Was haltete ihr von eienm Join up

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von Lancelot275, 7 Juli 2012.

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Was haltet ihr von Join up

  1. Ich finde es gut

    6 Stimme(n)
    31,6%
  2. Tierquälerei ein pferd rumzujagen

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  3. Ich traue diesen Mounty Roberts eh nicht

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  4. Ich hab eine Gemischte meinung

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  5. Was ist Join up?

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  6. Ich hab es selbst ausprobiert und finde es gut

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  7. Ich hab es selbst ausprobiert und finde es schlecht

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  8. ich bin mit Cavallo einer meinung

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  9. Tolle arbeit mit dem Pferd die dieser Mounti Roberts macht

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  1. Lancelot275

    Lancelot275 Bekanntes Mitglied

    Also..

    Ich hab mal von der methode des Join ups gehört, bei der man dem Pferd respekt, ausmerksamkeit und vertrauen verleit.
    Ich hab das auch mal ausprobiert und eigentlich hat es ganz gut funktionirt, aber heute hab ich in der cavallo gelesen dass das stress auslösen soll, und das schlecht sein soll.
    Ja Zeitschriften sagen auch nicht immer die wahrhet aber trotzdem bin ich jetzt etwas verunsichert, vorallem weil es laut mounty roberts ja sehr nätürlich sein soll, weil es ja das hengstverhalten nacharmen soll.
    Doch cavallo sagt, dass es unnatürlich ist.

    Ich wollte einach mal eure meinung hören!!

    Und für die die Join up nicht ennen hier ein Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=_Qln1BLf3tI&feature=related
     
  2. Hedone

    Hedone Die, deren Name nicht genannt werden darf

    Also ein Join- up gehört, wie Monty Roberts ebenfalls immer wieder betont, in absolut fachkundige Hände. Sowas muss man lernen, das kann man nicht einfach und man richtet viel Schaden mit fehlerhaften Join- ups an.
    Irgendwo gab es die Join-up- Diskussion hier im Forum auch schon, müsste man mal schauen. Ich persönlich denke nicht, dass so etwas nöitg ist, da man Dinge wie Respekt und Vertrauen auch anderweitig erarbeiten kann. Wenn Monty Roberts meint, er muss das machen, und er fährt gut damit, dann ist das für mich okay. Aber ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass mein Pferd mir mehr "vertraut", wenn ich es jage.
     
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  3. Bekki

    Bekki Aktives Mitglied

    Also erstmal: Ich bin ja ein absoluter Monty Roberts-Fan. Da steh' ich auch zu. Es geht nicht nur um das Join-Up, sondern darum, wie er die Pferde- und Reiterwelt grundlegend verändert hat. Aber darum geht es hier nicht ;)

