Wild West

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Obi-Wan, 18 Mai 2015.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Als noch Indianer in ihren "natürlichen" Lebensräumen leben durften, wo Männer noch Männer waren und Frauen echte Ladies. Pferde waren das einzige Fortbewegungsmittel und Revolver und Flinten wurden, so gut wie von jedem Mann getragen.
    Also wie man merkt geht es um den wilden Westen, das junge Amerika wo die Worte "Go West", ganz oben auf der Liste der Weißen stand.
    Kleine Städte mit Casinos, Freudenhäusern, Banken, etc. Weiter entfernt der Städte Farmen und Ranches, große für die man etliche Tage reiten musste um deren Grenzen abzureiten und kleine, prachtvolle und heruntergekommene.
    Banditen leben abseits der Gesellschaft und ziehen durch die Prärie und verstecken sich vor dem Gesetz.

    Regeln:
    Man darf so viele Menschen spielen wie man will, ABER sie MÜSSEN sich von jeden Charakter unterscheiden, den ihr sonst noch spielt.
    Bleibt realistisch! (es hat nicht jeder fünf Gäule, ne Villa und fliegende Schweine stehen!)
    Niemand wird gegen seinen Willen gespielt/verletzt oder getötet!
    Steckbriefe dürfen keine Bilder enthalten! (strengt eure zarten Köpfchen bitte etwas an)
    Keine Ein-Satz-Beiträge! (dagegen bin ich besonders allergisch)

    Formular:

    Name:
    Alter:
    Geschlecht:
    Charakter:
    Aussehen:
    Beruf:
    Wo lebt ihr:
    Sonstiges:

    Viel Spaß beim Spielen! ^^

    Mitspieler:
    Obi-Wan spielt
    Name: James (kurz Jim oder Panther auf der Pirsch)
    Alter: 26 Jahre
    Geschlecht: männlich
    Charakter: ernst, kühl, willenstark, mutig, schwarzer Humor, sarkastisch
    Jim gehört zu der Sorte Mensch, der man im ersten Moment aus dem Weg geht, wohl eher versucht Blickkontakt so gut wie es geht zu meiden. Er wirkt sehr ernst und unterkühlt, seine Miene ist oft verschlossen. Dennoch ist er alles andere als auf den Kopf gefallen, hat man erstmal sein Vertrauen, ist er ein loyaler und treuer Gefährte, man entdeckt auch seine mutige Seite und auch den Beschützerinstinkt und eine unglaubliche Sanftheit, welche er in sich trägt. Wenn er denn auch mal auftaut, kann er auch recht witzig sein, wobei man mit seiner ehrlichen Art leben muss oder es einfach gleich sein lässt.
    Aussehen: Mit 1,90m ist James hochgewachsen, sein Körperbau ist athletisch und gut durchtrainiert. Er hat lackschwarzes Haar, das immer perfekt zu sitzen scheint. In seinen stechend blauen Augen ist schon so mancher ertrunken auf der Suche nach dem Grund. Sein Gesicht hat markante männliche Züge und er hat ein Grübchen im Kinn und auch in den Wangen wenn er lächelt, eine gerade Nase sitzt in seinem Gesicht und lässt ihn schon beinahe aristokratisch erscheinen, die Lippen sind sinnlich geschwungen. Seine Haut ist von der Arbeit braungebrannt, hat einen Bronze Ton. Er ist keine klassische Schönheit, hat eher etwas raues wildes an sich, seine Bewegungen sind alles andere als schwerfällig, er gleicht eher einer Raubkatze, eben Panther.
    Beruf: Selbstversorger
    Wo lebt ihr: auf einer kleinen Ranch etwas weiter abgelegen.
    Sonstiges: Jim hat sich von der Gesellschaft zurück gezogen, nachdem er von seinen Vertrauten verraten worden ist, nun lebt er alleine auf einer Ranch am Rande der Wälder, er lernte viel von den Indianern und beherrscht auch ihre Sprache, er wurde einer von ihnen, jedoch entschied er sich trotz der Herzlichkeit seiner Stammesbrüder, alleine zu leben, manchmal kommen sie ihn besuchen.

    Samanta spielt
    Formular:

    Name: Mariann
    Alter: 23 Jahre
    Geschlecht: weiblich
    Charakter: freundlich, aufgeschlossen, lustig, humorvoll

    Mariann kann man ohne Bedenken als echte Frohnatur bezeichnen. Die aufgeschlossene, junge Frau hat trotz ihres Berufes nicht die Freude am Leben verloren. Mit ihrem losen Mundwerk hat sie sich schon öfter in Schwierigkeiten gebracht, kann sich aber genauso gut wieder herausreden, wie sie sich hineinreden kann. Meistens ist sie zu jedermann nett und versucht das Beste in jedem Menschen zu sehen, aber sie ist nicht naiv und weiß, dass es auch Menschen gibt, denen man besser aus dem Weg gehen sollte. Sie hat jedoch auch ihren Stolz, der recht empfindlich ist und dann wird aus dem fröhlichen Mädchen eine wahre Kämpferin, die ihren Willen mit allen Mitteln durchzusetzen weiß. Kurzum: sie ist sicher nicht auf den Mund gefallen und weiß sich zu helfen. Ein kleiner Wildfang, den es zu bändigen gilt, falls das überhaupt möglich ist.

