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[SK 472] Alle Stuten

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Canyon, 7 Dez. 2020.

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Welcher Stute möchtest du deine Stimme geben?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 13 Dez. 2020
  1. Räubertochter

    28,6%
  2. It's Tea Time

    21,4%
  3. Golden Highlight

    14,3%
  4. Riverdale

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Only Known in Texas

    7,1%
  6. A Walking Honor

    14,3%
  7. Baldintáta

    14,3%
  8. GRH's Unbroken Magic

    0 Stimme(n)
    0,0%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    [SK 472] Alle Stuten

    Herzlich Willkommen auf der Bow River Ranch!
    Im Herzen Kanadas, nahe Calgary und des Bow Rivers, liegt die Ranch von Caleb O'Dell, den einige bestimmt noch vom ersten Joelle Horse Makeover kennen, denn auch das Finale fand hier statt.
    Sobald ihr das große Schild mit der Namensaufschrift passiert habt, fahrt ihr an großzügigen Koppelarealen vorbei, ehe ihr schließlich auf den Hof vor dem Hauptgebäude stoßt. Dort könnt ihr euer Pferd ausladen und in eine der Stallungen bringen:
    Euer Pferd soll lieber draußen bleiben? Alles klar, wir haben Paddockareale frei, die über einen Unterstand verfügen und so einem Offenstall gleichkommen.
    Eurem Pferd ist es nachts zu kalt, tagsüber soll es aber schon frische Luft schnappen können? Kein Problem, wir haben Paddockboxen frei.
    Ihr möchtet euer Pferd klassisch in der Box halten mit Koppelgang am Tag? Kein Thema, sucht euch eine der Boxen im Nebenstall aus.
    Ihr wollte euer Pferd zur Arbeit an Ort und Stelle wissen? Schnapp dir eine Box in der großen Halle.
    Neben besagter großen Halle befindet sich noch ein großer und ein kleiner Reitplatz, ebenso wie zwei Round Pens und eine Führanlage auf dem Gelände. Helfer dürften dir auch genug begegnen, denn neben Caleb wohnen noch Cayce, Laurence, Octavia, Bellamy, Ylvi und Louis auf der Ranch. Auch die Kinder Betsy, Kaya und Tschetan, vor allem letzterer helfen euch bei allen Belangen gerne weiter.
    Eine Sache möchte ich euch vor eurer Anreise gerne noch mit auf den Weg geben: Im Winter ist es hier ziemlich kalt- und Schnee gibt's hier mehr als das Auge reicht.
    (c) Veija


    Regeln:
    - Die kurze Einleitung dient euren Kürberichten jediglich zur Inspiration. Es ist euch überlassen, ob und wie ihr sie nutzt
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen).
    - Jeder darf mit bis zu drei Stuten teilnehmen, dabei ist es egal, wem diese gehören.
    - Diese Körung ist max. 3 Monate offen [Stichtag: 07.03.2021], dann erfolgt die Abstimmung ungeachtet der Teilnehmerzahl (max. 10 Teilnehmer)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.! Zur Überprüfung wird die Zeichenanzahl unter den Kürtext geschrieben, zusammen mit dem Prüfsystem.
    - Bitte überweist 5 Joellen pro Stute an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 471
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mindestens einen Tag vorher angekündigt, außer die maximale Teilnehmerzahl ist bereits ausgefüllt.
    - Hufschmied- und Tierarztberichte sind mit dem richtigen Datum zu versehen.
    - Nach Beginn der Abstimmung dürfen keine Änderungen mehr an euren Beiträgen erfolgen.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerbsschleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschauschleife
    2 Punkte je Reiterspielschleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein - Zählung erfolgt ab dem Tag der Anmeldung.

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte + Datum (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Dez. 2020
    Stelli, Eddi und Veija gefällt das.
  2. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    Cambria

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    Steckbrief:
    Offizieller HG

    [​IMG]

    Vom: Pajero

    Vom: Prince

    Vom: Pretty Handsome

    Aus der: Fayou xx

    Aus der: Ividi

    Vom: Grey Storm

    Aus der: Ivi

    Aus der: Calina

    Vom: Cadoc

    Aus der: Spring Break

    Vom: Summer Time

    Aus der: Saphyllis


    [​IMG]

    Rufname: Cambria, Cymru
    Geburtstag: 28.04.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1,70 m
    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Braunschecke
    (Ee,Aa,Stysty,Toto)
    Abzeichen: Stern, halbweisse Fessel vl, weisse Fessel vr, weisser Ballen hr
    Gesundheit: sehr gut


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    Fleissig, Lieb, neugierig, frech


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    Cambria ist eine sehr elegant gebaute, feingliedrige Stute, die ausserdem auch durch ihre Scheckung auffällt. Sie hat weiche, leichtfüssige Grundgangarten und zeigt auch im Springen eine hübsche Manier. Sie ist somit vielseitig einsetzbar und überzeugt zudem mit einem liebenswürdigen Charakter, der sie leichtrittig macht und auch für Anfänger kein Problem darstellen würde. Sie hat soweit nur eine Macke - nämlich dass sie alles, was man in ihrer Reichweite plaziert, mit ihrem Maul bearbeitet, runterschmeisst oder durch die Gegend wirft, wenn ihr Langweilig wird.


    [​IMG]

    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


    [​IMG]

    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: nicht leihbar!


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: S
    Dressur Klasse: S
    Distanz Klasse: E
    Wendigkeit: A

    Eignung: Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [RS 75]
    Wasserspiele

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    Cambria's Spind

    Trainingsberichte [11]:
    Occulta
    Springen E-A
    Fake my Destiny, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Cambria

    Wir befanden uns auf dem Sandplatz, alle um Lisa versammelt, die uns den heutigen Ablauf der Springstunde erklärte. Ich sass auf Bacardi und schielte hin und wieder zu Robin rüber, die heute erst zum zweiten Mal in Cambrias Sattel sass. Sie schien sich bisher gut mit der Oldenburgerstute zu verstehen, wie ich es mir erhofft hatte. Cambria stand ruhig und geschlossen da, bereit, um sich jederzeit in die Arbeit zu stürzen. Ihre Einstellung war zwar bemerkenswert, aber manchmal auch trügerisch. Ich hatte sie zuvor ein paarmal selbst geritten, und etwas Mühe gehabt, sie mit der Nase auf der Senkrechten zu halten – sie neigte dazu, sich in eine tiefere Haltung zu verkriechen und dann einfach ihr Programm abzuspulen, ohne dabei die wichtigen Körperteile aktiv zu benutzen. Ich war gespannt, wie sie sich mit Robin anfreunden würde. Deutlich unruhiger als Cambria stand Sniper da. Er versuchte, die ganze Zeit Schritte vor und zurück zu erschleichen, oder scharrte frustriert. Er verstand einfach nicht, warum er hier so doof stillstehen musste. Parker hielt ihn dennoch geduldig an Ort und Stelle. Lisa beeilte sich mit den Instruktionen und schickte uns kurz darauf zum aufwärmen auf die linke Hand raus. Wir mussten zuerst unter ihrer Anleitung intensiv galoppieren und Übergänge reiten, bevor sie uns an die Hindernisse heranliess. Wie ich es erwartet hatte, wies sie Robin mehrere Male darauf hin, Cambria gut vorwärts zu treiben und mit feinem Zupfen in die korrekte Aufrichtung zu bringen. Bacardi lief ziemlich gut; er war heute zwar fleissig, aber konzentriert und liess sich im Galopp sogar einigermassen setzen. Parker musste mit Sniper dagegen immer wieder abwenden, weil der Junghengst den Turbo eingeschaltet hatte. Lisa liess sie Volten verkleinern und eine Acht reiten, um ihn am Ball zu halten. Mit dabei waren auch noch Shira, die von Linda geritten wurde; Chanda, mit Darren und Jazz mit David, und Lily mit Fake. Letztere war ebenfalls schnell unterwegs, aber nur im Galopp. Als Lisa zufrieden war, durften wir ein erstes Kreuz überspringen. Die Pferde waren allesamt unerfahren, also begannen wir ganz einfach. Chanda stellte sich etwas ungeschickt an. Sie bremste vor dem Kreuz ab und hüpfte dann unelegant aus dem Stand darüber. Cambria ging ohne zu überlegen einfach hinüber, als wäre es bloss ein grösserer Galoppsprung. Sie hatte aber auch die längsten Beine der hier Anwesenden. Jazz, mit der ich auch schon ein paar Cavaletti gesprungen hatte, hob zwar die Beine noch nicht so schön, wie sie es hätte tun sollen, aber bei der Höhe spielte das keine Rolle. Wir fuhren fort und erhöhten die Schwierigkeit zunehmend. Nach einer Weile waren wir bei einem kleinen Parcours angelangt, der doch schon ein paar schwierigere Wendungen beinhaltete, jedoch alles immer noch bei geringer Höhe. Fake und Lily flitzten durch den Parcours. Die Hackney-Pony Stute war ziemlich wendig und Lily konnte sie gut manövrieren. Meine Nichte hatte extrem viel dazugelernt, seit sie auf Pineforest Stable lebte und jeden Tag im Sattel sass. Am Anfang war sie noch unsicher gewesen und hatte in erster Linie daran gearbeitet, einen anständigen Sitz zu entwickelt – heute startete sie auf kleineren Turnieren und wurde immer geschickter mit den Ponys. Sie fiel auch nicht so schnell runter. Selbst wenn Fake oder Areion mal einen lustigen Tag hatten und etwas bockten, konnte sie sich problemlos oben halten. Nur manchmal musste ich sie noch daran erinnern, dass sie gerade sitzen solle und die Hände zusammen behalten. Sie war eben eine praktische Reiterin, ähnlich wie ich: nicht so sehr auf den Stil fixiert, aber umso mehr darauf, dass das Pferd gut lief. In der Dressur konnten wir damit nicht gerade Glanznoten erreichen, aber dafür waren wir in den dynamischeren Disziplinen gut aufgehoben. Aber was nicht ist, kann noch werden, sagte ich mir immer, wenn ich ihr so zusah. Vielleicht übertrumpfte sie mich ja eines Tages und mauserte sich zum Dressurfreak? Jedenfalls sah es richtig cool aus, wie die beiden mit wehendem Schweif und Ponyschwanz über die Hindernisse flitzten. Auch Lisa fand es gut, ordnete aber für die nächste Runde etwas mehr Ruhe und Kontrolle an, denn «wenn es höher wird, wirst du mit Geschwindigkeit allein nicht sehr weit kommen.» Shira zeigte heute ihr Talent. Die junge Stute hatte eine sehr schöne Manier und war normalerweise auch rittig. Ich steckte grosse Hoffnungen in sie, aufgrund ihrer Abstammung und ihres Körperbaus. Ich war ausserdem auf der Suche nach einer neuen, unter 16-jährigen Reiterin für die Ponys im Allgemeinen. Wenn wir sie als Pferde anmeldeten, konnten mit den Reitponys natürlich auch erwachsene an gewöhnlichen Turnieren Starten. Aber wenn wir sie an den speziellen Pony Turnieren laufen lassen wollten, mussten sie einen jugendlichen Reiter haben. Lily war zwar meine Zukunftshoffnung, was diese Sache anbelangte, aber auch sie würde an ihre Grenzen kommen, wenn sie (mit White Dream gerechnet) neun Ponys alleine auf Turnieren vorstellen musste, und nebenbei auch noch mit Areion, Nossi und Fake etwas machen wollte. Eventuell konnten wir Suri so weit fördern, dass sie zusammen mit Lily unsere Ponys springen, oder wenigstens in der Dressur starten konnte. Aber selbst dann wäre es noch viel zu tun für zwei Mädchen. Meine Idee war es, ein junges Mädel (oder einen Jungen) zu finden, das Talent hat, dem aber das passende Pony fehlt. So war im besten Falle beiden Seiten geholfen. Lisa und Elliot hatten schon ein paar ihrer Reitschüler ins Auge gefasst, aber es musste einfach allgemein passen, sowohl vom Reiterlichen, als auch in Sachen Zuverlässigkeit, Umgang mit den Ponys und natürlich im Zwischenmenschlichen. Daher plante ich auch schon seit Wochen, so eine Art Bewerbungs-Herbstlager durchzuführen um die Kandidaten besser kennenzulernen. Normalerweise machten wir ein Sommerlager für jüngere Kinder, damit diese die Miniature Horses bespassen konnten. Das hatte dieses Jahr nur eine Woche gedauert, nicht wie sonst zwei. Dafür würde nun dieses Herbst-Sportlager kompensieren.
    Jedenfalls lief die Stunde ganz gut, bis auf ein paar wenige Verweigerungen von Sniper und Jazz. Zufrieden befahl Lisa uns die Zügel lang zu lassen und die Pferde auszutraben. Natürlich war so eine einzelne Trainingseinheit nicht genug, um die Vierbeiner in die nächsthöhere Klasse aufschwingen zu lassen. Aber sie waren mit weiterem Training auf bestem Weg aufzusteigen.
    30 Okt. 2018

    Occulta
    Springen A-L
    Training für die Faulen

    PFS’ Colours of Life, tc Miss Moneypenny, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Ravissante, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    «Occu, es ist zu warm zum Arbeiten», jammerte Jonas, in seinem neu gekauften Schaukel-Stuhl auf der Terasse ausgebreitet. Er hatte das Teil am Wochenende in einer Brockenstube gefunden und sich sofort darin verliebt. Das alte, dunkle Holz war zwar an manchen Stellen etwas rau von der vermutlich Jahrzehnte langen Benutzung, aber mit etwas Schleifpapier und neuem Lack wollte er ihm demnächst zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings sah es im Moment eher nicht danach aus, als könnte er die nötige Energie dazu aufbringen. Bacardi lief bereits ungeduldig um mich herum, weil ich nicht weiterging. «Komm, auf», scheuchte ich ihn in befehlerischem Ton von seinem Sonnenplätzchen. Er grummelte vor sich hin und schlenderte zum Hauptstall. Lisa war auf dem Sandplatz bereits aufgestiegen und wärmte Sniper im Schritt am langen Zügel auf. Ich tat es ihr gleich. Heute war wieder Trainieren angesagt, und zwar mit einem ganzen Heer von Jungpferden. Lisa und ich ritten plaudernd nebeneinander und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, die auf unsere Rücken brannten. Lily stiess mit Fake auch noch dazu, und ihr folgten auch kurz darauf die anderen aus dem Nebenstall; Shira, Ravissante, Cambria. Wir ritten alle sechs Vierbeiner, um die bereits aufgestellten Hindernisse zirkelnd, warm. Nach etwas mehr als fünf Minuten trabten wir an und vollführten unter Lisas Anweisungen ein paar gymnastizierende Dressurlektionen, ehe wir mit den Cavalettis begannen. Bacardi war am Anfang etwas übereifrig und hüpfte jeweils über das halbhohe Cavaletti, anstatt darüber zu traben. Ich hielt ihn zusammen und versuchte es erneut, bis es beim dritten Versuch klappte. Er war eben noch jung und verstand ungerne, dass man die Aufgaben konzentriert und auch mal langsam angehen musste. Lily und Fake hatten ganz ähnliche Probleme, aber bei ihnen lag es vor allem daran, dass Lily noch nicht genug einwirken konnte, um die temperamentvolle Hackney-Pony Stute mit dem Sitz zu bremsen. Sie gab sich immerhin grosse Mühe und schaffte es nach einer Weile auch so halb. «Das wird schon, Lily. Sobald du längere Beine hast, kannst du sie auch besser kontrollieren», ermutigte Lisa meine Nichte. Das Mädchen nickte nur konzentriert und bremste Fake wieder in den Schritt. Lisa schickte uns als nächstes über ein paar Kreuzchen in einer Linie, die ebenfalls noch dem Auflockern und der Taktfindung dienten. Erst danach legten wir mit Steilsprüngen, Oxern, In-Outs und Kombinationen los. Für die jungen Pferde waren besonders letztere anspruchsvoll, da viele dazu neigten, etwas kopflos zu werden und zwischen den Hindernissen beschleunigen zu wollen. Auch Bacardi versuchte es, aber durch meine langjährige Erfahrung konnte ich ihn zurückhalten und in angemessenem Tempo auf den zweiten Sprung zureiten. Er schnaufte zwar leicht frustriert, galoppierte aber schön am Zügel. Ich lobte ihn streichelnd, um ihm zu zeigen, dass es so richtig war. Fake und Lily flitzten zum Teil in halsbrecherischem Tempo durch, aber Lisa war schon dabei, das zu korrigieren und ihr Tipps zu geben. Robin und Cambria hatten auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu überwinden, aber es sah gar nicht so schlecht aus. Ravissante lief unter Quinn richtig schön. Ich war begeistert beim Zusehen, als die beiden den einen Oxer übersprangen und die Anglo-Araberstute eine wunderbare Flugphase zeigte. Sie erinnerte mich in ihrer Manier sehr an Sunday – ausser, dass sie ab und zu ihren Schweif aufgeregt anhob, wenn sie auf ein Hindernis zukam. Quinn schien sich sehr gut mit der Stute zu verstehen und grinste begeistert, als sie den kleinen Abschlussparcours beim ersten Versuch fehlerfrei überwunden hatten. Sie liess Ravi den Kopf strecken und klopfte ihr zufrieden auf den Hals. Auch Bacardi und ich schafften es ohne Abwurf. Die Höhe war ja auch noch nicht gerade eindrucksvoll. Aber trotzdem war ich stolz, als am Ende die meisten sauber durch den Parcours kamen. Sogar Fake kam überall gut drüber, wenn auch ein Tickchen zu schnell. Shira und Snipy hatten je einen Abwurf; Shira in der Kombination und Sniper beim letzten Steilsprung, weil Lisa sich mit der Distanz verschätzte. Dass ausgerechnet unsere Reitlehrerin einen Fehler machte, fanden wir ganz amüsant – konnte ja passieren. Wir liessen die sieben Pferde austraben und versorgten sie dann zügig, um gleich anschliessend mit der nächsten Truppe weiterzumachen. Diesmal war der Vollblut-Nachwuchs an der Reihe. Miss Moneypenny, Daedra, Primo, Sarabi, Mambo, Cryptic, Thalia, Counterfire und David mit Life. Weil diese Gruppe etwas grösser war als die letzte, hatten wir auch entsprechend mehr Abreitplatz-Atmosphäre, aber das kam in diesem Fall gerade gelegen: Mit diesen acht wollten wir nämlich einen Ablauf wie auf einem Turnier simulieren. Jonas hatte es tatsächlich fertig gebracht, in der Halle zwei Aufwärm-Hindernisse aufzubauen und verstellte sie nun nach unseren Wünschen. Danach ritten wir jeweils nach draussen auf den Sandplatz und sprangen direkt den Parcours, jeder zweimal. Ich hatte Thalia als Partnerin. Die Winter-Tochter war extrem rittig und liess sich heute durch nichts ablenken, sodass wir beide Durchgänge einwandfrei abschlossen. Mir gefiel ihr Arbeitswille, der sich übrigens auch auf der Rennbahn auszahlte. Sie war zwar nicht die Schnellste, dafür sehr ausdauernd und fokussiert auf die Ziellinie – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie selbst bei einem Bombeneinschlag auf der Tribüne nicht zucken würde. Bei Counterfire, die gleich nach mir auf den Platz ging, war das gerade anders herum. Die feurige Fuchsstute konnte ausserordentlich gut beschleunigen und hatte mächtig Schub in der Hinterhand, liess sich allerdings leicht aus dem Konzept bringen und brauchte eine konsequente Hand. Als Katze Shiva in ein Gebüsch neben dem Viereck kletterte, um Spatzen aufzuscheuchen, verpasste sie dementsprechend das nächste Hindernis und räumte es mit den Vorderbeinen ab. Charly war auf den unsanften Sprung nicht vorbereitet gewesen und kam hinter die Bewegung. Als Counterfire nach dem missglückten Manöver auch noch um die Kurve raste, besiegten ihn die Fliehkräfte. Er plumpste in den Sand und die Stute raste eine Runde um den Platz, wobei sie gerade noch von Oliver davon abgehalten wurde, diesen zu verlassen. Der Trainer motzte «be careful with my racing champions, please» und bewachte den Eingang, bis wir Fire eingefangen hatten. Charly war anscheinend unversehrt, bis auf ein paar blaue Flecken. Er stieg wieder auf und ritt das Hindernis nochmal an, nachdem Lisa, die diesmal nicht selbst im Sattel sass, es wieder aufgestellt hatte. Counterfire, die noch etwas aufgeheizt von vorher war, wollte schon wieder mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Stangen losrennen, aber Charly machte nochmal eine Volte, bis er sie unter Kontrolle hatte, und lenkte sie dann deutlich ruhiger geradeaus, diesmal ohne Probleme. Die übrigen Vollblüter waren heute erstaunlich gemütlich unterwegs; Quinn musste Primo regelrecht vorwärtstreiben und auch Mambo hatte beim Oxer etwas zu wenig Schwung, sodass die oberste Stange fiel. Höchstwahrscheinlich liegt es am Temperatur- und Fellwechsel, überlegte ich. Ich bürstete und massierte Thalia rasch nach dem Absatteln, aber es reichte leider trotzdem nicht mehr um die letzte Runde von Daedra zu sehen. Ich erfuhr aber von Lisa, dass sie einmal parkiert hatte – schade. Das war bei ihr in letzter Zeit etwas zu häufig vorgekommen, weshalb ich überlegte, sie in nächster Zeit mehr mit Quinn laufen zulassen, oder selbst ein wenig Korrektur zu reiten. Nicht, dass ich meine oder Quinns Reitkünste höherstellte als die der anderen, aber wir beide hatten einfach etwas mehr Erfahrung als zum Beispiel April, die sie heute geritten hatte. Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Stute irgendwelche unvorteilhaften ‘Habits’ entwickelte. Nachdem nun alle den Parcours gemacht hatten, wollte Lily unbedingt nocheinmal mit Areion einen Versuch starten. Sie wärmte ihn bereits in der Halle auf, als ich dazustiess. Der immernoch-Hengst zeigte auch diesen Frühling wieder teils etwas aufmüpfiges Verhalten, sodass Lily die letzten Wochen meine Hilfe mehr als einmal gebraucht hatte. Heute schien er aber eher gemütlich unterwegs zu sein und liess sich wenig später auch gut von meiner Nichte über die extra tiefer gestellten Hindernisse lenken. Lisa ermutigte sie, noch etwas mehr Schwung von dem Tinker zu fordern, weil er ein paarmal zu dicht ans Hindernis kam, aber sonst sahen die beiden gar keinen so schlechten Eindruck.

    Insgesamt zufrieden mit den Vollblütern, wandte ich mich nun dem Training der beiden Nachwuchswesternpferde Chanda und Jazz zu. Ich putzte die grau-weisse Criollo Dame, während Jonas sich Jazz antat. Antun deshalb, weil sie heute zusätzlich zu ihren Appaloosa-Sprenkeln auch noch Schlammkrusten trug. Mit dem noch feuchten Boden vom letzten Regenfall erstaunte es mich überhaupt, dass nicht mehr Pferde Schlammig waren. Klar, die Vollblüter waren von Ajith bereits vorgeputzt worden, aber die übrigen hatten anscheinend ausnahmsweises Mitleid mit unserer vom Winterfell Ausstriegeln müden Armmuskulatur gehabt. Jonas stöhnte erschöpft, als er auf die zweite Seite seines Reittiers kam, die genauso schlimm aussah wie die Erste. Er legte einen Moment lang seine verschränkten Arme auf den Runden Po von Jazz und genoss die Sonne, bevor ich ihn anstupste, damit er weitermachte. „Denk dran, die Stunde fängt in fünfundzwanzig Minuten an.“ Ich war so nett und half ihm mit dem Hufeauskratzen, während er noch immer den eher dünnen Schweif von Jazz zu retten versuchte. Nach einem gefühlten Liter Glanzspray und einer insgesamt halben Stunde intensivem Putzen, war die Stute wieder ansehnlich. Wir ritten in Richtung Fluss los, denn wir waren mit Rosie zu einem Training auf der Wilkinson Farm verabredet. Sie hatte einen auswärtigen Westerncoach organisiert. Weil wir so viel Zeit mit Putzen verbracht hatten, mussten wir den grössten Teil des Weges traben, um nicht zu spät zu kommen. Die Pferde waren so zumindest schon warm und wir konnten eigentlich sofort loslegen. Der Trainer gab uns eine Dreiviertelstunde lang Patterns vor und feilte mit uns an den einzelnen Lektionen. Für die jungen Pferde war das Training intensiv und sie schwitzten in der Frühlingssonne ordentlich. Rosie, die mit dem Wüstentemperatur-geprüften Tayr mitmachte, hatte dieses Problem nicht. Dafür hatte sie alle Mühe, ihn angesichts unserer beiden charmanten Damen konzentriert zu halten. Es ist eben Frühling, stellte ich schmunzelnd fest. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, fiel Jonas noch ein neues Araberpferdchen auf Rosies Weide ins Auge. «Schau mal, da ist noch ein Appaloosa-Tier. Ich dachte zuerst, es sei Numair, aber der ist etwas dunkler.» «Tatsache. Rosie? Is that the filly you mentioned last time?” Die rothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest bestätigte. “She’s gorgeous! Definitely coming after Numair.» «I hope she’s also inherited his character, instead of her mother’s. But anyway, she has such a cute head and I love the pink freckles on her face.” Sie schwärmte noch ein wenig weiter, sodass ich beinahe neidisch wurde – das Tierchen sah schon von weitem speziell aus. Letzten Endes wandten wir uns dann doch noch zum Gehen und duschten zurück auf Pineforest die beiden armen, verschwitzten Stuten ab. Chanda machte einen friedlichen Eindruck, als ich sie zurück auf die Stutenweide entliess. Sie sah aus, als könne sie sich nun nach getaner Arbeit so richtig entspannen und das Nährstoffreiche Frühlingsgras besonders geniessen. Jazz blieb noch einen Moment erwartungsvoll beim Zaun kleben, als warte sie noch auf eine letzte Karotte. Jonas und ich hatten leider beide nichts mehr im Sack, also musste sie sich mit den vorherigen Belohnungen zufriedengeben. Wir schlenderten zurück zur Halle und ich bog von dort aus zu den Miniweiden ab, um schonmal die Sulkys für den Nachmittag bereitzustellen, während er gähnend Richtung Haus wanderte. „Du musst noch die Winterreifen wechseln“, rief ich ihm schelmisch hinterher. Er drehte sich als Antwort um und gab mir einen Militärischen Gruss zurück – um anzudeuten „wird ausgeführt, Chef“.

    Die Minis waren den ganzen Winter hindurch einigermassen fit gehalten worden, aber nun im Frühling ging die Show-Saison wieder los, und mit den schneefreien Strassen konnten wir auch wieder mehr Zeit ins Fahrtraining investieren. Deshalb drehte ich den halben Nachmittag lang fleissig Runden auf der Ovalbahn. Zuerst mit Kiwi. Die beinahe ganz weiss gescheckte Stute verlor ihr ungeschorenes Winterfell in Fetzen. Das meiste hing noch an ihrem Bauch und unter dem Kopf. Ich striegelte einen Kisseninhalt weissen Fells ins spriessende Gras, danach sah sie etwas weniger zottelig aus. In den nächsten paar Tagen würde sie das Fell wohl vollständig wechseln. Lewis kam etwas verspätet aus dem Mittag und entschuldigte sich mit der Erklärung, dass er mit Quinn, Charly und Parker in der Stadt essen war, wobei sie ziemlich lange hatten anstehen müssen. Das war für mich kein Problem, ich wusste ja, dass meine Pfleger seriös arbeiteten. Lewis schnappte sich Tiki («You could have taken Kiwi, if you had come on time”, neckte ich ihn, wissend, dass Kiwi sein Liebling war). Er ent-fellte sie in Rekordzeit und war mit dem Geschirr anlegen am Ende noch fast eher fertig als ich. Wir schlauften die letzten Riemen durch und führten die Ponys dann von der Weide zu den bereitstehenden Sulkys. Als beide sicher eingespannt waren, fuhren wir zur Ovalbahn. Ich übte mit Kiwi besonders das Zulegen und Aufnehmen, wobei ich einen schicken Show-Trot herauszuprovozieren beabsichtigte. Es klappte auch einigermassen; die Miniature Stute hob ihre Beine höher als sonst. Ich lobte sie jeweils überschwänglich, um ihr die Bewegungen möglichst schmackhaft zu machen. Lewis übte mit Tiki ebenfalls im Trab, allerdings konzentrierte er sich bei ihr mehr auf die Aufrichtung und die korrekte Anlehnung an die Fahrzügel. Gegen Ende des Trainings liess ich die Zügel länger, sodass Kiwi nach unten strecken konnte. Sie wurde dabei zunächst etwas schneller, aber ich bremste sie mit der Stimme und nach einigen Augenblicken waren wir gemütlicher unterwegs. Sie war eben doch noch jung und musste lernen, entspannt und in gleichbleibendem Takt zu laufen. Das wurde an den Shows übrigens auch bewertet. Ich fuhr mit Kiwi zurück und holte als Nächstes Xinu, Lewis machte mit Lining weiter. Die beiden Hengstchen waren etwas einfacher zu einem Bluff-Trab anzustacheln. Sie hoben fast schon von selbst die Vorderbeine, wir mussten nur darauf achten, dass die Hinterhand auch richtig untertrat. Nach Xinu und Lining waren Oreo und Acira dran. Oreo spürte den Frühling und brummelte seiner Halbschwester zu, als wir hintereinander zur Bahn fuhren. Lewis hielt ihn kurz und blieb in einem vernünftigen Abstand. Wir trainierten wiederum fleissig unsere Runden, und zum Spass galoppierten wir auch ein wenig. Aciras seidiger Schweif flatterte in der Kühlen Brise, die sich mit dem Fahrtwind vereinte. Ihre kleinen Hufe schlugen rhythmisch auf dem feinen Kies auf. Zuletzt drehten wir auch noch ein paar Runden mit Darling und Allegra – letztere war noch nicht lange eingefahren und hatte noch etwas Mühe mit der Kommando-Umsetzung. Sie war meist ein wenig zu eifrig und wollte nicht warten, geschweige denn dabei geschlossen stillstehen. Aber auch das würde mit der Zeit immer besser klappen, davon war ich überzeugt. Nach dem Training gab es für alle Minis ein paar Karotten, die wir zur Beschäftigung an den Bäumen auf der Weide aufhängten. Lily half dabei und fand es super, Lining beim ‘Einfangen’ der orangefarbenen Wurzeln zuzusehen.
    31 März 2019

    Occulta
    Military E-A
    PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Das heutige Militarytraining fand wieder auswärts statt, auf einem grossen Trainingsgelände nahe Telford. Wir gingen früh morgens los, um bei Zeiten zurückzusein. Im Gepäck hatten wir insgesamt sechs Pferde und Ponys: Ravissante, Cambria, Shira, Sniper, Bacardi und Fake, denn Lily kam diesmal auch mit. Sie trug brav ihren Rückenpanzer, so wie wir alle, und wir hatten Fake die stabileren Gamaschen von den Reitponys angezogen. Einmal ausgeladen, sattelten wir die Reittiere innert kurzer Zeit und sassen auf. Wir ritten in Volten auf dem Rasen, um uns einzuwärmen. Dann begannen wir mit den einfachsten Hindernissen, um den noch unerfahrenen Pferden einen leichten Einstieg zu geben. Sie alle kannten das Springen, aber Naturhindernisse waren oftmals furchteinflössender und auch das Wasser stellte für viele ein Problem dar, auch wenn wir mit ihnen manchmal im Fluss baden gingen. Es war eben doch nochmal etwas anderes, hineinzuspringen, ohne den darunterliegenden Boden zu sehen. Das konnte ich auch gut nachvollziehen. Wir konzentrierten uns folglich in diesem Training vor allem darauf, die Vierbeiner mutiger zu machen und ihr Vertrauen in uns Reiter zu stärken. Ich ritt Ravissante. Die Stute war eine meiner grossen Hoffnungen im Militarybereich, denn sie hatte eine gute Abstammung dafür, und ihr Körperbau war ebenfalls ideal für einen Eventer. Mit ihren hübschen Gängen und dem geschickten Sprungverhalten kombinierte sie zwei wichtige Eigenschaften. Ich erklärte Ravissante jedes Hindernis gründlich und übte sie alle aus verschiedenen Anreitwinkeln. Es war wichtig, dass sie lernte, den richtigen Absprungpunkt zu finden und auch nach dem Sprung flüssig weiterzugaloppieren. Die junge Stute war kooperativ und liess sich von mir selbst dann noch pilotieren, wenn sie vor Unbehagen die Nüstern weit blähte und sorgenvoll Luft einsog. Ich lobte sie dafür ausgiebig und gab ihr beim Absteigen eine Karotte. Fake und Lily waren wie üblich eher zügig unterwegs gewesen, aber die Hackney Pony Stute hatte auf Lily Acht gegeben und sich ebenfalls ohne Zwischenfälle über die festen Hindernisse lenken lassen. Die beiden waren langsam ein richtig eingespieltes Team und ich fand, dass die Zeit reif war, sie auf Turniere zu schicken. Aber das letzte Wort hatte dabei Jonas, denn die Ponystute gehörte ja ihm. Meine Reitponyhengste liefen unter Ruth und Sheridan locker vorwärts. Die beiden talentierten jungen Reiterinnen hatten ein gutes Auge für Distanzen, jedenfalls machten sie heute beide keine groben Patzer. Nur Shira und Lea hatten bei einem Kasten Mühe, der etwas zu bunt angemalt war für den Geschmack der schwarzweissen Scheckstute. Ich musste Lea rasch zu Hilfe kommen und Tipps geben, damit sie Shira doch noch überzeugen konnte. Danach klappte es aber ohne weitere Diskussionen. Cambria und Robin kamen hingegend ganz ohne meine Hilfe aus und übten vor allem an Cambrias Taktgefühl und den fliegenden Wechseln über oder zwischen Hindernissen. Wir fuhren nach dem Training über die Autobahn nachhause und versorgten die Vierbeiner. Die Mittags-Heuration wartete dort bereits auf sie.
    31 Mai 2019

    Occulta
    Dressur E-A
    Tayr al-Diyari, PFS‘ Ravissante, Cambria

    Die heutige Dressurstunde bei Lisa drehte sich rund um das Thema Losgelassenheit. Wir waren nur zu dritt, nämlich Rosie mit Tayr, Robin mit Cambria und ich mit Ravissante. Alle drei Pferde waren Grünlinge und kannten erst Grundlagendressur. Wenn wir sie aber Turnierreif bekommen wollten, mussten sie entsprechend gefördert werden. Das hatten wir nun in den kommenden Monaten vor, sodass wir im nächsten Frühling startklar sein würden. Ravissante lief am langen Zügel auf dem inneren Hufschlag. Rosie und Tayr waren noch unterwegs, also warteten wir auf die beiden. Dafür war Tayr, als sie endlich kamen, bereits von dem Weg hierher eingewärmt und wir konnten sofort beginnen. Lisa liess uns antraben und erstmal am halblangen Zügel Volten und Schlangenlinien reiten. Cambria schnaubte zwischendurch laut, was Lisa sehr gefiel – „she’s relaxing already“, stellte die Reitlehrerin fest. Meine Ravissante hingegen war schon wieder am rasen. Ich musste dauernd wieder abwenden, um den anderen beiden nicht zu nahe aufzurücken. Rosie ging es mit Tayr ähnlich, aber der Araber war schon etwas weiter ausgebildet und dadurch etwas rittiger. „Slow her down, Occu. She’s running on her forehand.“ “Weiss ich doch”, murmelte ich mit zusammengebissenen Zähnen. Es war immer leichter gesagt als getan. Ich machte mich schwer und richtete mich auf, gab aussen halbe Paraden und hoffte so, das Gehör der Stute für meine Anweisungen zu öffnen. Sie wurde ein wenig langsamer, aber es blieb auch über den Rest des Trainings ein kleiner Kampf zwischen uns. Zu sehr aufnehmen durfte ich sie nicht, denn das machte die Anglo-Araber Stute nur noch heisser. „Losgelassenheit“ – daran fehlte es uns definitiv noch. Doch Lisa war einfallsreich und kannte viele Tricks, um zum Ziel zu gelangen. Sie liess uns Übergänge machen bis zum Gehtnichtmehr und forderte die Aufmerksamkeit der Vier- und Zweibeiner, indem sie uns auf eine Schlangenlinie schickte, wobei wir bei jedem neuen Bogen abwechslungsweise in den Schritt gehen, oder eine kleine Volte traben mussten. Auch im Galopp wurden wir mit korrekten Übergängen gefordert: Lisa wollte sauberes, schwungvolles Einspringen und einen flüssigen Trabübergang nach einer halben Runde im Galopp sehen. Für die jungen Pferde war das Schwerstarbeit. Ravissante zum Beispiel hatte noch grosse Mühe, so kurz aufeinanderfolgend wieder einzuspringen. Aber sie konzentrierte sich nun auf ihre Aufgabe und machte sogar so nebenbei den Hals schön rund, ohne dass ich etwas dafür tun musste. Es war Lisa und mir in dieser Phase der Ausbildung noch nicht so wichtig, wie die Pferde ihren Hals trugen – viel mehr achteten wir auf den Schub aus der Hinterhand und einen beständigen, feinen Kontakt vom Pferdemaul zur Hand. Cambria schnaubte abermals, als Robin sie am Ende der Einheit strecken liess. Sie lief locker und schon ziemlich balanciert für ihren Ausbildungsstand. Tayr wollte den Kopf nicht so recht in die Tiefe strecken, aber Rosie arbeitete geduldig daran und lud ihn immer wieder dazu ein, indem sie ihn wieder aufnahm und abermals die Zügel durch ihre Finger gleiten liess. Ravissante streckte zwar immer wieder für kurze sequenzen den Kopf ganz runter, lief aber immernoch zu schnell, als dass es korrekt gewesen wäre. Ich bremste sie so gut es ging mit meiner Stimme und machte Volten, um etwas von ihrem Schwung zu verpuffen. Schliesslich gingen wir in den Schritt über und ritten die drei trocken. Sogar ich selber war ins Schwitzen gekommen – kein Wunder eigentlich, bei bewölkten 25 Grad.
    30 Juni 2019

    Occulta
    Military A-L
    PFS‘ Shadows of the Past, PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Navy Sniper, PFS‘ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Military Training machte mir persönlich immer besonders viel Spass. Es war abwechslungsreich, anspruchsvoll und forderte die Pferde körperlich wie auch geistig. Heute übten wir auf unserem eigenen kleinen Trainingsgelände im inneren der Ovalbahn. Es waren zwar nicht viele Hindernisse, aber dafür all jene, denen man typischerweise auf einem Turnier begegnen konnte. Ein Graben, eine Treppe, ein Hügel, Wasser mit Ein-/Aussprüngen und einem mitten drin, ein Buschhindernis, diverse Ecken, Bänke und Kästen, zwei Baumstämme und ein Hindernis mit Fässern. Alle Teilnehmer der heutigen Gruppe waren bereits mit Geländehindernissen in Kontakt gekommen. Die meisten schienen ausserdem zur mutigen Sorte von Pferden zu gehören und zögerten kaum, selbst als sie ins buchstäblich kalte Wasser springen mussten. Okay, so kalt war es dann doch nicht – schliesslich herrschten momentan sommerliche 30 Grad. Ich schwitzte schon nach den ersten paar Sprüngen mit Bacardi. Der Ponyhengst gab wiedermal alles und kümmerte sich nicht um die Hitze – er war glücklich, solange er eine Aufgabe vor sich hatte. Shira hingegen schien etwas faul zu sein. Jedenfalls musste Sheridan die Ponystute ordentlich antreiben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr das schmale Eckenhindernis nicht gefiel, das Sheridan ansteuern wollte. Sniper flitzte mehrfach an uns vorbei und es war beeindruckend, mit welcher Präzision er selbst die schmalen hindernisse meisterte. Anders als andere Jungpferde zog er richtig auf die Hindernisse zu und wollte sie überwinden; er fragte förmlich danach. Diese Einstellung galt es zu fördern. Auch Lily und Fake trainierten wieder mit uns. Jonas stand im Schatten eines Gebüsches und sah zu. Er hatte ausserdem die Mistschaufel bereit, um Hinterlassenschaften gleich aufzusammeln. Davon produzierte Ravissante heute reichlich, denn sie war offenbar noch etwas unsicher und beeindruckt von den verschiedenen Hindernissen. Cambria ging es ähnlich, nur äusserte es sich bei ihr in einem steifen Rücken und hoch erhobenem Kopf. Sie glotzte, sprang aber trotzdem. Dennoch musste Robin natürlich mit ihr auch am Stil arbeiten, damit sie zuverlässiger wurde. Ich forderte von Bacardi ein paar schöne Sprünge von der Treppe runter und ritt jeweils auf der anderen Seite wieder den Hügel hinauf, über das zuoberst platzierte Hindernis. Ich versuchte dabei, denselben Takt zu behalten und alles schön flüssig zu reiten, ohne dass Bacardi sich aufregte. Er machte einen schön runden Hals, als ich ihn nach dem Hindernis, das aus drei massiven, deieckig angeordneten Stangen bestand, wieder aufnahm. Ich liess ihn noch ein letztes Mal den Absatz nach unten springen, dann parierte ich ihn in den Trab durch und liess die Zügel lang werden. Auch die anderen versuchten einen guten Abschluss zu finden. Wir liessen die Vierbeiner zwischen den Hindernissen austraben, dann ritten wir als Gruppe im Schritt zurück zu den Ställen, wo wir sie abduschten und versorgten.
    31 Juli 2019

    Occulta
    Springen L-M
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past

    Wir hatten heute nur zu dritt Springstunde, dafür wollte Lisa uns besonders fordern. Ich ritt mit Shira mit, ausser uns zweien waren noch Robin mit Cambria und Linda mit Ravissante dabei. Zunächst liefen wir uns im Schritt warm. So langsam sanken die Temperaturen und es ging auf den Winter zu. Noch war es aber nicht so kalt, dass wir Decken gebraucht hätten. Lisa baute den Parcours auf, während Robin und Linda mit mir plauderten. Shira giftete ab und zu Cambria an. Linda bemerkte dazu kichernd, dass die Ponystute wohl eifersüchtig auf Cambrias spezielle Scheckung sei. Ich entgegnete, dass Shiras Scheckung aber doch auch sehr schön anzusehen sei. Wir stellten fest, dass Cambria und Shira farblich eigentlich genaue Gegenteile voneinander waren: die eine vorne dunkel und hinten hell, die andere vorne hell und hinten dunkel. Irgendwann erinnerte Lisa uns daran, dass wir eine Reitstunde vor uns hatten. Wir trabten an und begannen, die drei Vierbeiner mit grossen Volten und Übergängen zu lockern. Mein Prinzesschen fürchtete sich ein wenig vor der einen Ecke der Halle, in der das Licht ausgefallen war. Sie war dadurch etwas dunkler, und offenbar reichte das schon, um Shira zu verunsichern. Ich seufzte belustigt und zeigte ihr die Ecke, dann machte ich eine kleine Volte und ritt abermals hindurch. Leider glaubte Shira mir nicht, dass in der Ecke keine Spukmonster hausten. Sie versuchte folglich die ganze Trainingseinheit über, die Ecke zu vermeiden. Ich musste sie jeweils nach innen stellen und konsequent am äusseren Zügel und inneren Bein behalten, damit sie nicht vorher abbog. Allgemein war die junge Stute heute etwas unkonzentriert und stellte mich mehrfach in Frage. „Flegelphase?“, murmelte ich mit gerunzelter Stirn, als ich nach einem übermütigen Steilsprung, bei dem sie sogar grunzte, wieder in den Schritt überging. Ravissante schielte immer wieder zu uns herüber, aber sie liess sich zum Glück nicht anstecken. Wir übten heute besonders In-outs, gebrochene Linien und die Variation von Galoppsprüngen zwischen Kombinationen. Letzeres stellte sich als besonders tricky heraus, gerade weil Shira nicht so recht bei mir war. Sie tendierte dazu, nach dem ersten Sprung zu viel Gas zu geben und dann einen Galoppsprung weniger zu machen als geplant. Normalerweise war die Ponystute sehr rittig und liess sich gut versammeln, aber heute war einfach der Wurm drin. Ich verzieh ihr und lobte sie am Ende trotzdem, nachdem sie den letzten kleinen Parcours einigermassen ruhig absolviert hatte. Wir ritten die drei noch trocken, dann versorgten wir sie und brachten ihnen Karotten zur Belohnung.
    30 Sep. 2019

    Occulta
    Dressur A-L
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz, Chanda

    Es war schon acht Uhr abends, und durch die Dunkelheit kam es mir noch viel später vor. Nichts desto trotz lag noch eine ganze Dressurstunde vor mir, bevor ich Feierabend hatte. Ich zog den Reissverschluss meiner Fleecejacke fröstelnd höher und rieb mir die Hände, bevor ich Jazz‘ Halfter schnappte und die Stute einfing. Linda, die mich begleitet hatte, machte dasselbe mit Chanda. Wir brachten die beiden zum Nebenstall, wo bereits Shira, Cambria und Ravissante geputzt wurden. Wir beeilten uns, damit wir möglicherweise etwas früher fertig werden konnten. Lisa war aber noch nicht in der Halle, als wir reinkamen. Wir wärmten uns trotzdem schonmal auf, denn sie musste jeden Moment hier sein. So war es dann auch, sie kam wenige Minuten später. „Everyone warmed up already?“, fragte sie gut gelaunt. Wir nickten alle, also liess sie uns auf die linke Hand antraben und Schlangenlinien mit Übergängen reiten – zuerst im Trab, dann im Galopp. „This was the first step towards todays exercise. We want to focus on flying changes“, erklärte sie nach der letzten Galopp-Schlangenlinie. Sie holte drei Stangen aus der Halterung an der Hallenwand und legte sie auf der Mittellinie aus. Wir mussten über die Breite der Bahn abbiegen und darüber galoppieren. Über der Stange wollte Lisa dann das korrekte Umspringen sehen. Jazz hatte am Anfang eine Art Beinsalat und sprang nicht sauber über die Stangen. Nach dem dritten Versuch schaffte aber auch sie es, wobei ich sie erleichtert lobte. Wir wiederholten das ganze ein paarmal auf beide Seiten, bis es zuverlässig klappte. Danach wollte Lisa Schulterherein auf dem inneren Hufschlag sehen. Jazz bog dabei den Hals fast etwas zu stark, sodass ich ihre Stellung korrigieren musste. Anschliessend sollten wir dann im Galopp aus der Ecke wechseln und die Vierbeiner umspringen lassen, sobald wir wieder auf den Hufschlag kamen. Bei den meisten holperte es zuerst nur, und Cambria und Shira sprangen in den Kreuzgalopp. Lisa schüttelte ungeduldig den Kopf und wies Robin und Rita an, die beiden Stuten viel mehr zu versammeln. „You have to be slower. They need enough time to sort their feet.” Jazz sprang zuerst gar nicht um, doch dann zu meiner Überraschung sofort richtig. Ich lobte sie begeistert und versuchte es nochmals, wobei es leider wieder nicht klappte. So einfach war es eben doch nicht. Ich blieb geduldig und wiederholte den Versuch. Sie sprang wieder um, wenn auch mit einem Zwischenschritt. Auf die andere Seite ging es deutlich besser, denn das bedeutete einen Wechsel auf ihre bessere Hand. Auch Chanda fiel es leichter in den Linksgalopp zu wechseln. Wir machten als letzte Übung noch ein paar Tempowechsel im Galopp auf der ganzen Bahn, dann liessen wir die Pferde auch schon wieder austraben. „Die Stunde war ziemlich schnell vorbei, findest du nicht auch?“, wunderte ich mich an Robin gewandt. Sie stimmte mir zu. Laut der Uhr waren wir trotzdem eine Dreiviertelstunde an der Arbeit gewesen, inklusive dem Aufwärmen und Trockenreiten ergab das die ganze Stunde. Ich lobte Jazz abermals vor dem Absteigen und gab ihr ein Stück Karotte, das sie sanft von meiner Hand knabberte. Die Appaloosastute war so ein Schatz!
    31 Okt. 2019

    Occulta
    Dressur L-M
    Fake my Destiny, Cambria, PFS’ Ravissante, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz

    Es war wiedermal Samstag Abend, Zeit für eine weitere Dressurstunde. Diesmal gab sie Elliot. Lily und ich ritten mit Fake und Cambria mit. Ausser uns waren nur noch Linda mit Jazz, Rita mit Ravissante und Lisa mit Shira dabei. Wir ritten mit den Fleecedecken auf den Kruppen nebeneinander warm und plauderten, bis Elliot meinte, wir sollen endlich mit dem Traben anfangen. Ich nahm Lily ihre Decke ab und schmiss sie neben der von Cambria über das Eingangstor. Dann bogen wir auf den Hufschlag und trabten an. Zum lockern machten wir zuerst ein paar Übergänge. Elliot wollte uns auch schon ziemlich früh im Galopp sehen. Im Verlauf der Stunde übten wir das Halten aus dem Galopp, arbeiteten an den fliegenden Wechseln, indem wir eine Schlangenlinie mit vier Bögen machten und feilten am Schulterherein. Auch erste Traversversuche, zuerst im Schritt, dann im Trab, standen auf dem Programm. Lily schlug sich gar nicht so schlecht, auch wenn Fake meistens etwas zu flott unterwegs war. Aber zwischendurch war ich richtig begeistert, wie hübsch Fake lief, mit ihrem runden Hals und der hohen Knieaktion, die sie beim Dressurreiten etwas mehr als sonst zeigte. Die beiden könnten doch glatt eine Chance haben in einer der leichteren Dressurprüfungen, überlegte ich. Cambria lief heute ebenfalls schön locker und konzentriert. Die Galoppwechsel hatte sie mittlerweile ziemlich gut im Griff, aber sie musste noch etwas flinker werden. Travers machte ihr hingegen noch etwas mehr Mühe, denn sie wollte sich nicht so recht um meinen Schenkel biegen. Bei Shira sah es ähnlich schwierig aus, denn die Ponystute war zusätzlich kurz gebaut und damit alles andere als leicht zu biegen. Jazz hatte zwar keine übergreifenden Gänge, aber auch sie machte ihre Sache gut und lief die ganze Stunde hindurch stabil in Anlehnung. Ravissante musste wie Fake noch deutlich ruhiger werden, ansonsten hatte Elliot an ihrer Performance heute nichts auszusetzen. Wir liessen die Pferde nach den letzten Seitengängen strecken und austraben. Cambria hielt den Kopf schön in die Tiefe und schnaubte zufrieden. Ich lobte sie ausgiebig und holte dann im Schritt die Abschwitzdecke wieder ab, die wir zu Beginn der Stunde über das Tor gehängt hatten.
    30 Nov. 2019

    Occulta
    Dressur M-S
    Odyn, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, Vychahr, PFS’ Skydive, Brendtwood, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, Maekja van Ghosts

