[SK 465] Alle Stuten

Dieses Thema im Forum "Stutbuch Wettbewerbe" wurde erstellt von Canyon, 17 Juni 2019.

  1. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    [SK 465] Alle Stuten

    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen).
    - Jeder darf mit bis zu drei Stuten teilnehmen, dabei ist es egal, wem diese gehören.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.! Zur Überprüfung wird die Zeichenanzahl unter den Kürtext geschrieben, zusammen mit dem Prüfsystem.
    - Bitte überweist 5 Joellen pro Stute an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 465
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mindestens einen Tag vorher angekündigt, außer die maximale Teilnehmerzahl ist bereits ausgefüllt.
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben, allerdings unter der Voraussetzung, dass es mindestens 5 Teilnahmen gibt.
    - Hufschmied- und Tierarztberichte sind mit dem richtigen Datum zu versehen.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerbsschleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschauschleife
    2 Punkte je Reiterspielschleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein - Zählung erfolgt ab dem Tag der Anmeldung.

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte + Datum (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
  2. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Veija aka Caleb O'Dell mit Face Down
    [​IMG]

    Steckbrief
    Exterieur
    Name: Face Down
    Rufname:
    Alter: 25.06.2012, 6 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,55m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Schimmel (früher Fuchs eeAaGg)
    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: Wearing the Inside Out

    Charakter:
    Face Down ist eine ruhige und gelassene Stute. Sie hat den 'will to please' und arbeitet wahnsinnig gut mit. Sie lässt sich easy händeln und versteht schnell, was man von ihr möchte.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein
    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Friese
    Gezüchtet bei/Zucht:
    VKR: sweet (abgelaufen), Friese

    Kaufpreis: 0 Joellen
    Zu Verkaufen: nein(bei Verkauf o. Gnadenweide zurück an Friese)


    Qualifikationen

    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Western

    Western Pleasure LK3
    Hunter under Saddle LK4


    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Galopprennen E
    Distanz M
    Fahren E


    Erfolge
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    3. Platz 288. Westernturnier, 1. Platz 290. Westernturnier, 3. Platz 291. Westernturnier. 2. Platz 294. Westernturnier, 3. Platz 311. Westernturnier, 1. Platz 238. Distanzturnier, 3. Platz 397. Distanzturnier, 2. Platz 398. Militaryturnier, 1. Platz 398. Distanzturnier, 3. Platz 497. Westernturnier, 2. Platz 399. Distanzturnier, 2. Platz 498. Westernturnier

    Gesundheit
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:

    Hufschmied
    Letzter Besuch: November 2018
    Beschlag: Stahleisen vorne, Slidingeisen hinten

    PNG
    Puzzle PNG
    Offizieller HG

    Trainingsberichte (5)
    Distanz E- A
    November 2015, by Veija
    Heute war ich wieder auf dem Weg zu Elena und drei ihrer Pferde. The Circle of Unbroken sollte in der Dressur gefördert werden, Face Down sollte ich die Distanz näher bringen und Batida de Coco sollte eingeritten werden. Mit von der Partie waren heute Aliena und Alexis. Aliena würde sich um Face Down kümmern, Alexis um Batida und ich um Circle. Auf ihrem Hof angekommen begrüßten wir Elena kurz und ich stellte ihr meine beiden Mädels vor, ehe wir ein Zimmer bezogen. Kurz machten wir uns frisch, ehe wir in den Stall zu den Pferden gingen und den Plan für heute besprachen. "Alexis, du schnappst dir Batida und putzt sie gründlich, ehe du sie longieren gehst. Zeig ihr heute auch schon den Sattel", gab ich Anweisungen und sah dann zu Aliena. "Schnapp dir Face Down und reite sie auf dem Platz gründlich ab, bevor du mit ihr ins Gelände gehst. Versuch viel zu traben, sie soll sich schon anstrengen", erklärte ich und sah mich dann um. "Ich schnapp mir The Circle of Unbroken und fördere ihn ein wenig in der Dressur. Bis heute Abend", sprach ich lachend und schon verschwanden die beiden jungen Frauen zu ihren Pferden. Schnell hatte ich Circle ausfindig gemacht und ihn fertig zum Reiten gemacht. Als wir auf den Platz gingen, war Aliena mit Face schon fertig und verließ gerade den Hof. Auf dem Platz gurtete ich den Hengst nach und wärmte ihn zunächst gründlich im Schritt und Trab auf. Laut schnaubte der Hengst ab, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit begannen. Ich trieb ihn mit den Schenkeln nach vorne, nahm im Schritt aber die Zügel ein wenig an. "Na komm Dicker, mach den Kopf runter", sagte ich und merkte, wie er langsamer wurde und den Kopf runter nahm. Dann gab ich die Zügel ein wenig nach und trieb ihn mit den Schenkeln nach vorne. Sofort verstärkte er den Schritt. "Brav", sagte ich laut und trabte ihn dann an. Das gleiche versuchten wir nun auch im Trab, was auch sehr gut klappte. Schließlich galoppierte ich ihn an. Mit einem Satz sprang er nach vorne, doch schnell hatte ich ihn wieder unter Kontrolle. Ich hielt ihn auf dem Zirkel, parierte an X zum Trab durch und galoppierte ihn auf der anderen Hand wieder an. Wir übten viele Übergänge zwischen den verschiedenen Gangarten und auch Übergänge zum Stand. Zum Schluss übte ich noch ein paar Schlagenlinien, bevor ich ihn einige Runden im Schritt trocken ritt und dann wieder fertig gemacht in die Box stellte. Ich räumte alles weg und sah Aliena kurz zu, wie sie Face absattelte. "Hat alles geklappt?", fragte ich sie. "Ja, alls super."
    Dann ging ich zu Alexis und Batida, die immer wieder lange Pausen machten, um dann wieder kurz weiter zu arbeiten. Sie hatte es heute schon geschafft den Sattel draufzulegen und sie damit zu longieren. "Dann lass es gut sein für heute", sagte ich lachend und ging ins Haus. Dort telefonierte ich mit zu Hause, wo alles in Ordnung war.. schließlich war es schon Abend und wir gingen alle ins Bett.
    Früh am nächsten Morgen waren wir auf den Beinen und im Stall. Aliena ritt mi Face aus, um ihre Kondition weiter auszubauen, Alexis hatte Batida schon gesattelt und war mit ihr auf dem Platz und ich hatte mir Unbroken fertig gemacht, ehe ich alles wiederholte, was wir gestern geübt hatten. Hinzu kamen jetzt Schritt- Galopp Übergänge und Rückwärtsrichten. Dann sattelte ich ihn auch schon wieder ab und es gab Mittagessen. Am Nachmittag schnappte ich ihn mir wieder und übte noch einige Dinge, ehe ich Alexis mit Batida half. Erste Aufsitzversuche waren erfolgreich und die Stute akzeptierte auch schon Gewicht auf ihrem Rücken. Für heute war es jedoch genug.
    In den nächsten Tagen ritt ich Circle zweimal am Tag, wobei wir morgens immer die Sachen vom Vortag wiederholten und mittags Neues lernten. Alexis und Face waren meistens den ganzen Tag weg. Batida bekam drei Einheiten am Tag, wobei die letzte Einheit immer nur 10 Minuten waren.
    Am Ende der Woche konnte die Jungstute im Schritt, Trab und Galopp geritten werden, Face Down war in Distanz auf der Klasse A und auch Circle war nun in der Dressur auf A.
    Zufrieden verabschiedeten wir uns und fuhren nach Hause.

    Distanz L- M
    September 2016, by Veija
    [...]Caleb
    Murrend machte ich mich auf den Weg in den Vollblütertrakt. Eigentlich zog mich gar nichts zu diesen Pferden hier, aber Verena hatte mich abdegradiert, dass ich doch bitte Shiryo und Daryl gone Mad auf die Koppel stellen sollte. Ausgerechnet letzteren konnte ich absolut nicht leiden, denn Redneck war einfach ein nerviges Pferd, bei dem ich noch immer nicht verstehen konnte, warum Verena ihn gekauft hatte. Doch das war nicht mein Problem, ich kümmerte mich um die Westernpferde und ließ die Vollblüter Vollblüter sein- naja, bis auf heute. Ich schnappte mir zu erst die Stute Shiryo, die von allen nur Shio genannt wurde und legte ihr Gamaschen an, ehe ich sie auf die Koppel brachte. Dann schnappte ich mir Daryl, was leichter gesagt, als getan war. Der Hengst hasste mich abgrundtief und zog dauernd seine Beine weg. Nicht nur einmal ermahnte ich ihn mit meiner Stimme und klatschte ihm dann eine, bis ich die Beinschoner drauf hatte und das nervige Bündel über die Koppel fegte. Zurück im Stall traf ich auf Octavia. “Wo ist Verena eigentlich?”, fragte sie mich, als ob ich auf alles eine Antwort wüsste. “Keine Ahnung.”, damit war das Gespräch beendet und ich kümmerte mich darum, die Boxen aus zu misten, ehe ich die Heunetze auffüllte und das Kraftfutter verteilte.
    Als ich dann wieder ins Haus gehen wollte, sah ich Bellamy und Wildfire im Round Pen- Bellamy schien ziemlich verzweifelt zu sein, weshalb ich zu ihm rüber ging und ihm helfen wollte. “Wo liegt das Problem?”, fragte ich ausgesprochen freundlich und bekam auch ein knappes Lächeln geschenkt. “Der kommt dauernd nach innen und will mich über den Haufen rennen…”, erklärte er mir. “Halt die Peitsche an seine Schulter, wenn er nach innen kommt wackel damit und sonst berühr ihn, bis er wieder nach außen geht. Wenn das noch immer nichts hilft, schlag zu.”, sagte ich schulterzuckend und sah ihm eine Weile zu. Bellamy lernte schnell, das musste man ihm lassen. Es dauerte nicht lange, da lief Wildfire in schönen großen Kreisen um Bellamy herum. “Wenn du die Seite wechseln willst, halt ihn an, stell dich vor ihn, tausch die Hand, in der du die Peitsche hast und schnalz. Normalerweise weicht er dann deinem Druck und geht in die andere Richtung.”; erklärte ich ihm und schaute ihm zu. Als alles klappte machte ich mich auf den Weg ins Haus, jedoch nicht, ohne Bellamy vorher noch einen Rat zu geben. “Lass ihn nicht zu lange laufen, geht auf die Gelenke. Nehm ihn lieber an die Hand und geh ein Stück spazieren, aber verlass den Hof nicht, der kann dir schnell abhauen.”, sagte ich lachend und verschwand dann wirklich im Haus, wo ich auf Verena traf.
    “Ich dachte du hast zu tun?” “Hab ich auch, gleich kommt Semetti mit Raised from Hell und Wolfs Bane. Face Down und Cup Cake kommen auch gleich noch.” “Und die hast du alle gekauft?”, fragte ich sie mit hochgezogenen Augenbrauen. “Himmel, nein. Raised from Hell habe ich zurück gekauft, der Rest kommt nur zum Training. Zwei Pferde einreiten, eins in Distanz trainieren. Bei dem einen Pferd kannst du mir beim Einreiten helfen. Cup Cake ist eine Paint x Appaloosastute, die wir Western einreiten sollen. Am besten bis Samstag.”, sagte sie und sah mich an. Ich schüttelte nur den Kopf. “Wir haben heute Sonntag, das ist nicht viel Zeit.” “Du schaffst das.”, lachte sie und ging ihrer Wege. Ich schaute kurz auf mein Handy und trug mir das Pferd ein. Noch mehr Arbeit.

    Verena
    Es dauerte nicht lange, da fuhr Smetti auf den Hof. Viel hatten wir nicht zu reden, denn er war ja auch zum arbeiten hier und nicht zum quatschen. Wolfs Bane luden wir zusammen aus, um Raised from Hell kümmerte ich mich alleine. Die Stute kam wieder auf die große Koppel und wurde sofort von den anderen Pferden empfangen- Pferde vergaßen nicht.
    Nach einer Weile kamen dann auch Cup Cake und Face Down, welche ich auch in den Stall stellte und dem Fahrer ein Trinkgeld gab, ehe ich Elena anrief und ihr sagte, dass ihre Pferde wohlbehalten angekommen waren. Dann fing ich auch schon mit dem Training an. Face Down wurde geputzt und gesattelt und ich ging für gute zwei Stunden ins Gelände, um ihre Kondition zu testen. Die war ganz ordentlich, so dass wir auf dem Rückweg fast nur trabten oder galoppierten. Wieder am Hof angekommen stellte ich sie wieder in die Box und schnappte mir Wolfs Bane, die ich ein wenig longierte. Sie kannte das schon alles, weshalb ich sofort mit dem Sattel anfangen konnte. Ich zeigte ihr die Satteldecke und legte sie auf ihren Rücken. Das machte ihr gar nichts aus, weshalb sofort der Sattel folgte. Ich zeigte ihn ihr, legte ihn dann auf den Rücken und machte vorsichtig den Sattelgurt zu. Die Steigbügel hatte ich hoch gemacht, so dass sie nicht an ihren Bauch schlagen konnten. Dann schickte ich sie wieder von mir weg. Nach ein paar Bucklern war das jedoch auch getan- sie gewöhnte sich wirklich schnell daran, so dass ich ihn heute schon ein Loch enger schnallte. Sofort plusterte sie sich auf, doch nach ein paar Runden an der Longe gab sich das. Dann machte ich auch schon Schluss für heute und ging zu Bellamy, der das selbe mit Wildfire versuchte. Nicht nur einmal flog der Sattel durch die Luft. “Ich wüsste mal gerne, was er hat. Tierarzt war letztens erst da, im Rücken hat er nichts. Ich kann mir aber nicht leisten, ihn nochmal auf die Koppel zu stellen- so schwer es mir fällt, entweder das klappt bald, oder er muss weg.”, sagte ich und schaute in das geschockte Gesicht von Bellamy. So kannte er mich gar nicht. Ich zuckte nur mit den Schultern und ging dann ins Haus, von wo aus ich ihn ein wenig weiter beobachten konnte. Er schlug sich gut und wollte einfach nicht aufgeben. Sowas liebte ich ja, Kampfgeist.

