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Unkontrolliertes Losfetzen im Gelände

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von DisneyPrincess, 28 Nov. 2015.

  1. DisneyPrincess

    DisneyPrincess Mitglied

    Hallo,
    im Moment weiß ich einfach keinen Rat mehr und ich dachte, ich wende mich mit meinem Problem mal an euch. Zwischen meiner Reitbeteiligung (Viola) und mir, stimmt eigentlich alles, auch wenn sie manchmal anderer Meinung ist als ich. Nun haben wir aber ein Problem. Und das heißt Galoppieren im Gelände. Im Allgemeinen ist sie draußen sehr entspannt, erschrickt nicht und lässt sich ziemlich gut kontrollieren, auch wenn sie ordentlich Tempo drauf hat. Zumindest auf Strecken, die vom Stall wegführen. Nun ist es aber so, dass unsere schönen Galoppstrecken eben Richtung heimwärts gehen, da wir relativ viele Steigungen haben und man bergab eben nicht galoppieren kann. Und da beginnt das Problem. Sobald wir auf einen solchen Weg kommen, zieht Viola unvermittelt an, und schlägt mit dem Kopf, wenn man sie versucht zu bremsen oder zur Seite zu reiten. Ja, und dann fetzt sie eben los. An sich ist das nicht dramatisch, auch für mich nicht, da sie sich nach einiger Zeit auspowern wieder kontrollieren lässt, Buckeln oder so tut sie auch nicht. Aber Reiter hinter mir, die nicht darauf vorbereitet sind, werden immer ganz schön ins kalte Wasser geschmissen. Heute zum Beispiel hatten wir jemand nicht ganz so erfahrenen dabei und die war echt kurz vorm Fallen, als ihr Pony hinterher ist. Und da hört der Spaß für mich auf. Ich habe nichts gegens Fetzen, wenn ich entscheiden darf, wann es losgeht. Aber eben diese Entscheidung wird mir in letzter Zeit ein bisschen zu häufig abgenommen. Wenn ich die Besi frage, kriege ich eben nur die Antwort: "Zügel aufnehmen und reinsetzen", aber das hilft nicht viel. Vielleicht kann ich es einfach nicht, mit dem Kontrollieren über den Sitz, oder ich mache irgendwas falsch, aber um Himmels Willen, was kann ich machen? Irgendwelche Übungen, damit es besser funktioniert? Weil diese Strecken meiden ist ja auf Dauer auch keine Lösung.
     
  2. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Zieh sie auf ne enge Volte, dann kann sie nicht mehr Gas geben (und wenn ihr eben auf der Stelle drehen müsst - irgendwie klappt das immer). Und dann gibt's n paar auf den Po (immernoch in der Drehung), denn du bist schliesslich die, die das Tempo bestimmt. Funktioniert bei Muffin bestens, ich musste sie bisher bloss zweimal so an meine Autorität 'erinnern' und schon konnte sie brav und im gewünschten Tempo bleiben :)
     
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  3. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Hachja, ich seh da gerade mich und meine Reitbeteiligung ... :D Wir habens mittlerweile einfach so gemacht, dass wir auf Strecken, die in Richtung Heimat gehen, einfach nicht mehr galoppieren/traben. Sie ist aber mit der Zeit auch von selbst ruhiger geworden - wie alt ist denn deine RB?
    Ich würde aber persönlich wirklich davon abraten, da noch mit der Gerte dazwischenzufunken. Das Pferd ist eh schon aufgepusht weils heimwärts geht und weils rennen will - da dann noch mit der Gerte kommen ist wie Öl ins Feuer gießen, das machts nur noch schlimmer (selbst schon probiert).
    Was wir auch mittlerweile machen ist, dass wir auf dem Heimweg einfach öfters mal stehen bleiben und dann erst nach ein paar Augenblicken wieder weitergehen, eventuell mal 'ne Volte oder so, damit sie sich einfach ein wenig beruhigt.
     
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  4. Lunalina

    Lunalina Hundetrainerin, whatever.