    Gleich im Anschluss an das Galopptraining putzte ich den feuerroten Vollbluthengst Odyn. Ihm stand eine Dressurstunde bevor, als Vorbereitung auf seine baldige Körung. Bei dieser Gelegenheit schlossen sich uns auch gleich Quinn mit Sarabi und Isaiah mit Thalia an. Die beiden jüngeren Vollblutstuten genossen Sondertraining, ebenfalls wegen bevorstehender Zuchtzulassungsprüfungen. Wir mussten uns mit dem Satteln und Aufwärmen beeilen, denn für neun Uhr war die erste Reitstunde von Lisa angesetzt, und bis dahin musste die Halle wieder frei sein. Pünktlich um acht Uhr fanden wir uns deshalb alle drei in der Halle ein und begannen mit dem Warmreiten. Ich achtete schon im Schritt darauf, dass Odyn fleissig vorwärtsging und schön von hinten schob. Ich fragte bereits ein paar Seitengänge ab und machte Schlangenlinien entlang dem Hufschlag. Isaiah und Quinn taten es mir gleich. Danach trabten wir an und ritten auf allen drei grossen Volten, um Biegung zu verlangen. Im Verlaufe des Trainings fragten wir auch kleine Volten ab, machten viele Übergänge und arbeiteten besonders an der Losgelassenheit der drei Vollblüter. Sarabi lief schon richtig schön am Zügel, während Odyn und Thalia noch ein wenig Mühe mit der konstanten Anlehnung hatten. Ausserdem war Odyn eher etwas zu stürmisch unterwegs. Trotzdem war die Trainingseinheit ein Erfolg und ich sah den Körungen zuversichtlich entgegen. Um viertelvor neun Uhr liessen wir die drei in den Schritt übergehen und ritten noch ein wenig am langen Zügel. Die Reitschüler von Lisa füllten unterdessen die Halle, fröhlich plaudernd. Unter die Auswärtigen hatten sich auch Robin, Lily, Ruth und Lea gemischt. Sie nutzten Lisas Stunde, um sowohl die Ponys, als auch ihre eigenen Reitkünste zu fördern. Lily ritt auf Skydive. Natürlich konnte der noch völlig grüne Ponyhengst kaum mit den anderen Reittieren mithalten, was die Lektionen anging. Aber es war eine super Übung für ihn, wenn er in der Gruppe mitlaufen und sich konzentrieren musste. Direkter von Lisas Unterricht profitieren konnten Cambria, Fake und Shira. Die drei Stuten waren allesamt auf S-Niveau angekommen und ihre Reiterinnen feilten nun an den gemeinsamen Dressurfertigkeiten. Es ging um Details, aber auch die waren nunmal wichtig auf einem Turnier. Das korrekte, punktgenaue Einspringen in den Galopp, perfektionierte Kurzkehrtwendungen und flüssige, fliegende Galoppwechsel standen besonders weit oben auf der Prioritätenliste. Ich hatte Zeit, einen Moment in die Reiterstube zu sitzen und zuzusehen, als ich Odyn versorgt hatte. Lily sah zwischendurch etwas verloren aus, wie sie mit Skydive zwischen den konzentriert galoppierenden Pferd-Reiter-Paaren herumkurvte. Aber Skydive gab sich sichtlich Mühe und lief schön schwungvoll, wann immer die beiden eine längere Strecke geradeaus traben konnten. Zufrieden trank ich meinen Tee aus und begab mich dann als letztes zu einem weiteren Fuchs: Vychahr. Auch er wartete auf ein Dressurtraining, und auch bei ihm ging es um Feinheiten. Sobald die Reitstunde vorüber war, konnte ich mit ihm in die Halle. Er war mittlerweile ein wahrer Traum zum Reiten. Seine weichen Gänge hatten sich mit seiner Aufrichtung weiterentwickelt und er konnte nun eine richtig eindrucksvolle Trabverstärkung zeigen. Allerdings musste ich stets aufpassen, dass seine Hinterhand mitkam. Genau daran übte ich heute. Ausserdem feilten wir an unseren Galopppirouetten. Während wir so unsere Runden drehten, kam Lisa mit Brendtwood rein, gefolgt von Jonas und Maekja. Die Isländerstute wollten wir ebenfalls so schnell wie möglich für ihre Zuchtzulassung fit machen, sodass sie im Moment ein ausgiebiges Trainingsprogramm bekam. Trotzdem hatte sie natürlich mindestens einmal pro Woche einen reit-freien Tag, an dem wir entweder spazieren gingen, oder sie longierten. Sie war trotz ihrer acht Jahre noch nicht sehr weit ausgebildet gewesen, als wir sie übernommen hatten. Das machte aber nichts, denn sie war willig und lernte schnell. Nach den ganzen Dressurübungen freute ich mich richtig auf die nächsten Einheiten: Springen.
    12 März 2020

    Occulta
    Military L-M
    Maekja van Ghosts, Cambria, PFS' Karat, PFS' Reverie, Brendtwood, PFS' Shadows of the Past, Namuna, Tayr al-Diyari, Mansur, HMJ Honesty

    Nach dem erfolgreich durchgeführten Springtraining am frühen Morgen, wollten wir am späten Nachmittag mit ein paar Pferden in Richtung London fahren, um auf einer Geländestrecke in der Nähe zu trainieren. Der "Springgarten", wie wir ihn gerne nannten, war erst vor etwa einem Jahr erstellt worden und bot eine Vielzahl von verschiedensten Naturhindernissen. Auch HMJ Honesty wollte ich heute mitnehmen, denn das Militarytraining eignete sich hervorragend, um jungen oder unerfahrenen Pferden mehr Mut beizubringen. Nebst der Mustangstute nahmen wir auch Cambria, Woody, Karat, Reverie und Shira mit. Ausserdem fuhr uns Rosie mit Namuna, Tayr und Mansur hinterher. Auf dem Trainingsgelände angekommen, luden wir die Vierbeiner aus dem Lastwagen und sattelten sie. Bis auf Woody und Honesty hatten wir allen Transportgamaschen angezogen. Woody stand meistens ruhig im Anhänger und Honesty war sich die Gamaschen nicht gewöhnt, ausserdem hatten sie beide robustere Gliedmassen als die feinen Warmblüterchen. Sobald alle bereit waren, führten wir die Pferde ein Stück über den kurzen Rasen, bis zum erstbesten Baumstamm, den wir zum Aufsteigen nutzen konnten. Danach ritten wir sie auf dem Sandweg um das Gelände herum warm. Ich sass natürlich im Sattel von Honesty. Die Scheckstute trottete den Warmblütern eifrig hinterher, als wollte sie ihre Herde nicht verlieren. Ich versuchte immer wieder mehr oder weniger erfolgreich, ihre Aufmerksamkeit auf meine Hilfen zu lenken. Aber es gelang mit erst vollständig, als wir mit dem ersten Hindernis begannen. Die Aufwärmübung bestand darin, einen kleinen Baumstamm, gefolgt von einer niedrigen Stufe und anschliessend einem weiteren Baumstamm zu überwinden. Wir liessen die Pferde am Anfang im Trab auf die Hindernisse zugehen, damit sie Zeit hatten, sich alles anzusehen. Cambria, die schon ein paar Military-Trainings hinter sich hatte, hüpfte leichtfüssig vor uns auf den Absatz, sodass Honesty ihr zuversichtlich folgte. Ich lobte die Scheckstute ausgiebig, als sie auch über den zweiten Baumstamm einen kleinen aber feinen Hüpfer nahm. Als nächstes versuchten wir uns an einem weiss umrahmten Graben. Den fanden alle bis auf Cambria ziemlich unheimlich. Besonders bei Reverie dauerte es eine Weile, und wir mussten zur Hilfe alle Pferde auf die andere Seite des Grabens stellen, um sie zu locken. Karat hingegen stoppte zwar, sah sich den Graben dann aber ganz genau an und nahm kurz darauf einen Satz darüber, mit ein paar anschliessenden, übermütigen Bocksprüngen. Überhaupt waren die Pferde sehr energievoll unterwegs; gelegentlich hörte man ein Quieken oder Grunzen, über oder nach einem Sprung, und das ein oder andere Gehampel war auch nicht zu vermeiden. Die Zeit ging so rasch vorüber, dass ich ganz überrascht auf die Uhr sah, als es bereits eindunkelte. "Okay folks, enough for today ", rief ich quer durch den Garten. Wir liessen die Pferde austraben und zum trocknen ohne Sattel ein wenig grasen. Duschen mussten wir sie zuhause aber dennoch.
    Als alle wieder in ihren Boxen standen und die Reste der abendlichen Heuration sortierten, holte ich Maekja raus. Auch mit ihr wollte ich noch ein wenig Military üben, allerdings nur in unserem Hauseigenen kleinen Parcours. Ich schaltete das Flutlicht ein, denn mittlerweile war es dunkel. Wir wärmten uns rasch auf, dann übte ich eine halbe Stunde lang intensiv mit ihr. Wir komzentrierten uns vor allem auf den kleinen Teich, denn Einsprünge ins Wasser machten ihr noch etwas Angst. Sie überwand sich für mich und schaffte alle von mir gestellten Aufgaben. Zufrieden lobte ich sie und liess sie am langen Zügel auf der Ovalbahn trockenlaufen.
    31 Aug. 2020

    Occulta
    Military M-S
    HMJ Honesty, PFS' Karat, PFS' Reverie, Cambria, PFS' Stop Making Sense, PFS' Riptide, PFS' Cupid, PFS' Vivo Capoeira, PFS'Snap in Style, PFS' Snap Cat, PFS' Stromer's Victory, PFS' Stars of Magic, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS' Whirlwind, PFS' Call it Karma, PFS' Northern Dancer, PFS' Sciaphobia, PFS' A Winter's Tale

    Es war ein perfekter Tag für Militarytraining. Wir fuhren extra auf das Trainingsgelände in der Nähe, damit die Pferde auch mal anderes sahen als die Hauseigenen Hindernisse. Dabei hatte ich HMJ Honesty, Cambria, Reverie und Karat. Später wollte ich noch eine Zweite Gruppe mit jungen Vollblütern trainieren, aber zuhause - die hatten nämlich ohnehin noch kaum Erfahrung mit Naturhindernissen. Wie üblich ritt ich Honesty, während Lisa sich um Karat kümmerte, Darren Reverie und Robin Cambria übernahm. Wir hatten diesmal sogar einen externen Coach, denn wir ritten in einer Art vierwöchigen Kurs mit. Jeweils Dienstags trainierte unsere Gruppe. Mit dabei waren auch ein paar andere Reiter aus der Umgebung, ich kannte sie aber allesamt nicht. Wir hatten nun schon zum dritten Mal Kurs, und Honesty wurde von Mal zu Mal mutiger. Aber auch Reverie liess sich schon viel besser auf die vielseitigen Hindernisse ein als zu Beginn. Heute begannen wir mit der Bank, wobei wir zuerst die niedrigste Stufe erklimmten und uns erst im weiteren Verlauf auch an die Treppe und schliesslich an den hohen Auf- und Absprung wagten. Honesty zögerte beim Abspringen, aber das war nicht verwunderlich. Ich liess ihr so viel Zeit wie sie brauchte - mir war lieber, dass sie sich alles genau ansah und vorsichtig ihre Schritte plante, anstatt blind draufloszurennen und sich zu verletzen. Nach der Bank mussten wir jeweils weiter auf ein paar einfache Baumstämme. Als alle aufgewärmt waren, wechselten wir auf den hinteren Teil des grossen Springgartens, wo ein paar interessante Gatter und Hecken aufgebaut waren. Das eine weisse Gatter bereitete besonders vielen Pferden der Gruppe Mühe. Alle bis auf Cambria parkierten beim ersten Versuch davor. Unsere Cymru glotzte bloss und sprang etwas früher ab. Ihr zweifarbiger Schweif wehte elegant hinter ihr her. Sie war als Eventing Pferd ein richtiger Blickfang mit ihrer speziellen Scheckung. Gut, das war sie natürlich auch sonst. Die eine der fremden Reiterinnen hatte ein ziemlich guckiges Pferd, das zusätzlich auch noch geladen wirkte. Sie hielt sich meiner Meinung nach zu sehr an den Zügeln fest, aber ich überliess es dem Coach das zu korrigieren und mischte mich nicht ein. Bei Darren hingegen konnte ich mir ein "Keep your legs back" nicht verkneifen, als er beim Warten neben mir durchritt. Karat ging meistens schön flüssig über die Hindernisse und hatte auch mit dem Wasser keine Mühe. Wir übten sowohl Ein- als auch Aussprünge aus dem Teich. Honesty bevorzugte letzteres. Beim Einspringen über den Birkenstamm zögerte sie jedes Mal ein wenig. Ich war dennoch zufrieden mit ihrer Leistung und war besonders stolz, als sie den Graben diesmal gleich beim ersten Versuch übersprang. Die letzten zwei Male hatten auch hier fast alle Pferde gezögert und Überwindung gebraucht. Wir übten die Hindernisse jeweils so lange, bis die Pferde sie übersprangen - je nach Zeit auch zweimal. Danach fuhren wir aber jeweils mit neuen Aufgaben fort, sodass wir möglichst viel Verschiedenes ausprobieren konnten. Das passte offenbar nicht allen Kursteilnehmern. Als der Coach am Ende der Stunde nach Feedback fragte, meinte die eine der Fremden Reiterinnen, sie hätte den Kurs bisher nicht zufriedenstellend empfunden und wünschte sich mehr Wiederholungen, bis die Pferde flüssig über die Hindernisse gingen. Eine weitere Teilnehmerin stimmte ihr zu. Diesen "Perfektionismus" konnte ich nicht nachvollziehen, zumal es doch den Pferden auch irgendwann verleidete, dasselbe allzu oft zu wiederholen. Ich wollte lieber viele verschiedene Hindernisse meistern, als den Pferden ein paar wenige einzutrichtern. Dafür blieb schliesslich auch nach dem Kurs in Eigenstudium noch mehr als genügend Zeit; mal abgesehen davon, dass die weiteren Teilnehmer wegen dieser Perfektionisten unnötig lange warten müssten. Ich brachte das auch dementsprechend zum Ausdruck als ich an der Reihe war - natürlich stets bedacht, die Kritik als "meine Meinung" zu kennzeichnen, um niemandem zu nahe zu treten. Aber anscheinend war mir das trotz aller Sorgfalt misslungen - jedenfalls erklang eine bissige Stimme hinter mir, als ich Honesty beim Anhänger absattelte. "Did anyone ever tell you, that it is a rule to have hind-leg boots in Cross Country? And a breastplate as well. Everything else is downright dangerous." Ich stockte einen Moment angesichts der plötzlichen Feindseeligkeit, antwortete dann aber cool: "No, I haven't heard of that. Thanks for your concern." Ich beschloss insgeheim aussen vor zu lassen, dass ich seit Jahren Cross Country ritt und das Reglement kannte. Es gab meines Wissens nach keine entsprechende Regel, besonders nicht in den tieferen Klassen. Es gab hingegen durchaus Diskussionen über die Gefährlichkeit von Hinterbeingamaschen bei festen Hindernissen, bezüglich dem Hängenbleiben und dadurch ausgelösten Stürzen. Ich erkannte aber, dass es keinen Sinn hatte, ihr all dies unter die Nase zu reiben. Das interessierte sie nämlich gar nicht. Ich wettete, dass sie mich bloss angeblafft hatte, weil ich sie eben zuvor mit meinem Statement in Rage versetzt hatte. Ich lächelte zuckersüss und brachte Honesty zum trocknen zu den anderen unserer Stallkollegen, wo sie noch ein wenig grasen durfte. Über das bissige Verhalten konnte ich nur kopfschüttelnd grinsen.

    Den zweiten Teil des Trainings begannen wir wie geplant gleich nachdem die ersten paar Vierbeiner wohlbehalten zurück in ihre Boxen gefunden hatten. Die neue Gruppe war riesig: 14 Pferde, allesamt grüne Anfänger mit Naturhindernissen - bis auf Dolly, die sogar schon ihren ersten Sieg im Cross Country nachhause gebracht hatte. Ich freute mich darauf, mit dem schicken Rappen Cupid zu trainieren. Der junge Hengst hatte genau die Art von Charakter, die ich am liebsten mochte: eine grosszügige Portion Power aber dennoch einen klaren Kopf, ausserdem eine leichte Neigung zum bluffen. Das gab ihm eine tolle Ausstrahlung und unterstrich seinen eleganten Körperbau schmeichelhaft. Er konnte schon beim Putzen im Hauptstall kaum stillhalten und spielte gelangweilt mit den Anbindeketten. Immerhin gab er brav seine Hufe und zappelte dabei nicht so herum wie beim Striegeln. Er verlohr schon etwas Fell - "der Winter naht", rief Jonas in beschwörerischem Ton, als er zu uns kam. "Welchen soll ich nehmen?", fragte er anschliessend. Er sprang kurzerhand für Charly ein, weil der einen Notfall mit seiner Katze hatte. "Du nimmst Scat." "Das Angsthäschen? Warum kriege ich nicht einen mutigen, wie Snap?" "Sieh es als Herausforderung. Wenn du mit ihm klarkommst dann werden alle beeindruckt sein, inklusive mir." Er machte ein eingeschnapptes Gesicht. "Wow, das klingt, als hättest du nicht gerade viel Vertrauen in mich." Ich kicherte und meinte nur "Ach mein armes Schäfchen, du hast doch sonst auch genug Selbstvertrauen." Er gab mir einen Kuss, dann holte er Scat aus seiner Box. Der Schimmel hatte für einen kleinen Moment genau die gleiche Ausstrahlung wie seine Mutter Iskierka; nämlich in dem Moment, als er beim Kreuzen mit dem bereits angebundenen Mambo die Ohren plattlegte. Ich rollte die Augen. *Ob es wohl eine gute Idee gewesen ist, ein Fohlen von dem Biest auf diese Welt loszulassen?* Die Frage beantwortete ich mir aber mit einem klaren Ja, denn ich mochte Iskierka trotz allem sehr gerne, und ihr Siegeswille, durch ihren unheimlichen Stolz genährt, war kaum zu übertreffen. Ich konzentrierte mich wieder auf Cupid und kämmte dessen schwarzes Langhaar durch. Der Schweif hatte beim Ansatz seitlich etwas hellere Haare, sodass sich fast eine Art Aalstrich bildete. Ich fand das so schick, dass ich die Stränen immer extra vorsichtig durchkämmte, um nichts Auszureissen. Cupid verstand meine Faszination nicht und wischte ungeduldig mit dem Schweif. Ich sattelte ihn und legte ihm die Knebeltrense ins Maul, die ihm bessere seitliche Begrenzung bot aber nicht schärfer war als eine gewöhnliche einfach gebrochene Trense. Dann führte ich ihn nach draussen zum Aufsteigen. Quinn und Mambo folgten direkt hinter uns, Isaiah und Capy wenig später. Bereits draussen standen die Stuten, Thalia, Star, Riptide, Karma, Saphi, Indy, Dolly und Northy. Als auch die Nachzügler Snap in Style, Victory und Snap Cat rauskamen, ritten wir alle gemeinsam in einer braven Zweierreihe zur Ovalbahn. Der Plan war, dass pro Hindernis zwei Pferde gemeinsam übten und dann zum nächsten weitergingen. Cupid und ich begannen mit Idris und Karma direkt mit dem Wasser. Zuerst zeigten wir es ihnen und ritten sie eifach nur ein paarmal hindurch. Erst danach begannen wir den kleinsten der drei Baumstämme als Aussprung zu nehmen. Cupid stolperte beim ersten Versuch unelegant darüber, war danach aber aufmerksamer und hob seine Füsse geschickter. Er war wohl zu abgelenkt gewesen von der hübschen braunen Stute, die vor ihm so mühelos davonhüpfte. Wir übten nach einer Weile denselben Baumstamm auch als Einsprung. Dann ging es zügig weiter zur Hecke. Wie bei jedem Hindernis ritten wir beim ersten Mal aus dem Trab an und liessen die Pferde das Hindernis anschauen, wenn sie nicht direkt drübersprangen. Bei der Hecke brauchten beide einen zweiten Anlauf, danach war sie dafür kein Problem mehr. Wir machten im selben Stil weiter mit Bank, diversen Baumstämmen, einem Gatter und dem Graben. Ich war konzentriert und bekam nicht viel vom Training der anderen mit, aber einmal sah ich Jonas und Scat durchs Wasser galoppieren. Und auch Capy war wie erwartet bei den Wassersprüngen mit Begeisterung dabei. Gar nicht gut lief es allerdings wenig später bei Victory. Der Hengst sprang bei einem Birkenstamm zu spät ab und fiel quasi darüber. Sowohl er selbst als auch seine Reiterin April landeten unsanft im Gras. Als Vic wieder aufsprang, humpelte er vorne links - und er hatte sich die Gamasche ausgezogen. "That doesn't look too good... We better call the vet right away." Jonas telefonierte rasch, die übrigen begannen mit dem Trockenreiten. Unfälle konnten immer passieren, aber ich war trotzdem nie wirklich darauf vorbereitet. Der Tierarzt kam erst, als wir alle Pferde versorgt hatten. Wir hatten Vics Bein lange und gründlich gekühlt. Trotzdem war schon jetzt eine deutliche Schwellung beim Röhrbein zu sehen. Als der Tierarzt das Bein abtastete, kreuzte ich die Finger und murmelte "bitte nicht die Sehne", doch eigentlich war der Fall ziemlich klar. Der Tierarzt wollte es sich noch mit dem mobilen Röntgengerät ansehen, aber er meinte jetzt schon, dass der Hengst sich vermutlich unglücklich hineingetreten hatte. Eine Stunde später stand fest, dass Victory wohl keine Militarykarriere machen würde, und ich entschied zu seinem Wohl, dass er sich erstmal auf einer Weide erholen sollte, nachdem die Sehne genügend verheilt war.
    30 Sep. 2020

    Kür:

    Heute war ich mit Cambria auf der Stutenkörung. Zugegeben, ich war etwas faul und putzte die Scheckstute nicht ganz so schick heraus wie ich es normalerweise getan hätte, aber wir hatten Zeitdruck und sie war ja auch so ausreichend schön. Ich präsentierte sie den Richtern ausgiebig auf beide Seiten in allen Gangarten, die sie beherrschte (drei...). Ausserdem machte ich zum Spass ein paar Figuren wie kleine Volten, Schlangenlinien und Diagonale Wechsel. Zum Schluss musste ich sie noch gerade aufstellen, sodass sie gemessen werden konnte. Dann war der Spuk auch schon vorbei und ich konnte sie wieder zum Transporter bringen. Gespannt wartete ich auf ihre Punktzahl.
     
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  3. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    PFS' Shadows of the Past

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    Steckbrief:
    Offizieller HG

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    Vom: Skyrim

    Vom: Day by Day

    Vom: Dan

    Vom: Dancer of the Dark
    Aus der: Crystal dream Lady


    Aus der: Zauberhaft

    Vom: Kronjuwel
    Aus der: Zauberfee


    Aus der: Ocean Water

    Aus der: Naimibia

    Vom: Carachillo

    Vom: ÉdC's Velino

    Vom: Viktor
    Aus der: Bon Voyage

    Aus der: Cinnemont's History

    Von: Unique Affair
    Aus der: Hopeless

    Aus der: Star's Diamond

    Vom: Capriciasso

    Vom: Dancer in the Moonlight

    Aus der: Donella

    Aus der: Star




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    Rufname: Shira
    Geburtstag: 17.02.
    Alter: 6 Jahre
    Stockmaß: 1.42 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Black tobiano splash frame overo
    (Ee,aa,Splsp,Toto,Oo)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: Sehr gut


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    zurückhaltend, ruhig, konzentriert, lieb


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    Shira ist sozusagen blaublütig. Sie vereint einige der wichtigsten Blutlinien der Deutschen Reitpony Zucht und zeigt schon jetzt aussergewöhnliches Potential. Doch nicht nur dadurch besticht sie, denn auch auch ihre Farbe ist aussergewöhnlich. Sie trägt sehr interessante Gene für die Farbzucht. Da beide Elternteile sehr umgänglich und rittig sind, wird auch sie höchstwahrscheinlich einen goldenen Charakter haben. Wegen all dieser besonderen Eigenschaften wird sie von den Pflegern gerne 'Prinzesschen' genannt.

    Shadows of the Past stammt aus unserer eigenen Zucht Pineforest Stable.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: S
    Distanz Klasse: A

    Eignung: Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [SW 485]
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    Fohlenschau ZV Green Briar Ridge August 2016

    Richtnote: 7.25 (Bestes Fohlen)
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    Shira's Spind

    Trainingsberichte [11]:
    Occulta
    Distanz E-A
    Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, PFS’ Shadows of the Past

    Es war herrliches Wetter, das wir uns für den heutigen Distanzritt ausgesucht hatten. Naja, es war eher ein längerer Ausritt als ein richtiger Distanzritt, denn alle Pferde, die heute mitkamen, waren noch recht untrainiert. Wir wollten deshalb „nur“ insgesamt 60 Kilometer zurücklegen, in einem Tempo von 10 Km/h. Um bei Zeiten wieder zuhause zu sein, ritten wir schon um acht Uhr morgens los. Unsere Stecke lag diesmal in Richtung Süden und führte uns nach Knightwick. Man konnte es nichtmal wirklich ein Dorf nennen, aber es hatte dort eine hübsche Kirche und die Landschaft war wunderbar zum Reiten. Lily kam mit Areion mit, ich ritt Chanda. Ausserdem begleiteten uns Linda, April, Anne und Jason, mit Bacardi, Sniper, Shira und Jazz. Wir rechneten damit, gegen zwei Uhr zurück zu sein; so blieb danach noch mehr als genug Zeit für ein Springtraining mit Lily und Fake, das ich meiner Nichte versprochen hatte. Die ersten 15 Kilometer vergingen wie im Flug, danach merkten die Pferde, dass dies kein gewöhnlicher Ausritt war. Shira wurde zunehmend unsicher und man sah ihr an, dass sie am liebsten umgekehrt wäre. Trotzdem zogen wir munter weiter. Ab Stanford Bridge folgten wir so gut es ging dem Fluss Teme, der sich gesäumt von Büschen und schattenspendenden Bäumen durch die Landschaft schlängelte. Das war bei den zunehmend hohen Temperaturen um die Mittagszeit das einzig Vernünftige. Die Stimmung war herrlich. Überall zirpten Insekten und Vögel zwitscherten über unseren Köpfen. Die Natur um den Fluss herum schien extrem lebendig. Lily und April amüsierten sich, indem sie versuchten, die verschiedenen Vögel zu bestimmen, die sie unterwegs sahen. Angesichts der idyllischen Natur entspannte sich auch Shira wieder. Wir trabten viel und machten auch ein paar kurze Galopps über Felder. In Knightwick angekommen, pausierten wir eine Viertelstunde, ehe wir uns auf dem Heimweg machten. Lily stieg von Areions Rücken ab und streckte sich symbolisch. Dann überliess sie es mir, auf den Tinker aufzupassen und sah sich rasch ein wenig um. Ich checkte unsere Pferde durch und prüfte, ob noch alle fit waren. Mir fiel nichts Aussergewöhnliches auf. Schliesslich ritten wir zurück, diesmal weiter weg vom Fluss, mehr Richtung Osten. Wir kamen ein einziges Mal an eine häufiger befahrene Strasse, an deren Rand wir alle im Gänsemarsch entlanglaufen mussten, und bei der ich mir tatsächlich ein wenig Sorgen um unsere Sicherheit machte. Aber es lief alles gut und wir konnten kurz darauf wieder auf einen Feldweg abbiegen. Zurück auf Pineforest duschten wir die Pferde ab und grasten mit ihnen im Halbschatten der Tannen, bis sie einigermassen trocken waren.
    30 Juni 2018

    Occulta
    Dressur E-A
    Caspian of the Moonlightvalley, A Winter’s Day, Primo Victoria, PFS’ Navy Sniper, Yoomee, PFS’ Shadows of the Past, Nera, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Dressy Miss Allegra, PFS’ Merino, Simba Twist, PFS’ Cryptic Spots, White Dream, Fake my Destiny, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot, Vychahr, Parányi, Satine, Areion, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer

    Wir hatten trotz der Hitze heute wieder viel vor; Dressurtraining, to be exact. Es war bereits Nachmittag, somit erwischten wir leider gerade die heisseste Tageszeit. Das liess sich kaum vermeiden, denn den ganzen Morgen hindurch hatten wir auch schon gearbeitet, und die Pferde bis spät in die Nacht wach zu halten war auch keine gute Option. Deshalb brachten Lisa und ich im Voraus ein paar Wasserflaschen zum Reitplatz und stellten einen Sonnenschirm auf, damit wenigstens die Trainerin nicht unter der prallen Sonne gebraten wurde. Es kam heute extra eine externe Dressurtrainerin auf Platz, die uns und die Pferde etwas fördern sollte. Lisa ritt also heute selber auch mal in der Stunde mit, anstatt sie zu leiten. Der Name der Trainerin lautete Fiona Ramsey; eine S-Dressurreiterin die auch schon international gestartet war. Ich war gespannt auf ihr Coaching und putzte zuerst gut gelaunt Yoomee. Lisa bereitete Shira vor, Linda hatte White Dream neben mir und Yoomee angebunden und Lily ritt natürlich wieder Fake. Jonas machte nicht mit, sondern sah nur zu und reichte uns später die Wasserflaschen, wenn wir eine Pause brauchten. Anne und Robin sattelten im Nordstall Sniper und Baccardi. Darren und David waren unterdessen bei den Stuten im Offenstall und kümmerten sich um Chanda und Jazz. Auch Angelina Moore war mit ihrer Stute Nera dabei, und sogar Rosie war mit Tayr zu uns rübergeritten. Sie wartete mit dem schicken Rennaraber vor dem Nebenstall und plauderte mit mir, während ich meine Connemarastute striegelte. Fiona kam etwas früher als gedacht und sah uns schonmal beim Satteln zu. Danach trudelte ein Pferd-Reiterpaar nach dem anderen auf dem Sandplatz ein und Fiona unterrichtete uns schon beim Aufwärmen. Wir mussten eine grosse acht quer über den Platz reiten, und dabei stets die richtgie Stellung und den Abstand zum Vordermann wahren. Ausserdem machten wir viele Schlangenlinien und Seitenwechsel. Fiona war also sehr fokussiert auf Biegung und Abwechslung. Nach einer Weile durften wir die Pferde nochmal richtig strecken lassen, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit anfingen. Yoomee schnaubte zufrieden ab und trabte locker vorwärts. Diese erste Trainingsstunde war wie eine Art Einstieg in die Dressurarbeit, denn die Pferde waren allesamt noch nicht sehr weit in der Dressur ausgebildet. Deshalb forderten wir auch nur einfache Lektionen, wie korrekte Übergänge oder leicht verstärkten Trab. Auch einfache Galoppwechsel liess uns Fiona machen, wobei sie wiederum genau darauf achtete, dass wir die Pferde richtig umstellten. Sie schien wirklich ein Auge für Feinheiten zu haben und gab wertvolle Tipps in denn richtigen Momenten. Ich war ihr zum Beispiel dankbar, als sie mich darauf hinwies, dass ich mit der äusseren Hand zu sehr mitging in den Kurven, oder dass ich mich wiedermal leicht nach vorne neigte, als ich angaloppieren wollte. Auch für Lily und Fake hatte sie ein paar Tricks auf Lager, damit die Hackneyponystute ihr volles Bewegungspotential ausschöpfen konnte. Ich sah, wie Jonas den beiden mit einem stolzen Ausdruck zusah. Die erste Runde dauerte eine Dreiviertelstunde, dann liessen wir die Pferde austraben und bereiteten die nächste Gruppe vor. Währenddessen waren Quinn, Parker, Thomas, Rita, Charly und April mit Caspian, Merino, Primo, Winter, Simba und Cryptic an der Reihe. Dem was ich beim Putzen von Parányi sah nach zu urteilen, lief es auch bei ihnen gut, obwohl die Vollblüter doch etwas mehr Power zeigten und mit der konstanten Anlehnung noch etwas Mühe hatten. Um Fiona eine Pause zu gönnen, nahmen wir uns reichlich Zeit zum Putzen und tratschten mehr mit Rosie, die noch einen Moment länger blieb. Tayr scharrte schon ungeduldig, als sie sich schliesslich auf den Heimweg machte. Ich sattelte Parányi und brachte sie auf den Platz, gefolgt von Satine, Vychahr, Co Pilot, Circus Dancer und Diarado. Jetzt kamen wir richtig ins Schwitzen. Diese sechs Vierbeiner liefen bereits höhere Dressur und kannten die meisten Lektionen, sodass wir aus dem Vollen schöpfen konnten, was Fionas Erfahrung als Grand Prix Reiterin anging. Sie gab uns wertvolle Tipps um die Piaffe zu verbessern und zeigte uns, wie wir den verstärkten Trab noch eindrucksvoller aussehen lassen konnten. Parányi machte fleissig mit und gab sich Mühe. Sie konnte zwar noch keine Piaffe, aber dafür glänzte sie bei den Galoppwechseln. Und Vychahr beeindruckte Fiona mit seinem schwungvollen Bergaufgalopp an der langen Seite. Nur das rechtzeitige Bremsen vor der Ecke bereitete ihm und Lisa noch etwas Schwierigkeiten.

    Nachdem auch diese Stunde geschafft war, kippte ich erstmal eine halbe Wasserflasche runter und setzte mich beim Nebenstall an die Wand gelehnt in den Schatten, sobald die Rappstute versorgt war. „Alles klar, Occu?“, fragte Jonas mitfühlend, als er mich sah. Ich nickte müde aber grinsend. Es hatte trotz der Hitze Spass gemacht und ich hatte das Gefühl, durchaus ein paar nützliche Inputs bekommen zu haben. Bevor Fiona wieder abreiste, wollte ich ihr aber noch ein wenig von unserem Training mit den Miniature Horses zeigen. Die wurden zwar nicht geritten, aber am langen Zügel konnten auch sie ziemlich anständige Dressurlektionen erlernen. Mit Tiki und Kiwi demonstrierten wir schon etwas komplexere Übungen, während Oreo, Lining, Acira und Darling vor den Augen der Trainerin an den Grundlagen feilten. Auch Allegra, mit der wir erst vor kurzem überhaupt angefangen hatten, zeigte immerhin schonmal schöne Übergänge. Fiona war begeistert von den Minis und nahm sogar selber mal die Zügel von Oreo in die Finger. „He’d be so handsome under saddle, if he only was a warmblood“, stellte sie belustigt fest, als Oreo mit meiner Hilfe einen ansatzweise funktionierenden Spanischen Schritt vorführte. Zuletzt gab es noch ein kleines Highlight für Lily. Sie hatte eigentlich nur noch schnell Areion auf dem Platz bewegen wollen, jetzt wo der ganze Trubel vorbei war. Aber Fiona nahm sich die Zeit, ihr mit dem Tinker ebenfalls noch eine halbe Stunde Einzelunterricht zu geben. Lily kam sogar dazu, ihre ersten Galoppwechsel zu reiten, was aber natürlich nur klappte, weil Lisa das in letzter Zeit so intensiv mit Areion geübt hatte. Lily hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als sie ihren Tinker nach dem Unterricht strecken liess. Ich war Fiona dafür extrem dankbar. Nun liessen wir sie aber endlich ziehen und verabschiedeten uns. Es war ein anstrengender, aber toller Nachmittag gewesen.
    31 Aug. 2018

    Occulta
    Springen E-A
    Fake my Destiny, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Cambria

    Wir befanden uns auf dem Sandplatz, alle um Lisa versammelt, die uns den heutigen Ablauf der Springstunde erklärte. Ich sass auf Bacardi und schielte hin und wieder zu Robin rüber, die heute erst zum zweiten Mal in Cambrias Sattel sass. Sie schien sich bisher gut mit der Oldenburgerstute zu verstehen, wie ich es mir erhofft hatte. Cambria stand ruhig und geschlossen da, bereit, um sich jederzeit in die Arbeit zu stürzen. Ihre Einstellung war zwar bemerkenswert, aber manchmal auch trügerisch. Ich hatte sie zuvor ein paarmal selbst geritten, und etwas Mühe gehabt, sie mit der Nase auf der Senkrechten zu halten – sie neigte dazu, sich in eine tiefere Haltung zu verkriechen und dann einfach ihr Programm abzuspulen, ohne dabei die wichtigen Körperteile aktiv zu benutzen. Ich war gespannt, wie sie sich mit Robin anfreunden würde. Deutlich unruhiger als Cambria stand Sniper da. Er versuchte, die ganze Zeit Schritte vor und zurück zu erschleichen, oder scharrte frustriert. Er verstand einfach nicht, warum er hier so doof stillstehen musste. Parker hielt ihn dennoch geduldig an Ort und Stelle. Lisa beeilte sich mit den Instruktionen und schickte uns kurz darauf zum aufwärmen auf die linke Hand raus. Wir mussten zuerst unter ihrer Anleitung intensiv galoppieren und Übergänge reiten, bevor sie uns an die Hindernisse heranliess. Wie ich es erwartet hatte, wies sie Robin mehrere Male darauf hin, Cambria gut vorwärts zu treiben und mit feinem Zupfen in die korrekte Aufrichtung zu bringen. Bacardi lief ziemlich gut; er war heute zwar fleissig, aber konzentriert und liess sich im Galopp sogar einigermassen setzen. Parker musste mit Sniper dagegen immer wieder abwenden, weil der Junghengst den Turbo eingeschaltet hatte. Lisa liess sie Volten verkleinern und eine Acht reiten, um ihn am Ball zu halten. Mit dabei waren auch noch Shira, die von Linda geritten wurde; Chanda, mit Darren und Jazz mit David, und Lily mit Fake. Letztere war ebenfalls schnell unterwegs, aber nur im Galopp. Als Lisa zufrieden war, durften wir ein erstes Kreuz überspringen. Die Pferde waren allesamt unerfahren, also begannen wir ganz einfach. Chanda stellte sich etwas ungeschickt an. Sie bremste vor dem Kreuz ab und hüpfte dann unelegant aus dem Stand darüber. Cambria ging ohne zu überlegen einfach hinüber, als wäre es bloss ein grösserer Galoppsprung. Sie hatte aber auch die längsten Beine der hier Anwesenden. Jazz, mit der ich auch schon ein paar Cavaletti gesprungen hatte, hob zwar die Beine noch nicht so schön, wie sie es hätte tun sollen, aber bei der Höhe spielte das keine Rolle. Wir fuhren fort und erhöhten die Schwierigkeit zunehmend. Nach einer Weile waren wir bei einem kleinen Parcours angelangt, der doch schon ein paar schwierigere Wendungen beinhaltete, jedoch alles immer noch bei geringer Höhe. Fake und Lily flitzten durch den Parcours. Die Hackney-Pony Stute war ziemlich wendig und Lily konnte sie gut manövrieren. Meine Nichte hatte extrem viel dazugelernt, seit sie auf Pineforest Stable lebte und jeden Tag im Sattel sass. Am Anfang war sie noch unsicher gewesen und hatte in erster Linie daran gearbeitet, einen anständigen Sitz zu entwickelt – heute startete sie auf kleineren Turnieren und wurde immer geschickter mit den Ponys. Sie fiel auch nicht so schnell runter. Selbst wenn Fake oder Areion mal einen lustigen Tag hatten und etwas bockten, konnte sie sich problemlos oben halten. Nur manchmal musste ich sie noch daran erinnern, dass sie gerade sitzen solle und die Hände zusammen behalten. Sie war eben eine praktische Reiterin, ähnlich wie ich: nicht so sehr auf den Stil fixiert, aber umso mehr darauf, dass das Pferd gut lief. In der Dressur konnten wir damit nicht gerade Glanznoten erreichen, aber dafür waren wir in den dynamischeren Disziplinen gut aufgehoben. Aber was nicht ist, kann noch werden, sagte ich mir immer, wenn ich ihr so zusah. Vielleicht übertrumpfte sie mich ja eines Tages und mauserte sich zum Dressurfreak? Jedenfalls sah es richtig cool aus, wie die beiden mit wehendem Schweif und Ponyschwanz über die Hindernisse flitzten. Auch Lisa fand es gut, ordnete aber für die nächste Runde etwas mehr Ruhe und Kontrolle an, denn «wenn es höher wird, wirst du mit Geschwindigkeit allein nicht sehr weit kommen.» Shira zeigte heute ihr Talent. Die junge Stute hatte eine sehr schöne Manier und war normalerweise auch rittig. Ich steckte grosse Hoffnungen in sie, aufgrund ihrer Abstammung und ihres Körperbaus. Ich war ausserdem auf der Suche nach einer neuen, unter 16-jährigen Reiterin für die Ponys im Allgemeinen. Wenn wir sie als Pferde anmeldeten, konnten mit den Reitponys natürlich auch erwachsene an gewöhnlichen Turnieren Starten. Aber wenn wir sie an den speziellen Pony Turnieren laufen lassen wollten, mussten sie einen jugendlichen Reiter haben. Lily war zwar meine Zukunftshoffnung, was diese Sache anbelangte, aber auch sie würde an ihre Grenzen kommen, wenn sie (mit White Dream gerechnet) neun Ponys alleine auf Turnieren vorstellen musste, und nebenbei auch noch mit Areion, Nossi und Fake etwas machen wollte. Eventuell konnten wir Suri so weit fördern, dass sie zusammen mit Lily unsere Ponys springen, oder wenigstens in der Dressur starten konnte. Aber selbst dann wäre es noch viel zu tun für zwei Mädchen. Meine Idee war es, ein junges Mädel (oder einen Jungen) zu finden, das Talent hat, dem aber das passende Pony fehlt. So war im besten Falle beiden Seiten geholfen. Lisa und Elliot hatten schon ein paar ihrer Reitschüler ins Auge gefasst, aber es musste einfach allgemein passen, sowohl vom Reiterlichen, als auch in Sachen Zuverlässigkeit, Umgang mit den Ponys und natürlich im Zwischenmenschlichen. Daher plante ich auch schon seit Wochen, so eine Art Bewerbungs-Herbstlager durchzuführen um die Kandidaten besser kennenzulernen. Normalerweise machten wir ein Sommerlager für jüngere Kinder, damit diese die Miniature Horses bespassen konnten. Das hatte dieses Jahr nur eine Woche gedauert, nicht wie sonst zwei. Dafür würde nun dieses Herbst-Sportlager kompensieren.
    Jedenfalls lief die Stunde ganz gut, bis auf ein paar wenige Verweigerungen von Sniper und Jazz. Zufrieden befahl Lisa uns die Zügel lang zu lassen und die Pferde auszutraben. Natürlich war so eine einzelne Trainingseinheit nicht genug, um die Vierbeiner in die nächsthöhere Klasse aufschwingen zu lassen. Aber sie waren mit weiterem Training auf bestem Weg aufzusteigen.
    30 Okt. 2018

    Occulta
    Springen A-L
    Training für die Faulen

    PFS’ Colours of Life, tc Miss Moneypenny, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Ravissante, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    «Occu, es ist zu warm zum Arbeiten», jammerte Jonas, in seinem neu gekauften Schaukel-Stuhl auf der Terasse ausgebreitet. Er hatte das Teil am Wochenende in einer Brockenstube gefunden und sich sofort darin verliebt. Das alte, dunkle Holz war zwar an manchen Stellen etwas rau von der vermutlich Jahrzehnte langen Benutzung, aber mit etwas Schleifpapier und neuem Lack wollte er ihm demnächst zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings sah es im Moment eher nicht danach aus, als könnte er die nötige Energie dazu aufbringen. Bacardi lief bereits ungeduldig um mich herum, weil ich nicht weiterging. «Komm, auf», scheuchte ich ihn in befehlerischem Ton von seinem Sonnenplätzchen. Er grummelte vor sich hin und schlenderte zum Hauptstall. Lisa war auf dem Sandplatz bereits aufgestiegen und wärmte Sniper im Schritt am langen Zügel auf. Ich tat es ihr gleich. Heute war wieder Trainieren angesagt, und zwar mit einem ganzen Heer von Jungpferden. Lisa und ich ritten plaudernd nebeneinander und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, die auf unsere Rücken brannten. Lily stiess mit Fake auch noch dazu, und ihr folgten auch kurz darauf die anderen aus dem Nebenstall; Shira, Ravissante, Cambria. Wir ritten alle sechs Vierbeiner, um die bereits aufgestellten Hindernisse zirkelnd, warm. Nach etwas mehr als fünf Minuten trabten wir an und vollführten unter Lisas Anweisungen ein paar gymnastizierende Dressurlektionen, ehe wir mit den Cavalettis begannen. Bacardi war am Anfang etwas übereifrig und hüpfte jeweils über das halbhohe Cavaletti, anstatt darüber zu traben. Ich hielt ihn zusammen und versuchte es erneut, bis es beim dritten Versuch klappte. Er war eben noch jung und verstand ungerne, dass man die Aufgaben konzentriert und auch mal langsam angehen musste. Lily und Fake hatten ganz ähnliche Probleme, aber bei ihnen lag es vor allem daran, dass Lily noch nicht genug einwirken konnte, um die temperamentvolle Hackney-Pony Stute mit dem Sitz zu bremsen. Sie gab sich immerhin grosse Mühe und schaffte es nach einer Weile auch so halb. «Das wird schon, Lily. Sobald du längere Beine hast, kannst du sie auch besser kontrollieren», ermutigte Lisa meine Nichte. Das Mädchen nickte nur konzentriert und bremste Fake wieder in den Schritt. Lisa schickte uns als nächstes über ein paar Kreuzchen in einer Linie, die ebenfalls noch dem Auflockern und der Taktfindung dienten. Erst danach legten wir mit Steilsprüngen, Oxern, In-Outs und Kombinationen los. Für die jungen Pferde waren besonders letztere anspruchsvoll, da viele dazu neigten, etwas kopflos zu werden und zwischen den Hindernissen beschleunigen zu wollen. Auch Bacardi versuchte es, aber durch meine langjährige Erfahrung konnte ich ihn zurückhalten und in angemessenem Tempo auf den zweiten Sprung zureiten. Er schnaufte zwar leicht frustriert, galoppierte aber schön am Zügel. Ich lobte ihn streichelnd, um ihm zu zeigen, dass es so richtig war. Fake und Lily flitzten zum Teil in halsbrecherischem Tempo durch, aber Lisa war schon dabei, das zu korrigieren und ihr Tipps zu geben. Robin und Cambria hatten auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu überwinden, aber es sah gar nicht so schlecht aus. Ravissante lief unter Quinn richtig schön. Ich war begeistert beim Zusehen, als die beiden den einen Oxer übersprangen und die Anglo-Araberstute eine wunderbare Flugphase zeigte. Sie erinnerte mich in ihrer Manier sehr an Sunday – ausser, dass sie ab und zu ihren Schweif aufgeregt anhob, wenn sie auf ein Hindernis zukam. Quinn schien sich sehr gut mit der Stute zu verstehen und grinste begeistert, als sie den kleinen Abschlussparcours beim ersten Versuch fehlerfrei überwunden hatten. Sie liess Ravi den Kopf strecken und klopfte ihr zufrieden auf den Hals. Auch Bacardi und ich schafften es ohne Abwurf. Die Höhe war ja auch noch nicht gerade eindrucksvoll. Aber trotzdem war ich stolz, als am Ende die meisten sauber durch den Parcours kamen. Sogar Fake kam überall gut drüber, wenn auch ein Tickchen zu schnell. Shira und Snipy hatten je einen Abwurf; Shira in der Kombination und Sniper beim letzten Steilsprung, weil Lisa sich mit der Distanz verschätzte. Dass ausgerechnet unsere Reitlehrerin einen Fehler machte, fanden wir ganz amüsant – konnte ja passieren. Wir liessen die sieben Pferde austraben und versorgten sie dann zügig, um gleich anschliessend mit der nächsten Truppe weiterzumachen. Diesmal war der Vollblut-Nachwuchs an der Reihe. Miss Moneypenny, Daedra, Primo, Sarabi, Mambo, Cryptic, Thalia, Counterfire und David mit Life. Weil diese Gruppe etwas grösser war als die letzte, hatten wir auch entsprechend mehr Abreitplatz-Atmosphäre, aber das kam in diesem Fall gerade gelegen: Mit diesen acht wollten wir nämlich einen Ablauf wie auf einem Turnier simulieren. Jonas hatte es tatsächlich fertig gebracht, in der Halle zwei Aufwärm-Hindernisse aufzubauen und verstellte sie nun nach unseren Wünschen. Danach ritten wir jeweils nach draussen auf den Sandplatz und sprangen direkt den Parcours, jeder zweimal. Ich hatte Thalia als Partnerin. Die Winter-Tochter war extrem rittig und liess sich heute durch nichts ablenken, sodass wir beide Durchgänge einwandfrei abschlossen. Mir gefiel ihr Arbeitswille, der sich übrigens auch auf der Rennbahn auszahlte. Sie war zwar nicht die Schnellste, dafür sehr ausdauernd und fokussiert auf die Ziellinie – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie selbst bei einem Bombeneinschlag auf der Tribüne nicht zucken würde. Bei Counterfire, die gleich nach mir auf den Platz ging, war das gerade anders herum. Die feurige Fuchsstute konnte ausserordentlich gut beschleunigen und hatte mächtig Schub in der Hinterhand, liess sich allerdings leicht aus dem Konzept bringen und brauchte eine konsequente Hand. Als Katze Shiva in ein Gebüsch neben dem Viereck kletterte, um Spatzen aufzuscheuchen, verpasste sie dementsprechend das nächste Hindernis und räumte es mit den Vorderbeinen ab. Charly war auf den unsanften Sprung nicht vorbereitet gewesen und kam hinter die Bewegung. Als Counterfire nach dem missglückten Manöver auch noch um die Kurve raste, besiegten ihn die Fliehkräfte. Er plumpste in den Sand und die Stute raste eine Runde um den Platz, wobei sie gerade noch von Oliver davon abgehalten wurde, diesen zu verlassen. Der Trainer motzte «be careful with my racing champions, please» und bewachte den Eingang, bis wir Fire eingefangen hatten. Charly war anscheinend unversehrt, bis auf ein paar blaue Flecken. Er stieg wieder auf und ritt das Hindernis nochmal an, nachdem Lisa, die diesmal nicht selbst im Sattel sass, es wieder aufgestellt hatte. Counterfire, die noch etwas aufgeheizt von vorher war, wollte schon wieder mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Stangen losrennen, aber Charly machte nochmal eine Volte, bis er sie unter Kontrolle hatte, und lenkte sie dann deutlich ruhiger geradeaus, diesmal ohne Probleme. Die übrigen Vollblüter waren heute erstaunlich gemütlich unterwegs; Quinn musste Primo regelrecht vorwärtstreiben und auch Mambo hatte beim Oxer etwas zu wenig Schwung, sodass die oberste Stange fiel. Höchstwahrscheinlich liegt es am Temperatur- und Fellwechsel, überlegte ich. Ich bürstete und massierte Thalia rasch nach dem Absatteln, aber es reichte leider trotzdem nicht mehr um die letzte Runde von Daedra zu sehen. Ich erfuhr aber von Lisa, dass sie einmal parkiert hatte – schade. Das war bei ihr in letzter Zeit etwas zu häufig vorgekommen, weshalb ich überlegte, sie in nächster Zeit mehr mit Quinn laufen zulassen, oder selbst ein wenig Korrektur zu reiten. Nicht, dass ich meine oder Quinns Reitkünste höherstellte als die der anderen, aber wir beide hatten einfach etwas mehr Erfahrung als zum Beispiel April, die sie heute geritten hatte. Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Stute irgendwelche unvorteilhaften ‘Habits’ entwickelte. Nachdem nun alle den Parcours gemacht hatten, wollte Lily unbedingt nocheinmal mit Areion einen Versuch starten. Sie wärmte ihn bereits in der Halle auf, als ich dazustiess. Der immernoch-Hengst zeigte auch diesen Frühling wieder teils etwas aufmüpfiges Verhalten, sodass Lily die letzten Wochen meine Hilfe mehr als einmal gebraucht hatte. Heute schien er aber eher gemütlich unterwegs zu sein und liess sich wenig später auch gut von meiner Nichte über die extra tiefer gestellten Hindernisse lenken. Lisa ermutigte sie, noch etwas mehr Schwung von dem Tinker zu fordern, weil er ein paarmal zu dicht ans Hindernis kam, aber sonst sahen die beiden gar keinen so schlechten Eindruck.

