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Virtuelles Weihnachtswichteln 2019: Bescherung

Dieses Thema im Forum "Hofzeitung" wurde erstellt von Zaii, 24 Dez. 2019.

Status des Themas:
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  1. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Fröhliche Weihnachten!

    In diesem Thema können alle Teilnehmer*innen des Virtuellen Wichtelns,
    die ihre Geschenke selbst übergeben, nun ihren Wichtel beschenken.
    Wer sein Geschenk per PN erhalten hat, darf es gerne hier mit uns teilen,
    damit eine vollständige Geschenkeübersicht entsteht.
    Die Geschenke, die ich als Bote übergeben darf, folgen im Laufe des Tages!

    Wenn du am 27. noch kein Geschenk erhalten hat, melde dich bitte bei mir.
    Wenn du dein Geschenk nach dem 31. verschenkst oder an mich als Bote weitergibst,
    bekommst du deinen Pfand nicht mehr erstattet.

    Ich wünsche allen fröhliche Weihnachten, ein schönes Fest mit all euren Lieben
    und eine freudige (virtuelle) Bescherung!
    Zaii
    :)
     
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  2. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Ich wünsche dir @Flair ein besinnliches Weihnachtsfest und ein wunderschönes neues Jahr <3
    Ich habe mich sehr gefreut dich als Wichtel gezogen zu haben und hoffe mein Geschenk gefällt dir, ich habe mich mal von dem Namen deines Lieblinges inspirieren lassen, ich weiß nicht ob du an das Spiel mit dem Namen gedacht hast, während du ihm diesen Namen gegeben hast :D
    Aber ich habe mich mal von dem Spiel inspirieren lassen(Da ich es selber mega geil finde :D) und die dazu das hier gekritzelt :3

    Den richtig schicken Mantel den Dante besaß habe ich irgendwie nicht hinbekommen, aber ich hoffe das gefällt dir so auch :3
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    Zuletzt bearbeitet: 24 Dez. 2019
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  3. Zion

    Zion spricht chinesisch rückwärts


    Merry Christmas @Sammy
    Erstmal wünsche ich dir ein wundervolles Weihnachtsfest mit viel Liebe und Besinnlichkeit <3 Hier überreiche ich dir nun dein Wichtelgeschenk und hoffe, dass du dich freust.
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    Das Bild ist ein kleiner Sneak-Peak auf dein Geschenk, denn einerseits bekommst du 3 Bewegungen deiner Lieblinge und andererseits eine schöne Schabracke und Abschwitzdecke von Royal Peerage! (dazu später mehr)
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    Es war gar nicht so einfach, bei deinen Lieblingen eine Auswahl zu treffen :p die PNGs, sowie die PSDs von dem Zubehör bekommst du via PN :)
     
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  4. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Liebe @AliciaFarina !

    Dieses Jahr war ich dein Wichtel und ich wollte dir die Geschenke persönlich überreichen, da du denke ich sowieso sofort gesehen hättest, von wem sie sind. :)
    Ich wünsche dir und deinen Lieben Frohe Weihnachten und auch in ein paar Tagen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Als 1. Geschenk habe ich für dich.... einen Trainingsbericht für Walla Walla Starshine und auch für BR Alan's Steamin Dinner. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, für ihn auch etwas zu tippen, wenn ich schon mal bei dir zu Besuch bin. Ich hoffe Caleb und Cayce haben alles zu deiner Zufriedenheit erledigt und du freust dich über den Text!

