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[SK 454] Alle Stuten

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Canyon, 14 Sep. 2017.

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Für welche Stute möchtest du stimmen?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 25 Nov. 2017
  1. Golden Comet

    8,7%
  2. scs Bluebell

    17,4%
  3. Mikado

    13,0%
  4. Estrada Dourada

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Senda Oscura

    0 Stimme(n)
    0,0%
  6. Vai Alida

    4,3%
  7. Snow White Cassedy

    13,0%
  8. Cabinet of Caligari

    4,3%
  9. Daitona

    21,7%
  10. Petit Jayaprada

    17,4%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    [SK 454] Alle Stuten
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einer Stute teilnehmen.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.!
    - Bitte überweist 5 Joellen an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 454
    - Der Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt.
    - Der Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mind. 1 Tag vorher angekündigt.
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben, allerdings unter der Voraussetzung, dass es mindestens 5 Teilnahmen gibt.
    - Bitte achtet darauf, die Teilnahmebilder bei abload.de oder ähnlichem hochzuladen, damit sie auch später im Gewinnerthema angezeigt werden.
    - Ich werde erst einmal nur ein Thema eröffnen, sollte es jedoch wieder mehr Teilnahmen geben, wird auch ein zweites eröffnet.

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil[
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte je Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes

    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
  2. ceres

    ceres Aktives Mitglied

    Skye de Haan mit
    Golden Comet
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    Steckbrief
    Golden Comet
    *2009 | ♀
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    Flaxen Chestnut | 163cm
    American Saddlebred

    Comet ist eine äußerst bewegungsfreudige Stute, die gerne mal losrennt und dabei teilweise nicht mehr zu kontrollieren ist. Des weiteren reagiert sie sehr sensibel auf Veränderungen, sei es das Futter, der Reiter, die Pferde in ihrer Umgebung oder der Stall. Im Gesamtpaket ist sie dennoch eine freundliche und aufgeschlossene Stute die ihren 'festen' Menschen über alles liebt. Sie ist kein Anfänger oder Kinderpferd, da sie unterm Sattel wie bereits erwähnt auch gerne durchgeht und eine starke, konsequente Hand braucht.
    Comet stammt komischer Weise aus England, was für ein Saddlebred eher ungewöhnlich ist. Sie wurde über das BearBrook EC verkauft und gelangte so zu uns.


    ________________________________________________________________________
    Qualifikationen


    Eingeritten ☑ |
    Eingefahren ☑ |

    Western S | S
    Distanz E | S*
    Fahren L | M
    Gang S | S***

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    Erfolge


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    100. GT | 390. WT | 117. GT | 392. WT | 374. GR | 192. SS | 396. WT | 126. GT


    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    327. FT | 199. SS | 203. SS | 443. SS
    | 138. GT | 343. FT | 409. WT | 1: 444. ST
    [​IMG]& weitere Schleifen
    2: 444. ST | 344. FT | 312. DT | 211. SS | 334. MT | 447. DT | 212. SS | 448. ST


    146. GT | 400. GR | 350. FT | 148. GT | 149. GT | 351. FT | 151. GT


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    Abstammung


    Von:

    Von: | Aus der:

    Aus der:

    Von: | Aus der:

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    Zucht

    Schleife

    [Thema]

    Zur Zucht zugelassen | ☒

    Gencode:
    Eingetragene Zucht:

    Nachkommen-


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    Gesundheit

    Tierarzt

    Letzter Besuch:
    urchgeführt von:
    Ergebnis:

    Hufschmied

    Letzter Besuch: 19. September 2017
    Durchgeführt von: Big Bear Farrier
    Ergebnis: weiterhin bahrhuf, jedoch mit großer Vorsicht

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    Hufschmiedbericht
    Wenn der Herbst anbricht, bleibe ich jedes Jahr einige Wochen Zuhause. Mein kleiner LKW verschwindet dann meist unter der Last der bunten Blätter auf dem Parkplatz der Big Bear Ranch und auch ich bewege nur noch selten einen Fuß vom Gelände. Die ersten Wochen im Herbst nehme ich mir jedoch nicht frei, sondern nutze diese Zeit für die intensive Pflege der Pferde vom Gestüt. Hin und wieder kommen auch von außerhalb Kunden, die sich nur wegen meiner Faulheit die Mühe des Weges machen. Für mich ist der Herbst die Zeit der inneren Ruhe und der Punkt, an dem der Kreislauf des Lebens in eine neue Runde geht.
    Heute braucht mich Skye. Seit einigen Wochen hat das junge Mädchen eine Reitbeteiligung auf der ausdrucksstarken Stute Golden Comet und ich folgte der Arbeit der Beiden mit vagem Interesse. Comet lief bahrhuf und trotz meiner Bedenken hatte sich Skye weiterhin dafür eingesetzt, dass das auch so bleiben sollte. Ich hatte schlussendlich nur die Schultern gezuckt und mich damit zufrieden gegeben. Skye war gebildet genug, um zu sehne, wann es nicht mehr funktionierte und dann würde ich da sein.
    Es war früher Morgen, der Nebel lag auf den Wiesen der Ranch und verschleierte mir die Sicht. Skye hatte Golden Comet bereits vor dem Stall angebunden, eine Decke lag auf dem zarten Körper des Fuchses. Comet genoss das frische Heu aus dem Sack vor ihrer Nase.
    "Na dann, ab an die Arbeit", sage ich, nachdem ich Skye begrüßt hatte. "Bitte einmal vorführen, junge Dame." Ich ernte von Skye einen missbilligenden Blick, sie sagt jedoch nichts. Liebevoll zieht sie Comet die Decke vom Rücken, bindet sie los und zeigt mir einmal die kraftvollen Gängen der Stute. Ich muss zugeben, dass sie auch ohne Hufe auf dem harten Beton einen guten Eindruck macht und ich zweifle Skyes Entscheidung nicht mehr zur Gänze an. Nach dem Vorführen begrüße ich Comet kurz und beginne dann mit dem ersten Huf. Skye währenddessen streichelt beruhigend den Hals der Stute und redet liebevoll auf sie ein.
    "Hast du was von Miss Wilson gehört?" Frage ich das Mädchen nachdem ich das alte Horn mit dem Hufmesser entfernt hatte und nun den Rand abknipste.
    Sie schüttelt nur den Kopf. "Seit zwei Wochen nun schon nicht mehr."Ich grunze nur kurz zur Antwort und wende mich dann dem zweiten Huf zu. Ich hatte länger gebraucht, um mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass Anne Wilson die sehr talentierte Stute an ein so junges Mädchen vergeben hatte, aber nachdem ich Skye besser kennengelernt hatte, habe auch ich mich mit ihrer Entscheidung zufrieden gegeben.
    Zum Schluss raspelte ich Kanten der Hufe rund und richte mich dann stöhnend auf. "Das wars erstmal", sage ich, schiebe meine Brille wieder ein Stück auf dem Nasenrücken nach oben und wische mir die staubigen Hände an der Hose ab. "Achte bitte wirklich darauf, dass du die Hufe nicht all zu sehr belastest. Sie ist das zwar gewöhnt, aber trotzdem sind ihre Hufe nicht die perfekte Grundlage."
    Skye nickt genervt und führt ihre Stute zurück in den Stall. Ich folge ihr in kurzem Abstand und beobachte sie nachdenklich dabei, wie sie die Boxentür öffnet und kurz darauf wieder schließt. Ich wende meinen Blick ab, als sie zu mir blickt und greife zu einem Besen."Lass." Plötzlich steht sie neben mir und nimmt mir den Besen aus der Hand. "Ich mache das." Ich nicke nur und lasse den Besen los.
    "Danke", sage ich, doch sie winkt nur ab."Ich muss danke sagen." Sagt sie nur und wendet sich von mir ab. Ich kann den Blick noch nicht von ihr abwenden und kurz bevor sie den Stall verlässt rufe ich ihr nach.
    "Du fährst am Wochenende auf eine Stutkrönung?"
    Sie bleibt stehen und dreht sich überrascht um. Dann nickt sie. "Ja, nach Quebec."
    Ich weiß nicht was ich sagen soll und zeige ihr nur den hochgestreckten Daumen. Meine Gedanken hängen jedoch noch im Geschehen fest.
    3.803 Zeichen | ceres

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    Am Samstagmorgen befreie ich meinen kleinen Transporter von der Schicht der bunten Blätter. Mein Navi ist bereits eingerichtet und zeigt mir die Route. 48 Minuten bis nach Quebec, ich hoffe, dass es dabei bleibt. Ich habe Skye nicht eingeweiht, dass ich zuschauen werde. Nur bei Anne habe ich mich gemeldet und sie um die wichtigen Daten gebeten. Sie wird auch kommen.

    Knapp eine Stunde später parke ich meinen Transporter auf dem Parkplatz eines großen Gestüts. Ich muss bereits einmal hier gewesen sein, beruflich natürlich, denn der Stall strahlt etwas Bekanntes aus. An mehr erinnere ich mich nicht, zu viele Gestüte habe ich bereits gesehen.
    Ich finde einen der letzten Plätze auf der Tribüne. In der Hand halte ich das Programm für den heutigen Tag. Skye und Golden Comet werden die ersten sein, ich habe Mitleid mit ihnen.
    Pünktlich knackt der Lautsprecher und kündet den ersten Reiter an: "Als erste Starterin Golden Comet, geritten von Skye de Haan." Es folgt ein kurzer Applaus, den ich eifrig unterstütze, als Skye die Halle betritt. Comet sieht gut aus. Ihre Mähne liegt gekämmt auf einer Seite und ihr Schweif ist etwas eingeflochten. Ich sehe Skye die Aufregung unter ihrem Hut deutlich an, auch wenn ich mir bei ihren Fähigkeiten keine Sorgen mache, dass sie es nicht schaffen könnte.
    Skye hat wunderschöne Gänge und das zeigt sie von Anfang an. Sofort nach der Begrüßung fällt sie in einen ausdrucksstarken Trab mit erhobenem Schweif und gespitzten Ohren. Skye wirkt noch etwas verloren auf der Stute und aus der Ferne sehe ich, wie ihre Hände verkrampft die Zügel umfassen. "Locker werden, Skye, locker werden", murmle ich und ernte verwirrte Blicke meiner Sitznachbarn.
    Nach jedoch einem ersten Zirkel auf der linken Hand und einem darauffolgenden erstem Galopp, entspannt sich auch Skyes Haltung merklich und ich atme erleichtert aus. Mit einem einfachen Galoppwechsel springt Comet in der Mitte der Halle auf die andere Hand um und Skye pariert an der kurzen Seite zum Schritt durch. Auch im Schritt bewahrt Comet ihre Haltung unf zeigt mit gewölbten Hals ihre komplette Schönheit. Der Trab auf der rechten Hand sieht wackliger aus, ich erkenne jedoch nicht, ob Skye oder Comet die Probleme hat. Beide retuschieren ihr Problem jedoch in einer Schlangenlinie mit vier Bögen und parieren nach dieser wieder zum Schritt. Auf den letzten Metern zeigen sie noch einige Pferdelängen einen Seitwärtsgang und biegen dann auf die Mittellinie ab. Bei X bleiben sie stehen, Skye verabschiedet sich und zusammen verlassen sie am langen Zügel die Halle. Der Applaus schwillt auf und ich klatsche wohl am Lautesten.
    2.621 Zeichen, geprüft auf Lettercount.com | ceres

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22 Nov. 2017
  3. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta
    scs Bluebell
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    Steckbrief
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    Mutter: Bon Voyage

    Aus der: Bon Appetit

    Vom: Spaghetti
    Aus der: Carbonara

    Vom: Voyager

    Vom: Vogue
    Aus der: Jolie

    Vater: Viktor

    Aus der: St. Pr. Soraya

    Vom: Zytros B OX
    Aus der: Sonny B

    Vom: Visconti

    Vom: Vita Nova's Hanassie
    Aus der: Flora's Hof Amanda


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    Rufname: Blue
    Geburtstag: 21.12.
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: wird ca. 1.48 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Red Roan Tobiano
    (ee,Ae,Rnrn,Toto)
    Abzeichen: Blesse
    Gesundheit: Sehr gut


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    verschmust, leistungsfreudig, fleissig, manchmal etwas stur, schnell gelangweilt


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    Bluebell ist eine hübsche DRP-Stute mit seltener Farbe. Sie hat gute Eltern und dürfte ein erfolgreiches Springpony werden, da sie sehr fleissig ist und Freude am Springen zeigt. Ab und zu entstehen allerdings Meinungsverschiedenheiten zwischen ihr und ihrem Reiter, sodass sie auch mal verweigert. Alles in allem ist sie jedoch lieb und umgänglich und mag aufregende Turniersituationen.

    Bluebell stammt aus dem einst berühmten 'Secret Creek Stud' aus Deutschland.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Delilah
    VKR: Delilah
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -


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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: L

    Eignung: Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    SW 468
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    Blue's Spind

    TA Bericht

    Calypso
    Tierarztbericht
    Coulee, Cabinet of Caligari, Sika, Bluebell und Silhouette of a Rose

    Heute war ich zu Besuch bei Occulta auf dem Pineforest Stable. Ich hatte schon viel davon gehört und staunte nicht schlecht als ich auf der riesigen Anlage ankam. Es hieß das ich bis zum Hauptstall vor fahren konnte, dort warteten nämlich zwei Englische Vollblut Stuten auf mich. Occulta hatte mich bereits entdeckt und begrüßte mich freudestrahlend. Sie fragte nach dem Hengstfohlen das ich ihr abgekauft hatte, wie es ihm ginge usw. Wir plauderten ein wenig bevor sie mich zu der ersten Stute führte, Coulee. Sie wurde in der Stallgasse angebunden und ich machte mich erstmal mit ihr bekannt. Man merkte sofort das sie eher scheu war und Abstand zu mir suchte. Ich konnte mit solchen Pferden ganz gut umgehen, ich selbst bin auch eher gelassen und geduldig und diese Ruhe strahlte ich auf die Tiere natürlich aus. Auch redete ich ihnen immer gut zu. „Na Süße, darf ich dich mal genauer anschauen? - Ja so ist es brav.“ ich tastete sie ab und hob die Beine an um sie mir genauer anzuschauen. Dann hörte ich mit dem Stethoskop die Herz- und Lungenfunktionen ab. Die Stute war in einem sehr guten Allgemeinzustand und so wollte ich sie gar nicht lange unnötig stressen und begann mit den Impfungen. Auch dies führte ich mit viel Ruhe und gutem zusprechen durch. Danach waren wir schon fertig und Occulta lobte ihr Stütchen zufrieden. „Jetzt haben wir noch eine eher schreckhafte Kandidatin.“ meinte Occulta schmunzelnd und zeigte mir Cabinet of Caligari. Auch ein Englisches Vollblut. „An der Flanke habe ich vorhin eine kleine Bisswunde entdeckt.“ Occulta zeigte sie mir „Sieht nicht weiter schlimm aus. Schmierst eine Wund- und Heilsalbe oder Jodsalbe drauf. Soll ich dir was mitgeben?“ „Nein ich glaube da habe ich noch was da.“ ich nickte und schaute mir die Stute genauer an durch abtasten. Dies dauerte hier ein wenig länger, da Cabinet of Caligari sich oft meiner Berührungen entzog. Danach wurde auch sie abgehört und ich schaute in ihren Impfpass. Ihre Impfungen waren noch recht aktuell, also musste ich hier nichts weiter machen. Wir verließen den Hauptstall und gingen in den Nebenstall wo Deutsche Reitponys auf mich warteten. „Bei Sika glauben wir das sie auf einem Bein lahmt. Wenn du nochmal darauf schauen könntest....“ Occulta zog der Stute das Halfter über und führte sie aus der Box. „Führe sie mir mal draußen im Trab vor.“ Die beiden traten auf den Hof und Occulta schnalzte zweimal um Sika in den Trab zu bewegen. Jetzt im Trab konnte man es deutlicher erkennen, hinten links trat sie kürzer. „Das reicht schon.“ meinte ich und sah mir das linke Hinterbein genauer an um die Stute auf Schmerzreaktionen zu testen „Ich glaube nicht das es was ernsteres ist. Vielleicht eine Überbelastung oder ihr lasst den Hufschmied auch nochmal drüber schauen ob man was am Beschlag ändern kann. Aber das was ich sehe dürfte bald vorüber gehen. Schont sie einfach noch ein bisschen, ihr kennt euch ja aus.“ erklärte ich und tätschelte Sika sachte am Hals. Ich fuhr dann mit der eigentlichen Untersuchung fort. Tastete und hörte sie ab und verabreichte ihr alle nötigen Impfungen. „So ein braves Pony“ lobte ich sie und steckte ihr ein Hagebutten Leckerli zu, die ich immer dabei hatte. Nun kamen wir zu meiner vorletzten Patientin. Bluebell, eine Red Roan Scheckstute. „Also ich muss jetzt wirklich mal betonen was du für schöne Pferde hier hast. Vor allem so viele verschiedene Fellvariationen, wahnsinn.“ ich kam direkt ins schwärmen. Bluebell war sehr verschmust und drückte mir gleich ihren Kopf entgegen und wollte gestreichelt werden. Dieser Aufforderung ging ich natürlich nach und machte mich mit ihr bekannt. Nach dem abtasten nahm ich das Stethoskop zur Hand und hörte Herz und Lunge ab. Bluebell war sehr interessiert daran was ich da machte und stupste mich immer mal wieder an, was ich mit einem Lächeln sachte abwehrte. Auch sie war in einem guten Allgemeinzustand und ich konnte keinerlei Auffälligkeiten feststellen. Auch sie musste geimpft werden und nach einem kleinen Pieks, was die Stute gelassen wegsteckte, waren wir auch hier fertig. Zu guter Letzt kamen wir zu einer Weide wo es nur vor lauter kleinen Zwergen wimmelte. Mein Herz machte einen Satz und ich konnte es mir nicht verkneifen „Nein wie süß, meine Patienten werden hier ja immer kleiner.“ scherzte ich und auch Occulta musste lachen. „Wer von der Rasselbande ist denn mein Schützling?“ Occulta zeigte auf ein Apfelschimmelchen namens Silhouette of a Rose. Sie war nicht einmal 1 Meter hoch und ich konnte mich innerlich gar nicht mehr einkriegen, so süß war sie. Die Untersuchung konnte ich auch hier auf der Weide machen, deshalb blieben wir gleich hier. Occulta nahm die Stute nur ans Halfter um sie halten zu können. Ich musste auf die Knie gehen um das Pony richtig abtasten zu können. Mein Gott die kleinen Hufe waren einfach zu niedlich. Als ich sie abhörte zuckte sie etwas, wahrscheinlich war sie dort kitzelig. Das Impfen gestaltete sich etwas schwierig, nicht das sie Angst gehabt hätte, aber sie fand die Spritzen ja so interessant und war einfach extrem neugierig, sodass ich aufpassen musste das sie sie mir nicht aus der Hand schnappte. So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt, aber ich fand es lustig. Occulta entließ das Stütchen dann wieder und wir besprachen noch einige Dinge. Ich gab ihr für die 5 Pferde Wurmkuren mit, die konnte sie ihnen selbst verabreichen, und wünschte ihr viel Glück bei den bevorstehenden Körungen.
    1 Mai 2017

    HS Bericht
    Snoopy
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    4x Hufkontrolle, Raspeln, Korrigieren & Ausschneiden | PFS' Ljúfa, scs Bluebell, Silhouette of Rose, Sika


    Heute stand ein Besuch bei Occulta an, also hatte ich mich früh auf den weg gemacht um in ihren Stall zu kommen. Als ich ankam, hatte Occu schon die vier Stuten heraus gestellt, sie grüßte mich freundlich und ich kam mit meinen Werkzeug gleich zu ihr, heute brauchte ich nicht so viel, da es nur ums Ausschneiden ging.
    Also zögerte ich nicht lange und begann mit meiner Arbeit, ich nahm mir als erstes die Isländerstute vor, Sie schien recht pflegeleicht zu sein, da sie wirklich lieb und verschmust war. Also wuschelte ich ihr kurz über die Stirn und begann dann meine Arbeit. Als erstes kam das linke Vorderhuf, welches ich anhob und innen das abgestorbene Horn mit dem Hufmesser beseitigte. Als der Strahl wieder zu sehen war, korrigierte ich diesen und putzte nochmal mit der Hufbürste darüber, ehe das Huf aufbockte und mit dem Ausschneiden des Außenhorns weiter machte. Ljúfja sah mir neugierig zu aber ließ brav ihr Huf oben, sodass das überstehende Horn abgeschitten war und die Hufraspel zum Einsatz kam, damit die Ränder wieder gerade waren. Nun stellte ich das Huf wieder zurück auf den Boden und ging zum zweiten Vorderhuf, wo der gleiche Ablauf erfolgte. Also packte ich mir ihr Bein und begann nach dem Kontrollieren, wo alles passte, mit dem Ausschneiden des Horns. Der Strahl ist leicht verwachsen, da ein Stein darin klemmte, welcher nun draußen war. ,,Occu, das hier musst du beobachten, da hat sich das Horn mit einen Stein verwachsen, sollte aber sonst keine großen Probleme machen!", erklärte ich der Besitzerin, welche mir zunickte und ich mich dem Ausschneiden widmete. Dann bockte ich das Huf auf den Hufbock auf und raspelte die ungeraden Kanten zurecht, ehe das Bein wieder am Boden stand. Die hinteren Beine waren dran, also nahm ich mir gleich das rechte vor, dieses gab mir die Stute ebenso brav und ich schnitt das abgestorbene Horn weg, besserte den Strahl aus und begann dann das Außenhorn am Bock zu Bearbeiten, welches wieder in die richtige Position kommen musste, da sie sonst schief laufen würde. Das letzte Huf war dran, welches die dunkle Isländerin ebenso brav hergab, sodass ich auch hier das Innenhorn mit dem Hufmesser schneiden konnte und den Strahl verbesserte. Dann raspelte ich die kleinen verwachsenen Kanten am Rand zurecht und glättete wieder alles. Die erste Stute war fertig, also bat ich Occu eine kurze Runde mit ihr zu laufen. Mit meinen Augenmaß konnte ich sie entlassen und widmete mich dem nächsten Pferd.
    Diesmal hatte ich was bunteres vor mir, die junge Stute kannte ich gut von Turnieren, da ich selbst schon öfter gegen diese ritt. Und diese Farbe vergisst man auch nicht so leicht. Mit einem Lächeln grüßte ich die Roandame und kümmerte mich dann um meine Aufgabe. Ich schnappte mir das erste Vorderbein und begann meine Arbeit, auch diese Stute war brav, also hatte ich keine Probleme. Gründlich richtete ich das Innenhorn und entfernte alles abgestorbene, ehe ich den Huf aufbockte und mit der Raspel die Kanten begradigte. Dann stellte ich das Huf ab und machte mit den nächsten Vorderen weiter. Dieses musste ich diesmal säubern, da viel Dreck darin war, also tat ich das und schnitt dann das Innenhorn aus, dann bockte ich ihr Huf auf und schnitt mit den Hufmesser überstehendes Horn weg, begradigte grobe Ecken und raspelte alles wieder glatt. Die vorderen Beine waren gemacht, also kamen jetzt die hinteren, welche ich auch erstmal säubern musste. Dann schnitt ich das abgestorbene Horn innen weg und begradigte den Innenstrahl, ehe ich auch ihr Huf aufbockte und das Außenhorn mit der groben Hufraspel behandelte, ehe ich mit der feineren über das Horn ging und diesen glättete. Dann stellte ich das Huf ab und kümmerte mich um das letzte Huf. Welches ich erstmal gründlich reinigte und dann mit dem Verbessern des Innenhorns und Strahls weiter machte, als alles wieder richtig geschnitten war, bockte ich ihr Huf auf und schnitt überstehendes Horn weg, dieses raspelte ich dann glatt und stellte es wieder ab. Bei Blue durfte Occulta eine Runde drehen, welche ich dann mit einen nicken vorerst entließ und zum nächsten Pferd ging.
    Diesmal kam was kleines: ,,Sowas hatte ich schon länger nicht mehr!", grinste ich und begutachtete die kleine Miniature Dame, ehe Occu zurückgrinste: ,,Ja mal was kleines und zierliches.". Ich fing gleich an mit meiner Arbeit, die kleine war auch pflegeleicht, weswegen ich da nicht so viele Probleme hatte. Also ging ich in die Hocke und schnitt das kleine Huf gründlich aus, es war nicht viel verwachsen, weswegen nur ein paar Kleinigkeiten am Innenstrahl der Fall waren. Ich holte mir nun erstmal einen kleineren Hufbock, den der andere war zu groß für das Minilein. Diesen positionierte ich passend vor ihr und stellte das Huf hinauf und begradigte das Außenhorn. Dann stellte ich das erste Huf wieder auf den Boden. Nun kam das zweite Vorderhuf, hier zickte Rose anfangs, doch ließ sich schnell von Occu korrigieren. Ich wand mich nachdem die Stute ruhig war, wieder zu dem Huf und schnitt das Innenhorn mit meinen Hufmesser zurecht, es waren keine vielen Schnitte nötig, so war es schon wieder in Takt und das Huf kam auf den Hufbock, wo ich gleich die ungeraden Stellen weg schnitt und dann glatt raspelte, ein paar Korrekturen am Horn selbst waren nun noch an der Reihe. Als das Huf wieder in seiner gesunden Form war, ging ich nach hinten und hob das erste Bein an. Die Stute wollte es zurückziehen, sie hatte ziemlich Kraft, doch ich blieb stur und konnte mich dann in die Hocke begeben und das Innenhorn schneiden. Dieses war auch nicht sehr beansprucht von Schäden und Ungeradigkeiten, sodass es schnell erledigt war und ich das Hinterbein etwas diagonal, nach Außen vom Pferd, auf den Bock positionierte. Dort nahm ich mir meine Huffeile mit der groben Seite her und raspelte die Verwachsenen Stellen weg, dann glättete ich sie nochmal mit der Feinen Seite und stellte das Huf wieder ab. Das letzte Bein war an der Reihe, welches ich erstmal anhob und auf meinen Schoß legte, um dann mit dem Hufmesser das Innenhorn zu schneiden. Hier waren nur ein paar Schnitte zu machen, weswegen ich ihr Huf aufbockte und diesmal festhalten musste, die Kleine hatte wohl keine Lust mehr. Aber da musste sie durch, also klemmte ich mir ihr Bein zwischen meine und behandelte das Außenhorn mit dem Hufmesser, schnitt eine große schiefe Stelle weg und begradigte anschließend den groben rand, sodass man wieder anfassen konnte ohne sich weh zu tun. Hier war das gleiche am Ende und Occu präsentierte mir ihre Stute im Trab und Schritt. ,,Passt, sie läuft wieder gut!", lächelte ich und bewegte mich zum letzen Pferd hin.
    Sika wieder eine Reitponystute war an der Reihe. Diese Stute hatte es mir schon länger angetan: ,,Wenn du sie abgibst hier!", grinste ich und strich der Scheckin über den Hals. Sie war sehr scheu, weswegen ich vorsichtig mit ihr umgehen musste, also tat ich das auch und ging vorsichtig am Bein herab und hob es an, widerwillig machte sie mit und ich begann das Huf langsam zu säubern, als sie sich entspannte, arbeitete ich mich langsam mit meinen Hufmesser vor und schnitt den Innenstrahl zurecht, auch das abgestorbene Horn entfernte ich ehe ich ihr Huf vorsichtig aufbockte und dann das Außenhorn schnitt, als all das überstehende Horn weg war, verfeinerte ich den Rand mit der Hufraspel und glättete diesen. Dann ließ ich das Bein zu Boden zurücksinken und ging zum nächsten, langsam lockerte sich der Körper der Stute und ich wagte etwas stärkere Bewegungen, ehe ich das Bein und anschließend das Huf in den Händen hielt, hier begann ich gleich mit dem Ausschneiden, denn in Ordnung war alles. Daraufhin bockte ich vorsichtig das Huf auf und ging mit der Raspel dann über das Außenhorn, hier begradigte ich Kanten und Ecken am Hufrand, ehe ich das Huf wieder zurück auf den Boden ließ. Dann kam das erste Hinterbein an die Reihe, hier glitt ich vorsichtig am Schenkel bis zur Fessel, dann hob sie es und ich nahm es mir, dann säuberte ich das Huf gründlich, sah es mir an und begann dann mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn zu entfernen, der Strahl war gut, also konnte ich gleich darauf das Hinterbein aufbocken. Dies war der Stute ein wenig unangenehm, doch Occulta war schnell da und strich ihr beruhigend über den Hals. Ich widmete mich, nachdem ich wusste sie blieb ruhig, dem wegschneiden des überstehenden Horns und glättete dan den Rand und konnte das dritte Huf als erledigt bezeichnen. Beim letzen Huf zögerte Sika ein wenig, doch hob es nach langen ruhigen Zusprechen doch. Hier sah das Huf ein wenig wüst aus, also schnitt ich erstmal abgestorbene Stellen weg und begutachtete den Strahl, er war etwas aus der Form, so schnitt ich vorsichtig die Ränder zurecht und besserte es so gut es ging. Der Rest musste sich mit der Zeit erholen, was ich auch Occulta sagte, damit sie es unter Beobachtung hielt. Sie nickte mir verstehend zu und ich behandelte dann das Außenhorn mit der Raspel, hier war nicht viel schlimm, nur etwas verwachsen, aber das hatte ich schon wieder gemacht und war gerade dabei den Rand zu glätten. Sika erschrack, da es knallte, schnell zog ich den Hufbock weg und wir beruhigten sie. ,,Alles gut!", sprach Occu und kraulte ihre Ohren. Nachdem Occulta sie beruhigt hatte, konnte ich noch den Rest glätten und sie dann entlassen.
    Sie ging wieder besser, das war gut also kehrte ich das Horn auf einen Haufen und schmiss es in eine Mistkarre, wo ich dann mein Werkzeug kurz säuberte und anschließend wieder im van verstaute. ,,So alles gemacht, der Rest kommt dann mit der Rechnung!", informierte ich Occulta, welche mir dankte und mich dann verabschiedete.

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    22.11.2017

    Trainingsberichte [11]
    Gwen
    Dressur E-A
    scs Bluebell, River's Blue Lady Liquor, scs Sugar and Sweets

    Momentan hatte ich drei neue Schützlinge. Eigentlich hatte ich mich ihnen schon länger annehmen wollen, aber wie es nun einmal für das Leben typisch war, war etwas dazwischen gekommen und ich hatte die drei vollkommen vergessen. Erst kürzlich war ich dann beim Aufräumen wieder auf die Unterlagen der drei Reitponys gestoßen und mich hatte direkt mein schlechtes Gewissen ereilt. Innerhalb einer Woche hatte ich mich dann mit Occulta Smith in Verbindung gesetzt und schon meine Reise nach England geplant. Nun war es so weit: die zweite Hälfte des Aprils würde ich auf den Pine Forest Stables verbringen!
    Ich hatte es für die drei jungen Pferde angenehmer gefunden, wenn sie zu Hause bleiben durften und so war es auch für mich einfacher zu koordinieren, denn so konnte ich mich vollkommen auf die drei Vierbeiner konzentrieren. Ich würde als Trainerin tätig sein und ich war schon sehr gespannt. Die Stuten waren noch verhältnismäßig frisch unter dem Sattel, aber gerade mit Jungpferden machte es ungemein viel Spaß zu arbeiten! Und genau darauf freute ich mich jetzt schon.
    Kurz nach Mittag kam ich auf dem Flughafen an und nachdem ich endlich im Besitz meiner Koffer war, konnte ich mich auch auf die Suche nach meiner Fahrgelegenheit machen. Occulta hatte mir geschrieben, dass ihre Reitlehrerin Lisa mich abholen wollen würde und altmodisch wie damals mit einem Namensschild auf mich warten würde. Leider war sie nicht die einzige, die diese glorreiche Idee besessen hatte und so war der Empfangsbereich übersäht mit Menschen und Namensschildern.
    Ich besann mich darauf, dass Lisa wahrscheinlich, wie üblich für eine Reitlehrerin, in Reithosen herumwandern würde und damit war sie hier auf jeden Fall die einzige. Und tatsächlich! Als ich meine Aufmerksamkeit den Kleidungen widmete, entdeckte ich sie schneller als gedacht. Grinsend nahm sie mich in Empfang und befreite mich dann direkt aus den Menschenmassen. Die Fahrt zum Gestüt dauerte ein Weilchen, aber da wir beide pferdevernarrt waren, hatten wir uns genug zu erzählen.
    Auf dem Gestüt wurde ich dann auch herzlich von Occulta in Empfang genommen, die hatte im Schlepptau einen großen und schneeweißen Vollblüter, welcher ihr wie ein kleiner Hund brav folgte. Lisa übernahm dennoch weiterhin die Aufgabe, mich einzuweisen. Sie zeigte mir als erstes grob das gesamte Gestüt und dann mein Gästezimmer. Dort lagen auch ein Plan des Gestüts auf dem Tisch und einige Hinweise, so dass ich mich doch recht gut zurecht finden sollte. „Ich bringe dir gleich noch etwas zu Essen, denn Mittag gab es schon“, meinte Lisa grinsend. „Aber gewöhne dich nicht daran!“, mahnte sie lachend.
    Ein paar Minuten später stand vor mir ein Teller mit aufgewärmten Spaghetti, dankend nahm ich den entgegen und stillte erst einmal meinen Hunger. Dann gönnte ich mir eine Dusche, um erst einmal wieder etwas wacher zu werden, mit diesen Jetlags war echt nicht zu spaßen, aber ich wollte auf keinen Fall einen halben Tag vergeuden! Stattdessen wollte ich heute schon meine drei Schützlinge kennenlernen.
    Als Hilfe wurde mir dafür Rosie zur Seite gestellt. Die Pflegerin mit der roten Feuermähne war entgegen ihres Aussehens relativ ruhig, aber nach einer Weile verstanden wir uns ganz gut und sprachen auch fröhlich miteinander. Sie zeigte mir die Boxen, Weiden und Spinde meiner drei Schützlinge, damit ich das auch später finden würde. Dann holte sie gemeinsam mit mir Bluebell und Blue Lady Liquor von der Weide. Das waren die ersten beiden im Bunde. Ich übernahm Bluebell beim Putzen und Rosie kümmerte sich um Lychee, so wurde der Roanschecke gerufen.
    Rosie konnte mir viel über den Charakter und Ausbildungsstand der beiden erzählen, so dass ich schnell ein ausgiebiges Bild von den Reitponystuten bekam. Dann gingen wir gemeinsam eine Runde spazieren und ich erfuhr noch allerhand mehr. Blue war sehr verschmust, offen und freundlich. Sie mochte anscheinend die Arbeit mit dem Menschen, aber ich merkte auch, dass ihr sehr schnell langweilig werden konnte und das zeigte sie dann auch. Lychee war genauso aufmerksam und verspielt, konnte damit ihre Menschen aber auch ganz schnell nerven, wenn sie schlichtweg zu aufdringlich wurde. Also mussten beide Stuten auf jeden Fall immer sinnvoll beschäftigt werden.
    Nachdem die beiden wieder auf der Weide standen, musste mich Rosie leider verlassen, die versprach mir aber, mir ab und an immer einmal zur Seite zu stehen, wenn ich Hilfe brauchte und das Angebot nahm ich natürlich gerne an. Stattdessen holte ich mir nun Sugar and Sweets von der Weide. Das war die dritte Stute im Bunde und die, die es mir wohl am meisten angetan hatte. Sie war eher die ruhige von den dreien und manchmal auch eher vorsichtig und umsichtig. Natürlich konnte sie auch zickig werden und das zeigte sie mir direkt, als wir durch die Stallgasse zum Putzplatz liefen und an einem Pferd vorbeikamen, was sie anscheinend gar nicht leiden konnte.
    Aber sonst war sie wirklich ein Sonnenschein, sie war weder aufdringlich noch nervend, sondern stets aufmerksam, aber eher still. Ich entschied sie heute noch zu longieren, zumal der Longierzirkel sowieso gerade frei geworden war. Dank Rosies vorherigen Rundgang fand ich auch ohne Probleme den Kappzaum und die Longe und schon konnte es losgehen.
    Sweets arbeitete aufmerksam und neugierig mit und schien sehr motiviert zu sein. Ihre Gänge waren wirklich schön und sie besaß schon eine sehr gute Selbsthaltung. Sie schien generell körperlich schon etwas weiter zu sein, als ihre beiden anderen Kumpanen. Dennoch war auch für sie das Training anstrengend und nach zwanzig Minuten beendete ich die Arbeit.
    Am Abend saß ich alleine in meinem Zimmer und vor mir lagen drei noch weiße Blätter. Ich wollte die Trainingspläne für die drei Stuten gestalten und nach zwei Stunden waren diese dann auch vollkommen ausdetailliert und mein Aufenthalt vollkommen ausgeplant. Natürlich ließ ich mir auch nicht die Gelegenheit entgegen, ab und an die Ruhetage der Stuten alle auf einen Tag zu legen, an welchem ich einige Sehenswürdigkeiten von England besichtigen konnte, aber sonst drehte sich alles nur um die drei Schecken.