    Dann muss ich Hedone in einem Punkt Recht geben: Es gehört definitiv nur in fachkundige Hände! Mit fachkundig meine ich hier nicht, dass man dafür jahrelang Ausbildungen hinter sich gebracht haben muss. Aber mann muss wissen, wann und wie man es einzusetzen hat und welchen Schaden man damit auslösen KANN.
    Fasziniert von der Heartland-Reihe habe ich mir schon am Anfang meines Reiterlebens Monty Roberts' Bücher gekauft, dann seine Videos angesehen und schließlich habe ich damit angefangen, es selber umzusetzen. Damals war ich wirklich noch jung, aber nicht unerfahren. In einem Stall hier in der Nähe (dort bin ich kostenlos geritten), durfte ich mit einigen Pferden arbeiten. Das war bereits kurz bevor ich meine eigene Stute kaufte, da dürfte ich so um die 11-12 gewesen sein. Hierzu muss man sagen, dass ich auch damals schon durchaus die Ausdauer dazu hatte, mich stundenlang auf eine Koppel zu setzen und die "Zielobjekte" zu beobachten und ihr Verhalten zu studieren. Als ich dann sah, wie eine Stute nur vor dem Besitzer weglief, und das panisch, da MUSSTE ich was machen. Der Besitzer kannte mich, ich durfte ja seine Ponies reiten ;) Dann habe ich ihn einfach darum gebeten, mit der Stute zu arbeiten. Nicht immer fängt alles mit einem Join Up an, denn ich konnte die Stute ja schlecht in den Pen zaubern; also saß ich sage und schreibe 2 Stunden auf der Weide und habe sie in Ruhe gelassen.. Bis sie von selbst ankam, sich halftern und führen ließ. Dann habe ich all mein angelesenes, gesehenes und damals noch manchmal halbschlaues Wissen in Kraft gesetzt und mit dem Tier gearbeitet. Wenn man sich ganz genau auf sein Pferd konzentriert und ihm Zeit lässt, dann kann sowas sehr gut funktionieren. Das tat es dann auch. So habe ich länger mit ihr gearbeitet, bis ich meine eigene Stute bekam. Auch wenn es komisch klingt: Ich war damals die Einzige, die sie reiten konnte. Nicht sonderlich gut, aber sie erlaubte es mir und war totenbrav. Das Tierchen war mit 175cm auch nicht zu unterschätzen ;) Wollt ihr wissen, was aus der Stute heute geworden ist? (Sie stand ja sehr lange nur auf der Weide, Privatzüchter) Sie ist ein tolles Reitpferd, dass sich seinem Reiter sehr hingebungsvoll zeigt. Und Mama ist sie seit Kurzem auch ♥ Damals war SIE mein Traumpferd und das wird sie wohl immer bleiben, so sehr ich Nushin auch liebe. Denn nachdem es mit ihr geklappt hat, hat es auch mit ihrem kleinen Bruder, einem süßen Pony dort und schließlich mit meiner Stute geklappt.

    Ich kann Hedone verstehen, denn ich kenne viele Menschen, die sich das nicht vorstellen können. Und ich muss ihr auch zustimmen, wenn sie sagt, dass man durchaus auf anderen Wegen Vertrauen aufbauen kann. Bei dieser Stute war es damals notwendig, denn sie ließ niemanden an sich heran. (Später hat das Join Up übrigens sogar auf einer 10 ha Weide funktioniert, wo ihre Kumpels mit draufstanden :'D) Doch ich feile an dieser Technik, bzw. diesem "Horsemanship" seit fast 7 Jahren, daher kann ich von mir sagen, dass ich das auch beibringen könnte, auch ohne Zertifikat. Nun arbeite ich auch wieder danach, eine zeitlang wurde es mir sehr madig gemacht und ich habe mich nicht getraut. Seitdem klappt es noch besser x)
    Nochmal zum "notwendigen": Es ist nicht notwendig, da hat Hedone auch Recht. Heutzutage gibt es so viele Wege, mit seinem Pferd zu arbeiten; damals gab es sie nicht.

    Aber zum klarstellen: Ich würde das heute auch nicht mehr ganz ohne Anleitung sehen wollen ;) Denn heute gibt es zu viele Kiddies, die denken, sie könnten es und dann nicht auf die Zeichen achten. Bevor ich damit angefangen habe, habe ich mich schon über ein Jahr darüber informiert. Manche fangen es viel zu überstürzt an. Und es macht auch wenig Sinn, dies mit einem Pferd anzustellen, welches dem Reiter schon vollkommen vertraut. Denn in dem Falle KANN man wieder sehr viel zerstören, dadurch, dass man zB nicht auf die richtigen Signale achtet, bzw diese nicht VERSTEHT. Für Nushin ist das eine leichte Übung, die geht da entspannt durch, da sie das kennt, seit wir zusammen arbeiten (bei der Trainerin vor mir hat es übrigens nicht funktioniert..). Bei "normalen", darin nicht geschulten Pferde, kann das heftige Dominanz- und Vertrauensprobleme hervorrufen!
    Vorsichtig sein damit! ;)


    (Gott, kann ich morgens schon schwafeln, sry .____.')