    Walla Walla Starshine Reining LK 4 - LK 3, BR Alan's Steamin Dinner Reining LK 5 - LK 4
    Dezember 2019, by Veija
    Caleb
    Heute war es mal wieder soweit und ich würde Alicia einen Besuch abstatten. Ich war schon oft bei ihr auf dem Hof gewesen und hatte sie bei ihren Western gerittenen Pferden unterstützt. Heute würde ich noch einmal zu ihr rüber fliegen und ihr sogar kostenlos zwei ihrer Pferde trainieren. Ich hatte bei einer Wichtelaktion mitgemacht und sie gezogen. Was wäre da passender, als ein Training, mit dem sie bis jetzt immer zufrieden war, um ihre Pferde auf die neue Turniersaison vorzubereiten?
    Ich würde Cayce mitnehmen, denn ich hatte mir vorgenommen Walla Walla Starshine in der Reining von der LK 4 in die LK 3 aufzustufen. Dies beinhaltete eine Umstellung vom Snaffle aufs Bit. Als zweites Pferd hatte ich mir BR Alan's Steamin Dinner ausgesucht. Ihn würde Cayce in der Reining von der LK 5 in die LK 4 aufstufen. Wir hatten uns also ein bisschen was vorgenommen.
    "Hälst du das für eine gute Idee, so kurz vor Weihnachten noch auf einen anderen Hof zu fliegen? Hier ist so viel zu tun.", fing Laurence mich in der Tür ab. "Und die Ranch ist bei dir in den allerbesten Händen.", fügte ich hinzu, ehe ich ihm auf die Schulter klopfte. "Du bist zwar alt...", sagte ich mit einem Grinsen im Gesicht. "Aber du weißt, wie man anpackt." "Haha..." Laurence rollte mit den Augen. "Und dann nimmst du Cayce auch noch mit." "Ja, damit ich nur halb so lange weg bleiben muss. Er ein Pferd, ich ein Pferd." "Okay... na gut... und Witch?", fragte er mich dann. "Die muss wohl oder übel so lange stehen. Oder magst du mit ihr arbeiten?" "Nein, lieber nicht.", antwortete er mir. Nach seinem Sturz von Smartie vor einiger Zeit war er, was das Training von Jungpferden anging, quasi aus dem Geschäft ausgestiegen. "Ihr schafft das schon. Du hast genug Hände die dir helfen und ansonsten gehst du in die Stadt und sagst du brauchst noch einen Cowboy, der dir unter die Arme greift. Davon gibt es hier zur Genüge.", lachte ich und warf meine Tasche auf die Ladefläche des Trucks. Wo war denn Cayce abgeblieben? "Caaaaayyyceeeee!", rief ich einmal laut über den Hof und sah ihn im nächsten Moment mit seinem Pferd Shorty um die Ecke geritten kommen. "Bin gleich da.", rief er mir zu und trabte in Richtung des Stalls. Pünktlichkeit war auch nicht so seine Stärke, hatte ich das Gefühl.
    Nach etwa einer halben Stunde waren wir endlich unterwegs zum Flughafen. Dort dauerte es seine übliche Zeit, bis wir auf unseren Plätzen angekommen waren und uns zurücklehnen konnten. Als das Flugzeug gelandet war lief auch alles glatt, so dass wir am späten Abend mit dem Leihwagen auf dem Hof ankamen. Alicia war verreist, auch so kurz vor Weihnachten, so dass ich mit einem ihrer Mitarbeiter alles besprochen und geplant hatte. "Alicia ist für die nächste ganze Woche nicht da, Sie beide haben also die eine Woche schon mal Zeit.", erklärte der junge Mann uns. "Viel länger brauchen wir vermutlich auch nicht.", meinte Cayce und schaute sich auf dem Hof um. Für ihn war es hier das erste Mal.
    Alicias Mitarbeiter zeigte uns die Zimmer, in denen wir uns ausbreiten konnten und wünschte uns eine gute Nacht. Die hatten wir auch nötig, um am nächsten Tag mit neuer Energie loslegen zu können.
    Am nächsten Morgen waren wir schon früh auf den Beinen, um die Pferde für die erste Einheit vorzubereiten. Wir machten heute noch nicht wirklich viel. Nach dem Aufwärmen gymnastizierten wir die Pferde gründlich durch, ehe wir erste Spins und Rollbacks übten.
    Am nächsten Tag sah das schon anders aus. Dieses Training widmeten wir ganz dem Zirkeln der Pferde. Für BR Alan's Steamin Dinner war das Zirkeltraining noch nicht ganz so schwer, denn an X parierte Cayce den Hengst jedes Mal zum Trab durch, ehe er ihn auf der anderen Hand nochmal anspringen ließ. In der LK 4 wurde es noch nicht verlangt, einen Galoppwechsel zu springen.
    Für Walla Walla Starshine sah die Welt da schon ganz anders aus. Neben den Galoppwechseln, die nun für sie in der LK 3 dazukamen, bereitete ich sie nun Stück für Stück auf den Wechsel vom einfachen Snaffle Bit aufs Bit with shanks vor. Starshine war es schon gewohnt, am wirklich lockeren Zügel geritten zu werden, so dass ich mir bei der Umstellung keine großen Sorgen machte.
    Am nächsten Tag war es dann auch soweit. Während Cayce Alan's Steamin Dinner mit langsamen Schritten die Reitkunst der Reining immer näher brachte, hatte ich Starshine heute die Westernkandare angezogen. Ich wärmte sie gründlich auf und schaute immer, dass ich mit dem erfahrenen Pferd, dem Unerfahrenen nicht in die Quere kam. Wir ritten heute wieder viele Zirkel, in denen ich einige Tempounterschiede einbaute und auch die Größe der Zirkel immer wieder variierte, damit sich Starshine immer noch auf mich konzentrierte. Cayce hatte sich derweil in die Mitte meines Zirkels gestellt und übte wieder Spins. Steamin Dinners Mutter war eine erfahrene Reiningstute, während sein Vater Alan eher doppelt veranlagt schien, denn unter der Bow River Ranch lief er Reining und Trail. In welche Richtung sein Sohn in Zukunft weitergehen würde, stand noch offen. Er machte sie auf jeden Fall gut bei den Übungen, aber es schadete nichts, ihn auch mal in einem Trail zu sehen. "Cacye ich stopp sie mal an der langen Seite, machst du mit Steam platz?", fragte ich meinen Co-Trainer und er ging mit seinem Hengst zur Seite. Das Stoppen musste ich mit Starshine nicht wirklich üben, aber ein paar Mal wollte ich sie wenigstens gestoppt haben. "Hey Caleb das sah gut aus!", rief Cayce zu mir rüber und wedelte mit seinem Handy in der Luft rum. "Hab ein Foto, das können wir Alicia schenken!", sagte er stolz und trainierte dann sein Pferd weiter.
    Ein paar Tage später ritten wir beide eine Pattern durch, um zu schauen, ob die Pferde die einzelnen Manöver auch verknüpfen konnten, statt sie nur einzeln wiederzugeben. Zu erst war Cayce mit Alan's Steamin Dinner an der Reihe. Start ihrer Pattern war an Punkt X, der Blick des Pferdes zeigte zur linken Wand der Halle. Langsam gab Cayce die Hilfen zum Spin nach rechts. Steam fing an sich zu drehen. Vier Runden, dann stoppte er. Danach folgte das Gleiche nach links. Wieder hielten sie nach vier Runden an und warteten kurz. Cayce stellte ihn nach links und galoppierte in einem großen Zirkel an, welchen er auch noch eine zweite Runde ritt. Dann folgte der kleine, langsame Zirkel, ehe er den Hengst an X zum Trab durchparierte und auf der rechten Hand wieder anspringen ließ. Dort galoppierten sie ebenfalls drei Zirkel. Zwei große und schnelle und einen kleinen und langsamen, ehe sie an X wieder einen einfachen Galoppwechsel, genau wie eben, ritten, und dann einen großen Zirkel andeuteten. Diesen machten sie jedoch nicht zu, sondern galoppierten gerade zur kleinen Seite der Halle und stoppten kurz hinter dem Mittelmarker. Ein Rollback nach rechts und das Ganze auf der anderen Seite. Ein Rollback nach links und sie machten sich für den letzten Sliding Stop bereit, der auch kurz nach dem Mittelmarker folgte. Sie richteten noch ein paar Schritte rückwärts und dann sah Cayce zu mir. "Das sah wirklich gut aus!", lobte ich die Beiden und machte mich für meine Pattern mit Starshine bereit.
    Unsere Pattern sah etwas anders aus, denn wir starteten direkt mit einem Run Down. Dazu stand ich am Eingang der Halle und galoppierte Starshine mit einem Küsschen an. Wir legten an Geschwindigkeit zu und kurz hinter X gab ich ihr die Hilfen zum Stop. In einem Atemzug richteten wir bis zu X rückwärts und dann konnte die Stute kurz verschnaufen, ehe ich ihr die Hilfen zum Spin nach rechts gab. Sie drehte sich nicht sofort, so dass ich mein Bein noch stärker an ihren Bauch drückte. Ich wollte ungern meine zweite Hand dazu holen, denn bei einer Prüfung wären wir deshalb qualifiziert worden. Als Starshine aber noch immer nicht reagierte, nahm die die Zügel in zwei Hände und gab ihr noch etwas mehr Hilfestellung. Nun schien sie sofort begriffen zu haben und drehte sich. Nach vier Runden blieben wir stehen, ich nahm die Zügel wieder in eine Hand und drehte sie nach links, diesmal aber vier einviertel Runden, damit wir schon richtig standen für den gleich folgenden Zirkel. Auf der rechten Hand starteten wir mit zwei großen, schnellen Zirkeln und dann einem kleinen, langsamen. An X gab ich der Stute die Hilfen zum Galoppwechsel, der ein bisschen holprig war. Aber das war absolut nicht schlimm, aus einem langsamen Galopp zu wechseln war viel schwieriger, als aus einem schnellen Galopp heraus. Auf der linken Hand starteten wir mit dem langsamen Zirkel, ehe wir die zwei großen und schnellen ritten. Speed Control hatte die Stute mittlerweile wirklich gut drauf.
    Der nächste Galoppwechsel aus dem schnellen Galopp heraus war auch keine Schwierigkeit für die Stute, so dass sie viel besser umsprang als eben. Es folgten zwei Sliding Stops mit Roll Backs nach rechts und links, ehe wir hinter dem Mittelmarker unseren finalen Stop hinlegten. Ich lobte die Stute kräftig und Cayce und ich brachten die Pferde wieder in die Box. Wenn Alicia zurückkommen würde, würde sie ein Foto des Trainings an der Boxentür von Starshine finden, mit einem kleinen Brief. Ich hoffte, sie würde sich freuen.