    Am nächsten Morgen war ich schon früh auf den Beinen, weil ich nicht nur Caleb beim Einreiten von Cup Cake helfen, sondern auch meine Pferde trainieren wollte. Caleb war noch früher auf den Beinen als ich und hatte es sogar schon geschafft, einen Sattel auf die Stute zu legen. Westernpferde waren da meistens viel robuster als englische Pferde, vielleicht weil sie manchmal viel zu grob angepackt wurden, so dass sie einfach schon im jungen Alter abgestumpft waren. Kurz seufzte ich. “Du scheinst ja keine Hilfe zu brauchen, machst du das Selbe wie hier nachher auch mit Wolf’s Bane, nur in Englischmontur? Dann geh ich ins Gelände..” “Wird gemacht, Chef.”, sagte er ausnahmsweise sehr hilfsbereit, ehe ich in den Stall ging und mir Face Down schnappte. Face Down war wirklich eines meiner Lieblingspferde von Friese, sollte sie die Stute jemals verkaufen, konnte sie sich sicher sein, dass ich alles dafür tun würde, sie auf meine Ranch zu nehmen.
    Nachdem ich sie also geputzt und gesattelt hatte gingen wir ins Gelände, wo wir heute ein wenig schneller unterwegs waren als gestern. Ich trieb die Stute zu langen Trabstrecken an, was auch für mich sehr anstrengend war, doch wenn wir immer wieder galoppierten, war das schon okay. Ich würde Face Down auch jetzt schon als fertig abstempeln, lediglich ein paar kürzere, aber schnellere Distanzen wollte ich noch mit ihr gehen, bevor sie wieder abgeholt werden würde.
    Wieder auf der Ranch angekommen war Caleb gerade dabei, mit Wolfs Bane Aufsteigübungen zu machen. “Ich bin begeistert, das Pferd hier lernt so unglaublich schnell!”, sagte er und ich lächelte. Das hörte man doch gerne! Schon am zweiten Tag saß Caleb auf dem Pferd- er war gerade komplett aufgestiegen, und wurde nicht abgeworfen. Er ritt ein paar Runden im Kreis und stieg dann wieder ab.
    In den nächsten Tagen ritt ich jeden Tag mit Face Down aus, beließ es bei der gleichen Strecke, legte sie aber immer flotter zurück. Talentiert war die Stute, das musste man ihr lassen.
    Auch Cup Cake konnte Caleb immer besser reiten und lenken. Wolfs Bane machte auch riesige Fortschritte, so dass alle Pferde schon am Freitag wieder abgeholt werden konnten. Wir verabschiedeten Smetti ganz herzlich und wünschten ihm eine gute Heimfahrt- ebenfalls wünschten wir ihm viel Glück mit seinem neuen Pferd! Sympathy for the Devil hatte auf jeden Fall ein gutes Zuhause gefunden, was mich ungmein freute.[...]

    Pleasure LK 5 - LK 4
    Juli 2018, by Veija
    Laurence
    Octavia war heute zu Besuch auf der Ranch und wollte uns bei dem Training der Pferde etwas unter die Arme greifen. Ich war darüber doch sehr froh, denn so konnten wir mit vier Pferde gemeinsam auf den Platz gehen und schon auf Turnierniveau trainieren. Ich würde heute meine Stute GRH's A Gun Colored Lena reiten, die ich schon bald zur Krönung schicken konnte, worauf die ganze Ranch unglaublich stolz war. Octavia würde Black Sue Dun It reiten, die sie auch schon am fertig machen war. Caleb würde sich Chou schnappen und Bellamy würde A Walking Honor reiten. Alle Pferde sollten in der Pleasure von der LK 5 in die LK 4 aufgestuft werden.
    Relativ schnell fanden wir uns also alle auf dem Platz ein. Da ich heute das Kommando über alle Reiter und Pferde übernahm, befahl ich allen, die Pferde zu erst im Schritt und lockeren Trab warm zu reiten. Auch Lena und ich ritten uns ein wenig warm. Da es hier so wahnsinnig heiß war, dauerte das auch wirklich nicht lange und wir konnten mit dem Training anfangen. Dazu rief ich wieder alle in die Mitte. "Wir reiten jetzt alle ganze Bahnen, ich gebe die Kommandos zu Richtungswechseln oder Tempowechseln. Wichtig ist, dass ihr die Pferde wirklich gerade haltet. Die sollen nicht durch die Gegend gucken und die sollen auch nicht über die Schultern einfallen.", erklärte ich alle und schickte Caleb vor. Gefolgt von Octavia, Bellamy und zum Schluss mir. "Überholt werden darf natürlich, aber rempelt keinen um.", fügte ich noch an und so gingen wir im Schritt auf der linken Hand unsere Runden. Honey und Chou waren doch recht langsam in ihrem Schritt, Sue und Lena allerdings überholten die beiden anderen Pferde, wobei Lena noch die schnellste war und ich mich so sehr schnell an der Spitze unserer kleinen Truppe wiederfand. "Traben.", gab ich die kurze Anweisung und trieb Lena zum Trab an. Trab war gar nicht ihre Gangart. Sie galoppierte für ihr Leben gerne und ich sah es schon kommen, dass wir beim Galopp gleich ein riesiges Chaos haben würden. Immer wenn ich um die Kurve ritt, schaute ich mich nach hinten um. Das, was ich sah, sah wirklich gut aus, so dass ich das Kommando zum Schritt gab. Wir ritten etwa eine halbe Runde im Schritt, ehe ich wieder zum Traben animierte und wir schließlich angaloppierten. "Halte sie alle etwas zurück, lasst sie aber noch flüssig laufen.", sagte ich und sie taten alle, was ich ihnen gesagt hatte. Lena und ich galoppierten vorne weg und überholten sogar Chou noch, die heute wohl wirklich keine Lust zu galoppieren hatte. Nach einer Weile gab ich wieder das Kommando zum Traben und schließlich zum Schritt gehen, ehe wir die Hand wechselten und auf dieser genau das Selbe machten. Dann ritten wir die Pferde trocken und brachten sie wieder auf die Koppeln. Octavia wollte uns noch weiter helfen, weshalb wir uns heute noch Easy Going, Face Down, GRH's Aquila T Mistery und Heretic Anthem vorknöpften. Auch sie alle wollten wir in der Pleasure für die LK 4 trainieren, weshalb wir das selbe machten wie eben mit den anderen Pferden. Die einen stellten sich besser darin an, die anderen eher nicht so gut. Doch alle erreichten das Niveau, welches wir für sie vorgesehen hatten. Es musste natürlich noch mehr Training folgen, doch fürs erste wollten wir es dabei belassen. Octavia verabschiedete sich wieder und so waren wir hier wieder zu dritt.
    Den ganzen Nachmittag über hatten die Pferde alle Pause, ehe wir am Abend nochmals die Pläne studierten und zu dem Entschluss kamen, dass wir die anderen Stuten auch noch trainieren wollten.
    GRH's Unbroken Magic, Honey's Aleshanee und Magnificient Crow waren als nächstes an der Reihe. Magic und Shanee wurden von mir und Bellamy geritten. Sie sollten ebenfalls in der Pleasure aufgestuft werden. Crow wurde von Caleb geritten, denn sie sollte in der Reining auf die LK 2 gebracht werden. Caleb ging deshalb auf den großen Reitplatz, Bellamy und ich fanden uns auf dem Kleinen wieder und trainierten dort unsere beiden Pferde. Beide waren noch jung und erst vor kurzem eingeritten worden, so dass wir hier auf jeden Fall mehr zu tun hatten und es würde auch nicht mit ein paar Mal reiten getan sein. Ab und zu warf ich einen Blick rüber zum großen Reitplatz, auf dem Caleb gerade mit Crow einen Sliding Stop sondergleichen hinlegte. Gleich nachdem sie standen, gab er die Hilfen zum Roll Back und Crow sprang rum. Es fiel ihr jedoch sichtlich schwer, so dass ich glaubte, dass bei der LK 2 für sie Schluss sein würde. Sie war eben doch nicht so perfekt gebaut für diese Disziplin. Doch das war auf keinen Fall schlimm, denn wir züchteten hier auf dem Blakes Crow Meadow ja Allrounder, also hätte sie auf jeden Fall auch weiterhin einen Platz hier auf der Ranch.
    "Lassen wir gut sein für heute, Bellamy.", erklärte ich dem jungen Mann dann und wir ritten zum Stutenstall, wo wir die beiden Pferde absattelten, ihnen ihr Kraftfutter gaben und sie dann wieder auf die Koppel brachten. "Vier Pferde fehlen noch, dann haben wir sie alle für diesen Monat.", sagte ich zu dem jungen Mann und er überlegte kurz. "Lass die heute auch noch machen, wenn wir schon dran sind.", sagte er und ich gab diese Anweisung an Caleb weiter. Er nickte und suchte sich sofort Snapper Little Lena raus, die er in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 bringen wollte. Er hatte irgendwie einen Narren an der blinden Stute gefressen. Bellamy schnappte sich My sweet little Secret und wollte sie im Trail auf die LK 2 bringen. Ebenfalls an Caleb übergab ich Stormborn, die auch auf die LK 3 in der Reining gebracht werden sollte. Für mich blieb dann noch Striga übrig, die ich einreiten und dann in der Pleasure in die LK 4 bringen wollte.
    Wir hatten also in diesem Monat mehr als genug zu tun, ohne uns um die Jungpferde oder die Hengste zu kümmern. Auch blieb das Training der Zuchtpferde zur Zeit noch aus, doch in ein paar Tagen würde dies wieder aufgenommen werden. So trainierten wir jeden Morgen und jeden Abend unsere zugeteilten Pferde, halfen uns bei Problemen gegenseitig und unterstützten uns, so wie es sein sollte. Am Ende des Monats hatten wir dann alle Tiere eine Stufe weiter

    Pleasure LK 4 - LK 3
    Dezember 2018, by Veija
    Caleb
    Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem wollten Cayce und ich in der Hunter Hack auf die nächste Stufe bringen. Seit Cayce da war half er mir ständig beim Trainieren der Pferde, so dass ich viel schneller und besser voran kam. Letzte Woche hatten wir angefangen, Striga, Honey's Aleshanee, GRH's Aquila T Mistery, Unbroken Magic, A Walking Honor, Chou, Easy Going und Face Down in der Pleasure auf die LK 3 vorzubereiten. Noch allerdings nur mit Wassertrense, was sich in den nächsten Tagen ändern würde.
    Mit Crow und Heretic hatten wir noch nicht trainiert, heute würde unser erstes Training für diesen Monat mit ihnen sein. Wir hatten sie beide gesattelt und standen nun in der Halle, wo wir nach dem nachgurten aufstiegen und die Pferde warm ritten. Heretic zeigte sich dabei etwas besser, da sie von sich aus langsamere Bewegungen zeigte. Am Sprung jedoch musste Cayce sie ganz schon treiben. Crow dagegen war teilweise etwas zu stürmisch, zeigte auch am Sprung noch viel zu viel Go und verhaspelte sich dann davor. "Ist wohl nicht Crows Disziplin.", meinte Cayce nach dem Training zu mir. "Nein, scheint nicht so. Ich wollte nächsten Monat anfangen mit Barrel Racing mit ihr. Da kann ich sie mir besser vorstellen.", sagte ich zu ihm und er nickte. "Ja, da sehe ich sie auch eher... und sollen wir uns Magic und Easy nochmal holen heute? Die anderen Pleasurepferde können wir ja morgen dann machen.", fragte er mich und ich nickte.
    Zu erst brachten wir Crow und Heretic in den Stall, ehe wir uns Unbroken Magic und Easy Going holten, putzten, sattelten und dann in die Halle gingen. Wir hatten ihnen heute schon die Kandaren angezogen und wollten, testen, wie sie darauf reagierten. Ich hatte Magic unter mir, die mit der Umstellung wirklich nicht so gut klar kam. Sie war sehr auf meine Hilfen angewiesen und wenn ich die Zügel einmal hochnahm und sie das unbekannte Gebiss in ihrem Maul an den Gaumen bekam, reagierte sie mit Kopfschütteln und genervtem Schweifschlagen. "Oh oh...", sagte Cayce auf einmal, der hinter mir ritt. "Die würde ich nicht mit dem Gebiss reiten. So machst du sie dir nur sauer.", sagte er zu mir und ich hielt die Stute seufzend an. Ich schrieb Betsy kurz eine SMS. Wenig später tauchte sie in der Halle auf und wir tauschten die Trense. Jetzt hatte ich wieder die gewohnte Wassertrense auf der Stute, die sie kannte und mit der sie klar kam. "Dann müssen wir eben noch eine Weile damit arbeiten, bevor wir umsteigen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu den anderen und ritt wieder los. Ich ließ die Zügel nun extra viel lockerer und hielt sie mit einer Hand, damit sich Magic an die andere Zügelstellung gewöhnen konnte.
    Drei Wochen Training hatten die Pferde nun alle hinter sich. Bis auf Magic hatte jedes der Pferde, die wir in der Pleasure trainiert hatten, die Umstellung auf Kandare gut verarbeitet. Magic ritt ich seit zwei Tagen zwar auch damit, musste sie aber wahnsinnig fein und mit minimalen Hilfen dirigieren. Diese Stute war wirklich ein Ein-Mann-Pferd, der wusste, wir man mit ihr umzugehen hatte. Auch Magnificient Crow und Heretic Anthem machten ihren Job immer besser, obwohl für Crow mit der LK 4 in dieser Klasse Schluss sein würde. Hunter Hack lag ihr einfach nicht. Gezogen war sie sowieso für andere Sparten der Westernreiterei, weshalb wir uns diesen im nächsten Monat widmen würden.

