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[SK 473] Alle Stuten

Dieses Thema im Forum "Stutbuch Wettbewerbe" wurde erstellt von Canyon, 6 Jan. 2021.

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Welcher Stute möchtest du deine Stimme geben?

Diese Umfrage endet am 12 Apr. 2021 um 9:09 AM Uhr.
  1. Grey Rose

    0 Stimme(n)
    0,0%
  2. Nachtschatten

    25,0%
  3. California Rose

    8,3%
  4. Cassiopeia Z

    25,0%
  5. Namica

    8,3%
  6. Cambria

    8,3%
  7. PFS' Shadows of the Past

    8,3%
  8. Cinja

    16,7%
  9. Easy Going

    0 Stimme(n)
    0,0%
  1. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    [SK 473] Alle Stuten

    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen).
    - Jeder darf mit bis zu drei Stuten teilnehmen, dabei ist es egal, wem diese gehören.
    - Diese Körung ist max. 3 Monate offen [Stichtag: 06.04.2021], dann erfolgt die Abstimmung ungeachtet der Teilnehmerzahl (max. 10 Teilnehmer)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.! Zur Überprüfung wird die Zeichenanzahl unter den Kürtext geschrieben, zusammen mit dem Prüfsystem.
    - Bitte überweist 5 Joellen pro Stute an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 473
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mindestens einen Tag vorher angekündigt, außer die maximale Teilnehmerzahl ist bereits ausgefüllt.
    - Hufschmied- und Tierarztberichte sind mit dem richtigen Datum zu versehen.
    - Nach Beginn der Abstimmung dürfen keine Änderungen mehr an euren Beiträgen erfolgen.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerbsschleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschauschleife
    2 Punkte je Reiterspielschleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein - Zählung erfolgt ab dem Tag der Anmeldung.

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte + Datum (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 Jan. 2021
    Bracelet und Stelli gefällt das.
  2. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Stellis Teilnahme mit
    GREY ROSE

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    Steckbrief

    Grey Rose


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    Vom: unbekannt
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt

    Aus der: unbekannt
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt


    [​IMG]
    Rufname: Rose
    Geburtsjahr: 2014
    Stockmaß: 1.67 m
    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Dunkelbrauner
    Abzeichen: Keilstern, Schnippe, 2x weiß
    Gesundheit: Sehr gut


    [​IMG]

    schüchtern, teilweise stutig

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    Besitzer: Stelli
    Ersteller: Stelli
    VKR: Stelli
    Verkäuflich: Nein
    Zuchtzulassung: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -
    Stationiert: -


    [​IMG]
    Rennen Klasse: M
    Western Klasse: S**
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: A
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: M
    Fahren Klasse: E

    Eignung: Springen, Dressur, Military
    Geritten: Ja
    551. Westernturnier, 602. Springturnier, 554. Westernturnier, 555. Westernturnier, 555. Westernturnier, 556. Westernturnier, 529. Rennen, 337. Synchronspringen, 460. Distanzturnier, 459. Militaryturnier, 461. Distanzturnier, 340. Synchronspringen, 610. Dressurturnier, 534. Rennen
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    Tierarztbericht 14.12.2020 (c) Sevannie, Tierklinik Birkenhof

    Grey Rose - Krönungsvorbereitung | Check-Up, Impfen, Entwurmen (c) Sevannie
    Heute hatte ich das Glück ein Pferd, meines neuen Kundenstammes, für eine Krönung vorzubereiten, sprich ein Check-Up der alles absegnete. Den allgemein Zustand, sowie Impfungen und das Wohlbefinden des Tieres. Es ging auf den Hof ''Gestüt Birkenau''. Ich war schon sehr gespannt auf die Tiere dort, hatte immer wieder etwas über den Hof gehört. Hier sollten einige gute Warmblüter untergekommen sein, unter anderem die Stute Grey Rose. Ich fuhr gerade mit meinem Auto auf den Hof, da winkte schon eine zierliche Person mir entgegen. So bedeutete sie mir wo ich parken sollte und ich stieg aus. ,,Guten Morgen.'', lächelte ich und die Frau kam auf mich zu. ,,Guten Morgen, Stelli mein Name.'', lächelte sie und ich nickte, ergriff ihre Hand und schüttelte diese. ,,Reyna Huntington.'', stellte ich mich nun vor und wandte mich meinem Auto zu. Der Kombi war im Kofferraum mit allem Möglichen ausgestattet. Regale und auch bestimmte Stellplätze wie für das Röntgengerät und das Ultraschallgerät. So hatte alles seinen Platz. ,,Also es geht um eine Warmblutstute, ja?'', hakte ich noch einmal nach und bat sie im nächsten Atemzug mich doch etwas über die Schwarzbraunen zu informieren, falls sie irgendwelche Macken hatte wollte ich nicht blindlinks in diese tappen. Sie erklärte mir, dass Grey Rose, oder auch Rose, wie sie sie nannte, eine sanfte Zeitgenossin war, die aber auch sehr neugierig, was manchmal etwas anstrengend sein konnte wenn sie ihre Nase überall reinstecken wollte. Immerhin könnte sie ja überall ein Leckerli abstauben und liebte diese kleinen Dinger. Welches Pferd tat das nicht? ,,Na dann hoffe ich, dass er meine selbst gebackenen auch mag.'', kicherte ich und stemmte die metallische Truhe aus dem Auto, ja sie hatte einiges an Gewicht, was aber nicht an der Truhe selbst sondern am Inhalt lag. Hier war nämlich so ziemlich alles drin, was ich für ein Check-Up aber auch zusätzlich fürs Impfen oder für eine Wurmkur bräuchte. Von Tupfern bis hin zu Spritzen. So liefen wir gemeinsam in den Stalltrakt, wo die dunkle Stute schon parat stand mit einem der Pfleger. ,,Da ist sie.'', erklärte mir Stelli lächelnd und ich nickte. So zückte ich doch gleich ein Leckerli und ließ mich von der sechsjährigen Stute etwas beschnuppern. ,,Guten Morgen, meine Hübsche, ich hoffe du hast ausgeschlafen.'', hakte ich nach und gab ihr eines der Leckerlis, ja als Tierarzt sollte man am besten immer mit allen Waffen gewappnet sein. Ich streichelte die Stute am Hals und sie ließ sich alles gefallen, schnupperte nur weiter an meiner Jackentasche und hoffte auf Nachschub. ,,Bevor du noch was bekommst, musst du erst einmal schön brav stillhalten.'', erklärte ich ihr und fing an, sie von oben bis unten abzutasten. Zuerst ihren Hals, dann den Rumpf und auch zu guter Letzt seine Beine. Ich sah mir noch ihre Weichteile an, ob auch hier alles stimmte oder es irgendwelche Anomalien gab, doch konnte nichts feststellen. Vom Abtasten her schien mir nichts Auffällig, also machte ich mich wieder an ihren Kopf. ,,So meine Liebe und jetzt schön weit A!'', sagte ich lächelnd und schob die Ober- und Unterlippe auseinander, um mir die Zähne samt dem Zahnfleisch anzusehen, auch hier schien alles in bester Ordnung, die Zähne wie frisch gemacht. Ich schob nochmal ihre Zunge beiseite, was sich als ein kleines Spiel seinerseits heraus stellte, denn die Stute tat sich eine Freude daran, mir diese immer wieder aus der Hand gleiten zu lassen. ,,Rose!'', murrte ich etwas und sah ihre Ohren zucken, doch sie hielt dann auch schon still. ,,Jap, alles super.'', stellte ich fest und ließ die Zunge los und auch ihre Lippe in Ruhe. Ich steckte ihr ein halbes Leckerli zu und lobte sie am Hals. Ich nickte erneut und zückte das Stethoskop aus meiner kleinen Truhe. Ich streichelte die Stute, erst am Hals, dann der Schulter und am Bauch, damit sie sich nicht erschreckte und legte das Stethoskop an diesen, ehe ich es über den Rumpf verteilt legte. ,,Ihre Lunge hört sich tadellos an und auch sein Herz ist fit. Es scheint mir alles in bester Ordnung mit deiner Stute.'', schmunzelte ich und Stelli tat es mir gleich, ihre Mundwinkel zuckten zu seinem Schmunzeln. Ich entfernte wieder das Stethoskop und widmete mich zu guter Letzt den Augen. Testete hier die Reflexe und sah mir auch hier noch einmal die Schleimhaut an. Als letzten Schritt des Check-Ups nahm ich mir das Thermometer und das Messen der Körpertemperatur vor. Es war meist kein erfreulicher Akt, denn es hielt selten ein Pferd wirklich still. Ich stellte mich neben die Hinterhand der Stute, der Pfleger stand am Kopf und Stelli selbst auf der anderen Seite in Höhe der Hinterhand. Ich maß die Temperatur und wie schon erwartet begann die Stute zu tänzeln, wollte etwas hin und her und Stelli drückte sich gegen ihr Bein. ,,Halt still!'', murrte sie und das Tänzeln klang ein bisschen ab, so das es dann doch für das Thermometer reichte. Ich ließ den Schweif wieder hinunter und trat an den Kopf der Stute, auch die Körpertemperatur war okay. Mit einem Desinfektionsspray und Tuch desinfizierte ich das Thermometer und legte es an seinen Platz zurück. ,,So also deine Stute ist in bester Verfassung und so kann ich auch guten Gewissens sie impfen und entwurmen.'', stellte ich fest und machte mich an die Truhe und begann sogleich die ersten Spritzen aufzuziehen. Ja leider gab es nicht alle Immunisierungen in einer Spritze und so mussten häufig fast alle einzeln aufgezogen werden. So legte ich mir kurzerhand einen Katheter, denn so war es nur ein Piecks für das Pferd und ich konnte problemlos immer wieder die neuen Spritzen ansetzen. Ich schnappte mir zwei Tupfer, den einen desinfizierte ich, der andere blieb trocken. Ich nahm den Katheter und bat Stelli die Stute vorne am Kopf fest zu halten und der Pfleger stellte sich auf die andere Seite der Schulter, dann konnte sie nicht so schnell abhauen. ,,Danach gibt es ein Leckerli.'', versprach ich der Stute und ihre Ohren zuckten kurz, Stelli redete etwas auf sie ein. Ich desinfizierte die Stelle und danach gab es auch schon den Piecks. Die Stute fuhr zusammen und brummelte ungemütlich, doch bevor sie weiter meckern konnte gab ich ihr schon die versprochene Belohnung. Sie kaute diese genüsslich und schien den Schmerz schon vergessen. So nahm ich mir die vorbereiteten Spritzen und injizierte eine nach der anderen, wartete immer wieder einige Sekunden, nicht das sie noch einen Schock bekam und umkippte. Ich lobte Grey Rose und zog den Katheter anschließend. Setzte den Tupfer auf die etwas blutende Stelle, bat den Pfleger diesen mal eben einen Moment lang festzuhalten. So konnte ich mich an die Wurmpaste machen. Ich nahm mir eine von diesen Tuben heraus und sah zu Grey Rose. ,,Also das ist jetzt Apfel-Geschmack, ich hoffe das ist okay. Es haben sich kaum welche beschwert, bis jetzt.'', schmunzelte ich der Stute gut zu und er sah neugierig auf die Tube, ich drehte diese auf und schob sie ihr am Maulwinkel ins Maul, presste dann die Paste heraus. Die Stute schmatzte und schob ihre Zunge im Maul hin und her, Stelli fixierte den Kopf. Jedoch hielt sie ihn etwas in die Höhe, damit die Stute gezwungen war zu schlucken. ,,Ihr scheint es auch zu schmecken.'', sagte Stelli und ich sah wieder zu der schmatzenden Stute. ,,Stimmt.'', grinste ich. Ich packte mein Zeug wieder alles zusammen und nahm dem Pfleger den Tupfer ab, denn die Stelle hatte aufgehört zu bluten. ,,Danke.'', meinte ich zu diesem. ,,Meine Liebe, deine Stute ist bereit für die Krönung. Frisch geimpft und auch entwurmt, sein Körper ist auch gut in Verfassung. Also es steht euch beiden nichts mehr im Wege.'', lächelte ich und sie nickte, bedankte sich, während der Pfleger die Stute wegbrachte. Ich erzählte ihr noch, dass die Stute die nächsten zwei Tage noch geschont werden soll, bevor es wieder mit dem Training los ging. Diese Vorsichtsmaßnahme war auf die Impfungen zurück zu führen. Doch sie verstand und so verabschiedeten wir uns von einander. Ich schnappte mir meine kleine Truhe und lief zum Auto, war kurz darauf schon auf dem Weg zum nächsten Kunden.
    (c) Sevannie | 8.087 Zeichen

    Trainingsberichte (3 Stück (c) Stelli, Beritt- und Trainingsservice Birkenau)
    Dressur E -> A
    Coronabedingt hatten wir eher eine Flaute, was unseren Ausbildungsbetrieb betraf. Nur vier Aufträge kamen bislang diesen Monat hinein. Ich nutzt diese Zeit intensiv, um mich um meine Schützlinge zu kümmern und diese in dieser Zeit auszubilden. Dabei hatte ich einiges vor mir. Fürstenherz, einer meiner neusten Pferde, stand noch ganz am Anfang seiner Ausbildung, genau wie Leviathan’s Levisto, der meinen Hof am gleichen Tag erreichte wie Fürstenherz. Bei den Beiden stand mir also alles frei, mit was ich beginnen wollte. Shavalou wollte ich in der Distanz ausbilden, da dies die einzige Klasse war, wo er noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Sezuan, mein erstes Pferd auf meinem Hof, hatte bereits einige Turniererfolge sammeln können. Hier entschied ich, ihn im Galopprennen auszubilden. Bei den Stuten ging es erstmals für Grey Rose ins Training. Nachdem sie bereits zwei Siege ergattern konnte, ging es diesen Monat für sie in die Ausbildung. Grey Rose erhält im Oktober eine Ausbildung der Dressur zur Klasse A. Zu guter Letzt noch Golden Highlight, welche ich ebenfalls im Galopprennen fördern wollte. Wie man sah, ich hatte ganz schön was vor mir. Momentan aber auch genügend Zeit und Motivation dafür.
    Als mein Trainingsplan stand, ging es los. Ich startete das Training mit meiner Stute Grey Rose. Nachdem ich meine Stute geputzt und gesattelt hatte, ging es los mit dem Training. Ich saß auf und ritt raus auf den Platz. Das Wetter war heute traumhaft! Nachdem ich sie eine gute halbe Stunde ordentlich im Schritt aufgewärmt hatte, trabte und galoppierte dann später auch an. Rose war heute etwas stutig am Bein, aber davon ließ ich mich wenig beeindrucken. Nachdem sie einigermaßen locker war, saß ich im Trab aus und nahm sie im Genick etwas höher. Sie nörgelte anfangs etwas herum, weil es anstrengend für sie wurde, aber nach vielen Handwechseln, Volten und Übergängen bekam ich sie langsam auf meine Seite. Im Schritt probierte ich mich erstmals am Viereck verkleinern. Die erste Reaktion war ein simples Schweifschlagen, aber auch hier wurde sie von Mal zu Mal probieren durchlässiger und verstand langsam, was ich von ihr verlangte. Als ich zufrieden mit ihr war beendete ich die heutige Trainingseinheit und machte mit dem nächsten meiner Pferde weiter. Dies war Golden Highlight, die ich weiter im Rahmen der Stutbucheintragung ausbilden wollte. Die Palominostute wollte ich in der Renndisziplin ausbilden, nämlich von Klasse E zur Klasse A. Nachdem ich Grey Rose weggebracht hatte, holte ich Highlight aus ihrer Box, putzte und sattelte sie, bevor es für uns Beide raus ins Gelände ging. Dort stand zuerst das Ausdauertraining auf dem Plan, da Golden Highlight zugegebenermaßen nicht die allerbeste Kondition besaß. Dies war jedoch der Grundstein für ein ordentliches Rennen der Warmblüter. Die Wege, die wir im Trab und Galopp nichz bestreiten konnten, nahm ich natürlich im Schritt. Mein heutiges Ziel war eine leichte Steigung, die ich im Galopp nehmen wollte. Als wir diese erreichten, galoppierte ich meine Stute noch vor der Steigung an. Da war sie noch ziemlich übermotiviert, wie immer, wenn wir im Gelände galopipierten. Ihre Energie ließ aber rasch nach, als wir den Hügel hochgaloppierten. Ich versuchte, sie etwas über den Schmerzpunkt hinaus im Galopp zu halten, parierte aber frühzeitig durch. Ich merkte, dass wir noch einiges vor uns hatten und ritt am langen Zügel im Schritt zum Stall zurück. Denn dort warteten ja bereits die anderen Pferde auf mich. Nachdem Golden Highlight wieder zum Ausruhen in der Box war, holte ich Fürstenherz, genannt Herzi, aus seinem Stall. Ihn hatte ich erst wenige Tage und bin ihn noch nicht oft geritten, allerdings musste es auch für ihn weiter gehen. Daher machte ich den sensiblen Perlinohengst fertig für unser erstes richtiges Training. Mein Freund baute draußen einen Pacours auf, während ich mit Herzi Schritt ging. Praktisch, denn diesen konnte ich für Leviathan’s Levisto gleichermaßen nutzen, denn beide Hengste befanden sich auf dem exakt selben Ausbildungsstand. Fürstenherz hielt sich am Anfang noch etwas fest, als er um die Sprünge traben und galoppieren sollte, den er war in seinem Leben noch nicht allzu viel gearbeitet worden. Deswegen nahmen wir auch zuerst ein paar Trabstangen, die er schon kannte, bevor wir uns an die ersten kleinen Hüpfer machten. Auch hier merkte man seine anfängliche Unsicherheit, welche aber mit der Anzahl der Sprünge immer kleiner wurde. Wir nahmen erstmal Kreuze und Mini-Steilsprünge, bevor wir uns an Sprünge der Klasse E herantrauten. Schließlich sollte er keine Angst vor wachsender Höhe bekommen. Im gesamten Training verweigerte er zwei Mal, was aber nicht schlimm war. Da fehlte ihm noch Mut und Erfahrung am Sprung. Nachdem er nochmal fein gesprungen war, ließ ich es gut sein. Mein Freund hatte bereits Leviathan’s Levisto gesattelt und Schritt geführt, sodass ich einen nahtlosen Übergang von Pferd zu Pferd machen konnte. Levi war im gegensatz zu Herzi etwas selbstsicherer. Ihn ließen die vielen Sprünge und Stangen relativ unbeeindruckt. Auch, wenn er genauso wenig Erfahrung hatte wie Herzi. Auch bei Levi fang ich erst mit Trabstangen an, bevor wir uns ans Springen machten. Levi nahm alles völlig cool mit seinen sechs Jahren und dachte dabei immer mit. Ich war begeistert von seiner Arbeitseinstellung und ich malte mir schon aus, wie wir mal über Hindernisse der schweren Klasse fliegen würden. Beim ersten Kreuz zögerte er kurz, sprang aber. Ich wiederholte zuerst einige Male das Kreuz, bevor wir uns an die anderen Sprünge trauten. Er hatte total Spaß bei der Sache und machte seinen Job für seinen ersten Pacours fantastisch. Nach ihn spang ich heute nur auf E-Niveau, um ihn nicht zu überfordern. Ich lobte meinen Hengst und ließ ihn am langen Zügel Schritt gehen. Nun standen für heute noch zwei Pferde auf meinem Trainingsplan. Shavalou und Sezuan. Shavalou war der nächste und für ihn stand Distanztraining auf dem Plan. Auch hier befand sich mein Hengst auf dem Einsteigerniveau, welches wir dringend ändern wollten, da auch er eines Tages mal in die Zucht einsteigen sollte. Da er aber schon zu alt für die normale Körung war, musste das über Erfolge geschehen. Und die konnten wir am Besten über ein breites Ausbildungsspektrum sammeln. Also ging es los. Auch für Shavalou ging es – wie bei Golden Highlight – raus ins Gelände. Ein langer Ausritt stand auf dem Plan, um seine Ausdauer zu trainieren. Ich baute einige Trab und viele Galoppreprisen ein, natürlich alles in einem entspannten Tempo. Nach einiger Zeit war mein Hengst allerdings schon ziemlich erschöpft und geschwitzt, da es auch des Öfteren bergauf ging. Auch hier hatten wir in Sachen Kondition noch einiges vor uns. Im Stall zurück ging es ein letztes Mal ins Gelände, dieses Mal jedoch mit Sezuan, meinem KWPN-Hengst. Bei ihm hatte ich das Ziel, ihn im Rennen weiter auszubilden. Auch er stand am Anfang seiner Karriere. Nachdem auch er reitfertig gemacht war, ging es raus in die frische Luft. Ich wählte die selbe Galoppstrecke wir für Golden Highlight’s Training, jedoch war Sezuan zu meiner Überraschung um einiges ausdauernder als meine Stute. Bei ihm wird die Ausbildung nicht so lange dauern, soviel stand fest. Denn: schnell war er auch noch dazu. Abends fiel ich sehr müde ins Bett. Es war viel, aber ich wollte die Förderung meiner Pferde.
    In der ersten Woche wiederholte ich vieles aus dem allerersten Training meiner Pferde. Ich wollte sie nicht überfordern, deswegen nahm ich mir nicht zu viel auf einmal vor, sondern arbeitete mich Stück für Stück voran. Grey Rose wurde jeden Tag durchlässiger und war nicht mehr so ganz nörgelig. Da war ich mir sicher, dass das bald ganz Geschichte sein würde. Auch das Viereck verkleinern und vergrößern saß mittlerweile echt gut. Golden Highlight wurde viel ins Gelände geritten, genau wie Sezuan. Dabei entwickelte sich Sezuan schneller als die Stute, was aber nicht schlimm war. Fürstenherz gewann im Laufe der Woche immer mehr an Selbstsicherheit im Pacours und auch Levisto’s Leviathan setzte nochmal einen drauf, was seinen Mut betraf. Trotzdem blieb der Pacours die Woche auf dem untersten Niveau. Bei Shavalou merkte ich nicht allzuviel von einer Entwicklung, kann man aber in der ersten Woche auch nicht wirklich erwarten. Sein Futter wurde angepasst und ich war auf die nächsten Wochen gespannt.
    Woche zwei war interessant. Grey Rose machte eine unglaubliche Entwicklung und kam immer mehr aufs Hinterbein. Ich hatte mich inzwischen an die Verstärkungen im Trab und Galopp gemacht, was sie auch sehr gut umsetzte. Es dauerte nicht mehr lang, bis man sie definitiv in der Klasse A vorstellen konnte. Mit Golden Highlight und Sezuan bin ich in der Woche zwei Mal auf die Galopprennbahn gefahren, um mal auf einer Rennstrecke trainieren zu können. Ganz langsam merkte man das Ausdauertraining von Golden Highlight, während Sezuan schon beinahe die Idealzeit der Klasse A erreicht hatte. Bei der Stute würde das sicher noch zwei, drei Wochen dauern. Bei Sezuan könnte es sein, dass er in der nächsten Woche schon soweit war. Unsere zahlreichen Ausritte machten sich anscheinend bezahlt! Fürstenherz wurde immer selbstbewusster und mittlerweile sprang er sehr zuverlässig einen E-Pacours, sodass wir in der kommenden Woche sicherlich den Pacours höher ziehen konnten. Lecianthan’s Levisto dagegen war so Feuer und Flamme fürs Springen, dass wir uns schon auf einem guten A-Niveau befanden. Nur in der Kombination wurde er manchmal etwas unsicher, aber das dürfte auch bald Geschichte sein. Shavalous Futteroptimierung machte sich deutlich bemerkbar und er gewann zusehends an Kondition, welche für den Distanzsport unerlässlich war. Ganz sachte verlängerten wir unsere Ritte peu à peu, damit er weiter an Ausdauer und Kraft zulegte. Ich war gespannt auf Woche drei meiner Ausbildung.
    Mittlerweile waren Grey Rose’ Verstärkungen deutlich sichtbar und auch die Rückführung klappte immer besser. Ich konnte jegliche Lektionen der Klasse A abrufen, dazu gehörte Vierekc verkleinern oder vergrößern im Schritt, Tritte verlängern im Trab und Galopp und natürlich das etwas höher getragene Genick. Ich ritt zur Überprüfung des Ausbildungsstandes eine abschließende A-Dressur durch und war sehr zufrieden mit der Trakehnerstute. Ihre Ausbildung war fürs erste abgeschlossen. Nun konnte sie sich die nächsten Tage entspannen, bis es für sie nächsten Monat weiterging mit Festigung der gelernten Lektionen und Vorbereitung auf die Klasse L. Mit Golden Highlight und Sezuan war ich, wie letzte Woche auch, zwei Mal auf der Rennbahn. Ein dort angestellter Trainer unterstützte uns diese uns letzte Woche sehr gut, sodass auch Golden Highlight langsam sichtbare Fortschritte machte. Shavalou nahm das ganz gelassen, für ihn schien diese Aufgabe beinahe ein Klacks zu sein. Jede Runde rannte er eine vorbildliche Zeit, was auch den Trainer beeindrucke. Bei seiner letzten Runde nahm er nochmals die Zeit. Ich beugte mich während des Rennens dicht über seinen Hals und ließ ihn einfach unter mir galoppieren. Mittlerweile war diese Runde schon kein Problem mehr. Mit einer spitzen Zeit rannte er ins Ziel und auch der Trainer war beeindruckt. „Ja… Gratulation, eine spitzen Zeit! Da gibt es nichs mehr hinzuzufügen.“, meinte er nur, worauf ich sehr stolz war. Auch Sezuan hatte es geschafft und befand sich auf Klasse A des Galopprennens. Golden Highlight würde sicherloch noch ein paar Wochen brauchen, bis sie nachziehen würde. Bei Fürstenherz hatten wir uns mittlerweile an einen höheren Pacours getraut, kaum merklich hochgezogen. Aber mittlerweile hatte er wirklich Spaß dabei und seine anfängliche Unsicherheit war gänzlich verflogen. Er sprang jetzt schon fast auf einem soliden A-Nivau. Leviathan’s Levisto hingegen war schon durch mit der Ausbildung auf die nächsthöhere Klasse. Er hatte so viel Mut und Ehrgeiz entwickelt, dass ich dachte, er würde über Häuser mit mir springen. Egal welcher Unterbau, egal welche Sprünge aufgebaut waren: er sprang ausnahmslos alles. Immer mit dem Wille, alles richtig zu machen. Der abschließende A-Pacours war ein Witz für ihn. Fehlerfrei übersprang er die neun Sprünge, bestehend aus Steilsprüngen, Oxern und einer Kombination aus Steilsprung und Oxer. Es würde nicht lange dauern, bis ich ihn schon im L-Springen vorstellen konnte. Die Einstellung des Fuchshengstes war abnormal! Shavalou hat auch einen enormen Sprung in seinem Training gemacht. Er wurde immer ausdauernder und kraftvoller und schaffte schon locker eine Distanz von fünfunddreißig Kilometern. Jetzt brauchten wir nur noch zehn Kilometer zusätzlich, damit er sich auf der Klasse A befand. Unser Training ging also weiter. Viel ins Gelände, viel Trab und Galopp, ab und an mit Steigung. Ich war gespannt auf die nächste Woche.
    Grey Rose, Leviathan’s Levisto und Sezuan waren bereits durch mit der aktuellen Trainingseinheit. Golden Highlight war die Erste auf dem Plan. Wir hatten weiterhin viel an ihrer Kraft gearbeitet und fuhren heute zum abschließenden Training in die Rennarena. Ich war nervös, ob sich unser intensives Training auszahlen würde. Als der Startschuss fiel galoppierte meine Palominostute sehr ehrgeizig nach vorne. Ich schmiegte mich an ihren Hals und feuerte sie an. Wir bogen recht fix auf die Ziellinie ein, wo der Trainier bereits an der Reling stand und uns akribisch beobachtete. Wir durchritten die Lichtschranke mit einer schönen Zeit. Da abschließende Gespräch war zufriedenstellend, wir müssen zwar immernoch an unserer Schnelligkeit arbeiten, aber sie hatte es geschafft. Golden Highlight rennt ab heute nun auf der Klasse A mit. Ich war sehr stolz auf meine Stute, aber mussten natürlich weiter dranbleiben und uns stetig verbessern. Auch Fürstenherz hatte sich zur vorherigen Woche nochmal gesteigert. Wir sind wieder viel gesprungen und hatten an seiner Technik gearbeitet. Und wirklich, im Vergleich zu seiner Anfangszeit als Springpferd war keine Spur mehr zu sehen. Er war Mutig am Sprung geworden, machte sich auch schon selbst die Distanzen passend. Der Abschlusspacours war eine Leichtigkeit für ihn geworden. Fehlerfrei sprang er den ein Meter hohen Pacours mit Freude durch. Ich war begeistert von ihm! Ich war mir sicher, dass er mit wachsender Selbstsicherheit auch in anderen Sparten ein tolles Turnierpferd werden wird. Zu guter Letzt konnte ich auch zufrieden mit er Entwicklung von Shavalou sein. Kurzerhand entschloss ich, mich an die fünfundvierzig Kilometer lange Distanz zu trauen. Die Strecken vorher waren schon keine Herausforderung mehr für ihn, hatte mich aber noch nicht an längere Strecken getraut. Zu meiner Überraschung nahm er die lange Strecke aber mit ziemlicher Coolness. Und das auch in einer vorzeigbaren Zeit. Stolz wie Bolle berichtete ich meinem Freund von diesem Fortschritt. Auch er war nun zu guter Letzt auf A-Niveau angekommen. Nun konnte es mit allen Pferden weitergehen!

    Distanz E -> A
    Und zack, war das Jahr auch schon fast wieder rum. Mittlerweile hatten wir schon November. Nächsten Monat ist schon Weihnachten und auch Silvester. Wahnsinn, wie die Zeit gerannt war. In der Zeit war auch nicht viel los. Corona wütete immernoch durch unsere Pläne und Vorhaben, deswegen hatte ich viel Zeit, mich meinen Pferden zu widmen. Daher plante ich einen neuen Trainingsabschnitt für meine Vierbeiner. Diesen Monat betrifft es Grey Rose, welche ich in der Distanz von Klasse E auf A trainieren wollte, Fürstenherz, der in der Dressur von E nach A trainiert werden soll, genau wie sein Boxennachbar Leviathans Levisto. Shavalou wollte ich auch im Distanzbereich weiter fördern und Sezuan wollte ich ebenso in dieser Disziplin von Klasse E auf A trainieren. Also hatte ich drei Pferde in der Distanz und zwei in der Dressur. Ich freute mich riesig drauf, denn so konnte ich mehrere Pferde auf einmal mit zum Training nehmen.
    Also ging es auch schon relativ schnell los, nachdem ich den Trainingsplan geschrieben hatte. Ich begann heute mit dem Distanztraining von Grey Rose, Shavalou und Sezuan. Da ich aber nicht alle Pferde auf einmal reiten konnte, was sehr schade ist, teilte ich mir das Training mit meinem Freund. So konnten wir uns prima gegenseitig unterstützen. So machten wir Grey Rose und Shavalou fertig. Heute nahm ich die Stute und mein Freund den Hengst. Im Distanzsport war es wichtig, dass man die Ausdauer und nachher auch die Schnelligkeit trainiert. Somit widmeten wir uns heute dem Punkt der Ausdauer. Wir sattelten beide Pferde und gingen ins Gelände. Wir wählten für den heutigen Tag eine Strecke mit vielen Hügeln, Steigungen und Hängen, damit wir gleichzeitig auch an der Kraft feilen konnten. Zuerst ritten wir gemütlich im Schritt, nachher aber auch im Trab und Galopp die Steigungen hinauf. Bergab ging es nur im Schritt, da ich zu viel Sorge um die Beine habe. Generell, immer. Meine Pferde müssen nicht auf Biegen und Brechen trainiert werden, die Gesundheit steht dabei immer an erster Stelle. Wir merkten, dass Grey Rose und Shavalou schon ziemlich schnell müde waren, weswegen wir das Training langsam beendeten. Mit Sezuan wählte ich die gleiche Strecke, nachdem wir Grey Rose und Shavalou weggebracht hatten. Sezuan war schon mehr ‚an‘ als die anderen Beiden. Ihm fiel die Hanglage deutlich einfacher, er hatte aber einfach auch einen unheimlichen Ehrgeiz entwickelt. Aber auch hier ließ ich es nach einer halbe Stunde klettern gut sein, damit die Muskulatur nicht übersäuerte. Ich war gespannt, wie die Pferde sich morgen im Training zeigen würden. Als ich wieder Zuhause war waren noch Fürstenherz und Leviathan’s Levisto dran, die mein Freund bereits beide gesattelt hatte. Die zwei Hengste müssen langsam näher an die Dressur gebracht werden, und wir würden heute den Grundstein dafür legen. Beide befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt auf einem soliden, vielleicht auch ausbaufähigem E-Niveau. Schritt, Trab und Galopp konnte man in sicherer Anlehnung abrufen, vielleicht auch mal ein Schenkelweichen reiten, mehr aber auch nicht. Ich war gespannt, wie sich die Beiden machen würden. Auch hierbei half mir mein Freund, der wegen Corona ähnlich wenig zu tun hatte wie ich. Er schwang sich auf Levi’s Rücken, ich ritt heute Fürstenherz. Wir ritten die Hengste erstmal ordentlich warm, bevor wir locker antrabten und erstmal leichttrabten. Wir lösten die Beiden erstmal in einem schönen vorwärts-abwärts mit vielen Handwechseln und Hufschlagfiguren. Im Galopp nahmen wir erstmal ein frisches Grundtempo ein, bevor es an die Arbeit ging. Im Trab saßen wir nun aus, auch das war kein Problem für Leviathan’s Levisto und Fürstenherz. Levi hob sich ab und an Mal raus, was aber sofort korrigiert werden konnte. Im Trab hieß es nun: versuchen, das Genick etwas weiter oben zu halten, während wir aussitzen. Das klappte gut, aber schließlich war das auch Teil unseres täglichen Trainings. Eigentlich mussten die Hengste nur die Verstärkungen und das Viereck verkleinern/vergrößern lernen. Heute widmeten wir uns aber zuerst nur den Basics. Ansatzweise testeten wir, ob das Viereck verkleinern möglich war, einzuleiten. Fürstenherz verstand auf Anhieb, was ich von ihm wollte. Levi hingegen war am Anfang recht klemmig und wollte kaum seitwärts treten, aber nach dem dritten Anlauf machte es auch bei ihm langsam ‚klick‘.
    In der ersten Woche des Trainings gingen wir mit Grey Rose, Shavalou und Sezuan viel ins Gelände. Abwechselnd ritten wir viel am Hang, denn das steigerte enorm die Kraft und somit die Ausdauer. Es war gut, dass wir zu zweit waren, denn die Pferde motivierten sich täglich gegenseitig. Wir ritten aber auch immer in anderen Konstellationen. Mal Grey Rose mit Shavalou, mal Sezuan und Shavalou, oder Grey Rose mit Sezuan. Wir Pferde wurden zum Mal zu Mal eifriger. Grade, wenn es auf die lange Galoppstrecke ging. Mittlerweile mussten wir die Trainingseinheiten von Dressur und Distanztraining splitten, denn die Distanzritte wurden immer länger und ausgedehnter. Bei den Galoppstrecken versuchten wir, die Pferde anfangs immer in einem ruhigen Grundtempo zu halten und die Energie nicht auf einmal zu verbraten. Das ging anfansg nur mäßig gut, grade die beiden Hengste Sezuan und Shavalou schaukelten sich gegenseitig ziemlich hoch, weswegen wir diese Konstellation zum Ende der Woche hin eher nicht mehr wählten. Bei Levi und Fürstenherz machte sich das Dressurtraining auch ganz gut. In der ersten Woche konnten wir noch eine signifikanten Unterschiede feststellen, was aber ok und auch normal war. Lieber step by step aber dafür richtig. Wir hatten uns so langsam an die Verstärkungen in Trab und Galopp rangetastet. Da beide Pferde mit einem netten Gangwerk ausgestattet sind, macht das die Verstärkungen einfacher. Nur das Abfangen brauchte noch mehr Durchlässigkeit und musste schneller gehen. Das ist fohl der Fokus für Woche zwei des Trainingsprogramms.
    In der zweiten Woche begannen wir auch hier wieder mit der Distanzarbeit. Es war toll, die Pferde so zu erleben. Gefühlt täglich bekamen sie mehr Kraft und Ausdauer und hatten einfach Spaß an der Arbeit im Gelände. Wir nahmen trotzdem immer mal wieder die Hanglage mit, damit auch weiterhin die Hinterhand gestärkt wird. Aber der Fokus lag definitiv auf den langen Strecken, die wir im Schritt, aber natürlich auch Trab und Galopp nahmen. Die Pferde hatten mittlerweile gelernt, in einem gleichmäßigen, ruhigen Tempo zu laufen, um sich die Kraft einzuteilen. Ziel dieses Trainings im November war, dass die Pferde an der vierzig Kilometer Marke kratzten. Neununddreißig Kilometer mussten sie bis zur Klasse A in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zehn km/h zurücklegen. Wir schafften mittlerweile gute dreizig Kilometer, danach waren die Pferde aber auch ziemlich erschöpft und am Ende der Kräfte. Es hieß also: Weitertrainieren und dran bleiben. Ich hatte das Gefühl, in zwei Wochen dürften alle Pferde die vierzig Kilometer in geeigneter Zeit schaffen. Grey Rose konnte nach meinem Gefühl jetzt schon beinahe die vierzig Kilometer schaffen, denn sie hatte einen unglaublichen Ehrgeiz. Die Hengste waren etwas schwächer als sie, grade Shavalou brauchte recht lange um Kraft und Ausdauer aufzubauen. Sezuan befand sich nach Woche zwei in einem guten Mittelfeld. Daher hieß es weiter Ausdauer trainieren. Bei den Dressurlern verlief die zweite Woche ähnlich erfolgreich. Fürstenherz hatte mittlerweile verstanden, dass Rahmenerweiterung gefragt wurde bei den Verstärkungen. Er konnte seine Beinchen sehr gut in Szene setzen, was mich unheimlich stolz machte. Aber auch Leviathan’s Levisto verstand das Prinzip so langsam, auch wenn er mehr Springpferd als Dressurpferd werden wollte. Dennoch glaube ich an das Potenzial des Fuchshengstes. Wir übten auch viel am Seitwärtsgehen und somit war das Viereck verkleinern und vergrößern seit dieser Woche bei beiden Hengsten kein Problem mehr.
    Woche drei des Workouts war großartig. Meine fünf Pferde machten einen gewaltigen Sprung nach vorne, das Training trug endlich Früchte. Leviathan’s Levisto und Fürstenherz waren mittlerweile wirklich auf einem guten A-Niveau der Dressur angekommen. Sobald es auf die Diagonale ging im Trab, gingen die Öhrchen nach vorne und ab die Post. Man musste beide regelrecht bremsen, mal nicht zuzulegen wenn man durch die ganze Bahn wechseln wollte. Zum krönenden Abschluss wollte ich auf beiden Pferden eine A-Dressur zur Überprüfung des Leistungsstandes durchreiten. Zuerst machte ich Leviathan’s Levisto dafür fertig. Wenig später konnte es dann auch schon losgehen. Aufgewärmt und bereit für unsere erste richtige A-Dressur. Mein Freund saß am Rand des Reitplatzes und laß mir die Aufgabe vor. Mittellinie einreiten und Grüßen war grade und geschlossen. Das Antraben vom Fleck weg war schonmal besser und durchlässiger, alles aber noch im Rahmen. Mittlerweile konnte ich wirklich spüren, wie Levi unter mir anfing zu schwingen. Schritt, Trab und Galopp waren kein Problem. Auch das Zulegen im Trab und Galopp war deutlich sichtbar herausgeritten, auch das Abfangen wurde immer besser. Das Viereck verkleinern war nach vielem Üben auch keine Hürde mehr für den KWPN-Hengst. Ich war sehr zufrieden mit seinem Werdegang als zukünftiges Springpferd auf Abwegen. Danach war die Leistungsüberprüfung von Fürstenherz dran. Auch mit ihm ritt ich die gleiche Aufgabe. Die erbrachte Leistung war sogar noch besser als die von Levi. Fürstenherz war einfach ein tolles Dressurpferd, der wusste, wie man sich präsentiert. Er wusste auch einfach, dass er schön ist. Auch hier waren die Kernlektionen wie Tritte verlängern im Trab und Galopp sowie Viereck verkleinern im Schritt sauber geritten und deutlich erkennbar. Auch hier konnte man vermerken, dass sich Herzi auf sicherem A-Niveau befand. Somit war dieser Part der Trainingssession im November abgeharkt und beide Pferde liefen zuverlässig auf A. Nun mussten wir noch das Distanztraining abschließen. In der Woche waren wir wieder viel im Gelände und erweiterten jeden Tag peu a peu die Strecke. Sie hatten mittlerweile enorm Kraft und Ausdauer bekommen. Auch Shavalou, der immer erst ein wenig brauchte, bis er mithalten konnte. Grey Rose und Sezuan hatten eine unglaubliche Entwicklung in der doch eher kurzen Zeit gemacht. Somit konnten wir sonntags auswärts fahren, um unser Können unter Beweis zu stellen. Damit wir nicht zwei Mal fahren mussten, fragte ich eine Freundin, ob sie eins meiner Pferde auf dem Distanzritt reiten konnte. Sie willigte ein und nach einem Probetraining, welches super war, konnten wir zu Dritt in den Kampf ziehen. Ich ritt Sezuan, mein Freund Shavalou und Lara, meine Freundin, Grey Rose. Nachdem wir die Pferdehänger bepackt hatten, ging es los zur auswärtigen Distanzstrecke. Die Pferde waren auf fremden Terrain relativ entspannt und ich konnte es kaum erwarten, bis es losging und wir das harte Training endlich abschließen konnten. Nachdem wir gesattelt hatten, ging es los. Der Prüfer nahm die Zeit, jedoch ließen wir es ganz entspannt angehen. Wir hatten eine Menge Spaß auf unserem Distanzritt und bauten viele Trab und Galoppstrecken abwechselnd ein. Wir waren einige Stunden unterwegs, wie lange wusste ich gar nicht. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren und war fast traurig, als der Ritt schon vorbei war. Der Richter gratulierte uns recht herzlich zu den bestandenen neununddreißig Kilometer in einer guten Zeit. Somit war es amtlich: Grey Rose, Shavalou und Sezuan liefen auf A-Niveau, was Distanzritte betrifft. Glücklich und zufrieden mit den Leistungen der Pferde und deren Werdegänge in den letzten Wochen machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat, wo wir die Stufenerhöhungen der Pferde ausgiebig in kleinem Kreis bei einer Flasche Sekt feierten.

    Rennen L -> M
    Es war ein wundervoller Montag. Ja, schon fast wie im Bilderbuch. Die Sonne gab heute alles und die eisigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schienen etwas milder als sie eigentlich waren. Nichtsdestotrotz stand mal wieder eine Trainingssession mit meiner Stute Grey Rose an, damit sie endlich zur Stutkrönung konnte und eingetragene Zuchtstute werden würde. Ich beschloss, meine Trakehnerstute diesmal in der Disziplin Galopprennen, beziehungsweise Rennen zu fördern. Aktuell bewegte sie sich auf einem sehr guten L-Niveau und nun hieß es, sie bis zur Klasse M weiter auszubilden.
    Also machte ich meine Stute im Stall fertig und hing dann den Hänger an, denn der Boden war zu sehr gefroren, um draußen auf der Rennbahn im Nachbarort zu trainieren. Wenig später war der Hänger am Auto und Grey Rose konnte verladen werden, damit wir ins fünfundzwanzig Kilometer entfernte Dort zu fahren, wo eine Indoor-Rennbahn war, damit man die Galopper auch im Winter bei Laune halten konnte.
    Als wir ankamen, machte ich Grey Rose schnell fertig und dann ging es zum Training mit Walden, dem Trainer der Rennbahn. Nach dem gründlichen Aufwärmen ging es dann auch los. Meine Stute wusste genau, um was es heute ging und war Feuer und Flamme für diese Art von Training: Galopp. Ich beugte mich während der Trainingsrunde dicht über ihren Hals und ließ ihr genügend Platz vorne, damit sie sich vollends strecken und den Galopp genügend entwickeln konnte. Unsere Zeit war gut, jedoch natürlich nicht gut genug für die nächsthöhere Klasse M. Walden kam zu uns und gab uns einige wertvolle Tipps. Nach einem kurzen Gespräch war klar: Ich werde Grey Rose auf der Galopper-Trainingsanlage lassen, da wir dort die besseren Trainingsmöglichkeiten hatten. Heute nahm ich sie jedoch nochmal mit nach Hause und würde sie erst am nächsten Tag mit Sack und Pack bringen.
    So geschah es dann auch. Am nächsten Tag packte ich alles ein, was meine Stute benötigte. Im neuen Domizil angekommen, natürlich nur vorrübergehend, brachte ich das Zeug in den Stall, bevor ich Grey Rose fürs nächste Training fertig machte. Heute ging es um die Kraft und neue Ausdauer, die wir gewinnen wollten. Walden baute einige kleine Sprünge auf, teilweise auch auf Steigung, damit Grey Rose mehr die Hinterhand beanspruchen musste. Während dem Training merke ich, wie sehr sie das anstrengte, deswegen machten wir nicht so viel heute.
    In den nächsten Tagen und Wochen entwickelte ich Grey Rose zunehmend in die richtige Richtung. Sie wurde immer kräftiger und konnte den Schub aus der Hinterhand noch besser einsetzen, was enorm an Schnelligkeit und Technik feilte und dies verbesserte. Die nächste Zeitmessung auf der Rennbahn war schon um einiges besser als das Training letzte Woche. Wir waren schneller geworden, aber es reichte leider immernoch nicht.
    Deswegen hieß es: weitermachen, weitermachen, weitermachen. Unermüdlich trainierten wir, aber es war klar, das die Klasse M das Maximum war, was Grey Rose konnte. Mehr war aus den meisten Warmblütern nicht rauszubekommen, trotz der eleganten Trakehnerrasse und deren Leichtigkeit, Blütrigkeit und Eleganz. Jedoch mussten wir dieses nächste Ziel noch erreichen, und wir waren nicht mehr weit von entfernt. In den kommenden Tagen trainierten wir abwechslungsreich an der Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Ich hatte das Gefühl, von Mal zu Mal machten wir einen großen Sprung in die richtige Richtung.
    Mittlerweile waren es drei Wochen, wo ich meine Stute im Rennstall untergebracht hatte. Zwischendurch hatten wir eine kleine Flaute und nichts ging mehr. Wir machten keinen Schritt vor sondern bewegten uns eigentlich nur auf der Stelle beziehungsweise drehten uns im Kreis. Wir hatten sogar überlegt, das Training abzubrechen und es zu akzeptieren, dass einfach nicht mehr ging. Dass sie einfach ein Sportpferd auf dem Gebiet Springen und Dressur war und kein Rennpferd, womit Walden ja auch eigentlich recht hatte. Jedoch erkannte ich Grey Roses Gabe, dass mehr als L drin war. Also gaben wir der Sache noch eine Chance. Wir probierten unser Glück ein weiteres, wahrscheinlich letztes Mal auf der Rennbahn um die Zeit zu nehmen. Ich flüsterte meiner Stute liebe Worte zu und hoffte, dass wir die Zeit knacken können. Auch, wenn es nur knapp war, aber ich hatte den Ehrgeiz. Genau wie mein Pferd. Ich atmete tief durch und fokussierte mich. Dann ging die Klappe auf und Grey Rose stürmte nach vorne. Dicht lehnte ich mich auf ihren Hals und ließ sie galoppieren. Zwischendurch schnalzte ich ihr zu, was sie weiter motivierte. Wir hatten bereits die Hälfte der Strecke hinter uns gelassen, da merkte ich, dass ihr die Kraft langsam ausging. "Los mein Mädchen, gib alles !!", rief ich ihr zu und schnalzte, um sie zu motivieren. Ich hatte das Gefühl, sie wurde wieder etwas kraftvoller unter mir. Dann ging es auf die Zielgeraden. Grey Rose schnaufte schon ziemlich, war aber sehr ehrgeizig. Walden kam immer näher und er fieberte uns mit großen Augen entgegen. Wie ein Geschoss zogen wir an ihm vorbei. Ich hörte ein leises 'Jawoll!' hinter mir. Jawoll? Hieß das, wir hatten die Zeit geknackt? Nachdem Grey Rose ausgaloppiert und ausgetrabt hatte, ritt ich noch eine Runde Schritt, bevor ich zu Walden ritt. Er grinste mir nur zu. "Gratulation. 1,47 Sekunden unter dem Limit.", meinte er. Es war ein grandioses Ergebnis und ich fiel Grey Rose um den Hals. Wir hatten es geschafft! Grey Rose war nun in der Lage, Strecken der Klasse M in geeigneter Zeit zu rennen. Das musste gefeiert werden!

    Kürbericht für die SK 473 - alle Stuten
    Was ein aufregender Tag! Heute waren wir angereist, um Grey Rose die Chance geben zu können, endlich eine Zuchtstute zu werden. Wir hatten lange auf den Tag hingearbeitet, daher waren alle Daumen gedrückt. Ich hatte beschlossen, diese Kür geritten zu präsentieren, da ich Grey Rose so besser präsentieren konnte. Eingeflochten, gesattelt, getrenst und natürlich schick zurecht gemacht warteten wir auf unseren großen Auftritt als erstes Starterpaar. Wir mussten nicht lange warten, da klingelte das Glöckchen und wir wurden aufgerufen. Im Trab ritten wir in die Arena ein und trabten einmal außenherum, bevor ich vor den Richtern aufmaschierte und diese grüßte. Nun ging es ums Präsentieren der drei Grundgangarten. Ich begann mit dem Trab auf beiden Händen, bevor ich zum Schritt durchparierte. Ich ließ Grey Rose groß schreiten und wechselte durch die halbe Bahn, um dort auch nochmal den Schritt zu präsentieren. Danach trabte ich erneut an und ging auf den Zirkel. Dort galoppierte ich meine Stute an und galoppierte eine Runde außenherum. Ich wechselte mit einem fliegenden Wechsel durch die Diagonale und zeigte dort auch nochmal den Galopp. An der langen Seite galoppierte ich eine Volte und strich über, um ihre Durchlässigkeit zu zeigen. Im Galopp maschierte ich ein zweies Mal auf und gab bei G eine ganze Parade zum stehen, um mich von den Richtern zu verabschieden. Ich war zufrieden mit unserer Vorstellung und hoffte auf ein positives Körurteil.
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    Zuletzt bearbeitet: 11 Jan. 2021
  3. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

    Roanoak Stables präsentiert
    Patagonia
    [​IMG]
    Steckbrief:
    Patagonia
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    Abstammung

    Von Leitz
    Von Lord Winter Aus der Harmony

    Aus der Plötze
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt


    Exterieur

    Oldenburger
    24.03.2016| Stute|176cm

    Sooty Buckskin Minimal Sabino | Dunkler Falbe mit Sabino
    Ee Aa nCr nSb Stysty

    Interieur
    Patagonia ist eine sehr intelligente Stute, die immer mitdenkt und auch schwierige Aufgaben mit Bravur meistert. Sie weiß wie man Stricke öffnet, bleibt aber trotzdem ruhig am Putzplatz stehen. Oft handelt sie aus dem Bauch heraus und so passiert es auch mal, dass wenn sie sich erschrickt, auch mal zur Seite springt. Bei der Arbeit schnaubt sie oft laut ab, eigentlich immer wenn sie gerade konzentriert ist. Leider ist sie nicht sehr robust und verletzt sich öfter als es dem Reiter lieb ist. Ihr Heu tunkt sie beim Fressen immer in die Tränke und hat es am liebsten wenn es nass ist. Deshalb muss man oft die Tränke von Heu befreien. Darüber hinaus liebt sie Aufmerksamkeit und sucht oft die Nähe eines Menschens um an Streicheleinheiten zu kommen. Pata hat Angst alleine alleine gelassen zu werden und braucht ihre tägliche Bewegung, sei es auf der Weide, im Paddock oder durch Training. Unsichere Reiter testet sie oft und versucht dabei die Rolle der Leitstute zu übernehmen.

