Vom Herz in die Welt - Hilfestellung zum Traumberuf.

Dieses Thema im Forum "Schule/ Job" wurde erstellt von Puffi, 20 Juni 2012.

  1. Puffi

    Puffi Gesperrte Benutzer

    Hallo Mädel's, Jung's und Hater, die sich warscheinlich jetzt schon das Maul zerreißen.
    Zum Anfang möchte Ich erstmal erklären wie Ich auf diese Spinnerei überhaupt gekommen bin, damit niemand denkt Ich habe es im Fernsehen gesehen, fand es toll und will es auch machen. So ist es nämlich nicht.
    An meinem 15. Geburtstag war Ich das erste mal auf einem Reiterhof und hatte meine erste Reitstunde. Vorher war mein Kontakt zum Pferd darauf beschränkt, über einen Zaun hinweg zu streicheln oder im Tierpark die Pony's und Pferde zu verhätscheln. Früher noch ein paar Reitstunden auf einem Bauernhof, während eines Ausfluges mit der Kindergartengruppe. Der Reitstall in dem Ich reiten selber gelernt habe war Klasse, bis auf ein Erlebnis, wo man meinte mit Indiana ein Joinup zu machen und Indiana mit vor Angst aufgerissenen Augen, aufgeblähten Nüstern und zitternd wie ein Aal vor mir stand, als hätte sie mich angefleht Ihr zu helfen. Vielleicht war das auch der Auslöser für meine Reiterlichen Taten seither. Ein Stallwechsel nach dem anderen, überall angeeckt weil Ich nicht das machen wollte was die Reitlehrer wollten. Und das wegen simplen Sachen. Ich wollte keinen Ausbinder, Ich wollte keine Gerte,... ebenso die Unverständniss der Reitlehrer. "Ich möchte nicht Galoppieren, ich habe Angst". Wurde nie eingesehen. Von den Plätzen, wo die Besitzer Ihre Pferde schlugen, tauschten wie Sammelkarten oder die Fruchtbarkeit ausnutzten und ein Fohlen nach dem anderen zogen, obwohl für das Pferd ganz andere Pläne angedacht waren.

    Ich fühlte mich immer unwohl, wollte meinen eigenen Kopf an's Pferd anlegen, wollte mit dem Pferd zusammen arbeiten und nicht Ich arbeite und das Pferd hat zu gehorchen. Dann kam ich zu Wanda. Und Ich merkte schon vom ersten Tag an dass das genau das war, was Ich immer wollte! Das Pferd lesen, das Pferd verstehen und als das respektieren was es ist. Das Pferd zu bitten und nicht es zu bestimmen. Dem Pferd 2 Wege anzubieten, als einen fest einzuschlagen. Eine Verbindung zum Pferd binden, die nur von Vorteil sein konnte. Warscheinlich denken einige jetzt "Sinnloses Gerede!" aber Ich brauche mich nicht in den Ring stellen um jemandem was zu beweisen, da Ich selber weiß das es nur Positiv war, was Ich mit Wanda erlebt habe.

    Nun. Schon lange überlege Ich was Ich beruflich nun machen möchte. So blöd es von außen klingen mag, ich mag mich niemandem unterwerfen und mein eigener Chef sein. Als erstes im Kopf hatte Ich, Parelli Instructor. Aber das möchte Ich langsam lernen, Kurs für Kurs einzeln belegen, einige USA Kurse belegen bei Pat selber um mich in der Arbeit zu festigen. Und das wichtigste, mit meinem eigenen Pferd.
    Von jetzt auf gleich Selbstständig werden kann man als "Pferdeflüsterer" sicher nicht, Ich möpchte Stück für Stück anfangen und genau dabei brauche Ich Hilfe. Schon damals bei DaVinci habe Ich gemerkt wieviel Spaß es mir macht mit Problempferden zu arbeiten. Sie zu beobachten um dann effektiv mit Ihnen zu arbeiten und vorallem, möchte Ich genau das was Ich jetzt mit Wanda gemacht habe, in unsere Ställe bringen. Als ersten Schritt. Ich habe das im Blut und konnte es erst durch Wanda selber sehen.
    Im Film "Buck - Der Wahre Pferdeflüsterer" heißt es "Wenn man in dieser Disziplin gut sein will muss man sensibel sein. Diese Sensibilität ist es die einem Erfolg bringt. Viele Menschen die das Beherrschen sind eigentlich selbst gequälte Seelen". Als Ich das gehört habe hatte Ich Tränen in den Augen, weil Ich finde das es stimmt. Erst wenn man selber Leid durchgemacht hat, bedrängt wurde und keinen Ausweg mehr wusste, kann man sich in das Tier hineinversetzen und es lesen.

