[SK 453] Stuten mit dunklen Augen

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Canyon, 23 Mai 2017.

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Welche Stute soll gewinnen?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 10 Aug. 2017
  1. Ceredwen

    28,6%
  2. Shyvana

    14,3%
  3. Rockabella

    14,3%
  4. Sawanna

    21,4%
  5. Dark Rubin

    7,1%
  6. Dark Chocolate

    7,1%
  7. Zairina

    7,1%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    [SK 453] Stuten mit dunklen Augen
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen, welche dunkle (dazu zählen Braun und dunklere Abstufungen) Augenfarben haben! Bei Unsicherheiten wendet euch bitte an mich. (Keine Hengste, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einer Stute teilnehmen.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.!
    - 5 Joellen an mich (Canyon) mit dem Grund: SK 453
    - Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt
    - Teilnahmeschluss bleibt vorerst offen und wird mind. 1 Tag vorher angekündigt
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil[
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte je Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    verlinkter Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes

    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
     
  2. Gwen

    Gwen Jolly Tickled Pink!

    Gwendolyn Campbell mit
    Ceredwen

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    Rufname: Gwen, Ceri
    Geburtsjahr: 2011

    Von: Cadoc

    von: unbekannt -- aus der: unbekannt

    Aus der: Perfect Sweetness

    von: Soleil Levant -- aus der: Perfect Image

    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Fuchsschecke
    Stockmaß: 176cm

    Beschreibung:
    Ceredwen vereint von ihren Eltern deren gesamtes Temperament in sich. Sie zeigt sich im Herdenverband zwar rücksichtsvoll gegenüber den älteren Tieren, ist aber für ihr Alter mutig genug, ihre Welt auch ohne geborgenen Rückhalt zu erkunden. Die Ferne macht ihr nichts, auch wenn sie nicht immer gerne alleine ist. Am wohlsten fühlt sie sich deshalb in Sichtkontakt mit den Anderen, während sie für sich selbst durch die Welt stolpert.
    In der Ausbildung zeigte sie sich bis jetzt als sehr gelehrig, wenn auch mancher Aufgaben etwas überdrüssig. Bei richtiger, geduldiger Hand kann Gwen zu einer begabten und gehfreudigen Tunierstute werden.

    Ersteller: Muemmi
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Muemmi


    Dressur L - Springen S*

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    [7 Schleifen]
    3. Platz 396. Dressurturnier
    2. Platz 400. Springturnier
    2. Platz 180. Synchronspringen
    1. Platz 181. Synchronspringen
    1. Platz 183. Synchronspringen
    2. Platz 414. Dressurturnier
    3. Platz 195. Synchronspringen

    Tierarztbesuch 01.04.2017 - Praxis Vernon
    © Jeanne
    Langsam, aber sicher war ich der felsenfesten Überzeugung, dass Ms. Vernon das Verreisen über alles liebte. Vielleicht war ich auch einfach nicht an so viele verschiedene Zeitzonen in so kurzen Abständen gewohnt und hatte irgendwie eine Barriere in meinem Kopf, die mich noch daran hindern wollte, mich diesem komplett hinzugeben. Aber wer so viele Flüge in so wenig Zeit problemlos überstand war mir irgendwie suspekt.
    Direkt nachdem wir auf Briar Cliff in Mazedonien gewesen waren, hatte Ms. Vernon frohlockend verkündet, dass es für uns wieder einmal nach Kanada ging, wo wir auch für unseren ersten Auftrag bereits gewesen waren. Als wir in Kanada aus dem Flugzeug stiegen, erkannte ich den Flughafen sofort wieder. Zunächst dachte ich, wir würden erneut zu Ms. Cranfield fahren und die Richtung, in die wir fuhren, stimmte dafür auch. Ms. Vernon aber verriet mir dann, dass wir diesmal auf einen anderen Hof mussten. Unsere heutige Auftraggeberin war Gwendolyn Campbell und war Leiterin und Besitzerin der Nahanni Rivers Ranch. „Sie ist eine direkte Nachbarin von Ms. Cranfield und führen auch gemeinsam einen Ausbildungsbetrieb“, klärte mich auf. Die Tierärztin hatte wohl meinen verwunderten Blick gesehen, denn wir folgten denselben Straßen wie beim letzten Mal.

    Die Nahanni Rivers Ranch von Ms. Campbell war im Vergleich zu den Gestüten, bei denen wir zuvor gewesen waren, doch sehr klein. Gebäudetechnisch hatte man sich hier auf ein großes Stallgebäude mit angrenzender Reithalle und einem Wohnhaus, was im Vergleich zu den anderen Höfen doch recht spärlich bebaut war. Genau deshalb gefiel es mir hier aber sofort umso besser. Es war heimisch, gemütlich und vor allem kein riesiges, befremdendes Sportpferdegestüt wie das direkt nebenan.
    Ms. Campbell war ebenfalls eine zuvorkommende, freundliche Person, die mir vom ersten Moment an sehr sympathisch war. Sie trug die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen und schien niemand zu sein, den man öfters mürrisch antreffen konnte.
    Sie führte uns nach kurzem Smalltalk direkt in den Stall, immerhin waren wir für zwei ihrer Pferde hier. Das Stallgebäude war von innen viel größer als man es von außen erwartet hätte. Eine riesige Stallgasse würde uns genügend Platz bieten, um in Ruhe zu arbeiten und durch die direkt anliegende Reithalle würde Ms. Campbell ihre Pferde auch problemlos vorführen können.
    Wir begannen mit einer Englischen Vollblutstute, die den Namen Shenandoah trug. „Shanti wird euch keine Probleme machen“, versicherte Ms. Campbell uns, als sie die bereits geputzte Stute aus der Box holte und sie in Richtung Halle führte, während wir neben ihr herliefen. Wir warteten am Halleneingang, als Ms. Campbell ihre Stute im Schritt und im Trab vorführte. Bei dem dunklen Pferd sah alles gut aus, es lief taktklar und die Bewegungen waren flüssig.
    Nachdem Ms. Campbell die Stute wieder in die Stallgasse geführt hatte, machten Ms. Vernon und ich uns an die Arbeit. Während ich Herz und Lunge abhörte und die Schläge beziehungsweise Atemzüge abhörte, kontrollierte Ms. Vernon die Augen und Ohren des Pferdes auf Kratzer, den Pupillenreflex und eventuelle Milben, die sich eingenistet haben könnten. Die Tierärztin schien zufrieden zu sein, auch ich hatte an den Werten der Stute keine Probleme entdecken können. Bei ihr war alles im grünen Bereich.
    Bevor wir Shenandoah die Impfungen und Wurmkur verabreichten, sollte Ms. Vernon sich noch einmal um die Zähne der Stute kümmern. Dazu prüfte sie zuerst die Zahnstellung, bevor sie mich um die Sedierung bat. Als ich der Tierärztin die Spritze fertigmachte, die Shenandoah verabreicht werden würde, erklärte sie Ms. Campbell, dass die Schneidezähne der Stute etwas zu lang geworden waren und diese in gewissen Abständen sowieso gekürzt werden mussten. Der Zeitpunkt war für das bunte Vollblut jetzt gekommen.
    Mit einem Maulgatter sperrten wir Shenandoah das Maul auf, sodass Ms. Vernon in Ruhe arbeiten konnte. Nachdem die Sedierung wirksam war, setzte Ms. Vernon die Raspel an und kürzte die Schneidezähne der Stute minimal. Waren die Schneidezähne zu lang, konnte es vorkommen, dass die Kauflächen nicht mehr komplett geschlossen wurden. Besonders bei älteren Pferden bestand dann das Risiko, dass eine Lücke zwischen Zahnfleisch und Zahn entstand, in der sich später Futterreste sammeln könnten – auch, wenn Shenandoah mit ihren acht Jahren noch nicht zu den älteren gehörte.
    Ich kramte während der Zahnbehandlung schon einmal nach dem Merkblatt, welches alle Kunden mitbekamen, und hatte es gerade gefunden, als Ms. Vernon fertig war. Direkt im Anschluss an die Behandlung konnte ich also mit Ms. Campbell das Merkblatt durchgehen, beim letzten Mal hatte ich gut genug aufgepasst, sodass ich jetzt alles wiedergeben konnte, was Ms. Vernon auch angemerkt hatte.
    Nach Abschluss der Zahnbehandlung und des Erklärens bekam Shenandoah noch ihre Impfungen und die Wurmkur verabreicht, dann wurde die Achtjährige entlassen und durfte sich in ihrer Box von der Tortur erholen.

    Ceredwen war die nächste Patientin für uns. Als Ms. Campbell die Holsteinerstute aus ihrer Box führte, war ich sofort total in sie verschossen! Gwen, wie ihre Besitzerin sie nannte, war eine ausgesprochen hübsche Warmblutstute mit einer superschönen Fellfarbe. Das fuchsfarbene Fell hatte eine tolle, satte Farbe und die weiße Scheckung stand in einem schicken Kontrast dazu. Die Gänge waren sehr raumgreifend und federnd, es schien fast, als würde der Vierbeiner nahezu über den Boden schweben.
    Leider hatte ich nicht viel Zeit, um die Stute weiter anzuschmachten, denn Ms. Vernon bat mich diesmal darum, wieder die Ohren und die Augen der Stute zu kontrollieren. Ein Blick in die Ohren bestätigte mir, dass dort alles in Ordnung war. Als ich mit der Taschenlampe in beide Augen des Fuchsschecken leuchtete und den Pupillenreflex überprüfte, stellte ich fest, dass dort auch alles im grünen Bereich war. Auch etwaige Kratzer oder sonstige Augenprobleme wie eine Reizung oder einer Bindehautentzündung konnte ich nicht ausmachen.
    Ms. Vernon schien ebenfalls zufrieden mit dem Puls und der Atmung des Pferdes, was sie währenddessen abgehört hatte. Die hübsche Holsteinerstute war also rundum gesund, fehlte nur noch die Kontrolle der Zähne und die Behandlung dieser.
    Ich setzte der Stute diesmal das Maulgatter ein, damit Ms. Vernon bedenkenlos ins Maul des Scheckens greifen und darin arbeiten konnte. Hier musste nicht viel gemacht werden. Die Zähne des Vierbeiners sahen alle sehr gut erhalten aus, Fehlstellungen, Löcher oder Haken waren nicht zu sehen. Bei Ceredwen reichte also eine einfache Zahnbehandlung mit Sedierung und Nachraspeln der Zähne vollkommen aus, ehe sie der Maulsperre auch schon wieder entledigt werden durfte.
    Ms. Vernon lobte die Stute für ihr ruhiges Verhalten ausgiebig. Ms. Campbell hatte zuvor schon ein wenig erzählt, auch dass sie wohl gut und gern mal eine kleine Diva sein konnte, aber davon merkte man gerade nichts. Ceredwen ließ alles ruhig über sich ergehen und machte uns keinerlei Probleme.
    Die Spritzen gab es fix verabreicht und dem Anschein nach spürte die Stute den Einstich nur kurz. Es war ein kleines Pieksen, das aber schon wenig später wieder vorbei war. Ms. Vernon massierte die Einstichstelle eine Weile, während ich mich um das Vorbereiten und Verabreichen der Wurmkur ins Maul der Scheckstute kümmerte. Zur Belohnung gab es noch ein kleines Stückchen Karotte, damit sie den ekligen Geschmack der Paste schnell loswurde. Danach ging es auch für sie wieder zurück in die Box. Ich spürte mein kleines Herz in tausend Stücke zerbrechen, als ich sie verlassen musste. Am liebsten hätte ich Ceredwen eingesteckt und mitgenommen.

    Ms. Vernon erklärte Ms. Campbell noch einmal im Groben das, was sie aufgrund der Sedierung in den nächsten Tagen zu beachten hatte, bevor wir uns daran machten, das Arbeitswerkzeug der Tierärztin wieder in den Mietwagen zu verfrachten. Als das geschafft war, schloss ich die Kofferraumklappe des Jeeps (in Kanada kannte man wahrscheinlich bei der endlosen Landschaft auch keine anderen Autos) und verabschiedete mich von Ms. Campbell, nachdem Ms. Vernon es auch getan hatte. Dann ging es für ins wieder Richtung Flughafen – mal sehen, wo uns unser Weg nun hinführen würde. Mir hatte Ms. Vernon nicht verraten, ob wir noch einen Auftrag zu erledigen hatten oder ob es wieder ins heimische Wales gehen würde.

    Hufschmiedbesuch 04.04.2017 – Vineyard Farrier
    © sadasha
    Es passte ganz gut, dass ich so oder so schon auf dem Kontinent war, als Gwendolyn Campbell anrief und mich bat nach Kanada zu kommen um mich um zwei ihrer Pferde zu kümmern. Nachdem ich in Georgia mit meinen Erledigungen fertig war nahm ich den nächsten Flug nach Kanada und traf schon bald samt gemietetem Schmiedemobil auf der Nahanni Rivers Ranch ein. Es war recht kühl hier und die Sonne bahnte sich nur bedingt einen Weg durch die Wolken. Sofort kam mir Miss Campbell entgegen und wir begrüßten uns freundlich. „Shenandoah ist schon fertig geputzt und wartet dort drüben.“ Ich fragte ob ich den Wagen etwas weiter vorfahren durfte, da ich zur Anpassung der Eisen den Amboss brauchen würde. Sie nickte und ich setzte den Wagen wieder in Gang um näher heranzufahren. Shenandoah beobachtete das Geschehen aufmerksam, blieb aber ruhig stehen. Als ich wieder ausstieg bat ich Miss Campbell mir die Vollblutstute einmal vorzuführen. Sie tat wie geheißen und ich beobachtete aufmerksam. Mir fielen keine Ungereimtheiten auf und so machte ich mich mit der Stute bekannt. Die wachen blauen Augen waren klar und die Ohren gespitzt. Shenandoah war ein Vorzeigevollblut. Keine Spur von Misstrauen. Ich strich ihr von der Schulter über das Bein nach unten, worauf hin sie brav den Huf hob. Mit dem Hufmesser machte ich einen Probeschnitt um die Beschaffenheit des Horns bestimmen zu können. Es war von guter Qualität und so fuhr ich unbeirrt fort. Zuerst entfernte ich das alte Horn, dann schnitt ich den Strahl frei und knipste die Hufwand zurück. Mit der Raspel feilte ich Ecken und Kanten glatt. Immer wieder prüfte ich ob alles nach Plan verlief. Dann kam das erste Eisen zum Einsatz. Ich musste es nur geringfügig anpassen. Mit ein paar gezielten Schlägen auf dem Amboss fügte sich das Eisen in die gewünschte Form und passte schließlich auf den eben ausgeschnittenen Huf. Mit ein paar Nägeln schlug ich das Aluminiumeisen mit Stahlgriffen an und ging dann zum nächsten Huf über. Da nur ein Teilbeschlag gefragt war musste dieser nicht beschlagen werden. Ich schnitt ihn aber gründlich aus. Auch der Huf danach musste nur ausgeschnitten werden. Den letzten Huf beschlug ich wieder, nachdem auch er das Prozedere des Ausschneidens hinter sich hatte. Zuletzt pinselte ich alle vier Hufe noch mit Huffett ein. Shenandoah war damit erlöst.
    Ceredwen wurde in der Zwischenzeit geputzt und ebenfalls hergebracht. Auch sie wurde mir in Schritt und Trab vorgeführt und auch bei ihr vernahm ich keine Auffälligkeiten. Die Cadoc Tochter würde heute ebenfalls einen Teilbeschlag erhalten. Wie zuvor bei Shenandoah machte ich mich zuerst mit der Stute bekannt und sah mir dann den ersten Huf an und prüfte die Hornqualität. Auch ihre Hufe waren im normalen Bereich und so schnitt ich weiter aus, schnitt den Strahl frei, knipste die Hufwand zurück und raspelte die Feinheiten heraus, bevor ich das erste Hufeisen anpasste und schließlich aufnagelte. Die nächsten zwei Hufe schnitt ich nur aus. Immer wieder kontrollierte ich meine Arbeit. Schließlich war ich so weit, dass nur noch das letzte Eisen gerichtet und aufgenagelt werden musste. Ceredwen sah sehnsüchtig in Richtung Stallungen. Sie konnte sich wohl eine bessere Beschäftigung vorstellen als hier zu stehen und zu warten. Lobend strich ihr über die Schulter, bevor ich mir den letzten Huf noch einmal hochnahm und das gerade angepasste Eisen anschlug. Wieder holte ich die Dose Huffett und pinselte alle Hufe damit ein. Als ich fertig war suchte ich noch die passenden Steckstollen für die eben angeschlagenen Eisen raus und übergab sie Miss Campbell, während wir alles Übrige besprachen.
    Miss Campbell brachte nun auch Ceredwen weg und ich räumte sämtliches Werkzeug zurück in den Wagen und fegte im Anschluss den Platz ab. Erst als alles wieder in bester Ordnung war verabschiedete ich mich und fuhr vom Hof um den Wagen zurückzubringen und anschließend ein Hotel zu suchen. Erst am nächsten Tag trat ich die Heimreise an.

    Die Kür
    "Ich bin nicht aufgeregt!", verteidigte ich mich beleidigt und ignorierte das Geplapper meiner heutigen Begleiterinnen. Wir waren heute gemeinsam auf der 453. Stutenkrönung zugegen, weil Ceredwen da heute vorgestellt wurde - von mir. Natürlich war ich etwas nervös, aber positiv nervös. Immerhin ging es ja um die Zuchtzulassung für Ceredwen, welche doch eine recht begehrte Holsteinerlinie in sich trug.
    Auch Ciaran machte ziemlich Stress, war die Scheckstute doch sein absoluter Liebling. Ich hatte ihm öfters vorgeschlagen, dass er sie ja reiten könne, aber diese Arbeit blieb dann doch an mir hängen. Deshalb saß ich heute schick herausgeputzt auf meinem schick herausgeputztem Pferd und wartete nun sehnsüchtig auf unseren Aufruf.
    Ich hatte Ceredwen schon zur Genüge aufgewärmt, aber wie es so oft war, verschoben sich die Zeiten dezent, so dass ich ungeduldig warten musste. Doch als es dann so weit war, wünschte ich, wir hätten noch länger warten können. Stattdessen riss ich mich aber zusammen, atmete tief ein und nahm die Zügel auf.
    Für mich und Ceredwen ging es nun ans Eingemachte. Im Trab ritten wir in die Halle ein und nahmen den direkten Weg zu X, wo wir geschlossen anhielten. Ich nahm die Zügel in eine Hand und grüßte mit einem Lächeln im Gesicht die Richter. Dann nahm ich Ceredwen wieder ganz auf und gab die Hilfe zum Trab.
    Sofort sprang meine Stute an und wir gingen auf die linke Hand. Dort ritten wir erst einmal ganze Bahn im Trab, ehe wir auf den Mittelzirkel gingen und ich Ceredwen angaloppieren ließ. Motiviert sprang die Stute an und galoppierte flüssig vorwärts. Im Stillen lobte ich sie und nahm sie dann bald zurück für einen Galopp-Schritt-Übergang.
    Der klappte auch einwandfrei und ich ritt Ceredwen motiviert vorwärts. Eine Zirkelrunde drehten wir noch, ehe wir durch die ganze Bahn wechselten und auf die rechte Hand gingen. Auch dort ließ ich die Stute erst einmal noch im Schritt, ehe sie erneut antraben durfte. Wieder zeigte sie ihre schwungvollen Gänge und nach einer ganzen Runde gingen wir auf den Zirkel und galoppierten an.
    So hatten wir auf beiden Seiten alle drei Gangarten vorgestellt und im Galopp gab es nun noch eine Runde ganze Bahn, ehe ich Ceredwen wieder zum Trab durchparierte und auch etwas zurücknahm. Wir bogen auf die Mittellinie ab und ritten bis zu X, wo wir erneut geschlossen durchparierten und ich mich von den Richtern verabschiedete.
    Danach gab ich Ceredwen den langen Zügel hin und lobte sie ausgiebig, während wir im Schritt die Halle verließen. Sie hatte ihre Arbeit wirklich gut gemacht und dementsprechend zufrieden war ich auch. Genauso schien es Ciaran zu gehen, welchem anscheinend ein großer Stein vom Herzen gefallen war.
    Ich lächelte zufrieden vor mich hin, während ich Ceredwen in Ruhe abritt und auf unsere Wertnote wartete. Immerhin würde sich diese Wertnote entscheiden, was aus Ceredwen in späterer Zukunft werden würde. Zwingend in die Zucht sollte sie nicht, aber man hielt sich ja gerne mögliche Wege offen.

    3000 Zeichen, von Gwen, gezählt auf zeichenzähler.de

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    Bewegung von Gwen, Zubehör von Elii, Hintergrund von Samarti
     
    Elii, Zaii, Muemmi und 3 anderen gefällt das.
  3. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    Shyvana

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    Shyvana
    (Shyva)

    Abstammung
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    Von Donnerschall
    Von Don Calandrio [FS1 | FS2] Aus der Marah

    Aus der Mon Chérie
    Von ubk Aus der ubk

    Exterieur
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    Stute
    *2011
    (6 Jahre)
    Trakehner | 162cm
    Fuchsschecke - Chestnut Tovero
    x

    Interieur
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    Shyvana war immer etwas anders, sie wuchs in einer halbwilden Pferdeherde auf, nachdem ihr Züchter schon von Anfang an kein Potential in ihr sah. Dort kämpfte sie tagtäglich um die Rangfolge, doch war nie angesehen unter den anderen und fühlte sich ausgestoßen. Als Ned eine Ammenstute für ein kleines Fohlen suchte, fragte er als allererstes auf der Wildpferderanch nach und wurde mit Shyva fündig. Sie hatte selbst vor kurzem ein Fohlen verloren.
    Die verängstigte Stute war zunächst misstrauisch, fasste aber schnell Vertrauen zu Ned dank guter Pflege. Die kleine Jinx hatte sie ebenfalls in ihr Herz geschlossen.
    Nun, bei uns, blüht die Große vollkommen auf. Sie feiert erste Erfolge und zeigt sich munter auf den Weiden Kanada's. Ihre Kämpfernatur merkt man ihr noch immer an, so kennen und lieben wir sie.