    Enge Volte, also reinsetzten, Bein ran und einen Zügel kurz im Zweifelsfall. Hab ich mit meiner RB auch manchmal, der buckelt ganz gerne im Galopp oder ist durch andere fremde Pferde aufgewühlt und möchte dann rennen/abspacken. Klappt gebisslos xD
     
  5. Mohikanerin

    Mohikanerin Grafiker

    Ich habe eine extrem spritzige Stute, die im Gelände nicht mal wirklich zu bremsen ist. Galoppieren ist auch ziemlich schwierig. Deshalb kann ich nur sagen (bei mir im Fall!) ist enge Volte reiten, Zügel kurz, reinsetzen etc. der größte Fehler. Mein Pony wird dann sehr nervös und fühlt sich unwohl. Irgendwann habe ich mal anfangen nur im Schritt und Tölt auszureiten. Nach einigen Wochen wurde sie ruhiger und dann wurde Galopp wieder hinzugefügt, natürlich wurde nichts besser und der Galoppteil wurde zu "Wir galoppieren so lange, bis ich nicht mehr will". Jetzt ist alles gut und sie weiß, dass ich der Chef.
    Also die Frage für dich ist jetzt, was deine Viola mehr akzeptiert.
     
  6. Waldvoegelchen

    Waldvoegelchen Lebendiges Wasser.

    Wenn's bei Hela mal gar nicht geht, zieh ich sie auch auf eine Volte, allerdings ohne Gerte. Und es hilft tatsächlich, entspannt zu sein und nicht zu denken: "Oh man, gleich läuft sie wieder los." Also einfach entspannt sitzen bleiben, bis du merkst, dass sie schneller wird. Dann wirklich sofort Zügel aufnehmen, Paraden über Sitz und Zügel geben (aber nicht nur ziehen, sondern auch nachgeben, sonst kannst du dich auch gegen einen Elefanten stemmen.). Wenn du merkst, sie bleibt in deiner gewünschten Geschwindigkeit, wieder ganz entspannt hinsetzen und normal weiterreiten.
     
  7. sweetvelvetrose

    sweetvelvetrose Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Thomas Stearns Eli

    hmmm ist das die einzige galopp strecke ? nimm sonst mal andere und trab diese oder geh schritt zur not führ die strecke !
    dann auch im gelände das vorwärts abwärts vordern das sie auf dich hört ... ich hab selbst ein spritzige RB die auch immer schneller wird wenn es heim geht ... da hier etwas der wille der Besi fehlt hat die gute eine kandare zum ausreiten drin ... es hilft nur bedingt
     
  8. Abajo

    Abajo Bekanntes Mitglied

    Ich hatte mit Lord das selbe Problem. Er ist aber egal wo, sofort losgeprescht wenn er gemerkt hat, dass es heimwärts geht.

    Zur Volte muss ich sagen.. wir sind auf die Schnauze gefallen. Es war unmöglich, er hat sich mit den Beinen verheddert und zack sind wir auch schon gelegen.. also das bitte mit Vorsicht genießen und nur wenn der Boden es zulässt!

    Insofern das damals Pferdegerecht war oder sonst was (hab den Tipp ohne zu hinterfragen von meiner RL übernommen) Wir sind dann nur noch mit dem Martingal ins Gelände. Er hat sich nämlich mit erhohenem Kopf den Hilfen entzogen und so hatte ich wieder mehr Kontrolle.
    Dann sofort wenn er los wollte durchpariert, stehen geblieben und wenn er weitergetänzelt hat ungedreht wieder weg vom Stall. Ein paar Minuten Schritt, wieder Richtung Stall und alles nochmal von vorne. Irgendwann hat er es aufgegeben
     
    Lanie gefällt das.
  9. Svartur

    Svartur Flying without wings ♥

    Wir hatten das Problem auch, uns war das zwar nicht unbedingt bewusst, weil wir auf unseren Galoppstrecken immer galoppiert sind, aber irgendwann kam uns dann ein Auto entgegen und dann hatten wir den Salat x'D Seitdem wurde das bei uns geübt, Jungpferde heizen wir sowieso gar nicht mehr draußen und unsere Erfahrenen mussten das Stück für Stück wieder lernen. Svarti fand's auch ziemlich blöd, aber da half auch enge Volte, beziheungsweise beschäftigen mit Schenkelweichen ganz gut :) Nachdem wir die dann im Schritt gehen konnten haben wir auch wieder begonnen zu traben/galoppieren, aber erstmal war nur Schritt angesagt! Auch jetzt gehen wir die Strecken immer mal wieder im Schritt, damit sie sich das heizen gar nicht mehr erst angewöhnen.
     