    Ist sowas Möglich?
    Was muss Ich dafür mitbringen, muss Ich dafür sogar ausgebildet werden?
    Ist es richtig, erst klein anzufangen um zu sehen wie der Mensch es aufnimmt?
    Kann sich sowas als 'Neuling' überhaupt lohnen?

    Ich bin über Jede Hilfe dankbar. Wenn jemand Kritik dazu äußern möchte, nur zu, Ich nehme es auf und versuche darauß etwas positives zu ziehen. Es liegt mir echt am Herzen etwas mit Pferden zu machen weil diese Tiere einfach so ehrlich sind. Betonung liebt dabei auf 'Mit' den Pferden. Ich möchte kein Stallbursche sein der sich nur darum kümmert das die Pferde in einer sauberen Box stehen und Futter haben oder als Bereiter. Ich möchte den Menschen helfen zum Pferd selber zu finden.
     
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  2. FreakyFriend

    FreakyFriend Fluchtfahrzeug, bitte nicht Zuparken!

    vllt. wäre etwas mit therapien was für dich? therapien für den mensch und das pferd.
    gemeinsames vertrauen aufbauen und eins werden. sowas halt.
    und natürlich ist es möglich diesen berufsweg einzuschlagen.
    und klar, man muss in allen berufen mal mehr mal weniger viel ausgebildet werden. als pferdeflüsterer würde ich mal gucken, ob du nicht mal ein praktikum dort machen kannst und es dir in ruhe anschaust.
    solche leute arbeiten wirklich ziemlich hart und dürfen auch keine angst vor schmerzen haben.
    einfach mal schauen.
     
  3. LaBimbam

    LaBimbam Bekanntes Mitglied

    Parelli Instructor etc. ist sicherlich eine wirklich gute Sache.
    Nur wie du schon festgestellt hast: Von jetzt auf Gleich geht das nicht.. und bis zu damit deinen Lebensunterhalt verdienen kannst musst du es schließlich nebenberuflich machen... was bedeutet, dass du schon erstmal etwas anderes lernen müsstest.

    Was mir vorallem auffällt ist, dass du eben niemanden 'unterwerfen' willst.. kein Chef sein willst.
    Aber das gibts eigentlich nicht. Wenn du wirklich Geld verdienen willst, wirst du ein kleines Unternehmen aufbauen müssen- was bedeutet das du irgendwo Chef wirst.
    Aber es ist ja eine Sache was für ein Chef man ist ;)
    Du kannst ein kooperativer Chef sein, wie bei deiner Vorstellung von Parelli. Du sagst dem Pferd was zu tun ist, es tut es oder sagt wenn ihm etwas nicht so gut passt. Genauso kann man auch seine 'Chefrolle' aufziehen.
    Man darf Chef eben nicht als strengen Chef sehen, sondern als ein Job, der eben als Aufgabenstellung die Organisation von anderen Geschätsbereichen hat.
    Auch als Perelli Instructor bist du 'unterworfen'. Du wirst nach genauen Regeln ausgebildet und verpflichtest dich diese Regeln auch weiter zu vermitteln.
    Aber wie schon erwähnt.. wirklich leben wirst du davon erst können, wenn du einen Namen hast... falls man den überhaupt irgendwann bekommt ;) Außer man überlegt sich ein anderes Geschäftskonzept... was mir gerade aber nicht so einfällt :D

    Die Idee mit der Therapie finde ich sehr gut. Du arbeitest mit dem Tier, musst es nicht irgendwie sonderlich weiter bilden, kannst den Leuten aber durch die Therapie auch ein wenig an Parelli bringen.
     