    Besitzer: Brooke Scott (22)
    Züchter: Unbekannt | Deutschland
    VKR/Ersteller: Sosox3
    Kaufpreis: 290 Joellen


    Karriere

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    Platzierungen 3/2/4
    Trainingsstatus inaktiv
    Registriert in -

    Dressur E A L
    Springen E A L M
    Military E A L M
    Fahren E A
    Distanz E A L M
    Rennen E A
    Western E


    Klasse E
    581. Springturnier, 1. Platz
    314. Synchronspringen, 2. Platz
    316. Synchronspringen, 1. Platz
    317. Synchronspringen, 3.Platz
    331. Synchronspringen, 3. Platz
    335. Synchronspringen, 1. Platz
    336. Synchronspringen, 3. Platz
    Klasse A
    339. Synchronspringen, 2. Platz
    342. Synchronspringen, 3. Platz

    Inoffiziell

    Großer Preis von der Nordwacht - A-Dressur - 1. Platz
    Großer Preis von der Nordwacht - L-Dressur - 3. Platz
    Großer Preis von der Nordwacht - E-Springen - 4. Platz


    Zuchtverband
    -
    Zuchtinformation



    Zuchtverfügbarkeit [​IMG] Geschlossen [​IMG]
    Zuchtbedingungen:
    Nur offen für Deutsche Warmblüter
    Hengste müssen mind. im L Dressur platziert erreicht haben
    Name des Fohlens muss bei Stutfohlen den Anfangsbuchstaben der Mutter erhalten
    Decktaxe: -

    Nachkommen:
    1.
    2.
    3.
    4.
    5.

    Zuchtpotenzial:
    [​IMG]

    Bilder


    PNG | Puzzel PNG |Offizieller Hintergrund


    Tierarztbericht:
    Tierarztpraxis Sapala
    Heute war ich auf dem Weg zu Nathan Scott. Es war einer meiner routinemäßigen Besuche und heute standen insgesamt fünf Pferde auf dem Plan. Dementsprechend früh traf ich auch auf dem Hof ein und wurde schon von Nathan und der wartenden Baltic Wave in Empfang genommen. Nachdem ich beide begrüßt und mich kurz eingerichtet hatte, bat ich Nathan, mir die Stute direkt einmal vorzuführen. Einmal im Schritt und einmal im Trab. Die Gänge waren taktklar und die Beugeprobe bestand Baltic Wave ohne Probleme.
    Als nächstes warf ich also einen Blick in Ohren, Augen, Nüstern und Maul, um zu schauen, ob da grundlegend alles in Ordnung war. Nathan hatte auch keine Probleme bemerken können. Zuletzt hörte ich also noch Herz, Lunge und Darm ab und da auch dort alles im grünen Bereich war, konnte Baltic Wave ohne Probleme geimpft und entwurmt werden. Etwas mürrisch nahm sie die Wurmkur an, aber ansonsten lief alles problemlos.
    Während Nathan die Stute wieder in die Box brachte, füllte ich den Impfpass aus und setzte meine Unterschrift an die nötigen Stellen. Kurz darauf stand bereits Caprimond vor mir. Es handelte sich bei ihm um einen windfarbenen Hengst und er war wirklich eine Schönheit. Auch ihn ließ ich mir erst vorführen, dann tastete ich ihn ab, hörte ihn ab und nachdem alles in Ordnung war, wurde auch er geimpft und entwurmt. Er machte vorbildlich mit, bekam zum Abschied noch ein Leckerli und war nach zehn Minuten mit seinem Besuch bei mir durch.
    Ähnlich schnell verlief das Prozedere bei Cinnemont's Accento, welchen ich bereits schon länger kannte. Wir waren ein eingespieltes Team und ruckzuck war er vorgeführt, abgetastet und abgehört. Die Impfungen nahm er ohne jedes Zucken an und auch die Wurmkur hatten wir schnell im Pferd. "Solche Patienten wünscht man sich", meinte ich grinsend zu Nathan, welcher selbst sehr zufrieden war.
    Wir näherten uns dem Ende, denn als nächstes stand Patagonia vor mir. Die schöne Stute machte uns heute ein wenig Ärger, denn sie war nicht so begeistert, von mir abgetastet oder abgehört zu werden. Leider hatten wir sie eben auch in ihrer Rossezeit erwischt und wie die meisten Stuten war auch sie da deutlich sensibler. Dennoch konnten wir alles erfolgreich erledigen und nachdem ich sie untersucht hatte, wurde sie geimpft und entwurmt und durfte dann schon wieder zurück in ihre Box.
    Der letzte im Bunde war Norisk. Ein kräftiger Norikerhengst, welcher schon eine ganz schöne Erscheinung war. Doch genauso gutmütig war er auch. Er ließ sich einwandfrei vorführen, muckte nicht beim abtasten und abhören und auch beim Impfen hielt er super still. Die Wurmkur nahm er nicht so gerne, aber man bekam sie ins Maul. Ausgiebig wurde er danach gelobt und durfte gehen. Ich erneuerte noch alle Impfpässe, gab diese dann Nathan zurück, verabschiedete mich und machte mich wieder auf den Weg zum Auto.

    Trainingsberichte:
    Dressur E-A
    Patagonia Dressur E-A
    “Eigentlich hätte ich gleich unten bleiben können.”, bemerkte ich Val. Im gleichen Atemzug ergänzte ich allerdings “dann hätte der Brand schlimmer ausgehen können.” Auch wenn mittlerweile etwas Zeit vergangen war, saßen die Folgen des Brandes noch tief in den Knochen, selbst Peter war erst vor kurzem aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nichts desto trotz musste Geld in die Kasse gespielt werden, weshalb ich mich dazu entschied wieder Aufträge als Trainer anzunehmen. Brooke Scott kam mir mit ihren neuen Pferden, die alle gefördert werden sollten, sehr entgegen. Also entschloss ich mich dazu erneut an den Rhein zu fahren, um die alten Freunde zu besuchen, die sich mittlerweile eine stattliche Zucht aufgebaut hatten.
    “Ach fuck, ich wollte doch zur Werkstatt”, fluchte ich, als ich in meinen Dodge stieg, der aber nicht ansprang. Auf die schnelle konnte ich keinen ordentlichen Mechatroniker auftreiben, weshalb ich Peter anrief und ihn bat mir sein Wagen zu leihen. Ohne irgendwelche Anstalten übergab er mir die Erlaubnis und so konnte ich die Reise fortsetzen. Peters alter Passat war zwar gewöhnungsbedürftig, aber immerhin fahrtüchtig, was die ganze Sache erträglicher machte. Ärgerlich war bloß die kaputte Klimaanlage, denn bei Graden um den Nullpunkt gepaart mit Nieselregen, war es nicht sonderlich angenehm 5 Stunden im Auto zu verbringen.
    Durchgefroren und erschöpft kam ich nachmittags auf dem Roanoke Anwesen an und wurde wie jedes mal freundlich von Brooke und Nate begrüßt, die mir sofort ein warmes Zimmer im Wohnhaus und einen heißen Kaffee angeboten hatten. Da es schon recht spät war, hatte ich mich dazu entschieden die zu trainierende Stute Patagonia erstmal kennenzulernen und am nächsten Morgen mit dem Training anzufangen. Gemeinsam mit Brooke begab ich mich in den Stalltrakt der Stuten und staunte über die Masse, der neu hinzugekommenen Pferde. Allesamt waren wunderschön und von bestem Pedigree. “Wow ein Sooty Buckskin Schecke! Diese Stute hat etwas ganz besonderes an sich, sie zieht einen in ihren Bann.”, stellte ich begeistert fest. “Tja Collin, wer lesen kann, ist klar im Vorteil.”, feixte Brooke. Erst dann fiel mein Blick auf das Boxenschild, auf welchem in großen Buchstaben der Name “Patagonia” geschrieben war. Mit einem Klaps auf meine Stirn signalisierte ich meine kurzfristige Dummheit. “Naja das war wohl das ultimativste für deine Stute”, antwortete ich lachend. Die hübsche Stute betrachtete uns neugierig und schnupperte an meinem Körper. Ich tätschelte daraufhin ihren Kopf und bewunderte ihre außergewöhnliche Zeichnung. “Ich würde sagen, dass ich sie einfach erstmal longiere und morgen dann eine Reitstunde einbaue.”, schlug ich Brooke vor. Sie nickte und holte aus der Sattelkammer alles was ich brauchte. Als sie zurückkehrte bedankte ich mich bei ihr und sie überließ mir ihre Stute und machte sich wieder an ihre Aufgaben. Angefangen mit einem ausgiebigen Putzen, machte ich die großrahmige Stute fertig und begab mich mit ihr zur Halle, da es draußen aus Eimern schüttete. Pata war mit einer Abschwitzdecke und einem feinen Kappzaum ausgestattet und schien von den Geräuschen des Regens eingeschüchtert zu sein, da sie ein paar mal einen Satz zur Seite machte. Im Kontrast dazu machte sie beim Longieren perfekt mit und schnaubte sehr laut ab, was mir signalisierte, dass sie sich entspannte.

    Am nächsten Morgen
    “Guten Morgen Col!”, begrüßte mich Nate auf nächsten morgen. Ich nickte ihm mit der Tasse Kaffee in der Hand zu. In Gedanken ging ich schon die Einheit mit Patagonia durch und begab mich zum Stall. Schnell war die hübsche Stute für die Reiteinheit fertig gemacht und ich führte sie zur Halle.

    Nach guten 5 Minuten warmführen, stieg ich auf und arbeitete mit ihr erst einmal im Schritt: das bedeutet Tempiwechsel mit Fokus auf eine korrekte Aufrichtung und schönem Untertreten. “Sehr gut, Hübsche!”, lobte ich Pata. Nach ein paar Bahnfiguren, trabte ich sie an und begann sie in einem guten Arbeitstrab zu halten, während wir auf dem Zirkel ritten. Grundlegend übten wir alle Aufgaben, die bei einer A-Dressur gefragt wurde und zu meinem Erstaunen, klappten die Aufgaben fast alle einwandfrei. Generell war das Dressurpotential deutlich zu spüren, da ihr Gangwerk sehr elastisch und ästhetisch war. An manchen Stelle merkte ich, dass sie gerne etwas testet, da sie, wenn ich unaufmerksam war, immer zur Mitte laufen wollte oder sich aus der Übung heraushebte. Auch beim Reiten schnaubte Pata ab und schien sich sehr zu konzentrieren. Nach einem durch den Zirkel wechseln, gab ich ihr die Galopphilfe und fokussierte mich darauf sie zu versammeln und damit “rund” zu machen. Natürlich konnte ich keine perfekte Versammlung verlangen, da es ihr noch an Balance und Körperbewusstsein fehlte, dennoch gab sie ihr bestes und schien Spaß daran zu finden. “Good Girl!”, lobte ich die Stute kurz vor Ende der Einheit. Mittlerweile hatte ich zum Schritt durchpariert und ließ sie nun am langen Zügel “abkühlen” und sammelte von der Bande ihre Abschwitzdecke ein und legte sie über ihren Hintern. Plötzlich öffnete sich die Hallentür und Patagonia machte einen Sprung zur Seite, bei dem ich fast den Halt verlor und mich in der letzte Sekunde noch fangen konnte. Brooke verkniff sich ein Lachen und entschuldigte sich stattdessen. “ Sie war einfach klasse! Einer A-Dressur steht nicht mehr viel im Wege, wenn ihr fleißig trainiert und besonders an ihrer Biegung und der korrekten Ausführung der Aufgaben arbeitet.”, erklärte ich Brooke und unterbreitete ihr die zukünftigen Trainingsplan.
    5583 Zeichen, by Zion
    Dressur A-L
    Die Dressur - Reitstunde

    Ermgravin E-A
    Garance E-A
    Colour Paint A-L
    Blue Spirit E-A
    Priamos Ruffia Kinscem L-M
    Patagonia A-L


    Collin
    Der Kurs lief bisher fantastisch, vielleicht mag das etwas sehr euphorisch klingen, aber die Teilnehmer haben bereits tolle Fortschritte gemacht und sind wie ich das wahrnehmen konnte auch sehr zufrieden. Da alle Teilnehmer im Online-Formular eine Reitstunde ausgewählt hatten, haben Robin und ich beschlossen diese eher an das Ende des Kurses zu legen, damit die erarbeiteten Fortschritte vom Boden auch auf dem Pferd umgesetzt werden können. Allerdings hatten wir nach wie vor das Problem, dass Cloud in der Nähe von Stuten buckelte und bei einer Reihe von 5 Stuten war uns das einfach zu heikel, weshalb wir ihn und Occu erneut separierten und lediglich mit Pria und Patagonia in eine Gruppe steckten, da alle vom Niveau her etwas weiter waren.

    Es war wieder ein recht kühler Morgen, an dem wir mit dem Training anfingen, doch laut Wetterbericht erwarteten wir heute einen milden sonnigen Tag, weshalb wir mit beiden Gruppen raus auf den Platz gingen. Momentan versammelten sich alle im Speiseraum zu Frühstück und während leichtes Gemurmel den Raum ausfüllte, bat ich die Gruppe kurz um ihre Aufmerksamkeit. “Guten Morgen! Für heute haben wir die Reitstunde geplant und der Rest des Tages steht euch dann zur freien Verfügung. Diesmal haben wir euch zweigeteilt, da der Ausbildungsstand der Pferde doch variiert. So sind Cloud, Pria und Pata bei mir und Blue, Gräfin und Garance bei Robin. Achja! Wir werden nicht stupide irgendwelche Lektionen bis zum Abwinken üben, sondern passen alles an euch an und orientieren uns nur grob an den Original-Vorlagen, damit ihr euer Training zu Hause fürs Turnier weiterführen könnt. Dann wünsche ich euch noch einen guten Appetit und wir sehen uns dann in einer Stunde beim Putzplatz.”, beendete ich meine kurze Rede. Während ich zum Buffet ging und mir reichlich Rührei auf meinen Teller schaufelte, trat Robin neben mich und fragte “Wie baust du denn den Unterricht auf, also soll ich irgendwas bestimmtes machen?” “Ne ne mach du es für richtig hälst und guck dir einfach wie es läuft und deine Gruppe strebt auch nur ein A-Niveau an, weshalb du in den Aufgaben sehr frei bist.”, entgegnete ich ihm und er ging nickend weg.


    Robin
    Nachdem das Frühstück beendet war, liefen alle gemütlich nach draußen um ihre Pferde zu holen und diese fertig zu machen. Da Collin und ich vom Boden ohne eigenes Pferd unterrichteten, stellten wir uns zur Seite und beobachteten die anderen. Es war schön zu sehen, als sie das Gelernte aus den bisherigen Tagen im Alltag mit ihrem Pferd anwendeten - Leticia zum Beispiel trat viel selbstbewusster auf und kam mittlerweile deutlich besser mit Garance’ Dominanz klar und auch ihre Stute schien mit der Veränderung zufrieden zu sein. Ebenfalls hatten Alec und Gräfin ihr Problem mit der Gerte zumindest etwas behoben, da sie im Verlauf des Kurses die Gerte zum Abstreichen benutzt haben und er ihr so gezeigt hat, dass die Gerte nichts Böses impliziert. “Ja wie ich sehe seid ihr soweit. Wir bleiben bei dem schönen Wetter draußen auf den Plätzen und meine Gruppe geht auf den Großen und Collin geht mit euch auf den kleineren Platz”, informierte ich unsere Teilnehmer. Wie in einer Polonaise begaben wir uns zu den Plätzen und alle stiegen nacheinander mit der Aufstiegshilfe auf. “So ich mache das Tor gleich zu und ihr reitet erstmal wie ihr wollt eure Pferde warm.”, erklärte ich meiner kleinen Gruppe. Collins Gruppe lief derweil etwas weiter zum anderen Platz und stieg dort auf. Aus Sicherheitsgründen hatten wir alle gebeten, auch wenn sie es zu Hause nicht machen würden, einen Helm aufzusetzen.


    Collin
    “Na dann wollen wir mal! Reitet eure Pferde erstmal im Schritt warm und ich gucke mir das dann auch gleich mal an, da ich ein großer Fan von Schrittübungen bin. Für Pata und Cloud bringt die L-Dressur einen größeren Schritt mit sich, der auf den versammelten Gangarten beruht und da für mich aus der klassischen Richtung Versammlung das A und O ist, werden wir das heute speziell in Angriff nehmen. Die Kandare könnt ihr gern in eurem eigenen Training dann einbauen, doch wir werden die Grundsteine erstmal mit der Trense legen. Octavia, da Versammlung und Verstärkung in der M-Dressur ebenfalls eine enorme Rolle spielen, ist das für dich und Pria ja die beste Voraussetzung. Den fliegenden Wechsel und die Schrittpirouette können wir gern auch probieren. Fast vergessen, Seitengänge! Da die sowohl für das Pferd zur Lockerung sehr gut sind und sie fast in allen Klassen gefragt werden, beschäftigen wir uns auch damit.”, begann ich die Einheit. Die drei verteilten sich auf dem ganzen Platz und begannen ihre Pferde im Schritt aufzuwärmen. Mich machte es besonders Stolz, dass alle bereits mit Tempiwechseln und kleineren Aufgaben anfingen und nicht nur am langen Zügel das Pferd voran stolpern ließen.


    Robin
    Mittlerweile waren gut 15 Minuten vergangen und alle waren auf ihr Pferd konzentriert. “Wir werden uns speziell mit den Tempiwechseln und Bahnfiguren beschäftigen. Alicia du hattes ja erzählt, dass Blue Spirit noch nicht so viel Erfahrung hat, deshalb würde ich bei euch in den Bahnfiguren besonders auf die Hilfengebung achten, ich möchte, dass Blue ohne große Mühe das ausführt, was du ihr vermittelst, du hast ja ein paar Methoden vom Boden kennengelernt. Leticia du meintest, dass Garance schon Turniere gelaufen ist und somit die Lektionen schon etwas besser kennengelernt hat, wenn ihr wollt könnt ihr am Viereck verkleinern und vergrößern also im Prinzip Schenkelweichen, sowie an einem einfachen Galoppwechsel arbeiten. Und Alec ihr habt ja mit der Gerte bereits große Erfolge erzielt, dennoch braucht ihr sie heute nicht, da Frau Graf sehr fein an den Hilfen steht und ich lasse es dir frei was du machen möchtest.”, erklärte ich der Gruppe und sie machten sich gleich daran alles auszuprobieren. Bisher sah es auch vielversprechend aus und alle waren bemüht es richtig auszuführen. “Gönnt euren Pferde ruhig eine Pause. Sieht gut aus! Alicia Blue läuft etwas hinter der Senkrechten, dann gehe lieber nochmal ein paar Schritte zurück und versuche die Zügel nur so leicht anzunehmen, dass du einen leichten Kontakt zum Maul spürst und fokussiere dich mehr auf die Hinterhand und aktiviere sie. Leticia: bitte verfall nicht wieder in die Spaghetti, du hast gelernt ein freundlicher Fels zu sein und auch nachzulassen, doch dir fehlt gerade etwas Körperspannung, weshalb Garance ausbricht und statt dem Schenkel zu weichen ihm eher folgt, da deine Hilfengebung im Gesamtkonstrukt nicht zusammenpasst. Mein Lieblingssatz ist nach wie vor ‘Reite logisch und fair, sodass es für dich und dein Pferd ständig nachvollziehbar ist.’ Aber wir fangen ja erst an, also lasst euch bitte von meinen Korrekturen nicht unterkriegen. Bei Alec ist es genau andersherum, Gräfin überinterpretiert die Aufgaben und wirkt leicht überfordert und drückt teilweise den Rücken weg, nimm einfach etwas Druck heraus und bau mehrere Pause ein.”, korrigierte ich die Reiter.

    Tatsächlich war die Einheit schon vorbei, weshalb ich mich bei meinem drei Teilnehmern für ihre Aufmerksamkeit und den Fleiß bedanke und ihnen das Tor öffnete, damit sie zum Cool Down auf dem Gelände rumreiten konnten.


    Collin
    Die Zeit verging wie im Flug, sodass wir schon 20 Minuten im Schritt an der Versammlung und an den Tempiwechseln gearbeitet hatten. Zu meinem Erstaunen liefen die Pferde alle in einer korrekten Anlehnung mit aktiver Hinterhand und ganz selten hinter der Senkrechten. “Ich möchte nochmal kurz was zur Versammlung sagen, um es euch zu visualisieren: Ein versammeltes Pferd beugt seine Hanken und tritt so mit der Hinterhand vermehrt unter seinen Schwerpunkt. In Folge dessen wölbt es den Rücken auf und hebt den Widerrist an. Dadurch richtet sich auch der Hals etwas weiter auf, das Genick wölbt sich und der Kopf kommt näher an die Senkrechte. Allerdings ist die Versammlung für das Pferd sehr anstrengend, aber essentiell um unser Pferd gesunderhaltend zu reiten und deshalb werden wir zwischendurch kleinere Pausen machen, in denen euer Pferd sich einfach ausschütteln darf. Beginnen wir mit meinen Lieblingsaufgaben: den Seitengängen. Fangt wie ihr wollt mit Kruppe- oder Schulterherein an. O für dich haben ich Hütchen aufgestellt, um die fliegenden Galoppwechsel zu üben - keine Sorge ich erwarte keine 1ner-Wechsel.”, erklärte ich den Dreien. Mir gefiel der Ehrgeiz, den alle drei Frauen an den Tag legten und ich muss sagen, allesamt setzten meine Anmerkungen in die Tat um und waren stets bemüht mit ihrem Pferd die Übungen gemeinsam zu meistern. Octavia machte sich nun an die Hütchen, die in einer Reihe standen, um den Wechselpunkt zu visualisieren. “So O hier ist Timing das Wichtigste, denn du kannst nicht erwarten, dass Pria die Übung korrekt ausführt, wenn du ihr einfach nur den Schenkel in die Seite haust. Also bereite sie rechtzeitig mit Zügelhilfen und Gewichtsverlagerung darauf vor, sodass du beim Hütchen letztlich den Schenkel randrückst und sie vom Rechtsgalopp in den Linksgalopp und andersherum springt. Glaub mir es fühlt sich toll an, wenn dein Pferd so fast mühelos auf deine Hilfen reagiert und den Galopp wechselt.”, weiste ich sie ein. “So Occu und Brooke mit euch möchte ich nun die Verstärkung im Trab angehen, diese ist ohne gute Basis nicht möglich, aber eure Pferde stehen gut im Training und haben einen dafür entsprechenden Ausbildungsstand. Leider wird auf den Turnieren die Verstärkung hoch und runter geritten, obwohl sie meistens nur mittelklassig und nicht korrekt vorgestellt wird. Wir im französisch-iberischen Bereich sehen die Trabverstärkung auf Basis einer gute Gymnastizierung, Geraderichtung und Versammlung bei guter Maultätigkeit als eine weitaus komplizierte Lektion an, weshalb wir sie meistens erst nach dem Erlernen von Piaffe und Passage einführen. Deshalb gehe ich hier mit gemischten Gefühlen heran, aber ihr sollt ja zumindest eine gute Grundlage mitbekommen. So ist es wichtig, dass euer Pferd Last aufnehmen kann und nach und nach eine größere Schwebephase aufbaut. Eure Aufgabe wird es sein Tempounterschiede im Leichttraben nur über die Sitzhilfen zu reiten, indem ihr zum Verlangsamen das Aufstehen verzögert.”, informierte ich die beiden Frauen. Bei Brooke und Patagonia sah es bereits sehr gut aus, da die Stute schwierigere Aufgaben seltsamer Weise sehr schnell meisterte und ich muss sagen, dass Brooke auch ihr Auftreten durch die Bodenarbeit so verändert hat, dass Pata sie nur noch selten testet. Wenig Unterschiede waren bei Occu und Cloud zu erkennen, da der hübsche Fuchshengst bereits fein in der Dressur ausgebildet worden war, doch sein enormer Schwung im Trab machte Occu, als eher kleinere zierliche Frau etwas zu schaffen, sodass sie etwas Mühe hatte sich und das Pferde zusammenzuhalten. “Hachja die Großen mit viel Schwung machen Spaß, aber es sieht schon gut aus und er präsentiert sich sehr schön und stolz”, schmunzelte ich und auch Occu musste lächeln.


    Auch unsere Einheit verging in windeseile, weshalb ich bald das Ende einleitete und ihnen den Weg über den Hof freigab, indem ich das Tor des Platzes öffnete und sie zum Cool Down über das Gelände freiließ. “Mir hat es richtig Spaß gemacht euch auch mal auf dem Pferd zu unterrichten. Wir sehen uns dann nachher beim Abendbrot und morgen zur letzten Bodeneinheit.”, bedankte und verabschiedete ich mich.
    by Zion
    Springen E-A
    Dressur E-A
    Dorincourt
    Caprimond
    Darlington
    Coffee Breath
    Dressur A-L
    Diet Mountain Dew
    Autumnmoon

    Springen E-A
    Cinnemont’s Accento
    Pandora II
    Patagonia

    Nathan Scott | Der Morgen verlief wie erwartet ziemlich routiniert, um 8 Uhr waren die Pferde gefüttert, die Boxen gemistet und die ersten Pferde wurden schon in der Halle warm geritten. Während Brooke ihr neues Pferd Coffee Breath gerade in die Halle führte, ritt Tamara Caprimond und Rabea Darlington warm. Ich hingegen widmete mich gerade Dorincourt, meinem Spinner. Ich hatte ihn jetzt knapp 40 Minuten in der Führmaschine gehabt, damit er auch gut aufgewärmt ist, Diamond Mountain Dew und Autumnmoon würden dort noch ein bisschen laufen. Nachdem ich nach gegurtet hatte stieg ich auch schon auf und ritt in Richtung der Halle. Ich hatte darauf verzichtet eine Abschwitzdecke mitzunehmen, weil ich wusste, dass mein Spinnerchen sonst wieder Geister sehen würde, wo keine sind. In der Halle sah ich, dass alle schon fleißig an den Übergängen der Tempi im Galopp arbeiteten. Tamara versuchte Caprimond den Galoppwechsel schmackhaft zu machen und ich trieb Dorincourt zunächst ordentlich vorwärts. Wir hatten in den letzten drei Wochen schon vermehrt die Dressurarbeit vorgeschoben um in der nächsten Woche die ersten L-Lektionen mit reinzunehmen. Sobald man den Schimmelhengst nämlich unter dem Sattel hatte, machte er seine Arbeit mehr als gut und hoch konzentriert. Immer Mal wieder schaute ich zu den anderen und schaute ob das Training auch lief. Coffee Breath ließ öfter mal die Zunge aus seinem Mund hängen, was mich etwas stutzig machte. “Brooke! Komm später nochmal hier hin, wenn du deinen Hengst weg gebracht hast.” “Okey”, nickte sie außer Puste und ritt ihn dann ab. So langsam leerte sich die Halle und ich war der einzige in der Halle. Dorincourt war auch langsam fertig und ich ritt ihn etwas länger Schritt, weil wir die Abschwitzdecke ja im Stall liegen lassen hatten.


    Brooke | Nachdem ich Coffee auf ein Paddock gebracht hatte, lief ich noch einmal in die Halle zurück. Nate ritt Dörthe, wie ich Dorincourt nannte, noch im Schritt trocken und hielt dann an der Bande, wo ich stand, an. “Coffee Breath hängt beim Reiten die Zunge raus, hast du falsch getrenst oder der hat was am Kiefer.” “Nein, das hat er wohl schon seit Tag eins, aber ich lass ihn nochmal durchchecken, nicht dass es auf Turnieren zu Problemen kommt”, nickte ich und fragte ihn dann ob er Autumnmoon trainieren könnte, während ich Diet Mountain Dew für die nächsten Turniere der L-Lektion trainierte. “Ja, kann ich machen”, sagte Nate und lobte den Schimmelhengst bevor wir gemeinsam zu den Stalltrakten gingen. Ich putzte meine erste Stute und genoss die Kuschelsession bis ich sie dann schließlich fertig machte und vor der Halle aufstieg. Nate und Autumnmoon kamen kurz nach uns in die Halle. Da Diamond aber rossig war, entschied ich mich dazu, lieber auf den Platz zu trainieren. Es war zwar um einiges kälter dort, aber es war besser um beide Parteien konzentriert arbeiten lassen zu können. Wir trainierten ganz normal in unseren Trainingsprogramm, denn Diamond war auf einem soliden L-Niveau und so war die L-Dressur eher easy peasy für sie. Autumnmoon hingegen hatte noch einiges vor im Training, denn er war vor kurzem erst im A-Niveau vorgestellt und musste noch etwas aufholen. Kurz nachdem auch die beiden fertig waren, begann Tamara und ich bereits damit die Halle vorzubereiten. In der Zwischenzeit machte Rabea Pandora II und Patagonia für die kommende Springstunde mit Nate fertig. Ich würde meine Stute Patagonia reiten, Rabea ritt Pandora und Tamara Cinnemont’s Accento gleich nach uns. Wir hatten erst ein paar Kreuze zum Aufwärmen und dann begannen wir auch schon mit Sprüngen auf E-Level. Ein Klacks für Pata und Pandora. Beide hatten unglaublich hohes Potenzial im Springen und nutzten dies auch ohne, dass man nachfragen muss. Cinni hatte allerdings mehr Vorsicht und mit ihm mussten wir etwas langsamer machen. Er zeigte sich vorsichtig am Sprung, doch sobald er gefallen daran gefunden hatte, war er nicht mehr zu halten. Alles in allem war der heutige Trainingstag gut gelungen und ich machte gegen 12 Uhr eine Stunde Pause.
    Springen A-L
    Trainingsbericht

    Springen A-L
    Baltic Wave
    Patagonia
    Pandora II

    Nate | "Brooke, wir müssen unsere Pferde besser trainieren. Sie sollen unser Aushängeschild sein, aber das geht nicht, wenn die nur auf E oder A Niveau starten." "Ich kann mich nicht um alles kümmern!", sie runzelte die Stirn, während sie soeben zwei neue Einstellerverträge bereit machte. Sie und Jack hingen immer noch wie Pech und Schwefel aneinander und Tanja sah es immer noch nicht oder es war ihr einfach egal. Ich seufzte und verließ das große Büro, schloss die massive Holztür eher unsanft hinter mir und lief den Weg in unsere Stallgasse entlang. Kyle hatte nun neben Maybach, Mercedes, Descarado und Espíritu nun auch noch Tesla. Er hatte einen Faible für die Barocken beziehungsweise die Spanier. Ich konnte hingegen absolut nichts mit ihnen anfangen. Selbst in der Dressur fand ich sie schwer zu reiten, da die meisten bügelten. Zu den schlechten Nachrichten zählte aber, dass Baltic Wave die Prämierung nicht geschafft hatte. Und zwar nur knapp, umso mehr hoffte ich, dass ich sie im Training weiter bringen konnte. Sie hatte Potenzial bis in den hohen Sport und das wollte ich nutzen.

    "Jack, was machst du hier?!", rief ich ihm mürrisch zu. Er hatte mir jetzt noch gefehlt. "Ich warte auf Brooke, sie wollte gleich den Vertrag von Rhoda vorbei bringen und dann wollte sie Patagonia trainieren am Sprung." "Aha." Ein Nicken kam meinerseits, mehr bekam er nicht. "Dann geh am besten ins Büro, da ist die noch", fügte ich bei und ging zu Baltic Wave. Die Schimmelstute blieb zum Glück in ihrer dunklen Apfelschimmeljacke und wurde nicht heller. Der Ton, den sie hatte, gefiel mir und ich hoffte, dass sie nur minimal heller werden würde. Rabea hatte uns die Stangen in der Halle auf L-Niveau hoch gestellt und ich ritt Baltic nun in einem ordentlichen Tempo warm und nutzte die Stangen, die auf dem sandigen Boden ihren Platz fanden. Baltic schnaubte gut ab und wurde schnell locker im Rücken, sodass ich nach knapp 15 Minuten die Sprünge mit einbezogen konnte. Tamara kam gerade auf Pandora II und Brooke auf Pata zu uns in die Halle und ritten die beiden warm. Beide ritten ihre Stuten ordentlich warm in Schritt und Trab, banden die Stangen mit ein und nahmen zum Ende der Aufwärmphase das Kreuz mit. Die Pferde kannten die Höhe nun durch vorherige Training und sollten jetzt keine sonderlich große Mühe mehr damit haben. Eigentlich waren wir alle auch sehr routinierte Reiter und die Pferde kannten die Sprünge. Ich ritt die Lange Seite bis zur kurzen Seite in einem ruhigen, versammelten Galopp, Ich merkte, dass sie sich anspannte und buckeln wollte, also ließ ich sie kurz und suchte ein langsameres Tempo um sie kontrolliert zu halten. Der erste Sprung war ein Oxer, den sie gut übersprang. Auch der zweite, ein Steilsprung, war für sie kein Problem, nur der dritte ein Steilsprung mit kleinem ‘Wassergraben’ machte sie etwas guckig. Sie glotzte richtig bevor sie absprang und nahm durch die Aufregung die Oberste Stange mit. Erschüttert von dem Fallen der Stange nahm sie beim vierten Sprung auch mit der Hinterhand eine Stange mit. Dann ritten wir linksherum auf einen weiteren Steilsprung, da reagierte Baltic Wave super. Der nächste war dann aber auch wieder knapp und ich versuchte sie noch kurz anzuschieben, doch auch dass gab ihr nicht die nötige Sicherheit und sie rettete den Absprung nur gerade so. Den Oxer danach sprang sie wieder super, sie fand den perfekten Moment zum Absprung und landete sanft. Die meiste Zeit über schlug sie mit dem Schweif und auch der letzte Sprung war mehr ein zusammenhalten als gut gesprungen. Dennoch lobte ich sie, denn die positive Verstärkung gehörte auch in schlechten Runden mit dazu. Tamara lief mit Pandora den Parcours ohne Fehler durch und Patagonia tat sich schwer mit dem Wassergraben, aber alles in allem wurden die Runden besser, je öfter wir die Fehler ausbesserten.


    Die Kür

    “Komm, meine Gute”, sprach ich ruhig auf die dunkle Falbstute unter mir ein und ritt sie in Richtung Eingang, aus dem gerade Stelli mit ihrer Stute ‘Grey Rose’ uns entgegen kam. “Wir schaffen das”, flüsterte ich und bemerkte ihr aufgeregtes Ohrenspiel. Sie war die Turnier Atmosphäre gewohnt, ich auch, aber eine Prämierung war doch noch mal etwas anderes. “Nun stellt ihnen Brooke Scott vom Gestüt Roanoak Stables die junge Oldenburgerstute Patagonia vor. Sie stammt von Leitz und der Stute Plötze ab, weshalb sie doch sehr viel Potenzial im Springen zeigt.” Kurz nachdem der Sprecher mit seiner Ansprache fertig war ritten wir in die Halle ein. Ich grüßte die Richter und brachte Patagonia zum geschlossenen Stehen ehe wir im Schritt losritten und dann versammelt antrabten. Dann ritt ich sie Versammelt auf die ersten Sprünge zu. Patagonia hatte keine Probleme damit mir bei der Abschätzung der Galoppsprünge zu vertrauen. Ich wusste, zur Not würde sie mich auch retten, aber das war nicht von Bedeutung heute, denn ich zeigte ihren Gehorsam und ihre Rittigkeit den Richtern. Nachdem wir den Parcours fertig hatten, sattelte ich ab und ging ein weiteres Mal für die Beurteilung ins Viereck mit Patagonia. Die Richter schrieben eifrig ihre Notizen, während ich die Stute auf beiden Seiten präsentierte. Mit einer Handbewegung wurde ich abgewunken. Das war für uns das Ende der Präsentation und ich verabschiedete mich von ihnen. Patagonia rieb beim Austreten der Halle gleich ihren feinen Kopf an meiner Schulter und schnaubte. “Wir habens geschafft…”
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    Bewegung by Mohikanerin, Trense by AliciaFarina, HG by sadasha
     
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  4. Mohikanerin

    Mohikanerin Grafiker

    Stutbucheintragung mit Nachtschatten

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    Steckbrief
    Zuchtname: Nachtschatten
    Rufname: die Schwarze

    Aus der: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    Den: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    ____________________________________

    Geschlecht: Stute
    Rasse: Standardbred
    Geburtsdatum: 7. Mai 2014
    Farbe: Rappe Sabino
    Abzeichen: Kopf, Beine (4x)
    Stockmaß: 156 cm

    Charakter:
    Nachtschatten hat in ihrem Leben noch nie eine Rennbahn gesehen. Sie zeigt sich sehr sanftmütig und war deswegen eher ein Pferd zum Training von jungen Jokeys. Mit 5 Jahren hat sie ihre Qualifikation bekommen, was ziemlich spät ist.
    ____________________________________

    Gencode: EE aa nSb
    Zuchtzulassung: Nein
    Gesamtnote: -
    Nachkommen: -

    [Schleife]
    Prüfung
    ____________________________________

    Dressur: E / L
    Springen: E / A
    Military: -
    Fahren: E / M
    Rennen: E / S
    Gangreiten: A / L
    Western: -
    Distanz: -

    Gänge: 5

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    232. Gangturnier (19.02.2020)

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    239. Gangturnier (14.04.2020)

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    228. Gangturnier (20.01.2020)
    230. Gangturnier (03.02.2010)
    238. Gangturnier (01.04.2020)

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    572. Springtunier (24.01.2020)

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    583. Dressurturnier (14.04.2020)

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    576. Dressurturnier (20.02.2020)

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    572. Springtunier (24.01.2020)
    580. Springturnier (28.03.2020)
    581. Springturnier (02.04.2020)
    583. Springturnier (14.04.2020)

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    574. Springturnier (10.02.2020)
    584. Springturnier (21.04.2020)

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    573. Springturnier (30.01.2020)
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    Besitzer: Mohikanerin
    Zucht: Unbekannt, Deutschland
    VKR: Mohikanerin
    Ersteller: Mohikanerin
    Punkte: 20
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    PNG | PSD | Details

    Trainingsberichte (1)
    Vom Sulky in den Sattel - Gang E zu A

    Vriska
    Nicht nur, dass Traber noch komplettes Neuland für mich sind, kommt nun auch noch dazu, dass ich die Pferde quasi umschulen soll, damit sie geritten werden können ohne Probleme. Nun gut. Besonders die Stuten sollen so gut wie es geht alles Reitpferde werden. Da unsere Standardbreds aber sogar Pacer sind, kommt es dem sehr Nah, dass ich sie zu typischen Gangpferden umschule. Also gesagt getan. Die erste heute ist Lotti. Nach dem gescheiterten Versuch zusammen noch Bruce die Stute zu fahren, hoffe ich, dass es mit dem Sattel besser klappt. Seit dem die Stute am Hof ist, habe ich viel Bodenarbeit mit ihr gemacht und Bruce mit der Dressur mit ihr begonnen hat. Da nun auch endlich der Sattel für Lotti Boulevard und Nachtschatten fertig ist, kann ich jetzt anfangen mit der Töltarbeit. Wir gehen zusammen auf die Ovalbahn, nach dem ich sie geputzt habe und auch das Mash vorbereitet habe. Lotti ist nämlich noch immer ziemlich dünn und kommt auch in der kleinen Stutengruppe nicht so gut ans Heu. Zunächst einige Runden Schritt, dann stelle ich sie das erste mal und merke schon die ersten Hürden. Die Stute nimmt den Schenkel für nicht ganz so ernst und hat auch Schwierigkeiten dabei, sich im Genick etwas zu lockern. Also versuche ich es mit ganz einfachen Stand-Schritt Übergängen und schon nach einigen Wiederholungen wird sie leichter und lockerer. Auch die Seitengänge mit einem etwas energischen Bein, funktionieren mehr oder weniger gut. Einige Gedanken mache ich mir beim Tölt, dadurch dass Lotti wie alle anderen Standardbreds am Hof als Pacer gelaufen ist, könnte auch der der vierte Gang ziemlich passig verschoben sein. Nach dem ersten Test, stelle ich das auch Fest. Lottis Tölt ist sehr passig und weit weg von einem flüssigen Viertakt. Also pariere ich wieder in den Schritt durch und mache noch einige weitere Versammlungsübungen. Besonders an Achten reiten, scheint Lotti großen spaß zu haben. Doch das alles nur im Schritt. Vo Außen mag das ganze etwas langweilig und eintönig, doch diese Übungen sind wichtig dafür, dass das Pferd sich versammelt und genügend Kraft für den Tölt halt. Lotti hat mittlerweile einiges an Muskulatur aufgebaut seitdem sie hier ist und ich bin sehr stolz auf die Stute. ich möchte heute nur noch ein paar Schritte richtigen Tölt reiten, dann hören wir für heute auf. Also versuche ich es zunächst aus der Volte und dem Schulterherein, doch mit beiden Versuchen wehrt sich Lotti sehr gegen die Hand und das Bein vom Reiter, weswegen ich es mit dem Rückwärtsrichten versuche und dann antölten. Der braunen Stute hilft das ungemein und ich reite sie ab. Natürlich lobe ich sie ausgiebig. Nach dem Abreiten geht es zurück an den Putzplatz, an dem sie nun erst mal ihr Mash bekommt. In der Zeit hole ich mir schon die Schwarze und putze sie. Da die Stute genau den gleichen Rücken hat wie Lotti, kann ich einfach den einfach wieder auf Nachtschatten legen. Doch sie bekommt ein anderes Pad, weil sie leichte Bissstellen am Rücken hat von Bree. Die ist nämlich gerade rossig und sehr dominant, deswegen besteigt sie andere Stuten. Als Lotti fertig gefressen hat, bringe ich sie zurück auf den Paddock und sie wälzt sich genüsslich. Dann stellt sie sich zum Heu und genießt einige Halme bevor Bree sie wieder verscheucht. Doch darum kann ich mich nicht kümmern, sondern ich gehe mit Nachtschatten auf die Ovalbahn.
    Mit der Stute war ich in den vergangenen Tagen schon einige male Ausreiten, da sie schneller Vertrauen gefasst hat und wir sie in einem guten Trainingszustand übernommen haben. Die Schwarze läuft zuverlässig unter dem Sattel und auch am Sulky. Sie ist sogar so intelligent, dass sie unterscheiden kann, welche Hilfe für was steht. Das ist ziemlich spannend. Die Ovalbahn hat sie vorher nur immer aus der Ferne gesehen, da sie nun aber endlich beschlagen ist, gehe ich auch mit ihr auf die Bahn. Wir haben einen Kiesbelag drauf und ihre Hufe sind ziemlich brüchig, auch ist ihr Schritt vor dem Beschlag ziemlich verschoben gewesen, was nun mit etwas Gewicht viel besser geworden ist. Mit Nachtschatten beginne ich auch erst einmal mit einigen lockeren Runden im Schritt, bevor ich den Tölt vorbereite. Im Wald habe ich auch schon einige Töltansätze getestet und für die Schwarze erschien es am leichtesten aus dem Schulterherein anzutölten. Bevor wir aber mit dem Tölten beginnen, bereite ich sie noch weiter vor mit einigen Volten, Zirkeln, Achten und auch Rückwärtsrichten. Mit Nachtschatten ist das Versammeln deutlich leichter, weil sie mir vertraut und auch nicht gegen mich arbeitet, sondern wir auch schon ein gutes Team geworden sind, in der kurzen Zeit. Heute arbeite ich sie noch mit einem Schenkelgebiss, doch die Tage sollte das Kappzaum für die Traber kommen, dann fangen wir an mit der Arbeit am Semikappzaum. Besonders mit den Isländern von Bruce habe ich gute Erfahrungen damit gemacht.
    Nach der Versammlung ist Nachtschatten bestens auf den Tölt vorbereitet und aus der Schulter heraus tölten wir an. Mit etwas Spannung im Po und am Rücken, legt die Gute los. Es fühlt sich noch sehr holprig an und wirkt auch, als würde Nachtschatten in Zeitlupe tölten. Doch sie gibt sich mühe. Noch fehlt ihr die Kraft und wir parieren durch. Nach noch einigen Biegungen und Stellungen mache ich immer wieder mit ihr Töltansätze. Als auch sie langsam den Rhythmus bekommt, hören wir auf und reite sie ab. Auch sie bekommt noch eine kleine Portion Futter, allerdings nur Struktur Müsli. Die Schwarze ist gut im Futter und sollte lieber einige Kilos abnehmen, als zunehmen.

    Die Tage und Wochen vergehen, Lotti und Nachtschatten werden immer besser auf der Ovalbahn. Auch war ich mit beiden Stuten schon ein paar mal im Wald und der Trainingsbahn zum Tölttraining. Die Schwarze ist schon so weit, dass sie fast drei Runden auf der Ovalbahn mit viel Selbsthaltung, durch den Rücken und Taktklar tölten kann. Lotti hingegen rollt noch ziemlich, dafür ist sie nicht mehr so stark passig. Besonders bergauf und bergab tölten gibt ihr die nötige Kraft im Tölt. Deswegen fange ich heute schon ziemlich früh mit ihr an. Es ist Samstag, 8 Uhr morgens. Die Stuten haben bereits vor zwei Stunden ihr Frühstück gehabt und ich kann nun mit dem Training beginnen. Der Morgen ist für April noch sehr frisch und etwas Tau bedeckt das Gras. Ich habe noch mal meine Neoprenjacke heraus geholt und mache Lotti für den heutigen Ausritt fertig. Natürlich bereite ich vorher schon das Mash vor. Die Stute nimmt mehr auf den Knochen auf und die Muskulatur von ihr bildet sich. Besonders begeistert ist Tyrell davon, wie gut ihre Rückenmuskeln kommen. Ich war etwas stolz und bin nun umso motivierter mit Lotti zu arbeiten. Im Wald lasse ich alles locker angehen und reite mit eher zu wenig Zügel und auch meine Beinhilfen sind sind eher schwach. Lotti mag es nicht mit zu viel Druck geritten zu werden und ist sehr sensibel. Darauf kann ich mich im Wald besser konzentrieren, als auf der Ovalbahn. Erst als wir auf der Trainingsbahn sind, bereite ich sie langsam mit der Versammlung auf dem Tölt vor. Womit ich allerdings nicht gerechnet habe ist, dass Rehe auf der Bahn sind, die panisch weg laufen. Doch auch Lotti empfinden die grazilen Tiere als angsteinflößend und galoppiert los. Bisher habe ich nie getestet, ob und wie sie galoppiert, doch auch in dem viel zu hohen Tempo sitzt es sich sehr bequem. Ich versuche sie zu beruhigen, doch alle versuche Scheitern. Also lasse ich sie aus laufen, aber weiterhin zu lenken, dass funktioniert ziemlich gut und nach einer Runde auf der Bahn ist sie völlig fertig. Das war es dann wohl heute mit dem Tölttraining und im Schritt reiten wir zurück. Auf dem Weg treffe ich Folke, der gerade mit Nobel zur Bahn fährt. Er ist kurz schockiert, wie stark Lotti geschwitzt ist und ich erzähle ihm die Story. Er lacht und fährt dann weiter. Was daran lustig ist, erschließt mich noch nicht ganz, aber vielleicht ist das der schwedische Humor. Wer weiß. Zum Mash mache ich noch etwas Eiweißpulver und Müsli, damit sie hoffentlich kein Muskelkater bekommt. Zum Fressen trägt sie ihre Abschwitzdecke und steht erstmal im Stall in der Box. In der Zeit hole ich Nachtschatten vom Paddock und mache sie auch fertig für einen Ausritt, in der Hoffnung, dass es mit ihr heute mehr Training wird.
    Auch mit ihr reite ich locker im Schritt zu Trainingsbahn, auf der Folke noch mit Nobel trainiert. Nachtschatten wirkt etwas unkonzentriert, doch mit etwas Überzeugung ist sie dann immer mal wieder bei mir. Bei den Übungen zur Versammlung arbeitet die Schwarze ausgezeichnet mit und gedanklich versucht sie schon immer anzutölten, weil sie weiß was kommt. Doch ich mache ihr klar, dass es darum jetzt nicht geht.
    In dem Training mit Nachtschatten kreuzen keine Rehe unseren Weg und die Einheit würde ich als sehr gut einteilen, auch mit den Startschwierigkeiten durch Folke und Nobelpreis. Mit der Stute muss jetzt nur noch regelmäßig gearbeitet werden und weiterhin ihre Balance zu halten und den Rhythmus. Mit Lotti hingegen muss ich noch deutlich mehr intensiver am Tölt arbeiten.
    Wieder vergehen einige Wochen und Lotti ist mittlerweile ziemlich gut geworden im Tölt. Nachdem ich sie noch mehr vom Bodenaus unterstützt habe und auch am Semikappzaum arbeite, ist die Stute so weit in Balance zu laufen mit mehr Kraft und Rhythmus. Nachtschatten hatte nun auch eine Woche Pause und mit ihr habe ich nebenbei etwas weiter gearbeitet. Auch Folke ist sie seit dem intensiven Training wieder gefahren, was ich vorher untersagt hatte, um die Stute nicht zu verwirren. Doch ich möchte nun sagen, dass beide Stute optimal für weitere Trainingseinheiten vorbereitet sind und ich dann weiter Gymnastizieren kann in der Dressur.