    Aussehen: Mariann hat lange, schwarze Haare, die ihr bis kurz über ihren Hintern reichen und die sie deshalb meistens zu einem Zopf geflochten hat. Ihre grünen, ausdrucksstarken Augen, die feine Nase und die voluminösen Lippen verleihen ihr eine gewisse Schönheit, derer sie sich auch bewusst ist. Sie ist eher schlank mit leicht ausgeprägten, weiblichen Rundungen. Sie misst ungefähr 1,68 m und ist damit zwar nicht winzig, aber auch nicht besonders groß. Sie hat einen Faible für lange Kleider und Schmuck, den sie sich von ihrem Ersparten kauft oder von ihren Freiern kaufen lässt.

    Beruf: Freudenmädchen
    Wo lebt ihr: in der Stadt

    Sonstiges: Marianns Eltern starben als sie acht Jahre alt war. Sie überlebte den Überfall der Banditen nur, weil ihre Mutter sie geistesgegenwärtig in einem Verschlag versteckte. Nach zwei Tagen hielt es die Kleine nicht mehr dort aus und fand ihre Eltern tot. Halb verhungert machte sie sich auf den Weg in die nächste Stadt, wo sie von einem Freudenmädchen aufgenommen und gepflegt wurde. Mit 14 Jahren hatte sie ihren ersten Freier, träumt aber immer noch davon, irgendwann wirklich frei zu sein und hat sich ihren Stolz durch die Jahre hinweg erhalten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Mai 2015
  2. Vhioti

    Vhioti Guest

    Name: Isabella (Bella)
    Alter: 17 Jahre
    Geschlecht: weiblich
    Charakter: Bella ist das schüchernste und doch störrischste Mädchen in Gold Mill. Als ihre Eltern von Indianern getötet wurde, wurde sie vom Sheriff der kleinen Goldgräberstadt, Joseph Smiths, adoptiert und arbeitet nun in der Post. Dort weiß sie, wie sie sich durchsetzen kann, um gerechte Preise (oder hohe, je nachdem, wie sie gestimmt ist) einzuhandeln oder jemanden zu bestechen. Trotzdem hat sie ihr Herz am rechten Fleck; so hat sie schon einmal einen Jungen aus einem Bach gerettet, der kurz darauf allerdings an einem Schlangenbiss starb.
    Aussehen: Sie ist etwa 1,50 groß, hat dreckig blondes Haar und blaue Augen. Sie trägt eine Narbe auf der Wange von dem Überfall auf ihre Eltern. Meistens trägt sie ein taubengraues/-blaues Kleid und dazu eine Schürze. Ihre kleine Größe weist jedoch nicht davon ab, wie stark sie mit einer Pfanne oder einer Stange zu hauen kann.
    Beruf: Postmädchen
    Wo lebt ihr: In der Stadt Gold Mill beim Sheriff.
    Sonstiges: //

    Name: Joseph Carl Smiths
    Alter: 35 Jahre
    Geschlecht: männlich
    Charakter: Der Sheriff der Stadt ist eigentlich ein ehrlicher und ruhiger Mann, muss er sich doch auch um seine Familie kümmern und darf sich daher keine Feinde machen. Dieben, Betrügern oder anderen Gesetzesbrechern gegenüber ist er gnadenlos, kalt. Sieht er aber die Möglichkeit eines besseren Lebens, so gibt er einem Banditen auch mal eine letzte Chance. Er sorgt für Gerechtigkeit in seiner Stadt und sorgt sich vor allem um seine Frau Ana, seine beiden Söhne Eli und Abraham und seine Adoptivtocher Bella. Gelegentlich hebt er mit seinen Kollegen ein Glas Whiskey oder Rum und torkelt dann betrunken nach Hause. Dabei kann es auch vorkommen, dass er seine Frau schlägt und sie für die miserablen Lebensumstände verantwortlich macht.
    Aussehen: Der bullige, athletische Joseph ist mit seinen 1,86 m recht groß. Seine Arme sind stämmig wie die eines Bären. Seine dunkelbraunen Haare hängen ihm bis zum Kinn, ein dicker Bart ziert sein Gesicht. Seine forsch wirkenden grauen Augen scheinen wie die eines einsamen Wolfes durch die Menschenmenge zu gleiten, ehe er den Schuldigen für eine Tat findet. Rasiert er sich, so sieht man die Lachfalten um seine Mundwinkel.
    Beruf: Sheriff
    Wo lebt ihr: In Gold Mill
    Sonstiges: //
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Es war ein ganz gewöhnlicher Tag hier im Wilden Westen, die Sonne meinte es mal wieder etwas zu gut und brannte gnadenlos hinunter. Ich trabte ließ meinen Rappen vor der Kutsche durch die Stadt traben, zügelte ihn schließlich vor dem Laden. Für gewöhnlich versuchte ich so gut wie möglich ohne einen Besuch in der Stadt auszukommen, aber hie und da war es eben doch von nöten um sich mit den nötigsten einzudecken. Der dunkle Wallach mit der breiten Blesse im Gesicht, hielt etwas widerwillig, schnaufte dann jedoch und holte sich schon etwas mehr Leine um den Kopf senken zu können. Ich stieg vom Kutschbock, tätschelte ihn bevor ich ihn anband und erstmal in richtung Saloon ging...nun die Fahrt hatte eine Weile gedauert und ich hatte Durst, weswegen etwas anderes besuchte ich den Saloon nicht. Ich nahm meinen Hut ab, als ich den Raum betrat und ging an die Bar um mir einen Drink zu bestellen.
     
