnt weg, ehe ich ihm weiter zuhörte. "Okay.. was müssen wir in Iverness denn noch alles erledigen?", fragte ich ihn und versetzte seinen Haaren den letzten Schliff. Während ich also auf eine Antwort wartete, zog ich mir schonmal meine Schuhe und meine Jacke an. Draußen war noch immer dieser eklige Nebel, so dass ich es bis jetzt bei einem Blick aus dem Fenster beließ.

Svejn

"Danke, so lange sind die Haare noch nicht so." merkte ich an, dann kramte ich meine Jacke aus der Ecke und darunter kamen meine Schuhe zum Vorschein. Binnen zwei Minuten hatten wir uns für die Welt da draußen gewappnet. "Zues an den Hänger gewöhnen, falls es deine Zeit erlauben würde - ich bin momentan dabei Braum einzureiten, den Tipps einer erfahrenen Trainerin würde ich gern lauschen." dann machte ich die Haustür auf. Nebel war da immernoch, aber jetzt lag da auch noch "Schnee?!" sagte ich wenig begeistert machte dann trotzdem den ersten Schritt nach draußen.


Verena

"Das merkt man", sagte ich lachend und schaute ihm dabei zu, wie er seine Jacke aufhob. "Wenn du nett zu mir bist, helfe ich dir gerne beim einreiten", sagte ich, wobei das "reiten" einen kitschigen Unterton von mir erhielt. Irgendwas in mir sagte mir, dass dies nicht die letzte Nacht in einem Bett gewesen sei. "Schnee!", sagte ich im Gegensatz zu ihm total begeister, quetschte mich an ihm vorbei nach draußen, machte einen Satz in den Schnee, rollte einen Schneeball und schmiss ihm den Ball mitten ins Gesicht. "Ups", sagte ich lachend und nahm meine Beine in sprichwörtlich in die Hand, da er anfing, mir nachzulaufen. Tja, wie alt waren wir nochmal? [​IMG]D)

Svejn

Der Schneeball in meinem Gesicht verhinderte in diesem Moment das Nachdenken über den kitschigen Unterton in ihrer Stimme. "Warte ich bin gleich ganz lieb zu dir!" sagte ich, setzte der Frau nach die sich kichernd in Sicherheit brachte um mir zu entgehen. Allerdings merkte ich schnell den Schmerz in meinem Bein, der immer dann auftauchte wenn ich zu rennen versuchte, also musste ich inne halten. Spürte den verhärteten Muskel an meinem Oberschenkel, dabei war es die Sehne die mir mehr Schmerz verursachte. Ich sah nach oben, musste ihr entschuldigend zulächeln. "Tut mir Leid, dafür bin ich wohl schon etwas zu alt. Mein Bein macht das nicht mehr mit. In einem Turnier hats mich aus den Ringen gehauen, ungünstig gelandet und habe mir den rechten Oberschenkel gebrochen, zusätzlich sind noch paar Sehnen und Bänder im Eimer. Hat lange gedauert bis es geheilt war, macht allerdings immernoch Beschwerden wenn es zu sehr belastet wird. " Ich strich noch einmal über das Bein, dann war Verena auf einige Meter heran, ich brauchte sie nur an der Hüfte zu mir zu ziehen. Dabei drückte ich den Kopf gleich in Richtung des Schnees und schaufelte ihr das weiße Pulver ins Gesicht. "Dafür kann ich dich mit einer kleinen List überrumpeln"

Verena

Allmählich wurde ich langsamer und stellte mein Kichern ein, da Svejn mir nicht mehr folgte. Ich ging wieder einige Schritte zurück und entdeckte ihn, wie er sich sein Bein hielt. "Oh.. du Armer..", sagte ich laut und dachte, die Sache wäre hiermit gegessen. Tja, falsch gedacht. Blitzschnell ergriff er meine Hüfte, zog mich zu sich und warf mir Schnee in mein Gesicht. "Ey!", sagte er ich quiekend und schlug ihm spielerisch gegen die Brust, damit er mich losließ, war er jedoch nicht tun wollte. Ich strampelte in seinem Griff hin und her, ehe ich es schaffte, dass wir beide in den Schnee fielen. Ich unten, er irgendwie auf einen Arm gestüzt über mir. Schwer atmend lag ich da und schaute ihn einfach nur an.

Svejn

"Kommen wir heute noch zur richtigen Arbeit oder bleiben wir hier einfach liegen?" Im Grunde wäre ich auch gern im Bett liegen geblieben, denn der Kopfschmerz war nun doch ein stetiges Pochen hinter der Stirn. Allerdings war es eine wohltat in diesem Schnee zu liegen, wenn auch die Sachen dadurch etwas feucht wurden. Mit einem Ächzen richtete ich mich wieder auf die Füße, bot meine Hand Verena an um auch ihr aufzuhelfen. Es war schon schwer genug gewesen sie nicht dort auf dem Boden zu küssen, sonst kamen wir tatsächlich nicht mehr in den Stall.


Verena

"Wir könnten auch...", setzte ich an, doch da richtete er sich schon wieder auf. Kurz lachte ich, ehe ich seine Hand annahm und mich aufrichtete. "Also gut, an die Arbeit. Also wirklich..", sagte ich und klopfte mir den Schnee von den Sachen, ehe ich zu Stormi ging, der mich noch immer nicht richtig als Chef akzeptiert hatte. "Er versteht auch nicht so richtig, wieso er wieder hier ist...", murmelte ich und halfterte ihn auf. "Wo steht Moon noch gleich?", fragte ich Svejn und wurde von Stormi in seine Richtung geschubst. Instinktiv streckte ich meinen freien Arm nach vorne und knuffte ihn damit in die Brust, damit ich einen Ausfallschritt machen konnte. "Stormi..", fluchte ich und schob den Hengst zurück, um wieder ein wenig Abstand zwischen Svejn und mich zu bekommen.

