[SK 460] Alle Stuten

Dieses Thema im Forum "Stutbuch Wettbewerbe" wurde erstellt von Canyon, 22 Aug. 2018.

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Welcher Stute möchtest du deine Stimme geben?

Diese Umfrage wurde geschlossen: Dienstag um 11:14 AM Uhr
  1. Willa

    0 Stimme(n)
    0,0%
  2. Mystical Grey

    12,5%
  3. PFS' Stromer's Painting Gold

    18,8%
  4. Krít

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Kempa

    0 Stimme(n)
    0,0%
  6. Already

    0 Stimme(n)
    0,0%
  7. SST's Lakim

    6,3%
  8. Undisclosed Desires

    18,8%
  9. Jonquil

    6,3%
  10. Sajé

    37,5%
  1. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    [SK 460] Alle Stuten
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf mit bis zu drei Stuten teilnehmen, dabei ist es egal, wem diese gehören.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.! Zur Überprüfung wird die Zeichenanzahl unter den Kürtext geschrieben, zusammen mit dem Prüfsystem.
    - Bitte überweist 5 Joellen pro Stute an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 460
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mindestens einen Tag vorher angekündigt, außer die maximale Teilnehmerzahl ist bereits ausgefüllt.
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben, allerdings unter der Voraussetzung, dass es mindestens 5 Teilnahmen gibt.
    - Hufschmied- und Tierarztberichte sind mit dem richtigen Datum zu versehen.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil[
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte je Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein - Zählung erfolgt ab dem Tag der Anmeldung.

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
  2. Mohikanerin

    Mohikanerin Geboren um das ganze Leben an Schulen zu verbringe

    Mohikanerin
    mit Willa
    [​IMG]

    Willa hat 20 Punkte.

    [​IMG]
    P2 | W2 | B108
    ____________________________________


    [​IMG]

    Willa (Willa)
    Stute

    Rasse: Isländer
    15.02 | 7 Jahre
    Fellfarbe: Braunfalbe
    Geno: Ee AA DD
    Stockmaß: 137 cm

    [​IMG]
    0 = wenig ausgeprägt 10 = stark ausgeprägt

    Sozialverhalten: 7
    Temperament: 5
    Lauffreudigkeit: 6
    Aufmerksamkeit:8
    Nervenstärke: 7

    Eigenschaften:
    Dominant, Fleißig, Zickig, Umgänglich


    [​IMG]

    Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer Teilnahme an einer Fohlenschau erfasst.

    Fohlenbeurteilung
    -

    Exterieur | -
    Interieur | -
    Gang | -

    Richterspruch | -
    = -
    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer erfolgreichen Teilnahme an einer Zuchtprüfung erfasst.

    Zuchtbeurteilung

    Schritt | -
    Trab | -
    Galopp | -
    Tölt | -
    Rennpass | -

    Richterspruch | -
    = -
    ____________________________________

    Nachkommen | Mutter

    Schleife
    Wettbewerb

    [​IMG]

    Dressur L | L
    Gangreiten M | M

    Ganveranlagung: 5 Gänge

    ____________________________________

    360. Dressurturnier | 364. Dressurturnier | 141. Gangturnier | 460. Dressurturnier | 163. Gangturnier

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    172. Gangturnier | 481. Dressurturnier | 484. Dressurturnier | 492. Dressurturnier | 178. Gangturnier

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    186. Gangturnier |

    [​IMG]
    ____________________________________

    0 = sehr unruhig / -sicher 10 = sehr ruhig / sicher

    neue Umgebungen/Situationen: 6
    Fahrzeuge: 7
    Gelände: 6
    Straße: 6
    Wasser: 5
    Platz/Ovalbahn: 8
    Halle: 7

    Hänger: 6
    Hufschmied: 6
    Tierarzt: 7

    ____________________________________

    ●Bestanden ● Unbekannt

    Ausbildungsdaten
    Fohlen ABC ● | Einreiten ● | Einfahren ●
    Eintölten ● | Einpassen ●

    [​IMG]

    Unterbringung: Stall 1 - Box 8
    Weidezeit: 7 - 15 Uhr (8h)
    Paddockzeit: 15 - 20 Uhr (5h)
    Einstreu: Späne
    Futter: -
    sonstiges: -

    ____________________________________

    Tierarzt | Datum Unbekannt
    Influenza Nein
    Tetanus Nein
    Herpes Nein
    Zähne Nein

    keine Beschwerden

    [​IMG]

    ____________________________________

    Hufschmied | Datum Unbekannt
    Hufeisen Ja
    Beschlag Vorne: 10er (1)
    Beschlag Hinten: 8er (0)

    keine Beschwerden

    ____________________________________

    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Decktaxe: keine
    Züchter: Unbekannt
    Ersteller: Maleen

    ____________________________________

    PSD | Puzzel PNG | Offizieller HG
    Tagebuch | Ball spielen (HG (c) Maleen)

    20. August 2018 | (c) Cooper
    4138 Zeichen | - Dr. Med. Cooper

    Gegen Nachmittag erreichte erreichte mich ein Anruf. "Schon wieder jemand aus Deutschland" lachte ich als ich Vorwahl sah. Ich hielt hielt Elhae an, da ich grade mit ihm ein an der Longe arbeitete und ging ran. Am anderen Ende war ein Mann. Er bat mich darum sich seine Isländerstute anzusehen. Sie sollte bald zur Körung gehen und müsste neu Immunisiert, wie auch physisch kontrolliert werden. Der Mann hatte eine sehr freundliche aber starke Stimme. "Bruce" sagte er auf meine Frage wie sein Name lautete. "Und. Ihr Nachname?" fragte ich vorsichtig. "Achso, ja. Earle" erwiderte er und legte auf. Ein bisschen überrumpelt trug ich seinen Auftag ein und buchte dann mit Simon meinen Flug. Auch diesmal die gleiche Airline, die schon genau wussten welche Utensilien ich anmelden musste. Zunehmend wurde das Fliegen somit stressfreier.
    Im Hotel angekommen war ich noch relativ Fit. Ich kontaktierte Herrn Earle um bescheid zu geben das ich morgen Früh zur Prophylaxe vorbei kommen würde. Als ich mich jedoch ins Bett legte, schlief ich sofort ein. Am nächsten Morgen ging alles sehr schnell, da ich auch am Ende des Tages sofort wieder zurück fliegen würde, da Chattahoochee Hill's mitten im Pre- Training der Jungpferde war. Nachdem alles organisiert war, fuhr ich mit dem Leihwagen zum Gelände. Vorab hatte ich mich über Automics Valley ein bisschen informiert und war fasziniert von ihrer langen und traditionellen Geschichte. Zudem war ihr Gelände etwa 95 ha groß und hatte reichlich Platz für ihre Pferde. Nicht lange nachdem ich an einer kleinen Stadt vorbei fuhr, führte mich das Navigationssystem durch den Wald, bis ich dann die Tore des Geländes sah. Die Begrüßung war sehr freundlich und ich stellte mich förmlich vor. Der junge Mann war gut gebaut, hatte braune Haare und erinnerte mich von Gesicht her ein bisschen an eine Handpuppe. Natürlich verschwieg ich das. Nach der kurzen Kennlernrunde führte mich Bruce, wie er mit anbot, in den Stall eins. Insgesamt hatte Automics Valley sechs Ställe. "Im Stall oder angebunden" fragte ich. Das war einer der Fragen, die ich Besitzer immer fragte. Sie wussten natürlich wo und wie ihr Pferd sich am sichersten und wohlsten fühlte, und genau das ist mir auch wichtig. Wir entschieden uns dazu die Stute in der Box zu behandeln. Bruce ging vor und begrüßte die Stute. Langsam folgte ich und stellte mich der Stute vor, die neugierig an mir schnupperte. Ohne große Probleme ließ sich die Stute anfassen un somit konnte ich ihren Körper auf Auffälligkeiten kontrollieren. Besonders acht gab ich auf die Beine. Laut Vorgeschichte hatte sie auch Probleme mit den Knien, deshalb führte ich eine Beugprobe durch
    um sicher zu gehen das sie keine Schmerzen hatte. "Schein alles gut zu sein" lächelte ich nach langer stille. Dann kontrollierte ich die Ohren, das Maul, die Nüstern, die Augen sowie ihren Pupillenreflex. Das war ihr verständlicherweise sehr unangenehm und hatte danach keine Lust mehr mich an ihren Kopf zu lassen, was ich aber auch nicht mehr musste. Ich dokumentierte die Ergebnisse und bereitete die Impfungen vor. Für diesen Teil der Prophylaxe bat Bruce einem Mitarbeiter um Hilfe. Die beiden hielten die Stute fest und beruhigten sie. Ich redete behutsam auf den Braunfalben ein. Die erste Immunisierung musste ich abbrechen, das sie sich zu sehr wehrte. Nach einer Pause und einem Apfel, ließ die Stute sich aber auf unser tun ein und die Immunisierungen waren erledigt. Mir der Wurmkur hatte Willa auch kein Problem. Ich lobte die Stute per Stimme und mit Streicheleinheiten. "Ah, sie mag mich noch" sagte ich als sie ihren Kopf an mich rieb. Bruce lachte und gab mir ihren Impfpass den ich erstmal aktualisierte. "Also. Willa darf 24 Stunden, am besten 48 Stunden nur leicht bewegt werden, da ihr Immunsystem durch die Impfung geschwächt ist. Wird es kälter als 15 Grad wäre eine dünne Decke auch nicht schlecht. Und bei hohen und anhaltend niedrigem Fieber bitte einen lokalen Tierarzt rufen" erinnerte ich ihn, den ich ging davon aus das er das bei der Zuchtgeschichte sicher wusste. Höflich nickte, bedankte sich herzlich und begleitete mich dann zu meinem Auto.

    Gangreiten E-A
    ____________________________________
    31.Mai 2016 | (c) Mohikanerin
    3137 Zeichen | - Vriska

    Geputzt steht Willa am Abinder, ich muss nur noch den Sattel auf ihren Rücken packen und die Trense ran machen. Ich führe die AStute zur Ovalbahn und gute noch mal nach. Bisher habe ich nur wenig auf ihren Tölt gelegt, da sie bisher mehr Traben sollte. Von selbst hatte sie bereits viel Tölt Angeboten, doch ich bin die Stute nur selten Getöltet. Das wird sich jetzt ändern. Zuerst reite ich sie einige Runden Schritt, dass sie warm wird. Anschließend folgen einige Stellungs- und Biegungsübungen. Sie ist etwas sensibel am Maul, so das ich kaum ein wirke und viel mehr über den Sitz regel. Willa habe ich von einer netten Familie gekauft, die ihre Pferde komplett verkauft haben. Von denen haben wir auch einige andere Pferde genommen. Die Stute hat Probleme, sie hat kaputte Knie und ein schiefes Becken, weshalb sie nicht komplett reizbar ist. Doch wenn ich mehr Geld habe, wird sie in Therapie kommen.
    Auf der rechten Hand Tölte ich sie zuerst an. Das ist ihre bessere Seite. Nur durch leichtes Zügelzupfen und Gewicht nach hinten verlagern, startet sie zu Tölten. An den Kurven ist Willa Taktklar, da sie in der Stellung drin ist. Doch an den langen Seiten tut sie sich noch etwas schwer. Die Innenstellung hilft ihr etwas.
    Durchgeschwitzt frisst die helle Stute ihr fressen. Zufrieden kraule ich ihren Hals.
    •••
    Die nächsten Tage ist für die Stute erst mal Pause – ihre Knie machen Probleme. Der Tierarzt war bereits da und hat Ruhe angeordnet, nur im Schritt Ausreiten dürfen wir. Was wir dann auch getan haben. Ich habe mich aber auf Thögn gesetzt und Willa als Handpferd mitgenommen.
    •••
    Es kann endlich wieder los gehen. Heute ist es glücklicherweise nicht so warm. Immer wieder ziehen Wolken auf und verdecken die Sonne – ein Glück. Die letzten Wochen war es immer wieder so heiß, dass wir nur Morgens oder fast in der Nacht reiten reiten konnten. In Ruhe sattel ich die Stute und gehe dann mit ihr wieder auf die Ovalbahn. Bevor ich aufsteige gurte ich noch einmal nach. Anschließend steige ich auf und reite entspannt im Schritt warm. Erst nach einingen Runden auf beiden Händen fange ich an mit Willa am Zügel zu arbeiten und besonders am Schenkel. Sie tut sich schwer zu biegen, durch die Knie und dem Becken, doch mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
    Schon durch leichtes heben der Zügel und nach innen stellen fängt sie an zu tippeln, um los zu tölten. Durch kurzes Nachgeben gebe ich ihr das Zeichen das sie los kann. Im Arbeitstempo läuft sie vorwärts. Auch an den langen Seiten ist sie taktklarer als das Letzte mal. Besonders auf der rechten Hand läuft sie gut.
    Am Stall bekommt sie noch ihr fressen und darf zurück auf die Wiede.
    •••
    Mehrere Wochen vergehen und mittlerweile töltet Willa fast Taktklar, nur noch bei etwas langsameren Tempo rollt sie noch. Wir haben viel geübt und auch ihre Gelenke sind auch besser geworden. Dadurch das wir versuchen einhändig zu reiten, habe ich auch mit ihr geübt, dass sie durch Zügelvorgeben antöltet, aber nur wenn ich dabei mich nach hinten lehne und etwas treibe. Willa lernt schnell, deshalb bin ich der Meinung, dass wir nächste Woche im Viereck anfangen können.

    Gangreiten A-L
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    30. September 2017 | (c) Zion
    6953 Zeichen | - Collin

    Von einem Pferdehof in der Nähe kam ein Anruf an, Willa soll trainiert werden um in der nächst höheren Klasse im Gangreiten zu laufen. Ich hatte davon nicht selber nicht viel Erfahrung, weshalb ich mich erst mal beim Verband erkundigt habe, welche Anforderungen das Pferd dafür erfüllen muss. Ein kleiner Zettel in meiner Hosentasche erinnerte mich daran.
    “Hey, ich bin Collin. Ihr habt mich kontaktiert”, begrüße ich Herrn Earle, der bereits an den Ställen auf mich wartet. “Bruce, mein Sohn, wird dir mit Willa helfen. Ihr müsstet euch schon kennen”, antwortet er und zeigt auf seinen Sohn, der mir freundlich aus dem Stalltrakt zu winkt. Ich winke zurück und laufe zu ihm. Herr Earle macht sich auch bereits auf den Weg woanders hin. Also sind wir jetzt nur noch Zweit, plus Pony. “Wir sind beide etwas Groß um Ponys zu reiten”, scherzt Bruce und führt die fertig gemachte Stute aus dem Stall. “Da hast du wohl recht.”
    An der Ovalbahn setze ich mich als erstes auf die Stute um herauszufinden wie sie so tickt um besser auf Beide eingehen zu können. “Sie versucht schon meine Anforderungen zu umgehen”, rufe ich Bruce zu, der am Zaun steht. Dieser nickt und ich arbeite weiter mit Willa. Sie ist leicht in der Schulter und sehr biegsam. Nach einigen Minuten haben wir uns ausdiskutiert. Pony Stuten, immer das selbe mit denen. “Gut Bruce, dann kannst du dich draufsetzen.”, sage ich zu ihm.
    Die heutige Trainingsstunde verlief sehr gut für den Anfang. Willa arbeitet mit und zeigt sehr initiative. Besonders die Tempounterschiede sind ihr Talent. Für die höhere Stufe müssen wir zusammen die Stute einpassen und das schnelle Tempo Tölt verbessern. Außerdem soll sie die Kandare kennenlernen.
    __
    Die nächsten Tage verlaufen gut. Zwischendurch ist Willa am herum zicken, aber die Tempounterschiede werden immer gezielter und genauer. Heute wird das erste mal mit Tölt-Galopp Übergängen gearbeitet, um sie langsam an den Pass heranzuführen. Bruce wartet bereits am Stall auf mich. “Tut mir Leid, dass ich um so früher Stunde hier aufkreuze. Mein Terminkalender gibt es anders leider nicht her.”, entschuldige icc mich bei Bruce. “Kein Problem. Ich bin eh wach. Wenn du nicht hier wärst, würde ich schon mit einem anderen Pferd arbeiten”, antwortet er mir freundlich. “Dann ist ja gut. Habt ihr beide fleissig weiter geübt?”, frage ich ihn. Er nickt und wir gehen wieder zur Ovalbahn. Der Nebel liegt auf den Wiesen und die Natur schläft. “Dann reite sie mal warm. Ich beobachte euch.”, sage ich zu ihm und setze mich auf die Bank am Rand. Hinter mir reitet Ilja vorbei mit einem hübschen Hengst. “Ach ja. Mein Vater meinte, dass wir bald noch ein paar andere Pferde zusammen trainieren sollen”, ruft Bruce mir vom Pferd aus zu. “Das kann ja was werden”, antworte ich lachend. Willa ist warm geritten.
    “An der nächsten langen Seite galoppiere sie mal an und dann wieder durchparieren in den Tölt. Wiederhole das drei vier mal und dann erst mal kurze Pause”, rufe ich ihm zu. Die Stute hoppelt an der langen Seite los und zeigt schon deutliche Verschiebungen im Galopp. Sie merkt wohl was los ist. “Sehr gut”, lobe ich die Beiden nach dem ersten Übergang. “Das sieht schon super aus. Noch ein paar Trainings und sie hat es drin”, füge ich hinzu. Und so war es auch. Willa lernt echt schnell und möchte das Ziel erreichen. Sie scheint dem Reiter gefallen zu wollen und durch ihre flauschige Mähne, wird das alles noch mehr sehr niedlich. Ein mittlerweile schon sehr flauschiger Teddybär, der arbeitet und schwitzt. Süß. Das Training verläuft auch heute wieder sehr gut. Die Tempounterschiede im Tölt sind schon nicht mehr der Schwerpunkt, da sie das bereits begriffen hat. Tempo hat sie, eher die Bremse fehlt zwischendurch.
    ____
    Während Bruce und ich regelmäßig nun auch mit anderen Pferden, zeigt er mir heute, wie weit Willa ist und ob noch irgendwas getan werden muss. “Heute setze ich mich noch mal rauf und du gibst mir ein paar Hilfen. Ich möchte schließlich auch noch was über Isländer lernen.”, sage ich scherzend zu Bruce, der mich nur an grinst.
    Zum warmreiten bekommt sie erstmal den ganzen Zügel, dass sie merkt, dass ihr nichts böses will. Ponys sind seltsam, die denken immer das schlechteste von einem. Nach einigen Runden arbeiten wir bereits am Zügel und Willa ist deutlich lockerer im Genick als vorher. “Wie lange kennst du die Stute jetzt?”, frage ich Bruce neugierig. “Naja, sie gehörte mal einer guten Freundin von mir, die nun ins Ausland gegangen ist, weil sie Deutschland nicht mehr ausgehalten hat. Ich habe Willa von ihr übernommen.”, erzählt er.
    “Die Schenkel musst du lockerer lassen und sich mehr auf Po setzen, wenn du tölten möchtest. Mehr Druck durch Oberkörper”, ruft Bruce mir zu. Die Braunfalbstute töltet an. Sie ist sehr taktklar und im Tempo variable als ich ein paar Sachen ausprobiert. Dann sind wir auch schon durch für heute. In einige Tagen werde ich noch mal nach den Beiden schauen.
    ____
    Bruce und Willa sind nun so weit. Die Stute ist mittlerweile sehr sicher im Pass und nur noch etwas Tempo fehlt, aber das können die Beiden auch ohne mich üben. Heute gucke ich mir das alles auf Kandare an als Prüfungssituation.
    Ich gehe zur Ovalbahn, wo bereits die Beiden auf mich warten. Bruce Vater steht auch da um zu gucken, wie das Training verlaufen ist. “Warm seid ihr?”, frage ich. Bruce nickt. “Gut dann beginnt nun die Fünfgangprüfung. Erster Aufgabenteil - Tölt”, ergänze ich. Im Arbeitstempo Tölt geht die Stute los. Locker im Genick und mit viel Takt tuckert die Stute los. Bruce wirkt auch sehr entspannt. “Jetzt Trab”, rufe ich beiden zu. Das Tempo ist etwas zu hoch, aber die Stute läuft mit sehr schöner Anlehnung und hoher Vorderhandaktion. “Schritt”, der nächste Teil beginnt. Auch hier zeigt sie viel Ruhe und eine gute Anlehnung, die man sonst eher von Dressurpferden gewohnt ist, als von Teddybären. “Drei Runden Galopp und dann dreimal Rennpass an der langen Seite”, rufe ich. Bruce galoppiert die Stute aus dem Schritt an. Auch hier wieder viel Vorderhandaktion, leider ist sie etwas Passverschoben, weshalb der Takt verloren geht. Doch das wird sich noch verbessern.
    Als auch die drei langen Seiten Pass geschafft sind, gebe ich den Beiden eine kleine Pause. bevor wir die T3 einmal durch reiten. Der erste Aufgabenteil beginnt auf der linken Hand - langsames Tempo Tölt. Konzentriert tölten die Beiden über die Bahn und die Stute ist noch immer sehr bemüht. Nun folgt ein Handwechsel und das deutliche Verstärken an den langen Seiten beginnt. Mit mehr Tempo tritt auch wieder eine leichte Passverschiebung auf, aber auch das können die Beiden noch verbessern. Der letzte Aufgabenteil ist schnelles Tempo ganze Bahn. Auch hier treten wieder die alten Probleme auf. Doch dann haben es Beide geschafft. Willa wirkt ziemlich fertig. “Habt ihr gut gemacht.”, rufe ich zu und Bruce lässt sich die Zügel aus der Hand kauen. Beide sind bereits dafür höhere Prüfungen zu bestreiten.

    Dressur E-A
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    30. November 2017 | (c) Mohikanerin
    1472 Zeichen | - Bruce

    Willa | Krít

    Neben Litfari und Voodoozirkus sind auch zwei Stuten im Training für die Dressur: Krít und Willa. Die beiden Stuten sehr lernwillig und lernen schnell. Beide sind schon lange unter dem Sattel und kennen dadurch schon viel, was in der Dressur A angefordert wird. Neben dem Halten aus dem Trab und den Tempounterschieden werden auch Dinge wie Vorderhandwendung und Überstreichen im Galopp verlangt. Als erstes habe ich mir Willa fertig gemacht und gehe ins Viereck. Zu Beginn reite ich sie warm und gehe noch mal die Lektionen durch. Gehorsam tut die Stute was gefordert wird. Das alles fällt ihr nicht sehr schwer, da ich sie bereits ähnliches geritten bin in der E Dressur auf der Turnier und beim Training abgefragt habe. Ihr fallen nur Kleinigkeiten schwer wir die Schlagenlinien mit mehr als 3 Bögen und das Vergrößern und -kleinern.
    Als nächstes ist Krít dran, während ich Willa mit Decke in die Box gestellt habe. Auch sie kennt schon einiges und die Lektionen fallen ihr nicht schwer. Sie hat eher Aufmerksamkeitsprobleme die sich durchs Wiederholen deutlich verbessern.
    ____
    Noch mehrfach übe ich diesen Monat die Lektionen und Vater nimmt ab, dass die beiden Stuten nun in der Dressur laufen können und ich habe die Pferde schon gemeldet. Besonders Willa scheint sich in der Dressur wiederzufinden, für Krít war es eher was eine Gewisse Sache der Konzentration und Aufmerksamkeit. Doch auch sie könnte nun Dressur Turniere bestreiten, aber Springen ist Kríts Talent.

    Dressur A - L
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    28. Dezember 2017 | (c) Mohikanerin
    1840 Zeichen | - Bruce

    Entspannt steht Willa am Anbinder und wartet auf mich. Ilja hat sie bereits gesattelt. Ich habe noch Litfari zurück auf den Paddock gebracht und nun ist sie dran. Das Wetter ist nicht besonders gut, der Schnee ist matschig und ich muss in die Reithalle. Dort Gurte ich nach und reite sie zunächst warm. Das wichtigste in der Dressur ist L ist das versammeln im Trab und Galopp. Willa ist sehr sensible und reagiert deshalb sehr gut. Zu dem müssen wir den Galoppwechsel üben, obwohl diese Dinge in der Gehorsam nicht wichtig sind, trainieren wir auf FN Niveau. Auch unsere Isländer können das schaffen, besonders wenn sie motiviert sind. Nach dem biegen und stellen beginnen wir mit den normalen Gängen, reiten einige Bahnfiguren.
    Der nächste Schritt sind die Übergänge Schritt-Galopp und umgekehrt.
    ___
    In den nächsten Tagen üben wir vermehrt das versammeln im Galopp und die Übergänge. Willa lernt sehr schnell und arbeitet begeistert mit, weshalb sie sich einen Pause verdient hat.
    Dem Tag darauf gehen wir wieder gemeinsam in die Reithalle und reite sie warm. Heute reiten wir nur einfache Dinge im versammelten Trab, da sie das bereits beherrscht. Schlaglinien mit 3 und mehr Bögen sind schon schwierig aber die biegsame Stute macht es ohne Schwierigkeit. Auch die Volten und Zirkel funktionieren ohne Problem.
    Nach der heutigen Stunde bekommt sie noch etwas zu essen und darf zurück zu ihren Weibern.
    ___
    Der Trainingsplan bestehend aus einfacher Galoppwechsel und versammelten Galopp ist nach zwei Wochen beendet. Willa macht sich gut und verteilt die Last zunehmend auf das Innere Hinterbein. Ihre Schritte sind deutlich kürzer geworden und ihre Konzentration auch. Wir sind unserem Ziel sehr nahe.
    Dafür sagt mein Vater mir einige später eine L und ich reite diese. Er ist sehr stolz und Willa kann nun in der Dressur L laufen.

    Gangreiten L-M
    ____________________________________
    20. August 2018 | (c) Mohikanerin
    2030 Zeichen | - Vriska

    Þögn | Willa

    Draußen stürmt es und es ist stark bewölkt, aber besser als die Hitze der letzten Tage. Bruce und ich haben uns entschieden heute Willa und Þögn für die nächste Turnierstufe zu trainieren. Als erstes gehen wir ausreiten, da das Wetter sich anbietet. Da Bruce noch mit Reitunterricht beschäftigt ist, gehe ich alleine die beiden Stuten holen. Sie stehen noch auf der Koppel, sehr unwillig kommen sich runter zum Stall. Als wir ankommen, verabschiedet sich Bruce von den Reitschülern.
    “Wollen wir zur Trainingsbahn?”, fragt Bruce als wir los reiten. Ich nicke. Þögn tippelt vor sich hin, während Willa mit mir entspannt nebenher läuft. Ansonsten wirkt die Situation sicher und wir tölten nach dem Abbiegen los. Um die Stuten warm zureiten beschränken wir es zunächst auf Arbeitstempo, da das nicht so anstrengend für die Beiden ist. Die Roan Stute ist deutlich flotter unterwegs als Willa, die noch immer völlig entspannt ist. Ich gebe ihr fast die kompletten Zügel.
    Auf der Bahn üben wir zunächst Tempounterschiede, bevor wir mit dem Rennpass anfangen. Willa ist schon eingepasst aber Þögn ist noch im Training. Bruce hat die Stute super im Griff. Für Willa ist das alles kein Problem mehr. Am Ende machen wir noch ein Töltrennen, das Þögn gewinnt.
    In den nächsten Tagen setzen wir unser Training mit den beiden Stuten weiter. Bruce gibt mir auch Unterricht auf Þögn, die deutlich schwieriger zu reiten ist, als Willa. Die Roan Stute wird mehr in Rennpass trainiert, da das Tempo schon da ist, wohingegen die Braunfalbin noch genauer auf die Hilfen reagieren muss.
    Nach mehreren Wochen sind wir an dem Punkt, an dem wir sein wollten. Þögn ist eingepasst, reagiert problemlos auf alle Hilfen und zeigt auch mehr bereitschaft beim Reiten. Für sie folgt noch ein weiterer Schritt im Turnier dasein - die Qualifikation für den Töltpreis.
    Willa zeigt sich eher gemütlich und nicht dermaßen qualifiziert fürs Turnier, auch wenn sie die Stärken im Gang dafür hat. Doch diese ganze Situation mit vielen Pferden und Aufregung passt nicht.


    Für Willa begann heute ein aufregender Tag, wir fahren zur Körung. Zuhause haben wir schon fleißig geübt und sind froh, wenn wir das alles geschafft haben. Auf dem Abreiteplatz führten ich die Stute etwas herum und sorgte dafür, dass sie aufmerksam wird. Dann wurden wir auch schon aufgerufen. Heute sind wir die ersten.
    Im Trab führe ich die Stute in die angenehm klimatisierte Halle und blieb in der Hallenmitte stehen. Ich grüße die Richter und führe Willa im Schritt los. An der nächsten langen Seite trabe ich sie auf der rechten Hand in der Ecke an und führe eine einfache Schlagenlinie vor. Gelassen trabt sie und wirkt sichtlich zufrieden. Bei X gehen wir auf den Zirkel und ich lasse diesen Größer werden, sodass Willa die Longe vollkommen ausnutzt. Dann gebe ich ihr das Zeichen in den Galopp zu wechseln. Im Arbeitstempo galoppiert sie zwei Runden, eh ich sie wieder durchparieren lasse in den Schritt. Anschließend wechsel ich die Hand und galoppiere sie erneut an auf der linken Hand. Nach erneuten zwei Runden hole ich sie in den Trab zurück und verkleinere den Zirkel, damit wir wieder zusammen auf die ganze Bahn. An der folgenden langen Seite führen wir die Volte vor und wir bremsen in den Schritt zurück. Nach einer halben Runde Schritt auf der linken Hand machen wir in der Ecke kehrt und gehen auf rechten Hand ganze Bahn zurück zu X und verabschieden uns von den Richtern. Ich tölte an der Hand mit ihr raus.
    Zurück am Pferdehänger lobe ich die Stute und gebe ihr noch etwas zu essen, eh wir uns die anderen Teilnehmer angucken gehen.
    1559 Zeichen via Zeichenzähler.de | Mohikanerin


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    Any, adoptedfox und Maleen gefällt das.
  3. Elsaria

    Elsaria Liebe die welt und die welt liebt dich xD oder so

    Meine Teilnahme mit Mystical Grey

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    Steckbrief:
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    Stute
    3. Jahre alt

    Trakehner
    Stockmaß/Endmaß 1,70cm
    Fellfarbe: Mausfalbe
    Geno unbekannt

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    Charaktereigenschaften
    Ausgeglichen, Unausgeglichen, Aufmerksam, Unaufmerksam, Intelligent, Sozial, Unsozial, Ruhig, Nervös, Loyal, Gutmütig, Aggressiv, Nervenstark, Scheu, Temperamentvoll, Faul

    Vorgeschichte

    Mystical Grey wurde auf Hochsetten gezogen und wird bald in die zucht eingebunden werden

    Beschreibung
    Mystical Grey war ein vollkommendes Überraschungspaket was das aussehen betrifft. Alle gingen davon aus das die Stute eine Rappe wird aber es kam eine wunderschöne mausfalbstute heraus.
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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten x | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S

    Springen E A L M S

    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Western E A L M S

    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1

    Galopprennen E A L M S
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750m 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m

    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***

    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4

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    Offiziell


    2-platz im 374 Fahrtunier:
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    1.Platz im 485 Dressurtunier
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    2.Platz im 341 Distanz
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    3. Platz im 452 Gallopprennen
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    2.platz im 507 Dressur
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    1.platz im 452 Westerntunier
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    Inoffiziell
    keine

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    Von Schwarzgold
    Von // / Aus der //
    Von// Aus der// | // Aus der //

    Aus der Mystical Star
    Von Pacey Aus der Ysun
    Von Snake Aus der Pleasure Girl | Von Royal Champion Aus der Mon Cherie

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    Körpunkte

    Abstammung 5
    Schleifen 6
    HS 2
    TA 2
    Trainer 1
    Zubehör 2
    Gesamt 17

    Schleife
    HK/SK


    Eingetragene Zucht Gestüt Hochsetten
    Züchter/Herkunft Sadasha
    Besitzer Elsaria / Alexandra(x)
    VKR/Ersteller sadasha

    Nachkommen
    keine

    ——————————————

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    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt

    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig

    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein

    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner

    ——————————————

    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund

    Tierarzt:
    Tierklinik zur lindeweide 13.7.18

    Patient: Mystical Grey


    Heute war ich in eigener Sache unterwegs, meine junge nachwuchsstute war soweit an einer körung teilzunehmen, dazu wollte ich sie nochmals checken ob sie auch völlig gesund und fit war. Ich ließ sie von meinem Mitarbeiter auf dem Hof vortraben, sie hatte klare gänge, dann machte ich die beugeprobe und lies sie nochmal antraben, die beugeprobe zeigte keine auffälligkeiten und darum banden wir sie an, ich schaute sie mir nun genauer an. Ihre zähne waren in ordnung ihr zahnfleisch rossig und feucht. Dann kamen die augen dran auch da schien alles in guter verfassung zu sein. Nun tastete ich sie ab und hörte lunge herz und darm geräusche ab. Nach dem ich da nichts feststellen konnte schaute ich mir ihrem Impfstand an und impfte sie nach. Nun musste nur noch der Hufschmied kommen den ich bestellt hatte.
    Training:
    von Landsberg Trainings-Center | Dressurtraining Stufe E - A | Mystical Grey | 4863 Zeichen

