[SK 453] Stuten mit dunklen Augen

Dieses Thema im Forum "Stutbuch Wettbewerbe" wurde erstellt von Canyon, 23 Mai 2017.

  1. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    [SK 453] Stuten mit dunklen Augen
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    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen, welche dunkle (dazu zählen Braun und dunklere Abstufungen) Augenfarben haben! Bei Unsicherheiten wendet euch bitte an mich. (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einer Stute teilnehmen.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.!
    - 5 Joellen an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 453
    - Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt
    - Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mind. 1 Tag vorher angekündigt
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil[
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte je Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes

    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
  2. Gwen

    Gwen Jolly Tickled Pink!

    Gwendolyn Campbell mit
    Ceredwen

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    Rufname: Gwen, Ceri
    Geburtsjahr: 2011

    Von: Cadoc

    von: unbekannt -- aus der: unbekannt

    Aus der: Perfect Sweetness

    von: Soleil Levant -- aus der: Perfect Image

    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Fuchsschecke
    Stockmaß: 176cm

    Beschreibung:
    Ceredwen vereint von ihren Eltern deren gesamtes Temperament in sich. Sie zeigt sich im Herdenverband zwar rücksichtsvoll gegenüber den älteren Tieren, ist aber für ihr Alter mutig genug, ihre Welt auch ohne geborgenen Rückhalt zu erkunden. Die Ferne macht ihr nichts, auch wenn sie nicht immer gerne alleine ist. Am wohlsten fühlt sie sich deshalb in Sichtkontakt mit den Anderen, während sie für sich selbst durch die Welt stolpert.
    In der Ausbildung zeigte sie sich bis jetzt als sehr gelehrig, wenn auch mancher Aufgaben etwas überdrüssig. Bei richtiger, geduldiger Hand kann Gwen zu einer begabten und gehfreudigen Tunierstute werden.

    Ersteller: Muemmi
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Muemmi


    Dressur L - Springen S*

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    [7 Schleifen]
    3. Platz 396. Dressurturnier
    2. Platz 400. Springturnier
    2. Platz 180. Synchronspringen
    1. Platz 181. Synchronspringen
    1. Platz 183. Synchronspringen
    2. Platz 414. Dressurturnier
    3. Platz 195. Synchronspringen

    Tierarztbesuch 01.04.2017 - Praxis Vernon
    © Jeanne
    Langsam, aber sicher war ich der felsenfesten Überzeugung, dass Ms. Vernon das Verreisen über alles liebte. Vielleicht war ich auch einfach nicht an so viele verschiedene Zeitzonen in so kurzen Abständen gewohnt und hatte irgendwie eine Barriere in meinem Kopf, die mich noch daran hindern wollte, mich diesem komplett hinzugeben. Aber wer so viele Flüge in so wenig Zeit problemlos überstand war mir irgendwie suspekt.
    Direkt nachdem wir auf Briar Cliff in Mazedonien gewesen waren, hatte Ms. Vernon frohlockend verkündet, dass es für uns wieder einmal nach Kanada ging, wo wir auch für unseren ersten Auftrag bereits gewesen waren. Als wir in Kanada aus dem Flugzeug stiegen, erkannte ich den Flughafen sofort wieder. Zunächst dachte ich, wir würden erneut zu Ms. Cranfield fahren und die Richtung, in die wir fuhren, stimmte dafür auch. Ms. Vernon aber verriet mir dann, dass wir diesmal auf einen anderen Hof mussten. Unsere heutige Auftraggeberin war Gwendolyn Campbell und war Leiterin und Besitzerin der Nahanni Rivers Ranch. „Sie ist eine direkte Nachbarin von Ms. Cranfield und führen auch gemeinsam einen Ausbildungsbetrieb“, klärte mich auf. Die Tierärztin hatte wohl meinen verwunderten Blick gesehen, denn wir folgten denselben Straßen wie beim letzten Mal.

    Die Nahanni Rivers Ranch von Ms. Campbell war im Vergleich zu den Gestüten, bei denen wir zuvor gewesen waren, doch sehr klein. Gebäudetechnisch hatte man sich hier auf ein großes Stallgebäude mit angrenzender Reithalle und einem Wohnhaus, was im Vergleich zu den anderen Höfen doch recht spärlich bebaut war. Genau deshalb gefiel es mir hier aber sofort umso besser. Es war heimisch, gemütlich und vor allem kein riesiges, befremdendes Sportpferdegestüt wie das direkt nebenan.
    Ms. Campbell war ebenfalls eine zuvorkommende, freundliche Person, die mir vom ersten Moment an sehr sympathisch war. Sie trug die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen und schien niemand zu sein, den man öfters mürrisch antreffen konnte.
    Sie führte uns nach kurzem Smalltalk direkt in den Stall, immerhin waren wir für zwei ihrer Pferde hier. Das Stallgebäude war von innen viel größer als man es von außen erwartet hätte. Eine riesige Stallgasse würde uns genügend Platz bieten, um in Ruhe zu arbeiten und durch die direkt anliegende Reithalle würde Ms. Campbell ihre Pferde auch problemlos vorführen können.
    Wir begannen mit einer Englischen Vollblutstute, die den Namen Shenandoah trug. „Shanti wird euch keine Probleme machen“, versicherte Ms. Campbell uns, als sie die bereits geputzte Stute aus der Box holte und sie in Richtung Halle führte, während wir neben ihr herliefen. Wir warteten am Halleneingang, als Ms. Campbell ihre Stute im Schritt und im Trab vorführte. Bei dem dunklen Pferd sah alles gut aus, es lief taktklar und die Bewegungen waren flüssig.
    Nachdem Ms. Campbell die Stute wieder in die Stallgasse geführt hatte, machten Ms. Vernon und ich uns an die Arbeit. Während ich Herz und Lunge abhörte und die Schläge beziehungsweise Atemzüge abhörte, kontrollierte Ms. Vernon die Augen und Ohren des Pferdes auf Kratzer, den Pupillenreflex und eventuelle Milben, die sich eingenistet haben könnten. Die Tierärztin schien zufrieden zu sein, auch ich hatte an den Werten der Stute keine Probleme entdecken können. Bei ihr war alles im grünen Bereich.
    Bevor wir Shenandoah die Impfungen und Wurmkur verabreichten, sollte Ms. Vernon sich noch einmal um die Zähne der Stute kümmern. Dazu prüfte sie zuerst die Zahnstellung, bevor sie mich um die Sedierung bat. Als ich der Tierärztin die Spritze fertigmachte, die Shenandoah verabreicht werden würde, erklärte sie Ms. Campbell, dass die Schneidezähne der Stute etwas zu lang geworden waren und diese in gewissen Abständen sowieso gekürzt werden mussten. Der Zeitpunkt war für das bunte Vollblut jetzt gekommen.
    Mit einem Maulgatter sperrten wir Shenandoah das Maul auf, sodass Ms. Vernon in Ruhe arbeiten konnte. Nachdem die Sedierung wirksam war, setzte Ms. Vernon die Raspel an und kürzte die Schneidezähne der Stute minimal. Waren die Schneidezähne zu lang, konnte es vorkommen, dass die Kauflächen nicht mehr komplett geschlossen wurden. Besonders bei älteren Pferden bestand dann das Risiko, dass eine Lücke zwischen Zahnfleisch und Zahn entstand, in der sich später Futterreste sammeln könnten – auch, wenn Shenandoah mit ihren acht Jahren noch nicht zu den älteren gehörte.
    Ich kramte während der Zahnbehandlung schon einmal nach dem Merkblatt, welches alle Kunden mitbekamen, und hatte es gerade gefunden, als Ms. Vernon fertig war. Direkt im Anschluss an die Behandlung konnte ich also mit Ms. Campbell das Merkblatt durchgehen, beim letzten Mal hatte ich gut genug aufgepasst, sodass ich jetzt alles wiedergeben konnte, was Ms. Vernon auch angemerkt hatte.
    Nach Abschluss der Zahnbehandlung und des Erklärens bekam Shenandoah noch ihre Impfungen und die Wurmkur verabreicht, dann wurde die Achtjährige entlassen und durfte sich in ihrer Box von der Tortur erholen.