    Hunter under Saddle LK 5 - LK 4
    Januar 2019, by Veija
    Caleb
    "Gut machst du das O!", lobte ich Octavia, die eine weitere Runde fehlerfrei mit Face Down leichtgetrabt war. "Das ist gar nicht so einfach!", beklagte sie sich, als sie wieder an mir vorbei geritten kam. "Klar ist das nicht einfach. Aber wenn du übst, immer auf dem richtigen Fuß leicht zu traben, dann wird es irgendwann Routine.", erklärte ich ihr und sie nickte. "Komm, noch eine fehlerfreie Runde, ich bin nicht umsonst hier!", sagte ich und schickte sie nach außen, wo sie auf den Hufschlag ritt und die Stute wieder antrabte. "Sitzen.. sitzen.. jetzt.", rief ich zu ihr herüber und korrigierte sie erneut, als sie auf dem falschen Fuß war. "Gut, so und jetzt durchhalten." Seit Octavia wieder auf der Ranch war wollte sie unbedingt mehr über den Westernsport lernen und uns, aber vor allem mir, beim Training der Pferde unter die Arme greifen. Endlich hatten wir jemanden, der mit Vorliebe im Englischsattel saß und sich diese Pferde zur Aufgabe machte. Da wir alle Tiere hier vielseitig ausbilden wollten, kam uns das ganz gelegen. Im Januar würden es jedoch nicht so viele sein, weshalb Octavia sich alle Zeit der Welt mit Face Down nehmen konnte. Gerade als ich mich an die Wand der Halle stellte, kam Murphy mit GRH's Aquila T Mistery. "Hier, fertig geputzt und gesattelt. Hab sie ein wenig warm geführt.", erklärte er mir und ich bedankte mich bei ihm. Ich gurtete nochmals nach und schwang mich dann in den Sattel. Im letzten Monat hatte ich sie in der Pleasure trainiert, diesen Monat wollte ich endlich mit dem Reiningtraining anfangen. Und dass noch ein anderes Pferd in der Halle war, kam mir ganz gelegen. Sie sollte lernen sich nicht ablenken zu lassen und auf meine Hilfen acht zu geben, auch wenn jemand anderes ebenfalls Stimmkommandos gab. "Gut. Galoppier sie gleich mal auf der ganzen Bahn an. Halt sie dabei schön gerade. Und nimm sie zurück, wenn sie zu schnell wird. Lass sie aber auch wieder etwas lockerer, wenn sie tut, was du von ihr willst.", erklärte ich O und hielt mich im inneren der Halle auf. Dort ritt ich viele kleine Volten, stellte und bog die Stute ordentlich, damit ich sie richtig locker bekam. Dann startete ich mit dem Zirkeln. Mir war es wichtig, dass Aquila schnell herausfand, dass sie den Zirkel von sich aus halten sollte. Ich wollte ihr bewusst machen, was ich von ihr wollte und was sie zu tun hatte, auch wenn die Hilfen weniger wurden. Dabei stellte sie sich ganz ordentlich an, so dass ich gleich zum Spin übergehen konnte. Ein wenig Erfahrung hatte sie schon darin, so dass ich ihr die Hilfen gab und sie anfing, sich zu drehen. Noch gab ich meine Hilfen übertrieben, nach und nach würden sie aber feiner und präziser werden.
    Während ich also in der Mitte mit den Spins beschäftigt war, baute Octavia sich einen Sprung auf, wo sie das korrekte springen mit Face Down üben wollte. Mir kam das ganz gelegen, denn so konnte ich eine lange Seite der Halle zum Run Down benutzen, wo ich das Stoppen, das Rückwärtsrichten und die Roll Backs üben konnte. Back Up lag der kleinen Stute nicht wirklich, dafür waren ihre Roll Backs umso besser. Ich ritt sie noch ab und brachte sie wieder in den Stall, wo ich sie Murphy übergab, ehe ich mich anderen Pferden widmete.
    In den nächsten Wochen trainierte ich fast täglich mit der Stute und war eigentlich immer in der Halle, wenn Octavia mit Face Down auch da war. So konnte ich ihr Tipps geben, wie sie mit der Stute weiterkam. Face Down machte sich gut, sprang auch immer besser. Aber auch Aquila wurde von Tag zu Tag besser und meine Hilfen waren mittlerweile schon weniger extrem.

    Die Kür
    Mit Face Down hatten wir uns auf den Weg zur 465. Stutkrönung gemacht, um noch ein Zuchtpferd auf der Ranch wissen zu können. Fertig gesattelt und getrenst stand die Stute am Hänger und döste vor sich hin. Auch wenn es mit das erste Mal war, dass sie auf einer so großen Veranstaltung war, stand sie ruhig da und ließ sich von dem ganzen Trubel um sich herum nicht nervös machen. Ich zupfte noch ein wenig Heu aus ihrer Mähne und ging mit der Bürste noch einmal drüber, ehe ich meinen Hut aufsetzte und mit ihr zu Showhalle ging. Ich wollte mit der Stute nicht wirklich viel im Westerntil zeigen, sie lediglich unterm Westernsattel vorstellen. "Caleb O'Dell mit Face Down von der Bow River Ranch, bitte bereit halten.", klang es durch den Lautsprecher und ich schwang mich in den Sattel. Kurz ritt ich die Stute auf dem neben der Halle liegenden Platz ab, ehe wir uns vor die Halle stellten und warteten. Als wir nun wirklich aufgerufen worden, ritt ich sie im Schritt rein, stoppte sie an X und grüßte die Richter. Dann stellte ich sie in den drei Grundgangarten auf jeder Hand vor. Dabei achtete ich darauf, dass sie schön locker und losgelassen lief, und mir nicht unterm Hintern wegrannte. Ein bisschen Nervosität merkte ich ihr dann schon an. Außer ganzer Bahn zeigten wir natürlich auch Zirkel im Galopp sowie Schlangenlinien im Trab, das gehörte zur Krönung dazu. Ich ritt bewusst an X vorbei und hielt sie erst eine Pferdelänge später an, damit ich das Rückwärtsrichten der Stute auch noch zeigen konnte. Sie nahm dabei den Kopf schön runter, machte sich rund und ging gesetzt rückwärts. Als wir standen, nickte ich den Richtern zu. Diese erwiderten mein Nicken, so dass es mir nun erlaubt war, mein Pferd zu loben, was ich auch ausgiebig machte, ehe wir aus der Halle ritten. Am Hänger sattelte ich sie ab und hatte mir einen Eimer mit Wasser geholt, womit ich sie ein wenig abduschte. Dann stellte ich sie in ihren Paddock und ging wieder runter zur Halle, um mir die anderen Ritte anzuschauen und auf das Ergebnis zu warten. Es waren wirklich ein paar gute Pferd - Reiter Kombinationen dabei, das musste ich den Teilnehmern lassen. Ob es jedoch alle schaffen würden, gekrönt zu werden, das konnte ich nicht sagen. Es waren jedoch wie immer nur sehr wenige Westernreiter hier. Die wenigen die jedoch hier waren, hatten es jedoch wirklich drauf!

    [​IMG]
    HG Samarti, Pferd sweetvelvetrose, Zubi Veija
     
  3. Maleen

    Maleen Princess <3

    Meine Teilnahme mit
    Andorra

    [​IMG]
    Rufname:
    Andorra


    Dam: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt


    [​IMG]
    Geburtstag:
    2010
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Lusitano
    Farbe:
    Bay
    Abzeichen:
    //
    Stockmaß:
    160cm


    Charakter:
    Andorra - die Gerechte
    Wer Andorra in seiner Herde hat, hat eine harmonische Herde. Obwohl Andorra weder extrem dominant noch aggressiv ist nimmt sie wegen einer bestimmten Eigenschaft früher oder später den Platz der Leitstute ein - Andorra ist fair und gerecht egal wer vor ihr steht.
    Sie akzeptiert jeden Rang und respektiert die, die ihr höher gestellt sind, allgeimein ist sie eine sehr gelassene Persönlichkeit.
    Sie beschützt schwächere Pferde indem sie es einfach nicht duldet, dass irgendjemand Unruhe stiftet und auf rangiedrigere Pferde losgeht.

    Im Umgang mit Menschen zeigt sich Andorra ebenso ehrlich, wie unter Artgenossen. Auch Kinder kommen mit ihr prima klar. Eine zu grobe Art ihres Reiters zeigt sie sofort an, indem sie den Reiter hinterfragt und das Verlangte oftmals nur ungern und falsch oder sogar gar nicht ausführt.

    [​IMG]
    Genetik:
    EE Aa
    Zuchterlaubnis:
    //
    Fohlen:
    //


    [​IMG]
    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen


    [​IMG]
    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: L/S
    Springreiten: L/L
    Geländespringen: A/A

    Fahren: L/S
    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: A/A
    Western: -/-


    Turnierschleifen:
    [​IMG] [​IMG]
    BSW500 SW510

    [​IMG][​IMG] [​IMG]
    351.Distanzturnier 504.Dressurturnier 512.Springturnier
    [​IMG][​IMG] [​IMG]
    518.Springturnier 376.Militaryturnier 521.Springturnier
    [​IMG][​IMG] [​IMG]
    526.Dressurturnier 415.Fahrturnier 418.Fahrturnier
    [​IMG][​IMG]
    536.Springturnier 403.Distanzturnier

    Stecki © Maleen 2013

    3021 Zeichen von Calypso - Sonntag, 03.Februar 2019
    Ich war mal wieder in Italien bei der lieben Jamie Lewis und sollte mir zwei ihrer Lusitano´s anschauen. Gegen Mittag kam ich bei ihr an und wir begrüßten uns herzlich. Der Hengst Aphelion stand schon, bereit für die Untersuchung, in der Stallgasse und begrüßte mich auch. „Das bin ich ja sonst gar nicht von meinen Patienten gewohnt“ scherzte ich „die meisten würdigen mich keines Blickes.“ Aphelion kuschelte sich regelrecht an mich und hätte wohl Stunden so weiter machen können, nur dann würden wir mit der Behandlung nie fertig werden. Ich tastete den Hengst sorgfältig ab und hörte dann, mit dem Stethoskop, seine Organe ab. „Gut, dann bitte einmal mit ihm hier auf und ab laufen.“ Jamie nahm ihn am Strick und drehte ihre Runden im Schritt und Trab. Als ich alles gesehen hatte was ich wollte und zufrieden war, kam sie zurück und band ihn wieder an. Ich blätterte seinen Impfpass durch und zog dann die Spritzen mit den benötigten Impfstoffen auf. Aphelion war so brav und machte keinen Mucks als ich mit der Nadel näher kam. „So ein braver Bub!“ lobte ich ihn und las mit dem Lesegerät noch seine Chipnummer ab. Wir beschlossen dann mit der Zahnkontrolle gleich weiter zu machen. Manchmal machte ich gerne ein Pause zwischen den einzelnen Untersuchungen, aber Aphelion machte das so gut und entspannt das ich ihm zutraute das er das auch noch aushalten würde. Wir legten ihm vorsichtig das Maulgatter an und legten seinen Kopf auf meinem mobilen Ständer ab. Ich setzte mir die Stirnleuchte auf und verschaffte mir zunächst einen Überblick über den Zustand der Zähne. „Okay, da ist nicht viel zu machen.“ entgegnete ich Jamie und nahm die Handraspel. Die Backenzähne zeigten ein paar Schärfen die in null komma nichts beseitigt waren. Nach 20 Minuten waren wir schon fertig und befreiten den Hengst. Er kassierte noch ganz viel Lob von mir und durfte dann wieder in seine Box.
    Als nächstes kam die Stute Andorra. Eine bildhübsche braune Stute ohne Abzeichen, sie gefiel mir sehr gut. Auch sie machte den Eindruck ein sehr gelassenes und angenehmes Pferdchen zu sein. Dieser Eindruck bestätigte sich später auch. Auch Andorra tastete ich zuerst ab, Rücken, Beugeproben usw. Dann hörte ich Herz-, und Lungenfunktion ab und ließ sie mir auch im Schritt und Trab vorführen. Beim Impfen war Andorra auch ein Vorzeigepatient. Ein bisschen zusammen zucken war natürlich erlaubt. Als auch ihr Chip kontrolliert war, räumte ich meine Untersuchungstasche gleich ins Auto um schon mal ein wenig Ordnung zu schaffen. Dann ging es an die Zahnkontrolle. Hier weigerte sie sich zunächst etwas das Maulgatter dran zu bekommen, aber mit viel Geduld und gut zureden klappte dies auch. Bei ihr musste ich ein bisschen mehr machen als bei dem Hengst, aber auch keine gravierenden Sachen. Schärfen und Haken waren entfernt, die Schneidezähne etwas gekürzt und fertig war sie. Genüsslich knabberte sie ihr Heu in der Box und Jamie half mir alle Untensilien ins Auto zu tragen. Dort gab ich ihr noch die Wurmkuren für die beiden Pferde.
    Mein heutiger Auftrag führte mich zu dem Zuchtgestüt Royal Peerage, wo ich zwei ihrer angehenden Zuchtpferde untersuchen sollte. Wie auch schon bei meinen zahlreichen Aufträgen zuvor, kontrollierte ich zuallererst ob ich alles was ich brauchen würde in meinem Truck verstaut hatte, dann fuhr ich aber auch schon los. Die Gegend um das Gestüt herum was wunderschön, beinahe schon so schön das es mit den Highlands mithalten könnte - beinahe aber nur. Bei dem Gedanken lächelte ich und fuhr auch schon durch das schöne Eingangstor. Wie erwartet waren die alten Gebäude wunderschön und man merkte wie lange hier bereits Pferde leben mussten. In Gedanken verloren stieg ich aus meinem Truck und musterte die alten Gebäuden, als ich plötzlich auf meiner Schulter berührt wurde, vor Schreck sprang ich herum, rutschte aus und saß auch schon auf dem Boden. Kurz nachdem ich am Boden saß lachte ich aber auch schon und stand auf. "Tut mir leid! Ich wollte Sie nicht erschrecken!",meinte die junge Frau, welche sich als Jamie Lewis die Leiterin der Zucht bei Royal Peerage herausstellte. "Ach kein Problem! Ich lieg oft am Boden!" Wir lachten beide und Jamie zeigte mir wo ich mein "Zeugs" aufbauen konnte, während ich dies tat verschwand Jamie auch schon um meinen ersten Patienten zu holen. Den Lustiano Aphelion. Ich hatte gerade alles aufgebaut als Jamie auch schon mit dem fuchsfarbenen Hengst zurückkehrte. "Na Hallo, Großer.", meinte ich und streichelte Aphelion am Hals. Da der junge Hengst keine Eisen trug würde der Auftrag heute höchstwahrscheinlich schnell gehen. Ohne lange zu überlegen machte ich mich auch schon daran die Hufe des Hengstes auszuschneiden und zuraspeln, Aphelion blieb die ganze Zeit über ruhig stehen und genoss es von Jamie gekrault zu werden. Wie dachte waren wir also mit dem Fuchs sehr schnell fertig und Jamie holte die zweite - und letzte - Patientin für den heutigen Tag. Wie auch Aphelion vor ihr gehörte die Stute der Rasse der Lustiano an, ihr Name lautete Andorra. Die Braune Stute kam mit aufmerksam nach vorne gerichteten Ohren auf mich zu, sie lies sich von mir streicheln und hob brav jedes Bein. Auch Andorra lief Barhuf was wieder wenig Arbeit für mich bedeutete. Ich fing an ihre Hufe auszuschneiden und zu raspeln, wobei die Lustiano Stute wie auch ihr Vorgänger ruhig stand und wartete bis ich fertig war. "Fertig.", sagte ich nach einer weile und klopfte meine Handschuhe an meiner Hose ab. Nachdem das Pferd versorgt war und ich meine Sachen wieder verstaut hatte, regelten ich und Jamie das geschäftliche und ich fuhr auch schon nachhause.
    2587 Zeichen | Sissicat