    Erin | Nachdem der Morgen, aufgrund der Tatsache dass ich verschlafen hatte, eher hektisch verlief, war ich umso glücklicher endlich am Gestüt Hochsetten angekommen zu sein. Ich parkte den Wagen auf dem Parkplatz und schrieb Käthe eine kurze SMS das ich angekommen war, bevor ich ausstieg und meine Tasche von der Rücksitzbank zog. Noch bevor ich das Wohngebäude erreichte öffnete sich die Tür und eine Frau trat heraus. “Sie sind ja schon da!” sagte sie freundlich lächelnd mit einem Blick auf die Uhr. “Ich bin selbst überrascht. Unglücklicherweise kam ich heute morgen nicht aus dem Bett und hätte beinahe meinen Flug verpasst.” gestand ich ihr ehrlich und rieb meinen linken Oberarm. Lachend wunk sie ab. “Das kann passieren. Kommen sie mit, dann zeige ich ihnen das Gestüt und die Stute wegen der sie gekommen sind.” sagte sie und ging voran. Aufmerksam hörte ich ihr zu und folgte ihrer Führung, bis wir in die Stallanlage kamen. Vor der Box einer mausfalbenen Stute blieben wir stehen. “Das ist Mystical Grey. Sie wurde vor wenigen Wochen angeritten und es fehlt ihr noch etwas an Balance, aber damit sollten sie keine Probleme haben.” erklärte sie und entschuldigte sich. Frau Winkler, so hieß die Frau, hatte einen Termin und müsse für ein paar Stunden weg. Ich versicherte ihr das ich zurechtfinden würde und widmete mich direkt der Stute. Nachdem ich sie ausgiebig begrüßt hatte stellte ich meine Tasche neben der Box ab, nahm ihr Halfter und zog es ihr an um Mystical Grey in die Stallgasse zu führen, wo ich sie fest band damit ich sie putzen konnte. Ich nahm einen Striegel und eine Bürste aus der Putzbox die neben ihrer Box stand und begann ihr kurzes Fell zu striegeln. Nachdem Mystical Grey auch gebürtstet war, säuberte ich sowohl den Striegel, als auch die Bürste und legte sie in die Putzbox zurück um einen Hufkratzer darin zu suchen. Als ich ihn gefunden hatte begann ich ihre Hufe auskratzen und kontrollierte sie auf Beschädigungen, doch es war alles in Ordnung. Ich ging in die Sattelkammer und holte den Sattel und die Trense der jungen Stute. “Na hast du Lust ein bisschen zu arbeiten?” fragte ich sie und legte den Sattel vorsichtig auf ihren Rücken. Bevor ich den Gurt zu zog, richtete ich die Schabracke. Ich holte meinen Reithelm aus meiner Tasche und setzte ihn mir auf bevor ich das Halfter öffnete und es ihr auf den Hals zog, damit ich die Stute auftrensen konnte. Ich nahm die Zügel in die eine- und die Longe, die ich zuvor aus der Sattelkammer mitgebracht hatte, in die andere Hand und führte die Stute über den Hof in die Reithalle. “Bevor wir dich fordern wärmen wir dich erstmal auf, hm?” fragte ich die Stute und kraulte ihren Hals nachdem ich die Longierbrille in die Gebissringe gehängt hatte. Frau Winkler hatte mir gesagt das die Stute Probleme mit der Balance hatte und so wollte ich sie erst ein paar Runden aufwärmen und auf beiden Händen longieren um mir das Problem vom Boden aus anzusehen und so schickte ich die Stute auf den Zirkel und ließ sie im Schritt ihre Runden ziehen. “Und jetzt Teeerab!” sagte ich bestimmt und Mystical Grey trabte an. Nach zirka 20 Minuten und einigen Handwechseln später hielt ich die Stute an und klopfte lobend ihren Hals. Ich nahm die Longierbrille ab und zog die Steigbügel nach unten bevor ich mich in ihren Sattel schwang. Ich beschloss Mystical Grey aus dem Stand anzutraben und blieb auf der Bahn um sie gymnastizierend auf beiden Händen zu reiten, damit die Stute die richtige Balance fand was nicht nur ihr, sondern auch ihrem Reiter gut tun würde. Man konnte mehr und mehr spüren wie sie sich entspannte und ihre Schritte weitgreifender und schwingender wurden. Ich lobte sie und feilte an ihren Tempowechseln. Da Mystical gerade fabelhaft mitarbeitete parierte ich die Stute vom Galopp in den Trab durch und wechselte auf den oberen Zirkel, wo ich den inneren Zügel aufnahm und sie weiter trieb. Die Stute wurde zwar etwas schneller, verlängerte aber auch ihre Schritte was ich ausgiebig lobte. “So machst du das spitze!” sagte ich und fragte noch ein paar Male den Mitteltrab ab, bevor ich das Training beendete und die Stute im Schritt trocken ritt. “Wie lief es?” rief Frau Winkler mir zu, die am Hallentor erschien. “Spitze! Ihre Balance hat sich auch wesentlich verbessert. Am Mitteltrab sollte man aber noch arbeiten, sie trabt zwar weitgreifender, zieht aber noch minimal das Tempo an.” erklärte ich und sah zu ihr. Sie nickte und lächelte zufrieden und bevor sie ging, öffnete sie mir das Hallentor. Ich stieg im Hof ab, zog die Steigbügel nach oben und brachte die Stute zurück in den Stall wo ich sie absattelte bevor ich sie, wie besprochen, auf die Weide brachte wo sie ihren wohlverdienten “Feierabend” genießen konnte. Bevor ich mich wieder auf den Weg machte räumte ich die Stallgasse auf und brachte ihren Sattel und ihre Trense zurück in die Sattelkammer.
    Hufschmied:
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    13. Juli 2018 | 5693 Zeichen von sadasha
    Hufschmiedbericht

    „Du fährst schon wieder nach Deutschland?“ fragte Isaac ungläubig und schüttelte vorwurfsvoll den Kopf, während ich mich in den Wagen setzte. Pitch hatte sich in seiner Transportbox schon gemütlich gemacht, denn er war jetzt groß genug um auch auf die weiteren Reisen mitzukommen ohne zu viel meiner Aufmerksamkeit zu benötigen. „Ohne Arbeit, kein Geld.“ antwortete ich kühl lächelnd. „Steht übrigens auch seit einer Woche am Brett, dass ich heute für zwei Tage weg bin.“ Isaac nickte und wünschte uns eine gute Fahrt. Als er sich wieder auf den Weg in die Stallungen machte schlug ich die Tür zu und ließ den Motor an.
    Am späten Abend kamen wir auf dem Gestüt Hochsetten an. Frau Winkler begrüßte mich freundlich und freute sich über Pitch, der eine kurze Streicheinheit von ihr bekam, wenngleich der Rüde die neue Umgebung viel interessanter fand. Sie bat uns ins Haus, denn heute würden wir keinem Pferd mehr die Hufe machen. Die Fahrt war auslaugend lang. Wir brauchten jetzt beide etwas für den Magen und nach einer kurzen Erkundungstour über das weitläufige Gestüt würden wir komatös ins Bett fallen. Alexandra hatte uns eines der Gästezimmer im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt.
    Viel zu früh klingelte am nächsten Morgen der Wecker. Genervt nutzte ich die Snooze Funktion mit dem Ergebnis, dass ich den nächsten Weckruf einfach verschlief. Eine Stunde und eine feuchte Hundenase brauchte ich um aufzuwachen und zu bemerken, dass ich mich verschlafen hatte. Hektisch sprang ich auf und packte meine Klamotten und meine Kulturtasche, ehe ich ins Bad ging um mich für den Tag fertig zu machen. Pitch hatte ich dabei im Zimmer eingeschlossen. Als ich aus dem Bad kam traf ich auf Frau Winkler die mit einer Tasse Kaffee in der Hand gerade das Haus verlassen wollte. „In der Küche“ sie zeigte den Gang runter „stehen Tassen oben links und der Kaffee in der Kanne ist noch heiß.“ Ich nickte dankbar und brachte meine Kulturtasche zurück und ließ Pitch aus dem Zimmer, ehe ich dem Duft des Kaffees folgte. Pitch kam mit in die Küche und legte sich gegen die Küchenzeile gelehnt auf den Boden um mich beobachten zu können. „Du hast wohl Hunger?“ brummte ich und goss mir eine Tasse Kaffee ein. Nachdem ich Pitch gefüttert hatte packte ich mein Werkzeug und machte mich auf den Weg in den Stall.
    „Zwei Stuten und einen Hengst gibt es auszuschneiden und zu beschlagen. Wen wollen Sie zuerst?“ fragte Alexandra Winkler, die mich heimlich dabei beobachtet hatte wie ich den Arbeitsbereich aufbaute. Ich zuckte mit den Schultern. „Die Reihenfolge ist mir egal. Wer steht gerade in der Nähe?“ fragte ich. „Eyeball...“ sagte sie mehr zu sich selbst als zu mir und ging in eine der naheliegenden Boxen. Heraus holte sie einen Scheckhengst. Die Farbe war meines Wissens nach untypisch für einen Trakehner. Doch ich beschloss diesen Gedanken bei mir zu behalten. Ich ließ sie den Hengst vortraben, der bereits beschlagen war. Er war ein wenig nervös sobald er mich im Blick hatte, lief aber unauffällig gut. Ich bedankte mich bei Frau Winkler und sah mir die Hufe nach kurzer Annäherung von unten an. Sie waren von gesundem, festem Horn. Mit einer Zange holte ich die Nägel aus den Hufen und löste damit das alte Eisen. Danach schnitt ich das alte Horn weg und den Strahl frei. Mit einer Zange knipste ich die Hufwand zurück, die nun wieder hervorstand. Zuletzt raspelte ich den Rand plan. Der erste Huf war damit ausgeschnitten und für das neue Eisen vorbereitet. Ich richtete mich auf und streckte mich kurz durch, ehe ich das neue Eisen in die Hand nahm, das ich zuerst ohne etwas daran zu bearbeiten an den Huf hielt. Auf dem Amboss nahm ich mit gezielten Schlägen feine Änderungen am Aluminiumeisen vor. Immer wieder überprüfte ich die Passform, bis ich es schließlich mit ein paar Nägeln auf schlug. Auch die anderen Hufe bearbeitete ich nach diesem Prinzip. Zum Schluss pinselte ich Hufbalsam auf alle vier Hufe und brachte den Hengst der sich nachdem er sich an mich gewöhnt hatte sehr ruhig verhielt, zurück in seine Box.
    Als nächstes brachte mir Frau Winkler Mystical Grey, die das gleiche Programm bekam wie Eyeball vor ihr. Sie hatte von Anfang an kein Problem mit mir, aber auch sie hatte eine untypische Trakehnerfarbe. Ein interessantes Zuchtgestüt war das hier, nur leider absolut nicht meine Rasse. Als auch Mysitcal Grey ausgeschnitten und frisch beschlagen war brachte man mir Donnerschall’s Jubilee. Die Stute war noch sehr jung und sollte nun zum ersten Mal beschlagen werden. Sportbeschlag, ganz so wie die anderen Pferde hier auch. Die Arbeit mit Jubilee war anstrengend. Die Scheckstute war ungestüm und frech. Immer wieder wies ich sie zurecht immer darauf bedacht nicht zu grob zu werden. Schließlich wollte ich meine Kunden nicht verschrecken. Der Vorteil des Erstbeschlags war, dass ich nicht darauf achten musste wo die Hufnägel vorher saßen. Ich konnte einfach anschlagen, sobald das Eisen passte. Auch dieser Stute pinselte ich zuletzt Hufbalsam auf, ehe ich sie an Frau Winkler übergab, die sie zurück in die Box brachte. Währenddessen räumte ich den Arbeitsplatz auf. Pitch streckte ich ächzend und stand schließlich auf um zu mir zu kommen, sobald ich die Hände wieder frei hatte. „Braver Junge.“ lobte ich ihn, da er die ganze Zeit ruhig mit ordentlich Sicherheitsabstand auf der Stallgasse gelegen hatte.
    Frau Winkler und ich klärten noch alles Übrige, ehe ich Pitch wieder in seine Transportbox ließ und die Heimfahrt anstrebte. Eine ganze Stunde weniger hatte ich für die Rückfahrt gebraucht. Trotzdem war es bereits Abend, als wir zu Hause ankamen. Mein Team war jedoch noch fleißig und nutzte die kühleren Temperaturen abends um die Turnierpferde fit zu halten.

    kür:

    Die Hitze dieser Tage machte Allen zu schaffen. Auch mir und deshalb war ich froh heute nicht im Sattel zu sitzen, mit warmen Jackett, Handschuhen und Lederstiefeln. Die Teilnehmer der Prüfung heute mussten in dieser Hinsicht leiden. Ihr Glück war jedoch, dass in der Halle ein halbwegs angenehmes Klima herrschte. Pünktlich um 11am starteten die Vorstellungen. Zuerst waren die Warmblutstuten an der Reihe. Darunter auch Mystical Grey, die vom Gestüt Hochsetten vorgestellt wurde. Erst vor Kurzem hatte ich die mausgraue Stute beschlagen. Im versammelten Trab kam das Paar in die Hallenmitte und grüßte dort in Dressurmanier die Richter. Die Stute war wie für einen Trakehner üblich sehr feingliedrig und hatte auch den charakteristisch edlen Kopf dieser Rasse. Ungewöhnlich war neben der Falbfarbe auch das große Kopfabzeichen. Mir kam die Frage auf ob ein solches Pferd überhaupt für die Zucht zugelassen würde. Doch die Richter schienen sich nicht beirren zu lassen. Konzentriert beobachteten sie wie das Paar im Trab auf die linke Hand lief und mit Schlangenlinien an der nächsten langen Seite die eigentliche Kür begann. Es stellte alle drei Grundgangarten vor. Und wechselte dann im Galopp vom hinteren auf den vorderen Zirkel die Hand. Genau auf der Kreuzung zeigten sie einen fliegenden Wechsel. auch auf dieser Hand stellten sie die drei Grundgangarten vor. Mystical Grey schwitzte schon ordentlich und als sie in der Hallenmitte zum Stehen kam sah man auch von hier oben wie sich ihr Brustkorb bewegte. Ihr Reiter verabschiedete sich von den Richtern und trabte die Stute nach einer Hinterhandwendung aus der Halle.
    1626/Lettercount

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    Zuletzt bearbeitet: 25 Aug. 2018
    sadasha gefällt das.
  4. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    Meine Teilnahme mit...
    PFS' Stromer's Painting Gold

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    Steckbrief
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    Vom: Stromer

    Vom: Adlerflug
    Aus der: Sailing Leave

    Aus der: Painting Shadows

    Vom: Portrait on a Wall
    Aus der: Shadows of Dawn


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    Rufname: Goldy
    Geburtstag: 20.04.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1.68 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Buckskin Sabino
    (Ee,AaCrcr,Sbsb)
    Abzeichen: scheckungsbedingt unregelmässige Laterne und 4x hochweiss
    Gesundheit: Sehr gut
    Hufe: Gutes Horn, Rennbeschlag


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    ausgeglichen, freundlich, menschenbezogen


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    Ähnlich ihren Eltern ist Stromer's Painting Gold ein sehr ausgeglichener Vertreter der Vollblüter. Bisher nur gutes erlebt, zeigt sie sich anhänglich, menschenbezogen und freundlich, auch wenn sie wie jedes Jungpferd auch mal frech wird, was aber nie bösartig gemeint ist. Goldy ist zudem äußerst aufmerksam und achtet auf ihre Umwelt, kann sich so schnell anpassen und arbeitet motiviert mit.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Kira, Grossgemalt by Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: nicht leihbar!


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    Galopprennen Klasse: S
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: A
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: S

    Eignung: Galopprennen, Springen
    Eingeritten: Ja


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    1. Platz 445. Dressurturnier
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    1. Platz 344. Distanzturnier
    1. Platz 326. Distanzturnier
    1. Platz 315. Distanzturnier
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    2. Platz 426. Galopprennen
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    3. Platz 450. Dressurturnier
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    3. Platz 445. Springturnier
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    3. Platz 314. Distanzturnier
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    3. Platz 349. Militaryturnier
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    3. Platz 424. Galopprennen
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    Goldy's Spind

    TA Berichte

    HS Berichte

    Trainingsberichte [3]
    Occulta
    Galopptraining E-A
    Gruppe 1: PFS‘ Merino, Primo Victoria, Simba Twist, PFS’ Stromer’s Painting Gold, PFS’ Cryptic Spots, PFS’ Miss Moneypenny, Cassiopeia

    Ungeduldig tänzelte Cryptic vor der Startmaschine. Wir warteten darauf, dass Ajith uns reinführte, doch wir standen an der äussersten Position und der Pfleger hatte innen angefangen. Nacheinander brachte er Merino, Simba, Penny, Cassy, Primo und Goldy rein, bis schliesslich wir dran waren. Cryptic war total geladen und ich rollte, einen Blick zu Quinn werfend, die Augen. Sie grinste und meinte: „Better like this than a horse that’s falling asleep.“ Ich stimmte ihr zu und fragte, wie Goldy drauf sei. Das war das erste mal, dass sie mit der Gruppe mitlief. Wir hatten sie bisher nur Dressur geritten und einzeln auf der Bahn trainiert, oder Ausritte gemacht. Wir hatten nämlich zuerst sehen wollen, wie ihr Trainingsstand war. Oliver hatte sie für fit genug befunden, also konnte sie jetzt mit unseren Dreijährigen laufen. Sie hinkte dennoch ein wenig hinterher was die Erfahrung anging, da ihre alte Besitzerin nicht so viel Zeit zum Trainieren gehabt hatte. Cassy war auch immernoch bei der jüngsten Gruppe dabei, doch Oliver wollte sie bald wieder zu den älteren Rennpferden einteilen, weil sie deutlich mehr Ausdauer als die Jungen hatte. Ich war froh, dass die palomino Stute wieder aufholte.

    Endlich gab Ajith das Startsignal und die Klappen öffneten sich. Cryptic drückte wie erwartet gewaltig ab und ich musste mich gut in seiner Mähne festkrallen, um mit den kurzen Bügeln nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Er setzte sich mit ein paar grossen Sprüngen an die Spitze und ich überlegte zufrieden: Wenn er im nächsten Rennen so losspringt, kann er schon von Anfang an einen guten Vorsprung herausholen. Allerdings musste ich ihn jetzt etwas zurücknehmen, denn unser Training fand wie fast immer in Intervallen statt. 1600 Meter insgesamt waren es heute, dazwischen Phasen mit 200 Meter Sprints. Ich sah stets auf meine Armbanduhr um unsere Geschwindigkeit zu überprüfen. Cryptic machte sich heute echt gut, doch gegen Ende der 1600 Meter wurde er etwas langsamer, was mir zeigte, dass es in Sachen Ausdauer noch haperte. Merino und Simba bieben bis zum Schluss dicht beieinander, weil die beiden gerne zusammen liefen und sich so gegenseitig anstachelten. Sie wurden dicht verfolgt von Penny, die ziemlich zurückgehalten wurde, weil sie sich beim letzten Training zu sehr verausgabt hatte und mit einem zu hohen Puls durchs Ziel gekommen war. Quinn nahm’s mit Goldy noch gelassen und blieb zuhinterst. Die Stute konzentrierte sich und war gehorsam, das machte das Training sehr angenehm. Primo hingegen war etwas abgelenkt und irgendwie nicht auf der Spur. Nichts desto Trotz war es ein gutes Training gewesen und wir kamen mit jedem Tag wieder ein kleines Stück weiter.
    31 Aug. 2017

    Occulta
    Springtraining A-L
    PFS’ Stromer’s Painting Gold, One Cool Cat, Cassiopeia, Spotted Timeout, Iskierka, Coulee, Painting Shadows, tc Miss Moneypenny

    Springtraining war angesagt. Es war Abend, und wir waren gerade erst vom Militaryturnier zurückgekommen. Die Ausrüstung war versorgt und die Turnierpferde auch, also konnten wir nun mit den Alltagsaufgaben fortfahren. Die zuhausegebliebenen Pfleger hatten soweit alles im Griff gehabt und wir lagen gut im Zeitplan. Ich liebte es, wenn die Dinge so reibungslos klappten. Das hatte ich dem grossartigen Team von Angestellten zu verdanken, auf die man sich eigentlich stets verlassen konnte. Entsprechend gut gelaunt begab ich mich zu Iskierkas Box. Ich musste die sensible Schimmelstute mal wieder selbst reiten, weil das immernoch die Erfolgversprechendste Variante war. Ein paar der Pfleger kamen zwar mittlerweile auch sehr gut mit ihr zurecht, unter anderem Quinn, aber sie blieb ein anspruchsvolles Reittier, und wann immer möglich wollte ich das Risiko selbst übernehmen. Nicht, dass ich glaubte, dass etwas passieren könnte – aber die Erfahrung hatte mich einfach gelehrt, dass gewisse temperamentvolle Charaktere eine Unberechenbarkeit mit sich brachten, die man am besten selbst ausbadete. Heute war er aber offenbar gut gelaunt, der weisse Drache. Sie hielt beim Putzen schön still und gab artig alle vier Hufe. Sie war auch nicht ganz so kitzlig am Bauch wie sonst. Misstrauisch beäugte ich sie, ehe ich ihren Kopf bürstete. „Was hast du wieder ausgeheckt, Iskierka?“ Die schwarzen, zufrieden wirkenden Augen weiteten sich etwas, als ich die Bürste aufsetzte; schlossen sich dann aber halb, als ich die offenbar angenehme Bewegung seitlich über die Stirn machte. Sie war nicht gerade der verschmuste Typ Pferd, aber auch sie konnte sich ab und zu beim Kraulen oder Putzen entspannen. Sie zeigte es einfach weniger offen als die anderen Stallgenossen. Ich holte den passenden Springsattel und legte ihn auf ihren eher schmalen Rücken. Sie war ein Knochiges Tier. Nicht mager, aber schlank gebaut und sie schien kein bisschen überschüssiges Fett zu haben. Dagegen wirkte Goldy, die eine Position hinter uns angebunden war, gleich pummelig. Vielleicht lag es am Altersunterschied, so konnte man es bei Goldy auf verbleibenden Babyspeck schieben. Dann musste Penny aber eine Ausnahme sein, denn die war ebenfalls sehr sportlich, trotz ihres jungen Alters. Ich sprach hier nicht von herausstechenden Unterschieden, denn klar; die aktiven Rennpferde waren allesamt extrem schlank im Vergleich zu normalen Freizeitpferden. Aber das geübte Auge sah die einzelnen Fett- beziehungsweise Muskelpölsterchen nunmal ganz genau. Ich zog den Gurt ins zweite Loch und liess Iskierka danach rasch ‚Lächeln‘, ein kleines Ritual um ihr das Satteln schmackhaft zu machen. Erst, nachdem sie die Lippe deutlich hochgezogen hatte, bekam sie das Karottenstück in meiner Hand. Die meisten meiner Pferde konnten ein paar kleine Tricks, die ich im Alltag immer mal wieder abfragte; als Abwechslung und Spielerei für zwischendurch. Ich fand, dass sie das geistig fit hielt. Iskierka war aber nicht mit derselben Begeisterung dabei wie zum Beispiel Cool Cat, der heute ebenfalls in der Springstunde mitlief. Aber der war sowieso viel offener und verspielter. Ich zäumte Iskierka mit ihrer ‚Apple Mouth‘ Trense, ein einfach gebrochenes Gebissstück, das mit Gummi ummantelt war und leicht nach Apfel schmeckte. Sie lief in normalen Trainingseinheiten darauf viel losgelassener und mehr durchs Genick, weil sie mehr abkaute. Für Renntraining und Rennen selbst hatte sie aber wie die meisten anderen ein Ringgebiss. Wir führten die Pferde raus. Direkt hinter mir folgten Goldy, Penny, Painting Shadows und Coulee. Vor uns war Cassiopeia bereits rausgeführt worden. Von den Hengsten stiessen nur noch Cool Cat und Spot zu uns. Pferde und Reiter sammelten sich auf dem Reitplatz, wo Elliot noch die letzten Hindernisse umstellte. Uns erwartete ein kleiner L-Parcours am ende der Stunde, doch zunächst wärmten wir uns mit Cavaletti ein und überwanden danach ein paar solide A-Hindernisse. Iskierka war zu Beginn konzentriert und reagierte wunderbar auf meine Hilfen. Mit dem Fortschreiten der Stunde begann sie aber heiss zu werden und wurde unangenehm heftig vor den Hindernissen. Elliot machte mit uns zwischendurch beruhigende Lektionen, oder liess uns Kombinationen reiten, bei denen die Pferde besonders aufpassen mussten. Aber es half auch nicht viel. Die Stunde wurde von mir trotzdem grösstenteils als erfolgreich abgestempelt, denn Iskierka hatte kaum Stangen geworfen und auch nie verweigert. Nur die Technik, an der mussten wir noch etwas arbeiten. Coulee war mit Charly ein paarmal hingestanden, weil er zu wenig mit den Beinen dran gewesen war. Ansonsten war aber auch sie gut durch den Parcours am Ende gekommen. Cassy hatte keine Mühe gehabt und schien mit Quinn ein gutes Team zu bilden. Die restlichen hatten bis auf ein paar kleine Mängel auch ein gutes Bild abgeliefert. Somit liess Elliot uns austraben und stellte den Parcours tiefer für die nachfolgende Gruppe. Es war nun fast sieben Uhr. Dunkel war der Himmel natürlich schon längst, aber wir hatten ja Flutlichter für den ganzen Reitplatz. Ich versorgte Iskierka und widmete mich dann dem nächsten Kandidaten.
    31 Okt. 2017

    Occulta
    Galopptraining A-L

    Primo Victoria, PFS’ Merino, PFS’ Cryptic Spots, Simba Twist, tc Miss Moneypenny, Cassiopeia, PFS’ Stromer’s Painting Gold

    Ziemlich genau ein Jahr war es her, seit die Vollblüter aus der jüngsten Gruppe zum ersten Mal auf die Bahn gekommen waren. Primo Victoria, ihr Zwillingsbruder Merino, Cryptic, Simba und Penny waren innerhalb eines Jahres von absoluten Anfängern zu hervorragenden Rennpferden geworden, die nun allesamt in höheren Rennen starten konnten. Da sie nächstes Jahr mit den erfahreneren Vollblütern zusammen rennen mussten, wollten wir die fünf Jungspunde, Cassiopeia, die wir immernoch am Auftrainieren waren, und Goldy, die ja erst kürzlich dazugestossen war, bis zum Frühling noch etwas härter rannehmen. Oliver hatte einen strengen Plan mit Richtzeiten und -Strecken aufgestellt, an die wir uns Tag für Tag halten mussten. Normalerweise machten wir über den Winter etwas weniger hartes Training und eher eine Art Erholungsphase. Die jungen Pferde mussten aber trotzdem Fortschritte machen und bis zum Frühling das gewünschte Trainingslevel erreichen. Natürlich bekamen die jungen Pferde dennoch genug Pausen, damit sich ihre Muskeln optimal erholen und entwickeln konnten. Auch heute fand das morgentliche Training wie gewohnt statt, typisch für das Winterhalbjahr erst ab acht Uhr. Die Sonne ging daher gerade auf, als wir mit den fix fertig geputzten und gesattelten Pferden den Hauptstall verliessen. Ich wurde von Ajith per Räuberleiter auf Simbas Rücken gehoben und zupfte symbolisch die goldene Mähne des Hengstes unter der Fleecedecke hervor. Da die Vollblüter alle geschoren waren, trugen sie während des ganzen Trainings Fleece-Nierendecken. Wir ritten im Schritt zum Galoppweg, trabten an und wärmten die Vierbeiner auf. Merinos Decke war wohl nicht gut festgemacht, denn sie verrutschte während dem Traben. Ich rief daher Charly vor mir zu «Oi, Chaplin your exercise rug is off». Der Jockey drehte sich verwirrt nach hinten, entdeckte das Problem und zupfte die Decke im leichten Sitz zurecht. Er zwinkerte mir dankbar zu, weil er genau wusste, dass er Ärger von Oliver eingefangen hätte, wenn ich nicht gewesen wäre. Es war noch neblig auf den Wiesen um Pineforest herum und das in der Nähe liegende Dorf war vollständig verschluckt. So wirkte es fast, als sei Pineforest eine Insel inmitten von gähnender Leere, die ebenfalls drohte, in den grauen Schwaden zu verschwinden. Die Pferde liefen rhytmisch über den Schnitzelweg und mein Helm streifte hie und da einen Tannenzweig. Ein Blick über die Schulter verriet mir, dass Cassy direkt hinter uns schön am Zügel lief. Die Palominostute war nebst Vai Alida die einzige Trader Joe Nachkommin in meinem Stall. Weil Alida nicht mehr im Rennsport eingesetzt wurde, lasteten auf Cassy mehr Erwartungen. Es war unheimlich schade, dass sie mit ihrer Beinverletzung hatte pausieren müssen, denn so hatte sie viele wichtige Rennen verpasst. Aber dafür war sie nun umso fitter und zeigte das ganze Potential, das sie von ihrer Abstammung mitbekommen hatte. Wir bogen nach dem Einwärmen auf die Bahn und reihten uns vor der Startmaschine auf, die heute etwas weiter vorne stand. Simba ging zuverlässig rein und auch die anderen liessen sich, bis auf ein wenig Tänzeln, brav hineinführen. Oliver gab das Startsignal und die Tore klappten auf. Doch wenige Sekunden später pfiff er uns zurück. «Penny and Cryptic were too late! Do it again, and this time move your butt properly out of there.» Leicht verärgert trabte April neben mir her. «It was nothing, really. She went off perfectly fine», murmelte sie. Offenbar nicht ‘perfectly’ genug für Oliver. Simba war diesmal ein wenig zögerlich, weil er nicht verstand, warum wir beim ersten Mal gebremst hatten. Wir starteten erneut, wobei Oliver ruhig blieb. Simba legte einen guten Start hin, stockte dann aber, weil er förmlich erwartete, dass wir wieder bremsen mussten. Ich ermunterte ihn zu einem gleichmässigen Takt und hielt den Blick entschlossen nach vorne gerichtet. Dadurch, dass der Hengst etwas unsicher bezüglich des Starts gewesen war, drehte er nun immer wieder ein Ohr nach hinten zu mir und war deutlich aufmerksamer als sonst. Es war ein tolles Gefühl, den Athleten unter mir so sehr bei der Sache zu sehen. Auch Oliver beobachtete das Geschehen interessiert mit dem Feldstecher. Ich fragte mich, ob er nicht insgeheim genau das hatte ausprobieren wollen. Es schien aber nicht bei allen geklappt zu haben, denn Rita hatte mit Cryptic immer noch eine ordentliche Handvoll. Er erinnerte mich an seinen Vater, der je nach Wetter auch lustig aufgelegt war. Aber auch die beiden kamen durchs Ziel und das in der erforderlichen Zeit. Trotzdem motzte Oliver und liess Rita nochmal dreihundert Meter kontrolliert am Zügel galoppieren. Cryptic strotzte nach wie vor mit überschüssiger Energie, war aber danach etwas weniger quengelig. Oliver liess uns austraben und fasste, nachdem sich alle Pferde zum Trockenlaufen mit den Abschwitzdecken im Freilauftrainer befanden, nochmal rasch seine Beobachtungen von vorhin zusammen. Er erklärte, dass die Pferde nun auf einem höheren Level als zuvor waren und wir auch entsprechend auf die Details achten mussten. Wir durften keine Millisekunden in schlechten Starts oder Meinungsverschiedenheiten verschenken. Unsere Konkurrenz hatte eine erste ‘Filterung’ durchlaufen; die im nächsten Jahr startenden Vierjährigen waren allesamt Pferde, die von ihren Trainern als ‘Ertrag bringend’ eingestuft worden waren, ergo ‘nur die Guten’. Diesen Vortrag durften wir uns natürlich jedes Jahr um diese Zeit wieder anhören, entsprechend nickten alle nur mehr oder weniger augenrollend. Recht hatte er aber, und das mussten alle zugeben. Auch ich fragte mich, wie gut meine Vollblüter in der kommenden Saison abschneiden würden. Oliver war erstaunlich optimistisch gestimmt und klopfte mir lobend für das heutige Training auf die Schulter. Er meinte abschliessend, dass Cassy nun ruhig wieder in die älteren Gruppen wechseln konnte, da sie ihren Trainingsrückstand beinahe aufgeholt hatte. Ich stimmte dem zu.
    29 Nov. 2017

    Kür

    “Komm jetzt, wir verpassen die Kür noch, wenn du so weitermachst!”, rief ich entnervt durch die Haustür. Jonas suchte seine Kamera, die Lily vermutlich zuletzt entfürt hatte, um Fotos von den Hunden zu machen. Eigentlich hätten wir vor über einer halben Stunde zum Körungsgelände abfahren wollen, Goldy war sogar schon längst verladen. Aber es war mal wieder noch einiges dazwischengekommen – vergessene Vorführhandschuhe, „Ich muss nochmal auf’s Klo“, Lily mit dringenden Fragen zum Beibringen von Zirkustricks… „Hab sie!“, rief eine triumphierende Stimme die Treppe runter. „Also gut, dann los.“ Ich lief schonmal zügig voraus zum Auto, Jonas kam hinterhergejoggt. Endlich konnten wir abfahren. „Reicht es noch?“, fragte ich sorgenvoll. „Ich fahre ja, also schaffen wir’s“, neckte er. „Hey!“ wir hatten eine lustige Fahrt, obwohl uns noch genug Stress erwartete. Wir luden in Rekordtempo aus und und zäumten Goldy, dann führte ich sie zum Aufwärmplatz. „Warte kurz“, meinte Jonas noch, und zupfte während dem Gehen einen Strohhalm aus Goldys Schweif. „So, jetzt seid ihr bereit.“ Ich schmunzelte und strechelte den Hals der Stute. Wir hatten gerade mal fünf Minuten Zeit, uns zu aklimatisieren, dann wurden wir aufgerufen. Ich grüsste die Richter, stellte Goldy gerade vor ihnen hin und hielt sie ruhig, damit sie beurteilt werden konnte. Dann trabten wir auf beide Seiten vor, und liefen auch im Schritt an den Richtern vorbei. Nun war es Zeit, die Stute frei laufen zu lassen und ihren Galopp zu präsentieren. Ich hängte den Führstrick aus und die Helfer schickten sie auf beide Seiten dem Zaun entlang über den Sandplatz. Die Richter nickten, als sie genug gesehen hatten und ich konnte Goldy wieder einfangen, was aber gar nicht so leicht war, denn die Stute war im Stecktrab unterwegs. Sie schien sich doch etwas mehr aufgeregt zu haben, als mir aufgefallen war. Wenigstens streckte sie sich besonders schön. Ich kriegte sie schliesslich doch zu fassen und verliess den Platz mit ihr, nachdem ich die Richter abermals gegrüsst hatte. Jonas empfieng uns und stellte lachend fest: „Das war wohl die kürzeste Körung, die wir jeh hatten.“ „Warte noch, bevor du das sagst. Noch wissen wir nicht, ob sie durchgekommen ist.“
    2'224 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

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    sadasha, adoptedfox und Tassila gefällt das.
  5. Mohikanerin

    Mohikanerin Geboren um das ganze Leben an Schulen zu verbringe

    Meine Teilnahme mit
    Krít

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    Krít hat 24 Punkte!
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    P2 | W2
    ____________________________________


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    Krít (Kreide)
    Stute

    Rasse: Isländer
    21.07 | 8 Jahre
    Fellfarbe: Braunwindfarben (Schimmel)
    Geno: EE AA nZ Gg
    Stockmaß: 144 cm

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    0 = wenig ausgeprägt 10 = stark ausgeprägt

    Sozialverhalten: 7
    Temperament: 9
    Lauffreudigkeit: 9
    Aufmerksamkeit: 8
    Nervenstärke: 8

    Eigenschaften:
    Schnell, Aktiv, Lernfähig, Ungeduldig, Neigierig, Umgänglich


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    Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer Teilnahme an einer Fohlenschau erfasst.