    Ceredwen war die nächste Patientin für uns. Als Ms. Campbell die Holsteinerstute aus ihrer Box führte, war ich sofort total in sie verschossen! Gwen, wie ihre Besitzerin sie nannte, war eine ausgesprochen hübsche Warmblutstute mit einer superschönen Fellfarbe. Das fuchsfarbene Fell hatte eine tolle, satte Farbe und die weiße Scheckung stand in einem schicken Kontrast dazu. Die Gänge waren sehr raumgreifend und federnd, es schien fast, als würde der Vierbeiner nahezu über den Boden schweben.
    Leider hatte ich nicht viel Zeit, um die Stute weiter anzuschmachten, denn Ms. Vernon bat mich diesmal darum, wieder die Ohren und die Augen der Stute zu kontrollieren. Ein Blick in die Ohren bestätigte mir, dass dort alles in Ordnung war. Als ich mit der Taschenlampe in beide Augen des Fuchsschecken leuchtete und den Pupillenreflex überprüfte, stellte ich fest, dass dort auch alles im grünen Bereich war. Auch etwaige Kratzer oder sonstige Augenprobleme wie eine Reizung oder einer Bindehautentzündung konnte ich nicht ausmachen.
    Ms. Vernon schien ebenfalls zufrieden mit dem Puls und der Atmung des Pferdes, was sie währenddessen abgehört hatte. Die hübsche Holsteinerstute war also rundum gesund, fehlte nur noch die Kontrolle der Zähne und die Behandlung dieser.
    Ich setzte der Stute diesmal das Maulgatter ein, damit Ms. Vernon bedenkenlos ins Maul des Scheckens greifen und darin arbeiten konnte. Hier musste nicht viel gemacht werden. Die Zähne des Vierbeiners sahen alle sehr gut erhalten aus, Fehlstellungen, Löcher oder Haken waren nicht zu sehen. Bei Ceredwen reichte also eine einfache Zahnbehandlung mit Sedierung und Nachraspeln der Zähne vollkommen aus, ehe sie der Maulsperre auch schon wieder entledigt werden durfte.
    Ms. Vernon lobte die Stute für ihr ruhiges Verhalten ausgiebig. Ms. Campbell hatte zuvor schon ein wenig erzählt, auch dass sie wohl gut und gern mal eine kleine Diva sein konnte, aber davon merkte man gerade nichts. Ceredwen ließ alles ruhig über sich ergehen und machte uns keinerlei Probleme.
    Die Spritzen gab es fix verabreicht und dem Anschein nach spürte die Stute den Einstich nur kurz. Es war ein kleines Pieksen, das aber schon wenig später wieder vorbei war. Ms. Vernon massierte die Einstichstelle eine Weile, während ich mich um das Vorbereiten und Verabreichen der Wurmkur ins Maul der Scheckstute kümmerte. Zur Belohnung gab es noch ein kleines Stückchen Karotte, damit sie den ekligen Geschmack der Paste schnell loswurde. Danach ging es auch für sie wieder zurück in die Box. Ich spürte mein kleines Herz in tausend Stücke zerbrechen, als ich sie verlassen musste. Am liebsten hätte ich Ceredwen eingesteckt und mitgenommen.

    Ms. Vernon erklärte Ms. Campbell noch einmal im Groben das, was sie aufgrund der Sedierung in den nächsten Tagen zu beachten hatte, bevor wir uns daran machten, das Arbeitswerkzeug der Tierärztin wieder in den Mietwagen zu verfrachten. Als das geschafft war, schloss ich die Kofferraumklappe des Jeeps (in Kanada kannte man wahrscheinlich bei der endlosen Landschaft auch keine anderen Autos) und verabschiedete mich von Ms. Campbell, nachdem Ms. Vernon es auch getan hatte. Dann ging es für ins wieder Richtung Flughafen – mal sehen, wo uns unser Weg nun hinführen würde. Mir hatte Ms. Vernon nicht verraten, ob wir noch einen Auftrag zu erledigen hatten oder ob es wieder ins heimische Wales gehen würde.

    Hufschmiedbesuch 04.04.2017 – Vineyard Farrier
    © sadasha
    Es passte ganz gut, dass ich so oder so schon auf dem Kontinent war, als Gwendolyn Campbell anrief und mich bat nach Kanada zu kommen um mich um zwei ihrer Pferde zu kümmern. Nachdem ich in Georgia mit meinen Erledigungen fertig war nahm ich den nächsten Flug nach Kanada und traf schon bald samt gemietetem Schmiedemobil auf der Nahanni Rivers Ranch ein. Es war recht kühl hier und die Sonne bahnte sich nur bedingt einen Weg durch die Wolken. Sofort kam mir Miss Campbell entgegen und wir begrüßten uns freundlich. „Shenandoah ist schon fertig geputzt und wartet dort drüben.“ Ich fragte ob ich den Wagen etwas weiter vorfahren durfte, da ich zur Anpassung der Eisen den Amboss brauchen würde. Sie nickte und ich setzte den Wagen wieder in Gang um näher heranzufahren. Shenandoah beobachtete das Geschehen aufmerksam, blieb aber ruhig stehen. Als ich wieder ausstieg bat ich Miss Campbell mir die Vollblutstute einmal vorzuführen. Sie tat wie geheißen und ich beobachtete aufmerksam. Mir fielen keine Ungereimtheiten auf und so machte ich mich mit der Stute bekannt. Die wachen blauen Augen waren klar und die Ohren gespitzt. Shenandoah war ein Vorzeigevollblut. Keine Spur von Misstrauen. Ich strich ihr von der Schulter über das Bein nach unten, worauf hin sie brav den Huf hob. Mit dem Hufmesser machte ich einen Probeschnitt um die Beschaffenheit des Horns bestimmen zu können. Es war von guter Qualität und so fuhr ich unbeirrt fort. Zuerst entfernte ich das alte Horn, dann schnitt ich den Strahl frei und knipste die Hufwand zurück. Mit der Raspel feilte ich Ecken und Kanten glatt. Immer wieder prüfte ich ob alles nach Plan verlief. Dann kam das erste Eisen zum Einsatz. Ich musste es nur geringfügig anpassen. Mit ein paar gezielten Schlägen auf dem Amboss fügte sich das Eisen in die gewünschte Form und passte schließlich auf den eben ausgeschnittenen Huf. Mit ein paar Nägeln schlug ich das Aluminiumeisen mit Stahlgriffen an und ging dann zum nächsten Huf über. Da nur ein Teilbeschlag gefragt war musste dieser nicht beschlagen werden. Ich schnitt ihn aber gründlich aus. Auch der Huf danach musste nur ausgeschnitten werden. Den letzten Huf beschlug ich wieder, nachdem auch er das Prozedere des Ausschneidens hinter sich hatte. Zuletzt pinselte ich alle vier Hufe noch mit Huffett ein. Shenandoah war damit erlöst.
    Ceredwen wurde in der Zwischenzeit geputzt und ebenfalls hergebracht. Auch sie wurde mir in Schritt und Trab vorgeführt und auch bei ihr vernahm ich keine Auffälligkeiten. Die Cadoc Tochter würde heute ebenfalls einen Teilbeschlag erhalten. Wie zuvor bei Shenandoah machte ich mich zuerst mit der Stute bekannt und sah mir dann den ersten Huf an und prüfte die Hornqualität. Auch ihre Hufe waren im normalen Bereich und so schnitt ich weiter aus, schnitt den Strahl frei, knipste die Hufwand zurück und raspelte die Feinheiten heraus, bevor ich das erste Hufeisen anpasste und schließlich aufnagelte. Die nächsten zwei Hufe schnitt ich nur aus. Immer wieder kontrollierte ich meine Arbeit. Schließlich war ich so weit, dass nur noch das letzte Eisen gerichtet und aufgenagelt werden musste. Ceredwen sah sehnsüchtig in Richtung Stallungen. Sie konnte sich wohl eine bessere Beschäftigung vorstellen als hier zu stehen und zu warten. Lobend strich ihr über die Schulter, bevor ich mir den letzten Huf noch einmal hochnahm und das gerade angepasste Eisen anschlug. Wieder holte ich die Dose Huffett und pinselte alle Hufe damit ein. Als ich fertig war suchte ich noch die passenden Steckstollen für die eben angeschlagenen Eisen raus und übergab sie Miss Campbell, während wir alles Übrige besprachen.
    Miss Campbell brachte nun auch Ceredwen weg und ich räumte sämtliches Werkzeug zurück in den Wagen und fegte im Anschluss den Platz ab. Erst als alles wieder in bester Ordnung war verabschiedete ich mich und fuhr vom Hof um den Wagen zurückzubringen und anschließend ein Hotel zu suchen. Erst am nächsten Tag trat ich die Heimreise an.