    Am nächsten Morgen am Frühstückstisch weihte ich auch direkt Occulta in meine Pläne ein und sie schien sichtlich angetan zu sein. Ihr gefiel es, dass die drei Stuten ein wenig mehr Aufmerksamkeit erhielten und besonders in ihrer Ausbildung gefördert wurden. Pine Forest hatte den Fokus vor allem auf Vollblüter gelegt und so kamen ab und an die anderen Vierbeiner etwas zu kurz, zumindest was die weiterführende und intensive Ausbildung betraf. Dementsprechend hatte ich auch freie Hand und viel Zeit für die drei, da sie nirgendwo zwingend gebraucht wurden, was auf jeden Fall auch sehr angenehm sein konnte. Und heute wollte ich damit direkt loslegen.
    Im Stall herrschte schon reges Treiben, denn die Vollblüter wurden schon wesentlich früher trainiert. So war der Stall auch bereits gemistet und meine drei Schützlinge standen schon auf der Weide. Witzigerweise waren sie auch Weidengenossen und so hatte ich immer recht kurze Wege. Ich lehnte mich an den Zaun und genoss die warme Frühlingssonne. Heute war ein herrlicher Tag und die Sonne ließ das grüne England direkt noch schöner erscheinen. Aufmerksam ließ ich meinen Blick über die drei grasenden Stuten schweifen.
    Anfangen wollte ich heute mit Bluebell, dementsprechend war auch sie die erste, die ich heute von der Weide holte. Brav und gutgelaunt folgte mir die junge Stute in den Stall, wo ich sie gründlich putzte und mithilfe von Rosie dann auch sattelte. Dann entschied ich mich dafür, auf den Außenplatz zu gehen, damit wir die Sonne genießen konnten. Anfangs waren wir da sogar alleine, während ich Bluebell warmritt und ein wenig herumtestete.
    Das war für mich auch tausendmal angenehmer, als mit Argusaugen beobachtet zu werden und so fanden wir beiden schneller als gedacht zueinander. Natürlich nahm ich mir direkt von Anfang an vor, Bluebell immer ausgiebig zu beschäftigen und Abwechslung in das Training zu bringen. Die Stute war schon recht weit in der Ausbildung und die Grundlagen des E-Niveaus saßen. Dementsprechend baute ich stattdessen allmählich ihre Selbsthaltung und die Anlehnung aus.
    Das sah in etwa so aus, dass ich sie immer etwa fünf bis zehn Minuten in Anlehnung ritt, ehe ich sie abstrecken und entspannen ließ. Es war eine gute Übung und Bluebell verstand schnell das Prinzip. Motiviert und locker arbeitete sie mit und so beendete ich zufrieden unsere erste Trainingseinheit. Als Belohnung ritten wir eine kleine Schrittrunde über den Hof, ehe ich Bluebell versorgte und mich direkt der nächsten Stute annahm: Lychee.
    Sie schien heute nicht gar so motiviert zu sein und wirkte schon am Putzplatz etwas genervt, während ich sie putzte und sattelte. Dementsprechend machte ich vor dem Reiten erst einmal ein paar Bodenarbeitsübungen mit ihr, um ihre Aufmerksamkeit und Motivation zu fördern. Das gelang mir auch recht gut und schon bald war Lychee wieder besser drauf und ich konnte mich auf ihrem Rücken schwingen.
    Eigentlich erarbeitete ich auch mit ihr das Gleiche, nur dass Lychee auf der rechten Hand ein wenig mehr Probleme im Galopp mit der Balance hatte. Dementsprechend merkte ich mir direkt, was wir bei der kommenden Longiereinheit besonders üben würden. Das gehörte nämlich auch zu meinen Trainingsplänen, denn ich wollte die Stuten nicht nur reiten, sondern auch vom Boden aus arbeiten. Was sie da lernten, konnten sie unter dem Sattel direkt viel besser umsetzen.
    Dieses Phänomen hatte ich bereits öfters erlebt und in der Ausbildung von jungen Pferden bewährte es sich schlichtweg immer wieder. Nach der Einheit heute wusste ich auch, wo bei Lychee ihre Schwächen und Stärken lagen und wie ich diese fördern beziehungsweise nutzen konnte.
    Nach der Roanstute gab es erst einmal Mittagessen und entgegen meiner Vermutung hatte ich einen Bärenhunger. Außerdem konnte ich mich so direkt mit den anderen über die Fortschritte der Stuten austauschen und bekam noch den ein oder anderen guten Tipp.
    Nach dem Mittagessen war nun noch Sweets an der Reihe. Auch sie putzte und sattelte ich in aller Ruhe und ging dann mit ihr auf den Platz. Dort herrschte inzwischen mehr Betrieb, denn außer mir ritten inzwischen auch zwei weitere Reiter dort. Die Sonne zog einfach jeden nach draußen.
    Auch mit Sweets arbeitete ich mit den Wechseln zwischen Anlehnung und Dehnung, was auch ihr ganz gut gelang. Manchmal wies Sweets aber noch leichte Probleme in den engeren Wendungen auf, denn dann fehlte die aktive Hinterhand und Sweets kam nicht hinterher.
    Schnell legte ich auch darauf den Fokus und siehe da, nach einigen aufbauenden Übungen klappte es immer besser und so lernte ich auch Sweets immer besser kennen. Auch sie durfte dann noch eine Schrittrunde ins Gelände, ehe es wieder auf die Weide ging.
    Am Abend schmerzte mir dann mein gesamter Nacken und Occulta bedachte mich beim Abendessen mit einem breiten Grinsen. Da den ganzen Tag die Sonne geschienen hatte, hatte ich mir einen krebsroten Sonnenbrand geholt, denn an das Eincremen hatte ich natürlich nicht gedacht. Den Abend verbrachte ich also mit Kühlen und ich wusste, was ich die kommenden zwei Wochen nicht noch einmal vergessen würde.

    Das Training mit den Stuten lief einwandfrei. Nach den ersten drei Tagen hatten wir uns wirklich gut aneinander gewöhnt und ab sofort arbeitete ich die Stuten jeweils zweimal am Tag. Eine Einheit ritt ich immer, die zweite wurde vom Boden aus gemacht. Dabei ging ich auch einmal mit ihnen Spazieren oder machte nur lockere Bodenarbeit, denn die drei sollten schließlich nicht den Spaß an der Arbeit verlieren.
    Dennoch ging auch das Training unter dem Sattel gut voran und nachdem die Grundlagen fest saßen und alle drei Stuten allmählich richtig schön ausbalanciert waren, wollte ich mich mit den Anforderungen des A-Niveaus beschäftigen. Perfekt ausgebildet würden sie nach meinem Aufenthalt nicht sein, aber ich war mir sicher, dass ich allerhand reißen konnte, zumal viele Anforderungen nicht groß von den Grundlagen abwichen.
    Sweets lernte beinahe am schnellsten und hatte schon nach kurzer Zeit die Seitengänge beinahe perfekt drauf. Ab und an lief sie noch über die Schulter hinweg, aber ihre Hinterhand trat aktiv unter und ihre Stellung war konstant. Lychee hatte mit den Seitengängen ein wenig Probleme, dafür war sie aber absolut talentiert was die Verstärkungen der Gangarten anging und flog regelrecht durch das Viereck. Bluebell war generell sehr feinfühlig und viele Übungen klappten nach kurzer Zeit bereits mit den kleinsten Hilfen.
    Besonders die Kehrtwendung und das Rückwärtsrichten machten mit Bluebell enormen Spaß, denn das leichte Aufnehmen der Zügel und das Anlegen des Schenkels reichten und schon reagierte die junge Stute. Es war einfach herrlich!
    Am Ende meines Aufenthaltes war ich mir sicher, dass die drei Stute locker eine A-Dressur packen würden, wenn es auch vielleicht noch nicht für den ersten Platz reichen würde, auf das Treppchen würden sie es locker schaffen. Die Übungen saßen. Sowohl einzeln als auch zusammen in einer Kür. Testweise hatte ich die Stuten auch öfters einmal von den anderen Reitern reiten lassen, zumal ich ja dann sowieso nicht mehr da war.
    Und das klappte besser als gedacht! Auch Occulta war sichtlich zufrieden mit meiner Arbeit und auch stolz auf ihre Stuten. Das, was sie da im Viereck sah, gefiel ihr sichtlich und das sagte sie auch offen. Ein Lob von der Besitzerin war immer das Beste, was man bekommen konnte und si war ich mir sicher, dass ich meine Arbeit hier gut gemacht hatte.
    Nach zwei Wochen verließ ich Pine Forest wieder und stieg in die Maschine nach Hause, denn auch dort würde weitere Arbeit auf mich warten und wer weiß, vielleicht würde ich ja mal wieder nach England kommen?
    19 Apr. 2015

    Gwen
    Springen E-A
    scs Bluebell, River's Blue Lady Liquor, scs Sugar and Sweets

    Wie schon letzten Monat widmete ich auch im Mai wieder die letzte Woche für eine Reise nach England. Erneut sollte es auf die Pine Forest Stables gehen, um meine drei Schützlinge zu besuchen. Der Flug war ganz angenehm, einen dezenten Jetlag hatte ich aber dennoch.
    Dementsprechend war ich heilfroh, als ich endlich Occulta auf dem Flughafen fand und wir uns auf den Weg zum Gestüt machten. Dort würde nämlich ein schönes warmes Gästezimmer auf mich warten. Ich freute mich jetzt besonders auf eine heiße Dusche und das Bett.
    Ich war extra so geflogen, dass ich abends ankam, denn mit einem halben Tag hätte ich sowieso nichts mehr anfangen können. Die drei Jungstuten kannte ich bereits und sie waren auch bisher gut im Training.
    Ich hatte bei meiner letzten Abreise für alle drei einen Trainingsplan ausgearbeitet, welcher sicherlich auch vorbildlich befolgt worden war, so dass die letzte Maiwoche reichen sollte. Nun musste ich mich aber erst einmal dringend ausruhen, die kommenden Tage würden hart werden.
    Da Pine Forest vor allem ein Vollblutgestüt war, ging es hier früh los. Bereits um fünf konnte man draußen Stimmen und Hufgeklapper hören, die Vollblüter gingen für die erste Trainingseinheit auf die Bahn. Sicherlich war auch Occulta schon unterwegs.
    Ich gönnte mir zumindest Schlaf bis sechs Uhr, ehe auch ich mich aus der kuscheligen Decke erhob und das Bad aufsuchte. Eine Stunde später hatte ich auch fertig gefrühstückt und machte mich auf den Weg in den Stall.
    Da ich im Gegensatz zum Rest des PFS-Teams mit drei Berittpferden eher mager ausgestattet war, half ich täglich noch mit bei der Stallarbeit aus. Für mich war es nichts Neues, da ich meine eigene Ranch mit zwanzig Pferden auch tagtäglich selber machte und so vergingen die Tage beinahe noch schneller.
    Die Pläne für die Reitponys hatte ich bereits zu Hause angefertigt und so ging es heute auch direkt los. Diesen Monat stand Springen auf dem Plan, erst einmal die Grundlagen bis zum A-Niveau und dann würden wir den jungen Stuten wieder eine Pause gönnen.
    Beginnen tat ich diesmal mit Sugar and Sweets. Ich holte mir die Scheckstute von der Weide und putzte sie gründlich. Für heute wollte ich vom Boden aus beginnen, also stattete ich sie mit Kappzaum und Longe aus und machte mich auf den Weg in die Halle. Die war um die Uhrzeit sogar noch frei und so wärmte ich Sugar erst einmal auf, ehe wir dann mit Trabstangen und Cavalettis arbeiteten.
    Die Stute sollte ein Gefühl für die Stangen bekommen, für Höhen und Abstände. Sugar lernte auch recht zügig und war die ganze Zeit aufmerksam mit dabei, so dass wir nach einer halben Stunde das doch recht schweißtreibende Training beenden konnten.
    Vor dem Mittagessen wollte ich noch Lychee schaffen, also versorgte ich Sugar zügig und holte die zweite Stute in den Stall. Sie erwartete heute die gleiche Trainingseinheit und sie machte sich fast so gut wie Sugar. Einwandfrei überwand sie Trabstangen und Cavaletti, die beiden ersten qualifizierten sich auf jeden Fall schon einmal für den morgigen Tag.
    Nachdem Lychee wieder auf der Weide stand, gab es erst einmal Mittagessen. Eine der wenigen Zeiten, wo man fast das gesamte Team antraf. Danach waren aber direkt wieder alle über das gesamte Gelände verstreut. Ich hingegen legte eine kurze Büropause ein und arbeitete an meinen Unterlagen, eh die dritte Stute rief.
    Bluebell war die dritte im Bunde und nachdem wir uns fertig gemacht und aufgewärmt hatten, zeigte sich sehr schnell ihre Leidenschaft fürs Springen. Sie liebte es sichtlich und vergaß oftmals sogar die Diskussionen mit mir. Mit Bluebell überschritt ich sogar ein bisschen unser Zeitlimit, aber sie war so motiviert dabei, dass ich das nutzen wollte.

    Am kommenden Tag stand für die Vierbeiner Freispringen auf dem Plan. Ich wollte die frisch eingerittenen Pferde nicht direkt mit dem Reitergewicht über dem Spring belasten, sie sollten das ruhig erst einmal selber auf die Reihe bekommen.
    Da Lychee und Sugar am Vormittag noch einen Hufschmiedtermin hatten, kümmerte ich mich erst einmal nur um Bluebell. Die war dafür wieder Feuer und Flamme, vielleicht ein bisschen zu sehr. Manchmal jagte sie auf die Hindernisse zu, so dass ich Angst hatte, sie könnte das Springen vergessen. Aber immer drückte sie sich kurz vorher mit enormer Wucht ab und flog über die kleinen Hindernisse hinweg.
    Am Nachmittag waren dann die anderen beiden dran, aber auch einzeln und nacheinander. Zuerst kümmerte ich mich um Lychee und dann um Sugar. Lychee überwand die Hindernisse in einer Seelenruhe, sie sprang immer sehr bedacht aber gleichzeitig selbstbewusst.
    Sugar war da wesentlich vorsichtiger und testete erst einmal aus, wie sich die Hindernisse am besten nehmen ließen. Schnell hatte sie aber auch ihre Technik heraus und sprang genauso entspannt und ruhig wie die anderen.
    Wie immer lernten die Stuten schneller als gedacht. Neben meinen Trainingseinheiten wurden sie weiterhin täglich geritten und so konnte ich bei den nächsten Schritten auch gut Zeit sparen, denn ich agierte nun als Reitlehrerin beziehungsweise Trainerin vom Boden.
    So bekam ich zum einen alle drei Stuten in einer Stunde unter und konnte das Ganze vom Boden aus beobachten.
    In der ersten Stunde nahmen wir einfach nur Trabstangen und Cavaletti dazu. Mir war es besonders wichtig, dass die Stuten lernten, trotz der Hindernisse ihre Balance und ihren Takt beizubehalten. Dies verhinderte Unkonzentriertheit und Stolpern.
    Zwei Tage lang trainierten wir nur mit den kleinen Hindernissen und dem Freispringen, dann entschied ich, dass ich mich selber wieder in den Sattel schwang und die ersten richtigen Hindernisse nehmen wollte.
    Während das mit Lychee und Sugar ganz problemlos ging und die beiden nur ab und an ein wenig überzeugt werden mussten, war es mit Bluebell echt nervig. Madame war der Meinung das Training besser zu kennen als ich und diskutierte gerne.
    Bei ihr legte ich das Augenmerk schnell auf das kontrollierte Anreiten, denn sie schoss zu gerne einfach mal los. Einige Trabstangen vor den Hindernissen minderten dann ihren Trieb und sie lernte sich zu konzentrieren.
    Wenn sie das nicht getan hätte, hätte sie bei den späteren und höheren Hindernissen ernsthafte Probleme bekommen.
    Da wir dieses Mal nur bis zum A-Niveau trainierten, waren die Stuten auch recht schnell so weit. Lychee war ein wahres Verlasspferd im Parcours, man konnte ihr schon jetzt blind vertrauen, denn sie sprang immer ruhig und sicher.
    Sugar musste man manchmal noch etwas motivieren und der Reiter musste sicher wussten, was er tat und was er wollte, dann machte auch die Stute selbstbewusst mit. Und Bluebell, die war eben Bluebell. Feurig und selbstbewusst wie immer.
    Sie hätte den Parcours mit Sicherheit auch ohne Reiter absolviert. Bei ihr hieß es also, ein wenig das Feuer zu mindern und ihre Energie zu bündeln und positiv einzusetzen. Bei Zeitspringen würde sie aber garantiert eine verdammt gute Figur machen und auch die Höhe war kein Problem, nur der Stil war jetzt noch nicht sonderlich ausgereift und perfekt.
    Die Grundlagen des A-Levels hatten alle drei am Ende meines Aufenthalts aber erreicht. Den letzten Nachmittag widmete ich mich den fortlaufenden Trainingsplänen für die drei Ponys, welche ich dann auch Occulta aushändigte und noch einige Tipps mit hinzufügte.
    Am kommenden Morgen war es dann auch wieder Zeit für mich abzureisen und ich machte mich nach dem doch erholsamen Englandaufenthalt wieder auf den Heimweg ins gute alte Kanada.
    27 Mai 2015

    Occulta
    [​IMG] A-L

    Ich trommelte an diesem Morgen gleich nach dem Frühstück Lisa und Lewis zusammen, denn wir wollten unsere Reitponystuten wie jeden Dienstag ein wenig mit Dressur ärgern. Bluebell, Sugar and Sweets und Blue Lady Liquor waren rasch vom Heu weggeholt und vor dem Nebenstall angebunden. Das eigentliche Putzen hingegen dauerte wesentlich länger, denn die drei hatten es wiedermal gut gemeint mit dem Matsch. Nach einer Viertelstunde liess ich entmutigt die Bürste sinken und rieb mir den schmerzenden Arm. „Ich hab morgen definitiv Muskelkater“, jammerte auch Lisa. Nur Lewis war schon fast fertig und zuckte mit den Schultern. „We’re fine, aren’t we, Sugar?“ spottete er und kraulte grinsend Sweets. Meine Bluebell kaute unterdessen gelangweilt am Strick. „Du brauchst gar nicht so zu tun, bist selber schuld“, murmelte ich und raffte mich zu den letzten Bürstenstrichen auf. Endlich konnten wir alle satteln, zäumen und aufsteigen. Wir ritten gemeinsam über den Kiesweg zur Halle und wärmten die drei auf, ehe wir mit der ersten richtigen Lektion begannen. Da Lychee schon eine Stufe weiter ausgebildet war, übte sie statt versammeltem Trab den verstärkten Trab. Sie war noch zu hektisch; Lisa musste sie gut spannen, damit sie die Energie in die Beine und nicht ins Tempo steckte. Als zweites übte sie den starken Schritt, weil es grad so schön passte, Lewis und ich versuchten uns währenddessen an den Kehrtwendungen. Dann wurde es richtig heiss in der Halle: Die Galopparbeit war dran. Wir übten den versammelten Galopp, was nicht gerade leicht war, weil Lychee dauernd im verstärkten Galopp an uns vorbeibretterte. Im Aussengalopp um die Kurve zu flitzen war aber auch kein Problem für Bluebell und Sweets. Wir reduzierten das Tempo allesamt wieder ein wenig, damit Lewis und ich einfache Galoppwechsel üben konnten. Lisa nutzte dies um das Anhalten aus dem Galopp zu versuchen. Danach machten wir alle eine Pause und liessen die drei kurz strecken. Zuletzt übte Lisa mit Lychee die Seitwärtsgänge, während Sweets und Bluebell nochmal im versammelten Trab auf die Schlangenlinien mussten. Dann liessen wir die drei austraben.
    8 Dez. 2015

    Gwen
    Springen A-L

    Heute würde ich zwei altbekannte Gesichter wiedersehen. Lange war es her, dass ich regelmäßig auf dem Gestüt Pineforest unterwegs gewesen war und nun schickte mit Occulta ihre beiden jungen Reitponystuten nach Kanada. Dabei handelte es sich um Sugar and Sweets und Bluebell. Ich kannte die beiden sehr gut, hatte sie damals regelmäßig trainiert.
    Wie erfuhr, war die ehemals dritte im Bunde nun schon verkauft und hatte einen tollen neuen Besitzer gefunden und so hatte ich diesen Monat nur zwei Berittpferde. Nichtsdestotrotz würde ich alle Hände voll zu tun haben und war auf jeden Fall gut beschäftigt.
    Gegen Nachmittag sollten die beiden bei mir ankommen. Occulta hatte einen ihrer Pfleger mit auf die Reise geschickt und als der Transporter bei uns auf der Ranch ankam, wurde ich auch zuerst von ihm begrüßt. Gemeinsam luden wir danach die Stuten aus und dann ihre Ausrüstung. Als dann alles verpackt war, verabschiedete er sich und machte sich auf den Heimweg.
    Sweets und Blue standen gemeinsam auf ihrer neuen Weide und vertraten sich die Beine. Für heute hatten sie erst einmal frei und durften hier in Kanada ankommen. Ab Morgen würden wir dann beginnen. Wie auch meine anderen Pferde würden sie die Nacht im Stall verbringen und die restliche Zeit des Tages draußen auf ihrer großen Weide.

    Am kommenden Morgen band ich die beiden Stuten direkt in meine tägliche Routine mit ein und das klappte auch sehr gut. Nachdem dann alle Pferde versorgt waren und ich die Stallarbeit hinter mich gebracht hatte, holte ich mir zuallererst Sweets von der Weide in den Stall.
    Vorbildlich folgte sie mir und stand auch am Putzplatz brav still. In aller Ruhe putzte ich sie und machte mich wieder mit ihr bekannt. Sweets war für ihren vorbildlichen Charakter bekannt. Diese Stute machte eigentlich so gut wie nie Probleme, wenn man ihrer Ausbildung behutsam und ruhig umging.
    Die beiden Reitponys waren für die Weiterbildung im Springen bei mir. Ziel war das L-Niveau und ich war mir sicher, dass das keine Probleme machen würde. Sweets hatte sowieso großes Talent im Springen und war stets sehr motiviert. Auch heute sollte sie mich nicht enttäuschen:
    Wir gingen in die Halle und nach den zehn Minuten Schritt am Anfang, wärmte ich sie in aller Ruhe auf und gymnastizierte sie ordentlich. Sweets lief, ebenso wie Blue, bereits auf gutem A-Niveau und da setzten wir heute an. Aufgebaut hatte ich einen A-Parcours mit L-Elementen. Generell wollte ich erst einmal schauen, wie sich die Stute unter dem Sattel und im Parcours bisher machte.
    Sweets war recht sicher, aber wenn sie etwas nicht kannte, zögerte sie sehr stark. Ich musste sie teilweise arg zum Springen motivieren, aber das würde sich machen lassen. Abgesehen von dem etwas fehlenden Selbstvertrauen, sahen Technik und Können bei Sweets sehr gut aus und deshalb beendete ich die Stunde auch etwas eher.
    Zum Abreiten ging es noch eine Schrittrunde ins Gelände, ehe Sweets nach dem Training auch noch abgeduscht wurde. Erst nachdem ich sie mit dem Schweißmesser abgestrichen hatte, ging es zurück auf die Weide. Da nahm ich mir auch direkt Blue mit, denn diese war als nächstes an der Reihe.
    Auch sie war im Umgang ein wahrer Engel und so waren Putzen und Satteln kein Problem. In der Halle wärmte ich sie dann genauso auf wie ihre Vorgängerin. Im Gegensatz zu Sweets besaß Blue genügend Selbstvertrauen, um auch mal anzuzeigen, wenn ihr etwas nicht passte. Mit beiden Stuten musste man also sensibel umgehen.
    Mit Blue sprang ich auch einen A-Parcours und es lief sehr gut. Leider wurde sie vor dem Hindernis gerne mal schneller – teilweise zu schnell, als dass man den Absprung hätte richtig koordinieren können. Bei den kleinen Höhen rettete sich Blue noch gut mit ihrem Springtalent, aber sobald es höher werden würde, würde ihr das Probleme machen.
    Also hatte ich bei beiden genügend zu tun, woran ich arbeiten musste. Auch mit Blue ging es zum Abkühlen noch im Schritt raus, ehe sie abgeduscht wurde. Danach durfte auch sie zurück auf die Weide und ich machte mich daran, die Trainingspläne für die beiden Pferde zu erstellen.

    Die kommenden Wochen waren wir schwer beschäftigt, denn ich bewegte die beiden Pferde zweimal am Tag. Einmal ritt ich und das zweite Mal longierte ich oft oder machte Bodenarbeit oder Schrecktraining. Alles förderte das Können im Parcours, denn je sicherer die beiden Stuten in jeder Situation waren, desto problemloser würden Hindernisse und Turniere werden.
    Bei der Höhe machte ich mir sowohl bei Sweets als auch bei Blue keine Gedanken. L war nichts Besonderes für beide, sie hatten auf jeden Fall Talent für mehr, dementsprechend klappte das problemlos. Stattdessen arbeitete ich an der Technik und ließ viel Stangenarbeit einfließen.
    Diese ließ Blue konzentrierter und ruhiger werden, während sie Sweets mehr Vertrauen gab. Am Ende der zwei Wochen Training konnten sich beide wirklich sehen lassen. Denn sie sprangen einen L-Parcours wirklich einwandfrei durch. Keine Steher, keine runterfallenden Stangen. Sie konnten sich wirklich sehen lassen.
    Ich war sehr zufrieden mit meiner Arbeit, wobei mir beide Stuten mit ihrer soliden Grundausbildung und ihrem Springtalent auch sehr entgegen gekommen waren. Vieles hatte schon beim ersten Mal geklappt und auch lerntechnisch waren Blue und Sweets definitiv nicht hinterher.
    So konnte ich schon bald mit Occulta die Abreise besprechen und eines Morgens ging es für die beiden Reitponys wieder auf die lange Reise zurück nach England. Sie wurden früh abgeholt und verladen, so dass sie unbesorgt ankommen würden.
    28 Juni 2016

    Occulta
    [​IMG]L-M

    Nun da das Galopptraining vorbei war, konnte ich mich der Jungpferdeausbildung widmen. Für Parányi, Bluebell, Sweets und Echo stand eine Springstunde an. Lisa, Jonas, Darren und ich Sattelten die vier Pferde, dann führten wir alle in die Halle, wo David und Elliot uns einen kleinen Parcours gestellt hatten. Zunächst wurde eingewärmt in allen drei Gangarten. Anschliessend übersprangen wir ein paar einzelne Hindernisse, darunter auch einen für die Pferde anscheinend sehr bedrohlichen Oxer. Später stellten wir fest, dass nicht der Oxer das Problem war, sondern die Babymaus, die davor im Sand umhertapste; unschlüssig, wo sie sich in der grossen Halle verstecken sollte. Ich grummelte „Where are the damn cats if you need them?“ Darren sah mich entsetzt an und meinte „Occu you’re cruel! Look at these cute little ears!“ Ich rollte seufzend meine Augen. “It may be cute, but it obviously scared Echo to death, so there must be something evil about this little creature, right?” “Well you know – horses don’t need a reason”, mischte sich Elliot lachend ein.

    Nachdem das Maus-Problem beseitigt (eingefangen und aus Mitleid vor die Hallentür gesetzt) war, konnte die Stunde normal fortgesetzt werden. Wir ritten nun mehrere Hindernisse nacheinander und schliesslich den gesamten Parcours. Bluebell musste zweimal antreten, weil sie beim ersten mal zwei Stangen runterschmiss. Elliot lehrte Darren, dass er sie besser zusammenhalten musste, damit sie nicht nachlässig wurde, danach klappte es. Parányi war mal wieder etwas eigenwillig. Sie erinnerte mich in solchen Momenten stark an ihren Vater, dessen Sportkarriere ich stets interessiert verfolgt hatte. Auch er war nicht gerade für super Mitarbeit und Gehorsam bekannt, aber dafür für seine Leistung. Wenn sie wenigstens genauso viel davon geerbt hatte, war ich ganz zufrieden. Das schwarze Fell hatte sie jedenfalls auch bekommen. Sie stand immer mal wieder hin oder zog am Hindernis vorbei, bis Jonas die Beine auf Elliots Anweisung hin besser dran behielt und die Stute so mehr einrahmte. Sweets war zuckersüss wie immer. Sie machte ohne zu mucken ihren Job, trug Lisa zuverlässig durch den Parcours und bereitete ihrer Reiterin grosse Freude. So unterschiedlich sie auch waren – ich war mit allen Jungspunden zufrieden und freute mich auf die Zukunft mit ihnen.
    31 Juli 2016

    Gwen
    Military E-A

    Gähnend blickte ich in meine leere Tasse. Heute hatte ich mir zum Morgen einen starken Cappuccino gegönnt, aber nach der Tasse war ich trotzdem noch müde, nicht einmal das Radio half mir auf die Beine. Es war allerdings bereits sechs Uhr und ich musste langsam los. Ich war extra früher aufgestanden, weil ich heute ein Berittpferd vom Flughafen abholen würde.
    Bluebell hatte eine lange Reise hinter sich, denn sie kam aus England vom Pineforest Stable. Anlässlich des diesjährigen Jolympias hatte Occulta Smith von uns einen Gutschein erhalten. Aus technischen und organisatorischen Gründen hatte das große Turnier leider nicht stattfinden können. Occulta war jedoch schon früher angereist und hatte allerhand Mühen auf sich genommen, die wir nun gerne entschädigen wollten.
    Und die Entschädigung betraf nun Bluebell, welche für ein paar Wochen zu mir ins Training geschickt werden sollte. Occulta wollte den Rest des Sommers direkt noch einmal dafür nutzen, ihr Pferd im Gelände weiterzubilden, also würde für Bluebell bei uns Geländespringen auf dem Plan stehen, dafür musste sie nun aber erst einmal herkommen.
    Am Flughafen lief alles erstaunlich schnell und pünktlich ab. Bluebell war schon durch die tierärztliche Untersuchung als ich kam und konnte direkt verladen werden, nachdem ich entsprechende Papiere unterschrieben hatte und dann ging es auch schon wieder zu uns nach Hause.
    Dort lud ich Bluebell aus und ließ sie direkt auf ihre kleinere Weide neben meinen Stuten. Sie würde den ersten Tag frei haben und sich ausruhen dürfen. So konnte sie auch direkt unseren Tagesablauf kennenlernen und Morgen würde es dann losgehen.

    Bluebell war mir keine Unbekannte, ich hatte sie schon öfters unter dem Sattel gehabt. Nichtsdestotrotz ging ich es ruhig an und ritt sie die ersten paar Tage normal auf dem Platz. Meist mit viel Gymnastizierung durch Cavalettis und Stangen, aber auch teils schon kleine Sprünge. Bluebell sprang theoretisch schon bis M-Niveau. Ihres jungen Alters geschuldet, blieb Occulta aber bevorzugt auf A.
    Aber dennoch hatte Bluebell im Springen schon sehr viel Erfahrung und ich würde darin nicht mehr sonderlich viel Zeit investieren müssen. So ging es nach unserer kleinen Kennlernphase direkt ins Gelände. Erst einmal nur in Form von Ausritten, wobei ich hier schon viel Konditions- und Krafttraining einfließen ließ.
    Bluebell war alles in allem eine sehr liebe und gelehrige Stute. Manchmal kam es zu unterschiedlichen Meinungen, aber mit Ruhe und Geduld konnte ich Bluebell schnell auf meine Seite bringen. Die erste Woche ging es also größtenteils nur in Gelände und erst danach durfte Bluebell unsere Geländestrecke kennenlernen.
    Diese splittete sich auf in die richtige Strecke, welche auch durch den Wald verlief, besaß aber davor auch eine große Wiese, auf welcher sich gefühlt jede Art an Hindernis finden ließ, so dass man alles wunderbar selbst trainieren konnte.
    Wir begannen jedoch mit dem Gelände an sich: Kuhlen, Hügel, Auf- und Absprünge. Ebenso das Wasser. Bluebell wurde also erst einmal an die Grundlagen gewöhnt, ehe es überhaupt an das Springen ging. Auch Gräben, Baumstämme und Co durfte sie sich alles einmal in Ruhe und vom Boden aus anschauen.
    Erst nachdem Bluebell bei nichts mehr guckig war, begann ich das Springen. Erst einmal die niedrigsten und einfachsten Hindernisse. Bluebell musste lernen, worauf es im Gelände ankam, denn bisher waren noch nicht alle Hindernisse mit einer hohen Sicherheitsklasse ausgestattet, so dass viele noch unnachgiebig waren.
    Ebenso übten wir enge Wendungen und das schräge Anreiten von Hindernissen. Im Gelände ging es weniger um die Höhe als um die Technik, sicher durch den Parcours zu kommen. Bluebell war teilweise sehr stürmisch und übersprang sich gerne, obwohl sie diese Kraft lieber in die Galoppstrecken investieren sollte.
    So baute ich nach und vor Sprüngen immer lange Strecken ein, brachte Bluebell von dem Gedanken Springen ab, ehe das nächste Hindernis folgte. So lernte sie auch, sich länger zu konzentrieren und nicht abzuschalten, sobald kein Hindernis mehr in der Nähe war.
    Allmählich verbesserte sich ihre Kondition und Konzentration und ich begann, täglich unterschiedliche Strecken zu springen. Da es mir weniger um die Höhe ging, behielten wir vorerst die einfachen Hindernisse bei, zumal Bluebell meist eh sehr viel Luft ließ und sehr hoch sprang.

    Bluebell machte sich sehr gut. Sie war nun schon locker zwei Wochen bei uns in Kanada und strotzte inzwischen nur so vor Energie und Kraft. „Was das Geländetraining aus Pferden macht“, murmelte ich grinsend.
    Unsere letzte Woche begann und so ging es nun auf A-Höhe im Gelände. Bluebell war inzwischen bestens vorbereitet und in den Grundlagen gesichert, so dass ich mir eigentlich keine Gedanken machte, als ich heute die Stute sattelte und dann warmritt.
    Tatsächlich enttäuschte mich Bluebell nicht: Wir durchsprangen heute zum ersten Mal einen A-Parcours mit verhältnismäßig leichten Terrain und sie bewältigte es mit Bravour. Im Verlauf der Woche erhöhte ich den Schwierigkeitsgrad und als ich mir sicher war, dass Bluebell locker jedes A-Springen bewältigen würde, rief ich Occulta an.
    Schon ein paar Tage später stand für Bluebell die Heimreise an. Ich knuddelte die süße Reitponystute noch einmal ordentlich, ehe ich sie auf den Hänger führte und noch einmal kontrollierte, ob alles eingepackt war. Dann machte sie sich mit einem Pfleger von PFS auf den Heimweg.
    27 Aug. 2016

    Occulta
    [​IMG] Military A-L

    Auch ein Militarytraining stand heute Vormittag an. Doch nach dem Galoppieren mit den Jungpferden wollten wir uns alle erstmal einen Tee gönnen. Wir versammelten uns in der Reiterstube und besprachen den weiteren Tagesablauf. Ich nippte entspannt an meiner Tasse und lehnte mich an Jonas. Er würde zum Militarytraining nicht mitkommen, weil er in der Zwischenzeit hier auf dem Hof zu tun hatte. Aber ich war sowieso nicht der Typ Frau, die ständig an ihrem Liebhaber kleben musste. Solange ich wusste, dass wir abends Zeit für uns hatten, war alles in bester Ordnung.