    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: Waldvoegelchen
    im Besitz seit: 1. Mai 2017
    Kaufpreis: 700 Joellen

    Qualifizierungen
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    Dressur E A L M S S* S**

    Military E A L M S S*

    Springen E A L M S S* S**

    Distanz E A L


    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell
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    278. Springturnier | 59. Synchronspringen | 189. Militaryturnier | 285. Dressurturnier | 283. Springturnier | 192. Militaryturnier | 416. Dressurturnier

    Ausbildung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

    Vielseitigkeitspferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x | Bodenarbeit x | Geländesicherheit x


    Zucht
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife
    HK/SK

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch:
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: 26. Juni 2017 durch "Big Bear Farrier"
    Ausgeschnitten/Korrigiert: Ja
    Hufbeschaffenheit: breit und weich
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: Eisen
    Beschlag hinten: Eisen
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    Eisen für Sawanna & Shyvana
    26. Juni 2017 | 5105 Zeichen | ceres
    Ständig auf Achse, ständig unterwegs auf der Suche nach Pferden, welche seine Hilfe brauchten. Das war Xavier Cote höchstpersönlich, als er am frühen Montagmorgen die Landstraße am Tyrifjord entlang fuhr. Er selbst konnte sich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte Mal in seinem Bett geschlafen hatte – Aber genau das brauchte er gar nicht zu wissen. Er liebte seinen Job und freute sich Tag für Tag, neue Menschen und neue Pferde kennenzulernen.
    Der leuchtend orange Bus, natürlich in den Farben der Big Bear Ranch, holperte die kleine Brücke entlang, über welche es auf die Insel zur Tyrifjord Ranch ging. Denn genau diese war diesmal sein Ziel. Zwei Pferde brauchten heute seine helfenden Hände und beide wollten in wenigen Stunden mit neuen Hufen und auch das erste Mal mit Hufeisen laufen.

    Xavier wurde von einer jungen Frau begrüßt, die sich als Charlotte von Eylenstein vorstellte, und ihn zum Stall begleitete. Der Stall war leer, bis auf die beiden Stuten, welche es gar nicht prickelnd fanden, dass sie nicht hinaus auf die Weiden durften. Charly holte als erstes eine junge Fuchsschecken Stute aus ihrer Box und stellte sie ihm als Shyvana vor. Kurz berichtete sie noch, was Xavier bei ihr beachten musste, sagte jedoch auch, dass sie eigentlich kein Problem darstellen sollte.
    Xavier nickte und begrüßte die Stute mit einem Apfelstück aus seiner Jackentasche. „Können Sie mir Shyvana bitte einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen, damit ich einen guten Eindruck auf ihren Laufapparat bekomme?“ Fragte er höflich Charly, welche dies natürlich sofort tat. Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Xavier das hübsche Tier und nickte dann wissend. „Danke! Das reicht, sie hat sehr schön fließende Bewegungen.“ Etwas pustend kam Charly wieder neben ihm zum stehen, lächelte jedoch glücklich.
    Als nächstes sortierte der Hufschmied sein Werkzeug und begann dann, mit dem Säubern und Begutachten des Hufes. „Viel ist bei ihr nicht zu tun“, erklärte er währenddessen. „Ich würde bei ihr vorne Innen etwas mehr wegnehmen, hinten sieht es jedoch gut aus, da werde ich nur kürzen.“ Charly war einverstanden und so knipste Xavier erst und raspelte dann die unsauberen Ränder aller vier Hufe ab. Shyvana durfte währenddessen als Ablenkung etwas Heu zu sich nehmen, welches Charly ihrer Stute vorausdenkend vor sie gehangen hatte.
    Als nächstes folgten die Eisen. Der mobile Ofen im Wageninneren hatte der Schied selbstverständlich schon vorheizen lassen, sodass er nun nur noch die passende Hufgröße der Eisen finden musste und diese dann nach kurzem anprobieren passgenau auf die Hufform von Shyvana anfertigte. Nachdem alle vier neuen Hufeisen an den Hufen befestigt wurde, musste Charly ihre Stute noch einmal mit neuem Beschlag vorführen. Shyvana schien leicht verwundert, Charly jedoch sehr zufrieden und so steckte Xavier der Stute ein weiteres Leckerli zu, bevor ihre Besitzerin sie zurück in den Stall brachte.
    Kurze Zeit später kam Charly mit einer weiteren Stute aus dem Stall. Diese war wieder ein Fuchs, diesmal jedoch ohne Scheckung, und auch sie spitzte neugierig und gelassen die Ohren. Die Stute hieß Sawanna und würde keinerlei Probleme machen, wie Charly Xavier erklärte. Sie hatte schon öfter Beschläge getragen, auch wenn Eisen das erste Mal an ihre Hufe kommen würde. Auch Sawanna begrüßte er wieder mit einem kleinen Geschenk, beschäftigte sich liebevoll mit der Stute und warf einen ersten Blick auf die vier zierlichen Hufe. Dann musste Charly schon wieder dem Schmied Sawanna in Bewegung zeigen. Einmal im Schritt und dann ein zweites Mal im Trab. Auch hier hatte er wieder nichts auszusetzen und machte sich sogleich an die Arbeit. Sawannas Hufe mussten vor allem gekürzt werden, was Xavier mit der Hornzange erledigte. Dann erneuerte er die Form des Strahls und raspelte zum Schluss die Hufe in eine ansehnliche Form. Trotz der kleinen Hufe schienen diese bei Sawanna ausgesprochen hart und widerstandsfähig und der Hufschmied hoffte, dass die Eisenbeschläge gut halten würden. Abermals suchte er nach den passenden Eisen, hielt sie an jedem Huf kurz an und machte sich dann an seinem Ofen zu schaffen, um die Hufeisen passend genau anbringen zu können. Stück für Stück brachte er die Eisen in die richtige Form und nagelte diese dann mit Hufnägeln einer nach dem anderen an den vier Hufen der Stute fest.
    „Und nun bitte nochmal kurz vorführen.“ Meinte er, nachdem er jede neue Hufbegeleidung noch einmal begutachtet hatte. Charly nickte und führte ihre Stute wie vorgeschrieben dem Hufschmied vor, welcher zufrieden nickte. „Danke, das sieht sehr gut aus! Die Eisen scheinen ihr nichts auszumachen.“ Erleichtert lächelte er, auch Charly nickte einverstanden und brachte Sawanna zurück in ihre Box neben Shyvana.
    Xavier und Charly regelten noch die geschäftlichen Dinge, bevor der Hufschmied der jungen Frau eine Visitenkarte in die Hand drückte und zurück in seinen Wagen stieg. Er winkte ihr ein letztes Mal und verließ dann, leise summend, die kleine Insel. Sein Weg war vorausbestimmt und irgendwann würde er sicherlich zurück auf die Tyrifjord Ranch kommen.
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    Prävention A
    4. Mai 2017 | Cooper
    Nach einigen Tagen Stillstand in der Klinik ging es weiter. Ich hatte einen Auftrag von Nicolaus du Martin aus Norwegen bekommen, hier sollte ich lediglich eine Prävention A bei einer sechsjährigen Trakehnerstute durchführen. "Alles klar, ich kann in drei Tagen bei Ihnen sein" sagte ich freudig am Telefon, zudem wies ich ihn noch daraufhin, das er den letzten Auftrag mit Rabatt erlangt hatte. "Sehr schön!" erwiderte die nette Stimme am Telefon und legte auf. Ich googelte sofort nach dem Wetter in Norwegen, was zu dieser Jahreszeit nicht am schlechtesten war und zurzeit Sonne und bis zu einnundzwanzig Grad versprach. "Du kennst doch das Wetter, das ändert sich immer und Wettermenschen haben keine Ahnung" beschwerte sich Simon. "Meckertante" antwortete ich, lachte und traf dann einige Vorbereitungen wie, den medikamenten Koffer packen, eine neue Akte für Nicolaus du Martin anlegen und ein Patientenblatt für Shyvana erstellen. Der Alltag ging ganz normal bis zu meiner Abreise weiter, ich verabschiedete mich umfangreich und einige Stunden später kam ich in Norwegen an. Der Zeitunterschied zwischen Kanada und Norwegen beträgt 7 Stunden, was nicht als so viel ist. Nicolaus Empfang mich auf seiner schönen Ranch, genannt Tirifjord Ranch, gegen zehn Uhr morgens. Wir tauschten uns erstmal ein wenig übereinander aus, sprachen über einige Pferde seiner Ranch und gingen dann auf sofortigem Wege zur Shyvana. "Und du brauchst wirklich eine kleine Auszeit oder Pause? Wir können dir gern einen Schlafplatz anbieten" sagte Nicolaus. "Nein Danke, ich muss wegen einen Körung sofort wieder zurück, aber vielen Dank" erwiderte ich. Die Ranch hatte einen Tunierpferdestall, dort stand die Fuchsscheckenstute. Ich wusste das sie etwas misstrauisch war, aufgrund ihrem aufwuchs in einer teilweise wilden Herde. Dennoch klappte der Annäherungsversuch sehr gut und ich konnte mit der Untersuchung sofort beginnen. Wie so oft fing ich zuerst mit der Begutachtung der Ohren, Nüstern, Augen und Pupillenreflex, Haut, Fell und ebenso auch Hufen. Weiter tastete langsam und behutsam die Stute ab um Verletzungen und Parasiten, zudem auch Verspannungen oder andere Knochen, Muskel oder Sehnenprobleme auszuschließen. "Sieht alles gut aus". Ich lobte die Stute und dokumentierte alles. Nachdem ich dies erledigt hatte kontrollierte ich noch Shyvana's Vitalzeichen, dies beinhaltete das abhören der Lunge und des Herzens. Zudem lies sie sich ohne Komplikationen die Temperatur messen. Alles war in Ordnung, ich teilte dies Martin mit und dokumentierte weiter. Nachdem bat ich noch nach dem Impfpass von der Stute um nachzuschauen ob und wie lange sie noch geschützt war. "Das ist alles noch im Rahmen. Allerdings empfehle ich bald eine Auffrischung" sagte ich und händigte ihm den Impfpass wieder rüber. Shyvana wurde ausreichend belohnt und versorgt, währenddessen bereitete ich mich auf meine Rückreise vor und verließ die Tyrifjord Ranch gegen spät Abend.
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    Distanz E → A
    18. Mai 2017 | 4275 Zeichen | Canyon
    »Stört dich das nicht? Das mit den Namen?« fragt Petyr Nico. Nico zieht jedoch nur seine Augenbrauen nach oben und blickt Petyr herablassend an.
    »Stört es dich, lieber Petyr, dass es hier in Norwegen ganz viele Jonsens gibt?« Petyr antwortet nicht. »Na also. Und jetzt putze Sawanna, auch nur die kleinste Schürfstelle würde ich dir übel nehmen.«
    Grimmig blicke ich Nico an, was er jedoch nicht zu bemerken scheint. Ich hasse es, wenn er so großkotzig ist, vor allem wenn er so mit meinen Freunden umgeht. Ich halte mich jedoch davon ab, mich einzumischen und konzentriere mich weiter auf das Putzen von Prejudice.
    »In zehn Minuten ist Abflug!« Ruft Charly etwas weiter über den Rücken von Samarra hinweg. Ich seufze genervt, beeile mich jedoch mit Judis Sattelzeug, sodass ich wenig später pünktlich im Sattel sitze und ungeduldig auf die anderen vier Reiter mit ihren Pferden warte, welche alle mal wieder länger brauchen.
    Mit etwas Verspätung reiten wir jedoch dann vom Hof. Meine Motivation auf das Training war sehr gering, dafür würde ich nächste Woche zwei Freitage haben und endlich mal wieder Zeit für meine eigenen Pferde finden.
    Der Himmel war stark bewölkt und es war kälter als in den letzten Tagen. Eigentlich die perfekten Voraussetzungen für ein Distanztraining. Jedoch hatten wir hier fünf unerfahrene Pferde im Gelände. Alle waren jung und auch wenn sie die Umgebung durch unsere Ausritte schon kannten, war ein Distanztraining nochmal härter und anstrengender.
    Vuyo ritt dieses Mal Shyvana. Eine neue und recht wenig trainierte Stute, welche jedoch bereits in den letzten Tagen unter dem Sattel große Fortschritte gemacht hat. Außerdem ist Nico ja bekannt für sein schnelles Training. Zum Glück hat er damit bis jetzt durchgängig Erfolg gehabt.
    Nach einem gemächlichen Start erhöhen wir das Tempo, als wir die weichen Waldwege erreichen, welche sich rings um das Gestüt erstrecken. Nico und der Hengst Brego führen die weitere Stutengruppe an. Da Judi bereits in den höheren Klassen in der Dressur und im Springen mitspielt, ist sie dementsprechend trainiert und erkämpft sich nach kurzer Zeit den Platz direkt dahinter. Hinter mir kam Charly mit Sammy und den Schluss bildeten Vuyo und Shyvana.
    Im langsamen und gleichmäßigen Trab führt uns Nico die Waldwege entlang. Dreißig Kilometer stehen auf unserem Plan und ich befand meine Idee als immer noch gut, bereits am Vorabend Wasser auf dieser Strecke zu verteilen. Nicos Einschätzung ist, dass wir nur etwas mehr als zwei Stunden brauchen würden. Ich zweifele daran etwas, lasse ihm jedoch seine Hoffnung. Keins der Pferde ist lange Trabstrecken im Gelände gewöhnt und so müssen wir immer wieder kleine Schrittpausen einlegen. Hin und wieder zwingt uns auch das Gelände zu einer Verringerung des Tempos, sodass Nico auf Grund des nicht Einhaltens seines Zeitplans immer muffliger wird. Ich versuche ruhig zu bleiben und mich vor allem auf Judi zu konzentrieren, welche sich zwischendurch den ersten Platz sogar mit Brego teilt. Nico scheint jedoch es nicht für nötig zu sehen, den Hengst davon abzuhalten, Judi immer wieder mit Kopf und Huf zu drohen, sodass ich das Tempo wohl oder übel etwas zügeln muss.
    Nach der Hälfte der Strecke legen wir unsere Pause ein. Bereits auf der ersten Hälfte gab es kurze Wasserpausen, diesmal steigen wir jedoch ab, nehmen die Pulswerte und gönnen den Pferden eine kurze Pause. Kurz nachdem jedes Pferd wieder bereits für den zweiten Teil ist, steigen wir auf und führen den Ritt weiter. Mittlerweile galoppieren wir im ruhigen Tempo an geeigneten Stellen, geben den Pferden dafür mehr Schrittpausen, denn auch ihre Kraft versiegt so langsam.
    Petyr und Vuyo haben mittlerweile sogar aufgehört, ununterbrochen zu sprechen, sodass ich nur noch umgeben von den Geräuschen der Natur und dem Geklapper der Hufe bin.
    Nach etwas mehr als dreißig Kilometern kommen wir durchnässt wegen des eingesetzten Regens und mit müden Pferden wieder auf der Tyrifjord Ranch an. Bella und Tjarda sind zum Glück bereits zur Stelle und werfen allen Pferden zügig Abschwitzdecken über, sodass wir nur noch den Puls unserer Tiere nehmen brauchen und sie nach dem Absatteln auf die Weiden entlassen können.
    Wir waren uns einig, dass jeder der Fünf einen Aufstieg in die nächsthöhere Klasse verdient hatte.

    Die Kür
    Nachdem Blazing Flame bereits erfolgreich ihren Auftritt hinter sich hatte, folgte die zweite Stute. Nico war mittlerweile aufgewärmt und auch Shyvana brauchte nicht lange, um ihre Konzentration für den Auftritt zu sammeln. Auch bei Shyva hatte sich die sonst nicht allzu kreative Charly viel Mühe gegeben und aus ihr ein wahres Prachtexemplar gezaubert. Shyva zeigte trotzdem deutlich ihre Abneigung gegen die eingeflochtene Mähne und schüttelte anfänglich immer wieder ihren Kopf. Das hätte Nico augenscheinlich öfter mit ihr üben sollen.
    Als er jedoch dann auf ihrem Rücken saß, gab sich Shyva zufrieden und folgte brav seinen Anweisungen. Auch das Einreiten in die Halle war kein Problem, Shyvas Konzentration war nun ganz bei Nico und auch Nico sah man an, dass er nun nur noch bei sich und Shyva war. Nach dem er die Richter gegrüßt hatte, ließ er Shari im Trab antreten und lenkte sie auf die linke Hand. Im Trab vollführte er gleich zu Beginn die Lektion des Viereck verkleinern und vergrößern und bewieß somit, dass seine Stute von Anfang an mit aller Eleganz dabei war, die sie bieten konnte. Nachdem er durch die Länge der Bahn gewechselt war, parierte er zum Schritt durch und ritt eine Schlangenlinie mit vier Bögen, mit welcher er gleich die Hand wechselte und auch nochmal Shyva andere Seit zur genüge präsentierte. Als die Musik anschwoll, gab er ihr die Galopphilfen und ließ sie, zu erst auf der ganzen Bahn, dann auf dem Zirkel, galoppieren. Auch mit Shyva vollführte er einen einfachen Galoppwechsel, um auf die andere Zirkelseite zu gelangen. Der Wechsel saß perfekt und wurde mit viel Genauigkeit durchgeführt. Noch im Galopp verließ Nico den Zirkel und galoppierte im Mittelgalopp passend zur Musik eine Runde ganze Bahn, bevor er durchparierte und auf der Mittellinie bei X stehen blieb. Nach einem kurzen Durchatmen verabschiedete er die Richter und verließ mit Shari zufrieden mit sich und seiner Stute, die Halle.
    Draußen wartete Charly, welche ihm seine Stute abnahm und dieser eine Decke über den Rücken warf. Sie flüsterte ihm grinsend etwas zu, während er ihr nur als Antwort kindlich die Zunge entgegenstreckte.
    2143 Zeichen | zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung von Waldvoegelchen | Halfter von AlfurElfe
     
  4. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Meine Teilnahme mit Rockabella

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    Steckbrief
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    Rufname: //
    geboren: Februar 1999

    von: unbekannt – Hannoveraner
    aus: unbekannt – Hannoveraner

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    Rasse: Württemberger
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Dunkelbrauner
    Stockmaß: 173 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: sweetvelvetrose
    Vorkaufsrecht: //

    Beschreibung
    Rockabella gehört zu der Sorte Pferd, die in ihrer Jugend eher weniger arbeiten mussten und jahrelang auf der Koppel in Ruhe verbleiben konnten. Jahre später wird nun die Arbeit wieder aufgenommen, was bei dieser arbeitswilligen Stute viel Freude bereitet. Sie versteht neue Lektionen schnell und lässt sich problemlos vom Reiter formen, wodurch sie schnell Fortschritte in der Dressur macht und bereits nach kurzer Zeit wieder in Topform war.

    Charakterlich ist sie eher ruhig, drängt sich nicht in den Vordergrund und bleibt eher unscheinbar dem Menschen gegenüber. In der Herde verhält sie sich einwandfrei, auch wenn sie eher das Schlusslicht in der Rangordnung bildet. Dadurch dass sie Stress aus dem Weg geht, bleibt sie bei Rangeleien außen vor.


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    Erfolge
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    Gewinner [SW 461] Deutsche Warmblüter


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    2. Platz 250. Dressurturnier

    1. Platz 398. Dressurturnier
    1. Platz 420. Dressurturnier
    3. Platz 421. Dressurturnier
    3. Platz 426. Dressurturnier
    2. Platz 429. Dressurturnier
    1. Platz 430. Dressurturnier
    2. Platz 431. Dressurturnier
    3. Platz 402. Westernturnier

    Springen A – Dressur M – Western L (Working Equitation)

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    offizieller Hintergrund
    früheres Aussehen
    Zubehör

    Tierarzt - 15. Juni 2017
    Trotz meiner knapp bemessenen Zeit ging es heute für mich aufs Gut Sanssouci, denn der Termin bei Elena Redling stand schon seit längerem fest. Aber statt von der eigentlichen Gestütsbesitzerin, wurde ich von zwei wild herumtollenden Welpen begrüßt, die mich und meine Doktortasche höchst interessant fanden. Doch eine Ermahnung ihrer Besitzerin reichte und die beiden verzogen sich in Richtung Stall, so dass ich Elena in Ruhe begrüßen konnte.
    Gemeinsam gingen wir in den Stall, denn wir hatten einiges vor. Vier Pferde standen auf unserer Liste und wir wollten im Verlauf des Tages ja auch noch fertig werden. Wir begannen mit dem wichtigsten Kandidaten: Flavor Of The Weak. Der hübsche Schimmel sollte demnächst auf einer Körung vorgestellt werden und dementsprechend war sein Gesundheitszustand von hoher Priorität.
    Zu Beginn führte Elena mir ihren Hengst im Schritt und Trab auf dem Hof vor. So konnte ich mir die Bewegungsabläufe des Pferdes genauer anschauen und eventuelle Lahmheiten oder Ähnliches entdecken. Doch bei Weak war alles in bester Ordnung und auch die Beugeprobe bestand er ohne Probleme. So kehrten wir zum Putzplatz zurück, wo ich in aller Ruhe einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf, um zu schauen, ob alles so war, wie es sich gehörte.
    Dann wurde Weak an der Brust abgehört, um die Werte von Puls und Herz kontrollieren zu können. Abschließend wurde die Körpertemperatur gemessen und nachdem alles bestens war, konnte Weak geimpft werden. Dabei hielt ich mich an seinen Impfpass, so dass er nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden musste.
    Die Wurmkur übernahm die Besitzerin selbst und diese war auch sehr regelmäßig vorhanden, so dass alle Pferde gut geschützt waren. Weak war dann für seinen Teil fertig und durfte zurück in die Box. Doch ein paar Minuten später stand bereits das nächste Pferd vor mir: Dark Rubin. Eine junge und aufgeweckte Fuchsstute, die beim Vorführen bereits ihre schönen Gänge zeigte.
    Auch sie tastete und hörte ich ab, kontrollierte, ob alles so war wie es sein sollte und dann musste auch Dark Rubin für eine Impfung stillhalten, ehe sie direkt fertig war. Die nächste Stute, Rockabella, war ebenso brav und gut erzogen, wie ihre Vorgänger. Es kam sicherlich auch sehr selten vor, dass ein Pferd auf Sanssouci mit Unarten daher kam und mir meinem Job schwer machen würde.
    Rockabella ließ sich einwandfrei vorführen, abtasten und abhören. Auch bei der Impfung zuckte sie kaum zurück und somit waren wir hier wirklich mehr als schnell fertig und konnten zum letzten Pferd übergehen. Bei Dark Chocolate handelte es sich um eine Halbschwester zu Dark Rubin, was bereits der Name verriet. Auch sie war mit tollem Gangwerk und einem schönen Exterieur gesegnet und konnte ebenso mit Benehmen punkten.
    Zwar vertraute sie weder dem Stethoskop noch der Spritze in meiner Hand so recht (und wohl auch berechtigt), ließ sich aber von ihrer Besitzerin schnell beruhigen und stand brav still, während ich an ihr herumhantierte. So war auch das vierte Pferd schnell erledigt und durfte zurück in seine Box. "Tolle Pferde!", meinte ich lobend zu Elena, denn ihre Zucht bewunderte ich seit langem. Umso schöner war es, wenn dann eben bereits die dritte Generation einer Linie immer noch in meiner Obhut stand. Dennoch musste ich mich vom Gestüt losreißen und den Heimweg antreten, denn zu Hause wartete noch allerhand eigene Arbeit auf mich.