    Fohlenbeurteilung
    -

    Exterieur | -
    Interieur | -
    Gang | -

    Richterspruch | -
    = -
    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer erfolgreichen Teilnahme an einer Zuchtprüfung erfasst.

    Zuchtbeurteilung

    Schritt | -
    Trab | -
    Galopp | -
    Tölt | -
    Rennpass | -

    Richterspruch | -
    = -
    ____________________________________

    Nachkommen | Mutter

    Schleife
    Wettbewerb

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    Dressur A | A
    Springreiten L | M
    Gangreiten E | L

    Ganveranlagung: 4 Gänge

    ____________________________________

    219. Synchronspringen | 220. Synchronspringen | 464. Springturnier | 223. Synchronspringen | 224. Synchronspringen |

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    466. Springturnier | 226. Synchronspringen | 230. Synchronspringen | 231. Synchronspringen | 235. Synchronspringen

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    236. Synchronspringen | 238. Synchronspringen | 242. Synchronspringen | 246. Synchronspringen | 191. Gangturnier |

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    ____________________________________

    0 = sehr unruhig / -sicher 10 = sehr ruhig / sicher

    neue Umgebungen/Situationen: 8
    Fahrzeuge: 4
    Gelände: 7
    Straße: 5
    Wasser: 5
    Platz/Ovalbahn: 8
    Halle: 6

    Hänger: 7
    Hufschmied: 7
    Tierarzt: 7

    ____________________________________

    ●Bestanden ● Unbekannt

    Ausbildungsdaten
    Fohlen ABC ● | Einreiten ● | Einfahren ●
    Eintölten ● | Einpassen ●

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    Unterbringung: -
    Weidezeit: 7 - 15 Uhr (8h)
    Paddockzeit: 15 - 7 Uhr (16h)
    Einstreu: -
    Futter: -
    sonstiges: -

    ____________________________________

    Tierarzt | 5. März 2018
    Influenza Ja
    Tetanus Ja
    Herpes Ja
    Zähne Ja

    keine Beschwerden

    ____________________________________

    Hufschmied | Datum Unbekannt
    Hufeisen Ja
    Beschlag Vorne: 8er (1)
    Beschlag Hinten: 8er (1)

    keine Beschwerden

    ____________________________________

    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Decktaxe: keine
    Züchter: Unbekannt
    Ersteller: Mohikanerin

    ____________________________________

    PSD | Puzzel PNG | Offizieller HG
    Tagebuch | Trab

    Tierarztbesuch am 05.03.2018 Elsaria

    Einen Stammkunde ersuchte nach einem Termin ihrer Schimmelstute Krít. Die Stute sollte bald auf einer körung laufen und da wollte sie einfach sicher gehen, das es mit der Stute alles in ordnung war. Desshalb machte ich mich heute um 8 uhr auf den Weg zu ihrem hof um mir die Stute anzusehen. Gegen 9 kam ich auf den Hof an und wurde von einer dern Mitarbeitern begrüßt. „ Hallo Krít steht schon bereit!“ sagte man mir. Die Schimmelstute stand angebunden da. Ich bat das man sie mir vorführte und das machte man auch. Krit lief gut, ihre gänge waren taktklar. Nun ging ich ans abtasten über auch da war keine auffälligkeiten, die beine waren normal warm und nun ging es ans abhören, auch da konnte ich nichts feststellen. Die Augen waren in ordnung, die ohren waren gepflegt, nüstern und zähne zeigen keine Auffälligkeiten. Nun impfte ich nochmal nach, da sie auf einem körplatz gut mit anderen pferden in kontakt tretten könnte, die nicht geimpft geworden waren und da wollte ich nur sicher gehen. Zu guter letzt trug ich alles in ihren Impfpass ein, und gab mein OK für die körung und wünschte viel Erfolg, nun fuhr ich wieder nachause.

    Hufschmied
    ____________________________________
    25. August 2018 | (c) Ravenna
    4454 Zeichen | - Rúrik Hálfdánsson

    Aska | Kempa | Krít | Litfari

    Rúrik hatte für diese Tour nur wenig an Equipment in seinen Transporter laden müssen, weniger Balast, weniger Last und somit auch weniger Verbrauch im Sprit. Während Danheim aus dem Radio dudelte schlängelte sich links von ihm der Rhein entlang. Es dauerte nur noch eine gute Viertelstunde, dann hätte er den Stall erreicht an dem ihm heute gleich 4 Ponys erwarteten. Alles Isländer, die traditionell Kalt beschlagen wurden. Eine Kunst die nicht mehr viele kannten, außerhalb der Insel. Dabei war sie weniger invasiv für den Huf, hielt meistens sogar einige Zeit länger und er sparte sich den Gestank.

    Der Weg zum Hof selbst war eigenümlich, nachdem eine ganze Weile links und rechts der Straße nur Felder zu sehen gewesen waren, ging es nun auf den Wald zu. Die Fahrbahn war schmal, kam ihm ein Auto entgegen könnte es Probleme geben. Davon blieb der Hüne jedoch verschont.

    Am Hof angekommen, der tatsächlich irgendwann im Wald aufgetaucht war, erwartete Rúrik schon ein Typ der sich ihm mit dem Namen Bruce vorstellte. Er musste den Blick senken um bei der Begrüßung in die Augen des Schmieds zu schauen. „Die Ponys hab ich schon alle hin gestellt. Litfari ist noch relativ jung, das wird erst sein zweiter Beschlag werden. Generell ist er aber nicht schwierig. Rúrik entschied sich erst den jüngsten an die Reihe zu nehmen, bestach ihn mit einem Stück Möhre und schaute sich dann die Beine an. Anschließend sammelte er sein Werkzeug zusammen und zog mit gewohnter Routine zunächst die Eisen von den Hufen, schnitt und feilte den ersten Huf in Form. Dann fiel ihm jedoch auf das er sich für die falche Größe entschieden hatte. Also ließ er den jungen Hengst nochmal kurz stehen, kraulte ihm am Ansatz seiner buschigen Mähne und brummte leise Worte zu ihm. Anschließend kramte er in einer der Pappkisten und holte vier Eisen zutage in der Größe 1. Jeweils mit 10 und 8 gramm. Letztere legte e gleich an die Hinterfüße des Hengstes, holte einen Nagel aus seiner Hosentasche und begann routiniert damit die Eisen auf den Hufen des Jungpferdes zu befestigen. Litfari, von Bruce Litti genannt schaute neugierig was mit ihm geschah.

    Nach dem jungen Hengst führte Bruce ihm eine hübsche Schimmelstute an den Anbinder, ihre Haselnussbraunen Augen schauten aus dem weißen Gesicht treuherzig in die Welt. Krít schien allerdings einige Probleme damit zu haben still am Anbinder zu stehen. Nach dem abziehen der Eisen, trat wedelte sie ungeduldig mit ihrem Schweif hin und her. Daher bat der Hüne Bruce die Stute vorn lieber am Strick zu halten und zu beschäftigen damit er schnell seine Arbeit fortsetzen konnte. Krít unternahm zweimal den Versuch ihm den linken Hinterhuf zu entziehen als er gerade ein einer Eisen mit 8 g befestigen wollte. Daher wartete bis sie in sich Ruhig stand, den Hammer auf dem Daumen konnte er nun nicht gebrauchen. Erst danach fuhr er fort die Schimmelstute mit den restlichen Nägeln zu spicken. Nach der Arbeit gab er Krít ebenfalls eine kleine Scheibe der Möhre und entließ sie damit.

    Für die Palominostute brauchte Rúrik noch einmal 10g Eisen. In der Zeit in der Bruce sein Werkzeug schonmal zu Kempa brachte, flitze der Hüne zum Auto und grabbelte in dem Karton den er schon vorher genutzt hatte. Er hatte sich extra für diesen Auftrag einen Karton 10g Eisen bestellen müssen, daher hatte er etwas den Termin hinaus zögern müssen. Isländer gehörten nicht zu seinen üblichen Kunden. Kempa war eine durchaus ruhige Stute daher hetzte er sich bei ihr nicht. Sie hatte am Vortag eines ihrer Eisen verloren. Nur aus Vorsicht ließ der Hüne die Stute sich einmal vorlaufen, aber die zeigte keine Probleme beim Laufen. Daher feilte er den Huf wieder in Form, befestigte die 10g Eisen vorn und die 8g Eisen für die Hinterbeine. Fest nahm er sich dabei vor noch einmal zu lesen ob dies mit dem Gangbild im Tölt zu tun hatte. So ganz konnte er sich daran nicht erinnern. Die hübsche Scheckstute die nun kam hatte eine unfassbar lange, dichte Mähne wie dem Hünen direkt auffiel. Auch sie ließ sich bereitwillig mit einer Möhre locken. Das entfernen der Eisen gestaltete sich bei ihr etwas schwierig, da die Nägel bereits abgebrochen waren und Rúrik mit der Zange nicht genug Material greifen konnte um sie aus dem Huf zu ziehen. Dosiert setzte er seine Kraft ein und holte somit nach und nach alle Eisen herunter. Wie auch bei Kempa mussten die Eisen mit den 10g nach vorn.

    Nach dem Auftrag verabschiedete sich die beiden Männer voneinander.

    Springen E-A
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    30. September 2017 | (c) Zion
    1065 Zeichen | - Collin

    Krít | Atom Bomb
    Heute führte mich mein Weg zu Atomics Valley. Bruce und Ilja Earle, zwei Brüder begrüßten mich herzlich.

    Bomb war bereits fertig gemacht, sodass ich aufsteigen und losreiten konnte. Auf dem Platz waren bereits die Hindernisse aufgebaut. Nachdem ich sie warm geritten hatte, machten wir uns an die Sprünge und wie erwartet nahm Atom Bomb diese gelassen und es war noch viel Luft nach oben. Auch ihre Balance und der Takt stimmten.

    Als könnte der Tag nicht schöner werden, war auch Krít einsame Klasse! Sie übertraf meine Erwartungen, da ich bei dem Gedanken an einen Isländer nicht sofort ans Springreiten dachte. Sie nahm die Sprünge zwar etwas zu eifrig und unüberlegt, doch mit jeder Runde würde es besser und sie fand sichtlich Spaß daran.

    Beide Stuten lernten schnell und es war auch nicht mehr viel dran zu Arbeiten, um in der nächst höheren Klasse mitreiten zu müssen.

    Nach dem gemeinsamen Fertigmachen mit den Earle Brüdern von Krít besprachen wir das weitere Training der beiden. Ich verabschiedete mich höflich und wünschte beiden Gück für die Zukunft.

    Dressur E-A
    ____________________________________
    30. November 2017 | (c) Mohikanerin
    1472 Zeichen | - Bruce

    Willa | Krít

    Neben Litfari und Voodoozirkus sind auch zwei Stuten im Training für die Dressur: Krít und Willa. Die beiden Stuten sehr lernwillig und lernen schnell. Beide sind schon lange unter dem Sattel und kennen dadurch schon viel, was in der Dressur A angefordert wird. Neben dem Halten aus dem Trab und den Tempounterschieden werden auch Dinge wie Vorderhandwendung und Überstreichen im Galopp verlangt. Als erstes habe ich mir Willa fertig gemacht und gehe ins Viereck. Zu Beginn reite ich sie warm und gehe noch mal die Lektionen durch. Gehorsam tut die Stute was gefordert wird. Das alles fällt ihr nicht sehr schwer, da ich sie bereits ähnliches geritten bin in der E Dressur auf der Turnier und beim Training abgefragt habe. Ihr fallen nur Kleinigkeiten schwer wir die Schlagenlinien mit mehr als 3 Bögen und das Vergrößern und -kleinern.
    Als nächstes ist Krít dran, während ich Willa mit Decke in die Box gestellt habe. Auch sie kennt schon einiges und die Lektionen fallen ihr nicht schwer. Sie hat eher Aufmerksamkeitsprobleme die sich durchs Wiederholen deutlich verbessern.
    ____
    Noch mehrfach übe ich diesen Monat die Lektionen und Vater nimmt ab, dass die beiden Stuten nun in der Dressur laufen können und ich habe die Pferde schon gemeldet. Besonders Willa scheint sich in der Dressur wiederzufinden, für Krít war es eher was eine Gewisse Sache der Konzentration und Aufmerksamkeit. Doch auch sie könnte nun Dressur Turniere bestreiten, aber Springen ist Kríts Talent.

    Springen A - L
    ____________________________________
    3. September 2018 | (c) Mohikanerin
    1840 Zeichen | - Bruce Earle

    Neugierig schnuppert Krít am Halfter und ich lege es ihr wie gewohnt um. Gemeinsam gehen wir zum Anbinder, wo ich sie fertig mache für das Springtraining. Heute ist das Abschlusstraining mit Krít, da wir nächste Woche an einem A-Springen teilnehmen wollen. Im Voraus hatte ich bereits die Sprünge auf 95 cm und einige auf 105 cm eingestellt. Auch wenn für das Turnier lediglich zweifache Kombinationen vorgesehen sind, steht zusätzlich eine dreifache Kombi da. Schon als ich mit Krít den Platz betrete, steigt ihre Motivation. Lieber springt sie, als auf der Ovalbahn ihre Runden zu drehen. In der letzten Woche hatten wir einige Ferienkinder noch da aus einem anderen Bundesland. Mit denen hatten wir ein paar Sprünge auf dem Platz aufgebaut und alles so eingerichtet, dass Krít frei springen kann. Die Gute hatte 160 cm geschafft, mehr wollte ich nicht versuchen.
    Als erstes reite ich einige Runden Schritt um die Sprünge herum und mache erste Biegungsübungen, bevor wir in höheren Gängen weiter machen. Krít arbeitet fröhlich mit und auch die ersten Hüpferchen über die Cavalettis zieht sie schon sehr gut an. Langsam arbeiten wir uns an die hohen Sprünge an. Erst ein Kreuz, dann das Kreuz in der Kombination mit einem Rick auf 60 cm. Zufrieden lobe ich die Stute und wir wiederholen noch mehrfach die Kombination, bevor wir den ersten Oxer auf 95 cm springen. Doch auch da zeigt sich Krít von ihrer Lieblingsseite - Das Springpferd im Isländer. Keiner von uns weiß, woher das kommt und auch die Vorbesitzer wissen es nicht. Im Training haben diese nur bemerkt, dass sie sich immer besonders anstrengt, wenn es ums Springen oder ähnliches geht. Auch die dreifache Kombination aus Kreuz, Rick in 95 cm und Oxer 105 cm meistert sie mit bravour. Ich bin stolz auf die Schimmelstute. Am Ende reiten wir noch einen kleinen Parcour durch.


    Nach der Vorstellung von Willa, reite ich nun noch Krít vor. Auf dem Abreiteplatz werde ich bereits nach wenigen Minuten aufgerufen und reite zur Halle, in der die Körung ist. “Viel Glück”, wünscht mir Vriska und ich trabe in Halle rein. Nach einer Runde reite ich zu X, halte und grüße die Richter. Die Vorstellung beginnt. Bei erreichen des Hufschlag trabe ich erneut an und gehe auf die rechte Hand. An der nächsten langen Seite beginne ich bei A eine Schlagenlinie mit drei Bögen, die der Stute sehr leicht fallen trotz ihrer Springbegabung. Im Schritt wechsel ich durch die ganze Bahn, nach einer halben Runde traben wir wieder los. Bei A auf den Zirkel und galoppiere die Stute an. Schön gesprungen geht sie voran und zeigt sich heute von ihrer besten Seite. Nach einer Runde auf der ganzen Bahn zurück und bei X einen einfach Galoppwechsel. An den langen Seiten zeigen wir auf der rechten Hand noch Tempounterschiede auf gesamt zwei Runden und bei B parieren wir auf Schritt zurück. Im Trab wieder zu X, halt und gruß. Beim verlassen der Bahn lasse ich mir im Schritt die Zügel aus der Hand kauen. Vor der Halle lobe ich die Stute und wir trödeln zurück zum Transporter. Wir bleiben gespannt, was die Richter zu Krít sagen.
    1232 Zeichen via Zeichenzähler.de | Mohikanerin

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  6. Mohikanerin

    Mohikanerin Geboren um das ganze Leben an Schulen zu verbringe

    Meine Teilnahme mit
    Kempa

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    Kempa hat 22 Punkte!
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    P2 | W2
    ____________________________________


    Exterieur

    Kempa (x)
    Stute

    Rasse: Isländer
    27.06 | 9 Jahre
    Fellfarbe: Palominofalbe Splash
    Geno: ee AA nCr DD nSpl
    Stockmaß: 135 cm

    Interieur

    0 = wenig ausgeprägt 10 = stark ausgeprägt

    Sozialverhalten: 8
    Temperament: 5
    Lauffreudigkeit: 6
    Aufmerksamkeit: 7
    Nervenstärke: 9

    Eigenschaften:
    Ruhig, Gelassen, Brav


    Zucht

    Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer Teilnahme an einer Fohlenschau erfasst.

    Fohlenbeurteilung
    -

    Exterieur | -
    Interieur | -
    Gang | -

    Richterspruch | -
    = -
    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer erfolgreichen Teilnahme an einer Zuchtprüfung erfasst.

    Zuchtbeurteilung

    Schritt | -
    Trab | -
    Galopp | -
    Tölt | -
    Rennpass | -

    Richterspruch | -
    = -
    ____________________________________

    Nachkommen | Mutter

    Schleife
    Wettbewerb

    Talent

    Dressur M | M
    Gangreiten E | M

    Ganveranlagung: 4 Gänge

    ____________________________________

    267. Dressurturnier | 120. Gangturnier | 161. Gangturnier | 162. Gangturnier | 167. Gangturnier

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    171. Gangturnier | 177. Gangturnier | 181. Gangturnier | 182. Gangturnier | 184. Gangturnier

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    185. Gangturnier | 189. Gangturnier | 192. Gangturnier

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    ____________________________________

    0 = sehr unruhig / -sicher 10 = sehr ruhig / sicher

    neue Umgebungen/Situationen: 7
    Fahrzeuge: 6
    Gelände: 10
    Straße: 8
    Wasser: 6
    Platz/Ovalbahn: 9
    Halle: 6

    Hänger: 5
    Hufschmied: 8
    Tierarzt: 6

    ____________________________________

    ●Bestanden ● Unbekannt

    Ausbildungsdaten
    Fohlen ABC ● | Einreiten ● | Einfahren ●
    Eintölten ● | Einpassen ●


    Daten

    Unterbringung: -
    Weidezeit: 7 - 15 Uhr (8h)
    Paddockzeit: 15 - 7 Uhr (16h)
    Einstreu: Späne
    Futter: -
    sonstiges: -

    ____________________________________

    Tierarzt | 24.August 2018 - Cooper
    Influenza Ja
    Tetanus Ja
    Herpes Ja
    Zähne Ja

    keine Beschwerden

    ____________________________________

    Hufschmied | Datum Unbekannt
    Hufeisen Ja
    Beschlag Vorne: 10er (1)
    Beschlag Hinten: 8er (1)

    keine Beschwerden

    ____________________________________

    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Decktaxe: 330 Joellen
    Wert: 1630 Joellen
    Züchter: Unbekannt
    Ersteller: Maleen

    ____________________________________

    PSD | Puzzel PNG | Offizieller HG
    Trab | Galopp | Tölt | Portrait | Alte Version

    Tierarzt
    ____________________________________
    24. August 2018 | (c) Cooper
    5302 Zeichen | - Dr. Med. Cooper

    Aska | Kempa | Litfari

    Kaum war ich Zuhause, erhielt ich erneut von Bruce Earl. "Das hätte man sich auch vorher überlegen können" sagte ich als ich den Auftrag öffnete.Simon war schon gar nicht mehr überrascht von der Reiserei und buchte mir sofort einen Flug. "Atomics Valley, ich kommeee" sagte ich laut und
    stieg ins Auto. Simon lachte und folgte mir. Heute begleitete er mich zum Flughafen. Ich verabschiedete mich von ihm und ging los. Flugangst,
    hatte ich wohl immer noch. Ich glaube nicht mehr daran das ich sie einmal los bekommen würde.

    Als ich landete tätigte ich schnell alle Anrufe und erledigte das Mieten des Autos schnell, bevor der ganze Ansturm kam. Wie vor einer Woche fuhr ich den
    gleichen Weg, mit Unterstützung des Navigationssystems, zu Automics Valley. Erneut stand eine Prophylaxe an, diesmal für drei Pferde.
    Beziehungsweise Pony's, Isländer um genau zu sein. Ich war kein Fan von Isländern, aber Lebewesen ist Lebewesen. Ich wusste den Grund auch nicht, ich hatte mich nur
    nie in der Gegenwart von Isländern sehr wohl gefühlt, obwohl sie sehr schöne Tiere sind. Die Begrüßung war auch sehr ähnlich wie letztes mal nur etwas
    entspannter, da Bruce und ich uns ja jetzt kannten. "Ich habe zwei Stuten und einen Hengst für dich" sagte er un führte mich auf dem riesen Gelände
    zu den Boxen. Wie das letzte mal entschieden wir uns dazu, die Tiere in der Box zu behandeln. Zunächst untersuchte ich Kempa. Ich näherte mich dem
    Palomino langsam, wurde aber sehr herzlich in die Box aufgenommen. Ohne Probleme ließ sich der physische Zustand der Stute gut kontrollieren. Augen,
    Nüstern, Pupillenreflexe, Mundschleimhäute und Mundhöhle sowie der äußerliche Zustand des Isländers wies keine Auffälligkeiten auf. Ich ließ die Stute
    führen, damit ich einen Blick auf den Bewegungsapparat bekommen konnte, der auch gut zu funktionieren schien. Bevor es dann zu den Immunisierungen
    ging, kontrollierte ich die Vitalzeichen der Stute. "Kempa's Herzfrequenz, Puls, Atmung und Temperatur sind sehr gut" sagte ich als ich alle Untersuchungen
    abgeschlossen hatte. Ich lobte die brave Stute und hoffte, das sich das auch nicht ändern würde. Die Immunisierungen waren wie zu erwarten gut verlaufen,
    und ich musste kein mal abbrechen. Bruce und ich lobten die Stute und wendeten uns dann Aska zu. "Ouw. Sie ist aber hübsch". Ich lehnte mich vor und lies
    die Stute mich beschnuppern bis ich mir sicher was, das ich eintreten durfte. "Ja, sie ist auch super mit Kindern" lächelte Bruce und streichelte ihr über die Nase.
    "Mit ihr wirst du auch keine Probleme haben. Ich muss eben weg, ich komme bevor du zum Hengst musst" sagte er und verschwand dann auch. Allein in der Stallgasse,
    naja, nicht ganz allein, denn viele Mitarbeiter huschten rein und raus, kontrollierte ich zunächst die Vitalzeichen und den Körper, sowie ich es auch zuvor bei der
    Palominostute gemacht hatte. Aska war sehr weich und hatte eine sehr lange Mähne, die ich und zu versuche aus dem Weg zu legen, damit ich an die Stellen kam,
    die ich brauchte. Ohne zu zögern, oder auch nur zu blinzeln ließ Aska sich die Immunisierungen geben. Am Ende starrte sie mich nur an und fragte sich
    wahrscheinlich warum ich noch in der Box stand, da ja schon alles vorbei war. Ich lachte, lobte sie und ging hinaus. Sie folgte mir und streckte ihr Maul hinaus. Erneut
    streichelte ich sie und ging dann zu Litfari. Bruce war noch nicht wieder da, das war aber kein Problem, denn ein Mitarbeiter zeigte mit seinen Pass und führte mich
    ein wenig in den Charakter de Hengstes ein. "Tja, ich hab gehört du bist verfressen" sagte ich und hielt ihm einen Apfel als Hallo hin. Er bewegte sich schnell auf
    mich zu und nahm in ohne zu zögern. Als ich ihn untersuchen wollte drehte er sich jedoch dauernd mit einer Seite an die Wand. Er fand meine Anwesenheit wohl
    dann doch nicht mehr so toll. Ein Mitarbeiter kam mit Leckerlis an, die Litfari dankend annahm und mich nach einigen davon endlich an ihn ran ließ. Nachdem ich
    die komplette physische Untersuchung durchgeführt hatte kam Bruce wieder in den Stall. "Es tut mir Leid. Ich wollte..." ich unterbrach ihn und erklärte das alles
    gut sei und es keinen Grund zur Sorge gibt. Bei den Immunisierungen hielt Bruce und ein Mitarbeiter Litfari fest. Der Hengst war sicherlich nicht dumm. Er wusste
    das nach der Untersuchung eine Immunisierung folgen würde und war kaum von der Wand wegzubewegen. Mit aller Kraft konnten Bruce und der Mitarbeiter
    den Hengst aus er Ecke holen und ich verpasste ihm rasch aber sanft die Spritzen. Er fand das nicht toll und schüttelte sich danach erst mal kräftig. Ich lobte ihn
    und gab ihn den Rest der Leckerlis, die er Munter aß. "Also. Das mit den 24 Stunden bla bla, brauch ich dir nicht sagen, oder?". Bruce lächelte und antwortete mit
    einem Nein. Mir Wurmkuren hatten alle drei keine Probleme. Zuletzt aktualisierte ich noch ihre Impfpässe und räumte etwas auf. Nachdem Bruce mit geholfen
    hatte alles wieder zusammen zu packen begleitete er mich zu meinem Auto. "Tut mir Leid für's erneute wieder kommen. Geplant war ein anderer Tierarzt aber er
    hatte wohl keine Zeit mehr, aber es war dringend". Ich sagte ihm das er sich nicht zu entschuldigen brauchte und das ich diesen Beruf ja auch gewählt habe und das
    es mir Spaß macht dauernd zu Reisen, auch mit Flugangst. Er lachte.

    Hufschmied
    ____________________________________
    25. August 2018 | (c) Ravenna
    4454 Zeichen | - Rúrik Hálfdánsson

    Aska | Kempa | Krít | Litfari

    Rúrik hatte für diese Tour nur wenig an Equipment in seinen Transporter laden müssen, weniger Balast, weniger Last und somit auch weniger Verbrauch im Sprit. Während Danheim aus dem Radio dudelte schlängelte sich links von ihm der Rhein entlang. Es dauerte nur noch eine gute Viertelstunde, dann hätte er den Stall erreicht an dem ihm heute gleich 4 Ponys erwarteten. Alles Isländer, die traditionell Kalt beschlagen wurden. Eine Kunst die nicht mehr viele kannten, außerhalb der Insel. Dabei war sie weniger invasiv für den Huf, hielt meistens sogar einige Zeit länger und er sparte sich den Gestank.

    Der Weg zum Hof selbst war eigenümlich, nachdem eine ganze Weile links und rechts der Straße nur Felder zu sehen gewesen waren, ging es nun auf den Wald zu. Die Fahrbahn war schmal, kam ihm ein Auto entgegen könnte es Probleme geben. Davon blieb der Hüne jedoch verschont.

    Am Hof angekommen, der tatsächlich irgendwann im Wald aufgetaucht war, erwartete Rúrik schon ein Typ der sich ihm mit dem Namen Bruce vorstellte. Er musste den Blick senken um bei der Begrüßung in die Augen des Schmieds zu schauen. „Die Ponys hab ich schon alle hin gestellt. Litfari ist noch relativ jung, das wird erst sein zweiter Beschlag werden. Generell ist er aber nicht schwierig. Rúrik entschied sich erst den jüngsten an die Reihe zu nehmen, bestach ihn mit einem Stück Möhre und schaute sich dann die Beine an. Anschließend sammelte er sein Werkzeug zusammen und zog mit gewohnter Routine zunächst die Eisen von den Hufen, schnitt und feilte den ersten Huf in Form. Dann fiel ihm jedoch auf das er sich für die falche Größe entschieden hatte. Also ließ er den jungen Hengst nochmal kurz stehen, kraulte ihm am Ansatz seiner buschigen Mähne und brummte leise Worte zu ihm. Anschließend kramte er in einer der Pappkisten und holte vier Eisen zutage in der Größe 1. Jeweils mit 10 und 8 gramm. Letztere legte e gleich an die Hinterfüße des Hengstes, holte einen Nagel aus seiner Hosentasche und begann routiniert damit die Eisen auf den Hufen des Jungpferdes zu befestigen. Litfari, von Bruce Litti genannt schaute neugierig was mit ihm geschah.

    Nach dem jungen Hengst führte Bruce ihm eine hübsche Schimmelstute an den Anbinder, ihre Haselnussbraunen Augen schauten aus dem weißen Gesicht treuherzig in die Welt. Krít schien allerdings einige Probleme damit zu haben still am Anbinder zu stehen. Nach dem abziehen der Eisen, trat wedelte sie ungeduldig mit ihrem Schweif hin und her. Daher bat der Hüne Bruce die Stute vorn lieber am Strick zu halten und zu beschäftigen damit er schnell seine Arbeit fortsetzen konnte. Krít unternahm zweimal den Versuch ihm den linken Hinterhuf zu entziehen als er gerade ein einer Eisen mit 8 g befestigen wollte. Daher wartete bis sie in sich Ruhig stand, den Hammer auf dem Daumen konnte er nun nicht gebrauchen. Erst danach fuhr er fort die Schimmelstute mit den restlichen Nägeln zu spicken. Nach der Arbeit gab er Krít ebenfalls eine kleine Scheibe der Möhre und entließ sie damit.

    Für die Palominostute brauchte Rúrik noch einmal 10g Eisen. In der Zeit in der Bruce sein Werkzeug schonmal zu Kempa brachte, flitze der Hüne zum Auto und grabbelte in dem Karton den er schon vorher genutzt hatte. Er hatte sich extra für diesen Auftrag einen Karton 10g Eisen bestellen müssen, daher hatte er etwas den Termin hinaus zögern müssen. Isländer gehörten nicht zu seinen üblichen Kunden. Kempa war eine durchaus ruhige Stute daher hetzte er sich bei ihr nicht. Sie hatte am Vortag eines ihrer Eisen verloren. Nur aus Vorsicht ließ der Hüne die Stute sich einmal vorlaufen, aber die zeigte keine Probleme beim Laufen. Daher feilte er den Huf wieder in Form, befestigte die 10g Eisen vorn und die 8g Eisen für die Hinterbeine. Fest nahm er sich dabei vor noch einmal zu lesen ob dies mit dem Gangbild im Tölt zu tun hatte. So ganz konnte er sich daran nicht erinnern. Die hübsche Scheckstute die nun kam hatte eine unfassbar lange, dichte Mähne wie dem Hünen direkt auffiel. Auch sie ließ sich bereitwillig mit einer Möhre locken. Das entfernen der Eisen gestaltete sich bei ihr etwas schwierig, da die Nägel bereits abgebrochen waren und Rúrik mit der Zange nicht genug Material greifen konnte um sie aus dem Huf zu ziehen. Dosiert setzte er seine Kraft ein und holte somit nach und nach alle Eisen herunter. Wie auch bei Kempa mussten die Eisen mit den 10g nach vorn.

    Nach dem Auftrag verabschiedete sich die beiden Männer voneinander.