    © Mohikanerin (Vriska) | 9728 Zeichen

    “Ich hab’ dich eingetragen, als Vorführer”, sagt Tyrell, während ich Nachtschatten die Mähne einflechte. “Mhm”, murre ich. “Dann muss ich mich jetzt umziehen”, füge ich hinzu und gehe zum Hänger. In der Zeit steht mein Chef am Pferd und macht die Stute für die Vorführung fertig. Nervös gucke ich auf die Uhr, in 30 Minuten sind wir dran. Vor mir sind zwei weitere Teilnehmer mit zwei Stuten.
    Tyrell wartet schon mit Nachtschatten in der Hand auf mich und drückt sie mir energisch, aber freundlich, zu. “Na dann los”, flüstere ich der sanften Schwarzen zu. Zusammen geht es zur Meldestelle um Bescheid zu sagen, dass wir soweit sind. Vor mir in der Halle ist eine hübsche Oldenberger Stute, mit einer tollen Musterung. Kurz denke ich an Flyma, die ich dringend mal wieder trainieren muss für die nächste Turniersaison. Doch dann werde ich aus dem Gedanken gerissen, als mein Name aus den Lautsprechern ertönt und die andere Stute an mir vorbei geritten wird. Nachtschatten plustert sich etwas auf, folgt mir jedoch genügsam in die Halle. “Hier haben wir schon die nächsten Teilnehmer. Im Ring zusehen sind Vriska Isaac mit Nachtschatten im Besitz von Tyrell Earle. Die Stute stammt aus einer Zucht in Deutschland und ist ein Standardbred. Viel Erfolg!”, werden wir angesagt. Als es so ruhig ist, dass man eine Münze fallen hören könnte, atme ich noch einmal tief durch. Ich grüße die Richter und trabe aus dem Stand an. Im Trab zeigt Nachtschatten auf dem Zirkel gute hoch weite Bewegungen mit einer eleganten Federung und locker in der Hinterhand. Dann pariere ich sie durch und gehe eine halbe Runde Schritt. Nach einem Handwechsel bleiben wir zunächst im Schritt und wechseln dann in den Trab wieder. Auch auf der linken Hand ist ihr Trab sehr ausgeprägt. Nun wechseln wir durch die ganze Bahn, um auch noch den Tölt zu präsentieren. Im Publikum erblicke ich erschaute Gesichter, die offenbar nicht erwartet haben, dass die Warmblutstute mehr als 3 Gänge hat. Wenn die wüssten, dass sie sogar passt läuft … Zum Abschluss der Vorführung entferne ich die Zügel von der Trense und treibe sie jeweils zwei Runden auf jeder Hand im Galopp. Dann rufe ich sie zu mir, um noch das Gebäude prüfen zu lassen. Vorher grüße ich nochmal die Richter, um den Teil der Prüfung zu beenden. Einer der Richter kommt auf uns zu und guckt sich fast 10 Minuten lang die Stute genau an. Dafür führe ich die Stute auch mehrmals im Schritt und Trab auf und ab. Er bedankt sich und wir verlassen die Halle.
    Vor der Halle lobe ich Nachtschatten ausgiebig. Tyrell wartet auch schon auf uns und nimmt mir die Stute ab.
    2595 Zeichen mit Satzzeichen // gezählt mit zeichenzähler.de // geschrieben von Mohikanerin

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  5. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Veija aka Caleb O'Dell mit California Rose
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    Steckbrief
    Exterieur
    Name: California Rose
    Rufname: Callie
    Alter: 2013, 8 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,52m
    Rasse: American Paint Horse
    Fellfarbe: Sorrel Tobiano

    Stammbaum

    von:
    unbekannt
    aus der: unbekannt



    Charakter:

    California Rose stammt aus einer bekannten Paint Horse Zucht aus Alberta, Kanada. Durch alte Freunde wurden wir auf diese Stute aufmerksam. Sie ist Reining gezogen, stammt aus Top Linien ab. Da sie durch ihren Urgroßvater ein Spätzünder ist, nicht nur was ihr Wachstum betrifft, auch was ihr Köpfchen angeht, wurde sie erst dieses Frühjahr mit 4 Jahren eingeritten und an die ersten Manöver herangeführt. Dabei zeigt sie sich sehr lernwillig. Außerdem ist sie sehr fleißig und auch leicht zu trainieren, da sie schnell versteht. Sie ist eher rangniedrig und kommt mit jedem Pferd aus.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Blakes Crow Meadow
    Vorbesitzer: -
    Gezüchtet bei/Zucht: -

    VKR: sadasha

    Kaufpreis: 400 Joellen
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:
    eingeritten
    nicht eingefahren


    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western
    Trail LK 3



    Erfolge:
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    2. Platz 518. Westernturnier, 2. Platz 521. Westernturnier, 1. Platz 522. Westernturnier, 3. Platz 332. Synchronspringen, 1. Platz 333. Synchronspringen, 1. Platz 334. Synchronspringen, 3. Platz 335. Synchronspringen, 2. Platz 336. Synchronspringen, 2. Platz 338. Synchronspringen, 1. Platz 460. Distanzturnier, 3. Platz 559. Westernturnier, 1. Platz 532. Rennen, 2. Platz 533. Rennen, 2. Platz 340. Synchronspringen, 3. Platz 461. Militaryturnier, 2. Platz 341. Synchronspringen, 3. Platz 464. Militaryturnier, 2. Platz 535. Rennen, 3. Platz 343. Synchronspringen

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:


    Hufschmied:
    Letzter Besuch:

    Beschlag:


    Trainingsberichte (2)
    Trail LK 5 - LK 4
    Januar 2020, by AliciaFarina
    Nachdem ich die letzten Wochen einige Pferde von Caleb in der Showmanship und in der Pleasure ausgebildet hatte, waren nun einige andere Pferde an der Reihe welche ich im Trail weiterbilden sollte. Wie letzte Woche waren es sieben Stück, Chocolate Shades, ein Paint Horse Henst, genauer gesagt ein Nachkomme meines Hengstes Dark Choc' O'Lena, welcher sehr lauffreudig und energiegeladen sein soll. Zwischendurch soll er auch gerne mal Stur sein, aber wenn man Präzise und Konsequent ist reagiert er auf die kleinste Hilfen. Der nächste im Bunde war Whinney, ein Appaloosa Hengst welcher vom Temperament ähnlich wie Shady sein soll. California Rose eine Paint Horse Stute war die nächste, sie soll sehr lernwillig und fleißig sein. Eine Namensvetterin namens Ginger Rose, ein Quarter Horse, war Charakterlich ähnlich und will ihrem Reiter gefallen. Special Luna Zip eine Paint Stute soll eine kleine Schleimerin sein die es aber nicht mag getadelt zu werden. Dann war noch Stormborn dabei, sie ist in einer Stürmischen Nacht geboren und hat nur mit Glück überlegt, ihrem Namen macht sie alle Ehre. Die letzte im Bunde war Picture of a Ghost, eine selbstbewusste und aufmerksame Paint Stute. Diese sieben Pferde teilte ich wieder unter Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce auf ich selber nahm mir vor Kisshimbye eine arbeitsfreudige, umgängliche und zielstrebige Paint Horse Stute und Only known in Texas eine Zickige Quarter Stute zu reiten, diese beiden sollten von der LK 4 zur LK3 ausgebildet werden, daher passte das perfekt.
    Vor der ersten Einheit machten wir unsere Pferde fertig, ich ritt Kiss, Caleb ritt in der ersten Einheit Shady und dann Luna, Bellamy ritt Callie und Stormborn, Laurence ritt Gin und Whinney und Cayce ritt Pixel. Cayce und Laurence bekamen Calebs und mein Pferd als Handpferd an die Hand, während Caleb und ich einen Trail aufbauten. Ich baute einige Stangen in verschiedenen Abständen auf, als Viereck oder als L. Ein Tor durfte natürlich auch nicht fehlen ebenso eine Brücke. Nachdem wir das aufgebaut hatten ging es los, jeder ritt sein Pferd warm, dann arbeiteten wir abwechselnd an den verschiedenen Hindernissen, ich beobachtete immer wieder die anderen und machte mir in Gedanken Notizen woran wer arbeiten muss. Ebenso ging es in der anderen Einheit weiter, dieses Mal mussten wir aber nichts aufbauen, am Ende der Einheit ließen wir alles liegen, denn wir würden jeden Tag weiter daran arbeiten.
    Am nächsten Tag ritten wir wieder zuerst unsere Pferde warm, dieses Mal gab ich eine Aufgabenstellung vor, dabei beobachtete ich den Reiter genau, Shady musste mehr zurückgenommen werden, denn er neigte dazu über die Lope over zu rasen. Callie zeigte sich sehr kooperativ und hier hatte ich kaum Beanstandungen. Gin und Laurence legten ebenfalls einige sehr gute Durchläufe hin. Pixel fand das Tor interessant und öffnete es fast selber, hier musste Cayce sie stärker einrahmen, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommt. Kiss ritt ich auf einem Bit, denn ab LK3 war dies erlaubt, sie reagierte fein auf meine Hilfen, trat locker rückwärts durch das L, reagierte schnell auf den Stop im Viereck und auch der Turn klappte gut. Mit diesem guten Ergebnis beendete ich für alle die Stunde, das können reicht bei allen für die jeweils nächste Klasse. In der nächsten Einheit ging es mit Tex, Luna, Stormborn und Whinney weiter. Die vier legten alle einen guten Lauf hinter sich. Ein paar Kleinheiten fand ich noch, aber im großen und ganzen waren es solide Runden. Damit war die letzte Trainingseinheit vorbei, ich ließ aber alles in der Halle liegen, denn es gab noch ein weiteres Pferd welches ich ausbilden sollte.

    Trail LK 4 - LK 3
    Februar 2020, by Veija
    Caleb
    Nachdem ich die Trainingspferde so gut wie abgehakt hatte und nicht genug vom Trailtraining bekommen konnte, stand das auch für meine eigenen an. Abadon all Hope startete ganz am Anfang und sollte für die LK 4 trainiert werden. Kisshimbye dagegen startete bald in der LK 2 und hatte sich schon wirklich gut gemacht. Die beiden würde ich auch alleine trainieren. Bei den Pferden, die von der LK 4 in die LK 3 gebracht werden sollten, sah es da schon wieder anders aus. Fünf Pferde waren es insgesamt. Picture of a Ghost, Chocolate Shades, Special Luna Zip, California Rose und Ginger Rose. Ich entschied mich jedoch dazu, sie alle in einer Gruppe laufen zu lassen und Cayce, Laurence, Bellamy und Octavia um Mithilfe zu bitten.
    Anfangen wollte ich heute jedoch mit Abadon. Sie hatte sich mittlerweile wirklich gut auf der Ranch eingelebt und ich merkte immer mehr, dass ihre Vorbesitzerin mit der Aussage: sie liebt Kinder, absolut Recht behalten hatte. Abadon war immer ruhig und brav, weshalb ich mir auch Betsy schnappte, die die Stute gleich nach mir reiten durfte, wenn ich Kisshimbye ritt. Auf Kiss war ich wirklich gespannt. Der Stute wurde schnell langweilig und sie forderte Unterhaltung vom Reiter.
    Mit Abadon fing ich bei den einfachen Schritt- und Trabstangen an. Damit hatte sie schon genug zu tun, so dass ich sie recht schnell Betsy übergab und mir Kisshimbye schnappte, mit der ich zusammen alle Stangen enger zusammen legte. Nach ausgiebigem Warmreiten fing ich auch mit ihr an, die Kombinationen zu reiten. Laurence war so lieb gewesen und hatte mir noch ein paar Galoppstangen auf den Boden gelegt, die wir auch gleich für die nächste Gruppe noch brauchen würden.
    Nach einer guten dreiviertel Stunde Training ritt ich die Stute ab und drehte zusammen mit Abadon und Betsy eine kleine Runde im Gelände. Als wir wieder auf der Ranch ankamen, waren die anderen Pferde schon gesattelt, so dass ich nur einmal tauschen musste. Es hatte schon seine Vorteile, viele helfende Hände um sich herum zu haben.
    Heute ritten wir alle LK 3 Pferde noch auf Wassertrense. Das würde auch die nächsten Male so bleiben, denn die Pferde sollten sich zu erst an die engeren Hindernisse gewöhnen, bevor sie sich auch noch auf die anderen Hilfen konzentrieren mussten.
    Wir hatten uns darauf geeinigt, dass jeder in jedem Training das gleiche Pferd ritt und ich am Ende des Trainings mich einmal auf jedes setzte, um sie noch einmal durchzutesten. Einfach, weil ich derjenige war, der die Tiere am häufigsten auf Turnieren vorstellte.
    Picture of a Ghost stellte sich wirklich gut an, ich musste sie nur zwischendurch mal mehr motivieren, damit sie nicht auf der Stelle einschlief.
    Ginger Rose zauberte mir nicht nur einmal ein Lachen aufs Gesicht. Sie war wirklich gemütlich unterwegs und blieb lieber stehen, als einen falschen Schritt zu machen. Beim Viereck, in dem wir uns drehen mussten, verstand sie meine Hilfen zu erst nicht richtig und wollte sich drehend aus dem Viereck herausgehen, bevor sie ziemlich verwirrt stehen blieb. Ein Hinterbein behielt sie in der Luft, weil sie in dem Moment nicht wusste, wo sie es hinstellen sollte. Erst als ich sie einmal komplett aus dem Viereck heraus lenkte und wieder neu hineinstellte, wusste sie, was ich von ihr wollte.
    Luna hatte heute einen schlechten Tag, als ich sie reiten sollte. Sie trampelte gegen die Stangen, legte sich aufs Gebiss oder sprang mal zur Seite weg. Sobald ich sie korrigierte, wurde sie bockig und hatte noch weniger Lust. Da musste sie allerdings heute durch. Statt sie weiter zu ärgern und zu korrigieren brach ich die Übung ab, ritt eine kleine Runde und startete wieder neu. Das schien ihr besser zu liegen und sie wurde nicht so beleidigt.
    Chocolate Shades war wie immer ziemlich energiegeladen. Wenn ich die Hilfen jedoch präzise und genau setzte, wusste er was er tun musste und strengte sich wirklich an.
    California Rose war wie immer kein Problem. Dieses Pferd war durch und durch einfach easy im Handling und im Training.
    Zwischen den Trailpferden hatte ich immer mal wieder ein paar Stunden Zeit gehabt, so dass ich auch GRH's Funky's Wild Berry in der Hunter Hack trainiert hatte. Er sollte von der LK 5 auf die LK 4 gebracht werden und machte sich wirklich gut. Vor nicht allzu langer Zeit wurde er eingeritten und von da an regelmäßig trainiert. Er konnte immer besser am lockeren Zügel laufen und auch die kleinen Sprünge schaffte er locker. Dieses Talent hatte er wirklich von seinem Vater geerbt.

    Kür
    Heute stand die 1. Stutkrönung für meine Paint Horse Stute California Rose an. Mittlerweile war sie achtjährig, stand gut in der Entwicklung und mausterte sich im Trailtraining. Das war auch die Disziplin, in der ich sie heute vorstellen wollte.
    Nachdem ich sie geputzt und gesattelt hatte ging es runter zum kleinen Hallenabteil, in dem Warmgeritten wurde. Callie interessierte sich kaum für die anderen Pferde. Sie blieb stets aufmerksam und bei der Sache- genau, wie ich sie kannte.
    Wenig später wurden wir in die Halle und zur Prüfung aufgerufen. Nachdem ich die Richter an X gegrüßt hatte, zeigte ich die Basic-Manöver: auf jeder Hand in den drei Gangarten. Erst dann zeigte ich an den Schritt-, Trab- und Galoppstangen das Vermögen des Pferdes. In der Box blieb sie auf kleine Hilfen von mir sofort stehen, setzte dabei gut unter. Man merkte jedes Mal, dass sie Reining gezogen war, auch wenn wir sie dahingehend noch nicht wirklich gefördert hatten.
    Neben Galoppzirkeln über die Stangen, einfaches Rückwärtsrichten und Rückwärtsrichten durch ein Stangen L zeigte ich noch ein paar Schlagenlinien über die Trabstangen. Damit hatte ich alle Pflichtmanöver gezeigt, verabschiedete die Richter und verließ die Halle. Im Nebenabteil ritt ich die Stute noch ein wenig trocken, ehe ich sie in ihre Tagesbox brachte und auf das Ergebnis wartete.
    1344 Zeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, mit Leerzeichen, by Veija
     
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  6. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Der Steenhof mit
    Cassiopeia Z

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    Cassiopeia Z
    ”Cass”
    Sternbild


    PEDIGREE
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    von: Schiaparelli Z

    von: Great Gatsby OLD

    von: Matoskah
    aus der: Umbrielle OLD

    aus der: Sunshine Riptide RK

    von: Udano Perfect
    aus der: SW Sonnenschein

    aus der: MH Contraire

    von: Zabadak

    von: Tokyo Drift
    aus der: Zypria xx

    aus der: MH C'est La Vie

    von: The Great Landon xx
    aus der: MH Catori


    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Holsteiner
    10 Jahre

    172 cm
    Rappe (Schimmel)
    Blesse

    Durch und durch Stute: Cassiopeia Z erfüllt jegliche Klischees. Sie ist zickig, dickköpfig und diskutiert gerne. Das macht die Arbeit mit ihr nicht immer leicht; wer kein Sitzfleisch hat und schnell aufgibt, hat an der Schimmelstute nicht viel Spaß. Dazu kommt, dass es eine relativ lange Zeit braucht, bis sie sich an neue Gegebenheiten gewöhnt hat. Man muss also willens sein, ein gewisses Maß an Arbeit in die Stute zu stecken, bevor man auch nur Ansätze von Erfolgen sehen kann.
    Cassiopeia Z stammt aus einer springbetonten Linie, und auch im Training zeigte sie viel Potenzial. An guten Tagen holte sie auf Turnieren auch schon die ein oder andere Schleife; die Stute ist also sowohl für den Sport als auch für die spätere Zucht interessant.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten
    Englisch geritten


    Dressur
    E A L M* M**

    Springen

    E A L M* M** S*

    Military

    E A L M* M**


    ERFOLGE

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    Dressur: 1x M*-Platziert, Springen: 2x M**-Platziert, Military: -


    Turniere


    608. Dressurturnier – 609. Dressurturnier – 612. Dressurturnier – 616. Dressurturnier


    339. Synchronspringen – 610. Springturnier – 340. Synchronspringen – 613. Springturnier – 345. Synchronspringen – 616. Springturnier

    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    HK/SK Schleife
    HK-/SK-Gewinnerthema


    Decktaxe/Leihmutterschaft:
    Genotyp: aa ee Gg
    Aus der Zucht: Mönchshof (Mayen, DE)
    Nachkommen:


    GESUNDHEITSZUSTAND

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    276 4 20 246789215
    Chronische Krankheiten:
    Letzter Tierarztbesuch:

    Fehlstellungen:
    Beschlagen:
    Letzter Hufschmiedbesuch:


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Sosox3
    VKR: Sosox3

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    An einem tristen Februarmorgen ging es für Jette, Cat und mich auf Körung. Im Gepäck: Cassiopeia Z. Die schicke Schimmelstute war bereit für die Zuchtzulassung und wir erhofften uns gute Chancen, dass sie die Prämie bekommen würde. Während Cass ausgeladen und aufgehübscht wurde, traf ich mich auf dem Gelände mit ihren Besitzern, der Familie Haase, die Cass zur Ausbildung zu Jette gebracht hatten und sie nun auch bei uns stehen lassen würden. Sie hatten zwar ein gutes Stück zu uns zu fahren, aber da auch sie die Stute früher oder später in der Zucht sahen, nahmen sie den Weg von Bremen zu uns hinauf in Kauf. Gemeinsam mit Frau Haase nahm ich schließlich auf der Tribüne Platz und zählte die Teilnehmer, bis endlich unser Schimmel an der Reihe war.
    Cassiopeia sah wirklich toll aus, als sie im Trab in die Halle eingeritten kam: stahlgrau, wache und glänzende Augen, gespitzte Ohren. Ja, Dressur war ihre absolute Hassdisziplin, aber Jette hatte keine allzu schwere Kür ausgesucht, um die Stute im besten Licht zu präsentieren. In allen drei Gangarten und auf beiden Händen zeigte sich Cass auch als die Stute, die wir zuhause kannten: arbeitswillig und motiviert. Auf der Zirkel- und Schlangenlinie bog sie sich schön und ich hatte das Gefühl, dass sie heute noch einen Tick zackiger unterwegs war – was ihrer Performance keinen Abbruch tat. Nach den dreieinhalb Minuten Kür verabschiedete sich Jette wieder von Richtern und ritt hinaus. Ich entschuldigte mich kurz bei Frau Haase und kletterte von der Tribüne, um schnell hinauszuhuschen und Jette nach ihrer Meinung zu fragen. Hauke, der heute wieder Groom spielen durfte, war bereits dabei, Cassiopeia mit Möhren zu belohnen, als ich am Hänger ankam. Auch Jette schien überaus zufrieden mit der Stute zu sein; sie hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen und klopfte Cass über die graue Kruppe. Mission accomplished.

    1878 Zeichen | geprüft mit lettercount.com

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    Sosox3 gefällt das.
  7. Sevannie

    Sevannie Great things never came from comfort zones.

    Reyna Huntingtonn mit
    Namica

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    Von Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt

    Aus der Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt

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    Rasse: Mangalarga Machador
    Geburtsdatum: 07.04.2013
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: ca. 159 cm
    Fellfarbe: Bay Sabino Overo
    Kopfabzeichen: Alle Abzeichen sind Scheckungsbedingt
    Beinabzeichen: Alle Abzeichen sind Scheckungsbedingt

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    Der Umgang mit Namica ist nicht ganz einfach und man muss erst lernen, wie man mit ihr umgehen muss. Sie ist sehr intelligent und immer aufmerksam. Beim Training kann das von Vorteil sein, jedoch muss man sehr aufpassen, dass sie nicht zu sehr unter Strom gerät. Dabei ist sie aber nie bösartig; Bocken, Beißen und Steigen sind Fremdwörter für sie. Sie vergisst nur ab und an mal, wo die Bremse ist...
    Dafür zeigt sie sehr gute Gangveranlagungen und ist sehr sensibel. Wenn man gelernt hat, wie man mit ihr umgehen muss, ist sie ein echter Schatz, der mit einem durch dick und dünn geht... oder manchmal auch lieber rennt.
    In der Herde weiß sie sich zu behaupten, ist aber stets fair und direkt den anderen Pferden gegenüber.

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    Gekört/Gekrönt: Nein


    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.


    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: Canyon
    Pferdewert: 500,-

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    Springen: E
    Western: E
    Dressur: M
    Military: E
    Distanz: L
    Rennen: L
    Fahren: E
    Gangreiten: S

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    3. Platz 104. Gangturnier I 2. Platz 396. Dressurturnier I 3. Platz 400. Dressurturnier
    3. Platz 111. Gangturnier I 2. Platz 402. Dressurturnier I 1. Platz 287. Distanzturnier
    2. Platz 370. Galopprennen I 2. Platz 373. Galopprennen I 3. Patz 119. Gangturnier
    3. Platz 293. Distanzturnier I 1. Platz 206. Gangturnier I 3. Patz 232. Gangturnier
    2. Patz 241. Gangturnier I 3. Patz 242. Gangturnier I 1. Patz 264. Gangturnier
    3. Patz 271. Gangturnier


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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔


    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Kommando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt ✔ | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: 15.02.2021

    - Zum Spind -

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    Hufpflege für Namica, Hannelore
    15. Februar 2021 // Mohikanerin


    Nach dem erfolgreichen Besuch bei Nathan auf dem Roanoak Stables, geht es für mich und Johanna, meinem Azubi, weiter zum Gestüt Birkenhof auf dem zwei Stuten auf mich warten. Freundlich begrüßt mich eine junge Dame, die offenbar schon auf uns gewartet hat.
    "Hallo, ich bin Reyna und die beiden Hübschen sind Hannelore und Namica", stellt sie sich und die Pferde am Anbinder vor.
    "Schön Sie kennenzulernen. Ich bin Bernd und das ist unsere Auszubildene Johanna im zweiten Lehrjahr", stelle ich mich vor. Johanna winkt freundlich. Zusammen nehmen wir das Arbeitsmaterial aus dem Fahrzeug und lassen und zunächst beide Pferde vorführen, bei der Beide einige Probleme im Gangbild vorhanden sind. Namica zeigt ein typisches Gangpferdeproblem mit x-Beinen, die besonders schlimm an ihrer Hinterhand sind. Wohingegen Hannelore gekonnt auf der Vorderhand läuft, wenn man das nicht gar latschen nennen könnte.
    "Die Große hat Probleme in der Anlehnung?", frage ich gekonnt und zeige auf die Kaltblüterstute. Die Besitzerin bejat. Ich nicke und gucke mir noch die Hufe genauer an. Viel kann ich bei ihr leider nicht machen, besonders vorn, sind die Hufe deutlich zu flach und kurz. Bei Namica hingegen kann ich gut etwas an der Stellung beheben.
    So beginnen Johanna und ich als erstes die Hufe von Namica zu korrigieren, die immer wieder neugierig zu uns gucken möchte, was wir da machen. Doch leider macht es das Ausschneiden der Vorderhufe schwierig, so lasse ich Reyna ihre Stute beschmussen, damit sie beschäftigt ist. Nach dem Schneiden rasple ich die Hinterhufen noch etwas mehr an den Hufwänden. Doch damit kann ich jediglich eine Unterstützung geben, generell hat die Stute mit dieser Stellung nicht viele Probleme. Doch eine gleichmäßige Abnutzung der Hufe sollte gewährleistet werden. So führt Reyna Namica erneut vor und wir alle sind zufrieden mit der Korrektur.
    Als nächstes ist nun Hannelore mit ihren zu kurzen und flachen Hufen an der Reihe. Durch diese erhebliche Überbelastung der Zehe, können viele Folgeschäden entstehen, die wir nun behandeln wollen. Ich erkläre der Besitzerin, dass sie zwei Möglichkeiten hat, entweder wir verbessern die Stellung durch Eisen oder ich muss regelmäßig kommen, in kürzeren Abständen und Biotin sollte gefüttert werden. Reyna entscheidet sich gegen die Hufeisen und so beginne ich den Zeh etwas weiter vorn zu raspeln, damit die Stute besser abrollen kann. An dem Hinterhufen kann ich etwas mit dem Hufmesser zuschneiden. Am Vorderhuf nur den Strahl. Schon nach dieser leichten Behandlung, ist ihr Gangbild deutlich besser und Hannelore schnaubt sogar ab.
    Reyna und ich verabreden einen Folgetermin und sie bedankt sich herzlich für die Hilfe.

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    Trainingsbericht Dressur E -> A Namica | Dressur E -> A | Sosox3

    Nathan Scott | Der Weg führte mich heute zum Gestüt Birkenhof zu Reyna Huntington und ihrer Stute Namica. Ich rief Brooke noch einmal an, um ihr mitzuteilen, dass ich gut angekommen war. "Guut, dass du dich meldest. Ich muss dir noch was sagen." Sie klang aufgeregt. "Ja, was gibt's denn?", fragte ich nach. Ein wenig neugierig machte sie mich schon. "Wir haben Zwei neue Einstellen", überschlug sie fast ihre Stimme. "Das ist ja prima!" sagte ich und es war der erste Lichtblick, nachdem unsere Pferde vom Tierschutz freigelassen wurden und viele davon starben. Besonders bei meinen Oldenburger tat es mir im Herzen weh. Von den Einstellerpferden ganz zu schweigen. Naja, genug von der Gefühlsduselei. Ich war jetzt hier bei Mrs. Huntington und ihrer Brasilianischen Stute Namica um diese in der Dressur zu festigen und ihr die Lektionen der A-Dressur näher zu bringen. Ich schaute mich am Stall um, schaute mir die Pferde an und blieb bei einem Schrecken stehen, auf dessen Namensschild Namica stand. Gefunden, dachte ich und grinste kurz. Ich wusste, dass diese Pferde einen weiteren Gang, den Marcha, beherrschten. Umso wichtiger war es für mich, die Taktreinheit zu behalten und keinen Gangsalat zu verursachen. Die erste Woche also befasste ich mich mit Longieren und Stangenarbeit um die Temperamentvolle Stute taktrein und ausbalanciert zu bekommen. Sie war erst 6 Jahre alt und hatte nur die Grundausbildung. An sich eine gute Grundlage zum Arbeiten, wenn da ihr Charakter nicht im Weg stünde. Ich hatte viel Mühe mit ihr zurecht zu kommen, doch auch nach Zwei Wochen arbeitete sie gut mit und würde händelbarer. Das Eis brach ich dann mit der Bodenarbeit und einem Schrecktraining, dass ich mit einbaute. 9 Tage war ich nun da und arbeitete fast Täglich mit Namica, dazu gehörten auch immer regelmäßige Ruhepausen, die sie brauchte. Für mich schien sie anfangs bei jeder Arbeit überfordert zu sein also arbeitete ich viel mit Tempiwechsel und Schlangenlinien, sowie Volten. Es wurde einen Gang zurück geschraubt. Namica sollte Freude an der Arbeit gewinnen, nicht sauer geritten werden.
    In der letzten Woche gaben wir nochmal Gas und ritten ein paar Aufgaben nach der FN, so wie sie in Turnieren der A-Dressur gefragt wurde.
    Wir ritten im Trab ein und ich forderte bei X das sie geschlossen stand. Nervös kauend und mit den Ohren spielend stand sie still und wartete nur auf meine Hilfe. Wir ritten auf C auf die Rechte Hand an und wechselten bei M. Dazu gab ich ihr die Hilfen die Tritte zu verlängern und trabte leicht. Soweit so gut, dachte ich und atmete auf. Sie hatte sich gut entwickelt, nur vom Boden aus musste sie noch einiges Lernen. Wir ritten an K vorbei. Für mich der Punkt an dem ich aussitzen und wieder in den Arbeitstrab kommen sollte. Ich setzte mich einen Moment tief in den Sattel und sie verstand was ich von ihr verlangte. Von F-M arbeiteten wir dann an einer schönen Schlangenlinien, bis wir bei F wieder wechselten, die Tritte verlängerten und bei erneutem Überqueren der Bahnmarkierung F wieder in den Arbeitstrab fielen. Bei A parierte ich sie in den Mittelschritt durch, sie schlug unwohl mit ihrem Schweif. Ich seufzte kurz auf, bis M konnte sie auf der anderen Hand im Mittelschritt ihren federnden Gang präsentieren. Dort trieb ich sie in den Arbeitstrab, bei C in den Galopp und ließ sie großzügig eine Runde galoppieren bis wir bei H wechselten und bei X bis F wieder galoppierten nach einer kurzen Strecke Arbeitstrab. Von K - H verlängerte ich die Galoppsprünge und ritt nun bis H auf der anderen Hand im Arbeitsgalopp. Sie trat gut unter für den Bisschen Beritt, den sie hatte. Von C bis C ritten wir eine Große Tour Galopp ehe ich wieder die Hand wechselte und bei X in den Arbeitstrab parierte. Bei X grüßte ich die imaginären Richter erneut und lobte die immernoch kauende Stute. "Gut gemacht" klopfte ich sie und ritt sie noch etwas trocken. Ich hatte Reyna zuschauen lassen um zu sehen wo sie noch ihre Schwierigkeiten hatte und die Fehler noch einmal sehen konnte. "Meine Arbeit ist hier jetzt erledigt. Arbeite mit ihr noch an vielen Übergängen, die sind bei ihr noch holprig, aber das schaffst du. Ich muss jetzt wieder nach Hause fahren", verabschiedete ich mich am späten Nachmittag und packte meine Sachen ins Auto.

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    Namica Dressur A -> L I HGT's Hero of Heaven E -> A I Burnin' Awake and Lifeless E -> A

    Nathan | “Brooke, ich glaub du musst mal mitkommen, es sind drei Pferde auf dem Gestüt Birkenhof!” “Muss ich das, ja? Wie ist das denn mit meiner Fotografie?”, murmelte sie und warf die Haare nach hinten. “Ja, während ich Reyna eine Reitstunde auf Burnin’ Awake and Lifeless gebe, wirst du ihren Hengst HGT’s Hero of Heaven reiten.” “Guter Plan.” Es dauerte also nicht lange da waren wir schon auf dem Weg zum befreundeten Gestüt. Dort angekommen begrüßte Reyna uns auch schon. “Hey, schön dass ihr da seid. Namica kennst du ja noch “, begrüßte sie uns fröhlich und reichte uns beiden nacheinander die Hände. “Die Freude ist ganz Meinerseits”, antwortete ich höflich und grinste bei dem Namen Namica. Natürlich konnte ich mich an sie erinnern. Sie war hart zu knacken gewesen, doch ich hatte es geschafft umso mehr freute ich mich, sie in der nächsten Woche wieder reiten zu dürfen. “Ich weiß ja noch wo sie steht”, sagte ich und ließ uns dann zu den Pferden führen und dann zu der Ferienwohnung in der wir die Woche verbringen würden.
    Etwa zwei Stunden später fand ich mich im Stall wieder und war gerade dabei Namica zu satteln, während Brooke sich um Heaven kümmerte. Sie wollte wissen wie der junge Hengst drauf war, bevor sie sich das erste Mal auf ihn setzte. Namica folgte mir artig zum Reitplatz und ließ mich sie erstmal ordentlich an den Zügel stellen und biegen.
    Brooke | Hero war bildschön! Und wüsste ich es nicht besser, hätte ich Reyna wohl gefragt, ob ich ihn ihr nicht irgendwie abkaufen könnte. Aber ich würde wahrscheinlich fragen, ob ich ihn mal zum Bedecken einer Stute nutzen dürfte. Er zeigte nur wenig Hengstmanieren und blieb auf dem Weg zur Halle ziemlich ruhig und aufmerksam. Die große Halle war leer und so hatte ich allen Platz der Welt den doch so ruhigen Hengst zu longieren. Ich stellte mich also in den Zirkel und ließ ihn die ersten Schritte um mich herum im Schritt gehen. “So ist gut!”, lobte ich den Palomino, den ich zunächst für einen Dunkelfuchs gehalten hatte. Er kaute ordentlich ab, sobald er zu traben begann. Er aktivierte die Hinterhand noch nicht so, wie ich es wollte und ich sah, dass sein Potenzial weiter oben zu finden war. Ich würde ihn sogar bis zur Klasse S** einschätzen und wenn man ihn so weit bekommen wollte, musste man natürlich die Grundlagen entsprechend ebnen. Hero arbeitete heute sehr gut mit und umso erfreuter war ich die nächsten Tage, wenn ich mit ihm arbeiten sollte. Ich bemerkte im Augenwinkel wie eine Person zu uns in die Halle kam und sich an die Bande stellte und uns beiden zu sah, wie wir uns langsam aufeinander einspielten. Ich erkannte, dass es sich um Reyna handelte und grinste sie freundlich an. Auch wenn ich eigentlich keine Person war, die es genoss wenn man mir zusah, umso stolzer fühlte ich mich im Umgang mit Hero. Sie erwiderte mein Grinsen mit einem Lächeln und ging dann wieder aus der Halle. Sie wollte also nur nach dem rechten schauen. Ich leitete den Handwechsel ein und merkte gleich, dass die linke Hand ihm gar nicht mal so gut gefiel, wie die rechte, auf der er sich von seiner Besten Seite zeigte. “Das müssen wir aber üben!”, merkte ich an. Auch wenn ich alleine in der Halle war, so sprach ich öfter zu mir selbst. Ich baute öfter einen Übergang mit ein, damit diese nicht mehr so holprig aussahen. Je flüssiger der Übergang umso besser war die Bewertung bei den Turnieren. Das war definitiv ein Fakt, den ich nach langen Jahren in der Turnierreiter spüren musste. “So ist gut”, rief ich den Hengst zu mir und lobte ihn. “Das hast du gut gemacht!”, klopfte ich die Schulter und führte ihn aus der Halle wieder in seine Box. Seinen Zaum brachte ich wieder in die Sattelkammer und sah mich auf dem Hof um. Ich erblickte Nathan, der Namica gerade trocken ritt. “Und Bruderherz, wie läufts mit der Zicke?”, grinste ich ihn an und stellte mich an den Zaun des Reitplatzes. “Sie läuft viel Besser, ich denke, wenn die Woche rum ist, läuft sie solide auf L-Niveau. Zumindest kann sie dann die Turniere auf Trensen-L laufen.” Ich nickte ihm zu. “Bei Burnin’ wurde schon viel vorgearbeitet, ich geb ihr gleich eine Stunde auf ihm um noch ein paar kleinere Korrekturen vorzunehmen.” “Okey, aber danach gehen wir was essen okey!” “Ja , alles gut.” Ich bewegte mich zurück zur Ferienwohnung und vernahm dann ein leises Vibrieren. Mein Handy! Ich schaute aufs Display. Jack. “Was ist los Jack?”, nahm ich ab und kramte meinen Schlüssel raus. “Ich vermiss dich, Kleine”, flüsterte er und ich schaute verwirrt als ich die Tür hinter mir schloss. “Du solltest Tanja vermissen und nicht mich. Ich bin für eine Woche weg und du rufst schon nach ein paar Stunden an um mir das zu sagen. Dann mach doch Schluss”, zuckte ich mit den Schultern. Ich durfte das nicht zulassen, dass ich noch mehr Gefühle für ihn empfand. “Ich muss jetzt auflegen.” Ich tippte auf den roten Button und warf das Handy aufs Sofa und seufzte. Nate sollte sich beeilen.
    Nathan | Während ich Namica absattelte und sie dann aufs Paddock führte, machte Reyna Burnin’ Awake and Lifeless fertig für die Reitstunde. “Was könnt ihr denn schon alles auf A-Niveau?”, fragte ich vorsichtig. Ich wollte ihr nicht zu nahe treten. “Eigentlich alles relativ gut, nur die Kehrtwendung macht uns noch Probleme und das Überstreichen im Galopp, aber ich denke, wir haben schon gut vorgearbeitet!”, sagte sie mir und ich war sichtlich erfreut. “Sehr gut, zeig mir gleich mal ein bisschen von allem und ich geb dir die Lösungsansätze und sage dir, was wir in der Woche noch verbessern können.” Wir redeten noch etwas über Namica auf dem Weg in die Reithalle. Sie machte sich nämlich sehr gut und die weiteren Lektionen schienen ihr gut zu liegen, was die Arbeit mit ihr ziemlich vereinfachte. Die Versammlung machte ihr zwar noch etwas zu schaffen, weil sie sich nicht so lange tragen konnte. Aber das würden wir schon hinbekommen. Reyna ritt den dunkelbraunen Hengst ordentlich im Schritt und Trab warm, sodass er jetzt schon bei den warmen Temperaturen ins Schwitzen kam und kaute ordentlich ab. “Sieht doch schonmal vielversprechend aus. Er macht sich richtig locker”, rief ich ihr zu und fand es toll, wenn man so einen Streber im Stall hatte, der einem versuchte alles Recht zu machen. Dann begann sie mit dem einfachen Übungen und den Bahnfiguren und zeigte mir dann ihr Problem bei der Kehrtwendung. Die erfolgte nämlich noch etwas abgehackt und so gab ich ihr den Tipp, das Pferd etwas runder zu reiten und den inneren Schenkel noch etwas deutlicher anzulegen. Und siehe da, nach zwei Versuchen klappte es schon besser. “Ich reite ihn morgen mal und dann kannst du weiter an den Problemen arbeiten!” “Okey”, sagte sie außer Puste und lobte Life dabei. Sie ritt ihn ordentlich vorwärts und die Probleme waren nur kleine, sodass wir die Stunde positiv beenden konnte, nachdem sie mir noch weitere Lektionen gezeigt hatte. Vor Allem das Verkleinern und Vergrößern des Vierecks fiel dem großrahmigen Hengst einfach und ich hatte nur wenig zu beanstanden. “Ich würde sagen, wir belassen es heute bei dem Ganzen und widme mich jetzt meinem Mittagessen”, grinste ich freute mich so richtig auf die Pizza, die wir uns gleich holen würden.
    Brooke | Die Tage waren schnell vergangen und umso mehr ich mit Hero arbeitete, umso mehr freute ich mich auf meine eigenen Pferde und mein eigenes Bett. Heute war Tag der Abreise und ich würde von Nate eine letzte Stunde auf ihm bekommen, damit er bald die A-Turniere gehen konnte und mit Erfolg bestehen. Ich ritt ihn locker warm und legte mein Augenmerk auf die Übergänge und wir hatten in der kurzen Zeit schon einige Fortschritte vermerken können, sodass ich eine Kür nachreiten würde. Ich ritt sauber zu X um die Richter zu grüßen und hielt geschlossen zum Gruß an. Dann trabte ich ihn an und es ging gleich rechts rum um dann eine Volte zu zeigen. Das Longiertraining hatte sich ausgezahlt, denn er zeigte einen tollen runden Kreis und war die ganze Zeit bei mir. Darauf folgte dann durch die Länge der Bahn im Trab. Die Kehrtwendung erfolgte auch gut. Die restliche Kür meisterte er auch mit Bravour und ich konnte ihn gegen Ende noch mehr loben. Er war eines meiner Lieblingspferde, von denen die ich bisher außer Haus geritten war. “Dann bring ihn mal aufs Paddock und bring mir Namica mit. Ich muss heute noch einmal alles durchgehen. Reyna hat Life super geritten und ich finde, die beiden können auf A-Niveau starten. Das schaffen sie.” “Okey, dann ist Namica heute das letzte Pferd, das wir machen müssen und dann geht es heim?”, fragte ich ihn mit einer Vorfreude, die ich selbst nicht recht von mir kannte. Eigentlich war ich gerne unterwegs, auch gerne mal länger, aber heute freute ich mich doch umso mehr auf zuhause und noch mehr auf ein Wiedersehen mit Jack. Wir wollten am Abend in eine Bar gehen und irgendwie hatte dieses Verheimlichen unserer Treffen doch etwas Verlockendes an sich. Ich schaute Nate noch dabei zu, wie er Namica in einer L-Dressur vorstellte. Sie zeigte ein taktreines Gangbild , was ich von ihr nicht erwartet hatte, jedoch sah man, dass sie heute einen schlechten Tag hatte und sie sich immer wieder versuchte hinter der Senkrechten zu verkriechen und Nate hart arbeiten musste, dass sie genau das eben nicht tat. Am Ende sagten wir Reyna und den Pferden noch Tschüss und besprachen kurz den weiteren Werdegang im Training der Dreien.

    Die Kür
    Endlich war es soweit, endlich konnte ich meine Mangalarga Machador Stute Namica der ganzen Welt präsentieren. Oder zumindest denen, welche zu sahen. Die siebenjährige Stute war aufgeregt. Ich hatte sich schon abgeritten und versucht ihr die Ruhe zu vermitteln doch sie wusste selbst, dass heute ein großer Tag war. Anders als auf Turnieren.
    Ian präsentierte ihr schon ein Leckerli und flüsterte der neugierigen Stute ins Ohr, dass es noch viel mehr gab von dort wo dieses herkam. Aber erst wenn sie ihre Sache gut machte und mich nicht gegen die Bande preschen ließ. Ich musste kichern bei seiner Bemerkung und schüttelte belustigt den Kopf. ,,Du Idiot. Natürlich wird sie das gut machen.'', murmelte ich und streichelte den Hals der bunten Stute. War die Braunscheckstute doch was ganz besonderes für mich.
    Wenig später ertönte auch schon unser Aufruf und so ritten wir in die Halle hinein. Ian rief uns noch ein 'Viel Erfolg' hinterher. Ich gab Namica den Moment und ließ sie am etwas längeren Zügel durch die Halle im Schritt gehen, so schaute sie sich noch ein wenig um, ehe wir bei X anhielten und ich die Richter grüßte. Stets das freundliche Lächeln auf den Lippen. Das leise Klingeln ertönte und ich nahm die Zügel rasch auf, im Trab machten wir uns von dem Punkt weg und ich ritt sie auf den unteren Zügel, zeigte dann aus dem Zirkel heraus auf der langen Bahn ihren starken Trab. Auch wenn sie sich als Gangpferd bei diesem etwas abkämpfte. Immerhin lagen ihre Stärken ja eigentlich wo anders und trotzdem wollte ich zeigen, dass sie auch gewiss anders konnte. Nach der ganzen Bahn wendete ich wieder auf den Zirkel ab, diesmal der mittlere und galoppierte die Stute an. Hier vergrößerte ich den Zirkel zu erst, ließ ihr den Lauf dann aber verkleinerte ich ihn ein wenig und ging mehr in die Versammlung hinein. So versammelt wie sie nun war ritt ich mit ihr weiter auf den unteren Zirkel und bei A ließ ich sie dann in den Schritt. Zuerst zeigten wir auch hier den versammelten Schritt, dann ließ ich die Zügel lang. Sofort schnaubte Namica ab und streckte sich.
    Die Schrittrunde auf dieser Hand war beendet und so wechselten wir durch die Lange der Bahn. Auch hier oben gab es noch eine Schrittrunde, bevor ich die Zügel wieder aufnahm und das Bein mehr an die Stute schmiegte. Sie schlug mit dem Schweif und befand sich auch sogleich im Trab. Zuerst versammelt und dann ging es im Mitteltrab auf die ganze Bahn. Tief atmete ich ein und wieder aus, sammelte mich selbst noch einmal und hoffte, dass diese Galoppade nun auch so gut verlaufen würde wie die zuvor. Doch es kam wie es kommen musste, ich hatte mal wieder zu viel darüber nachgedacht und noch während sie in den Galopp umsprang wusste ich, dass sie wieder in ihrem Element war. Sie preschte im Galopp los und vom Zirkel auf die Bahn. War ja so nicht geplant gewesen aber die Stute hatte auch durchaus ihren eigenen Kopf. So gab ich die nötige Parade, auf welche sie erst nicht ansprang aber bei der nächsten kurzen Seite ließ sie sich wieder besser kontrollieren. Brachte es jetzt nichts sie zu schimpfen, lieber sollte sie einfach brav weiter galoppieren und wir beendet das ganze schnell. So zeigten wir auch nochmal den vernünftigen Galopp bei einer extra Runde auf dem Zirkel, wendete dann mit ihr ab auf die Mittellinie und bei X kamen wir zum Stehen. Wie es eben sein sollte stand sie nicht sofort geschlossen und korrigierte sich selbst aber schnell. Ich verabschiedete mich mit einem Kopfnicken von den Richtern, lächelte erneut Ihnen zu und ritt mit der Braunscheck-Stute aus der Halle am langen Zügel im Schritt.

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  8. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    Cambria

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    Steckbrief:
    Offizieller HG

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    Vom: Pajero

    Vom: Prince
    Aus der: Ividi


    Aus der: Calina

    Vom: Cadoc
    Aus der: Spring Break




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    Rufname: Cambria, Cymru
    Geburtstag: 28.04.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1,70 m
    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Braunschecke
    (Ee,Aa,Stysty,Toto)
    Abzeichen: Stern, halbweisse Fessel vl, weisse Fessel vr, weisser Ballen hr
    Gesundheit: sehr gut


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    Fleissig, Lieb, neugierig, frech


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    Cambria ist eine sehr elegant gebaute, feingliedrige Stute, die ausserdem auch durch ihre Scheckung auffällt. Sie hat weiche, leichtfüssige Grundgangarten und zeigt auch im Springen eine hübsche Manier. Sie ist somit vielseitig einsetzbar und überzeugt zudem mit einem liebenswürdigen Charakter, der sie leichtrittig macht und auch für Anfänger kein Problem darstellen würde. Sie hat soweit nur eine Macke - nämlich dass sie alles, was man in ihrer Reichweite plaziert, mit ihrem Maul bearbeitet, runterschmeisst oder durch die Gegend wirft, wenn ihr Langweilig wird.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: nicht leihbar!