Svejn

Na selbst die Tiere legten es wohl drauf an..."Warte ich geh mit auf die andere Seite und halt ihm am Halfter. Kann schonmal verwirrend sein ständig durch die Gegend zu reisen. Braum hat die Reise hier her auch erst nicht richtig verkraftet, jetzt mit Bucks als Partner geht es ihm viel besser. Moon steht nur zwei Paddocks weiter. Lass uns Stormi zur Weide führen, dann müssen wir bei Moon nur die Tür öffnen und dann können wir sehen wie sie sich anstellen gemeinsam." Beherzt griff ich dem Grauen ins Halfter, was er erst gar nicht so lustig fand, sich dann aber fügte. Innerhalb der nächsten Minuten gelang es uns wirklich dem Plan zu folgen. Stormi auf die Koppel, Moon die Decke abnehmen und anschließend die Tür öffnen. Während Verena die beiden beaufsichtigte, machte ich mich daran mit dem Wagen von ihr samt Hänger rückwärts in den Paddock zu fahren - so konnte keinder der Hengste daran vorbei laufen. Nach einigem rangieren schaffte ich es tatsächlich fast gerade in den Paddock zum stehen zu kommen. Etwas skeptisch betrachtete ich den schiefen Hänger, okay von vorn hatte das ganze besser ausgesehen. Fahren mit Hänger schrieb ich gleich mal auf die Liste der Dinge die nicht zu meinen Stärken gehörte.

Verena

"Okay", sagte ich nur und sah ihn dann auf die andere Seite von Stormi gehen. "Eaaaasyy Boy", sagte ich langsam und strich seinen Hals. "Das alles ist viel für dich, ich weiß, aber versuch es wenigstens, ja Junge?", sagte ich und schon gingen wir zu Moon. Auf seine Aussage hin nickte ich nur, ehe wir bei den Pferden standen und Stormi zu Moon lief. Die beiden quietschten ein bisschen, zuckten mit den Ohren und schlugen mit den Schweifen, ehe sie sich daran erinnerten, wer sie waren. Stormi schmiegte seinen Kopf an Moons Hals und brummelte nach einer Weile zufrieden. Auch Moon schien aufgeweckter zu sein und seine Krankheit gänzlich zu vergessen. "Dann wollen wir Mal", sagte ich und half Svejn den Hänger zu öffnen und die beiden irgendwie auf die Rampe zu bek0mmen, was doch tatsächlich nach einer Weile klappte! Stormi trottete todesmütig voran und brummelte immer wieder leise, bis Moon ihm folgte. Zufrieden lächelte ich. "Soll ich dir mit meinem Wagen nachfahren?", fragte ich ihn, weil ich nicht ganz sicher war, wo ich die nächste Nach verbringen würde.


Svejn

"Die Pferde werden wohl nicht ausbrechen, wenn wir auf die schnelle noch das Gästezimmer in den alten Zustand versetzten?" Verena schüttelte den Kopf, also ging es in Richtung Garage, in einer Zeit von 2o Minuten hatten wir alles wieder halbwegs so wie wir alles vorgefunden hatten. Wie mit dem Makler abgesprochen versteckte ich den Schüssel im Stall, dann schnappte ich meine Tasche und warf sie in den Wagen. Noch ein Blick auf die Uhr "Okay, die nächste Fähre rüber auf das Festland kommt erst in zwei Stunden , verdammt das hab ich nicht bedacht. Wir können schon runter in die Stadt fahren, ich wäre nämlich für Frühstück" In meiner Magengegend befand sich ein kleines Loch, an Essen hatte ich dann nicht mehr gedacht als ich los gefahren bin.


Verena

Ich nickte und folgte ihm zurück ins Gästezimmer, wo wir alles wieder aufräumten. Mein Blick huschte hin und her und ich dachte an die vergangene Nacht- schon wieder. Leicht schüttelte ich den Kopf und räumte den Rest weg, ehe Svejn den Schlüssel wegbrachte und ich zum Wagen ging. "Oh..", sagte ich und mir wurde bewusst, dass ich absolut keine Ahnung hatte, wo Iverness lag. "Ja gut, dann fahren wir in die Stadt", sagte ich und öffnete die Tür des Wagens. "Fahr du vor, ich folge dir", sagte ich lächelnd und stieg dann ein, ehe ich den Motor startete und wartete, bis er vor mich fuhr. Dann verließen wir Sarahs altes Anwesen. Mit einem letzten Blick in den Seitenspiegel verschwand es hinter mir. Für immer?

Svejn

Wir suchten uns einen eher abgelegenen Parkplatz für die Pferde, holten uns ein bisschen was aus dem nächsten Supermarkt um endlich etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Wir redeten über belanglose Dinge, die trotzdem über dumpfes Small Talk hinaus reichte. Es war entspannt mit ihr zu reden.

Danach ging es zum Parkplatz der Fähre damit wir gleich die ersten an der Reihe wären, da die Pferde nun doch öfter zu hören waren.

Ich hatte mir ihre Handynummer notiert gehabt,sodass die erwartete zwei Stunden lange Fahrt dieses Mal doch nicht langweilig wurde. Verena und ich konnten uns über das Handy ohne weiteres unterhalten.

Bei Inverness wafen wir beide einfach froh die Pferde mit zu Zues auf das Koppelabteil zu schicken. "Jetzt brauch ich unbedingt ne Kopfschmerztablette und einen Kaffee, was sagst du dazu?"


Verena

Schottland und generell Großbritannien war eine sehr schöne Gegend, weshalb ich mir bei unserer Pause alles ganz genau anschaute. Gestärkt ging es dann zur Fähre, mit der wir schnell übersetzten. Auf der weiteren Fahrt telefonierten wir die ganze Zeit, was auch sehr lustig war. Aus der anfänglichen Beklemmtheit zwischen uns beiden war ein lockeres Verhältnis entstanden.

