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[SK 466] Alle Stuten

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Canyon, 17 Nov. 2019.

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Welcher Stute möchtest du deine Stimme geben?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 22 Jan. 2020
  1. Deadly Ambition

    6,3%
  2. Felicita II

    6,3%
  3. Calista

    25,0%
  4. Sunny Empire

    18,8%
  5. Ases Maskwamozi

    0 Stimme(n)
    0,0%
  6. Nera

    25,0%
  7. PFS' Storm Cat

    0 Stimme(n)
    0,0%
  8. Little Miss Backyard

    0 Stimme(n)
    0,0%
  9. Bearing Spots

    18,8%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    [SK 466] Alle Stuten

    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen).
    - Jeder darf mit bis zu drei Stuten teilnehmen, dabei ist es egal, wem diese gehören.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.! Zur Überprüfung wird die Zeichenanzahl unter den Kürtext geschrieben, zusammen mit dem Prüfsystem.
    - Bitte überweist 5 Joellen pro Stute an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 466
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mindestens einen Tag vorher angekündigt, außer die maximale Teilnehmerzahl ist bereits ausgefüllt.
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben, allerdings unter der Voraussetzung, dass es mindestens 5 Teilnahmen gibt.
    - Hufschmied- und Tierarztberichte sind mit dem richtigen Datum zu versehen.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerbsschleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschauschleife
    2 Punkte je Reiterspielschleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein - Zählung erfolgt ab dem Tag der Anmeldung.

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte + Datum (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
  2. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    Deadly Ambition

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    Steckbrief
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    Vom: Burning Spring

    Vom: Burning Hell
    Aus der: Spring Flower

    Aus der: Far Cry

    Vom: Faszination
    Aus der: Fantastic Sweetness


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    Rufname: Deadly, Amber
    Geburtstag:
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: 1.75 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: dunkler Palomino
    (ee,Ff,Aa,Crcr,Stysty)
    Abzeichen: grosse Schnippe und unregelmässiger Stern, vl weiss gestiefelt, vr, hl und hr unregelmässig hochweiss
    Gesundheit: sehr gut


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    temperamentvoll, stur, frech


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    Ambition ist im Umgang nicht gerade ein Engel. Passt man nicht genau auf, kann sie ziemlich frech sein. Ambition ist kein Kuscheltier, sondern eher ein Pferd für den erfahrenen Sportreiter.
    Deadly Ambition ist ein Rennpferd durch und durch. Schon jetzt zeigt sich ihr Naturtalent in Bezug auf Schnelligkeit und Ausdauer. Ambition ist eine unglaublich schnelle und ausdauernde Läuferin, die jedoch jetzt schon schwer zu händeln ist. Wenn ihr Temperament mit ihr durchgeht, ist sie nicht mehr zu halten, dann heißt es konsequent bleiben, denn verbissen wie die Stute ist, hilft kein Bitten und Betteln mehr. Schon jetzt treibt sie einem mit ihrer Sturheit in den Wahnsinn. Bekommt man sie jedoch unter Kontrolle, hat man eine klasse Jungstute vor sich, welche später sicherlich große Erfolge nach Hause bringen wird.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: nicht leihbar!


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    Galopprennen Klasse: S**
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S***
    Military Klasse: E

    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: A

    Eignung: Galopprennen, Springen, Military
    Eingeritten: Ja


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    1. Platz 283. Galopprennen
    1. Platz 327. Galopprennen
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    3. Platz 461. Galopprennen
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    1. Platz 350. Springturnier
    1. Platz 556. Springturnier
    1. Platz 192. Synchronspringen
    1. Platz 211. Synchronspringen
    1. Platz 212. Synchronspringen
    1. Platz 221. Synchronspringen
    [​IMG]

    2. Platz 349. Springturnier
    2. Platz 199. Synchronspringen
    [​IMG]

    3. Platz 339. Springturnier
    3. Platz 203. Synchronspringen
    [​IMG]

    1. Platz 555. Dressurturnier
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    3. Platz 405. Distanzturnier
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    Deadly's Spind

    TA Bericht

    HS Bericht

    Trainingsberichte [3]
    Veija
    Trainingsbericht E -> A
    Zufrieden schaute ich meinen Mitarbeitern zu, wie Riley Deadly Ambition fertig machte, Aliena Wild Reflex, Aaron Nyanda, Caleb Seattle Slew, Alexis Priamos und schließlich ich Sacramento. Wir wollten die 6 Vollblüter heute im Rennen aufstufen, wobei Ambition von E auf A musste, Wild Reflex vo L auf M, genauso wie Nyanda, Seattle Slew und Pria. Sacramentos und mein Ziel war die Klasse S.
    Gesattelt gingen wir mit den Pferden auf die Bahn, machte jedoch am Reitplatz Stop und ritten die Tiere ordentlich warm, ehe es auf die Bahn ging. Ich gab allen die nötigen Anweisungen, vor allem Riley, der schon nach einer halben Meile die Stute langsam bremsen sollte, da sie definitiv nicht mit Sacramento oder Pria mithalten konnte und sollte. Schließlich wurde Mento für die Stufe S trainiert.
    Nach der kurzen Besprechung ging es dann auch los. Pria und Sacramento schossen natürlich sofort nach vorne und ich sah Alexis, dich total geschockt auf Pria saß und sich in der Mähne festkrallte. Nach ein paar Galoppsprüngen jedoch hatte sie sich gefangen und konnte sie ordentlich antreiben. Nach einer halben Meile sah ich kurz nach hinten und schaute zu, wie Riley Ambition langsam auslaufen ließ. Zufrieden schaute ich wieder nach vorne und preschte mit Sacramento an Pria vorbei. Der Hengst wusste was er konnte und zeigte es auch gerne auf der Bahn. Ich nickte Aliena zu, dass sie Pria ein wenig zurücknehmen sollte. Die Stute war mir noch zu jung um so hohe Leistungen auf der Rennbahn zu vollbringen, weshalb ich sie gerne ein wenig schonte.
    Nun waren auch Sacramento und ich im Ziel. Alle Pferde hatten ihre Aufstufung erfolgreich bestanden, weshalb sie nun ihren wohlverdienten Weidegang erhielten.

    Veija
    Trainginsbericht A -> L
    Arbeit, Arbeit, Arbeit, dachte ich mir als ich die Stallgasse entlang schlurfte. Im Schlepptau hatte ich Drag me to Hell, Augen auf! Ich komme, Sacramento und My lovely Horror Kid. Mento und Horror mussten beide von E nach A gebrachte werden, Hell von A auf L und Abby von M auf S. Da ich das Ganze natürlich nicht alleine meistern konnte, hatte ich mir fleißige Bienchen gesucht, die mich unterstützen wollten. Aliena, Aaron und Alexis. Aaron kam auf Horror, Aliena auf Mento, Alexis auf Hell und ich ritt Abby.
    Nachdem wir sie nun alle gründlich geputzt und gesattelt hatten, ging es in die Halle, wo wir sie zunächst einmal gut warm ritten, bevor wir mit den Lektionen anfangen wollten. Um die Pferde zu lockern, ritten wir alle Lektionen aus der E Klasse, darunter zB Zirkel, Mittelzirkel, Aufmarschieren, Schlangenlinien und und und...
    Weiter ging es für alle mit den A Lektionen, wobei ich Abby nicht viel mitmachen ließ, da sie gleich noch genug zu tun hatte. So wurden Volten, Mitteltrab, Mittelgalopp, fließende Übergänge, Viereck verkleinern & vergrößern und Kehrtwendungen geübt. Somit waren Horror und Mento auch schon fertig, so dass sie wieder in den Stall konnten. Übrig blieben Aliena auf Hell und ich auf Abby. Aaron blickte der Stute betrübt nach, so war es doch eigentlich seine Stute, die aber voll im Training stand und zur Zeit nicht von ihm geritten werden konnte.
    Aliena übte derweil mit Hell Außengalopp, versammelter Trab & Galopp, Kehrtwendungen, Kurzkehrtwendung, einfache Galoppwechsel und doppelte Schlangenlinien. Hell verstand alles recht schnell, so dass ich mich weiter um Abby kümmern konnte. Die Lektionen der Klasse M beherrschte sie schon wunderbar, was daran lag, dass sie sehr intelligent war. Was wir jetzt noch üben mussten war jedoch alles andere als einfach: Schulterherein, Traversale, Travers, Traversalverschiebungen im Trab und Galopp, Renvers, fliegender Galoppwechsel, Schaukel, Pirouette, Piaffe und Passage. Abby kämpfte sich ziemlich ab, um alles auf die Reihe zu bekommen, hatte es am Ende jedoch geschafft, sich alles zu merken! Die Dressurturnier konnten kommen!
    Nun waren I've got the moves like Jagger und Faster an der Reihe. Beide mussten im Springen von A auf L gebracht werden. Da ich mir Aaron zur Hilfe geholt hatte ging das auch recht schnell, weshalb wir uns nun unseren Galoppern widmen konnten. Hier waren es Zuckerschock und Deadly Ambition die von A auf L gebracht werden mussten, Massacre Boy, der von L auf M gebracht werden musste und Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, die von M auf S gebracht werden mussten. Wir hatten bei keinem der Pferde Probleme, außer bei Pria, die wieder nach vorne preschen wollte wie von der Tarantel gestochen. Ich seufzte auf ihrem Rücken und versuchte sie zurück zu halten, gab es jedoch irgendwann auf. Wenn sie sich kein Bein während eines Rennen brachs, war sie die geborene Gewinnerin.

    Occulta
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    Deadly Ambition, Odyn, Felicita II, PFS‘ A Winter's Tale, Daedra, PFS' Counterfire, tc Miss Moneypenny, PFS’ Stop Making Sense, PFS’ Sarabi, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Colours of Life

    „Thinking about the St. Leger Stakes, there is mainly one big problem for us: the distance. 1 mile, 6 furlongs and 115 yards is challenging, and Counterfire never raced that far before. Any stayer-type horses will have a big advantage and we are likely to run out of energy before we get to the final two furlongs. So our focus must lie on training stamina and strength for a massive acceleration at the very end of the race.” Oliver und ich sassen in der Reiterstube und sahen uns auf dem Smartphone Videos von vergangenen St. Leger Stakes an. „Watch him come from way behind there. That’s what we need to aim for.” “But that’s not really Counterfires style, is it? She likes to run at front and stay there rather than wait behind…” “We have to try. She cannot stay in front over such a distance.” Wir erhoben uns entschlossen von unseren Plätzen und begaben uns zum Hauptstall. Die Jockeys und Ajith sattelten bereits. „Everyone feeling good today?“, fragte ich in die Runde, als sie nach draussen zum Aufsteigen kamen. „Aye boss“, klang es von Quinn zurück, wie immer leicht neckisch. „You are exactly the right person to say so, Miss Callahan. Your mount is our St. Leger champion horse to be, after all.” “We’ll see about that”, murrte Oliver, kaum überzeugt. Ich wusste aber, weil ich ihn seit Jahren schon kannte, dass er innerlich brodelte und es kaum erwarten konnte, Counterfire im September rennen zu sehen. Die anwesenden Pferde für die erste Trainingsgruppe waren eben Counterfire, Deadra, Mambo, Sarabi, Dolly und die etwas ältere Miss Moneypenny. Thalia hatte ich für heute in die nachfolgende Gruppe gesteckt, weil wir sonst nicht genug Jockeys hatten. Penny hatte bereits Erfahrung mit weiteren Distanzen und würde dafür sorgen, dass Counterfire sich bis zum Schluss anstrengen musste. Die Fuchsstute war nämlich wie die meisten Rennpferde motivierter, wenn sie im Kopf-an-Kopf Stil trainiert wurde. Ich selbst gesellte mich zu Oliver zu den Rails und beobachtete das Geschehen, ohne selbst mitzumischen. Wir hatten nämlich noch viel zu fachsimpeln und zu diskutieren, während das Training lief. Oliver gab Quinn nach dem Einwärmen ein Mikrofon, das sie sich hinters Ohr klemmen musste. Damit konnten wir während der ganzen Runde mit ihr in Kontakt bleiben und ihr direkt Anweisungen geben. Dann stellten sich die Pferd-Jockey-Paare zu einem freien Start auf. Oliver gab das Zeichen, woraufhin alle losschossen. Wie besprochen galoppierten Penny und Counterfire in einem taktgleichen, für Rennverhältnisse ruhigen Tempo nebeneinander. Die übrigen Jockeys achteten darauf, aus dem Weg zu bleiben und ihr eigenes Intervalltraining ganz normal zu absolvieren. Nach 1‘200 Metern bremsten sie ab und liessen ihre Reittiere in den Trab fallen. Nur Daedra schien sichtlich unzufrieden, als Counterfire und Penny einfach weiterliefen und davonzogen. Ich stellte mit dem Feldstecher schmunzelnd fest, dass Parker alle Mühe hatte, die Rappstute durchzuparieren. Dann suchte ich durch die Gläser wieder Counterfires Position auf. Die beiden Stuten liefen noch immer dicht beieinander und streckten sich rhytmisch. Allerdings schien es spätestens nach 2‘000 absolvierten Metern so, als müsste Counterfire schon deutlich mehr Kraft aufwenden, um sich neben Penny halten zu können. Als die beiden schliesslich ab 2500 Metern zum Endspurt ansetzten, fiel Counterfire hoffnungslos immer weiter zurück. Sie trudelte schliesslich stark atmend drei Längen hinter Penny bei der Zielmarkierung ein. Oliver und ich sahen uns an; wir beide wussten, dass wir noch viel Arbeit vor uns hatten. Counterfire schlich am langen Zügel zurück zum Hauptstall, wo sie sofort abgesattelt und eifrig von Ajith umsorgt wurde. Sie sah ziemlich müde aus, aber das war zu erwarten gewesen. Ich klopfte ihr auf den verschwitzten, orangenen Hals und murmelte „don’t worry baby, it will get easier.“

    Die zweite Gruppe hatte eine interessante Konstellation. Wir liessen nämlich Thalia und Life zusammen mit Felicita, Deadly Ambition und Odyn laufen. Die drei „neuen“ mussten heute ihren Trainingsstand demonstrieren, denn ich hatte keine Ahnung, auf welchem Niveau sie liefen. Klar war hingegen, dass alle drei eher anspruchsvolle Zeitgenossen waren, die vor allem mit ihrem eigenen Charakter zu kämpfen hatten. „Sensibelchen, wie sie im Buche stehen“, meinte Jonas dazu, als er beobachtete, wie die drei draussen schon beim Aufsteigen zappelten. Felicita war diesbezüglich noch ganz die alte. Auch Quinn schwelgte in Erinnerungen. „I still remember the first time I rode her. She freaked out because of a blackbird. I did not exactly love her for that.” “And yet you begged to ride her today”, bemerkte ich zwinkernd. “Of course! Are you not at all curious about her progress?” “I am.” Unsere Gruppe von Zwei- und Vierbeinern lief gemeinsam zur Bahn. Zunächst wurde fleissig aufgewärmt, dann gab es wiederum einen freien Start – die Maschine wollten wir ein anderes Mal mit den Neulingen austesten. Deadly setzte sich sofort an die Spitze der kleinen Herde. Interessiert beobachtete ich, wie sich die blonde Stute kraftvoll streckte. Sie hatte eine schöne Galoppade und griff weit vor. „This is quality“, stellte auch Oliver laut fest. Ich nickte zufrieden. Am Ende überraschte uns aber eher Odyn. Er war mit seinen neun Jahren schon so etwas wie ein Veteran im Rennsport, und ich war mir unschlüssig gewesen, ob ich ihn überhaupt noch rennen lassen wollte. Aber als Oliver und ich sahen, wie der rote Hengst sich mit kraftvollen, mühelosen Sprüngen vor seine deutlich jüngeren Mitstreiter setzte, waren wir uns sofort einig, dass er noch ein, zwei Seasons vor sich hatte, wenn seine Gesundheit es zuliess. „I think I just fell in love“, hauchte ich zum Chef-Trainer von Pineforest Stable. Der lächelte schief und meinte nur: „Careful, or Jonas might get jealous.“ Felicita schwankte ein wenig und kam nicht so richtig in Fahrt – offenbar war sie Grasboden nicht mehr so gewohnt. Ich glaubte zu wissen, dass es in Amerika drüben viele Sandbahnen gab. Ob es allein daran lag, war aber schwierig festzulegen. Sie war nunmal auch schon acht Jahre alt und damit wie Odyn eigentlich eher auf der abnehmenden Seite des Hügels angelangt. Oliver nahm mir die Aussprache der Gadanken ab und schlug vor, die Stute aus dem Rennsport zurückzuziehen. Vielleicht wartete eine neue Karriere als Springpferd und Zuchtstute auf sie. Das heutige Training hatte ihr aber sicherlich nochmal gut getan. Life und Thalia liefen übrigens brav ihre gewohnten Zeiten. Man konnte nicht jeden Tag neue Bahnrekorde erwarten, und bei ihnen ging es ohnehin im Moment eher darum, Muskulatur und Ausdauer aufzubauen.
    30 Juni 2019

    Kür

    Es war so weit, meine beiden Stuten Deadly Ambition und Felicita, die ich beide erst vor kurzem wieder auf Pineforest hatte begrüssen dürfen, wollte ich heute an einer Stutenkörung vorstellen. Die beiden erwarteten Fohlen für den kommenden Frühling, also musste ich mich beeilen, die nötigen Formalitäten zu klären, damit die Fohlen volle Papiere haben würden. Ich machte mir keine Sorgen über das Resultat der Körung, denn beide waren Musterexemplare von Vollblütern und hatten nicht nur tolle Abstammungen, sondern auch schon einige Erfolge im Sport vorzuweisen. Sie wurden heute beritten vorgestellt.
    Zunächst war Deadly Ambition dran. Die Fuchsstute war nicht gerade dafür bekannt, ein frommes Tier zu sein. Das zeigte sie auch heute wieder. Sie wartete nur ungern auf den Beginn der Kür, und einmal in der Halle angekommen, waren ihr die Tribüne und der Richtertisch alles andere als geheuer. Ich überzeugte sie dennoch irgendwie, dass sie hier nicht gefressen wurde und hielt zum Grüssen vor den Richtern. Ich hatte schon länger keine Kür mehr geritten, deshalb war ich etwas aus der Übung. Aber wir meisterten alle drei Gangarten auf beide Seiten und konnten auch mit einer exakten Schlangenlinie, einem schön geraden Wechsel durch die Mittellinie und einer sauberen Schulterwendung brillieren. Nur den letzten Galopp vereitelte mir die hübsche Fuchsstute leider, indem sie meinte, einen Sprint nehmen zu müssen. Ich fing sie zwar kurz darauf wieder ab, aber dafür würden wir womöglich etwas Abzug in der Rittigkeit bekommen. Ich lobte Deadly Ambition trotzdem ausgiebig, sobald wir uns erneut vor den Richtern positioniert und sie mit Gruss verabschiedet hatten. Draussen bekam sie dann auch noch zwei Leckerlis für ihre Leistung. Danach sattelte ich auf Felicita um.
    1775 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

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    Zuletzt bearbeitet: 18 Nov. 2019
    Bracelet gefällt das.
  3. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    Felicita II

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    Steckbrief
    Abstammung:

    Vom: -

    Aus der: -


    Grunddaten:

    Rufname: Cita
    Geburtstag: 24.03.
    Alter: 8 Jahre
    Stockmaß: 1.73 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Braun
    (EE,Aat)
    Abzeichen: Halbweisser Fuss HR, weisse Fessel VL, unregelmässige Blesse, weisses Kinn
    Gesundheit: sehr gut


    Charakter:

    Manchmal zickig, scheu, sensibel


    Beschreibung:

    Felicita ist eine eher schüchterne Stute. Sie lässt sich leicht erschrecken und mag es nicht, wenn fremde Leute mit ihr arbeiten. Sie ist ziemlich sensibel. Aber sie kann auch anders: Wenn sie jemanden gut kennt kann sie ganz schön zickig sein.


    Besitzerdaten:

    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


    Zuchtdaten:

    Gekört: Nein
    Nachkommen: -


    Qualifikationen:

    Galopprennen Klasse: M
    Western Klasse: L
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: S
    Dressur Klasse: M
    Distanz Klasse: M
    Fahren Klasse: A

    Eignung: Galopprennen, Military
    Eingeritten: Ja


    Erfolge:

    1. Platz 275. Dressurturnier
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    1. Platz 154. Militaryturnier
    1. Platz 198. Militaryturnier
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    2. Platz 149. Distanzturnier
    2. Platz 405. Distanzturnier
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    3. Platz 175. Militaryturnier
    3. Platz 196. Militaryturnier
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    3. Platz 265. Dressurturnier
    3. Platz 556. Dressurturnier
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    2. Platz 115. Synchronspringen
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    3. Platz 128. Synchronspringen
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    1. Platz 500. Westernturnier Wertung B
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    2. Platz 500. Westernturnier Wertung A
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    1. Platz 23. Synchronfahren
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    3. Platz 1. Wintercup Champions Rennen von Joelle-Galopp

    3. Platz Anfängerrennen der WCS

    TA Bericht

    HS Bericht

    Trainingsberichte [4]
    24. Juli 2015 by Veija
    Trainingsbericht
    Besuch bei Cooper- Sajé Distanz E nach A, Felicita II Distanz E nach A, Sekouia Distanz E nach A, Odyn Distanz E nach A, Sookie Distanz E nach A, Birdcatcher Distanz E nach A, Aikon Aszu Distanz A nach L, CHH' Guinness Military E nach A, London Grammer Military E nach A, Quiet Giant Galopprennen E nach A, Moment of Truth Western M nach S
    Gut gelaunt fuhren meine 5 Mitarbeiter und ich auf das Gelände von Cooper- Chattahoochee Hills, wie ihr Hof hieß. Wir stiegen aus und machten uns sofort auf die Suche nach ihr. Mich kannte sie ja schon, doch die anderen 5 stellte ich ihr kurz vor, ehe wir den Trainingsplan anfertigten. Wir würden nur eine Woche bleiben, also mussten wir uns an die Arbeit geben. Als erstes waren Sajé, Felicita II, Sekouia, Odyn, Sooki und Birdcatcher an der Reihe, die wir alle in der Distanz von E nach A bringen wollten. Alle zusammen sattelten wir die Pferde und entschieden uns dann, Cooper auch noch auf eines der Pferde zu setzen. Da sie selbst sehr viel Ahnung vom Training von Pferden hatte, konnten wir sie auf Aikon Aszu setzen, den sie in Distanz von A nach L bringen sollte.
    Als wir dann alle Pferde gesattelt hatten, ritten wir sie kurz auf dem Reitplatz und in der Halle warm, gurteten nochmal nach und verließen den Hof- allen voran Cooper, da sie sich am besten hier auskannte. Aus Gewohnheit hatte ich mir in Google Maps zwar die Landschaft ausgedruckt, aber die Karte half ja immer noch, sollten wir uns verreiten. Geplant für heute waren 20km. 10 hin, 10 zurück. Morgen würden es dann 15km sein. Dann einen Tag Pause, wo wir die Pferde nur longierten und auf dem Platz ritten, dann 20km. Cooper würde dann die 25km reiten, das war jedoch auch kein Problem.
    Nach guten 5km fingen alle an zu quasseln und konzentrierten sich nicht mehr wirklich auf die Pferde. "Leute, das hier ist kein Ausritt, das ist Training!", sagte ich, musste aber selbst ein wenig lachen. Nach guten 2 Minuten trabte Cooper zunächst an, gab dann jedoch Galopphilfen, denn wir hatten für die nächsten 2-3km eine schöne, gerade Galoppstrecke vor uns. Wir anderen 6 taten es ihr gleich und galoppierten an. Ich bildete mit Odyn den Schluss, da ich alle meine Mitarbeiter im Blick haben wollte. Zwar konnte jeder von ihnen sehr gut reiten, wir ritten aber fremde Pferde und da konnte man ja nie wissen!
    Irgendwann parierte Cooper dann zum Trab durch und wir trabten bis zu der Stelle, an der die 10km gefüllt waren. "Hier ist ein kleine Bachlauf, da können die Pferde kurz etwas trinken und ein wenig grasen", warf Cüp beiläufig ein. Ich nickte und wir verweilten hier an dieser Stelle eine Weile, ehe wir über einen anderen Weg nach Hause ritten. "Gut, dass du dich hier so gut auskennst Cooper", sagte ich lachend und klopfte Odyns Hals. Er machte seine Sache wirklich gut! Auch die anderen Pferde waren sehr fließig und immer bei der Sache. Zurück am Hof machten wir die Pferde für die Koppel fertig und schnappten uns dann die Militarycracks. Es waren jedoch nur zwei Pferde, CHH' Guinness und London Grammar, die wir von E nach A bringen sollten. Um Aaron ein wenig Abwechslung zu bieten, nahm ich ihn mit auf den Militaryritt und überließ Aliena und Alexis Quiet Giant, um ihn im Galopprennen von E auf A zu bringen. Caleb, mein Westernspezialist, und Riley kümmerten sich derweil zusammen mti Cooper um Moment of Truth, weshalb Aaron und ich etwas mürrisch gelaunt auf den Springplatz gingen. Wir waren beide noch immer sehr sauer auf Aliena und Caleb. Das würde wohl auch noch eine Weile andauern.
    Auf dem Platz angekommen wärmten wir die beiden Pferde zunächst auf, ehe wir ein paar E-Sprünge sprangen. Dann erhöhten wir die Höhe und nahmen ein paar A-Sprünge. Das klappte soweit gut, so dass wir ins Gelände gehen konnten. Ich fand Military immer recht einfach zu trainieren, wenn die Pferde einmal verstanden hatten, dass man durch Hecken durchspringen konnte, ohne dass es den Tieren Schmerzen zufügte. Das schwierigste waren allerdings die Tiefsprünge ins Wasser oder auch auf Land. Das war ein Grund, weshalb ich nur kleine Klassen von Military trainierte. Gegen 16 Uhr kamen wir dann wieder auf dem Hof an. Guinness und London hatten heute die Angst vor den Tierfsprüngen verloren, waren in den Wassergräben plantschen und sprangen solide durch Hecken. Ein großer Fortschritt!
    Beim Abendessen hörte ich mir dann an, wie sich Giant und Moment of Truth machten. Giant war wohl eine Kanone beim Rennen! Sie hatten alle Mühe gehabt, ihn zurück zu halten, weil er einfach nur rennen wollte. In den nächsten Tagen würden sie also trainieren, dass er solide und locker galoppierte, am Ende jedoch nochmal alles rausholen konnte! Auch Moment of Truth machte sich sehr gut. Caleb hatte zwar ein paar Meinungsverschiedenheiten mit ihr, doch zum Schluss hatte sie alles locker gemeistert und sich nicht mehr gegen Caleb gewehrt.
    Am nächsten Morgen ritten wir die Distanzler wieder zu erst- 15km. Hier gab es so viele schöne Wege, so dass Cooper uns sehr viel von der Landschaft zeigen konnte. Am Nachmittag waren die Military-Pferde dran. Auch Giant und Moment wurden am Nachmittag trainiert, so dass alle Pferde am Abend frei hatten. Am dritten Tag hatten die Distanzer alle frei, so dass wir den Focus mehr auf die Military Pferde sowie Giant und Moment legen konnten. Jeden Tag wurden die Pferde besser, so dass wir am Ende der Woche sagen konnten, dass alle Pferde eine Stufe aufgestiegen waren!

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    30.01.2019


    Heute ging es für mich auf den Weg zu Cooper Chattahooche und ihrem Hof in Quebec. Ich wollte hier heute zwei Pferde probereiten für das zukünftige Training. Morgen sollte es mit beiden Pferden dann zurück nach Deutschland auf meinen eigenen Hof gehen. Die Besitzerin hatte darum gebeten, dass ich die beiden zu mir nehmen sollte für die Stufenerhöhungen. Dies war sowohl für mich, als auch für die Besitzer meistens leichter, aber für die Tiere oftmals stressig. Dennoch war es auch eine gute Übung für Auswärtstraining oder Turniere. Ich kam nach einem langen und anstrengenden Nachtflug in der Früh am Flughafen an. Dort holte mich einer von Coopers Angestellten ab. Ich freute mich schon, denn im Internet konnte ich bereits ein bisschen etwas über den Hof erfahren. Einige der Pferde waren mir hierbei ganz besonders ins Auge gestochen und auch meine beiden Trainingspferde gefielen mir sehr gut. Zudem freute ich mich ein ehemaliges Pferd von mir wieder zusehen, nämlich Aldaire. Er hatte bei mir auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen und hin und wieder ging er mir doch sehr ab. Auf dem Hof erwartete mich bereits Cooper, welche mir gleich die Pferde zeigen wollte. Unser Zeitplan war sehr straff und ich wollte unseren Flieger heute Nacht noch erwischen. Zudem wollte ich beide Pferde reiten und auch ein bisschen Zeit mit Aldaire verbringen. Ich zog mich ganz flott auf der Toilette um und ging danach zurück in den Stall. Dort stand Cooper bereits mit Sajé. Ich klopfte der Stute den Hals. Heute wollte ich nur schauen wie die beiden unter dem Reiter allgemein so waren. Die erste Einschätzung des Trainingsaufwands würde ich an meinem eigenen Hof vornehmen. Aufgrund einiger privaten Zwischenfälle konnte ich nicht länger bei Cooper bleiben und sie hatte auch keine Zeit gehabt die beiden zu bringen. Zudem wollte ich ja auch Aldaire sehen. Cooper machte gemeinsam mit mir die Marwaridame fertig und erzählte nebenbei von ihrem bisherigen Training. Gemeinsam gingen wir mit der Stute dann in die Halle des Gestütes. Dort führte ich sie erstmal eine Runde um mich mit ihr bekannt zu machen und stieg dann auf. Ich klopfte ihren Hals. Bis jetzt war die Stute sehr brav gewesen, aber immerhin war sie auch ein gut trainiertes Turnierpferd. Während des Reitens kam dann auch hin und wieder das Temperament der Stute durch, dennoch war sie gehorsam und auch wenn sie hin und wieder schneller wurde, trittsicher. Nachdem wir alle Gangarten und ein paar Bahnfiguren durch hatten, ritt ich die Stute wieder ab. Ich ließ die Zügel komplett lang und klopfte ihren Hals. Nach ungefähr zehn Minuten stieg ich wieder ab und führte sie neben Cooper zurück in den Stall. Sie sattelte und trenste neben mir Felicita II, in der Zwischenzeit machte ich Sajé für die Reise fertig. Sie durfte noch ein bisschen auf einen der größeren Paddocks und ich ging gemeinsam mit Cooper und der Englischen Vollblutstute zur Halle. Dort stieg ich auf ihren Rücken und ritt sie in aller Ruhe warm. Klar hatten wir ein bisschen zeitlichen Druck, aber warm und abreiten war einfach wichtig und sollte meiner Meinung nach nicht vernachlässigt werden. Schließlich könnte dieses zu Bänderproblemen führen und sowohl das Training als auch die Gesundheit des Pferdes gefährden. Auch sie ritt ich in allen Gangarten und in ein paar Bahnfiguren. Die Bahnfiguren dienten mir dazu zu sehen, wie gut sie sich bog und auf meine Hilfen reagierte. Das war zwar sowohl bei Galopprennen und Distanz nicht so wichtig, wie bei der Dressur oder im Springen, dennoch war es nicht verkehrt, wenn Pferde sich gut bogen. Das Galopprennen hatte ich auch nur zur Ausnahme angenommen, da wir in einem der Ställe in der Nähe die Rennbahn nutzen durften und hier auch gute Trainier zur Hilfe standen. Eigentlich hatte ich diese Disziplin nämlich aus meinem Sortiment gestrichen. Ohne eigene Bahn war es einfach schwer zu trainieren. Nachdem ich mit den beiden Stuten fertig war, machte ich mir Aldaire noch fertig. Er bekam ein paar Krauleinheiten hier, eine Möhre da und einen Knutscher. „ Ich hadere übrigens aktuell mit dem Gedanken ihm ein neues Zuhause zu suchen, wo er aktiv gefördert wird“ hörte ich Cooper hinter mir zu sagen. Ich seufzte kurz. Ich wusste genau, dass ich ihn nicht nehmen konnte. Das Geld und der Platz fehlten einfach. Joy würde mir den Kopf abreisen. „ Hast du ihn bereits inseriert?“ fragte ich und hatte schon ein bisschen Bammel vor der Antwort. Sie schüttelte kurz den Kopf und ich nickte. Während des Rittes auf dem Berberhengst dachte ich die ganze Zeit nach. Beim Absteigen war mir dann bereits eine Lösung gekommen. „ Ich glaube ich hätte jemand für Aldaire. Ihm habe ich auch einige meiner wirklichen Lieblinge verkauft. Er wohnt in den Niederlanden, also nicht zu weit weg von mir und ich kann immer wieder nach ihm schauen und du kannst mich besuchen und wir fahren zusammen zu ihm“ teilte ich Cooper meinen Gedankengang mit. Sie nickte nur kurz und schien dann im Gedanken versunken zu sein. Gemeinsam gingen wir zum Stallgebäude und sattelten ihn ab. „ Soll ich mal kurz bei ihm anrufen?“ fragte ich dann und sie nickte zustimmend. Ich selber wusste, dass es ja jetzt ganz schnell ging, aber so hätte ich vielleicht die Möglichkeit ihn zu Jan zu bringen. Gesagt, getan. Ich rief bei ihm an und er wollte nur noch kurz die Daten des Hengstes und Coopers Preis. Ich ließ die beiden noch kurz telefonieren und machte mit meinem Handy ein paar Bilder des Hengstes und leitete sie dann weiter an Jan. Er konnte sie sich sofort anschauen, da ich bei ihm im Büro angerufen hatte und Glück hatte, dass er an das Haustelefon ging. Normal war dies in unserer Branche nämlich eigentlich nicht. Da wir viel im Stall waren und mit den Pferden unterwegs waren, war es leichter uns auf den Handys zu erreichen. Er meinte er würde sich das ganze noch überlegen und sich dann melden. Schließlich mussten auch Coopers Pferde wieder heimkommen und dann könnte ich entweder Aldaire mitnehmen oder sie ihn mitbringen. Wir gingen wieder zurück zum Stall, ich verabschiedete mich ausgiebig von Aldaire und holte dann gemeinsam mit Cooper die beiden Stuten von den Paddocks. Wir klopften ihnen die Hälse und verluden sie in den Hänger. Cooper brachte mich zum Flughafen und half mir dort die Pferde "aufzugeben". Wir brachten sie zum Tierverladeabteil und führten sie durch den Tierarztcheck. Dort wurden sie kurz angeschaut und wir übergaben sie den Mitarbeitern. Ich klopfte ihnen nochmal den Hals und verabschiedete mich auch schon von Cooper. Ich selbst checkte ein und holte mir dann noch eine Kleinigkeit zu essen, ehe ich mich zum Gate begab.