    Wenig später putzten wir die Pferde und trafen uns im Inneren der Ovalbahn, dem hauseigenen kleinen Geländeparcours. Es waren zwar nur wenige bescheidene Hindernisse hier, aber das reichte für unser Vorhaben, nämlich ein paar der Vollblüter ans Geländespringen zu gewöhnen. Ich ritt natürlich wieder auf Framed in History, der an mir hängte wie eine Klette. Er war total zufrieden und wackelte mit den Ohren, sobald ich aufstieg und losritt. „Wenn du nur bei den anderen Pflegern auch so brav laufen würdest“, murmelte ich kopfschüttelnd. Ausser Frame waren auch Coulee, Cabinet of Caligari, Kaythara, Captured in Time, Sympathy of the Devil und Cassiopeia dabei. Ausserdem hatten sich David, Lisa und Thomas mit Bluebell, Sugar and Sweets und Parányi dazugeschlichen. So waren es ganz schön viele Pferde für den kleinen Parcours, aber mit etwas Management durch Oliver kamen wir aneinander vorbei. Zunächst wärmten wir uns alle ein, wobei die Jockeys mit den Vollblütern Olivers Anweisungen folgten und die anderen drei ihr eigenes Programm abspulten. „Occu hands up, you’re holding them too deep“, erinnerte der Trainer mich, als ich gerade kleine Volten ritt. Frame gab sofort im Genick nach und wurde ganz leicht. Ich lächelte vergnügt über den Eifer des Hengstes und lobte ihn. Als die Aufwärmphase durch war, übersprangen wir ein paar leichte Hindernisse. Zunächst einzelne, und gegen Schluss des halbstündigen Trainings einen einfachen Parcours aus fünf Hindernissen. Frame zögerte ab und zu, aber sobald ich ihm nochmals durch Schenkeldruck versicherte, dass er auf dem richtigen Weg war, sprang er jeweils mutig über die Naturhindernisse hinweg. Devil hatte eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Charly beim Wassergraben, ging aber nach zwei Versuchen wiederwillig doch hindurch. Cassy wurde im Verlaufe des Trainings ziemlich heiss und Rita musste sie gut zusammenhalten, damit sie nicht zu flach über die Hindernisse kam. Coulee schien das Springen ebenfalls zu gefallen, jedenfalls machte sie einen Fahnenschweif und hielt die Ohren stets nach vorne gerichtet, ausser wenn sie gerade absprang; dann klappte sie sie konzentriert nach hinten. Caligari und Kaythara wussten beide nicht so recht, was sie von dem Busch-Hindernis halten sollten. Caligari verweigerte sogar einmal, was aber laut Oliver einzig und allein Parkers Fehler gewesen war. Die beiden Reitponys hielten sich übrigens auch nicht schlecht unter ihren ganzen langbeinigen Kollegen. Bluebell und Sweets flitzten wendig und geschickt um die Kurven und galoppierten uns ordentlich um die Ohren. Parányi und Tom übten an schwierigeren Hindernissen, denn die schwarze Stute war bereits fortgeschritten im Geländespringen. Einmal streifte Frame mit den Vorderbeinen den Baumstamm – ein Zeichen für mich, dass er langsam müde wurde. Zum Glück hatte ich ihm die besonders gut schützenden Geländegamaschen angezogen. Ich machte also nur noch ein paar letzte Sprünge, bevor ich es gut sein liess. Am Ende lobte ich ihn ausgiebig und liess ihn am langen Zügel austraben. Es war ein erfolgreiches, Unfallfreies Training gewesen.
    30 Nov. 2016

    Occulta
    [​IMG] Distanz E-A

    Nun ging es weiter zu den Reitponys. Mit ihnen stand zur Abwechslung ein erstes Distanztraining an, damit sie etwas mehr Ausdauer aufbauen konnten. Natürlich war das in einem Mal nicht möglich, aber wir wollten in nächster Zeit nach Möglichkeit einmal pro Woche mit ihnen einen längeren Ritt machen. Sika, Lychee, Bluebell und Sweets waren allesamt unerfahren was grössere Distanzen anging. Aber irgendwo musste man ja anfangen. Lisa, Jonas, Darren und ich putzten und sattelten die Ponys. Ich selbst übernahm Lychee, denn ich wollte mir einen ersten Eindruck von ihrem Können verschaffen, nachdem ich sie ja erst vor ein paar Tagen zurückgekauft hatte. Vor dem Aufsteigen checkten wir ihren Puls, sodass wir einen Referenzwert hatten. Dann ging es auch schon los. Vor uns lag ein circa 15 Kilometer langer ‚Ausritt‘, welchen wir in lockerem Trab und vielen, langen Schrittpausen absolvierten. Dazwischen wurde immer mal wieder Puls geprüft. Die Ponys machten sich gut, nur Bluebell hatte einen leicht zu hohen Puls gegen Ende des Ritts. Wir nahmen deshalb noch mehr Tempo zurück und passten uns alle der Stute an. Wieder auf dem Hof kühlten wir die Beine der Ponys und wuschen die verschwitzten Stellen mit dem Schwamm. Danach führten wir sie ausgiebig trocken und packten sie in ihre Abschwitzdecken ein, damit sie sich nicht erkälteten. Mir frohren mittlerweile fast die Finger ab, obwohl ich dicke Handschuhe trug. Ich gab Lychee ihre wohlverdienten Karotten und liess sie dann wieder in Ruhe.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    [​IMG] E-A

    Mit den DRPs wollten wir uns heute einen kleinen Spass erlauben. Dazu nahmen wir sie erstmal aus den Boxen und Putzen sie. Bluebell sah mir bereits aufmerksam entgegen, als ich zum Nebenstall kam. Ich begrüsste sie mit einem Karottenstück und öffnete die Boxentür, um ihr ihr blau grünes Halfter überzustreifen. Sie war etwas ungeduldig und wollte bereits an mir vorbei aus der Box laufen, doch ich stupste sie in die Brust und schickte sie zurück. Warten war eine wichtige Lektion für junge Pferde. Als nächstes band ich sie am Holzgeländer an und begann mit dem Striegeln. Sie genoss es mit gespitzter Lippe, denn sie verlor reichlich Winterfell und es schien sie überall zu jucken. Sogar am Bauch, wo sie normalerweise etwas kitzlig war, liess sie mich diesmal ohne Schrumpelschnauze putzen. Ich kratzte auch die Hufe gründlich aus und kontrollierte, ob noch immer etwas Strahlfäule vorhanden war. Diese hatte sich im Winter hartnäckig immer wieder in kleinen Flächen gezeigt, sodass wir Bluebells Hufe immer besonders gut säubern mussten. Neben mir und Bluebell waren natürlich noch die anderen Reitponystuten angebunden. Lisa sattelte Blue Lady Liquor bereits. "Wie kannst du nur so schnell sein? Ich musste einen Kisseninhalt an Fell rausbürsten!", motzte ich an sie gewandt. "Ich kann's halt einfach", meinte sie schulterzuckend, begleitet von einem breiten Grinsen. Anne sah so aus, als hätte sie wiedermal nicht verstanden, was wir gesagt hatten. Ich half ihr rasch: "We talked about how it was even possible for Lisa to already finish this mess of a Wookie-shedding." Sie stiess ein stummes "Ah" aus und wandte sich wieder Sugar and Sweets zu. Zuhinterst war übrigens David, der stumm Sikas geschecktes Fell entstaubte. "Why so quiet, Dave?", fragte ich neckend. "You know exactly why", gab er zurück. "You can ride Bluebell the whole next month, so let me enjoy her a little bit longer", befahl ich. Bluebell war nunmal Davids Lieblingspferd und er verschränkte gespielt beleidigt die Arme. Wir konzentrierten uns wieder auf das Bereitmachen. Ich bandagierte Bluebells Beine zur Sicherheit - denn wir wollten tatsächlich mit den Ponys auf die Rennbahn. Das Training diente dem Konditionsaufbau, aber in erster Linie auch einfach dazu, die Ponys mal so richtig laufen zu lassen. Auf die Rennsättel (oder eher die Trainingssättel) mussten wir aber verzichten, denn die waren für die Vollblüter ausgelegt. Stattdessen nahmen wir einfach die normalen Springsättel. Auch die anderen Bandagierten die Beine und wir montierten allesamt Vorgeschirre, damit die Sättel nicht verrutschen konnten, wenn sich die Rennponys streckten. Als alle bereit waren, machten wir uns auf den Weg zur Bahn. Doch weit kamen wir nicht, als eine vertraute Stimme hinter uns rief: "Wartet auf mich!". Ich brauchte mich nichtmal umzudrehen, um zu wissen, dass uns Lily mit Snottles Peppermint im Schlepptau gefolgt war. Sie hatte sich fest in den Kopf gesetzt, Peppy für Shettyrennen zu trainieren. Sein Wochen übte sie und baute Peppys Kondition auf. Ich hatte das Shetland Pony sogar scheren müssen, denn mit dem dichten Winterpelz hätte es viel zu stark geschwitzt. Beim Nordstall stiessen auch noch Darren und Baccardi zu uns. Somit waren alle Deutschen Reitponys startbereit, ausser Donut. Der hatte sich beim Toben auf der Weide eine Zerrung geholt, die laut TA noch etwas länger Ruhe brauchte. Für ihn gab es daher im Moment nur Spaziergänge und Bodenarbeit. Wir wärmten unsere Ponys gründlich ein und reihten uns dann zu einem freien Start auf. Auch Peppy und Lily stellten sich neben uns. Als es losging, konnte die Shettydame mit ihren kurzen Beinen aber nicht wirklich mithalten und fiel bald zurück. Wir versuchten ein gescheites Intervalltraining in Form eines kleinen Trainingsrennens aufzugleisen, was aber gar nicht so leicht war, denn die Ponys wollten am liebsten einfach nur im Jagdgalopp über das Gras preschen. Auch ich hatte meine liebe Mühe, Bluebell vor dem Sprintteil etwas zurückzunehmen und dann kontrolliert schneller werden zu lassen. Zuletzt gaben wir ihnen den Kopf frei, einfach nur aus Neugier, wer denn nun als erstes ins Ziel kommen würde. Es endete in einem knappen Kopf-an-Kopf zwischen Sweets und Bluebell, wobei Sweets die Nase vorn hatte. Zufrieden klopfte ich Bluebell auf den Hals und liess sie austraben. Wir ritten zurück zu Lily und Peppy, die ihren eigenen Trainingsplan eingehalten hatten. "Und? Wie lief sie?" "Ach ganz okay, am Start müssen wir noch etwas arbeiten", stellte Lily fest. Wir ritten gemeinsam zurück zu den Ställen und wuschen die Ponys, die es bei den Frühlingshaften Temperaturen nach der Anstrengung nötig hatten. Dann gingen wir alle zusammen an der Hand mit ihnen grasen, wobei auch Donut wieder dabei war. Die beiden Hengste verhielten sich übrigens brav neben den vier Stuten - das hatten wir ja auch lange genug trainiert.
    31 März 2017

    Occulta
    [​IMG] Military L-M
    für River's Blue Lady Liquor, Donut, Silverangel, Baccardi, Sika, Calico und scs Bluebell

    Eine anstrengende, aber spassige Dressurstunde hatte ich schon hinter mir – als nächstes folgte Geländetraining. Dieses brauchten heute besonders die Reitponys. Wir waren daher gleich mit einer ganzen Gruppe unterwegs, bestehend aus Lychee, Silver, Sika, Bluebell, Baccardi, Donut und – als einziges nicht-Pony – Calico. Ich selbst ritt auf Donut. Das Gewitter von vorhin hatte sich bereits wieder verzogen, beziehungsweise gab nun dem nächsten Dorf eine Dusche. Wir waren darüber nicht wütend. Allerdings war das Gras noch ganz nass, sodass wir zur Sicherheit Stollen einschlugen und beschlossen vorsichtig zu reiten. Ich machte meinen schwarzen Ponyhengst im Nordstall bereit und führte ihn dann zur Ovalbahn, in deren inneren sich unsere kleine Trainingsstrecke befand. Sie war zwar wirklich bescheiden, aber beinhaltete doch die wichtigsten Hindernisse zum Üben. Und da nur Bluebell bereits auf M Klasse trainiert werden musste, brauchten wir nicht extra auf die auswärtige Militarystrecke zu fahren. Wir stellten alle verstellbaren Hindernisse zunächst auf die kleinstmögliche Stufe. Im Verlaufe des Trainings erhöhten wir für Lychee und Donut auf 1 Meter, für die anderen auf 1.10 Meter. Mit Bluebell übten wir vor allem an den Hindernissen, die sie noch etwas zögerlich übersprang. Für Sika war ein einfacher Baumstamm das unheimlichste, für Silver hingegen war es das Wasser. Wir trainierten eine halbe Stunde lang intensiv, doch hörten auf bevor die Pferde müde wurden. Denn dann wurde es gefährlich, mit den grösstenteils massiven, festen Hindernissen. Ich liess Donut am Ende auf der Ovalbahn austraben und lobte ihn ausgiebig. Dann gingen wir noch ein wenig Spazierreiten im Schritt, während wir Reiter ausgelassen plauderten. Schliesslich spritzte ich Donut gründlich ab, damit er keinen Schweiss mehr im Fell hatte. Er genoss das kühle Wasser, denn es war bereits wieder heiss geworden seit dem Gewitter, und zudem ziemlich schwül. Auch das Abspritzen am Kopf machte ihm nichts aus. Neben mir wusch David auch Baccardi, der das ganze aber nicht so sehr mochte. Ich schmunzelte, als er ungeduldig scharrte.
    31 Juli 2017

    Occulta
    [​IMG] A-L
    scs Bluebell, River’s Blue Lady Liquor, Silverangel, Sika, Fake xx, PFS’ Ljúfa, PFS’ Dancin’ to Jazz, Donut, Baccardi, Vychahr, Flintstone, Calico, Areion, Diarado, Circus Dancer, Co Pilot de la Bryére

    Alle waren fleissig am Pferdeputzen. Anlass dazu gab das heutige Distanztraining, bei dem wir unsere Sportpferde auf einem mehrstündigen ‚Ausritt‘ ein wenig fitter machen wollten. Wir waren eine ganz schön grosse Gruppe; 16 Pferde insgesamt. Da brauchte es schon etwas mehr Organisation und Vorbereitung als bei einem gewöhnlichen Spazierritt. Zum Beispiel hatten Jonas, Lewis und ich im Voraus abgeklärt, welche Strassen am wenigsten befahren sein würden und wo wir am wenigsten Spaziergänger stören konnten. Wir wollten schliesslich das gute Verhältnis mit den Anwohnern in den Dörfern rund um Birmingham aufrechterhalten. Ich war schon gespannt, ob wir überall gut durchkommen würden und wie die Pferde sich benahmen. Ich hatte mir für heute meinen Liebling Co Pilot ausgesucht, dem das Training sicherlich gut tun würde, angesichts dessen, dass wir zukünftig mit ihm auch etwas mehr Military machen wollten. Dasselbe galt für Vychahr, der zwar eher dressurgezogen war, aber auch dafür schadete eine gute Kondition sicherlich nicht. Und natürlich kam auch Diarado mit, aus demselben Grund wie Pilot. Aus dem Nordstall waren ansonsten noch Flintstone, die Reitponys Donut und Baccardi, Dancer, Calico und schliesslich Areion dabei. Allerdings heute nicht mit Lily, denn die hatte einen anderen Job gefasst. Da Jonas zu schwer für seine Hackneypony Stute Fake war, hatten die beiden kurzerhand Rollen getauscht und so musste Jonas nun mit dem wolligen Tinker auskommen. „Was hab ich mir da nur wieder angetan?“, rief Jonas entsetzt aus, als er das Fell des Tinkers sah. Es war, wie konnte es auch anders sein, mit einer halbtrockenen Schicht grauem Schlamm überdeckt. „Dein Ernst?? Ich glaube ich spanne Fake doch ein.“ „Vergiss es, dann musst du alleine gehen. Das wird sonst zu umständlich, dauernd auf dich und das Sulky Rücksicht zu nehmen“, stellte ich klar, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Jonas holte Areion raus und spickte symbolisch ein Dreckklümpchen von seiner Kruppe. Dann seufzte er laut und schnappte sich den Federstriegel aus der Putzkiste. „Wo soll ich denn hier bitte anfangen?“ „Hör auf zu jammern, Pilot hat sich auch paniert.“ „Aber der hat wenigstens kurzes Seidenfell! Da fällt der Dreck ja schon fast von alleine ab“, beharrte Jonas, während er mit dem Striegeln begann und nach kurzer Zeit wegen des aufgewirbelten Staubes eine Hustenattacke bekam. „Du musst das Zeug nicht inhalieren“, neckte ich ihn lachend, und begann auch Pilot abzuschrubben. Darren, Anne und Alan, die direkt neben uns ihre Reittiere putzten, schmunzelten über unsere sinnfreie Unterhaltung. „Hey, an welche Körung melden wir Flint jetzt eigentlich an?“, fragte Alan während dem Hufeauskratzen. „Stimmt ja, den könnte man eigentlich bald nennen… Vom Können her ist er ja schon längstens soweit. Ich werde mich in nächster Zeit mal darum kümmern“, beschloss ich laut. Rita meldete sich von zuhinterst und meinte: „Calico könnte man wohl mittlerweile auch kören lassen, dann kannst du ihn endlich für die Zucht brauchen.“ „Wär schon toll, ja. Dod bringt zwar sehr gute Fohlen, aber etwas Abwechslung würde wohl nicht schaden.“ Calico kam heute mit, obwohl er eigentlich schon viel weiter in Distanz ausgebildet war als die anderen. Rita und er wollten die Route in einem höheren Tempo absolvieren und würden vorausreiten. So konnten sie uns auch gleich vorwarnen, falls unterwegs ein unerwartetes Hindernis auftauchen sollte.

    Als wir endlich alle Pferde sauber bekommen hatten, sattelten wir sie und trafen uns dann mit den anderen Pflegern draussen vor dem Nordstall. Die meisten standen schon bereit, aber man sah sofort, wessen Pferde ihren Weidegang am meisten genossen hatten. Fake glänzte wie frisch geölt, trotz des beginnenden Fellwechsels. Jonas schielte missmutig zu ihr und Lily rüber, und ich konnte seine Gedanken förmlich von seinem Blick ablesen. Ich erlaubte mir ein halb verkniffenes Schmunzeln und stieg auf den Rücken von Pilot. Ich rief meine Hunde Zira und Sheela zu mir, damit sie zwischen den vielen Pferden nicht unter die Hufe kamen. Jacky kam nicht mit, weil sie zu kurze Beine hatte und ich befürchtete, dass sie nicht mithalten könnte. Bluebell tänzelte etwas ungeduldig und steckte damit prompt auch Lychee an, indem sie sie mit ihrem Popo wegdrängte. Lychee quietschte verärgert und wollte Bluebell bereits ihr eigenes Hinterteil zuwenden, aber David hinderte sie daran und ritt sie etwas weiter nach vorne, um dem Ärger aus dem Weg zu gehen. Na das fängt ja gut an, dachte ich im Stillen. Es war eindeutig Zeit loszureiten. „Where’s April? Ahh, there she comes. Allright, let’s go”, sprach ich, und führte die Gruppe zusammen mit Darren und Diarado an. Calico und Rita liessen uns wie abgemacht nach den ersten zehn Minuten zurück und ritten ein ansprichsvolleres Tempo. Ich sah ihnen lange nach und dachte an die Zeit zurück, in der Rita den Criollo nichtmal anständig führen konnte. Nun waren sie so ein eingespieltes Team. Ein Anflug von Stolz überkam mich, wenn ich so darüber nachdachte, dass ich ihr damals die ersten Reitstunden gegeben hatte.

    Die unerfahrendste in unserer Gruppe, Ljúfa, hatte noch am meisten Mühe mitzuhalten. Zusätzlich erschwerend war, dass sie etwa doppelt so viele Schritte machen musste wie die Grosspferde. Am Anfang des Ritts merkte man noch nichts davon, doch gegen Ende war sie ziemlich nassgeschwitzt und atmete schwer. Lisa beschloss daher, ihr nochmals eine Pause zu geben und danach im Schritt zurück zu reiten. Ich stimmte dem zu und liess zur sicherheit auch Lewis mit Jazz warten, damit sie nicht alleine zurückreiten musste. Pilot trabte auch auf den letzten Strecken zurück zum Hof noch frisch und kraftvoll – ich hatte seine Ausdauer wohl ziemlich unterschätzt. Ich klopfte ihm stolz auf den Hals, als wir wieder die Grasrennbahn überquerten und durch die Tannen ritten. Er streckte sich eifrig und trug den Schweif leicht angehoben. Sika machte sich bei unserer Rückkehr laut bemerkbar, indem sie nach Sweets rief. Eine Antwort bekam sie auch, wenn auch nur eine leise. Die beiden Stuten, die direkt nebeneinander im Nebenstall standen, klebten für meinen Geschmack schon etwas zu sehr aneinander. Daran würden wir wohl noch arbeiten müssten. Ich beobachtete nach dem Absteigen, wie Silver sich genüsslich den Kopf an Robins Schulter rieb. Die junge Pflegerin wurde dabei fast weggeschubst und musste sich Mühe geben, um standhaft zu bleiben. Robin bemerkte, dass ich sie beobachtete und sah unsicher weg, besann sich dann aber eines besseren und lächelte mir verlegen zu. Sie kämpfte immernoch mit ihrer Schüchternheit, aber es wurde langsam besser. Wir versorgten die Pferde und ich bot Zira und Sheela eine Schüssel Wasser an, damit sie nach dem langen Spaziergang ihren Durst stillen konnten.
    31 Aug. 2017

    Kür

    Für Bluebell gab es heute eine gerittene Kür. Sie war an ihrer ersten Stutenkörung und wir hofften natürlich das Beste. Da sie auf mich keinen besonders aufgeregten Eindruck machte, rechnete ich uns gute Chancen aus. Ich hatte Bluebell am Anhänger angebunden und sattelte sie gerade. Zuerst legte ich die weisse Schabracke auf, dann folgte Bluebell’s Springsattel. Ich zog den Gurt erst ins zweite Loch, damit ich keine Haut einklemmte. Dann zäumte ich die Reitponystute und führte sie zum Abreitplatz. Wir kamen an einem schwarzen Anhänger vorbei. Gerade als ich auf dessen Höhe war, führte eine andere Teilnehmerin eine schwarze Stute dahinter hervor, ohne nach vorne zu schauen. Unsere beiden Pferde stiessen beinahe zusammen und die schwarze Stute zickte Bluebell mit drohend plattgelegten Ohren an. Die fremde Reiterin murmelte irgendwas Abschätziges im Stil von „geht’s noch?“. Ich schüttelte genervt den Kopf und lief gleichgültig weiter. Auf solche Leute brauchte ich mich gar nicht erst einzulassen, das war bloss Verschwendung meiner gerade jetzt so kostbaren Nerven. Ich stieg auf, als ich beim Sandplatz angelangt war und begann mit dem Einwärmen. Die Zeit reichte auch für einen erfrischenden Galopp, bevor Bluebell’s Nummer aufgerufen wurde. Wir wechselten zum Kürplatz und ich grüsste beim Einreiten die Richter. Dann trabte ich an und begann mit der Kür. Bluebell lief zuerst etwas angespannt, lockerte sich aber im Verlaufe der Kür zunehmend, bis sogar ihre Ohren zu wackeln begannen. Ich gab mir extra Mühe sie in der korrekten Anlehnung zu halten, denn Bluebell wollte sich ab und zu daraus lösen um ins Publikum zu schielen. Trotzdem achtete ich darauf, dass wir eine geschmeidige Verbindung hatten und sie nicht zu eng wurde. Die junge Stute machte ihre Sache sehr gut und bog sich besonders in der Zehnmeter-Volte schön. Aber auch auf der Diagonalen blieb sie gerade und vergrösserte die Tritte etwas. Wir galoppierten beim Buchstaben A an und machten eine ganze Runde auf der grossen Volte, ehe wir aus der Volte wechselten und den Galopp auf der anderen Hand zeigten. Danach liess ich Bluebell einen Schrittübergang machen und etwas strecken, jedoch nur so viel, dass sie nicht auf die Vorhand kippte. Auch im Schritt machten wir nochmal einen Seitenwechsel durch die Breite der Bahn. Danach ritt ich im Trab vor das Richterpult, hielt an und grüsste die Richter abermals. Zufrieden klopfte ich Bluebell auf den Hals und verliess mit ihr am langen Zügel den Platz. Beim Anhänger sattelte ich sie ab und liess sie dann am Wegrand grasen, bis die Resultate verkündet wurden.
    2'596 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

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    Zuletzt bearbeitet: 25 Nov. 2017
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  4. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Snoopy aka. Stefanie Westside mit...

    Mikado
    [​IMG]
    Steckbrief
    Mikado



    Rufname: -

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    Aus der: Mikanja
    MM: Kariba
    MV: Mirioli

    Von: Domino
    VM: Diamant
    VV: Donino


    Geburtsdatum: 06.03.2013
    Geschlecht: Stute


    [​IMG]
    Rasse: Englisches Vollblut
    Rassetyp: Vollblut


    Fellfarbe: Seal Brown Roan, Ee/Aa/nRn
    Abzeichen:
    Unregelmäßige Blesse | v.l. Weißer Kronenrand, v.r. Halbweiße Fessel | h.l. Halbweiße Fessel
    Langhaar: Schwarz
    Augenfarbe: Dunkelbraun
    Stockmaß: 1,52 m



    Letzte Tierarztbesuch: 16.03.2015
    Letzte Hufschmiedbesuch: 13.03.2015


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    Charakter:
    schüchtern, leicht ängstlich, lernwillig, treu, intelligent, verschmust, ein wenig hibbelig, fleißig, verlässlich
    Beschreibung:
    Mikado hat einen ganz eigenen Charakter, den man nicht so oft bei Vollblütern sieht. Sie hat viel Potenzial von ihren Eltern geerbt, doch aus irgendeinen Grund Scheue entwickelt. Man vermutet, das sie sich früher mal ziemlich erschrocken hat, man sagt. das eine Schubkarre neben ihrer Box umfiel und sie dies als junges Fohlen ziemlich erschrak. Seitdem ist die Kleine ziemlich ängstlich geworden und es hat sich daraus Scheue gebildet, da man es nicht so früh bemerkt hatte. Man muss also mit ihr daran Arbeiten, ihr Vertrauen gewinnen, um aus ihr was zu machen. Den schon als junges Fohlen merkte man ihr an, wie fleißig und verlässlich sie eigentlich ist. Schmusen scheint sie wohl auch zu mögen, den das tat sie oft bei ihren alten Zuhause, aber meist nur mit einer bestimmten Person. Mikado hat nichts Schlechtes erleben müssen, bis auf diesen einen Vorfall, der ihr noch in den Knochen sitzt. Aber was man sonst noch von ihr weiß, dass sie eine kleine Intelligenz-Bestie ist den schon im Fohlenalter lernte sie schnell und fleißig.

    Geschichte:
    Mikado kam auf einen sehr erfolgreichen Vollblutzuchtgestüt auf die Welt und genoss Pflege vom feinsten, seitdem sie ein Jungpferd ist, steht sie zum Verkauf, also noch nicht sehr lange. Dazu fand sie schnell ein neues Heim und tretet jetzt in die nächsten Schritte ihres Lebensalters!



    Reitweise: Englisch
    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: -


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    Im Besitz seit: 09.03.2015

    Besitzer:
    Snoopy
    Vorbesitzer: -
    VorVorbesitzer: -



    Maler: Occulta
    Ummaler: -

    Fohlenmaler: -
    Großmaler: -

    VKR: Occulta


    Reitbeteiligung: -


    [​IMG]
    Zucht Platz: -
    Gekört? Nein

    Decktaxé: ...


    Nachkommen: //

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    Galopprennen: E A L M S S* S** S**
    Western
    Springen

    Militairy: E A L M S S* S** S***
    Dressur
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Fahren
    Gang

    Wendigkeit: E

    Rot: Training | Grün: Schleife | Blau: Beides

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    SW432 1D & 1D/2D Pferde
    -
    331. Galopprennen (3.Platz)
    333. Galopprennen - Aus.1 (1.Platz)
    335. Galopprennen (3.Platz)
    340. Galopprennen (1.Platz)
    378.Galopprennen (2.Platz)
    -
    290. Distanzturnier (2.Platz)
    291. Distanzturnier (1.Platz)
    294. Distanzturnier (3. Platz)
    310. Distanzturnier (1.Platz)
    313. Distanzturnier (1.Platz)


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    PNG normal | PNG zerstückelt | Offizieller Hintergrund
    -
    Hufschmiedbericht vom 03.10.2017
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    Ausschneiden & Korrigieren | 4x Aluminiumeisen

    Heute war mal wieder eins meiner Pferde dran. Mikado bekam heute neue Aluminiumeisen, da ihr eines vor kurzen auf der Weide ausgebrochen war, musste ich erstmal ihr Huf Ausschneiden und bei den anderen Kanten verbessern, sowie neue Eisen rauf, da sie nun doch mal soweit waren gewechselt zu werden.
    Somit holte ich die Vollblutdame aus der Box und betüddelte sie erstmal, wegen ihren letzen Siegs in Distanz. Da waren die Eisen noch in Ordnung. Aber gut das war jetzt nicht die Hauptsache, also schnappte ich mir mein Werkzeug und begann die restlichen Nägel aus Mikados Vorderhuf rauszuholen. Dann begann ich erstmal mit dem Neu Zuschneiden des Hufes, begradigte die raus gebrochenen kleinen Kanten und machte die Ränder von den Nägeln glatt und kümmerte mich dann um das neue Eisen. Ich hatte die Aluminium Eisen schon gestern vorbereitet also musste ich sie nur noch befestigen und die alten entfernen. Also fing ich gleich mit dem ersten Hufeisen an machte es mit dem speziellen Nägeln fest. Dann ging ich zum nächsten Huf und nietete die Nägel auf, ehe ich mit der Zange das Eisen abnahm und in einen Eimer warf. Nun begradigte ich die Kanten und nahm mir dann das zweite Eisen. Hier begann ich auch gleich mit dem Befestigen und stellte ihr Huf wieder ab. Danach wand ich mich an das dritte Huf und begann es gründlich zu säubern. Dann entfernte ich das alte Eisen und schnitt das Huf wieder zurecht. Als das getan war, nahm ich mir eines der Aluminium Eisen und befestigte dieses am Huf. Nun kam das letzte Huf und ich begann damit es aufzunieten und dann abzunehmen. Dann nahm ich wieder Raspel und Hufmesser zur Hand und schnitt das überstehende Horn weg, ehe ich mit dem begradigen begann. Als dies getan war, nahm ich mir das Eisen zur Hand und begann es festzunageln. Nachdem die Nägel drin steckten, kürzte ich sie und hämmerte sie an den Hufrand, ehe ich sie nochmal festnietete und dann einen Stallburschen bat, mit Mikado eine Runde zu gehen. Als die Bewegungen mir dem Pferd übereinstimmten, konnte ich sie als Fertig abstempeln und zufrieden meine Sachen wegräumen.

    2084. Zeichen
    -
    Tierarztbericht vom 16.10.2017
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    4027 Zeichen

    Nach längerer Zeit war ich mal wieder in Kanada unterwegs. Ich mochte dieses Land sehr und jetzt im Herbst erstrahlte es umso schöner. Am Nachmittag kam ich bei Stefanie Westside an, wir begrüßten uns und sie zeigte mir sogleich ihre Pferde, meine Patienten für heute. Es handelte sich hierbei nur um Routineuntersuchungen, da die vier Pferd zur Körung sollten. Stefanie bereitete mich darauf vor das es sich um eher ängstliche und schüchterne Pferde handelte und so konnte ich mich schon ein wenig auf die bevorstehende Situation einstellen. Sie stellte mir zuerst eine Vollblut Stute namens Mikado vor. Ihr Blick verriet schon einiges, sie war unsicher und wusste gar nicht wie sie mit der Situation umgehen sollte. Ich machte mich mit ihr bekannt, ließ sie schnüffeln, redete ruhig mit ihr und streichelte ihr den Hals entlang und fing so schon mit dem Abtasten an. Das ganze eher spielerisch das die Stute gar nicht merkte das die Untersuchung schon begann. Ab und zu bewegte sie sich ein paar Schritte von mir weg, aber ich gab ihr das Gefühl das alles in Ordnung war und lobte sie überschwänglich bei jeder Kleinigkeit wenn sie ruhig stand. Beim Abhören mit dem Stethoskop fand sie die Gerätschaft erst ziemlich mysteriös, ließ es aber dann über sich ergehen. Ich ließ sie mir dann im Schritt und Trab vorführen und zum Schluss wurden noch Impfungen aufgefrischt. Den kleinen Pieks fand sie natürlich gar nicht lustig und machte ein ziemliches Theater, aber da musste sie schnell durch und wurde dann umso mehr gelobt.


    Als nächstes kam ein Reitpony Hengst namens Don Quichoté. Er gefiel mir auf Anhieb sehr gut und er zeigte sich auch gleich von seiner sehr selbstbewussten Art, typisch Hengst eben. Auch mit ihm machte ich mich bekannt und ließ ihn mir zuerst im Schritt und Trab vorführen. Vom Bewegungsapparat sah alles gut aus und so machte ich mit dem Abtasten weiter. Don interessierte es wenig was ich da an ihm machte, viel mehr interessierte er sich für alles andere was um ihn herum geschah und vor allem wenn sich mal eine Stute blicken ließ. Da wieherte er und reckte und streckte sich und stellte sich zur Schau wie es nur ein Hengst konnte. Stefanie und ich mussten beide schmunzeln über sein Verhalten. Herz, Lunge usw. war schnell abgehört und eine Spritze bekam er auch noch.


    Als nächstes kam noch ein Ponyhengst. Zipje, auch einer von der eher schreckhaften Seite, näherte sich zunächst mir vorsichtig und wich dann doch vorsichtshalber wieder zurück. Man merkte schon beim Abtasten das er sofort zusammen zuckte wenn man ihn berührte, aber mit ein paar beruhigenden Worten hatten wir das gut unter Kontrolle. Ich machte alles sehr bedacht und ruhig mit ihm und zeigte ihm alles zum beschnüffeln, wie auch das Stethoskop. Es war fast so als ob er mir immer ein OK geben würde, das ich ihn jetzt damit berühren darf. Wir zwei hatten unsere Taktik gefunden und er war auch weniger gestresst. Mit viel Lob bekamen wir dann auch die Spritze rein. Bevor ich ihn entlassen konnte, durfte auch er nochmal im Schritt und Trab den Weg entlang laufen und war dann fertig für heute.


    Als letzte Patient für heute kam noch der Hengst Enjoy It With Me an die Reihe. Ein hübscher Tigerschecke und, im Gegensatz zu den anderen, sehr neugierig und interessiert an mir. Sie war mit ihrem Kopf ständig in meiner Nähe, stupste mich an oder knabberte an meiner Jacke. Stefanie hielt sie zwar fest, aber sie konnte sie nicht immer davon abhalten. Ich tastete die Wirbelsäule und die Beine ab, hörte Herz und Lungenfunktion ab und bereitete dann die Impfung vor. Als ich die Spritze ansetzte versuchte die Stute doch tatsälich kurz nach mir zu schnappen, nicht böswillig, eher so wie wenn man eine Mücke verscheucht. Stefanie und ich lobten sie dann ausgiebig und auch sie drehte dann nochmal ihre Runde. Alles war in bester Ordnung.


    Ich gab Stefanie dann noch für alle Pferde Wurmkuren mit und übergab ihr die Untersuchungsberichte das es keinerlei Befunde gab und nichts im Wege stand warum sie nicht zur Kür gehen könnten.
    -
    Trainingsberichte (Galopprennen E-A)
    Mountain Ridge Ranch
    Galopprennen von E Niveau auf A Niveau



    Heute war hatte ich total Zeitstress schließlich sollten heute einige Pferde ankommen und jetzt kommt aber erst noch Snoopy mit ihrer Stute. Zum Glück sollte ich sie im Galopprennen aufstufen. Da man Pferde im Rennen nicht ausbilden kann, sondern es ausschließlich um die Schnelligkeit und Zeit geht, ist das immer eine schnelle Sache. Ich hoffe einfach, dass Snoopys Stute schnell genug ist, sonst kann ich sie leider nicht aufstufen. Da kam sie auch schon auf den Hof gefahren und ich war echt gespannt. Schnell lief ich zu Snoppy hin „herzlichen Willkommen im Ausbildungscenter der Mountain Ridge Ranch!“ begrüßte ich sie. „Danke, ich hoffe das klappt heute gut.“ meinte Snoopy lächelnd. Lange wollten wir auch nicht mehr warten und schnell holte sie ihre Stute aus dem Hänger „Eine super schöne Farbe!“ gab ich zu. Wir machten sie zusammen fertig und Mikado schien entspannt zu sein. Ich ging mit den beiden zur Galoppbahn und stieg dort auf. „Also, ich reite sie warm und dann hat sie 2 Proberunden und ab dann hat sie 3 Chancen die benötigte Zeit zu erreichen!“ erklärte ich und ritt im Schritt los. Mikado war aufmerksam, sie inspizierte die Umgebung und schnaubte etwas aufgeregt. Jetzt kam ihr Vollbluttemperament raus, ich merkte das sie los wollte. Wieder beim Start angekommen galoppierte ich sie an und sie preschte los, aber ich hielt sie noch zurück. Die Umgebung flog trotzdem an uns vorbei und ich konnte merken wie sie sich langsam entspannte. Nach der zweiten Runde hielt ich nochmal bei Snoopy an und bat sie die Zeit zu stoppen. „3..2..1..Los!“ und ich und Mikado preschten los. Ich hielt sie nicht zurück und meine Güte waren wir schnell, ich hatte das Gefühl ich war gerade erst los geritten, da sah ich die Ziellinie auch schon. Als wir dieser erreicht hatten hielt ich an und sah Snoopy an „und?“ Sie nannte mir die Zeit und ich musste lächeln „Geschafft! Ich darf sie hiermiit hochstufen.“ „Warte mal, wir sind erst seit 3 Stunde hier!“ Snoopy sah mich mit großen Augen an und ich stieg ab. „Ja, aber sie hat die benötigte Zeit erreicht und somit darf ich sie aufstufen.“ meinte ich und bat sie Mikado transportbereit zu machne während ich das Zertifikat holte. Wieder auf dem Hof war es auch schon Zeit sich zu verabschieden und man sah Snoopy an wie sehr sie sich freute. „Euch noch weiterhin viel Glück!“ meinte ich und winkte ihnen hinterher. (2.386 Zeichen)

    Die Kür

    Ein Krächzen erklang, während die Roanstute leicht nervös aufschnaubte. ,,Alles in Ordnung meine Süße!", flüsterte die Reiterin ihren Pferd ins Ohr, während dieses aufmerksam zuhörte. ,,Wir bitten nun die Startnummer 3, Mikado geritten von Stefanie Westside, in die Halle!", hallte es durch die silbernen Lautsprecher.
    Die Reiterin holte tief Luft und nahm die braunen Zügel der Trense auf. Sie schnalzte und das Englische Vollblut unter ihr trabte an und die Reiterin versammelte ihre Roanstute und hielt beim Mittelpunkt der Halle an. Ihr Blick wanderte zu den Richtern und sie nickte diesen freundlich zu, dann gab sie ihrer Stute Schenkeldruck und sie ging flotten Schritts vorran, die beiden vollführten eine Zirkelrunde und wechselten dann durch den Zirkel, um auch die andere Hand der Stute zu präsentieren. Mit einer eleganten Bewegung ritten die Beiden aus den Zirkel und trabten auf die Ganze Bahn. Mit federnden Bewegungen schwebte das Team aus Vierbeiner und Zweibeiner über den Boden, die junge Stute wand sich grazil in die Kurve und ließ ein kurzes Schnauben durch die Halle ertönen. Der Stute ihr Fell glänzte im Licht der strahlenden Sonne und die blonde Reiterin ließ sie nun durch die halbe Bahn wechseln, damit sie die rechte Hand präsentierten konnten. Als sie dann die Hand präsentiert hatten, schnalzte Stefanie wieder und die junge Stute viel in einen schnellen Galopp. Die Reiterin zügelte sie kurz und schon viel sie in ein langsameres Tempo. Vollblüter hatten es halt in sich, sie waren da ein wenig temperamentvoller. Auch wenn Mikado zu einer ruhigern Sorte mit etwas hibbeligeren Verhalten gehörte aber dennoch war sie gut zu bändigen, was man bei der Reiterin auch gut erkennte. Mit raumgreifenden Galoppsprüngen drehten wir nun Schlangenlinien durch die Halle und die Vollbutstute bog sich sanft in die langen Kurven hinein, ehe wir beim letzen Hufschlag auf die linke Seite wechselten und die Beiden hier noch einmal durch die Schlangenlinien ritten. Als nun die GGA auf beiden Seiten präsentiert worden war, wurden ein paar Stangen am Boden aufgestellt und zwei kleine Cavaletti's. Die Reiterin parierte ihre Stute zum Trab durch und ließ sie über die Stangen traben, ehe sie ihr leichten Schenkeldruck gab und die 4 jährige in einen leichten Galopp viel. Die Cavalettis kamen schneller und die Vollblutstute vergrößerte ein wenig die Galoppsprünge, ehe sie absprang und mit Leichtigkeit über das Hindernis flog. Auch das zweite Hindernis nahm die Stute mit Bravour, sanft lenkte nun die Reiterin ihr Pferd in eine Volte, ehe sie zur Mitte der Halle zurück trabten.
    Mit einen leichten Nicken des Kopfes verabschiedtete sich nun die blonde Reiterin von den Richtern, ehe sie ihrer Stute das Kommando zum Schritt gab und unter lauten Applaus am langen Zügel aus der Halle verließ. Draußen angekommen, stieg die Reiterin von der 1,52 m großen Vollblutstute und umarmte sie glücklich. Das war ein guter Ritt!

    [2938. Zeichen | Mit Leerzeichen & ohne Überschrift | geprüft by lettercount.com | by Snoopy]


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    Zuletzt bearbeitet: 16 Okt. 2017
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  5. sadasha

    sadasha Gut Schwarzfels

    sadashas Teilnahme mit
    Estrada Dourada
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    Stute
    7 Jahre
    Rasse Morgan Horse
    Stockmaß/Endmaß 148cm
    Fellfarbe Gold Champagner
    Geno ee aa ChCh

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«


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    Charaktereigenschaften
    Fleißig, Menschenbezogen, Intelligent


    Vorgeschichte
    Der Name Estrada Dourada bedeutet so viel wie "Goldener Weg". Die Ausnahmestute wurde wie die schwarze Senda Oscura in Südamerika geboren, gezogen und ausgebildet. Gemeinsam mit ihr wurde sie nach Kalifornien verkauft, wo sie bestens für ihre Zukunft als Showpferd vorbereitet wurde. Nach der Auflösung des Phoenix Valley kam sie mit vielen anderen Pferden des ehemaligen Gestüts nach Deutschland zum Sportpferdegestüt Caenheide.