Lächelnd schaute ich zu wie Moon und Stormi auf die Koppel galoppierten. Als Svejn nach einer Kopfwehtablette fragte sagte ich nicht nein, nur dem Kaffee dankte ich ab. "Und wen gehört das hier jetzt?", fragte ich ihn dann neugierig.

Verena

Schottland und generell Großbritannien war eine sehr schöne Gegend, weshalb ich mir bei unserer Pause alles ganz genau anschaute. Gestärkt ging es dann zur Fähre, mit der wir schnell übersetzten. Auf der weiteren Fahrt telefonierten wir die ganze Zeit, was auch sehr lustig war. Aus der anfänglichen Beklemmtheit zwischen uns beiden war ein lockeres Verhältnis entstanden.

Lächelnd schaute ich zu wie Moon und Stormi auf die Koppel galoppierten. Als Svejn nach einer Kopfwehtablette fragte sagte ich nicht nein, nur dem Kaffee dankte ich ab. "Und wen gehört das hier jetzt?", fragte ich ihn dann neugierig.



Verena

Ich hörte ihm aufmerksam zu. "Ach stimmt, du arbeitest doch auch in einem Museum hier, oder?", fragte ich ihn und schaute mir Zues an, der immer genug Abstand zu den anderen Pferden hielt. "Ja... Mit einer Stute könnte das hier Probleme geben", wiederholte ich seine Aussage und schaute mir das Gelände ein wenig genauer an. "Na gut, lass uns rein", wiederholte ich erneut seine Aussage und klopfte ihm grinsend auf die Schulter. "Weder Kaffee noch Tee, aber vielleicht hast du ja was anderes da", sprach ich lächelnd und folgte ihm dann zum Haus.






Svejn

"Willkommen im Haus Álfarsson ist noch ziemlich spartanisch eingerichtet, wenn du keinen Tee oder Kaffee magst hätte ich noch Kakao im Angebot. Dachte bei der Kälte da draußen wäre etwas warmes nicht schlecht, ansonsten hätte ich natürlich noch heißes Wasser im Angebot, allerdings denke ich da bleibt der Genuss auf der Strecke." Sie sah mich amüsiert an, bat dann um den Kakao. Aus dem Schrank unter der Spüle holte ich mir die letzte Milch heraus, goss sie in eine Tasse um sie in die Mikrowelle zu stellen. Während der Zeit holte ich die Büsche für Kaffee und Kakao aus dem Schrank. Ich zog eine kleine Flappe als der Kaffee leer war, goss also eine neue Tasse Milch ein und machte auch einen Kakao. "Dann trinken wir eben mal wieder das selbe." Mit dem heißen Tassen quatierten wir uns im Wohnzimmer auf die Couch, die augezogen werden konnte und so auch mein Bett ergeben würde. Mein Problem bestand darin - auch hier ergab sich kein zweiter Schlafplatz. Ich persönlich hatte nichts gegen eine Wiederholung des gestrigen Abends, wusste jedoch nicht wie Verena darauf reagieren würde. Also trank ich an der Tasse Kakao, überlegte was ich sagen konnte.


Verena

Als er mich im Haus Álfarsson wilkommen hieß schaute ich mich ein wenig um und nickte dan. "Klar, Kakao klingt gut", sagte ich lachend und setzte mich an seinen Tisch in der Küche, während er sich um den Kako kümmerte. Auf seine Aussage hin, dass wir beide wohl wieder das Selbe trinken würden, lachte ich nur. "Hoffentlich aber ohne diese höllischen Kopfschmerzen. Oder hast du was in den Kakao gemischt?", sagte ich scherzhaft und grinste ihn an. Ich stand also vom Stuhl auf und folgte ihm ins Wohnzimmer, wo wir uns auf der Couch niederließen. Stumm saßen wir da auf der Couch, ehe ich ihm gegen die Schulter boxte und er fast seinen Kakao verschüttete. "Du hast mir eine Kopfwehtablette versprochen, wo ist sie?", fragte ich ihn noch immer lachend und grinste ihn süffisant an.

Svejn

"Klar, in den Kakao hab ich Milch gemixt." sagte ich, wich einem weiteren Boxhieb nur durch Aufstehen aus, streckte ihr die Zunge raus und verschwand in Richtung des Bades. Dort hing ein kleiner Kasten mit einem roten Kreuz darauf, in dem ich bereits ein kleines Lager an Kopfschmerztabletten besaß. Den kleinen Becher füllte ich mit Wasser. Als ich mich in dem schmalen Raum wieder umdrehte, stand dort Verena in der Tür eine Hand nach vorn gestreckt, fast auffordernd. Was mich auf eine Idee brachte, dir mir mehr als nur gefiel. Stockenden Schrittes lief ich auf sie zu, dabei löste ich eine der Kapseln aus der Verpackung, lächelte dabei süffisant wie sie es so oft tat. "Die hierß" fragte ich , trat den letzten Schritt auf sie zu und legte mir die Tablette kokett auf die Zunge. Bevor Verena die Möglichkeit gegeben wurde zu antworten, fasste meine Hand sie im Nacken um sie erneut zu küssen. Sanft öffneten sich dabei ihre Lippen, teilten sich meiner fordernden Zunge fast ein bisschen zu schnell. Mit dem Kuss übergab ich ihr die kleine Kapsel, zog mich dann lächelnd zurück hob den Becher zwischen uns "Wasser?" dabei zog ich eine Augenbraue nach oben. Genoss den glasigen, überraschten Blick in ihrem Gesicht.