    Hufschmied - 30. Juli 2017
    „Ich bin so selbstlos! Sag ihr das, ja? Vergiss es nicht! Versprich es...“, ich zog die Autotür hinter mir zu, bevor Zai zu Ende gesprochen hatte. Sie hatte nur ungefähr dreihundert Mal betont, dass ich ihrer Freundin Elena unter die Nase zu reiben hatte, dass Zai maßgeblich daran beteiligt war, dass dieser Auftrag zustande gekommen war. Nur, weil Eli und Zai gestern einen Ausritt unternommen hatten und darauf zu sprechen gekommen waren. Aber gut. Selbstlosigkeit beschrieb Zairina natürlich mit Abstand am besten. Dass ihre blonde Freundin sich darum kümmerte, dass eine Tochter von Zais Eisvogel nach Kanada einfliegen konnte und auch, dass bald ein weiteres Pferd, welches auf Gut Sanssouci gezogen worden war, nach Crescent Acres ziehen würde, das ließen wir unbedacht, denn Zai war selbstverständlich die Selbstlosigkeit in Person.
    Mit einer wild gestikulierenden Zairina im Rückspiegel, rollte ich langsam von unserem Hof und fuhr das kurze Stück zu unserer Nachbarin Elena. Diese erwartete mich bereits vor der Stutenstallung und winkte mich gut gelaunt herbei.

    Bepackt mit Schürze, Werkzeug und dem mobilen Ofen in der einen Hand erreichte ich die schlanke Frau und bevor ich auch nur einen Ton gesagt hatte, ergriff sie das Wort: „Denk nicht mal daran, eine Lobeshymne über unsere gemeinsame Freundin anzustimmen“ Obwohl ich das nicht vorgehabt hatte, fragte ich mich trotzdem, ob Elena mich wie ein Buch oder meine Gedanken lesen konnte, „Wie hast du..?“ Eli hob wedelnd ihr Smartphone in die Luft, „Sie wollte sicher gehen, dass niemand sie vergisst“, meinte sie trocken und ich nickte wissend (und vielleicht ein bisschen erleichtert, dass sie meine Gedanken doch nicht lesen konnte).
    Wir einigten uns darauf, dass Zai nichts von dieser kleinen Unterhaltung hier erfahren würde, dann band ich mir die Schürze um und Eli steckte den Ofen ein.

    Während dieser warm wurde, begann ich mit Rockabella, die Eli bereits in Schritt und Trab vorgeführt hatte. Die Stute hatte tolle Gänge und war lammfromm, sodass es ein leichtes war, ihr die alten Eisen abzunehmen. Kurz sprach ich mit Eli den weiteren Einsatz der Stute ab und wir einigten uns auf einfache Stahleisen. Da Eli schon jahrelang im Pferdegeschäft war, konnte ich sie die neuen Eisen selbst aussuchen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass diese später nicht passend sein würden. In der Zeit, in der Eli sich über meine Auswahl an Eisen hermachte („Du, Theeeeeeo..“ – „Ich muss dich leider enttäuschen“ – „Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!“ – „Ob ich goldene Hufeisen habe?“ – „Oh.. vielleicht wusstest du es doch“), kürzte ich die erste von Rockabellas vier Hufwänden. Darauf folgte das Ausschneiden des Zerfallshorns und das Planraspeln. Schnell waren auch die Ecken berundet und so war der erste Huf bereit für einen neuen Beschlag. Die Württembergerstute hielt vorbildlich auch bei den anderen drei Hufen still und so konnte nach kürzester Zeit das erste Eisen aus dem Ofen entnommen und geschmiedet werden. Auf den Lärm reagierte Rockabella verständlicherweise, blieb für Elena aber immer kontrollier- und abrufbar und beruhigte sich auch schnell wieder, als ich mich ihr näherte, um es aufzubrennen. Nach einem kurzen Wasserbad schlug ich das Eisen auf den Huf und nach und nach passierte das an allen vier Hufen der Dunkelbraunen.
    „Gut gemacht“, lobte ich die Stute mit einem Stück Möhre, ehe Eli sie mir noch einmal vorführte. Rockabella war ein alter Hase und ihre Gänge waren nach wie vor schön anzusehen und vor allen Dingen klar. So konnte ich die Stute guten Gewissens entlassen und mich dem nächsten Pferd widmen, das Nate gerade seiner Chefin übergab. Im Gegenzug nahm er ihr Rockabella ab. Es war lustig zu sehen, dass die Damen in Kanada definitiv die Hosen anhatten. Während Hugo Zai gerne noch Kontra gab und eine Diskussion, die seine Chefin hitzig werden ließ, einfach an ihm abprallte, hatten sich Matthew und Nate wohl schlichtweg Elisa und Elena unterworfen und lebten nun ein gebeugtes, aber ruhiges Leben. Zu meinem Glück arbeitete ich nicht für Zai. Sie war mehr Kooperationspartnerin. Trotzdem hatte auch ich eine Chefin. Meine wunderschöne Freundin Alex, wofür ich sie natürlich sehr liebte (genug geschleimt, falls sie das einmal lesen sollte?).
    Man konnte förmlich ansehen, wie ihre Brust vor Stolz anschwoll, als sie Dark Chocolate vorführte.
    „Die dritte Generation“, erklärte sie und ich hätte schwören können, dass sich ihre Pupillen zu kleinen Herzchen formten. Elena konnte auf ihre fünfjährige Stute aber zu Recht stolz sein, denn die Schwarzbraune hatte schöne Gänge und verhielt sich auch noch brav, als ich mit meiner Arbeit begann. Kurz überlegte ich, ob Eli die Pferde wohl high gemacht hatte, damit sie so ruhig und entspannt blieben? Ich entschied aber, dass mir etwas an meinem Leben lag und so behielt ich den Gedanken für mich.
    Mit geübten Griffen löste ich Chocs alte Eisen und brachte ihre Hufe in Form.
    Auch die neuen Eisen konnte ich zügig aufbrennen und anpassen, denn obwohl die Stute den Geruch und auch den Lärm nicht sonderlich zu mögen schien, zeigte sie deutlich, wie sehr sie ihrer Besitzerin vertraute und ließ sich dementsprechend auch immer wieder beruhigen.
    So war meine Arbeit hier in Bestzeit erledigt und obwohl Choc beim abschließend Gangtest noch etwas unsicher lief, so waren keine Unklarheiten zu erkennen und Eli wusste, dass der Gang ihrer Stute von den neuen Eisen rührte und sich zeitnah legen würde.

    Wie auf Kommando trat wieder Nate in mein Sichtfeld, diesmal allerdings von der anderen Seite. Er hatte den Stalltrakt der Stuten umrundet und führte, Elena schien ein Fable dafür zu haben, einen Schwarzbraunen an der Hand. Wieder übergab Nate das Tier seiner Chefin und nahm im Gegenzug Choc an.
    „Császári“, erklärte Elena wie selbstverständlich und ich versuchte, den Namen auszusprechen, ohne mir die Zunge zu brechen. Es misslang mir. „Ich spreche eben kein Parsel“, brachte ich zu meiner Entschuldigung hervor und kassierte dafür einen wirklich bösen Blick von Elena.
    Die hatte gerade Schritt und Trab des Hengstes vorgeführt und positionierte sich nun neben dem Furioso-North Star, während ich mich daran machte, die alten Eisen abzunehmen.
    Während meiner Arbeit an den Hufen entfuhr mir nun doch fast die Frage, wie sie ihre Pferde ruhig stellte, denn es war bemerkenswert, dass keiner meiner heutigen Kandidaten Faxen machte.
    Aber vielleicht waren das alles auch nur Klone. Ich meine, so unwahrscheinlich war das nicht. Alle waren braun, ähnlich groß.. vielleicht wollte Eli ihre verrückten Experimente tarnen, indem sie jedem Pferd doch noch etwas Individuelles verpasste. Da mein Tod für diese Gedanken allerdings nicht nur sicher, sondern auch langsam und qualvoll gewesen wäre, biss ich mir auf die Lippe und war froh, dass Elena mir aktuell nicht ins Gesicht sehen konnte, den ich holte gerade das erste der glühenden Eisen aus dem Ofen. Schnell war es aufgebrannt und in Form gebracht, woraufhin es bereits angenagelt werden konnte. Császári (ich fragte mich wirklich, wieso sie sich für ihn keinen Spitznamen überlegt hatte. Kszksz zum Beispiel. Vielleicht sollte ich das vorschlagen.) blieb von meiner Arbeit dermaßen unbeeindruckt, dass ich ihm zum Abschied zwei Stücken Möhre verfütterte. „Bis bald, Kszksz“, grüßte ich den Hengst und stellte fest, dass der Name ausgesprochen vor allem dazu führte, dass man sein Gegenüber in einen feinen Regen aus Speichel hüllte. Elena war entsprechend begeistert. Ich brachte ein entschuldigendes Lächeln zu Stande, aber hatte immerhin Nate zum Lachen gebracht, der natürlich wieder parat stand.

    Die Blondine entschied sich darauf hin, den Hengst selbst zurück in seine Box zu bringen und ließ Nate und mich ohne ein weiteres Wort stehen. Wie kleine Schuljungen versuchten wir, mehr oder weniger erfolgreich, unser Lachen zu unterdrücken, doch Elenas entrüstetes Schnauben zeigte, dass wir trotzdem losgeprustet hatten.
    Der dunkelhaarige Nate, der nur wenige Jahre älter war als ich, half mir dabei, mein Werkzeug und den Ofen wieder im Auto zu verstauen und verabschiedete sich dann mit Handschlag, ehe ich ins Auto stieg. Er hingegen eilte schnell in den Stall der Hengste, um sich seine Standpauke für sein Verhalten abzuholen und den Schaden einzudämmen. Der Arme.

    Training - 6 Berichte
    Dressur A-L, von Ofagwa
    .. langsam wurde die braune Stute etwas lockerer und schwang besser im Rücken mit. Im Schritt versuchte ich die ruhige Stute in der Lektion Schulterherein mehr zu fördern. Bella machte super mit und strengte sich sehr an, ehe ich sie wieder gerade laufen ließ. "Suuuper", erwiederte ich und lies die Stute weiter voran gehen. Bella gnatschte etwas mit dem Gebiss und sträubte sich leicht vor dem Trab, ein bisschen mehr Druck mit den Schenkeln und schon trabten wir über den Platz. "Voran", mahnte ich die relativ faule Stute an, die sofort reagierte und die hinteren Beine besser mitnahm. Nachdem sie endlich warm war konnte ich mit der Galopparbeit beginnen, zunächst ging es auf der rechten Hand auf den mittelzirkel welchen ich langsam kleiner werden ließ. Bella würde langsam müde denn diese Übung war nicht gerade einfach. Ich wechselte über einen fliegenden Wechsel "klasse", lobte ich und vollführte die Zirkelübung auf der anderen Hand erneut. Nachdem sie auch auf dieser Hand alles gegeben hatte, trabte ich sie habe Bahn, K versuchte ich die Stute in die Travers zu treiben. Zunächst konnte sie die Übung aus dem Schritt mit dieser identischen Übung, die allerdings im Trab gefordert wurde nicht kompensieren, doch beim zweiten Versuch klappten schon 6 von 10 Schritten tadellos. Ich wiederholte diese Übung auf beiden Händen einige Male und auch nur ein paar Schritte. Bella war sichtlich erschöpft und so lies ich ihr den wohlverdienten Feierabend.

    Dressur L-M, von Samanta
    Wieder einmal verschlug es mich nach Kanada. "Vielleicht sollte ich meinen Hof dorthin verlegen, wenn es mich immer wieder dort hin zieht", sagte ich scherzend zu Jonathan, der lachte und sagte:"Dafür liebst du England doch viel zu sehr."
    "Richtig. Trotzdem muss ich heute wieder los." Ich hatte vor zwei Wochen mit Elena telefoniert und wir hatten ausgemacht, dass ich morgen bei ihr aufschlagen würde. Ich flog früh los, um möglichst früh auf Gut Sanssouci anzukommen. Trotzdem würde es bereits früher Abend sein, bis ich wirklich endlich da war. 15 Stunden Flug und noch einmal eineinhalb Stunden Autofahrt lagen vor mir. Zum Glück hatte ich mich mittlerweile daran gewöhnt und konnte sogar in den recht engen Flugzeugsitzen ohne Probleme schlafen. 17 Stunden später war ich endlich da und obwohl die Reise lang gewesen war, war ich gut erholt und bereit, Rockabella kennen zu lernen. Ich würde die Stute bis zur M-Dressur trainieren. "Da bist du ja." Lachend kam Elena auf mich zu und umarmte mich überschwänglich zur Begrüßung. "Freut mich, dass es so schnell geklappt hat. Ich hatte schon Angst, dass du völlig ausgebucht bist." Ich lachte und sagte:"Für so eine gute Kundin finde ich immer Zeit. Keine Sorge." Nachdem ich meine Sachen ins Gästezimmer getragen hatte, wollte ich mich gleich mit Rockabella bekannt machen und fand mich einer hübschen Württemberger Stute gegenüber. "Na, du Süße. Wie gehts?" Sanft kraulte ich der Stute den Kopf und schmunzelte, als sie sich das nur allzu gerne gefallen ließ, bevor sie mich einmal halbherzig nach Leckerlis absuchte. Ich lachte. "Ich hab gerade leider nichts, aber du bekommst bestimmt im Lauf des Trainings noch das ein oder andere Leckerli, meine Süße." Nachdem ich mich mit ihr bekannt gemacht hatte, ließ ich mir von Elena Sattel und Trense zeigen und begann dann die Stute zu putzen. Das schien ihr zu gefallen. Sie war alles in allem sehr entspannt und ließ sich brav von mir aufsatteln und trensen. Wir gingen hinüber in die Halle und ich gurtete nach. Da sie auch weiterhin einen entspannten Eindruck machte, stieg ich direkt auf und ritt im Schritt an. Die Stute war fleißig, aber sehr ruhig und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Auch meine Hilfen nahm sie willig an. "Sie ist wirklich total weich", sagte ich zu Elena. "Angenehm mal wieder ein Pferd zu reiten, das so enspannt und willig ist." Elena lachte und sagte:"Kann mir schon vorstellen, dass man da ganz schöne Böcke vorgesetzt bekommt in deinem Beruf."
    "Das ist noch untertrieben." Ich lachte und trabte die Stute schließlich an. Sie lief ganz entspannt und offenbarte ihre federnden und sehr weichen Gänge. "Hammer Gangwerk." Elena lächelte stolz und sagte:"Ja, darauf kann sie richtig stolz sein." Nachdem ich sie auch noch auf beiden Händen galoppiert hatte, beendete ich das Training für heute. Morgen würde ich dann richtig einsteigen. "Ich will nicht zu viel versprechen, aber ich glaube, dass ich Rockabella innerhalb von fünf Wochen auf M-Niveau trainiert haben werde. Vielleicht auch sechs Wochen, je nachdem, wie einfach sie sich mit dem Übungen tut. Natürlich kannst du gerne einschreiten, wenn es dir zu schnell geht und die mich lieber noch ein paar Wochen länger da hättest. Am Preis wird sich nichts ändern." Elena lächelte und sagte:"Das werden wir dann einfach sehen." Nachdem wir gemeinsam zusammen zu Abend gegessen hatten, stellte ich noch auf dem Zimmer meinen Trainingsplan zusammen, der natürlich variabel war, bevor ich schließlich ins Bett ging. Am nächsten Tag begann ich dann mit dem Training. Wir würden zunächst an den Verstärkungen in den Gangarten arbeiten und gleichzeitig am Schulterherein, um Abwechslung ins Training zu bringen. Um die Verstärkung wirklich zu erarbeiten, arbeitete ich in den nächsten Tagen vermehrt daran, seine Schritte, Tritte und Sprünge zu verlängern und wieder zu verkürzen, damit sich die Stute langsam an die Verstärkung gewöhnen konnte. Nach und nach begann ich die Stute durch halbe Paraden und treibende Schenkelhilfen aufmerksam und setzte sie unter Spannung, um diese Spannung letztendlich in die Verstärkung umzuwandeln. Es dauerte erstaunlicherweise gar nicht lange, dass sie die Verstärkungen verstand. Natürlich würde Elena auch weiterhin daran arbeiten müssen, aber nach drei Wochen war Rockabella bereits so sicher in den Verstärkungen, dass ich mir keine Sorgen machte, dass Elena es gut mit ihr vertiefen würde können. Auch das Schenkelweichen hatte die Stute schnell verstanden und ich war wirklich erstaunt über ihre schnelle Auffassungsgabe und ihr enormes Talent in der Dressur. "Wahnsinn. Sie macht sich echt gut." Elena stand lächelnd an der Bande. "Ja, sie lernt schnell. Wir werden ab morgen am fliegenden Wechsel arbeiten." Das taten wir dann auch. Immer wieder unterbrach ich die Trainingseinheiten mit Ausritten und Spaziergängen oder Pausentagen, damit Rockabella konzentriert blieb. Zunächst arbeitete ich an den einfachen Wechseln, die sitzen mussten, bevor man einen fliegenden Wechsel richtig reiten konnte und sie saßen perfekt, sodass ich mich an die Erarbeitung des fliegenden Wechsels machte. Hierbei hatte ich mich während meiner Zeit als Trainerin schließlich für die Variante entschieden, den fliegenden Wechsel anhand einer Schlangenlinie zu erarbeiten, da es dem Pferd anschließend leichter fiel, den Wechsel auch auf gerader Linie auszuführen. So gab ich die Hilfen zum fliegenden Wechsel auf Höhe von E und B. Natürlich gelang es nicht von Anfang an und ich nahm die Übungen auch nicht in jeder Trainingseinheit mit hinzu, um die Wechsel langsam zu erarbeiten und Rockabella die Möglichkeit zu geben, sich den Wechseln anzunähern. Während ich an den Wechseln arbeitete, erarbeite ich außerdem noch das Halten aus dem Galopp, sowie Traversale und Travers. Nach sechs Wochen konnte ich das Training für beendet erklären. Rockabella hatte nun alle Voraussetzungen, die sie für eine M-Dressur brauchte und auch Elena kam mit den neu erlernten Lektionen recht schnell klar. "Arbeite immer wieder an den Lektionen, aber bring auch Abwechslung ins Training, damit sie nicht zu einseitig im Training wird. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, dann kannst du mich natürlich jederzeit anrufen." Mein Flug ging erst morgen, sodass wir uns noch eine ganze Weile unterhalten konnten, bevor ich ins Bett ging. Früh am nächsten Morgen machte ich mich wieder auf den Heimweg. "Bis zum nächsten Mal",sagte ich und umarmte Elena herzlich. "Ich freu mich schon dich wiederzusehen. Es war wieder einmal total schön." Lächelnd winkte ich, bevor ich mich in mein Auto setzte und Richtung Flughafen aufmachte. Bald schon würde ich wieder zu Hause sein.

    Springen E-A, von Elii
    Rockabella gehörte momentan zu den Pferden, die mir am meisten Spaß machten. Während wir in der Dressur immer größere Forstschritte machten und uns momentan in Richtung S bewegten, wollte ich nun ihr Springtalent weiter fördern.
    Sie beherrschte schon einige Zeit die geforderte Höhe für ein Springen der Klasse A, jedoch hatten wir uns bis jetzt keinen gesamten Parcours getraut. Vor kurzer Zeit konnte ich auch ihren Springsattel fertig stellen, bei welchem ich vor unserem Training noch einmal Feinjustierungen machte. Nachdem alles passte, machte ich mich zur gewohnten Runde ins Gelände auf. Da das Springen nur einen Ausgleich in Rockabellas Trainingsalltag sein sollte, bekam sie keinen Maßsattel, sondern musste mit einem von der Stange vorliebnehmen. Das tat dem ganzen aber keinen Abbruch, schließlich war auch dieser Sattel einer der besten am Markt und passte exakt auf den Rücken der Stute.
    Uns zog es auf den Springplatz, wo bereits ein Parcours aufgebaut war. Die Höhe der Hindernisse variierte zwischen 0,90-1,00 m, während die Weite zwischen 0,85-1,15 m lag. Zwei zweifache Kombinationen waren ebenfalls integriert und wir hatten eine Gesamtanzahl von neun Hindernisse. Dies waren zwei mehr als bei Turnieren üblich, jedoch nutzte ich die zwei Sprünge extra als Einstieg. Sie waren niedriger gestellte Kreuze, welche den Pferden besonders leichtfielen und meist ohne Probleme gesprungen wurden.
    Ich startete zuerst mit dem Aufwärmen im Trab und Galopp, wobei ich besonders im Galopp darauf bedacht war, die Stute frisch vorwärts zu schicken, ohne dass sie ins Rennen kam. Durch ihre Ausbildung in der Dressur war dies für sie ein Leichtes, schließlich kannte sie den Mittelgalopp. Ich spielte etwas mit dem Tempo im Galopp, bevor ich sie zum Schritt durchparierte und ihr eine Pause gönnte. Rockabella schnaubte viel ab und schüttelte hin und wieder die Fliegen ab, die sich bei dem sonnigen Wetter auf ihren Körper setzten. Nach jeweils einer Runde auf jeder Hand nahm ich die Zügel erneut auf, galoppierte an und steuerte auf meine Einstiegs-Hindernisse zu. Beim ersten Kreuz übersprang sich Rockabella noch deutlich, weshalb ich sie beim zweiten mehr zurücknahm. Dadurch wurde sie langsamer, setzte sich noch mehr auf die Hinterhand und ließ sich besser an das Hindernis heran reiten. Schon jetzt sprang sie deutlich besser ab und nach zwei Wiederholungen hatte sie es drauf. Für die erste Einheit würde ich nur ein paar der Sprünge aus dem Parcours bewältigen. Die Kombination blieb bis auf weiteres unbeachtet und würde erst im späteren Verlauf eingebunden werden.
    Auch wenn Rockabella mehr Dressur-, als Springpferd war, machte sie ihren Job gut und sprang souverän. Ich lobte sie ausgiebig und wollte nun das Training mit einer Geländerunde abschließen. Als ich das Tor öffnete kam mir gerade Nate entgegen, welche mit Dark Rubin das gleiche Ziel hatte. Die Dunkelfuchsstute hatte das Springen im Blut und wurde schon beim Aufwärmen heiß auf die Hindernisse. In diesem Punkt blieb sie der Dark-Linie treu und arbeitete genauso wie ihre Verwandten. Mit großer Ruhe und gleichzeitigem Feuer nahm sie jedes Hindernis mit äußerster Genauigkeit. Auch wenn sie bis jetzt nur in der Dressur gefördert wurde, ging sie schon in der ersten Einheit um einiges besser als Rockabella. Sie würde wahrscheinlich in der Hälfte der Zeit mit dem Training durch sein und schon in höhere Gefilde aufsteigen können.