    Dressur A - L
    6054 Zeichen | © jojomaus | Juni 2014

    Mein nächster Auftrag führte mich zu Fynn und ihrer Isländerstute Kempa. Ich hatte bisher noch nie die Gelegenheit mit Mehrgängern zu tun zu haben und war dementsprechend ein wenig nervös. Allerdings sollte ich ihr ja nur in Sachen Dressur ein wenig beibringen. Ich wurde freundlich von Fynn begrüßt als ich endlich den Hof erreichte. Kempa stand schon bereit und wartete gelassen. Die Stute sah niedlich aus, ich schloss sie sofort ins Herz, schon aufgrund der aufmerksamen großen Augen. „Darf ich vorstellen, das ist Kempa. Sie ist eine ganz liebe, du dürftest eigentlich keine Probleme bekommen mit ihr“, stellte mich Fynn der Stute vor. Dieser bot ich auch gleich ein Leckerchen gegen eine Streicheleinheit an, welches sie freudig annahm und nach mehr bei mir suchte. Ihr Fell war super weich und so gut gepflegt das ich eigentlich nur noch kurz drüber putzen musste. Doch vorerst ließen wir die gute Kempa noch warten, denn Fynn wollte mir noch einen kurzen Überblick über den Hof geben. Dieser war recht klein doch gut gepflegt, mir wurden die Boxen gezeigt, Reitplatz und Halle, sowie natürlich die Sattelkammer. Von dort nahmen wir auch gleich Putzzeug, Sattel und Trense mit. „Das putzen und Satteln würde ich gern über nehmen, damit ich die Stute schon einmal von unten aus kennenlernen kann“, erklärte ich noch schnell Fynn, bevor ich auch gleich mit der Arbeit begann. Viel musste ich nicht machen da Kempa schon recht sauber war. Nach dem ich noch die Hufe ausgekratzt hatte ging ich zum Satteln über. Die Isländerstute war in der ganzen Zeit über aufgeschlossen und neugierig mir und der Umgebung gegenüber und sie lauschte unserem Gespräch. Nachdem Kempa fertig hergerichtet war begleitete mich Fynn zur Reithalle. Dort stieg ich auf und ließ meine heutige Schülerin ein paar Runden im Schritt laufen. Ihre Aufmerksamkeit war abwechselnd bei mir und bei Fynn, was sich jedoch änderte sobald ich in den Trab überging und verschiedene Tempis verlangte um zu sehen was die Isländerstute so alles konnte. Zum Aufwärmen ritt ich noch Zirkel, Volten und Schlangenlinien, bis sie sich korrekt biegen und stellen ließ. Mein erstes Ziel war der Außengalopp, aber das ging ich langsam an. Vorerst begannen wir abwechselnd rechts und links an zu galoppieren und nach dem wir das einige Male gemacht hatten gab es vorerst eine Schrittpause. Kempa war ganz bei der Sache und zeigte schon in der kurzen Zeit Fließende Bewegungen, zudem war sie angenehm zu sitzen. Als nächstes übten wir Schlangenlinien, diese natürlich auch im Galopp. Nach und nach weitete ich die Bahnfigur weiter aus damit Kempa ein besseres Gefühl für den Außengalopp bekam. Ich ließ sie die Zügel aus der Hand kauen und machte eine Pause, da Galopp auf Dauer zu anstrengend werden würde. In der nächsten Übung hielten wir den Außengalopp eine ganze lange Seite und parierten vor der Ecke durch, um anschließend wieder in den Handgalopp zu wechseln. Dann ging es eine Runde auf dem Zirkel, anschließend parierte ich wieder durch und wechselte an der langen Seite wieder in den Außengalopp. Diese Übung gingen wir weitere Male durch. Somit hatte ich den Grundstein für den Außengalopp gelegt. Ich war neugierig wie Kempa mit 8 Meter Volten zurecht kam und so Verkürzte ich sie nach und nach auf 8 Meter. Die Isländerstute kam dieser Aufgabe wunderbar nach und schnaubte dann sogar ab. Ihr schien die engere Wendung nichts auszumachen. Das gab den Ausschlag dafür mit dem Kurzkehrt zu beginnen. Aber vorerst ging es in einem schwungvollen und flüssigen Mitteltrab, dort nahm ich sie weiter auf bis sie mehr Gewicht auf die Hinterhand nahm, dann lobte ich sie sofort und parierte durch. Einige Male übte ich dann das Antraben aus dem Halten und erzielte so immer mehr Versammlung. Nachdem so nach und nach der versammelte Trab funktionierte wollte ich den Kurzkehrt nun aus der Volte heraus entwickeln. Die schon geübte Versammlung würde eine große Hilfe dabei werden. Dieses langsame erarbeiten von Lektionen schien der Stute wahrlich Spaß zu machen, ihre Aufmerksam war so gut wie dauerhaft bei mir und sie wartete immer wieder auf neues. Herausforderungen schienen ihr zu gefallen. Im Arbeitstrab ritten wir eine Volte. Nur das ich nun die Vorwärtsbewegung aufhielt und das Pferd seitwärts treten ließ. Diese Seitwärtsbewegung versuchte ich zu verstärken und eine Wendung zu entwickeln, bei der die Hinterhand einen Kreis beschreibt. Am Ende versuchte ich den Durchmesser der Wendung durch versammelten Trab und stärkeres Aufnehmen zu verkleinern ohne den Takt zu verlieren. So entstand irgendwann ein Kurzkehrt und mit viel Lob hielt ich die Motivation aufrecht. Zum auflockern des Trainings übte ich nun halbe Volten, durch die halbe Bahn und die Länge der Bahn zu wechseln. Danach übten wir die Hinterhandwendung, welche dem Kurzkehrt sehr ähnelte. In der darauffolgenden Pause ließ ich sie im Schritt entspannen, denn die nächste Aufgabe verlangte wieder vollen Einsatz. Um zur Galoppversammlung zu kommen galoppierte ich Kempa vom Schritt aus mehrmals an, als das super klappte auch vom Halten aus. Sie setzte ihre Hinterhand korrekt ein sodass ich es mit dem Versammleten Galopp versuchte. Diesen hielt ich aber nur jeweils kurz Aufrecht. Die Versammlung im Schritt war die schwierigste. Ich nahm die Zügel sanft auf, bis ich einen steten Zügel-Maul-Kontakt hatte und trieb sie sachte an. Kempa sollte den Rücken aufwölben und vermehrt unter treten. Ein paar Schritte hielten wir das und bei Selbsthaltung, gab ich langsam nach. Sobald sie doch einmal auseinanderfiel wiederholten wir das ganze. Erleichtert das das lange Training nun beendet war lobte ich die Isländerstute ein letztes Mal und ritt sie trocken. Fynn kam begeistert zu uns. „Du hast sie ganz schön gefordert, sie sieht glücklich erschöpft aus.“ „Sie war klasse, einfach genial und sie hat noch einiges an Potential. Du kannst ihr zur L-Dressur beglückwünschen.“ Lachend stieg ich ab und half Fynn Kempa nach zu bereiten und sie mit zur Koppel zu bringen. Anschießend verabschiedete ich mich herzlich von Fynn.

    Dressur L - M
    2328 Zeichen | © Ranga | Januar 2015
    Gestern war ich bei Fynja Klàradrottir gewesen um Ihren engst Bailey´s Chocolate
    Luxe zu trainieren. Heute führte es mich wieder auf Ihren Hof, doch diesmal zu Kempa.
    Ich kannte den Weg zu Ihr nun schon so gut wie auswendig. Als ich angekommen war
    stellte ich meinen SUV auf den Parkplatz des Hofes.
    Ich begab mich von dort aus direkt zum Stall wo Kempa drin stand. In der
    Stallgasse traf ich die Mitarbeiterin Freya Helver, die mir dabei helfen wollte
    Kempa für das Dressurtraining fertig zu machen.
    Während Sie das Zaumzeug und alles weitere aus der Sattelkammer holte, brachte ich
    Kempa aus Ihrer Box. Sie war eine sehr hübsche Stute.
    Wir machten Sie gemeinsam sauber und Sattelten Sie.
    Als wir dies erledigt hatten, gingen wir raus auf das Dressurviereck. Heute
    war ein sehr sonniger und schöner Tag gewesen. Die Vögel zwitscherten. Man merkte, es werde
    Frühling. Mit Abschwitzdecke ritt ich Kempa im Schritt warm.
    Leichte Bigungen durften da nicht fehlen. Nach dem Sie nun weich und warm
    gewesen war, nahm ich die Abschwitzdecke ab und fing erstmal leicht im
    Trab an. Dabei bemerkte ich wie Sie teilweise in den Tölt versingte.
    Also wurde mir klar ich muss Sie in Wendungen beschäftigen auch wenn Sie das durch
    Ihren Tölt nicht ganz sauber ausführen konnte, aber Übung machte den Meister.
    Nach einiger Zeit wurden wir uns in dieser Gangart einig.
    Nun konnten wir zum Galopp über gehen.
    Mit verschiedenen Bahnfiguren und Tempowechsel waren wir mit der Aufwärmarbeit fertig.
    Jetzt konnten wir zur eigentlich Arbeit kommen.
    ich ließ mir von Freya Helver eine Dressuraufgabe der Klasse M vorlesen und
    ritt diese Schritt für Schritt im angepassten Tempo der Stute.
    Der Anfang war gut, doch der versammelte Gang bereitete der Stute schwierigkeiten.
    Ich versuchte einfach drüber hinweg zu reiten und so zu tun, als wäre nichts
    gewesen. Dies klappte auch sehr gut und wir meisterteten diese Aufgabe gut.
    Nach der Aufgabe ließ ich sie im Trab abkauen und ritt mit der Abschwitzdecke noch
    ein bisschen Schritt. Nach dem Abreiten brachten wir Kempa wieder zurück in die
    Stallgasse und sattelten Sie ab. Sie bekam noch eine Möhre von mir und dann konnte
    Sie wieder in Ihre Box.
    Doch bevor ich endgültig nach Hause fuhr, ließ ich Fynja Kláradrottir noch den
    Bescheid dort, das Sie nun mit Kempa eine M Dressur starten konnte.

    Auch für Kempa schlägt nun die Stunde und diesmal bin ich an der Reihe. Viele Wochen habe ich mit Kempa trainiert, doch jetzt steht der Moment vor uns. Es soll alles perfekt heute laufen, da Kempa nicht mein eigenes Pferd ist.
    “Du schaffst das, ihr habt viel geschafft in den letzten Wochen”, ermutigt mich Bruce, bevor ich einreite. Im Schritt reiten wir ein auf der rechten Hand und wenden auf die Mittellinie ab, bei X grüße ich die Richter. Jetzt beginnt der ernste Teil. Ich trabe Kempa aus dem Stand an, gehe auf die rechte Hand erneut und Mitte der langen Seite pariere ich in den Schritt durch. Wie gewohnt bremst Kempa auf den Punkt ab und ist noch immer Tiefenentspannt. Wir haben diese Kür sehr oft geübt, wirklich oft. Nach dem Durchreiten der zweiten Ecke der kurzen Seite beginne ich eine Acht zu reiten und halte in der langen Seite an, um die Vorderhandwendung linksherum durchführen. Im Mittelschritt starten wir wieder und gehen auf die Mittellinie bis zum Wechselpunkt an der langen Seite lasse ich sie am rechten Schenkel weichen. Innerlich würde ich nun gern Kempa loben, doch in der Kür ist das nicht so gern gesehen, aber mit Worten klappt es auch super. Bei erreichen der Bahn trabe ich sie wieder an und Mitte der kurzen Bahn galoppiere ich an, eine Runde herum. Mitte der nächsten kurzen Seite wieder in den Trab zurück und aus dem Zirkel wechseln. Nun noch auf der linken Hand eine Runde auf der ganzen Bahn galoppieren und pariere sie im Anschluss in den Trab durch. Noch eine Runde Trab und wir wenden auf die Mittellinie. Im Mittelpunkt halten wir und ich grüße die Richter. Ich reite im Schritt wieder an und lasse mir die Zügel aus der Hand kauen.
    Damit haben wir auch diese Prüfung geschafft. Stolz lobe ich sie und wir zum Transporter.
    1771 Zeichen via Zeichenzähler | Mohikanerin

    [​IMG]
     
    sadasha und adoptedfox gefällt das.
  7. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Zaii
    Already

    [​IMG]
    Pferdename Already
    Rufname Ally


    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

    Rasse Englisches Vollblut
    Geschlecht Stute
    Geburtsdatum 08. Mai 2006
    Farbe Rappe
    Stockmaß 160cm

    Die Stute überzeugt durch einen sportlich schlanken Körperbau mit langen Beinen und einem ausdrucksvollen Kopf. Already ist eine kleine Schmusebacke, welche schnell ihre Bezugsperson findet. Sobald man den Stall betritt wird man angebrummelt und Streicheleinheiten liebt die Stute über alles. Wenn sie einmal ihren Menschen gefunden hat, geht sie mit ihm durch Dick und Dünn. Dies zeigt sich besonders auf der Rennbahn, auf welcher man die Stute stets an seiner Seite hat und sie wirklich alles gibt. Denn Already ist eine ausgezeichnete Rennerin, egal ob Sprint oder Langstrecke, die Gute ist für alles zu haben.

    Besitzer Zaii
    -- IGottaFeeling & Edfriend (Nasty Past) -- Sevannie

    Ersteller Occulta
    Vorkaufsrecht verfallen

    Eingeritten Ja
    Galopprennen S -- Dressur M -- Springen S -- Military E -- Distanz A - Wendigkeit A

    RS 69

    360. Galopprennen | 377. Galopprennen | 418. Galopprennen | 419. Galopprennen |
    183. Synchronspringen | 187. Synchronspringen | 443. Springturnier | 455. Springturnier | 466. Springturnier | 225. Synchronspringen | 227. Synchronspringen | 231. Synchronspringen | 240. Synchronspringen | 241. Synchronspringen | 242. Synchronspringen | 245. Synchronspringen | 246. Synchronspringen | 247. Synchronspringen | 248. Synchronspringen | 301. Distanzturnier | 408. Dressurturnier | 427. Dressurturnier | 429. Dressurturnier | 431. Dressurturnier |

    - Schleifen bitte im Steckbrief überprüfen, da mehr als 20 Grafiken nicht möglich sind -

    Kurz vor den Semesterferien nahm ich einen äußerst interessanten Auftrag an. Das interessante daran war, dass ich eine Vollblüterin im Galopprennen trainieren sollte, obwohl ich selbst darin keinerlei Erfahrung besaß. Also würden Pferd und ich wohl beide bei null anfangen müssen. Natürlich wurden wir tatkräftig unterstützt, ausnahmsweise mal nicht von Elisa, sondern von ihrem Galopprennprofi Charles Graham. Der 57-Jährige hatte schon sehr viel Erfahrung darin, dementsprechend würde er sowohl das Pferd als auch mich auf Vordermann bringen.
    „Gwen! Wir sind in zwei Stunden da, bereite dich vor!“, meinte eine lachende, aber doch müde klingende Stimme am anderen Ende des Telefons. „Tja Zai, wärst du nur schon nach Kanada gezogen, dann müsstest du nicht diese Reise auf dich nehmen!“, meinte ich lachend zurück und verabschiedete mich dann. Es wurde also allmählich Zeit, „umzuziehen“.
    Auf unserer kleinen Ranch besaßen wir keine Ovalbahn, dementsprechend würde ich die kommenden zwei Wochen bei der lieben Elisa wohnen, der auf die Nerven gehen und dort mit der Vollblüterin trainieren. Zai wollte schließlich hier bleiben, dementsprechend würden wir auch eine lustige Zeit haben.
    Ich hatte mich gerade häuslich im Gästezimmer eingerichtet, da hörte ich auch schon den Transporter auf den Hof fahren. Schnell eilte ich die Treppe herunter und wäre beinahe mit Matthew zusammengestoßen, der schon wieder grummelnd durchs Haus schlich.
    Nachdem zu Weihnachten bei Elisa und Matthew alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen war, hatte sich das zum neuen Jahr hin mal wieder ein wenig geändert. Zai bemerkte das auch sofort, verkniff sich jedoch nicht ihren hämischen Kommentar und musste dafür einen Seitenhieb von Elisa einstecken.
    Wir luden Already, so hieß die Rappstute nämlich, aus und brachten sie in ihre neue Box. Natürlich war die Aufregung erst einmal groß, weshalb wir sie in Ruhe ließen und stattdessen Zai mit Fragen und News belagerten, während diese ihre Sachen auszupacken versuchte.
    Am kommenden Tag wurden Zai und ich von Charles schon früh um fünf (!) aus dem Bett geworfen. Angeblich stand man auf der Rennbahn immer so früh auf, um die morgendliche Zeit zu nutzen. Zai und ich starrten uns nur vorwurfsvoll an und machten uns fertig.
    Heute hatten wir beide erst einmal eine Einleitung auf zwei bereits trainierten Vollblütern. Charles hatte diese von einer nahegelegenen Rennbahn organisiert. „Das sind zwei Dreijährige – Ranger und Sick. Beide kennen die Bahn schon in und auswendig und haben schon einige Rennen hinter sich.“, Zai und ich sahen uns mit großen Augen an.
    „Keine Sorge, ihr macht nichts kaputt, die beiden sind wahre Nieten, was den Rennsport angeht.“, murmelte er und schickte uns auf die Bahn. Wir sollten die Vollblüter erst einmal eine Runde im Trab aufwärmen und uns selber an die Bahn gewöhnen.
    Dann ritten wir einen leichten Galopp und beendeten das Training damit, den Sitz mit den kurzen Steigbügeln zu trainieren. Nach der halben Stunde hatten wir beide schon Muskelkater und zu tun, die Pferde noch zu versorgen.
    Leider blieb das nicht die einzige Trainingseinheit am Tag. Denn am späten Nachmittag wollte uns Charles wiedersehen, diesmal ohne Pferd. Wir sollten unseren Sitz und die Haltung trainieren – auf Heuballen. „Im Ernst?“, fragte ich entsetzt, als ich die gesattelten Heuballen anstarrte.
    Auch Zai war ziemlich sprachlos und wir beide hievten uns auf die Heupferde. Irgendwann war jedoch vergessen auf was wir saßen, als wir die strenge Kritik von Charles befolgten – zumindest so lange, bis Elisa kam und uns auslachte.
    Die kommende Woche übten wir noch oft auf den Heupferden, gleichzeitig aber auch auf den richtigen Rennpferden. Wir hatten unsere beiden Looser inzwischen richtig lieb gewonnen und sie gaben sich wirklich Mühe!
    Nach der ersten Woche hatten wir den Jockey-Sitz drauf und konnten auch sicher aus der Startbox starten, ohne aus den Sattel zu segeln (Quote lag bei mir bei 5:7 und bei Zai bei 4:7 – wir fahren schlecht!). Im Übrigen rätselten wir manchmal doch, was der ein oder andere an den riskanten Situationen so berauschend toll fand.
    Nach eine Woche sah Charles in uns dann anscheinend doch ganz passable Reiter, so dass Zai auf ihre Stute umsteigen durfte. Ich begleitete die beiden immer noch auf Ranger. So fand Already die neue Umgebung nicht ganz so gruselig.
    Als erstes übten wir den Umlauf um die Ovalbahn. Erst im Trab, dann im Galopp. Dann brachten wir Already bei, dass Ranger die Konkurrenz war. Es dauerte echt lange, bis Already Power gab und nicht immer nur neben Ranger nebenher galoppierte.
    Doch irgendwann hatte es anscheinend Klick gemacht, denn eines Morgens war Already schon ganz aufgeregt und als wir dann auf der Rennbahn nach dem Aufwärmen den 800-Pfosten passierten und den Pferden mehr Zügel ließen, schoss Already an uns vorbei wie eine Rakete und ab dem Zeitpunkt wusste ich auch, warum Ranger es nie als Rennpferd weit gebracht hatte.
    Nun stand noch eine Hürde an: Die Startbox. Von der waren weder wir Reiter großartig begeistert, noch Already. Mit viel Bodenarbeit, brachten wir ihr das gruselige Teil erst einmal näher, ehe sie überhaupt ruhig darin stehen blieb. Und dann ging es an den Start.
    Während Ranger routiniert aus der Box herausgaloppierte, blieb Already zögernd stehen, hüpfte dann mit einem Satz aus der Box und lief zum Zaun, wo Charles stand, um dort dann zu warten (ohne Zai, denn die hatte es bei dem Hüpfer aus dem Sattel gehoben).
    Dieses Schauspiel wiederholte sich einige Male. Da Zai keine Lust hatte, jedes Mal im Sand zu liegen, wechselten wir uns ab, so dass auch ich einige blaue Flecken bekam. Aber die waren nicht vergebens:
    Irgendwann verstand Already das Prinzip, dass sie einfach losrennen musste, sobald sich die Tür öffnete. Anfangs blieb sie dann nach 50m stehen und wusste nicht mehr weiter, aber irgendwann jagte sie Ranger hinterher und irgendwann schaffte sie es auch, ohne Fehler aus der Box zu kommen und Ranger gleich Staub fressen zu lassen.
    Es war das letzte Wochenende was Zai bei uns verbringen würde, das sollte natürlich gefeiert werden! Aber vorher sollte Already das Gelernte unter Beweis stellen. So fuhren wir früh um vier los nach Winnipeg zur Rennbahn.
    Dort startete Already in einem kleinen No Name-Rennen, um zu zeigen, dass sie was bei uns gelernt hatte. Als Jockey hatten wir Neill Mulbourne, der auch auf WHT arbeitete. Er hatte Already auch die letzten Tage geritten und nun sollte er zeigen, dass er mit der Stute was schaffen konnte.
    Der Start lief nicht ganz sauber ab. Already war von den vielen fremden Pferden abgelenkt und sprang erst einige Sekunden nach den anderen aus der Box. Aber sie holte auf und zeigte, was in ihr steckte. Letztendlich schaffte sie es tatsächlich auf den vierten Platz!
    Wir waren stolz auf die Stute und so feierten wir an dem Abend sogar noch einen für uns erfolgreichen Platz in einem Galopprennen – dass es nur bei dem Rennen nur 5 Teilnehmer gegeben hatte, musste ja niemand erfahren!
    Gwen
    Demnächst sollte ich eine alte Bekannte wiedertreffen oder eigentlich zwei. Erstere war die schwarze Vollblutstute Already und zweitere ihre Besitzerin und meine gute Freundin Zai. Lange war es her, dass ich sie jeweils gesehen hatte, aber bei Already war es sogar noch länger her. Zuletzt hatte ich sie Anfang dieses Jahres gesehen. Fast zwölf Monate später sollte ich sie also wieder zu Gesicht und vor allem zum Beritt bekommen.
    Dafür richtete ich heute extra eine ordentliche Box her. Natürlich auf Elisas Gestüt, denn Already sollte im Galopprennen trainiert werden, weshalb wir natürlich unsere Ovalbahn brauchten und die befand sich auf Townsend Acres. Für die Pflege meines Berittpferdes war ich dennoch selbst zuständig und deshalb streute ich auch gerade die Box frisch ein und füllte das Heunetz auf.
    Kurz danach sollte die Stute auch schon ankommen. Zai brachte sie persönlich und wollte zumindest auch einen Abend in Kanada bleiben. Natürlich hatten wir direkt ein großes Treffen organisiert, so dass Zai gezeigt wurde, was sie alles Tolles bei uns verpasste! Doch erst einmal wurde Already ausgeladen und durfte sich dann in der Halle kurz die Beine vertreten, ehe es für sie in die Box ging.
    Already war ein Engel auf vier Hufen und wirklich im Umgang absolut problemlos. Auch mit dem vorübergehenden Umzug hatte sie keine Probleme, sondern schien sichtlich zufrieden mit ihrer Gastbox, weshalb Zai und ich guten Gewissens ins Haupthaus huschen konnten, wo wir bereits erwartet wurden.


    Der Abend war lang gewesen und trotzdem mussten wir am kommenden Tag früh raus. Zai musste wieder zum Flughafen und ich machte mich auf den Weg zu Already. Vor deren Box stand bereits Charles, Elisas Renntrainer, welcher ungeduldig auf mich wartete. „Mach sie fertig und sei in einer Viertelstunde bei der Ovalbahn. Vergiss die Abschwitzdecke nicht!“, kommandierte er streng und verschwand dann.
    Ich hatte alle Hände voll zu tun, Already in der Zeit fertig zu bekommen und vergaß dann tatsächlich beinahe noch die blöde Decke. Charles stand mir beim Training mit Rat und Tat zur Seite. Ich trainierte sehr selten und ungern Galopprennen, es war einfach nicht meins, aber für eine gute Freundin wie Zai machte sogar ich da mal eine Ausnahme.
    Da Already schon den ganzen Bahntrubel kannte, brauchten wir nichts großartig an den Grundlagen machen, denn die saßen. Stattdessen würden wir uns auf ihre Technik und ihre Zeiten fokussieren. Doch ehe wir dazu kamen, mussten wir – oder eher ich – erst einmal das Programm von Charles aushalten und der war mehr als streng.
    Heute ritten wir deshalb fast nur im Trab unsere Runden und nur am Ende ein wenig Galopp, dann war Already auch schon fertig und durfte gehen. Die kommenden Tage gestalteten sich genauso. Damit sorgte Charles dafür, dass wir einander kennenlernten und ich wusste, was ich wann zu tun hatte. Erst dann ließ er uns in den Galopp und in die Startbox.
    Ab da ging das Training richtig los. Pro Morgen hatte Already circa zwei bis drei Läufe, je nachdem wie es gerade aussah, ob gut oder schlecht. Da Already sehr ruhig und lernwillig war, kamen wir schnell voran und ich war mehr als motiviert. Auch Already schien sichtlich Spaß zu haben. Selbst Charles war mit uns zufrieden.
    Dennoch nahm er besonders mich in die Mangel, denn das Wohl der Pferde stand bei ihm an erster Stelle und wenn es jemanden gab, der das gefährdete, dann den Reiter. So musste ich also in den sauren Apfel beißen und das nicht zuletzt, weil ich nicht sonderlich viel Erfahrung als Trainingsreiter und Jockey hatte.


    Already war fast drei Wochen bei uns und legte in den letzten Tagen Zeiten hin, bei welchen sogar Charles leicht erstaunt wirkte. Das sagte mir, dass wir das L-Niveau mehr als erreicht hatten und ich nun allmählich Zai Bescheid geben konnte. Die freute sich über die guten Nachrichten und war auch begeistert von unserem Training.
    Charles hatte uns nicht nur auf die Bahn geschickt, für Ausdauer und Trittsicherheit waren wir auch oft im Gelände unterwegs gewesen oder hatten Bodenarbeit gemacht. Ein Top-Sportpferd war so gesehen in allem gut, oder zumindest darin gut trainiert, denn irgendwo brauchte auch ein Rennpferd das andere Können, nur schnell rennen verhalf leider nicht zum Sieg.
    Already hatte sich in allem bestens gezeigt und ich konnte mehr als stolz auf mein Berittpferd sein. Zwei Tage vor Weihnachten stand dann auch ihre Abreise an und so würde sie Weihnachten noch pünktlich zu Hause feiern können.
    Gwen
    "Ruby?", tönte es schon aus dem Oststall, bevor ich ihn mit der Futterschubkarre erreichte. "Jaa?", rief ich zurück und traf kurz darauf auf meinen Bruder Diego. Er hatte Kazoom und Yacedor Gepir am Strick. "Kannst du bitte Dizzy mitbringen?", fragte er ein wenig verzweifelt. "Nö.", meinte ich, "Ich muss jetzt Ally abholen, mein Berittpferd.", verkündete ich stolz und parkte die Schubkarre. Nach einer kurzen Diskussion führte ich Distraction dann doch erst auf die Weide - das führte dazu, dass Already, die Rappstute mit dem auffälligen Kopfabzeichen aus Kanada, schon nicht mehr im Pferdeanhänger stand, als ich eintraf. Auf den ersten Blick wirkte das Vollblut gesund, aber gestresst - Ally blickte ein wenig hektisch und misstrauisch umher. Als ich sie am Strick nahm, wirkte sie unsicher. "Komm ruhig.", ermutigte ich sie und das leise Zureden war schließlich der Schlüssel zum Erfolg - wir taperten daraufhin ein wenig unbeholfen über den Hof zu einer der westlich liegenden, zentralen Koppeln. Mit jedem Schritt wurde das Pferd ein wenig sicherer, aber es schien trotzdem erleichtert, als ich Gamaschen und Decke abnahm und sie auf der Weide frei laufen ließ. Sie zeigte mir erstmal einige Runden im Galopp, hielt dann inne und wieherte hell. Ich lächelte darüber und beobachtete sie noch eine Weile, dann machte ich Anstalten in den Stutenstall zu gehen. Schließlich hatte ich eine Box vorzubereiten.
    Wenig später brachte ich Razita auf die Koppel, die neben Allys lag. Erfahrungsgemäß freundete man sich leicht mit der erfahrenen Fuchsstute an und so war mein Berittpferd bis zum Abend auch nicht allein. Da schließlich schien die Anspannung etwas von ihr abzufallen, denn als ich sie in den Stall brachte, machte sie einen wesentlich aufgeweckteren Eindruck und stürzte sich nahezu auf ihr Futter. Sie hatte die Box neben Razita bezogen. So konnte ich sie guten Gewissens bis zum nächsten Morgen allein lassen - denn da begann unser Training. Die Sonne schien, es war frühlingshaft warm und die Spatzen zwitscherten, als ich das Füttern aller Pferde des Hofes zusammen mit Oliver erledigt hatte. Wir beide hatten jeden Mittwoch zusammen Dienst und immer recht viel Spaß. So war es auch er, der einen anerkennenden Pfiff ausstieß, als er Already zum ersten Mal saß. "Das ist ein feines Pferd.", sagte er dann nur. Ich stellte seine Behauptung später beim Putzen auf die Probe. Da stand Already ruhig und geduldig, entlastete aber auch nicht. Ich schloss daraus, dass sie mir gegenüber, weil sie mich noch nicht kannte, eher introvertiert war. Die Zeit würde in diesem Sinn unser Freund sein.
    Nach der Säuberung von Fell, Hufen und Langhaar ging es am mitgeschickten Kappzaum und Longe auf den Reitplatz. (Dominanzfragen hatten wir keine zu klären, deshalb nicht in das Roundpen.) Dort schickte ich die Stute auf den Zirkel und vergewisserte mich ihres famosen Ausbildungsstandes. Außerdem bekam ich ein Bild von ihren Gängen, besonders dem Galopp, der in ihrem Fall recht flach, aber auf der Bahn wahrscheinlich mit weit greifenden Sprüngen verlief. Sie erinnerte mich in ihrem Gangverhalten an Kazoom und spontan beschloss ich, dass der Hengst zum Tag der Stufenerhöhung das Pferd sein würde, gegen das Ally antrat. Wenn Diego ihn noch ritt, würde es sogar ein echtes "Mädchen gegen Jungs" werden.
    Ich war tatsächlich so in Gedanken versunken, dass Already meine Unaufmerksamkeit effektiv nutzte, um stehend ein Päuschen zu machen und mich fragend ansah. "Na! Komm, Mädchen.", forderte ich sie energisch auf, weiter im Schritt zu gehen. Erschrocken trabte Ally einige Schritte, bevor sie sich beruhigte und wieder einen ordentlichen Schritt zeigte. "So ist's schön.", lobte ich sie ruhig und hielt sie noch einmal, dieses Mal gewollt. "Das hast du gut gemacht.", bestätigte ich, während ich ihren rabenschwarzen Hals streichelte. Dann gingen wir spontan spazieren. Ich erzählte der Rappstute etwas über die Geschichte des Hofes und auch ein wenig von meinen Trainingserfahrungen mit Englischen Vollblütern, während unser Weg uns durch den Wald, zwischen Koppeln hindurch bis an den See führte. Dort zeigte ich Ally das klare Wasser und sie schien ein wenig überfordert, setzte dann aber einen Vorderhuf hinein und trank einige, tiefe Züge. Ich lobte sie dafür bevor wir nach Hause zurückkehrten, wo die Weide und später eine frisch ausgemistete Box auf sie warteten.
    Das Eis zwischen dem Pferd und mir schien daraufhin gebrochen. Am nächsten Tag sah mir Ally schon deutlich neugieriger und aufgeschlossener entgegen, sie wirkte lebendiger. So zupfte sie heute auch hinten an meiner Jacke, während ich ihren linken Vorderhuf auskratzte, was ich mit einem Grinsen quittierte. Trotzdem wiederholten wir die Prozedur vom Vortag und es wurde erstmal longiert. Der einzige Unterschied war, dass auf Allys Rücken der Rennsattel lag und sie länger arbeiten musste. Sie schwitzte trotzdem nicht, was mich recht zufrieden machte. Am Nachmittag dann traute ich mich das erste Mal auf ihren Rücken, wieder auf dem Reitplatz. Das diente mehr dem Kennenlernen von oben, als dem wahrhaftigen Training. In erster Linie wollte ich hier wissen, wie die Liebe auf meine Hilfen reagierte und auch, was sie vom Gebiss hielt. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass einige Rennpferde den Druck auf den Unterkiefer, besonders in dieser Leistungsklasse, als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfanden. Bei Ally war das nicht der Fall, ein angestellter Zügel machte ihr nichts aus. Ich schloss daraus, dass sie bisher recht schonend trainiert wurde. Genau das hatte ich ja auch vor.
    Am Freitag bekam sie deshalb einen Vielseitigkeitssattel von mir auf den Rücken und ich ritt sie auf dem Reitplatz - ganz normal. Auch ein Rennpferd musste gymnastiziert werden. Noch am gleichen Nachmittag übten wir auf einer der nördlichen Weiden das Longieren am Hang, das vor allem ihren Rücken stärken sollte. So sah vorerst unser Trainingsprogramm für die erste halbe Woche aus. Am darauffolgenden Dienstag wieherte Ally zum ersten Mal leise, als ich den Stutenstall betrat. Wir bogen später statt auf den Reitplatz in das Gelände ab (obwohl wir heute Dauernieselregen hatten). Von nun an würden einige Geländeritte anstehen, um Alreadys Trittsicherheit, aber vor allem ihre Ausdauer zu schulen. Eine Prozedur, die sich erneut über mehr als eine Woche zog, bevor wir uns zum ersten Mal der Sprintstrecke im Norden des Stutenstalls näherten. Allys Mähne sah schon nicht mehr so gerade geschnitten aus, sie wirkte dennoch gesund und lebhaft. Die Startboxen betrachtete sie mit gespitzten Ohren. Maria begleitete das Training heute, half mir nach einigen Runden des Warmlaufens in den Sattel und in unsere Parzelle. Als sich kurz darauf die Tore öffneten, rollte Ally kraftvoll den Hals ein und drückte sich energiegeladen mit den Hinterbeinen ab. Wir wiederholten die Lektion noch zwei-, dreimal, aber die Stute bestätigte meine Meinung über ihr Können nur. Der Start sollte also kein Problem werden (erstaunlich war das bei einem Pferd auf M-Niveau nicht, aber geprüft werden musste das trotzdem). Nur zwei Tage später, unmittelbar nach einem völligen Ruhetag, verluden Diego, Maria und ich Kazoom und Already auf den LKW, räumten das Sattelzeug unserer Schützlinge ein und machten uns dann auf den Weg nach Auckland. Circa dreißig Minuten später erreichten wir die weitläufige Ovalbahn. Unsere Distanz war bereits abgesteckte, die Startbox platziert. Einzig Pferde und Reiter fehlten.
    Als wir ausstiegen schlug uns zuerst einmal der Wind entgegen. Es war heute bewölkt, hin und wieder fiel Regen, manchmal ließ sich aber auch die Sonne blicken. Der grüne Boden der Rennbahn war nachgiebig, aber nicht matschig. Ich fand ihn perfekt.
    Ally wurde von mir in Ruhe überputzt, gesattelt und getrenst. Sie wirkte trotzdem aufgeregt; vielleicht auch ein wenig, weil Kazoom mit von der Partie war, den sie ja nicht kannte. Dennoch erreichten wir wohlbehalten die Bahn, wo Diego und ich, wie im Fall eines Rennens, schon vorher in den Sattel geworfen wurden und dann im Trab bzw. Galopp bis zur Startbox ritten. Maria empfing uns dort und führte erst Kazoom, dann Ally und mich hinein. Der Hengst zu meiner linken veranstaltete daraufhin ein ganz schönes Gerangel, dass meine Stute mit zu mir gerichteten Ohren, relativ ruhig in Kauf nahm. Etwa zwanzig Sekunden später flogen die Tore auf und die Bahn war frei, ein Klingeln verkündete den Start des Rennens. Already stieß sich kraftvoll nach vorn, wie ich es von ihr kannte, und machte in raumgreifenden Sprüngen ordentlich Boden gut. Ich hielt sie daraufhin kurz, obwohl der unwesentlich kleinere Kazoom außen auf einer Höhe mit uns war. Mehr noch, in der Kurve setzten sich die Männer vor uns, wir hatten erst auf der folgenden Geraden wieder Raum zum beschleunigen. Den ich so nicht nutzte. Es lag noch mehr als eine halbe Runde vor uns, ich würde den Teufel tun und meinem Pferd nun schon die Zügel hingeben. So setzten wir unseren anstrengenden Ritt fort, meine Hände in den Handschuhen schmerzten wie meine Oberarme. Ally begann zu schwitzen, aber ich konnte den verlässlichen Takt ihrer aufschlagenden Vorderhufe von oben verfolgen. Alle Worte, die ich mir und ihr zuflüsterte, gingen im Rauschen des Windes unter. In der nachfolgenden Kurve lehnte sich die Stute ordentlich nach Innen und holte mit etwas mehr Zügel Kazoom wieder ein. Jetzt folgte nur noch die Gerade. Ich gab Ally langsam mehr Raum und sie legte mit hörbarem Schnaufen mit jedem Sprung an Raumgriff zu. Als wir auf gleicher Höhe mit den anderen waren, schien das auch den Hengst anzuspornen, der jetzt rechts von uns lief, und es entstand ein sagenhaftes Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Kazoom letztendlich mit angelegten Ohren für sich entschied.
    Nach der Ziellinie parierte ich erschöpft durch. Pferd und Reiter schwitzten und atmeten wohl gleichermaßen schwer. Ich klopfte den Hals der Rappstute, während Maria sie an den Führstrick nahm und uns zum Parkplatz bugsierte. Dort führte ich mein Pferd kurze Zeit später in einem Rondell mit der Decke auf dem Rücken sorgfältig trocken. Maria kehrte dann auch mit Diego und Kazoom zurück und wir setzten unseren Trott zu viert fort. "Sie war gut. Ich meine - sie hat Kazoom Konkurrenz gemacht und der ist schon S*.", sagte Diego unvermittelt. "Jaah.", meinte ich stolz und kraulte die von der Trense angeklebten Fellstellen hinter Allys Ohren, "Nächstes Mal machen wir euch platt." Ergänzte ich scherzhaft. Was aber eigentlich viel wichtiger war - Zeit und vor allem Strecke des S-Niveaus hatte Already bestanden. Das Training war erfolgreich gewesen. Kazoom zu besiegen war ja nie unser Ziel gewesen, er sollte nur unser Ansporn sein. Und das hatte verdammt nochmal funktioniert. Auf der Rückfahrt und für den Rest des Tages hatte ich deshalb immer ein seliges Lächeln im Gesicht. Ich versorgte Already sorgfältig mit Wasser und Futter und einer neuen Decke, sodass sie sich in ihrer Box ausreichend entspannen konnte. Zu ihrer Verabschiedung am Abend traf ich sie auf ihrem Paddock an (sie entlastete!) und ich teilte mir mit ihr nahezu brüderlich einen Apfel. "So. Schön, dass du da warst … Bestell' Zairina liebe Grüße.", sagte ich und schon am folgenden Morgen half ich Oliver, die Liebe wieder in den Pferdeanhänger zu verfrachten. Eine gute Heimreise wünschte ich ihr in Gedanken.
    Cascar

    „Familienausflug“, rief Alex begeistert, als wir nebeneinander in Richtung der geschmückten Arena ritten. Es war ein großer Tag, denn heute wollten wir drei unserer Stuten vorstellen und hofften natürlich, dass es auch alle drei ins Stutbuch schaffen würden.

