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[SK 467] Alle Stuten

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Canyon, 27 Jan. 2020.

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Welcher Stute möchtest du deine Stimme geben?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 2 März 2020
  1. Quicksilver

    15,4%
  2. Beastly Domina

    15,4%
  3. Bree

    0 Stimme(n)
    0,0%
  4. Hibana

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Liara

    0 Stimme(n)
    0,0%
  6. Westatlanta

    15,4%
  7. Alphabet Soup

    7,7%
  8. Song of Peace

    15,4%
  9. PV Gräfin

    15,4%
  10. Venetia

    15,4%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    [SK 467] Alle Stuten

    Der Januar neigt sich dem Ende entgegen und doch bleibt das gewünschte, oder manchmal auch unerwünschte, Winterwetter gänzlich aus. Auf dem Gelände der Woodland Ranch steht das eisige Wasser den Pferden auf den Weiden bis zu den Knöcheln und die Paddocks für die Gastpferde sehen nicht besser aus. Diese stehen gleich hinter der Reithalle, auf der Wetterseite des Gestüts. Der Wind bläst euch ins Gesicht und die wackeligen Holzzäune sind von Moos überwuchert.
    Die Woodland Ranch ist von weiten Moorflächen umgeben. Auf den ersten Blick viel Platz für Weideland, der sich jedoch leider nicht bestätigt. Auf dem kleinen Gestüt gibt es keinen Parkplatz. Die nächste Möglichkeit, um eure Autos und die Anhänger abzustellen, ist etwa 500 Meter die Straße weiter. Ihr habt also einen kleinen Weg in dem kalten Nieselregen zurückzulegen.
    Eure Gastgeberin ist die Besitzerin Olivia Wood. Sie züchtet hier alles, was ihr unter die Nase kommt und gut zu verkaufen ist. Vor allem hat sie es auf zweitrangige Warmblüter abgesehen, die sie billig aufkauft und teuer an den kleinen Mann bringt.
    Olivia nimmt einen der Richterplätze ein, niemand weiß, wie sie es vor vielen Jahren in den Zuchtvorstand geschafft hat, aber anscheinend ist sie schwer loszuwerden.
    Den Lautsprecher übernimmt ihr Sohn Jonathan Wood. Er ist, im Gegenteil zu seiner Mutter, ein erstaunlich hagerer Mann und obwohl er erst Mitte 30 ist, besitzt er eine Halbmondglatze. Er ist weder ein begabter Reiter, noch ein guter Redner. Lasst euch also nicht von ihm langweilen!
    Ihren Gästen bietet Olivia zur Mittagszeit für ein paar Geldstücke etwas warme, selbstgekochte Kartoffelsuppe an. Keine Angst, die schmeckt tatsächlich gut! Ihr könnt also ruhig probieren.


    Regeln:
    - Die kurze Einleitung dient euren Kürberichten jediglich zur Inspiration. Es ist euch überlassen, ob und wie ihr sie nutzt
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen).
    - Jeder darf mit bis zu drei Stuten teilnehmen, dabei ist es egal, wem diese gehören.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.! Zur Überprüfung wird die Zeichenanzahl unter den Kürtext geschrieben, zusammen mit dem Prüfsystem.
    - Bitte überweist 5 Joellen pro Stute an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 467
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mindestens einen Tag vorher angekündigt, außer die maximale Teilnehmerzahl ist bereits ausgefüllt.
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben, allerdings unter der Voraussetzung, dass es mindestens 5 Teilnahmen gibt.
    - Hufschmied- und Tierarztberichte sind mit dem richtigen Datum zu versehen.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerbsschleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschauschleife
    2 Punkte je Reiterspielschleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein - Zählung erfolgt ab dem Tag der Anmeldung.

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte + Datum (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Jan. 2020
  2. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

    Evergreen Acres
    Präsentiert
    Tiara Everdeen auf Quicksilver
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    Steckbrief:
    Quicksilver

    [​IMG]

    sire: Unknown
    dam: Unknown

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    Rasse: Mustang
    Stute | 7 Jahre (2012)| 148cm
    Farbe: Black Tobiano| Winterrappschecke
    EE Aa Toto

    [​IMG]

    Ob der Name zu ihrem Aussehen passt? Nein, ganz bestimmt nicht. Silber ist die Stute vielleicht unter ihrem hintersten Backenzahn. Es bleibt wohl für immer ein Rätsel, warum die kleine Stute von ihrer Züchterin so benannt wurde, aber wer weiß, vielleicht wollte dieser eher auf ihren Charakter hinaus, als auf ihr Aussehen.
    Das Wort Quecksilber lässt sich als „Lebendiges Silber“ übersetzen, was vielleicht auch die Überlegung bei der Namensgebung war. Quicksilver ist wirklich wie lebendiges Silber – Aufgeweckt, lebensfreudig und manchmal etwas übermütig, jedoch trotzdem auch sehr elegant und vorallem immer für alle da.
    Silver wurde, Recherchen zu Folge, in Nordamerika auf einer kleinen Ranch geboren, welche Mustangs als Arbeitspferde züchtete. Die Besitzerin lebte ihren Traum einer kleinen Ranch mit den wilden Mustangs und sorgte ausgiebig dafür, dass es allen gut ging. Sie war jedoch schon älter und stürzte schwer vom Pferd, sodass sie wenig später auf dem Weg zum Krankenhaus an ihren Verletzungen erlag. Ihr Neffe und Erbe der Ranch verkaufte alle Pferde nach Europa, weil hier viel Geld für die wilden Pferde aus Amerika bezahlt wurde. Erst landete sie bei einem Züchter, wurde bald darauf verkauft und wieder verkauft, bis sie doch bei uns landete. Die sonst fröhliche Stute hatte bei dieser Irrfahrt sehr gelitten und muss nun erstmal wieder Vertrauen zum Menschen finden.
    Die Stute soll eine tolle und freie Kindheit gehabt haben, was auch ihre gute Erziehung erklärte. Silver ist ein Traumpferd, mit besonderem Charakter, welches nach einer langen Reise endlich ein zu Hause gefunden hat.

    [​IMG]

    Besitzer: Tiara Everdeen
    Zucht: -
    Reitbeteiligung: -
    VKR: Canyon

    Trainingsstand

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    Platzierungen: 4/3/3
    Training: active

    Western LK5 LK4 LK3
    Distanz E A L M
    Reining + Trail

    Klasse E - LK5
    365.Dressurturnier, 3. Platz
    252. Distanzturnier, 2. Platz
    400. Westernturnier, 1. Platz
    435. Westernturnier, 3. Platz
    451. Westernturnier, 1. Platz
    466. Westernturnier, 1. Platz
    467. Westernturnier, 3. Platz
    468. Westernturnier, 2. Platz
    512. Westernturnier, 2. Platz
    519. Westernturnier, 1. Platz

    LK 4
    -

    [​IMG]

    Zuchtinformation
    Zuchtverfügbarkeit: [​IMG]Geschlossen[​IMG]

    Zuchtbedingungen
    -

    HK Schleife
    Gewonnene HK

    Nachkommen: -

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    PNGs
    offizieller HG | PNG | Puzzle PNG

    Trainingsberichte:
    30. Juni 2017 | 4760 Zeichen | Canyon
    Distanz E → A

    »Wisst ihr eigentlich schon, dass Charly für nächsten Monat ein Distanzturnier auf der Tyrifjord Ranch hat ausschreiben lassen?« Bemerkte unbeeindruckt Petyr nebenbei, als wir gemeinschaftlich die Pferde vorbereiteten. Woher wusste er das schon wieder? Seit neuestem war Petyr immer auf dem besten Stand der Dinge, das war ich von ihm gar nicht mehr gewöhnt.
    »Wirklich?« Eyvind machte große Augen.
    »Ja natürlich, du Schlaukopf!« Meinte Petyr besserwisserisch. »Ich erzähle doch keine langweiligen Lügen.«
    »Dürfen wir da auch teilnehmen?« Hakte Eyvind nach.
    »Keine Ahnung! Frag doch einfach Charly, mehr weiß ich auch nicht.«
    Aha, wusste ich es doch. Petyr wusste nie viel, er interessierte sich gar nicht für solche Klatsch und Tratsch.
    »Ihr könnt gerne mit meinen-« Addison stockte, »-mit unseren Mustangs teilnehmen.«
    »Jaja«, knurrte Petyr. »Wollen wir deine Mustangs nun endlich trainieren, oder weiter schwätzen?« Die Gruppe verstummte. Also alle, die etwas gesagt hatten, verstummten. Mio, Vuyo, Jac und ich hatten ja noch gar nichts gesagt. Wir waren brav und bereiteten unsere Pferde auf das Training vor. Als ich gerade mit Silent Bay, dem braunen Mustanghengst, welchen ich heute das erste Mal reiten würde, fertig war, baute sich Addi vor uns auf und berichtete uns von dem heutigen Trainingsplan. »Wir starten in zweier Gruppen wie bei einem richtigen Ritt in Fünf-Minuten-Abständen. Ich würde gerne, dass Mio und Flotte mit Eyvind und Raised zusammen reiten, Petyr und Quisquilloso mit Malte und Silent Bay, sowie Jac mit Quicksilver und Vuyo mit Aquena. Ich würde alleine vorne weg reiten. Die Reihenfolge ist recht egal, passt nur auf, dass Flotte und Raised nicht zum Schluss kommen, die haben viel Energie und sollten nicht so lange warten.« Die Mannschaft nickte und Addison wirkte auf Grund der fehlenden Widersprüche verwirrt. »Ok, gut, dann werde ich mich wohl auf die Socken machen.« Meinte er und kratzte sich verlegen am Kopf. »Wir sehen uns dann später.« Er wendete seine Stute My Canyon von uns ab und ritt als Erster den Waldweg von uns weg. Wir anderen sprachen uns kurz ab und legten eine Reihenfolge fest, bevor kurz darauf Mio und Vuyo ihm folgten.
    »Ich finde es verwirrend, dass Raised mittlerweile als Mustang gezählt wird.« Meinte Petyr neben mir, während er versuchte vom Sattel aus seine Turnschuhe zu binden. Warum er Turnschuhe trug, konnte ich auch nicht erklären.
    »Ich fände es auch anstrengend, jedes Mal „die Mustangs und ein Paint Horse“ zu sagen.« Sagte ich und kraulte Silent den Widerrist. Petyr brummte zustimmend.
    Nachdem Mio und Vuyo aus unserem Blickfeld verschwunden waren, begann ich mit Petyr den Ritt. Ich fand es ganz gut, dass ich endlich mal wieder etwas Zeit für meinen Freund hatte, die tägliche Arbeit verhinderte immer, dass wir etwas zusammen taten.
    Das Distanztraining mit den Mustangs stellte sich für mich als höchst angenehm heraus. Die beiden Hengste liefen ruhig und gelassen nebeneinander her und achteten gut auf den Partner. Oft wussten sie selbst gut einzuschätzen, auf welchem Boden sich welche Gangart besonders gut eignete, gingen jedoch auch gerne Kompromisse ein. Beide hatten einen ausgelassenen Charakter, auch wenn der junge Quisqui oft noch unsicherer und verspielter war und sich zu meist an Silent hielt. Auch hatten sie ein gutes Trabtempo, sodass wir ohne Probleme die erste Kontrolle überstanden. Addisons Paare waren gut gewählt und auch Mio und Eyvind mit den beiden Stuten vor uns, welche wir an einer Pausenstelle antrafen, schienen ausgelassen zu reden und mit den Stuten gut zurecht zu kommen. Bei Mio war dies ja kein Wunder, sie kannte und liebte ihre Flotten von Mutanten abartig und tat alles für das Wohl der besonderen Stute und ihrer Freundin Raised from Hell. Nach etwas mehr als 30 Kilometern in allen drei Gangarten, ritten Petyr und ich über die Brücke zurück auf die Insel. Addison, Mio und Eyvind waren bereits angekommen und gerade dabei, die Pferde abzuspritzen und die Pulswerte zu nehmen, welche bei allen drei gut ausgefallen waren. Auch Quiquilloso und Silent Bay waren erstaunlich ruhig und gelassen und so verwunderte es mich nicht, dass ihre Werte mehr als nur im Grünen Bereich lagen. Ich zog gerade den Sattel von Silents Rücken, als Vuyo und Jac zurückkehrten. Quicksilver und Aquena schnaubten zufrieden ab und auch wenn die beiden Männer nicht so aussahen, als hätten sie unterwegs viel miteinander geredet, schienen sie die Pferde gut durchs Trainings gebracht zu haben und sogar einen Ticken schneller gewesen zu sein, als Petyr und ich. Gemeinsam verglichen wir noch die Pulswerte, bevor Addi uns nochmal darauf stieß, doch nächsten Monat mit seinen Mustangs am Tyrifjord Turnier teilzunehmen, und unsere Wege sich kurz darauf trennten.

    Quicksilver Reining LK 5 - LK 4
    Februrar 2020, by Veija

    Bellamy
    Es war eine ganze Weile her, seit ich das letzte Mal ein fremdes Pferd trainiert hatte. Seitdem Octavia nicht mehr da war und ich den ganzen Papierkram alleine erledigen musste, kam ich reiterlich zu nichts mehr. Ich saß gerade im Flugzeug nach Deutschland, genauer gesagt nach Bonn zu Tiara Everdeen und Quicksilver. Zuhause hatte ich alles stehen und liegen gelassen und die Arbeit musste dann wohl warten, bis ich wieder zurückkommen würde. Caleb hatte ich Anweisungen zur Futterbestellung gegeben und ansonsten sollten sie alles, was sie dringend brauchten, aus Albuquerque besorgen. Ein wenig vermisste ich Calgary und die alte Ranch dort, doch ihre Überreste waren verkauft und dort würde eine kleine, neue Ranch für Mustangs und Polo Pferde entstehen. Von den neuen Eigentümern hatten wir auch eine Einladung zum Besuch bekommen, doch keiner von uns hatte es bis jetzt geschafft, dort vorbei zu schauen, geschweige denn den Hörer in die Hand genommen und angerufen. Zu tief saß unser Schmerz an das Vergangene, als dass wir schon wieder so positiv mit dem Gedanken umgehen konnten. Es kam uns allen vor wie ein Schritt zurück in die Vergangenheit, und nicht in die Zukunft.
    Endlich kam ich in Deutschland an. Es folgte eine kurze Autofahrt bis zur Ranch, ehe ich dann doch endlich da war- mit einem riesen Jetlag. Ich stellte mich Tiara kurz vor, ehe sie mir mein Zimmer für die nächsten Tage zeigte und mir dann sagte, dass sie mir am nächsten Morgen das Pferd und den Hof zeigen würde. Ich soll mich erst einmal ausschlafen und zur Ruhe kommen.
    Das tat ich dann auch. Am Abend hatte ich mir noch etwas zu essen kommen lassen, ehe ich eingeschlafen war und am nächsten Morgen eher minder fit wieder aufwachte. Tiara hatte mich zum Frühstück eingeladen, was ich natürlich nicht ausgeschlagen hatte und so verbrachten wir einen netten Morgen zusammen, ehe sie mir das Pferd zeigte. "Hey die kenn ich noch!", sagte ich lachend und streichelte der Stute den Hals. "Bei ihrer ehemaligen Besitzerin stand auch Silent Bay. Den haben wir allerdings auch wieder weiter gegeben, ein tolles Pferd. Hat ein gutes neues Zuhause bekommen.", sagte ich und sie nickte. "Quicksilver ist eine aufgeweckte, lebensfreudige Stute die ab und zu sehr übermütig werden kann. An sich hat sie aber wunderschöne Gänge und läuft elegant.", erklärte mir Tiara und ich nickte. Mir wurde noch das Sattelzeug gezeigt und auch wo ich den Round Pen, die Halle und den Platz finden konnte. Einen Rüffel gab es dann direkt auch noch von mir für Tiara, denn weder der Sand auf dem Platz noch der Sand in der Halle war wirklich zum Stoppen geeignet. Wir würden so an den anderen Manövern arbeiten und zum Stoppen üben auf eine benachbarte Anlage fahren.
    Ich schnappte mir die schon geputzte Stute und sattelte sie, ehe ich mit ihr in den Round Pen ging. Es war zwar kalt, aber zum Glück regnete es nicht, so dass wir uns dort ein wenig kennen lernen konnten. Ich band die Zügel am Sattelhorn fest und schickte sie zunächst einmal von mir weg. Ich ließ sie im Schritt auf beiden Seiten gehen, ehe ich sie antraben ließ und schließlich auch kurz galoppieren ließ. Sie hatte von sich aus eher langsamere, elegantere Gangarten, was mir Tiara auch gesagt hatte. Das war optimal, denn ein langsames, gesetzteres Pferd bekam man immer schnell. Ein schnelles Pferd langsam zu bekommen war da eine schwierigere Sache.
    Ich hielt die Stute an, löste die Zügel und schlenderte mit ihr in die Halle, denn auf dem Platz waren andere unterwegs und ich wollte erst einmal meine Ruhe haben. Dort gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel. Ich nahm die Stute an und trieb sie dann vorwärts. Da wir uns schon gut aufgewärmt hatten, trabte ich sie direkt an und ritt viele Biegungen und Tempowechsel, damit sie lockerer wurde. Auch ritt ich viel in Außenstellung, damit sie sich dehnte. Erst dann galoppierte ich sie auf dem Zirkel an. Zunächst hielt ich sie einfach in ihrem Tempo auf einem mittleren Zirkel. Als ich diesen jedoch vergrößerte wurde sie von sich aus schon schneller. Kein Wunder, sie war ja auch schon einige Turniere in der LK 5 gelaufen. Dass sie da schon wusste, wie der Hase lief, war nicht verwunderlich. Ihr Tempo auf dem großen Zirkel war gut, so dass ich sie wieder auf den kleineren zurück nahm. Sofort fiel sie wieder in ihr normales Tempo zurück und galoppierte wirklich schön versammelt. Kurz vor X nahm ich sie in den Trab zurück, stellte sie neu und galoppierte sie wieder auf dem kleinen Zirkel an, dieses Mal jedoch auf der anderen Hand. Nach ein paar Runden vergrößerte ich den Zirkel wieder. Auf dieser Hand musste ich sie mehr treiben, doch sie wurde zügig schneller und auch wieder langsamer, als ich sie an X auf den kleinen Zirkel lenkte. Dieses Pferd zu trainieren würde nicht schwer werden, sie hatte Spaß und hörte mir gut zu.
    Für eine kurze Verschnaufpause hielt ich sie an und schaute auf mein Handy. Keine Nachricht? Hatten die anderen mich schon abgeschrieben? Ich grübelte eine Weile, bis mir einfiel, dass ich Roaming vielleicht anmachen müsste. Bing, bing, bing... ging es und nun poppten alle Nachrichten und verpassten Anrufe auf, die ich verpasst hatte. Ich schaute sie schnell durch und packte dann mein Handy wieder weg. Nichts wichtiges, beziehungsweise nichts, was nicht warten konnte.
    Ich nahm die Zügel von Quicksilver wieder auf und nahm meine Beine vom Bauch weg. Zunächst blieb sie einfach stehen. Auch, als ich vorne etwas mehr zog rührte sie sich nicht. Ich trat ihr dann einmal leicht gegen die Rippen, ehe ich meine Beine sofort wieder weg nahm. Siehe da, sie brauchte nur einen Ansporn, dass ich es ernst gemeint hatte. Als ich meine Beine wieder anlegte und vorne locker ließ, blieb sie stehen. Mit einem Klaps auf den Hals lobte ich sie, ehe ich das Ganze ein paar Mal wiederholte. Erst als sie unverzüglich auf meine Hilfen reagierte, ließ ich sie stehen und nachdenken. Ich testete noch die Spins an, die sie recht ordentlich machte, dann sollte es auch reichen für den ersten Tag.
    In den nächsten beiden Tagen gestaltete ich das Training recht gleich, nur dass ich statt im Round Pen in der Halle anfing und sie vom Sattel aus aufwärmte. Die Tempounterschiede auf den kleinen und großen Zirkeln fielen ihr wirklich leicht, auch die Galoppwechsel mit den kurzen Trabphasen schienen kein Problem zu sein. An den Spins hängten wir uns ein wenig auf, doch wir steigerten das Training langsam, so dass sie genug Zeit hatte zu überlegen, wo welches Bein hingehörte. Die Stops ließen wir komplett raus und an die Roll Backs tasteten wir uns auch nur langsam vor.
    Jeden Tag wurde es ein bisschen besser. Sie konnte mit meinen Hilfen mehr anfangen, und auch beim Rückwärtsrichten gab sie sich Mühe, genau die passenden Bewegungen zu meinen Hilfen zu machen. Am sechsten Tag fuhr ich zusammen mit Tiara auf eine nahe gelegene Anlage mit richtigem Reiningboden, wo wir nun einmal richtig trainieren würden.
    In aller Ruhe wärmte ich die Stute auf und machte sie durch viele verschiedene Übungen schön locker, erst dann fing die richtige Arbeit an. Ich trabte sie mehrmals an, stoppte sie und gab dann entweder die Hilfen zum Roll Back, zum Stehen oder zum Rückwärtsrichten. Sie hatte also keine andere Wahl, als mir gut zuzuhören und mir nicht vorwegzugreifen, was die Pferde schnell taten, sobald sie den Dreh raus hatten. Erst als sie im Trab eine ordentliche Figur machte, galoppierte ich sie an und stoppte sie aus einem langsamen Galopp heraus. Dann steigerte ich das Tempo immer mehr, ehe ich einen Run Down hinlegte und sie aus vollem Tempo heraus stoppte. "Gut gemacht, Mädchen.", sagte ich und klopfte ihren Hals, ehe ich abstieg. "Wir könnten noch weiter machen, aber das reicht für heute. Sie setzt noch nicht so gut unter, das kommt aber mit der Zeit, halt sie nur ja im Training wenn ich wieder weg bin.", sagte ich zu Tiara und drückte ihr die Stute in die Hand. "Reit sie noch ein wenig trocken, will mal sehen wie ihr zwei euch macht.", erklärte ich und stellte die Bügel ein wenig kürzer. Sie beide stellten sich auch gut an. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Besitzer des Hofes konnten wir Quicksilver für die nächsten Tage hier stehen lassen, so dass wir sie nicht immer verladen und hier her fahren mussten.
    In den nächsten Tagen arbeiteten wir nicht mehr nur an den einzelnen Manövern, denn die kannte sie ja schon, sondern an Manöverabfolgen. Auf dem großen Zirkel galoppieren, Galoppwechsel, kleiner Zirkel, großer Zirkel, Run Down, Stop, stehen bleiben. So in etwa, nur in immer anderen Ausführungen, vergnügten wir uns in der großen Halle. Zum Schluss meines Besuches hatte ich mir vorgenommen, eine ganze Pattern mit der Stute zu reiten. Dazu ritt ich im Schritt in die Halle und hielt an X an. Dort gab ich ihr die Hilfen zum Spin nach rechts. Eins, zwei, drei, vier, stopp. Wir warteten kurz, ehe ich ihr die Hilfen zum Spin nach links gab. Eins, zwei, drei vier, stopp. Wieder warteten wir kurz, ehe ich sie nach links stellte und auf einem großen Zirkel angaloppierte. Von diesen großen schnellen Zirkeln ritten wir zwei, ehe ich sie an X versammelte und wir den dritten Zirkel langsam galoppierten. Als wir erneut an X ankamen, pariete ich sie zum Trab zurück, ich stellte sie neu und galoppierte sie wieder auf einem großen Zirkel an. Genau wie auf der linken Hand ritten wir zwei große, schnelle, ehe wir einen Langsamen ritten und an X wieder einen einfachen Galoppwechsel machten, der dieses Mal ein bisschen holpriger aussah. Doch das war nicht schlimm, in der LK 4 durften solche Sachen noch passieren. Wir fingen einen Zirkel auf der linken Hand an, schlossen ihn jedoch nicht sondern ritten an der Bande vorbei, wurden immer schneller und hinter dem Mittelmarker gab ich die Hilfen zum Sliding Stop, gefolgt von einem Roll Back nach links. Anschließend galoppierten wir wieder zurück und stoppten auch auf der anderen Seite, gleich hinter dem Mittelmarker. Dieses Mal gab ich die Hilfen zu einem Roll Back nach rechts, ehe wir wieder zurück galoppierten und zu einem letzten Sliding Stop ansetzten. Auch dieser klappte, doch fertig waren wir noch nicht ganz. Gleich nach dem Stop nahm ich die Stute an, nahm meine Beine vom Bauch weg und sie ging rückwärts zurück bis zur Pylone, die den Mittelmarker darstellte. Dann waren wir fertig. Ich lobte die Stute und klopfte ihren verschwitzten Hals. Auch Tiara schien zufrieden. "LK 4 tauglich ist das allemal, wenn nicht schon mehr. Nur für die LK 3 muss sie richtige Galoppwechsel können.", erklärte ich Tiara und übergab ihr ihre Stute wieder zum Abreiten. "Meine Arbeit ist getan, ich mach mich dann wohl wieder auf den Heimweg.", sagte ich zu ihr, nahm mein Geld entgegen und fuhr auf ihre Ranch zurück, um meine Sachen zu packen und zum Flughafen zu waren. Erst dort checkte ich all meine verpassten Anrufe und SMS. Viel Zeit hatte ich dazu allerdings nicht, da mein Flug aufgerufen wurde. Auf ging es wieder nach Hause!

    Hufschmiedbericht - Dezember 2019
    Hufschmied Bericht für Quisquilloso und Quicksilver

    Ein weiterer neuer Kunde war da und hatte sich für heute einen Termin ihrer Pferde gesichert. Tiara Everdeen hieß sie, ihr Gestüt lag in Deutschland am Niederrhein, das Gestüt namens Evergreen Ares. Ich bin schon früh morgens losgefahren und am Vormittag würde ich ankommen. Ich wurde von Tiara begrüßt. Sie hatte schon den Mustanghengst Quisquilloso an der Hand. “ Hallo, wollen wir mit ihm anfangen?!” fragte ich. Tiara nickte. Ich sah mir den Bewegungsablauf des Hengstes an. Seine Hufe waren wirklich schon lang. Ich baute alles auf, schmiss den Ofen an und fing an dem Hengst seine alten Eisen abzunehmen. Illo, wie ich ihn nannte, benahm sich vornehm und das als Hengst. Ich redete mit dem Hengsten, dieser spitzte neugierig die Ohren. “ Gut erzogen!” sagte ich zufrieden zu Tiara. “ Ach der kann auch anders!” meinte diese grinsend. Als die Eisen unten waren, fing ich an mit der Zange das überschüssige Horn wegzuzwacken. Dann feilte ich die Hufe rund, schmiss die Eisen in den heißen Ofen, und als diese heiß waren, legte ich jedes eisen einzeln auf den entsprechende Huf. Es qualmte, auch da blieb Illo brav stehen. Der Mustanghengst war echt artig. So brav, dass meine Arbeit schnell voran ging. Dann, als die Eisen wieder kalt waren, nagelte ich sie an die Hufe des Hengstes fest. Dann trug ich noch Huffett auf. Illo war so brav, dass er von mir ein Leckerle bekam. Ich machte kurz eine Essenspause und dann holte Tiara die nächste Kandidatin. Sie hieß Quicksilver und wurde von allen Silver genannt. Die Stute zappelte recht viel hin und her, sie war wohl genau das Gegenteil von Illo. Das kann ja was werden, dachte ich mir. Silver war wohl keine geduldige Stute. “Halt doch mal still!” ermahnte ich die Stute abermals, ich bemühte mich nicht genervt zu klingen. Nach 10 Minuten hatte ich die alten Eisen ab. Dann versuchte ich anzufangen die hufe zu kürzen. Bei Silver war das eine schweißtreibende Angelegenheit. Auch nach 20 Minuten hatte ich es endlich geschafft. “ So nur noch deine Eisen, mein kleines Zappelinchen!” lachte ich, und strich der Stute über ihren Hals. Nun holte ich die Eisen und brannte sie auf den Huf, zumindestens versuchte ich es. Es war ein Kraftakt das zu machen. Die Stute kannte keine Geduld. Lieb war sie ja. Nach geschlagenen 45 Minuten war die Stute nun auch fertig. “ Na war doch gar nicht so schlimm!” meinte ich lachend. Tiara brachte die fertige Stute zurück, während ich meinen Dreck sauber machte. Dann kam Tiara und verabschiedete sich von mir. Ich fuhr gegen 18 Uhr los in Richtung Heimat.

    Tierartbericht - Januar 2020
    Quicksilver | Grundimmunisierung
    Der nächste Auftrag führte mich diesmal nach Deutschland. Dort war ich tatsächlich sehr lange nicht mehr gewesen. Meine Auftraggeber waren die Familie Evergreen, genauer, Tiara Evergreen. Sie beauftragte mich bei ihrem Mustang „Quicksilver“ eine Grundimmunisierung durchzuführen. Somit buchte ich einen Flug nach Deutschland im Niederrhein. Zudem schaute ich das ich frühzeitig die anmeldepflichtigen Medikamente, Objekte und Gegenstände, die ich für die Behandlung benötigte, auch angemeldet hatte. Das letzte Mal als ich nach Deutschland flog hatte ich nämlich damit einige bürokratische Komplikationen.

    Glücklicherweise war die Anreise sehr angenehm und Probleme mit den Injektionen und deren Substanzen hatte ich glücklicherweise auch nicht. Ich informierte Tiara über meine Ankunft und wir vereinbarten für zwei Tage später einen Termin. Die freien Tage versuchte ich mit der Zeitumstellung positiv umzugehen und traf einige Freunde, die ich von früher kannte, bevor ich nach Kanada zog.

    Ich genoss die einigen freien Tage, war aber auch froh am dritten Tage wieder arbeiten zu können. Der Termin war für acht Uhr gelegt. Somit fuhr ich schon relativ früh los. Zuvor war ich aber schon früh wach, um meine Sachen zu packen, denn direkt nach der kurzen Behandlung ging es für mich wieder zurück nach Kanada.

    Evergreen Acres war nicht weit weg und die Anreise auf das Gelände war sehr entspannt. Tiara Evergreen erwartete mich schon und begrüßte mich sehr freundlich. „Ich hoffe sie haben eine gute Anreise gehabt“ sagte sie. Ich antwortete mit einem freundlichem ja, schüttelte ihre Hand und bot ihr sofort das Du an. „Ich mag das mit dem Sie nicht so gern“ lachte ich. Sie lachte zurück und lud mich zunächst auf eine Tasse Kaffee ein. Wir tauschten uns ein wenig über uns selbst aus. Dann führte Tiara mich zu Quicksilver. Das Tier war sieben Jahre alt und ein Black Tobiano. Zunächst begrüßte ich in den Schecken, der sich aufmerksam in meine Richtung drehte. Ich streichelte der Stute über die Nüstern und machte mich mit ihm bekannt. Viel Aufmerksamkeit schenkte er mir dann aber nicht mehr. Ich lachte und kontrollierte vor der Immunisierung dennoch die Vitalzeichen. Dort war aber alles im grünen Bereich und ich hatte freie Bahn zum Immunisieren. Tiara sprach der Stute beruhigend zu, was aber im Endeffekt nicht nötig war. Denn Quicksilver war selbst während den Immunisierungen sehr gelassen. Er freute sich sehr über die Aufmerksamkeit, die Streicheleinheiten und vor allem über die Leckerlies nach der Behandlung. Ich desinfizierte den Einstich nach und verabschiedete mich dann von dem Schecken. Mit Tiara unterhielt ich mich noch gut eine Stunde bei einer zweiten Tasse Kaffee tritt dann die Heimreise.
    2299 Zeichen | ohne Leerzeichen | by Cooper

    Die Kür:
    Tiara Everdeen | Es nieselte und der Wind peitschte einem ins Gesicht. Wie hatte sich der Vorstand auf so einem schlechten Hof zum Vorstellen der Pferde einigen können. Doch die Frage, die mir mehr Sorgen bereitete war: Wie konnte die Veranstalterin im Vorstand sein?! Quick's weiße Teile der Scheckung würde nach unserer Vorstellung nicht mehr weiß sondern braun sein, soviel stand fest. Ich legte ihr noch die babyblauen Bellboots an und strich ihr über den Hals kurz bevor ich aufstieg und die knapp 500 Meter zum Veranstaltungsort zum Warmreiten ritt. Quick war nicht aufgeregt. Ich ebenso wenig. Wir hatten schon viele Turniere hinter uns gebracht mit deutlich besseren Vorraussetzungen, egal wie klein der Hof war.
    Ich ließ sie locker antraben und machte sowohl sie als auch mich mit lockeren Aufwärmübungen warm bis nach 15 min der Lautsprecher knackte. "Tiana Everdeen auf ihrer Stute Quicksilver!" Tiara, dachte ich nur und rollte mit den Augen. Ich ritt Quicksilver auf den eher matschigen Reitplatz und grüßte zunächst die Richter. Ich atmete tief aus und ritt im Schritt auf die Brücke. Quick war routiniert wie immer, Dann gab ich ihr die Hilfe für den Jog und trabte eine kurze Strecke. Dann kam die Box in der ich eine Hinterhandwendung forderte und dann die Stangenbox wieder verließ. Zwischen F und A zeigten wir einen Sidepass nach rechts und trabten dann im Jog los bis wir bei K einen Walk In und Back out zeigten. Quick ließ sich gut rückwärtsrichten und es war eine flüssige Bewegung. Es folgte ein Lope Over über ein Stangen Viereck und trabte dann bei X dort erneut rüber. Dann öffneten wir noch ein Tor. Die leichteste unserer Aufgaben, denn Quick kannte die Prozedur aus unserem Alttag. Ich zeigte nochmal alle ihre Gangarten. Den Galopp auf beiden Händen im Zirkel, den Trab wechselte ich aus dem Zirkel heraus auf die Ganze Bahn und ritt sie dann noch im Schritt auf beiden Händen ehe ich sie rausritt, Mittags gönnten wir uns dann noch die Kartoffelsuppe ehe wir auf die Ergebnisse warteten und uns die weiteren Teilnehmer anschauten.
    2072 Zeichen, geprüft auf Charcount.com, by Sosox3

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28 Feb. 2020
  3. Elsaria

    Elsaria Guest

    Deer Forrest EC präsendirt
    Joicy McCan auf Beastly Domina

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    Pferdedaten:
    Punktesystem
    Beastly Domina /HMJ7531
    Spitzname: Mina
    Rasse: Österreichisches Warmblut
    Alter: *2016/3Jahre
    Farbe: Brauner
    Stkm:165cm
    Beschreibung: Zickig , angrifflustig (momentane Situation), Scheu,
    Abstammung:
    aus der: Unbekannt Von: Unbekannt:
    Zuchtdaten:
    Zur zucht zugelassen: Nein
    Zuchtschleife:

    Qualifikationen:
    Dressur:E
    Springen: E
    Gangreiten: -
    Gallopprennen: A
    Distanz: L
    Wester: L
    Schleifen:
    2.Platz im 492 Gallopprennen
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    1.Platz im 415 Distanz
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    3.Platz im 417 Distanz
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    3.Platz im 512 Western
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    3.Platz im 514 Western
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    3. Platz 568 Dressur
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    3.Platz 442 Fahrtunier
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    2.Platz im 304 Syncronspringen:
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    2.platz im 573 Springtunier
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    3. Platz im 418 Military
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    1.Platz im 309 Syncronspringen
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    Stallinformation und Besitzdaten:
    Stall: Nachts box Tagsüber Paddock und weide
    Futtermenge: 24h lang heu zur verfügung, morgens und abends 1 schippe hafer mit müsli
    Besitzer: Elsaria (Juna )
    Ersteller: Canyon
    Tierarzt am 17. Oktober 2019
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    Beastly Domina/ HMJ 7531 | Chippen, Immunisierung, Wundversorgung
    Kurz nachdem ich von einem Auftrag eines Pferdes vom Horse Makeover zurückkam, musste ich die nächste Einheit planen. Ein bisschen gehemmt setzte ich mich dann vor den PC und las mir die Beschreibung des Pferdes erneut durch. Ich ließ meinen Kopf zurückfallen und atmete lief ein und aus. „Das wird ja ein Spaß“. Natürlich möchte ich jedem Tier helfen, nur die Beschreibung hörte sich sehr extrem an und mir war nicht wohl dabei ein solches Pferd die Strapazen von einem Tierarzt aufzudrücken. Andererseits musste das Tier langsam untersucht und behandelt werden, egal wie.

    Ich setzte mich in Kontakt mit der Besitzerin. Ihr Name lautet Juna Preske und der Hof lag in Österreich. Sie hatten noch keinen Hofnamen da dieser relativ neu war. „Ich freue mich sehr auf den Besuch bei ihnen“ sagte ich und legte den Hörer auf. Während des Telefonates hatte ich mir einige Bilder der Umgebung angesehen und war echt gespannt. Den Termin hatten wir auf eine Woche später gelegt.

    Wie bei jedem Auftrag hatte ich alle Anmeldepflichtigen Gegenstände, Utensilien und Medikamente am Flughafen angemeldet. Der Flug war relativ häuprig, was mich im Hotel angekommen sofort ins Bett fallen ließ. Am nächsten Morgen wachte ich tatsächlich mit Klamotten auf und machte mich erstmal auf ins Bad. Das Hotel war zudem herausragend. Nach der Körperpflege hatte ich ein ausgiebiges Frühstück und setzte mich mit Chattahoochee Hill’s in Kontakt, um sicher zu gehen das dort alles in Ordnung war. Dann rief ich Frau Preske an, um mein Kommen anzukünden.

    Ich fuhr mit dem Leihauto auf den noch unbenannten Hof und wurde sehr freundlich in Empfang genommen. Ich erhielt erstmal eine komplette Führung und einige Details über Beastly Domina mit der Nummer HMJ 7531. „Sie ist verdammt angriffslustig. Ich glaube das hatte ich schon in das Onlineformular geschrieben“. Ich lächelte und nickte. „Genau. Es hat sich aber ein wenig gelegt. Ich weiß auch nicht wie das vonstattengehen soll, aber die braune braucht unbedingt langsam die Immunisierungen. Zudem ist sie letztens mit dem Halfter hängen geblieben und trägt nun eine Wunde vom Kopf bis zum Hals mit sich herum“. Die Stimme von Juna hörte sich verständlicherweise sehr besorgt an. „Keine Sorge, ich schau mal nach. Bekommen wir schon irgendwie hin“.

    Tatsächlich hatte Juna nicht übertreiben. Bei jeder Bewegung zuckte die Stute zusammen und legte stark die Ohren an. Auch hier wartete ich bis sie auf mich zukommen würde, dass tat diese aber leider nicht. Ich packte weiter tief in die Trickkiste, aber es halft alles nichts. Nur Juna konnte die Stute anfassen, auch nach zwei Stuten blieb dies so. Selbst Leckeries nahm die Warmblutstute nicht an. „Ich sage das leider ungern, aber ich würde ihr dann gern eine Beruhigungsspritze geben und eine Maske aufsetzen“. Ich erklärte der liebevollen Besitzerin alle Details und die Vorteile der Sichtschutzmaske. „Klar, Hauptsache sie kann behandelt werden“ sagte sie dann zuletzt. Also setzten wir den Plan in die tat um. Nun konnte ich ohne Probleme ihren Körper abtasten, Vitalzeichen kontrollieren und begutachten. „Also. Alles ist im Normbereich. Die Wunde muss nicht genäht werden. Allerdings mache ich sie sauber und gebe der Guten eine Entzündungshemmende Spritze. Zudem gebe ich dir dann Schmerztabletten, die sie für eine Woche jeden Morgen bekommen sollte und eine Entzündungshemmende Salbe, die bitte bis die Tube leer ist, morgens und abends aufgetragen werden sollte“. Juna schrieb sich alles auf und nickte.