  4. rawr

    rawr Guest

    Äh LBB sie sagte doch sie WILL ihr eigener Chef sein, nur sich keinem anderen untergeben müssen.

    Was ich übrigens sehr gut nachvollziehen kann, ich bin leider Gottes auch so ein Mensch der ganz schlecht darin ist etwas zu tun weil der Chef es sagt obwohl man selber komplett anderer Meinung ist... darum auch meine Schulprobleme.
    Am Anfang wirst du wohl oder übel eine Ausbildung machen müssen zu irgendwas "gescheitem" damit du dir deine Kurse und Co. leisten kannst, wenn du die dann hast kannst du nebenberuflich anfangen und dir einen Kundenkreis und einen Ruf aufbauen... wenn das stabil ist, dann kannst du den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Sowas ist leider ein langer Weg wo man erstmal lernen muss zu folgen bevor man führen kann. Das habe ich gerade selber in einer harten Lektion gelernt...
    Ich würde sagen 5 Jahre wären dafür zu kurz gedacht, 8-10 Jahre wären da schon realistischer.
     
  5. LaBimbam

    LaBimbam Bekanntes Mitglied

    Ups, habs so verstanden dass sie niemanden unterwerfen will :D Weil sie ja vorher irgendwie dem Druck mitm Pferd schrieb und so.. ich sollte langsam lernen nicht so viel zu rein zu denken.. :D

    Naja. Dann muss ich mich rawr anschließen.
    Das wird nichts. Auf lange Sicht joa- irgendwann wirst du Chef sein. Aber erstmal wirst du dich unterordnen müssen ;)
    Wobei ich persönlich finde, dass dies sehr wichtig ist das zu lernen und auch so glücklich zu werden zu können.
    Auch hat rawr sehr schön gesagt, dass man erstmal lernen muss zu folgen.
    Denn wer nie gelernt hat geführt zu werden, der kann niemals führen.
     
  6. Puffi

    Puffi Gesperrte Benutzer

    Danke euch beiden. :) LBB als Ich deinen ersten beitrag gelesen habe war Ich richtig verwirrt, aber Ich hab soviel auf einem Haufen geschrieben, da passiert sowas schonmal. :D
     
  7. Fallobst

    Fallobst Bekanntes Mitglied

    Hey Puffi :)

    Es gibt da einen wundervollen Spruch, den ich nur jedem ans Herz legen kann:
    "Wenn du etwas wirklich willst, dann nimm' es dir."

    Das Leben ist viel zu kurz, um etwas zu tun, was dich nicht glücklich macht.

    Wenn das nun also dein Traum ist, dann tue alles, um ihn dir zu erfüllen.
    Bei dem "Wie" kann ich dir nicht helfen, da ich mich hierbei zu wenig auskenne.

    Ich kann dir nur sagen, dass es sich lohnen wird.
    Du musst allerdings schon bereit sein, auch Opfer zu bringen.