    Beide Stuten hatten die nächste Zeit einen durchgetakteten Trainingsplan. Da beide momentan auf Dressurturnieren den Schleifen nachjagten, konnten wir das Springtraining nicht zur Hauptattraktion machen, jedoch war es als Abwechslung gern gesehen.
    Schon bald konnten wir problemlos den gesamten Parcours auf A Höhe durchqueren, Rubina war wie gedacht deutlich schneller und arbeitete schon an der nächsten Klasse. Wie weit man sie diesen Sommer treiben konnte, würde sich noch zeigen. Dadurch dass ihr das Springen im Blut liegt, würde es ihr sehr leicht fallen, nur müsste Nate genügend Zeit für das Training finden.

    Western E-A, von Elii
    Ich fühlte mich noch immer etwas verloren in dieser Disziplin, doch ich hatte Blut geleckt. Rockabella hatte meine Leidenschaft für die Working Equitation geweckt. Dass man in den Prüfungen dieser Disziplin wenig Trab ritt, traf sich ganz gut, denn es war nicht die stärkste Gangart der Stute. Heute widmeten wir uns den Stiltrail, welcher in Schritt und Trab geritten wurde. Dabei werden verschiedene Hindernisse bewältit, die der Feldarbeit der Hirten nachempfunden sind.
    Eins musste man dieser Disziplin lassen: die Sättel waren noch viel bequemer als normale Dressursättel. Ich hatte extra ein englisch angehauchtes Modell gewählt, da ich mich in den iberischen Sätteln nicht so wohl fühlte, doch trotzdem erkannte man sofort, in welcher Richtung wir arbeiteten. Das minimale Outfit hatte mich einiges an Überwindung gekostet, doch langsam aber sicher gewöhnte ich mich daran. Nur die glitzersteinlose Trense bereitete mir Bauchschmerzen. „Ich finde es immer noch komisch...“, murmelte Nate, als ich mit Rockabella auf den Platz ritt. Ich verdrehte die Augen und ritt konzentriert weiter. Im Gelände hatte ich sie bereits ausgiebig warmgeritten, auch den Trab und Galopp hatte ich bereits aufgenommen, sodass ich gleich mit der Arbeit beginnen konnte.
    Ich ritt noch einige Galopp-Schritt Übergänge, um die Stute auf die anstehende Aufgabe einzustimmen und begann dann mit den Hindernissen. Zwischen den Hindernissen musste immer im Galopp geritten werden, der Trab durfte in diesem Prüfungsteil nicht gezeigt werden. Es war nicht immer einfach das Pferd so an den Hilfen zu haben, dass die Übergänge problemlos waren, Rockabellas Dressurbildung half uns dabei sehr.
    Heute wollte ich an den Hindernissen arbeiten, die im Schritt geritten wurden. Auch, weil noch nicht alles was ich für einen Speedtrail brauchte, angekommen war. Im gesetzten Galopp ritt ich zum Stangen-L und parierte direkt davor zum Halten durch. Ich schob Rockabellas Hinterhand herum, sodass sie seitlich zu der Stange stand und ließ sie dann seitwärtstreten. Dabei musste ich aufpassen, dass die Rockabella gleichmäßig lief, schließlich sollte die Stange mittig unter uns bleiben. Abwechselnd musste ich mehr mit der Vorhand oder mehr mit der Hinterhand arbeiten, doch Rockabella stellte sich gut an. Anschließend stellte ich die Stute wieder gerade, galoppierte an und ritt zur Brücke. Auch hier parierte ich wieder im Schritt durch und überschritt sie dann. Die Stute hielt kurz inne, als das Holz unter ihr hallte, ging dann aber weiter, als ich sie erneut aufforderte. Mit einem großen Satz verließ sie die Brücke, was wir im weiteren Training auf jeden Fall ändern mussten.
    Natürlich folgte trotzdem ein Lob, denn bis jetzt hatte sie die Brücke nur ohne Reiter überschritten. Erneut galoppierte ich an und ritt auf das aus Cavalettis gebaute L zu. Kurz davor nahm ich sie zurück, damit wir so langsam wie möglich um die Kurve kamen. Am Ende parierte ich zum Halten durch, ließ die Stute kurz verschnaufen und richtete sie anschließend rückwärts. Auch hier musste aufgepasst werden, dass ich die Stangen nicht berührte und ein fleißiges Tempo beibehalten wurde. Das Rückwärts gehörte zu Rockabellas Lieblingsaufgaben, sodass diese Aufgabe kein Problem war. Mit einer Hinterhandwendung drehte ich die Stute und galoppierte wieder an.
    Ein weiteres Mal wollte ich die Hindernisse durchgehen, bevor ich das Training beendete. Zwar hatten wir einzelne Teile bereits ins alltägliche Training aufgenommen, doch es war etwas Anderes, wenn alles hintereinander geritten wurde. Pferd und Reiter wurde viel Konzentration abverlangt, da sonst schnell Fehler passierten.
    Die nächsten Tage verfolgte ich ungeduldig die Sendungsverfolgung der Spedition und als endlich der Laster kam, versklavte ich die gesamte Nachbarschaft um mir beim Aufbau zu helfen.
    Am Tag darauf bereitete ich Rockabella vor und begutachtete dann unseren Parcours. Wieder stand der Wechsel von Schritt und Trab an, jedoch würden die Hindernisse dieses Mal auch im Galopp geritten werden. So begann ich mit der leichtesten Übung, dem Springen über ein Cavaletti. Rockabella, die bereits A Parocurs sprang, nahm das Cavaletti problemlos und ließ sich so gleich auf die Tonnen zusteuern. Wie im Barrel Race mussten diese umrundet werden. Hierbei fiel Rockabella öfter aus in den Schritt, weshalb die Tonnen uns noch einige Zeit begleiten würden. Es würde länger dauern, bevor wir perfekt durchkamen.
    Weiter ging es zu einem Slalom aus senkrecht aufgestellten Stangen, wieder das gleiche Spiel wie bei den Tonnen, doch dieses Mal war es eher ein Webmuster. Wir ritten immer von rechts nach links von Stange zu Stange und gerade in den Wendungen fiel es der Stute schwer, die Gangart zu halten. Am Ende des Trainings stand das Tor, dieses sollte geöffnet und wieder geschlossen werden. Das Pferd musste auch hier wieder genau auf den Reiter hören und sehr fein am Bein sein, damit es gelingen konnte.
    Kurz vor dem Tor parierte ich zum Halten durch, lehnte mich zum Griff vor und schob ihn nach oben. Rockabella, die ich dafür seitlich gestellt hatte, wurde nun wieder geradegestellt, damit wir hindurch reiten konnten. Auf der anderen Seite vellführte ich eine Vorhandwendung und schloss das Tor erneut, als die Stute seitlich stand. Auch danach galoppierte ich wieder an, damit Rockabella auch im Training schon wusste, was in den Turnieren auf sie zukommen würde. Nach einer Runde auf dem Zirkel beendete ich das Training und ließ die Stute eine Runde im Schritt gehen, bevor ich eine Runde im Gelände drehte.
    Es zogen mehrere Wochen ins Land, bevor wir den Stiltrail so beherrschten, dass wir Turniere nennen konnten. Rockabella fiel zwar immer noch manchmal in den Wendungen bei den Tonnen oder den Stangen aus, doch je öfter wir es ritten, desto besser wurde es.

    Western A-L, von Elii
    Seufzend saß ich am Rand des Reitplatzes und stütze meinen Kopf in meine Hände. „Was hast du jetzt schon wieder zu beanstanden?!“, rief mir Nate entgegen. „Ach, es ist nur... Das Tor stand vorher besser...“ Kaum hatte ich die Worte ausgesprochen, warf mir Nate den Todesblick zu und marschierte auf mich zu. Ich sprang sofort auf und machte mich drauf und dran über den Zaun zu klettern. Nur blöd, dass er mich im letzten Moment wieder herunterzog und mich am Arm packte. „Du... Boah! Nach einem Kaffee mach ichs.“, stakste er, ließ dann meinen Arm los und stiefelte ins Haus. Sein Gang sah immer noch wütend aus. Da mich jetzt doch das schlechtes Gewissen packte, zerrte ich selbst solange am Tor, bis es an meiner gewünschten Position stand. Mehr oder weniger. Auch das Cavaletti baute ich auf und den Stier für das Ringstechen stellte ich ebenfalls auf. Dass er mich dabei fast unter sich begraben hätte, wenn ich nicht im letzten Moment davongesprungen war, würde ich aber keinem erzählen.
    Ein deutlich entspannter wirkender Nate kam wieder zurück zum Platz und sah mich dann fassungslos an. „Ich hab dir doch schon hundert Mal gesagt, dass du das Ding nicht allein schleppen sollst!“ Wild gestikulierend sah er immer wieder zwischen mir und dem Stier hin und her. Dass mir mein Handgelenk weh tat, nachdem ich den Stier von mir wegdrücken wollte, verschwieg ich jetzt lieber und hielt die Hände hinter meinen Rücken. „Geh du Rockabella fertigmachen, ich kümmer mich um den Rest“, sagte er seufzend und machte sich dann weiter an den Aufbau des Trails. Ich nickte grinsend und hüpfte zum Stall. Colin hatte Rockabella bereits von der Koppel geholt und in die Box gestellt, wo sie jetzt auf mich wartete. Schnell bürstete ich über das ohnehin saubere Fell und holte dann das Zubehör aus dem Schrank. Auch wenn ich das klassisch englische Zubehör das ein oder andere Mal auf der Stute vermisste, so gewöhnte ich mich von Mal zu Mal mehr daran. Meinen Glitzer vermisste ich trotzdem, die Borte an der Schabracke reichte einfach nicht.
    Seufzend sattelte ich auf und bemerkte dann wie mich irgendwas beobachtete. Als ich mich umdrehte, sah ich in die schwarzen Knopfaugen von Ayumi. Sie trabte fiepend auf mich zu, den Kopf schon gesenkt und warf sich schließlich vor meine Füße. Ich kuschelte sie einmal kurz durch und schickte sie dann auf ihren Platz. Von Yuki war nichts zu sehen, doch ich hoffte einfach, dass sie sich benahm. Ayumi kuschelte sich in ihr Körbchen und beobachtete mich weiter, schließlich würde sie mitkommen wollen, wenn ich zum Platz ging.
    Als Rockabella fertig war hüpfte sie auf und trabte uns hinterher. Bei der Runde um den Hof rannte Ayumi begeistert vor und zurück, zischte unter den Zäunen hindurch und kam wieder zu uns. Rockabella ließ sich von der Hündin nicht verunsichern und lief konstant weiter. Zurück auf dem Hof kam uns auch schon Yuki entgegengesprungen. Nates Gesichtsausdruck zu Folge hatte sie ihn genervt, doch der Trail war aufgebaut.
    Beim Speed Trail ging es darum, den Parcours auch bei hohem Tempo ohne Fehler zu bestreiten. Wendigkeit und Geschwindigkeit waren die ausschlaggebenden Eigenschaften für diese Disziplin. Rockabella hatte die letzten Wochen vor allem im Gelände die Kondition im Galopp geübt, denn diese war zwingend notwenig. Unser Parcours bestand aus einem Cavaletti, zwei erhöhten Stangen die seitwärts überquert werden mussten, einer Brücke und Tonnen die zu umrunden waren. Nicht zu vergessen der Stier, der mich heute nicht das erste Mal fast auf dem Gewissen hatte.
    Aufgewärmt wurde Rockabella ganz normal, in der Arbeitsphase nahm ich noch Galopp-Schritt und Galopp-Halt Übergänge dazu, da diese für den Speedtrail wichtig waren. Rockabellas Dressurausbildung machte das sehr einfach und gerade auf Kandare verstand sie die kleinsten Hilfen. Die Hindernisse kannte die Stute bereits, schließlich waren wir schon seit längerer Zeit a Speedtrail und noch länger am normalen Trail dann. Bald würden wir auch die Rinderarbeit dazu nehmen, dafür mussten nur noch ein paar Rinder gefunden werden.
    Auch mit mehr Tempo kam Rockabella problemlos um und über die Hindernisse. Manche mussten mehrmals angeritten werden, andere funktionierten sogar schon beim ersten Mal. Die nächsten Tage nutzen wir den aufgebauten Parcours, um zu üben, denn allzu lange konnte er nicht bleiben. Working Equitation war nur eine Nebensache hier und sollte es auch bleiben, der Platz musste für die Dressur frei bleiben. Für ein paar Tage pro Monat war es allerdings in Ordnung diesen zu blockieren.
    Nach unseren anstrengenden Trainingseinheiten hatte die Stute die einzelnen Bereiche verinnerlicht und wusste schon von selbst, wie sie am besten an die Dinge heranging. Ob sie das auch auf Turnieren konnte, würde sich noch zeigen.

    Western L-M, von Elii
    „Bist du dir sicher?“
    „Klar!“
    „Du weißt, dass die ganz schön gefährlich sein können?“
    „Klar!“
    „Und du willst da trotzdem mit Pferd rein?“
    „Klar!“

    Heute war ich besonders siegessicher. Rockabella hatte die Rinder schon kennengelernt und zeigte sich, aufgrund von fehlender Angst, sehr passend für die Arbeit mit ihnen. Für unsere erste richtige Trainingssession hatte ich mir ein Rind ausgesucht, dass das Prozedere schon kannte und regelmäßig bei Working Equitation Turnieren dabei war.
    Rose, so der Name, starrte uns an. Während wir zurückstarrten. Vor allem Nate, denn er wusste nicht so recht wie er die Situation einschätzen sollte. Ich als eingefleischtes Cowgirl wusste natürlich genau was ich tat und war dementsprechend selbstsicher.
    Mr. Parker, auf dessen Hof wir unser Training heute durchführten, stand bei uns und wartete gemeinsam mit uns auf die zwei Unterstützungs-Reiter, die helfen würden. Bei der Rinderarbeit im Working Equitation gab es einen Haupttreiber und mehrere die mithalfen, allerdings eher passiv als aktiv. Meine Helfer waren ebenfalls Quereinsteiger in die Working, hatten allerdings schon etwas mehr Erfahrung im Kühe schubsen, da sie ehemals aus der Cutting Ecke kamen.
    Um Rose nicht zu sehr zu nerven, würden wir nach zwei Durchgängen die Kühe wechseln, Mr. Parker hatte ja zum Glück eine ganze Weide voll. Der Westernhof war schon etwas Besonderes und auch wenn es mich nicht oft dorthin verschlug, nahm man mich als Dressurtussi immer gern auf, gerade jetzt, in meinem Working Outfit.
    Wir verbrachten den Nachmittag damit die Manöver zu üben, auch als Helfer durften Rockabella und ich uns versuchen. Das Kühe treiben fiel ihr noch etwas schwerer, auch wenn sie einiges an Talent mitbrachte. Nichtsdestotrotz würden wir nun zwei bis drei Nachmittage hier verbringen und auch am Lehrgang des nächsten Wochenendes teilnehmen, wo alles noch einmal detailliert ausgearbeitet werden sollte.
    Nate begleitete uns dort aber nicht mehr, nachdem ich bei einem Training im Eifer des Gefechts den Boden geküsst hatte und das Rind, dieses Mal Maya, auf mich zu getrabt hatte. Mr. Parkers Rufe mit „Die tut nichts!“ halfen dabei herzlich wenig, als Nate heldenhaft über die Bande sprang und mich am Arm auf die Beine zog und wegschleifte. „Du bist doch nicht ganz sauber!“, rief er immer wieder empört, doch mich spornte das erst Recht an in den Sattel zu steigen und weiter zu arbeiten.

    Nach einiger Zeit war Rockabella regelrecht fixiert auf die Rinder während der Arbeit und ich konnte immer leichtere Hilfen verwenden, um sie zu steuern. Unserer Working Karriere stand immer weniger im Wege und ich war froh, diesen Weg für die Stute gewählt zu haben.
    Natürlich würde es noch einiges an Feintuning benötigen, bevor wir in der Rinderarbeit etwas reißen konnten, sodass unsere Trainingsstunden mit den Rindern würden noch für einige Zeit bestehen bleiben würden.


    Der Sommer war stressig, denn auch Rockabella wurde bei einer Körung vorgestellt. Die Württemberger Stute stand völlig entspannt vor dem Hallentor und wartete auf ihren Auftritt. Standardgemäß trug die die weiße Schabracke mit Stalllogo, ordentlich eingeflochten war sie auch. Schließlich wurde wir aufgerufen und es ging los.
    Im Trab ritt ich meine Stute in die Halle, hielt beim Bahnpunkt X und grüßte die Richter. Ich verharrte kurz, trabte dann wieder an und ging auf die rechte Hand. Nach einer Runde parierte ich zum Schritt durch und zeigte diesen ebenfalls eine Runde. Gewohnt problemlos galoppierte ich die Stute dann an und legte an der langen Seite etwas zu. Mit einem fliegenden Wechsel wechselte ich die Hand durch die Diagonale und ritt dort eine weitere Runde im Galopp auf dem Zirkel. Leichtfüßig parierte ich zum Trab durch. Noch eine letzte Runde im Schritt und dann waren wir schon so gut wie fertig. Wieder ritt ich über die Länge der Bahn zum Punkt X und parierte Rockabella anschließend zum Halten durch. Ein weiterer Gruß an die Richter und schließlich das aus der Halle reiten am langen Zügel.
    Zum Freispringen musste Rockabella nicht, sie wurde sowieso als reines Dressurpferd gehandelt, auch wenn sie einen Parcours bestreiten konnte.

    [1261 Zeichen mit Leerzeichen; lettercount.com]

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1 Aug. 2017
  5. Zion

    Zion Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    Sawanna

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    [​IMG]
    Sawanna
    (x)

    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Stute
    *2012
    (5 Jahre)
    Westfale | 175cm
    Fuchs
    x

    Interieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: Ofagwa
    im Besitz seit: 9. Mai 2017
    Kaufpreis: x

    Qualifizierungen
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Dressur E A L M

    Military E A

    Springen E A L M S

    Distanz E A


    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    417. Springturnier | 397. Westernturnier | 418. Dressurturnier | 324. Fahrturnier | 423. Dressurturnier | 399. Westernturnier | 317. Militaryturnier | 197. Synchronspringen | 425. Dressurturnier |198. Synchronspringen | 328. Fahrturnier

    Ausbildung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

    Abstammung: 0
    Schleifen: 11
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 2
    Zubehör: 2
    Gesamt: 19

    Zucht
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife
    HK/SK

    Gencode: ee Aa FF
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: 23. Juli 2017 durch "Horse Heaven"
    gechippt [] zuletzt kontrolliert [x]

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: 26. Juni 2017 durch "Big Bear Farrier"
    Ausgeschnitten/Korrigiert: Ja
    Hufbeschaffenheit: klein und hart
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: Eisen
    Beschlag hinten: Eisen
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    Eisen für Sawanna & Shyvana
    26. Juni 2017 | 5105 Zeichen | ceres

    Ständig auf Achse, ständig unterwegs auf der Suche nach Pferden, welche seine Hilfe brauchten. Das war Xavier Cote höchstpersönlich, als er am frühen Montagmorgen die Landstraße am Tyrifjord entlang fuhr. Er selbst konnte sich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte Mal in seinem Bett geschlafen hatte – Aber genau das brauchte er gar nicht zu wissen. Er liebte seinen Job und freute sich Tag für Tag, neue Menschen und neue Pferde kennenzulernen.
    Der leuchtend orange Bus, natürlich in den Farben der Big Bear Ranch, holperte die kleine Brücke entlang, über welche es auf die Insel zur Tyrifjord Ranch ging. Denn genau diese war diesmal sein Ziel. Zwei Pferde brauchten heute seine helfenden Hände und beide wollten in wenigen Stunden mit neuen Hufen und auch das erste Mal mit Hufeisen laufen.