    Die Kür
    Gerade eben waren wir noch außerhalb der Halle und ich hatte die vorherigen Teilnehmer beobachtet und nun standen wir beide selbst schon in der Mitte der Bahn und ich war im Begriff die Richter zu grüßen. So ganz wohl fühlte ich mich in dem fremden Sattel auf einer Stute, die ich normalerweise nicht ritt, immer noch nicht. Aber Andorra war ein echtes Schätzchen und mache es mir leicht meine Bedenken zumindest kurz beiseite zu schieben.
    Ich trieb Andorra wieder vorwärts und die braune Stute trabte an. Mit großen weichen Schritten lief sie vorwärts und ich wendete sie an der kurzen Seite nach rechts ab um gleich darauf ein paar Meter weiter auf den Zirkel zu gehen. Nach einer Runde öffnete ich den Zirkel wieder und wir trabten nun wieder entlang der langen Seite. In der nächsten Ecke gab ich Andorra das Kommando zum angaloppieren, sie schnaubte kurz und sprang dann vorbildlich in den Galopp. Wir blieben weiterhin auf dem Hufschlag und an den langen Seiten ließ ich Andorra den Galopp leicht verstärken. Kurz bevor wir wieder in der Ecke, in der wir zuvor angaloppiert waren, angekommen waren, parierte ich sie in den Schritt. Je näher wir der Ecke kamen, desto kürzer ließ ich Andorra treten um letztendlich aus der Ecke heraus Kurzkehrt zu reiten. Nun auf der linken Hand, galoppierte ich Andorra aus dem Schritt heraus wieder an. Nach der kurzen Seite parierte ich sie zum Trab durch und wendete abermals auf den Zirkel ab. Nach anderthalb Zirkelrunden holte ich sie wieder in den Schritt zurück, öffnete den Zirkel zur inneren Seite der Bahn und wechselte aus dem Zirkel heraus die Hand.Während des Wechsels trieb ich Andorra vermehrt vorwärts damit sie eine deutliche Schrittverstärkung zeigte. Zum Abschluss trabten wir wieder an und wendeten auf die Mittellinie ab. Ein paar Meter nach X kamen wir zum Stehen und ich grüßte die Richter zum Abschluss.
    1868 Zeichen - lettercount.com

    [​IMG]

     
  4. Wolfszeit

    Wolfszeit Wölfchen❤️

    Wolfszeit mit
    Sunny Empire
    [​IMG]
    SUNNY EMPIRE
    engl. sonniges Imperium
    Portrait folgt

    EXTERIEUR
    Geschlecht: Stute
    Geburtstag: 30.10.2016/3 Jahre
    Geburtsort: Unbekannt

    Rasse: Hannoveraner
    Stockmaß: 180cm
    Gewicht: 709 Kg
    Deck-|Langhaar: Palomino Roan | Weiß
    Abzeichen| Scheckung: Tovero
    Gencode:eeaaCrcrRrTotooO

    STAMMBAUM
    von: Empire of Darkness
    von: Red Diamond | aus der: Oricono Flow
    von: Red Star | aus der: Diamond Lady | von: Black Soul | aus der: Tears In Heaven

    aus der: Walking On Sunshine
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt | von: Unbekannt | aus der: Unbekannt

    INTERIEUR | BESCHREIBUNG

    Rufname: Empire
    Ausgeglichen, Aufmerksam, Brav, Selbstbewusst, Freundlich, Arbeisfreudig

    Sunny Empire ist eine freundlich kleine Stute. Sie ist brav und aufmerksam was ihre Ausbildung erleichtert. Die arbeitsfreudige Stute zeigt auch gerne ihr selbstbewusstsein in ihren herrlichen GGAs. Sie hat ein recht ausgeglichenes Gemüt, weshalb wir hoffen das sie später auch für unsichere Reiter ein gutes Reitpferd wird.

    Vor kurzem wurde bei Empire leider eine periodische Augenentzündung in sehr fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Aufgefallen ist es da sie immer häufiger scheute und sich erschreckte. Leider war es zu spät um ihr Augenlicht zu retten so dass sie nun auf beiden Augen blind ist. Seitdem ist sie etwas schreckhafter allerdings kann sie noch genau so gut gearbeitet werden wie vorher. Auf der Koppel hält sie sich sehr an Mas'uda, an der sie sich orientiert und so trotzdem sehr gut klar kommt.

    Weide/Weidepartner: Avicii, Liliada, Rosendaler, Black Lady & Mas'uda
    Unterbringung: Box 8, Hauptstall
    Einstreu: Stroh

    Letzter Tierarztbesuch:00.00.0000
    Chipnummer: folgt
    Gesamteindruck: Gesund
    Akute Krankheit/en: periodische Augenentzündung
    Chronische Krankheit/en: keine
    Erbkrankheit/en: Keine

    Letzter Hufschmiedbesuch:00.00.0000
    Ausgeschnitten/Korrigiert: nie
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Barhuf

    AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN
    Eignungen: Nicht zum Reiten geeignet

    Springen: M
    Military: E
    Dressur: L
    Distanzrennen: M
    Western: E
    Galopprennen: E
    Fahren: L

    TRAININGS - INFOS
    Fohlen ABC ✔
    Jungpferdeausbildung ✔
    Bodenarbeit ✔

    ERFOLGE

    [​IMG]
    1. Platz
    349.Distanztuier
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    2.Platz
    504.Dressurturnier
    502.Springturnier
    344.Distanzrennen
    442.Distanzrennen
    380.Fahrtunier
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    3.Platz

    501.Dressurturnier
    498.Springturnier
    504.Springturnier
    380.Fahrturnier
    506.Springtunier
    354. Distanztunier
    PFERDEPASS
    Gekört: Nein
    Schleife:
    Gewinnerthema:
    Eingetragene Zucht: Whitehorse Creek Stud
    Decktaxe: 0 Joellen

    Herkunft | Züchter: Rinnaja| Ranch Zauberwald

    Nachzucht: 0/10

    BESITZERLEGENDE
    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin: Rinnaja
    Verkaufsrecht/Ersteller: Rinnaja
    Reitbeteiligung/Trainer:

    zu Verkaufen : Nein
    Kaufpreis: /

    Spind/PNG/Puzzle PNG
    Heute war ein ganz besonderer Tag für mich und die kleine Stute Sunny Empire. Heute sollte es zur Körung gehen. Wir hatten also Sunny und Mas‘uda als Begleitung eingepackt und waren zur Körung gefahren. Dort angekommen luden wir beide Pferde aus und machten Sunny Empire noch einmal zurecht. Als unsere Startnummer aufgerufen wurde betraten wir die Halle. Die blinde Stute machte ihre Sache sehr gut und folgte mir anstandslos, obwohl wir Masu natürlich nicht mit in die Halle nahmen. Ich führte die kleine Scheckstute zu X und wir grüßten die Richter. Danach ging es auch kommentiert die erste Runde im Trab außen rum. „Vorgestellt wird hier Sunny Empire eine 3-jährige, Hannoveranerstute von Empire of Darkness und Walking on Sunshine.“. Nach einer Runde im trab auf der linken Hand parierte ich die kleine Stute durch und wir liefen auf derselben Hand einen großen Mittelzirkel im Schritt. Danach gingen wir ganze Bahn um gleich darauf durch die ganze Bahn zu wechseln und den Trab auch auf der anderen Hand zu zeigen. Nach einer weitern Runde parierte ich Empire durch und wir zeigten eine doppelte Schlangenlinie im Schritt. Ich führte sie noch die kurze Seite im Schritt bevor ich anhielt und den Strick von ihrer Halfter löste. Ich trieb sie an und die kleine Stute galoppiert etwas zögerlich aufgrund der unbekannten Umgebung aber brav ihre Runden, bis ich sie durch parierte um die Richtung zu wechseln. Auch linksrum zeigte sie brav ihren Galopp und buckelte sogar einmal kurz. Nach zwei Runden ließ die Stute brav wieder einfangen und wir stellten uns erneut bei X auf um zu grüßen. Beim hinausgehen lobte ich Empire. Ich wusste zwar nicht ob es ausreichen war für die Körung doch wir hofften das beste für die kleine Stute.
    1763 Zeichen - lettercount.com
    [​IMG]
    Pferd by Rinnaja| Bewegung & Zubehör by Wolfszeit
     
  5. Maleen

    Maleen Princess <3

    Meine Teilnahme mit
    Liara

    [​IMG]
    Rufname:
    Liara

    Dam: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt


    [​IMG]
    Geburtstag:
    18.März 2013
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Connemara
    Farbe:
    Fuchs
    Abzeichen:
    1x weiß, Stern & Schnippe
    Stockmaß:
    144 cm


    Charakter:
    Liara ist eine echte Traumstute. Sie hat viel Energie und steht nicht sehr gerne still, dafür ist sie aber immer super eifrig bei der Arbeit und hat Spaß an jeglicher Art der Beschäftigung. Dabei lernt sie sehr schnell, wodurch sie leider auch schnell Blödsinn lernt. Neuen Dingen gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen und geht neugierig auf jeden zu.
    Kennt sie jemanden nicht, testet sie in typischer Ponymanier gerne ihre Grenzen aus, hat man sich aber ihr Vertrauen erarbeitet, geht sie für einen durchs Feuer und lässt fast alles mit sich machen.
    In der Herde ist sie eher rangniedrig, lässt sich aber trotzdem nicht unterbuttern.

    Liara ist eine sehr lernwillige und eifrige Stute. Mit ihren 4 Jahren steckt sie mitten in ihrer Grundausbildung. An der Longe läuft sie bereits recht sicher in allen Gangarten und sie kennt bereits den Sattel und das Reitergewicht auf ihrem Rücken. Richtig geritten ist sie allerdings bisher noch nicht.
    Für ein Pony hat sie herausragende Gänge und wird sich daher besonders für die Dressur eignen. Aber auch am Freispringen hat sie sehr viel Spaß und ist mit viel Eifer und Talent bei der Sache.
    Ziel ist es, sie zu einem sehr vielseitigen Sportpony auszubilden und später auch in die Zucht zu nehmen.


    [​IMG]
    Genetik:
    ee Aa/AA/aa
    Zuchterlaubnis:

    //
    Fohlen:
    //


    [​IMG]
    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen

    [​IMG]
    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: L/S
    Springreiten: M/M
    Geländespringen: A/A
    Fahren: E/M

    Rennen(Galopp): -
    Distanzreiten: A/L
    Western: A/A
    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung

    Turnierschleifen:
    [​IMG][​IMG][​IMG]
    428.Dressurturnier 429.Springturnier 376.Distanzturnier
    [​IMG][​IMG] [​IMG]
    482.Westernturnier 1.Auslosung 482.Westernturnier 2.Auslosung 534.Springturnier
    [​IMG][​IMG] [​IMG]
    538.Springturnier 393.Militaryturnier 500.Westernturnier 1.Auslosung

    [​IMG]
    500. Westernturnier 2. Auslosung

    Stecki © Maleen 2013


    Ankaufsuntersuchung bei Chatana und Liara -27. Juni 2019

    Sebastian O´Melly (Jamie Lewis, Chatana und Liara)