Verena

Ich lachte nur und schüttelte den Kopf. Wenn das so weiter ging, bekam ich Bauchschmerzen vor Lachen. Gott sei Dank stand Svejn in dem Moment auf und ging zum Bad. Kurz schaute ich ihm nach, ehe ich mich wieder auf meinen Kakao konzentrierte und einen weiteren Schluck trank. Da er ewig im Bad brauchte ging ich ihm einfach nach und stellte mich mit verschränkten Armen in die Tür. Svejn kramte im Schrank herum und ich streckte ihm wohlwollend meine Hand entgegen. "Ja die da...", sagte ich noch, ehe die Kapsel in seinem Mund landete. Mit skeptichen Blick schaute ich ihn an, ehe er schnell eine Hand in meinen Nacken legte, seine Lippen die Meinen fanden und er die Kapsel einfach in meinen Mund schob. Viel zu schnell lösten sich seine Lippen von meinen und er hielt mir den Becher Wasser vor die Nase. Völlig perplex starrte ich ihn an, griff nach dem Becher und schluckte die Tablette. "Pack den Whisky aus", sagte ich scherzend und spülte mit einem Schluck Wasser nach.


Svejn

"Whisky ist leider aus, der gestern war mein letzter." Da noch Reste in dem Becher waren nahm auch ich mir endlich eine Tablette, schluckte sie herunter und stellte den Becher wieder auf den Schrank zurück. Auf flinken Füßen hatte sich Verena wieder auf die Couch zurück geschlichen, die Beine angezogen nippte sie an der heißen Tasse Kakao. Von meinem Standort beobachtete ich sie eine kleine Weile, dann löste ich mich wieder aus dem Türrahmen. Ich war mir nicht ganz klar was als nächstes zu tun war, vielleicht war der Kuss ein Fehler gewesen. Jetzt tat es mir fast wieder leit, wenn es auch in diesem Moment als lustig empfunden wirkte. In zwei Tagen würde sie zurück in ihr Leben auf der Ranch gehen, zu dem Mann den sie wirklich liebte. Dabei empfand ich keine Eifersucht, ich war nicht in sie verliebt. Es war eher wie in den Filmen die von einer Freunschaft plus sprachen. Bei dem Gedanken wurde ich um ein paar Zentimeter kleiner, das Gefühl sie nur für mein Verlangen ausgenutzt zu haben schaltete sich erneut ein, wie es mich heute morgen schon überrollt hatte. Es war schon wieder Abend geworden, dem Problem mit dem Schlafplatz hatte ich bisher umgehen können. Jetzt rückte es näher und brachte mir den Schweiß auf die Stirn was allerdings auch an dem warmen Pulli lag, dem ich mich entledigte. "Wie wollen wir das heute mit dem Schlafplatz erledigen?" fragte ich sie, nahm nun meine Tasse in die Hand und nahm auf der anderen Couchseite platz.


Verena

"Oh, sehr schade", sagte ich und ließ die Frage aus, nach anderen alkoholischen Getränken zu fragen. Stattdessen ging ich wieder auf die Couch und trank meinen warmen Kakao. Mir war eben schon aufgefallen, dass seine Wohnung sehr klein war.. deshalb hatte ich auch kein Schlafzimmer entdeckt. Als ich mich also weiter umsah, stand er noch immer in der Tür des Badezimmers. "Kommst du heute nochmal oder wächst du gerade da fest?", fragte ich ihn und nippte wieder an meinem Kakao. Endlich kam er wieder zu mir herüber, kam mir jedoch aufgewühlter vor als zuvor. Skeptisch schaute ich zu ihm rüber, ehe er mich etwas fragte. "Ähm.. wenn ich das richtig sehe, hast du nur die Couch hier? Von mir aus können wir beide hier schlafen...", sagte ich schulterzuckend und hatte noch etwas auf der Zunge, behielt es dann aber für mich, ehe ich aufstand und meine leere Tasse zur Spüle brachte. Schließlich sagte ich ihm dann doch, was in meinem Kopf vorging: "Weißt du, der Typ auf meiner Ranch kann mir auch gestohlen bleiben. Er hat mir nicht nur einmal bewiesen, dass er es nicht wert ist. Er ist ein toller Kerl und ein wirklich, wirklich guter Trainer aber naja.. mittlerweile wars das dann auch", erklärte ich ihm und zuckte mit den Schultern, ehe ich meinen Zopf löste, den ich im Auto zu einem Dutt geformt hatte und mir meine honigblonden Haare in sanften Wellen um die Schultern fielen.


Svejn

Mein Blick blieb auf ihr gerichtet, als sie sich den Dutt löste - ihre Stimme hatte tatsächlich gleichgültig geklungen. Trotzdem wusste ich nicht ganz was ich davon zu halten hatte, gestern hatte sie schließlich wegen genau diesem Kerl zu viel getrunken. Oder hatte sie ihr Herz plötzlich an jemand anderen verloren? "Verena, ich....so ganz kann ich dir nicht glauben, du hast schließlich gestern auch wegen ihm so viel getrunken. " Ich hielt inne, nahm ihr die fast leere Tasse aus der Hand, strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Ich will nicht das falsche Hoffnungen entstehen, in der nächsten Zeit hab ich die Nase gestrichen voll von Beziehungen. Ich war 9 Jahre in einer Beziehung gefangen, merke erst jetzt wie sich Freiheit anfühlt und will so schnell nicht wieder an eine Kette gelegt werden. Das soll nicht heißen das ich die Zeit mit dir nicht genossen habe, aber ich weiß nicht wo uns das hin führen kann. Verstehst du das ich dich nicht verletzten will?" Das klang wie der letzte Gefühlsausbruch, gern hätte ich die Zeit zurück gedreht bis ich diese idiotischen Worte gesprochen hatte, jetzt jedoch waren sie raus. Die Götter begannen mit mir zu spielen, Loki der verrückte Schelm musste mir dicht im Nachen sitzen, sonst war ich doch nicht so gewesen!


Verena

Ich zuckte kurz zusammen als er mir eine Strähne aus dem Gesicht strich. "Das stimmt, Svejn. Aber mittlerweile weiß ich es einfach besser. Schon so oft hat er mit mir gespielt.. Sozusagen war ich auch an eine Kette gebunden... Und jetzt habe ich Blut geleckt, wie man so schön sagt. Genieße das hier und jetzt", sprach ich und lachte kurz, ehe ich seine Hand mit meiner umfasste. "Keine falschen Hoffnungen", sagte ich lächelnd und drückte seine Hand kurz, ehe ich die Meine wieder sinken ließ. "Und jetzt mach das Bett, mir ist kalt", sagte ich ihm, da ich nicht 'müde' sagen wollte. Sonst würde der Abend ganz schnell ein Ende finden.