    Xavier wurde von einer jungen Frau begrüßt, die sich als Charlotte von Eylenstein vorstellte, und ihn zum Stall begleitete. Der Stall war leer, bis auf die beiden Stuten, welche es gar nicht prickelnd fanden, dass sie nicht hinaus auf die Weiden durften. Charly holte als erstes eine junge Fuchsschecken Stute aus ihrer Box und stellte sie ihm als Shyvana vor. Kurz berichtete sie noch, was Xavier bei ihr beachten musste, sagte jedoch auch, dass sie eigentlich kein Problem darstellen sollte.
    Xavier nickte und begrüßte die Stute mit einem Apfelstück aus seiner Jackentasche. „Können Sie mir Shyvana bitte einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen, damit ich einen guten Eindruck auf ihren Laufapparat bekomme?“ Fragte er höflich Charly, welche dies natürlich sofort tat. Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Xavier das hübsche Tier und nickte dann wissend. „Danke! Das reicht, sie hat sehr schön fließende Bewegungen.“ Etwas pustend kam Charly wieder neben ihm zum stehen, lächelte jedoch glücklich.
    Als nächstes sortierte der Hufschmied sein Werkzeug und begann dann, mit dem Säubern und Begutachten des Hufes. „Viel ist bei ihr nicht zu tun“, erklärte er währenddessen. „Ich würde bei ihr vorne Innen etwas mehr wegnehmen, hinten sieht es jedoch gut aus, da werde ich nur kürzen.“ Charly war einverstanden und so knipste Xavier erst und raspelte dann die unsauberen Ränder aller vier Hufe ab. Shyvana durfte währenddessen als Ablenkung etwas Heu zu sich nehmen, welches Charly ihrer Stute vorausdenkend vor sie gehangen hatte.
    Als nächstes folgten die Eisen. Der mobile Ofen im Wageninneren hatte der Schied selbstverständlich schon vorheizen lassen, sodass er nun nur noch die passende Hufgröße der Eisen finden musste und diese dann nach kurzem anprobieren passgenau auf die Hufform von Shyvana anfertigte. Nachdem alle vier neuen Hufeisen an den Hufen befestigt wurde, musste Charly ihre Stute noch einmal mit neuem Beschlag vorführen. Shyvana schien leicht verwundert, Charly jedoch sehr zufrieden und so steckte Xavier der Stute ein weiteres Leckerli zu, bevor ihre Besitzerin sie zurück in den Stall brachte.
    Kurze Zeit später kam Charly mit einer weiteren Stute aus dem Stall. Diese war wieder ein Fuchs, diesmal jedoch ohne Scheckung, und auch sie spitzte neugierig und gelassen die Ohren. Die Stute hieß Sawanna und würde keinerlei Probleme machen, wie Charly Xavier erklärte. Sie hatte schon öfter Beschläge getragen, auch wenn Eisen das erste Mal an ihre Hufe kommen würde. Auch Sawanna begrüßte er wieder mit einem kleinen Geschenk, beschäftigte sich liebevoll mit der Stute und warf einen ersten Blick auf die vier zierlichen Hufe. Dann musste Charly schon wieder dem Schmied Sawanna in Bewegung zeigen. Einmal im Schritt und dann ein zweites Mal im Trab. Auch hier hatte er wieder nichts auszusetzen und machte sich sogleich an die Arbeit. Sawannas Hufe mussten vor allem gekürzt werden, was Xavier mit der Hornzange erledigte. Dann erneuerte er die Form des Strahls und raspelte zum Schluss die Hufe in eine ansehnliche Form. Trotz der kleinen Hufe schienen diese bei Sawanna ausgesprochen hart und widerstandsfähig und der Hufschmied hoffte, dass die Eisenbeschläge gut halten würden. Abermals suchte er nach den passenden Eisen, hielt sie an jedem Huf kurz an und machte sich dann an seinem Ofen zu schaffen, um die Hufeisen passend genau anbringen zu können. Stück für Stück brachte er die Eisen in die richtige Form und nagelte diese dann mit Hufnägeln einer nach dem anderen an den vier Hufen der Stute fest.
    „Und nun bitte nochmal kurz vorführen.“ Meinte er, nachdem er jede neue Hufbegeleidung noch einmal begutachtet hatte. Charly nickte und führte ihre Stute wie vorgeschrieben dem Hufschmied vor, welcher zufrieden nickte. „Danke, das sieht sehr gut aus! Die Eisen scheinen ihr nichts auszumachen.“ Erleichtert lächelte er, auch Charly nickte einverstanden und brachte Sawanna zurück in ihre Box neben Shyvana.
    Xavier und Charly regelten noch die geschäftlichen Dinge, bevor der Hufschmied der jungen Frau eine Visitenkarte in die Hand drückte und zurück in seinen Wagen stieg. Er winkte ihr ein letztes Mal und verließ dann, leise summend, die kleine Insel. Sein Weg war vorausbestimmt und irgendwann würde er sicherlich zurück auf die Tyrifjord Ranch kommen.
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    Tierarztbericht
    23. Juli 2017 | 3.511 Zeichen | Möhrchen

    Am Wochenende machte ich mich auf den Weg auf die Tyrifjord Ranch zu Charly und ihren zwei Warmblütern, die heute untersucht werden sollten. Ich war bereits mehrere Male zu Tierarztterminen auf dem Gestüt und kannte mich bereits aus. Wie angekündigt wartete Charly schon mit ihren beiden Pferden am Putzplatz. Sie begrüßte mich herzlich und stellte mir die beiden Patienten vor: die Fuchsstute Sawanna und den schicken Schecken Brego.
    Brego machte den Anfang. Ich ließ ihn an meiner Hand schnuppern und der junge Hengst war kein bisschen zurückhaltend. Frech stupste er meine Hand weg und machte sich an meiner Jackentasche zu schaffen. Ich fing mit der Untersuchung an und schaute mir seine Augen, Nüstern und Zähne an. Er ließ mich brav agieren und öffnete auch artig das Maul. Als ich am Kopf nichts Auffälliges feststellen konnte, tastete ich mich langsam weiter vor, über die Halswirbel zum Rücken. Brego zeigte keinerlei Schmerzreaktionen und stand völlig entspannt da. Sein Rücken fühlte sich locker und gleichmäßig an, also machte ich mit den Beinen weiter. Ich hob seine Beine nacheinander an, schaute mir seine Hufe und Gelenke an. Er wollte die Hinterbeine nur ungerne geben, sonst schien aber alles in Ordnung zu sein. Ich hörte noch sein Herz, seine Lunge und seinen Bauch ab, dann hatte er die Untersuchung geschafft: es war alles in Ordnung.
    Anschließend machte ich mit Sawanna weiter. Im Gegensatz zu Brego war sie etwas schüchternen, ließ sich aber trotzdem brav anfassen. Ihre Augen waren klar und sauber, Nüstern und Zähne sahen einwandfrei aus. Also tastete ich auch bei ihr einzeln jeden Hals- und Rückenwirbel ab und achtete auf ihre Reaktionen. Sie zeigte keine Schmerzen, weder am Rücken, noch an den Beinen. Auch ihre Hufe sahen gerade und hart aus, ich war sehr zufrieden. Zum Abschluss holte ich mein Stethoskop heraus und zeigte es ihr. Sie schnaubte und wich ein Stück zurück, letztendlich siegte aber doch die Neugier und sie beschnupperte es vorsichtig. Anschließend ließ sie sich auch artig und entspannt damit abhören: auch hier alles in Ordnung.
    Nun holte ich zwei Wurmkuren und zwei Leckerlis heraus. Brego machte wieder den Anfang: geschickt hielt ich seinen Kopf am Halfter auf meiner Schulter fest und drückte ihm die weiße Paste seitlich ins Maul. Er riss den Kopf hoch, doch ich hatte ihm bereits die ganze Menge verabreicht. Genervt schmatzte er und einige Tropfen liefen ihm wieder aus dem Maul. Um den Geschmack zu überdecken, gab ich ihm das Leckerli, dann hatte er es auch schon geschafft.
    Nun war Sawanna wieder an der Reihe: auch ihr gab ich die Wurmkur ohne große Vorarbeit fix ins Maul, so konnten sich die Pferde gar nicht groß dagegen sträuben. Sie nahm den unangenehmen Geschmack weitaus gelassener hin und zeigte keine Gegenwehr.
    Als Letztes bat ich Charly, die beiden Pferde einmal über den Hof zu führen, im Schritt und im Trab. Beide folgten ihr willig und zeigten schwungvolle und taktklare Bewegungen. „Alles klar, das reicht schon!“, rief ich ihr zu. Sie kam zu mir zurück und band die beiden wieder an. „Alles in Ordnung, ich konnte nichts finden. Gönne ihnen morgen am besten einen Ruhetag, dann kann der Körper die Wurmkur besser verarbeiten. Danach kannst du wieder ganz normal loslegen.“ Charly nickte und verabschiedete sich von mir. Es fing gerade an zu regnen und ich beeilte mich, zurück in mein Auto zu kommen.
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    Distanz E → A
    18. Mai 2017 | 4275 Zeichen | Canyon
    »Stört dich das nicht? Das mit den Namen?« fragt Petyr Nico. Nico zieht jedoch nur seine Augenbrauen nach oben und blickt Petyr herablassend an.
    »Stört es dich, lieber Petyr, dass es hier in Norwegen ganz viele Jonsens gibt?« Petyr antwortet nicht. »Na also. Und jetzt putze Sawanna, auch nur die kleinste Schürfstelle würde ich dir übel nehmen.«
    Grimmig blicke ich Nico an, was er jedoch nicht zu bemerken scheint. Ich hasse es, wenn er so großkotzig ist, vor allem wenn er so mit meinen Freunden umgeht. Ich halte mich jedoch davon ab, mich einzumischen und konzentriere mich weiter auf das Putzen von Prejudice.
    »In zehn Minuten ist Abflug!« Ruft Charly etwas weiter über den Rücken von Samarra hinweg. Ich seufze genervt, beeile mich jedoch mit Judis Sattelzeug, sodass ich wenig später pünktlich im Sattel sitze und ungeduldig auf die anderen vier Reiter mit ihren Pferden warte, welche alle mal wieder länger brauchen.
    Mit etwas Verspätung reiten wir jedoch dann vom Hof. Meine Motivation auf das Training war sehr gering, dafür würde ich nächste Woche zwei Freitage haben und endlich mal wieder Zeit für meine eigenen Pferde finden.
    Der Himmel war stark bewölkt und es war kälter als in den letzten Tagen. Eigentlich die perfekten Voraussetzungen für ein Distanztraining. Jedoch hatten wir hier fünf unerfahrene Pferde im Gelände. Alle waren jung und auch wenn sie die Umgebung durch unsere Ausritte schon kannten, war ein Distanztraining nochmal härter und anstrengender.
    Vuyo ritt dieses Mal Shyvana. Eine neue und recht wenig trainierte Stute, welche jedoch bereits in den letzten Tagen unter dem Sattel große Fortschritte gemacht hat. Außerdem ist Nico ja bekannt für sein schnelles Training. Zum Glück hat er damit bis jetzt durchgängig Erfolg gehabt.
    Nach einem gemächlichen Start erhöhen wir das Tempo, als wir die weichen Waldwege erreichen, welche sich rings um das Gestüt erstrecken. Nico und der Hengst Brego führen die weitere Stutengruppe an. Da Judi bereits in den höheren Klassen in der Dressur und im Springen mitspielt, ist sie dementsprechend trainiert und erkämpft sich nach kurzer Zeit den Platz direkt dahinter. Hinter mir kam Charly mit Sammy und den Schluss bildeten Vuyo und Shyvana.
    Im langsamen und gleichmäßigen Trab führt uns Nico die Waldwege entlang. Dreißig Kilometer stehen auf unserem Plan und ich befand meine Idee als immer noch gut, bereits am Vorabend Wasser auf dieser Strecke zu verteilen. Nicos Einschätzung ist, dass wir nur etwas mehr als zwei Stunden brauchen würden. Ich zweifele daran etwas, lasse ihm jedoch seine Hoffnung. Keins der Pferde ist lange Trabstrecken im Gelände gewöhnt und so müssen wir immer wieder kleine Schrittpausen einlegen. Hin und wieder zwingt uns auch das Gelände zu einer Verringerung des Tempos, sodass Nico auf Grund des nicht Einhaltens seines Zeitplans immer muffliger wird. Ich versuche ruhig zu bleiben und mich vor allem auf Judi zu konzentrieren, welche sich zwischendurch den ersten Platz sogar mit Brego teilt. Nico scheint jedoch es nicht für nötig zu sehen, den Hengst davon abzuhalten, Judi immer wieder mit Kopf und Huf zu drohen, sodass ich das Tempo wohl oder übel etwas zügeln muss.
    Nach der Hälfte der Strecke legen wir unsere Pause ein. Bereits auf der ersten Hälfte gab es kurze Wasserpausen, diesmal steigen wir jedoch ab, nehmen die Pulswerte und gönnen den Pferden eine kurze Pause. Kurz nachdem jedes Pferd wieder bereits für den zweiten Teil ist, steigen wir auf und führen den Ritt weiter. Mittlerweile galoppieren wir im ruhigen Tempo an geeigneten Stellen, geben den Pferden dafür mehr Schrittpausen, denn auch ihre Kraft versiegt so langsam.
    Petyr und Vuyo haben mittlerweile sogar aufgehört, ununterbrochen zu sprechen, sodass ich nur noch umgeben von den Geräuschen der Natur und dem Geklapper der Hufe bin.
    Nach etwas mehr als dreißig Kilometern kommen wir durchnässt wegen des eingesetzten Regens und mit müden Pferden wieder auf der Tyrifjord Ranch an. Bella und Tjarda sind zum Glück bereits zur Stelle und werfen allen Pferden zügig Abschwitzdecken über, sodass wir nur noch den Puls unserer Tiere nehmen brauchen und sie nach dem Absatteln auf die Weiden entlassen können.
    Wir waren uns einig, dass jeder der Fünf einen Aufstieg in die nächsthöhere Klasse verdient hatte.

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    Springen E → A
    18. Juni 2017 | 10.221 Zeichen | FrauHolle
    Ich hatte eine sehr stressige Woche mit vielen Turnieren und Aufträgen hinter mir. Doch bevor ich mir eine kleine Auszeit gönnen wollte, machte ich mich zu einem letzten Auftrag auf den Weg nach Norwegen, wo ich zwei Stuten trainieren sollte. Nachdem ich Freitag ein paar Stunden geschlafen hatte, machte ich mich gegen 23 Uhr auf den Weg nach Storøya. Der Weg nach Storøya führte mich durch Dänemark, Schweden und schließlich nach Norwegen. Nach einer langen Autofahrt und einer anstrengenden Nacht kam ich am Samstagmorgen gegen 10 Uhr am Tyrifjord an. Da ich schon einige Male auf der Tyrifjord Ranch gewesen war, wusste ich genau, wo ich hinmusste. Ich stellte mein Auto auf dem Parkplatz ab, schnappte mir meine Jacke vom Rücksitz, knallte die Autotür zu und schlenderte Richtung Stall. „Hey, du!“, ich zuckte zusammen. Erschrocken guckte ich mich um. An der Tür der Sattelkammer lehnte ein junger Mann mit blonden Locken und grinste mich komisch an. „Hast du dich verlaufen?“, fragte er. Etwas verwirrt antwortete ich: „Ich…. Ich bin die Trainerin. Ich soll…“, „…Samarra und Sawanna trainieren, richtig?“, ohne mich ausreden zu lassen beendete der Mann meinen Satz, „tut mir leid, du siehst nicht so aus als wenn du so viel drauf hast“. Ich war mir nicht so sicher, ob ich ihn gerade richtig verstanden hatte, doch ich glaube das hatte ich. Er musterte mich von oben bis unten, bis er mir schließlich seine Hand hinhielt: „Ich bin Nico, ich hoffe du wirst meinen beiden Stuten mal ein bisschen Feuer unterm Hintern machen“. Ohne auf eine Antwort von mir zu warten drückte er mir ein Halfter in die Hand und lief vor in Richtung Weide. „Das sind die beiden“, er zeigte auf zwei Fuchsstuten, „Sattel und Trense ist in der Sattelkammer, Springplatz gleich da vorne. Noch Fragen?“. Ich schüttelte den Kopf und brachte ein leises „Ich glaube nicht“ hervor. Nico drehte sich um, klopfte mir auf die Schulter und verschwand schließlich hinterm Stallgebäude. So ganz kam ich mit Nico noch nicht klar aber ich beschloss, mir über ihn nun keine Gedanken mehr zu machen, sondern mich aufs Training zu konzentrieren. Ich öffnete das Tor der Weide und ging auf eine der Pferde zu. „Du musst Sawanna sein, oder?“, flüsterte ich der Stute zu, während ich sie aufhalfterte, doch ich bekam natürlich keine Antwort. Ich führte Sawanna durchs Tor zum Putzplatz, wo ich anfing, ihr Fell zu striegeln. Nachdem ich auch die Hufe ausgekratzt und den Schweif gekämmt hatte, holte ich aus der Sattelkammer die Trense und den Sattel. Schon kurze Zeit später parkte ich Sawanna neben der Aufstiegshilfe auf dem Platz ein und schwang mich in den Sattel. Während ich warm ritt, begutachtete ich die verschiedenen Sprünge, die auf dem Platz aufgebaut waren. Für ein A-Springen mussten wir heute mindestens eine Höhe von einem Meter erreichen, was ich uns durchaus zutraute. Nachdem ich noch einmal den Sattelgurt kontrolliert hatte, nahm ich die Zügel auf und trabte an. Sawanna trabte in aller Ruhe los und ich fing an, sie mit vielen Wendungen locker zu bekommen. Schnell hatte ich mich an ihren schwungvollen Trab gewöhnt und ritt einige Schritt-Trab Übergänge. Nach guten 15 Minuten gönnte ich Sawanna eine Schrittpause, bevor ich mit der Galopparbeit startete. Ich galoppierte ein paar Runden auf dem Zirkel und ritt einige Übergänge, um mich an ihren Galopp zu gewöhnen. Schließlich steuerte ich sie auf den ersten Sprung zu. Sawanna machte einen großen Satz über das Cavaletti, welches ich gleich noch einmal von der anderen Hand anritt. Ich ritt eine Runde auf dem Zirkel und lenkte die Stute auf den Steilsprung zu. Auch diese Höhe von knappen 70 cm war für Sawanna kein Problem. Ich parierte sie durch zum Trab, ließ mir die Zügel aus der Hand kauen, nahm die Zügel nach kurzer Zeit wieder auf und galoppierte in der Ecke erneut an. Zufrieden lobte ich sie, als wir sowohl den Oxer in der Mitte der Bahn, als auch den Steilsprung bei E gut überwunden hatten. In einem großen Bogen ritt ich auf die Kombination aus einem Kreuz und einem Steilsprung zu. Viel zu spät sprang Sawanna über das Kreuz, weshalb auch der Abstand zum zweiten Sprung nicht richtig passte. Nach dem Kreuz setzte ich mich tief in den Sattel und versuchte, Sawanna zurückzuhalten. Zwar kamen wir, wie erwartete, auch an den Steilsprung viel zu nah, doch die Stange blieb zum Glück liegen. Ich wechselte die Hand und ritt erneut zur Kombination. Diesmal kamen wir perfekt an den ersten Sprung ran, sodass auch der zweite Absprung prima klappte. Erleichtert kraulte ich der Stute den Hals, als ich uns beiden eine kleine Schrittpause gönnte. Ich startete eine letzte Runde, in der ich einen kompletten Parcours abreiten wollte. Wir starteten unseren Ritt mit dem Cavaletti, danach wechselte ich durch die ganze Bahn und ließ Sawanna über den Oxer springen. Nach dem Steilsprung überquerten wir die Kombination von der rechten Hand aus und schließlich erneut den Oxer. Nachdem ich die Kombination aus dem Kreuz und dem Steilsprung von der anderen Seite abgeritten war, beendete ich den Parcours mit dem Steilsprung an der langen Seite bei E. Ich ging in den leichten Sitz, gab Sawanna den Zügel und ließ sie in einem flotten Tempo eine letzte Runde galoppieren, bevor ich sie durchparierte. Sawanna war ziemlich durchgeschwitzt, als ich nach einigen Runden Trab schließlich zum Trockenreiten überging. Am langen Zügel trottete sie über den Platz und schnaubte zufrieden ab.
    Eine gute dreiviertel Stunde später hatte ich Sawanna abgesattelt, übergeputzt, zurück auf die Weide gebracht, Samarra geholt und geputzt und war nun auf dem Weg zum Reitplatz. Ich war sehr gespannt, ob das zweite Training heute genauso gut verlaufen würde wie das erste. Ich hatte mich auf jeden Fall schon in die Stute verliebt, denn ihre Farbe und ihre Abzeichen waren genau nach meinem Geschmack. Im Nu war ich aufgestiegen und ritt die ersten Runden im Schritt über den Platz. Nach dem Warmreiten ging ich zur Trabarbeit über. Samarra hatten einen schwungvollen Trab und einen sehr guten Vorwärtsdrang. Mit vielen Bahnfiguren, Handwechseln und Übergängen machte ich sie warm. Obwohl wir uns hier und da noch nicht ganz einig waren und sie sich ab und zu etwas wiederwillig gegen meine Vorhaben wiedersetzte, fühlte ich mich sofort wohl auf der Stute. Unser erster Galopp lief zugegebenermaßen etwas chaotisch ab, den Samarra war nicht ganz meiner Meinung. Ich brauchte einige Anläufe, um mit ihrer Sturheit zurechtzukommen, doch schließlich gab Samarra auf und wir nahmen den ersten Sprung. Samarra hatte großes Potential und machte riesige Sätze über die kleinen Sprünge. Immer wieder musste ich sie zurücknehmen und zum Trab durchparieren, um sie unter Kontrolle zu behalten, doch insgesamt kamen wir ganz gut miteinander klar… Dachte ich… Im vollen Tempo raste die Stute links am Oxer vorbei, schlug einen Haken und galoppierte schließlich die lange Seite herunter. Während ich damit zu kämpfen hatte, mich im Sattel zu halten, versuchte ich Samarra zu bremsen, doch das interessierte sie eher wenig. Völlig verzweifelt zog ich mit aller Kraft am linken Zügel, um sie mit einer Volte zum durchparieren zu bringen. „Na gibt’s Probleme?“, Nico lehnte lässig am Zaun. Auch das noch! Vor lauter Springtraining hatte ich ihn schon fast vergessen. Natürlich musste er genau in diesem Moment ankommen. Wie lange stand er da wohl schon? Und was sollte er nun von mir denken? Zum Glück hatte ich hatte ich Samarra wieder einigermaßen im Griff, allerdings hatte meine Kraft ziemlich nachgelassen. Doch ich wollte nicht durchparieren, sondern Nico zeigen, dass ich nicht komplett überfordert war. Ich ritt zum Steilsprung, begrenzte mein Pferd mit meinen Beinen und den Zügeln und steuerte den Sprung genau in der Mitte an. Samarra zog ordentlich das Tempo an und flog geradezu über den Sprung. Völlig erschöpft parierte ich sie durch. „Ich glaube das hätte ich besser hinbekommen“, lachte Nico angeberisch, „ich habe sicherlich mehr Kraft und Kondition als du“. Seine Anmerkungen machten mich ziemlich wütend, doch ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen und es gelassen zu nehmen. Nico machte keine Anstalten, sich wieder an seine Arbeit zu machen, weshalb ich wohl oder übel mit Publikum weiter trainieren musste. Insgeheim hoffte ich so sehr, dass ich einen anständigen Ritt mit Samarra hinbekommen würde. Konzentrierte ritt ich auf den ersten Sprung zu. Ich setzte mich tief in den Sattel und nahm die Zügel erneut etwas an. Zwar war das Tempo mal wieder viel zu hoch, doch wir kamen heil über den Steilsprung rüber. Ich atmete tief durch und steuerte den Oxer an. Samarra versuchte erneut, links am Sprung vorbei zu laufen, doch ich reagierte sofort, lenkte sie mit meinem Schenkel und dirigierte sie über den Sprung. Erstaunlich harmonisch lief nun die Kommunikation zwischen uns beiden ab, als ich sie die Kombination springen ließ. Wir beendeten unsere Runde mit einem Steilsprung, bevor ich sie schließlich völlig zufrieden durchparierte und lobte. „Das sah ja doch noch ganz gut aus“, murmelte Nico. Ganz gut? Im Gegensatz zum Anfang war diese Runde Olympiareif. Mir viel ein riesen Stein vorm Herzen, dass ich vor Nico nicht komplett versagt hatte. Ich trabte noch kurz leicht und parierte dann durch zum Schritt. Ich hatte das Gefühl, Nico war immer noch nicht wirklich von mir überzeugt und seine kritischen Blicke machten mir etwas Angst. Ich wusste nicht genau was es war, doch irgendwie konnte ich mit seiner Art noch nicht so ganz umgehen. Während ich mich von Nico zulabern ließ, machte ich Samarra fertig. Meine Antworten zu Nicos Fragen begrenzten sich auf ein, höchstens zwei Sätze, dann redete Nico meist schon weiter und stellte mir die nächste Frage. „Komm ich helfe dir“, zwinkerte er mir zu, als ich die Sachen in die Sattelkammer bringen wollte. Er nahm mir den schweren Sattel aus der Hand und schleppte ihn in die Sattelkammer. „Sonst noch ein Wunsch, die Dame?“, fragte er freundlich. Aha, Nico hatte also noch eine andere Seite, die er mir wohl auch noch zeigen wollte. „Danke, ich bin wunschlos glücklich!“, grinste ich ihn an. Nico grinste zurück und wir mussten beide lachen. Vielleicht war er ja doch gar nicht so komisch, wie ich am Anfang gedacht hatte!