    Ich saß auf Already, der hübschen Vollblutstute mit dem weißen Gesicht. Sie war routiniert und trotz ihres Temperaments konnte man sich in den allermeisten Fällen auf sie verlassen, Voraussetzung dafür war allerdings, dass auch sie ihrem Reiter vertraute. Die nötige Sicherheit konnte ich der Stute geben und so zögerte sie keine Sekunde, als sich das Tor vor uns öffnete und ich die Hilfen zum Trab gab. Schwungvoll wie eh und je ritten wir ein und parierten bei X zum Stand durch, um die Richter zu grüßen. Already stand geschlossen und ließ interessiert die Ohren spielen, bis ich sie erneut in den Trab trieb. Wir begannen auf dem ersten Hufschlag und wechselten nach einer Runde durch die ganze Bahn. Das Vollblut unter mir schnaubte hörbar ab, als ich nach einer anschließenden Runde auf dem Zirkel zum Schritt durchparierte. Wir hatten zu Hause viel geübt, trotzdem kam nun der wohl anspruchsvollste Teil für die Stute, die es sowohl vor dem Sprung als auch auf der Rennbahn liebte, das Tempo ordentlich anzuziehen.
    Wir wechselten den Zirkel und bei X gab ich das Kommando, aus dem Schritt anzugaloppieren. Der Rappe hob den Kopf kurz etwas höher, dann führte sie die geforderte Übung aus und zu meiner Überraschung hielt sie ein ordentliches Tempo ohne direkt Hals über Kopf vorwärts zu wollen. Ich erlaubte mir ein kurzes Lächeln, das sich fest setzte und noch immer in meinem Gesicht saß, als wir an der langen Seite den Galopp verstärkten. Zur kurzen Seite fing ich die Stute wieder ein, ließ sie die nächste halbe Runde auf dem ersten Hufschlag im Schritt gehen und galoppierte schließlich bei C erneut an.
    Vor der kurzen Seite parierte ich zum Trab durch und wendete Already dann so ab, dass sie durch die Länge der Bahn wechselte. Bei X parierte ich zum Stand und verabschiedete mich, ehe ich Already die Zügel hingab und auf einem zufrieden abschnaubenden Pferd die Arena verließ.

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    Zuletzt bearbeitet: 11 Sep. 2018
  8. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Zaii
    SST's Lakim

    [​IMG]
    Pferdename SST's Lakim
    Rufname Lakim

    Von Cadoc
    Callboy x Liania
    Aus der Lacura

    Coffee x Leina

    Rasse Holsteiner-Pinto
    Geschlecht Stute
    Geburtsdatum 10. April 2011
    Farbe Appaloosa Bay
    Stockmaß 165cm


    Lakim ist eine ruhige Jungstute, die überall durch ihre seltene Fellfarbe besticht. Der einwandfreie Charakter, liebevoll und meist brav, und ihre grandiose Abstammung machen sie interessant für die spätere Zucht.

    Mittlerweile konnte die junge Stute auch unter dem Sattel Erfahrung sammeln und zeigt sich auch dort wie bereits bekannt: Zuverlässig und einfach im Umgang.
    Mit anderen Pferden wurde aus dem schüchternen Fohlen ein zwar tolerantes, aber durchaus auch seiner eigenen Kraft bewusstes, Herdenmitglied, das Streitereien aber nach wie vor aus dem Weg geht, wenn sich diese vermeiden lassen.
    Im Training zeigte Lakim bereits, dass ihr Talent am Sprung noch nicht ausgeschöpft ist und wir hoffen, dass sie hierbei ihre Eltern um ein Vielfaches übertrumpfen kann.


    Besitzer
    Zaii -- Friese -- Lespoire -- Hazelnut
    Ersteller fearless (Hazelnut) -- großgemalt Elii
    Vorkaufsrecht verfallen

    Eingeritten Ja
    Dressur M -- Springen S -- Distanz E -- Military M

    140. Synchronspringen | 142. Synchronspringen | 182. Synchronspringen | 403. Springturnier | 407. Dressurturnier | 315. Militaryturnier | 196. Synchronspringen | 422. Dressurturnier | 422. Springturnier | 205. Synchronspringen | 339. Militaryturnier | 340. Militaryturnier | 348. Militaryturnier | 249. Synchronspringen | 250. Synchronspringen | 251. Synchronspringen | 252. Synchronspringen | 253. Synchronspringen | 257. Sychronspringen | 258. Synchronspringen


    - Schleifen bitte im Steckbrief überprüfen, da mehr als 20 Grafiken nicht möglich sind -

    "Endlich mal andere Pferde! Ich liebe dich dafür!“, meinte ich glücklich und warf mich um Zaiis Hals. Die sah etwas verwirrt aus und schaute sich zweifelnd um, ehe sie auch von Elisa und Elena attackiert wurde. „Sei froh, dass Jojo gerade nicht kann!“, meinte ich lachend und dann hielten wir unserer besten Freundin erst einmal den ewig langen Vortrag darüber, dass sie doch endlich nach Kanada kommen sollte, immerhin war ihr Gestüt inzwischen mehr als fertig, wir stalkten es schließlich jeden Tag!
    Und dann begrüßte ich erst einmal meine beiden letzten Berittpferde für diesen Monat: SST’s Lakim und Scylla. Besonders über erstere freute ich mich riesig, immer hin war ich diejenige gewesen, die sie damals eingeritten hatte. Lakim war ein Traum von Pferd, denn sie besaß einen einwandfreien Charakter. Zai hatte ihr nach dem Einreiten noch etwas Zeit geben wollen, ehe es nun endgültig mit dem Training losgehen sollte.
    Bei Scylla sah das etwas anders aus. Die sechsjährige Connemarastute war definitiv schon ein alter Hase was Training und Turniere betraf, aber nichtsdestotrotz sollte ich auch sie unter meine Fittiche nehmen. Scylla konnte durchaus sehr eigen sein und da das unser erstes gemeinsames Training werden würde, hatte ich mich auch bei ihr für die Dressur entschieden. Die einzige Disziplin wo der Kontakt mit Wasser definitiv ausgeschlossen war. Ich wollte es mir ja nicht direkt von Anfang an mit Scylla verscherzen.
    Den ersten Tag würden die beiden Neuankömmlinge frei haben, außerdem hatten wir einen vollen Plan bevor Zai morgen wieder abreisen würde! Da war keine Zeit für Pferde oder Training. Wir wollten feiern, Haifilme gucken und alles Mögliche unsicher machen. Gegen Abend würde nämlich auch Jojo wieder mit dazu stoßen.


    Am kommenden Tag war ich zwar dann nicht so fit wie sonst, aber da Zai freiwillig um sieben aufstand, damit sie ihren Flug noch erreichte, kämpfte auch ich mich aus dem Bett und machte mich dann auf den Weg zum Stall. Heute wollte ich mich erst einmal grundlegend mit Lakim und Scylla bekannt machen.
    Dafür holte ich mir als erstes Scylla von der Weide, putzte sie gründlich und sattelte sie dann. Gemeinsam gingen wir bei dem schönen Herbstwetter auf den Platz, wo ich die Ponystute in aller Ruhe warmritt, ehe ich schaute, was sie bereits alles konnte. Der Sprung von L- auf M-Niveau würde nicht ganz ohne werden, dementsprechend brauchten wir ein gutes Fundament.
    Nebenbei erarbeiteten wir uns allmählich die Verstärkungen in allen Gangarten. Das war mit Scylla nicht sonderlich schwer, denn ihr machte das Zulegen sichtlich Spaß. So ritten wir die kurze Seite immer im Arbeitstempo und legten auf der langen Seite oder auf der Diagonale zu. Im Galopp hatte ich da ein bisschen zu tun, dass mir Scylla nicht auseinander fiel, aber dieses Problem behoben wir auch recht schnell.
    Mit Lakim hingegen ging ich es wesentlich ruhiger an. Lakim besaß momentan nur die Grundkenntnisse und so würden wir uns erst in aller Ruhe an weitere Bahnfiguren und Lektionen heranarbeiten. Deshalb bestand das heutige Training nur aus Volten und Schlangenlinien. Diese sollten Lakim auch helfen, ihre Haltung zu finden und an den Zügel heranzukommen. Für ein junges Pferd war dies noch besonders anstrengend, dementsprechend ließen wir uns da auch wirklich viel Zeit.


    Die kommenden Wochen arbeitete ich mit beiden eine Liste ab. Natürlich blieb ich flexibel und richtete mich immer auf die Laune der Pferde ein. Das war besonders bei Scylla von Nöten, denn sonst stand ich ganz schnell mal gefühlt ohne Pferd da. Besonders die Seitengänge waren gar nicht ihrs. Nicht, weil sie sie nicht konnte, sondern weil sie ihr keinen Spaß zu machen schienen. Scylla wollte immer viel lieber vorwärts statt seitwärts.
    Ebenso suspekt war ihr das Halten aus dem Galopp. Anfangs war das trotz weicher Übergänge eine ziemliche Stolperfalle und es dauerte lange, ehe wir die beiden Trabschritte dazwischen weglassen konnten. Von den fliegenden Galoppwechseln wollte ich gar nicht erst anfangen! An sich hatte Scylla für alles das Potenzial, aber man musste es ihr erst schmackhaft machen und das war teilweise gar nicht so einfach.
    Lakim hingegen war begierig nach neuen Wissen. Sie arbeitete mir manchmal sogar zu viel mit, wurde dann hektisch, wenn sie etwas machte, was ich doch gar nicht verlangt hatte, aber das legte sich auch mit jeder Trainingseinheit. Denn immer mehr verstand die junge Stute, was ich gerne von ihr sehen wollte. Die mittleren Gangarten hatten wir bereits geschafft.
    Momentan arbeiteten wir an dem Übergang vom Schritt in den Galopp. Lakim hatte lange Zeit Probleme, ihre Beine richtig zu ordnen, dementsprechend sah die Übung auch eine Weile aus wie Beinsalat. Irgendwann klappte es aber und ab da hatte Lakim kaum noch Probleme. So erlernten wir auch das Rückwärtsrichten und die Kehrtwendung auf der Vorderhand.
    Später kam noch das Viereck verkleinern/vergrößern zu, dabei musste ich jedoch immer aufpassen, dass sich Lakim nicht verkroch und über die äußere Schulter lief. Das war lange Zeit ein Problem aber mit etwas Arbeit vom Boden aus, konnte ich auch Lakim in die Richtung der richtigen Haltung bringen.
    Alles in allem machten sich die beiden Stuten wirklich gut. Sie waren zwei Wochen lang bei mir im Beritt und am Ende der zweiten Woche konnte sich vor allem Scylla sehen lassen. Sie hatte großes Talent in der Dressur und dementsprechend schön sahen ihre M-Küren auch aus. Aber auch Lakim hatte sich toll gemacht und war einwandfrei gelaufen.
    So konnte ich Zai zwei Wochen später zwei zufriedene, trainierte Pferde zurückgeben. Sie dankte mir herzlich und versprach mir, nächsten Monat gleich wieder aufzukreuzen.
    Gwen
    "Trainingsstall Project Second Chance. Samanta Thomsen am Apparat. Wie kann ich Ihnen behilflich sein?"
    "Hallo, hier spricht Zairina Morin. Ich wollte fragen, ob sie in den nächsten Wochen Zeit noch Platz für eine Trainingseinheit hätten. Ich bräuchte jemanden, der meine Stute Lakim auf L-Niveau in der Dressur trainiert."
    "Warten Sie kurz, ich sehe nach", sagte ich und blätterte derweil schon in meinem Kalender. "Würde es Ihnen in zwei Wochen passen?"
    "Ja, das wäre super. Falls noch irgendetwas ist, melden Sie sich bei mir, oder?"
    "Natürlich. Auf Wiedersehen und bis in zwei Wochen."
    "Auf Wiedersehen." Nachdem ich alles klar Schiff gemacht hatte, konnte ich mich zwei Wochen später tatsächlich auf den Weg machen. Mein nächster Auftrag verschlug mich wieder einmal nach Kanada. Ganz in die Nähe von Elena und Julie, meinen letzten Auftraggebern. Wieder hatte ich einige Stunden Flug vor mir und so hatte ich mich mit allem versorgt, was man für einen langen Flug gebrauchen konnte. Isabella fuhr mich heute zum Flughafen und ich musste mich standhaft wehren, als sie mir eines ihrer bekannten - und gefürchteten - Carpepakete andrehen wollte. "Ich muss wirklich entschieden protestieren. Es ist wirklich lieb von dir, aber ich kann das nicht mit in den Flieger nehmen." Nach zwei weiteren Minuten hatte ich sie überredet, dass sie das lieber den Jungs mitbrachte und ich mir nur einen Muffin mitnehmen würde, den ich auch sogleich verspeiste, nachdem ich aus dem Wagen gestiegen war. Zwei Stunden später befand ich mich in der Luft und bereitete mich auf einen langen Flug vor. Irgendwann musste ich wohl eingeschlafen sein, denn als ich wieder aufwachte, waren wir nur noch wenige Minuten vom Flughafen entfernt. Von dort würde es mit dem Flieger weiter nach Winnipeg gehen und von dort mit einem Mietwagen weiter zum Gestüt Crescent Acres. Ich freute mich schon darauf Zairina Morin persönlich kennen zu lernen. Doch erstmal musste ich dort ankommen. In Winnipeg angekommen, brauchte ich dann nochmal eine gute dreivierstelstunde bis zum Gestüt und als ich dort ankam, war ich zugegebenermaßen erschöpft. Ich parkte meinen Wagen und sah mich dann etwas suchend um. Niemand zu sehen. Also begab ich mich in Richtung des Gebäudes, das wie das Haupthaus aussah und klingelte schließlich. Niemand machte auf und ich wollte schon weiter zum Stall laufen, als es plötzlich von hinter der Tür rief. "Bin sofort da. Nur noch ein bisschen Geduld." Zwei Minuten später öffnete sich die Tür und eine junge Brünette sah mir lächelnd entgegen. "Hi, du musst Samanta sein. Ich bin Zai. Ich hoffe es ist okay, wenn ich dich einfach dutze, aber ich fühle mich dabei einfach besser. Wenns dich stört, dann sag es nur."
    "Freut mich sehr. Ich finds super, wenn wir uns dutzen. Ist gleich viel persönlicher."
    "Stimmt. Komm rein, ich zeig dir, wo du schlafen kannst. Möchtest du danach noch Lakim besuchen oder lieber gleich ins Bett?"
    "Ich bin ziemlich erschöpft, aber ich glaube für einen Besuch bei den Pferden hab ich noch Kraft." Nachdem Zai mir mein Zimmer gezeigt hatte, gingen wir gemeinsam in den Stall, wo ich Hugo, den Bereiter kennenlernte und natürlich Lakim, die in den nächsten Wochen meine Trainingspartnerin sein würde. Sie war eine zutrauliche, aufgeweckte Stute, die ich gleich in mein Herz schloss. Vom Charakter her war sie wirklich goldig. Nachdem ich Bekanntschaft mit der Stute geschlossen hatte, verzog ich mich direkt auf mein Zimmer und verabredete mich für den nächsten Tag mit Zai. Kaum lag ich im Bett, war ich auch schon eingeschlafen. Früh am nächsten Morgen machte ich mich, wie verabredet, auf den Weg in den Stall, wo Zai schon auf mich wartete. Ich lernte in dem Zug auch noch die anderen beiden 'Bewohner' Alex und Theo kennen. "Guten Morgen. Gut geschlafen?" Ich nickte und nachdem ich auch der Stute 'guten Morgen' gesagt hatte, ließ ich mir von Zai Halfter und Strick geben und alles zeigen, was ich für das Training benötigte und begann dann die Stute zu putzen. 20 Minuten später war sie gesattelt udn getrenst und gemeinsam mit Zai ging ich in die Halle. Ich gurtete nach und während ich sie im Schritt warm ritt, ließ ich mir von Zai ein bisschen was über die Stute erzählen. Sie erklärte mir, dass sie eher Talent im Springen hätte, aber auch in der Dressur sehr arbeitswillig sei und für sie sei es wichtig, dass ihre Pferde in beiden Disziplinen gut ausgebildet seien. Auch ich fand das wichtig. Natürlich gab es immer Stärken und Schwächen und nicht jedes Pferd konnte in beiden Disziplinen auf den gleichen Stand gebracht werden, weil die Veranlagungen fehlten, aber eine solide Grundausbildung sollte jedes Pferd in beiden Kategorien vorweisen können. So fern das möglich oder auch gewünscht war. Ich merkte rasch, dass Lakim eine ruhige Vertreterin war und sich schnell auf einen neuen Reiter einstellen konnte. Sie reagierte gut auf meine Hilfen und war ganz weich in der Hand, sodass es eine wahre Freude war, sie zu reiten. Wir würden uns in den nächsten Wochen kennen lernen und gemeinsam an den Lektionen der Klasse L arbeiten. "Möchtest du auch, dass sie auf Kandarre geht", fragte ich Zai, die nach kurzem Überlegen zustimmte und sagte, dass es nicht Schaden könne, gerade wenn sie vorhätte mit ihr auch auf Dressurturnieren zu starten und dort ja teilweise auch Kandarre verlangt werde. Also würde ich das ebenfalls mit ins Training einbauen. Hier lag meistens eher die Schwierigkeit beim Reiter, als beim Pferd, denn wenn der Reiter die Kandare richtig handhaben konnte, dann war das Pferd meistens auch zufrieden. Ich würde dabei also eher Zai trainieren müssen, als das Pferd. Natürlich würde sich aber auch Lakim an die Kandare gewöhnen müssen. Zunächst jedoch wollte ich mich für die nächsten drei Tage mit Lakim vertraut machen, bevor ich mit dem Erarbeiten der Versammlung und des Außengalopps beginnen würde. Drei Tage später begann dann das eigentliche Training, das ich immer wieder während meiner Anwesenheit mit Ausritten, Springsequenzen, Spaziergängen und Pausentagen anreicherte, um der Stute Zeit zum Nachdenken zu geben und sich einfach mal entspannen zu können. Abwechslung war in jedem Training wichtig, damit die Pferde sich nicht zu sehr auf das einer versteiften und unkonzentriert wurden. Nach unserer Kennlernphase machte ich mich daran, die Versammlung in Trab und Galopp zu erarbeiten. Hierzu musste ich die Schub- und Tragkraft des Pferdes verbessern. Dies erreichte ich durch zulegen und einfangen, also wechselnde Tempiunterschiede sowie durch kurze Übergänge in allen Gangarten. Immer wieder übte ich das mit ihr, während ich mich gleichzeitig an den Außengalopp machte. Diesen leitete ich ein, indem ich sie angaloppierte und dann durch die ganze Bahn wechselte. Die Beine behielt ich dabei, in der gleichen Position. Das nun innere Bein blieb verwahrend zurückgelegt und das äußere Bein trieb. Zu Anfang war Lakim ziemlich irritiert und parierte oft durch, aber nach und nach ließ sie sich weitertreiben und man merkte, dass sie sich große Mühe gab, um meine Hilfen korrekt umzusetzen. Während ich weiterhin an der Versammlung arbeitete und den Außengalopp auf der ganzen Bahn übte, vergingen ungefähr vier Wochen, während denen ich immer wieder neue Ansätze zu anderen Lektionen der Klasse L einleitete, um sie auch im Dressurtraining mit Abwechslung konzentriert zu halten. Nach vier Wochen konnte ich sagen, dass sie den Außengalopp auf der ganzen Bahn beherrschte. Ich brauchte nicht mehr durch die ganze Bahn zu wechseln, sondern es reichte aus, wenn ich ihr die Hilfe dazu gab und sie sprang 'richtig' an. An der Versammlung arbeitete ich noch immer. Es war ein langwieriger Prozess, bei dem ich ihr nur den Anschub geben konnte. Den Rest würde sich Zai nach und nach mit der Stute erarbeiten können. Natürlich unter meiner Anleitung und durch regelmäßiges Training. Ich gab ihr quasi nur die ersten Impulse, so dass man sehen konnte, dass die Stute in Versammlung lief, aber Zai würde es ausbauen und stetiger machen. Während ich nun also bereits am Außengalopp auf dem Zirkel arbeitete, den ich ebenfalls durch das Wechseln im Galopp aus dem Zirkel einleitete und erst nach und nach durch die erforderlichen Hilfen antrainierte, arbeitete ich gleichzeitig immer wieder daran, dass die Stute in Versammlung lief, was sie immer mehr von sich aus anbot. Der versammelte Schritt würde erst in der nächsten Klasse drankommen. Nachdem Lakim sowohl den Außengalopp auf der ganzen Bahn als auch den Außengalopp auf dem Zirkel problemlos bewältigen konnte, machte ich mich an die Hinterhand- und die Kurzkehrtwendung. Beide erarbeitete ich aus einer Volte heraus und legte zunächst nur kleine Wendungen an, damit sie nicht von Anfang an die Wendung um 180 ° vollführen musste. Nach und nach gelang es der Stute in Stellung die Wendungen zu vollführen und ich merkte schnell, dass sie hierbei keinerlei Probleme hatte. Anders, als beim einfachen Galoppwechsel. Hier sprang sie zu Anfang oft verkehrt herum an, wohl weil sie noch den Außengalopp im Sinn hatte, aber auch der einfache Galoppwechsel war am Ende meines Trainings kein Problem mehr. Eine Woche lang ritt ich die Stute von da an mit Kandarre und merkte, dass sie damit recht zufrieden war und sie auch auf die feinen Hilfen mit der Kandarre hervorragend reagierte. Nun machte ich mich daran, die Arbeit an der Kandare auch mit Zai zu erarbeiten. Sie hatte zwar schon einige Erfahrung, aber ich konnte ihr trotzdem den ein oder anderen guten Tipp mit auf den Weg geben. Sie war eine gelehrige Schülerin und setzte meine Anweisungen wirklich gut um. Sowohl mit Wassertrense als auch mit Kandare konnte sie am Ende des Trainings die verschiedenen Lektionen abrufen. Ich konnte sie und Lakim also ohne Probleme aus dem Training entlassen. "Du musst natürlich weiterhin an allen Lektionen arbeiten und die Versammlung macht sie mittlerweile schon wirklich gut, aber sie braucht trotzdem weiterhin Training und du wirst nie damit aufhören können, weil alle Lektionen immer wieder Training bedürfen. Natürlich sollt ihr auch nicht jeden Tag trainieren, sondern viel Abwechslung rein bringen. Ich glaube, dass sie eine gute Veranlagung für die Dressur hat, aber es kann sein, dass sie an der nächsten Klasse scheitern könnte. Das lässt sich in ihren jungen Jahren natürlich noch nicht hundertprozentig sicher sagen, aber ich glaube, dass sie eher der Typ 'Springpferd' ist. Vielleicht irre ich mich aber auch." Nachdem wir alles weitere besprochen hatten, machte ich mich am nächsten Tag beruhigt auf den Heimweg. Die beiden würden ihren Weg machen und wie auch all meinen anderen Kunden gab ich ihr mit auf den Weg, dass sie sich niemals von jemandem beeinflussen lassen durfte, sondern ihren Weg gehen sollte. Wenn sie der Meinung war, dass Lakim auch in der Dressur erfolgreich gehen konnte, dann sollte sie sich auch von meiner Einschätzung davon nicht abhalten lassen solange es für das Pferd in Ordnung ging. Außerdem bot ich ihr an, mich jederzeit anrufen zu können, wenn sie auf Probleme stieß oder Fragen hatte. Endlich zu Hause angekommen, legte ich erstmal eine Pause mit dem Training ein. Die letzten Monate hatten mich geschlaucht und ich brauchte jetzt erstmal dringend Erholung, bevor ich mich wieder in ein Trainingsabenteuer stürzen konnte.
    Samanta
    Heute machte ich mich wieder auf den Weg zu Zairina und dieses Mal ging es sogar um eine alte Bekannte. SST’s Lakim war mal in meinem eigenen Besitz gewesen. Ich hatte sie bei meinem Besuch und letzten Training auf Zais Hof gesehen. Sie war zu einer stattlichen Stute geworden und ich freute mich schon sehr auf die nächsten Wochen. Zudem hatte mir Zai gesagt, dass die Geländestrecke in sehr guter Verfassung war und genau das bereitete mir noch mehr Vorfreude.
    Am Hof angekommen begrüßte ich Zai und wir gingen in den Stall. Sie holte Lakim aus der Box und gemeinsam machten wir sie für das erste Training fertig. Ich wollte wieder mit Kameras arbeiten und holte diese somit aus meinem Wagen. Gemeinsam gingen wir mit der Stute zur Strecke. Zai ritt sie in aller Ruhe warm und ließ sie dann die Hindernisse anschauen. Ich klopfte ihr den Hals und platzierte dann die Kameras. Lakim war sowohl im Springen als auch in der Dressur erfolgreich gewesen und nun sollte Military folgen. Hierfür wollte ich mir heute als Erstes das Können der Stute anschauen. Ich stellte mich an eines der schwersten Hindernisse auf E-Niveau. Genau bei solchen Sprüngen sah man immer, wie viel Talent zum einem in einem Pferd steckte, zum anderen auch, ob sie mutig an den Sprung ging oder eher mit Zurückhaltung. Zairina sprang die Strecke mit der Stute sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Gerade die schwereren Sprünge ließ ich Zairina öfter mit ihr springen, damit ich mir hier einige Notizen machen konnte. Nach dem Training packte ich meine Kameras und ging gemeinsam mit den zweien in den Stall. Dort half ich dabei, die Stute für die Weide fertig zu machen und klopfte der Stute dann den Hals. Wir brachten sie nach draußen und gingen schließlich ins Haupthaus. Dort sahen wir uns die Videos an und ergänzten die Informationen auf meinem Block. Danach besprachen wir alles genauer und erstellten den Plan für die Tage, welche ich auf dem Hof sein würde. Ich strich mir alles Wichtige an. Der heutige Tag wurde damit beendet, dass wir den Plan an eine Pinnwand hingen. Ich räumte meine Sachen in den Schrank und ging schließlich noch duschen.

    Am nächsten Morgen holte ich Lakim aus ihrer Box. Ich putzte sie und machte sie für das Training fertig. Ich klopfte ihr den Hals und ritt sie in aller Ruhe auf dem Platz warm. Nach einer viertel Stunde klopfte ich ihr nochmal den Hals und nahm dann die Zügel kürzer. Ich trabte sie an und schaute, wie sie auf meine Hilfen reagierte und allgemein auf mich. Heute wollte ich sie kennenlernen und die nächsten Tage über erst ins Gelände gehen. Ich ritt ein paar Bahnfiguren in allen drei Gangarten auf dem Platz. Nachdem ich Lakim ein bisschen besser kennengelernt hatte, ritt ich sie ab und klopfte ihr ein weiteres Mal ihren Hals. Als sie trocken war, stieg ich ab und führte sie zur Weide. Dort ließ ich sie ein bisschen laufen. Ich räumte ihre Sachen auf und fegte den Gang.
    Da Lakim auf den Platz gemacht hatte, machte ich auch diesen noch sauber und ging duschen. Ich setzte mich noch ein bisschen an den Laptop und schrieb ein paar Berichte. Abends ging ich nochmal kurz zu Lakim und eine Runde mit der hübschen Stute spazieren. Dies diente dazu, dass sie ruhiger werden sollte, wenn sie mal alleine mit mir ins Gelände sollte. Ich klopfte hin und wieder ihren Hals um sie ein bisschen zu beruhigen. Ich führte sie nach dem Spaziergang in die Box und kontrollierte nochmal die Tränke. Dies war mein fester Rhythmus, den ich auch auf meinem eignen Gestüt pflegte, wenn ich ein Pferd in die Box brachte. Ich schloss die Box und ging wieder in das Haupthaus. Dort hackte ich das Probereiten auf dem Platz ab und auch den Spaziergang. Ich ging wieder auf mein Zimmer und machte mich dort bereits bettfertig.

    Am nächsten Morgen ging ich wieder eine Runde mit Lakim spazieren. Diesmal ging ich auf die Militarystrecke und führte sie hier vorbei. Ich ließ sie jedes Hindernis genau anschauen und klopfte ihr immer wieder den Hals. Die Stute machte dies brav mit und hier kam mir ihr ruhiger Charakter sehr entgegen. Ich klopfte der Stute den Hals und führte sie auf die Weide. Dort durfte sie sich in aller Ruhe entspannen bevor es an unser zweites Training ging. Heute wollte ich bereits mit ihr auf die Strecke gehen und so durfte sie ein bisschen entspannen bis es soweit war. Ich nahm mir diese Zeit um draußen in der Sonne ein bisschen Büroarbeit zu machen.
    Nachdem es abends ein bisschen kälter wurde und es in zwei Stunden anfangen würde dunkel werden würde, holte ich die Stute von der Koppel. Meine Unterlagen hatte ich bereits aufgeräumt. Ich putzte die Stute und sattelte sie dann. Als nächstes platzierte ich die Gamaschen an den Beinen der Stute und trenste sie schließlich. Ich klopfte Lakim den Hals und führte sie nach draußen. Dort zog ich meinen Helm auf und stieg auf den Rücken der Scheckendame. Ich ritt sie auf dem Weg zur Strecke warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem sie warm war, ritt ich sie an allen Hindernissen entlang und ließ sie sich genau ansehen. Dann begann ich mit den leichteren Hindernissen, wie kleinen Baumstämmen. Das schwere E-Hindernis kam als letztes an die Reihe. Ich klopfte ihr danach kräftig den Hals; sie hatte das Hindernis wirklich gut genommen. Ich ritt nochmal die leichteren Hindernisse und die Stute machte dies mehr als nur brav mit. Man sah ihr Potential bei jedem Sprung und nachdem wir noch einige Mal über das schwere Hindernis gesprungen waren, welches sie auch super nahm, ritt ich sie ab. Ich klopfte ihr kräftig den Hals und ging schließlich noch eine entspannte Runde im Gelände ausreiten. Der Tag war somit auch schon vorbei und ich brachte sie noch in die Box, damit sie in aller Ruhe fressen konnte. Ich klopfte der Stute ein letztes Mal für heute den Hals und räumte alle Sachen auf.

    Die nächsten Tage bestanden eigentlich aus genau den gleichen Vorgängen. Immer wieder ritten wir ins Gelände. Die Hindernisse wurden von Mal zu Mal schwerer. Nicht unbedingt höher, da dies nicht das einzige Kriterium beim Military war, sondern auch steiler und länger. Ich ging regelmäßig mit der Stute spazieren oder machte Schrecktraining mit ihr. Auch das war für das Military wichtig, da die Strecken teilweise mit Absperrbändern begrenzt waren, welche auch mal im Wind raschelten. Hierbei stellte sich Lakim jedoch auch jedes Mal sehr brav und entspannt an. Ich war sehr zufrieden mit der Stute und am Ende meines Aufenthalts ritt Zairina die Stute noch einmal. Hierbei erklärte ich ihr alles ein bisschen, jedoch musste ich nicht so viel erklären, da sie selbst zwei sehr gute Freundinnen hatte, welche Trainer waren und die waren heute auch dabei. Die Mädels gaben auch hier und da noch Verbesserungsvorschläge und so konnte ich mir sicher sein, dass der Feinschliff nicht ohne professionelle Hilfe geschehen würde. Die Stute ging mittlerweile unerschrockener an die Hindernisse, schätzte die Abstände besser ein und zog die Beine noch mehr an den Körper als vor dem Training. Klar war mir jedoch auch, dass hier eindeutig noch Luft nach oben war und die Stute an weiterem Training sicher noch viel Spaß haben würde. Ich wusste zudem, dass Zai mit ihr noch mehr vor hatte und hatte das Training somit sehr schonend gehalten. Ich wollte sie ja nicht überfordern und ihr die Lust daran nehmen. Wie ich jetzt sehen konnte war mir dies sehr gut gelungen und ich konnte mit einem guten Gewissen nach Hause fliegen - natürlich erst, nachdem ich ihr ein Zertifikat ausgestellt hatte.
    Friese

    „Was für ein Stress!“, murmelte ich, als ich abgehetzt neben Theo Platz nahm. Der grinste mich nur an und reichte mir eine Flasche Wasser.
    Nach dem Vorstellen des Vollbluts hatte ich die Stute versorgt und es dann gerade noch rechtzeitig geschafft, um Alex und Lakim einreiten zu sehen. Der Rotschopf war sehr aufgeregt gewesen, allerdings saß sie auf einem Engel mit vier Hufen, weshalb ich keine großen Sorgen bezüglich dieser Vorstellung hatte.
    Gerade hatte Alex zum Stand durchpariert, um die Richter zu grüßen. Auch Lakim war mittlerweile eine routinierte Turniergängerin und konnte sich durch unzählige Vielseitigkeitswettbewerbe ein dickes Fell aneignen. Sie war schwer zu verunsichern und konnte damit Alex‘ fehlende Souveränität ausgleichen.
    Das Paar trat nach dem Grüßen im Trab ihre Vorstellung an. Alex ging auf den Zirkel, wechselte nach zwei Runden aus diesem und verließ diesen anschließend, um auf dem ersten Hufschlag zu reiten. Vor der kurzen Seite parierte Alex zum Schritt durch, wechselte dann durch die halbe Bahn und galoppierte schließlich bei A an. Lakim hatte raumgreifende Gänge, ließ sich dabei aber jederzeit im Tempo regulieren und so war es auch jetzt, als Alex zu einer großzügigen Volte ansetzte.


