Was tun bei: Gelände Rasern?

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von Bellatrix, 24 Apr. 2012.

  1. Bellatrix

    Bellatrix selten on

    Hallöchen ^_^
    Es geht hier um meinen kleinen Geländeraser, Hazel. In der Halle oder auf dem Platz ist Stütchen gut zu kontrollieren, schön in Anlehnung, alles Tip Top und wir haben auch kein "Dominanzproblem" oder sowas ähnliches.
    Bisher waren wir dreimal im Gelände und ich muss sagen, sie wurde von Ritt zu Ritt lockerer und leichter zu Bremsen. Beim Drittem Ausritt sind wir getrabt, sie rannte wie ne blöde lies sich allerdings wieder durchparrieren. Auf einer anderen Strecke sind wir wieder getrabt und sie ist voll durchgegangne. Klar, hat saumäßig Spaß gemacht, aber es kann ja auch gefährlich werden... Sie ließ sich einfach nichtmehr bremsen. Weder durch Stimme noch Gewicht oder Zügel. Auf eine Volte abwenden ging nicht (der Weg hatte auf der einen seite einen Graben, auf der anderen einen kleinen Abhang) so ließ ich sie weitergaloppieren, irgendwann ist sie dann langsamer geworden, warum, kA. warscheinlich ausgepowerd. Ich bin den ganzen weg wieder runter und langsam und gemächlich im Schritt wieder rauf.
    Was hätte ich machen sollen? Wie hätte ich sie Bremsen können? Ich habe sie vorher gescheit ablongiert weil ich ja weiß das sie relativ aufbrausend ist...
    Hoffe ihr könnt mir helfen
    lg
     
  2. Ich würde, wenn ihr nächstes Mal ausreitet, es auf jeden Fall ruhig angehen lassen und vielleicht irgendwo hinreiten, wo es Ausweichmöglichkeiten und Platz zu mindestens einer Seite eures gewählten Weges gibt - gerade damit du dein Pferd einen Zirkel reiten lassen kannst. Abgesehen davon sollte man vielleicht auch bedenken, dass das an der Jahreszeit liegen könnte - es ist immerhin eine Stute. Eventuell Frühlingsgefühle? Rosse?
    Ist sie denn ansonsten auch so oder war das das erste Mal ausreiten?
    Jedenfalls würde ich sonst auch darauf achten, dass ihr nächstes mal an einem Tag losreitet, an dem sie besonders ruhig ist, um sie auch nicht noch zusätzlich aufzupuschen :)
     
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  3. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    also klartext: wenn stüti sich in brass rennt hilft im schlimmsten fall keine volte xD was ziemlich sicher ist: vor nen baum reiten.beine zu, zügel vor und einfach drauf zu. die bremsen dann wohl von alleine^^

    ansonsten würd ich dir raten, sie so lange im schritt auszureiten, bis du dich sicher fühlst und sie einschätzen kannst an welchen stellen sie scheut, sich erschreckt etc.
    das hilft ungemein, weil du die situation dann einfach besser einschätzen kannst. und wenn du feste geländestrecken hast, weißt du auch, an welchen stellen du dann aufpassen musst, wenn sie dir durchgeht.

    dann gilt alles, was auch beim reiten auf dem platz gilt: schwer hinsetzen, bewusst ausatmen, nicht am zügel festhalten, ruhig bleiben.

    dann in aller ruhe anfangen und langsam steigern. und das tempo nach der laune anpassen xD

    seitdem ich das so mache geh ich mit mina am langen zügel ins gelände :p zumindest wenn sie gute laune hat.^^
     
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  4. LilliyFee11

    LilliyFee11 Neues Mitglied

    das hoert sich jetzt vllt absurd an aber mein hanni hats auch.ne ganze zeit gemacht und mehr wie rennenlassen bisser nimmer kann war auch nicht und dann war ich einmal alleine draussen und irgendwann.von zeit zu zeit klappte das weil pferde auch das talent haben sich gerne mal gegenseitig an zu stacheln ^^
     
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  5. Ich würde die Variante mit dem "gegen den Baum reiten lassen" nicht machen. Am Ende rennt sie doch nur dran vorbei und sollte sie wirklich abbremsen, wird das Pferd es dem Reiter zuschreiben, dass es ihm nicht mehr so gut vertrauen kann - da die Reiter ihre Pferde eben nicht gegen Bäume rennen lassen sollten!
     
