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[SK 444] Stuten ohne Abstammung

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von BellaS, 20 Aug. 2016.

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Welche Stute soll gewinnen?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 28 Okt. 2016
  1. Satine

    18,2%
  2. Busted Cherry Cake

    9,1%
  3. Walking on Sunshine

    4,5%
  4. Priamos Ruffia Kincsem

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Your possible Pasts

    18,2%
  6. Medeia

    4,5%
  7. Zuckerschock

    9,1%
  8. Golden Lights

    9,1%
  9. Zanyah

    22,7%
  10. Picola

    4,5%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    [SK 444] Stuten ohne Abstammung
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    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen! (Keine Hengste,Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einer Stute teilnehmen.
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen, die keine Abstammung aufweisen.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.!
    - 5 Joellen an mich (BellaS) mit dem Grund: SK 444
    - Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt
    - Teilnahmeschluss bleibt voererst offen und wird mind. 1 Tag vorher angekündigt
    - Ist die SK mehr als 2 Monate offen, erfolgt die Abstimmung auch ohne, dass 10 Stuten teilgenommen haben


    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:

    - das Einreiten/ Führen am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte je Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung

    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte
    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    Pferdename

    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes

    Teilnahmen und Überweisungen
    -
    -

    Disqualifizierungen

    -

    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme! :)
     
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  2. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Meine Teilnahme mit...
    Satine

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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: Satine, Rouge
    Geburtstag: 05.03.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1,64 m
    Rasse: Furioso North Star
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Dunkelfuchs
    (ee,ata)
    Abzeichen: Seitlich über die Nüstern verlaufende, unterbrochene Blesse; 4x hochweiss gestiefelt
    Gesundheit: sehr gut


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    etwas schüchtern, stolz, sensibel, liebt Publikum


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    Satine ist eine elegante und talentierte Stute, die aus einem ungarischen Zirkus stammt. Sie hat dort als Fohlen schon so einiges erlebt, gutes und leider auch schlechtes. Sie war als süsses Fuchsfohlen, das sämtliche Tricks blitzschnell lernte und aus Übermut eigene Showeinlagen miteinbaute ein absoluter Publikumsliebling, der den Applaus zu lieben schien. Doch ihre hohe Intelligenz und ihr Eifer wurden ihr zum Verhängnis: das sensible Tier verweigerte nach zunehmend überforderndem Training jegliche Zusammenarbeit mit den Zirkusleuten, sodass sie als unbrauchbar abgestempelt und in einem verwahrlosten Zustand verkauft wurde. Sie mag keine Männer und hasst Stallwechsel. Dennoch steckt grosses Potential in ihr, also wird sie nun im Military Bereich gefördert.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S**
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: A
    Fahren Klasse: A

    Eignung: Military, Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [ZSW 449]
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    1. Platz 111. Synchronspringen
    1. Platz 116. Synchronspringen
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    2. Platz 123. Synchronspringen
    2. Platz 124. Synchronspringen
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    3. Platz 111. Synchronspringen
    3. Platz 140. Synchronspringen
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    2. Platz 257. Distanzturnier
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    3. Platz 255. Militaryturnier
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    Satine's Spind

    Eddi Tierärztliche Klinik Caen - Kontrolle

    Heute ging es für mich nach langer Zeit mal wieder zum Pineforest Stable und zu Occulta, welche momentan plante, eine ihrer Stuten demnächst auf eine Stutenkrönung zu schicken. Natürlich war dafür der gesundheitliche Zustand unabdingbar und so war ich heute als Tierärztin unterwegs. Auf dem Gestüt wurde ich auch direkt von einem netten Mitarbeiter in Empfang genommen und in den Stall geführt, wo Occulta bereits mit meiner Patientin wartete.
    Satine war eine hübsche Fuchsstute, die aber durchaus etwas ängstlich sein konnte, deshalb war ich sehr darauf bedacht, vorsichtig und behutsam mit ihr umzugehen. Doch erst einmal musste Occulta mir sie sowieso einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen. Der Bewegungsapparat der Stute sah sehr gut aus, so dass wir wieder zum Putzplatz zurückkehrten. Dort warf ich einen Blick in die Ohren, Augen und das Maul. Alles sah bestens aus und Satine ließ es auch brav über sich ergehen.
    Danach tastete ich ihre Lymphknoten ab und ging dann noch einmal die Wirbelsäule und die Beine entlang. Occulta befragte ich auch noch ein wenig, denn die Besitzer kannten ihre Pferde immer besser als ich. Nach der ausgiebigen Untersuchung stand jedoch fest, dass Satine im besten Gesundheitszustand war und auch bereit für die Krönung.
    Dafür fehlten ihr lediglich noch die nötigen Impfungen und die Wurmkur. Also wurde sie gegen Influenza und Herpes geimpft und ich verabreichte ihr die Wurmkur ins Maul, schon war sie fertig. Während Occulta ihre Stute wegbrachte, füllte ich die Bescheinigung für die Krönung aus und erneuerte den Impfpass. Nach einer halben Stunde waren wir also fertig und ich verabschiedete mich von Occulta und wünschte ihr viel Erfolg.
    14 Aug. 2016


    Sosox3, 23 Sep. 2016
    Hufschmiedbericht Satine; Feline

    Für mich war es wieder soweit. Ich hatte in der letzten Zeit eigentlich nur meine eigenen Pferde beschlagen, sollte aber heute hier auf Pineforest Stables einer Furioso Northstar Stute und einer Criollo Stute die Hufe beschlagen. Occulta Smith hatte uns einige Info’s zu der Stute gegeben und eine der Info’s war, dass sie keine Männer leiden konnte. Also musste ich antanzen und Smetti war derzeit in Kanada unterwegs.

    Pineforest Stable besaß man ein riesiges Anwesen und so suchte ich mich durch die Stallungen zu den beiden Pferden. Gerade im Nebenstall angekommen, stand besagte Frau auch schon neben einer schicken Dunkelfuchsstute. „Hey, Ich suche Mrs. Smith“, rief ich der Frau entgegen und sie blickte auf. „Hier ich! Neben mir ist auch schon Satine“, lächelte sie und so kamen wir auch schon ins Gespräch und Occulta führte Satine neben ihr zu meiner mobilen Hufschmiede. Dort begann ich auch schon mit der Kontrolle. Satines Hufe waren gar nicht soo lang und waren relativ hart. Vorne rechts befand sich eine kleine Fehlstellung, die ich gleich bei meiner Arbeit korrigierte. Ich bat Occulta um einen Eimer kühles Wasser während ich passende Stahleisen zum Erhitzen suchte. Sobald sie heiß waren legte ich das Hufeisen auf den ersten Huf und passte dieses an. Ich passte auch die restlichen Hufeisen an und nagelte diese dann nacheinander auf. Satine blieb währenddessen ruhig und schaute nur ab und zu zu mir rüber. Als ich meine Arbeit erledigt hatte und lobte ich sie und gab ihrer Besitzerin ein Leckerli für sie.
    „Ich hab noch eine Stute die dasselbe bräuchte“, grinste sie und deutete auf die Stutenweide. Ich nickte kurz. „Die kann ich auch noch gerade machen, wenn ich eh schon hier bin.“ Ich lächelte kurz. „Dann bring ich sie dir gerade.“ Ich räumte meinen Arbeitsplatz etwas auf und nahm einen Schluck aus meiner Wasserflasche. Dann kam die junge Frau auch schon mit dem Schimmel zu uns rüber. Occulta band sie neben mir an und ich machte mich mit ‚Feline‘ so wie die Stute hieß bekannt. Sie erinnerte mich an Injaki, wahrscheinlich durch die selben Rasseeigenschaften. Ich säuberte ihr ordentlich die Hufe und unterzog diese einer ordentlichen Kontrolle und machte den Probeschnitt. Feline’s Hufe waren weder zu lang noch zu kurz und zudem hatte sie ziemlich harte und trockene Hufe. „Ich würde häufiges ‚Bewässern‘ empfehlen bei so trockenen Hufen“, gab ich ihr den Rat und machte dann weiter. Ich schnitt wenig aus und raspelte nur wenig. Dafür feilte ich etwas länger an ihren Hufen und nagelte auch ihr passende Stahleisen auf. „Ich bin dann hier fertig.“

    Occulta
    [​IMG] E-A
    Fahrtraining für Satine und Diva

    Heute stand ein Training der lustigen Art an: Ich wollte mit Satine und Lady Diva Fahren üben. Ich hatte beschlossen, den Furioso North Star im Fahren ein wenig auszubilden, um ihre Muskulatur weiter zu kräftigen. Bisher hatte ich sie mit Lisas Hilfe an Geschirr und Gefährt gewöhnt, nun wollte ich beides zusammenhängen und die erste Spritztour in der Umgebung drehen. Lisa begleitete mich mit Lady Diva und der Sulky-artigen Minikutsche. Auch die Kutsche, die ich mit Satine benutzte war kein mächtiges Gefährt und besonders leicht, hatte aber vier Räder. Die Begleitung hatte ich mir gut ausgesucht; Ich hatte die Idee lustig gefunden, mit den beiden Füchsen an den Sonntagsspaziergängern vorbeizukurven. Ausserdem nahm ich meine beiden Hunde mit. Ich putzte meine Stute und kämmte das gewellte, tiefrote Langhaar gut durch, ehe ich einen Knoten in den Schweif machte und die Mähne zu einem Französischen Zopf flocht, damit beides nicht in den Weg kam. Lisa bereitete Diva unten auf der Weide vor und führte sie dann zum anschirren zu uns. Satine sah mittlerweile um Welten besser aus als am Anfang, doch sie war noch immer dünner als ich es mir wünschte. Wenigstens war die knochige Kruppe nun von ein paar Muskelpölsterchen überzogen und die Hufe schön gefeilt, sodass sie mit ihrem nun glänzenden Fell richtig edel aussah. Auch war die Stute viel ruhiger geworden. Sie liess sich überall anfassen und erschreckte sich nicht mehr so leicht. So zuckte sie auch nicht, als ich ausversehen die Bürste fallen liess. Nun war ich sowieso fertig und konnte ihr das Geschirr anziehen. Ich verschnallte alle Bändel, die es zu verschnallen galt und führte die Stute dann an ihrem mit Scheuklappen bestückten Zaumzeug zur Kutsche. Diva stand bereits artig da und wartete nur noch aufs loslaufen. Den Huf hatte sie hinten entspannt aufgestützt und die Ohren hingen leicht seitlich. Offenbar döste sie im Licht der Nachmittagssonne. Der Nebel vom Morgen war verflogen und so auch die Kälte, die in der Nacht geherrscht hatte. Tatsächlich war es heute aussergewöhnlich warm, sodass ich meine Jacke auszog. Satine zappelte beim Anschirren etwas, und ich musste sie zurechtweisen. Sheela bellte und hüpfte um die Fuchsstute herum. „Nicht hilfreich!“, schnauzte ich die Labradorhündin an, woraufhin sie aufhörte. Lisa meinte zwar, Satine hätte bloss Freude und wäre fleissig, aber ich wollte trotzdem kein Gehampel. Schliesslich war alles bereit und ich stieg auf den Wagen. Wir hatten bisher nur ein paar Runden auf der Ovalbahn gedreht, also war ich gespannt, wie sie sich im Gelände machen würde. Wir liessen die beiden Stuten im Schritt laufen und folgten dem Verlauf der Strasse in Richtung Dorf. Dort durchquerten wir ein kleines Quartier und fuhren dann weiter zum Wald, wobei ich die Hunde, die bisher brav nebenhergelaufen waren, aus Sicherheitsgründen kurzzeitig auf die Kutsche holte. Auf den Schotterwegen konnten wir etwas traben, einen Galopp wagte ich aber hier draussen mit Satine noch nicht. Lady Diva hingegen war ja schon weiter ausgebildet, also schickte ich Lisa auf einen Umweg, sodass sie einen Galopp machen konnte. Ich sah sie durch die Büsche auf dem beinahe parallel gelegenen Weg durchrasen. Als sie sich uns bei der nächsten Gabelung wieder anschlossen, meinte Lisa nur, sich die Stirn abwischend: „Die Kleine hat aber Dampf heute!“ Ich lachte und wir fuhren fröhlich weiter. Nach einer Weile kamen uns Spaziergänger mit Hunden entgegen, wovon einer bereits von weitem bellte und ein Theater an der Leine veranstaltete. Sheela spitzte die Ohren, sah mich dann jedoch fragend an, anstatt loszupreschen. Zufrieden pfiff ich sie zu mir auf die Kutsche, Jacky ebenfalls, und lobte sie. Meine Erziehung zeigte Erfolg; die junge Labradorhündin reagierte sofort, wenn ich etwas von ihr wollte. Ganz im Gegensatz zu dem fremden Schäferhund, der noch immer an der Leine rupfte. Satine scheute etwas, als er sie anzuspringen versuchte und ich war froh, dass er angeleint war. Die restliche Spazierfahrt verlief unspektakulär. Die Hunde rannten begeistert mit, als Lisa mit Lady Diva nochmal galoppierte und Satine trabte federnd über den Schotter. Zurück auf dem Hof wollte ich es dann doch nochmal wissen. Wir waren nur eine halbe Stunde unterwegs gewesen, also fand ich mein Vorhaben zumutbar und bog auf die Galoppbahn, sobald wir zuhause waren. Lisa verräumte Diva bereits, während ich schnalzte und Satine in den Galopp trieb. Es klappte, wir schafften eine halbe Runde. Dann liess ich sie durchparieren, lobte sie ausgiebig und kehrte zum Nebenstall zurück, wo ich alles abhängte und die Stute versorgte. Sie hatte kaum geschwitzt, nur dort, wo das Geschirr aufgelegen hatte, was das Fell ein wenig feucht. Ich bürstete sie gut und brachte ihr ein wenig Heu, bald würde es ohnehin Futter geben. Bei Diva war auch alles okay; als ich nachsah, stand sie bereits wieder bei den anderen unter dem Ahorn und zupfte Gras.
    15 Nov. 2015