    Die Kür
    "Ich bin nicht aufgeregt!", verteidigte ich mich beleidigt und ignorierte das Geplapper meiner heutigen Begleiterinnen. Wir waren heute gemeinsam auf der 453. Stutenkrönung zugegen, weil Ceredwen da heute vorgestellt wurde - von mir. Natürlich war ich etwas nervös, aber positiv nervös. Immerhin ging es ja um die Zuchtzulassung für Ceredwen, welche doch eine recht begehrte Holsteinerlinie in sich trug.
    Auch Ciaran machte ziemlich Stress, war die Scheckstute doch sein absoluter Liebling. Ich hatte ihm öfters vorgeschlagen, dass er sie ja reiten könne, aber diese Arbeit blieb dann doch an mir hängen. Deshalb saß ich heute schick herausgeputzt auf meinem schick herausgeputztem Pferd und wartete nun sehnsüchtig auf unseren Aufruf.
    Ich hatte Ceredwen schon zur Genüge aufgewärmt, aber wie es so oft war, verschoben sich die Zeiten dezent, so dass ich ungeduldig warten musste. Doch als es dann so weit war, wünschte ich, wir hätten noch länger warten können. Stattdessen riss ich mich aber zusammen, atmete tief ein und nahm die Zügel auf.
    Für mich und Ceredwen ging es nun ans Eingemachte. Im Trab ritten wir in die Halle ein und nahmen den direkten Weg zu X, wo wir geschlossen anhielten. Ich nahm die Zügel in eine Hand und grüßte mit einem Lächeln im Gesicht die Richter. Dann nahm ich Ceredwen wieder ganz auf und gab die Hilfe zum Trab.
    Sofort sprang meine Stute an und wir gingen auf die linke Hand. Dort ritten wir erst einmal ganze Bahn im Trab, ehe wir auf den Mittelzirkel gingen und ich Ceredwen angaloppieren ließ. Motiviert sprang die Stute an und galoppierte flüssig vorwärts. Im Stillen lobte ich sie und nahm sie dann bald zurück für einen Galopp-Schritt-Übergang.
    Der klappte auch einwandfrei und ich ritt Ceredwen motiviert vorwärts. Eine Zirkelrunde drehten wir noch, ehe wir durch die ganze Bahn wechselten und auf die rechte Hand gingen. Auch dort ließ ich die Stute erst einmal noch im Schritt, ehe sie erneut antraben durfte. Wieder zeigte sie ihre schwungvollen Gänge und nach einer ganzen Runde gingen wir auf den Zirkel und galoppierten an.
    So hatten wir auf beiden Seiten alle drei Gangarten vorgestellt und im Galopp gab es nun noch eine Runde ganze Bahn, ehe ich Ceredwen wieder zum Trab durchparierte und auch etwas zurücknahm. Wir bogen auf die Mittellinie ab und ritten bis zu X, wo wir erneut geschlossen durchparierten und ich mich von den Richtern verabschiedete.
    Danach gab ich Ceredwen den langen Zügel hin und lobte sie ausgiebig, während wir im Schritt die Halle verließen. Sie hatte ihre Arbeit wirklich gut gemacht und dementsprechend zufrieden war ich auch. Genauso schien es Ciaran zu gehen, welchem anscheinend ein großer Stein vom Herzen gefallen war.
    Ich lächelte zufrieden vor mich hin, während ich Ceredwen in Ruhe abritt und auf unsere Wertnote wartete. Immerhin würde sich diese Wertnote entscheiden, was aus Ceredwen in späterer Zukunft werden würde. Zwingend in die Zucht sollte sie nicht, aber man hielt sich ja gerne mögliche Wege offen.

    3000 Zeichen, von Gwen, gezählt auf zeichenzähler.de

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    Bewegung von Gwen, Zubehör von Elii, Hintergrund von Samarti
     
  3. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    Shyvana

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    Shyvana
    (Shyva)

    Abstammung
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    Von Donnerschall
    Von Don Calandrio [FS1 | FS2] Aus der Marah

    Aus der Mon Chérie
    Von ubk Aus der ubk

    Exterieur
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    Stute
    *2011
    (6 Jahre)
    Trakehner | 162cm
    Fuchsschecke - Chestnut Tovero
    x

    Interieur
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    Shyvana war immer etwas anders, sie wuchs in einer halbwilden Pferdeherde auf, nachdem ihr Züchter schon von Anfang an kein Potential in ihr sah. Dort kämpfte sie tagtäglich um die Rangfolge, doch war nie angesehen unter den anderen und fühlte sich ausgestoßen. Als Ned eine Ammenstute für ein kleines Fohlen suchte, fragte er als allererstes auf der Wildpferderanch nach und wurde mit Shyva fündig. Sie hatte selbst vor kurzem ein Fohlen verloren.
    Die verängstigte Stute war zunächst misstrauisch, fasste aber schnell Vertrauen zu Ned dank guter Pflege. Die kleine Jinx hatte sie ebenfalls in ihr Herz geschlossen.
    Nun, bei uns, blüht die Große vollkommen auf. Sie feiert erste Erfolge und zeigt sich munter auf den Weiden Kanada's. Ihre Kämpfernatur merkt man ihr noch immer an, so kennen und lieben wir sie.


    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: Waldvoegelchen
    im Besitz seit: 1. Mai 2017
    Kaufpreis: 700 Joellen

    Qualifizierungen
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    Dressur E A L M S S* S**

    Military E A L M S S*

    Springen E A L M S S* S**

    Distanz E A L


    Erfolge
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    Offiziell
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    278. Springturnier | 59. Synchronspringen | 189. Militaryturnier | 285. Dressurturnier | 283. Springturnier | 192. Militaryturnier | 416. Dressurturnier

    Ausbildung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

    Vielseitigkeitspferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x | Bodenarbeit x | Geländesicherheit x


    Zucht
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife
    HK/SK

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch:
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: 26. Juni 2017 durch "Big Bear Farrier"
    Ausgeschnitten/Korrigiert: Ja
    Hufbeschaffenheit: breit und weich
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: Eisen
    Beschlag hinten: Eisen
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    Eisen für Sawanna & Shyvana
    26. Juni 2017 | 5105 Zeichen | ceres
    Ständig auf Achse, ständig unterwegs auf der Suche nach Pferden, welche seine Hilfe brauchten. Das war Xavier Cote höchstpersönlich, als er am frühen Montagmorgen die Landstraße am Tyrifjord entlang fuhr. Er selbst konnte sich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte Mal in seinem Bett geschlafen hatte – Aber genau das brauchte er gar nicht zu wissen. Er liebte seinen Job und freute sich Tag für Tag, neue Menschen und neue Pferde kennenzulernen.
    Der leuchtend orange Bus, natürlich in den Farben der Big Bear Ranch, holperte die kleine Brücke entlang, über welche es auf die Insel zur Tyrifjord Ranch ging. Denn genau diese war diesmal sein Ziel. Zwei Pferde brauchten heute seine helfenden Hände und beide wollten in wenigen Stunden mit neuen Hufen und auch das erste Mal mit Hufeisen laufen.