    Insgesamt zufrieden mit den Vollblütern, wandte ich mich nun dem Training der beiden Nachwuchswesternpferde Chanda und Jazz zu. Ich putzte die grau-weisse Criollo Dame, während Jonas sich Jazz antat. Antun deshalb, weil sie heute zusätzlich zu ihren Appaloosa-Sprenkeln auch noch Schlammkrusten trug. Mit dem noch feuchten Boden vom letzten Regenfall erstaunte es mich überhaupt, dass nicht mehr Pferde Schlammig waren. Klar, die Vollblüter waren von Ajith bereits vorgeputzt worden, aber die übrigen hatten anscheinend ausnahmsweises Mitleid mit unserer vom Winterfell Ausstriegeln müden Armmuskulatur gehabt. Jonas stöhnte erschöpft, als er auf die zweite Seite seines Reittiers kam, die genauso schlimm aussah wie die Erste. Er legte einen Moment lang seine verschränkten Arme auf den Runden Po von Jazz und genoss die Sonne, bevor ich ihn anstupste, damit er weitermachte. „Denk dran, die Stunde fängt in fünfundzwanzig Minuten an.“ Ich war so nett und half ihm mit dem Hufeauskratzen, während er noch immer den eher dünnen Schweif von Jazz zu retten versuchte. Nach einem gefühlten Liter Glanzspray und einer insgesamt halben Stunde intensivem Putzen, war die Stute wieder ansehnlich. Wir ritten in Richtung Fluss los, denn wir waren mit Rosie zu einem Training auf der Wilkinson Farm verabredet. Sie hatte einen auswärtigen Westerncoach organisiert. Weil wir so viel Zeit mit Putzen verbracht hatten, mussten wir den grössten Teil des Weges traben, um nicht zu spät zu kommen. Die Pferde waren so zumindest schon warm und wir konnten eigentlich sofort loslegen. Der Trainer gab uns eine Dreiviertelstunde lang Patterns vor und feilte mit uns an den einzelnen Lektionen. Für die jungen Pferde war das Training intensiv und sie schwitzten in der Frühlingssonne ordentlich. Rosie, die mit dem Wüstentemperatur-geprüften Tayr mitmachte, hatte dieses Problem nicht. Dafür hatte sie alle Mühe, ihn angesichts unserer beiden charmanten Damen konzentriert zu halten. Es ist eben Frühling, stellte ich schmunzelnd fest. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, fiel Jonas noch ein neues Araberpferdchen auf Rosies Weide ins Auge. «Schau mal, da ist noch ein Appaloosa-Tier. Ich dachte zuerst, es sei Numair, aber der ist etwas dunkler.» «Tatsache. Rosie? Is that the filly you mentioned last time?” Die rothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest bestätigte. “She’s gorgeous! Definitely coming after Numair.» «I hope she’s also inherited his character, instead of her mother’s. But anyway, she has such a cute head and I love the pink freckles on her face.” Sie schwärmte noch ein wenig weiter, sodass ich beinahe neidisch wurde – das Tierchen sah schon von weitem speziell aus. Letzten Endes wandten wir uns dann doch noch zum Gehen und duschten zurück auf Pineforest die beiden armen, verschwitzten Stuten ab. Chanda machte einen friedlichen Eindruck, als ich sie zurück auf die Stutenweide entliess. Sie sah aus, als könne sie sich nun nach getaner Arbeit so richtig entspannen und das Nährstoffreiche Frühlingsgras besonders geniessen. Jazz blieb noch einen Moment erwartungsvoll beim Zaun kleben, als warte sie noch auf eine letzte Karotte. Jonas und ich hatten leider beide nichts mehr im Sack, also musste sie sich mit den vorherigen Belohnungen zufriedengeben. Wir schlenderten zurück zur Halle und ich bog von dort aus zu den Miniweiden ab, um schonmal die Sulkys für den Nachmittag bereitzustellen, während er gähnend Richtung Haus wanderte. „Du musst noch die Winterreifen wechseln“, rief ich ihm schelmisch hinterher. Er drehte sich als Antwort um und gab mir einen Militärischen Gruss zurück – um anzudeuten „wird ausgeführt, Chef“.

    Die Minis waren den ganzen Winter hindurch einigermassen fit gehalten worden, aber nun im Frühling ging die Show-Saison wieder los, und mit den schneefreien Strassen konnten wir auch wieder mehr Zeit ins Fahrtraining investieren. Deshalb drehte ich den halben Nachmittag lang fleissig Runden auf der Ovalbahn. Zuerst mit Kiwi. Die beinahe ganz weiss gescheckte Stute verlor ihr ungeschorenes Winterfell in Fetzen. Das meiste hing noch an ihrem Bauch und unter dem Kopf. Ich striegelte einen Kisseninhalt weissen Fells ins spriessende Gras, danach sah sie etwas weniger zottelig aus. In den nächsten paar Tagen würde sie das Fell wohl vollständig wechseln. Lewis kam etwas verspätet aus dem Mittag und entschuldigte sich mit der Erklärung, dass er mit Quinn, Charly und Parker in der Stadt essen war, wobei sie ziemlich lange hatten anstehen müssen. Das war für mich kein Problem, ich wusste ja, dass meine Pfleger seriös arbeiteten. Lewis schnappte sich Tiki («You could have taken Kiwi, if you had come on time”, neckte ich ihn, wissend, dass Kiwi sein Liebling war). Er ent-fellte sie in Rekordzeit und war mit dem Geschirr anlegen am Ende noch fast eher fertig als ich. Wir schlauften die letzten Riemen durch und führten die Ponys dann von der Weide zu den bereitstehenden Sulkys. Als beide sicher eingespannt waren, fuhren wir zur Ovalbahn. Ich übte mit Kiwi besonders das Zulegen und Aufnehmen, wobei ich einen schicken Show-Trot herauszuprovozieren beabsichtigte. Es klappte auch einigermassen; die Miniature Stute hob ihre Beine höher als sonst. Ich lobte sie jeweils überschwänglich, um ihr die Bewegungen möglichst schmackhaft zu machen. Lewis übte mit Tiki ebenfalls im Trab, allerdings konzentrierte er sich bei ihr mehr auf die Aufrichtung und die korrekte Anlehnung an die Fahrzügel. Gegen Ende des Trainings liess ich die Zügel länger, sodass Kiwi nach unten strecken konnte. Sie wurde dabei zunächst etwas schneller, aber ich bremste sie mit der Stimme und nach einigen Augenblicken waren wir gemütlicher unterwegs. Sie war eben doch noch jung und musste lernen, entspannt und in gleichbleibendem Takt zu laufen. Das wurde an den Shows übrigens auch bewertet. Ich fuhr mit Kiwi zurück und holte als Nächstes Xinu, Lewis machte mit Lining weiter. Die beiden Hengstchen waren etwas einfacher zu einem Bluff-Trab anzustacheln. Sie hoben fast schon von selbst die Vorderbeine, wir mussten nur darauf achten, dass die Hinterhand auch richtig untertrat. Nach Xinu und Lining waren Oreo und Acira dran. Oreo spürte den Frühling und brummelte seiner Halbschwester zu, als wir hintereinander zur Bahn fuhren. Lewis hielt ihn kurz und blieb in einem vernünftigen Abstand. Wir trainierten wiederum fleissig unsere Runden, und zum Spass galoppierten wir auch ein wenig. Aciras seidiger Schweif flatterte in der Kühlen Brise, die sich mit dem Fahrtwind vereinte. Ihre kleinen Hufe schlugen rhythmisch auf dem feinen Kies auf. Zuletzt drehten wir auch noch ein paar Runden mit Darling und Allegra – letztere war noch nicht lange eingefahren und hatte noch etwas Mühe mit der Kommando-Umsetzung. Sie war meist ein wenig zu eifrig und wollte nicht warten, geschweige denn dabei geschlossen stillstehen. Aber auch das würde mit der Zeit immer besser klappen, davon war ich überzeugt. Nach dem Training gab es für alle Minis ein paar Karotten, die wir zur Beschäftigung an den Bäumen auf der Weide aufhängten. Lily half dabei und fand es super, Lining beim ‘Einfangen’ der orangefarbenen Wurzeln zuzusehen.
    31 März 2019

    Occulta
    Military E-A
    PFS‘ Ravissante, PFS‘ Cambria, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Das heutige Militarytraining fand wieder auswärts statt, auf einem grossen Trainingsgelände nahe Telford. Wir gingen früh morgens los, um bei Zeiten zurückzusein. Im Gepäck hatten wir insgesamt sechs Pferde und Ponys: Ravissante, Cambria, Shira, Sniper, Bacardi und Fake, denn Lily kam diesmal auch mit. Sie trug brav ihren Rückenpanzer, so wie wir alle, und wir hatten Fake die stabileren Gamaschen von den Reitponys angezogen. Einmal ausgeladen, sattelten wir die Reittiere innert kurzer Zeit und sassen auf. Wir ritten in Volten auf dem Rasen, um uns einzuwärmen. Dann begannen wir mit den einfachsten Hindernissen, um den noch unerfahrenen Pferden einen leichten Einstieg zu geben. Sie alle kannten das Springen, aber Naturhindernisse waren oftmals furchteinflössender und auch das Wasser stellte für viele ein Problem dar, auch wenn wir mit ihnen manchmal im Fluss baden gingen. Es war eben doch nochmal etwas anderes, hineinzuspringen, ohne den darunterliegenden Boden zu sehen. Das konnte ich auch gut nachvollziehen. Wir konzentrierten uns folglich in diesem Training vor allem darauf, die Vierbeiner mutiger zu machen und ihr Vertrauen in uns Reiter zu stärken. Ich ritt Ravissante. Die Stute war eine meiner grossen Hoffnungen im Militarybereich, denn sie hatte eine gute Abstammung dafür, und ihr Körperbau war ebenfalls ideal für einen Eventer. Mit ihren hübschen Gängen und dem geschickten Sprungverhalten kombinierte sie zwei wichtige Eigenschaften. Ich erklärte Ravissante jedes Hindernis gründlich und übte sie alle aus verschiedenen Anreitwinkeln. Es war wichtig, dass sie lernte, den richtigen Absprungpunkt zu finden und auch nach dem Sprung flüssig weiterzugaloppieren. Die junge Stute war kooperativ und liess sich von mir selbst dann noch pilotieren, wenn sie vor Unbehagen die Nüstern weit blähte und sorgenvoll Luft einsog. Ich lobte sie dafür ausgiebig und gab ihr beim Absteigen eine Karotte. Fake und Lily waren wie üblich eher zügig unterwegs gewesen, aber die Hackney Pony Stute hatte auf Lily Acht gegeben und sich ebenfalls ohne Zwischenfälle über die festen Hindernisse lenken lassen. Die beiden waren langsam ein richtig eingespieltes Team und ich fand, dass die Zeit reif war, sie auf Turniere zu schicken. Aber das letzte Wort hatte dabei Jonas, denn die Ponystute gehörte ja ihm. Meine Reitponyhengste liefen unter Ruth und Sheridan locker vorwärts. Die beiden talentierten jungen Reiterinnen hatten ein gutes Auge für Distanzen, jedenfalls machten sie heute beide keine groben Patzer. Nur Shira und Lea hatten bei einem Kasten Mühe, der etwas zu bunt angemalt war für den Geschmack der schwarzweissen Scheckstute. Ich musste Lea rasch zu Hilfe kommen und Tipps geben, damit sie Shira doch noch überzeugen konnte. Danach klappte es aber ohne weitere Diskussionen. Cambria und Robin kamen hingegend ganz ohne meine Hilfe aus und übten vor allem an Cambrias Taktgefühl und den fliegenden Wechseln über oder zwischen Hindernissen. Wir fuhren nach dem Training über die Autobahn nachhause und versorgten die Vierbeiner. Die Mittags-Heuration wartete dort bereits auf sie.
    31 Mai 2019

    Occulta
    Military A-L
    PFS‘ Shadows of the Past, PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Navy Sniper, PFS‘ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Military Training machte mir persönlich immer besonders viel Spass. Es war abwechslungsreich, anspruchsvoll und forderte die Pferde körperlich wie auch geistig. Heute übten wir auf unserem eigenen kleinen Trainingsgelände im inneren der Ovalbahn. Es waren zwar nicht viele Hindernisse, aber dafür all jene, denen man typischerweise auf einem Turnier begegnen konnte. Ein Graben, eine Treppe, ein Hügel, Wasser mit Ein-/Aussprüngen und einem mitten drin, ein Buschhindernis, diverse Ecken, Bänke und Kästen, zwei Baumstämme und ein Hindernis mit Fässern. Alle Teilnehmer der heutigen Gruppe waren bereits mit Geländehindernissen in Kontakt gekommen. Die meisten schienen ausserdem zur mutigen Sorte von Pferden zu gehören und zögerten kaum, selbst als sie ins buchstäblich kalte Wasser springen mussten. Okay, so kalt war es dann doch nicht – schliesslich herrschten momentan sommerliche 30 Grad. Ich schwitzte schon nach den ersten paar Sprüngen mit Bacardi. Der Ponyhengst gab wiedermal alles und kümmerte sich nicht um die Hitze – er war glücklich, solange er eine Aufgabe vor sich hatte. Shira hingegen schien etwas faul zu sein. Jedenfalls musste Sheridan die Ponystute ordentlich antreiben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr das schmale Eckenhindernis nicht gefiel, das Sheridan ansteuern wollte. Sniper flitzte mehrfach an uns vorbei und es war beeindruckend, mit welcher Präzision er selbst die schmalen hindernisse meisterte. Anders als andere Jungpferde zog er richtig auf die Hindernisse zu und wollte sie überwinden; er fragte förmlich danach. Diese Einstellung galt es zu fördern. Auch Lily und Fake trainierten wieder mit uns. Jonas stand im Schatten eines Gebüsches und sah zu. Er hatte ausserdem die Mistschaufel bereit, um Hinterlassenschaften gleich aufzusammeln. Davon produzierte Ravissante heute reichlich, denn sie war offenbar noch etwas unsicher und beeindruckt von den verschiedenen Hindernissen. Cambria ging es ähnlich, nur äusserte es sich bei ihr in einem steifen Rücken und hoch erhobenem Kopf. Sie glotzte, sprang aber trotzdem. Dennoch musste Robin natürlich mit ihr auch am Stil arbeiten, damit sie zuverlässiger wurde. Ich forderte von Bacardi ein paar schöne Sprünge von der Treppe runter und ritt jeweils auf der anderen Seite wieder den Hügel hinauf, über das zuoberst platzierte Hindernis. Ich versuchte dabei, denselben Takt zu behalten und alles schön flüssig zu reiten, ohne dass Bacardi sich aufregte. Er machte einen schön runden Hals, als ich ihn nach dem Hindernis, das aus drei massiven, deieckig angeordneten Stangen bestand, wieder aufnahm. Ich liess ihn noch ein letztes Mal den Absatz nach unten springen, dann parierte ich ihn in den Trab durch und liess die Zügel lang werden. Auch die anderen versuchten einen guten Abschluss zu finden. Wir liessen die Vierbeiner zwischen den Hindernissen austraben, dann ritten wir als Gruppe im Schritt zurück zu den Ställen, wo wir sie abduschten und versorgten.
    31 Juli 2019

    Occulta
    Springen L-M
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past

    Wir hatten heute nur zu dritt Springstunde, dafür wollte Lisa uns besonders fordern. Ich ritt mit Shira mit, ausser uns zweien waren noch Robin mit Cambria und Linda mit Ravissante dabei. Zunächst liefen wir uns im Schritt warm. So langsam sanken die Temperaturen und es ging auf den Winter zu. Noch war es aber nicht so kalt, dass wir Decken gebraucht hätten. Lisa baute den Parcours auf, während Robin und Linda mit mir plauderten. Shira giftete ab und zu Cambria an. Linda bemerkte dazu kichernd, dass die Ponystute wohl eifersüchtig auf Cambrias spezielle Scheckung sei. Ich entgegnete, dass Shiras Scheckung aber doch auch sehr schön anzusehen sei. Wir stellten fest, dass Cambria und Shira farblich eigentlich genaue Gegenteile voneinander waren: die eine vorne dunkel und hinten hell, die andere vorne hell und hinten dunkel. Irgendwann erinnerte Lisa uns daran, dass wir eine Reitstunde vor uns hatten. Wir trabten an und begannen, die drei Vierbeiner mit grossen Volten und Übergängen zu lockern. Mein Prinzesschen fürchtete sich ein wenig vor der einen Ecke der Halle, in der das Licht ausgefallen war. Sie war dadurch etwas dunkler, und offenbar reichte das schon, um Shira zu verunsichern. Ich seufzte belustigt und zeigte ihr die Ecke, dann machte ich eine kleine Volte und ritt abermals hindurch. Leider glaubte Shira mir nicht, dass in der Ecke keine Spukmonster hausten. Sie versuchte folglich die ganze Trainingseinheit über, die Ecke zu vermeiden. Ich musste sie jeweils nach innen stellen und konsequent am äusseren Zügel und inneren Bein behalten, damit sie nicht vorher abbog. Allgemein war die junge Stute heute etwas unkonzentriert und stellte mich mehrfach in Frage. „Flegelphase?“, murmelte ich mit gerunzelter Stirn, als ich nach einem übermütigen Steilsprung, bei dem sie sogar grunzte, wieder in den Schritt überging. Ravissante schielte immer wieder zu uns herüber, aber sie liess sich zum Glück nicht anstecken. Wir übten heute besonders In-outs, gebrochene Linien und die Variation von Galoppsprüngen zwischen Kombinationen. Letzeres stellte sich als besonders tricky heraus, gerade weil Shira nicht so recht bei mir war. Sie tendierte dazu, nach dem ersten Sprung zu viel Gas zu geben und dann einen Galoppsprung weniger zu machen als geplant. Normalerweise war die Ponystute sehr rittig und liess sich gut versammeln, aber heute war einfach der Wurm drin. Ich verzieh ihr und lobte sie am Ende trotzdem, nachdem sie den letzten kleinen Parcours einigermassen ruhig absolviert hatte. Wir ritten die drei noch trocken, dann versorgten wir sie und brachten ihnen Karotten zur Belohnung.
    30 Sep. 2019

    Occulta
    Dressur A-L
    Cambria, PFS‘ Ravissante, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz, Chanda

    Es war schon acht Uhr abends, und durch die Dunkelheit kam es mir noch viel später vor. Nichts desto trotz lag noch eine ganze Dressurstunde vor mir, bevor ich Feierabend hatte. Ich zog den Reissverschluss meiner Fleecejacke fröstelnd höher und rieb mir die Hände, bevor ich Jazz‘ Halfter schnappte und die Stute einfing. Linda, die mich begleitet hatte, machte dasselbe mit Chanda. Wir brachten die beiden zum Nebenstall, wo bereits Shira, Cambria und Ravissante geputzt wurden. Wir beeilten uns, damit wir möglicherweise etwas früher fertig werden konnten. Lisa war aber noch nicht in der Halle, als wir reinkamen. Wir wärmten uns trotzdem schonmal auf, denn sie musste jeden Moment hier sein. So war es dann auch, sie kam wenige Minuten später. „Everyone warmed up already?“, fragte sie gut gelaunt. Wir nickten alle, also liess sie uns auf die linke Hand antraben und Schlangenlinien mit Übergängen reiten – zuerst im Trab, dann im Galopp. „This was the first step towards todays exercise. We want to focus on flying changes“, erklärte sie nach der letzten Galopp-Schlangenlinie. Sie holte drei Stangen aus der Halterung an der Hallenwand und legte sie auf der Mittellinie aus. Wir mussten über die Breite der Bahn abbiegen und darüber galoppieren. Über der Stange wollte Lisa dann das korrekte Umspringen sehen. Jazz hatte am Anfang eine Art Beinsalat und sprang nicht sauber über die Stangen. Nach dem dritten Versuch schaffte aber auch sie es, wobei ich sie erleichtert lobte. Wir wiederholten das ganze ein paarmal auf beide Seiten, bis es zuverlässig klappte. Danach wollte Lisa Schulterherein auf dem inneren Hufschlag sehen. Jazz bog dabei den Hals fast etwas zu stark, sodass ich ihre Stellung korrigieren musste. Anschliessend sollten wir dann im Galopp aus der Ecke wechseln und die Vierbeiner umspringen lassen, sobald wir wieder auf den Hufschlag kamen. Bei den meisten holperte es zuerst nur, und Cambria und Shira sprangen in den Kreuzgalopp. Lisa schüttelte ungeduldig den Kopf und wies Robin und Rita an, die beiden Stuten viel mehr zu versammeln. „You have to be slower. They need enough time to sort their feet.” Jazz sprang zuerst gar nicht um, doch dann zu meiner Überraschung sofort richtig. Ich lobte sie begeistert und versuchte es nochmals, wobei es leider wieder nicht klappte. So einfach war es eben doch nicht. Ich blieb geduldig und wiederholte den Versuch. Sie sprang wieder um, wenn auch mit einem Zwischenschritt. Auf die andere Seite ging es deutlich besser, denn das bedeutete einen Wechsel auf ihre bessere Hand. Auch Chanda fiel es leichter in den Linksgalopp zu wechseln. Wir machten als letzte Übung noch ein paar Tempowechsel im Galopp auf der ganzen Bahn, dann liessen wir die Pferde auch schon wieder austraben. „Die Stunde war ziemlich schnell vorbei, findest du nicht auch?“, wunderte ich mich an Robin gewandt. Sie stimmte mir zu. Laut der Uhr waren wir trotzdem eine Dreiviertelstunde an der Arbeit gewesen, inklusive dem Aufwärmen und Trockenreiten ergab das die ganze Stunde. Ich lobte Jazz abermals vor dem Absteigen und gab ihr ein Stück Karotte, das sie sanft von meiner Hand knabberte. Die Appaloosastute war so ein Schatz!
    31 Okt. 2019

    Occulta
    Dressur L-M
    Fake my Destiny, Cambria, PFS’ Ravissante, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Dancin’ to Jazz

    Es war wiedermal Samstag Abend, Zeit für eine weitere Dressurstunde. Diesmal gab sie Elliot. Lily und ich ritten mit Fake und Cambria mit. Ausser uns waren nur noch Linda mit Jazz, Rita mit Ravissante und Lisa mit Shira dabei. Wir ritten mit den Fleecedecken auf den Kruppen nebeneinander warm und plauderten, bis Elliot meinte, wir sollen endlich mit dem Traben anfangen. Ich nahm Lily ihre Decke ab und schmiss sie neben der von Cambria über das Eingangstor. Dann bogen wir auf den Hufschlag und trabten an. Zum lockern machten wir zuerst ein paar Übergänge. Elliot wollte uns auch schon ziemlich früh im Galopp sehen. Im Verlauf der Stunde übten wir das Halten aus dem Galopp, arbeiteten an den fliegenden Wechseln, indem wir eine Schlangenlinie mit vier Bögen machten und feilten am Schulterherein. Auch erste Traversversuche, zuerst im Schritt, dann im Trab, standen auf dem Programm. Lily schlug sich gar nicht so schlecht, auch wenn Fake meistens etwas zu flott unterwegs war. Aber zwischendurch war ich richtig begeistert, wie hübsch Fake lief, mit ihrem runden Hals und der hohen Knieaktion, die sie beim Dressurreiten etwas mehr als sonst zeigte. Die beiden könnten doch glatt eine Chance haben in einer der leichteren Dressurprüfungen, überlegte ich. Cambria lief heute ebenfalls schön locker und konzentriert. Die Galoppwechsel hatte sie mittlerweile ziemlich gut im Griff, aber sie musste noch etwas flinker werden. Travers machte ihr hingegen noch etwas mehr Mühe, denn sie wollte sich nicht so recht um meinen Schenkel biegen. Bei Shira sah es ähnlich schwierig aus, denn die Ponystute war zusätzlich kurz gebaut und damit alles andere als leicht zu biegen. Jazz hatte zwar keine übergreifenden Gänge, aber auch sie machte ihre Sache gut und lief die ganze Stunde hindurch stabil in Anlehnung. Ravissante musste wie Fake noch deutlich ruhiger werden, ansonsten hatte Elliot an ihrer Performance heute nichts auszusetzen. Wir liessen die Pferde nach den letzten Seitengängen strecken und austraben. Cambria hielt den Kopf schön in die Tiefe und schnaubte zufrieden. Ich lobte sie ausgiebig und holte dann im Schritt die Abschwitzdecke wieder ab, die wir zu Beginn der Stunde über das Tor gehängt hatten.
    30 Nov. 2019

    Occulta
    Dressur M-S
    Odyn, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, Vychahr, PFS’ Skydive, Brendtwood, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, Maekja van Ghosts

    Gleich im Anschluss an das Galopptraining putzte ich den feuerroten Vollbluthengst Odyn. Ihm stand eine Dressurstunde bevor, als Vorbereitung auf seine baldige Körung. Bei dieser Gelegenheit schlossen sich uns auch gleich Quinn mit Sarabi und Isaiah mit Thalia an. Die beiden jüngeren Vollblutstuten genossen Sondertraining, ebenfalls wegen bevorstehender Zuchtzulassungsprüfungen. Wir mussten uns mit dem Satteln und Aufwärmen beeilen, denn für neun Uhr war die erste Reitstunde von Lisa angesetzt, und bis dahin musste die Halle wieder frei sein. Pünktlich um acht Uhr fanden wir uns deshalb alle drei in der Halle ein und begannen mit dem Warmreiten. Ich achtete schon im Schritt darauf, dass Odyn fleissig vorwärtsging und schön von hinten schob. Ich fragte bereits ein paar Seitengänge ab und machte Schlangenlinien entlang dem Hufschlag. Isaiah und Quinn taten es mir gleich. Danach trabten wir an und ritten auf allen drei grossen Volten, um Biegung zu verlangen. Im Verlaufe des Trainings fragten wir auch kleine Volten ab, machten viele Übergänge und arbeiteten besonders an der Losgelassenheit der drei Vollblüter. Sarabi lief schon richtig schön am Zügel, während Odyn und Thalia noch ein wenig Mühe mit der konstanten Anlehnung hatten. Ausserdem war Odyn eher etwas zu stürmisch unterwegs. Trotzdem war die Trainingseinheit ein Erfolg und ich sah den Körungen zuversichtlich entgegen. Um viertelvor neun Uhr liessen wir die drei in den Schritt übergehen und ritten noch ein wenig am langen Zügel. Die Reitschüler von Lisa füllten unterdessen die Halle, fröhlich plaudernd. Unter die Auswärtigen hatten sich auch Robin, Lily, Ruth und Lea gemischt. Sie nutzten Lisas Stunde, um sowohl die Ponys, als auch ihre eigenen Reitkünste zu fördern. Lily ritt auf Skydive. Natürlich konnte der noch völlig grüne Ponyhengst kaum mit den anderen Reittieren mithalten, was die Lektionen anging. Aber es war eine super Übung für ihn, wenn er in der Gruppe mitlaufen und sich konzentrieren musste. Direkter von Lisas Unterricht profitieren konnten Cambria, Fake und Shira. Die drei Stuten waren allesamt auf S-Niveau angekommen und ihre Reiterinnen feilten nun an den gemeinsamen Dressurfertigkeiten. Es ging um Details, aber auch die waren nunmal wichtig auf einem Turnier. Das korrekte, punktgenaue Einspringen in den Galopp, perfektionierte Kurzkehrtwendungen und flüssige, fliegende Galoppwechsel standen besonders weit oben auf der Prioritätenliste. Ich hatte Zeit, einen Moment in die Reiterstube zu sitzen und zuzusehen, als ich Odyn versorgt hatte. Lily sah zwischendurch etwas verloren aus, wie sie mit Skydive zwischen den konzentriert galoppierenden Pferd-Reiter-Paaren herumkurvte. Aber Skydive gab sich sichtlich Mühe und lief schön schwungvoll, wann immer die beiden eine längere Strecke geradeaus traben konnten. Zufrieden trank ich meinen Tee aus und begab mich dann als letztes zu einem weiteren Fuchs: Vychahr. Auch er wartete auf ein Dressurtraining, und auch bei ihm ging es um Feinheiten. Sobald die Reitstunde vorüber war, konnte ich mit ihm in die Halle. Er war mittlerweile ein wahrer Traum zum Reiten. Seine weichen Gänge hatten sich mit seiner Aufrichtung weiterentwickelt und er konnte nun eine richtig eindrucksvolle Trabverstärkung zeigen. Allerdings musste ich stets aufpassen, dass seine Hinterhand mitkam. Genau daran übte ich heute. Ausserdem feilten wir an unseren Galopppirouetten. Während wir so unsere Runden drehten, kam Lisa mit Brendtwood rein, gefolgt von Jonas und Maekja. Die Isländerstute wollten wir ebenfalls so schnell wie möglich für ihre Zuchtzulassung fit machen, sodass sie im Moment ein ausgiebiges Trainingsprogramm bekam. Trotzdem hatte sie natürlich mindestens einmal pro Woche einen reit-freien Tag, an dem wir entweder spazieren gingen, oder sie longierten. Sie war trotz ihrer acht Jahre noch nicht sehr weit ausgebildet gewesen, als wir sie übernommen hatten. Das machte aber nichts, denn sie war willig und lernte schnell. Nach den ganzen Dressurübungen freute ich mich richtig auf die nächsten Einheiten: Springen.
    12 März 2020

    Occulta
    Military L-M
    Maekja van Ghosts, Cambria, PFS' Karat, PFS' Reverie, Brendtwood, PFS' Shadows of the Past, Namuna, Tayr al-Diyari, Mansur, HMJ Honesty

    Nach dem erfolgreich durchgeführten Springtraining am frühen Morgen, wollten wir am späten Nachmittag mit ein paar Pferden in Richtung London fahren, um auf einer Geländestrecke in der Nähe zu trainieren. Der "Springgarten", wie wir ihn gerne nannten, war erst vor etwa einem Jahr erstellt worden und bot eine Vielzahl von verschiedensten Naturhindernissen. Auch HMJ Honesty wollte ich heute mitnehmen, denn das Militarytraining eignete sich hervorragend, um jungen oder unerfahrenen Pferden mehr Mut beizubringen. Nebst der Mustangstute nahmen wir auch Cambria, Woody, Karat, Reverie und Shira mit. Ausserdem fuhr uns Rosie mit Namuna, Tayr und Mansur hinterher. Auf dem Trainingsgelände angekommen, luden wir die Vierbeiner aus dem Lastwagen und sattelten sie. Bis auf Woody und Honesty hatten wir allen Transportgamaschen angezogen. Woody stand meistens ruhig im Anhänger und Honesty war sich die Gamaschen nicht gewöhnt, ausserdem hatten sie beide robustere Gliedmassen als die feinen Warmblüterchen. Sobald alle bereit waren, führten wir die Pferde ein Stück über den kurzen Rasen, bis zum erstbesten Baumstamm, den wir zum Aufsteigen nutzen konnten. Danach ritten wir sie auf dem Sandweg um das Gelände herum warm. Ich sass natürlich im Sattel von Honesty. Die Scheckstute trottete den Warmblütern eifrig hinterher, als wollte sie ihre Herde nicht verlieren. Ich versuchte immer wieder mehr oder weniger erfolgreich, ihre Aufmerksamkeit auf meine Hilfen zu lenken. Aber es gelang mit erst vollständig, als wir mit dem ersten Hindernis begannen. Die Aufwärmübung bestand darin, einen kleinen Baumstamm, gefolgt von einer niedrigen Stufe und anschliessend einem weiteren Baumstamm zu überwinden. Wir liessen die Pferde am Anfang im Trab auf die Hindernisse zugehen, damit sie Zeit hatten, sich alles anzusehen. Cambria, die schon ein paar Military-Trainings hinter sich hatte, hüpfte leichtfüssig vor uns auf den Absatz, sodass Honesty ihr zuversichtlich folgte. Ich lobte die Scheckstute ausgiebig, als sie auch über den zweiten Baumstamm einen kleinen aber feinen Hüpfer nahm. Als nächstes versuchten wir uns an einem weiss umrahmten Graben. Den fanden alle bis auf Cambria ziemlich unheimlich. Besonders bei Reverie dauerte es eine Weile, und wir mussten zur Hilfe alle Pferde auf die andere Seite des Grabens stellen, um sie zu locken. Karat hingegen stoppte zwar, sah sich den Graben dann aber ganz genau an und nahm kurz darauf einen Satz darüber, mit ein paar anschliessenden, übermütigen Bocksprüngen. Überhaupt waren die Pferde sehr energievoll unterwegs; gelegentlich hörte man ein Quieken oder Grunzen, über oder nach einem Sprung, und das ein oder andere Gehampel war auch nicht zu vermeiden. Die Zeit ging so rasch vorüber, dass ich ganz überrascht auf die Uhr sah, als es bereits eindunkelte. "Okay folks, enough for today ", rief ich quer durch den Garten. Wir liessen die Pferde austraben und zum trocknen ohne Sattel ein wenig grasen. Duschen mussten wir sie zuhause aber dennoch.
    Als alle wieder in ihren Boxen standen und die Reste der abendlichen Heuration sortierten, holte ich Maekja raus. Auch mit ihr wollte ich noch ein wenig Military üben, allerdings nur in unserem Hauseigenen kleinen Parcours. Ich schaltete das Flutlicht ein, denn mittlerweile war es dunkel. Wir wärmten uns rasch auf, dann übte ich eine halbe Stunde lang intensiv mit ihr. Wir komzentrierten uns vor allem auf den kleinen Teich, denn Einsprünge ins Wasser machten ihr noch etwas Angst. Sie überwand sich für mich und schaffte alle von mir gestellten Aufgaben. Zufrieden lobte ich sie und liess sie am langen Zügel auf der Ovalbahn trockenlaufen.
    31 Aug. 2020

    Kür:

    Heute war ich auch mit PFS' Shadows of the Past auf der Stutenkörung. Genau gleich wie bei Cambria hatte ich die Stute zwar schick gemacht, aber nicht ganz so viel Zeit und Aufwand hineingesteckt wie sonst. Ich hoffte, dass sie die Richter dennoch überzeugen konnte mit ihrer Qualität. Immerhin vereinigte die Stute einige wichtige Blutlinien der Reitponyzucht und auch ihr Exterieur war beinahe tadellos. Charakterlich war Shira ausserdem ein richtiges Engelchen. Sie stand brav still, liess sich ohne zu drängeln in allen drei Gangarten vorführen und reagierte auch sofort, wenn ich die Hand wechseln wollte. Wir führten Volten und Schlangenlinien vor, sodass die Richter von allen erdenklichen Winkeln her einen guten Blick auf meine hübsche Stute bekamen. Am Ende lobte ich Shira zufrieden und gab ihr auf dem Parkplatz einen grossen Apfel zur Belohnung.
     
    sadasha und Stelli gefällt das.
  4. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Meine Teilnahme mit
    Räubertochter


    [​IMG]

    Rufname: Ronja
    geboren:Mai 2009

    von: Meridian – Trakehner
    aus: Räuberkrone – Trakehner

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    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Brauner
    Stockmaß: 168 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Räubertochter ist zwar Sportler durch und durch, wäre einer Karriere als Wildpferd aber wahrscheinlich nicht abgeneigt. Menschen braucht sie nicht um sich herum, solange genug zu Fressen da ist und sie sich frei bewegen kann. In diesem Punkt entspricht sie ihrem Vater Meridian, der trotz seines hohen Alters immer noch im Deckeinsatz ist.
    In Deutschland wurde Ronja auf einem A Niveau in der Dressur und einem L Niveau im Springen zwischen ihren Fohlenpausen gehalten. Bevor sie in Kanada Mutter wird, sollen ihre sportlichen Erfolge ausgebaut werden.

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    Erfolge
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    Gewiner [SW 516]

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    2. Platz 587. Springturnier
    1. Platz 589. Springturnier
    3. Platz 323. Synchronspringen
    1. Platz 324. Synchronspringen
    2. Platz 325. Synchronspringen
    1. Platz 326. Synchronspringen
    1. Platz 327. Synchronspringen
    2. Platz 331. Synchronspringen
    3. Platz 334. Synchronspringen
    1. Platz 336. Synchronspringen
    1. Platz 606. Springturnier
    2. Platz 607. Springturnier
    1. Platz 338. Synchronspringen
    1. Platz 461. Distanzturnier

    Dressur E -- Springen L

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    Training (2 Berichte)
    Springen E-A
    Räuberfürst erfüllte so ziemlich jede Vorstellung die ich an einen Hengst hatte. Dunkelbraun, tolle Abzeichen, ein zarter Kopf und unglaublich menschenbezogen. Der aus Deutschland stammende Trakehner hatte seinen Flug mittlerweile gut verarbeitet und war bereits voll im Training. Dadurch dass er bereits 12 Jahre alt war, war er auch entsprechend weit ausgebildet. Die M Lektionen der Dressur kannte er im Schlaf und Hindernisse der gleichen Klasse nahm er mit Leichtigkeit.
    Seine Halbschwester, Räubertochter, hatte ihn auf seiner Reise begleitet. Auch sie war mit neun Jahren bereits gut ausgebildet, durch Fohlenpausen hatte sie es allerdings nur auf Klasse A der Dressur und Klasse L im Springen geschafft. Bei uns sollte sie an ihre sportlichen Erfolge anknüpfen und diese weiter ausbauen, bevor sie wieder zur Mutter werden würde. Ihrem Namen entsprechend war Ronja ganz anders als Räuber. Sie war meist am anderen Ende der Koppel, wenn man sie für das Training holen wollte und auch sonst sehr unabhängig vom Menschen. In diesem Punkt entsprach sie ganz ihrem Vater Meridian, welcher mit mittlerweile 26 Jahren immer noch im Deckeinsatz ist und den ich in seiner Jugendzeit auch das ein oder andere Mal reiten durfte.
    Heute stand für die Beiden Räuberkinder ein einfaches Training an. Gymnastizieren mit A-Sprüngen war angesagt, die Hindernisse erreichten also knapp einen Meter. Anders als beim Turnier standen auf unserem Platz keine sieben Sprünge und auch die Kombinationen fehlten. Für unser Training genügten uns vier Sprünge und mehrere, großzügig verteilte Stangen. Während Nate aufbaute und vom Boden aus Anweisungen gab, saß Colin auf Ronja und ich übernahm Räuber. Der Hengst würde bei unserer Hengstparade starten, hatte sich nach dem harten Training der letzten Tage heute aber einen Ruhetag verdient, bevor es morgen weiter ging.
    Nach 25 Minuten beendeten wir das Training und übergaben die Pferde zum Abduschen, sodass sie wenig später wieder auf die Koppeln konnten.​


    Springen A-L
    Warum muss ich den Parcours aufbauen. Ich bin der Chef, ich sollte mein Pferd gesattelt und aufgewärmt vorgesetzt bekommen, nach 30 Minuten wieder absteigen und mich dann zurück in die Sonne legen. Für was hab ich Personal?!“
    Ich jammerte zwar seit ich heute Morgen unsanft von den Hunden geweckt wurde, aber der Parcousaufbau gab mir gerade den Rest. „Ich verkaufe das alles hier und geh nach Bali. Hörst du, Nate?!“
    Doch der hörte mir nicht zu, sondern hievte weiter die Stangen auf den Sprungständer. Colin schaute kurz zu mir, da er sich aber nicht angesprochen fühlte, tat er es Nate gleich. Ausgerechnet heute sollte es L-Höhe sein und ich musste die Stangen bis auf eine Höhe von 120 cm anheben. Zum Glück hatte ich Hilfe und musste nur zwei der acht Sprünge aufbauen. Auch der Wassergraben war mir zugewiesen mit drei Meter Breite wurde mir zugewiesen.
    Als alles aufgebaut war, machten wir unsere Pferde fertig. Nate und Colin hatten sich taktischer Weise die beiden Stuten Räubertochter und Show me Heaven ausgesucht, sodass ich mit meinem Hengst Real Steel nicht in ihrer direkten Nähe sein konnte. Rando war heute besonders lieb und streckte mir mehrmals vorsichtig die Nase entgegen, damit ich ihn streicheln konnte. Sein pechschwarzes Fell glänzte heute besonders schön in der Sonne und das obwohl er sich auf der Koppel mehrmals gewälzt hatte.
    Wie immer ritten wir eine größere Runde ins Gelände, damit wir dort in allen Gangarten warm machen und später sofort mit dem Springtraining beginnen konnten. Wir hatten einen kleineren Sprung zum warmmachen und dann ging es auch schon an den Parcours.
    Alle drei Pferde sollten mehr Ruhe und Routine bekommen, damit sie in der Turniersaison einige Schleifen abräumen konnten. Ronja und Heaven fiel das heute etwas schwerer, denn ihre Herde machte Radau und natürlich war dann die Aufregung groß. Nach einiger Zeit legte sich das aber doch und wir konnten normal weiterarbeiten.
    Das Training wurde mit einer Schrittrunde ins Gelände und einer anschließenden Dusche beendet.​



    Die Tore der Halle öffneten sich und ich führte Räubertochter hinein. Die Trakehnerstute schnaubte einige Male aufgeregt und war sichtbar nervös bei der Grußaufstellung. Anschließend führte ich die Stute im Schritt und Trab erst auf der einen Hand und nach einem wechsel durch die ganze Bahn auf der anderen Hand. Den Galopp zeigte sie zunächst an der Longe auf dem Zirkel, danach auf der ganzen Bahn frei.
    Als das geschafft war fing ich Ronja ein und stellte sie erneut zum Grüßen auf.
    Im Anschluss ging es dann zum Freispringen.

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  5. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Stellis Teilnahme mit
    It's Tea Time

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    Steckbrief
    It's Tea Time


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    Vom: Dante
    Vom: Place Royal
    Prince x Wild Lady Roxanne
    Aus der: Wiona's Hope

    Aus der: unbekannt



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    Rufname: Izzy
    Geburtsjahr: 2015
    Stockmaß: 1.74 m
    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Braunschimmel
    Abzeichen: Blesse, 4x weiß
    Gesundheit: Sehr gut


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    selbstsicher, ruhig, elegant

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    Besitzer: Stelli
    Ersteller: Mohikanerin
    VKR: Mohikanerin
    Verkäuflich: Nein

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    Zuchtzulassung: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -
    Stationiert: -


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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S***
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: A
    Fahren Klasse: A

    Eignung: Springen, Dressur, Military
    Geritten: Ja


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    467. Fahrturnier, 329. Synchronspringen, 597. Springturnier, 330. Synchronspringen, 467. Fahrturnier, 450. Distanzturnier, 600. Springturnier, 332. Symchronspringen, 333. Synchronspringen
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    Bewegung Galopp Koppel | PNG
    Auf Koppel mit Decke & Halfter

    Hufschmiedbericht vom 23. September 2020 von Laraya13
    Björn | Heute war der Terminplan tatsächlich sehr Straff, es war gerade mal Mittags und ich hatte bereits zwei Termine hinter mir, davon einen eher ungewohnt stressigen. Hat mich doch tatsächlich ein Pferd in den Hintern gezwickt.. Was solls. Mein Weg führte mich nun zum Hofgut Birkenau, ich war sehr gespannt was mich dort nun erwartete, nachdem der Tag eher mau angefangen hatte. Ich drehte das Radio für die restlichen zehn Minuten Fahrzeit etwas lauter und machte das Fenster auf.

    Auf dem Hofgut angekommen, stellte ich das Auto ab und wurde bereits herzlichst von Stelli empfangen. Die Pferde sollen am Anbindeplatz gemacht werden, also trug ich Stück für Stück alles was ich benötigte dort hin und Stelli brachte bereits das erste Pferd , die schöne Stute Golden Highlight. „Na Mäuschen.“, begrüßte ich das Tier und machte erst mal eine Sichtkontrolle des Gangbildes, Stelli führte mir die Stute perfekt vor und ich konnte nix ungewöhnliches erkennen. „Schöne Hufe, sehr tolles Gangbild. Dann schauen wir mal..“, sagte ich und bückte mich, als die Stute nun angebunden neben mir stand und hob den ersten Huf an. „Schön, schöne harte Hufe. Nicht zu trocken.. ist das Öl?“, fragte ich und erntete von Stelli ein unbeholfenes nicken. Ich nahm mir schnell einen Lappen und etwas Lösung, wischte das Öl von allen Hufen. „Nicht, kein Öl. Damit trocknest du die Hufe aus. Wässer die lieber einmal in der Woche mit normalen Wasser.“, sagte ich lächelnd und fing an, den Huf ein wenig zu raspeln, was sich über alle vier Hufe zog. „So schnell fertig kontrollierte Hufe hatte ich lange nicht mehr.“, lachte ich und streichelte die Stute, welche die ganze Zeit unheimlich brav sich alles gefallen lies, am Hals. „ Das bisschen Raspeln hat tatsächlich ausgereicht, Golden Highlight hat total gute Hufe. Nur kein Öl, damit machst du dir diese tollen Hufe kaputt..so, einmal Eisen vorne Stahl zum hier beschlagen.“, sagte ich während ich die Eisen erhitzte. Die Stute schien wegen dem Geruch verwirrt zu sein, Stelli hatte mir bereits gesagt das alle drei Pferde bis jetzt noch gar keine Hufbearbeitung gebraucht hatten.. bei den Hufen von Golden Highlights konnte ich das auch nachvollziehen. „So, Mäuschen, dann gucken wir mal.“, sagte ich und nahm das Eisen mit der Zange und hielt das Eisen an den Huf. Ganz passte es noch nicht, also nahm ich das Eisen wieder mit und formte es ein wenig mit meinem Lieblingshammer, ehe ich es erneut anhielt. „Perfekt.“, sagte ich und fing an, die Stute zu beschlagen. Beide Eisen machte die Hannoveranerstute unheimlich gut mit und erntete sich am Ende ein Leckerli von mir. „Führ Sie mir nochmal vor.“, sagte ich zu Stelli und haute schon die nächsten Eisen für das nächste Pferd in den Ofen, danach betrachtete ich die Stute. „Wunderbar. Kannst das nächste Pferdchen holen, ich mach mal schnell sauber.“ - Gesagt, getan. Ich fegte den Dreck bei Seite und Stelli kam nun mit der Stute It's Tea Time, ein unheimlich elegantes Tier. Da mir schon bei dem auf-mich-zuführen nix auffiel, lies ich Stelli die Stute gleich anbinden, begrüßte das Tier kurz und war erstaunt, als ich auch dieser Stute so unkompliziert und schnell die Hufe machen konnte. „Auch gute Hufe, etwas weicher als die von Golden Highlights. „, brabbelte ich vor mich hin, musste hier an den Hufen etwas mehr knipsen , jedoch dauerte das ganze auch nur zwei Minuten länger und auch die heißen Eisen in dem Ofen und der Geruch irritierten die Stute überhaupt nicht. Die Eisen, die ich herausgesucht hatte, passten sogar perfekt auf die Hufe, das hatte ich auch noch nicht gesehen. Nachdem auch hier alles Reibungslos ablief, wiederholten wir das Prozedere nochmal – Stelli holte das Pferd, ich machte sauber und legte die Eisen in den Ofen. Als Stelli mir nun den Hengst Diamond's Shine vorführte, war der Hengst etwas energisch unterwegs und dachte wohl, das hier ist ein kleiner Wettbewerb. Bei mir nun angebunden wurde ich erst mal kritisch beschnuppert, die Hufe gab der Hengst aber brav. „Schau mal- „ rief ich Stelli und hielt den linken Hinterhuf weiter fest. „Hier haben wir eine beginnende Horn spalte. Der Hengst hat unheimlich trockene Hufe, die musst du bitte für die nächsten zwei Wochen 3x in der Woche wässern, dann kontrolliere ich nochmal. „ , sagte ich und raspelte den Hengst die Hufe, was gar nicht so einfach war. Wenn es ein Pferd gab, was wohl kitzelig war, dann war es dieser Hengst. „Na komm Bubi, gleich geschafft.“, sprach ich dem Hengst zu und raspelte die letzten Zentimeter, ehe ich den Huf absetzte und die Feile zurück legte. „Eisen machen wir hier noch nicht drauf, die Hufe sind zu trocken.“, sagte ich und machte den Ofen wortwörtlich aus.. haha. „In Zwei Wochen komm ich wieder, da sollten die Hufe soweit besser sein, das ich vorne beschlagen kann. Hier, fütter ihm das einmal Täglich mit, aber bitte schön die Anleitung beachten und die Hufe 3x die Woche wässern. Das Pulver hilft den Hufen ein wenig und, als Bonus, ist es auch noch super fürs Fell.“ Nachdem ich alles eingepackt und mich mit Stelli noch etwas unterhalten hatte, machte ich mich nun auf den Weg zu meinem nächsten und letzten Kunden.