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: S
    Dressur Klasse: S
    Distanz Klasse: E
    Wendigkeit: A

    Eignung: Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [RS 75]
    Wasserspiele
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    Cambria's Spind

    Trainingsberichte [11]:
    Occulta
    Springen E-A
    Fake my Destiny, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Cambria

    Wir befanden uns auf dem Sandplatz, alle um Lisa versammelt, die uns den heutigen Ablauf der Springstunde erklärte. Ich sass auf Bacardi und schielte hin und wieder zu Robin rüber, die heute erst zum zweiten Mal in Cambrias Sattel sass. Sie schien sich bisher gut mit der Oldenburgerstute zu verstehen, wie ich es mir erhofft hatte. Cambria stand ruhig und geschlossen da, bereit, um sich jederzeit in die Arbeit zu stürzen. Ihre Einstellung war zwar bemerkenswert, aber manchmal auch trügerisch. Ich hatte sie zuvor ein paarmal selbst geritten, und etwas Mühe gehabt, sie mit der Nase auf der Senkrechten zu halten – sie neigte dazu, sich in eine tiefere Haltung zu verkriechen und dann einfach ihr Programm abzuspulen, ohne dabei die wichtigen Körperteile aktiv zu benutzen. Ich war gespannt, wie sie sich mit Robin anfreunden würde. Deutlich unruhiger als Cambria stand Sniper da. Er versuchte, die ganze Zeit Schritte vor und zurück zu erschleichen, oder scharrte frustriert. Er verstand einfach nicht, warum er hier so doof stillstehen musste. Parker hielt ihn dennoch geduldig an Ort und Stelle. Lisa beeilte sich mit den Instruktionen und schickte uns kurz darauf zum aufwärmen auf die linke Hand raus. Wir mussten zuerst unter ihrer Anleitung intensiv galoppieren und Übergänge reiten, bevor sie uns an die Hindernisse heranliess. Wie ich es erwartet hatte, wies sie Robin mehrere Male darauf hin, Cambria gut vorwärts zu treiben und mit feinem Zupfen in die korrekte Aufrichtung zu bringen. Bacardi lief ziemlich gut; er war heute zwar fleissig, aber konzentriert und liess sich im Galopp sogar einigermassen setzen. Parker musste mit Sniper dagegen immer wieder abwenden, weil der Junghengst den Turbo eingeschaltet hatte. Lisa liess sie Volten verkleinern und eine Acht reiten, um ihn am Ball zu halten. Mit dabei waren auch noch Shira, die von Linda geritten wurde; Chanda, mit Darren und Jazz mit David, und Lily mit Fake. Letztere war ebenfalls schnell unterwegs, aber nur im Galopp. Als Lisa zufrieden war, durften wir ein erstes Kreuz überspringen. Die Pferde waren allesamt unerfahren, also begannen wir ganz einfach. Chanda stellte sich etwas ungeschickt an. Sie bremste vor dem Kreuz ab und hüpfte dann unelegant aus dem Stand darüber. Cambria ging ohne zu überlegen einfach hinüber, als wäre es bloss ein grösserer Galoppsprung. Sie hatte aber auch die längsten Beine der hier Anwesenden. Jazz, mit der ich auch schon ein paar Cavaletti gesprungen hatte, hob zwar die Beine noch nicht so schön, wie sie es hätte tun sollen, aber bei der Höhe spielte das keine Rolle. Wir fuhren fort und erhöhten die Schwierigkeit zunehmend. Nach einer Weile waren wir bei einem kleinen Parcours angelangt, der doch schon ein paar schwierigere Wendungen beinhaltete, jedoch alles immer noch bei geringer Höhe. Fake und Lily flitzten durch den Parcours. Die Hackney-Pony Stute war ziemlich wendig und Lily konnte sie gut manövrieren. Meine Nichte hatte extrem viel dazugelernt, seit sie auf Pineforest Stable lebte und jeden Tag im Sattel sass. Am Anfang war sie noch unsicher gewesen und hatte in erster Linie daran gearbeitet, einen anständigen Sitz zu entwickelt – heute startete sie auf kleineren Turnieren und wurde immer geschickter mit den Ponys. Sie fiel auch nicht so schnell runter. Selbst wenn Fake oder Areion mal einen lustigen Tag hatten und etwas bockten, konnte sie sich problemlos oben halten. Nur manchmal musste ich sie noch daran erinnern, dass sie gerade sitzen solle und die Hände zusammen behalten. Sie war eben eine praktische Reiterin, ähnlich wie ich: nicht so sehr auf den Stil fixiert, aber umso mehr darauf, dass das Pferd gut lief. In der Dressur konnten wir damit nicht gerade Glanznoten erreichen, aber dafür waren wir in den dynamischeren Disziplinen gut aufgehoben. Aber was nicht ist, kann noch werden, sagte ich mir immer, wenn ich ihr so zusah. Vielleicht übertrumpfte sie mich ja eines Tages und mauserte sich zum Dressurfreak? Jedenfalls sah es richtig cool aus, wie die beiden mit wehendem Schweif und Ponyschwanz über die Hindernisse flitzten. Auch Lisa fand es gut, ordnete aber für die nächste Runde etwas mehr Ruhe und Kontrolle an, denn «wenn es höher wird, wirst du mit Geschwindigkeit allein nicht sehr weit kommen.» Shira zeigte heute ihr Talent. Die junge Stute hatte eine sehr schöne Manier und war normalerweise auch rittig. Ich steckte grosse Hoffnungen in sie, aufgrund ihrer Abstammung und ihres Körperbaus. Ich war ausserdem auf der Suche nach einer neuen, unter 16-jährigen Reiterin für die Ponys im Allgemeinen. Wenn wir sie als Pferde anmeldeten, konnten mit den Reitponys natürlich auch erwachsene an gewöhnlichen Turnieren Starten. Aber wenn wir sie an den speziellen Pony Turnieren laufen lassen wollten, mussten sie einen jugendlichen Reiter haben. Lily war zwar meine Zukunftshoffnung, was diese Sache anbelangte, aber auch sie würde an ihre Grenzen kommen, wenn sie (mit White Dream gerechnet) neun Ponys alleine auf Turnieren vorstellen musste, und nebenbei auch noch mit Areion, Nossi und Fake etwas machen wollte. Eventuell konnten wir Suri so weit fördern, dass sie zusammen mit Lily unsere Ponys springen, oder wenigstens in der Dressur starten konnte. Aber selbst dann wäre es noch viel zu tun für zwei Mädchen. Meine Idee war es, ein junges Mädel (oder einen Jungen) zu finden, das Talent hat, dem aber das passende Pony fehlt. So war im besten Falle beiden Seiten geholfen. Lisa und Elliot hatten schon ein paar ihrer Reitschüler ins Auge gefasst, aber es musste einfach allgemein passen, sowohl vom Reiterlichen, als auch in Sachen Zuverlässigkeit, Umgang mit den Ponys und natürlich im Zwischenmenschlichen. Daher plante ich auch schon seit Wochen, so eine Art Bewerbungs-Herbstlager durchzuführen um die Kandidaten besser kennenzulernen. Normalerweise machten wir ein Sommerlager für jüngere Kinder, damit diese die Miniature Horses bespassen konnten. Das hatte dieses Jahr nur eine Woche gedauert, nicht wie sonst zwei. Dafür würde nun dieses Herbst-Sportlager kompensieren.
    Jedenfalls lief die Stunde ganz gut, bis auf ein paar wenige Verweigerungen von Sniper und Jazz. Zufrieden befahl Lisa uns die Zügel lang zu lassen und die Pferde auszutraben. Natürlich war so eine einzelne Trainingseinheit nicht genug, um die Vierbeiner in die nächsthöhere Klasse aufschwingen zu lassen. Aber sie waren mit weiterem Training auf bestem Weg aufzusteigen.
    30 Okt. 2018

    Occulta
    Springen A-L
    Training für die Faulen

    PFS’ Colours of Life, tc Miss Moneypenny, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Ravissante, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    «Occu, es ist zu warm zum Arbeiten», jammerte Jonas, in seinem neu gekauften Schaukel-Stuhl auf der Terasse ausgebreitet. Er hatte das Teil am Wochenende in einer Brockenstube gefunden und sich sofort darin verliebt. Das alte, dunkle Holz war zwar an manchen Stellen etwas rau von der vermutlich Jahrzehnte langen Benutzung, aber mit etwas Schleifpapier und neuem Lack wollte er ihm demnächst zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings sah es im Moment eher nicht danach aus, als könnte er die nötige Energie dazu aufbringen. Bacardi lief bereits ungeduldig um mich herum, weil ich nicht weiterging. «Komm, auf», scheuchte ich ihn in befehlerischem Ton von seinem Sonnenplätzchen. Er grummelte vor sich hin und schlenderte zum Hauptstall. Lisa war auf dem Sandplatz bereits aufgestiegen und wärmte Sniper im Schritt am langen Zügel auf. Ich tat es ihr gleich. Heute war wieder Trainieren angesagt, und zwar mit einem ganzen Heer von Jungpferden. Lisa und ich ritten plaudernd nebeneinander und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, die auf unsere Rücken brannten. Lily stiess mit Fake auch noch dazu, und ihr folgten auch kurz darauf die anderen aus dem Nebenstall; Shira, Ravissante, Cambria. Wir ritten alle sechs Vierbeiner, um die bereits aufgestellten Hindernisse zirkelnd, warm. Nach etwas mehr als fünf Minuten trabten wir an und vollführten unter Lisas Anweisungen ein paar gymnastizierende Dressurlektionen, ehe wir mit den Cavalettis begannen. Bacardi war am Anfang etwas übereifrig und hüpfte jeweils über das halbhohe Cavaletti, anstatt darüber zu traben. Ich hielt ihn zusammen und versuchte es erneut, bis es beim dritten Versuch klappte. Er war eben noch jung und verstand ungerne, dass man die Aufgaben konzentriert und auch mal langsam angehen musste. Lily und Fake hatten ganz ähnliche Probleme, aber bei ihnen lag es vor allem daran, dass Lily noch nicht genug einwirken konnte, um die temperamentvolle Hackney-Pony Stute mit dem Sitz zu bremsen. Sie gab sich immerhin grosse Mühe und schaffte es nach einer Weile auch so halb. «Das wird schon, Lily. Sobald du längere Beine hast, kannst du sie auch besser kontrollieren», ermutigte Lisa meine Nichte. Das Mädchen nickte nur konzentriert und bremste Fake wieder in den Schritt. Lisa schickte uns als nächstes über ein paar Kreuzchen in einer Linie, die ebenfalls noch dem Auflockern und der Taktfindung dienten. Erst danach legten wir mit Steilsprüngen, Oxern, In-Outs und Kombinationen los. Für die jungen Pferde waren besonders letztere anspruchsvoll, da viele dazu neigten, etwas kopflos zu werden und zwischen den Hindernissen beschleunigen zu wollen. Auch Bacardi versuchte es, aber durch meine langjährige Erfahrung konnte ich ihn zurückhalten und in angemessenem Tempo auf den zweiten Sprung zureiten. Er schnaufte zwar leicht frustriert, galoppierte aber schön am Zügel. Ich lobte ihn streichelnd, um ihm zu zeigen, dass es so richtig war. Fake und Lily flitzten zum Teil in halsbrecherischem Tempo durch, aber Lisa war schon dabei, das zu korrigieren und ihr Tipps zu geben. Robin und Cambria hatten auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu überwinden, aber es sah gar nicht so schlecht aus. Ravissante lief unter Quinn richtig schön. Ich war begeistert beim Zusehen, als die beiden den einen Oxer übersprangen und die Anglo-Araberstute eine wunderbare Flugphase zeigte. Sie erinnerte mich in ihrer Manier sehr an Sunday – ausser, dass sie ab und zu ihren Schweif aufgeregt anhob, wenn sie auf ein Hindernis zukam. Quinn schien sich sehr gut mit der Stute zu verstehen und grinste begeistert, als sie den kleinen Abschlussparcours beim ersten Versuch fehlerfrei überwunden hatten. Sie liess Ravi den Kopf strecken und klopfte ihr zufrieden auf den Hals. Auch Bacardi und ich schafften es ohne Abwurf. Die Höhe war ja auch noch nicht gerade eindrucksvoll. Aber trotzdem war ich stolz, als am Ende die meisten sauber durch den Parcours kamen. Sogar Fake kam überall gut drüber, wenn auch ein Tickchen zu schnell. Shira und Snipy hatten je einen Abwurf; Shira in der Kombination und Sniper beim letzten Steilsprung, weil Lisa sich mit der Distanz verschätzte. Dass ausgerechnet unsere Reitlehrerin einen Fehler machte, fanden wir ganz amüsant – konnte ja passieren. Wir liessen die sieben Pferde austraben und versorgten sie dann zügig, um gleich anschliessend mit der nächsten Truppe weiterzumachen. Diesmal war der Vollblut-Nachwuchs an der Reihe. Miss Moneypenny, Daedra, Primo, Sarabi, Mambo, Cryptic, Thalia, Counterfire und David mit Life. Weil diese Gruppe etwas grösser war als die letzte, hatten wir auch entsprechend mehr Abreitplatz-Atmosphäre, aber das kam in diesem Fall gerade gelegen: Mit diesen acht wollten wir nämlich einen Ablauf wie auf einem Turnier simulieren. Jonas hatte es tatsächlich fertig gebracht, in der Halle zwei Aufwärm-Hindernisse aufzubauen und verstellte sie nun nach unseren Wünschen. Danach ritten wir jeweils nach draussen auf den Sandplatz und sprangen direkt den Parcours, jeder zweimal. Ich hatte Thalia als Partnerin. Die Winter-Tochter war extrem rittig und liess sich heute durch nichts ablenken, sodass wir beide Durchgänge einwandfrei abschlossen. Mir gefiel ihr Arbeitswille, der sich übrigens auch auf der Rennbahn auszahlte. Sie war zwar nicht die Schnellste, dafür sehr ausdauernd und fokussiert auf die Ziellinie – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie selbst bei einem Bombeneinschlag auf der Tribüne nicht zucken würde. Bei Counterfire, die gleich nach mir auf den Platz ging, war das gerade anders herum. Die feurige Fuchsstute konnte ausserordentlich gut beschleunigen und hatte mächtig Schub in der Hinterhand, liess sich allerdings leicht aus dem Konzept bringen und brauchte eine konsequente Hand. Als Katze Shiva in ein Gebüsch neben dem Viereck kletterte, um Spatzen aufzuscheuchen, verpasste sie dementsprechend das nächste Hindernis und räumte es mit den Vorderbeinen ab. Charly war auf den unsanften Sprung nicht vorbereitet gewesen und kam hinter die Bewegung. Als Counterfire nach dem missglückten Manöver auch noch um die Kurve raste, besiegten ihn die Fliehkräfte. Er plumpste in den Sand und die Stute raste eine Runde um den Platz, wobei sie gerade noch von Oliver davon abgehalten wurde, diesen zu verlassen. Der Trainer motzte «be careful with my racing champions, please» und bewachte den Eingang, bis wir Fire eingefangen hatten. Charly war anscheinend unversehrt, bis auf ein paar blaue Flecken. Er stieg wieder auf und ritt das Hindernis nochmal an, nachdem Lisa, die diesmal nicht selbst im Sattel sass, es wieder aufgestellt hatte. Counterfire, die noch etwas aufgeheizt von vorher war, wollte schon wieder mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Stangen losrennen, aber Charly machte nochmal eine Volte, bis er sie unter Kontrolle hatte, und lenkte sie dann deutlich ruhiger geradeaus, diesmal ohne Probleme. Die übrigen Vollblüter waren heute erstaunlich gemütlich unterwegs; Quinn musste Primo regelrecht vorwärtstreiben und auch Mambo hatte beim Oxer etwas zu wenig Schwung, sodass die oberste Stange fiel. Höchstwahrscheinlich liegt es am Temperatur- und Fellwechsel, überlegte ich. Ich bürstete und massierte Thalia rasch nach dem Absatteln, aber es reichte leider trotzdem nicht mehr um die letzte Runde von Daedra zu sehen. Ich erfuhr aber von Lisa, dass sie einmal parkiert hatte – schade. Das war bei ihr in letzter Zeit etwas zu häufig vorgekommen, weshalb ich überlegte, sie in nächster Zeit mehr mit Quinn laufen zulassen, oder selbst ein wenig Korrektur zu reiten. Nicht, dass ich meine oder Quinns Reitkünste höherstellte als die der anderen, aber wir beide hatten einfach etwas mehr Erfahrung als zum Beispiel April, die sie heute geritten hatte. Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Stute irgendwelche unvorteilhaften ‘Habits’ entwickelte. Nachdem nun alle den Parcours gemacht hatten, wollte Lily unbedingt nocheinmal mit Areion einen Versuch starten. Sie wärmte ihn bereits in der Halle auf, als ich dazustiess. Der immernoch-Hengst zeigte auch diesen Frühling wieder teils etwas aufmüpfiges Verhalten, sodass Lily die letzten Wochen meine Hilfe mehr als einmal gebraucht hatte. Heute schien er aber eher gemütlich unterwegs zu sein und liess sich wenig später auch gut von meiner Nichte über die extra tiefer gestellten Hindernisse lenken. Lisa ermutigte sie, noch etwas mehr Schwung von dem Tinker zu fordern, weil er ein paarmal zu dicht ans Hindernis kam, aber sonst sahen die beiden gar keinen so schlechten Eindruck.

    Insgesamt zufrieden mit den Vollblütern, wandte ich mich nun dem Training der beiden Nachwuchswesternpferde Chanda und Jazz zu. Ich putzte die grau-weisse Criollo Dame, während Jonas sich Jazz antat. Antun deshalb, weil sie heute zusätzlich zu ihren Appaloosa-Sprenkeln auch noch Schlammkrusten trug. Mit dem noch feuchten Boden vom letzten Regenfall erstaunte es mich überhaupt, dass nicht mehr Pferde Schlammig waren. Klar, die Vollblüter waren von Ajith bereits vorgeputzt worden, aber die übrigen hatten anscheinend ausnahmsweises Mitleid mit unserer vom Winterfell Ausstriegeln müden Armmuskulatur gehabt. Jonas stöhnte erschöpft, als er auf die zweite Seite seines Reittiers kam, die genauso schlimm aussah wie die Erste. Er legte einen Moment lang seine verschränkten Arme auf den Runden Po von Jazz und genoss die Sonne, bevor ich ihn anstupste, damit er weitermachte. „Denk dran, die Stunde fängt in fünfundzwanzig Minuten an.“ Ich war so nett und half ihm mit dem Hufeauskratzen, während er noch immer den eher dünnen Schweif von Jazz zu retten versuchte. Nach einem gefühlten Liter Glanzspray und einer insgesamt halben Stunde intensivem Putzen, war die Stute wieder ansehnlich. Wir ritten in Richtung Fluss los, denn wir waren mit Rosie zu einem Training auf der Wilkinson Farm verabredet. Sie hatte einen auswärtigen Westerncoach organisiert. Weil wir so viel Zeit mit Putzen verbracht hatten, mussten wir den grössten Teil des Weges traben, um nicht zu spät zu kommen. Die Pferde waren so zumindest schon warm und wir konnten eigentlich sofort loslegen. Der Trainer gab uns eine Dreiviertelstunde lang Patterns vor und feilte mit uns an den einzelnen Lektionen. Für die jungen Pferde war das Training intensiv und sie schwitzten in der Frühlingssonne ordentlich. Rosie, die mit dem Wüstentemperatur-geprüften Tayr mitmachte, hatte dieses Problem nicht. Dafür hatte sie alle Mühe, ihn angesichts unserer beiden charmanten Damen konzentriert zu halten. Es ist eben Frühling, stellte ich schmunzelnd fest. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, fiel Jonas noch ein neues Araberpferdchen auf Rosies Weide ins Auge. «Schau mal, da ist noch ein Appaloosa-Tier. Ich dachte zuerst, es sei Numair, aber der ist etwas dunkler.» «Tatsache. Rosie? Is that the filly you mentioned last time?” Die rothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest bestätigte. “She’s gorgeous! Definitely coming after Numair.» «I hope she’s also inherited his character, instead of her mother’s. But anyway, she has such a cute head and I love the pink freckles on her face.” Sie schwärmte noch ein wenig weiter, sodass ich beinahe neidisch wurde – das Tierchen sah schon von weitem speziell aus. Letzten Endes wandten wir uns dann doch noch zum Gehen und duschten zurück auf Pineforest die beiden armen, verschwitzten Stuten ab. Chanda machte einen friedlichen Eindruck, als ich sie zurück auf die Stutenweide entliess. Sie sah aus, als könne sie sich nun nach getaner Arbeit so richtig entspannen und das Nährstoffreiche Frühlingsgras besonders geniessen. Jazz blieb noch einen Moment erwartungsvoll beim Zaun kleben, als warte sie noch auf eine letzte Karotte. Jonas und ich hatten leider beide nichts mehr im Sack, also musste sie sich mit den vorherigen Belohnungen zufriedengeben. Wir schlenderten zurück zur Halle und ich bog von dort aus zu den Miniweiden ab, um schonmal die Sulkys für den Nachmittag bereitzustellen, während er gähnend Richtung Haus wanderte. „Du musst noch die Winterreifen wechseln“, rief ich ihm schelmisch hinterher. Er drehte sich als Antwort um und gab mir einen Militärischen Gruss zurück – um anzudeuten „wird ausgeführt, Chef“.

    Die Minis waren den ganzen Winter hindurch einigermassen fit gehalten worden, aber nun im Frühling ging die Show-Saison wieder los, und mit den schneefreien Strassen konnten wir auch wieder mehr Zeit ins Fahrtraining investieren. Deshalb drehte ich den halben Nachmittag lang fleissig Runden auf der Ovalbahn. Zuerst mit Kiwi. Die beinahe ganz weiss gescheckte Stute verlor ihr ungeschorenes Winterfell in Fetzen. Das meiste hing noch an ihrem Bauch und unter dem Kopf. Ich striegelte einen Kisseninhalt weissen Fells ins spriessende Gras, danach sah sie etwas weniger zottelig aus. In den nächsten paar Tagen würde sie das Fell wohl vollständig wechseln. Lewis kam etwas verspätet aus dem Mittag und entschuldigte sich mit der Erklärung, dass er mit Quinn, Charly und Parker in der Stadt essen war, wobei sie ziemlich lange hatten anstehen müssen. Das war für mich kein Problem, ich wusste ja, dass meine Pfleger seriös arbeiteten. Lewis schnappte sich Tiki («You could have taken Kiwi, if you had come on time”, neckte ich ihn, wissend, dass Kiwi sein Liebling war). Er ent-fellte sie in Rekordzeit und war mit dem Geschirr anlegen am Ende noch fast eher fertig als ich. Wir schlauften die letzten Riemen durch und führten die Ponys dann von der Weide zu den bereitstehenden Sulkys. Als beide sicher eingespannt waren, fuhren wir zur Ovalbahn. Ich übte mit Kiwi besonders das Zulegen und Aufnehmen, wobei ich einen schicken Show-Trot herauszuprovozieren beabsichtigte. Es klappte auch einigermassen; die Miniature Stute hob ihre Beine höher als sonst. Ich lobte sie jeweils überschwänglich, um ihr die Bewegungen möglichst schmackhaft zu machen. Lewis übte mit Tiki ebenfalls im Trab, allerdings konzentrierte er sich bei ihr mehr auf die Aufrichtung und die korrekte Anlehnung an die Fahrzügel. Gegen Ende des Trainings liess ich die Zügel länger, sodass Kiwi nach unten strecken konnte. Sie wurde dabei zunächst etwas schneller, aber ich bremste sie mit der Stimme und nach einigen Augenblicken waren wir gemütlicher unterwegs. Sie war eben doch noch jung und musste lernen, entspannt und in gleichbleibendem Takt zu laufen. Das wurde an den Shows übrigens auch bewertet. Ich fuhr mit Kiwi zurück und holte als Nächstes Xinu, Lewis machte mit Lining weiter. Die beiden Hengstchen waren etwas einfacher zu einem Bluff-Trab anzustacheln. Sie hoben fast schon von selbst die Vorderbeine, wir mussten nur darauf achten, dass die Hinterhand auch richtig untertrat. Nach Xinu und Lining waren Oreo und Acira dran. Oreo spürte den Frühling und brummelte seiner Halbschwester zu, als wir hintereinander zur Bahn fuhren. Lewis hielt ihn kurz und blieb in einem vernünftigen Abstand. Wir trainierten wiederum fleissig unsere Runden, und zum Spass galoppierten wir auch ein wenig. Aciras seidiger Schweif flatterte in der Kühlen Brise, die sich mit dem Fahrtwind vereinte. Ihre kleinen Hufe schlugen rhythmisch auf dem feinen Kies auf. Zuletzt drehten wir auch noch ein paar Runden mit Darling und Allegra – letztere war noch nicht lange eingefahren und hatte noch etwas Mühe mit der Kommando-Umsetzung. Sie war meist ein wenig zu eifrig und wollte nicht warten, geschweige denn dabei geschlossen stillstehen. Aber auch das würde mit der Zeit immer besser klappen, davon war ich überzeugt. Nach dem Training gab es für alle Minis ein paar Karotten, die wir zur Beschäftigung an den Bäumen auf der Weide aufhängten. Lily half dabei und fand es super, Lining beim ‘Einfangen’ der orangefarbenen Wurzeln zuzusehen.
    31 März 2019

    Occulta
    Military E-A
    PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Das heutige Militarytraining fand wieder auswärts statt, auf einem grossen Trainingsgelände nahe Telford. Wir gingen früh morgens los, um bei Zeiten zurückzusein. Im Gepäck hatten wir insgesamt sechs Pferde und Ponys: Ravissante, Cambria, Shira, Sniper, Bacardi und Fake, denn Lily kam diesmal auch mit. Sie trug brav ihren Rückenpanzer, so wie wir alle, und wir hatten Fake die stabileren Gamaschen von den Reitponys angezogen. Einmal ausgeladen, sattelten wir die Reittiere innert kurzer Zeit und sassen auf. Wir ritten in Volten auf dem Rasen, um uns einzuwärmen. Dann begannen wir mit den einfachsten Hindernissen, um den noch unerfahrenen Pferden einen leichten Einstieg zu geben. Sie alle kannten das Springen, aber Naturhindernisse waren oftmals furchteinflössender und auch das Wasser stellte für viele ein Problem dar, auch wenn wir mit ihnen manchmal im Fluss baden gingen. Es war eben doch nochmal etwas anderes, hineinzuspringen, ohne den darunterliegenden Boden zu sehen. Das konnte ich auch gut nachvollziehen. Wir konzentrierten uns folglich in diesem Training vor allem darauf, die Vierbeiner mutiger zu machen und ihr Vertrauen in uns Reiter zu stärken. Ich ritt Ravissante. Die Stute war eine meiner grossen Hoffnungen im Militarybereich, denn sie hatte eine gute Abstammung dafür, und ihr Körperbau war ebenfalls ideal für einen Eventer. Mit ihren hübschen Gängen und dem geschickten Sprungverhalten kombinierte sie zwei wichtige Eigenschaften. Ich erklärte Ravissante jedes Hindernis gründlich und übte sie alle aus verschiedenen Anreitwinkeln. Es war wichtig, dass sie lernte, den richtigen Absprungpunkt zu finden und auch nach dem Sprung flüssig weiterzugaloppieren. Die junge Stute war kooperativ und liess sich von mir selbst dann noch pilotieren, wenn sie vor Unbehagen die Nüstern weit blähte und sorgenvoll Luft einsog. Ich lobte sie dafür ausgiebig und gab ihr beim Absteigen eine Karotte. Fake und Lily waren wie üblich eher zügig unterwegs gewesen, aber die Hackney Pony Stute hatte auf Lily Acht gegeben und sich ebenfalls ohne Zwischenfälle über die festen Hindernisse lenken lassen. Die beiden waren langsam ein richtig eingespieltes Team und ich fand, dass die Zeit reif war, sie auf Turniere zu schicken. Aber das letzte Wort hatte dabei Jonas, denn die Ponystute gehörte ja ihm. Meine Reitponyhengste liefen unter Ruth und Sheridan locker vorwärts. Die beiden talentierten jungen Reiterinnen hatten ein gutes Auge für Distanzen, jedenfalls machten sie heute beide keine groben Patzer. Nur Shira und Lea hatten bei einem Kasten Mühe, der etwas zu bunt angemalt war für den Geschmack der schwarzweissen Scheckstute. Ich musste Lea rasch zu Hilfe kommen und Tipps geben, damit sie Shira doch noch überzeugen konnte. Danach klappte es aber ohne weitere Diskussionen. Cambria und Robin kamen hingegend ganz ohne meine Hilfe aus und übten vor allem an Cambrias Taktgefühl und den fliegenden Wechseln über oder zwischen Hindernissen. Wir fuhren nach dem Training über die Autobahn nachhause und versorgten die Vierbeiner. Die Mittags-Heuration wartete dort bereits auf sie.
    31 Mai 2019

    Occulta
    Dressur E-A
    Tayr al-Diyari, PFS‘ Ravissante, Cambria

    Die heutige Dressurstunde bei Lisa drehte sich rund um das Thema Losgelassenheit. Wir waren nur zu dritt, nämlich Rosie mit Tayr, Robin mit Cambria und ich mit Ravissante. Alle drei Pferde waren Grünlinge und kannten erst Grundlagendressur. Wenn wir sie aber Turnierreif bekommen wollten, mussten sie entsprechend gefördert werden. Das hatten wir nun in den kommenden Monaten vor, sodass wir im nächsten Frühling startklar sein würden. Ravissante lief am langen Zügel auf dem inneren Hufschlag. Rosie und Tayr waren noch unterwegs, also warteten wir auf die beiden. Dafür war Tayr, als sie endlich kamen, bereits von dem Weg hierher eingewärmt und wir konnten sofort beginnen. Lisa liess uns antraben und erstmal am halblangen Zügel Volten und Schlangenlinien reiten. Cambria schnaubte zwischendurch laut, was Lisa sehr gefiel – „she’s relaxing already“, stellte die Reitlehrerin fest. Meine Ravissante hingegen war schon wieder am rasen. Ich musste dauernd wieder abwenden, um den anderen beiden nicht zu nahe aufzurücken. Rosie ging es mit Tayr ähnlich, aber der Araber war schon etwas weiter ausgebildet und dadurch etwas rittiger. „Slow her down, Occu. She’s running on her forehand.“ “Weiss ich doch”, murmelte ich mit zusammengebissenen Zähnen. Es war immer leichter gesagt als getan. Ich machte mich schwer und richtete mich auf, gab aussen halbe Paraden und hoffte so, das Gehör der Stute für meine Anweisungen zu öffnen. Sie wurde ein wenig langsamer, aber es blieb auch über den Rest des Trainings ein kleiner Kampf zwischen uns. Zu sehr aufnehmen durfte ich sie nicht, denn das machte die Anglo-Araber Stute nur noch heisser. „Losgelassenheit“ – daran fehlte es uns definitiv noch. Doch Lisa war einfallsreich und kannte viele Tricks, um zum Ziel zu gelangen. Sie liess uns Übergänge machen bis zum Gehtnichtmehr und forderte die Aufmerksamkeit der Vier- und Zweibeiner, indem sie uns auf eine Schlangenlinie schickte, wobei wir bei jedem neuen Bogen abwechslungsweise in den Schritt gehen, oder eine kleine Volte traben mussten. Auch im Galopp wurden wir mit korrekten Übergängen gefordert: Lisa wollte sauberes, schwungvolles Einspringen und einen flüssigen Trabübergang nach einer halben Runde im Galopp sehen. Für die jungen Pferde war das Schwerstarbeit. Ravissante zum Beispiel hatte noch grosse Mühe, so kurz aufeinanderfolgend wieder einzuspringen. Aber sie konzentrierte sich nun auf ihre Aufgabe und machte sogar so nebenbei den Hals schön rund, ohne dass ich etwas dafür tun musste. Es war Lisa und mir in dieser Phase der Ausbildung noch nicht so wichtig, wie die Pferde ihren Hals trugen – viel mehr achteten wir auf den Schub aus der Hinterhand und einen beständigen, feinen Kontakt vom Pferdemaul zur Hand. Cambria schnaubte abermals, als Robin sie am Ende der Einheit strecken liess. Sie lief locker und schon ziemlich balanciert für ihren Ausbildungsstand. Tayr wollte den Kopf nicht so recht in die Tiefe strecken, aber Rosie arbeitete geduldig daran und lud ihn immer wieder dazu ein, indem sie ihn wieder aufnahm und abermals die Zügel durch ihre Finger gleiten liess. Ravissante streckte zwar immer wieder für kurze sequenzen den Kopf ganz runter, lief aber immernoch zu schnell, als dass es korrekt gewesen wäre. Ich bremste sie so gut es ging mit meiner Stimme und machte Volten, um etwas von ihrem Schwung zu verpuffen. Schliesslich gingen wir in den Schritt über und ritten die drei trocken. Sogar ich selber war ins Schwitzen gekommen – kein Wunder eigentlich, bei bewölkten 25 Grad.
    30 Juni 2019

    Occulta
    Military A-L
    PFS‘ Shadows of the Past, PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Navy Sniper, PFS‘ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Military Training machte mir persönlich immer besonders viel Spass. Es war abwechslungsreich, anspruchsvoll und forderte die Pferde körperlich wie auch geistig. Heute übten wir auf unserem eigenen kleinen Trainingsgelände im inneren der Ovalbahn. Es waren zwar nicht viele Hindernisse, aber dafür all jene, denen man typischerweise auf einem Turnier begegnen konnte. Ein Graben, eine Treppe, ein Hügel, Wasser mit Ein-/Aussprüngen und einem mitten drin, ein Buschhindernis, diverse Ecken, Bänke und Kästen, zwei Baumstämme und ein Hindernis mit Fässern. Alle Teilnehmer der heutigen Gruppe waren bereits mit Geländehindernissen in Kontakt gekommen. Die meisten schienen ausserdem zur mutigen Sorte von Pferden zu gehören und zögerten kaum, selbst als sie ins buchstäblich kalte Wasser springen mussten. Okay, so kalt war es dann doch nicht – schliesslich herrschten momentan sommerliche 30 Grad. Ich schwitzte schon nach den ersten paar Sprüngen mit Bacardi. Der Ponyhengst gab wiedermal alles und kümmerte sich nicht um die Hitze – er war glücklich, solange er eine Aufgabe vor sich hatte. Shira hingegen schien etwas faul zu sein. Jedenfalls musste Sheridan die Ponystute ordentlich antreiben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr das schmale Eckenhindernis nicht gefiel, das Sheridan ansteuern wollte. Sniper flitzte mehrfach an uns vorbei und es war beeindruckend, mit welcher Präzision er selbst die schmalen hindernisse meisterte. Anders als andere Jungpferde zog er richtig auf die Hindernisse zu und wollte sie überwinden; er fragte förmlich danach. Diese Einstellung galt es zu fördern. Auch Lily und Fake trainierten wieder mit uns. Jonas stand im Schatten eines Gebüsches und sah zu. Er hatte ausserdem die Mistschaufel bereit, um Hinterlassenschaften gleich aufzusammeln. Davon produzierte Ravissante heute reichlich, denn sie war offenbar noch etwas unsicher und beeindruckt von den verschiedenen Hindernissen. Cambria ging es ähnlich, nur äusserte es sich bei ihr in einem steifen Rücken und hoch erhobenem Kopf. Sie glotzte, sprang aber trotzdem. Dennoch musste Robin natürlich mit ihr auch am Stil arbeiten, damit sie zuverlässiger wurde. Ich forderte von Bacardi ein paar schöne Sprünge von der Treppe runter und ritt jeweils auf der anderen Seite wieder den Hügel hinauf, über das zuoberst platzierte Hindernis. Ich versuchte dabei, denselben Takt zu behalten und alles schön flüssig zu reiten, ohne dass Bacardi sich aufregte. Er machte einen schön runden Hals, als ich ihn nach dem Hindernis, das aus drei massiven, deieckig angeordneten Stangen bestand, wieder aufnahm. Ich liess ihn noch ein letztes Mal den Absatz nach unten springen, dann parierte ich ihn in den Trab durch und liess die Zügel lang werden. Auch die anderen versuchten einen guten Abschluss zu finden. Wir liessen die Vierbeiner zwischen den Hindernissen austraben, dann ritten wir als Gruppe im Schritt zurück zu den Ställen, wo wir sie abduschten und versorgten.
    31 Juli 2019

    Occulta
    Springen L-M
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past

    Wir hatten heute nur zu dritt Springstunde, dafür wollte Lisa uns besonders fordern. Ich ritt mit Shira mit, ausser uns zweien waren noch Robin mit Cambria und Linda mit Ravissante dabei. Zunächst liefen wir uns im Schritt warm. So langsam sanken die Temperaturen und es ging auf den Winter zu. Noch war es aber nicht so kalt, dass wir Decken gebraucht hätten. Lisa baute den Parcours auf, während Robin und Linda mit mir plauderten. Shira giftete ab und zu Cambria an. Linda bemerkte dazu kichernd, dass die Ponystute wohl eifersüchtig auf Cambrias spezielle Scheckung sei. Ich entgegnete, dass Shiras Scheckung aber doch auch sehr schön anzusehen sei. Wir stellten fest, dass Cambria und Shira farblich eigentlich genaue Gegenteile voneinander waren: die eine vorne dunkel und hinten hell, die andere vorne hell und hinten dunkel. Irgendwann erinnerte Lisa uns daran, dass wir eine Reitstunde vor uns hatten. Wir trabten an und begannen, die drei Vierbeiner mit grossen Volten und Übergängen zu lockern. Mein Prinzesschen fürchtete sich ein wenig vor der einen Ecke der Halle, in der das Licht ausgefallen war. Sie war dadurch etwas dunkler, und offenbar reichte das schon, um Shira zu verunsichern. Ich seufzte belustigt und zeigte ihr die Ecke, dann machte ich eine kleine Volte und ritt abermals hindurch. Leider glaubte Shira mir nicht, dass in der Ecke keine Spukmonster hausten. Sie versuchte folglich die ganze Trainingseinheit über, die Ecke zu vermeiden. Ich musste sie jeweils nach innen stellen und konsequent am äusseren Zügel und inneren Bein behalten, damit sie nicht vorher abbog. Allgemein war die junge Stute heute etwas unkonzentriert und stellte mich mehrfach in Frage. „Flegelphase?“, murmelte ich mit gerunzelter Stirn, als ich nach einem übermütigen Steilsprung, bei dem sie sogar grunzte, wieder in den Schritt überging. Ravissante schielte immer wieder zu uns herüber, aber sie liess sich zum Glück nicht anstecken. Wir übten heute besonders In-outs, gebrochene Linien und die Variation von Galoppsprüngen zwischen Kombinationen. Letzeres stellte sich als besonders tricky heraus, gerade weil Shira nicht so recht bei mir war. Sie tendierte dazu, nach dem ersten Sprung zu viel Gas zu geben und dann einen Galoppsprung weniger zu machen als geplant. Normalerweise war die Ponystute sehr rittig und liess sich gut versammeln, aber heute war einfach der Wurm drin. Ich verzieh ihr und lobte sie am Ende trotzdem, nachdem sie den letzten kleinen Parcours einigermassen ruhig absolviert hatte. Wir ritten die drei noch trocken, dann versorgten wir sie und brachten ihnen Karotten zur Belohnung.
    30 Sep. 2019

    Occulta
    Dressur A-L
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz, Chanda

    Es war schon acht Uhr abends, und durch die Dunkelheit kam es mir noch viel später vor. Nichts desto trotz lag noch eine ganze Dressurstunde vor mir, bevor ich Feierabend hatte. Ich zog den Reissverschluss meiner Fleecejacke fröstelnd höher und rieb mir die Hände, bevor ich Jazz‘ Halfter schnappte und die Stute einfing. Linda, die mich begleitet hatte, machte dasselbe mit Chanda. Wir brachten die beiden zum Nebenstall, wo bereits Shira, Cambria und Ravissante geputzt wurden. Wir beeilten uns, damit wir möglicherweise etwas früher fertig werden konnten. Lisa war aber noch nicht in der Halle, als wir reinkamen. Wir wärmten uns trotzdem schonmal auf, denn sie musste jeden Moment hier sein. So war es dann auch, sie kam wenige Minuten später. „Everyone warmed up already?“, fragte sie gut gelaunt. Wir nickten alle, also liess sie uns auf die linke Hand antraben und Schlangenlinien mit Übergängen reiten – zuerst im Trab, dann im Galopp. „This was the first step towards todays exercise. We want to focus on flying changes“, erklärte sie nach der letzten Galopp-Schlangenlinie. Sie holte drei Stangen aus der Halterung an der Hallenwand und legte sie auf der Mittellinie aus. Wir mussten über die Breite der Bahn abbiegen und darüber galoppieren. Über der Stange wollte Lisa dann das korrekte Umspringen sehen. Jazz hatte am Anfang eine Art Beinsalat und sprang nicht sauber über die Stangen. Nach dem dritten Versuch schaffte aber auch sie es, wobei ich sie erleichtert lobte. Wir wiederholten das ganze ein paarmal auf beide Seiten, bis es zuverlässig klappte. Danach wollte Lisa Schulterherein auf dem inneren Hufschlag sehen. Jazz bog dabei den Hals fast etwas zu stark, sodass ich ihre Stellung korrigieren musste. Anschliessend sollten wir dann im Galopp aus der Ecke wechseln und die Vierbeiner umspringen lassen, sobald wir wieder auf den Hufschlag kamen. Bei den meisten holperte es zuerst nur, und Cambria und Shira sprangen in den Kreuzgalopp. Lisa schüttelte ungeduldig den Kopf und wies Robin und Rita an, die beiden Stuten viel mehr zu versammeln. „You have to be slower. They need enough time to sort their feet.” Jazz sprang zuerst gar nicht um, doch dann zu meiner Überraschung sofort richtig. Ich lobte sie begeistert und versuchte es nochmals, wobei es leider wieder nicht klappte. So einfach war es eben doch nicht. Ich blieb geduldig und wiederholte den Versuch. Sie sprang wieder um, wenn auch mit einem Zwischenschritt. Auf die andere Seite ging es deutlich besser, denn das bedeutete einen Wechsel auf ihre bessere Hand. Auch Chanda fiel es leichter in den Linksgalopp zu wechseln. Wir machten als letzte Übung noch ein paar Tempowechsel im Galopp auf der ganzen Bahn, dann liessen wir die Pferde auch schon wieder austraben. „Die Stunde war ziemlich schnell vorbei, findest du nicht auch?“, wunderte ich mich an Robin gewandt. Sie stimmte mir zu. Laut der Uhr waren wir trotzdem eine Dreiviertelstunde an der Arbeit gewesen, inklusive dem Aufwärmen und Trockenreiten ergab das die ganze Stunde. Ich lobte Jazz abermals vor dem Absteigen und gab ihr ein Stück Karotte, das sie sanft von meiner Hand knabberte. Die Appaloosastute war so ein Schatz!
    31 Okt. 2019

    Occulta
    Dressur L-M
    Fake my Destiny, Cambria, PFS’ Ravissante, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz

    Es war wiedermal Samstag Abend, Zeit für eine weitere Dressurstunde. Diesmal gab sie Elliot. Lily und ich ritten mit Fake und Cambria mit. Ausser uns waren nur noch Linda mit Jazz, Rita mit Ravissante und Lisa mit Shira dabei. Wir ritten mit den Fleecedecken auf den Kruppen nebeneinander warm und plauderten, bis Elliot meinte, wir sollen endlich mit dem Traben anfangen. Ich nahm Lily ihre Decke ab und schmiss sie neben der von Cambria über das Eingangstor. Dann bogen wir auf den Hufschlag und trabten an. Zum lockern machten wir zuerst ein paar Übergänge. Elliot wollte uns auch schon ziemlich früh im Galopp sehen. Im Verlauf der Stunde übten wir das Halten aus dem Galopp, arbeiteten an den fliegenden Wechseln, indem wir eine Schlangenlinie mit vier Bögen machten und feilten am Schulterherein. Auch erste Traversversuche, zuerst im Schritt, dann im Trab, standen auf dem Programm. Lily schlug sich gar nicht so schlecht, auch wenn Fake meistens etwas zu flott unterwegs war. Aber zwischendurch war ich richtig begeistert, wie hübsch Fake lief, mit ihrem runden Hals und der hohen Knieaktion, die sie beim Dressurreiten etwas mehr als sonst zeigte. Die beiden könnten doch glatt eine Chance haben in einer der leichteren Dressurprüfungen, überlegte ich. Cambria lief heute ebenfalls schön locker und konzentriert. Die Galoppwechsel hatte sie mittlerweile ziemlich gut im Griff, aber sie musste noch etwas flinker werden. Travers machte ihr hingegen noch etwas mehr Mühe, denn sie wollte sich nicht so recht um meinen Schenkel biegen. Bei Shira sah es ähnlich schwierig aus, denn die Ponystute war zusätzlich kurz gebaut und damit alles andere als leicht zu biegen. Jazz hatte zwar keine übergreifenden Gänge, aber auch sie machte ihre Sache gut und lief die ganze Stunde hindurch stabil in Anlehnung. Ravissante musste wie Fake noch deutlich ruhiger werden, ansonsten hatte Elliot an ihrer Performance heute nichts auszusetzen. Wir liessen die Pferde nach den letzten Seitengängen strecken und austraben. Cambria hielt den Kopf schön in die Tiefe und schnaubte zufrieden. Ich lobte sie ausgiebig und holte dann im Schritt die Abschwitzdecke wieder ab, die wir zu Beginn der Stunde über das Tor gehängt hatten.
    30 Nov. 2019

    Occulta
    Dressur M-S
    Odyn, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, Vychahr, PFS’ Skydive, Brendtwood, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, Maekja van Ghosts

    Gleich im Anschluss an das Galopptraining putzte ich den feuerroten Vollbluthengst Odyn. Ihm stand eine Dressurstunde bevor, als Vorbereitung auf seine baldige Körung. Bei dieser Gelegenheit schlossen sich uns auch gleich Quinn mit Sarabi und Isaiah mit Thalia an. Die beiden jüngeren Vollblutstuten genossen Sondertraining, ebenfalls wegen bevorstehender Zuchtzulassungsprüfungen. Wir mussten uns mit dem Satteln und Aufwärmen beeilen, denn für neun Uhr war die erste Reitstunde von Lisa angesetzt, und bis dahin musste die Halle wieder frei sein. Pünktlich um acht Uhr fanden wir uns deshalb alle drei in der Halle ein und begannen mit dem Warmreiten. Ich achtete schon im Schritt darauf, dass Odyn fleissig vorwärtsging und schön von hinten schob. Ich fragte bereits ein paar Seitengänge ab und machte Schlangenlinien entlang dem Hufschlag. Isaiah und Quinn taten es mir gleich. Danach trabten wir an und ritten auf allen drei grossen Volten, um Biegung zu verlangen. Im Verlaufe des Trainings fragten wir auch kleine Volten ab, machten viele Übergänge und arbeiteten besonders an der Losgelassenheit der drei Vollblüter. Sarabi lief schon richtig schön am Zügel, während Odyn und Thalia noch ein wenig Mühe mit der konstanten Anlehnung hatten. Ausserdem war Odyn eher etwas zu stürmisch unterwegs. Trotzdem war die Trainingseinheit ein Erfolg und ich sah den Körungen zuversichtlich entgegen. Um viertelvor neun Uhr liessen wir die drei in den Schritt übergehen und ritten noch ein wenig am langen Zügel. Die Reitschüler von Lisa füllten unterdessen die Halle, fröhlich plaudernd. Unter die Auswärtigen hatten sich auch Robin, Lily, Ruth und Lea gemischt. Sie nutzten Lisas Stunde, um sowohl die Ponys, als auch ihre eigenen Reitkünste zu fördern. Lily ritt auf Skydive. Natürlich konnte der noch völlig grüne Ponyhengst kaum mit den anderen Reittieren mithalten, was die Lektionen anging. Aber es war eine super Übung für ihn, wenn er in der Gruppe mitlaufen und sich konzentrieren musste. Direkter von Lisas Unterricht profitieren konnten Cambria, Fake und Shira. Die drei Stuten waren allesamt auf S-Niveau angekommen und ihre Reiterinnen feilten nun an den gemeinsamen Dressurfertigkeiten. Es ging um Details, aber auch die waren nunmal wichtig auf einem Turnier. Das korrekte, punktgenaue Einspringen in den Galopp, perfektionierte Kurzkehrtwendungen und flüssige, fliegende Galoppwechsel standen besonders weit oben auf der Prioritätenliste. Ich hatte Zeit, einen Moment in die Reiterstube zu sitzen und zuzusehen, als ich Odyn versorgt hatte. Lily sah zwischendurch etwas verloren aus, wie sie mit Skydive zwischen den konzentriert galoppierenden Pferd-Reiter-Paaren herumkurvte. Aber Skydive gab sich sichtlich Mühe und lief schön schwungvoll, wann immer die beiden eine längere Strecke geradeaus traben konnten. Zufrieden trank ich meinen Tee aus und begab mich dann als letztes zu einem weiteren Fuchs: Vychahr. Auch er wartete auf ein Dressurtraining, und auch bei ihm ging es um Feinheiten. Sobald die Reitstunde vorüber war, konnte ich mit ihm in die Halle. Er war mittlerweile ein wahrer Traum zum Reiten. Seine weichen Gänge hatten sich mit seiner Aufrichtung weiterentwickelt und er konnte nun eine richtig eindrucksvolle Trabverstärkung zeigen. Allerdings musste ich stets aufpassen, dass seine Hinterhand mitkam. Genau daran übte ich heute. Ausserdem feilten wir an unseren Galopppirouetten. Während wir so unsere Runden drehten, kam Lisa mit Brendtwood rein, gefolgt von Jonas und Maekja. Die Isländerstute wollten wir ebenfalls so schnell wie möglich für ihre Zuchtzulassung fit machen, sodass sie im Moment ein ausgiebiges Trainingsprogramm bekam. Trotzdem hatte sie natürlich mindestens einmal pro Woche einen reit-freien Tag, an dem wir entweder spazieren gingen, oder sie longierten. Sie war trotz ihrer acht Jahre noch nicht sehr weit ausgebildet gewesen, als wir sie übernommen hatten. Das machte aber nichts, denn sie war willig und lernte schnell. Nach den ganzen Dressurübungen freute ich mich richtig auf die nächsten Einheiten: Springen.
    12 März 2020

    Occulta
    Military L-M
    Maekja van Ghosts, Cambria, PFS' Karat, PFS' Reverie, Brendtwood, PFS' Shadows of the Past, Namuna, Tayr al-Diyari, Mansur, HMJ Honesty

    Nach dem erfolgreich durchgeführten Springtraining am frühen Morgen, wollten wir am späten Nachmittag mit ein paar Pferden in Richtung London fahren, um auf einer Geländestrecke in der Nähe zu trainieren. Der "Springgarten", wie wir ihn gerne nannten, war erst vor etwa einem Jahr erstellt worden und bot eine Vielzahl von verschiedensten Naturhindernissen. Auch HMJ Honesty wollte ich heute mitnehmen, denn das Militarytraining eignete sich hervorragend, um jungen oder unerfahrenen Pferden mehr Mut beizubringen. Nebst der Mustangstute nahmen wir auch Cambria, Woody, Karat, Reverie und Shira mit. Ausserdem fuhr uns Rosie mit Namuna, Tayr und Mansur hinterher. Auf dem Trainingsgelände angekommen, luden wir die Vierbeiner aus dem Lastwagen und sattelten sie. Bis auf Woody und Honesty hatten wir allen Transportgamaschen angezogen. Woody stand meistens ruhig im Anhänger und Honesty war sich die Gamaschen nicht gewöhnt, ausserdem hatten sie beide robustere Gliedmassen als die feinen Warmblüterchen. Sobald alle bereit waren, führten wir die Pferde ein Stück über den kurzen Rasen, bis zum erstbesten Baumstamm, den wir zum Aufsteigen nutzen konnten. Danach ritten wir sie auf dem Sandweg um das Gelände herum warm. Ich sass natürlich im Sattel von Honesty. Die Scheckstute trottete den Warmblütern eifrig hinterher, als wollte sie ihre Herde nicht verlieren. Ich versuchte immer wieder mehr oder weniger erfolgreich, ihre Aufmerksamkeit auf meine Hilfen zu lenken. Aber es gelang mit erst vollständig, als wir mit dem ersten Hindernis begannen. Die Aufwärmübung bestand darin, einen kleinen Baumstamm, gefolgt von einer niedrigen Stufe und anschliessend einem weiteren Baumstamm zu überwinden. Wir liessen die Pferde am Anfang im Trab auf die Hindernisse zugehen, damit sie Zeit hatten, sich alles anzusehen. Cambria, die schon ein paar Military-Trainings hinter sich hatte, hüpfte leichtfüssig vor uns auf den Absatz, sodass Honesty ihr zuversichtlich folgte. Ich lobte die Scheckstute ausgiebig, als sie auch über den zweiten Baumstamm einen kleinen aber feinen Hüpfer nahm. Als nächstes versuchten wir uns an einem weiss umrahmten Graben. Den fanden alle bis auf Cambria ziemlich unheimlich. Besonders bei Reverie dauerte es eine Weile, und wir mussten zur Hilfe alle Pferde auf die andere Seite des Grabens stellen, um sie zu locken. Karat hingegen stoppte zwar, sah sich den Graben dann aber ganz genau an und nahm kurz darauf einen Satz darüber, mit ein paar anschliessenden, übermütigen Bocksprüngen. Überhaupt waren die Pferde sehr energievoll unterwegs; gelegentlich hörte man ein Quieken oder Grunzen, über oder nach einem Sprung, und das ein oder andere Gehampel war auch nicht zu vermeiden. Die Zeit ging so rasch vorüber, dass ich ganz überrascht auf die Uhr sah, als es bereits eindunkelte. "Okay folks, enough for today ", rief ich quer durch den Garten. Wir liessen die Pferde austraben und zum trocknen ohne Sattel ein wenig grasen. Duschen mussten wir sie zuhause aber dennoch.
    Als alle wieder in ihren Boxen standen und die Reste der abendlichen Heuration sortierten, holte ich Maekja raus. Auch mit ihr wollte ich noch ein wenig Military üben, allerdings nur in unserem Hauseigenen kleinen Parcours. Ich schaltete das Flutlicht ein, denn mittlerweile war es dunkel. Wir wärmten uns rasch auf, dann übte ich eine halbe Stunde lang intensiv mit ihr. Wir komzentrierten uns vor allem auf den kleinen Teich, denn Einsprünge ins Wasser machten ihr noch etwas Angst. Sie überwand sich für mich und schaffte alle von mir gestellten Aufgaben. Zufrieden lobte ich sie und liess sie am langen Zügel auf der Ovalbahn trockenlaufen.
    31 Aug. 2020

    Occulta
    Military M-S
    HMJ Honesty, PFS' Karat, PFS' Reverie, Cambria, PFS' Stop Making Sense, PFS' Riptide, PFS' Cupid, PFS' Vivo Capoeira, PFS'Snap in Style, PFS' Snap Cat, PFS' Stromer's Victory, PFS' Stars of Magic, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS' Whirlwind, PFS' Call it Karma, PFS' Northern Dancer, PFS' Sciaphobia, PFS' A Winter's Tale

    Es war ein perfekter Tag für Militarytraining. Wir fuhren extra auf das Trainingsgelände in der Nähe, damit die Pferde auch mal anderes sahen als die Hauseigenen Hindernisse. Dabei hatte ich HMJ Honesty, Cambria, Reverie und Karat. Später wollte ich noch eine Zweite Gruppe mit jungen Vollblütern trainieren, aber zuhause - die hatten nämlich ohnehin noch kaum Erfahrung mit Naturhindernissen. Wie üblich ritt ich Honesty, während Lisa sich um Karat kümmerte, Darren Reverie und Robin Cambria übernahm. Wir hatten diesmal sogar einen externen Coach, denn wir ritten in einer Art vierwöchigen Kurs mit. Jeweils Dienstags trainierte unsere Gruppe. Mit dabei waren auch ein paar andere Reiter aus der Umgebung, ich kannte sie aber allesamt nicht. Wir hatten nun schon zum dritten Mal Kurs, und Honesty wurde von Mal zu Mal mutiger. Aber auch Reverie liess sich schon viel besser auf die vielseitigen Hindernisse ein als zu Beginn. Heute begannen wir mit der Bank, wobei wir zuerst die niedrigste Stufe erklimmten und uns erst im weiteren Verlauf auch an die Treppe und schliesslich an den hohen Auf- und Absprung wagten. Honesty zögerte beim Abspringen, aber das war nicht verwunderlich. Ich liess ihr so viel Zeit wie sie brauchte - mir war lieber, dass sie sich alles genau ansah und vorsichtig ihre Schritte plante, anstatt blind draufloszurennen und sich zu verletzen. Nach der Bank mussten wir jeweils weiter auf ein paar einfache Baumstämme. Als alle aufgewärmt waren, wechselten wir auf den hinteren Teil des grossen Springgartens, wo ein paar interessante Gatter und Hecken aufgebaut waren. Das eine weisse Gatter bereitete besonders vielen Pferden der Gruppe Mühe. Alle bis auf Cambria parkierten beim ersten Versuch davor. Unsere Cymru glotzte bloss und sprang etwas früher ab. Ihr zweifarbiger Schweif wehte elegant hinter ihr her. Sie war als Eventing Pferd ein richtiger Blickfang mit ihrer speziellen Scheckung. Gut, das war sie natürlich auch sonst. Die eine der fremden Reiterinnen hatte ein ziemlich guckiges Pferd, das zusätzlich auch noch geladen wirkte. Sie hielt sich meiner Meinung nach zu sehr an den Zügeln fest, aber ich überliess es dem Coach das zu korrigieren und mischte mich nicht ein. Bei Darren hingegen konnte ich mir ein "Keep your legs back" nicht verkneifen, als er beim Warten neben mir durchritt. Karat ging meistens schön flüssig über die Hindernisse und hatte auch mit dem Wasser keine Mühe. Wir übten sowohl Ein- als auch Aussprünge aus dem Teich. Honesty bevorzugte letzteres. Beim Einspringen über den Birkenstamm zögerte sie jedes Mal ein wenig. Ich war dennoch zufrieden mit ihrer Leistung und war besonders stolz, als sie den Graben diesmal gleich beim ersten Versuch übersprang. Die letzten zwei Male hatten auch hier fast alle Pferde gezögert und Überwindung gebraucht. Wir übten die Hindernisse jeweils so lange, bis die Pferde sie übersprangen - je nach Zeit auch zweimal. Danach fuhren wir aber jeweils mit neuen Aufgaben fort, sodass wir möglichst viel Verschiedenes ausprobieren konnten. Das passte offenbar nicht allen Kursteilnehmern. Als der Coach am Ende der Stunde nach Feedback fragte, meinte die eine der Fremden Reiterinnen, sie hätte den Kurs bisher nicht zufriedenstellend empfunden und wünschte sich mehr Wiederholungen, bis die Pferde flüssig über die Hindernisse gingen. Eine weitere Teilnehmerin stimmte ihr zu. Diesen "Perfektionismus" konnte ich nicht nachvollziehen, zumal es doch den Pferden auch irgendwann verleidete, dasselbe allzu oft zu wiederholen. Ich wollte lieber viele verschiedene Hindernisse meistern, als den Pferden ein paar wenige einzutrichtern. Dafür blieb schliesslich auch nach dem Kurs in Eigenstudium noch mehr als genügend Zeit; mal abgesehen davon, dass die weiteren Teilnehmer wegen dieser Perfektionisten unnötig lange warten müssten. Ich brachte das auch dementsprechend zum Ausdruck als ich an der Reihe war - natürlich stets bedacht, die Kritik als "meine Meinung" zu kennzeichnen, um niemandem zu nahe zu treten. Aber anscheinend war mir das trotz aller Sorgfalt misslungen - jedenfalls erklang eine bissige Stimme hinter mir, als ich Honesty beim Anhänger absattelte. "Did anyone ever tell you, that it is a rule to have hind-leg boots in Cross Country? And a breastplate as well. Everything else is downright dangerous." Ich stockte einen Moment angesichts der plötzlichen Feindseeligkeit, antwortete dann aber cool: "No, I haven't heard of that. Thanks for your concern." Ich beschloss insgeheim aussen vor zu lassen, dass ich seit Jahren Cross Country ritt und das Reglement kannte. Es gab meines Wissens nach keine entsprechende Regel, besonders nicht in den tieferen Klassen. Es gab hingegen durchaus Diskussionen über die Gefährlichkeit von Hinterbeingamaschen bei festen Hindernissen, bezüglich dem Hängenbleiben und dadurch ausgelösten Stürzen. Ich erkannte aber, dass es keinen Sinn hatte, ihr all dies unter die Nase zu reiben. Das interessierte sie nämlich gar nicht. Ich wettete, dass sie mich bloss angeblafft hatte, weil ich sie eben zuvor mit meinem Statement in Rage versetzt hatte. Ich lächelte zuckersüss und brachte Honesty zum trocknen zu den anderen unserer Stallkollegen, wo sie noch ein wenig grasen durfte. Über das bissige Verhalten konnte ich nur kopfschüttelnd grinsen.