    Occulta
    [​IMG] E-A

    Heute wollte ich mit Satine ein paar erste Schritte in Richtung A-Dressur wagen. Auch Diarado lief heute mit, denn ich wollte den bereits älteren und erfahreneren Hengst nochmal ganz von vorne Trainieren. Er war vor allem im Springen gefördert worden und seine Dressurausbildung war dabei ganz schön auf der Strecke geblieben. Da jedoch Dressur und die damit verbundene Balance ebenfalls ein elementarer Bestandteil des Springens waren, musste ich das nun alles nachholen. Ich ritt auf Diarado, während Jonas Satine aufwärmte. Schon im Schritt bemühten wir uns, den Pferdeköpfen den Weg nach unten zu weisen und sie dazu zu bringen, die Hinterhand zu benutzen. Satine, die als Zirkuspferd eigentlich sehr gut ausgebildet war, hatte am meisten Mühe mit dem Gleichgewicht. Sie schwankte laut Jonas „wie ein Schiff“ und liess sich nur mit konsequent gespanntem äusseren Zügel an der Wand halten. Diarado hatte dabei natürlich einen deutlichen Vorsprung aufgrund seines Alters und den vielen Jahren, die er bereits unter dem Sattel verbracht hatte. Dafür verkroch er sich viel zu schnell hinter die Senkrechte und hängte die Hinterhand ab. Ich trieb ihn fleissig vorwärts. Ausserdem liess ich ihn immer wieder anhalten und neu antreten, später auch aus dem Trab. Um noch mehr Gewicht auf die Hinterhand zu verschieben, war die nächste Lektion das Rückwärtstreten. Damit hatte Wiederum Diarado mehr Schwierigkeiten, ganz einfach weil er sich sturer anstellte und weil Satine das Kommando „back“ blind befolgte. Um die beiden weiter zu lösen, gingen wir im Trab auf die grossen Volten und verkleinerten diese, ausserdem taten wir dasselbe auf der ganzen Bahn, indem wir auf den inneren Hufschlag wechselten und sie von der Wand lösten. Hier wurde einmal mehr Satines Schwanken deutlich, das vorerst nur durch gutes einrahmen von Jonas verringert werden konnte. Auch Tempowechsel bauten wir ein. Dazu ritten wir jeweils eine kleine Volte, in der wir die beiden etwas anspannten, und anschliessend liessen wir sie auf der Geraden oder der Diagonalen die Tritte verlängern. Durch unterstützendes Schnalzen klappte das bei Satine sogar ganz gut, wenn auch nur über kurze Distanzen. Bei Diarado musste ich etwas dirigierend mit der Gerte nachhelfen. Endlich begann der grosse Rappe, seine tollen Gänge zu präsentieren. Er hatte früher an einer Fohlenschau eigentlich gute Wertnoten erzielt, aber man hatte ihn wohl, wie es leider bei vielen Springreitern üblich war, in den letzten paar Jahren ständig zu eng geritten und ‚falsch‘ versammelt. Nun begann er jedenfalls auch im Galopp anständig unter den Schwerpunkt zu treten und sich nicht mehr zu verkriechen. Um auch seine Stellung zu verbessern, ritt ich Schlangenlinien und weitere kleine Volten. Zwischendurch liessen wir die Pferde wieder strecken und lobten sie ausgiebig. Zuletzt übte ich mit Diarado das angaloppieren aus dem Schritt heraus, was er erstaunlich gut beherrschte. Satine sprang noch ein paarmal falsch ein, aber es klappte am Ende schon deutlich besser. Wir liessen beide Warmblüter austraben und drehten vor dem versorgen eine Runde im Schritt auf der Galoppbahn. Dann war Feierabend für heute.
    15 Dez. 2015

    Occulta
    [​IMG] Military E-A

    Wie versprochen verluden wir am späten Vormittag Circus Dancer, Artemis, Flintstone, Satine, Fajir und Feline in den grossen Camion. Ich überprüfte zweimal, ob wir alle Sättel und sonstigen Ausrüstungsteile dabei hatten, erst dann konnten wir abfahren. Für so ein Militarytraining sollte man schliesslich vorbereitet sein. Die Fahrt war nicht allzulang, bloss eine halbe Stunde, aber es lohnte sich definitiv: Die Strecke glich einem Golfplatz, mit wundervoll kurzem Rasen, sauber geputzten Tribünen und liebevoll dekorierten Hindernissen. Wir holten die Pferde aus dem Anhänger, sattelten sie und zogen allen die Geländegamaschen an. Es sah so aus, als hätten wir Glück: Es war ausnahmsweise niemand sonst auf der Strecke. "Perfect, is everyone ready?", fragte ich in die Runde. Jonas auf Artemis, Lisa auf Circus Dancer, Rosie auf Flintstone, Darren auf Feline und David auf Fajir nickten entschlossen, also ritten wir in einer geordneten Zweierreihe auf den Rasen. "Rosie, David and Jonas, you come with me, as we are kind of riding the beginner's club. Lisa and Darren go practice individually. I won't tell you what to do, that you can decide for yourself, regarding your and your horse's condition. I hope you enjoy this training - all of you." "'kay boss", antwortete Lisa, und trabte entschlossen davon. "Don't forget the warm up!", rief ich ihr noch hinterher, aber ich wusste, dass das unnötig war. Sie drehte bereits auf einer grosszügigen Volte ein paar Runden um die Hindernisse. Wir anderen schlossen uns an und wärmten die Pferde gründlich auf, indem wir Schlangenlinien und Volten trabten, aber auch viele Übergänge machten. Als Satine unter mir langsam lockerer wurde und kauend Anlehnung suchte, beschloss ich, das Training zu starten. Wir teilten uns in Zweiergruppen auf und achteten darauf, einander nicht in die Quere zu kommen. Ich war mit Rosie im Team. Den Anfang machte ich, indem ich mit Satine voraus über einen einfachen Zaun sprang. Wir wollten nicht zu heftig starten. Die Pferde waren alle bis auf Artemis und Flint mindestens auf dem L-Niveau im Springen, also kannten sie die Grundlagen. Flint war hier der grösste Anfänger, denn er hatte als Westernpferd bisher höchstens ein paar Cavaletti überwunden. Dementsprechend schwierig war es für ihn, die richtigen Absprungpunkte zu finden. Angst hatte der erfahrene Sechsjährige keine, denn er vertraute Rosie, die er bei seiner Rückkehr nach Pineforest sofort wiedererkannt hatte. Rosie sprang mit ihm nur über die tiefsten Hindernisse, denn sie wollte nicht seine Sprungkraft testen, sondern ihm bloss eine Abwechslung bieten. Mit Satine war die Höhe hingegen kein Problem. Die Stute war längst nicht mehr das magere, verwahrloste Zirkuspferd von damals. Sie war aufgeblüht zu einem kräftigen Springpferd, das in der S-Klasse startete. Trotzdem kratzten wir hier erst die Anfänge des Geländereitens an. Sie war insgesamt ziemlich sportlich gebaut und schwerfuttrig; hatte kein Gramm zu viel auf den Rippen, egal wie viel Zusatzfutter sie bekam. Aber ihre Hüftknochen waren mit Muskeln gepolstert und standen nicht mehr vor, ebensowenig wie die Rippen. Ihre tiefrote Mähne fiel in Wellen über beide Seiten des nun kräftigeren Halses, wie bei einem Wildpferdchen. Die eisblauen Augen drehten sich hin und wieder in der Kurve abcheckend zu mir nach hinten, ebenso wie die hübsch gebogenen Ohren. Ich fuhr jeweils kurz mit der Hand über den Mähnenkamm und zeigte der erst fünfjährigen Stute so, dass alles in Ordnung war. Wir übersprangen eine Hecke, dann einen Sprung der aussah wie ein langes Wohnhaus und schliesslich einen Baumstamm, der vor einem Wassergraben aufgebaut war. Satine bemerkte das Wasser hinter dem Sprung wohl zu spät, sodass sie überrascht mit der Hinterhand abdrückte, als es um sie herum aufspritzte. Ich klammerte mich an den Hals und hielt so die Balance. "Very elegant Occu!", jubelte Rosie mir scherzend zu. Ich sah sie gespielt böse an und bedeutete ihr mit einer Handgeste, es besser zu machen. Flint hüpfte zwar etwas unbeholfen über den Baumstamm, erschreckte sich dann aber nicht vor dem kühlen Nass, weshalb Rosie einen triumphierenden Blick aufsetzte. Ich streckte ihr die Zunge raus und galoppierte davon, einen künstlich angelegten Hügel hinauf. Am anderen Ende gings mit einem Abwärtssprung über eine Stufe runter, bei dem sogar mir etwas mulmig wurde. Ich mochte diese Art von Sprüngen nicht sonderlich gerne, da ziemlich viel Kraft auf die vorderen Fesselgelenke wirkte. Aber Satine machte ihre Sache gut und landete leichtfüssig auf dem Rasen. Flint musste dieses Hindernis nicht überwinden; er durfte seitlich den Hang hinunter rutschen. "That sure must be good training for his stopping abilities!", lachte ich beim Anblick von Flints Rutschtechnik.
    Wir hatten eine Menge Spass, doch nach einer Dreiviertelstunde brachen wir das Training den Pferden zuliebe ab. Alle waren erschöpft und verschwitzt, sowohl Pferd als auch Reiter. Darren berichtete während dem Trockenführen stolz, dass Feline den berüchtigten "Ring" geschafft hatte; ein Sprung, der aufgebaut war wie ein massiver Holzring mit imposanten Verzierungen, durch den man hindurchspringen musste. Ich lobte ihn und natürlich Feline, die mal wieder alles gegeben hatte. "How was Fajir?", fragte ich anschliessend den Zwillingsbruder David. "Ahh he was nice. We had an argument at the coffin, but thanks to Jonas I was able to get him across. By the way, Artemis was doing great, too." Ich nickte anerkennend und sah nun fragend zu Lisa. Sie grinste und meinte: "Was erwartest du? Natürlich hatte ich alles im Griff und Dancer ist über die Sprünge getanzt!" Ich lächelte schief und lobte Dancer, der eigentlich ein Dressurpferd war, aber trotzdem besser sprang als so mancher Möchtegern-Hunter. Wir verluden die Pferde und fuhren nach Hause, wo wir fast alle nochmal abduschten und dann zum Trocknen auf die Weide entliessen.
    31 Juli 2016

    Die Kür

    Ich war überhaupt nicht aufgeregt, als ich Satine zum Schauplatz der heutigen Körung führte. Das lag vielleicht auch daran, dass ich sie nicht selber vorführte, sondern diesmal Lisa machen liess. Aber auch sonst wusste ich genau, dass meine Fuchsstute mit den ausdrucksstarken, eisblauen Augen niemanden von uns enttäuschen würde, denn sie liebte das Publikum und lebte für die Show. Ich stand bei den restlichen Zuschauern und beobachtete, wie die Pflegerin mit Satine auf die Richter zuging um sie zu grüssen. Dann wurde vorgetrabt. Ohne grosses Trara lief Lisa los und die Stute neben ihr federte über den Teer. Dann machten die beiden eine abrupte Wendung und trabten zurück. Auch den Schritt musste Lisa vorführen, wobei Satine leider etwas zu zackig lief, und so nicht das ganze Ausmass ihres sonst raumgreifenden Schritts zeigte. Auf die andere Seite war es dann deutlich besser, weil sie sich vom schwungvollen Traben beruhigt hatte. Doch das ruhige Gehen hielt nicht lange an; als nächstes war der Galopp dran. Dafür wurde die Stute in eine kleine Halle geführt, wo sie freigelassen und um ein paar Hindernisse herum im Galopp gejagt wurde. Die Stute bluffte mit Fahnenschweif und versuchte die treibenden Helfer mit abrupten Stops und Wendungen zu beeindrucken. Die vielen Zuschauer heizten sie nur noch mehr auf. Nach einigen Seitenwechseln war auch dieser Teil der Körung abgeschlossen. Lisa lockte Satine wieder zu sich, was ihr nach einigen Minuten auch gelang, und stellte sie gerade hin, sodass die Richter ihr Exterieur beurteilen konnten. Dann ging alles ganz schnell: wir mussten Satteln und die Zügel ans Zaumzeug machen, denn nun folgte ein Vorspringen unter dem Sattel. Das war Peanuts für Satine. Die Stute flog über die Hindernisse, die nicht besonders hoch waren, fast etwas zu leichtsinnig hinweg. So leichtsinnig, dass sie sich bei einem Hindernis verschätzte und eher einen Hasenhopser darüber nahm. Aber im grossen und ganzen sah ihre Technik akzeptabel aus und das Vermögen war ebenfalls vorhanden. Ob es reichte für die Krönung?
    2'060 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercount.com, by Occulta

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    Zuletzt bearbeitet: 23 Sep. 2016
    Rinnaja und Bracelet gefällt das.
  3. sadasha

    sadasha Gut Schwarzfels

    sadashas Teilnahme mit
    Busted Cherry Cake
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    Busted Cherry Cake
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    Geburtsdatum/Alter: 6 Jahre
    Geschlecht: Stute

    Stammbaum
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    aus der: ✗ ~ von: ✗
    aus der: ✗ ~ von: ✗ | aus der: ✗ ~ von: ✗


    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Größe: 169cm
    Rasse: Trakehner
    Fellfarbe: Braunschecke
    Geno: Ee/AA/nTo
    Abzeichen: große Schnippe, 2 Kronränder vorne


    Interieur
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    Charaktereigenschaften
    Ausgeglichen ●●● Unausgeglichen
    Temperamentvoll ●●●● Faul

    Gutmütig ●● Boshaft
    Loyal ●●● Untreu
    Ruhig ●●● Nervös
    Sozial ●●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Talentlos
    Nervenstark ●●● Scheu
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Aufmerksam ●●●● Unaufmerksam


    Cherry hat ordentlich Springvermögen und ist ein Everybodys Darling, zumindest bei Menschen. Sie weiß sich zu präsentieren und wird lediglich aufgrund ihrer Scheckung manchmal belächelt. In der Herde fasst sie nicht so recht Fuß und steht immer abseits der Gruppen. Sie ist eingefahren und fühlt sich eingespannt wesentlich wohler im Gelände. Reitet man ganz normal mit ihr aus ist sie noch etwas unsicher und besonders bei Hundebegegnungen weicht man am besten großzügig aus um größeren Stress zu vermeiden. Bei anderen Stuten zeigt sich Cherry zickig.

    Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Unterbringung: Stall / Weide
    Weidepartner: Alle anderen Stuten des Phoenix Valley


    Vorgeschichte
    ✗✗✗

    Zuchtinfos
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    Gekört/Gekrönt: ✘
    Vorgesehen für die Zucht: ✔

    Nachkommen

    ✗/✗

    Besitzer: sadasha

    VKR/Ersteller: sadasha

    Trainingsstände
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    Fohlen ABC ✓ | Eingeritten ✓ | Eingefahren ✓

    Gelassenheitstraining

    1 = sehr gelassen, 5 = schlechtes/unsicheres Verhalten
    Fremde Umgebungen: 5 4 3 2 1
    Platz/Halle: 5 4 3 2 1
    Tierarzt: 5 4 3 2 1
    Hufschmied: 5 4 3 2 1
    Gelände: 5 4 3 2 1
    Wasser(schwimmen): 5 4 3 2 1
    Straßen: 5 4 3 2 1


    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen ✓ |
    Rückwärtsrichten ✓ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten ✓
    Abstand halten ✓ | Wenden + Handwechsel ✓ | Abruf ✓


    Freiheitsdressur/Zirzensik
    Kompliment ✗ | Knien ✗ | Spanischer Schritt ✗ | Piaffe ✗
    Passage ✗ | Steigen ✗ | Sitzen ✗ | Liegen ✗


    Reitpferde-Ausbildung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Englische Reitweise

    Dressur: E A L LM LP M
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S**
    Eventing (international): CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****


    Fahrsport
    Combined Driving: CAI-A1
    CAI-A2

    Potential • Aufstieg durch Turnier | Training


    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Offizielle Wettbewerbe
    240. Militaryturnier | 354. Springturnier | 360. Springturnier | 362. Springturnier | 248. Militaryturnier
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    251. Militaryturnier | 372. Dressurturnier | 373. Dressurturnier | 253. Militaryturnier
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    Inoffizielle Wettbewerbe

    Zuchtverband


    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Gesundheitszustand
    Tollwut Impfung (jedes Jahr)
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre)
    Influenza Impfung (alle 6 Monate)
    EHV-1 + EHV-4 (alle 6 Monate)
    Wurmkur (jedes Jahr)

    Gesamteindruck: gut
    Akute Krankheit/en: ✗
    Chronische Krankheit/en: ✗
    Erbkrankheit/en: ✗

    Hufe/Beschlag
    Ausgeschnitten ✓
    Beschlag Vorne ✓ Aluminiumbeschlag mit Stahlgriffen
    Beschlag Hinten ✓ Aluminiumbeschlag mit Stahlgriffen

    Hufbeschaffenheit: sehr gut
    Hufkrankheit/en: ✗

    Offizieller HG | PNG | Puzzle-PNG
    25. September 2016
    Tierärztliche Klinik Caen
    Busted Cherry Cake | Ghost Merchant

    Kalifornien, Phoenix Valley. Dahin verschlug es mich heute als Tierärztin, nachdem ich vor einigen Tagen einen Anruf von Kenneth erhalten hatte. Hier warteten zwei Warmblüter auf ihren Veterinärscheck bevor es zu den großen Zuchtprüfungen gehen sollte. Auf dem Gestüt angekommen, wurde ich auch direkt herzlich in Empfang genommen und in den Stall geführt. Meine heutigen Patienten waren beides Trakehner, weshalb ich besonders neugierig war.
    Wir begannen mit Busted Cherry Cake, einer Stute mit schicker Scheckung. "Oh, bunte Sportpferde!", meinte ich begeistert, denn gerade die gefielen mir immer am meisten. Ich bat Kenneth, mir die Stute einmal im Schritt und Trab vorzuführen, damit ich sehen konnte, ob der Bewegungsapparat in Ordnung war. Cherry lief klar und locker vorwärts, so dass alles in Ordnung zu sein schien.
    Gemeinsam gingen wir an den Putzplatz, wo wir die Stute anbanden und ich erst einmal einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf, um etwaige Symptome zu sehen. Doch alles war in Ordnung und auch Cherrys Lymphknoten fühlten sich gut an. Also packte ich das Stethoskop aus und hörte Herz, Lunge und Darm ab. Auch hier war alles bestens und die Körpertemperatur lag auch im Idealbereich.
    Zufrieden lobte ich die Stute und tastete dann noch einmal die Wirbelsäule entlang, ehe ich mich an das Impfen und Entwurmen machte. Die Stute war in Topform und so war ich mir sicher, dass sie die Krönung mit einem sehr guten Ergebnis beenden würde. Nachdem sie fertig war, band Kenneth sie los und brachte sie zurück in die Box.
    Ich erneuerte derweil die Materialien für den nächsten Patienten. Der war das passende Gegenstück zu der Stute: Trakehner, Hengst und ein Porzellanschecke. Ghost Merchant nannte er sich und war ein sehr ruhiger Genosse. Er ließ sich vorbildlich vorführen und zeigte seine guten Gänge. Danach kontrollierte ich auch bei ihm das Innenleben der Ohren, den Pupillenreflex und die Zähne, ehe ich noch nach den Lymphknoten tastete.
    Dann war das Abhören und Abtasten an der Reihe. Alles ließ Ghost ohne Probleme über sich ergehen und hielt wunderbar still. Ich lobte ihn ausgiebig und nachdem ich alle Punkte abgehakt hatte, konnte ich Impfen und Entwurmen. Bei der Impfung zuckte der Hengst leicht zusammen, hielt aber tapfer aus und so war er auch schneller fertig als gedacht.
    Kenneth brachte auch den zweiten Patienten wieder weg, während ich noch Impfpässe erneuerte und Zertifikate ausstellte. Diese reichte ich dann Kenneth und verabschiedete mich. Ich wünschte ihm viel Erfolg bei den Körungen und machte mich dann auf dem Heimweg.
    2572 Zeichen | by Eddi | Tierärztliche Klinik Caen
    01. Oktober 2016
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    Hufschmiedbericht
    „Nun Hunter, wie geht es so?“ fragte Kenneth Jenkins am Telefon und ich bereute im Grunde schon abgenommen zu haben. Da er jedoch auf dem Geschäftstelefon anrief wartete ich noch ehe ich auflegte. „Gut, was gibt’s?“ Kenneth lachte kurz. „Schon gut, ich wollte dich um deine Dienste als Hufschmied bitten. Unsere Trakehnerstute Busted Cherry Cake ist soweit vorberietet für die Zuchtzulassung und bevor es vor die Richter geht soll sie Eisen bekommen.“ Ich fragte garnicht erst warum sie kurz vor einer großen Veranstaltung Eisen bekommen sollte, wenn sie vorher nie Eisen trug. „Habt ihr nur ein Pferd, das gemacht werden muss?“ fragte ich ungläubig, da allein die Anfahrtkosten bis nach Kalifornien immens würden. Kenneth überlegte und verneinte schließlich. „Wenn du meinst.“ sagte ich knapp und wir verabschiedeten uns. Alle Einzelheiten bekam er dann nochmal per Mail, wie auch den Anreisetag meinerselbst. Die Planung dieses Trips war ein riesen Haufen Arbeit. Alles nur für ein Pferd. „Solange er zahlt...“ meinte Gine schulterzuckend, als ich ihr davon erzählte. „Wenn...“ murmelte ich und stieg ins Auto um zum Flughafen zu fahren.

    Am nächsten Tag kam ich in Kalifornien auf dem Phoenix Valley Gestüt an. Es war brütend heiß und ohne Sonnenbrille war die Umgebung so grell, dass ich Angst hatte zu erblinden. „Hey Hunter!“ begrüßte mich Lucius brüderlich und legte mir einen Arm um die Schultern. „Komm erstmal rein, Kenneth ist noch im Gelände.“ Ohne Widerworte folgte ich und ließ mich in ihr Wohnzimmer bugsieren. „Hast du gar keine mobile Schmiede dabei?“ fragte er irgendwann und ich sah ihn an wie ein Auto. „Kenneth wollte dafür sorgen.“ brummte ich sichtlich angespannt. Lucius schien sich nicht weiter dafür zu interessieren und fummelte an seinem Smartphone herum. „Sicher das alles ok ist?“ fragte er irgendwann. Ich brummte abermals. Nun setzte er sich neben mich auf's Sofa. „Hör zu, das mit deiner Freundin tut mir leid, aber glaub mir da war nichts weiter!“ beteuerte er. Missbilligend sah ich ihn an. „Ist jetzt eh egal.“ Zu meinem Glück kam just in dem Moment Kenneth rein. Schier komplett mit Staub überzogen stand er da und begrüßte mich freudig. „Komm, ich hab Cherry schon aufgeladen. Wir fahren direkt zur Schmiede.“ In diesem Augenblick war ich so dankbar, dass Kenneth da war, dass ich voller Übermut aufsprang und ihm zum Wagen folgte.

    Bis zur Schmiede erzählte mir Kenneth von seiner werdenden Zucht und war dabei so begeistert, dass ich kaum zu Wort kam. „Also, Cherry ist eigentlich ganz brav. Eisen kennt sie aber noch nicht.“ wiederholte er, als er sein Pferd auslud. „Apropros Eisen... Wieso möchtest du sie gerade jetzt beschlagen lassen, wenn sie das noch nicht kennt und ihr aber demnächst zur Zuchtzulassung wollt? Sie könnte empfindlich drauf reagieren und dann läuft sie furchtbar...“ Kenneth zuckte mit den Schultern. „Wir haben ja noch ein wenig Zeit.“ - „Das klang aber anders...“ murmelte ich dazwischen. „Sie macht das schon. Sie wird die Eisen in Zukunft auch auf Turnieren brauchen. Wir haben jetzt ein Level erreicht wo ich denke, dass sich Eisen nützlich erweisen.“ Ich zog die Brauen zusammen und legte die Stirn in Falten. Wie gerne würde ich ihm widersprechen, aber er war ein zahlender Kunde. Das Pferd konnte ja auch nichts dafür, dass ich seinen Besitzer nicht mochte. Sorgsam prüfte ich die Hufqualität und beobachtete das Gangbild beim Vortraben. Gute Hufe... Zu schade, dass er sie mit Eisen versauen wollte. Natürlich übertrieb ich, Eisen würden ihr im Sport helfen. Aber dennoch stimmte es mich mürrisch. Alles. Die gesamte Situation hier. Ich war nur für dieses eine Pferd hier, das im Grunde nicht mal Eisen nötig hatte. „Hunter?“ Kenneth riss mich aus meinen Gedanken. „Ja... Ehm. Das sollte alles kein Problem sein.“ versuchte ich die Fassung zu wahren und begann sogleich mit dem Ausschneiden und Vorbereiten der Hufe, ehe ich das erste Alueisen mit Stahlgriffen auf die richtige Form schlug. In der kalifornischen Hitze war das gar nicht so angenehm, wie es hätte sein können. Es machte mir sonst immer Spaß die Eisen exakt auf Maß zu bringen, in all ihrer Perfektion. Hier fiel es mir schwer gegen Sonne und Hitze zu arbeiten und dennoch musste es am Ende passen. Kenneth betüddelte währenddessen Cherry, die das ganze Prozedere ruhig über sich ergehen ließ. Einige Minuten später stand sie voll beschlagen vor uns. „Dann lass mal sehen wie sie läuft.“ sagte ich zu Kenneth, der seine Stute in Bewegung brachte. Die ersten Schritte waren unsicher. Sie hob die Hufe unnatürlich hoch und machte hier und da einen kurzen Satz. „Es ist wie ich sagte.“ meinte ich. „Sie braucht jetzt erstmal etwas, bis sie wieder ganz normal läuft.“ Wenigstens war sie keiner der Kandidaten die total am Rad drehten, weil man etwas an ihre Füße genagelt hatte. Nach ein paar Minuten lief Cherry mehr oder weniger sicher und wir konnte zurück zum Hof fahren.

    „Seid ihr sicher, dass ihr nicht noch mehr Pferde habt, die einen Hufschmied nötig haben?“ fragte ich nochmals nach, wurde aber kopfschüttelnd abgewiesen. „Gut, dann bis zum nächsten mal und viel Erfolg mit Cherry.“ sagte ich bevor ich den Hof verließ.

    5165 Zeichen von sadasha
    17. März 2016
    Anfängerküken
    (Mr Raw Depression A-Springen|Cadiz A-Springen|Busted Cherry Cake A-Military)

    Der gekörte Hengst mit der hübschen Scheckung war was Dressur anging ein wahres Talent. Die Hindernisse aber waren einfach grausig für ihn. Schon das einfache Heranführen an die Hindernisse selber war so eine Sache. Totale Begeisterung entsprang seinem Wesen, sodass ich schon fast befürchtete, dass unser Training ins Wasser fallen könnte. “Das schaffst du schon, Ray.”, aufmunternd klopfte ich seine Schulter und ging weiter mit ihm über den kleinen Parcours. Allzu begeistert war er immer noch nicht, aber das war bei anderen Pferden auch so. Ich band den Hengst mit einem Möhrchen in der Schnute an, um mit Cadiz weiterzumachen. Der war komplett besessen, sich die Hürden anzuschauen, und hibbelte herum als ich das Sattelzeug holte. Das Warmreiten war sehr gut gestaltet, aber sobald ich seine Aufmerksamkeit auf die Hindernisse lenkte, merkte ich, wie übermotiviert er wurde. Hoffentlich verschätzt er sich nicht, dachte ich mulmig, musste aber feststellen, dass der Overoschecke wie ein Profi an die Sache ran ging. Wie ein ungestümer Profi, aber dem wirkte ich entgegen, indem ich meinen Sitz veränderte, und bewusst das Zügel aus der Hand Kauen variierte, sodass er sich gezwungen war, beim Absprung den Kopf nicht zur Seite zu reißen.
    Ich hatte schon ordentlich Rückenschmerzen von diesem Tag. Cadiz schien dem Platz sehnsüchtig hinterher zu schauen, und das Einführungstraining mit Ray hatte auch eher so lala geklappt. Wie meine Mathelehrer immer zu sagen pflegten: “Sie hat sich bemüht, aber…”, aber Mr Raw Depression machte seinem Namen alle Ehre. Als ich ihn zur Aufmunterung noch einige Runden abritt und ihn dann auch richtig galoppieren ließ, schien er besser drauf zu sein. Wie geplant kamen die zwei Hengste in ihre Boxen am Abend, und ich wandte mich Cherry zu. Die ließ sich ruhig kraulen. “Morgen machen wir einen Ausritt in den Wald, versprochen!”