  4. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Es war heiß in dem großen Haus, das ich seit meinem achten Lebensjahr mein zu Hause nannte. Die Sonne brannte gnadenlos und kein Lüftchen regte sich. Ich wischte mir zum wiederholten Male über die Stirn und tupfte diese mit einem Tuch trocken. Um diese Zeit gab es kaum Kundschaft. Die meisten mussten sich erst Mut in einem der Saloons antrinken, bevor sie abends dann auf Suche nach Abwechslung und Se.x in unser Etablissement gestolpert kamen. Mittags oder auch morgens kamen nur selten Leute und wenn welche kamen, dann blieben sie meistens sehr lange. Es war einfach drückend heiß und weil ich es nicht mehr aushielt, bat ich unsere 'Hausmutter' an den Fluss gehen zu dürfen. Sie willigte schließlich ein und ermahnte mich, dass ich ja nicht zu lange brauchen dürfe, weil es sonst Ärger gab. Ich nickte und sagte dann:"Ich weiß.Ich werde mich beeilen."Ich schnappte mir ein Tuch, mit dem ich mich später abtrocknen wollte und schlug dann den Weg zum Fluss ein. Es war ein relativ geschützter Platz. Nicht, dass ich prüde war. Die Scheu vor den Blicken anderer hatte ich schon lange abgelegt. Ungeniert entkleidete ich mich und ließ mich in das kühle Nass gleiten.
     
  5. Vhioti

    Vhioti Guest

    Joseph

    Es war wieder einmal ein ganz normaler Tag in Gold Mill. Die morgendliche Postkutsche traf ein, die Bürger gingen ihren Geschäften nach - oder nicht - und ich schlenderte neben meinem Hilfsheriff Henry über die Straßen. Die Sonne brannte auf unserer Haut; doch trotz dessen nickten oder lächelten wir den Bürgern der Stadt zu, wenn sie uns begrüßten oder nach unserem Befinden nachfragten. Auch Eli und Abraham waren unterwegs. Sie halfen gerade dabei, einen feststeckenden Karren zu befreien, und hilfsbereit, wie ich war, brachte auch ich meine Hilfe ein. Der Mann, dem der Karren gehörte, bedankte sich überaus bei mir und zog dann von dannen. Dann ging es weiter mit unserem Rundgang in unserer schönen Goldgräberstadt

    Bella

    "Nun, Mrs Marsh, ich fürchte, mehr als fünf Briefe können Sie nicht auf einmal abschicken.", Bedauern lag in meiner Stimme, aber es war nur fake. Die Frau mit den grauen Haaren schaute mich erbost an und schnaufte wie ein alter Gaul. "Ich glaube, du verstehst mich nicht ganz, Missy.", fauchte sie und warf die anderen vergilbten Umschläge auf den hölzernen Tresen. Die beiden jungen Männer hinter ihr seufzten auf. "Meine Söhne sind im Krieg. Sie verdienen diese Post!" "Das weiß ich doch selber, Mrs Marsh, aber die anderen wollen doch auch Post abgeben.", damit winkte ich sie weg, legte die Briefe in einen groben Leinensack und schaute aus dem Fenster. Mein Adoptivvater war gerade auf seiner Morgenrunde durch die Stadt, aber abgesehen von streitsüchtigen Tagelöhnern und Heimatlosen, die hier Brot stahlen, gab es sehr wenig Aufruhr. Nur die seltenen Postkutschenüberfälle sorgten für Unruhe. Ungeniert steckte ich die übrig gebliebenen Geldmünzen in meine Schürzentasche und bediente die nächsten Kunden.
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Nachdem ich meine Kehle wieder feucht bekommen hatte, verabschiedete ich mich von Holster dem Barkeeper und Besitzer des Saloons, trat dann durch die Tür, die mit leisen Protest aufschwang und hinter mir wieder zu fiel. Ich blinzelte gegen die Helligkeit hier draußen, die im gegensatz zum dumpfen Zwielicht im Saloon erstmal die Augen in arg in anspruch nahm. Ich strich einmal seufzend mit der freien Hand durch meine Haare, damit sie wieder etwas geordnet waren und setzte dann meinen Hut wieder auf. Machte mich auf zum Kaufladen. "Ah Jim! Gut dich mal wieder zusehen!" rief der ältere Mann mir entgegen, Georg Penham, ein guter Mann. Ich lächelte kurz und nickte dem Mann zu. "Dasselbe wie immer?" fragte er und ich nickte nur. Er half mir noch beim verladen und ich zahlte bei ihm, bevor ich wieder auf den Kutschbock kletterte. Ich war meistens nie länger als nötig hier, zu beengend und viel zu viele neugierige Blicke. Ich löste die Leinen der Kutsche, der schwarze Wallach, stand pennend da, war es gewohnt. Ich schnalzte mit der Zunge und das reichte um ihn zum angehen zu animieren. Im Trott ließen wir das Städtchen wieder hinter uns, ich lenkte die Kutsche auf den Weg in Richtung meines Heims und wollte den Wallach gerade zur Eile antreiben, als ich beim Fluss eine Bewegung wahrnahm, aufmerksam beobachtete ich wie ein Mann hinter einem Gebüsch hechtete, ein Bündel Stoff in der Hand, er bezog dort posten und eine Hand von ihm rutschte in seine Hose... Abscheu stieg in mir hoch, dass war genau der Grund wieso ich es vermied hier her zu kommen. Ich brachte das Pferd zum Stillstand und sprang vom Kutschbock, jeder kannte das Pferd und den Wagen und wusste auch wem es gehörte, niemand der hier lebte würde es wagen mir etwas stehlen zu wollen. Ich machte keinen Hehl über mein Kommen, erkannte noch nicht was hier geschah. Der Mann zuckte zusammen als ich näher kam und sah sich erschrocken um, seine freie Hand noch immer um sein nun freies steifes...ihr wisst schon gelegt. Eilig schloss er seine Hose, schnappte die Kleidung die neben ihn lag und rannte was das Zeug hielt. Ich runzelte verwirrt die Stirn, wieso hatte er es gerade so eilig gehabt?... Mit finsterer Miene kam ich näher und entdeckte dann auch schon bald das Opfer dieses Perverslings. Ich hätte nicht hinsehen sollen und schon gar nicht so gaffen wie ich es gerade tat, aber das Geschöpf, dass da gerade so arglos im Fluss badete fesselte mich, das schwarze Haar, das im Wasser trieb, diese zarte Haut vom kalten Wasser gerötet, das Wasser perlte daran ab und ließ sie nass schimmern. Himmel! Da regte sich auch bei meinem eisernen Willen etwas in meiner Lendengegend, schmerzlich wurde ich mir bewusst, wie lange es schon bei mir... Stop! Ich war kein solcher Perversling und mein Beschützerinstinkt keimte unwillkürlich in mir hoch. Ich stand noch verborgen vor ihren Blick und runzelte die Stirn, wie sollte ich das nur angehen ohne das es so rüber kam als ob ich hier der Spanner wäre?
     