    Den zweiten Teil des Trainings begannen wir wie geplant gleich nachdem die ersten paar Vierbeiner wohlbehalten zurück in ihre Boxen gefunden hatten. Die neue Gruppe war riesig: 14 Pferde, allesamt grüne Anfänger mit Naturhindernissen - bis auf Dolly, die sogar schon ihren ersten Sieg im Cross Country nachhause gebracht hatte. Ich freute mich darauf, mit dem schicken Rappen Cupid zu trainieren. Der junge Hengst hatte genau die Art von Charakter, die ich am liebsten mochte: eine grosszügige Portion Power aber dennoch einen klaren Kopf, ausserdem eine leichte Neigung zum bluffen. Das gab ihm eine tolle Ausstrahlung und unterstrich seinen eleganten Körperbau schmeichelhaft. Er konnte schon beim Putzen im Hauptstall kaum stillhalten und spielte gelangweilt mit den Anbindeketten. Immerhin gab er brav seine Hufe und zappelte dabei nicht so herum wie beim Striegeln. Er verlohr schon etwas Fell - "der Winter naht", rief Jonas in beschwörerischem Ton, als er zu uns kam. "Welchen soll ich nehmen?", fragte er anschliessend. Er sprang kurzerhand für Charly ein, weil der einen Notfall mit seiner Katze hatte. "Du nimmst Scat." "Das Angsthäschen? Warum kriege ich nicht einen mutigen, wie Snap?" "Sieh es als Herausforderung. Wenn du mit ihm klarkommst dann werden alle beeindruckt sein, inklusive mir." Er machte ein eingeschnapptes Gesicht. "Wow, das klingt, als hättest du nicht gerade viel Vertrauen in mich." Ich kicherte und meinte nur "Ach mein armes Schäfchen, du hast doch sonst auch genug Selbstvertrauen." Er gab mir einen Kuss, dann holte er Scat aus seiner Box. Der Schimmel hatte für einen kleinen Moment genau die gleiche Ausstrahlung wie seine Mutter Iskierka; nämlich in dem Moment, als er beim Kreuzen mit dem bereits angebundenen Mambo die Ohren plattlegte. Ich rollte die Augen. *Ob es wohl eine gute Idee gewesen ist, ein Fohlen von dem Biest auf diese Welt loszulassen?* Die Frage beantwortete ich mir aber mit einem klaren Ja, denn ich mochte Iskierka trotz allem sehr gerne, und ihr Siegeswille, durch ihren unheimlichen Stolz genährt, war kaum zu übertreffen. Ich konzentrierte mich wieder auf Cupid und kämmte dessen schwarzes Langhaar durch. Der Schweif hatte beim Ansatz seitlich etwas hellere Haare, sodass sich fast eine Art Aalstrich bildete. Ich fand das so schick, dass ich die Stränen immer extra vorsichtig durchkämmte, um nichts Auszureissen. Cupid verstand meine Faszination nicht und wischte ungeduldig mit dem Schweif. Ich sattelte ihn und legte ihm die Knebeltrense ins Maul, die ihm bessere seitliche Begrenzung bot aber nicht schärfer war als eine gewöhnliche einfach gebrochene Trense. Dann führte ich ihn nach draussen zum Aufsteigen. Quinn und Mambo folgten direkt hinter uns, Isaiah und Capy wenig später. Bereits draussen standen die Stuten, Thalia, Star, Riptide, Karma, Saphi, Indy, Dolly und Northy. Als auch die Nachzügler Snap in Style, Victory und Snap Cat rauskamen, ritten wir alle gemeinsam in einer braven Zweierreihe zur Ovalbahn. Der Plan war, dass pro Hindernis zwei Pferde gemeinsam übten und dann zum nächsten weitergingen. Cupid und ich begannen mit Idris und Karma direkt mit dem Wasser. Zuerst zeigten wir es ihnen und ritten sie eifach nur ein paarmal hindurch. Erst danach begannen wir den kleinsten der drei Baumstämme als Aussprung zu nehmen. Cupid stolperte beim ersten Versuch unelegant darüber, war danach aber aufmerksamer und hob seine Füsse geschickter. Er war wohl zu abgelenkt gewesen von der hübschen braunen Stute, die vor ihm so mühelos davonhüpfte. Wir übten nach einer Weile denselben Baumstamm auch als Einsprung. Dann ging es zügig weiter zur Hecke. Wie bei jedem Hindernis ritten wir beim ersten Mal aus dem Trab an und liessen die Pferde das Hindernis anschauen, wenn sie nicht direkt drübersprangen. Bei der Hecke brauchten beide einen zweiten Anlauf, danach war sie dafür kein Problem mehr. Wir machten im selben Stil weiter mit Bank, diversen Baumstämmen, einem Gatter und dem Graben. Ich war konzentriert und bekam nicht viel vom Training der anderen mit, aber einmal sah ich Jonas und Scat durchs Wasser galoppieren. Und auch Capy war wie erwartet bei den Wassersprüngen mit Begeisterung dabei. Gar nicht gut lief es allerdings wenig später bei Victory. Der Hengst sprang bei einem Birkenstamm zu spät ab und fiel quasi darüber. Sowohl er selbst als auch seine Reiterin April landeten unsanft im Gras. Als Vic wieder aufsprang, humpelte er vorne links - und er hatte sich die Gamasche ausgezogen. "That doesn't look too good... We better call the vet right away." Jonas telefonierte rasch, die übrigen begannen mit dem Trockenreiten. Unfälle konnten immer passieren, aber ich war trotzdem nie wirklich darauf vorbereitet. Der Tierarzt kam erst, als wir alle Pferde versorgt hatten. Wir hatten Vics Bein lange und gründlich gekühlt. Trotzdem war schon jetzt eine deutliche Schwellung beim Röhrbein zu sehen. Als der Tierarzt das Bein abtastete, kreuzte ich die Finger und murmelte "bitte nicht die Sehne", doch eigentlich war der Fall ziemlich klar. Der Tierarzt wollte es sich noch mit dem mobilen Röntgengerät ansehen, aber er meinte jetzt schon, dass der Hengst sich vermutlich unglücklich hineingetreten hatte. Eine Stunde später stand fest, dass Victory wohl keine Militarykarriere machen würde, und ich entschied zu seinem Wohl, dass er sich erstmal auf einer Weide erholen sollte, nachdem die Sehne genügend verheilt war.
    30 Sep. 2020

    Kür:

    Heute war ich mit Cambria auf der Stutenkörung. Zugegeben, ich war etwas faul und putzte die Scheckstute nicht ganz so schick heraus wie ich es normalerweise getan hätte, aber wir hatten Zeitdruck und sie war ja auch so ausreichend schön. Ich präsentierte sie den Richtern ausgiebig auf beide Seiten in allen Gangarten, die sie beherrschte (drei...). Ausserdem machte ich zum Spass ein paar Figuren wie kleine Volten, Schlangenlinien und Diagonale Wechsel. Zum Schluss musste ich sie noch gerade aufstellen, sodass sie gemessen werden konnte. Dann war der Spuk auch schon vorbei und ich konnte sie wieder zum Transporter bringen. Gespannt wartete ich auf ihre Punktzahl.
    670 Zeichen mit Lz, gepft mit Lettercount.com, Text by Occulta <3
     
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  9. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    PFS' Shadows of the Past

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    Steckbrief:
    Offizieller HG

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    Vom: Skyrim

    Vom: Day by Day
    Aus der: Ocean Water


    Aus der: Naimibia

    Vom: Carachillo
    Aus der: Star's Diamond



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    Rufname: Shira
    Geburtstag: 17.02.
    Alter: 6 Jahre
    Stockmaß: 1.42 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Black tobiano splash frame overo
    (Ee,aa,Splsp,Toto,Oo)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: Sehr gut


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    zurückhaltend, ruhig, konzentriert, lieb


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    Shira ist sozusagen blaublütig. Sie vereint einige der wichtigsten Blutlinien der Deutschen Reitpony Zucht und zeigt schon jetzt aussergewöhnliches Potential. Doch nicht nur dadurch besticht sie, denn auch auch ihre Farbe ist aussergewöhnlich. Sie trägt sehr interessante Gene für die Farbzucht. Da beide Elternteile sehr umgänglich und rittig sind, wird auch sie höchstwahrscheinlich einen goldenen Charakter haben. Wegen all dieser besonderen Eigenschaften wird sie von den Pflegern gerne 'Prinzesschen' genannt.

    Shadows of the Past stammt aus unserer eigenen Zucht Pineforest Stable.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: S
    Distanz Klasse: A

    Eignung: Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [SW 485]
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    Fohlenschau ZV Green Briar Ridge August 2016
    Richtnote: 7.25 (Bestes Fohlen)
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    Shira's Spind

    Trainingsberichte
    [11]:
    Occulta
    Distanz E-A
    Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, PFS’ Shadows of the Past

    Es war herrliches Wetter, das wir uns für den heutigen Distanzritt ausgesucht hatten. Naja, es war eher ein längerer Ausritt als ein richtiger Distanzritt, denn alle Pferde, die heute mitkamen, waren noch recht untrainiert. Wir wollten deshalb „nur“ insgesamt 60 Kilometer zurücklegen, in einem Tempo von 10 Km/h. Um bei Zeiten wieder zuhause zu sein, ritten wir schon um acht Uhr morgens los. Unsere Stecke lag diesmal in Richtung Süden und führte uns nach Knightwick. Man konnte es nichtmal wirklich ein Dorf nennen, aber es hatte dort eine hübsche Kirche und die Landschaft war wunderbar zum Reiten. Lily kam mit Areion mit, ich ritt Chanda. Ausserdem begleiteten uns Linda, April, Anne und Jason, mit Bacardi, Sniper, Shira und Jazz. Wir rechneten damit, gegen zwei Uhr zurück zu sein; so blieb danach noch mehr als genug Zeit für ein Springtraining mit Lily und Fake, das ich meiner Nichte versprochen hatte. Die ersten 15 Kilometer vergingen wie im Flug, danach merkten die Pferde, dass dies kein gewöhnlicher Ausritt war. Shira wurde zunehmend unsicher und man sah ihr an, dass sie am liebsten umgekehrt wäre. Trotzdem zogen wir munter weiter. Ab Stanford Bridge folgten wir so gut es ging dem Fluss Teme, der sich gesäumt von Büschen und schattenspendenden Bäumen durch die Landschaft schlängelte. Das war bei den zunehmend hohen Temperaturen um die Mittagszeit das einzig Vernünftige. Die Stimmung war herrlich. Überall zirpten Insekten und Vögel zwitscherten über unseren Köpfen. Die Natur um den Fluss herum schien extrem lebendig. Lily und April amüsierten sich, indem sie versuchten, die verschiedenen Vögel zu bestimmen, die sie unterwegs sahen. Angesichts der idyllischen Natur entspannte sich auch Shira wieder. Wir trabten viel und machten auch ein paar kurze Galopps über Felder. In Knightwick angekommen, pausierten wir eine Viertelstunde, ehe wir uns auf dem Heimweg machten. Lily stieg von Areions Rücken ab und streckte sich symbolisch. Dann überliess sie es mir, auf den Tinker aufzupassen und sah sich rasch ein wenig um. Ich checkte unsere Pferde durch und prüfte, ob noch alle fit waren. Mir fiel nichts Aussergewöhnliches auf. Schliesslich ritten wir zurück, diesmal weiter weg vom Fluss, mehr Richtung Osten. Wir kamen ein einziges Mal an eine häufiger befahrene Strasse, an deren Rand wir alle im Gänsemarsch entlanglaufen mussten, und bei der ich mir tatsächlich ein wenig Sorgen um unsere Sicherheit machte. Aber es lief alles gut und wir konnten kurz darauf wieder auf einen Feldweg abbiegen. Zurück auf Pineforest duschten wir die Pferde ab und grasten mit ihnen im Halbschatten der Tannen, bis sie einigermassen trocken waren.
    30 Juni 2018

    Occulta
    Dressur E-A
    Caspian of the Moonlightvalley, A Winter’s Day, Primo Victoria, PFS’ Navy Sniper, Yoomee, PFS’ Shadows of the Past, Nera, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Dressy Miss Allegra, PFS’ Merino, Simba Twist, PFS’ Cryptic Spots, White Dream, Fake my Destiny, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot, Vychahr, Parányi, Satine, Areion, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer

    Wir hatten trotz der Hitze heute wieder viel vor; Dressurtraining, to be exact. Es war bereits Nachmittag, somit erwischten wir leider gerade die heisseste Tageszeit. Das liess sich kaum vermeiden, denn den ganzen Morgen hindurch hatten wir auch schon gearbeitet, und die Pferde bis spät in die Nacht wach zu halten war auch keine gute Option. Deshalb brachten Lisa und ich im Voraus ein paar Wasserflaschen zum Reitplatz und stellten einen Sonnenschirm auf, damit wenigstens die Trainerin nicht unter der prallen Sonne gebraten wurde. Es kam heute extra eine externe Dressurtrainerin auf Platz, die uns und die Pferde etwas fördern sollte. Lisa ritt also heute selber auch mal in der Stunde mit, anstatt sie zu leiten. Der Name der Trainerin lautete Fiona Ramsey; eine S-Dressurreiterin die auch schon international gestartet war. Ich war gespannt auf ihr Coaching und putzte zuerst gut gelaunt Yoomee. Lisa bereitete Shira vor, Linda hatte White Dream neben mir und Yoomee angebunden und Lily ritt natürlich wieder Fake. Jonas machte nicht mit, sondern sah nur zu und reichte uns später die Wasserflaschen, wenn wir eine Pause brauchten. Anne und Robin sattelten im Nordstall Sniper und Baccardi. Darren und David waren unterdessen bei den Stuten im Offenstall und kümmerten sich um Chanda und Jazz. Auch Angelina Moore war mit ihrer Stute Nera dabei, und sogar Rosie war mit Tayr zu uns rübergeritten. Sie wartete mit dem schicken Rennaraber vor dem Nebenstall und plauderte mit mir, während ich meine Connemarastute striegelte. Fiona kam etwas früher als gedacht und sah uns schonmal beim Satteln zu. Danach trudelte ein Pferd-Reiterpaar nach dem anderen auf dem Sandplatz ein und Fiona unterrichtete uns schon beim Aufwärmen. Wir mussten eine grosse acht quer über den Platz reiten, und dabei stets die richtgie Stellung und den Abstand zum Vordermann wahren. Ausserdem machten wir viele Schlangenlinien und Seitenwechsel. Fiona war also sehr fokussiert auf Biegung und Abwechslung. Nach einer Weile durften wir die Pferde nochmal richtig strecken lassen, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit anfingen. Yoomee schnaubte zufrieden ab und trabte locker vorwärts. Diese erste Trainingsstunde war wie eine Art Einstieg in die Dressurarbeit, denn die Pferde waren allesamt noch nicht sehr weit in der Dressur ausgebildet. Deshalb forderten wir auch nur einfache Lektionen, wie korrekte Übergänge oder leicht verstärkten Trab. Auch einfache Galoppwechsel liess uns Fiona machen, wobei sie wiederum genau darauf achtete, dass wir die Pferde richtig umstellten. Sie schien wirklich ein Auge für Feinheiten zu haben und gab wertvolle Tipps in denn richtigen Momenten. Ich war ihr zum Beispiel dankbar, als sie mich darauf hinwies, dass ich mit der äusseren Hand zu sehr mitging in den Kurven, oder dass ich mich wiedermal leicht nach vorne neigte, als ich angaloppieren wollte. Auch für Lily und Fake hatte sie ein paar Tricks auf Lager, damit die Hackneyponystute ihr volles Bewegungspotential ausschöpfen konnte. Ich sah, wie Jonas den beiden mit einem stolzen Ausdruck zusah. Die erste Runde dauerte eine Dreiviertelstunde, dann liessen wir die Pferde austraben und bereiteten die nächste Gruppe vor. Währenddessen waren Quinn, Parker, Thomas, Rita, Charly und April mit Caspian, Merino, Primo, Winter, Simba und Cryptic an der Reihe. Dem was ich beim Putzen von Parányi sah nach zu urteilen, lief es auch bei ihnen gut, obwohl die Vollblüter doch etwas mehr Power zeigten und mit der konstanten Anlehnung noch etwas Mühe hatten. Um Fiona eine Pause zu gönnen, nahmen wir uns reichlich Zeit zum Putzen und tratschten mehr mit Rosie, die noch einen Moment länger blieb. Tayr scharrte schon ungeduldig, als sie sich schliesslich auf den Heimweg machte. Ich sattelte Parányi und brachte sie auf den Platz, gefolgt von Satine, Vychahr, Co Pilot, Circus Dancer und Diarado. Jetzt kamen wir richtig ins Schwitzen. Diese sechs Vierbeiner liefen bereits höhere Dressur und kannten die meisten Lektionen, sodass wir aus dem Vollen schöpfen konnten, was Fionas Erfahrung als Grand Prix Reiterin anging. Sie gab uns wertvolle Tipps um die Piaffe zu verbessern und zeigte uns, wie wir den verstärkten Trab noch eindrucksvoller aussehen lassen konnten. Parányi machte fleissig mit und gab sich Mühe. Sie konnte zwar noch keine Piaffe, aber dafür glänzte sie bei den Galoppwechseln. Und Vychahr beeindruckte Fiona mit seinem schwungvollen Bergaufgalopp an der langen Seite. Nur das rechtzeitige Bremsen vor der Ecke bereitete ihm und Lisa noch etwas Schwierigkeiten.

    Nachdem auch diese Stunde geschafft war, kippte ich erstmal eine halbe Wasserflasche runter und setzte mich beim Nebenstall an die Wand gelehnt in den Schatten, sobald die Rappstute versorgt war. „Alles klar, Occu?“, fragte Jonas mitfühlend, als er mich sah. Ich nickte müde aber grinsend. Es hatte trotz der Hitze Spass gemacht und ich hatte das Gefühl, durchaus ein paar nützliche Inputs bekommen zu haben. Bevor Fiona wieder abreiste, wollte ich ihr aber noch ein wenig von unserem Training mit den Miniature Horses zeigen. Die wurden zwar nicht geritten, aber am langen Zügel konnten auch sie ziemlich anständige Dressurlektionen erlernen. Mit Tiki und Kiwi demonstrierten wir schon etwas komplexere Übungen, während Oreo, Lining, Acira und Darling vor den Augen der Trainerin an den Grundlagen feilten. Auch Allegra, mit der wir erst vor kurzem überhaupt angefangen hatten, zeigte immerhin schonmal schöne Übergänge. Fiona war begeistert von den Minis und nahm sogar selber mal die Zügel von Oreo in die Finger. „He’d be so handsome under saddle, if he only was a warmblood“, stellte sie belustigt fest, als Oreo mit meiner Hilfe einen ansatzweise funktionierenden Spanischen Schritt vorführte. Zuletzt gab es noch ein kleines Highlight für Lily. Sie hatte eigentlich nur noch schnell Areion auf dem Platz bewegen wollen, jetzt wo der ganze Trubel vorbei war. Aber Fiona nahm sich die Zeit, ihr mit dem Tinker ebenfalls noch eine halbe Stunde Einzelunterricht zu geben. Lily kam sogar dazu, ihre ersten Galoppwechsel zu reiten, was aber natürlich nur klappte, weil Lisa das in letzter Zeit so intensiv mit Areion geübt hatte. Lily hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als sie ihren Tinker nach dem Unterricht strecken liess. Ich war Fiona dafür extrem dankbar. Nun liessen wir sie aber endlich ziehen und verabschiedeten uns. Es war ein anstrengender, aber toller Nachmittag gewesen.
    31 Aug. 2018

    Occulta
    Springen E-A
    Fake my Destiny, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Cambria

    Wir befanden uns auf dem Sandplatz, alle um Lisa versammelt, die uns den heutigen Ablauf der Springstunde erklärte. Ich sass auf Bacardi und schielte hin und wieder zu Robin rüber, die heute erst zum zweiten Mal in Cambrias Sattel sass. Sie schien sich bisher gut mit der Oldenburgerstute zu verstehen, wie ich es mir erhofft hatte. Cambria stand ruhig und geschlossen da, bereit, um sich jederzeit in die Arbeit zu stürzen. Ihre Einstellung war zwar bemerkenswert, aber manchmal auch trügerisch. Ich hatte sie zuvor ein paarmal selbst geritten, und etwas Mühe gehabt, sie mit der Nase auf der Senkrechten zu halten – sie neigte dazu, sich in eine tiefere Haltung zu verkriechen und dann einfach ihr Programm abzuspulen, ohne dabei die wichtigen Körperteile aktiv zu benutzen. Ich war gespannt, wie sie sich mit Robin anfreunden würde. Deutlich unruhiger als Cambria stand Sniper da. Er versuchte, die ganze Zeit Schritte vor und zurück zu erschleichen, oder scharrte frustriert. Er verstand einfach nicht, warum er hier so doof stillstehen musste. Parker hielt ihn dennoch geduldig an Ort und Stelle. Lisa beeilte sich mit den Instruktionen und schickte uns kurz darauf zum aufwärmen auf die linke Hand raus. Wir mussten zuerst unter ihrer Anleitung intensiv galoppieren und Übergänge reiten, bevor sie uns an die Hindernisse heranliess. Wie ich es erwartet hatte, wies sie Robin mehrere Male darauf hin, Cambria gut vorwärts zu treiben und mit feinem Zupfen in die korrekte Aufrichtung zu bringen. Bacardi lief ziemlich gut; er war heute zwar fleissig, aber konzentriert und liess sich im Galopp sogar einigermassen setzen. Parker musste mit Sniper dagegen immer wieder abwenden, weil der Junghengst den Turbo eingeschaltet hatte. Lisa liess sie Volten verkleinern und eine Acht reiten, um ihn am Ball zu halten. Mit dabei waren auch noch Shira, die von Linda geritten wurde; Chanda, mit Darren und Jazz mit David, und Lily mit Fake. Letztere war ebenfalls schnell unterwegs, aber nur im Galopp. Als Lisa zufrieden war, durften wir ein erstes Kreuz überspringen. Die Pferde waren allesamt unerfahren, also begannen wir ganz einfach. Chanda stellte sich etwas ungeschickt an. Sie bremste vor dem Kreuz ab und hüpfte dann unelegant aus dem Stand darüber. Cambria ging ohne zu überlegen einfach hinüber, als wäre es bloss ein grösserer Galoppsprung. Sie hatte aber auch die längsten Beine der hier Anwesenden. Jazz, mit der ich auch schon ein paar Cavaletti gesprungen hatte, hob zwar die Beine noch nicht so schön, wie sie es hätte tun sollen, aber bei der Höhe spielte das keine Rolle. Wir fuhren fort und erhöhten die Schwierigkeit zunehmend. Nach einer Weile waren wir bei einem kleinen Parcours angelangt, der doch schon ein paar schwierigere Wendungen beinhaltete, jedoch alles immer noch bei geringer Höhe. Fake und Lily flitzten durch den Parcours. Die Hackney-Pony Stute war ziemlich wendig und Lily konnte sie gut manövrieren. Meine Nichte hatte extrem viel dazugelernt, seit sie auf Pineforest Stable lebte und jeden Tag im Sattel sass. Am Anfang war sie noch unsicher gewesen und hatte in erster Linie daran gearbeitet, einen anständigen Sitz zu entwickelt – heute startete sie auf kleineren Turnieren und wurde immer geschickter mit den Ponys. Sie fiel auch nicht so schnell runter. Selbst wenn Fake oder Areion mal einen lustigen Tag hatten und etwas bockten, konnte sie sich problemlos oben halten. Nur manchmal musste ich sie noch daran erinnern, dass sie gerade sitzen solle und die Hände zusammen behalten. Sie war eben eine praktische Reiterin, ähnlich wie ich: nicht so sehr auf den Stil fixiert, aber umso mehr darauf, dass das Pferd gut lief. In der Dressur konnten wir damit nicht gerade Glanznoten erreichen, aber dafür waren wir in den dynamischeren Disziplinen gut aufgehoben. Aber was nicht ist, kann noch werden, sagte ich mir immer, wenn ich ihr so zusah. Vielleicht übertrumpfte sie mich ja eines Tages und mauserte sich zum Dressurfreak? Jedenfalls sah es richtig cool aus, wie die beiden mit wehendem Schweif und Ponyschwanz über die Hindernisse flitzten. Auch Lisa fand es gut, ordnete aber für die nächste Runde etwas mehr Ruhe und Kontrolle an, denn «wenn es höher wird, wirst du mit Geschwindigkeit allein nicht sehr weit kommen.» Shira zeigte heute ihr Talent. Die junge Stute hatte eine sehr schöne Manier und war normalerweise auch rittig. Ich steckte grosse Hoffnungen in sie, aufgrund ihrer Abstammung und ihres Körperbaus. Ich war ausserdem auf der Suche nach einer neuen, unter 16-jährigen Reiterin für die Ponys im Allgemeinen. Wenn wir sie als Pferde anmeldeten, konnten mit den Reitponys natürlich auch erwachsene an gewöhnlichen Turnieren Starten. Aber wenn wir sie an den speziellen Pony Turnieren laufen lassen wollten, mussten sie einen jugendlichen Reiter haben. Lily war zwar meine Zukunftshoffnung, was diese Sache anbelangte, aber auch sie würde an ihre Grenzen kommen, wenn sie (mit White Dream gerechnet) neun Ponys alleine auf Turnieren vorstellen musste, und nebenbei auch noch mit Areion, Nossi und Fake etwas machen wollte. Eventuell konnten wir Suri so weit fördern, dass sie zusammen mit Lily unsere Ponys springen, oder wenigstens in der Dressur starten konnte. Aber selbst dann wäre es noch viel zu tun für zwei Mädchen. Meine Idee war es, ein junges Mädel (oder einen Jungen) zu finden, das Talent hat, dem aber das passende Pony fehlt. So war im besten Falle beiden Seiten geholfen. Lisa und Elliot hatten schon ein paar ihrer Reitschüler ins Auge gefasst, aber es musste einfach allgemein passen, sowohl vom Reiterlichen, als auch in Sachen Zuverlässigkeit, Umgang mit den Ponys und natürlich im Zwischenmenschlichen. Daher plante ich auch schon seit Wochen, so eine Art Bewerbungs-Herbstlager durchzuführen um die Kandidaten besser kennenzulernen. Normalerweise machten wir ein Sommerlager für jüngere Kinder, damit diese die Miniature Horses bespassen konnten. Das hatte dieses Jahr nur eine Woche gedauert, nicht wie sonst zwei. Dafür würde nun dieses Herbst-Sportlager kompensieren.
    Jedenfalls lief die Stunde ganz gut, bis auf ein paar wenige Verweigerungen von Sniper und Jazz. Zufrieden befahl Lisa uns die Zügel lang zu lassen und die Pferde auszutraben. Natürlich war so eine einzelne Trainingseinheit nicht genug, um die Vierbeiner in die nächsthöhere Klasse aufschwingen zu lassen. Aber sie waren mit weiterem Training auf bestem Weg aufzusteigen.
    30 Okt. 2018

    Occulta
    Springen A-L
    Training für die Faulen

    PFS’ Colours of Life, tc Miss Moneypenny, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Ravissante, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    «Occu, es ist zu warm zum Arbeiten», jammerte Jonas, in seinem neu gekauften Schaukel-Stuhl auf der Terasse ausgebreitet. Er hatte das Teil am Wochenende in einer Brockenstube gefunden und sich sofort darin verliebt. Das alte, dunkle Holz war zwar an manchen Stellen etwas rau von der vermutlich Jahrzehnte langen Benutzung, aber mit etwas Schleifpapier und neuem Lack wollte er ihm demnächst zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings sah es im Moment eher nicht danach aus, als könnte er die nötige Energie dazu aufbringen. Bacardi lief bereits ungeduldig um mich herum, weil ich nicht weiterging. «Komm, auf», scheuchte ich ihn in befehlerischem Ton von seinem Sonnenplätzchen. Er grummelte vor sich hin und schlenderte zum Hauptstall. Lisa war auf dem Sandplatz bereits aufgestiegen und wärmte Sniper im Schritt am langen Zügel auf. Ich tat es ihr gleich. Heute war wieder Trainieren angesagt, und zwar mit einem ganzen Heer von Jungpferden. Lisa und ich ritten plaudernd nebeneinander und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, die auf unsere Rücken brannten. Lily stiess mit Fake auch noch dazu, und ihr folgten auch kurz darauf die anderen aus dem Nebenstall; Shira, Ravissante, Cambria. Wir ritten alle sechs Vierbeiner, um die bereits aufgestellten Hindernisse zirkelnd, warm. Nach etwas mehr als fünf Minuten trabten wir an und vollführten unter Lisas Anweisungen ein paar gymnastizierende Dressurlektionen, ehe wir mit den Cavalettis begannen. Bacardi war am Anfang etwas übereifrig und hüpfte jeweils über das halbhohe Cavaletti, anstatt darüber zu traben. Ich hielt ihn zusammen und versuchte es erneut, bis es beim dritten Versuch klappte. Er war eben noch jung und verstand ungerne, dass man die Aufgaben konzentriert und auch mal langsam angehen musste. Lily und Fake hatten ganz ähnliche Probleme, aber bei ihnen lag es vor allem daran, dass Lily noch nicht genug einwirken konnte, um die temperamentvolle Hackney-Pony Stute mit dem Sitz zu bremsen. Sie gab sich immerhin grosse Mühe und schaffte es nach einer Weile auch so halb. «Das wird schon, Lily. Sobald du längere Beine hast, kannst du sie auch besser kontrollieren», ermutigte Lisa meine Nichte. Das Mädchen nickte nur konzentriert und bremste Fake wieder in den Schritt. Lisa schickte uns als nächstes über ein paar Kreuzchen in einer Linie, die ebenfalls noch dem Auflockern und der Taktfindung dienten. Erst danach legten wir mit Steilsprüngen, Oxern, In-Outs und Kombinationen los. Für die jungen Pferde waren besonders letztere anspruchsvoll, da viele dazu neigten, etwas kopflos zu werden und zwischen den Hindernissen beschleunigen zu wollen. Auch Bacardi versuchte es, aber durch meine langjährige Erfahrung konnte ich ihn zurückhalten und in angemessenem Tempo auf den zweiten Sprung zureiten. Er schnaufte zwar leicht frustriert, galoppierte aber schön am Zügel. Ich lobte ihn streichelnd, um ihm zu zeigen, dass es so richtig war. Fake und Lily flitzten zum Teil in halsbrecherischem Tempo durch, aber Lisa war schon dabei, das zu korrigieren und ihr Tipps zu geben. Robin und Cambria hatten auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu überwinden, aber es sah gar nicht so schlecht aus. Ravissante lief unter Quinn richtig schön. Ich war begeistert beim Zusehen, als die beiden den einen Oxer übersprangen und die Anglo-Araberstute eine wunderbare Flugphase zeigte. Sie erinnerte mich in ihrer Manier sehr an Sunday – ausser, dass sie ab und zu ihren Schweif aufgeregt anhob, wenn sie auf ein Hindernis zukam. Quinn schien sich sehr gut mit der Stute zu verstehen und grinste begeistert, als sie den kleinen Abschlussparcours beim ersten Versuch fehlerfrei überwunden hatten. Sie liess Ravi den Kopf strecken und klopfte ihr zufrieden auf den Hals. Auch Bacardi und ich schafften es ohne Abwurf. Die Höhe war ja auch noch nicht gerade eindrucksvoll. Aber trotzdem war ich stolz, als am Ende die meisten sauber durch den Parcours kamen. Sogar Fake kam überall gut drüber, wenn auch ein Tickchen zu schnell. Shira und Snipy hatten je einen Abwurf; Shira in der Kombination und Sniper beim letzten Steilsprung, weil Lisa sich mit der Distanz verschätzte. Dass ausgerechnet unsere Reitlehrerin einen Fehler machte, fanden wir ganz amüsant – konnte ja passieren. Wir liessen die sieben Pferde austraben und versorgten sie dann zügig, um gleich anschliessend mit der nächsten Truppe weiterzumachen. Diesmal war der Vollblut-Nachwuchs an der Reihe. Miss Moneypenny, Daedra, Primo, Sarabi, Mambo, Cryptic, Thalia, Counterfire und David mit Life. Weil diese Gruppe etwas grösser war als die letzte, hatten wir auch entsprechend mehr Abreitplatz-Atmosphäre, aber das kam in diesem Fall gerade gelegen: Mit diesen acht wollten wir nämlich einen Ablauf wie auf einem Turnier simulieren. Jonas hatte es tatsächlich fertig gebracht, in der Halle zwei Aufwärm-Hindernisse aufzubauen und verstellte sie nun nach unseren Wünschen. Danach ritten wir jeweils nach draussen auf den Sandplatz und sprangen direkt den Parcours, jeder zweimal. Ich hatte Thalia als Partnerin. Die Winter-Tochter war extrem rittig und liess sich heute durch nichts ablenken, sodass wir beide Durchgänge einwandfrei abschlossen. Mir gefiel ihr Arbeitswille, der sich übrigens auch auf der Rennbahn auszahlte. Sie war zwar nicht die Schnellste, dafür sehr ausdauernd und fokussiert auf die Ziellinie – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie selbst bei einem Bombeneinschlag auf der Tribüne nicht zucken würde. Bei Counterfire, die gleich nach mir auf den Platz ging, war das gerade anders herum. Die feurige Fuchsstute konnte ausserordentlich gut beschleunigen und hatte mächtig Schub in der Hinterhand, liess sich allerdings leicht aus dem Konzept bringen und brauchte eine konsequente Hand. Als Katze Shiva in ein Gebüsch neben dem Viereck kletterte, um Spatzen aufzuscheuchen, verpasste sie dementsprechend das nächste Hindernis und räumte es mit den Vorderbeinen ab. Charly war auf den unsanften Sprung nicht vorbereitet gewesen und kam hinter die Bewegung. Als Counterfire nach dem missglückten Manöver auch noch um die Kurve raste, besiegten ihn die Fliehkräfte. Er plumpste in den Sand und die Stute raste eine Runde um den Platz, wobei sie gerade noch von Oliver davon abgehalten wurde, diesen zu verlassen. Der Trainer motzte «be careful with my racing champions, please» und bewachte den Eingang, bis wir Fire eingefangen hatten. Charly war anscheinend unversehrt, bis auf ein paar blaue Flecken. Er stieg wieder auf und ritt das Hindernis nochmal an, nachdem Lisa, die diesmal nicht selbst im Sattel sass, es wieder aufgestellt hatte. Counterfire, die noch etwas aufgeheizt von vorher war, wollte schon wieder mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Stangen losrennen, aber Charly machte nochmal eine Volte, bis er sie unter Kontrolle hatte, und lenkte sie dann deutlich ruhiger geradeaus, diesmal ohne Probleme. Die übrigen Vollblüter waren heute erstaunlich gemütlich unterwegs; Quinn musste Primo regelrecht vorwärtstreiben und auch Mambo hatte beim Oxer etwas zu wenig Schwung, sodass die oberste Stange fiel. Höchstwahrscheinlich liegt es am Temperatur- und Fellwechsel, überlegte ich. Ich bürstete und massierte Thalia rasch nach dem Absatteln, aber es reichte leider trotzdem nicht mehr um die letzte Runde von Daedra zu sehen. Ich erfuhr aber von Lisa, dass sie einmal parkiert hatte – schade. Das war bei ihr in letzter Zeit etwas zu häufig vorgekommen, weshalb ich überlegte, sie in nächster Zeit mehr mit Quinn laufen zulassen, oder selbst ein wenig Korrektur zu reiten. Nicht, dass ich meine oder Quinns Reitkünste höherstellte als die der anderen, aber wir beide hatten einfach etwas mehr Erfahrung als zum Beispiel April, die sie heute geritten hatte. Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Stute irgendwelche unvorteilhaften ‘Habits’ entwickelte. Nachdem nun alle den Parcours gemacht hatten, wollte Lily unbedingt nocheinmal mit Areion einen Versuch starten. Sie wärmte ihn bereits in der Halle auf, als ich dazustiess. Der immernoch-Hengst zeigte auch diesen Frühling wieder teils etwas aufmüpfiges Verhalten, sodass Lily die letzten Wochen meine Hilfe mehr als einmal gebraucht hatte. Heute schien er aber eher gemütlich unterwegs zu sein und liess sich wenig später auch gut von meiner Nichte über die extra tiefer gestellten Hindernisse lenken. Lisa ermutigte sie, noch etwas mehr Schwung von dem Tinker zu fordern, weil er ein paarmal zu dicht ans Hindernis kam, aber sonst sahen die beiden gar keinen so schlechten Eindruck.

    Insgesamt zufrieden mit den Vollblütern, wandte ich mich nun dem Training der beiden Nachwuchswesternpferde Chanda und Jazz zu. Ich putzte die grau-weisse Criollo Dame, während Jonas sich Jazz antat. Antun deshalb, weil sie heute zusätzlich zu ihren Appaloosa-Sprenkeln auch noch Schlammkrusten trug. Mit dem noch feuchten Boden vom letzten Regenfall erstaunte es mich überhaupt, dass nicht mehr Pferde Schlammig waren. Klar, die Vollblüter waren von Ajith bereits vorgeputzt worden, aber die übrigen hatten anscheinend ausnahmsweises Mitleid mit unserer vom Winterfell Ausstriegeln müden Armmuskulatur gehabt. Jonas stöhnte erschöpft, als er auf die zweite Seite seines Reittiers kam, die genauso schlimm aussah wie die Erste. Er legte einen Moment lang seine verschränkten Arme auf den Runden Po von Jazz und genoss die Sonne, bevor ich ihn anstupste, damit er weitermachte. „Denk dran, die Stunde fängt in fünfundzwanzig Minuten an.“ Ich war so nett und half ihm mit dem Hufeauskratzen, während er noch immer den eher dünnen Schweif von Jazz zu retten versuchte. Nach einem gefühlten Liter Glanzspray und einer insgesamt halben Stunde intensivem Putzen, war die Stute wieder ansehnlich. Wir ritten in Richtung Fluss los, denn wir waren mit Rosie zu einem Training auf der Wilkinson Farm verabredet. Sie hatte einen auswärtigen Westerncoach organisiert. Weil wir so viel Zeit mit Putzen verbracht hatten, mussten wir den grössten Teil des Weges traben, um nicht zu spät zu kommen. Die Pferde waren so zumindest schon warm und wir konnten eigentlich sofort loslegen. Der Trainer gab uns eine Dreiviertelstunde lang Patterns vor und feilte mit uns an den einzelnen Lektionen. Für die jungen Pferde war das Training intensiv und sie schwitzten in der Frühlingssonne ordentlich. Rosie, die mit dem Wüstentemperatur-geprüften Tayr mitmachte, hatte dieses Problem nicht. Dafür hatte sie alle Mühe, ihn angesichts unserer beiden charmanten Damen konzentriert zu halten. Es ist eben Frühling, stellte ich schmunzelnd fest. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, fiel Jonas noch ein neues Araberpferdchen auf Rosies Weide ins Auge. «Schau mal, da ist noch ein Appaloosa-Tier. Ich dachte zuerst, es sei Numair, aber der ist etwas dunkler.» «Tatsache. Rosie? Is that the filly you mentioned last time?” Die rothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest bestätigte. “She’s gorgeous! Definitely coming after Numair.» «I hope she’s also inherited his character, instead of her mother’s. But anyway, she has such a cute head and I love the pink freckles on her face.” Sie schwärmte noch ein wenig weiter, sodass ich beinahe neidisch wurde – das Tierchen sah schon von weitem speziell aus. Letzten Endes wandten wir uns dann doch noch zum Gehen und duschten zurück auf Pineforest die beiden armen, verschwitzten Stuten ab. Chanda machte einen friedlichen Eindruck, als ich sie zurück auf die Stutenweide entliess. Sie sah aus, als könne sie sich nun nach getaner Arbeit so richtig entspannen und das Nährstoffreiche Frühlingsgras besonders geniessen. Jazz blieb noch einen Moment erwartungsvoll beim Zaun kleben, als warte sie noch auf eine letzte Karotte. Jonas und ich hatten leider beide nichts mehr im Sack, also musste sie sich mit den vorherigen Belohnungen zufriedengeben. Wir schlenderten zurück zur Halle und ich bog von dort aus zu den Miniweiden ab, um schonmal die Sulkys für den Nachmittag bereitzustellen, während er gähnend Richtung Haus wanderte. „Du musst noch die Winterreifen wechseln“, rief ich ihm schelmisch hinterher. Er drehte sich als Antwort um und gab mir einen Militärischen Gruss zurück – um anzudeuten „wird ausgeführt, Chef“.