  6. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Wenn sie anfängt, "aufzumucken", lass sie arbeiten!
    Sobald mein Dicker auch nur ansetzt, anzutraben, ohne dass ich es will - Beine ran, Zügel ran und "piaffieren" lassen. Soll er doch traben, wenn er meint, er muss. Aber vorwärts lass ich ihn dabei nicht, denn wenn es nach mir geht, soll er ja nur Schritt gehen. Das gleiche funktioniert so oder so ähnlich sicher auch mit dem Trab-Galopp-Übergang. Du sagst an, wann es losgeht, nicht das Pferd.
    Hast du allerdings das Kommando zum Antraben/ Angaloppieren durchaus selbst gegeben, aber sie wird dabei unkontrollierbar schnell, dann ist es wiederum auch deine Sache, zu sagen, wann sie wieder langsamer werden darf. Hat sie sich mit ihrem Losrennen ausgepowert und will durchparieren, treib sie nochmal an - Wenigstens ein paar Galoppsprünge, bis du das Kommando gibst, durchzuparieren. Und wenn sie Wasser und Blut schwitzt, ist sie selbst schuld, sie wollte ja unbedingt rennen.

    Edit:
    Vom "Vor einen Baum rennen lassen" halte ich übrigens auch nicht viel. Jedes Pferd, das ich kenne, würde, wenn es sich sowieso schonmal in Rage gerannt hat und nicht mehr großartig kontrollieren lässt, in vollem Tempo einen Haken darum schlagen. Und das haut zumindest mich persönlich als Reiterin deutlich schneller aus dem Sattel als Rennen oder Buckeln.
     
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  7. Citara

    Citara Bekanntes Mitglied

    Ich hab da zwar selbst als Reitanfänger keine wirkliche Erfahrung, aber was ich dazu beitragen kann:
    Kannst du sie vllt durchparieren, bevor sie anfängt zu rennen oder geht das gar nicht? Das würde ich wenn's geht mal probieren - nur ein paar Galoppsprünge und wieder Trab/Schritt, später nochmal etc....

    Sonst hab ich auch gehört, was Leanna bereits sagte - lass sie nicht von selbst durchparieren, sondern lass sie noch ein bisschen laufen, dann merkt sie dass durchgehen keinen Spaß macht

    Ist aber alles grobe Theorie die ich so mitbekommen hab, keinerlei eigene Erfahrung, wie gesagt^^
     
  8. Bellatrix

    Bellatrix selten on

    erstmal danke für die vielen Antworten.
    Leanna, meine mitreiterin hats mir so "erklährt" das ich mit hazel viel reden muss (sie kennt Hazelchen gut) um sie zu beruhigen. Sie ist relativ unsicher im gelände (der galopp war aber übermut, da bin ich mir sicher :'D) und läuft dann gerne mal "Jog" irgendwie zwischen schritt und trab. Dann hilft einfach zu sagen "Hazel, ruhig, brrrr, scheeeeritt" etc. das habe ich bei zwei ausritten konsequent gemacht und sie bleibt schritt wenn ich mit ihr rede, auch wenn die Zügel ewig lang sind...

    aber im Galopp, sie war einfach weg. ich hab mich dann (ich weiß, riesen fehler) in die Zügel "gehängt" anstatt annehmen nachgeben... was passiert wäre wenn ich einfach ruhig und konsequent gewesen währe... kA warscheinlich wäre sie durchparriert :D

    Ich werd am freitag oder Samstag mal wieder raugehen und mal sehn wies wird. danke noch mal für die vielen tipps.
    Monsta, ich kann nimmer liken :D fühl dich geliked!

    e: ich hätte sie warscheinlich weiter im galopp treiben sollen als sie durchparriert hat, aber der weg war zu ende, ich hab auch im internet gelesen das man eig. weitertreiben und das pferd eben fordern soll etc.
     
  9. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    Mina piaffiert von alleine, wenn sie extrem nervös ist. z.B. viele Fliegen, Radfahrer sind extrem gruselig. Komisches Pferd - braust n LKW vorbei guckt die nichtmal. aber wehe der Fahrradfahrer hat nen Anhänger dahinter xD Das ist dann natürlich grausam. Ach ja, und Blätter, die wehen. Sie könnten sie fressen!
    Dann piaffiert sie aber so richtig S Dressur like und nicht so "ach wir trippeln mal auf der Stelle". da hat sie dann einfach zu viel energie.
    aber nie nie nie das pferd selbstständig wechseln lassen. das ist ungehorsam und macht alles schlimmer^^

    gerade wenn hazel im gelände unsicher ist, nimm dir vll auch einfach mal die zeit, spazieren zu gehen. es liegt ganz enorm an der person, ob du dich auf dem pferd oder an dem pferd wohler fühlst, wenn irgendeine Situation "eskaliert".
    Mir hat es aber v.a. am Anfang enorm geholfen. dadurch kannst du dein Hotti auch ganz anders beobachten und lernst dessen Verhaltensmuster - und das Pferd deine. Dadurch wachst ihr zusammen, und das ist wichtig ;)

