[SK 457] Stuten mit einfarbigem Langhaar

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Canyon, 25 Feb. 2018.

?

Welcher Stute möchtest du deine Stimme geben?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 28 Apr. 2018
  1. Bad Medicine

    21,4%
  2. Jinx

    7,1%
  3. Harvey

    7,1%
  4. Jonquil

    21,4%
  5. Silhouette of a Rose

    0 Stimme(n)
    0,0%
  6. Silverangel

    7,1%
  7. PFS' Ljúfa

    0 Stimme(n)
    0,0%
  8. Silfra

    21,4%
  9. Raspberry

    7,1%
  10. Arza

    7,1%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    [SK 457] Stuten mit einfarbigem Langhaar
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen, deren Langhaar (Mähne oder Schweif) eindeutig nur eine Farbe aufweist. Farbverläufe, solange sie nicht durch eine Scheckung entstehen, zählen zu einfarbig. (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf mit bis zu drei Stuten teilnehmen, dabei ist es egal, wem diese gehören.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.!
    - Bitte überweist 5 Joellen pro Stute an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 457
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mindestens einen Tag vorher angekündigt, außer die maximale Teilnehmerzahl ist bereits ausgefüllt.
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben, allerdings unter der Voraussetzung, dass es mindestens 5 Teilnahmen gibt.
    - Hufschmied- und Tierarztberichte sind mit dem richtigen Datum zu versehen.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil[
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte je Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
  2. Elsaria

    Elsaria Liebe die welt und die welt liebt dich xD oder so

    Meine Teilnahme mit Bad Medicine
    [​IMG]

    EXTERIEUR

    Geschlecht : Stute
    Alter 04-06.14
    Rasse Shire horse
    Stockmaß/Endmaß 1,68m
    Fellfarbe Rappe

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«
    ABSTAMMUNG

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«
    INTERIEUR

    Charakter
    sanft, misstraurisch,ängstlich

    Beschreibung
    Bad Medicine ist ein armer Tropf. Die junge stute musste einige Misshandlungen erfahren haben und nur grausamkeiten von den Menschen kennen gelernt haben. Ihre Narben die sie trägt bezeugen ihr leid. Ihr Fohlenhalfter wuchs schon mit ihrer haut zusammen, da man es ihr nie abgenommen hatte. Des weiteren zeigen Striemen auf deftige Hiebe und Peitschenschläge her.
    Medicine wurde von einem Rettungshof gefunden und frei gekauft, auf einer Show hofften die Retter das Sie an einem Platz kam wo sie vertrauen, liebe erfahren kann. Ist
    das Misstrauen weg, hat man eine wunderschöne Stute, die vom leben gekenntzeichnet wurde

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«
    QUALIFIZIERUNGEN

    Dressur L
    Springen S**
    Military A
    Western A
    Galopprennen -
    Distanz -
    Fahren A
    Gangreiten -

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«
    ERFOLGE

    3. Platz 415 Westerntunier
    [​IMG]
    3. Platz 355 Fahrtunier
    [​IMG]
    3.Platz im 220.Syncronspringen
    [​IMG]
    2. Platz im 344 military
    [​IMG]
    3.Platz im 221 Syncronspringen
    [​IMG]
    1.Platz im 226 Syncronspringen
    [​IMG]
    1. Platz im 227Syncronspringen
    [​IMG]
    3.Platz im Syncronspringen 229
    [​IMG]
    1.Platz im, 476 Dressur
    [​IMG]
    3.Platz im 477 Springtunier
    [​IMG]

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«
    ZUCHT- & BESITZDATEN

    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 10
    HS 2
    TA 2
    Trainer 1
    Zubehör 2
    Gesamt 17

    Schleife
    HK/SK

    Züchter unbk,
    BesitzerJayden Buck
    VKR
    x
    ErstellerSadasha
    Nachkommen
    keine

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«
    GESUNDHEIT

    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund
    Tierarztbericht für Bad Medicine 16.2.18

    Ich hörte nicht schlecht als Jayden mich anrufte und nach einem Termin für Bad Medicine fragte, Er teilte mir mit das die Stute ihm sehr vertraute und das sie auf Springtunieren sehr erfolgreich war und desshalb sie schon zu einer Stutenkörung anmelden wollte. Ich gab ihm sofort einen Termin.

    Einige Tage vergingen und ich kam auf den Hof von Jayden an, inzwischen hatte er 4 Shirepferde auf den Hof und wohl bald eine geköhrte stute von einer Stute die man aufgab, doch jayden nicht. Ich begrüßte den jungen mann und wir gingen zu der schwarzen schönheit.

    Die Wunden wurden zu narben und wo eins schwarzes fell war waren nun weiße nachgewachsen nur noch diese haare bezeugen ihre Vergangenheit. Jayden hatte sichtlich Arbeit geleistet mit der Stute, Sie sah einfach stattlich fantastisch aus. Jay führte mir die mittlerweile prachtstute vor. Ihre gänge waren klar und im takt. Dann sah ich mir die zähne nüstern augen und ohren an, da war auch alles in guter verfassung, dann tastete ich die stute ab und konnte nichts feststellen. Dann hörte ich die darmgeräusche herz und lunge ab und auch da war alles unauffällig. Ich gab mein ok für die körung und wünschte ihm glück.
    Hufschmiede snoopeisen am 24.02.18

    Heute stand ein Termin bei Elsaria an, es wurden zwei Pferde heute gemacht einmal Bad Medicine von Jayden Buck und Jinx von Alexandra Alex. Als ich am Hof antraf grüßte ich sie erstmal und unterhielt mich kurz mit Ihnen, dann machten wir uns auch schon an die Arbeit.
    Zuerst ging es zu der Stute Jinx, sie ist eine Trakehnerschimmelstute und bekam nun wieder Eisen ran. Ich redete nicht lange um den heißen Brei und begann mit meiner Arbeit, bei ihr musste ich Aufpassen, sie war ein wenig frech, doch Alexandra hatte das meist im Griff, also begann ich mit dem ersten Huf, hier schnitt ich erstmal das überstehende Außenhorn weg und raspelte den Rand glatt, dann schnitt ich das abgestorbene Innehorn weg und stellte das erste Huf wieder ab. Jetzt kam das hintere Huf, hier wollte sie nicht ganz mit machen, weshalb mir Jack half und ihr Bein festhielt, während es auf dem Hufbock stand, dort behandelte ich das Außenhorn mit der Hufraspel und nahm dann ihr Huf zwischen meine Beine, damit ich das Innehorn machen konnte. Als es passte kam die rechte Seite, wo sie etwas ruhiger wurde, da sie eine Karotte bekam. Ich handelte also schnell, schnappte mir mein Hufmesser und schnitt auf dem Hufbock das Außenhorn zurecht, dann kümmerte ich mich um das Innenhorn und glättete die Räder. Das letzte Huf war genauso schnell gemacht, hier musste ich nicht viel Schneiden, eher Kanten aus glätten. Dann ging es an die Eisen, also kehrte ich zurück zur linken Seite, hob das erste Huf an, klemmte es zwischen meine Beine und befestigte das schon angepasste Stahleisen, ich schlug drei spezielle Nägel rein, bog sie um und knipste die überstehenden Kanten weg, dann glätte ich diese ebenbürtig mit dem Huf. Zufrieden stellte ich und das Huf ab und ging zum hinteren, hier musste ich auch nichts mehr machen, also nahm ich mir meine Nägel und befestigte das Eisen, was ich kurz unterbrechen musste, da Jinx ihr Bein wegziehen wollte. Ich bog nun die herausstehenden Nägel um, nietete sie ein und knipste sie zurecht, dann glätte ich die Oberfläche und hatte das zweite Eisen dran. Die anderen Beiden übernahm Jake, wo er mit den vorderen anfing und das eisen mit unseren speziellen Hufnägeln befestige, überstehende Nägel umbog und sie einnietete ehe er den Rest wegknipste und den Rand glättete. Dann war das vorletze fertig also ging er zum hinteren, hier wollte Jinx wieder nicht so recht mitmachen. Doch Jacke blieb hartnäckig und befestige das Eisen sobald sie ruhiger wurde. Dann nietete er die Nägel ein, knipste zu viel weg und glättete den Rand. Dann bat er Alexandra eine Runde mit ihr zu drehen um die Motorik der Stute zu testen. Sie machte eine guten Eindruck also entließ er sie und wir wanden uns an die Problemstute.
    Bad Medicine von Jayden war nun dran, die Stute hatte so wie wir wussten eine schwere Vergangenheit hinter sich, also musste wir vorsichtig ran gehen. Wir machten uns mit ihr erstmal etwas bekannt und zeigten ihr alles. Wir sahen und kurz die Hufe an und hatten schon mitbekommen das dies damals gemacht worden ist, aber unter Narkose, weswegen das ihr erster Schmiedbesuch nach Jahren war. Jake strich ihr beruhigend über den Hals, während ich an ihren Beinen entlang fuhr, sie hob es nach langen Zögern an und ich konnte mir das Innenhorn vornehmen, welches ich gründlich korrigierte und sauber ausschnitt. Der Hufbock war ihr noch nicht so geheuer, doch nach langen zureden Jaydenseits stellte sie es darauf und ich raspelte es zurecht, dann begannen wir mit den Befestigen des Eisens. Wir brauchten ein paar Anläufe, doch irgendwann hatten wir es und das Eisen war dran, wir glätteten den Rand und schon war das Huf fertig. Nun kam das zweite Vorderhuf, hier folgte das gleiche und wir hatten nach weniger Anläufen Innen- sowie Außenhorn ausgeschnitten. Dann befestigten wir das Stahleisen und nieteten diese ein, knipsten überstehendes weg und glätteten die Kanten. Dann kamen die Hinterhufe, hier war es der Stute unangenehm und wir machten nach 15 Minuten Versuchen eine kleine Pause. Danach ging es weiter und diesmal klappte es, Jake hatte das Huf in seinen Händen und shcnitt das Innenhorn aus, das Außenhorn konnte er nach dem Aufbocken auch machen. Zufrieden befestigten wir das Eisen und ließen das dritte Huf in Ruhe. Nun lobten wir die Stute und machten dann das letzte. Hier schnitt ich das Außenhorn zurecht und glättete den Rand, dann entfernte ich abgestorbenes Horn innen und befestige das letzte Eisen. Wir raspelten nochmal die Ecken zurecht und Jayden lief eine Runde. Die Stute ging nun viel besser und wir konnten sie auch für heute entlassen.
    Wir tranken noch einen Kaffee bei den Beiden und machten dann auch wieder los, dies war ja nicht der einzige Termin...

    4712. Zeichen
    Bad Medicine Dressur E -> A / 20.12.2017 / ©FrauHolle / 1169 Wörter (7.405 Zeichen)
    Früh am Montagmorgen machte ich mich auf den Weg nach Clair Stud High, wo ich mich ums Dressurtraining einer jungen Stute kümmern wollte. Es war kurz vor Weihnachten, hatte in der Nacht ordentlich geschneit und die Straßen waren dementsprechend glatt. Nach einer sehr langen und vorsichtigen Fahrt kam ich schließlich auf dem Gestüt an. Schon als ich aus dem Auto stieg kam Jayden mir fröhlich entgegen und begrüßte mich herzlich. Auf dem Hof herrschte eine morgendliche Ruhe und die Stimmung hier kam mir sehr entspannt vor. Jay führte mich in den Stall und zeigte mir Bad Medicine, mein Trainingspferd für die nächsten beiden Tage. Die Stute hatte eine harte Vergangenheit, die ich natürlich erfahren wollte. Wir halfterten Medicine auf und stellten sie in die Stallgasse. Nachdem Jayden den Putzkasten aus der Sattelkammer geholt hatte, fingen wir an, Medicine ordentlich zu putzen, während Jayden mir über die Geschichte ihrer Stute erzählte.
    Eine gute halbe Stunde später glänzte Medicine vor lauter Sauberkeit und ich beschloss, mich ans erste Training zu machen. Bevor ich mich heute Nachmittag in den Sattel schwingen wollte, ging ich es heute Vormittag lieber langsam mit etwas Boden- und Longenarbeit an. So konnte ich Medicines Vertrauen vom Boden aus gewinnen, bevor ich mich auf die misstrauische Stute setzten wollte. Jayden holte mir die Longe und den Kappzaum und erklärte mir, wo ich trainieren konnte. Schon kurze Zeit später war ich, mit Medicine im Schlepptau, auf dem Weg zur Halle. Dort führte ich sie zuerst ein paar Runden im Schritt in der Halle umher, blieb einige Male stehen und wechselte die Hand. Ich hatte das Gefühl, dass Medicine noch sehr zurückhaltend gegenüber mir war, sodass ich ihr sehr viel Zeit gab, mich kennenzulernen. Schließlich ließ ich die Longe etwas länger und schickte sie mit einen geringen Abstand im Schritt um mich herum. Medicine wurde von Schritt zu Schritt entspannter und senkte ihren Kopf. Ich vergrößerte den Abstand zwischen mir und dem Pferd immer mehr, bis Medicine schließlich auf einer Zirkellinie lief, während ich entspannt in der Mitte stehen konnte. Ich schichte sie ein bisschen mehr vorwärts und ließ sie antraben. Die Shire Horse Stute setzte sich in Bewegung und trabte fleißig, aber noch sehr verhalten, um mich herum. Ich wartete, bis sie sich etwas entspannte und parierte sie dann wieder durch zum Schritt. Mit vielen Schritt-Trab Übergängen konnte ich ihre Aufmerksamkeit gewinnen. Ich holte sie zu mir nach innen und kraulte ihr den Hals. Nachdem ich sie in der Zirkelmitte geparkt hatte und Medicine sich eine kleine Pause gönnte, baute ich einige Trabstangen auf dem Hufschlag auf. Danach schnappte ich mir wieder die Longe und schickte Medicine auf der rechten Hand nach außen. Im Trab ließ ich sie einige Male über die Stangen laufen. Am Anfang hatte sie noch etwas Probleme, ihre Beine zu sortieren, doch schon nach wenigen Runden trabte sie wie selbstverständlich über die rot-weißen Stangen. Ich schnalzte und ließ Medicine angaloppieren. Für mich war es wirklich sehr beeindruckend, wie so ein stämmiges Pferd so elegant galoppieren konnte. Nach einer halben Zirkelrunde parierte ich sie durch zum Trab, ließ sie über die Stangen traben und galoppierte sie wieder an. Dieses Schema machte ich so lange, bis Medicine schließlich zufrieden abschnaubte. Sofort ließ ich sie Schritt gehen und lobte sie mit meiner Stimme. „Braaaaaav“, ich war wirklich zufrieden mit ihr. Nach dieser Trainingseinheit hatte ich ein sehr gutes Gewissen, mich heute Nachmittag in den Sattel zu schwingen.
    Meine Mittagspause verbrachte ich mit Jayden . Nachdem wir zusammen die Boxen im Stutenstall ausgemistet hatten, tranken wir gemeinsam im Reiterstübchen einen Tee und quatschten über Gott und die Welt. Gegen 16 Uhr holte ich Medicine dann schließlich wieder von der Weide. Zum Glück hatte er sich auf der Weide nicht so schmutzig gemacht, sodass ich schnell mit dem Putzen fertig war. Ich schnappte mir den Sattel und die Trense und war gute 10 Minuten später in der Halle. Medicine war von der Idee, heute noch einmal etwas tun zu müssen, eher wenig begeistert. Ich hingegen war überaus motiviert und parkte die Stute neben der Aufstiegshilfe. Medicine blieb artig stehen und wartete, bis ich im Sattel saß. Gemütlich schlenderten wir im Schritt los und ich fing an, einige Bahnfiguren und Handwechsel zu reiten. Natürlich musste ich mich erstmal an Medicine gewöhnen, denn das Gefühl, auf so einem Pferd zu sitzen, war für mich sehr ungewohnt. Ich kontrollierte noch einmal den Sattelgurt und trabte schließlich an. Medicines Trab war erstaunlich gemütlich und sehr sanft. Ich beschäftigte sie sofort und ritt viele Bahnfiguren. Nachdem sie sich ein paar Runden warm getrabt hatte, ritt ich Übergänge zum Schritt und zum Halten. Medicine reagierte wirklich sehr fein und wir harmonierten besser als erwartet. Wir übten noch das Rückwärtsrichten und machten Tempounterschiede im Trab und im Schritt, bevor wir uns an die Galopparbeit machten. Zur geschlossenen Zirkelseite gab ich die Galopphilfe und Medicine galoppierte etwas zögerlich an. Ich parierte sie gleich wieder durch, bereitete sie noch einmal besser vor und probierte es schließlich erneut. Nach zwei sehr ruhigen und gleichmäßigen Zirkelrunden im Galopp parierte ich sie durch, wechselte die Hand und galoppierte auf der anderen Hand wieder an. Das Angaloppieren klappte immer besser und auch an den Galopp hatte ich mich langsam gewöhnt. Zufrieden klopfte ich Medicine den Hals und parierte nach einer Runde Trab am langen Zügel durch zum Schritt. Für heute konnte ich mehr als zufrieden sein, doch ich freute mich schon auf das morgige Training.
    Nach einer erholsamen, aber kurzen Nacht und einem sehr leckeren Frühstück von Jayden ging es ein letztes Mal mit Medicine in die Halle. Ich hatte einen langen Heimweg vor mich und wollte mich am liebsten noch vor dem Mittag auf den Weg nach Hause machen. Für das Training wollte ich mir natürlich trotzdem genug Zeit nehmen.
    Schon beim Warmreiten übte ich einige Bahnfiguren, Seitengänge und das Rückwärtsrichten. Medicine war gut drauf und führte artig ihre Übungen aus. Auch im Trab war sie sehr schnell locker und senkte entspannt ihren Kopf. Von Ängstlichkeit oder Misstrauen war nichts mehr zu spüren und ich genoss ihre gemütlichen und sanften Gänge sehr. Ich hatte das Gefühl, dass es heute noch viel besser klappte als gestern, sodass ich heute den Fokus auf die Galopparbeit setzte. Nicht nur das Angaloppieren aus dem Schritt, sondern auch der einfache Galoppwechsel stand heute auf dem Plan. Sowohl Medicine, als auch ich kamen ordentlich ins Schwitzen und ich gönnte uns beiden zwischendurch einige Schrittpausen. Medicine lernte wirklich unglaublich schnell. Der Galoppwechsel klappte anfangs zwar nicht ganz so gut, doch die Stute hatte schnell verstanden, was ich von ihr wollte und sprang schließlich wie selbstverständlich um. Es heißt ja immer „man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, und so machte ich nach einem gelungenen Angaloppieren aus dem Trab und einen darauffolgenden, nahezu perfekten Galoppwechsel Feierabend.
    Leider musste ich nun schon wieder nach Hause, obwohl Medicine und ich uns erst jetzt richtig aneinander gewöhnt hatten. Das Training mit ihr hatte mir wirklich riesen Spaß gemacht und ich hoffte sehr, dass ich EJayden bald mal wieder auf ihren Hof besuchen durfte.

    Die Kür
    Ich war so aufgeregt ich konnte meine erste Stute bei einer Körung melden, da ich es noch nie gemacht hatte fragte ich meine tierärztin ob sie Medicine vorstellen könnte. Sie willigte gott sei dank ein. Trozdem war ich nervös wie ein Schlosshund. Aufgeregt wusselte ich in Medicine´s schweif um sie ja sauber und gepflegt aus sehen zu lassen. „ Jay lass das! Sie sieht gut aus!“ tadelte mich meine Tierärztin. Sie schwang sich auf die große Shire stute und ritt ein paar runden, Bad Medicine scheint nervös zu sein. Den Trubel kannte sie nicht, sie kannte eher nur die schlechten Seiten des lebens. Es dauerte lange bis ich sie so hatte wie sie heute war. Ich nahm auf der Zuschauertribühne platz und beobachtete gespannt. „ Sie sehen nun Bad Medicine geritten von Alexandra Winkler!“. Ich hielt den atem an und sah gebannt auf die hallentüre, Und im einer wolke von trockenem hallen boden sah ich wie eine große elegante schwarze stute im lockeren trab hereintrabte. Bei X hielt das pärchen und alex grüßte die richter. Ich merkte wie meine schweißperlen entlang meines Gesichtes den weg nach unten suchten. Nun trabte alex die stute auf der rechten seite an, sie präsentierte wohl die gänge der Stute. Der Trab und den Arbeitstrab wurden fehlerfrei und taktvoll ausgeführt. Nun gallopierte Bad Medicine, die halle bebte. Was aber nicht zu erstaunen war wenn ein shire Horse in Fahrt ist. Nun wandte alex die Stute in einer kleinen volte ab und zeigte nun alles nochmal auf der linken Seite, und nun traversahlierten sie einwenig. Bad Medicine schien konzentriert und gelassen zu sein, ihre nervösität von vorhin war wohl wie weggeblasen. Nun verabschiedete Alex die richter und verließ die halle. Ich erwartete sie beim lkw und freute mich.
    1742 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von Elsaria

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Feb. 2018
    Cascar gefällt das.
  3. Elsaria

    Elsaria Liebe die welt und die welt liebt dich xD oder so

    Meine Teilnahme mit Jinx
    [​IMG]
    ~Jinx~ körpunkte: 19 /20

    -Abstammung-
    Aus der unbk.
    unbk. x unbk.
    Von dem unbk.
    unbk. x unbk.

    -Interieur-
    Jinx wird ihrem Namen vollkommen gerecht. Ihr Charme verhext alle in ihrer Umgebung, man muss sie einfach mögen. Trotzdem ist sie nicht die einfachste. Sie ist unverschämt frech und kaum zu bändigen. Bei der Ausbildung werden Nerven aus Stahl gefragt, sonst braucht man gar nicht erst versuchen mit ihr zu arbeiten.

    -Exterieur-
    Rasse: Trakehner
    Alter: 3,5
    Fellfarbe: Rappschimmel
    Stockmaß: 1,75m
    Geschlecht: Stute

    -Ausbildung-

    Eingeritten nein
    Springen: S*
    Dressur: E
    Distanz: A

    Military: E
    Fahren: A
    Rennen: E
    Eignung: Springen

    -Zuchtdaten-
    Gekört: ja
    In der Zucht: -
    Nachkommen: -
    Vorkaufsrecht: Waldvoegelchen
    Ersteller: Waldvoegelchen
    Besitzer: Zasa

    -Erfolge-

    120.Synchronspringen
    [​IMG]
    123. Synchronspringen
    [​IMG]
    124. Synchronspringen
    [​IMG]
    129. Synchronspringen
    [​IMG]
    312. Fahren
    [​IMG]
    386. Western
    [​IMG]
    3. Platz 453 Springtunier
    [​IMG]
    3. Platz im 320 Distanz
    [​IMG]
    1.platz im 409 Gallopprennen
    [​IMG]
    3.Platz im 356 Fahrtunier
    [​IMG]
    1.Platz 433 Western
    [​IMG]
    2. Platz im 425 Gallopprennen
    [​IMG]
    2. Platz im 334. Distanz
    [​IMG]

    -Gesundheit-
    Gesundheit: Hervorragend
    Geimpft: 26.9.15
    Hufzustand: Hervorragend
    Ausgeschnitten: 16.4.16
    Hufeisen: -

    -Zubehör-
    png
    Tierarztbericht für Jinx 13.2.18

    Da meine Apfelschimmelstute bald zur körung sollte wollte ich sicher gehen, das sie auch vollkommen gesund war. Ich bat meine Mitarbeiterin Sonja darum mir Jinx vorzuführen damit ich sehen konnte ob sie lahmt oder andere verletzungen in ihrem Bewegungsapparat vorwies. Das war nicht der fall und so konnte ich mit der routine untersuchung beginnen ich sah mir zuerst die zähne und nüstern an, da war alles in ordnung, ohren und augenpartie war unauffällig dann tastete ich hals und kruppe ab auch da war alles in ordnung, dann hörte ich darm und lunge ab auch hier schien die stute gesund zu sein. Jinx wartete brav bis sie fertig war. Zu guter letzt impfte ich sie noch und schickte sie in ihre box und bereitete alles vor.
    Bad Medicine & Jinx | Ausschneiden, 4x Stahleisen beschlagen
    Heute stand ein Termin bei Elsaria an, es wurden zwei Pferde heute gemacht einmal Bad Medicine von Jayden Buck und Jinx von Alexandra Alex. Als ich am Hof antraf grüßte ich sie erstmal und unterhielt mich kurz mit Ihnen, dann machten wir uns auch schon an die Arbeit.
    Zuerst ging es zu der Stute Jinx, sie ist eine Trakehnerschimmelstute und bekam nun wieder Eisen ran. Ich redete nicht lange um den heißen Brei und begann mit meiner Arbeit, bei ihr musste ich Aufpassen, sie war ein wenig frech, doch Alexandra hatte das meist im Griff, also begann ich mit dem ersten Huf, hier schnitt ich erstmal das überstehende Außenhorn weg und raspelte den Rand glatt, dann schnitt ich das abgestorbene Innehorn weg und stellte das erste Huf wieder ab. Jetzt kam das hintere Huf, hier wollte sie nicht ganz mit machen, weshalb mir Jack half und ihr Bein festhielt, während es auf dem Hufbock stand, dort behandelte ich das Außenhorn mit der Hufraspel und nahm dann ihr Huf zwischen meine Beine, damit ich das Innehorn machen konnte. Als es passte kam die rechte Seite, wo sie etwas ruhiger wurde, da sie eine Karotte bekam. Ich handelte also schnell, schnappte mir mein Hufmesser und schnitt auf dem Hufbock das Außenhorn zurecht, dann kümmerte ich mich um das Innenhorn und glättete die Räder. Das letzte Huf war genauso schnell gemacht, hier musste ich nicht viel Schneiden, eher Kanten aus glätten. Dann ging es an die Eisen, also kehrte ich zurück zur linken Seite, hob das erste Huf an, klemmte es zwischen meine Beine und befestigte das schon angepasste Stahleisen, ich schlug drei spezielle Nägel rein, bog sie um und knipste die überstehenden Kanten weg, dann glätte ich diese ebenbürtig mit dem Huf. Zufrieden stellte ich und das Huf ab und ging zum hinteren, hier musste ich auch nichts mehr machen, also nahm ich mir meine Nägel und befestigte das Eisen, was ich kurz unterbrechen musste, da Jinx ihr Bein wegziehen wollte. Ich bog nun die herausstehenden Nägel um, nietete sie ein und knipste sie zurecht, dann glätte ich die Oberfläche und hatte das zweite Eisen dran. Die anderen Beiden übernahm Jake, wo er mit den vorderen anfing und das eisen mit unseren speziellen Hufnägeln befestige, überstehende Nägel umbog und sie einnietete ehe er den Rest wegknipste und den Rand glättete. Dann war das vorletze fertig also ging er zum hinteren, hier wollte Jinx wieder nicht so recht mitmachen. Doch Jacke blieb hartnäckig und befestige das Eisen sobald sie ruhiger wurde. Dann nietete er die Nägel ein, knipste zu viel weg und glättete den Rand. Dann bat er Alexandra eine Runde mit ihr zu drehen um die Motorik der Stute zu testen. Sie machte eine guten Eindruck also entließ er sie und wir wanden uns an die Problemstute.
    Bad Medicine von Jayden war nun dran, die Stute hatte so wie wir wussten eine schwere Vergangenheit hinter sich, also musste wir vorsichtig ran gehen. Wir machten uns mit ihr erstmal etwas bekannt und zeigten ihr alles. Wir sahen und kurz die Hufe an und hatten schon mitbekommen das dies damals gemacht worden ist, aber unter Narkose, weswegen das ihr erster Schmiedbesuch nach Jahren war. Jake strich ihr beruhigend über den Hals, während ich an ihren Beinen entlang fuhr, sie hob es nach langen Zögern an und ich konnte mir das Innenhorn vornehmen, welches ich gründlich korrigierte und sauber ausschnitt. Der Hufbock war ihr noch nicht so geheuer, doch nach langen zureden Jaydenseits stellte sie es darauf und ich raspelte es zurecht, dann begannen wir mit den Befestigen des Eisens. Wir brauchten ein paar Anläufe, doch irgendwann hatten wir es und das Eisen war dran, wir glätteten den Rand und schon war das Huf fertig. Nun kam das zweite Vorderhuf, hier folgte das gleiche und wir hatten nach weniger Anläufen Innen- sowie Außenhorn ausgeschnitten. Dann befestigten wir das Stahleisen und nieteten diese ein, knipsten überstehendes weg und glätteten die Kanten. Dann kamen die Hinterhufe, hier war es der Stute unangenehm und wir machten nach 15 Minuten Versuchen eine kleine Pause. Danach ging es weiter und diesmal klappte es, Jake hatte das Huf in seinen Händen und shcnitt das Innenhorn aus, das Außenhorn konnte er nach dem Aufbocken auch machen. Zufrieden befestigten wir das Eisen und ließen das dritte Huf in Ruhe. Nun lobten wir die Stute und machten dann das letzte. Hier schnitt ich das Außenhorn zurecht und glättete den Rand, dann entfernte ich abgestorbenes Horn innen und befestige das letzte Eisen. Wir raspelten nochmal die Ecken zurecht und Jayden lief eine Runde. Die Stute ging nun viel besser und wir konnten sie auch für heute entlassen.
    Wir tranken noch einen Kaffee bei den Beiden und machten dann auch wieder los, dies war ja nicht der einzige Termin...

    Die Kür
    Heute war es soweit, ich konnte mit meiner apfelschimmelstute an der SK alle Rassen teilnehmen. Für diesen Tag wurde sie extra herausgeputzt und alle standen schon in den frühen morgenstunden auf den beinen. Endlich kamen wir an dem veranstaltungsort an. Sonja, machte jinx fertig, und ich atmete noch einmal tief durch, ich hatte gerade letztens erfolgreich meine Hengste durch die körung gebracht, und obwohl die stute noch nicht genügend erfahrung gesammelt hatte hoffte ich das wir sie trozdem schon überzeugen konnten. Sonja hatte sie fertig gesattelt und nochmal mit einem feuchten tuch den staub abgewischt. Sie wünschte mir gück und verschwand in den zuschauerbereich mit dem fotoapparat. Ich schwang mich sanft in den rücken meiner Stute. Ich strich ihr über den hals und ritt mit ihr auf den abreite platz um sie etwas aufzuwärmen, jinx war spritzig aber gut zu reiten. Nun kamen wir an die Reihe in einem lockeren arbeitstrab ritten wir in die halle ein. Bei X hielten wir an und grüßten die Richter. Nun trabte ich sie auf der linken seite an und zeigten ihre wunderschöne Gänge. Nun ritten wir eine Piaffe, jinx machte das gut. Danach wechselten wir die hand und zeigten auch dort ihre 3 gänge. Sie war heute echt bei der sache und ich war stolz darauf. Nun machten wir noch eine Traversahle und beendeten unsere Kür. Ich ritt zu X und verabschiedete mich von den Richtern.
    1386 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von Elsaria
    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Feb. 2018
  4. FrauHolle

    FrauHolle Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit Harvey

    [​IMG]
    Harvey
    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Stute
    *2011
    (6 Jahre)
    Rasse: Irish Sport Horse
    Stockmaß: 167cm
    Deckhaar: Rappe
    Abzeichen: h.l. weißer Strumpf | Flocke | Schnippe

    Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●●● Unsozial
    Begabt ●●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●●● Nervös
    Loyal ●●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    Harvey ist eine junge, aufgeweckte Stute die, wenn man sie nicht richtig fordert, auch gerne mal zickig wird. Sie steckt voller Energie und gibt sich dementsprechend immer Mühe bei der Arbeit. Sie ist stets motiviert und zuverlässig, sobald man ihr ein abwechslungsreiches und interessantes Training bietet.

    Besitzer: FrauHolle
    Vorbesitzer: Zion
    VKR/Ersteller: Rinnaja
    im Besitz seit: 26. Mai 2017
    Kaufpreis: x

    Unterbringung: Offenstall

    Qualifizierungen
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Dressur E A L M S S* S**
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten E A L M S S* S** S***


    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    382. Galopprennen (1.Platz)
    299. Distanzturnier (1.Platz)
    430. Dressurturnier (3.Platz)
    323. Militaryturnier (1.Platz)
    434. Dressurturnier (3.Platz)
    388. Galopprennen (2.Platz)
    442. Dressurturnier (2.Platz)
    446. Springturnier (1.Platz)
    315. Distanzturnier (3.Platz)
    215. Synchronspringen (2. Platz)
    404. Galopprennen (2. Platz)
    456. Dressurturnier (3. Platz)
    219. Synchronspringen (3. Platz)
    463. Springturnier (1. Platz)
    463. Dressurturnier (1. Platz)
    425. Neujahrswesternturnier 1. Auslosung (2. Platz)
    425. Neujahrswesternturnier 2. Auslosung (2. Platz)


    Ausbildung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

    Abstammung: 0
    Schleifen: 17
    HS: 0
    TA: 0
    Trainer: 2
    Zubehör: 1
    Gesamt: 20


    Zucht
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife
    HK/SK

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch:
    06. Juni 2017 (Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“)

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

    Zubehör
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG | Puzzle PNG | JPG
    30. Juni 2017 |©FrauHolle
    Dressur E -> A
    Im strömenden Regen halfterte ich meine Stute auf und lief mit schnellen Schritten durchs Tor bis in den Stall hinein, wo ich Harvey vor einer Box an einem Anbindehaken stellte. Es war mal wieder typisches Nordseewetter: 15 Grad, Sturm und Dauerregen. Nachdem ich mich heute Vormittag ans Abäppeln der Paddocks gemacht hatte, sowie meine Shettys longiert hatte, war nun Harvey an der Reihe. Inzwischen hatten wir uns nach ihrer Eingewöhnungsphase gut zusammengefunden und steckten mitten im Training. Natürlich wollte ich auch mit ihr, früher oder später, zur Krönung und darauf arbeiteten wir nun bereits zwei Wochen hin. Davon waren wir zwar noch sehr weit entfernt, aber wir waren auf einem guten Weg- Fünf Tage die Woche schaffte ich es im Moment mit ihr zu arbeiten. Neben viel Dressur und Longenarbeit stand seit einigen Tagen auch das Springen auf dem Plan und wir waren wirklich schon ein ganzen Stück voran gekommen. Da ich bald mit ihr aufs Dressurturnier fahren wollte, machten wir uns heute allerdings an die Dressurarbeit.
    Harveys klitschnasses Fell ließ sich nicht wirklich gut bürsten, die Mähne und der Schweif waren voller Kletten und auch sonst hatte ich das Gefühl, dass das Putzen es eher noch schlimmer als besser machte. Also ging ich rasch mit der Wurzelbürste über Gurt- und Sattellage, kratze die Hufe aus und machte mich schließlich ans Satteln und Trensen. Wir gingen aus dem Stall heraus und stürmten in einem flotten Tempo durch den Regen bis zur Halle. Artig blieb Harvey stehen, während ich mich in den Sattel schwang, bevor wir gemütlich losschlenderten. Harvey hatte einen guten Vorwärtsdrang und war, wie eigentlich jeden Tag, sehr motiviert. Ich fing an, sie mit einigen Schlangenlinien und Volten im Schritt warm zu machen, bevor ich den Gurt noch einmal kontrollierte und schließlich antrabte. Der Fokus lag heute auf den Übergängen, sowohl die Schritt-Trab und Trab-Galopp Übergänge, als auch die Schritt-Galopp Übergänge und das Anhalten aus dem Trab. Während ich viele Bahnfiguren ritt und oft die Hand wechselte, parierte ich einige Male durch, ließ Harvey stehen und trabte wieder an. Harvey wurde immer lockerer und auch die Übergänge klappten immer geschmeidiger. Nach einer kleinen Schrittpause machte ich mich an die Galopparbeit. Zwar etwas zu schnell, aber immer noch kontrollierbar, preschte Harvey die lange Seite runter. Kurz vor der Ecke nahm ich sie zurück, ritt eine Volte bei C und erhöhte das Tempo wieder. Beim Übergang zum Schritt zickte Harvey kurz rum, denn wir waren uns nicht ganz einig über meine Hilfen. Also versuchte ich es gleich noch einmal. Im Trab wechselte ich durch die ganze Bahn, parierte durch zum Schritt und galoppierte schließlich aus dem Schritt an. Nachdem ich auf dem Zirkel das Überstreichen im Galopp geübt hatte, ritt ich einen sauberen Übergang zum Schritt. Zufrieden kraulte ich Harvey den Hals. Da sie noch nicht so lange im Training war hatte sie noch relativ wenig Kondition und war auch dementsprechend am Schnaufen. Ich beschloss, ihr eine kurze Schrittpause zu gönnen, bevor ich einen Endspurt startete. Damit Harvey kurz verschnaufen konnte, übte ich nun die Kehrtwendung, die bei jedem Mal besser klappte. Schließlich richtete ich sie Rückwärts, ließ sie stehen und trabte an. Inzwischen war Harvey total locker und reagierte sehr fein auf meine Hilfen, was die Arbeit unheimlich leichter machte. Wir drehten eine letzte Runde im Galopp und Harvey durfte noch einmal richtig Gas geben. Wir beendeten das Training mit einer Galoppvolte, bevor ich sie zufrieden zum Trab durchparierte und mir die Zügel aus der Hand kauen ließ. Nach ein paar lockeren Runden im Trab ging ich zum Trockenreiten über. Glücklich klopfte ich ihr den Hals und Harvey kaute zufrieden auf ihrem Gebiss herum. Ich war so froh, sie gekauft zu haben, denn ich hatte das Gefühl, noch sehr weit mit ihr zu kommen. Doch erst einmal war ich nun gespannt auf das A-Dressurturnier, an dem ich schon bald mit ihr teilnehmen wollte.

    [​IMG]
    Harvey Western E- A (Trail LK 5 - LK 4)
    21. November 2017; (c)Veija
    Bellamy
    "Du willst den Ausbildungsbetrieb wieder aufnehmen?", fragte Octavia mich und kratzte sich am Kopf. "Klar. Das ist doch eigentlich auch ein Grund gewesen, weshalb wir nicht sofort alle Pferde verkauft und uns aus dem Staub gemacht haben. Wir wollen das Erbe von Verena weiterführen- und das beinhaltet neben den Pferden nun mal auch den Ausbildungsbetrieb.", erklärte ich ihr und wartete auf ein zustimmendes Nicken, welches jedoch ausblieb. "Ich hab auch schon zwei Aufträge an Land ziehen können. Einen für dich, einen für mich. Was sagst du?" "Das meinst du nicht ernst, oder?", fragte Octavia mich ungläubig, doch ich erkannte ein verräterisches Glitzern in ihren Augen. "Einmal wäre da Black Lady. Eine wunderschöne Deutsche Reitpferdstute, mit einer Abstammung, die besser nicht sein könnte. Sie soll in Dressur von L auf M gebracht werden. Das wäre dann dein Job, O.", erklärte ich ihr langsam, damit sie sich alles merken konnte. "Dann wäre da Harvey. Eine Irish Sport Horsestute, die ich in Western, vermutlich Trail, von LK 5 nach LK 4 bringen soll. Auch ein talentiertes Tier, aber eine typische Stute, die gerne mal zickig wird. Fleißig ist sie allerdings über alle Maße. Wir können die beiden übrigens gleich am Flughafen abholen.", fügte ich an und stand vom Tisch auf, um mir meine Jacke zu holen. "Genauer gesagt... können wir sie jetzt abholen.", sagte ich mit Nachdruck und gab meiner Schwester zu verstehen, dass sie aufstehen und mich begleiten solle.
    Tatsächlich stand sie auf und nach einer halben Stunde waren wir am Flughafen und schauten uns die ankommenden und abhebenden Flugzeuge an. Der Flieger hatte schon zwanzig Minuten Verspätung, so langsam machten wir uns Sorgen. Durchsage nach Durchsage kam durch die Lautsprecher und gerade, als wir nachfragen wollten, kam der Aufruf, auf den wir gewartet hatten- der Flieger mit den beiden Pferden landete in zehn Minuten bei Gate 1. "Na endlich.", sagte ich und ging mit O im Schlepptau zur Information und besprach alles weitere zur Übernahme der Pferde.
    Eine erneute halbe Stunde später hatten wir die beiden Stuten in unseren Hänger verladen und waren auf dem Weg zum Blakes Crow Meadow. Dort stellten wir sie auf einen schattigen Paddock und ließen sie für den Rest des Tages in Ruhe, damit sie ihre Sedierung auskurieren, und erst einmal ein wenig ankommen konnten.

    Am nächsten Morgen war ich durch das Training der Vollblüter schon früh auf den Beinen. Um die Nachmittagszeit war es in New Mexico leider immer sehr warm, weshalb wir die Pferde nur morgens und abends trainieren konnten. Um acht Uhr stand ich also am Paddock von Harvey und Black Lady und beobachtete die Beiden beim Fressen. Octavia hatte heute leider sehr viel zu tun, weshalb sie erst heute Abend mit dem Training von Black Lady beginnen konnte. Meine Westernpferde hatten heute Ruhetag, weshalb ich schon jetzt mit Harvey anfangen konnte. Ich ging auf den Paddock, schnappte mir die schwarze Stute und ging mit ihr zum Putzplatz, wo ich sie anband und zunächst gründlich putzte. Ihr Temperament merkte man ihr sofort an. Wir hatten einige kleinere Streitereien, bis sie es dann schließlich einsah, mir ihre Hufe zu geben, ohne sie sofort wieder weg zu ziehen. Natürlich lobte ich sie dann immer, wenn sie ihren Job gut machte. Schließlich legte ich ihr ein Pad auf den Rücken, gefolgt von einem Westernsattel, den meine Jungpferde meistens trugen, da Harvey recht schmal gebaut war. Ich betrachtete den Sattel und probierte noch zwei andere aus, um auch einen zu finden, der richtig passte. Schließlich fand ich einen und hängte an den Sattelbock einen kleinen Zettel, damit mir dieser Sattel für die nächsten Tage freigehalten wurde und immer zur Verfügung stand. Auch eine passende Trense hatte ich da, so dass wir endlich auf den Platz gehen konnten. Harvey schien sich auch langsam an den schwereren Sattel zu gewöhnen, so dass sie beim Nachgurten auch ruhig stehen blieb und keine Faxen machte. Ich zog mir noch meinen Reithelm an und schon konnte ich aufsitzen. Bis auf ein paar Schrittstangen hatte ich nichts auf dem Platz aufgebaut, da ich sie erst einmal ein wenig kennen lernen wollte. Im Schritt und Trab wärmte ich sie typisch Western auf, das heißt ich ließ ihr die Zügel sofort etwas länger, um zu sehen, wie sie darauf reagierte. Dabei merkte ich, dass sie des öfteren gegen meine Hand arbeitete, sich zwar anstrengte ich sie aber doch ein wenig überforderte. Also nahm ich die Zügel auf und arbeitete sie so weiter. Das klappte sofort besser und ich merkte, wie sie sich auf mich einließ und mir zuhörte.
    Nach dem Aufwärmen ritt ich sie ein paar ganze und halbe Bahnen sowie Zirkel in allen Gangarten. Es war wirklich gewöhnungsbedürftig auf einem Pferd zu sitzen, welches so einen schwungvollen Galopp hatte- ganz anders als meine Quarter und Paints. Sie reagierte aber wirklich super, sodass ich sie schließlich auch ein paar Mal über die Schrittstangen laufen lief. Ich ritt sie auch zwischen den Stangen hindurch, hielt sie an und ließ sie rückwärts richten. Mit dem Anhalten aus dem Trab hatte sie doch sehr große Probleme, so dass ich sie immer mal wieder aus dem Schritt und Trab anhielt. Aufgrund ihrer Dressurerfahrung konnte sie sehr langsam traben, was ihr das Anhalten sehr erleichterte.
    Zum Schluss der Einheit ritt ich sie noch ein wenig im gemütlichen Schritt trocken, ehe ich sie am Putzplatz absattelte und wieder auf den Paddock brachte. Heute Abend würde ich sie nochmal an die Longe nehmen, um ein wenig mehr Stangenarbeit zu absolvieren.