    Ich setzte meine Arbeit nach der Wundversorgung dann mit dem Chippen und der Immunisierungen fort. Beastly Domina war schon fast in Narkose, da sie gegen das Beruhigungsmittel zu Anfang stark gegengewirkt hatte. Auch die Sichtschutzmaske half extrem. „Nun, es ist alles Erledigt. Impfpass und Equidenpass ist angefordert und müsste innerhalb vierzehn Tage hier sein. Bitte lass die Stute auch für gute vier bis fünf Tage einfach in Ruhe ihr Ding machen. Du darfst sie gern beruhigen und streicheln, aber nach dieser Prozedur brauch sie ihre Ruhe. Falls Fieber auftauchen sollte oder die Wunde eitert kontaktiere bitte eine örtliche Tierart“. Juna nickte weiterhin und hatte schon die zweite Seite an Notizen vollgeschrieben.
    Bevor ich dann zurück in das Hotel ging entschieden wir uns für ein Abendessen. Auch mit ihr tauschte ich mich über das Horse Makeover aus.
    3665 Z. | Ohne Leerzeichen | by Cooper
    Hufschmied am 20. Oktober 2019
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    Heute nahm ich mir vor Beastly Domina einen Hufschmiedbesuch zu machen. Die letzten Tagen hatten wir das Hufe geben und Stillstehen fleisig geübt und Mina machte das wunderbar. Ich holte meine Stute aus ihrer Box und band sie an. Ich wollte ihr nur die Hufen kürzen und schön feilen und eine kleine maniküre machen. Da ihre Hufen einfach zu lang waren und schon hin und da ausgebrochen war. Ich nahm mir viel zeit dafür. Ich nahm ihren ersten vorderhuf und klemmte es mir zwischen die beine. Ich kratzte die hufen aus und knippste das horn weg. Dann raspelte ich die ränder wieder rund und schaute das innenleben an, da war alles in ordnung. Dann stellte ich diesen ab und ging zu ihrem hinterbein. «So ist es brav mein mädchen+» lobte ich die junge Stute.Auch da klemmte ich mir den huf ein und begann mit dem säubern des hufes. Danach knipste ich das horn weg und raspelte die ränder wieder rund. Auf der anderen seite wiederholte ich das nochmal. Dann fettete ich die hufen noch ein und trabte mit ihr über den Hof. Mina hatte sich artig benommen und gab ihr einen apfel. Ich war stolz auf sie, wenn man bedachte das man ihr vor einigen Tagen gar nicht nähren konnte oder gar durfte. Ich war zufrieden mit ihr. Und war gespannt wie sich die hübsche Stute weiter entwickelt. 1279
    Trainer:
    Flanell D´Egalité Springen E - A
    Beastly Domina Springen E - A
    Unser Hof sollte heute Besuch von zwei neuen Pferden bekommen. Diese würden auch nur zeitweise bei uns bleiben. Bei den beiden handelte es sich um weitere Trainingspferde. Sie wurden von Juna Preske vorbeigebracht. Eines der beiden Pferde stammte aus dem Horse Makeover und war aktuell noch sehr misstrauisch. Aus diesem Grund war auch Junas Mitarbeiter Luna und Tom mitgekommen. Tim, ein weiterer ihrer Mitarbeiter würde die nächsten drei Tage auf den eigenen Hof aufpassen. Luna würde gemeinsam mit Tom die erste Zeit hierbleiben. Juna wollte die ersten drei Tage auf dem Hof verbringen um mir bereits die ersten Griffe zu Beastly Domina zu erklären beziehungsweise zu zeigen. Dies war mir gerade bei misstrauischen Pferden sehr wichtig, dass die Pferde einheitlich gearbeitet wurden. Bei ihrem zweiten Pferd machte ich mir derzeit nicht zu große Sorgen. Sie hatte mir den Hengst als warmherzig und ehrgeizig beschrieben. Beides waren gute Eigenschaften um mit dem Training gut voranzukommen. Ich hatte Juna bereits vor ihrer Ankunft informiert, dass wir aktuell noch in den Umbauten des neuen Hofes waren. Sie war hiermit einverstanden und wollte die Pferde dennoch zu uns in Obhut geben. Ich hatte die Boxen bereits hergerichtet und auch die Heusäcke waren gestopft. „Hallo?“ hörte ich es von draußen hallen und folgte der Stimme. Vor dem Stall erwartete mich bereits ein größeres SUV mit Anhänger. Vor ihm stand eine Dame. Nachdem ich wusste, dass Juna heute die Pferde bringen wollte, war mir fast klar um wen es sich handeln musste. „ Guten Tag. Ich bin Jan“ stellte ich mich kurz vor. „ Hallo, ich bin Juna. Das ist Luna und Tom ist hinten und schaut nach den Pferden“ meinte mein gegenüber. Gemeinsam mit Luna folgte ich Luna hinter den Hänger. Tom war in der Zwischenzeit in den Innenraum des Hängers gestiegen und hatte Flanell D`Egalités Strick gelockert. Juna öffnete die Heckklappe und die Stange hinter dem Hengst. Dieser ging brav rückwärts und Luna brachte ihn ein Stück weg. In der Zwischenzeit half ich Juna beim Ausladen der Stute. Diese hatte schon ein paar Mal versucht die Stange hinter sich wegzudrücken. Nachdem die Stange endlich weg war, rannte sie nach hinten und schlidderte schon fast die Rampe hinab. Juna versuchte sie zu beruhigen, doch sie riss den Kopf mit aufgerissenen Nüstern und Augen nach oben. Gemeinsam liefen wir ein paar Runden mit ihr über den Hof. Die Stute sollte erstmal ein bisschen schauen, bevor wir sie in die Box brachten. Dies sollte dazu dienen, dass sie ruhiger wurde und sich nicht beim nächsten Mal wieder so sehr aufregte. Luna führte in der Zwischenzeit Flanell ein bisschen über die Einfahrt. Alle zusammen brachten wir die Pferde nach knapp zehn Minuten in die Box. Dort durften sie sich erstmal umschauen. Später würden sie sich die Beine nochmal in der Halle vertreten können.

    Wenige Tage später hatte Juna mir bereits beide Pferde vorgeritten und wir hatten damit begonnen einen Trainingsplan zu erstellen. Mit Beastly Domina wollte ich erstmal daran arbeiten, dass sie mich als Trainingspartner akzeptierte. Die Stute hatte sich bereits als sehr dominant bei der Arbeit mit Juna gezeigt. Ich wollte ihr vor dem Reiten Vertrauen in mich schenken, damit sie in Zukunft nicht schlecht auf Männer zu sprechen war. Gemeinsam erarbeiteten wir uns innerhalb der nächsten Wochen ein gutes Konzept, welches mich und Beastly zu einem guten Trainingsteam machen sollte. Mit Flanell konnte ich bereits recht schnell mit dem Training beginnen. Er war mir gegenüber von Anfang an freundlich gesinnt. Ich war ich bereits während Junas Anwesenheit das erste Mal geritten und so konnte sie auch hier beurteilen, wie die Zusammenarbeit ablaufen würde.

    Nachdem Beastly mir immer mehr vertraute, begann ich langsam gemeinsam mit dem Reiten. Dieses reizte ich jedoch nicht zu sehr aus. Die Stute sollte jedes Mal ein positives Ende des Trainings haben. Während ich mit ihr noch ganz am Anfang des Trainings war, konnte ich mir Flanell mittlerweile souverän einen E-Parcours springen. Wir erhöhten langsam den Schwierigkeitsgrad und führten den Hengst immer näher an die A-Höhe. Ebenfalls war es wichtig, dass er besser auf die Sprünge zuzog, damit er auch in einem Zeitspringen eine Chance hatte. Die beiden Komponenten wechselte ich regelmäßig beim Training des Hengstes ab. Ebenso bekam er, wie auch Beastly, freie Tage. An diesen durften sie in Ruhe auf der Weide entspannen. Die beiden sollten nicht komplett gestresst und verspannt immer wieder ins Training gehen, sondern das ganz auch positiv sehen.

    Flanell zog immer besser auf die Sprünge zu und die Wendungen wurden enger und schneller. Natürlich konnte man noch nicht von einem perfekten Niveau sprechen, aber man konnte eine Besserung bemerken. Mit Beastly hatte ich das Training nun auch intensiver aufgenommen. Zum Springen war Juna nochmal zu Besuch gekommen. Sie wollte außerdem die Vorschritte mit ihrer „speziellen“ Stute sehen. Ich hatte sie natürlich während des Trainings mit Videos und Nachrichten auf dem Laufenden gehalten, aber Vorort war es für die Besitzer einfach nochmal etwas anderes.

    Zwischen den einzelnen Einheiten legte ich ebenfalls viel Wert auf Freispringen, denn die beiden Pferde sollten lernen sich nicht nur auf ihren Reiter zu verlassen. Hierbei erhöhten wir die Sprünge immer weiter bis wir hier ein solides A-Niveau erhalten hatten. Mir war wichtig, dass die beiden Pferde diese Höhe ohne Reiter fehlerfrei springen konnten. Flanell hatte sich in der Zwischenzeit ebenfalls unter dem Reiter sehr gut bewährt. Zeitlich kamen wir dem A-Springen sehr nahe und auch zur endgültigen Höhe fehlte nicht mehr viel. Beastly hatte ebenfalls sehr gut aufgeholt. Ihre wilde Art war hier teilweise hilfreich gewesen, denn sie war hin und wieder todesmutig gesprungen. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass die Stute sich dachte „Alles oder nichts!“ Natürlich hatten wir ebenfalls viele Diskussionen führen müssen, welche auch in Bocken, Buckeln und Steigen enden konnten.

    Mittlerweile war einige Zeit vergangen. Juna war wieder zu Besuch auf unserem Hof. Für Flanell stand nun bereits das Abschlusstraining an. Der Hengst war innerhalb der letzten Wochen auf einem soliden A-Niveau angelangt. Gemeinsam mit Luna machte ich den Hengst fertig. Juna hatte vorgeschlagen in der Zwischenzeit den Parcours aufzubauen. Ich hatte dies natürlich dankend angenommen. In aller Ruhe ritt ich den Hengst auf dem Platz warm und sprang ihn entspannt ein paar Sprünge. Schlussendlich gingen wir gemeinsam den Parcours. Juna schien sehr zufrieden mit dem Hengst. Ich ritt ihn ab und unterhielt mich noch kurz mit Juna, welche gemeinsam mit uns zurück zum Stall lief. Luna und Tom brachten den Hengst danach noch auf die Koppel. Juna und ich kümmerten uns in der Zwischenzeit um den Bürokram. Ich erstellte ihr die Bescheinigung über das A-Niveau im Springen. Sie würden den Hengst heute wieder mit zu sich nehmen. Beastly müsste noch ein paar Wochen bei uns bleiben.

    Der Abschlussritt von Flanell war nun auch schon mehrere Wochen her. Beastly war die Zeit bei uns auf dem Hof geblieben. Gemeinsam mit Juna hatte ich beschlossen, dass sie nachdem wir gute Fortschritte gemacht hatten, eine Pause bekam. In der Zwischenzeit waren die beiden Wochen Pause und leichter Longearbeit wieder vorbei. Die Stute stand wieder mitten im Training. Wir hatten weiter an den Sprüngen gearbeitet. Die Stute war im Zeitspringen mittlerweile auf einem soliden A-Niveau. Die Höhe konnte die Stute mittlerweile ebenfalls gut bewältigen. Hin und wieder riss sie noch eine Stange, aber auch dies würde sich bei kontinuierlichem Training bessern. Juna war wieder auf unserem Hof und ich zeigte ihr die Fortschritte mit Beastly. Auch hierüber schien sie sehr glücklich zu sein. Luna und Tom versorgten Beastly ein letztes Mal auf meinem Hof, während ich Juna das Zertifikat erstellte. Abends verabschiedete ich mich von den vieren und sie machten sich auf den Heimweg.

    Kür:
    Ich war nicht gerade begeistert als Joicy mir mitteilte das sie gerne mit Beastly Domina an der Stutkörung auf der Woodland Ranch teilnehmen wollte. Jeder wusste das Olivia Woods nichts von ihrem Handwerk verstand, jeder wunderte wie so eine Person im Vorstand sein konnte und wie man eine Körung auf einem völlig heruntergekommenen Hofes stattfinden ließe. Wieso hatte man mich nicht gefragt? Klar mein Hof lag in Österreich in den Bergen, aber es war ordentlich modern und sehr Pferdegerecht. Wir hätten genügend Parkplätze Weiden, Paddocks alles was so ein veranstaltungsort brauchen würde, aber Woodland doch nicht. " bist du dir sicher? Du weißt das Beastly aus so etwas herauskommt, vielleicht erinnert sich da was an ihrer schlimmen vergangenheit! Außerdem habe ich Angst das Olivia ein auge auf die Stute werfen könnte, und dann alles versuchen würde um an das Pferd zu kommen!" sagte ich besorgt. " Ach komm schon Juna, so ein Quatsch, ja Olivia ist schräg aber das Tunier wäre eine super Testprobe!" überredete mich nun Joicy, so saßen wir morgens im Auto Beastly hinten im Hänger. Je näher wir auf Woodland Ranch kamen desto schlechter wurde das Wetter. Wir parkten 500m weiter entfernt. Es nieselte der Weg war schlammig. Ich packte alles doppelt ein und joicy saß auf Beastly sie verwendete den Weg zum warmreiten. " Wie sieht es hier den aus, also so schlimm hätte ich es echt nicht gedacht, es war eine reine zumutung!" ekelte ich mich und versuchte nicht in ein all zu große Dreckpfütze zu landen. Beastly Domina wirkte auf mich eher angespannt als ruhig. Ob sie auch so angeekelt ist wie ich?. Wir machten vor der Halle noch ein stopp um alles zu wechseln, durch den ritt wurden die weisen bandangen und satteldrecke arg verschmutzt. Klar in dieser Ortschaft wäre das kein Problem den es war immerhin noch säuberer als der ganze Hof zusammen, jedoch wollten wir einen Guten Eindruck vermitteln trotz alledem. Beastly war wieder schön sauber und joicy war bereit. Sie lächelte mir kurz zu ehe sie in einem Ruhigen Arbeitstrab in die Halle einritt. Ich betete das das dach noch da bliebe wo es ursprünglich hingebaut wurde. Ich saß mich an einem freien Platz um die Vorstellung zu verfolgen, vor 3 monaten war das noch gar nicht zu denken. Ich hatte tränen in den augen so stolz war ich auf Beastly Domina die sich in ihr Leben zurück gekämpft hatte. Joicy ritt die Stute nach dem Grüßen in Trab auf der rechten seite an. An der kurzen Seite gallopierte sie die Stute an um die Gangart zu zeigen. Beastly arbeitete konzentriert mit. Durch eine Kehrvolte wechselte Joicy die Seite und zeigte auch da die Gangarten der Stute. Dann machte sie noch eine Traversahle und zu guter letzt zeigte sie eine Passage. Joicy lobte die Stute und ritt wieder zu X um sich von den Richtern zu verabschieden. Ich beobachtete olivia sie scheint beeindruckt zu sein, was mir gar nicht passte. Im schritt verließ Joicy die Halle und wir entschlossen gleich loszufahren ohne die Kartoffelsuppe zu kosten. Geprüft Lettercount: 2998

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    Pferd: Canyon, Bewegung Zubehör: AliciaFarnia Reiterin: Sadasha HG Sadasha​
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26 Feb. 2020
  4. Mohikanerin

    Mohikanerin Grafiker


    Vorgstellt von Mohikanerin / Vriska Isaac mit
    Bree

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    Zuchtname: Bree
    Rufname: -

    Aus der: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    Den: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    ____________________________________

    Geschlecht: Stute
    Rasse: (Französischer) Traber
    Geburtsdatum: 23. Februar 2011
    Farbe: Braunfalbe Tovero
    Abzeichen: Scheckungsbedingt (Kopf und Beine)
    Stockmaß: 173 cm

    Charakter:
    Bree ist eine recht ruhige und ausgeglichene Stute. Beim Putzen und Satteln steht sie still, genießt erst recht das Striegeln sehr, und auch bei Spaziergängen ist sie ziemlich brav. Doch sobald man ein Gewicht auf ihren Rücken setzt, ist sie komplett anders, als wäre da ein Schalter in ihrem Gehirn. Sie wird scheu, extrem ängstlich und erschrickt vor jedem Vogel und jedem Gebüsch. Testen tut sie auch sehr gerne. Sie ist im Springen sehr begabt und liebt das Freispringen, verweigert mit einem Reiter auf dem Rücken allerdings oft oder reißt Stangen. Man braucht viel Zeit, bis man sich so viel Vertrauen von ihr erarbeitet hat, dass man sie auch nur eine Runde gescheit traben kann.
    ____________________________________

    Gencode: EE Aa Dd nT nSpl
    Zuchtzulassung: Nein
    Gesamtnote: -
    Nachkommen: -

    [Schleife]
    Prüfung
    ____________________________________

    Dressur: E / A
    Springen: E / L
    Military: -
    Fahren: E / S
    Rennen: E / M
    Gangreiten: E / M
    Western: -
    Distanz: -

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    438. Dressurturnier (18.08.2017)
    518. Dressurturnier (17.09.2018)

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    511. Dressurturnier (13.08.2018)

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    258. Distanzturnier (17.08.2016)

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    307. Distanzturnier (21.08.2017)

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    134. Gangturnier (20.08.2017)
    170. Gangturnier (21.02.2018)
    177. Gangturnier (22.04.2018)
    185. Gangturnier (06.06.2018)
    207. Gangturnier (27.12.2018)
    211. Gangturnier (30.06.2019)
    214. Gangturnier (25.08.2019)
    215. Gangturnier (03.09.2019)
    217. Gangturnier (18.09.2019)
    221. Gangturnier (17.11.2019)

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    169. Gangturnier (17.02.2018)
    179. Gangturnier (08.05.2018)
    186. Gangturnier (12.06.2018)
    190. Gangturnier (13.08.2018)
    191. Gangturnier (18.08.2018)
    197. Gangturnier (07.10.2018)
    198. Gangturnier (14.10.2018)
    222. Gangturnier (26.11.2019)

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    176. Gangturnier (18.04.2018)
    178. Gangturnier (01.05.2018)
    199. Gangturnier (21.10.2018)
    201. Gangturnier (04.11.2018)
    202. Gangturnier (12.11.2018)
    203. Gangturnier (16.11.2018)


    Gänge: 5

    ____________________________________

    Besitzer: Mohikanerin, Bruce
    Zucht: Unbekannt, Deutschland
    VKR: Verfallen
    Ersteller: Sweetvelvetrose
    Punkte: 29/31
    ____________________________________

    PNG | PSD | Details


    Für die Körung habe ich extra einen Sleazy gekauft, damit Bree komplett sauber und Trocken bleibt. Am Körper trägt sie eine Abschwitzdecke sowie eine Regendecke. An den Beinen habe ich extra Bandagen gewickelt. Nun muss das alles wieder ab, weil wir in einer halben Stunde an der Reihe sind. Wir können die Pferde in der Stallgasse fertig machen, in der ich die Stute zum Warm werden hin und her führe.
    „Jetzt folgt Bree vorgestellt von Vriska Isaac aus dem Besitz von Earle GmbH & Co.KG. Und nun viel Erfolg“, ertönt es gelangweilt aus dem Lautsprecher. Im Schritt führe ich die Stute in die Halle, bis auf nasse Hufe, ist Bree komplett sauber und trocken. Die Vorarbeit hat sich gelohnt. Bei X begrüße ich die Richter und trabe aus dem Stand an. Zunächst zeigen wir im Trab eine ganze Bahn und dann gehen wir auf den Zirkel. Entspannt trabt Stute vor sich hin. Es war ein langer Weg einen ordentlichen Trab zu bekommen. Sie war bereits auf der Rennbahn und war dementsprechend eher auf Tempo trainiert. Nach dem Zirkel zeige ich den Schritt und laufe mit ihr durch die ganze Bahn. Auf der linken Hand nun traben wir wieder an und machen eine einfache Schlagenlinie. Zufrieden schnaubt Bree ab und ich lobe sie mit der Stimme. Auf dem Zirkel zeige ich wieder den Schritt. In der Mitte der langen Bahn halten wir und ich gebe der Stute mehr von Rope. Schließlich müssen wir auch Galoppieren und das halte ich leider nicht durch. Am Gebiss habe ich eine Longierbrille befestigt, um einen gleichmäßigen Druck zu haben. Ich stelle mich auf X und im ruhigen Galopp dreht sie zwei Zirkel auf der linken Hand. Nach dem Handwechsel noch einmal auf der rechten Hand. Wir laufen noch eine halbe Runde Schritt und bei X verabschieden wir uns von den Richtern.
    Nach der Prüfung erfolgt nun noch die Exterieur Bewertung sowie wird die Ausrüstung kontrolliert. Bree ist komplett in Ordnung und Bruce wartet schon mit der Abschwitz- und Regendecke auf uns.
    1943 Zeichen / gezählt mit Tool in Google Docs / (c) Mohikanerin

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    Bracelet und Veija gefällt das.
  5. Elsaria

    Elsaria Guest

    Deer Forrest EC präsentiert Hibana
    geritten von Joicy MCCan

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    Steckbrief:
    Stute
    Hibana | Oldenburger | 03. April 2015
    Stockmaß: 1.75cm
    Gewicht: 465.00kg
    Fellfarbe: Chestnut
    • ♦ •
    • Abstammung •
    Von
    Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt
    Aus der Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der unbekannt
    • ♦ •
    • Charakter •
    lernwillig | aktiv | intelligent | treu
    Hibana ist eine äußerst intelligente Stute die in einem deutschen Sport- und Zuchtbetrieb gezogen wurde.
    Die großrahmige Stute ist lernwillig und gibt sich sowohl unter dem Sattel, als auch bei der Arbeit vom Boden aus die größte Mühe.
    Typisch für Oldenburger ist Hibana sehr menschenbezogen.
    Für ihre Besitzerin Erin White ist Hibana ein Verlasspferd im Gelände,aber auch ein treuer Partner im Sport.
    Für die Zucht ist Hibana derzeit nicht vorgesehen.
    • ♦ •
    • Qualifizierungen & Erfolge •
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x
    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential
    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****
    Dressur E A L S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP
    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****
    Western E A M L
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3
    Reining: LK5 LK4
    Trail: LK5 LK4
    Offiziell
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    Inoffiziell
    -
    Zuchtverband
    -
    GHP - Prüfungen + Reiterspiele
    -
    Abstammung: 0
    Schleifen: 17
    HS: 0
    TA: 0
    Trainer: 0
    Zubehör: 0
    Gesamt: 17

    • ♦ •
    Zuchtinformationen
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht:
    von Landsberg
    Züchter/Herkunft: Muemmi
    Nachkommen
    0/5
    Besitzer: Elsaria (Juna)
    VKR/Ersteller: Muemmi
    • ♦ •
    • Gesundheitszustand •
    Letzter Tierarztbesuch: -

    Chronische Krankheit/en: -
    Erbkrankheit/en: -
    Letzter Hufschmiedbesuch: -
    Hufkrankheit/en: keine
    Sonstige Unterlagen
    PNG
    Puzzle-PNG
    Hufschmied: 17.02.20
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    Hufschmiedbericht für Hibana und Flanell D ´Egalité am 17.2.20
    Heute wollte ich 2 meiner eigenen Pferden neu beschlagen und die hufen für die bevorstehenden Körung schön machen. Darum nahm ich mir extra die Zeit dafür. Ich hatte meine Hofeigene schmiede angeworfen und legten 8 paar Hufeisen ins Feuer. Dann holte ich meine Fuchsstute Hibana aus ihrer Box. Ich band sie an der pferdehaken an und begann ihre alten Eisen abzuziehen. Dann knippste ich das Horn weg, raspelte die ränder wieder rund und machte das auf allen 4 Beinen. Danach nagelte ich die Eisen drauf und fettete sie noch ein. Dann brachte ich sie wieder in die Box. Hibana war sehr brav. Hin und da knubbelte sie mit der oberliebe an meiner Jacke rum aber dies störte ja nicht weiter. Nun holte ich meinen Hengst Flanell D´Egalité, auch dießer sollte bald zu einer Hengstkörung angemeldet werden. Und zu diesem Anlass bekam auch er seine Hufen wieder schön gemacht. Ich zog ihm die alten abgenutzten Eisen ab und kürzte seine Hufen. Danach raspelte ich diese wieder rund und nagelte seine neuen Eisen rauf. Nach dem einfetten lobte ich den Österreichisches Warmbluthengst und brachte ihn in seine Box. dann machte ich meinen arbeitsplatz sauber, und wartete bis der ofen wieder kalt war und ging dann an mein Tagesprogramm über.

    Körung:
    Ich war wieder mal unterwegs zu diesem grauenhaften Veranstaltungsort. Hibana hatte sich in letzter zeit echt gut gemacht und ich wollte sie unbedingt vorstellen lassen. Joicy hatte die idee Hibana nun in einem grün auszustatten so das das moder kaum zu sehen wäre... Wie schon bei Beastly mussten wir 500m weiter weg parken. Joicy stieg am hänger auf und ritt den weg zur Halle zum aufwärmen. Hibana schien sich nicht wohl zu fühlen. Sie kannte dieses düstere nicht. Ich saß am rand der halle und schaute nun joicy zu. Joicy ritt die Fuchsstute in einem Trab in die Halle ein bei X blieb sie stehen und grüßte die Richter. Dann ritt sie im Gallopp an und zeigte diese auf beiden händen. Hibana arbeitete gut mit, auch wenn man ihr anmerkte das sie nervös und angespannt war wenn man sie gut kannte. Mit einer Traversahle nach links änderten wir die gangart zu trab und die Seite. Dann machten wir noch eine Piaffe und ritten in einer ecke eine volte. Im schritt zeigten wir noch ihre gemütliche Seite. Joicy hatte Hibana wirklich gut vorbereitet. Die Fuchsstute machte eine super Figur. Nun ritt sie wieder zu X und verabschiedete sich von den Richtern. Wir traffen uns vor der Halle um den Rücktritt anzutretten wiedermal ohne die Kartoffelsuppe! (1250 lettercount)

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  6. Maleen

    Maleen Princess <3

    Meine Teilnahme mit
    Liara

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    Rufname:
    Liara

    Dam: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt


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    Geburtstag:
    18.März 2013
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Connemara
    Farbe:
    Fuchs
    Abzeichen:
    1x weiß, Stern & Schnippe
    Stockmaß:
    144 cm


    Charakter:
    Liara ist eine echte Traumstute. Sie hat viel Energie und steht nicht sehr gerne still, dafür ist sie aber immer super eifrig bei der Arbeit und hat Spaß an jeglicher Art der Beschäftigung. Dabei lernt sie sehr schnell, wodurch sie leider auch schnell Blödsinn lernt. Neuen Dingen gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen und geht neugierig auf jeden zu.
    Kennt sie jemanden nicht, testet sie in typischer Ponymanier gerne ihre Grenzen aus, hat man sich aber ihr Vertrauen erarbeitet, geht sie für einen durchs Feuer und lässt fast alles mit sich machen.
    In der Herde ist sie eher rangniedrig, lässt sich aber trotzdem nicht unterbuttern.

    Liara ist eine sehr lernwillige und eifrige Stute. Mit ihren 4 Jahren steckt sie mitten in ihrer Grundausbildung. An der Longe läuft sie bereits recht sicher in allen Gangarten und sie kennt bereits den Sattel und das Reitergewicht auf ihrem Rücken. Richtig geritten ist sie allerdings bisher noch nicht.
    Für ein Pony hat sie herausragende Gänge und wird sich daher besonders für die Dressur eignen. Aber auch am Freispringen hat sie sehr viel Spaß und ist mit viel Eifer und Talent bei der Sache.
    Ziel ist es, sie zu einem sehr vielseitigen Sportpony auszubilden und später auch in die Zucht zu nehmen.


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    Genetik:
    ee Aa/AA/aa
    Zuchterlaubnis:

    //
    Fohlen:
    //


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    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen


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    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: M/S
    Springreiten: M/M
    Geländespringen: A/A
    Fahren: E/M

    Rennen(Galopp): -
    Distanzreiten: A/L
    Western: A/A
    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung

    Turnierschleifen:
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    428.Dressurturnier 429.Springturnier 376.Distanzturnier
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    482.Westernturnier 1.Auslosung 482.Westernturnier 2.Auslosung 534.Springturnier
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    538.Springturnier 393.Militaryturnier 500.Westernturnier 1.Auslosung

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    500. Westernturnier 2. Auslosung