    Die Minis waren den ganzen Winter hindurch einigermassen fit gehalten worden, aber nun im Frühling ging die Show-Saison wieder los, und mit den schneefreien Strassen konnten wir auch wieder mehr Zeit ins Fahrtraining investieren. Deshalb drehte ich den halben Nachmittag lang fleissig Runden auf der Ovalbahn. Zuerst mit Kiwi. Die beinahe ganz weiss gescheckte Stute verlor ihr ungeschorenes Winterfell in Fetzen. Das meiste hing noch an ihrem Bauch und unter dem Kopf. Ich striegelte einen Kisseninhalt weissen Fells ins spriessende Gras, danach sah sie etwas weniger zottelig aus. In den nächsten paar Tagen würde sie das Fell wohl vollständig wechseln. Lewis kam etwas verspätet aus dem Mittag und entschuldigte sich mit der Erklärung, dass er mit Quinn, Charly und Parker in der Stadt essen war, wobei sie ziemlich lange hatten anstehen müssen. Das war für mich kein Problem, ich wusste ja, dass meine Pfleger seriös arbeiteten. Lewis schnappte sich Tiki («You could have taken Kiwi, if you had come on time”, neckte ich ihn, wissend, dass Kiwi sein Liebling war). Er ent-fellte sie in Rekordzeit und war mit dem Geschirr anlegen am Ende noch fast eher fertig als ich. Wir schlauften die letzten Riemen durch und führten die Ponys dann von der Weide zu den bereitstehenden Sulkys. Als beide sicher eingespannt waren, fuhren wir zur Ovalbahn. Ich übte mit Kiwi besonders das Zulegen und Aufnehmen, wobei ich einen schicken Show-Trot herauszuprovozieren beabsichtigte. Es klappte auch einigermassen; die Miniature Stute hob ihre Beine höher als sonst. Ich lobte sie jeweils überschwänglich, um ihr die Bewegungen möglichst schmackhaft zu machen. Lewis übte mit Tiki ebenfalls im Trab, allerdings konzentrierte er sich bei ihr mehr auf die Aufrichtung und die korrekte Anlehnung an die Fahrzügel. Gegen Ende des Trainings liess ich die Zügel länger, sodass Kiwi nach unten strecken konnte. Sie wurde dabei zunächst etwas schneller, aber ich bremste sie mit der Stimme und nach einigen Augenblicken waren wir gemütlicher unterwegs. Sie war eben doch noch jung und musste lernen, entspannt und in gleichbleibendem Takt zu laufen. Das wurde an den Shows übrigens auch bewertet. Ich fuhr mit Kiwi zurück und holte als Nächstes Xinu, Lewis machte mit Lining weiter. Die beiden Hengstchen waren etwas einfacher zu einem Bluff-Trab anzustacheln. Sie hoben fast schon von selbst die Vorderbeine, wir mussten nur darauf achten, dass die Hinterhand auch richtig untertrat. Nach Xinu und Lining waren Oreo und Acira dran. Oreo spürte den Frühling und brummelte seiner Halbschwester zu, als wir hintereinander zur Bahn fuhren. Lewis hielt ihn kurz und blieb in einem vernünftigen Abstand. Wir trainierten wiederum fleissig unsere Runden, und zum Spass galoppierten wir auch ein wenig. Aciras seidiger Schweif flatterte in der Kühlen Brise, die sich mit dem Fahrtwind vereinte. Ihre kleinen Hufe schlugen rhythmisch auf dem feinen Kies auf. Zuletzt drehten wir auch noch ein paar Runden mit Darling und Allegra – letztere war noch nicht lange eingefahren und hatte noch etwas Mühe mit der Kommando-Umsetzung. Sie war meist ein wenig zu eifrig und wollte nicht warten, geschweige denn dabei geschlossen stillstehen. Aber auch das würde mit der Zeit immer besser klappen, davon war ich überzeugt. Nach dem Training gab es für alle Minis ein paar Karotten, die wir zur Beschäftigung an den Bäumen auf der Weide aufhängten. Lily half dabei und fand es super, Lining beim ‘Einfangen’ der orangefarbenen Wurzeln zuzusehen.
    31 März 2019

    Occulta
    Military E-A
    PFS‘ Ravissante, PFS‘ Cambria, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Das heutige Militarytraining fand wieder auswärts statt, auf einem grossen Trainingsgelände nahe Telford. Wir gingen früh morgens los, um bei Zeiten zurückzusein. Im Gepäck hatten wir insgesamt sechs Pferde und Ponys: Ravissante, Cambria, Shira, Sniper, Bacardi und Fake, denn Lily kam diesmal auch mit. Sie trug brav ihren Rückenpanzer, so wie wir alle, und wir hatten Fake die stabileren Gamaschen von den Reitponys angezogen. Einmal ausgeladen, sattelten wir die Reittiere innert kurzer Zeit und sassen auf. Wir ritten in Volten auf dem Rasen, um uns einzuwärmen. Dann begannen wir mit den einfachsten Hindernissen, um den noch unerfahrenen Pferden einen leichten Einstieg zu geben. Sie alle kannten das Springen, aber Naturhindernisse waren oftmals furchteinflössender und auch das Wasser stellte für viele ein Problem dar, auch wenn wir mit ihnen manchmal im Fluss baden gingen. Es war eben doch nochmal etwas anderes, hineinzuspringen, ohne den darunterliegenden Boden zu sehen. Das konnte ich auch gut nachvollziehen. Wir konzentrierten uns folglich in diesem Training vor allem darauf, die Vierbeiner mutiger zu machen und ihr Vertrauen in uns Reiter zu stärken. Ich ritt Ravissante. Die Stute war eine meiner grossen Hoffnungen im Militarybereich, denn sie hatte eine gute Abstammung dafür, und ihr Körperbau war ebenfalls ideal für einen Eventer. Mit ihren hübschen Gängen und dem geschickten Sprungverhalten kombinierte sie zwei wichtige Eigenschaften. Ich erklärte Ravissante jedes Hindernis gründlich und übte sie alle aus verschiedenen Anreitwinkeln. Es war wichtig, dass sie lernte, den richtigen Absprungpunkt zu finden und auch nach dem Sprung flüssig weiterzugaloppieren. Die junge Stute war kooperativ und liess sich von mir selbst dann noch pilotieren, wenn sie vor Unbehagen die Nüstern weit blähte und sorgenvoll Luft einsog. Ich lobte sie dafür ausgiebig und gab ihr beim Absteigen eine Karotte. Fake und Lily waren wie üblich eher zügig unterwegs gewesen, aber die Hackney Pony Stute hatte auf Lily Acht gegeben und sich ebenfalls ohne Zwischenfälle über die festen Hindernisse lenken lassen. Die beiden waren langsam ein richtig eingespieltes Team und ich fand, dass die Zeit reif war, sie auf Turniere zu schicken. Aber das letzte Wort hatte dabei Jonas, denn die Ponystute gehörte ja ihm. Meine Reitponyhengste liefen unter Ruth und Sheridan locker vorwärts. Die beiden talentierten jungen Reiterinnen hatten ein gutes Auge für Distanzen, jedenfalls machten sie heute beide keine groben Patzer. Nur Shira und Lea hatten bei einem Kasten Mühe, der etwas zu bunt angemalt war für den Geschmack der schwarzweissen Scheckstute. Ich musste Lea rasch zu Hilfe kommen und Tipps geben, damit sie Shira doch noch überzeugen konnte. Danach klappte es aber ohne weitere Diskussionen. Cambria und Robin kamen hingegend ganz ohne meine Hilfe aus und übten vor allem an Cambrias Taktgefühl und den fliegenden Wechseln über oder zwischen Hindernissen. Wir fuhren nach dem Training über die Autobahn nachhause und versorgten die Vierbeiner. Die Mittags-Heuration wartete dort bereits auf sie.
    31 Mai 2019

    Occulta
    Military A-L
    PFS‘ Shadows of the Past, PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Navy Sniper, PFS‘ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Military Training machte mir persönlich immer besonders viel Spass. Es war abwechslungsreich, anspruchsvoll und forderte die Pferde körperlich wie auch geistig. Heute übten wir auf unserem eigenen kleinen Trainingsgelände im inneren der Ovalbahn. Es waren zwar nicht viele Hindernisse, aber dafür all jene, denen man typischerweise auf einem Turnier begegnen konnte. Ein Graben, eine Treppe, ein Hügel, Wasser mit Ein-/Aussprüngen und einem mitten drin, ein Buschhindernis, diverse Ecken, Bänke und Kästen, zwei Baumstämme und ein Hindernis mit Fässern. Alle Teilnehmer der heutigen Gruppe waren bereits mit Geländehindernissen in Kontakt gekommen. Die meisten schienen ausserdem zur mutigen Sorte von Pferden zu gehören und zögerten kaum, selbst als sie ins buchstäblich kalte Wasser springen mussten. Okay, so kalt war es dann doch nicht – schliesslich herrschten momentan sommerliche 30 Grad. Ich schwitzte schon nach den ersten paar Sprüngen mit Bacardi. Der Ponyhengst gab wiedermal alles und kümmerte sich nicht um die Hitze – er war glücklich, solange er eine Aufgabe vor sich hatte. Shira hingegen schien etwas faul zu sein. Jedenfalls musste Sheridan die Ponystute ordentlich antreiben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr das schmale Eckenhindernis nicht gefiel, das Sheridan ansteuern wollte. Sniper flitzte mehrfach an uns vorbei und es war beeindruckend, mit welcher Präzision er selbst die schmalen hindernisse meisterte. Anders als andere Jungpferde zog er richtig auf die Hindernisse zu und wollte sie überwinden; er fragte förmlich danach. Diese Einstellung galt es zu fördern. Auch Lily und Fake trainierten wieder mit uns. Jonas stand im Schatten eines Gebüsches und sah zu. Er hatte ausserdem die Mistschaufel bereit, um Hinterlassenschaften gleich aufzusammeln. Davon produzierte Ravissante heute reichlich, denn sie war offenbar noch etwas unsicher und beeindruckt von den verschiedenen Hindernissen. Cambria ging es ähnlich, nur äusserte es sich bei ihr in einem steifen Rücken und hoch erhobenem Kopf. Sie glotzte, sprang aber trotzdem. Dennoch musste Robin natürlich mit ihr auch am Stil arbeiten, damit sie zuverlässiger wurde. Ich forderte von Bacardi ein paar schöne Sprünge von der Treppe runter und ritt jeweils auf der anderen Seite wieder den Hügel hinauf, über das zuoberst platzierte Hindernis. Ich versuchte dabei, denselben Takt zu behalten und alles schön flüssig zu reiten, ohne dass Bacardi sich aufregte. Er machte einen schön runden Hals, als ich ihn nach dem Hindernis, das aus drei massiven, deieckig angeordneten Stangen bestand, wieder aufnahm. Ich liess ihn noch ein letztes Mal den Absatz nach unten springen, dann parierte ich ihn in den Trab durch und liess die Zügel lang werden. Auch die anderen versuchten einen guten Abschluss zu finden. Wir liessen die Vierbeiner zwischen den Hindernissen austraben, dann ritten wir als Gruppe im Schritt zurück zu den Ställen, wo wir sie abduschten und versorgten.
    31 Juli 2019

    Occulta
    Springen L-M
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past

    Wir hatten heute nur zu dritt Springstunde, dafür wollte Lisa uns besonders fordern. Ich ritt mit Shira mit, ausser uns zweien waren noch Robin mit Cambria und Linda mit Ravissante dabei. Zunächst liefen wir uns im Schritt warm. So langsam sanken die Temperaturen und es ging auf den Winter zu. Noch war es aber nicht so kalt, dass wir Decken gebraucht hätten. Lisa baute den Parcours auf, während Robin und Linda mit mir plauderten. Shira giftete ab und zu Cambria an. Linda bemerkte dazu kichernd, dass die Ponystute wohl eifersüchtig auf Cambrias spezielle Scheckung sei. Ich entgegnete, dass Shiras Scheckung aber doch auch sehr schön anzusehen sei. Wir stellten fest, dass Cambria und Shira farblich eigentlich genaue Gegenteile voneinander waren: die eine vorne dunkel und hinten hell, die andere vorne hell und hinten dunkel. Irgendwann erinnerte Lisa uns daran, dass wir eine Reitstunde vor uns hatten. Wir trabten an und begannen, die drei Vierbeiner mit grossen Volten und Übergängen zu lockern. Mein Prinzesschen fürchtete sich ein wenig vor der einen Ecke der Halle, in der das Licht ausgefallen war. Sie war dadurch etwas dunkler, und offenbar reichte das schon, um Shira zu verunsichern. Ich seufzte belustigt und zeigte ihr die Ecke, dann machte ich eine kleine Volte und ritt abermals hindurch. Leider glaubte Shira mir nicht, dass in der Ecke keine Spukmonster hausten. Sie versuchte folglich die ganze Trainingseinheit über, die Ecke zu vermeiden. Ich musste sie jeweils nach innen stellen und konsequent am äusseren Zügel und inneren Bein behalten, damit sie nicht vorher abbog. Allgemein war die junge Stute heute etwas unkonzentriert und stellte mich mehrfach in Frage. „Flegelphase?“, murmelte ich mit gerunzelter Stirn, als ich nach einem übermütigen Steilsprung, bei dem sie sogar grunzte, wieder in den Schritt überging. Ravissante schielte immer wieder zu uns herüber, aber sie liess sich zum Glück nicht anstecken. Wir übten heute besonders In-outs, gebrochene Linien und die Variation von Galoppsprüngen zwischen Kombinationen. Letzeres stellte sich als besonders tricky heraus, gerade weil Shira nicht so recht bei mir war. Sie tendierte dazu, nach dem ersten Sprung zu viel Gas zu geben und dann einen Galoppsprung weniger zu machen als geplant. Normalerweise war die Ponystute sehr rittig und liess sich gut versammeln, aber heute war einfach der Wurm drin. Ich verzieh ihr und lobte sie am Ende trotzdem, nachdem sie den letzten kleinen Parcours einigermassen ruhig absolviert hatte. Wir ritten die drei noch trocken, dann versorgten wir sie und brachten ihnen Karotten zur Belohnung.
    30 Sep. 2019

    Occulta
    Dressur A-L
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz, Chanda

    Es war schon acht Uhr abends, und durch die Dunkelheit kam es mir noch viel später vor. Nichts desto trotz lag noch eine ganze Dressurstunde vor mir, bevor ich Feierabend hatte. Ich zog den Reissverschluss meiner Fleecejacke fröstelnd höher und rieb mir die Hände, bevor ich Jazz‘ Halfter schnappte und die Stute einfing. Linda, die mich begleitet hatte, machte dasselbe mit Chanda. Wir brachten die beiden zum Nebenstall, wo bereits Shira, Cambria und Ravissante geputzt wurden. Wir beeilten uns, damit wir möglicherweise etwas früher fertig werden konnten. Lisa war aber noch nicht in der Halle, als wir reinkamen. Wir wärmten uns trotzdem schonmal auf, denn sie musste jeden Moment hier sein. So war es dann auch, sie kam wenige Minuten später. „Everyone warmed up already?“, fragte sie gut gelaunt. Wir nickten alle, also liess sie uns auf die linke Hand antraben und Schlangenlinien mit Übergängen reiten – zuerst im Trab, dann im Galopp. „This was the first step towards todays exercise. We want to focus on flying changes“, erklärte sie nach der letzten Galopp-Schlangenlinie. Sie holte drei Stangen aus der Halterung an der Hallenwand und legte sie auf der Mittellinie aus. Wir mussten über die Breite der Bahn abbiegen und darüber galoppieren. Über der Stange wollte Lisa dann das korrekte Umspringen sehen. Jazz hatte am Anfang eine Art Beinsalat und sprang nicht sauber über die Stangen. Nach dem dritten Versuch schaffte aber auch sie es, wobei ich sie erleichtert lobte. Wir wiederholten das ganze ein paarmal auf beide Seiten, bis es zuverlässig klappte. Danach wollte Lisa Schulterherein auf dem inneren Hufschlag sehen. Jazz bog dabei den Hals fast etwas zu stark, sodass ich ihre Stellung korrigieren musste. Anschliessend sollten wir dann im Galopp aus der Ecke wechseln und die Vierbeiner umspringen lassen, sobald wir wieder auf den Hufschlag kamen. Bei den meisten holperte es zuerst nur, und Cambria und Shira sprangen in den Kreuzgalopp. Lisa schüttelte ungeduldig den Kopf und wies Robin und Rita an, die beiden Stuten viel mehr zu versammeln. „You have to be slower. They need enough time to sort their feet.” Jazz sprang zuerst gar nicht um, doch dann zu meiner Überraschung sofort richtig. Ich lobte sie begeistert und versuchte es nochmals, wobei es leider wieder nicht klappte. So einfach war es eben doch nicht. Ich blieb geduldig und wiederholte den Versuch. Sie sprang wieder um, wenn auch mit einem Zwischenschritt. Auf die andere Seite ging es deutlich besser, denn das bedeutete einen Wechsel auf ihre bessere Hand. Auch Chanda fiel es leichter in den Linksgalopp zu wechseln. Wir machten als letzte Übung noch ein paar Tempowechsel im Galopp auf der ganzen Bahn, dann liessen wir die Pferde auch schon wieder austraben. „Die Stunde war ziemlich schnell vorbei, findest du nicht auch?“, wunderte ich mich an Robin gewandt. Sie stimmte mir zu. Laut der Uhr waren wir trotzdem eine Dreiviertelstunde an der Arbeit gewesen, inklusive dem Aufwärmen und Trockenreiten ergab das die ganze Stunde. Ich lobte Jazz abermals vor dem Absteigen und gab ihr ein Stück Karotte, das sie sanft von meiner Hand knabberte. Die Appaloosastute war so ein Schatz!
    31 Okt. 2019

    Occulta
    Dressur L-M
    Fake my Destiny, Cambria, PFS’ Ravissante, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz

    Es war wiedermal Samstag Abend, Zeit für eine weitere Dressurstunde. Diesmal gab sie Elliot. Lily und ich ritten mit Fake und Cambria mit. Ausser uns waren nur noch Linda mit Jazz, Rita mit Ravissante und Lisa mit Shira dabei. Wir ritten mit den Fleecedecken auf den Kruppen nebeneinander warm und plauderten, bis Elliot meinte, wir sollen endlich mit dem Traben anfangen. Ich nahm Lily ihre Decke ab und schmiss sie neben der von Cambria über das Eingangstor. Dann bogen wir auf den Hufschlag und trabten an. Zum lockern machten wir zuerst ein paar Übergänge. Elliot wollte uns auch schon ziemlich früh im Galopp sehen. Im Verlauf der Stunde übten wir das Halten aus dem Galopp, arbeiteten an den fliegenden Wechseln, indem wir eine Schlangenlinie mit vier Bögen machten und feilten am Schulterherein. Auch erste Traversversuche, zuerst im Schritt, dann im Trab, standen auf dem Programm. Lily schlug sich gar nicht so schlecht, auch wenn Fake meistens etwas zu flott unterwegs war. Aber zwischendurch war ich richtig begeistert, wie hübsch Fake lief, mit ihrem runden Hals und der hohen Knieaktion, die sie beim Dressurreiten etwas mehr als sonst zeigte. Die beiden könnten doch glatt eine Chance haben in einer der leichteren Dressurprüfungen, überlegte ich. Cambria lief heute ebenfalls schön locker und konzentriert. Die Galoppwechsel hatte sie mittlerweile ziemlich gut im Griff, aber sie musste noch etwas flinker werden. Travers machte ihr hingegen noch etwas mehr Mühe, denn sie wollte sich nicht so recht um meinen Schenkel biegen. Bei Shira sah es ähnlich schwierig aus, denn die Ponystute war zusätzlich kurz gebaut und damit alles andere als leicht zu biegen. Jazz hatte zwar keine übergreifenden Gänge, aber auch sie machte ihre Sache gut und lief die ganze Stunde hindurch stabil in Anlehnung. Ravissante musste wie Fake noch deutlich ruhiger werden, ansonsten hatte Elliot an ihrer Performance heute nichts auszusetzen. Wir liessen die Pferde nach den letzten Seitengängen strecken und austraben. Cambria hielt den Kopf schön in die Tiefe und schnaubte zufrieden. Ich lobte sie ausgiebig und holte dann im Schritt die Abschwitzdecke wieder ab, die wir zu Beginn der Stunde über das Tor gehängt hatten.
    30 Nov. 2019

    Occulta
    Dressur M-S
    Odyn, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, Vychahr, PFS’ Skydive, Brendtwood, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, Maekja van Ghosts

    Gleich im Anschluss an das Galopptraining putzte ich den feuerroten Vollbluthengst Odyn. Ihm stand eine Dressurstunde bevor, als Vorbereitung auf seine baldige Körung. Bei dieser Gelegenheit schlossen sich uns auch gleich Quinn mit Sarabi und Isaiah mit Thalia an. Die beiden jüngeren Vollblutstuten genossen Sondertraining, ebenfalls wegen bevorstehender Zuchtzulassungsprüfungen. Wir mussten uns mit dem Satteln und Aufwärmen beeilen, denn für neun Uhr war die erste Reitstunde von Lisa angesetzt, und bis dahin musste die Halle wieder frei sein. Pünktlich um acht Uhr fanden wir uns deshalb alle drei in der Halle ein und begannen mit dem Warmreiten. Ich achtete schon im Schritt darauf, dass Odyn fleissig vorwärtsging und schön von hinten schob. Ich fragte bereits ein paar Seitengänge ab und machte Schlangenlinien entlang dem Hufschlag. Isaiah und Quinn taten es mir gleich. Danach trabten wir an und ritten auf allen drei grossen Volten, um Biegung zu verlangen. Im Verlaufe des Trainings fragten wir auch kleine Volten ab, machten viele Übergänge und arbeiteten besonders an der Losgelassenheit der drei Vollblüter. Sarabi lief schon richtig schön am Zügel, während Odyn und Thalia noch ein wenig Mühe mit der konstanten Anlehnung hatten. Ausserdem war Odyn eher etwas zu stürmisch unterwegs. Trotzdem war die Trainingseinheit ein Erfolg und ich sah den Körungen zuversichtlich entgegen. Um viertelvor neun Uhr liessen wir die drei in den Schritt übergehen und ritten noch ein wenig am langen Zügel. Die Reitschüler von Lisa füllten unterdessen die Halle, fröhlich plaudernd. Unter die Auswärtigen hatten sich auch Robin, Lily, Ruth und Lea gemischt. Sie nutzten Lisas Stunde, um sowohl die Ponys, als auch ihre eigenen Reitkünste zu fördern. Lily ritt auf Skydive. Natürlich konnte der noch völlig grüne Ponyhengst kaum mit den anderen Reittieren mithalten, was die Lektionen anging. Aber es war eine super Übung für ihn, wenn er in der Gruppe mitlaufen und sich konzentrieren musste. Direkter von Lisas Unterricht profitieren konnten Cambria, Fake und Shira. Die drei Stuten waren allesamt auf S-Niveau angekommen und ihre Reiterinnen feilten nun an den gemeinsamen Dressurfertigkeiten. Es ging um Details, aber auch die waren nunmal wichtig auf einem Turnier. Das korrekte, punktgenaue Einspringen in den Galopp, perfektionierte Kurzkehrtwendungen und flüssige, fliegende Galoppwechsel standen besonders weit oben auf der Prioritätenliste. Ich hatte Zeit, einen Moment in die Reiterstube zu sitzen und zuzusehen, als ich Odyn versorgt hatte. Lily sah zwischendurch etwas verloren aus, wie sie mit Skydive zwischen den konzentriert galoppierenden Pferd-Reiter-Paaren herumkurvte. Aber Skydive gab sich sichtlich Mühe und lief schön schwungvoll, wann immer die beiden eine längere Strecke geradeaus traben konnten. Zufrieden trank ich meinen Tee aus und begab mich dann als letztes zu einem weiteren Fuchs: Vychahr. Auch er wartete auf ein Dressurtraining, und auch bei ihm ging es um Feinheiten. Sobald die Reitstunde vorüber war, konnte ich mit ihm in die Halle. Er war mittlerweile ein wahrer Traum zum Reiten. Seine weichen Gänge hatten sich mit seiner Aufrichtung weiterentwickelt und er konnte nun eine richtig eindrucksvolle Trabverstärkung zeigen. Allerdings musste ich stets aufpassen, dass seine Hinterhand mitkam. Genau daran übte ich heute. Ausserdem feilten wir an unseren Galopppirouetten. Während wir so unsere Runden drehten, kam Lisa mit Brendtwood rein, gefolgt von Jonas und Maekja. Die Isländerstute wollten wir ebenfalls so schnell wie möglich für ihre Zuchtzulassung fit machen, sodass sie im Moment ein ausgiebiges Trainingsprogramm bekam. Trotzdem hatte sie natürlich mindestens einmal pro Woche einen reit-freien Tag, an dem wir entweder spazieren gingen, oder sie longierten. Sie war trotz ihrer acht Jahre noch nicht sehr weit ausgebildet gewesen, als wir sie übernommen hatten. Das machte aber nichts, denn sie war willig und lernte schnell. Nach den ganzen Dressurübungen freute ich mich richtig auf die nächsten Einheiten: Springen.
    12 März 2020

    Occulta
    Military L-M
    Maekja van Ghosts, Cambria, PFS' Karat, PFS' Reverie, Brendtwood, PFS' Shadows of the Past, Namuna, Tayr al-Diyari, Mansur, HMJ Honesty

    Nach dem erfolgreich durchgeführten Springtraining am frühen Morgen, wollten wir am späten Nachmittag mit ein paar Pferden in Richtung London fahren, um auf einer Geländestrecke in der Nähe zu trainieren. Der "Springgarten", wie wir ihn gerne nannten, war erst vor etwa einem Jahr erstellt worden und bot eine Vielzahl von verschiedensten Naturhindernissen. Auch HMJ Honesty wollte ich heute mitnehmen, denn das Militarytraining eignete sich hervorragend, um jungen oder unerfahrenen Pferden mehr Mut beizubringen. Nebst der Mustangstute nahmen wir auch Cambria, Woody, Karat, Reverie und Shira mit. Ausserdem fuhr uns Rosie mit Namuna, Tayr und Mansur hinterher. Auf dem Trainingsgelände angekommen, luden wir die Vierbeiner aus dem Lastwagen und sattelten sie. Bis auf Woody und Honesty hatten wir allen Transportgamaschen angezogen. Woody stand meistens ruhig im Anhänger und Honesty war sich die Gamaschen nicht gewöhnt, ausserdem hatten sie beide robustere Gliedmassen als die feinen Warmblüterchen. Sobald alle bereit waren, führten wir die Pferde ein Stück über den kurzen Rasen, bis zum erstbesten Baumstamm, den wir zum Aufsteigen nutzen konnten. Danach ritten wir sie auf dem Sandweg um das Gelände herum warm. Ich sass natürlich im Sattel von Honesty. Die Scheckstute trottete den Warmblütern eifrig hinterher, als wollte sie ihre Herde nicht verlieren. Ich versuchte immer wieder mehr oder weniger erfolgreich, ihre Aufmerksamkeit auf meine Hilfen zu lenken. Aber es gelang mit erst vollständig, als wir mit dem ersten Hindernis begannen. Die Aufwärmübung bestand darin, einen kleinen Baumstamm, gefolgt von einer niedrigen Stufe und anschliessend einem weiteren Baumstamm zu überwinden. Wir liessen die Pferde am Anfang im Trab auf die Hindernisse zugehen, damit sie Zeit hatten, sich alles anzusehen. Cambria, die schon ein paar Military-Trainings hinter sich hatte, hüpfte leichtfüssig vor uns auf den Absatz, sodass Honesty ihr zuversichtlich folgte. Ich lobte die Scheckstute ausgiebig, als sie auch über den zweiten Baumstamm einen kleinen aber feinen Hüpfer nahm. Als nächstes versuchten wir uns an einem weiss umrahmten Graben. Den fanden alle bis auf Cambria ziemlich unheimlich. Besonders bei Reverie dauerte es eine Weile, und wir mussten zur Hilfe alle Pferde auf die andere Seite des Grabens stellen, um sie zu locken. Karat hingegen stoppte zwar, sah sich den Graben dann aber ganz genau an und nahm kurz darauf einen Satz darüber, mit ein paar anschliessenden, übermütigen Bocksprüngen. Überhaupt waren die Pferde sehr energievoll unterwegs; gelegentlich hörte man ein Quieken oder Grunzen, über oder nach einem Sprung, und das ein oder andere Gehampel war auch nicht zu vermeiden. Die Zeit ging so rasch vorüber, dass ich ganz überrascht auf die Uhr sah, als es bereits eindunkelte. "Okay folks, enough for today ", rief ich quer durch den Garten. Wir liessen die Pferde austraben und zum trocknen ohne Sattel ein wenig grasen. Duschen mussten wir sie zuhause aber dennoch.
    Als alle wieder in ihren Boxen standen und die Reste der abendlichen Heuration sortierten, holte ich Maekja raus. Auch mit ihr wollte ich noch ein wenig Military üben, allerdings nur in unserem Hauseigenen kleinen Parcours. Ich schaltete das Flutlicht ein, denn mittlerweile war es dunkel. Wir wärmten uns rasch auf, dann übte ich eine halbe Stunde lang intensiv mit ihr. Wir komzentrierten uns vor allem auf den kleinen Teich, denn Einsprünge ins Wasser machten ihr noch etwas Angst. Sie überwand sich für mich und schaffte alle von mir gestellten Aufgaben. Zufrieden lobte ich sie und liess sie am langen Zügel auf der Ovalbahn trockenlaufen.
    31 Aug. 2020

    Kür
    :

    Heute war ich auch mit PFS' Shadows of the Past auf der Stutenkörung. Genau gleich wie bei Cambria hatte ich die Stute zwar schick gemacht, aber nicht ganz so viel Zeit und Aufwand hineingesteckt wie sonst. Ich hoffte, dass sie die Richter dennoch überzeugen konnte mit ihrer Qualität. Immerhin vereinigte die Stute einige wichtige Blutlinien der Reitponyzucht und auch ihr Exterieur war beinahe tadellos. Charakterlich war Shira ausserdem ein richtiges Engelchen. Sie stand brav still, liess sich ohne zu drängeln in allen drei Gangarten vorführen und reagierte auch sofort, wenn ich die Hand wechseln wollte. Wir führten Volten und Schlangenlinien vor, sodass die Richter von allen erdenklichen Winkeln her einen guten Blick auf meine hübsche Stute bekamen. Am Ende lobte ich Shira zufrieden und gab ihr auf dem Parkplatz einen grossen Apfel zur Belohnung.
    858 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta​
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Apr. 2021 um 3:44 PM Uhr
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  10. Maleen

    Maleen Princess <3

    Meine Teilnahme mit
    Cinja

    [​IMG]

    Rufname:
    Cinja

    Von: Unbekannt

    unbekannt x unbekannt
    unbekannt x unbekannt | unbekannt x unbekannt

    Aus der: Unbekannt
    unbekannt x unbekannt
    unbekannt x unbekannt | unbekannt x unbekann

    [​IMG]

    Geburtstag:
    21.Februar 2016
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Gidran
    Farbe:
    Fuchs
    Abzeichen:
    schmale Blesse
    Stockmaß:
    162cm

    Charakter:
    Trotz ihres jungen Alters ist Cinja eine sehr vernünftige Stute. Nach dem Motto 'Kenne ich schon.' meistert sie jede Situation ohne mit der Wimper zu zucken.
    Ihr Maul ist ihr wichtigstes Werkzeug, sie knabbert gerne und hat schon so einige Gegenstände aus diversen Taschen herausgezogen.

    [​IMG]
    Genetik:
    ee aa
    Zuchterlaubnis:
    //
    Fohlen:
    //

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    Besitzer:
    Royal Peerage
    Hunter Lacey
    Reiter:

    Hunter Lacey
    Jamie Lewis

    Maler(VKR):
    Maleen

    Original:
    adoptedfox

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    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: L/L
    Springreiten: M/M
    Geländespringen: M/S

    Fahren: E/A
    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: A/A
    Western: -/-

    Turnierschleifen:

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    310.Synchronspringen 591.Springturnier 440.Militaryturnier
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    598.Springturnier 601.Springturnier 450.Militaryturnier
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    457.Distanzturnier 614.Dressurturnier 615.Springturnier
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    615.Dressuturnier 466.Distanzturnier

    Hufe Ausschneiden für Cinja - Freitag, 12. Februar 2021
    Mohikanerin

    Livorno also, denke ich mir als ich den Auftrag durch lese, den ich gerade per E-Mail von meiner Partner Hufschmiede Mr. Wellick. Also greife ich nach meiner Karte aus dem Handschuhfach des Kleintransporters. Ich stelle fest, dass es nur 25 Minuten entfernt ist und verabrede mit dem Kunden ein Termin am nächsten Tag.
    “Guten Morgen”, begrüße ich den jungen Mann, der etwas verwirrt mich anschaut mit einer Tasse in der Hand. Erst auf dem zweiten Blick bemerke ich, dass er einen Kaffee hält, in dem zusätzlich eine Früchteteebeutel hängt. “Wer sind sie?”, fragt er mich verdutzt.
    “Ich bin Lucas Mancini, der Hufschmied, den sie beauftragt haben.”
    “Davon weiß ich nichts”, wundert sich der Herr.
    “Na gut, wenn das so ist, kann ich auch wieder gehen”, sage ich schlagartig und drehe mich um, um zurück zu meinem Wagen zu gehen.
    “Ach warte mal. Ich erinnere mich”, ruft er mir nach und Schlucke aus seinem Kaffee-Tee-Gemisch schwappen dem Rand über, als Hunter mir nach rennt.
    “Supi, dann ab zum Pferd.”, antworte ich.
    “Welches Pferd?”, erwidert er. Lange nicht mehr so einen komplizierten Kunden gehabt, geht mir durch den Kopf. Kurzer Hand nehme ich den Auftragszettel zur Hand, der auf dem Klemmbrett im Auto ist und drücke ihm diesen in die Hand. Einige Minuten vergehen, bis er verstanden hat, dass es sich um Cinja, einer Gidran Stute handelt. Gemeinsam gehen wir zum Stall, in dem wir vor einer leeren Box stehen. Es wird mir klar, dass die eingeplanten 30 Minuten nichts werden. Entspannt lehne ich mich zurück und genieße die Show.
    “Jamie?”, ruft er verzweifelt durch den Stall. Keine Reaktion.
    “Hier halt mal”, kommt aus seinem Mund und drückt mir das Gesöff in die Hand. Nach einem Moment kommt der Herr wieder, ohne Pferd.
    “Ich hab’ gar nicht auf die Uhr geguckt. Cinja steht auf der Weide”, erklärt er mir und nimmt sein Gesöff zurück. Dann setzt er sich an einen Tisch. Verblüfft gucke ich zu ihm und antworte: “Ja, und? Dann müssen Sie die Stute holen.”
    “Aber du willst sie doch reiten”, antwortet er verwirrt.
    “Nein, ich bin der Hufschmied. Ich soll ihr die Füße schön machen”, erkläre ich Hunter etwas einfacher. Er nickt, als hätte er es verstanden. Stattdessen fängt er an irgendwelche Nummern abzutelefonieren.
    Nach geschlagenen 40 Minuten steht nun endlich Cinja am Anbinder, damit ich ihre Hufen bearbeiten kann. Jamie, die irgendwann dazu gekommen ist, hat mir die Fuchsstute geholt und sich mehrfach für Hunter entschuldigt.
    Entspannt versuche ich mir die Hufe der Stute anzuschauen, als ich Würgegeräusche wahrnehme. Jetzt erst stellt er fest, was er die ganze Zeit in seiner Tasse hatte und beginnt mich damit voll zu reden. Zum Glück bin ich durch meine Kinder gewohnt, nicht mehr alles mit zu hören. Es scheint ihn auch nicht zu stören, dass von mir keine Antworten kommen. Als ich anfangen möchte, Cinja die Hufen auszuschneiden, bemerke ich, dass mein Hufmesser nicht mehr in meiner Tasche ist. Kurz denke ich nach, ob ich es überhaupt eingepackt habe, da bemerke ich, dass die Stute es im Maul hat und ihren Spaß damit hat. So leicht möchte sie es mir nicht wieder geben und ich biete ihr einen Tausch gegen den Hammer an. Es scheint, als würde sie darüber nachdenken. Der Handel ist erfolgreich und sie hat ihren Spaß mit dem Hammer, sodass ich in Ruhe weiter meine Arbeit an ihren Hufen verrichten kann.
    Das Raspeln ist auch fertig, Hunter zum Glück auch. In dem Monolog hat er immer wieder einen Schluck aus seinem Gesöff nehmen wollen, um wieder zu würgen. Es erschließt sich mir nicht, wie er sich stundenlang darüber aufregen kann und dann doch wieder einen Schluck nimmt. Netterweise ist er in der Lage, mir nach der Arbeit die Stute im Schritt und Trab vorzuführen. In der Zeit muss ich die Tasse halten, die mich auch zum Würgen bringt, wenn ich den Geruch der Flüssigkeit wahrnehme. An den Hufen von Cinja muss ich nur noch wenige Korrekturen vornehmen, damit alles perfekt ist.
    Aus Höflichkeit bedanke ich mich dennoch bei Hunter, der die Stute in ihre Box gestellt hat. Im Auto blicke ich auf die Uhr. Es hat ganze 2h gebraucht, dass ich einem Pferd die Hufe machen konnte. Auf meinem Kundenauftragsbogen nehme ich eine Notizen vor. Einen weiteren Besuch hier, werde ich mir nochmal überlegen. Die Bezahlung erfolgte in Vorkasse und ich gebe ihm die Rechnung, die er unliebsam in seine Hosentasche stopft. Ich verabschiede mich und fahre so schnell es geht vom Grundstück. Bei dem nächsten Kunden angekommen, bemerke ich, dass Cinja noch immer meinen Hammer hat.

    Dressur E-A - Freitag, 09. Oktober 2020
    Sosox3

    Funkenflug di Royal Peerage geritten von Tamara Jones, Cinja geritten von Nathan Scott, BOS Gracy geritten von Brooke Scott

    Brooke Scott | Wir hatten erst Mittwoch und irgendwie quälte es mich, zu wissen, dass unsere Zucht nur semi gut verlief und wir nun hoffen konnten, dass unser Trainingscenter wenigstens gut anlaufen würde. In einem Monat gleich vier Pferde trainieren zu können, das würde ich jetzt nicht als schlecht betiteln, aber es war noch zu wenig um die Große Anlage bewirtschaften zu können. Nathan hatte sich der Gidran Stute Cinja angenommen und ich sah jeden Tag beim Training der beiden zu. Ich konnte in der Dressur viel von meinem Bruder lernen, schließlich hatte er auch ein gutes Händchen bei ein paar der Spinnern, die er sich an Land gezogen hatte, wie beispielsweise Dorincourt. Der Hengst war eigentlich Dressur gezogen, holte aber im E- Springen einen Sieg nach dem anderen nach Hause mit meinem Bruder. Tamara ritt die Berittstute Funkenflug, eine Vollschwester von Feuergeist, die wir kürzlich eingeritten hatten. Beide schienen unheimlich großes Potenzial im Springsport und im Busch zu haben und waren definitiv super Verpaarungen aus den beiden Elterntieren. Ich sah mich noch einmal in der Halle um und ging dann gemütlich in den Stall um meine hellbraune Stute BOS Gracy zu putzen. Durch ihr dünnes Fell schimmerte sie fast durchgehend im Licht der Sonne. Sie spielte mit ihrer Nüster an meiner Jackentasche und ertastete mit ihrer Lippe meinen Schlüssel. “Hey du kleiner Entdecker!”, sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen und schob ihre Nase weg.

    Nathan Scott | Cinja kannte ich von einer Reitschülerin, die eine Springstunde bei mir absolviert hatte. Eine tolle Stute, nur manchmal etwas verträumt. Zumindest vermittelte sie mir das in der Springstute vor ein paar Monaten. Jetzt, wo ich sie jedoch unterm Sattel hatte, zeigte sie mir ihr Potenzial. Wenn sie sich nur nicht so fest im Hals machte. Umso wichtiger war es mir bei ihr im Training sie mit genügend Bahnfiguren locker zu machen. Aber egal was man auch von ihr verlangte, sie machte es. So lernte sie auch schnell die Kehrtwendung auf der Vorhand, doch was jeder Richter sehen wollte, waren flüssige Übergänge der Gangarten. Diese bedarfen bei ihr allerdings noch weitere Übungen und ich versuchte ihr die Arbeit so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Cinni war auch mit anderen Pferden in der Halle ziemlich kompatibel und ließ sich davon nicht beirren, wenn diese im Galopp oder Trab an ihr vorbei geritten wurden. Sie verhielt sich aufmerksam und wollte es dem Reiter gewiss recht machen. Ich ritt sie für die heutige Trainingseinheit noch trocken und führte sie nach dem Absatteln auf den Paddock.

    Tamara Jones | Als Nate die Fuchsstute aus der Halle ritt, hatte ich Halbzeit. Wir kamen gut voran und Funkenflug die Royal Peerage hatte gut mitgearbeitet. Ich lobte sie und gab ihr eine kleine Verschnaufpause. Wir hatten ihren Sattel nachpolstern müssen und seitdem lief sie viel lockerer im Rücken. Während ich ihr kurz Pause gewährte, kam Brooke mit Gracy rein und stieg auf. Wir ritten ein paar Runden auf der ganzen Bahn und ich merkte, wie Funkenflug schneller wurde und eifriger ging und ich sie zurückhalten musste, damit Gracy noch nach kam. “Du kleine Hexe!”, sagte ich zu Brooke, als sie mir wieder davon erzählte, dass sie mit Jack aus gewesen war. Tanja war eine gute Freundin von mir geworden, Brooke jedoch auch, umso schwieriger wurde die Situation jetzt für mich. “Brooke, ich kann darüber nicht mehr reden. Ich bin auch mit Tanja befreundet, du musst mit jemand anderem darüber reden.” Ich gab Funkenflug ein Zeichen, dass wir jetzt wieder schneller unterwegs sein würden und machten uns an die Galopparbeit. Wir verkleinerten und vergrößerten das Viereck und übten vermehrt die Übergänge, denn dafür, dass der Schritt schön eifrig und raumgreifend war, so musste ich sie vom Trab in den Galopp immer mal wieder andeuen. Je öfter ich mit ihr arbeitete, umso flüssiger wurde das ganze auch und sie sprang nach und nach immer besser im richtigen Galopp an. Als wir fertig waren, ritt ich sie trocken und schaute Brooke noch etwas zu. Gracy hatte einen unglaublich schönen Charakter und wollte es dem Reiter immer recht machen. “Wenn du so weiter machst, kommt ihr locker durch ne A-Dressur.” “Danke.”
    Dressur A-L - Montag, 21. Dezember 2020
    AliciaFarina

    Nach langer Zeit der Trainingsabstinenz ging es für mich nach Italien. Ein Bekannter hatte mich gefragt ob ich Ihre Stute Cinja in der Dressur etwas trainieren könnte. Solch ein Angebot nahm ich natürlich gerne an, also packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg nach Italien.
    Nachdem ich auf Royal Peerage angekommen war machte ich es mir gemütlich, denn abends um sieben wollte ich nicht mehr anfangen zu reiten, denn es war schon sehr Dunkel. Am nächsten Morgen stand ich früh auf und frühstückte in meinem Hotelzimmer. Dann fuhr ich los in Richtung Royal Peerage, dort angekommen entdeckte ich Hunter Lacey, er führte mich herum und zeigte mir alles. Bisher war ich noch nicht auf Royal Peerage gewesen, daher war das sehr freundlich von ihm. Hunter beendete seine Führung am Stall in dem Cinja stand, er erzählte noch etwas über sie. Cinja wurde mir als sehr vernünftige Stute, die alles ohne mit der Wimper zu zucken meistert, dabei soll sie ziemlich oral fixiert sein und alles gerne anknabbern. Nun schnappte ich mir Cinja, sie schaute mich freundlich an, ließ sich brav aufhalftern und auch beim putzen und satteln ließ sie alles mit sich machen. Ich rüstete sie mit einer Trense samt Semi-Kappzaum und ihrem Sattel aus. Dann gingen wir in die Halle, dort führte ich sie warm, ließ sie am Boden seitwärts treten und überprüfte ihre Reaktion. Cinja reagierte fein auf meine Hilfen, als sie warm war stieg ich auf und überprüfte alles noch von oben. In der L Dressur wurden versammelnde Gangarten wie der versammelte Trab und der versammelte Galopp gefordert. Der Außengalopp, das Kurzkehrt und die Hinterhandwendung kommen als geforderte Lektionen hinzu. Erst einmal ritt ich sie locker flockig vorwärts in allen Gangarten um ein Gefühl für Cinja zu bekommen. Nachdem ich mich eingefriemelt hatte nahm ich Cinja immer wieder mehr auf und versammelte ihren Trab, phasenweise war er sehr gut, es fiel ihr nicht sehr schwer. Cinja wollte mir gefallen und das merkte ich. Im Galopp probierte ich den versammelten Galopp für eine geschlossene Seite, ich merkte wie gut Hunter und seine Mitarbeiter seine Pferde reitet, denn auf dies machte Cinja keine Probleme. Ich wechselte durch die ganze Bahn im Galopp und ritt im Außengalopp weiter. Damit beendete ich die Galopparbeit, denn hier war keine Förderung mehr nötig. Im Schritt hielt ich einmal an und ließ Cinja auf der Hinterhand wenden, am Boden hatte ich dies bereits getestet und Cinja kannte es definitiv und machte einen sehr guten Job. Das Kurzkehrt ließ ich für die nächsten Trainingseinheiten offen, denn für heute hatte Cinja einen perfekten Job gemacht. Cinja hatte gut geschwitzt, also legte ich ihr die mitgenommene Abschwitzdecke auf und wir ritten locker eine Runde um den Hof. Nach der Runde um den Hof sattelte ich sie ab und zog ihr Fell grade, dann durfte sie mit einer Futterportion zurück in ihre Box. Ich fuhr zurück zum Hotel und aß erst einmal zu Mittag. Am Nachmittag ging ich spazieren und war solange unterwegs, dass ich fast das Abendessen verpasst hätte.
    Ich hatte sehr gut geschlafen und machte mich kurz nach dem Frühstück auf den Weg nach Royal Peerage, dort angekommen machte ich mir Cinja fertig für unsere Einheit, sie knabberte mich an, denn sie hatte sich vom Vortag gemerkt, dass ich immer Leckerchen in meinen Taschen habe. Sie bekam eins und ich bereitete sie vor. Wieder wärmte ich sie an der Hand auf und wiederholte die geforderten Lektionen vom Boden aus. Heute stand das Kurzkehrt an der Reihe, Cinja fiel dies etwas schwerer, als die anderen Lektionen, da sie beim Kurzkehrt nicht auf der Stelle stehen bleibt, sondern in einem kleinen Kreis mit der Hinterhand mitgehen muss. Nach einigen Wiederholungen hatte Cinja es verstanden, ich machte eine kurze Pause und wiederholte anschließend die anderen Lektionen und die Versammelten Gangarten. Cinja machte super mit, es machte richtig Spaß mit ihr zu arbeiten. Beim trockenreiten ritt ich wieder um den Hof herum, dabei traf ich Hunter und erzählte ihm, dass ich ihm gerne am Nachmittag alles zeigen würde, was ich mit Cinja erarbeitet hatte. Wir machten eine Uhrzeit aus und ich brachte Cinja zurück in die Box, mit einer großen Portion Heu und etwas Müsli als Belohnung. Nachdem Cinja versorgt war fuhr ich ins Hotel, dort packte ich schon einmal meine Sachen zusammen und aß Mittag. Anschließend ruhte ich mich noch etwas aus, bevor ich auscheckte, alles in mein Auto lud und mich auf den Weg nach Royal Peerage machte. Dort angekommen traf ich Hunter schon im Stall, ich holte mir Cinja aus der Box und zusammen bereiteten wir sie vor. In der Halle angekommen machte ich sie wie die letzten Male vom Boden aus warm und lobte Hunter für seine gute Vorarbeit. Nun stieg ich auf und zeigte Hunter was Cinja und ich erarbeitet hatten. Zum Schluss durfte Hunter auch noch einmal drauf und ich erklärte ihm wie ich die Lektionen Cinja vermittelt hatte. Als wir fertig waren, versorgten wir Cinja zusammen. Ich verabschiedete mich von Hunter und Cinja und machte mich auf den Weg zum Flughafen um nach Hause zu fliegen.
    Springen E-A - Samstag, 15. Februar 2020
    Jamie Lewis mit Cinja, Vriska mit Voodoozirkus, Bruce mit Nachtschatten, Brooke Scott mit Whiskey | by Sosox3

    Nathan| Die Reitschüler waren angereist und hatten sich bereits alle in der Halle versammelt. Bruce kannte ich noch von Lotti und heute hatte er einen schönen Traber dabei, den er ritt. Aus seinem Stall hatte er noch eine blonde, junge Frau dabei die einen Norwegermix ritt, der den Namen Voodoozirkus besaß. Er schien ziemlich cool drauf zu sein und blieb ziemlich gelassen in der neuen Umgebung. Jamie Lewis kam geradewegs aus Italien mit ihrer Gidran-Stute Cinja her und fand ihren Platz schon in der Halle an der Langen Seite beim Warmreiten. Nur Brooke war wieder zu spät und führte Whiskey geradewegs in die Halle. “Du bist zu spät”, sagte ich in einem strengen Ton und man antwortete mir mit einem Augenrollen. “Ja ich hab dich auch lieb. Dann erziehe dir den komischen Hengst den du dir gekauft hast. Der hat sie nämlich nicht mehr alle und hat bis hierhin 5 Mal gescheut. Das kann jetzt lustig werden.” “Ja, mach ich, aber jetzt sieh zu, dass du hoch kommst und den armen Kerl jetzt warm reitest. Die anderen warten schon seit 5 Minuten auf dich.” Sie stieg auf und Whiskey blieb ordentlich stehen. Gut. Immerhin das kann er. Er hatte schließlich auch mehrere Platzierungen bei Springturnieren. Bruce ritt Nachtschatten schön vorwärts und machte ihn bereits locker, Voodoozirkus wurde über die Stangen geritten und Cinja wurde bereits getrabt. Brooke ritt als erstes mit Whiskey über das Kreuz, welches ich vorbereitet hatte. Whiskey war voller Motivation und zog kurz vor dem doch recht niedrigen Sprung ziemlich an. “Brems ihn vorher ab, sonst wird der zu heiß”, riet ich Brooke und sie versuchte bei den nächsten Versuchen den Rat umzusetzen. Vriska war die nächste die über den Sprung quasi flog, denn Voodoo sprang hervorragend ab. “Guuut!”, lobte ich die beiden und baute in der Zwischenzeit den Parcour auf E-Niveau auf. Jamie ritt Cinja ordentlich warm und traute sich erst zuletzt an das Kreuz. Der Fuchs fand die Distanz nicht und hatte es gerade noch so geschafft einen Galoppsprung darüber zu setzen. “Spring nochmal drüber!”, sagte ich zu Jamie und sie nickte. Sie trieb die Stute erneut zum Sprung und kurz bevor sie abspringen sollte, rief ich quer durch die Halle: “Jetzt!” Sie gab ihr eine deutliche Hilfe und Cinja sprang mit ordentlicher Konzentration über das Kreuz. “Sehr gut!” “Vriska, du fängst mit dem Parcour an!”, sagte ich und schaute dem Norwegermix zu wie er gut über die Sprünge auf E-Niveau flog. Er war leicht zu Händeln, Whiskey hingegen wurde zu heiß kurz vor den Sprüngen. Die Kombination lief er fast um und auch sonst hatte Brooke Mühe den Hengst ordentlich zu reiten. Ich würde mir da was überlegen müssen. “Bruce, jetzt bist du dran. Reite deine Stute ordentlich vorwärts und wenn du kurz vor dem Sprung bist, gib ihr eine Hilfe für den Absprung.” Nachtschatten sprang mit toller Manier über den Sprung. “Super!” Bruce machte es gut und auch Nachtschatten wurde gleich gelobt. Jetzt waren Jamie und Cinja wieder dran. Cinja war eher von der Art der Tagträumer. Man musste sie irgendwie aus dem Dämmerschlaf der Gedanken ziehen, aber wenn sie mal wach und da war, hatte sie Power. “Gib ihr ein paar Paraden und hol sie aus ihren Träumen. Sie muss bei dir sein, sonst schafft sie es nicht die Distanzen abzuschätzen, weil sie erst im letzten Moment den Sprung richtig sieht.” Sie versuchte die Stute auf sich aufmerksam zu machen und ich beobachtete sie ganz genau. “Treib sie mal mehr vorwärts!” Und auf einmal war die Schlaftablette da. Bei Jamie. “Gut! So und jetzt reit sie ordentlich durch den Parcours. Du wirst sehen, sie kann das mit den Distanzen.” Ich musste schmunzeln. Ich hatte Recht gehabt. Jamie hatte es geschafft. Der Fuchs war voll und ganz bei ihr und schätzte selbstständig die Distanzen. “So, dann reitet sie noch etwas locker, in der Zeit bau ich den Parcour höher. Und Brooke, du kommst am Ende mal zu mir!” Bruce galoppierte Nachtschatten etwas ab und ich war nach knapp 10 min fertig. “Erst Bruce, dann Jamie und dann du Vriska. Brooke komm her!” Die anderen Reiter schafften locker den A-Parcour, nur bei Brooke, die eigentlich Spitzen Springreiter war, kam nicht mit Whiskey klar. Ich machte mir bei Whiskey Sorgen. “Steig ab, das hat keinen Sinn.” “Aber ich kann das!” “Aber nicht mit Whiskey.” Ich stieg auf den Fuchsschecken und ritt ihn vorwärts auf den ersten Sprung zu, er wurde zu heiß und ich nahm ihn zurück. Doch er ließ sich nicht bremsen und so ritt ich eine Volte vor dem Sprung um dann erneut zu probieren auf den Sprung ohne Hektik zu zu galoppieren. Ich ritt im Trab auf das Hinderniss zu und kurz vor dem Sprung galoppierte ich an. Er sprang darüber und so ging es über die nächsten Hindernisse bestehend aus Oxern und 2 Kombinationen. “Brooke! So geht das!” “Ihr könnt jetzt noch ein paar Minuten über den Parcour springen, dann könnt ihr abreiten. Ihr habt das gut gemacht!”, sagte ich und bat Brooke die Stangen schon mal auf den Boden zu legen. Es war schade, dass Brooke es nicht schaffte mit Whiskey klar zu kommen, aber umso mehr war er ein Ein-Mann-Pferd, das wie ich hoffte, ziemlich lange bei uns bleiben würde. Jamie legte ihrer Stute, genau wie ich, die Abschwitzdecke drüber und führte die Stute trocken. Vriska und Bruce ritten im Schritt nebeneinander her. Ich verabschiedete mich mich von den dreien und erledigte noch die Bezahlung ehe ich mich Whiskey in den Stall brachte und die Hindernisse wieder an ihren Platz an der Wandhalterung befestigt wurden.
    Military E-A - Sonntag, 31. Mai 2020
    by Bracelet