    Beschreibung
    Sie ist ein irre Arbeitstier. Sie lernt gut und ist aufmerksam. Wenig schreckhaft und fleißig. Ideal für die Feldarbeit. Da eine solche Schönheit aber nicht auf dem Feld verkommen soll, wird ihre Gabe für die Präzisionsarbeit in der reiterlichen Ausbildung genutzt. Der goldenen Stute macht die Arbeit Spaß und einmal ausgelastet ist sie so zufrieden, dass sie ohne zu fragen überall hin mitgehen würde. Sie fasst schnell Vertrauen, wenn man sich mit ihr beschäftigt und sie kommt einem stets mit ihrer Intelligenz entgegen, wenn sie etwas Neues lernen soll.
    Nicht nur die goldene Farbe macht Estrada Dourada zu einem wunderschönen Pferd. Auch ihr Körperbau entspricht dem, was man sich von einem Morgan Horse wünscht. Sie ist generell ein wenig kräftiger als Senda Oscura, aber kein bisschen weniger elegant. Sie hat vier sehr taktklare Gänge, aber nur wenig Talent zum Passlaufen. Der Hack ist vollkommen ausreichend und so wird das hier fehlende Talent in Zukunft kein Problem darstellen. Großes Talent zeigt Estrada Dourada bei der Kopfarbeit.


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen


    Western E A L M S
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Working Western: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1


    Distanz E A L
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3

    Fahren E A L M S

    Pleasure Driving: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Obstacle Driving: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Carriage Driving: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4


    Gangreiten E A L M S
    Saddle Seat: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Road Hack: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Parade: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

    [​IMG]
    Offiziell
    97. Gangturnier
    100. Gangturnier
    107. Gangturnier
    108. Gangturnier
    112. Gangturnier
    374. Westernturnier
    361. Westernturnier
    300. Fahrturnier
    372. Westernturnier
    300. Distanzturnier
    120. Gangturnier
    125. Gangturnier
    131. Gangturnier
    135. Gangturnier
    137. Gangturnier
    164. Gangturnier


    Inoffiziell

    keine

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«


    [​IMG]
    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

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    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 16
    HS 2
    TA 2
    Trainer 2
    Zubehör 2
    Gesamt 24


    Schleife
    SK

    Eingetragene Zucht Keine

    Besitzer sadasha (Franziska Ziegler)
    VKR/Ersteller Occulta


    Nachkommen
    keine


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

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    Letzter Tierarztbesuch 23. Oktober 2017
    Gesamteindruck sehr gut


    Letzte Zahnpflege 23. Oktober 2017
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung 23. Oktober 2017


    Letzter Hufschmiedbesuch 23. Oktober 2017
    Ausgeschnitten/Korrigiert Ja


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

    Offizieller HG | PNG | Puzzle-PNG
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    23. Oktober 2017 | 4160 Zeichen von Findu

    CMC Crownfield Medical Center

    Als der Wecker um 6 uhr morgens klingelte wusste ich bereits dass ich einen langen Tag vor mir hatte. Heute würde es mich eine Autofahrt nach Caenheide bringen wo ich einen Trakehnerhengst und eine Morgan Horse Stute von Franziska Ziegler untersuchen würde. Nach circa 2 Stunden Fahrt kam ich auf dem Anwesen der Ziegler´s an und machte mich vom Parkplatz auf den Weg in die Stallungen. Dort wurde ich bereits von Frau Ziegler persönlich empfangen. Ich lief nochmals zum Auto und nahm meine Untersuchungstasche und die Utensilien für die Zahnreinigung und lief wieder in den Stall. Frau Ziegler hatte den Trakehnerhengst Ostid OC bereits aus der Box geholt und war gerade im Begriff diesen festzubinden.
    Zuerst einmal hörte ich mir die Atemwege und die Verdauung des Hengstes an und konnte nichts auffälliger erkennen. Anschließend schaute ich mir die Schleimhäute und die Ohren an. Anschließend schaute ich mir noch das Fell an. Danach zog ich den Impfstoff entsprechend des Pferdegewichts aus der Ampulle in die Spritze und suchte dann die Ader im Hals. Als ich diese fand stach ich die Spritze in diese und injizierte den Impfstoff in die Blutlaufbahn. Anschließend drückte ich einen Wattebausch an die Einstichstelle und wartete einige Minuten. Danach taste ich alle Gliedmaßen ab und teilte Frau Ziegler mit, dass ich keine Veränderungen feststellen konnte. Danach wandten wir uns Estrada Dourada zu, einer wunderhübschen Morgan Horse Stute zu. Die Zahnreinigung würde ich für beide Pferde morgen durchführen, da die beiden durch die Impfung heute erst morgen sediert werden konnten. Auch bei der Schönheit in Gold Champagner tastete ich alle Gliedmaßen ab und besah mir Fell, Schleimhäute und Ohren genaustens an. Der Gesundheitszustand war ebenfalls ausgezeichnet sodass der Impfung nichts im Weg stand. Zuvor hörte ich jedoch auch hier die Verdauung und die Atemwege genaustens ab. Die Stute zuckte kurz mit den Ohren als ich das Fell mit der Nadelspitze durchstieß, war sonst jedoch furchtlos und lies die Behandlung ohne Zicken über sich ergehen. Für heute waren beide Pferde fertig.
    Am nächsten Morgen fuhr ich von der gemieteten Pension direkt zum Anwesen der Ziegler´s. Heute stand schließlich die Zahnreinigung von Ostid OC und Estrada Dourada an. Hatte ich gestern mit dem prachtvollen Trakehnerhengst begonnen, so machte heute die Morgan Stute den Anfang. Diese lies sich wieder brav spritzen und war recht schnell sediert, sodass ich mir das Gebiss nach dem Anlegen der Maulsperre ausreichend begutachten konnte. Ich stellte einige scharfkantige Stellen an den Zähnen fest und schliff diese ab.Mehr konnte ich in diesem Fall nicht tun, da die Zähne alle noch in einem altersentsprechenden Zustand waren und nichts gezogen werden musste. Ich lobte die Stute und instruierte Frau Ziegler über den Abklang der Sedierung und über die Maßnahmen welche bis zur völligen Aufnahme des Bewusstseins der Stute erfolgen musste. Dann packte ich alles zusammen und ging mit Frau Ziegler zum Hengststall. Dort angekommen baute ich erneut alles auf während Ostid OC geholt wurde. So ruhig der Hengst gestern auch gewesen war, so unruhig erschien er mir heute. Trotz Schnuppern an meiner Hand zappelte der Hengst beim injizieren des Sedativum etwas hin und her, so dass ich die Spritze 3 mal ansetzen musste. Anschließend musste ich nochmals nachspritzen da der Hengst scheinbar etwas gegen die Bewusstlosigkeit anzukämpfen schien. Als auch der Trakehner endlich ausreichend weggetreten war, legte ich die Maulsperre an und ertastete die einzelnen Zähne. Aufgrund des geringen Alters waren hier noch keine scharfkantigen Stellen vorhanden, jedoch etwas Zahnbelag, welchen ich mit meinem Werkzeug noch kurz beseitigte, eher der Trakehner auch schon die ersten Anzeichen für ein Erwachen zeigte. Ich lobte den Hengst, erklärte auch hier nochmals die Maßnahmen und erkundigte mich dann nach einem Eimer Wasser, um die Geräte vor dem Einpacken nochmals gründlich reinigen und desinfizieren zu können. Nach der Reinigung und dem Aufräumen der Geräte suchte ich Frau Ziegler nochmals auf um mich für Ihr Vertrauen zu bedanken und hinterlies Ihr eine Visitenkarte.
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    23. Oktober 2017 | 2615 Zeichen von sadasha
    Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht

    Nach einer langen Anreise aus England, kam ich endlich in Westdeutschland auf dem Gut Caenheide an. Ich war erstaunt wie sonnig es hier noch war, wo in den weitesten Teilen Europas nun der Herbst Einzug erhalten hatte. Als ich aus dem Wagen stieg zog ich also zuerst die dicke Jacke aus und lief dann quer über das Gelände, bis ich auf einen Herrn traf, der wohl zum Gestüt gehörte. Zumindest trug er eine Jacke mit dem Gestütsnamen hinten drauf. Höflich grüßte ich ihn und stellte mich vor. „Großartig, Mr. Crowley. Dann kommen sie mal mit.“ Leon Ziegler deutete mir an ihm zu folgen. Auf den Weiden standen vier Stuten und im Stall warteten noch zwei Hengste, die behandelt werden sollten. „Lass uns mit den Hengsten starten.“ schlug ich vor. Es stellte sich auch als gut heraus, das Ganze so anzugehen, da die Hengste frisch vom Training kamen und entsprechend müde waren. So machten sie keine Anstalten und ließen sich ohne Probleme den Beschlag erneuern. Ostid OC und Cadeau wurden nachdem sie frisch beschlagen wurden in ihre Boxen entlassen. Während Leon die erste Stute von der Weide holte und grob die Hufe reinigte, baute ich meinen Arbeitsplatz draußen auf. „Die beiden ersten werden nicht beschlagen.“ warf Leon ein, bevor er mir Estrada Dourada vorführte, damit ich etwaige Fehlstellungen identifizieren konnte. Sie hatte keine, wenngleich sie ihre Hufe sehr steil abnutzte. Natürlich gab ich Leon darüber Bescheid, doch noch bestand kein Handlungsbedarf. Einige Minuten später, konnte die goldene Stute zurück auf die Weide und eine schwarze folgte. Senda Oscura sollte ebenfalls Barhufer bleiben. Ihre Hufe verhielten sich ähnlich wie die ihrer Freundin. Sie waren aber härter und blieben etwas länger in ihrer Form wenn sie, wie heute, einmal gut ausgeschnitten wurden. Zuletzte kümmerte ich mich um May Bee und Yuno. Die beiden Fuchsstuten erinnerten mich stark an den Fuchshengst Ostid OC, den ich am Vormittag schon neu beschlagen hatte. Leon versicherte mir jedoch, dass sie nicht verwandt waren. Beide Stuten waren bislang Barhufer, bekamen aber heute einen Sportbeschlag verpasst. Ich gab Leon noch einige Anweisungen, die er beachten sollte. Sollten sich irgendwelche Auffälligkeiten zeigen, so musste er lieber zu früh, als zu spät handeln und die Eisen wieder abnehmen lassen. Grundsätzlich war das aber eine Seltenheit und auch die Hufe der Fuchsstuten waren in einem so guten Pflegezustand, dass ich mir da keine Sorgen machte. Wir halfen uns noch gegenseitig beim Aufräumen des Hofes und Wegräumen meiner Werkzeuge, bevor wir uns voneinander verabschiedeten und ich die Heimreise antrat.
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    30. April 2017 | 1909 Zeichen von Rinnaja
    Ausbildungscenter Beacon Lodge | Western E-A


    Ich hatte die Woche viel zu tun so auch bei Lucius Jenkins. Er bat mich ebenfalls zwei seiner Pferde zu trainieren erst mal Estrada Dourada und Senda Oscura. Die eine Stute brauchte Training in Western und die andere wiederrum in Gang. Ich hatte noch nicht viel Erfahrung mit Gang wollte es aber mal versuchen. Natürlich fing ich mit Senda an und holte sie von der Weide um sie fertig zu machen. Lucius zeige mir wo ich ein wenig arbeiten konnte mit Senda und mit ihr ein wenig Gangreiten trainieren konnte und dafür brauchte ich eine lange grade Strecke. Also ritt ich mit Senda ein wenig und übte um ihren Tölt zu verbessern. Ich ritt paar lange Strecken und guckte dass ihr Takt super gut lief und sie flüssig durch lief. Als ich eine Stunde mit ihr übte ging ich zurück zum Platz um die wieder auf der Weide zu bringen. Sie lief super und mit wenig weiterem Training sollte bei Senda kein Problem sein die Hochstufung von E auf A. Danach war Estrada Dourada dran. Sie sollte wenig in Western trainiert werden. Mit ihr machte ich ein wenig Abschrecktraining und versuchte mit ihr über Brücken zu gehen und Türen vom Sattel aus auf und zu zu machen. Auch Rückwärtsrichten und Sliding Stop machte ich mit ihr. Das Sliding Stop klappte echt prima. Auch über Plane laufen oder Türen auf und zu machen, machte die Stute super mit. Sie hatte nur Problem gehabt über die Brücke zu laufen aber das hatten wir schnell im Griff, da ich abstieg und mit Leckerchen sie versuchte rüber zu locken. Später stieg ich auf und übte weiter von Sattel. Auch mit ihr übte ich fast eine Stunde und machten dann Schluss um sie anschließend auf die Weide wieder zurück zu bringen. Auch sie hatte das Tranig gut bestanden und konnte von E auf A gestuft werden. Mit Lucius, wie ich ihn nennen durfte, erzählte ich noch was weiter geübt werden sollte damit beide Stuten keine Problem machten und sie weiter gut in Training standen.
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    27. August 2017 | von Zion
    Western A-L


    Alle Wege führen nach Rom, so heißt es, doch mein Weg führte mich heute nicht weit weg von den Roanoak Stables. Im Naturschutzgebiet nahe der Niersaue lag das Sportpferdegestüt Caenheide. Eine Morgan Stute in besonderer Farbe von Franziska und Leon Ziegler sollte weiter in Western Pleasure gefördert werden. Nichts lieber als das dachte ich und machte mich am frühen Morgen auf den Weg mit Willow und Finley im Schlepptau.
    Freundlich wurden wir empfangen und anschließend stellte man mir Estrada Dourada vor. Die Stute verfügte über eine wahnsinnige Ausstrahlung und ihr lieber Blick machte Estrada zu einem Traumpferd, zumindest was das äußerliche betraf. Nach einer kurzen Beschreibung zu ihrem Charakter und ihrem Gangwerk freute ich mich umso mehr darauf, diese Stute zu trainieren. Sabine Faber, die Pflegerin zeigte mir die Sattelkammer und machte mich mit dem Gelände vertraut.

    Auf dem Putzplatz zeigte sich Estrada als Musterschülerin. Auch das satteln und trensen ließ sie über sich, ohne zu zucken, ergehen. “Herr Jones wollen sie etwas ohne Helm reiten?”, fragte Leon Ziegler verwundert. “Nennen sie mich doch bitte Collin. Nein natürlich nicht, ich hatte es ganz verdrängt, wie peinlich.”, gestand ich daraufhin. “Gut Collin ich bin Leon.”, erwiderte er grinsend.
    Estrada trottete entspannt neben mir her auf dem Weg zum Reitplatz. Mit etwas Schwung und mit Unterstützung der Aufstiegshilfe saß ich in Windeseile auf ihrem Rücken. Kurz sortierte ich die Open Reins und ritt Estrada mit einem Stimmkommando und etwas Schenkeldruck an. Schon nach den ersten zehn Minuten merkte ich, dass es Estrada langsam etwas langweilig wurde und fing an sie in der Aufwärmphase viel zu biegen und zu stellen, Kurven zu reiten und sie zu versammeln. Sie reagierte sehr fein auf die Hilfen und nahm sofort den Kopf runter als ich die Zügel leicht annahm und sie weiter vorwärts trieb. Da sie ein Gangpferd war, dachte ich sie würde im Trab in den Hack fallen, doch dies war nicht der Fall,denn ihr Trab war sehr bequem und taktklar. Während ich mich ihrer Bewegung anpasste und sie wieder versammelte, fing sie an zu Kauen, ein Indiz dafür, dass sie gut gefördert wurde. In der Mitte des Reitplatzes überraschte ich sie mit einem abrupten Stopp und einer Drehung, danach sollte sie sofort wieder antraben und es klappte hervorragend! “Gut machst du das Mädchen!”, lobte ich Estrada und tätschelte ihren Hals. Nach einer kurzen Schrittphase am langen Zügel galoppierte ich sie an und ging auf den Zirkel mit ihr. Da sie kein typisches Westernpferd war galoppierte sie auch nicht so flach wie ein Quarter. In voller Versammlung, verlangsamte sie ihr Tempo und nahm den Kopf nach unten. “Prima!”,flüsterte ich in ihr Ohr. Nach einer weiteren Runde auf der anderen Hand parierte ich sie und stieg ab.

    Nachdem ich sie abgesattelt und abgetrenst hatte, durfte Estrada eine kalte Dusche genießen. Willow und Finley hatten sich während des Trainings in den Schatten beim Reitplatz gelegt und uns beobachtet. Nun rannten sie mir wieder um die Beine und beschnupperten Estrada. Ich erklärte Leon und Franziska alles für das weitere Training und bot ihn an mich anzurufen, falls noch Fragen aufkommen sollten.
    Estrada brauchte nur noch den Feinschliff, dann würde sie auf einem soliden LK3 Niveau in Western Pleasure sein. Ich verabschiedete mich von den Zieglers und fuhr mit den Hunden nach Hause.

    Die Kür
    Nun denn. Es war an der Zeit die erste Stute von Caenheide auf einem Stutbuch Wettbewerb vorzustellen. Zwar war es noch keine der Trakehnerstuten, doch Estrada Dourada war eine wie keine andere. Die goldene Stute war schon lange bereit für diesen Tag und schon auf dem Vorreiteplatz der Hingucker schlechthin. Als endlich ihre Startnummer aufgerufen wurde wuchs die Nervosität in Franziska Ziegler. Ein unwohles Gefühl kroch ihr vom Bauch hoch in den Hals, doch jetzt war esfür einen Rückzieher zu spät. Immer wieder sagte sie sich selbst, dass sie das schafft, dass sie für diesen Tag lange geprobt hatte und dass alles funktionieren wird.
    Trabend ritt sie ihre Morgan Stute in die Halle ein und hielt in der Mitte um die Richter zu grüßen. Sie begann die Kür auf der linken Hand und stellte alle drei Grundgangarten ihrer Stute vor, bevor sie das Gleiche auch auf der rechten Hand tat. Die Gangarten der Stute boten aber noch viel mehr als die schwungvollen Standardgänge. Als Gaited Morgan, beherrschte Estrada Dourada außerdem noch den Hack. Franziska konnte nicht umher auch diesen vorzustellen und sie meinte sogar eine Rührung im Publikum zu spüren, als sie diese kleine Überraschung auftischte. Als Hufschlagfiguren zeigte sie neben der Ganzen Bahn, auch einige Male Zirkel und Schlagenlinien, bevor sie wieder zur Hallenmitte kam um sich von den Richtern zu verabschieden.
    Im Arbeitstrab verließen die beiden die Halle und trafen draußen nach ein paar Minuten des Abreitens auf Franziskas Mann, der über beide Ohren strahlte. „Jetzt lach doch mal!“ forderte er seine Frau auf, der noch immer nicht wohl war. „Ich lache erst, wenn ich das Ergebnis gehört habe.“ widersetzte sie sich und stieg aus dem Sattel.
    1716 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von sadasha

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    Bewegung und Zubehör von Rinnaja
     
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  6. Elsaria

    Elsaria Guest

    Elsarias Teilnahme mit
    Senda Oscura
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    Stute
    8 Jahre
    Rasse
    Morgan Horse
    Stockmaß/Endmaß 152cm
    Fellfarbe Rappe
    Geno EE aa

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«


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    Charaktereigenschaften
    Die schwarze Stute hat ein angenehmes Temperament. Sie arbeitet gerne und fleißig mit. Sie ist klug und lernt schnell Neues (besonders gern Schlechtes). In ihrer Vergangenheit hat sie sich daher auch die ein oder anderen Flausen anerzogen. Zum Beispiel nutzt sie jede Gelegenheit um für sie erreichbare Stoffe anzulutschen und zu kauen. Egal ob herumstehende Säcke oder die Hemden ihrer Menschen. Nichts ist vor ihr sicher. Als Ablenkung wurde ihr deshalb ein Pferdeball in die Box gehängt, mit dem sie sich gerne beschäftigt.
    Die aufmerksame Stute hat ein freundliches, sehr ausgeglichenes Gemüt. Ruhig ist sie deshalb noch lange nicht. Wenn sie darf legt sie gerne einen Sprint im Gelände oder auf der Weide hin und tobt wie ein kleines Fohlen.


    Vorgeschichte
    In Südamerika gezogen und ausgebildet kam Senda Oscura (was übrigens spanisch für "Dunkler Pfad" bedeutet) mit 6 Jahren und gemeinsam mit Estrada Dourada, in den Westen der USA. Heiße Temperaturen ist die Stute gewohnt und sie machen ihr trotz der dunklen Jackie kaum zu schaffen. Nach der Auflösung des Phoenix Valley kam sie mit vielen anderen Pferden des ehemaligen Gestüts nach Deutschland zum Sportpferdegestüt Caenheide.

    Beschreibung
    Senda Oscura steht für alles, was man von einem Morgan Horse erwartet. Sie hat einen außergewöhnlich guten Körperbau, starke Beine und einen ausdrucksstarken Kopf. Ihren Schweif trägt sie oft hoch, aber stets elegant. Sie hat eine enorme Grazie und Kraft in ihrem Gesamtausdruck. Ihre Gänge und besonders ihr Trab sind sehr aktiv. Mit hoher Knieaktion und viel Dynamik sieht man ihr gerne beim Laufen zu. Sie ist ein Gaited Morgan und hat neben den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp noch eine vierte Gangart: den Rack. Eine Weiterentwicklung dieses Talents zum Pass ist denkbar, aber nicht geplant.


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen


    Western E A L M S
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Working Western: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1


    Distanz E A L
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3

    Fahren E A L M S

    Pleasure Driving: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Obstacle Driving: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Carriage Driving: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4


    Gangreiten E A L M S
    Saddle Seat: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Road Hack: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Parade: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

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    Offiziell
    367. Westernturnier
    103. Gangturnier
    105. Gangturnier
    110. Gangturnier
    382. Westernturnier
    117. Gangturnier
    125. Gangturnier
    129. Gangturnier
    131. Gangturnier
    143. Gangturnier
    396. Westernturnier
    403. Westernturnier
    412. Westernturnier
    413. Westernturnier
    414. Westernturnier


    Inoffiziell

    keine

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    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

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    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 15
    HS 2
    TA 0
    Trainer 1
    Zubehör 2
    Gesamt 20


    Schleife
    SK

    Eingetragene Zucht Keine

    Besitzer sadasha (Franziska Ziegler)
    VKR/Ersteller sadasha


    Nachkommen
    keine


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig


    Letzter Hufschmiedbesuch 23. Oktober 2017
    Ausgeschnitten/Korrigiert Ja


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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    Offizieller HG | PNG | Puzzle-PNG

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    23. Oktober 2017 | 2615 Zeichen von sadasha
    Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht

    Nach einer langen Anreise aus England, kam ich endlich in Westdeutschland auf dem Gut Caenheide an. Ich war erstaunt wie sonnig es hier noch war, wo in den weitesten Teilen Europas nun der Herbst Einzug erhalten hatte. Als ich aus dem Wagen stieg zog ich also zuerst die dicke Jacke aus und lief dann quer über das Gelände, bis ich auf einen Herrn traf, der wohl zum Gestüt gehörte. Zumindest trug er eine Jacke mit dem Gestütsnamen hinten drauf. Höflich grüßte ich ihn und stellte mich vor. „Großartig, Mr. Crowley. Dann kommen sie mal mit.“ Leon Ziegler deutete mir an ihm zu folgen. Auf den Weiden standen vier Stuten und im Stall warteten noch zwei Hengste, die behandelt werden sollten. „Lass uns mit den Hengsten starten.“ schlug ich vor. Es stellte sich auch als gut heraus, das Ganze so anzugehen, da die Hengste frisch vom Training kamen und entsprechend müde waren. So machten sie keine Anstalten und ließen sich ohne Probleme den Beschlag erneuern. Ostid OC und Cadeau wurden nachdem sie frisch beschlagen wurden in ihre Boxen entlassen. Während Leon die erste Stute von der Weide holte und grob die Hufe reinigte, baute ich meinen Arbeitsplatz draußen auf. „Die beiden ersten werden nicht beschlagen.“ warf Leon ein, bevor er mir Estrada Dourada vorführte, damit ich etwaige Fehlstellungen identifizieren konnte. Sie hatte keine, wenngleich sie ihre Hufe sehr steil abnutzte. Natürlich gab ich Leon darüber Bescheid, doch noch bestand kein Handlungsbedarf. Einige Minuten später, konnte die goldene Stute zurück auf die Weide und eine schwarze folgte. Senda Oscura sollte ebenfalls Barhufer bleiben. Ihre Hufe verhielten sich ähnlich wie die ihrer Freundin. Sie waren aber härter und blieben etwas länger in ihrer Form wenn sie, wie heute, einmal gut ausgeschnitten wurden. Zuletzte kümmerte ich mich um May Bee und Yuno. Die beiden Fuchsstuten erinnerten mich stark an den Fuchshengst Ostid OC, den ich am Vormittag schon neu beschlagen hatte. Leon versicherte mir jedoch, dass sie nicht verwandt waren. Beide Stuten waren bislang Barhufer, bekamen aber heute einen Sportbeschlag verpasst. Ich gab Leon noch einige Anweisungen, die er beachten sollte. Sollten sich irgendwelche Auffälligkeiten zeigen, so musste er lieber zu früh, als zu spät handeln und die Eisen wieder abnehmen lassen. Grundsätzlich war das aber eine Seltenheit und auch die Hufe der Fuchsstuten waren in einem so guten Pflegezustand, dass ich mir da keine Sorgen machte. Wir halfen uns noch gegenseitig beim Aufräumen des Hofes und Wegräumen meiner Werkzeuge, bevor wir uns voneinander verabschiedeten und ich die Heimreise antrat.
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    30. April 2017 | 1909 Zeichen von Rinnaja
    Ausbildungscenter Beacon Lodge | Gang E-A

    Ich hatte die Woche viel zu tun so auch bei Lucius Jenkins. Er bat mich ebenfalls zwei seiner Pferde zu trainieren erst mal Estrada Dourada und Senda Oscura. Die eine Stute brauchte Training in Western und die andere wiederrum in Gang. Ich hatte noch nicht viel Erfahrung mit Gang wollte es aber mal versuchen. Natürlich fing ich mit Senda an und holte sie von der Weide um sie fertig zu machen. Lucius zeige mir wo ich ein wenig arbeiten konnte mit Senda und mit ihr ein wenig Gangreiten trainieren konnte und dafür brauchte ich eine lange grade Strecke. Also ritt ich mit Senda ein wenig und übte um ihren Tölt zu verbessern. Ich ritt paar lange Strecken und guckte dass ihr Takt super gut lief und sie flüssig durch lief. Als ich eine Stunde mit ihr übte ging ich zurück zum Platz um die wieder auf der Weide zu bringen. Sie lief super und mit wenig weiterem Training sollte bei Senda kein Problem sein die Hochstufung von E auf A. Danach war Estrada Dourada dran. Sie sollte wenig in Western trainiert werden. Mit ihr machte ich ein wenig Abschrecktraining und versuchte mit ihr über Brücken zu gehen und Türen vom Sattel aus auf und zu zu machen. Auch Rückwärtsrichten und Sliding Stop machte ich mit ihr. Das Sliding Stop klappte echt prima. Auch über Plane laufen oder Türen auf und zu machen, machte die Stute super mit. Sie hatte nur Problem gehabt über die Brücke zu laufen aber das hatten wir schnell im Griff, da ich abstieg und mit Leckerchen sie versuchte rüber zu locken. Später stieg ich auf und übte weiter von Sattel. Auch mit ihr übte ich fast eine Stunde und machten dann Schluss um sie anschließend auf die Weide wieder zurück zu bringen. Auch sie hatte das Tranig gut bestanden und konnte von E auf A gestuft werden. Mit Lucius, wie ich ihn nennen durfte, erzählte ich noch was weiter geübt werden sollte damit beide Stuten keine Problem machten und sie weiter gut in Training standen.

    Die Kür
    „Ich hab eine Überraschung für dich.“ kündigte Leon mit vor Aufregung bebender Stimme an. Ein wenig misstrauisch musterte Franziska ihren Mann, konnte aber nichts Auffälliges erkennen. Er bat sie mitzukommen und führte sie zurück zum Vorreiteplatz. Gerade wollte sie protestieren, als sie ihr Pferd auf dem Reitplatz wieder erkannte. Anna Schwab ritt Senda Oscura warm. „Bist du dir sicher, dass sie dafür bereit ist?“ fragte Franziska unsicher. Überzeugt nickte Leon und legte einen Arm um sie. „Einhundert Prozent. Du wirst sehen. Die beiden sind gleich dran.“ Das Ehepaar machte sich auf den Weg zur Tribüne und sahen zu, wie auch die zweite Morgan Horse Stute des Hofes ihre Zuchtzulassung einritt.
    Im Hack betraten Anna und Senda Oscura die Halle, wobei sie in der Hallenmitte anhielten um die Richter zu grüßen. Danach ging es im Arbeitstrab und auf der linken Hand weiter. An der langen Seite ritt Anna Schwab gleich eine Doppelte Schlangenlinie und galoppierte im Anschluss an. Senda Oscura war sehr feingliedrig und bewegte sich unfassbar elegant dafür, dass sie eigentlich hauptsächlich unterm Westernsattel unterwegs war. Der Showsattel war englischer Form und wurde vor allem bei den Gangturnieren genutzt. Franziska schossen einige Fragen durch den Kopf, die sie Leon jetzt gerne fragen würde. Jetzt konnte sie nicht sprechen, also biss sie sich auf die Unterlippe und beobachtete weiter das Geschehen in der Arena. Anna und Senda Oscura waren nun auf einen Zirkel gewechselt und zum Schritt pariert. Es folgte ein Handwechsel über den nächsten Zirkel und schon trabten sie wieder. Nachdem auch auf der rechten Hand alle drei Grundgangarten vorgestellt wurden zeigten die beiden ein paar weitere Kostproben aus dem Gangwerk der Rappstute. Wie Estrada Dourada beherrschte auch sie mehr als nur Grundgangarten. Zum Abschluss verabschiedete sich das Paar von den Richtern und verließ im starken Trab die Halle.
    Franziska sprang noch während des Jubels auf und zog Leon mit sich von der Tribüne um zu Anna und Senda Oscura zu gelangen. Anna ließ sich gerade die Zügel aus der Hand kauen, als das Ehepaar an den Zaun kam. Leon winkte seiner Angestellten freudig zu, während Franziska nur zufrieden schmunzelte. Sie konnte noch immer nicht fassen was hier vor sich ging. Urplötzlich fielen ihr die Fragen von eben wieder an. Als sie den Mund öffnete um die erste zu stellen, ahmte ihr Mann sie nach und legte ihr denn den Zeigefinger auf den Mund. „Später.“ hauchte er und drückte ihr einen entschuldigenden Kuss auf. „Anna, danke dass du mitgespielt hast!“ rief er an seine Dressurreiterin gewandt, die sich höflich verneigte, wie man sie auch vor den Richtern machte. „Immer wieder gerne.“ sagte sie selbstsicher und schwang sich aus dem Sattel. Die drei versorgten nun erst mal die Stute, ehe sie weitere Fragen klärten.
    2831 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von sadasha

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  7. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit...
    Vai Alida

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    Steckbrief
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    Vom: Trader Joe

    Vom: Pharlap
    aus der: Far Cry


    Aus der: Valley Victoria


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    Rufname: Alida, Vali
    Geburtstag: 13.01.
    Alter: 7 Jahre
    Stockmaß: 1.52 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Rotbraun
    (Ee,Aa)
    Abzeichen: vl weisse Fessel, hl weisser Kronrand, hr gestiefelt
    Gesundheit: Sehr gut


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    verspielt, fröhlich, neugierig, mutig , ein echter Wirbelwind


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    Vai Alida hat eine wirklich aussergewöhnliche Abstammung. Ihr Vater ist der Palominohengst Trader Joe. Joe zeichnete sich durch enorme Geschwindigkeit und einmalige Farbe aus, er war ein Flieger-Rennpferd. Ihre Mutter Valley Victoria war dunkelbraun und wurde schon im jungen Alter zur Zucht zugelassen. Valley's Mutter war eine erfolgreiche Springerin und Hürdenläuferin, ihr Vater zählte zu den schnellsten seiner Zeit. Es war eine Anpaarung, die besonders bei Hürdenrennen Erfolg verspricht. Vai`s Grossvater väterlicherseits ist der legendäre Pharlap. Ihre Grossmutter väterlicherseits ist ebenfalls ein Palomino, wie ihr Sohn und brachte bereits viele erfolgreiche Nachkommen hervor.
    Vai Alida hat je nach Licht blutrotes Fell und ist sehr feingliedrig gebaut. Ihr Blick ist verspielt und neugierig. Vom Charakter her ist sie ein echter Wibelwind und hält alle auf Trab.
    Vai Alida wurde auf dem Rosenhof geboren und aufgezogen. Mit zwei Jahren wurde sie eingeritten und auf die Rennbahn vorbereitet.
    Nachdem ihre Rennkarriere vorbei war, wurde sie leider etwas vernachlässigt, doch nun bekommt sie eine neue Chance als Military-Pferd.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: nicht leihbar!


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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: L
    Fahren Klasse: A

    Eignung: Galopprennen, Springen, Military
    Eingeritten: Ja


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    1. Platz 269. Fahrturnier
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    1. Platz 248. Distanzturnier
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    2. Platz 335. Galopprennen
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    2. Platz 319. Militaryturnier
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    3. Platz 336. Militaryturnier
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    3. Platz 448. Springturnier
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    3. Platz 316. Distanzturnier
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    TA -Bericht
    Calypso
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    3591 Zeichen von Calypso

    Der heutige Besuch führte mich wieder nach Birmingham zu Occulta Smith. Zum Glück war der Weg nicht all zu weit und ich traf gegen Mittag bei ihr auf dem Hof ein. Ich parkte auf dem Parkplatz und lud alles aus dem Auto was ich für die heutige Behandlung brauchen würde. Da kam auch schon Occulta herbei spaziert, begrüßte mich und half mir dann tragen. Unser Weg führte uns in den Hauptstall wo die Englischen Vollblüter untergebracht waren. Die zwei Pferde die ich behandeln sollte standen sich in ihren Boxen gleich gegenüber, so musste ich heute mal nicht die ganze Anlage durchqueren. Occulta holte die Stute Cabinet of Caligari heraus und stellte sie in der Stallgasse ab. Wie immer machte ich mich zunächst mit dem Pferd bekannt und gab ihr die Möglichkeit mich auch zu beschnüffeln. Dann fing ich an sie gründlich abzutasten, Beine anzuschauen und und mit dem Stethoskop abzuhören. Die Stute blieb ganz ruhig, obwohl man ihr ein wenig ansehen konnte das sie etwas angespannt war. Als nächstes impfte ich sie, wo sie auch richtig brav war, und ließ sie mir von Occulta draußen nochmal vorlaufen im Schritt und Trab. Die Bewegungsabläufe sahen gut aus. Jetzt kam noch der immer etwas unangenehmere Teil für meine Patienten, die Zahnbehandlung. Wir verlegten unseren Behandlungsstandort in der Stallgasse, wo ein Stromnetz zur Verfügung stand. Dann bereitete ich alles vor für die Behandlung und legte Cabinet of Caligari das Maulgatter an, was sie mit etwas Zickerei dann doch zuließ. Etwas hilflos hing sie jetzt in den Seilen, es war immer ein nicht so schöner Anblick für die Pferdebesitzer, aber was sein musste musste sein. Ich sah mir die Zähne genau an und suchte nach Fehlstellungen oder nicht gleich abgenutzten Stellen. Bei der Stute sah alles sehr gut aus bis auf minimale Kanten in den Backenzähnen. Das konnte ich auch mit einer Handraspel schnell erledigen. Hierbei ging ich vorsichtig vor und ohne Hektik, damit das Pferd auch nicht in Stress verfiel. Nach einer halben Stunde hatten wir die Prozedur hinter uns und Caligari durfte entlassen werden. Zuguterletzt checkte ich noch ihren Chip.