  7. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Das Bad im kühlen Nass hatte gut getan. Irgendwie reinigte es nicht nur meinen Körper, sondern auch meine Seele. Ich weiß, das klingt albern, aber so fühlte es sich an. Ich rieb mich sorgfältig ab, vor allem mein Geschlecht und meine Brüste ließ ich einer besonderen Pflege zukommen, rieb den - nicht vorhandenen - Schmutz herunter. Schließlich war alles zu meiner Zufriedenheit sauber und ich watete langsam an Land, stutzte und sah mich dann suchend um. Hatte ich nicht genau hier meine Klamotten und mein Trockentuch hingelegt? Offensichtlich nicht, denn sonst wären sie ja hier, oder nicht? Langsam und ohne mich meiner Nacktheit zu schämen ging ich den Fluss entlang, kehrte nach einigen Metern wieder um und lief in die andere Richtung. Nichts. Meine Klamotten blieben verschwunden. Ärgerlich runzelte ich die Stirn. Nicht, dass ich ein Problem damit gehabt hätte, nackt nach Hause zu laufen -beinahe jeder Mann in dieser Stadt kannte mich nackt und mein Ruf war sowieso bereits ruiniert-, aber die Klamotten waren nicht mein Eigentum und es würde sicher Ärger geben, wenn ich ohne sie zurück kam. Vielleicht hatte sich ja irgendjemand einen Scherz erlaubt und die Klamotten einfach nur versteckt. Ich machte mich also auf in Richtung der Büsche, die am Rande des Hanges wuchsen. Kaum, dass ich um die Ecke gebogen war, wäre ich auch schon beinahe mit einem Mann zusammen gestoßen, der mich erschrocken anblickte. Ich hielt meine Hände nicht schützend vor mich, wie man es von einem anständigen Mädchen erwartet hätte. Erstens hätte es sowieso rein gar nichts verdeckt und zweitens hatte er sowieso vermutlich schon alles sehenswerte an mir gesehen, also wozu falsche Scham? "Entschuldigen Sie", sprach ich ihn an,"Sie haben nicht zufällig meine Klamotten gesehen?" Ich war Spanner gewohnt. Normalerweise stießen sie mich ab, denn wenn sie mich unbedingt nackt sehen wollten, dann konnten sie einfach ins Freudenhaus kommen und nach mir verlangen, aber dieses Exemplar hier war anders, hübscher, sah gar nicht aus wie einer dieser Perversen. Ich schenkte ihm ein Lächeln und fuhr mir einmal kurz durch die Haare."Ich schätze hier hat sich wohl jemand einen ganz ... üblen Scherz mit mir erlaubt."
     