    Octavia
    Ich war gerade dabei die letzte Box meiner Schicht zu misten, als Travis zu mir in die Box kam. "Ich hab meine Boxen fertig, kann ich Bellamy zuschauen gehen? Er trainiert grade Harvey auf dem Platz.", erklärte er mir und ich nickte. "Bring mir mal die Schubkarre und dann komm ich gleich mit.", wies ich ihn an, legte den halbleeren Sack mit Einstreu auf den Karren und fuhr ihn in die Stallgasse. Zusammen mit Travis ging ich nun also zum Platz, wo Bellamy Harvey an der Longe über Schrittstangen gehen ließ. "Das sieht doch schon gut aus, sie passt wirklich super auf.", lobte ich die Beiden und setzte mich auf den Zaun. Bellamy rief Travis irgendwann zu sich, damit er den Abstand der Stangen veränderte, so dass er Harvey auch im Trab drüber schicken konnte. Sie machte sich wirklich gut und gab sich viel Mühe. Bellamy lobte sie ganz fleißig und hörte nach circa zwanzig Minuten auch wieder auf. "Trav kommst du mit zu Black Lady? Ich wollte sie gleich satteln.", fragte ich meinen Mitarbeiter und er nickte freudig. Zusammen gingen wir zu der pechschwarzen Stute, nahmen sie aus dem Paddock und brachten sie zum Putzplatz, wo wir sie gründlich putzten und schließlich sattelten. Da ich sie in der Dressur förderte, hatte sie sogar ihren eigenen Dressursattel mitbringen können.
    Schneller als gedacht waren wir auf dem Reitplatz, wo ich einmal nachgurtete und dann aufstieg. Black Lady schien von Anfang an sofort zu wissen, was von ihr verlangt wurde. Ich wärmte sie also im Schritt, Trab und Galopp ein wenig auf. Dabei achtete ich darauf, dass ich sie wirklich korrekt in Stellung ritt und auch einige Bahnfiguren einbaute. Nach und nach baute ich dann die verschiedenen Tempos der einzelnen Gangarten ein. Angefangen vom starken Schritt über den versammelten Trab bis hin zum Arbeitsgalopp, Lady machte eine gute Figur. Um zu wissen, wo sie dressurmäßig stand, ging ich die Lektionen der Klasse L noch einmal durch.
    Ich fing an mit den verschiedenen Schlangenlinien. Dabei ging es zunächst um Schlangenlinien im Schritt und Trab, bevor welche im Galopp mit einfachen Galoppwechseln folgten. Lady fiel es etwas schwer umzuspringen, doch nach ein paar Versuchen bekam sie das super hin. Es folgten die verschiedenen Volten und Kehrtvolten, ehe ich noch ein paar Zirkel auf beiden Händen einbaute. Ich fragte noch einige Dinge wie zB. die Kehrtwendung ab, ehe ich von ihrem Niveau überzeugt war und mit den M Lektionen anfing. Heute kümmerte ich mich vor allem um den starken Schritt, den starken Trab und den starken Galopp sowie Übergänge zwischen den einzelnen Gangarten und das Halten aus dem Galopp.
    Man sah Lady richtig an, wie sie sich anstrengte und wirklich ihr bestes gab. Dabei wollte ich es heute auch belassen, in den nächsten Tagen hatten wir noch genug zu tun.

    Bellamy
    Die nächsten Tage hatte ich mir jeweils morgens und abends einige Zeit freigeschaufelt, so dass ich genug Zeit hatte, mit Harvey zu trainieren. Ich hatte mir eine ältere Pattern gesucht, die ich mit ihr machen wollte. So stand ich schon früh morgens auf dem Platz und richtete alles her, bevor mir einer meiner Mitarbeiter die Stute brachte. Ich gurtete nach, stieg auf und ritt sie gründlich warm. Von Tag zu Tag konnte ich sie besser am lockeren Zügel reiten, da sie verstanden hatte, was ich von ihr wollte.
    Am zweiten und dritten Tag übte ich das reiten über Stangen- sei es im Schritt oder im Trab. Zwei, drei oder vier Stangen, Harvey meisterte diese Hindernisse solide. Das stehenbleiben in einem Viereck war auch kein Problem. Lediglich bei der 360° Wendung hatte sie am Anfang Probleme. Jedoch nichts gravierendes, was man nicht hätte aus der Welt schaffen können. Am vierten und fünften Tag verfestigte ich diese Trainingsschritte, brachte noch die Brücke, das Tor und parallele Stangen hinzu, in die wir hinein ritten und rückwärts wieder raus. Am sechsten Tag hatte die Stute Ruhetag, ehe wir am siebten Tag die Pattern einmal von vorne bis hinten durchritten.
    Ich war sichtlich zufrieden mit der Stute, so dass ich Denise eine Nachricht schickte, wann wir ihr Pferd mit dem Flieger in die Heimat schicken können.
    Auch bei Octavia klappte alles reibungslos. An den Tagen zwei bis fünf trainierte sie fleißig mit Black Lady. Genauso wie ich, eine Einheit am Morgen, eine am Abend. Neben den Lektionen, die sie schon kannte, kamen nach und nach Dinge wie Traversalen, Travers, fliegende Galoppwechsel und einige neue Variationen der Schlangenlinien hinzu. Am siebten und letzten Tag bei uns auf dem Blakes Crow Meadow ritt Octavia eine Kür, die es durchaus in sich hatte, da ab der Klasse M auf Kandare geritten wurde. Lady schien damit jedoch absolut klar zu sein und so riefen wir zufrieden bei Rin Simboly an, wann wir ihr Pferd auf die Heimreise schicken könnten.
    Schon am nächsten Tag waren wir auf dem Flughafen und verabschiedeten zwei total talentierte Pferde in ihr Zuhause.

    Die Kür
    Am langen Zügel trottete Harvey über den Abreiteplatz. Die junge Stute hatte zahlreiche Turniere in der letzten Saison hinter sich, sodass der Turnieralltag für sie schon längst zur Gewohnheit geworden war. Dementsprechend gelassen betrachtete sie das Gewusel und die vielen Menschen, die hektisch, mit und ohne Pferd, über das Hofgelände liefen. Ein bisschen aufgeregt war ich heute tatsächlich selber auch, denn die Kür für Harveys Krönung stand kurz bevor. Ich kontrollierte noch einmal den Sattelgurt und fing schließlich an, meine Stute im Trab warm zu machen. Wir drehten einige Zirkelrunden, bevor ich mit Handwechseln, Schritt-Trab Übergängen und Schlangenlinien weitermachte. Harvey trabte schön an meine Hand und war sehr fein im Maul. Nach einer kurzen Schrittpause ging ich zur Galopparbeit über. Harvey schnaubte zufrieden ab und schon kurz darauf wurden wir aufgerufen.
    Wir verließen den Abreiteplatz und ich begrüßte, auf dem neben dem Abreiteplatz liegenden Reitplatz, die Richter. Aus der Mitte trabte ich an und ging auf die rechte Hand. Harvey und ich waren dank der vielen Turniere zu einem sehr guten Team geworden und sie wusste schon bei der kleinsten Bewegung, was ich von ihr wollte. Wir zeigten den Richtern ein paar Seitengänge und Bahnfiguren im Schritt und im Trab. Ich parierte Harvey durch, ließ sie rückwärts gehen und galoppierte schließlich aus dem Schritt heraus an. Im Galopp wechselten wir durch die ganze Bahn, bevor ich schließlich zum Schritt durchparierte und in die Mitte ritt, um mich von den Richtern zu verabschieden.
    Überglücklich klopfte ich Harvey den Hals, während ich am langen Zügel vom Platz ritt. Ich war mehr als zufrieden mit der Kür und der Leistung von Harvey. Natürlich mussten wir noch aufs Ergebnis warten, doch ich fuhr mit einem sehr guten Gewissen zurück auf die Küstenranch.

    1839 Zeichen / gezählt mit Charcount


    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Feb. 2018
    Rinnaja gefällt das.
  5. Flair

    Flair mit dem wilden poney

    Meine Teilnahme mit
    Jonquil

    [​IMG]

    [​IMG]
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    JONQUIL
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Grunddaten:

    Rasse: Englisches Vollblut
    Geburtsjahr: 2012
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 1,67
    Farbe: Apfelschimmel
    Abzeichen: 4x weiße Fessel
    Besitzer: flairi
    Ersteller/Züchter: flairi
    VKR: flairi
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Abstammung:

    von: unbekannt
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: unbekannt
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Zuchtdaten:

    Zur Zucht zugelassen: nein
    Nachkommen: keine
    Eingetragene Zucht: -
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Charakter:

    Jonquil ist eine kleine, zurückhaltende Vollblutstute. Unter anderen Pferden verhält sie sich ruhig, geht
    Streitereien jedoch vorzugsweise aus dem Weg. Unterm Sattel ist sie fleißig, arbeitswillig und legt ein
    angemessenes Temperament an den Tag. Allerdings ist sie nicht besonders leicht zu reiten, da sie ihren
    eigenen Kopf hat, welchen sie gerne durchsetzen möchte. Daher ist es ratsam, unerfahrene Reiter von
    ihr fern zu halten - nicht nur um des Pferdes Willen, sondern auch um des Reiters Willen. Während
    sie sich im Dressurviereck immer wieder neue Unarten ausdenkt, blüht sie im Springparcours richtig
    auf, sofern ihr Reiter ihr die nötige Sicherheit am Sprung bietet, springt sie jedes Hindernis.
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Ausbildungstand:

    Dressur: E
    Springen: L
    Gelände: E
    Distanz: L
    Rennen: S
    Western: E
    Fahren: E

    Schwerpunktdisziplinen: Springen
    Eignung: Springen, Distanz, Gelände, Galopprennen
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Turnier- und Zuchterfolge:

    2. Platz beim 310. Distanzturnier
    2. Platz beim 444. Springturnier
    2. Platz beim 313. Distanzturnier
    2. Platz beim 399. Galopprennen
    2. Platz beim 450. Springturnier
    3. Platz beim 403. Galopprennen
    2. Platz beim 412. Galopprennen
    1. Platz beim 414. Galopprennen
    3. Platz beim 342. Distanzturnier
    3. Platz beim 357.Militaryturnier

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    _________________________________________
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    [​IMG]
    World Horse Training by the Southkorean Horse Federation

    30.09.2017 | Galopprennen E-A

    Trainingsbericht für Jonquil,
    Aus der Sicht von Sir Sobong


    Es war früh am Morgen, als der Pferdehänger auf den Hof des Pandora Studs fuhr und mit einem lauten Hupen zum Halten kam. Sobong Yoon-Tsela, welchen hier alle nur Sir Sobong nennen, schreckte von der Gartenarbeit mit seiner Frau hoch und sah verdutzt zum Hofeingang. So früh hatte er die Besitzer nicht erwartet. Hastig zog er die Jacke aus und klopfte den Dreck von seiner Hose. „Ich bin gleich wieder da“, sagte er zu seiner Frau, die gerade das Blumenbeet aushob und ging auf den Hänger zu. Ein freundlich aussehender Mann stieg aus und reichte ihm seine Hand. „Mannaso Bankawoyo!“, rief Sir Sobong während er die freundliche Handgeste entgegennahm. Der junge Mann sah Sir Sobong etwas verwirrt an. Sir Sobong verstand es erst jetzt. „Oh – Verzeihung.“ Er grinste. „Guten Tag“, sagte Sir Sobong nickend. Der junge Mann lächelte, begrüßte Sir Sobong ebenfalls und stellte sich als Philipp Gerdes vor, ein Bereiter des Gestüts von der Nordwacht. Auch Sir Sobong stellte sich ihm kurz vor und begann mit ein wenig Smalltalk. „Wie fahr der Flug?“ Philipp Gerdes begann zu grinsen. „Mein erstes Mal hier in Südkorea, doch bis jetzt finde ich es sehr schön!“ Sir Sobong lächelte zufrieden und nickte. „Gut wir bringen dann ihr Pferd erst in den Roundpen und geben ihm die Zeit, die er braucht, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.“ Freundlich nickte ihm Philipp Gerdes zu und führte ihm zum Hänger. „Okay, dass ist Jonquil, eines unserer Englischen Vollblüter auf unserem Hof. Sie ist eigentlich eine sehr nette Stute“, sagte er grinsend, währen er die Hängertür öffnete und die Schimmelstute herausführte. „Aber naja.“ Sir Sobong lachte zustimmend. Er verstand. Etwas ungeduldig jedoch sah er sich um, nach Kim Wookjin, der neue Ausbilder auf dem Pandora Stud, der Sir Sobong bei dem Training der Vollblutstute helfen wollte. Jedoch war er nirgends zu sehen. Sir Sobong rannte deshalb kurz hinüber zu seiner Frau und gab ihr Bescheid, dass er sich um das Pferd kümmern wird und erst später zum Kochen wieder zurückkommen würde. Sie nickte nur seufzend und konzentrierte sich wieder auf die Gartenarbeit. Auf dem Weg zum Roundpen stotterte Philipp Gerdes ein wenig. „Dürfte ich wissen, was sie da vorhin zu mir gesagt haben?“ Sir Sobong lächelte. Er wusste, dass Philipp aus Deutschland kommt und kein Wort koreanisch sprach. „Mannaso Bankawoyo?“ Philipp nickte. „Das ist ein Ausdruck für eine Begrüßung. Wir in Südkorea legen sehr viel Wert auf die Höflichkeit in unserer Sprache. Mannaso Bankawoyo sagst du meistens zu Fremden, die du noch nie gesehen hast und jünger als du selbst sind. So kann man aus unseren Gesprächen hören, wie die Personen zueinanderstehen.“ Philipp sah etwas verwirrt um sich. „Ganz schön kompliziert“, gab er dann von sich und brachte Sir Sobong zum Lächeln. Praktisch das der alte Indianer mehrere Sprachen sprechen konnte, da Menschen aus aller Welt zu ihm kamen. Eine Sprache haben sie jedoch alle gemeinsam – die Sprache der Pferde. Er musste bei dem Gedanken schmunzeln. So poetisch dachte er selten. Er schüttelte kurz den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die Neuankömmlinge. Jonquil durfte sich auf dem Roundpen kurz austoben und zur Ruhe kommen, bis sie sich ein wenig an die neue Umgebung gewöhnen konnte. Dann wurde sie in ihre Box gebracht und Philipp Gerdes und Sir Sobong gingen hinüber ins Wohnhaus, um die nächsten Wochen zu besprechen. Jonquils Training würde sich über mehrere Wochen erstrecken. Die ersten beiden Wochen gehören der Gewöhnungsphase an. Jonquil wird trainiert, um die richtigen Muskeln aufzubauen und durchläuft ein Gelassenheits- und Schrecktraining. Wenn sie sich dann soweit eingelebt hat, kommt die Gewöhnung an Sattel und Trense und wird von einem erfahreneren Reiter eingeritten. Zuerst kommt die Gewöhnung an die Bahn und die Startbox. Von Anfang an wird jedoch gleich ein ausgebildetes Rennpferd dabei sein, welches als Unterstützung für Jonquil dienen soll und um später in Jonquil den Willen zum Gewinnen zu wecken. Für Philipp Gerdes hieß es erst einmal Training, bevor er mit Jonquil die ersten Runden auf der Bahn drehen könnte. Gewöhnung an die neue Sitzhaltung und die Kontrolle über das Pferd. Sir Sobong wollte ihn deshalb gleich am Abend in der Reithalle sehen. Philipp entdeckte dort eine schwarze Rappstute aufgesattelt neben Sir Sobong stehen. „Philipp, dass ist Warrior Gun.“ Philipp berührte vorsichtig die Nüstern der Rappstute. „Ich werde dich heute gleich ein wenig einweisen in den Rennsport. Einverstanden?“ Philipp nickte. Sir Sobong ließ Gun sich erst ein wenig an der Longe warmlaufen. Später stieg Philipp auf ihren Rücken und sollte die Beine hängen lassen. Man sah ihm an, dass es sich für ihn komisch anfühlte, auf so einem kleinen Sattel zu sitzen, doch Philipp gab sich größte Mühe alles richtig zu machen. Später sollte er in die Steigbügel steigen und ein paar kleine Übungen auf Guns Rücken machen, um sein Gleichgewicht zu schulen. Bis zum Ende der Woche sollte Philipp schon die erste Runde auf der Ovalbahn drehen.
    Jonquil war erst am nächsten Morgen wieder an der Reihe. Ihr Training übernahm jedoch nicht Sir Sobong, sondern Kim Woojin, welcher schon etwas länger dabei war und viel Erfahrung in der Ausbildung von Pferden im Rennsport sammeln konnte. Er nahm Jonquil mit in den Roundpen und ließ sie ein wenig an der Longe laufen. Vertrauensaufbau war jetzt an der Reihe. Das Leben eines Rennpferdes ist sehr hektisch und unruhig. Die Gewöhnung an Sattel, Trense und Reitergewicht würde nicht in der Reithalle oder im Roundpen stattfinden, sondern in ihrer Box. Dort sind Rennpferde am ruhigsten und können besser auf Training oder Rennen vorbereitet werden. Das Gelassenheitstraining würde immer mal wieder mit einfließen. Da Jonquil erfolgreich ist in anderen Disziplinen, wollte Woojin nicht so viel Wert auf Muskelaufbau und Gelassenheit legen. Ihm war wichtiger, dass Jonquil erst einmal sicher unter dem Sattel wird und lernt sich unter dem Reitergewicht auszubalancieren. Nach circa zehn Minuten beendete er das Training im Roundpen und brachte sie zurück in ihre Box. Später würde er sie wiederholen und weiter longieren.
    Am Abend kam dann auch Sir Sobong dazu. Er beobachtete Woojin ganz genau, wie er Jonquil führte und Kommandos gab. Er sah sehr zufrieden aus. Woojin gab Jonquil frei und kam aus dem Roundpen. „Ich denke sie ist schon bereit für die Gewöhnungsphase.“ Sir Sobong nickte ihm zu. Woojin drehte sich zu Philipp. „Also, wir werden nun damit beginnen, Jonquil an Sattel und Trense zu gewöhnen. Das findet aber alles in ihrer Box statt. Erst später lassen wir sie dann im Roundpen laufen. Da Jonquil das Reitergewicht ja schon kennt, können wir da gleich in die Halle gehen.“ Philipp nickte. „In drei Wochen kommt sie dann das erste Mal auf die Bahn.“ „Und bis dahin bist du ein Rennprofi“, warf Sir Sobong ein. Grinsend wendete sich Philipp wieder Jonquil zu. Er bekam für heute den Auftrag, sich den restlichen Abend um Jonquil zu kümmern. Vertrauensaufbau.
    Es vergingen zwei Tage Training in Roundpen und Halle an der Longe und an der Hand, bis Woojin und Sir Sobong sich morgens vor Jonquils Box trafen. Philipp stand schon früh auf, um Jonquil zu versorgen. Sir Sobong wartete draußen vor der Box. Woojin legte vorsichtig den kleinen Sattel auf Jonquils Rücken, während Philipp sie hielt und liebevoll kraulte. Jonquil machte keine Anzeichen, dass es ihr unangenehm war. Stattdessen hörte sie aufmerksam Philipp zu. Woojin war erleichtert. So könnte das Training ruhig öfters laufen. Das wiederholten sie mehrmals am Tag, bis sie Jonquil dann auch mal aufgesattelt aus der Box holten du für wenige Minuten über den Hof führten. Sie nahm den Sattel wunderbar an. Jedoch fehlten noch das Reitergewicht und das Ausbalancieren, womit die meisten Pferde ein Problem hatten. Es ist ungewohnt für die Pferde, vor allem wenn sie erst so spät eingeritten werden. Während Woojin Jonquil die ersten Runden mit Sattel und Trense im Roundpen drehen durfte, ging das Training für Philipp auch weiter. Er war nun schon soweit die erste Runde auf der Ovalbahn zu drehen. Davor hieß es aber aufwärmen. Zusammen mit ein paar anderen Pferden, ritten sie sich im Schritt warm und beschleunigten erst später ein wenig. Das hochwerfen auf den Pferderücken war sehr komisch für Philipp und er müsse sich auch erst ein wenig daran gewöhnen, dass Pferd immer in Bewegung zu halten, erst recht, wenn sie zappeln oder bocken. Das ruhige Stehen kennen die wenigstens Rennpferde. Gun ist jedoch nicht so extrem wie manche anderen Pferde. Nach dem Aufwärmen im Schritt ging es für 20 Minuten in den Trabring. Dann folgten die Galoppeinheiten. Bei dem Training wird ein Pferd jedoch sehr selten an seine Grenzen gebracht. Es sind mehr kurze Strecken auf hoher Geschwindigkeit, die die Ausdauer trainieren sollen. Nach dem Training ritten alle noch ein paar Runden im Kreis, um die Pferde runterzubekommen und brachten sie später versorgt zurück in ihre Boxen. Das Training wiederholte sich die nächsten Tage, bis Sir Sobong sich sicher war, dass Philipp das Prinzip des Rennreitens verstanden hatte. Jonquil war nun auch bereit für das Reitergewicht. In der Halle warteten schon zwei andere Pferde die schon im großen Volten warmgeritten wurden. Jonquil wurde von Sir Sobong an der Longe geführt und sich ebenfalls aufzuwärmen. Aufgesattelt wurde sie schon in der Box. Woojin kletterte später auf ihren Rücken und ließ sich einige Runden führen. Er war schon gespannt auf Jonquils Reaktion, wenn er auf ihren Rücken geworfen werden würde. Nach circa 5 Minuten stellte er seine Füße in die langen Steigbügel und begann für ein paar Sekunden seinen Oberkörper anzuheben und ihn wenig später wieder zu senken. Jonquil schnaubte ein wenig unsicher. Je kürzer die Steigbügel wurden, desto langsamer wurde sie und desto mehr begann sie ein wenig zu zicken. Deshalb entschloss Sir Sobong jetzt schon dazu, die anderen beiden Pferde dazu zu holen. Jonquil beruhigte sich etwas, doch das leichte ausbalancieren gefiel ihr nicht wirklich. Mit der Zeit würde sie sich aber daran gewöhnen.
    Es dauerte knappe zwei Wochen, bis Woojin das erste Mal ohne Longe durch die Halle reiten konnte. Die Steigbügel waren jedoch noch so kurz, dass er sich normal auf ihren Rücken setzten konnte. Jetzt hieß es aber nicht nur schneller zu werden, sondern auch Jonquil die Reiterhilfen zu erklären. Da man durch den Sitz des Rennreiters nur bedingt Hilfe geben kann, läuft dass alles über Stimme, Zügel und Gerte. Jonquil nahm die leichten Hilfen über die Stimme und Zügel gut an. Sie ließ sich gut treiben, selbst ohne Gerte. Heute war der Tag gekommen an dem die Steigbügel sehr gekürt werden. Jonquil hatte sich daran jedoch schon gewöhnt und trabte brav durch die Halle. Woojin und Sir Sobong nickten sich begeistert zu. Philipp sah zwischen den beiden hin und her. Jonquil war bereit für die Ovalbahn. Dazu trafen sich alle am nächsten Tag auf der Ovalbahn. Die zwei anderen Pferde aus dem letzten Training waren dabei, um Jonquil ein wenig Sicherheit zu geben und ihren Ehrgeiz zu wecken. Im Schritt wurden die Pferde warm geritten, dann ging es wieder in den Trabring. Die Gewöhnung an die Startbox würde erst später am Tag folgen. Jetzt war es erst einmal wichtig, dass Jonquil ohne große Probleme durch die Bahn galoppierte und sich dabei gut ausbalanciert. Die anderen beiden Pferde ritten voran und Jonquil mit Woojin hinterher. Die ersten drei Runden waren noch etwas langsamer, bis sich Woojin der Meinung war, dass Jonquil sich sicher fühlte und beschleunigte ein wenig. Das Jonquil galoppierte jedoch immer sehr brav hinter den beiden anderen Pferden hinterher und machte keine Anzeichen sie überholen zu wollen. Dieser Ehrgeiz würde später, wenn sie dann richtig Speed hat, kommen. Das Training verlief gut. Woojin war sehr zufrieden. Das erste Training diente dazu, Jonquils Stärken und Schwächen zu erkennen. Sie hatte gut die Hilfen von des Jockeys angenommen und sie balancierte sich unter dem Sattel sehr gut aus. Das durchziehen und der Ehrgeiz würden mit der Zeit kommen.
    Beim zweiten Training für den Tag, fühlten sich beide für die Startbox bereit. Woojin Herz klopfte, denn er wollte nicht aus dem Sattel segeln, wenn sich die Türen ruckartig öffnen würde. Alle warteten sie gespannt in ihren Boxen. Jonquil mochte die Enge nicht und wurde unruhig. Die Türen sprangen auf und die Pferde rasten raus, bis auf Jonquil die sich erschrocken hatte und sich erst nicht aus der Box traute. Woojin konnte sich dann nur schwer auf ihrem Rücken halten. „Alles gut?“, fragte ihn Sir Sobong. Woojin nickte und gab ein Handzeichen für eine Wiederholung. Jonquil spielte mit den Ohren, während Woojin sich nach vorne lehnte und sie versuchte zu beruhigen. Das zweite Mal klappte es schon besser. Jonquil sah diesmal wie die anderen Pferde losgaloppierten und rannte ihnen regelrecht nach. Sie wiederholten es so oft, bis Jonquil ohne zu zögern aus der Box rannte und gut auf Woojins Hilfen achtete.
    Jonquil hatte eine sehr gute Ausdauer die sich auch im Training zeigte. Beim nächsten Training wurden das erste Mal ihre Zeiten auf 800m Meter gemessen. Sie waren recht gut, jedoch war da noch viel Luft. Das lag jedoch daran, dass sie es noch nicht verstanden hatte, als erste durchs Ziel zu rennen. Trotzdem war sich Woojin ziemlich sicher, dass Jonquil ein Meiler war. Sie hatte viel Ausdauer und hielt die mittleren Strecken sehr gut durch. Die Schnelligkeit würde mit dem Ehrgeiz kommen.
    Die Grundkenntnisse hatte Jonquil. Sir Sobong und Woojin steigerten in der nächsten die Strecken auf 1500m und und 2000m. Jonquils Zeiten waren sehr gut für ihre Verhältnisse. Sie begann mit der Zeit zu verstehen, an den anderen Pferden vorbei zu ziehen und schneller als sie zu sein. Als dann Philipp das erste Mal aufsaß, übertrug sich die Nervosität ein wenig auf Jonquil. Das Training verlief jedoch super und Woojin und Sir Sobong erkannten, dass ihre Arbeit hier getan war. Nach einigen Tagen fühlte sich auch Philipp sicherer. Jonquil war auf den kurzen und mittleren Strecken super und es gab noch viel Potential nach oben. Die Zeit verging schnell nach Woojins Meinung. Er hätte gerne weiter trainiert, doch für Jonquil war die Zeit auf Pandora nun vorbei. Sie würde mit Philipp nun wieder nach Hause gehen und dort weiter trainiert werden. Alle halfen mit, Jonquils Zubehör ins Auto zu räumen und die Stute einzuladen. „Sie können uns jederzeit anrufen wenn es Probleme gibt!“, sagte Sir Sobong freundlich und schüttelte Philipps Hand. „Kamsahabnida!“, antwortete er und zwinkerte den Beiden zu. Sir Sobong musste wieder grinsen und nickte Philipp zum Abschied zu. Dieser Stieg ins Auto und fuhr vom Hof. Woojin beobachtete Sir Sobong. „Kamsahabnida“, murmelte er kichernd. „Nimm dir mal ein Beispiel an ihm. Er ist wenigstens engagiert“, sagte Sir Sobong kalt zu ihm und verschwand ihm Wohnhaus. Woojin schüttelte verwirrt den Kopf und ging zurück in den Pferdestall, wo er den Pflegern half die restlichen Pferde zu versorgen.

    15030 Zeichen mit Leerzeichen by peachyes
    geprüft auf woeter-zaehlen.de
    [​IMG]
    08.02.2018 | Dressurtraining von E-A

    Trainingsbericht für: Jonquil
    Aus der Sicht von: Janina Lohmann


    Noch vor 6 in der Früh war ich im Stall, um mit Jonquil zu trainieren. Später würde auch noch eine Trainingseinheit mit Galantis anstehen, jedoch wollte ich mich zuerst mit Jonquil befassen. Jonquil war schon auf den Beinen und döste in ihrer Box, den Kopf hielt er durch das Außenfenster nach draußen in die Sonne, als würde er die Strahlen für den heutigen Tag tanken wollen. "Na Kiki, wie gehts dir heute?", begrüßte ich die zierliche Stute. Als sie ihren Kopf in meiner Richtung drehte grummelte sie mich freudig an und die Sonne strahlte auf ihren Rücken mit diesen kleinen Dapples, die ich so sehr an ihr mag. Jonquil brummelte mich an und ich schob ihr eine halbe Möhre zu. Sie kaute genüsslich, während ich ihren Kopf kraulte und ihr anschließend das Halfter überstrich. Ich holte sie zum Putzen aus der Box. Das kurzes Fell glänzte und fühlte sich seidig an, wenn ich darüber Strich. Nachdem ich ihren Schweif verlesen und seine Hufe ausgekratzt hatte, holte ich ihren Dressursattel, die Trense, die schwarzen Dressurgamaschen und Glocken. Als das Pferd gesattelt und gezäumt da stand, musterte ich die Stute noch einmal, und Prüfte den Freiraum am Widerrist. Als ich ihn Richtung Reithalle führte, muss ich sie wohl aus einem Tagtraum gerissen haben, denn sie stöhnte kurz, als ich sie aufforderte, loszugehen.
    In der Reithalle gurtete ich nach und saß auf, währenddessen stand sie ganz still da, und wartete geduldig auf mein Zeichen zum losgehen. In der Schrittphase baute ich Seitengänge ein. Jonquil war vom Dressurturnier vor zwei Tagen noch immer recht verspannt, weshalb ich es langsam angehen ließ. Nach Schenkelweichen und Schulterherein auf beiden Händen schnaubte sie zufrieden ab und kaute leise auf seinem Gebiss. Ich fasste die Zügel nach, und ließ Jonquil antraben. Ihre Tritte waren raumgreifend und schwungvoll. Ich ließ sie erst einmal einige Runden ganze Bahn am lockeren Zügel traben, bevor ich sie aufnahm und einige leichte Hufschlagfiguren in die Trabphase einbaute. Auf der rechten Hand ging sie gut und ließ sich locker Biegen, auf der linken war sie noch recht spannig. Ich löste dieses Problem, indem ich auf der rechten Hand mit Außenstellungen und Übertreten auf dem Zirkel arbeitete. Jonquil schnaubte vergnügt, stand gut an meinem Zügel und hielt sich selbst in Position. Nun war sie auch auf der linken Hand zulässiger für meine Hilfen. An der Galopparbeit hatte Jonquil besonders viel Spaß. Sie schnaubte eifrig bei jedem Galoppsprung, ließ sich dabei gut versammeln und verstärken. Ich ließ sie im Arbeitsgalopp auf den Zirkel gehen und verkleinerte diesen langsam aber sicher, bis wir auf den Radius einer engen Volte angelangt waren. Ich versammelte Jonquil so gut ich konnte und spürte, wie gut sie mit ihrer Hinterhand unter den Schwerpunkt setzte. Ich lobte sie, vergrößerte den Zirkel wieder und wechselte schließlich aus dem Zirkel von der rechten auf die linke Hand. Ich wiederholte die Zirkelübung auch links, was meines Erachtens nach wirklich gut klappte. Zwar ließ Jonquil sich nicht so gut versammeln wie auf der rechten Hand, sprang jedoch genügend unter und ließ sich auch so zurücknehmen, dass wir den Radius einer kleinen Volte erreichen konnten. Ich parierte die Stute durch zum Trab, und ließ die Zügel lang. Für heute hatte sie sich gut gemacht. Ich klopfte seinen Hals, und beschloss, sie über den Hof trocken zu reiten. Ich lenkte Jonquil aus der Halle, und freute mich, als uns draußen die strahlende Sonne ins Gesicht schien. Wie aufs Stichwort kam uns Isa entgegen. "Guten Morgen", rief sie uns zu, "du bist heute aber früh! Ich bin eben im Stall und mache Frühstück fertig. willst du auch einen Kaffee?" Ich freute mich: "Guten Morgen! Ja mach für mich einen mit, bitte. Ich gehe noch eine Runde Schritt mit Kiki, dann geselle ich mich zu dir." "Alles klar!" Isa rauschte in den Stall. Besser konnte ein Tag wohl nicht beginnen.
    [​IMG]

    08.12.2017 | Ankaufsuntersuchung

    Tierarztbericht für Valerian, Jonquil & Galantis
    Aus der Sicht von Mazikeen Gwynedd


    Es war ein verregneter Morgen und vor allem war es eisig kalt. Ich kuschelte mich tiefer in meine Winterjacke und schlüpfte auf dem Weg zum Auto in meine Handschuhe. Dennoch freute ich mich heute auf meinen Besuch auf dem Gestüt von der Nordwacht. Die Pferde waren in einem ausgezeichneten Zustand und es waren wirklich hübsche und interessante Tiere dabei. Meine Aufgabe war es heute, drei Neuankömmlinge durchzuchecken.
    „Guten Morgen.“, sagte ich lächelnd, als ich ausstieg und mir ein junger Mann entgegen kam. Er streckte mir seine Hand entgegen und stellte sich als Philipp vor. „Mazikeen.“, entgegnete ich freundlich und wandte mich kurz von ihm ab, um meine Tasche zu holen. Gemeinsam gingen wir zum Putzplatz, wo zwei Stuten auf uns warteten. Wie gewohnt waren die Pferde bereits vorbereitet und so konnte ich zügig meine Arbeit erledigen. Eine große Hilfe, vor allem wenn ich alleine unterwegs bei meinen Patienten war. „Beginnen wir mit Jonquil.“, schlug Philipp vor und ich nickte zustimmend. „Sie ist 2012 geboren, eine junge Stute mit viel Talent fürs Springen.“, berichtete er, während ich in meine Einmalhandschuhe schlüpfte und mein Stethoskop zur Hand nahm. Kurz begrüßte ich den Apfelschimmel, welche ruhig da stand und das Geschehen beobachtete. Wie gewohnt hörte ich auf Herz und Lunge und wie erwartet waren weder Atemgeräusche, noch Herztöne zu vernehmen. „Soweit alles gut, gleich kontrolliere ich Herz und Lunge noch einmal nach kurzer Belastung.“, sagte ich und richtete mich auf, um mit der restlichen körperlichen Untersuchung zu beginnen. Zunächst tastete ich ihre Lymphknoten auf Schwellungen ab, testete die Beweglichkeit der Gelenke, prüfte ihren Rücken auf Druckschmerz und checkte zu guter Letzt ihre Reflexe. „Auch der Bewegungsapparat ist in Ruhe einwandfrei. Ihr Futterzustand ist gut, das Fell glänzt, ist dicht, man kann keine Hautkrankheiten erkennen und auch keine äußeren Verletzungen.“, fasste ich für den jungen Mann weiter zusammen und nahm mir dann den Kopf vor. Auch die Schleimhäute in Maul, Nüstern und Augen waren intakt, kein Ausfluss und keine Rötungen waren zu erkennen. Jonquil ließ die Untersuchung brav über sich ergehen, was mich durchaus überraschte. Auch das Maul ließ sie sich aufdrücken und ich nickte leicht. „2012 kommt gut hin, die Zähne sind in Ordnung. Ich messe noch Temperatur, nehme Blut ab und dann gehen wir zur nächsten Patientin.“, sagte ich und machte mich sogleich daran. „Fein.“, sagte ich schließlich, als ich auch die Temperatur der Stute kontrolliert hatte und das Thermometer desinfizierte. Auch eine Vene zur Punktion war schnell gefunden und die Röhrchen füllten sich. Zuletzt lobte ich sie erneuert. „Ein braves Mädchen bist du.“, sagte ich lächelnd und rieb ihr die Stirn. „Sie ist wirklich ruhig, nicht wahr?“, sagte ich zu Philipp und vernahm das Schmunzeln in seinem Gesicht. „Warte ab, bis du sie unter dem Reiter siehst.“, sagte er belustigt und ich hob eine Augenbraue. „Soso. Dann drehst du also auf.“, sagte ich lachend zu der Stute und klopfte ihr den Hals, ehe ich die Handschuhe wechselte, um zu der Hannoveranerstute zu gehen. Galantis, wie Philipp mir erklärte war vier Jahre alt, ebenfalls ein Springtalent und ein wirklicher Blickfang, wie ich feststellte. Bewundernd trat ich zu ihr heran. Galantis hingegen, teilte diese Bewunderung für mich nicht. Kurz schenkte sie mir Beachtung, war aber sichtlich genervt, solange warten zu müssen. „Sie liebt einfach die Aufmerksamkeit.“, sagte Philipp und hielt sie ruhig, damit ich sie abhören konnte. Auch bei ihr waren Lunge und Herz im Ruhezustand ohne Befund. Ebenso ihre Gelenke, Reflexe, Lymphknoten und mir am wichtigsten, die Wirbelsäule. „Hervorragend.“, stellte ich fest, lobte sie kurz und trat dann an ihren Kopf heran. Ihre Augen, Ohren und Nüstern waren blande und zu guter Letzt schob ich einen Finger zwischen ihre Zähne. Galantis legte die Ohren an und versuchte sich Philipps Griff zu entziehen, dieser schien jedoch darauf vorbereitet gewesen zu sein und so konnte ich auch ihr ins Maul sehen. „Schon geschafft Mädchen.“, murmelte ich und der junge Mann lockerte seinen Griff wieder. „Ich nehme ihr noch Blut ab und messe Fieber.“, erklärte ich mein weiteres Vorhaben und machte mich an die Arbeit. Die Röhrchen verstaute ich in meiner Tasche und das Thermometer desinfizierte ich erneuert. „Gut, jetzt schau ich mir die beiden noch einmal in Bewegung an, horche sie dann noch einmal ab und dann können sie wieder in den Stall.“ Gesagt getan. Philipp führte mir eine Stute nach der anderen im Schritt und Trab vor. Wie erwartet liefen sie sauber und schmerzfrei. Keine der beiden war verkrampft oder lahmte. Da beide im Training waren, hätte ich auch kaum gedacht, dass es ihnen entgangen wäre, wenn etwas nicht stimmen würde. „Super.“, schloss ich ab, nachdem ich noch einmal Herz und Lunge nach der kurzen Belastung abgehört hatte. „Die beiden sind in Topform.“, sagte ich und Philipp sah zufrieden aus. „Hilfst du mir sie wegzubringen. Dann können wir gleich Valerian holen.“ Ich nickte, übernahm Galantis und folgte ihm zu den Stallungen. Wir brachten die beiden in ihren Boxen unter und er führte mich weiter zu dem Vollbluthengst, der noch auf mich wartete. Valerian war ein riesiger, Schwarzbrauner, welcher uns aus gutmütigen, dunklen Augen ruhig entgegenblickte. Während Philipp mir das Wichtigste berichtete, begann ich den Hengst abzuhören und auch ihn zu untersuchen. Zehn Minuten später seufzte ich zufrieden und klopfte dem Vollblüter den kräftigen Hals. „Alles einwandfrei.“, schloss ich ab, nachdem auch die Blutentnahme beendet war. „Zeug ihn mir noch im Schritt und Trab, dann sind wir für heute fertig.“ Philipp nickte und lief mit dem Hengst über den Hof. „Er läuft gut, wie ich vorhin auch schon gesagt habe. Seine Gelenke sind in Ordnung, er ist nicht verspannt, scheint schmerzfrei und die Wirbelsäule ist auch ohne Schaden.“, sagte ich, während ich nach meinem Stethoskop griff, um es ein letztes Mal für heute zu nutzen. Nachdem auch Valerian von oben bis unten durchgecheckt war, brachte Philipp das Pferd zurück in den Stall und ich ging zu meinem Wagen, wo ich die Tasche auf dem Rücksitz verstaute. Kurz darauf stieß der junge Mann wieder zu mir, um mich zu verabschieden. „Ich melde mich dann gegen Abend wegen der Blutergebnisse. Auf Wiedersehen.“, verabschiedete ich mich mit einem Lächeln und stieg wieder ins Auto, um mich auf die Heimreise zu machen. Erst jetzt wurde mir bewusst, wie kalt es mir geworden ist. Fröstelnd schaltete ich die Sitzheizung ein und freute mich auf meine warme Praxis. Angekommen machte ich mich sogleich an die Labortests, welche ich im Anschluss an das Gestüt von der Nordwacht faxte.

    Kürtext
    | aus der Sicht von Janina Lohmann

    "Mehr als durchfallen kann sie ja nicht!", lachte Isa mich an, als sie mich darum bat, Jonquil vorzustellen. Recht hat sie damit allemal, jedoch fehlen Jonquil einige nachzuweisende Erfolge, um hier erfolgreich abzuschneiden. Wir wollten sie heute einfach nur mal an die Atmosphäre gewöhnen. Klar ist sie ein ruhiger Typ, aber sowas hat sie noch nie erlebt, und ich denke, es würde ihr nicht schaden, diese Erfahrung zu machen. Und so stehe ich hier mit Jonquil auf dem Abreiteplatz und warte auf den Aufruf meiner Kopfnummer. Marie ist als helfende Hand mitgekommen, und isst gerade am Rand des Abreiteplatzes eine Pommes mit einer Currywurst, auf die ich tatsächlich ziemlich neidisch bin. "...Die 174 kann jetzt in die Halle!", ruft eine Helferin quer über den Abreiteplatz. Das bin ich mit Jonquil. Ich reite den Stute an und lasse sie im Schritt Richtung Reithalle gehen. Marie findet sich schmatzend neben mir ein, wünscht mir viel Glück und klopft Jonquil noch einmal auf ihre dicke Hinterbacke. Dabei fiel ihr beinahe eine Pommes aus der Schale. Vor der Halle nehme ich die Zügel auf, und wartete darauf, dass das Hallentor geöffnet wird. Im versammelten Trab reite ich auf der Mittellinie, während die Richter die Stute kurz dem Publikum vorstellen: "Nun sehen Sie die Englische Vollblut Jonquil, vorgestellt von Janina Lohmann für das Gestüt von der Nordwacht!" Ich halte ihn bei X und grüße die Richter. Als das Glöckchen bimmelt, reite ich zunächst im Schritt auf der Linken Hand. Dann trabe ich die Stute wieder an, und zeige den Richtern den Trab des Schimmels, wobei ich an den langen Seiten zum Mitteltrab zulegte. Auf dem Zirkel ließ ich sie galoppieren. Jonquil schnaubte vergnügt und ließ sich nicht ablenken, wobei ich schon merke, dass sie etwas mehr "an" ist, als zuhause. Ich pariere sie durch, wechsele durch die ganze Bahn und ließ sie abermals außen herum traben. Auch auf der Rechten Hand legte ich an den langen Seiten zum Mitteltrab zu. Bei C reite ich wie auf der Linken Hand zuvor auf dem Zirkel, und ließ Jonquil galoppieren. Schließlich parierte ich sie aus dem Galopp zum Schritt durch und zeige Jonquils Schritt auch auf der rechten Hand, bevor ich aufmarschiere und mich von den Richtern verabschiede. Verhaltener Applaus schallt von den Rängen, und trotzdem geht Macaruja gelassen am langen Zügel aus der Halle. Sie hat sich ordentlich benommen und bekommt von Marie auch direkt eine halbe Möhre zugeschoben, als wir durch das Hallentor ins Freie reiten. "Hat sie doch gut gemacht fürs erste Mal! Ich wette du warst aufgeregter, die Aufgaben waren so leicht, und du bist trotzdem knallrot im Gesicht, Janina!" Marie mustert mich kritisch. "Pff Marie, wir sprechen uns, wenn du deine Erste Körung reitest! Hol' mir lieber auch so eine Currywurst, anstatt meine Gesichtsfarbe zu analysieren!" Lachend joggt Marie zur Pommesbude, und ich reite noch einige Runden Schritt, um die Zeit bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse zu überbrücken.

    (2968 Zeichen, geprüft durch lettercount.com, by Flair)

    [​IMG]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25 Apr. 2018
  6. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    meine Teilnahme mit...
    Silhouette of a Rose

    [​IMG]

    Steckbrief
    [​IMG]

    Vom: -

    Aus der: -


    [​IMG]

    Rufname: Rose, Röschen
    Geburtstag: 31.10.
    Alter: 7 Jahre
    Stockmaß: 0,82 m
    Rasse: American Miniature Horse
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Silver Dapple
    (Ee,aa,ZZ)
    Abzeichen: Schnippe
    Gesundheit: Sehr gut


    [​IMG]

    Aufgeweckt, neugierig, verschmust, gelassen, manchmal etwas zickig


    [​IMG]

    Roses Herkunft ist weitgehend unbekannt. Sie wurde als Dreijährige von der Weide gestohlen und wäre beinahe im Ausland gelandet. Es hat sich aber nie ein Besitzer beim Tierheim gemeldet, in dem sie untergebracht war. Sie hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten und ist gerne mit anderen Pferden, gross und klein, zusammen. Ihre wundervolle Farbe und das weiche Langhaar machen sie zu einem perfekten Showpferdchen. Ihr korrekter Körperbau und die geschmeidigen Gangarten lassen auf eine gute Abstammung schliessen.