    Jetzt war noch Vai Alida an der Reihe. Eine braune Stute. Auch sie wurde in die Stallgasse geführt und ich fing mit der Untersuchung an. Schon vom äußeren Erscheinungsbild sah auch sie top fit aus und das bestätigte sich auch nur beim abtasten. „Gehen wir gleich vor die Tür und lassen sie nochmal laufen“ sagte ich und Occulta führte sie draußen im Schritt und im Trab den Weg auf und ab. Auch hier sah alles super und gesund aus. Wieder drinnen im Stall hörte ich Herz und Lunge ab und verabreichte ihr die aufzufrischenden Impfungen. Vai Alida war tot brav und immer sehr neugierig was ich da alles aus meiner Tasche zauberte. Dann gingen wir nochmal zu unserem zweiten Arbeitsplatz um die Zahnbehandlung zu machen. Alida musste sich sich das Maulgatter erst ganz genau anschauen, was war das doch auch für ein komisches Ding! Doch auch sie war kooperativ und ließ es über sich ergehen. Wie schon bei der Stute zuvor, war auch hier nicht sonderlich viel zu machen. Hier und da musste ein wenig ab- und nachgeschliffen werden, aber das konnte ich alles mit den Handraspeln machen. Also heute mal kein Einsatz für die Elektrischen Raspeln. Als wir auch hier fertig waren lobten wir Alida ausgiebig und ich fuhr mit dem Lesegerät über ihr Fell um den Chip zu finden. Die Daten schrieb ich mir auf, und während Occulta die Stute in ihre Box brachte brachte ich die Impfpässe auf den neuesten Stand. Das alles zusammen mit den Wurmkuren übergab ich Occulta und verabschiedete mich.
    12 Nov. 2017

    HS-Bericht

    Trainingsberichte
    [4]
    Springen E-A

    Einige Wochen waren ins Land gegangen, als ich mich wieder auf den Weg zum Rosenhof machte. Ich hatte mit Michelle meine Ankunft bereits festgelegt und alles weitere besprochen. Sie würde selbst heute nicht zugegen sein, wie sie mir mitgeteilt hatte, ich könne mich aber jederzeit an die anderen Leute auf dem Hof wenden, wenn ich fragen hatte. Nachdem ich zu Hause alles klar Schiff gemacht hatte, fuhr ich los und erreichte schließlich in den frühen Abendstunden den Rosenhof. Dort richtete ich mich erstmal häuslich ein und machte mich dann auf die Suche nach Vai Alida, meiner neuen Trainingspartnerin. Ich streckte der Stute meine Hand hin und musste lachen, als sie sofort begann neugierig daran zu knabbern. Trotzdem gab ich ihr einen leichten Klaps, damit sie verstand, dass ich nicht wollte, dass sie mich biss. Anschließend holte ich mir ihr Halfter und ihren Strick und begann sie dann zu putzen. Die Stute schien es zu genießen und sah sich immer wieder neugierig nach mir um, wofür sie ein paar Streicheleinheiten von mir bekam. Schließlich sattelte und trenste ich sie. Die Stute war sehr aufmerksam und nachdem ich mit ihr in die Halle gegangen und aufgestiegen war, merkte ich, dass sie ziemlich flott unterwegs war. Ich schmunzelte und nahm die Zügel etwas auf. Im Gegensatz zu Morengo war Vai Alida schon etwas eher ans Springen gewöhnt. Sie hatte wohl schon ein paar Sprünge absolviert, wie Michelle mir am Telefon erklärt hatte. Heute wollte ich jedoch einfach nur ein bisschen die Stute kennen lernen. Wenn Michelle wieder da war, wollte ich die ersten Sprünge mit ihr wagen. Einfach aus dem Grund, dass ich gerne jemanden dabei hatte, der mir die Hindernisse wieder aufbauen konnte, wenn es nötig war. Das Training heute verlief schon ganz gut. Alida war eine sehr stürmische Stute, die sich aber recht einfach von von mir kontrollieren ließ und auch gerne mitarbeitete. Ich beendete das Training schließlich und brachte die Stute wieder zurück in ihre Box. Nachdem ich noch eine Weile mit ihr Zeit verbracht hatte, ging ich in mein Zimmer. Recht schnell war ich eingeschlafen und als ich am nächsten Morgen in die Küche kam, war Michelle ebenfalls schon wach. "Hi", sagte ich und umarmte sie zur Begrüßung,"ich hab mich gestern schon mal mit Alida bekannt gemacht. Es war soweit echt gut." Michelle antwortete:"Freut mich. Soll ich dir heute beim Training behilflich sein?" Ich nickte und erwiderte:"Das wäre super." Nachdem wir zusammen gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg in die Halle, wo wir einen kleinen Pacours aufbauten. Erstmal einen, der auf unterstem E-Niveau aufgestellt war. Steigern konnten wir uns natürlich, aber vielleicht noch nicht heute. Ich machte Alida fertig und kam dann mit ihr in die Halle zurück. Ich gurtete nach und stieg dann auf. Nachdem ich sie aufgewärmt hatte, begann ich damit im Trab über einige auf dem Boden liegende Stangen zu traben. Sie stellte sich gut an. Ich lobte sie sanft und begann dann mich den ersten Sprüngen zuzuwenden. Der erste Sprung war ein Kreuz und ich lenkte die Stute darauf zu. Kurz vorher galoppierte ich sie an und sie überwand den Sprung wirklich gut. Ich lobte die Stute und versuchte es ein weiteres Mal und auch dieses Mal überwand sie den Sprung. Ich nahm noch einige weitere Sprünge mit ihr und beendete das Training schließlich. Man merkte, dass sie auf jeden Fall schon mal einige kleinere Sprünge überwunden und auch das Talent mitbrachte, aber auch bei ihr würde es ein wenig dauern, bis sie einen A-Pacours sicher überwinden würde. Die nächsten zwei Wochen steigerte ich die Höhe und die Schwierigkeit des E-Pacours immer weiter, bis ich das Gefühl hatte, dass sie soweit war, um ihren ersten A-Sprung zu überwinden. Ich bat Michelle also das Kreuz zu einem Steilsprung mit einer Höhe von 90cm zu machen. Sie führte das aus und ich wärmte Alida erstmal mit einigen leichten Hindernissen auf und erst dann wendete ich mich dem Steilsprung zu. Ich trieb Alida an und steuerte sie auf den Steilsprung zu. Alida sprang ab, unterschätzte aber die Höhe und riss die Stange. Ich lobte sie dennoch und wartete bis Michelle die Stange wieder aufgelegt hatte, bevor ich den Sprung ein weiteres Mal anritt. Sie sprang erneut und dieses Mal überwand sie das Hindernis ohne Probleme. Ich übersprang das Hindernis noch einmal und beendete das Training für diesen Tag. Die nächsten Wochen verbrachte ich damit die Höhe zu steigern und Alida zu fordern. Schließlich konnte ich das Training beenden und Michelle überwand einen Pacours im A-Niveau mit ihr. Ich war begeistert und klatschte Beifall."Hat ja gut geklappt. Ich bin beeindruckt." Sie strahlte. Ich versorgte mit ihr gemeinsam die junge Stute und verabschiedete mich dann von beiden. Lächelnd winkte ich noch einmal und machte mich dann auf den Nachhauseweg. Ich freute mich schon sehr auf zu Hause. Dort warteten bereits meine Pferde auf mich und natürlich auch meine lieben Freunde.
    22. April 2016, Samanta

    Occulta
    Dressur E-A
    für Vai Alida, Kaythara El Assuad, Flintstone, Cabinet of Caligari, Coulee

    Heute kümmerte ich mich wiedermal um Vai Alida, das gerettete OTTB und zugleich mein Military Projekt. Aber Geländesprünge standen heute nicht auf dem Plan, dafür eine ordentliche Dressurstunde bei Elliot. Die verspielte Stute streckter mir zur Begrüssung ihre Schnauze entgegen und untersuchte meine Halskette. „Lass das, das kitzelt!“, lachte ich und schob ihre Nase sanft beiseite. Ich streifte ihr das Halfter über und stellte sie in die Stallgasse zum putzen. Weiter vorne wurde auch Kaythara bereits von Quinn hübsch gemacht, Coulee und Cabinet of Caligari wurden kurze Zeit später von April und Charly rausgeholt. Ich wischte den Staub aus Alidas Fell und bürstete ihr schwarzes, drahtiges Langhaar gründlich durch, ohne dabei zu viele Haare auszuzupfen. Nach dem Hufeauskratzen sattelte ich die Stute mit ihrem Springsattel, da ich für sie keinen passenden Dressursattel hatte und ich diese sowieso nicht so mochte. Als ich fertig war und ihr das Zaumzeug mit der ganz gewöhnlichen Wassertrense angezogen hatte, führte ich sie zusammen mit den anderen zur Halle. Gerade als wir aus dem Hauptstall kamen, stiess auch noch Darren mit Flintstone zu uns. Auch er wollte mit dem Westernpferd an der Stunde teilnehmen. Wir ritten drinnen, weil für heute Gewitter gemeldet waren und der Himmel bereits bedrohlich dunkel wurde. Tatsächlich begann es wenig später wie aus Eimern zu schütten, gerade als wir mit dem Aufwärmen am halblangen Zügel fertig waren. Ich liess mich nur einen Moment davon ablenken, schon massregelte mich Elliot und befahl, ich solle mich auf meine Unterschenkel konzentrieren, die wiedermal etwas vorgerutscht waren. Wir feilten heute besonders an den Übergängen. Dazu machten wir 10m Volten und hielten aus dem Trab an, sobald wir wieder auf den Hufschlag kamen. Durch die Volten konnten wir die jungen Vollblüter besser entschleunigen und zusammenspannen. Später machten wir dasselbe, aber diesmal im Schritt und danach direkt in den Galopp übergehend. Das klappte noch nicht bei allen gleich gut. Coulee und Cab hatten kaum Probleme wenn sie sich konzentrierten – sie waren ja auch schon etwas weiter als die anderen. Auch Flint hatte durch seine hervorragende Westernausbildung natürlich keine Mühe dabei. Alida schaffte es aber nur einmal ohne Zwischenschritte. Ich war mit ihr sehr geduldig, schliesslich hatte sie viel durchgemacht und musste immernoch Muskeln aufbauen. Den Galopp nutzten wir jeweils auch gleich zum Überstreichen. Nach einer ordentlichen halben Stunde und ein paar letzten Schulterwendungen, bei denen Coulee und Cab stattdessen Kehrtwendungen übten, liessen wir die Pferde austraben und gaben ihnen die Zügel hin, jedoch nur gerade so viel, dass sie nicht zu sehr auf die Vorhand kippten. Nach dem Schrittübergang liess ich Alida bis zur Schnalle strecken und klopfte ihr lobend auf den Hals. Ich sah rundum zufriedene Gesichter und konnte dem zustimmen, denn die Stunde hatte Spass gemacht. Wir versorgten die Pferde und gaben ihnen Äpfel zur Belohnung.
    31 Juli 2017

    Occulta
    Dressur A-L
    Iskierka, Vai Alida, Sumerian, Kaythara El Assuad, Rosenprinz, One Cool Cat, Spotted Timeout

    Ich trainierte fleissig mit Vai Alida für's Eventing - oder Military, wie man es nennen wollte. Die Stute hatte zweifellos Talent, aber sie traf manchmal noch eigene Entscheidungen und liess sich zu sehr durch ihr Temperament leiten. Wir arbeiteten daher stets an der Kontrolle und der Konzentration. Das bedeutete auch, dass wir viel Dressur ritten. Nicht nur, weil Dressur auch eine der drei Disziplinen des Eventings war, sondern auch, weil es gerade in der Dressur darum ging, das Pferd besser an die Hilfen zu bekommen. Auch heute wollte ich mit der Stute an den Grundlagen feilen. Zunächst putzte ich ihr rotbraunes Fell gründlich durch und gab ihr mit dem Gummistriegel eine Massage. Auch die Hufe kratzte ich wie immer aus, wobei die halbe Weide vom Morgen darin steckte. Wenigstens war Alida sonst nicht so dreckig wie andere Kandidaten aus dem Hauptstall. Damit meinte ich zum Beispiel Sumerian, bei deren Anblick Quinn laut aufstöhnte. "Keine Angst, wenn ich hier fertig bin helfe ich dir", versprach ich mit einem Zwinkern. Ich war heute nämlich nicht alleine in der Halle, sondern hatte gleich eine Gruppenstunde bei Elliot gebucht. Quinn, Charly, April, Rita, Parker und Thomas waren mit dabei; ausserdem sogar Oliver, der selbst wiedermal ein wenig an seinem Sitz arbeiten wollte. Wir waren also neun Leute gleichzeitig, was nicht einfach werden würde. Aber ich freute mich trotzdem auf die Stunde, denn Elliot gab immer hervorragende Korrekturen. Ich sattelte Vai Alida schonmal, um dann wie versprochen Quinn zu helfen. Hinter uns in der Stallgasse waren auch noch Iskierka und Kaythara angebunden. Wir entkrusteten Sumerian mit vereinten Kräften und sattelten auch sie bald darauf. Mein Arm war noch etwas taub vom Schrubben, als ich Vai Alida in die Halle führte. Wir wärmten die Pferde auf, zusammen mit den vier Hengsten Fly Fast, Spot, Cool Cat und Quick, die schon vor uns reingegangen waren. Elliot gab uns wie erwartet eine deftige, aber sehr lehrreiche Stunde. Wir übten Übergänge aller Art und Schulterherein, aber so nebenbei auch immer wieder Schulterwendungen. Elliot musste mich ein paarmal daran erinnern, Vai Alida nicht zu kurz aufzunehmen. Die Stute verkroch sich noch gerne leicht hinter der Senkrechten, um sich meinen Hilfen zu entziehen. Um das zu verhidnern, musste ich sie mehr vor dem Schenkel reiten und die Hinterhand aktivieren. Am Anfang wurde sie einfach nur schneller, aber mit der Zeit konnte ich sie besser versammeln. Trotzdem waren wir noch weit von unserem Ziel entfernt. Wir trabten die Pferde nach über einer halben Stunde aus und liessen sie in die Tiefe strecken. Vai Alida schnaubte zufrieden ab und lief schön schwungvoll. Sogar Elliot lobte uns dafür. Ich kraulte ihren Hals und ging schliesslich in den Schritt über. Wir plauderten beim Trockenreiten noch ein wenig und ritten alle neben und hintereinander. Dann wurden die Pferde versorgt und mit Karotten belohnt.
    31 Aug. 2017

    Occulta
    Military A-L
    Mikke, Indiana, Vai Alida, Empire State of Mind, Valentine’s Cantastor, Rosenprinz, Khiara El Assuad

    Man merkte, dass der Herbst angebrochen war. Ich befand mich vor der Führanlage und zitterte ungewollt ein wenig, als ein kühler Wind durch die Passage zum Innenhof des Hauptstalls fegte, meine hellroten Haare zerzausend. «Willst du nicht was Wärmeres anziehen?», fragte Jonas abermals. Er selbst war bereits in einen kuscheligen Faserpelz eingepackt, während ich im Pulli dastand. «Aber beim Reiten hab ich nachher wieder zu warm.» «Du reitest ja erst, wenn wir dort sind. Bis dahin dauert es noch etwas.» Da musste ich ihm rechtgeben. Seufzend beschloss ich, nachher auch noch schnell eine Fleecejacke zu holen. Ein Rumpeln ertönte aus dem Inneren der Führmaschine. Wir waren gerade dabei, Goldy daran zu gewöhnen, brav mitzulaufen – doch die Stute hatte andere Pläne und wurde jedes Mal unruhig, wenn es einen Richtungswechsel gab. «Whoa, it’s all right girl» Ich lief rasch ein wenig aussen mit ihr mit, bis sie sich beruhigt hatte. «Much better already», bemerkte Jonas. So langsam merkte die Stute, dass alles was sie zu tun hatte Geradeauslaufen und manchmal Umkehren war, nicht wie am Anfang die Wand vor ihr zu schieben, oder mit dem Hinterteil die hintere Wand zu malträtieren. Ich überliess Ajith die restliche Aufsicht und begleitete Jonas ins Innere des Hauptstalls, um die Pferde vorzubereiten. Immerhin wollten wir an ein Militaryturnier, und das mit ganzen 7 Pferden. Jonas holte Caprice und Alida aus ihren Boxen, Ich band Quick, Cantastor und Empire in der Stallgasse an. Quinn stiess ebenfalls dazu und kümmerte sich um die letzten beiden; Khiara und Indiana. Es handelte sich zwar nur um ein Übungsturnier zum Erfahrung sammeln, aber wir wollten trotzdem einen guten Eindruck hinterlassen und mit sauberen, gepflegten Pferden erscheinen. Zum Glück waren die Vollblüter so früh morgens noch nicht schmutzig, weil sie noch nicht auf der Weide gewesen waren. Ich wischte mit der Staubbürste über Empires Rücken, wobei sich schon ein paar weisse Haare lösten. Er hatte längst mit dem Fellwechsel begonnen und war schon ziemlich wollig im Vergleich zu seiner Sommer-Figur. Darren tauchte hinter Canto auf und und half mir mit den drei Hengsten; er kam ebenfalls mit. Ich kratzte Quicks Hufe aus. Er hatte einen kleinen Stein unter der Kante seines Hufeisens eingeklemmt, den ich erst nach einigem Herumwerkeln herausbekam. Normalerweise hatte ich es ja mittlerweile lieber, wenn meine Pferde barhuf waren. Ich hatte mich diesbezüglich immer wieder weitergebildet und einige interessante wissenschaftliche Ansichten gelesen. Doch im Military, das vorwiegend auf Gras stattfand, zum Teil hohes Tempo verlangte und auch ohne rutschende Hufe schon gefährlich genug war, ging ich den Kompromiss mit gestollten Hufeisen ein. Was die restlichen Pferde betraf waren die meisten Ponys barhuf und auch sämtliche Criollos, Westernpferde, Distanzpferde und sogar ein paar der jungen Vollblüter. Die Warmblüter hatten während der Turniersaison Eisen, damit sie in höheren Springklassen auch auf Gras starten konnten. Jedenfalls waren wir langsam fertig mit Putzen und konnten mit dem Verladen beginnen. Alida und Khiara zickten beim Einsteigen, aber wir brachten sie mit ein wenig Geduld auch hinein, und die anderen stiegen alle relativ unkompliziert zu. Die Fahrt dauerte eine Dreiviertelstunde, dann kamen wir auf dem Turniergelände an. Wir öffneten die Klappen, luden alle Pferde aus, banden sie an den Anhängern fest und sattelten. Ich war mit Indiana angemeldet, die heute vor Energie nur so strotzte. Sie war schon beim Aufsteigen ungeduldig, sodass ich sie zuerst ein paarmal rückwärts schicken musste, bis ich anständig auf ihren Rücken kam. Ich war daher die letzte, die oben sass. Wir ritten zum Startpunkt und warteten auf unseren Aufruf. Es gab verschiedene Hindernisse, je nach Trainingslevel, die meistens nebeneinanderstanden, sodass man beim Durchreiten einfach die richtige Strecke erwischen musste. Mit Indiana waren wir für das novice-Turnier gemeldet, ihr erstes in dieser Schwierigkeitsstufe. Wir hatten dafür ausgiebig trainiert und wollten nun überprüfen, ob sie mit den Hindernissen auch auf einem Turnier klarkam. Es war nicht besonders schwierig aufgebaut, soweit ich beim Ablaufen der Strecke feststellen konnte, also würde es sicher machbar sein für die Stute. Als ich mich beim Start aufstellte, war Indiana erstaunlich ruhig und wartete konzentriert auf das Startsignal. Das Personal gab mir ein Handzeichen, ich nickte und galoppierte an. Das erste Hindernis stand ziemlich nahe am Start und war eine Art dreieckiger Holzkasten, ein Standardhindernis. Indiana galoppierte mutig darauf zu und übersprang es ohne Mühe. Wir galoppierten flüssig weiter und folgten den Spuren unserer Vorreiter im Gras. Der zweite Sprung war mit Rundhölzern und blauen Blumen verziert, was ganz hübsch aussah. Ausserdem war er sehr einladend weit. Ich ritt ihn in einem leichten Winkel an, was Indiana gut meisterte. Wir mussten einen Schotterweg überqueren und durch die Lücke der ihn säumenden Büsche bzw. Bäume reiten. Danach ging es einem Zaun entlang, hinter dem der Fussgängerweg lag. Es dauerte einen Moment, bis wir das nächste Hindernis erreichten. Diesmal eine rote ‘Hundehütte’ mit grauem Dach und gelbroten Blumen davor. Dieses Kastenhindernis war schon etwas weniger weit, aber noch immer ziemlich einfach zu überspringen. Indiana bremste ein wenig ab und drehte ein Ohr aufmerksam zu mir, dann hopste sie wie ein Gummiball darüber. Wir mussten zwischen ein paar Sprüngen hindurchgaloppieren, wobei Indiana etwas zögerte. Vielleicht war sie sich nicht sicher, ob sie über einen der Sprunge drüber musste? Jedenfalls schien sie wieder fokussierter, als wir das richtige Hindernis, einen Baumstamm, passierten. Wir bogen leicht nach rechts und überquerten die Wiese bis zu einer lichten Baumgruppe. Dort lag abermals ein Baumstamm bereit, jedoch schmaler als der vorherige. Ausserdem war dieser Sprung eindrucksvoller, weil Indiana in den Schatten der Bäume springen musste. Wir bleiben in dem Wäldchen und folgten der Grasstrecke an weiteren Hindernissen der intermediate-Klasse vorbei, ohne ein einziges zu überspringen. Die Strecke war unglaublich schön und man vergass fast ein bisschen, dass man mitten in einem Turnier war. Ich wurde jedenfalls daran erinnert, als wir den Schatten verliessen und endlich wieder ein Hindernis kam. Es lag zusammen mit einem weiteren Hindernis unter einem einzelnen Baum und ich musste einen Moment lang überlegen, welches das richtige war. Dann sah ich zum Glück rechtzeitig die Markierung und wählte das linke der beiden treppenartigen Hindernisse. Wir galoppierten über eine noch immer von Baumgruppen gesäumte Grasfläche und kamen zu einem hübsch aussehenden ‘Haus’, vor dem Indiana sich ein wenig fürchtete. Ich schnalzte und trieb sie durch ihr Zögern, bis sie es einigermassen flüssig aber etwas übertrieben hoch übersprang. Ich lobte sie mit meiner Stimme und klopfte ihr rasch auf den Hals. Abermals folgte eine eher schmale Strecke im Wald, von der wir nach einer Weile durch das lichte Baumwerk abbiegen und über einen Kasten mit Baumstamm springen mussten. Dahinter erkannte ich wieder das Zentrum des Turniergeländes mit dem Festzelt und den Parkplätzen, wir hatten also einen Bogen gemacht. Es ging scharf links auf eine Gruppe von Wasserhindernissen zu. Wir mussten hier lediglich durch das Wasser reiten, keinen der Sprünge überwinden. Dafür folgte kurz nach dem Wasserausstieg eine einigermassen schmale Ecke, die mit Baumstämmen verziert war, und nach der es erneut auf eine schmale Waldstrecke ging. Als wir wieder ins Freie kamen, galoppierten Indiana und ich einen Hügel hinunter, wobei ich die Rapp-Stute etwas bremsen musste, weil sie zu übermütig wurde. Aber zugegeben; es machte auch mir ganz schön Spass, die offene Wiese hinunter zu brettern. Das folgende Baumstammhindernis übersprangen wir mühelos und flüssig. Beim direkt dahinter folgenden graben zögerte sie jedoch wieder einen Moment lang, was ich ihr nicht verübeln konnte, denn mit Gräben hatte sie noch kaum Erfahrung – auch wenn dieser hier nicht besonders breit oder tief war. Wir ritten durch eine Baumlücke und übersprangen eine Hecke am Waldrand, worauf eine sanfte Linkskurve mit einer ausgiebig langen Galoppstrecke folgte. Dann setzten wir über einen kleinen Tisch und kamen zu einer weiteren Wasseraufgabe, die eine ziemlich genaue Wiederholung der vorherigen war. Bei dem darauffolgenden Baumstamm, der etwas erhöht und ohne unterbau platziert war, verlor ich ein wenig die Balance und musste mich wiederaufrichten. Langsam wurde ich wohl selbst etwas müde. Ich lobte Indiana, dass sie so zuverlässig gesprungen war, obwohl ich ihr nicht wirklich hatte helfen können. Wir passierten erneut in einem rassigen Galopp den Kiesweg und folgten dem Waldrand auf einer langen Galoppstrecke zu einer Kastenkombination. Die beiden Hindernisse lagen fünf Galoppsprünge auseinander und ich zählte leise mit, damit wir auch wirklich passend kamen. Nach einer weiteren Galoppdistanz folgte ein letzter Kasten, der aus simplen Brettern aufgebaut war. Ich gab nochmal alles; Indiana schien ebenfalls die Ziellinie im Blick zu haben. Wir überwanden das Hindernis, ehe ich der Rappstute den Kopf freigab und sie bis zur Zeitmessung nochmal anfeuerte. Danach kraulte ich sie lobend am Hals und liess sie in den Trab fallen. Oliver empfing uns, zusammen mit Jonas und Quinn. Sie übernahmen Indiana und Jonas reichte mir eine Flasche Wasser. Indiana wurde abgesattelt und trockengeführt, während Oliver und ich uns den Durchgang von Empire anschauten. Der Schimmel war flott unterwegs, patzte aber leider beim zweitletzten Hindernis, weil er zu flach wurde. Passiert war ihm dabei zum Glück nichts. Auch bei Caprice lief nicht ganz alles nach Plan; sie verweigerte zuerst vor dem Wasser, weil es wohl zu sehr spiegelte. «Schade, dabei haben wir das so oft geübt...», bemerkte ich an Jonas gewandt, der Indiana inzwischen zum Heufressen in den Anhänger gestellt hatte. Quicks Runde hingegen war ein wahrer Augenschmaus. Er flog mühelos über die Hindernisse hinweg und zögerte dabei kaum, nicht einmal beim schwierigen Wassereinsprung oder beim sogenannten Eulenloch. Er war zweifellos überqualifiziert für diese Stufe und Oliver wagte zu behaupten, dass er mittlerweile auf vier-Sterne-Niveau sein könnte. Das würde bedeuten, dass er international zur Höchstklasse gehörte, was mich unheimlich stolz machte.

    Nach dem Turnier liessen wir die letzten Pferde grasen, bis sie ausgekühlt waren. Dann ging es ab nach Hause, wo bereits eine warme Dusche, Solarium und das wohlverdiente Abendessen auf die Vierbeiner warteten.
    31 Okt. 2017

    Kür

    Jonas nahm Cab und mich in Empfang. Ich stieg ab und übernahm Vai Alidas Zügel. Ich legte sie ihr über den Hals und schwang mich mit Hilfe von Jonas’ Räuberleiter auf den Rücken der rotbraunen Stute. Während Vai Alida warm ritt, kümmerte er sich um Cab und stellte sie anschliessend in den Anhänger, damit sie am Heunetz knabbern konnte. Ich galoppierte mit Vai Alida auch schon, damit die Vollblutstute Dampf ablassen konnte. Sie trat schön an den Zügel und lief taktvoll, was mich beruhigte, denn beim letzten Cross Country war sie viel aufgeregter gewesen und hatte den Kopf in den Sternen gehabt. Heute war sie anscheinend bereit, mit mir zu arbeiten und sich zusammenzureissen. Als wir aufgerufen wurden, ritt ich auf die Richter zu und Grüsste sie. Anschliessend trabte ich wie bereits mit Cab auf die Linke Hand an und bog auf eine Schlangenlinie mit drei Bögen. Vai Alida hatte etwas mehr Knieaktion als Cab und federte bei ihren Schritten auch mehr. Dadurch sahen die Lektionen bei ihr automatisch beeindruckender aus. Ich zeigte ihre Grundgangarten auf beide Seiten. Eigentlich war es genau dieselbe Kür; nur baute ich einmal noch einen Halt aus dem Trab ein, mit darauffolgendem Rückwärtsrichten. Beim Galopp hatte ich wie schon bei Cab etwas Mühe mit der Geschwindigkeit, aber als wir von der ganzen Bahn wieder auf die Volte bogen, wurde es besser. Dafür sprang mir die Vollblutstute beim Galoppwechsel etwas zu sehr in die Luft. Am Ende hielt ich wieder vor den Reitern und grüsste sie zum Abschluss. Dann liess ich Vai Alida am langen Zügel aus der Halle schreiten. Sie streckte sich und schnaubte ab, ich kraulte zufrieden ihren rotbraunen Hals.
    1662 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25 Nov. 2017
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  8. Gwen

    Gwen Jolly Tickled Pink!

    Gwen mit
    Snow White Cassedy

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    Rufname: Cassis, Schneewittchen
    Geburtsjahr: 2011

    Von: Cinrion
    Aus der: Cassy

    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Schimmel
    Stockmaß: 145cm


    Beschreibung:

    Snow White Cassedy stellt einen klassischen Vertreter ihrer Rasse dar.
    Wie es sich für New Forest Ponys gehört, tritt die Stute gegenüber Mensch und
    Tier stets freundlich und offen auf. Cassis zeichnet sich dabei besonders durch
    ihre vorsichtige und sanftmütige Art aus, welche sie zu einer tollen Begleiterin
    auf allen Wegen macht.
    Bei der Arbeit zeigt sich die Schimmelstute nämlich durchaus sehr konzentriert und
    versucht, Fehler zu vermeiden, indem sie aufmerksam ihren Reiter studiert und sich
    schnell Aufgaben einprägen kann.
    Durch ihren freundlichen Charakter könnte sich Cassis sehr gut als Kinderpony eignen,
    doch da sich die Stute als sehr intelligent und nervenstark erweist, sollte sie auch
    gefördert werden. Mit ihrem schönen Gangwerk zeigt sie vor allem im Dressurviereck
    und vor der Kutsche großes Talent.

    Ersteller: sadasha
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: verfallen

    Dressur S - Springen S* - Fahren L - Military A

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    [12 Schleifen]
    2. Platz 128. Synchronspringen
    2. Platz 130. Synchronspringen
    3. Platz 132. Synchronspringen
    1. Platz 317. Fahrturnier
    3. Platz 427. Dressurturnier
    2. Platz 428. Dressurturnier
    3. Platz 428. Springturnier
    1. Platz 322. Militaryturnier
    1. Platz 433. Springturnier
    1. Platz 340. Fahrturnier
    1. Platz 308. Distanzturnier
    2. Platz 443. Dressurturnier

    Tierarztbesuch 05.07.2017 - Pferdepraxis Sapala
    © Eddi

    Es war noch früh am Morgen, als ich mich von der Zeitung losriss und mich auf den Weg zum ersten Termin machte. Ein wenig unsicher blickte ich hinauf zum Himmel, welcher heute komplett bewölkt war, während ein recht kalter Wind ging. Deshalb eilte ich noch einmal zurück und schnappte mir im Flur meine dickere Jacke. Ich wollte heute ungern erfrieren, denn ich bezweifelte, dass es auf der Nahanni Rivers Ranch großartig wärmer sein würde.
    Eine Dreiviertelstunde Fahrt brauchte ich bis zu dem friedlichen Hof von Gwendolyn Campbell. Schon länger war ich dort nicht mehr gewesen, durfte dafür heute aber direkt drei Pferde untersuchen. Ich parkte kurz vor dem Stall und wurde dann auch schon direkt von Gwen in Empfang genommen. Wie immer war sie an Gastfreundschaft nicht zu übertreffen und reichte mir eine Tasse frischen Kaffee, ehe wir in den Stall gingen.
    Dort breitete ich mich in aller Ruhe am Putzplatz aus, ehe Gwen das erste Pferd für heute holte. Dabei handelte es sich um Ohnezahn, dem ersten Pferd von Gwen. Ich kannte den Schimmel bereits und ich wusste auch, wie anstrengend er damals gewesen war. Heute machte er mir als Tierarzt keinerlei Probleme mehr. Er ließ sich brav vorführen und dann untersuchen. Zuerst warf ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul, ehe ich Herz und Lunge abhörte. Dann kontrollierte ich die Körpertemperatur und abschließend tastete ich noch Wirbelsäule und Beine ab.
    Alles war in bester Ordnung und Ohnezahn war topfit. Ich lobte ihn ausgiebig und machte die Impfungen bereit. Ohnezahn wurde dieses Jahr nur gegen Influenza und Herpes geimpft, der Rest hatte noch Zeit. Dafür bekam er heute direkt noch seine Wurmkur hinterher und durfte dann zurück in seine Box. Ich erneuerte alle Materialien und nahm einen Schluck vom Kaffee, ehe schon das nächste Pferd vor mir stand.
    Wieder ein New Forest Pony und wieder ein Schimmel. "Oh, die ist aber neu", meinte ich lachend und so wurde mir Show White Cassedy vorgestellt, der neuste Neuzugang auf der Nahanni Rivers Ranch. Gwen versprach mir jedoch, dass das Pony keine Probleme machen würde und wie immer, konnte man ihren Worten Glauben schenken.
    Snow White Cassedy benahm sich genauso gut wie ihr Vorgänger, so dass weder die Untersuchung, noch das Abtasten oder die Impfungen ein Problem waren. Alles lief routiniert und zackig ab, so dass die Stute schneller als gedacht fertig war und sich allerhand Lob einheimste. "So wünsche ich mir das doch", grinste ich und entließ auch die Stute wieder zurück in ihre Box.
    Die letzte Kandidatin war erneut eine Stute, fiel aber sehr aus dem typischen Muster von Gwen heraus, denn Ginny My Love war ein Paint Horse. Ich kannte sie bereits, aber bei meinem letzten Besuch war sie noch vollkommen unförmig und fohlenhaft gewesen. Nun stand vor mir eine erwachsene Stute, die auch ordentlich an Muskeln aufgebaut hatte.
    Auch Ginny My Love benahm sich während der Untersuchung einwandfrei und zuckte auch kaum bei den Impfungen, sowie sie die Wurmkur brav schluckte. Dementsprechend waren wir schnell mit allen drei Pferden durch und ich hatte den Termin schneller als gedacht abgehandelt. Ich unterhielt mich noch kurz mit Gwen, ehe ich mich verabschiedete und mich auf den Weg zum nächsten Hof machte.

    Hufschmiedbesuch 30.06.2017 - Big Bear Farrier
    © ceres

    "Meine Güte!", knurre ich entnervt. "Einmal im Leben, einmal ist der Kunde nur wenige Meter von meiner eigenen Haustür entfernt und dann komme ich trotzdem zu spät". Völlig fertig schlage ich die Arme auf dem Lenkrad meines kleinen Transporters zusammen und hefte den Blick auf den Stau vor mir, als würde er davon vielleicht wie durch ein Wunder verschwinden. Mein Wagen steht. Ich stehe und befinde mich noch genau am gleichen Fleck wie noch zehn Minuten zuvor - Townsend Acres in greifbarer Ferne. Mein Blick richtet sich in Richtung Himmel. Auch dieser ist stark bewölkt, er könnte mein Glück jetzt noch perfekt machen.

    Als hätte ich es mit meinen schlechten Gedanken heraufbeschworen, hat der Himmel seine Pforten geöffnet und entlässt nun all seine Fruchtbarkeit über mir, gerade dann, als ich den letzten Abzweig in Richtung des Gestütes von Elisa Cranfield nehme. Trotz des strömenden Regens schaffe ich es, den Parkplatz zu finden und so viele Sachen wie möglich zusammen zu packen und auf dem hübschen und großzügigen Gelände den Stall zu finden, den man mir per Telefon beschrieben hat. Mit tropfenden Haaren und verschwommenen Blick, weil eine uralte und runde Brille meine Nase ziert, betrat ich endlich das hoffentlich richtige Gebäude. "Ich muss dringend zum Friseur", murmle ich, während ich versuche mit einer Hand mir einen klaren Blick zu verschaffen.
    "Wie bitte?"
    Ich schrecke auf. Vor mir steht eine junge Frau, welche mich mit hochgezogenen Augenbrauen fragend anblickt. "Nichts nichts!", sage ich schnell und strecke ihr dann versucht professionell die Hand entgegen und lächle schräg. "Xavier Cote, Hufschmied, Sie hatten mich für vier Pferde bestellt."
    "Ach genau, das war zwar nicht ich, sondern Gwen". Sie drehte sich um und rief laut den Namen ihrer Freundin, welche hastig den Kopf aus einer der Boxen streckte. "Der Hufschmied ist endlich da!"
    Ich lächle wieder schräg. Xavier, du siehst so nicht hübscher aus! Ich höre auf mit Lächeln. "Ich hatte versucht Sie deswegen zu erreichen, tut mir ehrlich leid, ich bin in einen Stau geraten."
    "Halb so wild!", meint Gwen freundlich und hält mir ihre Hand entgegen. "Gwendolyn Campbell, willkommen auf Townsend Acres. Wollen wir beginnen?"

    Gwen holt als Erstes eine schneeweiße Stute namens Snow White Cassedy aus ihrer Box. Passender Name, denke und begutachte das Schneewittchen mit kritischem Blick. Ich streichle kurz ihren Kopf und lasse meine Hand dann sacht in einer Bewegung das Bein herabgleiten. Einen Huf nach dem anderen hebe ich so an und werfe einen ersten prüfenden Blick auf das Laufwerk des Tieres. Da es draußen immer noch regnet, muss ich Gwen bitten, mir die Stute einmal im Schritt und Trab im Stall vorzuführen, sodass die Hufe laut auf dem harten Boden gegen den Regen anklappern.
    Ich nicke zufrieden. "Das sieht schon einmal sehr gut aus. Ich würde vorne innen etwas mehr wegnehmen, da scheint mir etwas zu viel zu sein." Gwen ist einverstanden und so mache ich mich mit meinem Werkzeug an die Arbeit. Überschüssiges Horn wird abgeraspelt und anschließend in eine ordentliche Form geschliffen, der Strahl wird überarbeitet und die Form des Hufes der perfekten Laufform angepasst. Gwen hat Geduld und grault ihre Stute ununterbrochen, während ich ihr von meiner Arbeit erzähle und wie immer jeden Arbeitsschritt kommentiere. Ich kann gar nicht anders, als während der Arbeit zu reden. Nachdem jeder überarbeitet wurde, suche ich die passende Eisengröße heraus und halte sie Cassy an. Ich lege kurz überlegend den Kopf schief, schüttle diesen dann und nehme doch eine kleinere Größe, welche auch ohne Probleme an die zarten Hufe passte. Mein mitgebrachter mobiler Ofen ist bereits erhitzt und so dauert es nicht lange, bis ich die Hufeisen auf die passende Form gebracht habe. Mit kräftigen und doch vorsichtigen Schlägen bringe ich die Hufnägel in die jungen Hufe von Cassedy ein. Sie zuckt kurz, lässt sich jedoch brav von Gwen beruhigen, welche sich zur Ablenkung etwas frisches Heu hat bringen lassen.
    Nachdem alle vier Hufeisen an ihrem neuen Platz sind, muss Gwen für mich noch einmal laufen und Cassedy mit ihren neuen Schuhen vorführen. "Sieht gut aus!", meine ich zu ihr, die Hände zufrieden in die Hüften gestemmt. "Ich glaube, sie ist fertig."

    Der nächste Schuhpatient Ginny my Love. Gwen stellt sie mir höflicherweise vor und ich mache mich kurz mit ihr bekannt. Vielleicht wechselt auch ein kleines Leckerli den Besitzer, das ist aber so schnell verschwunden, dass das niemand nachweisen kann. Auch Ginnys Hufe kontrolliere ich ein erstes Mal, lasse sie dann auf dem Modelsteg ihre Gangtalente vorführen und mache mich auch bei ihr an die Korrektur der Hufe. Ihre Hufe sind um einiges härter und widerstandsfähiger als die von Cassy und ich komme fast ins Schwitzen, als ich am vierten Huf angelangt bin und Ginny jedoch immer wieder neugierig den Kopf zu mir drehen will und so unbewusst ihr Gewicht auf das Bein verlagert, welches auf meinen Knien ruht.
    "Puh!", sage ich und wische mir den Schweiß von der Stirn. Kurz bin ich orientierungslos, denke dann jedoch: "Hufeisen." Eine andere Stimme in meinem Kopf stimmt diesem Gedanken zu und so mache ich mich an die Wahl der Hufeisengröße, bei welcher ich diesmal sofort richtig liege. Auch diese vier Kandidaten werden flink an ihren Platz gebracht, nochmal kurz kontrolliert und dann netterweise abermals von Gwen vorgeführt, damit der Hufschmied sich ein Bild machen konnte. Wieder gute Arbeit, denke ich selbstverliebt und klopfe mir in Gedanken auf die Schulter. Auch Gwen scheint zufrieden und bringt ihre frischbeschlagene Stute mit klappernden Hufen zurück in ihre Box.

    Nun sind Elisas Cranfields Pferde an der Reihe. Sie beginnt mit einer fuchsfarbenen Stute. "Liberté's Nessaja", meint Elisa. "Ein Rabicano", fügt sie noch stolz hinzu und ich sehe wie ihre Brust anschwillt.
    "Sehr hübsch!", meine ich ehrlich und lächle. Auch Nessi soll Hufeisen bekommen, die gleiche Prozedur also wie bereits zuvor. Nessi scheint mich zu mögen, aber vielleicht mag sie jeden, der ihr etwas mitbringt. Aber ein guter Streichler bin ich auch, dass weiß ich schon lange. Auch Elisa bitte ich darum, nach einem kurzen Blick unter die Hufe, mir die Stute einmal in Bewegung vorzuführen, was diese auch prompt macht. Ach wie sehr mochte ich nette Kunden! Nach en Begutachtung steht für mich schnell fest, was für mich zu tun ist und ich beginne fleißig mit dem Ausschneiden und Korrigieren der hübschen Hufe. Ich mag gestreifte Hufe, denke ich, als ich den vorderen Huf anhebe und mit gekonnten Bewegungen diesem zu einer viel hübscheren Form verhalf. "Sehr gut gepflegte Hufe hat sie!", lobe ich die Besitzerin und nicke anerkennend.
    Die Hufeisengröße ist dieselbe wie bei Cassy, sodass ich nicht lange suchen muss und gleich beginnen kann, diese anzupassen. Kurz darauf befestige ich diese dann noch an den Hufen der Stute und entlasse meinen dritten Kunden mit neuer Bekleidung zurück in ihre Box.

