Tagebuch der schwarzen Amsel- des schwarzen Wunder

Dieses Thema im Forum "Eigene Geschichten" wurde erstellt von Clara, 16 Juli 2006.

  1. Clara

    Clara Neues Mitglied

    Es ward ein kühler Tag, als ich "Gismo" in meinem Zuhause saß. Den Tag weiß ich nicht mehr genau, aber ich erinnere mich noch gut daran was dort geschehen. Leichte Schmerzen plagen mich im Maul und stören mich ein wenig, allerdings interessiert es meinen Menschen wenig, schließlich bin ich stolzer Schwarzer nur ein Haustier. Ich bin ein Löwenkopfkaninchen und lebe seit einem Jahr hier bei der Familie Schillings. Mein Käfig ist geräumig und schön groß, leider raucht mein Herr, aber das macht nicht soviel aus. Ich hüpfe gerne rum und spiele gerne, aber ich darf nie raus, weil meine Familie Angst um mich hat.
    Heute saß ich zufrieden in meinem Käfig, als ich viele Geräusche hörte. Was war dort, was kam hier her, zu mir? Es waren fremde Menschen, unbekannt und anderes, fremd und so anders eben. Ich versteckte mich gleich, allerdings hörte ich meinen Namen, Gismo...
    Ständig wurde ich gerufen... gerufen und gerufen. Immer wieder hörte ich bloß Gismo... Gismo. Und nun fuhr ich mit einem Auto, wie ich schon zu meiner Familie kam. Niemand achtete auf mich und ich viel immer wieder hin und her. Zuvor hieß es noch:,,Tschüss kleiner Gismo, leb wohl.." allerdings weiß ich nicht , was es bedeutet. Die Menschen sehen immer wieder zu mir und das macht mir Angst. So viel ich mitbekam, hieß das eine Mädchen Clara, das andere Neera, wie der Mensch am Steuer hieß, weiß ich nicht, aber sie schien sehr freundlich zu sein.
    Endlich hielt das fahrende Ding an und ich wurde hinausgetragen. Eine letzte holprige Fahrt diagonal nach oben und mein Käfig wurde abgesetzt. War dies etwas mein neues Zuhause?! Hier in diesem kalten und so fremd riechenden Zimmer?! Es wurde schon dunkel, als ich plötzlich neben mir etwas hörte: ,,Black Bird sollst du heißen, Gismo passt nicht zu dir. Dein fell ist so schwarz wie Ebenholz oder die Nacht und dein fell so Samt wie die Federn einer Amsel, du sollst Schwarze Amsel heißen, Black Bird."
    Seit diesem Tag, seit dieser Stunde, seit der Minute und seit diesem Moment, hieß ich für alle Blacky, der Blacky.
    Die Nacht verlief weitausgehend ruhig, zu ruhig für mich. Ich klopfte mit den Hinterpfoten auf den Boden und machte schon lauten Krach. Clara und Neera gefiehl es nicht und sagten immer :,,Blacky..."
    Dies habe ich nie verstanden, daher machte ich weiter, nach Lust und Laune.

    Nun sind einige Wochen, insgesamt 2 Monate vergangen und ich bin gewachsen und mag die beiden Menschen sehr, Clara am meisten. Ich lecke sie immer ab, sobald ich auf ihr rumtollen darf. Am Liebsten laufe ich umher und spiele mit den anderen Tieren des Hauses. Ich werde von allen Geliebt und bewundert. Mein schönes Fell beeindruckt alle, denn es ist so schön samtig und glatt. Nun ist es auch wärmer geworden und die Hitzte schlägt schwer an. MeineZähne so entsetzlich weh, ich kann kaum fressen, niemand merkt es und ich laufe weiter um her, fresse weniger und weniger.. doch keiner merkt es.
    Bis auf Clara, die es merkte: Nun geht doch mit mir zum Tierarzt, es tut so weh... Wenn ic könnte hätte ich es gesagt, aber was soll ein kleines Löwenkopkaninchen schon machen? Mit den Pfötchen winken und schreien das mir was weh tut, obwohl ich doch noch nichtmal sprechen kann und die pfötchen nich in alle Richtungen bewegen kann? Ronny mein Stallnachbar ist ein guter, verfressener Meerschweinchenklops. Wie ein Sack liegt er da am gatter und schläft, den lieben, langen, heißen Tag vor sich hin oder frisst. Ich mag ihn , auch wenn er so... anders ist, als meine Verwandten, die anderen Kaninchen.
    Nun ist es soweit, heute soll ich zum Tierarzt, na endlich. Mir tut schon das ganze Gesicht weh und jeder tascht da rum, das mag ich nicht, das tut weh. In dieser dunklen Kiste macht nicht viel Spaß , ebsonders wenn man nicht weiß wohin es geht. Recht herum und links herum.. die ganze Zeit geht es hin und her. Das gefällt mir nicht, aber was tut man nicht alles um gesund zu sein. Aufgeregt, neugierig und angestrengt sehe ich mich um, rieche diese fremden Gerüche und alles, niemand ist da den ich kenne nur Clara und ihre liebe Mutter. Ich höre wieder meinen Namen, aber es ist mir diesmal egal. Hauptsache ich komme schnell hier raus.
    Die Tierärtzin meint, ich sei etwas zu dünn und fragte ob ich zu wenig fresse. Wie soll ich auch mit Schmerzen fressen?
    Doch etwas erschreckens lässt mich zusammen zucken: ,,Ich würde ihn hierlassen, wir werden es operieren und rausschneiden, es ist ein Abzess der von einem Zahn ausgeht..."
    Ich soll hierbleiben, dort wo es mir nicht gefällt, wo alle fremd und anders sind? Ich zittere vor Angst und vor dem Alleinsein... Werden sie mich hierlassen für immer?