    „Nicht im Ernst?“, flüsterte Theo mir zu und auch ich konnte ihn nur mit offenem Mund anstarren, ehe meine Augen schnell wieder Lakim und Alex folgten. Wir hatten zu Hause viel geübt und noch gestern Abend hatte sich meine Freundin dagegen ausgesprochen, aber nun, im alles entscheidenden Moment, hatte Alex sich für einen fliegenden Galoppwechsel entschieden. Und er hatte geklappt. Lakim galoppierte gerade mit gespitzten Ohren die lange Seite entlang und man konnte bis zur Tribüne sehen, wie stolz Alex war. Sie parierte an der kurzen Seite durch, wendete zur Mitte ab und parierte schließlich bei X zum Stand. Mit einer ausladenden Geste verabschiedete sie sich und gab Lakim dann die Zügel hin, als sie abwendete, um die Arena zu verlassen.
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    Zuletzt bearbeitet: 11 Sep. 2018
  9. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Pferdename Undisclosed Desires
    Rufname Siri

    Von Dark Decission
    Dark Firestorm x Seference Surprime

    Aus der Unwritten
    Malibu x Lovely Letter


    Rasse Hannoveraner
    Geschlecht Stute
    Geburtsdatum Mai 2010
    Farbe Black Tobiano
    Stockmaß 173cm

    Undisclosed Desires ist keine einfache Stute im Umgang. Sie ist so gut wie immer nervös und hektisch - Stillstehen oder Gangarten in einem gleichmäßigen, ruhigen Tempo kennt sie nicht. Unsicherheiten im Training kompensiert sie mit Geschwindigkeit, funktioniert eine Übung also nicht, findet man sich schnell auf einem Rennpferd wieder. Übungen die für sie zur Routine geworden sind, führt sie korrekt und ohne Probleme aus. Hier bleibt sie ruhig und wird nur selten hektisch. Neuen Dingen gegenüber ist sie sehr ängstlich, hierbei muss sie sich voll auf den Reiter verlassen können, um ihre Angst zu überwinden. Gibt ihr Reiter nicht die nötige Sicherheit, so kompensiert sie auch hier die Angst mit Geschwindigkeit und rennt so schnell sie ihre Beine tragen können, bis zum Stall zurück.

    Besitzer Zaii
    -- Elii -- handshake

    Ersteller Elii
    Vorkaufsrecht Elii

    Eingeritten Ja
    Dressur S
    -- Springen S -- Military L

    140. Synchronspringen | 142. Synchronspringen | 388. Springturnier | 182. Synchronspringen | 305. Militaryturnier | 310. Militaryturnier | 413. Dressurturnier | 421. Springturnier | 196. Synchronspringen | 203. Synchronspringen | 452. Springturnier | 481. Springturnier | 517. Dressurturnier | 518. Dressurturnier


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    Heute ging mein Flug zu Zai. Ich sollte demnächst wieder eins ihrer Pferde trainieren. Hierbei handelte es sich um eine Hannoveranerstute. Ich wurde von ihrem gestütseigenen Bereiter abgeholt und wir unterhielten uns im Auto über Undisclosed Desires. Dies war nämlich der Name der Scheckenstute, welche ich trainieren sollte. Er hatte bereits mit ihr gearbeitet und konnte mir so ein bisschen was über sie erzählen. Scheinbar schien die Stute nicht gerade die Einfachste zu sein. Am Hof angekommen bezog ich das gleiche Zimmer wie letztes Mal und danach führte mich Hugo schon zur Koppel. Dort standen die Stuten gerade, denn es war wunderschönes Wetter. Wir holten sie gemeinsam rein und putzten sie ausgiebig. Hugo erklärte mir, dass Zai leider die ersten Tage verhindert war und so er mir zur Seite stehen würde. Heute würde auch er die Stute reiten, damit ich mir schon einen groben Einblick verschaffen konnte, was die Stute bisher konnte. Über die Stute konnte er mir noch erzählen, dass sie eigentlich in Richtung Springen ging, aber für die Militaryprüfungen nun auch die Dressur brauchte. Hier würde ich weiterhelfen können. Wir gingen mit der Stute, nachdem sie natürlich fertig geputzt und gesattelt war, zum Platz. Dort stieg Hugo auf den Rücken der Stute. Sie schaute ein bisschen missmutig drein, aber er ließ sie nicht davon beirren. Er ritt sie warm und zeigte mir dann die drei Gundgangarten der Stute. Des Weiteren zeigte er mir, welche Bahnfiguren bei der Stute schon saßen und wo es vielleicht noch ein bisschen haperte und ich einen Blick drauf haben sollte. Nach dem Vorreiten gingen wir noch eine kleine Runde mit der Stute spazieren und besprachen hierbei schon ein bisschen was für den Trainingsplan. Alles Weitere würde ich mit ihm und Zai im Büro klären, wenn sie wieder auf dem Gestüt wäre. Bis dahin würde ich schon anfangen mit der Stute zu trainieren. Nach dem Spaziergang brachten wir die Scheckendame wieder auf die Weide. Ich kümmerte mich am Abend noch ein bisschen um den mitgenommenen Papierkram und ging auch schon zeitig schlafen.

    Am nächsten Morgen half mir Hugo dabei, die Stute fertig zu machen. Wir putzten sie zusammen und während ich sie sattelte, bandagierte er sie. Ich trenste sie in der Zwischenzeit auch noch und dann ging es schon auf den Platz. Ich lobte sie ausgiebig und führte sie erst ein bisschen warm. Nach etwa 10 Minuten ritt ich sie noch ein bisschen im Schritt. Als ich das Gefühl hatte, sie war warm und locker, trabte ich sie an. Im Trab ritt ich eine Schlangenlinie und übte die Bahnfiguren und Lektionen der E-Dressur. Ich wollte erst die Grundlagen selber testen bevor ich mit der Stufenerhöhung anfing. Dies würde dann folgen, wenn Zai wieder da war und wir alles besprochen hatten. Es war schon relativ warm und so hatte die Stute bereits begonnen zu schwitzen. Ich wollte sie heute nicht überfordern, da sie ja nun erst in die Dressur einsteigen sollte und ich ihr dabei Spaß vermitteln wollte. Ich versuchte dennoch bereits die Stute einmal rückwärts zu richten. Durch die bereits geleistete Bodenarbeit des Teams funktionierte dies auch erstaunlich gut. Ich lobte sie und ritt in aller Ruhe ab. Hierbei ließ ich ihr die Zügel lang und sie kaute in aller Ruhe ab. Hugo nahm sie mir danach ab und wir gingen gemeinsam wieder in den Stall. Er fragte mich aus, wie ich das Training empfunden hatte und über weitere Dinge, welche ich an der Stute festgestellt hatte. Ich erklärte ihm alles genau und die Stute durfte nun auch zu den anderen auf die Weide. Heute Abend würde ich sie longieren und ein bisschen versuchen, dass sie auch hier die Hinterhand richtig aktivierte. Bis dahin würde ich mich wieder ein bisschen meinem Papierkram widmen. Ich ging davor aber noch duschen, da ich doch geschwitzt hatte und nach Pferd roch.
    Abends holte ich die Stute aus ihrer Box, putzte sie und ging dann mit ihr in die Halle. Ich hatte das Longierzeug bereits soweit verschnallt und führte sie nun warm. Nachdem dies getan war, legte ich eine paar Stangen auf den Boden. Jede zweite erhöhte ich auf einer Seite. Ich longierte sie anfangs ohne Ausbinder und ohne die Stangen bis sie komplett warm war. Danach band ich sie aus und longierte sie so. Nachdem sie komplett locker war, begann ich mit der Stangenarbeit. Sie hob schön ihre Beine und ich lobte sie immer wieder mit meiner Stimme.


    Die nächsten drei Tage bestanden auch aus Grundlagentraining und an Tag Fünf kam Zai wieder auf den Hof. Sie begrüßte mich während des Trainings und sah mir danach zu. Ich hatte schon ein bisschen am Rückwärts richten, welches ja eigentlich bereits in die A-Dressur gehörte, geübt und konnte dies nun ihr vorführen. Nach dem Training übernahm Alex die Stute und machte sie für die Weide fertig. Ich ging in der Zwischenzeit mit Zairina ins Büro. Hier klärten wir alles für die nächsten Wochen. Wie das Training aussehen sollte, wo die Ziele der Einheiten lagen und was neben dem Dressurtraining noch gemacht werden sollte in der Zeit in der ich hier war. Ich erzählte ihr hierbei auch von der Trainingseinheit und sie war mehr als zufrieden damit. Wir notierten uns alles und hingen dann den Plan so aus, dass er für alle Mitarbeiter sichtbar war. Ich ging am Abend noch eine Runde mit Siri spazieren. Hierbei wollte ich ihr Vertrauen zu mir ein bisschen aufbauen und ihr ein bisschen Entspannung gönnen. Ich brachte sie danach in ihre Box und gab ihr nun die Zeit, die sie verdiente.

    Am nächsten Morgen fing ich mit dem Training für die A-Dressur an. Ich holte die Stute aus der Box und putzte sie in aller Ruhe. Nachdem ich damit fertig war, sattelte und bandagierte ich sie. Ich machte mich noch in aller Ruhe fertig und trenste sie dann. Wir gingen zum Platz und ich führte sie ein paar Runden warm. Ich stieg auf ihren Rücken. Bevor ich direkt mit dem Training anfing, ritt ich noch ein bisschen im Schritt und übte ein paar Bahnfiguren. Danach trabte ich sie an und versuchte hier zum ersten Mal den Mitteltrab. Ich klopfte der Stute den Hals, denn sie hatte sich wirklich bemüht. Auch wenn das bei ihr so aussah, dass sie immer, wenn sie ein bisschen unsicher wurde, versuchte, mehr Tempo aufzunehmen und anzugaloppieren. Ich beruhigte sie immer wieder und versuchte, dass sie allgemein nicht gleich so gestresst war, wenn etwas nicht klappte. Alles in allem verlief das Training aber gut und gab sich beim Mitteltrab und dem Verkleinern und Vergrößern des Vierecks alle Mühe. Nach dem Training war sie schon merkbar schlapp und ich ging noch eine kleine Runde zum Abreiten mit ihr ins Gelände. Danach band ich sie vor ihrer Box an und entfernte vorsichtig das komplette Zubehör. Ich putzte ihr Fell und brachte sie noch den restlichen Tag auf die Weide. Natürlich musste ich das Zubehör auch noch aufräumen und dies tat ich jetzt auch. Ich fegte den Gang und half dann den Angestellten im Stall, da ich sonst eh nichts mehr zu tun haben würde. Abends longierte ich sie nur nochmal und übte hier das Beine heben mit ihr. Danach durfte Siri sich entspannen und ihr Futter mampfen.

    Die nächsten Tage bestanden darin, dass ich mit Siri den Mitteltrab übte und, das Viereck zu verkleinern und zu vergrößern. Hierbei übte ich auch, dass die Stute nicht immer gleich so hektisch wurde, wenn ihr etwas mal nicht so raus ging wie sie es wollte. Jedoch war dies einer ihrer tiefen Charakterzüge und diesen würde man nicht so schnell ändern können. Zudem hatte Zai sie ja auch wegen dieser Art gekauft. Zai und Hugo sahen mir regelmäßig beim Training zu und ich erklärte ihnen oft was ich gerade machte und warum. Ich filmte auch hin und wieder während des Reitens oder Longierens, damit ich mir hier auch ein besseres Bild machen konnte und Zai auch ein paar Aufnahmen vom Training hatte, welche man sich in ein paar Monaten vielleicht ansehen könnte, wenn man sie nochmal brauchte.

    Nachdem der Mitteltrab und die Arbeit mit dem Viereck klappten, übte ich den Mittelgalopp und die Übergänge zwischen Schritt und Galopp. Die Stute war auch hier sehr hibbelig und ich hatte einiges damit zu tun, sie zu beruhigen. Ich trainierte jeden Tag vom Sattel aus und longierte die Stute zwei bis drei Mal die Woche. Hierbei versuchte sie auch, alles zu geben, war aber auch eher flott dabei und oftmals war auch einiges an Beinsalat dabei. Doch von Mal zu Mal wurde es besser. Um das Training zu vervollständigen folgten die letzten zwei Wochen noch die letzten Aufgaben der A-Dressur. Sie war auch hier oftmals aufmerksam dabei und ich freute mich sehr über unsere Fortschritte. Das letzte Training folgte am Tag vor meinem Abflug. Hierbei sollte Zai sie reiten und ich würde vom Boden aus zuschauen und Anweisungen geben. Auch dies nahm ich wieder auf und nach dem Training führten wir noch das Abschlussgespräch. Hierbei legte ich ihr ans Herz, Siri mal mit ungewohnten Situationen und Aufgaben zu konfrontierten, damit sie nicht immer durch die Decke ging. Am nächsten Tag ging mein Flug wieder zurück nach Deutschland und ich stellte ihr von hier das Zertifikat aus und ließ es Zai per Post zukommen.
    Friese

    Direkt anschließend tauchten Hugo und Siri in der Halle auf. Unwillkürlich begann ich, meine beiden Daumen fest zu drücken, denn sie war der heutige Wackelkandidat aus unserem Stall. Der Hannoveraner hatte einen nervösen Charakter und wann immer etwas Komisches vor sich ging, entschied Siri sich für Geschwindigkeit. Ohne Zweifel war „Viel hilft viel“ ihr Motto. In den letzten Wochen hatte nur noch Hugo auf der Stute gesessen, damit Siri das nötige Vertrauen aufbauen und festigen konnte und heute nicht im Chaos enden würde. Nun würde sich zeigen, ob unser Plan aufgeht.

    Hugo ritt im Trab ein, parierte zum Stand, grüßte die Richter und ließ Siri danach wieder antraben. Nach einer Runde auf dem äußersten Hufschlag galoppierte Hugo bei C an, da Siri aber bekanntermaßen zu Geschwindigkeit tendierte, hatten wir davon abgesehen, den Galopp zu verstärken und so setzte das Paar diesen in einem unveränderten Tempo fort. Bei A parierte Hugo zum Schritt durch, ging auf den Zirkel und nach einer Zirkelrunde wechselte er diesen. Bei X folgte, wie zu Hause geprobt, die Galopphilfe und nach drei hektischen Schritten ließ sich Siri wieder einfangen und zeigte ihren Rechtsgalopp in vernünftigem Arbeitstempo. Hugo nutzte den Zirkel, um die Stute zu beruhigen und ihr keinen Raum zu bieten, um sich weiter hochzuschaukeln. Siris Ohrenspiel verriet leider genau das, doch Hugo meisterte die Situation souverän und konnte den Zirkel nach einer Runde verlassen. Er parierte vor der kurzen Seite zum Trab durch und wechselte dann durch die ganze Bahn.
    Siri hatte ich zwischenzeitlich wieder gefangen und konzentrierte sich erneut auf Hugo, worüber auch Theo und ich auf den Zuschauerplätzen sehr glücklich waren. Bei E ließ Hugo den Trab schließlich auslaufen und wendete anschließend im Trab zur Länge der Bahn ab. Die gescheckte Stute stand beim Verabschieden der Richter nicht ganz geschlossen, doch darüber konnten wir alle wegsehen. Hugo lobte sie kurz, ehe das Paar mit langen Schritten und einer vorbildlich vorwärts-abwärts laufenden Siri die Arena verließ.

    „Geschafft“, säuselte ich und stieß mit Theo unsere Wasserflaschen zusammen, ehe wir uns einen Weg an den restlichen Zuschauern vorbei bahnten, um Hugo und Alex zu assistieren.

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    Zuletzt bearbeitet: 17 Sep. 2018 um 9:04 PM Uhr
  10. Flair

    Flair mit dem wilden poney

    Meine Teilnahme mit
    Jonquil

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    JONQUIL
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    Grunddaten:

    Name: Jonquil
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geburtsjahr: 2012
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 1,67
    Farbe: Apfelschimmel
    Abzeichen: 4x weiße Fessel


    Besitzdaten:

    Besitzer: Flair
    Vorbesitzer: -
    Ersteller: Flair
    VKR: Flair

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    Abstammung:

    von: unbekannt


    von: unbekannt

    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

    von: unbekannt
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    aus der: unbekannt


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    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

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    Körung:

    Zur Zucht zugelassen: nein
    [Gewinnerthema]
    [Schleife]

    Richtspruch Exterieur:
    [folgt]

    Richtspruch Interieur:
    [folgt]


    weitere Zuchterfolge

    keine


    Zuchtdaten

    Stammt aus der Zucht: -
    Eingetragene Zucht: nicht zugelassen

    Nachkommen:
    keine

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    Charakter:

    Jonquil ist eine kleine, zurückhaltende Vollblutstute. Unter anderen Pferden verhält sie sich ruhig, geht
    Streitereien jedoch vorzugsweise aus dem Weg. Unterm Sattel ist sie fleißig, arbeitswillig und legt ein
    angemessenes Temperament an den Tag. Allerdings ist sie nicht besonders leicht zu reiten, da sie ihren
    eigenen Kopf hat, welchen sie gerne durchsetzen möchte. Daher ist es ratsam, unerfahrene Reiter von
    ihr fern zu halten - nicht nur um des Pferdes Willen, sondern auch um des Reiters Willen. Während
    sie sich im Dressurviereck immer wieder neue Unarten ausdenkt, blüht sie im Springparcours richtig
    auf, sofern ihr Reiter ihr die nötige Sicherheit am Sprung bietet, springt sie jedes Hindernis.

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    Ausbildungstand:

    Dressur: A

    Springen: L
    Gelände: L
    Distanz: M
    Rennen: S

    Western: E
    Fahren: E


    Schwerpunktdisziplinen: Springen
    Eignung: Springen, Distanz, Gelände, Galopprennen

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    Turniererfolge:

    2. Platz beim 310. Distanzturnier
    2. Platz beim 444. Springturnier
    2. Platz beim 313. Distanzturnier
    2. Platz beim 399. Galopprennen
    2. Platz beim 450. Springturnier
    3. Platz beim 403. Galopprennen
    2. Platz beim 412. Galopprennen
    1. Platz beim 414. Galopprennen
    3. Platz beim 342. Distanzturnier
    3. Platz beim 357.Militaryturnier
    1. Platz beim 373. Militaryturnier


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    World Horse Training by the Southkorean Horse Federation

    30.09.2017 | Galopprennen E-A


    Pferd: Jonquil
    Trainer: Sir Sobong


    Es war früh am Morgen, als der Pferdehänger auf den Hof des Pandora Studs fuhr und mit einem lauten Hupen zum Halten kam. Sobong Yoon-Tsela, welchen hier alle nur Sir Sobong nennen, schreckte von der Gartenarbeit mit seiner Frau hoch und sah verdutzt zum Hofeingang. So früh hatte er die Besitzer nicht erwartet. Hastig zog er die Jacke aus und klopfte den Dreck von seiner Hose. „Ich bin gleich wieder da“, sagte er zu seiner Frau, die gerade das Blumenbeet aushob und ging auf den Hänger zu. Ein freundlich aussehender Mann stieg aus und reichte ihm seine Hand. „Mannaso Bankawoyo!“, rief Sir Sobong während er die freundliche Handgeste entgegennahm. Der junge Mann sah Sir Sobong etwas verwirrt an. Sir Sobong verstand es erst jetzt. „Oh – Verzeihung.“ Er grinste. „Guten Tag“, sagte Sir Sobong nickend. Der junge Mann lächelte, begrüßte Sir Sobong ebenfalls und stellte sich als Philipp Gerdes vor, ein Bereiter des Gestüts von der Nordwacht. Auch Sir Sobong stellte sich ihm kurz vor und begann mit ein wenig Smalltalk. „Wie fahr der Flug?“ Philipp Gerdes begann zu grinsen. „Mein erstes Mal hier in Südkorea, doch bis jetzt finde ich es sehr schön!“ Sir Sobong lächelte zufrieden und nickte. „Gut wir bringen dann ihr Pferd erst in den Roundpen und geben ihm die Zeit, die er braucht, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.“ Freundlich nickte ihm Philipp Gerdes zu und führte ihm zum Hänger. „Okay, dass ist Jonquil, eines unserer Englischen Vollblüter auf unserem Hof. Sie ist eigentlich eine sehr nette Stute“, sagte er grinsend, währen er die Hängertür öffnete und die Schimmelstute herausführte. „Aber naja.“ Sir Sobong lachte zustimmend. Er verstand. Etwas ungeduldig jedoch sah er sich um, nach Kim Wookjin, der neue Ausbilder auf dem Pandora Stud, der Sir Sobong bei dem Training der Vollblutstute helfen wollte. Jedoch war er nirgends zu sehen. Sir Sobong rannte deshalb kurz hinüber zu seiner Frau und gab ihr Bescheid, dass er sich um das Pferd kümmern wird und erst später zum Kochen wieder zurückkommen würde. Sie nickte nur seufzend und konzentrierte sich wieder auf die Gartenarbeit. Auf dem Weg zum Roundpen stotterte Philipp Gerdes ein wenig. „Dürfte ich wissen, was sie da vorhin zu mir gesagt haben?“ Sir Sobong lächelte. Er wusste, dass Philipp aus Deutschland kommt und kein Wort koreanisch sprach. „Mannaso Bankawoyo?“ Philipp nickte. „Das ist ein Ausdruck für eine Begrüßung. Wir in Südkorea legen sehr viel Wert auf die Höflichkeit in unserer Sprache. Mannaso Bankawoyo sagst du meistens zu Fremden, die du noch nie gesehen hast und jünger als du selbst sind. So kann man aus unseren Gesprächen hören, wie die Personen zueinanderstehen.“ Philipp sah etwas verwirrt um sich. „Ganz schön kompliziert“, gab er dann von sich und brachte Sir Sobong zum Lächeln. Praktisch das der alte Indianer mehrere Sprachen sprechen konnte, da Menschen aus aller Welt zu ihm kamen. Eine Sprache haben sie jedoch alle gemeinsam – die Sprache der Pferde. Er musste bei dem Gedanken schmunzeln. So poetisch dachte er selten. Er schüttelte kurz den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die Neuankömmlinge. Jonquil durfte sich auf dem Roundpen kurz austoben und zur Ruhe kommen, bis sie sich ein wenig an die neue Umgebung gewöhnen konnte. Dann wurde sie in ihre Box gebracht und Philipp Gerdes und Sir Sobong gingen hinüber ins Wohnhaus, um die nächsten Wochen zu besprechen. Jonquils Training würde sich über mehrere Wochen erstrecken. Die ersten beiden Wochen gehören der Gewöhnungsphase an. Jonquil wird trainiert, um die richtigen Muskeln aufzubauen und durchläuft ein Gelassenheits- und Schrecktraining. Wenn sie sich dann soweit eingelebt hat, kommt die Gewöhnung an Sattel und Trense und wird von einem erfahreneren Reiter eingeritten. Zuerst kommt die Gewöhnung an die Bahn und die Startbox. Von Anfang an wird jedoch gleich ein ausgebildetes Rennpferd dabei sein, welches als Unterstützung für Jonquil dienen soll und um später in Jonquil den Willen zum Gewinnen zu wecken. Für Philipp Gerdes hieß es erst einmal Training, bevor er mit Jonquil die ersten Runden auf der Bahn drehen könnte. Gewöhnung an die neue Sitzhaltung und die Kontrolle über das Pferd. Sir Sobong wollte ihn deshalb gleich am Abend in der Reithalle sehen. Philipp entdeckte dort eine schwarze Rappstute aufgesattelt neben Sir Sobong stehen. „Philipp, dass ist Warrior Gun.“ Philipp berührte vorsichtig die Nüstern der Rappstute. „Ich werde dich heute gleich ein wenig einweisen in den Rennsport. Einverstanden?“ Philipp nickte. Sir Sobong ließ Gun sich erst ein wenig an der Longe warmlaufen. Später stieg Philipp auf ihren Rücken und sollte die Beine hängen lassen. Man sah ihm an, dass es sich für ihn komisch anfühlte, auf so einem kleinen Sattel zu sitzen, doch Philipp gab sich größte Mühe alles richtig zu machen. Später sollte er in die Steigbügel steigen und ein paar kleine Übungen auf Guns Rücken machen, um sein Gleichgewicht zu schulen. Bis zum Ende der Woche sollte Philipp schon die erste Runde auf der Ovalbahn drehen.

    Jonquil war erst am nächsten Morgen wieder an der Reihe. Ihr Training übernahm jedoch nicht Sir Sobong, sondern Kim Woojin, welcher schon etwas länger dabei war und viel Erfahrung in der Ausbildung von Pferden im Rennsport sammeln konnte. Er nahm Jonquil mit in den Roundpen und ließ sie ein wenig an der Longe laufen. Vertrauensaufbau war jetzt an der Reihe. Das Leben eines Rennpferdes ist sehr hektisch und unruhig. Die Gewöhnung an Sattel, Trense und Reitergewicht würde nicht in der Reithalle oder im Roundpen stattfinden, sondern in ihrer Box. Dort sind Rennpferde am ruhigsten und können besser auf Training oder Rennen vorbereitet werden. Das Gelassenheitstraining würde immer mal wieder mit einfließen. Da Jonquil erfolgreich ist in anderen Disziplinen, wollte Woojin nicht so viel Wert auf Muskelaufbau und Gelassenheit legen. Ihm war wichtiger, dass Jonquil erst einmal sicher unter dem Sattel wird und lernt sich unter dem Reitergewicht auszubalancieren. Nach circa zehn Minuten beendete er das Training im Roundpen und brachte sie zurück in ihre Box. Später würde er sie wiederholen und weiter longieren.
    Am Abend kam dann auch Sir Sobong dazu. Er beobachtete Woojin ganz genau, wie er Jonquil führte und Kommandos gab. Er sah sehr zufrieden aus. Woojin gab Jonquil frei und kam aus dem Roundpen. „Ich denke sie ist schon bereit für die Gewöhnungsphase.“ Sir Sobong nickte ihm zu. Woojin drehte sich zu Philipp. „Also, wir werden nun damit beginnen, Jonquil an Sattel und Trense zu gewöhnen. Das findet aber alles in ihrer Box statt. Erst später lassen wir sie dann im Roundpen laufen. Da Jonquil das Reitergewicht ja schon kennt, können wir da gleich in die Halle gehen.“ Philipp nickte. „In drei Wochen kommt sie dann das erste Mal auf die Bahn.“ „Und bis dahin bist du ein Rennprofi“, warf Sir Sobong ein. Grinsend wendete sich Philipp wieder Jonquil zu. Er bekam für heute den Auftrag, sich den restlichen Abend um Jonquil zu kümmern. Vertrauensaufbau.
    Es vergingen zwei Tage Training in Roundpen und Halle an der Longe und an der Hand, bis Woojin und Sir Sobong sich morgens vor Jonquils Box trafen. Philipp stand schon früh auf, um Jonquil zu versorgen. Sir Sobong wartete draußen vor der Box. Woojin legte vorsichtig den kleinen Sattel auf Jonquils Rücken, während Philipp sie hielt und liebevoll kraulte. Jonquil machte keine Anzeichen, dass es ihr unangenehm war. Stattdessen hörte sie aufmerksam Philipp zu. Woojin war erleichtert. So könnte das Training ruhig öfters laufen. Das wiederholten sie mehrmals am Tag, bis sie Jonquil dann auch mal aufgesattelt aus der Box holten du für wenige Minuten über den Hof führten. Sie nahm den Sattel wunderbar an. Jedoch fehlten noch das Reitergewicht und das Ausbalancieren, womit die meisten Pferde ein Problem hatten. Es ist ungewohnt für die Pferde, vor allem wenn sie erst so spät eingeritten werden. Während Woojin Jonquil die ersten Runden mit Sattel und Trense im Roundpen drehen durfte, ging das Training für Philipp auch weiter. Er war nun schon soweit die erste Runde auf der Ovalbahn zu drehen. Davor hieß es aber aufwärmen. Zusammen mit ein paar anderen Pferden, ritten sie sich im Schritt warm und beschleunigten erst später ein wenig. Das hochwerfen auf den Pferderücken war sehr komisch für Philipp und er müsse sich auch erst ein wenig daran gewöhnen, dass Pferd immer in Bewegung zu halten, erst recht, wenn sie zappeln oder bocken. Das ruhige Stehen kennen die wenigstens Rennpferde. Gun ist jedoch nicht so extrem wie manche anderen Pferde. Nach dem Aufwärmen im Schritt ging es für 20 Minuten in den Trabring. Dann folgten die Galoppeinheiten. Bei dem Training wird ein Pferd jedoch sehr selten an seine Grenzen gebracht. Es sind mehr kurze Strecken auf hoher Geschwindigkeit, die die Ausdauer trainieren sollen. Nach dem Training ritten alle noch ein paar Runden im Kreis, um die Pferde runterzubekommen und brachten sie später versorgt zurück in ihre Boxen. Das Training wiederholte sich die nächsten Tage, bis Sir Sobong sich sicher war, dass Philipp das Prinzip des Rennreitens verstanden hatte. Jonquil war nun auch bereit für das Reitergewicht. In der Halle warteten schon zwei andere Pferde die schon im großen Volten warmgeritten wurden. Jonquil wurde von Sir Sobong an der Longe geführt und sich ebenfalls aufzuwärmen. Aufgesattelt wurde sie schon in der Box. Woojin kletterte später auf ihren Rücken und ließ sich einige Runden führen. Er war schon gespannt auf Jonquils Reaktion, wenn er auf ihren Rücken geworfen werden würde. Nach circa 5 Minuten stellte er seine Füße in die langen Steigbügel und begann für ein paar Sekunden seinen Oberkörper anzuheben und ihn wenig später wieder zu senken. Jonquil schnaubte ein wenig unsicher. Je kürzer die Steigbügel wurden, desto langsamer wurde sie und desto mehr begann sie ein wenig zu zicken. Deshalb entschloss Sir Sobong jetzt schon dazu, die anderen beiden Pferde dazu zu holen. Jonquil beruhigte sich etwas, doch das leichte ausbalancieren gefiel ihr nicht wirklich. Mit der Zeit würde sie sich aber daran gewöhnen.
    Es dauerte knappe zwei Wochen, bis Woojin das erste Mal ohne Longe durch die Halle reiten konnte. Die Steigbügel waren jedoch noch so kurz, dass er sich normal auf ihren Rücken setzten konnte. Jetzt hieß es aber nicht nur schneller zu werden, sondern auch Jonquil die Reiterhilfen zu erklären. Da man durch den Sitz des Rennreiters nur bedingt Hilfe geben kann, läuft dass alles über Stimme, Zügel und Gerte. Jonquil nahm die leichten Hilfen über die Stimme und Zügel gut an. Sie ließ sich gut treiben, selbst ohne Gerte. Heute war der Tag gekommen an dem die Steigbügel sehr gekürt werden. Jonquil hatte sich daran jedoch schon gewöhnt und trabte brav durch die Halle. Woojin und Sir Sobong nickten sich begeistert zu. Philipp sah zwischen den beiden hin und her. Jonquil war bereit für die Ovalbahn. Dazu trafen sich alle am nächsten Tag auf der Ovalbahn. Die zwei anderen Pferde aus dem letzten Training waren dabei, um Jonquil ein wenig Sicherheit zu geben und ihren Ehrgeiz zu wecken. Im Schritt wurden die Pferde warm geritten, dann ging es wieder in den Trabring. Die Gewöhnung an die Startbox würde erst später am Tag folgen. Jetzt war es erst einmal wichtig, dass Jonquil ohne große Probleme durch die Bahn galoppierte und sich dabei gut ausbalanciert. Die anderen beiden Pferde ritten voran und Jonquil mit Woojin hinterher. Die ersten drei Runden waren noch etwas langsamer, bis sich Woojin der Meinung war, dass Jonquil sich sicher fühlte und beschleunigte ein wenig. Das Jonquil galoppierte jedoch immer sehr brav hinter den beiden anderen Pferden hinterher und machte keine Anzeichen sie überholen zu wollen. Dieser Ehrgeiz würde später, wenn sie dann richtig Speed hat, kommen. Das Training verlief gut. Woojin war sehr zufrieden. Das erste Training diente dazu, Jonquils Stärken und Schwächen zu erkennen. Sie hatte gut die Hilfen von des Jockeys angenommen und sie balancierte sich unter dem Sattel sehr gut aus. Das durchziehen und der Ehrgeiz würden mit der Zeit kommen.
    Beim zweiten Training für den Tag, fühlten sich beide für die Startbox bereit. Woojin Herz klopfte, denn er wollte nicht aus dem Sattel segeln, wenn sich die Türen ruckartig öffnen würde. Alle warteten sie gespannt in ihren Boxen. Jonquil mochte die Enge nicht und wurde unruhig. Die Türen sprangen auf und die Pferde rasten raus, bis auf Jonquil die sich erschrocken hatte und sich erst nicht aus der Box traute. Woojin konnte sich dann nur schwer auf ihrem Rücken halten. „Alles gut?“, fragte ihn Sir Sobong. Woojin nickte und gab ein Handzeichen für eine Wiederholung. Jonquil spielte mit den Ohren, während Woojin sich nach vorne lehnte und sie versuchte zu beruhigen. Das zweite Mal klappte es schon besser. Jonquil sah diesmal wie die anderen Pferde losgaloppierten und rannte ihnen regelrecht nach. Sie wiederholten es so oft, bis Jonquil ohne zu zögern aus der Box rannte und gut auf Woojins Hilfen achtete.
    Jonquil hatte eine sehr gute Ausdauer die sich auch im Training zeigte. Beim nächsten Training wurden das erste Mal ihre Zeiten auf 800m Meter gemessen. Sie waren recht gut, jedoch war da noch viel Luft. Das lag jedoch daran, dass sie es noch nicht verstanden hatte, als erste durchs Ziel zu rennen. Trotzdem war sich Woojin ziemlich sicher, dass Jonquil ein Meiler war. Sie hatte viel Ausdauer und hielt die mittleren Strecken sehr gut durch. Die Schnelligkeit würde mit dem Ehrgeiz kommen.
    Die Grundkenntnisse hatte Jonquil. Sir Sobong und Woojin steigerten in der nächsten die Strecken auf 1500m und und 2000m. Jonquils Zeiten waren sehr gut für ihre Verhältnisse. Sie begann mit der Zeit zu verstehen, an den anderen Pferden vorbei zu ziehen und schneller als sie zu sein. Als dann Philipp das erste Mal aufsaß, übertrug sich die Nervosität ein wenig auf Jonquil. Das Training verlief jedoch super und Woojin und Sir Sobong erkannten, dass ihre Arbeit hier getan war. Nach einigen Tagen fühlte sich auch Philipp sicherer. Jonquil war auf den kurzen und mittleren Strecken super und es gab noch viel Potential nach oben. Die Zeit verging schnell nach Woojins Meinung. Er hätte gerne weiter trainiert, doch für Jonquil war die Zeit auf Pandora nun vorbei. Sie würde mit Philipp nun wieder nach Hause gehen und dort weiter trainiert werden. Alle halfen mit, Jonquils Zubehör ins Auto zu räumen und die Stute einzuladen. „Sie können uns jederzeit anrufen wenn es Probleme gibt!“, sagte Sir Sobong freundlich und schüttelte Philipps Hand. „Kamsahabnida!“, antwortete er und zwinkerte den Beiden zu. Sir Sobong musste wieder grinsen und nickte Philipp zum Abschied zu. Dieser Stieg ins Auto und fuhr vom Hof. Woojin beobachtete Sir Sobong. „Kamsahabnida“, murmelte er kichernd. „Nimm dir mal ein Beispiel an ihm. Er ist wenigstens engagiert“, sagte Sir Sobong kalt zu ihm und verschwand ihm Wohnhaus. Woojin schüttelte verwirrt den Kopf und ging zurück in den Pferdestall, wo er den Pflegern half die restlichen Pferde zu versorgen.