    Versprechen müssen gehalten werden. Auch bei den eisigen Temperaturen draußen packte ich mich dick ein, und wunderte mich längst nicht mehr, dass Hunter nicht da war, seine Leute aber sich um die Pferde kümmerten. Steven, so hieß sein anderer Mittrainer, meinte ich zumindest, schien kein Problem damit zu haben, als ich Cherry aufsattelte und einfach die Einfahrt hinunter ritt und in den nächsten Wald ritt. Die Stute, die erst am Anfang ihrer Karriere stand, besaß ein dermaßen abgefahrenes Springvermögen, dass ich mich sehr wundern musste, wieso sie keine Springturniere ging. Immerhin wusste sie die Abstände zu den Hürden - im Wald gab es nur breitere Baumstämme und Wasserläufe - gut einzuschätzen, und verlangsamte das Tempo, sobald sie auf unsicheres und bergigeres Terrain gelangte, legte aber einen Affenzahn zu, sobald ich ihr die Möglichkeit gab. Was eine Rennsau. Den gelegentlich passierenden Spaziergängern und Familien machte es wohl ebenso wenig aus. Gut, umso besser. Nach einer phänomenal schlechten Landung in einer großen Matschpfütze sah ich ein, dass es für heute genug war; ihre vorher reinweißen Beine waren nun komplett versaut, und am Gestüt angekommen bürstete und wusch ich den groben Mist eine Stunde lang weg. Das ging ihr ziemlich auf die Nerven, sodass ich ihre restliche Körperpflege dahinschweifen ließ um mit Ray weiterzumachen. Für den heutigen Abendritt aber stellte ich sie auf die Weide und staunte nicht schlecht, als der gescheckte Vollbluthengst mit der Gelassenheit eines Therapiepferdes das Vorbereiten über sich ergehen ließ und bei strahlendem Sonnenschein den Springplatz beäugte. Ein reges Lüftchen wehte. Einige Vögel zwitscherten zaghaft. Der Frühling nahte. Und wie ein Frühlingswind fühlte sich das Training mit Mr Raw Depression an. Seine Abneigung von gestern war komplett entschwunden, und der typisch lernfähige und konzentrierte Hengst trat in Erscheinung, nahm Fehler in Kauf und ließ sich korrigieren, so weit ich es konnte. Vielleicht lag es gestern an dem sehr drückenden Wetter, dass der Hengst so missmutig war. Pferde reagierten auf atmosphärische Veränderungen bekanntlich genauso wie Menschen oder andere Tiere, nahmen das aber verstärkt auf, soweit mein Gedächtnis mich nicht betrug.

    Schon beinahe euphorisch beendete ich das Training nach einer Woche. Die drei durch und durch verschiedene Charaktere der Pferde hatten ihren Großteil dazu beigetragen, dass ich nichts, aber auch gar nichts, an dem Training eintönig oder gar langweilig fand. Ich wusste jetzt schon, dass mit Ray und Cadiz zwei gute Sportpferdekarrieren angefangen hatten; obwohl Ray eher besonnen und ernsthaft am Training beteilgt war und Cadiz eher den Spaß darin sah, aber das waren beides gute Eigenschaften. Und Busted Cherry Cake vereinte diese beiden Stärken in Einem und glänzte hervorragend beim Vielseitigkeitssport.
    von Vhioti
    09.04.2016
    Springen E-A

    Thomas füllte gerade die Heunetze auf, als Vel völlig aufgebracht den Stall betrat. "Thomas du bist viel zu spät dran! Einer unserer Kunden ist gerade angekommen, sind die Boxen sauber?", der Stallbursche nickte. "Wenigstens eine gute Neuigkeit... Was stehst du denn noch hier? Komm und lad die Pferde gefälligst aus". Unmotiviert verließ Thomas den Stall, gab einen tiefen Seufzer von sich und staunte erst einmal über den großen Transporter. An der Seite des Transporters war eine Klappe die bereits herunter gelassen wurde. Rechts und links standen je zwei Pferde. Thomas führte zunächst Cadiz und Fix the Flame aus dem Transporter, stellte die Pferde in die vorrübergehende Box und widmete sich dann Busted Cherry Cake und Ghost Merchant. Auch diese brachte er schließlich in die frisch eingestreute Box. Vel kümmerte sich inzwischen um Kenneth Jenkins. "Wie ich anhand ihres Hängers sehe sind sie gut bestückt, wollen sie wirklich kein Leistungsfutter dazu kaufen?"
    "Aber nein doch! Außerdem ist der Hänger geliehen", Kenneth winkte genervt ihr Angebot ab und wartete krampfhaft darauf den Trainingsvertrag unterschreiben zu können. "So...dann", Vel konnte gar nicht aussprechen so schnell unter junge Bursche den Vertrag. "Wir sehen uns dann wenn sie fertig sind. Sie erreichen mich telefonisch", Kenneth stand auf und bewegte sich zum Transporter. "Eh, ja klar.", etwas enttäuscht sah Vel wie ihr Kunde davon fuhr. "Der hat es aber eilig", sagte Ashley die in ihren schicken Reitklamotten vom Platz stüppelte. "Mum ich sagte dir doch bereits du sollst nicht jeden Kunden etwas aufzudrehen versuchen", Ash grinste schelmisch und warf ihrer Mutter einen arroganten Blick zu. "Pass auf dein freches Mundwerk auf Fräulein. Sag Thomas er soll Celsius putzen. Der Schimmel sieht wieder unmöglich aus."
    "Ja doch", genervt ging Ashley in den Stall um Thomas zu suchen.
    *
    Am nächsten Morgen betrat Judy gut gelaunt den Stall. "Morgen Thomas", er lächelte sie dankbar an. "Ich bin froh das man dir die Neuankömmlinge zugeteilt hat. Du weißt ja wie Jarred ist... außerdem sieht er nicht so gut aus", er zwinkerte ihr entgegen. Auf das indirekte Kompliment reagierte Judy erst zögerlich. Sie lief rot an und schnappte sich schnell Cadiz um mit dem Training zu beginnen. Thomas sah ihr hinterher. "Schade", murmelte er und fuhr mit der Stallarbeit fort. Judy führte Cadiz schließlich in die Halle, gurtete den Trakehner Hengst nach und begann damit den Parcours aufzubauen. Sie stellte zunächst zwei 80cm hohe Steilsprünge in die Halle auf, sowie eine 2 fache Kombination. Diese Hindernisse wollte Judy am jetzigen Tag für Cadiz und Cherry Cake zum Üben verwenden. Sie stieg geschwind in den Sattel auf, und ritt Cadiz erst einmal warm. Nachdem der Hengst warm geritten war, steuerte sie auf den in der Halle allein stehenden Steilsprung zu. Kurz vor dem Hindernis gab sie Cadiz einen Klaps mit der Gerte, sowie eine Sprunghilfe. Cadiz segelte über das Hindernis, riss jedoch eine Stange. Genervt ritt Judy zum Hindernis zurück um abzusteigen und um die Stange etwas tiefer einzuhängen. Glücklicherweise kam im gleichen Moment Thomas mit Cherry Cake. "Was hast du vor?", fragte Judy ihn. "Ich wollte ihn unters Solarium tun, damit seine Rückenmuskulatur vorgedehnt wird."
    "Klingt gut. Kannst du mir beim Training helfen? Sollten mir mal Stangen fallen oder so..." - "Sicher. Judy kann ich dir mal einen Tipp geben?"
    "Hm?" - "Ich würde mit Gymnastikübungen beginnen, da Cadiz zuvor nicht gesprungen ist". Judy sah ihn verwundert an. "Bist du Trainer oder Stallbursche?", verschämt blickte Thomas zu Boden. "Ich wollte doch nur helfen."
    "Oh nicht doch Thomas! Das meinte ich nicht abwertend... aber woher weißt du das?"
    "Ich interessiere mich für Pferde, lese gerne Bücher über das Training, die Ausbildung und so..."
    Schließlich nickte Judy anerkennend und sah zu wie Thomas zwischen K und F eine Pylone aufstellte. Anschließend nahm er 3 Trabstangen die er auf den Boden im Zirkel auslegte. "So dann trab mal zunächst im Bogen über die Cavalettis und anschließend im Galopp" Judy ritt - wenn auch etwas verwirrt da ihr ein Stallbursche beim Training half, auf die Stangen zu. Aufmerksam lief Cadiz über die Stangen hinweg.
    Das Training verlief gut. Mit jeder Runde wurde Cadiz aufmerksamer, er hob die Beine höher an und wurde beweglicher. "Lass uns zum Abschluss des Trainings noch über den Steilsprung springen", Thomas lächelte das hübsche Mädchen an die scheinbar auch an Motivation gewonnen hatte. Schnell ritt Judy aus dem Zirkel zum Steilsprung, fokussierte sich auf die Stangen und sprang schließlich ab. "Fehlerfrei!", Thomas applaudierte und Judy strahlte. "Wow, du bist nicht schlecht für einen Stallburschen! Lass uns das gleiche bei Cherry Cake wiederholen". Cherry Cake döste unter dem Rotlicht und genoss die Wärme auf ihren Rücken. Thomas holte währenddessen ihr Zubehör aus dem Stall um sie zu Satteln.
    *
    Zur gleichen Zeit trainierte Jarred die Fuchsstute Fix the Flame unter dem Sattel. Sie war bereits warm geritten weshalb er daran übte ihr die Grundlagen bei zu bringen. Dazu ritt er zunächst auf den Zirkelpunkt um sie im Schritt im Kreis zu reiten, dann gab er ihr eine Hilfe wodurch sie den Kopf etwas anhob und angelehnter im Schritt ging. Flame befand sich nun im sogenannten Mittelschritt. Schließlich trabte er sie an um etwas schneller voran zu kommen. Er wechselte aus dem Zirkel in den Hufschlag und ritt bei F ganze Schlangenlinien durch die Halle. Das sollte Flame etwas gymnastizieren, zudem lernte sie dadurch auf Hilfen schneller zu reagieren. Im Leichttrab ritt Jarred anschließend eine ganze Bahn ehe er bei M das Viereck verkleinerte. Das war eine wichtige Lektion die der Reiter, aber auch das Pferd in einer Prüfung beherrschen sollte. Ab X vergrößerte er wieder das Viereck und gab der Trakehnerstute eine Galopphilfe. Zunächst ritt er im Arbeitsgalopp auf den Zirkel, wechselte dann auf die Bahn und führte währenddessen einen Galoppwechsel aus. Jarred ritt von K nach H und wechselte schließlich durch die ganze Bahn nach F. Dort parierte er die Stute und ritt ab A nach X, zog dann an den Zügeln wodurch Flame stehen blieb. Nun probte er das Rückwärtsrichten, zog dazu erneut an den Zügeln und lehnte sein Gewicht nach vorne. Etwas unsicher trat Flame einen Schritt nach hinten. Er lobte sie kräftig und wiederholte den Vorgang. Nun wurde auch die Stute selbstsicherer und lief ganze fünf Schritte rückwärts. "Super!", Jarred lobte sie und beendete somit das Training. Sein nächster Kanditat sollte dann Ghost Merchant sein.
    *
    Als Judy Cherry Cake warm geritten hatte, begann sie zunächst mit der Cavalettiübung die auch bei Cadiz gut funktioniert hatte. Thomas achtete darauf das die Stangen richtig angeordnet waren und sah anschließend Judy beim Training zu. Die zierliche Frau ritt im Schritt auf den Zirkel um die Trakehnerstute wach zu halten, nun konnte sie sehen was sie gleich erwarten wird. Nach ein zwei Runden trabte sie Cherry schließlich an und hielt sie mit kleinen Hilfen aufmerksam. Jedes Mal wenn Cherry eine fehlerfreie Runde hinterlegte, lobte Judy sie und klopfte ihr den Hals. Nach acht Trabrunden, galoppierte sie das Pferd an um die Stangen auch im Galopp zu überwinden. Das war kein Problem mehr, da Cherry durch das Solarium und den Trabübungen so aufgewärmt und vorgedehnt wurde, das sie mühelos die Beine hob um über die Stangen zu galoppieren. "Dann schaffen wir ja heute noch ein paar Hindernisse mehr", rief Judy dem Stallburschen zu. "Ja! Ich bau sie dir schon mal auf". Thomas holte ein paar Ständer aus der Ecke und stellte sie mittig in die Halle und einmal auf den Hufschlag. Dann hob er die langen schweren Stangen aus der Bande hervor um sie in den Ständer zu heben. Eine der Stangen legte er vor das Hindernis um den Absprungpunkt deutlich zu machen. Eine Hilfe für Pferd und Reiter. "Bin soweit!", rief Thomas und räumte die Cavalettistangen wieder weg. Judy ritt vom Zirkel und wärmte Cherry auf der Bahn auf ehe sie das erste Hindernis ansteuerte. Cherry sprang rechtzeitig ab und streifte ganz knapp die Stange. Beim zweiten Hindernis bewies sich das Aufwärmtraining jedoch als gelungen. "Du wirst immer besser" lobte Thomas die junge Frau. Judy strahlte und lobte Cherry für jeden Fehlerfreien Sprung. "Damit können wir das Training im guten Gewissen beenden".
    *
    Währenddessen ritt Jarred den Porzellanschecken warm. Dazu hatte er einige Cavalettistangen in einer Reihe aufgestellt, über die er hinweg ritt. Das sollte Ghost Merchants Gangart auch verbessern und ihm im Training aufmerksamer machen. Nach guten zehn bis fünfzehn Minuten Gymnastiktraining, ritt er schließlich durch die ganze Bahn. Er trabte Ghost intensiv an und wechselte durch die Bahn in den Zirkel. Aus dem Zirkel hinaus gab er ihm eine Galopphilfe und galoppierte erneut in den Zirkel, anschließend auf die Bahn und in Schlangenlinien durch die ganze Halle. Ghost wurde etwas träger, was auch Jarreds Geduld zum platzen ließ. Er trieb Ghost mit der Gerte um ihn in Bewegung zu halten. Das Pferd stöhnte und schnaubte im Galopp, erst nach einigen Runden konnte er eine Pause machen. Die Pause nutzte Jarred zum üben des Rückwärtsrichtens. Auch hier zog er wieder an den Zügel und lehnte sein Gewicht nach vorne. Ghost ging einige Schritte rückwärts. Dies konnte er wohl besser als Flame. Nach der kleinen Schritt Pause galoppierte er das Pferd wieder an und übte mehrere Galoppwechsel. Dabei ritt er auf den Zirkel, aber auch durch die Bahn. Auf der linken Hand verkleinerte und vergrößerte er das Viereck. Allerdings im Trab. Nachdem Ghost klatschnass geschwitzt war und auch ein Trockenreiten nichts mehr nützte, brachte er den Trakehner in das Solarium um ihn zu "trocknen". Erst dann konnte Ghost zurück in die Box.
    *
    Zum Abschluss des Tages kontrollierte Thomas noch einmal die Pferde. Er prüfte die Tränken und füllte das Futter bei Fix the Flame, Busted Cherry Cakes, Cadiz und Ghost Merchant nach. Dabei fiel im auf, dass Ghost Merchant gar nicht eingedeckt war. Sauer schüttelte er den Kopf "Typisch Jarred", murmelte er enttäuscht und griff nach einer Abschwitzdecke. Wenigstens war der Rest eingedeckt.
    von Jackie
    13.05.2016
    Trainingsbericht "Military von A auf L"