    Stecki © Maleen 2013

    Durchchecken - 23. Februar 2020
    Müde bewegte ich mich vom Bett des Hotelzimmers zum Bad. Es war keine ganz so lange Reise gewesen von Deutschland nach Italien und dennoch war ich geschafft. Gestern hatte ich mir noch die Körungen angeschaut und heute stand ich hier und sollte eines für die nächste Körung durchchecken. Jamie Lewis. Ich hatte ihren Namen schon hier und da mal gehört oder von ihr gelesen. Von ihrem prächtigen Gestüt in der Provinz Livorno in Italien und dennoch hatte ich nie geglaubt mal bei ihr Aufschlagen zu dürfen um eines ihrer Pferde zu begutachten. Dabei ging es um eine Stute namens Liara. Sie sollte einmal durchgecheckt werden um sicherzugehen, dass auch alles für die bevorstehende Körung glatt lief. Ich putzte mir also rasch die Zähne und machte mich fertig, zog mich an und lief mit meinem gewohnten Köfferchen zum Frühstück hinunter in der Lobby. Ich wollte nach dem Essen gleich aufbrechen, damit ich auch pünktlich bei Jamie ankam. Ich wollte meine Kunden ungern warten lassen, außer es kam natürlich ein Notfall dazwischen.
    Das Taxi hielt auf dem Hof an und erstaunt sah ich mich um. Wenn man dabei bedachte, dass mein Gestüt erst noch in der Anfangsphase stand und ich noch alle Hände voll zu tun hatte, war das doch schon ein großer Lichtblick für mich. Hier schien alles perfekt und alles zu sitzen. Es sah gepflegt aus, wirkte edel und die Pferde die man auf den angrenzenden Weiden sah spiegelten das Alles wieder. Das Fell glänzte und sie waren gut im Futter - nein sie waren nicht fett, aber eben auch nicht abgemagert. Das wollte ich damit sagen. Sie bekamen ihr Training das sie brauchten, sah man es den Muskeln die sie besaßen. Nein, da war sicherlich kaum ein Gramm Fett zu viel und wenn, mir war es lieber wenn die Pferde minimal zu viel auf den Rippen hatten als zu wenig. Ein Pferd aufzufüttern konnte genauso schwierig sein wie es auf die Diät zu setzen. ,,Ach Hey!'', riss mich meine Auftragsgeberin aus meinen Gedanken und ich wandte den Blick von den grasenden Pferden. ,,Hallo, Jamie, richtig?'', hakte ich schmunzelnd nach und sie nickte, reichte mir ihre Hand. Ihr Händedruck war warm und aussagekräftig. ,,Freut mich. Ich hoffe Sie hatten eine gute Reise?'' - ,,Aber selbstverständlich. Italien ist ja nicht so weit weg von mir. Da hatte ich schon weitaus schlimmeres.'', lächelte ich ihr entgegen. Sie führte mich zu dem Stalltrakt, davor wartete schon ein Fuchs. ,,Das ist sie. Liara.'', stellte mir Jamie die Stute vor und ich musterte sie genaustens. Wie ich schon sagte, die Pferde spiegelten das Anwesen genauso wieder. ,,Na du Hübsche.'', schmunzelte ich und hielt der Stute meine Hand an die Nüstern, damit sie mich erst einmal abschnuppern konnte. Die Connemara-Stute nahm dieses Angebot mit gespitzten Ohren an und beschnupperte meine Hand, ihr Blick zeigte ihre Neugier. ,,Ich werde dich heute mal ein bisschen begutachten.'', erklärte ich ihr und Jamie streichelte gerade über die Kruppe als ich mich von Liara abwandte um meinen Koffer abzustellen und mir das Stethoskop herauszuholen. Noch käme es nicht zum Einsatz, also hängte ich es mir um den Hals. ,,Wie ist sie sonst so drauf? Also war in letzter Zeit etwas auffälliges?'' - ,,Nein, alles bestens. Sie ist eigentlich wie immer. Neugierig und eifrig, aber die Ruhe ist wohl nicht ihre Stärke.'', erklärte mir Jamie und ich nickte. Ich streichelte der Stute über den Hals bevor ich dann auch schon anfing und ihren Rumpf abtastete. Es folgte das Abtasten der beine und das Anheben der Hufe. Ich schaute mir gerne immer noch einmal die Sohle und auch den Strahl an. Zwar war ich ein Tierarzt aber eine Hufkrankheit gehörte natürlich auch mit zu meinem Aufgabenbereich, nur dann eben in Absprache mit dem Hufschmied. Ich lobte Liara als ich den letzten Huf abstellte. Mein Blick ging zu ihrem Bauch, dann zu ihren Weichteilen. Man musste eben alles einmal abgesucht haben. Ich lobte die Stute wieder mit einem leichten Klopfen auf die Kruppe und schritt wieder zu ihrem Kopf. Da bekam ich es auch schon mit, das die Ruhe nicht ihre Stärke war. Die Kleine begann etwas nervös zu werden, tippte etwas auf der Stelle umher und spielte mit den Ohren. ,,Liara!'', murrte Jamie etwas mit ihr und ich konnte nicht anders als es zu belächeln. Da gab es doch weitaus schlimmere Pferde, die nach einem Traten oder Beißen wollten. ,,Ist gut, Kleine.'', murmelte ich und tastete den Hals entlang ab, bevor ich mir die Augen etwas genauer ansah. Ich schob das Lid etwas hoch und das passte natürlich der Stute gar nicht. Aber wem gefiel es auch schon, wenn Fremde an deinem Auge rumfummelten? Jamie mahnte sie erneut und hielt sie am Halfter fest, als ich mich dem anderen Auge widmete. ,,So ist's fein.'', meinte ich und lobte sie wieder. Man sollte alles Positive doch auch unterstreichen. ,,Nur noch das Maul und die Nüstern, dann sind wir mit diesen lästigen Dingen fertig.'', erklärte ich der Stute, war es einfach eine Angewohnheit von mir auch wenn sich die Pferde darunter wohl nicht allzu viel vorstellen könnten. Ich schob ihre Unterlippe etwas weiter hinunter un dank der Unterstützung von Jamie hatte ich auch ein leichteres Spiel. Die Stute zuckte zwar mit dem Kopf, doch gab schnell nach. Ich betrachtete das Zahnfleisch und auch die Zähne, konnte jedoch nichts Ausschlaggebendes finden. ,,Sie hat zwei kleinere Haken, aber das soll nicht weiter schlimm sein. Nur bei einem nächsten Tierarztbesuch sollte man vielleicht in Erwägung ziehen, die Zähne richtig zu kontrollieren. Wenn Sie sagen, dass sie keine Probleme hat mit allem würde ich es einfach dabei belassen.'', erklärte ich Jamie und sie nickte, gab dann auch die Stute von ihrem Griff frei. ,,Ist okay, dann weiß ich da schonmal Bescheid.'', entgegnete sie mir und ich nickte. Ich griff das Stethoskop um meinen Hals und stöpselte es mir in die Ohren. Ich lief neben die Stute und begann am Bauch ihre Darmgeräusche abzuhören. Die Darmtätigkeit war vorhanden und man hörte deutlich wie er arbeitete. Als nächstes ging es weiter vor um die Lunge und deren Funktion abzuhören. Sie hatte eine kräftige Lunge, was mich bei der Ponydame auch nicht wunderte. Sie war ja erst sieben Jahre alt und gut auf Turnieren vertreten wie mir Jamie vorhin schon mitgeteilt hatte. ,,Also sowohl Herz, Lunge und auch der Magen- Darm- Trakt sind in Ordnung. Jetzt nur noch die Temperatur messen und dann sind wir auch schon durch.'', hörte ich mich sagen und gab Jamie somit ein kleines Update. Bei der Temperatur würde es mich nun wirklich wundern wenn diese in die Höhe geschossen war, denn sonst zeigte sie keinerlei Auffälligkeiten. Ich nahm das Thermometer an mich und stellte mich neben die Hinterhand der Stute. Jamie trat auf die andere Seite und hielt mir den Schweif weg, während ich die Temperatur maß. Liara stand relativ ruhig da, ja sie tippelte wieder auf der Stelle aber wir brauchten deshalb das Messen nicht unterbrechen. Es ertönte das Piepsen und ich zog das Thermometer hinaus. Ein Blick auf die digitale Anzeige verriet mir, das sie völlig in Normbereich war. ,,So meine Liebe...'', begann ich und desinfizierte das Thermometer gerade wieder, bevor ich es weg packte und mir zwei der Leckerli-Mineral-Bricks aus dem Stoffbeutel zog. ,,Du bist ein braves Stütchen.'', stellte ich lächelnd fest und schob ihr diese zu. Meine sieben Sachen waren schnell wieder gepackt und der Koffer zu. ,,Vielen Dank!'', sagte Jamie zu mir als wir uns voneinander verabschiedeten. Das Resume der Untersuchung hatte sie ja schon bekommen. Der Stute fehlte es an nichts und hatte auch keine Krankheiten die sie heimlich mit sich rumschleppte. Nur ein Blutbild würde ein genaueres Bild abgeben aber das stand heute nicht auf dem Plan und ohne jegliche Anzeichen war es auch gar nicht notwendig. ,,Ich wünsche Ihnen eine gute Heimreise.'', lächelte mir noch Jamie zu und ich schmunzelte. Das Taxi kam auch schon gerade auf den Hof gefahren und fuhr mich wieder direkt zum Flughafen.
    Sevannie | Tierklinik Birkenhof | 7.919 Zeichen
    Kontrolle, Ausschneiden & 4x Stahleisen mit Schraubstollen
    Ein neuer Auftrag kam rein, diesmal ging es nach Italien, hier war ein Auftrag für eine Connemara Stute geplant. Diese Rasse hatte ich schon länger nicht mehr und freute mich umso mehr. Nachdem der Flieger gelandet war, wartete ich auf mein Auto und als es ankam machte ich mich auf den Weg zu einen Hotel in der Nähe des Stalls. Ich war einen Tag früher angereist, damit ich noch etwas schlafen konnte.
    Der Tag verging schnell und ich legte mich zu Bett, am nächsten Tag stand ich früh auf, da ich einen Termin um 10.30 auf dem Gestüt Royal Peerage hatte. Mein Wagen rollte nach einer halben Stunde Autofahrt auf dem Hof ein und ich parkte diesen in der Nähe des Ponystalls. Jamie Lewis war keine 5 Minuten später auch schon da und kam gerade mit einer mir bekannten Stute aus dem Stall. ,,Hallo Jamie!", grüßte ich die Dame und widmete mich dann Chatana. ,,Die Kleine stand vor einigen Jahren mal bei mir.", lächelte ich und kraulte der Stute das Ohr. Dann unterhielt ich mich nochmal kurz mit Jamie und wartete kurz auf meinen heutigen Patienten. Da kam auch schon die Connemarastute Liara und wurde festgebunden, kurz machte ich mich mir ihr bekannt und widmete mich dann meiner Arbeit. Die Stute war sehr neugierig und stupste immer leicht mein Hinterteil an, während ich ihr erstes Huf säuberte. Dann nietete ich die alten Nägel auf und entfernte mit der Zange das Eisen, ehe ich das Innenhorn korrigierte und sauber ausschnitt. Das Außenhorn schnitt ich danach zurecht und begradigte mit der Hufraspel die Kanten auf dem Hufbock. Dann nahm ich mir ein Stahleisen extra angepasst für Stollen und legte es an. Hier musste ich noch etwas nacharbeiten, also legte ich dieses, sowie die weiteren drei in meinen mobilen Gasofen und wartete solange bis das erste Eisen heiß genug war. Dieses passte ich am Amboss an und testete es an der Stute. Es war die passende Größe also kühlte ich es runter und begann es mit Hufnägeln zu befestigen. Dann bog ich die Nägel und knipste sie zurecht, machte mit meinen speziellen Werkzeug Kerben rein und bettete die Nägel mithilfe meiner Krokodilszange ein. Dann glättete ich die Stellen von den Nägeln und machte mich an das nächste Huf. Hier hob ich es wieder an, wurde währenddessen angeknabbert und säuberte das Huf, dann nietete ich auf dem Hufbock die alten Nägel auf und nahm das alte Eisen wieder mit der Zange herunter. Mit meinen Hufmesser besserte ich den Innenstrahl und schnitt das abgestorbene Innenhorn weg und bockte ihr Huf auf, dort hobelte ich das Außenhorn zurecht und machte gleich darauf das neue Eisen bereit. Ich nahm es aus den Ofen und legte es an ihr Huf an, es zischte und ich begutachtete den Abdruck, dieser musste minimal ausgebessert werden. Also bearbeitete ich erneut auf dem Amboss das Eisen und kühlte es im kalten Wassereimer ab. Dann holte ich die speziellen Hufnägel aus meinen Gürtel und befestige das Eisen an ihren Huf. Dann bog ich die überstehenden Nägel um, knipste sie ab und machte Kerben in die Nägel ehe ich diese nochmal einbette. Dann glättete ich die Nagelstellen und machte mich an die Hinterhufe. Hier wollte Liara nicht sofort das Bein geben. Also wurde ich hartnäckiger und säuberte nach meinen Erfolg gründlich den Huf aus. Dann nietete ich die alten Nägel auf dem Hufbock auf und entfernte das Eisen mit der Zange vom Huf. Dann schnitt ich das Innenhorn zurecht, bockte ihr Huf erneut auf, schnitt überstehendes Horn ab und begradigte mit der Hobel den Rand. Dann passte ich auch schon ihr neues Hufeisen an und konnte nachdem abkühlen auch schon befestigen. Als die Nägel saßen, knipste ich sie zurecht, machte Kerben rein und betette sie gründlich in das Horn ein und dann stand Liara auch schon auf drei neuen Eisen. Da letzte war also auch gleich erledigt nachdem ich das alte Hufeisen gelockert und entfernt hatte. Innen- und Außenhorn schnitt ich sorgfältig zurecht und befestigte dann nach dem Anpassen auch schon das letzte Eisen. Die Schraubstollen machte ich auch schon mal bereit, schraubte sie mit Jamie einmal rein um zu testen wie sie saßen und konnte sie ihr mit guten Gewissen dann überreichen. Ich bat Jamie nochmal eine Runde mit Liara im Schritt und Trab zu drehen, damit ich sehen konnte ob sie sauber lief, was ich auch bestätigen konnte und schon der Auftrag erledigt war.
    Ich ging mit der Besitzerin das Finanzielle noch einmal durch und konnte mich dann auch schon kurze Zeit später von ihr verabschieden.
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    Liara: Stufenerhöhung Western (E/A bzw. LK5/LK4)
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    Mein Weg, oder besser das Flugzeug, führten mich heute zur Rainbow Ranch. Insgesamt 18 Stunden dauerte der Anreiseweg und allein die Zeitverschiebung war beträchtlich. Ganz zu schweigen von der Großartigkeit des Pferdes - oder besser Ponys - das ich in den folgenden Wochen trainieren sollte.
    Die grundliegenden Daten des vierjährigen Connemarafuchses Liara lagen vor mir, auf dem heruntergeklappten Bordtisch und während ich meinen Orangensaft trank und immer mal wieder einen neuen Film im Bordfernsehen zu schauen begann, arbeitete ich einen Trainingsplan aus. Western sollte es sein. Ein Training, das Pferde wie Spearmint oder Bem-Te-Vi als Grundlagentraining erhalten hatten, das ich aber noch nie offiziell angeboten oder das Pferd eines Anderen gelehrt hatte. So würde Liara gewissermaßen eine Premiere werden.
    Mit lagen ein paar Fotos und ein Brief der Besitzerin zur Bestandsaufnahme vor: Demnach kannte und akzeptierte die Connemaradame den Reiter bereits, gab sich aber noch etwas unbeholfen und unsicher. Wir würden also zu Beginn ihr Selbstvertrauen und ihr Gleichgewicht sichern, bevor wir mit der Sattelarbeit begännen.
    Ich schreckte aus dem Schlaf, als wir den Landeanflug begannen, sicher aufsetzten und der Flugkapitän einige Dankesworte an die Passagiere richtete. Hastig raffte ich mein Handgepäck zusammen, nachdem das Flugzeug die Parkposition erreicht hatte, und beeilte mich, meinen Koffer in der Halle vom Band zu angeln, um möglichst flott zum Taxi zu kommen. Jenes bugsierte mich direkt (wenn auch zu horrenden Preisen) zur Rainbow Ranch, die mich schon in der Hofeinfahrt aufgrund ihres traumhafte Flairs begeisterte: Das Land war weit und die Koppeln schienen riesig; beinahe am Horizont waren erst die Stallungen zu erkennen. (Ich dankte schließlich dem Fahrer, dass er mich nicht vor der Einfahrt abgesetzt hatte, sondern bis zum Parkplatz fuhr.)
    Kaum war ich dann ausgestiegen, würde ich enthusiastisch und herzlich von einer jungen Frau empfangen: "Hi, sind Sie Miss Winterscape?", fragte sie. Ich bejahte und fügte "Nur Cascar, bitte." hinzu. "Ich bin Jessica. Schön, dass du da bist!", meinte meine Gegenüber (prompt im Du) und ich glaubte ihr diese Worte, so ehrlich waren sie ausgesprochen worden. "Magst du erst dein Gepäck rein bringen oder lieber gleich Pferdeluft schnuppern?", forschte sie weiter. Ich wählte die erstere Möglichkeit, auch um mir Reitsachen anziehen zu können, und ließ mir von Jessi meine eigene kleine Ferienwohnung zeigen. Daraufhin ließ sie mich eine Weile alleine; nach dem Frischmachen suchte ich sie selbst wieder auf, irrte gut zehn Minuten orientierungslos durch den Kleinen Stall, bevor ich sie, umringt von einer Traube eifriger Reitschülerinnen, mit einer Schubkarre über den Hof gehen sah. Hastig ging ich ihr entgegen. "Fein. Dann stelle ich dir mal Liara vor.", meinte Jessica, nachdem sie die Schubkarre geleert hatte. Ich stimmte begeistert zu und gemeinsam (und mit den Reitkindern) bewegten wir uns langsam, aber stetig zu einem der nordwestlich liegenden Offenställe. Die Pferde dort waren nicht sehr groß (waren es Ponys?) und grasten weit verstreut. Jessi nahm ein an einem Koppelpfahl hängendes Halfter in die Hand und reichte es mir mit den Worten: "Die neugierige Fuchsstute; sieht aus wie auf dem Bildern, die ich dir geschickt habe." Ich bedankte mich grinsend und begab mich auf die Jagd. Gut vier Minuten taperte ich über offenes Gelände, bis ich das gesuchte Pferd erreichte und somit Liara zum ersten Mal die Stirn kraulte. Die Stute schloss schnell Vertrauen und war interessiert an mir. Außerdem versuchte sie sich in das Halfter zu drängeln, was ich als Arbeitsfreude auffasste, die Gelegenheit nutzte und das Pony mit zum Gatter nahm. Dort empfing mich Jessi wieder und hielt mir das Tor auf, während mich die Reitschüler mit großen Augen beobachteten. Sie tobten auch gleich voran, als Liaras Besitzerin verkündete, wir würden zurück, auf den Hof, gehen.
    Kurzum - an diesem ersten Tag machte ich mich sorgfältig mit Liara bekannt. Ich putzte ihr Fell, besonders Bauch und Beine, um eventuell empfindliche Stellen zu reizen (was nicht der Fall war), kratzte die Hufe aus und verlas als Geduldsprobe den Schweif der Ponystute. Bis auf ein wenig Zappligkeit und Geknabber am Führstrick klappte das problemlos, sodass ich beschloss, noch dem Longierzirkel für circa zwanzig Minuten einen Besuch abzustatten.
    Auf dem Weg dorthin versuchte meine Pferdepartnerin dann doch mal, mich zu überholen, oder den ein oder anderen Grashalm als Snack mitzunehmen. Ich ließ von Anfang an nicht mit mir spielen und die Stute stets einen Zirkel um mich laufen, wenn sie aufhörte, sich an mir zu orientieren. So war die Rangordnung schon halbwegs geklärt, als wir den heiligen Sandboden erreichten. Dort stellte ich Liara nun auf den Hufschlag, nahm den Strick ab und bewegte mich langsam zur Mitte.
    Das Resultat war, dass Pony schon einmal alleine losging. Mit einem energischen "Na!" und einer körpersprachlichen Blockade vor ihrem Körper hinderte ich die Dame zwar daran, reizte wohl aber auch ihren Dickkopf, sodass sich die Stute kurzerhand auf der Hinterhand drehte und mit einem angedeuteten Ausschlagen auf der anderen Hand im Zirkel trabte. Ich ließ sie gewähren.
    Liara war noch jung und unerfahren und ich würde erst mit ihr arbeiten können, wenn sie nicht mehr wild umherschaute und mich im Stechtrab umkreiste. Deshalb wartete ich neutral in der Mitte darauf, dass die Stute mir ihre Ohren und ihren Kopf zuwandte. Erst als das geschah, parierte ich sie mit einem "Eeeeeasy" zum Schritt durch. Die Füchsin schnaubte und ich lobte sie mit warmer Stimme. Dann klappte alles recht gut - wir übten Schritt- und Trabübergänge, ein wenig Galopp. Einzig das Anhalten fiel Liara schwer und ich brauchte recht viel Durchsetzungsvermögen. Letztendlich kaute sie aber und ließ sich willig von mir an den Strick nehmen und wieder auf die Weide führen.
    Der Tanz um den Respekt war in den ersten Tagen ein grundsätzlicher Bestandteil des Trainings. Ganz nebenbei trainierten wir da Liaras Geschicklichkeit - viel in Form von Bodenarbeit oder dem Friendly Game auf dem Trail Platz und zeitweise unter den wachsamen Augen Jessicas. Mit zunehmender Zeit (genau genommen innerhalb von fünf Tagen) lernte das Pony so, sich auf mich zu verlassen und auch kleine Hilfen anzunehmen. Am Ende der Woche erst, nachdem wir am Vortag das Longieren am Hang geübt hatten, näherte ich mich der kleinen Stute zum ersten Mal mit einem Sattel. Es war ein schwarzer, baumloser Westernsattel, den Liara problemlos entgegennahm und mich festgurten ließ. Ähnlich verhielt sie sich bei der Trense, auf deren Gebiss meine Partnerin jedoch zu Beginn heftig kaute. Ich klopfte trotzdem Liaras Hals und führte sie nach dem Anlegen der Gamaschen auf den Reitplatz. Wir waren dort momentan, am späten Vormittag, die einzigen und wir ließen uns zum Ablongieren und Nachgurten reichlich Zeit.
    Schließlich schwang ich mich behutsam auf Liaras Rücken und nahm die Zügel auf, um sie am sofortigen Loslaufen zu hindern. Das wurde durch heftiges Kauen quittiert, gelang aber. Ich lobte sie.
    "So, Mädchen. Dann gehen wir mal zum Hufschlag.", wies ich sie mit Worten an, gab Schenkeldruck und schnalzte. Die Fuchsstute setzte sich zögerlich in Bewegung und ließ sich dann recht problemlos im Schritt zu unserem Zielpunkt reiten. Wir gingen ein wenig ganze Bahn, bevor wir zum Erwärmen auch Handwechsel und Volten in Angriff nahmen. Liara gab dabei stets ihr Bestes, löste sich aber noch nicht so gern von der Bande. Das Traben dann klappte trotzdem ganz gut, ebenso das Galoppieren. Mit zunehmender Stundenlänge übten wir immer "unabhängigere" Figuren, zum Beispiel die korrekte Bewegung auf dem mittleren Zirkel. Und wieder wurde die Stute ein klein wenig sicherer und verließ sich mehr auf mich, sodass wir das Training dieses Tages mit einem positiven Ergebnis beenden konnten.
    Am folgenden Tag war das schwieriger - Liara schien mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein oder Muskelkater zu haben. Auf jeden Fall war sie zappeliger denn je und unter dem Sattel wollte sie sich nicht recht konzentrieren. Sie war nicht so weich wie gestern, aber trotzdem ritt ich sie. Die Stute musste schließlich lernen, dass die kontinuierliche Arbeit nun zu ihrem Leben gehörte. Um sie dennoch nicht zu überfordern, ritten wir aber viel Trab und wiederholten lediglich Lektionen des Vortags.
    Zu meiner großen Erleichterung dann hatte sich das Pony am nächsten Tag wieder im Griff und wir konnten etwas produktiver herangehen - auf dem Plan standen die Grundlagen der Zügelführung in Verbindung mit einigen Traillektionen. Insgesamt war es ja mein Ziel, die Stute so hilfenfest und gehorsam zu bekommen, dass man sich mit ihr ohne Scheu auf einem allgemeinen Westernturnier der Leistungsklasse vier zeigen konnte. Deswegen übten wir an diesem Tag - wieder geritten - das Annehmen meiner Hilfen unter einem zusätzlichen Anlegen des äußeren Zügels an den Hals: Neck Reining. In den kommenden Klassen dann würde das eine der Kenntnisse sein, die man bei einem Westernpferd zur Perfektion treiben konnte und die vor allem im Reining, wenn Spin, Roleback und Ähnliche gefordert sein würden, eine große Rolle spielten. Doch heute ging es vor allem um die Grundlagen; der Zügel legte sich nun also in jeder Biegung an, egal was wir taten. Außerdem gab es einen Einführung in das Rückwärtsgehen und die indirekte Zügelführung: Für ersteres hielten wir auf dem Hufschlag, ich verlagerte mein Gewicht nach hinten und nahm die Beine etwas nach vorn; ich wippte sachte mit den Schenkeln und schnalzte langsam. Liara stand still und begann zu überlegen; mit zunehmender Zeit nahm ich die Zügel immer mehr zurück, bis sie einen Huf zurücksetzte. Ich ließ daraufhin allen Druck fallen und lobte das Pony, dann machten wir erstmal etwas anderes. Später aber hielten wir noch einmal mit der Front zu Bande. So konnte Liara nicht nach vorne weglaufen. Ich griff indes den rechten Zügel von unten, gab mit dem rechten Schenkel weit hinten Druck und führte den Zügel nach schräg oben. So wurde ein unmissverständlicher Schub auf die Hinterhand ausgeübt und als Liara einen Schritt in die gewünschte Richtung tat (und gleichzeitig einen großen in Sachen Vorhandwendung), lobte ich sie auch dafür ausführlich. Sie machte sich wirklich super.
    Mit diesem Erfolg nun beendeten wir das Tagestraining; am Tag darauf war ein von mir verordneter Ruhetag - auch ein Pferd musste schließlich neue Eindrücke verdauen und wir beschränkten uns auf vierzig Minuten Longieren und einen Spaziergang.
    Erst im Laufe der restlichen Woche festigten wir die begonnenen Lektionen mit viel Lob; am kommenden Dienstag wagten wir uns dann zum ersten Mal beritten auf den Trailplatz. Dort fiel es Liara zu Beginn reichlich schwer, das auf dem Reitplatz Gelernte auf die neue und größere Umgebung zu übertragen - auch das war eine Frage der Kontinuität und es dauerte Tage, bis das Rückwärtsgehen halbwegs problemlos klappte. Schlussendlich war ich aber sehr zufrieden, als ich am Donnerstag der dritten Woche das Pferd an seine Besitzerin zurückgab. "Sie ist eine ganz Feine. Ich schlage für morgen einen Proberitt vor.", meinte ich lächelnd und Jessica stimmte mir zu. So gingen wir am Freitag zu dritt auf das Trainingsgelände. Ich longierte Liara zu Beginn zum Warmwerden und stieg dann als Erste auf. Ich führte Jessica sozusagen vor, was ihre Stute Neues gelernt hatte - dazu gehörten eine beinahe komplette Vorhandwendung (die auch eine Grundvoraussetzung für die Traillektion des "Tors" war), die Anfänge des Neck Reinings, die Liara mittlerweile gut verstand, und das Durchqueren eines Stangen-L's, rückwärts. Die Connemarastute präsentierte sich in Bestform, schien von meiner Geduld und meinem Lob zu profitieren und zeigte sich außerdem viel sicherer in dem, was sie tat, als noch vor knapp drei Wochen. Auch Jessica war begeistert und so tauschten wir kurzerhand die Positionen - sie schwang sich in den Sattel und ich bewegte mich in Sichtweite, um Pferd und Reiter beratend zur Seite zu stehen. Es dauerte eine Weile, bis sich Jessi eingefuchst hatte, dann lief ihr Training aber ganz gut und ich war mehr als zuversichtlich, dass Liara in der Leistungsklasse vier des Westernreitens einfach aufgrund ihrer gewonnenen Sensibilität mehr als aufgehoben war.
    Das bedeutete jedoch, dass ich mich schon am kommenden Tag von Pferd und Reiter und den mir mittlerweile so vertrauten Gemäuern der Rainbow Ranch verabschieden musste. Ich wünschte Jessica viel Erfolg und bedankte mich für Unterkunft, Herzlichkeit und die Trainingszeit mit Liara. Wieder holte mich ein Taxi ab - dieses Mal aber an der Hofeinfahrt, sodass ich meinen Koffer den langen Weg zwischen den großen Koppeln zur Straße ziehen musste - vielleicht ja nicht zum letzten Mal.
    Training Springen A auf L - Mittwoch, 12. Dezember 2018
    Cielo | Liara | BS' Je'taime
    Auch auf Royal Peerage war die Weihnachtsstimmung deutlich zu spüren. Das Team hatte den Stall und die Halle weihnachtlich dekoriert und im Reiterstübchen gab es immer warmen Punsch und Plätzchen, wenn man sich bei den kälteren Temperaturen doch einmal aufwärmen wollte. Außerdem sahen die Trainingspläne für diesen Monat lockerer aus als sonst. Die Pferde wurden zwar regulär trainiert, aber trotzdem war eine gewisse Gemütlichkeit eingekehrt. In so einem Umfeld fühlte ich mich auch mehr als wohl und war wie immer sehr motiviert auf den Weg in den Stall. Es war noch früh am Morgen, aber die Pferde standen bereits auf den Weiden. Ich wollte heute mit Cielo beginnen und wagte mich seit langem mal wieder an eine Disziplin, die weniger zu meinen Begabungen gehörte. Als Trainerin war ich aber vielseitig unterwegs und da wir uns bisher auf Grundniveau befanden, würden wir uns schon einfinden.
    Cielo war eingefahren und lief bisher auf E-Niveau und bisher auch nur im Dressurfahren. Mit einem Einspänner war es sowieso immer entspannter als mit Zweispänner. So machte ich zunächst alles bereit, um dann das Geschirr schon in richtiger Reihenfolge parat zu haben. Die Kutsche hatten mir bereits zwei Mitarbeiter vorbereitet, so dass diese schon auf dem Hof stand. Bisher hatten wir mit dem Winterwetter Glück, so dass das Kutschfahren im Gelände gut möglich war. Ich holte Cielo von der Weide und band ihn am Putzplatz an. Dort putzte ich ihn routiniert und legte ihm dann das Geschirr an. Als er fertig war, führte ich ihn hinaus auf den Hof und spannte ihn an. Inzwischen war das für Cielo schon alltäglich. Er war ja sowieso eingefahren gewesen und die längere Pause hatte man ihn gar nicht angemerkt.
    Am Anfang hatte ihm vor allem die Ausdauer und Kraft gefehlt. Wir hatten also kürzere Strecken in Angriff genommen und ich hatte Cielo öfters geraderichten müssen. Gerade wenn den Pferden noch die Balance fehlte, drifteten sie gerne zu einer Seite ab. Im Verlauf des Trainings hatte man aber deutlich gemerkt, wie Cielo immer mehr von alleine die Spur halten konnte und ich immer weniger machen musste. Heute zog er gewohnt motiviert an und wir verließen den Hof. Inzwischen hatten wir unsere eingefahrenen Runden und auch schon ein gutes Trainingspensum. Im Schritt durfte sich Cielo erst einmal aufwärmen, ehe wir irgendwann in den Trab wechselten.
    Der Hengst war unglaublich ausdauernd und bei unseren Trabphasen kamen schon einige Kilometer zusammen. Ab und an ließ ich ihn auch mal galoppieren und wenn die Wege es zuließen, durfte er durchaus auch mal ordentlich zulegen und Dampf ablassen. Er machte das nur zu gerne und da er inzwischen super fein auf alle Hilfen reagierte, war das auch kein Problem mehr. Mehrmals die Woche fuhren wir auf dem großen Reitplatz die Dressuraufgaben, um Cielos Wendigkeit zu schulen. Heute war mal wieder einer der Geländetage. Die bevorzugte ich ja persönlich und Cielo machten sie auch unglaublich Spaß. Wie gewohnt fuhren wir unsere Runde und kamen irgendwann wieder am Hof an.
    Ich spannte Cielo ab und führte ihn in den Stall. Nachdem er das Geschirr los war, warf ich ihm eine Abschwitzdecke über, da er doch gut ins Dampfen gekommen war. Eine Mitreiterin begrüßte mich und meinte, dass Cielo unbedingt als Rentier verkleidet mal die Kutsche ziehen müsste, am besten noch mit Glöckchen. Bei dem Gedanken musste ich lachen, aber so routiniert wie der Hengst war, wäre das wahrscheinlich nicht mal mehr ein Problem gewesen.
    Nachdem Cielo getrocknet war, durfte er wieder hinaus auf die Weide und ich holte mir Liara, denn für mich ging es direkt weiter. Die Fuchsstute war nun seit einem Monat in meiner Obhut und machte sich wirklich prima. Sie war unglaublich fleißig und motiviert und man konnte sich nie über sie beschweren. Zuletzt hatten wir die Grundlagen in der Dressur gefestigt und aktuell sprangen wir. Mittlerweile sogar auf gutem L-Niveau. Auch heute hatte ich wieder einen ähnlichen Parcours aufgebaut. Doch zunächst musste ich die Stute von ihrer Schlammschicht befreien und dann satteln.
    Als das Pferd endlich sauber war, konnten wir in die Halle gehen, wo ich sie in Ruhe warm ritt. Nachdem ich sie in allen Gangarten in Dehnungshaltung gelockert hatte, nahm ich allmählich die Zügel auf und baute Trabstangen und Cavaletti ein. Dann ging es auch schon an die ersten Sprünge und Liara zog heute fleißig an. Wir arbeiteten vor allem daran, dass sie zügig über die Hindernisse kam, ohne große Schwebepausen einzubauen, außerdem wollten wir eine schönere Springmanier erarbeiten, so dass ich die Abstände gerne mal etwas enger machte, damit Liara gut aus der Hinterhand absprang. Sie machte es wirklich einwandfrei und das heutige Training konnte sich sehen lassen.
    Am Ende sprangen wir den Parcours fehlerfrei mit all seinen Tücken und ich beendete das Training zufrieden. Die Stute hatte super mitgemacht und trotz ihrer Motivation im Parcours übertrieb sie es nie, sie war wirklich ein sehr angenehmes Reitpferd. Im Stall sattelte ich sie wieder ab und führte sie noch kurz etwas umher, ehe sie auch schon wieder hinaus auf die Weide durfte. Ich war nun schon beinahe fertig, nur noch BS' Je'taime stand auf dem Plan. Momentan arbeitete ich mit jedem Berittpferd in einem anderen Bereich. Während ich Cielo regelmäßig vor die Kutsche spannte, sprang ich Liara und mit Amy arbeitete ich aktuell weiter in der Dressur.
    Dort lief die Gidranstute bereits gutes A-Niveau, obwohl sie auch schon allerhand Sachen aus der L-Klasse vorher beherrscht hatte. Auch Amy war so ein Pferd, was sich absolut problemlos trainieren ließ. Immer fleißig, immer motiviert und stets an den Hilfen. Heute hatte sie wieder einen besonders guten Tag und sprühte vor Energie. Teilweise zu viel Energie, die ich ab und an mal zügeln musste. Die Übergänge vom Schritt in den Galopp funktionierten prima, ebenso der Außengalopp und die Wechsel. Dafür war ihre heutige Motivation super, nur die Versammlungen klappte heute weniger auf den Punkt, weil ich zu tun hatte, Amy reell zu versammeln. Ich wusste aber aus Erfahrung, dass sie das an den anderen Tagen immer gut konnte, also wollte ich mich nicht beklagen.
    Wir arbeiteten noch ein wenig an den Seitengängen, ihrer Paradelektion und dann beendeten wir auch unser Training. Ich ritt Amy ab, versorgte sie dann und brachte sie danach wieder hinaus auf die Weide. Alle drei Pferde waren für heute versorgt und ich war mir sicher, dass ich mit ihnen noch einen netten Jahresabschluss haben würde. Auch wenn wir es zwischen Weihnachten und Neujahr sicherlich noch einen Ticken entspannter angehen lassen würden.
    Training Dressur A auf L - Mittwoch, 28. Nobember 2018
    Cielo | Liara
    Da ich mich auf Royal Peerage sehr wohl fühlte und mir die Arbeit unglaublich viel Spaß machte, entschied ich, mich noch ein wenig länger hier aufzuhalten. Dazu sagte die Gestütsleiterin nicht nein und nach einem gemeinsamen Gespräch hatte ich neben der Gidranstute zwei weitere Berittpferde. Beziehungsweise waren es eher Ponys. Ich arbeitete sehr gerne mit den Kleineren und nach den ersten Ritten hatte ich beide auch sofort ins Herz geschlossen. Momentan hatte Cielo mehr Training bei mir. Er war ein achtjähriger Arravanihengst und richtig aufgeweckt. Gemeinsam gingen wir auch bereits Turniere und dementsprechend war ich bei ihm in der Woche öfter als bei Liara.
    Liara war eine fuchsfarbene Connemarastute, welche sich erst seit kurzem auf Royal Peerage befand und momentan auch noch nicht so gut im Training stand. Deshalb hatten wir entschieden, es mit ihr ruhiger angehen zu lassen und zu schauen, wie viel Zeit sie benötigte. Aber in regelmäßigen Abständen ritt ich auch sie und konnte mich bisher keineswegs beschweren.
    Heute begann ich wie immer mit Cielo und holte mir den kleinen Braunen von der Weide. Mit seinen gerade mal 1.28m Stockmaß gehörte er mit zu den Kleinsten des Gestüts. Zu meinem Glück deckte er mich dennoch sehr gut ab. Zum einen war Cielo sehr robust und breit gebaut und zum anderen war ich nicht besonders groß und schwer. So hatten wir uns sehr schnell und sehr gut einfinden können.
    Cielo wollte mich heute mit einer dicken Schlammschicht erfreuen und so hatte ich zunächst gut mit Putzen zu tun, ehe überhaupt an das Reiten zu denken war. Da der Hengst in der Dressur bereits auf einem guten Grundniveau lief, hatten wir uns direkt auf das Springen fokussiert. In beiden Disziplinen war Cielos Begabung nicht allzu groß, doch neben dem gesunden Reiten, machte ihm das Springen auch besonders viel Spaß. Bisher hatte er sich dabei immer sehr motiviert gezeigt.
    Nach dem Satteln und Trensen ging es also in die Halle, wo ich bereits einen kleineren Parcours aufgebaut hatte. Zunächst wärmte ich Cielo in aller Ruhe auf und dann nahm ich nach und nach alle Gangarten hinzu. Danach arbeiteten wir mit Trabstangen und Cavaletti, ehe es wie immer an die ersten Sprünge ging. Heute zog Cielo vor dem Sprung gut an, sprang sauber ab und landete auch einwandfrei auf der anderen Seite. Er war aufmerksam an den Hilfen und so konnte ich ihn problemlos kontrollieren.
    Wir sprangen mittlerweile auf A-Höhe und hatten einige Kombinationen und schwerere Parcourselemente hinzugenommen. Da Cielo so wendig war, funktionierte das meiste bei ihm ohne Probleme. Schwieriger war es, die großen Abstände, besonders in Kombinationen, zu schaffen. Meist fuhr man besser, wenn man seine Galoppsprünge etwas verkürzte und einen zusätzlichen einfügte. Auf Turnieren, besonders bei Zeitspringen, wäre das nur bedingt von Erfolg gekrönt gewesen, doch das war auch primär nicht unser Ziel.
    Cielo war eher das zuverlässige Kinderpony des Hofes und dementsprechend trainierte ich ihn auch: Auf Sicherheit und Ruhe. Und nebenher sollte es dem Pferd ja auch Spaß machen. Bisher funktionierte das wirklich gut und sollte einer seiner kleinen Reiter in kommender Zeit ambitionierter werden, hätte er ein sicheres und motiviertes Springpony unter dem Sattel.
    Mit einem guten Abschluss beendete ich dann auch das Training und ritt Cielo ab. Im Stall sattelte ich ihn fix ab, putzte noch einmal drüber und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Von dort aus nahm ich mir direkt Liara mit, welche heute auch einen Trainingstag bei mir hatte. Die Stute war charakterlich ein wahres Goldstück. Man merkte ihr selten an, dass sie erst vier Jahre alt war. Lediglich beim Reiten merkte man eben, dass sie noch nicht so routiniert war wie andere Pferde. Doch das kompensierte sie gekonnt mit viel Mühe, es ihrem Reiter immer Recht zu machen.
    Liara war schnell geputzt und gesattelt und so ging es auch mit ihr in die Halle. Schnell baute ich einige Sprünge ab und machte mir so wieder Platz, ehe ich Liara in Ruhe aufwärmte. Momentan arbeiteten wir an der Dressur, denn eine gute Grundlage war wichtig für die weitere Ausbildung. Liara kannte inzwischen die Grundlagen: Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Inzwischen arbeiteten wir viel am Schwung und weiterhin an ihrem Gleichgewicht und ihrer Durchlässigkeit.
    Wenn Lektionen ihr schwer fielen, versuchte sie sich gerne ins Tempo zu retten, wurde dadurch aber auch fester. So drosselte ich gerne vermehrt ihr Tempo, damit sie erst einmal ihre Balance fand und wenn die Übungen in dem ruhigen Tempo sicher funktionierten, konnte man sich um den Schwung kümmern. Bisher funktionierte das bei Liara auch wirklich gut. Sie gab sich viel Mühe und meistens verstand sie die Aufgaben bereits nach dem ersten Mal.
    Aktuell übten wir viel das Anhalten aus dem Trab, besonders, dass sie die Hinterhand während des Haltens schön unter den Schwerpunkt schob. Das war eine ungemeine Gleichgewichts-Übung, doch Liara machte das wirklich gut. Auch der Außengalopp war inzwischen viel besser geworden. Wieder eine Übung, die Gleichgewicht und Durchlässigkeit forderte, besonders in den Ecken. Meist lockerte ich Liara zu Beginn mit Seitengängen und Rückwärtsrichten. Ebenso halfen viele Übergänge, die Stute zu lockern.
    Auch heute machte sie ihre Aufgabe wirklich einwandfrei und als der einfache Galoppwechsel ohne Probleme funktionierte, entschied ich, die Einheit für heute zu beenden. Liara lobte ich ausgiebig und ritt sie dann ab. Danach ging es auch für sie wieder in den Stall. Da sie wesentlich mehr als Cielo geschwitzt hatte, legte ich ihr eine Abschwitzdecke über und stellte sie in die Box. In der Zwischenzeit räumte ich den Putzplatz auf und baute die Hindernisse in der Halle wieder ab. Als ich dann fertig war, war Liara auch schon so gut wie trocken und durfte wieder hinaus auf die Weide.
    Dressur L-M - 22. November 2019
    POV Brooke Scott | by Sosox3
    "Brooke, denk dran, du bist nur zum Training der Ponystute da. Nicht um dich am Strand in der Sonne zu räkeln." Mein Bruder machte mir auch jede kleine Hoffnung zunichte. "Spielverderber", murmelte ich und packte meinen Koffer zu Ende. Nate begleitete mich noch bis zum Flughafen und ich genoss den Flug mit Netflix und hoffte, dass die Italiener gut Englisch konnten. Jamie hatte mir zugesagt, dass ich ein Gästezimmer bei ihr auf Royal Peerage nehmen dürfte.
    Den ersten Tag hatte ich frei, durfte mir dabei die Stadt anschauen und durfte die gesamte Stallgemeinschaft kennen lernen. Der nächste Tag fing für mich dann aber auch richtig an und ich schaute mir die Connemara Stute an. Liara war eine bildhübsche Fuchsstute und stupste mich mit ihrer sanften Schnute an, als ich sie begrüßte und die Boxen Tür aufmachte. Ich legte ihr ihr rotes Halfter an um sie in der Stallgasse anzubinden und dann ordentlich zu putzen. Wirklich dreckig war sie jetzt nicht, aber um das Vertrauen zu stärken und uns kennenzulernen putzte ich gerne die 30 min. Ich bandagierte ihr die Beine und legte ihr den Sattel mitsamt Satteldecke drauf. Danach trenste ich sie und setzte mir meinen Helm auf und führte sie zur Halle. Dort stieg ich auf und ritt sie warm. Vorwiegend im Schritt und Trab und variierte mit dem Tempo, damit ich mich langsam auf sie einlassen konnte. Sie ließ sich gut versammeln und nahm auch gut Last auf die Hinterhand auf. Doch ich wollte ihr heute die stärkeren Gangarten aneignen. Es war nicht so ein großer Unterschied im Schritt, nur, dass dieser raumgreifender ist und die Stute mehr untertritt. Dabei sollte sie jedoch nicht schneller werden und mit ihrem Hals leicht vorwärts-abwärts gehen. Dasselbe gilt im Trab und im Galopp. Dabei sollte ich immer darauf achten, dass das Pferd unter einem nicht rast aber doch trotzdem Tempo und Raumgriff hat. Das war auch die heutige Trainingseinheit. Sie testete zwischendurch und schlug mit dem Schweif. Normalerweise ein Zeichen zurückzufahren und das Pony nicht zu überfordern, aber da sie zwischendurch doch mal mit dem Po hoch ging oder anfing zu rasen und versuchte durchzugehen, trieb ich sie weiter. Die Tage danach versuchte ich etwas Abwechslung reinzubringen und übte an dem Halten im Galopp und dem Schulterherein. Die Woche darauf hatten wir uns schon eingespielt und die Lektionen gefestigt, deshalb nahm ich heute die Traversale und Travers ein. Liara benahm sich gut und lernte fix, was sie brauchte und so brauchte sie gar nicht lange, bis sie auch den fliegenden Galoppwechsel drauf hatte und das Überstreichen im Mittelgalopp. Sie machte gute Arbeit und ich hatte keine Bedenken sie in ihr erstes M*-Turnier zu schicken und gleich mit einer Platzierung heim zu kommen. “Danke Jamie, dass ich so eine tolle Stute reiten durfte”, verabschiedete ich mich und stieg kurz darauf in den Flieger.

    Die Kür
    Auf dem Gestüt einige Dörfer weiter fand heute eine Stutenkrönung statt. Es geschah nicht oft, dass in dieser Gegend etwas passierte, was nicht der Skatabend im Dorfclub jeden Dienstag war. Das Gestüt hatte ein hohes Ansehen in der klassischen Reitkunst und ich freute mich darauf Kontakte in der Pferdewelt zu knüpfen und Ausschau nach neuen Sternchen der Pferdewelt zu halten. Ich hatte mich gerade auf meinem Platz gleich hinter der Bande niedergelassen, als die nächste Stute die Halle betrat. Die ersten drei Stuten sowie die Vorstellung dieser Stute hatte ich verpasst, deswegen suchte ich das Programmheft aus meiner Tasche, fuhr mit dem Finger die Zeilen entlang, bis ich die jetzige Stute ausfindig gemacht hatte. „Liara“, murmelte ich. „Connemara, Fuchs, na das kann ich ja sehen, 6 Jahre, Reiter Jamie Lewis.“ Eine sehr dürftige Beschreibung, dafür hatte ich 3€ auf Raten des Empfangs ausgegeben?
    Jamie und Liara hatten mittlerweile bei X angehalten und grüßten gerade die Richter, als ich meinen Kopf hob. Diese kleinen Connemaras durfte man nicht unterschätzen, die hatten Power und Intelligenz und waren auch für den mittleren Dressursport noch gut zu haben. Jamie zeigt erst auf Liaras linker Hand, dass Durchlässigkeit und Anlehnung, sowie ein gutes Gleichgewicht kein Problem für die junge Stute waren. In allen drei Gangarten führte sie sie vor, erst ganze Bahn, dann auf dem Zirkel. Die vielen Gangwechsel schmiegten sich perfekt in den häufigen Melodienwechsel der Musik ein, ein neumodischer Mix aus Klassik und Pop, gekonnt zusammengeschnitten und genau auf den Takt von Liaras Schritten passend. Auf der rechten Hand kamen dann Seitwärtsgänge und Rückwärtsrichten dazu, dann das Angaloppieren aus dem Schritt. Je mehr Jamie von der Stute forderte, desto mehr blüte sie in ihrer Rolle als Zuschauerliebling auf. „Ponies wie dieses sollten auch die Möglichkeit auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben haben!“, sagte ein untersetzter älterer Mann zu meiner linken zu seiner Frau, die nur die Lippen schürzte und durch die Brille jeden Schritt von Liara genau beobachtete. Schlangenlinien durch die ganze Bahn im Trab rundeten die Vorstellung gekonnt ab und Liara kam aus dem Trab in der Hallenmitte zum Stehen. Jamie Lewis verabschiedete die Richter und verließ dann mit ihrer Fuchsstute am langen Zügel unter leisem, aber deutlich beeindruckendem Applaus die Halle. Das konnte ich wahrlich eine gelungene Vorführung nennen! Der Mann neben mir pfiff bewundernd durch die Zähne und einige Zuschauer schauten verwundert zu ihm hin. Seine Frau stieß ihm nur pikiert in die Seite und schüttelte den Kopf. Ich musterte die Situation lächelnd, dann gingen die Tore erneut auf und das nächste Pferd trat ein.
    2731 Zeichen - lettercount.com -- by Canyon

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    Bracelet und Veija gefällt das.
  7. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Westatlanta

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    Westatlanta
    x

    ● ○ ● ○

    Stute | 19-12-2016 | 158cm
    Englisches Vollblut
    Rapp-Tigerschecke

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    ausgeglichen | trittsicher | neugierig | verspielt

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Canyon
    im Besitz seit: 16-August-2019
    Kaufpreis: x Joellen

    ● ○ ● ○

    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential


    Military E A

    Springen E A

    Galopp E A L

    Western E A L

    Fahren E A L M S S*


    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

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    490. Galopprennen | 507. Westernturnier | 433. Fahrturnier | 508. Westernturnier

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    434. Fahrturnier | 435. Fahrturnier | 493. Galopprennen | 438. Fahrturnier

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    419. Distanzturnier | 34. Synchronfahren | 301. Synchronspringen

    ● ○ ● ○


    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 11
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 1
    Zubehör: 2
    Gesamt: 18

    Gencode: EE an nLP nPATN1
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen
    -