    Caleb hat es leider versäumt, von Cayce und Steam ein Foto zu schießen. Aber Cayce hat daran gedacht! Hier also noch ein Foto vom Sliding Stop von Caleb und Walla Walla Starshine. :)
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    HG Samarti, Bewegung Veija, Zubi Veija & Lou :)
     
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  5. Maleen

    Maleen Princess <3

    Liebe @sadasha ich wünsche dir frohe Weihnachten!
    Ich hab lange überlegt was ich dir schenken könnte und war super planlos, bis von dir selbst dann der Wink mit dem Zaunpfahl kam, du hast ihn mir quasi direkt ins Gesicht gerammt xD Du wolltest die Trense, also bekommst du sie auch und farblich passend dazu noch eine Decke.
    Ich hoffe es ist okay dass Jamie sich Lorelei mal kurz ausgeliehen hat:D
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    Png | Png | Trense+Decke
     
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  6. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Meine liebe @Maleen!

    Ich als deine Wichtelin überreiche dir hiermit den 3-in1-Bericht, in der Hoffnung, er möge dir gefallen und genauso praktisch sein, wie ich es mir vorgestellt habe :D
    Insgesamt bildet er einen Pflegebericht, kann aber auch für Nevio und Nera als Trainingsbericht, sowie für beide als Kürbericht gelten. Die Kürstellen sind kursiv markiert.

    Ich wünsche dir und deiner Familie und deinen Freunden ein wunderschönes, friedliches Fest.
    Deine Canyon