    Fortsetzung folgt....



    [Wer am Ende heult, weiß nun warum ich so traurig bin. Diese Geschichte ist wahr, allerdings aus der Sicht von meinem Kaninchen Blacky erzählt und dennoch von mir ausgedacht. Das meiste musste ich mir ausdenken, aber vieles davon entspricht der realität. Wenn Blacky morgen oder übermorgen bei mir ist, werde ich fortsetzen und das grausige Tagebuch weiter führen... [​IMG] ]

    [Schwarze Amsel, o schwarzes Wunder.
    Möge dir nie etwas passieren,
    heute bis zum letztem Tage.
    Alle lieben deine Nase, deine Pföchten, deine Ohren,
    denn du bist nicht wie die anderen.
    Du bist besonderns und klug,
    sowie du bist, wollen alle nur das Beste,
    für dich.
    Schwarze Amsel, o schwarzes Wunder,
    Selbst Leben ist dir selbst,
    Wunder jeder Zeit.
    selbst der Tierarzt meinte schon,
    du seist kräftig und gesund.
    Wäre ich kein Freund von dir,
    so wüsst nicht wie toll du bist,
    denn du bist wirklich eine kleine schwarze Amsel.
    Black Bird... o Black Bird
    Schwarz aber klein, dennoch samtig und frech.
    Du bist keck und auch jeck, dennoch lustig und voll gut drauf.
    Niemand will das du gehst, denn jeder hat dich gern.
    Komm wieder zu mir und gehe niemals weg,
    denn wenn du gehst, dann werde ich weinen.
    Weinen wie ein Schlosshund, werd weinen wie ein Vogel.
    Weine nicht, wenn ich nicht da bin, sei stark, sei mutig und vielleicht auch arrogant,
    wenns dir hilft zu leben, sollst du`s tun:
    lebe weiter, o lebe weiter, Schwarze Amsel...
    Black Bird... o Black Bird.


    [Den Text habe ich mir grad ausgedacht, er mag zwar unlogisch sein, aber es soll Blacky helfen wieder gesund und stark zu werden. ich vermisse ihn so...*heul*] ]


    FORTSETZUNG
    Taumelnd saß ich auf diesem blanken Tisch, zitterte vor Angst und vor Schmerzen. Niemand war da, den ich kannte, niemand. Ganz allein saß ich da, bis mir es mir schwarz vor Augen wurde.
    Die Zeit verging und ich spürte wie ich wieder zum Leben kam. Hatte ich zwischen Tod und Leben gestanden? War ich an der Hölle vorüberspaziert?
    Nun meine Wunde tut nicht mehr weh, es tut nicht mehr weh! Bin ich gesund, darf ich gehn? Nein , hieblieben muss ich, hier auf diesem blanken kalten Tisch, allein und einsam. Die kalten Hände fassen mich an und die Gesichter der fremden Menschen machen mich ängstlich und lassen meine Muskeln ganz starr werden. Stumm werde ich weg gertragen und nun sitzte ich in diesem Käfig, warte auf den Tod? Bin ich ihm schutzlos ausgeliefert? Aber nein, kommt Clara wieder und holt mich ab?
    Eine Stunde ist vergangen, nach dem man mich operiert hat, die Wunde tut zwar weh, aber ich kann wieder fressen und kauen. Ach ist das schön, ein so gutes Leben zu führen, auch wenn es mal auf mal tief geht.
    Ich darf nicht nochmal krank werden, ich muss gesund und kräftig bleiben, damit man mich nicht einschläfert denn ich stand schon am Abgrund, hinter zur Hölle....