    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: 16-02-2020 durch Eddi

    Letzter Hufschmiedbesuch: 18-12-19 durch Snoopy

    ● ○ ● ○
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    Hufschmiedbesuch
    Stefanie konnte den Auftrag leider heute nicht machen, da ihr was auf der Ranch dazwischen kam also machte ich, James Mickaleson mich heute auf den Weg. Es war ein Flug nach Kalifornien geplant, genauer gesagt zum Hof Phoenix Valley, dort würde ich mich heute mit dem besten Freund des Besitzers Malte Tordenværson. Mein Flug dauert ca. drei Stunden, doch ich würde erst am nächsten Tag nach Hause fahren. Ich war schon am Flughafen angekommen und ließ mein Wagen verladen, dann stieg ich ein und wir flogen nach 20 Minuten los. Während der Flugzeit, blickte ich aus dem Fenster und ließ mir nochmal den Auftrag durch den Kopf gehen, haben sollte ich alles...
    Nach einem ruhigen Flug kam ich am Flughafen in Kalifornien an und wartete nach dem Ausstieg auf meinen Wagen. Nach 15 Minuten konnte ich diesen entgegennehmen und fuhr vom Flughafen, am Navi stellte ich mir die restliche Strecke nach Phoenix Valley ein. Nach knapp 45 Minuten kam ich auch schon auf dem Hof an und erblickte viele bunte Pferde auf der Weide. Ich fuhr am Parkplatz vorbei und Richtung Hauptstallungen, wo ich heute zwei Stuten behandeln werde. Über Telefon hatte ich schon ein paar Informationen erhalten, dass beides Englische Vollblüter waren und momentan eine schlechtere Marke trugen als die, die sie jetzt bekommen werden. Vor den Hauptstallungen angekommen, stellte ich den Motor meines Wagens ab und stieg aus. Ich musste nicht lange warten, da kam ach schon Malte mit den beiden Vollblütern um die Ecke. ,,Guten Tag! Ich bin James der Hufschmied für heute, Stefanie konnte leider heute nicht kommen, da ihr was dazwischen kam! Ich hoffe mit mir sind Sie auch zufrieden!", grinste ich und zückte den Cowboyhut. ,,Alles gut, kein Problem, hauptsache heute kommen die alten Eisen ab und neue mit besserer Qualität rauf!", antwortete er mir freundlich und ich entgegnete: ,,Natürlich! Dafür bin ich ja heute hier!". Er erkundigte sich noch nach meinen Flug und dann band er auch schon beide Stuten an. Zuerst nahm ich mir die bunte Westatlanta vor, sie hatte laut Malte kurz vor meinen Ankommen eines ihrer Eisen verloren, weswegen bei ihr dringenderer Handlungsbedarf war. Es war ihr linkes Vorderbein, mit welchen ich auch gleich anfing. Ich entfernte die restlichen noch steckenden Nägel aus dem Horn und säuberte dann ihr Huf, ehe ich das Innenhorn ausschnitt. Während ich gerade bei der Arbeit war, begann mich die bunte Stute beknabbern, sie fand wohl meinen Hosenträger äußerst faszinierend... Malte musste sie zwischendurch kurz zurechtweisen und entschuldigte sich, was für mich kein Problem war, lieber so als beißen, man hat ja einiges als Hufschmied schon durch. Ich bockte ihr Huf dann auf de Hufbock auf und schnitt überstehendes Horn am Außenhorn weg, besserte es mit der Hufraspel alles aus und konnte zu meinen Van, um im Gasofen das erste Eisen zu erwärmen. Hier legte ich die anderen drei dazu und nahm das erste nach kurzer Zeit raus, hielt es mit der Zange an den Huf und besserte die unpassenden Stellen am Amboss aus. Als es richtig angepasst war, kühlte ich es im Eimer ab und ging zurück zu der Tigerscheckendame. Dort begann ich das neue Aluminumeisen mit speziellen Nägeln zu befestigen und stellte das Huf ab, bog die Nägel um, knipste sie zurecht, haute mithilfe meines speziellen Werkzeugs Kerben rein und bettete die Nägel mithilfe der Krokodils-Zange ein, zu guter letzt hobelte ich den Rand glatt. Nun ging ich zum zweiten Vorderhuf, hier musste das alte Eisen ab, also nietete ich die Nägel auf, nahm mir meine Hufzange zur Hand und zog das alte Eisen von Huf ab. Dann klemmte ich mir ihr Beim zwischen meine und schnitt nach dem säubern und kontrollieren das Innenhorn zurecht. Entfernte überstehendes Horn beim Innenstrahl und korrigierte diesen zurecht, nun bockte ich ihr Huf auf den Hufbock auf und ging mit der Hufraspel um den Rand des Hufes, begradigte ihre ungeraden Stellen und gab dem Huf seine Form zurück. Westatlanta konnte das Huf erstmal wieder abstellen, ehe ich mir mit meiner Zange das heiße Eisen aus dem Gasofen holte und ihr Huf wieder hochhob um es einbrennen zu lassen. Hier musste nur eine Kleinigkeit verbessert werden, als klopfte ich am Amboss das Eisen zurecht und kühlte es im Wassereimer ab. Dann kehrte ich zurück zu der Vollblutstute und befestigte das Aluminiumeisen an ihrem Huf, bog die Nägel um und knipste sie zurecht. Nun kamen wieder die Kerben rein und ich begradigte das Außenhorn über den Nägeln. Vorne stand die Stute schon auf neuen Eisen, somit ging ich nach hinten, nietete die Nägel auf, glitt an der Hinterhand hinab und begann das Eisen vom Huf zu hebeln. Dann schnitt ich das abgestorbene Horn Innen und am Strahl weg, hobelte das Außenhorn auf dem Hufbock zurecht und bearbeitete das nächste Aluminumeisen am Amboss. Nun kehrte ich zurück zu der Stute, welche versuchte wieder an meine Hosenträger ran zu kommen und machte meine Arbeit weiter. Hier kühlte ich das Eisen vorher ab und befestigte es am Huf. Die Nägel wurden wieder umgebogen, abgeknipst und nach dem Kerben rein machen glatt gehobelt. Das letzte Eisen war dran, hier musste ich einen Moment warten, da sich die Stute an diesem Bein kratzen wollte. Sie schüttelte sich nach den abstellen und hob das Huf schon an. ,,Da will jemand aber schnell sein letztes Eisen!", lachte ich und blickte zu Malte welcher sich anschloss. Natürlich ließ ich die Stute nicht lange warten und nietete ihre Nägel auf, hob das Hinterbein an und hebelte das alte Eisen es von ihren Huf. Das neue Eisen hatte ich kurz vorher schon angepasst also musste ich nur das Horn schneiden und konnte es befestigen. Dies machte ich wieder mit den speziellen Nägeln aus meiner Seitentasche und bog sie gleichzeitig um. Dann durfte ihr Huf zurück auf den Boden und ich knipste sie kurz. Ihr Huf wurde wieder aufgebockt und ich machte die Kerbe rein und bettete sie wieder mit der Krokodilszange ein. ,,Fertig!", sagte ich als die Nägel geglättet waren und bat Malte um eine Runde mit der Stute. Er nickte und tat dies, sie lief super also konnte sie entlassen werden. Während Malte die Stute zurück in den Stall brachte, widmete ich mich der nächsten Stute mit dem Namen Alphabet Soup. Die Kleine, ja für mich war sie das mit ihren 1,66 m und ich mit meinen 1,85 m hatte eine schöne Cremello Farbe, es gab auch welche die nicht sehr schön waren. Ich machte mich der Dame kurz bekannt welche sich eher zurückhaltend zeigte, ehe ich das Vorderbein hob und das Eisen nach dem aufnieten mit der Zange abnahm. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn weg und bockte ihr Huf danach auf wo ich das Außenhorn bearbeitete und dann mit dem Eisen befestigen weiter machte. Mit den speziellem Hufnägeln wurde es wieder befestigt und ich bock die überstehenden Nägel um, ehe ich sie wegknipste und einkerbte. Dann glättete ich mit der Hobel die Stellen und konnte mit dem zweiten Vorderbein weiter machen. Malte war inzwischen wieder da und streichelte der Cremellostute über das Fell. Soup machte keinerlei Spinnereien aber blieb skeptisch bei der Sache. Ich hatte mittlerweile schon das alte Eisen ab und war gerade dabei das neue am Amboss anzupassen. Als es angepasst war schnitt ich erstmal das abgestorbene Horn innen weg und bockte ihr Huf auf, wo ich mit der Hufhobel nach dem Schneiden die Seiten glättete. Nun nahm ich mir das bearbeitete Eisen aus dem Gasofen und brachte es an Soups Huf an, wo es erstmal zischte und ich es dann im Eimer abgekühlte, da die Form passte. Soup wollte gerade das Bein wegziehen, doch ich hielt es fest und Malte beruhigte sie nach dem Zurechtweisen. Zum Glück hatte er sie genug vorbereitet, damit die Dame auf meine tägliche Arbeit wenig zickte auch wenn sie das Zischen dennoch beunruhigte. Ich machte einfach meine Arbeit weiter und befestigte mit den Hufnägeln das abgekühlte Eisen am Huf. Die herausstehenden Nägel bog ich um und knipste sie anschließend weg, ehe ich mit meinen speziellen Werkzeug eine Kerbe in diese schlug und dann mit der Krokodilszange den Nagel einbettete. Die Hobel erledigte den Rest und die Stute stand auf neuen Eisen vorne. Nun waren die Hinterbeine an der Reihe, also nietete ich links die alten Nägel auf und glitt dann am linken Bein herunter. Sie hob es nach ein paar Sekunden überlegen an und ich hebelte das Eisen vom Huf. Dann säuberte ich ihr Huf und schnitt das abgestorbene Horn weg, besserte den Innenstrahl aus und bockte ihr Huf auf dem Hufbock auf. Dort bearbeitete ich mit dem Hufmesser das überstehende Horn und hobelte dann den Rand glatt. Dann nahm ich mir das heiße Eisen aus dem Gasofen und legte es an das Huf, es zischte und der Abdruck war in Ordnung also konnte ich das Eisen abkühlen und begann es mit den Hufnägeln zu befestigen. Dann bog ich die Nägel um, knipste sie ab und machte eine Kerbe rein ehe ich sie mit der Hobel glättete. Dann konnte ich auch schon das letzte Huf machen, hier nietete ich wieder die alten Nägel auf und hebelte das Eisen ab. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser ihr Innenhorn aus und bockte das Hinterbein auf, da hobelte ich den Rand rund und bereitete dann das nächste Aluminiumeisen vor. Dieses bearbeitete ich nach dem Anpassen am Huf nochmal auf dem Amboss und kühlte es dann ab. Es zischte nochmal ein letzes Mal laut und ich konnte mit dem Anbringen am Huf weiter machen. Schnell war der Vorgang hinter mir und ich bat Malte um eine Runde mit Alphabet Soup. Die Stute lief sauber auf ihren neuen Eisen und ich konnte auch sie entlassen.
    Nach einem kurzen Gespräch mit Malte verabschiedete ich mich von ihm und machte mich auf den Weg zu meinen Hotel bis morgen früh.
    18-12-19 | 9.603 Zeichen | Snoopy
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    Tierarztbesuch
    Heute ging es für mich seit langem mal wieder in den Außendienst. Phoenix Valley nannte sich das Gestüt und es lag wirklich mehr als idyllisch. Begrüßt wurde ich von Malte Tordenværson und da das Wetter uns heute nicht unbedingt dankbar empfing, verkürzten wir den Smalltalk und machten uns direkt auf den Weg in den Stall. Zwei Stuten und ein Hengst sollten heute einfach routinemäßig untersucht werden, denn eventuell stand für diese demnächst schon ihre Leistungsprüfung an.
    Wir begannen mit Westatlanta, einer tollen Tigerscheckenstute. Sie war drei Jahre, ein Vollblut und durchaus neugierig. Zunächst ließ ich sie mir von Malte im Schritt und Trab vorführen und führte auch die Beugeprobe durch. Da dort alles einwandfrei war, hörte ich Herz und Lunge ab. Danach schaute ich mir Ohren, Augen und Zähne an, ehe ich die Stute zufrieden abnickte. Ein Blick in den Impfpass genügte und wir frischten noch fix Influenza und Herpes auf. Der Rest war aktuell. So bekam Westatlanta nur noch ihre Wurmkur und durfte dann auch schon wieder gehen.
    Die nächste war Alphabet Soup. Erneut eine Vollblutstute, aber diesmal als schicker Cremello und bereits etwas älter. Aufmerksam musterte sie mich und war durchaus nicht so zugewandt wie ihre Vorgängerin. Ich begrüßte sie vorsichtig und so ließ sie mich zumindest ohne zurückzuzucken an sich heran. Wieder ließ ich sie mir zunächst vorführen, dann hörte ich sie ab und kontrollierte auch bei ihr Augen und Zähne. Alles war in bester Ordnung und die Impfungen waren auch noch alle aktuell. Also gab es für die Cremellostute nur eine Wurmkur und zack, durfte sie gehen.
    Abschließend kam Malte mit Last in Love zurück. Vollblut Nummer drei in brauner Scheckung, aber diesmal ein Hengst und das sah man ihm auch an. Malte führte ihn vor und dann machte ich mich ans Werk. Last in Love ließ alles brav über sich ergehen. Ohne Probleme konnte ich ihn abhören und anschauen. Auch bei den Impfungen zuckte er nicht einmal mit der Wimper und die Wurmkur nahm er auch problemlos an. Ich lobte ihn kurz und dann durfte auch er schon wieder gehen. Malte gab ich die Impfpässe zurück und verabschiedete mich dann, um noch vor dem nächsten Sturm wieder heil zu Hause anzukommen.
    16-02-2020 | 2.208 Zeichen | Eddi
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    Military E → A
    Nico war zur Zeit oft in Kanada. Das war einerseits gut, denn so war zumindest auf Phoenix Valley eine angenehme Herbstruhe. Dagegen sprach, dass Nico einfach nicht da war und das ganz schön auf die Stimmung schlug.
    Nico war nicht da. Und der Grund dafür war sein neues „Projekt“, wie er es nannte. Ein internationales „Horse-Makeover“, bei dem er den Veranstalter mimte und die Bow River Ranch den Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Ein großer Aufriss mit eigenem Filmteam und großer Erregung der Öffentlichkeit, dessen Aufregung zum Glück einige tausend Kilometer entfernt stattfand.
    Auf Phoenix Valley fand der alltägliche Trott statt. Jeder ging seinen Aufgaben nach und am Abend war ein gemeinsames Training geplant. Vielseitigkeit, auf der neu angelegten Crossstrecke, ein paar hundert Meter entfernt vom Gestüt. Ich hatte die Pferde bereits mit Eyvind von der Koppel geholt und vor dem Stall zum Putzen angebunden, als Eli, Bart und Ike zu uns dazustießen. Fünf Pferde, fünf Reiter, so passte es.
    „Boar, dieses Braun sieht verdammt geil auf Soup aus“, sagt Bart, als Eli gerade Alphabet Soup den neuen Sattel auf den Rücken legt, der am Ende des letzten Monats von dem übrigen Geld gekauft worden war. Der Sattler hatte es endlich geschafft, den braun-marmorierten Sattel an die helle Stute anzupassen und ich sah Eli an, wie er sich auf das Training damit freute.
    Ich würde unsere Gräfin reiten. Sie hatte viel von ihrer Mutter Grenzfee geerbt, welche mittlerweile ihr Leben als Zuchtstute genießen durfte, und das Training mit ihr lohnte sich unheimlich. Sie war selbstsicher und in den Bewegungen gleichzeitig kraftvoll und präzise, mit einer guten vielseitigen Begabung in der Distanz und im Military und das würde ich heute aus ihr herauskitzeln. Wenn alles gut laufen würde, könnten wir demnächst bei einem Turnier auf A-Höhe starten.
    Als alle ihre Pferde gesattelt hatten, ritten wir, Bart auf Song of Peace allen voran, zur Aufwärmung den Waldweg entlang zur Crossstrecke. Hinter ihm folgten Ike und der neue Last in Love, Eyvind mit Westatlanta, dann Eli und Alpha und zum Schluss ich mit Gräfin.
    Unsere Militarystrecke glich definitiv keinem Olympiastadion. Sie war matschig und von Blättern bedeckt, die Wassergräben grün und die Baumstämme unter einer dichten Schicht aus Moss versteckt. Aber sie gehörte uns und deswegen liebten wir sie alle. Vor allem Gräfin. Sie tänzelte unter mir wie eine junge Ballerina, die Nüstern waren geweitet und die Ohren nach vorne gerichtet. Sie wusste, was kommen würde. Zu oft hatten wir in den letzten Wochen hier unsere Zeit verbracht.
    Gestern hatte ich mit Eyvind die Strecke etwas geräumt. Äste beiseite geschafft und alles auf A-Niveau ausgerichtet. Ob Gräfin das bereits wusste?
    Immer wieder warf ich auch einen Blick zu Ike. Lovely, wie er liebevoll genannt wurde, war ein neues Projekt. Ein weiteres von Nico. Welches hieß: „Weniger Problempferde — mehr Langeweile“. Aber ich mochte den entspannten Kerl. Klein und zierlich und doch mit viel Kraft in den Beinen.
    Als wir an der Strecke angekommen waren, verteilten wir uns etwas auf der Bahn, erwärmten die Pferde ein letztes Mal und nahmen erste Übungssprünge, die an der Seite aufgestellt waren. Nichts großes, aber besser als nichts, wie Nico immer zu sagen pflegte. Wie auf ein stilles Kommando versammelten wir uns schließlich und legten eine Reihenfolge fest. Immer so, dass einer am Start und am Ziel warten würde, um die Zeit zu nehmen. Das würde Bart als erster übernehmen, während ich mich mit Gräfin als erster Reiter meldete. Sie schnaubte, stampfte auf und warf den Kopf in die Höhe.
    „Aber das müsste ihr vor eurem ersten Turnier nochmal üben!“, hörte ich Barts Stimme noch, bevor ich mit Gräfin die Linie übertrat und ins Fliegen geriet. Und wie Gräfin flog. Sie flog wie das Flugzeug damals, als ich Jora zurückgelassen hatte, um Nico in Kalifornien zu helfen. Immer höher, der Sonne näher, sodass es fast brannte.
    Gräfin nahm die Sprünge ohne Anstrengung. Ob es ihr Talent, oder nur die ungebändigte Energie war, konnte ich nicht sagen. Einige Hindernisse ritt ich zu grob an, eins wiederholte ich an geeigneter Stelle, nur damit Gräfin beim zweiten Versuch nochmal höher sprang, den Körper gestreckt und gerade wie ein Streichholz.
    „Ho“, sagte ich, als wir ins Ziel galoppierten. Gräfin leckte am Gebiss und trotz der Kälte schwitzte sie.
    „Respekt“, sagte Bart, der als einziger noch am Start wartete. „Das war schnell!“ Er grinste und reichte mir die Stoppuhr, bevor er sich und Song of Peace selbst für den Start vorbereitete.
    Kurz nachdem Bart gestartet war, kam Eli mit Alphabet Soup ins Ziel. Ich notierte unsere Zeiten und obwohl Gräfin bereits gut vorgelegt hatten, waren auch alle weiteren nur einen Ticken langsamer. Eyvind und Westatlanta folgten, dann Eli und Last in Love, und als letztes, einige Minuten später, galoppierte Peace ins Ziel.
    Bevor die Pferde auskühlten, alle hatten bereits Decken drüber liegen, ritten wir zurück zum Stall, duschten die Pferde kurz ab und deckten sie dann dick ein. Alle hatten das Training gut überstanden und konnten nun offiziell auf A laufen.
    29-11-2019 | 5127 Zeichen | Canyon

    Das Wetter war richtig mies und das Gestüt hatte keinen guten Ruf. Ich hatte mich geärgert, dass Nico uns für die Stutenkrönung auf der Woodland Ranch angemeldet hatte. Olivia war eine schreckliche Frau und ihr Sohn Jonathan nicht weniger. Vier Stuten würden wir vorstellen und es nieselte, während der kalte Wind über die Moorlandschaft pfiff. Also kein guter Start für die Reiter und die Pferde.
    Unsere erste Stute war Westatlanta. Eyvind würde sie vorstellen. Sie hatte vor einiger Zeit komplett neues Zubehör vom Gestüt von der Nordwacht gesponsert bekommen und das helle Zubehör passte perfekt zu ihrem sonst so unruhigen Fell. Auch Eyvind hatte sich passend gekleidet. Dunkelblaue Hose und hellbraunes Hemd, die Haare wie immer kurz und schneeweiß. Eyvind hatte viel mit Atlanta trainiert, als hätte tatsächlich auch er endlich mal einen Narren an einem Pferd gefressen.
    Ich beobachtete den Anfang ihrer Kür vom Eingang her, da ich selber alsbald mit meiner Stute an der Reihe war. Eyvind trabte in die Halle und grüßte die Richter bei X. Dann ließ er Westaltanta abermals im Trab antreten und ging auf die rechte Hand. Hier zeigte er einige Bahnfiguren, unter anderem eine einfache Schlangenlinie und ein aus der Ecke kehrt, sodass er nun auf der anderen Hand trabte und auf den Zirkel ging. Als er in den Schritt durchparierte, sie erst rückwärts richtete und dann durch den Zirkel im Schritt wechselte, wendete ich mich ab. Ich musste Alpha für ihren Auftritt aufwärmen. Ich hatte Eyvind Kür allerdings schon gesehen und wusste genau, dass er nun aus dem Schritt angaloppieren und wieder ganze Bahn reiten würde, um Westatlantas starken Galopp zu präsentieren. Dann würde ein Wechsel durch die ganze Bahn folgen und der Galopp auf der anderen Hand. Zum Schluss würde er die Richter wieder verabschieden. All dies bekam ich jedoch schon nicht mehr mit. Die Halle lag nun hinter mir und ich machte mich auf den Weg zu den Paddocks, wo unsere Pferde untergebracht waren.
    1979 Zeichen | geprüft auf Zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung Canyon | Zubehör Flair | Hintergrund sadasha
     
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  8. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    [​IMG]
    Alphabet Soup

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    Alphabet Soup
    Alpha
    ● ○ ● ○

    Stute | *2014 | 166cm
    Englisches Vollblut
    Cremello

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    Alpha ist eine sehr zurückhaltende Stute, bei der man genügend Zeit mitbringen sollte, um sie kennenlernen und mit ihr arbeiten zu können. Dann ist sie eine sehr treue und anhängliche Stute, die gerne Aufmerksamkeit genießt und gleichzeitig auch diese gibt.
    Ein Problem hat sie, wenn sie vor der Arbeit nicht ordentlich vorbereitet und aufgewärmt wird. Sie zeigt dann deutlich ihre Abneigung, bockt und steigt und verweigert die Arbeit.
    Kaltes Wetter ist für Alpha der Horror, eine Decke und bei Minusgraden eine Wärmelampe im Stall ist also für sie Pflicht. Erfüllt man ihre Wünsche, ist sie ein sehr freundliches und umgängliches Pferd, welches bei der Arbeit stets motiviert dabei ist.

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Canyon
    im Besitz seit: 17-2019
    Kaufpreis: x Joellen

    ● ○ ● ○

    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential


    Military E A L M S S*

    Distanz E A L M S

    Galopp E A L M S S*

    Springen E A L M S

    Fahren E A L M S S*


    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

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    491. Galopprennen | 405. Militaryturnier | 30. Synchronfahren | 31. Synchronfahren

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    408. Militaryturnier | 298. Synchronspringen | 32. Synchronfahren | 495. Galopprennen

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    33. Synchronfahren | 300. Synchronspringen | 496. Galopprennen | 567. Springturnier

    ● ○ ● ○


    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 12
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 1
    Zubehör: 2
    Gesamt: 19

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen
    -

    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: 16-02-2020 durch Eddi
    Letzter Hufschmiedbesuch: 18-12-2019 durch Snoopy

    ● ○ ● ○
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    Hufschmiedbesuch
    Stefanie konnte den Auftrag leider heute nicht machen, da ihr was auf der Ranch dazwischen kam also machte ich, James Mickaleson mich heute auf den Weg. Es war ein Flug nach Kalifornien geplant, genauer gesagt zum Hof Phoenix Valley, dort würde ich mich heute mit dem besten Freund des Besitzers Malte Tordenværson. Mein Flug dauert ca. drei Stunden, doch ich würde erst am nächsten Tag nach Hause fahren. Ich war schon am Flughafen angekommen und ließ mein Wagen verladen, dann stieg ich ein und wir flogen nach 20 Minuten los. Während der Flugzeit, blickte ich aus dem Fenster und ließ mir nochmal den Auftrag durch den Kopf gehen, haben sollte ich alles...
    Nach einem ruhigen Flug kam ich am Flughafen in Kalifornien an und wartete nach dem Ausstieg auf meinen Wagen. Nach 15 Minuten konnte ich diesen entgegennehmen und fuhr vom Flughafen, am Navi stellte ich mir die restliche Strecke nach Phoenix Valley ein. Nach knapp 45 Minuten kam ich auch schon auf dem Hof an und erblickte viele bunte Pferde auf der Weide. Ich fuhr am Parkplatz vorbei und Richtung Hauptstallungen, wo ich heute zwei Stuten behandeln werde. Über Telefon hatte ich schon ein paar Informationen erhalten, dass beides Englische Vollblüter waren und momentan eine schlechtere Marke trugen als die, die sie jetzt bekommen werden. Vor den Hauptstallungen angekommen, stellte ich den Motor meines Wagens ab und stieg aus. Ich musste nicht lange warten, da kam ach schon Malte mit den beiden Vollblütern um die Ecke. ,,Guten Tag! Ich bin James der Hufschmied für heute, Stefanie konnte leider heute nicht kommen, da ihr was dazwischen kam! Ich hoffe mit mir sind Sie auch zufrieden!", grinste ich und zückte den Cowboyhut. ,,Alles gut, kein Problem, hauptsache heute kommen die alten Eisen ab und neue mit besserer Qualität rauf!", antwortete er mir freundlich und ich entgegnete: ,,Natürlich! Dafür bin ich ja heute hier!". Er erkundigte sich noch nach meinen Flug und dann band er auch schon beide Stuten an. Zuerst nahm ich mir die bunte Westatlanta vor, sie hatte laut Malte kurz vor meinen Ankommen eines ihrer Eisen verloren, weswegen bei ihr dringenderer Handlungsbedarf war. Es war ihr linkes Vorderbein, mit welchen ich auch gleich anfing. Ich entfernte die restlichen noch steckenden Nägel aus dem Horn und säuberte dann ihr Huf, ehe ich das Innenhorn ausschnitt. Während ich gerade bei der Arbeit war, begann mich die bunte Stute beknabbern, sie fand wohl meinen Hosenträger äußerst faszinierend... Malte musste sie zwischendurch kurz zurechtweisen und entschuldigte sich, was für mich kein Problem war, lieber so als beißen, man hat ja einiges als Hufschmied schon durch. Ich bockte ihr Huf dann auf de Hufbock auf und schnitt überstehendes Horn am Außenhorn weg, besserte es mit der Hufraspel alles aus und konnte zu meinen Van, um im Gasofen das erste Eisen zu erwärmen. Hier legte ich die anderen drei dazu und nahm das erste nach kurzer Zeit raus, hielt es mit der Zange an den Huf und besserte die unpassenden Stellen am Amboss aus. Als es richtig angepasst war, kühlte ich es im Eimer ab und ging zurück zu der Tigerscheckendame. Dort begann ich das neue Aluminumeisen mit speziellen Nägeln zu befestigen und stellte das Huf ab, bog die Nägel um, knipste sie zurecht, haute mithilfe meines speziellen Werkzeugs Kerben rein und bettete die Nägel mithilfe der Krokodils-Zange ein, zu guter letzt hobelte ich den Rand glatt. Nun ging ich zum zweiten Vorderhuf, hier musste das alte Eisen ab, also nietete ich die Nägel auf, nahm mir meine Hufzange zur Hand und zog das alte Eisen von Huf ab. Dann klemmte ich mir ihr Beim zwischen meine und schnitt nach dem säubern und kontrollieren das Innenhorn zurecht. Entfernte überstehendes Horn beim Innenstrahl und korrigierte diesen zurecht, nun bockte ich ihr Huf auf den Hufbock auf und ging mit der Hufraspel um den Rand des Hufes, begradigte ihre ungeraden Stellen und gab dem Huf seine Form zurück. Westatlanta konnte das Huf erstmal wieder abstellen, ehe ich mir mit meiner Zange das heiße Eisen aus dem Gasofen holte und ihr Huf wieder hochhob um es einbrennen zu lassen. Hier musste nur eine Kleinigkeit verbessert werden, als klopfte ich am Amboss das Eisen zurecht und kühlte es im Wassereimer ab. Dann kehrte ich zurück zu der Vollblutstute und befestigte das Aluminiumeisen an ihrem Huf, bog die Nägel um und knipste sie zurecht. Nun kamen wieder die Kerben rein und ich begradigte das Außenhorn über den Nägeln. Vorne stand die Stute schon auf neuen Eisen, somit ging ich nach hinten, nietete die Nägel auf, glitt an der Hinterhand hinab und begann das Eisen vom Huf zu hebeln. Dann schnitt ich das abgestorbene Horn Innen und am Strahl weg, hobelte das Außenhorn auf dem Hufbock zurecht und bearbeitete das nächste Aluminumeisen am Amboss. Nun kehrte ich zurück zu der Stute, welche versuchte wieder an meine Hosenträger ran zu kommen und machte meine Arbeit weiter. Hier kühlte ich das Eisen vorher ab und befestigte es am Huf. Die Nägel wurden wieder umgebogen, abgeknipst und nach dem Kerben rein machen glatt gehobelt. Das letzte Eisen war dran, hier musste ich einen Moment warten, da sich die Stute an diesem Bein kratzen wollte. Sie schüttelte sich nach den abstellen und hob das Huf schon an. ,,Da will jemand aber schnell sein letztes Eisen!", lachte ich und blickte zu Malte welcher sich anschloss. Natürlich ließ ich die Stute nicht lange warten und nietete ihre Nägel auf, hob das Hinterbein an und hebelte das alte Eisen es von ihren Huf. Das neue Eisen hatte ich kurz vorher schon angepasst also musste ich nur das Horn schneiden und konnte es befestigen. Dies machte ich wieder mit den speziellen Nägeln aus meiner Seitentasche und bog sie gleichzeitig um. Dann durfte ihr Huf zurück auf den Boden und ich knipste sie kurz. Ihr Huf wurde wieder aufgebockt und ich machte die Kerbe rein und bettete sie wieder mit der Krokodilszange ein. ,,Fertig!", sagte ich als die Nägel geglättet waren und bat Malte um eine Runde mit der Stute. Er nickte und tat dies, sie lief super also konnte sie entlassen werden. Während Malte die Stute zurück in den Stall brachte, widmete ich mich der nächsten Stute mit dem Namen Alphabet Soup. Die Kleine, ja für mich war sie das mit ihren 1,66 m und ich mit meinen 1,85 m hatte eine schöne Cremello Farbe, es gab auch welche die nicht sehr schön waren. Ich machte mich der Dame kurz bekannt welche sich eher zurückhaltend zeigte, ehe ich das Vorderbein hob und das Eisen nach dem aufnieten mit der Zange abnahm. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn weg und bockte ihr Huf danach auf wo ich das Außenhorn bearbeitete und dann mit dem Eisen befestigen weiter machte. Mit den speziellem Hufnägeln wurde es wieder befestigt und ich bock die überstehenden Nägel um, ehe ich sie wegknipste und einkerbte. Dann glättete ich mit der Hobel die Stellen und konnte mit dem zweiten Vorderbein weiter machen. Malte war inzwischen wieder da und streichelte der Cremellostute über das Fell. Soup machte keinerlei Spinnereien aber blieb skeptisch bei der Sache. Ich hatte mittlerweile schon das alte Eisen ab und war gerade dabei das neue am Amboss anzupassen. Als es angepasst war schnitt ich erstmal das abgestorbene Horn innen weg und bockte ihr Huf auf, wo ich mit der Hufhobel nach dem Schneiden die Seiten glättete. Nun nahm ich mir das bearbeitete Eisen aus dem Gasofen und brachte es an Soups Huf an, wo es erstmal zischte und ich es dann im Eimer abgekühlte, da die Form passte. Soup wollte gerade das Bein wegziehen, doch ich hielt es fest und Malte beruhigte sie nach dem Zurechtweisen. Zum Glück hatte er sie genug vorbereitet, damit die Dame auf meine tägliche Arbeit wenig zickte auch wenn sie das Zischen dennoch beunruhigte. Ich machte einfach meine Arbeit weiter und befestigte mit den Hufnägeln das abgekühlte Eisen am Huf. Die herausstehenden Nägel bog ich um und knipste sie anschließend weg, ehe ich mit meinen speziellen Werkzeug eine Kerbe in diese schlug und dann mit der Krokodilszange den Nagel einbettete. Die Hobel erledigte den Rest und die Stute stand auf neuen Eisen vorne. Nun waren die Hinterbeine an der Reihe, also nietete ich links die alten Nägel auf und glitt dann am linken Bein herunter. Sie hob es nach ein paar Sekunden überlegen an und ich hebelte das Eisen vom Huf. Dann säuberte ich ihr Huf und schnitt das abgestorbene Horn weg, besserte den Innenstrahl aus und bockte ihr Huf auf dem Hufbock auf. Dort bearbeitete ich mit dem Hufmesser das überstehende Horn und hobelte dann den Rand glatt. Dann nahm ich mir das heiße Eisen aus dem Gasofen und legte es an das Huf, es zischte und der Abdruck war in Ordnung also konnte ich das Eisen abkühlen und begann es mit den Hufnägeln zu befestigen. Dann bog ich die Nägel um, knipste sie ab und machte eine Kerbe rein ehe ich sie mit der Hobel glättete. Dann konnte ich auch schon das letzte Huf machen, hier nietete ich wieder die alten Nägel auf und hebelte das Eisen ab. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser ihr Innenhorn aus und bockte das Hinterbein auf, da hobelte ich den Rand rund und bereitete dann das nächste Aluminiumeisen vor. Dieses bearbeitete ich nach dem Anpassen am Huf nochmal auf dem Amboss und kühlte es dann ab. Es zischte nochmal ein letzes Mal laut und ich konnte mit dem Anbringen am Huf weiter machen. Schnell war der Vorgang hinter mir und ich bat Malte um eine Runde mit Alphabet Soup. Die Stute lief sauber auf ihren neuen Eisen und ich konnte auch sie entlassen.
    Nach einem kurzen Gespräch mit Malte verabschiedete ich mich von ihm und machte mich auf den Weg zu meinen Hotel bis morgen früh.
    18-12-19 | 9.603 Zeichen | Snoopy
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    Tierarztbesuch
    Heute ging es für mich seit langem mal wieder in den Außendienst. Phoenix Valley nannte sich das Gestüt und es lag wirklich mehr als idyllisch. Begrüßt wurde ich von Malte Tordenværson und da das Wetter uns heute nicht unbedingt dankbar empfing, verkürzten wir den Smalltalk und machten uns direkt auf den Weg in den Stall. Zwei Stuten und ein Hengst sollten heute einfach routinemäßig untersucht werden, denn eventuell stand für diese demnächst schon ihre Leistungsprüfung an.
    Wir begannen mit Westatlanta, einer tollen Tigerscheckenstute. Sie war drei Jahre, ein Vollblut und durchaus neugierig. Zunächst ließ ich sie mir von Malte im Schritt und Trab vorführen und führte auch die Beugeprobe durch. Da dort alles einwandfrei war, hörte ich Herz und Lunge ab. Danach schaute ich mir Ohren, Augen und Zähne an, ehe ich die Stute zufrieden abnickte. Ein Blick in den Impfpass genügte und wir frischten noch fix Influenza und Herpes auf. Der Rest war aktuell. So bekam Westatlanta nur noch ihre Wurmkur und durfte dann auch schon wieder gehen.
    Die nächste war Alphabet Soup. Erneut eine Vollblutstute, aber diesmal als schicker Cremello und bereits etwas älter. Aufmerksam musterte sie mich und war durchaus nicht so zugewandt wie ihre Vorgängerin. Ich begrüßte sie vorsichtig und so ließ sie mich zumindest ohne zurückzuzucken an sich heran. Wieder ließ ich sie mir zunächst vorführen, dann hörte ich sie ab und kontrollierte auch bei ihr Augen und Zähne. Alles war in bester Ordnung und die Impfungen waren auch noch alle aktuell. Also gab es für die Cremellostute nur eine Wurmkur und zack, durfte sie gehen.
    Abschließend kam Malte mit Last in Love zurück. Vollblut Nummer drei in brauner Scheckung, aber diesmal ein Hengst und das sah man ihm auch an. Malte führte ihn vor und dann machte ich mich ans Werk. Last in Love ließ alles brav über sich ergehen. Ohne Probleme konnte ich ihn abhören und anschauen. Auch bei den Impfungen zuckte er nicht einmal mit der Wimper und die Wurmkur nahm er auch problemlos an. Ich lobte ihn kurz und dann durfte auch er schon wieder gehen. Malte gab ich die Impfpässe zurück und verabschiedete mich dann, um noch vor dem nächsten Sturm wieder heil zu Hause anzukommen.
    16-02-20 | 2.208 Zeichen | Eddi
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    Military E → A
    Nico war zur Zeit oft in Kanada. Das war einerseits gut, denn so war zumindest auf Phoenix Valley eine angenehme Herbstruhe. Dagegen sprach, dass Nico einfach nicht da war und das ganz schön auf die Stimmung schlug.
    Nico war nicht da. Und der Grund dafür war sein neues „Projekt“, wie er es nannte. Ein internationales „Horse-Makeover“, bei dem er den Veranstalter mimte und die Bow River Ranch den Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Ein großer Aufriss mit eigenem Filmteam und großer Erregung der Öffentlichkeit, dessen Aufregung zum Glück einige tausend Kilometer entfernt stattfand.
    Auf Phoenix Valley fand der alltägliche Trott statt. Jeder ging seinen Aufgaben nach und am Abend war ein gemeinsames Training geplant. Vielseitigkeit, auf der neu angelegten Crossstrecke, ein paar hundert Meter entfernt vom Gestüt. Ich hatte die Pferde bereits mit Eyvind von der Koppel geholt und vor dem Stall zum Putzen angebunden, als Eli, Bart und Ike zu uns dazustießen. Fünf Pferde, fünf Reiter, so passte es.
    „Boar, dieses Braun sieht verdammt geil auf Soup aus“, sagt Bart, als Eli gerade Alphabet Soup den neuen Sattel auf den Rücken legt, der am Ende des letzten Monats von dem übrigen Geld gekauft worden war. Der Sattler hatte es endlich geschafft, den braun-marmorierten Sattel an die helle Stute anzupassen und ich sah Eli an, wie er sich auf das Training damit freute.
    Ich würde unsere Gräfin reiten. Sie hatte viel von ihrer Mutter Grenzfee geerbt, welche mittlerweile ihr Leben als Zuchtstute genießen durfte, und das Training mit ihr lohnte sich unheimlich. Sie war selbstsicher und in den Bewegungen gleichzeitig kraftvoll und präzise, mit einer guten vielseitigen Begabung in der Distanz und im Military und das würde ich heute aus ihr herauskitzeln. Wenn alles gut laufen würde, könnten wir demnächst bei einem Turnier auf A-Höhe starten.
    Als alle ihre Pferde gesattelt hatten, ritten wir, Bart auf Song of Peace allen voran, zur Aufwärmung den Waldweg entlang zur Crossstrecke. Hinter ihm folgten Ike und der neue Last in Love, Eyvind mit Westatlanta, dann Eli und Alpha und zum Schluss ich mit Gräfin.
    Unsere Militarystrecke glich definitiv keinem Olympiastadion. Sie war matschig und von Blättern bedeckt, die Wassergräben grün und die Baumstämme unter einer dichten Schicht aus Moss versteckt. Aber sie gehörte uns und deswegen liebten wir sie alle. Vor allem Gräfin. Sie tänzelte unter mir wie eine junge Ballerina, die Nüstern waren geweitet und die Ohren nach vorne gerichtet. Sie wusste, was kommen würde. Zu oft hatten wir in den letzten Wochen hier unsere Zeit verbracht.
    Gestern hatte ich mit Eyvind die Strecke etwas geräumt. Äste beiseite geschafft und alles auf A-Niveau ausgerichtet. Ob Gräfin das bereits wusste?
    Immer wieder warf ich auch einen Blick zu Ike. Lovely, wie er liebevoll genannt wurde, war ein neues Projekt. Ein weiteres von Nico. Welches hieß: „Weniger Problempferde — mehr Langeweile“. Aber ich mochte den entspannten Kerl. Klein und zierlich und doch mit viel Kraft in den Beinen.
    Als wir an der Strecke angekommen waren, verteilten wir uns etwas auf der Bahn, erwärmten die Pferde ein letztes Mal und nahmen erste Übungssprünge, die an der Seite aufgestellt waren. Nichts großes, aber besser als nichts, wie Nico immer zu sagen pflegte. Wie auf ein stilles Kommando versammelten wir uns schließlich und legten eine Reihenfolge fest. Immer so, dass einer am Start und am Ziel warten würde, um die Zeit zu nehmen. Das würde Bart als erster übernehmen, während ich mich mit Gräfin als erster Reiter meldete. Sie schnaubte, stampfte auf und warf den Kopf in die Höhe.
    „Aber das müsste ihr vor eurem ersten Turnier nochmal üben!“, hörte ich Barts Stimme noch, bevor ich mit Gräfin die Linie übertrat und ins Fliegen geriet. Und wie Gräfin flog. Sie flog wie das Flugzeug damals, als ich Jora zurückgelassen hatte, um Nico in Kalifornien zu helfen. Immer höher, der Sonne näher, sodass es fast brannte.
    Gräfin nahm die Sprünge ohne Anstrengung. Ob es ihr Talent, oder nur die ungebändigte Energie war, konnte ich nicht sagen. Einige Hindernisse ritt ich zu grob an, eins wiederholte ich an geeigneter Stelle, nur damit Gräfin beim zweiten Versuch nochmal höher sprang, den Körper gestreckt und gerade wie ein Streichholz.
    „Ho“, sagte ich, als wir ins Ziel galoppierten. Gräfin leckte am Gebiss und trotz der Kälte schwitzte sie.
    „Respekt“, sagte Bart, der als einziger noch am Start wartete. „Das war schnell!“ Er grinste und reichte mir die Stoppuhr, bevor er sich und Song of Peace selbst für den Start vorbereitete.
    Kurz nachdem Bart gestartet war, kam Eli mit Alphabet Soup ins Ziel. Ich notierte unsere Zeiten und obwohl Gräfin bereits gut vorgelegt hatten, waren auch alle weiteren nur einen Ticken langsamer. Eyvind und Westatlanta folgten, dann Eli und Last in Love, und als letztes, einige Minuten später, galoppierte Peace ins Ziel.
    Bevor die Pferde auskühlten, alle hatten bereits Decken drüber liegen, ritten wir zurück zum Stall, duschten die Pferde kurz ab und deckten sie dann dick ein. Alle hatten das Training gut überstanden und konnten nun offiziell auf A laufen.
    29-11-2019 | 5127 Zeichen | Canyon

    Alphabet Soup stand mit angelegten Ohren und feuchtem Fell in ihrem Paddock hinter der Halle. Es gab keinen Schutz vor dem anhaltenden Regen und Wind peitschte die feuchte Luft in alle Richtungen. Gegen Regen hatte Alpha eigentlich nichts, schlimmer war definitiv Schnee und Eis, aber trotzdem war ihre Laune nicht besonders gut. Immer wieder schnappte sie in Richtung ihres Nachbarpferdes, um ihren Missmut Ausdruck verleihen zu können.
    Alpha war in letzter Zeit viel von Eli trainiert worden. Sie war sehr umgänglich und pflegeleicht, wenn man ihr das Training durch gutes Aufwärmen erleichterte. Eli war keiner unserer besseren Reiter und trotzdem hatte er gut mit Alpha trainiert und sie auf ihre Krönung vorbereitet. Die Krönung würde ich allerdings selbst übernehmen.
    Alpha war wirklich nicht schwer zu reiten und auch wenn das Wetter ihr auf die Stimmung drückte, war sie auf dem Aufwärmplatz sehr motiviert dabei. Ich wusste, dass Alpha erst recht in der trockenen Halle ihr bestes geben würde.
    Wir wurden aufgerufen und kurz darauf ertönte Jonathans Stimme aus dem Lautsprecher. Hin und wieder hatte ich schon mit ihm geredet, aber immer nichts großes und wirklich anregend war es nie gewesen. „Nun folgt Alphabet Soup vom Gestüt Phoenix Valley, vorgestellt von Malte Tordenværson.“
    Na immerhin sprach er meinen Namen richtig aus, zumindest hatte er sich das merken können. Ich betrat im Schritt die Halle, zeigte erstmal in der ruhigen Gangart Alphas Können, richtete sie rückwärts, ging Schlangenlinien und machte aus der Ecke kehrt. Dann trabte ich an und zeigte ihren schönen Trab, der fast in Richtung Mitteltrab ging, ihr natürliches Dressurtalent, welches wir allerdings nie ausführlich vertieft hatten. Ich wechselte die Hand und galoppierte eine Runde später an, allerdings sehr gemächlich, ungewohnt für ein Vollblut, welches für den Renngalopp geschaffen worden war. Ich wollte zeigen, dass Alpha auch anders konnte. Erst auf ihrer starken rechten Hand ließ ich sie in den schnelleren Galopp fallen, sodass sie sich streckte und ich in den leichten Sitz ging.
    Dann parierte ich durch und verabschiedete die Richter. Ich verließ die Halle, nahm ein paar Glückwünsche von rechts und links an und ritt zurück zu den Paddocks.
    2245 Zeichen | geprüft auf zeichenzähler.de | Canyon

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  9. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin


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    Song of Peace
    ● ○ ● ○

    Stute | *2014 | wird 167cm
    Englisches Vollblut
    Splashed Silver Dapple Bay

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    Song ist eigentlich eine sehr umgängliche Stute, aber mit einem richtigen Dickschädel, den sie mit allen Mitteln versucht durch zu setzen. Gepaart mit ihrer energiegeladenen Seite ist sie fast schon eine Zeitbombe und Bocken bleibt nicht aus. Besonders bei Anfängern auf ihrem Rücken, die sich nur mühsam darauf halten können. Außerdem ist sie ein kleines Rennschwein und macht ihrer Rasse alle Ehre. Ihre Ausdauer und ihren Ehrgeiz zeigte sie schon als Jährling auf der Weide, auf der sie sich auch einige Verletzungen zu zog.
    Zum Hufschmied hat sie eine besondere Bindung, aus unerklärlichen Gründen liebt sie ihn und erspielt sich so immer das ein oder andere Leckerli und bleibt brav stehen, wenn an ihren Hufen gearbeitet wird. Allerdings ist sie mit anderen Tieren, besonders Katzen und Hunde unverträglich und wird richtig biestig, wenn sich eines dieser Tiere ihr nähert. Zu Menschen aber ist sie am Boden herzallerliebst und folgt ihnen neugierig auf Schritt und Tritt, ganz egal ob auf dem Platz oder auf der Weide. Ihre größte Angst hat sie vor Plastiktüten und Flatterband. Alles was ähnlich raschelt scheint ihr ziemlich unheimlich. In der Herde ist sie eher rangniedrig und steht abseits der Herde und ist froh, wenn sie von Menschen umgeben ist.