    Ich schwör auf die methode mit dem Baum als Notfallmittel.
    Ich erachte es auch als vollkommenen Schwachsinn, dass das Pferd dadurch vertrauen verliert. Ich geb die Hilfe zum bremsen, pferd reagiert nicht, also muss es halt vor den Baum. Selbst schuld. Ist das Pferd auch nur von durchschnittlicher Intelligenz verstehen die mehr, als man meint^^
    Nur würd ich's nicht machen, wenn ich sofort bei ungeremtheiten aus dem sattel fliege xD wenn man aber recht fest sitzt und das bein auch dran behält, dann bremst das pferd normalerweise auch.
    und eines ist sicher: auf jeden fall besser als ungebremst auf die straße zu rennen.

    und sonnenreiterin? wenn ein Pferd das vertrauen verliert durch die methode, weil ein reiter sein pferd nicht vor einen baum rennen lassen sollte - dann darfst du das pferd auch nicht springen. denn den selben effekt hätte eine verweigerung vor dem sprung. ist insofern die selbe barrikade, auf grunde deren das pferd bremst ;)
     
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  10. Bellatrix

    Bellatrix selten on

    like. wir gehen auch schon oft spazieren, es ist auch schon viel besser geworden mit der unsicherheit. sie vertraut mir immer weiter und weiter... ich glaub ich würde mich anstatt nen baum zu nehmen eher für nen Busch oder so entscheiden :'D der ist breiter :b
     
  11. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    ...dann aber nen hohen - sonst geht hotti drüber her xD
    am besten ist auf nen windschutzstreifen bäume zureiten und einen dicken aussuchern und draufhalten.
     
  12. Julia

    Julia Rapante Rapante! Mannooo!

    Beim Baum musst du allerdings einkalkulieren das das Pferd vorher zur Seite springt und du n gebrochenes Knie hast^^ Wenn ich mit so kleinen Stinkern galoppiere, suche ich mir normalerweise gerne eine Strecke die schön bergauf geht, erstmal ist da dem buckeln etwas vorgebeugt (falls sie das auch tut) und zweitens ist da auch mal schneller die Puste raus und du kommst selbstständig zum durchparieren. Das wäre meine Variante zu "Der Gaul will mir unterm Arsch wegrennen"
     
  13. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Ich fliege nicht bei jedem Scheiß aus dem Sattel. Aber ich kenne schlicht kein Pferd, das da bremsen würde. So wie ich "meine" Trotzköpfe einschätze, würde jedes einzelne von denen dran vorbeiprettern - Und mich entweder am Baum abstreifen, oder kurz vorher so abrupt die Richtung wechseln, dass ich schlicht keine Chance mehr gegen das liebe Trägheitsgesetz hätte.
     
  14. Layabout

    Layabout No squealing, remember that it's all in your head.

    Beim vorn Baum lenken ist der "Vertrauensverlust" ja wohl das kleinste Problem, schlimmer finde ich die hochwahrscheinliche Gehirnerschütterung, das gebrochene Bein mit dem zertrümmerten Knie und den daraus resultierenden, monatelangen Krankenhausaufenthalt.

    Alles schon passiert.

    Ich glaube fast jedes Pferd wird am Baum vorbeispringen und dann klatscht der Reiter davor. Hier bei mir in der Gegend stehen zum Beispiel keine Bäume, die so breit sind wie Wände, dass man da richtig gut vorsteuern könnte.
    In unserem Stall war früher eine Reiterin, die versucht hat ihr Pferd an einem Bach zu halten, als es durchging. Es war auch wasserscheu. Es sprang in einem RIESEN Bogen über den Bach. Und dann gings weiter, durchs Unterholz.