    Nach einem langen, aber dennoch entspannten Flug kam landeten wir in Deutschland. Ich holte als erstes meinen Koffer und danach ging ich zum Vetcheck. Hier standen die beiden Pferde bereits in den Boxen und ich musste noch einiges an Papierkram regeln. Joy hatte mir versprochen mich zu holen und ich sah durch die Fenster der Tierabholungsstelle bereits unseren Wagen und den Hänger vorfahren. Sie hatte alle nötigen Papiere von mir mitbekommen und konnte uns somit gleich direkt abholen. Wir luden nach dem Okay des Personals die Pferde ein und fuhren zurück zum heimischen Hof. Dort luden wir die beiden wieder aus und sie durften erstmal in aller Ruhe in die Box und bekamen ihr Heu. Ich räumte ihre Sachen auf und richtete das Futter in die Sattelkammer. Danach ging ich wieder zu den beiden Stuten und deckte sie ab. Wir hatten ihnen für die Reise dünne Abschwitzdecken angezogen und Transportgamaschen. Auch diese entfernte ich von den Beinen und klopfte ihnen die Hälse.


    Die nächsten zwei bis drei Tage hatten sie erstmal ein bisschen Ruhe in der Weide und auf dem Paddock. Sie sollten erstmal in aller Ruhe auf dem Gestüt ankommen ehe es mit dem Ernst des Lebens wieder losging. Heute sollte das Training aber ein bisschen beginnen. Ich wollte ein bisschen mit den Stuten in der Halle arbeiten. In erster Linie sollte es um ein paar Aufbau- und Vertrauensübungen gehen, da ich nicht einfach mit der Stufenerhöhung beginnen wollte ohne die beiden wenigstens ein wenig kennengelernt zu haben. Ich begann mit Sajé und versuchte bereits alle drei Gangarten einzubauen, wobei ich das Hauptaugenmerk eher auf Schritt und Trab legte. Der Galopp diente heute lediglich dazu die Stute ein bisschen auszupowern und ihren Kopf freizubekommen. Nachdem sie sich immer weiter löste und schließlich abschnaubte, lobte ich sie kräftig und ließ ihr die Zügel schlussendlich lang. Sie hatte brav mitgearbeitet und so beschloss ich das Training nun bereits zu beenden. Für sie sollte das Training mit einem positiven Abschluss enden und gleichzeitig schon einen kleinen Erfolg darstellen. Ich klopfte ihr ein letztes Mal den Hals und stieg schließlich von ihrem Rücken. Ich führte sie nach draußen und ging gemeinsam mit ihr zurück zum Trainingsstall. Dort band ich sie vor der Box an und sattelte sie ab. Auch die Gamaschen entfernte ich von ihren Beinen. Nachdem ich komplett fertig war, durfte die Marwaridame nochmal ein bisschen auf die Koppel. Für mich stand nun das erste Kennenlernen mit Felicita an. Ich klopfte auch ihren Hals und band sie vor der Box an. In aller Ruhe putzte ich ihr Fell und ging schließlich in die Sattelkammer. Von dort holte ich ihren Sattel, die Trense und die Gamaschen. Alles verschnallte ich auf ihr und führte danach auch sie zur Halle. Dort führte ich sie erst ein paar Runden warm und stieg danach auf ihren Rücken. Anfangs ließ ich die Zügel nach ein bisschen länger, damit sie sich in Ruhe noch ein bisschen aufwärmen konnte. Ich hielt sie jedoch immer mit beiden Händen fest, dass ich im Notfall auch eingreifen konnte, falls sie erschrecken sollte. Nachdem sie warm war, ritt ich auch mit ihr in allen drei Gangarten auf beiden Händen. Des Weiteren baute ich auch noch einiges an Bahnfiguren ein. Das Hauptaugenmerk legte ich bei ihr jedoch auf den Galopp. Schließlich sollte die Stute eine Stufenerhöhung im Rennen erhalten. Ich lobte sie nach der getanen Arbeit und ritt sie zum Schluss in aller Ruhe ab. Hierfür ließ ich ihr die Zügel lang, damit sie sich auch noch abstrecken konnte. Hin und wieder schnaubte die braune Stute ab und nachdem ihr Fell trocken war, stieg ich von ihrem Rücken. Auch sie führte ich zurück in das Stallgebäude und band sie vor der Box an. Das Reitequipment entfernte ich vorsichtig von ihrem Körper und brachte sie auch nach draußen. Die beiden Stuten bekamen den restlichen Tag Pause auf der Koppel und ich kümmerte mich um meine eigenen Pferde.


    Die erste Woche bestand lediglich aus kennenlernen der beiden neuen Pferden und genauem Grenzen abstecken. Ich wollte, dass sie mir vertrauten und ich zusätzlich auch respektierte. Für mich war es wichtig, dass zwischen mir und den Pferden die Basis stimmte bevor ich mit dem Training begann. Nachdem dies alles geklärt war sollte es langsam mit dem Training losgehen. Mit Feli arbeitete ich sowohl an Kraft als auch an der Geschwindigkeit. Beides trainierte ich vorab in der Halle, auf dem Platz oder im Gelände. An die Rennbahn wollte ich erst, wenn ich mit der Stute wirklich gut klarkam. Hierbei konnte man einfach schnell viele Fehler machen und ein zu hitziges Pferd auf der Rennbahn konnte schnell gefährlich werden. Mit Sajé arbeitet ich an der Ausdauer und Gelassenheit. Sie war bereits auf einem S-Niveau zu mir gekommen und somit war sie eigentlich bereits in sehr guter Verfassung und hatte einen guten Trainingsstand. Dennoch wollte ich für die Aufstufung zu S* erst ein bisschen an der Fitness arbeiten. Dies schadete den Tieren eigentlich nie und war immer wichtig. Nach jedem Training gab es auch eine angemessene Belohnung für die beiden. Schließlich sollten sie immer motiviert bleiben. Ebenso wichtig war es mir, dass sie nicht nur unter dem Reiter liefen, sondern auch mal einen Tag frei hatten oder nur an der Longe arbeiteten. Auch hier konnte man sehr gute Aufgaben zur Kraft- und Ausdauerstärkung einbauen. Ebenso baute ich hin und wieder einen kleinen Bodenarbeitsparcours ein. Für mich war ein möglichst abwechslungsreiches Training einfach sehr wichtig und ich wollte die Pferde vielseitig fördern.


    Nach knapp zwei Wochen ging es für mich mit der Vollblutstute das erste Mal zur Galoppbahn. Da sie schon ein paar Rennen bestritten hatte ging sie relativ brav in die Startbox. Nachdem die Klappen aufgingen schoss die Stute los. Ich trieb sie immer weiter, bis wir schließlich die Markierung erreichten. Ich hatte Hilfe durch einen meiner Bekannten, welcher die Zeit nahm. Aktuell waren wir noch weit entfernt von der angestrebten Zeit, aber ich war mir sicher, dass wir diese erreichen würden. Potential war bei der Stute allemal da. Am selben Tag ritt ich ebenso mit Sajé auf unsere hofeigene Distanzstrecke. Ich freute mich schon die Stute hier mal weiter zu fördern und zu sehen wie sie sich beim Distanzreiten machte. Ebenso wie mit Feli wollte ich als erstes die komplette Distanz gehen und erstmal nur die Zeit nehmen. Beide Stuten hatten in letzter Zeit gut an Ausdauer und Kraft aufgebaut und so konnte ich mir diesen Schritt nun auch erlauben. Immerhin war es auch ganz hilfreich bereits eine Zeit zu haben, um diese dann damit zu vergleichen wo es denn genau hingehen sollte. Ich ließ Sajé den Großteil der Strecke traben. Hin und wieder baute ich ein paar Schrittpausen ein, damit sie wieder verschnaufen konnte. Immerhin ging es mit darum sie zu fördern und nicht zu überfordern. Ich klopfte ihr in aller Ruhe immer wieder den Hals und drehte an der Markierung um. Nun ging es die Strecke wieder zurück. Bis wir wieder am Hof zurück waren, hatte die Stute ganz schön schwitzen müssen. Ich lobte sie ausgiebig und putzte noch über ihr Fell. Zusätzlich bekam sie eine Abschwitzdecke auf und durfte dann erstmal ein bisschen auf den Paddock. Dieser lag Wind geschützter als die Koppeln und während ich aufräumte schadete es nicht, wenn sie dort ein bisschen antrocknete. Nachdem ich komplett fertig war, führte ich sie auf die Weide zu Feli. Ich klopfte ihren Hals und zog die Decke von ihrem Rücken. Sie wälzte sich direkt und ich ging zurück zum Stall. Dort hing ich die feuchte Decke zum Trocknen auf und fegte die Stallgasse.

    Die nächsten Tage befasste ich mich sehr intensiv mit den beiden Stuten. Ich longierte sie und trainierte auf der Rennbahn beziehungsweise der Distanzstrecke.

    Der Rest folgt.
    30 Jan. 2019

    Occulta
    Galopptraining L-M
    Deadly Ambition, Odyn, Felicita II, PFS‘ A Winter's Tale, Daedra, PFS' Counterfire, tc Miss Moneypenny, PFS’ Stop Making Sense, PFS’ Sarabi, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Colours of Life

    „Thinking about the St. Leger Stakes, there is mainly one big problem for us: the distance. 1 mile, 6 furlongs and 115 yards is challenging, and Counterfire never raced that far before. Any stayer-type horses will have a big advantage and we are likely to run out of energy before we get to the final two furlongs. So our focus must lie on training stamina and strength for a massive acceleration at the very end of the race.” Oliver und ich sassen in der Reiterstube und sahen uns auf dem Smartphone Videos von vergangenen St. Leger Stakes an. „Watch him come from way behind there. That’s what we need to aim for.” “But that’s not really Counterfires style, is it? She likes to run at front and stay there rather than wait behind…” “We have to try. She cannot stay in front over such a distance.” Wir erhoben uns entschlossen von unseren Plätzen und begaben uns zum Hauptstall. Die Jockeys und Ajith sattelten bereits. „Everyone feeling good today?“, fragte ich in die Runde, als sie nach draussen zum Aufsteigen kamen. „Aye boss“, klang es von Quinn zurück, wie immer leicht neckisch. „You are exactly the right person to say so, Miss Callahan. Your mount is our St. Leger champion horse to be, after all.” “We’ll see about that”, murrte Oliver, kaum überzeugt. Ich wusste aber, weil ich ihn seit Jahren schon kannte, dass er innerlich brodelte und es kaum erwarten konnte, Counterfire im September rennen zu sehen. Die anwesenden Pferde für die erste Trainingsgruppe waren eben Counterfire, Deadra, Mambo, Sarabi, Dolly und die etwas ältere Miss Moneypenny. Thalia hatte ich für heute in die nachfolgende Gruppe gesteckt, weil wir sonst nicht genug Jockeys hatten. Penny hatte bereits Erfahrung mit weiteren Distanzen und würde dafür sorgen, dass Counterfire sich bis zum Schluss anstrengen musste. Die Fuchsstute war nämlich wie die meisten Rennpferde motivierter, wenn sie im Kopf-an-Kopf Stil trainiert wurde. Ich selbst gesellte mich zu Oliver zu den Rails und beobachtete das Geschehen, ohne selbst mitzumischen. Wir hatten nämlich noch viel zu fachsimpeln und zu diskutieren, während das Training lief. Oliver gab Quinn nach dem Einwärmen ein Mikrofon, das sie sich hinters Ohr klemmen musste. Damit konnten wir während der ganzen Runde mit ihr in Kontakt bleiben und ihr direkt Anweisungen geben. Dann stellten sich die Pferd-Jockey-Paare zu einem freien Start auf. Oliver gab das Zeichen, woraufhin alle losschossen. Wie besprochen galoppierten Penny und Counterfire in einem taktgleichen, für Rennverhältnisse ruhigen Tempo nebeneinander. Die übrigen Jockeys achteten darauf, aus dem Weg zu bleiben und ihr eigenes Intervalltraining ganz normal zu absolvieren. Nach 1‘200 Metern bremsten sie ab und liessen ihre Reittiere in den Trab fallen. Nur Daedra schien sichtlich unzufrieden, als Counterfire und Penny einfach weiterliefen und davonzogen. Ich stellte mit dem Feldstecher schmunzelnd fest, dass Parker alle Mühe hatte, die Rappstute durchzuparieren. Dann suchte ich durch die Gläser wieder Counterfires Position auf. Die beiden Stuten liefen noch immer dicht beieinander und streckten sich rhytmisch. Allerdings schien es spätestens nach 2‘000 absolvierten Metern so, als müsste Counterfire schon deutlich mehr Kraft aufwenden, um sich neben Penny halten zu können. Als die beiden schliesslich ab 2500 Metern zum Endspurt ansetzten, fiel Counterfire hoffnungslos immer weiter zurück. Sie trudelte schliesslich stark atmend drei Längen hinter Penny bei der Zielmarkierung ein. Oliver und ich sahen uns an; wir beide wussten, dass wir noch viel Arbeit vor uns hatten. Counterfire schlich am langen Zügel zurück zum Hauptstall, wo sie sofort abgesattelt und eifrig von Ajith umsorgt wurde. Sie sah ziemlich müde aus, aber das war zu erwarten gewesen. Ich klopfte ihr auf den verschwitzten, orangenen Hals und murmelte „don’t worry baby, it will get easier.“

    Die zweite Gruppe hatte eine interessante Konstellation. Wir liessen nämlich Thalia und Life zusammen mit Felicita, Deadly Ambition und Odyn laufen. Die drei „neuen“ mussten heute ihren Trainingsstand demonstrieren, denn ich hatte keine Ahnung, auf welchem Niveau sie liefen. Klar war hingegen, dass alle drei eher anspruchsvolle Zeitgenossen waren, die vor allem mit ihrem eigenen Charakter zu kämpfen hatten. „Sensibelchen, wie sie im Buche stehen“, meinte Jonas dazu, als er beobachtete, wie die drei draussen schon beim Aufsteigen zappelten. Felicita war diesbezüglich noch ganz die alte. Auch Quinn schwelgte in Erinnerungen. „I still remember the first time I rode her. She freaked out because of a blackbird. I did not exactly love her for that.” “And yet you begged to ride her today”, bemerkte ich zwinkernd. “Of course! Are you not at all curious about her progress?” “I am.” Unsere Gruppe von Zwei- und Vierbeinern lief gemeinsam zur Bahn. Zunächst wurde fleissig aufgewärmt, dann gab es wiederum einen freien Start – die Maschine wollten wir ein anderes Mal mit den Neulingen austesten. Deadly setzte sich sofort an die Spitze der kleinen Herde. Interessiert beobachtete ich, wie sich die blonde Stute kraftvoll streckte. Sie hatte eine schöne Galoppade und griff weit vor. „This is quality“, stellte auch Oliver laut fest. Ich nickte zufrieden. Am Ende überraschte uns aber eher Odyn. Er war mit seinen neun Jahren schon so etwas wie ein Veteran im Rennsport, und ich war mir unschlüssig gewesen, ob ich ihn überhaupt noch rennen lassen wollte. Aber als Oliver und ich sahen, wie der rote Hengst sich mit kraftvollen, mühelosen Sprüngen vor seine deutlich jüngeren Mitstreiter setzte, waren wir uns sofort einig, dass er noch ein, zwei Seasons vor sich hatte, wenn seine Gesundheit es zuliess. „I think I just fell in love“, hauchte ich zum Chef-Trainer von Pineforest Stable. Der lächelte schief und meinte nur: „Careful, or Jonas might get jealous.“ Felicita schwankte ein wenig und kam nicht so richtig in Fahrt – offenbar war sie Grasboden nicht mehr so gewohnt. Ich glaubte zu wissen, dass es in Amerika drüben viele Sandbahnen gab. Ob es allein daran lag, war aber schwierig festzulegen. Sie war nunmal auch schon acht Jahre alt und damit wie Odyn eigentlich eher auf der abnehmenden Seite des Hügels angelangt. Oliver nahm mir die Aussprache der Gadanken ab und schlug vor, die Stute aus dem Rennsport zurückzuziehen. Vielleicht wartete eine neue Karriere als Springpferd und Zuchtstute auf sie. Das heutige Training hatte ihr aber sicherlich nochmal gut getan. Life und Thalia liefen übrigens brav ihre gewohnten Zeiten. Man konnte nicht jeden Tag neue Bahnrekorde erwarten, und bei ihnen ging es ohnehin im Moment eher darum, Muskulatur und Ausdauer aufzubauen.
    30 Juni 2019

    Occulta
    Springtraining L-M
    Felicita II

    Es war ein herrlicher Sommerabend, den ich nutzte, um Felicita ein wenig im Springen zu fördern. Ich wollte die Stute fit für die bevorstehenden Turniere machen, denn sie musste noch fleissig Erfolge sammeln, damit sie ihre Zuchtzulassung bekam. Ich bürstete die Stute sauber, was aufgrund des guten Wetters der letzten Tage nicht allzu aufwändig war, und kratzte ihre Hufe aus. Sie gab mir alle vier brav. Zufrieden klopfte ich ihr auf die Kruppe und holte den Springsattel aus der Sattelkammer. Beim Gurten machte sie einen unsicheren Schritt nach vorne, blieb dann aber geduldig stehen. Ich achtete darauf, den Gurt noch nicht zu fest zu ziehen, damit es ihr nicht unangenehm wurde. Dann zäumte ich sie, zog mir den Reithelm an und führte sie zum Reitplatz. Eine sanfte Brise durchmischte die schwülheisse Sommerluft, sodass es gerade aushaltbar wurde. Aber vermutlich würden wir nach dem Springen wohl trotzdem beide Baden müssen. So war das nunmal in der heissen Jahreszeit; man konnte ja dennoch nicht die ganze Zeit faul rumstehen. Auf dem Platz gurtete ich nach und stieg auf. Dann ritt ich Felicita warm, ehe ich angaloppierte und ein paar kleine Volten von ihr forderte. Sie machte willig mit und liess sich gut stellen. Schliesslich begann ich mit ein paar niedrigen Hindernissen, um sie auf die kommende Aufgabe einzustellen. Unser erster richtiger Sprung war ein rot-weisser Steilsprung, gestellt auf einen Meter. Danach überwand ich mehrere Einzelhindernisse mit ihr, bis wir auf M-Höhe angelangt waren. Ich begann mit der Zeit auch, Hindernisse aneinander zu hängen und legte dabei ein besonderes Augenmerk auf gebrochene Linien. Die Stute blieb konzentriert, obwohl es schon fast Fütterungszeit war. Ich schätzte das sehr und lobte sie entsprechend ausgiebig, als sie den letzten Parcours, den ich mir am Ende noch ausgedacht hatte, fehlerfrei absolvierte. Es hatte zwar nicht ganz überall perfekt von der Distanz her gepasst, weil sie gegen Schluss nun doch etwas heiss wurde; aber ich kniff ein Auge zu weil ich selbst ganz schön warm bekommen hatte. Ich ritt noch ein wenig Schritt, dann sattelte ich die Stute ab und duschte sie, ehe sie ihr Abendessen bekam.
    31 Juli 2019

    Kür

    Es war so weit, meine beiden Stuten Deadly Ambition und Felicita, die ich beide erst vor kurzem wieder auf Pineforest hatte begrüssen dürfen, wollte ich heute an einer Stutenkörung vorstellen. Die beiden erwarteten Fohlen für den kommenden Frühling, also musste ich mich beeilen, die nötigen Formalitäten zu klären, damit die Fohlen volle Papiere haben würden. Ich machte mir keine Sorgen über das Resultat der Körung, denn beide waren Musterexemplare von Vollblütern und hatten nicht nur tolle Abstammungen, sondern auch schon einige Erfolge im Sport vorzuweisen. Sie wurden heute beritten vorgestellt.
    Nachdem ich mit Deadly Ambition eine anständige Vorstellung abgeliefert hatte, war nun auch Felicita dran. Sie war nicht geschoren und erinnerte mit ihren Plüschigen Ohren ein wenig einem Teddybär. Ihr Fell war aber immernoch kurz genug, dass sie nicht übermässig schwitzte - jedenfalls war das bisher im Training so gewesen. Ich führte sie vom Parkplatz zur Halle und Stieg auf. Zunächst mussten wir uns noch einen Moment lang aufwärmen; dazu blieben uns etwa zwölf Minuten. Ich machte in dieser Zeit viele Übergänge, damit sie schön durchlässig wurde. Gut vorbereitet betraten wir die Halle und grüssten die Richter. Ich ritt im Trab an und bog zunächst auf eine grosse Schlangenlinie. Danach folgten ein diagonaler Wechsel und eine grosse Mittelvolte. Nach letzterer galoppierten wir an und ich leiss sie auf der ganzen Bahn ein wenig strecken. Sie zeigte einen balancierten, stabilen Galopp und liess sich auch schön durch die Ecken lenken. Wir bogen durch die Breite der Bahn und machten dabei einen fliegenden Wechsel in der Mitte. Auch auf diese Hand zeigte ich den fleissigen Galopp von Felicita. Dann parierte ich sie in den Schritt durch und liess sie die Zügel aus der Hand kauen. Sie streckte sich sofort nach unten und schnaubte zufrieden. Ich musste mich zurückhalten, sie nicht zu offensichlich dafür zu loben. Stattdessen sass ich gerade und wechselte abermals durch die Breite der Bahn. Schliesslich trabten wir wieder an, bogen auf die Mittellinie und beendeten die Kür mit einem erneuten Gruss an die Richter. Ich klopfte Felicita zufrieden auf den Hals und ritt sie am langen Zügel aus der Halle.
    2220 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

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  4. Maleen

    Maleen Princess <3

    Meine Teilnahme mit
    Liara

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    Rufname:
    Liara
    Dam: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt


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    Geburtstag:
    18.März 2013
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Connemara
    Farbe:
    Fuchs
    Abzeichen:
    1x weiß, Stern & Schnippe
    Stockmaß:
    144 cm


    Charakter:
    Liara ist eine echte Traumstute. Sie hat viel Energie und steht nicht sehr gerne still, dafür ist sie aber immer super eifrig bei der Arbeit und hat Spaß an jeglicher Art der Beschäftigung. Dabei lernt sie sehr schnell, wodurch sie leider auch schnell Blödsinn lernt. Neuen Dingen gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen und geht neugierig auf jeden zu.
    Kennt sie jemanden nicht, testet sie in typischer Ponymanier gerne ihre Grenzen aus, hat man sich aber ihr Vertrauen erarbeitet, geht sie für einen durchs Feuer und lässt fast alles mit sich machen.
    In der Herde ist sie eher rangniedrig, lässt sich aber trotzdem nicht unterbuttern.

    Liara ist eine sehr lernwillige und eifrige Stute. Mit ihren 4 Jahren steckt sie mitten in ihrer Grundausbildung. An der Longe läuft sie bereits recht sicher in allen Gangarten und sie kennt bereits den Sattel und das Reitergewicht auf ihrem Rücken. Richtig geritten ist sie allerdings bisher noch nicht.
    Für ein Pony hat sie herausragende Gänge und wird sich daher besonders für die Dressur eignen. Aber auch am Freispringen hat sie sehr viel Spaß und ist mit viel Eifer und Talent bei der Sache.
    Ziel ist es, sie zu einem sehr vielseitigen Sportpony auszubilden und später auch in die Zucht zu nehmen.