    Kurz vor Weihnachten fand ich mich am Bahnhof von Livorno wieder. 10:30 Uhr und 15 Grad zeigte mir die Bahnhofsuhr mit eingebautem Thermometer an, eine gewöhnliche Temperatur für jemanden wie mich, der aus Kalifornien kam. Die letzten Tage hatte ich als Abgesandter für das Horse Makeover in Deutschland verbracht. Nach mehr als zwei Monaten, die das Projekt lief, hatte ich diese kleine Weltreise auf mich genommen, um die Kandidaten und die mittlerweile wirklich beeindruckenden Fortschritte mit ihren Trainingspferden zu begutachten.
    Hunter und Jamie, bei denen ich zwei Tage verbringen würde, waren zwar kein direkter Teil des weltweiten Projektes, hatten sich aber sehr für die Erhaltung und Weiterführung eingesetzt. Ihr Pferdeladen musste für jeden Reiter ein wahres Paradies sein.
    Ich stand am Bahnsteig Nummer 3. Zugleise in alle Richtungen und dann auch noch Italienisch. Meine Heimatsprache war norwegisch und mit Nicolaus hatte ich etwas französisch gelernt, aber italienisch war dann doch nochmal eine andere Nummer. Auf der Fahrt von Österreich aus, wo ich Juna Preske und ihre Stute Beastly Domina besucht hatte, hatte ich durch YouTube und kostenlose Sprach-Lern-Apps etwas versucht in die Sprache einzusteigen und zumindest die Grundlagen der Aussprache zu verstehen. Und tatsächlich, Italienisch war einfacher als französisch. Einfach immer alles aussprechen, wie es dasteht, war mein Fazit.
    „Huhu!“ Eine hellblonde Frau kam auf mich zu. Keine Frage, das war Jamie Lewis. Von der begabten Reiterin hatte ich schon viele Bilder gesehen und auch wenn sie jetzt keine weiße Hose und einen dunklen Frack trug, war sie gut wiederzuerkennen. „Du musst Malte sein, stimmt’s? Der Freund von Nicolaus du Martin, richtig?“
    Ich nickte und schüttelte ihre Hand. „Genau. Malte Tordenværson. Dankeschön, dass ich hier das Wochenende verbringen darf.“
    „Ach kein Problem“, sagte Jamie. „Dein Flug geht am Montag von Pisa aus?“
    „Ja, ich will ja Weihnachten Zuhause sein“, sagte ich. „Montag früh rufe ich mir ein Taxi und bin wieder weg.“
    „Ach Blödsinn!“ Jamie grinste mich freundschaftlich an. „Wir fahren dich schon zum Flughafen.“
    „Aber“, wollte ich widersprechen, aber Jamie unterbrach mich.
    „Keine Widerrede!“ Sie nahm meinen Koffer. „Jetzt los, lass uns erstmal nach Hause fahren, alles weitere können wir dann besprechen.“
    Das Gestüt Royal Peerage lag nicht weit entfernt von der wunderschönen Stadt am Meer, trotzdem war ich froh, dass Jamie mich abgeholt hatte. Mit Taxi oder gar mit Leihauto hätte ich den Weg wahrscheinlich nie gefunden. Ich hatte schon viel von Hunter Laceys Gestüt gehört, aber als die Sonne über den Wipfeln der Pinien erschien und die Straße vor uns hell erleuchtete, war es um mich geschehen. Aus dieser Pracht aus Natur und Sonnenschein erschienen vor uns die ersten Gebäude des Gestüts, umrahmt von den weitläufigen Weiden.
    „Unglaublich“, entfuhr es mir. „Das sieht wirklich wahnsinnig schön aus.“
    „Du hast einen guten Tag erwischt“, sagte Jamie und lenkte den Wagen auf den Parkplatz. „An tristen Tagen ist es weniger eindrucksvoll. Aber danke.“
    Sie stellte den Motor ab und wir stiegen aus. Da in Deutschland die Temperaturen deutlich kälter gewesen waren, war mein Koffer mit Pullovern und dicken Jacken bis oben hin voll, die würde ich hier definitiv nicht brauchen.
    „Ich zeige dir erstmal dein Zimmer, dann kannst du dich einrichten. Fühl dich frei, dich jeder Zeit überall umzuschauen. Tagsüber werden wir alle noch viel um die Ohren haben, heute Abend halb sieben essen wir aber zusammen Abendbrot, da können wir gerne alles andere wichtige besprechen. Und natürlich auch über das Unwichtige reden!“ Fügte sie noch hinzu. Ich lächelte sie dankbar an und sie schien es zu verstehen.
    Diesmal war ich zum Glück schneller und nahm meinen Koffer selber in die Hand, kaum hatte sich die Klappe des Autos geöffnet. Ich konnte es wohl schlecht zulassen, dass sie mir wieder mein Gepäck abnahm.
    Jamie zeigte mir mein Gästezimmer, sogar mit eigenem kleinen Bad samt Dusche. „Perfekt!“, sagte ich. „Soviel hatte ich gar nicht erwartet.“
    „Für unsere Gäste nur das Beste“, sagte sie ernst und verbeugte sich überschwänglich. Als sie meinem Blick begegnete, musste auch sie grinsen. „Ich lass dich erstmal alleine. Ich werde jetzt voraussichtlich im Stall zu finden sein. Du kommst zurecht?“
    Ich nickte. „Danke, Jamie.“ Sie lächelte mir freundlich zu, dann schloss sie die Tür.
    Nach der anstrengenden Zugfahrt hätte ich mich vielleicht ausruhen können, aber meine Beine wollten keine Ruhe finden. Draußen schien die Sonne und um diese Jahreszeit würde sie nicht mehr lange scheinen.
    Ein Stall und Pferde waren also schnell gefunden. Es musste wohl die Hengstabteilung sein, in die ich geraten war. Bekannte Persönlichkeiten wie Ameno, der schwarze Neapolitaner, und Rosenkavalier di Royal Peerage starrten mich über die Boxentüren hinweg an. Beeindruckende Pferde, von denen man definitiv schon einmal was gehört haben musste. Aber auch King Arthur, Attila und Aphelion sagten mir etwas.
    „Du musst Malte sein.“ Hinter mir stand plötzlich ein großgebauter, muskulöser Mann. Wenn das mal nicht der gut aussehende Hunter war. „Es ist mir eine Freude, einen weit gereisten Trainer aus Kalifornien, auf unserem kleinen Gestüt begrüßen zu dürfen.“
    „Dann bist du wohl mein Gastgeber“, sagte ich. „Auch ich fühle mich geehrt, euer Gast sein zu dürfen.“
    „Ich hoffe, Jamie hat dir bereits alles gezeigt und vor allem ausdrücklich erwähnt, dass du überall auf dem Gestüt jeder Zeit willkommen bist?“
    „Natürlich“, sagte ich. „Jamie war in allen Dingen überaus — zuvorkommend.“
    „Darf ich dich ein Stück über das Gestüt begleiten?“, fragte Hunter.
    „Sehr gerne.“
    Hunter führte mich weiter die Stallgasse entlang, stellte mir hin und wieder ein paar der Pferde vor oder berichtete mir von Ziele oder Wettkämpfen, die Royal Peerage gerade hatte. Es war immer wieder interessant, verschiedene Gestütsphilosophien kennenzulernen und wie jeder den Alltag mit Pferd auf seine Art meisterte.
    Als wir den Stall verließen, war die Sonne draußen bereits hinter einer dicken Wolkenfront verschwunden und wahrscheinlich würde ich sie heute nicht noch einmal sehen. Es war bereits früher Nachmittag, bald würde bereits die Dämmerung einsetzen. Hunter erzählte mit gerade von den letzten geglückten Stutkrönungen, als er vor der Reithalle stehen blieb. Ich war noch so ins Gespräch mit ihm vertieft, dass ich erst merklich später das schwarze Pferd wahrnahm, was von einer jungen Frau geritten wurde, die mir sehr bekannt vorkam.