    LG
     
  4. almanya

    almanya inaktiver User

    Ich zitiere einfach mal aus meinen Beiträgen vom anderem Thema. Kurz zusammengefasst: Join Up ist nur von Fachkundigen durchzuführen und im Grunde auch nur sinnvoll bei Wildpferden, bzw. unsozialisierten Pferden.
    Aus der Situation heraus einen Join Up zu machen, wenn das Pferd zB aggressives oder extrem aufdringliches Verhalten zeigt finde ich vertretbar aber eigentlich ebenfalls unnötig, da es mMn entspanntere Lösungswege gibt.
    Join Up ist ja schon mit extremen psychischen Stress verbunden.


    Nochmal ein Zitat aus einem anderen Forum:


    lg, headless
     
  5. Bekki

    Bekki Aktives Mitglied

    Monty Roberts geht nicht in die Rolle eines Raubtiers, sondern er ahmt das Verhalten einer Leitstute nach. Diese gibt so Jungpferden oder Raufbolden die Möglichkeit, sich erneut der Herde zu nähern und nicht weiter alleine zu bleiben, was durchaus den sicheren Tod für sie bedeuten würde. Als Raubtier würde er dem Pferd wohl eher auf den Rücken springen und versuchen, es umzuwerfen. :'D


    E: Dennoch sollte es wirklich nicht einfach so angewandt werden, sondern, wie headless schon schrieb, als Korrektur, wenn das Pferd sehr rüpelt. Ist in einer Herde nicht anders. Was daran so unglaublich verstörend ist, wenn man es richtig anwendet, kann ich mir dennoch nicht vorstellen. Bei falscher Anwendung, klar, aber (aus eigener Erfahrung) meinem Pferd geht's super, auch nach einem Join-Up und auch andere Pferde, mit denen korrekt nach MR gearbeitet wurde, sind keine geistigen Krüppel danach..
     
  6. almanya

    almanya inaktiver User

    Das stimmt nicht. Er sagt selber ganz klar, dass er beim Join Up erstmal in die Raubtierrolle schlüpft ...
    http://www.youtube.com/watch?v=oOgjJ4mF3ow
    (explizit ab 1:30)
    Ein Leittier würde auch niemals 20 Minuten hinter einem Jungpferd herrennen. Habe dazu oben ja schon was geschrieben.


    Urängste, Willkür seitens des Menschen ... und ich hab schon genug Tiere erlebt, die "korrekt" nach MR gearbeitet wurden und denen das nicht besonders bekommen ist. Habe dazu aber ja auch oben schon was geschrieben.

    Aber darum habe ich ja auch nochmal ein Zitat aus nem anderen Forum eingefügt, gerne nochmal:
    lg, headless
     
  7. Bekki

    Bekki Aktives Mitglied

    Ok, in den meisten Filmen, die ich von ihm kenne, erklärt er es anders; mag aber so sein.
    Dennoch bin ich der Meinung, dass man sehr wohl sehr korrekt nach MR arbeiten und damit auf sanftem Wege seine Ziele erreichen kann.

    Ich finde es aber auch nicht gut, sowas zu verurteilen. Da ich aus Erfahrung spreche, kann ich eben sagen, dass es bei mir immer funktioniert hat. Und ich arbeite und feile sehr viel an meiner Technik, bis ich es direkt nach MR konnte. Manche nehmen sich diese Zeit nicht, schade, wie ich finde.
    Aber ich weiß, was du meinst: Man sieht so unglaublich oft, dass Leute sagen, sie würden JoinUp machen und dann isses nur sinnloses Scheuchen im Pen. Ich habe durch die eine Stute damals gelernt, wie es geht und wie man das Pferd versteht. Mit diesem Anfangspunkt kann man mMn viel machen und seine eigene Technik (nicht nur JoinUp, sondern generell Horsemanship) entwickeln und verfeinern :) Wie auch mit vielen anderen Techniken - Hauptsache, man versteht und verinnerlicht die Methoden.
     
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  8. Loki

    Loki And it hurts like hell to be torn apart

    Ich hab meine Reitlehrerin auch mal dazu angesprochen und die meinte, man würde das Pferd nur rumjagen und es wäre klar, dass ihm nix anderes übrigbleibt.
    Ich denke einfach, dass es auch leitpferde machen. Man zeigt, dass man der chef ist, aber dem Pferd nichts böses will.
     

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