Svejn

Hinter mir zog ich eine dickere Decke hervor, breitete sie über Verena aus bevor ich sie mir einfach auf den Arm hob. Ich war vielleicht nicht sonderlich groß, aber dafür war ich kräftig genug um sie auf den Sessel zu tragen. Danach zog ich das Lattenrost hervor, breitete das schwarze Laken darüber und holte aus dem Bettkasten die Decken. Bei dem Motiv musste ich schmunzeln. "Komm her das Bett ist fertig unter den Drachen wird dir sicherlich schnell wieder warm. Mit einem Kamin kann ich heute allerdings auch nicht dienen." Damit lies ich mich rücklings auf das Bett fallen , schaute an die Decke. Bei ihren hastigen Schritten schaute ich nicht hin , lauschte nur auf das Rascheln der Decke und Kleidung die den Boden berührte, oder war es die Decke?


Verena

"Ey!", sagte ich noch als er mich einfach hochhob und auf den Sessel setzte. Schmollend gab ich mich zufrieden und beobachtete ihn und seine süßen Drachen. "Süß, aber leider kein Ofen", sagte ich Schulterzuckend und ging zum Sofa-Bett, um mich unter die Decke zu legen. Vorm Bett zog ich meinen Bh und die Hose aus, so dass ich in top und Höschen neben ihm lag. "Hmmm", brummelte ich. "Gestern Abend war es wärmer", sprach ich mit einem amüsierten Unterton und wartet auf seine Reaktion.


Svejn

Mit etwas Schwung stütze ich mich auf einen Ellenbogen, sah ihrer Atmung unter der Decke zu, die beschlossenen Augenlider. Auch ich entledigte mich der Reithose und dem Shirt das ich noch getragen hatte. Sanft hob ich die Decke an unter der sie lag, rückte mit der Hüfte auf sie zu und umarmte sie von der Seite da mir selbst sehr warm war. "Wäre es so wärmer?" fragte ich sie neckisch, wobei meine Hand langsam ihren Rücken hinauf wanderte. Ich sah wie sie sich auf die Lippen bis, den Rücken gegen meine Hand drückte. Sie hatte Blut geleckt wie sie es ausgedrückt hatte. Mir erging es ähnlich, also wieso nicht tun wozu sie mich schon den ganzen Tag ermutigt hatte? Jetzt stütze ich mich wieder auf einen Ellenbogen, schob den Kopf in ihre Halsbeuge um dort einen Kuss zu platzieren, meine Zungenspitze zog eine Spur zu ihrem Ohr in das ich ein paar Worte flüsterte. "Ist es das was du willst?" dabei kam meine linke Hand auf einer ihrer Brüste zum Halten


Verena

Ich zuckte kurz zusammen als er den Arm um mich legte und näher zu mir rückte. Dann jedoch umspielte mich eine wohlige Wärme und ich rückte ein wenig an ihn heran. Als er mich sanft küsste bekam ich ein seltsames Gribbeln im Bauch, ehe er mir eine Frage stellte. Ich beantworte sie ohne Worte, indem ich mich langsam umdreht, mich ein wenig steckte und seine Lippen mit den Meinen sanft berührte. Eine meiner Hände legte ich vorsichtig an seine Brust, ehe mein zuvor so sanfter Kuss fordernder wurde.

Svejn

Dieses Mal waren wir beide in vollem Besitz unseres Verstandes, kein Alkohol der uns Antrieb nur die Gier nach dem Körper des anderen. War Verena zuvor schüchterner gewesen, fanden wir nun zu einem Rhythmus.

Der Sex zwischen Verena und mir war mehr als es bei Talisa der Fall gewesen war, hier spürte ich wirkliche Leidenschaft. Mit Talisa war es nicht mehr als eine Notwendigkeit geworden, denn am Anfang war es auch mit ihr anders gewesen.

Ihr Kopf lag auf meiner Brust, die filigranen Finger spielten mit dem Flaum auf der Brust, was mir ein kleines Lächeln über die Lippen kommen ließ. Sie hatte mir erzählt das es eigentlich nicht ihre Art war, wobei ich gestehen musste das diese Situation etwas komplett fremdes für mich war. "Jetzt war ich nett zu dir, hilfst du mir bei der Ausbildung von Braum?" dann hielt ich inne "Wobei es an einem Tag nicht zu schaffen ist." es sollte nicht klingen als bedauerte ich ihr weg gehen, doch genau danach brach meine Stimme. Reiß dich doch zusammen! Schollt ich mich selbst, drehte dann leicht den Körper damit ich ihr direkt in die Augen sehen konnte.


Verena

Gedankenverloren lag ich neben ihm, meine Hand auf seiner Brust. Zufrieden seufzte ich, ehe meine Lippen sich zu einem Lächeln formten. Kurz lachte ich auf, als er mir eine Frage stellte. "Haha, also wolltest du mich bestechen?", sagte ich gespielt vorwurfsvollen, ehe ich daran dachte , dass es auch meine Idee gewesen war. "Aber natürlich, ich helfe dir", versprach ich ihm und gähnte einmal. Die Müdigkeit überrannte mich nun doch.


Svejn

Ich befreite meinen Arm ein wenig von ihrem gesamten Körpergewicht, umschloss aber ihre Schultern. "Dankeschön. " Meinen Kopf ließ ich gegen ihren sinken, als ich den unangenehmen Druck des geflochtenen Zopfes spürte. Es dauerte eine kleine Weile bis ich mit der linken Hand den Zopfgummi heraus gefummelt und die Haare entwirrt hatte. Dann lockerte ich sie ein wenig auf, sah im Halbdunkel das glitzern der Augen von Verena deren Gesicht ein Lächeln zeigte. Irgendwas von "mal ein Kerl der versteht wie nervig lange Haare sein können" murmelte sie, bevor ihr Kopf wieder in mein einziges Kissen fiel.