  8. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Ich beobachtete wie sie ans Ufer kam, erst hinunter ging und dann hinauf und noch immer stand ich da und tat... nichts. War viel zu fasziniert von der Eleganz in ihren Bewegungen. Himmel ich fühlte mich gerade wie ein kleiner Jüngling der zum Ersten Mal eine Frau nackt sah und dann prallte sie schon beinahe gegen mich. Mein Blick lag starr auf ihr, meine Miene war nichtssagend. Sie hob ihre Hände nicht, schien mit ihrer Nacktheit absolut kein Problem zu haben, wenn sie nur wüsste was sie damit in mir auslöste und nur weil ich eben keiner dieser Kerle war, an mir hielt. Als sie sprach, streichelte ihre Stimme über meine Sinne, ließ mir das Herz flattern. Bei den Geistern die uns umgaben, es war heller Wahnsinn! Sie fragte mich nach ihren Kleidern und noch immer stand ich stumm da, rührte mich nicht. Sie musste mich ja für schwachsinnig halten. Ich räusperte mich schließlich. "Verzeihen Sie, ich fürchte eure Kleider hat der Mann vor mir mitgenommen", antwortete ich schließlich, hey immerhin steckte ein wenig Humor in der Antwort und auch ein Teil der Scharm die ich empfand, wollte nicht erwähnen dass er auch noch was anderes getan hatte... Allein der Gedanke, rief in mir den Gedanken hoch, jemanden Grün und Blau zu schlagen. Aber war ich besser... selbst jetzt wo sie vor mir stand konnte ich meinen bewundernden Blick nicht von ihr nehmen, sie war wirklich wunderschön... Sie lächelte mich an, was mir beinahe den Atem raubte, selten schenkte mir irgendjemand ein Lächeln, sie sahen eher zu, dass sie schnell aus meiner Reichweite kamen. Ich sah über meine Schulter, noch immer stand die Kutsche dort und der Wallach pennte fröhlich vor sich hin. "Wenn Sie wollen, ich habe zwar keine Kleidung für eine Frau da, aber eine Decke mit der Sie ihre Blöße bedecken können Ma'm", bot ich schließlich an, zeigte auch unwillkürlich ein kleines Lächeln, etwas was selten bei mir vorkam und es spannte auch merkwürdig in den Wangen, ja wenn man diese Muskeln selten verwendete, rosteten sie eben ein. Ich machte eine ausladende Geste in Richtung meines Wagens.
     
  9. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Beinahe wie hypnotisiert starrte er mich minutenlang an ohne etwas zu sagen, bevor er sich schließlich fasste und mir mitteilte, dass der Mann vor ihm, wohl meine Klamotten hatte mitgehen lassen. Meine Mundwinkel zuckten amüsiert. "So, nun das ist dann wohl Pech",sagte ich schulterzuckend und wollte mich gerade abwenden, als er mir anbot mir eine Decke zu leihen, um meine Blöße zu bedecken. "Das wäre wirklich sehr hilfreich", gab ich zur Antwort und war erstaunt darüber, dass er mich wirklich Ma'm nannte. Das hatte bisher keiner getan. Niemand sprach ein Freudenmädchen derartig an und es amüsierte mich fast ein bisschen. Offensichtlich wusste er nicht wer ich und was mein Beruf war. Nicht freiwillig übte ich diese Tätigkeit aus, aber ich musste es tun, denn ich hatte keinerlei Alternativen und Freikaufen konnte ich mich mit dem wenigen Ersparten ganz sicher nicht. Das leichte Heben seiner Mundwinkel sollte wohl ein Lächeln darstellen. Ich kannte diese Sorte Mann. Entweder zu stolz um Gefühle auch nur zuzulassen oder zu verletzt, um sie zu zeigen. Die großen Schweiger nannte ich diese Art von Männern. Sie kamen für gewöhnlich und sahen mich einfach nur stundenlang an, manche waren Künstler - keine bekannten - und malten mich, andere wollten einfach nur schauen oder sich höchstens einen von mir blasen lassen, bloß keine Initiative zeigen und hinterher fühlten sie sich befriedigt, aber irgendwie schmutzig. Dennoch kamen sie wieder. Sie waren mir lieber, als die, die viel redeten, denn die wollten immer meine Unterwerfung und schmutzig sollte es sein.
     
  10. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Sie hielt das alles ganz ruhig aus... das Gesicht kannte ich irgendwoher, aber mit dem Freudenhaus von Madame Wolf verband ich sie jetzt nicht. Es war lange her, dass ich selber dort zu Gast gewesen war. Sie schien ihrer Kleidung nicht nachzuweinen, nahm es eher mit Humor und das fand ich schon bewundernswert. Ich wäre demjenigen wohl auch nackt nachgejagt und hätte ihn mit bloßen Händen so bearbeitet, dass er sich so einen Scherz nicht mehr erlaubte... Da setzte sich gerade ein Gedanke in mir fest, den ich jedoch für den Moment verschob und mich wieder auf die Frau vor mir konzentrierte. Ich nickte, als sie meinte das die Decke sehr hilfreich sein würde und ging dann voraus, der Schwarze hob den Kopf und lauschte mit seinen Ohren, durch die Scheuklappen konnte er uns natürlich nicht näher kommen sehen. Ein unruhiges Schnauben entkam ihm und ich beruhigte ihn mit ein paar Worten. Er entspannte sich als er mich erkannte und ich griff unter den Kutschbock, dort lag fein säuberlich zusammen gefaltet eine Decke aus Baumwolle. Ich hielt sie ihr hin. "Hier bitte schön", sagte ich beinahe sanft und wartete bis sie sie genommen hatte. "Soll ich Sie zurück in die Stadt bringen?" fragte ich schließlich, irgendwie wollte ich sie so nicht alleine gehen lassen, da schob sich ganz der Beschützer in den Vordergrund, der unbedingt dafür sorgen wollte, dass dieses wunderschöne Wesen unbeschadet wieder nach Hause kam.
     