    Xavier wurde von einer jungen Frau begrüßt, die sich als Charlotte von Eylenstein vorstellte, und ihn zum Stall begleitete. Der Stall war leer, bis auf die beiden Stuten, welche es gar nicht prickelnd fanden, dass sie nicht hinaus auf die Weiden durften. Charly holte als erstes eine junge Fuchsschecken Stute aus ihrer Box und stellte sie ihm als Shyvana vor. Kurz berichtete sie noch, was Xavier bei ihr beachten musste, sagte jedoch auch, dass sie eigentlich kein Problem darstellen sollte.
    Xavier nickte und begrüßte die Stute mit einem Apfelstück aus seiner Jackentasche. „Können Sie mir Shyvana bitte einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen, damit ich einen guten Eindruck auf ihren Laufapparat bekomme?“ Fragte er höflich Charly, welche dies natürlich sofort tat. Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Xavier das hübsche Tier und nickte dann wissend. „Danke! Das reicht, sie hat sehr schön fließende Bewegungen.“ Etwas pustend kam Charly wieder neben ihm zum stehen, lächelte jedoch glücklich.
    Als nächstes sortierte der Hufschmied sein Werkzeug und begann dann, mit dem Säubern und Begutachten des Hufes. „Viel ist bei ihr nicht zu tun“, erklärte er währenddessen. „Ich würde bei ihr vorne Innen etwas mehr wegnehmen, hinten sieht es jedoch gut aus, da werde ich nur kürzen.“ Charly war einverstanden und so knipste Xavier erst und raspelte dann die unsauberen Ränder aller vier Hufe ab. Shyvana durfte währenddessen als Ablenkung etwas Heu zu sich nehmen, welches Charly ihrer Stute vorausdenkend vor sie gehangen hatte.
    Als nächstes folgten die Eisen. Der mobile Ofen im Wageninneren hatte der Schied selbstverständlich schon vorheizen lassen, sodass er nun nur noch die passende Hufgröße der Eisen finden musste und diese dann nach kurzem anprobieren passgenau auf die Hufform von Shyvana anfertigte. Nachdem alle vier neuen Hufeisen an den Hufen befestigt wurde, musste Charly ihre Stute noch einmal mit neuem Beschlag vorführen. Shyvana schien leicht verwundert, Charly jedoch sehr zufrieden und so steckte Xavier der Stute ein weiteres Leckerli zu, bevor ihre Besitzerin sie zurück in den Stall brachte.
    Kurze Zeit später kam Charly mit einer weiteren Stute aus dem Stall. Diese war wieder ein Fuchs, diesmal jedoch ohne Scheckung, und auch sie spitzte neugierig und gelassen die Ohren. Die Stute hieß Sawanna und würde keinerlei Probleme machen, wie Charly Xavier erklärte. Sie hatte schon öfter Beschläge getragen, auch wenn Eisen das erste Mal an ihre Hufe kommen würde. Auch Sawanna begrüßte er wieder mit einem kleinen Geschenk, beschäftigte sich liebevoll mit der Stute und warf einen ersten Blick auf die vier zierlichen Hufe. Dann musste Charly schon wieder dem Schmied Sawanna in Bewegung zeigen. Einmal im Schritt und dann ein zweites Mal im Trab. Auch hier hatte er wieder nichts auszusetzen und machte sich sogleich an die Arbeit. Sawannas Hufe mussten vor allem gekürzt werden, was Xavier mit der Hornzange erledigte. Dann erneuerte er die Form des Strahls und raspelte zum Schluss die Hufe in eine ansehnliche Form. Trotz der kleinen Hufe schienen diese bei Sawanna ausgesprochen hart und widerstandsfähig und der Hufschmied hoffte, dass die Eisenbeschläge gut halten würden. Abermals suchte er nach den passenden Eisen, hielt sie an jedem Huf kurz an und machte sich dann an seinem Ofen zu schaffen, um die Hufeisen passend genau anbringen zu können. Stück für Stück brachte er die Eisen in die richtige Form und nagelte diese dann mit Hufnägeln einer nach dem anderen an den vier Hufen der Stute fest.
    „Und nun bitte nochmal kurz vorführen.“ Meinte er, nachdem er jede neue Hufbegeleidung noch einmal begutachtet hatte. Charly nickte und führte ihre Stute wie vorgeschrieben dem Hufschmied vor, welcher zufrieden nickte. „Danke, das sieht sehr gut aus! Die Eisen scheinen ihr nichts auszumachen.“ Erleichtert lächelte er, auch Charly nickte einverstanden und brachte Sawanna zurück in ihre Box neben Shyvana.
    Xavier und Charly regelten noch die geschäftlichen Dinge, bevor der Hufschmied der jungen Frau eine Visitenkarte in die Hand drückte und zurück in seinen Wagen stieg. Er winkte ihr ein letztes Mal und verließ dann, leise summend, die kleine Insel. Sein Weg war vorausbestimmt und irgendwann würde er sicherlich zurück auf die Tyrifjord Ranch kommen.
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    Prävention A
    4. Mai 2017 | Cooper
    Nach einigen Tagen Stillstand in der Klinik ging es weiter. Ich hatte einen Auftrag von Nicolaus du Martin aus Norwegen bekommen, hier sollte ich lediglich eine Prävention A bei einer sechsjährigen Trakehnerstute durchführen. "Alles klar, ich kann in drei Tagen bei Ihnen sein" sagte ich freudig am Telefon, zudem wies ich ihn noch daraufhin, das er den letzten Auftrag mit Rabatt erlangt hatte. "Sehr schön!" erwiderte die nette Stimme am Telefon und legte auf. Ich googelte sofort nach dem Wetter in Norwegen, was zu dieser Jahreszeit nicht am schlechtesten war und zurzeit Sonne und bis zu einnundzwanzig Grad versprach. "Du kennst doch das Wetter, das ändert sich immer und Wettermenschen haben keine Ahnung" beschwerte sich Simon. "Meckertante" antwortete ich, lachte und traf dann einige Vorbereitungen wie, den medikamenten Koffer packen, eine neue Akte für Nicolaus du Martin anlegen und ein Patientenblatt für Shyvana erstellen. Der Alltag ging ganz normal bis zu meiner Abreise weiter, ich verabschiedete mich umfangreich und einige Stunden später kam ich in Norwegen an. Der Zeitunterschied zwischen Kanada und Norwegen beträgt 7 Stunden, was nicht als so viel ist. Nicolaus Empfang mich auf seiner schönen Ranch, genannt Tirifjord Ranch, gegen zehn Uhr morgens. Wir tauschten uns erstmal ein wenig übereinander aus, sprachen über einige Pferde seiner Ranch und gingen dann auf sofortigem Wege zur Shyvana. "Und du brauchst wirklich eine kleine Auszeit oder Pause? Wir können dir gern einen Schlafplatz anbieten" sagte Nicolaus. "Nein Danke, ich muss wegen einen Körung sofort wieder zurück, aber vielen Dank" erwiderte ich. Die Ranch hatte einen Tunierpferdestall, dort stand die Fuchsscheckenstute. Ich wusste das sie etwas misstrauisch war, aufgrund ihrem aufwuchs in einer teilweise wilden Herde. Dennoch klappte der Annäherungsversuch sehr gut und ich konnte mit der Untersuchung sofort beginnen. Wie so oft fing ich zuerst mit der Begutachtung der Ohren, Nüstern, Augen und Pupillenreflex, Haut, Fell und ebenso auch Hufen. Weiter tastete langsam und behutsam die Stute ab um Verletzungen und Parasiten, zudem auch Verspannungen oder andere Knochen, Muskel oder Sehnenprobleme auszuschließen. "Sieht alles gut aus". Ich lobte die Stute und dokumentierte alles. Nachdem ich dies erledigt hatte kontrollierte ich noch Shyvana's Vitalzeichen, dies beinhaltete das abhören der Lunge und des Herzens. Zudem lies sie sich ohne Komplikationen die Temperatur messen. Alles war in Ordnung, ich teilte dies Martin mit und dokumentierte weiter. Nachdem bat ich noch nach dem Impfpass von der Stute um nachzuschauen ob und wie lange sie noch geschützt war. "Das ist alles noch im Rahmen. Allerdings empfehle ich bald eine Auffrischung" sagte ich und händigte ihm den Impfpass wieder rüber. Shyvana wurde ausreichend belohnt und versorgt, währenddessen bereitete ich mich auf meine Rückreise vor und verließ die Tyrifjord Ranch gegen spät Abend.
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    Distanz E → A
    18. Mai 2017 | 4275 Zeichen | Canyon
    »Stört dich das nicht? Das mit den Namen?« fragt Petyr Nico. Nico zieht jedoch nur seine Augenbrauen nach oben und blickt Petyr herablassend an.
    »Stört es dich, lieber Petyr, dass es hier in Norwegen ganz viele Jonsens gibt?« Petyr antwortet nicht. »Na also. Und jetzt putze Sawanna, auch nur die kleinste Schürfstelle würde ich dir übel nehmen.«
    Grimmig blicke ich Nico an, was er jedoch nicht zu bemerken scheint. Ich hasse es, wenn er so großkotzig ist, vor allem wenn er so mit meinen Freunden umgeht. Ich halte mich jedoch davon ab, mich einzumischen und konzentriere mich weiter auf das Putzen von Prejudice.
    »In zehn Minuten ist Abflug!« Ruft Charly etwas weiter über den Rücken von Samarra hinweg. Ich seufze genervt, beeile mich jedoch mit Judis Sattelzeug, sodass ich wenig später pünktlich im Sattel sitze und ungeduldig auf die anderen vier Reiter mit ihren Pferden warte, welche alle mal wieder länger brauchen.
    Mit etwas Verspätung reiten wir jedoch dann vom Hof. Meine Motivation auf das Training war sehr gering, dafür würde ich nächste Woche zwei Freitage haben und endlich mal wieder Zeit für meine eigenen Pferde finden.
    Der Himmel war stark bewölkt und es war kälter als in den letzten Tagen. Eigentlich die perfekten Voraussetzungen für ein Distanztraining. Jedoch hatten wir hier fünf unerfahrene Pferde im Gelände. Alle waren jung und auch wenn sie die Umgebung durch unsere Ausritte schon kannten, war ein Distanztraining nochmal härter und anstrengender.
    Vuyo ritt dieses Mal Shyvana. Eine neue und recht wenig trainierte Stute, welche jedoch bereits in den letzten Tagen unter dem Sattel große Fortschritte gemacht hat. Außerdem ist Nico ja bekannt für sein schnelles Training. Zum Glück hat er damit bis jetzt durchgängig Erfolg gehabt.
    Nach einem gemächlichen Start erhöhen wir das Tempo, als wir die weichen Waldwege erreichen, welche sich rings um das Gestüt erstrecken. Nico und der Hengst Brego führen die weitere Stutengruppe an. Da Judi bereits in den höheren Klassen in der Dressur und im Springen mitspielt, ist sie dementsprechend trainiert und erkämpft sich nach kurzer Zeit den Platz direkt dahinter. Hinter mir kam Charly mit Sammy und den Schluss bildeten Vuyo und Shyvana.
    Im langsamen und gleichmäßigen Trab führt uns Nico die Waldwege entlang. Dreißig Kilometer stehen auf unserem Plan und ich befand meine Idee als immer noch gut, bereits am Vorabend Wasser auf dieser Strecke zu verteilen. Nicos Einschätzung ist, dass wir nur etwas mehr als zwei Stunden brauchen würden. Ich zweifele daran etwas, lasse ihm jedoch seine Hoffnung. Keins der Pferde ist lange Trabstrecken im Gelände gewöhnt und so müssen wir immer wieder kleine Schrittpausen einlegen. Hin und wieder zwingt uns auch das Gelände zu einer Verringerung des Tempos, sodass Nico auf Grund des nicht Einhaltens seines Zeitplans immer muffliger wird. Ich versuche ruhig zu bleiben und mich vor allem auf Judi zu konzentrieren, welche sich zwischendurch den ersten Platz sogar mit Brego teilt. Nico scheint jedoch es nicht für nötig zu sehen, den Hengst davon abzuhalten, Judi immer wieder mit Kopf und Huf zu drohen, sodass ich das Tempo wohl oder übel etwas zügeln muss.
    Nach der Hälfte der Strecke legen wir unsere Pause ein. Bereits auf der ersten Hälfte gab es kurze Wasserpausen, diesmal steigen wir jedoch ab, nehmen die Pulswerte und gönnen den Pferden eine kurze Pause. Kurz nachdem jedes Pferd wieder bereits für den zweiten Teil ist, steigen wir auf und führen den Ritt weiter. Mittlerweile galoppieren wir im ruhigen Tempo an geeigneten Stellen, geben den Pferden dafür mehr Schrittpausen, denn auch ihre Kraft versiegt so langsam.
    Petyr und Vuyo haben mittlerweile sogar aufgehört, ununterbrochen zu sprechen, sodass ich nur noch umgeben von den Geräuschen der Natur und dem Geklapper der Hufe bin.
    Nach etwas mehr als dreißig Kilometern kommen wir durchnässt wegen des eingesetzten Regens und mit müden Pferden wieder auf der Tyrifjord Ranch an. Bella und Tjarda sind zum Glück bereits zur Stelle und werfen allen Pferden zügig Abschwitzdecken über, sodass wir nur noch den Puls unserer Tiere nehmen brauchen und sie nach dem Absatteln auf die Weiden entlassen können.
    Wir waren uns einig, dass jeder der Fünf einen Aufstieg in die nächsthöhere Klasse verdient hatte.