Verena

"Bitte, bitte", sagte ich noch, ehe ich anfügte: "Also kommt natürlich drauf an, ob du dir was von einer Frau sagen lässt. Sonst bringt das Training nichts." Kurz lachte ich, ehe er anfing in seinen Haaren herumzufummeln. "Wieso hast du die eigentlich so lang?", fragte ich dann und lenkte irgendwie vom eigentlichen Thema ab, ehe ich noch etwas murmelte was die Länge seiner Haare betraf und schließlich wieder ins Kissen sank. Eine meiner Hände fuhr jedoch auf seiner Brust auf und ab und streichelte ihn da sanft, wähend ich ein Lächeln auf dem Gesicht hatte.


Svejn

"Als echter Metalhead hab ich mit 13 angefangen meine Haare lang wachsen zu lassen, habs dann nicht geändert als ich weniger auf Festivals unterwegs war. Beim Turnen bin ich mit den Zöpfen dann aufgefallen, damals hat mir das natürlich gefallen. Talisa bin ich nur wegen der langen Haare aufgefallen. Allerdings hat das ganze auch religiöse Gründe, die Wikinger haben ihre Haare ebenfalls lang getragen, oftmals auch kunstvoll geflochten, da ich mich mit zum Asatru zähle, was soviel wie "Asenglaube" bedeutet trage ich sie auch deswegen lang. Vor knapp einem Jahr hab ich mir dann den ersten Sidecut geschnitten um ich am Kopf tattoowieren zu lassen und vor zwei Monaten habe ich mit der anderen Seite nachgezogen und mir dort ebenfalls einen Raben tattoowieren lassen. Jetzt trage ich Hugin und Munin stets bei mir." Ich hoffte einfach ich würde sie damit nicht langweilen, wie es bei Talisa manchmal der Fall gewesen war. Sie hatte meine Faszination nicht verstehen können.

Verena

Ich hörte ihm aufmerksam zu und nickte ein paar Mal. "Wow, das klingt echt spannend!", meinte ich ehrlich begeistert und ließ meine Hand auf seiner Brust ruhen. "Kannst du mir noch mehr über deinen Glauben erzählen?", fragte ich ihn interessiert und fuhr dann weiter mit meiner Hand über seine Brust. Sein Glaube interessierte mich wirklich. Dass wir schon fast 1 Uhr nachts hatten, wäre mir nicht aufgefallen, hätte er sich nicht zu mir gedreht und ich so einen Blick über ihn werfen können. Kurz zog ich die Augenbrauen zusammen, lächelte ihn dann jedoch wieder freundlich an. Morgen würde ich nicht mit einem Kater aufwachen, sondern einfach nur müde. Das war dann auch nur halb so schlimm.

Svejn

"Nach Ansicht vieler Asatru Gläubiger wird die Welt durch zwei wesensverschiedene Urkräfte geprägt, die erbauenden Kräfte der Æsir, und die zerstörerischen Kräfte, die wir als Riesen bezeichnen. Asatru oder manchmal Heidentum oder Paganismus genannt besteht im Grunde nur darin, diese Zweiteilung zu erkennen und sich für die Seite der Æsir zu entscheiden. Natürlich sind da unter den nordischen Götter auch noch die Wanen, Skadi ist eine v0n ihnen, eine Art Eisgöttin. Odin ist der Allvater, Thor sein Sohn, mit seinem Hammer Mjölnir befehligt er die Gestade des Himmels. Um den Menschen das Wissen um die Runen zu geben und selbst zur Weisheit zu gelangen gab er sein Auge hin, hing sich sogar tagelang in die Weltenesche Yggrasil. Auf den Ästen des Baumes leben wir, unsere menschliche Welt nennt sich Mitgard und die der Götter Asgard, ingesamt existieren neun Welten. Okay, das könnte noch tagelang so weiter gehen. Wichtig ist dabei, wir wollen nicht den Wikingern nacheifern, aber vieles basiert auf ihrer Mythologie, aber jeder muss seine eigenen Lehren dazu ziehen. Für mich gibt es neun Grundfeste, wie es auch neun Welten gibt. Stets den Mut zu haben die Wahrheit zu sprechen, Vertrauen in die eigenen Taten und auch die anderer haben,Treue und Disziplin. Eine Art Beharrhlichkeit im Leben zu bewahren, den Fleiß seinen Weg zu gehen um das Ziel einmal zu erreichen. Ehre, die jeder anders auslegt. Und dann ist da eine Grundfeste der ich besonders gern nach gehe, der Gastfreundlichkeit." Dabei griff ich sanft nach der Hand auf meiner Brust, küsste ihren Hinterkopf und zog die Decke etwas mehr zu uns heran.



Verena

Gespannt hörte ich ihm zu. "Und was ist wenn mein sich nicht für die Seite der Æsir entscheidet? Ist man dann kein guter Mensch?", war meine wohl einzige Frage, da ich über den Rest nochmal nachdenken musste.

Als er meine Hand drückte und meinen Hinterkopf küsste, lächelte ich kurz. "Begrüßt du denn alle deine Gäste so umfangreich?", fragte ich dann und fing an zu kichern. Wenn dem so sei, war das dann doch etwas zu viel des Guten, auch wenn ich glaubte, dass er nicht alle seine Gäste so begrüßte.