  11. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Ich folgte ihm zum Wagen und das Pferd davor wurde unruhig, sodass ich mich ihm nicht näherte, wollte es nicht verschrecken. So wunderschön ich Pferde auch fand, hatte ich doch Respekt vor diesen großen Tieren. Nicht, dass ich mich fürchtete, aber ich hielt zu Pferden, die ich nicht kannte, lieber Abstand. Er hielt mir die Decke hin und ich nahm sie. "Vielen Dank", sagte ich und wickelte sie um mich. Als er mir anbot, mich zurück in die Stadt zu begleiten, winkte ich ab und sagte:"Nicht nötig. Es ist ja nicht weit und ich denke den Weg schaffe ich alleine zurück.Mir wird schon keiner auch noch die Decke stibitzen. Darauf werde ich Acht geben.Sie wollen Sie doch sicher wieder haben." Ich schenkte ihm ein weiteres Lächeln und wollte mich schon verabschieden, als mir noch etwas einfiel. "Sagen Sie, wie kann ich Ihnen die Decke wieder zukommen lassen?" Ich kannte ihn nicht, also war es wahrscheinlich, dass er nicht aus der Stadt kam. Dafür sprach auch, dass er mit dem Wagen die Stadt verließ. Das taten auch andere, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich ihn schon einmal in der Stadt gesehen hatte und er wäre mir sicher aufgefallen, denn er war - und das konnte ich ohne weiteres zugeben - wirklich attraktiv.
     
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    "Nicht dafür", sagte ich als sie sich für die Decke bedankte. Sie lehnte das Angebot ab, dass ich sie zurück in die Stadt brachte, dass ihr wohl keiner die Decke klauen würde...nun irgendwie konnte ich das nicht gelten lassen. "Nun, wenn ich Sie jetzt heim bringe, kann ich sie mir beizeiten dann holen, wenn ich weiß wo Sie wohnen", antwortete ich schließlich. Ich betrachtete sie scheinbar ruhig, was sie wirklich in mir auslöste vergrub ich sorgfältig und war dankbar für die engen Hosen die dieses Indiz gut verbargen. Ich rückte meinen Hut etwas zurecht und wartete auf eine Antwort.
     
  13. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Wieso sträubte sich alles in mir dagegen, ihm zu offenbaren, wo ich wirklich wohnte? Ich wollte eigentlich schon ablehnen, aber es war sicher die gescheiteste Lösung,also nickte ich ergeben und sagte:"In Ordnung. Sie können Sie dann auch sofort wieder mitnehmen. Ich habe nämlich zufällig zu Hause noch ein paar weitere Kleidungsstücke." Da war sie wieder die gute Laune. Früher oder später würde er so oder so herausfinden, wo ich wohnte und was ich war. Also dann doch lieber früher als später, nicht wahr? Ich lächelte wieder und fasste meine Haare zu einem Zopf zusammen, da sie mich nun doch etwas störten. Sicherlich wartete Madame Wolf schon auf mich. Ich hatte ja eigentlich versprochen mich zu beeilen und mit dem Wagen wären wir sicher schneller in der Stadt, als wenn ich zu Fuß ginge. Also wieso sollte ich die Chance nicht nutzen?
     
  14. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Schließlich gab sie nach und natürlich war das Futter für das Ego, ich hatte ja nie behauptet, dass ich ein Heiliger oder sowas wäre. Wieder zuckte ein Lächeln durch meine Züge. Ich stieg auf den Kutschbock, streckte ihr dann meine Hand entgegen um ihr beim aufsteigen behilflich zu sein. Ich ergriff die Leinen und wendete dann die Kutsche, ließ den schwarzen Wallach zurück traben. Seine Ohren war aufmerksam nach hinten auf mich gerichtet, er schnaufte und holte sich etwas mehr Leine um mit den Kopf mehr nach vorne gehen zu können. Er war ein gutes Tier, etwas übermütig aber das durfte man ihm in seinen Alter verzeihen. "Mein Name ist übrigens Jim", sagte ich schließlich und sah zu ihr. Ich hatte ihr erst meinen Vollständigen Namen nennen wollen... aber keiner hier wusste den, sie kannten mich alle nur unter Jim und das war gut so. Ich wollte schließlich meine Ruhe haben, wenn die wüssten... Ich holte mich selber aus den Gedanken wieder hinaus, als die Stadt sich schon näherte, ich bremste den Wallach, so das er Schritt ging, wollte die Zeit mit ihr doch noch etwas in die Länge ziehen. "Wo wohnen Sie?" fragte ich sie schließlich, damit ich sie auch dort absetzen konnte.
     
  15. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Ich bedankte mich, als er mir auf den Kutschbock half und schlang die Decke etwas fester um meinen Körper. Nicht, weil mich plötzlich die Scham packte, sondern einfach, weil ich nervös war. Was würde er wohl sagen, wenn er erfuhr, dass ich ein Freudenmädchen war? Würde es ihn überhaupt interessieren? Vermutlich nicht. Er unterbrach meine Gedanken, in dem er sich vorstellte und ich erwiderte:"Freut mich. Ich heiße Mariann."Ja, es war schon irgendwie eine seltsame Situation, die uns quasi zusammengeführt hatte. Wir schwiegen wieder, bis wir in der Stadt waren und er mich fragte, wo ich wohnte. "Einfach dort diese Straße", sagte ich und deutete nach links," und dann das letzte Haus."Das Freudenhaus, aber ich sprach es nicht aus.
     