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: sadasha
    im Besitz seit: 24-Dezember-2017
    Kaufpreis: x

    ● ○ ● ○

    Galopp E A L M S S* S**

    Military E A L

    Springen E A

    Fahren E A L

    Western E A


    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

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    375. Fahrturnier | 485. Galopprennen | 488. Galopprennen | 489. Galopprennen

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    491. Galopprennen | 495. Galopprennen | 410. Militaryturnier | 501. Galopprennen

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    518. Westernturnier | 521.Westernturnier | 446. Fahrturnier

    ● ○ ● ○


    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 11
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 3
    Zubehör: 0
    Gesamt: 18

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen
    -

    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: 12-02-2020 durch Cooper

    Letzter Hufschmiedbesuch: 20-02-2020 durch Elsaria

    ● ○ ● ○
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    Urlaub auf Phoenix Valley
    Ich hatte Urlaub bei Bekannten vereinbart. Ich wollte drei Wochen dort bleiben. Jedoch ist Urlaub nicht gleich Urlaub. Nicolaus du Martin bat mich nebenbei einige seiner Lieblinge zu machen. Ich willigte ein. Ich konnte ja trotzdem die Sonne auf meine Haut strahlen lassen und drei Wochen hatten wir ja genug Zeit dafür. Zehn Pferde wären es, zwei Pro Tag und ich wäre in fünf Tagen fertig. Ich hatte alles gepackt, Joicy war so nett und brachte mich zum Flughafen.
    "Ich hoffe es steht noch alles, wenn ich wieder komme!" lachte ich. Dann sah ich noch ein letztes mal meine heiß geliebten Berge an, diese würde ich nun für die Sonne eintauschen, zumindest für drei Wochen. Joicy versicherte mir, dass alles schon glatt laufen würde und so stieg ich beruhigt in den Flieger nach Kalifornien. Mein Flug dauerte 8h. In dieser Zeit döste ich ein wenig. Malte der Trainer holte mich dann am Flughafen ab. Wir begrüßten uns herzlich und ich beschloss morgen mit Chromed Highwind und Lap de Loupe anzufangen. Für heute wollte ich nur schlafen. Wir kamen auf dem Hof an und Malte zeigte mir die eigene Hufschmiede für Hufschmiede die außer Landes extra einflogen, um die Pferde zu versorgen, so mussten wir nicht immer den tragbaren Ofen mitzerren, meinte er. Malte fand, dass sein Gestüt bereits sehr groß war, sodass sich eine Schmiede rentieren würde. Ich freute mich riesig, denn es war eine wahnsinnige Erleichterung in der Planung. Ich genoss den Abend noch draußen auf der Verande meines Gästehauses mit einem Gläschen Wein. Hir und da hörte ich ein Wiehern der Pferde und dachte an meine Heimat. Gegen 23 Uhr ging ich schlafen. Das Bett war angenehm weich und groß. Ich fühlte mich wie eine Königin.
    "Guten Morgen! Ich dachte du möchtest mit uns Frühstücken!", wurde ich aus meinem Schlaf gerissen. Malte stand im Raum und grinste mich an.
    "Gib mir fünf Minuten!" sagte ich noch etwas verschlafen und Malte war auch schon wieder verschwunden. Ich stand auf und sprang zuerst unter die Dusche, dann zog ich mich an und ging ins Haupthaus rein. Dort waren alle schon am Tisch und aßen ihr Frühstück. Ich machte mir einen Kaffee und ein belegtes Brötchen. In Ruhe aß ich mein Frühstück. Nico und ich plauderten noch ein wenig. Als ich dann fertig war, ging ich zur neuen Schmiede, heizte den Ofen ein und holte den ersten Kandidaten. Es war ein Schimmelhengst namens Chromed Highwind. Ich band den Hengst a, Ständer an und begann die alten Eisen runter zu nehmen. Dann knipste ich das überschüssige Horn ab und schon war es passiert, er rutschte mir mit dem Huf aus und hampelte rum. "Du kannst wohl nicht warten was?!", sagte ich zu ihm und ermahnte ihn freundlich. Mit gerade seinen 6 Jahren durfte ich nicht all zu viel erwarten und Hengste sind meisten etwas nervöser. Ich nahm den Huf erneut auf und besserte den kleinen Unfall aus. Als er artig war, lobte ich ihn ausgiebig. Nun ging ich ans Hinterbein auch da holte ich die alten Eisen runter, bearbeitete seinen Huf, auch da versuchte der Hengst seinen Huf wieder wegzuziehen. Doch diesmal war ich gefasst und er hatte keine Chance. Als ich hinten fertig war, schmiss ich schnell seine Eisen in den Ofen und machte auf der linken Seite weiter. Alles ist gut, High!", redete ich mit dem Hengst. Dieser tänzelte ungeduldig hin und her und auf und ab. Ich hatte echt eine Mühe ihn fertig zu bekommen. Als die Eisen heiß genug waren, legte ich sie nach einander auf und klopfte sie dann in die richtige Größe. ehe ich sie im kalten Wasser wieder abkühlte. Dann nagelte ich die Eisen nacheinander auf das Horn, bearbeitete die Nägel und fettete die Hufen ein. Chromed Highwind war nun fertig. Ich brachte ihn zurück in die Box und holte mir seinen Nachbarn Lap de Loupe. Der Amber Cream Hengst zeigte mir seine Störrigkeit auf seine freundlichen Art hin. Er wollte einfach noch nicht aus der Box raus.
    "Junge, ich weiß, es ist noch früh und du glaubst, du musst arbeiten, das ist so nicht, du hast ein Wellnessprogramm gewonnen!" scherzte ich rum. Immer wieder ermunterte ich den Hengsten doch noch aus der Box zu kommen. Ich gab nicht auf und Lap wohl auch nicht, zumindest sehr schwer. Nach einiger Zeit Überredungskünste folgte mir der hübsche dann doch.
    "Wow, das ging ja schnell!", wunderte sich Malte.
    "Was wie schnell?!" fragte ich leicht irritiert.
    "Lap kommt bei Fremden normalerweise nicht so schnell raus!", lachte er.
    "Ach, wir sind doch schon Freunde oder nicht Lap?!" fragte ich grinsend den Hengst, der neben mir stand und gerade seinen Kopf an mir rieb. Normalerweise duldete ich solch ein Verhalten nicht, aber ich wollte seine Mitarbeit nicht zunichte machen. Ich band ihn an der Schmiede an und begann ihm seine Eisen runterzuholen. dann knipste ich das Horn weg und legte die Eisen ins Feuer. Nach dem Hengst werde ich wohl in die Stadt fahren und etwas Shoppen gehen, das tat ich gerne, aber viel zu selten. Vielleicht finde ich ja ein gutes Reitsportgeschäft. Lap benahm sich vorbildlich, ich hatte ihn schnell komplett fertig und brachte ihn wieder in seine Box. Nun räumte ich alles auf, schaltete den Ofen aus, und wartete bis dieser kalt war. Dann ging ich ins Haus duschte mich und machte mich fertig für die Stadt. Kalifornien war ein wunderschönes Land, aber ich vermisste schon ein wenig meine Berge Zuhause. Sollte ich mal anrufen und nach dem Rechten fragen? Immerhin war ich erst seit einem Tag fort. Ich beschloss dies nicht zu tun. Ich fand in der Stadt ein Reitsportgeschäft und stöberte dort herum. Ich fand einige schöne Sachen und ging dann in ein Café. Ich kehrte abends zurück und schlief auch schon fest ein.
    Am nächsten Morgen wurde ich von Hufgetrampel und wildem Rufen geweckt. Ich zog mich rasch an und ging neugierig nach draußen. Dort waren einige Pferde aus ihren Boxen ausgebrochen, ob das ein Jugendstreich der Teenager der Umgebung war, stand noch nicht fest. Kurzerhand half ich die Pferde wieder einzusammeln. Dann, als die Pferde wieder in ihren Boxen waren, ging ich frühstücken. Danach holte ich Sir Golden Mile aus seiner Box. Der 4-jährige Smoky Black Hengst folgte mir brav in die Schmiede. Da ich in der Hektik den Ofen vergessen hatte anzumachen, holte ich das nach. In der Zwischenzeit streichelte ich den kleinen ein wenig, dann holte ich seine alten Eisen herunter, legte seine neuen Eisen in den Ofen. Dann raspelte ich den Hufe wieder in die richtigen Länge. Dann befestigte ich die Eisen an den Hufen und lobte den jungen Hengst. Dann machte ich eine kleine Pause und holte einen Kaffee nachdem ich Mile wieder in seine Box gebracht hatte. Ich trank genüsslich meinen Kaffee und holte den letzten Hengst im Bunde. Golden Sugar, der Schabrackentiger Hengst, war etwas zu eifrig bei der Sache. Ich musste auf dem Weg zur Schmiede ihn mehrmals zurechtweisen, dass er neben mir zu laufen hatte und nicht vor mir. Der Hübsche meinte das sicherlich nicht böswillig, er war nur voreilig. Als ob er auf einen Zug müsste. Ich band ihn an und begann die alten Eisen abzunehmen. Dann legte ich die neuen Eisen ins Feuer und knipste das zu viele Horn ab und raspelte die Hufränder wieder schön rund. dann nagelte ich die neuen Eisen auf die Hufe rauf und brachte Sugar wieder in seine Box. Abermals räumte ich alles auf und chillte dann den Rest des Tages.
    Morgen würde ich mit Malte ausreiten und darum würde ich erst am nächsten Tag weiter machen. Deshalb wollte ich ausgeruht sein, um die Natur entdecken zu können. Wir hatten uns auf 14 Uhr verabredet, also wollte ich am Vormittag so richtig ausschlafen und Wellness machen. Ich wachte gegen 7 Uhr auf und konnte noch im Bett liegen bleiben, dafür hatte ich sehr wenig die Chance, darum genoss ich das Privileg sehr. Ich döste vor mich hin, irgendwann brunchte ich ausgiebig und lange und rief dann Joicy an um zu erfahren ob alles in Ordnung war. Joicy bestätigte es mir. Inzwischen war es halb zwei, somit ging ich mal Richtung Stallungen. Ich sollte heute Golden Sugar bekommen. Malte nahm Lap de Loupe. Wir machten unsere Pferde fertig und sattelten sie auf. Ich werde nun zum ersten mal auf einem Englischen Vollblut sitzen. Nun schwangen wir uns auf den Rücken der Pferde und ritten vom Hof. Ich folge Malte unauffällig. Wir schnatterten wie alte Tratschweiber! Ich erzählte ihm viel über meine Österreichischen Warmblüter, über meine Alpen und wie die Mutterstuten mit Fohlen im Sommer über frei in den Alpen leben dürfen. Ich erzählte ihr auch viel über Beastly Domina, die Stute die ich aus einer Rettungsaktion bekommen habe, wie sie zu meinem Seelenpferd wurde und wie sehr ich diese Stute liebte. Nach einer Weile trabten wir an. Mich zog es ruckartig nach hinten, Sugar war schnell. Ich mochte mir gar nicht ausmalen wie es sein wird, wenn wir erstmal galoppierten. Schnell gewöhnte ich mich an Sugar‘s Tempo. Nun galoppierten wir eine Strecke entlang. Die Umgebung war echt wunderschön, ich konnte richtig Kraft tanken. Nach zwei Stunden Ausritt kamen wir zurück. Wir ritten lang genug im gemütlichen Schritt das unsere Pferde schon wieder fast trocken waren, als wir sie absattelten. Dann brachten wir sie in ihre Boxen und ich ging noch in eine Bar.
    Am nächsten Morgen war ich schon in der Schmiede und warf den Ofen an. Ich beschloss PV Gräfin zu holen. Die dunkelbraune Stute grummelte mir entgegen. "Hallo Hübsche!" begrüßte ich sie. Ich nahm ihr Halfter und führte sie über den Hof. Bei der Schmiede angekommen band ich sie an, schaute welche Größe von Eisen sie benötigte, schmiess diese in den Ofen und begann die alten abgenutzten herunterzuholen. Danach knipste ich das alte Horn ab und feilte die Ränder wieder rund. Gräfin benahm sich artig und so konnte ich schnell meine Arbeit fortsetzen. Als die Hufen bearbeitet waren, nagelte ich die neuen passenden Eisen auf die Hufe und fettete die Hufen ein. Dann brachte ich Gräfin wieder in ihre Box und holte mir Song of Peace. Die hübsche Stute gefiel mir schon von Anfang an, als ich sie entdeckt hatte, leider war sie zu groß und zu schwer als sie in eine Tasche zu packen, um sie zu klauen. Ich halfterte die Stute auf und führte sie aus der Box. Als die Stute merkte, dass es Richtung Schmiede ging, schien sie sich richtig zu freuen, das irritierte mich ein wenig, den entweder zeigten andere Angstreaktionen oder gar keine Reaktion, aber Freude? Das war mir neu! Aber recht war es mir allemal. Ich band die Stute an und legte ihre Eisen ins Feuer. Brav stand sie da und sah mich mit ihren wunderschönen Augen an. Als ich mich nach vorn beugte und ihr Vorderhuf bearbeitete, merkte ich wie sie an meiner Jacke und am Pulli zupfte und mich halb auszog. "Kannst du mich bitte angezogen lassen? Möchte nicht nackt da stehen und außerdem ist es kalt!" grummelte ich lachend zur Stute, die wohl nach Leckereien suchte, dieses kleine verfressenes Ding. Mehrmals schob ich ihr den Kopf von meinem Rücken weg, aber sie war jedes mal da. Sie gab einfach nicht auf. Endlich kam ich dazu, die Eisen aufzunageln. Peace war brav, sie zeigte mir ihre Liebe und ihre Zuneigung, auch wenn sie kein Leckerchen von mir bekam. Ich verteilte grundsätzlich nur am Schluss ein Lekerli aber nicht während der Arbeit. Endlich war ich fertig. Ich gab ihr ein Apfelstück und brachte sie wieder zurück in ihre Box. Ich machte den Platz sauber und ging in den Wellnessbereich meines Gästehauses, sprich Badezimmer.
    Für heute war Cinnada Mistik und I‘ve got a blue soul geplant. Zuerst wollte ich ausgiebig auf der Terrasse frühstücken. Nach dem Frühstück holte ich mir Cinnada Mistik aus ihrer Box. An der Schmiede angekommen holte ich die alten Eisen herunter und kürzte die Hufe. Nachdem diese korrigiert und gekürzt waren, nagelte ich die neuen Eisen auf ihre Hufe. Mistik benahm sich artig bis auf ein zwei rumtänzelei. Dann brachte ich die Stute wieder in ihre Box und holte Blue Soul raus. Die Schönheit war die letzte für heute, dann hatte ich noch zwei vor mir, die ich aber erst gegen Ende meines Urlaubes machen wollte. Ich band Blue an und begann mit meiner Arbeit, als Malte zu mir kam. Wieviele hast du noch vor dir?!" fragte er mich.
    "Für heute nur noch sie, dann hab ich noch zwei, die ich in der letzten Woche meines Urlaubes machen werde!" sagte ich und war gerade dabei die Hufe zu kürzen. "Oh du bist ja schnell, wollen wir heute Abend was essen gehen und das Nachtleben Kaliforniens unsicher machen?!" grinste er.
    "Ja klar und wie ich das will!" Wir verabredeten uns für 19 Uhr in einem nobleren Restaurant. Ich machte Blue Soul fertig und brachte sie in die Box. Dann räumte ich die Schmiede auf und richtete mich für den Abend ein. Ich freute mich sehr darauf.
    Einige Tage waren nun vergangen und ich hatte den Urlaub sichtlich genossen, heute wollte ich die restliche zwei Pferde machen. Zuerst holte ich BR Prias Raveday aus ihrer Box. Die Red Roan Stute war sehr artig. Ich holte die Eisen herunter, kürzte die Hufe und nagelte die neuen Eisen rauf. Raveday war neugierig und knibbelte an meiner Jacke rum. Dann verräumte ich die Stute in ihrer Box und holte Delightful Cinnamon. Bei Cina wollte Malte dabei sein, denn die Stute hatte einige schlechte Erfahrungen gemacht und da wollte sie mir als Unterstützung dienen. Die Scheckstute sah mich misstrauisch an. Ich redete sanft mit der Stute. Gekonnt hatte ich die Hufen gekürzt und die Eisen drauf genagelt so gut es ging. die Stute zappelte recht und versuchte sich mehrmals sich loszureisen.
    "Pass auf!" rief Malte immer wieder und sah besorgt aus. Ich musste mehrmals zur Seite springen. Nach zwei Stunden war auch sie endlich fertig. Ich gönnte die Stute mehrere Pausen. Nun war auch sie fertig und ich konnte in Ruhe meine Sachen zusammenpacken und Richtung Heimat fliegen, mein Urlaub war schon vorbei, sehr erlebnisreich und arbeitsreich!
    21-02-2020 | 13.733 Zeichen | Elsaria
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    Prophylaxe
    Es war kalt. Richtig kalt in Kanada. Es war aber dennoch ein sonniger Morgen. Mit einem Hoodie und Schal bedenkt, begab ich mich nach oben ins Büro. Dort wurde es nie wirklich warm, trotz Fußbodenheizung. Ich schaltete den Computer an und rieb mir müde durchs Gesicht. Ich zog den Kragen des Pullovers hoch bis über die Nase und schaut mir dann meine To- Do Liste an. „Mist“ ich habe Nicolaus vergessen“. In dem Moment als ich es laut ausgesprochen hatte, hörte ich selbst wie komisch sich das anhörte und lachte. Was bestimmt von außen noch drei Mal bescheuerter aussah. Ich schaute von Oben in die Küche und sah Mugde der verzweifelt an der Tür wartete. „Sag doch was“ lachte ich und begleitete ihn mit raus. Ich bereitete alles für den Besuch auf Phoenix Valley vor und vereinbarte dann mit meinem Kunden einen Termin. Zufälligerweise war er auch der Veranstalter des „Horse Makeovers“. Nun hatte ich schon fast alle Beteiligten des Makeovers einen medizinischen Besuch abgestattet.
    Am Tag der Anreise schneite es und zog meine Anreise somit in die Länge. Ich versuchte seit dem neuen Jahr mich nicht mehr so aufzuregen und ging demensprechend bewusst kühl mit der Situation um. Ich informierte meinen Auftraggeber über meine Ankunft und ruhte mich dann bis zum Termin etwas aus. Das Hotelessen war wieder hervorragend. Auch die Wellness und Sportbereich lies ich mir nicht entgehen.
    Mit dem Leihwagen fuhr ich dann am vereinbarten Termin nach Phoenix Valley. Ich mochte die Ortschaft. Es sah Senneville verdammt ähnlich. Auch hier gabs einen National Forest. „Mahn, sieht auch wie zuhause“ sagte ich leise und schaute die Bäume an. Bei der Ankunft wurde ich direkt von Nicolaus du Martin persönlich in Empfang genommen. Wir verstanden uns auf anhieb sehr gut und das einzige Thema war natürlich Galopprennen und englische Vollblüter. Es war schön sich mit jemanden zu unterhalten der ebenfalls eine solch große Passion für die verrücken übrig hatte, so wie ich. Er fuhr mit seinem Rollstuhl voran. „Auf geht’s. Hier lang bitte“ sagte er nett und rollte mir fast davon. Bewaffnet mit meinem Rucksack und einer Tasche lief ich dem Mann hinterher. „Hier ist unser Hauptstall für die Stuten“. Er präsentierte mit einige Tiere und erklärte mir ein wenig über ich Konzept. „Heute sind Song of Peace und PV Gräfin dran“ sagte er und bewegte sich ganz ohne Probleme im Raum. Ich fand das tatsächlich recht erstaunlich. Zunächst schaute ich mit die sechs Jahre alte „Song of Peace“, die nur Peace genannt wird, an. Mit gegenüber verhielt sie sich von Anhieb freundlich und trat mir augenscheinlich unvoreingenommen entgegen. Gräfin blickte direkt zu uns rüber und schaute sich alles an. „Sie will nur nah bei ihr sein. Die Zwei kann man kaum trennen“ lachte Nicolaus. Ich nickte, lächelte und begutachtete die Stute dann von außen. Wie von ihrem Besitzer schon erwähnt hatte sie vereinzelt einige Narben. Alle schienen gut verheilt und machten auch keine Probleme. Ich schaute mir ihre Hufen und die Gelenke der Beine noch mal genauer an und dokumentierte „Unauffällig“. Die äußerte ich auch dem Auftraggeber. Ich tastete dann den Rest des Körpers ab. Am Kopf angelangt schaute ich spezifischer nach den Augen, deren Reflex und den Nüstern. Sowie auch Ohren und nach dem Mundraum. Immer mal wieder musste ich neu nach der Stute greifen da sie nervös den Kopf oder auch den kompletten Körper zurücknahm. Ich gab ich die Zeit und versuchte es dann ruhig einfach erneut. Nicolaus hatte derzeit die andere Stute „PV Gräfin“ schon mit dem Halfter in der Box festgemacht. Ich dokumentierte mein Vorgehen und die nicht Vorhandenen Befunde. Zuletzt kontrollierte ich ihre Vitalzeichen. „Puls, Atmung, Temperatur und Herzfrequenz sind alle in bester Ordnung. Alles was schnell, aber gehört sich für einen Vollblüter auch so“ lachte ich und hoffe das Nicolaus mit lachte. Das tat er. Erleichtert bereitete ich dann zunächst alle Immunisierungen vor und überlegte wie ich vorgehe. „Ich Untersuche die andere zuerst bevor ich sie immunisiere. Mache ich es bei Peace jetzt wird Gräfin nur zu nervös und wir bekommen schon Probleme bei der Untersuchung“ sagte ich und ging auch so vor. Auch der der dunkelbraunen Stute war alles in bester Ordnung. Die Immunisierungen standen schon bereit. Gräfin suchte oft die Nähe zu der anderen Stute und genauso andersherum. Sie hatten sich immer im Blick. „Ich glaube es ist egal wo ich anfange. Ich löse so oder so Hysterie aus“. Ich lachte und hörte du Martin ebenfalls schmunzeln. Ich ging zu PV Gräfin zuerst. Sie hatte mich nicht ganz so an sich rangelassen wie Peace und musste somit noch netter sein. Ihr Besitzer beruhigte sie per Stimme. Ich zählte innerlich bis drei und stach dann, so brutal es auch klingt, zu. Natürlich dennoch behutsam. Aber schnell. Anders war es mit rassetypischen Vollblütern eben nicht möglich. Leider schrie die Stute leicht auf, was dann nicht nur Hysterie in ihrer Nachbarbox auslöste, sondern im ganzen Stall. Ich seufzte. „Man, wenn ihr wüsstet das ich euch allen nur das Beste wünsche“. Nicolaus kümmerte sich über den Aufruhr im Stall mit einigen Mitarbeitern und setzte mir einen Mitarbeiter an Peace, damit ich auch bei ihr die Immunisierungen schnell durchführen kann. „Dann auf. Desto länger wir warten, desto schlimmer machen wir’s“. Auch hier arbeitete ich präzise und schnell. Und auch hier wurde auch von einer Sekunde auf die anderen unbeliebt. Äpfel gingen jedoch anscheinend immer. Beide Stuten kauten auf der Belohnung rum während ich aufräumte und mich gleichzeitig mit du Marin unterhielt. Ich verabschiedete mich kurz darauf von den Stuten und ihrem Besitzer.
    12-02-2020 | 4720 Zeichen | Cooper
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    Military E → A
    Nico war zur Zeit oft in Kanada. Das war einerseits gut, denn so war zumindest auf Phoenix Valley eine angenehme Herbstruhe. Dagegen sprach, dass Nico einfach nicht da war und das ganz schön auf die Stimmung schlug.
    Nico war nicht da. Und der Grund dafür war sein neues „Projekt“, wie er es nannte. Ein internationales „Horse-Makeover“, bei dem er den Veranstalter mimte und die Bow River Ranch den Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Ein großer Aufriss mit eigenem Filmteam und großer Erregung der Öffentlichkeit, dessen Aufregung zum Glück einige tausend Kilometer entfernt stattfand.
    Auf Phoenix Valley fand der alltägliche Trott statt. Jeder ging seinen Aufgaben nach und am Abend war ein gemeinsames Training geplant. Vielseitigkeit, auf der neu angelegten Crossstrecke, ein paar hundert Meter entfernt vom Gestüt. Ich hatte die Pferde bereits mit Eyvind von der Koppel geholt und vor dem Stall zum Putzen angebunden, als Eli, Bart und Ike zu uns dazustießen. Fünf Pferde, fünf Reiter, so passte es.
    „Boar, dieses Braun sieht verdammt geil auf Soup aus“, sagt Bart, als Eli gerade Alphabet Soup den neuen Sattel auf den Rücken legt, der am Ende des letzten Monats von dem übrigen Geld gekauft worden war. Der Sattler hatte es endlich geschafft, den braun-marmorierten Sattel an die helle Stute anzupassen und ich sah Eli an, wie er sich auf das Training damit freute.
    Ich würde unsere Gräfin reiten. Sie hatte viel von ihrer Mutter Grenzfee geerbt, welche mittlerweile ihr Leben als Zuchtstute genießen durfte, und das Training mit ihr lohnte sich unheimlich. Sie war selbstsicher und in den Bewegungen gleichzeitig kraftvoll und präzise, mit einer guten vielseitigen Begabung in der Distanz und im Military und das würde ich heute aus ihr herauskitzeln. Wenn alles gut laufen würde, könnten wir demnächst bei einem Turnier auf A-Höhe starten.
    Als alle ihre Pferde gesattelt hatten, ritten wir, Bart auf Song of Peace allen voran, zur Aufwärmung den Waldweg entlang zur Crossstrecke. Hinter ihm folgten Ike und der neue Last in Love, Eyvind mit Westatlanta, dann Eli und Alpha und zum Schluss ich mit Gräfin.
    Unsere Militarystrecke glich definitiv keinem Olympiastadion. Sie war matschig und von Blättern bedeckt, die Wassergräben grün und die Baumstämme unter einer dichten Schicht aus Moss versteckt. Aber sie gehörte uns und deswegen liebten wir sie alle. Vor allem Gräfin. Sie tänzelte unter mir wie eine junge Ballerina, die Nüstern waren geweitet und die Ohren nach vorne gerichtet. Sie wusste, was kommen würde. Zu oft hatten wir in den letzten Wochen hier unsere Zeit verbracht.
    Gestern hatte ich mit Eyvind die Strecke etwas geräumt. Äste beiseite geschafft und alles auf A-Niveau ausgerichtet. Ob Gräfin das bereits wusste?
    Immer wieder warf ich auch einen Blick zu Ike. Lovely, wie er liebevoll genannt wurde, war ein neues Projekt. Ein weiteres von Nico. Welches hieß: „Weniger Problempferde — mehr Langeweile“. Aber ich mochte den entspannten Kerl. Klein und zierlich und doch mit viel Kraft in den Beinen.
    Als wir an der Strecke angekommen waren, verteilten wir uns etwas auf der Bahn, erwärmten die Pferde ein letztes Mal und nahmen erste Übungssprünge, die an der Seite aufgestellt waren. Nichts großes, aber besser als nichts, wie Nico immer zu sagen pflegte. Wie auf ein stilles Kommando versammelten wir uns schließlich und legten eine Reihenfolge fest. Immer so, dass einer am Start und am Ziel warten würde, um die Zeit zu nehmen. Das würde Bart als erster übernehmen, während ich mich mit Gräfin als erster Reiter meldete. Sie schnaubte, stampfte auf und warf den Kopf in die Höhe.
    „Aber das müsste ihr vor eurem ersten Turnier nochmal üben!“, hörte ich Barts Stimme noch, bevor ich mit Gräfin die Linie übertrat und ins Fliegen geriet. Und wie Gräfin flog. Sie flog wie das Flugzeug damals, als ich Jora zurückgelassen hatte, um Nico in Kalifornien zu helfen. Immer höher, der Sonne näher, sodass es fast brannte.
    Gräfin nahm die Sprünge ohne Anstrengung. Ob es ihr Talent, oder nur die ungebändigte Energie war, konnte ich nicht sagen. Einige Hindernisse ritt ich zu grob an, eins wiederholte ich an geeigneter Stelle, nur damit Gräfin beim zweiten Versuch nochmal höher sprang, den Körper gestreckt und gerade wie ein Streichholz.
    „Ho“, sagte ich, als wir ins Ziel galoppierten. Gräfin leckte am Gebiss und trotz der Kälte schwitzte sie.
    „Respekt“, sagte Bart, der als einziger noch am Start wartete. „Das war schnell!“ Er grinste und reichte mir die Stoppuhr, bevor er sich und Song of Peace selbst für den Start vorbereitete.
    Kurz nachdem Bart gestartet war, kam Eli mit Alphabet Soup ins Ziel. Ich notierte unsere Zeiten und obwohl Gräfin bereits gut vorgelegt hatten, waren auch alle weiteren nur einen Ticken langsamer. Eyvind und Westatlanta folgten, dann Eli und Last in Love, und als letztes, einige Minuten später, galoppierte Peace ins Ziel.
    Bevor die Pferde auskühlten, alle hatten bereits Decken drüber liegen, ritten wir zurück zum Stall, duschten die Pferde kurz ab und deckten sie dann dick ein. Alle hatten das Training gut überstanden und konnten nun offiziell auf A laufen.
    29-11-2019 | 5127 Zeichen | Canyon

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    Springen E → A
    »Oh Gott, hat Nico jetzt wirklich sein Bordell aufgemacht?«, fragte Bart, als er sich neben mich an die weiße Säule des Stalls lehnte.
    »Wie kommst du denn darauf?«, fragte ich zurück.
    »Na immerhin sehe ich da vorne drei außergewöhnlich sexy gekleidete junge Damen, die ihren Hintern bei jedem Sprung sehr elegant in die Höhe strecken.«
    Ich schaue Bart an. »Das war nicht politisch korrekt, Bartholomäus.« Bart verging sein Grinsen, als er mir länger ins Gesicht schaute.
    »Jaja, schon gut«, murmelte er. »Muss ich die drei dort kennen?«
    »Das sind drei weitere Praktikantinnen. Sie trainieren Gräfin, Cinnada und Peace im Springen.«
    »Mein Vater lässt die einfach so auf die Stuten drauf?«, fragte Bart verächtlich. »Mittlerweile darf echt jeder Hobbyreiter ein bisschen auf unseren Sternepferden hüpfen.«
    Ich sagte nichts. Bart wusste zu genau, dass das ganz und gar nicht der Wahrheit entsprach.Wir alle wussten, dass Nico es sehr genau nahm, wen er hier auf dem Hof überhaupt die Hand schüttelte.
    Nico saß am Rand des Reitplatzes, eine Decke um die Beine gewickelt. Es war klar, 12 Grad. Die Sonne stand hoch am Himmel und beleuchtete die weißen Wände des Hauptstalls und den hellen Sand.
    »Cjara«, sagte Nico. »Bitte reite noch einmal den Oxer an und jetzt denke bitte rechtzeitig an die Hilfen, Peace springt dir sonst immer zu früh ab.«
    »Springen«, sagte Bart. »Kann das Song of Peace überhaupt?«
    »Sie lernt es gerade«, antowortete ich. »Und wie man sieht, macht sie es auch gar nicht so schlecht.« Peace sprang in hohem Bogen über den Oxer. Es war immer noch etwas zu zeitig, aber die langen Beine und der schlanke Körper streckten sich weit nach vorne im Sprung, sodass die Höhe ohne Probleme genommen wurde.
    Auch die anderen beiden Reiterinnen, Elsi und Helia hießen sie, machten für den Anfang gute Arbeit. Ich war bei den Einstellungsgesprächen dabei gewesen, hatte den Probetag geregelt und am Ende mitentschieden, welche von den Bewerbern es für die nächste Zeit aufs Gestüt geschafft hatten. Elsi war die älteste. Sie hatte bereits eine Jockeykarriere und eine Springausbildung hinter sich, also ein guter Mix, um unseren Vollblütern gerecht zu werden. PV Gräfin passte dementsprechend auch gut zu ihr. Genauso wie Cinnada Mistik zu Helia. Helia hatte eher eine klassische Ausbildung hinter sich, aber noch nicht allzuviel Erfahrung in der selbständigen Arbeit. Cinnada war zwar jung, aber durch ihren Warmblutanteil um eines ruhiger und gelassener, als manch anderer Wirbelwind.
    Bart und ich schauten Nico noch eine Weile dabei zu, wie er mit den drei Reiterinnen und den drei Stuten vom Rand aus agierte. Als ich mich irgendwann zu Bart umdrehte, um einen Kommentar über einen Sprung von Helia abzugeben, war dieser allerdings verschwunden. Ich hatte sein Weggehen gar nicht bemerkt gehabt.
    »Jeder noch einen Sprung seiner Wahl, dann bitte Zügel lang und austraben lassen. Das war es dann für heute.« Nico wandte sich vom Reitplatz ab und kam den Weg zu mir gerollt. »Du hast zugeschaut?«
    Ich nickte.
    »Zufrieden mit unserer Auswahl?«, hakte Nico nach.
    »Sie sind noch alle jung, etwas zu formbar in manchen Momenten, aber das wird sich noch geben«, sagte ich. »Sie gehen gut mit den Pferden um, das ist für den Anfang die Hauptsache.«
    »Na dann sind wir uns ja einig«, sagte Nico und rollte den Gang entlang in Richtung Stalltür.
    Ich schaute dem Treiben auf dem Platz noch etwas zu, bis alle Reiterinnen von ihren Pferden abgestiegen waren und den Platz verließen.
    31-01-2020 | 3461 Zeichen | Canyon

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    Springen A→L
    Wir warteten noch auf die Ergebnisse. Elsi und Cjara wirkten nun seit zwei Tagen unruhig und obwohl ihre beiden Trainingspferde seit dem eine Pause hatten, schlichen sie die ganze Zeit im Stall herum, lauernd darauf wartend, dass bald die Ergebnisse eintrudelten. Am dritten Tag scheuchte ich die beiden zum Reitplatz und wies sie an, die dort aufgebauten Springhindernisse eine Stufe höher zu legen, bevor sie sich Song of Peace und PV Gräfin holen sollten.
    Eigentlich hatte heute nur das Springtraining mit Helia und Cinnada Mistik angestanden. Mistik hatte noch viel Zeit bis zu ihrer Krönung und das war auch gut so, denn Helia war die unerfahrenste von ihnen und brauchte noch etwas Aufbautraining, bevor sie in die echte Welt losgelassen werden sollte.
    Helia war heute sehr entspannt. Sie hatte die letzten Tage viel alleine trainiert, da der Fokus durchgängig auf den anderen beiden und den Krönungen gelegen hatte. Es hatte ihr gut getan, diesmal nicht diejenige zu sein, die die meiste Kritik in der Reitstunde abbekam.
    Weder Peace noch Gräfin waren besonders begeistert, dass sie bereits nach zwei Tagen Erholung wieder von der Weide geholt wurden und zurück auf den Platz gescheucht wurden, aber dafür würde es heute kaum anstrengender als auch sonst werden.
    Gerade als die drei Reiterinnen aufgestiegen waren und begonnen hatten, die Pferde warmzureiten, gesellte sich Bartholomäus zu mir. Bereits beim letzten Mal hatte er es nicht abwarten können, seinen Adlerblick auf die jungen Frauen zu richten und da er, wie allen bekannt war, zudem einen Blick auf Cjara geworfen hatte, konnte er nicht anders, als ihr beim Reiten zuzuschauen.
    »Wolltest du nicht die Pferde für den Distanzritt vorbereiten?«, fragte ich ihn.
    Er grinste nur und wandte sich dann wieder den Reiterinnen zu, die nun langsam begannen, die Stuten über die flacheren Hindernisse zu reiten, um diese aufzuwärmen.
    »Sieht gut aus, Helia!«, lobte ich das kurzhaarige Mädchen mit den feuerroten Haaren. »Versuche beim nächsten Sprung noch etwas mehr mit der Kopfbewegung mitzugehen, das ist noch etwas zu ungleichmäßig.«
    Helia sprang nochmal. Sie setzte meine Kritik gut um und diesmal streckte Cinnada Mistik ihren Kopf weit nach vorne, weil Helia ihr den Freiraum gab, ohne die Verbindung zu verlieren.
    Elsi war heute weniger konzentriert. Immer wieder ritt sie die Hindernisse nicht hundertprozentig gerade an und mehrmals brach ihr dadurch Gräfin zur Seite aus.
    »Konzentration!«, sagte ich nur. Ich wusste, dass sie es besser konnte und selber wusste, woran es lag.
    Cjara hingegen hatte mittlerweile Bartholomäus entdeckt und immer, wenn sie an ihm vorbeiritt, grinste sie wie ein kleines Mädchen, während ihre langen Haare über ihre Schultern fielen.
    »Bart, jetzt hau ab«, sagte ich und schubste ihn leicht. Er hatte elegant an einer der Säulen gelehnt und wackelte nun mehr als erwartet, grinste jedoch immer noch übers ganze Gesicht.
    »Vielleicht hat Cjara ja Lust, mitzukommen?«, fragte er hoffnungsvoll.
    »Und wen wollen wir davon vom Trainings ausschließen, dich vielleicht?«, fragte ich genervt.
    »Ich dachte ja, dass sie vielleicht den neuen nehmen kann.«
    »Du meinst Eskador?«
    »Ja.«
    »Den wollte ich aber reiten.«
    »Dann reitest du eben einen anderen. Du meinst ja immer, dass du so ein Profi bist.«
    »Bin ich auch«, sagte ich mit ernster Miene.
    »Na perfekt!«, sagte Bart. »Du bist ein Schatz, Malte.«
    Ich beendete das Training mit den Mädchen ein paar Minuten später. Gerade als Helia und Elsi mit Gräfin und Cinnada Mistik an mir vorbei in den Stall gingen, hielt ich Cjara und Song of Peace auf.
    »Hättest du Lust nachher bei einem Distanztraining mitzukommen? Uns fehlt leider ein Reiter«, log ich, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
    Cjara war sichtlich erfreut, während ich mir noch nicht so sicher war, ob das eine gute Idee sein würde, aber wir würden sehen.
    28-02-2020 | 3.845 Zeichen | Canyon

    An den Paddocks wartete bereits Cjara auf mich. Unruhig wippte sie von einem Fuß auf den anderen. Song of Peace war bereits fertig und zuppelte genüsslich an einem Heusack. Sie ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen, Cjara hingegen merkte man ihre Nervosität an. Ich versuchte sie zu beruhigen, ging mit ihr den Plan durch und hoffte in Gedanken, dass sie sich anstrengen würde, ihre Aufregung nicht zu zeigen. Nicht nur die Richter würde es bemerken, auch Peace und sie konnte Unsicherheit und unkorrekte Hilfen gar nicht leiden.
    Nachdem sie sich auf dem Platz aufgewärmt hatten, begleitete ich die beiden zur Halle. Diesmal würde ich die ganze Kür mitanschauen und von der Seite aus die Daumen drücken. Ich wusste, dass Olivia auf hübsche Mädchen stand und gerne ein paar extra Punkte verteilte. Nicht, dass ich es Cjara auch ohne ihr vorteilhaftes Aussehen nicht zugetraut hatte, aber so war ich mir sicher, dass sie mit ihrem schönen Grinsen Olivia Woods schon längst auf ihrer Seite hatte. Die anderen beiden Richter hatten gegen Olivia auf ihrem Gestüt sowieso nicht so viel auszurichten.
    Ich lächelte Cjara freundlich zu und sie begann ihre Kür. Sie hielt sich immer genau an das Geübte und lieferte so immer tadellos ab. Schwer wurde es nur für sie, wenn es unerwartete Zwischenfälle gab, dann nicht die Nerven zu verlieren oder gar abzubrechen. Aber diesmal passierte zum Glück nichts. Song of Peace und Cjara waren ein tolles Team geworden, dessen Bindung in nächster Zeit nur noch stärker werden konnte.
    Sie zeigte den Schritt, Trab und Galopp auf beiden Händen und baute zwischendrin immer wieder kleinere Lektionen und Bahnfiguren ein, die ihre Kür spannend machten. Auch wenn diese komplett auswendig gelernt war, merkte man es ihr nicht an. Peace und sie waren so locker, als hätten sie ihre Kür improvisiert.
    Am Ende verabschiedeten sie sich wieder von den Richtern und verließen gemeinsam die Halle.
    „Sag ich doch“, sagte ich zu den beiden. „Das war überhaupt kein Problem.“
    Cjara strahlte über ihr gerötetes Gesicht hinaus und freute sich über mein Kompliment.
    2085 Zeichen | geprüft auf zeichenzähler.de | Canyon

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    Zuletzt bearbeitet: 28 Feb. 2020
  10. Sevannie

    Sevannie Great things never came from comfort zones.