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    Genetik:
    ee Aa/AA/aa
    Zuchterlaubnis:

    //
    Fohlen:
    //


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    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen

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    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: M/S
    Springreiten: M/M
    Geländespringen: A/A
    Fahren: E/M

    Rennen(Galopp): -
    Distanzreiten: A/L
    Western: A/A
    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung

    Turnierschleifen:
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    428.Dressurturnier 429.Springturnier 376.Distanzturnier
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    482.Westernturnier 1.Auslosung 482.Westernturnier 2.Auslosung 534.Springturnier
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    538.Springturnier 393.Militaryturnier 500.Westernturnier 1.Auslosung

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    500. Westernturnier 2. Auslosung

    Stecki © Maleen 2013

    Ankaufsuntersuchung bei Chatana und Liara -27. Juni 2019
    Sebastian O´Melly (Jamie Lewis, Chatana und Liara)

    Sicher Parkte ich den Wagen auf dem Parkplatz. Als ich ausstieg kam mir eine Frau entgegen. Sie stellte sich mir als Miss Lewis vor, ich begrüßte sie ebenso freundlich. Dann führte sie mich über den Hof in einen Stall. Bereits vor einpaar Tagen hatte sie einen Termin für eine Ankaufsuntersuchung für zwei ihrer Stuten gemacht. Die erste der beiden zeigt sie mir nun. Chatana eine hübsche Falbstute. Diese nahm sie nun aus der Box nach draußen. Erstmal sah ich mir die Stute nur an. Checkte ihre Zähne, die im Guten Zustand waren. Sah mir das Fell an, das glänzte. Dann bat ich darum die Stute mir kurz in Schritt und Trab auf der Stallgasse vorzuführen, sie lief klar und Taktvoll. Da alles ok war führte ich nun die Beuge-probe bei ihr aus und auch hier war alles in Ordnung. Schließlich kam das Röntgen. Ich reichte Miss Lewis eine Schutzweste und zog selbst eine an. Dann machte ich aufnahmen von allen vier Beinen die ich ihr dann in den kommend Tagen zukommen lassen würde. Die Stute verhielt sich während der Untersuchung vorbildlich. Nun nahm ich ihr noch Blut ab, um auch hier auf der Sichern Seite zu sein. Auch hier würde ich das Ergebnisse nachreichen. Da man sich das Pferd auch immer in voller Bewegung anzusehen, bat ich nun mir die Stute noch mal in einer Halle oder einem Platzt anzusehen. Miss Lweis nichte, meinte das es kein Problem sei und so folgte ich den beiden. Dort ließ sie Chatana frei und ich sah sie mir an. Auch hier auf dem weichen Sand war alles Top. Ich gab also mein ok und wir gingen in den Stall zurück. Miss Lewis brachte Chatana in ihre Box zurück. Nun ging es weiter für uns. Wir kamen an die Box einer Fuchsstute die ihren Kopf nach draußen steckte. Liara war der Name, erklärte mir Miss Lewis nun. Auch die holte sie nun aus der Box. Ich sah sie mir an. Schön gewachsen, treue Augen, gute Zähne, glänzendes Fell. Auch Liara war optisch in Guten Zustand. Wie bei der Stute zuvor sah ich mir nun auch hier alles genau an. Ließ sie mir im Schritt und Trab, ohne und mit der Beuge-probe auf der Gasse zeigen auch hier war alles Klar und Taktvoll. Dann kam wieder der Röntgenapparat zum Einsatz. Hier war Liara etwas skeptisch und Miss Lewis musste sie etwas beruhigen. Aber sie ließ es zu. Etwas mehr machte ihr dann die Blutabnahme aus. Hier war sie zwar zu halten, aber sie mochte es nicht. Schließlich ging es auch mit ihr nach draußen auf den Platz. Hier zeigte Liara was sie konnte. Ich war mit ihr zufrieden und würde auch hier die Ergebnisse nachreichen, wenn ich sie aus dem Labor bekommen hatte. Zufrieden mit den beiden verabschiedete ich mich nun von der Stute und Miss Lewis und ging zum Wagen zurück.
    Am heutigen Tag hatte ich wieder einen Auftrag, bei einem mir bekannten Gestüt. Dem Gestüt Royal Peerage. Ich hatte bereits all mein Zeug in meinem kleinen Truck verstaut als ich auch schon mich auf meinen Fahrersessel setzte und los fuhr. Es dauerte nicht lange, bis ich auch schon die Tore des Gestüts sah und hindurch fuhr. Jamie Lewis konnte ich aus der Ferne schon winken sehen und lächelte ihr freundlich zu. "Du weißt ja schon wo du dich ausbreiten kann! Ich hole dabei deine Patientin.",meinte sie und verschwand auch schon hinter dem Stallgebäude. Ich hatte gerade alles aufgebaut als mich auch schon eine Pferdeschnauze anstupste. Ein wenig erschrocken fuhr ich herum und sah eine fuchsfarbene Stute vor mir stehen. "Na hallo, du!", rief ich und kraulte die Jungstute hinter ihren Ohren. "Ihr Name ist Liara und wie besprochen ausschneiden, raspeln und Eisen mit Stollenlöchern rauf.",erklärte mir Jamie und tätschelte die Connemara Stute. "Passt, ich mach mich gleich ran.", meinte ich und hob den linken Vorderhuf hoch. Während ich ihre Hufe kontrollierte, ausschnitt und raspelte, hielt Liara sehr ruhig obwohl sie hin und wieder unruhig wurde bzw. nach Aufmerksamkeit suchte. Auch die speziellen Hufeisen waren schnell auf Liaras Hufen befestigt. "Das ging schnell, braves Mädchen!",lobte ich und kraulte die Stute wieder hinter ihren Ohren. "Super! Dann bringe ich Liara schnell weg und wir reden dann über das Geschäftliche.", sagte Jamie zu mir und ging dann auch wieder mit ihrem Pferd davon. "So fertig.", murmelte ich und schloss meinen Kofferraum. Jamie stand bereits neben mir und meinte:"Danke nochmal für das schnelle Kommen." "Kein Problem, ich bin immerwieder gerne hier.",antwortete ich lächelnd, dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr nachhause.
    1777 Wörter | by Sissicat

    Liara: Stufenerhöhung Western (E/A bzw. LK5/LK4)
    12'842 Zeichen // Casca
    Mein Weg, oder besser das Flugzeug, führten mich heute zur Rainbow Ranch. Insgesamt 18 Stunden dauerte der Anreiseweg und allein die Zeitverschiebung war beträchtlich. Ganz zu schweigen von der Großartigkeit des Pferdes - oder besser Ponys - das ich in den folgenden Wochen trainieren sollte.
    Die grundliegenden Daten des vierjährigen Connemarafuchses Liara lagen vor mir, auf dem heruntergeklappten Bordtisch und während ich meinen Orangensaft trank und immer mal wieder einen neuen Film im Bordfernsehen zu schauen begann, arbeitete ich einen Trainingsplan aus. Western sollte es sein. Ein Training, das Pferde wie Spearmint oder Bem-Te-Vi als Grundlagentraining erhalten hatten, das ich aber noch nie offiziell angeboten oder das Pferd eines Anderen gelehrt hatte. So würde Liara gewissermaßen eine Premiere werden.
    Mit lagen ein paar Fotos und ein Brief der Besitzerin zur Bestandsaufnahme vor: Demnach kannte und akzeptierte die Connemaradame den Reiter bereits, gab sich aber noch etwas unbeholfen und unsicher. Wir würden also zu Beginn ihr Selbstvertrauen und ihr Gleichgewicht sichern, bevor wir mit der Sattelarbeit begännen.
    Ich schreckte aus dem Schlaf, als wir den Landeanflug begannen, sicher aufsetzten und der Flugkapitän einige Dankesworte an die Passagiere richtete. Hastig raffte ich mein Handgepäck zusammen, nachdem das Flugzeug die Parkposition erreicht hatte, und beeilte mich, meinen Koffer in der Halle vom Band zu angeln, um möglichst flott zum Taxi zu kommen. Jenes bugsierte mich direkt (wenn auch zu horrenden Preisen) zur Rainbow Ranch, die mich schon in der Hofeinfahrt aufgrund ihres traumhafte Flairs begeisterte: Das Land war weit und die Koppeln schienen riesig; beinahe am Horizont waren erst die Stallungen zu erkennen. (Ich dankte schließlich dem Fahrer, dass er mich nicht vor der Einfahrt abgesetzt hatte, sondern bis zum Parkplatz fuhr.)
    Kaum war ich dann ausgestiegen, würde ich enthusiastisch und herzlich von einer jungen Frau empfangen: "Hi, sind Sie Miss Winterscape?", fragte sie. Ich bejahte und fügte "Nur Cascar, bitte." hinzu. "Ich bin Jessica. Schön, dass du da bist!", meinte meine Gegenüber (prompt im Du) und ich glaubte ihr diese Worte, so ehrlich waren sie ausgesprochen worden. "Magst du erst dein Gepäck rein bringen oder lieber gleich Pferdeluft schnuppern?", forschte sie weiter. Ich wählte die erstere Möglichkeit, auch um mir Reitsachen anziehen zu können, und ließ mir von Jessi meine eigene kleine Ferienwohnung zeigen. Daraufhin ließ sie mich eine Weile alleine; nach dem Frischmachen suchte ich sie selbst wieder auf, irrte gut zehn Minuten orientierungslos durch den Kleinen Stall, bevor ich sie, umringt von einer Traube eifriger Reitschülerinnen, mit einer Schubkarre über den Hof gehen sah. Hastig ging ich ihr entgegen. "Fein. Dann stelle ich dir mal Liara vor.", meinte Jessica, nachdem sie die Schubkarre geleert hatte. Ich stimmte begeistert zu und gemeinsam (und mit den Reitkindern) bewegten wir uns langsam, aber stetig zu einem der nordwestlich liegenden Offenställe. Die Pferde dort waren nicht sehr groß (waren es Ponys?) und grasten weit verstreut. Jessi nahm ein an einem Koppelpfahl hängendes Halfter in die Hand und reichte es mir mit den Worten: "Die neugierige Fuchsstute; sieht aus wie auf dem Bildern, die ich dir geschickt habe." Ich bedankte mich grinsend und begab mich auf die Jagd. Gut vier Minuten taperte ich über offenes Gelände, bis ich das gesuchte Pferd erreichte und somit Liara zum ersten Mal die Stirn kraulte. Die Stute schloss schnell Vertrauen und war interessiert an mir. Außerdem versuchte sie sich in das Halfter zu drängeln, was ich als Arbeitsfreude auffasste, die Gelegenheit nutzte und das Pony mit zum Gatter nahm. Dort empfing mich Jessi wieder und hielt mir das Tor auf, während mich die Reitschüler mit großen Augen beobachteten. Sie tobten auch gleich voran, als Liaras Besitzerin verkündete, wir würden zurück, auf den Hof, gehen.
    Kurzum - an diesem ersten Tag machte ich mich sorgfältig mit Liara bekannt. Ich putzte ihr Fell, besonders Bauch und Beine, um eventuell empfindliche Stellen zu reizen (was nicht der Fall war), kratzte die Hufe aus und verlas als Geduldsprobe den Schweif der Ponystute. Bis auf ein wenig Zappligkeit und Geknabber am Führstrick klappte das problemlos, sodass ich beschloss, noch dem Longierzirkel für circa zwanzig Minuten einen Besuch abzustatten.
    Auf dem Weg dorthin versuchte meine Pferdepartnerin dann doch mal, mich zu überholen, oder den ein oder anderen Grashalm als Snack mitzunehmen. Ich ließ von Anfang an nicht mit mir spielen und die Stute stets einen Zirkel um mich laufen, wenn sie aufhörte, sich an mir zu orientieren. So war die Rangordnung schon halbwegs geklärt, als wir den heiligen Sandboden erreichten. Dort stellte ich Liara nun auf den Hufschlag, nahm den Strick ab und bewegte mich langsam zur Mitte.
    Das Resultat war, dass Pony schon einmal alleine losging. Mit einem energischen "Na!" und einer körpersprachlichen Blockade vor ihrem Körper hinderte ich die Dame zwar daran, reizte wohl aber auch ihren Dickkopf, sodass sich die Stute kurzerhand auf der Hinterhand drehte und mit einem angedeuteten Ausschlagen auf der anderen Hand im Zirkel trabte. Ich ließ sie gewähren.
    Liara war noch jung und unerfahren und ich würde erst mit ihr arbeiten können, wenn sie nicht mehr wild umherschaute und mich im Stechtrab umkreiste. Deshalb wartete ich neutral in der Mitte darauf, dass die Stute mir ihre Ohren und ihren Kopf zuwandte. Erst als das geschah, parierte ich sie mit einem "Eeeeeasy" zum Schritt durch. Die Füchsin schnaubte und ich lobte sie mit warmer Stimme. Dann klappte alles recht gut - wir übten Schritt- und Trabübergänge, ein wenig Galopp. Einzig das Anhalten fiel Liara schwer und ich brauchte recht viel Durchsetzungsvermögen. Letztendlich kaute sie aber und ließ sich willig von mir an den Strick nehmen und wieder auf die Weide führen.
    Der Tanz um den Respekt war in den ersten Tagen ein grundsätzlicher Bestandteil des Trainings. Ganz nebenbei trainierten wir da Liaras Geschicklichkeit - viel in Form von Bodenarbeit oder dem Friendly Game auf dem Trail Platz und zeitweise unter den wachsamen Augen Jessicas. Mit zunehmender Zeit (genau genommen innerhalb von fünf Tagen) lernte das Pony so, sich auf mich zu verlassen und auch kleine Hilfen anzunehmen. Am Ende der Woche erst, nachdem wir am Vortag das Longieren am Hang geübt hatten, näherte ich mich der kleinen Stute zum ersten Mal mit einem Sattel. Es war ein schwarzer, baumloser Westernsattel, den Liara problemlos entgegennahm und mich festgurten ließ. Ähnlich verhielt sie sich bei der Trense, auf deren Gebiss meine Partnerin jedoch zu Beginn heftig kaute. Ich klopfte trotzdem Liaras Hals und führte sie nach dem Anlegen der Gamaschen auf den Reitplatz. Wir waren dort momentan, am späten Vormittag, die einzigen und wir ließen uns zum Ablongieren und Nachgurten reichlich Zeit.
    Schließlich schwang ich mich behutsam auf Liaras Rücken und nahm die Zügel auf, um sie am sofortigen Loslaufen zu hindern. Das wurde durch heftiges Kauen quittiert, gelang aber. Ich lobte sie.
    "So, Mädchen. Dann gehen wir mal zum Hufschlag.", wies ich sie mit Worten an, gab Schenkeldruck und schnalzte. Die Fuchsstute setzte sich zögerlich in Bewegung und ließ sich dann recht problemlos im Schritt zu unserem Zielpunkt reiten. Wir gingen ein wenig ganze Bahn, bevor wir zum Erwärmen auch Handwechsel und Volten in Angriff nahmen. Liara gab dabei stets ihr Bestes, löste sich aber noch nicht so gern von der Bande. Das Traben dann klappte trotzdem ganz gut, ebenso das Galoppieren. Mit zunehmender Stundenlänge übten wir immer "unabhängigere" Figuren, zum Beispiel die korrekte Bewegung auf dem mittleren Zirkel. Und wieder wurde die Stute ein klein wenig sicherer und verließ sich mehr auf mich, sodass wir das Training dieses Tages mit einem positiven Ergebnis beenden konnten.
    Am folgenden Tag war das schwieriger - Liara schien mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein oder Muskelkater zu haben. Auf jeden Fall war sie zappeliger denn je und unter dem Sattel wollte sie sich nicht recht konzentrieren. Sie war nicht so weich wie gestern, aber trotzdem ritt ich sie. Die Stute musste schließlich lernen, dass die kontinuierliche Arbeit nun zu ihrem Leben gehörte. Um sie dennoch nicht zu überfordern, ritten wir aber viel Trab und wiederholten lediglich Lektionen des Vortags.
    Zu meiner großen Erleichterung dann hatte sich das Pony am nächsten Tag wieder im Griff und wir konnten etwas produktiver herangehen - auf dem Plan standen die Grundlagen der Zügelführung in Verbindung mit einigen Traillektionen. Insgesamt war es ja mein Ziel, die Stute so hilfenfest und gehorsam zu bekommen, dass man sich mit ihr ohne Scheu auf einem allgemeinen Westernturnier der Leistungsklasse vier zeigen konnte. Deswegen übten wir an diesem Tag - wieder geritten - das Annehmen meiner Hilfen unter einem zusätzlichen Anlegen des äußeren Zügels an den Hals: Neck Reining. In den kommenden Klassen dann würde das eine der Kenntnisse sein, die man bei einem Westernpferd zur Perfektion treiben konnte und die vor allem im Reining, wenn Spin, Roleback und Ähnliche gefordert sein würden, eine große Rolle spielten. Doch heute ging es vor allem um die Grundlagen; der Zügel legte sich nun also in jeder Biegung an, egal was wir taten. Außerdem gab es einen Einführung in das Rückwärtsgehen und die indirekte Zügelführung: Für ersteres hielten wir auf dem Hufschlag, ich verlagerte mein Gewicht nach hinten und nahm die Beine etwas nach vorn; ich wippte sachte mit den Schenkeln und schnalzte langsam. Liara stand still und begann zu überlegen; mit zunehmender Zeit nahm ich die Zügel immer mehr zurück, bis sie einen Huf zurücksetzte. Ich ließ daraufhin allen Druck fallen und lobte das Pony, dann machten wir erstmal etwas anderes. Später aber hielten wir noch einmal mit der Front zu Bande. So konnte Liara nicht nach vorne weglaufen. Ich griff indes den rechten Zügel von unten, gab mit dem rechten Schenkel weit hinten Druck und führte den Zügel nach schräg oben. So wurde ein unmissverständlicher Schub auf die Hinterhand ausgeübt und als Liara einen Schritt in die gewünschte Richtung tat (und gleichzeitig einen großen in Sachen Vorhandwendung), lobte ich sie auch dafür ausführlich. Sie machte sich wirklich super.
    Mit diesem Erfolg nun beendeten wir das Tagestraining; am Tag darauf war ein von mir verordneter Ruhetag - auch ein Pferd musste schließlich neue Eindrücke verdauen und wir beschränkten uns auf vierzig Minuten Longieren und einen Spaziergang.
    Erst im Laufe der restlichen Woche festigten wir die begonnenen Lektionen mit viel Lob; am kommenden Dienstag wagten wir uns dann zum ersten Mal beritten auf den Trailplatz. Dort fiel es Liara zu Beginn reichlich schwer, das auf dem Reitplatz Gelernte auf die neue und größere Umgebung zu übertragen - auch das war eine Frage der Kontinuität und es dauerte Tage, bis das Rückwärtsgehen halbwegs problemlos klappte. Schlussendlich war ich aber sehr zufrieden, als ich am Donnerstag der dritten Woche das Pferd an seine Besitzerin zurückgab. "Sie ist eine ganz Feine. Ich schlage für morgen einen Proberitt vor.", meinte ich lächelnd und Jessica stimmte mir zu. So gingen wir am Freitag zu dritt auf das Trainingsgelände. Ich longierte Liara zu Beginn zum Warmwerden und stieg dann als Erste auf. Ich führte Jessica sozusagen vor, was ihre Stute Neues gelernt hatte - dazu gehörten eine beinahe komplette Vorhandwendung (die auch eine Grundvoraussetzung für die Traillektion des "Tors" war), die Anfänge des Neck Reinings, die Liara mittlerweile gut verstand, und das Durchqueren eines Stangen-L's, rückwärts. Die Connemarastute präsentierte sich in Bestform, schien von meiner Geduld und meinem Lob zu profitieren und zeigte sich außerdem viel sicherer in dem, was sie tat, als noch vor knapp drei Wochen. Auch Jessica war begeistert und so tauschten wir kurzerhand die Positionen - sie schwang sich in den Sattel und ich bewegte mich in Sichtweite, um Pferd und Reiter beratend zur Seite zu stehen. Es dauerte eine Weile, bis sich Jessi eingefuchst hatte, dann lief ihr Training aber ganz gut und ich war mehr als zuversichtlich, dass Liara in der Leistungsklasse vier des Westernreitens einfach aufgrund ihrer gewonnenen Sensibilität mehr als aufgehoben war.
    Das bedeutete jedoch, dass ich mich schon am kommenden Tag von Pferd und Reiter und den mir mittlerweile so vertrauten Gemäuern der Rainbow Ranch verabschieden musste. Ich wünschte Jessica viel Erfolg und bedankte mich für Unterkunft, Herzlichkeit und die Trainingszeit mit Liara. Wieder holte mich ein Taxi ab - dieses Mal aber an der Hofeinfahrt, sodass ich meinen Koffer den langen Weg zwischen den großen Koppeln zur Straße ziehen musste - vielleicht ja nicht zum letzten Mal.
    Training Springen A auf L - Mittwoch, 12. Dezember 2018
    Cielo | Liara | BS' Je'taime
    Auch auf Royal Peerage war die Weihnachtsstimmung deutlich zu spüren. Das Team hatte den Stall und die Halle weihnachtlich dekoriert und im Reiterstübchen gab es immer warmen Punsch und Plätzchen, wenn man sich bei den kälteren Temperaturen doch einmal aufwärmen wollte. Außerdem sahen die Trainingspläne für diesen Monat lockerer aus als sonst. Die Pferde wurden zwar regulär trainiert, aber trotzdem war eine gewisse Gemütlichkeit eingekehrt. In so einem Umfeld fühlte ich mich auch mehr als wohl und war wie immer sehr motiviert auf den Weg in den Stall. Es war noch früh am Morgen, aber die Pferde standen bereits auf den Weiden. Ich wollte heute mit Cielo beginnen und wagte mich seit langem mal wieder an eine Disziplin, die weniger zu meinen Begabungen gehörte. Als Trainerin war ich aber vielseitig unterwegs und da wir uns bisher auf Grundniveau befanden, würden wir uns schon einfinden.
    Cielo war eingefahren und lief bisher auf E-Niveau und bisher auch nur im Dressurfahren. Mit einem Einspänner war es sowieso immer entspannter als mit Zweispänner. So machte ich zunächst alles bereit, um dann das Geschirr schon in richtiger Reihenfolge parat zu haben. Die Kutsche hatten mir bereits zwei Mitarbeiter vorbereitet, so dass diese schon auf dem Hof stand. Bisher hatten wir mit dem Winterwetter Glück, so dass das Kutschfahren im Gelände gut möglich war. Ich holte Cielo von der Weide und band ihn am Putzplatz an. Dort putzte ich ihn routiniert und legte ihm dann das Geschirr an. Als er fertig war, führte ich ihn hinaus auf den Hof und spannte ihn an. Inzwischen war das für Cielo schon alltäglich. Er war ja sowieso eingefahren gewesen und die längere Pause hatte man ihn gar nicht angemerkt.
    Am Anfang hatte ihm vor allem die Ausdauer und Kraft gefehlt. Wir hatten also kürzere Strecken in Angriff genommen und ich hatte Cielo öfters geraderichten müssen. Gerade wenn den Pferden noch die Balance fehlte, drifteten sie gerne zu einer Seite ab. Im Verlauf des Trainings hatte man aber deutlich gemerkt, wie Cielo immer mehr von alleine die Spur halten konnte und ich immer weniger machen musste. Heute zog er gewohnt motiviert an und wir verließen den Hof. Inzwischen hatten wir unsere eingefahrenen Runden und auch schon ein gutes Trainingspensum. Im Schritt durfte sich Cielo erst einmal aufwärmen, ehe wir irgendwann in den Trab wechselten.
    Der Hengst war unglaublich ausdauernd und bei unseren Trabphasen kamen schon einige Kilometer zusammen. Ab und an ließ ich ihn auch mal galoppieren und wenn die Wege es zuließen, durfte er durchaus auch mal ordentlich zulegen und Dampf ablassen. Er machte das nur zu gerne und da er inzwischen super fein auf alle Hilfen reagierte, war das auch kein Problem mehr. Mehrmals die Woche fuhren wir auf dem großen Reitplatz die Dressuraufgaben, um Cielos Wendigkeit zu schulen. Heute war mal wieder einer der Geländetage. Die bevorzugte ich ja persönlich und Cielo machten sie auch unglaublich Spaß. Wie gewohnt fuhren wir unsere Runde und kamen irgendwann wieder am Hof an.
    Ich spannte Cielo ab und führte ihn in den Stall. Nachdem er das Geschirr los war, warf ich ihm eine Abschwitzdecke über, da er doch gut ins Dampfen gekommen war. Eine Mitreiterin begrüßte mich und meinte, dass Cielo unbedingt als Rentier verkleidet mal die Kutsche ziehen müsste, am besten noch mit Glöckchen. Bei dem Gedanken musste ich lachen, aber so routiniert wie der Hengst war, wäre das wahrscheinlich nicht mal mehr ein Problem gewesen.
    Nachdem Cielo getrocknet war, durfte er wieder hinaus auf die Weide und ich holte mir Liara, denn für mich ging es direkt weiter. Die Fuchsstute war nun seit einem Monat in meiner Obhut und machte sich wirklich prima. Sie war unglaublich fleißig und motiviert und man konnte sich nie über sie beschweren. Zuletzt hatten wir die Grundlagen in der Dressur gefestigt und aktuell sprangen wir. Mittlerweile sogar auf gutem L-Niveau. Auch heute hatte ich wieder einen ähnlichen Parcours aufgebaut. Doch zunächst musste ich die Stute von ihrer Schlammschicht befreien und dann satteln.
    Als das Pferd endlich sauber war, konnten wir in die Halle gehen, wo ich sie in Ruhe warm ritt. Nachdem ich sie in allen Gangarten in Dehnungshaltung gelockert hatte, nahm ich allmählich die Zügel auf und baute Trabstangen und Cavaletti ein. Dann ging es auch schon an die ersten Sprünge und Liara zog heute fleißig an. Wir arbeiteten vor allem daran, dass sie zügig über die Hindernisse kam, ohne große Schwebepausen einzubauen, außerdem wollten wir eine schönere Springmanier erarbeiten, so dass ich die Abstände gerne mal etwas enger machte, damit Liara gut aus der Hinterhand absprang. Sie machte es wirklich einwandfrei und das heutige Training konnte sich sehen lassen.
    Am Ende sprangen wir den Parcours fehlerfrei mit all seinen Tücken und ich beendete das Training zufrieden. Die Stute hatte super mitgemacht und trotz ihrer Motivation im Parcours übertrieb sie es nie, sie war wirklich ein sehr angenehmes Reitpferd. Im Stall sattelte ich sie wieder ab und führte sie noch kurz etwas umher, ehe sie auch schon wieder hinaus auf die Weide durfte. Ich war nun schon beinahe fertig, nur noch BS' Je'taime stand auf dem Plan. Momentan arbeitete ich mit jedem Berittpferd in einem anderen Bereich. Während ich Cielo regelmäßig vor die Kutsche spannte, sprang ich Liara und mit Amy arbeitete ich aktuell weiter in der Dressur.
    Dort lief die Gidranstute bereits gutes A-Niveau, obwohl sie auch schon allerhand Sachen aus der L-Klasse vorher beherrscht hatte. Auch Amy war so ein Pferd, was sich absolut problemlos trainieren ließ. Immer fleißig, immer motiviert und stets an den Hilfen. Heute hatte sie wieder einen besonders guten Tag und sprühte vor Energie. Teilweise zu viel Energie, die ich ab und an mal zügeln musste. Die Übergänge vom Schritt in den Galopp funktionierten prima, ebenso der Außengalopp und die Wechsel. Dafür war ihre heutige Motivation super, nur die Versammlungen klappte heute weniger auf den Punkt, weil ich zu tun hatte, Amy reell zu versammeln. Ich wusste aber aus Erfahrung, dass sie das an den anderen Tagen immer gut konnte, also wollte ich mich nicht beklagen.
    Wir arbeiteten noch ein wenig an den Seitengängen, ihrer Paradelektion und dann beendeten wir auch unser Training. Ich ritt Amy ab, versorgte sie dann und brachte sie danach wieder hinaus auf die Weide. Alle drei Pferde waren für heute versorgt und ich war mir sicher, dass ich mit ihnen noch einen netten Jahresabschluss haben würde. Auch wenn wir es zwischen Weihnachten und Neujahr sicherlich noch einen Ticken entspannter angehen lassen würden.
    Training Dressur A auf L - Mittwoch, 28. Nobember 2018
    Cielo | Liara
    Da ich mich auf Royal Peerage sehr wohl fühlte und mir die Arbeit unglaublich viel Spaß machte, entschied ich, mich noch ein wenig länger hier aufzuhalten. Dazu sagte die Gestütsleiterin nicht nein und nach einem gemeinsamen Gespräch hatte ich neben der Gidranstute zwei weitere Berittpferde. Beziehungsweise waren es eher Ponys. Ich arbeitete sehr gerne mit den Kleineren und nach den ersten Ritten hatte ich beide auch sofort ins Herz geschlossen. Momentan hatte Cielo mehr Training bei mir. Er war ein achtjähriger Arravanihengst und richtig aufgeweckt. Gemeinsam gingen wir auch bereits Turniere und dementsprechend war ich bei ihm in der Woche öfter als bei Liara.
    Liara war eine fuchsfarbene Connemarastute, welche sich erst seit kurzem auf Royal Peerage befand und momentan auch noch nicht so gut im Training stand. Deshalb hatten wir entschieden, es mit ihr ruhiger angehen zu lassen und zu schauen, wie viel Zeit sie benötigte. Aber in regelmäßigen Abständen ritt ich auch sie und konnte mich bisher keineswegs beschweren.
    Heute begann ich wie immer mit Cielo und holte mir den kleinen Braunen von der Weide. Mit seinen gerade mal 1.28m Stockmaß gehörte er mit zu den Kleinsten des Gestüts. Zu meinem Glück deckte er mich dennoch sehr gut ab. Zum einen war Cielo sehr robust und breit gebaut und zum anderen war ich nicht besonders groß und schwer. So hatten wir uns sehr schnell und sehr gut einfinden können.
    Cielo wollte mich heute mit einer dicken Schlammschicht erfreuen und so hatte ich zunächst gut mit Putzen zu tun, ehe überhaupt an das Reiten zu denken war. Da der Hengst in der Dressur bereits auf einem guten Grundniveau lief, hatten wir uns direkt auf das Springen fokussiert. In beiden Disziplinen war Cielos Begabung nicht allzu groß, doch neben dem gesunden Reiten, machte ihm das Springen auch besonders viel Spaß. Bisher hatte er sich dabei immer sehr motiviert gezeigt.
    Nach dem Satteln und Trensen ging es also in die Halle, wo ich bereits einen kleineren Parcours aufgebaut hatte. Zunächst wärmte ich Cielo in aller Ruhe auf und dann nahm ich nach und nach alle Gangarten hinzu. Danach arbeiteten wir mit Trabstangen und Cavaletti, ehe es wie immer an die ersten Sprünge ging. Heute zog Cielo vor dem Sprung gut an, sprang sauber ab und landete auch einwandfrei auf der anderen Seite. Er war aufmerksam an den Hilfen und so konnte ich ihn problemlos kontrollieren.
    Wir sprangen mittlerweile auf A-Höhe und hatten einige Kombinationen und schwerere Parcourselemente hinzugenommen. Da Cielo so wendig war, funktionierte das meiste bei ihm ohne Probleme. Schwieriger war es, die großen Abstände, besonders in Kombinationen, zu schaffen. Meist fuhr man besser, wenn man seine Galoppsprünge etwas verkürzte und einen zusätzlichen einfügte. Auf Turnieren, besonders bei Zeitspringen, wäre das nur bedingt von Erfolg gekrönt gewesen, doch das war auch primär nicht unser Ziel.
    Cielo war eher das zuverlässige Kinderpony des Hofes und dementsprechend trainierte ich ihn auch: Auf Sicherheit und Ruhe. Und nebenher sollte es dem Pferd ja auch Spaß machen. Bisher funktionierte das wirklich gut und sollte einer seiner kleinen Reiter in kommender Zeit ambitionierter werden, hätte er ein sicheres und motiviertes Springpony unter dem Sattel.
    Mit einem guten Abschluss beendete ich dann auch das Training und ritt Cielo ab. Im Stall sattelte ich ihn fix ab, putzte noch einmal drüber und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Von dort aus nahm ich mir direkt Liara mit, welche heute auch einen Trainingstag bei mir hatte. Die Stute war charakterlich ein wahres Goldstück. Man merkte ihr selten an, dass sie erst vier Jahre alt war. Lediglich beim Reiten merkte man eben, dass sie noch nicht so routiniert war wie andere Pferde. Doch das kompensierte sie gekonnt mit viel Mühe, es ihrem Reiter immer Recht zu machen.
    Liara war schnell geputzt und gesattelt und so ging es auch mit ihr in die Halle. Schnell baute ich einige Sprünge ab und machte mir so wieder Platz, ehe ich Liara in Ruhe aufwärmte. Momentan arbeiteten wir an der Dressur, denn eine gute Grundlage war wichtig für die weitere Ausbildung. Liara kannte inzwischen die Grundlagen: Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Inzwischen arbeiteten wir viel am Schwung und weiterhin an ihrem Gleichgewicht und ihrer Durchlässigkeit.
    Wenn Lektionen ihr schwer fielen, versuchte sie sich gerne ins Tempo zu retten, wurde dadurch aber auch fester. So drosselte ich gerne vermehrt ihr Tempo, damit sie erst einmal ihre Balance fand und wenn die Übungen in dem ruhigen Tempo sicher funktionierten, konnte man sich um den Schwung kümmern. Bisher funktionierte das bei Liara auch wirklich gut. Sie gab sich viel Mühe und meistens verstand sie die Aufgaben bereits nach dem ersten Mal.
    Aktuell übten wir viel das Anhalten aus dem Trab, besonders, dass sie die Hinterhand während des Haltens schön unter den Schwerpunkt schob. Das war eine ungemeine Gleichgewichts-Übung, doch Liara machte das wirklich gut. Auch der Außengalopp war inzwischen viel besser geworden. Wieder eine Übung, die Gleichgewicht und Durchlässigkeit forderte, besonders in den Ecken. Meist lockerte ich Liara zu Beginn mit Seitengängen und Rückwärtsrichten. Ebenso halfen viele Übergänge, die Stute zu lockern.
    Auch heute machte sie ihre Aufgabe wirklich einwandfrei und als der einfache Galoppwechsel ohne Probleme funktionierte, entschied ich, die Einheit für heute zu beenden. Liara lobte ich ausgiebig und ritt sie dann ab. Danach ging es auch für sie wieder in den Stall. Da sie wesentlich mehr als Cielo geschwitzt hatte, legte ich ihr eine Abschwitzdecke über und stellte sie in die Box. In der Zwischenzeit räumte ich den Putzplatz auf und baute die Hindernisse in der Halle wieder ab. Als ich dann fertig war, war Liara auch schon so gut wie trocken und durfte wieder hinaus auf die Weide.
    Dressur L-M - 22. November 2019
    POV Brooke Scott | by Sosox3
    "Brooke, denk dran, du bist nur zum Training der Ponystute da. Nicht um dich am Strand in der Sonne zu räkeln." Mein Bruder machte mir auch jede kleine Hoffnung zunichte. "Spielverderber", murmelte ich und packte meinen Koffer zu Ende. Nate begleitete mich noch bis zum Flughafen und ich genoss den Flug mit Netflix und hoffte, dass die Italiener gut Englisch konnten. Jamie hatte mir zugesagt, dass ich ein Gästezimmer bei ihr auf Royal Peerage nehmen dürfte.
    Den ersten Tag hatte ich frei, durfte mir dabei die Stadt anschauen und durfte die gesamte Stallgemeinschaft kennen lernen. Der nächste Tag fing für mich dann aber auch richtig an und ich schaute mir die Connemara Stute an. Liara war eine bildhübsche Fuchsstute und stupste mich mit ihrer sanften Schnute an, als ich sie begrüßte und die Boxen Tür aufmachte. Ich legte ihr ihr rotes Halfter an um sie in der Stallgasse anzubinden und dann ordentlich zu putzen. Wirklich dreckig war sie jetzt nicht, aber um das Vertrauen zu stärken und uns kennenzulernen putzte ich gerne die 30 min. Ich bandagierte ihr die Beine und legte ihr den Sattel mitsamt Satteldecke drauf. Danach trenste ich sie und setzte mir meinen Helm auf und führte sie zur Halle. Dort stieg ich auf und ritt sie warm. Vorwiegend im Schritt und Trab und variierte mit dem Tempo, damit ich mich langsam auf sie einlassen konnte. Sie ließ sich gut versammeln und nahm auch gut Last auf die Hinterhand auf. Doch ich wollte ihr heute die stärkeren Gangarten aneignen. Es war nicht so ein großer Unterschied im Schritt, nur, dass dieser raumgreifender ist und die Stute mehr untertritt. Dabei sollte sie jedoch nicht schneller werden und mit ihrem Hals leicht vorwärts-abwärts gehen. Dasselbe gilt im Trab und im Galopp. Dabei sollte ich immer darauf achten, dass das Pferd unter einem nicht rast aber doch trotzdem Tempo und Raumgriff hat. Das war auch die heutige Trainingseinheit. Sie testete zwischendurch und schlug mit dem Schweif. Normalerweise ein Zeichen zurückzufahren und das Pony nicht zu überfordern, aber da sie zwischendurch doch mal mit dem Po hoch ging oder anfing zu rasen und versuchte durchzugehen, trieb ich sie weiter. Die Tage danach versuchte ich etwas Abwechslung reinzubringen und übte an dem Halten im Galopp und dem Schulterherein. Die Woche darauf hatten wir uns schon eingespielt und die Lektionen gefestigt, deshalb nahm ich heute die Traversale und Travers ein. Liara benahm sich gut und lernte fix, was sie brauchte und so brauchte sie gar nicht lange, bis sie auch den fliegenden Galoppwechsel drauf hatte und das Überstreichen im Mittelgalopp. Sie machte gute Arbeit und ich hatte keine Bedenken sie in ihr erstes M*-Turnier zu schicken und gleich mit einer Platzierung heim zu kommen. “Danke Jamie, dass ich so eine tolle Stute reiten durfte”, verabschiedete ich mich und stieg kurz darauf in den Flieger.