    Die Kür
    Nachdem Blazing Flame bereits erfolgreich ihren Auftritt hinter sich hatte, folgte die zweite Stute. Nico war mittlerweile aufgewärmt und auch Shyvana brauchte nicht lange, um ihre Konzentration für den Auftritt zu sammeln. Auch bei Shyva hatte sich die sonst nicht allzu kreative Charly viel Mühe gegeben und aus ihr ein wahres Prachtexemplar gezaubert. Shyva zeigte trotzdem deutlich ihre Abneigung gegen die eingeflochtene Mähne und schüttelte anfänglich immer wieder ihren Kopf. Das hätte Nico augenscheinlich öfter mit ihr üben sollen.
    Als er jedoch dann auf ihrem Rücken saß, gab sich Shyva zufrieden und folgte brav seinen Anweisungen. Auch das Einreiten in die Halle war kein Problem, Shyvas Konzentration war nun ganz bei Nico und auch Nico sah man an, dass er nun nur noch bei sich und Shyva war. Nach dem er die Richter gegrüßt hatte, ließ er Shari im Trab antreten und lenkte sie auf die linke Hand. Im Trab vollführte er gleich zu Beginn die Lektion des Viereck verkleinern und vergrößern und bewieß somit, dass seine Stute von Anfang an mit aller Eleganz dabei war, die sie bieten konnte. Nachdem er durch die Länge der Bahn gewechselt war, parierte er zum Schritt durch und ritt eine Schlangenlinie mit vier Bögen, mit welcher er gleich die Hand wechselte und auch nochmal Shyva andere Seit zur genüge präsentierte. Als die Musik anschwoll, gab er ihr die Galopphilfen und ließ sie, zu erst auf der ganzen Bahn, dann auf dem Zirkel, galoppieren. Auch mit Shyva vollführte er einen einfachen Galoppwechsel, um auf die andere Zirkelseite zu gelangen. Der Wechsel saß perfekt und wurde mit viel Genauigkeit durchgeführt. Noch im Galopp verließ Nico den Zirkel und galoppierte im Mittelgalopp passend zur Musik eine Runde ganze Bahn, bevor er durchparierte und auf der Mittellinie bei X stehen blieb. Nach einem kurzen Durchatmen verabschiedete er die Richter und verließ mit Shari zufrieden mit sich und seiner Stute, die Halle.
    Draußen wartete Charly, welche ihm seine Stute abnahm und dieser eine Decke über den Rücken warf. Sie flüsterte ihm grinsend etwas zu, während er ihr nur als Antwort kindlich die Zunge entgegenstreckte.
    2143 Zeichen | zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung von Waldvoegelchen | Halfter von AlfurElfe
     
  4. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Meine Teilnahme mit Rockabella

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    Steckbrief

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    Rufname: //
    geboren: Februar 1999

    von: unbekannt – Hannoveraner
    aus: unbekannt – Hannoveraner

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    Rasse: Württemberger
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Dunkelbrauner
    Stockmaß: 173 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: sweetvelvetrose
    Vorkaufsrecht: //

    Beschreibung
    Rockabella gehört zu der Sorte Pferd, die in ihrer Jugend eher weniger arbeiten mussten und jahrelang auf der Koppel in Ruhe verbleiben konnten. Jahre später wird nun die Arbeit wieder aufgenommen, was bei dieser arbeitswilligen Stute viel Freude bereitet. Sie versteht neue Lektionen schnell und lässt sich problemlos vom Reiter formen, wodurch sie schnell Fortschritte in der Dressur macht und bereits nach kurzer Zeit wieder in Topform war.

    Charakterlich ist sie eher ruhig, drängt sich nicht in den Vordergrund und bleibt eher unscheinbar dem Menschen gegenüber. In der Herde verhält sie sich einwandfrei, auch wenn sie eher das Schlusslicht in der Rangordnung bildet. Dadurch dass sie Stress aus dem Weg geht, bleibt sie bei Rangeleien außen vor.


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    Erfolge
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    Gewinner [SW 461] Deutsche Warmblüter


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    2. Platz 250. Dressurturnier

    1. Platz 398. Dressurturnier
    1. Platz 420. Dressurturnier
    3. Platz 421. Dressurturnier
    3. Platz 426. Dressurturnier
    2. Platz 429. Dressurturnier
    1. Platz 430. Dressurturnier
    2. Platz 431. Dressurturnier
    3. Platz 402. Westernturnier

    Springen A – Dressur M – Western L (Working Equitation)

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    Tierarzt - 15. Juni 2017
    Trotz meiner knapp bemessenen Zeit ging es heute für mich aufs Gut Sanssouci, denn der Termin bei Elena Redling stand schon seit längerem fest. Aber statt von der eigentlichen Gestütsbesitzerin, wurde ich von zwei wild herumtollenden Welpen begrüßt, die mich und meine Doktortasche höchst interessant fanden. Doch eine Ermahnung ihrer Besitzerin reichte und die beiden verzogen sich in Richtung Stall, so dass ich Elena in Ruhe begrüßen konnte.
    Gemeinsam gingen wir in den Stall, denn wir hatten einiges vor. Vier Pferde standen auf unserer Liste und wir wollten im Verlauf des Tages ja auch noch fertig werden. Wir begannen mit dem wichtigsten Kandidaten: Flavor Of The Weak. Der hübsche Schimmel sollte demnächst auf einer Körung vorgestellt werden und dementsprechend war sein Gesundheitszustand von hoher Priorität.
    Zu Beginn führte Elena mir ihren Hengst im Schritt und Trab auf dem Hof vor. So konnte ich mir die Bewegungsabläufe des Pferdes genauer anschauen und eventuelle Lahmheiten oder Ähnliches entdecken. Doch bei Weak war alles in bester Ordnung und auch die Beugeprobe bestand er ohne Probleme. So kehrten wir zum Putzplatz zurück, wo ich in aller Ruhe einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf, um zu schauen, ob alles so war, wie es sich gehörte.
    Dann wurde Weak an der Brust abgehört, um die Werte von Puls und Herz kontrollieren zu können. Abschließend wurde die Körpertemperatur gemessen und nachdem alles bestens war, konnte Weak geimpft werden. Dabei hielt ich mich an seinen Impfpass, so dass er nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden musste.
    Die Wurmkur übernahm die Besitzerin selbst und diese war auch sehr regelmäßig vorhanden, so dass alle Pferde gut geschützt waren. Weak war dann für seinen Teil fertig und durfte zurück in die Box. Doch ein paar Minuten später stand bereits das nächste Pferd vor mir: Dark Rubin. Eine junge und aufgeweckte Fuchsstute, die beim Vorführen bereits ihre schönen Gänge zeigte.
    Auch sie tastete und hörte ich ab, kontrollierte, ob alles so war wie es sein sollte und dann musste auch Dark Rubin für eine Impfung stillhalten, ehe sie direkt fertig war. Die nächste Stute, Rockabella, war ebenso brav und gut erzogen, wie ihre Vorgänger. Es kam sicherlich auch sehr selten vor, dass ein Pferd auf Sanssouci mit Unarten daher kam und mir meinem Job schwer machen würde.
    Rockabella ließ sich einwandfrei vorführen, abtasten und abhören. Auch bei der Impfung zuckte sie kaum zurück und somit waren wir hier wirklich mehr als schnell fertig und konnten zum letzten Pferd übergehen. Bei Dark Chocolate handelte es sich um eine Halbschwester zu Dark Rubin, was bereits der Name verriet. Auch sie war mit tollem Gangwerk und einem schönen Exterieur gesegnet und konnte ebenso mit Benehmen punkten.
    Zwar vertraute sie weder dem Stethoskop noch der Spritze in meiner Hand so recht (und wohl auch berechtigt), ließ sich aber von ihrer Besitzerin schnell beruhigen und stand brav still, während ich an ihr herumhantierte. So war auch das vierte Pferd schnell erledigt und durfte zurück in seine Box. "Tolle Pferde!", meinte ich lobend zu Elena, denn ihre Zucht bewunderte ich seit langem. Umso schöner war es, wenn dann eben bereits die dritte Generation einer Linie immer noch in meiner Obhut stand. Dennoch musste ich mich vom Gestüt losreißen und den Heimweg antreten, denn zu Hause wartete noch allerhand eigene Arbeit auf mich.