    „Das ist Nera. Jamie will sie morgen auf einer Krönung vorstellen. Sie steht gerade kurz vor einer S-Dressur und Jamie hat die Hoffnung, morgen zumindest etwas auf S-Level zeigen zu können.“
    „Und ich wette, dass beide das schaffen“, sagte ich anerkennend. „Sehr harmonisch. Das Miteinander, sowie die Bewegungen.“
    „Das freut mich, dass du als anerkannter Trainer das sagst. Aber ja, ich bin auch sehr zufrieden mit dem Fortschritt der beiden.“ Hunter lehnte sich auf das Tor und blickte Jamie einige Zeit zu, wie sie einige Male an einer Piaffe arbeitet, dann eine kurze Entlastungspause im Galopp einlegte, sofort aber wieder einen fliegenden Galoppwechsel beim Durchqueren der ganzen Bahn einbaute.
    „Die Traversalschiebung ist ja gerade mal mehr als gelungen“, lobte ich, gerade als Jamie Nera schon wieder versammelte, um noch einmal die Piaffe durchzugehen. Die ersten Schritten klappten bereits ohne Unterbrechung, jedoch verlor Nera nach den Anfängen etwas die Koordination und kam aus dem Gleichgewicht. Aber Jamie blieb ruhig, arbeitete wieder kurz an etwas anderem und kam zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurück.
    Hunter und ich blickten den beiden noch eine Weile zu. Hin und wieder gab es dabei aber auch Kommentare von Hunter und ich war erstaunt, wie gut die beiden harmonierten und sich von Kritik von der anderen Seite nicht demotivieren ließen.
    Irgendwann, Jamie ließ Nera gerade am langen Zügel austraben, richtete Hunter sich auf und streckte seine Glieder von der langen Haltung in der Geneigten.
    „Ich muss jetzt unseren anderen Murgesen fertig machen, bevor es Dunkel wird“, sagte er. „Komm doch einfach in zehn Minuten zum Reitplatz, ich würde mich über deine Gesellschaft freuen!“
    Ich nickte freundlich und Hunter entfernte sich. Einen Moment beobachtete ich noch Jamie, wartete darauf, dass sie kurz zu mir herüberblickte. Als sie es tat, hielt ich erst zwei Daumen in die Luft und winkte ihr dann zum Abschied zu. Auch sie hob kurz die Hand.
    Ich schlenderte noch etwas über das Gestüt, blieb einige Minuten an de Weiden hängen, wo ich erst eine Ponybande und dann die Jungpferde beobachtete, bevor ich mich zum Reitplatz durchfragte.
    Mittlerweile war es kurz vor drei, die Dämmerung würde bald beginnen, und der Platz mit dem gelblichen Sand war schon etwas in schwaches Rot getaucht. Irgendwer hatte einige Hindernisse aufgebaut. Hütchen und ein Tor mit Flatterbänden, eine einfache Holzbrücke in der Mitte und weiter hinten am Zaun lag eine Plane.
    Hunter war nicht zu übersehen. Mit einem einfachen, schmalen Einspanner lenkte er ein überhaupt nicht normales Pferd über den Platz. Es war ein Hengst, das sah ich von Weiten, mit langer Mähne und Stichelhaar auf dunklem Grund. Der Ramskopf und die wachen Augen waren unverkennbar die eines Murgesen und die eines wunderschönen noch dazu.
    Ich setzte mich an den Rand auf eine Bank und beobachtete Hunter bei der Arbeit. Es war noch ein einfacher Parcours und Murgesen waren durchaus auch für die Arbeit vor der Kutsche gemacht. Hunter lenkte ihn geschickt im Schritt um die Hütchen herum, dann über die Plane und durch das Tor hindurch auf die Brücke zu. Dann trabte er an, trabte eine Volte und ging dann in den Zirkel über. Aus diesem wechselte er und fuhr geschickt um die Hindernisse herum, bevor er vor mir zum Stehen kam.
    „Malte“, sagte er. „Schön, dass du gekommen bist. Ich fahre mit Nevio den Parcours nochmal ab und dann lade ich dich zu einer kleinen Kutschfahrt ein. Ich würde dir gerne noch etwas das umliegende Gelände zeigen.“
    Nevio schnaubte und drehte seinen Kopf so weit es ging in meine Richtung. „Sehr gerne“, sagte ich. Ich streichelte dem Hengst über den ausdrucksstarken Kopf und konnte so seine Augen nochmal aus der Nähe betrachten. Sie hatten wirklich eine außergewöhnliche Tiefe.
    Hunter nahm die Zügel noch einmal auf und ich beobachtete ihn dabei, wie er die Hindernisse noch einmal im Schritt passierte, bevor er antrabte und das ganze auch etwas schneller mit Nevio übte. Die Brücke nahm er recht unsauber und es war ein Wunder, dass eines der Wagenräder nicht vom Rand hinabfuhr. Aber Hunter blieb ruhig und fuhr mit Nevio nochmal im Schritt über die Brücke. Beim zweiten Versuch im Trab klappte es ohne Probleme.
    „Dabei belassen wir es heute“, sagte Hunter und blieb wieder vor uns stehen. Ich klopfte Nevio lobend den Hals. „Machst du uns bitte das Tor auf?“
    Ich öffnete das Tor des Reitplatzes und ließ Hunter und sein Gespann passieren. Dann schloss ich das Tor wieder und stieg hinter Hunter auf die Kutsche.
    „Uns gehört das Gestüt erst seit 2013, also mittlerweile gute sechs Jahre, fast sieben, wenn ich mich nicht verrechnet habe“, erklärte mir Hunter. Er lenkte Nevio durch die Reitanlage hindurch auf ein kleines Wäldchen zu, welches sich dahinter befand. „Unsere Vorbesitzer haben schon immer Pferde gehalten, den Hof aber 2007 noch um die moderne Reitanlage erweitert, die heutzutage auch noch in großen Teilen existiert. Ich hoffe, ich erzähle dir nichts, was dich langweilt?“
    „Um Gottes Willen“, sagte ich und lachte. „Bitte mach weiter, ich kann gar nicht genug davon bekommen.“
    Hunter ließ sich das nicht zweimal sagen. Während wir einen Waldweg entlang fuhren, erklärte er mir, wie sie damals das Gestüt gefunden und warum sie sich ausgerechnet dafür entschieden hatten. Ich kannte das Gefühl nur zu gut, wenn man genau wusste, dass dieses Land und dieses Haus das richtige waren.
    Irgendwann fuhren wir aus dem Waldstückchen wieder heraus und einen Feldweg entlang. „Wenn wir dem Weg folgen, würden wir bald in Livorno rauskommen. Vielleicht findest du nochmal die Zeit, dir die Stadt anzuschauen. Livorno ist durchaus sehenswert und ein Blick aufs Meer schadet nie.“
    Hunter fuhr jedoch nicht nach Livorno, sondern bog irgendwann wieder in Richtung des Gestüts ab und wenige Minuten spöter passierten wir den Parkplatz und die älteren Gebäude von Royal Peerage, in denen auch ich beherbergt wurde.
    Gemeinsam mit Hunter spannten wir den mittlerweile leicht schwitzenden Nevio ab und brachten ihn zurück in den Stall, wo er eine Decke und etwas Kraftfutter bekam. Auch die restlichen Pferde wurden gerade versorgt und ich ließ es mir nicht nehmen etwas mit zu helfen. Wir schonen Heu die Stallgasse entlang, füllten Futtereimer aus und kehrten am Ende noch einmal durch.
    Auch der restliche Abend verlief unkompliziert und schnell. Es gab eine einfache Suppe für die Stallgemeinschaft, danach saßen wir allerdings noch lange beisammen, bis die Kerzen abgebrannt und die Chipstüten leer waren.