    [​IMG]

    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Flairi/ Occulta
    VKR: Flairi
    Verkäuflich: Nein


    [​IMG]

    Gekört: nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: nicht leihbar!


    [​IMG]

    Spring Klasse: S*
    Dressur Klasse: S*
    Fahren Klasse: S**

    Eignung: Halter Shows, Fahren (Country Pleasure), Show Jumping


    [​IMG]

    1. Platz 256. Fahrturnier
    [​IMG]

    2. Platz 271. Fahrturnier
    [​IMG]

    3. Platz 294. Fahrturnier
    3. Platz 295. Fahrturnier
    3. Platz 348. Fahrturnier
    [​IMG]


    [​IMG]

    Rose's Spind

    HS-Bericht
    Snoopy
    [​IMG]
    4x Hufkontrolle, Raspeln, Korrigieren & Ausschneiden | PFS' Ljúfa, scs Bluebell, Silhouette of Rose, Sika


    Heute stand ein Besuch bei Occulta an, also hatte ich mich früh auf den weg gemacht um in ihren Stall zu kommen. Als ich ankam, hatte Occu schon die vier Stuten heraus gestellt, sie grüßte mich freundlich und ich kam mit meinen Werkzeug gleich zu ihr, heute brauchte ich nicht so viel, da es nur ums Ausschneiden ging.
    Also zögerte ich nicht lange und begann mit meiner Arbeit, ich nahm mir als erstes die Isländerstute vor, Sie schien recht pflegeleicht zu sein, da sie wirklich lieb und verschmust war. Also wuschelte ich ihr kurz über die Stirn und begann dann meine Arbeit. Als erstes kam das linke Vorderhuf, welches ich anhob und innen das abgestorbene Horn mit dem Hufmesser beseitigte. Als der Strahl wieder zu sehen war, korrigierte ich diesen und putzte nochmal mit der Hufbürste darüber, ehe das Huf aufbockte und mit dem Ausschneiden des Außenhorns weiter machte. Ljúfja sah mir neugierig zu aber ließ brav ihr Huf oben, sodass das überstehende Horn abgeschitten war und die Hufraspel zum Einsatz kam, damit die Ränder wieder gerade waren. Nun stellte ich das Huf wieder zurück auf den Boden und ging zum zweiten Vorderhuf, wo der gleiche Ablauf erfolgte. Also packte ich mir ihr Bein und begann nach dem Kontrollieren, wo alles passte, mit dem Ausschneiden des Horns. Der Strahl ist leicht verwachsen, da ein Stein darin klemmte, welcher nun draußen war. ,,Occu, das hier musst du beobachten, da hat sich das Horn mit einen Stein verwachsen, sollte aber sonst keine großen Probleme machen!", erklärte ich der Besitzerin, welche mir zunickte und ich mich dem Ausschneiden widmete. Dann bockte ich das Huf auf den Hufbock auf und raspelte die ungeraden Kanten zurecht, ehe das Bein wieder am Boden stand. Die hinteren Beine waren dran, also nahm ich mir gleich das rechte vor, dieses gab mir die Stute ebenso brav und ich schnitt das abgestorbene Horn weg, besserte den Strahl aus und begann dann das Außenhorn am Bock zu Bearbeiten, welches wieder in die richtige Position kommen musste, da sie sonst schief laufen würde. Das letzte Huf war dran, welches die dunkle Isländerin ebenso brav hergab, sodass ich auch hier das Innenhorn mit dem Hufmesser schneiden konnte und den Strahl verbesserte. Dann raspelte ich die kleinen verwachsenen Kanten am Rand zurecht und glättete wieder alles. Die erste Stute war fertig, also bat ich Occu eine kurze Runde mit ihr zu laufen. Mit meinen Augenmaß konnte ich sie entlassen und widmete mich dem nächsten Pferd.
    Diesmal hatte ich was bunteres vor mir, die junge Stute kannte ich gut von Turnieren, da ich selbst schon öfter gegen diese ritt. Und diese Farbe vergisst man auch nicht so leicht. Mit einem Lächeln grüßte ich die Roandame und kümmerte mich dann um meine Aufgabe. Ich schnappte mir das erste Vorderbein und begann meine Arbeit, auch diese Stute war brav, also hatte ich keine Probleme. Gründlich richtete ich das Innenhorn und entfernte alles abgestorbene, ehe ich den Huf aufbockte und mit der Raspel die Kanten begradigte. Dann stellte ich das Huf ab und machte mit den nächsten Vorderen weiter. Dieses musste ich diesmal säubern, da viel Dreck darin war, also tat ich das und schnitt dann das Innenhorn aus, dann bockte ich ihr Huf auf und schnitt mit den Hufmesser überstehendes Horn weg, begradigte grobe Ecken und raspelte alles wieder glatt. Die vorderen Beine waren gemacht, also kamen jetzt die hinteren, welche ich auch erstmal säubern musste. Dann schnitt ich das abgestorbene Horn innen weg und begradigte den Innenstrahl, ehe ich auch ihr Huf aufbockte und das Außenhorn mit der groben Hufraspel behandelte, ehe ich mit der feineren über das Horn ging und diesen glättete. Dann stellte ich das Huf ab und kümmerte mich um das letzte Huf. Welches ich erstmal gründlich reinigte und dann mit dem Verbessern des Innenhorns und Strahls weiter machte, als alles wieder richtig geschnitten war, bockte ich ihr Huf auf und schnitt überstehendes Horn weg, dieses raspelte ich dann glatt und stellte es wieder ab. Bei Blue durfte Occulta eine Runde drehen, welche ich dann mit einen nicken vorerst entließ und zum nächsten Pferd ging.
    Diesmal kam was kleines: ,,Sowas hatte ich schon länger nicht mehr!", grinste ich und begutachtete die kleine Miniature Dame, ehe Occu zurückgrinste: ,,Ja mal was kleines und zierliches.". Ich fing gleich an mit meiner Arbeit, die kleine war auch pflegeleicht, weswegen ich da nicht so viele Probleme hatte. Also ging ich in die Hocke und schnitt das kleine Huf gründlich aus, es war nicht viel verwachsen, weswegen nur ein paar Kleinigkeiten am Innenstrahl der Fall waren. Ich holte mir nun erstmal einen kleineren Hufbock, den der andere war zu groß für das Minilein. Diesen positionierte ich passend vor ihr und stellte das Huf hinauf und begradigte das Außenhorn. Dann stellte ich das erste Huf wieder auf den Boden. Nun kam das zweite Vorderhuf, hier zickte Rose anfangs, doch ließ sich schnell von Occu korrigieren. Ich wand mich nachdem die Stute ruhig war, wieder zu dem Huf und schnitt das Innenhorn mit meinen Hufmesser zurecht, es waren keine vielen Schnitte nötig, so war es schon wieder in Takt und das Huf kam auf den Hufbock, wo ich gleich die ungeraden Stellen weg schnitt und dann glatt raspelte, ein paar Korrekturen am Horn selbst waren nun noch an der Reihe. Als das Huf wieder in seiner gesunden Form war, ging ich nach hinten und hob das erste Bein an. Die Stute wollte es zurückziehen, sie hatte ziemlich Kraft, doch ich blieb stur und konnte mich dann in die Hocke begeben und das Innenhorn schneiden. Dieses war auch nicht sehr beansprucht von Schäden und Ungeradigkeiten, sodass es schnell erledigt war und ich das Hinterbein etwas diagonal, nach Außen vom Pferd, auf den Bock positionierte. Dort nahm ich mir meine Huffeile mit der groben Seite her und raspelte die Verwachsenen Stellen weg, dann glättete ich sie nochmal mit der Feinen Seite und stellte das Huf wieder ab. Das letzte Bein war an der Reihe, welches ich erstmal anhob und auf meinen Schoß legte, um dann mit dem Hufmesser das Innenhorn zu schneiden. Hier waren nur ein paar Schnitte zu machen, weswegen ich ihr Huf aufbockte und diesmal festhalten musste, die Kleine hatte wohl keine Lust mehr. Aber da musste sie durch, also klemmte ich mir ihr Bein zwischen meine und behandelte das Außenhorn mit dem Hufmesser, schnitt eine große schiefe Stelle weg und begradigte anschließend den groben rand, sodass man wieder anfassen konnte ohne sich weh zu tun. Hier war das gleiche am Ende und Occu präsentierte mir ihre Stute im Trab und Schritt. ,,Passt, sie läuft wieder gut!", lächelte ich und bewegte mich zum letzen Pferd hin.
    Sika wieder eine Reitponystute war an der Reihe. Diese Stute hatte es mir schon länger angetan: ,,Wenn du sie abgibst hier!", grinste ich und strich der Scheckin über den Hals. Sie war sehr scheu, weswegen ich vorsichtig mit ihr umgehen musste, also tat ich das auch und ging vorsichtig am Bein herab und hob es an, widerwillig machte sie mit und ich begann das Huf langsam zu säubern, als sie sich entspannte, arbeitete ich mich langsam mit meinen Hufmesser vor und schnitt den Innenstrahl zurecht, auch das abgestorbene Horn entfernte ich ehe ich ihr Huf vorsichtig aufbockte und dann das Außenhorn schnitt, als all das überstehende Horn weg war, verfeinerte ich den Rand mit der Hufraspel und glättete diesen. Dann ließ ich das Bein zu Boden zurücksinken und ging zum nächsten, langsam lockerte sich der Körper der Stute und ich wagte etwas stärkere Bewegungen, ehe ich das Bein und anschließend das Huf in den Händen hielt, hier begann ich gleich mit dem Ausschneiden, denn in Ordnung war alles. Daraufhin bockte ich vorsichtig das Huf auf und ging mit der Raspel dann über das Außenhorn, hier begradigte ich Kanten und Ecken am Hufrand, ehe ich das Huf wieder zurück auf den Boden ließ. Dann kam das erste Hinterbein an die Reihe, hier glitt ich vorsichtig am Schenkel bis zur Fessel, dann hob sie es und ich nahm es mir, dann säuberte ich das Huf gründlich, sah es mir an und begann dann mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn zu entfernen, der Strahl war gut, also konnte ich gleich darauf das Hinterbein aufbocken. Dies war der Stute ein wenig unangenehm, doch Occulta war schnell da und strich ihr beruhigend über den Hals. Ich widmete mich, nachdem ich wusste sie blieb ruhig, dem wegschneiden des überstehenden Horns und glättete dan den Rand und konnte das dritte Huf als erledigt bezeichnen. Beim letzen Huf zögerte Sika ein wenig, doch hob es nach langen ruhigen Zusprechen doch. Hier sah das Huf ein wenig wüst aus, also schnitt ich erstmal abgestorbene Stellen weg und begutachtete den Strahl, er war etwas aus der Form, so schnitt ich vorsichtig die Ränder zurecht und besserte es so gut es ging. Der Rest musste sich mit der Zeit erholen, was ich auch Occulta sagte, damit sie es unter Beobachtung hielt. Sie nickte mir verstehend zu und ich behandelte dann das Außenhorn mit der Raspel, hier war nicht viel schlimm, nur etwas verwachsen, aber das hatte ich schon wieder gemacht und war gerade dabei den Rand zu glätten. Sika erschrack, da es knallte, schnell zog ich den Hufbock weg und wir beruhigten sie. ,,Alles gut!", sprach Occu und kraulte ihre Ohren. Nachdem Occulta sie beruhigt hatte, konnte ich noch den Rest glätten und sie dann entlassen.
    Sie ging wieder besser, das war gut also kehrte ich das Horn auf einen Haufen und schmiss es in eine Mistkarre, wo ich dann mein Werkzeug kurz säuberte und anschließend wieder im van verstaute. ,,So alles gemacht, der Rest kommt dann mit der Rechnung!", informierte ich Occulta, welche mir dankte und mich dann verabschiedete.

    9619. Zeichen
    22 Nov. 2017

    TA-Bericht
    Loulou
    Tierarztbesuch
    PFS' Ljúfa, Stromer's Painting Gold, Kaythara El Assuad, Areion, Sika, scs Bluebell, River's Blue Lady Liquor, Silverangel, Papillon d'Obscurité, Silhouette of a Rose

    „So, hab ich wirklich alles eingepackt?“, murmelte ich zu mir selbst und begutachtete die volle Tasche. „Hast du vor auszuziehen?“, neckte mich William, welcher hinter mir am Kofferraum stand. „Sehr witzig. Nein, ich habe heute einfach etwas mehr Patienten.“, erklärte ich und schloss den Kofferraum des Geländewagens. „Pass mir gut auf meine Pferde auf.“, sagte ich zu dem jungen Mann und umarmet ihn kurz zum Abschied. Meine Arbeit würde mich diesmal nicht weit von zu Hause wegführen. Es ging zu den Pineforest Stables zu Occulta Smith nach Birmingham. Ich war gespannt auf ihr Gestüt, denn es war mir sehr wohl bekannt.

    Als ich die Auffahrt schließlich herauffuhr, war ich nicht weniger Beeindruckt, als erwartet. Es war nicht annähernd mit unserem kleinen Anwesen zu vergleichen und dennoch wirkte es gleichzeitig professionell und heimisch. Angekommen parkte ich meinen Wagen und sogleich trat eine junge Frau auf mich zu, welche sich als Occulta Smith vorstellte. Sie begrüßte mich und wartete, bis ich meine Tasche aus dem Auto genommen hatte. „Wollen wir gleich im Hauptstall anfangen.“, sagte sie und ich folgte ihr, während sie von den beiden Patienten berichtete, die dort auf uns warteten. „Das ist Goldy.“, sagte sie und wir blieben vor einer jungen Vollblutstute mit einer außergewöhnlichen Farbe stehen. Das Pferd spitzte neugierig die Ohren und trat an uns heran, als Occulta die Box öffnete. Die junge Frau hielt sie fest und ich begrüßte Goldy kurz, ehe ich mich an die körperliche Untersuchung machte. Zunächst hörte ich Herz und Lunge mit dem Stethoskop auf pathologische Geräusche ab, ehe ich die Lymphknoten auf Vergrößerungen abtastete. „Hier ist alles so weit wie man das von außen beurteilen kann in Ordnung.“, murmelte ich, ehe ich zum Kopf ging und der interessierten Stute in Maul, Augen, Nüstern und Ohren schaute. „Keine Rötungen, kein Ausfluss, die Zähne sehen auch gut aus.“, fuhr ich fort und klopfte ihr kurz den Hals, ehe ich wieder neben sie trat, um alle Gelenke durchzubewegen. Grade bei viel beanspruchten Turnierpferden im jungen Alter würden unentdeckte Verletzungen die Karriere früh und vor allem unnötig beenden. Goldy ließ es ruhig über sich ergehen, auch als ich zu guter Letzt noch Fieber maß. „Sie ist in einem wirklich guten Zustand, sowohl gesundheitlich als auch von Fütterung und Erscheinung her.“, fasste ich zusammen und strich ihr über den Rücken. „Führst du sie noch einmal durch die Stallgasse?“, bat ich die junge Frau und sie nickte. „Ihr Gangbild ist soweit auch gut.“, sagte ich. „Ich gebe ihr noch die Wurmkur und dann können wir auch schon weiter.“, erklärte ich dann und nahm mit diesen Worten meine vorbereitete Einmalspritze ohne Kanüle. Occulta hielt ihren Kopf runter und ich gab ihr die Paste rasch ins Maul, welche sie mit kritischem Schmatzen herunterschluckte. „Braves Mädchen.“, lobte ich sie und wir überließen ihr wieder die Box.

    „Als nächstes geht es zu Kaya. Ebenfalls ein junges Vollblut, genauso unkompliziert.“, informierte Occu mich und ich folgte ihr nickend. Bei Kaya begann die gleiche Prozedur von vorne. Wie erwartet war auch die junge Vollblutstute in einem ausgezeichneten Allgemeinzustand. Das war lange nicht so selbstverständlich und es machte mich immer wieder froh einen gut geführten Stall mit gepflegten Pferden zu finden. Gerade von dieser Größe und mit diesem Erfolg. „Auch bei ihr keine Auffälligkeiten. Sie ist gut beweglich, Maul, Ohren, Nüstern und Augen sind blande, die Temperatur okay und das Gangbild gut.“ Occulta nickte zufrieden. „Dann noch die Wurmkur und wir sind hier im Stall fertig.“, sagte sie und gemeinsam verabreichten wir auch ihr die Paste. „Begeisterung sieht anders aus.“, sagte ich belustigt und beobachtete Kaya. „Die Wurmkur ist laut Hersteller mit Apfelgeschmack, riecht auch nicht schlecht.“, sagte ich und zuckte die Schultern. „Trotzdem ist mir kein Pferd begegnet, dass davon zu überzeugen war.“ Ich verabschiedete mich von der Stute und wir gingen gemeinsam zum Nordstall.

    „Das ist Areion.“ Wir standen vor einem massigen Tinker mit auffallend hübscher Fellfarbe. „Hier ist wirklich jeder ganz besonders.“, sagte ich beeindruckt und warf auch in die anderen Boxen einen neugierigen Blick. „Ist er genauso brav?“, fragte ich und erhielt ein Nicken. „Wunderbar.“, lächelnd trat ich an den Großen heran und Occu hielt ihn derweil fest. „Bei dir muss man sich erstmal durchkämpfen.“, stellte ich belustigt fest und schob sein dichtes Fell bei Seite um ihn abzuhören. Er freute sich sichtlich über die Aufmerksamkeit, die ihm zu Teil wurde, während ich seine Lymphknoten auf Schwellungen abtastete. „Wunderbar.“, schloss ich ab und trat an seinen Kopf heran. Kurz rubbelte ich ihm die Stirn und führte dann die Untersuchung fort. „Na, haben wir hier einen kleinen Dickschädel?“, murmelte ich und musste mit etwas mehr Nachdruck sein Maul öffnen. „Nicht mit mir, mein Freund.“ Schmunzelnd gab ich ihm die Wurmkur und lobte ihn. Ich maß noch Temperatur und sah mir kurz seinen Gang an. „Gut.“, schloss ich ab. „Wie alt ist er?“, fragte ich Occu. „10 Jahre.“, antwortete sie und ich nickte. „Wir müssten mal an seine Zähne ran. Könntest du ein bisschen mehr Zeit für mich aufbringen, oder wollen wir das an einem anderen Termin machen?“, fragte ich sie. Wir entschieden uns für heute und brachten den Hengst an einen geeigneten Ort für die Behandlung. „Ich gebe ihm ein leichtes Beruhigungsmittel, ich nehme an du kennst das.“, begann ich zu erklären. „Das heißt er wird heute ein bisschen benommen sein, aber das wird schnell abgebaut, ist allerdings noch ein paar Tage im Blut nachweisbar. Er sollte die nächsten 48 Stunden auch kein Futter bekommen, dass viel Säure enthält, das würde die Zähne zu sehr angreifen.“ Sie nickte und ich gab ihm eine kleine Injektion, welche ich in der Zwischenzeit vorbereitet hatte. Als Areion langsam schläfrig wurde, banden wir gemeinsam seinen Kopf hoch und ich setzte die Maulsperre ein, ehe ich mit der Behandlung begann. Das meiste war einfach mit einer Handraspel zu korrigieren, nur an die Schneidezähne mussten wir mit einer elektrischen Maschine ran. Trotz Sedierung missfiel dem Hengst die Behandlung eindeutig Bei dem lauten Geräusch legte er missmutig die Ohren an und wich ein paar Schritte zur Seite aus, ließ es jedoch über sich ergehen. Eine große Wahl blieb ihm auch nicht. Nach einer dreiviertel Stunde war das Ganze beendet. Das große Tier wurde erlöst und trottete müde hinter Occulta her zurück in seine Box, während ich aufräumte.

    Als nächstes ging es in den Nebenstall, wo die meisten Patienten auf uns warteten. Es handelte sich um vier deutsche Reitponys. Als erstes ging es zu Sika, einer neunjährigen Stute. Sie sah uns aus misstrauischen, aber sanften Augen entgegen. Occulta beruhigte die anscheinend ein wenig schreckhafte Stute, während ich sie abhörte, abtastete und alle Gelenke durchbewegte. An der Hinterhand hatte sie eine kleine Schramme, vermutlich vom letzten Weidegang. „Das ist nichts, was wir behandeln müssten. Ab und an passiert das auf der Weide oder im Gelände, aber man sieht ja auch, dass sie nicht davon beeinträchtigt ist.“, erklärte ich und lobte die Stute. Auch das Fieber messen ließ sie über sich ergehen, ebenso die Wurmkur.

    „Wer ist jetzt an der Reihe?“, fragte ich Occu und sie zeigte mir Blue Lady Liquor, Lychee genannt. „Sie ist sehr freundlich und lernwillig - eigentlich.“ – „Eigentlich?“, wiederholte ich und betrachtete die Stute, welche eher unruhig, fast schon nervös wirkte. Occulta nickte. „Sie ist normalerweise die Ruhe selbst, liebt Menschen und das Arbeiten und ist ein gutes Turnierpony. Nur in letzter Zeit ist sie nervös, launisch und verspannt.“, erklärte sie. Nachdenklich betrachtete ich das Pony. „Wie alt ist sie?“, fragte ich. Vier Jahre. „Und dann schon gut Trainiert und erfolgreich. In der Medizin sagt man immer, häufige Krankheiten sind häufig und seltene selten. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr Magnesium fehlt. Grade bei jungen Pferden die dann noch gut im Training stehen, kann das vorkommen und das verändert tatsächlich das Wesen, beziehungsweise die Reizbarkeit. Ich schlage vor, wir nehmen einmal Blut ab, ich lasse dir ein Präparat da und informiere dich dann heute Abend über die Ergebnisse. Wenn ich falsch lag, müssen wir weitersuchen.“, erläuterte ich und Occu stimmte zu. Also entnahm ich zuerst alles für ein kleines Blutbild, Gerinnung und klinische Chemie, ehe ich mit der Routineuntersuchung begann. „Gut, sonst ist aber alles in Ordnung, entwurmt ist sie jetzt auch, das Präparat lasse ich dir hier.“ Mit diesen Worten packten wir zusammen und gingen zum nächsten Pony.

    Silverangel sollte ihrem Namen Ehre machen. Sie war ein bildhübsches und vor allem kooperatives Pony. Anstandslos ließ sie alle Untersuchungen über sich ergehen. „Gut.“, beendete ich nach nur wenigen Minuten. „Alles ist einwandfrei, sie ist in einem ausgezeichneten Zustand. Die körperliche Untersuchung ist ohne Befund, sie läuft rund und bekommt jetzt noch ihre Wurmkur.“, erklärte ich ihrer Besitzerin. Rasch drückte ich ihr Maul auf und gab dem Pony die Paste.

    Die nächste Patientin war Bluebell, ebenfalls ein deutsches Reitpony und die letzte von den vieren. „Hallo Bluebell.“, begrüßte ich sie und begann meine Arbeit. Bluebell schaute kurz und spielte mit den Ohren, richtete dann ihre Aufmerksamkeit aber wieder auf das Geschehen um sie herum im Stall. Ich horchte auch bei ihr auf Herz und Lunge, tastete die Lymphknoten ab, bewegte ihre Gelenke und warf einen Blick in Maul, Augen, Nüstern und Ohren. Zuletzt maß ich Fieber, auch sie war im Rahmen. „Dann entwurmen wir dich einmal.“, murmelte ich und griff nach Spritze Nummer sechs. Occulta hielt den Kopf fest und ich drückte den Inhalt der Spritze in das Maul des Pferdes. Ich sah mir noch einmal ihren Gang auf der Stallgasse an und nickte zufrieden. „Wunderbar.“, beendete ich unsere Arbeit im Nebenstall. Ich nahm meine Tasche und wir ließen die Stuten zurück, um zu den nächsten beiden Patienten zu gehen.

    Occu führte mich zum Putzplatz, wo zwei American Miniature Horses auf uns warteten. Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht und ich betrachtete die beiden kleinen Ponys. „Die beiden sind sehr umgänglich, die meiste Zeit stehen sie draußen auf der Weide.“, sagte die junge Frau und ich nickte. Zunächst ging ich zu Silhouette of a Rose, einer kleinen Silver Dapple Stute. Auch bei ihr begann ich mit dem Abhören von Herz und Lunge. „Man hört leichte Rasselgeräusche beim Atmen.“, stellte ich fest und richtete mich wieder auf. „Auch die Lymphknoten sind leicht angeschwollen, Ausfluss aus der Nase hat sie aber keinen. Ist dir bei ihr ein Husten aufgefallen?“ Occulta nickte. „Linda, eine der Pflegerinnen der Offenställe hat mir vor einer Woche berichtet, dass sie einen trockenen Husten hat. Wir wollten das zunächst beobachten und sie dann mit Vorstellen, wenn der Tierarzt kommt.“ Ich nickte und griff zu meiner Tasche. „Sie scheint sich eine kleine Infektion eingefangen zu haben. Ich gebe ihr ein paar Medikamente, welche grob gesagt den Husten lösen und ihr das Atmen ein wenig erleichtern, auch wenn sie noch nicht merkbar eingeschränkt scheint. Am besten trennst du sie von den anderen, bis sie sich erholt hat, was rasch gehen sollte. Der trockene Husten wird sich lösen und produktiver, dann sollte er abklingen. Wenn nicht melde dich nochmal, aber eigentlich wird ein gesundes Pferd gut damit fertig, sie ist ja auch noch jung.“, erklärte ich, ehe ich ihr die Medikamente verabreichte und die restliche Untersuchung fortführte, diesmal jedoch befundlos. Auch eine Temperaturerhöhung war nicht erkennbar.

    Papillon hingegen war fit und offensichtlich nicht gleich mit angesteckt. Auch ihre Gelenke waren in Ordnung und es gab nirgendwo ein Zeichen für eine Infektion. Wir entwurmten beide und ich streckte mich kurz. „Ungewohnte arbeitshöhe.“, sagte ich schmunzelnd und wir überließen die Ponys wieder den Mitarbeitern der jungen Frau, welche sie gleich eingewiesen hatte.

    „So, jetzt kommen wir zum letzten Pferd.“, begann Occu. „Ljúfa macht mir ein paar Sorgen. Sie wurde früh eingeritten, grade für einen Isländer, wenn auch schonend bewegt und trainiert. In der letzten Zeit wirkt sie sehr verspannt und scheint Schmerzen zu haben.“ Ich nickte und folgte ihr zu der jungen Rappstute. Zunächst checkte ich sie durch, wie die anderen auch, merkte beim Bewegen der Gelenke jedoch deutlich, dass es ihr missfiel. Sie schlug mit dem Schweif und wich aus. Ich bat Occu sie mir im Schritt und Trab vorzuführen. Ljúfa lief steif und unregelmäßig und ich bat sie wieder zu mir. „Das reicht, man sieht schon, dass sie Schmerzen hat.“ Occulta nickte. „Wir haben gemerkt, dass sie widerwilliger mitgearbeitet hat und das Training unterm Sattel gleich beendet, als klar war, dass sie Schmerzen hatte.“ – „Sehr gut, die Pause behaltet ihr in der nächsten Zeit auch noch bei. Ich gebe ihr jetzt einmal ein Schmerzmittel subkutan, sprich unter die Haut und einen Entzündungshemmer. Das bekommt sie die nächsten sieben Tage auch noch oral verabreicht. Zum einen nimmt das die Schmerzen bei der Bewegung, damit sie nicht durch eine falsche Haltung weiter verstärkt werden und zum anderen hemmt das alle entzündlichen Prozesse. Ich nehme an, ihr Sattel ist nicht Ursache der Probleme und der Hufschmied kommt bei dir auch regelmäßig. Vermutlich wird es wirklich die Belastung sein. Therapiebegleitend kann man Bodenarbeit machen, longieren und auch Wärmeanwendung oder Massagen. Ich persönlich bin kein Vertreter von alternativen Methoden wie Akupunktur oder ähnlichem, ob du das für deine Pferde möchtest, musst du selbst entscheiden.“, beendete ich meinen Ratschlag. „Wenn es nicht besser werden sollte meldest du dich nochmal. Medikamentös ist sie abgedeckt, wie du am besten weiter trainierst, wirst du ja auch aus Erfahrung wissen und vor allem individuell sehen, wie sie reagiert.“ Occu hörte zu und nickte. Zum Schluss entwurmten wir auch die Isländerstute und ich konnte mich am Späten Nachmittag von der jungen Frau verabschieden und die Heimreise antreten.

    Am Abend begab ich mich reichlich müde noch einmal in die Praxis, um das Blut von Lychee in die Geräte zu geben. Ich sollte Recht behalten. Der Stute fehlte es tatsächlich nur ein wenig an Magnesium, was ich Occulta noch telefonisch mitteilte, welche hörbar beruhigt war, dass wir nach keiner komplexen Ursache suchen mussten.
    19 Nov. 2017

    Trainingsberichte
    Occulta
    Springen E-A

    Heute war ein wunderschöner Herbsttag, sodass wir fast nicht anders konnten, als das Wetter draussen zu geniessen. Wir beschlossen deshalb, gleich ein paar Trainingsfahrten mit den Miniature Horses zu drehen. Das einzige Problem war, dass Pineforest Stable nur zwei Mini-Kutschen besass. Also kamen heute nur Chocolate Chip und Papillon d’Obscurité in den Genuss eines Ausflugs. Wir beeilten uns mit dem Anschirren und konnten zeitig in Richtung Nordosten losfahren. Chip war eher der Country Pleasure Typ was das Fahren anging, während Papillon den selteneren Simple Pleasures angehörte – der Unterschied lag vor allem in der Vorhand Aktion. Bei Country Typen war diese eher horizontal und raumgreifend, bei den Simple Pleasure Pferden vertikal und imposant. Wir achteten deshalb darauf, dass die beiden in ihrer jeweiligen Art gut liefen. Bald kamen wir in den Laubwald und waren umgeben von bunten Blättern. In dieser Farbenpracht wagten wir einen kleinen Galopp. Ich war Mit Papillon unterwegs. Die dunkle Stute mit der hellen Mähne war ein echter Hingucker, auch wenn sie im Moment geschoren war. Bei Chip war das nicht anders, wobei sie eher mit ihrem ausgezeichneten Exterieur als mit der Fellfarbe bestach. Trotzdem gefiel mir der gräuliche Braunton ihres Fells auch gut. Und laufen konnte sie! Sie überholte mich und Papillon ohne Problem. Etwas eifersüchtig war ich in diesem Moment schon auf Lewis, der im anderen Sulky-artigen Gefährt sitzen durfte. Dafür war Papillons Auftritt mit den hochfliegenden Beinchen eindrucksvoller. Bei beiden Fahrstilen waren aber besonders auch die Entspanntheit und die Leichtigkeit, mit der die Pferdchen liefen wichtig. Es musste eben so aussehen als sei es ‚a pleasure‘ sie zu dirigieren, was es auch tatsächlich war. Wir waren sicher eine Dreiviertelstunde unterwegs, bis wir zurück auf den Hof bogen. Als wir ankamen, herrschte reges Treiben auf dem Sandviereck. Wir versorgten die beiden Minis, stellten fest, dass ein paar der anderen Stütchen fehlten und liefen hoch zum Viereck, um zu sehen, was los war. Lisa, Darren, Jonas und Ajith hatten einen kleinen Parcours aufgebaut und trainierten mit den Minis das Showspringen. Begeistert sah ich beim restlichen Training zu. Sie hatten sich dafür Arco, Rose, Sunny und Kiwi geschnappt. Der kleine Hengst war natürlich total aufgedreht und fand es nicht so cool, dass ‚seine‘ Stuten herumgejagt wurden. Er selber sprang aber ganz ordentlich, als wollte er ihnen imponieren. Die drei Stütchen selbst schienen nicht ganz so voller Energie, jedenfalls flitzten sie nicht auf die Hindernisse zu sondern blieben schön ruhig. Dafür sprangen sie umso schöner. Besonders Kiwi zeigte Potential, das sie vermutlich von ihrem Vater Glenns Caress geerbt hatte. Ich sah verträumt zu, wie ihr schneeweisses Langhaar aufflog und ihre Beine sich geschmeidig und beinahe Katzenartig bewegten. Irgendwann begann Jonas, die Stangen immer etwas höher zu stellen. Hierbei konnte Kiwi nicht mehr ganz so gut mit den Grossen mithalten. Immerhin kam sie etwa gleich hoch wie Sunny, während Rose und Arco um die Spitze konkurrierten. Den Rekord stellte schliesslich Arco auf, der momentan bereits auf 85cm kam, was ganz schön hoch für seine Trainingsstufe war. Das eigentliche Training hatte aber darin bestanden, den Minis das Springen an der Hand schmackhaft zu machen und ihnen die wichtigsten Kommandos beizubringen. Die Höhenmessung war nur zum Spass geschehen. Lisa, Ajith, Darren und Jonas hatten gute Arbeit geleistet: Alle vier Minis konnten nun mehr oder weniger ruhig am langen Seil über niedrige Hindernisse springen und so einen kleinen Parcours meistern. Kiwi und Rose taten es mit grosser Begeisterung, Sunny musste hingegen etwas mehr motiviert werden, aber ich war zuversichtlich, dass auch sie in Zukunft hin und wieder an eine entsprechende Show gehen könnte. Und bei Arco scheiterte das Ganze noch etwas an der Konzentration, was aber durch Übung sicherlich zu verbessern war. Am Ende wurden alle Minis mit Karotten und Heu versorgt, schliesslich hatten sie harte Arbeit geleistet.
    22 Nov. 2015

    Occulta
    Dressur E-A

    Heute wollte ich mit Lady Diva, Chocolate Chip, Papillon d’Obscurité und Silhouette of a Rose einen eintscheidenden Schritt vorankommen, was die Langzügelarbeit anging. Dazu rief ich Lisa zu Hilfe, damit wir jeweils zu zweit trainieren konnten. Zuerst nahmen wir uns Rose und Chip vor. Wir bürsteten die beiden gleich beim Offenstall durch, zogen ihnen ihre Mini-Trensen an und brachten sie dann zum Dressurviereck, wo die beiden speziell kleinen Gurte bereitlagen. Dann hängten wir die Langzügel bei den Trensenringen ein und zogen sie durch die Ringe an den Gurten. Meine Chip stand schön still, doch die etwas jüngere Rose wollte die ganze Zeit davonlaufen. Wir begannen mit dem Einwärmen im Schritt. Dabei machten wir schon ein paar Volten und Schlangenlinien, um die Pferdchen zu biegen. Es war eine Herausforderung, weil wir keine treibenden Hilfen geben konnten, abgesehen von der mittellangen Fahrpeitsche. Nach einer Weile kam ich mit beiden Zügeln auf eine Seite und legte dabei den äusseren über den Rücken. Nun longierte ich Chip im Trab, wobei ich eine etwas kleinere Volte innen mitlief, damit sie nicht zu eng auf dem Kreis laufen musste. Ich versuchte weiterhin, sie korrekt zu stellen und trotzdem ihren Schwung zu erhalten. Lisa tat dasselbe mit Rose auf der unteren Volte. Chip schäumte die Trense zufrieden ein und hielt den Kopf in Dehnungshaltung. Nun waren wir genug eingewärmt für die eigentliche Arbeit. Ich dachte mir zusammen mit Lisa ein kurzes Programm aus, dann übten wir erstmal die Einzelteile davon. An einer Stelle hatte ich einen Stop aus dem Trab eingebaut. Genau das übte ich jetzt als Erstes. Ich liess Chip in langsamem Tempo vor mir traben und gab eine vorbereitende halbe, dann eine ganze Parade und rief „Brrr“. Sie reagierte und hielt ein paar Tritte später. Es war noch nicht perfekt, aber auf dem richtigen Weg dahin. Auch Rose auf der anderen Seite meisterte die Lektion. Ich liess Chip im Schritt antreten, drei Tritte leicht seitlich gehen und das Viereck verkleinern, dann hielt ich sie erneut. Nun versuchten wir eine Schulterwendung. Das klappte erstaunlich gut. Ich schickte sie wieder in den Trab und liess sie etwas zügiger laufen als zuvor, dann versammelte ich wieder etwas mehr und hielt schliesslich abermals aus dem Trab. Diesmal richtete ich sie einige Schritte Rückwärts, was, wenn auch etwas zögerlich, ganz akzeptabel war. Nun ging es an die Galopparbeit. Ich schickte sie wieder auf einer Volte um mich herum und übte ein paar Schritt-Trab-Galopp-Schritt-Übergänge. Als sie dies auch beherrschte, hängten wir die Einzelteile zusammen. Zuerst war aber Rose dran. Lisa platzte fast vor Lachen, als sie mich und den imaginären Richter grüsste. Dann liess sie Rose im Schritt antreten und wenig später antraben. Sie machte eine Volte, ging dann geradeaus und erhöhte das Tempo ein wenig, ehe sie wieder abbremste und anhielt. Als nächstes liess sie Rose einige Schritte rückwärts treten. Weiter ging’s im Schritt, doch schon wenige Meter später folgte die Schulterwendung. Als letztes liefen die Beiden zur Mittelvolte und Rose musste angaloppieren, um den Schrittübergang nach einer Runde zu zeigen. Ich klatschte und Lisa lobte die Stute zufrieden. Nun waren Chip und ich an der Reihe. Wir spielten genau dasselbe Programm durch und schafften es bis auf einen Patzer bei der Schulterwendung ganz ordentlich. Wir lobten die Beiden Minis nochmal und spazierten dann zurück zum Offenstall, wo bereits die nächsten zwei Kandidaten warteten. Chip und Rose entliessen wir zu den schattenspendenden Bäumen, wo die meisten anderen Stuten standen. Ich fing mir kurz darauf Diva ein, während Lisa sich Papilllon schnappte. Wir spielten eine halbe Stunde lang genau dasselbe wie zuvor mit den beiden anderen durch. Papillon war deutlich unkonzentrierter und wieherte ab und zu ihrer mittlerweile besten Freundin Tigrotto zu. Diva hingegen war motiviert und fleissig. Am Ende des Trainings meldeten wir sie und Chip zuversichtlich für einen A-Klasse Wettbewerb des Miniclubs an.
    16 Apr. 2016

    Occulta
    Dressur A-L

    Seit Tagen war ich dabei, die Minis für eine grosse Show vorzubereiten, die dieses Wochenende stattfinden würde. Dabei ging es mir vor allem darum, die letzten Feinheiten hinzubekommen, denn die Grundlagen für Shows kannten sie ja eigentlich alle vom sonstigen Training. Lisa half mir dabei. Wir wanderten gemeinsam zur Weide und fingen uns Kicks-a-Lot, Tic-Tac, Papillon d’Obscurité und Lady Diva raus. Wir brachten sie zur Halle, wo ein bunter Parcours aus verschiedensten Dingen aufgebaut war. Zum einen standen Sprünge da, zum Üben fürs Show Jumping an der Hand. Ausserdem hatte Lisa die Kegel zum Fahren aufgestellt und ich hatte Stangen für Langzügeldressur bereit gemacht. Zudem waren ein grosser Ball, eine Blache und eine Holzwippe da. Diese drei besonderen Gegenstände wollte ich für’s Führtraining nutzen. Zuerst longierte ich Lady Diva etwas, bevor ich mit der Langzügeldressur anfing. Lisa begann mit Papillons Fahrtraining. Die anderen Zwei Ponys banden wir im Vorraum mit den Anbindestellen vor der Reiterstube an. Diese ‚Abstellkammer‘ wie ich sie gerne nannte war für auswärtige Reitschüler gedacht, damit sie ihre Pferde irgendwo anbinden konnten, wenn sie etwas zu erledigen hatten. Ich übte mit Diva das Anhalten und Schritt-Trab Übergänge. Auch eine Art versammeltes oder zumindest langsames Traben und Schulterherein forderte ich. Wir waren noch an den Basics, denn das top ausgebildete Country Pleasure Fahrpferd war erst bis Klasse A am Langzügel gearbeitet worden. Ich schielte zu Lisa herüber und stellte zufrieden fest, dass sie gekonnt um die Kegel kurvte und perfekt beim Buchstaben A anhalten konnte. Papillon machte zudem die tollen Bewegungen eines typischen Simple Pleasure Talents und hatte eine ausdrucksstarke Aufrichtung. Die schokofarbene Stute hatte sich wirklich zu einem ganz anderen Pferdchen gemausert, seit ich sie vor ein paar Jahren gekauft hatte. Es bereitete mir grosse Freude, die Fortschritte der Minis zu sehen. Das Herdenleben machte auch viel aus: sie waren total ausgeglichen und hatten praktisch nie ‚einen schlechten Tag‘.

    Wir tauschten nun und holten Kiwi und Tiki raus. Die beiden bekamen ein Springtraining, wobei wir aber kaum höherstellten und uns rein um die Technik kümmerten. Wir liefen die Sprünge aus verschiedenen Kurven und Wendungen an, damit sie lernten, auch mal etwas diagonal zu springen. Meistens aber liefen wir so gerade wie möglich auf den Sprung zu und liessen den Pferdchen Zeit, den richtigen Absprungpunkt zu finden. Es war hier alles eine Frage der Übung, denn viel einwirken konnten wir ja nicht. Lediglich das Tempo versuchten wir etwas anzupassen, wenn die Minis zu eifrig wurden oder zu wenig Schwung hatten. Als das Springen durch war, machten wir noch ein paar Übungen mit der Wippe und dem Ball.