    Tierarztbericht vom 25.10.2020, Pferdepraxis Sapala (Eddi)
    Routineuntersuchung
    Heute machte ich mich erneut auf den Weg zu Stelli und ihren schicken Sportpferden. Mein heutiger Patient war eine Schimmelstute namens It’s Tea Time. Sie sollte demnächst an einer Stutenkrönung teilnehmen. Routinemäßig stand eine simple Untersuchung mit Impfen und Entwurmen an. Geplant pünktlich kam ich an und wurde herzlich in Empfang genommen. Tea Time stand bereits angebunden am Platz und spitzte neugierig die Ohren, als wir um die Ecke kamen. Nachdem ich meine Tasche abgestellt hatte, machte ich mich direkt an die Arbeit.
    Von Stelli ließ ich mir die Stute im Schritt und Trab auf dem Hof vorführen. Einmal auf der geraden Linie und einmal gebogen. Die Gänge waren taktklar und auch in der Biegung zeigte Tea Time keinerlei Schwierigkeiten. Somit war beim Bewegungsapparat alles einwandfrei. Also konnten wir zum Putzplatz zurückkehren und mit der Untersuchung weitermachen.
    Zunächst schaute ich in die Ohren, danach leuchtete ich die Augen ab und zuletzt der Blick ins Maul und auf die Zähne.
    Alles war in bester Ordnung und ich konnte mit dem Abhören weitermachen. Herz, Lunge und Darm hörte ich in Ruhe ab, aber alles klang einwandfrei. Kurz lobte ich das Pferd, ehe ich noch die Lymphknoten abtastete und zu guter Letzt die Beine hinabtastete. Ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken und machte mich noch daran, die Körpertemperatur zu messen. Alles war im grünen Bereich.
    Damit konnten wir guten Gewissens impfen. Ein kurzer Blick in den Impfpass genügte und ich wusste, was heute alles anstand. Wir begannen mit dem Kombipräparat für Influenza und Herpes. Danach folgten noch Tetanus und Tollwut und dann waren die Impfungen auch schon geschafft. Abschließend gab es noch die Wurmkur ins Maul und direkt hinterher einen Apfel, damit die Paste auch schon im Pferd landete.
    Ich lobte die Stute ausgiebig und erneuerte noch den Impfpass, während Stelli bereits Tea Time wieder wegbrachte. Gleiches Prozedere fand noch einmal für die Hannoveranerstute Golden Highlight statt. Auch sie benahm sich einwandfrei, alle Tests waren befundfei und so wurde auch sie noch geimpft und entwurmt, bevor Stelli die Stute ebenso wieder auf die Weide bringen konnte.
    Zu guter Letzt stellte ich noch die Gesundheitszertifikate für entwaige Wettbewerbe aus und verabschiedete mich dann von Stelli, ehe ich mich auf den Weg zum Auto und damit zum nächsten Patienten machte.

    Trainingsberichte (2)
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    Dressur E->A (c) Stelli, 16.09.2020
    Ab dem heutigen Tag machte ich es mir zur Aufgabe, meine Stute It's Tea Time in der Dressur weiter auszubilden. Ich holte die Schimmelstute aus ihrer Box und putzte sie. Danach holte ich den Dressursattel, sattelte und trenste sie und ging dann raus auf den Dressurplatz, nachdem ich mir Stiefel und Helm angezogen hatte. Nach dem Aufsitzen ritt ich erstmal am langen Zügel eine viertel Stunde Schritt. Dann nahm ich sie langsam auf, sodass die Dehnungshaltung noch zugelassen werden konnte. Als ich insgesamt zwanzig Minuten Schritt geritten bin, trabte ich allmählich locker an. Zuerst ganze Bahn und große gebogene Linien wie Zirkel und durch die ganze Bahn wechseln. Tea Time schnaubte währenddessen schön ab. Dann galoppierte ich an und ging zuerst in den leichten Sitz, damit die Stute den Rücken schön aufmachen konnte. Nach der Aufwärmphase ging es so langsam in die Arbeitsphase über. Ich begann, die Zügel so langsam nachzufassen und erstmals auszusitzen. Tea Time braucht am Anfang etwas länger, um im Rücken loszulassen. Somit saß ich erst intervallweise aus und ritt viele Übergänge und Volten, dass sie sich schön um den inneren Schenkel biegen musste. Die Zügel nahm ich irgendwann noch ein Stück kürzer, um sie im Genick etwas mehr hochzuholen. Ich lobte sie und begann, die Seitengänge zu erarbeiten. Ich hatte mir für heute das Viereck verkleinern und vergrößern vorgenommen. Ich parierte sie zum Schritt durch und fing an der nächsten langen Seite an, sie vom Hufschlag mit dem inneren Schenkel nach innen reinzuschieben und somit das Viereck zu verkleinern. Zuerst nölte sie ein wenig rum, gab dann aber rasch nach. Ich wiederholte die Übung an den nächsten langen Seiten erneut und es wurde von Mal zu Mal besser und geschemeidiger. Dies ritt ich auch auf der anderen Hand. Da fiel es ihr etwas leichter. Im Anschluss an die Lektion schob ich sie nach dem Viereck verkleinern auch wieder nach außen und vergrößerte da Viereck anschließend direkt wieder. Zufrieden schnaubte sie ab, lobte sie und ließ die Zügel lang, damit sie abspannen konnte. Zum Abschluss an die heutige Trainingseinheit wollte ich nochmal das Zulegen probieren. Ich trabte sie an und ging auf die Diagonale um den Rahmen zu erweitern. Zuerst kam nicht viel, ich denke, sie wusste nicht, was zu tun ist. Also noch einmal. Ich ging wieder auf die Diagonale und diesmal zündete sie etwas mehr auf die treibenden Hilfen. Ich wiederholte es ein drittes Mal und diesmal was das Ergebnis für den ersten Versuch zufriedenstellend. Damit ließ ich es für heute gut sein und nahm mir vor, morgen weiter zu arbeiten. Gesagt, getan. Nachdem meine Stute gesattelt und aufgewärmt mit mir auf dem Platz war, fragte ich die Lektionen von gestern ab. Ich begann mit dem Viereck verkleinern. Diesmal klappte es von Anfang an besser und sie war nicht am nörgeln. Anschließend widmete ich mich zuerst der Trabrbeit. Ich versuchte, sie schön vor mich zu bekommen und die Hinterhand aktiver zu machen. Ich merkte, dass sie das ziemlich anstrengte. Also hieß es Kraft aufbauen für die nächsten Wochen. Ich legte einige Male zu und sie bemühte sich wirklich. Für die Klasse A reichte das vollkommen aus, für die nächsthöhere Klasse müssten wir auf jeden Fall noch trainieren. Nun wollte ich mal probieren, wie das Zulegen im Galopp aussah. Da machte ich mir keine großen Sorgen, weil sie das vom Springen kennt. Ich galoppierte Tea Time an und legte an der langen Seite zu. Ja, gut, da musste man wenig üben. Das Zulegen sowohl auch die Rückführung klappte vorbildlich. Ich lobte meine Stute und ließ die Zügel lang. In den kommenden Wochen bauten wir viel Kraft auf, damit sie sich besser tragen konnte und die Hinterhand mehr untertreten konnte. Abschließend ritt ich nach drei Wochen erstmals eine Dressuraufgabe der Klasse A für mich vor und war recht zufrieden. Für die Klasse L später mussten wir weiterhin deutlich an Kraft und Versammlungsbereitschaft feilen, aber ich glaube, das kriegen wir hin. Jetzt heißt es erstmal: sich in A-Dressuren beweisen.


    Rennen E->A (c) Stelli, 19.10.2020
    Es war mal wieder Zeit für eine neue Runde Training! Dafür schnappte ich mir meine Stute It's Tea Time. Nach langer Überlegung entschloss ich mich, sie in der Disziplin Rennen weiter auszubilden. Eine möglichst vielseitige Ausbildung meiner Pferde ist mir enorm wichtig, so mit stand der Entschluss fest. Ich holte meine Schimmelstute It's Tea Time von der Koppel, wo sie seit acht Uhr morgens stand, und entfernte den Dreck aus ihrem Fell. Anschließend holte ich ihren Springsattel und machte sie zum reiten fertig. Auf dem Plan stand: Ausdauer trainieren, Kondition aufbauen und an Schnelligkeit gewinnen. Das würde uns die nächsten Wochen begleiten. Es fanden sowiso nicht mehr viele Turniere statt, und außerdem wollte ich Tea Time auf ihre Stuteneintragung vorbereiten, daher nahm ich sie in letzter Zeit nicht mehr viel mit auf Turnier. Die Stutbucheintragung steht im Vordergrund, da sie gute Chancen auf eine Eintragung als Zuchtstute bekommen würde. Als meine Stute gesattelt war, gingen wir ins Gelände. Dort lässt sich das Training am Besten absolvieren. Heute stand Ausdauer auf dem Programm, welches ich gut mit Konditionsaufbau kombinieren konnte. Nachdem wir eine gute Strecke im Schritt geritten sind, trabte ich sie bei Beginn der Lichtung an, bis wir die schöne, übersichtliche Strecke erreicht hatten, wo man wunderbar galoppieren konnten. Nach einer kurzen Schrittpause ging es dann los. Es ging heute nicht um Tempo, sondern darum, dass Tea Time konstant das Tempo beibehält und ihre Kraft zu trainieren. Ich galoppierte meine Schimmelstute an und machte mich auf die Galoppstrecke. Zuerst drängelte sie etwas, war dann aber einverstanden mit einem relativ ruhigen Tempo. Da die Strecke leicht bergauf geht, merkte man relativ schnell, wie ihr die Kraft ausging. Da wusste ich, an was wir definitiv die nächsten Wochen trainieren werden.
    Zwei Tage später trainierten wir an der Schnelligkeit der Stute. Dazu hatten wir Tea Time verladen und sind zu einer nahegelegenen Galopparena gefahren, da die Strecke, die bei uns in der Nähe liegt, erneuert wird. Tea Time war ganz entspannt als wir auf dem fremden Gelände ankamen. Nach einer gründlichen Aufwärmphase ging es dann auch los. Ein anderer Trainer stand an der Reling der Strecke und unterstützte mich netterweise. Er war nur Vollblüter gewohnt, Warmblüter oder gar Ponies kamen ihm nur selten zu Gesicht. Er war leicht skeptisch, fand sich doch schnell mit seinem "Schicksal" des Warmblut-Rennens ab und half mir, wo er konnte. Tea Time war ziemlich on fire und erledigte ihren Job am heutigen Tag gar nicht schlecht. Jedoch musste auch da noch ziemlich viel geübt werden, dass man sie 'A-fertig' nennen konnte.
    In den kommenden Wochen gingen wir viel auf die Galoppstrecke hinter der Lichtung und ich merkte, wie Tea Time immer mehr an Kraft gewann, was sich gleichzeitig auch in der Schnelligkeit und Kondition wiederspiegelte. Meine Stute entwickelte sich schnell weiter, ich musste beinahe drauf achten, dass sie nicht zu fleißig wurde. Es soll sich ja auch alles festigen und nicht über die Hau-Ruck-Aktion abgewickelt werden. Ich gab der Sache weitere drei oder vier Wochen, genau weiß ich es nicht mehr, in denen wir weiter an Kraft und Schnelligkeit trainiert hatten. Tea Time kam nicht mehr so schnell außer Puste. Kurzerhand entschlossen wir, wieder auf die Rennbahn zu fahren und Tea Times Entwicklung zu überprüfen. Meine Stute war hochmotiviert und ich merkte ihr die Entschlossenheit deutlich an. Als die Lichter auf Grün schalteten ging es los und Tea Time preschte mit einem beachtlichen Tempo nach vorne. Ich beugte mich dicht über ihren Hals und ließ sie erstmal machen. Relativ schnell näherten wir uns der Ziellinie für de unterste Klasse, die wir schnell hinter uns ließen. Langsam merkte ich, wie die Kraft weniger wurde, aber ich war überzeugt, dass wir die Strecke innerhalb der Maximalzeit schaffen würden. Und so war es auch. Ich konnte mein Glück über die Entwicklung dieses Ausnahmepferdes nicht richtig fassen. Auch der Trainer der Rennbahn war beeindruckt. Nun war es amtlich: It's Tea Time befand sich auf A-Niveau im Rennen.

    It's Tea Times Teilnahme an der SK 471
    Gespannt wartete ich mit meiner Stute It's Tea Time unter einem Vordach. Es war ein ekliges Nieselwetter und ich konnte es kaum erwarten, endlich aufgerufen zu werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann endlich so weit. Eine monotone Stimme schallte durch die Lautsprecher der Woodland Ranch. Ein Ruck ging durch meinen Körper und ich nahm schnell die Zügel auf, bevor es für uns losging. "Los gehts mein Mädchen!", flüsterte ich meiner Schimmelstute zu und trabte in die Reithalle hinein. It's Tea Time war hochmotiviert und trabte mit gespitzen Ohren in die Arena. Während wir außenrum trabten, wurden wir von Jonathan Wood kurz vorgestellt. Als er fertig war, stellte ich uns bei X mit Blick zu den Richtern auf und grüßte diese. Danach trabte ich wieder an und ging ganze Bahn, um die Richter von Tea Times Trab zu überzeugen. Ich machte einen Handwechsel, indem ich auf der Ecke kehrt machte und präsentierte ihren schwungvollen Trab nochmal auf der anderen Seite. Nach zwei Runden parierte ich zum Schritt durch und ließ die Zügel ein Stück länger, damit sich meine Stute schön dehnen konnte und sie ihren Mittelschritt zum Besten präsentieren konnte. Ich wechselte aus dem Zirkel und ritt nochmal eine Zirkelrunde im Schritt. Ich galoppierte aus dem Schritt heraus an und galoppierte ganze Bahn in einem frischen, ordentlichen Arbeitstempo. Ich spürte Tea Times kräftig gesprungene Bergaufgaloppade unter mir, was mir ein unglaubliches Gefühl vermittelte. Mit einem fliegenden Galoppwechsel über die Diagonale galoppierte ich auch nochmal zwei Runden auf der anderen Hand. Aus dem Galopp parierte ich zum Trab durch und trabte nochmal außenrum, bevor ich wieder auf die Mittellinie ritt und meine Stute bei X zum Halten brachte. Zufrieden mit unserer Vorstellung verabschiedete ich mich durch ein erneutes Grüßen von den Richtern und lobte mein Pferd. Nun hieß es auf das Resultat warten - am Besten mit einer heißen Kürbissuppe.

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  6. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Stellis Teilnahme mit
    Golden Highlight

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    Steckbrief
    Golden Highlight


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    Vom: Colour Paint
    Vom: Shining Sommerdream
    vom: Show Me Your Real Darkness
    Take A Good Look x Unwritten
    Aus der: Perfect Image
    Pacific Image x Palmira

    Aus der: Oricono Flow
    vom: Black Soul
    Bukephalos x Diamond Lady
    Aus der: Tears in Heaven
    Sandro Hit x Tequila


    Aus der: Golden Lights
    Vom: Lord Wellington
    Aus der: Great Opportiunity


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    Rufname: Goldie
    Geburtsjahr: 2013
    Stockmaß: 1.69m
    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Palomino mit Dapples
    Abzeichen: unterbrochene Blesse, 4x hochweiß, weißer Fleck an der Gurtlage
    Gesundheit: Sehr gut


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    schüchtern, verspielt, manchmal eine kleie Diva

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    Besitzer: Stelli
    Ersteller: sweetvelvetrose
    VKR: sweetvelvetrose
    Verkäuflich: Nein

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    Zuchtzulassung: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -
    Stationiert: -


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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: L
    Fahren Klasse: A

    Eignung: Springen, Dressur, Military
    Geritten: Ja


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    448. Militaryturnier, 451. Distanzturnier, 452. Distanzturnier, 602. Dressurturnier, 334. Synchronspringen, 453. Militarturnier, 476. Fahrturnier
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    Zubehör mit Bewegung

    Hufschmiedbericht vom 23.09.2020 von Laraya13
    Björn | Heute war der Terminplan tatsächlich sehr Straff, es war gerade mal Mittags und ich hatte bereits zwei Termine hinter mir, davon einen eher ungewohnt stressigen. Hat mich doch tatsächlich ein Pferd in den Hintern gezwickt.. Was solls. Mein Weg führte mich nun zum Hofgut Birkenau, ich war sehr gespannt was mich dort nun erwartete, nachdem der Tag eher mau angefangen hatte. Ich drehte das Radio für die restlichen zehn Minuten Fahrzeit etwas lauter und machte das Fenster auf.

    Auf dem Hofgut angekommen, stellte ich das Auto ab und wurde bereits herzlichst von Stelli empfangen. Die Pferde sollen am Anbindeplatz gemacht werden, also trug ich Stück für Stück alles was ich benötigte dort hin und Stelli brachte bereits das erste Pferd , die schöne Stute Golden Highlight. „Na Mäuschen.“, begrüßte ich das Tier und machte erst mal eine Sichtkontrolle des Gangbildes, Stelli führte mir die Stute perfekt vor und ich konnte nix ungewöhnliches erkennen. „Schöne Hufe, sehr tolles Gangbild. Dann schauen wir mal..“, sagte ich und bückte mich, als die Stute nun angebunden neben mir stand und hob den ersten Huf an. „Schön, schöne harte Hufe. Nicht zu trocken.. ist das Öl?“, fragte ich und erntete von Stelli ein unbeholfenes nicken. Ich nahm mir schnell einen Lappen und etwas Lösung, wischte das Öl von allen Hufen. „Nicht, kein Öl. Damit trocknest du die Hufe aus. Wässer die lieber einmal in der Woche mit normalen Wasser.“, sagte ich lächelnd und fing an, den Huf ein wenig zu raspeln, was sich über alle vier Hufe zog. „So schnell fertig kontrollierte Hufe hatte ich lange nicht mehr.“, lachte ich und streichelte die Stute, welche die ganze Zeit unheimlich brav sich alles gefallen lies, am Hals. „ Das bisschen Raspeln hat tatsächlich ausgereicht, Golden Highlight hat total gute Hufe. Nur kein Öl, damit machst du dir diese tollen Hufe kaputt..so, einmal Eisen vorne Stahl zum hier beschlagen.“, sagte ich während ich die Eisen erhitzte. Die Stute schien wegen dem Geruch verwirrt zu sein, Stelli hatte mir bereits gesagt das alle drei Pferde bis jetzt noch gar keine Hufbearbeitung gebraucht hatten.. bei den Hufen von Golden Highlights konnte ich das auch nachvollziehen. „So, Mäuschen, dann gucken wir mal.“, sagte ich und nahm das Eisen mit der Zange und hielt das Eisen an den Huf. Ganz passte es noch nicht, also nahm ich das Eisen wieder mit und formte es ein wenig mit meinem Lieblingshammer, ehe ich es erneut anhielt. „Perfekt.“, sagte ich und fing an, die Stute zu beschlagen. Beide Eisen machte die Hannoveranerstute unheimlich gut mit und erntete sich am Ende ein Leckerli von mir. „Führ Sie mir nochmal vor.“, sagte ich zu Stelli und haute schon die nächsten Eisen für das nächste Pferd in den Ofen, danach betrachtete ich die Stute. „Wunderbar. Kannst das nächste Pferdchen holen, ich mach mal schnell sauber.“ - Gesagt, getan. Ich fegte den Dreck bei Seite und Stelli kam nun mit der Stute It's Tea Time, ein unheimlich elegantes Tier. Da mir schon bei dem auf-mich-zuführen nix auffiel, lies ich Stelli die Stute gleich anbinden, begrüßte das Tier kurz und war erstaunt, als ich auch dieser Stute so unkompliziert und schnell die Hufe machen konnte. „Auch gute Hufe, etwas weicher als die von Golden Highlights. „, brabbelte ich vor mich hin, musste hier an den Hufen etwas mehr knipsen , jedoch dauerte das ganze auch nur zwei Minuten länger und auch die heißen Eisen in dem Ofen und der Geruch irritierten die Stute überhaupt nicht. Die Eisen, die ich herausgesucht hatte, passten sogar perfekt auf die Hufe, das hatte ich auch noch nicht gesehen. Nachdem auch hier alles Reibungslos ablief, wiederholten wir das Prozedere nochmal – Stelli holte das Pferd, ich machte sauber und legte die Eisen in den Ofen. Als Stelli mir nun den Hengst Diamond's Shine vorführte, war der Hengst etwas energisch unterwegs und dachte wohl, das hier ist ein kleiner Wettbewerb. Bei mir nun angebunden wurde ich erst mal kritisch beschnuppert, die Hufe gab der Hengst aber brav. „Schau mal- „ rief ich Stelli und hielt den linken Hinterhuf weiter fest. „Hier haben wir eine beginnende Horn spalte. Der Hengst hat unheimlich trockene Hufe, die musst du bitte für die nächsten zwei Wochen 3x in der Woche wässern, dann kontrolliere ich nochmal. „ , sagte ich und raspelte den Hengst die Hufe, was gar nicht so einfach war. Wenn es ein Pferd gab, was wohl kitzelig war, dann war es dieser Hengst. „Na komm Bubi, gleich geschafft.“, sprach ich dem Hengst zu und raspelte die letzten Zentimeter, ehe ich den Huf absetzte und die Feile zurück legte. „Eisen machen wir hier noch nicht drauf, die Hufe sind zu trocken.“, sagte ich und machte den Ofen wortwörtlich aus.. haha. „In Zwei Wochen komm ich wieder, da sollten die Hufe soweit besser sein, das ich vorne beschlagen kann. Hier, fütter ihm das einmal Täglich mit, aber bitte schön die Anleitung beachten und die Hufe 3x die Woche wässern. Das Pulver hilft den Hufen ein wenig und, als Bonus, ist es auch noch super fürs Fell.“ Nachdem ich alles eingepackt und mich mit Stelli noch etwas unterhalten hatte, machte ich mich nun auf den Weg zu meinem nächsten und letzten Kunden.

    Tierarztbericht vom 25.10.2020 von Pferdepraxis Sapala (Eddi)
    Routineuntersuchung
    Heute machte ich mich erneut auf den Weg zu Stelli und ihren schicken Sportpferden. Mein heutiger Patient war eine Schimmelstute namens It’s Tea Time. Sie sollte demnächst an einer Stutenkrönung teilnehmen. Routinemäßig stand eine simple Untersuchung mit Impfen und Entwurmen an. Geplant pünktlich kam ich an und wurde herzlich in Empfang genommen. Tea Time stand bereits angebunden am Platz und spitzte neugierig die Ohren, als wir um die Ecke kamen. Nachdem ich meine Tasche abgestellt hatte, machte ich mich direkt an die Arbeit.
    Von Stelli ließ ich mir die Stute im Schritt und Trab auf dem Hof vorführen. Einmal auf der geraden Linie und einmal gebogen. Die Gänge waren taktklar und auch in der Biegung zeigte Tea Time keinerlei Schwierigkeiten. Somit war beim Bewegungsapparat alles einwandfrei. Also konnten wir zum Putzplatz zurückkehren und mit der Untersuchung weitermachen.
    Zunächst schaute ich in die Ohren, danach leuchtete ich die Augen ab und zuletzt der Blick ins Maul und auf die Zähne.
    Alles war in bester Ordnung und ich konnte mit dem Abhören weitermachen. Herz, Lunge und Darm hörte ich in Ruhe ab, aber alles klang einwandfrei. Kurz lobte ich das Pferd, ehe ich noch die Lymphknoten abtastete und zu guter Letzt die Beine hinabtastete. Ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken und machte mich noch daran, die Körpertemperatur zu messen. Alles war im grünen Bereich.
    Damit konnten wir guten Gewissens impfen. Ein kurzer Blick in den Impfpass genügte und ich wusste, was heute alles anstand. Wir begannen mit dem Kombipräparat für Influenza und Herpes. Danach folgten noch Tetanus und Tollwut und dann waren die Impfungen auch schon geschafft. Abschließend gab es noch die Wurmkur ins Maul und direkt hinterher einen Apfel, damit die Paste auch schon im Pferd landete.
    Ich lobte die Stute ausgiebig und erneuerte noch den Impfpass, während Stelli bereits Tea Time wieder wegbrachte. Gleiches Prozedere fand noch einmal für die Hannoveranerstute Golden Highlight statt. Auch sie benahm sich einwandfrei, alle Tests waren befundfei und so wurde auch sie noch geimpft und entwurmt, bevor Stelli die Stute ebenso wieder auf die Weide bringen konnte.
    Zu guter Letzt stellte ich noch die Gesundheitszertifikate für entwaige Wettbewerbe aus und verabschiedete mich dann von Stelli, ehe ich mich auf den Weg zum Auto und damit zum nächsten Patienten machte.

    Trainingsberichte (2) von Beritt- und Trainingsservice Birkenau (Stelli)
    Springen E->A
    Ich war schon ganz gespannt. Ich hatte eine neue Stute namens Golden Highlight, welche ich erstmals heute im Springen probieren wollte. Golden Highlight ist eine unheimlich schöne und ehrliche Palominostute, noch recht grün hinter den Ohren und brauch noch viel Zeit und Ausbildung. Nachdem ich sie ausgiebig geputzt hatte, holte ich verschiedene Springsättel und schaute, welcher gut passte. Zu meiner Zufriedenheit fand ich schnell einen passenden Sattel, mit dem ich springen konnte. Ich machte meine Stute reitfertig, zog mir Reitsachen an und ging dann raus auf den Platz. Dort wartete mein Freund bereits und baute schon einen kleinen Pacours und Cavalettis auf. Während ich ihn dabei beobachete, ritt ich Schritt. Ich war gespannt, wie sich Highlight beim Springen anstellte, angeblich wäre sie ein guter Allrounder. Nach einiger Zeit trabte ich locker an, Highlight schnaubte bereits am Anfang schon schön ab. Immer wieder lobte ich sie, um Vertrauen aufzubauen und um ihr den richtigen Weg zu zeigen. Als mein Freund fertig war mit aufbauen, galoppierte ich so langsam an. Ich ließ Highlight locker unter mir Galoppieren und ich ging direkt in den leichten Sitz. Ganz entspannt drehten wir unsere Runden auf dem Platz, bis ich von meinem Freund erstmals zu einem Cavaletti dirigiert wurde. Mein Herz pochte als ich das Cavaletti anritt. Aber Highlight hüpfte verlässlich und ganz easy drüber. Ich lobte sie kurz und freute mich auf die heutige Traininseinheit. Nachdem ich das Cavaletti ein paar mal von beiden Seiten gesprungen war, ging es eine Etage höher, über ein Kreuz. Ich nahm zuerst das Cavaletti und ging dann linke Hand über das kleine Kreuz. Auch das war für meine Palominostute kein Problem. Ich sprang auch das Kreuz einzeln von beiden Seiten, bevor es ans Eingemachte ging. Ich besprach mich kurz mit meinem Freund, wie und was ich springen wollte und sollte. Nachdem alles Abgemacht war, ging es los. Ich galoppierte Golden Highlight an und nahm zuerst das Kreuz von rechts mit, dann ging es weiter auf einen kleinen Steilsprung auf E-Niveau. Highlight zog ein wenig mehr an und sprang zuverlässig den ersten Sprung. Der zweite Sprung war ebenfalls ein Steilsprung von niedriger Höhe. Auch diesen sprang die talentierte Stute sicher. Der dritte Sprung war ein kleiner Oxer. Ich war gespannt, wie die Stute diesen überwinden würde. Auch hier zog sie wieder ein wenig an und sprang diesen mit Leichtigkeit. "Ok, ich glaube diese Höhe ist für sie ein Klacks, oder was meinst du?", fragte ich meinen Freund lachend. Er stimmte mir nickend zu. "Das ist ja auch keine wirkliche Höhe. Das macht die zum Aufwärmen." Wir beschlossen, trotzdem heute weiter auf der Höhe zu springen, um sie am Anfang nicht zu übrfordern. Ich wiederholte den Pacours von eben und hängte noch drei weitere Sprünge hinten dran. Diesmal ließ ich das Kreuz weg und begann zuerst mit Steilsprung eins und zwei, gefolgt von dem Oxer. Bei dem Oxer dachte ich, dass sie sich verhaspelte mit dem Absprungpunkt, aber sie löste diesen Konflikt geschickt und eigenständig, wofür die schaue Hannoveranerstute direkt gelobt wurde. Im leichten Sitz galoppierte ich weiter zum nächsten Steilsprung und den nächsten zwei Oxern. Danach ließ ich sie abtraben und die Zügel aus der Hand kauen. Das hat sie gut gemacht. Die Tage ging es weiter. So war es auch. Zwei Tage später machten wir mit dem Springtraining weiter. Ich freute mich riesig, da es unheimlich Spaß machte, mit der Stute zu arbeiten. Wir begannen zuerst wieder mit Cavaletti und Kreuz, bevor es ans eigentliche Springen ging. Wir begannen wieder auf einer niedrigen Höhe und wollten uns heute nach oben tasten. Nachdem ich das erste Mal den kleinen Pacours gesprungen war, baute mein Freund hoch, sodass die Sprünge auf einem soliden A-Niveau waren. Ich war gespannt, wie Highlight es dieses mal meistern würde. Der Pacours begann wieder mit einem Steil als Einsprung, nur diesmal höher. Highlight schlief ein wenig und haute die erste Stange runter. Das ärgerte sie, sie quietschte und machte einen kleinen Bocksprung, worüber ich nur lachen konnte. Ich ritt den ersten Sprung erneut an. Diesmal sprang sie höher, übertreibte fast ein wenig. Als nächstes kam ein Oxer. Auch hier sprang sie höher, als sie eigentlich musste. Immer mit großer Motivation und Zug zum Sprung. Definitiv ein Pferd, was rüber will! Auch die beiden nachfolgenden Steilsprünge waren kein Problem. Dann erstmals eine Kombination. Ich nahm sie ein wenig zurück, damit alles passt. Den Einsprung meisterte sie gut, beim Oxer dahinter war sie erst unsicher, sprang dann aber, haute jedoch die oberste Stange herunter. "Nicht schlimm, weiterreiten!", rief mein Freund. Ich lobte sie trotzdem. Die nachfolgenden Sprünge waren wieder kein Problem. "Die Höhe ist absolut kein Ding für sie, die Kombination würde ich aber an deiner Stelle noch ein, zweimal reiten", machten wir ab. Also ritt ich die Kombination nochmal einzeln an. Diesmal hatte Highlight mehr Biss, auch am zweiten Sprung sprang sie flüssiger. Ich wiederholte die Kombi noch einmal. Sie zog gut an und sprang beide Sprünge mit scheinbar großer Sicherheit. "Super!", freute ich mich und galoppierte sie locker ab. In den folgenden Tagen und Wochen übten wir weiterhin auf A-Niveau mit verschiedenen Pacouren und Schwierigkeitsgraden innerhalb des Pacours. Highlight war einfach eine coole Socke und versuchte in jeder Situartion das Beste draus zu machen. Ich war mir sicher, dass aus ihr mal ein ganz tolles Springpferd werden wird!


    Rennen E->A
    Coronabedingt hatten wir eher eine Flaute, was unseren Ausbildungsbetrieb betraf. Nur vier Aufträge kamen bislang diesen Monat hinein. Ich nutzt diese Zeit intensiv, um mich um meine Schützlinge zu kümmern und diese in dieser Zeit auszubilden. Dabei hatte ich einiges vor mir. Fürstenherz, einer meiner neusten Pferde, stand noch ganz am Anfang seiner Ausbildung, genau wie Leviathan’s Levisto, der meinen Hof am gleichen Tag erreichte wie Fürstenherz. Bei den Beiden stand mir also alles frei, mit was ich beginnen wollte. Shavalou wollte ich in der Distanz ausbilden, da dies die einzige Klasse war, wo er noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Sezuan, mein erstes Pferd auf meinem Hof, hatte bereits einige Turniererfolge sammeln können. Hier entschied ich, ihn im Galopprennen auszubilden. Bei den Stuten ging es erstmals für Grey Rose ins Training. Nachdem sie bereits zwei Siege ergattern konnte, ging es diesen Monat für sie in die Ausbildung. Grey Rose erhält im Oktober eine Ausbildung der Dressur zur Klasse A. Zu guter Letzt noch Golden Highlight, welche ich ebenfalls im Galopprennen fördern wollte. Wie man sah, ich hatte ganz schön was vor mir. Momentan aber auch genügend Zeit und Motivation dafür.
    Als mein Trainingsplan stand, ging es los. Ich startete das Training mit meiner Stute Grey Rose. Nachdem ich meine Stute geputzt und gesattelt hatte, ging es los mit dem Training. Ich saß auf und ritt raus auf den Platz. Das Wetter war heute traumhaft! Nachdem ich sie eine gute halbe Stunde ordentlich im Schritt aufgewärmt hatte, trabte und galoppierte dann später auch an. Rose war heute etwas stutig am Bein, aber davon ließ ich mich wenig beeindrucken. Nachdem sie einigermaßen locker war, saß ich im Trab aus und nahm sie im Genick etwas höher. Sie nörgelte anfangs etwas herum, weil es anstrengend für sie wurde, aber nach vielen Handwechseln, Volten und Übergängen bekam ich sie langsam auf meine Seite. Im Schritt probierte ich mich erstmals am Viereck verkleinern. Die erste Reaktion war ein simples Schweifschlagen, aber auch hier wurde sie von Mal zu Mal probieren durchlässiger und verstand langsam, was ich von ihr verlangte. Als ich zufrieden mit ihr war beendete ich die heutige Trainingseinheit und machte mit dem nächsten meiner Pferde weiter. Dies war Golden Highlight, die ich weiter im Rahmen der Stutbucheintragung ausbilden wollte. Die Palominostute wollte ich in der Renndisziplin ausbilden, nämlich von Klasse E zur Klasse A. Nachdem ich Grey Rose weggebracht hatte, holte ich Highlight aus ihrer Box, putzte und sattelte sie, bevor es für uns Beide raus ins Gelände ging. Dort stand zuerst das Ausdauertraining auf dem Plan, da Golden Highlight zugegebenermaßen nicht die allerbeste Kondition besaß. Dies war jedoch der Grundstein für ein ordentliches Rennen der Warmblüter. Die Wege, die wir im Trab und Galopp nichz bestreiten konnten, nahm ich natürlich im Schritt. Mein heutiges Ziel war eine leichte Steigung, die ich im Galopp nehmen wollte. Als wir diese erreichten, galoppierte ich meine Stute noch vor der Steigung an. Da war sie noch ziemlich übermotiviert, wie immer, wenn wir im Gelände galopipierten. Ihre Energie ließ aber rasch nach, als wir den Hügel hochgaloppierten. Ich versuchte, sie etwas über den Schmerzpunkt hinaus im Galopp zu halten, parierte aber frühzeitig durch. Ich merkte, dass wir noch einiges vor uns hatten und ritt am langen Zügel im Schritt zum Stall zurück. Denn dort warteten ja bereits die anderen Pferde auf mich. Nachdem Golden Highlight wieder zum Ausruhen in der Box war, holte ich Fürstenherz, genannt Herzi, aus seinem Stall. Ihn hatte ich erst wenige Tage und bin ihn noch nicht oft geritten, allerdings musste es auch für ihn weiter gehen. Daher machte ich den sensiblen Perlinohengst fertig für unser erstes richtiges Training. Mein Freund baute draußen einen Pacours auf, während ich mit Herzi Schritt ging. Praktisch, denn diesen konnte ich für Leviathan’s Levisto gleichermaßen nutzen, denn beide Hengste befanden sich auf dem exakt selben Ausbildungsstand. Fürstenherz hielt sich am Anfang noch etwas fest, als er um die Sprünge traben und galoppieren sollte, den er war in seinem Leben noch nicht allzu viel gearbeitet worden. Deswegen nahmen wir auch zuerst ein paar Trabstangen, die er schon kannte, bevor wir uns an die ersten kleinen Hüpfer machten. Auch hier merkte man seine anfängliche Unsicherheit, welche aber mit der Anzahl der Sprünge immer kleiner wurde. Wir nahmen erstmal Kreuze und Mini-Steilsprünge, bevor wir uns an Sprünge der Klasse E herantrauten. Schließlich sollte er keine Angst vor wachsender Höhe bekommen. Im gesamten Training verweigerte er zwei Mal, was aber nicht schlimm war. Da fehlte ihm noch Mut und Erfahrung am Sprung. Nachdem er nochmal fein gesprungen war, ließ ich es gut sein. Mein Freund hatte bereits Leviathan’s Levisto gesattelt und Schritt geführt, sodass ich einen nahtlosen Übergang von Pferd zu Pferd machen konnte. Levi war im gegensatz zu Herzi etwas selbstsicherer. Ihn ließen die vielen Sprünge und Stangen relativ unbeeindruckt. Auch, wenn er genauso wenig Erfahrung hatte wie Herzi. Auch bei Levi fang ich erst mit Trabstangen an, bevor wir uns ans Springen machten. Levi nahm alles völlig cool mit seinen sechs Jahren und dachte dabei immer mit. Ich war begeistert von seiner Arbeitseinstellung und ich malte mir schon aus, wie wir mal über Hindernisse der schweren Klasse fliegen würden. Beim ersten Kreuz zögerte er kurz, sprang aber. Ich wiederholte zuerst einige Male das Kreuz, bevor wir uns an die anderen Sprünge trauten. Er hatte total Spaß bei der Sache und machte seinen Job für seinen ersten Pacours fantastisch. Nach ihn spang ich heute nur auf E-Niveau, um ihn nicht zu überfordern. Ich lobte meinen Hengst und ließ ihn am langen Zügel Schritt gehen. Nun standen für heute noch zwei Pferde auf meinem Trainingsplan. Shavalou und Sezuan. Shavalou war der nächste und für ihn stand Distanztraining auf dem Plan. Auch hier befand sich mein Hengst auf dem Einsteigerniveau, welches wir dringend ändern wollten, da auch er eines Tages mal in die Zucht einsteigen sollte. Da er aber schon zu alt für die normale Körung war, musste das über Erfolge geschehen. Und die konnten wir am Besten über ein breites Ausbildungsspektrum sammeln. Also ging es los. Auch für Shavalou ging es – wie bei Golden Highlight – raus ins Gelände. Ein langer Ausritt stand auf dem Plan, um seine Ausdauer zu trainieren. Ich baute einige Trab und viele Galoppreprisen ein, natürlich alles in einem entspannten Tempo. Nach einiger Zeit war mein Hengst allerdings schon ziemlich erschöpft und geschwitzt, da es auch des Öfteren bergauf ging. Auch hier hatten wir in Sachen Kondition noch einiges vor uns. Im Stall zurück ging es ein letztes Mal ins Gelände, dieses Mal jedoch mit Sezuan, meinem KWPN-Hengst. Bei ihm hatte ich das Ziel, ihn im Rennen weiter auszubilden. Auch er stand am Anfang seiner Karriere. Nachdem auch er reitfertig gemacht war, ging es raus in die frische Luft. Ich wählte die selbe Galoppstrecke wir für Golden Highlight’s Training, jedoch war Sezuan zu meiner Überraschung um einiges ausdauernder als meine Stute. Bei ihm wird die Ausbildung nicht so lange dauern, soviel stand fest. Denn: schnell war er auch noch dazu. Abends fiel ich sehr müde ins Bett. Es war viel, aber ich wollte die Förderung meiner Pferde.
    In der ersten Woche wiederholte ich vieles aus dem allerersten Training meiner Pferde. Ich wollte sie nicht überfordern, deswegen nahm ich mir nicht zu viel auf einmal vor, sondern arbeitete mich Stück für Stück voran. Grey Rose wurde jeden Tag durchlässiger und war nicht mehr so ganz nörgelig. Da war ich mir sicher, dass das bald ganz Geschichte sein würde. Auch das Viereck verkleinern und vergrößern saß mittlerweile echt gut. Golden Highlight wurde viel ins Gelände geritten, genau wie Sezuan. Dabei entwickelte sich Sezuan schneller als die Stute, was aber nicht schlimm war. Fürstenherz gewann im Laufe der Woche immer mehr an Selbstsicherheit im Pacours und auch Levisto’s Leviathan setzte nochmal einen drauf, was seinen Mut betraf. Trotzdem blieb der Pacours die Woche auf dem untersten Niveau. Bei Shavalou merkte ich nicht allzuviel von einer Entwicklung, kann man aber in der ersten Woche auch nicht wirklich erwarten. Sein Futter wurde angepasst und ich war auf die nächsten Wochen gespannt.
    Woche zwei war interessant. Grey Rose machte eine unglaubliche Entwicklung und kam immer mehr aufs Hinterbein. Ich hatte mich inzwischen an die Verstärkungen im Trab und Galopp gemacht, was sie auch sehr gut umsetzte. Es dauerte nicht mehr lang, bis man sie definitiv in der Klasse A vorstellen konnte. Mit Golden Highlight und Sezuan bin ich in der Woche zwei Mal auf die Galopprennbahn gefahren, um mal auf einer Rennstrecke trainieren zu können. Ganz langsam merkte man das Ausdauertraining von Golden Highlight, während Sezuan schon beinahe die Idealzeit der Klasse A erreicht hatte. Bei der Stute würde das sicher noch zwei, drei Wochen dauern. Bei Sezuan könnte es sein, dass er in der nächsten Woche schon soweit war. Unsere zahlreichen Ausritte machten sich anscheinend bezahlt! Fürstenherz wurde immer selbstbewusster und mittlerweile sprang er sehr zuverlässig einen E-Pacours, sodass wir in der kommenden Woche sicherlich den Pacours höher ziehen konnten. Lecianthan’s Levisto dagegen war so Feuer und Flamme fürs Springen, dass wir uns schon auf einem guten A-Niveau befanden. Nur in der Kombination wurde er manchmal etwas unsicher, aber das dürfte auch bald Geschichte sein. Shavalous Futteroptimierung machte sich deutlich bemerkbar und er gewann zusehends an Kondition, welche für den Distanzsport unerlässlich war. Ganz sachte verlängerten wir unsere Ritte peu à peu, damit er weiter an Ausdauer und Kraft zulegte. Ich war gespannt auf Woche drei meiner Ausbildung.
    Mittlerweile waren Grey Rose’ Verstärkungen deutlich sichtbar und auch die Rückführung klappte immer besser. Ich konnte jegliche Lektionen der Klasse A abrufen, dazu gehörte Vierekc verkleinern oder vergrößern im Schritt, Tritte verlängern im Trab und Galopp und natürlich das etwas höher getragene Genick. Ich ritt zur Überprüfung des Ausbildungsstandes eine abschließende A-Dressur durch und war sehr zufrieden mit der Trakehnerstute. Ihre Ausbildung war fürs erste abgeschlossen. Nun konnte sie sich die nächsten Tage entspannen, bis es für sie nächsten Monat weiterging mit Festigung der gelernten Lektionen und Vorbereitung auf die Klasse L. Mit Golden Highlight und Sezuan war ich, wie letzte Woche auch, zwei Mal auf der Rennbahn. Ein dort angestellter Trainer unterstützte uns diese uns letzte Woche sehr gut, sodass auch Golden Highlight langsam sichtbare Fortschritte machte. Shavalou nahm das ganz gelassen, für ihn schien diese Aufgabe beinahe ein Klacks zu sein. Jede Runde rannte er eine vorbildliche Zeit, was auch den Trainer beeindrucke. Bei seiner letzten Runde nahm er nochmals die Zeit. Ich beugte mich während des Rennens dicht über seinen Hals und ließ ihn einfach unter mir galoppieren. Mittlerweile war diese Runde schon kein Problem mehr. Mit einer spitzen Zeit rannte er ins Ziel und auch der Trainer war beeindruckt. „Ja… Gratulation, eine spitzen Zeit! Da gibt es nichs mehr hinzuzufügen.“, meinte er nur, worauf ich sehr stolz war. Auch Sezuan hatte es geschafft und befand sich auf Klasse A des Galopprennens. Golden Highlight würde sicherloch noch ein paar Wochen brauchen, bis sie nachziehen würde. Bei Fürstenherz hatten wir uns mittlerweile an einen höheren Pacours getraut, kaum merklich hochgezogen. Aber mittlerweile hatte er wirklich Spaß dabei und seine anfängliche Unsicherheit war gänzlich verflogen. Er sprang jetzt schon fast auf einem soliden A-Nivau. Leviathan’s Levisto hingegen war schon durch mit der Ausbildung auf die nächsthöhere Klasse. Er hatte so viel Mut und Ehrgeiz entwickelt, dass ich dachte, er würde über Häuser mit mir springen. Egal welcher Unterbau, egal welche Sprünge aufgebaut waren: er sprang ausnahmslos alles. Immer mit dem Wille, alles richtig zu machen. Der abschließende A-Pacours war ein Witz für ihn. Fehlerfrei übersprang er die neun Sprünge, bestehend aus Steilsprüngen, Oxern und einer Kombination aus Steilsprung und Oxer. Es würde nicht lange dauern, bis ich ihn schon im L-Springen vorstellen konnte. Die Einstellung des Fuchshengstes war abnormal! Shavalou hat auch einen enormen Sprung in seinem Training gemacht. Er wurde immer ausdauernder und kraftvoller und schaffte schon locker eine Distanz von fünfunddreißig Kilometern. Jetzt brauchten wir nur noch zehn Kilometer zusätzlich, damit er sich auf der Klasse A befand. Unser Training ging also weiter. Viel ins Gelände, viel Trab und Galopp, ab und an mit Steigung. Ich war gespannt auf die nächste Woche.
    Grey Rose, Leviathan’s Levisto und Sezuan waren bereits durch mit der aktuellen Trainingseinheit. Golden Highlight war die Erste auf dem Plan. Wir hatten weiterhin viel an ihrer Kraft gearbeitet und fuhren heute zum abschließenden Training in die Rennarena. Ich war nervös, ob sich unser intensives Training auszahlen würde. Als der Startschuss fiel galoppierte meine Palominostute sehr ehrgeizig nach vorne. Ich schmiegte mich an ihren Hals und feuerte sie an. Wir bogen recht fix auf die Ziellinie ein, wo der Trainier bereits an der Reling stand und uns akribisch beobachtete. Wir durchritten die Lichtschranke mit einer schönen Zeit. Da abschließende Gespräch war zufriedenstellend, wir müssen zwar immernoch an unserer Schnelligkeit arbeiten, aber sie hatte es geschafft. Golden Highlight rennt ab heute nun auf der Klasse A mit. Ich war sehr stolz auf meine Stute, aber mussten natürlich weiter dranbleiben und uns stetig verbessern. Auch Fürstenherz hatte sich zur vorherigen Woche nochmal gesteigert. Wir sind wieder viel gesprungen und hatten an seiner Technik gearbeitet. Und wirklich, im Vergleich zu seiner Anfangszeit als Springpferd war keine Spur mehr zu sehen. Er war Mutig am Sprung geworden, machte sich auch schon selbst die Distanzen passend. Der Abschlusspacours war eine Leichtigkeit für ihn geworden. Fehlerfrei sprang er den ein Meter hohen Pacours mit Freude durch. Ich war begeistert von ihm! Ich war mir sicher, dass er mit wachsender Selbstsicherheit auch in anderen Sparten ein tolles Turnierpferd werden wird. Zu guter Letzt konnte ich auch zufrieden mit er Entwicklung von Shavalou sein. Kurzerhand entschloss ich, mich an die fünfundvierzig Kilometer lange Distanz zu trauen. Die Strecken vorher waren schon keine Herausforderung mehr für ihn, hatte mich aber noch nicht an längere Strecken getraut. Zu meiner Überraschung nahm er die lange Strecke aber mit ziemlicher Coolness. Und das auch in einer vorzeigbaren Zeit. Stolz wie Bolle berichtete ich meinem Freund von diesem Fortschritt. Auch er war nun zu guter Letzt auf A-Niveau angekommen. Nun konnte es mit allen Pferden weitergehen!


    Golden Highlight's Teilnahme an der SK 471
    Nachdem ich die Stutkrönung mit meinem ersten Pferd erfolgreich absolviert hatte, machte ich meine zweite Stute Golden Highlight fertig, um sie den Richtern der Woodland Ranch zu präsentieren. Nachdem ich mich mit der Kürbissuppe gestärkt und so gut es ging aufgewärmt hatte, befand ich mich wenig später im Sattel meiner Palominostute. Wieder forderte uns die gelangweilt wirkende Stimme auf in die Arena zu reiten. Ich atmete nochmal tief ein und aus, bevor ich losritt. Im Galopp ging es in die Reithalle der Woodland Ranch. Mit nach vorn gerichteten Ohren galoppierte Golden Highlight im absoluten Gleichmaß die ganze Bahn entlang. Nach einer Runde außenrum ritt ich auf die Mittellinie und hielt meine Stute vor den Richtern an, um sie nochmals freundlich zu grüßen. Anschließend trabte ich aus dem Halt heraus an und ging auf die ganze Bahn, wo ich direkt auf dem Zirkel ritt. Nach zwei Runden wechselte ich durch den Zirkel und trabte nochmal zwei Runden auf der anderen Hand, bevor ich ganze Bahn ging und zum Schritt durchparierte. Ich ließ dabei schön die Nickbewegung zu, um das Bestmögliche aus dem Mittelschritt rausholen zu können. Im Schritt ritt ich halbe Bahn und wechselte danach durch die ganze Bahn, damit ich auf der anderen Hand den Schritt auch nochmal zeigen konnte. Dann fehlte noch der Galopp. Golden Highlight sprang sehr sicher auf meine Galopphilfe an. Ich versammelte meine Stute etwas und galoppierte ganze Bahn entlang. Nach zwei Runden ging ich auf den Zirkel, um nach einer Zirkelrunde aus dem Zirkel zu wechseln, bei X mit fliegendem Galoppwechsel. Danach ging es nochmal zwei Runden auf den Zirkel, bevor ich erneut auf die Mittellinie abwendete. Bei G gab ich eine ganze Parade zum Halt und verabschiedete mich von den Richtern, die als Gegenzug die Hand hoben. Ich lobte meine goldene Stute und ritt am langen Zügel aus der Halle. Ich war auf das Ergebnis gespannt und freute mich auf einen weiteren Teller der leckeren Suppe. Hoffentlich war diese von den vielen, wartenden und fröstelnden Gästen noch nicht leergegessen.

    2060 Zeichen (c) Stelli | gezählt auf lettercount.com



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  7. AliciaFarina

    AliciaFarina #Tinkertier

    AliciaFarina's Teilnahme mit
    Riverdale

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    Von Give me everything tonight
    Von Da Vinci Aus der Lightning Sugar
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt


    Aus der RiverDance
    Von Giacomo Casanova Aus der Ima Banana Split
    Von Ramires Aus der Cassini's Girl | Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Stute
    01.01.2013

    (4 Jahre gealtert)
    Rasse: Hannoveraner
    Stockmaß:1,71cm
    Gewicht: ca 700kg
    Deckhaar: Dappeled Palomino
    Abzeichen: vorne links weißer Kronrand


    Interieur / Beschreibung
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    Verhalten in der Box:
    Verhalten auf der Weide:


    Charaktereigenschaften:

    Riverdale ist anpassungsfähig und spontan. Sie reagiert auf das, was vor ihr liegt mit richtigen,schnellen und effektiven Entscheidungen.
    Sie giftet andere Pferde an, wenn sie zu nah an ihr vorbeigehen.
    Sie liebt Wettbewerbe und kann es kaum erwarten, an einen neuen und aufregenden Ort zu fahren.