Svejn

Ein leises Lachen kam mir über die Lippen "Das ist eine berechtigte Frage." danach herrschte Stille in denen jeder seinen Gedanken nach hing. "Eine wirklich gute Frage, ich folge nicht ganz diesem Weg oder dieser Ansicht. Ich müsste meine eigenen christlichen Eltern hassen bzw. nicht hassen aber davon denken das sie den falschen Weg gewählt haben. Dabei sind alle anderen die nicht den Asatru Pfad wählten nur auf der Suche ihren ganz eigenen Weg zu finden, vielleicht werden sie ihn in einer anderen Wahrheit finden als ich selbst, andere werden ihn niemals finden. Allerdings geht es dabei auch um die Zweiteilung im Asatru selbst, die Riesen sind eine zerstörerische Kraft. Man sagt sollten sie sich jemals wieder erheben wird es dem Fenriswolf gelingen seine Fesseln zu sprengen und anschließend beginnt die Ragnarök, die Götterdämmerung. Doch es ist auch möglich unter den Æsir das Chaos zu verehren, denn Loki ist ein Trickster, er trägt nicht umsonst den Namen der Listenreiche. Und nein, nicht alle meine Gäste begrüße ich so umfangreich. Vor gestern ist es auf diese Weise auch noch nicht geschehen, ich hatte eine Freundin, wir hatten vor gehabt zu heiraten."


Verena

Erneut lauschte ich seinen Worten geduldig, ab und zu unterbrach ich ihn und hakte nach. So zum Beispiel, ob der Fenriswolf ein echter Wolf war oder ob Riesen wirklich Riesen waren, so wie im Anime Attack on Titan. "Das ist alles so verwirrend, und doch hängt es komplett zusammen. Ohne das Eine, kann das Andere nicht sein...", schlussfolgerte ich, ehe er den Satz mit dem Heiraten sagte. "Oh... das ist.. tut mir Leid..", murmelte ich, weil ich nicht wusste, was ich hätte sonst sagen sollen.


Svejn

Wieder konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen, weil sie so betreten klang. "Talisa und mich hat schon längst nichts mehr verbunden, ich habe sie vor zwei Jahren gefragt, doch sie wollte erst ihr Masterstudium beenden. Dafür ging sie nach Edinburgh, die Fernbeziehung hat uns im Grunde nur noch weiter voneinander entfernt. Ich bin dann hier nach Schottland gezogen, in ihre Wohnung. Talisa besaß nicht den Mut die Wahrheit zu sprechen, sie schrieb mir eine Nachricht sie wolle mit mir reden, da habe ich sie im Bett mit diesem rothaarigen Schotten ertappt - es war kalkuliert, das war der Verrat der mich endgültig fliegen lehrte. Ich habe meine Ketten gesprengt, bin gegangen und habe seitdem nicht zurück geblickt. Ich fühle mich freier als an jedem Tag in meiner Beziehung mit ihr, hätte ich die Pferde nicht würde ich wohl durch die Gegend reisen und von verschiedenen Leuten lernen."

Verena

Ich hörte ihm zu- schon wieder. Heute Abend war er redseliger als den Tag davor, was ich jedoch viel besser fand als betretenes Schweigen. "Na gut.. alles hat seine vor und Nachteile, was?", sagte ich und gähnte kurz. "Sollen wir nicht mal schlafen? Morgen haben wir viel Arbeit vor uns..", sagte ich und all meine Gedanken an Sex waren verflogen. Ich war nun wirklich wahnsinnig müde und wollte nichts lieber, als einfach zu schlafen. Hoffentlich sah er das genauso. Spätestens als ich erneut gähnte, sah er mich grinsend an und nickte kurz.

Svejn

Der Schlaf stellte sich zumindest in meinem Falle schnell ein, wobei ich zu meinem Ärger erwachte als das erste Licht in den Raum fiel. Auf dem kleinen Tisch neben dem Bett suchte ich nach meinem Handy - 6.35 Uhr. Wenig begeistert legte ich es wieder ab, unterdrücke nur ein leisen Stöhnen, da ich einfach noch immer unendlich müde war. Verena träumte noch den Schlaf der seeligen, langsam schob ich mich aus dem Bett, rannte auf kalten Füßen hinüber zum Schreibtisch und schrieb eine kurze Nachricht, damit sie nicht erschrak wenn ich weg war.

"Hey Rena,

wegen mangelndem Essebarem im Haus schnell beim Bäcker - Frühstück besorgen."

Warum ich Rena geschrieben hatte wusste ich nicht, allerding fand ich den Namen passender als Veni. Ich zuckte die Schultern, zog meine Klamotten in der Küche an und legte den Zettel auf die leere Seite des Bettes. Draußen zögerte ich nicht lang, holte mir den Rappen Ameno von der Koppel, putzte fix ein wenig über seinen etwa schlammigen Rücken und machte mich mit dem Hengst reitend auf den Weg zum Bäcker am anderen Ende der Kleinstadt - er sollte sowieso trainiert werden und tägliche Bewegung war pflicht, wieso nicht für meine Zwecke nutzten?


Verena

Nachdem er nichts mehr geantwortete hatte, drehte ich mich von ihm weg, schob mich aber in der Nacht irgendwann wieder an ihn ran, da mir chronisch kalt war und ich es liebte, gewärmt zu werden. Nach einer meiner Meinung nach viel zu kurzen Nacht wachte ich auf und fand einen leeren Platz neben mir vor. Kurz schreckte ich auf, ehe ich den Zettel sah. "Rena? Sein Ernst?!", fluchte ich und stand dann auf, um sein Bad in Anspruch zu nehmen. Frisch geduscht und mit neuen Klamotten verließ ich es wieder und traf Svejn dann endlich wieder an. "Jetzt bin ich aber gespannt, was du besorgt hast", sagte ich lachend und fühlte mich schon richtig mies, weil ich ihm hier die ganze Zeit auf der Tasche hing. Jedoch wusste ich gerade nicht, wie ich das wieder gut machen sollte, weshalb ich den Gedanken vorerst zur Seite schob.


Svejn

Nach dem schnellen Ritt stellte ich Ameno zurück auf den Paddock, stellte ihm Futter parat und verschwand mit Brötchen im Haus. Dort hörte ich die Dusche, machte also wieder Milch heiß um Kakao zu machen. "Ich hätte hier Kartoffelbrötchen, Croissants und zum Nachtisch Shortbread. Außerdem heißen Kakao....im Bett oder am Tisch? " Dabei handelte es sich jedoch nur um einen Stehtisch.