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    08.02.2018
    | Dressurtraining von E-A

    Trainingsbericht für: Jonquil
    Aus der Sicht von: Janina Lohmann


    Noch vor 6 in der Früh war ich im Stall, um mit Jonquil zu trainieren. Später würde auch noch eine Trainingseinheit mit Galantis anstehen, jedoch wollte ich mich zuerst mit Jonquil befassen. Jonquil war schon auf den Beinen und döste in ihrer Box, den Kopf hielt er durch das Außenfenster nach draußen in die Sonne, als würde er die Strahlen für den heutigen Tag tanken wollen. "Na Kiki, wie gehts dir heute?", begrüßte ich die zierliche Stute. Als sie ihren Kopf in meiner Richtung drehte grummelte sie mich freudig an und die Sonne strahlte auf ihren Rücken mit diesen kleinen Dapples, die ich so sehr an ihr mag. Jonquil brummelte mich an und ich schob ihr eine halbe Möhre zu. Sie kaute genüsslich, während ich ihren Kopf kraulte und ihr anschließend das Halfter überstrich. Ich holte sie zum Putzen aus der Box. Das kurzes Fell glänzte und fühlte sich seidig an, wenn ich darüber Strich. Nachdem ich ihren Schweif verlesen und seine Hufe ausgekratzt hatte, holte ich ihren Dressursattel, die Trense, die schwarzen Dressurgamaschen und Glocken. Als das Pferd gesattelt und gezäumt da stand, musterte ich die Stute noch einmal, und Prüfte den Freiraum am Widerrist. Als ich ihn Richtung Reithalle führte, muss ich sie wohl aus einem Tagtraum gerissen haben, denn sie stöhnte kurz, als ich sie aufforderte, loszugehen.
    In der Reithalle gurtete ich nach und saß auf, währenddessen stand sie ganz still da, und wartete geduldig auf mein Zeichen zum losgehen. In der Schrittphase baute ich Seitengänge ein. Jonquil war vom Dressurturnier vor zwei Tagen noch immer recht verspannt, weshalb ich es langsam angehen ließ. Nach Schenkelweichen und Schulterherein auf beiden Händen schnaubte sie zufrieden ab und kaute leise auf seinem Gebiss. Ich fasste die Zügel nach, und ließ Jonquil antraben. Ihre Tritte waren raumgreifend und schwungvoll. Ich ließ sie erst einmal einige Runden ganze Bahn am lockeren Zügel traben, bevor ich sie aufnahm und einige leichte Hufschlagfiguren in die Trabphase einbaute. Auf der rechten Hand ging sie gut und ließ sich locker Biegen, auf der linken war sie noch recht spannig. Ich löste dieses Problem, indem ich auf der rechten Hand mit Außenstellungen und Übertreten auf dem Zirkel arbeitete. Jonquil schnaubte vergnügt, stand gut an meinem Zügel und hielt sich selbst in Position. Nun war sie auch auf der linken Hand zulässiger für meine Hilfen. An der Galopparbeit hatte Jonquil besonders viel Spaß. Sie schnaubte eifrig bei jedem Galoppsprung, ließ sich dabei gut versammeln und verstärken. Ich ließ sie im Arbeitsgalopp auf den Zirkel gehen und verkleinerte diesen langsam aber sicher, bis wir auf den Radius einer engen Volte angelangt waren. Ich versammelte Jonquil so gut ich konnte und spürte, wie gut sie mit ihrer Hinterhand unter den Schwerpunkt setzte. Ich lobte sie, vergrößerte den Zirkel wieder und wechselte schließlich aus dem Zirkel von der rechten auf die linke Hand. Ich wiederholte die Zirkelübung auch links, was meines Erachtens nach wirklich gut klappte. Zwar ließ Jonquil sich nicht so gut versammeln wie auf der rechten Hand, sprang jedoch genügend unter und ließ sich auch so zurücknehmen, dass wir den Radius einer kleinen Volte erreichen konnten. Ich parierte die Stute durch zum Trab, und ließ die Zügel lang. Für heute hatte sie sich gut gemacht. Ich klopfte seinen Hals, und beschloss, sie über den Hof trocken zu reiten. Ich lenkte Jonquil aus der Halle, und freute mich, als uns draußen die strahlende Sonne ins Gesicht schien. Wie aufs Stichwort kam uns Isa entgegen. "Guten Morgen", rief sie uns zu, "du bist heute aber früh! Ich bin eben im Stall und mache Frühstück fertig. willst du auch einen Kaffee?" Ich freute mich: "Guten Morgen! Ja mach für mich einen mit, bitte. Ich gehe noch eine Runde Schritt mit Kiki, dann geselle ich mich zu dir." "Alles klar!" Isa rauschte in den Stall. Besser konnte ein Tag wohl nicht beginnen.

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    17.08.18
    | Tierarztbericht Grunimmunisierung


    Pferde: Jonquil und For Pleasure

    Nach der Woche rumreisen wurde es nicht ruhiger. Ich hatte nicht viel Zeit mich um meine Galopper zu kümmern, schaute mich dennoch gründlich um. Unser neues Westernpferd, wovon wir eigentlich keine Ahnung hatten war mittlerweile in guten Händen eines Groomers. Im Büro schaute ich mich im E-Mail Fach der Klinik nach Aufträgen um. Es waren einige Eingegangen. Welche erneut von Hunter, welche aus Deutschland und welche aus anderen Ställen aus England. "Anscheinen mag Europa uns". "Hätte früher passieren sollen, als wir noch da gewohnt haben" lachte Simon und sortierte verschiedene Dokumente. Wir setzten uns zusammen und überlegten, welche Route am günstigsten für mich wäre. Dann informierte ich Isabel Neyer aus Niedersachsen das ich unterwegs war.
    Das Fliegen war mittlerweile zur Routine geworden. Die Airline kannte mich und meine extra Anmeldungen für die Utensilien die ich für Untersuchungen und Impfungen benötigte, und ich genoss durch das häufige Fliegen das Upgrade zur Business Klasse. Im Hotel angekommen legte ich mich sofort schlafen. Der nächste morgen war sehr entspannt und ich hielt Rücksprache mit Simon und Isabel Neyer. Der Weg zum 'Gestüt von der Nordwacht' war ebenfalls sehr entspannt und sehenwürdig. Bei der Ankunft stellte ich mich sehr förmlich vor. Die Begrüßung war sehr nett. Wir unterhielten uns für einige Zeit über unsere Gestüte, dann führte mich die junge Frau in den Stall. "Wie schon erwähnt, handelt sich es einmal um einen Vollblüter und einmal um einen Hannoveraner" sagte sie und öffnete die Boxentüre von Jonquil, eine Apfelschimmel Stute. Fasziniert von ihrer Farbe und ihrem guten Körperbau, stellte ich mich der Stute langsam vor. Für einen Vollblüter ist die sehr ruhig gewesen und war mir gegenüber eher schüchtern. "Ihr Schwerpunkt liegt im Springen. Ist aber sonst auch in anderen Disziplinen unterwegs. Also nicht ausschließlich ein Galopper" erklärte die Frau während ich nach den Vitalzeichen der Stute schaute. "Das ist schön. Finde das schlimm das die meisten Menschen englische Vollblüter in eine Schublade stecken. Auch bei uns haben wir Blüter die im Galopprennen nicht geeignet sind, dafür aber sehr gut im Dressur oder anderen Disziplinen. Viele unsere älteren Pferde schicken wir auch nicht mehr zu Rennen, sondern bilden sie zu Dressurpferden um oder eben zu der Disziplin wo wir sehen wo sie am meisten Spaß dran haben" erwiderte ich und bereite die Impfungen vor. Isabel hielt die Stute am Kopf fest während ich ohne Probleme die Grundimmunisierung durchführte. Ich lobte die Stute per Stimmte und Hand. Als nächstes war For Pleasure dran. "Hengst, 2001 geboren und ist recht umgänglich und offen" sagte Isabel und streichelte den großen Fuchs. Ich näherte mich dennoch behutsam und ging nur weiter heran wenn die Atmosphäre stimmte. Denn die erste Begegnung zwischen eine Tierarzt und einem Pferd ist wichtig für den weiteren Verlauf der Dinge. Der Hengst nahm mich aber sehr gut an und ließ mich ohne Probleme seine Vitalzeichen kontrollieren. "Gut. Somit können wir Impfen. Sagte ich und führte das aus was ich aussprach. Man bemerkte das Impfungen nicht so beliebt waren, dennoch bleib der Hengst sehr ruhig. Zufrieden lobte ich den Hengst und gab den beiden Pferden anschließend noch die Wurmkur. "Bitte beachten Sie das die beiden für 24 Stunden, am besten 48 Stunden nur leicht Bewegt werden dürfen. Durch die Impfung kann leichtes Fieber entstehen. Sollte dies aber steigen oder über einen Tag anhalten kontaktieren Sie einen lokalen Tierarzt". Die Frau nickte und schrieb sofort einen Zettel an die Box. Ich aktualisierte die Impfpässe und verabschiedete mich dann von den Pferden und Isabel Neyer.

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    04.09.2018
    | Hufschmiedbesuch

    Vollbeschlag für Jonquil und For Pleasure


    Noch immer in Deutschland ging die Reise von Mecklenburg direkt weiter zum nächsten Termin. Auf dem Gestüt von der Nordwacht in Niedersachsen warteten zwei Pferde auf einen neuen Beschlag. Ein kurzer Anruf bei meiner Bekannten klärte, dass ich die mobile Schmiede noch etwas länger brauchte. Dass sie aktuell nicht praktizierte kam mir dabei sehr gelegen. Nach ein paar Stunden Fahrt parkte ich mitten auf dem Hof des Gestüts und suchte kurz nach einem Putzplatz an den ich rückwärts heranfuhr, damit ich den Amboss in der Nähe hatte. Ich zögerte, ehe ich aus dem Wagen stieg, da es noch immer leicht regnete. Erst als eine Frau heraneilte öffnete ich die Wagentür und stieg aus um mich vorzustellen. „Der erste Kandidat ist schon geputzt, soll ich ihn sofort bringen?“, fragte Miss Neyer und deutete in Richtung Stallungen. „Gern.“, sagte ich knapp und wartete auf ihr Geheiß, während sie den Hannoveraner aus dem Stall holte. Sie führte mir den Fuchshengst aus eigenen Stücken im Trab vor. Der Hengst schrie nur so nach hochklassigem Reitsport. „Das Eisen vorne rechts sitzt seit gestern sehr locker.“, erklärte Miss Neyer besorgt, als sie vor mir stehen blieb. Ich streichelte For Pleasure und nahm mir den besagten Huf zuerst vor. Tatsächlich saß das Eisen sehr lose, zwei der Nägel waren Grund dafür. Vermutlich wurden beim letzten Beschlag alte Nagelkanäle getroffen, was den Sitz des Eisens schneller lockerte. Ich ließ das unkommentiert und kontrollierte zuerst die anderen Eisen auf ihren Sitz. „Die anderen Eisen sehen in Ordnung aus. Vermutlich nur ein Flüchtigkeitsfehler des letzten Schmieds.“ Ich zuckte mit den Schultern und legte mir schon mal ein paar frische Eisen raus, bei denen ich mir vorstellen konnte, dass sie passen. „Das nächste Eisen wird wieder fest sitzen. Versprochen.“, sagte ich und lächelte wohlwollend. Miss Neyer nickte und ließ mich dann mit ihrem Hengst alleine. Ich löste das erste alte Eisen und nahm dann das Hufmesser zur Hand um das alte Horn auszuschneiden. Ich fing grob an und wurde immer feiner, bis ich den Strahl freigelegt hatte. Mit der Zange knipste ich die Hufwand zurück. For Pleasure blieb dabei sehr brav und döste beinahe weg. Als ich mit der Raspel arbeitete wachte er langsam wieder auf, da ich seinen Huf zuletzt nach vorne aufbocken musste um auch die äußeren Ränder etwas abzurunden. Erst als ich mit dem Ausschneiden zufrieden war suchte ich ein Eisen heraus das gut auf den Huf passte. Die Hufe des Fuchshengstes waren wunderschön geformt und so musste ich nur ein paar wenige Änderungen auf dem Amboss vornehmen. Mit ein paar Nägeln schlug ich das neue Eisen an und achtete penibel darauf keine alten Nagelkanäle zu treffen, damit so ein Malheur wie beim letzten Beschlag nicht noch einmal passierte. Auch die anderen Hufe bearbeitete ich nach diesem Prinzip. Altes Eisen abnehmen, Hufe ausschneiden, alles gut plan feilen, das neue Eisen ordentlich anpassen und schließlich aufnageln. Als ich fertig war und auch den Hufbalsam aufgetragen hatte hing dem Hengst die Unterlippe fast bis auf den Boden, so entspannt war er. Lobend streichelte ich ihn und suchte dann seine Besitzerin. Sie überprüfte meine Arbeit kurz und brachte den Hengst dann zurück in seine Box.

    In einem Zug holte sie Jonquil ab. Die Schimmelstute sah mich mit ihren großen dunklen Augen an und traf direkt in mein Herz. Schmunzelnd strich ich über ihre kurze Mähne, nachdem sie den Kopf ganz vorsichtig gesenkt hatte um mein Werkzeug zu überprüfen. „Dich würd ich glatt mitnehmen.“, flüsterte ich in ihr Ohr und ging dann ein paar Schritte zurück, damit ich mir ihre Bewegungen im Trab ansehen konnte. Sie hufte gleichmäßig auf und das Horn war mehr nach vorne, als zur Seite raus gewachsen. So kannte ich das bereits von meinen Vollblütern. Die Schimmelstute wirkte zurückhaltend, zögerlich und schien mir noch nicht so recht zu trauen. „Irgendwelche Vorkommnisse?“, fragte ich vorsichtshalber. Miss Neyer verneinte und machte ihre Stute an der Putzstange fest. Es hatte mittlerweile aufgehört zu nieseln, was die Arbeit etwas verschönerte. Behutsam streichelte ich den Hals der Stute und arbeitete mich über die Schulter runter zum ersten Fuß. Nach leichtem Klopfen gegen das Röhrbein, gab sie mir den Huf, sodass ich mir Horn und Eisen genauer ansehen konnte. Alles in bester Ordnung. Mit der Zange holte ich die Nägel raus und löste damit das Eisen. Ich legte es zu den Eisen von For Pleasure und machte dann einen Probeschnitt mit dem Hufmesser. Dieser Schnitt war wichtig um zu prüfen wie die Beschaffenheit des Horns tatsächlich war. Wie bei For Pleasure zuvor schnitt ich auch Jonquils Hufe gründlich aus und bereitete sie auf den neuen Beschlag vor. Erst als ich damit fertig war griff ich nach einem neuen Eisen und prüfte ob es grundsätzlich passen würde. Nach einigen Anpassungen auf dem Amboss lagen dann alle Nagellöcher auf der weißen Linie des Hufs. Ein Zeichen dafür, dass das Eisen nun passte. Mit ein paar Nägeln schlug ich das Eisen an und ging dann zum nächsten Huf über. Zwischen den Hufen lobte ich Jonquil immer wieder, da sie sich nicht so ganz wohl zu fühlen schien. Von Huf zu Huf wurde sie jedoch immer entspannter. „Gutes Mädchen.“, sagte ich ruhig als ich mich nach dem letzten Eisen aufrichtete. Ich griff nach dem Pott Hufbalsam und strich damit alle vier frisch beschlagenen Hufe ein, sodass sie wieder wunderbar glänzten. Miss Neyer war nun auch wieder bei uns und nahm mir Jonquil sofort ab. „Vielen Dank.“, sagte sie. Ich nickte höflich und räumte dann das Chaos auf, das ich angerichtet hatte. Ich brachte mein Werkzeug zurück in den Wagen und kehrte den Hof ab, während Jonquil zurück in ihre Box gebracht wurde. Als ich wieder auf Miss Neyer traf klärten wir den finanziellen Part und verabschiedeten uns. Gerade als ich mich umdrehte um in den Wagen zu steigen brach die Sonne durch die Wolkendecke. Gut gelaunt setzte ich mich hinters Steuer, machte das Radio an und fuhr dann los.


    Jonquils erste Vorstellung

    "Isa, achte einfach nur darauf, dass sie bei dir ist. Dann sollte alles glatt gehen." Janina klopfte der Stute ihren sehnigen Hals. Wir hatten in den Vergangenen Monaten einiges an Dressurarbeit aufgeholt, um eine gute Basis für das Spring- und Geländereiten zu schaffen. Jonquil zeigte sich dabei eigensinnig, machte aber gute Fortschritte. Mittlerweile hatte sie innerhalb des einen Jahres in meinem Besitz genug Erfolge sammeln können, um beim Stutbuchwettbewerb antreten zu können. Besonders in diesem Fall freute ich mich, denn es st doch eher selten, dass eine Stute ohne Abstammung einen Preis gewinnen würde. Vielleicht hatten wir dieses Mal ja Glück. Unsere Kopfnummer wurde aufgerufen, und ich trieb die Stute leicht an, und machte mich auf dem Weg zur Halle. Janina nickte mir noch einmal zu, bevor ich die Stute auf der Mittellinie in die Bahn ritt. Jonquil ging federnde, raumgreifende Schritte, bis ich sie bei X zum Halten parierte, um die Richter zu grüßen. Die Glocke läutete, und unser Start war freigegeben. Ich trabte an und wendete auf die linke Hand ab, wo ich gleich auf dem Zirkel blieb um den Linksgalopp zu zeigen. Nach zwei Zirkelrunden parierte ich Jonquil aus dem Galopp zum Schritt durch und wechselte durch die Ganze Bahn. Sie beäugte die Zuschauer auf den Rängen,ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen - wobei ich auch alle Hände voll zu tun hatte, damit ihre Aufmerksamkeit ganz bei mir blieb. Auf der Rechten Hand angekommen, ließ ich die Stute noch bis zur Mitte der langen Seite im Schritt gehen, bevor ich sie antraben ließ. Jonquil schnaubte vergnügt und ging locker am Zügel. Vor dem Richtertisch ging ich wieder auf den Zirkel, um auch auf der rechten Hand ihren Galopp zu zeigen. Auch hier parierte ich sie nach zwei Zirkelrunden zum Trab durch. Zum Schluss wechselte ich noch einmal durch die Ganze Bahn, wobei ich die Stute im verstärkten Trab gehen ließ. Eine Übung, an der Janina und ich wochenlang gearbeitet hatten. Dennoch waren wir der Ansicht, beim Wettbewerb wenigstens neben dem Galopp-Schritt-Übergang eine weitere Lektion einbauen wollten. Schließlich sollte unser Stütchen nicht als reines Buschpferd abgestempelt werden. Am Hufschlag angekommen fing ich sie wieder ab, wendete auf die Mittellinie ab und parierte bei X zum Halten durch, um die Richter zum Abschied zu Grüßen. Begleitet von verhaltenem Applaus ritt ich am langen Zügel aus der Halle, und klopfte der Vollblutstute ausgiebig den Hals.


    [2487 Zeichen, by Flair]



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  11. Cooper

    Cooper moonmaid

    Cooper Chattahoochee mit Sajé
    Canada, Quebéc
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    Sajé
    Jeje

    Exterior
    Rasse Marwari
    Herkunft West India
    Geschlecht
    Alter 5

    Stockmaß 157cm
    Deckhaar Flaxen Red Roan Sabino
    Langhaar Creme
    Abzeichen Laterne
    vr [] | vl []| hr [] | hl []


    Interior
    treu | intelligent | hörig

    Charakter/ nature
    Sajé ist eine sehr liebe Stute, dennoch hat sie das entsprechende Temperament der Marwaris. Sie ist ein treues Pferd und weiß zu schätzen was sie bekommt,
    kaum eine Rasse ist anspruchsloser als die Marwaripferde. Zu ihrer Eleganz und
    Intelligenz kommt hinzu dass sie robust und sehr mutig ist, kaum schreckt sie vor etwas
    zurück, auch an Selbstbewusstsein fehlt es Sajé nicht.


    Beschreibung/ description
    Die Sabinostute ist unter dem Sattel gehorsam und lernwillig, jedoch behält sie ihr Temperament und ihre Eleganz in den Grundgangarten.
    Sie besitzt wie die meisten Marwaripferde einen bestimmten Passgang, den Revaalpass. Zu ihrer Trittsicherheit kommt hinzu dass sie sehr fleißig ist, sie hört nur auf zu Arbeiten wenn man sie auch lässt.
    Die Stute hat außerdem eine hohe Ausdauer und Schnelligkeit, die man ebenfalls zu ihrer Eleganz und ihrer Trittsicherheit gut verwenden kann. Sajé wird vor allem in den Bereichen Galopp-Trabrennen, Gangtunieren sowie in Dressur und Distanz gefördert. Sie wird zu Schönheitswettbewerben und Körungen geschickt werden um dort Siege zu erzielen um später ihre Gene in meiner Zucht weiter geben zu können.


    Sozialverhalten/ social behavior
    1 (schwierig)-5 (unproblematisch)
    herd [5] | conspecific [5] | towards humans [5]


    Breed Information

    Gekört []
    Nachkommen
    Gencode

    Besitzer Cooper Chattahoochee
    (User: Cooper)
    VKR Cooper
    Ersteller Freja
    Zucht CHH

    Ancestry
    aus der♀
    von
    aus der


    von♂

    von
    aus der



    Achievements & Qualifications
    eligbility: Rennen | Dressur | Distanz
    Dressur E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***



    Grinds & Successes
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    297. Dressurtunier | 110. Synch. Springen | 108. Synch. Springen | 241. Distanzturnier | 350. Springtunier |
    250. Distanzturnier |
    347. Distanztunier | 358. Distanzturnier



    Training & Educational State
    Fohlen ABC [] | Eingeritten [x] | Rittigkeit [5] | Gelassenheit [5]
    1(schwierig)-5(unproblematisch)
    Halftern [5]
    Trensen [5]
    Satteln [5]
    Führen [5]
    Putzen [5]
    Anfassen [5]
    Ladefromm [5]
    Schmiedefromm [5]



    Health Condition
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    (TA + HS) Verzeichnis
    Chronische Erkrankung:
    Akute Erkrankung:


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    Privat | Zuchtanwärter | Prophylaxe und Zuchtpferde Check-Up | 4314 Zeichen
    Heute stand eine Prophylaxe für unsere Zuchtanwärter auf dem Plan. Schon einige Pferde waren Kür bereit, aber nur zwei hatten unsere Qualifikation zu Anmelden gemeistert. Diese waren Sajé und London Grammar. Ich war mächtig stolz auf die beiden. Für die Galopper aber auch die Marwari Zucht waren beide ausgesprochen gut geeignet und lange hatten wir darauf hingearbeitet. Der Tag begann wie jeder andere, sehr früh. Ich machte meinen morgendlichen Sport und wünschte mir von Zeit zu Zeit immer mehr einen Hund. Simon und ich wollten uns schon seit einigen Monaten einen anschaffen konnten uns aber wegen der Rasse nicht entscheiden. Er möchte gern einen Husky und ich einen Border Collie. Somit hatten wir beschlossen einfach zwei zu kaufen, jedoch warteten wir noch auf ein passendes Angebot.

    Zunächst ging ich in den Stutenstall, der war komplett leer, bis auf Sajés Box. Ich hatte angeordnet die beiden für die Prophylaxe drinnen stehen zu lassen. Ich öffnete die Boxentüre und lief hinein. Sajé freue mich über meinen privaten Besuch und rieb ihre Nase an mir herum. "Ist ja schon gut, jetzt zeig dich mal" lachte ich und untersuchte langsam und behutsam ihren physischen Außenzustand. Jedes Pferd auf CHH' hatte ein eigenes Buch, wo man Bemerkungen sowie tägliche Vitalzeichen etc. vermerken konnte. Ich schaute mir die Daten der letzten Wochen an, aktualisierte das Buch und schrieb Anmerkungen der heutigen Untersuchung dazu. Ich untersuchte dann ihren Pupillenreflex, ihre Ohren, ihre Mundhöhle, Zähne, Augen, ihr Geschlechtsteil und die Hufen. Sehr zufrieden mit ihrem Zustand schaute ich nochmals nach den Vitalzeichen, hier war kein Unterschied zwischen den Daten von heute Morgen und meinen. "Die Groomer leisten gute arbeit". Ich streichelte grob Sajés Ohr, die dann sofort nach mehr verlangte. Ich schmunzelte. Sie schnaubte. Ich ließ die Boxentüre offen um schnell die Immunisierungen und die Wurmkur zu holen. Brav blieb die Stute in der Box stehen und beobachtete mein Vorhaben neugierig. Bei den Immunisierungen war die Sabino Stute sehr temperamentvoll, was aber nicht weiter schlimm war. Sie vertraute mir, was ein schönes Gefühl war, nachdem ich so lange und so oft weg gewesen war. Ich lobte sie mit Stimme und gab ihr noch die Wurmkur, die sie dankend annahm. "Du bist komisch" lachte ich und wischte die Überreste von ihrem Maul ab. Zuletzt nahm ich noch Proben ihres Geschlechtsorgans und ihres Blutes um die spezifischen Hormone und Vitamine die bei einer Trächtigkeit wichtig sind zu ermitteln. Ich trug alles ein und schrieb ein Zettel an das Boxenschild. "Bitte 48 Stunden nicht trainieren, nur leicht Bewegen. Bei Fieber bitte Cooper Chattahoochee informieren!" Den gleichen Zettel schrieb ich nochmals damit ich das bei London Grammar mir sparen konnte. Mit Sajé war ich fertig. Nun ging ich in den Hengsstall wo mich der Vollblutschimmel erwartete. Langsam trat ich in die Box ein und legte ihm sein Halfter an. Ich band ihn an und schaute zunächst nach seinen physischen Zustand. "Alles Gut" sagte ich leise vor mir hin und schrieb es in sein Buch. Seine Vitalzeichen, Temperatur, Puls, Atmung und Blutdruck waren auch sehr gut. Es folgten die Immunisierungen, die ich nur mit Hilfe seines Groomers machen konnte. "Danke dir!" sagte ich zu ihm und entließ ihn wieder. Nach den Immunisierungen hatte ich ebenfalls Grammar Blut abgenommen um die Hormone und Vitamine zu testen. Vor einigen Wochen hatte ich auch sein Sperma untersuchen lassen um die Fruchtbarkeit zu messen. "Tja mein Guter, ich hoffe du machst mir ein paar gute Nachkommen" sagte ich und klopfte seinen Hals nachdem ich ihn die Wurmkur verabreichte. Die Proben hatte ich wie zuvor bei Sajé beschriftet und in eine isolierte Box gesteckt um sie zum Labor zu schicken. Beide Pferde hatte ich gestern vor mir alle Gangarten laufen lassen um ihren Bewegungsapparat einzuschätzen. Auch dort schien es bei beiden keine Probleme zu geben. Zufrieden räumte ich alles auf und heftete auch den Zettel an London Grammar's Boxentür. Um sicher zu gehen schrieb ich es noch einmal auf die Tafel des Stall's und informierte den Trainings Manager, der jeden Tag das Training der Pferde beobachtete und koordinierte. Zufrieden lief ich nach zwei Stunden zurück in's Büro und schaute mir am Abend einige Laufzeiten der Galopper an.

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    Hufschmied | Ausschneiden, korrigieren, pflegen | 4669 Zeichen
    Zu dem Sound von „Back on the road again“ fuhr ich mit meinem Mietwagen auf Coopers Hof ein. Die Chattahooche Hills, schön wie eh und je zu dieser Jahreszeit, hatten meine müden Sinne nach einem langen Flug wieder erweckt. Noch während ich das Radio runter drehte und den Motor ausmachte kam Cooper quer über den Hof und wank mir strahlend zu. „Hey. Wie geht’s?“, fragte ich als ich ausgestiegen war und nahm Cooper kurz in den Arm. „Ach du, ganz gut.“ Sie linste an mir vorbei in den Wagen. „Wo ist dein Hund?“ Ich fuhr mir mit einer Hand durch die Haare. „Pitch wollte ich den Flug nicht antun. Du lebst einfach nicht nah genug.“, erklärte ich und sah in Coopers enttäuschtes Gesicht. Ein unangenehmes Schweigen später ergriff sie wieder das Wort. „Komm mit. Sajé wartet schon. Kennst du sie überhaupt schon?“ Ich schüttelte den Kopf, während sie weitersprach. „Sie ist toll, da du Vollblüter magst musst du sie lieben. Sie ist auch ganz brav. Aber sie, ach ich zeig es dir jetzt. Und sie ist so hübsch!“ Ich nickte Simon grüßend zu, an dem wir im Stall vorbeiliefen. Als Cooper stehen blieb rannte ich beinahe in sie rein, weil ich dachte sie würde noch weiter gehen. Sie schob die Boxentür auf und stellte mich stolz ihrer Sajé vor. Die Sabinostute sah uns mit treuem Blick an und kam zwei Schritte auf uns zu um sich aufhalftern zu lassen. Auf dem Innenhof zeigte mir Cooper was sie eben nicht beschreiben wollte. Sajé tänzelte! „Das ist typisch für diese Rasse.“, erklärte sie. Mein sofortiger Drang war es die Stute beruhigen zu wollen, weil sie durch das Tänzeln einen nervösen Eindruck auf mich machte. Doch offenbar lag ich damit nicht ganz richtig. Interessiert beobachtete ich die Vorführung im Trab und behielt dabei besonders Beine und Hufe im Auge, da ich hier schließlich nicht zur Unterhaltung war. Vorne hatten ihre Hufe mehr Horn dazugewonnen als hinten. Nichts Ungewöhnliches für Pferde die sich gut auf die Hinterhand setzen können und das auch aus freien Stücken machen so wie Sajé. Bei Cooper ließ ich das unerwähnt, weil es nur eine unnötige Randinformation gewesen wäre. Sie machte die Stute an der Putzstange fest. Erst jetzt kam ich mit Sajé in Berührung und streichelte sie kurz am Kopf, ehe ich über Hals und Schulter zum ersten Bein strich. Ich hatte noch immer den Eindruck, dass die Stute jeden Moment lostänzeln könnte. Doch ich täuschte mich in ihr. Bereitwillig hob sie den Huf und ich überprüfte die Beschaffenheit des Horns. Erst dann nahm ich mein Hufmesser aus dem Gürtel und machte einen Probeschnitt. Mit wenigen kräftigen Zügen schnitt ich das alte Horn vom Huf und konnte mich im Anschluss an die Detailarbeit machen. Danach klemmte ich Sajés Huf zwischen meine Knie und nahm die Zange aus dem Gürtel um die Hufwand zu kürzen. Das Horn hier war so fest, dass ich viel Kraft aufwenden musste um es zu durchbrechen. Als ich mit der groben Arbeit fertig war ließ ich die Stute kurz absetzen und überprüfte gleichzeitig ob ich den richtigen Winkel für ein gutes Aufhufen schon getroffen hatte. Dann nahm ich den Huf wieder zwischen die Knie und nutzte die Raspel um Ecken und Kanten zu feilen. Erst jetzt konnte ich endgültig sehen ob ich noch Stellen korrigieren musste. Sorgfältig bearbeitete ich den Huf weiter und nutzte zum Schluss den Hufbock um die äußere Kante etwas abrunden zu können. Erst als ich zufrieden war ging ich zum nächsten Huf über. Während meiner Arbeit überlegte ich ob für Sajé nicht auch ein Beschlag in Frage käme. Er würde ihre sowieso schon hohe Beinaktion nochmal ausbauen. Ich ging in Gedanken verschiedene Beschläge durch. Als ich jedoch alle vier Hufe fertig ausgeschnitten und korrigiert hatte verwarf ich diese Gedanken wieder. Sajé hatte keinen Beschlag nötig. „Überlegst du ob du was vergessen hast?“ Simon riss mich aus meinen Gedanken und lächelte mich munter an. „Hufbalsam.“, murmelte ich und griff in die Tasche hinter mir, während Coopers Freund weiter seiner Wege ging. In wenigen Minuten war auch der letzte Schritt meiner Arbeit an Sajé getan und ich brachte die Stute zurück in ihre Box. Als Cooper bemerkte, dass ich fertig war regelten wir das geschäftliche. „Ich fege noch den Hof ab und dann verschwinde ich wieder.“, erklärte ich knapp und schnappte mir Besen und Appleboy. „Danke. Ich hoffe du fährst nicht sofort weiter.“ Sie taxierte mich kurz. „Du siehst nämlich übermüdet aus.“ Ich lachte rau. „Nein, ich hab mir ein Zimmer gemietet und werde erst Morgen die Heimreise antreten.“, erklärte ich. Erleichtert lächelte sie mich an. „Komm gut nach Hause.“ Ich nickte und ging dann den Hof aufräumen. Kurz darauf verabschiedete ich mich von dem jungen Pärchen und fuhr zum Hotel.