    Ich bin schon leicht verschwitzt, als Elisa mir die letzte Stute für heute bringt. Accomplishment scheint es auch nicht gut zu finden, dass sie die letzte ist oder vielleicht mag sie meinen Schmeichelversuch nicht, jedenfalls schnaubt sie ungeduldig und dreht unruhig den Kopf weg, als ich versuche sie zu streicheln. Ich zucke mit den Schultern. Dann eben nicht, denke ich und beginne abermals mit der Arbeit. "Einmal vorführen bitte", ich lächle und gebe Elisa den Weg frei. Auch wenn sich Acco mir gegenüber nicht wie eine Prinzessin benommen hatte, so schwebte sie nun die Stallgasse entlang, als wäre sie eine. "Wow", hauchte ich. "Also laufen kann sie wirklich!", Elisa grinst und streichelt stolz das hübsche Tier.
    Bei Acco gibt es nicht allzu viel Arbeit. Ihre Hufe haben eine noch sehr annehmbare Form und ich rasple nur wenig weg, um diese nicht zu zerstören. Nachdem die Hufe angepasst und angelegt sind, darf ich noch einmal Accos fließenden Gang bewundern und gebe sie dann zurück in Elisas Hände.

    Zufrieden reibe ich mir die verstaubten Hände an meiner Hose ab und beobachte Elisa wie sie die Stute wegbringt. Dann reiße ich mich aus meinen Gedanken und werfe das erste Mal einen Blick aus dem Stalltor nach draußen. Der Tag hatte also doch noch etwas Gutes zu bieten! Die Regenwolken sind fast verschwunden und lassen der Sonne doch endlich die Chance dazu, ihre Kraft zu zeigen. Glücklich grinse ich. Ich mag die Sonne.
    Nachdem Elisa und Gwen sich beide wieder bei mir eingefunden haben, schüttle ich die Hände der beiden, berede noch kurz einige wichtige Dinge und suche dann meine verteilten Sachen zusammen. Bevor ich jedoch in mein Auto steige, kehre ich die Stallgasse und befreie diese von den Hufresten, die die Pferde zurückgelassen hatten. Elisa und Gwen scheinen sich jedenfalls über meine Hilfe zu freuen, sodass ich mit gutem Gewissen trotz der Verspätung kurz darauf den Hof verlassen kann und wieder zurück in Richtung Heimat fahre.

    Trainingsbericht 29.02.2016 - Dressur E auf A
    © Veija

    Heute war ich auf dem Weg zu Stefanie Westside. Ich hatte eines ihrer Pferde gekauft, wofür ich ihr Training für fünf ihrer Pferde versprochen hatte. Welche Arbeit ich mir damit antat, was ich mir erst bewusst, als ich vor den Pferden stand. Zwei Tiere in Dressur, zwei in Springen und eins in Military. Zur Unterstützung hatte hatte ich mir Alexis mitgebracht, die mir bei den Dressurpferden und auch bei den Springpferden unter die Arme greifen würde. Heute fingen wir also mit Snow White Cassedy und Chronicle's Sahara. Beide Pferde wurden, nachdem wir uns dann endlich mal bei Stefanie angekündigt hatten, aus der Box geholt und am Putzplatz angebunden. Aufgrund der beschriebenen Charaktereigenschaften teilte ich Alexis Snow White zu. Ich würde mit der temperamentvolleren Sahara vorlieb nehmen, denn ich war, was temperamentvolle Pferde anging, doch etwas bewanderter als es Alexis war. Wir putzten und sattelten also die Pferde fertig, ehe wir in die Halle gingen. Wir wärmten die Pferde im Schritt, Trab und Galopp auf, ehe es an die wirkliche Arbeit ging.
    Die Übungen waren sehr einfach für mich und auch Alexis, und die Pferde kannten das Meiste davon auch schon. So zum Beispiel den Übergang vom normalen Schritt zum mittleren Schritt. Dazu nahm ich die Zügel vorne an und trieb mit den Fersen. Die Sahara trabte zu erst an, doch ich nahm sie zurück und machte das ganze so lange, bis sie im Schritt einfach schneller ging. Dann lies ich die Zügel etwas gehen und das wars auch schon. Das Selbe versuchte ich ihr im Trab und im Galopp klar zu machen, was auch sehr gut klappte. Ich sah zu Alexis rüber, doch auch sie hatte keine Probleme damit. Als nächstes übten wir das Halten aus dem Schritt und aus dem Trab. Im Trab mussten wir etwas kämpfen, doch nach einiger Zeit hatten wir auch das im Griff. Alexis mit der ruhigeren Stute brauchte ich nur aus dem Augenwinkel zu beobachten, denn es klappte alles super. Die nächste Übung war Leichttraben, bevor wir das aussitzen im Trab übten. Einmal buckelte Sahara ein wenig, weil ihr das gar nicht passte, wenn ich ihr einfach die ganze Zeit im Rücken hing. Da musste sie jetzt jedoch durch. Das Training neigte sich jetzt dem Ende zu. Ich teilte die Halle imaginär in der Mitte, so dass Alexis nun die rechte und ich die linke Hälfte hatte, denn nun ritten wir beide Zirkel, weshalb wir den Platz brauchten. Zu erst im Schritt, dann im Trab, und dann im Galopp. Zum 'durch den Zirkel wechseln' parierten wir beide jedoch wieder zum Trab durch, da Galoppwechsel in dieser Klasse noch nicht gefragt wurden. Alles klappte wie geplant, weshalb wir nun zu der letzten Übung für diese Trainingseinheit kamen. Den Schlangenlinien, welche wir erst im Schritt und dann im Trab ritten. Ich wies Alexis an ihre Stute trocken zureiten, was ich dann mit meinem Pferd auch machte.
    Fertig mit den beiden brachten wir sie wieder in den Stall und machten sie für die Box fertig, ehe wir uns Zipje und Soldier schnappten. Da Stefanie Zipje als sehr schreckhaft beschrieben hatte. "Soldier ist ja ein schicker", sagte ich zu ihr und strich dem Hengst den Schopf aus den Augen. Ruck zuck waren wir in der Halle und ein kleiner Parcours war aufgebaut. Zu erst wärmten wir die Pferde jedoch ordentlich auf, auch mit Schritt-, Trab- & Galoppstangen. Dann ging es an die Sprünge, bei denen sich die Pferde wirklich gut anstellten. Zwar stoppte Zipje einige Male vor einem der Hindernisse, ob aus Angst oder fehlendem Vertrauen seinerseits wusste ich nicht, jedoch wies ich Alexis an, Diabolus zu satteln und auch einmal hier drüber zu springen, damit ich später mit ihm ins Gelände gehen konnte. Ich übte derweil noch etwas weiter mit Zipje, so dass wir den Parcours komplett schafften, Zwar nicht fehlerlos, aber das war mir egal, denn der Hengst traute sich zu springen, dass war für den Anfang viel mehr wert, als ein fehlerloser Durchlauf. Das könnte Stefanie im weiteren Training erledigen.
    Ich brachte den Hengst in seine Box und schaute Alexis eine Weile zu, ehe sie mir den Hengst gab und wir ins Gelände gingen, während sie den Parocurs abbaute. Dort stellte sich der Hengst sehr gut an, auch wenn er mit seinem Sturkopf des öfteren an Hindernissen vorbeiziehen wollte, schafften wir es, ohne Stürze und lebend durch den Parours und wieder nach Hause zu kommen. Dort berichtete ich Stefanie von unserem Erfolg, ehe wir ihr noch Tipps für das weitere Training gaben, was besinders Zipje betraf, bevor wir uns auf den Weg nach Hause machten.

    Ciaran nahm der Stute die Abschwitzdecke ab und entließ uns wieder auf den Abreiteplatz. Wir würden gleich an der Reihe sein und Snow White Cassedy war inzwischen zur Genüge warm geritten, so dass die Decke überflüssig wurde. Heute waren wir erneut auf einer Prämierung unterwegs. Für uns würde es die letzte dieses Jahr sein und zugegebenermaßen waren wir auch relativ spät an der Reihe. Aber umso mehr Zeit hatten wir zum Trainieren gehabt und würden so hoffentlich noch ein zur Zucht zugelassenes Pferd mit in die Winterpause nehmen.
    Snow White Cassedy war auf jeden Fall bestens vorbereitet und dank unserer hauseigenen Stylistin Elena, sah sie auch wirklich schick aus. Ich hatte mich geweigert, ihre lange Mähne zu kürzen, also hatten wir sie eingeflochten. Elena hatte über eine halbe Stunde auf dem Pferderücken gesessen und die Mähne von oben eingeflochten, damit sie auch wirklich ordentlich fest war und nicht während der Kür auseinander gehen würde.
    Ich hatte derweil die Stute von unten beschäftigt und möglichst ruhig gehalten, um den Prozess so kurz wie möglich zu halten. Und so starteten wir nun mit top Frisuren und einwandfreier Kleidung in unsere Kür, denn soeben waren wir aufgerufen worden. Im Arbeitstrab ritten wir in die Halle ein und hielten direkt auf X zu, wo wir geschlossen stehen blieben. Ich grüßte knapp die Richter und nahm dann wieder die Zügel auf.
    Im Trab ging es weiter und wir gingen zunächst auf die linke Hand. Unsere Kür war simpel gehalten, so dass wir zunächst ganze Bahn gingen und dann bei C auf den Zirkel. Nach einer Runde ließ ich Snow White Cassedy angaloppieren, zirkelte einmal und ging dann ganze Bahn. Bei A parierte ich sie sauber zum Schritt durch, gab etwas mehr Zügel und ließ sie fleißig die lange Seite voran schreiten.
    Nach der nächsten kurzen Seite wechselten wir einmal durch die ganze Bahn und landeten so auf der rechten Hand, blieben aber zunächst noch im Schritt. Noch einmal ritten wir die lange Seite entlang und gingen dann auf den Zirkel. Dort gab ich auch wieder die Hilfe zum Antraben und Snow White Cassedy reagierte sofort. Wir gingen zwei Zirkelrunden, ehe wir erneut die ganze Bahn nahmen und ich aus der nächsten Ecke heraus angaloppierte. Eine Runde ganze Bahn und wir parierten wieder zum Trab durch.
    In Gedanken lobte ich Snow White Cassedy bereits, während wir wieder auf die Mittellinie abbogen und X anvisierten. Dort blieben wir nochmals geschlossen stehen und ich verabschiedete mich von den Richtern. Nach dieser Geste fiel alle Anspannung von mir ab, ich gab Snow White Cassedy die Zügel hin und lobte sie ausgiebig. Im Schritt am langen Zügel verließen wir die Halle.
    Draußen erwartete uns bereits Ciaran, der der Stute ihre dunkelrote Abschwitzdecke überwarf und sie ebenso ausgiebig lobte wie ich. Mit Snow White Cassedy war so eine Kür definitiv ein Klacks. Sie war immer voll dabei gewesen und ich war sehr gespannt auf unsere noch ausstehende Bewertung. Während wir warteten, ritt ich die Stute in Ruhe ab.

    [3000 Zeichen, von Gwen, gezählt auf zeichenzähler.de]

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    Zubehör von Jackie, Hintergrund von sadasha
     
    Zaii gefällt das.
  9. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    meine Teilnahme mit...
    Cabinet of Caligari

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    Steckbrief
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    Vom: Captain Fox

    Aus der: Keep on Dreaming


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    Rufname: Caligari, Cab
    Geburtstag: 17.08.
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: 1.64 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Wild bay frame overo
    (Ee,A+at,Oo)
    Abzeichen: Laterne (scheckungsbedingt)
    Gesundheit: sehr gut
    Hufe: Alueisen, Horn ist etwas weich


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    Brav, vorsichtig, schreckhaft, treu


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    Cab ist eine junge, aufmerksame Stute, die jedoch immer ein waches Auge hat. Sie ist eigentlich sehr brav im Umgang, doch wenn sie sich erschreckt heisst es Kopf einziehen, da sie dann oft steigt. Sie ist auch Fremden gegenüber etwas zurückhaltend; beispielsweise würde sie nie zu Spaziergängern an den Zaun gehen, wenn sie auf der Weide ist.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Kira
    VKR: Kira
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Galopprennen Klasse: S***
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: A

    Eignung: Galopprennen, Springen, Military
    Eingeritten: ja


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    1. Platz 290. Militaryturnier
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    1. Platz 403. Springturnier
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    3. Platz 397. Springturnier
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    2. Platz 288. Distanzturnier
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    Caligari's Spind

    TA -Bericht
    Calypso
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    3591 Zeichen von Calypso

    Der heutige Besuch führte mich wieder nach Birmingham zu Occulta Smith. Zum Glück war der Weg nicht all zu weit und ich traf gegen Mittag bei ihr auf dem Hof ein. Ich parkte auf dem Parkplatz und lud alles aus dem Auto was ich für die heutige Behandlung brauchen würde. Da kam auch schon Occulta herbei spaziert, begrüßte mich und half mir dann tragen. Unser Weg führte uns in den Hauptstall wo die Englischen Vollblüter untergebracht waren. Die zwei Pferde die ich behandeln sollte standen sich in ihren Boxen gleich gegenüber, so musste ich heute mal nicht die ganze Anlage durchqueren. Occulta holte die Stute Cabinet of Caligari heraus und stellte sie in der Stallgasse ab. Wie immer machte ich mich zunächst mit dem Pferd bekannt und gab ihr die Möglichkeit mich auch zu beschnüffeln. Dann fing ich an sie gründlich abzutasten, Beine anzuschauen und und mit dem Stethoskop abzuhören. Die Stute blieb ganz ruhig, obwohl man ihr ein wenig ansehen konnte das sie etwas angespannt war. Als nächstes impfte ich sie, wo sie auch richtig brav war, und ließ sie mir von Occulta draußen nochmal vorlaufen im Schritt und Trab. Die Bewegungsabläufe sahen gut aus. Jetzt kam noch der immer etwas unangenehmere Teil für meine Patienten, die Zahnbehandlung. Wir verlegten unseren Behandlungsstandort in der Stallgasse, wo ein Stromnetz zur Verfügung stand. Dann bereitete ich alles vor für die Behandlung und legte Cabinet of Caligari das Maulgatter an, was sie mit etwas Zickerei dann doch zuließ. Etwas hilflos hing sie jetzt in den Seilen, es war immer ein nicht so schöner Anblick für die Pferdebesitzer, aber was sein musste musste sein. Ich sah mir die Zähne genau an und suchte nach Fehlstellungen oder nicht gleich abgenutzten Stellen. Bei der Stute sah alles sehr gut aus bis auf minimale Kanten in den Backenzähnen. Das konnte ich auch mit einer Handraspel schnell erledigen. Hierbei ging ich vorsichtig vor und ohne Hektik, damit das Pferd auch nicht in Stress verfiel. Nach einer halben Stunde hatten wir die Prozedur hinter uns und Caligari durfte entlassen werden. Zuguterletzt checkte ich noch ihren Chip.

    Jetzt war noch Vai Alida an der Reihe. Eine braune Stute. Auch sie wurde in die Stallgasse geführt und ich fing mit der Untersuchung an. Schon vom äußeren Erscheinungsbild sah auch sie top fit aus und das bestätigte sich auch nur beim abtasten. „Gehen wir gleich vor die Tür und lassen sie nochmal laufen“ sagte ich und Occulta führte sie draußen im Schritt und im Trab den Weg auf und ab. Auch hier sah alles super und gesund aus. Wieder drinnen im Stall hörte ich Herz und Lunge ab und verabreichte ihr die aufzufrischenden Impfungen. Vai Alida war tot brav und immer sehr neugierig was ich da alles aus meiner Tasche zauberte. Dann gingen wir nochmal zu unserem zweiten Arbeitsplatz um die Zahnbehandlung zu machen. Alida musste sich sich das Maulgatter erst ganz genau anschauen, was war das doch auch für ein komisches Ding! Doch auch sie war kooperativ und ließ es über sich ergehen. Wie schon bei der Stute zuvor, war auch hier nicht sonderlich viel zu machen. Hier und da musste ein wenig ab- und nachgeschliffen werden, aber das konnte ich alles mit den Handraspeln machen. Also heute mal kein Einsatz für die Elektrischen Raspeln. Als wir auch hier fertig waren lobten wir Alida ausgiebig und ich fuhr mit dem Lesegerät über ihr Fell um den Chip zu finden. Die Daten schrieb ich mir auf, und während Occulta die Stute in ihre Box brachte brachte ich die Impfpässe auf den neuesten Stand. Das alles zusammen mit den Wurmkuren übergab ich Occulta und verabschiedete mich.
    12 Nov. 2017

    HS-Bericht

    Trainingsberichte
    [12]
    Occulta
    Galopprennen E-A

    Um sechs Uhr stand ich auf, schnappte mir ein Brot mit Konfitüre und machte mich auf den Weg zum Hauptstall, um wie fast jeden Morgen pünktlich beim Vollblütertraining zu sein. Heute wurden zuerst die meisten der Zweijährigen trainiert (nur Pointless war nicht dabei, sie bekam wiedermal Spezialbetreuung), insgesamt also ein Feld von fünf Pferden. Ich selbst ritt Frame, da der junge Hengst sonst mit niemandem konzentriert lief. Es ging heute primär darum, die Jungspunde an Trackponys zu gewöhnen, aber es war zudem auch wie die letzten vier Wochen das Ziel, eine Strecke von 1000 Metern zu laufen, mit den letzten 400 Metern in 30 Sekunden. Wir befanden uns mitten in einem speziellen Trainingsplan, nach dem die Pferde auf Pineforest Stable schon seit Jahren erfolgreich trainiert wurden. Ich sattelte Frame, während ich ausgelassen mit Rosie plauderte, die Caligari vorbereitete. Als wir fertig waren, führten wir die Pferde nach draussen und stiegen einer nach dem anderen auf. Danach ging’s im Gänsemarsch mit Sumerian an der Spitze zur Bahn. Ich hatte im Moment noch lange Steigbügel, da wir zuerst mit den Trackponys arbeiten mussten und ich so mehr Kontrolle hatte. Als Ponys dienten diesmal Shadow, Anubis, Unbroken, Islah und Moon. Ich schloss zu Soul auf, der von Jonas geritten wurde. Frame blieb die ganze Zeit über fast noch entspannter als der Painthengst neben ihm, aber das überraschte mich nicht. Wir blieben zunächst im Schritt, später auch im Trab immer schön neben den Begleitpferden, wobei die anderen Reiter gelegentlich die Zügel der Vollblüter hielten. Die Renncracks mussten lernen, ihr Tempo dem der Begleitpferde anzugleichen und ruhig daneben zu bleiben, das würde uns später in den Rennen vieles erleichtern. Während One Cool Cat und Shio die ganze Zeit am zappeln und rumzicken waren (Cool Cat wohl eher, weil ihn die vielen Stuten nervös machten, was sich der Italienische Macho noch nicht gewöhnt war), verliessen sich Sumerian und Caligari blind auf ihre Trackponys und Frame orientierte sich ja sowieso nach mir. Einmal stieg Cat bolzengerade in die Luft, wobei April fast runtergefallen wäre. Spätestens da hörte der Spass mit dem Rappen auf und sie packte ihn härter an. Ich gab ihr als Hilfe meine Gerte, da sie die ihrige zurückgelassen hatte um die Hände freier zu haben. Nun begleiteten uns die ‚Ponys‘ zu den Startboxen, danach war ihr Part erledigt und sie wurden versorgt. Eines war überraschend positiv: sämtliche der zweijährigen Blüter gingen ohne Murren in die Boxen. Das zeigte mir, dass wir auf einem guten Weg waren, was den Grundgehorsam und die Basics des Rennens anging. Doch nun kamen wir zum interessantesten Teil: die Tore flogen auf und die Pferde schossen los, doch schon nach hundert Metern bremsten wir sie wieder in einen lockeren, aber noch immer einigermassen lockeren Canter. Erst beim 600m-Pfosten feuerten wir sie erneut an, um sie auf die gewünschte Höchstgeschwindigkeit von 13 Metern pro Sekunde zu treiben. Alle der fünf Athleten hielten bis zum Finish durch, aber Caligari schnaufte durch weit aufgerissene Nüstern und war an Schulter, Hals und Flanke nassgeschwitzt. Sie war etwas weniger lange als die anderen im Training und hatte dementsprechend noch eine schlechtere Kondition. Da sie aber, mit der Fleecedecke auf dem Po, noch beim Auslaufen auf der Galoppbahn wieder trocknete, hatte Oliver keine Bedenken, dass sie in wenigen Wochen auch fit sein würde. Ich war ganz zufrieden mit dem Training; die jungen Pferde hatten gezeigt, dass sie reif für die nächste Stufe waren.
    15 Nov. 2015

    Occulta
    Galopprennen A-L

    Wir machten uns auf zum morgendlichen Training, welches heute wegen der anhaltenden Kälte erst um 9 Uhr stattfand. Da es Winter war, wurden die Vollblüter nicht so ausgiebig und häufig auf der Bahn trainiert wie sonst, sondern eher bei einer guten Dressurstunde in der Halle oder im Gelände. Sie mussten aber trotzdem in Form bleiben und zwei bis drei Mal wöchentlich auf die Bahn; so auch heute. Ich ritt Sumerian, Rosie übernahm Caligari, Quinn hatte ausnahmsweise Frame und April Cool Cat. Pointless, die zwar ebenfalls zu den Dreijährigen zählte, aber die Mitarbeit mit aller Macht verweigerte, wurde vorläufig nicht mehr mittrainiert, erst recht nicht bei Minustemperaturen. Ich bürstete das graublaue Fell von Sumerian und bearbeitete liebevoll die komplexen weissen Abzeichen an ihren Beinen. Sie war einfach ein Bild von einem Pferd – mit wunderbarem Körperbau und ausdrucksstarken Augen. Nur ihr Langhaar liess zu wünschen übrig, denn es wuchs sehr spärlich. Ajith scherzte immer, dass sie die Energie eben für die Bahn brauche, und nicht für ihre Haarpracht verschwende. Ich mochte diese Ausrede auch, zumal die Stute wirklich Talent hatte. Ich kratzte die Hufe aus und stellte freudig fest, dass diese trotz der vielen Feuchtigkeit, der sie im Winter ausgesetzt waren, gesund und kräftig waren. Die leichten Aluminiumeisen versah ich mit Stollen, damit die Stute auf dem Schnee nicht rutschte. Wir trainierten auch, wenn genügend Schnee auf der Bahn war. Nur wenn der Schnee schmolz und das Gras nass war, wurden die Trainingsrennen abgesagt, da das Laufen auf rutschigem Untergrund zu gefährlich war. Zum Schluss sattelte ich Summer und führte sie mit den anderen nach draussen. Wir stiegen alle vier auf und ritten gemeinsam zur Galoppbahn, wo wir erstmal im Schritt und Trab warm wurden. Die dichten Äste der Tannen hatten nicht so viel Schnee durchgelassen, aber man musste aufpassen, dass nicht plötzlich eine kleinere Lawine über einem zusammenbrach. An manchen Ästen hingen Eiszapfen, die im Sonnenlicht glänzten. Die Pferde waren richtig aufgedreht, wie immer, wenn sie längere Zeit nicht auf die Bahn gedurft hatten. Auch Sumerian tänzelte bereits im Schritt und blieb nur ungern mit mir zuhinterst. Wir wechselten alsbald auf die Bahn und gingen in einen leichten Canter über, der immer flotter wurde. Als alle bereit waren, liessen wir die Pferde anziehen und über die folgenden 1000 Meter mit einem guten, aber nicht maximalen Tempo laufen. Danach feuerten wir alle zu einem Sprint über 2 furlongs (400 Meter) an. Sofort schoss Sumerian unter mir nach vorne und verlängerte die Tritte nochmals, bis sie auf ihrer aktuellen Rekordgeschwindigkeit war. Ich war jedes Mal aufs Neue beeindruckt von der Kraft der Stute. Doch auch Caligari folgte uns dicht, und – zu meiner Überraschung – Cool Cat, der sich langsam von hinten vorarbeitete. Er holte meine Stute sogar beinahe ein. Nur Frame schüttelte wieder unwillig den Kopf und kam irgendwie nicht so richtig in Fahrt. Ich hatte den Rappen Cool Cat immer unterschätzt, da er beim Kauf nur meine zweite Wahl gewesen war. Doch er hatte mir inzwischen gezeigt, dass er womöglich sogar mehr drauf hatte als mein ehemaliger Favorit, den sich mein Kumpel geschnappt hatte. Ich brannte schon darauf, die beiden beim ersten Rennen im Frühling gegeneinander laufen zu sehen. Ich war sicher, dass Cool Cat eine von Erfolgen gekrönte Zeit vor sich hatte. Und auch Frame wird irgendwann noch aufblühen, dachte ich schmunzelnd und beobachtete den Schecken, als wir bremsten und zurück in den Trab fielen. Er hatte schliesslich genug Startschwierigkeiten gehabt. Ich klopfte Sumerian zufrieden auf den grauen Hals und wischte ihre feine Mähne wieder auf die richtige Halsseite. Wir trabten noch eine Weile, dann führten wir die vier zurück zum Hauptstall, wo sie zum Trockenlaufen mit der Abschwitzdecke in den Freilauftrainer kamen.
    19 Jan. 2016

    Occulta
    Galopprennen L-M

    Als wir mit den jüngsten Vollblütern fertig waren, ging’s weiter mit der mittleren Gruppe. Diese Pferde waren durch und durch dratige Athleten, die vor Kraft und Ausdauer nur so strotzten. Ich klopfte Iskierka stolz im Vorbeigehen auf den Po. Die Schimmelstute war auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und schien noch lange nicht müde zu werden. Obwohl sie immer etwas mürrisch drauf war, liebte ich sie sehr und genoss es, ihr beim Laufen zuzusehen oder gar selbst drauf zu sitzen. Heute war ich aber mit ihrer Halbschwester unterwegs, die bereits ungeduldig scharrte. Shades of Gray hatte etwas dunkleres Fell mit einem streifen auf dem Rücken, der aussah, als hätte man ihn mit einem Bleistift gezogen. Vielleicht war sie unter ihrem Schimmelfell ein Dun, aber genau wusste ich das nicht. Jedenfalls war sie saubergeputzt, und ich brachte gerade den Sattel. Ich legte ihn weit vorne auf und zog ihn nach hinten in die richtige Position, dann gurtete ich sanft an. Gray klappte bloss ein wenig die Ohren zurück und drehte den Kopf zu mir um ihre Karotte abzuholen, die sie immer nach dem Satteln bekam. So weit so gut – nun musste ich nur noch das Zaumzeug anziehen und meinen Helm schnappen. Grays Zaumzeug hatte kein Nasenband, da die Stute schlichtweg entspannter lief, wenn sie absolut frei kauen konnte. Ich mochte es auch ganz gerne; so musste ich nämlich nur noch den Kinnriemen schliessen. Ich führte die Stute raus zum Aufsteigen und ritt mit den anderen zur Bahn. Wir wärmten alle fünf Pferde auf und galoppierten hintereinander im leichten Sitz die Bahn entlang. Schliesslich reihten wir uns, noch immer im Galopp, alle auf derselben Höhe ein und warteten auf Olivers Startsignal zum Intervalltraining. Dabei galoppierten wir in einem ordentlichen Grundtempo und machten immer wieder kleine Sprints über 400 Meter. Die Pferde gaben alles. Besonders Caspian schien diese Art von Training zu mögen, denn er stiess sich immer so schön kraftvoll ab, wenn Rosie ihm den Kopf freigab. Caligari und Cool Cat konnten noch nicht ganz mithalten und trainierten zuhinterst mit. Sie waren jetzt eigentlich irgendwo zwischen den beiden Leistungsgruppen, aber Oliver und ich hatten sie aufgestuft, damit sie in der jüngeren Gruppe nicht zu bequem wurden, weil sie dauernd vorne waren. Bei Cool Cat schien die Strategie aufzugehen: er blühte geradezu auf und versuchte, Iskierka und Gray nachzueifern. Ich begann, den dunklen Hengst wirklich zu mögen. Er hatte sich meinen Respekt mühsam erarbeiten müssen, doch seine Entschlossenheit und sein Talent hatten mich überzeugt.

    Am Ende des Training liessen wir die Pferde ausgaloppieren und ritten danach noch ein wenig Schritt auf der Galoppbahn. Unter den Tannen war es kühl und Schattig. Auch sonst war es aufgrund der frühen Morgenstunde noch nicht so warm, aber die Sonnenstrahlen spürte ich bereits im Rücken.
    30 Mai 2016

    Occulta
    Galopprennen M-S

    “Straffer Zeitplan heute, bewegt euch Leute“, verkündete ich fröhlich, als ich den Hauptstall betrat. Die Pfleger wünschten mir einen guten Morgen und fingen sogleich emsig mit dem Füttern an. Wir hatten viel vor: Galopptraining, danach Springstunde mit den Jungpferden, anschliessend Military auf einer auswärtigen Trainingsstrecke. Ausserdem war heute Freitag und damit wie immer öffentliche Reitstunde um 19:00 Uhr. Bis dahin wollte ich den Hof aufgeräumt und sauber haben. Sheela sah mich mit erwartungsvollen, schwarzen Augen an. Ihre gelblichen Krokodilzähne wurden sichtbar, als sie bei meinem Blick zu hecheln begann. „What do ya want? You had your food.“ Sie verdrehte den Kopf nach hinten, denn in diesem Moment kam Jonas rein. Sie sprang ihm freudig entgegen, kehrte dann schwanzwedelnd in seiner Begleitung zu mir zurück. „Soll ich heute Artemis nehmen oder willst du ihn?“, fragte mich der Pfleger, in Bezug auf das Military Training. „Ach nimm du ihn, ich hab ja für diesen Monat Satine, und mit der mach ich eh auch mit.“ Er nickte zufrieden und fuhr mit seiner Arbeit fort. Ich holte Caligari aus ihrer Box um sie zu putzen. Die braune Stute mit dem weissen Gesicht hatte bereits seidig glänzendes Fell und bloss ein paar Strohhalme im Schweif, da Ajith sie am Vortag abends nochmal gründlich geputzt hatte. Das machte er manchmal einfach so aus Spass, wenn er nichts mehr zu tun hatte. Manchmal fragte ich mich, ob der dunkelhäutige Pfleger überhaupt ein Privatleben hatte. Mir kam sein Einsatz jedenfalls gerade gelegen. Ich bürstete den Schweif und die Mähne durch, kratzte die Hufe aus und bandagierte Cab’s Beine. Die Stute hob die Vorderbeine dauernd, sodass ich etwa viermal neu starten musste. Dafür hielt sie diesmal beim Satteln still. Ich schob ihr noch die Trense ins Maul, dann war ich fertig und führte sie hinaus. In der ersten Morgengruppe waren ausser uns noch Frame, Chiccory, Kaythara, Ciela und Coulee. Heute standen Kopf-an-Kopf Sprints an, also war das Training besonders anspruchsvoll. Cab arbeitete sich wie eine Dampflock Zentimeter um Zentimeter vor, doch immer wenn sie etwas nachliess, schloss Kaythara wieder zu ihr auf. Ich lobte April, die ihr Reittier hervorragend unter Kontrolle hatte. Auch Charly und Rita schlugen sich heute ausnahmsweise sehr gut: sie fegten nach uns mit Ciela und Coulee über die Bahn und blieben wie befohlen dicht beieinander. Mein Herz wurde warm als ich Coulee und Rita beobachtete. Die scheue Stute war in letzter Zeit schon viel offener geworden. Weil Rita noch nicht so erfahren als Jockey war, machte sie der Stute auch nicht so viel Druck, sodass sie sich optimal entfalten konnte. Es kam mir fast vor, als nehme Coulee die Aufgabe wahr, auf Rita aufpassen zu müssen. Dadurch war sie wohl zu beschäftigt um sich wie üblich zu verspannen oder vor harmlosen Dingen zu erschrecken. Jedenfalls lief Coulee erstaunlich schwungvoll und konstant für ihre bisherigen Verhältnisse. Ciela nahm Charly, der ebenfalls noch Anfänger war nicht ganz ernst; das erkannte ich daran, dass sie nicht richtig untertrat und immer wieder den Kopf runterzog, um ihm die Zügel zu klauen. Oliver hatte es bemerkt und rief ihm ein paar Tipps zu, bevor ich selbst den Mund aufmachen konnte. Ich nickte still und zufrieden, dann beobachtete ich Quinn mit Frame und Lily Parker, die auf Chiccory mal wieder eine tolle Figur machte.

    Gleich im Anschluss fand ein spannendes Trainingsrennen zwischen Sumerian und Cool Cat statt, das ich mir nicht entgehen lassen wollte. Ich versorgte Cab und ihr Zubehör, und hastete dann zur Bahn, wo auch schon Oliver, Lisa und Lewis standen. Quinn folgte hinter mir. Wir waren alle gespannt, welches von den zwei Rennpferden gewinnen würde, denn sie waren in den letzten Trainingseinheiten immer gleichauf gewesen. Cool Cat war innert kürzester Zeit in die höheren Rennklassen aufgestiegen und holte einen Sieg nach dem anderen. Hatte man mich ein halbes Jahr vorher gefragt, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Der Hengst war schliesslich nur meine zweite Wahl gewesen, nachdem das Pferd das ich eigentlich gewollt hatte schon vergeben gewesen war! Nun brachte mich dieser Italienische Charmeur immer wieder zum Schmunzeln, weil er mit Leichtigkeit an den eigentlichen Favoriten vorbeizog. So auch heute: er schlug Sumerian knapp aber eindeutig mit einer halben Länge Vorsprung.

    Auch beim Training der Top-Pferde sah ich kurz zu, ehe ich meinen weiteren Aufgaben folgte. Hier lief seit neustem auch Caspian mit, der dank des harten Trainings mittlerweile in den höchstdotierten Rennen glänzte.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Galopprennen S-S*

    Heute stand ein etwas intensiveres Training für die Vollblüter an. Jedenfalls für die Newcomer dieses Jahres. One Cool Cat, Cabinet of Caligari, Kaythara und Captured in Time starteten in zwei Tagen am diesjährigen Betdaque Cup. Es handelte sich um ein Qualifikations-Handicap, bei dem die jungen Pferde zum ersten Mal mit Zusatzgewicht starten mussten. Das Training erreichte jetzt, kurz vor dem Rennen seinen Höhepunkt – danach würden die vier erstmal ein paar Tage Pause bekommen. Ich sattelte gerade Kaythara. Die champagne Stute war zappelig und ungeduldig. Sie scharrte, lehnte sich in die Anbindestricke oder zupfte an meinem T-Shirt herum. „Oi, snap out of it already! You’re full of bees!“, sprach ich empört, sodass es Quinn hörte, die hinter uns Ciela vorbereitete. Sie lachte amüsiert und zog Cielas Sattelgurt an. Mein weisser Schatz hielt brav still und spielte lediglich mit ihren Ohren, zum Zeichen, dass sie Satteln eigentlich auch doof fand. Die Trense nahm sie aber mehr als freiwillig an, indem sie den Mund schon öffnete, als Quinn damit in die Nähe kam. An der Arbeitseinstellung konnte es also nicht liegen. Ich huschte rasch zu den beiden rüber und testete, wie stark der Gurt angezogen war. „You should probably try to keep it not so tight at first. Instead tighten it up when you finally get on her back.” “Yea, I normally do that, but her saddle slides always back if I keep the girth too loose…” Ich verschwand in der Sattelkammer und holte ein Vorgeschirr, aus einem breiten schwarzen Gummiband bestehend, hervor. Ich klinkte es auf beiden Seiten des Rennsattels ein und stellte sicher, dass es die richtige Länge hatte. Dann klatschte ich in die Hände und grinste: „Now it should be fine.“ Quinn nickte, beschämt, dass sie nicht selber darauf gekommen war. Ich klopfte ihr auf die Schulter und wandte mich wieder zu Kaythara um. Ich zäumte sie und kontrollierte ein letztes Mal die Bandagen, dann führte ich sie hinter Ciela und Quinn nach draussen. April und Caligari folgten uns. Cool Cat, der Italienische Charmeur, benahm sich wie der Hahn im Korb als er merkte, dass er wiedermal mit einer reinen Stutengruppe rennen durfte. In letzter Zeit hatten wir ihn nämlich mit den älteren Pferden trainiert, weil er eigentlich schon zu gut war für seine gleichaltrigen Genossen. Daher war es auch von Anfang an klar, wer das heutige Kopf-an-Kopf Rennen für sich entscheiden würde. Aber es war einfacher, eine letzte Standortbestimmung vor dem Rennen mit allen vier Pferden gleichzeitig durchzuführen. Wir trainierten seit Monaten mit Zusatzgewicht, um die Jungspunde ausreichend vorzubereiten. Cool Cat trug am meisten, da er der Stärkste der Gruppe war. Danach folgte Kaythara, die ihrer Abstammung alle Ehre machte. Ciela und Caligari, die nicht unbedingt zu den Überfliegern zählten, trugen gleich viel, bzw. wenig. Wir ritten auf den Galoppweg und wärmten uns im Trab gründlich auf. Dann ritten wir hintereinander zur Startmaschine. Wie immer half uns Ajith beim Betreten der Gitterboxen. Kaythara, die mit ihrer zappeligen Art ganz nach ihrem Vater kam, machte Schwierigkeiten. Sie versuchte leicht zu steigen und ging rückartig rückwärts, sobald Ajith sie in die Nähe der Boxen führte. Wir nahmen uns genug Zeit und führten die Stute ruhig immer wieder heran, bis sie schliesslich reinging. Als ich hoch sah, entdeckte ich eine grosse gelbschwarze Spinne in einer Deckenecke der Box. „Ahh I see; that thing scared you“, murmelte ich und strich der Stute, die noch immer nach oben schielte beruhigend über den Hals. Dann fasste ich ein Stückchen Mähne und brachte meine Zügel auf die richtige Länge. Ich hielt mich gut fest, als die Tore aufflogen und die Pferde abdrückten. Es war fatal, in den ersten Sekunden das Gleichgewicht zu verlieren – ein sauberer Start war oftmals unerlässlich bei einem Handicap. Denn alle Pferde wurden mit den Gewichten auf dasselbe Niveau gebracht, sodass oft Zentimeter entschieden. Ausserdem brachte man das Pferd schnell aus dem Gleichgewicht, wenn man nicht absolut sicher oben sass. Ich hatte schon so viele Starts in den Knochen, dass ich genau wusste, worauf ich achten musste, damit ich sauber wegkam. Normalerweise hätte ich mir jetzt einen soliden Platz an den inneren Rails gesichert, ohne dabei zu nahe zu kommen, und dann die anderen zu blockieren versucht, um mir den Weg nach vorne bis zum Schluss freizuhalten. Aber da dies nur Training war, und das Ziel ein Kopf-an-Kopf Sprint am Ende, teilten wir uns während dem Rennen in zwei Gruppen, bestehend aus Cool Cat und Kaythara vorne und den anderen beiden hinten. Ich nahm Kaja etwas weiter auf, weil sie sich bereits strecken und Cat überholen wollte. Parker machte einen guten Job, indem sie ihn konsequent zurückhielt. Unterdessen spannte sich der Hengst wie ein Gummiband, bereit im richtigen Moment nach vorne zu schiessen. Kaythara verschwendete gleich zu Beginn des Rennens viel Energie, indem sie gegen meine Hand ankämpfte. Als ich sie in den Griff bekam, waren wir bereits in der Hälfte der Strecke angelangt. Auf diese kurze Distanz war das bisschen Ungehorsam in Sachen Tempo kein Problem, aber auf längeren Strecken wäre sie gegen Ende ausgebrannt gewesen. Ich hielt sie nun ziemlich exakt auf Cats Höhe und wir bogen gemeinsam in die letzte Kurve ein. Quinn und ich nickten uns zu, dann gaben wir die Zügel frei. Beide Pferde verlängerten ihre Galoppsprünge und gewannen Boden. Ich genoss Kajas kräftige Bewegungen und schloss meine Hände sicher um Büschel ihrer Mähne, damit ich nicht durch den Schub nach hinten gezogen wurde. Cool Cat, der inzwischen wohl gemerkt hatte, dass er sich mehr anstrengen musste als sonst, schob sich nun immer weiter vor. Es gingen Sekunden vorüber, aber mir kam es vor wie Minuten. Ich beobachtete den feurigen Blick des Hengstes und seine rhythmische Atmung. Er schien fest entschlossen, dieses Rennen zu gewinnen. Er hat die richtige Einstellung, dachte ich zufrieden, kombiniert mit der nötigen Muskelkraft. Kaythara strampelte ein letztes Mal verzweifelt, doch das Rennen war entschieden – Cat hatte mit einer halben Länge Vorsprung gewonnen. Hinter uns kamen Ciela und Caligari ins Ziel, Ciela war knapp in Führung. Wir bremsten die Pferde in einen leichten Canter und lobten sie ausgiebig. Dann liessen wir sie austraben und brachten sie zum Abkühlen ins Karussell.