    Nach fast einer halben Stunde führten wir alle vier zurück zur Weide und holten stattdessen Silhouette of a Rose, Nachtfalke und Tigrotto. Die drei kamen brav mit und Falke benahm sich, obwohl er in Begleitung zweier Stuten war. Lisa führte ihn, während ich die beiden Mädels übernommen hatte. Ich machte zuerst mit Rose Langzügelarbeit, wobei ich wiederum Übergänge, Schulterherein und Seitwärtstreten, anhalten und versammeln übte. Lisa machte mit Falke intensives Springtraining. Der junge Hengst war am Anfang das, was man ein Anti-Talent nennen würde. Er streifte fast jede Stange und beförderte sie so regelmässig zu Boden. Lisa konnte ihn einfach nicht dazu ermutigen höher zu springen. Ich glaubte nicht, dass es an der Sprungkraft lag; sondern eher daran, dass der Hengst einfach die Beine hängen liess. Irgendwann sprang er zwar immer noch sehr knapp, aber wenigstens blieben die Stangen fünfmal in Folge oben. Da beendete Lisa das Training und brachte ihn schon mal zurück, während ich noch mit Tigrotto Dressurarbeit machte. Die junge Stute zeigte sehr geschmeidige, hübsch anzusehende Gänge. Sie war zu Recht als Fohlen zweimal prämiert worden. Es reizte mich zu sehen, ob sie dieses exzellente Exterieur auch an ihre Fohlen weitergab. Nach dem Training brachte ich die beiden Stuten auch zurück und beobachtete die Minis noch eine Weile, dann ging ich den anderen Stallarbeiten nach.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Springen A-L

    Drei Springstunden an einem Tag – das klang nach viel, war aber nichts Besonderes für Lisa. Die anerkannte Reitlehrerin gab so wie Elliot oft Dressur- und Springstunden auf Pineforest, sowohl für unser Personal, als auch für auswärtige. Heute fand zuerst um drei Uhr eine öffentliche Springstunde statt, danach um fünf Uhr eine interne und um sieben Uhr nochmals eine öffentliche. Ich sah nur rasch vorbei bei der ersten Stunde, denn ich hatte anderes vor, wenn auch mit ähnlichem Grundgedanken. Die Stunde wurde auf dem Platz gehalten, sodass ich mein Vorhaben in die Halle verlegte. Ich wollte nämlich mit den Miniature Horses eine kleine Trainingseinheit wagen, um ihre Geschicklichkeit am Sprung etwas zu verbessern. Dazu trommelte ich Lewis, Lily, Jason und Linda zusammen. Jeder von uns nahm ein Pony ans Führseil und brachte es zur Halle. Ich schnappte mir meine geliebte Dakota, die noch ziemlich unerfahren mit dem Springen an der Hand war. Chocolate Chip, Lady Diva from the Sky, Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité hatten hingegen allesamt schon einige Trainingsparcours hinter sich. Lily diskutierte mit Lady Diva, die auf dem Weg zur Halle lieber Gras knabbern wollte, als mitzulaufen. Ich liess meine kleine Nichte das selbst regeln, denn sie wäre mir sowieso wieder nur böse geworden, wenn ich eingegriffen hätte. Wir liessen die Ponys rasch freilaufen, während wir die Hindernisse aufstellten. Bevor wir begannen, wärmten wir die fünf im Trab an der Hand auf und machten ein paar Gehorsamkeitsübungen. Dann wurde eine halbe Stunde lang intensiv trainiert. Wir führten die Ponys auch mal schräg an die Sprünge heran, damit sie lernen mussten, den Absprung besser abzuschätzen. Das Training war auch für uns Zweibeiner ziemlich anstrengend, denn anders als bei den Grosspferden mussten wir hier ja nebenher rennen. Die Hindernisse hatten unterschiedliche Höhen, weil auch die Ponys unterschiedlich weit im Training waren. So war Papillon zum Beispiel bereits auf Klasse L Niveau, während Daki erst die Grundhöhe kennenlernte. Daki war am Anfang ziemlich zögerlich und verweigerte auch ein paarmal, beziehungsweise lief nebendurch, aber wir schafften auch ein paar hübsche Sprünge und beliessen es am Ende dabei. Wir brachten die Minis rasch zurück auf die Weide, abkühlen konnten sie auf dem Weg nach unten. Dann gingen wir unseren Stallarbeiten nach, bis es halb fünf war. Ich begab mich in den Hauptstall um Mikke zu putzen. Die heutige interne Stunde war eine absolute Anfängerstunde, denn Caspian of the Moonlightvalley, Cantastor, Mikke, Muskat und Empire State of Mind kannten kaum mehr als ein paar Cavalettisprünge. Ich schämte mich schon etwas, dass meine Zuchthengste in dieser Sparte noch nicht mehr auf dem Kasten hatten, aber das sollte sich ja jetzt ändern. Lisa hatte kein Mitleid mit den hart arbeitenden Pflegern: sie liess uns dieselben Hindernisse immer und immer wieder Springen, bis alles stimmte. Damit den Pferden nicht langweilig wurde, machten wir dazwischen lockernde Dressurübungen wie Schulterherein oder Schlangenlinien. Caprice wurde richtig heiss und schlug unwillig mit dem Schweif, wenn ich sie bremsen musste. Die temperamentvolle Stute gab mir eine ganze Hand voll zu tun, und die Anwesenheit des zappeligen Muskat machte es auch nicht gerade leichter. Der Braune liess sich von Quinn kaum im Schritt halten, wenn er gerade nicht an der Reihe war. Einmal kamen die beiden daher Caspian und Parker in die Quere, als die beiden auf den kleinen, blauen Steilsprung zureiten wollten. Es passierte zum Glück nichts, weil Parker rechtzeitig reagierte. Am Ende dieser turbulenten Stunde liessen wir die Vollblüter austraben und brachten sie danach zurück in ihre Boxen. Ich kontrollierte, dass alle Pferde gut versorgt wurden und keiner mehr Schweissflecken hatte. Dann begab ich mich in die Mitte des Stutentrakts zu Campinas Box und holte das Scheckenvieh in die Stallgasse zum Putzen. Ich liebte die ausdrucksstarken Augen der Stute, die immer mal wieder frech zu mir nach hinten sahen und förmlich nach einer Karotte bettelten. Ihr Schweif liess noch etwas zu wünschen übrig, daher kämmte ich ihn nur ganz vorsichtig, ohne auch nur ein einziges Haar auszuzupfen. Beim Satteln wartete die Stute geduldig und auch die Trense nahm sie bereitwillig an. Ich führte sie in die Halle, hinter mir folgten Jonas mit Donut und Lily mit White Dream. Meine Nichte strahlte übers ganze Gesicht, weil sie ihre Lieblingsstute reiten durfte. Ausser uns waren noch eine Frau mit ihrem Rappen, eine Teenagerin mit einem Tinker und ein junger Mann mit einer Warmblutstute dabei. Wir wärmten alle Pferde gründlich auf, wobei Lily mit der Tinkerreiterin plauderte. Die Springstunde war abwechslungsreicher als die vorherige, weil auf dieser Stufe auch schon diverse Kombinationen und Oxer verlangt wurden. Campina machte ihre Sache gut und war fleissig dabei, hörte aber trotzdem sehr genau auf meine Hilfen. Lily und White Dream machten natürlich keine perfekte Figur über dem Sprung, aber man konnte es durchaus zählen lassen. Lisa wies sie mehrfach darauf hin, das Bein ruhig zu halten, sodass am Ende auch eine Verbesserung sichtbar war. Nach der Stunde ritten wir im Schritt auf dem Galoppweg trocken, den herbstlichen Sonnenuntergang geniessend.
    31 Aug. 2016

    Occulta
    Springen L-M

    Es war Freitag und heute stand wieder viel auf dem Plan. Zuerst wollte ich ein Spezialtraining ausserhalb der Rennbahn mit den Vollblütern machen. Es ging dabei um ein ausgezeichnetes Training für die Hinterhand und den Gehorsam: Springen. Dran kamen One Cool Cat, Framed in History, Kaythara, Cabinet of Caligari, Sumerian, Sympathy of the Devil und Rosenprinz. Sie alle (ausser Rosenprinz natürlich) waren bisher nur beim Einreiten ein paarmal über Cavaletti gesprungen, also noch völlig unerfahren. Wir hatten deshalb für den Anfang ein paar niedrige, einfach anzureitende Steilsprünge und Kreuze aufgestellt. Wir ritten in der Halle, damit die jungen Pferde durch nichts abgelenkt wurden. Doch zuerst mussten wir natürlich Putzen und Satteln. Ich holte Sympathy aus ihrer Box und begann, dass grau gesprenkelte Fell zu bürsten. Die blauen Augen der Stute musterten mich dabei immer mal wieder – vielleicht hatte ich ja ein Leckerli in der Tasche. „Nach der Arbeit, meine Süsse“, murmelte ich nach einer Weile schmunzelnd. Ich kratzte die Hufe aus und entwirrte das Langhaar, dann holte ich auch schon den Sattel. Ich sah, dass Quinn und Rosie, die heute endlich auch mal wieder bei uns mitritt, auch schon fast fertig waren. Wir führten Sympathy, Frame und Kaya zur Halle. Vor dem Aufsteigen liefen wir noch eine Weile am Boden neben den Pferden mit und plauderten miteinander, denn wir hatten es ja nicht eilig, bis die anderen auch hier waren. Frame wollte immer wieder abbiegen und zu mir kommen. „Tut mir Leid, mein Grosser, du musst heute wiedermal bei Tante Quinn bleiben“, murmelte ich liebevoll zu dem Schecken. Ich wusste, dass er am liebsten mit mir arbeitete – das zeigte er allen anderen Pflegern immer überdeutlich. Aber ich konnte in nunmal nicht 365 Tage im Jahr babysitten. Ich hatte ausser ihm noch viele andere Lieblinge, die meine Aufmerksamkeit verlangten. Wenigstens akzeptierte er Quinn als Reiterin, nachdem sie mühsam sein Vertrauen gewonnen hatte. Charly, April, Parker und Rita kamen schliesslich ebenfalls in die Halle und wir stiegen allesamt auf, um unsere Pferde einzuwärmen. Elliot gab uns schon jetzt lockernde Lektionen vor. Bei ihm wurde jede Minute des Trainings ausgenutzt. Sympathy ging fleissig vorwärts und streckte sich sofort in die Triefe, wannimmer ich sie liess. Wir drehten Volten und übten ein paar Seitengänge. Ausserdem mussten wir viele Übergänge reiten und die Pferde in den Ecken korrekt biegen. Als auch das letzte Pferd entspannt mit den Ohren wackelte und ans Gebiss trat, begannen wir mit einem Kreuz. Rita und Rosenprinz machten es allen vor, denn der buckskin farbene Hengst kannte das Springen natürlich schon vom Military her. Trotzdem war es auch für ihn etwas anderes, den begrenzten Platz in der Halle ausnützen zu müssen. Ich ritt den beiden in gesundem Abstand hinterher, damit sich meine Stute gleich anhängen konnte. Sympathy wusste gar nicht so recht, wie ihr geschah: ich trieb sie darauf zu und versuchte, einfach mitzugehen ohne sie zu behindern. Ich begrenzte sie jedoch trotzdem ausreichend seitlich, damit sie nicht ausweichen konnte. Sie hüpfte etwas zögerlich über die bunten Stangen und machte danach ein paar Galoppsprünge, dann parierte ich sie in den Trab zurück und lobte sie ausgiebig. Hinter uns folgten Charly und Caligari. Kaythara wollte zuerst vor dem Kreuz abbremsen, doch Rosie trieb sie weiter, bis sie im Schritt darüber stolperte. Sie ritt danach gleich nochmal heran und diesmal klappte es. Manchmal scheint es, als müssten sie zuerst eine unsichtbare Mauer durchbrechen, überlegte ich schmunzelnd. Auch Frame wollte zögern, doch Quinn reagierte rechtzeitig und schickte ihn vorwärts. Er nahm einen etwas unschönen Satz über das eigentlich total niedrige Hindernis, aber immerhin landete er sicher auf der anderen Seite. „Aus dir wird wohl kein Springtalent“, bemerkte ich lachend an Quinn und den Schecken gewandt, als sie zu uns stiessen, um den anderen nicht im Weg zu sein. Nachdem alle das erste Hindernis überwunden hatten, fuhren wir mit einem Steilsprung fort. Danach folgten bereits zwei Steilsprünge hintereinander. Mehr mussten die Pferde heute noch nicht leisten; das reichte Elliot und mir für’s Erste. In den folgenden Wochen würden wir sie langsam an einen kleinen Parcours gewöhnen und uns danach wieder auf die Dressur konzentrieren.

    Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Lewis, Lisa, Jason und Linda kamen mit fünf der Miniature Horses in die Halle. Lewis übergab Nachtfalke an Elliot, der ein überraschtes Gesicht machte. „Now it’s your turn. Show them how you do it“, erklärte Lewis grinsend. Er trabte mit seinem Lieblingsmini Kicks-a-Lot ein paar Runden auf der Volte, dann führte er sie auf das erste Hindernis zu und hüpfte mit ihr darüber. „Sehr elegant, Lewis!“, kommentierte ich lachend. „Kannst du das nachmachen, Elliot?“, meinte Lisa herausfordernd, und lief mit Lady Diva from the Sky hinterher. Auch Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité waren dabei. Wir sahen noch eine Weile zu und bewerteten Elliots Springstil, dann versorgten wir die Vollblüter, die das Geschehen ebenfalls interessiert beobachtet hatten. Die Minis blieben noch in der Halle für ein ernsthafteres, halbstündiges Training.
    30 Sep. 2016

    Occulta
    Springen M-S

    An einem Tag wie dem heutigen konnte man beinahe das Gefühl bekommen, dass der Herbst schon bald seine Koffer packen wollte. Der Himmel war zwar perfekt blau und wolkenlos, doch es war bitterkalt und am Morgen war so viel Reif auf den Feldern gelegen, dass ich zuerst an Schnee gedacht hatte. Zum Glück hatte ich warme Handschuhe, welche die Arbeit hier auf dem Sandplatz gleich viel angenehmer machten. Jetzt bräuchte ich nur noch einen anständigen Schal, denn unser Fahrtwind ist echt brutal… Ich trabte Cantastor gerade warm. Wir drehten ein paar Volten und machen viele Seitenwechsel, damit der Hengst locker wurde. Auf dem Viereck herrschte Abreitplatz-Stimmung, denn ausser uns waren auch noch Lisa, Quinn und Charly mit Mikke, Caspian und Empire da. Wir wärmten uns alle für die bevorstehende Springstunde auf, die uns diesmal Elliot unterrichtete. Der erfahrene Reitlehrer hatte ein scharfes Auge für allerlei kleine Fehlerchen, die sich bei uns einschlichen. Zum Beispiel war es mir ganz schön peinlich, als er mich unbarmherzig laut darauf hinwies, dass ich wiedermal die Schultern eindrehte. „Occu sit straight. You’re not a potato bag.“ Ein kleiner Trost war, dass die anderen genauso strikt gemassregelt wurden. Canto lief schwungvoll vorwärts und blieb konstant in der Dehnungshaltung, während wir unsere Runden drehten. Es hatte lange gedauert, dem Hengst diese Losgelassenheit und Konstanz anzutrainieren. Als er vor zwei Jahren zu uns zog, war er zwar bereits ein erfahrenes Reitpferd gewesen, aber er hatte sich ein paar Tricks angewöhnt, um der Arbeit zu entkommen und manchmal unter dem Sattel wegzurennen. Ich merkte relativ schnell, wenn er wieder versuchte, die Hinterhand abzuhängen. Wenn er es versuchte, motivierte ich ihn jeweils mit der Gerte und versuchte, den Schwung zu erhalten, ohne das Tempo zu sehr zu steigern. Doch um die Dressur ging es heute eigentlich gar nicht: Es war ein Springtraining, das wir anstrebten. Passende Hindernisse auf geringer Höhe standen noch vom Vortag bereit, also konnten wir gleich loslegen, sobald alle warm waren. Es ging heute darum, Sprünge aus Wendungen anzureiten und mehrere Hindernisse flüssig nacheinander zu überwinden. Canto wurde ziemlich heiss und ich war damit beschäftigt, ihn in einem anständigen Tempo zu halten, während Empire etwas mehr Schwung hätte vertragen können. Mikke und Caspian waren gleichermassen unkompliziert und konzentriert bei der Sache. Nur einmal verschätzte sich Caspian und machte einen seltsamen Hüpfer, der eher an ein erschrockenes Schaf erinnerte.

    Nach dem wir alle Elliot zufriedengestellt hatten, liessen wir die vier Pferde austraben und ritten noch etwas Schritt, während die nächsten bereits auf den Platz kamen. Es handelte sich dabei um Campina, Rosenprinz, Donut und White Dream, die alle bereits etwas höhere Hindernisse meistern mussten. Ich sah ihnen beim aufwärmen zu, folgte danach aber den anderen, die beschlossen hatten, noch eine Runde im Schatten der Tannen auf dem Galoppweg zu drehen. Danach versorgten wir die Vollblüter und ich begab mich gemächlich zu den Weiden. Die Miniature Horses waren heute ebenfalls mit Springtraining dran, war natürlich nicht mit demjenigen der grossen Pferde vergleichbar war. Bei diesen kurzbeinigeren Rasenmähern ging es vielmehr um den Spassfaktor als um Perfektion. Lewis und Lisa halfen mir dabei, die Stuten zu putzen. Daki, Chip, Diva, Rose und Papillon nahmen wir nach dem Putzen mit zum Sandviereck. Wir mussten noch rasch Geduld haben, bis Dream, Quick, Pina und Donut fertig waren. Ich konnte gerade noch zusehen, wie Pina ihre Runde absolvierte. Die Stute war zwar noch etwas hastig unterwegs, aber sie liess sich von April dirigieren und sprang auch ohne zu Zögern, sofern sie genug geradegerichtet war.

    Nun kam der Part der Minis. Während die anderen austrabten, joggte ich ein paar Runden mit Chip. Lisa tat dasselbe mit Rose und Lewis mit Papillon. Die anderen beiden Ponys mussten noch bei Elliot warten. Papillon hatte von den anwesenden Stütchen am meisten Erfahrung und bewies dies auch. Sie folgte Lewis‘ Handzeichen und liess sich über die Hindernisse führen, als wären sie eine Selbstverständlichkeit. Etwas später bei Diva sah das anders aus, denn die kleine Dame mit dem Fuchsfell wich lieber mal aus, wenn man ihr nicht klare Signale gab. Chip und Daki waren beide noch etwas zögerlich, aber auf dem richtigen Weg. Rose machte Fortschritte was die Entschlossenheit anging, streifte die Stangen aber manchmal noch. Ich war zufrieden mit den Minis und erklärte das heutige Training für erfolgreich beendet.
    19 Nov. 2016

    Occulta
    Fahren S-S*

    Als nächstes war ein Fahrtraining geplant. Da wir mit dem geliehenen Sulky des Nachbaren immernoch nur insgesamt drei Gefährte hatten, dauerte das Training den ganzen restlichen Nachmittag. Im ersten Durchgang machten Elliot, Jonas und ich eine Spazierfahrt mit Tic Tac, Fake und Kicks-A-Lot. Fake war noch komplett roh und wurde heute zum ersten Mal richtig angeschirrt. Jonas hatte mit ihr fleissig an der Doppellonge das Fahren geübt und sie auch schon etwas Gewicht hinterherziehen lassen, aber vor dem Sulky war sie noch nie gestanden. Er liess sie zuerst ausgiebig an dem Metall Gestell schnuppern und wir führten sie ein paar Minuten lang neben Tic Tac, die bereits eingespannt war. Dann wurde es ernst; Jonas und ich schirrten Fake an und ich führte sie vorsichtig an. Da sie doch noch etwas zu aufgeregt war, bestellte ich Lewis herbei, der den Führstrick übernahm, sodass ich mich Kiwi widmen konnte. Die Fahrt dauerte nur zwanzig Minuten, damit wir Fake nicht ünberforderten. Mit Kiwi und Tiki machten wir dafür am Ende noch ein paar Gehorsamkeitsübungen. In der nächsten Dreiergruppe des Trainings waren Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité und Rumpelstielzchen dran. Mit ihnen waren wir eine ganze Stunde im Dorf unterwegs, um sie weiter an den Strassenverkehr zu gewöhnen. Ausserdem versuchten wir uns an schwierigen Manövern und vielen Tempowechseln. Zuletzt trainierte Elliot noch alleine mit Nachtfalke, denn der Hengst hatte angefangen, sich in letzter Zeit etwas aufzuspielen und flegelhaft zu benehmen. „Und das obwohl noch nicht mal Frühling ist“, scherzte Elliot kopfschüttelnd. „Das ist nur eine Phase“, beruhigte ich ihn. Ich war mir dessen sicher, denn Falke war ansonsten eher ruhig und brav im Umgang. Jedenfalls war es lustig den beiden beim wegfahren zuzusehen und ich war stolz, als Falke am Ende zwar etwas verschwitzt, aber ruhig nachhause kam.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    Dressur L-M

    Als letztes stand heute Abend für mich noch Dressurtraining mit Cabinet of Caligari an. Die Stute war im Galopprennen, Springen und sogar Military gefördert worden, aber die Dressur war etwas vernachlässigt geblieben, was sich nun darin äusserte, dass die Stute im Parcours wegen mangelnden Gleichgewichts zu heftig wurde. Daher wollte ich sie heute etwas an den Hilfen schulen, damit sie langsam aber sicher Gewicht mit der Hinterhand aufnahm und ruhiger wurde. Während ich sie im Hauptstall putzte, kam Lisa vorbei und fragte, ob es mich stören würde, wenn sie und Lewis noch mit Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité auf dem Sandplatz Langzügeldressur machen würden. Ich verneinte, denn bei dem Wetter war es einfach das schönste, beim Eindunkeln noch draussen zu trainieren. Genug Licht hatten wir ja mit den grossen Scheinwerfern. Ich sattelte Cab und führte sie nach draussen zum Aufsteigen. Dann ritt ich sie im Schritt warm. Nach zehn Minuten trabte ich an und machte erstmal grosse Volten, bereits jetzt das Tempo drosselnd. Indem ich sie immer wieder aufnahm und anschliessend zurück in die Dehnung strecken liess, versuchte ich, mehr Ruhe in ihre Bewegungen zu bringen und sie zu lockern. Es klappte, sodass ich mit Übergängen weitermachen konnte, die sie zwar wieder etwas weckten, aber gleichzeitig weiter lösten und die Hinterhand aktivierten. Eine halbe Stunde lang arbeitete ich intensiv mit ihr, während Lewis und Lisa mit Rose und Papillon ebenfalls herumzirkelten. Was ich davon mitbekam war vielversprechend; zumindest Rose lief meist schön konstant am Zügel und hatte einen tollen Takt. Papillon hatte noch etwas Mühe, sich auf der Geraden Linie vom Hufschlag entfernt zu halten. Als ich fertig war (und Cab auch), liess ich sie austraben und lobte sie ausgiebig. Ich musste aber gleich wieder aufpassen, dass sie nicht auf die Vorhand kippte und ins Rasen kam. Ich beschloss in einem ruhigen Moment in den Schritt überzugehen und dafür diese Gangart noch etwas länger zum Ausklingen zu nutzen.
    31 März 2017

    Occulta
    Dressur M-S
    für Fake xx, Kicks-A-Lot, Tic Tac, Nachtfalke, Papillon d'Obscurité und Silhouette of a Rose

    Die Sonne stand schon recht tief, als ich mich mit Lisa, Elliot, Jason und Lewis auf den Weg zu den Miniweiden machte. Wir fingen uns Nachtfalke, Kicks-A-Lot, Tic Tac, Papillon und Rose raus. Wir wollten mit ihnen noch ein wenig Langzügeldressur machen, bevor es dunkel wurde. Wir putzten die Minis direkt beim Offenstall. Ich übernahm heute Tic Tac. Eigentlich hatte ich zwar Kiwi gewollt, aber Lewis hatte mal wieder darauf bestanden, dass er mit ihr arbeiten durfte, weil sie so an ihm klebte. Ich hatte augenrollend zugestimmt – schliesslich war ich gestern mit ihr, Lily und Teddy Spazieren gegangen. Ich bürstete die lange Mähne des Miniaturponys und kratzte die kleinen Hufe aus. Dann legte ich ihr die Ausrüstung an. Da es ja nicht mehr gewitterte, konnten wir raus auf den Sandplatz. Wir waren gerade am Einwärmen, als plötzlich Jonas mit Fake daherkam. Auch sie trug Langzügelausrüstung und Jonas erklärte zwinkernd, dass er mit uns trainieren wollte. „Ich dachte du trainierst sie selber, weil sie dein ganz persönliches Pony ist? Willst du jetzt doch abkupfern kommen?“, fragte ich herausfordernd. Er konterte: „Wer sagt denn, dass ich abkupfere? Mein Pony kann sowieso schon viel mehr als eure Handtaschenpferdchen.“ „Jetzt übertreibst du aber masslos. Du hast doch mit Langzügeldressur noch gar nicht richtig angefangen.“ Er sah unschuldig die Wolken an und meinte: „Sie ist halt ein Naturtalent.“ Wir lachten und konzentrierten uns wieder auf die Ponys. Rose und Papillon hatten bereits begonnen, einander zu kraulen. Ich schickte Tiki in den Trab und übte Übergänge mit ihr. Ausserdem schön runde kleine Volten, denn manchmal kürzte sie noch eine Seite ab, wenn sie etwas Unheimliches im Gebüsch sah. Zu Rose hatten wir einfach noch einen gewaltigen Rückstand. Die silver-dapple-Stute lief bereits S Lektionen. Diese verfeinerte Lisa gerade noch. Das Piaffieren sah zum Beispiel schon richtig toll aus. Lewis machte mal wieder lieber Blödsinn und brachte Kiwi zum Abliegen, um Jonas zu beeindrucken. Dieser versuchte es mit Fake auch – und scheiterte kläglich. „Sie ist eben kein Zirkuspferd, sondern ein edles Fahrpony“, schloss er daraus. Nachtfalke hatte einmal kurz einen Aussetzer und galoppierte buckelnd los. Es gab keinen offensichtlichen Auslöser dafür; vermutlich hatte er einfach Freude oder wollte etwas Spannung abbauen. Für ihn waren die Übungen nunmal noch besonders anstrengend, weil er noch nicht so viel konnte. Ausserdem war er alleine unter so vielen Stuten – da konnte Mann sich doch nicht die ganze Zeit konzentrieren. Trotzdem sah man, dass er sich Mühe gab und fleissig war. Genauso wie Papillon, die schon nach kurzer Zeit zufrieden schäumte und stolz marschierte. Als Lisa und Rose zum Schluss noch den Spanischen Schritt übten, sahen alle begeistert zu. Seit dem letzten so intensiven Training hatte sie ihren Raumgriff enorm verbessert, sodass es jetzt richtig eindrucksvoll aussah. Und das obwohl wir seither nur jeweils kurz zwischendurch mit ihr geübt hatten. Wir machten mit den Minis noch einen kleinen Umweg auf dem Rückweg und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Dann nahmen wir ihnen die Ausrüstung ab und versorgten sie.
    31 Juli 2017

    Occulta
    Dressur am Langzügel S-S*
    Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité, Blue Dawn’s Nachtfalke

    Zusammen mit Lisa und Lewis schlenderte ich zu den Miniweiden; wir alle trugen einen Longiergurt und Leinen über der Schulter. „I’ll take Hawky, we men have to stick together.” “But that’s unfair, you’ve trained him all week, I think it’s my turn this time!” Lewis sah mich mit einem grandios gespielten Hundeblick an. “Occu, you sure do agree with me, don’t you?”, doppelte Lisa nach. Ich seufzte und schloss die Augen, bevor ich leise “Lisa wins” murmelte. Ich musste gleich darauf loslachen, weil Lisa ein Triumphierendes „HA!“ hören liess und Lewis beleidigt Luft ausstiess. „That’s sexist Occu, if I was a women you would have chosen me“, scherzte er. Ich rollte die Augen und begann zu summen, während er weiter jammerte. Wir betraten zusammen die Stutenweide, während Lisa zu den Minihengsten abbog (nicht ohne Lewis dabei die Zunge rauszustrecken). Die Pferdchen kamen neugierig angelaufen und ich nutzte die Gelegenheit gleich, um Rose ein kleines schwarzes Nylon Halfter überzuziehen. Lewis fing sich Papillon ein. Wir putzten die Minis gründlich, bis ihr Fell in der Sonne richtig schön glänzte. Dann zogen wir ihnen die Longiergurte an und führten sie hoch zum Dressurviereck. Zunächst legte ich das Leinenbündel ab und führte Rose noch ein wenig im Schritt auf dem Platz herum. Das machte ich immer so, damit ich auch nebenbei noch ein paar Gehorsamkeitsübungen abfragen konnte. Rose wich brav mit dem Hinterteil, wenn ich entsprechend Druck machte – bei ihr reichte dabei schon Druck in Form eines Blickes und eines Schrittes in ihre Richtung. Überhaupt reagierte sie heute sehr fein auf meine Hilfen, auch später am Langzügel. Sie schien motiviert und konzentriert, was mir zeigte, dass ihr diese Art der Arbeit Spass machen musste. Das war wohl auch einer der Gründe, warum wir mit ihr schon so weit gekommen waren. Sie beherrschte bereits S Lektionen, während Nachtfalke und Papillon noch an manchen Grundlagen feilten. Besonders Falke musste noch lernen, gleichmässig und ruhig voranzugehen. Lisa machte mit ihm daher viele Volten, um ihn beschäftigt zu halten und sein Tempo zu drosseln. Ausserdem konnte sie so auch gleich an seiner Biegung arbeiten, was mit einem kleinen Pony gar nicht so leicht war. Papillon ging deutlich konstanter und machte auch schritt-Galopp Übergänge mittlerweile besonders toll, ohne sich dabei aus der Anlehnung zu lösen. Mit ihr übte Lewis auch Schulterherein und Seitwärtsverschiebungen. Ich fing bei Rose gegen Ende der Lektion noch mit einer Viertelpirouette im Galopp an – als Einstieg zu den ganzen Pirouetten. Ich musste dabei selbst immer aufpassen, dass ich die Leinen im Griff hatte und an der richtigen Position blieb. Der Longiergurt half mir übrigens dabei, die Leinen zu kontrollieren. Manchmal übte ich auch ohne, aber wenn ich neue Figuren ausprobieren wollte, war es einfach praktisch, auch wenn es dann eher Fahren vom Boden aus entsprach. Der Effekt war ja derselbe.
    Nach einer halben Stunde Arbeit liessen wir es gut sein, denn die Ponys hatten sich gut konzentriert und mitgemacht, das wollten wir belohnen, bevor sie müde wurden. Daher liessen wir sie alle noch ein wenig austraben und brachten sie anschliessend zu den Weiden zurück. „Hawky did a nice job, huh?“, stichelte Lisa. Lewis schnaubte. “Of course, since I trained him, he can only be…” Er konnte den Satz nicht beenden, weil Lisa ihn in die Seite stupste und wir alle in Lachen ausbrachen. Rose schlug, aufgeputscht durch uns, übermütig mit dem Kopf und trabte ein paar Schritte. Es sah einfach zuckersüss aus, man konnte es unmöglich ernst nehmen.
    31 Aug. 2017

    Occulta
    Springen an der Hand S-S*
    Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité, Tigrotto, Snottles Peppermint, Blue Dawn’s Nachtfalke, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    Heute wollten wir wiedermal an der Technik im Springen an der Hand mit den Minis feilen. Dabei galt es nicht nur, die Miniature horses flinker und kräftiger zu machen, sondern auch die Technik der Führer mit der Führleine zu verbessern. Mit dabei waren heute auch Lily und Peppy, denn Lily wollte, dass das Shetty mehr Popo-Muskeln aufbaute für ihren Plan mit den Shettyrennen. Sie machte den Parcours aber vom Sattel aus, denn das machte für den Trainingseffekt bei den beiden mehr Sinn. Ich führte heute Kiwi, die bereits bei der Begrüssung frech meine Hosentasche absuchte. Natürlich setzte ich auch Grenzen, wenn sie zu aufdringlich wurde. Aber das sanfte verwuscheln mit ihrer Lippe machte mir nichts aus. Ich kraulte ihren Widerrist und nahm sie ans Halfter, dann band ich sie beim Zaun an und putzte sie durch. Wie immer musste ich auf den Boden knien, um an Bauch und Beine zu kommen. Kiwi mochte es am Bauch nicht sonderlich, tolerierte es aber, mit abgeklappten Ohren. Ich versuchte, sie nicht zu lange zu ärgern, und ging rasch wieder zu einer Stelle am Hals über, bei der sie die Lippe genüsslich spitzte und mit dem Kopf mitwippte. Auch die anderen Ponys genossen die Massagen mit den Gummistriegeln, denn der Fellwechsel machte sich bemerkbar. Elliot war als letzter fertig, weil er Tiki so lange geschrubbt hatte. „Just leave her some hair on for the winter“, rief Lewis lachend über den Zaun, als er die Flocken weissen Fells im Gras neben Tiki sah. Er selbst durfte heute wiedermal Nachtfalke führen. Lisa und er konnten es immer noch nicht sein lassen, daraus einen kleinen Konkurrenzkampf zu machen. Sie hatten, wie mir zu Ohren gekommen war, sogar einen Wochenplan ausgehandelt. Aber ich wusste, dass ich im Moment Lewis‘ eigentlichen Liebling vor mir hatte, denn Kiwi hatte ja schon seit sie ein Fohlen war eine besondere Verbindung zu ihm. Er war gewissermassen ihr Zieh-Papa. Ich beobachtete ihn manchmal, wie er die Stute mit den frechen blauen Augen in seinen Pausen kraulte, oder mit ihr spielte. Jedenfalls waren so langsam alle bereit, also verschoben wir uns in die Halle. Es machten sich nämlich schon langsam dunkle Wolken am Himmel breit und auf dem Weg meinte ich bereits ein paar Tropfen zu spüren. Kaum waren wir in der Halle angekommen, begann es dann auch tatsächlich zu schütten. Wir führten die Ponys warm und stellten nebenbei die Hindernisse auf. Lily gurtete nach und stieg auf Peppys Rücken (ich lachte, als sie auf purer Gewohnheit ein Cavaletti zu Hilfe nahm, obwohl das Pony so klein war). Jason liess unterdessen Papillon über das erste Hindernis hüpfen. Es war noch nicht hoch und die Stute hatte absolut keine Mühe. Einer nach dem anderen tat es ihm nach. Rose wollte beim ersten Versuch nicht so recht, weil Linda sie zu schräg heranführte. Dafür kamen die beiden beim zweiten Mal absolut mittig. Wir hatten unseren Spass beim Training – das war sowieso immer total lustig, mit den Minis solche Sachen zu machen. Sie sahen einfach zuckersüss aus, wenn sie mit wehender Mähne über die bunten Stangen setzten. Und manche waren sogar richtig gut darin. Besonders Falke stach wiedermal heraus, mit seiner Technik, immer nur gerade genug hoch zu springen. So konnte er Energie sparen und dadurch höher hinaus als die anderen, die mit der Zeit einfach zu flach wurden und die Beine hängen liessen. Auch Kiwi machte ihre Sache gut; sie schien das Springen im Blut zu haben. Sie hatte keine Mühe, egal von woher wir kamen. Nur manchmal sprang sie etwas seltsam über die Hindernisse, wenn sie entwas anguckte und es ihr unheimlich war. Dann warf sie doch ab und zu auch mal eine Stange runter. Tigrotto, die heute von Lisa geführt wurde, sprang, Zitat Lewis, „leichtfüssig wie ein Tiger eben“. Ich musste ihm zustimmen, nur dass ich fand, dass sie dabei auch fast wie ein grosses Springpferd aussah. Man vergass beinahe, dass sie nur die Miniatur Version davon war. Bei Peppy sah man das Shetty hingegen deutlich raus; die graue Fellkugel flitzte im Galopp durch die Halle und ihr buschiger Schweif wehte mit jedem Sprung mit. Da das Training für Führer und Ponys anstrengend war, beendeten wir es an einer sinnvollen Stelle, bevor alle zu müde wurden und die Konzentration flöten ging. Es regnete immernoch, also duckten wir unsere Köpfe und joggten zurück zur Weide, um rasch in den trockenen Offenstall zu kommen. Die Ponys wühlten zufrieden im Stroh – das Training hatte ihren Appetit angeregt. Ich bat Lewis und Elliot, nachher noch ein wenig Heu als Belohnung zu bringen.
    31 Okt. 2017

    Die Kür

    Heute stellte ich Rose auf einer Körung vor, damit ich sie künftig für meine Mini-Zucht einsetzen konnte. Die kleine Stute mit den silbernen Fleckchen im Fell war frisch geschoren und herausgeputzt. Ihre Hufe hatte ich eingefettet, das Langhaar gekämmt und die Schnauze etwas eingeölt, jedoch nur gerade soviel, dass ihr Kopf schön zur Geltung kam. Ich führte sie auf dem Platz warm und übte noch ein paarmal das hinstellen vor den Richtern, dann wurden wir aufgerufen. Beim Hereinkommen grüsste ich die Richter. Dann präsentierte ich Rose zuerst im Schritt auf beide Seiten, danach dasselbe im Trab. Für den Galopp musste ich schon ganz schön mitrennen, daher baute ich dabei auch ein paar Volten ein, bei denen ich sie um mich herum schickte. Auch diese Gangart zeigte ich anschliessend auf die andere Seite, indem ich über die Diagonale wechselte. Röschen war aufgezogen und buckelte ab und zu übermütig. Sie hielt die ganze Show wohl für ein Spiel. Das Hinstellen klappte schliesslich auch gut, sodass die Richter das Exterieur der Stute problemlos beurteilen konnten. Ich war gespannt auf ihre Punktzahlen, denn über ihre Herkunft wusste ich ja kaum etwas. Ich meinte aber anhand der Gesichter der Richter zu erkennen, dass meine kleine Stute ihnen gut gefiel. Am Ende grüsste ich die Herren und Damen abermals und verliess dann den Platz, zufrieden mit unserer Darstellung. Röschen durfte noch etwas am Wegrand grasen, ehe ich sie wieder in den Anhänger stellte.
    1469 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

    [​IMG]
     
  7. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    meine Teilnahme mit...
    Silverangel

    [​IMG]

    Steckbrief
    [​IMG]

    Vom: Capriciasso

    Vom: Dancer in the Moonlight

    Vom: Green Mountain
    Aus der: Falling Star

    Aus der: Donella

    Vom: Crossfield
    Aus der: Donna Pia

    Aus der: -


    [​IMG]

    Rufname: Silver
    Geburtstag: 09.05.
    Alter: 8 Jahre
    Stockmaß: 1.44 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Grullo (Mausfalbe)
    (Ee,aa,Dd)
    Abzeichen: unregelmässige, schmale Blesse, vl weisse Fessel, hr halbweiss gestiefelt
    Gesundheit: Sehr gut
    Hufe: Barhuf, gutes Horn


    [​IMG]

    arbeitswillig, lernwillig, verspielt, verschmust, ruhig, trittsicher


    [​IMG]

    Silver ist eine liebe, Kindersichere Stute, die trotz ihrer Ruhe und Zuverlässigkeit auch fleissig genug für fortgeschrittene Reiter ist. Sie passt sich nämlich ihrem Reiter an und benimmt sich entsprechend rücksichtsvoll oder übermütig. Manchmal bekommen gute Reiter so einen Eindruck davon, was eigentlich in der Stute steckt und wie sehr sie sich bei Anfängern durch ihren tollen Charakter zusammennimmt.
    Wenn man sie so sieht, würde man kaum denken, dass Silver es früher alles andere als leicht hatte. Tatsächlich stach sie als Fohlen nicht besonders hervor und wurde weit unter ihrem Wert weitergereicht, bis sie schliesslich, weil sie niemand mehr wollte, in einer Rettungsstation landete. Von dort aus kam sie schliesslich nach Pineforest und wurde mit den anderen Fohlen auf dem Gestüt fertig grossgezogen. Sie landete zwischenzeitlich in einem anderen liebevollen Zuhause, dem Hofgut Tannenheide, wo sie aktiv für den Sport gefördert wurde; kam aber nun nach langer Zeit wieder nach Pineforest zurück.



    [​IMG]

    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


    [​IMG]

    Gekört: nein
    Nachkommen: -


    [​IMG]

    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: S
    Distanz Klasse: A
    Fahren Klasse: L

    Eignung: Springen, Military, Dressur
    Eingeritten: Ja


    [​IMG]

    1. Platz 270. Dressurturnier
    1. Platz 248. Dressurturnier
    [​IMG]

    2. Platz 239. Dressurturnier
    [​IMG]

    3. Platz 458. Springturnier
    [​IMG]

    1. Platz 225. Fahrturnier
    [​IMG]

    1. Platz Sommerturnier "The Ghosts" Disziplin Dressur
    [​IMG]

    5. Platz GHS Sommerturnier


    [​IMG]

    Silver's Spind

    HS-Bericht

    TA-Bericht
    Loulou
    Tierarztbesuch
    PFS' Ljúfa, Stromer's Painting Gold, Kaythara El Assuad, Areion, Sika, scs Bluebell, River's Blue Lady Liquor, Silverangel, Papillon d'Obscurité, Silhouette of a Rose

    „So, hab ich wirklich alles eingepackt?“, murmelte ich zu mir selbst und begutachtete die volle Tasche. „Hast du vor auszuziehen?“, neckte mich William, welcher hinter mir am Kofferraum stand. „Sehr witzig. Nein, ich habe heute einfach etwas mehr Patienten.“, erklärte ich und schloss den Kofferraum des Geländewagens. „Pass mir gut auf meine Pferde auf.“, sagte ich zu dem jungen Mann und umarmet ihn kurz zum Abschied. Meine Arbeit würde mich diesmal nicht weit von zu Hause wegführen. Es ging zu den Pineforest Stables zu Occulta Smith nach Birmingham. Ich war gespannt auf ihr Gestüt, denn es war mir sehr wohl bekannt.

    Als ich die Auffahrt schließlich herauffuhr, war ich nicht weniger Beeindruckt, als erwartet. Es war nicht annähernd mit unserem kleinen Anwesen zu vergleichen und dennoch wirkte es gleichzeitig professionell und heimisch. Angekommen parkte ich meinen Wagen und sogleich trat eine junge Frau auf mich zu, welche sich als Occulta Smith vorstellte. Sie begrüßte mich und wartete, bis ich meine Tasche aus dem Auto genommen hatte. „Wollen wir gleich im Hauptstall anfangen.“, sagte sie und ich folgte ihr, während sie von den beiden Patienten berichtete, die dort auf uns warteten. „Das ist Goldy.“, sagte sie und wir blieben vor einer jungen Vollblutstute mit einer außergewöhnlichen Farbe stehen. Das Pferd spitzte neugierig die Ohren und trat an uns heran, als Occulta die Box öffnete. Die junge Frau hielt sie fest und ich begrüßte Goldy kurz, ehe ich mich an die körperliche Untersuchung machte. Zunächst hörte ich Herz und Lunge mit dem Stethoskop auf pathologische Geräusche ab, ehe ich die Lymphknoten auf Vergrößerungen abtastete. „Hier ist alles so weit wie man das von außen beurteilen kann in Ordnung.“, murmelte ich, ehe ich zum Kopf ging und der interessierten Stute in Maul, Augen, Nüstern und Ohren schaute. „Keine Rötungen, kein Ausfluss, die Zähne sehen auch gut aus.“, fuhr ich fort und klopfte ihr kurz den Hals, ehe ich wieder neben sie trat, um alle Gelenke durchzubewegen. Grade bei viel beanspruchten Turnierpferden im jungen Alter würden unentdeckte Verletzungen die Karriere früh und vor allem unnötig beenden. Goldy ließ es ruhig über sich ergehen, auch als ich zu guter Letzt noch Fieber maß. „Sie ist in einem wirklich guten Zustand, sowohl gesundheitlich als auch von Fütterung und Erscheinung her.“, fasste ich zusammen und strich ihr über den Rücken. „Führst du sie noch einmal durch die Stallgasse?“, bat ich die junge Frau und sie nickte. „Ihr Gangbild ist soweit auch gut.“, sagte ich. „Ich gebe ihr noch die Wurmkur und dann können wir auch schon weiter.“, erklärte ich dann und nahm mit diesen Worten meine vorbereitete Einmalspritze ohne Kanüle. Occulta hielt ihren Kopf runter und ich gab ihr die Paste rasch ins Maul, welche sie mit kritischem Schmatzen herunterschluckte. „Braves Mädchen.“, lobte ich sie und wir überließen ihr wieder die Box.

    „Als nächstes geht es zu Kaya. Ebenfalls ein junges Vollblut, genauso unkompliziert.“, informierte Occu mich und ich folgte ihr nickend. Bei Kaya begann die gleiche Prozedur von vorne. Wie erwartet war auch die junge Vollblutstute in einem ausgezeichneten Allgemeinzustand. Das war lange nicht so selbstverständlich und es machte mich immer wieder froh einen gut geführten Stall mit gepflegten Pferden zu finden. Gerade von dieser Größe und mit diesem Erfolg. „Auch bei ihr keine Auffälligkeiten. Sie ist gut beweglich, Maul, Ohren, Nüstern und Augen sind blande, die Temperatur okay und das Gangbild gut.“ Occulta nickte zufrieden. „Dann noch die Wurmkur und wir sind hier im Stall fertig.“, sagte sie und gemeinsam verabreichten wir auch ihr die Paste. „Begeisterung sieht anders aus.“, sagte ich belustigt und beobachtete Kaya. „Die Wurmkur ist laut Hersteller mit Apfelgeschmack, riecht auch nicht schlecht.“, sagte ich und zuckte die Schultern. „Trotzdem ist mir kein Pferd begegnet, dass davon zu überzeugen war.“ Ich verabschiedete mich von der Stute und wir gingen gemeinsam zum Nordstall.

    „Das ist Areion.“ Wir standen vor einem massigen Tinker mit auffallend hübscher Fellfarbe. „Hier ist wirklich jeder ganz besonders.“, sagte ich beeindruckt und warf auch in die anderen Boxen einen neugierigen Blick. „Ist er genauso brav?“, fragte ich und erhielt ein Nicken. „Wunderbar.“, lächelnd trat ich an den Großen heran und Occu hielt ihn derweil fest. „Bei dir muss man sich erstmal durchkämpfen.“, stellte ich belustigt fest und schob sein dichtes Fell bei Seite um ihn abzuhören. Er freute sich sichtlich über die Aufmerksamkeit, die ihm zu Teil wurde, während ich seine Lymphknoten auf Schwellungen abtastete. „Wunderbar.“, schloss ich ab und trat an seinen Kopf heran. Kurz rubbelte ich ihm die Stirn und führte dann die Untersuchung fort. „Na, haben wir hier einen kleinen Dickschädel?“, murmelte ich und musste mit etwas mehr Nachdruck sein Maul öffnen. „Nicht mit mir, mein Freund.“ Schmunzelnd gab ich ihm die Wurmkur und lobte ihn. Ich maß noch Temperatur und sah mir kurz seinen Gang an. „Gut.“, schloss ich ab. „Wie alt ist er?“, fragte ich Occu. „10 Jahre.“, antwortete sie und ich nickte. „Wir müssten mal an seine Zähne ran. Könntest du ein bisschen mehr Zeit für mich aufbringen, oder wollen wir das an einem anderen Termin machen?“, fragte ich sie. Wir entschieden uns für heute und brachten den Hengst an einen geeigneten Ort für die Behandlung. „Ich gebe ihm ein leichtes Beruhigungsmittel, ich nehme an du kennst das.“, begann ich zu erklären. „Das heißt er wird heute ein bisschen benommen sein, aber das wird schnell abgebaut, ist allerdings noch ein paar Tage im Blut nachweisbar. Er sollte die nächsten 48 Stunden auch kein Futter bekommen, dass viel Säure enthält, das würde die Zähne zu sehr angreifen.“ Sie nickte und ich gab ihm eine kleine Injektion, welche ich in der Zwischenzeit vorbereitet hatte. Als Areion langsam schläfrig wurde, banden wir gemeinsam seinen Kopf hoch und ich setzte die Maulsperre ein, ehe ich mit der Behandlung begann. Das meiste war einfach mit einer Handraspel zu korrigieren, nur an die Schneidezähne mussten wir mit einer elektrischen Maschine ran. Trotz Sedierung missfiel dem Hengst die Behandlung eindeutig Bei dem lauten Geräusch legte er missmutig die Ohren an und wich ein paar Schritte zur Seite aus, ließ es jedoch über sich ergehen. Eine große Wahl blieb ihm auch nicht. Nach einer dreiviertel Stunde war das Ganze beendet. Das große Tier wurde erlöst und trottete müde hinter Occulta her zurück in seine Box, während ich aufräumte.