    Weide: Einzel Paddock(Eingewöhnung)
    Unterbringung: Paddockbox
    Einstreu: Stroh
    Futtersorte: Pavo Natures Best
    Fütterungszeiten: 08.00 Uhr, 13.00 Uhr 18.00 Uhr


    Besitzer: AliciaFarina
    VKR/Ersteller: sweetvelvetrose


    Qualifizierungen & Erfolge
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    Dressur E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***

    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten
    E A L M S S* S** S***


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    2. Platz
    24. Syncronfahren mit Canyon

    2. Platz
    25. Syncronfahren mit Canyon

    2. Platz
    26. Syncronfahren mit Canyon

    2. Platz
    27. Syncronfahren mit Canyon

    2. Platz
    30. Syncronfahren mit Canyon

    2. Platz
    31. Syncronfahren mit Canyon


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    3. Platz
    28. Syncronfahren mit Canyon


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    3. Platz
    298. Syncronspringen mit Canyon


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    2. Platz
    417. Militaryturnier mit Mohikanerin


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    3. Platz
    415. Militaryturnier



    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔

    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪


    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪
    Verladefromm:
    3 2 1 ✪
    Schrecktraining:
    3 2 1


    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen ✔ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) ✔
    Abstand zum Pferd ✔ | Wenden & Handwechsel ✔ | Auf Komando kommen ✔

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen ✔ | Liegen ✔ | Sitzen x | Stehen ✔
    Spanischer Schritt ✔ | Steigen x | Kompliment x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

    Schleife
    HK/SK

    Gencode:
    Zur Zucht zugelassen:
    nein


    Nachkommen
    0/5
    -

    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

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    Trainingsbericht für Baldintáta, Silfra, Trú fra Frelsi, Straight Alignment, Smokin Jackie Joe, Lettenhof's Nanuk, Gwyneth, Nienke van de Flierthoeve, Riverdale und Menetetty in Distanz E-A

    Heute fingen wir an Baldintáta, Silfra, Trú fra Frelsi, Straight Alignment, Smokin Jackie Joe, Lettenhof's Nanuk, Gwyneth, Nienke van de Flierthoeve, Riverdale und Menetetty für die kommende Saison zu trainieren. Das bedeutet, alle soweit zu bekommen, dass sie eine A Distanz laufen können und die Kondition über den Winter zu halten, sodass wir direkt im Frühjahr unsere ersten Distanzen gehen können.
    Meine Mitarbeiter und ich teilten uns die Pferde unter uns auf und trainierten immer in Gruppen. Ich nahm Nienke und Gwyneth, da ich die beiden vor der Kutsche Distanzen gehen lassen will. Die anderen Pferde wurden geritten. Wöchentlich steigerten wir die Distanzen und das Tempo, sodass wir nach fünf Wochen auf dem Stand für eine A-Distanz waren.
    Nun war es unsere Aufgabe die Kondition, über den Winter möglichst so hoch zu halten.

    1026 Zeichen by AliciaFarina

    Springlehrgang - E auf L

    Es war noch früh am Samstag, als ich bereits, zusammen mit Matthew, in der großen Halle des Gestütes zu Gange war. Dieses Wochenende stand auf Townsend Acres der zweite Springlehrgang unseres WHT Ausbildungsbetriebs an. Leicht hatten es unsere Gäste mit der Anfahrt nicht gehabt, denn trotz der Tatsache, dass der Lehrgang auf Ende März verlagert worden war, lag in Kanada immer noch Schnee. So beschwerte ich mich auch nicht, als ich Stangen und Hindernisständer trug, immerhin wurde einem so zur Genüge warm.
    Matthew und ich bauten soeben den Parcours für die heutigen Einzelstunden auf. Es war eine recht simpel gestrickte Abfolge, die für jedes Paar machbar war, so dass ich die Pferde und Reiter in Ruhe kennenlernen konnte. Außerdem ließen wir auch einen Zirkel frei, beziehungsweise bauten wir auf diesem nur Trabstangen und Cavaletti auf.
    Fünf Teilnehmer hatte ich dieses Mal im Lehrgang. Gegen zehn Uhr würde das erste Paar die Halle betreten und danach ging es im Stundentakt so weiter. Aufgrund der Entfernungen waren einige Teilnehmer bereits gestern angereist, um ihren Pferden eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. So konnte heute alles entspannt von Statten gehen.

    Eine Viertelstunde bevor unsere Einheit begann, kam die junge Grace Perkins mit ihren Haflingerhengst Andvari in die Halle, um ihn in Ruhe warmzureiten. Andvari war inzwischen fünf Jahre und mir nur allzu gut bekannt, denn er stammte aus meinem Stall. Vor gut einem Jahr hatte ich ihn dann an Graces Mutter verkauft und es war eine Freude, den hübschen Kerl heute hier wiederzutreffen.
    Er hatte sich auch sichtlich gemacht und war seit letztem Jahr nun unter dem Sattel. Hier bei uns wollten Andvari und seine Reiterin mehr Erfahrung im Springen sammeln. An seinem Charakter hatte sich bei dem Haflinger nichts geändert, er war so vorbildlich und motiviert wie eh und je. Außerdem hatte er eine sehr gute Grundausbildung genossen und lief einwandfrei in allen drei Gangarten unter Grace.
    Nachdem beide sich aufgewärmt hatten, nahm ich sie in Empfang und wir besprachen kurz ihre Wünsche und eventuelle Ideen. Dann begann ich die Stunde für die beiden, indem wir im Schritt ein paar Mal auf jeder Hand über Stangen ritten. Das nahm sowohl Pferd als auch Reiter die Aufregung und so lief es dann im Trab auch einwandfrei.
    Locker schwang Andvari im Rücken, während er über die Trabstangen lief. Dabei stets darauf bedacht, auch schön die Beine zu heben. Auch Grace war sehr konzentriert und versuchte, keinerlei Fehler zu machen. Nach ein paar Mal wurden die beiden dann immer lockerer und wir konnten auch Cavaletti mit hinzunehmen.
    Zu Beginn wollte ich die beiden erst einmal in Ruhe auf der Zirkellinie über die Cavaletti galoppieren lassen. Grace sollte darauf achten, das Cavaletti möglichst gut in ihren Zirkel einzubauen ohne dabei den Fluss von Andvaris Galopp zu stören. Das brauchte ein paar Runden, doch dann bekam sie das Gefühl dafür und auch das Gefühl für das Zählen der Galoppsprünge.
    Ich gönnte den beiden eine Verschnaufpause und baute währenddessen eine neue Übung auf. Hierbei ging es darum, fließende Übergänge zu reiten, trotz Stangen. So lagen bei A drei Trabstangen und gegenüber auf Höhe von X ein Cavaletti. Nach den Trabstangen sollte Grace angaloppieren, das Cavaletti überqueren und dann wieder zum Trab durchparieren.
    Die Übung forderte von beiden sehr viel Konzentration, weshalb wir sie auf jeder Hand nur dreimal absolvierten. Zumal waren die beiden wirkliche Vorbildsschüler und es klappte spätestens beim zweiten Mal wirklich einwandfrei. Andvari stand immer schön an den Hilfen und hörte Grace zu, so dass sie keine Probleme in der Kommunikation hatten.
    Abschließend für die heutige Einheit arbeiteten wir an einem Kreuz mit zwei Trabstangen davor. Das sollte Andvari helfen, den Abstand besser einschätzen zu können und auch Takt und Ruhe während des Sprungs in das Pferd zu bringen. Grace verfügte selbst über einen sehr guten Sitz und gab auch immer im richtigen Moment nach, so dass wir daran sehr wenig arbeiten mussten.
    Der erste Versuch war etwas holprig, denn Andvari war doch überrascht, aber ab dem zweiten legte sich das und da die beiden sich schon wirklich gut machten, nahm ich abschließend die Trabstangen weg und ließ die beiden im Galopp das Kreuz überqueren.
    Das auf beiden Händen und stets darauf bedacht, ein möglichst gleichmäßiges und ruhiges Tempo an den Tag zu legen, sowohl im Trab als auch im Galopp. Ein Springpferd musste zu jeder Zeit kontrollierbar sein. Aber bei Andvari und Grace machte ich mir da keine Sorgen. Die beiden waren äußerst motiviert bei der Sache und obwohl sie am Ende ihrer Kräfte zu sein schienen, als die Stunde vorbei war, wirkten sie doch enttäuscht.
    Grace ritt Andvari in Ruhe ab und die nächste Teilnehmerin hatte sich auch schon bereits in die Halle begeben, um ihr Pferd warmzureiten und stand somit direkt wieder bereit. Sarah Meyer war mit ihrer fünfjährigen Hannoveranerstute Riverdale angereist. Die beiden bildeten auch ein sehr interessantes Team, denn Riverdale war aufgrund ihres Alters noch ein Frischling in Bezug aufs Springen, während Sarah sehr erfahren war und für ihr Leben gerne sprang. Jedoch schien Riverdale eine sehr brave und fleißige Stute zu sein, so dass wir wohl eher weniger Probleme haben würden.
    Auch mit den beiden begann ich bei Trabstangen und Cavaletti, um zu schauen, wie es um Riverdales Takt und Balance stand. Tatsächlich war sie da auch schon sehr fit und so nahmen wir die Übung hinzu, bei der das Cavaletti in den Galopp mit eingebaut werden sollte.
    Bei Sarah und Riverdale merkte man sofort, dass Sarah bereits eine eingefleischte Springerin war und genau wusste, wann sie Riverdale Impulse geben musste, um sie so zu beeinflussen, dass die Stute im Takt blieb, das Tempo hielt und das Cavaletti beachtete.
    Da Riverdale ihrer Reiterin auch gefallen wollte, war sie sehr aufmerksam und versuchte immer ihr Bestes zu geben. Deshalb achtete ich auch darauf, der Stute immer genügend Pausen zu geben, denn Riverdale neigte sicherlich dazu, sich zu überarbeiten.
    Da die Übungen bei beiden super klappten, gingen wir zum Kreuz über. Aufgrund von Sarahs Sicherheit ließen wir die Stangen davor direkt weg und nahmen das Kreuz aus dem Galopp. Riverdale war zu Beginn unsicher, besonders beim Absprung, doch Sarahs Ruhe und Souveränität gaben der Stute Sicherheit und so sprang sie.
    Nachdem der Sprung gut klappte, nahmen wir auch noch einen weiteren dazu und auch das lief wirklich gut. Ich wagte es dann sogar, die beiden einen kleinen und einfachen Parcours springen zu lassen. Die Höhe war mehr auf Cavalettis ausgelegt und die Wege zwischen den Hindernissen waren auch immer lang und gerade, so dass Riverdale sich voll auf das Springen konzentrieren konnte.
    Das machten die beiden auch wirklich wunderbar, so dass wir die Einheit danach beendeten. Riverdale war den Parcours souverän gesprungen, danach aber auch sichtlich fertig.
    Hier und da hatte ich Sarah Tipps geben können, um der jungen Stute die Hilfen besser zu erklären, aber generell waren sie wirklich ein gutes Team. Ich freute mich schon auf die morgige Stunde mit den beiden.
    Bei dem dritten Paar wurde es bunt, denn nun betraten Ylvie Seidel und Fylgia die Halle. Bei der Stute handelte es sich um einen zwölfjährigen Lewitzer, der sich in schicker schwarzgescheckter Jacke zeigte. Fylgia war ein vorbildliches Pferd: Arbeitswillig und umgänglich, ebenso wie stets unerschrocken.
    Aber sowohl sie, als auch Ylvie, hatten eher weniger Erfahrung im Springen. Besonders Sorge machten Ylvie wohl höhere Sprünge, wo sie dann doch Muffensausen bekam und Fylgia daraufhin gerne verweigerte, weil sie natürlich die Ängste ihrer Reiterin mitbekam.
    So begannen wir heute bei den beiden auch erst einmal mit Trabstangen und Cavaletti. Dabei ging es auch viel um den leichten Sitz. Manchmal verlagerte Ylvie ihren Schwerpunkt zu weit nach vorne und so übten wir es vorerst in Ruhe auf dem Zirkel im Galopp.
    Als das dann saß und auch Trabstangen und Cavaletti kein Problem für Pferd und Reiter waren, nahmen wir das Kreuz mit den Trabstangen davor hinzu. Bei der Höhe war sich Ylvie sicher und motivierte Fylgia auch zielstrebig zum Sprung. Das funktionierte auch einwandfrei, auch wenn die beiden sich erst etwas finden mussten, aber das war vollkommen in Ordnung.
    Spätestens nach dem dritten Mal nahmen sie den Sprung wirklich im Fluss und ohne Probleme. Also nahm ich die Trabstangen weg und ließ Ylvie direkt im Galopp anreiten. Wir achteten besonders auf ein ruhiges Tempo, denn Fylgia neigte dazu, doch stark vor dem Sprung anzuziehen. Gerade bei der Höhe aber war das nicht von Nöten und im Parcours war ein gleichmäßiges Tempo auch immer ratsamer.
    „Nehme sie etwas zurück, setze dich tiefer rein und dann gib nach“, rief ich und der Sprung ging wirklich gut. Ylvie hatte ein gutes Gefühl für ihre Stute und man merkte, dass die beiden doch schon ein recht gut eingespieltes Team waren. So merkte Ylvie schon früh, wenn Fylgia doch mal überlegte zu zögern oder schneller zu werden und konnte so direkt einwirken.
    Am Ende der heutigen Einheit sprangen wir dann einen leichten Parcours mit sechs Hindernissen. Das erste Mal hatten beide ein paar Koordinationsschwierigkeiten, aber nachdem sie den Parcours dann kannten, ging der zweite Durchlauf fließend von der Hand. Mit dem schönen Ergebnis entließ ich die beiden auch erst einmal.
    Soeben galoppierte Katharina Karenin ihren Hannoveranerhengst Ironic warm. Der Hübsche war sieben Jahre und die beiden kamen aus England von einem renommierten Zucht- und Sportgestüt. Die beiden wünschten sich eine klare Fokussierung auf den Sitz der Reiterin und die Manier des Pferdes.
    Beide waren schon mehr als erfahren, so dass ich den Parcours leicht umbaute und auf L-Niveau erhöhte. Das sprangen die beiden schon sehr sicher, hatten auch schon zur Genüge Turniererfahrung, aber es fehlte eben manchmal doch noch am Stil.
    Aus diesem Grund bat ich Katharina, den Parcours nach kurzer Absprache einfach mal zu springen, so dass ich schauen konnte, wo eventuelle Probleme lagen. Jede Stange blieb oben, die meisten Distanzen passten auch, nur bei der engen Wendung kamen die beiden kurz ins Schlingern, doch Ironic rettete die Situation mit einem etwas ausgreifenderen Sprung.
    Was jedoch auffiel: Die beiden wurden von Sprung zu Sprung schneller und unkoordinierter. Begann der Parcours mit einem ruhigen und gleichmäßigen Galopp, wurden die Galoppsprünge von Distanz zu Distanz länger und Ironic immer fixer. Dementsprechende Probleme bekam er dann in den engen Wendungen, die für so einen Galoppsprung natürlich nicht ausgelegt waren.
    Ich erklärte Katharina die Lage und sie nickte zustimmend. Die beiden gingen auch gerne Zeitspringen und es war immer schwer, da das Gleichgewicht zu halten. Besonders, wenn man so ein arbeitswilliges Pferd wie Ironic hatte, der da sehr enthusiastisch an die Sache heranging, wiederum aber auch schnell überfordert war und dann nicht mehr zuhören wollte.
    Also gingen wir zurück auf den Zirkel, wo noch die Trabstangen und Cavaletti lagen. Mit den beiden machte ich die Trab-Galopp-Übung und man sah dass Ironic für das Cavaletti gut Schwung nahm und danach erst einmal gezügelt werden musste, damit man überhaupt kurz vor den Trabstangen zum Trab kam.
    Er war mit seinen 169 cm Stockmaß und der Muskelmasse auch kein schmales oder kleines Pferd. Dementsprechend hatte Katharina auch zu tun, den Riesen schön versammelt und rund zu bekommen, damit ihre Hilfen auch immer da ankamen, wo sie sollten.
    Also gingen wir den Zirkel und alle Stangen erstmal im Trab. Dabei gab ich Katharina stattdessen die Aufgabe, nach dem Cavaletti Ironic nach außen zu stellen und vor den Trabstangen wieder gewohnt nach innen. Das Gleiche auch nach den Trabstangen.
    Was Konzentration und Aufmerksamkeit betraf, war diese Aufgabe der anderen sehr ähnlich, doch für Pferd und Reiter viel machbarer. Nachdem das funktionierte, erklärte ich der Reiterin die nächste Übung: Im Trab über die Trabstangen, dann angaloppieren, das Cavaletti nehmen und über dem Cavaletti aber den Galopp wechseln und aus dem Zirkel wechseln und zum Trab durchparieren, lange Seite lang und wieder über die Trabstangen.
    So hatte Katharina gegebenenfalls mehr Spielraum, um Ironic zu parieren und zur Ruhe zu bringen. Außerdem fühlte er sich dadurch nicht so gestresst und reagierte nicht abweisend auf die Übung. Auf diesem Weg klappte es auch immer besser und am Ende dieser Stunde konnte Katharina dann auch problemlos die eigentliche Übung reiten. Inzwischen fuhr Ironics Puls bei der Sicht von Stangen nicht mehr hoch und er ließ sich sofort auf Wunsch der Reiterin vom Trab in den Galopp oder andersherum wechseln.
    Abschließend gab ich Katharina im Stand noch einige Tipps zu ihrem Sitz. Zum Beispiel war eine leicht nach oben wirkende Zügelhilfe zum Regulieren sinnvoller als eine nach hinten wirkende. Im Stand reagierte Ironic auch sofort mit einem Nachgeben im Genick und leichtem Kauen.
    Auch konnte sie ihn gut versammeln, indem sie kurz die Knie und Oberschenkel schloss, um ihr Becken festzustellen und so den fließenden Rhythmus von Ironic unterbrach und ihn innerhalb der Gangart mehr zusammen bekam.
    Das übten wir auch zuletzt noch auf einem freien Zirkel, ehe ich auch das Paar in seinen verdienten Feierabend schickte. Morgen würden wir uns dann der Umsetzung des Gelernten im Parcours widmen. Der heutige Tag neigte sich auch allmählich dem Ende und so stand bereits die letzte Teilnehmerin vor mir.
    Es war ein bekanntes Gesicht, denn Octavia Blake (und ab und an auch ihr Bruder Bellamy) war ein gerngesehener Gast auf Townsend Acres. Heute war sie mit ihrer achtjährigen Holsteinerstute Raspberry zugegen. Octavia hatte sich auf ihrem eigenen Hof auf die Zucht von guten Sport- und insbesondere Militarypferden fokussiert und Raspberry gehörte zu den Kandidaten.
    Allerdings fühlte Octavia sich immer noch vollkommen am Anfang mit ihrem Wissen und wollte unseren Lehrgang zu gerne dafür nutzen, um neues Input für sich und auch für die Stute zu bekommen. Dafür war Raspberry das ideale Lehrpferd, denn sie war brav, unerschrocken und verzieh viele Fehler, so dass sie nicht unleidlich wurde.
    Ich hatte den Parcours bereits wieder auf ein solides E-Niveau umgebaut und bat Octavia, die sieben Sprünge einfach mal locker zu nehmen. Ich wollte sehen, wo die Stärken und wo die Schwächen der beiden lagen.
    Generell zeigten sie einen guten Durchlauf. Eine Stange war gefallen aufgrund einer falschen Distanz und ab und an zögerte Raspberry vor den Sprüngen, da auch Octavia sich nie so sicher zu sein schien. Wir machten zu Beginn also einige Sitzübungen, um Octavia im Becken zu lockern, denn trotz des leichten Sitzes im Parcours, musste sie mit dem Pferd mitschwingen können und durfte sich nicht versteifen.
    Außerdem nahmen wir die Trabstangen und Cavaletti hinzu und übten über diesen, den leichten Sitz, aber auch das kurze und tiefe Einsitzen vor dem Sprung, um Raspberry notfalls die richtige Motivation für den Sprung zu geben.
    Octavia machte auch noch sehr viel mit ihren Händen, weshalb wir auch daran noch arbeiteten. Da das aber letztendlich auch im Parcours klappen musste, nahmen wir zum Üben schon bald eine Kombination aus zwei einfachen Kreuzen mit hinzu.
    Dort übten wir auch direkt den richtigen Abstand. „Es ist wichtig, dass du immer ein ruhiges und gleichmäßiges Tempo hast. Im Parcours kannst du nicht vor jedem Sprung überlegen, wie viele Galoppsprünge du jetzt in diesem Tempo brauchst, sondern da ist es gut, wenn man durchweg ein einheitliches beibehält.“
    Das erarbeiteten wir mit einem einzelnen Sprung und dem sauberen Galoppieren davor und danach, ohne schneller oder langsamer werden. Die beiden machten auch wunderbar mit und am Ende sah die Manier von Pferd und Reiter wirklich schon gut aus.
    Dementsprechend beendete ich das Training für heute auch. Die Stunde war zum einen rum und zum anderen waren die beiden auch sichtlich müde. „Dann sehen wir uns morgen wieder!“, meinte ich lächelnd und ließ Octavia samt Pferd aus der Halle. Ich würde jetzt direkt noch den Parcours für morgen umbauen, denn da würde es bereits acht Uhr morgens losgehen, da nach den Einzelstunden auch noch Gespräche mit den Teilnehmern anstehen würden.

    Heute wiederholte sich der Ablauf der Paare von gestern, so dass ich mich früh am Morgen mit Grace und ihrem Haflinger in der Halle traf. Die beiden wirkten gut ausgeschlafen und höchst motiviert. Grace hatte Andvari bereits aufgewärmt und war nun mehr als startklar. Fröhlich grinste sie mich an.
    Nachdem wir gestern die Grundlagen erarbeitet hatten, konnten wir nun mit dem eigentlichen Teil weitermachen: Dem Springen. Für die beiden hatte ich bereits einen kleinen Parcours aufgebaut, der pro forma jede standardmäßige Art von Sprung beinhaltete. Wir hatten ein simples Kreuz, einen einfachen In-Out-Sprung, einen Oxer und einen Steil.
    Wenn die beiden sich besonders gut machten, hatte ich auch noch die Möglichkeit, eine einfache Dreier-Kombination zu integrieren. Aber vorerst wollten wir es nicht übertreiben. Wir lockerten Andvari wieder mit Trabstangen und Cavaletti, sowohl im Trab als auch im Galopp und nahmen uns dann zuerst eine Reihe aus drei Hindernissen vor.
    Die beiden zeigten sich sehr souverän und gut vorbereitet. „Habt ihr nachts heimlich trainiert?“, fragte ich lachend und auch Grace musste grinsen. Sie war sehr stolz, dass sich die Mühe, die sie in Andvaris Ausbildung steckte, lohnte. Am Ende der Stunde konnten wir den gesamten Parcours im Fluss nehmen.
    Grace war voll konzentriert bei der Sache und auch Andvari gab sich sichtlich Mühe, hatte aber definitiv seinen Spaß. Am Ende nahmen wir einzeln nochmal die Dreier-Kombination, damit die beiden so etwas auch schon einmal gesprungen waren. Und es klappte direkt zu Beginn wirklich gut.
    Ich bedankte mich bei den beiden für die schöne Stunde und ließ sie aus der Halle. Sarah und Riverdale standen auch schon in den Startlöchern und waren bereit für ihre zweite Stunde. Die beiden waren bereits gestern einen Parcours gesprungen, deshalb wollten wir uns heute mehr auf Höhe und Technik fokussieren.
    Die Höhe ging schon Richtung A-Niveau und forderte Riverdale bereits mehr. Jetzt musste der Absprung wirklich sitzen. Doch mit Sarah im Sattel machte ich mir da kaum Sorgen. Sie hatte ein gutes Augenmaß für die Abstände und half Riverdale im Notfall aus. Es machte also immer wieder Sinn, erfahrene Reiter auf junge Pferde zu setzen.
    Nachdem die beiden sich ausgiebig aufgewärmt hatten, sprangen wir den Parcours zum ersten Mal ganz ruhig und mit einigen Pausen durch, damit ich direkt nach den Sprüngen ein Feedback geben konnte, ob alles gepasst hatte oder wir den lieber noch einmal angehen sollten.
    Sechs Sprünge waren es und nachdem die beiden es einmal geschafft hatten, wurde der nächste Durchlauf im Fluss genommen. Riverdale sprang immer sicherer und schien Gefallen an ihrer Aufgabe gefunden zu haben. Sarah hatte sowieso ihren Spaß am Springen und sah in Riverdale schon ein tolles Springpferd.
    Der Parcours lief ohne Probleme und dementsprechend baute ich ihn noch etwas um, so dass der Fokus nun auf den Handwechseln im Parcours lag. Sarah sah sofort die Schnittstellen und konnte Riverdale meist schon über dem Sprung umstellen, so dass die Stute direkt im richtigen Galopp landete.
    Ein wenig Übung brauchte das, aber letztendlich machten die beiden eine wirklich gute Figur. „Lass sie am besten immer etwas lockerer vorne. Noch hat sie von alleine ein sehr ruhiges Tempo, das wollen wir ja gerne behalten. Wenn man so oft gegenhält, dann kommt sie irgendwann doch eher zum anziehen“, warnte ich Sarah.
    Riverdale mit ihren fünf Jahren hatte noch nicht den Zug, den manch anderes erfahrenes Springpferd im Parcours hatte. Es war aber gut, sich diese Ruhe von Anfang an zu bewahren und den Zügel möglichst locker zu lassen, wenn er nicht von Nöten war. Umso besser wäre Riverdale dann auch in den höheren Klassen zu regulieren.
    Ich bedankte mich auch bei den beiden für die gute Stunde und entließ sie dann in ihren Feierabend. In der Halle wärmte bereits Ylvie ihre Scheckstute auf und ließ mir eine kurze Verschnaufpause für etwas zu trinken und den Umbau des Parcours.
    Gestern waren die beiden bereits einen gesprungen und hatten sich als schönes Team gezeigt. So dass ich heute die Höhe etwas anzog und den Parcours auch anspruchsvoller gestaltete. Durch ihre kompakte Größe war Fylgia auch sehr wendig und hatte wenig Probleme mit engen Kurven und schnellen Handwechseln.
    Die machte die Stute mit Leichtigkeit und Ylvie störte sie auch nicht dabei. Heute kamen wir schon etwas in Richtung A-Höhe und das merkte man Ylvie auch an. Als sie den Parcours sah, schluckte sie etwas. Ich lächelte sie beruhigend an. „Ihr seid bereits gestern so super gesprungen, das wird heute auch gut. Vertrau Fylgia!“
    Wir gingen erst ein paar niedriger Kreuze und wechselten dann zum Parcours. Ylvie war sichtlich aufgeregt und das übertrug sich auf die Stute. Doch kurz vor dem Sprung motivierte ich sie, gab ihr Anweisungen und als sie sich auf mich konzentrierte und versuchte, dass umzusetzen, vergaß sie die Sorge vor der Höhe und trotz Zögern sprang Fylgia.
    Ylvie lächelte begeistert und war glücklich, dass ihre Stute gesprungen war. „Und? Wars schlimm?“, fragte ich lachend und Ylvie schüttelte grinsend den Kopf. Stattdessen hatte sie jetzt Blut geleckt und war vollkommen bei der Sache. Nun konnten wir auch den neuen Parcours angehen. Auch bei den beiden gingen wir erst jedes Hindernis einzeln durch, bevor wir den Parcours wirklich als Parcours sprangen.
    Nachdem Ylvie bereits jedes Hindernis einzeln hatte kennenlernen dürfen, hatte sie auch keine Ängste mehr und so sprangen die beiden wirklich einwandfrei den Parcours. Einmal passte der Abstand nicht und die Stange fiel, aber das waren Kleinigkeiten, die auch mit der Übung dann kamen.
    Sowohl Pferd als auch Reiter mussten erstmal ein Auge für die Abstände entwickeln. Manchmal unterschätzte oder überschätzte man die Längen, besonders, wenn man es vorher von unten abgegangen war und dann auf dem Pferd saß.
    „Das wird noch. Das kommt wirklich nur durch Übung“, beruhigte ich Ylvie lächelnd. Wir gingen für heute noch ein letztes Mal den Parcours und dann waren die beiden fertig und auch sichtlich zufrieden. Ich lobte beide noch einmal und entließ sie dann aus der Halle.
    Heute ging es hintereinanderweg und so hatte ich nun bereits schon Katharina mit Ironic in der Halle und die beiden wärmten sich fleißig auf. Für die beiden musste ich den Parcours höhentechnisch anpassen, wobei ich noch ein Stück unter Ironics eigentlichen Niveau ließ, denn wir wollten uns ja vorerst auf die Technik der beiden fokussieren und da war weder Höhe noch Tempo entscheidend.
    In einem kurzen Gespräch wiederholte ich mit Katharina unser gestriges Training und gab ihr noch einmal die Hinweise, die wir schon besprochen hatten. Auffrischen war immer gut und so wusste sie direkt, was sie heute am besten beachten musste, wenn es mit Ironic ans Springen ging.
    Dass der Parcours nicht so hoch wie möglich war, nahm ihr auch den Druck und so konzentrierte sie sich voll auf Ironic und auf ein ruhiges Grundtempo. Er sollte jederzeit bei ihr bleiben und sobald sie das Gefühl hatte, er tat es nicht, sollte sie auf mein Geheiß eine Volte einbauen, um ihn wieder zu sich zu holen.
    Es war eine wahre Freude den beiden zuzuschauen und manchmal vergaß ich beinahe, überhaupt noch was zu sagen, wenn ich die beiden beobachtete. Katharina wusste ziemlich genau, was sie wann machen musste und brauchte nur ab und an die Impulse und Ideen.
    Ironic war heute auch so frisch wie eh und je, aber auch konzentriert. Er hörte erstaunlich gut auf Katharina und wir beide schoben es auf den beliebten Vorführeffekt. Heute achteten wir auch vermehrt auf die korrekten Handwechsel, die bestenfalls direkt über dem Sprung gelingen sollten.
    Ironic hatte damit auch eher weniger Probleme, genauso wie Katharina. Also fokussierten wir uns zum Abschluss noch auf die engen Wendungen. Ich erinnerte Katharina wieder an unsere gestrigen Übungen zur Versammlung.
    Damit Ironic um die Kurve kam, musste er sich auf seine Hinterhand setzen und ein bisschen versammeln. Kam er ihr zu stark, sollte sie eine Volte einlegen und Ruhe in das Pferd bringen. Am Anfang hatten die beiden auch zu tun, aber nach dem dritten Durchgang wurde Ironic in der Wendung ruhiger und kam viel besser zum Sprung.
    Er merkte es auch selber und wir wiederholten es noch zweimal, ehe wir für heute auch Schluss machen. Nebenher war das ja auch immer arg anstrengend fürs Pferd, dementsprechend lobten wir den jungen Hengst ausgiebig und Katharina bedankte sich für die schöne Stunde.
    Wir würden uns heute Abend noch einmal für das Einzelgespräch sehen. Für Katharina ging es nun erst einmal zur Familie, denn ihren Besuch bei uns kombinierte sie mit einem Besuch bei ihrem Bruder. Ideal, denn so hatte sie eine super Beschäftigung für den Rest des Tages.
    Für mich stand das letzte Paar an: Octavia und Raspberry. Heute begannen wir direkt mit ein paar Sitzübungen für Octavia, um sie im Becken zu lockern und auch den Sitz noch ein wenig aufrechter zu bekommen, besonders im leichten Sitz knickte sie doch schnell mal ein. Das war aber gar nicht schlimm, denn Meister waren noch nie vom Himmel gefallen.
    „Das kommt mit der Übung, das ist einfach so“, beruhigte ich sie. Octavia war noch weit am Anfang und dafür machte sie sich wirklich schon verdammt gut. Es gab auch viel Lob, besonders als wir den Parcours sprangen. Das sah schon ganz anders aus als gestern und Raspberry machte sowieso eine gute Figur.
    Octavia war wesentlich sicherer geworden und fing an, Spaß an der Sache zu haben. Nun war nicht mehr nur Anspannung in ihrem Gesicht zu sehen, sondern sie lächelte auch mal. „Super!“, lobte ich die beiden nach einem einwandfreien Durchlauf und gönnte ihnen eine kurze Pause, während ich den Parcours noch einmal etwas umstellte.
    Diesmal fand sich dort eine Dreier-Kombination, eine etwas knifflige Wendung einige Handwechsel. Wir gingen die Hindernisse erst im Schritt einzeln durch, dann sprangen die beiden jedes einzeln und dann nahmen sie alles als Parcours.
    Durch die Vorbereitung kannten Pferd und Reiter bereits die Sprünge und den Ablauf, so dass der Parcours im Ganzen dann recht sicher war. Wir sprangen ihn zweimal und das zweite Mal verlief dann wirklich schon sehr vorbildlich. Ich lobte die beiden und entließ sie dann in ihren wohlverdienten Feierabend.
    Während Octavia ihre Stute noch abritt, baute ich bereits den Parcours ab und machte mich dann auf den Weg ins Reiterstübchen. Dort standen bei Kaffee und Kuchen nun noch die Abschlussgespräche an. Für jedes Reiterpaar hatte ich einen kleinen Bogen mit Tipps und Übungen für zu Hause vorbereitet.
    Außerdem sollten noch einmal Fragen gestellt und beantwortet werden und gerne durften auch Wünsche und Ideen geäußert werden. Oftmals fiel einem nach dem Lehrgang auch noch viel ein. Zudem konnten sie mich auch jederzeit per Mail kontaktieren, wenn sich doch noch später Fragen ergaben.
    Und dann würde es letztendlich für alle Teilnehmer wieder auf die Heimreise angehen. Ich wünschte ihnen sehr, dass bald der Frühling einkehren möge und sie ihr gewonnenes Wissen dann vielleicht auch in der Turniersaison umsetzen könnten. Aber somit brachten wir heute den zweiten Springlehrgang erfolgreich hinter uns.

    27.456 Zeichen by Gwen

    Stutkrönungen. Eine Sache für sich, aber definitiv immer etwas sehr spannendes und sehenswertes in meinen Augen. Aus diesem Grund hatte ich auch die letzten Tage meinem Freund so lange die Ohren voll geheult bis er mich hundert Kilometer quair durchs Land chauffierte um mal wieder bei einer dabei zu sein.
    Schon am Abreiteplatz fiel uns eine Palominostute mit einem ganz besonders hübschen Haarkleid auf. Als sie dann aufgerufen wurde legte sie erstmal ausgiebig die Ohren an, als ihr das Pferd vor ihr durch den Hallenein- und Ausgang entgegen kam. Ich musste schmunzeln, noch während die Dame, die sie vorstellte sie bei X aufstellte und die Richter grüßte.
    Nachdem diese den Gruß erwiderten führte die Frau die wunderschöne Stute im Schritt einmal ganze Bahn, außen rum, auf der linken Hand vor. Während der Kommentator einige Eckdaten zu ,,Riverdale'' durchsagte wechselte sie mit der Stute durch die ganze Bahn und stellte ihren Schritt nochmals auf der anderen Hand vor. Diese schritt dabei sehr elegant neben her; entspannt aber auch sehr aufmerksam der Person gegenüber, die sie führte und anwies. Sie musste wirklich eine gute Figur unterm Sattel machen, denn allein schon diese doch oft unterschätzte Gangart war bei ihr überaus vielversprechend.
    Anschließend wurde Riverdales Trab präsentiert. Dabei lief die Dame recht rasch los, die Stute sprang sofort an und legte los. Um dennoch alles an Potential raus zu holen verfolgte ein junger Mann das Paar; in seiner Hand eine Art umfunktionierte Peitsche mit Plüschstaubwedel. Und siehe da es klappte: Die junge Stute hob den Kopf ganz aufgeregt hoch und ihre Beinchen folgten. Dennoch war es kein unnützes Strampeln, lediglich mit der Vorhand, wie man es bedauerlicherweise so oft sah. Die Hinterhand ging definitiv sehr fleißig mit, weswegen der Palomino nun quasi durch die Halle schwebte.
    Nachdem wir dies auf beiden Händen geboten bekamen kam das Paar aus der Mitte. Kurz vorm Richtertisch wendete die Dame und blieb dann vorm Richtertisch mit ihr stehen. Die Richter machten sich dabei Notizen zum Exterieur, ehe die beiden sich wieder in Bewegung setzten. Da der Hannoveraner auch eine springbetonte Seite hatte sahen wir nun noch den Freisprung-Teil. Dabei wurde die Absperrung auf der einen Seite der Halle kurzerhand zur Seite geräumt und schon war Platz dafür, dass die junge Stute in die Gasse mit den Hindernissen flitzen konnte. Zuerst wurde sie aber auf dem Zirkel noch auf beiden Händen im Galopp präsentiert, ehe sie dann zur Gasse geführt und losgelassen wurde, wobei sie auch zeigte, dass sie eine anschauliche L-Höhe sicher bewältigen konnte. Sie schien in dieser Sparte zwar nicht all zu sehr gefördert zu werden, mit dem richtigen Hengst konnte aus ihr wohl bestimmt aber auch ein gutes Springföhlchen gezogen werden.
    Leider war das Spektakel danach auch schon wieder vorbei, denn das Paar grüßte dann auch schon wieder zum Abschluss die Richter. Schade; ich hätte dieser hübschen Stute noch viel länger zusehen wollen.

    3tsd Zeichen, by Bracelet I (mit Leerzeichen) geprüft mit lettercount.com

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  8. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Veija aka Caleb O'Dell mit Only Known in Texas
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    Steckbrief
    Exterieur
    Name: Only Known in Texas
    Rufname: Tex
    Alter: 6 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,56m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Bay (Splash)



    Stammbaum
    von Believe me
    von Brought you home
    aus der Invest in Texas

    aus der One Last Time
    von Time stand still
    aus der Only a Suprise



    Charakter:
    Only Known in Texas ist eine wirklich zickige Stute. Eigentlich ist sie lammfromm, doch wenn man sie mal zu früh weckt oder ihr etwas beim Arbeiten nicht passt, wird sie sofort unausstehlich. Sie ist definitiv kein Kinderpferd und wird es vermutlich auch nie sein, da sie unberechenbar sein kann. Sie hat panische Angst vor Hunden, was sie für die nächste Zeit als Turnierpferd undenkbar macht.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Zion
    Gezüchtet bei/Zucht: aus Texas


    VKR: Ofagwa (verfallen)

    Kaufpreis: Einreitbericht für Nano
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    eingeritten
    nicht eingefahren

    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western
    Trail LK 2


    Erfolge:
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    3. Platz 349. Westernturnier, 3. Platz 378. Westernturnier, 2. Platz 447. Militaryturnier, 2. Platz 451. Distanzturnier, 3. Platz 471. Fahrturnier, 2. Platz 549. Westernturnier, 3. Platz 550. Westernturnier, 3. Platz 453. Distanzturnier, 3. Platz 551. Westernturnier, 3. Platz 453. Militaryturnier, 2. Platz 553. Westernturnier, 1. Platz 1. Auslosung 555. Westernturnier, 2. Platz 2. Auslosung 555. Westernturnier, 3. Platz 606. Dressurturnier, 1. Platz 456. Militaryturnier, 1. Platz 529. Rennturnier, 3. Platz 457. Militaryturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:


    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag:

    Trainingsberichte [3]
    Trail LK 5 auf LK 4
    Mai 2016, by Veija
    Nun hatten wir gar nicht mehr so viele Pferde zu trainieren. Im nächsten Monat würden wir uns aber auf jeden Fall Hilfe suchen, so dass wir mehr Zeit für unsere Kunden hatten. Unsere Pferde waren dann schließlich in fachmännischen Händen.
    Nun ging es darum, Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass und Chapter 24 in Trail von der LK 5 auf die LK 4 zu bringen und Possibility von der Trail LK 4 auf die LK 3.
    Anfangen würde ich diese Woche mit Possibility, weil das am wenigsten Arbeit war. So putzte und sattelte ich ihn, ehe wir in die Halle gingen und zunächst mit der Stangenarbeit anfingen. Über Stangen drüber in allen Gangarten, 360° Drehungen in einem Stangenviereck, rückwärts durch ein L und alles, was man sonst noch so mit Stangen anstellen konnte. Damit fertig brachte ich ihn wieder weg, ehe ich mir zu erst Miss Holly Golightly schnappte und die Walk- Trot Pattern durchritt, die ich zum Beginn jedes Pferd durchreiten ließ. Mit ihr fertig, machte ich das Ganze auch mit den anderen Pferden, welche ich von der LK 5 auf die LK 4 bringen sollte.
    In den folgenden Tagen schnappte ich mir jedes der Pferde jeden Tag, um immer eine der Übungen zu reiten. So übte ich am ersten Tag mit allen Pferden das Tor, am nächsten Tag die Stangen und und und.
    Im Grunde hatte ich nur vier Wochen für das Training aller Pferde eingeplant. Dass es dann doch länger dauerte, war eigentlich nicht so schlimm, nur ärgerlich, weil es den gesamten Trainingsplan durcheinander brachte.

    Trail LK 4 - LK 3
    Januar 2020, by AliciaFarina
    Nachdem ich die letzten Wochen einige Pferde von Caleb in der Showmanship und in der Pleasure ausgebildet hatte, waren nun einige andere Pferde an der Reihe welche ich im Trail weiterbilden sollte. Wie letzte Woche waren es sieben Stück, Chocolate Shades, ein Paint Horse Henst, genauer gesagt ein Nachkomme meines Hengstes Dark Choc' O'Lena, welcher sehr lauffreudig und energiegeladen sein soll. Zwischendurch soll er auch gerne mal Stur sein, aber wenn man Präzise und Konsequent ist reagiert er auf die kleinste Hilfen. Der nächste im Bunde war Whinney, ein Appaloosa Hengst welcher vom Temperament ähnlich wie Shady sein soll. California Rose eine Paint Horse Stute war die nächste, sie soll sehr lernwillig und fleißig sein. Eine Namensvetterin namens Ginger Rose, ein Quarter Horse, war Charakterlich ähnlich und will ihrem Reiter gefallen. Special Luna Zip eine Paint Stute soll eine kleine Schleimerin sein die es aber nicht mag getadelt zu werden. Dann war noch Stormborn dabei, sie ist in einer Stürmischen Nacht geboren und hat nur mit Glück überlegt, ihrem Namen macht sie alle Ehre. Die letzte im Bunde war Picture of a Ghost, eine selbstbewusste und aufmerksame Paint Stute. Diese sieben Pferde teilte ich wieder unter Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce auf ich selber nahm mir vor Kisshimbye eine arbeitsfreudige, umgängliche und zielstrebige Paint Horse Stute und Only known in Texas eine Zickige Quarter Stute zu reiten, diese beiden sollten von der LK 4 zur LK3 ausgebildet werden, daher passte das perfekt.
    Vor der ersten Einheit machten wir unsere Pferde fertig, ich ritt Kiss, Caleb ritt in der ersten Einheit Shady und dann Luna, Bellamy ritt Callie und Stormborn, Laurence ritt Gin und Whinney und Cayce ritt Pixel. Cayce und Laurence bekamen Calebs und mein Pferd als Handpferd an die Hand, während Caleb und ich einen Trail aufbauten. Ich baute einige Stangen in verschiedenen Abständen auf, als Viereck oder als L. Ein Tor durfte natürlich auch nicht fehlen ebenso eine Brücke. Nachdem wir das aufgebaut hatten ging es los, jeder ritt sein Pferd warm, dann arbeiteten wir abwechselnd an den verschiedenen Hindernissen, ich beobachtete immer wieder die anderen und machte mir in Gedanken Notizen woran wer arbeiten muss. Ebenso ging es in der anderen Einheit weiter, dieses Mal mussten wir aber nichts aufbauen, am Ende der Einheit ließen wir alles liegen, denn wir würden jeden Tag weiter daran arbeiten.
    Am nächsten Tag ritten wir wieder zuerst unsere Pferde warm, dieses Mal gab ich eine Aufgabenstellung vor, dabei beobachtete ich den Reiter genau, Shady musste mehr zurückgenommen werden, denn er neigte dazu über die Lope over zu rasen. Callie zeigte sich sehr kooperativ und hier hatte ich kaum Beanstandungen. Gin und Laurence legten ebenfalls einige sehr gute Durchläufe hin. Pixel fand das Tor interessant und öffnete es fast selber, hier musste Cayce sie stärker einrahmen, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommt. Kiss ritt ich auf einem Bit, denn ab LK3 war dies erlaubt, sie reagierte fein auf meine Hilfen, trat locker rückwärts durch das L, reagierte schnell auf den Stop im Viereck und auch der Turn klappte gut. Mit diesem guten Ergebnis beendete ich für alle die Stunde, das können reicht bei allen für die jeweils nächste Klasse. In der nächsten Einheit ging es mit Tex, Luna, Stormborn und Whinney weiter. Die vier legten alle einen guten Lauf hinter sich. Ein paar Kleinheiten fand ich noch, aber im großen und ganzen waren es solide Runden. Damit war die letzte Trainingseinheit vorbei, ich ließ aber alles in der Halle liegen, denn es gab noch ein weiteres Pferd welches ich ausbilden sollte.


    Trail LK 3 - LK 2
    März 2020, by Mohikanerin, Zion & Veija
    Caleb
    “Bescheuert. Ihr seid alle bescheuert”, murrte ich am Frühstückstisch und sah über den Rand meiner Tasse zu Octavia rüber, die mich wie ein Honigkuchenpferd anstrahlte.
    “Was heißt hier bescheuert? Macht doch Spaß. Wir nehmen einfach zwei Pferde mit rüber, dafür trainierst du eins von Tyrell”, meinte O schulterzuckend. “So schlimm kann das schon nicht werden. Du musst dich nur endlich mal entscheiden, welches Pferd du mitnehmen willst.”
    “Ich hab mich schon entschieden. Honey’s Aleshanee kommt mit. Und eben Flashlight”, sagte ich und trank den letzten Schluck meines Kaffees aus. Im Kopf ging ich die Liste der Pferde durch, die in meiner Abwesenheit trainiert werden sollten. Lady Blue Skip sollte von Cayce im Barrel Racing trainiert werden, so dass sie bald in der LK 4 laufen konnte. Laurence sollte sich Only Known in Texas vornehmen und sie im Trail von der LK 3 auf die LK 2 bringen. Bellamy und Brian kümmerten sich um Striga und A Walking Honor, welche beide im Trail von der LK 5 auf die LK 4 trainiert werden sollten.
    Ich überlegte. Das war vermutlich alles. Wenn mir noch etwas einfallen sollte, konnte ich meine Mitarbeiter ja anrufen.
    “Kommst du mit die Beiden fertig machen? Dann gehts schneller.”
    “Nein ich muss noch meine Tasche packen.”
    “Wo schlaft ihr zwei eigentlich?”, mischte sich Bellamy nun in unser Gespräch ein.
    “Wir haben ein kleines Ferienhaus”, sagte ich an Bell gewandt und setzte mir meinen Hut wieder auf den Kopf.
    “Zusammen? Ihr schlaft zusammen in einem Ferienhaus?”
    “Gott hab dich nicht so!”, keiften Octavia und ich zusammen los, sahen uns an und brachen in Lachen aus. “Ich will nicht, dass das falsch rüber kommt.. aber Octavia wäre die letzte Frau, die ich anfassen würde. Danach würdest du mich nämlich umbringen.”
    “Genau”, gab Bellamy mit Nachdruck zu verstehen und schaute seine Schwester eindringlich an. Er stand auf, ging zu ihr rüber und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Octavia lachte, schlug ihm gegen die Schulter und nannte ihn Idiot.
    Ich schmunzelte.
    In Windeseile waren die beiden Pferde für den Flug fertig gemacht und die Koffer standen gepackt auf meinem Pick Up.
    Nun konnte es losgehen! Der Flug dauerte eine ganze Weile und wir waren froh, als wir endlich in Schweden ankamen und uns auf dem Lindö Dalen Stuteri wiederfanden. Wir wurden herzlich begrüßt und die Pferde bekamen einen schönen großen Paddock mit Unterstand wo sie sich den restlichen Tag von den Flugstrapazen erholen konnten. Auch unsere Ferienwohnung war klein aber fein und hatte im Wohnbereich eine große Couch, auf der ich die nächsten Nächte verbringen würde, damit Bellamy ganz beruhigt sein konnte, dass ich seiner Schwester nicht an die Wäsche ging.

    Tyrell
    “Das wird ein Stress”, murmelte ich in mich hinein. “Das wird eh nichts”, dachte ich dann auch noch. Ein Seufzen stoss ich aus und zog mich dann an. Neben der Tatsache, dass ich noch unseren neuen Trainer einarbeiten muss, kommen heute Gäste für einige Wochen. Vintage soll nun umgeschult werden, da Vriska hatte mir berichtet, dass er sich unwohl fühlt unter dem Barocksattel und nicht die Haltung an den Tag bringt. Ich verstand das von ihr nicht ganz, aber egal. Meine Mitarbeiter werden schon wissen, was sie machen. Auch wenn Vriska schon lange im Team ist, habe ich letztendlich in Schweden entschieden sie anzustellen. Sogar Max hat sich zur Verfügung gestellt, bei uns zu arbeiten. Nun wird er ausgebildet von uns.
    “Unsere Gäste sind da”, kommt Vriska in den Stall gerannt, in dem ich gerade sauber mache. Wir laufen gemeinsam raus und begrüßen unsere Gäste, Caleb und Octavia bekommen eine von den kleinen Ferienhütten, da die anderen noch nicht fertig sind. Durch das plötzliche verlassen von Bruce geht hier alles drüber und drunter. Wenigstens ist es sauber. Für den Anfang habe wir ein kleines Programm entworfen, dass heute mit einer Fahrt mit der Kutsche beginnt. Die beiden kleinen Ponys sind seit ein paar Wochen wieder im Kutschtraining also wäre das eine schöne Abwechslung. Während Vriska die beiden Kanadier unseren schönen Hof und ich mache Ryuk und Mademoiselle fertig für die Fahrt. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint dennoch ist noch alles feucht vom geschmolzenen Schnee. Die Shettys haben schon die ersten Frühlingsgefühle und hüpfen etwas aufgeregt herum, als ich versuche sie anzuspannen. Zum Glück kommt dann Vriska mit der kleinen Gruppe und hilft mir dabei alles fertig zu machen.
    Zunehmend holprig startet die Tour. Im Feldweg haben sich Pfützen gebildet und Vertiefungen, die nicht wirklich gut für die Stoßdämpfer der Kutsche sind. Die Ponys scheinen aber viel Spaß zu haben bei der Fahrt. Ich zeige unseren Gästen die Traingsbahn im Wald und auch die Koppeln am Ende des Geländes, die aktuell aber für die Heuproduktion genutzt werden. Unser Hof plant ein autarkes System aufzubauen. Einige Schafe, Ziegen und Kühe werden demnächst einziehen. Dafür müssen wir noch zwei Pferde in die Arbeit mit Rindern eingeführt werden. Doch das hat nun Zeit.
    Nach ungefähr einer Stunde und noch einer kleinen erweiterten Runde durch die “Stadt”, kommen wir wieder am Hof an. Nun gibt es erstmal essen, danach ist wieder jeder für sich. Am Abend wollen wir noch den Plan besprechen für das Training.