Verena

Ich schaute mir die Auswahl genau an. "Ich nehm Kartoffelbrötchen und Shortbread, was auch immer das für Sachen sind", gestand ich ihm lachend und kratzte mich fragend am Kopf. "Und Kakao... am Tisch", fügte ich jetzt doch wirklich lachend bei, ehe ich mir eine der Tassen schnappte und daran nippte. Dann reichte er mir eines der Kartoffelbrötchen rüber.


Svejn

"Kartoffelbrötchen sind einfach aus Kartoffelmehl gemacht und Shortbread eine Art süßes Brot...ist ne Spezialität hier in Schottland. Schmeckt ziemlich gut, nur zu viel davon und mir word schlecht. " Gemeinsam frühstückten wir am Tisch, besprachen was wir als erstes tun würden und sie stellte mir weiterhin bohrende Fragen zu meinem Glauben. Zumindest wusste ich so das ihr Interesse nicht gespielt war.


Verena

"Achso", sagte ich noch und biss in eines der Brötchen. "Ja oke, die schmecken gut", lobte ich die schottische Kost, nachdem ich auch das Shortbread gekostet hatte. "Also fangen wir heute mit Braum an?", fragte ich ihn und wir unterhielten uns eine Weile über den Hengst, wie wir was mit ihm machen wollten. "Also ich würde vorschlagen je nachdem wie weit du schon bist wird er gesattelt und ordentlich longiert... oder hatte er noch keinen Sattel drauf?", fragte ich ihn dann und nippte weiter an meinem Kakao.



Svejn

"Longiere ihn schon seit einem guten halben Jahr mit Sattel und auch oft mit Trense, wobei wir eher gebisslos unterwegs waren bisher. Viel vom Boden aus habe ich ebenfalls gemacht, wenn er auf dem Boden lag oder sitzt kann ich mich auch bereits etwas drauf lehnen oder gegen lehnen. Richtig geritten ist ihn niemand, außerdem habe ich zu wenig Ahnung vom Westernstil als das ich ihn dort ausbilden kann. Wahrscheinlich wird er bei mir zweigleisig fahren. Denke nicht das ich ihn kören lassen könnte, wer will so einen wilden Mix als Stammvater, aber er ist so liebevoll, habs nicht über das Herz gebracht ihn zu Kastrieren." Ich dachte an die letzten zwei Jahre mit Braum, musste lächeln denn eigentlich hatte ich damals nach etwas anderem geschaut - ein ausgebildetes hatte es werden sollen. Mein Herz jedoch war an dem knapp zweijährigen hängen ggeblieben. Ich bereute diesen Schritt bisher in keinster Weise.


Verena

"Soll ich dir mal einen guten Tipp geben? Behandel dein Pferd nicht wie eine Prinzessin", sagte ich lachend und boxte ihm gegen die Schulter. "Sobald meine Jungpferde den Sattel kennen kommen die in den Round Pen und ich Steig auf.", erklärte ich ihm dann und erzählte ihm wie einfach das klappte und wie viele Pferde ich so schon eingeritten hatte.

Zu seiner Aussage mit dem Kören riet ich ihn nur es zu versuchen, es war schließlich Werbung für ihn. Schnell aß ich fertig und blickte ihn dann wieder an. "Sollen wir?"

Svejn

"Er ist mein erstes eigenes, außerdem hab ich mit dem Training von Pferden nicht so viel Erfahrung, viel mache ich eeinfach nur aus dem Gefühl heraus." versuche ich mich heraus zu reden, muss dann jedoch gestehen das sie ja nicht unrecht hatte. "Eigentlich habe ich noch eine Menge zu lernen auf dem Gebiet, deswegen nicht hauptberuflich als Trainer." Auch ich trank den letzten Rest des Kakaos aus, dann pellten wir uns beide an um hinaus in den Tag zu starten. "Wie willst du das mit Zues und dem Hänger gestalten? "


Verena

Ich schüttelte nur lachend den Kopf und ging dann in Richtung Tür, um meine Jacke anzuziehen. Aufräumen konnten wir später. "Noch gar nicht", antwortete ich ihm wegen Zues. "Der darf noch ne Weile stehen", erklärte ich Schulterzuckend und ging dann nach draußen. Es war wirklich kalt geworden, jedoch nichts im Vergleich zu Kanada.

Svejn

Etwas verwirrt zog ich die Augenbrauen zusammen. War nicht für den morgigen Tag ihre Abreise geplant gewesen? Wollte sie noch bleiben,wenn Zues noch "eine Weile stehen darf". Es würde mich nicht stören,warf nur meinen Plan etwas durcheinander ganz davon abgesehen das ich mich morgen wieder in den Kilt werfen durfte um Führungen zu organisieren. Ich beschloss sie dahingehend noch auszuhorchen. Schneidende Kälte fuhr mir ins Gesicht, lies mir fast augenblicklich die Nasenhaare gefrieren. Die Hälfte vom Schnee jedoch war schon wieder einer Regenpfütze gewichen,Matsch erschwerte das Gehen. "Man sollte doch meinen bei der Temperatur die herrscht ist der Nebel mal nicht da!" murmelte ich zu leise als das Verena es hören konnte. Am Paddock angekommen erwarteten uns zwei Schmutzbären , ich lachte auf "Na immerhin ist Braum größer,sonst wäre schwer erkennbar welchen wir reiten wollen."


Verena

Ich zuckte kurz mit den Schultern, als er mich so fragend an sah und band mir schnell meine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen, was ich sofort bereute, denn der eizige Wind peitschte mir ins Gesicht und Nebel erschwerte mir die Sicht. "Ganz schön ungemütlich, dein geliebtes Schottland", sagte ich kurz und blickte dann zu den Pferden. "Ja..", lachte ich. "Das ist war... Holst du ihn?"
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