    Der Sonntag begann klar und ohne Regen. Der Himmel zeigte sein schönstes Blau und die blätterlose Landschaft sah zumindest etwas weniger trist aus.
    Jamie und Hunter würden heute mit den beiden Pferden zu einer Stutbuch- und Hengstbuchprüfung fahren, um die beiden Murgesen als prämierte Pferde zur Zucht einsetzen zu können. Und natürlich hatte man mich gefragt, ob ich mitkommen wollte.
    Die Prüfung fand in der Nähe von Florenz statt, was anderthalb Stunden Fahrt bedeutete. Hunter fuhr jedoch sehr vorsichtig und geduldig und umfuhr lieber Schlaglöcher, als den Pferdeanhänger unnötig zum Schwanken zu bringen.
    Es war ein kleines Gestüt, wahrscheinlich eher für den Handel bekannt, als für Turnier oder Zucht, jedoch mit einer hübschen Reithalle und einer kleinen Tribüne dazu. Es würden heute nicht mehr als zwanzig Pferde vorgestellt werden, hatte mir Hunter während der Fahrt erklärt. Nun parkten wir den Wagen samt Anhänger auf dem für uns vorgegebenen Parkplatz und als ich mich umschaute und nichts als Pferdeanhänger sah, kam mir die Veranstaltung heute weit aus größer vor.
    „Die Prüfungen sind auch offen für alle Rassen“, sagte Jamie und ließ die Klappe des Pferdeanhängers runter. „Praktisch, wenn man zwei Pferde vorstellen möchte, die durchaus als selten betrachten sollte.“
    Als die Pferde angebunden waren, erklärte mir Hunter während des Putzens, was der Plan für den heutigen Auftritt war. Im Endeffekt würde es nicht lange dauern. Beide wollten einige Dressurlektionen bis S zeigen, aber auch ein Augenmerk darauf legen, was die Pferde besonders konnten. Nevio mit seiner Farbe und seinem ruhigen Charakter war ein erstaunlich zurückhaltender Hengst, in welchem trotzdem viel Potenzial schlummerte. Nera hingegen war rassetypisch Rappe, allerdings immer konzentriert bei allem dabei.
    Da Hengste zu erst an der Reihe waren, war Hunter der erste, der Nevio sattelte und ihn auf einem Stückchen Wiese etwas warmritt, bevor es zurück zur Reithalle ging. Ich begleitete ihn, wünschte ihm noch Glück und suchte mir dann einen guten Platz auf der Tribüne aus.
    „Nun sehen Sie Hunter Lacey mit Hengst Nevio vom Gestüt Royal Peerage“, stellte die Stimme aus dem Lautsprecher den nächsten Reiter vor. Und kaum waren die Tore geöffnet und die ersten Zeilen des Liedes erklangen, da betrat auch schon Hunter im Trab die Halle. Er bog auf die Mittellinie auf und begrüßte die Richter, nachdem Nevio aus dem Trab heraus in der Hallenmitte angehalten hatte. Dann ging es gleich im Trab weiter. Ein Mittelzirkel schloss sich an und sofort ging es auf der rechten Hand in den Galopp. Das erstaunlichste war durchaus der fliegende Galoppwechsel durch den Zirkel. Hunter hatte echt ein Händchen für diesen ansonsten so gemütlich wirkenden Hengst übrig. Hunter öffnete den Zirkel wieder und parierte auf der ganzen Bahn in den Mittelschritt durch. Dann folgte ein „aus der Ecke kehrt“ und Hunter zeigte anhand von Schlangenlinien durch die ganze Bahn den ausdrucksvollen Schritt und vor allem die makellose und entspannte Haltung des Hengstes. Dann trabte er wieder an, ging auf den Zirkel, wechselte aus dem Zirkel und auf der ganzen Bahn dann nochmal durch die Bahn. Zum Schluss nochmal der Galopp und tatsächlich die Traversalverschiebung, vor der ich immer Hochachtung hatte. Dann hielt er bei X aus dem Galopp an, verbeugte sich erneut vor den Richtern und verließ dann, unter leisem Applaus, mit Nevio die Halle.
    Ich überlegte einen Moment, ob ich ihm folgen sollte, entschied mich aber dafür, dass er seinen Erfolg lieber in Ruhe mit Jamie genießen sollte. Ich würde währenddessen noch ein paar weitere Pferde und deren Auftritt genießen dürfen.
    Ich lehnte mich zurück und freute mich auf die weiteren Auftritte. Es folgten einige Hengste, groß und klein, kräftig und eher leicht gebaut, bis die ersten Stuten die Halle betraten. Als Nummer fünf wurde dann nach einiger Zeit auch endlich Jamie aufgerufen. „Als nächstes folgt Jamie Lewis mit der Stute Nera vom Gestüt Royal Peerage“, sagte der Sprecher über meinem Kopf wieder.
    Ich hatte Jamie und Nera bereits gestern im Training bewundern dürfen, aber ich stellte schnell fest, dass das jetzt noch einmal eine Stufe härter war. Ich sah Jamies Anspannung und die Erwartung, dass jeder Schritt sitzen musste. Ich sah sie vor dem Tor stehen. Die Lippen aufeinander gepresst und die Augen von dem Helm im Schatten liegend. Wieder wurden die Tore geöffnet und Jamie ließ Nera im Schritt antreten. Aber kaum war Nera in Bewegung, gab ihre Reiterin das Zeichen zum Galopp und versammelt galoppierten sie bis vor die Richter. Vielleicht war es ein Tippelschritt von Nera zu viel, aber es fiel kaum auf, dann stand sie ruhig und gerade bei X, sodass Jamie die Richter begrüßen konnte.