    Forsetzung folgt

    [Blacky ist operiert worden, leider haben die Tierärzte festgestellt, dass er schonmal operiert wurde wegen dem gleichen Grund. Meine Mutter will in einschläfern lassen, dabei ist er noch nicht mal 2 Jahre alt. Ich werde solange prostestieren, bis sie keine chance mehr hat und Blacky weiter leben darf!!! ]


    Fortsetzung folgt....
    Aber nein. Nichts der Gleichen ist geschehen. Nachdem die Nacht vergangen war, hatte Clara und ihre Mutter mich wieder abgeholt. Nichts tat mir mehr weh, nur wen man an die Wunde kommt, brennt es ein wenig. Aber niemand kommt gerne daran, es sieht auch nicht so gut aus...denke ich jedenfalls. Vor Freude könnte ich herumhüpfen und alles machen, heute ist es mir sogar egal.
    Zuhause erwartet mich ein geputzter und desinfizierter Käfig und ein gewaschner Teppich. So lässt es sich Leben. ich glaube ich sollte öfter Krank sein, vielleicht erwartet mich das Gleiche?! Ich bekomme einen schönen und schattigen Platz draußen, damit ich nicht ins stickige und heiße Haus muss. Draußen ist es zwar angenehm, aber dennoch etwas stickig und warm. Als es Abend geworden war, genoss ich die Stille und Kühle, es war wunderbar, denn jetzt konnte ich endlich fressen und mich ausruhen.
    Die Nacht verging schnell und so kam auch wieder der Morgen. Die Nacht hatte ich draußen verbracht und es hatte gut getan. Die Wunde hate sich nicht entzündet und es tut mir nicht weh.
    Doch was seh ich denn da? Ist das etwa ein Karren und die dunkle Kiste?! Und wie es die ist, also muss ich wieder zum Tierarzt. Aber wieso im Karren?
    Neugierig warte ich ab was geschieht und dann werde ich aus meinem Käfig gehoben und in die Kiste gesteckt. Und dann ging es erst los. Hilfe!!!! Ich fliege hin und her, falle man gegen die Wand und geen die anderen. So viele Geräusche!!! Das macht mir Angst. ich verkrieche mich in die ecke und versuche zu dösen um alles nicht zu beachten. Als wir endlich angekommen waren, sah die Tierärztin mich an und nickte glücklicher Weise:,,Die Wunde heilt besser als ich dachte. Ich muss gar nichts machen..."
    So kam ich zurück in die Kiste und wurde wieder nach Hause gefahren. Zuhause angekommen wurde ich wieder in meinen Käfig gesetzt und alleine gelassen, natürlich mit meinem Futter. Zufrieden Mampfte ich einige Stunden vor mich hin und döste.
    Doch die Zeit verging schnell und es wurde bald Nachmittag. Was passiert denn jetzt mit mir? Ich werde aus meinem Käfig in einen sehr viel kleineren Käfig gesetzt, aber da ist ja garnichts drin?! Ah, da kommt ja das Spreu und mein Heu und Körner...!!! Gehe ich etwa auf Reise?! Nein, nur ins Haus komme ich. Ich hörre Donner und sehe so viele Blitze. Es regnet schon und meine Menschen räumen draußen alles auf, hoffentlich geht es Ronny gut.
    Aber der mampft friedlich sein Gras und liegt genüsslich auf seinem Stroh, wie er es sonst auf tut.
    Langsam werde ich aufgeregt. Nun gefällt es mir garnicht mehr, es ist so drückend warm, aber es will einfach nicht richtig regnen!! Nun sitzte ichim Haus und trinke etwas aus der Trinkflasche und fresse ein wenig Gras.

    Fortsetzung folgt....

    [Ich war heute mal wieder beim Tierarzt und die sagte das Blacky auf dem besten Weg wäre um wieder gesund zu werden. Sie sagte das sie kein neuer Eiter oder ein neuer Abzess gebildet hat. Ich bin überglücklich deswegen. Nun sitzt er bei m ir Zuhause, da grad ein gewitter wütet und er normalerweise durchdreht und dann im Käfig herum hoppelt wie ein Irrer. bald kommt mehr, da jetzt nichts neus passiert.]
     
  2. Steffi

    Steffi Time to make a Move!

    Wow cool!! *respekt*!!
     
  3. Clara

    Clara Neues Mitglied

    AW: Tagebuch der schwarzen Amsel- des schwarzen Wunder

    Nun ist weit mehr als ein halbes Jahr vergangen und Blacky hat sich prachtvoll entwickelt! Er ist noch ein Stückchen gewachsen, zumindest ist er sagen wir es so, schwerer geworden.
    Nun lebt er draußen und hat den Winter gut überstanden, obwohl es nicht viel geschneit hat, war es durchaus sehr kalt.
    Die Arzt Geschichte hat er hinter sich gelassen, nun fängt wohl schon die Nächste an. Seine Nase ist andauernd aufgeschubbert und leicht blutig, was es wohl ist?
     

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