  10. DisneyPrincess

    DisneyPrincess Mitglied

    Vielen Dank für eure Ratschläge, das mit den Volten werde ich das nächste mal im Gelände auf jeden Fall ausprobieren.

    Das mit dem auf den Po ist bei uns nicht so leicht durchzusetzen, da sie von Anfang an gelernt hat, dass die Gerte nur bei der Bodenarbeit zum zeigen oder beim Reiten eben zum vorwärtstreiben genutzt wird. Zur Strafe habe ich die noch nie benutzt und wenn es nicht wirklich nötig ist, möchte ich das eigentlich auch nicht.

    Sie ist 17 - kaum zu glauben, benimmt sich noch wie 5 ^^

    Das ist nicht die einzige Galoppstrecke, nein, aber eben eine von vielen, die zum Stall zurückführen. Sie benimmt sich auf allen immer gleich. Eben das mit dem Schritt ist ein Problem. Das möchte ich ja eigentlich, aber sie fetzt dann einfach los, egal, was ich mache. Führen ist auch so ein Problem, seit ich einmal abgesessen bin und sie sich sofort losgerissen hat, mache ich das lieber nicht mehr.

    Martingal nehme ich schon, verschafft zwar ein bisschen Erleichterung, aber eben nur soviel, wie ein Hilfszügel ausrichten kann, wenn das Pferd wirklich lospreschen will...
     
  11. sweetvelvetrose

    sweetvelvetrose Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Thomas Stearns Eli

    sonst nimm zwei ruhige pferde mit und lass die vorweg gehen lass dich wenn es geht abbremsen
     
  12. Julie

    Julie Guest

    Ich würd auf diesen Galoppstrecken, das galoppieren erstmal komplett vermeiden. Fange sie schon vorher an zu beschäftigen indem du zB Dressur reitest im Gelände. Vorwärts-abwärts, Schenkelweichen, Übergänge zwischen Schritt und Trab, Stehenbleiben, Volten, Zirkel, Schulterherein, Seitengänge etc Man kann ja fast alles auch im Gelände machen.
    Sie sollte, wenn du bei der Galloppstrecke bist, gut an den Hilfen stehen und auf dich konzentriert sein. Das machst du, bis du das Gefühl hast, sie bleibt auf diesem Teil der Strecke kontrollierbar. Dreh auch auf dem Teil wo normalerweise galoppiert wird, immer wieder mal um, oder lass sie ne Vorhand- oder Hinterhandwendung machen. Die soll einfach so gefordert werden, dass sie den Kopf so voll hat, dass da kein Gedanke ans lospreschen kommt. Das ganze kannst du auch vom Boden aus machen, wenn du mit ihr spazieren gehst.
     
  13. Flair

    Flair Wunschimaler

    Hm ja also zwei Pferdeärsche vor dir als Bremsblock wären wohl nicht schlecht :D und ansonsten kann ich auch nur sagen: Beschäftige das Pony so viel wie es geht. Seitwärts, Schlangenlinien, immer wieder nach rechts und links stellen, zur not auch gleich einen ganzen Kreis reiten. Wenn sie mit Aufgaben beschäftigt ist dann wird sie nicht dazu kommen los zu düsen.
    Und so ganz allgemein, versuch so richtig passiv zu sitzen wenn die anfängt rum zu zappeln, schwing nicht mehr zu sehr mit, versuch sie quasi mit deiner Haltung auszubremsen, ich denke das würde ich als erstes probieren, das ist ja noch das harmloseste was da geht :D
     
  14. DisneyPrincess

    DisneyPrincess Mitglied

    Hm... ja, das könnte ich mal versuchen. Sie ist nur meist schon die ganze Zeit so aufgeputscht, dass man sie schwer wieder auf sich konzentrieren kann.