    Als nächstes ging es in den Nebenstall, wo die meisten Patienten auf uns warteten. Es handelte sich um vier deutsche Reitponys. Als erstes ging es zu Sika, einer neunjährigen Stute. Sie sah uns aus misstrauischen, aber sanften Augen entgegen. Occulta beruhigte die anscheinend ein wenig schreckhafte Stute, während ich sie abhörte, abtastete und alle Gelenke durchbewegte. An der Hinterhand hatte sie eine kleine Schramme, vermutlich vom letzten Weidegang. „Das ist nichts, was wir behandeln müssten. Ab und an passiert das auf der Weide oder im Gelände, aber man sieht ja auch, dass sie nicht davon beeinträchtigt ist.“, erklärte ich und lobte die Stute. Auch das Fieber messen ließ sie über sich ergehen, ebenso die Wurmkur.

    „Wer ist jetzt an der Reihe?“, fragte ich Occu und sie zeigte mir Blue Lady Liquor, Lychee genannt. „Sie ist sehr freundlich und lernwillig - eigentlich.“ – „Eigentlich?“, wiederholte ich und betrachtete die Stute, welche eher unruhig, fast schon nervös wirkte. Occulta nickte. „Sie ist normalerweise die Ruhe selbst, liebt Menschen und das Arbeiten und ist ein gutes Turnierpony. Nur in letzter Zeit ist sie nervös, launisch und verspannt.“, erklärte sie. Nachdenklich betrachtete ich das Pony. „Wie alt ist sie?“, fragte ich. Vier Jahre. „Und dann schon gut Trainiert und erfolgreich. In der Medizin sagt man immer, häufige Krankheiten sind häufig und seltene selten. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr Magnesium fehlt. Grade bei jungen Pferden die dann noch gut im Training stehen, kann das vorkommen und das verändert tatsächlich das Wesen, beziehungsweise die Reizbarkeit. Ich schlage vor, wir nehmen einmal Blut ab, ich lasse dir ein Präparat da und informiere dich dann heute Abend über die Ergebnisse. Wenn ich falsch lag, müssen wir weitersuchen.“, erläuterte ich und Occu stimmte zu. Also entnahm ich zuerst alles für ein kleines Blutbild, Gerinnung und klinische Chemie, ehe ich mit der Routineuntersuchung begann. „Gut, sonst ist aber alles in Ordnung, entwurmt ist sie jetzt auch, das Präparat lasse ich dir hier.“ Mit diesen Worten packten wir zusammen und gingen zum nächsten Pony.

    Silverangel sollte ihrem Namen Ehre machen. Sie war ein bildhübsches und vor allem kooperatives Pony. Anstandslos ließ sie alle Untersuchungen über sich ergehen. „Gut.“, beendete ich nach nur wenigen Minuten. „Alles ist einwandfrei, sie ist in einem ausgezeichneten Zustand. Die körperliche Untersuchung ist ohne Befund, sie läuft rund und bekommt jetzt noch ihre Wurmkur.“, erklärte ich ihrer Besitzerin. Rasch drückte ich ihr Maul auf und gab dem Pony die Paste.

    Die nächste Patientin war Bluebell, ebenfalls ein deutsches Reitpony und die letzte von den vieren. „Hallo Bluebell.“, begrüßte ich sie und begann meine Arbeit. Bluebell schaute kurz und spielte mit den Ohren, richtete dann ihre Aufmerksamkeit aber wieder auf das Geschehen um sie herum im Stall. Ich horchte auch bei ihr auf Herz und Lunge, tastete die Lymphknoten ab, bewegte ihre Gelenke und warf einen Blick in Maul, Augen, Nüstern und Ohren. Zuletzt maß ich Fieber, auch sie war im Rahmen. „Dann entwurmen wir dich einmal.“, murmelte ich und griff nach Spritze Nummer sechs. Occulta hielt den Kopf fest und ich drückte den Inhalt der Spritze in das Maul des Pferdes. Ich sah mir noch einmal ihren Gang auf der Stallgasse an und nickte zufrieden. „Wunderbar.“, beendete ich unsere Arbeit im Nebenstall. Ich nahm meine Tasche und wir ließen die Stuten zurück, um zu den nächsten beiden Patienten zu gehen.

    Occu führte mich zum Putzplatz, wo zwei American Miniature Horses auf uns warteten. Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht und ich betrachtete die beiden kleinen Ponys. „Die beiden sind sehr umgänglich, die meiste Zeit stehen sie draußen auf der Weide.“, sagte die junge Frau und ich nickte. Zunächst ging ich zu Silhouette of a Rose, einer kleinen Silver Dapple Stute. Auch bei ihr begann ich mit dem Abhören von Herz und Lunge. „Man hört leichte Rasselgeräusche beim Atmen.“, stellte ich fest und richtete mich wieder auf. „Auch die Lymphknoten sind leicht angeschwollen, Ausfluss aus der Nase hat sie aber keinen. Ist dir bei ihr ein Husten aufgefallen?“ Occulta nickte. „Linda, eine der Pflegerinnen der Offenställe hat mir vor einer Woche berichtet, dass sie einen trockenen Husten hat. Wir wollten das zunächst beobachten und sie dann mit Vorstellen, wenn der Tierarzt kommt.“ Ich nickte und griff zu meiner Tasche. „Sie scheint sich eine kleine Infektion eingefangen zu haben. Ich gebe ihr ein paar Medikamente, welche grob gesagt den Husten lösen und ihr das Atmen ein wenig erleichtern, auch wenn sie noch nicht merkbar eingeschränkt scheint. Am besten trennst du sie von den anderen, bis sie sich erholt hat, was rasch gehen sollte. Der trockene Husten wird sich lösen und produktiver, dann sollte er abklingen. Wenn nicht melde dich nochmal, aber eigentlich wird ein gesundes Pferd gut damit fertig, sie ist ja auch noch jung.“, erklärte ich, ehe ich ihr die Medikamente verabreichte und die restliche Untersuchung fortführte, diesmal jedoch befundlos. Auch eine Temperaturerhöhung war nicht erkennbar.

    Papillon hingegen war fit und offensichtlich nicht gleich mit angesteckt. Auch ihre Gelenke waren in Ordnung und es gab nirgendwo ein Zeichen für eine Infektion. Wir entwurmten beide und ich streckte mich kurz. „Ungewohnte arbeitshöhe.“, sagte ich schmunzelnd und wir überließen die Ponys wieder den Mitarbeitern der jungen Frau, welche sie gleich eingewiesen hatte.

    „So, jetzt kommen wir zum letzten Pferd.“, begann Occu. „Ljúfa macht mir ein paar Sorgen. Sie wurde früh eingeritten, grade für einen Isländer, wenn auch schonend bewegt und trainiert. In der letzten Zeit wirkt sie sehr verspannt und scheint Schmerzen zu haben.“ Ich nickte und folgte ihr zu der jungen Rappstute. Zunächst checkte ich sie durch, wie die anderen auch, merkte beim Bewegen der Gelenke jedoch deutlich, dass es ihr missfiel. Sie schlug mit dem Schweif und wich aus. Ich bat Occu sie mir im Schritt und Trab vorzuführen. Ljúfa lief steif und unregelmäßig und ich bat sie wieder zu mir. „Das reicht, man sieht schon, dass sie Schmerzen hat.“ Occulta nickte. „Wir haben gemerkt, dass sie widerwilliger mitgearbeitet hat und das Training unterm Sattel gleich beendet, als klar war, dass sie Schmerzen hatte.“ – „Sehr gut, die Pause behaltet ihr in der nächsten Zeit auch noch bei. Ich gebe ihr jetzt einmal ein Schmerzmittel subkutan, sprich unter die Haut und einen Entzündungshemmer. Das bekommt sie die nächsten sieben Tage auch noch oral verabreicht. Zum einen nimmt das die Schmerzen bei der Bewegung, damit sie nicht durch eine falsche Haltung weiter verstärkt werden und zum anderen hemmt das alle entzündlichen Prozesse. Ich nehme an, ihr Sattel ist nicht Ursache der Probleme und der Hufschmied kommt bei dir auch regelmäßig. Vermutlich wird es wirklich die Belastung sein. Therapiebegleitend kann man Bodenarbeit machen, longieren und auch Wärmeanwendung oder Massagen. Ich persönlich bin kein Vertreter von alternativen Methoden wie Akupunktur oder ähnlichem, ob du das für deine Pferde möchtest, musst du selbst entscheiden.“, beendete ich meinen Ratschlag. „Wenn es nicht besser werden sollte meldest du dich nochmal. Medikamentös ist sie abgedeckt, wie du am besten weiter trainierst, wirst du ja auch aus Erfahrung wissen und vor allem individuell sehen, wie sie reagiert.“ Occu hörte zu und nickte. Zum Schluss entwurmten wir auch die Isländerstute und ich konnte mich am Späten Nachmittag von der jungen Frau verabschieden und die Heimreise antreten.

    Am Abend begab ich mich reichlich müde noch einmal in die Praxis, um das Blut von Lychee in die Geräte zu geben. Ich sollte Recht behalten. Der Stute fehlte es tatsächlich nur ein wenig an Magnesium, was ich Occulta noch telefonisch mitteilte, welche hörbar beruhigt war, dass wir nach keiner komplexen Ursache suchen mussten.
    19 Nov. 2017

    Trainingsberichte
    Svartur
    Springen E-A

    Aufgeregt packte ich die letzten Sachen zusammen, dann würde es für mehrere Tage nach Deutschland zurück gehen würde. Dort wartete Stelli auf mich, deren neues Pferd Silverangel ich trainieren würde. Gerade als ich mich endgültig in das Auto setzten wollte drehte ich fluchend wieder um – ich hatte die Autopapiere für den neuen Wagen im Haus liegen lassen! Schnell rannte ich also nochmal rein und blickte in die verwunderten Augen Fynns, der nicht damit gerechnet hatte, dass ich so schnell nochmal auftauchen würde. Statt mir doch beim Suchen zu helfen zeigte er sich schadenfroh, sodass ich ihn nur böse anfunkelte, die Papiere schnappte und dann abdüste. Während der Fahrt hörte ich Musik, telefonierte über die Freisprechanlage und tat vor allen Dingen eins: Mich langweilen… Die langen Fahrten hasste ich einfach… nach ewigem Warten war es dann endlich soweit und ich sah das erste Ortschild, welches Wiesbaden anzeigte. Ich rief Stelli an und gab ihr Bescheid, dass ich bald da sein würde. Am Hof angekommen fielen wir uns direkt in die Arme, schließlich kannten wir einander schon langen und waren gut befreundet. Wir tauschten Neuigkeiten aus und brachte das Gepäck eben ins Haus bevor wir uns schon auf den Weg zu Silver machten. „Silver hat sich mir bis jetzt als sehr springbegabt und vor allem aufmerksam gezeigt – du wirst Spaß mit ihr haben!“, sagte sie während wir den Stall betraten. Schnell hatte ich die treuen Augen der Stute erkannt und mich direkt in ihre seltene Farbe verliebt. Gemeinsam putzten und sattelten wir Silver bevor wir bei dem schönen Sonnenschein auf den Reitplatz gingen. Als ich gerade aufgestiegen war, prustete Stelli plötzlich los: „Willst du heute lieber Jockey reiten oder warum sind deine Bügel so kurz?“. Auch ich musste lachend und verstellte mir die Bügel prompt, ich hatte sie nur kürzer als normal haben wollen und mich dabei wohl leicht verschätzt. Ausgelassen ging es dann an die Arbeit, in der ich nach und nach völlig versank. Heute stand erstmal nur die Eingewöhnung auf dem Plan, sprich ich ritt die Stute erst etwas in der Dressur und würde später ein paar Sprünge gehen. Kaum fing ich an die Zügel aufzunehmen und mein Arbeitstempo im Trab zu erhöhen kaute die Stute auch schon ab und kam spielend leicht an den Zirkel, man merkte ihr einfach an, dass sie eine tolle Dressurausbildung hatte – ich hatte es anfangs gar nicht fassen können ein Pferden reiten zu dürfen, welches bereits S-Dressuren lief, doch so wurde es nur leichter ihr zu vertrauen und sie zu lockern. Nach gut zwanzig Minuten bat ich Stelli zwei kleine Kreuze und einen Steilsprung von etwa 90cm aufzubauen. Sofort machte sie sich an die Arbeit und kurz darauf segelten wir auch schon über die Sprünge. Nachdem wir beim zweiten Sprung einmal gerissen hatten wusste ich worauf ich bei ihr achten musste: Sie neigte dazu vor dem Sprung anzuziehen und viel zu früh abzuspringen, doch daran würde man arbeiten können. Ansonsten sprang sie einwandfrei, man merkte ihr einfach ihr Talent und ihre Arbeitswilligkeit an. Später versorgte ich Silver noch und brachte sie auf die Koppel, der nächste Tag würde besonders für sie anstrengend werden.
    „Puh, für meine Verhältnisse ist es hier viel zu heiß!“, sagte ich lachend zu Stelli und zog dabei meine Jacke aus. Hier in Deutschland herrschte nunmal doch noch ein anderes Klima als in Estland und vor allem wenn die Sonne so stark wie heute vom Himmel herab schien war der Unterschied echt gewaltig! Doch Silver schien das Wetter nichts auszumachen. Sie hatte bis eben noch fröhlich mit anderen Stuten auf der Koppel getobt und genoss nun die Massage, die ich ihr verpasste. Anschließend sattelte ich sie und ritt dann auf den Springplatz, Stelli würde erst später dazu kommen. Wie gestern auch ritt ich sie mit etwas Dressur warm, wobei ich besonders das Rückwärtsrichten und Seitengänge mit in das Training nahm. Für die Stute waren das einfach Lektionen, aber dennoch schulten sie die Aufmerksam und vor allem die Durchlässigkeit, die wir beim Springen gleich brauchen würden, da sie schließlich vor dem Sprung dazu neigte anzuziehen. Dann ging es auch schon an die Hindernisse. Aufgebaut waren mehrere Sprünge, unter anderem auch ein Oxer mit einem Meter Weite und eine zweifache Kombination, die aus einem Steilsprung und einem anschließenden kleinen Oxer bestand. Zuerst fing ich jedoch wieder mit den Cavalettis an und auch hier achtete ich wieder besonders auf die Durchlässigkeit, sodass Volten vor und nach den Sprüngen zur Gewohnheit wurden. Schnell verstand Silver was ich von ihr wollte und wurde nach und nach kontrollierter, sodass ich mich auch an die schwierigeren Sprünge wagte. Über den Oxer machte die Stute einen enormen Satz, der mich fast aus dem Sattel schleuderte. Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet, da sie normal eher dazu neigte nur die nötigste Höhe zu springen, doch hier zeigte sie mal ihr ganzes Potential. Kaum hatte ich mich wieder gerade in den Sattel gesetzt und mir den Steigbügel wieder geangelt sprang ich weiter, bis der Oxer problemlos klappte. Es folgte eine Schrittpause am langen Zügel, bei der Silver etwas entspannen konnte ehe ich nochmal ein normales Kreuz sprang und dann an die Kombination ging. Die ersten zwei Mal klappten super, dann riss sie leider einmal am Steilsprung. Ich stieg ab und legte die Stange wieder in die Halterung bevor ich wieder aufstieg und erneut sprang. Diesmal klappte es wieder gut und so beließ ich es dabei. Ich lobte sie ausgiebig, ritt sie ordentlich ab und versorgte sie dann.
    Die nächsten Tage trainierten wir fleißig bis die Prüfung anstand. Am Tag selber wachte ich schon früh morgens aufgeregt auf und ging sofort in den Stall. Ich fütterte die Boxenpferde und widmete mich dann Silver. Auch wenn es kein offizielles Turnier war, sondern die Richter nur zum Leistungsnachweis kamen, so musste die Mähne doch ordentlich eingeflochten werden. Ich schnappte mir Zopfgummis und einen Kamm, dann flocht ich los. Nachdem die komplette Mähne ordentlich eingeteilt war, band ich die Zöpfe zu kleinen Knüddelchen hoch und fertig war die Turnierfrisur – sie sah toll aus! Während ich gleich die Hindernisse aufbauen würde, stellte ich Silver mit Decke noch etwas auf das Sandpaddock, wo sie sich nochmal in Ruhe entspannen konnte. Nach dem Aufbau ging alles Schlag auf Schlag. Stelli begrüßte schon die drei Richter während ich gestresst Silver sattelte und trenste. Zum Aufwärmen nahm ich mir dennoch viel Zeit, schließlich wollte ich der Stute nicht zumuten mit kalten Muskeln in den Parcours zu gehen! Nach gut zwanzig Minuten kam ich dann am Springplatz an. Ich begrüßte die Richter und ritt los. Insgesamt waren sieben Sprünge aufgebaut. Starten tat das ganze direkt mit einem Steilsprung, der rund 1,10m hoch war. Fast spielend leicht überwand die Stute den Sprung und konzentrierte sich sofort auf den folgenden Oxer. Anschließend folgte ein langer Weg bis hin zu einem weiteren Oxer, den sie auch gut überwand. In einer Kurve folgten nun zwei Steilsprunge. Bei dem zweiten Sprung wurde die Silver kurz nachlässig und streifte mit der Hinterhand die Stange – doch wir hatten Glück, sie blieb liegen! Zum Abschluss folgte nur noch eine Kombination. Diese war besonders kniffelig, da sie mit einem Steilsprung startete und in einem Oxer endete, man musste die Galoppsprünge zwischen den Sprüngen also enorm verlängern. Doch die Stute war nun wieder komplett aufmerksam und bewältigte beide Sprünge. Ich ließ ihr die Zügel lang und lobte sie ausgiebig. Auch die Richter schienen zufrieden, auch wenn sie noch immer berieten. Im Schritt nun ritt ich zu Stelli, wir klatschten ab und gingen dann lachend zu den Richtern, die uns zu sich wanken. Sie gratulierten uns und erklärten, dass Siver nun offiziell in A Springen starten durfte. Den Papierkram würden sie später noch per Post schicken, doch das interessierte Stelli und mich nun kaum. Wir verabschiedeten uns noch und versorgten dann super zufrieden die Stute und brachten sie auf die Weide. Ich musste nun leider meine Sachen schon wieder packen – das Gestüt Zuhause rief… Der Abschied fiel mir schwer, mit Stelli zu hausen und zu arbeiten machte einfach jedes Mal wieder zu viel Spaß… doch ich würde sicherlich wiederkommen!
    12 Mai 2014

    Veija
    Military E auf A

    Heute war ich mal wieder auf dem Weg zu Stelli. Ich hatte sie mittlerweile wirklich liebgewonnen, da ich beinahe jede Woche einmal auf ihren Hof fuhr. Heute hatte ich meine Cousine nicht dabei, denn ich sollte Stellis Deutsches Reitpony Silverangel in Military auf die nächsthöhere Stufe bringen. Da Military oder Eventing, wie es heute genannt wurde, absolut nicht zu meinen Stärken gehörte, musste ich mich heute wirklich konzentrieren und hatte keine Zeir, eine zweite Person zu beschäftigen.
    Bei Stelli angekommen, begrüßte ich sie wie jedes Mal überschwänglich und sie zeigte mir sogleich ihre Stute. Es war ein schönes Pferd, und wir würden uns sicher schnell anfreunden, da ich sie im nächsten Monat wieder besuchen würde, um sie in Springen zu trainieren. Ich halfterte sie also auf und brachte sie in die Stallgasse, um sie zu putzen. Damit war ich relativ schnell fertig, doch bevor ich sie sattelte, wollte ich ihre Kontidion testen und schnappte mir die Longe und die Peitsche, ehe ich Besagte in ihr Halfter einharkte und in die Halle ging. Dort wärmte ich sie auf beiden Seiten im Schritt und Trab auf, ehe ich sie angaloppieren lies und den Zirkel immer weiter vergrößerte, bis sie schließlich an der ganzen Länge der Longe galoppierte. Nach einiger Zeit nahm ich ihn zurück und wechselte die Hand. Dort lies ich sie wieder lange galoppieren, ehe ich sie erneut zurücknahm und aus der Halle führte, ehe ich sie in der Stallgasse anband und sattelte. Das erste was wir üben mussten waren ein paar Sprünge der Klasse A. Zwar hatte er im Springen diese Klasse schon erreicht, doch bevor ich auf die Strecke ging, wollte ich doch einmal versuchen wie sicher er war. Demnach baute ich ein paar Hindernisse der Klasse A auf und fing an ihn nochmal ein wenig aufzuwärmen. Er hatte inzwischen etwas verschnauft und atmete wieder normal, weshalb ich ihn wieder fordern konnte. Nach ein paar Galopprunden ritt ich ihn auf einen Steilsprung zu, den er solide nahm und auch ordentlich wieder aufkam. Das nächste Hindernis war eine Trippelbarre, die er auch locker nahm. Er berührte zwar mit einem Hinterhuf die letzte Stange, doch sie blieb liegen.
    Das letzte Hindernis was ich aufgebaut hatte war eine dreifache Kombination. Den ersten Sprung nahm er locker hin, beim zweiten musste er etwas kämpfen und den dritten warf er ab. Das würden wir gleich nochmal versuchen,doch zu erst sprangen wir erneut den Steilsprung, damit er sich gleich auf die dreifache besser konzentrieren konnte. Zum Glück betrat gerade ein anderes Mädchen die Halle, die mir netterweise die Stange wieder drauflegte. "Danke!", sagte ich herzlich und galoppierte die Stute wieder an. Das erste Hindernis klappte wieder locker, beim zweiten trieb ich sie mehr an. Sie packte es auch und beim dritten tat sie sich wieder etwas schwerer. Ich trieb sie jedoch weiter nach vorne, so dass sie gar keine Zeit hatte groß nachzudenken und sie sprang ab. Ich setzte mich in den leichten Sitz und wir flogen nur knapp über die Stange- doch sie blieb liegen. Ich lobte Silverangel ganz doll und wollte absteigen um die Hindernisse abzubauen, doch das Mädchen brauchte sie noch beziehungsweise würde sie ein wenig umbauen für ihre Springstunde. Damit war ich natürlich mehr als zufrieden, weshalb ich raus auf die Geländestrecke ritt. Ich hatte Glück, dass gerade Hindernisse der Klasse A aufgebaut waren, denn so konnte ich sofort loslegen. Damit die Stute die Strecke kennenlernte, ging ich sie zu erst im Schritt und Trab ab. Es gab nur ein Hindernis was ihr Sorgen bereitete: das war der Tiefsprung, den ich sie im Trab runtergetrieben habe. Doch das würde sich mit der Zeit legen, wenn sie begriffen hate, was sie machen sollte.
    Ich startete also von vorne und galoppierte ersteinmal eine lange Gerade entlang, ehe ich auf das erste Hindernis zuritt. Es war eine einfache Hecke die sie überspringen musste, was sie auch mit Leichtigkeit tat. Normal sollte das Pferd in der Klasse A ca 520m die Minute galoppieren, doch ich durchlief den Parcours mit ungefähr 400 Metern die Minute, da das ja alles Neuland für die Stute war. Die Hindernisse die uns auf dem Weg begegneten waren kein Problem für die Stute. Das nächste schwierigere war der Wassergraben, der ihr Angst zu machen schien. Trotzdem galoppierte ich sie darauf zu und trieb sie immer weiter vorwärts, obwohl sie zögerte. Die letzen Sprünge vor Wassergraben waren raumgreifender und schneller. Als sie absprang, setzte ich mich in den leichten Sitz um ihr zu helfen, besser über den Sprung zu kommen. Ich schaute kurz nach unten und sah, dass sie mit den Vorderbeinen Gras unter den Hufen hatte, die Hinterhufen jedoch das kühle Nass trafen. Sie erschreckte sich und machte einen Satz nach vorne, doch das schlimmste war geschafft. Es fehlte nurnoch der Tiersprung, auf den ich sie hinlenkte und immer weiter nach vorne trieb. Die Stute galoppierte nicht mehr richtig sondern fing an vor sich hinzuhüpfen, bis ich ihr klar den Befehl gab nach vorne zu laufen, was sie dann auch tat. Etwas unsicher aber zielstrebig sprang sie den knappen Meter nach unten und das Wasser spritzte nur so an ihr hoch. Sie erschreckte sich wieder und buckelte aus dem Graben heraus, doch ich lobte sie ganz doll für ihren Mut, den sie ganz sicher bewiesen hatte. Es waren noch 2 Hecken vor uns, die sie locker sprang, ehe ich sie zurück zum Stall ritt und fertig für die Box machte. Zum Schluss sagte ich Stelli noch was wir heute erreicht hatten und wie sie die Stute weiter trainieren sollte, ehe ich mich ins Auto setzte und nach Hause fuhr. In ein paar Tagen würde man sich wiedersehen.
    27 Aug. 2014

    Samarti
    Fahren E-A

    Zu guter Letzt bestand mir noch das Training von Silverangel bevor, einer schicken Tochter meines Reitponyhengstes Capriciasso. Das außergewöhnliche Fellkleid – sie war ein Mausfalbe – verlieh ihr ein ansprechendes Äußeres, und mit dem gutmütigen Blick erschien sie mir auf Anhieb sympathisch. Zwar war sie auch erst knapp viereinhalb Jahre alt, doch allein ihr Benehmen ließ darauf schließen, dass sie im Kopf nicht mehr ganz so jung war. Trotz ihrer verspielten Ader war sie sowohl arbeits- als auch lernwillig und ziemlich ruhig.
    Dank der Tatsache, dass Silverangel eine trittsichere Stute war, war sie auch vor der Kutsche ziemlich gelassen und ruhig, stolperte nicht häufig und verhedderte ihre Beine auch nicht ineinander, was das Fahren gleich viel angenehmer machte.
    Für das Training mit der Stute hatte ich mich dazu entschieden, mit ihr eine gefahrene Dressur der Klasse A zu proben, denn es gab oft genug Fahrten, die an die Dressur angelehnt waren und bei denen man eine Kür vorführen musste, die eben jene gefahrene Kür der dazu passenden Dressurklasse war.
    Bereits mit ihrem jungen Alter war Silverangel in der Dressur schon sehr hoch trainiert worden – was Janina mir etwas bedauernd erzählt hatte. Dennoch hatte ihr dies zum Glück vergleichsweise wenig „wehgetan“ und da der Mausfalbe sich inzwischen von dem hohen Training erholt hatte, konnte sie langsam wieder einsteigen, wobei wir jedoch darauf achteten, sie nicht zu überfordern.
    Dennoch wurde das Training dadurch wesentlich erleichtert. Es war nur eine kurze Zeitspanne, die wir brauchten, um die Lektionen, Gangarten und Figuren der Klasse A in der Dressur zu wiederholen, was wir zunächst vom Sattel aus machten. Dementsprechend konnten wir schon bald auf die Kutsche umsteigen, denn die größte Hürde würde wohl sein, Silverangel die Befehle und Hilfen näherzubringen, da wir von den Kommandos, die weiter gingen als über Zügelhilfen, wohl erst einmal fortgehen müssten – oder sie zumindest stark vereinfachen.
    Die Hufschlagfiguren was noch sehr einfach – ebenso wie die Gangarten. Bei den Lektionen traten zwar bei dem Überbringen auf das Kutschefahren einige Schwierigkeiten auf, doch auch diese schafften wir nach einiger Zeit.
    Nachdem die „Übertragungen“ also abgeschlossen waren, konnten wir uns den Lektionen später noch einmal näher zuwenden. Die beiden Figuren waren eine Schlangenlinie mit vier Bögen und zehn Meter-Volten im Trab, welche wir anfangs jedoch sehr viel weiter ließen und mit der Zeit enger durchführten, da Silverangel den „Zug“ hinter sich noch nicht ganz gewohnt war, weshalb diese langsame Vorgehensweise unerlässlich war.
    Die Gangarten einer A-Dressur, der Mitteltrab und der Mittelgalopp, warfen keinerlei Probleme auf, weshalb wir diese bald abgehakt hatten.
    Auch die Lektionen brauchten nicht lange, obwohl einige umfunktioniert werden mussten. Das Rückwärtsrichten war anfangs ziemlich kompliziert für Silverangel, da beinahe komplett auf die Gewichtsverlagerungen verzichtet wurde. Auch das Viereck verkleinen und vergrößern musste komplett gestrichen werden. Seitengänge an der Kutsche waren eine schiere Unmöglichkeit, dementsprechend fiel dieser Aspekt von vornherein vollkommen weg. Der einfache Galoppwechsel jedoch blieb bestehen, und nachdem dann das gesamte Training anschlug und Silverangel bald bereit für das Niveau der Klasse A war, war ich mehr als zufrieden.
    „Der Auftrag wäre erfüllt“, teilte ich Janina nach einer Weile mit, „Silverangel ist auf dem A-Niveau im Fahren.“
    „Danke, danke, danke!“, quietschte die Besitzerin der Stute erfreut und ich hielt mein Handy etwas weiter von meinem Ohr entfernt irgendwo in der Luft. Als ich mir sicher war, dass Janina sich beruhigt hatte, redete ich weiter und sprach mit ihr ab, welchen Flieger ihre Pferde zurück nach Deutschland nahmen, damit ich sie ihr schnellstmöglich zurückschicken konnte.
    31 Jan. 2015

    Samarti
    Fahren A-L

    Das nächste Pony, das ich trainieren sollte, war Silverangel von Janina. Sie sollte ich in der Disziplin Fahren auf das L-Niveau trainieren.
    Hierbei entschieden wir uns für das Dressurfahren. Das Training unterteile sich also in drei Abschnitte: die Hufschlagfiguren, die Gangarten und die Lektionen. Dabei übten wir alles zunächst vom Pferderücken aus, bis es unter dem Sattel vernünftig klappte, danach würde ich Silverangel das Ganze an der Doppellonge und schließlich an der Kutsche beibringen.
    Hierbei übten wir immer wieder eine Kür der Klasse L, die den Anforderungen einer Prüfung entsprach.
    Im Arbeitstrab fuhren wir ein und hielten bei X, wo wir die imaginären Richter grüßen mussten. Danach ging es wieder im Arbeitstrab weiter, wechselten auf den Mittelzirkel und fuhren ein halbes Mal herum, bevor wir durch den Mittelzirkel wechselten und eine ganze Bahn im Arbeitstrab fuhren. Danach wechselten wir auf die linke Hand und fuhren nun im Arbeitsgalopp weiter, danach wechselten wir in den Mittelgalopp. Nur kurze Zeit später ging es wieder im Arbeitsgalopp weiter. Nach einer ganzen Bahn parierte ich Pferdename wieder in den Arbeitstrab durch und wechselte mithilfe eines Wechsels durch die ganze Bahn wieder auf die rechte Hand, ehe wir erneut auf die Mittellinie wendeten und bei X wieder zum Halten kamen, um die Richter zu verabschieden. Danach verließen wir im Schritt die Bahn.
    Als ich mir sicher war, dass alles so funktionierte, wie es sollte, beendete ich das Training damit und teilte Janina mit, dass ihre Reitponystute Silverangel nun im Fahren L-fertig war.
    26 Feb. 2015

    Occulta
    Military A-L
    für River's Blue Lady Liquor, Donut, Silverangel, Baccardi, Sika, Calico und scs Bluebell

    Eine anstrengende, aber spassige Dressurstunde hatte ich schon hinter mir – als nächstes folgte Geländetraining. Dieses brauchten heute besonders die Reitponys. Wir waren daher gleich mit einer ganzen Gruppe unterwegs, bestehend aus Lychee, Silver, Sika, Bluebell, Baccardi, Donut und – als einziges nicht-Pony – Calico. Ich selbst ritt auf Donut. Das Gewitter von vorhin hatte sich bereits wieder verzogen, beziehungsweise gab nun dem nächsten Dorf eine Dusche. Wir waren darüber nicht wütend. Allerdings war das Gras noch ganz nass, sodass wir zur Sicherheit Stollen einschlugen und beschlossen vorsichtig zu reiten. Ich machte meinen schwarzen Ponyhengst im Nordstall bereit und führte ihn dann zur Ovalbahn, in deren inneren sich unsere kleine Trainingsstrecke befand. Sie war zwar wirklich bescheiden, aber beinhaltete doch die wichtigsten Hindernisse zum Üben. Und da nur Bluebell bereits auf M Klasse trainiert werden musste, brauchten wir nicht extra auf die auswärtige Militarystrecke zu fahren. Wir stellten alle verstellbaren Hindernisse zunächst auf die kleinstmögliche Stufe. Im Verlaufe des Trainings erhöhten wir für Lychee und Donut auf 1 Meter, für die anderen auf 1.10 Meter. Mit Bluebell übten wir vor allem an den Hindernissen, die sie noch etwas zögerlich übersprang. Für Sika war ein einfacher Baumstamm das unheimlichste, für Silver hingegen war es das Wasser. Wir trainierten eine halbe Stunde lang intensiv, doch hörten auf bevor die Pferde müde wurden. Denn dann wurde es gefährlich, mit den grösstenteils massiven, festen Hindernissen. Ich liess Donut am Ende auf der Ovalbahn austraben und lobte ihn ausgiebig. Dann gingen wir noch ein wenig Spazierreiten im Schritt, während wir Reiter ausgelassen plauderten. Schliesslich spritzte ich Donut gründlich ab, damit er keinen Schweiss mehr im Fell hatte. Er genoss das kühle Wasser, denn es war bereits wieder heiss geworden seit dem Gewitter, und zudem ziemlich schwül. Auch das Abspritzen am Kopf machte ihm nichts aus. Neben mir wusch David auch Baccardi, der das ganze aber nicht so sehr mochte. Ich schmunzelte, als er ungeduldig scharrte.
    31 Juli 2017

    Occulta
    Distanz E-A
    scs Bluebell, River’s Blue Lady Liquor, Silverangel, Sika, Fake xx, PFS’ Ljúfa, PFS’ Dancin’ to Jazz, Donut, Baccardi, Vychahr, Flintstone, Calico, Areion, Diarado, Circus Dancer, Co Pilot de la Bryére

    Alle waren fleissig am Pferdeputzen. Anlass dazu gab das heutige Distanztraining, bei dem wir unsere Sportpferde auf einem mehrstündigen ‚Ausritt‘ ein wenig fitter machen wollten. Wir waren eine ganz schön grosse Gruppe; 16 Pferde insgesamt. Da brauchte es schon etwas mehr Organisation und Vorbereitung als bei einem gewöhnlichen Spazierritt. Zum Beispiel hatten Jonas, Lewis und ich im Voraus abgeklärt, welche Strassen am wenigsten befahren sein würden und wo wir am wenigsten Spaziergänger stören konnten. Wir wollten schliesslich das gute Verhältnis mit den Anwohnern in den Dörfern rund um Birmingham aufrechterhalten. Ich war schon gespannt, ob wir überall gut durchkommen würden und wie die Pferde sich benahmen. Ich hatte mir für heute meinen Liebling Co Pilot ausgesucht, dem das Training sicherlich gut tun würde, angesichts dessen, dass wir zukünftig mit ihm auch etwas mehr Military machen wollten. Dasselbe galt für Vychahr, der zwar eher dressurgezogen war, aber auch dafür schadete eine gute Kondition sicherlich nicht. Und natürlich kam auch Diarado mit, aus demselben Grund wie Pilot. Aus dem Nordstall waren ansonsten noch Flintstone, die Reitponys Donut und Baccardi, Dancer, Calico und schliesslich Areion dabei. Allerdings heute nicht mit Lily, denn die hatte einen anderen Job gefasst. Da Jonas zu schwer für seine Hackneypony Stute Fake war, hatten die beiden kurzerhand Rollen getauscht und so musste Jonas nun mit dem wolligen Tinker auskommen. „Was hab ich mir da nur wieder angetan?“, rief Jonas entsetzt aus, als er das Fell des Tinkers sah. Es war, wie konnte es auch anders sein, mit einer halbtrockenen Schicht grauem Schlamm überdeckt. „Dein Ernst?? Ich glaube ich spanne Fake doch ein.“ „Vergiss es, dann musst du alleine gehen. Das wird sonst zu umständlich, dauernd auf dich und das Sulky Rücksicht zu nehmen“, stellte ich klar, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Jonas holte Areion raus und spickte symbolisch ein Dreckklümpchen von seiner Kruppe. Dann seufzte er laut und schnappte sich den Federstriegel aus der Putzkiste. „Wo soll ich denn hier bitte anfangen?“ „Hör auf zu jammern, Pilot hat sich auch paniert.“ „Aber der hat wenigstens kurzes Seidenfell! Da fällt der Dreck ja schon fast von alleine ab“, beharrte Jonas, während er mit dem Striegeln begann und nach kurzer Zeit wegen des aufgewirbelten Staubes eine Hustenattacke bekam. „Du musst das Zeug nicht inhalieren“, neckte ich ihn lachend, und begann auch Pilot abzuschrubben. Darren, Anne und Alan, die direkt neben uns ihre Reittiere putzten, schmunzelten über unsere sinnfreie Unterhaltung. „Hey, an welche Körung melden wir Flint jetzt eigentlich an?“, fragte Alan während dem Hufeauskratzen. „Stimmt ja, den könnte man eigentlich bald nennen… Vom Können her ist er ja schon längstens soweit. Ich werde mich in nächster Zeit mal darum kümmern“, beschloss ich laut. Rita meldete sich von zuhinterst und meinte: „Calico könnte man wohl mittlerweile auch kören lassen, dann kannst du ihn endlich für die Zucht brauchen.“ „Wär schon toll, ja. Dod bringt zwar sehr gute Fohlen, aber etwas Abwechslung würde wohl nicht schaden.“ Calico kam heute mit, obwohl er eigentlich schon viel weiter in Distanz ausgebildet war als die anderen. Rita und er wollten die Route in einem höheren Tempo absolvieren und würden vorausreiten. So konnten sie uns auch gleich vorwarnen, falls unterwegs ein unerwartetes Hindernis auftauchen sollte.

    Als wir endlich alle Pferde sauber bekommen hatten, sattelten wir sie und trafen uns dann mit den anderen Pflegern draussen vor dem Nordstall. Die meisten standen schon bereit, aber man sah sofort, wessen Pferde ihren Weidegang am meisten genossen hatten. Fake glänzte wie frisch geölt, trotz des beginnenden Fellwechsels. Jonas schielte missmutig zu ihr und Lily rüber, und ich konnte seine Gedanken förmlich von seinem Blick ablesen. Ich erlaubte mir ein halb verkniffenes Schmunzeln und stieg auf den Rücken von Pilot. Ich rief meine Hunde Zira und Sheela zu mir, damit sie zwischen den vielen Pferden nicht unter die Hufe kamen. Jacky kam nicht mit, weil sie zu kurze Beine hatte und ich befürchtete, dass sie nicht mithalten könnte. Bluebell tänzelte etwas ungeduldig und steckte damit prompt auch Lychee an, indem sie sie mit ihrem Popo wegdrängte. Lychee quietschte verärgert und wollte Bluebell bereits ihr eigenes Hinterteil zuwenden, aber David hinderte sie daran und ritt sie etwas weiter nach vorne, um dem Ärger aus dem Weg zu gehen. Na das fängt ja gut an, dachte ich im Stillen. Es war eindeutig Zeit loszureiten. „Where’s April? Ahh, there she comes. Allright, let’s go”, sprach ich, und führte die Gruppe zusammen mit Darren und Diarado an. Calico und Rita liessen uns wie abgemacht nach den ersten zehn Minuten zurück und ritten ein ansprichsvolleres Tempo. Ich sah ihnen lange nach und dachte an die Zeit zurück, in der Rita den Criollo nichtmal anständig führen konnte. Nun waren sie so ein eingespieltes Team. Ein Anflug von Stolz überkam mich, wenn ich so darüber nachdachte, dass ich ihr damals die ersten Reitstunden gegeben hatte.