    Hufschmied -

    Training - 5 Berichte
    Dressur A-L, von Ofagwa
    .. langsam wurde die braune Stute etwas lockerer und schwang besser im Rücken mit. Im Schritt versuchte ich die ruhige Stute in der Lektion Schulterherein mehr zu fördern. Bella machte super mit und strengte sich sehr an, ehe ich sie wieder gerade laufen ließ. "Suuuper", erwiederte ich und lies die Stute weiter voran gehen. Bella gnatschte etwas mit dem Gebiss und sträubte sich leicht vor dem Trab, ein bisschen mehr Druck mit den Schenkeln und schon trabten wir über den Platz. "Voran", mahnte ich die relativ faule Stute an, die sofort reagierte und die hinteren Beine besser mitnahm. Nachdem sie endlich warm war konnte ich mit der Galopparbeit beginnen, zunächst ging es auf der rechten Hand auf den mittelzirkel welchen ich langsam kleiner werden ließ. Bella würde langsam müde denn diese Übung war nicht gerade einfach. Ich wechselte über einen fliegenden Wechsel "klasse", lobte ich und vollführte die Zirkelübung auf der anderen Hand erneut. Nachdem sie auch auf dieser Hand alles gegeben hatte, trabte ich sie habe Bahn, K versuchte ich die Stute in die Travers zu treiben. Zunächst konnte sie die Übung aus dem Schritt mit dieser identischen Übung, die allerdings im Trab gefordert wurde nicht kompensieren, doch beim zweiten Versuch klappten schon 6 von 10 Schritten tadellos. Ich wiederholte diese Übung auf beiden Händen einige Male und auch nur ein paar Schritte. Bella war sichtlich erschöpft und so lies ich ihr den wohlverdienten Feierabend.

    Dressur L-M, von Samanta
    Wieder einmal verschlug es mich nach Kanada. "Vielleicht sollte ich meinen Hof dorthin verlegen, wenn es mich immer wieder dort hin zieht", sagte ich scherzend zu Jonathan, der lachte und sagte:"Dafür liebst du England doch viel zu sehr."
    "Richtig. Trotzdem muss ich heute wieder los." Ich hatte vor zwei Wochen mit Elena telefoniert und wir hatten ausgemacht, dass ich morgen bei ihr aufschlagen würde. Ich flog früh los, um möglichst früh auf Gut Sanssouci anzukommen. Trotzdem würde es bereits früher Abend sein, bis ich wirklich endlich da war. 15 Stunden Flug und noch einmal eineinhalb Stunden Autofahrt lagen vor mir. Zum Glück hatte ich mich mittlerweile daran gewöhnt und konnte sogar in den recht engen Flugzeugsitzen ohne Probleme schlafen. 17 Stunden später war ich endlich da und obwohl die Reise lang gewesen war, war ich gut erholt und bereit, Rockabella kennen zu lernen. Ich würde die Stute bis zur M-Dressur trainieren. "Da bist du ja." Lachend kam Elena auf mich zu und umarmte mich überschwänglich zur Begrüßung. "Freut mich, dass es so schnell geklappt hat. Ich hatte schon Angst, dass du völlig ausgebucht bist." Ich lachte und sagte:"Für so eine gute Kundin finde ich immer Zeit. Keine Sorge." Nachdem ich meine Sachen ins Gästezimmer getragen hatte, wollte ich mich gleich mit Rockabella bekannt machen und fand mich einer hübschen Württemberger Stute gegenüber. "Na, du Süße. Wie gehts?" Sanft kraulte ich der Stute den Kopf und schmunzelte, als sie sich das nur allzu gerne gefallen ließ, bevor sie mich einmal halbherzig nach Leckerlis absuchte. Ich lachte. "Ich hab gerade leider nichts, aber du bekommst bestimmt im Lauf des Trainings noch das ein oder andere Leckerli, meine Süße." Nachdem ich mich mit ihr bekannt gemacht hatte, ließ ich mir von Elena Sattel und Trense zeigen und begann dann die Stute zu putzen. Das schien ihr zu gefallen. Sie war alles in allem sehr entspannt und ließ sich brav von mir aufsatteln und trensen. Wir gingen hinüber in die Halle und ich gurtete nach. Da sie auch weiterhin einen entspannten Eindruck machte, stieg ich direkt auf und ritt im Schritt an. Die Stute war fleißig, aber sehr ruhig und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Auch meine Hilfen nahm sie willig an. "Sie ist wirklich total weich", sagte ich zu Elena. "Angenehm mal wieder ein Pferd zu reiten, das so enspannt und willig ist." Elena lachte und sagte:"Kann mir schon vorstellen, dass man da ganz schöne Böcke vorgesetzt bekommt in deinem Beruf."
    "Das ist noch untertrieben." Ich lachte und trabte die Stute schließlich an. Sie lief ganz entspannt und offenbarte ihre federnden und sehr weichen Gänge. "Hammer Gangwerk." Elena lächelte stolz und sagte:"Ja, darauf kann sie richtig stolz sein." Nachdem ich sie auch noch auf beiden Händen galoppiert hatte, beendete ich das Training für heute. Morgen würde ich dann richtig einsteigen. "Ich will nicht zu viel versprechen, aber ich glaube, dass ich Rockabella innerhalb von fünf Wochen auf M-Niveau trainiert haben werde. Vielleicht auch sechs Wochen, je nachdem, wie einfach sie sich mit dem Übungen tut. Natürlich kannst du gerne einschreiten, wenn es dir zu schnell geht und die mich lieber noch ein paar Wochen länger da hättest. Am Preis wird sich nichts ändern." Elena lächelte und sagte:"Das werden wir dann einfach sehen." Nachdem wir gemeinsam zusammen zu Abend gegessen hatten, stellte ich noch auf dem Zimmer meinen Trainingsplan zusammen, der natürlich variabel war, bevor ich schließlich ins Bett ging. Am nächsten Tag begann ich dann mit dem Training. Wir würden zunächst an den Verstärkungen in den Gangarten arbeiten und gleichzeitig am Schulterherein, um Abwechslung ins Training zu bringen. Um die Verstärkung wirklich zu erarbeiten, arbeitete ich in den nächsten Tagen vermehrt daran, seine Schritte, Tritte und Sprünge zu verlängern und wieder zu verkürzen, damit sich die Stute langsam an die Verstärkung gewöhnen konnte. Nach und nach begann ich die Stute durch halbe Paraden und treibende Schenkelhilfen aufmerksam und setzte sie unter Spannung, um diese Spannung letztendlich in die Verstärkung umzuwandeln. Es dauerte erstaunlicherweise gar nicht lange, dass sie die Verstärkungen verstand. Natürlich würde Elena auch weiterhin daran arbeiten müssen, aber nach drei Wochen war Rockabella bereits so sicher in den Verstärkungen, dass ich mir keine Sorgen machte, dass Elena es gut mit ihr vertiefen würde können. Auch das Schenkelweichen hatte die Stute schnell verstanden und ich war wirklich erstaunt über ihre schnelle Auffassungsgabe und ihr enormes Talent in der Dressur. "Wahnsinn. Sie macht sich echt gut." Elena stand lächelnd an der Bande. "Ja, sie lernt schnell. Wir werden ab morgen am fliegenden Wechsel arbeiten." Das taten wir dann auch. Immer wieder unterbrach ich die Trainingseinheiten mit Ausritten und Spaziergängen oder Pausentagen, damit Rockabella konzentriert blieb. Zunächst arbeitete ich an den einfachen Wechseln, die sitzen mussten, bevor man einen fliegenden Wechsel richtig reiten konnte und sie saßen perfekt, sodass ich mich an die Erarbeitung des fliegenden Wechsels machte. Hierbei hatte ich mich während meiner Zeit als Trainerin schließlich für die Variante entschieden, den fliegenden Wechsel anhand einer Schlangenlinie zu erarbeiten, da es dem Pferd anschließend leichter fiel, den Wechsel auch auf gerader Linie auszuführen. So gab ich die Hilfen zum fliegenden Wechsel auf Höhe von E und B. Natürlich gelang es nicht von Anfang an und ich nahm die Übungen auch nicht in jeder Trainingseinheit mit hinzu, um die Wechsel langsam zu erarbeiten und Rockabella die Möglichkeit zu geben, sich den Wechseln anzunähern. Während ich an den Wechseln arbeitete, erarbeite ich außerdem noch das Halten aus dem Galopp, sowie Traversale und Travers. Nach sechs Wochen konnte ich das Training für beendet erklären. Rockabella hatte nun alle Voraussetzungen, die sie für eine M-Dressur brauchte und auch Elena kam mit den neu erlernten Lektionen recht schnell klar. "Arbeite immer wieder an den Lektionen, aber bring auch Abwechslung ins Training, damit sie nicht zu einseitig im Training wird. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, dann kannst du mich natürlich jederzeit anrufen." Mein Flug ging erst morgen, sodass wir uns noch eine ganze Weile unterhalten konnten, bevor ich ins Bett ging. Früh am nächsten Morgen machte ich mich wieder auf den Heimweg. "Bis zum nächsten Mal",sagte ich und umarmte Elena herzlich. "Ich freu mich schon dich wiederzusehen. Es war wieder einmal total schön." Lächelnd winkte ich, bevor ich mich in mein Auto setzte und Richtung Flughafen aufmachte. Bald schon würde ich wieder zu Hause sein.