    Sonntagabend, 16 Uhr: Anastasia, meine Mitarbeiterin, und ich trafen die letzten Vorbereitungen und drapierten liebevoll die letzten Teller, Gläser und Dekorationsgegenstände auf den drei zusammengeschobenen Tischen, die ein schönes, weißes Tischtuch zu einem einheitlichen Bild zusammenfügte. Aus unserem eigentlichen Gemeinschaftsraum entstand dadurch ein gemütliches Esszimmer, das ausreichend Platz für unsere acht Gäste bot. Diese waren, über den Tag verteilt eintrudelnd, zum Glück alle wohlauf bei uns auf dem Den Vackra Trakehner Stud angekommen. Ich hatte dabei beim Ausladen der Pferde geholfen, die Zimmer, Spinde und Boxen für die kommenden Tage zugeteilt und die Zeit genutzt mit jedem Teilnehmer bereits ein wenig zu plaudern. Dabei waren sie mir alle nur positiv aufgefallen und schienen eine nette Truppe zu sein. In so einem Rahmen machten Kurse dann natürlich umso mehr Spaß.
    Für 17 Uhr hatte ich das heutige, erste gemeinsame Abendessen angesetzt. Wie erwartet verspäteten sich ein paar der Teilnehmer um einige Minuten. Dies war jedoch nicht schlimm, da es ohnehin ein Buffet gab. Als schließlich alle eingetroffen waren, ein paar schon genüsslich ihr Essen verspeisten, klopfte ich mit meinem Kaffeelöffelchen vorsichtig auf mein Glas um die Aufmerksamkeit meiner Gäste zu bekommen. ,,Meine lieben Pferdefreunde!’’, begann ich lächelnd: ,,Ich freue mich sehr, dass ihr es geschafft habt und nun alle hier seid. Ich möchte die Chance nutzen um euch, wo wir hier gerade alle so nett zusammen sitzen, ein paar Infos zu den nächsten Tagen zu geben. Ihr werdet nachher noch ein Programmheft von mir bekommen, wo nochmal alles genau notiert sein wird. Trotzdem, um euch ein paar Eckdaten zu geben: Morgen wird es ab Neun auf dem Geländeplatz sofort medias in res gehen. Dabei bitte ich jeweils die ersten beiden Teilnehmer, wie auch die kommenden Tage, schonmal Schritt gegangen zu sein und ein wenig aufgewärmt zu haben. Anschließend ist geplant, dass zu jeder Zeit mindestens zwei Teilnehmer auf dem Platz sind damit nie ein Pferd alleine zurückbleiben muss. Es wird einen Vor- und eine Nachmittagsblock geben, wobei natürlich jeder herzlichst eingeladen ist wenn er oder sie nicht reitet zuzusehen. Die Reihenfolge findet ihr im Programmheftchen, ergibt sich für morgen aber mehr oder weniger aus der Anreisereihenfolge, wobei die zuletzt angereisten Reiter auch als letzte reiten. Ich habe dabei aber darauf geachtet, dass die Reiter, die mehrere Pferde mit haben zumindest zwei Pferde dazwischen Zeit haben um ihr vorheriges Pferd auch angemessen versorgen, und das Nächste herrichten und aufwärmen zu können. Sollte es dabei irgendwelche Probleme geben meldet euch einfach rechtzeitig bei mir, dann werden wir bestimmt immer eine Lösung finden. Generell wird es beim Kurs sowohl Gruppen- als auch Einzeltrainings geben, wobei ich bei der Auswahl vor allem auf die Aufgabenstellung achte. Am Wasser ist es anfangs zum Beispiel immer gut eine kleine Gruppe von Pferden zu haben. Aber lasst euch überraschen! Ich möchte euch nun auch nicht weiter beim Essen stören. Sollte jemand weitere Fragen haben zögert nicht mich darauf anzusprechen. Guten Appetit! Ich wünsche euch eine schöne Zeit; genießt sie!’’
    Nachdem der Abend noch überaus nett ausgeklungen war stand ich pünktlich, kurz vor Neun, am Geländeplatz. Lässig lehnte ich an einem Baumstamm und warf einen Blick auf die Teilnehmerreihenfolge auf meiner ausgedruckten Liste. Erfreulicherweise bot sich dafür aber gar nicht all zu viel Zeit, denn die ersten Beiden waren auch schon auf dem Weg zu mir. Ich hatte sie bereits auf meinem Weg hierher auf unserem Springplatz abreiten gesehen und freute mich nun sehr darauf ihre Künste auch am Sprung zu sehen. ,,Na? Gut ausgeschlafen?’’,rief ich etwas scherzend zu ihnen hinüber, da es dann doch, trotz der langen Anreise einiger Teilnehmer, gestern etwas später wurde.
    Meine ersten beiden Reiterinnen waren Sheena Blackburn und Alicia Grey, wobei erstere schon etwas mehr aufgewärmt hatte, da sie am heutigen Tag die erste auf meiner Liste war. Als die Zwei bei mir angekommen war gab ich schonmal meinen ersten Tipp: ,,Ganz wichtig, vor allem am Anfang ist es gut wenn ihr etwas mehr in eure Steigbügel hinein tretet.’’, und nahm vorsichtig eine kleine Korrektur vor, bei der ich die Bügel der Reiterinnen etwas unter ihren Fußsohlen verschob. ,,Man sagt, dass man dann eine sicherere Bügelstütze hat, wodurch euer Sitz stabiler ist wenn ihr nicht mehr fest im Sattel sitzt, sondern eure Pferde entlastet.’’,erklärte ich weiter. Die beiden nickten zustimmend. ,,Na gut meine Damen. Dann pack ma’s. Ihr könnt beide schonmal antraben und hier ein paar Runden am Gras drehen. Dabei lege ich immer Wert darauf, dass sich die Pferde mit großem Rahmen nach vorne orientieren. Dazu müsst ihr gar nicht all zu sehr an das typische Bild in der Dressur denken, sondern könnt die Pferde ruhig auch mal mit der Nase ein wenig nach vorne lassen.’’,sagte ich daraufhin.
    Nachdem die Beiden sich und ihre Pferde ein wenig mit dem Geländeplatz arrangiert hatten und ich ein paar Tipps gegeben hatte, rief ich Sheena zu mir hinüber. Alicia ließ ich es frei noch zu traben oder Schritt zu gehen. ,,Dann erzähl doch mal ein bisschen etwas über dich und dein Pferd.’’,forderte ich sie freundlich auf und die junge Teilnehmerin erklärte mir erst wo sie selbst reiterlich stand und anschließend wie ihr Pferd, Nurja, war. Die achtjährige Freibergerstute schien dabei sehr gut zu der doch etwas unerfahreneren Reiterin zu passen. ,,Das klingt ja schonmal nach einer guten Ausgangsbasis zwischen euch. Dann schauen wir uns das mal an. Trab ruhig nochmal an, einmal um mich herum.’’,antwortete ich. Sheena trabte Nurja locker an, wobei ich der Meinung war, dass man ihr das überhaupt nicht ansah, dass sie erst seit zwei Jahren im Sattel saß. ,,Gut und jetzt galoppierst se mal an!’’,rief ich ihr zu: ,,Sehr gut. Da hat sie fein reagiert. Du kannst auch gleich mal in den Entlastungssitz gehen. Dabei auch darauf achten, dass der Rahmen groß bleibt.’’ Rasch setzte sie meine Anweisung um. ,,Sehr schön.’’,lobte ich.
    Ein paar Runden später deutete ich dann auf eine kleine Bodenstange in Form eines dünnen, in etwa fünfzehn-, vielleicht zwanzig Zentimeter hohen Baumstamms. ,,Einmal durchparieren und im Schritt über die Stange hier drüben.’’,wies ich an und stellte mich neben den kleinen Stamm. ,,Den Rhythmus gleichmäßig halten.’’,sagte ich ruhig, als das Pferdreiterpaar sich näherte. Die braune Stute spitzte neugierig die Öhrchen, wollte kurz stocken, woraufhin Sheena sie aber weiter trieb, und ging dann doch noch recht lässig darüber. ,,Super. Nochmal.’’,kommentierte ich ehe ich nach dem zweiten Mal auch schon den Trab von den beiden verlangte: ,,Und wenn sie springen möchte, ist das kein Problem, dann lass sie ruhig noch ein paar Galoppsprünge machen und parier sie dann erst wieder durch.’’ Nun war Nurja scheinbar schon mit dem neuen Objekt warm geworden und trabte darüber als wäre nichts. Ich ließ sie die Aufgabe trotzdem noch einmal reiten, da sie etwas schief kamen.
    ,,Gut. Angaloppieren und nochmal.’’,hieß es danach, woraufhin die Reiterin wieder einen kleinen Bogen ritt und schön gerade auf den Stamm zu. Ihre Stute machte einen kleinen Hopser und wollte danach schon wieder durchparieren. ,,Nein, nein.’’,gab ich grinsend meinen Senf dazu: ,,Ruhig noch einmal.’’, ehe die Beiden die Aufgabe dreimal auch in dieser Gangart bewältigt hatten und ich auf drei schon etwas dickere Baumstämme in unserer Nähe deutete: ,,Jetzt reitest du den Größten der dreien im Trab an. Da sollte sie drüber in den Galopp springen; wenn nicht galoppierst du sie danach an, und springst dann über den dünnsten, gefolgt vom übrig bleibenden.’’
    Auch wenn es noch keine Killersprünge waren befanden wir uns nun doch bestimmt schon bei an die 50 bis 60 Zentimeter, so, dass ich auch schon ein wenig der Technik der Beiden verbessern konnte. ,,Ruhig die Hand etwas mehr vor!’’,rief ich: ,,Nicht überm Sprung hängenbleiben.’’ Die junge Reiterin setzte dabei gut um was ich ihr sagte, weswegen auch Nurja gut auf die heutige Einheit ansprang. Mit zunehmend höher werdenden Anforderungen wurde sie lockerer und wurde allmählich deutlich spritziger, allerdings zu keinem Zeitpunkt schnell oder unkontrolliert: sie sprang einfach fleißiger und reagierte besser auf die Hilfen ihrer Reiterin. ,,Da das so toll klappt und sie jetzt auch gut vor dir ist lass uns gleich mal einen Schritt weiter gehen. Da drüben ist ein kleiner Hügel, ohne Sprung. Da galoppierst du zuerst hoch, parierst an der Spitze durch und trabst sie dann nach unten. Dabei nicht vergessen: den Oberkörper erst schön vor und dann ruhig etwas mehr hinten lassen damit du ihr mit der Balance hilfst.’’,sprach ich. Gesagt getan. Für den Anfang absolut nicht verkehrt!
    Nachdem das Reiterpaar auch diese Vorbereitungsübung gemeistert hatte ließ ich sie noch einige Sprünge auf der Geraden machen; typische Vielseitigkeitshindernisse, allerdings noch keine besonders anspruchsvollen. Trotzdem musste ich den Beiden zu gute halten, dass sich die braune Stute überaus mutig zeigte und auch ihre Reiterin den nötigen Biss besaß. Ich beendete die Einheit mit den Sätzen: ,,Sehr gut. Das genügt für heute. Loben!’’
    Anschließend war Alicia Grey an der Reihe. Auch sie ließ ich erstmal ein wenig von ihr und ihren Pferden erzählen. Sie war mit zwei Warmblütern angereist: einer wirklich hübsche Roanstute, auf der sie zur Zeit auch saß, und einem sportlichen Hengst, der der Erzählung nach wohl das schwierige Pferd der Beiden zu sein schien. ,,Ich finde es gut, dass du dich zuerst für Wild Strawberry entschieden hast. So kannst du selbst schon mal etwas Sicherheit bekommen, ehe wir es dann mit Civil War probieren. Ich bin mir aber sicher, dass du das Ganze auch mit ihm hinbekommen wirst. Wir fangen leicht an und wenn du dich soweit fühlst setzen wir die Anforderungen hinauf. Im worst case geht eben nicht so viel weiter und habt ihr trotzdem ein paar neue Eindrücke gewonnen. Das kann nie schaden. Also alles ganz ohne Druck.’’,gab ich schließlich freundlich lächelnd meine Meinung wieder: ,,Gut, dann wollen wir mal. Einmal antraben.’’
    Alicia nickte, ebenfalls lächelnd, und gab fein die Trabhilfe. Ihre Stute, die liebevoll auch nur Berry genannt wurde, reagierte prompt. Man merkte deutlich, dass die Reiterin dressurmäßig schon fortgeschritten war, dann sie setzte meine Tipps von vorhin gleich um: Berry lief locker unter ihr, den Kopf deutlich vor der Senkrechten, mit Tendenz nach vorne. ,,Vorbildlich! Genau so hatte ich mir das vorgestellt.’’,lobte ich, ehe ich anwies: ,,Da ich dich vorhin schon abgaloppieren gesehen habe kannst du gerne jetzt schon aus dem Trab über den kleinen Baumstamm hier reiten.’’, und auf die kleine Naturbodenstange deutete. Von dem her, was sie mir von der Stute im Vorfeld erzählt hatte durfte es kein Problem für sie sein die Aufgabe im Schritt zu überspringen. Mein Gefühl täuschte mich nicht: Berry wurde von ihrer Reiterin mittig auf den Baumstamm zugeritten, woraufhin sie einen kleinen Sprung darüber machte. ,,Schön gemacht! Ist nicht schlimm wenn sie darüber hinweggaloppiert. Trotzdem noch einmal aus dem Trab!’’,gab ich daraufhin als Feedback zurück. Alicia parierte die Stute nach ein paar Sprüngen fein durch und diese ließ sich sofort wieder gut auf das Objekt zusteuern. Wieder machte sie darüber geschickt einen kleinen Sprung. ,,Gut! Jetzt im Galopp!’’,rief ich.
    Da auch das problemlos klappte erhöhte ich die Anforderungen und ließ auch Alicia die drei Baumstämme nacheinander springen, die zuvor auch Sheena und Nurja gesprungen waren, nur sofort aus dem Galopp. ,,Gut so das Tempo. Diesen Rhythmus halten.’’,wies ich an: ,,Hinsetzen. Gut, und Hand vor.’’ Die beiden machten drei wirklich gute Sprünge, die ich sie noch einmal wiederholen ließ um die Beiden nicht sofort wieder vor eine neue Aufgabe zu stellen. Berry ließ sich von den Naturhindernissen nicht beirren; tat als hätte sie zuvor nie etwas anderes getan.
    ,,Super Alicia!’’,rief ich nachdem sie das Ganze erneut mit Bravour gemeistert hatten: ,,Merkst du wie sicher sie springt?’’ Die Reiterin nickte erneut leicht schmunzelnd. Dennoch wirkte sie nach wie vor etwas ängstlich, auch wenn sie wirklich einen guten Job machte. ,,Durchparieren zum Trab.’’,sagte ich als nächstes, während sie wieder an mir vorbei ritt: ,,Loben! Als nächstes geht ihr Zwei auch den kleinen Hügel da drüben hinauf. Keine Sorge, da ist erstmal kein Sprung in der Nähe. Es geht wirklich erstmal nur um das Gefühl dafür.’’
    Alicia parierte Berry wie von Zauberhand durch zum Schritt und ritt neben mir her. ,,Dabei kannst du immer daran denken welche Haltung du einnehmen würdest, wenn du bergauf und welche, wenn du bergab gehst. Erst also schön mit vor, dann etwas weiter nach hinten.’’,gab ich ihr als Tipp, bevor wir ankamen. Beim Hügel absolvierte die Reiterin das Ganze erstmal in der langsamsten Gangart. ,,Ruhig noch etwas mehr mitgehen!’’,rief ich. Sie setzte es sofort um. Ich lächelte: ,,Super. Jetzt gleich mal im Trab!’’, woraufhin sie die Stute im Gleichgewicht hinauf und hinunter trabte. Der nächste Schritt war im Galopp hoch, am höchsten Punkt parieren und im Trab wieder herunter, was auch anstandslos funktionierte.
    ,,Schön! Dann reiten wir noch ein paar Hindernisse in Kombination, damit ihr auch noch etwas zum Springen kommt!’’,rief ich danach: ,,Zuerst zeigst du ihr die Sprünge im Schritt. Dazu am besten immer seitlich an den Sprung heranführen. Wir werden die drei Baumstämme von eben springen, die beiden Kleineren da drüben, mit einer Distanz von drei Sprüngen dazwischen, mitnehmen, den kleinen Schweinerücken da hinten und dann noch die beiden Kisten die du da vorne siehst.’’ Dabei unterstützte ich meine Worte mit Fingerzeigen auf die einzelnen Hindernisse.
    Nachdem Alicia im Zuge meines Unterrichts in Ruhe alle Sprünge einzeln und alleine gesprungen war, war Luchy Blackburn an der Reihe. Die junge Frau gab mir dabei die nötigen Informationen zu ihr und der von ihr mitgebrachten Stute Keks. Da sowohl die Reiterin selbst, als auch ihre sechsjährige Stute bereits einiges an Erfahrung mitbrachten ließ ich das Paar die kleine Naturbodenstange sofort aus dem Galopp springen. Die junge Stute selbst war noch nicht all zu geländeerfahren, die Reiterin jedoch bereits. Deswegen waren die ersten, darauffolgenden, Baumstämme mehr für Keks als ihre Reiterin. Trotzdem schlug sich die Braune ausgezeichnet. Da merkte man allerdings auch deutlich, dass sie im Springen eine 1a Ausbildung genossen haben musste.
    ,,Wirklich gut! Dann probiert mal als nächstes den Hügel da vorne.’’,wies ich an und folgte den Beiden hinüber: ,,Erstmal im Galopp hoch, am höchsten Punkt Trabübergang und hinunter traben.’’ Luchy zeigte vorbildlich die Oberkörperverlagerung beim Hinauf- und Hinabreiten, die ich den Reiterinnen vor ihr ans Herz legen wollte. Keks tat sich noch ein wenig schwer in diesem unebenen Gelände, man sah jedoch, dass sie sich überaus bemühte. ,,Toll! Wiederhole das ruhig noch ein-, zweimal!’’,rief ich daraufhin.
    Da die Stute beim dritten Mal schon recht sicher wirkte zeigte ich auf einen anderen Hügel. ,,Siehst du den Baumstamm da drüben? Nimm den mal aus dem Trab, bergauf mit.’’,meinte ich. Die Reiterin nickte und parierte ihre Stute durch. Am Sprung angekommen verhaspelte sich der Hannoveraner kurz, machte dann aber einen guten Sprung. ,,Nicht schlimm! Hat sie gut gelöst, loben!’’,gab ich als Feedback: ,,Im Galopp bergab kannst du ruhig ihren Hals noch etwas länger lassen, damit sie sich besser ausbalanciert. Da hat sie noch Schwierigkeiten.’’
    Nach zwei Wiederholungen ließ ich die Beiden das Ganze aus dem Galopp machen, was Keks fast noch besser machte als aus dem Trab. ,,Perfekt! Jetzt mal einen kleinen Zirkel galoppieren, durchparieren zum Trab, Hügel hoch und das Ganze bergab.’’
    Einige Versuche später durften auch diese Beiden unterschiedliche Geländehindernisse, gefolgt von einem kleinen Parcours aus diesen springen. Dabei verbesserte sich schon in der heutigen, ersten Einheit Keks’ Rhythmus im Galopp zwischen den einzelnen Sprüngen. Dieser war in der Vielseitigkeit überaus wichtig und nicht jedes Pferd fand diesen so rasch wie die braune Stute.
    ,,Schön! Das reicht für heute, die hat genug!’’,rief ich nach dem letzten Durchgang, bevor Gwendolyn Campbell an der Reihe war. Wie sie mir vorab kurz erzählte war sie bereits eine sehr erfahrene Reiterin. Das Pferd das sie für den Vormittag gesattelt hatte trug den wohlklingenden Namen Moon’s Gealach. Die junge Connemarastute war im Springen bereits trotz ihrem jungen Alter sehr erfolgreich, im Gelände jedoch vergleichsweise noch ein Frischling. Aus diesem Grund sollte auch dieses Reiterpaar erstmal die kleine Naturbodenstange springen. Gwen, wie ich sie nennen durfte, zeigte der Stute den kleinen Baumstamm erstmal von der Nähe, bevor sie ihn auf meiner Anweisung aus dem Trab anritt. Das weiße Pony sprang kurz davor ab und galoppierte einige Sprünge, ehe ihre Reiterin sie wieder durchparierte. ,,Sehr schön! Ruhig noch einmal, danach aus dem Galopp!’’,rief ich bevor die Beiden auch die angesprochenen Aufgaben ohne großen Aufwand bewältigten.
    ,,Okay, das ist für sie ja überhaupt kein Problem. Dann als nächstes die drei Baumstämme da drüben. Ruhig hintereinander, wenn sie sich gut anfühlt!’’ Gwen nickte und ritt im Galopp den ersten Stamm an. Gealach spitzte aufmerksam kurz vor dem Sprung ihre hellen Öhrchen und fokussierte das Hindernis an. Kurz davor wollte sie den Turbo rein werfen, wovon ihre Reiterin sie gekonnt abhielt. Das Pony übersprang sich etwas, ließ sich dann aber gut weiter zum nächsten und übernächsten Baumstamm tangieren. ,,Gut gelöst!’’,rief ich: ,,Gleich nochmal!’’
    Nach zwei weiteren Durchgängen war der Schimmel schon deutlich ruhiger geworden, wobei sie sich für ihr Alter und wenn man die Tatsache nicht außer Acht ließ, dass sie an einem völlig neuen Ort war, wirklich ohnehin von Anfang an sehr gut schlug. ,,Die Routine kommt schon noch. Jetzt hat sie das allerdings toll gemacht, also lassen wir die Baumstammreihe erstmal gut sein und üben etwas Bergauf- und Bergab.’’,meinte ich und ging mit den Beiden hinüber zum kleinen Hügel, auf dem es auch die Reiter zuvor geübt hatten: ,,Einfach mal locker im Trab hinauf und hinunter. Dann im Galopp hoch, auf dem höchsten Punkt durchparieren und im Trab herunter.’’
    Gealach war noch etwas unausbalanciert, vor allem das Bergab fiel ihr schwer. ,,Nicht schlimm!’’,rief ich, als die Stute beim Bergab nach dem Übergang ins Stocken kam: ,,Lass sie ruhig das Ganze nochmal ganz in Ruhe im Schritt machen.’’ Nachdem sie dies getan hatte deutete ich auf einen noch etwas kleineren Hügel. ,,Lass sie mal locker nach vorne Galoppieren! Ganz entspannt, leichter Sitz. Danach reite den Flacheren da drüben an. Wie zuvor im Galopp nach oben, durchparieren und im Trab ganz entspannt nach unten.’’,wies ich Gwen an, die nickend tat was ich sagte. Wie erwartet war das Pony nun wieder etwas mehr im Gleichgewicht. ,,Suuper, lob sie!’’,freute ich mich mit den Zweien: ,,Noch einmal, dann kommst du wieder zu mir und nimmst den Hügel von vorhin mit, aber diesmal nur im Trab.’’ Bevor es bei zweitem wieder hinunter ging gab ich noch rasch einen kleinen Tipp: ,,Lass den Zügel ruhig etwas durchrutschen! Sie soll sich über den längeren Hals ausbalancieren.’’
    Nach ein paar weiteren Durchgängen ließ ich das Paar noch vereinzelt ein paar kleineren Baumstämme zum Abschluss springen. Ich achtete dabei darauf, dass es Hindernisse waren die für die Ponystute unspektakulär waren. Immerhin sollte sie mit einem positiven Gefühl die heutige Einheit abschließen.
    ,,So Cjara, dann erzähl du mir doch auch mal in ein paar Sätzen wo du und dein Pferd stehen.’’,sagte ich schließlich zur nächste Reiterin, die Letzte für den heutigen Vormittag. Ich hörte daraufhin aufmerksam zu und nickte am Schluss. ,,Okay gut, dann probieren wir mal den kleinen Baumstamm da drüben. Für Joline ist der wohl nicht der Rede wert, aber es ist ein guter Einstieg.’’,sagte ich daraufhin und deutete auf das in etwa fünfzehn Zentimeter hohe Objekt einige Meter neben den Beiden: ,,Gleich mal aus dem Trab.’’
    Die Reiterin gab eine feine Hilfe, woraufhin die schicke Vollblutstute aus dem Stand antrabte. ,,Versuch die Knie erstmal offen zu lassen!’’,rief ich hinüber: ,,Und lass sie ruhig sofort im großen Rahmen laufen. Heißt: Nase ein bisschen weiter vor und zugleich etwas mehr nach vorne schicken. Trotzdem die Verbindung nich wegschmeißen, natürlich!’’ Cjara setzte das von ihr verlangte sofort um. ,,Sehr schön.’’,gab ich als Feedback zurück und auch ihre Stute zeigte, dass sie die Veränderungen begrüßte, denn sie schnaubte einmal ab und schien insgesamt auch etwas lockerer. So trabte das Paar auf die kleine Bodenstange zu; schnurgerade. Im Gegensatz zur Mehrheit der Pferde die vor ihr an der Reihe waren nahm Joline den Stamm tatsächlich gar nicht richtig ernst und trabte, zugegebenermaßen etwas lustig aussehend, darüber. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. ,,Sehr gut, gleich noch ein zweites Mal, aber diesmal im Galopp!’’,wies ich an.
    Nachdem diese Übung für die Beiden überhaupt kein Problem war schickte ich sie sofort zu den drei Baumstämmen hinüber: ,,Wenn du dich sicher fühlst und sie sich gut anfühlt, kannst du die drei Hindernisse da drüben auch hintereinander springen. Wenn nicht erstmal einen nach dem anderen.’’ Cjara ritt im leichten Sitz mit Joline hinüber. ,,Einmal etwas mehr aufnehmen!’’,rief ich: ,,Hinsetzen.’’ Die Stute reagierte und machte einen schönen Sprung. ,,Suuper! Galopp ist gut so! Genau so weiter zum Zweiten.’’, meinte ich dann und es klappte gut: ,,Gleich nochmal!’’
    Als die Zwei hier sicher waren stellte ich die nächste Aufgabe an sie. ,,Schöön! Siehst du den Hügel da drüben? Den reitest du einmal im Trab hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter.’’,sagte ich dann zu der lächelnden Blondine, die gerade freudig ihre Stute lobte.
    Der erste Versuch klappte schon gut, Joline fand rasch ihr Gleichgewicht und blieb auch im Bergab recht entspannt. ,,Wiederhol das ruhig noch einmal so!’’,rief ich hinüber. Als die Beiden am höchsten Punkt angelangt war gab ich dann den Tipp, dass der Oberkörper noch etwas mehr nach hinten könnte. Das sollte sie auch beim dritten Durchgang ausprobieren, bei dem die Zwei aber schon im Galopp nach oben reiten sollten. Am höchsten Punkt parierte Cjara ihre Stute durch und verlagerte ihr Gewicht dann etwas mehr nach hinten. ,,Genau so!’’,lobte ich anschließend. ,,Fühlst du dich gut dabei? Wenn du möchtest könnt ihr euren ersten Sprung bergauf machen.’’,fragte ich. Die Reiterin zuckte etwas unsicher mit den Schultern. ,,Ach, das macht ihr schon!’’,meinte ich lächelnd und deutete auf eine entsprechende Stelle, wo nach der Schräge sofort ein kleiner, in etwa fünfzig Zentimeter hoher Stamm lag: ,,Reite mal den hier an. Erst ganz entspannt aus dem Trab.’’
    Die junge Frau tat was ich ihr sagte. Ich merkte wie sie sich ein paar Meter zuvor vermehrt anspannte. ,,Einmal durchatmen! Schultern locker, in der Hüfte locker bleiben und das Knie wieder offen lassen!’’,rief ich hinüber. Es fiel ihr nicht leicht, aber sie versuchte meine Tipps umzusetzen. Joline drehte kurz vor der Schräge ein Öhrchen zurück, dann spitzte sie Beide aufmerksam nach vorne in Richtung Baumstamm und machte unbeirrt ihren Job. ,,Braav!’’,hörte ich die Reiterin danach, während dem Bergab. Sie freute sich. ,,Das war gut, versucht es gleich noch einmal!’’,bestärkte ich Cjara.
    Da sie beim zweiten Versuch schon deutlich entspannter blieb ließ ich das Reiterpaar die Aufgabe das dritte Mal aus dem Galopp bewältigen. Es klappte gut, das Durchparieren oben am Hügel und das Bergab genau so. Aus diesem Grund ließ ich das den letzten Sprung an diesem Hindernistyp für heute sein. Zum Abschluss ließ ich auch sie noch einige Sprünge machen, ehe es für diese Einheit auch schon wieder reichte. ,,Habt ihr gut gemacht.’’
    Anschließend ging es auch für mich zum gemeinsamen Mittagessen. Einige Happen und Gespräche später musste ich allerdings auch schon wieder los, denn die Nachmittagsgruppe war bereits für ein Uhr angesetzt.
    Der erste Reiter war Hunter Lacey. Octavia Blake war auch schon vor Ort und wärmte währenddessen schonmal ihre Stute etwas auf.
    Hunters Pferd, Cinja, war mir sofort positiv aufgefallen. Sie hatte irgendetwas an sich, was ich gleich mit Adjektiven wie ,hübsch’ und ,sportlich’ assoziierte. Aber nicht nur das: mir war sofort ins Auge gestochen, dass sie, wie ihr Reiter bestätigte, ein Gidran sein musste. Auf diese beeindruckende Rasse war ich schon vor einigen Jahren gestoßen, als ich mir selbst zwei solcher springbegabten Stuten gekauft hatte; beide überaus gelehrig, stets wach und unerschrocken. Auch Hunter erzählte mir, dass sein Fuchs charakterlich wohl ähnlich zu sein schien. Er selbst hatte noch keine Erfahrung im Busch aber war sicher in Dressur und Springen unterwegs.
    ,,Ausgezeichnet dann starten wir erstmal mit etwas Leichtem für den Einstieg.’’,beschloss ich und zeigte einmal mehr auf den kleinen Baumstamm, der kaum dicker oder kürzer als eine gewöhnliche Bodenstange war: ,,Hier einfach mal schnuppern lassen. Dann einmal abwenden und schön gerade im Schritt und anschließend aus dem Trab drüber.’’
    Da besagte erste Gangart wie erwartet kein Problem darstellte und Cinja schön im Takt darüber hinweg weiter vor sich hin schritt stand Zweiter nichts im Weg. Nun spitzte sie zumindest die Ohren etwas aufmerksamer, machte einen kleinen Sprung über den Stamm und trabte danach unbeeindruckt weiter. Ich schmunzelte: ,,Sehr schön, den nimmst du gleich mal aus dem Galopp!’’
    ,,Sehr gut! Das reicht, das ist zu leicht für euch Zwei!’’,rief ich nach zwei weiteren Durchgängen: ,,Jetzt üben wir am Hügel da drüben ein wenig das Bergauf und Ab. Mal sehen wie viel Balance sie mit ihren vier Jahren schon hat.’’
    Beim Bergauf erklärte ich Hunter: ,,Den Oberkörper kannst du ruhig noch ein wenig weiter nach vorne neigen, so als ob du selbst einen steilen Hang hinauf gehen würdest. Beim Hinunter ist es wichtig, dass du schön hinten bleibst. Das kann sich ruhig auch mal ein bisschen komisch anfühlen.’’, ehe er im Schritt schonmal eine gute Figur machte. ,,Sehr schön! Beim Bergauf ruhig noch etwas mehr.’’,lobte ich und bekrittelte das Ganze noch einmal, schon auf hohem Niveau.
    Da das aber so toll klappte hatte ich schon eine Aufgabe im Kopf, die ich den Beiden gerne stellen wollte. Zuerst musste dazu sowohl das Training am Hügel klappen, was es auch rasch in allen drei Gangarten tat, als auch das Überwinden einfacher Baumstämme. Aus diesem Grund ließ ich auch dieses Pferdreiterpaar die drei mittleren Baumstämme springen. Zuerst sollten sie alle drei getrennt springen, anschließend als kleinen Parcours. Ersteres brachte die junge Stute nichtmal ansatzweise aus der Ruhe. Sie übersprang die Naturhindernisse mit einer beachtlichen Leichtigkeit, zeigte kein Zögern, und auch ihr Reiter machte eine gute Figur im Sattel! Hunter sah zwar etwas groß auf seiner zwanzig Zentimeter kleineren Stute aus, gab aber die Hilfen präzise und war immer gut im Gleichgewicht. Er hatte mir gesagt, dass viele seinen Springstil kritisierten, wobei ich diesen gar nicht so schlecht fand: er ging schön mit und gab die Hand überm Hindernis immer vor, was manche Reiter oft vergaßen.
    Zum Abschluss folgte mein Plan für die Beiden . ,,So! Wir gehen jetzt Mal dort hinüber, wo der kleine Hügel mit den beiden Stämmen drauf zu sehen ist.’’,sagte ich schließlich grinsend und ging mit den Beiden hinüber. Bevor es los ging schob ich den Steigbügel noch etwas weiter unter Hunters Ballen. ,,In der Vielseitigkeit, also genau genommen im Busch, kannst du ruhig etwas mehr im Bügel stehen als du es etwa von der Dressur gewohnt bist. Außerdem schön durchdrücken. Die Knie-Bügelstütze ist ja das Fundament des leichten Sitz’, und so tun sich viele Reiter, vor allem auch am Anfang, leichter die Balance zu halten wenn das Pferd mal einen etwas größeren Satz macht oder im unebenen Gelände galoppiert.’’,erklärte ich, ehe es los gehen konnte.
    ,,Gut dann trabst du mal den Hügel nach oben, springst über den ersten Baumstamm an der Kante, wendest dann und reitest im Galopp wieder zu mir hinunter.’’,sagte ich schließlich. Hunter tat das gesprochene. Cinja konzentrierte sich dabei nun schon ein wenig mehr, sprang etwas sportlicher als die Sprünge zuvor, meisterte ihren ersten Bergaufsprung aber überaus souverän. ,,Sehr gut. Loben!’’,rief ich: ,,Gleich nochmal.’’
    Wieder funktionierte es tadellos. ,,Schöön! Jetzt nicht abwenden, sondern die kleine Distanz am Kamm mitnehmen und dann den zweiten Sprung bergab!’’,wies ich an. Hunter dirigierte seinen Fuchs gut zum ersten Sprung, verlor dann etwas den Überblick zum Zweiten. ,,Nicht schlimm! Weiter!’’,rief ich: ,,Und Oberkörper nach hinten wenn sie springt!’’ ,,Brrr.’’,stieß der blonde Mann aus, während er sich alle Mühe gab Cinja wieder zu korrigierten. Er schaffte es tatsächlich gerade noch sie wieder in die Spur zu bringen und erwischte für den Absprung im Endeffekt keinen schlechten Punkte, wodurch die junge Stute einmal mehr tat, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. ,,Gut gerettet!’’,meinte ich grinsend, während er nach dem Hindernis weiter galoppierte: ,,Auch sehr gut wie du instinktiv die Zügel ein wenig hast durchrutschen lassen. Aber probier es ruh noch gleich nochmal.’’
    Der Reiter parierte zum Trab durch und ritt erneut den Hügel an. Die Warmblutstute war nun fast schon ein bisschen übermotiviert, er schaffte es jedoch ihr Ruhe zu vermitteln, ehe die erste Hürde gemeistert war. ,,Hinsetzen.’’,gab ich ihm als Hilfestellung, da er wie viele andere Reiter automatisch in den leichten Sitz übergehen wollte, wozu die Vielseitigkeit ja definitiv verleitete. Dennoch reagierte er prompt, Cinja kam dadurch sogleich besser an die Hilfen und ließ sich fast schon ein wenig zu rund zum zweiten Baumstamm taxieren, den sie auch dieses Mal schön sprang. ,,Sehr gut! Jetzt kam sie fast schon ein wenig zu.. wie soll ich sagen: zu Dressur.’’,lachte ich und erklärte: ,,Aber es war gut gelöst! Da wollte ich euch jetzt gar nicht aus der Ruhe bringen. Im Grunde sagt man aber in der Vielseitigkeit immer die Nase etwas weiter nach vorne, das Pferd fast schon zu großrahmig gehen lassen; vom Gefühl her. Dann tut sie sich leichter, was ihr Gleichgewicht betrifft weil sie sich über ihren Hals besser in Balance bringen kann.’’
    Dieses Prozedere ließ ich die Beiden noch zwei Mal von dieser Seite und drei Mal von der anderen wiederholen. Am Ende hatte man beinahe schon das Gefühl, dass es leicht und mühelos zu sein schien. Die junge Stute machte rasch Fortschritte und auch Hunter schien aufzublühen. Er lächelte stets wenn Cinja etwas gut machte und schien insgesamt eine gute Zeit zu haben.
    Bevor Octavia dran war ließ ich die Beiden noch ein paar Distanzen auf gerader Linie und geradem Wiesenboden springen, da hier eine kleine Schwachstelle der Beiden zu liegen schien, was wohl auch dadurch bedingt war, dass sie sich noch aufeinander einspielen mussten, denn es klappte von Mal zu Mal besser.
    ,,Genug für heute. Da könnt ihr stolz auf euch sein.’’,sagte ich zum Abschluss und rief meine nächste Reiterin zu mir. Ich blickte dabei in zwei bekannte Gesichter: Octavia, die meist nur ,,O’’ genannt wird, und ihre Stute Raspberry waren nämlich schon mal für einige Zeit bei uns auf dem Den Vackra Trakehner Stud untergekommen. Damals hatte sie noch eine weitere Stute, Dakota, dabei gehabt. Zum Kurs war sie allerdings alleine, mit der mittlerweile zehnjährigen Holsteinerstute angereist.
    Auch wenn ich mich erinnerte den Beiden schon das ein oder andere Mal über die Schultern gesehen zu haben, bat ich auch O mir vor unserer ersten Trainingseinheit ein wenig über ihren derzeitigen Stand zu erzählen. Ich hörte aufmerksam zu, nickte einige Male und antwortete schließlich, als sie ausgesprochen hatte.
    ,,Gut dann starten wir erstmal mit etwas Kleinem.’’,sagte ich etwas später und zeigte auch vor Octavia auf den kleinen, vielleicht fünfzehn Zentimeter hohen Baumstamm, der sich kaum von einer schrumpeligen Bodenstange unterschied: ,,Einmal im Schritt.’’
    Die schlanke Reiterin machte eine kleine Volte und ritt dann zielsicher über den Stamm. ,,Super. Gleich nochmal! Diesmal noch etwas mehr im Fluss.’’,wies ich daraufhin an.
    Beim zweiten Mal klappte dies schon sehr gut und Berry, wie sie liebevoll genannt wurde, schritt über das Hindernis gleichmäßig hinweg. ,,Gut Octavia! Trab sie ruhig schon mal an und machst du einen größeren Zirkel um mich und den Stamm herum.’’,sagte ich schließlich lächelnd und beobachtete das Paar: ,,Den Rahmen ruhig noch etwas größer! Versuch sie mal noch ein wenig fleißiger zu machen und die Nase gar nicht so weit an die Senkrechte nehmen. In der Vielseitigkeit wollen wir ja immer lieber ein Pferd, das selbst ein wenig mitschaut, aufpasst und sich nach vorne orientiert. Außerdem hat sie durch die eben genannten Veränderungen eine bessere Balance, weil sie diese über den etwas längeren Hals besser finden kann.’’
    O nickte und versuchte es sofort. ,,Genau so!’’,lobte ich die junge Reiterin, die ein wahres Naturtalent war, wenn man bedachte wie gut sie trotz fehlendem regelmäßigen Unterricht schon ritt. Einige Minuten später rief ich dann: ,,So lässt du sie vor dir, holst aus und trabst sie dann schön gerade auf die Bodenstange zu.’’ ,,Den kleinen Baumstamm?’’,fragte sie rasch nach. ,,Huch, ja natürlich meinte ich.’’,korrigierte ich mich. Was ein freudscher Versprecher.
    Die Reiterin ritt sehr gerade auf den Stamm zu. Berry wollte kurz zögern, doch O ließ ihren Schenkel dran und trieb rasch weiter. Das Resultat war schon nicht schlecht. Trotzdem ließ ich sie die Aufgabe noch zwei Mal wiederholen, ehe es an den Galopp ging.
    Auch in dieser Gangart schickte ich sie zuerst einmal auf den Zirkel um mir die Ausgangssituation anzusehen. ,,Und gleich mal leichter Sitz und fleißig nach vorne. Denk wieder an den großen Rahmen. Sie ist ganz bei dir.’’,rief ich zu ihr hinüber. Sie ging in den leichten Sitz über und ich versuchte ihr für Zuhause noch ein paar Anregungen mit zu geben: ,,Sieht schon gut aus! Fürs Springen wäre das bestimmt schon absolut im Rahmen. Trotzdem, um das Ganze sozusagen aufs nächste Level fürs Gelände zu heben: Schau, dass dein Oberkörper parallel zum Pferdehals ist. Also ruhig noch ein bisschen mehr nach vorne neigen!’’ O probierte sofort. ,,Schön! Dann galoppierst du genau so über den kleinen Stamm!’’,rief ich daraufhin: ,,In der Vorbereitung zur Wendung etwas mehr aufrichten.’’ ,,So?’’,fragte sie. ,,Geenau! Spürst du das? Mit deiner Position richtet sich Berry automatisch auch gleich auf.’’,gab ich zurück: ,,Genau so! Durch die Wendung weiter durchtreiben. Aufgerichtet bleiben.’’ Ich sah wie Octavia sich Mühe gab, was sofort Früchte trug. ,,Merkst du wie groß sie so unter dir wird? Daraus jetzt schön die Distanz suchen, daraus kann sie super abspringen.’’,erklärte ich.
    Diese Aufgabe klappte schon beim ersten Mal ausgezeichnet. Trotzdem ließ ich das Paar die Aufgabe noch dreimal wiederholen, damit sie meine Anregungen üben konnte. ,,Gut, das könnt ihr.’’,sagte ich dann grinsend: ,,Jetzt Oberkörper wieder schön vor, parallel zu Berry Hals und dabei reitest du einmal dort hinüber wo die drei vergleichsweise etwas dickeren Baumstämme liegen.’’ Diese drei ließ ich die Beiden zuerst einzeln und dann auch schon in Kombination miteinander springen, da die Zwei dies auf Anhieb sehr gut meisterten.
    Als nächstes ließ ich sie das Bergauf und Bergab am Hügel, ohne Sprung, reiten. ,,Ich sage immer allen meinen Schülern, dass sie den Oberkörper genau in die Position bringen sollen die sie einnehmen würden wenn sie selbst bergauf oder einen Berg hinunter gehen würden. Von dem her: Jetzt beim Rauf ruhig schön vorne Bleiben. Auf der anderen Seite vom Hügel dann nach hinten.’’,erklärte ich auch Octavia, die auch hier wieder rasch in Schritt, Trab und Galopp verstand wie der Hase lief. Auch Raspberry schlug sich ausgezeichnet. Die zehnjährige Stute fand im Gegensatz zu den übrigen Pferden extrem rasch das Gleichgewicht, nicht zuletzt weil ihre Reiterin ihr dieses auch gab und sie mit ihrer Hilfegebung nicht störte. ,,Wirklich schön, O! Das macht ihr toll!’’,stellte ich begeistert fest.
    Anschließend ließ ich die Beiden noch ein paar mittlere Geländesprünge machen. Dabei kamen sie mit weiteren Baumstämmen, aber auch den ersten Tischen und Schweinerücken, die sich Berry zuvor immer erstmal ansehen durfte und dann mutig immer gleich beim ersten Mal absprang.
    Meine nächste Reiterin war mir noch vorm Vormittag gut im Gedächtnis geblieben: Alicia Grey. Diesmal hatte sie einen schicken Rappen gesattelt. Er stach sofort ins Auge; überaus imposant mit seinem enormen Stockmaß und den vier weißen Beinen, dem weißen Kopf und dem blauen Auge als Kontrast zu seinem sonst lackschwarzen Fell. Während Octavia die letzten Sprünge machte stand das Pferdreiterpaar neben einem Baumstamm, über den der Hannoveraner wohl überaus gerne hergefallen wäre, hätte Alicia dies nicht im letzten Moment noch verhindern können. Ertappt von seiner Reiterin, richtete der Hengst einige Schritte rückwärts und schien sich hinten etwas mehr zu setzen; es sah beinahe so aus als wolle er drohen, dass er steigen könnte, wenn er seinen Kopf nicht durchsetzen wollte. Aber es täuschte: im Endeffekt deeskalierte Alicia die Situation sehr rasch und brachte ihn keine Minute später ruhig zum stehen.
    ,,Gut das reicht für heute!’’,rief ich Octavia schließlich zu und meine nächste Schülerin ritt zu mir hinüber. Ich lächelte, positiv überrascht wie souverän die sonst doch recht zurückhaltende Frau das Geschehen, das ich in den Augenwinkeln beobachtet hatte, gehändelt hatte. Sie gehörte wohl zu den Menschen, die ihr Können nicht heuausposaunten, sondern bescheiden waren und gleichzeitig hart an sich arbeiteten.
    Alicia hatte mir kurz darauf ein paar Infos über Civil War, wie der Große klingend hieß, gegeben. Ich wollte mir selbst ein Bild von ihm machen, konnte mir aber gut vorstellen, dass er nicht das leichteste Pferd war. Wie auch bei Strawberry begannen wir mit der kleinen schrumpeligen Bodenstange, also known as Minibaumstamm. ,,Lass ihn zu allererst einmal schauen. Reite also ein, zwei Mal vorbei, dann halte ihn daneben mal an und gib ihm, wenn du ein gutes Gefühl dabei hast, ruhig den Zügel dabei hin.’’,sagte ich, bevor Alicia tat wie ich es ihr aufgetragen hatte und der Rappe sich mit der neuen Situation vertraut machte. ,,Passt.’’,meinte ich dann: ,,Gut, jetzt reitest du einfach Mal ganz entspannt im Schritt, ganz entspannt drüber. Denk dabei wieder an deine stabile Bügelstütze.’’
    Da wir die Aufgabe gut vorbereitet hatten zeigte sich der Dunkle kooperativ. So blieb dies auch während selbiger Aufgabenstellung aus dem Trab und Galopp, und auch bei der Kombination der größeren Baumstämme und der Bergauf-, wie Bergabübung. Civil Wars Maximum an Gelassenheit war dann aber schließlich erreicht, als ich den Beiden die Aufgabe stellte zwei einfache Schweinerücken, ein wohl bekanntes, eigentlich vergleichsweise unspektakuläres Geländehindernis, hintereinander zu springen. Es war zwar ein Hochweitsprung, doch auf dieser Höhe für den Hengst eigentlich unproblematisch. ,,Ist okay, nicht schlimm!’’,rief ich sofort und nahm mir die Zeit, das Problem schrittweise, mit viel ruhe zu lösen.
    Im Endeffekt bekamen wir auch dies in den Griff und Alicia konnte mit einem guten Gefühl die Einheit beenden.
    Als nächstes war Bartholomäus du Martin an der Reihe. In unserer Frauenrunde neben Hunter der einzige Hahn im Korb. Der junge Mann ritt einen überaus interessant gefärbten, vierjährigen Vollbluthengst, über dessen Interieur und Ausbildungsstand er mir zu Anfangs, wie auch die übrigen Teilnehmer, kurz und knapp etwas erzählte. Außerdem bekam ich auch einen Einblick in Barts Meinung über sich selbst. Er schien die ganze Sache sehr selbstbewusst, wenn nicht sogar schon etwas zu selbstbewusst, anzugehen, was einen großen Kontrast zu meiner vorherigen Schülerin darstellte. Er schien selbst auch immer mal wieder als Trainer zu fungieren und der Sohn des berühmten Nicolaus du Martin zu sein, dem mit dem Phoenix Valley wohl eines der berühmtesten Vollblutgestüten seiner Breiten gehörte.
    Auch mit ihm übte ich zuerst aus Trab und Galopp die Basics über dem kleinen Baumstamm. Das Pferd, in dessen Sattel er saß, wirkte dabei sehr in sich ruhend, aber aufmerksam. Eine angenehme Kombination für einen reinen Vollblüter.
    ,,Sehr gut das macht er ja ohne Probleme.’’,meinte ich und zielte ein wenig auf Jack ab um Barts Ego erstmal nicht in die Quere zu kommen. Außerdem hatten sie das wirklich tadellos gemacht. ,,Als nächstes arbeiten wir an den drei mittleren Baumstämmen da drüben.’’,sagte ich und ging mit dem Reiter hinüber: ,,Versuch den Niedrigsten mal aus dem Trab, dann galoppierst du weiter und wenn du ihn gut vor dir hast springst du den Mittleren gleich mit.’’
    Der schlanke Reiter trabte an und dirigierte den Sprung an. ,,Lass ihn ruhig mit der Nase ein wenig mehr vor! So kann er sich über den Hals besser ausbalancieren. Den Rahmen kannst du auch ruhig noch etwas größer gestalten. Er soll sich mehr nach vorne orientieren.’’,gab ich zur Anregung. Er nickte und setzte das Angeratene rasch um. ,,Sehr gut, Bart!’’,lobte ich nachdem sie den ersten Sprung gut hinter sich gelassen hatten: ,,Hinsetzen, aufnehmen. Nächster Sprung!’’,rief ich hinüber: ,,Jawoll!’’ Jack zeigte sich kooperativ und reagierte sehr fein auf seinen Reiter, der einen guten Job machte. ,,Gleich noch einmal.’’,wies ich ihn an. Diesmal sprang Jack etwas groß, da die Distanz zum ersten Hindernis nicht optimal war, und kam so auch nicht gut in Richtung zweitem Sprung. ,,Abwenden!’’,rief ich. Bart allerdings tangierte den gewollten Sprung weiter an. Jack verlor die Gradrichtung und pendelte etwas, statt gerade auf den Baumstamm zu zu reiten. Harmonisch sah es zwar nicht aus, doch der Vollbluthengst rettete das Paar in letzter Sekunde mit seinem Vermögen. Ich seufzte. ,,Bart, ich weiß, dass du schon sehr gut reitest, aber bitte tu mir den Gefallen und versuch zu tun was ich dir sage. Zu deinem Besten: du möchtest ja etwas mitnehmen, wenn du schon hier bist.’’,versuchte ich es diplomatisch.
    Ich hatte wohl die richtigen Worte gefunden, denn nach einem kleinen Gespräch hörte der junge Reiter zumindest auf mich und die künftigen Sprünge liefen sehr gut.
    Nachdem wir auch noch ein paar mittlere Tische und Schweinerücken geübt hatten trainierte ich auch mit diesem Pferdreiterpaar das Auf- und Abreiten am Hügel, ehe die Einheit auch schon wieder vorüber war.
    Last but not Least sah ich Gwendolyn Campbell wieder bei mir auf dem Platz. Nun hatte sie eine mir nur all zu gut bekannte Stute auf den Geländeplatz mitgebracht: Raffinessca, eine wirklich bildhübsche Scheckenstute, die ich an die zwei Jahre mein Eigen nennen durfte. Leider fand ich trotzdem nie einen besonders guten Draht zu ihr; der Funke war nicht übergesprungen. Dies schien bei Gwen anders zu sein. Sie hatte sich sofort in die Stute verliebt. Ich erinnerte mich noch daran, wie ihre Stimme höher wurde, als ich ihr zusagte, dass sie Raffinessca übernehmen durfte.
    ,,Nun, über dein Pferd musst du mir wohl nicht mehr all zu viel erzählen.’’,scherzte ich, ehe ich sie dann doch aufforderte mir einen Einblick zu verschaffen, was sich nach ihrem Verkauf so zugetan hatte und an was die Beiden momentan arbeiteten.
    ,,Schön zu hören, dass sie mit dir zusammen so tolle Fortschritte macht. Dann wollen wir mal: das gleiche Spiel wie vorher. Wir starten mit dem bodenstangenartigen Baumstamm, damit sie ein wenig rein kommt.’’,sagte ich schließlich, woraufhin Gwen ihrer Stute das Objekt erstmal zeigte. Vorbildlich ritt sie von der Seite hinüber und ließ den Zügel schön lang damit Raffinessca den Kopf senken und sich selbst ein Bild davon machen konnte. Sie blähte kurz aufgeregt die Nüstern, ließ sich dann aber leicht von ihrer Reiterin beruhigen.
    Anschließend ritt das Paar das Ganze im Schritt an. An Gwens Technik hatte ich zur Zeit nichts auszusetzen, weshalb ich nur wenige Anregungen gab. Das war auch im Trab und Galopp so. Aus diesem Grund änderte ich auch bald die Aufgabenstellung und übte die drei Baumstämme mit den Beiden, anschließend das Bergauf- und Bergabreiten. Im Vergleich zum ersten Pferd der Reiterin konnte die Scheckstute sich bereits deutlich besser ausbalancieren. Deshalb konnten wir auch schon die ersten Sprünge mit einbauen.
    ,,Dann galoppierst du mal dort hinüber, wo der kleine Hügel mit den beiden Baumstämmen drauf ist. Zu allererst springst du Bergauf, aus dem Trab, galoppierst nach dem Baumstamm weiter, wendest ab und galoppierst den Hügel ganz lässig wieder hinunter.’’,beschloss ich. Ihre Stute spitze aufmerksam die Öhrchen und galoppierte brav nach oben. Ein Geräusch ausstoßend hiefte sie sich über den Stamm nach oben. ,,Guut Gwen! Lob sie da hat sie sich jetzt ordentlich angestrengt!’’,rief ich lächelnd. Die Reiterin drehte eine Runde und ritt erneut auf den Sprung zu. Auch dieses Mal machte sie einen guten Job, weshalb ich Gwendolyn nun anwies den zweiten Stamm am Kamm mit zu nehmen und auch den Bergabsprung mit zu nehmen. Diesmal schien Raffinessca das Ganze allerdings nicht sonderlich koscher zu sein, denn sie zögerte. ,,Mehr Schenkel! Hand vor, weiter!’’,rief ich hinüber, während Gwen ihre Stute rasch korrigieren konnte. Die Trakehnerstute ließ sich schließlich überzeugen, machte allerdings einen riesigen Satz nach unten. ,,Guut gemacht! Und Ruuhe.’’,gab ich als Feedback an Gwen: ,,Gleich noch einmal. Gar nicht schlimm.’’
    Beim nächsten Mal sah man Raffinessca definitiv die Spannung an. Trotzdem zögerte sie diesmal nicht, übersprang sich dennoch sehr. ,,Looben! Und noch einmal.’’,wies ich Gwen an. Beim darauffolgenden Versuch allerdings war die Stute schon ruhiger. ,,Suuper! Gib ihr mal eine kleine Pause. Lass sie lang, dann machen wir das Ganze noch einmal.’’,sagte ich.
    Wir übten die Aufgabe daraufhin erneut, wobei die Scheckstute schon einen guten Job machte. Sie war eine sehr intelligente Stute, so hatte ich sie auch immer schon kennengelernt. Zusätzlich ließ ich Gwen die Konstellation auch von der anderen Seite aus springen, ehe wir es mit der Übung gut sein ließen und noch ein paar Schweinerücken und Tische springen, die der Stute durch ihr Vermögen und ihr solides Fundament im Springen leicht fielen. So konnten die Zwei mit einem positiven Gefühl die Einheit abschließen. Gwendolyn konnte wirklich stolz auf sich sein; sie machte mit beiden Stuten heute einen wirklich guten Job.
    Der zweite Tag es Lehrgangs sah etwas ruhiger aus. Um den Reitern und Pferden eine kleine Verschnaufpause zu gönnen gab es eine kleine theoretische Einführung in die Welt der Vielseitigkeit. Nach dem Frühstück hatte ich dazu im Gemeinschaftsraum eine Leinwand aufgebaut, auf die ich eine liebevoll zusammengestellte PowerPoint-Präsentation projizierte. Darauf befanden sich einerseits ein paar Eckdaten über die einzelnen Klassen, das zugegebenermaßen etwas komplizierte Wertnotensystem in der Vielseitigkeit und zu guter Letzt Fotos einzelner Hindernisse, mit denen die Reiter am Folgetag konfrontiert werden würden: Hecken, Gräben, Schweinerücken und weitere, zu denen ich auch immer eine kleine Erklärung mit abgab und Anregungen, wie man denn was besonders gut reiten konnte.
    Außerdem gab es am Nachmittag die Möglichkeit eines Gruppenstrandausritts, die die meisten Teilnehmer gerne wahrnahmen.
    Am dritten Tag teilte ich die Teilnehmer in zwei ungleiche Gruppen: Am Vormittag waren Alicia mit Civil War, Sheenamit Nurja, Luchy auf Keks, Hunter mit Cinja, Octavia mit Raspberry, Cjara mit Joline, Bart auf Candlejack und Gwenauf Moon’s Gealach. Am Nachmittag ritten die beiden Reiterinnen mit ihrem jeweils zweiten Pferd noch einmal: Alicia mit ihrer Wild Strawberry und Gwen auf Raffinessca. Abgesehen davon ritt meine Bereiterin mit Hannifee mit. Diese war eine meiner eigenen Stuten, die sich gerade vom Sprung von der Klasse E auf A-Niveau befand, wie auch meine Teilnehmerpferde; doch Fee war bereits überaus mutig, ging problemlos ins Wasser und brachte auch sonst bereits alle Anforderungen mit ein Führpferd abzugeben, wenn Berry oder Raffinessca mal streiken sollten.
    Die erste Gruppe fand sich gegen neun Uhr morgens auf dem großen Geländeplatz ein, wo alle zusammen warm ritten. Schon dabei achtete ich darauf, dass die Pferde für die Vielseitigkeit korrekt im großen Rahmen, mit der Nase deutlich vor der Senkrechten gingen und die Reiter ihren Sitz optimierten.
    Anschließend ging es an den Hügel vom Tag eins. Diesmal jedoch den mit den beiden Baumstämmen auf dem Hügel. Nur ein paar Pferde hatten bereits den Bergauf- und Bergabsprung gemeistert, um manche nicht gleich zu überfordern. Nun war es aber auch für die übrigen Pferde und Reiter an der Zeit. Als Erstes ließ ich Hunter den Bergaufsprung springen. Seine Stute erinnerte sich wohl noch an vorgestern zurück und sah das Ganze überaus entspannt. ,,Sehr gut! Nächster!’’,rief ich und Bart und Jack waren an der Reihe. Sie trafen die Distanz sehr gut und machten einen guten Sprung. Darauf folgten die übrigen Teilnehmer, die die Aufgabe ingesamt auch gut bewältigten. Einige ließ ich die Aufgabe noch ein-, zwei Male wiederholen, wenn es beim ersten Mal noch nicht so flüssig war.
    Danach verknüpften wir Bergauf und Bergabsprung. Dabei zeigte sich auch, dass Gealach einige Fortschritte gemacht was ihr Gleichgewicht anging, was mich und Gwendolyn überaus freute.
    Anschließend führte ich die Gruppe an Tische, Schweinerücken und andere typische Vielseitigkeitshindernisse heran. Die Pferde durften sich die neuen Hindernisse dabei alle zuerst einmal in Ruhe ansehen. Dabei ritten sie sie seitlich an, ließen die Vierbeiner daneben stehen und ließen die Zügel lang, wenn es möglich war, damit sich die Fellnasen damit vertraut machen konnten.
    ,,Gut meine Lieben! Als nächstes werden wir ein paar Hecken üben. Wie ihr ja seit gestern schon alle wisst gibt es die Hecken- und die Bullfinch-Variante. Wir werden allerdings nur erstere üben, da beim Bullfinch die Bürste so hoch ist, dass das Pferd weder durchsehen noch darüberspringen kann. Es muss hindurch wischen. So ist das auch bei den Hecken, aber diese sind deutlich leichter für die Fellnasen, weil die Pferde unproblematisch darüber hinweg sehen können. Trotzdem bedenkt, dass sie nicht über den ganzen Sprung springen müssen, sondern der sinn der Bürste auch hier ist, dass hindurchgemischt wird.’’,fasste ich schließlich zusammen, ehe die Gruppe Pferd nach Pferd auch dieses typische Geländehindernis meisterte. Bei Sheena fiel mir auf, dass Nurja etwas zu wenig vor der treibenden Hilfe war, weswegen ich ihr bevor sie auf mich und den Sprung zukam nochmals zurief: ,,Abwenden! Reite einmal noch einen Zirkel um mich herum.’’, woraufhin die Reiterin tat was ich von ihr verlangte. ,,Gut und jetzt schickst du sie noch einmal richtig schön nach vorne.’’,sagte ich zu ihr: ,,Uund hinsetzen und zurück führen.’’ ,,So?’’,fragte sie. ,,Nicht schlecht, jetzt nocheinmal vor, wieder etwas versammeln, vor schicken und auf den Sprung zu.’’,wies ich sie an: ,,Hinsetzen! Außerdem: achte darauf, dass du die Ellenbogen vor der Hüfte lässt damit du nicht rückwärts wirkst.’’
    Im Endeffekt machte so auch dieses Paar einen schönen Sprung, auch wenn ich sie das noch einmal wiederholen ließ um sie das Gefühl noch einmal verinnerlichen zu lassen.
    Der nächste war Civil War. Der schwarze Riese war heute schon deutlich ruhiger als am ersten Tag. Trotzdem übersprang er sich bei der Hecke das erste Mal recht viel. ,,Nicht schlimm, Alicia! Der ist nur ein bisschen vorsichtig, aber das ist gut so! Gleich nocheinmal!’’,rief ich der Reiterin zu, die einmal abwendete. ,,Sehr gut. Hinsetzen, Ruhe reinbringen. Trau dich ruhig ihn ein bisschen mehr zu reiten.’’,regte ich Alicia an, die ihr Können in der Dressur anwenden konnte um ihren Hengst vor Sprung noch einmal gut an die Hilfen zu bringen. ,,Ausgezeichnet!’’,lobte ich sie nach dem Hindernis begeistert. ,,Gleich nochmal!’’,rief ich: ,,Gut macht ihr das. Spürst du wie gut er jetzt bei dir ist?’’
    Nachdem dies alle Schüler gut gemeistert hatten ging es an ein paar leichte, dem Niveau einer A-Vielseitigkeit entsprechende Bänke. Ein solches Hindernis bestand aus einer einzelnen Stufe, oder bildete eine ganze Treppe. Wie der Name schon sagt musste hier ein Höhenunterschied überwunden werden. Zuerst durften sich die Reiter an der einzelnen Variante versuchen, dann ging es an kleine Treppen.
    Diese Übung meisterten alle Reiter mit ihren Pferden auf Anhieb überaus gut, weshalb es schon rasch an die Gräben, erst ohne und dann mit Sprung darüber, ging.
    Zum Schluss war das Wasser an der Reihe. ,,Gut meine Lieben! Dann wagen wir uns ans Wasser. Ihr reitet jetzt hintereinander. Dabei ist es wichtig, dass immer die Verbindung Kopf-Schweif erhalten bleibt, also keine Lücke entsteht. So machen wir uns den Herdentrieb zu Nutzen. Sheena, du und Nurja geht als Letzte weil sie das ja nicht sonderlich mag, wenn ihr ein Pferd hinten zu nahe kommt.’’,erklärte ich zur Einstimmung: ,,Luchy? Du und Keks geht als erstes. Weil sie doch Hengste sind gehen Civil War und Candlejack nach der Stutengruppe rein, Jack dabei als erster. Alicia du klemmst dich dann dahinter. Versuchen wir das Mal!’’
    Lunchy ritt ihre Stute an, auf das Wasser zu. Die Braune zeigte sich gewohnt unerschrocken und marschierte los. ,,Geenau. Ruhig näher zusammen bleiben, der Kopf vom einen Pferd kann auch an der Gruppe des vorangehenden sein.’’,kommentierte ich das Geschehen. Als Keks und Gealach schon im Wasser angelangt waren rief ich: ,,Super, loben. Stoopp, ganz langsam. Cinja ist sich noch unsicher, ob sie da wirklich rein möchte. Octavia reite du ruhig mit Raspberry kurz vorbei.’’ Die eben genannte Stute setzte sich unerschrocken in Bewegung. ,,Sooh. Jetzt langsam hinterher, Hunter.’’,sagte ich mit ruhiger Stimme und der blonde Reiter drang wieder zu seiner Stute durch. Er klopfte ihr lobend den Hals und lächelte: ,,Braav.’’, woraufhin Cinja einmal durchschnaufte und sich an Berry Krupp hing. ,,Jawoll, jetzt schließt sie sich an. Jetzt ganz langsam vor, mit Cinja immer dran bleiben.’’
    Keine Minute später waren dann alle Stuten im Wasser. ,,Alle Pferde bleiben jetzt erstmal im Wasser, reitet ruhig einen kleinen Zirkel oder sowas. Hunter, du kommst mit Cinja noch einmal zu mir her, aus dem Wasser heraus.’’,sagte ich dann. ,,Gut, leicht sitzen und nochmal hinein.’’,trug ich ihm schließlich auf und die Fuchsstute sprang über ihren Schatten. Ich ging dabei ein paar Schritte mit ihr mit, ließ sie dann ins Wasser gehen und ließ Hunter dann noch einmal aus dem Wasser heraus und wieder hinein gehen. ,,Sehr schön! Looben!’’,rief ich dann begeistert: ,,Als nächstes die Hengste.’’
    Jack schritt voran, Civil War auf der Höhe dessen Kruppe. Letzterer stockte kurz, ließ sich dann aber von seiner Reiterin ebenfalls gut ins Wasser führen. ,,Guut. Bart du bleibst im Wasser, geh ruhig zu den Stuten hinüber. Alicia du kommst noch einmal raus und gehst alleine noch einmal rein.’’,sagte ich schließlich und übte das gesagte noch zwei Mal mit dem großen Rappen.
    ,,Feuertaufe bestanden würde ich mal sagen, meine Lieben!’’,scherzte ich schließlich, da sich nun alle Pferde, mehr oder weniger begeistert, im Wasser befanden. ,,Alle einmal auf der anderen Seite raus aus dem Wasser und im Schritt nocheinmal hinein. Danach trabt ihr nach der Reihe an, einzeln aus dem Wasser heraus und auf der anderen Seite erst im Schritt, dann im Trab wieder heraus.’’,wies ich schließlich an.
    Nachdem dies bei jedem Pferdreiterpaar gut klappte und auch jeder einmal hindurch galoppiert war ließ ich die Gruppe die ersten Sprünge, aus dem Wasser heraus machen, bevor sie den selben Sprung hinein machten. Erst waren noch zwei Galoppsprünge zwischen Wasser und Baumstamm, dann ritten die Reiter den Sprung auf der anderen Seite des Wassers an, wo dies nahtlos ineinander überging.
    ,,Cjara? Aufpassen, dass du die Hand schön nach vorne gibst wenn du ins Wasser hinein springst. Genau genommen haben wir hier ja wieder einen Tiefsprung, bei dem deine Stute nach unten springt. Da du sie so schön am Sitz hast kannst du ruhig die Zügel auch mal ein wenig durchrutschen lassen. Probier das ruhig mal aus.’’,gab ich ein paar Anregungen an die Blondine. Sie nickte und ritt den Sprung ins Wasser erneut an. ,,Schau, schon viel besser!’’,lobte ich, nachdem die Reiterin meinen Tipp umgesetzt hatte und sich die Stute überm Sprung noch einmal mehr entfaltete.
    Und auch für Ocatvia hatte ich einen weiteren Tipp, denn ihr Schenkel verrutschte ihr im Bergab ein wenig nach hinten, weshalb sie sich selbst aus dem Gleichgewicht brachte: ,,O, achte darauf, dass deine Zehenspitzen immer vor der Hüfte sind. Im Zweifelsfall kannst du sie bei Tiefsprüngen sogar, für dein Gefühl, etwas zu weit nach vorne nehmen, damit du auch gut zum Stehen kommst, wenn die Sprünge dann höher werden oder Berry mal einen größeren Sprung machte.’’
    Wer einen beinahe perfekten Job machte waren Gwen und ihre Stute Gealach. Obwohl die Connemarastute wohl die kleinste der Truppe war, zeigte sie sich von Anfang an überaus mutig, weshalb ich sie auch einsetzte um Cinja, die beim ersten Wassersprung hinein noch etwas unsicher war, den Weg zu weisen. Hier dockte die Fuchsstute am Schimmel an und sprang danach den gleichen Sprung ohne zu zögern.
    Am Ende der Einheit waren alle Pferde über sich hinaus gewachsen, was sowohl die Reiter als auch mich sehr freute.
    Die zweite Gruppe, die nur aus Gwen und Alicia bestand, durfte die Hindernisse vom Vormittag nun auch mit ihren beiden zweiten Stuten üben. Dabei bot, vor allem am Wasser, Hannifee einen Ruhepol, der allerdings fast nicht nötig war, da die Vier einen sehr guten Job machten und es keine spektakulären Ausreißer oder Verweigerungen gab. Zum Glück!
    Am letzten aktiven Lehrgangstag sollte jeder Teilnehmer noch einmal die Möglichkeit bekommen mit seinem, beziehungsweise seinen, Pferden die Hindernisse zu üben, die ihm besonders schwierig in Erinnerung geblieben waren, oder wo die Routine für eine sichere A noch fehlte. Hierbei nahm ich mir noch einmal besonders viel Zeit für meine Schüler.
    Außerdem durfte am letzten Tag jeder einen zusammenhängenden Ablauf von Sprüngen reiten; ähnlich aufgebaut wie auf dem Turnier, nur mit der kleinen Ausnahme, dass jeder ein Mikro im Ohr hatte und so von mir begleitet wurde.
    Im Endeffekt war jeder Teilnehmer im Großen und Ganzen bei seiner Abreise zufrieden mit der erbrachten Leistung seines Pferdes. Ein erfolgreicher Lehrgang also!