    Die unerfahrendste in unserer Gruppe, Ljúfa, hatte noch am meisten Mühe mitzuhalten. Zusätzlich erschwerend war, dass sie etwa doppelt so viele Schritte machen musste wie die Grosspferde. Am Anfang des Ritts merkte man noch nichts davon, doch gegen Ende war sie ziemlich nassgeschwitzt und atmete schwer. Lisa beschloss daher, ihr nochmals eine Pause zu geben und danach im Schritt zurück zu reiten. Ich stimmte dem zu und liess zur sicherheit auch Lewis mit Jazz warten, damit sie nicht alleine zurückreiten musste. Pilot trabte auch auf den letzten Strecken zurück zum Hof noch frisch und kraftvoll – ich hatte seine Ausdauer wohl ziemlich unterschätzt. Ich klopfte ihm stolz auf den Hals, als wir wieder die Grasrennbahn überquerten und durch die Tannen ritten. Er streckte sich eifrig und trug den Schweif leicht angehoben. Sika machte sich bei unserer Rückkehr laut bemerkbar, indem sie nach Sweets rief. Eine Antwort bekam sie auch, wenn auch nur eine leise. Die beiden Stuten, die direkt nebeneinander im Nebenstall standen, klebten für meinen Geschmack schon etwas zu sehr aneinander. Daran würden wir wohl noch arbeiten müssten. Ich beobachtete nach dem Absteigen, wie Silver sich genüsslich den Kopf an Robins Schulter rieb. Die junge Pflegerin wurde dabei fast weggeschubst und musste sich Mühe geben, um standhaft zu bleiben. Robin bemerkte, dass ich sie beobachtete und sah unsicher weg, besann sich dann aber eines besseren und lächelte mir verlegen zu. Sie kämpfte immernoch mit ihrer Schüchternheit, aber es wurde langsam besser. Wir versorgten die Pferde und ich bot Zira und Sheela eine Schüssel Wasser an, damit sie nach dem langen Spaziergang ihren Durst stillen konnten.
    31 Aug. 2017

    [​IMG]L-M
    Silverangel, Yoomee, White Dream, Co Pilot de la Bryére

    Es war ein recht kühler, nebliger Morgen – absolut passend zu Halloween. Ich hatte die Stallrunde bereits hinter mir, und die Vollblüter waren auch schon eifrig auf der Bahn. Ab und zu erspähte ich eine entsprechende Silhouette durch die Tannen. Quinn und Zira begleiteten mich zum Nebenstall, wo ich vor Silver‘s Box halt machte und die Putzbox abstellte, die ich trug. Quinn ging weiter zu White Dreams Box und holte das New Forest Pony raus. Ich halfterte die grullo farbene Stute auf und führte sie ebenfalls raus vor das Holzgeländer. Dann begann ich, ihr graues Fell durchzuschrubben. Sie war noch ein wenig matschbesprenkelt vom gestrigen nachmittäglichen Weidegang, deshalb dauerte es eine Weile, bis sie nicht mehr staubte. Wenigstens sah man den Dreck auf ihrem Fell nicht so gut. Lisa kam hinzu und band Yoomee neben Silver an. Wir schrubbten Synchron die Beine der Ponys sauber. Ich sprayte anschliessend den Schweif ein und bürstete ihn aus, bis er schön seidig-klebrig war. Bei der Mähne verlohr ich fast die Geduld, denn die war wundervoll mit Dreck-Rastas geschmückt. Irgendwie brach ich die einzelnen Stränen von Hand auf, bis es halbwegs anständig aussah; dann kratzte ich noch die Hufe aus und konnte zu guter Letzt satteln. Gemeinsam mit Quinn, White Dream, Lisa und Yoomee, führte ich Silver zur Halle. Wir hatten Springtraining mit Elliot. Zunächst wärmten wir uns im Trab auf, während Elliot den Parcours aufstellte. Ich machte viele Volten und Übergänge, um Silver zu lockern. Wenn sie schön durchlässig war, konnte ich sie auch gut zwischen den Hindernissen bremsen oder antreiben, ohne dass die Spannung verloren ging. Als alle ready waren, begannen wir mit Stangentraben, so wie fast immer. Danach folgten ein paar schräg gestellte Kreuzchen auf der Mittellinie. Das war sehr gymnastizierend für die Pferde, und ab und zu hörte man ein leises Grunzen von Silver, wenn sie etwas zu dicht absprang. Yoomee war ein echter Profi – sie sprang die Linie zuverlässig und ohne Taktverlust. Dream machte es ebenfalls hervorragend. Silver war an der Schwelle zur M Klasse, deshalb wollten wir auch heute einen 1.30 Meter Parcours mit verschiedenen Kombinationen üben. Wir steigerten die Höhe rasch, wobei immer Silver und ich zuerst sprangen, damit Elliot die Stange für Lisa und Quinn in einigen Übungen noch etwas höher machen konnte, weil die beiden anderen Ponys schon erfahrener waren. Wir übten auch einen Steilsprung mit einem anschliessenden Oxer auf einer gebrochenen Linie, die etwas schwer zu taxieren war. Aber es gelang mir, Silver gut zusammenzuhalten und den Abstand richtig einzuschätzen. Mitten im Training kamen noch Darren und Pilot in die Halle. Ich machte einen Bogen um das Hallentor, um die beiden reinzulassen. Darren fragte, ob wir den Parcours stehenlassen könnten, damit er mit Pilot auch noch ein wenig üben konnte. Ich hatte am Wochenende ein S*-Turnier mit Pilot, also fand ich es auch eine gute Idee, wenn die beiden nochmal ein paar Basics durchgingen. Eigentlich mussten wir mit Pilot nicht mehr viel trainieren, denn er hatte alle nötigen Muskeln und wusste, was zu tun war. Aber zur Erhaltung tat es ganz gut, wenn man einmal pro Woche ein paar Hindernisse überwand. Die mussten auch nicht zwingend hoch sein – es ging eher um die Technik. Darren wärmte Pilot im Schritt auf, während wir weitertrainierten. Dream musste den Parcours, den wir am Ende machten, zweimal durchlaufen. Sie hatte nämlich bei der kleinen Mauer gezögert und dadurch die darüberliegende Stange abgeworfen. Als wir endlich dran waren, wurde Silver fast schon etwas übermütig und sprang vor einem Oxer zu früh ab, wodurch sie umso mehr abdrücken musste, um sich darüberzuretten. Ich stellte sicher, sie vor dem nächsten Hindernis besser zurückzuhalten und passend zu kommen. Es klappte, und wir überwanden sogar den letzten 1.35 Meter Steilsprung ohne Fehler, was für ihr Stockmass ganz ordentlich war. Ich klopfte ihr stolz auf den Hals und liess sie am langen Zügel austraben. Mit den Ponys sprangen wir eh nicht höher als 1.40, deshalb trainierten auch Dream und Yoomee nicht höher, obwohl sie nun schon lange gesprungen wurden. Elliot stellte den Parcours noch deutlich höher für Pilot, der mittlerweile warmgelaufen war. Ich sah während dem Schrittreiten zufrieden zu und freute mich umso mehr auf das Wochenende. Ich war sicher, dass mich der Hengst zuverlässig durch den Parcours tragen würde, so wie er es auch jetzt im Training tat.
    31 Okt. 2017

    Die Kür


    Vor nicht allzu langer Zeit war Silverangel nach Pineforest zurückgekehrt, und nun stellte ich sie bereits an einer Stutenkörung vor. Das war auch längst angebracht, da sie bereits sieben Jahre alt war, die nötige Turniererfahrung hatte und dank dem Training ihrer Vorbesitzerin wirklich toll lief. Es war mir wichtig, dass die junge Stute endlich ihre Zuchtzulassung bekam. Auch wenn ich in nächster Zeit nicht vorhatte mit ihr zu züchten, war die Körung doch wie eine Art Zeugnis für ihre Qualität. Um das Exterieur zu betonen, hatte ich Silver besonders schön herausgeputzt. Ich hatte ihr den Fesselbehang sauber gestutzt, ebenso die Puschel in den Ohren. Allerdings nur gerade so weit, dass die Schutzfunktion für die Ohren trotzdem erhalten blieb. Die Tasthaare an ihrem Kopf blieben ebenfalls unberührt. Das mausfalbene Fell hatte ich mit Glanzspray eingesprüht und jeglichen Staub daraus entfernt, sodass die Farbe besonders zur Geltung kam. Die Hufe waren selbstverständlich eingefettet und die Mähne hochgeflochten. Silver sah so einfach todschick aus und ich stellte schwärmerisch fest, was es doch für ein Glück für mich war, sie wiederzuhaben. Ihre dunklen, grossen Augen überblickten den Parkplatz und den fernen Sandplatz, wo die anderen Teilnehmer bereits vorgestellt wurden. Sie streckte den feinen Nasenrücken in einer Nickbewegung, wobei sie nochmal tief einatmete, ehe sie meiner Aufforderung folgte und sich in Bewegung setzte. Die Ohren waren erwartungsvoll nach vorne gerichtet und sie lief mit selbstsicheren Tritten neben mir zum Ort des Geschehens. Die ruhige und arbeitswillige Stute liess sich von den fremden Pferden und der Umgebung nicht beeindrucken. Vielmehr war sie besonders aufmerksam auf meine Kommandos und konzentrierte sich, um dem Publikum und mir zu gefallen. Unter diesen hervorragenden Voraussetzungen betrat ich mit Silver den Sandplatz und grüsste die Richter. Zunächst stellte ich sie gerade vor den Richtern hin und wartete die Exterieurbeurteilung ab, dann führte ich sie im Schritt auf beide Seiten. Schliesslich forderte ich sie zu einem flotten Trab auf, den ich ebenfalls den Weg hoch und runter zeigte. Wir zeigten ausserdem zwei kleine Volten und eine Schlangenlinie. Als dies geschafft war, musste Silver in der abgezäunten Rundbahn frei galoppieren. Die Helfer wedelten ab und zu mit den Longiergerten, um sie voranzutreiben, oder damit sie die Richtung wechselte. Am Ende nahm ich die etwas stärker atmende Stute wieder in Empfang und tätschelte beruhigend ihren silbergrauen Hals. Nun musste sie nur noch freispringen. Ich führte sie zum Couloir und hängte den Führstrick aus. Sie hüpfte mit Leichtigkeit über die beiden Hindernisse. Nun war die Körung vorüber und ich grüsste die Richter zum Abschluss. Wir konnten uns wieder entspannen, während wir auf das Resultat warteten. Ich liess Silver zur Belohnung am Wegrand grasen.
    2885 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Apr. 2018
    Rinnaja und adoptedfox gefällt das.
  8. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    meine Teilnahme mit...
    PFS' Ljúfa

    [​IMG]

    Steckbrief
    ~Die Sanfte~

    [​IMG]

    Vom: Ljóski

    Vom: Blettur

    Vom: Black Lemontree
    Aus der: Byjumi

    Aus der: Milka Luflee

    Aus der: VK Princess Peppy Ann

    Vom: Maxi

    Aus der: Palimé

    Vom: Bonito
    Aus der: Skessa


    [​IMG]

    Rufname: Ljúfa, Lifa
    Geburtstag: 03.03.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1,30 m
    Rasse: Isländer
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Rappe mit verbleichtem Langhaar
    (Ee,aa)
    Abzeichen: Schnippe und Stern, halbweisse Fessel vl
    Gesundheit: sehr gut


    [​IMG]

    brav, verschmust, menschenbezogen, kinderfreundlich, manchmal ein Angsthase


    [​IMG]

    Ljúfa - der Name ist Programm. 'Die Sanfte' ist wie schon ihre Grossmutter Milka sehr angenehm im Umgang, sehr respektvoll mit Kindern und treu. Sie mag es eigentlich am ganzen Körper gekrault zu werden; eine Lieblingsstelle hat sie nicht, Hauptsache, sie bekommt Zuwendung. Sie ist jedoch nicht besonders neugierig und traut sich oft an neue Dinge gar nicht heran. Wenn etwas sie überfordert oder erschreckt, bleibt sie verwirrt stehen und würde sich am liebsten hinter ihrem Reiter verstecken. Sie ist manchmal unsicher, jedoch nie böswillig und will stets alles richtig machen.
    Durch ihren Grossvater Blettur hat sie eine gute Veranlagung zum Rennpass, ansonsten ist sie wie ihr Vater Fünfgänger und Naturtölter.


    [​IMG]

    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


    [​IMG]

    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


    [​IMG]

    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: E
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: E
    Distanz Klasse: A
    Gangreiten: (S**) E

    Eignung: Gangreiten, Freizeit
    Eingeritten: (Ja) ganz leicht eingeritten für Turniere


    [​IMG]

    [SW 477]
    [SW 478]
    [​IMG]

    2. Platz 98. Gangturnier
    2. Platz 103. Gangturnier
    2. Platz 131. Gangturnier
    2. Platz 144. Gangturnier
    [​IMG]

    3. Platz 104. Gangturnier
    3. Platz 151. Gangturnier
    [​IMG]


    [​IMG]

    Ljúfa's Spind

    HS-Bericht
    Snoopy
    [​IMG]
    4x Hufkontrolle, Raspeln, Korrigieren & Ausschneiden | PFS' Ljúfa, scs Bluebell, Silhouette of Rose, Sika


    Heute stand ein Besuch bei Occulta an, also hatte ich mich früh auf den weg gemacht um in ihren Stall zu kommen. Als ich ankam, hatte Occu schon die vier Stuten heraus gestellt, sie grüßte mich freundlich und ich kam mit meinen Werkzeug gleich zu ihr, heute brauchte ich nicht so viel, da es nur ums Ausschneiden ging.
    Also zögerte ich nicht lange und begann mit meiner Arbeit, ich nahm mir als erstes die Isländerstute vor, Sie schien recht pflegeleicht zu sein, da sie wirklich lieb und verschmust war. Also wuschelte ich ihr kurz über die Stirn und begann dann meine Arbeit. Als erstes kam das linke Vorderhuf, welches ich anhob und innen das abgestorbene Horn mit dem Hufmesser beseitigte. Als der Strahl wieder zu sehen war, korrigierte ich diesen und putzte nochmal mit der Hufbürste darüber, ehe das Huf aufbockte und mit dem Ausschneiden des Außenhorns weiter machte. Ljúfja sah mir neugierig zu aber ließ brav ihr Huf oben, sodass das überstehende Horn abgeschitten war und die Hufraspel zum Einsatz kam, damit die Ränder wieder gerade waren. Nun stellte ich das Huf wieder zurück auf den Boden und ging zum zweiten Vorderhuf, wo der gleiche Ablauf erfolgte. Also packte ich mir ihr Bein und begann nach dem Kontrollieren, wo alles passte, mit dem Ausschneiden des Horns. Der Strahl ist leicht verwachsen, da ein Stein darin klemmte, welcher nun draußen war. ,,Occu, das hier musst du beobachten, da hat sich das Horn mit einen Stein verwachsen, sollte aber sonst keine großen Probleme machen!", erklärte ich der Besitzerin, welche mir zunickte und ich mich dem Ausschneiden widmete. Dann bockte ich das Huf auf den Hufbock auf und raspelte die ungeraden Kanten zurecht, ehe das Bein wieder am Boden stand. Die hinteren Beine waren dran, also nahm ich mir gleich das rechte vor, dieses gab mir die Stute ebenso brav und ich schnitt das abgestorbene Horn weg, besserte den Strahl aus und begann dann das Außenhorn am Bock zu Bearbeiten, welches wieder in die richtige Position kommen musste, da sie sonst schief laufen würde. Das letzte Huf war dran, welches die dunkle Isländerin ebenso brav hergab, sodass ich auch hier das Innenhorn mit dem Hufmesser schneiden konnte und den Strahl verbesserte. Dann raspelte ich die kleinen verwachsenen Kanten am Rand zurecht und glättete wieder alles. Die erste Stute war fertig, also bat ich Occu eine kurze Runde mit ihr zu laufen. Mit meinen Augenmaß konnte ich sie entlassen und widmete mich dem nächsten Pferd.
    Diesmal hatte ich was bunteres vor mir, die junge Stute kannte ich gut von Turnieren, da ich selbst schon öfter gegen diese ritt. Und diese Farbe vergisst man auch nicht so leicht. Mit einem Lächeln grüßte ich die Roandame und kümmerte mich dann um meine Aufgabe. Ich schnappte mir das erste Vorderbein und begann meine Arbeit, auch diese Stute war brav, also hatte ich keine Probleme. Gründlich richtete ich das Innenhorn und entfernte alles abgestorbene, ehe ich den Huf aufbockte und mit der Raspel die Kanten begradigte. Dann stellte ich das Huf ab und machte mit den nächsten Vorderen weiter. Dieses musste ich diesmal säubern, da viel Dreck darin war, also tat ich das und schnitt dann das Innenhorn aus, dann bockte ich ihr Huf auf und schnitt mit den Hufmesser überstehendes Horn weg, begradigte grobe Ecken und raspelte alles wieder glatt. Die vorderen Beine waren gemacht, also kamen jetzt die hinteren, welche ich auch erstmal säubern musste. Dann schnitt ich das abgestorbene Horn innen weg und begradigte den Innenstrahl, ehe ich auch ihr Huf aufbockte und das Außenhorn mit der groben Hufraspel behandelte, ehe ich mit der feineren über das Horn ging und diesen glättete. Dann stellte ich das Huf ab und kümmerte mich um das letzte Huf. Welches ich erstmal gründlich reinigte und dann mit dem Verbessern des Innenhorns und Strahls weiter machte, als alles wieder richtig geschnitten war, bockte ich ihr Huf auf und schnitt überstehendes Horn weg, dieses raspelte ich dann glatt und stellte es wieder ab. Bei Blue durfte Occulta eine Runde drehen, welche ich dann mit einen nicken vorerst entließ und zum nächsten Pferd ging.
    Diesmal kam was kleines: ,,Sowas hatte ich schon länger nicht mehr!", grinste ich und begutachtete die kleine Miniature Dame, ehe Occu zurückgrinste: ,,Ja mal was kleines und zierliches.". Ich fing gleich an mit meiner Arbeit, die kleine war auch pflegeleicht, weswegen ich da nicht so viele Probleme hatte. Also ging ich in die Hocke und schnitt das kleine Huf gründlich aus, es war nicht viel verwachsen, weswegen nur ein paar Kleinigkeiten am Innenstrahl der Fall waren. Ich holte mir nun erstmal einen kleineren Hufbock, den der andere war zu groß für das Minilein. Diesen positionierte ich passend vor ihr und stellte das Huf hinauf und begradigte das Außenhorn. Dann stellte ich das erste Huf wieder auf den Boden. Nun kam das zweite Vorderhuf, hier zickte Rose anfangs, doch ließ sich schnell von Occu korrigieren. Ich wand mich nachdem die Stute ruhig war, wieder zu dem Huf und schnitt das Innenhorn mit meinen Hufmesser zurecht, es waren keine vielen Schnitte nötig, so war es schon wieder in Takt und das Huf kam auf den Hufbock, wo ich gleich die ungeraden Stellen weg schnitt und dann glatt raspelte, ein paar Korrekturen am Horn selbst waren nun noch an der Reihe. Als das Huf wieder in seiner gesunden Form war, ging ich nach hinten und hob das erste Bein an. Die Stute wollte es zurückziehen, sie hatte ziemlich Kraft, doch ich blieb stur und konnte mich dann in die Hocke begeben und das Innenhorn schneiden. Dieses war auch nicht sehr beansprucht von Schäden und Ungeradigkeiten, sodass es schnell erledigt war und ich das Hinterbein etwas diagonal, nach Außen vom Pferd, auf den Bock positionierte. Dort nahm ich mir meine Huffeile mit der groben Seite her und raspelte die Verwachsenen Stellen weg, dann glättete ich sie nochmal mit der Feinen Seite und stellte das Huf wieder ab. Das letzte Bein war an der Reihe, welches ich erstmal anhob und auf meinen Schoß legte, um dann mit dem Hufmesser das Innenhorn zu schneiden. Hier waren nur ein paar Schnitte zu machen, weswegen ich ihr Huf aufbockte und diesmal festhalten musste, die Kleine hatte wohl keine Lust mehr. Aber da musste sie durch, also klemmte ich mir ihr Bein zwischen meine und behandelte das Außenhorn mit dem Hufmesser, schnitt eine große schiefe Stelle weg und begradigte anschließend den groben rand, sodass man wieder anfassen konnte ohne sich weh zu tun. Hier war das gleiche am Ende und Occu präsentierte mir ihre Stute im Trab und Schritt. ,,Passt, sie läuft wieder gut!", lächelte ich und bewegte mich zum letzen Pferd hin.
    Sika wieder eine Reitponystute war an der Reihe. Diese Stute hatte es mir schon länger angetan: ,,Wenn du sie abgibst hier!", grinste ich und strich der Scheckin über den Hals. Sie war sehr scheu, weswegen ich vorsichtig mit ihr umgehen musste, also tat ich das auch und ging vorsichtig am Bein herab und hob es an, widerwillig machte sie mit und ich begann das Huf langsam zu säubern, als sie sich entspannte, arbeitete ich mich langsam mit meinen Hufmesser vor und schnitt den Innenstrahl zurecht, auch das abgestorbene Horn entfernte ich ehe ich ihr Huf vorsichtig aufbockte und dann das Außenhorn schnitt, als all das überstehende Horn weg war, verfeinerte ich den Rand mit der Hufraspel und glättete diesen. Dann ließ ich das Bein zu Boden zurücksinken und ging zum nächsten, langsam lockerte sich der Körper der Stute und ich wagte etwas stärkere Bewegungen, ehe ich das Bein und anschließend das Huf in den Händen hielt, hier begann ich gleich mit dem Ausschneiden, denn in Ordnung war alles. Daraufhin bockte ich vorsichtig das Huf auf und ging mit der Raspel dann über das Außenhorn, hier begradigte ich Kanten und Ecken am Hufrand, ehe ich das Huf wieder zurück auf den Boden ließ. Dann kam das erste Hinterbein an die Reihe, hier glitt ich vorsichtig am Schenkel bis zur Fessel, dann hob sie es und ich nahm es mir, dann säuberte ich das Huf gründlich, sah es mir an und begann dann mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn zu entfernen, der Strahl war gut, also konnte ich gleich darauf das Hinterbein aufbocken. Dies war der Stute ein wenig unangenehm, doch Occulta war schnell da und strich ihr beruhigend über den Hals. Ich widmete mich, nachdem ich wusste sie blieb ruhig, dem wegschneiden des überstehenden Horns und glättete dan den Rand und konnte das dritte Huf als erledigt bezeichnen. Beim letzen Huf zögerte Sika ein wenig, doch hob es nach langen ruhigen Zusprechen doch. Hier sah das Huf ein wenig wüst aus, also schnitt ich erstmal abgestorbene Stellen weg und begutachtete den Strahl, er war etwas aus der Form, so schnitt ich vorsichtig die Ränder zurecht und besserte es so gut es ging. Der Rest musste sich mit der Zeit erholen, was ich auch Occulta sagte, damit sie es unter Beobachtung hielt. Sie nickte mir verstehend zu und ich behandelte dann das Außenhorn mit der Raspel, hier war nicht viel schlimm, nur etwas verwachsen, aber das hatte ich schon wieder gemacht und war gerade dabei den Rand zu glätten. Sika erschrack, da es knallte, schnell zog ich den Hufbock weg und wir beruhigten sie. ,,Alles gut!", sprach Occu und kraulte ihre Ohren. Nachdem Occulta sie beruhigt hatte, konnte ich noch den Rest glätten und sie dann entlassen.
    Sie ging wieder besser, das war gut also kehrte ich das Horn auf einen Haufen und schmiss es in eine Mistkarre, wo ich dann mein Werkzeug kurz säuberte und anschließend wieder im van verstaute. ,,So alles gemacht, der Rest kommt dann mit der Rechnung!", informierte ich Occulta, welche mir dankte und mich dann verabschiedete.

    9619. Zeichen
    22 Nov. 2017

    TA-Bericht
    Loulou
    Tierarztbesuch
    PFS' Ljúfa, Stromer's Painting Gold, Kaythara El Assuad, Areion, Sika, scs Bluebell, River's Blue Lady Liquor, Silverangel, Papillon d'Obscurité, Silhouette of a Rose

    „So, hab ich wirklich alles eingepackt?“, murmelte ich zu mir selbst und begutachtete die volle Tasche. „Hast du vor auszuziehen?“, neckte mich William, welcher hinter mir am Kofferraum stand. „Sehr witzig. Nein, ich habe heute einfach etwas mehr Patienten.“, erklärte ich und schloss den Kofferraum des Geländewagens. „Pass mir gut auf meine Pferde auf.“, sagte ich zu dem jungen Mann und umarmet ihn kurz zum Abschied. Meine Arbeit würde mich diesmal nicht weit von zu Hause wegführen. Es ging zu den Pineforest Stables zu Occulta Smith nach Birmingham. Ich war gespannt auf ihr Gestüt, denn es war mir sehr wohl bekannt.

    Als ich die Auffahrt schließlich herauffuhr, war ich nicht weniger Beeindruckt, als erwartet. Es war nicht annähernd mit unserem kleinen Anwesen zu vergleichen und dennoch wirkte es gleichzeitig professionell und heimisch. Angekommen parkte ich meinen Wagen und sogleich trat eine junge Frau auf mich zu, welche sich als Occulta Smith vorstellte. Sie begrüßte mich und wartete, bis ich meine Tasche aus dem Auto genommen hatte. „Wollen wir gleich im Hauptstall anfangen.“, sagte sie und ich folgte ihr, während sie von den beiden Patienten berichtete, die dort auf uns warteten. „Das ist Goldy.“, sagte sie und wir blieben vor einer jungen Vollblutstute mit einer außergewöhnlichen Farbe stehen. Das Pferd spitzte neugierig die Ohren und trat an uns heran, als Occulta die Box öffnete. Die junge Frau hielt sie fest und ich begrüßte Goldy kurz, ehe ich mich an die körperliche Untersuchung machte. Zunächst hörte ich Herz und Lunge mit dem Stethoskop auf pathologische Geräusche ab, ehe ich die Lymphknoten auf Vergrößerungen abtastete. „Hier ist alles so weit wie man das von außen beurteilen kann in Ordnung.“, murmelte ich, ehe ich zum Kopf ging und der interessierten Stute in Maul, Augen, Nüstern und Ohren schaute. „Keine Rötungen, kein Ausfluss, die Zähne sehen auch gut aus.“, fuhr ich fort und klopfte ihr kurz den Hals, ehe ich wieder neben sie trat, um alle Gelenke durchzubewegen. Grade bei viel beanspruchten Turnierpferden im jungen Alter würden unentdeckte Verletzungen die Karriere früh und vor allem unnötig beenden. Goldy ließ es ruhig über sich ergehen, auch als ich zu guter Letzt noch Fieber maß. „Sie ist in einem wirklich guten Zustand, sowohl gesundheitlich als auch von Fütterung und Erscheinung her.“, fasste ich zusammen und strich ihr über den Rücken. „Führst du sie noch einmal durch die Stallgasse?“, bat ich die junge Frau und sie nickte. „Ihr Gangbild ist soweit auch gut.“, sagte ich. „Ich gebe ihr noch die Wurmkur und dann können wir auch schon weiter.“, erklärte ich dann und nahm mit diesen Worten meine vorbereitete Einmalspritze ohne Kanüle. Occulta hielt ihren Kopf runter und ich gab ihr die Paste rasch ins Maul, welche sie mit kritischem Schmatzen herunterschluckte. „Braves Mädchen.“, lobte ich sie und wir überließen ihr wieder die Box.

    „Als nächstes geht es zu Kaya. Ebenfalls ein junges Vollblut, genauso unkompliziert.“, informierte Occu mich und ich folgte ihr nickend. Bei Kaya begann die gleiche Prozedur von vorne. Wie erwartet war auch die junge Vollblutstute in einem ausgezeichneten Allgemeinzustand. Das war lange nicht so selbstverständlich und es machte mich immer wieder froh einen gut geführten Stall mit gepflegten Pferden zu finden. Gerade von dieser Größe und mit diesem Erfolg. „Auch bei ihr keine Auffälligkeiten. Sie ist gut beweglich, Maul, Ohren, Nüstern und Augen sind blande, die Temperatur okay und das Gangbild gut.“ Occulta nickte zufrieden. „Dann noch die Wurmkur und wir sind hier im Stall fertig.“, sagte sie und gemeinsam verabreichten wir auch ihr die Paste. „Begeisterung sieht anders aus.“, sagte ich belustigt und beobachtete Kaya. „Die Wurmkur ist laut Hersteller mit Apfelgeschmack, riecht auch nicht schlecht.“, sagte ich und zuckte die Schultern. „Trotzdem ist mir kein Pferd begegnet, dass davon zu überzeugen war.“ Ich verabschiedete mich von der Stute und wir gingen gemeinsam zum Nordstall.

    „Das ist Areion.“ Wir standen vor einem massigen Tinker mit auffallend hübscher Fellfarbe. „Hier ist wirklich jeder ganz besonders.“, sagte ich beeindruckt und warf auch in die anderen Boxen einen neugierigen Blick. „Ist er genauso brav?“, fragte ich und erhielt ein Nicken. „Wunderbar.“, lächelnd trat ich an den Großen heran und Occu hielt ihn derweil fest. „Bei dir muss man sich erstmal durchkämpfen.“, stellte ich belustigt fest und schob sein dichtes Fell bei Seite um ihn abzuhören. Er freute sich sichtlich über die Aufmerksamkeit, die ihm zu Teil wurde, während ich seine Lymphknoten auf Schwellungen abtastete. „Wunderbar.“, schloss ich ab und trat an seinen Kopf heran. Kurz rubbelte ich ihm die Stirn und führte dann die Untersuchung fort. „Na, haben wir hier einen kleinen Dickschädel?“, murmelte ich und musste mit etwas mehr Nachdruck sein Maul öffnen. „Nicht mit mir, mein Freund.“ Schmunzelnd gab ich ihm die Wurmkur und lobte ihn. Ich maß noch Temperatur und sah mir kurz seinen Gang an. „Gut.“, schloss ich ab. „Wie alt ist er?“, fragte ich Occu. „10 Jahre.“, antwortete sie und ich nickte. „Wir müssten mal an seine Zähne ran. Könntest du ein bisschen mehr Zeit für mich aufbringen, oder wollen wir das an einem anderen Termin machen?“, fragte ich sie. Wir entschieden uns für heute und brachten den Hengst an einen geeigneten Ort für die Behandlung. „Ich gebe ihm ein leichtes Beruhigungsmittel, ich nehme an du kennst das.“, begann ich zu erklären. „Das heißt er wird heute ein bisschen benommen sein, aber das wird schnell abgebaut, ist allerdings noch ein paar Tage im Blut nachweisbar. Er sollte die nächsten 48 Stunden auch kein Futter bekommen, dass viel Säure enthält, das würde die Zähne zu sehr angreifen.“ Sie nickte und ich gab ihm eine kleine Injektion, welche ich in der Zwischenzeit vorbereitet hatte. Als Areion langsam schläfrig wurde, banden wir gemeinsam seinen Kopf hoch und ich setzte die Maulsperre ein, ehe ich mit der Behandlung begann. Das meiste war einfach mit einer Handraspel zu korrigieren, nur an die Schneidezähne mussten wir mit einer elektrischen Maschine ran. Trotz Sedierung missfiel dem Hengst die Behandlung eindeutig Bei dem lauten Geräusch legte er missmutig die Ohren an und wich ein paar Schritte zur Seite aus, ließ es jedoch über sich ergehen. Eine große Wahl blieb ihm auch nicht. Nach einer dreiviertel Stunde war das Ganze beendet. Das große Tier wurde erlöst und trottete müde hinter Occulta her zurück in seine Box, während ich aufräumte.

    Als nächstes ging es in den Nebenstall, wo die meisten Patienten auf uns warteten. Es handelte sich um vier deutsche Reitponys. Als erstes ging es zu Sika, einer neunjährigen Stute. Sie sah uns aus misstrauischen, aber sanften Augen entgegen. Occulta beruhigte die anscheinend ein wenig schreckhafte Stute, während ich sie abhörte, abtastete und alle Gelenke durchbewegte. An der Hinterhand hatte sie eine kleine Schramme, vermutlich vom letzten Weidegang. „Das ist nichts, was wir behandeln müssten. Ab und an passiert das auf der Weide oder im Gelände, aber man sieht ja auch, dass sie nicht davon beeinträchtigt ist.“, erklärte ich und lobte die Stute. Auch das Fieber messen ließ sie über sich ergehen, ebenso die Wurmkur.

    „Wer ist jetzt an der Reihe?“, fragte ich Occu und sie zeigte mir Blue Lady Liquor, Lychee genannt. „Sie ist sehr freundlich und lernwillig - eigentlich.“ – „Eigentlich?“, wiederholte ich und betrachtete die Stute, welche eher unruhig, fast schon nervös wirkte. Occulta nickte. „Sie ist normalerweise die Ruhe selbst, liebt Menschen und das Arbeiten und ist ein gutes Turnierpony. Nur in letzter Zeit ist sie nervös, launisch und verspannt.“, erklärte sie. Nachdenklich betrachtete ich das Pony. „Wie alt ist sie?“, fragte ich. Vier Jahre. „Und dann schon gut Trainiert und erfolgreich. In der Medizin sagt man immer, häufige Krankheiten sind häufig und seltene selten. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr Magnesium fehlt. Grade bei jungen Pferden die dann noch gut im Training stehen, kann das vorkommen und das verändert tatsächlich das Wesen, beziehungsweise die Reizbarkeit. Ich schlage vor, wir nehmen einmal Blut ab, ich lasse dir ein Präparat da und informiere dich dann heute Abend über die Ergebnisse. Wenn ich falsch lag, müssen wir weitersuchen.“, erläuterte ich und Occu stimmte zu. Also entnahm ich zuerst alles für ein kleines Blutbild, Gerinnung und klinische Chemie, ehe ich mit der Routineuntersuchung begann. „Gut, sonst ist aber alles in Ordnung, entwurmt ist sie jetzt auch, das Präparat lasse ich dir hier.“ Mit diesen Worten packten wir zusammen und gingen zum nächsten Pony.

    Silverangel sollte ihrem Namen Ehre machen. Sie war ein bildhübsches und vor allem kooperatives Pony. Anstandslos ließ sie alle Untersuchungen über sich ergehen. „Gut.“, beendete ich nach nur wenigen Minuten. „Alles ist einwandfrei, sie ist in einem ausgezeichneten Zustand. Die körperliche Untersuchung ist ohne Befund, sie läuft rund und bekommt jetzt noch ihre Wurmkur.“, erklärte ich ihrer Besitzerin. Rasch drückte ich ihr Maul auf und gab dem Pony die Paste.

    Die nächste Patientin war Bluebell, ebenfalls ein deutsches Reitpony und die letzte von den vieren. „Hallo Bluebell.“, begrüßte ich sie und begann meine Arbeit. Bluebell schaute kurz und spielte mit den Ohren, richtete dann ihre Aufmerksamkeit aber wieder auf das Geschehen um sie herum im Stall. Ich horchte auch bei ihr auf Herz und Lunge, tastete die Lymphknoten ab, bewegte ihre Gelenke und warf einen Blick in Maul, Augen, Nüstern und Ohren. Zuletzt maß ich Fieber, auch sie war im Rahmen. „Dann entwurmen wir dich einmal.“, murmelte ich und griff nach Spritze Nummer sechs. Occulta hielt den Kopf fest und ich drückte den Inhalt der Spritze in das Maul des Pferdes. Ich sah mir noch einmal ihren Gang auf der Stallgasse an und nickte zufrieden. „Wunderbar.“, beendete ich unsere Arbeit im Nebenstall. Ich nahm meine Tasche und wir ließen die Stuten zurück, um zu den nächsten beiden Patienten zu gehen.

    Occu führte mich zum Putzplatz, wo zwei American Miniature Horses auf uns warteten. Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht und ich betrachtete die beiden kleinen Ponys. „Die beiden sind sehr umgänglich, die meiste Zeit stehen sie draußen auf der Weide.“, sagte die junge Frau und ich nickte. Zunächst ging ich zu Silhouette of a Rose, einer kleinen Silver Dapple Stute. Auch bei ihr begann ich mit dem Abhören von Herz und Lunge. „Man hört leichte Rasselgeräusche beim Atmen.“, stellte ich fest und richtete mich wieder auf. „Auch die Lymphknoten sind leicht angeschwollen, Ausfluss aus der Nase hat sie aber keinen. Ist dir bei ihr ein Husten aufgefallen?“ Occulta nickte. „Linda, eine der Pflegerinnen der Offenställe hat mir vor einer Woche berichtet, dass sie einen trockenen Husten hat. Wir wollten das zunächst beobachten und sie dann mit Vorstellen, wenn der Tierarzt kommt.“ Ich nickte und griff zu meiner Tasche. „Sie scheint sich eine kleine Infektion eingefangen zu haben. Ich gebe ihr ein paar Medikamente, welche grob gesagt den Husten lösen und ihr das Atmen ein wenig erleichtern, auch wenn sie noch nicht merkbar eingeschränkt scheint. Am besten trennst du sie von den anderen, bis sie sich erholt hat, was rasch gehen sollte. Der trockene Husten wird sich lösen und produktiver, dann sollte er abklingen. Wenn nicht melde dich nochmal, aber eigentlich wird ein gesundes Pferd gut damit fertig, sie ist ja auch noch jung.“, erklärte ich, ehe ich ihr die Medikamente verabreichte und die restliche Untersuchung fortführte, diesmal jedoch befundlos. Auch eine Temperaturerhöhung war nicht erkennbar.

    Papillon hingegen war fit und offensichtlich nicht gleich mit angesteckt. Auch ihre Gelenke waren in Ordnung und es gab nirgendwo ein Zeichen für eine Infektion. Wir entwurmten beide und ich streckte mich kurz. „Ungewohnte arbeitshöhe.“, sagte ich schmunzelnd und wir überließen die Ponys wieder den Mitarbeitern der jungen Frau, welche sie gleich eingewiesen hatte.

    „So, jetzt kommen wir zum letzten Pferd.“, begann Occu. „Ljúfa macht mir ein paar Sorgen. Sie wurde früh eingeritten, grade für einen Isländer, wenn auch schonend bewegt und trainiert. In der letzten Zeit wirkt sie sehr verspannt und scheint Schmerzen zu haben.“ Ich nickte und folgte ihr zu der jungen Rappstute. Zunächst checkte ich sie durch, wie die anderen auch, merkte beim Bewegen der Gelenke jedoch deutlich, dass es ihr missfiel. Sie schlug mit dem Schweif und wich aus. Ich bat Occu sie mir im Schritt und Trab vorzuführen. Ljúfa lief steif und unregelmäßig und ich bat sie wieder zu mir. „Das reicht, man sieht schon, dass sie Schmerzen hat.“ Occulta nickte. „Wir haben gemerkt, dass sie widerwilliger mitgearbeitet hat und das Training unterm Sattel gleich beendet, als klar war, dass sie Schmerzen hatte.“ – „Sehr gut, die Pause behaltet ihr in der nächsten Zeit auch noch bei. Ich gebe ihr jetzt einmal ein Schmerzmittel subkutan, sprich unter die Haut und einen Entzündungshemmer. Das bekommt sie die nächsten sieben Tage auch noch oral verabreicht. Zum einen nimmt das die Schmerzen bei der Bewegung, damit sie nicht durch eine falsche Haltung weiter verstärkt werden und zum anderen hemmt das alle entzündlichen Prozesse. Ich nehme an, ihr Sattel ist nicht Ursache der Probleme und der Hufschmied kommt bei dir auch regelmäßig. Vermutlich wird es wirklich die Belastung sein. Therapiebegleitend kann man Bodenarbeit machen, longieren und auch Wärmeanwendung oder Massagen. Ich persönlich bin kein Vertreter von alternativen Methoden wie Akupunktur oder ähnlichem, ob du das für deine Pferde möchtest, musst du selbst entscheiden.“, beendete ich meinen Ratschlag. „Wenn es nicht besser werden sollte meldest du dich nochmal. Medikamentös ist sie abgedeckt, wie du am besten weiter trainierst, wirst du ja auch aus Erfahrung wissen und vor allem individuell sehen, wie sie reagiert.“ Occu hörte zu und nickte. Zum Schluss entwurmten wir auch die Isländerstute und ich konnte mich am Späten Nachmittag von der jungen Frau verabschieden und die Heimreise antreten.

    Am Abend begab ich mich reichlich müde noch einmal in die Praxis, um das Blut von Lychee in die Geräte zu geben. Ich sollte Recht behalten. Der Stute fehlte es tatsächlich nur ein wenig an Magnesium, was ich Occulta noch telefonisch mitteilte, welche hörbar beruhigt war, dass wir nach keiner komplexen Ursache suchen mussten.
    19 Nov. 2017

    Trainingsberichte
    Occulta
    Distanz E-A
    scs Bluebell, River’s Blue Lady Liquor, Silverangel, Sika, Fake xx, PFS’ Ljúfa, PFS’ Dancin’ to Jazz, Donut, Baccardi, Vychahr, Flintstone, Calico, Areion, Diarado, Circus Dancer, Co Pilot de la Bryére

    Alle waren fleissig am Pferdeputzen. Anlass dazu gab das heutige Distanztraining, bei dem wir unsere Sportpferde auf einem mehrstündigen ‚Ausritt‘ ein wenig fitter machen wollten. Wir waren eine ganz schön grosse Gruppe; 16 Pferde insgesamt. Da brauchte es schon etwas mehr Organisation und Vorbereitung als bei einem gewöhnlichen Spazierritt. Zum Beispiel hatten Jonas, Lewis und ich im Voraus abgeklärt, welche Strassen am wenigsten befahren sein würden und wo wir am wenigsten Spaziergänger stören konnten. Wir wollten schliesslich das gute Verhältnis mit den Anwohnern in den Dörfern rund um Birmingham aufrechterhalten. Ich war schon gespannt, ob wir überall gut durchkommen würden und wie die Pferde sich benahmen. Ich hatte mir für heute meinen Liebling Co Pilot ausgesucht, dem das Training sicherlich gut tun würde, angesichts dessen, dass wir zukünftig mit ihm auch etwas mehr Military machen wollten. Dasselbe galt für Vychahr, der zwar eher dressurgezogen war, aber auch dafür schadete eine gute Kondition sicherlich nicht. Und natürlich kam auch Diarado mit, aus demselben Grund wie Pilot. Aus dem Nordstall waren ansonsten noch Flintstone, die Reitponys Donut und Baccardi, Dancer, Calico und schliesslich Areion dabei. Allerdings heute nicht mit Lily, denn die hatte einen anderen Job gefasst. Da Jonas zu schwer für seine Hackneypony Stute Fake war, hatten die beiden kurzerhand Rollen getauscht und so musste Jonas nun mit dem wolligen Tinker auskommen. „Was hab ich mir da nur wieder angetan?“, rief Jonas entsetzt aus, als er das Fell des Tinkers sah. Es war, wie konnte es auch anders sein, mit einer halbtrockenen Schicht grauem Schlamm überdeckt. „Dein Ernst?? Ich glaube ich spanne Fake doch ein.“ „Vergiss es, dann musst du alleine gehen. Das wird sonst zu umständlich, dauernd auf dich und das Sulky Rücksicht zu nehmen“, stellte ich klar, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Jonas holte Areion raus und spickte symbolisch ein Dreckklümpchen von seiner Kruppe. Dann seufzte er laut und schnappte sich den Federstriegel aus der Putzkiste. „Wo soll ich denn hier bitte anfangen?“ „Hör auf zu jammern, Pilot hat sich auch paniert.“ „Aber der hat wenigstens kurzes Seidenfell! Da fällt der Dreck ja schon fast von alleine ab“, beharrte Jonas, während er mit dem Striegeln begann und nach kurzer Zeit wegen des aufgewirbelten Staubes eine Hustenattacke bekam. „Du musst das Zeug nicht inhalieren“, neckte ich ihn lachend, und begann auch Pilot abzuschrubben. Darren, Anne und Alan, die direkt neben uns ihre Reittiere putzten, schmunzelten über unsere sinnfreie Unterhaltung. „Hey, an welche Körung melden wir Flint jetzt eigentlich an?“, fragte Alan während dem Hufeauskratzen. „Stimmt ja, den könnte man eigentlich bald nennen… Vom Können her ist er ja schon längstens soweit. Ich werde mich in nächster Zeit mal darum kümmern“, beschloss ich laut. Rita meldete sich von zuhinterst und meinte: „Calico könnte man wohl mittlerweile auch kören lassen, dann kannst du ihn endlich für die Zucht brauchen.“ „Wär schon toll, ja. Dod bringt zwar sehr gute Fohlen, aber etwas Abwechslung würde wohl nicht schaden.“ Calico kam heute mit, obwohl er eigentlich schon viel weiter in Distanz ausgebildet war als die anderen. Rita und er wollten die Route in einem höheren Tempo absolvieren und würden vorausreiten. So konnten sie uns auch gleich vorwarnen, falls unterwegs ein unerwartetes Hindernis auftauchen sollte.

    Als wir endlich alle Pferde sauber bekommen hatten, sattelten wir sie und trafen uns dann mit den anderen Pflegern draussen vor dem Nordstall. Die meisten standen schon bereit, aber man sah sofort, wessen Pferde ihren Weidegang am meisten genossen hatten. Fake glänzte wie frisch geölt, trotz des beginnenden Fellwechsels. Jonas schielte missmutig zu ihr und Lily rüber, und ich konnte seine Gedanken förmlich von seinem Blick ablesen. Ich erlaubte mir ein halb verkniffenes Schmunzeln und stieg auf den Rücken von Pilot. Ich rief meine Hunde Zira und Sheela zu mir, damit sie zwischen den vielen Pferden nicht unter die Hufe kamen. Jacky kam nicht mit, weil sie zu kurze Beine hatte und ich befürchtete, dass sie nicht mithalten könnte. Bluebell tänzelte etwas ungeduldig und steckte damit prompt auch Lychee an, indem sie sie mit ihrem Popo wegdrängte. Lychee quietschte verärgert und wollte Bluebell bereits ihr eigenes Hinterteil zuwenden, aber David hinderte sie daran und ritt sie etwas weiter nach vorne, um dem Ärger aus dem Weg zu gehen. Na das fängt ja gut an, dachte ich im Stillen. Es war eindeutig Zeit loszureiten. „Where’s April? Ahh, there she comes. Allright, let’s go”, sprach ich, und führte die Gruppe zusammen mit Darren und Diarado an. Calico und Rita liessen uns wie abgemacht nach den ersten zehn Minuten zurück und ritten ein ansprichsvolleres Tempo. Ich sah ihnen lange nach und dachte an die Zeit zurück, in der Rita den Criollo nichtmal anständig führen konnte. Nun waren sie so ein eingespieltes Team. Ein Anflug von Stolz überkam mich, wenn ich so darüber nachdachte, dass ich ihr damals die ersten Reitstunden gegeben hatte.