    Es war erstaunlich, wie gelassen Jamie dann in die Lektionen der S-Dressur ging, auch wenn sie oft nochmal auf das bereits Gekonnte von der M-Dressur zurückgriff. Es war eben kein glatter Abschnitt, in den man das Können eines Pferdes einteilen konnte, sogar oft ein Übergang, der sich über Monate hinweg zog.
    Anstatt im Galopp wieder anzutreten, trabte Jamie an und lenkte Nera auf die rechte Hand. Nach einer halben Bahn begann sie mit der Traversalverschiebung, jedoch nur aus dem Trab, dafür saß diese perfekt. Danach parierte sie durch und zeigte eine halbe Pirouette im versammelten Schritt, dann ein angaloppieren, diesmal auf der linken Hand, dann der Zirkel, ein Wechsel aus dem Zirkel und ein gut eingeführter, beabsichtigter Außengalopp auf dem Zirkel.
    Als Höhepunkt folgte kurz darauf eine Piaffe. Ich hatte bereits gesehen, wie hartnäckig Jamie daran gearbeitet hatte und das Ergebnis war jetzt nicht zu übersehen. Nera war konzentriert und aufmerksam, setzte ihre Füße auf, wie sie es gelernt hatte, und es kam eine wunderschöne Piaffe als Ergebnis heraus. Nach dieser galoppierte Jamie bis zur nächsten kurzen Seite, wechselte dann in den Trab und zeigte zum Abschluss noch die Schlangenlinien entlang der Mittellinie mit drei Bögen, bevor sie zurück zu X ritt und, diesmal waren ihre Lippen nicht mehr aufeinandergepresst, erleichtert die Richter verabschiedete und mit Nera im Trab am langen Zügel die Halle verließ.
    Diesmal folgte ich ihr hinaus und kam gerade rechtzeitig, um ihr Nera abzunehmen. Sie schwang sich aus dem Sattel, klopfte der Rappstute freudestrahlend den Hals und fiel dann Hunter in die Arme, der gerade von der anderen Seite der Halle auf sie zukam.
    „Du hast auch zugeschaut?“, fragte Jamie ihn.
    Er nickte. „Natürlich! Das konnte ich mir nicht entgegen lassen.“
    „Wirklich großartige Leistung von euch beiden“, sagte ich. „Es war mir eine Ehre, mal als Zuschauer mitgenommen zu werden.“
    Gemeinsam führten wir Nera zurück zum Anhänger, wo bereits Nevio stand und entspannt an einem Sack Heu knabberte. Er blickte nur kurz auf, als wir Nera in seiner Nähe anbanden und im Rekordtempo absattelten, eine Decke überwarfen und auch ihr das belohnende Heu vor die Nase setzten.
    „Müssen wir jetzt noch auf die Auswertung warten?“, fragte ich und reichte Hunter den Sattel von Nera, damit er ihn in der Sattelkammer des Anhängers verstauen konnte.
    „Die bekommen wir zum Glück zugesendet“, sagte Hunter. „Wir können also sofort nach Hause.“
    Das ließen wir uns alle nicht zweimal sagen. Nachdem alles im Auto und im Anhänger verstaut war, wurden die beiden Pferden eingeladen, was erstaunlich unkompliziert war, dann stiegen wir ein.
    Es war schon wieder später Nachmittag, als wir zurück auf die Straße Richtung Empoli und dann nach Pontedera bogen. Die Sonne war bereits untergegangen und hatte uns von ihrem ehemaligen Glanz nur noch einige Lichtstrahlen übrig gelassen. Somit neigte sich auch meine Zeit mit Hunter und Jamie dem Ende entgegen. Morgen früh würde es für mich nach Los Angeles gehen und von aus weiter in Richtung Modoc National Forest. Dort würden meine Freund und meine eigenen Pferde auf meine Heimkehr warten. Ich war nun wirklich lang genug unterwegs gewesen.
    Zurück am Stall half ich Jamie und Hunter beim Ausladen. Mittlerweile wusste ich, wo die Sattel untergebracht waren und in welche Boxen die beiden Pferde gehörten, ohne stundenlang durch den Stall irren zu müssen. Zwei Tage hatten also gereicht, damit ich mich hier heimisch fühlte.
    Auch bei der abendlichen Fütterungsrunde war ich wieder mit dabei, verteilte diesmal nach Plan Kraftfutter und Heu, während Hunter nochmal die Boxen reinigte. Erst jetzt fiel mir auf, dass heute der vierte Advent gewesen war. Im Stall Radio lief gerade „Driving Home For Christmas“ und ich wurde etwas sehnsüchtig auf Zuhause.
    Der Abend verlief entspannt und ruhig. Ich genoss die letzten Stunden mit Hunter, verschwand aber recht zeitig in meinem Gästezimmer. Hunter versprach mir, dass wir uns morgen früh vor meiner Abfahrt nochmal sehen würden, bevor Jamie mich nach Pisa zum Flughafen bringen würde. Sie hatte sich wirklich nicht davon abbringen lassen. Immerhin war ein Taxi in Italien vom Preis her nicht mit dem in Kalifornien zu vergleichen.
    „Als mein Weihnachtsgeschenk“, hatte sie gemeint und das hatte ich ihr nicht abschlagen können.
    Auf Royal Peerage hatte man sich so liebevoll um mich gekümmert, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt hatte. Leider war die Zeit viel zu schnell vergangen. Wie gerne hätte ich den Reitladen nochmal näher begutachtet oder noch mehr der Pferde kennengelernt. Aber vor alle, hatte ich die Zeit und die Gespräche mit Hunter und Jamie genossen und ich hoffte inständig, dass wir uns irgendwann im Leben noch einmal begegnen würden.
    Doch jetzt würde ich erstmal zu Weihnachten nach Hause fahren.
     