    Die Kür

    Auf dem Gestüt einige Dörfer weiter fand heute eine Stutenkrönung statt. Es geschah nicht oft, dass in dieser Gegend etwas passierte, was nicht der Skatabend im Dorfclub jeden Dienstag war. Das Gestüt hatte ein hohes Ansehen in der klassischen Reitkunst und ich freute mich darauf Kontakte in der Pferdewelt zu knüpfen und Ausschau nach neuen Sternchen der Pferdewelt zu halten. Ich hatte mich gerade auf meinem Platz gleich hinter der Bande niedergelassen, als die nächste Stute die Halle betrat. Die ersten drei Stuten sowie die Vorstellung dieser Stute hatte ich verpasst, deswegen suchte ich das Programmheft aus meiner Tasche, fuhr mit dem Finger die Zeilen entlang, bis ich die jetzige Stute ausfindig gemacht hatte. „Liara“, murmelte ich. „Connemara, Fuchs, na das kann ich ja sehen, 6 Jahre, Reiter Jamie Lewis.“ Eine sehr dürftige Beschreibung, dafür hatte ich 3€ auf Raten des Empfangs ausgegeben?
    Jamie und Liara hatten mittlerweile bei X angehalten und grüßten gerade die Richter, als ich meinen Kopf hob. Diese kleinen Connemaras durfte man nicht unterschätzen, die hatten Power und Intelligenz und waren auch für den mittleren Dressursport noch gut zu haben. Jamie zeigt erst auf Liaras linker Hand, dass Durchlässigkeit und Anlehnung, sowie ein gutes Gleichgewicht kein Problem für die junge Stute waren. In allen drei Gangarten führte sie sie vor, erst ganze Bahn, dann auf dem Zirkel. Die vielen Gangwechsel schmiegten sich perfekt in den häufigen Melodienwechsel der Musik ein, ein neumodischer Mix aus Klassik und Pop, gekonnt zusammengeschnitten und genau auf den Takt von Liaras Schritten passend. Auf der rechten Hand kamen dann Seitwärtsgänge und Rückwärtsrichten dazu, dann das Angaloppieren aus dem Schritt. Je mehr Jamie von der Stute forderte, desto mehr blüte sie in ihrer Rolle als Zuschauerliebling auf. „Ponies wie dieses sollten auch die Möglichkeit auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben haben!“, sagte ein untersetzter älterer Mann zu meiner linken zu seiner Frau, die nur die Lippen schürzte und durch die Brille jeden Schritt von Liara genau beobachtete. Schlangenlinien durch die ganze Bahn im Trab rundeten die Vorstellung gekonnt ab und Liara kam aus dem Trab in der Hallenmitte zum Stehen. Jamie Lewis verabschiedete die Richter und verließ dann mit ihrer Fuchsstute am langen Zügel unter leisem, aber deutlich beeindruckendem Applaus die Halle. Das konnte ich wahrlich eine gelungene Vorführung nennen! Der Mann neben mir pfiff bewundernd durch die Zähne und einige Zuschauer schauten verwundert zu ihm hin. Seine Frau stieß ihm nur pikiert in die Seite und schüttelte den Kopf. Ich musterte die Situation lächelnd, dann gingen die Tore erneut auf und das nächste Pferd trat ein.
    2731 Zeichen - lettercount.com -- by Canyon

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    Snoopy und Sosox3 gefällt das.
  5. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Rhapsody mit
    Calista

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    Calista
    abgeleitet aus dem altgriech. kallistos - "die Schönste"


    PEDIGREE
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    von: Red Diamond

    von: unbekannt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: unbekannt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: Ysun

    von: Royal Champion

    von: Royal Classic
    aus der: Royal Diamond

    aus der: Mon Cherie

    von: Mon dé Capro
    aus der: Mondschein


    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Trakehner
    11 Jahre

    169 cm
    Fuchs
    Blesse | v.l., v.r., h.l., h.r. weiße Fessel

    Calista ist eine temperamentvolle, aufgeweckte Stute. Im Umgang ist sie meist brav, kann aber auch schon mal ganz schön zickig werden. Den Hufschmied und den Tierarzt kennt sie, ist aber sehr unsicher. Auch fremden Menschen gegenüber ist sie eher zurückhaltend. Erst wenn sie Vertrauen gefasst hat, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Beim Reiten möchte sie gefordert werden. Sie ist kein Anfängerpferd, was sich durch ihre Sensibilität bemerkbar macht. Ihr wird schnell langweilig und dann wird sie auch schon mal zur Zicke. Aufgrund ihrer Abstammung hat sie ein immenses sportliches Potenzial und kann als Allround-Pferd angesehen werden.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten
    Englisch geritten


    Dressur
    E A L M* M**

    Springen

    E A L M* M** S*

    Military
    E
    A L M S*


    ERFOLGE

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    Dressur: 1x E-Platziert, Springen: 3x M-Platziert


    Turniere
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    291. Dressurturnier

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    51. Synchronspringen – 341. Springturnier – 303. Synchronspringen

    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    HK/SK Schleife
    HK-/SK-Gewinnerthema


    Leihmutterschaft:
    Genotyp: Aa ee
    Aus der Zucht: unbekannt
    Nachkommen:


    GESUNDHEITSZUSTAND

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    276 4 20 658936587
    Chronische Krankheiten:
    Letzter Tierarztbesuch:
    01.01.20 – Pferdepraxis Sapala – Routineuntersuchung

    Fehlstellungen:
    Beschlagen: Stahleisen
    Letzter Hufschmiedbesuch:
    03.01.20 – Hufschmiede Snoopeisen – Kontrolle & Neubeschlag


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Rhapsody
    VKR: Rhapsody

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    Offizieller Hintergrund

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    Nachdem das Freispringen hinter uns lag, mussten wir uns beeilen – bis zum Beginn des Feldtests waren es nur fünfzehn Minuten. Jette, Hauke und ich wuselten um die Fuchsstute herum, die mit dem ganzen Trubel erst einmal nichts anfangen konnte. Sie hatte sich von der Stimmung auf dem Platz des Feldtestes anstecken lassen und schreckte bei jedem kleinsten Geräusch zusammen. Trotzdem brachten wir sie rechtzeitig an die Reithalle, wo jetzt erst einmal die normale Prüfung auf sie wartete.

    Gemeinsam mit Hauke sah ich von der Tribüne aus zu. Nach dem Einreiten und dem kurzen Gruß an die Richter formte sich dann die Vierer-Abteilung mit Calista an der Spitze. Jette meckerte bei jeder Stutenleistungsprüfung genau darüber – noch schlimmer, wenn sie an das Ende der Abteilung gesetzt wurde. Jetzt, da sie diese anführen durfte, konnte sie hoffentlich Calistas komplette Potenzial zeigen.

    Die Reitprüfung bei einer Stutenleistungsprüfung war nicht unbedingt spektakulär, wenn man nicht selbst mit der eigenen Stute mitfieberte. In ordentlichem Abstand ritt die Abteilung durch die Bahn – erst im Schritt, dann im Trab, zum Schluss noch einmal im Galopp. In allen drei Gangarten sollten die Schritte einmal verkürzt und einmal verlängert werden und im Trab sollte man die Zügel aus den Händen kauen lassen. Für eine Stute, die einen Großteil der M**-Lektionen beherrschte, sollte das kein Problem sein – und müsste Calista eine komplette M-Kür vorzeigen, würde sie wohl an einem Punkt dicht machen und die Gebühren für die Anmeldung waren dann wohl für die Katz.

    Calistas Schritt war in Ordnung gewesen – nicht überragend, aber auch nicht unterirdisch. Beim Trab hoffte ich, dass sie Punkte sammeln konnte. Der war nämlich schön schwungvoll und federnd, ohne gleich über die Stränge zu schlagen. Auf der Zirkellinie bog sie sich auch schön – ich malte mir also schon einmal gute Chancen aus. Auch auf der linken Hand zeigte Calista ihr Können genauso, sowohl in der ganzen Bahn als auch bei einer etwas kleineren Volte. Vor dem Galopp hatte ich ein bisschen Bauchschmerzen; die Fuchsstute hatte einen ziemlichen Bergauf-Galopp und eine manchmal etwas übertriebene Galoppade. Durch die Versammlung, die im Training abgefragt wurde, konnte man dem Ganzen ein bisschen entgegenwirken. So zeigte Calista heute eine starke Galoppade, rannte Jette aber auch nicht unterm Hintern weg. Als Jette dann aus dem Sattel stieg und der Fremdreitertest begann, war ich hoffnungsvoll, dass ich Calista schon bald zu unseren Zuchtstuten zählen durfte.

    2.529 Zeichen
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    Bewegung by AliciaFarina
     
    Canyon gefällt das.
  6. Wolfszeit

    Wolfszeit Wölfchen❤️

    Wolfszeit mit
    Sunny Empire
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    SUNNY EMPIRE
    engl. sonniges Imperium
    Portrait folgt

    EXTERIEUR
    Geschlecht: Stute
    Geburtstag: 30.10.2016/3 Jahre
    Geburtsort: Unbekannt

    Rasse: Hannoveraner
    Stockmaß: 180cm
    Gewicht: 709 Kg
    Deck-|Langhaar: Palomino Roan | Weiß
    Abzeichen| Scheckung: Tovero
    Gencode:eeaaCrcrRrTotooO

    STAMMBAUM

    von: Empire of Darkness
    von: Red Diamond | aus der: Oricono Flow
    von: Red Star | aus der: Diamond Lady | von: Black Soul | aus der: Tears In Heaven

    aus der: Walking On Sunshine
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt | von: Unbekannt | aus der: Unbekannt

    INTERIEUR | BESCHREIBUNG

    Rufname: Empire
    Ausgeglichen, Aufmerksam, Brav, Selbstbewusst, Freundlich, Arbeisfreudig

    Sunny Empire ist eine freundlich kleine Stute. Sie ist brav und aufmerksam was ihre Ausbildung erleichtert. Die arbeitsfreudige Stute zeigt auch gerne ihr selbstbewusstsein in ihren herrlichen GGAs. Sie hat ein recht ausgeglichenes Gemüt, weshalb wir hoffen das sie später auch für unsichere Reiter ein gutes Reitpferd wird.
    Vor kurzem wurde bei Empire leider eine periodische Augenentzündung in sehr fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Aufgefallen ist es da sie immer häufiger scheute und sich erschreckte. Leider war es zu spät um ihr Augenlicht zu retten so dass sie nun auf beiden Augen blind ist. Seitdem ist sie etwas schreckhafter allerdings kann sie noch genau so gut gearbeitet werden wie vorher. Auf der Koppel hält sie sich sehr an Mas'uda, an der sie sich orientiert und so trotzdem sehr gut klar kommt.


    Weide/Weidepartner: Avicii, Liliada, Rosendaler, Black Lady & Mas'uda
    Unterbringung: Box 8, Hauptstall
    Einstreu: Stroh

    Letzter Tierarztbesuch:00.00.0000
    Chipnummer: folgt

    Gesamteindruck: Gesund
    Akute Krankheit/en: periodische Augenentzündung
    Chronische Krankheit/en: keine
    Erbkrankheit/en: Keine


    Letzter Hufschmiedbesuch:00.00.0000
    Ausgeschnitten/Korrigiert: nie
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Barhuf


    AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN

    Fohlen ABC
    Jungpferdeausbildung
    Bodenarbeit ✔
    Eingeritten ✔

    Eignungen: Dressur|Springen
    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen


    Springen: E A L M
    Show Jumping: E A* A** LM* M**


    Military: E A L
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI***


    Dressur: E A L M S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S


    Fahren: E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4


    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***


    Western: E A L M
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2


    Galopprennen E A L M S
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM



    ERFOLGE

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    1. Platz
    349.Distanztuier

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    2.Platz
    504.Dressurturnier | 502.Springturnier | 344.Distanzrennen | 352.Distanzrennen | 380.Fahrtunier
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    3.Platz


    501.Dressurturnier | 498.Springturnier | 504.Springturnier | 380.Fahrturnier | 506.Springtunier
    | 354. Distanztunier
    PFERDEPASS
    Gekört: Nein
    Schleife:
    Gewinnerthema:
    Eingetragene Zucht: Whitehorse Creek Stud
    Decktaxe: 0 Joellen

    Herkunft | Züchter: Rinnaja| Ranch Zauberwald

    Nachzucht: 0/10


    BESITZERLEGENDE
    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin: Rinnaja
    Verkaufsrecht/Ersteller: Rinnaja
    Reitbeteiligung/Trainer:

    zu Verkaufen : Nein
    Kaufpreis: /

    Spind/PNG/Puzzle PNG
    “Luchy Montrose mit Sunny Empire in die Halle, bitte”, schallte es aus einem Lautsprecher und ich begab mich mit der Stute zur Halle. Die Roanstute war entspannt und gelassen und folgte mir brav. Da die Stute noch nicht angeritten war würde ich sie an der Hand vorstellen. Ich führte die Stute zu X wo wir anhalten und die Richter grüßten.

    „Vorgestellt wird hier Sunny Empire eine 3-jährige, Hannoveranerstute von Empire of Darkness und Walking on Sunshine.“Dazu trabten wir zwei Runden auf der linken Hand. Danach parierte ich die kleine Stute durch und wir liefen auf derselben Hand einen großen Mittelzirkel im Schritt. Anschließend gingen wir ganze Bahn um gleich darauf durch die ganze Bahn zu wechseln und den Trab auch auf der anderen Hand zu zeigen. Nach einer weiteren Runde parierte ich Empire erneut durch und wir zeigten eine Schlangenlinie mit drei Bögen im Schritt. Ich führte sie noch die kurze Seite im Schritt bevor ich anhielt und den Strick von ihrer Halfter löste. Ich trieb sie mit meiner Stimme an und die kleine Stute galoppiert etwas zögerlich, aufgrund der unbekannten Umgebung ,aber brav ihre Runden, bis ich sie durch parierte um die Richtung zu wechseln. Auch linksrum zeigte sie brav ihren Galopp. Nach zwei Runden ließ sich die kleine Stute brav, wieder einfangen und wir stellten uns erneut bei X auf um zu grüßen. Beim hinausgehen lobte ich Empire. Ich wusste zwar nicht ob es ausreichend war für die Körung doch wir hofften das beste für die kleine Stute.
    1490 Zeichen|lettercount.com
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    Bewegung & Zubehör by Wolfszeit​
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Jan. 2020
    Snoopy und sadasha gefällt das.
  7. Wolfszeit

    Wolfszeit Wölfchen❤️

    Wolfszeit mit
    Ases Maskwamozi
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    ASES MASKWAMOZI
    Abenaki: Birke
    Portrait folgt

    EXTERIEUR
    Geschlecht: Stute
    Geburtstag: 06.04.2014/5 Jahre
    Geburtsort: England

    Rasse: Engilsches Vollblut - Appaloosamix

    50 %EVB| 50 % Appaloosa
    Stockmaß: 159 cm
    Gewicht: 395 Kg
    Deck-|Langhaar: Braun, Weiß | Schwarz, Weiß
    Abzeichen| Scheckung: Leopard
    Gencode:Ee AA nLPnP

    STAMMBAUM

    von: Mr. Raw Depression
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt | von: Unbekannt | aus der: Unbekannt


    aus der: Apache's Tomahawk
    von: Midnight Golden Fox | aus der: Apaches Apricot
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt | von: Unbekannt | aus der: Unbekannt

    INTERIEUR & BESCHREIBUNG

    Rufname: Wamzi
    unkonzentriert | anhänglich | temperamentvoll | aufgeschlossen

    Bunt, laut, lebensfroh, rein. Die schönen Seiten der jungen Stute sind unübersehbar. Leider mangelt es ihr durch den ständigen Drang etwas zu Tun an Auffassungsvermögen. Sie sucht sich immer wieder neue, eigene Aufgaben. Dabei kommen sehr lustige Bilder zu Stande, die die Menschen meist zum Lachen, ihre Besitzer aber zur Verzweiflung, bringen. Die aufgeweckte Stute sucht die Aufmerksamkeit. Sie ist ein Ausbruchkünstler und hält ihre Pfleger stets auf Trab. Hat sie ein gewisses Level an Energie losgelassen kann man aber auch mit ihr ganz gut arbeiten und hat am Ende des Tages ein glückliches, ausgelastetes, Pferd im Stall stehen.
    Sie ist schmal gebaut und wirkt in ihrer Körperform sehr edel und stolz. Ihre Grundgangarten, sind wie auch die ihres Vaters lupenrein und klar. Ihre blühende Fantasie und unschuldige Reinheit machen sie zu einem geborenen Entertainer. Überall wo man sie sieht, steht sie automatisch im Mittelpunkt der Geschehnisse

    Ases hat eine gute Ausbildung genossen und keine Schlechten Erfahrungen gemacht.

    Weide/Weidepartner: Liliada, Avicii, Mystic Fantasy Dahlia, Mini Cookie, Ardehel & BS' Little Snowwhite
    Unterbringung: Box 11
    Einstreu: Stroh

    Letzter Tierarztbesuch:00.00.0000
    Chipnummer: folgt

    Gesamteindruck: Gesund
    Akute Krankheit/en: keine
    Chronische Krankheit/en: keine
    Erbkrankheit/en: Keine


    Letzter Hufschmiedbesuch:02.08.2016
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 02.08.2016
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Barhuf


    AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN
    Fohlen ABC
    Jungpferdeausbildung
    Bodenarbeit
    Eingeritten

    Eignungen: Springen|Dressur
    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S

    Springen E A L M S S*
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M** S S*

    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Western E A L M S
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1

    Distanz E A L M S S* S** S***
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***


    ERFOLGE
    Offizell
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    1.Platz
    380. Distanztunier | 514. Springtunier | 544. Springtunier | 543. Springtunier | 524. Springtunier | 493. Westerntunier | 490. Westerntunier | 482. Westerntunier | 519. Dressurtunier

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    2. Platz


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    3. Platz
    388. Distanztunier | 484. Westerntunier | 481. Westerntunier | 472. Westerntunier

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    SW 511
    Inoffiziell
    1. Platz beim Kostümreiten beim Halloween Special der Nahanni Rivers Ranch
    Käthe von Landsberg mit Ases Maskwamozi
    Ases Maskwamozi trägt braunes Zubehör, welches etwas älter ist und dementsprechende Abnutzungsspuren hat. Käthe ist als Pippi Langstrumpf verkleidet. Sie trägt unter einem gelb-gestreiften Kleid ohne Ärmel ein hellgrünes Shirt und eine Leggins mit 2 verschiedenfarbigen Beinen, das eine rot-gestreift, das andere braun.
    Auf ihrer Schulter sitzt ein Äffchen, welches sie aus Kunstfell und einem Styroporkörper selbst gebastelt hat. Das Äffchen trägt ein gelbes Halstuch. Zu ihrem Outfit trägt sie alte, ausrangierte Stiefel die sie nur kläglich gebunden hat und mehr als locker an ihren Füßen sitzen. Ihre Haare hat sie, mithilfe von Erin, zu Zöpfen geflochten die dank einem Draht links und rechts abstehen. Ihre unechten Sommersprossen, die über das ganze Gesicht wild verteilt sind, hat sie Henna zu verdanken.
    Zusammen bilden sie das Team Pippi, kleiner Onkel und Herr Nilsson.
    ZUCHTDATEN
    Gekört: Nein
    Schleife:
    Gewinnerthema:
    Eingetragene Zucht: Whitehorse Creek Stud
    Decktaxe: 0 Joellen

    Herkunft | Züchter: sadasha

    Nachzucht: 0/10


    BESITZERLEGENDE
    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit (Luchy Montrose)
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin: adptedfox
    Verkaufsrecht/Ersteller: sadasha
    Reitbeteiligung/Trainer:

    zu Verkaufen : Nein
    Kaufpreis: 2375 (Stand 07.2019)


    Spind/PNG/Puzzle PNG/Offizeller Hintergrund


    Nach dem Satteln ging es zum Abreitplatz, wo ich die Stute locker in Schritt und Trab ritt, bevor ich sie noch einmal kurz angaloppieren. Ich saß in dem frisch polierten Sattel von Ases Maskwamozi und wartete darauf, dass unsere Vorreiterin die Halle verließ. Kurze Zeit später wurden wir aufgerufen. Wamzi trabte wunderbar weich an und wir ritten in die Halle ein. Ich konzentrierte mich auf den Punkt X und ritt schnurgerade darauf zu, um meine Stute dann mit leichten Paraden genau dort durchparieren. Mit einer leichten Handbewegung grüßte ich die Richter und nahm kurz darauf wieder die Zügel auf. Ich trabte direkt wieder an und ging auf die linke Hand. Nachdem wir die lange Seite hinter uns hatten, wendete ich meine Stute auf den Zirkel ab und gab ihr eine leichte Galopphilfe. Sofort sprang Ases korrekt an und wir galoppieren zwei Runden ohne Probleme, ehe wir aus dem Zirkel mit einem einfachen Galoppwechsel wechselte. Souverän löste Wamzi die Aufgabe und so konnten wir direkt noch auf dieser Seite den Galopp zeigen, ehe wir wieder zum Trab durchparierten und auf die ganze Bahn gingen. Dort zeigten wir drei hintereinander folgende und gleich große Volten, ehe ich zum Schritt durchparierete. Wir wechselten einmal durch die ganze Bahn und ritten dann wieder auf die Mittellinie. In der Mitte parierte ich zum Stand durch und vollführte eine Hinterhandwendung.. Ich lobte Wamzi kurz und kaum sichtbar, ehe sie aus dem Stand wieder antraben durfte. Noch hatten wir nicht alles hinter uns, denn eine schwere Aufgabe stand noch bevor. Bei A angekommen gingen wir auf die ganze Bahn und als wir die lange Seite erreichten, gab ich meiner gepunkteten Stute die Galopphilfe, stellte sie aber nach außen. Gekonnt sprang die Stute im Außengalopp an und lief souverän vorwärts. Auch die kurze Seite und deren Kurven meisterten wir problemlos. Überglücklich über den gelungenen Galopp ließ ich Wamzi wieder umspringen und galoppierte noch eine Runde, ehe ich zum Trab durch parierte. Wieder wendeten wir auf die Mittellinie ab und parierten bei X durch. Dieses Mal verabschiedete ich mich jedoch wieder von den Richtern. Im Schritt am langen Zügel verließen wir zufrieden unter Applaus die Halle.
    2204 Zeichen |lettercount.com
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    Bewegung & Zubehör by adoptedfox
     
  8. Maleen

    Maleen Princess <3

    Meine Teilnahme mit
    Nera
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    Rufname:
    Nera
    Dam: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt


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    Geburtstag:
    10.Juni 2014
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Murgese
    Farbe:
    Rappe
    Abzeichen:
    //
    Stockmaß:
    161cm


    Charakter:
    zuverlässig, fleissig, ausdauernd, verfressen

    Nera wurde aus Italien importiert und hat ein sehr rassetypisches Exterieur. Sie ist robst und ausdauernd, aber tortzdem fein zu reiten und absolut klar im Kopf. Sie lässt sich auch auf komplizierte Lektionen ein und ist meistens fleissig bei der Sache, besonders, wenn es als Belohnung etwas zu Fressen gibt. Am liebsten mag sie Bananen.

    Seit 2018 ist Nera wieder zurück in ihrem Heimatland. Sie macht inzwischen eine gute Figur vor der Kutsche und ist zu einem wunderbaren Dressurpferd geworden.


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    Genetik:
    Ee aa
    Zuchterlaubnis:
    //
    Fohlen:
    //


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    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Occulta


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    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: M/S
    Springreiten: A/A
    Geländespringen: E/E
    Fahren: M/M
    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: L/L
    Western: -/-

    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung


    Turnierschleifen:
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    409.Distanzturnier 294.Synchronspringen 562.Springturnier
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    563.Springtunier 436.Fahrturnier 564.Dressurturnier
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    298.Synchronspringen 416.Distanzturnier 32.Synchronfahren
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    437.Fahrturnier 566.Springturnier 566.Dressurturnier
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    34.Synchronfahren