    Die unerfahrendste in unserer Gruppe, Ljúfa, hatte noch am meisten Mühe mitzuhalten. Zusätzlich erschwerend war, dass sie etwa doppelt so viele Schritte machen musste wie die Grosspferde. Am Anfang des Ritts merkte man noch nichts davon, doch gegen Ende war sie ziemlich nassgeschwitzt und atmete schwer. Lisa beschloss daher, ihr nochmals eine Pause zu geben und danach im Schritt zurück zu reiten. Ich stimmte dem zu und liess zur sicherheit auch Lewis mit Jazz warten, damit sie nicht alleine zurückreiten musste. Pilot trabte auch auf den letzten Strecken zurück zum Hof noch frisch und kraftvoll – ich hatte seine Ausdauer wohl ziemlich unterschätzt. Ich klopfte ihm stolz auf den Hals, als wir wieder die Grasrennbahn überquerten und durch die Tannen ritten. Er streckte sich eifrig und trug den Schweif leicht angehoben. Sika machte sich bei unserer Rückkehr laut bemerkbar, indem sie nach Sweets rief. Eine Antwort bekam sie auch, wenn auch nur eine leise. Die beiden Stuten, die direkt nebeneinander im Nebenstall standen, klebten für meinen Geschmack schon etwas zu sehr aneinander. Daran würden wir wohl noch arbeiten müssten. Ich beobachtete nach dem Absteigen, wie Silver sich genüsslich den Kopf an Robins Schulter rieb. Die junge Pflegerin wurde dabei fast weggeschubst und musste sich Mühe geben, um standhaft zu bleiben. Robin bemerkte, dass ich sie beobachtete und sah unsicher weg, besann sich dann aber eines besseren und lächelte mir verlegen zu. Sie kämpfte immernoch mit ihrer Schüchternheit, aber es wurde langsam besser. Wir versorgten die Pferde und ich bot Zira und Sheela eine Schüssel Wasser an, damit sie nach dem langen Spaziergang ihren Durst stillen konnten.
    31 Aug. 2017

    Die Kür

    Heute war die kleine Ljúfa an der Reihe, was die Körung anging. Ihre Startnummer war eine er ersten, also holte ich die Isistute gleich nach unserer Ankunft aus dem Transporter und sattelte sie. Ihre Mähne war zu einem französischen Zopf geflochten und die Hufe gefettet, doch davon würde man nach dem Hallensand sowieso nichts mehr sehen. Ljúfa war schon jetzt recht unruhig und sah sich nervös auf dem Parkplatz um. Ab und zu atmete sie laut hörbar aus und versuchte anscheinend, sich selbst durch Kopfsenken zu beruhigen. Das Ganze wirkte aber eher, als könne sie sich nicht entscheiden; so schnell wie sie den Kopf runterstreckte, so schnell schoss er auch wieder in die Höhe. Ich passte daher beim Satteln auf, dass die nervöse Jungstute mich nicht ausversehen umrempelte. Normalerweise war sie ja viel ruhiger, aber die letzten paar Tage ohne Weide (zu nasse Böden) forderten ihren Tribut. Nichts desto trotz führte ich sie wenig später zum Abreitplatz und stieg auf das unerfahrene Tier auf. Kaum war ich oben, wollte sie auch schon antraben. Ich bremste sie und beruhigte sie durch Kraulen, während ich gleichzeitig versuchte, einen stabilen Takt in ihren Schritt zu bekommen. Nach einer Weile des Füsse-Vertretens war schon eine deutliche Besserung spürbar und Ljúfas Puls kam langsam runter. Sie töltete zwar noch zügiger als sonst über den Platz, aber blieb brav dabei. Kurz vor der Kür hatte ich sie bis auf einen letzten Rest nervösen Ohrenspiels vollkommen beruhigt. Wir betraten die Halle und ich Grüsste als erstes die Richter. Dann trabte ich an und bog auf die grosse A-Volte. Die Isistute hatte zwar nicht viel Raumgriff, ihre Bewegungen waren aber weich zu sitzen und für einen Isi ganz passabel. Trotzdem stellte ich mit einem Blick in den Spiegel an der Wand fest, dass Ljúfa den Schweif einklemmte, weil ihr die Tribüne nicht geheuer war. Ich seufzte und tat mein bestes, um der Stute Sicherheit zu geben. Irgendwie kamen wir trotz der Aufregung ziemlich ruhig durch die Kür. Wir zeigten alle drei Grundgangarten jeweils auf beide Seiten, und machten dazwischen Diagonale Wechsel mit Trabverstärkungen (die zwar eher einfach schnelleres Tempo waren, aber naja) und Schlangenlinien mit korrektem Umstellen. Am Ende hielt ich abermals vor den Richtern, grüsste und verliess die Halle am halblangen Zügel – denn ganz wollte ich den Kontakt mit der unsicheren Genossin unter mir dann doch nicht aufgeben. Draussen gab es für sie einen Apfel und lobende Streicheleinheiten.
    2491 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

    [​IMG]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25 Apr. 2018
    Cascar, Rinnaja und Flair gefällt das.
  9. AliciaFarina

    AliciaFarina Nörfgetier

    Meine Teilnahme mit Silfra

    [​IMG]


    Rufname: Silly
    ----------------------
    Abstammung
    Von:
    Hýreygur / 100% Isländer
    Von: Unbekannt
    Aus der:
    Unbekannt


    Aus der: Milka Luflee / 100% Isländer
    Von: Unbekannt
    Aus der: Unbekannt




    Zuchtdaten
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse: Isländer / 100%
    Typ: Pony



    Geboren: 2006
    ------------------------------------------
    Aussehen
    Rasse:
    Isländer
    Geschlecht: Stute
    Fell: Apfelschimmel
    Langhaar: Schwarz Grau
    Abzeichen: /
    Stockmaß: ca. 1,44m

    -----------------------------
    Charakterbeschreibung
    Charakter:
    im Umgang sehr brav unter dem Sattel schnell und fordernd



    Beschreibung: Silfra ist eine Brave Isländerstute sie wurde im Jahr 2012 nach Deutschland importiert, zeigt allerdings keine Anzeichen eines Ekzems.. Im Umgang ist sie sehr brav und lässt sich von jedem führen, Unter dem Sattel allerdings ist sie sehr schnell und fordernd wenn man sie nicht genug fordert und beschäftigt setzt sie ihren Dickkopf durch. Man kann sie aber dennoch immer gut Händeln. Sie ist eine 4-Gängerin mit einem schönen Tölt aber auch ihre Grundgangarten sind sehr gut und klar getrennt.


    Geeignet für: Fortgeschrittene
    Rang: mittlerer Rang


    ------------------------------------
    Besitzerdaten
    Besitzer:
    AliciaFarina


    Ersteller: niolee

    Gekauft am: //
    --------------------------------

    Qualifikationen
    Eignung: Gangpferdereiten

    Dressur: E A L M S S* S** S***
    Western: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***

    Galopp: E A L M S S* S** S***
    Gangpferdereiten:
    E A L
    M S S* S** S***

    T8 T7 T6 T5 T4 T3 T2 T1

    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Nein
    Reitstil: Isländisch


    Schleifen:

    [​IMG]
    1. Platz
    106. Gangturnier

    1. Platz
    169. Gangturnier


    [​IMG]
    2. Platz
    136. Gangturnier


    [​IMG]
    3. Platz
    131. Gangturnier

    3. Platz
    139. Gangturnier

    3. Platz
    144. Gangturnier

    3. Platz
    145. Gangturnier



    Offizieller HG
    PNG

    [​IMG]

    Dressur für Silfra von E nach A

    Heute stand ein Stufentraining für meine Stute Silfra an. Ich ging zu ihrer Box, kratzte bevor ich sie rausholte ihre Hufe aus und führte sie dann zum Anbindeplatz. Dort band ich sie an, nahm ihre Decke ab und fing an zu putzen. Als sie sauber war bandagierte ich sie, anschließend sattelte und trenste ich sie, ich schnallte mir meine Sporen und setzte meinen Helm auf. Dann ging es auch schon in die Halle. Dort angekommen stieg ich auf und ritt sie warm, da ich wusste das ihre Reitbeteiligung schon höhere Lektionen angefangen hatte fing ich nach dem Aufwärmen mit den Lektionen der A Dressur an ohne vorher die E Lektionen zu überprüfen, aber da sie ja auch mein Pferd war wusste ich das sie sicher saßen. Der Mitteltrab und der Mittelgalopp war für sie keine Neuigkeit eben so wenig wie der Schritt-Galopp Übergang. Das Zügel aus der Hand kauen lassen kannte sie auch und das war die nächste Lektion. Aus dem Trab hielt ich an und ließ sie rückwärts gehen, dabei schwenkte sie leicht zur Seite aber nach wenigen Wiederholungen ging sie Schnurgerade rückwärts. Beim Viereck verkleinern und vergrößern musste ich darauf achten das sie fleißig weiter ging aber nachdem ich das drei Mal wiederholt hatte klappte auf das reibungslos. Ich machte eine Schrittpause in der ich sie durch die Länge der Bahn wechseln ließ und auch Schlangenlinien in Vier Bögen durch die ganze Bahn ritt. Jetzt hielt ich sie an und gab ihr die Hilfen für die Vorderhandwendung, sie machte brav mit und nun galoppierte ich sie an, auf dem Zirkel übte ich das Überstreichen im Galopp, Silfra blieb in Selbsthalung und ich hörte für heute mit dem Training auf, denn morgen würde unsere Prüfung anstehen und da mussten wir beide fit sein.

    Am nächsten Morgen lud ich früh Silfra ein, damit wir pünktlich am Ort des Geschehens eintreffen würden. Als wir angekommen waren lud ich Tiva aus, ging zur Meldestelle und ritt sie anschließend warm. "Alicia Grey, mit Silfra bitte in die Halle" :tönte es aus den Lautsprechern, kontrollierte noch einmal alles und ritt in die Halle. Ich trabte auf der Mittellinie bis zum X, dort hielt ich an und grüßte. Beim C ging es auf die rechte Hand, beim B folgte eine 10m Volte. Nun folgte das durch die Länge der Bahn wechseln, beim E ritt ich erneut eine 10m Volte. Von F, über X nach H ritt ich im Mitteltrab einen Wechsel durch die Ganze Bahn. Beim B parierte ich in den Stand durch und ließ Silfra dann eine Pferdelänge rüchwärts gehen, danach ritt ich wieder im Mittelschritt an. Anschließend wechselte ich durch die Halbe Bahn und galoppierte beim Erreichen des Hufschlages an. Beim C ritt ich einen ganzen Zirkel und an der offenen Seite strich ich die Zügel über. Von H bis K ließ ich sie im Mittelgalopp gehen und kurz vor K holte ich sie in den Arbeitsgalopp zurück. Nun folgte ein Wechsel durch die Ganze Bahn, zwischen F und X parierte ich in den Mittelschritt durch und bei H galoppierte ich im Arbeitstempo rechts an. Wieder ritt ich einmal auf den Zirkel, ab C hieß es ganze Bahn und ab B Trab. Beim A wendete ich auf die Mittellinie ab, bei X hielt ich an und Grüßte. Ich ließ Silfra am langen Zügel im Schritt aus der Halle gehen und lobte sie draußen überschwänglich. Nachdem ich sie abgeritten hatte warteten wir auf unser Ergebnis.
    Ein Helfer kam und überreichte uns einen Umschlag in ihm befand sich ein Zettel und auf ihm stand unser Ergebnis, ich öffnete ihn als der Helfer weg war und brach in Jubel aus. Wir hatten bestanden! und Silfra durfte nun in der Dressur Klasse A starten.

    3607 Zeichen by AliciaFarina geprüft mit dem OpenOffice Zähler

    [​IMG]
    Tölttraining für Silfra T8 → T7 & Viergangtraining für Drafna und Nökkvadis V1 → V2 | 5006 Zeichen | © BellaS
    Einmal mehr auf in mein Heimatland. Deutschland. Wieder wurde ich von Alicia Grey erwartet, diesmal mit einem ganzen Haufen voll Aufträge. Gut, es waren nur drei und drei einfache dazu. Auch Drafna, eine Stute bei der ich schon unzählige Male gewesen war, war heute wieder mit dabei. Da mit Viergang meistens mehr Spaß machte und ich mir das beste für zum Schluss aufheben wollte, begann ich mit dem Tölttraining der Stute Silfra. Diese erwies sich schon beim putzen und Satteln als Lammfromm und wunderbar einfach im Umgang. Dementsprechend sorglos saß ich auf und wurde direkt mit den Tatsachen konfrontiert. Silfra ging mit waghalsig hohem Grundtempo und forderte dauerhaft Beschäftigungstherapie ein. Schon das erste Antölten zeigte wie viel Arbeit hier zu leisten war. Das hohe Grundtempo forderte schnell seine Tribut, was zu Taktverlust und passigkeit führte. Obwohl Alicia mir versichert hatte, dass ihre Stute nur vier der fünf möglichen Gänge beherrschte. Irgendwie hatte ich hier, auf ihrem Rücken, ein anderes Gefühl. Eigentlich brauchte ich sie nur im mittlerem und langsamen Tempo auf beiden Händen zu tölten und die T7 wäre gegessen, doch erst einmal würde ich den entflohenen Takt einfachen müssen. Dann kam das Problem, dass Silfra das Wort ''langsam'' wohl noch nie hatte hören müssen. Hier war wesentlich mehr zu tun als gedacht. Nun begann ein quälender Kampf gegen den Isländischen Dickkopf. Schritt in gemäßigtem Tempo war angesagt, nichts anderes. Dauerhaft gab ich keine Paraden mit den Ringfingern und fing die Stute immer wieder nach vorne ab, wenn sie los wollte. Gefühlt tausende male ritt ich Volten, wenn Silfra es wieder geschafft hatte das Tempo eigenmächtig zu erhöhen. Egal ob im Tölt oder im Schritt, es war anstrengend. Gerade im Tölt wollte sie dauerhaft beschäftigt werden, meist machte ich Schlangenlinien über die Bahn, was mir reichlich verwunderte Blicke eintrug. Hart regulierte ich das Tempo, bis sie es irgendwann verstanden hatte. Auch der Takt hatte sich wieder zu uns gesellt, zum Glück für meinen Hintern. Auf einmal wurde der Tölt weich und die Stute biegsam. Ich klopfte ihr den Hals und lobte sie ausgiebig, ehe ich flott die Übungen der T7 exerzierte. Dann war nur noch abreiten im Schritt angesagt und rauf auf's nächste Pferd. Ich war jetzt schon fertig. Das konnte ja heiter werden. Zu allem Überfluss hatte Alicia ihre Drafna schon fertig geputzt und gesattelt und nahm mir Silfra direkt ab. So blieb mir nicht einmal eine kleine Pause. Eigentlich hatte ich erst Nökkvadis trainieren wollen, aber da Alicia sich wohl noch nicht ganz klar war in welcher Disziplin. Also Drafna. Da die Stute mittlerweile im Tölt auf T1 ging, begannen wir nun mit Viergang. Drafna war grundsätzlich eher ruhig und ersetzte meine Pause damit heute vollkommen. Hier konnte ich eine Trainingseinheit einfach schön entspannt hintereinander weg reiten. Außerdem hatte Drafna bereits eine Dressurausbildung auf A, was Arbeit an ihrer Haltung in den einzelnen Gangarten unnötig machte. Schritt in guter Haltung, dann der Tölt. Natürlich erwartete die Stute ein Tölttraining, bisher war ich nämlich immer genau dafür bei Alicia gewesen. Das ich es mit etwas Tölt gut sein ließ und mich dem Trab widmete, fand sie seltsam. Allerdings bemühte sie sich wie immer mir entgegen zu kommen und alles richtig zu machen. Ein wenig Trab, dann kam der Galopp. Hier musste ich nur ein bisschen aufpassen, dass ich rhythmisch trieb um Drafna nicht zu verwirren. Wieder relativ entspannt übergab ich auch diese Stute wieder an ihre Besitzerin. Jetzt konnte ich mir eine Pause gönnen, bis Alicia mir Nökkvadis fertig überreichte. Ich bedankte mich grinsend, verstellte die Bügel und machte mich auf zum dritten Training dieses Marathon-Tages. Nökkvadis war kein Isländer sondern ein Aegidienberger. Eine recht junge Gangpferderasse, die sich durch sportlichen und weniger sturen Charakter als die Isländer auszeichnete. Nökk erwies sich als typisches Beispiel. Sie arbeitete gut mit und führte etwas nur dann nicht aus, wenn sie es nicht verstand. Schritt, dann kam der Tölt. Sie töltete von naturaus weich, aber langsam. Nun, das war bei der V2, wo es nur um die Präsentation der vier Gangarten ging, wirklich kein Problem. Jetzt tat sich das erste Hindernis auf, denn traben gefiel Nökkvadis überhaupt nicht. So nutze ich den Rest des Trainings für eine Trabkorrektur und galoppierte erst ganz zum Schluss noch einmal an. Die Entscheidung erwies sich als klug, denn ihr Galopp war schön und stellte kein Problem dar. Da sie inzwischen auch trabte, hatte ich dieses letzte Training auch erfolgreich beendet. Damit ging auch der anstrengende Tag bei Alicia zu Ende, aber immerhin hatte ich alles geschafft was ich mir vorgenommen hatte. Der Abschied fiel kurz und herzlich aus. Außerdem versicherte Alicia mir, dass ich nicht das letzte Mal hier gewesen sein würde. Sei es zum Training von Drafna, Silfra oder eben Nökkvadis. Kurze Zeit später befand ich mich bereits auf dem Weg nach Hause.

    [​IMG]
    TÖLTTRAINING SILFRA T7 -> T6 | 2998 ZEICHEN | (C) SEIMURE

    Nun stand ein weiteres Training bei Alicia an. Baldintáta tobte sich auf der Weide aus und Silfra war am Fressen, weshalb sie auch erst nicht sehr erfreut war, als wir sie von der Weide holten um sie zu putzen. Allerdings bemerkte sie sehr schnell, dass ich gut riechende Leckerlis in der Tasche hatte, weshalb sie mir, in der Hoffnung sich eine Leckerei erobern zu können, widerstandslos folgte. Typisch Pony. Klein und verfressen. Wobei man bei Silfra nicht gerade von klein sprechen konnte. Die Schimmelstute war für isländische Verhältnisse sogar sehr groß und zudem auch noch sportlich gebaut, weshalb ich mich schon auf das Training freute. Ich putzte die Stute gründlich und sattelte sie dann schnell.

    Auch mit Silfra ging ich auf die Ovalbahn, wo ich noch einmal nachgurtete und dann aufsaß. Wie ich beim Aufwärmen bemerkte, war Silfra unter dem Sattel sehr schnell und wollte gefordert werden, weshalb ich sie aber erst einmal etwas langsamer kriegen musste, denn bei der T6 war langsames und mittleres Tempo Tölt gefordert und man musste in beiden Tempi die Zügel übestreichen, ohne dass das Pferd wieder in den Schritt fiel oder schneller wurde. Bei Silfra war leider gerade das das Problem. Die geforderten Tölttempi kannte sie schon aus der T7 und sie konnte diese auch sehr gut ausführen, allerdings würde sie erheblich schneller, wenn manihr zu viel Zügel gab. Der Großteil des Trainings bestand daraus, dass ich versuchte, die Stute mit überstrichenen Hügeln in einem langsamen Tempo zu halten, wobei ich mich tief in den Sattel setzte und statt mit einem korrekten Sitz eher in der isländische Bauernreitweise ritt. Die Gerte hatte ich schon lange an den Rand geschmissen, als ich beschloss, das Ganze erst einmal vom Boden aus zu erarbeiten. Ich saß ab und schlug die Bügel über den Sattel, damit sie Silfra nicht in den Bauch schlugen beim laufen. An der Hand ließ ich sie antölten, weshalb sie nicht schneller werden könnte als ich. Am Anfang hielt ich die Zügel von der Länge her so, wie ich sie sonst beim Reiten halten würde, bis ich sicher war, dass Silfra in diesem Tempo bleiben würde. Mehrmals noch übten wir das Zügelüberstreichen vom Boden aus, dann saß ich wieder auf, um einen weiten Versuch zu starten. Die Bodenarbeit hatte mehr bewirkt, als ich gedacht hätte. Sobald ich antöltete und die Zügel überstrich, war Silfra die Ruhe selbst und bewahrte beim Tölten sogar ihre Haltung. Ich lobte sie ausgiebig, bevor ich sie wieder durchparierte zum Schritt und mir die Zügel aus der Hand kauen ließ.

    Alicia freute sich sehr, als ich ihr erzählte, was für Fortschritte Silfra gemacht hatte. Die Stute selber hatten wir, nachdem wir sie gefüttert hatten, mit einer Decke in den Stall gestellt, denn sie hatte viel geschwitzt und draußen ging es allmählich wieder auf den Nullpunkt zu. Alicia dankte mir ganz herzlich und zeigte mir dann noch das Zimmer, in dem ich heute übernachten würde, bevor ich morgen samt Pferd abfahren würde. Es war ein anstrengender Tag gewesen.

    [​IMG]
    Gangreiten A-L

    Nach langer Überlegung habe ich mich entschieden, doch noch Win paar Trainingspferde bei mir aufzunehmen. Da ich nicht von meinem Hof kann, habe ich organisiert, dass alle heil zu mir kommen.
    Neben Amor von Jani kam auch noch Silfra von Alicia, eine 10-jährige Isländerstute mit schon recht viel Erfahrung und schöner Färbung. Schon bei deiner Ankunft war sie nur wenig Aufgeregt und wollte nur kurz den Hof sehen. Der Abend war bereits angebrochen, als ich noch mal nach der Stute auf dem Paddock guckte. Müde lag sie im Gras und schlief, für mich Win Zeichen, dass sie sich gut eingelebt hat.
    ...
    Der nächste Tag war sehr verregnet und auch sehr windig. Trotzdem konnte mich nichts abhalten, Silfra zu reiten.
    Auf der Ovalbahn reite ich die Stute warm. Immer wieder versucht sie schneller zu werden, doch mit viel stimme und bremsen mit dem Sitz wird die Stute langsamer. Zufrieden lobe ich sie und Power sie aus. Bevor man mit ihr arbeiten kann, muss viel Dampf raus.
    Jeden Tag arbeite ich mit Silfra den gleichen Plan ab - warm reiten, Powern und dann etwas Telearbeit. Schon nach einer Woche zeigt sich Silfra deutlich ruhiger, dass ich mit ihr richtig arbeiten kann.
    ...
    Die zweite Woche ist bereits angebrochen und Silfra zeigt sich von ihrer besten Seite. Entspannt läuft sie vorwärts am lockeren Zügel und auch der Schenkelkontakt ist ihr egal. Das Antölten verläuft ruhig ohne hektisch zu werden. Trotzdem hat sie noch Probleme mit dem langsamen Tempo und den darauf folgenden Tempowechsel. Silfra gibt ihr bestes und zeugt sich sehr Arbeitswillig.
    ...
    Auch in der vierten ist Silfra noch sehr motiviert aber ist wieder etwas unentspannter. Weshalb ich wieder mehr auf das auspowern setze als auf die Tölt Arbeit. Besonders gut dafür geeignet ist traben und Galopp. Silfra wird von Runde zu Runde entspannter und möchte Arbeiten, weshalb ich ihr auch dazu die Möglichkeit gebe.
    ...
    Der letzte Tag bei mir auf dem Hif bricht ein. Silfra war nun fast zwei Monate bei mir und viel gelernt. Besonderes Talent zeigt sie im Zügelüberstreichen. Leider kann ich Alicia keinen Reitunterricht geben, da das Einreisen von Personen nur durch die Regierung möglich ist. Wer keine Kontakte hat, kommt nicht rein. Trotzdem bekommt sie von mir einen Bericht über die Arbeit mit ihrer Stute und Tipps.

    Abschlussbericht (nicht in der Berechnung enthalten.):
    Silfra ist eine aufgedrehte Stute die viel Bewegungdrang hat. Wichtig hierbei ist es, dass sie erst auspowern muss, bevor richtige Arbeit möglich ist. In den letzten Wochen musste Silfra viel aushalten, doch das tägliche Reiten hat deutlich ihr Laufverhalten unter dem Sattel verbessert. Sie zeigt sich ruhiger und ist schnell bereit für neue Dinge. Besonders wichtig ist, dass der Tölt nicht zum Auspowern genutzt wird, sonst wird sie die Tempiunterschiede nicht mehr zeigen wollen.

    Bei Problemen oder Fragen kannst du mich immer fragen.
    Viel Glück und weiterhin viel Erfolg!

    2294 Zeichen | 30. Juni 2016 | Mohikanerin - Vriska

    Dezember 2016
    Trainingsbericht A-L für:
    Silfra, Gaitano's Little Girl, Trú fra Frelsi, Fina, Dark Choc' O'Lena, L'Ombre de la Mikasi, Nils Sverre und Gisela

    Heute begann ich zusammen mit meinen Reitbeteiligungen & meiner Freundin Sarah einige meiner Pferde weiterzubilden. Am ersten Tag setzten wir uns zusammen und besprachen, wer welches Pferd ausbilden will.
    1) Lena → Silfra, Alina → Trú, Lucy → Fina, Alicia → Nils
    2) Sarah → Schoki, Lina → Mikasi, Leonie → Girlie, Clara → Greta.

    Nachdem wir dies besprochen hatten, gingen wir in de Stall. Hier angekommen teilten wir uns in Gruppen ein. Gruppe 1 war meine Gruppe, bestehend aus Lena mit Silfra, Alina mit Trú, Lucy mit Fina und meiner Wenigkeit mir Nils. Die zweite Gruppe war die von Sarah, bestehend aus Lina mit Mikasi, Leonie mit Girlie, Clara mit Greta und Sarah mit Schoki.
    Wir, die erste Gruppe ging in die kleine Reithalle, Sarah's ging in die größere, wir wollten uns damit abwechseln, damit es gerecht bleibt.
    Nachdem wir die Pferde fertig gemacht hatten legten wir los. Wir ritten unsere Pferde warm, Nils trabte locker am Zügel durch die Bahn. Neben dem selber reiten gab ich den anderen immer wieder Tipps für die weitere Ausbildung. Nachdem ich Nils gearbeitet hatte, mussten die anderen arbeiten. Da ich meine Pferde regelmäßig Korrektur ritt und dabei auch weiterbildete, hatten die anderen keine Probleme. Nach der Reitstunde versorgten wir unsere Pferde und brachten sie in den Stall.
    Am nächsten Tag arbeitete icn wir etwas anders als am vorherigen. Ich ritt am Morgen unter Sarahs Aufsicht Nils. Im Anschluss daran unterrichtete ich die Gruppen nacheinander. Am Nachmittag das gleiche Prozedere.
    Nach drei Wochen intensiven Trainings waren alle Pferde so weit eine L Dressur zu gehen.
    1738 Zeichen by AliciaFarina

    [​IMG]
    Trainingsbericht Dressur L-M für Baldintáta, Silfra, Kangee, Nils Sverre, Trú fra Frelsi, Greta und Nienke van de Flierthoeve. Dressur A-L für Straight Alignment, Smokin Jackie Joe und ebs Dafina

    Den ganzen Monat hatten wir unsere Pferde trainiert. Jeder hatte sich am Anfang zwei Pferde ausgesucht, Baldintáta, Silfra, Kangee, Nils Sverre, Trú fra Frelsi, Greta und Nienke van de Flierthoeve wurden erstmalig in der M-Dressur vorgestellt. Straight Alignment, Smokin Jackie Joe und ebs Dafina wurden in der L-Dressur vorgestellt.
    Während Lina, Sara%h und ich unsere Pferde fpr die L-Dresur warmritten, bereiteten Niklas, Lucy, Maren und ihre Schwestern Maike Táta, Silfra, Kangee und Nils für die M-Dressur vor und führten sie schon einmal warm. Als wir aus der Prüfung kamen, hieß es für Lina und Sarah, direkt umsteigen, denn sie mussten nun mit Silfra und Kangee in die Prüfung. Niklas und Maren ritten ebenfalls Táta und Nils schon ab. Lucy, Maike und ich versorgten Ally, Smoky und Dafina und bereiteten Trú, Greta und Nienke für die nächste Prüfung vor. Nachdem Maren und Niklas wieder aus der Prüfung kamen tauschten sie ihre Pferde, Niklas setzte sich auf Nienke und Maren setzte sich auf Trú. Sarah und Lina waren fertig mit den Prüfungen und halfen Maike und Lucy beim versorgen der Pferde. Als wir aus der Prüfung kamen, versorgten wir unsere Pferde und brachten sie mit unserem großen Transporter nach Hause. Nachdem die Pferde wieder in ihren Boxen oder auf der Weide standen fuhren wir mit unseren Normalen Autos zurück zum Turnier, denn wir wollten ja wissen, ob wir die Qualifikation für die jeweiligen Klassen mit den Pferden geschafft hatten.
    Nachdem alle Prüfungen der beiden Klassen fertig waren, kam es zur Siegerehrung und zur Quali vergabe. Wir hatten es alles geschafft. Straight Alignment, Smokin Jackie Joe und ebs Dafina durften nun in der L-Dressur starten. In der M-Dressur durften nun Baldintáta, Silfra, Kangee, Nils Sverre, Trú fra Frelsi, Greta und Nienke van de Flierthoeve starten.

    2015 Zeichen by AliciaFarina

    Trainingsbericht für Baldintáta, Silfra, Trú fra Frelsi, Straight Alignment, Smokin Jackie Joe, Lettenhof's Nanuk, Gwyneth, Nienke van de Flierthoeve, Riverdale und Menetetty in Distanz E-A

    Heute fingen wir an Baldintáta, Silfra, Trú fra Frelsi, Straight Alignment, Smokin Jackie Joe, Lettenhof's Nanuk, Gwyneth, Nienke van de Flierthoeve, Riverdale und Menetetty für die kommende Saison zu trainieren. Das bedeutet, alle soweit zu bekommen, dass sie eine A Distanz laufen können und die Kondition über den Winter zu halten, sodass wir direkt im Frühjahr unsere ersten Distanzen gehen können.
    Meine Mitarbeiter und ich teilten uns die Pferde unter uns auf und trainierten immer in Gruppen. Ich nahm Nienke und Gwyneth, da ich die beiden vor der Kutsche Distanzen gehen lassen will. Die anderen Pferde wurden geritten. Wöchentlich steigerten wir die Distanzen und das Tempo, sodass wir nach fünf Wochen auf dem Stand für eine A-Distanz waren.
    Nun war es unsere Aufgabe die Kondition, über den Winter möglichst so hoch zu halten.


    1026 Zeichen by AliciaFarina

    Die Körung

    „Weißt du eigentlich, dass Rachel hier auch ihre Stute Arza vorstellen wollte?“ „Nein“, die mürrische Stimme meiner Schwester und der warme Atem, der sich in der Kälte als weißes Wölkchen vor ihrem Mund breitmachte. Ich zuckte mit den Schultern. Im Sommer war es zu warm, im Winter zu kalt, ziemlich deutsch, diese Engländerin, dachte ich und konnte mein Grinsen nicht verstecken. „Warum lachst du?“ „Weil du schon ziemlich deutsch bist.“ „Don’t say something like this!“ „Oh doch. Und jetzt Englisch zu sprechen machts nicht besser!“, lachte ich mit meinem leichten Britischen Akzent, bis die Aufmerksamkeit meinerseits auf eine Schimmelstute gelenkt wurde, welche den Namen Silfra trug. Maren Schneider, vermutlich einer der Körhelfer stellte sie uns vor und lief rasch neben der Stute vor. Sie töltete direkt auf der linken Hand los und ließ sich artig führen. Sie war mit ziemlich viel Go ausgestattet, ließ sich aber doch sehr gut durchparieren nach einer ganzen Bahn. Dann wurde sie vom Strick gelassen und sie durfte sich frei auf der rechten Hand vorstellen. Sie galoppierte direkt an und schoss an der langen Seite der Bande an. Taktklar und zielstrebig fegte sie über den Boden. „Die hat aber eine hohe Knieaktion“, stellte Brooke unwissend fest. „Ist ja auch ein Isländer“, lachte ich und schaute gebannt der Ponystute zu. Ab und zu fiel sie mal in den Tölt, blieb aber taktklar. Auch den Trab zeigte sie elegant, wie ich es ihr nicht zugetraut hatte und ein Raunen ging durch die Tribüne. Mit einem Zeichen signalisierte Maren Schneider der Stute, dass sie stehen bleiben soll. Sie nahm sie wieder an den Strick und ließ sie stehen. Die Richterin kam und sah sich die Schimmeline genau an und dann durften die beiden auch im Sattel ihre Gänge präsentieren und gleich danach auch schon die Halle verlassen. „Kommen in den nächsten Wochen nicht auch eine neue Einstellerin mit ihrem Isländerfohlen?“, fragte ich nachdenklich meine Stiefschwester, die eifrig nickte. „Ja, hat wohl zwei Bekannte Elternteile und wird viel Potenzial erben.“

    2048 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft auf Microsoft Word I Sosox3


    [​IMG]
    Bewegung & Zubehör by me I Pferd by niolee​
     
  10. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Veija (Octavia Blake) mit Raspberry
    [​IMG]

    Steckbrief
    Exterieur
    Name: Raspberry
    Rufname: Berry, Rasputin
    Alter: 6 Jahre, 2010
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,68
    Rasse: Holsteiner
    Fellfarbe: Silver Bay (EeAaZZ)


    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    Charakter:
    Raspberry ist eine brave Stute, die ihrem Reiter gefallen möchte und mit ihm durch dick und dünn geht. Ihr Vertrauen kann man leicht gewinnen, verliert es jedoch nur sehr schwer, da die Stute viele Fehler verzeiht. Sie ist unerschrocken und neugierig, was die idealen Voraussetzungen sind, um ein erfolgreiches Militarypferd zu werden.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer:
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: Canyon

    Kaufpreis: 250 Joellen
    Zu Verkaufen: nein

    Qualifikationen:
    eingeritten
    eingefahren

    Dressur A
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E
    Western

    Erfolge:
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    3. Platz 287. Militaryturnier, 2. Platz 318. Militaryturnier, 2. Platz 324. Militaryturnier, 1. Platz 325. Militaryturnier, 2. Platz 448. Dressurturnier, Teilnahme an der Fuchsjagd 2017 auf Sandringham Manor, 3. Platz 462. Springturnier, 1. Platz 222. Synchronspringen 1. Auslosung, 2. Platz 345. Militaryturnier, 2. Platz 463. Dressurturnier 1. Auslosung, 1. Platz 469. Springturnier, 1. Platz 471. Springturnier, 1. Platz 228. Synchronspringen, 2. Platz 332. Distanzturnier, 2. Platz 474. Springuturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: Februar 2018
    Beschlag: NBS- Hufeisen (zum Springen)

    Puzzle PNG, Langhaar, Original HG

    Hufschmiedbericht
    Hufschmiedbericht - Hufschmiede Snoopeisen
    NBS Eisen für Raspberry, Slidingeisen für Chapter 24, Aluminiumeisen für Firewalker, Aluminiumeisen für Seattle Slew, Slidingeisen für Face Down und Slidingeisen für GRH's A Gun Colored Lena

    Februar 2018, by Snoopy
    Heute war ein Großauftrag angesagt, eine gute Freundin trainierte für mich meine Pferde und ich kümmerte mich dafür um die Hufe ihrer Pferde. Ich war schon bald auf ihren Hof angekommen und Octavia empfing mich lächelnd, ehe sie mich zu den Pferden brachte.
    Mit Raspberry einer braven Stute fingen wir an, hier mussten erstmal die alten Eisen ab. Also nahm ich mein Werkzeug und fing auf der linken Seite an, dort nietete ich die Nägel auf und entfernte die alten Eisen, erst vorne dann hinten, dann kam die rechte Seite wo der gleiche Ablauf kam und ich die alten Nägel aufnietete und die Eisen vorne und hinten abnahm. Nun stand sie barfuß da und ich machte mit dem Ausschneiden weiter. Ich fing hier auf der linken Seite an, nahm den vorderen Huf zur Hand schnitt das Innenhorn gründlich aus, dann bockte ich den Huf und schnitt das Außenhorn zurecht, das gleiche erfolgte bei dem hinteren Huf. Das Ausschneiden erfolgte auf der rechten Seite genauso dann stand die brave Holsteinerstute still da und ich nahm mir die neuen Eisen zur Hand. Sie bekam NBS Eisen, die extra fürs Springen und mit Schraubstollen waren. Sie waren schon passend gemacht also musste ich sie nur noch befestigen, somit nahm ich mir meine speziellen Nägel und befestigte die Eisen am Huf der Stute, nun ließ ich Octavia eine Runde drehen und nickte ihr zu, alles passte.
    Nun kam einer der schönsten Hengste die ich die letzen Jahre immer gerne gesehen hatte. Chapter 24 und diesmal war ich ganz nah dran. Ich vergötterte diesen Hengst und liebte seine Ausstrahlung die Farbe und vieles mehr. Ich strich dem Rappschecken erstmal gemütlich durch das Fell, ehe ich mit meiner Arbeit anfing. Ich nietete die alten Nägel vorne auf und entfernte das alte Hufeisen mit der Hufzange. Dann ging ich zum hinteren Huf und dasselbe folgte, alte Nägel aufnieten, mit der Zange entfernen und wieder runter mit dem Huf. Jetzt folgte die andere Seite, wo ich den gleichen Ablauf hatte, erst wurden vorne die Nägel aufgenietet und das Eisen entfernt. Dann kam das hintere Eisen dran und schon stand Chapter barfuß da. Nun war das Ausschneiden dran, wo ich erstmal an die hinteren Hufe ran ging. Diese schnitt ich erstmal Außen zurecht raspelte sie glatt und kümmerte mich dann um das Innenhorn. Als die hinteren Beine erledigt waren, kamen die Vorderen, hier schnitt ich auf den Hufbock Beide zurecht und raspelte die Kanten glatt, ehe ich das Innenhorn machte und dann die Eisen holte. Der Hengst bekam vorne Stahleisen ran, welche ich nochmal am Amboss anpasste und dann festnagelte. Dann bekam er hinten seine Slidingeisen ran und schon stand er wieder auf neuen Eisen und auch beim laufen stimmte alles.
    Firewalker ein EVB Hengst war nun dran, auch dieser machte einen freundlichen Eindruck also machte ich mich an die Arbeit und entfernte auch hier seine alte Eisen, wo ich die Nägel aufnietete und alle vier mit einer Zange entfernte. Als er Barfuß da stand, bockte ich sein erstes Huf auf und glättete sowie schnitt das Außenhorn zurecht, kümmerte mich dann um den inneren Teil des Hufes und machte dann mit den zweiten Vorderhuf weiter. Dort bockte ich es auch erstmal auf, schnitt überstehende Kanten weg, glättete sie und schnitt das Innenhorn noch sauber aus. Dann kamen die hinteren Hufe dran, auch hier bockte ich seine Hufe auf und schnitt das Überstehende weg. Dann wurde das Innenhorn bearbeitet und ich begab mich zum letzen Huf, dort folgte der gleiche Ablauf, bis alle Hufe fertig waren und die neuen Aluminumeisen ran konnten. Hier befestigte ich erst vorne rechts, dann hinten rechts und zum Schluss kam die linke Seite dran. Octavia drehte nun eine kleine Runde und ich konnte ihr ein in Ordnung sagen.
    Nun kam mir ein schon bekannter Hengst, Seattle Slew, ich hatte mich schon mal bei Cooper um ihn gekümmert, er war ein richtiges Schnuckelchen, vor allem seine Augen. Er hatte noch keine Eisen dran, also musste ich seine Hufe erstmal ausschneiden. Also fing ich links an und nahm den ersten Huf und schnitt es Innen sauber aus, ehe ich ihn auf den Hufbock stellte und mit der Raspel und dem Hufmesser bearbeitete. Der zweite Huf ließ auch nicht lange auf sich warten und stand schon am Hufbock, wo ich das überstehende Horn entfernte und den Rand wieder glättete, dann das Innenhorn in Ordnung brachte und mich auf die rechte Seite begab. Hier folgte der gleiche Ablauf, der dritte Huf war schnell ausgeschnitten und der Vierte brauchte auch nicht lange. Schon war er fertig und ich nahm die Aluminumeisen zur Hand und begann damit sie festzunageln. Als alle dran waren und die Nägel abgeknipst waren, ließ ich Octavia wieder eine Runde drehen. Hier passte auch alles und das vorletzte Pferd kam dran.
    Face Down ein Schimmel war nun dran, sie hatte auch noch keine Eisen und bekam nun welche. Also machte ich mich gleich an die Arbeit und bockte ihren ersten Huf auf, schnitt das Außenhorn zurecht, verbesserte denn Innenstrahl und ging zum hinteren Huf, wo das gleiche erfolgte und ich den Innenstrahl wieder in Ordnung brachte und dann das Außenhorn auf dem Hufbock zurecht schnitt. Dann glättete ich den Rand und der Huf kam wieder auf den Boden, schon kam die nächste Seite dran. Hier hob ich auch den dritten Huf an und schnitt es Außen sowie Innen aus und machte den Letzten. Hier begradigte ich das Außenhorn nur mit der Raspel und schnitt eine kleine Kante weg und glättete einen brüchigen Teil. Als es dann fertig war, nahm ich normale Stahleisen für vorne und bearbeitete sie nochmal am Amboss, ehe ich mit dem befestigen begann. Das erste Hufeisen war fest und das zweite folgte. Schon war sie vorne fertig und ich holte Sliding Eisen aus dem Wagen, welche ich dann an den hinteren Hufen befestigte. Auch hier ließ ich Octavia eine Runde drehen und konnte die Schimmeldame dann auch entlassen.
    Jetzt kam der letze und schwierigste Fall wie mir Octavia gesagt hatte, da die Stute schnell mal bösartig werden könnte. Es ging um GRH's A Gun Colored Lena, sie sollte eim paar Probleme machen, gut sowas war ich gewohnt also redete ich nicht lange um den heißen Brei und hob den ersten Huf an, welchen sie mitmachte, dann schnitt ich den Innenstrahl zurecht, musste einmal kurz meine Kraft unter Beweis stellen da sie ihren Huf wegziehen wollte, doch mit mir machte man sowas nicht. Beim Aufbocken machte sie ein wenig auf stur, doch als ich ihr Bein im Griff hatte kümmerte ich mich um das Außenhorn und schnitt, sowie raspelte es zurecht. Dann kam der zweite Huf, ein Hinterer welcher zum Glück problemlos verlief und sie außer ein kurzen Wegzieh-Versuch nichts machte. Somit waren zwei gemacht und das letzte Vorderbein folgte. Hier wollte sie wieder nicht mitmachen, aber dank meiner Sturheit, hatte ich ihr Außenhorn schnell gemacht und auch das Innenhorn war wieder gut in Schuss. Beim letzten Hinterbein brauchte es drei Versuche, bis ich es oben hatte, da sie versuchte auszuschlagen doch Octavia sie gleich ermahnte. Somit nahm ich ihren Huf fest in Griff und schnitt das Innenhorn aus. Das Außenhor hatte ich gleich darauf auch gemacht und nun kamen die Eisen ran. Da half dann Octavia mit und hielt das Bein mitfest, als ich mit den vorderen Beinen anfing. Nach einen kleinen Kamp hatte sie aber beide Eisen dran und die hinteren waren nun Sache. Hier half Octavia auch mit und das vorletze war schnell dran und das zweite Slidingeisen bekam ich sogar allein rauf. Nach einer kurzen Verschnaufpause von Octavia und mir, drehte sie mit der Stute eine Runde und ich konnte auch sie als erledigt abstempeln.
    Nun räumte ich den ganzen Dreck von Horn weg und verstaute alles in meinen Wagen, ehe ich noch einen Tee bei Octavia trank und dann wieder zu mir auf den Huf fuhr.

    Trainingsbericht (2)
    Dressur E-A
    Mai 2017, by AliciaFarina
    Vor gar nicht all zu langer Zeit war ich erst an diesem Ort gewesen, doch nun war alles anders. Eine Explodierte Gasleitung und alles war aus und vorbei. Meine langjährigen Freunde Verena und Svejn waren mitsamt einigen ihrer Angestellten und Pferden ums Leben gekommen.
    Ich hatte die Nachricht zwar bereits kurz nachdem es geschehen war erhalten, aber den Ort mit eigenen Augen zu sehen, haute mich um. Es dauerte einige Zeit bis ich mich wieder gefasst hatte und ich auf den Weg zu den Geschwistern Blake machen konnte, welche die übrigen Pferde übernommen und einen neuen Hof gegründet hatten. Als ich auf den Hof gefahren kam, erwartete Octavia mich bereits. Sie führte mich über den Hof und erzählte mir was alles in letzter Zeit passiert war. Dann zeigte sie mir die Ställe und die Trainingsmöglichkeiten.
    Am ersten Tag holte ich mir alle Pferde nacheinander und ritt sie um herauszufinden, wo ihre Baustellen waren.
    Alle Pferde waren ihrem Ausbildungsstand entsprechend gearbeitet, aber boten mir schon Dinge der nächst höheren TK an. Daher dürfte es kein Problem sein, das Training erfolgreich abzuschließen.
    Die nächsten Tage ritt ich Morgens Lady Gweny, welche ich zur L Dressur weiter trainieren sollte. Anschließend ritt ich Dakota, welche wie Flashlight und Raspberry zur A Dressur trainiert werden sollten.
    In den nächsten beiden Wochen, behielt ich das bei und alle vier Pferde entwickelten sich prächtig. Bevor ich wieder abreiste gab ich Bellamy und Octavia je 2 Reitstunden. Ich gab ihnen einige Tipps, wie sie ihre Pferde weiter fördern können und korrigierte ihre Fehler.
    Nun war es an der Zeit wieder nach Hause zu fliegen, etwas traurig war ich schon, denn dies würde vorraussichtlich ersteinmal der letzter Auftrag gewesen sein, bei dem ich geritten war. Aber als Besucher oder Trainer würde ich bestimmt erneut kommen dürfen.