    Caleb
    Die Fahrt über den Hof und die Führung hatte mir wirklich sehr gefallen. Ich hatte es auch witzig gefunden, mit den zwei kleinen Pferden so eine Tour zu machen, war ich ja nur Großpferde gewohnt.
    Am Abend besprachen wir noch das Training und kamen zu dem Entschluss, dass wir das Ganze einfach mal ein paar Tage anlaufen ließen. Morgens hatte ich Zeit für Vintage, am Nachmittag ging es dann um Shanee und Flashlight. Das kam Tyrell ganz gelegen, denn so konnte er am Morgen seine eigenen Pferde trainieren und sich die Nachmittage immer ein wenig freihalten.
    Wir aßen zusammen mit Tyrell und den anderen Mitarbeitern des Hofes und verzogen uns dann in unsere kleine Ferienwohnung. O und ich blieben nicht mehr lange auf, wir waren vom Flug und von der kleinen Rundreise doch ziemlich geschafft.
    “Du kannst aber auch im Bett schlafen, dann übernachte ich auf der Couch”, meinte Octavia und hielt ihr Kissen fest umklammert.
    Ich schaute sie mit hochgezogener Augenbraue an und legte meinen Hut auf den Wohnzimmertisch. “Wenn ich das mache und Bellamy erfährt, dass ich im Bett und du auf der Couch schlafen musstest.. das passt schon. Haben wir ja so gesagt gehabt.”
    “Okay, dann gute Nacht”, sagte die braunhaarige Frau zu mir und verschwand im Schlafzimmer.
    Ich zog mich um, putzte mir die Zähne und machte es mir auf der Couch gemütlich. Wenig später schlief ich ein.
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte erkannte ich zwischen zusammengekniffenen Augen Octavia, die mit Top und Hot Pants bekleidet am Herd stand und etwas zu braten schien. “Du machst es mir ganz schön schwer, nicht hinzusehen”, murmelte ich und rieb mir die Augen. Nach der Sache mit Ylvi hatte ich keine Frau mehr angesehen. Nunja, angesehen schon. Aber nicht mit dem Blick, mit dem ich sie angeschaut hatte. Octvavia war wie eine kleine Schwester für mich, schon alleine deshalb wollte ich nicht, dass sie eher nackt als bekleidet vor meiner Nase herum tanzte.
    Wir frühstückten gemeinsam und ich zog mich dann an, um zu Vintage zu gehen. Ein Traberhengst. Ich verfluchte Tyrell jetzt schon dafür, auf einen solchen Gangsalat war ich nicht spezialisiert. Ich hoffte nur, dass ich es schaffte ihn einfach in den drei Grundgangarten ordentlich zu reiten und keine seiner Speziellen zu erwischen.
    Ich fand den Hengst auf seinem Boxenpaddock und ging zu ihm rüber. Nach kurzem Überputzen nahm ich mir den Westernmaßsattel vom Ständer und sattelte den Hengst. Ich war wirklich froh, dass ich in passender Ausrüstung reiten konnte, denn ich hatte eher mit einem Dressursattel gerechnet, denn bis jetzt wurde er nur in der Dressur gefördert.
    Nach dem Satteln gingen wir in die Halle, wo ich ihn zunächst ausgiebig im Schritt ritt, bevor ich mich an den Trab wagte. Vintage war ein Pferd, dass Kontakt zum Maul gewohnt war und sich schnell verlassen fühlte, wenn ich zu viel Zügel nachgab. Auch schien er etwas verwirrt, wenn ich ihn vorne annahm und hinten trieb. Er sollte so im Trab bleiben, aber etwas schneller werden.
    Mit ihm würde ich noch viel Arbeit vor mir haben, weshalb ich mich heute einfach darum kümmerte, ihm meine normalen Hilfen bekannt zu machen und ihn an meine lockere Zügelhaltung heran zu führen.
    Nach guten eineinhalb Stunden Training, bei dem ich viele Pausen eingebaut hatte, machte ich Schluss für heute und war schon ganz gespannt, dem Training von Shanee und auch Flashlight beizuwohnen.

    Folke
    Erst seit einem Tag bin ich nun offiziell auf dem Lindö Dalen Stuteri und habe schon das erste Trainingspferd bekommen. Es ist Honey's Aleshanee, die nun eingefahren werden soll und später im Pleasure Driving mitlaufen soll. In meiner Ausbildung habe ich schon mal etwas von der Disziplin gelesen, doch stehe etwas auf den Schlauch. Zunächst werde ich mir die Stute etwas genauer ansehen und mich dann heute Abend mit der Disziplin befassen. Doch so anders kann das gar nicht sein. Bevor Bruce den Hof verlassen hat, hat er mich darum gebeten, die Pferde sanft am Zügel zu führen. Na gut, mal sehen. Ich hole Shanee von dem Paddock und mache sie erst mal sauber. Mir wurde von den Gästen gesagt, leider habe ich schon wieder den Namen vergessen, dass die Stute bisher noch nicht die Doppellonge kennt. Also hole ich aus der Sattelkammer einen Gurt sowie ein Kappzaum, bei dem ich denke, dass es passt. Gott sei dank passt es und ich muss nicht weiter herum probieren. Immer wieder stupst mich die Stute freundlich an und streiche ihr über den Kopf. Zusammen gehen wir in die kleine Reithalle, da unser Gast noch immer dort mit Vintage beschäftigt ist. Noch versuche ich allen aus dem Weg zu gehen, weil meine Deutsche Sprache noch nicht ganz sicher ist und ich immer wieder schwedische Worte mit einbaue.
    Als erstes longiere ich die Stute wie gewohnt an der einfachen Longe am obersten Ring des Kappzaums. Es ist noch gewöhnungsbedürftig, dass das Pferd so langsam trabt. Generell hatte ich noch nicht so viel Kontakt zu Westernpferden, aber bisher sieht es bequem aus. Immer wieder guckt sie zu mir und möchte zu mir kommen, doch das geht so nicht. Noch ein paar Runden im vermeintlichen Trab, lasse ich laufen, bevor ich die Doppellonge einspanne.
    Auch beim Einspannen ist sie friedlich und überhaupt nicht irritiert von der doppelten Führung. Sogar kann ich schon die Longe an ihrem Po lang fahren lassen, ohne dass sie anstalten macht, der Situation entfliehen zu wollen. Ich lobe sie immer wieder und nach ungefähr einer halben Stunde beende ich die Einheit. Für Shanee war es was neues, da sie normalerweise nicht über den Zügel gelenkt wird, doch dafür habe ich auch schon eine Lösung gefunden. Da ich die Longen über ein Kappzaum laufen lasse habe, geht der Kontakt über das Nasenbein. Mit den Leinen lenke ich sie am Körper, je nachdem wo der Kontakt am Körper stärker ist, geht sie hin. Das hat sie schon heute ziemlich schnell kapiert, besonders mit Hilfe von Leckerlis. Bevor ich sie zurück auf ihren Paddock stelle, bekommt sie noch eine kleine Portion Strukturmüsli und nebenbei putze ich nochmal über.
    “Na hat alles geklappt”, kommt eine Stimme von hinten und ich erschrecke mich. Es ist einer von den Gästen.
    “H-i-Ja, war gut.”, sage ich überrascht.
    “Ich glaube, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe. Ich bin Caleb”, begrüßt mich der junge Mann. Er ist offensichtlich der Besitzer von der Stute.
    “Nein, ich glaub auch nich… Ichh bin Folke”, erwidere ich.
    Darauf hin versuche ich ihm zu erklären, was wir heute gemacht haben und er scheint zufrieden zu sein. Ich verabschiede mich von Shanee und gehe zurück an meine Arbeit. Es müssen noch die Traber abgeäppelt werden und zwei Pferde von der Weide runter.

    Collin
    “Ey Robin Glückwunsch du hast deinen ersten Kunden!”, der Rotschopf sah mich verwirrt an und ich konnte die Zahnräder durch die Stirn arbeiten sehen. “Du weißt schon unsere kanadischen Gäste, Caleb und Octavia kurz O, sie sind alte Freunde von mir…”
    “Warum trainierst du dann nicht ihr Pferd?”, unterbrach mich Robin. “Erstens sind sie mit zwei Pferden angereist und zweitens habe ich keine Zeit dafür, außerdem bist du ebenfalls ausgebildeter Trainer für die klassische Dressur.”, gab ich etwas angepisst zurück. “Und wenn dir das noch nicht reicht als Motivation, kann ich dir sagen, dass O ziemlich attraktiv ist, aber das bleibt unter uns, sonst bekommt Val noch einen Tobsuchtsanfall.”, erklärte ich etwas freundlicher. Robin nickte kurz und verschwand dann.

    Robin
    Was ein Wichser, nur weil ich der Neue bin, heißt es nicht, dass ich nichts kann oder so behandelt werden muss, dachte ich im Stillen. Etwas überrumpelt verließ ich den Stalltrakt und begab mich zu Octavia. Sie wartete bereits vor dem Ferienhaus auf mich und tatsächlich, sie war attraktiv. “Heilige Scheiße!”, entwich mir aus dem Mund. Octavia fing an herzlich zu lachen und machte ein paar Schritte auf mich zu. “Hi ich bin Octavia, oder einfach nur O. Um ehrlich zu sein hat mich noch niemand so begrüßt.”, stellte sie sich offen vor. Ich reichte ihr meine etwas verschwitzte Hand. “Ähhm well, i-i-ich bin Robin, einfach nur Robin, ja logisch, ähm ja jedenfalls ich bin Robin und ich freue mich dich kennenzulernen.”, stotterte ich. Du Idiot! Schrie ich mich selbst an und schlug mir gedanklich gegen die Stirn. “Wollen wir einfach zu den Pferden gehen?”, schlug ich etwas peinlich berührt vor. “Pferde sind friedlich”, was fasel ich hier eigentlich? Wieder musste O lauthals lachen und boxte mir sanft gegen die Schulter, ich brachte nur einen roten Kopf und ein halbes Lächeln hervor. Octavia schien mein Unbehagen zu spüren und lenkte stattdessen mit etwas Smaltalk ab, wofür ich ihr sehr dankbar war. Gemeinsam gingen wir zu dem abgetrennten Weidestück der zwei Stuten. Die Stute, die mir fürs Training zugeteilt worden war trug den etwas fragwürdigen Namen Flashlight. Allerdings konnte sie durch ihr Aussehen überzeugen: ein Bay Splash mit wunderschönen blauen Augen und einer Widerristhöhe, die sich nicht wirklich von meinen Knabstruppern unterschied. “Also Warmblüter lagen mir bisher fern, allerdings ist sie ein äußerst hübsches Exemplar, bloß fehlt mir irgendwo der barocke Körperbau.”, gab ich lachend zu. O verzog schlagartig ihre Miene und mir entglitten alle Gesichtszüge - hatte ich etwas Falsches gesagt? Doch in diesem Moment bekam O einen gewaltigen Lachanfall “Ich verarsch dich bloß! Du, du hättest deinen Gesichtsausdruck sehen müssen!”, feixte sie fröhlich. Nun fiel auch ich mit ins Lachen ein. Ohne weitere Worte holte O ihr Pferd und gemeinsam führten wir die Stute zum Putzplatz. “Ich hoffe du hast einen Dressursattel?”, fragte ich etwas schüchtern. “Um ehrlich zu sein nicht, nein. Ich bin dafür doch eher im Militarybereich unterwegs.”, gab sie kleinlaut zurück. “Naja ein Vielseitigkeitssattel tut’s auch.”, gab ich freundlich zurück. O schmunzelte zufrieden und machte gemeinsam mit mir die Stute fertig. “Die ist ja echt totenbrav.”, gab ich belustigt zu. “ Hat sie eigentlich einen Spitznamen? Ich finde Flashlight ziemlich gestelzt für das Training.”, fragte ich erwartungsvoll. “Ähhhm um ehrlich zu sein, nein.”, gab O beschämt zu. “Naja dann lass ich mir etwas einfallen.”, antwortete ich optimistisch. Wieder lächelte Octavia und fast wäre mir wieder etwas rausgerutscht. “Ich hab was! Sie bekommt einen süßen kitschigen schwedischen Namen. Flicka! Es bedeutet unschuldiges Mädchen und lässt sich kurz rufen”, rief ich fröhlich heraus. Es sah beinahe so aus, als müsse O sich übergeben, ja der Name war in angesicht der äußerst unrealistischen kitschigen gleichnamigen Filmreihe etwas unpassend, aber irgendwie empfand ich ihn an passend. “Mhh um ehrlich zu sein, kann ich mich mit dem nicht so anfreunden.”, gab O leise zu. “Was sagst du zu Fee? Ist auch kurz, mit F und bedeutet Glück.”, erwiderte ich schnell. “Jap, Fee klingt besser.”, murmelte sie zufrieden.
    Dank der steigenden Tagesdauer, war es auch bis mindestens 18 Uhr hell, was uns ermöglichte noch auf den Platz zu gehen. Octavia stellte sich an die Bande und schaute gespannt zu. Mit dem Holzklotz als Hilfe schwang ich mich auf Fees Rücken und ließ sie am langen Zügel im Schritt gehen. Die sportliche Stute war von Anfang an komplett bei mir und schien arbeitswillig. Nach einigen Tempiwechseln, begann ich sie in den Seitwärtsgängen zu arbeiten, um die Flexibilität zu steigern und die Koordination zu vereinfachen. Manche Pferde wissen überhaupt nicht wohin mit ihrem Körper, doch Fee war von sich aus schon sehr konzentriert und reagierte fast pingelig genau auf die Hilfen, allerdings fiel sie oft hinter die Senkrechte, da sie dazu neigte sich in die Aufgaben hineinzusteigern. “Gut so, Fee.”, lobte ich die leicht schwitzende Stute mit einem sanften Streichen über den Hals. Durch regelmäßige halbe Paraden hielt ich sie in der Anlehnung und war bemüht sie in einer gesunden Biegung zu halten. Auch im Trab arbeiteten wir an Tempi wechseln, hier legte ich besonderen Wert auf Stimmkommandos. “Ich galoppiere noch kurz auf dem Zirkel, damit sie sich strecken kann und dann machen wir morgen im Unterricht weiter!”, rief ich O zu. Im Augenwinkel sah ich ihr Nicken und gab Flashlight die Galopphilfe. Trotz der anstrengenden Arbeit sprang sie energisch an und fing an stark abzuschnauben. Ich gab ihr die Zügel und hielt sie auf Zirkel, automatisch ging der Kopf nach unten der Rücken kam hoch - genau der Effekt den ich erhofft hatte. Nun schwang ihr Rücken locker und die Muskulatur konnte gedehnt werden.
    Um Fee einen Cool Down zu gönnen, liefen Octavia und ich noch eine Runde um das Gelände, ehe wir wieder zum Putzplatz gingen. “Äh naja bis morgen Hübsche, … Octavia meinte ich!”, versuchte ich mich aus der Affäre zu ziehen. O wurde tatsächlich etwas rot und fing an herzlich zu lachen und legte wir die Hand auf den Arm. “Ach Robin, du bist mir ja einer - ich hoffe du bist morgen etwas mehr bei dir.”, antwortete sie fast hauchend, da sie vom Lachen kaum Luft bekam und steckte mir die Zunge raus. Nun wurde ich hochrot und begab mich irgendwo anders hin.

    Caleb
    Ich saß schon auf der Couch, als Octavia am Abend in die Ferienwohnung kam. Sie hatte einen hochroten Kopf und kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus. “O, atmen. Vergess das Atmen nicht”, meinte ich und lehnte mich besorgt ein wenig nach vorne, um einen besseren Blick auf sie zu haben. “Hey, O. Was hast du denn? Ist was passiert?”, fragte ich sie verwirrt, ich hatte eben draußen gar keine Stimmen gehört.
    “Robin ist passiert”, gluckste sie und ich war mir gar nicht mehr sicher, ob sie jetzt lachte, oder weinte.
    Fieberhaft dachte ich darüber nach, wer Robin war, bis mir ein Rotschopf vor dem inneren Auge aufblitzte. Stimmt, Robin. “Was hat er gemacht?”, fragte ich sie todernst und sofort erstarb ihr Lachen.
    “Caleb alles gut. Spiel dich hier nicht als großer Bruder auf”, murmelte sie, zog die Schuhe aus und setzte sich zu mir auf die Couch. Sie griff nach meinem Bier und nahm einen großen Schluck daraus. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust, lehnte sich zurück und meinte ganz trocken: “Robin ist ja schon… süß.”
    Perplex sah ich sie an. Von ihr hatte ich bis jetzt nie irgendwas mitbekommen, dass sie ein Auge auf Jungs geworfen hatte. Zuhause lief ihr Travis wie ein Schoßhund hinterher, aber ich hatte nie Anzeichen für… ein Interesse an ihm gesehen. War das hier anders? Meine Gesichtszüge formten sich langsam zu einem Grinsen. “Wir sind nicht lange hier O, eine Woche, vielleicht eineinhalb. Mach dich ran.”
    “Mach dich ran? Oh Caleb wenn ich Bellamy sage dass du das zu mir gesagt hast!”, lachte sie und ich stimmte in ihr Lachen ein.
    “Sag ihm das bloß nicht”, meinte ich dann ziemlich ernst zu ihr wartete auf ein Nicken, was kurz darauf folgte.
    “Ich mach mich ran und sage Bellamy nichts...”, lachte sie dann wieder.
    “Gut.
    Die nächsten Tage des Trainings mit Vintage baute ich eigentlich gleich auf. Der Hengst und ich arbeiteten viel am Verständnis meiner Hilfengebung. Er wurde immer besser und klammerte sich nicht mehr so an den Zügel, verstand auch, dass ich keinen Gangsalat von ihm wollte, sondern einfach taktklare, normale Gänge. Die Galopparbeit hatte ich nun auch seit kurzem dazu genommen, es hatte anfangs nur ein bisschen gedauert ihm zu erklären, dass ich Galopp wollte, keinen Rennpass oder Sonstiges.
    Von Mal zu Mal dass ich ihn ritt wurden wir beide besser. Er konnte sich immer besser auf mich einstellen und meine Hilfen konnte ich präziser und genauer setzen, da er sie nun wirklich gut verstand.
    Jetzt konnte ich anfangen, an den Manövern zu arbeiten.
    Für den Galopp war es wichtig, dass ich ihm beibrachte, den Zirkel selbstständig zu halten. Er sollte seine Linie finden und immer wieder auf diese zurückkommen, ohne dass ich ihn ständig korrigieren musste. Das würde nicht von heute auf morgen perfekt klappen und erforderte viel und langes Training, aber ich war guter Dinge. Speed Control würde ich erstmal nicht trainieren, er sollte erstmal sein eigenes Tempo finden. Was Galoppwechsel anging, die konnte ich schon ins Training einbauen. Dazu galoppierte ich ihn aus dem Zirkel heraus zu X, parierte ihn zum Trab durch, stellte ihn in die neue Richtung und galoppierte ihn wieder an.
    Die Sliding Stops testete ich nur an. Er strengte sich wirklich an, verstand aber nicht so richtig, was ich von ihm wollte. Die Roll Backs konnte ich noch nicht üben, dazu mussten die Spins sitzen, worum wir uns in den nächsten Tagen intensiv kümmerten.

    Folke
    Bis ich herausfand, dass Caleb und Octavia sowie ich fließend englisch sprachen, vergingen einige Tage und auch Trainingseinheiten mit Shanee. Die Stute läuft mittlerweile fleißig an der Doppellonge und kennt die Befehle, die ich ihr gebe. Auch habe ich bereits zwei mal am Gebiss mit ihr gearbeitet, da es in der Prüfung pflicht ist, dass das Pferd am Gebiss gefahren wird. Heute lege ich das erste mal das Brustblatt und den Umgang an, wenn sie das gut macht an der Doppellonge, dann hänge ich auch schon den Reifen an.
    Vriska hat bereits die Trainingspferde versorgt, deswegen kann ich Shanee aus dem Paddock holen und zunächst putzen. Dann lege ich ihr die komplette Ausrüstung an. Am Anbinder ist sie bisher sehr entspannt und hat auch kein Problem mit den neuen Teilen. Weniger begeistert war sie vom Brustblatt, dass ich ihr über den Kopf gezogen habe. Doch der Schock war nur kurz, als sie merkte, dass es nur am Körper liegt und nicht am Hals.
    In der kleinen Halle longierte ich sie erst mal und mache einige Übungen im Fahrgefühl. Auch im Trab konnten wir die Übungen durchführen, also entschied ich mich dafür den Reifen anzuhängen. Für Shanee war es damit ein ganz anderes Gefühl etwas zu ziehen, doch auch zum generellen Training ist das was gutes für die Muskulatur. Sie hat sich prima gemeistert und damit beendete ich die Einheit.
    Nachdem ich die Stute zurück gebracht hatte und sie Heu genießt, widme ich mich den beiden Shetlandponys - Ryuk und Mademoiselle. Mit den beiden gehe ich heute auch in die Reithalle und werde sie als Doppelspanner mit Reifen trainieren. Die beiden Ponys haben in den letzten Tagen Schwierigkeiten gemacht mit der Durchlässigkeit. Also werde ich das Prüfen und dann ggf. wieder verbessern. Jetzt im Frühling zeigt sich, dass Mademoiselle durch aus Paarungsbereit ist, was natürlich ihr Kumpel Ryuk merkt und sich etwas davon ablenken lässt. Ich ändere das Gebiss auf Pelham und in der Trainingseinheit machen die Ponys eine gute Arbeit. Für die nächste Zeit werden die beiden nur noch mit dem Pelham gefahren, dann ist die Durchlässigkeit gegeben und für alle beteiligten ist es angenehmer.

    Robin
    Heute war ein ziemlich turbulenter Tag, da ich neben Flashlight heute noch Valquiria von Collin mit in die Reitstunde nehmen sollte, um bei ihr die E-A Lektionen zu festigen und um als Vorbild für O und Fee zu fungieren. Obwohl Fee sich schon auf dem A Niveau befand, war Quira deutlich weiter in der akademischen Sparte. Zusätzlich befasste sich Collin heute mit Morian HMJ 6345, der erfolgreich seinen Rückflug von Kanada bestritten hatte. Auch Collin war bemüht ihm die Lektionen einer A Dressur beizubringen.
    Zur Überraschung für Octavia hatte ich mir meinen Wecker extra früher gestellt, um beide Stuten gleichzeitig fertig zu machen und wie ich es erwartet hatte, verstanden sich die Stuten problemlos. Ich stieg bereits am Putzplatz auf Quira und führte Fee als Handpferd mit zu den Ferienwohnungen, in der Hoffnung, dass sich keiner der beiden erschreckte. “Ihr beide seid jetzt einfach ganz brav und macht nichts unerwartetes.”, befahl ich den Stuten.
    Als Octavia fröhlich und energiegeladen aus der Tür sprang, machte Fee einen kleinen Satz zur Seite und zog mich fast aus dem Sattel. Man konnte O ansehen, dass sie sich einen Lachanfall verkneifen musste und nur die Worte “Guten Morgen” herauspresste. “Jetzt lach mich nicht aus, sondern steig auf den Gaul.”, gab ich etwas barsch zurück. Der Ritt bis zum Reitplatz erwies sich als ein nicht enden wollender Moment der peinlichen Stille.
    Durch den Unterricht konnte ich mich ablenken und auf etwas anderes konzentrieren. “Fee weicht dir auch und entzieht sich der Biegung, hol sie über den Schenkel ran - siehst du, wie bei Quira?”, versuchte ich O zu zeigen, was ich meine. Und tatsächlich funktionierte es und Flashlight begab sich erneut in eine gesunde Biegung. Während ich den beiden ein paar Aufgaben zur Anlehnung, unter treten und Tempiwechseln gab, befasste ich mich mit Valquiria und fragte alle Lektionen ab, die Collin ihr bisher beigebracht hat - sie beherrschte sogar einige Tritte der Piaffe, obwohl sie sogesehen gerade mal das A Niveau erreichte, doch in der klassischen Dressur wird eben auf Spaß und Biomechanik geachtet, statt stupide Lektionen abzufragen. Ich stellte Quira in der Mitte auf und bat O anzugaloppieren und sie im Viereck zu halten und dieses durch gezielte Hilfengebung zu verkleinern. “Gut so! Das mit dem Verlangsamen kennst du ja aus diesen Westerndingens, allerdings schlurft das Pferd nicht über den Boden.”, bemerkte ich belustigt. “Es nennt sich Pleasure und wir haben eher Reiner auf dem Hof, aber zieh dir ruhig Strumpfhosen und Samthandschuhe an und stolziere wie ein kastrierter Mann durchs Viereck.”, bemerkte sie barsch. Uff das war wohl ein wunder Punkt dachte ich im Stillen. Unsere Stunde beendeten wir mit nebeneinander am langen Zügel reiten. Als wir abstiegen hielt ich diese Stille nicht mehr aus. “Hey O… es tut mir leid okay, insgeheim fasziniert mich das Westernreiten und ich würde mir gern ein Westernpferd zum Dressurpferd ausbilden.”, gestand ich geknickt. Octavia sagte nichts, aber drückte mir einen sanften Kuss auf die Wange und ich lief hochrot an, sodass sie wieder in diesem herrlichen Gelächter ausbrach. “Schon okay Robby.”, gackerte sie.

    Collin
    Als ich mit Morian, der ziemlich verschwitzt war, noch eine Runde um das Gelände spazierte, beobachtete ich unsere zwei Turteltäubchen, die sich wieder neckten. Fast hätte ich ihnen etwas zugerufen, doch Robin war derjenige, der Val und mich immer verteidigte, deshalb ließ ich es bleiben. “Na Mo, bist du auch verliebt?”, fragte ich den Hengst belustigt. Er schmiegte sich bloß an mich und verlangte seine Streicheleinheit. Es war schon erstaunlich, was aus diesem Pferd geworden ist, er war so in sich gekehrt und nun möchte ich meinen Partner nicht mehr missen. Morian gibt Alles und scheint richtig Freude an der Dressur zu haben, wahrscheinlich weil es ihm gut tut und er langsam tolle Muskel aufbaut. “Der Kürbis bekommt durch das Training ja fast ein Sixpack!”, rief Val mir zu, da sie den verschwitzten Hengst sah. Ich küsste sie kurz und lief zusammen mit ihr und Morian zum Pu

    Folke
    Shanee hat in den letzten Wochen sehr viel gelernt. Heute ist die letzte Einheit mit Shanee. Zusammen mit Caleb und Octavia fahren wir eine Runde durch den Wald. Die Stute konnte vieles Lernen, besonders die Übungen am Reifen haben ihr gut geholfen. Auch das ich manchmal Ryuk oder Mademoiselle dabei hatte, haben ihr sicherheit gegeben. Nun werden die Auftraggeber sehen, was ihre Stute gelernt hat. In aller Ruhe zeige ich wie man ein Pferd anspannt und helfe bei allen Problemen, doch beide stellen sich ganz gut an. Auch an der Leine auf der Kutsche sind sie sehr präzise. Was ich den beiden nicht sage ist, dass die Stute heute das erste mal an einem Viersitzer ist. Im Training habe ich immer nur einen Sulky genommen, da es einfacher ist für mich und auch eine Vorbereitung ist auf das Driving Pleasure.

    Caleb
    Es waren wieder ein paar Tage des intensiven Trainings mit Vintage vergangen. Der Hengst machte sich richtig gut. Er verstand meine Hilfengebung immer besser! Auch wenn ich nicht der Meinung war, dass er das perfekte Reiningpferd war. Er hatte für diese Aufgabe leider einfach den falschen Körperbau. Dabei lag es nicht am Galopp, den Wechseln oder sogar den Spins, das alles bekam er noch hin. Lediglich das Stoppen fiel ihm ziemlich schwer, dafür war er einfach nicht wirklich gemacht. Das hieß nicht, dass man ihn nicht weiter fördern könnte. Er würde vermutlich noch eine Stufe nach oben schaffen, aber ob man ihm damit einen Gefallen tat, da war ich mich nicht so sicher.
    Im Großen und Ganzen sah ich ihn aber auf jeden Fall unter dem Westernsattel und als ein fleißiges Arbeitspferd, dass seiner Aufgabe mit großem Fleiß nachging. Genau das sagte ich Tyrell auch vor meiner Abreise. “Vintage wäre glaube ich ein richtig gutes Ranchpferd. Versuch ihn mal ans Rope oder an Kühe zu gewöhnen. Ich bin mir sicher, dass er da Freude dran hätte und die Aufgabe auch gut meistern würde.”
    Dann verabschiedeten Octavia und ich uns von den Mitarbeitern des schönen Hofes in Schweden. O verabschiedete sich besonders von Robin und ich war mir sicher, dass dies nicht das letzte Treffen der Beiden war.

    Robin
    Die letzten Einheiten verliefen immer besser und Fee nahm eine tolle Haltung an und fiel seltenst hinter die Senkrechte. “Naja vielleicht wird sie ja zum Dressurgaul und lässt sich von kastrierten Männern reiten.”, neckte ich O und fing mir ein Blick von Caleb ein, der ungefähr sagte ‘Sie hat sowas gesagt? Oh Junge du musst sie verärgert haben’. Sie boxte mir leicht in die Rippen und ich hielt sie einfach fest, bis sie sich der Umarmung hingab und mich fast nicht mehr loszulassen schien. “Ciao Süße!”, flüsterte ich in ihr Ohr und sie steckte irgendetwas in meine Hand. Während die anderen nicht guckten, formte sie mit ihren Händen ein Telefon und fuchtelte damit herum. Ich schaute nun in meine Hand und entdeckte einen kleinen Zettel mit ihrer Nummer drauf und grinste bis über beide Ohren.

    “Octavia?” - to be continued

    Kür
    472. Stutkrönung für alle Stuten. Welch ein Glück wir hatten, vor allem was unsere Stute "Only Known in Texas" betraf! Tex war zwar noch immer nicht wirklich begeistert von Turnieren, hatte sich allerdings doch sehr ins positive entwickelt. Dass die 472. Stutkrönung auf Bow River stattfand, spielte uns ungemein in die Karten. In aller Ruhe konnte ich die Stute in gewohntem Umfeld aufwärmen und an alles heranführen, was sie vielleicht als gruselig betrachten würde.
    Am Rand der großen Halle, welche als Austragungsort der Stutkrönung ausgewählt wurde, beobachtete ich die anderen Teilnehmer. Einige schienen ein paar Probleme mit dem tiefen Sand zu haben, schließlich liefen nicht alle Pferde tagein tagaus auf Reiningboden. Draußen auf dem kleinen Platz wäre der Sand definitiv geeigneter gewesen, aber dort lag Schnee und der Wind pfiff den Teilnehmern nur so um die Ohren. Deshalb war auch ein Teil der großen Halle abgetrennt worden, um die Pferde wingeschützt warm zu reiten. Die Pferde von Bow River hatten sich schon lange an die Kälte gewöhnt, schienen sich aber ebenso zu freuen, drinnen in windstillen Bereichen zu stehen und zu warten.
    Nach ein paar Minuten waren Tex und ich an der Reihe. Wir ritten zu X, ich hielt an und grüßte die Richter. Wir zeigten ganz klassich alle drei Gangarten auf beiden Händen, bauten zwei weitere Bahnfiguren außer ganze Bahn ein und zeigten dann noch ein wenig Trailarbeit. Die Stangen hatte mir Cayce schnell auf den Boden gelegt, so dass ich Tex auf Bit und am langen Zügel über die Hindernisse navigieren konnte. Ich würde demnächst anfangen sie in der Reining auszubilden. Wie weit ich mit ihr kommen würde, stand in den Sternen. Aber sollte sie die Krönung bestehen, wurde mir ein enormer Druck von den Schultern genommen und ich konnte mich ohne Zwang an ihr weiteres Training begeben.
    Nachdem ich mit meiner Vorstellung der Stute fertig war, hielt ich wieder an X, verabschiedete die Richter und ritt aus der Halle heraus, nur um sofort nach links abzubiegen und in die leere Stallgasse hineinzureiten. Tex stand, ebenso wie die anderen Pferde, die ich gleich noch vorstellen würde, in einer der Boxen an der Halle, damit ich sie nahe am Geschehen hatte und sie sich an die Turnieratmosphäre gewöhnen konnten- für Tex besonders wichtig. Am ersten Tag, als hier aufgebaut worden war, war sie extrem nervös gewesen, wollten sich beim Training nicht konzentrieren und schaute sich überall um, sprang vor allem zur Seite und war ein wirkliches Pulverfass gewesen. Heute, drei Tage später, war sie scheinbar die Ruhe selbst, fixierte den angeleinten Hund an einer der Boxen dennoch mit dem fiesesten Blick, den Stuten drauf hatten: mare stare.
    2692 Zeichen mit Leerzeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, by Veija

    [​IMG]
    Bewegung by Wolfszeit, HG Mohikanerin
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Dez. 2020
  9. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Veija aka Caleb O'Dell mit A Walking Honor
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    Steckbrief
    Exterieur
    Name: A Walking Honor
    Rufname: Honey, Bee
    Alter: 6 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,51m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Palomino (Splash)



    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt


    Charakter
    A Walking Honor, kurz Honey, ist eine brave junge Stute, die sich von jeder Altersklasse händeln lässt und es liebt, lange Spaziergänge zu machen. Sie ist aufgeschlossen und neugierig und möchte mit ihrer Nase immer überall dabei sein. Zudem ist sie wirklich nicht leicht zu erschrecken, denn ihr neugieriges Köpfchen will alles untersuchen. So kommt es, dass sie Plastiktüten hinterher jagt und ihre Koppelkollegen mit dem flatternden Monster quält, sie aber totalen Spaß daran hat.
    Unter dem Sattel ist sie fleißig und stets bemüht, ihrem Reiter zu gefallen und alles zu machen, was er möchte.



    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Bellamy Blake
    Vorbesitzer: -
    Gezüchtet bei/Zucht:


    VKR: Calypso

    Kaufpreis: 500 Joellen
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen


    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x


    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Western Pleasure: LK 1
    Reining: LK 3


    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Galopprennen E
    Distanz E
    Fahren E



    Erfolge
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    2. Platz 511. Westernturnier, 3. Platz 519. Westernturnier, 1. Platz 315. Synchronspringen, 1. Platz 317. Synchronspringen, 1. Platz 319. Synchronspringen, 1. Platz 320. Synchronspringen, 1. Platz 321. Synchronspringen, 3. Platz 328. Synchronspringen, 2. Platz 329. Synchronspringen, 1. Platz 330. Synchronspringen

    Gesundheit
    Gesundheitszustand: gesund
    Letzter Besuch: November 2020


    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag:

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    Puzzle PNG

    Puzzle PNG ohne Innenlinien
    Offizieller HG

    Tierarztbericht
    Pferdepraxis Sapala - Routineuntersichung
    November 2020, by Eddi
    Heute machte ich mich auf den Weg zu Caleb O'Dell. Meine heutigen Patienten waren zwei schicke Stuten. Routinemäßig stand eine simple Untersuchung mit Impfen und Entwurmen an. Geplant pünktlich kam ich an und wurde herzlich in Empfang genommen. A Walking Honor stand bereits angebunden am Platz und spitzte neugierig die Ohren, als wir um die Ecke kamen. Nachdem ich meine Tasche abgestellt hatte, machte ich mich direkt an die Arbeit.
    Von Caleb ließ ich mir Honor im Schritt und Trab auf dem Hof vorführen. Einmal auf der geraden Linie und einmal gebogen. Die Gänge waren taktklar und auch in der Biegung zeigte die Stute keinerlei Schwierigkeiten. Somit war beim Bewegungsapparat alles einwandfrei. Also konnten wir zum Putzplatz zurückkehren und mit der Untersuchung weitermachen.
    Zunächst schaute ich in die Ohren, danach leuchtete ich die Augen ab und zuletzt der Blick ins Maul und auf die Zähne.
    Alles war in bester Ordnung und ich konnte mit dem Abhören weitermachen. Herz, Lunge und Darm hörte ich in Ruhe ab, aber alles klang einwandfrei. Kurz lobte ich das Pferd, ehe ich noch die Lymphknoten abtastete und zu guter Letzt die Beine hinabtastete. Ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken und machte mich noch daran, die Körpertemperatur zu messen. Alles war im grünen Bereich.
    Damit konnten wir guten Gewissens impfen. Ein kurzer Blick in den Impfpass genügte und ich wusste, was heute alles anstand. Wir begannen mit dem Kombipräparat für Influenza und Herpes. Danach folgten noch Tetanus und Tollwut und dann waren die Impfungen auch schon geschafft. Abschließend gab es noch die Wurmkur ins Maul und direkt hinterher einen Apfel, damit die Paste auch schon im Pferd landete.
    Ich lobte Honor ausgiebig und erneuerte noch den Impfpass, während Caleb Honor wieder wegbrachte. Ich machte in der Zeit das Gesundheitszertifikat für Honor fertig und als ich meine Unterschrift druntersetzte, kam Caleb schon mit Honey's Aleshanee um die Ecke. Sie war die zweite Stute für heute. Eine hübsche Scheckstute. Auch sie musste das gleiche Prozedere über sich ergehen lassen wie ihre Vorgängerin. Erst Vorführen, dann Abtasten und dann Abhören.
    Nachdem auch bei ihr alles in bester Ordnung war, konnte ich impfen und die Wurmkur verabreichen. Zu guter Letzt stellte ich noch das Gesundheitszertifikat für etwaige Wettbewerbe aus und verabschiedete mich dann von Caleb, ehe ich mich auf den Weg zum Auto und damit zum nächsten Patienten machte.

    Trainingsberichte [6]

    Pleasure LK 5 - LK 4
    Juli 2018, by Veija
    Laurence
    Octavia war heute zu Besuch auf der Ranch und wollte uns bei dem Training der Pferde etwas unter die Arme greifen. Ich war darüber doch sehr froh, denn so konnten wir mit vier Pferde gemeinsam auf den Platz gehen und schon auf Turnierniveau trainieren. Ich würde heute meine Stute GRH's A Gun Colored Lena reiten, die ich schon bald zur Krönung schicken konnte, worauf die ganze Ranch unglaublich stolz war. Octavia würde Black Sue Dun It reiten, die sie auch schon am fertig machen war. Caleb würde sich Chou schnappen und Bellamy würde A Walking Honor reiten. Alle Pferde sollten in der Pleasure von der LK 5 in die LK 4 aufgestuft werden.
    Relativ schnell fanden wir uns also alle auf dem Platz ein. Da ich heute das Kommando über alle Reiter und Pferde übernahm, befahl ich allen, die Pferde zu erst im Schritt und lockeren Trab warm zu reiten. Auch Lena und ich ritten uns ein wenig warm. Da es hier so wahnsinnig heiß war, dauerte das auch wirklich nicht lange und wir konnten mit dem Training anfangen. Dazu rief ich wieder alle in die Mitte. "Wir reiten jetzt alle ganze Bahnen, ich gebe die Kommandos zu Richtungswechseln oder Tempowechseln. Wichtig ist, dass ihr die Pferde wirklich gerade haltet. Die sollen nicht durch die Gegend gucken und die sollen auch nicht über die Schultern einfallen.", erklärte ich alle und schickte Caleb vor. Gefolgt von Octavia, Bellamy und zum Schluss mir. "Überholt werden darf natürlich, aber rempelt keinen um.", fügte ich noch an und so gingen wir im Schritt auf der linken Hand unsere Runden. Honey und Chou waren doch recht langsam in ihrem Schritt, Sue und Lena allerdings überholten die beiden anderen Pferde, wobei Lena noch die schnellste war und ich mich so sehr schnell an der Spitze unserer kleinen Truppe wiederfand. "Traben.", gab ich die kurze Anweisung und trieb Lena zum Trab an. Trab war gar nicht ihre Gangart. Sie galoppierte für ihr Leben gerne und ich sah es schon kommen, dass wir beim Galopp gleich ein riesiges Chaos haben würden. Immer wenn ich um die Kurve ritt, schaute ich mich nach hinten um. Das, was ich sah, sah wirklich gut aus, so dass ich das Kommando zum Schritt gab. Wir ritten etwa eine halbe Runde im Schritt, ehe ich wieder zum Traben animierte und wir schließlich angaloppierten. "Halte sie alle etwas zurück, lasst sie aber noch flüssig laufen.", sagte ich und sie taten alle, was ich ihnen gesagt hatte. Lena und ich galoppierten vorne weg und überholten sogar Chou noch, die heute wohl wirklich keine Lust zu galoppieren hatte. Nach einer Weile gab ich wieder das Kommando zum Traben und schließlich zum Schritt gehen, ehe wir die Hand wechselten und auf dieser genau das Selbe machten. Dann ritten wir die Pferde trocken und brachten sie wieder auf die Koppeln. Octavia wollte uns noch weiter helfen, weshalb wir uns heute noch Easy Going, Face Down, GRH's Aquila T Mistery und Heretic Anthem vorknöpften. Auch sie alle wollten wir in der Pleasure für die LK 4 trainieren, weshalb wir das selbe machten wie eben mit den anderen Pferden. Die einen stellten sich besser darin an, die anderen eher nicht so gut. Doch alle erreichten das Niveau, welches wir für sie vorgesehen hatten. Es musste natürlich noch mehr Training folgen, doch fürs erste wollten wir es dabei belassen. Octavia verabschiedete sich wieder und so waren wir hier wieder zu dritt.
    Den ganzen Nachmittag über hatten die Pferde alle Pause, ehe wir am Abend nochmals die Pläne studierten und zu dem Entschluss kamen, dass wir die anderen Stuten auch noch trainieren wollten.
    GRH's Unbroken Magic, Honey's Aleshanee und Magnificient Crow waren als nächstes an der Reihe. Magic und Shanee wurden von mir und Bellamy geritten. Sie sollten ebenfalls in der Pleasure aufgestuft werden. Crow wurde von Caleb geritten, denn sie sollte in der Reining auf die LK 2 gebracht werden. Caleb ging deshalb auf den großen Reitplatz, Bellamy und ich fanden uns auf dem Kleinen wieder und trainierten dort unsere beiden Pferde. Beide waren noch jung und erst vor kurzem eingeritten worden, so dass wir hier auf jeden Fall mehr zu tun hatten und es würde auch nicht mit ein paar Mal reiten getan sein. Ab und zu warf ich einen Blick rüber zum großen Reitplatz, auf dem Caleb gerade mit Crow einen Sliding Stop sondergleichen hinlegte. Gleich nachdem sie standen, gab er die Hilfen zum Roll Back und Crow sprang rum. Es fiel ihr jedoch sichtlich schwer, so dass ich glaubte, dass bei der LK 2 für sie Schluss sein würde. Sie war eben doch nicht so perfekt gebaut für diese Disziplin. Doch das war auf keinen Fall schlimm, denn wir züchteten hier auf dem Blakes Crow Meadow ja Allrounder, also hätte sie auf jeden Fall auch weiterhin einen Platz hier auf der Ranch.
    "Lassen wir gut sein für heute, Bellamy.", erklärte ich dem jungen Mann dann und wir ritten zum Stutenstall, wo wir die beiden Pferde absattelten, ihnen ihr Kraftfutter gaben und sie dann wieder auf die Koppel brachten. "Vier Pferde fehlen noch, dann haben wir sie alle für diesen Monat.", sagte ich zu dem jungen Mann und er überlegte kurz. "Lass die heute auch noch machen, wenn wir schon dran sind.", sagte er und ich gab diese Anweisung an Caleb weiter. Er nickte und suchte sich sofort Snapper Little Lena raus, die er in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 bringen wollte. Er hatte irgendwie einen Narren an der blinden Stute gefressen. Bellamy schnappte sich My sweet little Secret und wollte sie im Trail auf die LK 2 bringen. Ebenfalls an Caleb übergab ich Stormborn, die auch auf die LK 3 in der Reining gebracht werden sollte. Für mich blieb dann noch Striga übrig, die ich einreiten und dann in der Pleasure in die LK 4 bringen wollte.
    Wir hatten also in diesem Monat mehr als genug zu tun, ohne uns um die Jungpferde oder die Hengste zu kümmern. Auch blieb das Training der Zuchtpferde zur Zeit noch aus, doch in ein paar Tagen würde dies wieder aufgenommen werden. So trainierten wir jeden Morgen und jeden Abend unsere zugeteilten Pferde, halfen uns bei Problemen gegenseitig und unterstützten uns, so wie es sein sollte. Am Ende des Monats hatten wir dann alle Tiere eine Stufe weiter

    Pleasure LK 4 - LK 3
    Dezember 2018, by Veija
    Caleb
    Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem wollten Cayce und ich in der Hunter Hack auf die nächste Stufe bringen. Seit Cayce da war half er mir ständig beim Trainieren der Pferde, so dass ich viel schneller und besser voran kam. Letzte Woche hatten wir angefangen, Striga, Honey's Aleshanee, GRH's Aquila T Mistery, Unbroken Magic, A Walking Honor, Chou, Easy Going und Face Down in der Pleasure auf die LK 3 vorzubereiten. Noch allerdings nur mit Wassertrense, was sich in den nächsten Tagen ändern würde.
    Mit Crow und Heretic hatten wir noch nicht trainiert, heute würde unser erstes Training für diesen Monat mit ihnen sein. Wir hatten sie beide gesattelt und standen nun in der Halle, wo wir nach dem nachgurten aufstiegen und die Pferde warm ritten. Heretic zeigte sich dabei etwas besser, da sie von sich aus langsamere Bewegungen zeigte. Am Sprung jedoch musste Cayce sie ganz schon treiben. Crow dagegen war teilweise etwas zu stürmisch, zeigte auch am Sprung noch viel zu viel Go und verhaspelte sich dann davor. "Ist wohl nicht Crows Disziplin.", meinte Cayce nach dem Training zu mir. "Nein, scheint nicht so. Ich wollte nächsten Monat anfangen mit Barrel Racing mit ihr. Da kann ich sie mir besser vorstellen.", sagte ich zu ihm und er nickte. "Ja, da sehe ich sie auch eher... und sollen wir uns Magic und Easy nochmal holen heute? Die anderen Pleasurepferde können wir ja morgen dann machen.", fragte er mich und ich nickte.
    Zu erst brachten wir Crow und Heretic in den Stall, ehe wir uns Unbroken Magic und Easy Going holten, putzten, sattelten und dann in die Halle gingen. Wir hatten ihnen heute schon die Kandaren angezogen und wollten, testen, wie sie darauf reagierten. Ich hatte Magic unter mir, die mit der Umstellung wirklich nicht so gut klar kam. Sie war sehr auf meine Hilfen angewiesen und wenn ich die Zügel einmal hochnahm und sie das unbekannte Gebiss in ihrem Maul an den Gaumen bekam, reagierte sie mit Kopfschütteln und genervtem Schweifschlagen. "Oh oh...", sagte Cayce auf einmal, der hinter mir ritt. "Die würde ich nicht mit dem Gebiss reiten. So machst du sie dir nur sauer.", sagte er zu mir und ich hielt die Stute seufzend an. Ich schrieb Betsy kurz eine SMS. Wenig später tauchte sie in der Halle auf und wir tauschten die Trense. Jetzt hatte ich wieder die gewohnte Wassertrense auf der Stute, die sie kannte und mit der sie klar kam. "Dann müssen wir eben noch eine Weile damit arbeiten, bevor wir umsteigen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu den anderen und ritt wieder los. Ich ließ die Zügel nun extra viel lockerer und hielt sie mit einer Hand, damit sich Magic an die andere Zügelstellung gewöhnen konnte.
    Drei Wochen Training hatten die Pferde nun alle hinter sich. Bis auf Magic hatte jedes der Pferde, die wir in der Pleasure trainiert hatten, die Umstellung auf Kandare gut verarbeitet. Magic ritt ich seit zwei Tagen zwar auch damit, musste sie aber wahnsinnig fein und mit minimalen Hilfen dirigieren. Diese Stute war wirklich ein Ein-Mann-Pferd, der wusste, wir man mit ihr umzugehen hatte. Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem machten ihren Job immer besser, obwohl für Crow mit der LK 4 in dieser Klasse Schluss sein würde. Hunter Hack lag ihr einfach nicht. Gezogen war sie sowieso für andere Sparten der Westernreiterei, weshalb wir uns diesen im nächsten Monat widmen würden.

    Pleasure LK 3 - LK 2
    Januar 2020, by AliciaFarina
    Weiter ging es mit dem Training von Sieben Stuten. 'Na das kann ja was werden', dachte ich mir als ich die Liste von Caleb bekommen hatte. Die erste im Bunde war A Walking Honor, eine Quarter Horse Stute, welche laut Beschreibung sich von allen händeln lässt, stets bemüht und unerschrocken sein soll. Chou, ein Quarter Horse, war die nächste, sie soll sehr Mutig sein und sich immer von ihrer besten Seite zeigen. Die nächste Stute war GRH's Unbroken Magic eine Paint Horse Stute, sie soll ein wahrer Sturkopf sein, dazu noch sehr sensibel, sowohl im Umgang als auch beim Reiten. Striga eine Azteka Stute, welche ein Mix aus American Quarter Horse und PRE ist, war die vierte im Bunde. Sie soll ruhig und aufmerksam sein und wunderschöne Gänge haben. Dann war da noch Easy Going, eine Quarter Horse Stute die ihrem Namen alle Ehre machen sollte. GRH's Aquila T Mistery eine Paint Horse Stute war die sechste, sie soll stur, dominant, schnell gelangweilt und unterfordert sein, das würde noch was geben. Die letzte im Bunde war Honey's Aleshanee eine Paint Horse Stute welche leicht händelbar und sehr intelligent sein sollte.
    Am ersten Tag beobachtete ich Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce bei ihren Trainingseinheiten. Dabei machte ich mir Notizen, auch beschloss ich, dass ich für diese sieben Stuten lieber Unterricht mache als sie selber zu reiten. Ich teilte Honey, Chou, Magic und Striga in eine Gruppe und Easy, Missy und Alesha in die andere.
    Am nächsten Tag fand die erste Trainingseinheit statt, die vier Herren bereiteten ihre Pferde vor und ritten warm. Währenddessen machte ich es mir in der Halle bequem. Dann ging es los, Caleb ritt mit Magic an der Tete, dahinter Bellamy mit Chou, dann Laurence mit A Walking Honor und dann Cayce mit Striga. Im Schritt sollte jeder sein Pferd bestmöglich präsentieren, taktklaren, losgelassenen Schritt zeigen. Wer zu schnell war durfte innen überholen. Im Trab ging es weiter, Chou war in dieser Gruppe die größte, Bellamy überholte einige Male. Im Galopp überholte Cayce auf Striga öfter, denn sie hatte den größten Galoppsprung. Dann war Pause, ich erklärte allen, was mir aufgefallen war und weiter ging es. In der nächsten Runde ging es schon runder, Laurence ritt aktiver nach vorne und achtete mehr darauf, dass Honey nicht so abtaucht. Bellamy achtete mehr darauf, dass Chou mehr auf ihn achtet und ihn nicht ignoriert wenn er durchparieren will. Caleb versuchte noch ruhiger mit der Hand zu sein und Magic schien es besser zu gefallen. Cayce musste mehr darauf achten Striga zurück zu nehmen, damit die Galoppsprünge runder werden. Dann war Ende, die Jungs ritten eine Runde um den Hof damit die Pferde abschwitzen können, währenddessen ging ich schon in den Stall und bereitete Easy Going vor. Bellamy und Caleb kamen schon bald mit ihren Pferden hinterher, sie brachten Chou und Magic weg und holten sich Shanee und Missy. Als wir fertig waren hatten Laurence und Cayce ihre Pferde ebenfalls abgesattelt. Laurence kümmerte sich um andere Pferde während Cayce mit in die Halle ging um Easy warmzureiten. Die zweite Runde fing an: nach kurzer Zeit merkte man, dass Missy gelangweilt war. Caleb beschäftigte sie mit vielen Tempounterschiede, Bellamy und Shanee ritten locker ihre Runden. Cayce musste mit Easy etwas mehr arbeiten, denn Easy war mit 1,65m vom Körperbau her ein typisches Pleasure Pferde und dementsprechend großrahmig. Nach der ersten Runde besprach ich wieder was mir aufgefallen war. Dann ging es weiter, bei Bellamy und Shanee war nichts zu zu bemängeln, er ritt die Verstärkungen und Übergänge vorbildlich. Caleb hatte etwas zu kämpfen mit Missy, denn sie zeigte des öfteren, dass es ihr zu langweilig ist. Sie würde in ihrem Leben nicht mehr der große Pleasure Fan werden. Cayce schaffte es durch meine Tipps Easy mehr gespannt zu halten und von Runde zu Runde fiel es ihm leichter. Als diese Einheit beendet war ging ich mit in den Stall und klärte mit Caleb ab, dass morgen noch eine weitere Einheit stattfinden sollte.
    Am nächsten Tag ritten Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce wieder ihre Pferde, es klappte noch besser als am gestrigen Tag. Ein paar Kleinigkeiten fielen mir noch auf und die Jungs setzten sie gleich um. Damit war das Training der sieben Grazien beendet.