    Das mit den zwei Pferdeärschen hatten wir schon. Dann wird aufs Feld gehupft und nebendran vorbei gefetzt und dann haben wir den Salat.
     
  15. LaBimbam

    LaBimbam Bekanntes Mitglied

    Wenn es wirklich so aussichtslos ist da irgendwie einzugreifen würde ich ganz stumpf, sobald sie durchpariert ist, umdrehen und die Strecke halt nochmal reiten.
    Scheinbar ist die Strecke ja relativ harmlos, dann soll sie da doch so oft langgallern bis sie kaputt ist. Irgendwann kannst du die schon im Schritt da lang reiten ;) Da musst du natürlich den längeren Atem haben.
    Wenn es dann klappt ganz überschwänglich loben, langen Zügel geben und beim nächsten Mal das gleiche Spiel, ohne Ausnahme.
    Das ist ganz wichtig dann auch wirklich konsequent zu sein! Also nicht beim nächsten Mal drauf verzichten, weil eine Mitreiterin gerade eh keine Zeit hat etc...
    Und die Besitzerin sollte auch mitziehen. Wenn das Pferd da wieder das Tempo bestimmen darf ist das ganze auch witzlos... vorallem ist es echt eine langfristige Geschichte. Galopp fällt dann für die nächsten Monate definitiv aus..
     
    Zaii und Eddi gefällt das.
  16. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    ...hast du mal nachgetrieben?
    Natürlich nur, wenn weit und breit kein Auto etc. kommen kann. Aber so manches Pferd verliert dadurch den Spaß und lässt sich dann bremsen. Muss man halt mutig für sein :D
     
  17. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Genau das war das einzige was Luna manchmal gestoppt hat - das Pferd hat auch noch auf 5 Meter Volten galoppieren können/wollen und ehe sie sich da komplett auf die Nase legt hab ich sie immer angetrieben und dann nach und nach dichter auf den Baum zugetrieben - oder wahlweise ein anderes Hindernis. War sie im Trab abgesprungen, zack stand sie wie eine eins und dann wurde eben nach Hause geführt. Falls ich wirklich freie Strecke/Wiese hatte hab ich mir ein imaginäres Viereck gesucht sie galoppieren lassen bis sie nicht mehr wollte und trotzdem weiter getrieben - angehalten wird erst wenn ich das sage, wenn wir eben ne halbe Stunde rennen. Hat sie anschließend noch drei/viermal gemacht und dann die Nase voll gehabt :,D
     
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  18. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    Jaa genau das meine ich :D
    So mancher Kutsche-/Sulkyfahrer nutzt das wohl auch, denn mit einer Kutsche kann man ja schlecht mal eben ne Volte reiten... Das hat wohl so einige Mal gerade noch funktioniert, bevor es gefährlich wurde.
    Wenn man versucht zurückzuhalten, verkrampft sich der Körper ja auch unweigerlich, man wird unruhig, evtl leicht panisch. Das bestärkt das Pferd ja noch und es steigert sich rein.
     
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  19. DisneyPrincess

    DisneyPrincess Mitglied

    Hm, auf die Idee wäre ich jetzt gar nicht gekommen... ist keine schlechte Idee, allerdings ist die Strecke locker mal 1 bis 2 Kilometer lang und normal ist sie nach dem ersten Mal auch schon wieder kaputt und keucht. Aber wenn ich mal besonders viel Zeit habe könnte ich das mal Probieren

    Das habe ich auch schon gemacht, hat aber leider keinen Sinn gehabt, da hat sie sich nur noch mehr gefreut... mein Problem ist ja überhaupt nicht das Tempo. Von mir aus kann sie auf der Strecke fetzen wie sie will, aber eben nur wenn ich es erlaube ^^
     
  20. Julie

    Julie Guest

    Sei froh, dann musst du das nicht x-mal machen, bis sie da im Schritt langgeht. Denn spätestens wenn sie kaputt ist, wird das so sein.
     
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