    Kür
    Hunter führte Cinja in die Halle und blieb in der Mitte stehen. Ich hatte schon eine ganze Weile auf die beiden gewartet und währenddessen ein paar andere Stuten gesehen, die mir nicht völlig fremd waren. Nachdem Hunter die Richter gegrüßt hatte, lief er eine große Runde im Schritt. Anschließend lief er los und Cinja folgte ihm im Trab, sie hatte nicht die schönsten Gänge, aber sie gab sich Mühe und trabte gleichmäßig vorwärts. Die Richter riefen Hunter nun zurück in die Mitte, um das Exterieur beurteilen zu können. Wie ein Profi ließ sich Cinja aufstellen und es dauerte nicht lang bis Hunter wieder loslaufen durfte. Diesmal liefen die beiden ihre Zirkelrunden im Schritt und Trab auf der anderen Hand. Zum Schluss durfte Cinja dann freilaufen, um auch ihren Galopp zu präsentieren. Dabei standen wieder einige Helfer in der Hatte verteilt, um die Stute in die richtige Richtung zu treiben. Ein paar Runden gallopierte Cinja in einer Acht durch die Halle. Die Helfer machten einen sehr guten Job und verpassten keinen Einsatz, wenn Cinja aus dem Zirkel wechseln sollte und sie dafür die Stute in eine andere Richtung treiben mussten. Als Hunter dann zum Abschluss noch einmal die Richter gegrüßt hatte und langsam Richtung Ausgang ging, stand ich auf um sie bei unserem Hänger zu treffen.
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    Zuletzt bearbeitet: 2 Apr. 2021
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  11. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Caleb O'Dell aka Veija mit Easy Going
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    Steckbrief
    Exterieur
    Name: Easy Going
    Rufname: Goldi
    Alter: 10.01.2010, 11 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,65m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Palomino (eeAanCr)


    Stammbaum
    von unbekannt
    aus der unbekannt

    Charakter:
    Das kleine Stütchen hat einen makellosen Körperbau. Die Fellfarbe hat sie von ihrer Mutter geerbt, die Gänge von ihrem Vater. Easy spielt gerne und ist für jede Albernheit zu haben. Jedoch mittlerweile entwickelt sie etwas eigensinniges,was aber kaum auffällt.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Friese
    Gezüchtet bei/Zucht:


    VKR: sweet (abgelaufen), Friese

    Kaufpreis: ? Joellen
    Zu Verkaufen: nein (bei Verkauf o. Gnadenweide zurück an Friese)

    Qualifikationen:

    eingeritten
    eingefahren

    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western

    Pleasure LK 1
    Reining LK 4


    Erfolge:
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    1. Platz 34. Synchronfahren, 1. Platz 440. Fahrturnier, 1. Platz 446. Fahrturnier, 3. Platz 450. Fahrturnier, 3. Platz 536. Rennen, 3. Platz 466. Militaryturnier, 1. Platz 486. Fahrturnier, 3. Platz 615. Dressurturnier, 1. Platz 615. Springturnier, 2. Platz 344. Synchronspringen, 2. Platz 616. Springturnier, 2. Platz 616. Dressurturnier, 2. Platz 345. Synchronspringen, 3. Platz 541. Rennen, 2. Platz 569. Westernturnier, 1. Platz 346. Synchronspringen, 3. Platz 571. Westernturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:


    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag:


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    Offizieller HG

    Trainingsberichte (5)
    Pleasure LK 5 - LK 4
    Juli 2018, by Veija
    Laurence
    Octavia war heute zu Besuch auf der Ranch und wollte uns bei dem Training der Pferde etwas unter die Arme greifen. Ich war darüber doch sehr froh, denn so konnten wir mit vier Pferde gemeinsam auf den Platz gehen und schon auf Turnierniveau trainieren. Ich würde heute meine Stute GRH's A Gun Colored Lena reiten, die ich schon bald zur Krönung schicken konnte, worauf die ganze Ranch unglaublich stolz war. Octavia würde Black Sue Dun It reiten, die sie auch schon am fertig machen war. Caleb würde sich Chou schnappen und Bellamy würde A Walking Honor reiten. Alle Pferde sollten in der Pleasure von der LK 5 in die LK 4 aufgestuft werden.
    Relativ schnell fanden wir uns also alle auf dem Platz ein. Da ich heute das Kommando über alle Reiter und Pferde übernahm, befahl ich allen, die Pferde zu erst im Schritt und lockeren Trab warm zu reiten. Auch Lena und ich ritten uns ein wenig warm. Da es hier so wahnsinnig heiß war, dauerte das auch wirklich nicht lange und wir konnten mit dem Training anfangen. Dazu rief ich wieder alle in die Mitte. "Wir reiten jetzt alle ganze Bahnen, ich gebe die Kommandos zu Richtungswechseln oder Tempowechseln. Wichtig ist, dass ihr die Pferde wirklich gerade haltet. Die sollen nicht durch die Gegend gucken und die sollen auch nicht über die Schultern einfallen.", erklärte ich alle und schickte Caleb vor. Gefolgt von Octavia, Bellamy und zum Schluss mir. "Überholt werden darf natürlich, aber rempelt keinen um.", fügte ich noch an und so gingen wir im Schritt auf der linken Hand unsere Runden. Honey und Chou waren doch recht langsam in ihrem Schritt, Sue und Lena allerdings überholten die beiden anderen Pferde, wobei Lena noch die schnellste war und ich mich so sehr schnell an der Spitze unserer kleinen Truppe wiederfand. "Traben.", gab ich die kurze Anweisung und trieb Lena zum Trab an. Trab war gar nicht ihre Gangart. Sie galoppierte für ihr Leben gerne und ich sah es schon kommen, dass wir beim Galopp gleich ein riesiges Chaos haben würden. Immer wenn ich um die Kurve ritt, schaute ich mich nach hinten um. Das, was ich sah, sah wirklich gut aus, so dass ich das Kommando zum Schritt gab. Wir ritten etwa eine halbe Runde im Schritt, ehe ich wieder zum Traben animierte und wir schließlich angaloppierten. "Halte sie alle etwas zurück, lasst sie aber noch flüssig laufen.", sagte ich und sie taten alle, was ich ihnen gesagt hatte. Lena und ich galoppierten vorne weg und überholten sogar Chou noch, die heute wohl wirklich keine Lust zu galoppieren hatte. Nach einer Weile gab ich wieder das Kommando zum Traben und schließlich zum Schritt gehen, ehe wir die Hand wechselten und auf dieser genau das Selbe machten. Dann ritten wir die Pferde trocken und brachten sie wieder auf die Koppeln. Octavia wollte uns noch weiter helfen, weshalb wir uns heute noch Easy Going, Face Down, GRH's Aquila T Mistery und Heretic Anthem vorknöpften. Auch sie alle wollten wir in der Pleasure für die LK 4 trainieren, weshalb wir das selbe machten wie eben mit den anderen Pferden. Die einen stellten sich besser darin an, die anderen eher nicht so gut. Doch alle erreichten das Niveau, welches wir für sie vorgesehen hatten. Es musste natürlich noch mehr Training folgen, doch fürs erste wollten wir es dabei belassen. Octavia verabschiedete sich wieder und so waren wir hier wieder zu dritt.
    Den ganzen Nachmittag über hatten die Pferde alle Pause, ehe wir am Abend nochmals die Pläne studierten und zu dem Entschluss kamen, dass wir die anderen Stuten auch noch trainieren wollten.
    GRH's Unbroken Magic, Honey's Aleshanee und Magnificient Crow waren als nächstes an der Reihe. Magic und Shanee wurden von mir und Bellamy geritten. Sie sollten ebenfalls in der Pleasure aufgestuft werden. Crow wurde von Caleb geritten, denn sie sollte in der Reining auf die LK 2 gebracht werden. Caleb ging deshalb auf den großen Reitplatz, Bellamy und ich fanden uns auf dem Kleinen wieder und trainierten dort unsere beiden Pferde. Beide waren noch jung und erst vor kurzem eingeritten worden, so dass wir hier auf jeden Fall mehr zu tun hatten und es würde auch nicht mit ein paar Mal reiten getan sein. Ab und zu warf ich einen Blick rüber zum großen Reitplatz, auf dem Caleb gerade mit Crow einen Sliding Stop sondergleichen hinlegte. Gleich nachdem sie standen, gab er die Hilfen zum Roll Back und Crow sprang rum. Es fiel ihr jedoch sichtlich schwer, so dass ich glaubte, dass bei der LK 2 für sie Schluss sein würde. Sie war eben doch nicht so perfekt gebaut für diese Disziplin. Doch das war auf keinen Fall schlimm, denn wir züchteten hier auf dem Blakes Crow Meadow ja Allrounder, also hätte sie auf jeden Fall auch weiterhin einen Platz hier auf der Ranch.
    "Lassen wir gut sein für heute, Bellamy.", erklärte ich dem jungen Mann dann und wir ritten zum Stutenstall, wo wir die beiden Pferde absattelten, ihnen ihr Kraftfutter gaben und sie dann wieder auf die Koppel brachten. "Vier Pferde fehlen noch, dann haben wir sie alle für diesen Monat.", sagte ich zu dem jungen Mann und er überlegte kurz. "Lass die heute auch noch machen, wenn wir schon dran sind.", sagte er und ich gab diese Anweisung an Caleb weiter. Er nickte und suchte sich sofort Snapper Little Lena raus, die er in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 bringen wollte. Er hatte irgendwie einen Narren an der blinden Stute gefressen. Bellamy schnappte sich My sweet little Secret und wollte sie im Trail auf die LK 2 bringen. Ebenfalls an Caleb übergab ich Stormborn, die auch auf die LK 3 in der Reining gebracht werden sollte. Für mich blieb dann noch Striga übrig, die ich einreiten und dann in der Pleasure in die LK 4 bringen wollte.
    Wir hatten also in diesem Monat mehr als genug zu tun, ohne uns um die Jungpferde oder die Hengste zu kümmern. Auch blieb das Training der Zuchtpferde zur Zeit noch aus, doch in ein paar Tagen würde dies wieder aufgenommen werden. So trainierten wir jeden Morgen und jeden Abend unsere zugeteilten Pferde, halfen uns bei Problemen gegenseitig und unterstützten uns, so wie es sein sollte. Am Ende des Monats hatten wir dann alle Tiere eine Stufe weiter

    Pleasure LK 4 - LK 3
    Dezember 2018, by Veija
    Caleb
    Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem wollten Cayce und ich in der Hunter Hack auf die nächste Stufe bringen. Seit Cayce da war half er mir ständig beim Trainieren der Pferde, so dass ich viel schneller und besser voran kam. Letzte Woche hatten wir angefangen, Striga, Honey's Aleshanee, GRH's Aquila T Mistery, Unbroken Magic, A Walking Honor, Chou, Easy Going und Face Down in der Pleasure auf die LK 3 vorzubereiten. Noch allerdings nur mit Wassertrense, was sich in den nächsten Tagen ändern würde.
    Mit Crow und Heretic hatten wir noch nicht trainiert, heute würde unser erstes Training für diesen Monat mit ihnen sein. Wir hatten sie beide gesattelt und standen nun in der Halle, wo wir nach dem nachgurten aufstiegen und die Pferde warm ritten. Heretic zeigte sich dabei etwas besser, da sie von sich aus langsamere Bewegungen zeigte. Am Sprung jedoch musste Cayce sie ganz schon treiben. Crow dagegen war teilweise etwas zu stürmisch, zeigte auch am Sprung noch viel zu viel Go und verhaspelte sich dann davor. "Ist wohl nicht Crows Disziplin.", meinte Cayce nach dem Training zu mir. "Nein, scheint nicht so. Ich wollte nächsten Monat anfangen mit Barrel Racing mit ihr. Da kann ich sie mir besser vorstellen.", sagte ich zu ihm und er nickte. "Ja, da sehe ich sie auch eher... und sollen wir uns Magic und Easy nochmal holen heute? Die anderen Pleasurepferde können wir ja morgen dann machen.", fragte er mich und ich nickte.
    Zu erst brachten wir Crow und Heretic in den Stall, ehe wir uns Unbroken Magic und Easy Going holten, putzten, sattelten und dann in die Halle gingen. Wir hatten ihnen heute schon die Kandaren angezogen und wollten, testen, wie sie darauf reagierten. Ich hatte Magic unter mir, die mit der Umstellung wirklich nicht so gut klar kam. Sie war sehr auf meine Hilfen angewiesen und wenn ich die Zügel einmal hochnahm und sie das unbekannte Gebiss in ihrem Maul an den Gaumen bekam, reagierte sie mit Kopfschütteln und genervtem Schweifschlagen. "Oh oh...", sagte Cayce auf einmal, der hinter mir ritt. "Die würde ich nicht mit dem Gebiss reiten. So machst du sie dir nur sauer.", sagte er zu mir und ich hielt die Stute seufzend an. Ich schrieb Betsy kurz eine SMS. Wenig später tauchte sie in der Halle auf und wir tauschten die Trense. Jetzt hatte ich wieder die gewohnte Wassertrense auf der Stute, die sie kannte und mit der sie klar kam. "Dann müssen wir eben noch eine Weile damit arbeiten, bevor wir umsteigen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu den anderen und ritt wieder los. Ich ließ die Zügel nun extra viel lockerer und hielt sie mit einer Hand, damit sich Magic an die andere Zügelstellung gewöhnen konnte.
    Drei Wochen Training hatten die Pferde nun alle hinter sich. Bis auf Magic hatte jedes der Pferde, die wir in der Pleasure trainiert hatten, die Umstellung auf Kandare gut verarbeitet. Magic ritt ich seit zwei Tagen zwar auch damit, musste sie aber wahnsinnig fein und mit minimalen Hilfen dirigieren. Diese Stute war wirklich ein Ein-Mann-Pferd, der wusste, wir man mit ihr umzugehen hatte. Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem machten ihren Job immer besser, obwohl für Crow mit der LK 4 in dieser Klasse Schluss sein würde. Hunter Hack lag ihr einfach nicht. Gezogen war sie sowieso für andere Sparten der Westernreiterei, weshalb wir uns diesen im nächsten Monat widmen würden.

    Pleasure LK 3 - LK 2
    Januar 2020, by AliciaFarina
    Weiter ging es mit dem Training von Sieben Stuten. 'Na das kann ja was werden', dachte ich mir als ich die Liste von Caleb bekommen hatte. Die erste im Bunde war A Walking Honor, eine Quarter Horse Stute, welche laut Beschreibung sich von allen händeln lässt, stets bemüht und unerschrocken sein soll. Chou, ein Quarter Horse, war die nächste, sie soll sehr Mutig sein und sich immer von ihrer besten Seite zeigen. Die nächste Stute war GRH's Unbroken Magic eine Paint Horse Stute, sie soll ein wahrer Sturkopf sein, dazu noch sehr sensibel, sowohl im Umgang als auch beim Reiten. Striga eine Azteka Stute, welche ein Mix aus American Quarter Horse und PRE ist, war die vierte im Bunde. Sie soll ruhig und aufmerksam sein und wunderschöne Gänge haben. Dann war da noch Easy Going, eine Quarter Horse Stute die ihrem Namen alle Ehre machen sollte. GRH's Aquila T Mistery eine Paint Horse Stute war die sechste, sie soll stur, dominant, schnell gelangweilt und unterfordert sein, das würde noch was geben. Die letzte im Bunde war Honey's Aleshanee eine Paint Horse Stute welche leicht händelbar und sehr intelligent sein sollte.
    Am ersten Tag beobachtete ich Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce bei ihren Trainingseinheiten. Dabei machte ich mir Notizen, auch beschloss ich, dass ich für diese sieben Stuten lieber Unterricht mache als sie selber zu reiten. Ich teilte Honey, Chou, Magic und Striga in eine Gruppe und Easy, Missy und Alesha in die andere.
    Am nächsten Tag fand die erste Trainingseinheit statt, die vier Herren bereiteten ihre Pferde vor und ritten warm. Währenddessen machte ich es mir in der Halle bequem. Dann ging es los, Caleb ritt mit Magic an der Tete, dahinter Bellamy mit Chou, dann Laurence mit A Walking Honor und dann Cayce mit Striga. Im Schritt sollte jeder sein Pferd bestmöglich präsentieren, taktklaren, losgelassenen Schritt zeigen. Wer zu schnell war durfte innen überholen. Im Trab ging es weiter, Chou war in dieser Gruppe die größte, Bellamy überholte einige Male. Im Galopp überholte Cayce auf Striga öfter, denn sie hatte den größten Galoppsprung. Dann war Pause, ich erklärte allen, was mir aufgefallen war und weiter ging es. In der nächsten Runde ging es schon runder, Laurence ritt aktiver nach vorne und achtete mehr darauf, dass Honey nicht so abtaucht. Bellamy achtete mehr darauf, dass Chou mehr auf ihn achtet und ihn nicht ignoriert wenn er durchparieren will. Caleb versuchte noch ruhiger mit der Hand zu sein und Magic schien es besser zu gefallen. Cayce musste mehr darauf achten Striga zurück zu nehmen, damit die Galoppsprünge runder werden. Dann war Ende, die Jungs ritten eine Runde um den Hof damit die Pferde abschwitzen können, währenddessen ging ich schon in den Stall und bereitete Easy Going vor. Bellamy und Caleb kamen schon bald mit ihren Pferden hinterher, sie brachten Chou und Magic weg und holten sich Shanee und Missy. Als wir fertig waren hatten Laurence und Cayce ihre Pferde ebenfalls abgesattelt. Laurence kümmerte sich um andere Pferde während Cayce mit in die Halle ging um Easy warmzureiten. Die zweite Runde fing an: nach kurzer Zeit merkte man, dass Missy gelangweilt war. Caleb beschäftigte sie mit vielen Tempounterschiede, Bellamy und Shanee ritten locker ihre Runden. Cayce musste mit Easy etwas mehr arbeiten, denn Easy war mit 1,65m vom Körperbau her ein typisches Pleasure Pferde und dementsprechend großrahmig. Nach der ersten Runde besprach ich wieder was mir aufgefallen war. Dann ging es weiter, bei Bellamy und Shanee war nichts zu zu bemängeln, er ritt die Verstärkungen und Übergänge vorbildlich. Caleb hatte etwas zu kämpfen mit Missy, denn sie zeigte des öfteren, dass es ihr zu langweilig ist. Sie würde in ihrem Leben nicht mehr der große Pleasure Fan werden. Cayce schaffte es durch meine Tipps Easy mehr gespannt zu halten und von Runde zu Runde fiel es ihm leichter. Als diese Einheit beendet war ging ich mit in den Stall und klärte mit Caleb ab, dass morgen noch eine weitere Einheit stattfinden sollte.
    Am nächsten Tag ritten Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce wieder ihre Pferde, es klappte noch besser als am gestrigen Tag. Ein paar Kleinigkeiten fielen mir noch auf und die Jungs setzten sie gleich um. Damit war das Training der sieben Grazien beendet.

    Pleasure LK 2 - LK 1
    Februar 2020, by Veija
    Caleb
    Die nächsten Wochen ging es den Pleasuregerittenen Pferden an den Kragen. Anfangen würden Cayce, Laurence und ich heute morgen mit Easy Going, Chou und Honey's Aleshanee. Die drei Pferde sollten in die LK 1 gebracht werden. Ich teilte Shanee Laurence zu und Easy Cayce. Chou würde ich selbst reiten, da ich sie auf der bevorstehenden Krönung auch selbst vorstellen würde. Ich war mich noch nicht ganz sicher, wie ich das machen sollte. Am sinnvollsten wäre es natürlich von allem etwas zu zeigen, das heißt, aus der ganzen Westernsparte. Ein bisschen Pleasure, ein bisschen Trail, ein bisschen Reining. So konnten die Richter am Besten die Vielfalt des Pferdes beurteilen. Bis zur Krönung waren es jedoch noch ein paar Wochen, so dass ich noch Zeit zum Überlegen hatte.
    "Hier Caleb", sagte Murphy und gab mir Chou in die Hand. Er war so lieb gewesen und hatte mir geholfen sie fertig zu machen und zu satteln. "Kann ich eigentlich mit zur Krönung kommen? Ich war noch nie dabei und würde mal gerne sehen, wie das da abläuft", fragte er mich und ich nickte.
    "Klar, warum nicht."
    Als auch Laurence und Cayce fertig waren gingen wir zusammen zum Platz, wo wir nachgurteten und uns dann in den Sattel setzten. Wir ritten die Pferde kurz warm und dann konnte es losgehen. Viele Übergänge, an gleichmäßigem Tempo arbeiten und und und. Die Pferde wussten genau was zu tun war, weshalb wir auch nicht allzulange brauchten und uns direkt der zweiten Gruppe widmen konnten. Striga, Unbroken Magic und A Walking Honor. Magic würde ich natürlich reiten, sie wa reines meiner Lieblingspferde und würde irgendwann mit Gangster ein wunderschönes, aber vermutlich sehr kompliziertes Fohlen zur Welt bringen, da beide Pferde ziemliche Sturköpfe waren und Magic dazu noch ziemlich sensibel ist.
    So schwierig gestaltete sich dann auch das Training. Bee war wie immer unkompliziert. Wusste, das man von ihr wollte und strengte sich an. Striga war wie immer voll in ihrem Element. Die Stute präsentierte sich wahnsinnig gerne und lief dann noch eleganter und noch raumgreifender.
    Auch wenn Strigas Schritte vielleicht größer waren, Magic und ich waren trotz allem immer schneller. Magic lief hastiger, hatte noch nicht wirklich so viel Ruhe. Sie war noch immer sehr sensibel im Maul und zeigte deutlich, wenn ich die Zügel mal zu viel annahm. Ich würde sie trotzdem in nächster Zeit einmal umsattel und versuchen, was sie zum Zügelkontakt in einer Hunder under Saddle sagte. Ich vermutete, dass sie darüber nicht wirklich erfreut sein würde.
    Natürlich war Magic auch Reining gezogen, wie konnte es anders sein. Bis jetzt war sie jedoch nie weiter darin gefördert worden, was sich ab nächstem Monat jedoch ändern sollte.
    Nach einer guten Stunden intensiven Trainings ritten wir die Pferde ab und brachten sie in den Stall. Um A Shining Chrome und Chocolate Shades, die beide für die LK 3 trainierten, kümmerten sich Laurence und Cayce. Ich derweil schnappte mir schon mal den ersten Kandidaten für die LK 4. Snapper Little Lena. Wer sollte sie auch anderes reiten als ich. Die Stute wuchs mir immer mehr ans Herz, auch wenn sie mir schrecklich leid tat. Es war wirklich Pech gewesen, dass sie ihr Augenlicht verloren hatte... durch eine dumme Krankheit. Lena bedeutete viel Arbeit. Wirklich viel. Und das am Besten nur von einer Person, damit sie sich immer auf die ihr bekannte Stimme verlassen konnte. Ihr Potenzial war hoch, nicht nur in der Pleasure, auch in der Reining. Es bedarf einfach nur sehr viel mehr Arbeit, sie zu trainieren.
    Neben Lena gab es noch vier weitere Pferde in dieser Gruppe zur LK 4. Unbroken Soul of a Devil, Bittersweet Temptation, Kholáya und My sweet littel Secret. Alle Pferde waren schon längere Zeit unter dem Sattel und wussten, was sie zu tun hatten. Es bedurfte natürlich noch einiger Trainingseinheiten, aber der Grundstein war gelegt.

    Cotton Eye Trail LK 4 - LK 3, Twister Reining LK 4 - LK 3, Easy Going Reining LK 5 - LK 4, Small Town Dude Trail LK 4 - LK 3
    Februar 2021, by Veija
    Caleb
    Nach einer Woche Trainingspause war ich wieder mit Cotton Eye in der großen Reithalle. Cayce saß auf Small Town Dude und würde sich ebenfalls dem Trailparcours widmen, den ich vor dem Training für ihn und mich aufgebaut hatte. Es war ein recht einfacher LK 3 Parcours, der nicht viel Unterschied zum Parcours vom letzten Mal zeigte. Was nun anders sein würde war, dass ich die Stute in der nächsten Woche ans Bit gewöhnen würden müsste, da sie in der LK 3 nicht mehr mit Wassertrense starten durfte. Auch Twister, den ich am Nachmittag trainieren würde, würde bald auf Kandare laufen müssen.
    Nun widmete ich mich aber zunächst einmal Cotton Eye.
    Ich wärmte die Stute ausgiebig auf, gab Cayce ab und zu Anweisungen, wie er mit Dude verfahren musste und kümmerte mich dann wieder um die Stute unter mir. Heute wollte ich mich den Trabstangen widmen. Bei der LK 3 Pattern lagen die Stangen unterschiedlich erhöht. Dementsprechend hatte ich neben dem Parcours einige Stangen auf den Boden gelegt. Zunächst startete ich bei denen, die nicht erhöht waren. Diese kannte die Stute ja schon aus dem vorherigen Trainings.
    Dann lenkte ich sie auf die Kombination zu, bei der jede Stange erhöht war. Sie verstand sofort, dass sie ihre Beine nun höher heben musste. Ich half ihr mit den Zügeln ein wenig nach und hob ihre Schulter an, damit sie nicht so in den Boden hinein lief und es einfacher hatte.
    Dann folgte die eigentliche Aufgabe aus dem Parcours, zu dem ich wieder hinüber trabte. Nun war jede zweite Stange erhöht. Cotton Eye schlug beim ersten Durchlauf ein paar der Stangen an. Nicht schlimm. Ich ritt sie erneut darauf zu und half ihr dieses Mal ein bisschen mehr, als beim ersten Mal. Es klappte schon besser, bedurfte aber noch einiges an weiterer Übung.
    Ein paar Durchgänge später hörte ich für heute auf, gegen Ende war sie wirklich super gelaufen.
    Am Nachmittag war ich mit Twister in der Halle. Wir harmonierten schon viel besser, als im letzten Monat. Er hörte mir besser zu, stellte sich nicht mehr so quer und wusste generell einfach besser, was ich von ihm verlangte.
    Ich galoppierte ihn gerade auf dem Zirkel, als Laurence mit Easy Going dazukam. Er schaute zu mir rüber und zuckte einmal mit den Schultern.
    “Cayce kann nicht, sieht wohl so aus, als ob ich mich wieder auf die Reiner setzen würde.”
    “Bist du sicher?”, fragte ich ihn und parierte Twister zum Schritt durch. Laurence hatte mit Smartie vor einiger Zeit einen Unfall gehabt und seitdem auf keinem der Reiningpferde mehr gesessen.
    Laurence lachte nur kurz, gurtete nach und stieg auf. “Bei Goldi schon- auf Gangster oder Vulture würde ich mich nicht setzen.”
    Ich würde jetzt wieder ein bisschen strenger mit Twister sein müssen, da nun eine Stute mit in der Halle war und er sich im Januar immer so schrecklich darüber aufgeregt hatte. Seine Hengstmanieren ließen auch nicht lange auf sich warten, denn als Laurence an uns vorbeiritt, machte er den Hals rund und brummelte sie an. Sofort nahm ich die Zügel auf, schob ihn zur Seite und beschäftigte ihn mit Kruppe heraus und herein, ehe ich ihn angaloppierte. So hatte er gar keine Zeit mehr, der Stute hinterher zu schauen sondern musste sich konzentrieren. Er quittierte meinen Druck mit einem Buckler, den ich unkommentiert ließ und einfach drüber hinweg ritt.
    Ich beschäftigte mich heute nur mit dem Zirkeln. Große, kleine, mittlere, schnelle, langsame, winzige Zirkel, es war alles dabei, denn das Training sollte ja nicht langweilig werden.
    Eine Woche später war ich am Morgen wieder in der Halle mit Cotton Eye. Die LK 3 Pattern war komplett aufgebaut und die Stute lief seit ein paar Tagen auf Kandare, wenn auch noch zweihändig. So konnte ich ihr den Umstieg erleichtern und konnte ihr einfach schneller helfen.
    Wir starteten an der Brücke mit anschließenden Schrittstangen. Ich nahm die Zügel auf, ließ Cotton Eye weiter unter mich treten und trabte sie an. Es ging um einen Slalom, ehe ich sie an der linken Ecke der Halle nach rechts angaloppierte. Es folgten zwei Galoppstangen, hinter denen ich sie sofort wieder in den Trab zurücknahm. Cotton Eye ließ sich wunderbar durchparieren und blieb auch versammelt, als wir durch die Box ritten.
    Von dort ging es im Trab in ein offenes Rechteck. Ich parierte zum Stand durch und gab ihr die Hilfen zum Rückwärtsrichten, die sie heute nicht wirklich annahm. Also zog ich die Zügel minimal mehr an und klopfte mit den Sporen fester an ihre Rippen, ehe ich die Beine wieder nach vorne wegstreckte. Ich bekam kaum mehr Reaktion. Gut, dann würden wir das eben gleich nocheinmal üben.
    Aus der Box herausgekommen drehte ich sie um 90 Grad und lenkte auf die vier Schrittstangen zu, die unterschiedlich hoch lagen. Das hatten wir in der letzten Woche zur Genüge geübt, so dass sie diese Übung souverän meisterte. Zu guter Letzt folgte das Tor, welches ich mit der rechten Hand arbeitete.
    Ich schloss es gerade wieder, da kam Cayce mit Small Town Dude in die Halle. “Na, auch wieder am Start heute morgen?” Cayce nickte und machte sich sofort ans Aufwärmen des Hengstes.
    Cotton Eye hatte noch keinen Feierabend, denn wir widmeten uns jetzt noch einmal dem Rückwärtsrichten. Sie wusste, was sie machen sollte. Sie hatte nur gerade keine Lust darauf. Also ging es rückwärts. Mal einen Schtitt, mal vier, mal zehn. Mal geradeaus, mal nach links weg und mal nach rechts weg. Ich ließ heute auch nicht locker und hörte erst auf, als sie mir fünf flüssige Schritte nach hinten gab. Dann ritt ich sie trocken und brachte sie wieder weg.
    Für Twister, der wirklich immer besser wurde und immer weniger anstrengendes Verhalten zeigte, ging es heute zur Sache. Er reagierte so toll auf die Kandare und ließ sich damit viel besser reiten, dass ich mich entschieden hatte, ihn heute einhändig zu reiten. Ich konnte ja noch immer mit der zweiten Hand eingreifen, falls es in die Hose gehen würde.
    Unsere Pattern startete an X. Wir schauten zur linken Wand und ich galoppierte ihn auf der rechten Hand an. Vorher stellte ich ihn genau, damit er sauber angaloppieren konnte. Die ersten beiden Zirkel waren groß und schnell. Dabei ließ ich ihn weitestgehend in Ruhe. Er sollte mittlerweile gelernt haben, den Zirkel selbst zu finden. Kurz vox X und dem Übergang zum kleinen, langsamen Zirkel spannte ich meinen Körper an, setzte mich ruhiger in den Sattel. Twister reagierte sofort und wurde langsamer. Ich hielt meine Beine an seinem Körper, damit er nicht zum Trab durchparierte, sondern im Galopp blieb. Beim nächsten Mal an X stoppte ich den Hengst. Er setzte sich schön auf die Hinterhand zum Stoppen. Es folgten vier Spins nach links, ehe ich ihn wieder angaloppierte und wir die gleiche Zirkel auch auf der anderen Hand ritten. Es folgten vier Spins nach rechts, ehe ich ihn wieder auf der linken Hand angaloppierte, wir an X einen fliegenden Wechsel machten und auf die andere Hand übergingen. Die Wechsel hatte er schnell verstanden. Unseren Zirkel jetzt schlossen wir nicht, sondern galoppierten an der langen Bande vorbei bis zum letzten Marker, wo ich ihm die Hilfen zum Stop gab. Roll Back nach rechts und wieder zurück, das Gleiche noch einmal.
    Letztendlich stoppten wir ein letztes Mal. Ich richtete den Hengst ein paar Schritte rückwärts und lobte ihn ausgiebig. Dass dieser Hengst einmal so lernwillig und motiviert bei der Sache sein würde, hätte ich nie gedacht!
    Als ich wieder auf dem Weg zum Stall war kam mir Laurence mit Easy Going entgegen.
    “Wieso reitest du die denn schon wieder? Cayce hat doch Zeit?”, fragte ich ihn etwas verdutzt.
    “Ja das schon. Aber ich mag die Stute.”

    Die Kür
    Endlich war es soweit und ich konnte mit Easy Going an der 473. Stutkrönung für alle Stuten teilnehmen. California Rose war am Vortag gelaufen, heute würde es ihr Easy Going nachmachen.
    Goldi war die Ruhe selbst, schaute sich neugierig um und war beim Aufwärmen ein Schatz. Sie arbeitete gut mit, stand wunderbar an den Hilfen. Das war auch der Grund, dass ich das Aufwärmen verkürzte und sie nicht so viel forderte, wie ich es eigentlich geplant hatte.
    Es dauerte nicht lange da waren wir auch schon an der Reihe.
    Die Kür war jedes Mal das Gleiche: das Einreiten am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen, alle 3 Grundgangarten auf rechter und linker Hand zeigen, mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn (dabei entschieden wir uns für Zirkel, Schlangenlinien und sogar das Wechseln durch die Länge der Bahn), Richter verabschieden am Ende der Kür.
    So einfach und anspruchslos.
    Nach der Kür brachte ich Goldi wieder hoch in ihre Box, in der sie bis heute Abend noch stehen würde- denn nach Verkündung der Ergebnisse würden wir uns mit beiden Pferden wieder auf den Heimweg machen.
    1102 Zeichen mit Leerzeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, by Veija
     
  12. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Sie endet am 12. April 2021 um 09:09 Uhr.


    Disqualifiziert wurde Patagonia von @Sosox3. Grund: Fehlende Verlinkung zum Pferd.
     

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