    Sicher Parkte ich den Wagen auf dem Parkplatz. Als ich ausstieg kam mir eine Frau entgegen. Sie stellte sich mir als Miss Lewis vor, ich begrüßte sie ebenso freundlich. Dann führte sie mich über den Hof in einen Stall. Bereits vor einpaar Tagen hatte sie einen Termin für eine Ankaufsuntersuchung für zwei ihrer Stuten gemacht. Die erste der beiden zeigt sie mir nun. Chatana eine hübsche Falbstute. Diese nahm sie nun aus der Box nach draußen. Erstmal sah ich mir die Stute nur an. Checkte ihre Zähne, die im Guten Zustand waren. Sah mir das Fell an, das glänzte. Dann bat ich darum die Stute mir kurz in Schritt und Trab auf der Stallgasse vorzuführen, sie lief klar und Taktvoll. Da alles ok war führte ich nun die Beuge-probe bei ihr aus und auch hier war alles in Ordnung. Schließlich kam das Röntgen. Ich reichte Miss Lewis eine Schutzweste und zog selbst eine an. Dann machte ich aufnahmen von allen vier Beinen die ich ihr dann in den kommend Tagen zukommen lassen würde. Die Stute verhielt sich während der Untersuchung vorbildlich. Nun nahm ich ihr noch Blut ab, um auch hier auf der Sichern Seite zu sein. Auch hier würde ich das Ergebnisse nachreichen. Da man sich das Pferd auch immer in voller Bewegung anzusehen, bat ich nun mir die Stute noch mal in einer Halle oder einem Platzt anzusehen. Miss Lweis nichte, meinte das es kein Problem sei und so folgte ich den beiden. Dort ließ sie Chatana frei und ich sah sie mir an. Auch hier auf dem weichen Sand war alles Top. Ich gab also mein ok und wir gingen in den Stall zurück. Miss Lewis brachte Chatana in ihre Box zurück. Nun ging es weiter für uns. Wir kamen an die Box einer Fuchsstute die ihren Kopf nach draußen steckte. Liara war der Name, erklärte mir Miss Lewis nun. Auch die holte sie nun aus der Box. Ich sah sie mir an. Schön gewachsen, treue Augen, gute Zähne, glänzendes Fell. Auch Liara war optisch in Guten Zustand. Wie bei der Stute zuvor sah ich mir nun auch hier alles genau an. Ließ sie mir im Schritt und Trab, ohne und mit der Beuge-probe auf der Gasse zeigen auch hier war alles Klar und Taktvoll. Dann kam wieder der Röntgenapparat zum Einsatz. Hier war Liara etwas skeptisch und Miss Lewis musste sie etwas beruhigen. Aber sie ließ es zu. Etwas mehr machte ihr dann die Blutabnahme aus. Hier war sie zwar zu halten, aber sie mochte es nicht. Schließlich ging es auch mit ihr nach draußen auf den Platz. Hier zeigte Liara was sie konnte. Ich war mit ihr zufrieden und würde auch hier die Ergebnisse nachreichen, wenn ich sie aus dem Labor bekommen hatte. Zufrieden mit den beiden verabschiedete ich mich nun von der Stute und Miss Lewis und ging zum Wagen zurück.
    Am heutigen Tag hatte ich wieder einen Auftrag, bei einem mir bekannten Gestüt. Dem Gestüt Royal Peerage. Ich hatte bereits all mein Zeug in meinem kleinen Truck verstaut als ich auch schon mich auf meinen Fahrersessel setzte und los fuhr. Es dauerte nicht lange, bis ich auch schon die Tore des Gestüts sah und hindurch fuhr. Jamie Lewis konnte ich aus der Ferne schon winken sehen und lächelte ihr freundlich zu. "Du weißt ja schon wo du dich ausbreiten kann! Ich hole dabei deine Patientin.",meinte sie und verschwand auch schon hinter dem Stallgebäude. Ich hatte gerade alles aufgebaut als mich auch schon eine Pferdeschnauze anstupste. Ein wenig erschrocken fuhr ich herum und sah eine fuchsfarbene Stute vor mir stehen. "Na hallo, du!", rief ich und kraulte die Jungstute hinter ihren Ohren. "Ihr Name ist Liara und wie besprochen ausschneiden, raspeln und Eisen mit Stollenlöchern rauf.",erklärte mir Jamie und tätschelte die Connemara Stute. "Passt, ich mach mich gleich ran.", meinte ich und hob den linken Vorderhuf hoch. Während ich ihre Hufe kontrollierte, ausschnitt und raspelte, hielt Liara sehr ruhig obwohl sie hin und wieder unruhig wurde bzw. nach Aufmerksamkeit suchte. Auch die speziellen Hufeisen waren schnell auf Liaras Hufen befestigt. "Das ging schnell, braves Mädchen!",lobte ich und kraulte die Stute wieder hinter ihren Ohren. "Super! Dann bringe ich Liara schnell weg und wir reden dann über das Geschäftliche.", sagte Jamie zu mir und ging dann auch wieder mit ihrem Pferd davon. "So fertig.", murmelte ich und schloss meinen Kofferraum. Jamie stand bereits neben mir und meinte:"Danke nochmal für das schnelle Kommen." "Kein Problem, ich bin immerwieder gerne hier.",antwortete ich lächelnd, dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr nachhause.
    1777 Wörter | by Sissicat