    Stecki © Maleen 2013


    Rosemaiden di Royal Peerage, Nera | Abszessbehandlung, Prophylaxe (+ Grundimmunisierung)
    Nachdem ich mich ein wenig von der Zeitumstellung des ersten Auftrages nach den Feiertagen, erholt hatte, kontaktierte ich meinen nächsten Auftraggeber Hunter Lacey. Ich war schon mal vor Ort gewesen und freute mich auf den Aufenthalt in der italienischen Provinz Livorno. Erneut begann ich mit meiner Routine und versicherte mich des Öfteren das ich alles habe. „Ein wenig verrückt bist du schon, ich hoffe du weißt das. Ich mein das aber positiv“ lachte Joey. Der Jockey war schon seit vielen Jahren bei uns angestellt und war einer meiner erfolgreichsten Leute. Ich lachte mit ihm und versuchte das tatsächlich positiv zu nehmen.
    Ich machte mit Hunter einen Termin aus und flog dann erneut nach Europa. „Ja, in Europa scheinen echt viele Kunden zu sein“ sagte ich einem Mitarbeiten, der sich über etwas bei mit informierte. Ich erfragte noch einen Statusbericht und legte dann auf. Der Flug ging schnell rum und im Hotel angekommen bin ich ins Bett gefallen. Am nächsten Tag informierte ich Hunter Lacey das ich im Lande bin und wir ermittelten eine passende Uhrzeit. Ich bereitete alles vor und erledigte noch einiges an Arbeit für Chattahoochee Hill’s selbst. Dann fuhr ich mit dem Leihwagen auf Royal Peerage.
    Begrüßt wurde ich von Hunter selbst. Wir tauschten uns kurz überpersönliches aus und nahmen eine Tasse Kaffee ein, die wirklich sehr gut war. „Italien halt“ lachte Hunter und führte mich dann in den Stall. „Zuerst solltest du dir das Fohlen ansehen. Es ist ein Deutsches Sportpferd, heißt Rosemaiden di Royal Peerage, genannt Rosie. Sie war, bevor ich sie verkauft hatte sehr offen und neugierig. Ich hatte sie dann leider aus schlechter Haltung zurückholen müssen. Nun ist sie eher skeptisch und eher zurückhaltend. Ich will sichergehen das es nicht von organischer Natur ist, das seelische bekomme ich denke ich dann hingebogen“. Aufmerksam hörte ich Hunter zu und seufzte zwischendrin. „Tut mir leid das zu hören. Wir schauen mal nach“ sagte ich und öffnete die Boxentür des Stutfohlens. Während ich die Boxentür öffnete sah ich wie das Fohlen panisch die Ohren in meine Richtung drehte und die Augen aufriss. „Shh. Alles gut“ sagte ich sanft und bewegte mich ganz langsam. Um den Fohlen Sicherheit zu bieten, ging ich in die Knie und wartete bis sie den ersten Schritt auf mich zu machte. Es dauerte eine Weile, aber sie zeigte dann doch Interesse. Futter und Leckerlies schien sie zu ignorieren. Skeptisch schaute ich mir das Tier an, drehte zwei drei Mal den Kopf und rieb mir mit einer Hand das linke Auge. „Sie scheint auch nicht unbedingt fressen zu wollen“ sagte ich. Das was ich beobachtet hatte protokollierte ich umgehend. Ich wollte dem Stutfohlen die Prozedur so angenehm wie möglich gestalten und entschied mich dafür sie zu sedieren. Nachdem dies gewirkt hatte, konnte ich mich der Stute Nähern, ohne dass sie panisch wurde. Hunter streichelte ihr während der Prophylaxe den Kopf. Zunächst untersuchte ich alle Vitalzeichen. Alle waren in Ordnung bis auf die Temperatur. „Ist etwas hoch. Nicht viel, aber auch nicht normal. Ignorieren können wir das nicht. Leider kann ich sie auch dann heute nicht Immunisieren“. „Kein Problem. Hauptsache wir finden die Ursache für ihr Verhalten und ihr geht’s wieder besser“ antwortete ihr Besitzer und schien verständlicherweise, besorgt. Ich tastete das Fohlen ab und begutachtete es physiologisch. Alles unauffällig. Nun kontrollierte ich die Augen, Nase, Nüstern sowie die Ohren. Als ich das Maul öffnete, erkannte ich die Ursache für all dessen sofort. Ich runzelte mit der Nase und biss mir auf die Lippe. „Ich habe die Ursache gefunden!“. Und hoffte das es sich nicht zu triumphreich und unsensibel angehört hatte. Aber Hunter schien selbst sehr erleichtert. „Ich weiß nicht in war für eine Haltung sie war, aber sie hat einen verhältnismäßig großen Abszess im hinteren Bereich ihrer Backe. Problem. Das Ganze hat sich entzündet und somit auch die ganze Mundschleimhaut befallen. Dadurch auch die erhöhte Temperatur. Hier und da sind somit offene Stellen. Nun. Das ist nichts was man nicht behandeln kann. Ich muss nur den Abszess aufstechen, rausfinden welche Erreger da rum schwirren und dann bekommt sie passende Arznei und die Sache ist geritzt“. Ich sagte dies schnell nachdem ich meine Diagnose gestellt hatte, da Hunter jetzt wirklich aussah als wäre es das Todesurteil vom Fohlen gewesen. Er atmete erleichtert aus. Ich dokumentierte alles und nahm vom gesamten Kopf des Fohlens Proben. Im Ohr, vom Auge, von den Nüstern und natürlich im Mundraum. Um bessere Ergebnisse zu bekommen, bereitete ich alles für das Aufstechen des Abszesses vor und führte es dann auch entsprechend durch. Als ich alle Proben hatte legte ich sie alle für einen Schnelltest beiseite und reinigte die Wunde sowie den Platz. Während wir auf die Testergebnisse warteten holte ich die Stute ins Bewusstsein zurück. Diese sehnte sich jetzt mehr nach Kontakt, den sie auch von Hunter bekam. Ich räumte in der Zwischenzeit noch das auf was übriggeblieben war und ging dann zum Wagen, um den Test auszuwerten. In weniger als einer Minute hatte ich die passende Salbe und das Antibiotikum ausgesucht. „Leider hat es dem Fohlen auch an den Ohren erwischt. Glücklicherweise kann man beide Probleme mit nur einem Antibiotikum lösen. Aber es müssen zwei verschiedene Sprays angewendet werden. Dieses Spray ist ein zusätzliches Antibiotikums Spray für die Ohren, habe ich BLAU markiert. Bitte zuvor die Ohren mit Wasser reinigen und dann zwei Spitzer dieses Sprays hineinsprühen. Dies genügt einmal am Tag. Am besten am Abend. Dann das Spray für den Mundraum, habe ich ROT. Diese muss 3x am Tag aufgetragen werden. Dient der Säuberung der Wunde und gegen die Erreger. Ruhig in beide Backen sprühen und 2x Abzüge auf die Wunde“. Während ich sprach schrieb ich alles noch mal auf einen Zettel auf damit es keine Missverständnisse gab. „Zu guter Letzt das Antibiotikum zum Einnehmen. Einmal morgens und abends, bis die Packung leer ist“. Hunter passte gut auf und bedankte sich sehr für die Informationszettel. Nachdem Rosie wieder komplett bei Sinnen war kontrollierte ich erneut die Vitalzeichen, um sicher zu stellen das es ihr gut ging. „Ich werde dann zum Immunisieren in drei Wochen noch mal wiederkommen. Wichtig für sie ist jetzt Ruhe, kein Weidegang, nur kurze Spaziergänge, wirklich nur 5 Minuten und Wärme. Versuchen Sie auch das Fieber mit kalten wickeln zu senken, ansonsten handelsübliche fiebersenkende Mittel geben“. Hunter schrieb ein Schild für die Mitarbeiter und hängte es noch an die Box bis er mich dann zum nächsten Tier brachte. „Das ist Nera. Sie ist von 2014 und ist ein sehr unkompliziertes Pferd. Achja, es ist ein Murgese“ sagte er und tätschelte der Schwarzen den Hals. „Wirklich sehr hübsch“ erwiderte ich. Nach kurzer kennlernrunde fing ich dann mit der Routine der Prophylaxe an. Zunächst begutachtete ich den Pferdekörper von außen. Haut, Fell, Gelenke, Hufen, Kopf und die dazugehörigen Ohren, Nüstern, Augen und Mundraum. Hier war alles in bester Ordnung. Nera stupste mich an, um anscheinend ein neues Leckerchen zu ergattern. „Erst die Arbeit“ lachte ich und schaute unter die Hufen. Auch die waren in Ordnung. Die Vitalzeichen der Stute waren ebenfalls unauffällig. „Dann können wir Immunisieren. Yeah!“. Das Spritzen mochte Nera gar nicht. Hunter musste die Stute fest am Kopf packen. „Schon vorbei“ flüsterte ich und gab ihr ihr lang ersehntes Stück Banane. Glücklich sabberte sie meinen Pullover voll. Ich lächelte. Die Wurmkur verlief ohne Komplikationen. Danach aktualisierte ich ihren Impfpass und übergab ihn wieder an Hunter. Da der Tag recht ereignisreich war, tranken wir erneut eine Tasse Kaffee bevor ich Royal Peerage verließ. Ich macht mit Hunter Lacey noch einen Termin für in drei Wochen aus, damit auch die junge Stute immunisiert werden konnte.
    Drei Wochen Später.
    Ich kam nach einem langen Flug auf Royal Peerage an. Ich blieb nicht lange, da ich sofort den nächsten Flug zum nächsten Kunden in Europa nahm. „Schön, dass du kommen konntest. Wir hatten keine Probleme mehr und alles ist gut abgeheilt“ sagte Hunter mit Freunde und führte mich zu dem Fohlen, welches schon ein einiges Stück gewachsen war. „Absolut kein Problem. Ich bin froh das es der guten wieder besser geht“. Ich kontrollierte die Wunde und machte einen Schnelltest, um sicher zu stellen das alles Abgeheilt war. „Entwarnung“. Dieses Stichwort läutete dann die Immunisierung ein, die die Stute gar nicht toll fand. „Oh, sie hasst mich jetzt schon“ lachte ich. Jedoch war die Stute viel aufgeschlossener und fraß auch das Stück Banane welches ich ihr anbot. Die Wurmkur spukte sie halb wieder aus, es reichte jedoch für einen Schutz. Hunter bedankte sich erneut ausgiebig bei mir und wir verabschiedeten uns per einer Tasse Kaffee.
    7388 Zeichen | ohne Leerzeichen | by Cooper
    Nera - Ausschneiden/Korrigieren
    Heute war ich zu Besuch bei einer schwarzen Murgese Stute, eine mir nicht bekannte Rasse, was es umso spannender machen. Mein Ansprechpartner war Hunter Lacey, mit diesen würde ich mich auch gleich auf dem Gestüt Royal Peerage treffen. Nach drei weiteren Kilometern rollte ich langsam auf den Hof rauf und parkte das Auto an der vorgegebenen Stelle von Hunter. Ich schaltete den Motor aus, machte den Gang raus, zog die Handbremse an und stieg aus dem Wagen. Ich musste nicht lange warten, da kam mir Hunter schon mit meiner heutigen Patientin Nera entgegen. Neugierig beäugte die Stute mich und den hellen Van. ,,Hallo!", grüßte ich den Herren und widmete mich dann der Stute. ,,Wirklich schönes Tier, muss man schon mal erwähnen.", lächelte ich und strich der Stute über den Hals.
    Soweit ich am Telefon schon erfahren durfte, ist Nera zwar verfressen aber dennoch sehr zuverlässig, was eine einfache Arbeit versprach. Also machte ich mich gleich an die Arbeit, schnappte mir das erste Bein und hob ihr Huf an, hier begann ich erstmal das Huf zu säubern, dann checkte ich es ab und konnte nichts feststellen, weswegen ich mit dem Hufmesser weiter achte und das Innenhorn ausschnitt und den Strahl zurecht schnitt. Nun bockte ich ihr Huf am Hufbock auf, schnitt das Außenhorn zurecht, begradigte mit der Hufraspel den Rand und stellte ihr Huf ab. Dann lobte ich die Murgese Stute und ging zum zweiten Vorderbein, dort glitt ich am Bein herab und begann das Huf zu säubern. Nachdem es sauber war, checkte ich alles ab und schnitt das Innehorn sowie den Innenstrahl zurecht. Nun bockte ich ihr Huf auf und raspelte das Außenhorn gerade und glatt. Schon stand sie auf zwei neuen Vorderhufen und ich konnte mit dem hinteren Teil weiter machen. Also glitt ich an ihrer Hinterhand herab und hob das Hinterbein an, dieses klemmte ich mir zwischen die Beine und begann es zu säubern und Auszuschneiden. Da Ihr Strahl leicht verwachsen war musste ich an diesen etwas länger arbeiten, sie hatte sich einen Stein blöd rein getreten und da war es etwas verwachsen. Dies machte aber keine Probleme, da es recht frisch war und ich es schnell ausbessern konnte. Nun bat ich Hunter um den Hufbock und bockte ihr Hinterhuf darauf, wo ich überstehendes Horn weg schnitt und den Rand dann mit der Raspel glättete. Ihr Huf war nun auch fertig und ich konnte an das letzte Huf ran, wo ich mir zwischen die Beine klemmte und mit dem Hufkratzer säuberte. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser das Innenhorn zurecht, besserte den Innenstrahl aus und bockte ihr Huf auf um mich um das Außenhorn zu kümmern. Dieses schnitt ich zurecht und begradigte es mit der Raspel und als ich fertig war checkte ich nochmal alles ab.
    Als ich äußerlich nichts feststellen konnte, sprach ich zu Hunter: ,,Würdest du mal kurz eine Runde mit ihr drehen, damit ich sehen kann ob alles bei ihr passt?", er nickte und band die Stute los ehe er mit ihr los lief und zwei kleine Runden drehte. Ich konnte nichts feststellen und die Stute entlassen, doch davor gab es von mir noch eine Banane, denn ich hatte gehört, sie liebt diese...

    Wir hatten trotz der Hitze heute wieder viel vor; Dressurtraining, to be exact. Es war bereits Nachmittag, somit erwischten wir leider gerade die heisseste Tageszeit. Das liess sich kaum vermeiden, denn den ganzen Morgen hindurch hatten wir auch schon gearbeitet, und die Pferde bis spät in die Nacht wach zu halten war auch keine gute Option. Deshalb brachten Lisa und ich im Voraus ein paar Wasserflaschen zum Reitplatz und stellten einen Sonnenschirm auf, damit wenigstens die Trainerin nicht unter der prallen Sonne gebraten wurde. Es kam heute extra eine externe Dressurtrainerin auf Platz, die uns und die Pferde etwas fördern sollte. Lisa ritt also heute selber auch mal in der Stunde mit, anstatt sie zu leiten. Der Name der Trainerin lautete Fiona Ramsey; eine S-Dressurreiterin die auch schon international gestartet war. Ich war gespannt auf ihr Coaching und putzte zuerst gut gelaunt Yoomee. Lisa bereitete Shira vor, Linda hatte White Dream neben mir und Yoomee angebunden und Lily ritt natürlich wieder Fake. Jonas machte nicht mit, sondern sah nur zu und reichte uns später die Wasserflaschen, wenn wir eine Pause brauchten. Anne und Robin sattelten im Nordstall Sniper und Baccardi. Darren und David waren unterdessen bei den Stuten im Offenstall und kümmerten sich um Chanda und Jazz. Auch Angelina Moore war mit ihrer Stute Nera dabei, und sogar Rosie war mit Tayr zu uns rübergeritten. Sie wartete mit dem schicken Rennaraber vor dem Nebenstall und plauderte mit mir, während ich meine Connemarastute striegelte. Fiona kam etwas früher als gedacht und sah uns schonmal beim Satteln zu. Danach trudelte ein Pferd-Reiterpaar nach dem anderen auf dem Sandplatz ein und Fiona unterrichtete uns schon beim Aufwärmen. Wir mussten eine grosse acht quer über den Platz reiten, und dabei stets die richtgie Stellung und den Abstand zum Vordermann wahren. Ausserdem machten wir viele Schlangenlinien und Seitenwechsel. Fiona war also sehr fokussiert auf Biegung und Abwechslung. Nach einer Weile durften wir die Pferde nochmal richtig strecken lassen, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit anfingen. Yoomee schnaubte zufrieden ab und trabte locker vorwärts. Diese erste Trainingsstunde war wie eine Art Einstieg in die Dressurarbeit, denn die Pferde waren allesamt noch nicht sehr weit in der Dressur ausgebildet. Deshalb forderten wir auch nur einfache Lektionen, wie korrekte Übergänge oder leicht verstärkten Trab. Auch einfache Galoppwechsel liess uns Fiona machen, wobei sie wiederum genau darauf achtete, dass wir die Pferde richtig umstellten. Sie schien wirklich ein Auge für Feinheiten zu haben und gab wertvolle Tipps in denn richtigen Momenten. Ich war ihr zum Beispiel dankbar, als sie mich darauf hinwies, dass ich mit der äusseren Hand zu sehr mitging in den Kurven, oder dass ich mich wiedermal leicht nach vorne neigte, als ich angaloppieren wollte. Auch für Lily und Fake hatte sie ein paar Tricks auf Lager, damit die Hackneyponystute ihr volles Bewegungspotential ausschöpfen konnte. Ich sah, wie Jonas den beiden mit einem stolzen Ausdruck zusah. Die erste Runde dauerte eine Dreiviertelstunde, dann liessen wir die Pferde austraben und bereiteten die nächste Gruppe vor. Währenddessen waren Quinn, Parker, Thomas, Rita, Charly und April mit Caspian, Merino, Primo, Winter, Simba und Cryptic an der Reihe. Dem was ich beim Putzen von Parányi sah nach zu urteilen, lief es auch bei ihnen gut, obwohl die Vollblüter doch etwas mehr Power zeigten und mit der konstanten Anlehnung noch etwas Mühe hatten. Um Fiona eine Pause zu gönnen, nahmen wir uns reichlich Zeit zum Putzen und tratschten mehr mit Rosie, die noch einen Moment länger blieb. Tayr scharrte schon ungeduldig, als sie sich schliesslich auf den Heimweg machte. Ich sattelte Parányi und brachte sie auf den Platz, gefolgt von Satine, Vychahr, Co Pilot, Circus Dancer und Diarado. Jetzt kamen wir richtig ins Schwitzen. Diese sechs Vierbeiner liefen bereits höhere Dressur und kannten die meisten Lektionen, sodass wir aus dem Vollen schöpfen konnten, was Fionas Erfahrung als Grand Prix Reiterin anging. Sie gab uns wertvolle Tipps um die Piaffe zu verbessern und zeigte uns, wie wir den verstärkten Trab noch eindrucksvoller aussehen lassen konnten. Parányi machte fleissig mit und gab sich Mühe. Sie konnte zwar noch keine Piaffe, aber dafür glänzte sie bei den Galoppwechseln. Und Vychahr beeindruckte Fiona mit seinem schwungvollen Bergaufgalopp an der langen Seite. Nur das rechtzeitige Bremsen vor der Ecke bereitete ihm und Lisa noch etwas Schwierigkeiten.
    Nachdem auch diese Stunde geschafft war, kippte ich erstmal eine halbe Wasserflasche runter und setzte mich beim Nebenstall an die Wand gelehnt in den Schatten, sobald die Rappstute versorgt war. „Alles klar, Occu?“, fragte Jonas mitfühlend, als er mich sah. Ich nickte müde aber grinsend. Es hatte trotz der Hitze Spass gemacht und ich hatte das Gefühl, durchaus ein paar nützliche Inputs bekommen zu haben. Bevor Fiona wieder abreiste, wollte ich ihr aber noch ein wenig von unserem Training mit den Miniature Horses zeigen. Die wurden zwar nicht geritten, aber am langen Zügel konnten auch sie ziemlich anständige Dressurlektionen erlernen. Mit Tiki und Kiwi demonstrierten wir schon etwas komplexere Übungen, während Oreo, Lining, Acira und Darling vor den Augen der Trainerin an den Grundlagen feilten. Auch Allegra, mit der wir erst vor kurzem überhaupt angefangen hatten, zeigte immerhin schonmal schöne Übergänge. Fiona war begeistert von den Minis und nahm sogar selber mal die Zügel von Oreo in die Finger. „He’d be so handsome under saddle, if he only was a warmblood“, stellte sie belustigt fest, als Oreo mit meiner Hilfe einen ansatzweise funktionierenden Spanischen Schritt vorführte. Zuletzt gab es noch ein kleines Highlight für Lily. Sie hatte eigentlich nur noch schnell Areion auf dem Platz bewegen wollen, jetzt wo der ganze Trubel vorbei war. Aber Fiona nahm sich die Zeit, ihr mit dem Tinker ebenfalls noch eine halbe Stunde Einzelunterricht zu geben. Lily kam sogar dazu, ihre ersten Galoppwechsel zu reiten, was aber natürlich nur klappte, weil Lisa das in letzter Zeit so intensiv mit Areion geübt hatte. Lily hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als sie ihren Tinker nach dem Unterricht strecken liess. Ich war Fiona dafür extrem dankbar. Nun liessen wir sie aber endlich ziehen und verabschiedeten uns. Es war ein anstrengender, aber toller Nachmittag gewesen.

    Die Kür

    Ich lehnte mich zurück und freute mich auf die weiteren Auftritte. Es folgten einige Hengste, groß und klein, kräftig und eher leicht gebaut, bis die ersten Stuten die Halle betraten. Als Nummer fünf wurde dann nach einiger Zeit auch endlich Jamie aufgerufen. „Als nächstes folgt Jamie Lewis mit der Stute Nera vom Gestüt Royal Peerage“, sagte der Sprecher über meinem Kopf wieder.
    Ich hatte Jamie und Nera bereits gestern im Training bewundern dürfen, aber ich stellte schnell fest, dass das jetzt noch einmal eine Stufe härter war. Ich sah Jamies Anspannung und die Erwartung, dass jeder Schritt sitzen musste. Ich sah sie vor dem Tor stehen. Die Lippen aufeinander gepresst und die Augen von dem Helm im Schatten liegend. Wieder wurden die Tore geöffnet und Jamie ließ Nera im Schritt antreten. Aber kaum war Nera in Bewegung, gab ihre Reiterin das Zeichen zum Galopp und versammelt galoppierten sie bis vor die Richter. Vielleicht war es ein Tippelschritt von Nera zu viel, aber es fiel kaum auf, dann stand sie ruhig und gerade bei X, sodass Jamie die Richter begrüßen konnte.
    Es war erstaunlich, wie gelassen Jamie dann in die Lektionen der S-Dressur ging, auch wenn sie oft nochmal auf das bereits Gekonnte von der M-Dressur zurückgriff. Es war eben kein glatter Abschnitt, in den man das Können eines Pferdes einteilen konnte, sogar oft ein Übergang, der sich über Monate hinweg zog.
    Anstatt im Galopp wieder anzutreten, trabte Jamie an und lenkte Nera auf die rechte Hand. Nach einer halben Bahn begann sie mit der Traversalverschiebung, jedoch nur aus dem Trab, dafür saß diese perfekt. Danach parierte sie durch und zeigte eine halbe Pirouette im versammelten Schritt, dann ein angaloppieren, diesmal auf der linken Hand, dann der Zirkel, ein Wechsel aus dem Zirkel und ein gut eingeführter, beabsichtigter Außengalopp auf dem Zirkel.
    Als Höhepunkt folgte kurz darauf eine Piaffe. Ich hatte bereits gesehen, wie hartnäckig Jamie daran gearbeitet hatte und das Ergebnis war jetzt nicht zu übersehen. Nera war konzentriert und aufmerksam, setzte ihre Füße auf, wie sie es gelernt hatte, und es kam eine wunderschöne Piaffe als Ergebnis heraus. Nach dieser galoppierte Jamie bis zur nächsten kurzen Seite, wechselte dann in den Trab und zeigte zum Abschluss noch die Schlangenlinien entlang der Mittellinie mit drei Bögen, bevor sie zurück zu X ritt und, diesmal waren ihre Lippen nicht mehr aufeinandergepresst, erleichtert die Richter verabschiedete und mit Nera im Trab am langen Zügel die Halle verließ.
    2515 Zeichen - lettercount.com | Canyon

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    by Mohikanerin & Maleen
     
    Zion und Occulta gefällt das.
  9. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Sammy mit
    PFS' Storm Cat
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    Steckbrief
    PFS' Storm Cat
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    Spitzname: Cat / Kätzchen

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    ~ Abstammung ~
    Von: One Cool Cat

    V: Conte Biancamano
    M: Nerana
    Aus der: Shades of Gray
    V: Chiccory Ox
    VV: Ehrengold (Solo x Shew O'Gold)
    MV: Black Pearl

    M: Catching Fire
    VM: ?
    MM: ?

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    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 10. April 2016
    Stockmaß: 170m
    Fellfarbe: Rappschimmel
    Gencode: Ee aa Gg
    Kopfabzeichen: Flocke & Schnippe
    Beinabzeichen: h.r. weißer Fuß

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Gezogen aus einer Leihmutter war Storm Cat ein Spezialfall für das Bear Brook EC. So etwas gab es bisher nicht und Crowley hat auch nicht vor es noch einmal zu versuchen. Dennoch war er froh die Möglichkeit zu haben ein Schimmelfohlen mit den hochklassigen Pferden des Pineforest Stables erstehen zu dürfen. Storm Cat wurde wie jedes andere Fohlen aufgezogen und zeigt entgegen Crowleys Märchengeschichten keine außergewöhnlichen Mutationseigenschaften.

    Storm Cat ist der Traum eines jeden Vollblutzüchters. Schöne Farbe, freundlicher Charakter, angenehmes Temperament und super Abstammung. Crowley hat mit diesem Experiment alles richtig gemacht und wird es auch in Zukunft nicht bereuen. Denn die Schimmelstute zeigt sich sehr fleißig und interessiert. Sie lernt gerne und schnell. Ein klassischer Gewinnertyp ohne jegliche Starallüren.
    Storm Cat hat sich nun auf Hollybrook Stud eingelebt und ist viel mit Little Miss Backyard zusammen. Die beiden Stuten werden nun gemeinsam trainiert und auf ihren Stutbuchwettbewerb vorbereitet, um in Zukunft großartige Siege für das Gestüt erringen zu können.

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: sadasha
    Ersteller: Occulta
    Vkr: Occulta

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    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen:
    S***
    Dressur: A
    Springen: S
    Military: M


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    ~ Schleifen ~
    470. RE | 471. RE | 474. RE | 480. RE | 482. RE
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    548. SPR | 288. SynSPR | 553. SPR | 291. SynSPR
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    399. MIL | 400. MIL | 401. MIL
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    555. DR
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Punkte: 22
    (2 Eltern, 1 Großeltern, 13 Schleifen, HS, 2x Training, TA)

    Tierarztbericht von Eddi | vom 18.01.2020
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    Körvorbereitung
    von Eddi
    18. Januar 2020
    Ich stieg aus dem Auto und atmete tief die saubere Luft ein. Erst vor zehn Tagen war ich bei meiner Freundin Sammy gewesen, um ihr Horse Makeoverpferd durchzuchecken. Diesmal stand der medizinische Check von drei Vollblutstuten an, die noch in dieser Woche an einem Stutbuchwettbewerb teilnehmen sollten. Vorausgesetzt natürlich, es war alles in Ordnung. Davon ging ich bei Sammy's Pferden allerdings aus. Sammy hatte mich gehört und kam freudestrahlend auf mich zu. Dabei zog sie den Reißverschluss ihrer Jacke so weit es ging zu. Es war wirklich kalt in England und das Hollybrook Stud Gestüt lag unter einer dicken Schneedecke begraben. Als hätte Sammy meine Gedanken erraten, grinste sie und meinte: "Wir haben jetzt mehr Schnee als an Weihnachten! Aber das Gelände ist zur Zeit herrlich." Ich lächelte. Endlich hatte ich mir mal wieder die Zeit genommen, einige Tage hier zu verbringen. Ich würde Sammy sogar zu dem Stutbuchwettbewerb begleiten. Das bedeutete aber auch, dass wir den Nachmittag mit einem ausgiebigen Ritt durch die wunderschöne Landschaft füllen konnten. Doch zuerst einmal waren nun meine Patienten an der Reihe. Sammy führte mich über den Hof und in den Stutentrakt hinein. Dort war bereits eine wundeschöne Apfelschimmelstute in einer der Putzboxen angebunden und sah uns mit gespitzten Ohren entgegen. "Das ist Cat. Oder mit vollem Namen: PFS' Storm Cat. Ich hab sie von Pineforest Stable aus Occulta's Zucht.", stellte Sammy mir das junge Vollblut stolz vor. Ich konnte sie absolut verstehen, das Schimmelchen war einfach herrlich anzusehen. Storm Cat streckte den Kopf nach vorn und beschnoberte mich vorsichtig. Ich stellte meine Tasche ab und begann gleich mit der Untersuchung. Zuerst hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte die Temperatur. Cat versuchte mich dabei die ganze Zeit zu beobachten, aber eindeutig aus Neugierde und nicht aus Angst. Auch der kurze Blick in Augen, Ohren und Maul lieferte keine Auffälligkeiten. Cat war kerngesund. Ich absolvierte noch die Beugeprobe, dann band Sammy die Stute los und führte sie im Schritt und Trab die Stallgasse hinunter. Das Kätzchen lief gleichmäßig und taktrein und machte den Eindruck, als würde sie am liebsten noch ein paar weitere Runden drehen. Allerdings hatten Sammy und ich ja noch zwei weitere Kandidaten zu versorgen. Daher brachte meine Freundin das Stütchen zurück in ihre geräumige Box und brachte mir das nächste Pferd.
    Auch Bearing Spots war ein wunderschönes englisches Vollblut mit perfektem Exterieur und einer außergewöhnlichen Fellfärbung. Also genau Sammy's Beuteschema. Zumal das Stütchen wohl auch eine ganze Menge Talent besaß. Im Gegensatz zu der freundlichen Storm Cat hob Spotty misstrauisch den Kopf, als sie mich an der Putzbox stehen sah. Erst als Sammy ihr gut zuredete und sie energisch vorwärts führte, ging die Stute in den Stand hinein und ließ sich anbinden. Ich nahm mir ein wenig mehr Zeit und strich Spotty sanft über die samtige Nase. Dabei redete ich leise auf sie ein, bevor ich mit der Untersuchung des Punktepferdchens begann. Bearing Spots war etwas drahtiger als Cat, doch man sah beiden Stuten an, dass sie sehr gut im Training standen. Bei Spotty führte ich zuerst die Beugeprobe durch, damit sie sah, dass nichts Schlimmes passierte. Erst danach hörte ich Herz und Lunge ab, schaute in Ohren, Augen und Maul. Die Temperatur maß ich zum Schluss, da ich schon damit rechnete, dass das der jungen Stute nicht sonderlich gefallen würde. Tatsächlich quietschte Spotty empört und schlug mit dem Kopf. Sammy beeilte sich sie loszubinden und ließ sie antraben. Spotty lief eifrig neben meiner Freundin her und fiel anschließend nur widerwillig wieder in den Schritt. Doch auch sie hatte den Check problemlos bestanden und durfte an der morgigen Krönung teilnehmen.
    Gleich darauf kam Sammy mit meiner letzten Patientin wieder: Little Miss Backyard. Das Stütchen tänzelte mehr neben Sammy her, als dass sie lief und stieg spielerisch in die Luft, als aus dem Hengsttrakt Gepolter ertönte. Sammy zupfte am Führstrick und führte Missy vorwärts, um sie bei mir anzubinden. Die wunderschöne Scheckstute zappelte herum und beschnoberte mich von oben bis unten. Als ihre Tasthaare mich am Hals kitzelten, wich ich kichernd zur Seite aus. "Was bist du denn für ein Clown?", fragte ich lachend. Sammy grinste nur und strich ihrer Stute liebevoll über die weiche Nase. Die Untersuchung von Missy dauerte länger, als die der beiden anderen Vollblüter zusammen. Das verrückte junge Pferd alberte mit uns herum und sprang andauernd zur Seite. Doch schließlich war auch bei Missy der Check abgeschlossen. Sammy brachte ihr Scheckstütchen zurück in ihre Box und ich packte solange meine Tasche zusammen.
    Dann drehten wir gemeinsam eine Runde durch den Stall, da ich mir mein Pferd für den Ausritt selbst aussuchen durfte. Ausgeschlossen waren natürlich Sammy's hochträchtige Stuten, die ich demnächst auch einem gründlichen Check unterziehen würde. Doch nun war erst einmal Freizeit angesagt. Sammy und ich hatten uns wie immer viel zu erzählen und wo ging das schon besser, als im wunderschön verschneiten New Forest National Park?!

    Hufschmiedbericht von Laraya13 | vom 09.11.2019
    Hufschmiedbericht
    von Laraya13
    09. November 2019
    Mich verschlug es seit langer Zeit für einen Termin in ein anderes Land. Es war keine schlechte Sache, im Gegenteil, denn so konnte ich mal ein wenig Urlaub machen und mich in anderen Ländern nach anderen Pferden umsehen. Einzig das Gepäck war umständlich, denn diesesmal hatte ich mein Röntgengerät dabei und alles in allem wog doch recht viel.

    Ich fuhr mit dem Leihwagen vom Hotel los richtung Hollybrook Stud. Die Gegend war sehr schön, die Landschaft von New Forest beeindruckte mich sehr. Dort angekommen bog ich auf den Parkplatz wo ich bereits erwartet und zu den Stuten geführt wurde. „So, was genau darf ich bei den drei bezaubernden Damen denn machen?“, fragte ich und betrachtete diese drei wunderschönen Pferde. Besonders die EVB-Stute Little Miss Backyard gefiel mir, so eine Farbe habe ich noch nie gesehen. „Röntgen, Kontrolle und Beurteilung für den Stutbuchwettbewerb ist heute dran.“, wurde mir zukunde getan und ich nickte. „Dann fangen wir einfach der Reihe nach an und zwar mit der Schimmelstute. Einmal vorlaufen, traben und aufstellen..“, wies ich an und legte das gröbste schon mal zurecht, ehe ich das Gangwerk der Stute PFS' Storm Cat betrachtete. Sie lief super und klar, kein Ticken. Beim Aufstellen betrachtete ich die Beine genau, da die Stute wunderbar Stillhielt konnte ich sogar gleich mit dem Röntgengerät ran. „Die Bilder schauen wir uns nach dem Raspeln gleich an.“, merkte ich an und wir liefen mit der Stute zurück, wo ich mir nun die Hufe genau unter die Lupe nahm. Lediglich ein wenig Raspeln war notwendig um die Hufe der Stute wieder schick zu machen. „Schöne Hufe, sehr gute Hufe. Sie steht gut, ich kann keine Fehlstellung sehen oder ähnliches. Gehen wir zum Wagen und schauen auf die Röntgenbilder..“, lud ich mit ein und lief zum Van, schmiss den Laptop an und öffnete die Bilder. Die Knochen waren gut, grade und ich konnte nix negatives feststellen.

    Weiter ging es mit dieser interessant gefärbten Stute, Little Miss Backyard. Auch Sie wurde mir erstmal vorgeführt und wies ebenfalls ein sehr gutes Ganzbild auf. Ich untersuchte und machte Röntgenbilder ihrer beine und sah mir ihre Hufe nun von unten an. Gute Hufe, viel zu raspeln war bei ihr nicht. Sie zerrte von hinten an meiner Schürze, was einige kleine unterbrechungen begünstigte aber nur, um den Spaß mit ihr mitzumachen. Als wir uns ihre Bilder ansahen, konnte ich ebenso nur sehr zufriedene Kommentare berichten.Wie schon bei Cat, waren ihre Beine sehr gut.