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    PV Gräfin


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    PV Gräfin
    ● ○ ● ○

    Stute | *2015 | 170cm
    Englisches Vollblut
    Dark Bay

    ● ○ ● ○

    Von Osgiliath
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Grenzfee
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    Gräfin hat ihre Leidenschaft von ihrer Mutter geerbt. Sie ist schmal und zierlich gebaut, wie ihr Vater, hat in sich allerdings die gleiche unbändige Energie wie Grenzfee. Im Gegenteil zu ihr hatte Gräfin das Glück, sicher und behütet aufzuwachsen. Sie zeigte von Anfang an ein großes Talent für die Vielseitigkeit und das Springen, wenn ihre Aufregung etwas gebändigt und in die richtige Richtung gelenkt werden kann, dann ist sie auch eine gute Kandidatin für den Distanzsport.
    Gräfin ist in ihren Bewegungen und im Auftreten sehr selbstsicher, grazil und vor allem präzise. Sie weiß genau, wo sie ihre Hufe hinsetzen muss und wohin sie dies lieber nicht tun sollte. In Turniersituationen ist sie noch extrem nervös und nur sehr schwer zu beruhigen. Man sagt über sie, dass sie eigentlich Baletttänzerin hatte werden wollen.

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Nuray
    im Besitz seit: 10-Februar-2018
    Kaufpreis: 250 Joellen

    ● ○ ● ○

    Galopprennen E A

    Military E A L

    Distanz E A

    Dressur E

    Springen E A L

    Fahren E A L

    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

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    487. Galopprennen | 423. Distanzturnier | 415. Militaryturnier | 444. Fahrturnier

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    445. Fahrturnier | 417. Militaryturnier | 447. Fahrturnier

    ● ○ ● ○

    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 2
    Schleifen: 7
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 2
    Zubehör: 2
    Gesamt: 18

    Gencode: EeAa
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen
    -

    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: 12-02-2020 durch Cooper

    Letzter Hufschmiedbesuch: 21-02-2020 durch Elsaria

    ● ○ ● ○
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    Urlaub auf Phoenix Valley
    Ich hatte Urlaub bei Bekannten vereinbart. Ich wollte drei Wochen dort bleiben. Jedoch ist Urlaub nicht gleich Urlaub. Nicolaus du Martin bat mich nebenbei einige seiner Lieblinge zu machen. Ich willigte ein. Ich konnte ja trotzdem die Sonne auf meine Haut strahlen lassen und drei Wochen hatten wir ja genug Zeit dafür. Zehn Pferde wären es, zwei Pro Tag und ich wäre in fünf Tagen fertig. Ich hatte alles gepackt, Joicy war so nett und brachte mich zum Flughafen.
    "Ich hoffe es steht noch alles, wenn ich wieder komme!" lachte ich. Dann sah ich noch ein letztes mal meine heiß geliebten Berge an, diese würde ich nun für die Sonne eintauschen, zumindest für drei Wochen. Joicy versicherte mir, dass alles schon glatt laufen würde und so stieg ich beruhigt in den Flieger nach Kalifornien. Mein Flug dauerte 8h. In dieser Zeit döste ich ein wenig. Malte der Trainer holte mich dann am Flughafen ab. Wir begrüßten uns herzlich und ich beschloss morgen mit Chromed Highwind und Lap de Loupe anzufangen. Für heute wollte ich nur schlafen. Wir kamen auf dem Hof an und Malte zeigte mir die eigene Hufschmiede für Hufschmiede die außer Landes extra einflogen, um die Pferde zu versorgen, so mussten wir nicht immer den tragbaren Ofen mitzerren, meinte er. Malte fand, dass sein Gestüt bereits sehr groß war, sodass sich eine Schmiede rentieren würde. Ich freute mich riesig, denn es war eine wahnsinnige Erleichterung in der Planung. Ich genoss den Abend noch draußen auf der Verande meines Gästehauses mit einem Gläschen Wein. Hir und da hörte ich ein Wiehern der Pferde und dachte an meine Heimat. Gegen 23 Uhr ging ich schlafen. Das Bett war angenehm weich und groß. Ich fühlte mich wie eine Königin.
    "Guten Morgen! Ich dachte du möchtest mit uns Frühstücken!", wurde ich aus meinem Schlaf gerissen. Malte stand im Raum und grinste mich an.
    "Gib mir fünf Minuten!" sagte ich noch etwas verschlafen und Malte war auch schon wieder verschwunden. Ich stand auf und sprang zuerst unter die Dusche, dann zog ich mich an und ging ins Haupthaus rein. Dort waren alle schon am Tisch und aßen ihr Frühstück. Ich machte mir einen Kaffee und ein belegtes Brötchen. In Ruhe aß ich mein Frühstück. Nico und ich plauderten noch ein wenig. Als ich dann fertig war, ging ich zur neuen Schmiede, heizte den Ofen ein und holte den ersten Kandidaten. Es war ein Schimmelhengst namens Chromed Highwind. Ich band den Hengst a, Ständer an und begann die alten Eisen runter zu nehmen. Dann knipste ich das überschüssige Horn ab und schon war es passiert, er rutschte mir mit dem Huf aus und hampelte rum. "Du kannst wohl nicht warten was?!", sagte ich zu ihm und ermahnte ihn freundlich. Mit gerade seinen 6 Jahren durfte ich nicht all zu viel erwarten und Hengste sind meisten etwas nervöser. Ich nahm den Huf erneut auf und besserte den kleinen Unfall aus. Als er artig war, lobte ich ihn ausgiebig. Nun ging ich ans Hinterbein auch da holte ich die alten Eisen runter, bearbeitete seinen Huf, auch da versuchte der Hengst seinen Huf wieder wegzuziehen. Doch diesmal war ich gefasst und er hatte keine Chance. Als ich hinten fertig war, schmiss ich schnell seine Eisen in den Ofen und machte auf der linken Seite weiter. Alles ist gut, High!", redete ich mit dem Hengst. Dieser tänzelte ungeduldig hin und her und auf und ab. Ich hatte echt eine Mühe ihn fertig zu bekommen. Als die Eisen heiß genug waren, legte ich sie nach einander auf und klopfte sie dann in die richtige Größe. ehe ich sie im kalten Wasser wieder abkühlte. Dann nagelte ich die Eisen nacheinander auf das Horn, bearbeitete die Nägel und fettete die Hufen ein. Chromed Highwind war nun fertig. Ich brachte ihn zurück in die Box und holte mir seinen Nachbarn Lap de Loupe. Der Amber Cream Hengst zeigte mir seine Störrigkeit auf seine freundlichen Art hin. Er wollte einfach noch nicht aus der Box raus.
    "Junge, ich weiß, es ist noch früh und du glaubst, du musst arbeiten, das ist so nicht, du hast ein Wellnessprogramm gewonnen!" scherzte ich rum. Immer wieder ermunterte ich den Hengsten doch noch aus der Box zu kommen. Ich gab nicht auf und Lap wohl auch nicht, zumindest sehr schwer. Nach einiger Zeit Überredungskünste folgte mir der hübsche dann doch.
    "Wow, das ging ja schnell!", wunderte sich Malte.
    "Was wie schnell?!" fragte ich leicht irritiert.
    "Lap kommt bei Fremden normalerweise nicht so schnell raus!", lachte er.
    "Ach, wir sind doch schon Freunde oder nicht Lap?!" fragte ich grinsend den Hengst, der neben mir stand und gerade seinen Kopf an mir rieb. Normalerweise duldete ich solch ein Verhalten nicht, aber ich wollte seine Mitarbeit nicht zunichte machen. Ich band ihn an der Schmiede an und begann ihm seine Eisen runterzuholen. dann knipste ich das Horn weg und legte die Eisen ins Feuer. Nach dem Hengst werde ich wohl in die Stadt fahren und etwas Shoppen gehen, das tat ich gerne, aber viel zu selten. Vielleicht finde ich ja ein gutes Reitsportgeschäft. Lap benahm sich vorbildlich, ich hatte ihn schnell komplett fertig und brachte ihn wieder in seine Box. Nun räumte ich alles auf, schaltete den Ofen aus, und wartete bis dieser kalt war. Dann ging ich ins Haus duschte mich und machte mich fertig für die Stadt. Kalifornien war ein wunderschönes Land, aber ich vermisste schon ein wenig meine Berge Zuhause. Sollte ich mal anrufen und nach dem Rechten fragen? Immerhin war ich erst seit einem Tag fort. Ich beschloss dies nicht zu tun. Ich fand in der Stadt ein Reitsportgeschäft und stöberte dort herum. Ich fand einige schöne Sachen und ging dann in ein Café. Ich kehrte abends zurück und schlief auch schon fest ein.
    Am nächsten Morgen wurde ich von Hufgetrampel und wildem Rufen geweckt. Ich zog mich rasch an und ging neugierig nach draußen. Dort waren einige Pferde aus ihren Boxen ausgebrochen, ob das ein Jugendstreich der Teenager der Umgebung war, stand noch nicht fest. Kurzerhand half ich die Pferde wieder einzusammeln. Dann, als die Pferde wieder in ihren Boxen waren, ging ich frühstücken. Danach holte ich Sir Golden Mile aus seiner Box. Der 4-jährige Smoky Black Hengst folgte mir brav in die Schmiede. Da ich in der Hektik den Ofen vergessen hatte anzumachen, holte ich das nach. In der Zwischenzeit streichelte ich den kleinen ein wenig, dann holte ich seine alten Eisen herunter, legte seine neuen Eisen in den Ofen. Dann raspelte ich den Hufe wieder in die richtigen Länge. Dann befestigte ich die Eisen an den Hufen und lobte den jungen Hengst. Dann machte ich eine kleine Pause und holte einen Kaffee nachdem ich Mile wieder in seine Box gebracht hatte. Ich trank genüsslich meinen Kaffee und holte den letzten Hengst im Bunde. Golden Sugar, der Schabrackentiger Hengst, war etwas zu eifrig bei der Sache. Ich musste auf dem Weg zur Schmiede ihn mehrmals zurechtweisen, dass er neben mir zu laufen hatte und nicht vor mir. Der Hübsche meinte das sicherlich nicht böswillig, er war nur voreilig. Als ob er auf einen Zug müsste. Ich band ihn an und begann die alten Eisen abzunehmen. Dann legte ich die neuen Eisen ins Feuer und knipste das zu viele Horn ab und raspelte die Hufränder wieder schön rund. dann nagelte ich die neuen Eisen auf die Hufe rauf und brachte Sugar wieder in seine Box. Abermals räumte ich alles auf und chillte dann den Rest des Tages.
    Morgen würde ich mit Malte ausreiten und darum würde ich erst am nächsten Tag weiter machen. Deshalb wollte ich ausgeruht sein, um die Natur entdecken zu können. Wir hatten uns auf 14 Uhr verabredet, also wollte ich am Vormittag so richtig ausschlafen und Wellness machen. Ich wachte gegen 7 Uhr auf und konnte noch im Bett liegen bleiben, dafür hatte ich sehr wenig die Chance, darum genoss ich das Privileg sehr. Ich döste vor mich hin, irgendwann brunchte ich ausgiebig und lange und rief dann Joicy an um zu erfahren ob alles in Ordnung war. Joicy bestätigte es mir. Inzwischen war es halb zwei, somit ging ich mal Richtung Stallungen. Ich sollte heute Golden Sugar bekommen. Malte nahm Lap de Loupe. Wir machten unsere Pferde fertig und sattelten sie auf. Ich werde nun zum ersten mal auf einem Englischen Vollblut sitzen. Nun schwangen wir uns auf den Rücken der Pferde und ritten vom Hof. Ich folge Malte unauffällig. Wir schnatterten wie alte Tratschweiber! Ich erzählte ihm viel über meine Österreichischen Warmblüter, über meine Alpen und wie die Mutterstuten mit Fohlen im Sommer über frei in den Alpen leben dürfen. Ich erzählte ihr auch viel über Beastly Domina, die Stute die ich aus einer Rettungsaktion bekommen habe, wie sie zu meinem Seelenpferd wurde und wie sehr ich diese Stute liebte. Nach einer Weile trabten wir an. Mich zog es ruckartig nach hinten, Sugar war schnell. Ich mochte mir gar nicht ausmalen wie es sein wird, wenn wir erstmal galoppierten. Schnell gewöhnte ich mich an Sugar‘s Tempo. Nun galoppierten wir eine Strecke entlang. Die Umgebung war echt wunderschön, ich konnte richtig Kraft tanken. Nach zwei Stunden Ausritt kamen wir zurück. Wir ritten lang genug im gemütlichen Schritt das unsere Pferde schon wieder fast trocken waren, als wir sie absattelten. Dann brachten wir sie in ihre Boxen und ich ging noch in eine Bar.
    Am nächsten Morgen war ich schon in der Schmiede und warf den Ofen an. Ich beschloss PV Gräfin zu holen. Die dunkelbraune Stute grummelte mir entgegen. "Hallo Hübsche!" begrüßte ich sie. Ich nahm ihr Halfter und führte sie über den Hof. Bei der Schmiede angekommen band ich sie an, schaute welche Größe von Eisen sie benötigte, schmiess diese in den Ofen und begann die alten abgenutzten herunterzuholen. Danach knipste ich das alte Horn ab und feilte die Ränder wieder rund. Gräfin benahm sich artig und so konnte ich schnell meine Arbeit fortsetzen. Als die Hufen bearbeitet waren, nagelte ich die neuen passenden Eisen auf die Hufe und fettete die Hufen ein. Dann brachte ich Gräfin wieder in ihre Box und holte mir Song of Peace. Die hübsche Stute gefiel mir schon von Anfang an, als ich sie entdeckt hatte, leider war sie zu groß und zu schwer als sie in eine Tasche zu packen, um sie zu klauen. Ich halfterte die Stute auf und führte sie aus der Box. Als die Stute merkte, dass es Richtung Schmiede ging, schien sie sich richtig zu freuen, das irritierte mich ein wenig, den entweder zeigten andere Angstreaktionen oder gar keine Reaktion, aber Freude? Das war mir neu! Aber recht war es mir allemal. Ich band die Stute an und legte ihre Eisen ins Feuer. Brav stand sie da und sah mich mit ihren wunderschönen Augen an. Als ich mich nach vorn beugte und ihr Vorderhuf bearbeitete, merkte ich wie sie an meiner Jacke und am Pulli zupfte und mich halb auszog. "Kannst du mich bitte angezogen lassen? Möchte nicht nackt da stehen und außerdem ist es kalt!" grummelte ich lachend zur Stute, die wohl nach Leckereien suchte, dieses kleine verfressenes Ding. Mehrmals schob ich ihr den Kopf von meinem Rücken weg, aber sie war jedes mal da. Sie gab einfach nicht auf. Endlich kam ich dazu, die Eisen aufzunageln. Peace war brav, sie zeigte mir ihre Liebe und ihre Zuneigung, auch wenn sie kein Leckerchen von mir bekam. Ich verteilte grundsätzlich nur am Schluss ein Lekerli aber nicht während der Arbeit. Endlich war ich fertig. Ich gab ihr ein Apfelstück und brachte sie wieder zurück in ihre Box. Ich machte den Platz sauber und ging in den Wellnessbereich meines Gästehauses, sprich Badezimmer.
    Für heute war Cinnada Mistik und I‘ve got a blue soul geplant. Zuerst wollte ich ausgiebig auf der Terrasse frühstücken. Nach dem Frühstück holte ich mir Cinnada Mistik aus ihrer Box. An der Schmiede angekommen holte ich die alten Eisen herunter und kürzte die Hufe. Nachdem diese korrigiert und gekürzt waren, nagelte ich die neuen Eisen auf ihre Hufe. Mistik benahm sich artig bis auf ein zwei rumtänzelei. Dann brachte ich die Stute wieder in ihre Box und holte Blue Soul raus. Die Schönheit war die letzte für heute, dann hatte ich noch zwei vor mir, die ich aber erst gegen Ende meines Urlaubes machen wollte. Ich band Blue an und begann mit meiner Arbeit, als Malte zu mir kam. Wieviele hast du noch vor dir?!" fragte er mich.
    "Für heute nur noch sie, dann hab ich noch zwei, die ich in der letzten Woche meines Urlaubes machen werde!" sagte ich und war gerade dabei die Hufe zu kürzen. "Oh du bist ja schnell, wollen wir heute Abend was essen gehen und das Nachtleben Kaliforniens unsicher machen?!" grinste er.
    "Ja klar und wie ich das will!" Wir verabredeten uns für 19 Uhr in einem nobleren Restaurant. Ich machte Blue Soul fertig und brachte sie in die Box. Dann räumte ich die Schmiede auf und richtete mich für den Abend ein. Ich freute mich sehr darauf.
    Einige Tage waren nun vergangen und ich hatte den Urlaub sichtlich genossen, heute wollte ich die restliche zwei Pferde machen. Zuerst holte ich BR Prias Raveday aus ihrer Box. Die Red Roan Stute war sehr artig. Ich holte die Eisen herunter, kürzte die Hufe und nagelte die neuen Eisen rauf. Raveday war neugierig und knibbelte an meiner Jacke rum. Dann verräumte ich die Stute in ihrer Box und holte Delightful Cinnamon. Bei Cina wollte Malte dabei sein, denn die Stute hatte einige schlechte Erfahrungen gemacht und da wollte sie mir als Unterstützung dienen. Die Scheckstute sah mich misstrauisch an. Ich redete sanft mit der Stute. Gekonnt hatte ich die Hufen gekürzt und die Eisen drauf genagelt so gut es ging. die Stute zappelte recht und versuchte sich mehrmals sich loszureisen.
    "Pass auf!" rief Malte immer wieder und sah besorgt aus. Ich musste mehrmals zur Seite springen. Nach zwei Stunden war auch sie endlich fertig. Ich gönnte die Stute mehrere Pausen. Nun war auch sie fertig und ich konnte in Ruhe meine Sachen zusammenpacken und Richtung Heimat fliegen, mein Urlaub war schon vorbei, sehr erlebnisreich und arbeitsreich!
    21-02-2020 | 13.733 Zeichen | Elsaria
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    Prophylaxe
    Es war kalt. Richtig kalt in Kanada. Es war aber dennoch ein sonniger Morgen. Mit einem Hoodie und Schal bedenkt, begab ich mich nach oben ins Büro. Dort wurde es nie wirklich warm, trotz Fußbodenheizung. Ich schaltete den Computer an und rieb mir müde durchs Gesicht. Ich zog den Kragen des Pullovers hoch bis über die Nase und schaut mir dann meine To- Do Liste an. „Mist“ ich habe Nicolaus vergessen“. In dem Moment als ich es laut ausgesprochen hatte, hörte ich selbst wie komisch sich das anhörte und lachte. Was bestimmt von außen noch drei Mal bescheuerter aussah. Ich schaute von Oben in die Küche und sah Mugde der verzweifelt an der Tür wartete. „Sag doch was“ lachte ich und begleitete ihn mit raus. Ich bereitete alles für den Besuch auf Phoenix Valley vor und vereinbarte dann mit meinem Kunden einen Termin. Zufälligerweise war er auch der Veranstalter des „Horse Makeovers“. Nun hatte ich schon fast alle Beteiligten des Makeovers einen medizinischen Besuch abgestattet.
    Am Tag der Anreise schneite es und zog meine Anreise somit in die Länge. Ich versuchte seit dem neuen Jahr mich nicht mehr so aufzuregen und ging demensprechend bewusst kühl mit der Situation um. Ich informierte meinen Auftraggeber über meine Ankunft und ruhte mich dann bis zum Termin etwas aus. Das Hotelessen war wieder hervorragend. Auch die Wellness und Sportbereich lies ich mir nicht entgehen.
    Mit dem Leihwagen fuhr ich dann am vereinbarten Termin nach Phoenix Valley. Ich mochte die Ortschaft. Es sah Senneville verdammt ähnlich. Auch hier gabs einen National Forest. „Mahn, sieht auch wie zuhause“ sagte ich leise und schaute die Bäume an. Bei der Ankunft wurde ich direkt von Nicolaus du Martin persönlich in Empfang genommen. Wir verstanden uns auf anhieb sehr gut und das einzige Thema war natürlich Galopprennen und englische Vollblüter. Es war schön sich mit jemanden zu unterhalten der ebenfalls eine solch große Passion für die verrücken übrig hatte, so wie ich. Er fuhr mit seinem Rollstuhl voran. „Auf geht’s. Hier lang bitte“ sagte er nett und rollte mir fast davon. Bewaffnet mit meinem Rucksack und einer Tasche lief ich dem Mann hinterher. „Hier ist unser Hauptstall für die Stuten“. Er präsentierte mit einige Tiere und erklärte mir ein wenig über ich Konzept. „Heute sind Song of Peace und PV Gräfin dran“ sagte er und bewegte sich ganz ohne Probleme im Raum. Ich fand das tatsächlich recht erstaunlich. Zunächst schaute ich mit die sechs Jahre alte „Song of Peace“, die nur Peace genannt wird, an. Mit gegenüber verhielt sie sich von Anhieb freundlich und trat mir augenscheinlich unvoreingenommen entgegen. Gräfin blickte direkt zu uns rüber und schaute sich alles an. „Sie will nur nah bei ihr sein. Die Zwei kann man kaum trennen“ lachte Nicolaus. Ich nickte, lächelte und begutachtete die Stute dann von außen. Wie von ihrem Besitzer schon erwähnt hatte sie vereinzelt einige Narben. Alle schienen gut verheilt und machten auch keine Probleme. Ich schaute mir ihre Hufen und die Gelenke der Beine noch mal genauer an und dokumentierte „Unauffällig“. Die äußerte ich auch dem Auftraggeber. Ich tastete dann den Rest des Körpers ab. Am Kopf angelangt schaute ich spezifischer nach den Augen, deren Reflex und den Nüstern. Sowie auch Ohren und nach dem Mundraum. Immer mal wieder musste ich neu nach der Stute greifen da sie nervös den Kopf oder auch den kompletten Körper zurücknahm. Ich gab ich die Zeit und versuchte es dann ruhig einfach erneut. Nicolaus hatte derzeit die andere Stute „PV Gräfin“ schon mit dem Halfter in der Box festgemacht. Ich dokumentierte mein Vorgehen und die nicht Vorhandenen Befunde. Zuletzt kontrollierte ich ihre Vitalzeichen. „Puls, Atmung, Temperatur und Herzfrequenz sind alle in bester Ordnung. Alles was schnell, aber gehört sich für einen Vollblüter auch so“ lachte ich und hoffe das Nicolaus mit lachte. Das tat er. Erleichtert bereitete ich dann zunächst alle Immunisierungen vor und überlegte wie ich vorgehe. „Ich Untersuche die andere zuerst bevor ich sie immunisiere. Mache ich es bei Peace jetzt wird Gräfin nur zu nervös und wir bekommen schon Probleme bei der Untersuchung“ sagte ich und ging auch so vor. Auch der der dunkelbraunen Stute war alles in bester Ordnung. Die Immunisierungen standen schon bereit. Gräfin suchte oft die Nähe zu der anderen Stute und genauso andersherum. Sie hatten sich immer im Blick. „Ich glaube es ist egal wo ich anfange. Ich löse so oder so Hysterie aus“. Ich lachte und hörte du Martin ebenfalls schmunzeln. Ich ging zu PV Gräfin zuerst. Sie hatte mich nicht ganz so an sich rangelassen wie Peace und musste somit noch netter sein. Ihr Besitzer beruhigte sie per Stimme. Ich zählte innerlich bis drei und stach dann, so brutal es auch klingt, zu. Natürlich dennoch behutsam. Aber schnell. Anders war es mit rassetypischen Vollblütern eben nicht möglich. Leider schrie die Stute leicht auf, was dann nicht nur Hysterie in ihrer Nachbarbox auslöste, sondern im ganzen Stall. Ich seufzte. „Man, wenn ihr wüsstet das ich euch allen nur das Beste wünsche“. Nicolaus kümmerte sich über den Aufruhr im Stall mit einigen Mitarbeitern und setzte mir einen Mitarbeiter an Peace, damit ich auch bei ihr die Immunisierungen schnell durchführen kann. „Dann auf. Desto länger wir warten, desto schlimmer machen wir’s“. Auch hier arbeitete ich präzise und schnell. Und auch hier wurde auch von einer Sekunde auf die anderen unbeliebt. Äpfel gingen jedoch anscheinend immer. Beide Stuten kauten auf der Belohnung rum während ich aufräumte und mich gleichzeitig mit du Marin unterhielt. Ich verabschiedete mich kurz darauf von den Stuten und ihrem Besitzer.
    12-02-2020 | 4720 Zeichen | Cooper
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    Military E → A
    Nico war zur Zeit oft in Kanada. Das war einerseits gut, denn so war zumindest auf Phoenix Valley eine angenehme Herbstruhe. Dagegen sprach, dass Nico einfach nicht da war und das ganz schön auf die Stimmung schlug.
    Nico war nicht da. Und der Grund dafür war sein neues „Projekt“, wie er es nannte. Ein internationales „Horse-Makeover“, bei dem er den Veranstalter mimte und die Bow River Ranch den Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Ein großer Aufriss mit eigenem Filmteam und großer Erregung der Öffentlichkeit, dessen Aufregung zum Glück einige tausend Kilometer entfernt stattfand.
    Auf Phoenix Valley fand der alltägliche Trott statt. Jeder ging seinen Aufgaben nach und am Abend war ein gemeinsames Training geplant. Vielseitigkeit, auf der neu angelegten Crossstrecke, ein paar hundert Meter entfernt vom Gestüt. Ich hatte die Pferde bereits mit Eyvind von der Koppel geholt und vor dem Stall zum Putzen angebunden, als Eli, Bart und Ike zu uns dazustießen. Fünf Pferde, fünf Reiter, so passte es.
    „Boar, dieses Braun sieht verdammt geil auf Soup aus“, sagt Bart, als Eli gerade Alphabet Soup den neuen Sattel auf den Rücken legt, der am Ende des letzten Monats von dem übrigen Geld gekauft worden war. Der Sattler hatte es endlich geschafft, den braun-marmorierten Sattel an die helle Stute anzupassen und ich sah Eli an, wie er sich auf das Training damit freute.
    Ich würde unsere Gräfin reiten. Sie hatte viel von ihrer Mutter Grenzfee geerbt, welche mittlerweile ihr Leben als Zuchtstute genießen durfte, und das Training mit ihr lohnte sich unheimlich. Sie war selbstsicher und in den Bewegungen gleichzeitig kraftvoll und präzise, mit einer guten vielseitigen Begabung in der Distanz und im Military und das würde ich heute aus ihr herauskitzeln. Wenn alles gut laufen würde, könnten wir demnächst bei einem Turnier auf A-Höhe starten.
    Als alle ihre Pferde gesattelt hatten, ritten wir, Bart auf Song of Peace allen voran, zur Aufwärmung den Waldweg entlang zur Crossstrecke. Hinter ihm folgten Ike und der neue Last in Love, Eyvind mit Westatlanta, dann Eli und Alpha und zum Schluss ich mit Gräfin.
    Unsere Militarystrecke glich definitiv keinem Olympiastadion. Sie war matschig und von Blättern bedeckt, die Wassergräben grün und die Baumstämme unter einer dichten Schicht aus Moss versteckt. Aber sie gehörte uns und deswegen liebten wir sie alle. Vor allem Gräfin. Sie tänzelte unter mir wie eine junge Ballerina, die Nüstern waren geweitet und die Ohren nach vorne gerichtet. Sie wusste, was kommen würde. Zu oft hatten wir in den letzten Wochen hier unsere Zeit verbracht.
    Gestern hatte ich mit Eyvind die Strecke etwas geräumt. Äste beiseite geschafft und alles auf A-Niveau ausgerichtet. Ob Gräfin das bereits wusste?
    Immer wieder warf ich auch einen Blick zu Ike. Lovely, wie er liebevoll genannt wurde, war ein neues Projekt. Ein weiteres von Nico. Welches hieß: „Weniger Problempferde — mehr Langeweile“. Aber ich mochte den entspannten Kerl. Klein und zierlich und doch mit viel Kraft in den Beinen.
    Als wir an der Strecke angekommen waren, verteilten wir uns etwas auf der Bahn, erwärmten die Pferde ein letztes Mal und nahmen erste Übungssprünge, die an der Seite aufgestellt waren. Nichts großes, aber besser als nichts, wie Nico immer zu sagen pflegte. Wie auf ein stilles Kommando versammelten wir uns schließlich und legten eine Reihenfolge fest. Immer so, dass einer am Start und am Ziel warten würde, um die Zeit zu nehmen. Das würde Bart als erster übernehmen, während ich mich mit Gräfin als erster Reiter meldete. Sie schnaubte, stampfte auf und warf den Kopf in die Höhe.
    „Aber das müsste ihr vor eurem ersten Turnier nochmal üben!“, hörte ich Barts Stimme noch, bevor ich mit Gräfin die Linie übertrat und ins Fliegen geriet. Und wie Gräfin flog. Sie flog wie das Flugzeug damals, als ich Jora zurückgelassen hatte, um Nico in Kalifornien zu helfen. Immer höher, der Sonne näher, sodass es fast brannte.
    Gräfin nahm die Sprünge ohne Anstrengung. Ob es ihr Talent, oder nur die ungebändigte Energie war, konnte ich nicht sagen. Einige Hindernisse ritt ich zu grob an, eins wiederholte ich an geeigneter Stelle, nur damit Gräfin beim zweiten Versuch nochmal höher sprang, den Körper gestreckt und gerade wie ein Streichholz.
    „Ho“, sagte ich, als wir ins Ziel galoppierten. Gräfin leckte am Gebiss und trotz der Kälte schwitzte sie.
    „Respekt“, sagte Bart, der als einziger noch am Start wartete. „Das war schnell!“ Er grinste und reichte mir die Stoppuhr, bevor er sich und Song of Peace selbst für den Start vorbereitete.
    Kurz nachdem Bart gestartet war, kam Eli mit Alphabet Soup ins Ziel. Ich notierte unsere Zeiten und obwohl Gräfin bereits gut vorgelegt hatten, waren auch alle weiteren nur einen Ticken langsamer. Eyvind und Westatlanta folgten, dann Eli und Last in Love, und als letztes, einige Minuten später, galoppierte Peace ins Ziel.
    Bevor die Pferde auskühlten, alle hatten bereits Decken drüber liegen, ritten wir zurück zum Stall, duschten die Pferde kurz ab und deckten sie dann dick ein. Alle hatten das Training gut überstanden und konnten nun offiziell auf A laufen.
    29-11-2019 | 5127 Zeichen | Canyon

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    Springen E → A
    »Oh Gott, hat Nico jetzt wirklich sein Bordell aufgemacht?«, fragte Bart, als er sich neben mich an die weiße Säule des Stalls lehnte.
    »Wie kommst du denn darauf?«, fragte ich zurück.
    »Na immerhin sehe ich da vorne drei außergewöhnlich sexy gekleidete junge Damen, die ihren Hintern bei jedem Sprung sehr elegant in die Höhe strecken.«
    Ich schaue Bart an. »Das war nicht politisch korrekt, Bartholomäus.« Bart verging sein Grinsen, als er mir länger ins Gesicht schaute.
    »Jaja, schon gut«, murmelte er. »Muss ich die drei dort kennen?«
    »Das sind drei weitere Praktikantinnen. Sie trainieren Gräfin, Cinnada und Peace im Springen.«
    »Mein Vater lässt die einfach so auf die Stuten drauf?«, fragte Bart verächtlich. »Mittlerweile darf echt jeder Hobbyreiter ein bisschen auf unseren Sternepferden hüpfen.«
    Ich sagte nichts. Bart wusste zu genau, dass das ganz und gar nicht der Wahrheit entsprach.Wir alle wussten, dass Nico es sehr genau nahm, wen er hier auf dem Hof überhaupt die Hand schüttelte.
    Nico saß am Rand des Reitplatzes, eine Decke um die Beine gewickelt. Es war klar, 12 Grad. Die Sonne stand hoch am Himmel und beleuchtete die weißen Wände des Hauptstalls und den hellen Sand.
    »Cjara«, sagte Nico. »Bitte reite noch einmal den Oxer an und jetzt denke bitte rechtzeitig an die Hilfen, Peace springt dir sonst immer zu früh ab.«
    »Springen«, sagte Bart. »Kann das Song of Peace überhaupt?«
    »Sie lernt es gerade«, antowortete ich. »Und wie man sieht, macht sie es auch gar nicht so schlecht.« Peace sprang in hohem Bogen über den Oxer. Es war immer noch etwas zu zeitig, aber die langen Beine und der schlanke Körper streckten sich weit nach vorne im Sprung, sodass die Höhe ohne Probleme genommen wurde.
    Auch die anderen beiden Reiterinnen, Elsi und Helia hießen sie, machten für den Anfang gute Arbeit. Ich war bei den Einstellungsgesprächen dabei gewesen, hatte den Probetag geregelt und am Ende mitentschieden, welche von den Bewerbern es für die nächste Zeit aufs Gestüt geschafft hatten. Elsi war die älteste. Sie hatte bereits eine Jockeykarriere und eine Springausbildung hinter sich, also ein guter Mix, um unseren Vollblütern gerecht zu werden. PV Gräfin passte dementsprechend auch gut zu ihr. Genauso wie Cinnada Mistik zu Helia. Helia hatte eher eine klassische Ausbildung hinter sich, aber noch nicht allzuviel Erfahrung in der selbständigen Arbeit. Cinnada war zwar jung, aber durch ihren Warmblutanteil um eines ruhiger und gelassener, als manch anderer Wirbelwind.
    Bart und ich schauten Nico noch eine Weile dabei zu, wie er mit den drei Reiterinnen und den drei Stuten vom Rand aus agierte. Als ich mich irgendwann zu Bart umdrehte, um einen Kommentar über einen Sprung von Helia abzugeben, war dieser allerdings verschwunden. Ich hatte sein Weggehen gar nicht bemerkt gehabt.
    »Jeder noch einen Sprung seiner Wahl, dann bitte Zügel lang und austraben lassen. Das war es dann für heute.« Nico wandte sich vom Reitplatz ab und kam den Weg zu mir gerollt. »Du hast zugeschaut?«
    Ich nickte.
    »Zufrieden mit unserer Auswahl?«, hakte Nico nach.
    »Sie sind noch alle jung, etwas zu formbar in manchen Momenten, aber das wird sich noch geben«, sagte ich. »Sie gehen gut mit den Pferden um, das ist für den Anfang die Hauptsache.«
    »Na dann sind wir uns ja einig«, sagte Nico und rollte den Gang entlang in Richtung Stalltür.
    Ich schaute dem Treiben auf dem Platz noch etwas zu, bis alle Reiterinnen von ihren Pferden abgestiegen waren und den Platz verließen.
    31-01-2020 | 3461 Zeichen | Canyon

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    Springen A→L
    Wir warteten noch auf die Ergebnisse. Elsi und Cjara wirkten nun seit zwei Tagen unruhig und obwohl ihre beiden Trainingspferde seit dem eine Pause hatten, schlichen sie die ganze Zeit im Stall herum, lauernd darauf wartend, dass bald die Ergebnisse eintrudelten. Am dritten Tag scheuchte ich die beiden zum Reitplatz und wies sie an, die dort aufgebauten Springhindernisse eine Stufe höher zu legen, bevor sie sich Song of Peace und PV Gräfin holen sollten.
    Eigentlich hatte heute nur das Springtraining mit Helia und Cinnada Mistik angestanden. Mistik hatte noch viel Zeit bis zu ihrer Krönung und das war auch gut so, denn Helia war die unerfahrenste von ihnen und brauchte noch etwas Aufbautraining, bevor sie in die echte Welt losgelassen werden sollte.
    Helia war heute sehr entspannt. Sie hatte die letzten Tage viel alleine trainiert, da der Fokus durchgängig auf den anderen beiden und den Krönungen gelegen hatte. Es hatte ihr gut getan, diesmal nicht diejenige zu sein, die die meiste Kritik in der Reitstunde abbekam.
    Weder Peace noch Gräfin waren besonders begeistert, dass sie bereits nach zwei Tagen Erholung wieder von der Weide geholt wurden und zurück auf den Platz gescheucht wurden, aber dafür würde es heute kaum anstrengender als auch sonst werden.
    Gerade als die drei Reiterinnen aufgestiegen waren und begonnen hatten, die Pferde warmzureiten, gesellte sich Bartholomäus zu mir. Bereits beim letzten Mal hatte er es nicht abwarten können, seinen Adlerblick auf die jungen Frauen zu richten und da er, wie allen bekannt war, zudem einen Blick auf Cjara geworfen hatte, konnte er nicht anders, als ihr beim Reiten zuzuschauen.
    »Wolltest du nicht die Pferde für den Distanzritt vorbereiten?«, fragte ich ihn.
    Er grinste nur und wandte sich dann wieder den Reiterinnen zu, die nun langsam begannen, die Stuten über die flacheren Hindernisse zu reiten, um diese aufzuwärmen.
    »Sieht gut aus, Helia!«, lobte ich das kurzhaarige Mädchen mit den feuerroten Haaren. »Versuche beim nächsten Sprung noch etwas mehr mit der Kopfbewegung mitzugehen, das ist noch etwas zu ungleichmäßig.«
    Helia sprang nochmal. Sie setzte meine Kritik gut um und diesmal streckte Cinnada Mistik ihren Kopf weit nach vorne, weil Helia ihr den Freiraum gab, ohne die Verbindung zu verlieren.
    Elsi war heute weniger konzentriert. Immer wieder ritt sie die Hindernisse nicht hundertprozentig gerade an und mehrmals brach ihr dadurch Gräfin zur Seite aus.
    »Konzentration!«, sagte ich nur. Ich wusste, dass sie es besser konnte und selber wusste, woran es lag.
    Cjara hingegen hatte mittlerweile Bartholomäus entdeckt und immer, wenn sie an ihm vorbeiritt, grinste sie wie ein kleines Mädchen, während ihre langen Haare über ihre Schultern fielen.
    »Bart, jetzt hau ab«, sagte ich und schubste ihn leicht. Er hatte elegant an einer der Säulen gelehnt und wackelte nun mehr als erwartet, grinste jedoch immer noch übers ganze Gesicht.
    »Vielleicht hat Cjara ja Lust, mitzukommen?«, fragte er hoffnungsvoll.
    »Und wen wollen wir davon vom Trainings ausschließen, dich vielleicht?«, fragte ich genervt.
    »Ich dachte ja, dass sie vielleicht den neuen nehmen kann.«
    »Du meinst Eskador?«
    »Ja.«
    »Den wollte ich aber reiten.«
    »Dann reitest du eben einen anderen. Du meinst ja immer, dass du so ein Profi bist.«
    »Bin ich auch«, sagte ich mit ernster Miene.
    »Na perfekt!«, sagte Bart. »Du bist ein Schatz, Malte.«
    Ich beendete das Training mit den Mädchen ein paar Minuten später. Gerade als Helia und Elsi mit Gräfin und Cinnada Mistik an mir vorbei in den Stall gingen, hielt ich Cjara und Song of Peace auf.
    »Hättest du Lust nachher bei einem Distanztraining mitzukommen? Uns fehlt leider ein Reiter«, log ich, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
    Cjara war sichtlich erfreut, während ich mir noch nicht so sicher war, ob das eine gute Idee sein würde, aber wir würden sehen.
    28-02-2020 | 3.845 Zeichen | Canyon

    Elsi saß bereits auf PV Gräfin, als ich zurück zu den Pferden ging. Sie hatte weiße Turnierkleidung an und die Mähne von Gräfin zu Turnierzöpfen geflochten. Sie war zwar eher eine Springreiterin, ließ es sich jedoch nicht nehmen, in schicker Kleidung aufzutreten.
    Elsi war die älteste unserer derzeitigen Praktikantinnen. Sie hatte schon auf mehreren Gestüten gearbeitet, unter anderem im Springen oder als Jockey, und war daher sehr gefestigt in ihrer Meinung, was das Training mit ihr manchmal etwas kompliziert machte. Dafür war sie die einzige, die auch sehr gut selbstständig arbeiten konnte und immer auch viele eigenen Ideen zum Training mit einbrachte.
    „Soll ich schon los?“, fragte sie mich, als ich auf sie zuging. Elsi war recht klein und nicht die zarteste, Lächeln fiel ihr beim reiten manchmal schwer, oft wirkte sie leicht verbissen, ich wusste aber, dass es nur ihre Konzentration war, die sie so zum Ausdruck brachte. Ich hoffte, dass Olivia sie trotzdem mögen würde.
    Ich begleitete die beiden zur Halle, aufgewärmt waren sie schon. Auf dem Weg ging ich an dem Stand mit der leckeren Kartoffelsuppe vorbei und nahm mir eine Portion mit, die ich während Elsis Auftritt vertilgte.
    PV Gräfin war nicht für Turniersituationen gedacht, diesen kleine Auftritt ohne viel Trubel davor und danach konnte sie aber problemlos überstehen. Sie war wie immer sehr elegant unterwegs und Elsi schaffte es immer wieder, das in den Vordergrund zu rücken. Gräfin konnte, wenn sie wollte und da vor allem Elsi wollte, war die Kür für die beiden überhaupt kein Problem.
    Mit Verwunderung stellte ich fest, dass Elsi im Galopp begann und sich dann über den Trab abwärts in der Gangartenreihenfolge bewegte. Immer darauf bedacht, Gräfin auf beiden Händen und von allen Seiten zu präsentieren und auch ihre Gelenkigkeit und Präzision zu verdeutlichen. Sie baute mehrere Tempoverringerungen ein und bewieß damit, dass Gräfin sehr gut auf jegliche Hilfen von ihr reagierte. Sie wechselte durch die Halle, nutzte den Zirkel, ging Schlangenlinien und ritt Volten, bis sie erschöpft mit Gräfin bei X stand und sich von den Richtern verabschiedete.
    Ich freute mich für sie und beglückwünschte als erste. Dann gab ich allen einen wärmenden Teller Woodland-Kartoffelsuppe aus, die wirklich gut schmeckte, und verfrachtete alle Pferde für den Heimweg wieder in den Anhängern.
    2363 Zeichen | geprüft auf zeichnzähler.de | Canyon

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    Bewegung und Zubehör AliciaFarina | Hintergrund sadasha
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28 Feb. 2020
    Canyon gefällt das.
  11. Sevannie

    Sevannie Great things never came from comfort zones.