    Liara: Stufenerhöhung Western (E/A bzw. LK5/LK4)
    12'842 Zeichen // Casca

    Mein Weg, oder besser das Flugzeug, führten mich heute zur Rainbow Ranch. Insgesamt 18 Stunden dauerte der Anreiseweg und allein die Zeitverschiebung war beträchtlich. Ganz zu schweigen von der Großartigkeit des Pferdes - oder besser Ponys - das ich in den folgenden Wochen trainieren sollte.
    Die grundliegenden Daten des vierjährigen Connemarafuchses Liara lagen vor mir, auf dem heruntergeklappten Bordtisch und während ich meinen Orangensaft trank und immer mal wieder einen neuen Film im Bordfernsehen zu schauen begann, arbeitete ich einen Trainingsplan aus. Western sollte es sein. Ein Training, das Pferde wie Spearmint oder Bem-Te-Vi als Grundlagentraining erhalten hatten, das ich aber noch nie offiziell angeboten oder das Pferd eines Anderen gelehrt hatte. So würde Liara gewissermaßen eine Premiere werden.
    Mit lagen ein paar Fotos und ein Brief der Besitzerin zur Bestandsaufnahme vor: Demnach kannte und akzeptierte die Connemaradame den Reiter bereits, gab sich aber noch etwas unbeholfen und unsicher. Wir würden also zu Beginn ihr Selbstvertrauen und ihr Gleichgewicht sichern, bevor wir mit der Sattelarbeit begännen.
    Ich schreckte aus dem Schlaf, als wir den Landeanflug begannen, sicher aufsetzten und der Flugkapitän einige Dankesworte an die Passagiere richtete. Hastig raffte ich mein Handgepäck zusammen, nachdem das Flugzeug die Parkposition erreicht hatte, und beeilte mich, meinen Koffer in der Halle vom Band zu angeln, um möglichst flott zum Taxi zu kommen. Jenes bugsierte mich direkt (wenn auch zu horrenden Preisen) zur Rainbow Ranch, die mich schon in der Hofeinfahrt aufgrund ihres traumhafte Flairs begeisterte: Das Land war weit und die Koppeln schienen riesig; beinahe am Horizont waren erst die Stallungen zu erkennen. (Ich dankte schließlich dem Fahrer, dass er mich nicht vor der Einfahrt abgesetzt hatte, sondern bis zum Parkplatz fuhr.)
    Kaum war ich dann ausgestiegen, würde ich enthusiastisch und herzlich von einer jungen Frau empfangen: "Hi, sind Sie Miss Winterscape?", fragte sie. Ich bejahte und fügte "Nur Cascar, bitte." hinzu. "Ich bin Jessica. Schön, dass du da bist!", meinte meine Gegenüber (prompt im Du) und ich glaubte ihr diese Worte, so ehrlich waren sie ausgesprochen worden. "Magst du erst dein Gepäck rein bringen oder lieber gleich Pferdeluft schnuppern?", forschte sie weiter. Ich wählte die erstere Möglichkeit, auch um mir Reitsachen anziehen zu können, und ließ mir von Jessi meine eigene kleine Ferienwohnung zeigen. Daraufhin ließ sie mich eine Weile alleine; nach dem Frischmachen suchte ich sie selbst wieder auf, irrte gut zehn Minuten orientierungslos durch den Kleinen Stall, bevor ich sie, umringt von einer Traube eifriger Reitschülerinnen, mit einer Schubkarre über den Hof gehen sah. Hastig ging ich ihr entgegen. "Fein. Dann stelle ich dir mal Liara vor.", meinte Jessica, nachdem sie die Schubkarre geleert hatte. Ich stimmte begeistert zu und gemeinsam (und mit den Reitkindern) bewegten wir uns langsam, aber stetig zu einem der nordwestlich liegenden Offenställe. Die Pferde dort waren nicht sehr groß (waren es Ponys?) und grasten weit verstreut. Jessi nahm ein an einem Koppelpfahl hängendes Halfter in die Hand und reichte es mir mit den Worten: "Die neugierige Fuchsstute; sieht aus wie auf dem Bildern, die ich dir geschickt habe." Ich bedankte mich grinsend und begab mich auf die Jagd. Gut vier Minuten taperte ich über offenes Gelände, bis ich das gesuchte Pferd erreichte und somit Liara zum ersten Mal die Stirn kraulte. Die Stute schloss schnell Vertrauen und war interessiert an mir. Außerdem versuchte sie sich in das Halfter zu drängeln, was ich als Arbeitsfreude auffasste, die Gelegenheit nutzte und das Pony mit zum Gatter nahm. Dort empfing mich Jessi wieder und hielt mir das Tor auf, während mich die Reitschüler mit großen Augen beobachteten. Sie tobten auch gleich voran, als Liaras Besitzerin verkündete, wir würden zurück, auf den Hof, gehen.
    Kurzum - an diesem ersten Tag machte ich mich sorgfältig mit Liara bekannt. Ich putzte ihr Fell, besonders Bauch und Beine, um eventuell empfindliche Stellen zu reizen (was nicht der Fall war), kratzte die Hufe aus und verlas als Geduldsprobe den Schweif der Ponystute. Bis auf ein wenig Zappligkeit und Geknabber am Führstrick klappte das problemlos, sodass ich beschloss, noch dem Longierzirkel für circa zwanzig Minuten einen Besuch abzustatten.
    Auf dem Weg dorthin versuchte meine Pferdepartnerin dann doch mal, mich zu überholen, oder den ein oder anderen Grashalm als Snack mitzunehmen. Ich ließ von Anfang an nicht mit mir spielen und die Stute stets einen Zirkel um mich laufen, wenn sie aufhörte, sich an mir zu orientieren. So war die Rangordnung schon halbwegs geklärt, als wir den heiligen Sandboden erreichten. Dort stellte ich Liara nun auf den Hufschlag, nahm den Strick ab und bewegte mich langsam zur Mitte.
    Das Resultat war, dass Pony schon einmal alleine losging. Mit einem energischen "Na!" und einer körpersprachlichen Blockade vor ihrem Körper hinderte ich die Dame zwar daran, reizte wohl aber auch ihren Dickkopf, sodass sich die Stute kurzerhand auf der Hinterhand drehte und mit einem angedeuteten Ausschlagen auf der anderen Hand im Zirkel trabte. Ich ließ sie gewähren.
    Liara war noch jung und unerfahren und ich würde erst mit ihr arbeiten können, wenn sie nicht mehr wild umherschaute und mich im Stechtrab umkreiste. Deshalb wartete ich neutral in der Mitte darauf, dass die Stute mir ihre Ohren und ihren Kopf zuwandte. Erst als das geschah, parierte ich sie mit einem "Eeeeeasy" zum Schritt durch. Die Füchsin schnaubte und ich lobte sie mit warmer Stimme. Dann klappte alles recht gut - wir übten Schritt- und Trabübergänge, ein wenig Galopp. Einzig das Anhalten fiel Liara schwer und ich brauchte recht viel Durchsetzungsvermögen. Letztendlich kaute sie aber und ließ sich willig von mir an den Strick nehmen und wieder auf die Weide führen.
    Der Tanz um den Respekt war in den ersten Tagen ein grundsätzlicher Bestandteil des Trainings. Ganz nebenbei trainierten wir da Liaras Geschicklichkeit - viel in Form von Bodenarbeit oder dem Friendly Game auf dem Trail Platz und zeitweise unter den wachsamen Augen Jessicas. Mit zunehmender Zeit (genau genommen innerhalb von fünf Tagen) lernte das Pony so, sich auf mich zu verlassen und auch kleine Hilfen anzunehmen. Am Ende der Woche erst, nachdem wir am Vortag das Longieren am Hang geübt hatten, näherte ich mich der kleinen Stute zum ersten Mal mit einem Sattel. Es war ein schwarzer, baumloser Westernsattel, den Liara problemlos entgegennahm und mich festgurten ließ. Ähnlich verhielt sie sich bei der Trense, auf deren Gebiss meine Partnerin jedoch zu Beginn heftig kaute. Ich klopfte trotzdem Liaras Hals und führte sie nach dem Anlegen der Gamaschen auf den Reitplatz. Wir waren dort momentan, am späten Vormittag, die einzigen und wir ließen uns zum Ablongieren und Nachgurten reichlich Zeit.
    Schließlich schwang ich mich behutsam auf Liaras Rücken und nahm die Zügel auf, um sie am sofortigen Loslaufen zu hindern. Das wurde durch heftiges Kauen quittiert, gelang aber. Ich lobte sie.
    "So, Mädchen. Dann gehen wir mal zum Hufschlag.", wies ich sie mit Worten an, gab Schenkeldruck und schnalzte. Die Fuchsstute setzte sich zögerlich in Bewegung und ließ sich dann recht problemlos im Schritt zu unserem Zielpunkt reiten. Wir gingen ein wenig ganze Bahn, bevor wir zum Erwärmen auch Handwechsel und Volten in Angriff nahmen. Liara gab dabei stets ihr Bestes, löste sich aber noch nicht so gern von der Bande. Das Traben dann klappte trotzdem ganz gut, ebenso das Galoppieren. Mit zunehmender Stundenlänge übten wir immer "unabhängigere" Figuren, zum Beispiel die korrekte Bewegung auf dem mittleren Zirkel. Und wieder wurde die Stute ein klein wenig sicherer und verließ sich mehr auf mich, sodass wir das Training dieses Tages mit einem positiven Ergebnis beenden konnten.
    Am folgenden Tag war das schwieriger - Liara schien mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein oder Muskelkater zu haben. Auf jeden Fall war sie zappeliger denn je und unter dem Sattel wollte sie sich nicht recht konzentrieren. Sie war nicht so weich wie gestern, aber trotzdem ritt ich sie. Die Stute musste schließlich lernen, dass die kontinuierliche Arbeit nun zu ihrem Leben gehörte. Um sie dennoch nicht zu überfordern, ritten wir aber viel Trab und wiederholten lediglich Lektionen des Vortags.
    Zu meiner großen Erleichterung dann hatte sich das Pony am nächsten Tag wieder im Griff und wir konnten etwas produktiver herangehen - auf dem Plan standen die Grundlagen der Zügelführung in Verbindung mit einigen Traillektionen. Insgesamt war es ja mein Ziel, die Stute so hilfenfest und gehorsam zu bekommen, dass man sich mit ihr ohne Scheu auf einem allgemeinen Westernturnier der Leistungsklasse vier zeigen konnte. Deswegen übten wir an diesem Tag - wieder geritten - das Annehmen meiner Hilfen unter einem zusätzlichen Anlegen des äußeren Zügels an den Hals: Neck Reining. In den kommenden Klassen dann würde das eine der Kenntnisse sein, die man bei einem Westernpferd zur Perfektion treiben konnte und die vor allem im Reining, wenn Spin, Roleback und Ähnliche gefordert sein würden, eine große Rolle spielten. Doch heute ging es vor allem um die Grundlagen; der Zügel legte sich nun also in jeder Biegung an, egal was wir taten. Außerdem gab es einen Einführung in das Rückwärtsgehen und die indirekte Zügelführung: Für ersteres hielten wir auf dem Hufschlag, ich verlagerte mein Gewicht nach hinten und nahm die Beine etwas nach vorn; ich wippte sachte mit den Schenkeln und schnalzte langsam. Liara stand still und begann zu überlegen; mit zunehmender Zeit nahm ich die Zügel immer mehr zurück, bis sie einen Huf zurücksetzte. Ich ließ daraufhin allen Druck fallen und lobte das Pony, dann machten wir erstmal etwas anderes. Später aber hielten wir noch einmal mit der Front zu Bande. So konnte Liara nicht nach vorne weglaufen. Ich griff indes den rechten Zügel von unten, gab mit dem rechten Schenkel weit hinten Druck und führte den Zügel nach schräg oben. So wurde ein unmissverständlicher Schub auf die Hinterhand ausgeübt und als Liara einen Schritt in die gewünschte Richtung tat (und gleichzeitig einen großen in Sachen Vorhandwendung), lobte ich sie auch dafür ausführlich. Sie machte sich wirklich super.
    Mit diesem Erfolg nun beendeten wir das Tagestraining; am Tag darauf war ein von mir verordneter Ruhetag - auch ein Pferd musste schließlich neue Eindrücke verdauen und wir beschränkten uns auf vierzig Minuten Longieren und einen Spaziergang.
    Erst im Laufe der restlichen Woche festigten wir die begonnenen Lektionen mit viel Lob; am kommenden Dienstag wagten wir uns dann zum ersten Mal beritten auf den Trailplatz. Dort fiel es Liara zu Beginn reichlich schwer, das auf dem Reitplatz Gelernte auf die neue und größere Umgebung zu übertragen - auch das war eine Frage der Kontinuität und es dauerte Tage, bis das Rückwärtsgehen halbwegs problemlos klappte. Schlussendlich war ich aber sehr zufrieden, als ich am Donnerstag der dritten Woche das Pferd an seine Besitzerin zurückgab. "Sie ist eine ganz Feine. Ich schlage für morgen einen Proberitt vor.", meinte ich lächelnd und Jessica stimmte mir zu. So gingen wir am Freitag zu dritt auf das Trainingsgelände. Ich longierte Liara zu Beginn zum Warmwerden und stieg dann als Erste auf. Ich führte Jessica sozusagen vor, was ihre Stute Neues gelernt hatte - dazu gehörten eine beinahe komplette Vorhandwendung (die auch eine Grundvoraussetzung für die Traillektion des "Tors" war), die Anfänge des Neck Reinings, die Liara mittlerweile gut verstand, und das Durchqueren eines Stangen-L's, rückwärts. Die Connemarastute präsentierte sich in Bestform, schien von meiner Geduld und meinem Lob zu profitieren und zeigte sich außerdem viel sicherer in dem, was sie tat, als noch vor knapp drei Wochen. Auch Jessica war begeistert und so tauschten wir kurzerhand die Positionen - sie schwang sich in den Sattel und ich bewegte mich in Sichtweite, um Pferd und Reiter beratend zur Seite zu stehen. Es dauerte eine Weile, bis sich Jessi eingefuchst hatte, dann lief ihr Training aber ganz gut und ich war mehr als zuversichtlich, dass Liara in der Leistungsklasse vier des Westernreitens einfach aufgrund ihrer gewonnenen Sensibilität mehr als aufgehoben war.
    Das bedeutete jedoch, dass ich mich schon am kommenden Tag von Pferd und Reiter und den mir mittlerweile so vertrauten Gemäuern der Rainbow Ranch verabschieden musste. Ich wünschte Jessica viel Erfolg und bedankte mich für Unterkunft, Herzlichkeit und die Trainingszeit mit Liara. Wieder holte mich ein Taxi ab - dieses Mal aber an der Hofeinfahrt, sodass ich meinen Koffer den langen Weg zwischen den großen Koppeln zur Straße ziehen musste - vielleicht ja nicht zum letzten Mal.
    Training Dressur A auf L - Mittwoch, 28. Nobember 2018
    Cielo | Liara
    Da ich mich auf Royal Peerage sehr wohl fühlte und mir die Arbeit unglaublich viel Spaß machte, entschied ich, mich noch ein wenig länger hier aufzuhalten. Dazu sagte die Gestütsleiterin nicht nein und nach einem gemeinsamen Gespräch hatte ich neben der Gidranstute zwei weitere Berittpferde. Beziehungsweise waren es eher Ponys. Ich arbeitete sehr gerne mit den Kleineren und nach den ersten Ritten hatte ich beide auch sofort ins Herz geschlossen. Momentan hatte Cielo mehr Training bei mir. Er war ein achtjähriger Arravanihengst und richtig aufgeweckt. Gemeinsam gingen wir auch bereits Turniere und dementsprechend war ich bei ihm in der Woche öfter als bei Liara.
    Liara war eine fuchsfarbene Connemarastute, welche sich erst seit kurzem auf Royal Peerage befand und momentan auch noch nicht so gut im Training stand. Deshalb hatten wir entschieden, es mit ihr ruhiger angehen zu lassen und zu schauen, wie viel Zeit sie benötigte. Aber in regelmäßigen Abständen ritt ich auch sie und konnte mich bisher keineswegs beschweren.
    Heute begann ich wie immer mit Cielo und holte mir den kleinen Braunen von der Weide. Mit seinen gerade mal 1.28m Stockmaß gehörte er mit zu den Kleinsten des Gestüts. Zu meinem Glück deckte er mich dennoch sehr gut ab. Zum einen war Cielo sehr robust und breit gebaut und zum anderen war ich nicht besonders groß und schwer. So hatten wir uns sehr schnell und sehr gut einfinden können.
    Cielo wollte mich heute mit einer dicken Schlammschicht erfreuen und so hatte ich zunächst gut mit Putzen zu tun, ehe überhaupt an das Reiten zu denken war. Da der Hengst in der Dressur bereits auf einem guten Grundniveau lief, hatten wir uns direkt auf das Springen fokussiert. In beiden Disziplinen war Cielos Begabung nicht allzu groß, doch neben dem gesunden Reiten, machte ihm das Springen auch besonders viel Spaß. Bisher hatte er sich dabei immer sehr motiviert gezeigt.
    Nach dem Satteln und Trensen ging es also in die Halle, wo ich bereits einen kleineren Parcours aufgebaut hatte. Zunächst wärmte ich Cielo in aller Ruhe auf und dann nahm ich nach und nach alle Gangarten hinzu. Danach arbeiteten wir mit Trabstangen und Cavaletti, ehe es wie immer an die ersten Sprünge ging. Heute zog Cielo vor dem Sprung gut an, sprang sauber ab und landete auch einwandfrei auf der anderen Seite. Er war aufmerksam an den Hilfen und so konnte ich ihn problemlos kontrollieren.
    Wir sprangen mittlerweile auf A-Höhe und hatten einige Kombinationen und schwerere Parcourselemente hinzugenommen. Da Cielo so wendig war, funktionierte das meiste bei ihm ohne Probleme. Schwieriger war es, die großen Abstände, besonders in Kombinationen, zu schaffen. Meist fuhr man besser, wenn man seine Galoppsprünge etwas verkürzte und einen zusätzlichen einfügte. Auf Turnieren, besonders bei Zeitspringen, wäre das nur bedingt von Erfolg gekrönt gewesen, doch das war auch primär nicht unser Ziel.
    Cielo war eher das zuverlässige Kinderpony des Hofes und dementsprechend trainierte ich ihn auch: Auf Sicherheit und Ruhe. Und nebenher sollte es dem Pferd ja auch Spaß machen. Bisher funktionierte das wirklich gut und sollte einer seiner kleinen Reiter in kommender Zeit ambitionierter werden, hätte er ein sicheres und motiviertes Springpony unter dem Sattel.
    Mit einem guten Abschluss beendete ich dann auch das Training und ritt Cielo ab. Im Stall sattelte ich ihn fix ab, putzte noch einmal drüber und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Von dort aus nahm ich mir direkt Liara mit, welche heute auch einen Trainingstag bei mir hatte. Die Stute war charakterlich ein wahres Goldstück. Man merkte ihr selten an, dass sie erst vier Jahre alt war. Lediglich beim Reiten merkte man eben, dass sie noch nicht so routiniert war wie andere Pferde. Doch das kompensierte sie gekonnt mit viel Mühe, es ihrem Reiter immer Recht zu machen.
    Liara war schnell geputzt und gesattelt und so ging es auch mit ihr in die Halle. Schnell baute ich einige Sprünge ab und machte mir so wieder Platz, ehe ich Liara in Ruhe aufwärmte. Momentan arbeiteten wir an der Dressur, denn eine gute Grundlage war wichtig für die weitere Ausbildung. Liara kannte inzwischen die Grundlagen: Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Inzwischen arbeiteten wir viel am Schwung und weiterhin an ihrem Gleichgewicht und ihrer Durchlässigkeit.
    Wenn Lektionen ihr schwer fielen, versuchte sie sich gerne ins Tempo zu retten, wurde dadurch aber auch fester. So drosselte ich gerne vermehrt ihr Tempo, damit sie erst einmal ihre Balance fand und wenn die Übungen in dem ruhigen Tempo sicher funktionierten, konnte man sich um den Schwung kümmern. Bisher funktionierte das bei Liara auch wirklich gut. Sie gab sich viel Mühe und meistens verstand sie die Aufgaben bereits nach dem ersten Mal.
    Aktuell übten wir viel das Anhalten aus dem Trab, besonders, dass sie die Hinterhand während des Haltens schön unter den Schwerpunkt schob. Das war eine ungemeine Gleichgewichts-Übung, doch Liara machte das wirklich gut. Auch der Außengalopp war inzwischen viel besser geworden. Wieder eine Übung, die Gleichgewicht und Durchlässigkeit forderte, besonders in den Ecken. Meist lockerte ich Liara zu Beginn mit Seitengängen und Rückwärtsrichten. Ebenso halfen viele Übergänge, die Stute zu lockern.
    Auch heute machte sie ihre Aufgabe wirklich einwandfrei und als der einfache Galoppwechsel ohne Probleme funktionierte, entschied ich, die Einheit für heute zu beenden. Liara lobte ich ausgiebig und ritt sie dann ab. Danach ging es auch für sie wieder in den Stall. Da sie wesentlich mehr als Cielo geschwitzt hatte, legte ich ihr eine Abschwitzdecke über und stellte sie in die Box. In der Zwischenzeit räumte ich den Putzplatz auf und baute die Hindernisse in der Halle wieder ab. Als ich dann fertig war, war Liara auch schon so gut wie trocken und durfte wieder hinaus auf die Weide.
    Training Springen A auf L - Mittwoch, 12. Dezember 2018
    Cielo | Liara | BS' Je'taime
    Auch auf Royal Peerage war die Weihnachtsstimmung deutlich zu spüren. Das Team hatte den Stall und die Halle weihnachtlich dekoriert und im Reiterstübchen gab es immer warmen Punsch und Plätzchen, wenn man sich bei den kälteren Temperaturen doch einmal aufwärmen wollte. Außerdem sahen die Trainingspläne für diesen Monat lockerer aus als sonst. Die Pferde wurden zwar regulär trainiert, aber trotzdem war eine gewisse Gemütlichkeit eingekehrt. In so einem Umfeld fühlte ich mich auch mehr als wohl und war wie immer sehr motiviert auf den Weg in den Stall. Es war noch früh am Morgen, aber die Pferde standen bereits auf den Weiden. Ich wollte heute mit Cielo beginnen und wagte mich seit langem mal wieder an eine Disziplin, die weniger zu meinen Begabungen gehörte. Als Trainerin war ich aber vielseitig unterwegs und da wir uns bisher auf Grundniveau befanden, würden wir uns schon einfinden.
    Cielo war eingefahren und lief bisher auf E-Niveau und bisher auch nur im Dressurfahren. Mit einem Einspänner war es sowieso immer entspannter als mit Zweispänner. So machte ich zunächst alles bereit, um dann das Geschirr schon in richtiger Reihenfolge parat zu haben. Die Kutsche hatten mir bereits zwei Mitarbeiter vorbereitet, so dass diese schon auf dem Hof stand. Bisher hatten wir mit dem Winterwetter Glück, so dass das Kutschfahren im Gelände gut möglich war. Ich holte Cielo von der Weide und band ihn am Putzplatz an. Dort putzte ich ihn routiniert und legte ihm dann das Geschirr an. Als er fertig war, führte ich ihn hinaus auf den Hof und spannte ihn an. Inzwischen war das für Cielo schon alltäglich. Er war ja sowieso eingefahren gewesen und die längere Pause hatte man ihn gar nicht angemerkt.
    Am Anfang hatte ihm vor allem die Ausdauer und Kraft gefehlt. Wir hatten also kürzere Strecken in Angriff genommen und ich hatte Cielo öfters geraderichten müssen. Gerade wenn den Pferden noch die Balance fehlte, drifteten sie gerne zu einer Seite ab. Im Verlauf des Trainings hatte man aber deutlich gemerkt, wie Cielo immer mehr von alleine die Spur halten konnte und ich immer weniger machen musste. Heute zog er gewohnt motiviert an und wir verließen den Hof. Inzwischen hatten wir unsere eingefahrenen Runden und auch schon ein gutes Trainingspensum. Im Schritt durfte sich Cielo erst einmal aufwärmen, ehe wir irgendwann in den Trab wechselten.
    Der Hengst war unglaublich ausdauernd und bei unseren Trabphasen kamen schon einige Kilometer zusammen. Ab und an ließ ich ihn auch mal galoppieren und wenn die Wege es zuließen, durfte er durchaus auch mal ordentlich zulegen und Dampf ablassen. Er machte das nur zu gerne und da er inzwischen super fein auf alle Hilfen reagierte, war das auch kein Problem mehr. Mehrmals die Woche fuhren wir auf dem großen Reitplatz die Dressuraufgaben, um Cielos Wendigkeit zu schulen. Heute war mal wieder einer der Geländetage. Die bevorzugte ich ja persönlich und Cielo machten sie auch unglaublich Spaß. Wie gewohnt fuhren wir unsere Runde und kamen irgendwann wieder am Hof an.
    Ich spannte Cielo ab und führte ihn in den Stall. Nachdem er das Geschirr los war, warf ich ihm eine Abschwitzdecke über, da er doch gut ins Dampfen gekommen war. Eine Mitreiterin begrüßte mich und meinte, dass Cielo unbedingt als Rentier verkleidet mal die Kutsche ziehen müsste, am besten noch mit Glöckchen. Bei dem Gedanken musste ich lachen, aber so routiniert wie der Hengst war, wäre das wahrscheinlich nicht mal mehr ein Problem gewesen.
    Nachdem Cielo getrocknet war, durfte er wieder hinaus auf die Weide und ich holte mir Liara, denn für mich ging es direkt weiter. Die Fuchsstute war nun seit einem Monat in meiner Obhut und machte sich wirklich prima. Sie war unglaublich fleißig und motiviert und man konnte sich nie über sie beschweren. Zuletzt hatten wir die Grundlagen in der Dressur gefestigt und aktuell sprangen wir. Mittlerweile sogar auf gutem L-Niveau. Auch heute hatte ich wieder einen ähnlichen Parcours aufgebaut. Doch zunächst musste ich die Stute von ihrer Schlammschicht befreien und dann satteln.
    Als das Pferd endlich sauber war, konnten wir in die Halle gehen, wo ich sie in Ruhe warm ritt. Nachdem ich sie in allen Gangarten in Dehnungshaltung gelockert hatte, nahm ich allmählich die Zügel auf und baute Trabstangen und Cavaletti ein. Dann ging es auch schon an die ersten Sprünge und Liara zog heute fleißig an. Wir arbeiteten vor allem daran, dass sie zügig über die Hindernisse kam, ohne große Schwebepausen einzubauen, außerdem wollten wir eine schönere Springmanier erarbeiten, so dass ich die Abstände gerne mal etwas enger machte, damit Liara gut aus der Hinterhand absprang. Sie machte es wirklich einwandfrei und das heutige Training konnte sich sehen lassen.
    Am Ende sprangen wir den Parcours fehlerfrei mit all seinen Tücken und ich beendete das Training zufrieden. Die Stute hatte super mitgemacht und trotz ihrer Motivation im Parcours übertrieb sie es nie, sie war wirklich ein sehr angenehmes Reitpferd. Im Stall sattelte ich sie wieder ab und führte sie noch kurz etwas umher, ehe sie auch schon wieder hinaus auf die Weide durfte. Ich war nun schon beinahe fertig, nur noch BS' Je'taime stand auf dem Plan. Momentan arbeitete ich mit jedem Berittpferd in einem anderen Bereich. Während ich Cielo regelmäßig vor die Kutsche spannte, sprang ich Liara und mit Amy arbeitete ich aktuell weiter in der Dressur.
    Dort lief die Gidranstute bereits gutes A-Niveau, obwohl sie auch schon allerhand Sachen aus der L-Klasse vorher beherrscht hatte. Auch Amy war so ein Pferd, was sich absolut problemlos trainieren ließ. Immer fleißig, immer motiviert und stets an den Hilfen. Heute hatte sie wieder einen besonders guten Tag und sprühte vor Energie. Teilweise zu viel Energie, die ich ab und an mal zügeln musste. Die Übergänge vom Schritt in den Galopp funktionierten prima, ebenso der Außengalopp und die Wechsel. Dafür war ihre heutige Motivation super, nur die Versammlungen klappte heute weniger auf den Punkt, weil ich zu tun hatte, Amy reell zu versammeln. Ich wusste aber aus Erfahrung, dass sie das an den anderen Tagen immer gut konnte, also wollte ich mich nicht beklagen.
    Wir arbeiteten noch ein wenig an den Seitengängen, ihrer Paradelektion und dann beendeten wir auch unser Training. Ich ritt Amy ab, versorgte sie dann und brachte sie danach wieder hinaus auf die Weide. Alle drei Pferde waren für heute versorgt und ich war mir sicher, dass ich mit ihnen noch einen netten Jahresabschluss haben würde. Auch wenn wir es zwischen Weihnachten und Neujahr sicherlich noch einen Ticken entspannter angehen lassen würden.