    Sajé Distanz E nach A, Felicita II Distanz E nach A, Sekouia Distanz E nach A, Odyn Distanz E nach A, Sookie Distanz E nach A, Birdcatcher Distanz E nach A, Aikon Aszu Distanz A nach L, CHH' Guinness Military E nach A, London Grammer Military E nach A, Quiet Giant Galopprennen E nach A, Moment of Truth Western M nach S
    [C] Veija

    Gut gelaunt fuhren meine 5 Mitarbeiter und ich auf das Gelände von Cooper- Chattahoochee Hills, wie ihr Hof hieß. Wir stiegen aus und machten uns sofort auf die Suche nach ihr. Mich kannte sie ja schon, doch die anderen 5 stellte ich ihr kurz vor, ehe wir den Trainingsplan anfertigten. Wir würden nur eine Woche bleiben, also mussten wir uns an die Arbeit geben. Als erstes waren Sajé, Felicita II, Sekouia, Odyn, Sooki und Birdcatcher an der Reihe, die wir alle in der Distanz von E nach A bringen wollten. Alle zusammen sattelten wir die Pferde und entschieden uns dann, Cooper auch noch auf eines der Pferde zu setzen. Da sie selbst sehr viel Ahnung vom Training von Pferden hatte, konnten wir sie auf Aikon Aszu setzen, den sie in Distanz von A nach L bringen sollte.
    Als wir dann alle Pferde gesattelt hatten, ritten wir sie kurz auf dem Reitplatz und in der Halle warm, gurteten nochmal nach und verließen den Hof- allen voran Cooper, da sie sich am besten hier auskannte. Aus Gewohnheit hatte ich mir in Google Maps zwar die Landschaft ausgedruckt, aber die Karte half ja immer noch, sollten wir uns verreiten. Geplant für heute waren 20km. 10 hin, 10 zurück. Morgen würden es dann 15km sein. Dann einen Tag Pause, wo wir die Pferde nur longierten und auf dem Platz ritten, dann 20km. Cooper würde dann die 25km reiten, das war jedoch auch kein Problem.
    Nach guten 5km fingen alle an zu quasseln und konzentrierten sich nicht mehr wirklich auf die Pferde. "Leute, das hier ist kein Ausritt, das ist Training!", sagte ich, musste aber selbst ein wenig lachen. Nach guten 2 Minuten trabte Cooper zunächst an, gab dann jedoch Galopphilfen, denn wir hatten für die nächsten 2-3km eine schöne, gerade Galoppstrecke vor uns. Wir anderen 6 taten es ihr gleich und galoppierten an. Ich bildete mit Odyn den Schluss, da ich alle meine Mitarbeiter im Blick haben wollte. Zwar konnte jeder von ihnen sehr gut reiten, wir ritten aber fremde Pferde und da konnte man ja nie wissen!
    Irgendwann parierte Cooper dann zum Trab durch und wir trabten bis zu der Stelle, an der die 10km gefüllt waren. "Hier ist ein kleine Bachlauf, da können die Pferde kurz etwas trinken und ein wenig grasen", warf Cüp beiläufig ein. Ich nickte und wir verweilten hier an dieser Stelle eine Weile, ehe wir über einen anderen Weg nach Hause ritten. "Gut, dass du dich hier so gut auskennst Cooper", sagte ich lachend und klopfte Odyns Hals. Er machte seine Sache wirklich gut! Auch die anderen Pferde waren sehr fließig und immer bei der Sache. Zurück am Hof machten wir die Pferde für die Koppel fertig und schnappten uns dann die Militarycracks. Es waren jedoch nur zwei Pferde, CHH' Guinness und London Grammar, die wir von E nach A bringen sollten. Um Aaron ein wenig Abwechslung zu bieten, nahm ich ihn mit auf den Militaryritt und überließ Aliena und Alexis Quiet Giant, um ihn im Galopprennen von E auf A zu bringen. Caleb, mein Westernspezialist, und Riley kümmerten sich derweil zusammen mti Cooper um Moment of Truth, weshalb Aaron und ich etwas mürrisch gelaunt auf den Springplatz gingen. Wir waren beide noch immer sehr sauer auf Aliena und Caleb. Das würde wohl auch noch eine Weile andauern.
    Auf dem Platz angekommen wärmten wir die beiden Pferde zunächst auf, ehe wir ein paar E-Sprünge sprangen. Dann erhöhten wir die Höhe und nahmen ein paar A-Sprünge. Das klappte soweit gut, so dass wir ins Gelände gehen konnten. Ich fand Military immer recht einfach zu trainieren, wenn die Pferde einmal verstanden hatten, dass man durch Hecken durchspringen konnte, ohne dass es den Tieren Schmerzen zufügte. Das schwierigste waren allerdings die Tiefsprünge ins Wasser oder auch auf Land. Das war ein Grund, weshalb ich nur kleine Klassen von Military trainierte. Gegen 16 Uhr kamen wir dann wieder auf dem Hof an. Guinness und London hatten heute die Angst vor den Tierfsprüngen verloren, waren in den Wassergräben plantschen und sprangen solide durch Hecken. Ein großer Fortschritt!
    Beim Abendessen hörte ich mir dann an, wie sich Giant und Moment of Truth machten. Giant war wohl eine Kanone beim Rennen! Sie hatten alle Mühe gehabt, ihn zurück zu halten, weil er einfach nur rennen wollte. In den nächsten Tagen würden sie also trainieren, dass er solide und locker galoppierte, am Ende jedoch nochmal alles rausholen konnte! Auch Moment of Truth machte sich sehr gut. Caleb hatte zwar ein paar Meinungsverschiedenheiten mit ihr, doch zum Schluss hatte sie alles locker gemeistert und sich nicht mehr gegen Caleb gewehrt.
    Am nächsten Morgen ritten wir die Distanzler wieder zu erst- 15km. Hier gab es so viele schöne Wege, so dass Cooper uns sehr viel von der Landschaft zeigen konnte. Am Nachmittag waren die Military-Pferde dran. Auch Giant und Moment wurden am Nachmittag trainiert, so dass alle Pferde am Abend frei hatten. Am dritten Tag hatten die Distanzer alle frei, so dass wir den Focus mehr auf die Military Pferde sowie Giant und Moment legen konnten. Jeden Tag wurden die Pferde besser, so dass wir am Ende der Woche sagen konnten, dass alle Pferde eine Stufe aufgestiegen waren!


    Januar 2016, by Veija, 6738 Zeichen
    Green Tea & Lotusflower Military A-L, Snót Western (Trail) LK 5-LK 4, Sajé Dressur A-L

    "Na macht schon!", scheuchte ich die anderen herum und fuhr mir einmal durch die kurzen blonden Haare, wozu ich natürlich meinen Westernhut ausziehen musste. "Gott siehst du ohne Hut komisch aus, Caleb", sagte Alexis im Vorbeigehen. "Ach halt die Klappe", scherzte ich und schaute auf die Uhr. Lange dauerte es nicht mehr, ehe Green Tea & Lotusflower sowie Snót und Sajé eintreffen würden. Aaron war die drei Pferde vom Flughafen abholen, weshalb wir nun Zeit hatten im Gästestall die Boxen herzurichten, was uns auch ganz gut gelang. Verena war noch immer in Schottland und hatte Stormi dabei, weshalb wir ein Maul weniger zu stopfen hatten. Naja, das stimmte nicht ganz. Auch wenn unsere Chefib in Schottland war, hielt es sie nicht davon ab, kaufwütig Pferde nach Kanada zu schaffen. So war heute morgen ein Hengst namens Monster Delusion eingezogen.
    Kurz seufzte ich, ehe ich endlich Aaron sah. "Na endlich", zischte ich erleichtert und lief mit den anderen zum Hänger, um die drei Pferde auszuladen. "Und was sollen wir trainieren?", fragte ich Aaron, der mir einen Zettel reichte. Snót in Western, präzise, aber ich wusste ja genau, wie Bella es meinte. Sajé in Dressur und Green Tea in Military. Das sollten wir hinkriegen. Da es schon dunkel wurde, schnappte ich mir Amy und Octavia, die mir Snót und Sajé fertig machen sollten. Mit Green Tea wollte ich im Dunkeln nicht ins Gelände, weshalb sie heute noch Pause hatte.
    Als die beiden fertig waren kamen sie in die Halle, wo ich beide Pferde nachgurtete und dann die nächsten Anweisungen gab. "Amy du reitest Snót warm, zeig ihr auch ruhig schon das ein oder andere Hindernis, Octacvia du reitest Sajé warm, bleib aber von den Hindernissen weg", sagte ich und verlies dann kurz die Halle, um einen Blick auf Green Tea zu werden. "Riley, hast du gerade Zeit?", fragte ich den jungen Mann und wank ihn auf ein Nicken hin zu mir. "Dann nimm dir die Stute hier und longier sie ausgiebig im Round Pen, kannst auch kleinere Sprünge aufbauen wenn du magst, sie soll nämlich in Military trainiert werden, da kann sie heute schonmal ein bisschen springen.." "Okay, alles klar", sagte er und kümmerte sich um die Stute. Ich ging also zurück in die Halle und schaute den beiden zu. "Gut Amy, dann fang mal bei der Brücke an... Dann musst du.." "Caleb, les mir die Pattern einmal vor", murrte sie und ich nickte nur stumm. "Be ready at start. 1. Walk over bridge and over poles. 2. Jog through serpentine and over poles. 3. Lope on the right lead over poles. 4. Jog through box and into chute. 5. Turn 360°. 6. Walk out of box and over poles. 7. Work gate with right hand. Fertig!", rief ich ihr zu und schaute mir ihren Blick an. Sie wusste, was sie machen musste und diese Pattern war wirklich einfach.
    Nun wanderte mein Blick zu Octavia, die alle Mühe mit Sajé hatte. "Sei nicht so nervös, hacken runter und setz dich tiefer in den Sattel", gab ich ihr Anweisungen und sah sofort, dass die Stute ruhiger wurde. "Guuuut", lobte ich die beiden. "Geh jetzt ein paar Schlangenlinien, wechsel die Hand und mach viele Übergänge.", gab ich erneute Anweisungen und Amy und Snót zu, die sich für einen Isländer wahnsinnig gut machte. Amy wusste genau, wie sie die eigentlich ziemlich mürrische Stute zur Mitarbeit überzeugen konnte, auch wenn sie die Stute dazu einmal im Galopp durch die Bahn flitzen ließ. "Mach das nicht zu oft", sagte ich zu Amy und ging irgendwann zu den beiden, als die Stute sich weigerte, in der Box zu drehen. "Komm mal runter", sagte ich und stieg selbst kurz auf. Sofort merkte Snót, dass nun jemand auf ihrem Rücken saß, der die kleinen Spielchen von ihr nicht mitmachte. "Lass das", sagte ich und lenkte sie nach rechts, damit sie anfing sich in der Box zu drehen, ehe sie die Ohren anlegte und nach meinem Bein schnappte. Mit so etwas hatte ich zwar nicht gerechnet, aber reflexartig meinen Schuh nach vorne gezogen, so dass sie sich jetzt selbst weh getan hatte. Da ich solch ein Verhalten jedoch absolut nicht duldete, zog ich ihren Kopf zu meinem rechten Knie und drückte sie mit der rechten Spore herum, so dass sie sich um sich selbst im Kreis drehen musste. Nach ein paar Runden ließ ich sie wieder in Ruhe und schaute auf ihre flach am Kopf liegenden Ohren. "Tja Mädchen, ich weiß nicht wo du das gelernt hast, aber hier brauchst du das nicht zu versuchen", sagte ich in einem ruhigen Tonfall zu der Stute und nahm jetzt die Zügel ganz normal nach rechts, legte nun jedoch mein linkes Bein an, damit sie sich schön in der Box drehen konnte, was sie nun auch tat. "Siehst du Amy, sie ist garantiert nicht dumm, aber sie hat keine Lust.. und wenn du sie dann mit Galopprunden belohnst, kommst du von deinem eigentlichen Ziel ab", erklärte ich ihr und stieg ab, damit sie die Drehung in der Box auch nochmal versuchen konnte. "Wenn sie nochmal schnappt, Kopf auf dein Bein und drehen. Laut Bella macht sie das nur, wenn sie genervt ist und keine Lust hat, aber hier muss sie jetzt durch. Sich in einer Box drehen ist ja nun wirklich keine Arbeit", sagte ich und lachte, ehe mein Blick wieder zu Octavia ging. "Guuuut", sagte ich lachend. "Reit sie jetzt ab und bring sie weg, das reicht für heute. Und du Amy mach auch Schluss, wenn das mit der Box klappt", sagte ich lächelnd und verlies die Halle, die zwei kamen zurecht. Auf dem Weg ins Bett kam mir Riley entgegen. "Green Tea hat alles sehr gut gemacht, ein tolles und intelligentes Pferd!", sagte er mir und ich nickte, ehe ich mir meinen Weg ins Bett suchte.

    Schon früh am nächsten Morgen war ich mti Green Tea auf der Geländestrecke, auf der ich sie von A nach L bringen sollte, so die Anweisung ihrer Besitzerin Kathi. Amy und Octavia hatte ich einen Zettel hinterlassen, was sie alles üben sollten, weshalb ich guten Gewissens eine Weile weg sein konnte. Green Tea machte sich sehr gut, war gut am Sprung und hatte auch keine Probleme mit Tiefsprüngen oder Wassergräben. Das einzig nicht so positive war, dass sie schnell zu übermütig wurde, wenn es auf den Sprung zuging, doch das würden wir in unserer Trainingseinheit noch beheben können.

    So kam es, dass ich jeden Tag mit Green Tea & Lotusflower im Gelände war und sie so schulte, dass sie zwar flink und aufmerksam an den Sprung heranging, jedoch nicht stürmisch und fordernd. Snót entwickelte sich unter Amy zu einem wahren Trailpferdchen, leider nur wenn sie einen guten Tag hatte, ansonsten konnte sie nämlich sehr gut rumzicken. Sajé, die anfangs nicht so begeistert von den Dressurlektionen war, konnte nun vom Außengalopp über Schlangenlinien mit 5 Bögen durch die ganze Bahn bis hin zu einfachen Galoppwechseln alles, was sie für die L- Dressur brauchte. Guten Gewissens konnten wir die Pferde mit dem Flieger auf die Heimreise schicken.


    26.03.16 | Galopprennen E-A | Sajé
    [C] Gwen
    Diesen Monat würden mich zwei für mich eher außergewöhnliche Berittpferde eintreffen. Cooper Chattahoochee schickte mir zwei ihrer Rennpferde ins Training. Das bedeutete für mich, dass Galopprennen auf dem Plan stand. Tatkräftige Unterstützung erhielt ich hier bei von WHT’s ältesten Ausbilder: Charles Graham, fast sechzig Jahre alt und ein wahrer Profi, was den Rennsport betraf.
    Die beiden Pferde würden auf Townsend Acres untergebracht sein, da dies zum einen Charles Wohnort war und zum anderen hier auch unsere Ovalbahn zu finden war. Heute war ich schon früh zugegen, um die beiden Boxen herzurichten und mit Elisa den Tagesablauf und die Fütterung der beiden Berittpferde abzusprechen.
    „Du und Galopprennen also?“, machte sich Elisa grinsend über mich lustig. Ich kommentierte das Ganze ungerührt mit einem: „Wenigstens bin ich klein genug als Jockey“, denn mit ihren 1.70m an Größe war es für Elisa schon schwerer, den Anforderungen des Rennsports nachkommen zu können.
    Nachdem alles vorbereitet war, kam auch schon der Transporter. Cooper hatte einen Pfleger mitgeschickt, welcher mit uns nun die beiden Pferde auslud und erst einmal auf die Weide brachte, damit sie sich ihre Beine vertreten konnten. Die Reise war immerhin nicht gerade kurz gewesen. Beide Pferde waren auch sichtlich erfreut und tobten sich genügend aus.
    Danach ging es in die Boxen und ich begutachtete beide erst einmal. Sajé war eine Marwari Stute. Recht groß mit ihren 1.57m und sie besaß eine wirklich schicke Fellfärbung. Auch Losco, der sechsjährige Vollbluthengst konnte sich sehen lassen. Im Gegensatz zu seiner Mitreisenden stammte er auch direkt von einem Renngestüt und war bereits mit dem Galopprennen bekannt.
    Sajé sollte von Stufe E auf Stufe A trainiert werden, während es für Losco schon auf L-Niveau gehen würde. Die Trainingspläne standen im Groben schon, doch für heute hatten beide frei und konnten sich eingewöhnen. Morgen würde es dann das erste Mal auf die Bahn gehen, damit Charles und ich uns ein Bild von den beiden und ihren Ausbildungsständen machen könnten.

    Am nächsten Tag ging es bereits früh los. Charles hatte für uns zwei Trainingseinheiten am Tag geplant, da Rennpferde schließlich über Kraft und Kondition verfügen mussten. Also musste auch ich ran. Morgens ging es aber erst einmal darum, die beiden Neulinge kennenzulernen. Wir wollten mit Losco beginnen, weshalb ich mir den Hengst als erstes von der Weide holte, ihn gründlich putzte und sattelte.
    Zum Aufwärmen ging es mit Nierendecke eine kleine Runde ums Gestüt. Losco war geschoren und hier bei uns war es für Ende März doch noch recht frisch, auch wenn uns der Winter inzwischen zum Glück so gut wie verlassen hatte, aber Losco musste trotzdem mit sehr viel Bedacht behandelt werden. Dementsprechend ging es dann auch erst einmal auf jeder Hand zwei Runden im Trab um die Ovalbahn, ehe wir begannen.
    Losco war sehr ungeduldig. Während ich mich mit Charles absprach, zappelte er unter mir herum, so dass ich ihn öfters auf eine Volte im Schritt schickte. „Das sollte er sich abgewöhnen, sonst ist er schneller vom Rennen disqualifiziert als ihm lieb ist“, meinte Charles knapp in seiner harschen Art, doch ich konnte ihm nur zustimmen. Das Gezappel war nervig und Losco wurde mit jeder Minute wuschiger.
    Wir gingen eine Runde ruhigen Galopp, testeten die Startbox aus und ließen Losco einen gesitteteren Testlauf durchrennen. Sehr rittig war er auf jeden Fall, er stand schön an den Hilfen und ließ sich jederzeit einfangen. Ebenso war er auch im Umgang sehr umgänglich und obwohl er seine kleine Ungedulds-Macke hatte, war er alles in allem sehr gelassen.
    Sowohl Charles als auch ich waren sehr optimistisch, dass das was mit Losco werden würde. Also ritt ich den Hengst ab, führte ihn dann noch trocken und stellte ihn erst einmal in seine Box. Danach machte ich mir direkt Sajé fertig. Es war ja schon ein ziemlicher Umstieg von Vollblut auf Marwari, aber ich würde mich daran gewöhnen.
    Auch Sajé wärmte ich erst einmal ordentlich auf, ehe ich mich mit Charles am Bahneingang traf und absprach, was wir machen würden. Obwohl Sajé vom Charakter her sehr ruhig und lieb war, war sie nicht so gelassen wie ihr Vorgänger und auch im Umgang hatte ich mich heute erst einmal herantasten müssen. Dafür war sie genauso rittig wie Losco.
    Sie ließen wir erst einmal einen kleinen Testlauf starten, ehe wir sie an die Startbox heranführten. Sie sollte sie sich erst einmal nur von weitem und von nahem anschauen und in allen drei Gangarten ohne zu zucken vorbeilaufen. Nach einer halben Stunde klappte das auch einwandfrei und auch Sajé hatte den ersten Test bestanden und durfte erst zum Trocknen in die Box und dann zeitgleich mit Losco wieder auf die Weide.
    Während wir bei Losco an Technik, Kondition und Kraft arbeiten würden, standen bei Sajé erst einmal die Grundlagen im Vordergrund. Sie sollte die Startbox kennenlernen, das Laufen gegen und mit anderen Pferden und alle Hilfen, die ein Jockey seinem Rennpferd gab. Da beide noch kein sehr hohes Niveau liefen, war es bisher noch nicht von großer Bedeutung, ob sie Steher oder eher Sprinter waren. Ich würde Cooper aber darauf hinweisen, für was sie sich eher eigneten.
    Für Losco peilten wir gute Zeiten für 1000-2500m Rennen an, so dass er sein Können in Flieger- und Steherrennen beweisen könnte. Bei Sajé würden wir hingegen kleiner anfangen und sie mit 500m an alles gewöhnen, um dann das Training mit 800m begleitet von einem gleichmäßigen guten Tempo zu beenden.
    Zumindest stand ein paar Stunden später für beide die zweite Stunde des Tages an. Losco würde nun seine ersten 1000m laufen. Wir imitierten es komplett mit Startbox und richtig Schub. Natürlich wollte ich ihn nicht fertig machen, aber wir wollten schauen, wo bisher sein Limit war, wo die Stärken und die Schwächen lagen und am besten klappte das, wenn man es einfach ausprobierte.
    Losco kam sehr gut vom Start weg und zeigte klasse Ambitionen im Start- und Zielsprint. Aber zwischenzeitlich variierte sein Tempo noch zu sehr, er powerte sich gerne zu viel aus, so dass er dafür auch längere Verschnaufpausen benötigte. Am Ende des Trainings würden wir Cooper auch einen Plan mitgeben, wie sie ihre Pferde am besten durch die Rennen brachte, so zum Beispiel bei Losco, dass er am Start und Ziel durchpowern sollte, zwischendurch aber eher zurückgehalten werden sollte.
    Sajé ging diesen Nachmittag dann das erste Mal im Schritt durch die Startbox und blieb auch samt Reiter ohne Probleme darin stehen. Das erste Mal, als die Türen aufklappten, erschrak sie sich tierisch, aber sie verstand schnell, dass das das Startsignal war. Erst ritten wir im Schritt hinaus, dann im Trab und auch einmal im Galopp. Für heute sollte es reichen, stattdessen ritt ich noch 500m mit Sajé im flotten Reisegalopp, um zu schauen, wie gut es um ihre Balance stand.

    Und so vergingen die kommenden Wochen wie im Flug. Beide Pferde ritt ich zweimal am Tag. Immer unter Aufsicht von Charles, welcher unsere Zeiten aufnahm, vom Boden aus als Hilfe diente und Tipps gab. Beide Pferde hatten sehr unterschiedliche Trainingspläne, kamen aber beide sehr gut voran.
    Für Losco ging es alle zwei Tage raus ins Gelände, um die Kondition durch bergauf und bergab reiten plus lange Trab- und Galoppstrecken zu stärken. Ebenso longierte ich ihn und arbeite mit ihm auch einmal die Woche im Dressurviereck, um seine Muskeln zu schulen. All dies zeigte positive Auswirkungen im Training. Losco war fitter und vor allem auch freier im Kopf.
    Sajé durfte auch ins Gelände. Da sie auch als Distanzpferd geritten wurde, zeigte sie dort sehr gute Ansätze. Für sie gab es noch oft eine Art Schrecktraining, so dass sie auch öfters mit anderen Pferden auf die Ovalbahn musste und wir neben, vor und hinter diesen galoppierten. Sajé erlernte das kontrollierte überholen und verlor auch allmählich die Angst vor Engstellen.
    Nachdem diese Grundlage geschaffen war, ging es für sie erst an das eigentliche Rennen. Charles war erstaunt über ihre guten Zeiten. Er hielt nicht viel von anderen Rassen im Rennsport, aber Sajé schien ihn doch zu überzeugen. Sie war auch motiviert bei der Sache und hatte sichtlich Spaß dabei. Es war eindeutig eine Disziplin für sie.
    Da unser Training so abwechslungsreich war, waren die Pferde auch immer zu Hundertprozent bei der Arbeit dabei und wir erzielten schnell sehr gute Erfolge. Loscos Zeiten für 1500m, 2000m und 2500m konnten sich sehen lassen, zumal sich dahinter noch allerhand Potenzial verbarg.
    Auch Sajé zeigte das Rennpferd in ihr. Die 500m vollbrachte sie in einem schönen Tempo. Sie war im Gegensatz zu Losco ein Rennpferd, was durchzog. Dementsprechend musste man als Jockey das Tempo auch sehr gut regulieren können. Am Ende lief sie aber auch die 800m ohne Probleme und wenn man die Distanzen in Ruhe erhöhen würde, würde sie auch bald die 1000m-Fliegerrennen mitlaufen können.
    Ich sah meine Arbeit hier jedoch schon bald als getan an, so dass ich Cooper anrief und sie über unsere Erfolge informierte. Sie schien sich sichtlich darüber zu freuen, dass sich beide Pferde so wunderbar gemacht hatten und wir planten gemeinsam die Heimreise der beiden. Bis dahin würden sie noch im regelmäßigen Training stehen und ich ritt sie auch noch jeden Tag. Das Wetter war auch im Großen und Ganzen meist auf unserer Seite, selten mussten wir uns durch Nebelschwaden oder Regen kämpfen, wobei wir auch ein paar Mal nass wurden.
    Damit die beiden Pferde wieder heil bei ihrer Besitzerin ankommen würden, sollte erneut ein Pfleger kommen, um sie abzuholen und zu begleiten. Am Vorabend machte ich bereits das gesamtes Zubehör abfahrbereit und legte auch schon Gamaschen und Decken für die Pferde bereit. Im Büro tippte ich noch die letzten Berichte, ehe alles samt Zertifikat in eine schöne WHT-Mappe für Cooper zusammengepackt wurde, so dass sie alle Informationen auf einen Blick haben würde.
    Am kommenden Morgen ging es für beide Pferde dann auch schon früh los. Um sechs stand der Transporter auf den Hof und wir verluden Sajé und Losco. Ich würde die beiden auf jeden Fall vermissen und es hatte mir mehr Spaß gemacht als gedacht, sie im Galopprennen zu trainieren. Aber das Gefühl, etwas erfolgreich abgeschlossen zu haben war auch schön, so dass ich sie zufrieden nach Hause schickte.


    Juni 2016, by Veija
    London Grammer + Sajé Galopprennen A - L, Siropòn Distanz E - A

    Kaum war ich in England bei Hunter fertig, flog ich zurück nach Kanada. Leider nicht auf meinen eigenen Hof, sondern zu Cooper Chattahoochee. Weit wohnte sie jedoch nicht von mir weg, so dass es nicht so schlimm war, vorher nicht nach Hause zu können. Ich sollte bei Cooper zwei Pferde in Galopprennen von A auf L bringen, sowie ein Pferd in Distanz von E nach A, weshalb ich nicht schlecht schaute, als mich Alexis und Aaron auf Coopers Hof empfingen. "Was macht ihr denn hier?", fragte ich lachend und umarmte die Beiden kurz. "Wir wussten, dass du viel zu tun hast und sind hier gestern schon angereist, um die Pferde zu trainieren. Die sind einsame Spitze!", schwärmte sie und ich lachte, ehe ich mich kurz bei Cooper anmeldete und dann in den Stall ging. Eines der Pferde war London Grammar, ein temperamentvoller Apfelschimmelhengst. Das zweite Pferd war eine Marwaristute namens Sajé. Marwaris hatte ich noch nie in echt gesehen, umso erstaunter war ich natürlich, jetzt eins zu Gesicht zu bekommen. Das dritte Pferd im Bunde, welches ich in Distanz trainieren sollte, war ebenfalls ein Marwari. Der Hengst trug den Namen Siropòn. "Die beiden Pferde, welche in Galopprennen trainiert werden sollten waren gestern und heute schon auf der Bahn. Siropòn war gestern schon im Gelände, heuet noch nicht.", erklärte mir Alexis und ich war dankbar, dass sie und Aaron mir unter die Arme griffen. "Dann schnapp ich mir den Hengst mal und geh ins Gelände.", sagte ich und ließ mir von Alexis die Box zeigen, in der der Hengst stand. Geputzt war er schon, so dass ich ihn einfach nur satteln und ins Gelände gehen musste. Wir waren gute 1,5 Stunden unterwegs, sogar im schnellen Tempo, ehe wir wieder am Hof ankamen und ich Aaron den Hengst in die Hand drückte. Führ ihn noch ein wenig trocken, dann kann der wieder in die Box.
    Am nächsten Morgen waren meine beiden Mitarbeiter und ich schon um sechs Uhr wach, da wir auf die Rennbahn gehen wollten. Wir sattelten also London Grammer und Sajé und gingen zum Reitplatz, um sie ein wenig aufzuwärmen. Das taten wir, indem wir die Steigbügel auf normale Länge stellten und einfach ein wenig im Schritt und Trab warm ritten. Dann blieb Alexis mit der Stute auf dem Platz, während Aaron mich zur Bahn führte. "Innen oder außen?", fragte er mich. "Außen.", meinte ich lachend und hielt den Hengst zurück, damit er mir Aaron nicht über den Haufen lief. Als er mich dann losließ, galoppierte der Hengst mit großen Schritten davon. Es dauerte nicht lange, da folgte Alexis mir mit der Stute Sajé. An den Startboxen standen wir eine Weile, bis beide Pferde drinnen waren. Dann ging es auch schon los. Die Türen flogen auf und Londin Grammar machte einen riesigen Satz nach vorne, mit dem wir Sajé hinter uns ließen. Alexis und die Stute mussten sich rieisg anstrengen, um mit uns mitzuhalten, doch sie hatten keine Chance, denn wir flogen den beiden davon. Grammar war noch lange nicht am Ende seiner Kräfte, weshalb ich nochmal anzog und den Abstand zwischen dem anderen Pferd vergrößerten. Wir hatten bestimmt 7 Längen Vorsprung, als wir durchs Ziel galoppierten. Aaron erwartete uns schon. "Hast du das gesehen? Hammer Pferd!", sagte ich begeistert und stieg ab, um den Hengst noch ein wenig trocken zu führen. AUch Sajé wurde trocken geführt, ehe beide wieder in die Box kamen. Am Nachmittag ging ich wieder mit dem Marwarihengst ins Gelände.
    Die nächsten Tage trainierten wir so weiter wie bisher, wobei ich die Distanz und die Schnelligkeit bei den Distanzritten erhöhte, damit der Hengst nicht nur mehr Kondition aufbaute, sondern auch ein Gefühl für die Distanzen bekam. Dann verabschiedeten wir uns wieder und fuhren nach Hause.

    Die Kür
    Es war wieder soweit. Eine Körung die zu Sajé passt war in der Nähe. Simon meldete Sajé an und plante die ganze Reise mit dem CHH- Team durch. Sajé hatte die S* Stufe im Distanzreiten erreicht und war nun bereit als Zuchtpferd zu dienen. Marwaris waren immer noch rar, umso mehr freute ich mich sie dem Publikum vor zu stellen. "Sie hat noch eine Stufe im Distanzreiten und dann müssen wir sie weiter im Dressur fördern, da ist aber bei M Schluss" diskutierte ihr Trainer. Ich nickte. "Das sie beim Springen so gut abgeschnitten hat, war auch sehr überraschend" sagte ihr Groomer. Alle stimmten zu. Nachdem der weitere Trainingsverlauf von Sajé geplant war, machten wir uns einen Tag danach auf den Weg zur Kür. Ich nahm Sajé's schönstes Showset mit und ließ sie noch vor Ort waschen. Ihr Fell glänze aber auch von Natur aus. Ich streichelte der Stute über die weiße Nase und bereitete sie für die Vorstellung vor. Ich saß auf und wartete unseren Aufruf ab. Ich schaute noch mal auf den Zettel der Reihenfolge und auf die Kür. Ich wusste grob was ich machen wollte und wie fast immer hatte ich kaum vorher geübt und vertraute auf Sajé. Die Stute war sehr ruhig und störte sich gar nicht an den vielen Menschen. Mit dem Revaal Pass stolzierte ich mir Sajé in die Halle. Relativ zügig grüßte ich die Richter. Sajé gab ich den Befehlt ebenfalls mit einem Bein zu Grüßen, was sie tat und somit das Publikum sehr beeindruckte. Mit einem Marwari ist Grüßen einfach, dachte ich mir und lief zunächst im Schritt an die Richter und der Tribüne vorbei. Ich wechselte die die Hand durch einen Zirkel in der Ecke und ging bis zur Mitte weiter Schritt. Dann trabte ich an und ging eine einfache Schlangenlinie. Auch hier schaute ich das beide Seiten zu sehen waren. Mit einem Galopp ging machte ich einen Wechsel durch die halbe Bahn, somit waren alle Kriterien der Kür erfüllt. Ich lobte die Stute, die sichtlich Spaß an der ganzen Sache hatte. Als kleines extra ritt ich in die Mitte der Halle und präsentierte ein kleines tänzeln der Stute zu klassischer indischer Musik. Als die Musik aufhörte, stand die Stute geschlossen und aufrecht auf die Minute genau. Ich lobte sie unauffällig und wir verabschiedeten uns von den Richtern, so wie wir diese Begrüßten. Im Revaal Pass verließen wir die Halle. "Das hast du super gemacht" sagte ich und umarmte den Hals der 1,57cm großen Stute. Sie schnaubte. Ich gab der Stute einen Apfel und dann ließ ich sie vom Team abduschen und trocken laufen.
    2479 Zeichen | lettercount.com | by Cooper

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    Sajé nach der Kür. Das erste mal gestresst und keine Lust auf Menschen. | Pferd by Freja | Bewegung [Bitte melden wer! Ich weiß es leider nicht mehr!] | Zubehör by Cooper
     
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  12. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

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    Sie endet am 18. September 2018 um 12:14 Uhr.
     
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