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  7. Cooper

    Cooper Boo

    Frohe Weihnachten @Zion !!!
    Ich hatte tatsächlich erst was anderes im Sinn. Habe zwei Sachen angefangen und fand dann die zweite Idee viel schöner.
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    Ich hoffe der "Kleine" macht dir Freude!
    Ich schicke dir ganz viele weihnachtliche Umarmungen und hoffe du hast heute ein schönes Fest!
    Die Coop <3
     
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  8. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

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  9. Zaii

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  10. Zaii

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  11. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Frohe Weihnachten, @Snoopy!

    Liebe Snoopy,
    ich wünsche dir und deinen Lieben frohe Weihnachten!
    Auch die Pferde vom Canadian Liberty Creek sind in heller Aufruhr und genießen die winterliche Zeit in vollen Zügen. Dein Liebling Enjoy it! With me! hat sich bei einem Fotoshooting am Hof mächtig ins Zeug gelegt.

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    PNG

    ...aber auch deine anderen Pferde sollen nicht leer ausgehen! Ich habe dir ein Reithalfter angefertigt welches dir ab heute zur vollen Verfügung steht. Es ist verstellbar und passt auf so ziemlich jeden Pferdekopf. Du kannst das Gebiss austauschen, einen Sperrriemen hinzufügen oder oder oder. Dir sind keine Grenzen gesetzt!

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  12. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

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  13. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Frohe Weihnachten, @Leaenna!

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    PNG

    Liebe Leanna, ich habe mir erlaubt, deine hübsche Criollostute in Bewegung zu versetzen. Da ich leider keine Puzzle-png für sie auftreiben konnte, habe ich kurzerhand eine gemacht. Für den Fall, dass das Tierchen tatsächlich keine hat, bekommst du sie gleich dazu. Ich wünsche dir frohe Festtage und hoffe, dass du auch in Zukunft viel Freude an deinen Pixelpferden hier hast!

    Puzzle-PNG
     
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  14. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Frohe Weihnachten, @Occulta!

    Brendtwood genießt den Winter! (Bewegung, Langhaar, Schal © Elii)

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    Weihnachtliche Grüße von Gwen!
     
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  15. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

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  16. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Oh wie toll :3333333
    Ich freue mich riesig über das Wichtelgeschenk, dass sieht so toll aus<3 Die Bewegung♥ & diese Trense erst*-*
    Jetzt mal zum raten:
    Ich bin mir nicht sicher wer es sein kann aber ich tippe mal auf @sadasha oder @Occulta . Habe ich mit einen von euch Recht oder nicht ?:D
    Wenn nicht denk ich könnte es auch @Flair sein?:D
     
  17. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    @Snoopy, also von mir ist deins nicht :p

    Danke @Gwen für das tolle Geschenk! Der Schal steht ihm hervorragend, den sollte er öfter tragen :'D <3
     
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  18. sadasha

    sadasha Gut Schwarzfels

    @Snoopy von mir ist es auch nicht. :D
     
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  19. Elsaria

    Elsaria Guest

    Oh lieben lieben lieben dank an meinem Wichtel, und ich glaube oder bin mir sicher das es von AliciaFarnia kommt und ich freue mich sehr =)
     
  20. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Oh, wow, die Bewegung von Ingénue ist einfach wunderschön geworden! <3
    Sie ist wahnsinnig dynamisch, Glanz und Muskelspiel sind der Hammer, und das Langhaar sieht total echt aus.
    Ich freu mich total, dass die Süße so herausgeputzt wurde, vielen herzlichen Dank!

    Ingénue hatte bisher tatsächlich keine Puzzle PNG, weshalb sie in den letzten Jahren beim Wichteln auch immer etwas zu kurz gekommen ist.
    Ein doppeltes Danke also, dass du, lieber Wichtel, dir die Mühe um sie trotzdem gemacht hast!

    Ist das Geschenk von dir, @sadasha ?

    Oder vielleicht von @Occulta ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 Dez. 2019
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