    Die Kür
    Auf dem Gestüt einige Dörfer weiter fand heute eine Stutenkrönung statt. Es geschah nicht oft, dass in dieser Gegend etwas passierte, was nicht der Skatabend im Dorfclub jeden Dienstag war. Das Gestüt hatte ein hohes Ansehen in der klassischen Reitkunst und ich freute mich darauf Kontakte in der Pferdewelt zu knüpfen und Ausschau nach neuen Sternchen der Pferdewelt zu halten. Ich hatte mich gerade auf meinem Platz gleich hinter der Bande niedergelassen, als die nächste Stute die Halle betrat. Die ersten drei Stuten sowie die Vorstellung dieser Stute hatte ich verpasst, deswegen suchte ich das Programmheft aus meiner Tasche, fuhr mit dem Finger die Zeilen entlang, bis ich die jetzige Stute ausfindig gemacht hatte. „Liara“, murmelte ich. „Connemara, Fuchs, na das kann ich ja sehen, 6 Jahre, Reiter Jamie Lewis.“ Eine sehr dürftige Beschreibung, dafür hatte ich 3€ auf Raten des Empfangs ausgegeben?
    Jamie und Liara hatten mittlerweile bei X angehalten und grüßten gerade die Richter, als ich meinen Kopf hob. Diese kleinen Connemaras durfte man nicht unterschätzen, die hatten Power und Intelligenz und waren auch für den mittleren Dressursport noch gut zu haben. Jamie zeigt erst auf Liaras linker Hand, dass Durchlässigkeit und Anlehnung, sowie ein gutes Gleichgewicht kein Problem für die junge Stute waren. In allen drei Gangarten führte sie sie vor, erst ganze Bahn, dann auf dem Zirkel. Die vielen Gangwechsel schmiegten sich perfekt in den häufigen Melodienwechsel der Musik ein, ein neumodischer Mix aus Klassik und Pop, gekonnt zusammengeschnitten und genau auf den Takt von Liaras Schritten passend. Auf der rechten Hand kamen dann Seitwärtsgänge und Rückwärtsrichten dazu, dann das Angaloppieren aus dem Schritt. Je mehr Jamie von der Stute forderte, desto mehr blüte sie in ihrer Rolle als Zuschauerliebling auf. „Ponies wie dieses sollten auch die Möglichkeit auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben haben!“, sagte ein untersetzter älterer Mann zu meiner linken zu seiner Frau, die nur die Lippen schürzte und durch die Brille jeden Schritt von Liara genau beobachtete. Schlangenlinien durch die ganze Bahn im Trab rundeten die Vorstellung gekonnt ab und Liara kam aus dem Trab in der Hallenmitte zum Stehen. Jamie Lewis verabschiedete die Richter und verließ dann mit ihrer Fuchsstute am langen Zügel unter leisem, aber deutlich beeindruckendem Applaus die Halle. Das konnte ich wahrlich eine gelungene Vorführung nennen! Der Mann neben mir pfiff bewundernd durch die Zähne und einige Zuschauer schauten verwundert zu ihm hin. Seine Frau stieß ihm nur pikiert in die Seite und schüttelte den Kopf. Ich musterte die Situation lächelnd, dann gingen die Tore erneut auf und das nächste Pferd trat ein.
    2731 Zeichen - lettercount.com -- by Canyon

    [​IMG]
     
  6. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Der Steenhof mit
    Andromeda

    [​IMG]
    [​IMG]
    Andromeda
    Gestalt der griechischen Mythologie, Sternbild

    PEDIGREE
    _____________________________
    von: Dr. Insektor

    von: Code of Honor
    von: Connor
    aus der:
    Crucifiére

    aus der: Scream from the Abyss
    von: Forsaken Horizon
    aus der: Senseless Fight


    aus der: Alors on Chante

    von: Rheingold
    von: unbk.
    aus der: unbk.


    aus der: Alors on Danse
    von: unbk.
    aus der: unbk.


    EXTERIEUR & INTERIEUR

    _____________________________
    Stute
    Holsteiner
    8 Jahre

    165 cm
    Dunkelfuchs mit Birdcatcher-Spots
    Stern

    Andromeda ist eine recht schüchterne Stute, die weit unten in der Rangordnung steht. Sie geht Konflikten am liebsten aus dem Weg und lässt sich auf der Weide dann oft hin und her schicken. Ebenso verhält sie sich unter dem Sattel, was für den Reiter jedoch angenehm ist. Anstatt jede Anweisung zweimal zu hinterfragen, wie man es von einigen Stuten gewohnt ist, reagiert sie auf jede Hilfe. Andromeda ordnet sich gerne unter, erwartet aber von ihrem Reiter Sicherheit; kann er ihr die nicht geben, ist an konstruktive Arbeit nicht zu denken. Fühlt sie sich sicher, ist sie richtig anhänglich und fordert auch mal etwas lautstarker ihre täglichen Streicheleinheiten ein.

    TRAINING
    _____________________________
    Fohlen ABC | Eingeritten
    Englisch geritten

    Dressur

    E A L M* M**

    Springen

    E A L M* M** S* S**

    Military

    E A L M* M** S*

    ERFOLGE
    _____________________________
    Dressur: 1x E-Platziert, Springen: 3x L-Platziert, Military: 1x L-Platziert

    Turniere
    [​IMG]

    539. Dressurturnier
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    558. Springturnier - 229. Synchronspringen - 559. Springturnier - 293. Synchronspringen - 560. Springturnier - 294. Synchronspringen

    [​IMG][​IMG]
    381. Militaryturnier - 402. Militaryturnier


    Andere
    -

    ZUCHTINFORMATIONEN
    _____________________________
    HK/SK Schleife

    HK-/SK-Gewinnerthema

    Decktaxe: -
    Genotyp: aa ee
    Aus der Zucht: Gestüt Sanssouci (Winnipeg, CAN)
    Nachkommen: -

    GESUNDHEITSZUSTAND
    _____________________________
    124 4 20 947296881
    Chronische Krankheiten: -
    Letzter Tierarztbesuch: -

    Fehlstellungen: -
    Beschlagen: -
    Letzter Hufschmiedbesuch: -

    STALLINTERN
    _____________________________
    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Rhapsody
    VKR: Rhapsody

    _____________________________
    Offizieller Hintergrund
    Steenhof, 09. Oktober
    Andromeda, Ballroom Blitz
    Military A-L
    _____________________________
    Das letzte Geländespringen der Saison stand bevor – sowohl Ballroom Blitz als auch Andromeda gingen an den Start, und Jette und Levi waren damit direkte Konkurrenten. Das hatte man auf der Fahrt nach Bad Oldesloe schon gemerkt; ein gewisses Kribbeln war in der Luft.

    Mir war das Ganze ehrlich schnuppe. Solange dieser Konkurrenzkampf darin gipfelte, dass beide aufs Treppchen kamen, war ich zufrieden. Und so ruhig wie Andromeda und Barney auf dem wuseligen Turnierplatz schienen, ging es ihnen wohl ähnlich. Während Jette und Levi damit beschäftigt waren, sich gegenseitig verbal zu misshandeln, machte ich die beiden Holsteiner fertig und drückte ihnen beiden einen Viel-Glück-Kuss zwischen die Nüstern.

    Das hatte anscheinend gewirkt. Andromeda und Jette gingen als eine der ersten in den Parcours. Ich persönlich würde mir lieber den Arm abhacken, als eine der ersten fünf zu sein, die in den Busch mussten. Im Mittelfeld oder auch am Schluss hatte man einfach den Vorteil, dass man die Tücken schon ein bisschen kannte – wenn auch nur vom Hörensagen. Aber Jette schien das immer noch mehr zu motivieren, und deswegen war ich nur etwas überrascht, als sie mit einer Top-Zeit auf den kleinen Springplatz einritt, der als Grande Finale galt. Andromeda war top fokussiert und schien nur so über die Hindernisse zu fliegen. Aber trotzdem – als die beide ihre Runde beendeten und an die Spitze der Liste kletterten, konnte ich meine Augenbrauen nicht unter Kontrolle halten – sie rutschten einfach ein paar Meter nach oben. Da hatte Levi ordentlich etwas aufzuholen.

    Jette kümmerte sich glücklicherweise selbst um die Stute, sodass ich das Jungsgespann beobachten konnte (so gut das eben ging auf einem Parcours über eineinhalb Kilometer). Auch Barney war topfit und vor allem seine Galoppade zwischen den Hindernissen verzauberte mich immer wieder. Am Ende fehlten ihn ein paar Sekunden zu Jettes Toprunde.

    Schlussendlich schob sich doch noch jemand zwischen die zwei Reiter, sodass Andromeda eine goldene und Barney eine weiße Schleife angepinnt bekamt. Jette hatte erst ein ziemlich arrogantes Lächeln auf den Lippen; als wir dann aber die Pferde eingepackt hatten und ich den Transporter vom Turnierplatz bugsierte, gratulierte sie Levi doch.

    Am Abend, als wir den glorreichen Turniertag mit ein bisschen Essen und Mineralwasser feierten (wir mussten ja immerhin morgen früh aufstehen!), beschlossen wir, dass sowohl Ballroom Blitz als auch Andromeda nächste Saison ihre ersten L-Geländespringen gehen sollten. Das Potenzial war da, und auch Hauke gab uns unseren Segen – und der war alles andere als leicht überzeugt.


    Geposted: 12.11.18
    Von: Rhapsody

    Steenhof, 02. Oktober
    Andromeda
    Dressur A-L
    _____________________________
    „Und das kann Levi nicht machen weil…?“

    Jette rollte mit den Augen. „Levi hab ich jetzt schon Calista reingedrückt. Und nur, weil Barney noch nicht reitbar ist, heißt das nicht, dass Levi ihn jetzt nur links liegen lässt.“

    Ich grummelte in meinen Laptop hinein. Eigentlich war ich grade auf der Suche nach ein bisschen menschlicher Verstärkung – so wie es aussah sollte es nämlich langsam voller werden auf dem Steenhof. Langfristig natürlich, aber man konnte nie früh genug gucken.

    Meine Chef-Trainerin hatte sich vor ein paar Minuten vor mir aufgebaut, die Hände in die Hüften gestemmt, und mich mit ihrem eisigen Blick wie auf meinem Sofa festgenagelt. Sie wollte mit Andromeda eine L-Dressur Aufgabe durchgehen – und brauchte jemand blöden, der sich draufsetzte und ihre Anweisungen befolgen konnte.

    „Komm schon, Fritzi.“ Jetzt war das Betteln dran. „Hauke kann ich auch nicht auf Andromeda setzen und erwarten, dass er mir ‘ne super L-Dressur hinliegt. Ein bisschen was muss der Reiter schon auch drauf haben.“

    Und jetzt anscheinend das Einschleimen. Ich seufzte und blickte auf meine Beine, die in eine Decke eingewickelt waren. „Ich hab nicht mal ‘ne Reithose an. Heute ist mein reitfreier Tag. Und ich muss wichtige Dinge erledigen. Gestütsbesitzer-Dinge.“

    „Die kannst du danach immer noch machen.“ Jette ging einen Schritt auf mein Sofa zu. Peanut, die auf der L-förmigen Couch neben mir auf dem Rücken lag, rollte sich im Angesicht der kommenden Gefahr lieber zurück auf den Bauch und beim nächsten Schritt von Jette war die Hündin auch schon weggehüpft.