    Die Kür
    Aufgeregt zupfte ich eine letzte Strähne von Sawannas abstehenden Haaren zurecht. So sauber wie sie heute aussah, hatte ich sie schon lange nicht mehr gesehen, aber ich hatte mir ja auch größte Mühe gegeben. Ich blickte auf die Uhr. Noch zehn Minuten, dann waren wir an der Reihe. Ich atmete noch einmal tief durch und schwang mich dann in den Sattel der hübschen Stute. Die Zeit bis zum Start verbrachte ich auf dem Abreitplatz, wo ich versuchte innerlich ruhig zu werden und die Verbindung zu Sawanna aufzubauen, welche ich für die Kröung brauchte.
    Als laut unser Name ausgerufen wurde, verließ ich den Platz und lief im gemächlichem Schritt zur Reithalle, bei der mir, sobald ich davor stand, die Tore geöffnet wurden. In einem langsamen Trab betrat ich die Halle und mit einmal betrat ich eine andere Welt. Klar, irgendwo wusste mein Kopf, dass wir auf einer Kröung waren, aber das war ein unwichtiger Faktor. Ich war hier, auf meiner Stute Sawanna und ich wollte zeigen, was sie konnte. Dass am Rand die Richter saßen und uns mit kritischen Augen betrachteten, bemerkte ich gar nicht.
    In der Mitte der Halle hielt ich an und grüßte in Richtung der Richter, doch in Gedanken stellte ich mir vor, dass ich ganz wo anders war. Draußen in der grünen Natur und nicht hier, in der dunklen Halle. Mit einem sachten Zeichen brachte ich Sawanna in einen gemächlichen Schritt, welchen wir auf der ganzen Bahn auf der linken Hand fortführten. Eine Runde, die zweite wechselten wir durch die ganze Bahn. Rechte Hand, zweite Runde im Schritt. Ich ignorierte die Blicke der Richter, sondern konzentrierte mich weiter auf meine Sawanna und die Kür, welche wir uns ausgedacht hatten. Ganz unerwartet galoppieren wir nach der zweiten Runde im Schritt an und gingen auf den Zirkel, wo Sawanna ihren Dampf ausließ. Im Schritt und im Trab war sie die ruhigste und ausgeglichenste Stute die es gab, doch im Galopp war sie ein Wirbelwind, genauso wie ich. Die sportliche Stute wechselte rasant und gekonnt aus dem Zirkel und vollführte auf der anderen Hand eine weitere Zirkelrunde im Galopp, bevor wir in einen langsamen Trab durchparierten und wieder ganze Bahn gingen. An der langen Seite baute ich eine ungeplante einfache Schlangenlinie ein, welche doch ganz gut dazu passte. An der nächsten langen Seite ritten wir Schlangenlinien mit vier Bögen und danach zeigte ich den Richtern Sawannas ausdrucksvollen Trab auf der anderen Hand. Zum Schluss galoppierte ich eine letzte Runde im ruhigen Trab, bevor ich durchparierte und im Schritt meine Sawanna auf X zu ritt. Dort brachte ich sie sachte zum Stehen, grüßte die Richter und gab ihr dann wieder das Zeichen zum starten.
    Elegant verließen wir die Halle am langen Zügel in einem ruhigen Trab, welchen Sawanna besonders gut beherrschte. Draußen sprang ich von dem breiten Rücken der Stute und nahm ihren Kopf in meine Hände, nur um ihr gleich darauf einen Kuss auf die haarige Stirn zu drücken.
    2932 Zeichen | (c) Canyon | zeichenzähler.de

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    Bewegung (c) Canyon | Halfter (c) AlfurElfe | HG (c) sadasha
     
    Bracelet und Canyon gefällt das.
  6. Samarti

    Samarti Sunshine Fluffy Tutu!

    Meine Teilnahme mit Dark Rubin

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    Rufname: Rubin
    geboren: April 2011

    von: Dark Intention – Hannoveraner
    von: Dark Firestorm, aus: Unwritten

    aus: Halluzination – Hannoveraner
    von: unbekannt, aus: unbekannt

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    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Dunkelfuchs
    Stockmaß: 166 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Dark Rubin ist eine junge Hannoveranerstute mit einem ausgezeichneten Charakter. Sie ist Pferden gegenüber sehr sozial und zeigt sich dem Menschen überaus freundlich zugewandt. Sie lernt schnell und vor allem gerne, auch wenn es Tage gibt, an denen sie gerne einmal blockiert.
    Sie hat Potential für den ganz großen Sport hat, was ihr aus ihrer Vaterlinie mitgegeben wurde. Ihr erstklassiges Springblut und der Ehrgeiz, welcher sich bereits durch Generationen zieht machen sie zu einem perfekten Partner macht.

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    Erfolge

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    2. Platz 388. Springturnier
    2. Platz 389. Dressurturnier
    3. Platz 406. Dressurturnier
    2. Platz 422. Dressurturnier
    1. Platz 435. Springturnier
    3. Platz 436. Dressurturnier

    Springen A – Dressur A
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    offizieller Hintergrund

    Zubehör

    Steckbrief


    Tierarzt – 15. Juni 2017, von Eddi
    Trotz meiner knapp bemessenen Zeit ging es heute für mich aufs Gut Sanssouci, denn der Termin bei Elena Redling stand schon seit längerem fest. Aber statt von der eigentlichen Gestütsbesitzerin, wurde ich von zwei wild herumtollenden Welpen begrüßt, die mich und meine Doktortasche höchst interessant fanden. Doch eine Ermahnung ihrer Besitzerin reichte und die beiden verzogen sich in Richtung Stall, so dass ich Elena in Ruhe begrüßen konnte.
    Gemeinsam gingen wir in den Stall, denn wir hatten einiges vor. Vier Pferde standen auf unserer Liste und wir wollten im Verlauf des Tages ja auch noch fertig werden. Wir begannen mit dem wichtigsten Kandidaten: Flavor Of The Weak. Der hübsche Schimmel sollte demnächst auf einer Körung vorgestellt werden und dementsprechend war sein Gesundheitszustand von hoher Priorität.
    Zu Beginn führte Elena mir ihren Hengst im Schritt und Trab auf dem Hof vor. So konnte ich mir die Bewegungsabläufe des Pferdes genauer anschauen und eventuelle Lahmheiten oder Ähnliches entdecken. Doch bei Weak war alles in bester Ordnung und auch die Beugeprobe bestand er ohne Probleme. So kehrten wir zum Putzplatz zurück, wo ich in aller Ruhe einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf, um zu schauen, ob alles so war, wie es sich gehörte.
    Dann wurde Weak an der Brust abgehört, um die Werte von Puls und Herz kontrollieren zu können. Abschließend wurde die Körpertemperatur gemessen und nachdem alles bestens war, konnte Weak geimpft werden. Dabei hielt ich mich an seinen Impfpass, so dass er nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden musste.
    Die Wurmkur übernahm die Besitzerin selbst und diese war auch sehr regelmäßig vorhanden, so dass alle Pferde gut geschützt waren. Weak war dann für seinen Teil fertig und durfte zurück in die Box. Doch ein paar Minuten später stand bereits das nächste Pferd vor mir: Dark Rubin. Eine junge und aufgeweckte Fuchsstute, die beim Vorführen bereits ihre schönen Gänge zeigte.
    Auch sie tastete und hörte ich ab, kontrollierte, ob alles so war wie es sein sollte und dann musste auch Dark Rubin für eine Impfung stillhalten, ehe sie direkt fertig war. Die nächste Stute, Rockabella, war ebenso brav und gut erzogen, wie ihre Vorgänger. Es kam sicherlich auch sehr selten vor, dass ein Pferd auf Sanssouci mit Unarten daher kam und mir meinem Job schwer machen würde.
    Rockabella ließ sich einwandfrei vorführen, abtasten und abhören. Auch bei der Impfung zuckte sie kaum zurück und somit waren wir hier wirklich mehr als schnell fertig und konnten zum letzten Pferd übergehen. Bei Dark Chocolate handelte es sich um eine Halbschwester zu Dark Rubin, was bereits der Name verriet. Auch sie war mit tollem Gangwerk und einem schönen Exterieur gesegnet und konnte ebenso mit Benehmen punkten.
    Zwar vertraute sie weder dem Stethoskop noch der Spritze in meiner Hand so recht (und wohl auch berechtigt), ließ sich aber von ihrer Besitzerin schnell beruhigen und stand brav still, während ich an ihr herumhantierte. So war auch das vierte Pferd schnell erledigt und durfte zurück in seine Box. "Tolle Pferde!", meinte ich lobend zu Elena, denn ihre Zucht bewunderte ich seit langem. Umso schöner war es, wenn dann eben bereits die dritte Generation einer Linie immer noch in meiner Obhut stand. Dennoch musste ich mich vom Gestüt losreißen und den Heimweg antreten, denn zu Hause wartete noch allerhand eigene Arbeit auf mich.


    Hufschmied – 30. Juli 2017, von Zaii
    „Vergiss nicht Fotos von Déchante zu machen!“, rief Zai noch schnell, als ich meine Autotür zuzog. Ihr war es ganz Recht, dass ich momentan immer wieder auf Gut Sanssouci arbeiten musste, denn das war für sie die bequemste Methode, um ihr baldiges Fohlen zu sehen. Nicht, dass sie Elena schon oft genug damit nervte. Ein Blick in den Rückspiegel zeigte eine hysterisch winkende Zai, die mit wilden Gesten auf ihr Handy deutete.
    Der kurze Weg sprach eindeutig dafür, die Pferde der Nachbarschaft zu versorgen, auch wenn die Nachbarschaft selbst eher dagegensprach. Vor dem Stutenstall wartete auch schon Elena auf mich, an ihrer Hand die Fuchsstute Dark Rubin. Schnell stieg ich aus, zog mir die Schürze an und nahm meine ganzen Arbeitsutensilien in die Hand.
    Während der Ofen aufwärmte, führte Eli ihre Stute im Schritt und Trab vor. Wie von einer Gestütsleiterin gewohnt, geschah dies in einer perfekten Manier.
    Das Abnehmen der Eisen gestaltete sich bei der Stute als einfach, sodass wir in kürzester Zeit fertig damit waren. Die Blondine quälte mich währenddessen mit ganz speziellen Wünschen.

    „Duuuu Theo, ich hab bei Facebook blaue Eisen gesehen, du hast nicht zufällig...?“
    „Das hier ist kein Modegeschäft.“
    „Aber es würde das Geschäft mega ankurbeln! Ich bin mir sicher!“
    „Ich hatte schon keine goldenen, als ob ich dann blaue ins Sortiment aufnehme.“

    Etwas geknickt ließ sich schließlich ab und begnügte sich mit gewöhnlichen Stahleisen. Ich versprach ihr außerdem, dass auch diese ihren Dienst mehr als gut erfüllen würden. Endlich konnte ich entspannt weitermachen, und kürzte die Hufwände. Danach folgte das Ausschneiden des Zerfallshorns und schließlich das Planzaspeln. Schnell waren auch die Ecken berundet und so war der erste Huf bereit für einen neuen Beschlag. Auch die anderen drei Hufe waren kurz darauf fertig und die Eisen konnten nacheinander aus dem Ofen genommen und geschmiedet werden. Der Lärm machte Rubina nichts aus, sie zuckte nur etwas mit den Ohren.
    Beim Aufbrennen drehte Elena ihren Kopf leicht angewidert weg, was aber den schönen Nebeneffekt hatte, dass sie für eine halbe Minute nichts sagte.
    Nach einem Wasserbad im Eimer konnte das Eisen auf den Huf geschlagen werden.
    Dies passierte mit allen vier Hufen der Fuchsstute.
    Nach einer Belohnungsmöhre führte die Blondine ihre Stute noch einmal vor, sodass ich alles nochmal genau begutachten konnte. Rubinas Gänge waren weiterhin klar und sie lief genauso unbeschwert wie davor.

    „Ich soll dich übrigens dran erinnern, Fotos zu mache.“, quietschte Elena noch schnell, als sie die Stute zur Koppel führte und zeigte mit ihrer Hand nach rechts. Ein wenig verloren stand ich dann vor der Koppel, denn Zai hatte mir bis jetzt noch kein einziges Mal erzählt, wie Déchante überhaupt aussah. Da die Pferde alle in einer anderen Ecke standen, fotografierte ich einfach jedes. So würde sie sich später selbst raussuchen können welches Pferd denn nun ihres war.
    Dass ich für meine Unwissenheit eine Standpauke bekommen würde war mir dann auch egal.

    Training – 3 Berichte
    Dressur E-A, von Gwen
    Von Dark Rubin schwärmte ich schon, seitdem sie zu den Vierbeinern von Sanssouci gehörte. Deshalb war ich auch sofort dabei, als Elena unschuldig nach einem Trainer für ihr Fuchsstütchen suchte. Natürlich hatte Rubina eine ordentliche Ausbildung genossen, welche bei Elena direkt noch vertieft wurde. So waren Anlehnung, Aufrichtung und eine aktive Hinterhand für die Stute keine Fremdwörter, im Gegenteil, sie ließ sich traumhaft reiten.
    Außerdem war sie auch charakterlich ein wahrer Engel, denn sie machte es einem immer recht und war in allen Belangen wirklich lieb. Dementsprechend freute ich mich auch täglich auf unsere Trainingsstunde. Momentan ritten nur Elena und ich sie regelmäßig und so kamen wir auch sehr gut voran.
    Auch wenn Elena offiziell keine Trainerin war, machte sie mir gut Konkurrenz, dahingehend nahm sie mir aber auch Arbeit ab. Es hatte gar nicht lange gedauert, bis Rubina verstand, was Mitteltrab und Mittelgalopp hießen und dass man auch sauber aus dem Schritt in den Galopp springen konnte und das auf beiden Händen.
    Sie war immer fleißig bei der Sache und man musste beinahe aufpassen, dass man ihr genügend Zeit gab und selbst nicht überfleißig wurde. Heute arbeiteten wir an einem aktiven und geradem Rückwärts. Rubina war natürlich auch da motiviert und dementsprechend manchmal etwas zu schnell unterwegs.
    Ich wollte aber jeden Schritt klar selbst bestimmen können und sie so auch wieder geschlossen anhalten können. Eine gute Konzentrationsaufgabe, welche ich mit einfachen Volten und Schlangenlinien abwechselte, um Rubina bei Laune zu halten.
    Wir hatten dann heute auch wirklich gut Erfolg und die Stute konnte sich nun schon sehen lassen. Stellung und Biegung liefen bei ihr top, so dass man sich um gebogene Linien sowieso keine Gedanken machen musste und so beendeten wir auch heute das Training wieder zufrieden.
    In den folgenden Trainingseinheiten widmeten wir uns noch dem Viereck verkleinern und vergrößern. Rubina war sehr geschmeidig in den Seitengängen und es schien eine ihrer Paradedisziplinen zu sein. Etwas problematischer war die Kehrtwendung auf der Vorderhand. Auch Rubina kannte zuerst die Hinterhandwendung, dementsprechend irritiert war sie, als sie die Vorderhand bewegen sollte.
    Dabei holte ich mir Nate zur Hilfe, er sollte Rubina vom Boden aus unterstützende Hilfen geben, so dass sie besser und schneller verstand, was wir von ihr wollten. Zwei Tage später klappte es dann auch einwandfrei von oben und wir konnten noch daran arbeiten, dass sie sich mehr auf die Hinterhand setzte und in aller Ruhe sich drehte.
    Elena war begeistert von den Fortschritten ihrer sechsjährigen Stute und auch ich war echt zufrieden. Wir hatten diesen Monat wirklich viel erreicht und Rubina direkt noch einen Schritt weitergebracht. „Schickst du sie dieses Jahr auch schon auf Turniere?“, fragte ich neugierig, doch Elena grübelte nur leise vor sich hin. „Ich hab auch noch die Hengste, momentan sind es schon wieder so viele Nachwuchspferde, so viele Reiter hab ich gar nicht!“, jammerte sie theatralisch als wäre das das schlimmste auf der Welt.
    Rubina würde es nicht stören, wenn sie einige Wochenenden mehr frei haben würde und nebenbei würde ich vielleicht hier und da auch noch einmal vorbeischauen und die Stute weiterbilden, wenn Elena das dann nicht in der Zwischenzeit schon getan hätte.


    Springen E-A, von Elii
    Rockabella gehörte momentan zu den Pferden, die mir am meisten Spaß machten. Während wir in der Dressur immer größere Forstschritte machten und uns momentan in Richtung S bewegten, wollte ich nun ihr Springtalent weiter fördern.
    Sie beherrschte schon einige Zeit die geforderte Höhe für ein Springen der Klasse A, jedoch hatten wir uns bis jetzt keinen gesamten Parcours getraut. Vor kurzer Zeit konnte ich auch ihren Springsattel fertig stellen, bei welchem ich vor unserem Training noch einmal Feinjustierungen machte. Nachdem alles passte, machte ich mich zur gewohnten Runde ins Gelände auf. Da das Springen nur einen Ausgleich in Rockabellas Trainingsalltag sein sollte, bekam sie keinen Maßsattel, sondern musste mit einem von der Stange vorliebnehmen. Das tat dem ganzen aber keinen Abbruch, schließlich war auch dieser Sattel einer der besten am Markt und passte exakt auf den Rücken der Stute.
    Uns zog es auf den Springplatz, wo bereits ein Parcours aufgebaut war. Die Höhe der Hindernisse variierte zwischen 0,90-1,00 m, während die Weite zwischen 0,85-1,15 m lag. Zwei zweifache Kombinationen waren ebenfalls integriert und wir hatten eine Gesamtanzahl von neun Hindernisse. Dies waren zwei mehr als bei Turnieren üblich, jedoch nutzte ich die zwei Sprünge extra als Einstieg. Sie waren niedriger gestellte Kreuze, welche den Pferden besonders leichtfielen und meist ohne Probleme gesprungen wurden.
    Ich startete zuerst mit dem Aufwärmen im Trab und Galopp, wobei ich besonders im Galopp darauf bedacht war, die Stute frisch vorwärts zu schicken, ohne dass sie ins Rennen kam. Durch ihre Ausbildung in der Dressur war dies für sie ein Leichtes, schließlich kannte sie den Mittelgalopp. Ich spielte etwas mit dem Tempo im Galopp, bevor ich sie zum Schritt durchparierte und ihr eine Pause gönnte. Rockabella schnaubte viel ab und schüttelte hin und wieder die Fliegen ab, die sich bei dem sonnigen Wetter auf ihren Körper setzten. Nach jeweils einer Runde auf jeder Hand nahm ich die Zügel erneut auf, galoppierte an und steuerte auf meine Einstiegs-Hindernisse zu. Beim ersten Kreuz übersprang sich Rockabella noch deutlich, weshalb ich sie beim zweiten mehr zurücknahm. Dadurch wurde sie langsamer, setzte sich noch mehr auf die Hinterhand und ließ sich besser an das Hindernis heran reiten. Schon jetzt sprang sie deutlich besser ab und nach zwei Wiederholungen hatte sie es drauf. Für die erste Einheit würde ich nur ein paar der Sprünge aus dem Parcours bewältigen. Die Kombination blieb bis auf weiteres unbeachtet und würde erst im späteren Verlauf eingebunden werden.
    Auch wenn Rockabella mehr Dressur-, als Springpferd war, machte sie ihren Job gut und sprang souverän. Ich lobte sie ausgiebig und wollte nun das Training mit einer Geländerunde abschließen. Als ich das Tor öffnete kam mir gerade Nate entgegen, welche mit Dark Rubin das gleiche Ziel hatte. Die Dunkelfuchsstute hatte das Springen im Blut und wurde schon beim Aufwärmen heiß auf die Hindernisse. In diesem Punkt blieb sie der Dark-Linie treu und arbeitete genauso wie ihre Verwandten. Mit großer Ruhe und gleichzeitigem Feuer nahm sie jedes Hindernis mit äußerster Genauigkeit. Auch wenn sie bis jetzt nur in der Dressur gefördert wurde, ging sie schon in der ersten Einheit um einiges besser als Rockabella. Sie würde wahrscheinlich in der Hälfte der Zeit mit dem Training durch sein und schon in höhere Gefilde aufsteigen können.

    Beide Stuten hatten die nächste Zeit einen durchgetakteten Trainingsplan. Da beide momentan auf Dressurturnieren den Schleifen nachjagten, konnten wir das Springtraining nicht zur Hauptattraktion machen, jedoch war es als Abwechslung gern gesehen.
    Schon bald konnten wir problemlos den gesamten Parcours auf A Höhe durchqueren, Rubina war wie gedacht deutlich schneller und arbeitete schon an der nächsten Klasse. Wie weit man sie diesen Sommer treiben konnte, würde sich noch zeigen. Dadurch dass ihr das Springen im Blut liegt, würde es ihr sehr leicht fallen, nur müsste Nate genügend Zeit für das Training finden.