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    Venetia

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    Von Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt
    Aus der Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt

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    Rasse
    : Tinker
    Geburtsdatum: 17.02.2011
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 154 cm
    Fellfarbe: Silver Dapple Tobiano
    Kopfabzeichen: - Alle Abzeichen sind scheckungsbedingt -
    Beinabzeichen: - Alle Abzeichen sind scheckungsbedingt -
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    Mit einem typischen Tinkercharakter eignet sich die Stute auch sehr gut für Anfänger. Sie ist sehr nervenstark und ausgeglichen. Durch ihre aufmerksame und zugleich ruhige Art kann sie meistens sehr gut bestechen. Heißt neben der Stute könnte wahrscheinlich eine Bombe einschlagen und sie würde nichtmal dran denken durchzugehen. Gerade auf Turnieren kommt ihr das zuvor. Bei Ausritten ist es auch sehr entspannend, denn man muss nicht immer Angst haben, wegen was sie jetzt schon wieder durch die Decke gehen könnte. Das Einzige was man negativ werten könnte wäre, dass sie beim Arbeiten oft faul ist. Hier muss man sie antreiben und sie immer wieder motivieren.

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    Gekört/Gekrönt: Nein
    Vererbung:
    Farbe: Ee aa ZZ ToTo
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.
    Nachkommen:
    //
    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: sadasha
    Pferdewert: -//-
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    Springen: E
    Western: S
    Dressur: L
    Military: A
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E
    Gangreiten: E
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    2. Platz 330. Militaryturnier
    2. Platz 453. Westernturnier
    2. Platz 458. Westernturnier
    3. Platz 459. Westernturnier
    2. Platz 464. Westernturnier
    3. Platz 463. Westernturnier
    1. Platz 470. Westernturnier
    2. Platz 473. Westernturnier
    1. Platz 478. Westernturnier
    3. Platz 481. Westernturnier


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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔
    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Kommando kommen x
    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: 27.02.2020
    Letzter Hufschmiedbesuch: //
    - Zum Spind -

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    Körungsvorbereitung

    Sevannie I 4.377 Zeichen


    Endlich war ich wieder auf meinem eigenen Hof angelangt, hatte die letzten Tagen hauptsächlich mit dem Reisen als Tierärztin verbracht und so sollte es heute auch weiter gehen. Venetia wollte ich demnächst auf einer Körung präsentieren und dafür wollte ich sie auch einmal gründlich durchchecken. Zudem war sie einer der Neuzugänge und ich hatte dies sowieso vor bei ihr. Jedes meiner Pferde wurde einmal durchgecheckt wenn es bei mir ankam, damit ich auch sicher gehen konnte, dass bei ihnen alles okay war. Hilfe hatte ich heute nur allerdings keine, der Nachteil wenn man alleine auf einem Hof war. Natürlich war da Ian, der mir mehr oder minder als einzige Freund hier in der neuen Umgebung zu Seite stand, aber ich wollte ihn auch sicherlich nicht ausnutzen. Immerhin war er eigentlich hier nur für seine Arbeit da und nicht, um mir zu helfen. Auch wenn sich schon so etwas wie eine Freundschaft angebahnt hatte.
    Schmunzelnd lief ich die Stallgasse entlang, ich hatte bisher alle Pferde auf die Paddoks verfrachtet, bis auf Venetia. Die hübsche Stute in besonderer Lackierung war ein wahrlicher Augenschmaus. Das lange Langhaar und der Behang ließen sie umso edler wirken. Das Fell glänzte und die Augen waren wach und klar. Ich nahm das rote Halfter von dessen Haken und schob die Boxentür auf. ,,Hallo meine Süße.'', hauchte ich leise und streichelte ihre Nüstern, als sie mir diese mit einem leisen Brummeln entgegen streckte. Sie und die anderen vom Gestüt zum Fuchsbau hatten sich recht schnell hier eingelebt. Ich halfterte die Stute auf und führte sie sogleich aus der Box, als ich ihr die Hufe ausgekratzt hatte. Ich band sie vor der Box am Anbindehaken an und musterte sie kurz. ,,Dauert nicht lange, dann darfst du auch raus.'', sprach ich der Stute kurz zu und begann auch sogleich damit sie abzutasten. Die Körungsvorbereitung war in meiner Auftragslage schon zur Routine geworden. Erst den Hals abtasten, dann den Rumpf, die Beine und zum Schluss hob ich diese gern an um mir einen Blick darunter zu erhaschen. Ich begutachtete die Sohle und den Strahl, das allgemeine Hufbild, bevor ich den Huf absetzte und zum Nächsten überging. ,,Brav.'', lobte ich die Stute zwischendurch und schob im nächsten Moment ihre Unterlippe etwas herunter, bekam so einen Einblick in das Maul und auch auf das Zahnfleisch. Es war rosig und gab mir keinen Anlass zur Sorge. Mit einem gekonnten Griff, indem ich die Finger an die zahnlosen Stellen schob, bekam ich das Maul der Stute etwas auf und erhaschte auch einen Blick auf die Zähne. Auch diese sahen vorbildlich aus und so steckte ich ihr ein Leckerli zu. Dieses durfte sie dann genüsslich kauen, während ich mir ihre Augen weiter ansah. Wie vorhin schon erwähnt war der Ausdruck klar und wach. Die Lider waren nicht angeschwollen und mit einem Klopfen auf den Hals der Stute ließ es ich auch gut sein.
    Ich schnappte mir das Thermometer, das ich in dem kleinem Stallköfferchen hatte und stellte mich neben die Hinterhand der Stute, seelenruhig wie sie nunmal eben war stand sie da und tat als wäre nicht, während ich gerade das Thermometer piepsen hörte. So war es doch immer ein schnelles Checkup wenn die Pferde so brav waren. Ich lobte meine Maus wieder und desinfizierte das Thermometer. Soweit so gut, fehlte nur das das Abhören. Also nahm ich mir mein treues Stallstethoskop zur Hand. Ich hatte alles doppelt was diese Standardsachen anging. Einmal für die Patienten von anderen Leuten und mein eigenes Equipment für meine Pferde, dieses blieb auch immer hier im Stall in der Sattelkammer. So müsste ich nicht erst in die Praxis rennen und dort alles holen. Als ich das metallische Ende des Stethoskops auf die Flanke der Stute drückte, hörte man deutlich den Darm und Magen arbeiten, weiter vorne hörte man die ruhige Atmung des Tieres und zu guter Letzt hörte ich mir noch den Rhythmus des Herzes an, der auch von der Ruhe selbst sprach. ,,Alles tip top, meine Süße.'', schmunzelte ich, hatte eigentlich ja auch nichts anderes erwartet, wenn ich ehrlich war. Sie machte auch keinen schlechten Eindruck und sonst verhielt sie sich ruhig und eben.. Tinkertypisch. Ich schob ihr noch ein Leckerli zu, brachte dann eben den Koffer wieder weg in die Sattelkammer und band die Stute von der Box los. ,,Dann darfst du nun auch raus und dein Heu dort weiter genießen.'', sagte ich und führte sie auch sogleich zum Paddok.

    26. April 2017 | 2630 Zeichen von Rinnaja
    Dressur E-A
    Ich hatte wenig Zeit auf hof gefunden des wegen wollte ich mir Venetia und Summer Holiday vornehmen. Ich wollte beide ein wenig in Dressur mir vornehmen damit sie weiter kamen. Sie stehen zwar noch am Anfang aber mit wenig Übung wurden sie es weit bringen. Zu erst nahm ich mir Summer Holiday ich holte sie von der Koppel um sie ein mal sehr gründlich durch zu Brüste und anschließen mit ihr in die Reithalle zu gehen um ein wenig Bodenarbeit mit ihr zu machen. Ich Kontrolliere den Sattel und den rest bevor ich mich rauf Schwung und meine erste schritt runden mit ihr Drehte. Als ich wir 5 Min unser Runden Dreht trieb ich die Stute an im Trab und machte ein paar Ruhte bahnfiguren und wieder holte sie oft damit sie es lernte und auch lernte auf meine Hilfen gut mit zu Arbeiten und anzunehmen. Später machte ich das auch mit Summer Holiday im Galopp was schwer war da sie Stute wieder in Trab viel und nicht so recht mit Arbeiten wollte. Ich machte ihr klar das es nicht so gehen wurde und nach einer weile Diskotion machte sie das was ich von ihr verlangte und lief in einen Ruhgen Galopp ein paar Bahnfiguren mit mir. Zum Schluss Ritt ich sie Natürlich ab um sie anschließen abzusatteln und sie wieder zurück zur Weide zu bringen zu den anderen bevor ich mich an die Arbeit machte mit Venetia. Sascha war so lieb und hatte die Stute mir schon Fertig gemacht so das ich gleich auch mit ihr an die Arbeit gehen konnte. Auch sie Ritt ich ein paar runden warm es war mein 2 Ritt mit ihr und ich konnte Spurte das sie eine Ruhe aber den noch faule Stute war. Ich schickte sie nach eine Runden im Schritt im Trab ich muss viele Hilfen geben damit sie auch in Trab blieb und ich einiger maßen mit ihr paar Bahnfiguren wie Schlagenline oder auf Zirkel reiten konnte im Trab. Ihr viel es schwer auf den Zrikel zu bleiben so das ich beschloss meine Arbeit erst mal nur da drauf zu Kontzentieren. Aber zum guter ende passte alles so das ich es auch im Galopp versuchen konnte mit ihr enspannt auf den Zrikel zu Reiten nicht anderes Aps Summer Holiday war auch Venetia Faul und ich muss sie stark antreiben damit sie überhaubt im Galopp ging und da auch bleiben wurde. Auch die mal passte alles mehr oder wenig sie brauchte zwar noch Übung aber auch das wurde ich die Tage mit viel Arbeit bei beiden hinbekommen. Ich Ritt sie nach einer Stunde Guter arbeit ab und lobte sie Fleißg da sie ihre arbeit echt gut gemacht hatte. Ich brachte Venetia zurück auf die weide vor abhatte ich sie noch gefutter und abgesattelt. Auf Weide lobte ich sie noch mal und schob ihr was leckeres zu bevor anfing die Reithalle und den Rest sauber zu machen.

    15. September 2018 | 5879 Zeichen von adoptedfox
    von Landsberg Trainingscenter | Dressur A-L
    Käthe | “...und darf ich den Grund erfahren, wieso du möchtest dass ich die Stute auf meinem Hof trainiere?” fragte ich Hunter, nachdem er Venetia verladen hatte und kontrollierte, dass sie Sicherungen der Laderampe fest verschlossen waren. “Ich strukturiere etwas um und bei dir ist sie in guten Händen.” antwortete er und gab mir einen Kuss auf die Stirn. “Wenn sie länger als die gebuchten Tage bleiben soll, gib Bescheid, ja?” sagte ich leise, gab ihm einen Abschiedskuss und löste mich von ihm um in meinen Wagen zu steigen. Ich winkte Miss Clayton, die just in dem Moment, in dem ich aus dem Fenster sah, aus dem Haupthaus kam und startete dann den Wagen. Nach einer guten Stunde waren wir zuhause angekommen und Erin half mir dabei sie Stute auszuladen. Sie führte Venetia auf die kleine Weide, die an den unteren Stalltrakt grenzte, während ich den Anhänger abkoppelte und auf seinen Platz stellte. Ich parkte meinen Wagen neben dem Haus und schrieb Hunter eine kurze SMS, dass wir gut angekommen sind und begann dann, das Zubehör von Venetia vom Anhänger in den Stall zu bringen.
    ....ein paar Stunden später.
    Vorbereitung ist eben alles dachte ich und griff nach dem Halfter und dem Strick von Venetia um sie von der Weide holen zu können. Ich hatte die Putzutensilien und ihr Sattelzeug bereits hergerichtet um die verbleibenden Stunden des Tages optimal nutzen zu können. Die Stute stand entspannt im Unterstand der Weide und setzte sich mit einem Schnauben in Bewegung, als ich die Weide betrat. “Dann wollen wir mal sehen was du schon kannst.” sagte ich und kraulte der Stute die Stirn, die hinter einem dichten Schopf verborgen war. Ich legte ihr das Halfter an und führte sie in die Stallgasse, wo ich sie vor ihrer Gastbox fest band und mit einem Striegel damit begann sie zu putzen. Gründlich entfernte ich Verschmutzungen, lose Haare und Staub aus ihrem Fell und kämmte sorgfältig ihre Mähne und den Schweif, bevor ich mich daran machte die Hufe auskratzen. Während des putzens döste Venetia und ich hoffte, dass sie unter dem Sattel mehr Motivation zeigen würde, sonst würde das ein anstrengendes Training werden. Für uns beide. Ich legte der Stute den Sattel auf und zog die Schabracke glatt, bevor ich unter ihrem Bauch nach dem Sattelgurt griff und ihn locker anzog. Brav nahm die Stute das Gebiss auf und ich zog ihren Schopf unter dem Stirnriemen hervor um einen besseren Sitz des Zaums zu gewährleisten. Ich setzte mir meinen Helm auf, holte eine Gerte aus der Sattelkammer da ich das Gefühl nicht los wurde, sie gebrauchen zu können und führte Venetia auf den großen Dressurplatz hinter der Reithalle. Ich stellte die Stute mittig auf und zog die Steigbügel nach unten, um sie auf meine Länge einzustellen, bevor ich einen Fuß in den Steigbügel stellte und mich mit Schwung in den Sattel der Stute setzte. Ich sortierte die Zügel in meinen Händen und ritt ein paar Runden im Schritt und Trab um die Stute aufzuwärmen und fragte dabei gleich ein paar Hufschlagfiguren ab um die Konzentration der Stute anzuregen, die sich doch sehr bitten ließ. “Du bist ganz schön faul!” mahnte ich die Stute und trieb sie weiter vorwärts. Ich ritt ein paar Volten, wechselweise mit 10 Metern und 8 Metern Durchmesser und so langsam schien Venetia aufzuwachen, oder sie war schlichtweg genervt von meinem Treiben, doch sie begann endlich sich zu entspannen und arbeitete aktiv mit. Den Mitteltrab beherrschte Venetia fabelhaft sodass ich einen Schritt weiter ging und an der Versammlung des Pferdes arbeitete. Die Stute war kompakt gebaut und überraschte mich mit ihren raumgreifenden Gängen. Konzentriert ließ sich die Tinker-Stute in allen Gangarten und deren Erweiterungen reiten, bot die Versammlung teilweise sogar von selbst an und sprang beinahe fließend in den Gangart um, die ich verlangte. Ich lobte sie ausgiebig und versuchte mich an der Hinterhandwendung, da wir eh schon standen um einen Moment zu verschnaufen. Hunter musste das bereits mit ihr geübt hatten, denn sie bewegte sich beinahe perfekt im Halbkreis um sich selbst. “Prima!” lobte ich sie und entschied, dass wir beide genug für heute trainiert hatten und ritt sie im Schritt einige Runden trocken, bevor wir auf dem schmalen Pfad zwischen den Ställen zurück in den Hof ritten. “Wart ihr ausreiten?” fragte Erin unglaubwürdig und ging einen Schritt zur Seite, damit wir passieren konnten. “Nein, wieso?” fragte ich etwas verwirrt und hielt Venetia an um abzusteigen. “Ihr seid beide verschwitzt und zumindest du bist total rot im Gesicht.” antwortete sie und als sie meinen Blick über den Rücken von Venetia sah, begann sie zu lachen. “So anstrengend?” fragte sie lachend und ich warf einen meiner Handschuhe nach ihr. Nachdem ich Venetia abgesattelt hatte brachte ich sie in ihre Gastbox und bereitete ihr Futter vor. Die anderen Pferde standen bereits in ihren Boxen und warteten ungeduldig. Venetia konnte eine fleißige Stute sein, wenn sie wollte. Erin und ich fütterten gemeinsam die Pferde und verabschiedeten sie in die Nachtruhe. Umgezogen und geduscht lag ich eine Stunde später auf dem Sofa, auf meinen Beinen eine Pizza vom Lieferservice und schrieb Hunter, wie das Training lief.
    Anders als geplant, blieb Venetia eine ganze Woche bei uns und neben den regulären Trainingseinheiten, erkundeten wir auch gemeinsam das Gelände und genossen die ausgiebigen Galoppstrecken. Am Ende der Woche kam Hunter mit dem Pferdehänger vorbei um die Stute abzuholen, die ich bereits für den Transport vorbereitet hatte. Hunter zog die Augenbrauen hoch, als er sein Pferd sah. “Ich wollte schon immer einen so schönen Zopf flechten, jetzt schau nicht so!” lachte ich und führte Venetia in den Hof um mich von ihr zu verabschieden. Ich musste versprechen am Abend vorbei zu kommen, da Hunter mir zeigen wollte, was sich auf seinem Hof verändert hat und schon jetzt war ich aufgeregt, was sich getan hatte.

    14. November 2018 | von Veija
    Blakes Crow Meadow Training | Western E-A | Trail LK 5 - LK 4
    Bellamy | Kaum war meine Maschine in Albuquerque gelandet, da begrüßte mich schon Laurence mit einem ernsten Gesicht. "Hallo Laurence, dass ich dich hier treffe...", sagte ich und schüttelte ihm die Hand. "Du kannst gleich hier stehen bleiben, in dem nächsten Flugzeug sind zwei neue Auftragspferde, Venetia von Hunter Crowley von der Bear Brook EC und Injaki von Nicholas Owen von Gwynedd Stables. Die sollen wir mit rüber holen, hab den Truck dabei.", erklärte er mir und ich nickte. Also warteten wir, während wir die gehetzten und gestressten anderen Menschen am Flughafen beobachteten. "Hunter Crowley kommt mir bekannt vor, ebenso Injaki. Das Pferd ist Verena mal geritten, von Rachel.", erklärte ich dem älteren Mann und er nickte. "Ja, gehört jetzt einem Nicholas Owen, wie gesagt von Gwynedd Stables.", meinte er beiläufig und ich nickte. "Und Venetia? Ein Vollblut? Dafür ist Hunter ja bekannt. Wieso bringt er ein Vollblut zu uns?", fragte ich ihn sichtlich verwirrt, doch er schüttelte nur den Kopf. "Kein Vollblut, die trainiert er schon selbst. Eine Tinkerstute." "Und in was sollen die trainiert werden?" "Venetia im Trail von mir und Injaki in der Ranch Riding, von dir.", erklärte er mir, ehe er sich erhob und zum Fenster heraus sah. "Da sind sie, komm lass sie uns abholen."
    Das Aus- und Einladen aus dem Flugzeug und in den Hänger verlief ohne jegliche Probleme. Kein Wunder, die Pferde waren auch noch leicht sediert und folgten uns brav. Am Fenster des Wartebereichs hatten sich Schaulustige gesammelt. Es war immer wieder ein Erlebnis, wenn Tiere, vor allem Pferde, hier verladen wurden. Schon oft hatten wir hier mit Pferden von uns gestanden und gewartet während wir von oben mit sämtlichen Fotowerkzeugen belästigt wurden. Zum Glück hatte das die Pferde nicht weiter gestört, denn sie hatten hier unten nahe der Flugzeuge genug zu gucken gehabt.
    "Und wie erging es euch während meiner Abwesenheit?", fragte ich Laurence während der Autofahrt zurück zu Ranch. "Gut, ganz gut. Caleb hat einen neuen Mitarbeiter eingestellt, Cayce. Kennen sich aus Calebs Rodeozeiten, scheint ein anständiger junger Mann zu sein, packt überall mit an. Wusstest du davon?" "Ja, Caleb hatte mich darum gebeten einen neuen Rancharbeiter einzustellen, er klang ziemlich unzufrieden mit den ganzen Stallburschen, die bei uns rumlaufen." "Kann ich auch verstehen.", murrte Laurence und ich sah ihn fragend an. "Ein andermal. Wir sind da und laden lieber die Pferde aus. Hab zwei Paddocks frei gemacht, Venetia kommt in den Ersten und Injaki auf die gegenüberliegende Seite in den Dritten.", erklärte er mir und ich nickte. Wir stiegen aus, luden die Pferde aus und brachten sie auf ihre Paddocks. Sofort nahmen wir die Decken und die Transportgamaschen ab. Beide hatten ein wenig geschwitzt, weshalb wir ihnen frisch gewaschene Abschwitzdecken von uns drauflegten. "Jetzt lassen wir sie erst einmal ankommen. Anderes Klima und andere Zeitzone, die müssen fertig von der Reise sein.", sagte Laurence zu mir und ich nickte. Das kam mir ganz gelegen, denn ich musste den ganzen Papierkram aufholen, der sich während meiner Zeit in Deutschland gestapelt hatte.
    Am Abend ging ich noch einmal nach den beiden Neuankömmlingen schauen. Sie standen beide ganz ruhig auf ihrem Paddock und mampften das Heu, welches ein Stallbursche ihnen gebracht hatte. Ich streichelte kurz den Hals des kleinen schwarzen Hengstes, ehe ich in den Stall ging und ihnen eine kleine Portion Kraftfutter zusammenmischte. Hunter und auch Nicholas hatten mir grundlegende Anweisungen dazu per E-Mail geschickte. Mit steigendem Training würde sich jedoch die Menge des Futterst verändern, doch anfangen sollte ich genau mit dem, was die Pferde auch in ihrem Zuhause bekamen. So ging ich mit den Eimern zu den beiden Pferden und schüttete das Futter in ihre Tröge. Sofort kamen sie zum Zaun und fingen an zu fressen. Es war schon fast alle Arbeit erledigt, so dass ich nur noch schnell dabei half, eine Box auszumisten und dann ins Haus ging, wo wir alle gemeinsam zu Abend aßen, abwuschen und dann ins Bett gingen.
    Am nächsten Morgen brachte ich den beiden Pferden wieder ihre Portion Kraftfutter, ehe ich ein paar andere Arbeiten auf der Ranch erledigte und mir dann Injaki schnappte. Laurence würde Venetia erst am Nachmittag nehmen, so dass ich ihm bei der Stute zuschauen konnte.
    Nicholas hatte mir nahe gelegt, bei dem Hengst keine Sporen zu verwenden, da er sonst unausstehlich werden würde. Er war sehr fein zu reiten und ging wirklich gut an den Hilfen. In der Ranch Riding hatte er schon Erfahrung und wusste also schon, worum es ging. In der Stallgasse band ich ihn an und putzte ihn schnell über, ehe ich ihn sattelte und mit ihm in den Round Pen ging. Dort gurtete ich nach, band die Zügel am Horn fest und ließ ihn zunächst im Schritt auf beiden Seiten laufen, ehe ich ihn nach vorne schickte und ihn antraben ließ. Aus dem Trab wurde nach ein paar Runden Galopp, was ich auf der anderen Hand wiederholte. Dann schnappte ich ihn mir und ging in die Halle, dort hatte er weniger Ablenkung, als auf dem Platz, wo er die ganzen anderen Pferde sah.
    Wieder gurtete ich nach und stieg dann auf. Wir blieben eine ganze Weile stehen, ehe ich ihn annahm und dann schnalzte, damit er sich in Bewegung setzte. Der Hengst ging zügig nach vorne und nun wusste ich, was der Besitzer mit fein zu reiten gemeint hatte. Da ich ihn in der LK 3 mit Westernkandare reiten konnte, ließ ich die Zügel nun auch schon etwas länger durchhängen. Allein durch den Druck des Zügels an seinem Hals ging er in die gewünschte Richtung, dabei hatte ich noch kaum Gewichts- oder Schenkelhilfen gegeben. Nachdem ich ihn im Schritt ein wenig geritten hatte, hielt ich ihn an, nahm ihn vorne leicht an und nahm die Beine vom Bauch weg. Sofort ging er rückwärts und stoppte augenblicklich, als ich meine Beine wieder anlegte. "Whoaa.", sagte ich leise, denn er wollte sofort wieder nach vorne gehen. "Whoaa, bleib stehen.", sagte ich wieder und ließ nun auch die Zügel wieder locker. Sofort hörte er auf zu trippeln und blieb stehen. Bei ihm musste man auch mit viel Ruhe an die Arbeit gehen, da er eben so intelligent war und er einem die Manöver schon vorweg nehmen wollte. Ich gab die Hilfen zum Spin rechts herum, dann links herum. Das schien er auch noch zu kennen, jedoch musste er bei diesem Manöver seine Beine noch sortieren. Das würde sich aber mit der Zeit geben, denn je mehr Übung er hatte desto besser wurde er. Als letztes für heute wollte ich den normalen Trab und den verstärkten Trab abfragen. Dazu ritt ich ihn an, nahm kurz die Zügel auf und legte meine Beine an. Ich schnalzte und er trabte locker los. Als wir so eine Weile gelaufen waren, schnalzte ich ein paar Mal rhythmisch, so dass er schneller wurde und ich mich leicht nach vorne lehnte, damit ich ihm nicht so in den Rücken knallte. Direkt als ich mich wieder tief in den Sattel setzte, verlangsamte er seinen Trab und ich wechselte durch die Mitte der Bahn, um das Gleiche auch auf der anderen Hand zu machen. Auch hier stellte er sich gut an, weshalb ich ihn in den Schritt zurück holte und ein wenig abritt. Dann stieg ich ab, machte ihn im Stall wieder fertig und brachte ihn zurück in seinen Paddock.
    Dort sah ich, dass Venetia schon weg war und beschloss, direkt zum Platz zu gehen, denn Laurence hatte sich dort einige Stangen hingelegt und wollte mit der Stute lieber im Freien trainieren. Er saß auch schon im Sattel. "Ich dachte du wolltest erst heute Mittag?", fragte ich ihn und setzte mich auf den Zaun. "Ja, nur sagte Caleb er braucht neben Cayce noch eine dritte Hand bei den Rindern später, deshalb mache ich die Stute jetzt schon.", erklärte er mir und ich nickte. Dann schaute ich ihnen weiter zu. Laurence hatte manchmal ganz schön Mühe, die Stute nach vorne zu bekommen. Wenn alles Schnalzen und nach vorne sitzen nicht mehr half, nutzte er seine Sporen eben ein bisschen mehr, so dass die Stute sich dann doch dazu motivieren ließ, schneller zu laufen. Bei den Stangen war sie allerdings wirklich talentiert. Sie taxierte von sich aus und hob ihre Beine genau richtig, so dass sie so gut wie nie an die Stangen dran kam. Zumindest im Schritt. "Man sagt den Tinkern ja nach, dass sie faul seien. Bisher hab ich noch kein Tier gesehen, bei dem das nicht gestimmt hat.", sagte er lachend und hielt die Stute an, um sie zu loben. "Dafür sagt man aber auch, dass sie sehr nervenstark und ruhig sind.", lachte ich und Laurence nickte. "Das stimmt wohl."
    Dann ritt er die Stute wieder an und testete ein paar Stangenkombinationen im Trab. "Das macht die wirklich gut!", sagte er, als er an mir vorbei ritt. Ja, über die Stangen konnte die Stute wirklich richtig gut. Irgendwann hielt er sie dann an und übte das Rückwärtsrichten, was auch kein Problem war. Nur bei den 360 Grad Drehungen hatte sie Probleme, aber das würden die Beiden auch noch hinbekommen.
    So trainierten wir beide, manchmal jeder für sich, manchmal zusammen, die beiden Pferde die nächsten Tage ganz nach den Fortschritten der Tiere. Beide stellten sich wirklich sehr talentiert an. Venetia fiel es so langsam leichter, sich einmal um sich selbst zu drehen. Sie war zunächst sehr schwerfällig auf der Schulter gewesen, doch Laurence hatte sie vom Boden aus sehr viel weichen lassen, so dass sie sich nun wirklich anstrengte, sich zu drehen. Ein super Spin war aufgrund ihres massigen Körperbaus einfach nicht möglich, aber das verlangte ja auch niemand von ihr. Sie machte ihren Job so gut ihr Körper es ihr eben zuließ. Injaki hatte sich in seiner Zeit bei mir auch wirklich gut entwickelt. Er zeigte viel Freude an den Tempowechseln im Trab und Galopp und schien umso besser zuzuhören und feiner zu werden, je mehr Unterschiede ich abfragte. Auch das Seitwärts über die Stangen gehen hatte ich viel mit ihm geübt, da dies in einer LK 3 Pattern manchmal vorkam. Der Umstieg auf die Bit with Shanks war ihm leicht gefallen, da ich ihn vorher schon viel am lockeren Zügel geritten hatte. Das Annehmen der Zügel mit dem neuen Gebiss hatte ihn am Anfang etwas verwirrt, doch mit der Zeit hatte er sich daran gewöhnt und reagierte nun schon besser darauf.
    Laurence und ich hatten abgemacht, dass wir uns gegenseitig eine Pattern vorreiten wollten, damit ein Trainer von außen ein Auge auf den Ritt, das Pferd und die Hilfen haben konnte.
    Dabei sollte ich anfangen. In der Halle hatte ich vier Schrittstangen auf den Boden gelegt und war sie schon mit dem Hengst abgeritten, damit er sich an den Abstand gewöhnen konnte. Auch hatten wir dort das Seitwärtsgehen über eine Stange geübt, was wir gleich während der Pattern machen mussten. Als Laurence dann, ohne die Stute, in der Halle angekommen war, starteten der Hengst und ich. Wir ritten auf der linken Hand im Schritt in die Halle. Als wir auf die lange Seite abwendeten versammelte ich ihn, ehe ich ihn antrabte. Im Trab ging es in etwa bis zur Mitte der langen Seite, ehe ich ihn auf der rechten Hand angaloppierte und sofort den verstärkten Trab anfragte. Wir galoppierten an der kurzen Seite entlang, wendeten auf die lange Seite ab und kurz hinter dem Mittelmarker wandte ich ihn nach rechts ab. Sofort als wir abgewendet hatten, nahm ich ihn im Galopp zurück und wir galoppierten langsamer. Die vier auf dem Boden liegenden Stangen ließen wir links neben uns vorbeiziehen. Auf der gegenüberliegenden Seite rittn wir einen kleinen Halbkreis und galoppierten zur rechten Hallenseite zurück. Injaki passte es nicht, im Außengalopp zu gehen, so dass er vor X schon selbst umsprang und wir nun auf der linken Hand nach links abwendeten. Wir ritten an der kurzen Seite entlang und gingen an der langen Seiten in den verstärkten Trab zurück. Ich hielt auf die Stangen zu, blieb jedoch rechts neben der ersten aus dem verstärkten Trab heraus stehen. Dann war der Sidepass gefragt, also das Seitwärtsgehen über die Stange. Langsam gingen wir Schritt für Schritt nach links, blieben kurz stehen und gingen dann bis zur Hälfte wieder zurück. Dann nahm ich Injaki neu an, trieb ihn nach vorne und im Schritt überritten wir die fehlenden drei Stangen, ehe wir am Ende der Halle nach rechts abwendete und wir ein kleines Quadrat ritten, so dass vor den Stangen wieder nach rechts gingen und dort anhielten. Unsere vorletzte Aufgabe war es nun, eine 360 Grad Drehung nach links zu machen. Ich gab Injaki also die Hilfen zum Spin, was er sehr gut umsetzte. Mittlerweile wusste er ja, wo seine Beine hingehörten. Dann hielt ich ihn wieder an, nahm die Zügel auf und meine Beine vom Pferd weg, ehe wir eine Pferdelänge rückwärts gingen. Geschafft. Laurence klatschte. "Das habt ihr wirklich gut gemacht. Aber für nächsten Monat hast du was zu tun. Viel Außengalopp reiten, damit der dir nicht von selbst umspringt. Übungssache.", erklärte er und ich nickte. "Aber gut macht er seinen Job, der ist das perfekte Ranchpferd!", lachte ich und Laurence nickte. "Zwei Monate steht er noch hier, dann ist er in der LK 1. Mach was draus.", meinte er und klopfte den Hals des Hengstes. "Ich hab auf dem Platz schon den Trailparcour für Venetia aufgebaut, komm dazu, wenn Injaki wieder in seinem Paddock steht.", sagte er mir und ich nickte. Im Handumdrehen hatte ich den Hengst abgesattelt und zurück auf seinen Paddock gebracht, wo er dankend die Möhren mampfte, die ich ihm in den Futtertrog gelegt hatte.
    Dann ging ich zum Platz, wo ich das Stangenwirrwarr von Laurence unter die Lupe nahm. Mit Blue hatte ich mich auch schon am Trail versucht, aber so ganz wurde ich nicht schlau daraus. Ich war schon froh, dass ich mir die Ranch Riding Pattern von Injaki und mir hatte merken können, dabei hatten wir nur vier Schrittstangen gehabt.
    Anfangen würde Laurence seinen Trail auf der linken Seite des Platzes im Trab. Dort wendete er nach rechts ab, trabte über eine Stange, umrundete eine Pylone auf der rechten Seite, trabte wieder über eine Stange, umrundete eine Pylone auf der linken Seite, trabte erneut über eine Stange, umrundete die zweite Pylone auf der rechten Seite und ging über die letzte Trabstange. Ein ganz schönes Wirrwarr aus Stangen und Pylonen, wenn man mich fragte. Aber Venetia hatte nicht einen Gegenstand berührt, sie war schön sauber über alles drüber gelaufen. Nun ging es im Schritt geradeaus über drei Stangen. Die vierte bildete den Rand eines kleinen Vierecks, in dem die Beiden stehen blieben und eine 360 Grad Drehung nach rechts machten. Daran hatten Laurence und Venetia viel geübt, anfangs war sie ja so schwer auf der Schulter gewesen, doch jetzt drehte sie sich wirklich schön im Kreis. Sie ritten im Schritt aus dem Viereck raus und galoppierten auf der linken Hand an. Zwei Galoppstangen, eine kurze Galopphase und dann kamen wieder zwei. Auch hier taxierte Venetia wirklich schön, wenngleich Laurence sie ziemlich nach vorne treiben musste, weil sie nun doch wieder zeigte, dass sie etwas faul war. Als nächstes kam eine Übung, an der sie auch eine Weile geübt hatten, nämlich das Öffnen eines Tores. Die beiden stellten sich so neben das Tor, dass es links von ihnen war. Laurence nahm die Zügel in die rechte Hand und griff mit der linken nach dem Tor. Dann öffnete er es langsam zu sich herüber und drückte Venetia mit seinen Beinen aus dem Weg. Sie spielte mit den Ohren, hörte ihm aber wirklich gut zu und so gingen sie durch das Tor und schlossen es wieder. Jetzt standen sie rückwärts in der kurzen Seite eines Stangen L's. Er nahm die Zügel leicht an und die Beine von ihrem Bauch weg, damit sie rückwärts ging. Langsam und Schritt für Schritt. Die Schnelligkeit würde später in höheren Klassen kommen. Venetia tat sich ein wenig schwer, um die Kurve zu kommen und trat über die Stangen. Laurence korrigierte sie, indem er sie wieder einen Schritt nach vorne gehen ließ. Dann setze er neu an und als sie wieder gerade rückwärts gehen konnten, entspannte sich die Stute auch wieder. Als sie aus dem Hindernis heraus waren, wendete er sie nach links ab und trabte sie an. Jetzt kamen nochmal zwei Trabstangen, ehe er die Stute in den Schritt zurück nahm und sie dann anhielt. "Da habt ihr euch aber wirklich eine der schwierigsten Pattern für die LK 4 ausgesucht.", erklärte ich Laurence, während er auf mich zutrabte. "Von nichts kommt nichts.", lachte er und schwang sich aus dem Sattel. "Lass uns das Ganze hier aufräumen und dann mit den Besitzern telefonieren. Für diesen Monat haben die beiden Pferde ihre Klasse erreicht."