    Ach, wäre ich nur auch ein Corgi.

    Gerade, als ich Peanut hinterhersah, nutzte Jette die Chance und zog mir die Decke von den Beinen. Zum Glück hatte ich Reflexe wie Spider-Man und rettete so meinen Laptop vorm Tod durch Parkettboden. Was ich nicht retten konnte: meine Würde. Denn auch, wenn ich es gerade behauptet hatte – natürlich hatte ich eine Reithose an.

    (Weil Reithosen je nach Modell bequemer als eine Schlafanzughose sind. Don’t judge me.)

    Jette hob nur eine Augenbraue. Ich rollte wieder mit den Augen. „Na gut, du hast gewonnen. Ich bin in zehn Minuten draußen.“

    [​IMG]

    Knapp eine halbe Stunde später stand Andromeda dann schon gesattelt und getrenst auf dem Vorplatz des Laufstalls. Sie blickte mir neugierig entgegen, als ich die Aufsteighilfe aus dem Stall kramte und mich schließlich in ihren Sattel schwang. Bevor es in die Reithalle ging, wollte ich Andromeda erst einmal in einer kleinen Geländerunde warmmachen. Solange das Wetter das noch halbwegs zuließ, zog ich das Gelände der Halle vor – ich bildete mir ein, dass die Pferde dann einfach lockerer liefen, und auch ich war konzentrierter, wenn mir eine starke Brise einmal das Hirn durchgeblasen hatte.

    Weitere zwanzig Minuten stand ich dann auch schon vor dem Tor der Reithalle. Jette saß schon auf der Tribüne, ein Aufgabenheft im Schoß. Als sie mich beim Einreiten entdeckte, blätterte sie darin kurz um. „Ich würde sagen, wir machen jetzt die Aufgabe durch und danach arbeiten wir daran, was ich finde, was noch besser laufen könnte. Und dann kannst du auch wieder auf dein Sofa zurück.“

    Ich streckte ihr die Zunge heraus, aber da hatte sie den Blick schon wieder abgewendet. Mist. „Krieg ich noch einen kurzen Abriss, was mich erwartet?“ Immerhin war Jette für die Dressur zuständig. Grob wusste ich die Lektionen, aber bevor ich mitten in der Lektion nicht wusste, was zu tun war, fragte ich lieber davor blöd nach.

    „Außengalopp,“ zählte Jette an ihren Fingern ab. „Versammlung im Trab und Galopp. Kurzkehrt, Hinterhandwendung, einfache Galoppwechsel und Überstreichen. Außerdem Schlangenlinien mit drei und fünf Bögen, mit einfachen Galoppwechseln. Alles klar?“

    Zum Glück hatte ich ihr gerade den Rücken zugekehrt, sodass sie mein geschocktes Gesicht nicht sehen könnte. „Äh. Ja. Natürlich. Klaro.“

    „Na dann. Vorbereiten zum Einreiten im Arbeitstrab. Bei X halten, grüßen, anschließend im Arbeitstrab antraben. Rechte Hand. Bei B eine 10m Volte, ab A bis F dann versammelter Trab. Kriegst dus bis dahin hin?“

    Einreiten, Arbeitstrab, rechte Hand, Volte, versammelter Trab. „Äh. Bestimmt.“ Ich nahm die Zügel auf und brachte Andromeda in eine vernünftige Anlehnung. Passte das, ließ ich sie antraben. In der Mitte der Bahn hielt ich die Stute mit einer ganzen Parade an, grüßte die imaginären Richter und ließ sie dann wieder antraben. Anschließend ging es rechts herum, und bei B bog ich auf eine Volte ab. Zehn Meter konnte ich bei der 20x40m Halle zum Glück gut abschätzen, und Andromeda, die trotz ihrer Verletzungspause super durchlässig war, ließ sich wunderbar stellen. Ab A nahm ich sie dann ein bisschen zurück, ließ sie ihre Schritte verkürzen. Die Kruppe senkte sich, und ich hoffte einfach, dass es eine wunderschöne Versammlung war.

    „Von F bis H im Mitteltrab durch die ganze Bahn wechseln, danach wieder versammeln. Rechts herum. Halbe Bahn, dann von B zu X, dort halten und eine Länge rückwärtsrichten.“

    Nur knapp bekam ich noch die Kurve zum Handwechsel-der-eigentlich-ja-gar-keiner-war, gab Andromeda ein bisschen mehr Zügel und ließ sie die Schritte wieder verlängern, damit wir den Mitteltrab abhaken konnten. Im Gegensatz zu Saevitia war Andromeda da aber ein richtiger Profi und wechselte zwischen den verschiedenen Tempi, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Auch die Versammlung danach war kein Problem und ich konnte mich mental schon einmal auf das Halt und das Rückwärtsrichten konzentrieren. Eine Pferdelänge – das musste nach Gefühl geschehen, wenn ich mich umdrehte, um das abzuschätzen, würde Jette mich wohl mit irgendetwas bewerfen. (Im schlimmsten Fall mit dem Aufgabenheft und dann musste ich die komplette Aufgabe noch einmal reiten.)

    „Im Mittelschritt anreiten,“ rief sie mir während dem Rückwärtsrichten zu. Das war leicht getan. „Bei E auf die linke Hand abwenden. Bis A Mittelschritt, bei A Kurzkehrt links, dann bis K wieder im Mittelschritt weiter. Ab K im versammelten Galopp angaloppieren, bis H. Dort dann aus der nächsten Ecke kehrt, aber ohne Galoppwechsel. Weiter im Außengalopp.“

    Oh wow, die Galopptour. Jetzt saß ich selbst schon jahrelang im Sattel und tat mich immer noch schwer, im Galopp alles zusammenzuhalten. Aber erst einmal war die Kurzkehrt dran. Sie fühlte sich zumindest wunderschön an – wie es von unten aussah, konnte mir nur Jette später beantworten. Mit flatterndem Magen galoppierte ich dann an – und versemmelte gleich die Versammlung. Mit Ach und Krach brachte ich sie dann doch noch zusammen, und auch das aus der Ecke kehrt klappte irgendwie, auch, wenn ich am liebsten die Augen zugemacht hätte, um das Ganze nicht zu sehen.

    „Bei A einen einfachen Galoppwechsel, weiter im versammelten Galopp. Nach M aus der nächsten Ecke kehrt, wieder ohne Galoppwechsel, bis A dann wieder im Außengalopp.“

    Toll, das Ganze also noch einmal. Einfache Galoppwechsel waren dafür wenigstens wirklich einfach, zumindest in meinem Ermessen. Und auch das Versammeln danach lief besser. Und bis auf das komische Falschfalschfalsch-Gefühl beim Außengalopp, das wohl einfach dem Außengalopp geschuldet war, lief der auch wirklich rund.

    „Bei A wieder ein einfacher Galoppwechsel, A bis K versammelter Galopp, anschließend Mittelgalopp bis H. Ab C dann wieder in den versammelten Trab durchparieren.“

    Mittelgalopp war im Gegensatz zum versammelten Galopp fast schon pillepalle – solange ich die Anlehnung hielt und halbwegs gerade draufsaß, sollte das schon passen. Und auch der versammelte Trab danach war nicht von schlechten Eltern, wenn er auch so aussah, wie er sich anfühlte.

    „Von M bis K im Mitteltrab durch die ganze Bahn wechseln, anschließend wieder versammeln. Bei A auf die Mittellinie abwenden, halten und grüßen. Fertig.“

    Nach dem Grüßen klopfte ich Andromeda erst einmal eine halbe Bahn den Hals. Sie hatte immerhin alles gemacht, was ich ihr aufgetragen hatte. Wie gut das war, konnte nur Jette beurteilen. Diese stieg von der Tribüne hinunter und kam in die Mitte der Bahn.

    „Hast du immernoch so Panik vorm Galoppieren?“

    „Panik?!“ Ich sah sie ungläubig an. „Ich bin einfach nur nicht multitaskingfähig.“

    „Dann das Ganze noch einmal.“

    Und sie ließ mich auch wirklich erst austappen, als alles halbwegs passte. Auch das Kurzkehrt ließ sie mich noch ein paar Mal wiederholen (Hallo?! Das war ja wohl Kunst gewesen?!). Nach einer Stunde, an der sie vor allem an mir und weniger an Andromeda arbeitete – die Stute kannte das ja eigentlich alles, und wenn der Reiter ihr dann die richtigen Hilfen gab, dann machte sie das auch zuverlässig.

    „Warum quälst du mich so?“ jammerte ich schließlich, als ich Andromeda nach der ausgiebigen Erlaubnis Jettes auf der Mittellinie aufstellen durfte. Das Fell der Stute war verschwitzt, sie spielte aber trotzdem aufmerksam mit den Ohren. Sie hätte wahrscheinlich noch locker eine halbe Stunde weitermachen können – aber ich nicht. Mehr oder weniger graziös ließ ich mich aus dem Sattel gleiten und lockerte den Gurt. „Du weißt doch ganz genau, ich bin einfach kein Dressurmensch.“

    „Ach, pff,“ machte Jette und kam an Andromedas Kopf. „Außerdem: Dressur ist die Grundlage einer jeden Disziplin. Und wir brauchen gesunde Pferde. Und wenn du dich ein bisschen anstrengst –“

    „Was, dann werd ich der nächste Schockemöhle?“

    „Dann müsste ich nicht immer alle Turniere alleine mit Levi bestreiten.“

    Da hatte Jette natürlich einen wunden Punkt getroffen und das wusste sie auch ganz genau. Solange die Zucht noch relativ klein war, fühlte ich mich manchmal auf meinem eigenen Hof ein wenig unnütz – vor allem, nachdem das zweite Standbein des Steenhofs einfach die Turniere waren, so früh wie irgendmöglich mit selbstgezogenen Pferden. Jette wusste das und stocherte jetzt munter darin.

    „Aber die Pferde sind doch um einiges besser als ich.“ Es war ein schwaches Argument, aber die gingen mir einfach langsam aus – und wenn ich ehrlich war, spürte ich die Dressureinheit mittlerweile in den Beinen.

    „Beste Voraussetzungen für eine steile Karriere.“ Jette strich noch einmal über Andromedas Mähnenkamm, dann lief sie in Richtung Reithallentor. „Und du könntest dich jetzt erst mal in ein paar Hallenturnieren beweisen. Win-Win.“

    Wie gesagt, keine Argumente mehr. Also rollte ich nur mit den Augen, sammelte Andromedas Zügel, und rief ihr nur hinterher: „Lass mich wenigstens erstmal drüber schlafen!“

    Geposted: 05.10.19
    Von: Rhapsody

    Die Kür
    [​IMG]

    Die Dreiecksbahn hatte Andromeda schon erfolgreich hinter sich gebracht – jetzt sollte sie in einer Kür zeigen, was sie konnte. Und nachdem das Reiterliche Jette übernahm, war ich mir auch sicher, dass da nichts schief gehen konnte.

    Andromeda kaute nervös auf ihrem Gebiss herum, als das Reiter-Pferd-Paar auf den Einlass wartete. Auf normalen Turnieren machte ihr die angespannte Stimmung nichts aus – aber mittlerweile waren wir zwei Tage auf dem Gelände der Krönung und das ganze Tohuwabohu war ihr dann doch nicht so ganz geheuer. Als die beiden aufgerufen wurden, machte sie sogar einen kleinen Satz zur Seite. „Na hoffentlich ist sie im Viereck ruhiger,“ murmelte ich als Jette die Stute antraben ließ und in das Dressurviereck einritt. Hauke und ich standen am Durchgang zwischen Abreiteplatz und dem Viereck – von hier hatten wir alles gut im Blick.

    Nach dem Einreiten folgte das Grüßen, und Jette hatte die Stute sofort im Griff. Ein kurzer Gruß an die Richter, dann begann es. Im Mitteltrab ging das Paar zuerst auf die rechte Hand und steuerte da den Zirkel an. Andromeda war wie ausgewechselt – war sie gerade noch ein nervliches Wrack, war sie jetzt ganz und gar das Turnierpferd, das die ganze Kür im Schlaf konnte.

    Nach dem Zirkel begann dann auch schon die Galopptour, inklusive ein paar einfachen Wechseln durch die Bahn. Auf der linken Hand parierten sie dann aus dem Galopp in den Schritt durch, und hier sah man schon die ersten Ansätze einer Verstärkung – wäre ich ein Richter, würde ich mir hinter den Mittelschritt fünf Pluspunkte vermerken. Anschließend nahm Jette die Zügel wieder auf und trabte an. Versammelt zeigte sie einige Volten – zuerst reguläre zehn Meter, dann verkleinerte mit acht Metern. Andromedas Versammlung war mittlerweile fast wie aus dem Bilderbuch, und das, obwohl die Stute eigentlich doch springbetont sein sollte. Ein aufrechter Hals, abgesenkte Kruppe und eine tolle Hankenbeugung – so wie es sein sollte.

    Aus der Versammlung galoppierte das Paar dann auch versammelt an und zeigte noch eine Galopptour inklusive Außengalopp. Ich bewunderte Jette da wirklich – sobald ich im Training eine Außengalopptour machen musste, würde ich am liebsten schon kapitulieren. Es fühlte sich einfach immer falsch an, und sobald das Pferd merkte, wie unsicher der Reiter war, fiel der Außengalopp dann auch schon auseinander. Bei Jette und Andromeda sah das aber alles so leicht aus, dass es mir fast schon in den Fingern juckte, es selbst auszuprobieren.

    Nach einem Handwechsel inklusive Galoppwechsel parierten Jette und Andromeda dann wieder in den Schritt durch und ritten eine halbe Bahn, ehe es wieder im Trab auf die Mittellinie ging. Noch ein letzter Gruß und die Kür war vollendet. „Dann müssen wir jetzt nur noch auf die Ergebnisse warten,“ meinte Hauke als Andromeda an uns vorbei auf den Abreiteplatz trabte. Ich hakte mich bei ihm unter, als wir im ekligen Oktoberwind hinterherliefen. „Das schaffen wir jetzt auch noch.“

    2.969 Zeichen - geprüft mit lettercount.com
    [​IMG]
    [​IMG]
     

Diese Seite empfehlen