    Zwei Tage später fanden wir uns abends in Colwick Park, Nottingham wieder. Das Rennen fand bei Flutlicht statt, was die ganze Szene noch viel dramatischer wirken liess. Der Himmel war wolkenlos und die Sonne begann bereits, sich hinter dem Horizont zu verstecken. Wir führten die vier Pferde bereits im langen Schatten der den Führring säumenden Ahornbäume warm, gemeinsam mit unseren heutigen Konkurrenten. Ajith huschte nervös zwischen seinen Pfleglingen hindurch. Er war oft aufgeregter als die Jockeys und Pferde zusammen, doch aus irgendeinem Grund lockerte das alle anderen auf und verscheuchte den Ernst aus der Situation. „Ajith, calm down“, sprach ich ruhig, während ich Ciela für Quinn führte. „Just wanna make sure everything’s in place“, stammelte er beschämt. „You’ve done a great job, so don’t worry. I trust your abilities.” Ajith nickte dankbar und beruhigte sich etwas. Die Jockeys mussten nun aufsitzen und zu den Gates reiten. Ich war wie meistens nur als Besitzerin dabei, nicht als Jockey. Ich ritt die Rennpferde zwar im Training, aber überliess das Rennen auch aus Publicity Gründen lieber meinen angestellten Jockeys. Das heutige Rennen ging über 1700 Meter, auf Gras. Suboptimale Bedingungen also für Cool Cat, der meist erst über längere Distanzen so richtig aufblühte. Ich riet Rosie daher, ihn von Anfang an zur Spitze zu dirigieren und dort zu bleiben, ohne ihn zurückzuhalten. Es gab 14 Teilnehmer, die sich gerade bereitmachten. Ich kreuzte die Finger, dass Kaythara diesmal gleich in die Startmaschine gehen würde. Doch meine Sorge war umsonst; die Stute war zwar hibbelig als hätte sie Bienen im Po, liess sich aber trotzdem rasch reinführen. Ajiths Augen wurden feucht vor Stolz und ich lächelte amüsiert. Wir begaben uns zu den Tribünen, gerade rechtzeitig um den Start mit zu verfolgen. Caligari legte einen überraschend guten Anfang hin. Sie setzte sich sofort an die Spitze und sicherte sich einen Platz an der Innenbahn. Cool Cat und Ciela liefen solide im Mittelfeld und Kaythara hatte wohl etwas verschlafen, denn sie war an zweitletzter Stelle. Zähneknirschend beobachtete ich, wie April sie nach aussen steuerte, um die Verfolgung aufzunehmen. Cool Cat war zunächst etwas zögerlich, weil Rosie ihn nicht wie sonst zurückhielt. Doch Rosie spornte ihn an und brachte ihn wie besprochen weiter nach vorne. Gut so, halt ihn innen, fieberte ich still mit. Cat gewann mehr Boden und war rasch gleichauf mit Caligari. Hinter ihm folgte ein zweiter Rappe; die beiden liessen Cab hinter sich. Das Grundtempo war durch Cats frühen Angriff stark gestiegen, sodass sich das Feld sich auseinanderzog. Während Caligari immer weiter zurückfiel, schob Ciela sich etwas vor, bis an die vierte Stelle. Sie hielt diese Position bis zur Zielgeraden, doch danach fiel sie zurück. Dafür kam Kaythara nun zum Zug, die sich schleichend bis ins Mittelfeld gekämpft hatte. April liess sie nun ganz los, sodass sie sich strecken konnte. Sie musste noch immer aussen laufen, weil die Gruppe innen zu dicht war. Cool Cat hingegen war immer noch ganz innen vorne und kämpfte gegen seinen schwarzen Doppelgänger an. Caligari schien bereits ausgebrannt, denn sie hielt sich knapp im Mittelfeld. Ciela war an der Innenbahn total blockiert und musste sich dem Takt ihrer Nachbarn anpassen. Jetzt! zieh sie rechts rüber!, wollte ich am liebsten rufen, als sich eine Lücke herauszubilden begann. Als hätte sie meine Gedanken gehört, steuerte Quinn darauf zu. Sie verlor jedoch etwas Schwung durch das Manöver, sodass Ciela am Ende doch weiter zurückfiel. Cat war noch immer an der Spitze. Er war nicht zu bremsen; mit stetigen Bewegungen vergrösserte den Abstand zu seinen Nachfolgern und dem anderen Rappen. Okay, that’s enough Rosie – don’t let him go too fast, überlegte ich besorgt, denn je deutlicher der Hengst im Vergleich zu Ciela, die in diesem Rennen als Markerpferd diente, siegte, desto mehr Gewicht würde er beim nächsten Handicap angehängt bekommen. Cool Cat passierte die Zeitschranke mit vier Längen Vorsprung, Kaythara folgte nach einem spannenden Kopf-an-Kopf mit dem Rappen auf dem dritten Platz. Ciela und Caligari blieben bis zum Schluss im Mittelfeld. Ich war mehr als zufrieden mit den Leistungen meiner vier Jungspunde und begab mich zum Siegerring, für Fotos und Interviews. „One Cool Cat - a cool cat indeed“, meinte einer der Reporter scherzend, denn der schwarze Athlet blieb total gelassen, während ihm der Siegerkranz um den Hals gelegt wurde. Ich tätschelte stolz seinen eleganten Hals; das seidige, nachtschwarze Fell fühlte sich noch von der Anstrengung feucht an. 28‘200£ hatte er mir heute eingebracht, plus 4‘700£ von Kaythara. Was für ein hübscher Kerl du doch geworden bist, hallten meine Gedanken mir durch den Kopf.
    31 Aug. 2016

    Occulta
    Springen E-A

    Es war Freitag und heute stand wieder viel auf dem Plan. Zuerst wollte ich ein Spezialtraining ausserhalb der Rennbahn mit den Vollblütern machen. Es ging dabei um ein ausgezeichnetes Training für die Hinterhand und den Gehorsam: Springen. Dran kamen One Cool Cat, Framed in History, Kaythara, Cabinet of Caligari, Sumerian, Sympathy of the Devil und Rosenprinz. Sie alle (ausser Rosenprinz natürlich) waren bisher nur beim Einreiten ein paarmal über Cavaletti gesprungen, also noch völlig unerfahren. Wir hatten deshalb für den Anfang ein paar niedrige, einfach anzureitende Steilsprünge und Kreuze aufgestellt. Wir ritten in der Halle, damit die jungen Pferde durch nichts abgelenkt wurden. Doch zuerst mussten wir natürlich Putzen und Satteln. Ich holte Sympathy aus ihrer Box und begann, dass grau gesprenkelte Fell zu bürsten. Die blauen Augen der Stute musterten mich dabei immer mal wieder – vielleicht hatte ich ja ein Leckerli in der Tasche. „Nach der Arbeit, meine Süsse“, murmelte ich nach einer Weile schmunzelnd. Ich kratzte die Hufe aus und entwirrte das Langhaar, dann holte ich auch schon den Sattel. Ich sah, dass Quinn und Rosie, die heute endlich auch mal wieder bei uns mitritt, auch schon fast fertig waren. Wir führten Sympathy, Frame und Kaya zur Halle. Vor dem Aufsteigen liefen wir noch eine Weile am Boden neben den Pferden mit und plauderten miteinander, denn wir hatten es ja nicht eilig, bis die anderen auch hier waren. Frame wollte immer wieder abbiegen und zu mir kommen. „Tut mir Leid, mein Grosser, du musst heute wiedermal bei Tante Quinn bleiben“, murmelte ich liebevoll zu dem Schecken. Ich wusste, dass er am liebsten mit mir arbeitete – das zeigte er allen anderen Pflegern immer überdeutlich. Aber ich konnte in nunmal nicht 365 Tage im Jahr babysitten. Ich hatte ausser ihm noch viele andere Lieblinge, die meine Aufmerksamkeit verlangten. Wenigstens akzeptierte er Quinn als Reiterin, nachdem sie mühsam sein Vertrauen gewonnen hatte. Charly, April, Parker und Rita kamen schliesslich ebenfalls in die Halle und wir stiegen allesamt auf, um unsere Pferde einzuwärmen. Elliot gab uns schon jetzt lockernde Lektionen vor. Bei ihm wurde jede Minute des Trainings ausgenutzt. Sympathy ging fleissig vorwärts und streckte sich sofort in die Triefe, wannimmer ich sie liess. Wir drehten Volten und übten ein paar Seitengänge. Ausserdem mussten wir viele Übergänge reiten und die Pferde in den Ecken korrekt biegen. Als auch das letzte Pferd entspannt mit den Ohren wackelte und ans Gebiss trat, begannen wir mit einem Kreuz. Rita und Rosenprinz machten es allen vor, denn der buckskin farbene Hengst kannte das Springen natürlich schon vom Military her. Trotzdem war es auch für ihn etwas anderes, den begrenzten Platz in der Halle ausnützen zu müssen. Ich ritt den beiden in gesundem Abstand hinterher, damit sich meine Stute gleich anhängen konnte. Sympathy wusste gar nicht so recht, wie ihr geschah: ich trieb sie darauf zu und versuchte, einfach mitzugehen ohne sie zu behindern. Ich begrenzte sie jedoch trotzdem ausreichend seitlich, damit sie nicht ausweichen konnte. Sie hüpfte etwas zögerlich über die bunten Stangen und machte danach ein paar Galoppsprünge, dann parierte ich sie in den Trab zurück und lobte sie ausgiebig. Hinter uns folgten Charly und Caligari. Kaythara wollte zuerst vor dem Kreuz abbremsen, doch Rosie trieb sie weiter, bis sie im Schritt darüber stolperte. Sie ritt danach gleich nochmal heran und diesmal klappte es. Manchmal scheint es, als müssten sie zuerst eine unsichtbare Mauer durchbrechen, überlegte ich schmunzelnd. Auch Frame wollte zögern, doch Quinn reagierte rechtzeitig und schickte ihn vorwärts. Er nahm einen etwas unschönen Satz über das eigentlich total niedrige Hindernis, aber immerhin landete er sicher auf der anderen Seite. „Aus dir wird wohl kein Springtalent“, bemerkte ich lachend an Quinn und den Schecken gewandt, als sie zu uns stiessen, um den anderen nicht im Weg zu sein. Nachdem alle das erste Hindernis überwunden hatten, fuhren wir mit einem Steilsprung fort. Danach folgten bereits zwei Steilsprünge hintereinander. Mehr mussten die Pferde heute noch nicht leisten; das reichte Elliot und mir für’s Erste. In den folgenden Wochen würden wir sie langsam an einen kleinen Parcours gewöhnen und uns danach wieder auf die Dressur konzentrieren.

    Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Lewis, Lisa, Jason und Linda kamen mit fünf der Miniature Horses in die Halle. Lewis übergab Nachtfalke an Elliot, der ein überraschtes Gesicht machte. „Now it’s your turn. Show them how you do it“, erklärte Lewis grinsend. Er trabte mit seinem Lieblingsmini Kicks-a-Lot ein paar Runden auf der Volte, dann führte er sie auf das erste Hindernis zu und hüpfte mit ihr darüber. „Sehr elegant, Lewis!“, kommentierte ich lachend. „Kannst du das nachmachen, Elliot?“, meinte Lisa herausfordernd, und lief mit Lady Diva from the Sky hinterher. Auch Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité waren dabei. Wir sahen noch eine Weile zu und bewerteten Elliots Springstil, dann versorgten wir die Vollblüter, die das Geschehen ebenfalls interessiert beobachtet hatten. Die Minis blieben noch in der Halle für ein ernsthafteres, halbstündiges Training.
    30 Sep. 2016

    Occulta
    Military E-A

    Auch ein Militarytraining stand heute Vormittag an. Doch nach dem Galoppieren mit den Jungpferden wollten wir uns alle erstmal einen Tee gönnen. Wir versammelten uns in der Reiterstube und besprachen den weiteren Tagesablauf. Ich nippte entspannt an meiner Tasse und lehnte mich an Jonas. Er würde zum Militarytraining nicht mitkommen, weil er in der Zwischenzeit hier auf dem Hof zu tun hatte. Aber ich war sowieso nicht der Typ Frau, die ständig an ihrem Liebhaber kleben musste. Solange ich wusste, dass wir abends Zeit für uns hatten, war alles in bester Ordnung.

    Wenig später putzten wir die Pferde und trafen uns im Inneren der Ovalbahn, dem hauseigenen kleinen Geländeparcours. Es waren zwar nur wenige bescheidene Hindernisse hier, aber das reichte für unser Vorhaben, nämlich ein paar der Vollblüter ans Geländespringen zu gewöhnen. Ich ritt natürlich wieder auf Framed in History, der an mir hängte wie eine Klette. Er war total zufrieden und wackelte mit den Ohren, sobald ich aufstieg und losritt. „Wenn du nur bei den anderen Pflegern auch so brav laufen würdest“, murmelte ich kopfschüttelnd. Ausser Frame waren auch Coulee, Cabinet of Caligari, Kaythara, Captured in Time, Sympathy of the Devil und Cassiopeia dabei. Ausserdem hatten sich David, Lisa und Thomas mit Bluebell, Sugar and Sweets und Parányi dazugeschlichen. So waren es ganz schön viele Pferde für den kleinen Parcours, aber mit etwas Management durch Oliver kamen wir aneinander vorbei. Zunächst wärmten wir uns alle ein, wobei die Jockeys mit den Vollblütern Olivers Anweisungen folgten und die anderen drei ihr eigenes Programm abspulten. „Occu hands up, you’re holding them too deep“, erinnerte der Trainer mich, als ich gerade kleine Volten ritt. Frame gab sofort im Genick nach und wurde ganz leicht. Ich lächelte vergnügt über den Eifer des Hengstes und lobte ihn. Als die Aufwärmphase durch war, übersprangen wir ein paar leichte Hindernisse. Zunächst einzelne, und gegen Schluss des halbstündigen Trainings einen einfachen Parcours aus fünf Hindernissen. Frame zögerte ab und zu, aber sobald ich ihm nochmals durch Schenkeldruck versicherte, dass er auf dem richtigen Weg war, sprang er jeweils mutig über die Naturhindernisse hinweg. Devil hatte eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Charly beim Wassergraben, ging aber nach zwei Versuchen wiederwillig doch hindurch. Cassy wurde im Verlaufe des Trainings ziemlich heiss und Rita musste sie gut zusammenhalten, damit sie nicht zu flach über die Hindernisse kam. Coulee schien das Springen ebenfalls zu gefallen, jedenfalls machte sie einen Fahnenschweif und hielt die Ohren stets nach vorne gerichtet, ausser wenn sie gerade absprang; dann klappte sie sie konzentriert nach hinten. Caligari und Kaythara wussten beide nicht so recht, was sie von dem Busch-Hindernis halten sollten. Caligari verweigerte sogar einmal, was aber laut Oliver einzig und allein Parkers Fehler gewesen war. Die beiden Reitponys hielten sich übrigens auch nicht schlecht unter ihren ganzen langbeinigen Kollegen. Bluebell und Sweets flitzten wendig und geschickt um die Kurven und galoppierten uns ordentlich um die Ohren. Parányi und Tom übten an schwierigeren Hindernissen, denn die schwarze Stute war bereits fortgeschritten im Geländespringen. Einmal streifte Frame mit den Vorderbeinen den Baumstamm – ein Zeichen für mich, dass er langsam müde wurde. Zum Glück hatte ich ihm die besonders gut schützenden Geländegamaschen angezogen. Ich machte also nur noch ein paar letzte Sprünge, bevor ich es gut sein liess. Am Ende lobte ich ihn ausgiebig und liess ihn am langen Zügel austraben. Es war ein erfolgreiches, Unfallfreies Training gewesen.
    30 Nov. 2016

    Occulta
    Galopprennen S*-S**

    Es war bereits der letzte Januartag, und ein besonders schöner noch dazu. Der Himmel war tiefblau und der eisige Wind, der den Schnee auf den Feldern verwirbelte, zauberte skurrile Landschaften. Während Oliver sich ärgerte, weil die seit wenigen Tagen endlich wieder eisfreie Strasse nun wieder mit Schnee bestaubt wurde, freute ich mich auf das heutige Training mit den Pferden. Es war harte Arbeit angesagt; in erster Linie ging es um die Körungsvorbereitung. Die jungen Pferde mussten noch viel lernen und es machte für mich keinen Sinn, ein ‚grünes‘ Pferd vorzustellen. Den Richtern gefielen wohlbemuskelte, ausbalancierte und gut erzogene Pferde schliesslich auch besser. Als erstes stand Renntraining auf dem Plan. Während die meisten Vollblüter am Morgen bereits ihr Winter-Fitness-Programm genossen hatten, kamen nun am frühen Nachmittag Coulee, Framed in History, Cabinet of Caligari und die sechs jüngsten Rennpferde auf ihre Kosten. Mir blieb wiedermal fast nichts anderes übrig, als meinen Frame zu reiten, da der Hengst bei mir einfach am besten lief und Quinn noch bis nächste Woche in den Ferien war. Ein Hauch Missmut erweckte das aber schon, zumal ich doch so gerne einen der Youngsters trainiert hätte. Nächste Woche eben wieder, dann ist Quinn auch wieder da. Ich holte den Schecken aus seiner Box und begann ihn zu putzen. Zunächst massierte ich ihn gründlich mit dem Gummistriegel, um den Staub und ausgefallenes Fell zu lösen. Dann spickte ich alles mit der langborstigen Staubbürste weg. Bereits danach begann Frames Fell schön zu glänzen, aber ich bearbeitete es trotzdem noch mit der Kardätsche und zuletzt mit der feinen Bürste, wie es Routine war. Wären wir jetzt an ein Rennen gegangen, hätte ich sogar zusätzlich noch mit einem Tuch oder Fellhandschuh und etwas Glanzspray den ultimativen Feinschliff gemacht. Das Langhaar hatte ich vor dem Durchgang mit der Kardätsche gekämmt, sodass der daraus fallende Staub nicht zuletzt noch auf das saubere Fell rieselt. Auch Frame’s zweifarbiger Schweif war bereits seidig und knotenfrei, wie es sich gehörte. Nun musste ich nur noch Hufauskratzen, danach konnte ich satteln. Frame gab seine Hufe artig, zog mir aber nach einer Weile den einen Vorderhuf aus der Hand und scharrte ungeduldig. Ich stupste ihn streng, woraufhin er ihn wieder stillhielt. Nun legte ich ein Stück Chamois Leder auf seinen Rücken, damit der Sattel während dem Training nicht verrutschen konnte. Darüber kam die dünne Baumwoll-Satteldecke. Dann legte ich das schützende Pad auf und faltete die Satteldecke vorne ein Stück weit darüber. Bevor ich den Sattel auflegte und mit dem gepolsterten Trainingsgurt festgurtete, platzierte ich noch ein kleines Lammfellpad hinter dem Widerrist, damit dieser auch wirklich ausreichend geschützt war. Manche Pferde brauchten das, andere nicht, da die Sättel nicht individuell auf die Pferde angepasst waren, sondern grundsätzlich für jedes Pferd verwendet wurden. Manche hatten auch anstelle eines Pads einfach eine dicke Satteldecke, manchmal sogar zwei, oder eine halb gefaltete. Für Frame war aber meine soeben angewandte Lösung bisher die beste und hatte noch nie Druckstellen oder abgebrochene Haare verursacht. Ich zäumte den Hengst und führte ihn nach draussen, gemeinsam mit den anderen Jockeys. Ajith und Oliver halfen uns beim Aufsteigen, dann ritten wir im Gänsemarsch zum Galoppweg, um uns auf einer Trabrunde aufzuwärmen. Merino lief zufrieden direkt hinter Simba Twist. Die beiden waren richtig gute Kumpel und hatten schon als Fohlen immer zusammen gespielt. Kaythara platzte fast vor Energie und tänzelte ungeduldig, wannimmer wir bremsen mussten. Auch Caligari liess sich davon etwas anstecken, aber das Gezapple der beiden war harmlos. Wir machten auf der Bahn einen freien Start, indem wir eine saubere Linie bildeten. Danach trainierten wir zwar alleine, aber so hatten es die Pferde einmal mehr geübt. Ich überholte mit Frame Miss Moneypenny und Cryptic Spots, damit ich niemanden mehr im Weg hatte. Dann nahm ich ihn wieder etwas zurück und gleiste ein anspruchsvolles Intervalltraining mit 2-furlong-sprints auf. Frame kam dabei ganz schön ins Schwitzen, sodass ich ihn nach dem Training gründlich mit dem Schwamm waschen musste. Den ganzen Körper wollte ich aufgrund der Aussentemperaturen nicht abspritzen. Auch Primo Victoria hatte viel geschwitzt und schnaufte noch lange nach dem austraben. Wir wuschen alle Pferde mit dem Schwamm und brachten sie danach direkt mit Abschwitzdecke in die Führmaschine oder übergaben sie einem Pfleger, damit sie sich trockenlaufen konnten. Zwischendurch boten wir ihnen auch etwas zu trinken an. Nach einer guten halben Stunde brachten wir die Pferde in die Boxen und gaben ihnen ihre Karotten zur Belohnung.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    Dressur E-A

    Als letztes stand heute Abend für mich noch Dressurtraining mit Cabinet of Caligari an. Die Stute war im Galopprennen, Springen und sogar Military gefördert worden, aber die Dressur war etwas vernachlässigt geblieben, was sich nun darin äusserte, dass die Stute im Parcours wegen mangelnden Gleichgewichts zu heftig wurde. Daher wollte ich sie heute etwas an den Hilfen schulen, damit sie langsam aber sicher Gewicht mit der Hinterhand aufnahm und ruhiger wurde. Während ich sie im Hauptstall putzte, kam Lisa vorbei und fragte, ob es mich stören würde, wenn sie und Lewis noch mit Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité auf dem Sandplatz Langzügeldressur machen würden. Ich verneinte, denn bei dem Wetter war es einfach das schönste, beim Eindunkeln noch draussen zu trainieren. Genug Licht hatten wir ja mit den grossen Scheinwerfern. Ich sattelte Cab und führte sie nach draussen zum Aufsteigen. Dann ritt ich sie im Schritt warm. Nach zehn Minuten trabte ich an und machte erstmal grosse Volten, bereits jetzt das Tempo drosselnd. Indem ich sie immer wieder aufnahm und anschliessend zurück in die Dehnung strecken liess, versuchte ich, mehr Ruhe in ihre Bewegungen zu bringen und sie zu lockern. Es klappte, sodass ich mit Übergängen weitermachen konnte, die sie zwar wieder etwas weckten, aber gleichzeitig weiter lösten und die Hinterhand aktivierten. Eine halbe Stunde lang arbeitete ich intensiv mit ihr, während Lewis und Lisa mit Rose und Papillon ebenfalls herumzirkelten. Was ich davon mitbekam war vielversprechend; zumindest Rose lief meist schön konstant am Zügel und hatte einen tollen Takt. Papillon hatte noch etwas Mühe, sich auf der Geraden Linie vom Hufschlag entfernt zu halten. Als ich fertig war (und Cab auch), liess ich sie austraben und lobte sie ausgiebig. Ich musste aber gleich wieder aufpassen, dass sie nicht auf die Vorhand kippte und ins Rasen kam. Ich beschloss in einem ruhigen Moment in den Schritt überzugehen und dafür diese Gangart noch etwas länger zum Ausklingen zu nutzen.
    31 März 2017

    Occulta
    Galopprennen S** - S***
    Gruppe 2: PFS‘ Captured in Time, Kaythara, Framed in History, One Cool Cat, Cabinet of Caligari und Sumerian

    Nachdem Gruppe 1 erfolgreich gelaufen war und sich nun im Freilauftrainer erholte, wurde bereits die zweite Gruppe geputzt und gesattelt. Diese Pferde kannten die Routine bereits besser und liessen alles brav mit sich machen. Ich übernahm für heute wieder Frame, weil er gestern mit Quinn nicht ganz so gut gelaufen war wie erhofft. Sie kümmerte sich dafür um Sumerian. Frame war ja eigentlich bereits top ausgebildet, aber seine Ängstlichkeit und Vorsicht kamen ihm immer wieder in den Weg. Nach einer ganzen Runde Trab auf der Galoppbahn, bogen wir auf die Grasbahn ab und machten einen lockeren Aufgalopp, bevor wir schliesslich in Kopf-an-Kopf Manier über 1000 Meter Bahn bretterten. Die Pferde waren heute gut aufgelegt und fleissig, sodass Oliver Zeit hatte, ein besonderes Augenmerk auf den Sitz der Jockeys zu werfen. Auch mich korrigierte er ab und zu. Am Ende liessen wir die sechs Pferde austraben und brachten sie wiederum auf die Führmaschine, wie schon die Vorherigen.
    31 Mai 2017

    Occulta
    Dressur A-L
    für Vai Alida, Kaythara El Assuad, Flintstone, Cabinet of Caligari, Coulee

    Heute kümmerte ich mich wiedermal um Vai Alida, das gerettete OTTB und zugleich mein Military Projekt. Aber Geländesprünge standen heute nicht auf dem Plan, dafür eine ordentliche Dressurstunde bei Elliot. Die verspielte Stute streckter mir zur Begrüssung ihre Schnauze entgegen und untersuchte meine Halskette. „Lass das, das kitzelt!“, lachte ich und schob ihre Nase sanft beiseite. Ich streifte ihr das Halfter über und stellte sie in die Stallgasse zum putzen. Weiter vorne wurde auch Kaythara bereits von Quinn hübsch gemacht, Coulee und Cabinet of Caligari wurden kurze Zeit später von April und Charly rausgeholt. Ich wischte den Staub aus Alidas Fell und bürstete ihr schwarzes, drahtiges Langhaar gründlich durch, ohne dabei zu viele Haare auszuzupfen. Nach dem Hufeauskratzen sattelte ich die Stute mit ihrem Springsattel, da ich für sie keinen passenden Dressursattel hatte und ich diese sowieso nicht so mochte. Als ich fertig war und ihr das Zaumzeug mit der ganz gewöhnlichen Wassertrense angezogen hatte, führte ich sie zusammen mit den anderen zur Halle. Gerade als wir aus dem Hauptstall kamen, stiess auch noch Darren mit Flintstone zu uns. Auch er wollte mit dem Westernpferd an der Stunde teilnehmen. Wir ritten drinnen, weil für heute Gewitter gemeldet waren und der Himmel bereits bedrohlich dunkel wurde. Tatsächlich begann es wenig später wie aus Eimern zu schütten, gerade als wir mit dem Aufwärmen am halblangen Zügel fertig waren. Ich liess mich nur einen Moment davon ablenken, schon massregelte mich Elliot und befahl, ich solle mich auf meine Unterschenkel konzentrieren, die wiedermal etwas vorgerutscht waren. Wir feilten heute besonders an den Übergängen. Dazu machten wir 10m Volten und hielten aus dem Trab an, sobald wir wieder auf den Hufschlag kamen. Durch die Volten konnten wir die jungen Vollblüter besser entschleunigen und zusammenspannen. Später machten wir dasselbe, aber diesmal im Schritt und danach direkt in den Galopp übergehend. Das klappte noch nicht bei allen gleich gut. Coulee und Cab hatten kaum Probleme wenn sie sich konzentrierten – sie waren ja auch schon etwas weiter als die anderen. Auch Flint hatte durch seine hervorragende Westernausbildung natürlich keine Mühe dabei. Alida schaffte es aber nur einmal ohne Zwischenschritte. Ich war mit ihr sehr geduldig, schliesslich hatte sie viel durchgemacht und musste immernoch Muskeln aufbauen. Den Galopp nutzten wir jeweils auch gleich zum Überstreichen. Nach einer ordentlichen halben Stunde und ein paar letzten Schulterwendungen, bei denen Coulee und Cab stattdessen Kehrtwendungen übten, liessen wir die Pferde austraben und gaben ihnen die Zügel hin, jedoch nur gerade so viel, dass sie nicht zu sehr auf die Vorhand kippten. Nach dem Schrittübergang liess ich Alida bis zur Schnalle strecken und klopfte ihr lobend auf den Hals. Ich sah rundum zufriedene Gesichter und konnte dem zustimmen, denn die Stunde hatte Spass gemacht. Wir versorgten die Pferde und gaben ihnen Äpfel zur Belohnung.
    31 Juli 2017

    Kür

    Ich wartete auf dem Parkplatz mit Caligari neben mir auf Jonas, der uns, oder eher gesagt mir, einen warmen Punsch holte. Im Anhänger neben uns polterte Vai Alida, die anscheinend nicht gerade begeistert war, alleine im Anhänger warten zu müssen. Es blies ein kalter Wind, obwohl die Sonne schien und der Himmel beinahe wolkenlos blau über uns lag. Caligari trug ihr Winterfell noch – sie schwitzte damit so wenig, dass ich beschlossen hatte, es noch nicht zu scheren. Sie hatte eine rötlichere Farbe im Winter. Das Fell war seidig und dicht, aber kurz. Wegen der kalten Luft stellte sie es leicht auf. Ich hatte ihre Mähne eingeflochten und den Schweif gründlich mit Glanzspray durchgekämmt. Sie klemmte ihn leicht ein, weil sie sich in der fremden Umgebung nicht gerade wohl fühlte. Aber sie kannte das herumreisen ja von den Rennen, und ich wusste, dass sie nachher trotzdem konzentriert mitarbeiten würde. Jonas kam mit dem Becher zurück und überreichte ihn mir. Ich genoss das heisse Getränk, während wir langsam zum Aufwärmplatz schlenderten. Caligari war beschäftigt mit in-der-Gegend-herum-Glotzen und passte sich unserem langsamen Tempo daher freiwillig an. Als ich ausgetrunken hatte, stieg ich auf und ritt Cab warm. Sie war wie erwartet fleissig und nutzte einen flotten Trab als Ventil für ihre Aufregung. Trotzdem hörte sie auf meine Hilfen und liess sich jederzeit von mir bremsen. Ich beobachtete im Augenwinkel, wie Jonas davonschlich, um auch Vai Alida langsam vorzubereiten. Ich würde gleich anschliessend auf sie umsatteln müssen. Nun konzentrierte ich mich aber erstmal auf die Kür mit Cab. Ich grüsste die Richter, wobei Cab leider nicht ganz geschlossen stand. Mit einem schiefen Lächeln trabte ich an und begann mit einer dreifachen Schlangenlinie. Danach wechselte ich durch die Diagonale und wiederholte die Lektion auf die andere Hand. Ich achtete auf die Biegung der Stute und bremste sie so gut es ging in ihrem Eifer. Beim Galopp wenig später lief sie dann doch etwas über Tempo, aber wenigstens trat sie schön unter den Schwerpunkt, wie mir Jonas im Nachhinein schilderte. Auch diese Gangart zeigte ich auf Rechts und auf Links. Danach bog ich auf die Mittelvolte und liess die Stute im Schritt in die Dehnungshaltung geiten. Zum Schluss nahm ich sie wieder auf, wechselte durch die Breite der Bahn und ritt im Schritt bis zur Mittellinie, wo ich anhielt und die Richter erneut grüsste. Diesmal stand Cab richtig und ich streichelte ihr stolz den Hals.
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  10. Flair

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    Meine Teilnahme mit
    Daitona

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    DAITONA
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    Grunddaten:

    Rasse: Halbblut (Oldenburger x EVB)
    Geburtsjahr: 2013
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 1,72
    Farbe: Rappe
    Abzeichen: Stern und Schnippe
    Besitzer: flairi
    Ersteller/Züchter: flairi
    VKR: flairi

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    Abstammung:

    von: Diarado
    von: Giacomo Casanova (v. Ramires x a.d Cassini's Girl)
    aus der: Conversation ( v. Rubicon)


    aus der: Priamos Ruffia Kincsem
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt
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    Zuchtdaten:

    Zur Zucht zugelassen: nein
    Nachkommen: keine
    Eingetragene Zucht: -

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    Charakter:

    Daitona ist eine wunderschöne, rabenschwarze und sowohl im Umgang als auch unterm
    Sattel eine äußerst dominante Halbblutstute. Mit der Rittigkeit ihres Vaters Diarado und
    der Ausdauer und Galoppade der Vollblutstute Priamos ist Daitona wie geschaffen für den
    Gelände- Spring- und Distanzsport. Leider ist sie den meisten Reitern etwas zu spritzig und kompliziert,
    allerdings lässt sie sich mit viel Geschick stets händeln, sodass sie ihrem Reiter eine wahre Freude
    bereiten kann.

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    Ausbildungstand:

    Dressur: E
    Springen: M
    Gelände: A

    Distanz: E
    Rennen: L

    Western: E
    Fahren: E


    Schwerpunktdisziplinen: Gelände
    Eignung: Gelände, Springen, Distanz

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    Turnier- und Zuchterfolge:

    3. Platz 438. Springturnier
    3. Platz 369. Galopprennen
    2. Platz 448. Springturnier
    2. Platz 401. Galopprennen
    1. Platz 453. Springturnier
    2. Platz 320. Distanzturnier


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    20.08.2017 | Foxdale Tierklinik

    Tierarztbericht für Nemax, Waikiki, Macaruja, Daitona und Eskari
    Aus der Sicht von Jamie Breakwell

    „Guten Morgen Lynn.“, begrüßte ich die junge Frau, als ich ihr um 7 die Tür öffnete. Sie wollte ihr Schulpraktikum hier absolvieren und der erste Tag sollte für uns beide früh beginnen. Ich war mit Isa verabredet, um ihre fünf Schützlinge durchzuchecken. Am Vormittag rollte mein Geländewagen die Auffahrt des Gestüts von der Nordwacht herauf und die Besitzerin erwartete uns auch schon. „Guten Morgen.“, begrüßte ich sie mit einem Lächeln und reichte ihr die Hand, ehe ich meine Tasche aus dem Auto nahm und meine Begleitung vorstellte. Gemeinsam gingen wir herüber zum Stall. Ich hatte Isa gebeten die fünf heute nicht rauszustellen und so warteten sie brav in ihren Boxen. „Das ist Nemax.“, stellte Isa einen schwarzbraunen Hengst vor. Ich nickte und begrüßte ihn, während seine Besitzerin zu seinem Kopf ging, um ihn festzuhalten. „Lynn heute schaust du am besten zu, ab morgen darfst du mir dann assistieren, ja?“, sagte ich zu dem Mädchen und wandte mich dann dem Hengst zu. Ich betrachtete ihn und ein genauerer Blick bestätigte mir, was mir bei allen gleich bei meiner Ankunft aufgefallen war. „Er ist in einem guten Ernährungszustand, sein Fell glänzt, man erkennt keine Hautkrankheiten und keine oberflächlichen Verletzungen.“, sagte ich dann und nahm mein Stethoskop. „Die Lunge ist frei und es sind keine Herzgeräusche oder Arrhythmien zu hören.“, fuhr ich fort und warf ein Blick in seine Ohren, Augen und Maul. „Alles perfekt, kein Eiter, Fremdkörper, die Zähne sind gut. Ich bewege ihn jetzt einmal durch und schau ihn mir in Bewegung an, dann nehmen wir noch Blut ab.“ Gesagt getan. Ich klopfte kurz seinen Hals, überprüfte seine Gelenke und griff dann zu meinem Koffer. „Lynn schau mal, das kannst du auch schon für die anderen vier Vorbereiten. Wir brauchen bei jedem ein Butterfly, den Adapter und farblich alle Röhrchen.“ Sie nickte und machte sich an ihre Aufgabe, während ich wieder zu Isa und ihrem Westfalen ging. Der bisher ruhige Hengst schien weniger begeistert, als ich damit begann die wichtigsten Reflexe zu überprüfen, doch ließ er es über sich ergehen. Mit viel Zuspruch von seiner Besitzerin. Nun folgte die Blutentnahme. „Ich nehme zum einen Blut zur Kontrolle ab und zum anderen für die Gentests. Das geht dann in die Schweiz und nach circa drei Tagen erhalten wir das Ergebnis.“, erklärte ich, während sie den Hengst beschäftigte und ich mit dem Butterfly eine Vene punktierte. Nach und nach füllten sich das orangene, grüne, braune und drei rote Röhrchen. Ich gab sie Lynn. „Pack sie bitte in eine Tüte. In eine alle Farben und in eine die beiden übrigen Roten.“, wies ich sie an und lobte das Pferd. „So, gleich geschafft.“, sagte ich und bat Isa ihn die Stallgasse entlang zu führen. Zunächst im Schritt, dann im Trab. „Er läuft wunderbar.“, lächelte ich und schnappte mir erneuert mein Stethoskop. Auch seine Lunge und sein Herz waren unverändert gut nach der kurzen Belastung. „Er kann wieder in seine Box. Top Zustand, wenn alle anderen auch so sind, hast du echt ein paar Glückstreffer.“, sagte ich begeistert. Isa schien erleichtert und wir gingen gemeinsam weiter.