    Pleasure LK 2 - LK 1
    Februar 2020, by Veija
    Caleb
    Die nächsten Wochen ging es den Pleasuregerittenen Pferden an den Kragen. Anfangen würden Cayce, Laurence und ich heute morgen mit Easy Going, Chou und Honey's Aleshanee. Die drei Pferde sollten in die LK 1 gebracht werden. Ich teilte Shanee Laurence zu und Easy Cayce. Chou würde ich selbst reiten, da ich sie auf der bevorstehenden Krönung auch selbst vorstellen würde. Ich war mich noch nicht ganz sicher, wie ich das machen sollte. Am sinnvollsten wäre es natürlich von allem etwas zu zeigen, das heißt, aus der ganzen Westernsparte. Ein bisschen Pleasure, ein bisschen Trail, ein bisschen Reining. So konnten die Richter am Besten die Vielfalt des Pferdes beurteilen. Bis zur Krönung waren es jedoch noch ein paar Wochen, so dass ich noch Zeit zum Überlegen hatte.
    "Hier Caleb", sagte Murphy und gab mir Chou in die Hand. Er war so lieb gewesen und hatte mir geholfen sie fertig zu machen und zu satteln. "Kann ich eigentlich mit zur Krönung kommen? Ich war noch nie dabei und würde mal gerne sehen, wie das da abläuft", fragte er mich und ich nickte.
    "Klar, warum nicht."
    Als auch Laurence und Cayce fertig waren gingen wir zusammen zum Platz, wo wir nachgurteten und uns dann in den Sattel setzten. Wir ritten die Pferde kurz warm und dann konnte es losgehen. Viele Übergänge, an gleichmäßigem Tempo arbeiten und und und. Die Pferde wussten genau was zu tun war, weshalb wir auch nicht allzulange brauchten und uns direkt der zweiten Gruppe widmen konnten. Striga, Unbroken Magic und A Walking Honor. Magic würde ich natürlich reiten, sie wa reines meiner Lieblingspferde und würde irgendwann mit Gangster ein wunderschönes, aber vermutlich sehr kompliziertes Fohlen zur Welt bringen, da beide Pferde ziemliche Sturköpfe waren und Magic dazu noch ziemlich sensibel ist.
    So schwierig gestaltete sich dann auch das Training. Bee war wie immer unkompliziert. Wusste, das man von ihr wollte und strengte sich an. Striga war wie immer voll in ihrem Element. Die Stute präsentierte sich wahnsinnig gerne und lief dann noch eleganter und noch raumgreifender.
    Auch wenn Strigas Schritte vielleicht größer waren, Magic und ich waren trotz allem immer schneller. Magic lief hastiger, hatte noch nicht wirklich so viel Ruhe. Sie war noch immer sehr sensibel im Maul und zeigte deutlich, wenn ich die Zügel mal zu viel annahm. Ich würde sie trotzdem in nächster Zeit einmal umsattel und versuchen, was sie zum Zügelkontakt in einer Hunder under Saddle sagte. Ich vermutete, dass sie darüber nicht wirklich erfreut sein würde.
    Natürlich war Magic auch Reining gezogen, wie konnte es anders sein. Bis jetzt war sie jedoch nie weiter darin gefördert worden, was sich ab nächstem Monat jedoch ändern sollte.
    Nach einer guten Stunden intensiven Trainings ritten wir die Pferde ab und brachten sie in den Stall. Um A Shining Chrome und Chocolate Shades, die beide für die LK 3 trainierten, kümmerten sich Laurence und Cayce. Ich derweil schnappte mir schon mal den ersten Kandidaten für die LK 4. Snapper Little Lena. Wer sollte sie auch anderes reiten als ich. Die Stute wuchs mir immer mehr ans Herz, auch wenn sie mir schrecklich leid tat. Es war wirklich Pech gewesen, dass sie ihr Augenlicht verloren hatte... durch eine dumme Krankheit. Lena bedeutete viel Arbeit. Wirklich viel. Und das am Besten nur von einer Person, damit sie sich immer auf die ihr bekannte Stimme verlassen konnte. Ihr Potenzial war hoch, nicht nur in der Pleasure, auch in der Reining. Es bedarf einfach nur sehr viel mehr Arbeit, sie zu trainieren.
    Neben Lena gab es noch vier weitere Pferde in dieser Gruppe zur LK 4. Unbroken Soul of a Devil, Bittersweet Temptation, Kholáya und My sweet littel Secret. Alle Pferde waren schon längere Zeit unter dem Sattel und wussten, was sie zu tun hatten. Es bedurfte natürlich noch einiger Trainingseinheiten, aber der Grundstein war gelegt.

    Trail LK 5 - LK 4
    März 2020, by Mohikanerin, Zion & Veija
    Caleb
    “Bescheuert. Ihr seid alle bescheuert”, murrte ich am Frühstückstisch und sah über den Rand meiner Tasse zu Octavia rüber, die mich wie ein Honigkuchenpferd anstrahlte.
    “Was heißt hier bescheuert? Macht doch Spaß. Wir nehmen einfach zwei Pferde mit rüber, dafür trainierst du eins von Tyrell”, meinte O schulterzuckend. “So schlimm kann das schon nicht werden. Du musst dich nur endlich mal entscheiden, welches Pferd du mitnehmen willst.”
    “Ich hab mich schon entschieden. Honey’s Aleshanee kommt mit. Und eben Flashlight”, sagte ich und trank den letzten Schluck meines Kaffees aus. Im Kopf ging ich die Liste der Pferde durch, die in meiner Abwesenheit trainiert werden sollten. Lady Blue Skip sollte von Cayce im Barrel Racing trainiert werden, so dass sie bald in der LK 4 laufen konnte. Laurence sollte sich Only Known in Texas vornehmen und sie im Trail von der LK 3 auf die LK 2 bringen. Bellamy und Brian kümmerten sich um Striga und A Walking Honor, welche beide im Trail von der LK 5 auf die LK 4 trainiert werden sollten.
    Ich überlegte. Das war vermutlich alles. Wenn mir noch etwas einfallen sollte, konnte ich meine Mitarbeiter ja anrufen.
    “Kommst du mit die Beiden fertig machen? Dann gehts schneller.”
    “Nein ich muss noch meine Tasche packen.”
    “Wo schlaft ihr zwei eigentlich?”, mischte sich Bellamy nun in unser Gespräch ein.
    “Wir haben ein kleines Ferienhaus”, sagte ich an Bell gewandt und setzte mir meinen Hut wieder auf den Kopf.
    “Zusammen? Ihr schlaft zusammen in einem Ferienhaus?”
    “Gott hab dich nicht so!”, keiften Octavia und ich zusammen los, sahen uns an und brachen in Lachen aus. “Ich will nicht, dass das falsch rüber kommt.. aber Octavia wäre die letzte Frau, die ich anfassen würde. Danach würdest du mich nämlich umbringen.”
    “Genau”, gab Bellamy mit Nachdruck zu verstehen und schaute seine Schwester eindringlich an. Er stand auf, ging zu ihr rüber und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Octavia lachte, schlug ihm gegen die Schulter und nannte ihn Idiot.
    Ich schmunzelte.
    In Windeseile waren die beiden Pferde für den Flug fertig gemacht und die Koffer standen gepackt auf meinem Pick Up.
    Nun konnte es losgehen! Der Flug dauerte eine ganze Weile und wir waren froh, als wir endlich in Schweden ankamen und uns auf dem Lindö Dalen Stuteri wiederfanden. Wir wurden herzlich begrüßt und die Pferde bekamen einen schönen großen Paddock mit Unterstand wo sie sich den restlichen Tag von den Flugstrapazen erholen konnten. Auch unsere Ferienwohnung war klein aber fein und hatte im Wohnbereich eine große Couch, auf der ich die nächsten Nächte verbringen würde, damit Bellamy ganz beruhigt sein konnte, dass ich seiner Schwester nicht an die Wäsche ging.

    Tyrell
    “Das wird ein Stress”, murmelte ich in mich hinein. “Das wird eh nichts”, dachte ich dann auch noch. Ein Seufzen stoss ich aus und zog mich dann an. Neben der Tatsache, dass ich noch unseren neuen Trainer einarbeiten muss, kommen heute Gäste für einige Wochen. Vintage soll nun umgeschult werden, da Vriska hatte mir berichtet, dass er sich unwohl fühlt unter dem Barocksattel und nicht die Haltung an den Tag bringt. Ich verstand das von ihr nicht ganz, aber egal. Meine Mitarbeiter werden schon wissen, was sie machen. Auch wenn Vriska schon lange im Team ist, habe ich letztendlich in Schweden entschieden sie anzustellen. Sogar Max hat sich zur Verfügung gestellt, bei uns zu arbeiten. Nun wird er ausgebildet von uns.
    “Unsere Gäste sind da”, kommt Vriska in den Stall gerannt, in dem ich gerade sauber mache. Wir laufen gemeinsam raus und begrüßen unsere Gäste, Caleb und Octavia bekommen eine von den kleinen Ferienhütten, da die anderen noch nicht fertig sind. Durch das plötzliche verlassen von Bruce geht hier alles drüber und drunter. Wenigstens ist es sauber. Für den Anfang habe wir ein kleines Programm entworfen, dass heute mit einer Fahrt mit der Kutsche beginnt. Die beiden kleinen Ponys sind seit ein paar Wochen wieder im Kutschtraining also wäre das eine schöne Abwechslung. Während Vriska die beiden Kanadier unseren schönen Hof und ich mache Ryuk und Mademoiselle fertig für die Fahrt. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint dennoch ist noch alles feucht vom geschmolzenen Schnee. Die Shettys haben schon die ersten Frühlingsgefühle und hüpfen etwas aufgeregt herum, als ich versuche sie anzuspannen. Zum Glück kommt dann Vriska mit der kleinen Gruppe und hilft mir dabei alles fertig zu machen.
    Zunehmend holprig startet die Tour. Im Feldweg haben sich Pfützen gebildet und Vertiefungen, die nicht wirklich gut für die Stoßdämpfer der Kutsche sind. Die Ponys scheinen aber viel Spaß zu haben bei der Fahrt. Ich zeige unseren Gästen die Traingsbahn im Wald und auch die Koppeln am Ende des Geländes, die aktuell aber für die Heuproduktion genutzt werden. Unser Hof plant ein autarkes System aufzubauen. Einige Schafe, Ziegen und Kühe werden demnächst einziehen. Dafür müssen wir noch zwei Pferde in die Arbeit mit Rindern eingeführt werden. Doch das hat nun Zeit.
    Nach ungefähr einer Stunde und noch einer kleinen erweiterten Runde durch die “Stadt”, kommen wir wieder am Hof an. Nun gibt es erstmal essen, danach ist wieder jeder für sich. Am Abend wollen wir noch den Plan besprechen für das Training.

    Caleb
    Die Fahrt über den Hof und die Führung hatte mir wirklich sehr gefallen. Ich hatte es auch witzig gefunden, mit den zwei kleinen Pferden so eine Tour zu machen, war ich ja nur Großpferde gewohnt.
    Am Abend besprachen wir noch das Training und kamen zu dem Entschluss, dass wir das Ganze einfach mal ein paar Tage anlaufen ließen. Morgens hatte ich Zeit für Vintage, am Nachmittag ging es dann um Shanee und Flashlight. Das kam Tyrell ganz gelegen, denn so konnte er am Morgen seine eigenen Pferde trainieren und sich die Nachmittage immer ein wenig freihalten.
    Wir aßen zusammen mit Tyrell und den anderen Mitarbeitern des Hofes und verzogen uns dann in unsere kleine Ferienwohnung. O und ich blieben nicht mehr lange auf, wir waren vom Flug und von der kleinen Rundreise doch ziemlich geschafft.
    “Du kannst aber auch im Bett schlafen, dann übernachte ich auf der Couch”, meinte Octavia und hielt ihr Kissen fest umklammert.
    Ich schaute sie mit hochgezogener Augenbraue an und legte meinen Hut auf den Wohnzimmertisch. “Wenn ich das mache und Bellamy erfährt, dass ich im Bett und du auf der Couch schlafen musstest.. das passt schon. Haben wir ja so gesagt gehabt.”
    “Okay, dann gute Nacht”, sagte die braunhaarige Frau zu mir und verschwand im Schlafzimmer.
    Ich zog mich um, putzte mir die Zähne und machte es mir auf der Couch gemütlich. Wenig später schlief ich ein.
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte erkannte ich zwischen zusammengekniffenen Augen Octavia, die mit Top und Hot Pants bekleidet am Herd stand und etwas zu braten schien. “Du machst es mir ganz schön schwer, nicht hinzusehen”, murmelte ich und rieb mir die Augen. Nach der Sache mit Ylvi hatte ich keine Frau mehr angesehen. Nunja, angesehen schon. Aber nicht mit dem Blick, mit dem ich sie angeschaut hatte. Octvavia war wie eine kleine Schwester für mich, schon alleine deshalb wollte ich nicht, dass sie eher nackt als bekleidet vor meiner Nase herum tanzte.
    Wir frühstückten gemeinsam und ich zog mich dann an, um zu Vintage zu gehen. Ein Traberhengst. Ich verfluchte Tyrell jetzt schon dafür, auf einen solchen Gangsalat war ich nicht spezialisiert. Ich hoffte nur, dass ich es schaffte ihn einfach in den drei Grundgangarten ordentlich zu reiten und keine seiner Speziellen zu erwischen.
    Ich fand den Hengst auf seinem Boxenpaddock und ging zu ihm rüber. Nach kurzem Überputzen nahm ich mir den Westernmaßsattel vom Ständer und sattelte den Hengst. Ich war wirklich froh, dass ich in passender Ausrüstung reiten konnte, denn ich hatte eher mit einem Dressursattel gerechnet, denn bis jetzt wurde er nur in der Dressur gefördert.
    Nach dem Satteln gingen wir in die Halle, wo ich ihn zunächst ausgiebig im Schritt ritt, bevor ich mich an den Trab wagte. Vintage war ein Pferd, dass Kontakt zum Maul gewohnt war und sich schnell verlassen fühlte, wenn ich zu viel Zügel nachgab. Auch schien er etwas verwirrt, wenn ich ihn vorne annahm und hinten trieb. Er sollte so im Trab bleiben, aber etwas schneller werden.
    Mit ihm würde ich noch viel Arbeit vor mir haben, weshalb ich mich heute einfach darum kümmerte, ihm meine normalen Hilfen bekannt zu machen und ihn an meine lockere Zügelhaltung heran zu führen.
    Nach guten eineinhalb Stunden Training, bei dem ich viele Pausen eingebaut hatte, machte ich Schluss für heute und war schon ganz gespannt, dem Training von Shanee und auch Flashlight beizuwohnen.

    Folke
    Erst seit einem Tag bin ich nun offiziell auf dem Lindö Dalen Stuteri und habe schon das erste Trainingspferd bekommen. Es ist Honey's Aleshanee, die nun eingefahren werden soll und später im Pleasure Driving mitlaufen soll. In meiner Ausbildung habe ich schon mal etwas von der Disziplin gelesen, doch stehe etwas auf den Schlauch. Zunächst werde ich mir die Stute etwas genauer ansehen und mich dann heute Abend mit der Disziplin befassen. Doch so anders kann das gar nicht sein. Bevor Bruce den Hof verlassen hat, hat er mich darum gebeten, die Pferde sanft am Zügel zu führen. Na gut, mal sehen. Ich hole Shanee von dem Paddock und mache sie erst mal sauber. Mir wurde von den Gästen gesagt, leider habe ich schon wieder den Namen vergessen, dass die Stute bisher noch nicht die Doppellonge kennt. Also hole ich aus der Sattelkammer einen Gurt sowie ein Kappzaum, bei dem ich denke, dass es passt. Gott sei dank passt es und ich muss nicht weiter herum probieren. Immer wieder stupst mich die Stute freundlich an und streiche ihr über den Kopf. Zusammen gehen wir in die kleine Reithalle, da unser Gast noch immer dort mit Vintage beschäftigt ist. Noch versuche ich allen aus dem Weg zu gehen, weil meine Deutsche Sprache noch nicht ganz sicher ist und ich immer wieder schwedische Worte mit einbaue.
    Als erstes longiere ich die Stute wie gewohnt an der einfachen Longe am obersten Ring des Kappzaums. Es ist noch gewöhnungsbedürftig, dass das Pferd so langsam trabt. Generell hatte ich noch nicht so viel Kontakt zu Westernpferden, aber bisher sieht es bequem aus. Immer wieder guckt sie zu mir und möchte zu mir kommen, doch das geht so nicht. Noch ein paar Runden im vermeintlichen Trab, lasse ich laufen, bevor ich die Doppellonge einspanne.
    Auch beim Einspannen ist sie friedlich und überhaupt nicht irritiert von der doppelten Führung. Sogar kann ich schon die Longe an ihrem Po lang fahren lassen, ohne dass sie anstalten macht, der Situation entfliehen zu wollen. Ich lobe sie immer wieder und nach ungefähr einer halben Stunde beende ich die Einheit. Für Shanee war es was neues, da sie normalerweise nicht über den Zügel gelenkt wird, doch dafür habe ich auch schon eine Lösung gefunden. Da ich die Longen über ein Kappzaum laufen lasse habe, geht der Kontakt über das Nasenbein. Mit den Leinen lenke ich sie am Körper, je nachdem wo der Kontakt am Körper stärker ist, geht sie hin. Das hat sie schon heute ziemlich schnell kapiert, besonders mit Hilfe von Leckerlis. Bevor ich sie zurück auf ihren Paddock stelle, bekommt sie noch eine kleine Portion Strukturmüsli und nebenbei putze ich nochmal über.
    “Na hat alles geklappt”, kommt eine Stimme von hinten und ich erschrecke mich. Es ist einer von den Gästen.
    “H-i-Ja, war gut.”, sage ich überrascht.
    “Ich glaube, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe. Ich bin Caleb”, begrüßt mich der junge Mann. Er ist offensichtlich der Besitzer von der Stute.
    “Nein, ich glaub auch nich… Ichh bin Folke”, erwidere ich.
    Darauf hin versuche ich ihm zu erklären, was wir heute gemacht haben und er scheint zufrieden zu sein. Ich verabschiede mich von Shanee und gehe zurück an meine Arbeit. Es müssen noch die Traber abgeäppelt werden und zwei Pferde von der Weide runter.

    Collin
    “Ey Robin Glückwunsch du hast deinen ersten Kunden!”, der Rotschopf sah mich verwirrt an und ich konnte die Zahnräder durch die Stirn arbeiten sehen. “Du weißt schon unsere kanadischen Gäste, Caleb und Octavia kurz O, sie sind alte Freunde von mir…”
    “Warum trainierst du dann nicht ihr Pferd?”, unterbrach mich Robin. “Erstens sind sie mit zwei Pferden angereist und zweitens habe ich keine Zeit dafür, außerdem bist du ebenfalls ausgebildeter Trainer für die klassische Dressur.”, gab ich etwas angepisst zurück. “Und wenn dir das noch nicht reicht als Motivation, kann ich dir sagen, dass O ziemlich attraktiv ist, aber das bleibt unter uns, sonst bekommt Val noch einen Tobsuchtsanfall.”, erklärte ich etwas freundlicher. Robin nickte kurz und verschwand dann.

    Robin
    Was ein Wichser, nur weil ich der Neue bin, heißt es nicht, dass ich nichts kann oder so behandelt werden muss, dachte ich im Stillen. Etwas überrumpelt verließ ich den Stalltrakt und begab mich zu Octavia. Sie wartete bereits vor dem Ferienhaus auf mich und tatsächlich, sie war attraktiv. “Heilige Scheiße!”, entwich mir aus dem Mund. Octavia fing an herzlich zu lachen und machte ein paar Schritte auf mich zu. “Hi ich bin Octavia, oder einfach nur O. Um ehrlich zu sein hat mich noch niemand so begrüßt.”, stellte sie sich offen vor. Ich reichte ihr meine etwas verschwitzte Hand. “Ähhm well, i-i-ich bin Robin, einfach nur Robin, ja logisch, ähm ja jedenfalls ich bin Robin und ich freue mich dich kennenzulernen.”, stotterte ich. Du Idiot! Schrie ich mich selbst an und schlug mir gedanklich gegen die Stirn. “Wollen wir einfach zu den Pferden gehen?”, schlug ich etwas peinlich berührt vor. “Pferde sind friedlich”, was fasel ich hier eigentlich? Wieder musste O lauthals lachen und boxte mir sanft gegen die Schulter, ich brachte nur einen roten Kopf und ein halbes Lächeln hervor. Octavia schien mein Unbehagen zu spüren und lenkte stattdessen mit etwas Smaltalk ab, wofür ich ihr sehr dankbar war. Gemeinsam gingen wir zu dem abgetrennten Weidestück der zwei Stuten. Die Stute, die mir fürs Training zugeteilt worden war trug den etwas fragwürdigen Namen Flashlight. Allerdings konnte sie durch ihr Aussehen überzeugen: ein Bay Splash mit wunderschönen blauen Augen und einer Widerristhöhe, die sich nicht wirklich von meinen Knabstruppern unterschied. “Also Warmblüter lagen mir bisher fern, allerdings ist sie ein äußerst hübsches Exemplar, bloß fehlt mir irgendwo der barocke Körperbau.”, gab ich lachend zu. O verzog schlagartig ihre Miene und mir entglitten alle Gesichtszüge - hatte ich etwas Falsches gesagt? Doch in diesem Moment bekam O einen gewaltigen Lachanfall “Ich verarsch dich bloß! Du, du hättest deinen Gesichtsausdruck sehen müssen!”, feixte sie fröhlich. Nun fiel auch ich mit ins Lachen ein. Ohne weitere Worte holte O ihr Pferd und gemeinsam führten wir die Stute zum Putzplatz. “Ich hoffe du hast einen Dressursattel?”, fragte ich etwas schüchtern. “Um ehrlich zu sein nicht, nein. Ich bin dafür doch eher im Militarybereich unterwegs.”, gab sie kleinlaut zurück. “Naja ein Vielseitigkeitssattel tut’s auch.”, gab ich freundlich zurück. O schmunzelte zufrieden und machte gemeinsam mit mir die Stute fertig. “Die ist ja echt totenbrav.”, gab ich belustigt zu. “ Hat sie eigentlich einen Spitznamen? Ich finde Flashlight ziemlich gestelzt für das Training.”, fragte ich erwartungsvoll. “Ähhhm um ehrlich zu sein, nein.”, gab O beschämt zu. “Naja dann lass ich mir etwas einfallen.”, antwortete ich optimistisch. Wieder lächelte Octavia und fast wäre mir wieder etwas rausgerutscht. “Ich hab was! Sie bekommt einen süßen kitschigen schwedischen Namen. Flicka! Es bedeutet unschuldiges Mädchen und lässt sich kurz rufen”, rief ich fröhlich heraus. Es sah beinahe so aus, als müsse O sich übergeben, ja der Name war in angesicht der äußerst unrealistischen kitschigen gleichnamigen Filmreihe etwas unpassend, aber irgendwie empfand ich ihn an passend. “Mhh um ehrlich zu sein, kann ich mich mit dem nicht so anfreunden.”, gab O leise zu. “Was sagst du zu Fee? Ist auch kurz, mit F und bedeutet Glück.”, erwiderte ich schnell. “Jap, Fee klingt besser.”, murmelte sie zufrieden.
    Dank der steigenden Tagesdauer, war es auch bis mindestens 18 Uhr hell, was uns ermöglichte noch auf den Platz zu gehen. Octavia stellte sich an die Bande und schaute gespannt zu. Mit dem Holzklotz als Hilfe schwang ich mich auf Fees Rücken und ließ sie am langen Zügel im Schritt gehen. Die sportliche Stute war von Anfang an komplett bei mir und schien arbeitswillig. Nach einigen Tempiwechseln, begann ich sie in den Seitwärtsgängen zu arbeiten, um die Flexibilität zu steigern und die Koordination zu vereinfachen. Manche Pferde wissen überhaupt nicht wohin mit ihrem Körper, doch Fee war von sich aus schon sehr konzentriert und reagierte fast pingelig genau auf die Hilfen, allerdings fiel sie oft hinter die Senkrechte, da sie dazu neigte sich in die Aufgaben hineinzusteigern. “Gut so, Fee.”, lobte ich die leicht schwitzende Stute mit einem sanften Streichen über den Hals. Durch regelmäßige halbe Paraden hielt ich sie in der Anlehnung und war bemüht sie in einer gesunden Biegung zu halten. Auch im Trab arbeiteten wir an Tempi wechseln, hier legte ich besonderen Wert auf Stimmkommandos. “Ich galoppiere noch kurz auf dem Zirkel, damit sie sich strecken kann und dann machen wir morgen im Unterricht weiter!”, rief ich O zu. Im Augenwinkel sah ich ihr Nicken und gab Flashlight die Galopphilfe. Trotz der anstrengenden Arbeit sprang sie energisch an und fing an stark abzuschnauben. Ich gab ihr die Zügel und hielt sie auf Zirkel, automatisch ging der Kopf nach unten der Rücken kam hoch - genau der Effekt den ich erhofft hatte. Nun schwang ihr Rücken locker und die Muskulatur konnte gedehnt werden.
    Um Fee einen Cool Down zu gönnen, liefen Octavia und ich noch eine Runde um das Gelände, ehe wir wieder zum Putzplatz gingen. “Äh naja bis morgen Hübsche, … Octavia meinte ich!”, versuchte ich mich aus der Affäre zu ziehen. O wurde tatsächlich etwas rot und fing an herzlich zu lachen und legte wir die Hand auf den Arm. “Ach Robin, du bist mir ja einer - ich hoffe du bist morgen etwas mehr bei dir.”, antwortete sie fast hauchend, da sie vom Lachen kaum Luft bekam und steckte mir die Zunge raus. Nun wurde ich hochrot und begab mich irgendwo anders hin.

    Caleb
    Ich saß schon auf der Couch, als Octavia am Abend in die Ferienwohnung kam. Sie hatte einen hochroten Kopf und kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus. “O, atmen. Vergess das Atmen nicht”, meinte ich und lehnte mich besorgt ein wenig nach vorne, um einen besseren Blick auf sie zu haben. “Hey, O. Was hast du denn? Ist was passiert?”, fragte ich sie verwirrt, ich hatte eben draußen gar keine Stimmen gehört.
    “Robin ist passiert”, gluckste sie und ich war mir gar nicht mehr sicher, ob sie jetzt lachte, oder weinte.
    Fieberhaft dachte ich darüber nach, wer Robin war, bis mir ein Rotschopf vor dem inneren Auge aufblitzte. Stimmt, Robin. “Was hat er gemacht?”, fragte ich sie todernst und sofort erstarb ihr Lachen.
    “Caleb alles gut. Spiel dich hier nicht als großer Bruder auf”, murmelte sie, zog die Schuhe aus und setzte sich zu mir auf die Couch. Sie griff nach meinem Bier und nahm einen großen Schluck daraus. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust, lehnte sich zurück und meinte ganz trocken: “Robin ist ja schon… süß.”
    Perplex sah ich sie an. Von ihr hatte ich bis jetzt nie irgendwas mitbekommen, dass sie ein Auge auf Jungs geworfen hatte. Zuhause lief ihr Travis wie ein Schoßhund hinterher, aber ich hatte nie Anzeichen für… ein Interesse an ihm gesehen. War das hier anders? Meine Gesichtszüge formten sich langsam zu einem Grinsen. “Wir sind nicht lange hier O, eine Woche, vielleicht eineinhalb. Mach dich ran.”
    “Mach dich ran? Oh Caleb wenn ich Bellamy sage dass du das zu mir gesagt hast!”, lachte sie und ich stimmte in ihr Lachen ein.
    “Sag ihm das bloß nicht”, meinte ich dann ziemlich ernst zu ihr wartete auf ein Nicken, was kurz darauf folgte.
    “Ich mach mich ran und sage Bellamy nichts...”, lachte sie dann wieder.
    “Gut.
    Die nächsten Tage des Trainings mit Vintage baute ich eigentlich gleich auf. Der Hengst und ich arbeiteten viel am Verständnis meiner Hilfengebung. Er wurde immer besser und klammerte sich nicht mehr so an den Zügel, verstand auch, dass ich keinen Gangsalat von ihm wollte, sondern einfach taktklare, normale Gänge. Die Galopparbeit hatte ich nun auch seit kurzem dazu genommen, es hatte anfangs nur ein bisschen gedauert ihm zu erklären, dass ich Galopp wollte, keinen Rennpass oder Sonstiges.
    Von Mal zu Mal dass ich ihn ritt wurden wir beide besser. Er konnte sich immer besser auf mich einstellen und meine Hilfen konnte ich präziser und genauer setzen, da er sie nun wirklich gut verstand.
    Jetzt konnte ich anfangen, an den Manövern zu arbeiten.
    Für den Galopp war es wichtig, dass ich ihm beibrachte, den Zirkel selbstständig zu halten. Er sollte seine Linie finden und immer wieder auf diese zurückkommen, ohne dass ich ihn ständig korrigieren musste. Das würde nicht von heute auf morgen perfekt klappen und erforderte viel und langes Training, aber ich war guter Dinge. Speed Control würde ich erstmal nicht trainieren, er sollte erstmal sein eigenes Tempo finden. Was Galoppwechsel anging, die konnte ich schon ins Training einbauen. Dazu galoppierte ich ihn aus dem Zirkel heraus zu X, parierte ihn zum Trab durch, stellte ihn in die neue Richtung und galoppierte ihn wieder an.
    Die Sliding Stops testete ich nur an. Er strengte sich wirklich an, verstand aber nicht so richtig, was ich von ihm wollte. Die Roll Backs konnte ich noch nicht üben, dazu mussten die Spins sitzen, worum wir uns in den nächsten Tagen intensiv kümmerten.

    Folke
    Bis ich herausfand, dass Caleb und Octavia sowie ich fließend englisch sprachen, vergingen einige Tage und auch Trainingseinheiten mit Shanee. Die Stute läuft mittlerweile fleißig an der Doppellonge und kennt die Befehle, die ich ihr gebe. Auch habe ich bereits zwei mal am Gebiss mit ihr gearbeitet, da es in der Prüfung pflicht ist, dass das Pferd am Gebiss gefahren wird. Heute lege ich das erste mal das Brustblatt und den Umgang an, wenn sie das gut macht an der Doppellonge, dann hänge ich auch schon den Reifen an.
    Vriska hat bereits die Trainingspferde versorgt, deswegen kann ich Shanee aus dem Paddock holen und zunächst putzen. Dann lege ich ihr die komplette Ausrüstung an. Am Anbinder ist sie bisher sehr entspannt und hat auch kein Problem mit den neuen Teilen. Weniger begeistert war sie vom Brustblatt, dass ich ihr über den Kopf gezogen habe. Doch der Schock war nur kurz, als sie merkte, dass es nur am Körper liegt und nicht am Hals.
    In der kleinen Halle longierte ich sie erst mal und mache einige Übungen im Fahrgefühl. Auch im Trab konnten wir die Übungen durchführen, also entschied ich mich dafür den Reifen anzuhängen. Für Shanee war es damit ein ganz anderes Gefühl etwas zu ziehen, doch auch zum generellen Training ist das was gutes für die Muskulatur. Sie hat sich prima gemeistert und damit beendete ich die Einheit.
    Nachdem ich die Stute zurück gebracht hatte und sie Heu genießt, widme ich mich den beiden Shetlandponys - Ryuk und Mademoiselle. Mit den beiden gehe ich heute auch in die Reithalle und werde sie als Doppelspanner mit Reifen trainieren. Die beiden Ponys haben in den letzten Tagen Schwierigkeiten gemacht mit der Durchlässigkeit. Also werde ich das Prüfen und dann ggf. wieder verbessern. Jetzt im Frühling zeigt sich, dass Mademoiselle durch aus Paarungsbereit ist, was natürlich ihr Kumpel Ryuk merkt und sich etwas davon ablenken lässt. Ich ändere das Gebiss auf Pelham und in der Trainingseinheit machen die Ponys eine gute Arbeit. Für die nächste Zeit werden die beiden nur noch mit dem Pelham gefahren, dann ist die Durchlässigkeit gegeben und für alle beteiligten ist es angenehmer.

    Robin
    Heute war ein ziemlich turbulenter Tag, da ich neben Flashlight heute noch Valquiria von Collin mit in die Reitstunde nehmen sollte, um bei ihr die E-A Lektionen zu festigen und um als Vorbild für O und Fee zu fungieren. Obwohl Fee sich schon auf dem A Niveau befand, war Quira deutlich weiter in der akademischen Sparte. Zusätzlich befasste sich Collin heute mit Morian HMJ 6345, der erfolgreich seinen Rückflug von Kanada bestritten hatte. Auch Collin war bemüht ihm die Lektionen einer A Dressur beizubringen.
    Zur Überraschung für Octavia hatte ich mir meinen Wecker extra früher gestellt, um beide Stuten gleichzeitig fertig zu machen und wie ich es erwartet hatte, verstanden sich die Stuten problemlos. Ich stieg bereits am Putzplatz auf Quira und führte Fee als Handpferd mit zu den Ferienwohnungen, in der Hoffnung, dass sich keiner der beiden erschreckte. “Ihr beide seid jetzt einfach ganz brav und macht nichts unerwartetes.”, befahl ich den Stuten.
    Als Octavia fröhlich und energiegeladen aus der Tür sprang, machte Fee einen kleinen Satz zur Seite und zog mich fast aus dem Sattel. Man konnte O ansehen, dass sie sich einen Lachanfall verkneifen musste und nur die Worte “Guten Morgen” herauspresste. “Jetzt lach mich nicht aus, sondern steig auf den Gaul.”, gab ich etwas barsch zurück. Der Ritt bis zum Reitplatz erwies sich als ein nicht enden wollender Moment der peinlichen Stille.
    Durch den Unterricht konnte ich mich ablenken und auf etwas anderes konzentrieren. “Fee weicht dir auch und entzieht sich der Biegung, hol sie über den Schenkel ran - siehst du, wie bei Quira?”, versuchte ich O zu zeigen, was ich meine. Und tatsächlich funktionierte es und Flashlight begab sich erneut in eine gesunde Biegung. Während ich den beiden ein paar Aufgaben zur Anlehnung, unter treten und Tempiwechseln gab, befasste ich mich mit Valquiria und fragte alle Lektionen ab, die Collin ihr bisher beigebracht hat - sie beherrschte sogar einige Tritte der Piaffe, obwohl sie sogesehen gerade mal das A Niveau erreichte, doch in der klassischen Dressur wird eben auf Spaß und Biomechanik geachtet, statt stupide Lektionen abzufragen. Ich stellte Quira in der Mitte auf und bat O anzugaloppieren und sie im Viereck zu halten und dieses durch gezielte Hilfengebung zu verkleinern. “Gut so! Das mit dem Verlangsamen kennst du ja aus diesen Westerndingens, allerdings schlurft das Pferd nicht über den Boden.”, bemerkte ich belustigt. “Es nennt sich Pleasure und wir haben eher Reiner auf dem Hof, aber zieh dir ruhig Strumpfhosen und Samthandschuhe an und stolziere wie ein kastrierter Mann durchs Viereck.”, bemerkte sie barsch. Uff das war wohl ein wunder Punkt dachte ich im Stillen. Unsere Stunde beendeten wir mit nebeneinander am langen Zügel reiten. Als wir abstiegen hielt ich diese Stille nicht mehr aus. “Hey O… es tut mir leid okay, insgeheim fasziniert mich das Westernreiten und ich würde mir gern ein Westernpferd zum Dressurpferd ausbilden.”, gestand ich geknickt. Octavia sagte nichts, aber drückte mir einen sanften Kuss auf die Wange und ich lief hochrot an, sodass sie wieder in diesem herrlichen Gelächter ausbrach. “Schon okay Robby.”, gackerte sie.

    Collin
    Als ich mit Morian, der ziemlich verschwitzt war, noch eine Runde um das Gelände spazierte, beobachtete ich unsere zwei Turteltäubchen, die sich wieder neckten. Fast hätte ich ihnen etwas zugerufen, doch Robin war derjenige, der Val und mich immer verteidigte, deshalb ließ ich es bleiben. “Na Mo, bist du auch verliebt?”, fragte ich den Hengst belustigt. Er schmiegte sich bloß an mich und verlangte seine Streicheleinheit. Es war schon erstaunlich, was aus diesem Pferd geworden ist, er war so in sich gekehrt und nun möchte ich meinen Partner nicht mehr missen. Morian gibt Alles und scheint richtig Freude an der Dressur zu haben, wahrscheinlich weil es ihm gut tut und er langsam tolle Muskel aufbaut. “Der Kürbis bekommt durch das Training ja fast ein Sixpack!”, rief Val mir zu, da sie den verschwitzten Hengst sah. Ich küsste sie kurz und lief zusammen mit ihr und Morian zum Pu

    Folke
    Shanee hat in den letzten Wochen sehr viel gelernt. Heute ist die letzte Einheit mit Shanee. Zusammen mit Caleb und Octavia fahren wir eine Runde durch den Wald. Die Stute konnte vieles Lernen, besonders die Übungen am Reifen haben ihr gut geholfen. Auch das ich manchmal Ryuk oder Mademoiselle dabei hatte, haben ihr sicherheit gegeben. Nun werden die Auftraggeber sehen, was ihre Stute gelernt hat. In aller Ruhe zeige ich wie man ein Pferd anspannt und helfe bei allen Problemen, doch beide stellen sich ganz gut an. Auch an der Leine auf der Kutsche sind sie sehr präzise. Was ich den beiden nicht sage ist, dass die Stute heute das erste mal an einem Viersitzer ist. Im Training habe ich immer nur einen Sulky genommen, da es einfacher ist für mich und auch eine Vorbereitung ist auf das Driving Pleasure.

    Caleb
    Es waren wieder ein paar Tage des intensiven Trainings mit Vintage vergangen. Der Hengst machte sich richtig gut. Er verstand meine Hilfengebung immer besser! Auch wenn ich nicht der Meinung war, dass er das perfekte Reiningpferd war. Er hatte für diese Aufgabe leider einfach den falschen Körperbau. Dabei lag es nicht am Galopp, den Wechseln oder sogar den Spins, das alles bekam er noch hin. Lediglich das Stoppen fiel ihm ziemlich schwer, dafür war er einfach nicht wirklich gemacht. Das hieß nicht, dass man ihn nicht weiter fördern könnte. Er würde vermutlich noch eine Stufe nach oben schaffen, aber ob man ihm damit einen Gefallen tat, da war ich mich nicht so sicher.
    Im Großen und Ganzen sah ich ihn aber auf jeden Fall unter dem Westernsattel und als ein fleißiges Arbeitspferd, dass seiner Aufgabe mit großem Fleiß nachging. Genau das sagte ich Tyrell auch vor meiner Abreise. “Vintage wäre glaube ich ein richtig gutes Ranchpferd. Versuch ihn mal ans Rope oder an Kühe zu gewöhnen. Ich bin mir sicher, dass er da Freude dran hätte und die Aufgabe auch gut meistern würde.”
    Dann verabschiedeten Octavia und ich uns von den Mitarbeitern des schönen Hofes in Schweden. O verabschiedete sich besonders von Robin und ich war mir sicher, dass dies nicht das letzte Treffen der Beiden war.

    Robin
    Die letzten Einheiten verliefen immer besser und Fee nahm eine tolle Haltung an und fiel seltenst hinter die Senkrechte. “Naja vielleicht wird sie ja zum Dressurgaul und lässt sich von kastrierten Männern reiten.”, neckte ich O und fing mir ein Blick von Caleb ein, der ungefähr sagte ‘Sie hat sowas gesagt? Oh Junge du musst sie verärgert haben’. Sie boxte mir leicht in die Rippen und ich hielt sie einfach fest, bis sie sich der Umarmung hingab und mich fast nicht mehr loszulassen schien. “Ciao Süße!”, flüsterte ich in ihr Ohr und sie steckte irgendetwas in meine Hand. Während die anderen nicht guckten, formte sie mit ihren Händen ein Telefon und fuchtelte damit herum. Ich schaute nun in meine Hand und entdeckte einen kleinen Zettel mit ihrer Nummer drauf und grinste bis über beide Ohren.

    “Octavia?” - to be continued

    Walla Walla Starshine Reining LK 2 - LK 1, Stormborn Reining LK 2 - LK 1, A Walking Honor Reining LK 4 - LK 3, A Shining Chrome Pleasure LK 2 - LK 1, Honey’s Aleshanee Trail LK 4 - LK 3
    Mai 2020, by Veija
    Caleb
    Schon ein paar Tage war meine alte Freundin Walla Walla Starshine wieder bei uns. Bereits im letzten Monat hatten wir das Vergnügen beim Reiningkurs gehabt, bei dem ich sie von der LK 3 in die LK 2 gebracht hatte. Seit dem war wohl bei ihr zu Hause nicht mehr viel gelaufen, trainingstechnisch, weshalb Alicia sich kurzerhand entschieden hatte, sie wieder zu uns zu geben- mit dem Wunsch, dass sie von Cayce oder mir trainiert werden sollte. Dieses Pferd ließ ich mir allerdings nicht entgehen, so dass ich sie selbst reiten würde.
    In Erinnerung geblieben war die Stute mir durch die hohen Boots, die ihr Vorderbein schützten, da sie sich ab und an vorne anschlug und dadurch, dass sie des Öfteren im Training vorgriff. Um dem entgegenzuwirken hatte ich schon einige Übungen und Kniffe parat, weshalb ihr dieses Verhalten bald ganz schön lästig werden würde.
    Gleich am ersten Tag des Trainings machte sie sich ihr Leben so unglaublich schwer. Ich befand mich auf den Run Linien, ließ sie im lockeren Galopp hoch und runter laufen, immer im gleichen Tempo. Zog sie an, stoppte ich sie sofort und wir setzten rückwärts zurück an die Wand. Leider kam das ziemlich oft vor, so dass Cayce, der mit Stormborn ebenfalls in der Halle war und sie in die LK 1 bringen sollte, mich fragte, was ich da eigentlich machte.
    “Die greift zu viel vor. Wenn ich langsam galoppieren will, soll sie einfach langsam bleiben. Auch wenn ich hier auf der Run Linie bin, wo eigentlich die Sliding Stops gemacht werden, hat sie nicht einfach loszurennen- und wenn sie meint, sie müsste anziehen dann wird gestoppt und sie kann rückwärts wieder bis zur Wand.”
    “Ach deshalb auch der hohe Knoten im Schweif.”
    “Genau, damit der aus den Füßen ist und sie sich nicht drauf tritt. Also nochmal.” Dabei galoppierte ich Walla Walla Starshine erneut an und hielt sie im langsamen Galopp. Wieder zog sie an. Stoppen, rückwärts an die Wand. Völlig unerwartet für sie galoppierte ich sie zügig an, steigerte das Tempo und stoppte sie kurz vor der Wand. Dabei blieb sie genau mit der Nase vor der Wand stehen.Einen halben Spin nach rechts, wieder ein richtiger Run zur gegenüberliegenden Wand mit Sliding Stop.
    Kurz ließ ich sie verschnaufen, ehe ich sie vor die Wand ritt, umdrehte und einen langsamen Galopp abfragte, den sie mir nicht gab, sondern wieder fullspeed losrannte. Also stoppte ich sie erneut, setzte sie sofort wieder rückwärts gegen die Wand. So verbrachte ich unsere heutige Einheit und sogar die am nächsten Tag ganz. Alicia hatte mir erzählt, die Stute sei ein, zwei Turniere zuhause gegangen. Nicht unter ihr selbst sondern unter einer anderen Reiterin. Ich vermutete, dass sie diesen Fehler in die Stute wieder reingeritten hatte, nachdem wir auf einem so guten Weg gewesen waren. Anstrengend für mich, anstrengend für Starshine. Aber es nutzte ja nichts, am Ende unserer gemeinsamen Zeit würden wir den Automatismus wieder durchbrochen haben- ansonsten würde sie so lange bleiben, bis es so war.
    Den nächsten Tag gab ich Starshine frei, so dass ich mich um A Walking Honor und A Shining Chrome kümmern konnte. Der Hengst war fast auf LK 1 Niveau in der Pleasure, Bee fast auf LK 3 Niveau in der Reining. Cayce hatte ich neben Stormborn noch Honey’s Aleshanee angedreht, die fast LK 3 fertig für die nächste Trailsaison war.
    Am nächsten Tag ging es dann wieder mit dem Kundenpferd weiter. Heute konzentrierte ich mich vorwiegend auf das Zirkeln und die Spins. Keine Sliding Stops, keine Runs. Simples Zirkeln und Hinterhandwendungen.
    Starshine galoppierte gelassen ihre Runden, wurde auf meine Hilfen hin schneller und auch wieder langsamer. An X wechselte sie gut, zeigte sich motiviert und griff hier auch nicht so viel vor.
    Bei den Spins schlug sie sich noch immer an. Das würde wohl ihr Leben lang so bleiben, weshalb ich Alicia empfehlen würde, sie nicht auf Dauer im hohen Reiningsport laufen zu lassen. Im Trail oder in der Pleasure war die Stute auch gut aufgehoben, vielleicht auch Ranch Riding. Dort musste sie auch spinnen, aber nicht so viele auf einmal und auch nicht in so einem Tempo. Gab ich Starshine nämlich die Hilfen zum langsamen Spin, bekam sie ihre Beine schnell genug von der Stelle und schlug nicht an.
    Das brachte mich auf eine Idee, die ich auch gleich ausprobierte. Ich trabte die Stute im Kreis, hielt sie an und richtete ein paar Schritte rückwärts. Aus der Rückwärtsbewegung gab ich das Kommando zum Spin. Sofort merkte ich, dass die Stute mehr Last auf der Hinterhand aufnahm als noch zuvor. Ich drehte sie zunächst langsam, wurde zwischendurch immer mal wieder schneller, dann wieder langsamer. Das brachte einen kleinen Erfolg, denn sie schlug sich nur einmal das Knie an.
    Für heute hörte ich auf, ritt sie trocken und brachte sie wieder auf ihre kleine Koppel.
    Die nächsten Tage vergingen relativ gleich. Fünf Tage die Woche stand sie im Training, zwei hatte sie immer frei, in denen ich mich vermehrt um die anderen Pferde kümmerte, für die die Turniersaison bald beginnen würde.
    An den letzten Tagen , an denen Walla Walla Starshine auf der Ranch war, ritt ich vermehrt ganze Patterns von vorne bis zum Ende durch, baute aber auch einfache, in der Schnelligkeit variierende Galoppaden auf den Run Linien ein, damit sie sich nicht darauf ausruhen konnte, dass sie nun ein paar mal alles geben durfte. Zum Fremdreitertest setzte ich Cayce ein paar Ritte auf die schöne Fuchsrabicanostute. Er hatte mehr mit ihr zu kämpfen, sie durchschaute ihn sofort und checkte, dass er ein nicht ganz so starker Reiter war. Starshine würde in Profihänden eine richtig tolle Figur auf Turnieren machen!
    Zum Abschluss des Trainings ritt ich sie erneut eine ganze Pattern durch, forderte sie in jeder Hinsicht noch einmal dazu, ihr Allerbestes zu geben. Ich war mir sicher, dass die Sliding Stops auf dem Turnier eine +1 geben würden, auch wenn die Spins vermutlich bei -0,5 bis 0 Score landen würden.
    Am Abreisetag bot ich Alicia an, die Stute in einem guten halben bis dreiviertel Jahr noch einmal für ein paar Tage Korrektur zu reiten, zu einem unschlagbaren Preis. Dazu würde ich sie auch gerne bei ihr zu Hause besuchen.

    Die Kür
    Mittlerweile war der Winter überall angekommen und man war froh, dass die Veranstaltungen rund um die Pferde in halbwegs warmen Hallen stattfanden. So auch die anstehende 472. Stutenkrönung bei Caleb O'Dell auf der Bow River Ranch - war ich froh meine Pferde nicht durch diesen Matsch hier führen zu müssen und einfach einen warmen Glühwein genießen zu können. Während sich die Tribünen langsam füllten, konnte man durch Fenster die aufgewühlten verschneiten Reiter und Besitzer mit roten Nasen erkennen, die hofften endlich in die Halle zu kommen. Die Eröffnung wurde durch die Lautsprecher bekanntgegeben und schon ritt das erste Paar in die Halle, in Westernmontur, was ich hier auf der Ranch auch nicht anders erwartet hatte. Den Reiter Caleb O’Dell kannte ich bereits von vorangegangenen Körungen und Krönungen, denn er führte eine ziemlich erfolgreiche Westernpferdezucht und trat heute mit einer wunderschönen Palomino Stute an, die ziemlich gelassen schien. Während sie sich zum Grüßen der Richter aufstellten, erklärte der Sprecher die Abstammung und Herkunft der Stute und dass “A Walking Honor” eine typvolle Rassevertreterin war. Nach dem Grüßen trabte Caleb die Stute an und sie lief im entspannten Jog auf der rechten Hand ihre Runden und er wechselte die Richtung durch ein “aus der Ecke kehrt” und galoppierte nun eine Runde auf der linken Hand, wechselte durch den Zirkel wieder auf die rechte Hand und ließ die junge Stute im Schritt gehen, ehe er einen Schritt-Galopp-Übergang machte. A Walking Honor war für ihr Alter ziemlich entspannt und eifrig dabei, was sie sehr interessant zum Beobachten machte. Nun abschließend ließ er sie im Schritt noch auf der linken Hand gehen und hatte so ihre Gangarten auf beiden Händen vorgestellt. Das Barbiepferd hatte durch den leichten Schweiß nun einen schönen Glanz auf dem Fell, der ihre goldene Farbe noch mehr betonte. Auch bei Caleb waren kleine Glitzerpunkte im Gesicht zu erkennen. Er lenkte die Stute zur Mitte und verabschiedete sich von den Richtern.