  16. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Mariann... der Name passte zu ihr. Sie sah zumindest wie eine Mariann aus. In meinem Kopf konnte ich sie immer noch nackt im Fluss baden sehen und meine Kehle wurde dabei ganz trocken. Es hatte sich angefühlt als wäre sie einfach gar nicht von dieser Welt, als wäre sie einer jener indianischer Geister, die einem einen Streich spielten nur um wieder zu verschwinden. Dann antwortete sie mir auf meine zweite Frage und natürlich wusste ich, was für eine Art das letzte Haus war. Madame Wolfs Etablissement... dieses wunderschöne Geschöpf gehörte zu den Damen die dort... nun die sich dort Männern für Geld anboten? Keine Regung in meinem Gesicht ließ darauf deuten, was ich gerade dachte. Ich dachte nicht schlecht von den Mädchen, die meisten waren überaus nett und auch gar nicht dumm, bis auf ein paar Ausnahmen. Auch war ein Teil alles andere als Freiwillig dort gelandet, natürlich gab es auch die die einfach ihre Freude daran hatten alles zu bieten was sie hatten. Ich fragte mich unwillkürlich was für eine Art Mädchen Mariann war... Ich schätzte sie eigentlich nicht so ein, dass sie sowas freiwillig tat... vielleicht irrte ich mich auch, aber in meinem Kopf war sie einfach zu rein für sowas. Ich nickte und führte den Wagen durch die Straße, die Leute die zu genau schauten bedachte ich nur mit einem finsteren Blick, woraufhin diese sich schnell weiter tummelten. Ich wollte nicht dass sie sie so anstarrten, als wäre sie eine Aussätzige, was sie von mir dachten war mir dabei verdammt nochmal egal. Wir erreichten das Haus und ich hielt an, sprang vom Bock und griff dann wie selbstverständlich nach ihr. Meine Hände lagen an ihren Hüften, während ich sie mühelos runter hob und sanft auf ihren Füßen wieder abstellte. "Da wären wir", meinte ich und wieder zuckte ein knappes Lächeln über meine Züge.
     
  17. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Er kommentierte nicht, dass ich in einem Freudenhaus lebte und ich registrierte erstaunt seine Blicke, die er einigen der Gaffer zuwarf. Das hatte ich noch nie erlebt. Allgemein war er anders, als die Männer, die ich kannte und das waren viele, das könnt ihr mir glauben. Schließlich waren wir da und ehe ich michs versah, hatte er mich auch schon vom Kutschbock herunter gehoben. Nun errötete ich doch. Etwas, das schon lange kein Mann mehr geschafft hatte. Ich räusperte mich,erwiderte das Lächeln und sagte dann:"Vielen Dank. Warten Sie kurz hier. Ich werde mir rasch etwas anziehen und Ihnen dann Ihre Decke zurückgeben."Bevor er etwas sagen konnte, verschwand ich nach drinnen und entschuldigte mich bei Madame Wolf, die mich mit einem gut gemeinten Tadel davonkommen ließ. Schnell schlüpfte ich in das züchtigste Kleid, das ich besaß und doch sah ich immer noch wie ein Freudenmädchen aus. Ich war nicht stolz darauf, dass ich hier arbeitete, aber ich hatte meinen Stolz auch nicht verloren. Ich faltete die Decke zusammen und trat dann wieder nach draußen. "Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe", sagte ich lächelnd,"ohne Sie wäre ich ganz schön aufgeschmissen gewesen."Ich reichte ihm die Decke.
     
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Ihr Lächeln verzauberte mich und das schockierte mich beinahe. Konnte mich nicht daran erinnern, wann das Lächeln eines Mädchens dass das letzte mal getan hatte... sie war etwas besonderes, zumindest in meinen Augen und auch die Tatsache, dass sie hier arbeitete änderte diesen Umstand nicht. Eifersucht packte mich, eigentlich war dies völliger irrsinn, doch allein der Gedanke daran, dass irgendein anderer sie einfach so anfasste! Und dies auch nicht als Ehre erachtete sondern einfach nur als.. als ein Geschäft. Ich sah ihr nach und biss die Zähne fest zusammen, ging dann nach vorne zum Kopf meines Pferdes und strich über seine Stirn, schnaufend legte das Tier seinen Kopf in meine Hand. Ich wusste selber nicht, was da bei mir abging, während sie sich ankleidete, kam Madame Wolf zur Tür und spähte hinaus, lächelte ihr charmantes Lächeln als sie mich erblickte. Ich neigte nur höflich meinen Kopf und tippte auf meinen Hut zum Gruß, man konnte sagen was man wollte sie war eine knallharte Geschäftsfrau und dafür musste man sie einfach bewundern. Kurze Zeit später kam Mariann schon wieder und gab mir die Decke zurück. "Ich habe gern geholfen", entgegnete ich und griff nach der Decke. "Ich hoffe man sieht sich bald wieder", meinte ich schließlich und lächelte erneut... Waren diese Worte wirklich gerade von mir gekommen? Ich widerstand dem Drang lauthals zu fluchen, beschränkte mich einfach dabei auf meine Gedanken. Ich neigte meinen Kopf, tippte an meinen Hut. "Ma'm", grüßte ich sie nun und stieg dann wieder auf den Kutschbock um mich endlich auf den Weg zu machen.
     