    „Das ist Waikiki.“, erklärte sie und wir blieben bei einer Fuchsstute stehen. „Sie ist noch jung, aber nicht ängstlich, im Gegenteil. Vermutlich wird es bei ihr etwas schwieriger.“ Ich nickte und begrüßte die neugierige Stute. Sie musterte mich kritisch als ich die Box betrat und schlug mit dem Kopf, welchen Isa jedoch zu fassen bekam. „Na dann lassen wir dich mal nicht lange warten.“, sagte ich und begann sogleich. „Sie sieht auch super aus, klare Augen, Ohren in Ordnung, kein Ausfluss aus den Nüstern, schönes Fell, guter Futterzustand, nichts zu bemängeln. An der Schulter hat sie eine kleine Schramme, ich nehme mal an von der Weide?“ Fragend sah ich Isa an und sie nickte. „Das ist völlig normal, ist auch nicht entzündet und wird vollständig verschwinden. Aber das kennst du ja.“, sagte ich und lächelte kurz. Waikiki hingegen schien von dem Lob nicht so begeistert und wurde langsam ungeduldig. „Ruhig Mädchen.“, lenkte Isa sie ab und ich hörte rasch Herz und Lunge ab. Bei dem Blick ins Maul brauchte es einiges an Überredenskunst, doch gemeinsam bekamen wir sie dazu, mir einen Blick zu gewähren. Ich testete ihre Reflexe und bewegte ihre Gelenke durch. Beim letzten Hinterbein hatte Waikiki die Nase offensichtlich voll. Sie riss den Kopf hoch und überraschte Isa mit der abrupten Bewegung genauso wie mich. Mit einem Rumpeln warf sie sich zur Seite und klemmte mich zwischen Wand und ihrem großen Körper ein. „Wooh!“ Nach einer kurzen Schrecksekunde griff Isa ihr wieder ins Halfter und wir schoben sie von mir weg. „Der Tierarzt gehört nicht zwischen Wand und Pferd.“, stellte ich belustigt fest und schüttelte den Kopf. „Danke für die Erinnerung.“ Ich wechselte meine Position ein wenig und überprüfte das Bein. Die Blutentnahme verlief wieder ruhiger und schließlich konnte Isa sie mir im Schritt und Trab vorstellen. „Gut, der Bewegungsapparat ist in Ordnung, Herz und Lunge auch nach Belastung.“, beendete ich meine Untersuchung. „Wenn das Blut genauso ist, wirst du sicher viel Spaß mit ihr haben.“ Isa nickte und wir fuhren bei Daitona, einer Rappstute fort. „Sie hat viel Temperament und braucht eine starke Hand, ist aber ein tolles Pferd.“, erklärte Isa und wir betraten die Box, Lynn im Gefolge. Isa hielt sie fest und ich begrüßte die Stute. Neugierig begutachtete sie mich und ich begann meine Untersuchung. „Sehr guter Allgemeinzustand, Maul, Augen, Nüstern blande.“, murmelte ich vor mich hin und hörte sie ab. „Lunge und Herz ohne Geräusche.“, fuhr ich fort, ehe ich auch ihr Blut entnahm und den Hals klopfte. Sie tänzelte hin und her, Isa hatte alle Hände voll zu tun, doch konnte ich meine Arbeit rasch erledigen. Auch ihre Gelenke und Reflexe waren in Ordnung. „Zeig sie mir noch im Schritt und Trab.“, bat ich Isa. Gesagt getan. Die Stute hatte kraftvolle Gänge und eindeutig viel Temperament. Dass ein Vollblut zu ihren Vorfahren gehörte war kaum zu verkennen. Ich hörte sie erneuert rasch ab und packte grob zusammen. „So, jetzt wird es weniger aufregend.“, seufzte Isa und lachte. „Ich glaub du hast die meiste Arbeit.“, sagte ich belustigt und musterte die junge Frau, als wir zu unserer nächsten Patientin gingen. „Macaruja ist ruhig und geduldig, knapp fünf Jahre alt.“, erzählte sie und wurde sogleich von einem leisen Wiehern begrüßt, als der Schimmel seine Besitzerin sah. Ich nickte und musterte sie. „Sie hat es mit den anderen beiden Stuten sicher nicht allzu leicht. Wenn die drei viel auf der Weide sind, achte darauf, dass sie genug Futter abbekommt. Ein bisschen mehr auf den Rippen würde ihr nicht schaden, fütter im Stall ruhig ordentlich zu.“, erklärte ich und klopfte der hübschen Stute den Hals, welche mich interessiert begutachtete. „Das ist aber in keiner Weise dramatisch, sie hat schönes, glänzendes Fell, man sieht noch keine Knochen vorstehen, oder ähnliches.“, fügte ich sogleich hinzu und begann meine Untersuchung. Still wie eine Statue stand sie da, ließ alles über sich ergehen, ließ sich bereitwillig das Maul aufdrücken und alle Gelenke bewegen. „Du hattest wirklich ein gutes Auge beim Kauf.“, sagte ich, als sie mir die Stute nach der Blutentnahme im Schritt und Trab vorführte. „Und man sieht, dass du Ahnung von Pferden hast, alle sind in einem super Zustand.“, sagte ich lächelnd und klopfte dem Schimmel erneuert den Hals, als sie vor mir stehen blieben. Irgendwie hatte die Stute es mir angetan. Noch ein letztes Mal checkte ich ihre Lunge und das Herz ab, ehe ich mich verabschiedete. „Einer noch, richtig?“, fragte ich und warf einen Blick auf die Uhr. Es war früher Mittag, wir kamen flott voran. Isa nickte. „Eskari ist der letzte. Welsh B Hengst, ebenfalls 5 Jahre alt, sehr ruhig.“, stellte sie ihn vor und ich musterte das große Pony. „Wie die anderen. Schönes Fell, keine Verletzungen oder Auffälligkeiten.“, fasste ich nach kurzer Untersuchung zusammen, ehe ich wieder mein Stethoskop zur Hand nahm. „Wunderbar.“ Ich lächelte und bewegte auch seine Gelenke durch. Alle ließen sich beugen und strecken, man löste keinen Schmerzreiz aus und seine Reflexe waren intakt. „Man sieht, er hat grade die Zähne gemacht bekommen, richtig? Die sehen sehr gut aus.“ Misstrauisch beäugte er mich, als ich mein Set zur Blutentnahme nahm, blieb jedoch brav stehen. „So.“ Ich lobte ihn, als ich das Butterfly wieder herauszog und komprimierte kurz die Einstichstelle. Der Hengst schnaubte und schließlich sah ich mir auch seine Bewegungen an. „Nichts Auffälliges.“, sagte ich abschließend und hörte rasch Herz und Lunge ab. „Die fünf scheinen in einem super Zustand zu sein. Das Blut untersuche ich selbst in meiner Praxis, gegen Abend kann ich dich anrufen und dir die Ergebnisse sagen. Der Gentest dauert circa drei Tage, sollte also gegen Ende der Woche kommen.“, erklärte ich und packte zusammen. Lynn nahm die Tasche und ich reichte Isa die Hand. „Hat mich gefreut.“, verabschiedete ich mich und wir verließen den Hof.

    Gegen Abend konnte ich Isa mitteilen, dass alle Blutbilder in Ordnung gewesen sind, kein Wert hat die Grenzen besorgniserregend überschritten. Auch der Gentest, der mich Donnerstag erreichte wies keine pathologischen Veränderungen auf. Sie hatte also fünf kerngesunde Pferde, mit denen sie in Zukunft vermutlich erfolgreich züchten könnte.

    9346 Zeichen by Loulou
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    Nemax, Waikiki, Macaruja, Daitona, Eskari - Ausschneiden/Kontrollieren + Pferde beschlagen mit neuen Eisen und Schraubstollen

    Heute stand wieder ein Termin an, einer nun angehenden Stammkundin von mir. Die liebe Isa hatte mich gebeten ihre Pferde neu zu beschlagen. Da sagte ich natürlich nicht nein und war schon früh auf ihren Hof eingetroffen, schließlich ging es ja um ganze fünf Pferde. Also haperte ich nicht sehr lange und begann auch schon mit meiner Arbeit, zuerst hatte ich natürlich meinen Wagen passend geparkt und den Gasofen für die Eisen angeschalten.
    Somit begann auch schon das neu Beschlagen, der erste in der Runde war Nemax, ein schicker schwarzbrauner Westfalen Hengst. Dieser bekam vorne neue Eisen, hatte aber eines wie ich gestern gehört hatte von Isa verloren. Somit blieb nur noch eines zum abmachen. Also nietete ich die noch erhaltenen Nägel auf und zog das Eisen dann mit einer Zange vom Huf, warf es in einen vorgesehenen Eimer und machte mich dann an das zurecht Schneiden des Hufes. Als dieses die richtige Form endlich hatte kümmerte ich mich um das alte Eisen, wo abgefallen war und begutachtete das Huf des Hengstes. Es stand ein Nagel draußen, welchen ich sofort zog und die bestimmte Stelle säuberte und raspelte. Dann bockte ich sein zweites Vorderbein auf und begann mich um das Außenhorn zu kümmern, ehe ich das verstorbene Inennehorn machte. Beide Hufe waren soweit und ich schnitt noch die Hinterhufe aus, diese mussten ja auch wieder ordentlich aussehen. Das letzte Huf war noch in Ordnung, weswegen ich dieses ausließ und mit den Hufeisen vorne begann. Dieses schlug ich am Amboss zurecht passte es am Huf an und kühlte es im Wassertrog ab. Dann nahm ich mir die speziellen Nägel zur Hand und begann das Eisen im Huf festzumachen. Als es fest war, bog ich die herausstehenden Nägel um und nietete sie nach dem Kürzen zu und das erste Eisen war dran. Nun kam das zweite Huf dran, wo ich mir das Eisen nahm und erwärmte, ich klopfte sie aus dem Kopf zurecht, da ich ein gutes Erinnerungsvermögen besaß, vergas ich nicht so schnell die Maße von Pferdehufen. Und wie ich Recht hatte, das zweite Eisen brannte sich perfekt ein und ich konnte es im Eimer kühlen. Dann begann ich mit dem Festnageln und knipste überstehende Nägel ab, ehe ich den restlichen Nagel fest schlug und dann den Rand raspelte. Dann gab ich ihr noch die passenden Schraubstollen in einer Tüte, mit dem Namen von Nemax und ließ Isa eine Runde mit dem Hengst gehen. Es passte alles, somit bat ich sie gleich das nächste Pferd zu holen.
    Diesmal kam Macaruja eine hübsche Schimmelstute, ebenso der Rasse Westfale. Diese bekam auch zwei neue Eisen verpasst, weswegen ich nicht lange zögerte und mit dem Aufnieten der alten Hufnägel begann. Die Eisen waren schnell beide aufgenietet und mit der Zange entfernt, sodass ich mich gleich mal an das Ausschneiden aller Hufe machte. Diese mussten dringend gemacht werden, weswegen ich gleich mit den Vorderen begann. Somit nahm ich mir das erste vor und schnitt den Innenstrahl zurecht, entfernte abgestorbenes Horn und begradigte dann mit dem Hufmesser das Außenhorn. Dieses raspelte ich dann noch glatt zurecht und machte mit dem nächsten Huf weiter, hier war das Innenhorn in Ordnung, weswegen ich nur das abgestorbene Horn weg schnitt und mich mehr an das Außenhorn machte. Zum Glück hatte ich hier eine ruhige Dame,. weswegen das alle ohne Mucksen und Spinnen erfolgte. ,,Primaa!", lobte ich die Schimmeldame und tätschelte den kraftvollen Stutenhals. Dann ließ ich das zweite Huf herab und schnitt das Außenhorn des hinteren Hufes weg, de dieses war ein wenig ungerade, weswegen ich es dann noch glättete und den Innenstrahl korrigierte. Beim letzen Huf schnitt ich das abgestorbene Innenhorn weg und begradigte mit der Raspel kleine Ecken und Kanten am Außenhorn. Nun gab ich der ruhigen Stute ein Leckerli und bat Isa sie ein wenig zu streicheln. Dann nahm ich mir das erste Huf vor und probierte das erste Eisen, dieses musste ich leider nochmal am Hufbock bearbeiten weswegen ich das zweite Hufeisen vorne anlegte und dann beide in den Gasofen tat. Es dauerte nicht lange und die silbernen Eisen glühten. Nun bearbeitete ich beide Eisen am Amboss und probierte sie nochmal mit Isa's Hilfe, diesmal konnte ich beide Abkühlen und mit den befestigen beginnen. Beide Eisen schlug ich mit den speziellen Nägeln fest, knipste überstehende weg und bog den Rest ans Huf, denn irgendwie mussten sie ja Halt haben. Zuletzt begradigte ich die kleinen Kanten und bat Isa um eine Runde, wieder passten die Eisen und ich gab die passenden Schraubstollen mit. Nun holte Isa das dritte Pferd in der Runde, nachdem sie Macaruja in ihrer Box verfrachtete.
    Waikiki eine strahlend schöne Fuchsstute kam neben Isa aus dem Stall, diese Kleine bekam nach meinen Wissen auch wieder zwei vordere Eisen mit Stollen. Doch erstmal mussten die ersten zwei Eisen abgemacht werden. Dies passierte natürlich sofort nach dem der Fuchs angebunden da stand. ,,Die Kleine muss immer beschäftigt werden!", warnte mich Isa und ich nickte, weshalb sie auch gleich begann und ihr nach meiner Erlaubnis die vielen Geräte aus dem Transporter zeigte. Ich dagegen fing mit dem Entfernen der Eisen an, weshalb ich die Nägel aufnietete und mit der Hufzange die Eisen abzog. Beide landeten bei den restlichen Eisen im Eimer und es schepperte kurz laut, was die Fuchsstute kurz aufschauen ließ. Isa beruhigte sie und beschäftigte sie dann weiter, während ich den ersten Huf aufbockte und das Außenhorn mit dem Hufmesser passend schnitt, dann raspelte ich die Kanten glatt und kümmerte mich um das nächste Vorderbein, den das Innenhorn war im Top Zustand. Das zweite Huf sah innen schlechter aus als Außen, weswegen ich eine Weile brauchte bis das Horn wieder gesund aussah. Das Außenhorn begradigte och etwas mit der Hufraspel und stellte es dann hinab. Nun kamen die Hinterhufe dran, wo Kiki, wie ich sie jetzt mal nannte etwas herum zickte, doch dank Isa schnell wieder fing. Nun bearbeite ich das Außenhorn auf dem Hufbock, glättete die geschnittenen Kanten und entfernte das abgestorbene Horn im Innenhuf. Nun kam das letzte Huf dran, welches ich Außen zurecht schnitt und raspelte und das Innenhorn besserte. Nun holte ich die beiden Eisen aus dem Ofen und passte sie an beide Vorderhufe an, ein paar Stellen musste ich noch am Amboss bearbeiten, ehe ich sie kühlte und auf beiden Seiten mit Nägeln befestigte. Diese knipste ich ab, bog sie um und begradigte die Kanten der Nägel. Nun drehte Isa eine Runde und auch hier passte alles, sodass ic ihr die passenden Stollen gab und auf das nächste Pferd wartete.
    Nun kam der Wels B Hengst Eskari dran, dieser bekam auch nur vorne alles, weswegen ich die alten Eisen erstmal entfernen musste. Also nietet ich die alten Nägel auf dem ersten Huf auf, entfernte es dann mit der Zange und machte das gleiche mit der anderen Seit, diese Eisen landeten nun auch im Eimer und ich begann mit dem Ausschneiden der Hufe. Das erste vorne musste nicht gemacht werden, da es völlig ok war und ich das zweite vorne machte. Hier war das Innenhorn gut und ich musste nur ein paar Außenstellen begradigen. Dann kamen die hintere Hufe, diese waren Außen recht ok und musste nur an ein paar Stellen mit der Hufraspel geformt werden. Also schnappte ich mir das erste, bockte es auf den Hufbock auf und begann den Rand zu machen, ehe ich das Innenhorn besserte. Das letzte Huf war auch schon Außen gemacht und ich schnitt das abgestorbene Horn innen weg, ehe ich das Huf abstellte. Nun nahm ich mir die Ponystahleisen zur Hand und bearbeitete sie glühenderweise mit dem Hammer auf dem Amboss. Dann hielt ich sie an das Huf und kühlte es im Eimer ab, nachdem es zischte waren sie normal und ich konnte mit dem befestigen beginnen. Also schlug ich die Eisen mit den speziellen Nägeln fest und konnte das nächste Pferd eine Runde laufen lassen. Hier musste auch nichts mehr gemacht werden, also gab ich Isa die Stollen und bat sie um das letzte Pferd für den heutigen Tag.
    Dieses bekam vier neue Eisen und mehr Stollen. Die Rappdame war ein Halbblut und etwas dominanter und schwieriger als der Rest. Daitona hieß das Tierchen und Isa hatte jetzt schon ein wenig Mühe aber absolvierte alles Geschick. Ich begann die ersten beiden Eisen aufzunieten und mit der Zange abzuziehen. Bei ihr musste etwas mehr gemacht werden, da die hinteren Beine ein wenig kämpfen wollten, doch auch diese hatte ich schnell entfernt und vier weitere Eisen im Eimer. Nun nahm ich mir wieder das erste Huf und schnitt das abgestorbene Innenhorn weg, ehe ich das Huf aufbockte und das überstehende Horn abschnitt. Nun begradigte ich die scharfen Kanten mit der Raspel und hatte schnell wieder ein glatten Hufrand. Nun nahm ich mir das zweite Vorderhuf und bockte es auf, hier musste die Stute wieder abgelenkt werden, da sie das Huf nicht oben lassen wollte. Also beeilte ich mich und schnitt das überstehende Horn weg, glättete es und schnitt das alte und kaputte Innenhorn aus. Nun kamen die Hinterbeine, wo ich zuerst das Aufbocken machte um das Außenhorn zurech zu schneiden, welches auch schnell glatt geraspelt wurde und ich das Innenhorn ausbesserte. Das letzte Huf ging zum Glück schnell, da die Rappdame gerade den Stallburschen interessant fand, was ich natürlich ausnutzte und gleich alles Außen glättete und Innen ausschnitt. Gut, das Ausschneiden war gemacht, sodass ich mit den Eisen befetsigen begann. Die Stute verlor langsam an Geduld, also musste ich schnell sein und Isa beten mir beim Halten zu helfen, damit der Stallbursche sie etwas ablenkte. Somit hob Isa das erste Huf an und ich legte das zischende Eisen an, welches passte und ich es abkühlte und mit den Nägeln befestigte. Ich knipste die überstehenden Nägel weg bog den kleinen Rest um und begradigte es am Huf. Dann passte ich das zweite Eisen am Amboss an, kühlte es im Wassereimer ab und begann auch dieses mit den Nägeln fest zu machen. Hier knipste ich überstehende wieder ab, bog den Rest und und begradigte mit der Raspel den Hufrand. Das zweite Eisen war fest und das erste am hinteren Huf kam. Dieses musste ich kaum Anpassen und konnte es schnell festnageln. Als die überstehenden weg waren, begradigte ich wieder den Hufrand und ließ das Huf wieder auf den Boden. Das letzte Eisen kam nun und ich passte es kurz an, ehe ich es fest machte. Die Nägel waren schnell im Horn befestigt und das überstehende abgeknipst und begradigt. Zufrieden mit dem Ergebnis ließ ich der dominanten Dame nach einer Trabrunde ihre Ruhe.
    ,,Das ging ja schnell!", grinste Isa mit dem letzen Stollen in der Hand. ,,Ja aber auch nur weil ich schon das Gewinde vorgebohrt hatte und es sich nicht beim bearbeiten der Eisen verzog.", antwortete ich mit einem Lächeln und half mit dem Zusammenkehren des ganzen Drecks. Dann verlagerte ich meine Utensilien im Van und begleitete Isa noch zu einen Kaffee zum Haus.

    10764. Zeichen | by Snoopy
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    07.08.2017 | Trainingsstall Gut von der Schildburg

    Trainingsbericht in Military E-A für Daitona
    Aus der Sicht von Sarah Meyer

    Mein Weg führte mich bei diesem Auftrag an die Nordsee, auf das Gestüt von der Nordwacht. Isa hatte uns gebeten ihre Stute Daitona im Military zu trainieren. Die hübsche Halbblut Stute ist eine Enkelin unseres Giacomo Casanovas. Also sehr veranlagt. Nach meiner Ankunft wurde mir von Isa erklärt, dass Daitona ziemlich dominant ist und sich aber mit Geschick gut händeln lässt. Am Nachmittag war es soweit, ich wollte Daitona das erste Mal reiten. Ich putzte die hübsche Stute in ihrer Box und machte sie dort auch für das Reiten fertig. Da ich sichergehen wollte, dass nichts vor meinem Aufsteigen passiert, führte ich sie an einer Longe zum Reitplatz. Dort angekommen führte ich sie ein paar Runden und gurtete anschließend nach. Dann ließ ich sie etwas an der Longe laufen und sie durfte etwas Energie abbauen.
    Nachdem sie warm war, stieg ich auf und fummelte mich bei ihr ein. Die hübsche Rappstute, lief locker vorwärts und zeigte ihre Rittigkeit. Sie fing locker über den Rücken, streckte sich an die Hand und kaute zufrieden auf dem Gebiss. Ich startete nun mit der Dressurarbeit, denn diese ist das Fundament. Hier merkte ich dass Isa eine gute Vorarbeit geleistet hat. Daitona zeigte sich sicher in den Übergängen, in den Handwechseln und in den Gangarten. Egal ob ich sie auf gebogenen Linien oder geraden ritt, Daitona lief locker flockig unter mir.
    Zum Schluss ritt ich eine A Dressur und merkte, dass ich in meiner Zeit hier den Schwerpunkt definitiv nicht auf die Dressurarbeit legen muss. Nach der Dressuraufgabe ritt ich sie am langen Zügel trocken und freute mich schon auf die nächsten Einheiten.
    Ich versorgte die Stute und gab ihr ein paar Leckerchen, nachdem ich sie in ihre Box gebracht hatte.
    Am nächsten Tag sattelte ich Daitona mit dem Vielseitigkeitssattel, da ich heute auf den Geländeplatz des Hofes gehen wollte. Dort standen sowohl Geländehindernisse als auch normale Stangenhindernisse. Ich ritt Daitona zunächst locker am lockeren Zügel über den Platz, ritt durch die Wasserstellen und über die Hügel. Nachdem ich sie gelockert hatte nahm ich niedrige Hindernisse hinzu. Daitona zog bei dieser Höhe richtig an und ich merkte, dass sie sehr viel Spaß am Springen hat. Zwischendurch schoss sie richtig los, daraufhin wendete ich ab und parierte in den Schritt durch. Dadurch gab sich dieses Problem relativ schnell. Daitona sprang leichtfüßig über alle Hindernisse und bereitete mir dabei eine große Freude.
    Nach der Einheit spritzte ich sie ab, gab ihr etwas zu fressen und säuberte das Sattelzeug, denn durch den Platz in Kombination mit den Wasserstellen war es etwas sandig und schlammig geworden.
    In der nächsten Woche ritt ich Daitona 2 mal Dressurlich, ansonsten sprang ich nur. In jeder Einheit wechselte ich immer wieder den Schwerpunkt, mal hieß es Speed und möglichst schnell durch den Parcours oder über die Strecke und mal ging es langsam und gesittet wie in einem Stilspringen durch den Parcours.
    Nach anderthalb Wochen intensiven Trainings war mein Training beendet, Daitona sprang ohne Probleme einen A Parcours, sprang eine Geländestrecke auf A Niveau und lief durch eine A Dressur. Wenn man sich eingefummelt und einmal richtig durchgesetzt hat ist sie eine sehr angenehme Stute und macht viel Freude sie zu reiten. Diesen Eindruck teilte ich Isa mit und machte mich auf den Weg nach Hause.

    3415 Zeichen by AliciaFarina


    22.11.2017 | Kürtext

    Nachdem Nemax und Cosmic bei ihren Vorstellungen erfolgreich waren, war heute Daitonas großer Tag. Bei ihrer ersten Prüfung wollte ich, dass Janina sie sicherheitshalber reitet, falls es zu einer zweiten Prüfung kommen sollte, dürfte Marie es versuchen.
    Daitona konnte nicht still stehen. Sie prustete aufgebracht und riss den Kopf in die Höhe. Janina hatte alle Hände voll zu tun, die Stute bei sich zu behalten, als sie in die Prüfungshalle einritt. Die Stute war noch immer recht unkonzentriert, doch Janina schaffte es, sie irgendwie am Zügel zu halten. Zerknirscht malmte die Rappstute auf ihrem Gebiss herum, als Janina sie bei X anhielt um die Richter zu grüßen. Als das Glöckchen bimmelte, trabte Janina die Stute an, und wendete behutsam auf die linke Hand. Daitona war alles andere als locker, und Janinas Mimik verriet um ein weiteres, dass Dai sich nicht gerade zuvorkommend anbot, und sich vermutlich gerade wie eine tickende Zeitbombe anfühlte. Angestrengt ritt Janina die Bahnrunde im Trab zu Ende, um die Stute dann bei A anzugaloppieren. Sie ritt eine Zirkelrunde, dann ging sie wieder Ganze Bahn und verstärkte Daitonas Galoppsprung an den langen Seiten. Darauf hatte die Stute wohl gewartet. Sie beschleunigte enorm, und Janina musste extrem einwirken, um die Stute rechtzeitig wieder zurückzuholen. Nachdem sie die Stute wieder unter Kontrolle hatte, parierte sie sie zum Schritt durch, und wechselte durch die ganze Bahn. Zögernd ließ sie sich die Zügel von Dai aus der Hand kauen, und nahm sie beim Erreichen des Hufschlages wieder auf, galoppierte die Stute vorsichtig an, und zeigte den Galopp auch auf der rechten Hand. Nachdem sie die Zirkelrunde und auch die Verstärkung wie auf der Hand zuvor ohne Zwischenfälle gemeistert hatte, parierte sie die Rappstute zum Trab durch, und marschierte bei X auf, um sich von den Richtern zu verabschieden. Das Publikum klatschte verhalten, und Janinas hochroter Kopf beim Ausreiten sprach Bände. Die Frage, ob sie die Stute in der Dressur noch einmal vorstellen würde, verkniff ich mir fürs Erste.

    2062 Zeichen, geprüft auf lettercount.com, by Flair


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    Zion gefällt das.
  11. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'


    Meine Teilname mit
    Petit Jayaprada
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    Abstammung:
    Mutter: unbk
    Vater: Jacko
    VM: unbk.
    VV: unbk.

    Grunddaten:
    Rasse: Trakhener
    Fellfarbe: Dunkelfuchs
    Geschlecht: Stute
    Alter: 4
    Stockmaß: 1,67
    Gesundheit: sehr gut

    Besitzdaten:
    Besitzer: Adriane van Helsing ( Elsaria)
    Züchterin: MKAY

    Qualifikationen:
    Dressur: E
    Springen: M
    Galloprennen: L
    Fahren: S*

    Erfolge:
    3. Platz im 272. Springtunier
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    1. Platz im 302 Gallopprennen
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    2.Platz im 250 Fahrtunier
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    1. Platz im 5. Synchronfahren
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    1. Platz 315 Fahren
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    3. Platz 214 Syncho
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    1.Platz 213 Synchrospringen
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    3. Platz Fahrtunier 352
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    1. Platz 333. Galopprennen (2. Auslosung)
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    Beschreibung:
    Petiti Jayaprada ist eine charakterstarke, sensible Stute. Sie ist manchmal kaum zu händeln und für Anfänger absolut zum reiten ungeeignet. Sich putzen lässt sie jedoch von jedem. Sie hat raumgreifende GGA´s und will gefördert werden.


    Tierarztbericht

    Endlich war es soweit, meine dunkelfuchsstute Jaya wie wir sie liebevoll nannten ist bereit für die Körung. Damit alles in ordnung war bestellte ich noch einen Hufschmied und heute vor dem Training der kür wollte ich die Stute genau untersuchen. Sonja würde mich bei meiner heutigen angelegenheit helfen. Sie holte mir die Stute aus ihrer Box. Sie führte sie mir vor zuerst im Schritt und dann im Trab, dann noch im kreis und engen wendungen. Jaya lief taktklar und rein, da war also nichts auffälliges. Danach band Sonja Jaya an und ich schaute mir die zähne und nüstern an. Auch da war alles in ordnung. Ihr trockener kopf war typisch trakehner. Die Augen waren klar, die ohren frei. Dann tastete ich hals brust bauch beine ab auch da war alles in ordnung. Meine Stute war in top form. Dann impfte ich noch und verabreichte ihr eine Wurmkur und trug alles in den Pass ein.

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    19. November 2017 | 4944 Zeichen von sadasha
    Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht

    Dick eingepackt kam ich mit Pitch auf Fleurs Hof in Deutschland an. Eine ihrer Stuten brauchte meine Dienste als Hufschmied und da ich so oder so schon lange nicht mehr da war, verbanden wir das mit einem Freundschaftsbesuch. Freudig wurde ich begrüßt und direkt ins warme Haus geschoben. „Es gibt Kaffee und Kuchen und du darfst das nicht ablehnen! Ich weiß, dass du unterwegs nichts isst!“ sagte Fleur und musterte mich streng, während ich Pitchs Pfoten kurz sauber machte. Dass ihre Gedanken schlichtweg falsch waren ließ ich mir nicht anmerken. Natürlich aß ich unterwegs etwas… Schmunzelnd setzte ich mich an den Tisch und schon glitt ein Stück Käsekuchen auf meinen Teller. Pitch machte es sich unter meinem Stuhl gemütlich. „Wie läuft es auf dem Bear Brook EC?“ wollte sie wissen, als sie sich endlich auch setzte und sah mich auffordernd an. „So gut, dass ich mich oft überflüssig fühle.“ murmelte ich. „Was macht deine Kleine?“ fragte ich dann um von mir abzulenken. „Lucy ist oben und macht Hausaufgaben.“ Anerkennend nickte ich. „So fleißig, darf ich gucken gehen?“ Fleur warf einen Blick auf ihre Uhr und nickte dann. „Sie müsste bald fertig sein. Die sitzt schon seit zwei Stunden da dran.“ Fleur stand auf und kam um den Tisch herum um mir und Pitch die Treppe hoch zu folgen. Offenbar wollte sie sicher gehen, dass bei ihrer Tochter alles in Ordnung war.
    Lucy saß tatsächlich noch an ihrem Schreibtisch und wirkte sehr angespannt. Als sie uns sah, sprang sie auf und umarmte zuerst Pitch und dann mich zur Begrüßung. „Na, wie läuft es mit deinen Hausaufgaben?“ fragte Fleur und ging an uns vorbei um einen Blick auf das Heft zu werfen. Lucy erzählte mir, dass sie gerade an den Deutschhausaufgaben saß, aber mit den Sätzen nicht so zurechtkam. Fleur überflog den kleinen Text kurz und half ihrer Tochter dann geduldig, die Aufgabe fertig zu stellen. Schweigend stand ich daneben und kraulte Pitch an Hals und Ohren. Nach ein paar Minuten klatschte Fleur in die Hände und rappelte sich hoch um ihren Rücken zu strecken. Die ganze Zeit hatte sie sich über den kleinen Kindertisch gebeugt, keine gesunde Haltung für den Rücken. Mir würde es trotzdem gleich ähnlich gehen, wobei ich beim Hufe bearbeiten stets versuchte in die Knie zu gehen, statt den Rücken zu beugen. Gemeinsam gingen wir runter in den Stall und holten Petite Jayaprada aus der Box. Wie immer hatte Fleur Vorarbeit geleistet. Die Stute wirkte ausgelastet und war auf jeden Fall heute erst gründlich geputzt worden. Während Lucy sich mit Pitch beschäftigte führte Fleur mir ihre Stute vor und ich warf einen genaueren Blick auf die Hufe. Es war ungewöhnlich ein unbeschlagenes Pferd im höheren Sport zu sehen. Petite Jayaprada kam damit jedoch bestens zurecht und das sollte auch so bleiben. Mit dem Hufmesser testete ich die Beschaffenheit des Horns und begann dann damit den Strahl vom alten Horn zu befreien und in Form zu schnitzen. Im Anschluss knipste ich mit einer Zange den festen Hufrand zurück. Als ich damit fertig war bockte ich den Huf auf und raspelte die Feinheiten heraus, bis ich zufrieden war. Auch die anderen Hufe bearbeitete ich nach diesem Prinzip. Immer wieder überprüfte ich mein Werk und achtete am Ende auf das Gesamtbild. Alle Hufe standen gerade auf dem Boden. Auch als Petite Jayaprade lief sah alles gut aus. „Vielen Dank.“ sagte Fleur und brachte die Fuchsstute zurück in ihre Box, während ich mein Werkzeug wegräumte und die Stallgasse fegte. Lucy und Pitch saßen im Stroh und kuschelten, als ich mit dem Aufräumen fertig war fragte mich die Kleine mit traurigen Augen: „Fährst du jetzt schon wieder?“ Lächelnd hockte ich mich zu ihr. „Ich bleibe noch bis morgen.“ Freudig schrie sie auf und sprang mir entgegen. Pitch wich erschrocken zurück und zog die Rute zwischen die Beine. Als er erkannte, dass alles in Ordnung war entspannte er sich wieder und erkannte, dass Freude angesagt war. Schwanzwedelnd kam er zurück und fing an jeden erreichbaren Flecken nackter Haut abzulecken. „Lass es.“ befahl ich ruhig und schob den Rüden weg von uns. Als ich aufstand, hatte Lucy ihre Hände noch immer um meinen Hals gelegt. Ächzend hoch ich sie hoch und suchte Fleur. Wir fanden sie in der Küche, beim Abwasch. „Sag doch was, dann kann man dir helfen!“ beschwerte ich mich bei ihr und nahm mir sofort ein Handtuch um die gespülten Sachen zu trocknen. Lucy räumte diese dann weg, nachdem man sie gebeten hatte auch zu helfen. „Noch macht sie das ohne zu meckern.“ seufzte Fleur, die damit rechnete dass sich ihre Tochter im Zuge der Pubertät in einen wilden, bösartigen Tölpel verwandeln würde. Schweigend zuckte ich mit den Schultern. Da konnte ich nicht mitreden, aber ich konnte mir nicht vorstellen dass Lucy einmal so ‚schlimm‘ werden könnte. Am nächsten Tag hatten wir eine Menge Zeit zum reden und so beschlossen wir recht früh schlafen zu gehen und das Reden zu vertagen. Außerdem müsste Lucy eh morgens zur Schule gebracht werden.

    Heute war es endlich soweit, wir fuhren alle zusammen auf die Stutenschau in Brandenburg. Wir hatten alle fieberhaft auf diesen Tag vorbereitet. Jaya war in Topform. Wir kamen recht früh an und so konnten wir sie in aller ruhe fertig machen konnten. Die Stute würde heute etwas in der Dressur unter dem sattel zeigen und dann im Freispringen ihr können unter beweis stellen. „ Ich bin aufgeregt!“ sagte ich zu Sonja, diese heute die Stute vorstellte. „ wir haben lange traniert! Wird schon gut gehen!“ sagte sie und schwang sich sanft in den Sattel. Am aufwärmplatz ritt sie die stute locker warm. Es waren viele stuten anwesend und bald durften wir in die halle einreiten. Sonja entschied sich im lockeren arbeitstrab in die halle einzureiten. Bei X hielt sie die stute an und grüßte die richter. Dann ritt sie auf der linken hand im trab und zeigte dort eine piaffe. Dann folgte eine traversahle und nun gallopierte sie die Stute an. In der Dressur war Jaya nicht so begabt und das sah man der stute an obwohl sie sich mühe gab, ich hoffte beim Freispringen danach machte sie einige punkte weg. Inzwischen hatte sonja die Stute die hand gewechselt und zeigte dort auch ihre Gänge. Dann gab es eine kuzre pause indem wir die stute absatteln können und die kürhelfer den freispringpacours aufgebaut haben. Da sonja sich in der eile den fuß verstaucht hatte und ich nicht gerade gesund war musste meine 7 jährige Tochter einspringen. Ich erklärte ihr wann der genaue zeitpunkt war die stute loszulassen. „ Das wird schon klappen!“ sagte sie stolz und übernahm die Dunkelfuchsstute. Ich als Mutter malte mir schon die schlimmsten Unfälle aus. Da Lucie etwas warten musste suchten wir einen platz an der mange und ich fand hunter. Dieser sah mich an und fragte nach meiner Tochter. Da ertönte auch schon die Stimme, jetzt sehen sie die Trakehnerstute Petit Jayaprada reingeführt von Lucie Mc Cain. Mir Stockte der atem und sah wie hunter gespannt zu sah. Lucie lief selbstbewusst in den Fang und ließ sich auch von dem Treiben der körhelfer nicht beiiren. Und sie hatte es geschafft sie ließ im perfekten moment die Stute los, die Stute zeigte ihr können und sprang so hoch da hätten locker noch 4 weitere stangen platz gehabt. Da die Stute sehr erfolgreich im Springen war und mir langsam die hindernisse zu hoch waren für reiter ließ ich sie nur noch freispringen um weniger belastung auf ihre gelenke zu produzieren. Am ende des paccours fing Lucie die große Stute mutig ein und führte sie nochmal zum anfang des Paccours, der 2 Durchlauf war viel besser und da schoss auch Sonja ein foto vom Sprung der tollen Stute.
    2617 Zeichen | zeichenzähler.de | Elsaria


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    Zuletzt bearbeitet: 26 Nov. 2017
  12. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Sie endet am 25. November 2017 um 17:56 Uhr.
     
    Flair und Occulta gefällt das.
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