    Springen E-A, von Elii
    Rockabella gehörte momentan zu den Pferden, die mir am meisten Spaß machten. Während wir in der Dressur immer größere Forstschritte machten und uns momentan in Richtung S bewegten, wollte ich nun ihr Springtalent weiter fördern.
    Sie beherrschte schon einige Zeit die geforderte Höhe für ein Springen der Klasse A, jedoch hatten wir uns bis jetzt keinen gesamten Parcours getraut. Vor kurzer Zeit konnte ich auch ihren Springsattel fertig stellen, bei welchem ich vor unserem Training noch einmal Feinjustierungen machte. Nachdem alles passte, machte ich mich zur gewohnten Runde ins Gelände auf. Da das Springen nur einen Ausgleich in Rockabellas Trainingsalltag sein sollte, bekam sie keinen Maßsattel, sondern musste mit einem von der Stange vorliebnehmen. Das tat dem ganzen aber keinen Abbruch, schließlich war auch dieser Sattel einer der besten am Markt und passte exakt auf den Rücken der Stute.
    Uns zog es auf den Springplatz, wo bereits ein Parcours aufgebaut war. Die Höhe der Hindernisse variierte zwischen 0,90-1,00 m, während die Weite zwischen 0,85-1,15 m lag. Zwei zweifache Kombinationen waren ebenfalls integriert und wir hatten eine Gesamtanzahl von neun Hindernisse. Dies waren zwei mehr als bei Turnieren üblich, jedoch nutzte ich die zwei Sprünge extra als Einstieg. Sie waren niedriger gestellte Kreuze, welche den Pferden besonders leichtfielen und meist ohne Probleme gesprungen wurden.
    Ich startete zuerst mit dem Aufwärmen im Trab und Galopp, wobei ich besonders im Galopp darauf bedacht war, die Stute frisch vorwärts zu schicken, ohne dass sie ins Rennen kam. Durch ihre Ausbildung in der Dressur war dies für sie ein Leichtes, schließlich kannte sie den Mittelgalopp. Ich spielte etwas mit dem Tempo im Galopp, bevor ich sie zum Schritt durchparierte und ihr eine Pause gönnte. Rockabella schnaubte viel ab und schüttelte hin und wieder die Fliegen ab, die sich bei dem sonnigen Wetter auf ihren Körper setzten. Nach jeweils einer Runde auf jeder Hand nahm ich die Zügel erneut auf, galoppierte an und steuerte auf meine Einstiegs-Hindernisse zu. Beim ersten Kreuz übersprang sich Rockabella noch deutlich, weshalb ich sie beim zweiten mehr zurücknahm. Dadurch wurde sie langsamer, setzte sich noch mehr auf die Hinterhand und ließ sich besser an das Hindernis heran reiten. Schon jetzt sprang sie deutlich besser ab und nach zwei Wiederholungen hatte sie es drauf. Für die erste Einheit würde ich nur ein paar der Sprünge aus dem Parcours bewältigen. Die Kombination blieb bis auf weiteres unbeachtet und würde erst im späteren Verlauf eingebunden werden.
    Auch wenn Rockabella mehr Dressur-, als Springpferd war, machte sie ihren Job gut und sprang souverän. Ich lobte sie ausgiebig und wollte nun das Training mit einer Geländerunde abschließen. Als ich das Tor öffnete kam mir gerade Nate entgegen, welche mit Dark Rubin das gleiche Ziel hatte. Die Dunkelfuchsstute hatte das Springen im Blut und wurde schon beim Aufwärmen heiß auf die Hindernisse. In diesem Punkt blieb sie der Dark-Linie treu und arbeitete genauso wie ihre Verwandten. Mit großer Ruhe und gleichzeitigem Feuer nahm sie jedes Hindernis mit äußerster Genauigkeit. Auch wenn sie bis jetzt nur in der Dressur gefördert wurde, ging sie schon in der ersten Einheit um einiges besser als Rockabella. Sie würde wahrscheinlich in der Hälfte der Zeit mit dem Training durch sein und schon in höhere Gefilde aufsteigen können.

    Beide Stuten hatten die nächste Zeit einen durchgetakteten Trainingsplan. Da beide momentan auf Dressurturnieren den Schleifen nachjagten, konnten wir das Springtraining nicht zur Hauptattraktion machen, jedoch war es als Abwechslung gern gesehen.
    Schon bald konnten wir problemlos den gesamten Parcours auf A Höhe durchqueren, Rubina war wie gedacht deutlich schneller und arbeitete schon an der nächsten Klasse. Wie weit man sie diesen Sommer treiben konnte, würde sich noch zeigen. Dadurch dass ihr das Springen im Blut liegt, würde es ihr sehr leicht fallen, nur müsste Nate genügend Zeit für das Training finden.

    Western E-A, von Elii
    Ich fühlte mich noch immer etwas verloren in dieser Disziplin, doch ich hatte Blut geleckt. Rockabella hatte meine Leidenschaft für die Working Equitation geweckt. Dass man in den Prüfungen dieser Disziplin wenig Trab ritt, traf sich ganz gut, denn es war nicht die stärkste Gangart der Stute. Heute widmeten wir uns den Stiltrail, welcher in Schritt und Trab geritten wurde. Dabei werden verschiedene Hindernisse bewältit, die der Feldarbeit der Hirten nachempfunden sind.
    Eins musste man dieser Disziplin lassen: die Sättel waren noch viel bequemer als normale Dressursättel. Ich hatte extra ein englisch angehauchtes Modell gewählt, da ich mich in den iberischen Sätteln nicht so wohl fühlte, doch trotzdem erkannte man sofort, in welcher Richtung wir arbeiteten. Das minimale Outfit hatte mich einiges an Überwindung gekostet, doch langsam aber sicher gewöhnte ich mich daran. Nur die glitzersteinlose Trense bereitete mir Bauchschmerzen. „Ich finde es immer noch komisch...“, murmelte Nate, als ich mit Rockabella auf den Platz ritt. Ich verdrehte die Augen und ritt konzentriert weiter. Im Gelände hatte ich sie bereits ausgiebig warmgeritten, auch den Trab und Galopp hatte ich bereits aufgenommen, sodass ich gleich mit der Arbeit beginnen konnte.
    Ich ritt noch einige Galopp-Schritt Übergänge, um die Stute auf die anstehende Aufgabe einzustimmen und begann dann mit den Hindernissen. Zwischen den Hindernissen musste immer im Galopp geritten werden, der Trab durfte in diesem Prüfungsteil nicht gezeigt werden. Es war nicht immer einfach das Pferd so an den Hilfen zu haben, dass die Übergänge problemlos waren, Rockabellas Dressurbildung half uns dabei sehr.
    Heute wollte ich an den Hindernissen arbeiten, die im Schritt geritten wurden. Auch, weil noch nicht alles was ich für einen Speedtrail brauchte, angekommen war. Im gesetzten Galopp ritt ich zum Stangen-L und parierte direkt davor zum Halten durch. Ich schob Rockabellas Hinterhand herum, sodass sie seitlich zu der Stange stand und ließ sie dann seitwärtstreten. Dabei musste ich aufpassen, dass die Rockabella gleichmäßig lief, schließlich sollte die Stange mittig unter uns bleiben. Abwechselnd musste ich mehr mit der Vorhand oder mehr mit der Hinterhand arbeiten, doch Rockabella stellte sich gut an. Anschließend stellte ich die Stute wieder gerade, galoppierte an und ritt zur Brücke. Auch hier parierte ich wieder im Schritt durch und überschritt sie dann. Die Stute hielt kurz inne, als das Holz unter ihr hallte, ging dann aber weiter, als ich sie erneut aufforderte. Mit einem großen Satz verließ sie die Brücke, was wir im weiteren Training auf jeden Fall ändern mussten.
    Natürlich folgte trotzdem ein Lob, denn bis jetzt hatte sie die Brücke nur ohne Reiter überschritten. Erneut galoppierte ich an und ritt auf das aus Cavalettis gebaute L zu. Kurz davor nahm ich sie zurück, damit wir so langsam wie möglich um die Kurve kamen. Am Ende parierte ich zum Halten durch, ließ die Stute kurz verschnaufen und richtete sie anschließend rückwärts. Auch hier musste aufgepasst werden, dass ich die Stangen nicht berührte und ein fleißiges Tempo beibehalten wurde. Das Rückwärts gehörte zu Rockabellas Lieblingsaufgaben, sodass diese Aufgabe kein Problem war. Mit einer Hinterhandwendung drehte ich die Stute und galoppierte wieder an.
    Ein weiteres Mal wollte ich die Hindernisse durchgehen, bevor ich das Training beendete. Zwar hatten wir einzelne Teile bereits ins alltägliche Training aufgenommen, doch es war etwas Anderes, wenn alles hintereinander geritten wurde. Pferd und Reiter wurde viel Konzentration abverlangt, da sonst schnell Fehler passierten.
    Die nächsten Tage verfolgte ich ungeduldig die Sendungsverfolgung der Spedition und als endlich der Laster kam, versklavte ich die gesamte Nachbarschaft um mir beim Aufbau zu helfen.
    Am Tag darauf bereitete ich Rockabella vor und begutachtete dann unseren Parcours. Wieder stand der Wechsel von Schritt und Trab an, jedoch würden die Hindernisse dieses Mal auch im Galopp geritten werden. So begann ich mit der leichtesten Übung, dem Springen über ein Cavaletti. Rockabella, die bereits A Parocurs sprang, nahm das Cavaletti problemlos und ließ sich so gleich auf die Tonnen zusteuern. Wie im Barrel Race mussten diese umrundet werden. Hierbei fiel Rockabella öfter aus in den Schritt, weshalb die Tonnen uns noch einige Zeit begleiten würden. Es würde länger dauern, bevor wir perfekt durchkamen.
    Weiter ging es zu einem Slalom aus senkrecht aufgestellten Stangen, wieder das gleiche Spiel wie bei den Tonnen, doch dieses Mal war es eher ein Webmuster. Wir ritten immer von rechts nach links von Stange zu Stange und gerade in den Wendungen fiel es der Stute schwer, die Gangart zu halten. Am Ende des Trainings stand das Tor, dieses sollte geöffnet und wieder geschlossen werden. Das Pferd musste auch hier wieder genau auf den Reiter hören und sehr fein am Bein sein, damit es gelingen konnte.
    Kurz vor dem Tor parierte ich zum Halten durch, lehnte mich zum Griff vor und schob ihn nach oben. Rockabella, die ich dafür seitlich gestellt hatte, wurde nun wieder geradegestellt, damit wir hindurch reiten konnten. Auf der anderen Seite vellführte ich eine Vorhandwendung und schloss das Tor erneut, als die Stute seitlich stand. Auch danach galoppierte ich wieder an, damit Rockabella auch im Training schon wusste, was in den Turnieren auf sie zukommen würde. Nach einer Runde auf dem Zirkel beendete ich das Training und ließ die Stute eine Runde im Schritt gehen, bevor ich eine Runde im Gelände drehte.
    Es zogen mehrere Wochen ins Land, bevor wir den Stiltrail so beherrschten, dass wir Turniere nennen konnten. Rockabella fiel zwar immer noch manchmal in den Wendungen bei den Tonnen oder den Stangen aus, doch je öfter wir es ritten, desto besser wurde es.