    "Sam. Telefon." Ich kam aus dem Stall gerannt. Voller Stroh. Gut, dass es noch kein Videotelefon gab. Schnell schlüpfte ich aus den Stiefeln und nahm Jonathan das Telefon ab. "Thomsen." Ein Mann meldete sich. Er stellte sich als Kenneth Jenkins vor und fragte an, ob ich eines seiner Pferde trainieren konnte. Ich ging meinen Terminplan durch und machte mit ihm einen Termin aus. Zwei Wochen später machte ich mich auf den Weg zum Hof Phoenix Valley. Juan hatte mir versproche, dass er die Pferde regelmäßig bewegen würde. Ich kramte nach meiner Karte und versuchte den kürzesten Weg ausfindig zu machen. "Unmöglich", murmelte ich und entschied mich dann doch für mein Navi. Zumindest die letzten Kilometer. Zu Anfang klappte alles ganz gut,aber dann hatte ich mich restlos verfranzt. Ich seufzte und studierte die Karte, als es plötzlich an meinem Fenster klopfte. Eine Frau deutete mir, dass ich das Fenster herunterkurbeln sollte und das tat ich dann auch. "Kann ich Ihnen vielleicht helfen?" Ich nickte und sagte:"Ich suche den Hof Phoenix Valley." Sie lachte und erklärte mir dann den Weg. "Die meisten verfahren sich hier. Machen Sie sich keinen Kopf." Ich bedankte mich und fuhr weiter. Endlich erreichte ich den Hof. Ich parkte das Auto und schnappte mir meinen Koffer. Suchend sah ich mich um und lächelte, als ein Mann auf mich zukam. "Hi, sind Sie... ähm bist du Samanta? Ich bin Kenneth." Ich nickte und sagte dann:"Ja, korrekt." Ich grinste und reichte ihm die Hand. Er zeigte mir erstmal wo ich übernachten konnte und anschließend gingen wir gemeinsam zu Busted Cherry Cake. Als ich der Stute meine Hand hinstreckte, schnupperte sie mäßig interessiert daran. Ich lachte und band die Stute an, bevor ich mir noch zeigen ließ, wo ich ihre Sachen finden konnte. "Kannst du mir ein bisschen was über sie erzählen? Wie ist sie so im Gelände?"
    "Ein bisschen schreckhaft noch, aber beim Springen ist sie große Klasse und ich denke, dass das mit der Zeit auch im Gelände besser wird. Vor Hunden hat sie ziemliche Angst. Da sollte man also aufpassen." Ich nickte und gemeinsam putzten wir die Stute. "Ich werde sie heute erstmal in der Halle reiten, um mich ein wenig an sie zu gewöhnen. In den nächsten Tagen werde ich dann mit ihr springen und Ausritte machen, um ihr vielleicht auch ein wenig die Nervosität zu nehmen. Erst dann scheint es für mich sinnvoll, sie auf dem Militarypacours zu reiten." Während dem Putzen war Busted Cherry Cake ruhig, aber als einmal eine Stute an ihr vorbeigeführt wurde, versuchte sie nach ihr zu schlagen. Ich konnte das gerade so noch verhindern. Kenneth lächelte entschuldigend und sagte:"Gegenüber anderen Stuten ist sie sehr zickig."
    "Gut zu wissen." Ich sattelte die Stute und trenste sie schließlich, bevor ich mit ihr in die Halle ging. Nachdem ich nachgegurtet hatte, stieg ich auf und ritt sie erstmal im Schritt an. Sie war fleißig und reagierte gut auf meine Hilfen. Nachdem ich sie aufgewärmt hatte, trabte ich sie an und bat Kenneth schließlich mir ein paar Trabstangen hinzulegen. Ich baute es langsam auf. Erstmal nur eine, dann zwei, schließlich drei und zum Schluss vier. Sie machte sich gut und man merkte sofort, dass sie fürs Springen brannte. Sobald die Stangen auf dem Boden gelegen hatten, war sie aufmerksamer geworden. Schließlich galoppierte ich sie und ließ mir von Kenneth eine Galoppstange hinlegen, die sie sogleich übersprang. Ich schmunzelte und parierte schließlich durch. Erst zum Trab und dann zum Schritt. Ich klopfte ihr den Hals und sagte:"Da ist wohl jemand übermotiviert,hm?" Nachdem sie trocken geritten war, brachte ich sie zurück in ihre Box und versorgte sie dort. Ich verbrachte noch eine Weile mit der Stute, um mich mit ihr bekannt zu machen und machte mich dann auf die Suche nach Kenneth. Ich besprach mit ihm mein weiteres Vorgehen und bat ihn, mich bei meinen ersten Ausritten mit einem anderen Pferd zu begleiten. Das war mir dann doch sicherer. Nach dem Abendessen zog ich mich nach oben zurück und stellte einen Plan für die kommenden Wochen auf, der sich natürlich je nach Entwicklungsstand auch verändern konnte. Die nächsten zwei Wochen verbrachte ich damit, die Stute morgens in der Halle zu reiten. Wenn Kenneth Zeit hatte, dann half er mir beim Springen. Ansonsten stellte ich mir einfach ein Cavaletti oder einen einzelnen Sprung auf. Mittags oder Nachmittags ging ich zu Anfang noch mit Kenneth und später auch alleine ausreiten. Busted Cherry Cake war wirklich ziemlich nervös im Gelände, aber sie war nie unberechenbar und selbst wenn sie mal erschrak, konnte man sie leicht wieder unter Kontrolle bekommen. Hunden wichen wir immer mit einem großen Bogen aus, denn das wollte ich nun wirklich nicht mit ihr ausprobieren. Das war ja auch nicht Sinn des Trainings. Dazu müsste ich noch einmal gesondert kommen und auch herausfinden, wieso sie Angst vor Hunden hatte. Schließlich hatte ich das Gefühl, dass wir bereit waren uns dem Militaryspringen zu widmen. Ich hatte immer mal wieder im Gelände Baumstämme, Pfützen oder kleine Bachläufe zum Springen benutzt. Nun sollten aber die richtigen Geländesprünge herhalten. Die Militarystrecke lag etwas außerhalb und ich ließ mir von Kenneth den Weg erklären, nahm zur Sicherheit aber mein Handy mit, um notfalls anrufen zu können. Ich fand den Weg erstaunlich gut und staunte nicht schlecht. Tolle Anlage. Man fand unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und unterschiedliche Strecken. Hier konnte man auf jeden Fall trainieren. Busted Cherry Cake war sofort aufmerksam und viel entspannter, wie ich feststellte. Ich wärmte sie aber erstmal auf, bevor ich mich an den ersten Sprung wagte. Sobald wir uns ans Springen machten, war die Stute hochkonzentriert und ließ sich von nichts mehr ablenken. Erstaunlich, dachte ich, offenbar das geborene Springpferd. Ich konzentrierte mich am ersten Tag erstmal auf die einfacheren Hindernisse. Also auf die, die sich schon im A-Bereich übersprungen haben musste. Auch die nächsten zwei Wochen blieb ich noch dabei, baute immer mal wieder einen einzelnen L-Sprung mit ein, um sie an die Höhe und die Schwierigkeit zu gewöhnen. Auf dem Pacours war Busted Cherry Cake ein ganz anderes Pferd, als im Gelände. Hochkonzentriert und mutig. Ich war wirklich erstaunt und begeistert, wie gut sie sich anstellte. Mit der Zeit baute ich immer mehr L-Sprünge mit ein und nach weiteren zwei Wochen war die Stute soweit, dass sie in der nächst höheren Klasse starten konnte. Sie stockte nie vor einem Sprung oder versuchte daran vorbeizukommen, sondern zog im Gegenteil immer wieder an, sodass ich sie eher bremsen als treiben musste. Die letzte 'Hürde', die sie nun nehmen musste, war das gemeinsame Reiten mit Kenneth. Er hatte die Stute während des Trainings immer mal wieder geritten und auch über einige Sprünge gesprungen und heute war es soweit, dass er mit ihr den L-Pacours gehen sollte. Ich ging ihn zunächst mit ihm durch und wies ihn auf die Schwierigkeiten hin, die er zu beachten hatte. Dann ging es auch schon los. Er machte sich gut mit der Stute und ich musste nur wenig Tipps geben, damit die beiden den Pacours meisterten. Sie waren ein eingespieltes Team. "Ich kann euch nichts mehr beibringen. Zumindest nicht in dieser Leistungsklasse", sagte ich lächelnd und klopfte ihm stolz auf die Schulter."Natürlich darfst du das Training nicht vernachlässigen, denn ich habe ihr nur die Grundlage geliefert. Das intensivere Training und die Vertiefung muss sie von dir bekommen." Er nickte und versprach, dass er daran arbeiten würde. Am nächsten Tag machte ich mich auf den Heimweg. "Machs gut. Hat mich gefreut dich kennen zu lernen."
    "Mich auch und danke." Ich winkte noch zum Abschied und trat dann endgültig den Heimweg an. Zuhause angekommen kraulte ich erstmal all meine Pferde. Ich hatte sie vermisst, aber mein Team hatte sich natürlich gut um sie gekümmert. "Was würde ich nur ohne euch machen", sagte ich am Abend, als wir alle zusammen beim Abendbrot saßen. Alle lachten und ersparten sich eine freche Antwort, aber ich wusste auch so, was sie gesagt hätten.
    ©Samanta | 8060 Zeichen
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    Juni 2016, by Veija
    Fix the Flame Springen A - L, Busted Cherry Cake Dressur E - A
    Heute war ich wieder auf dem Weg zu einem mittlerweile bekannten Kunden, nämlich Hunter Crowley. Er war für seine Englischen Vollblüter und Deutschen Reitponys bekannt, jedoch waren meine Kunden diese Wocche zwei Trakehnerstuten, Fix the Flame, welche ich in Springen von A nach L bringen sollte und Busted Cherry Cake, die ich in der Dressur von E nach A bringen sollte. Letztere hatte nicht nur einen coolen Namen, sondern auch eine interessante Scheckung- ich hatte die beiden Pferde in Google eingegeben und von Cherry Cake ein paar Springbilder von Turnieren gefunden. Von Fix the Flame waren eher Dressurbilder im Internet. Gähnend schloss ich die Augen, denn ich hatte noch eine Weile Flug vor mir. Entgegen meiner Vorsätze, nur noch auf der Gips Reminder Ranch zu trainieren, flog ich schon wieder durch die Weltgeschichte. Kurz schüttelte ich den Kopf, ehe mich die Müdigkeit überrannte und ich doch einschlief.
    Am Flughafen wurde ich freundlich geweckt, ehe ich ausstieg und meinen Koffer nahm. Hunter holte mich heute- rechtzeitig, ab. Auf der Fahrt zu seinem Hof unterhielten wir uns ein wenig, ehe er mir nochmal mein Zimmer zeigte und ich mich dankend auf dem Bett nieder ließ. Wir hatten zwar erst 17:00 Uhr, aber ich fühlte mich, als hätten wir 23:00 Uhr. Ein bisschen musste ich, trotz meiner Müdigkeit, dann doch noch mit den beiden Pferden machen. Anfangen wollte ich heute mit Fix the Flame, in dem ich einen Teil der Halle abtrennte und an die lange Seite einen kleinen Parcours aufbaute. Ich hatte ein mal gelesen, dass man nervöse Pferde mit folgender Kombination beruhigen und verlangsamen konnte: 1 Stange auf dem Boden, 3 Meter Abstand, 1 Cavaletti, 3 Meter Abstand, 1 Cavaletti, 3,15 Meter Abstand, ein kleiner Sprung, 3,25m Abstand ein Steilsprung.
    Nun ging ich in den Stall und schnappte mir die Stute. Schon beim Putzen viel mir auf, dass sie sehr hibbelig war und kaum still stehen wollte. Da hatte Hunter mir ja ein tolles Pferd untergejubelt, dachte ich mir und band die Stute los, als ich endlich fertig mit putzen war. Dann gingen wir in die Halle, wo ich sie zunächst an der Longe ein wenig aufwärmte, ehe ich sie an den Rand der Halle stellte, das Seil wieder an die Wand hängte und sie losschickte. Zu erst übersprang sie die beiden Steilsprünge, bei denen sie die zweite Stange direkt riss, weil sie zu hektisch war. Dann kam die Kombination, welche ich aufgebaut hatte, bei der sie auch ein paar Stangen riss, weil sie einfach zu schnell war und nicht kontrollieren konnte, wo sie hin sprang. Ich baute alles wieder auf und ließ sie nochmal laufen, den zweiten Steilsprung riss sie fast- die Stange wackelte, die Kombination schaffte sie jedoch jetzt super. Sie galoppierte viel ruhiger und gelassener hinein und schaffte es dann auch, keine der Stangen hinunter zu schmeißen. "Guuut.", lobte ich die Stute und ließ sie das Ganze noch zwei mal springen, ehe ich sie wieder ans Halfter holte, noch ein wenig im Schritt durch die Halle trocken ging, ehe wir uns zurück in den Stall machten. Ich putzte kurz über und machte sie dann fertig für die Box, sie bekam noch ein Stück Apfel, ehe ich zurück in die Halle ging. Füttern würde Hunter oder seine Mitarbeiter selbst, da musste ich mir keine Sorgen machen. In der Halle schaute ich mich kurz um und entschied mich dann dazu, alles so stehen zu lassen. Mit Busted Cherry Cake konnte ich auch in der Hälfte der Halle arbeiten, in der keine Hindernisse standen. Gesagt getan, ich ging in den Stall und machte mir Cherry, wie Hunter sie nannte, fertig und ging mit ihr zusammen in die Halle, wo ich nachgurtete und sie zu erst ein wenig longierte, denn sie war heute nicht auf der Koppel gewesen und hatte bestimmt ein wenig Bewegungsmangel. Ich hatte auch recht, denn die Stute trabte die ganze Zeit vor sich hin und wollte gar nicht mehr aufhören zu laufen. Als ich sie jedoch mit viel Überredungskunst im Schritt laufen hatte, wechselte ich die Hand und ließ sie da auch eine Weile im Trab und Schritt gehen, ehe ich nach abermaligem Nachgurten aufstieg und zunächst ganze Bahnen auf beiden Händen im Schritt ritt. Ich hatte mir für heute vorgenommen, an den Übergängen und am Stehenbleiben zu arbeiten- mehr wollte ich nicht machen, denn der Tag neigte sich auch langsam dem Ende zu. So übten wir eine ganze Weile das Stehenbleiben aus dem Schritt und aus dem Trab, ebenso arbeiteten wir an den Übergängen zwischen Schritt, Trab und Galopp- auch Rückwärtsrichten erlernten wir zusammen. Zudem arbeiteten wir ein wenig an den "mittleren" Gangarten, sprich Mittelschritt, Mitteltrab und Mittelgalopp aber auch Arbeitstrab und Arbeitsgalopp, was die Stute sofort verstand. Dann ritt ich sie im Schritt trocken und machte sie fertig für die Box, ehe ich etwas zu Abend aß und ins Bett ging.
    Am nächsten Morgen machte ich Fix the Flame fertig, um sie wieder ein wenig Freispringen zu lassen. Heute ging sie mit wesentlich mehr Ruhe an die Kombination heran, so dass ich die beiden Steilsprünge, die ich auf der anderen Seite aufgebaut hatte, auf L - Höhe hochlegte, so dass das ganze doch nochmal ein wenig anders war. Auch die beiden Sprünge der Kombination veränderte ich, in dem ich den ersten Sprung auf A - Höhe legte und den Zweiten auf L - Höhe. Ich ließ die Stute den kleinen Parcours ein paar Mal springen, ehe ich sie wieder in die Box brachte. Mit Cherry machte ich heute morgen nicht viel, lediglich die Übungen von gestern Abend wiederholen.
    Am Abend sattelte ich Flame dann zum ersten Mal und durchsprang einen A - Parcours mit ein paar L - Elementen. Die Stute war zwar sehr stürmisch an den Hindernissen, es klappte jedoch alles super. Mit Cherry übte ich am Abend einige der A - Lektionen, so zum Beispiel Viereck verkleinern und vergrößern, Kehrtwendung auf der Vorderhand sowie diverse Bahnfiguren.
    In den letzten Tagen machte ich nichts anderes, als wiederholen, wiederholen und nochmals wiederholen, so dass sich die Übungen und die Abläufe festigten. Am letzten Tag sprang ich mit Fix the Flame einen L Parcours, der super klappte. Mit Busted Cherry Cake ritt ich eine A Dressur, bei der wir nur einen Fehler machten, der aber meine Schuld war, da ich die falschen Hilfen gegeben hatte. Ich konnte jedoch vollends zufrieden nach Hause fahren.