    Zu letzt war nun Couer de Lilith dran, welche mir vorgetrabt wurde. Sie war ein wenig nervös, tänzelte, dennoch war das Bild klar. Beim untersuchen und Röntgen benötigten wir einige Versuche, da Sie nicht viel davon zu halten schien. Bei der Hufkontrolle war sie etwas wackelig und zog. „Na komm Mäuschen, es ist gleich vorbei.“, sprach ich ruhig auf Sie ein und raspelte ihre Hufe. Hinten wuchsen die Hufwände ein wenig zu sehr nach innen, was aber nix heißen muss. Jedoch musste ich da auch mit der Zange ran, welches die Fuchsstute wohl etwas befremdlich fand. Ich zeigte ihr die Zange, streichelte Sie. „Die tut dir nix, schau. Es sind nur noch zwei Hufe und dann bist du fertig.“ Nach ein paar weiteren Minuten und kleinen Pausen waren die Hinterhufe ebenfalls fertig und Lilith ergatterte sich eine Möhre. Ich sah mir ihre Röntgenbilder an, besonders die der Hinterhufe aufgrund des Wachstumes. „Lilith steht hinten etwas eingedreht, um genau zu sein hinten links, deswegen wachsen dort die Hufe so seltsam.“, erklärte ich und sah kurz zu der Stute und erklärte weiter: „Mit regelmäßiger Kontrolle und Bearbeitung bekommt man das aber in den Griff. Es sollte kein Ausschlusskriterium oder ähnliches beim Wettbewerb sein, Eisen braucht Sie vorerst auch nicht.“

    Die Pferde wurden weggebracht und ich schob die Rötgenbilder sowie Berichte dazu auf einen Stick und reichte ihn weiter,falls es gebraucht werden sollte. Dann packte ich alles zusammen, verabschiedete mich und fuhr die Gegend ab, schließlich war nun ein wenig Urlaub angesagt.
    4011 Zeichen by Laraya13

    Trainingsberichte | 2 Stück
    Galopprennen E-A | 31.12.2019
    "Guten Morgen ihr Süßen! Alle bereit für den heutigen Tag?", rief ich fröhlich, als ich an diesem Morgen meine Stallungen betrat. Für meine vier englischen Vollblutstuten PFS' Storm Cat, Little Miss Backyard, Bearing Spots und Pirate's Pride war heute ein großer Tag. Alle vier sollten den Aufstieg in die Klasse A des Galopprennens schaffen. Wie üblich im Abschlusstraining würde ich alle vier Stuten selbst reiten. Für den Aufstieg in Klasse A des Galopprennens mussten mein Kätzchen, Missy, Spotty und Pride sauber aus der Startbox springen und gegen ein anderes Pferd ein kleines Rennen laufen. Wie im Plan vorgesehen, ging ich zuerst zur Box von PFS' Storm Cat. Die wunderschöne Vollblutstute sollte gleich Anfang des neuen Jahres an einem Stutbuchwettbewerb teilnehmen, den sie mit Sicherheit auch erfolgreich bestreiten würde. Mein Kätzchen hatte bereits dreizehn Schleifen auf Turnieren eingeheimst und war damit am Schnellsten körfertig gewesen. Sie brauchte den heutigen Stufenaufstieg für die Teilnahme am Wettbewerb auch nicht, doch das Leben ging ja auch nach einem möglichen Sieg weiter. Ich öffnete Kätzchen's Boxentür und begrüßte die junge Stute, indem ich ihr liebevoll über die samtene Nase strich. Ich liebte Storm Cat über alles und war immer noch ziemlich stolz darauf, ein Vollblut aus Occulta's bekannter Zucht ergattert zu haben. Plötzlich flog Cat's Kopf hoch und die Stute sah mit gespitzten Ohren über die Boxentür. "Morgen Sammy! Kann ich helfen?", fragte Edward gähnend. Ich lachte. Edward tat sich mit dem frühen Aufstehen wirklich schwer, doch er gab sich immer beste Mühe. "Klar! Du könntest mir Spotty fertig machen, sie ist gleich nach Cat dran. Ansonsten kannst du Samuel und Donald fragen, ob du ihnen helfen kannst. Ana überwacht heute das Training. In diesem Moment tauchte die junge Frau auch schon auf. Sie wollte unbedingt Jockey werden, doch ihr zweitgrößter Wunsch war es, Vollblüter zu trainieren. Beides lernte sie zur Zeit bei mir auf dem Gestüt. So gesehen war dieser Tag nicht nur für meine Stuten wichtig, es war auch Anas erster Alleingang als Trainerin - auch wenn ich ihre Anweisungen natürlich insgeheim prüfte. Ich holte Cat aus der Box und band sie draußen auf der Stallgasse an. Die erfolgreiche Stute sollte heute gegen Kagami El Assuad laufen. Mein bereits gekörtes englisches Vollblut war nicht ganz einfach im Umgang, aber unglaublich schnell. Daher hatte ich sie als Trainingspartnerin für Cat ausgesucht. Die schwierige Little Miss Backyard bekam dagegen mein erfahrenes Rennpferd Ace of Spades als Gegner, um ein wenig Ausgleich zwischen den Temperamenten zu schaffen. Doch erst einmal war nun Cat dran. Ich putzte das Schimmelchen in aller Ruhe, bandagierte ihre Beine und sattelte sie anschließend auf. Cat bekam diesmal nicht den Arbeitssattel, sondern den leichteren und noch kleineren Rennsattel auf. Immerhin wollte ich alles so ähnlich wie möglich zu einem echten Rennen gestalten. Nachdem ich das Vorderzeug verschnallt und Cat aufgetrenst hatte, rief ich nach Samuel. Er hatte die Aufgabe bekommen, Kagami zu reiten. "Komme!", antwortete er prompt und führte die schöne Palominostute aus der Putzbox. Kagami hatte bisher erst ein einziges Fohlen bekommen und würde demnächst schon Oma werden. Doch sie hatte die Trennung von Princess nicht gut verkraftet, weshalb ich mich entschieden hatte, sie erst einmal nicht mehr decken zu lassen. Stattdessen ging Kagami nun wieder Turniere und machte sich als Vielseitigkeitspferd gar nicht mal schlecht. Wir führten die Pferde aus dem Stall hinaus und ließen uns von Edward und Donald in die Sättel werfen. Cat tänzelte auf der Stelle und schlug mit dem Kopf. Ich streichelte ihr den seidigen Hals und nahm die Zügel auf. Cat wollte rennen, doch sie war dabei nie außer Kontrolle. Das liebte ich so sehr an der jungen Stute. Da hatte es Samuel mit Kagami schon ein wenig schwerer. Die Palominostute fiel immer wieder in einen zuckeligen Trab und hüpfte jedes Mal zur Seite, wenn der Wind durchs Gebüsch fuhr. Als wir die Pferde auf die Sandbahn dirigierten, ließen wir sie erst einmal an den Außenrails entlanggehen und zwar im Uhrzeigersinn. Cat trabte eifrig über die Bahn und als ich schließlich in den leichten Sitz ging, wechselte sie leichtfüßig in einen gleichmäßigen Galopp. Schließlich wendete ich mein Stütchen und trabte zur Startbox. Kagami sollte zuerst einrücken und führte ihr übliches Theater auf, bis ich sie schließlich scharf anfuhr. Kagami kannte die Startbox und spielte sich einfach nur gerne auf. Storm Cat dagegen war ganz wild darauf, in ihren Stand einzurücken. Das intelligente Vollblut wusste genau, dass sie nach dem Start aus der Box rennen durfte. Ich balancierte mich über Storm Cat's Rücken aus und griff in die kurze graue Mähne, um mich auf den Start vorzubereiten. Gleich darauf schellte die Glocke und die Türen sprangen auf. Storm Cat erwischte den perfekten Start und setzte sich direkt vor Kagami dicht an die Rails. Dann streckte sie sich und legte mit jedem Galoppsprung an Tempo zu. Doch Kagami war eine starke Gegnerin. Auf der Zielgeraden schob sie sich langsam an Storm Cat's Flanke heran. Das jedoch motivierte mein Schimmelchen dazu, umzuspringen und ihren Turbo einzuwerfen, wie ich ihren Endspurt gern nannte. Stück für Stück zogen wir Samuel und Kagami davon und schossen über die Ziellinie. Ich strich Storm Cat begeistert über den Hals und stellte mich in die Bügel, um die Stute zu verlangsamen. Cat schüttelte übermütig den Kopf, fiel aber artig in den Trab und schließlich in den Schritt.
    Am Ausgang der Bahn sprang ich aus dem Sattel, drückte Cat einen Kuss auf die Nüstern und übernahm dann Pirate's Pride von Edward. Samuel dagegen übergab Kagami an Donald und übernahm dafür Bearing Spots. Spotty ließ sich von so gut wie jedem reiten, solange sie nur laufen durfte. Daher hatte ich beschlossen, dass Samuel das schöne Punktepferd reiten sollte, während ich mich um Pirate's Pride kümmerte. Die wunderschöne Pride war die Tochter meiner Vollblutstute Pirate Island und meines ehemaligen Hengstes Ghostbuster. Ghost war inzwischen schon wieder zu seiner Züchterin Flair gezogen und kam dort als Zuchthengst zum Einsatz. Ich strich Pride über die Schnippe und Edward warf mich in den Sattel. Samuel saß bereits auf Spotty's Rücken. Die beiden jungen Stuten waren noch nie gegeneinander gelaufen und so war ich sehr gespannt, wie dieses Rennen ausgehen würde. Ich war der Meinung, dass Pride grundsätzlich schneller war als Spotty, doch die junge Stute ließ sich zuweilen noch recht schnell ablenken und verlor dadurch an Boden. Edward und Donald führten Kagami und Cat im Schritt umher, damit die Stuten sich abkühlen konnten. Gleich danach würden sie zurück zu den Stallungen gehen und die letzten beiden Pferde für heute fertig machen - Missy und Ace. Pride machte einen kleinen Satz zur Seite und holte mich damit zurück ins Hier und Jetzt. Ich lachte. "Schon gut, meine Süße. Du hast ja Recht. Jetzt wo Cat ihren Stufenaufstieg mit solcher Bravour gemeistert hat, sollen du und Spotty das auch schaffen!", sagte ich liebevoll. In aller Ruhe wärmten wir Spotty und Pride auf und ritten dann auf die Startbox zu. Während Spotty anstandslos hineinging, prustete Pride nervös und plusterte sich auf. Ich rahmte sie mit meinen Beinen ein und redete leise auf das Stütchen ein. Wie all meine Vollblüter hatte Pride schon früh gelernt, in die Startbox zu gehen. Aber zuweilen führte sie sich eben ein wenig auf. So war das mit temperamentvollen Vollblutpferden. Als Pride endlich in der Startbox stand, hatte ich gerade noch Zeit, mich ordentlich hinzusetzen, da sprangen auch schon die Türen auf und das Rennen begann. Pride hatte einen denkbar schlechten Start, während Spotty perfekt absprang und sofort in den Renngalopp wechselte. Ich dirigierte Pride zu den Rails und gab der jungen Stute Zeit, ihren Tritt zu finden. Sobald das geschafft war, schoss Pride vorwärts, doch Spotty hatte einen großem Vorsprung. Ich kauerte mich so flach ich konnte über Pride's Rücken und die Stute verlängerte ihre Galoppsprünge. Am Anfang der Zielgeraden griffen wir an. Langsam aber sicher holten wir Spotty ein. Allerdings lief mein Punktepferd noch nicht volles Tempo. Samuel ließ sie trödeln, anstatt seinen Vorsprung auszubauen. Das kam ihm nun teuer zu Stehen. Als er das nächste Mal nach hinten blickte, war Pride's Nase bereits auf Höhe von Spotty's Bauch. Ich trieb die Stute mit meiner Stimme vorwärts, doch die Aufholjagd hatte das Stütchen geschlaucht. Spotty gab nun Gas und obwohl Pride alles gab, reichte es für den Sieg nicht mehr aus. Knapp hinter der schönen Stute flogen wir über die Ziellinie. Ich ließ Pride auslaufen und parierte sie dann durch. Samuel machte dasselbe mit Spotty und sah mich schuldbewusst an. Er wusste, dass sein Verhalten ihn beinahe den Sieg gekostet hätte, der nach Pride's schlechtem Start eigentlich sicher gewesen war. Dennoch war Pride wunderbar gelaufen und hatte den Stufenaufstieg genau wie Spotty mit Leichtigkeit geschafft.
    "Hey Missy, na wie geht's uns heute?", fragte ich fröhlich, als ich das herrliche Scheckstütchen von Edward übernahm. Edward rollte die Augen und übergab mir Little Miss Backyard. Dann warf er mich in den Sattel, während Missy ihm einen Schubs versetzte, der Edward zum Straucheln brachte und beinahe dazu führte, dass ich auf ihrer anderen Seite eine Bruchlandung hinlegte. Ich hielt mich gerade noch in Missy's Mähne fest und setzte mich schnell richtig in den Sattel, da die Stute gleich darauf einen Hüpfer machte. "Mhm, verstehe schon. Gut aufgelegt, wie immer also.", sagte ich mit Grabesstimme, grinste dabei aber. Missy war ein Clown, aber ein verdammt schneller Clown. Ich beeilte mich, das Stütchen auf die Bahn zu dirigieren, damit sie ein wenig überschüssige Energie loswerden konnte. Samuel wärmte währenddessen die Rappstute Ace of Spades auf. Ace war keine wirkliche Konkurrenz für Missy, doch bei der jungen Scheckstute ging es mir eher darum, dass sie lernte, mit anderen Pferden gemeinsam zu laufen. Sonst würde das mit den wirklichen Galopprennen eher schwierig werden. Sobald Missy auf der Bahn war, wollte sie lossprinten und ich musste mein gesamtes reiterliches Können aufwenden, um das Stütchen im Trab zu halten. Als ich sie schließlich angaloppieren ließ, machte Missy einen riesigen Satz vorwärts. Ich nahm die Zügel auf und beschäftigte mein übereifriges Stütchen mit vielen halben Paraden. Zudem lenkte ich sie auf einen relativ kleinen Zirkel, um sie zu beschäftigen. Als wir die beiden Stuten schließlich in die Startbox einrücken ließen, war ich schon ziemlich am Ende. Aber den schwierigsten Teil hatte ich geschafft. Die Türen sprangen auf und Missy schoss vorwärts. Ich hielt sich zurück und wir setzten uns hinter Ace of Spades an den Rails fest. Missy kam gerne von hinten, da sie einen unglaublichen Endspurt hatte. Dafür musste ich sie jedoch erst einmal davon überzeugen, nicht gleich vorneweg zu rennen. Missy kämpfte kurz gegen mich, doch dann fügte sie sich in ihre Rolle und wartete ab. Am Ende des Bogens lenkte ich Missy auf die Außenbahn und wir flogen regelrecht an Ace vorbei. Miss wurde immer länger und wir schossen mit unglaublichen sechs Längen Vorsprung über die Ziellinie. Ich pullte mein Stütchen auf und parierte sie strahlend durch. "Yes, das wäre Nummer vier! Alle habens geschafft.", jubelte ich fröhlich. Damit waren Little Miss Backyard, Bearing Spots, Pirate's Pride und PFS' Storm Cat im Galopprennen auf Klasse A trainiert.

    Galopprennen A-L | 18.01.2020
    "Guten Morgen meine Süßen! Bereit für den nächsten Stufenaufstieg?", fragte ich fröhlich, als ich an diesem Samstagmorgen den Stall meiner Stuten betrat. PFS' Storm Cat, Little Miss Backyard, Bearing Spots und Pirate's Pride sollten heute den Stufenaufstieg in die Klasse L des Galopprennens schaffen. Für Cat, Missy und Spotty ging es bereits morgen zum Stutbuchwettbewerb. Daher würde später meine gute Freundin Eddi kommen, um die drei Vollblüter einem letzten Checkup vor der Krönung zu unterziehen. Ich war aber überzeugt davon, dass alle drei ihn problemlos bestehen würden. Pride dagegen hatte noch ein wenig Zeit, bevor es für sie ernst wurde. Sie war jünger als die anderen Stuten und daher auch im Training noch nicht so weit. Auf der Rennbahn machte sich die junge Falbstute allerdings bereits ganz hervorragend. Heute würden die vier Vollblütern zum allerersten Male alle gegeneinander laufen. Ana ritt Pride, Samuel Spotty und Donald Cat. Ich würde mich auf Little Miss Backyard setzen. Die junge Scheckstute war noch immer das schwierigste meiner jungen Vollblutpferde, daher würde ich es selbst reiten. Alle vier Stuten hatten während der letzten Wochen ein konsequentes Ausdauertraining vollzogen und standen nun wunderbar im Training. Sie hatten schlanke Muskeln ausgebildet und waren schneller geworden. Da alle vier Steher waren und ich keine Sprinter züchtete, passten die Pferdchen auch wunderbar zu meinen Zuchtzielen. Ich betrat Missy's Box und strich der hübschen Stute über die Stirn. Neben mir kratzte Samuel gerade Cat's Hufe aus. Edward würde unsere Zeit stoppen und war schon ganz aufgeregt, angesichts dieser neu übertragenen Verantwortung. Ich schnappte mir eine Bürste und fuhr über Missy's geschecktes Fell. Die Stute flehmte und brachte mich damit zum Lachen. Ana schimpfte derweil mit Pirate's Pride, da die junge Stute sich weigerte, zur Seite zu treten. Ana kam eigentlich mit jedem Pferd gut klar, doch an Pride biss sie sich die Zähne aus. Zumindest im Umgang. Unter dem Sattel waren die beiden ein tolles Team. Als Missy's Fell glänzte, kratzte ich ihre Hufe aus, verlas den Schweif und kämmte ihre kurze Mähne. Dann bandagierte ich Missy's Beine und legte ihr sanft den leichten Rennsattel auf den Rücken. Den Gurt verschnallte ich erst einmal recht locker, bevor ich das Vorderzeug einstellte. Als Missy aufgetrenst war, zog ich mir meine Schutzweste über, setzte den Helm auf und zog die Handschuhe an. Eine Gerte brauchte ich bei der temperamentvollen Stute nicht. Ganz im Gegenteil. Damit würde ich wohl schneller im Dreck landen, als ich "Piep" sagen konnte. "Wie schauts Leute?", rief ich aus der Box und schon sahen mir drei zu allem bereite Gesichter entgegen. Natürlich ging es bei diesem Abschlusstraining nicht darum, wer das Rennen gewann, aber dennoch wollte jeder von uns sein Trainingspferd zum Sieg führen. Wir führten die Pferde aus den Boxen und gurteten vor dem Stall nach. Cat tänzelte aufgeregt zur Seite, als Edward Samuel in den Sattel warf. "He, he, du darfst ja gleich loslegen!", lachte der junge Mann. Spotty und Pride blieben brav stehen und Missy zu meiner großen Überraschung ebenfalls. Zumindest solange, bis ich halbwegs im Sattel saß. Dann trabte die energiegeladene junge Stute los. Ich fasste die Zügel nach und lenkte sie in eine enge Volte, um sie zum Schritt zu verlangsamen. Dann ging es auch schon auf zur Rennbahn. Die Sandbahn war glücklicherweise für ein Rennen geeignet, auch wenn sie nicht so groß war wie meine geliebte Grasbahn. Wir wärmten die Pferde in aller Ruhe auf und rückten dann einer nach dem anderen in die Startboxen ein. Ich startete mit Missy in der Mitte, was mir überhaupt nicht gefiel. Die Startglocke läutete und die vier Stuten schossen aus der Startbox. Missy setzte sich sofort an die Spitze, also an die Position, auf der ich sie keinesfalls haben wollte. Cat war dicht hinter uns und ich konnte nach einem Blick unter meinem Arm hindurch sehen, dass Samuel kämpfte, um die Stute daran zu hindern, an uns vorbeizuziehen und so zu viel Kraft zu verschwenden. Ich spielte mit leichten Paraden an den Zügeln, um Missy zu verlangsamen und schließlich zog Cat außen an uns vorbei. Pride rückte an der Seite auf und ich hielt Missy noch immer zurück. Die Stute hatte einen unschlagbaren Endspurt, aber dafür durfte sie sich nicht jetzt schon verausgaben. Als wir endlich am Ende des Feldes unsere Position bezogen hatten, waren wir schon im letzten Bogen angelangt. Storm Cat führte, dicht gefolgt von Pride. Spotty war zwischen den Rails und Pride eingeklemmt und konnte deshalb nicht das Tempo gehen, das sie wahrscheinlich gerne gehen würde. Als wir auf die Zielgerade einbogen, gab ich die Zügel nach und Missy schoss vorwärts, als hätte man ein Fass voll Dynamit gezündet. Wir zogen an den anderen Pferden vorbei, als wären sie Standbilder. An der Spitze brach Cat ein - das hohe Anfangstempo forderte nun seinen Tribut. Spotty zog an ihr vorbei und lag nun Kopf an Kopf mit Pirate's Pride. Doch nun kam Missy. Die langen Beine der Stute verschlangen den Boden der Bahn förmlich und schlussendlich schossen wir mit einer knappen Pferdelänge Abstand über die Ziellinie. Ich riss die Hand in die Höhe und lobte Missy überschwänglich. Auch die anderen pullten ihre Pferde nach und nach auf und gemeinsam ritten wir zum Ausgang der Bahn, wo Edward uns schon strahlend erwartete. Alle Pferde hatten ihren Stufenaufstieg geschafft und nun war ich mehr als gespannt auf die morgige Krönung.

    Die Kür
    Ich atmete tief durch und strich der wunderschönen Apfelschimmelstute an meiner Seite liebevoll über die Stirn. PFS' Storm Cat war ein talentiertes junges Vollblut, das heute als erstes von meinen drei Pferden an dem Stutbuchwettbewerb 466 für alle Stuten teilnehmen sollte. Meine beiden anderen Kandidaten warteten bei meinem Hänger und wurden während Cat's Prüfung gut von meinen Begleitern versorgt. Ich zupfte mir ein einzelnes Haar von meiner weißen Turnierhose und schwang mich dann in den Sattel. Aufgewärmt hatte ich Cat bereits und soeben waren wir durch die blechernen Lautsprecher aufgerufen worden. Ich nahm die Zügel auf und nickte Edward zu, der mir aufmunternd das Bein klopfte und Cat über den Hals strich. Nun hatte ich schon so viele Körungen bestritten und dennoch war ich jedes Mal wieder aufgeregt. Ich ließ Cat aus dem Stand heraus antraben und ritt so in die Halle ein. Da der Schwerpunkt in der Ausbildung der jungen Stute bisher auf dem Galopprennen gelegen hatte, würden wir heute eine sehr einfache Kür zeigen.
    Bei X parierte ich Cat zum Halten durch und grüßte die Richter. Anschließend trabte ich erneut an und wendete bei Erreichen des Hufschlags auf die linke Hand ab. Dann ritt ich auf den Zirkel, drehte eine Runde und galoppierte zur geschlossenen Zirkelseite hin im Arbeitsgalopp an. Cat sprang eifrig vorwärts und ich hielt sie mit halben Paraden davon ab, schneller zu werden. Als wir den Zirkel einmal umrundet hatten, parierte ich Cat kurz vor X zum Schritt durch, ließ sie drei Schritte gehen, stellte sie um und galoppierte auf der anderen Hand an. Diesen einfachen Wechsel hatten wir erst kürzlich erarbeitet und ich war froh, dass er so reibungslos geklappt hatte. Ich drehte auch auf dieser Hand eine Runde um den Zirkel und parierte Cat dann zum Schritt durch. Nun zeigten wir an beiden langen Seiten doppelte Schlangenlinien, bevor ich durch die ganze Bahn wechselte und Cat dabei die Zügel hingab. Dann dirigierte ich Cat in einige Volten und trabte ein letztes Mal an. Wir zeigten nun auf beiden Händen Schulterherein. Dann wendete ich Cat bei A auf die Mittellinie ab, parierte sie bei X zum Halten durch und verabschiedete mich mit einem weiteren Gruß von den Richtern. Anschließend verließ ich im Schritt am langen Zügel die Halle. Ich strich meinem Kätzchen liebevoll über den Hals. Die Kür war toll gelaufen und ich war guter Hoffnung, dass meine schöne Stute am Ende des Tages gekrönt sein würde.
    2.452 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | von Sammy
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Jan. 2020
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  10. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Sammy mit
    Little Miss Backyard
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    Steckbrief
    Little Miss Backyard
    --------------------------------------------------
    Spitzname: Missy

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    ~ Abstammung ~
    Von: Magic Attack

    V: ?
    M: ?
    Aus der: LMR Lady Luna
    V: Lughnasadh
    VV: Pharlap
    MV: Elanor

    M: Lady Fantasy
    VM: Muskat
    MM: Black Lady

    --------------------------------------------------

    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 09. Mai 2015
    Stockmaß: 166m
    Fellfarbe: Pintaloosa
    Gencode: EE Aa nTo nLP nP²
    Infos Genetik: To ist an E gekuppert. Das heißt Tobiano Nachzucht erbt von Little Miss Backyard xE xTo.
    x steht hierbei für den Genpool des Vaters, der natürlich variieren kann.
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: h.l. halbweiße Fessel, h.r. weißer Fuß

    --------------------------------------------------
    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Als erstes Fohlen aus Lady Luna ist Little Miss Backyard die Überraschung überhaupt gewesen. Natürlich hatte Crowley auf ein buntes Fohlen gehofft, doch dass es gleich so bunt würde, hätte er sich nur erträumen können. Little Miss Backyard wurde wie alle Fohlen liebevoll aufgezogen und schonen abgesetzt sobald sie alt genug ist.
    Keiner konnte ahnen, dass die kleine Scheckstute nicht nur Pfeffer auf ihrer Kruppe trägt, sondern auch im Herzen. Schon früh stellte sich raus, dass Little Miss Backyard auch für ein Englisches Vollblut etwas viel Temperament abbekommen hatte. Sie kennt ihre Grenzen nicht und rennt so lange, bis sie umkippt, wenn sie gerade ihre fünf Minuten hat. Und die hat sie häufig. Sie bindet sich schnell an die Menschen, die sie versorgen und bringt sie tagtäglich mit ihrer gewitzten Art zum Lachen.
    Nun wird Little Miss Backyard auf Hollybrook Stud mit viel Liebe und Geduld zum Rennpferd ausgebildet und soll später die erfolgreiche Zuchtlinie ihrer Eltern fortführen.

    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: sadasha
    Ersteller: sadasha
    Vkr: sadasha

    --------------------------------------------------
    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen: S
    Dressur: S
    Springen: L
    Military: L


    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    550. DR | 551. DR | 553. DR | 565. DR
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    556. SPR | 565. SPR
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    483. RE | 494. RE
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    403. MIL | 410. MIL
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Punkte: 20
    (2 Eltern, 2 Großeltern, 10 Schleifen, HS, 2x Training, TA)

    Tierarztbericht von Eddi | vom 18.01.2020
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    Körvorbereitung
    von Eddi
    18. Januar 2020
    Ich stieg aus dem Auto und atmete tief die saubere Luft ein. Erst vor zehn Tagen war ich bei meiner Freundin Sammy gewesen, um ihr Horse Makeoverpferd durchzuchecken. Diesmal stand der medizinische Check von drei Vollblutstuten an, die noch in dieser Woche an einem Stutbuchwettbewerb teilnehmen sollten. Vorausgesetzt natürlich, es war alles in Ordnung. Davon ging ich bei Sammy's Pferden allerdings aus. Sammy hatte mich gehört und kam freudestrahlend auf mich zu. Dabei zog sie den Reißverschluss ihrer Jacke so weit es ging zu. Es war wirklich kalt in England und das Hollybrook Stud Gestüt lag unter einer dicken Schneedecke begraben. Als hätte Sammy meine Gedanken erraten, grinste sie und meinte: "Wir haben jetzt mehr Schnee als an Weihnachten! Aber das Gelände ist zur Zeit herrlich." Ich lächelte. Endlich hatte ich mir mal wieder die Zeit genommen, einige Tage hier zu verbringen. Ich würde Sammy sogar zu dem Stutbuchwettbewerb begleiten. Das bedeutete aber auch, dass wir den Nachmittag mit einem ausgiebigen Ritt durch die wunderschöne Landschaft füllen konnten. Doch zuerst einmal waren nun meine Patienten an der Reihe. Sammy führte mich über den Hof und in den Stutentrakt hinein. Dort war bereits eine wundeschöne Apfelschimmelstute in einer der Putzboxen angebunden und sah uns mit gespitzten Ohren entgegen. "Das ist Cat. Oder mit vollem Namen: PFS' Storm Cat. Ich hab sie von Pineforest Stable aus Occulta's Zucht.", stellte Sammy mir das junge Vollblut stolz vor. Ich konnte sie absolut verstehen, das Schimmelchen war einfach herrlich anzusehen. Storm Cat streckte den Kopf nach vorn und beschnoberte mich vorsichtig. Ich stellte meine Tasche ab und begann gleich mit der Untersuchung. Zuerst hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte die Temperatur. Cat versuchte mich dabei die ganze Zeit zu beobachten, aber eindeutig aus Neugierde und nicht aus Angst. Auch der kurze Blick in Augen, Ohren und Maul lieferte keine Auffälligkeiten. Cat war kerngesund. Ich absolvierte noch die Beugeprobe, dann band Sammy die Stute los und führte sie im Schritt und Trab die Stallgasse hinunter. Das Kätzchen lief gleichmäßig und taktrein und machte den Eindruck, als würde sie am liebsten noch ein paar weitere Runden drehen. Allerdings hatten Sammy und ich ja noch zwei weitere Kandidaten zu versorgen. Daher brachte meine Freundin das Stütchen zurück in ihre geräumige Box und brachte mir das nächste Pferd.
    Auch Bearing Spots war ein wunderschönes englisches Vollblut mit perfektem Exterieur und einer außergewöhnlichen Fellfärbung. Also genau Sammy's Beuteschema. Zumal das Stütchen wohl auch eine ganze Menge Talent besaß. Im Gegensatz zu der freundlichen Storm Cat hob Spotty misstrauisch den Kopf, als sie mich an der Putzbox stehen sah. Erst als Sammy ihr gut zuredete und sie energisch vorwärts führte, ging die Stute in den Stand hinein und ließ sich anbinden. Ich nahm mir ein wenig mehr Zeit und strich Spotty sanft über die samtige Nase. Dabei redete ich leise auf sie ein, bevor ich mit der Untersuchung des Punktepferdchens begann. Bearing Spots war etwas drahtiger als Cat, doch man sah beiden Stuten an, dass sie sehr gut im Training standen. Bei Spotty führte ich zuerst die Beugeprobe durch, damit sie sah, dass nichts Schlimmes passierte. Erst danach hörte ich Herz und Lunge ab, schaute in Ohren, Augen und Maul. Die Temperatur maß ich zum Schluss, da ich schon damit rechnete, dass das der jungen Stute nicht sonderlich gefallen würde. Tatsächlich quietschte Spotty empört und schlug mit dem Kopf. Sammy beeilte sich sie loszubinden und ließ sie antraben. Spotty lief eifrig neben meiner Freundin her und fiel anschließend nur widerwillig wieder in den Schritt. Doch auch sie hatte den Check problemlos bestanden und durfte an der morgigen Krönung teilnehmen.
    Gleich darauf kam Sammy mit meiner letzten Patientin wieder: Little Miss Backyard. Das Stütchen tänzelte mehr neben Sammy her, als dass sie lief und stieg spielerisch in die Luft, als aus dem Hengsttrakt Gepolter ertönte. Sammy zupfte am Führstrick und führte Missy vorwärts, um sie bei mir anzubinden. Die wunderschöne Scheckstute zappelte herum und beschnoberte mich von oben bis unten. Als ihre Tasthaare mich am Hals kitzelten, wich ich kichernd zur Seite aus. "Was bist du denn für ein Clown?", fragte ich lachend. Sammy grinste nur und strich ihrer Stute liebevoll über die weiche Nase. Die Untersuchung von Missy dauerte länger, als die der beiden anderen Vollblüter zusammen. Das verrückte junge Pferd alberte mit uns herum und sprang andauernd zur Seite. Doch schließlich war auch bei Missy der Check abgeschlossen. Sammy brachte ihr Scheckstütchen zurück in ihre Box und ich packte solange meine Tasche zusammen.
    Dann drehten wir gemeinsam eine Runde durch den Stall, da ich mir mein Pferd für den Ausritt selbst aussuchen durfte. Ausgeschlossen waren natürlich Sammy's hochträchtige Stuten, die ich demnächst auch einem gründlichen Check unterziehen würde. Doch nun war erst einmal Freizeit angesagt. Sammy und ich hatten uns wie immer viel zu erzählen und wo ging das schon besser, als im wunderschön verschneiten New Forest National Park?