    Wenn ich im Gelände sage, dass angehalten wird, dann wird angehalten. Sollte das nicht der Fall sein, werde ich richtig böse. Denn das ist lebensgefährlich. Es sind schon Pferde von Autobahnbrücken gefallen und kopflos in Seen gerannt, die meisten überleben das nicht.
    Da ist auch der letzte Gedanke an feines Reiten verschwunden, dann wird ordentlich in die Zügel gelangt. Wo es möglich ist (und zwar nicht nur vom Platz her, sondern vor allem von den Bodenverhältnissen her!), kann man Volten reiten.
    Das war in deinem Fall ja nicht möglich, ist es eigentlich recht selten. Man kann in dem Moment leider nur richtig reinlangen. Meist hilft "annehmen-nachgeben" sprich zwischendurch kurz "freilassen", nur für einen Galoppsprung, und dann wieder einfangen.

    Ansonsten das übliche, keine "Galoppstrecken" zulassen sondern diese immer wieder im Schritt und Trab bereiten, und longieren vor dem Reiten schafft noch mehr Kondition.

    Artgerecht gehaltene Pferde müssen sich meist nicht im Gelände "auspowern".
     
  15. Bellatrix

    Bellatrix selten on

    unsere umgebung ist eher ländlich gehalten,überall felder und feldwege (da wo wir reiten), ist trotzdem gefährlich. ich habe sie davor ja geritten (hätte ich das nicht gemacht hätte ich auf jedenfall ablongiert weil ich meine Pappenheimerin kenne) aber im Gelände war sie 'plötzlich' wieder frisch und munter :D
    ich bin danach die strecke ja auch strickt im schritt wieder hoch. ordentlich in die zügel gelangt hab ich. dummerweise. annehmen nachgeben wäre schlauer gewesen anstatt sich Kopflos in die Zügel zu hängen. naja aus fehlern lernt man :)
    danke für die Tipps.
     
  16. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    das pferd kann noch so artgerecht gehalten werden - es gibt einfach pferde, die spaß am rennen im gelände haben. da sieht man einfach richtig, wie die aufblühen, je schneller die über'n feld fetzen.

    und layabout, du hast durchaus recht.
    folgende situation: mina ist mir auf nem feld durchgegangen. aber richtig. erst normal parade gegeben, schwer hingesetzt, bewusst ausgeatmet. kopf hoch und gib ihm. dann volte geritten. sie hat - und damit überteribe ich NICHT - mit der nüster die kruppe berührt. sie ist schneller geworden. dann dabei in den zügel gerissen. ja, gerissen. ich hab angepackt, zu mir hin gezogen, nachgegeben, nochmal. ein paar mal, auch in ner volte. kopf hoch, madame wurde schneller.
    die rennt sich dann so in brass, dass man da einfach nix mehr machen kann.
    und was tust du dann?
    richtig, vor nen baum reiten. da hat se gebremst. und ja, so hab ich's pferd wiederbekommen. sonst wär sie straight a way auf die straße gerannt.

    EDIT: das war übrigens ein Maisfeldstoppelacker wo 40cm schnee drauf lagen^^
     
  17. Layabout

    Layabout No squealing, remember that it's all in your head.

    Ja ok, wenn sie dann angehalten hat ist ja gut, aber ich kann mir nicht vorstellen dass das die Regel ist, üblicherweise würde ein Pferd drumherum laufen. Ist auch schon mehrmals in meinem Bekanntenkreis passiert, wie oben steht, Schienbein gebrochen, Knie zertrümmert etc. :(
    Und klar können die sich draußen aufpushen und dann Bock haben loszurennen. Aber das liegt dann nicht an zu viel Energie oder so.
    Außerdem meine ich, wenn sie genug Platz zum rumlaufen und geeignete Kumpels dabei haben, können die auch auf der Wiese rennen (und das tun sie dann auch!). Vorrausgesetzt man kann ganz passabel reiten und sie vertrauen einem im Gelände.
     
  18. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    Das Problem habe ich mit meiner Western-gerittenen Reitbeteiligung auch, sie heizte richtig und lies sich kaum anhalten. Jedoch habe ich mir da nie die mühe gemacht dass zu korrigieren :mad: ,bis ich mich dann letzens fast mit ihr überschlagen hätte. Das ist wirklich wichtig das zu korrigieren! Ich mach es so: Am anfang reite ich erst ein paar meter Galopp ,merke ich das sie schneller wird gebe ich viele Paraden und lass sie wieder Schritt gehen. Danach noch ein Stück Galopp, wird sie wieder schneller ,weitere paraden und wieder zum Schritt und immer so weiter. Mittlerweile heizt meine auch nicht mehr und lässt sich VIEL besser durch-parieren.
    LG :)
     

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