    Die Kür
    Nervös fummelte ich an einer Niete des Stricks herum, mit dem ich Busted Cherry Cake gleich durch die Zuchtzulassungsprüfung führen würde. Insgeheim war ich froh sie nicht reiten zu ,üssen, da sich meine Scheckstute in dieser für sie ungewohnten Umgebung nicht sonderlich wohl fühlte. Sie hatte zwar einen Tag Zeit gehabt sich an den Ort zu gewöhnen, aber für sie war das zu wenig. Bei der Inspektion gestern war sie kaum zu kontrollieren, so hibbelig war sie. Seis drum. Es wurden keine Höchstleistungen von ihr erwartet. Nur eine Zuchtzulassungsprüfung.
    „Du bist dran Kenneth...“ flüsterte mir mein Bruder ins Ohr. Ohne ihm zu antworten und mit starrem Blick betrat ich mit Cherry den Platz und grüßte am Ende der Bahn die Richter. „Stellen Sie sie bitte auf?“ bat man mich höflich. Hektisch richtete ich meine Trakehnerstute an der Stange auf dem Boden aus, sodass die Richter ihr Gebäude bewerten konnten. Ein paar unendlich lange Sekunden unterhielten sich zwei der drei Richter recht angeregt, bis es schließlich weiter gehen konnte. Als erstes führte ich sie auf der linken Hand auf den Zirkel nahe den Richtern und präsentierte sie hier in den drei Grundgangarten: Schritt, Trab und Galopp. Cherry machte einigermaßen gut mit. Einen minimalen Buckler hatte sie hingelegt beim angaloppieren, aber das war in Ordnung. Das Gleiche machten wir auch auf der rechten Hand. Diesmal allerdings in einer großen Volte, weil die Richter darum gebeten hatten. Der Zirkel sei ihnen zu groß und sie könnte ihn so oder so nicht ganz auslaufen, weil auf der einen Platzseite die Freispringstrecke aufgebaut war. Tatsächlich war mir das nicht aufgefallen, mir fiel aber grundsätzlich nichts auf heute weil ich viel zu aufgeregt war. Nachdem die Grundgangarten präsentiert wurden halte ich den Strick aus und ließ Cherry über die ganze Bahn frei laufen, bis die Richter die Springstrecke freigaben und Cherry mit voller Freude die Hindernisse nahm. Das war ihr Talent, hier fühlte sie sich wohl. Die Richter wirkten zufrieden. Nach dem Springen durfte Cherry noch ein wenig locker freilaufen, bis die Richter ihre finalen Notizen gemacht hatten und wir uns verabschiedeten. Kaum hatten wir den Platz verlassen kam auch schon Lucius zu uns, steckte Cherry eine Karotte zu und klopfte mir auf die Schulter. „War das so schlimm?“ fragte er und ich nickte leidend. Die Nervosität steckte mir noch immer in den Knochen, aber ich war mir sicher, dass die Richter mit Busted Cherry Cake zufrieden waren.​
    2487 Zeichen | gezählt mit charcount.com | by sadasha

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    Bewegung von Tassila
     
  4. Rinnaja

    Rinnaja Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit Walking on Sunshine
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    Abstammung

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    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Stute
    2010
    (6 Jahre gealtert)
    Rasse: Hannoveraner
    Stockmaß: 187cm
    Deckhaar: Palomino
    Abzeichen: Stern & Schnippe / 2x Hochweiße Beine


    Interieur / Beschreibung
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    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●● Unaufmerksam
    Intelligent
    ●● Unintelligent
    Sozial
    ●● Unsozial

    Begabt●● Unbegabt
    Ruhig ●●● Nervös

    Loyal ●● Untreu
    Gutmütig
    ●●● Boshaft

    Nervenstark ●●● Scheu
    Temperamentvoll
    ●●●● Faul


    Sunny ist eine brave Stute. Sie lässte jeden auf sich reiten und bringt auch jedem gerne das reiten bei. Doch wenn es ihr zuviel wir zeigt sie das auch. Aber sie würde niemals jemand wehtun. Die sanftmütige Stute zeigt außerdem noch schöne GGAs und ist auch schön anzuschauen.

    Unterbringung: Box & Weide
    Futtersorte: Heu & Müsli
    Weidepartner: Alle anderen Stuten


    Besitzer: Rinnaja (x)
    VKR/Ersteller: Wolfzeit


    Qualifizierungen & Erfolge
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    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M S S* S** S***
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S S* S** S***


    Western E A L M S S* S** S***
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1

    Reining: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1

    Springen E A L M S S* S** S***
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M** S S* S** S*** S**** S*****

    Military E A L M S S* S** S***
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750, 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m

    Distanz E A L M S S* S** S***
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***

    Fahren E A L M S S* S** S***
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4
    Trabrennen: 800m 1000m 1600m 1760m 1900m 2100m 2300m


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    1.Platz 224.Distanz
    2.Platz 327.Springen
    2.Platz 343.Springen
    2.Platz 374.Springen
    2.Platz 377.Springen
    1.Platz 141.SySpringen
    2.Platz 144.SySpringen
    3.Platz 145.SySpringen

    1.Platz 306.Western
    2.Platz 322.Dressur
    1.Platz 334.Dressur
    1.Platz 382.Dressur
    2.Platz 298.Galopp
    3.Platz 321.Galopp
    1.Platz 337.Galopp
    1.Platz 352.Galopp

    2.Platz 251.Fahren
    1.Platz 286.Fahren
    3.Platz 287.Fahren
    1.Platz 285.Springen

    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband
    -


    Ausbildung und Zuchtdaten
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    Angeboren Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1
    Verladefromm:
    3 2 1 ✪

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen ✔ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) ✔
    Abstand zum Pferd ✔ | Wenden & Handwechsel ✔ | Auf Komando kommen ✔

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen ✔ | Liegen ✔ | Sitzen x | Stehen ✔
    Spanischer Schritt x | Steigen ✔ | Kompliment x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife
    HK/SK

    Gencode: ee/aa/Crcr
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -


    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung
    (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) überfällig


    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:


    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -


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    735 Zeichen | 14.10.2016 | (c) Rinnaja
    heute war ich auf meinen eigenen Hof zu Gange. Ich wolltet heute Walking on Sunshine für die Kür Schön machen. Ich holte sie von der Stuten Weide und brachte sie zu unser Putzplatz wo meine sachen schon alle bereit waren für sie. Ich band sie fest und streichel hier den Hals. brav Mädchen brav. Sie blieb entspannt stehen und schnabte ab. Ich holte mein Nipper um die Träger von Walking on Sunshine zu Kurzen und anschließen mit dem Hufmesser die Hufen aus zu schneiden. Als das fertig war, streichelte ich aber mal Walking on Sunshine und gab hier einen Kuss auf hiere weiche Nase. Ich hoffe doch sehr das du, die Kür gewinnst, sagte ich hier leise zu. Ich holte die Raspel und machte den Rest an hieren Hufen, damit sie fertig war.

    Die Kür

    Heute war ich auf der Stutkrönung für Stuten ohne Abstammung. Doch war ich nicht mit einem eigenen Pferd hier, sondern mit Walking on Sunshine, welche Rinnaja gehörte. Rinnaja hatte sich um die Hufe einiger Pferde der Ferienranch gekümmert und würde uns auch des Öfteren auf der Gips Reminder Ranch besuchen kommen, um sich der Pferde anzunehmen. Ich klopfte den Hals der schicken Palominostute und putzte noch einmal über, bevor ich anfing sie zu satteln. Das war schnell getan, so dass ich mir meinen Helm aufsetzen und die schwarze Jacke zurecht zupfen konnte. Heute durfte ich nicht in Bluse und Jeans reiten, wie ich es bei meinen Westernpferden tat. Walking on Sunshine würde ich nämlich ein wenig dressurmäßig vorstellen, da konnte ich nicht im Westernstyle hier auftauchen.
    Endlich war ich fertig und ich konnte mit der Stute auf den Abreiteplatz gehen, wo ich nachgurtete und dann aufstieg. Rinnaja, Sunshines Besitzerin, gab mir noch einige Tipps, ehe wir aufgerufen wurden.
    Ich ritt die Stute in die Halle und hielt sie an X an, um die Richter zu grüßen. Dann nahm ich die Zügel auf und wendete sie nach rechts ab, ehe wir auf der rechten Hand ganze Bahn im Schritt gingen, bevor ich durch die Länge der Bahn wechselte und auch auf der linken Hand ganze Bahn ritt, bevor ich die Stute aus der Ecke heraus antrabte und an der langen Seite dreifache Schlangenlinien ritt, bevor ich an der kurzen Seite den Arbeitstrab forderte. An der langen Seite ritt ich wieder dreifache Schlangenlinien, bevor an der kurzen Seite wieder der Arbeitstrab folgte. Nun ritt ich sie eine Kehrtvolte und machte das Selbe auf der anderen Seite, bevor ich sie aus der Ecke heraus angaloppierte und sie auf einem großen Zirkel hielt, bevor ich sie an X wechseln ließ und auf der anderen Seite auf dem Zirkel hielt. Ich parierte sie an der kurzen Seite zum Trab durch und zeigte an der langen Seite nochmal den Mitteltrab und den Arbeitstrab, ehe ich sie abwendete und an X zum stehen brachte. In einer Vorhanddrehung wendeten wir uns den Richtern zu, ehe ich diese verabschiedete und dann unter Beifall die Halle verließ. Draußen drückte ich Sunshine Rinnaja in die Hand und lobte die Stute ausgiebig. "Das hat wirklich Spaß gemacht, sie zu reiten. Du hast wirklich ein tolles Pferd!", sagte ich begeistert und gab der Stute noch ein Stück Apfel, welches sie genüsslich kaute. Dann warteten wir auf die Ergebnisse.

    2402 Zeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, by Veija

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    Zuletzt bearbeitet: 16 Okt. 2016
  5. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit Priamos Ruffia Kincsem

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    Steckbrief
    Name: Priamos Ruffia Kincsem
    Rufname: Pria

    von Kincsem von King aus der Ruffian x aus der Prima Donatella von Don aus der Priamosa


    Rasse: Englisches Vollblut
    Alter: 07.06., 4 Jahre
    Farbe: Red Roan
    Größe: 1,68m
    Geschlecht: Stute

    Beschreibung
    Priamos Ruffia Kincsem stammt von erstklassigen Pferden ab. Ihre Großeltern gewannen allesamt berühmte Derbys in Frankreich und Japan. Ihr Urgroßvater väterlicher Seits war ein Arabisches Vollblut, weshalb Prias Opa und Vater veredelt sind. Über ihre Mutter ist nur bekannt, dass sie eine ruhige Seele war. Leider ist die Stute bei der Geburt von Pria verstorben. Pria's Vater ist nach seinem Derbysieg in Frankreich nach Japan verkauft worden.
    Priamos selbst kam in Kanada zur Welt und wurde dann nach Frankreich verkauft. Der Rennstall in dem sie stand, musste wegen Insolvenz geschlossen werden. Dann kam sie zurück nach Kanada in einen anderen berühmten Rennstall, wo ich auf sie aufmerksam wurde.
    Die Stute ist ein ruhiges, aber aufgewecktes Pferd. Doch sobald sie einen Fuß auf die Rennbahn setzt, ist sie nicht mehr zu halten! Schon 2-Jährig gewann sie einige bedeutende Rennen. Leider ist sie wegen ihres Übermutes nicht für alle Personen geeignet, da sie sich auf der Bahn auch schnell verletzen kann, wenn der Reiter nicht Acht gibt.
    Den Reitplatz oder die Halle hasst sie. Wahrscheinlich hat Pria da mal schlechte Erfahrungen gemacht, denn beim Probereiten wollten wir auf den Platz, ehe sie auf einmal von 0 auf 100 war und vorne in die Luft ging. Da die Stute noch jung ist und sich nicht gut ausbalancieren kann, hätte sie fast auf dem Rücken gelegen, so hoch ist sie gestiegen.
    Das ist auch etwas, was nicht gut an der Stute ist. Zwar ist sie ein ruhiges und liebes Pferd, doch sie kann sehr schnell nervös und unhaltbar werden. Zwar ist Pria nie boshaft, doch sie ist sich ihrer Kraft bewusst.