    Hufschmiedbericht von Laraya13 | vom 09.11.2019
    Hufschmiedbericht
    von Laraya13
    09. November 2019
    Mich verschlug es seit langer Zeit für einen Termin in ein anderes Land. Es war keine schlechte Sache, im Gegenteil, denn so konnte ich mal ein wenig Urlaub machen und mich in anderen Ländern nach anderen Pferden umsehen. Einzig das Gepäck war umständlich, denn diesesmal hatte ich mein Röntgengerät dabei und alles in allem wog doch recht viel.

    Ich fuhr mit dem Leihwagen vom Hotel los richtung Hollybrook Stud. Die Gegend war sehr schön, die Landschaft von New Forest beeindruckte mich sehr. Dort angekommen bog ich auf den Parkplatz wo ich bereits erwartet und zu den Stuten geführt wurde. „So, was genau darf ich bei den drei bezaubernden Damen denn machen?“, fragte ich und betrachtete diese drei wunderschönen Pferde. Besonders die EVB-Stute Little Miss Backyard gefiel mir, so eine Farbe habe ich noch nie gesehen. „Röntgen, Kontrolle und Beurteilung für den Stutbuchwettbewerb ist heute dran.“, wurde mir zukunde getan und ich nickte. „Dann fangen wir einfach der Reihe nach an und zwar mit der Schimmelstute. Einmal vorlaufen, traben und aufstellen..“, wies ich an und legte das gröbste schon mal zurecht, ehe ich das Gangwerk der Stute PFS' Storm Cat betrachtete. Sie lief super und klar, kein Ticken. Beim Aufstellen betrachtete ich die Beine genau, da die Stute wunderbar Stillhielt konnte ich sogar gleich mit dem Röntgengerät ran. „Die Bilder schauen wir uns nach dem Raspeln gleich an.“, merkte ich an und wir liefen mit der Stute zurück, wo ich mir nun die Hufe genau unter die Lupe nahm. Lediglich ein wenig Raspeln war notwendig um die Hufe der Stute wieder schick zu machen. „Schöne Hufe, sehr gute Hufe. Sie steht gut, ich kann keine Fehlstellung sehen oder ähnliches. Gehen wir zum Wagen und schauen auf die Röntgenbilder..“, lud ich mit ein und lief zum Van, schmiss den Laptop an und öffnete die Bilder. Die Knochen waren gut, grade und ich konnte nix negatives feststellen.

    Weiter ging es mit dieser interessant gefärbten Stute, Little Miss Backyard. Auch Sie wurde mir erstmal vorgeführt und wies ebenfalls ein sehr gutes Ganzbild auf. Ich untersuchte und machte Röntgenbilder ihrer beine und sah mir ihre Hufe nun von unten an. Gute Hufe, viel zu raspeln war bei ihr nicht. Sie zerrte von hinten an meiner Schürze, was einige kleine unterbrechungen begünstigte aber nur, um den Spaß mit ihr mitzumachen. Als wir uns ihre Bilder ansahen, konnte ich ebenso nur sehr zufriedene Kommentare berichten.Wie schon bei Cat, waren ihre Beine sehr gut.

    Zu letzt war nun Couer de Lilith dran, welche mir vorgetrabt wurde. Sie war ein wenig nervös, tänzelte, dennoch war das Bild klar. Beim untersuchen und Röntgen benötigten wir einige Versuche, da Sie nicht viel davon zu halten schien. Bei der Hufkontrolle war sie etwas wackelig und zog. „Na komm Mäuschen, es ist gleich vorbei.“, sprach ich ruhig auf Sie ein und raspelte ihre Hufe. Hinten wuchsen die Hufwände ein wenig zu sehr nach innen, was aber nix heißen muss. Jedoch musste ich da auch mit der Zange ran, welches die Fuchsstute wohl etwas befremdlich fand. Ich zeigte ihr die Zange, streichelte Sie. „Die tut dir nix, schau. Es sind nur noch zwei Hufe und dann bist du fertig.“ Nach ein paar weiteren Minuten und kleinen Pausen waren die Hinterhufe ebenfalls fertig und Lilith ergatterte sich eine Möhre. Ich sah mir ihre Röntgenbilder an, besonders die der Hinterhufe aufgrund des Wachstumes. „Lilith steht hinten etwas eingedreht, um genau zu sein hinten links, deswegen wachsen dort die Hufe so seltsam.“, erklärte ich und sah kurz zu der Stute und erklärte weiter: „Mit regelmäßiger Kontrolle und Bearbeitung bekommt man das aber in den Griff. Es sollte kein Ausschlusskriterium oder ähnliches beim Wettbewerb sein, Eisen braucht Sie vorerst auch nicht.“

    Die Pferde wurden weggebracht und ich schob die Rötgenbilder sowie Berichte dazu auf einen Stick und reichte ihn weiter,falls es gebraucht werden sollte. Dann packte ich alles zusammen, verabschiedete mich und fuhr die Gegend ab, schließlich war nun ein wenig Urlaub angesagt.
    4011 Zeichen by Laraya13

    Trainingsberichte | 2 Stück
    Galopprennen E-A | 31.12.2019
    "Guten Morgen ihr Süßen! Alle bereit für den heutigen Tag?", rief ich fröhlich, als ich an diesem Morgen meine Stallungen betrat. Für meine vier englischen Vollblutstuten PFS' Storm Cat, Little Miss Backyard, Bearing Spots und Pirate's Pride war heute ein großer Tag. Alle vier sollten den Aufstieg in die Klasse A des Galopprennens schaffen. Wie üblich im Abschlusstraining würde ich alle vier Stuten selbst reiten. Für den Aufstieg in Klasse A des Galopprennens mussten mein Kätzchen, Missy, Spotty und Pride sauber aus der Startbox springen und gegen ein anderes Pferd ein kleines Rennen laufen. Wie im Plan vorgesehen, ging ich zuerst zur Box von PFS' Storm Cat. Die wunderschöne Vollblutstute sollte gleich Anfang des neuen Jahres an einem Stutbuchwettbewerb teilnehmen, den sie mit Sicherheit auch erfolgreich bestreiten würde. Mein Kätzchen hatte bereits dreizehn Schleifen auf Turnieren eingeheimst und war damit am Schnellsten körfertig gewesen. Sie brauchte den heutigen Stufenaufstieg für die Teilnahme am Wettbewerb auch nicht, doch das Leben ging ja auch nach einem möglichen Sieg weiter. Ich öffnete Kätzchen's Boxentür und begrüßte die junge Stute, indem ich ihr liebevoll über die samtene Nase strich. Ich liebte Storm Cat über alles und war immer noch ziemlich stolz darauf, ein Vollblut aus Occulta's bekannter Zucht ergattert zu haben. Plötzlich flog Cat's Kopf hoch und die Stute sah mit gespitzten Ohren über die Boxentür. "Morgen Sammy! Kann ich helfen?", fragte Edward gähnend. Ich lachte. Edward tat sich mit dem frühen Aufstehen wirklich schwer, doch er gab sich immer beste Mühe. "Klar! Du könntest mir Spotty fertig machen, sie ist gleich nach Cat dran. Ansonsten kannst du Samuel und Donald fragen, ob du ihnen helfen kannst. Ana überwacht heute das Training. In diesem Moment tauchte die junge Frau auch schon auf. Sie wollte unbedingt Jockey werden, doch ihr zweitgrößter Wunsch war es, Vollblüter zu trainieren. Beides lernte sie zur Zeit bei mir auf dem Gestüt. So gesehen war dieser Tag nicht nur für meine Stuten wichtig, es war auch Anas erster Alleingang als Trainerin - auch wenn ich ihre Anweisungen natürlich insgeheim prüfte. Ich holte Cat aus der Box und band sie draußen auf der Stallgasse an. Die erfolgreiche Stute sollte heute gegen Kagami El Assuad laufen. Mein bereits gekörtes englisches Vollblut war nicht ganz einfach im Umgang, aber unglaublich schnell. Daher hatte ich sie als Trainingspartnerin für Cat ausgesucht. Die schwierige Little Miss Backyard bekam dagegen mein erfahrenes Rennpferd Ace of Spades als Gegner, um ein wenig Ausgleich zwischen den Temperamenten zu schaffen. Doch erst einmal war nun Cat dran. Ich putzte das Schimmelchen in aller Ruhe, bandagierte ihre Beine und sattelte sie anschließend auf. Cat bekam diesmal nicht den Arbeitssattel, sondern den leichteren und noch kleineren Rennsattel auf. Immerhin wollte ich alles so ähnlich wie möglich zu einem echten Rennen gestalten. Nachdem ich das Vorderzeug verschnallt und Cat aufgetrenst hatte, rief ich nach Samuel. Er hatte die Aufgabe bekommen, Kagami zu reiten. "Komme!", antwortete er prompt und führte die schöne Palominostute aus der Putzbox. Kagami hatte bisher erst ein einziges Fohlen bekommen und würde demnächst schon Oma werden. Doch sie hatte die Trennung von Princess nicht gut verkraftet, weshalb ich mich entschieden hatte, sie erst einmal nicht mehr decken zu lassen. Stattdessen ging Kagami nun wieder Turniere und machte sich als Vielseitigkeitspferd gar nicht mal schlecht. Wir führten die Pferde aus dem Stall hinaus und ließen uns von Edward und Donald in die Sättel werfen. Cat tänzelte auf der Stelle und schlug mit dem Kopf. Ich streichelte ihr den seidigen Hals und nahm die Zügel auf. Cat wollte rennen, doch sie war dabei nie außer Kontrolle. Das liebte ich so sehr an der jungen Stute. Da hatte es Samuel mit Kagami schon ein wenig schwerer. Die Palominostute fiel immer wieder in einen zuckeligen Trab und hüpfte jedes Mal zur Seite, wenn der Wind durchs Gebüsch fuhr. Als wir die Pferde auf die Sandbahn dirigierten, ließen wir sie erst einmal an den Außenrails entlanggehen und zwar im Uhrzeigersinn. Cat trabte eifrig über die Bahn und als ich schließlich in den leichten Sitz ging, wechselte sie leichtfüßig in einen gleichmäßigen Galopp. Schließlich wendete ich mein Stütchen und trabte zur Startbox. Kagami sollte zuerst einrücken und führte ihr übliches Theater auf, bis ich sie schließlich scharf anfuhr. Kagami kannte die Startbox und spielte sich einfach nur gerne auf. Storm Cat dagegen war ganz wild darauf, in ihren Stand einzurücken. Das intelligente Vollblut wusste genau, dass sie nach dem Start aus der Box rennen durfte. Ich balancierte mich über Storm Cat's Rücken aus und griff in die kurze graue Mähne, um mich auf den Start vorzubereiten. Gleich darauf schellte die Glocke und die Türen sprangen auf. Storm Cat erwischte den perfekten Start und setzte sich direkt vor Kagami dicht an die Rails. Dann streckte sie sich und legte mit jedem Galoppsprung an Tempo zu. Doch Kagami war eine starke Gegnerin. Auf der Zielgeraden schob sie sich langsam an Storm Cat's Flanke heran. Das jedoch motivierte mein Schimmelchen dazu, umzuspringen und ihren Turbo einzuwerfen, wie ich ihren Endspurt gern nannte. Stück für Stück zogen wir Samuel und Kagami davon und schossen über die Ziellinie. Ich strich Storm Cat begeistert über den Hals und stellte mich in die Bügel, um die Stute zu verlangsamen. Cat schüttelte übermütig den Kopf, fiel aber artig in den Trab und schließlich in den Schritt.
    Am Ausgang der Bahn sprang ich aus dem Sattel, drückte Cat einen Kuss auf die Nüstern und übernahm dann Pirate's Pride von Edward. Samuel dagegen übergab Kagami an Donald und übernahm dafür Bearing Spots. Spotty ließ sich von so gut wie jedem reiten, solange sie nur laufen durfte. Daher hatte ich beschlossen, dass Samuel das schöne Punktepferd reiten sollte, während ich mich um Pirate's Pride kümmerte. Die wunderschöne Pride war die Tochter meiner Vollblutstute Pirate Island und meines ehemaligen Hengstes Ghostbuster. Ghost war inzwischen schon wieder zu seiner Züchterin Flair gezogen und kam dort als Zuchthengst zum Einsatz. Ich strich Pride über die Schnippe und Edward warf mich in den Sattel. Samuel saß bereits auf Spotty's Rücken. Die beiden jungen Stuten waren noch nie gegeneinander gelaufen und so war ich sehr gespannt, wie dieses Rennen ausgehen würde. Ich war der Meinung, dass Pride grundsätzlich schneller war als Spotty, doch die junge Stute ließ sich zuweilen noch recht schnell ablenken und verlor dadurch an Boden. Edward und Donald führten Kagami und Cat im Schritt umher, damit die Stuten sich abkühlen konnten. Gleich danach würden sie zurück zu den Stallungen gehen und die letzten beiden Pferde für heute fertig machen - Missy und Ace. Pride machte einen kleinen Satz zur Seite und holte mich damit zurück ins Hier und Jetzt. Ich lachte. "Schon gut, meine Süße. Du hast ja Recht. Jetzt wo Cat ihren Stufenaufstieg mit solcher Bravour gemeistert hat, sollen du und Spotty das auch schaffen!", sagte ich liebevoll. In aller Ruhe wärmten wir Spotty und Pride auf und ritten dann auf die Startbox zu. Während Spotty anstandslos hineinging, prustete Pride nervös und plusterte sich auf. Ich rahmte sie mit meinen Beinen ein und redete leise auf das Stütchen ein. Wie all meine Vollblüter hatte Pride schon früh gelernt, in die Startbox zu gehen. Aber zuweilen führte sie sich eben ein wenig auf. So war das mit temperamentvollen Vollblutpferden. Als Pride endlich in der Startbox stand, hatte ich gerade noch Zeit, mich ordentlich hinzusetzen, da sprangen auch schon die Türen auf und das Rennen begann. Pride hatte einen denkbar schlechten Start, während Spotty perfekt absprang und sofort in den Renngalopp wechselte. Ich dirigierte Pride zu den Rails und gab der jungen Stute Zeit, ihren Tritt zu finden. Sobald das geschafft war, schoss Pride vorwärts, doch Spotty hatte einen großem Vorsprung. Ich kauerte mich so flach ich konnte über Pride's Rücken und die Stute verlängerte ihre Galoppsprünge. Am Anfang der Zielgeraden griffen wir an. Langsam aber sicher holten wir Spotty ein. Allerdings lief mein Punktepferd noch nicht volles Tempo. Samuel ließ sie trödeln, anstatt seinen Vorsprung auszubauen. Das kam ihm nun teuer zu Stehen. Als er das nächste Mal nach hinten blickte, war Pride's Nase bereits auf Höhe von Spotty's Bauch. Ich trieb die Stute mit meiner Stimme vorwärts, doch die Aufholjagd hatte das Stütchen geschlaucht. Spotty gab nun Gas und obwohl Pride alles gab, reichte es für den Sieg nicht mehr aus. Knapp hinter der schönen Stute flogen wir über die Ziellinie. Ich ließ Pride auslaufen und parierte sie dann durch. Samuel machte dasselbe mit Spotty und sah mich schuldbewusst an. Er wusste, dass sein Verhalten ihn beinahe den Sieg gekostet hätte, der nach Pride's schlechtem Start eigentlich sicher gewesen war. Dennoch war Pride wunderbar gelaufen und hatte den Stufenaufstieg genau wie Spotty mit Leichtigkeit geschafft.
    "Hey Missy, na wie geht's uns heute?", fragte ich fröhlich, als ich das herrliche Scheckstütchen von Edward übernahm. Edward rollte die Augen und übergab mir Little Miss Backyard. Dann warf er mich in den Sattel, während Missy ihm einen Schubs versetzte, der Edward zum Straucheln brachte und beinahe dazu führte, dass ich auf ihrer anderen Seite eine Bruchlandung hinlegte. Ich hielt mich gerade noch in Missy's Mähne fest und setzte mich schnell richtig in den Sattel, da die Stute gleich darauf einen Hüpfer machte. "Mhm, verstehe schon. Gut aufgelegt, wie immer also.", sagte ich mit Grabesstimme, grinste dabei aber. Missy war ein Clown, aber ein verdammt schneller Clown. Ich beeilte mich, das Stütchen auf die Bahn zu dirigieren, damit sie ein wenig überschüssige Energie loswerden konnte. Samuel wärmte währenddessen die Rappstute Ace of Spades auf. Ace war keine wirkliche Konkurrenz für Missy, doch bei der jungen Scheckstute ging es mir eher darum, dass sie lernte, mit anderen Pferden gemeinsam zu laufen. Sonst würde das mit den wirklichen Galopprennen eher schwierig werden. Sobald Missy auf der Bahn war, wollte sie lossprinten und ich musste mein gesamtes reiterliches Können aufwenden, um das Stütchen im Trab zu halten. Als ich sie schließlich angaloppieren ließ, machte Missy einen riesigen Satz vorwärts. Ich nahm die Zügel auf und beschäftigte mein übereifriges Stütchen mit vielen halben Paraden. Zudem lenkte ich sie auf einen relativ kleinen Zirkel, um sie zu beschäftigen. Als wir die beiden Stuten schließlich in die Startbox einrücken ließen, war ich schon ziemlich am Ende. Aber den schwierigsten Teil hatte ich geschafft. Die Türen sprangen auf und Missy schoss vorwärts. Ich hielt sich zurück und wir setzten uns hinter Ace of Spades an den Rails fest. Missy kam gerne von hinten, da sie einen unglaublichen Endspurt hatte. Dafür musste ich sie jedoch erst einmal davon überzeugen, nicht gleich vorneweg zu rennen. Missy kämpfte kurz gegen mich, doch dann fügte sie sich in ihre Rolle und wartete ab. Am Ende des Bogens lenkte ich Missy auf die Außenbahn und wir flogen regelrecht an Ace vorbei. Miss wurde immer länger und wir schossen mit unglaublichen sechs Längen Vorsprung über die Ziellinie. Ich pullte mein Stütchen auf und parierte sie strahlend durch. "Yes, das wäre Nummer vier! Alle habens geschafft.", jubelte ich fröhlich. Damit waren Little Miss Backyard, Bearing Spots, Pirate's Pride und PFS' Storm Cat im Galopprennen auf Klasse A trainiert.

    Galopprennen A-L | 18.01.2020
    "Guten Morgen meine Süßen! Bereit für den nächsten Stufenaufstieg?", fragte ich fröhlich, als ich an diesem Samstagmorgen den Stall meiner Stuten betrat. PFS' Storm Cat, Little Miss Backyard, Bearing Spots und Pirate's Pride sollten heute den Stufenaufstieg in die Klasse L des Galopprennens schaffen. Für Cat, Missy und Spotty ging es bereits morgen zum Stutbuchwettbewerb. Daher würde später meine gute Freundin Eddi kommen, um die drei Vollblüter einem letzten Checkup vor der Krönung zu unterziehen. Ich war aber überzeugt davon, dass alle drei ihn problemlos bestehen würden. Pride dagegen hatte noch ein wenig Zeit, bevor es für sie ernst wurde. Sie war jünger als die anderen Stuten und daher auch im Training noch nicht so weit. Auf der Rennbahn machte sich die junge Falbstute allerdings bereits ganz hervorragend. Heute würden die vier Vollblütern zum allerersten Male alle gegeneinander laufen. Ana ritt Pride, Samuel Spotty und Donald Cat. Ich würde mich auf Little Miss Backyard setzen. Die junge Scheckstute war noch immer das schwierigste meiner jungen Vollblutpferde, daher würde ich es selbst reiten. Alle vier Stuten hatten während der letzten Wochen ein konsequentes Ausdauertraining vollzogen und standen nun wunderbar im Training. Sie hatten schlanke Muskeln ausgebildet und waren schneller geworden. Da alle vier Steher waren und ich keine Sprinter züchtete, passten die Pferdchen auch wunderbar zu meinen Zuchtzielen. Ich betrat Missy's Box und strich der hübschen Stute über die Stirn. Neben mir kratzte Samuel gerade Cat's Hufe aus. Edward würde unsere Zeit stoppen und war schon ganz aufgeregt, angesichts dieser neu übertragenen Verantwortung. Ich schnappte mir eine Bürste und fuhr über Missy's geschecktes Fell. Die Stute flehmte und brachte mich damit zum Lachen. Ana schimpfte derweil mit Pirate's Pride, da die junge Stute sich weigerte, zur Seite zu treten. Ana kam eigentlich mit jedem Pferd gut klar, doch an Pride biss sie sich die Zähne aus. Zumindest im Umgang. Unter dem Sattel waren die beiden ein tolles Team. Als Missy's Fell glänzte, kratzte ich ihre Hufe aus, verlas den Schweif und kämmte ihre kurze Mähne. Dann bandagierte ich Missy's Beine und legte ihr sanft den leichten Rennsattel auf den Rücken. Den Gurt verschnallte ich erst einmal recht locker, bevor ich das Vorderzeug einstellte. Als Missy aufgetrenst war, zog ich mir meine Schutzweste über, setzte den Helm auf und zog die Handschuhe an. Eine Gerte brauchte ich bei der temperamentvollen Stute nicht. Ganz im Gegenteil. Damit würde ich wohl schneller im Dreck landen, als ich "Piep" sagen konnte. "Wie schauts Leute?", rief ich aus der Box und schon sahen mir drei zu allem bereite Gesichter entgegen. Natürlich ging es bei diesem Abschlusstraining nicht darum, wer das Rennen gewann, aber dennoch wollte jeder von uns sein Trainingspferd zum Sieg führen. Wir führten die Pferde aus den Boxen und gurteten vor dem Stall nach. Cat tänzelte aufgeregt zur Seite, als Edward Samuel in den Sattel warf. "He, he, du darfst ja gleich loslegen!", lachte der junge Mann. Spotty und Pride blieben brav stehen und Missy zu meiner großen Überraschung ebenfalls. Zumindest solange, bis ich halbwegs im Sattel saß. Dann trabte die energiegeladene junge Stute los. Ich fasste die Zügel nach und lenkte sie in eine enge Volte, um sie zum Schritt zu verlangsamen. Dann ging es auch schon auf zur Rennbahn. Die Sandbahn war glücklicherweise für ein Rennen geeignet, auch wenn sie nicht so groß war wie meine geliebte Grasbahn. Wir wärmten die Pferde in aller Ruhe auf und rückten dann einer nach dem anderen in die Startboxen ein. Ich startete mit Missy in der Mitte, was mir überhaupt nicht gefiel. Die Startglocke läutete und die vier Stuten schossen aus der Startbox. Missy setzte sich sofort an die Spitze, also an die Position, auf der ich sie keinesfalls haben wollte. Cat war dicht hinter uns und ich konnte nach einem Blick unter meinem Arm hindurch sehen, dass Samuel kämpfte, um die Stute daran zu hindern, an uns vorbeizuziehen und so zu viel Kraft zu verschwenden. Ich spielte mit leichten Paraden an den Zügeln, um Missy zu verlangsamen und schließlich zog Cat außen an uns vorbei. Pride rückte an der Seite auf und ich hielt Missy noch immer zurück. Die Stute hatte einen unschlagbaren Endspurt, aber dafür durfte sie sich nicht jetzt schon verausgaben. Als wir endlich am Ende des Feldes unsere Position bezogen hatten, waren wir schon im letzten Bogen angelangt. Storm Cat führte, dicht gefolgt von Pride. Spotty war zwischen den Rails und Pride eingeklemmt und konnte deshalb nicht das Tempo gehen, das sie wahrscheinlich gerne gehen würde. Als wir auf die Zielgerade einbogen, gab ich die Zügel nach und Missy schoss vorwärts, als hätte man ein Fass voll Dynamit gezündet. Wir zogen an den anderen Pferden vorbei, als wären sie Standbilder. An der Spitze brach Cat ein - das hohe Anfangstempo forderte nun seinen Tribut. Spotty zog an ihr vorbei und lag nun Kopf an Kopf mit Pirate's Pride. Doch nun kam Missy. Die langen Beine der Stute verschlangen den Boden der Bahn förmlich und schlussendlich schossen wir mit einer knappen Pferdelänge Abstand über die Ziellinie. Ich riss die Hand in die Höhe und lobte Missy überschwänglich. Auch die anderen pullten ihre Pferde nach und nach auf und gemeinsam ritten wir zum Ausgang der Bahn, wo Edward uns schon strahlend erwartete. Alle Pferde hatten ihren Stufenaufstieg geschafft und nun war ich mehr als gespannt auf die morgige Krönung.

    Die Kür
    Ich rückte meinen Zylinder zurecht und zupfte eines von Little Miss Backyards Zöpfchen in die richtige Position. Das war nun mein zweiter Ritt an diesem Stutbuchwettbewerb, diesmal auf der wunderschönen Scheckstute. Ebenfalls ein englisches Vollblut. Missy hatte mehr Talent und Siegeswillen, als ihr zuweilen gut tat. Daher war sie das schwierigste der drei Pferde, mit denen ich hier und heute antrat. Im Gegensatz zu meinem Kätzchen war sie dressurtechnisch allerdings schon sehr weit ausgebildet, was mir für die Kür mehr Möglichkeiten eingeräumt hatte. Missy tänzelte aufgeregt auf der Stelle und war sich der vielen Blicke, die auf ihr ruhten, durchaus bewusst. Ich ließ das temperamentvolle Stütchen antreten und ritt im Trab in die Halle ein. Wir tanzten die Mittellinie hinunter und kamen bei X zum Stehen. Ich senkte die Hand und den Kopf, um die Richter zu grüßen und Missy kaute eifrig auf ihrem Gebiss. Die Scheckstute liebte es, sich zu präsentieren. Mit einem leichten Schenkeldruck ließ ich Missy aus dem Stand heraus angalopppieren und wendete bei Erreichen des Hufschlags auf die rechte Hand ab. Bei A wendete ich auf die Mittellinie ab und ließ Missy einige fliegende Wechsel ausführen, die die Richter hoffentlich beeindrucken würden. Dann wechselte ich im starken Galopp durch die ganze Bahn und nahm Missy anschließend so weit auf, bis sie im versammelten Galopp ging. Nun wendeten wir auf den Zirkel ab und wechselten mit einem fliegenden Wechsel aus demselben. Bei A parierte ich Missy aus dem Galopp zum Halten durch und richtete die schöne Stute eine Pferdelänge rückwärts, nur um sie dann sofort wieder im Schritt antreten zu lassen. Wir zeigten an den langen Seiten Schulterherrein und wechselte am hingegebenen Zügel durch die halbe Bahn. Anschließend wendete ich erneut auf die Mittellinie ab und wir zeigten eine halbe Pirouette im versammelten Schritt. Nun fehlte nur noch der Trabteil, dann hatte auch Missy ihre Kür geschafft. Ich ließ die Stute antraben und wechselte zu Beginn der langen Seite in die Passage. Missy liebte die schweren Dressurlektionen, da sie sie so sehr beschäftigten, dass sie sich nicht langweilte. Wir ritten aus der Ecke kehrt und zeigten die schwierige Lektion auch auf der anderen Hand. Nachdem wir auf die Mittellinie abgebogen waren, zeigte ich auch ein paar Piafftritte bei X. Dann brachte ich die schöne Stute zum Stehen, verabschiedete mich mit einem Gruß von den Richtern und verließ strahlend die Halle. Bisher lief der Tag absolut hervorragend und ich konnte meinen letzten Ritt kaum noch erwarten.
    2.571 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | von Sammy
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Jan. 2020
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  11. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Sammy mit
    Bearing Spots
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    Steckbrief
    Bearing Spots
    --------------------------------------------------
    Spitzname: Spotty

    --------------------------------------------------
    ~ Abstammung ~
    Von:
    Spotted Timeout
    V: ?
    M: ?
    Aus der: Bear Totem's Denali
    V: ?
    M: ?
    --------------------------------------------------

    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 14. Mai 2016
    Stockmaß: 1,65m
    Fellfarbe: Dominant White
    Gencode: ?
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: ///

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~

    Bearing Spots ist das, was man sich unter einem typischen Vollblut vorstellt.
    Während ihr robuster Körperbau und das loyale Wesen auf der einen Waagschale ruht, lodert ihr Temperament auf der anderen.
    Unbekanntem gegenüber zeigt sie sich misstrauisch, verliert aber nicht den Kopf und fordert von ihrem Menschen eine Entscheidung was zu tun ist.
    Bearing Spots zeigt sich ambitioniert im Rennsport, stellt sich aber auch den Aufgaben im Springen und in der Dressur.
    Aufgrund ihrer Abstammung ist die Stute eine Bereicherung für das Gestüt.
    Bearing Spots wird schonend eingeritten und soll sowohl auf der Bahn, als auch im Viereck begeistern. Später soll sie dann die Vollblut-Linie des Hollybrook Stud Zuchtgestüts ergänzen.