    Ich kann dir ein Beispiel von mir geben:
    Ich wollte schon immer mit Hunden arbeiten. Dafür habe ich ein Händchen, mehr, als für Pferde, bei denen bin ich oft ängstlich. Bei Hunden nicht.
    Seit Jahren arbeite ich mit "Fremdhunden", lasse mich unentgeltlich von irgendwelchen unerzogenen Mist-Terriern tackern, nur, um wieder einem Hund-Herrchen-Paar geholfen zu haben.
    Dann kam Flash, dann kam mein Rauswurf aus der alten Wohnung und dann kam Dortmund.
    Tja, und nun sitze ich hier. In einer Großstadt.
    Die voller Hundebesitzer ist. Ich habe also Zettel ausgehängt, Leute mit Hund direkt angesprochen, Anzeigen aufgegeben, in Internetportalen gepostet. Mich als Hundebetreuerin und -trainerin angeboten.
    Zu günstigen Preisen.
    Und ich kann mich vor Angeboten nicht retten. Und es ist genau das, was ich tun wollte.
    Ich habe ziemlich viel Erfahrung, nur keine Qualifikationen, keine Fortbildungen oder Lehrgänge gemacht.
    Ich habe immer alles intuitiv gemacht, durch Zuschauen gelernt oder einfach instinktiv richtig gehandelt.
    Und hier kann ich mir jetzt das aufbauen, von dem ich immer geträumt habe.
    Nebenbei mache ich mein Abitur auf einer Abendschule nach. Tagsüber betreue ich die verschiedensten Hunde.
    Wenn ich in drei Jahren mit dem Abi fertig bin, werde ich einen großen Stammkundenhaufen haben und vielleicht nicht mal mehr studieren müssen, um irgendeinen Nachweis zu haben, einfach, weil ich mir schon einen Ruf gemacht habe.
    Der Nachteil ist eben, das mein eigener Hund manchmal zu kurz kommt. Die anderen Hunde können auch mal ziemlich anstrengend sein.
    Mit manchen Besitzern kommt man nicht ganz klar.
    Ich bekomme schon gutes Geld, aber zum Leben reicht es zum jetzigen Zeitpunkt (ca. einen Monat nach "Geschäftseröffnung") noch nicht.
    Deswegen brauche ich noch Unterstützung vom Amt und spare, wo es geht. (Außer Toast und Nudeln gibt's momentan nicht viel - das Hundefutter ist wahrscheinlich doppelt so viel wert, wie mein momentanes Essen ;))

    Mir ist es das alles wert, ich bin glücklich mit dem, was ich tue, ich kann darin aufgehen.

    Die meisten halten mich für ziemlich bescheuert.
     
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  8. LaBimbam

    LaBimbam Bekanntes Mitglied

    Zu was denn? :D
    Umschulungen gehen ja immer. Kannst ja vom LKW-Fahrer zur Friseuse umgeschult werden. Das Amt macht alles ;D
    Nur Fachbezogen fällt mir da nichts ein... wenn du planst den Weg über Pferdewirt zu gehen wirst du denke ich nicht glücklich. Du hast ja geschrieben, dass du eben nicht der Stallbursche sein willst- is man als Azubi aber eben. Und dort wirst du sehr rumgeschubst 'Mach den fertig, mach hinne, schneller, boah das musst du ordentlicher machen'...

    Anbieten würde ich solche Sachen eigentlich erst nachdem zu einen Kurs gemacht hast... alleine damit du wirklich fundiertes Wissen hast!
    Klar, Intuition ist sehr viel... hilft mMn aber mehr wenn man ein konkretes Problem hat ;)
    Viele würden einen Parellikurs(oder ähnlich, ich denke als Parellikurs darf man das wirklich nur anbieten, wenn man dem Herrn Parelli vorher Geld in den Hintern geschoben hat) buchen um das Ganze zu lernen und wollen dabei schon sehen wieso, weshalb, warum man wie arbeitet- und da sollte man auf jede Frage schon gutes Wissen haben um auch mit bereits Erfahrenen eben mithalten zu können.
    Wär sonst blöd, wenn einem jemand gegenüber steht der aufm gleichen Stand ist.
    Von daher ist es wirklich wichtig dass man sich auf dem Gebiet viel Erfahrung ansammelt.
    Wenn, dann kannst du erstmal kostenlos/sehr günstig anbieten mit den Tieren zu arbeiten.
    Vielleicht suchst du dir auch ein etwas schwierigeres Tier raus und dokumentierst den Weg eben komplett mit Fotos etc. für deine Homepage, als Referenz praktisch.. nur sowas sammelt man meistens eben ohne Bezahlung, bzw. mit nur sehr geringem Lohn.
     

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