    Besitzer, Vorbesitzer: Veija, VKR sweetvelvetrose

    Kaufpreis: 210 Joellen
    laufende Kosten:


    Qualifikationen
    eingeritten, nicht eingefahren

    Dressur A
    Springen A
    Galopprennen S*


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    2. Platz 93. Synchronspringen, 1. Platz 96. Synchronspringen, 3. Platz Joelle Vereine Aufgewichtsrennen, 3. Platz 258. Distanzturnier, 2. Platz 396. Springturner, 1. Platz 344. Galopprennen, 1. Platz 339. Westernturnier, 1. Platz 340. Westernturnier, 1. Platz 348. Galopprennen, 1. Platz 343. Westernturnier, 1. Platz 350. Galopprennen, 3. Platz 266. Militaryturnier, 3. Platz 265. Distanzturnier


    Gesundheit

    nicht geimpft, nicht gechippt, nicht entwurmt
    letzter Besuch

    Barhufer
    letzter Besuch

    PNG zerteilt

    Original HG

    Trainingsberichte (7)

    Galopprennen E- A
    Etwas genervt sprang ich aus dem Bett. Mein Wecker klingelte früh- viel zu früh. Nach einem Blick auf die warf ich mich wütend zurück ins Bett. 6 Uhr am Morgen. Doch wenn man so eine große Ranch hatte, musste man damit leben, früh aufzustehen. Vor ein paar Wochen als die Fohlen kamen, war ich teilweise schon um 4 Uhr morgens wach, das war früh.
    Heute sowie die nächsten Tage mussten wieder alle Pferde dran glauben und trainiert werden. Anfangen wollten Aaron, Alexis und ich mit Hell, Abby und Horror. Die drei Stuten würden alle im Springen gefördert werden, wobei ich mir noch nicht sicher war, wer wen reiten sollte. Um halb sieben fanden wir uns also alle drei im Stall wieder und machten die Pferde fertig, ehe wir in die Halle gingen. Caleb und Aliena hatten schon E/A Sprünge aufgebaut und ein paar L/M Sprünge für Abby. Da unsere Halle wirklich riesig war, konnten wir alle noch eine kleine Stelle finden, wo wir die Pferde longieren konnten, ehe wir nach dem Nachgurten aufsaßen. Ich saß auf Horror, Alexis auf Hell und Aaron auf seiner geliebten Abby. Aaron würde jedoch nur die E/A Basics wiederholen, da er vom Niveau her nicht so hoch war, wie seine Stute. Da mussten wir mit Emilio nochmal üben.
    Horror behnahm sich heute wirklich vorbildlich und schien nicht die Absicht zu haben, mit abzusetzen, weshalb wir den E Parcours solide übersprangen, ehe wir uns auf die A Sprünge konzentrierten. Es war etwas kompliziert, mit 3 Pferden in der Halle zu sein, doch wenn man auf die anderen achtete, war das kein Problem. Als ich mit Horror soweit durch war, sah ich Alexis und Hell zu, bei denen alles klappte. Also schwang ich mich von Horror, drückte sie Aaron in die Hand und setzte mich selbst auf Abby, um mit ihr die L und M Elemente zu springen. Nach einer guten halben Stunde war Alexis schon lange verschwunden und auch Abby und ich machten Schluss, weil sie ihre Sache gut gemacht hatte. In zwei bis 3 Tagen würden wir das Ganze wieder machen.
    Doch nun waren die Vollblüter dran. Jagger, Faster und Walker mussten von M auf S gebracht werden, weshalb ich mir diesmal Alexis und Caleb schnappte. Ich ritt Jagger, Caleb Walker und Alexis Faster.
    Nach einem kurzen Aufwärmen ging es in die Boxen. Die Pferde kannten das schon alles, weshalb sie nur so aus der Box preschten. Allen voran Caleb mit Walker, der sich immer besser machte. Lächelnd trieb ich Jagger weiter an, bis sie und Faster gleich auf waren und sogar zeitgleich ins Ziel kamen. "Great job", sagte ich zu Caleb und nickte Alexis zu. Die Vollblüter mussten wieder jeden Tag trainiert werden, damit sie wieder in Form kommen und Rennen laufen können.
    Die nächsten waren Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, meine neuste Stute. Lächelnd klopfte ich Prias Hals, während sich Aliena, Alexis, Caleb und Aaron ein Pferd aussuchen konnten. Wir wärmten die Pferde alle ausgiebig auf, ehe wir auf die Bahn gingen und die Starts vor den Boxen probierten, ehe wir die Tiere mit den Startboxen bekannt machten. Pria war kaum zu halten, als die Tür aufflog und schoss lange vor den anderen auf die Bahn. Das lag daran, dass sie schon Rennen gelaufen war! Dementsprechend konnte keines der Pferde auch nur annähernd an sie ran. Mit großer Mühe bekam ich die Stute jedoch nach ein paar hundert Metern gezügelt. Irgendwann würde sie sich alles brechen, wenn sie weiterhin so raste. Deshalb standen in nächster Zeit Ausritte und Longenstunden auf dem Plan, ehe sie wieder auf die Rennbahn kommen sollte.
    Als wir mit den Pferden fertig waren, fehlten noch Lamperd und Sacramento. Die beiden Hengste waren schon erfahrener, weshalb es nicht lange dauerte, bis wie sie trainiert hatten. Nun war es auch genug, denn wir hatten schon sagenhafte 23°C!
    In den nächsten Tagen, um genauer zu sein 6, trainierten wir alle Pferde weiter. Mit Pria machte ich viele Ausritte und longierte sie ausgiebig, damit sie ein besseres Gefühl für ihr Tempo bekam, ehe sie am letzten Tag wieder mit auf die Bahn. Schon bei ihren ersten Galoppsprüngen merkte ich, dass sie viel konzentrierter lief und mehr auf mich achtete. Wie nicht anders erwartet kamen wir als erste ins Ziel. Diesmal jedoch mit nicht ganz so viel Vorsprung, wie beim letzten Mal. Stolz auf alle Pferde, kamen sie nach dem Trockenreiten auf die Koppel und- wie sollte es anders sein, wälzten sie sich.

    Galopprennen A- L

    [...]Völlig erschöpft trommelte ich meine Mitarbeiter zusammen. Heute war wieder einer der Tage, wo wir der Arbeit nicht hinterher kamen. Es war 6 Uhr in der Früh und schon 16°C. Das ging eigentlich noch, aber schon für 10 Uhr hatten sie 23°C gemeldet! Nach einem Blick zum Himmel seufzte ich zufrieden. Es war noch bewölkt- und solange es bewölkt war, konnte man mit den Pferden gut draußen arbeiten. Alle Pferde, die wir normalerweise morgens rausstellten, hatten die letzte Nacht schon draußen verbracht, weshalb wir 5, also Aaron, Alexis, Aliena, Caleb und ich uns die Galopper schnappten. Wild Reflex, Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem mussten von A auf L gebracht werden, Sacramento von L auf M und Lamperd von M auf S. Zunächst waren die 4 A'ler dran, die schnell gesattelt waren und sich auf der Bahn vorfanden. Aaron würde nicht mitreiten, es war mir noch immer zu gefährlich, ihn lange auf die Galopper zu lassen, weshalb er für den Start verantwortlich war. 3, 2, 1, GO!
    Schon schoss Pria nach vorne und streckte sich mit jedem Galoppsprung mehr! Sie lies Nyanda und Wild Reflex, die doch schon ein wenig erfahrener waren, einfach hinter sich. Einzig und allein Seattle Slew konnte mit ihr mithalten und hielt sich wacker an ihrer Seite. Seattle war Pria ein Jahr im Vorsprung, lief aber noch nicht lange im Sport. Ich wank Caleb rüber, dass er ihn etwas zurückhalten sollte und nahm Pria auch ein wenig zurück, schließlich war das hier kein richtiges Turnier, sondern nur Training. Wenn hier ein Pferd stürzte, weil wir es überforderten, waren wir schlechte Trainer. Die Tiere sollten nämlich hier auf den harten Turniersport vorbereitet werden und nicht schon alle Knochen im Training brechen- nicht, dass sie sich was beim richtigen Rennen tun sollten!
    Die nächsten paar Tage wiederholten wir das Training jeden Morgen um halb 7 und nachdem die A-L'ler fertig waren, ritten Caleb und ich noch Lamperd und Sacramento, wobei ich Lamperd ritt, da dieser von M auf S gebracht werden sollte und Sacramento "nur" von L auf M. Nach einer Woche Training hatten wir alle eine Stufe höher.[...]

    Galopprennen L- M

    Zufrieden schaute ich meinen Mitarbeitern zu, wie Riley Deadly Ambition fertig machte, Aliena Wild Reflex, Aaron Nyanda, Caleb Seattle Slew, Alexis Priamos und schließlich ich Sacramento. Wir wollten die 6 Vollblüter heute im Rennen aufstufen, wobei Ambition von E auf A musste, Wild Reflex vo L auf M, genauso wie Nyanda, Seattle Slew und Pria. Sacramentos und mein Ziel war die Klasse S.
    Gesattelt gingen wir mit den Pferden auf die Bahn, machte jedoch am Reitplatz Stop und ritten die Tiere ordentlich warm, ehe es auf die Bahn ging. Ich gab allen die nötigen Anweisungen, vor allem Riley, der schon nach einer halben Meile die Stute langsam bremsen sollte, da sie definitiv nicht mit Sacramento oder Pria mithalten konnte und sollte. Schließlich wurde Mento für die Stufe S trainiert.
    Nach der kurzen Besprechung ging es dann auch los. Pria und Sacramento schossen natürlich sofort nach vorne und ich sah Alexis, dich total geschockt auf Pria saß und sich in der Mähne festkrallte. Nach ein paar Galoppsprüngen jedoch hatte sie sich gefangen und konnte sie ordentlich antreiben. Nach einer halben Meile sah ich kurz nach hinten und schaute zu, wie Riley Ambition langsam auslaufen ließ. Zufrieden schaute ich wieder nach vorne und preschte mit Sacramento an Pria vorbei. Der Hengst wusste was er konnte und zeigte es auch gerne auf der Bahn. Ich nickte Aliena zu, dass sie Pria ein wenig zurücknehmen sollte. Die Stute war mir noch zu jung um so hohe Leistungen auf der Rennbahn zu vollbringen, weshalb ich sie gerne ein wenig schonte.
    Nun waren auch Sacramento und ich im Ziel. Alle Pferde hatten ihre Aufstufung erfolgreich bestanden, weshalb sie nun ihren wohlverdienten Weidegang erhielten.

    Galopprennen M- S

    Arbeit, Arbeit, Arbeit, dachte ich mir als ich die Stallgasse entlang schlurfte. Im Schlepptau hatte ich Drag me to Hell, Augen auf! Ich komme, Sacramento und My lovely Horror Kid. Mento und Horror mussten beide von E nach A gebrachte werden, Hell von A auf L und Abby von M auf S. Da ich das Ganze natürlich nicht alleine meistern konnte, hatte ich mir fleißige Bienchen gesucht, die mich unterstützen wollten. Aliena, Aaron und Alexis. Aaron kam auf Horror, Aliena auf Mento, Alexis auf Hell und ich ritt Abby.
    Nachdem wir sie nun alle gründlich geputzt und gesattelt hatten, ging es in die Halle, wo wir sie zunächst einmal gut warm ritten, bevor wir mit den Lektionen anfangen wollten. Um die Pferde zu lockern, ritten wir alle Lektionen aus der E Klasse, darunter zB Zirkel, Mittelzirkel, Aufmarschieren, Schlangenlinien und und und...
    Weiter ging es für alle mit den A Lektionen, wobei ich Abby nicht viel mitmachen ließ, da sie gleich noch genug zu tun hatte. So wurden Volten, Mitteltrab, Mittelgalopp, fließende Übergänge, Viereck verkleinern & vergrößern und Kehrtwendungen geübt. Somit waren Horror und Mento auch schon fertig, so dass sie wieder in den Stall konnten. Übrig blieben Aliena auf Hell und ich auf Abby. Aaron blickte der Stute betrübt nach, so war es doch eigentlich seine Stute, die aber voll im Training stand und zur Zeit nicht von ihm geritten werden konnte.
    Aliena übte derweil mit Hell Außengalopp, versammelter Trab & Galopp, Kehrtwendungen, Kurzkehrtwendung, einfache Galoppwechsel und doppelte Schlangenlinien. Hell verstand alles recht schnell, so dass ich mich weiter um Abby kümmern konnte. Die Lektionen der Klasse M beherrschte sie schon wunderbar, was daran lag, dass sie sehr intelligent war. Was wir jetzt noch üben mussten war jedoch alles andere als einfach: Schulterherein, Traversale, Travers, Traversalverschiebungen im Trab und Galopp, Renvers, fliegender Galoppwechsel, Schaukel, Pirouette, Piaffe und Passage. Abby kämpfte sich ziemlich ab, um alles auf die Reihe zu bekommen, hatte es am Ende jedoch geschafft, sich alles zu merken! Die Dressurturnier konnten kommen!
    Nun waren I've got the moves like Jagger und Faster an der Reihe. Beide mussten im Springen von A auf L gebracht werden. Da ich mir Aaron zur Hilfe geholt hatte ging das auch recht schnell, weshalb wir uns nun unseren Galoppern widmen konnten. Hier waren es Zuckerschock und Deadly Ambition die von A auf L gebracht werden mussten, Massacre Boy, der von L auf M gebracht werden musste und Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, die von M auf S gebracht werden mussten. Wir hatten bei keinem der Pferde Probleme, außer bei Pria, die wieder nach vorne preschen wollte wie von der Tarantel gestochen. Ich seufzte auf ihrem Rücken und versuchte sie zurück zu halten, gab es jedoch irgendwann auf. Wenn sie sich kein Bein während eines Rennen brachs, war sie die geborene Gewinnerin.
    Dressur E- A, by AlfurElfe