    Springen E → A
    März 2018, by Gwen
    Es war noch früh am Samstag, als ich bereits, zusammen mit Matthew, in der großen Halle des Gestütes zu Gange war. Dieses Wochenende stand auf Townsend Acres der zweite Springlehrgang unseres WHT Ausbildungsbetriebs an. Leicht hatten es unsere Gäste mit der Anfahrt nicht gehabt, denn trotz der Tatsache, dass der Lehrgang auf Ende März verlagert worden war, lag in Kanada immer noch Schnee. So beschwerte ich mich auch nicht, als ich Stangen und Hindernisständer trug, immerhin wurde einem so zur Genüge warm.
    Matthew und ich bauten soeben den Parcours für die heutigen Einzelstunden auf. Es war eine recht simpel gestrickte Abfolge, die für jedes Paar machbar war, so dass ich die Pferde und Reiter in Ruhe kennenlernen konnte. Außerdem ließen wir auch einen Zirkel frei, beziehungsweise bauten wir auf diesem nur Trabstangen und Cavaletti auf.
    Fünf Teilnehmer hatte ich dieses Mal im Lehrgang. Gegen zehn Uhr würde das erste Paar die Halle betreten und danach ging es im Stundentakt so weiter. Aufgrund der Entfernungen waren einige Teilnehmer bereits gestern angereist, um ihren Pferden eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. So konnte heute alles entspannt von Statten gehen.

    Eine Viertelstunde bevor unsere Einheit begann, kam die junge Grace Perkins mit ihren Haflingerhengst Andvari in die Halle, um ihn in Ruhe warmzureiten. Andvari war inzwischen fünf Jahre und mir nur allzu gut bekannt, denn er stammte aus meinem Stall. Vor gut einem Jahr hatte ich ihn dann an Graces Mutter verkauft und es war eine Freude, den hübschen Kerl heute hier wiederzutreffen.
    Er hatte sich auch sichtlich gemacht und war seit letztem Jahr nun unter dem Sattel. Hier bei uns wollten Andvari und seine Reiterin mehr Erfahrung im Springen sammeln. An seinem Charakter hatte sich bei dem Haflinger nichts geändert, er war so vorbildlich und motiviert wie eh und je. Außerdem hatte er eine sehr gute Grundausbildung genossen und lief einwandfrei in allen drei Gangarten unter Grace.
    Nachdem beide sich aufgewärmt hatten, nahm ich sie in Empfang und wir besprachen kurz ihre Wünsche und eventuelle Ideen. Dann begann ich die Stunde für die beiden, indem wir im Schritt ein paar Mal auf jeder Hand über Stangen ritten. Das nahm sowohl Pferd als auch Reiter die Aufregung und so lief es dann im Trab auch einwandfrei.
    Locker schwang Andvari im Rücken, während er über die Trabstangen lief. Dabei stets darauf bedacht, auch schön die Beine zu heben. Auch Grace war sehr konzentriert und versuchte, keinerlei Fehler zu machen. Nach ein paar Mal wurden die beiden dann immer lockerer und wir konnten auch Cavaletti mit hinzunehmen.
    Zu Beginn wollte ich die beiden erst einmal in Ruhe auf der Zirkellinie über die Cavaletti galoppieren lassen. Grace sollte darauf achten, das Cavaletti möglichst gut in ihren Zirkel einzubauen ohne dabei den Fluss von Andvaris Galopp zu stören. Das brauchte ein paar Runden, doch dann bekam sie das Gefühl dafür und auch das Gefühl für das Zählen der Galoppsprünge.
    Ich gönnte den beiden eine Verschnaufpause und baute währenddessen eine neue Übung auf. Hierbei ging es darum, fließende Übergänge zu reiten, trotz Stangen. So lagen bei A drei Trabstangen und gegenüber auf Höhe von X ein Cavaletti. Nach den Trabstangen sollte Grace angaloppieren, das Cavaletti überqueren und dann wieder zum Trab durchparieren.
    Die Übung forderte von beiden sehr viel Konzentration, weshalb wir sie auf jeder Hand nur dreimal absolvierten. Zumal waren die beiden wirkliche Vorbildsschüler und es klappte spätestens beim zweiten Mal wirklich einwandfrei. Andvari stand immer schön an den Hilfen und hörte Grace zu, so dass sie keine Probleme in der Kommunikation hatten.
    Abschließend für die heutige Einheit arbeiteten wir an einem Kreuz mit zwei Trabstangen davor. Das sollte Andvari helfen, den Abstand besser einschätzen zu können und auch Takt und Ruhe während des Sprungs in das Pferd zu bringen. Grace verfügte selbst über einen sehr guten Sitz und gab auch immer im richtigen Moment nach, so dass wir daran sehr wenig arbeiten mussten.
    Der erste Versuch war etwas holprig, denn Andvari war doch überrascht, aber ab dem zweiten legte sich das und da die beiden sich schon wirklich gut machten, nahm ich abschließend die Trabstangen weg und ließ die beiden im Galopp das Kreuz überqueren.
    Das auf beiden Händen und stets darauf bedacht, ein möglichst gleichmäßiges und ruhiges Tempo an den Tag zu legen, sowohl im Trab als auch im Galopp. Ein Springpferd musste zu jeder Zeit kontrollierbar sein. Aber bei Andvari und Grace machte ich mir da keine Sorgen. Die beiden waren äußerst motiviert bei der Sache und obwohl sie am Ende ihrer Kräfte zu sein schienen, als die Stunde vorbei war, wirkten sie doch enttäuscht.
    Grace ritt Andvari in Ruhe ab und die nächste Teilnehmerin hatte sich auch schon bereits in die Halle begeben, um ihr Pferd warmzureiten und stand somit direkt wieder bereit. Sarah Meyer war mit ihrer fünfjährigen Hannoveranerstute Riverdale angereist. Die beiden bildeten auch ein sehr interessantes Team, denn Riverdale war aufgrund ihres Alters noch ein Frischling in Bezug aufs Springen, während Sarah sehr erfahren war und für ihr Leben gerne sprang. Jedoch schien Riverdale eine sehr brave und fleißige Stute zu sein, so dass wir wohl eher weniger Probleme haben würden.
    Auch mit den beiden begann ich bei Trabstangen und Cavaletti, um zu schauen, wie es um Riverdales Takt und Balance stand. Tatsächlich war sie da auch schon sehr fit und so nahmen wir die Übung hinzu, bei der das Cavaletti in den Galopp mit eingebaut werden sollte.
    Bei Sarah und Riverdale merkte man sofort, dass Sarah bereits eine eingefleischte Springerin war und genau wusste, wann sie Riverdale Impulse geben musste, um sie so zu beeinflussen, dass die Stute im Takt blieb, das Tempo hielt und das Cavaletti beachtete.
    Da Riverdale ihrer Reiterin auch gefallen wollte, war sie sehr aufmerksam und versuchte immer ihr Bestes zu geben. Deshalb achtete ich auch darauf, der Stute immer genügend Pausen zu geben, denn Riverdale neigte sicherlich dazu, sich zu überarbeiten.
    Da die Übungen bei beiden super klappten, gingen wir zum Kreuz über. Aufgrund von Sarahs Sicherheit ließen wir die Stangen davor direkt weg und nahmen das Kreuz aus dem Galopp. Riverdale war zu Beginn unsicher, besonders beim Absprung, doch Sarahs Ruhe und Souveränität gaben der Stute Sicherheit und so sprang sie.
    Nachdem der Sprung gut klappte, nahmen wir auch noch einen weiteren dazu und auch das lief wirklich gut. Ich wagte es dann sogar, die beiden einen kleinen und einfachen Parcours springen zu lassen. Die Höhe war mehr auf Cavalettis ausgelegt und die Wege zwischen den Hindernissen waren auch immer lang und gerade, so dass Riverdale sich voll auf das Springen konzentrieren konnte.
    Das machten die beiden auch wirklich wunderbar, so dass wir die Einheit danach beendeten. Riverdale war den Parcours souverän gesprungen, danach aber auch sichtlich fertig.
    Hier und da hatte ich Sarah Tipps geben können, um der jungen Stute die Hilfen besser zu erklären, aber generell waren sie wirklich ein gutes Team. Ich freute mich schon auf die morgige Stunde mit den beiden.
    Bei dem dritten Paar wurde es bunt, denn nun betraten Ylvie Seidel und Fylgia die Halle. Bei der Stute handelte es sich um einen zwölfjährigen Lewitzer, der sich in schicker schwarzgescheckter Jacke zeigte. Fylgia war ein vorbildliches Pferd: Arbeitswillig und umgänglich, ebenso wie stets unerschrocken.
    Aber sowohl sie, als auch Ylvie, hatten eher weniger Erfahrung im Springen. Besonders Sorge machten Ylvie wohl höhere Sprünge, wo sie dann doch Muffensausen bekam und Fylgia daraufhin gerne verweigerte, weil sie natürlich die Ängste ihrer Reiterin mitbekam.
    So begannen wir heute bei den beiden auch erst einmal mit Trabstangen und Cavaletti. Dabei ging es auch viel um den leichten Sitz. Manchmal verlagerte Ylvie ihren Schwerpunkt zu weit nach vorne und so übten wir es vorerst in Ruhe auf dem Zirkel im Galopp.
    Als das dann saß und auch Trabstangen und Cavaletti kein Problem für Pferd und Reiter waren, nahmen wir das Kreuz mit den Trabstangen davor hinzu. Bei der Höhe war sich Ylvie sicher und motivierte Fylgia auch zielstrebig zum Sprung. Das funktionierte auch einwandfrei, auch wenn die beiden sich erst etwas finden mussten, aber das war vollkommen in Ordnung.
    Spätestens nach dem dritten Mal nahmen sie den Sprung wirklich im Fluss und ohne Probleme. Also nahm ich die Trabstangen weg und ließ Ylvie direkt im Galopp anreiten. Wir achteten besonders auf ein ruhiges Tempo, denn Fylgia neigte dazu, doch stark vor dem Sprung anzuziehen. Gerade bei der Höhe aber war das nicht von Nöten und im Parcours war ein gleichmäßiges Tempo auch immer ratsamer.
    „Nehme sie etwas zurück, setze dich tiefer rein und dann gib nach“, rief ich und der Sprung ging wirklich gut. Ylvie hatte ein gutes Gefühl für ihre Stute und man merkte, dass die beiden doch schon ein recht gut eingespieltes Team waren. So merkte Ylvie schon früh, wenn Fylgia doch mal überlegte zu zögern oder schneller zu werden und konnte so direkt einwirken.
    Am Ende der heutigen Einheit sprangen wir dann einen leichten Parcours mit sechs Hindernissen. Das erste Mal hatten beide ein paar Koordinationsschwierigkeiten, aber nachdem sie den Parcours dann kannten, ging der zweite Durchlauf fließend von der Hand. Mit dem schönen Ergebnis entließ ich die beiden auch erst einmal.
    Soeben galoppierte Katharina Karenin ihren Hannoveranerhengst Ironic warm. Der Hübsche war sieben Jahre und die beiden kamen aus England von einem renommierten Zucht- und Sportgestüt. Die beiden wünschten sich eine klare Fokussierung auf den Sitz der Reiterin und die Manier des Pferdes.
    Beide waren schon mehr als erfahren, so dass ich den Parcours leicht umbaute und auf L-Niveau erhöhte. Das sprangen die beiden schon sehr sicher, hatten auch schon zur Genüge Turniererfahrung, aber es fehlte eben manchmal doch noch am Stil.
    Aus diesem Grund bat ich Katharina, den Parcours nach kurzer Absprache einfach mal zu springen, so dass ich schauen konnte, wo eventuelle Probleme lagen. Jede Stange blieb oben, die meisten Distanzen passten auch, nur bei der engen Wendung kamen die beiden kurz ins Schlingern, doch Ironic rettete die Situation mit einem etwas ausgreifenderen Sprung.
    Was jedoch auffiel: Die beiden wurden von Sprung zu Sprung schneller und unkoordinierter. Begann der Parcours mit einem ruhigen und gleichmäßigen Galopp, wurden die Galoppsprünge von Distanz zu Distanz länger und Ironic immer fixer. Dementsprechende Probleme bekam er dann in den engen Wendungen, die für so einen Galoppsprung natürlich nicht ausgelegt waren.
    Ich erklärte Katharina die Lage und sie nickte zustimmend. Die beiden gingen auch gerne Zeitspringen und es war immer schwer, da das Gleichgewicht zu halten. Besonders, wenn man so ein arbeitswilliges Pferd wie Ironic hatte, der da sehr enthusiastisch an die Sache heranging, wiederum aber auch schnell überfordert war und dann nicht mehr zuhören wollte.
    Also gingen wir zurück auf den Zirkel, wo noch die Trabstangen und Cavaletti lagen. Mit den beiden machte ich die Trab-Galopp-Übung und man sah dass Ironic für das Cavaletti gut Schwung nahm und danach erst einmal gezügelt werden musste, damit man überhaupt kurz vor den Trabstangen zum Trab kam.
    Er war mit seinen 169 cm Stockmaß und der Muskelmasse auch kein schmales oder kleines Pferd. Dementsprechend hatte Katharina auch zu tun, den Riesen schön versammelt und rund zu bekommen, damit ihre Hilfen auch immer da ankamen, wo sie sollten.
    Also gingen wir den Zirkel und alle Stangen erstmal im Trab. Dabei gab ich Katharina stattdessen die Aufgabe, nach dem Cavaletti Ironic nach außen zu stellen und vor den Trabstangen wieder gewohnt nach innen. Das Gleiche auch nach den Trabstangen.
    Was Konzentration und Aufmerksamkeit betraf, war diese Aufgabe der anderen sehr ähnlich, doch für Pferd und Reiter viel machbarer. Nachdem das funktionierte, erklärte ich der Reiterin die nächste Übung: Im Trab über die Trabstangen, dann angaloppieren, das Cavaletti nehmen und über dem Cavaletti aber den Galopp wechseln und aus dem Zirkel wechseln und zum Trab durchparieren, lange Seite lang und wieder über die Trabstangen.
    So hatte Katharina gegebenenfalls mehr Spielraum, um Ironic zu parieren und zur Ruhe zu bringen. Außerdem fühlte er sich dadurch nicht so gestresst und reagierte nicht abweisend auf die Übung. Auf diesem Weg klappte es auch immer besser und am Ende dieser Stunde konnte Katharina dann auch problemlos die eigentliche Übung reiten. Inzwischen fuhr Ironics Puls bei der Sicht von Stangen nicht mehr hoch und er ließ sich sofort auf Wunsch der Reiterin vom Trab in den Galopp oder andersherum wechseln.
    Abschließend gab ich Katharina im Stand noch einige Tipps zu ihrem Sitz. Zum Beispiel war eine leicht nach oben wirkende Zügelhilfe zum Regulieren sinnvoller als eine nach hinten wirkende. Im Stand reagierte Ironic auch sofort mit einem Nachgeben im Genick und leichtem Kauen.
    Auch konnte sie ihn gut versammeln, indem sie kurz die Knie und Oberschenkel schloss, um ihr Becken festzustellen und so den fließenden Rhythmus von Ironic unterbrach und ihn innerhalb der Gangart mehr zusammen bekam.
    Das übten wir auch zuletzt noch auf einem freien Zirkel, ehe ich auch das Paar in seinen verdienten Feierabend schickte. Morgen würden wir uns dann der Umsetzung des Gelernten im Parcours widmen. Der heutige Tag neigte sich auch allmählich dem Ende und so stand bereits die letzte Teilnehmerin vor mir.
    Es war ein bekanntes Gesicht, denn Octavia Blake (und ab und an auch ihr Bruder Bellamy) war ein gerngesehener Gast auf Townsend Acres. Heute war sie mit ihrer achtjährigen Holsteinerstute Raspberry zugegen. Octavia hatte sich auf ihrem eigenen Hof auf die Zucht von guten Sport- und insbesondere Militarypferden fokussiert und Raspberry gehörte zu den Kandidaten.
    Allerdings fühlte Octavia sich immer noch vollkommen am Anfang mit ihrem Wissen und wollte unseren Lehrgang zu gerne dafür nutzen, um neues Input für sich und auch für die Stute zu bekommen. Dafür war Raspberry das ideale Lehrpferd, denn sie war brav, unerschrocken und verzieh viele Fehler, so dass sie nicht unleidlich wurde.
    Ich hatte den Parcours bereits wieder auf ein solides E-Niveau umgebaut und bat Octavia, die sieben Sprünge einfach mal locker zu nehmen. Ich wollte sehen, wo die Stärken und wo die Schwächen der beiden lagen.
    Generell zeigten sie einen guten Durchlauf. Eine Stange war gefallen aufgrund einer falschen Distanz und ab und an zögerte Raspberry vor den Sprüngen, da auch Octavia sich nie so sicher zu sein schien. Wir machten zu Beginn also einige Sitzübungen, um Octavia im Becken zu lockern, denn trotz des leichten Sitzes im Parcours, musste sie mit dem Pferd mitschwingen können und durfte sich nicht versteifen.
    Außerdem nahmen wir die Trabstangen und Cavaletti hinzu und übten über diesen, den leichten Sitz, aber auch das kurze und tiefe Einsitzen vor dem Sprung, um Raspberry notfalls die richtige Motivation für den Sprung zu geben.
    Octavia machte auch noch sehr viel mit ihren Händen, weshalb wir auch daran noch arbeiteten. Da das aber letztendlich auch im Parcours klappen musste, nahmen wir zum Üben schon bald eine Kombination aus zwei einfachen Kreuzen mit hinzu.
    Dort übten wir auch direkt den richtigen Abstand. „Es ist wichtig, dass du immer ein ruhiges und gleichmäßiges Tempo hast. Im Parcours kannst du nicht vor jedem Sprung überlegen, wie viele Galoppsprünge du jetzt in diesem Tempo brauchst, sondern da ist es gut, wenn man durchweg ein einheitliches beibehält.“
    Das erarbeiteten wir mit einem einzelnen Sprung und dem sauberen Galoppieren davor und danach, ohne schneller oder langsamer werden. Die beiden machten auch wunderbar mit und am Ende sah die Manier von Pferd und Reiter wirklich schon gut aus.
    Dementsprechend beendete ich das Training für heute auch. Die Stunde war zum einen rum und zum anderen waren die beiden auch sichtlich müde. „Dann sehen wir uns morgen wieder!“, meinte ich lächelnd und ließ Octavia samt Pferd aus der Halle. Ich würde jetzt direkt noch den Parcours für morgen umbauen, denn da würde es bereits acht Uhr morgens losgehen, da nach den Einzelstunden auch noch Gespräche mit den Teilnehmern anstehen würden.

    Heute wiederholte sich der Ablauf der Paare von gestern, so dass ich mich früh am Morgen mit Grace und ihrem Haflinger in der Halle traf. Die beiden wirkten gut ausgeschlafen und höchst motiviert. Grace hatte Andvari bereits aufgewärmt und war nun mehr als startklar. Fröhlich grinste sie mich an.
    Nachdem wir gestern die Grundlagen erarbeitet hatten, konnten wir nun mit dem eigentlichen Teil weitermachen: Dem Springen. Für die beiden hatte ich bereits einen kleinen Parcours aufgebaut, der pro forma jede standardmäßige Art von Sprung beinhaltete. Wir hatten ein simples Kreuz, einen einfachen In-Out-Sprung, einen Oxer und einen Steil.
    Wenn die beiden sich besonders gut machten, hatte ich auch noch die Möglichkeit, eine einfache Dreier-Kombination zu integrieren. Aber vorerst wollten wir es nicht übertreiben. Wir lockerten Andvari wieder mit Trabstangen und Cavaletti, sowohl im Trab als auch im Galopp und nahmen uns dann zuerst eine Reihe aus drei Hindernissen vor.
    Die beiden zeigten sich sehr souverän und gut vorbereitet. „Habt ihr nachts heimlich trainiert?“, fragte ich lachend und auch Grace musste grinsen. Sie war sehr stolz, dass sich die Mühe, die sie in Andvaris Ausbildung steckte, lohnte. Am Ende der Stunde konnten wir den gesamten Parcours im Fluss nehmen.
    Grace war voll konzentriert bei der Sache und auch Andvari gab sich sichtlich Mühe, hatte aber definitiv seinen Spaß. Am Ende nahmen wir einzeln nochmal die Dreier-Kombination, damit die beiden so etwas auch schon einmal gesprungen waren. Und es klappte direkt zu Beginn wirklich gut.
    Ich bedankte mich bei den beiden für die schöne Stunde und ließ sie aus der Halle. Sarah und Riverdale standen auch schon in den Startlöchern und waren bereit für ihre zweite Stunde. Die beiden waren bereits gestern einen Parcours gesprungen, deshalb wollten wir uns heute mehr auf Höhe und Technik fokussieren.
    Die Höhe ging schon Richtung A-Niveau und forderte Riverdale bereits mehr. Jetzt musste der Absprung wirklich sitzen. Doch mit Sarah im Sattel machte ich mir da kaum Sorgen. Sie hatte ein gutes Augenmaß für die Abstände und half Riverdale im Notfall aus. Es machte also immer wieder Sinn, erfahrene Reiter auf junge Pferde zu setzen.
    Nachdem die beiden sich ausgiebig aufgewärmt hatten, sprangen wir den Parcours zum ersten Mal ganz ruhig und mit einigen Pausen durch, damit ich direkt nach den Sprüngen ein Feedback geben konnte, ob alles gepasst hatte oder wir den lieber noch einmal angehen sollten.
    Sechs Sprünge waren es und nachdem die beiden es einmal geschafft hatten, wurde der nächste Durchlauf im Fluss genommen. Riverdale sprang immer sicherer und schien Gefallen an ihrer Aufgabe gefunden zu haben. Sarah hatte sowieso ihren Spaß am Springen und sah in Riverdale schon ein tolles Springpferd.
    Der Parcours lief ohne Probleme und dementsprechend baute ich ihn noch etwas um, so dass der Fokus nun auf den Handwechseln im Parcours lag. Sarah sah sofort die Schnittstellen und konnte Riverdale meist schon über dem Sprung umstellen, so dass die Stute direkt im richtigen Galopp landete.
    Ein wenig Übung brauchte das, aber letztendlich machten die beiden eine wirklich gute Figur. „Lass sie am besten immer etwas lockerer vorne. Noch hat sie von alleine ein sehr ruhiges Tempo, das wollen wir ja gerne behalten. Wenn man so oft gegenhält, dann kommt sie irgendwann doch eher zum anziehen“, warnte ich Sarah.
    Riverdale mit ihren fünf Jahren hatte noch nicht den Zug, den manch anderes erfahrenes Springpferd im Parcours hatte. Es war aber gut, sich diese Ruhe von Anfang an zu bewahren und den Zügel möglichst locker zu lassen, wenn er nicht von Nöten war. Umso besser wäre Riverdale dann auch in den höheren Klassen zu regulieren.
    Ich bedankte mich auch bei den beiden für die gute Stunde und entließ sie dann in ihren Feierabend. In der Halle wärmte bereits Ylvie ihre Scheckstute auf und ließ mir eine kurze Verschnaufpause für etwas zu trinken und den Umbau des Parcours.
    Gestern waren die beiden bereits einen gesprungen und hatten sich als schönes Team gezeigt. So dass ich heute die Höhe etwas anzog und den Parcours auch anspruchsvoller gestaltete. Durch ihre kompakte Größe war Fylgia auch sehr wendig und hatte wenig Probleme mit engen Kurven und schnellen Handwechseln.
    Die machte die Stute mit Leichtigkeit und Ylvie störte sie auch nicht dabei. Heute kamen wir schon etwas in Richtung A-Höhe und das merkte man Ylvie auch an. Als sie den Parcours sah, schluckte sie etwas. Ich lächelte sie beruhigend an. „Ihr seid bereits gestern so super gesprungen, das wird heute auch gut. Vertrau Fylgia!“
    Wir gingen erst ein paar niedriger Kreuze und wechselten dann zum Parcours. Ylvie war sichtlich aufgeregt und das übertrug sich auf die Stute. Doch kurz vor dem Sprung motivierte ich sie, gab ihr Anweisungen und als sie sich auf mich konzentrierte und versuchte, dass umzusetzen, vergaß sie die Sorge vor der Höhe und trotz Zögern sprang Fylgia.
    Ylvie lächelte begeistert und war glücklich, dass ihre Stute gesprungen war. „Und? Wars schlimm?“, fragte ich lachend und Ylvie schüttelte grinsend den Kopf. Stattdessen hatte sie jetzt Blut geleckt und war vollkommen bei der Sache. Nun konnten wir auch den neuen Parcours angehen. Auch bei den beiden gingen wir erst jedes Hindernis einzeln durch, bevor wir den Parcours wirklich als Parcours sprangen.
    Nachdem Ylvie bereits jedes Hindernis einzeln hatte kennenlernen dürfen, hatte sie auch keine Ängste mehr und so sprangen die beiden wirklich einwandfrei den Parcours. Einmal passte der Abstand nicht und die Stange fiel, aber das waren Kleinigkeiten, die auch mit der Übung dann kamen.
    Sowohl Pferd als auch Reiter mussten erstmal ein Auge für die Abstände entwickeln. Manchmal unterschätzte oder überschätzte man die Längen, besonders, wenn man es vorher von unten abgegangen war und dann auf dem Pferd saß.
    „Das wird noch. Das kommt wirklich nur durch Übung“, beruhigte ich Ylvie lächelnd. Wir gingen für heute noch ein letztes Mal den Parcours und dann waren die beiden fertig und auch sichtlich zufrieden. Ich lobte beide noch einmal und entließ sie dann aus der Halle.
    Heute ging es hintereinanderweg und so hatte ich nun bereits schon Katharina mit Ironic in der Halle und die beiden wärmten sich fleißig auf. Für die beiden musste ich den Parcours höhentechnisch anpassen, wobei ich noch ein Stück unter Ironics eigentlichen Niveau ließ, denn wir wollten uns ja vorerst auf die Technik der beiden fokussieren und da war weder Höhe noch Tempo entscheidend.
    In einem kurzen Gespräch wiederholte ich mit Katharina unser gestriges Training und gab ihr noch einmal die Hinweise, die wir schon besprochen hatten. Auffrischen war immer gut und so wusste sie direkt, was sie heute am besten beachten musste, wenn es mit Ironic ans Springen ging.
    Dass der Parcours nicht so hoch wie möglich war, nahm ihr auch den Druck und so konzentrierte sie sich voll auf Ironic und auf ein ruhiges Grundtempo. Er sollte jederzeit bei ihr bleiben und sobald sie das Gefühl hatte, er tat es nicht, sollte sie auf mein Geheiß eine Volte einbauen, um ihn wieder zu sich zu holen.
    Es war eine wahre Freude den beiden zuzuschauen und manchmal vergaß ich beinahe, überhaupt noch was zu sagen, wenn ich die beiden beobachtete. Katharina wusste ziemlich genau, was sie wann machen musste und brauchte nur ab und an die Impulse und Ideen.
    Ironic war heute auch so frisch wie eh und je, aber auch konzentriert. Er hörte erstaunlich gut auf Katharina und wir beide schoben es auf den beliebten Vorführeffekt. Heute achteten wir auch vermehrt auf die korrekten Handwechsel, die bestenfalls direkt über dem Sprung gelingen sollten.
    Ironic hatte damit auch eher weniger Probleme, genauso wie Katharina. Also fokussierten wir uns zum Abschluss noch auf die engen Wendungen. Ich erinnerte Katharina wieder an unsere gestrigen Übungen zur Versammlung.
    Damit Ironic um die Kurve kam, musste er sich auf seine Hinterhand setzen und ein bisschen versammeln. Kam er ihr zu stark, sollte sie eine Volte einlegen und Ruhe in das Pferd bringen. Am Anfang hatten die beiden auch zu tun, aber nach dem dritten Durchgang wurde Ironic in der Wendung ruhiger und kam viel besser zum Sprung.
    Er merkte es auch selber und wir wiederholten es noch zweimal, ehe wir für heute auch Schluss machen. Nebenher war das ja auch immer arg anstrengend fürs Pferd, dementsprechend lobten wir den jungen Hengst ausgiebig und Katharina bedankte sich für die schöne Stunde.
    Wir würden uns heute Abend noch einmal für das Einzelgespräch sehen. Für Katharina ging es nun erst einmal zur Familie, denn ihren Besuch bei uns kombinierte sie mit einem Besuch bei ihrem Bruder. Ideal, denn so hatte sie eine super Beschäftigung für den Rest des Tages.
    Für mich stand das letzte Paar an: Octavia und Raspberry. Heute begannen wir direkt mit ein paar Sitzübungen für Octavia, um sie im Becken zu lockern und auch den Sitz noch ein wenig aufrechter zu bekommen, besonders im leichten Sitz knickte sie doch schnell mal ein. Das war aber gar nicht schlimm, denn Meister waren noch nie vom Himmel gefallen.
    „Das kommt mit der Übung, das ist einfach so“, beruhigte ich sie. Octavia war noch weit am Anfang und dafür machte sie sich wirklich schon verdammt gut. Es gab auch viel Lob, besonders als wir den Parcours sprangen. Das sah schon ganz anders aus als gestern und Raspberry machte sowieso eine gute Figur.
    Octavia war wesentlich sicherer geworden und fing an, Spaß an der Sache zu haben. Nun war nicht mehr nur Anspannung in ihrem Gesicht zu sehen, sondern sie lächelte auch mal. „Super!“, lobte ich die beiden nach einem einwandfreien Durchlauf und gönnte ihnen eine kurze Pause, während ich den Parcours noch einmal etwas umstellte.
    Diesmal fand sich dort eine Dreier-Kombination, eine etwas knifflige Wendung einige Handwechsel. Wir gingen die Hindernisse erst im Schritt einzeln durch, dann sprangen die beiden jedes einzeln und dann nahmen sie alles als Parcours.
    Durch die Vorbereitung kannten Pferd und Reiter bereits die Sprünge und den Ablauf, so dass der Parcours im Ganzen dann recht sicher war. Wir sprangen ihn zweimal und das zweite Mal verlief dann wirklich schon sehr vorbildlich. Ich lobte die beiden und entließ sie dann in ihren wohlverdienten Feierabend.
    Während Octavia ihre Stute noch abritt, baute ich bereits den Parcours ab und machte mich dann auf den Weg ins Reiterstübchen. Dort standen bei Kaffee und Kuchen nun noch die Abschlussgespräche an. Für jedes Reiterpaar hatte ich einen kleinen Bogen mit Tipps und Übungen für zu Hause vorbereitet.
    Außerdem sollten noch einmal Fragen gestellt und beantwortet werden und gerne durften auch Wünsche und Ideen geäußert werden. Oftmals fiel einem nach dem Lehrgang auch noch viel ein. Zudem konnten sie mich auch jederzeit per Mail kontaktieren, wenn sich doch noch später Fragen ergaben.
    Und dann würde es letztendlich für alle Teilnehmer wieder auf die Heimreise angehen. Ich wünschte ihnen sehr, dass bald der Frühling einkehren möge und sie ihr gewonnenes Wissen dann vielleicht auch in der Turniersaison umsetzen könnten. Aber somit brachten wir heute den zweiten Springlehrgang erfolgreich hinter uns.​


    Die Kür
    Wieder einmal eine neue Stutenschau, aber mit einem neuen Pferd. Heute war Raspberry an der Reihe und ich freute mich schon riesig, wenn sie die Schau bestehen, und als Zuchtstute zugelassen werden würde. Züchten wollte ich nicht mit ihr, aber das war wieder ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
    Auf dem Abreiteplatz schien ich irgendwie doch viel nervöser als Berry, was sich auch den ganzen Tag so durchzog. Als wir aufgerufen wurden ritt ich zu X, um sie dort anzuhalten und die Richter zu grüßen. Da sie schon ausgiebig warm geritten war, ritt ich nicht im Schritt an sondern trabte sie sofort an und wandte am Ende der Halle nach rechts ab. Wir ritten zunächst eine ganze Bahn ganz normal, ehe wir an den langen Seiten Schlangenlinien ritten. Dann wechselten wir die Hand durch eine andere Hufschlagfigur und ritten auch auf dieser zunächst eine ganze Bahn im normalen Trab, dann mit Schlangenlinien. Auf dem Zirkel galoppierte ich sie an und zeigte ihren Galopp auch auf beiden Händen. Zum Schluss folgte dann noch der Schritt auf beiden Seiten, ehe ich wieder an X anhielt, die Richter verabschiedete und dann aus der Halle ritt. So schwer war es dann doch nicht gewesen.
    1189 Zeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, by Veija

    [​IMG]
    HG Samarti, Bewegung Gwen, Zubi Veija & Loulou​
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26 Apr. 2018
    Bracelet gefällt das.
  11. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

    Briar Cliff Stables mit
    Arza
    _
    [​IMG]
    -
    Steckbrief:
    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Exterieur

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Stute
    11.07. 2009
    Rasse: Myzequea
    Stockmaß/Endmaß: 142cm
    Fellfarbe: Fuchs
    Geno: x
    Interieur + Beschreibung

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Gekauft auf dem Bear Brook EC.
    Arza ist sehr lernfreudig und freut sich über Denkaufgaben und Tricktraining. Neben Intelligenz fördernder Aufgaben benötigt Arza auch körperliche Auslastung. Mit ordentlich Drang nach vorne ist sie kein Anfängerpferd. Sie versucht ihren Willen durchzusetzen und der lautet meist: Rennen. Ihre enorme Ausdauer gepaart mit Geschicklichkeit macht sie zu einem idealen Distanz- und Militarypony. Sie ist durch ihre kleine Größe und unauffällige Zeichnung sehr unscheinbar und auf den ersten Blick keine Konkurrenz für Großpferde. Genau das kann man zu ihrem Vorteil ausbauen.
    Die kleine Fuchsstute wurde Western eingeritten, lässt sich aber sicherlich zweigleisig fahren, mit etwas Training. Eingefahren wurde sie nicht, sie kennt aber die Doppellonge.
    Weide: Bonbone, Bali
    Unterbringung: Offenstall

    Einstreu: Spähne
    Futtersorte: Heu, 1/2 Pellets
    Fütterungszeiten: morgens, mittags, abends


    Besitzer: Sosox3 (Rachel Wincox)
    VKR/Ersteller: sadasha
    Qualifizierungen + Erfolge

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****
    Western E A L M S
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***
    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4
    Trabrennen: 800m 1000m 1600m 1760m 1900m 2100m 2300m

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    E-Klasse
    263. Militaryturnier, 1. Platz
    265. Militaryturnier, 3. Platz
    267. Militaryturnier, 1. Platz
    276. Militaryturnier, 2. Platz
    280. Militaryturnier, 1. Platz
    281. Militaryturnier, 2. Platz
    277. Distanzturnier, 3. Platz
    304. Distanzturnier, 3. Platz
    417. Westernturnier, 2. Platz
    324. Distanzturnier, 2. Platz
    328. Distanzturnier, 3. Platz

    340. Distanzturnier, 3. Platz
    332. Distanzturnier, 1. Platz

    A-Klasse
    292. Militaryturnier, 2. Platz
    296. Militaryturnier, 2. Platz
    337. Militaryturnier, 2. Platz
    349. Militaryturnier, 2. Platz

    Inoffiziell
    -
    Zuchtverband
    -
    GHP - Prüfungen
    -
    Gewinnsumme: x
    Ausbildung + Zuchtdaten

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x
    Reitpferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x
    Kutschpferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Einfahren x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen
    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪

    Verladefromm: 3 2 1 ✪
    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen x | Rückwärtsrichten x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten x
    Abstand halten x | Wenden + Handwechsel x | Abruf x
    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Kompliment x | Knien x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Rückwärtsrichten x | Spanischer Schritt x | Spanischer Trab x
    Passage x | Piaffe x | Seitengänge x | Traversalen x | Fliegender Wechsel x | Pirouette x
    Steigen (undefiniert) x | Levade x | Pesade x | Ballotade x | Croupade x
    Kapriole x | Courbette x | Lancade x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass
    Schleife

    HK/SK

    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: x
    Züchter/Herkunft: x
    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 21 Tage): x
    Nachkommen
    0/5
    Gesundheitszustand

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: Oktober 2016
    Chipnummer: x
    zuletzt kontrolliert [✔]
    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) Oktober 2017

    Wurmkur (jedes Jahr) Oktober 2017
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) Oktober 2017
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) Oktober 2018
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) März 2017
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) März 2017


    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:
    Letzter Hufschmiedbesuch: Januar 2017
    Ausgeschnitten/Korrigiert: ✔
    Hufbeschaffenheit: etwas zu hart
    Hufkrankheit/en:
    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund

    -
    Trainingsbericht : 1
    [​IMG]
    (c) Muemmi | 3448 Zeichen | 14.11.2016
    Military | Arza | Stufe E -> A | Trainerin: Luisa Goeke

    So langsam hatte ich ordentlich zu tun. Das Telefon im Sportzentrum ging unentwegt und ich sollte schon wieder aufbrechen, um ein Pferdchen im Military zu trainieren. Als ich das Formular von Rachel Wincox durchsah, blieb ich verwundert stehen und lächelte dann. "Die Rasse hab ich noch nie live gesehen. Das wird interessant." Arza war dann wirklich auch eine ganz niedliche Stute von sieben Jahren, ein hübsches Fuchspony, eine reinrassige Myzequea. Sie ließ sich von mir putzen, satteln und vor Rachel hinüber in die Halle führen. "Sie ist noch nicht lange bei uns, manchmal hat sie Schwierigkeiten mit dem, was man von ihr möchte." "Das ist kein Problem, das kriegen wir schon hin." meinte ich und Rachel nickte. Zuallererst wärmte ich die Stute auf, dehnte sie und ließ mich auf sie ein. Arza hatte wirklich ein paar Schwierigkeiten, allerdings ließen sich die durch eine konsequente, ruhige und erfahrene Reiterhand mühelos beheben. Hauptsächlich war das ihr Drang nach vorne, aber genau den brauchten wir für die Military auch. Relativ schnell fanden wir einen Nenner und sie folgte mir unglaublich brav. "Gut machst du das Süße!" sagte ich, lobte sie und klopfte ihr den Hals. "Ok, ich würde jetzt mir ihr ins Gelände. Du kannst gerne mitkommen, die letzte Runde darfst du nämlich selbst reiten." Ich lachte, ließ Arza über den Hof gehen und galoppierte sie an. Die Kleine schnaubte und nahm die erste Hürde im Gelände mit Bravour. In der Klasse A waren die Hindernisse noch nicht so hoch und sie kam gut zurecht. "Das sieht echt super aus!" rief mir Rachel zu und verfolgte uns mit ihrem Blick über den Parcour. Zwischenzeitlich ließ ich Arza etwas traben, lenkte sie dann hinüber über den Hügel, galoppierte erneut an und sprang noch zwei weitere Runden. Ich hatte unglaublichen Spaß, weil ich die Stute eher bremsen musste und die Hindernisse richtig anpeilen, als dass sie sich scheute. Sie hörte immer besser auf die Hilfen. Dann ließ ich sie Halt machen und schwang mich aus dem Sattel. "Jetzt bist du dran Rachel." Ich sah ihr zu, wie sie sich auf Arzas Rücken schwang. "Wichtig ist, dass du klar weißt, was du willst. Arza ist wirklich ne ganz Tolle, braucht aber Sicherheit und Handling. Beim Military kommt so viel zusammen, da ist das elementar. Ich schau euch zu und werde dich gegebenenfalls korrigieren. Dann sollte das wunderbar klappen!" Rachel nickte, nahm die Zügel auf und trabte Arza an. Die beiden harmonieren ausgesprochen gut zusammen, auch wenn die Stute anfangs merkte, dass jetzt jemand anderes auf ihrem Rücken saß. Sie zögerte trotz ihrer vorherigen Übereifrigkeit, fasste dann aber Vertrauen und ging gut durch den Parcour. "Treiben, du willst mir ihr die Hindernisse zusammen meistern, gib ihr das Gefühl, dass sie das kann und du weißt, wann sie abspringen muss! Gut so, wunderbar! Nimm etwas mehr Zügel auf und bleib dran! Unterstütz sie auch mit der Stimme, das hilft ihr ungemein!" Es machte mir wirklich Spaß, diesem Team zu helfen und ich freute mich später, als ich Rachel meine Trainerbescheinigung überreichte, dass sie mit Arza jetzt in der Klasse A starten dürfte. "Immer weiter trainieren, das, was ich gesehen habe, ist eine super Basis, die ihr wirklich ausbauen könnt." "Danke für deine Hilfe Luisa, ich hab mich sehr gefreut!" "Ich würde mich freuen, bald von den ersten Erfolgen zu hören! " Ich gab Rachel die Hand, verabschiedete mich und machte mich auf den Heimweg zurück zum Sportzentrum.

    Die Kür:
    Rachel Wincox war eine bemerkenswerte Frau. Sie hatte wirklich ein hervorragendes Gefühl für Pferde und auch ihr Wissensstand beeindruckte mich in den letzten Tagen immer wieder während wir zusammen für die Körung der hübschen Myzequeastute Arza trainiert hatten, da, so erfahren Rachel auch war, sie lange Pause gehabt hatte und nun gerne jemanden Erfahrenen an ihrer Seite hatte. So kam es am Körungstag auch. Ich fuhr mit den Beiden zum Veranstaltungsort, half beim Ausladen und Warmmachen. Nebenbei leistete ich seelischen Beistand und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
    Die Prüfung selbst wollte Rachel aber natürlich selbst mit Arza bestreiten. Die erste Aufgabe war das Einführen in die Halle. Dabei handhabte sie alles wie geprobt. Sie führte die hübsche Fuchsstute in einem schönen fleißigen Schritt in die vollgefüllte Halle ein. Anschließend grüßte sie und ging mit Arza auf die rechte Hand; geradeaus. Nach einer Runde ganze Bahn wechselten sie durch die ganze Bahn und zeigten Arzas raumgreifenden Schritt auch auf der anderen Seite. Ich stand aufmerksam in Nähe des Richtertisches und beobachtete, wie diese einige Notizen machten.
    Nachdem der Schritt vorgeführt war machte mein Schützlingsreiterpferdpaar einen Zirkel vor dem Richtertisch, durch den sie dann wechselten. Genau vor den Richtern, bei A, trabte Arza auf kaum sichtbare Signale an. Rachel gab sich höchste Mühe möglichst rasch zu laufen damit ihre Stute auch schön fleißig die Beine werfen konnte, was diese artig tat. Dabei präsentierte sie sich wirklich unfassbar gut. Die Richter schienen meiner Meinung zu sein. Zwei berieten sich angeregt und eine Richterin ließ sich beim Trab auf der anderen Hand ein sanftes Lächeln entlocken.
    Um den Galopp der Stute beurteilen zu können war anschließend noch die Möglichkeit geboten Arza freilaufen zu lassen, wozu es natürlich auch kam. Dabei wurde das hübsche Tier ein wenig mit einer Peitsche motiviert. Allerdings war bei Arza nicht viel davon von nöten. Sobald sie sie erblickte raste sie beinahe los. Allerdings sehr elegant. Erst schmiss sie im Trab ihre Beine. Dann sprang sie gewollt, wenn auch wohl durch das Kreischen eines Babys am Bandenrand, in den Galopp und zeigte hier meiner Meinung nach einiges an Ausdruck und Potential. Das sie diesen auf beiden Händen zeigte war natürlich klar. Allerdings sprang sie einige Male sogar ganz von sich aus taktrein um, was natürlich auch so einiges erahnen ließ.
    Am Ende trat Rachel noch einmal mit ihrer hübschen Stute an und grüßte die Richter, ehe sie unter begeistertem Beifall die Halle verließ. Ich war wirklich sehr stolz auf die Beiden und empfing sie schon am Ausgang der Halle, wo ich ihnen zu ihrer tollen Leistung gratulierte. Meiner Meinung nach sah dies wirklich vielversprechend aus. Das Ergebnis war noch abzuwarten aber schon jetzt war die Körung für Rachel sicher ein großer Erfolg, da sie heute wirklich alles ausgezeichnet gemacht hatte, was ihr hoffentlich einiges an Selbstbewusstsein mitgeben würde.

    by Bracelet, 3000 Zeichen geprüft mit charcount.de

    [​IMG]
     
    Rinnaja gefällt das.
  12. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    [​IMG]
    Sie endet am 28. April 2018 um 16:48 Uhr.
     
    Veija, AliciaFarina und Cascar gefällt das.
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen

Benutzer fanden diese Seite auf der Suche nach:

  1. der schönste westernsattel der welt und seidbul