  19. Samanta

    Samanta Leseratte

    Mariann
    Ich verspürte einen gewissen Widerwillen ihm die Decke zurückzugeben, aber ich ließ ohne Widerstand los. Dann sagte er, dass er hoffte, dass wir uns bald wiedersehen würden und das überraschte mich doch. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. "Nun, Sie wissen ja jetzt, wo ich wohne", sagte ich etwas unbeholfen und lächelte ein weiteres Mal. Dann neigte er auch schon seinen Kopf und verabschiedete sich mit einem Ma'm von mir. Ich neigte ebenfalls meinen Kopf und sagte:"Auf Wiedersehen."Hinter mir vernahm ich ein vernehmliches Räuspern und mir wurde klar, dass dieser Mann mir auch nicht helfen konnte. Wie auch? Ich saß hier fest und konnte nicht einfach so gehen. Ich hatte hohe Schulden bei Madame Wolf und bis ich die abgearbeitet hatte, war ich sicher schon eine alte Frau, die niemand mehr wollte. Ich hatte ihm nichts zu bieten, abgesehen von meinem Körper und auf den war ich stolz. Ich hob zum Abschied noch einmal die Hand und ging dann zurück ins Haus. Madame Wolf fragte mich über Jim aus, aber ich konnte ihr auch nicht mehr sagen, als sie schon wusste. Vermutlich wusste sie mehr als ich. Sie wies mich schließlich an, in mein Zimmer zu gehen und mich für den ersten Kunden bereit zu machen. Ich nickte bloß und tat, was zu tun war.
     
  20. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Jim

    Sie schien überrascht gewesen zu sein, dass ich meinte, dass ich sie gerne nochmal sehen würde... ja ich hatte ja selbst nicht gewusst wieso ich das gesagt hatte. Es war einfach das erste gewesen was durch meinen Sinn gekommen war. Ja ich wusste wo sie wohnte. Ich sah ihr kurz noch nach, erwiderte die Geste mit der Hand, bevor ich den Wallach dann antraben ließ, jetzt aber nichts wie nach Hause. Nicht das sich hier noch einer etwas einbildete. Ich verließ nun die Stadt und erst da konnte ich mich etwas beruhigen. Doch die Gedanken an Mariann wurde ich nicht los, immer wieder tauchte ihre Gestalt in meinem Kopf auf, wenn ich zum Fluss rüber sah.. Oh weia Jim! Ich fuhr mir mit einer Hand durch die Haare und ließ das Tier vor der Kutsche schneller gehen. Der Weg war gut ausgefahren und ruhig, und ihr konntet euch gar nicht vorstellen wie sehr ich mich nach gut zwei Stunden fahrt freute meine Hütte zu sehen. Eine braun gescheckte Stute stand zusammen mit zwei Kühen auf einer Koppel. Meine kleine Ranch lag am Rande der Wälder und nur etwa zwei hundert Meter entfernt, floss auch der Fluss entlang... es war die perfekte Lage, der letzte Besitzer hatte es wegen der Indianer los werden wollen. Ich hatte kein Problem mit meinen Brüdern, sie waren mir lieber als die Leute in der Stadt. Auf der Veranda lagen zwei faule Fellknäuel, der eine hob zumindest den Kopf als er mich kommen hörte, doch als er wusste wer da kam, sank dieser schon wieder auf das Holz. Es waren zwei Halbhunde, der Vater war ein Wolf gewesen, die Mutter eine Rottweilerin, die Besitzer hatte die Geschwister im Fluss ertränken wollen. Wieder so eine zufällige Begegnung. Ich hatte sie daraufhin einfach Hänsel und Gretel genannt, Hänsel war ein stattliches Männchen breit gebaut und Groß, die Fellstruktur hatten beide vom Wolf geerbt, Gretel auch die Farbe, während Hänsel die Farbe vom Rottweiler hatte, bis auf die weißen Socken die er an den Hinterläufen hatte. Ich hielt den Wagen vor der Hütte und als ich vom Kutschbock stieg, sprangen sie erst auf und kamen freudig winselnd mir entgegen, senkten dabei ihre Köpfe und entblößten ihre Fänge mit gesenkten Kopf. "Ist ja gut", sagte ich und klopfte auf meine Oberschenkel, worauf hin sie schneller wurden und sich an mir schmierten. Ich kraulte beide erstmal ausgiebig, sie waren gute Tiere und es wäre wirklich schade um sie gewesen. Ich schickte sie weg und sie gehorchten brav, während ich den Wagen abräumte und dann das Pferd versorgen ging. Mein Blick ging herum und ich seufzte zufrieden, hier war es einfach viel zu schön, als irgendwo anders sein zu wollen... und doch... das Engelsgleiche Geschöpf von vorhin ging mir einfach nicht aus dem Kopf...
     

Diese Seite empfehlen