    Springen A-L, von Elii
    Manchmal war ich etwas verblüfft von den Fähigkeiten meiner Stuten. Ohne viel Drill konnte Dark Chocolate bereits über L-Hindernisse fliegen und das mit gerade mal fünf Jahren. Natürlich achteten wir darauf, die Stute nicht zu überfordern, doch sie hatte sichtlich Spaß an der Sache.
    Auch Dark Rubin war mit von der Partie, allerdings tat sich die ein Jahr ältere Stute etwas schwerer.
    Heute war ich zusammen mit Colin auf dem Springplatz, welcher von Nate aufgebaut wurde. Wir machten die beiden Dark Nachkommen ganz locker warm, ritten viele Übergänge um sie geschmeidig zu bekommen und versuchten besonders im Galopp Tempounterschiede zu reiten.
    Die Sprünge waren mittlerweile um einiges höher und variierten zwischen 1,10 m und 1,20 m. Auch die Weite hatte zugenommen und der Wassergraben war auf über 2,50 m angewachsen. Doch die Stuten sprangen ohne Probleme, was wahrscheinlich an ihrer besonders guten Vaterseite lag. Sich darauf auszuruhen ging natürlich nicht, weshalb gutes und vor allem konstantes Training einen hohen Stellenwert hatte. Natürlich auch, weil meine Pferde Sportler mit Leib und Seele waren und bei längeren Pausen sich in wahre Monster verwandelten.
    Während Colin und ich abwechselnd über die Hindernisse ritten, passte Nate genau auf und gab kleinere Tipps. Sein geschultes Auge bemerkte jeden Fehler, sehr zum Nachteil von mir. Aus Spaß ignorierte ich ihn hin und wieder, was darin resultierte, dass er fast eine Gerte nach mir werfen wollte. Zum Glück konnte mein unglaublicher Charme das Schlimmste abwenden und alle in Ruhe weiterreiten.
    Während bei Choc alle Stangen mit großem Abstand liegen blieben, musste Nate bei Rubina schon einiges mehr wieder auflegen. Die Dressureinkreuzung blieb natürlich nicht unbemerkt, dennoch konnte sich auch Rubina im Parcours zeigen.
    Unser Springtraining blieb die nächsten Wochen konstant, auch wenn es immer wieder von Dressur und Ausritten unterbrochen wurde. Die Stuten hatten schon bald ein gutes Niveau erreicht und auch Rubina ließ alle Stangen dort liegen, wo sie sein sollten.

    Ich war froh, dass Dark Rubin die letzte Stute für diesen Tag war. Das Ganze hin und her rennen und reiten hatte mich doch mehr geschafft als gedacht und wir hatten auch noch einiges an Fahrweg vor uns, bis wir daheim waren. Ein letztes Mal riss ich mich zusammen, richtete mich auf und startete im Trab in die Halle. Ihr Dressureinschlag machte sich nun bemerkbar, denn ihre Bewegungen waren deutlich schwungvoller, als die von Choco.
    Bei X parierte ich zum Halten durch, grüßte wie gewohnt die Richter und ritt dann wieder an. Nach einer Runde im Trab folgte eine Runde im Schritt und zuletzt eine im Galopp. Dieses Mal ritt ich einen einfachen Galoppwechsel durch die Diagonale, da Dark Rubin nicht immer durchsprang, wenn sie aufgeregt war. Der sichere Weg zahlte sich aus und wir konnten perfekt auf der anderen Hand wieder angaloppieren.
    Auch auf dieser Hand zeigte ich alle Gangarten, ging einmal auf den Zirkel und ritt dann wieder zu X um dort durchzuparieren. Erneut grüßte ich und verließ dann am langen Zügel die Halle. Rubina schnaubte ausgiebig ab, war allerdings noch nicht fertig. Auch sie sattelte ich ab und brachte sie dann zum Freispringen.
    Auch wenn sie nicht ganz an Dark Chocolates Ergebnisse anschließen konnte, hatte sie auch gute Noten und bekam danach ihre wohlverdiente Belohnung. Gemeinsam mit Rockabella und Choco verbrachte Dark Rubindie Zeit bis zur Ehrung auf dem selbstgesteckten Paddock vor unserem Anhänger.

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6 Aug. 2017
    Elii, Bracelet und Zaii gefällt das.
  7. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Meine Teilnahme mit Dark Chocolate

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    Rufname: Choc
    geboren: Mai 2012

    von: Dark Intention – Hannoveraner
    von Dark Firestorm, aus Unwritten

    aus: Colored Belle – Hannoveraner
    von Giacomo Casanova, aus Jumping to Conclusion

    von: Ramires, aus: Cassini's Girl | von: Smith, aus: Juggling Maid
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    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Schwarzbrauner
    Stockmaß: 170 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Dark Chocolate gehört zur zweiten Nachkommengeneration aus Dark Firestorm. Wie aus dieser Linie bekannt ist sie ein Naturtalent am Sprung, jedoch hat sie auch gutes Dressurblut im Stammbaum. Diese Doppelveranlagung ebnet ihr den Weg zum Vielseitigkeitspferd, auch wenn sie momentan noch Schwierigkeiten mit Sprüngen im Gelände hat.
    Dark Chocolate ist eine sehr ruhige, einfach zu reitende Stute. Sie passt sich problemlos an und gibt alles, um es dem Reiter einfach zu machen. Dadurch ist es möglich in der Ausbildung große Schritte zu machen, ohne dass Missverständnisse zwischen Pferd und Reiter dazwischen kommen.
    In Dark Chocolate vereint sich zweimal die dritte Generation von Pferden des Gut Sanssouci.
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    Erfolge

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    3. Platz 388. Springturnier
    3. Platz 404. Springturnier
    2. Platz 315. Militaryturnier
    3. Platz 316. Militaryturnier
    3. Platz 320. Militaryturnier

    Springen A – Dressur L

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    offizieller Hintergrund


    Zubehör


    Steckbrief


    Tierarzt – 15. Juni 2017, von Eddi
    Trotz meiner knapp bemessenen Zeit ging es heute für mich aufs Gut Sanssouci, denn der Termin bei Elena Redling stand schon seit längerem fest. Aber statt von der eigentlichen Gestütsbesitzerin, wurde ich von zwei wild herumtollenden Welpen begrüßt, die mich und meine Doktortasche höchst interessant fanden. Doch eine Ermahnung ihrer Besitzerin reichte und die beiden verzogen sich in Richtung Stall, so dass ich Elena in Ruhe begrüßen konnte.
    Gemeinsam gingen wir in den Stall, denn wir hatten einiges vor. Vier Pferde standen auf unserer Liste und wir wollten im Verlauf des Tages ja auch noch fertig werden. Wir begannen mit dem wichtigsten Kandidaten: Flavor Of The Weak. Der hübsche Schimmel sollte demnächst auf einer Körung vorgestellt werden und dementsprechend war sein Gesundheitszustand von hoher Priorität.
    Zu Beginn führte Elena mir ihren Hengst im Schritt und Trab auf dem Hof vor. So konnte ich mir die Bewegungsabläufe des Pferdes genauer anschauen und eventuelle Lahmheiten oder Ähnliches entdecken. Doch bei Weak war alles in bester Ordnung und auch die Beugeprobe bestand er ohne Probleme. So kehrten wir zum Putzplatz zurück, wo ich in aller Ruhe einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf, um zu schauen, ob alles so war, wie es sich gehörte.
    Dann wurde Weak an der Brust abgehört, um die Werte von Puls und Herz kontrollieren zu können. Abschließend wurde die Körpertemperatur gemessen und nachdem alles bestens war, konnte Weak geimpft werden. Dabei hielt ich mich an seinen Impfpass, so dass er nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden musste.
    Die Wurmkur übernahm die Besitzerin selbst und diese war auch sehr regelmäßig vorhanden, so dass alle Pferde gut geschützt waren. Weak war dann für seinen Teil fertig und durfte zurück in die Box. Doch ein paar Minuten später stand bereits das nächste Pferd vor mir: Dark Rubin. Eine junge und aufgeweckte Fuchsstute, die beim Vorführen bereits ihre schönen Gänge zeigte.
    Auch sie tastete und hörte ich ab, kontrollierte, ob alles so war wie es sein sollte und dann musste auch Dark Rubin für eine Impfung stillhalten, ehe sie direkt fertig war. Die nächste Stute, Rockabella, war ebenso brav und gut erzogen, wie ihre Vorgänger. Es kam sicherlich auch sehr selten vor, dass ein Pferd auf Sanssouci mit Unarten daher kam und mir meinem Job schwer machen würde.
    Rockabella ließ sich einwandfrei vorführen, abtasten und abhören. Auch bei der Impfung zuckte sie kaum zurück und somit waren wir hier wirklich mehr als schnell fertig und konnten zum letzten Pferd übergehen. Bei Dark Chocolate handelte es sich um eine Halbschwester zu Dark Rubin, was bereits der Name verriet. Auch sie war mit tollem Gangwerk und einem schönen Exterieur gesegnet und konnte ebenso mit Benehmen punkten.
    Zwar vertraute sie weder dem Stethoskop noch der Spritze in meiner Hand so recht (und wohl auch berechtigt), ließ sich aber von ihrer Besitzerin schnell beruhigen und stand brav still, während ich an ihr herumhantierte. So war auch das vierte Pferd schnell erledigt und durfte zurück in seine Box. "Tolle Pferde!", meinte ich lobend zu Elena, denn ihre Zucht bewunderte ich seit langem. Umso schöner war es, wenn dann eben bereits die dritte Generation einer Linie immer noch in meiner Obhut stand. Dennoch musste ich mich vom Gestüt losreißen und den Heimweg antreten, denn zu Hause wartete noch allerhand eigene Arbeit auf mich.


    Hufschmied – 30. Juli 2017, von Zaii
    „Ich bin so selbstlos! Sag ihr das, ja? Vergiss es nicht! Versprich es...“, ich zog die Autotür hinter mir zu, bevor Zai zu Ende gesprochen hatte. Sie hatte nur ungefähr dreihundert Mal betont, dass ich ihrer Freundin Elena unter die Nase zu reiben hatte, dass Zai maßgeblich daran beteiligt war, dass dieser Auftrag zustande gekommen war. Nur, weil Eli und Zai gestern einen Ausritt unternommen hatten und darauf zu sprechen gekommen waren. Aber gut. Selbstlosigkeit beschrieb Zairina natürlich mit Abstand am besten. Dass ihre blonde Freundin sich darum kümmerte, dass eine Tochter von Zais Eisvogel nach Kanada einfliegen konnte und auch, dass bald ein weiteres Pferd, welches auf Gut Sanssouci gezogen worden war, nach Crescent Acres ziehen würde, das ließen wir unbedacht, denn Zai war selbstverständlich die Selbstlosigkeit in Person.
    Mit einer wild gestikulierenden Zairina im Rückspiegel, rollte ich langsam von unserem Hof und fuhr das kurze Stück zu unserer Nachbarin Elena. Diese erwartete mich bereits vor der Stutenstallung und winkte mich gut gelaunt herbei.

    Bepackt mit Schürze, Werkzeug und dem mobilen Ofen in der einen Hand erreichte ich die schlanke Frau und bevor ich auch nur einen Ton gesagt hatte, ergriff sie das Wort: „Denk nicht mal daran, eine Lobeshymne über unsere gemeinsame Freundin anzustimmen“ Obwohl ich das nicht vorgehabt hatte, fragte ich mich trotzdem, ob Elena mich wie ein Buch oder meine Gedanken lesen konnte, „Wie hast du..?“ Eli hob wedelnd ihr Smartphone in die Luft, „Sie wollte sicher gehen, dass niemand sie vergisst“, meinte sie trocken und ich nickte wissend (und vielleicht ein bisschen erleichtert, dass sie meine Gedanken doch nicht lesen konnte).
    Wir einigten uns darauf, dass Zai nichts von dieser kleinen Unterhaltung hier erfahren würde, dann band ich mir die Schürze um und Eli steckte den Ofen ein.

    Während dieser warm wurde, begann ich mit Rockabella, die Eli bereits in Schritt und Trab vorgeführt hatte. Die Stute hatte tolle Gänge und war lammfromm, sodass es ein leichtes war, ihr die alten Eisen abzunehmen. Kurz sprach ich mit Eli den weiteren Einsatz der Stute ab und wir einigten uns auf einfache Stahleisen. Da Eli schon jahrelang im Pferdegeschäft war, konnte ich sie die neuen Eisen selbst aussuchen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass diese später nicht passend sein würden. In der Zeit, in der Eli sich über meine Auswahl an Eisen hermachte („Du, Theeeeeeo..“ – „Ich muss dich leider enttäuschen“ – „Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte!“ – „Ob ich goldene Hufeisen habe?“ – „Oh.. vielleicht wusstest du es doch“), kürzte ich die erste von Rockabellas vier Hufwänden. Darauf folgte das Ausschneiden des Zerfallshorns und das Planraspeln. Schnell waren auch die Ecken berundet und so war der erste Huf bereit für einen neuen Beschlag. Die Württembergerstute hielt vorbildlich auch bei den anderen drei Hufen still und so konnte nach kürzester Zeit das erste Eisen aus dem Ofen entnommen und geschmiedet werden. Auf den Lärm reagierte Rockabella verständlicherweise, blieb für Elena aber immer kontrollier- und abrufbar und beruhigte sich auch schnell wieder, als ich mich ihr näherte, um es aufzubrennen. Nach einem kurzen Wasserbad schlug ich das Eisen auf den Huf und nach und nach passierte das an allen vier Hufen der Dunkelbraunen.
    „Gut gemacht“, lobte ich die Stute mit einem Stück Möhre, ehe Eli sie mir noch einmal vorführte. Rockabella war ein alter Hase und ihre Gänge waren nach wie vor schön anzusehen und vor allen Dingen klar. So konnte ich die Stute guten Gewissens entlassen und mich dem nächsten Pferd widmen, das Nate gerade seiner Chefin übergab. Im Gegenzug nahm er ihr Rockabella ab. Es war lustig zu sehen, dass die Damen in Kanada definitiv die Hosen anhatten. Während Hugo Zai gerne noch Kontra gab und eine Diskussion, die seine Chefin hitzig werden ließ, einfach an ihm abprallte, hatten sich Matthew und Nate wohl schlichtweg Elisa und Elena unterworfen und lebten nun ein gebeugtes, aber ruhiges Leben. Zu meinem Glück arbeitete ich nicht für Zai. Sie war mehr Kooperationspartnerin. Trotzdem hatte auch ich eine Chefin. Meine wunderschöne Freundin Alex, wofür ich sie natürlich sehr liebte (genug geschleimt, falls sie das einmal lesen sollte?).
    Man konnte förmlich ansehen, wie ihre Brust vor Stolz anschwoll, als sie Dark Chocolate vorführte.
    „Die dritte Generation“, erklärte sie und ich hätte schwören können, dass sich ihre Pupillen zu kleinen Herzchen formten. Elena konnte auf ihre fünfjährige Stute aber zu Recht stolz sein, denn die Schwarzbraune hatte schöne Gänge und verhielt sich auch noch brav, als ich mit meiner Arbeit begann. Kurz überlegte ich, ob Eli die Pferde wohl high gemacht hatte, damit sie so ruhig und entspannt blieben? Ich entschied aber, dass mir etwas an meinem Leben lag und so behielt ich den Gedanken für mich.
    Mit geübten Griffen löste ich Chocs alte Eisen und brachte ihre Hufe in Form.
    Auch die neuen Eisen konnte ich zügig aufbrennen und anpassen, denn obwohl die Stute den Geruch und auch den Lärm nicht sonderlich zu mögen schien, zeigte sie deutlich, wie sehr sie ihrer Besitzerin vertraute und ließ sich dementsprechend auch immer wieder beruhigen.
    So war meine Arbeit hier in Bestzeit erledigt und obwohl Choc beim abschließend Gangtest noch etwas unsicher lief, so waren keine Unklarheiten zu erkennen und Eli wusste, dass der Gang ihrer Stute von den neuen Eisen rührte und sich zeitnah legen würde.

    Wie auf Kommando trat wieder Nate in mein Sichtfeld, diesmal allerdings von der anderen Seite. Er hatte den Stalltrakt der Stuten umrundet und führte, Elena schien ein Fable dafür zu haben, einen Schwarzbraunen an der Hand. Wieder übergab Nate das Tier seiner Chefin und nahm im Gegenzug Choc an.
    „Császári“, erklärte Elena wie selbstverständlich und ich versuchte, den Namen auszusprechen, ohne mir die Zunge zu brechen. Es misslang mir. „Ich spreche eben kein Parsel“, brachte ich zu meiner Entschuldigung hervor und kassierte dafür einen wirklich bösen Blick von Elena.
    Die hatte gerade Schritt und Trab des Hengstes vorgeführt und positionierte sich nun neben dem Furioso-North Star, während ich mich daran machte, die alten Eisen abzunehmen.
    Während meiner Arbeit an den Hufen entfuhr mir nun doch fast die Frage, wie sie ihre Pferde ruhig stellte, denn es war bemerkenswert, dass keiner meiner heutigen Kandidaten Faxen machte.
    Aber vielleicht waren das alles auch nur Klone. Ich meine, so unwahrscheinlich war das nicht. Alle waren braun, ähnlich groß.. vielleicht wollte Eli ihre verrückten Experimente tarnen, indem sie jedem Pferd doch noch etwas Individuelles verpasste. Da mein Tod für diese Gedanken allerdings nicht nur sicher, sondern auch langsam und qualvoll gewesen wäre, biss ich mir auf die Lippe und war froh, dass Elena mir aktuell nicht ins Gesicht sehen konnte, den ich holte gerade das erste der glühenden Eisen aus dem Ofen. Schnell war es aufgebrannt und in Form gebracht, woraufhin es bereits angenagelt werden konnte. Császári (ich fragte mich wirklich, wieso sie sich für ihn keinen Spitznamen überlegt hatte. Kszksz zum Beispiel. Vielleicht sollte ich das vorschlagen.) blieb von meiner Arbeit dermaßen unbeeindruckt, dass ich ihm zum Abschied zwei Stücken Möhre verfütterte. „Bis bald, Kszksz“, grüßte ich den Hengst und stellte fest, dass der Name ausgesprochen vor allem dazu führte, dass man sein Gegenüber in einen feinen Regen aus Speichel hüllte. Elena war entsprechend begeistert. Ich brachte ein entschuldigendes Lächeln zu Stande, aber hatte immerhin Nate zum Lachen gebracht, der natürlich wieder parat stand.

    Die Blondine entschied sich darauf hin, den Hengst selbst zurück in seine Box zu bringen und ließ Nate und mich ohne ein weiteres Wort stehen. Wie kleine Schuljungen versuchten wir, mehr oder weniger erfolgreich, unser Lachen zu unterdrücken, doch Elenas entrüstetes Schnauben zeigte, dass wir trotzdem losgeprustet hatten.
    Der dunkelhaarige Nate, der nur wenige Jahre älter war als ich, half mir dabei, mein Werkzeug und den Ofen wieder im Auto zu verstauen und verabschiedete sich dann mit Handschlag, ehe ich ins Auto stieg. Er hingegen eilte schnell in den Stall der Hengste, um sich seine Standpauke für sein Verhalten abzuholen und den Schaden einzudämmen. Der Arme.

    Training – 3 Berichte
    Dressur E-A, von Elii
    Heute übernahm ich Dark Chocolate, welche gerade mit Nate aus dem Gelände zurückkam. Eigentlich war für sie Springtraining geplant, doch spontan wollte ich weiter an den Dressurlektionen üben. Sie war etwas weiter hinten als Paint it Black, nur den Mittelgalopp hatte sie besser drauf. Beim Springen wollte sie immer die Kontrolle übernehmen, übersprang sich dadurch und ging mit einem viel zu hohen Risiko in den Parcours. Dem wollte ich mit der Dressur entgegenwirken, so würde sie nicht in den L-Parcours gehen.
    Nate war etwas genervt, dass er sich nun das nächste Pferd fertigmachen musste, gab Choc aber brav ab.
    Bei der Stute war es wichtig, innerhalb der Einheit viel Abwechslung zu bieten. Dazu arbeitete ich viel mit Stangen und Tempounterschieden, ebenso mit Übergängen. Besonders viel Spaß hatte sie momentan am Rückwärtsrichten, weshalb ich daran arbeitete, dass sie gleichmäßig zurückschritt und dabei nicht zu schnell wurde oder schwankte.
    Ihr Trab war heute schön ruhig und losgelassen, weshalb ich mich wieder an den Mitteltrab herantastete. Oft fiel sie danach ins Rennen, was nicht Sinn der Übung hatte. Dagegen ging ich oft sofort in den Schritt über, oder in das Schulterherein. Dadurch kam ihre Ruhe zurück und wir konnten die Übung noch einmal machen.
    Das Verkleinern und anschließende Vergrößern des Vierecks kannte sie bereits von der Handarbeit als dreijährige, dementsprechend war sie ein Profi in dieser Lektion. Nichts desto trotz nahm ich sie immer wieder ins Training mit auf, damit sie noch mehr schreitete. Sie verbesserte sich dadurch stetig und würde so vielleicht doch noch ein Dressurturnier gehen. Zwar würde sie über die unteren Klasse nicht hinausgehen, aber zur Übung war es sicher gut die andere Sparte zu kennen.
    Bei der Schrittpause ritt ich sie frisch vorwärts, um sie an das spätere Gefühl vom Mittelschritt heranzuführen. Hierbei galt es darauf zu achten, dass sie nicht davonrannte.
    Das Zügel aus der Hand kauen beherrschte sie, ausnahmsweise wurde sie nicht hektisch, sondern nahm sie mir gleichmäßig und langsam aus der Hand. Ich lobte sie daraufhin gleich und schloss das Training für heute ab. Morgen und übermorgen stand Cavalettiarbeit und Springen auf dem Plan, am Wochenende war wieder Turnier. Vermutlich würde sie also erst wieder nächste Woche das Viereck wiedersehen, was ihr bestimmt ganz gut in den Kram passte.

    Die kommende Zeit nahm ich dann doch etwas mehr Dressur im Trainingsplan auf, da sie im Springen oft zu stark wurde und ja eigentlich als Damenpferd gehandhabt wurde. Dies verbesserte sich mit der Dressur schnell, so ganz ausmerzen konnte man es aber nicht.