    Western A-L, von Elii
    Seufzend saß ich am Rand des Reitplatzes und stütze meinen Kopf in meine Hände. „Was hast du jetzt schon wieder zu beanstanden?!“, rief mir Nate entgegen. „Ach, es ist nur... Das Tor stand vorher besser...“ Kaum hatte ich die Worte ausgesprochen, warf mir Nate den Todesblick zu und marschierte auf mich zu. Ich sprang sofort auf und machte mich drauf und dran über den Zaun zu klettern. Nur blöd, dass er mich im letzten Moment wieder herunterzog und mich am Arm packte. „Du... Boah! Nach einem Kaffee mach ichs.“, stakste er, ließ dann meinen Arm los und stiefelte ins Haus. Sein Gang sah immer noch wütend aus. Da mich jetzt doch das schlechtes Gewissen packte, zerrte ich selbst solange am Tor, bis es an meiner gewünschten Position stand. Mehr oder weniger. Auch das Cavaletti baute ich auf und den Stier für das Ringstechen stellte ich ebenfalls auf. Dass er mich dabei fast unter sich begraben hätte, wenn ich nicht im letzten Moment davongesprungen war, würde ich aber keinem erzählen.
    Ein deutlich entspannter wirkender Nate kam wieder zurück zum Platz und sah mich dann fassungslos an. „Ich hab dir doch schon hundert Mal gesagt, dass du das Ding nicht allein schleppen sollst!“ Wild gestikulierend sah er immer wieder zwischen mir und dem Stier hin und her. Dass mir mein Handgelenk weh tat, nachdem ich den Stier von mir wegdrücken wollte, verschwieg ich jetzt lieber und hielt die Hände hinter meinen Rücken. „Geh du Rockabella fertigmachen, ich kümmer mich um den Rest“, sagte er seufzend und machte sich dann weiter an den Aufbau des Trails. Ich nickte grinsend und hüpfte zum Stall. Colin hatte Rockabella bereits von der Koppel geholt und in die Box gestellt, wo sie jetzt auf mich wartete. Schnell bürstete ich über das ohnehin saubere Fell und holte dann das Zubehör aus dem Schrank. Auch wenn ich das klassisch englische Zubehör das ein oder andere Mal auf der Stute vermisste, so gewöhnte ich mich von Mal zu Mal mehr daran. Meinen Glitzer vermisste ich trotzdem, die Borte an der Schabracke reichte einfach nicht.
    Seufzend sattelte ich auf und bemerkte dann wie mich irgendwas beobachtete. Als ich mich umdrehte, sah ich in die schwarzen Knopfaugen von Ayumi. Sie trabte fiepend auf mich zu, den Kopf schon gesenkt und warf sich schließlich vor meine Füße. Ich kuschelte sie einmal kurz durch und schickte sie dann auf ihren Platz. Von Yuki war nichts zu sehen, doch ich hoffte einfach, dass sie sich benahm. Ayumi kuschelte sich in ihr Körbchen und beobachtete mich weiter, schließlich würde sie mitkommen wollen, wenn ich zum Platz ging.
    Als Rockabella fertig war hüpfte sie auf und trabte uns hinterher. Bei der Runde um den Hof rannte Ayumi begeistert vor und zurück, zischte unter den Zäunen hindurch und kam wieder zu uns. Rockabella ließ sich von der Hündin nicht verunsichern und lief konstant weiter. Zurück auf dem Hof kam uns auch schon Yuki entgegengesprungen. Nates Gesichtsausdruck zu Folge hatte sie ihn genervt, doch der Trail war aufgebaut.
    Beim Speed Trail ging es darum, den Parcours auch bei hohem Tempo ohne Fehler zu bestreiten. Wendigkeit und Geschwindigkeit waren die ausschlaggebenden Eigenschaften für diese Disziplin. Rockabella hatte die letzten Wochen vor allem im Gelände die Kondition im Galopp geübt, denn diese war zwingend notwenig. Unser Parcours bestand aus einem Cavaletti, zwei erhöhten Stangen die seitwärts überquert werden mussten, einer Brücke und Tonnen die zu umrunden waren. Nicht zu vergessen der Stier, der mich heute nicht das erste Mal fast auf dem Gewissen hatte.
    Aufgewärmt wurde Rockabella ganz normal, in der Arbeitsphase nahm ich noch Galopp-Schritt und Galopp-Halt Übergänge dazu, da diese für den Speedtrail wichtig waren. Rockabellas Dressurausbildung machte das sehr einfach und gerade auf Kandare verstand sie die kleinsten Hilfen. Die Hindernisse kannte die Stute bereits, schließlich waren wir schon seit längerer Zeit a Speedtrail und noch länger am normalen Trail dann. Bald würden wir auch die Rinderarbeit dazu nehmen, dafür mussten nur noch ein paar Rinder gefunden werden.
    Auch mit mehr Tempo kam Rockabella problemlos um und über die Hindernisse. Manche mussten mehrmals angeritten werden, andere funktionierten sogar schon beim ersten Mal. Die nächsten Tage nutzen wir den aufgebauten Parcours, um zu üben, denn allzu lange konnte er nicht bleiben. Working Equitation war nur eine Nebensache hier und sollte es auch bleiben, der Platz musste für die Dressur frei bleiben. Für ein paar Tage pro Monat war es allerdings in Ordnung diesen zu blockieren.
    Nach unseren anstrengenden Trainingseinheiten hatte die Stute die einzelnen Bereiche verinnerlicht und wusste schon von selbst, wie sie am besten an die Dinge heranging. Ob sie das auch auf Turnieren konnte, würde sich noch zeigen.


    Der Sommer war stressig, denn auch Rockabella wurde bei einer Körung vorgestellt. Die Württemberger Stute stand völlig entspannt vor dem Hallentor und wartete auf ihren Auftritt. Standardgemäß trug die die weiße Schabracke mit Stalllogo, ordentlich eingeflochten war sie auch. Schließlich wurde wir aufgerufen und es ging los.
    Im Trab ritt ich meine Stute in die Halle, hielt beim Bahnpunkt X und grüßte die Richter. Ich verharrte kurz, trabte dann wieder an und ging auf die rechte Hand. Nach einer Runde parierte ich zum Schritt durch und zeigte diesen ebenfalls eine Runde. Gewohnt problemlos galoppierte ich die Stute dann an und legte an der langen Seite etwas zu. Mit einem fliegenden Wechsel wechselte ich die Hand und ritt dort eine weitere Runde im Galopp. Leichtfüßig parierte ich zum Trab durch. Noch eine letzte Runde im Schritt und dann waren wir schon so gut wie fertig. Wieder ritt ich über die Länge der Bahn zum Punkt X und parierte Rpckabella anschließend zum Halten durch. Ein weiterer Gruß an die Richter und schließlich das aus der Halle reiten am langen Zügel.
    Zum Freispringen musste Rockabella nicht, sie wurde sowieso als reines Dressurpferd gehandelt, auch wenn sie einen Parcours bestreiten konnte.

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    Zuletzt bearbeitet: 17 Juli 2017
    Veija und Rhapsody gefällt das.

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