    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: adoptedfox
    Ersteller: sadasha
    Vkr: /

    --------------------------------------------------
    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen: S***
    Dressur: E
    Springen: L
    Military: L


    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    FS 262
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    485. RE | 489. RE | 491. RE | 494. RE | 502. RE
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    300. SynSPR | 567. SPR
    [​IMG] [​IMG]

    409. MIL | 411. MIL
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    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Punkte: 19
    (2 Eltern, 10 Schleifen, 2x Training, HS, TA, Bild)

    Tierarztbericht von Eddi | vom 18.01.2020
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    Körvorbereitung
    von Eddi
    18. Januar 2020
    Ich stieg aus dem Auto und atmete tief die saubere Luft ein. Erst vor zehn Tagen war ich bei meiner Freundin Sammy gewesen, um ihr Horse Makeoverpferd durchzuchecken. Diesmal stand der medizinische Check von drei Vollblutstuten an, die noch in dieser Woche an einem Stutbuchwettbewerb teilnehmen sollten. Vorausgesetzt natürlich, es war alles in Ordnung. Davon ging ich bei Sammy's Pferden allerdings aus. Sammy hatte mich gehört und kam freudestrahlend auf mich zu. Dabei zog sie den Reißverschluss ihrer Jacke so weit es ging zu. Es war wirklich kalt in England und das Hollybrook Stud Gestüt lag unter einer dicken Schneedecke begraben. Als hätte Sammy meine Gedanken erraten, grinste sie und meinte: "Wir haben jetzt mehr Schnee als an Weihnachten! Aber das Gelände ist zur Zeit herrlich." Ich lächelte. Endlich hatte ich mir mal wieder die Zeit genommen, einige Tage hier zu verbringen. Ich würde Sammy sogar zu dem Stutbuchwettbewerb begleiten. Das bedeutete aber auch, dass wir den Nachmittag mit einem ausgiebigen Ritt durch die wunderschöne Landschaft füllen konnten. Doch zuerst einmal waren nun meine Patienten an der Reihe. Sammy führte mich über den Hof und in den Stutentrakt hinein. Dort war bereits eine wundeschöne Apfelschimmelstute in einer der Putzboxen angebunden und sah uns mit gespitzten Ohren entgegen. "Das ist Cat. Oder mit vollem Namen: PFS' Storm Cat. Ich hab sie von Pineforest Stable aus Occulta's Zucht.", stellte Sammy mir das junge Vollblut stolz vor. Ich konnte sie absolut verstehen, das Schimmelchen war einfach herrlich anzusehen. Storm Cat streckte den Kopf nach vorn und beschnoberte mich vorsichtig. Ich stellte meine Tasche ab und begann gleich mit der Untersuchung. Zuerst hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte die Temperatur. Cat versuchte mich dabei die ganze Zeit zu beobachten, aber eindeutig aus Neugierde und nicht aus Angst. Auch der kurze Blick in Augen, Ohren und Maul lieferte keine Auffälligkeiten. Cat war kerngesund. Ich absolvierte noch die Beugeprobe, dann band Sammy die Stute los und führte sie im Schritt und Trab die Stallgasse hinunter. Das Kätzchen lief gleichmäßig und taktrein und machte den Eindruck, als würde sie am liebsten noch ein paar weitere Runden drehen. Allerdings hatten Sammy und ich ja noch zwei weitere Kandidaten zu versorgen. Daher brachte meine Freundin das Stütchen zurück in ihre geräumige Box und brachte mir das nächste Pferd.
    Auch Bearing Spots war ein wunderschönes englisches Vollblut mit perfektem Exterieur und einer außergewöhnlichen Fellfärbung. Also genau Sammy's Beuteschema. Zumal das Stütchen wohl auch eine ganze Menge Talent besaß. Im Gegensatz zu der freundlichen Storm Cat hob Spotty misstrauisch den Kopf, als sie mich an der Putzbox stehen sah. Erst als Sammy ihr gut zuredete und sie energisch vorwärts führte, ging die Stute in den Stand hinein und ließ sich anbinden. Ich nahm mir ein wenig mehr Zeit und strich Spotty sanft über die samtige Nase. Dabei redete ich leise auf sie ein, bevor ich mit der Untersuchung des Punktepferdchens begann. Bearing Spots war etwas drahtiger als Cat, doch man sah beiden Stuten an, dass sie sehr gut im Training standen. Bei Spotty führte ich zuerst die Beugeprobe durch, damit sie sah, dass nichts Schlimmes passierte. Erst danach hörte ich Herz und Lunge ab, schaute in Ohren, Augen und Maul. Die Temperatur maß ich zum Schluss, da ich schon damit rechnete, dass das der jungen Stute nicht sonderlich gefallen würde. Tatsächlich quietschte Spotty empört und schlug mit dem Kopf. Sammy beeilte sich sie loszubinden und ließ sie antraben. Spotty lief eifrig neben meiner Freundin her und fiel anschließend nur widerwillig wieder in den Schritt. Doch auch sie hatte den Check problemlos bestanden und durfte an der morgigen Krönung teilnehmen.
    Gleich darauf kam Sammy mit meiner letzten Patientin wieder: Little Miss Backyard. Das Stütchen tänzelte mehr neben Sammy her, als dass sie lief und stieg spielerisch in die Luft, als aus dem Hengsttrakt Gepolter ertönte. Sammy zupfte am Führstrick und führte Missy vorwärts, um sie bei mir anzubinden. Die wunderschöne Scheckstute zappelte herum und beschnoberte mich von oben bis unten. Als ihre Tasthaare mich am Hals kitzelten, wich ich kichernd zur Seite aus. "Was bist du denn für ein Clown?", fragte ich lachend. Sammy grinste nur und strich ihrer Stute liebevoll über die weiche Nase. Die Untersuchung von Missy dauerte länger, als die der beiden anderen Vollblüter zusammen. Das verrückte junge Pferd alberte mit uns herum und sprang andauernd zur Seite. Doch schließlich war auch bei Missy der Check abgeschlossen. Sammy brachte ihr Scheckstütchen zurück in ihre Box und ich packte solange meine Tasche zusammen.
    Dann drehten wir gemeinsam eine Runde durch den Stall, da ich mir mein Pferd für den Ausritt selbst aussuchen durfte. Ausgeschlossen waren natürlich Sammy's hochträchtige Stuten, die ich demnächst auch einem gründlichen Check unterziehen würde. Doch nun war erst einmal Freizeit angesagt. Sammy und ich hatten uns wie immer viel zu erzählen und wo ging das schon besser, als im wunderschön verschneiten New Forest National Park?!

    Hufschmiedbericht von Elsaria | vom 18.01.2020
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    Hufschmiedbericht
    von Elsaria
    18. Januar 2020
    Heute ging es nach England zu Samantha O´Neill. Ich kannte die junge Gestütsbesitzerin bereits vom Make Over Spektakel. Ihr wurde die Stute HMJ 7786 Elfentanz, der sie den Namen gab anvertraute. Diese wäre nun heute mein Kandidatin neben Bearing Spots. Mein Flieger ging letzte Nacht schon und ich war gerade im Mietauto für Hufschmiedbedarf auf dem Weg zum Hollybrook Stud. Ich hatte meine Lieblingsmusik im CD Player und summte zu den Liedern fröhlich mit. Endlich kam ich auf dem schön gepflegten modernen Hof an und wurde von Samantha begrüßt. Sie hatte mir schon einige Informationen bei der Auftragserteilung gegeben, da sie nur jetzt Zeit hatte fingen wir mit Elfentanz an. Die wunderschöne Trakehnerstute hatte ich noch total verwahrlost und abgemagert in Erinnerung. Erstaunlich was 3 Monate Pflege und Zuwendung ausmachen. Sam hatte gut mit ihr gearbeitet. Ich bewunderte die braune Stute als sie gebracht worden war. Sam stand bei Elfentanz und redete beruhigend auf sie ein. Ich ließ Elfentanz meine Hand beschnuppern und strich ihr sanft über den Hals. “ Na, meine Schöne, brauchst keine Angst zu haben, ich tue dir nichts, ich gebe dir nur ein paar neue Schuhe! Da stehen wir Frauen doch darauf, oder nicht?!” scherzte ich mit ihr. Ich holte die alten Eisen ab und schnitt die Hufen auf die richtige Länge ab. Ich lobte die Stute immer wieder. Ihre neuen Eisen waren bereits im Ofen. Ich holte eins, und schlug es auf dem Amboss auf ihre Größe zurecht dann brannte ich das Eisen auf das Horn. Ihr tat das nicht weh, es qualmte nur und es stank und manche Pferde werden da nervös, so auch Elfentanz. “Hoho, Süße ist ja gut!” sagte ich und lenkte die Stute dann ab. Ich machte dies gleich mit den anderen Hufen damit sie diese Prozedur nicht nochmal machen musste, und bekam ein Leckerlie, ich lobte die Stute. Inzwischen waren schon 45 Minuten vergangen, normalerweise wäre ich etwas schneller aber bei Elfentanz wollte ich mir Zeit lassen und alles mit der Ruhe machen. Hektik und nicht auf sie eingehen, wäre für die Stute genau das Falsche gewesen. Außerdem bot mir Samantha an, auf dem Hof zu übernachten, falls ich nicht beide an einem Tag schaffte, dies ließ den “Zeitdruck” etwas abfallen. Als die Stute sich wieder beruhigt hatte, nagelte ich die Eisen, die in der Zwischenzeit wieder kalt waren auf den Huf und zwickte die Enden der Nägel ab und feilte diese rund. Dies machte ich bei den anderen auch und fettete die Hufe zum Schluss noch ein. Brauchen würde es die Stute nicht, aber es sah einfach schön aus. Es war Mittag geworden ich wurde zum Essen eingeladen und nahm dankend an. Am Nachmittag wollte ich mich der nächsten Stute Bearing Spots widmen. Samantha erklärte mir wie die Stute aussah und wo sie sich befand, da sie am Nachmittag auf einem wichtigen Termin sei. Das Essen schmeckte wirklich vorzüglich. Nachdem ich mich etwas ausgeruht hatte ging ich wieder in den Stall und holte Bearing Spots aus ihrer Box. Die Stute war wunderschön, sie sollte auch die Eisen erneuert werden. Sie bekam Alueisen. Ich holte die alten Eisen herunter. Schnitt die Hufe wieder auf ihre Länge und strich der wunderschönen Stute den Hals. Dann nagelte ich die Alueisen auf ihre Hufen und fettete diese ein. Dann brachte ich sie wieder zurück in die Box räumte auf und fuhr nachhause.

    Trainingsberichte | 2 Stück
    Galopprennen E-A | 31.12.2019
    "Guten Morgen ihr Süßen! Alle bereit für den heutigen Tag?", rief ich fröhlich, als ich an diesem Morgen meine Stallungen betrat. Für meine vier englischen Vollblutstuten PFS' Storm Cat, Little Miss Backyard, Bearing Spots und Pirate's Pride war heute ein großer Tag. Alle vier sollten den Aufstieg in die Klasse A des Galopprennens schaffen. Wie üblich im Abschlusstraining würde ich alle vier Stuten selbst reiten. Für den Aufstieg in Klasse A des Galopprennens mussten mein Kätzchen, Missy, Spotty und Pride sauber aus der Startbox springen und gegen ein anderes Pferd ein kleines Rennen laufen. Wie im Plan vorgesehen, ging ich zuerst zur Box von PFS' Storm Cat. Die wunderschöne Vollblutstute sollte gleich Anfang des neuen Jahres an einem Stutbuchwettbewerb teilnehmen, den sie mit Sicherheit auch erfolgreich bestreiten würde. Mein Kätzchen hatte bereits dreizehn Schleifen auf Turnieren eingeheimst und war damit am Schnellsten körfertig gewesen. Sie brauchte den heutigen Stufenaufstieg für die Teilnahme am Wettbewerb auch nicht, doch das Leben ging ja auch nach einem möglichen Sieg weiter. Ich öffnete Kätzchen's Boxentür und begrüßte die junge Stute, indem ich ihr liebevoll über die samtene Nase strich. Ich liebte Storm Cat über alles und war immer noch ziemlich stolz darauf, ein Vollblut aus Occulta's bekannter Zucht ergattert zu haben. Plötzlich flog Cat's Kopf hoch und die Stute sah mit gespitzten Ohren über die Boxentür. "Morgen Sammy! Kann ich helfen?", fragte Edward gähnend. Ich lachte. Edward tat sich mit dem frühen Aufstehen wirklich schwer, doch er gab sich immer beste Mühe. "Klar! Du könntest mir Spotty fertig machen, sie ist gleich nach Cat dran. Ansonsten kannst du Samuel und Donald fragen, ob du ihnen helfen kannst. Ana überwacht heute das Training. In diesem Moment tauchte die junge Frau auch schon auf. Sie wollte unbedingt Jockey werden, doch ihr zweitgrößter Wunsch war es, Vollblüter zu trainieren. Beides lernte sie zur Zeit bei mir auf dem Gestüt. So gesehen war dieser Tag nicht nur für meine Stuten wichtig, es war auch Anas erster Alleingang als Trainerin - auch wenn ich ihre Anweisungen natürlich insgeheim prüfte. Ich holte Cat aus der Box und band sie draußen auf der Stallgasse an. Die erfolgreiche Stute sollte heute gegen Kagami El Assuad laufen. Mein bereits gekörtes englisches Vollblut war nicht ganz einfach im Umgang, aber unglaublich schnell. Daher hatte ich sie als Trainingspartnerin für Cat ausgesucht. Die schwierige Little Miss Backyard bekam dagegen mein erfahrenes Rennpferd Ace of Spades als Gegner, um ein wenig Ausgleich zwischen den Temperamenten zu schaffen. Doch erst einmal war nun Cat dran. Ich putzte das Schimmelchen in aller Ruhe, bandagierte ihre Beine und sattelte sie anschließend auf. Cat bekam diesmal nicht den Arbeitssattel, sondern den leichteren und noch kleineren Rennsattel auf. Immerhin wollte ich alles so ähnlich wie möglich zu einem echten Rennen gestalten. Nachdem ich das Vorderzeug verschnallt und Cat aufgetrenst hatte, rief ich nach Samuel. Er hatte die Aufgabe bekommen, Kagami zu reiten. "Komme!", antwortete er prompt und führte die schöne Palominostute aus der Putzbox. Kagami hatte bisher erst ein einziges Fohlen bekommen und würde demnächst schon Oma werden. Doch sie hatte die Trennung von Princess nicht gut verkraftet, weshalb ich mich entschieden hatte, sie erst einmal nicht mehr decken zu lassen. Stattdessen ging Kagami nun wieder Turniere und machte sich als Vielseitigkeitspferd gar nicht mal schlecht. Wir führten die Pferde aus dem Stall hinaus und ließen uns von Edward und Donald in die Sättel werfen. Cat tänzelte auf der Stelle und schlug mit dem Kopf. Ich streichelte ihr den seidigen Hals und nahm die Zügel auf. Cat wollte rennen, doch sie war dabei nie außer Kontrolle. Das liebte ich so sehr an der jungen Stute. Da hatte es Samuel mit Kagami schon ein wenig schwerer. Die Palominostute fiel immer wieder in einen zuckeligen Trab und hüpfte jedes Mal zur Seite, wenn der Wind durchs Gebüsch fuhr. Als wir die Pferde auf die Sandbahn dirigierten, ließen wir sie erst einmal an den Außenrails entlanggehen und zwar im Uhrzeigersinn. Cat trabte eifrig über die Bahn und als ich schließlich in den leichten Sitz ging, wechselte sie leichtfüßig in einen gleichmäßigen Galopp. Schließlich wendete ich mein Stütchen und trabte zur Startbox. Kagami sollte zuerst einrücken und führte ihr übliches Theater auf, bis ich sie schließlich scharf anfuhr. Kagami kannte die Startbox und spielte sich einfach nur gerne auf. Storm Cat dagegen war ganz wild darauf, in ihren Stand einzurücken. Das intelligente Vollblut wusste genau, dass sie nach dem Start aus der Box rennen durfte. Ich balancierte mich über Storm Cat's Rücken aus und griff in die kurze graue Mähne, um mich auf den Start vorzubereiten. Gleich darauf schellte die Glocke und die Türen sprangen auf. Storm Cat erwischte den perfekten Start und setzte sich direkt vor Kagami dicht an die Rails. Dann streckte sie sich und legte mit jedem Galoppsprung an Tempo zu. Doch Kagami war eine starke Gegnerin. Auf der Zielgeraden schob sie sich langsam an Storm Cat's Flanke heran. Das jedoch motivierte mein Schimmelchen dazu, umzuspringen und ihren Turbo einzuwerfen, wie ich ihren Endspurt gern nannte. Stück für Stück zogen wir Samuel und Kagami davon und schossen über die Ziellinie. Ich strich Storm Cat begeistert über den Hals und stellte mich in die Bügel, um die Stute zu verlangsamen. Cat schüttelte übermütig den Kopf, fiel aber artig in den Trab und schließlich in den Schritt.
    Am Ausgang der Bahn sprang ich aus dem Sattel, drückte Cat einen Kuss auf die Nüstern und übernahm dann Pirate's Pride von Edward. Samuel dagegen übergab Kagami an Donald und übernahm dafür Bearing Spots. Spotty ließ sich von so gut wie jedem reiten, solange sie nur laufen durfte. Daher hatte ich beschlossen, dass Samuel das schöne Punktepferd reiten sollte, während ich mich um Pirate's Pride kümmerte. Die wunderschöne Pride war die Tochter meiner Vollblutstute Pirate Island und meines ehemaligen Hengstes Ghostbuster. Ghost war inzwischen schon wieder zu seiner Züchterin Flair gezogen und kam dort als Zuchthengst zum Einsatz. Ich strich Pride über die Schnippe und Edward warf mich in den Sattel. Samuel saß bereits auf Spotty's Rücken. Die beiden jungen Stuten waren noch nie gegeneinander gelaufen und so war ich sehr gespannt, wie dieses Rennen ausgehen würde. Ich war der Meinung, dass Pride grundsätzlich schneller war als Spotty, doch die junge Stute ließ sich zuweilen noch recht schnell ablenken und verlor dadurch an Boden. Edward und Donald führten Kagami und Cat im Schritt umher, damit die Stuten sich abkühlen konnten. Gleich danach würden sie zurück zu den Stallungen gehen und die letzten beiden Pferde für heute fertig machen - Missy und Ace. Pride machte einen kleinen Satz zur Seite und holte mich damit zurück ins Hier und Jetzt. Ich lachte. "Schon gut, meine Süße. Du hast ja Recht. Jetzt wo Cat ihren Stufenaufstieg mit solcher Bravour gemeistert hat, sollen du und Spotty das auch schaffen!", sagte ich liebevoll. In aller Ruhe wärmten wir Spotty und Pride auf und ritten dann auf die Startbox zu. Während Spotty anstandslos hineinging, prustete Pride nervös und plusterte sich auf. Ich rahmte sie mit meinen Beinen ein und redete leise auf das Stütchen ein. Wie all meine Vollblüter hatte Pride schon früh gelernt, in die Startbox zu gehen. Aber zuweilen führte sie sich eben ein wenig auf. So war das mit temperamentvollen Vollblutpferden. Als Pride endlich in der Startbox stand, hatte ich gerade noch Zeit, mich ordentlich hinzusetzen, da sprangen auch schon die Türen auf und das Rennen begann. Pride hatte einen denkbar schlechten Start, während Spotty perfekt absprang und sofort in den Renngalopp wechselte. Ich dirigierte Pride zu den Rails und gab der jungen Stute Zeit, ihren Tritt zu finden. Sobald das geschafft war, schoss Pride vorwärts, doch Spotty hatte einen großem Vorsprung. Ich kauerte mich so flach ich konnte über Pride's Rücken und die Stute verlängerte ihre Galoppsprünge. Am Anfang der Zielgeraden griffen wir an. Langsam aber sicher holten wir Spotty ein. Allerdings lief mein Punktepferd noch nicht volles Tempo. Samuel ließ sie trödeln, anstatt seinen Vorsprung auszubauen. Das kam ihm nun teuer zu Stehen. Als er das nächste Mal nach hinten blickte, war Pride's Nase bereits auf Höhe von Spotty's Bauch. Ich trieb die Stute mit meiner Stimme vorwärts, doch die Aufholjagd hatte das Stütchen geschlaucht. Spotty gab nun Gas und obwohl Pride alles gab, reichte es für den Sieg nicht mehr aus. Knapp hinter der schönen Stute flogen wir über die Ziellinie. Ich ließ Pride auslaufen und parierte sie dann durch. Samuel machte dasselbe mit Spotty und sah mich schuldbewusst an. Er wusste, dass sein Verhalten ihn beinahe den Sieg gekostet hätte, der nach Pride's schlechtem Start eigentlich sicher gewesen war. Dennoch war Pride wunderbar gelaufen und hatte den Stufenaufstieg genau wie Spotty mit Leichtigkeit geschafft.
    "Hey Missy, na wie geht's uns heute?", fragte ich fröhlich, als ich das herrliche Scheckstütchen von Edward übernahm. Edward rollte die Augen und übergab mir Little Miss Backyard. Dann warf er mich in den Sattel, während Missy ihm einen Schubs versetzte, der Edward zum Straucheln brachte und beinahe dazu führte, dass ich auf ihrer anderen Seite eine Bruchlandung hinlegte. Ich hielt mich gerade noch in Missy's Mähne fest und setzte mich schnell richtig in den Sattel, da die Stute gleich darauf einen Hüpfer machte. "Mhm, verstehe schon. Gut aufgelegt, wie immer also.", sagte ich mit Grabesstimme, grinste dabei aber. Missy war ein Clown, aber ein verdammt schneller Clown. Ich beeilte mich, das Stütchen auf die Bahn zu dirigieren, damit sie ein wenig überschüssige Energie loswerden konnte. Samuel wärmte währenddessen die Rappstute Ace of Spades auf. Ace war keine wirkliche Konkurrenz für Missy, doch bei der jungen Scheckstute ging es mir eher darum, dass sie lernte, mit anderen Pferden gemeinsam zu laufen. Sonst würde das mit den wirklichen Galopprennen eher schwierig werden. Sobald Missy auf der Bahn war, wollte sie lossprinten und ich musste mein gesamtes reiterliches Können aufwenden, um das Stütchen im Trab zu halten. Als ich sie schließlich angaloppieren ließ, machte Missy einen riesigen Satz vorwärts. Ich nahm die Zügel auf und beschäftigte mein übereifriges Stütchen mit vielen halben Paraden. Zudem lenkte ich sie auf einen relativ kleinen Zirkel, um sie zu beschäftigen. Als wir die beiden Stuten schließlich in die Startbox einrücken ließen, war ich schon ziemlich am Ende. Aber den schwierigsten Teil hatte ich geschafft. Die Türen sprangen auf und Missy schoss vorwärts. Ich hielt sich zurück und wir setzten uns hinter Ace of Spades an den Rails fest. Missy kam gerne von hinten, da sie einen unglaublichen Endspurt hatte. Dafür musste ich sie jedoch erst einmal davon überzeugen, nicht gleich vorneweg zu rennen. Missy kämpfte kurz gegen mich, doch dann fügte sie sich in ihre Rolle und wartete ab. Am Ende des Bogens lenkte ich Missy auf die Außenbahn und wir flogen regelrecht an Ace vorbei. Miss wurde immer länger und wir schossen mit unglaublichen sechs Längen Vorsprung über die Ziellinie. Ich pullte mein Stütchen auf und parierte sie strahlend durch. "Yes, das wäre Nummer vier! Alle habens geschafft.", jubelte ich fröhlich. Damit waren Little Miss Backyard, Bearing Spots, Pirate's Pride und PFS' Storm Cat im Galopprennen auf Klasse A trainiert.

    Galopprennen A-L | 18.01.2020
    "Guten Morgen meine Süßen! Bereit für den nächsten Stufenaufstieg?", fragte ich fröhlich, als ich an diesem Samstagmorgen den Stall meiner Stuten betrat. PFS' Storm Cat, Little Miss Backyard, Bearing Spots und Pirate's Pride sollten heute den Stufenaufstieg in die Klasse L des Galopprennens schaffen. Für Cat, Missy und Spotty ging es bereits morgen zum Stutbuchwettbewerb. Daher würde später meine gute Freundin Eddi kommen, um die drei Vollblüter einem letzten Checkup vor der Krönung zu unterziehen. Ich war aber überzeugt davon, dass alle drei ihn problemlos bestehen würden. Pride dagegen hatte noch ein wenig Zeit, bevor es für sie ernst wurde. Sie war jünger als die anderen Stuten und daher auch im Training noch nicht so weit. Auf der Rennbahn machte sich die junge Falbstute allerdings bereits ganz hervorragend. Heute würden die vier Vollblütern zum allerersten Male alle gegeneinander laufen. Ana ritt Pride, Samuel Spotty und Donald Cat. Ich würde mich auf Little Miss Backyard setzen. Die junge Scheckstute war noch immer das schwierigste meiner jungen Vollblutpferde, daher würde ich es selbst reiten. Alle vier Stuten hatten während der letzten Wochen ein konsequentes Ausdauertraining vollzogen und standen nun wunderbar im Training. Sie hatten schlanke Muskeln ausgebildet und waren schneller geworden. Da alle vier Steher waren und ich keine Sprinter züchtete, passten die Pferdchen auch wunderbar zu meinen Zuchtzielen. Ich betrat Missy's Box und strich der hübschen Stute über die Stirn. Neben mir kratzte Samuel gerade Cat's Hufe aus. Edward würde unsere Zeit stoppen und war schon ganz aufgeregt, angesichts dieser neu übertragenen Verantwortung. Ich schnappte mir eine Bürste und fuhr über Missy's geschecktes Fell. Die Stute flehmte und brachte mich damit zum Lachen. Ana schimpfte derweil mit Pirate's Pride, da die junge Stute sich weigerte, zur Seite zu treten. Ana kam eigentlich mit jedem Pferd gut klar, doch an Pride biss sie sich die Zähne aus. Zumindest im Umgang. Unter dem Sattel waren die beiden ein tolles Team. Als Missy's Fell glänzte, kratzte ich ihre Hufe aus, verlas den Schweif und kämmte ihre kurze Mähne. Dann bandagierte ich Missy's Beine und legte ihr sanft den leichten Rennsattel auf den Rücken. Den Gurt verschnallte ich erst einmal recht locker, bevor ich das Vorderzeug einstellte. Als Missy aufgetrenst war, zog ich mir meine Schutzweste über, setzte den Helm auf und zog die Handschuhe an. Eine Gerte brauchte ich bei der temperamentvollen Stute nicht. Ganz im Gegenteil. Damit würde ich wohl schneller im Dreck landen, als ich "Piep" sagen konnte. "Wie schauts Leute?", rief ich aus der Box und schon sahen mir drei zu allem bereite Gesichter entgegen. Natürlich ging es bei diesem Abschlusstraining nicht darum, wer das Rennen gewann, aber dennoch wollte jeder von uns sein Trainingspferd zum Sieg führen. Wir führten die Pferde aus den Boxen und gurteten vor dem Stall nach. Cat tänzelte aufgeregt zur Seite, als Edward Samuel in den Sattel warf. "He, he, du darfst ja gleich loslegen!", lachte der junge Mann. Spotty und Pride blieben brav stehen und Missy zu meiner großen Überraschung ebenfalls. Zumindest solange, bis ich halbwegs im Sattel saß. Dann trabte die energiegeladene junge Stute los. Ich fasste die Zügel nach und lenkte sie in eine enge Volte, um sie zum Schritt zu verlangsamen. Dann ging es auch schon auf zur Rennbahn. Die Sandbahn war glücklicherweise für ein Rennen geeignet, auch wenn sie nicht so groß war wie meine geliebte Grasbahn. Wir wärmten die Pferde in aller Ruhe auf und rückten dann einer nach dem anderen in die Startboxen ein. Ich startete mit Missy in der Mitte, was mir überhaupt nicht gefiel. Die Startglocke läutete und die vier Stuten schossen aus der Startbox. Missy setzte sich sofort an die Spitze, also an die Position, auf der ich sie keinesfalls haben wollte. Cat war dicht hinter uns und ich konnte nach einem Blick unter meinem Arm hindurch sehen, dass Samuel kämpfte, um die Stute daran zu hindern, an uns vorbeizuziehen und so zu viel Kraft zu verschwenden. Ich spielte mit leichten Paraden an den Zügeln, um Missy zu verlangsamen und schließlich zog Cat außen an uns vorbei. Pride rückte an der Seite auf und ich hielt Missy noch immer zurück. Die Stute hatte einen unschlagbaren Endspurt, aber dafür durfte sie sich nicht jetzt schon verausgaben. Als wir endlich am Ende des Feldes unsere Position bezogen hatten, waren wir schon im letzten Bogen angelangt. Storm Cat führte, dicht gefolgt von Pride. Spotty war zwischen den Rails und Pride eingeklemmt und konnte deshalb nicht das Tempo gehen, das sie wahrscheinlich gerne gehen würde. Als wir auf die Zielgerade einbogen, gab ich die Zügel nach und Missy schoss vorwärts, als hätte man ein Fass voll Dynamit gezündet. Wir zogen an den anderen Pferden vorbei, als wären sie Standbilder. An der Spitze brach Cat ein - das hohe Anfangstempo forderte nun seinen Tribut. Spotty zog an ihr vorbei und lag nun Kopf an Kopf mit Pirate's Pride. Doch nun kam Missy. Die langen Beine der Stute verschlangen den Boden der Bahn förmlich und schlussendlich schossen wir mit einer knappen Pferdelänge Abstand über die Ziellinie. Ich riss die Hand in die Höhe und lobte Missy überschwänglich. Auch die anderen pullten ihre Pferde nach und nach auf und gemeinsam ritten wir zum Ausgang der Bahn, wo Edward uns schon strahlend erwartete. Alle Pferde hatten ihren Stufenaufstieg geschafft und nun war ich mehr als gespannt auf die morgige Krönung.

    Die Kür
    "So mein Punktepferdchen, zeigen wir ihnen, was Hollybrook-Pferde drauf haben!", sagte ich leise zu dem weißen Pferdchen mit den schwarzen Punkten, auf dessen Rücken ich gerade saß. Bearing Spots, die von allen nur liebevoll Spotty genannt wurde, war die letzte der Stuten, die ich heute auf dem Stutbuchwettbewerb vorstellen würde. Und nach den ersten beiden Auftritten war ich überzeugt davon, dass auch Spotty ihre Sache gut machen würde. Das junge englische Vollblut war nervös und sah sich mit großen Augen um. Spotty hatte noch nicht ganz so viel Turniererfahrung wie Cat und Missy, doch sie war talentiert und stach mit ihrer außergewöhnlichen Fellfärbung überall hervor. Ich nahm die Zügel auf und ritt mit Bearing Spots im Schritt in die Halle ein. Die schöne Stute lief in der Dressur nur auf E-Niveau, was sie durch zahlreiche Siege bei Galopprennen wettmachte. Das bedeutete für mich, dass ich wieder eine einfache Kür zeigen würde. Aber das war auch okay so. Spotty trabte mit gleichmäßigen Schritten die Mittellinie hinunter und kam bei X auf mein Kommando hin geschlossen zum Stehen. Ich senkte den linken Arm und den Kopf, um so die Richter zu grüßen. Dann ließ ich Spotty noch einige Sekunden stehen, bevor ich sie im Schritt antreten ließ und zum Hufschlag ritt. Dort wendete ich auf die linke Hand ab und ritt Zirkel, Volten und Schlangenlinien, bevor ich eine Kehrtvolte ritt und somit die Hand wechselte. Auf der anderen Hand ritt ich nun Schlangenlinien mit drei Bögen und trabte Spotty an, sobald wir den letzten Bogen beendet hatten. Nun wendete ich auf den Zirkel ab und galoppierte mein Punktepferdchen zur geschlossenen Zirkelseite hin im Arbeitstempo an. Spotty sprang eifrig vorwärts und reagierte wunderbar auf meine Hilfen. Nachdem ich eine Runde um die ganze Bahn gedreht hatte, parierte ich Spotty zum Trab durch und wechselte durch die ganze Bahn, bevor ich erneut angaloppierte. Nun fehlte nur noch der Trabteil. Wieder ritt ich Zirkel und Schlangenlinien, um dann durch die ganze Bahn wechselte. Auch auf der anderen Hand ritt ich einfache Schlangenlinien, bevor ich zum Abschluss der Kür bei A auf die Mittellinie abwendete. Bei X parierte ich Spotty durch, verabschiedete mich mit einem erneuten Gruß von den Richtern und verließ dann die Halle. Das war vielleicht nicht die spektakulärste Kür an diesem Tag gewesen, doch Spotty hatte ihre wunderschönen Grundgangarten und ihr faszinierendes Wesen präsentieren können und genau darauf kam es mir an. Nun hieß es abwarten, bis meine drei Stuten ihr Ergebnis bekamen.
    2.556 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | von Sammy

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    Spotty vor der Krönung | Decke by Maleen
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Jan. 2020
    sadasha und adoptedfox gefällt das.
  12. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Die Abstimmung endet am 19. Januar 2020 um 14:19 Uhr

    Disqualifiziert wurde Maleen mit Liara. Grund: Fehlerhafter Link zum Pferd
     
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