    Springen E-A, von Elii
    Kurz vor einem ereignisreichen Turnierwochenende wollte ich mit Dark Chocolate noch einmal ein Trainingsspringen veranstalten. Paint it Black war auch dabei, auf ihm Nate. Colin würde sich ebenfalls zwanzig Minuten Zeit nehmen und uns die Hindernisse währenddessen etwas umbauen. Die beiden Fünfjährigen wurden in allen drei Gangarten warm gemacht, die ersten fünfzehn Minuten drehten wir wie immer im Gelände.
    „Ich finde, eine schlichtere Farbe würde ihm besser stehen“, beklagte sich Nate plötzlich aus dem Nichts heraus. „Wie bitte?!“, entgegnete ich und drehte meinen Kopf zu ihm. „Hellrot sieht ja wohl genial auf dunklen Pferden aus.“
    Nate verdrehte die Augen und machte mit einer Hand die Blablabla-Bewegung. Anscheinend konnte er sich nicht eingestehen, dass ich Recht hatte. Nur weil Rot nicht seine Lieblingsfarbe war, hieß das nicht, dass ich sie nicht auf meine Pferde legen konnte. Choc war heute in hellblau unterwegs, passend zum Rand der Schabracke waren die Gamaschen dunkelblau und die Hufglocken, mein ganzer Stolz, waren aus blauem Glitzer. Nate sollte sich wirklich nicht beschweren, denn Paint hatte ein schwarzes Gamaschenset, sowie schwarze Hufglocken an.
    Auch wenn der Hengst eigentlich etwas mehr vor der Kutsche gefordert werden und dort in die Dressur einsteigen sollte, so wollten wir einen guten Ausgleich schaffen und in so abwechslungsreich wie möglich trainieren.
    Hindernisse auf A-Höhe waren kein Problem für ihn, und auch für Choc war es ein leichtes über die Sprünge zu fliegen.
    Nate und ich sprangen abwechselnd und in unterschiedlicher Reihenfolge über die Hindernisse, immer darauf bedacht, dass die Pferde möglichst locker und sicher darüber sprangen, ohne dass das Tempo zu hoch wurde. Auch wenn es nicht gerade der Linie der Stute entsprach, war Choc unglaublich ruhig am Sprung und ließ sich problemlos arbeiten. Gerade an stressigen Tagen ritt ich sie besonders gern, da sie stets versuchte die Anweisungen sofort umzusetzen und einfach zu reiten war. Trotzdem wurde es mit ihr nicht langweilig, da man ihr Abwechslung bieten musste und sie gern neues lernte.
    Unsere Hindernisse waren alle um einen Meter hoch und variierten in der Weite sogar on 0,85 bis 1,25 m. Den sonst üblichen Wassergraben hatten wir heute nicht aufgebaut, schließlich sollte es nur ein leichtes Training für Choc werden. Die Stute hatte am Wochenende mehrere Prüfungen vor sich und sollte nicht zu ausgepowert werden. Auch Paint it Black stand ein ereignisreiches Wochenende bevor, allerdings würde er in einer Dressurprüfung vor der Kutsche laufen. Unsere acht Hindernisse hatten wir schnell mehrmals durch und beendeten das reine Springtraining auch schon nach 15 Minuten. Als Abschluss gab es nochmal alle Gangarten fleißig vorwärtsgeritten und mit Tempounterschieden, um die Pferde noch einmal aufzulockern. Die beiden nahmen es gut an und streckten sich toll nach unten. Auch das Schnauben kam nicht zu kurz, was uns auch verkündigte, dass es Zeit war aufzuhören.
    Es folgte wieder eine entspannte Runde im Schritt durchs Gelände, was die beiden Jungspunde natürlich sehr freute.

    Springen A-L, von Elii
    Manchmal war ich etwas verblüfft von den Fähigkeiten meiner Stuten. Ohne viel Drill konnte Dark Chocolate bereits über L-Hindernisse fliegen und das mit gerade mal fünf Jahren. Natürlich achteten wir darauf, die Stute nicht zu überfordern, doch sie hatte sichtlich Spaß an der Sache.
    Auch Dark Rubin war mit von der Partie, allerdings tat sich die ein Jahr ältere Stute etwas schwerer.
    Heute war ich zusammen mit Colin auf dem Springplatz, welcher von Nate aufgebaut wurde. Wir machten die beiden Dark Nachkommen ganz locker warm, ritten viele Übergänge um sie geschmeidig zu bekommen und versuchten besonders im Galopp Tempounterschiede zu reiten.
    Die Sprünge waren mittlerweile um einiges höher und variierten zwischen 1,10 m und 1,20 m. Auch die Weite hatte zugenommen und der Wassergraben war auf über 2,50 m angewachsen. Doch die Stuten sprangen ohne Probleme, was wahrscheinlich an ihrer besonders guten Vaterseite lag. Sich darauf auszuruhen ging natürlich nicht, weshalb gutes und vor allem konstantes Training einen hohen Stellenwert hatte. Natürlich auch, weil meine Pferde Sportler mit Leib und Seele waren und bei längeren Pausen sich in wahre Monster verwandelten.
    Während Colin und ich abwechselnd über die Hindernisse ritten, passte Nate genau auf und gab kleinere Tipps. Sein geschultes Auge bemerkte jeden Fehler, sehr zum Nachteil von mir. Aus Spaß ignorierte ich ihn hin und wieder, was darin resultierte, dass er fast eine Gerte nach mir werfen wollte. Zum Glück konnte mein unglaublicher Charme das Schlimmste abwenden und alle in Ruhe weiterreiten.
    Während bei Choc alle Stangen mit großem Abstand liegen blieben, musste Nate bei Rubina schon einiges mehr wieder auflegen. Die Dressureinkreuzung blieb natürlich nicht unbemerkt, dennoch konnte sich auch Rubina im Parcours zeigen.
    Unser Springtraining blieb die nächsten Wochen konstant, auch wenn es immer wieder von Dressur und Ausritten unterbrochen wurde. Die Stuten hatten schon bald ein gutes Niveau erreicht und auch Rubina ließ alle Stangen dort liegen, wo sie sein sollten.

    Zurzeit rannte ich von einer Körung zur nächsten. Am heutigen Tag würde nicht nur Rockabella, sondern auch Dark Chocolate und Dark Rubin vorgestellt werden. Während Rubina noch beim Hänger stand und Rockabella von Colin versorgt wurde, saß ich auf Choc und wartete auch unseren Aufruf.

    Als es endlich soweit war, ritt ich in einem frischen Trab in die Halle hinein. Bei X parierte ich zum Halten durch und grüßte wie gewohnt die Richter gegenüber. Erneut trabte ich an und ritt eine Runde auf dem Hufschlag, danach wurde zum Schritt durchpariert und es folgte eine weitere Runde. Um auch die letzte Gangart zu zeigen, galoppierte ich an und wechselte mit einem fliegenden Galoppwechsel durch die Diagonale. Ein Kinderspiel für die Stute, schließlich war sie im Parcours unterwegs und sprang die Fliegenden im Schlaf.

    Auch auf dieser Hand zeigte ich alle Gangarten, schließlich sollten die Richter ein komplettes Bild von meiner Stute haben. Danach ritt ich einen Zirkel und wieder zu X, grüßte ein weiteres Mal die Richter und verließ im Schritt am langen Zügel die Halle. Gelobt wurde ausgiebig, doch die Stute war noch nicht fertig. Schnell nahm ich ihr den Sattel ab, warf ihn Nate entgegen und brachte sie sofort im Anschluss zum Freispringen. Dort konnte sie ihr Talent erneut unter Beweis stellen und erbrachte Höchstnoten.

    Nun musste nur noch Rubinas Prüfung so gut verlaufen und wir hatten alles geschafft.

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    Elii und Zaii gefällt das.
  8. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    Hier erfolgt in Kürze die Abstimmung!
     
  9. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Meine Teilnahme mit Zairina

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    Pferdename Zairina
    Rufname Rina

    Von Nuclear Moon

    Tiva Wyanet x ÉdC's Velino
    Aus der Zauberhaft
    Zauberfee x Kronjuwel

    Rasse Deutsches Reitpony
    Geschlecht Stute
    Geburtsdatum 08. Juni 2011
    Farbe Fuchs
    Stockmaß 149 cm

    Rina ist ein Fall für sich. Die Stute ist nicht als faul zu bezeichnen, allerdings hat sie ihren eigenen Kopf und wenn sie keine Lust hat, einen Reiter auf ihrem Rücken zu tragen, dann zeigt sie dies auch deutlich. Ist sie aber gewillt, mitzuarbeiten, dann hat man eine interessierte und motivierte Partnerin, welche sich auch im Gelände unerschrocken zeigt.
    Im Umgang ist Rina einfach zu händeln, hat sie aber ihre "fünf Minuten", dann braucht man viel Geduld und hat hoffentlich nichts dringendes mehr vor. Genau das gleiche Verhalten zeigt Rina auch ihren Artgenossen gegenüber, welche ständig auf der Hut sein müssen, ob der Fuchs heute mit dem richtigen Huf aufgestanden ist.

    Besitzer Zaii
    Ersteller Elii
    Vorkaufsrecht Elii


    Eingeritten Ja
    Dressur L -- Springen E -- Distanz E -- Military E -- Fahren E

    304. Militaryturnier | 186. Synchronspringen | 411. Springturnier | 416. Dressurturnier | 419. Springturnier | 423. Dressurturnier | 197. Synchronspringen | 429. Dressurturnier | 330. Fahrturnier

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    "Wieso immer ich?", das fragten sich sicher viele Männer auf diesem Planeten, die regelmäßigen Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht hatten. So auch ich mich. "Weil du der Beste bist", säuselte Zai mir ins Ohr, die mich mit Argusaugen überwachte, während Alex an Zairinas Kopf stand und schmunzelnd die Stirn der Ponystute kraulte.
    Kaum war ich von meinem Besuch auf Gut Sanssouci zurück gewesen, hatte sich Zai vor mein Auto geworfen (vielleicht hätte ich nicht bremsen, sondern Gas geben sollen..?) und mich angefleht, Zairinas Hufe auch noch kurz anzuschauen. Zu meinem Entsetzen hatte meine Freundin Alex ihre Chefin dabei unterstützt, denn sie war Feuer und Flamme gewesen, als Zai ziemlich spontan entschied, die fuchsfarbene Stute bei einem Stutbuchwettbewerb anzumelden. Bald. Nicht nur noch in diesem Sommer, sondern schon in zwei Tagen.
    Mit der Aussicht, dass mein Rotschopf mich die nächsten Wochen nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, da Zairina ihr absoluter Liebling war, gab ich mich geschlagen und so stand ich nun da und schnitt die Hufe der sechsjährigen Stute aus. Zairina hielt überraschend still, offensichtlich hatte sie einen guten Tag, was mir meine Arbeit zumindest angenehm gestaltete. Ebenfalls zu meiner Freude hatten Alex und Zai bei Rina auf Hufeisen verzichtet, sodass ich nach dem Ausschneiden der Sohle und dem Kürzen der Hufwand nur noch die Kanten begradigen musste. So stand einem abschließenden Planraspeln nichts mehr im Weg und schnell konnte Rina zurück in ihre Box, wo bereits ihr Abendessen wartete ("mit extra viel Liebe, damit sie diese dann ausstrahlen kann") und ich machte mich zügig auf den Weg in Alex' und mein Häuschen, bevor den Damen noch mehr Arbeit für mich einfiel.


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    Auf meinem heutigen Tagesplan standen nicht nur die Pferde von Sanssouci, sondern auch noch das Pony einer der Nachbarinnen. Zairina war eine Reitponystute, die allerdings auf Crescent Acres stand und nicht bei der Frau mit dem Reitponymonopol. Am Hof begrüßte mich Alex aufgeregt, handelte es sich doch um ihr Lieblingspferd. Mit ihr zusammen würde ich auch die Lektionen erarbeiten, schließlich würde vor allem sie Rina reiten und auch auf den Turnieren vorstellen. Wir besprachen, wie wir die nächsten Wochen trainieren würden, vor allem da die Stute schon einiges konnte, die in einer A Dressur gefordert waren. Anschließend gingen wir mit Rina in die Halle, wo ich mir selbst ein Bild von ihr machen wollte.
    Während Alex mir half die Steigbügel einzustellen, erzählte sie mir ununterbrochen von der Fuchsstute. Sie kannte sie allem Anschein nach perfekt und konnte mir dadurch einige Tipps geben im Hinblick auf das Reiten.
    Die ersten zehn Minuten durfte sie am langen Zügel ihre Runden drehen. Locker schritt Rina vorwärts und spitzte ihre Ohren aufmerksam. Alex hatte sich hinter die Bande gestellt und beobachtete mich still – was ehrlich gesagt etwas einschüchternd war. Dies war nach der Aufwärmphase allerdings schnell vergessen, denn ich musste mich voll und ganz auf mein Berittpferd kümmern. Auch im Trab verlor sie nicht ihre Losgelassenheit und ging sehr gut über den Rücken. Ich testete dabei auch aus, in wie weit wir uns schon an den Mitteltrab herantasten konnten. Auf meine Schenkelhilfe hin erhöhte sie allerdings nur das Tempo und vergaß ihre Hinterhand mitzunehmen. Zwar war dies nicht das erwünschte Ergebnis, jedoch würden wir dies über die nächsten Wochen gut erarbeiten können. Um mehr Schubkraft aus der Hinterhand zu bekommen, würden wir wahrscheinlich auch mit Cavalettis arbeiten. Auch im Galopp testete ich aus, in wie weit Rina hier schon an den Mittelgalopp herankam.
    Es fand eine deutlich größere Rahmenerweiterung als im Trab statt, es fiel ihr nur noch etwas schwer es für längere Zeit durchzuhalten. Im Springen war die Schulter schon weit ausgebildet, sodass sie Tempounterschieden im Galopp gut beherrschte und nur noch etwas Feinarbeit für den perfekten Mittelgalopp stattfinden musste. Der einfache Galoppwechsel gestaltete sich auch als einfache Übung, der Schritt war allerdings etwas hektisch und ich musste aufpassen, dass Rina mir das Angaloppieren nicht vorwegnahm. Mit etwas Übung würde sich das Problem aber in Luft auflösen, Alex schien auch sehr engagiert dabei zu sein.
    Als ich gerade daran arbeitete, Rina seitwärts treten zu lassen, kam auch Zai in die Halle und winkte aufgeregt. Sie setzte sich neben Alex, was die beiden in reges Tuscheln versetzte. Ich ließ mich davon nicht beirren, sondern arbeitete konstant mit der Stute weiter. Im Schritt hatte sie noch große Defizite, da ihr die Gangart scheinbar viel zu langsam empfand und sich ständig aus der Anlehnung hob. Für die Dressurturniere war es essenziell, dass sie dies nicht mehr tat und in gleichem Takt voranschritt. Man merkte, dass Zai und ihr Team sich hauptsächlich auf das Springen konzentriert hatten, schließlich konnte dies die Fuchsstute besonders gut und hatte auch mehr Spaß als an der Dressur. Dennoch gehörte es nun mal dazu, vor allem um das Pferd langfristig gesund zu erhalten.
    Das Rückwärts richten konnte Rina eigentlich perfekt, manchmal war sie jedoch etwas zu schnell dabei und driftete nach links oder rechts ab. Auch hier war wieder viel Ruhe vom Reiter verlangt. Zum Abschluss ließ ich die Zügel aus der Hand kauen, was ebenfalls kein Problem war. Zai erklärte dabei stolz, dass sie es bei allen Pferden als Trainingsabschluss machte und Rina deshalb so eine Meisterin war. Natürlich war das keine schwere Übung, doch Zai hörte sich so glücklich an, als sie es erzählte, weshalb ich nur lächelte und nickte.
    Das Abreiten überließ ich Alex, die mit der Stute noch etwas ins Gelände ging.
    Zai erzählte ich ebenfalls von dem anstehenden Trainingsplan. Während ich dreimal die Woche an den Lektionen feilte, würde Alex einmal die Woche dressurmäßig arbeiten und sich am Nachreiten der Lektionen versuchte. Die restliche Zeit würde Rina wie gewohnt ihr anderweitiges Training fortführen, denn sie sollte auch während des Beritts Turniere laufen. Die Besitzerin nickte den Plan ab und verabschiedete mich kurz darauf auch da ich am eigenen Hof noch einiges zu tun hatte.
    Die nächsten Wochen gestalteten sich als relativ gespannt, da Rina stets aufmerksam mitarbeitete, was wahrscheinlich auch an dem abwechslungsrechen Training lag. Ich arbeitete viel mit höher gestellten Cavalettis, da diese die Stute dazu ermutigten auch die Hinterhand mitzunehmen und sie das dann bei der Arbeit am Mitteltrab umsetzen konnte. Das Schenkelweichen konnten wir so gut verbessern, dass wir sogar im Trab das Viereck verkleinern und vergrößern konnten. Zwar hatte sie noch etwas Probleme dabei, punktgenau wieder geradeaus zu laufen, doch mit zunehmender Wiederholung würde sich das auch noch bessern.
    Zai war höchsterfreut von meiner Arbeit und auch Alex kam gar nicht mehr aus dem Bedanken raus. Neben dem Beritt gab ich Alex auch hin und wieder eine Unterrichtsstunde, wodurch ich am Boden mithelfen konnte und wir schneller als gedacht vorankamen.
    Noch saßen Mitteltrab und Mittelschritt nicht perfekt, doch nun würden erst einmal Zai und Alex weiter daran arbeiten, bevor ich in drei Wochen noch einmal zur Kontrolle kommen und wir über weiteren Beritt sprechen würden.

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    Wie schon das letzte Mal, half mir Alex auch heute beim Training mit Zairina. Die meiste Arbeit hatte sie mir schon abgenommen und sich so schon den versammelten Trab und Galopp ganz alleine erarbeitet.
    Zai, die Besitzerin von Zairina, saß eher weniger auf der Stute und saß auch heute am Rand als Zuschauer. Ich hatte schon die letzten drei Wochen immer wieder Trainingsstunden mit Alex vereinbart, da sie schließlich Rina auch auf den Turnieren vorstellen sollte. Da sie Probleme hatte die Stute in den Außengalopp zu bringen und darin zu halten, würde ich heute den Beritt übernehmen. Das Warmreiten hatte Alex bereits abgehakt, sodass ich mich direkt draufsetzen konnte, als ich kam.
    Während ich noch eine Runden im Schritt ging, fragte ich erneut Lektionen wie Schenkelweichen und Schulterherein ab, auch um zu überprüfen, ob diese nicht in Vergessenheit geraten waren. Rina hatte mittlerweile keine Probleme damit und ließ sich spielend leicht stellen und biegen. Auch im Trab ging sie schwungvoll und federnd, ließ mich das Tempo variieren und war stets mit voller Konzentration bei mir.
    Beim Abgaloppieren ging ich zunächst in den leichten Sitz und schickte sie vorwärts. Auch hier fragte ich Tempounterschiede ab und überprüfte noch einmal das versammelte Tempo. Mit Volten und halben Volten wurde die Stute schön locker, sodass ich schließlich versuchte sie in Außenstellung angaloppieren.
    Es dauerte einige Zeit bis sie verstand, dass nicht der Handgalopp gefordert war, doch sie sprang schließlich im Außengalopp an. Auch wenn die Geschwindigkeit höher als gewünscht war, ließ ich sie vorerst laufen. Sie musste erst sicher auf beiden Händen je nach Hilfe angaloppieren, bevor ich das Tempo anpassen konnte.
    Nach dem ersten gelungenen Versuch bekam sie eine Schrittpause und bis auf das Abfragen der Hinterhandwendung, ließ ich das Training schließlich gut sein. Alex übernahm wieder das Abreiten, da ich schon den nächsten Termin hatte und weitermusste.
    Nichtsdestotrotz gab ich ihr noch ein paar Tipps, damit sie weiter üben konnte.

    Nachdem Rina erst einmal begriffen hatte, was gewünscht war, sprang sie zuverlässig in den Außenglaopp und wir konnten weiter daran arbeiten. Ihre Reiterin war nach der Trainingseinheit immer sehr erschöpft, während die Fuchsstute immer noch frisch voranging. Auch das Kurzkehrt hatten sich die Beiden mittlerweile erarbeitet und ich übernahm für die nächsten drei Wochen drei Tage für den Beritt. So konnten wir schnell Fortschritte erzielen und Alex fiel es deutlich leichter, die Lektionen nachzureiten.

    Als Höhepunkt folgte die Kandare. Auch wenn Alex vorerst nur L-Dressuren auf Trense starten wollten, so sollten sie sich langsam ran tasten. Das erste Mal übernahm ich und versuchte mit möglichst wenig Einwirkung auf den Kandarenzügel die Stute mit dem anderen Gebiss bekannt zu machen. Sie trat gut heran, jedoch verkroch sie sich teilweise und musste dann etwas stärker an die Hand herangetrieben werden.
    Auch Alex erster Ritt auf Kandare mit Zairina fiel gut aus und mit etwas Übung würden sie auch bald hier den Turnierplatz unsicher machen können.

    Es sah so aus, als würde heute fast die gesamte Nachbarschaft vertreten sein. Während Gwen Ceredwen vorstellte, war Elena gleich mit drei Stuten angereist und auch ich wollte heute Zairina prämieren lassen. Die Fuchsstute war erst vor kurzem wieder einmal bei Colin in die Schule gegangen und die neu gelernten Lektionen ließen sie deutlich aufblühen.
    Gerade kam Eli mit Dark Chocolate aus der Halle, da wurde ich aufgerufen. Zairina schritt auf meine Hilfe hin los und trat gut an den Zügel heran, als ich diesen annahm.
    Bei X parierte ich die Stute zum Halten durch und grüßte selbige. Einige Sekunden verharrte ich, dann trabte ich an und ritt auf den Hufschlag. An der langen Seite legte ich zu und fing das Tempo der Stute dann an der kurzen Seite wiederrum ab. Ich ritt auf den Zirkel und galoppierte sie zur offenen Zirkelseite hin an. Wieder auf dem Hufschlag angekommen ritt ich wieder ganze Bahn und wechselte über die Diagonale schließlich die Hand. Mit einem fliegenden Galoppwechsel bei X war dies vollbracht. Auch auf dieser Hand stellte ich die Stute vor.
    Zunächst hielt ich sie im Galopp und legte an der langen Seite noch einmal zu, bevor ich sie zum Schritt durchparierte und sie fleißig voranschreiten ließ. Rina zeigte sich heute von ihrer besten Seite und auch wenn sie normalerweise von Alex geritten wurde, hörte die vorsichtig ausgebildete Stute problemlos auch auf mich.
    Nach einer Runde trabte ich an, ritt in der nächsten Ecke eine Kehrtvolte und ritt dann über die Länge der Bahn zu X. Dort parierte ich zum Halten durch und grüßte die Richter ein weiteres Mal.
    Applaus folgte und ich verließ am langen Zügel die Bahn.

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    Sie endet am 10. August 2017 um 11:12
     
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