    06. Dezember 2018 | von Veija
    Blakes Crow Meadow Training | Western A-L | Trail LK 4 - LK 3
    Laurence | Auch Venetia hatte einen wundervollen Job abgeliefert beim vergangenen Training, so dass ich ihr ein paar Tage Verschnaufpause gegönnt hatte. Hunter war, genauso wie Nicholas, sehr froh über den Fortschritt der Stute und fragte mich, ob ich sie bis zur LK 1 hier behalten könnte. Sein Angebot nahm ich natürlich an. Im Gegensatz zu Gangster oder den anderen Westernpferden hier war die Stute eine willkommene, gemütliche Abwechslung. Der Sturz von Smartie, meine Verletzung und der Verkauf der Stute an Caleb nagte noch immer an mir. Auch Gangster hatte ich Caleb untergeschoben, wobei ich auch schon Cayce auf dem Hengst gesehen hatte. Man merkte mir mein Alter mittlerweile doch an, ich war einfach nicht mehr dazu gemacht, die schnellen Reining- und Cuttingpferde zu reiten.
    Venetia riss mich aus meinen Gedanken, als sie mich anbrummelte und sichtlich eine Streicheleinheit forderte. "Ja Mädchen, mein Herz hast du schon lange erobert.", sagte ich und kraulte ihren Kopf. Dann legte ich ihr das Halfter an und führte sie in die Stallgasse, wo ich sie putzte und dann sattelte. Murphy und Dell hatten für mich die Hindernisse auf dem kleinen Reitplatz aufgebaut gehabt. Auf dem Großen trainierten schon den ganzen Tag Cayce und Caleb mit den Reiningpferden. In ihren Köpfen träumten sie bestimmt von den großen Turnieren im nächsten Jahr. Und jetzt wo Cayce da war, hatten wir noch jemanden auf der Ranch, der die Pferde in den hohen Klassen vorstellen konnte.
    Mit Venetia hatte ich ursprünglich vorgehabt, die selbe Pattern wie beim letzten Mal zu üben und sie dort auch einmal vorzustellen, doch das Jahr 2018 war fast zu Ende und die Pattern hatten sich für 2019 schon wieder geändert, so dass ich eine der Neuen üben und später auch reiten wollte.
    In der neuen Pattern musste sich Venetia im Schritt, Trab und Galopp wahnsinnig viel biegen, was auch Ziel dieses Trainingsmonats sein würde. Sie sollte weicher auf der Schulter werden, damit sie sich besser drehen konnte. Anfangen würde ich jedoch zu erst mit dem Tor. Ich ritt auf den Platz, wärmte sie kurz auf und stellte mich dann links vom Tor auf, mit der rechten Seite der Stute zum Gatter hin. Ich nahm die Zügel beide in die linke Hand. Noch würde ich sie mit einfacher Trense reiten, die nächsten Tage würde ich jedoch auf Kandare wechseln, weil sie in der LK 3 gefordert war und Venetia auch das nötige Alter hatte, eine andere Trense zu tragen. Mein rechter Arm griff zum Tor und öffnete es leicht. Dann dirigierte ich die Stute hindurch, drehte sie um und schloss das Tor wieder, ehe ich es verriegelte. Nicht perfekt, aber annehmbar. Weiter ging es mit Rückwärtsrichten. Ein paar Schritte gerade nach hinten, dann drehte ich sie langsam nach rechts und wir gingen zwischen zwei Stangen rückwärts. Gerade zwischen Stangen rückwärts gehen war definitiv ihre Stärke. Das Stangen-L war aus der neuen Pattern rausgeflogen- zum Glück für sie.
    Am Ende der Stangen hielt ich sie an und lobte sie ganz doll. Dann ritt ich sie raus und zur Abwechslung ein paar Schritt und Trabstangen, ehe ich die beiden Übungen von eben wiederholte, sie abritt und Schluss machte. Die nächsten Tage liefen eigentlich immer gleich ab. Ich suchte mir zwei Elemente raus und ritt sie ein, zweimal durch, machte etwas anderes und machte diese beiden dann als letzte Übung auch nochmal. So kam Abwechslung ins Training und Venetia wurde nicht langweilig. Zwei Wochen lang übte ich so weiter, ehe ich drei Elemente auf einmal machte. Das waren das Tor und das Rückwärtsrichten sowie die Trabstangen, die auf neun, zwei und vier Uhr lagen. Der zweite Part bestand wieder aus den Trabstangen aus der vorherigen Übung, es folgten Galoppstangen auf der linken Hand, die auf sieben, neun und elf Uhr lagen, ehe nochmal drei aufeinanderfolgende Trabstangen folgten. Der dritte Part bestand aus drei Schrittstangen, die schräg vor einem Stangenviereck lagen, in dem wir uns 360 Grad nach links und 360 Grad nach rechts drehen mussten, rausgehen und sechs Galoppstangen überqueren mussten. Diese lagen jeweils Paarweise mit je einem Galoppsprung auf neun, sechs und drei Uhr. Dabei wechselte ich auch immer die Richtung ab, oder ließ eine Übung aus, damit sie lernte, sich trotzdem auf mich zu konzentrieren und mir zuzuhören.
    Venetia fiel es noch immer schwer, leicht auf der Schulter zu sein, weshalb ich mit ihr viele Übungen zum lockern der Schultern und zum generellen Lockern des ganzen Pferdes ritt. Ein bisschen hatte ich mir da auch den Außengalopp von Bellamy und Injaki abgeschaut, denn diese Übung war auch sehr hilfreich.
    Ende der dritten, Anfang der vierten Woche waren wir schon eine Weile mit Kandare unterwegs. Die Umstellung war der Stute zunächst schwer gefallen, doch je mehr wir trainierten, desto mehr gewöhnte sie sich daran. Auch konnten Venetia und ich die Pattern von vorne bis hinten durchreiten und waren dabei gar nicht so schlecht. Venetias einziges Manko, neben der Schulter, aber das bekamen wir in den Griff, war ihre Faulheit. Es kostete mich manchmal ganz schön Kraft, sie vorwärts zu bekommen und sie vor dem Einschlafen auf der Stelle fern zu halten- übertrieben gesagt. Aber sie hatte mein Herz wirklich für sich gewonnen, dieser "kleine dicke" Tinker.
    Wir waren sogar auf einem Turnier gestartet und hatten uns wirklich wacker geschlagen. Venetia war die Ruhe selbst gewesen, hatte toll mitgemacht, bis zum Viereck, in dem wir uns drehen sollten. Sie hatte sich wunderschön gedreht, keine Frage. Das fiel ihr mittlerweile auch viel leichter. Doch sie hatte keine Lust gehabt, das Viereck zu verlassen. Ich hatte mir Zeit gelassen, sie motiviert nach vorne zu gehen doch sie wollte einfach nicht. Ich hatte sie deshalb noch einmal drehen lassen und sie aus der Bewegung heraus aus dem Viereck gehen lassen. Leider war ich dadurch "out of pattern", schloss die Prüfung also mit einem 0 Score ab, doch machte einen Korrekturritt daraus, nachdem ich den Richtern dies zu erkennen gegeben hatte. Wir ritten also nochmal zurück, nahmen die Schrittstangen, das Viereck und dieses Mal wartete ich nicht mehr so lange nach dem drehen sondern ritt sie aus der Bewegung heraus aus dem Viereck raus. Ich strich ihr kurz lobend über den Hals, galoppierte sie für das letzte Hindernis an und lobte sie ausgiebig. Die letzten Tage waren vielleicht etwas viel für die Stute gewesen und sie schien Muskelkater vom vielen Beine heben zu haben. Sie war einfach noch nicht so fit, körperlich so gefordert zu werden. Ein Tinker war eben doch anders gebaut als ein Quarter oder Paint und dementsprechend auch anders zu trainieren. Doch das wusste ich jetzt und konnte trotzdem sagen, dass das Turnier ein voller Erfolg war. Ich wusste nun genau, wie ich mit der Stute weiter vorzugehen hatte und auch, worauf wir hinarbeiten würden. Stolz war ich auf das Tier allemal! Und als wir wieder auf der Ranch angekommen waren, bekam sie von unserer kleinen Betsy eine lange Streicheleinheit und ein paar extra Möhren. Wobei ich mir sicher war, dass nicht alle davon in Venetias Futtereimer landeten, sondern Betsy die Möhren munter an alle Pferde verteilte, die auf den Paddocks standen. Aber so waren Kinder nun einmal.

    30. Januar 2019 | von Veija
    Blakes Crow Meadow Training | Western L-M | Trail LK 3 - LK 2
    Laurence | Venetia hatte nach dem letzten Turnier ein paar Tage Pause bekommen. Die hatte sie sich auch redlich verdient, auch wenn sie sich auf dem Turnier nicht von ihrer besten Seite gezeigt hatte. Um ihren Sturkopf beim nächsten Mal zu verhindern, gestaltete ich ihr Training noch abwechslungsreicher. Wir hatten hier Glück, es lag nur ab und zu ein bisschen Schnee, wurde aber am Tag immer noch relativ warm, so dass wir viel im Gelände unterwegs sein konnten. Das kam nicht nur ihrer Kondition zu Gute, sondern auch ihren Muskeln. Neben viel auf und ab auf kleineren und größeren Hügeln, steuerte ich sie auf jeden Ast und jedes Hindernis zu, so dass unsere Aufgaben immer anders aussahen und es nicht langweilig wurde. Auch ritt ich mit ihr viele enge Kurven, damit sie noch leichter auf der Schulter wurde. Das ging ganz gut in allen Gangarten um Bäume herum. Die waren etwas widerstandsfähiger als Pylonen, die man aus Unmut auch mal über den Haufen reiten konnte. So zeigte die Stute nämlich, dass sie keine Lust mehr hatte. Ich löste dann die Situation auf, ritt eine andere Übung und ging dann wieder an die vorherige Aufgabe zurück. Venetia hatte öfter den Drang, sich nach vielen Biegungen und Wendungen nochmal auf der Geraden zu strecken. Nachdem ich das rausgefunden hatte, gestaltete sich unsere Arbeit viel einfacher und ich merkte schnell, dass sie wieder motivierter bei der Sache war. Die Pattern für die LK 2 war ein... Wirrwarr aus Stangen. Anders konnte ich es nicht bezeichnen. Zum Glück würde die Pattern für die LK 1 fast identisch aussehen, nur dass es mehr Stangen sein würden, die enger aneinander liegen würden.
    Neben dem ganzen Geländetraining wollte ich heute mit der Brücke weitermachen, die auf dem Platz stand. Warm geritten war die Stute schon, so dass ich sie auf das Hindernis zuritt, ihr die Zügel lang gab und sie mit tiefem Kopf einen Huf vor den anderen setzte. Das 'klong, klong' der Brücke schien ihr nichts auszumachen, so dass sie ohne zu zögern hinüber ging und über die beiden Schrittstangen ging, die hinter der Brücke lagen. Ich ritt sie eine große Runde, ehe ich erneut auf die Brücke zusteuerte, sie aber dieses Mal von der anderen Seite überritt. Als das kein Problem war, ließ ich die Trabstangen aus und ging sofort zum Tor, welches wir ja noch aus vorherigen Pattern kannten. Auch hier machte sie ihren Job gut, so dass ich sie lobte und zwischen den ganzen Stangen hindurch zum Viereck ging. Dort ritt ich sie hinein, hielt sie an und gab die Hilfen zur 360 Grad Drehung nach links. Nach der Drehung ließ ich sie kurz stehen, ritt sie dann über die zwei Schrittstangen raus und hielt sie an, damit ich sie loben konnte. Ich trabte und galoppierte sie noch über kleinere Kombinationen, ehe für heute Schluss war.
    In den nächsten Tagen wechselte ich immer zwischen Gelände und Platzarbeit, bis ich den Parcours einmal ganz durchreiten wollte. Ich startete also an der Brücke, gab ihr die Zügel lang, damit sie den Kopf schön runter nehmen und drüber gehen konnte. Auch die zwei Schrittstangen stellten keine Probleme für sie dar. Dann trabte ich sie an und hielt sie gerade, damit sie schön mittig über die erste Trabstange gehen gehen konnte. Ich lenkte sie nach links rüber, wo wir zwischen zwei Stangen hindurch trabten und wieder über eine rüber gingen. Sofort nach der Stange lenkte ich sie nach links, wir ritten über eine, schafften eine Pferdelänge Platz und trabten erneut über zwei Stangen. Dann lenkte ich sie wieder zu der ersten zurück, richtete sie schön grade und gab die Zügel vor, damit sie sich ein wenig strecken konnte. Am Tor hielt ich sie aus dem Trab an und ließ sie kurz stehen. Dann öffnete ich das Tor und manövrierte sie hindurch. Als wir das geschafft hatten, trabte ich sie wieder an, lenkte sie auf eine Stange zu und wandte dann wieder nach links ab. Vor uns auf dem Boden lagen erneut zwei Stangen, die wir sauber überritten, ehe wir vor der nächsten Stange stoppten. Venetia hatte noch ein bisschen zu viel Schwung und kam nicht wirklich zum Stehen, so dass sie mit einem Huf die Stange passierte. "Da kam die Hilfe ein bisschen zu spät.", lachte ich und richtete sie einen Schritt rückwärts. Das war wirklich meine Schuld gewesen, nicht die von Venetia. Da sie eben am Tor punktegenau gestoppt hatte, hatte ich gedachte, sie würde das hier auch machen. Die Stute hatte allerdings die auf dem Boden liegende Stange schon fixiert gehabt und dachte, sie müsse dort auch noch drüber traben. Das Anhalten war ihr dann zu plötzlich gekommen. Dafür, dass sie nicht damit gerechnet hatte, hatte sie wirklich noch schnell abgebremst, wenn auch ein bisschen zu spät. Das würden wir einfach in den nächsten Tagen noch ein bisschen üben, problematisch war das auf keinen Fall. Nun musste ich sie zuerst bis zur Mitte der beiden Stangen gerade rückwärts richten, ehe ich sie nach rechts drehte und wir zwischen zwei Stangen, über die wir eben getrabt waren, anhielten. Sie stand nun ein bisschen schief, was ich zu erst korrigierte, ehe ich Küsschen gab und sie auf der rechten Hand angaloppierte. Ich wandte sie nach rechts ab, lenkte sie gerade auf eine einzelne Stange zu, wandte sie wieder nach rechts ab und steuerte auf drei weitere Stangen hin. Ich gab ihr ein bisschen mehr Zügel, damit sie sich schön nach vorne strecken konnte. Sie fixierte die Stangen und kam so viel besser rüber, als wenn ich sie vorne so zusammenzog. Sowieso war das in dieser Klasse nicht mehr gerne gesehen. Die Zügel sollten schön locker durchhängen und die Pferde auf minimale Änderungen der Handhaltung reagieren. Kurz vor dem Viereck parierte ich sie zum Schritt durch, damit wir schön langsam auf das neue Hindernis zugehen konnten. Venetia ging hinein und hielt automatisch an. Daran mussten wir auch noch arbeiten, denn sie sollte auf mein Kommando anhalten und nicht weil sie dachte, sie müsse anhalten. In meinem Kopf schrieb ich es auf meine 'To - Do mit Venetia' Liste, ehe ich meine Zügel sortierte und ihr die Hilfen zur 360 Grad Drehung nach links gab. Das Drehen fiel ihr mittlerweile wirklich leicht, wir hatten da auch schon eine ganze Menge Arbeit hinein gesteckt. Kurz ließ ich sie stehen, ehe wir über die verbleibenden zwei Schrittstangen gingen und ich sie anhielt und lobte. "Das war anstrengend, Mädchen.", sagte ich und klopfte ihren verschwitzten Hals.

    02. Februar 2019 | von Veija
    Blakes Crow Meadow Training | Western M-S | Trail LK 2 - LK 1
    Laurence | Zwischen unserem letzten Training, wo wir die komplette LK 2 Pattern geübt hatten und unserem heutigen Training waren ein paar Wochen vergangen. Aus unseren Fehlern vom letzten Mal hatten wir viel gelernt. So hatten wir uns zunächst auf das Stoppen aus dem Schritt und dem Trab konzentriert. Vor Stangen, hinter Stangen, zwischen Stangen, rund herum um Stangen. Mir war es dabei wichtig gewesen, dass Venetia aus dem Schritt und auch aus dem Trab sauber stoppte, wenn ich die Hilfen dazu gab. Dazu hatte ich zu Beginn meine Hilfen ein wenig übertrieben. Ich hatte mich jedes Mal weit nach hinten gelehnt, meine Beine vorgestreckt und meine Füße in die Bügel gedrückt, sowie die Zügel etwas übertrieben angenommen. Venetia sollte verstehen, dass diese Hilfen wirklich 'Stopp' hießen. Zu Beginn hatte ich noch bei jedem Stoppen 'Whoa' dazu gesagt. Ich war mir sehr sicher, wäre sie ein Reiner und ich würde sie in der Reining trainieren, könnte sie aus vollem Galopp heraus mit diesen Hilfen augenblicklich stehen bleiben. Dabei musste ich daran denken, dass ich dort noch nie einen Tinker gesehen hatte, was wohl auch seine Gründe hatte.
    Nachdem die Stute das also verstanden hatte, nahm ich immer mehr das 'Extreme' aus meinen Hilfen raus. Zunächst ließ ich den übermäßigen Zügelkontakt bleiben. Meine Stimme, meine Gewichtsverlagerung sowie meine Beinhilfen blieben vorhanden. Meine Hand mit den Zügeln nahm ich nur noch minimal nach oben. Das reichte aber, damit sie stehenblieb. Der nächste Schritt war, dass ich aufhörte, mich so extrem nach hinten zu legen. Ich lehnte mich nur noch leicht nach hinten, streckte auch die Beine nicht mehr so weit vor. Mein 'Whoa' allerdings blieb noch immer gleich laut. Als sie auch das verinnerlicht hatte, minimierte ich meine Hilfen so weit, dass man sie kaum noch sah, meine Stimme behielt ich aber noch immer zur Absicherung bei. Erst als sie das wirklich jedes Mal sicher machte, sagte ich beim Anhalten nichts mehr. Kaum zu glauben dass die Stute sich jetzt mit so minimalen Hilfen anhalten ließ!
    Das hatten uns zu der zweiten Übung gebracht, an der wir noch feilen mussten. Das Anhalten im Viereck auf Kommando und nicht, weil Venetia dachte, sie müsse anhalten. So gingen wir im Schritt und Trab, auch ein paar Mal im Galopp immer wieder durch das Viereck hindurch und hielten nur ab und zu an. Kombiniert wurde das Ganze mit 180 und 360 Grad Drehungen in verschiedene Richtungen, so dass wir manchmal dort wieder rausgingen, wo wir reingekommen waren, manchmal aber auch an der anderen Seite. Ab und zu lagen Schritt- oder Trabstangen beim Rein- oder Rausgehen, manchmal eben nicht. Durch unsere vorherigen Anhaltübungen reagierte Venetia auch immer besser auf meine Hilfen, weshalb wir da auch einen riesigen Erfolg zu verzeichnen hatten. Die Stute war mittlerweile so fein zu reiten, dass sie Injaki, einem Trainingspferd was auch bei uns gewesen war, tatsächlich Konkurrenz machte.
    Dann musste das Ganze jedoch etwas beschleunigt werden, denn die Ranch befand sich mitten im Umzug nach Kanada, wo ich die Stute nicht mit hin nehmen wollte. Sie hatte sich hier so gut eingelebt und fand sich so super zurecht, dass ich ihr das ungern antun wollte. Während alles um mich herum im Chaos versank, konzentrierte ich mich alleine auf das restliche Training der Stute. In der LK 1 wurde das Viereck verkleinert, was unser größtes Problem darstellen würde. Ich verbrachte so etwas mehr Zeit damit, die Stute bei den Drehungen auf die Hinterhand zu setzen, damit sie sich vorne noch leichter drehen konnte. Mit viel Schweiß und einer Menge Übung gelang mir das schlussendlich auch, so dass der schwerste Teil der Pattern geschafft war. Den Rest konnte Venetia wirklich gut.
    Um uns beiden einen guten Abschluss zu ermöglichen, hatte ich uns wieder auf einem Turnier angemeldet, wo wir genau das Reiten würden, was wir die ganze Zeit schon geübt hatten. Dafür hatte ich mir sogar den Showsattel von Candy ausgeborgt. Dieses Schiff von einem Pferd hatte beinahe die gleichen Maße wie die Tinkerstute, die im Moment wirklich richtig im sportlichen Typ stand. Was vier Monate beinahe tägliches Training ausmachten, sah man an ihr ganz gut.
    Ich zuppelte noch einmal die Zöpfchen zurecht, die ich ihr geflochten hatte, damit sie nicht so zerzaust waren, ehe ich mich in den Sattel setzte und sie warm ritt. Ich merkte immer mehr, dass mir die ruhigeren Disziplinen wie Pleasure oder Trail in meinem Alter viel mehr Freude bereiteten, als Cutting oder Reining. Klar vermisste ich diese Zeiten, aber mit Venetia unterm Sattel hatte ich auch sehr viel Spaß gehabt und würde heute ein letztes Mal riesigen Spaß haben, bevor sie zu Hunter zurück nach England fliegen würde.
    Es dauerte eine Weile, bis wir aufgerufen wurden. Ich stellte mich an das Tor des Platzes, klopfte noch einmal ihren Hals und sortierte meine Zügel. Erst dann nickte ich den Richtern zu, ritt hinein und steuerte auf die beiden Schrittstangen zu, die in dem verkleinerten Viereck endeten. Die LK 1 Pattern war der LK 2 Pattern vom letzten Mal sehr ähnlich, wurde allerdings rückwärts geritten und hatte ein paar Stangen mehr im Angebot. Sie war auf jeden Fall ein gutes Stück schwieriger, aber keinesfalls unmöglich zu reiten. So standen wir in dem kleinen Viereck, ich gab die Hilfen zur 360 Grad Drehung nach links und ritt sie im Schritt wieder aus der Box heraus. Innerlich jubelte ich, denn sie hatte sich wunderschön auf die Hinterhand gesetzt und war wahnsinnig leicht in der Schulter gewesen. Genau das, für das wir so lange trainiert hatten. Äußerlich verzog ich natürlich keine Miene, meine Mundwinkel zuckten nur ganz kurz nach oben, ehe ich wieder ein ernstes Gesicht machte. Ich lenkte sie nach links, stellte sie und gab ihr die Hilfen zum Galopp. Sie sprang schön an, ließ sich sofort gerade richten und sauber über die drei Stangen dirigieren, ehe ich sie nach links lenke, wir über die einzelne Stange ritten, ich sie wieder nach links lenkte und ich sie im Galopp langsam zurücknahm, so dass wir aus einem schönen, langsamen Galopp direkt neben einer einzelnen Stange stehenbleiben konnten. Das war etwas, dass wir nicht so viel geübt hatten. Deshalb hatte ich sie im Galopp auch minimal zurückgenommen, damit sie es einfacher hatte, stehen zu bleiben. Links von uns lag die Stange, um die wir rückwärts herum gehen mussten. Ich richtete sie also zunächst gerade rückwärts. Als ihre Hinterbeine das Ende passiert hatten, lenkte ich sie nach links, ließ sie kurz gerade nach hinten gehen, ehe ich sie ganz um die Stange herum lenkte und wir bis zum Ende gemütlich rückwärts richteten. Beim Trail kam es, anders als bei der Reining zum Beispiel, nicht auf Schnelligkeit an, sondern auf Präzision. Ich hielte sie an, sortierte die Zügel und trabte sie sofort aus dem Stand an, ehe wir die beiden Trabstangen überritten und dann drei weitere Stangen nahmen, die in einem Kreis angeordnet waren. Aus diesem Kreis heraus ging es zum Tor, vor dem Venetia super stoppte und sich ohne Probleme aufstellen ließ. Das Öffnen, Hindurchgehen und Schließen klappte ohne Probleme. Das war wirklich mittlerweile eine ihrer Paradeübungen. Sofort ging es im Trab weiter. Zunächst über drei Stangen, dann über eine einzelne. Sofort nachdem ihre Vorderbeine die Stange überschritten hatten, gab ich die Hilfen zum Angaloppieren auf der linken Hand. Wir ritten einen großen Halbkreis und steuerten dann auf drei hintereinander liegende Stangen zu. Genau dahinter lenkte ich sie minimal nach rechts, wo wir noch eine Stange überritten, ehe zwei weitere im Halbkreis folgten. Ich musste sie ziemlich zügig zurück in den Schritt nehmen, da die vier Schrittstangen schneller auf uns zukamen, als es mir lieb war. Dementsprechend war Venetia auch viel zu schnell, so dass ich die Zügel nochmal annehmen und sie ein bisschen bremsen musste. Dann aber verlangsamte sie ihren Schritt, berührte keine der Stangen und ging locker und gelassen über die Brücke. Ich nickte den Richtern zu und verließ den Platz. "Die Stangen lagen echt viel näher als im Training.", beschwerte ich mich am Abreiteplatz bei Caleb, der netterweise mitgekommen war. Er hatte auch ein Pferd vorgestellt, aber keine Platzierung erreicht. Seine Stute hatte sich erschrocken und war sofort zu Beginn aus dem Viereck gesprungen. Er hatte sofort abgewunken, den Parcours aber in aller Ruhe beendet. "Das sah aber ansonsten wirklich gut aus. Kaum zu glauben, wie fein die Stute zu reiten ist.", lobte Caleb uns beide und klopfte Venetia den Hals. Später bei der Siegerehrung erreichten wir sogar, trotz unseres 'kleinen Patzers' den 3. Platz. Darauf konnten wir wirklich stolz sein!
    Wieder zurück auf dem Blakes Crow Meadow rief ich sofort Hunter an, um ihm von unserem Fortschritt zu berichten. Er veranlasste einen Flug und bedankte sich herzlich bei uns für das Training. Er überlegte sogar, uns irgendwann nochmal ein Pferd für ein Training über mehrere Monate zu schicken.

    28.02.2020
    Distanz E -> A
    Canyon | 8.877 Zeichen
    Ich fand Bartholomäus in der Box von Joline. Nicht, dass ich ihn aktiv gesucht hatte, aber es war immer ratsam, ein Auge auf ihn zu haben, vor allem weil er zur Zeit etwas Liebestoll war. Einerseits hatte es ihm die neue Perlinostute angetan, aber auch eine unserer Praktikantinnen, die Nico angestellt hatte, um uns als Trainer das Training mit den Pferden etwas zu erleichtern. „Praktikanten“ war allerdings etwas das falsche Wort. Immerhin arbeiteten sie den Tag über auf dem Gestüt und bekamen dafür mehr als nur etwas Hungerlohn.
    »Cjara hat zugestimmt mitzukommen«, sagte ich. »Du kannst also ruhig deine gute Hose anziehen, wenn du etwas Eindruck machen möchtest.« Ich bedachte die ausgewaschene Jeans mit misstrauischen Augen.
    »Malte, alter Mann«, sagte Bart und kam aus Jolines Box. »Du weißt gar nicht mehr, wie man heutzutage gut bei Frauen ankommt.« Er grinste und wischte sich die dreckigen Hände absichtlich an der Hose ab.
    Cjara war eine unserer Praktikantinnen und Bart hatte mehr als nur ein Auge auf sie geworfen. Sagen wir, er hatte zwei Augen auf sie geworfen. Normalerweise ritt sie eine unserer Stuten, aber Bart hatte mich dazu überredet, sie zu diesem Distanztraining mitzunehmen und ihr den neuen Hengst Eskador aufzubinden.
    »Allerdings wird nicht sie Eskador reiten, sondern ich selbst werde ihn übernehmen«, sagte ich und wartete auf Barts Reaktion. Als diese jedoch ausblieb, fügte ich hinzu: »Deswegen wirst du wie immer Blue Soul nehmen und Cjara wird Joline reiten.«
    »Was?!« Bart war entrüstet. »Das ist ein Scherz, ich habe mich schon bei Jolines Ankunft für sie verpflichtet!«
    »Tja«, sagte ich. »Wie du bereits meintest: Ich bin hier der Profi.«
    Ohne noch etwas zu sagen, drehte ich mich um und verließ den Stall. Ich hätte diese Situation gerne vermieden, leider gab es keine andere Möglichkeit, wenn Cjara mitkommen sollte. Eskador kannte ich noch nicht und heute sollte sein erster Trainingstag werden. Ich ritt die Pferde gerne selber einmal, bevor ich sie an unerfahrenere Hände weitergab. Ich hoffte, dass Bart ruhig bleiben würde und ausnahmsweise sich nicht peinlich jugendlich verhielt. Immerhin würde uns heute eine Kundin begleiten. Sie hatte angefragt, ob wir sie bei einem Training mit einer neuen Stute etwas unterstützen konnten und natürlich hatte ich ihr zugestimmt.
    Reyna Huntington war mit ihrer Stute Venetia extra zu uns gereist. Nico hatte sie bereits begrüßt, Reyna Venetias Paddockbox für ihren Aufenthalt gezeigt und dann bereits das wichtigste mit ihr geklärt.
    Ich würde heute also nicht nur Bart haben, um den ich mich kümmern musste, sondern auch die unerfahrene Cjara, zwei neue Pferde und eine Kundin, die sich über etwas Hilfe und Aufmerksamkeit bestimmt nicht beklagen würde.
    Alle Pferden liefen noch auf E-Niveau, Ziel des heutigen Rittes war es allerdings, die 33km zu knacken und die Pferde aufzustufen. Reyna hatte mir erzählt, dass ihre Stute zwar noch nicht lange bei ihnen war, jedoch bereits Vorerfahrungen hatte und auch mit Reyna schon kleinere Trainingseinheiten hatten. Sie hatte mich auch vorgewarnt, dass beide noch etwas brauchen würden, um ein Team zu werden, ich machte mir da jedoch überhaupt keine Sorgen. Reyna war eine begabte Reiterin und alles, was ich von Venetia gehört hatte, hatte sie viel Geduld und Ruhe.
    Cjara war aufgeregt, Bart cool und angeberisch wie immer, als wir unsere Pferde vorbereiteten. Ich verteilte wasserdichte Brusttaschen für die Karte und die Check-Karte und nahm gleich die ersten Pulswerte von den Pferden. Auch wenn dies ein offizieller Distanzritt war, führte ich eine solche immer mit, um jeder Zeit auf jeden einzelnen Wert des Pferdes zugreifen zu können.
    »Da alle Pferde noch sehr unerfahren sind«, sagte ich in die Runde, bevor wir aufstiegen. »Bleiben wir heute in der Umgebung. Die Strecke ist genau 33,2 km lang. Auf euren Karten seht ihr die verschiedenen Punkte, an denen Pausen und Vet-Checks duchgeführt werden. Natürlich kenne ich den Weg, vielleicht müssen wir uns aber trennen und so hat jeder die Chance, den Ritt auch alleine fortsetzen zu können.«
    Alle saßen auf. Reyna und Cjara hatten sich bereits während des Putzens unterhalten, sodass Bart etwas abseits stand und das fand er gar nicht witzig. Ich war froh, dass die beiden sich gut verstanden und auch während des Rittes sich unterstützen würden.
    Ich hatte etwas Bedenken, dass Venetia mit den großen Vollblütern nicht mithalten würde können. Aber so hatten wir einen Grund, das Training heute langsam angehen zu lassen.
    Wir wärmten die Pferde auf, als wir im Schritt das Gestüt verließen. Als wir den Wald und seinen weichen Boden erreichten, trabten wir an. Venetia reihte sich weiter hinten ein. Ich war froh, dass Bart mit I‘ve got a blue soul die Führung übernahm und sich etwas mit Cjara und Joline beschäftigte. So konnte ich nun ein Auge auf Reyna haben, die zwischendurch immer wieder etwas Probleme hatte, mit Venetia mitzuhalten. Die Stute war im Schritt allerdings etwas trödeliger, als im Trab. Für einen Tinker und ihr Körpervolumen hatte sie durchaus viel Kraft. Ich riet Reyna, sich nicht zu viel Stress mit Treiben zu machen. »Lieber entspannt laufen lassen. Am Ende verlierst du die Punkte nicht wegen deiner Geschwindigkeit, sondern weil Venetias Puls in die Höhe schießt.«
    Unsere erste Pause fand an einem kleinen Bachlauf statt, so musste niemand vorher bereits Wassereimer verteilen. Wie tränkten die Pferde schnell, nutzen die Chance für einen Blick auf die Karte, bevor es auch schon weiter ging.
    Mittlerweile galoppierten wir an den Stellen, die es uns erlaubten. Joline und Blue Soul, die reinrassigen Warmblütern, mussten hier immer wieder gestoppt werden, ohne dabei sie so in Rage zu versetzen, dass sie sich gegenseitig aufschaukelten. Bart und Cjara ritten so immer etwas vor uns. Eskador blieb eher ruhig und bekam einen gemütlichen, kräftesparenden Galopp hin. Venetia legte sich ganz schön ins Zeug und hielt mit Eskadron gut mit.
    Durchnässt waren wir trotzdem alle, als wir uns dem Vet-Check näherten. Wir parierten bereits einige hundert Meter vorher durch und beruhigten den Puls. Es war immer ein schmaler Grad, zwischen einem schwachen Puls und einer guten Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Erfahrung hatte allerdings gezeigt, dass die Zeit zum Luftholen vor dem Vet-Check der beste Weg war. Oft gab es unangekündigte Tierarztkontrollen, bei denen es nicht möglich war, die Pferde vorher etwas abzukühlen.
    Wir stiegen von den Pferden ab und nahmen sofort den Puls. Es war erstaunlich, wie gut Venetias Werte waren. Auch Reyna freute sich über die positive Kritik an ihrer Stute. Vermutlich hatte sie sich etwas von den schlanken Rennpferden einschüchtern lassen, mit denen sie unterwegs war.
    Nach einigen Minuten nahmen wir abermals die Werte. Mittlerweile hatten sich die Pferde beruhigt und auch die beiden Vollblüter waren etwas zu Atmen gekommen. Ihre Werte waren nicht die besten gewesen, während Eskador in einem guten Bereich lag und gemütlich neben Venetia an dem bisschen Gras an unserer Raststätte knabberte.
    Wir hatten den Pferden für einen Moment die Sättel vom Rücken gezogen und Abschwitzdecken drüber gelegt. Im Sommer hätte ich ihnen einen kalten Eimer Wasser über den Rücken gekippt, aber heute war es recht windig und die Sonne hatte sich hinter einer dicken Wolkendecke versteckt. Das würden wir also auf ein andermal verschieben.
    Der zweite Teil der Strecke war genauso angenehm wie der erste. Die Reihenfolge der Pferde hatte sich mittlerweile gut gefestigt und auch die Tipps an Reyna und Cjara wurde immer weniger. Vor allem bei Reyna hatte ich das Gefühl, dass sie durch das Training ein gutes Gefühl zu ihrer Stute hatte aufbauen können und ihr nun bewusst war, dass selbst unsere Vollblüter ihre Problemstellen in der Distanz hatten. Venetia konnte auf ihre eigene Weise gut mit uns mithalten.
    Am Ende des Rittes parierten wir durch, kühlten die Pferde im Schritt langsam ab, um dann die letzten Werte auf unserer Check-Karte eintragen zu können. Bei einem richtigen Distanzritt würde dies ein Tierarzt machen, der außerdem noch kontrollieren würde, ob die Pferde auch gesundheitlich und kräftemäßig für den Weiterritt freigegeben waren. Im Training übernahm ich diese Rolle und gab mein bestes, diese so gut wie möglich auszufüllen.
    Beim Absatteln unterhielt ich mich mit Reyna und sie bestätigte mir, was ich bereits selber gemerkt hatte. „Vergleiche dich niemals mit den Reitweisen der anderen. Im Distanzreiten kann jeder seine Stärken zeigen und die sind eben oft unterschiedlich zu denen der Konkurrenten«, sagte ich zum Abschluss zu ihr. Sie bedankte sich bei mir und brachte ihre Stute zurück in den Stall. Heute Nacht würde sie noch auf dem Gestüt bleiben und erst morgen früh wieder abreisen. Hoffentlich mit einem besseren Gefühl für ihre Stute und der Motivation, weiterhin mit Venetia an ihren Distanzfähigkeiten zu arbeiten.

    Die Kür:
    Nervös zupfte ich die lange Mähne der Stute etwas zurecht, die sich ganz brav hier neben mir verhielt. Es könnte nun eine Bombe einschlagen und Venetia wäre gelassen und cool. Natürlich hatte ich schon auf einigen Körungen teilgenommen, aber es blieb immer wieder aufregend. Der Aufruf kam und ich schwang mich in den Sattel, Ian hielt mir auf der anderen Seite gegen und elegant ließ ich mich in den Sattel gleiten. So wie es mir immer beliebt, in einem feinen englischen Sattel. Western war einfach nicht mein Stil, ich hatte es versucht und dennoch.. Es war nicht meins.
    Wir ritten in einem Arbeitstrab in die Halle ein, die Stute war träge, das hatte ich bei einigen Trainings schon mitbekommen und doch war es nichts Neues für mich. Hermann war genauso drauf wie die Scheckstute unter mir. Ich parierte die Stute bei X durch und richtete noch einmal meinen Sitz, bevor ich zu den Richtern sah und mit einem Kopfnicken diese grüßte. Im Hintergrund machte der Ansager einige Infos über mich und Venetia bekannt, eher über sie als über mich. Ich nahm die Zügel wieder in beide Hände und trieb die Stute in den Trab, den wir zuvor schon gezeigt hatten. Erst einmal blieb ich auf dem Zirkel, wechselte dann durch den Zirkel und ritt mit ihr die ganze Bahn in einem verstärkten Trab. Es kostet mich einiges, die Stute in diesen Trab zu bekommen aber es wirkte und sie zeigte umso mehr ihre raumgreifenden Schritte. Der Behang schwang in der Luft, ebenso wie die Mähne und der Schweif auf und ab hüpften bei dem Schwung. Für einen faulen Tinker hatte die Stute dennoch sagenhafte Gänge, man musste sie eben aus dieser herauskitzeln. Nachdem wir wieder am Zirkel ankamen, ritt ich auf diesen und präsentierte hier auch nochmal den Mitteltrab. ,,So ist's fein.'', hauchte ich leise, wohl eher mir zu als der Stute. Ihre Ohren spielten aufmerksam mir zu, ehe sie wieder nach vorne klappten. Ich gab der Stute die nötige Hilfe um in ihren Galopp zu fallen. Das laute Aufschlagen der kräftigen Hufe hallte neben der leisen Musik durch die Halle und sie trug mich den Zirkel entlang. Venetia hatte eine gute Ausbildung genossen und so schafften wir es auch aus dem Zirkel zu wechseln mit einem fliegenden Galoppwechsel. Das veranlasste mich gleich auf dem anderem Zirkel eine weitere Runde im Galopp zu drehen, ehe ich sie in den Schritt durchparierte. Ich ließ die Zügel etwas lockerer, damit sie ihren Hals gut strecken konnte und den ausgelassenen Schritt zeigen konnte. Bei M jedoch angekommen, wendete ich sie in der Ecke zu einer Kehrtvolte, ließ sie auf der anderen Seite auch noch etwas von dem ruhigen Schritt bevor ich die Zügel wieder aufnahm und sie etwas trieb. Nur leicht tickte ich sie mit den Fersen an und die Stute sammelte sich wieder, die Schritte unter mir wurden kräftiger aber sie fiel nicht in den Trab. Wäre das doch ganz gegen das Gemüt der Stute. Bei dem Punkt B ließ ich sie dann dennoch in den Trab gehen, unter etwas mehr Mühe sie nach diesem Schritt wieder dorthin zu bekommen. Wir trabten die restliche lange Seite entlang und wendeten bei A schließlich wieder ab in die Mitte der Halle. Damit waren wohl alle Gänge von jeder Seite präsentiert und bei X kam die Stute wieder in den geschlossenen Stand. Mein Lächeln ging direkt an die Richter, die Zügel wieder nur in einer Hand und ein Nicken des Kopfes sowie das ausbreiten der freien Hand galten hier als Verabschiedung und Beendigung der Kür. Ich ließ die Zügel dann wieder lockerer und ritt die Stute im Schritt hinaus, während ich ihr mit dem Halsklopfen vermittelte, dass sie ihre Sache sehr gut gemacht hatte!


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    Pferd, Bewegung, Halfter (c) sadasha
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 Feb. 2020
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  12. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Die Abstimmung endet am 02. März 2020 um 11:22 Uhr
     
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