    2019 Zeichen mit Leerzeichen, by Zion, abgewandelt für die Sk von Veija, gezählt mit Zeichenzähler.de

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    HG Samarti, Bewegung & Zubi AliciaFarina
     
  10. AliciaFarina

    AliciaFarina #Tinkertier

    AliciaFarina's Teilnahme mit
    Baldintáta

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    Stute
    Abstammung

    Von: Draki
    Aus der: Blacky

    Grunddaten
    Rasse: Isländer
    Rassetyp: Pony
    Alter: *2010 8 Jahre
    Stockmaß: 1,38m
    Fellfarbe: Rappe


    Beschreibung
    Baldintáta kann man am Besten mit ihrem Namen beschreiben Baldintáta heißt Frechdachs. Táta ist sehr Frech zu allem und jeden, kurz nach ihrer Geburt fing sie an zu Wiehern und kniff ihrer Mutter in den Hals. Sie rennt am liebsten mit ihrer Freundin Dafina über die Weiden, häufig hängt sie Dafina ab. Sie zeigt sehr viel Naturtölt und auch Pass.

    Zuchtdaten
    Züchter:
    //
    Zur Zucht vorgesehen: Ja
    Gekört/ Gekrönt: Nein


    Besitzer: AliciaFarina
    Ersteller/Vkr: Mohikanerin


    Qualifikationen
    Eignung: Gangpferdereiten, Dressur

    Dressur: E A L M S S* S** S***
    Western: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***

    Galopp: E A L M S S* S** S***

    Gangpferdereiten: T8 T7 T6 T5 T4 T3 T2 T1
    E A L M S S* S** S***


    Turniere:
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    2. Platz
    160. Synconspringen

    [​IMG]
    1. Platz
    132. Gangturnier

    249. Gangturnier (Veija)
    253. Gangturnier (Veija)
    255. Gangturnier (Veija)
    256. Gangturnier (Veija)
    259. Gangturnier (Veija)
    266. Gangturnier (Veija)

    [​IMG]
    2. Platz
    99. Gangturnier

    2. Platz
    117. Gangturnier

    2. Platz
    251. Gangturnier (Veija)

    2. Platz
    252. Gangturnier (Veija)

    3. Platz
    254. Gangturnier (Veija)



    [​IMG]
    1. Platz
    400. Dressurturnier


    Sonstiges
    Hufe: Sehr gut
    Gesundheit: Sehr gut
    Tierarzt: //
    Hufschmied: //


    Reitbeteiligung: //

    Zubehör:

    Toben mit Dafina
    Toben mit Dafina und Don
    im Tölt
    Toben mit Dafina, Annie und Betty
    Tata(groß) im SchrittTata(Groß) im Trab

    xXx I xXx <- PNGs

    Offizieller HG

    TÖLTTRAINING BALDINTÁTA T8 -> T7 | 4750 ZEICHEN | (c) SEIMURE

    Wieder einmal stand für mich ein Training außer Haus an. Eine unserer besten Kundinnen, Alicia Grey, hatte zwei Tölt-Trainingseinheiten für zwei ihrer Isländer-Stuten angemeldet. Ich hatte mich darüber sehr gefreut, denn Isländer hatten wir immer seltener im Training, obwohl ja gerade diese Rasse unser Spezialgebiet war. Außerdem würde ich nach dem Training von Silfra und Baldintáta die dreijährige Trú mit nach Rømø nehmen, denn sie sollte eingeritten werden.

    Dadurch, dass ich schon oft bei Alicia gewesen war, fand ich den Weg auf Anhieb. Alicia begrüßte mich herzlich und lud mich zu einem Kaffee ein, bevor sie mir meine heutigen Schützlinge zeigte. Silfra kannte ich schon, Baldintáta hingegen war ich noch nie begegnet. Die freche Stute gefiel mir auf Anhieb, weshalb wir ihr Halfter holten und sie auf dem Hof anbanden, um sie zu putzen und zu satteln. Da Alicia viele Gangpferde besaß, hatte sie auf dem Hof natürlich auch eine Ovalbahn, auf die ich, nachdem ich noch einmal nachgegurtet hatte, mit Baldintáta ging.

    Um sie besser kennenzulernen ritt ich beim Aufwärmen fleißigen Schritt, bei dem ich viele gute Töltansätze sehen konnte. Tölt würde also nicht das große Problem würden, sondern eher Tátas freche Art. Sie versuchte immer wieder, etwas Gras vom Bahnrand zu fressen und machte einmal auch Anstalten, einfach anzutölten, was ich jedoch unterbinden konnte. Nach etwa einer Viertelstunde war Táta warmgeritten und wir begannen mit dem eigentlichen Training. T7 war wirklich keine große Herausforderung, denn die Töltklasse bestand daraus, Tölt im langsamen und mittleren Tempo auf beiden Händen vorzuführen, allerdings hatte ich bei dem Gedanken "Das wird ziemlich einfach" nicht bedacht, dass Baldintáta Fünfgängerin war und dazu noch ziemlich viel Feuer unterm Hintern hatte. Ich tölteten die Stute also nichts ahnend an, worauf diese in eine Art Renntölt fiel, weshalb ich sie gleich wieder durchparierte. Auch guten Naturtöltern konnte das passieren, gerade wenn sie wie Táta noch sehr jung waren. In diesem Moment war ich froh, dass ich gerade mit einem solchen Pferd meine halbe Kindheit verbracht hatte, weshalb ich mehrere gute Tricks für einen sauberen und vor allem langsamen Tölt kannte. Ich fasste Tátas Zügel so kurz, dass sie sich im Genick nicht versteifte, aber dennoch aufgerichteter gehen musste. Dann ritt ich eine Volte, aus der ich Táta direkt antölten ließ. Durch diesen Trick war bei mir bisher jedes Pferd reibungslos angetöltet, so auch Táta. Ihr Tölt hatte jetzt genau die Geschwindigkeit, die man als langsames Tempo beschreiben konnte, aber ich spürte, dass Baldintáta gerne schneller gelaufen wäre. Ich parierte sie wieder durch und machte eine Kehrtvolte, bevor ich sie auch auf der linken Hand antöltete. Diese Übung war wichtig, denn es gab viele Pferde, die nur auf einer Hand antölten konnten, was im Sport jedoch nicht gerne gesehen war. Auch auf der linken Hand klappte das langsame Tölten sehr gut, zudem noch ohne vorgehende Probleme, die wir, wie es schien, schon auf der rechten Hand beseitigt hatten. Nach und nach konnte ich Baldintáta auch immer mehr Zügel geben, denn sie hatte sich mittlerweile in den Arbeitsmodus umgestellt und machte keine Zicken mehr. Ich parierte Táta wieder durch und lobte sie kräftig, denn der langsame Tölt war gewiss nicht gerade einfach für sie gewesen, aber dennoch hatte sie die Aufgabe mit Bravour gemeistert. Ich ließ mir kurz die Zügel aus der Hand kauen, bevor ich sie wieder aufnahm, da wir nun mit dem mittelschnellen Tölt weiter machen wollten. Ich merkte schnell, dass Táta dieser besser lag. Das Antölten klappte reibungslos und die Stute konnte ein durchgehend gutes Tempo halten. Wir ritten den mittelschnellen Tölt auch auf der anderen Hand, wo er ebenfalls sehr gut war. Mit dem Gedanken, dass aus Baldintáta unter einem guten Reiter ein hochwertiges Sportpferd werden könnte, ritt ich die Rappstute trocken und saß schließlich ab, allerdings nicht ohne sie vorher kräftig zu loben, denn sie hatte heute wirkliche Fortschritte gemacht.

    Alicia hatte viele Fragen bezüglich Baldintáta, nachdem wir die Stute geputzt, gefüttert und auf die Weide entlassen hatte. Wie hatte sich ihre freche Stute benommen? Hatte sie bei etwas Schwierigkeiten gehabt? Was musste sie, Alicia, beim Training beachten? Bei allen diesen Fragen konnte ich Alicia beruhigen, denn nachdem ich mir etwas Respekt verschafft hatte, war Táta ja das reinste Engelchen gewesen, außerdem hatte sie nur beim ersten Mal antölten Schwierigkeiten gehabt und ich erklärte Alicia meinen Trick, mit dem ich jeden Isländer zum Tölten brachte. Nun stand für mich eine kleine Pause an, die ich allerdings draußen bei den Pferden verbrachte, bevor ich mich gleich Silfra zuwenden würde.

    30. 06. 2016
    Dressur von E nach A für Baldintáta, Gaitano's Little Girl, Nökkvadis, Fina und Nils Sverre

    Nachdem wir in der letzten Zeit schon vier Pferde erfolgreich ausgebildet hatten holte ich eine weitere Reitbeteiligung mit ins Boot. Die Pferde die nun ausgebildet werden sollten waren Baldintáta, Gaitano's Little Girl, Fina, Nökkvadis und Nils Sverre. Am Anfang verteilten wir wieder die Pferde und starteten mit dem Training. Wir machten unsere Pferde fertig und gingen in die Reithalle. Dort führten wir die Pferde warm. Nachdem wir sie warmführt hatten ritten wir sie warm. Als sie warm waren starteten wir mit dem Training. Wir ritten sie locker an den Zügel und bauten immer wieder eintelne Anforderungen der A Dressur ein, um an ihnen zu arbeiten.

    Nach anderthalb Wochen Arbeit waren die Pferde soweitdass sie ohne Probleme eine A Dressur gehen konnten.

    31.10. 2017
    Trainingsbericht für Baldintáta, Silfra, Trú fra Frelsi, Straight Alignment, Smokin Jackie Joe, Lettenhof's Nanuk, Gwyneth, Nienke van de Flierthoeve, Riverdale und Menetetty in Distanz E-A

    Heute fingen wir an Baldintáta, Silfra, Trú fra Frelsi, Straight Alignment, Smokin Jackie Joe, Lettenhof's Nanuk, Gwyneth, Nienke van de Flierthoeve, Riverdale und Menetetty für die kommende Saison zu trainieren. Das bedeutet, alle soweit zu bekommen, dass sie eine A Distanz laufen können und die Kondition über den Winter zu halten, sodass wir direkt im Frühjahr unsere ersten Distanzen gehen können.
    Meine Mitarbeiter und ich teilten uns die Pferde unter uns auf und trainierten immer in Gruppen. Ich nahm Nienke und Gwyneth, da ich die beiden vor der Kutsche Distanzen gehen lassen will. Die anderen Pferde wurden geritten. Wöchentlich steigerten wir die Distanzen und das Tempo, sodass wir nach fünf Wochen auf dem Stand für eine A-Distanz waren.
    Nun war es unsere Aufgabe die Kondition, über den Winter möglichst so hoch zu halten.

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    Gangreiten A zu L

    Baldintáta / Snúra / Snotra / Blávör

    “In ungefähr 20 Minuten werde ich am Hof sein”, ruft mit Alicia an, die auf dem Weg zu uns ist um Táta zum Beritt zu bringen. In letzter Zeit lief es leider eher schlecht als recht und deswegen soll mal jemand anderes drüber gucken. Ich habe da auch schon eine Idee, bevor sie wieder nach Hause fährt, bekommt sie eine Stunde auf Snúra.
    “Danke, dass du uns hilfst. Irgendwie läuft es nicht mehr so gut mit uns beiden. Táta bockt herum und ihr Tölt ist sehr trabig geworden, obwohl sie ein Naturtölter ist. Das wundert mich.”, bedankt sich Alicia schon im Voraus.
    “Das wird schon.”, antworte ich. Zusammen bringen wir ihre Stute auf den Paddock und räumen die Sachen in den Stall. Für Berittpferde haben wir einen kleinen eigenen Stall eingerichtet, um mögliche Gefahren aus dem Weg zu gehen.
    “Also ich dachte mir, bevor du gehst, gebe ich dir noch eine Reitstunde auf Snúra. Sie kann auch ziemlich speziell sein.”, schlage ich Alicia vor.
    “Oh, sehr gern. Reitsachen habe ich ja eh schon an, aber einen Helm habe ich nicht bei”, antwortet sie.
    “Das ist kein Problem, wir haben einige hier. Komm mit”, sage ich ihr und wir gehen gemeinsam in den Aufenthaltsraum. Sie sucht sich einen aus der passt und gemeinsam gehen wir Snúra holen, die bei den anderen Stuten auf dem Paddock steht.
    Nach dem sie sauber und gesattelt ist, gehen wir zur Ovalbahn, die vor ein paar Tagen neuen Belag bekommen hat. Ich war noch nicht drauf seit dem es wieder schön auf der Bahn ist.
    “Also kurz noch was zu Snúra. Am Anfang testet sie gern und kann auch etwas gemein sein, aber wenn du dich durchsetzt, funktioniert es wunderbar.”, erkläre ich Alicia. Sie nickt und die Stunde beginnt. Am Anfang muss natürlich Snúra erst mal aufwärmen. Dafür beginnt es wie immer mit einigen Runden Schritt und einfache Lektionen zum Biegen und Stellen.
    “Bei Snúra ist es wichtig, dass du dich richtig tief in den Sattel setzt. Den Schwerpunkt eher zu weit hinten als zu weit vorn. Sonst fällt sie dir aus dem Gleichgewicht und wird zu schnell”, rufe ich Alicia zu, die es sich schwer macht Snúra zu bremsen. Nach meinem Tipp wird es dann schon deutlich besser.
    “Bevor wir tölten, ist es für sie besser, erst mal ruhig zu traben. Danach ist sie entspannter und der Druck ist weg.” Alicia trabt Snúra an, erst nur auf Zirkel und später auch auf der ganzen Bahn.
    Nach dem Unterricht reflektieren wir das geschehene, am Anfang hat sich Alicia noch schwer getan, dann wurde es besser. Als sie dann lockerer wurde, war auch die Stute nicht mehr verkrampft. Der Tölt hat gut geklappt und dann haben wir aufgehört.
    Táta lasse ich für heute noch in Ruhe und Alicia hat sich auch auf den Heimweg gemacht.
    Jetzt stehen noch Blávör und Snotra auf dem Plan. Deswegen warten schon Vriska und Max auf mich. Ich musste gerade noch etwas essen. Die beiden Stuten sind auch schon gesattelt und wir gehen ebenfalls auf die Ovalbahn. Nach dem Warmreiten arbeiten wir zunächst am Trab. Die Stuten tuen sich als Naturtölter schwer und genau deswegen müssen wir das Problem lösen. Auch, wenn die aktuellen Turniere okay sind, müssen die Stuten besser und taktvoller werden.

    Der nächste Tag bricht an und das ziemlich früh. Genervt, durch eindeutig zu wenig Schlaf, gucke ich zu meinem Wecker, der sicher schon alle geweckt hat. Es ist 6:30 Uhr, weil ich heute Stalldienst habe. Zum Glück fahre ich den Trecker.
    Geschafft. Die Pferde können nun wieder sauber auf den Paddocks stehen. Zusätzlich haben Wasserablauffurchen am Rand gezogen, damit das Wasser ablaufen kann. Vor einigen Wochen hat es geschneit, doch die Temperaturen sind wieder gestiegen und alles ist nass. Dann kommt noch dazu, dass es wieder sehr kalt werden soll und dann alles gefriert. Das würde nicht gut Enden. Kurz muss ich an die ganze Klimadebatte gedenken, doch bin schnell wieder woanders, gedanklich. Balditáta ist nämlich an der Reihe. Sie ist aus der Zucht von Eva, damals, und wir haben ihre übrig gebliebenen Pferde übernommen, als Beispiel Hnakki. Den wir allerdings demnächst verkaufen werden, doch auch mit dem Gedanken bin vom Thema abgestiegen. Neugierig begrüßt mich die Rappstute, die offenbar schon sehnlich auf mich gewartet hat. Ich lege ihr das Halfter an und wir gehen in die Stallgasse, um sie vom Schmutz zu befreien. Bevor ich am Tölt arbeite, wo offenbar aktuell ihre Schwäche liegt, möchte ich natürlich herausfinden, wieso ein Naturtölter Probleme in seiner Lieblingsgangart hat. Dafür gehen wir in die Reithalle. Ich lege ihr ihren Sattel auf und merke jetzt schon ein kleinen Fehler. Der Schwerpunkt von diesem liegt nicht so, dass es wirklich förderlich für Táta ist. Trotzdem werde ich diesen heute mal verwenden und morgen meinen, um zuschauen, ob es einen Unterschied gibt.
    Im Schritt läuft sie hektisch nach vorn und fällt wie zu sehr auf die Hinterhand. Mit etwas mehr Zügel und einer stärkeren Verlagerung nach hinten, biete ich ihr an, mehr die Hinterhand zu aktivieren. Schon nach einigen Runden tritt eine deutliche Verbesserung ein. Auch mit ihr mache ich Biegungsarbeit und besonders Rückwärtsrichten. Die Stute scheint probleme mit der Durchlässigkeit zu haben und möchte dem Zügel entfliehen. Also werde ich morgen auch mal ein anderes Gebiss ausprobieren. Aus der eigenen Produktion haben wir die neue anatomisch geformte Gebisse da, die besonders geeignet für sensible Pferde sind, weil sie durch das Titanium eine konstante Verbindung zwischen Reiterhand und Maul des Pferdes aufbauen. Um es Táta einfacher zu machen, hänge ich meine Zügel im Ring des Reithalfters ein. Der Druck vom Gebiss wird somit verteilt und ist auch konstanter weich. Auch hier zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Unter diesen Umständen arbeite ich ich mit der Stute in der Halle die meiste Zeit im Schritt und Galopp, weder der Trab noch der Tölt sind ein Problem. Alle ihre kleinen Haken liegen im generellen und nicht am Tölt an sich. Nur dort zeigt es sich am deutlichsten, dass sie zu gestresst ist und deswegen kein Gleichgewicht hat. Natürlich habe ich mir auch den Tölt angeschaut und er zeigt deutlich das, was ich vorher festgestellt habe und was Alicia mit erzählt hat. Die ersten Schritt sind taktklar und rein, nach wenigen Metern scheint es, als würde sie nach vorn kippen und trabig werden, deswegen bevorzugt sie momentan den Trab.
    Zum Ende wartet eine Kraftfutter Schüssel auf die, die wir ebenfalls selbst Produzieren auf unseren Feldern. Es ist also eine heimische Mischung unter guten Umständen.
    Snúra hat heute Pause, deswegen wartet nun wieder Max auf mich. Wir wollen heute nur mit Blávör arbeiten, da Snotra gestern deutlich besser drauf war. Momentan macht er mit ihr viele Distanzritte auf Zeit und durfte schon mehrfach das Treppchen betreten. Blá scheint auch motiviert dafür zu sein, aber bei ihr zeigen sich keine deutlichen Verbesserungen. Auch wir gehen gleich in die Reithalle, um den Augenmerk mehr auf den Trab zu legen. Dort sind die Bedingungen besser und etwas Dressur wird ihr nicht schaden. Im Training mit anderen Pferden ist es mir immer wichtig, den Reiter und das Pferd zu betrachten, weil das Pferd weiß meistens wie es seine Beine zu bewegen hat. Nur dem Reiter fehlt es an der Interpretation, was das Pferd vorhat. Deswegen, wenn die Möglichkeit da ist, baue ich in den Beritt viele Reitunterrichtseinheiten ein, da das Paar miteinander auskommen muss und ich nicht ich mit dem Pferd.
    Für Blávör stellt sich heraus, dass der Trab schöner und einfacher für sie ist in der Biegung, weswegen wir heute mehr Seitengänge zusammen erarbeiten, weil Max da seine Probleme hat und nicht so recht weiß, wie er das anstellen soll. Mithilfe meiner Anweisungen und Tipps gelingt es ihm eine Bahnlänge mit Schenkelweichen zu reiten und ich bin sehr zufrieden mit den Beiden.
    Den restlichen Tag konzentriere ich mich auf meine Pferde, die für die Turniere und Zuchtprüfungen auf den Plan stehen.

    Die nächsten zwei Wochen verfliegen wie im Fluge. Mit Táta habe ich angefangen mit meinem Sattel und einen anderen Gebiss zu arbeiten, wodurch ihr schon sehr geholfen ist. Der Takt im Tölt ist besser geworden und durch viel Schrittarbeit, aber auch Galopp fällt es ihr immer leichter auf die Hinterhand zu fallen. Auch mit Alicia habe ich bereits telefoniert und ihr von den Verbesserung erzählt. Sie freut sich, dass die Probleme in so kurzer Zeit schon besser geworden sind.
    Mit Snotra haben wir auch einige Übungen gemacht, um den Trab zu fördern aber bei ihr ist das wichtigste den Trab zu reiten, reiten und noch mehr zu reiten. Natürlich achten wir auch darauf, dass der Tölt konstant bleibt, um nicht die nächste Schwachstelle entstehen zu lassen.
    Blávör zeigt sehr viel Interesse und Spaß an der Arbeit in der Dressur und zusammen mit ihrem Besitzer haben wir geübt, das zu fördern. Auch ich habe nun schon einige male allein mit der Stute gearbeitet. Je mehr wir am Schenkel arbeiten, umso mehr bietet sie eine guten Trab an. Auch ihre natürliche Schiefe können wir mit Seitengängen ausgleichen. Zusammen mit Snotra ist Max auf das nächste Distanzturnier gefahren.
    Und Snúra, mit ihr arbeite ich gerade am Rennpass. Ihr Tölt ist taktklar und sehr natürlich von der Bewegungsfreiheit der Vorderhand. Auch der Trab ist wunderbar. Also können wir nun den Pass erarbeiten, um auf dem Turnier eine Fünfgang oder Speedpass zu reiten, da sie sehr viel Tempo mitbringt.

    Alicia kommt heute ihr Pferd abholen, es schon nun 5 Wochen vergangen in denen ich konstant mit Balditáta gearbeitet habe und zumindest mit mir als Reiter bietet sie wieder einen Taktklaren Tölt an und auch ihr Stress ist so gut wie weg.
    “Bevor wir auf die Bahn gehen, wollte ich noch fragen, was ich mit dem Sattel nun tue. Den habe ich schließlich auch für meinen anderen Isländern.”, fragt Alicia.
    “Am einfachsten wäre es, dass du einen Sattler holst und mal gucken lässt, ob bei den anderen wirklich dieser Sattel passt. Du kannst dann ja noch mal anrufen. Ich habe noch einige diese Sättel hier und dann können wir über das finanzielle Sprechen.”, sage ich und lache kurz. Klar, ich kann auch nicht alles Verschenken, aber ich versuche so viel zusammen abzukassieren, wie möglich, damit die Kunden sich nicht so ausgeraubt fühlen.
    “Bei dem Gebiss dachte ich mir, dass ich dir das mit gebe”, füge ich hinzu. Alicia freut sich und macht ihr Pony fertig.
    Auf der Ovalbahn erzähle ich ihr, wie ich am Anfang mit der Stute gearbeitet habe.
    “Nicht so an dem Zügel klammern. Táta kann sich selbst halten. Mit dem Gebiss hast du mehr Gefühl in der Hand, weil die Ringe größer sind und die anatomische Form im Maul fördert es die Aktivität im Maul.”, erkläre ich ihr und sie lässt ihr mehr Freiraum. Sie schnaubt zufrieden ab. Bevor wir mit dem Tölt anfangen, muss sie sich mit Balditáta gut darauf vorbereiten. Selbst, wenn sie viel davon anbietet, muss die Stute vorbereitet werden. Da sie schnell auf die Vorderhand gibt und noch nicht genug Muskulatur aufgebaut hat. Dafür war die Zeit zu kurz. Also muss Alicia auch alleine daran weiter arbeiten.
    Zufrieden bringen wir sie zum Stall und bevor es in den Hänger geht, darf sie noch auf dem Paddock entspannen. Mit Alicia unterhalte ich mich noch ein wenig im Aufenthaltsraum. Dann räumen wir gemeinsam das Zeug in den Hänger und das Auto.

    Táta ist nun wieder auf dem Heimweg und schnappe mir Snúra, die offenbar schon geduldig auf mich gewartet hat. Ich sattle sie und wir gehen auf die Ovalbahn. Das Wetter fängt zwar an umzuschlagen, aber ich versuche es trotzdem erst mal. Unter der Bahn haben wir Warmwasserleitungen verlegen lassen, wie in Island, eine Art Fußbodenheizung, um auch bei kalten Temperaturen eine freie Bahn zu haben, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Wie gewohnt reite ich die Stute warm und achte darauf, dass ich sie nicht zu stark belaste, um noch genügend Power für den Rennpass zu haben. Für Snúra ist einfacher aus dem Tölt in den Pass zu wechseln. Ihr Galopp hat zu viel Power und ist teilweise etwas unkontrolliert.
    Nach der Einheit bin sehr zufrieden und werde auf dem nächsten Turnier die erste Fünfgang mit ihr reiten.

    12062 Zeichen / 23.12.2019 / Mohikanerin (Bruce Earle)

    Auf der Bow River Ranch wurde eine Stutenprämierung veranstaltet und wo hätte ich anders sein können, als bei meinen Nachbarn und den Teilnehmern viel Glück zu wünschen. Bald würde auch meine Stute dort teilnehmen, wenn es soweit sein würde. Ich wünschte Caleb einen guten Morgen, bevor ich mich auf der Zuschauertribüne gemütlich hinsetzte und das rege Treiben beobachtete. Es waren allerhand Rassen vertreten und die nächste Stute war ein Isländer in schöner dunkler Jacke, die den Namen Baldintáta trug. Die Reiterin Maren Schneider zeigte zunächst den Schritt der Stute, der Ponytypisch kurz war, aber dennoch taktrein war. Als dann der Trab dran kam, merkte man ihr an, dass sie ein Isländer durch und durch war. Hier und da erkannte man Gangsalat, doch als sie die zwei weiteren Gänge des Rappens zur Schau stellte, zeigte sie ihr komplettes Potenzial. Höchstkonzentriert und mit weit geblähten Nüstern lief sie ihre Runden. Zu guter Letzt wurde der Galopp gezeigt. Sie hatte viel Kraft in der Hinterhand, zeigte uns Zuschauern also eine gute Bergaufgaloppade. Dann ritt sie eine Volte, zeigte uns die gute Hankenbeugung und die gute Lastaufnahme der Hinterhand, ehe sie in der nächsten Ecke kehrt machte und durch die ganze Bahn wechselte. Am Ende grüßte Maren die Richter zum Abschied und verschwand aus dem Viereck.
    1324 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft auf google.docs
    von Sosox3​
     
  11. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Veija aka Caleb O'Dell mit GRH's Unbroken Magic

    [​IMG]

    Steckbrief
    Exterieur
    Name: GRH's Unbroken Magic
    Rufname: Oreo
    Alter: 4 Jahre, 2016
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,53m
    Rasse: American Paint Horse
    Fellfarbe: Blue Roan Tobiano Splashed White (EeaaRnrnTotoSplspl)



    Stammbaum
    von: Unbroken Soul of a Rebel
    von: Equality
    aus der: Amanda

    aus der: Marly's Pluie

    von: Call me a Twist
    aus der: Rose Colored Gun

    Charakter:
    Magic hat von beiden Elternseiten etwas mitbekommen. Sie ist ein kleiner Sturkopf, der weiß was er möchte und auch alles dafür tut, ihren Kopf durchzusetzen. Doch sie ist auch verschmust und manchmal ein wenig anhänglich. Sie ist sehr sensibel, was man auch im weiteren Verlauf des Trainings merken wird.
    - ein mann pferd
    - sehr sensibel im Maul, reagiert mit kopf- und schweifschlagen auf annehmen der zügel (bei kandare)

    Zuchtinfos

    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer:
    Gezüchtet bei/Zucht:


    VKR: Occulta

    Kaufpreis: Geschenk
    Zu Verkaufen: nein (vor Gnadenweide o. Verkauf an Occu)


    Qualifikationen:

    longiert
    eingeritten
    nicht eingefahren


    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western
    Pleasure LK 1


    Erfolge:
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    1. Platz 591. Dressurturnier, 1. Platz 540. Westernturnier, 1. Platz 593. Springturnier, 1. Platz 466. Fahrturnier, 2. Platz 447. Distanzturnier, 3. Platz 444. Militaryturnier, 1. Platz 547. Westernturnier, 1. Platz 600. Dressurturnier, 3. Platz 600. Springturnier, 1. Platz 449. Militaryturnier, 3. Platz 452. Militaryturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:


    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag:

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    Offizieller HG

    Trainingsberichte [4]
    Pleasure LK 5 - LK 4
    Juli 2018, by Veija
    Laurence
    Octavia war heute zu Besuch auf der Ranch und wollte uns bei dem Training der Pferde etwas unter die Arme greifen. Ich war darüber doch sehr froh, denn so konnten wir mit vier Pferde gemeinsam auf den Platz gehen und schon auf Turnierniveau trainieren. Ich würde heute meine Stute GRH's A Gun Colored Lena reiten, die ich schon bald zur Krönung schicken konnte, worauf die ganze Ranch unglaublich stolz war. Octavia würde Black Sue Dun It reiten, die sie auch schon am fertig machen war. Caleb würde sich Chou schnappen und Bellamy würde A Walking Honor reiten. Alle Pferde sollten in der Pleasure von der LK 5 in die LK 4 aufgestuft werden.
    Relativ schnell fanden wir uns also alle auf dem Platz ein. Da ich heute das Kommando über alle Reiter und Pferde übernahm, befahl ich allen, die Pferde zu erst im Schritt und lockeren Trab warm zu reiten. Auch Lena und ich ritten uns ein wenig warm. Da es hier so wahnsinnig heiß war, dauerte das auch wirklich nicht lange und wir konnten mit dem Training anfangen. Dazu rief ich wieder alle in die Mitte. "Wir reiten jetzt alle ganze Bahnen, ich gebe die Kommandos zu Richtungswechseln oder Tempowechseln. Wichtig ist, dass ihr die Pferde wirklich gerade haltet. Die sollen nicht durch die Gegend gucken und die sollen auch nicht über die Schultern einfallen.", erklärte ich alle und schickte Caleb vor. Gefolgt von Octavia, Bellamy und zum Schluss mir. "Überholt werden darf natürlich, aber rempelt keinen um.", fügte ich noch an und so gingen wir im Schritt auf der linken Hand unsere Runden. Honey und Chou waren doch recht langsam in ihrem Schritt, Sue und Lena allerdings überholten die beiden anderen Pferde, wobei Lena noch die schnellste war und ich mich so sehr schnell an der Spitze unserer kleinen Truppe wiederfand. "Traben.", gab ich die kurze Anweisung und trieb Lena zum Trab an. Trab war gar nicht ihre Gangart. Sie galoppierte für ihr Leben gerne und ich sah es schon kommen, dass wir beim Galopp gleich ein riesiges Chaos haben würden. Immer wenn ich um die Kurve ritt, schaute ich mich nach hinten um. Das, was ich sah, sah wirklich gut aus, so dass ich das Kommando zum Schritt gab. Wir ritten etwa eine halbe Runde im Schritt, ehe ich wieder zum Traben animierte und wir schließlich angaloppierten. "Halte sie alle etwas zurück, lasst sie aber noch flüssig laufen.", sagte ich und sie taten alle, was ich ihnen gesagt hatte. Lena und ich galoppierten vorne weg und überholten sogar Chou noch, die heute wohl wirklich keine Lust zu galoppieren hatte. Nach einer Weile gab ich wieder das Kommando zum Traben und schließlich zum Schritt gehen, ehe wir die Hand wechselten und auf dieser genau das Selbe machten. Dann ritten wir die Pferde trocken und brachten sie wieder auf die Koppeln. Octavia wollte uns noch weiter helfen, weshalb wir uns heute noch Easy Going, Face Down, GRH's Aquila T Mistery und Heretic Anthem vorknöpften. Auch sie alle wollten wir in der Pleasure für die LK 4 trainieren, weshalb wir das selbe machten wie eben mit den anderen Pferden. Die einen stellten sich besser darin an, die anderen eher nicht so gut. Doch alle erreichten das Niveau, welches wir für sie vorgesehen hatten. Es musste natürlich noch mehr Training folgen, doch fürs erste wollten wir es dabei belassen. Octavia verabschiedete sich wieder und so waren wir hier wieder zu dritt.
    Den ganzen Nachmittag über hatten die Pferde alle Pause, ehe wir am Abend nochmals die Pläne studierten und zu dem Entschluss kamen, dass wir die anderen Stuten auch noch trainieren wollten.
    GRH's Unbroken Magic, Honey's Aleshanee und Magnificient Crow waren als nächstes an der Reihe. Magic und Shanee wurden von mir und Bellamy geritten. Sie sollten ebenfalls in der Pleasure aufgestuft werden. Crow wurde von Caleb geritten, denn sie sollte in der Reining auf die LK 2 gebracht werden. Caleb ging deshalb auf den großen Reitplatz, Bellamy und ich fanden uns auf dem Kleinen wieder und trainierten dort unsere beiden Pferde. Beide waren noch jung und erst vor kurzem eingeritten worden, so dass wir hier auf jeden Fall mehr zu tun hatten und es würde auch nicht mit ein paar Mal reiten getan sein. Ab und zu warf ich einen Blick rüber zum großen Reitplatz, auf dem Caleb gerade mit Crow einen Sliding Stop sondergleichen hinlegte. Gleich nachdem sie standen, gab er die Hilfen zum Roll Back und Crow sprang rum. Es fiel ihr jedoch sichtlich schwer, so dass ich glaubte, dass bei der LK 2 für sie Schluss sein würde. Sie war eben doch nicht so perfekt gebaut für diese Disziplin. Doch das war auf keinen Fall schlimm, denn wir züchteten hier auf dem Blakes Crow Meadow ja Allrounder, also hätte sie auf jeden Fall auch weiterhin einen Platz hier auf der Ranch.
    "Lassen wir gut sein für heute, Bellamy.", erklärte ich dem jungen Mann dann und wir ritten zum Stutenstall, wo wir die beiden Pferde absattelten, ihnen ihr Kraftfutter gaben und sie dann wieder auf die Koppel brachten. "Vier Pferde fehlen noch, dann haben wir sie alle für diesen Monat.", sagte ich zu dem jungen Mann und er überlegte kurz. "Lass die heute auch noch machen, wenn wir schon dran sind.", sagte er und ich gab diese Anweisung an Caleb weiter. Er nickte und suchte sich sofort Snapper Little Lena raus, die er in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 bringen wollte. Er hatte irgendwie einen Narren an der blinden Stute gefressen. Bellamy schnappte sich My sweet little Secret und wollte sie im Trail auf die LK 2 bringen. Ebenfalls an Caleb übergab ich Stormborn, die auch auf die LK 3 in der Reining gebracht werden sollte. Für mich blieb dann noch Striga übrig, die ich einreiten und dann in der Pleasure in die LK 4 bringen wollte.
    Wir hatten also in diesem Monat mehr als genug zu tun, ohne uns um die Jungpferde oder die Hengste zu kümmern. Auch blieb das Training der Zuchtpferde zur Zeit noch aus, doch in ein paar Tagen würde dies wieder aufgenommen werden. So trainierten wir jeden Morgen und jeden Abend unsere zugeteilten Pferde, halfen uns bei Problemen gegenseitig und unterstützten uns, so wie es sein sollte. Am Ende des Monats hatten wir dann alle Tiere eine Stufe weiter

    Pleasure LK 4 - LK 3
    Dezember 2018, by Veija
    Caleb
    Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem wollten Cayce und ich in der Hunter Hack auf die nächste Stufe bringen. Seit Cayce da war half er mir ständig beim Trainieren der Pferde, so dass ich viel schneller und besser voran kam. Letzte Woche hatten wir angefangen, Striga, Honey's Aleshanee, GRH's Aquila T Mistery, Unbroken Magic, A Walking Honor, Chou, Easy Going und Face Down in der Pleasure auf die LK 3 vorzubereiten. Noch allerdings nur mit Wassertrense, was sich in den nächsten Tagen ändern würde.
    Mit Crow und Heretic hatten wir noch nicht trainiert, heute würde unser erstes Training für diesen Monat mit ihnen sein. Wir hatten sie beide gesattelt und standen nun in der Halle, wo wir nach dem nachgurten aufstiegen und die Pferde warm ritten. Heretic zeigte sich dabei etwas besser, da sie von sich aus langsamere Bewegungen zeigte. Am Sprung jedoch musste Cayce sie ganz schon treiben. Crow dagegen war teilweise etwas zu stürmisch, zeigte auch am Sprung noch viel zu viel Go und verhaspelte sich dann davor. "Ist wohl nicht Crows Disziplin.", meinte Cayce nach dem Training zu mir. "Nein, scheint nicht so. Ich wollte nächsten Monat anfangen mit Barrel Racing mit ihr. Da kann ich sie mir besser vorstellen.", sagte ich zu ihm und er nickte. "Ja, da sehe ich sie auch eher... und sollen wir uns Magic und Easy nochmal holen heute? Die anderen Pleasurepferde können wir ja morgen dann machen.", fragte er mich und ich nickte.
    Zu erst brachten wir Crow und Heretic in den Stall, ehe wir uns Unbroken Magic und Easy Going holten, putzten, sattelten und dann in die Halle gingen. Wir hatten ihnen heute schon die Kandaren angezogen und wollten, testen, wie sie darauf reagierten. Ich hatte Magic unter mir, die mit der Umstellung wirklich nicht so gut klar kam. Sie war sehr auf meine Hilfen angewiesen und wenn ich die Zügel einmal hochnahm und sie das unbekannte Gebiss in ihrem Maul an den Gaumen bekam, reagierte sie mit Kopfschütteln und genervtem Schweifschlagen. "Oh oh...", sagte Cayce auf einmal, der hinter mir ritt. "Die würde ich nicht mit dem Gebiss reiten. So machst du sie dir nur sauer.", sagte er zu mir und ich hielt die Stute seufzend an. Ich schrieb Betsy kurz eine SMS. Wenig später tauchte sie in der Halle auf und wir tauschten die Trense. Jetzt hatte ich wieder die gewohnte Wassertrense auf der Stute, die sie kannte und mit der sie klar kam. "Dann müssen wir eben noch eine Weile damit arbeiten, bevor wir umsteigen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu den anderen und ritt wieder los. Ich ließ die Zügel nun extra viel lockerer und hielt sie mit einer Hand, damit sich Magic an die andere Zügelstellung gewöhnen konnte.
    Drei Wochen Training hatten die Pferde nun alle hinter sich. Bis auf Magic hatte jedes der Pferde, die wir in der Pleasure trainiert hatten, die Umstellung auf Kandare gut verarbeitet. Magic ritt ich seit zwei Tagen zwar auch damit, musste sie aber wahnsinnig fein und mit minimalen Hilfen dirigieren. Diese Stute war wirklich ein Ein-Mann-Pferd, der wusste, wir man mit ihr umzugehen hatte. Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem machten ihren Job immer besser, obwohl für Crow mit der LK 4 in dieser Klasse Schluss sein würde. Hunter Hack lag ihr einfach nicht. Gezogen war sie sowieso für andere Sparten der Westernreiterei, weshalb wir uns diesen im nächsten Monat widmen würden.

    Pleasure LK 3 - LK 2
    Januar 2020, by AliciaFarina
    Weiter ging es mit dem Training von Sieben Stuten. 'Na das kann ja was werden', dachte ich mir als ich die Liste von Caleb bekommen hatte. Die erste im Bunde war A Walking Honor, eine Quarter Horse Stute, welche laut Beschreibung sich von allen händeln lässt, stets bemüht und unerschrocken sein soll. Chou, ein Quarter Horse, war die nächste, sie soll sehr Mutig sein und sich immer von ihrer besten Seite zeigen. Die nächste Stute war GRH's Unbroken Magic eine Paint Horse Stute, sie soll ein wahrer Sturkopf sein, dazu noch sehr sensibel, sowohl im Umgang als auch beim Reiten. Striga eine Azteka Stute, welche ein Mix aus American Quarter Horse und PRE ist, war die vierte im Bunde. Sie soll ruhig und aufmerksam sein und wunderschöne Gänge haben. Dann war da noch Easy Going, eine Quarter Horse Stute die ihrem Namen alle Ehre machen sollte. GRH's Aquila T Mistery eine Paint Horse Stute war die sechste, sie soll stur, dominant, schnell gelangweilt und unterfordert sein, das würde noch was geben. Die letzte im Bunde war Honey's Aleshanee eine Paint Horse Stute welche leicht händelbar und sehr intelligent sein sollte.
    Am ersten Tag beobachtete ich Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce bei ihren Trainingseinheiten. Dabei machte ich mir Notizen, auch beschloss ich, dass ich für diese sieben Stuten lieber Unterricht mache als sie selber zu reiten. Ich teilte Honey, Chou, Magic und Striga in eine Gruppe und Easy, Missy und Alesha in die andere.
    Am nächsten Tag fand die erste Trainingseinheit statt, die vier Herren bereiteten ihre Pferde vor und ritten warm. Währenddessen machte ich es mir in der Halle bequem. Dann ging es los, Caleb ritt mit Magic an der Tete, dahinter Bellamy mit Chou, dann Laurence mit A Walking Honor und dann Cayce mit Striga. Im Schritt sollte jeder sein Pferd bestmöglich präsentieren, taktklaren, losgelassenen Schritt zeigen. Wer zu schnell war durfte innen überholen. Im Trab ging es weiter, Chou war in dieser Gruppe die größte, Bellamy überholte einige Male. Im Galopp überholte Cayce auf Striga öfter, denn sie hatte den größten Galoppsprung. Dann war Pause, ich erklärte allen, was mir aufgefallen war und weiter ging es. In der nächsten Runde ging es schon runder, Laurence ritt aktiver nach vorne und achtete mehr darauf, dass Honey nicht so abtaucht. Bellamy achtete mehr darauf, dass Chou mehr auf ihn achtet und ihn nicht ignoriert wenn er durchparieren will. Caleb versuchte noch ruhiger mit der Hand zu sein und Magic schien es besser zu gefallen. Cayce musste mehr darauf achten Striga zurück zu nehmen, damit die Galoppsprünge runder werden. Dann war Ende, die Jungs ritten eine Runde um den Hof damit die Pferde abschwitzen können, währenddessen ging ich schon in den Stall und bereitete Easy Going vor. Bellamy und Caleb kamen schon bald mit ihren Pferden hinterher, sie brachten Chou und Magic weg und holten sich Shanee und Missy. Als wir fertig waren hatten Laurence und Cayce ihre Pferde ebenfalls abgesattelt. Laurence kümmerte sich um andere Pferde während Cayce mit in die Halle ging um Easy warmzureiten. Die zweite Runde fing an: nach kurzer Zeit merkte man, dass Missy gelangweilt war. Caleb beschäftigte sie mit vielen Tempounterschiede, Bellamy und Shanee ritten locker ihre Runden. Cayce musste mit Easy etwas mehr arbeiten, denn Easy war mit 1,65m vom Körperbau her ein typisches Pleasure Pferde und dementsprechend großrahmig. Nach der ersten Runde besprach ich wieder was mir aufgefallen war. Dann ging es weiter, bei Bellamy und Shanee war nichts zu zu bemängeln, er ritt die Verstärkungen und Übergänge vorbildlich. Caleb hatte etwas zu kämpfen mit Missy, denn sie zeigte des öfteren, dass es ihr zu langweilig ist. Sie würde in ihrem Leben nicht mehr der große Pleasure Fan werden. Cayce schaffte es durch meine Tipps Easy mehr gespannt zu halten und von Runde zu Runde fiel es ihm leichter. Als diese Einheit beendet war ging ich mit in den Stall und klärte mit Caleb ab, dass morgen noch eine weitere Einheit stattfinden sollte.
    Am nächsten Tag ritten Caleb, Bellamy, Laurence und Cayce wieder ihre Pferde, es klappte noch besser als am gestrigen Tag. Ein paar Kleinigkeiten fielen mir noch auf und die Jungs setzten sie gleich um. Damit war das Training der sieben Grazien beendet.


    Pleasure LK 2 - LK 1
    Februar 2020, by Veija
    Caleb
    Die nächsten Wochen ging es den Pleasuregerittenen Pferden an den Kragen. Anfangen würden Cayce, Laurence und ich heute morgen mit Easy Going, Chou und Honey's Aleshanee. Die drei Pferde sollten in die LK 1 gebracht werden. Ich teilte Shanee Laurence zu und Easy Cayce. Chou würde ich selbst reiten, da ich sie auf der bevorstehenden Krönung auch selbst vorstellen würde. Ich war mich noch nicht ganz sicher, wie ich das machen sollte. Am sinnvollsten wäre es natürlich von allem etwas zu zeigen, das heißt, aus der ganzen Westernsparte. Ein bisschen Pleasure, ein bisschen Trail, ein bisschen Reining. So konnten die Richter am Besten die Vielfalt des Pferdes beurteilen. Bis zur Krönung waren es jedoch noch ein paar Wochen, so dass ich noch Zeit zum Überlegen hatte.
    "Hier Caleb", sagte Murphy und gab mir Chou in die Hand. Er war so lieb gewesen und hatte mir geholfen sie fertig zu machen und zu satteln. "Kann ich eigentlich mit zur Krönung kommen? Ich war noch nie dabei und würde mal gerne sehen, wie das da abläuft", fragte er mich und ich nickte.
    "Klar, warum nicht."
    Als auch Laurence und Cayce fertig waren gingen wir zusammen zum Platz, wo wir nachgurteten und uns dann in den Sattel setzten. Wir ritten die Pferde kurz warm und dann konnte es losgehen. Viele Übergänge, an gleichmäßigem Tempo arbeiten und und und. Die Pferde wussten genau was zu tun war, weshalb wir auch nicht allzulange brauchten und uns direkt der zweiten Gruppe widmen konnten. Striga, Unbroken Magic und A Walking Honor. Magic würde ich natürlich reiten, sie wa reines meiner Lieblingspferde und würde irgendwann mit Gangster ein wunderschönes, aber vermutlich sehr kompliziertes Fohlen zur Welt bringen, da beide Pferde ziemliche Sturköpfe waren und Magic dazu noch ziemlich sensibel ist.
    So schwierig gestaltete sich dann auch das Training. Bee war wie immer unkompliziert. Wusste, das man von ihr wollte und strengte sich an. Striga war wie immer voll in ihrem Element. Die Stute präsentierte sich wahnsinnig gerne und lief dann noch eleganter und noch raumgreifender.
    Auch wenn Strigas Schritte vielleicht größer waren, Magic und ich waren trotz allem immer schneller. Magic lief hastiger, hatte noch nicht wirklich so viel Ruhe. Sie war noch immer sehr sensibel im Maul und zeigte deutlich, wenn ich die Zügel mal zu viel annahm. Ich würde sie trotzdem in nächster Zeit einmal umsattel und versuchen, was sie zum Zügelkontakt in einer Hunder under Saddle sagte. Ich vermutete, dass sie darüber nicht wirklich erfreut sein würde.
    Natürlich war Magic auch Reining gezogen, wie konnte es anders sein. Bis jetzt war sie jedoch nie weiter darin gefördert worden, was sich ab nächstem Monat jedoch ändern sollte.
    Nach einer guten Stunden intensiven Trainings ritten wir die Pferde ab und brachten sie in den Stall. Um A Shining Chrome und Chocolate Shades, die beide für die LK 3 trainierten, kümmerten sich Laurence und Cayce. Ich derweil schnappte mir schon mal den ersten Kandidaten für die LK 4. Snapper Little Lena. Wer sollte sie auch anderes reiten als ich. Die Stute wuchs mir immer mehr ans Herz, auch wenn sie mir schrecklich leid tat. Es war wirklich Pech gewesen, dass sie ihr Augenlicht verloren hatte... durch eine dumme Krankheit. Lena bedeutete viel Arbeit. Wirklich viel. Und das am Besten nur von einer Person, damit sie sich immer auf die ihr bekannte Stimme verlassen konnte. Ihr Potenzial war hoch, nicht nur in der Pleasure, auch in der Reining. Es bedarf einfach nur sehr viel mehr Arbeit, sie zu trainieren.
    Neben Lena gab es noch vier weitere Pferde in dieser Gruppe zur LK 4. Unbroken Soul of a Devil, Bittersweet Temptation, Kholáya und My sweet littel Secret. Alle Pferde waren schon längere Zeit unter dem Sattel und wussten, was sie zu tun hatten. Es bedurfte natürlich noch einiger Trainingseinheiten, aber der Grundstein war gelegt.

    Die Kür
    Völlig unerwartet startete ich auch mit GRH's Unbroken Magic an der 472. Stutkrönung für alle Stuten. Warum unerwartet? Nun, eigentlich wären Honey's Aleshanee oder California Rose eher an der Reihe, als Magic. Da aber ihr Halbbruder "GRH's Unbroken Soul of a Devil" die letzte Hengstkörung mit Bravour abgeschlossen hatte und Magic ihm eigentlich in nichts nachstand, zog ich die Stute eben vor.
    Da die Stutkrönung auf der Bow River Ranch stattfand, und ich sie so in ihrem Zuhause vorstellen konnte, ersparte ich ihr zudem eine ganze Menge Stress durch die Fahrt oder den Flug, weshalb mir das nur Zugute kam.
    Nach ausgiebigem Aufwärmen im abgetrennten Teil der warmen Halle waren wir auch schon an der Reihe. Ich ritt die Stute in den abgetrennten Teil des Wettbewerbes, hielt sie an X an und grüßte die Richter. Ich stellte Magic zweihändig vor, da ich ein paar Reiningelemente zeigen wollte, sie dort aber noch in der LK 5 lief. Nach den Pflichtaufgaben also, alle drei Gangarten auf beiden Händen zeigen, zwei weitere Bahnfiguren außer ganze Bahn, galoppierte ich Magic auf dem Zirkel an. Ich ritt sie im mäßigen Tempo, schob sie immer mal wieder mit dem Bein auf ihren Zirkel zurück, ließ sie zwischendurch aber immer mal wieder alleine. An X parierte ich sie zum Trab durch und galoppierte sie erneut an. Dieses Mal versuchte ich im großen Zirkel ein wenig mehr Tempo dazuzunehmen, so dass ich sie an X sogar mit einem Fliegenden Galoppwechsel wechseln lassen konnte. Ich hatte das zuvor nur ein paar Mal geübt, aber den Pferden fiel es viel einfacher, aus dem schnellen Tempo zu wechseln, wie aus dem langsamen.
    Nun machte ich mich fertig für einen Sliding Stop. Ich galoppierte Magic auf der Geraden die lange Seite der Bahn hinab und stoppte sie kurz hinter dem Mittelmarker. Es war kein besonders toller, schneller oder überaus guter Stop, denn mir ging es einzig und allein darum, zu zeigen, dass Magic auf einem guten Weg war.
    Ich richtete sie ein paar Schritte rückwärts, machte eine halbe Drehung zu X hin und trabte sie bis auf den Mittelpunkt der Halle, um die Richter zu verabschieden. Somit war unsere Kür vorbei und ich konnte die Stute wieder in die Box bringen, in der schon eine Portion Kraftfutter auf sie wartete.
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    by Mohikanerin
     
  12. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Sie endet am 13. Dezember 2020 um 10:45 Uhr.


    Disqualifiziert wurden Cambria und PFS' Shadows of the Past von @Occulta. Grund: Fehlende Zeichenanzahl und Zählprogramm.
     
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