    Ich zog die Handbremse an, schnallte mich ab und stieg dann aus dem Auto. Die Trainingsaufträge führten mich mal wieder auf die Gips Reminder Ranch, und heute gab es viel zu tun. Insgesamt musste ich vier Pferde trainieren, drei davon in Dressur, einen Hengst in Distanz. Sobald ich den Stall betrat würde ich auch schon von Verena begrüßt. Da es schon neun Uhr war und ich heute ja vier Pferde reiten musste, holten wir sofort Sympathy for the Devil, mit dem ich heute eine 40-Kilometer-Strecke meistern würde. Verena und ich begannen damit, das gescheckte Fell des American Paint Horse zu bürsten und konnten ihn nach einer Viertelstunde satteln. Ich freute mich schon darauf, diesen Ritt im Westernsattel zu verbringen, denn in einem englischen Sattel taten einem nach einem ordentlichen Distanztraining die Sitzhöcker schon ziemlich weh. Verena gab mir noch eine Karte mit, auf der sie mehrere Strecken, die nicht allzu sehr durch Straßen unterbrochen wurden und ziemlich genau 40 Kilometer lang waren.
    Ich lenkte Pathy vom Hof und ließ ihn antraben. Um die Anforderungen der M-Distanz zu erfüllen, mussten wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von Zehn bis Fünfzehn Stundenkilometer einhalten. Bei der ersten Wegkreuzung bog ich nach rechts ab, denn diese Strecke führte über befestigte Wege durch den Wald und hatte einige gute Galoppstrecken. Immernoch im Trab kamen wir auf eine Straße zu, und ich parierte Pathy durch zu Schritt. Auf der Straße herrschte reger Verkehr, aber gleich der erste Autofahrer ließ uns vor. Nach der Straße Tat sich uns ein schnurgerader Weg auf und ich ließ Pathy angaloppieren. Um ihn nicht zu sehr zu belasten ging ich in den Entlastungssitz, woraufhin er noch schneller wurde. Ich schätzte den Weg auf circa fünf Kilometer, für die wir im Galopp nur sechs Minuten brauchten. Auf die lange Galoppstrecke folgte eine Kurve, in der ich Pathy sicherheitshalber durchparierte zum Schritt. Der Weg hinter der Kurve war noch endlos länger als der vorn der Kurve, weshalb ich Pathy wieder angaloppieren ließ. Die Geschwindigkeit schien dem Hengst zu gefallen und er preschte los wie der Blitz. Als wir nach zehn Kilometern zur nächsten Kreuzung kamen, parierte ich ihn durch zum Halt und gönnte uns beiden eine Pause. Ich prüfte die Karte und stellte erstaunt fest, dass wir schon fast 29 Kilometer geschafft hatten, obwohl es sich so anfühlte, als hätten wir gerade einmal die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht. Schnell packte ich die Karte wieder ein und saß auf. Nach einigen kurzen Wegen auf denen wir trabten, gaben wir auf einer Galoppstrecke noch einmal unser Bestes, bevor wir den letzten Kilometer im Schritt ritten. Auf dem Hof wartete Verena schon mit dem nächsten Pferd. "Gute Zeit! Nur zwei Stunden 43.", lobte sie uns. "Wenn es dir nichts ausmacht, könntest du sofort mit Zuckerschock in die Halle, ich würde mich dann um Pathy kümmern", bot sie mir an. Ich saß ab, lobte Pathy noch einmal und übergab ihn dann Verena, während ich Zuckerschock von ihr übernahm. Mit der Stute sollte ich die Lektionen der L-Dressur erarbeiten.
    In der Halle stellten wir uns bei X aufstellten und wie immer überprüfte ich vor dem Aufsitzen noch die Bügel und den Gurt. Nach dem Aufwärmen und einer kleinen Wiederholung der A-Lektionen begann ich mit dem versammelten Trab, den Zuckerschock schnell drauf hatte. Im Trab ritten wir eine Kehrtvolte, um dann an der langen Seite eine doppelte Schlangenlinie zu reiten. Da ich Zuckerschock bei den Bahnfiguren nicht viel beibringen musste, hatte ich auf meiner imaginären Liste bald auch die Schlangenlinie in drei und in fünf Bögen, die Halbe Volte im Trab, die Acht-Meter-Volte und aus der Ecke kehrt abgehakt. Nun befassten wir uns mit der Hinterhandwendung, welche das Gegenstück zu der Vorderhandwendung darstellte, welche sie schon aus der A-Dressur kannte. Ich parierte sie durch zum Halt und legte die Gerte weiter nach hinten in die Verwahrung. Dann trieb ich sie mit dem äußeren Schenkel nach innen, sodass sie sich nach innen drehen musste. Bei den ersten Versuchen brach sie die Lektion einfach bei der Hälfte ab und wollte abwenden, aber nach mehreren Versuchen klappte es endlich. Nun fehlte nur noch der Außengalopp. Ich ließ Zuckerschock bei E antraben und trieb sie nach der kurzen Seite in den Galopp. Dabei achtete ich darauf, dass sie auf dem richtigen Fuß angaloppierte und nicht gleich wieder in den Innengalopp verfiel. Nachdem ich auf die Uhr geschaut hatte und feststellen musste, dass wir schon seit einer Stunde und fünfzehn Minuten in der Halle waren, ließ ich mir die Zügel aus der Hand kauen und ritt Zuckerschock trocken. Dann stellten wir uns wieder ordentlich bei X auf, ich lobte sie überschwänglich und saß dann ab.
    Da Verena auf dem Hof nicht zu sehen war, Band ich Zuckerschock an, sattelte sie ab und brachte ihr ihr Futter. Dann ging ich in die Sattelkammer und suchte das Halfter und doe Putzsachen von Priamos Ruffia Kincsem, die allerdings nur Pria gerufen wurde, weshalb ich auch recht lange brauchte, um das Halfter zu finden, da der Haken nur mit ihrem Spitznamen beschriftet war. Ich wusste wo die Stuten stand und machte mich auf den Weg zur Weide. Pria war leicht zu finden und ich brachte sie auf den Hof, wo ich anfing sie zu putzen. Da wir heute auf A-Dressur-Niveau trainieren würden, trenste ich sie mit einem Englischen Reithalfter. Bevor wir in die Halle gingen brachte ich Zuckerschock zurück auf die Weide und gab ihr zum Abschied ein Leckerli. Dann ging ich mit Pria in die Halle, wo wir uns bei X aufstellten und ich vor dem Aufsitzen noch einmal Bügel und Gurt überprüfte.
    Zum Aufwärmen ritt ich die üblichen Bahnfiguren aus der E-Dressur, wobei ich auch durch die Länge der Bahn wechselte, was ja in der A-Dressur neu, wenn auch nicht schwierig war. Dann begann ich mit dem Trab, wo ich darauf achtete, dass sie immer fleißig vorwärts ging. Die Zehn-Meter-Volte war keine Schwierigkeit, genauso wenig das Zügel aus der Hand kauen lassen im Trab. Ich parierte sie wieder durch zum Schritt und blieb bei A stehen. Den inneren Schenkel legte ich etwas weiter nach vorn, währen der äußere Schenkel Pria etwas weiter hinten nach innen trieb. Die ersten Versuchen der Vorderhandwendung brach Pria immer verwirrt ab, aber irgendwann hatte sie verstanden, was ich von ihr wollte. Ich lobte sie ausgiebig und wendete mich dann dem Rückwärtsrichten zu. Ich hatte das Gefühl, dass es Pria nicht gerade neu war, aber da sie immer nur zögerlich ein paar Schritte nach hinten machte, übten wir es, bis sie sogar eine ganze kurze Seite am Stück rückwärts lief. Da wir alle angeforderten Lektionen trainier hatten und schon seit einer Stunde in der Halle waren, ließ ich mir die Zügel aus der Hand kauen und ritt Pria trocken. Bevor ich absaß lobte ich sie überschwänglich, denn sie hatte ihre Sache heute echt gut gemacht.
    Verena trainierte wohl auch gerade, denn als ich wieder auf den Hof kam, war wieder keine Spur von ihr zu sehen. Ich befreite Pria von ihrem Sattelzeug und gab ihr ihr Futter. Dann holte ich das nächste Pferd, Versatilely Gold, eine sechsjährige Stute, und begann sie für das anstehende A-Dressurtraining fertig zu machen. Bevor ich Gold, wie sie genannt wurde, sattelte, brachte ich Pria auf die Weide und verabschiedete mich auch von ihr mit einem Leckerli.
    Auch mit Gold ging ich in die Reithalle. Das Aufwärmen bestand wie üblich aus dem Abrufen der Kentnisse aus der E-Dressur und vielen Biegungen und Handwechseln. Wie bei Pria begann ich mit den neuen Bahnfiguren und den Trablektionen. Da es bei den Bahnfiguren ja eigentlich nicht um Können oder Talent ging, sondern darum, bei dem richtigen Bahnpunkt abzubiegen und auf dem richtigen Weg den nächsten Punkt zu erreichen. Da Gold gut mitarbeitete, konnten wir bald die Zehn-Meter-Volte, die Schlangenlinien durch die Bahn in vier Bögen, den Handwechsel durch die Länge der Bahn und das Zügel aus der Hand kauen im Trab und im Schritt abhaken. Auch das Rückwärtsrichten kannte Gold schon, da es ja zur Grundausbildung eines jeden Pferdes dazu gehörte. Sie war nicht nur beim Rückwärtsrichten, sondern auch bei der Kehrtwende auf der Vorderhand viel sicherer als Pria, und so mussten wir daran nicht mehr viel arbeiten und konnten uns dem Überstreichen im Galopp zuwenden. Ich ließ Gold antraben und in der Ecke nach der kurzen Seite angaloppieren. Nach etwa einer Runde im guten Mittelgalopp überstrich ich die Zügel, was sie glücklicherweise nicht irritierte. Schließlich parierte ich sie wieder durch und ließ mir im Schritt die Zügel aus der Hand kauen. Bevor ich absaß lobte ich sie, glücklich, dass wir heute so viel erreicht hatten.
    Zusammen mit Verena versorgte ich Gold mit Futter und brachte sie dann in den Stall, denn draußen wurde es schon dunkel. Ich verabschiedete mich von Verena und versprach ihr, dass ich bald wieder zum Trainieren herkommen würde. Dann machte ich mich auf den Heimweg, denn auch bei uns gab es noch viel zu tun.

    Springen E- A

    "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuft.

    Galopprennen S- S*

    "Das wird ein Spaß", sagte ich lachend zu Svejn und drückte ihm Firewalker in die Hand. Ich selbst ritt heute Priamos Ruffia Kincsem. Beide würden wir im Galopprennen von S auf S* bringen, was nun fast die höchste Stufe war, die die beiden erreichen konnten. Pria zum Beispiel war der geborene Galopper, sie würde jedes Rennen rocken, weshalb wir sie auch für das Aufgewichtsrennen der Joelle Vereine angemeldet hatten. Mal schauen, wie sie und Zuckerschock dort abschneiden würden.
    Doch nun ging es um Pria und Walker. Svejn und ich schwangen uns auf die Pferde und ritten zur Startbahn. Es war gar nicht so einfach, Pria im Schritt zu halten, denn sie wollte die ganze Zeit losrennen. Auf der Rennbahn angekommen, konnte ich sie nicht mehr zurück halten, schaffte es aber noch, sie in den mittleren Kreis zu lenken, wo wir Gras hatten. Leider bestand unsere Rennbahn nämlich aus Sand. Das würde sich jedoch bald ändern, da wir sie in eine Grasrennbahn umfunktionieren würden. Kurz hatte ich Zeit, nach hinten zu schauen, wo Svejn mit Firewalker kämpfte, damit er auch nach innen auf den Rasen galoppierte. Als sie es geschafft hatten, lenkte ich meinen Blick nach vorne und versuchte, Pria wieder ruhig zu bekommen. Sie heizte sich immer so unglaublich auf, wenn sie die Bahn sah.
    Nach unserem kurzen Aufgalopp gingen wir in die Startboxen, bei denen uns Bellamy freundlicher weise half, irgendwie war das sein Ding, die Rennpferde.
    Schon flogen die Türen auf und Pria machte, typisch für sie, einen riesen Satz nach vorne und war sofort eine Pferdelänge vor Walker und Svejn. Pria flog nur so über die Bahn, da mussten Svejn und Firewalker sich schon wahnsinnig anstrengen, dass sie uns nicht ganz aus den Augen verloren. Im Ziel angekommen ließ ich Pria ausgaloppieren, wendete sie und ging in Richtung Ausgang, wo wir auch wieder auf Svejn und Walker trafen. "Also wenn die kein Potenzial hat, dann weiß ich auch nicht.", lachte er und ich nickte. "Noch ein paar Mal solch ein Training und die beiden können in der nächsten Klasse an den Start gehen.

    Die Kür
    Es war selten, dass ich die Zeit dazu fand, auch anderen Pferdebesitzern unter die Arme zu greifen, da ich selbst mit den Pferden unserer Ranch genügend zu tun hatte. Trotzdem konnte ich nicht absagen, als mich Verena fragte, ob ich nicht eine ihrer Vollblutstuten auf der Krönung vorstellen könnte. Sie hatte in letzter Zeit sehr viel um die Ohren und auch all ihre Mitarbeiter waren verhindert, sodass ich sie natürlich nicht hängen lassen konnte.
    In aller Frühe war ich deswegen zu Verena gefahren, hatte mit ihrer Hilfe die aufmerksame und auch leicht aufgeregte Stute samt jeglichem Zubehör in den Hänger verladen und war dann mit der großen Schönheit zum Ort der Entscheidung gefahren.
    Auch wenn ich nicht der Beste darin war, ein Pferd aufzuhübschen, so befand ich Pria nach einigem Werkeln als turniertauglich und führte sie zum Aufwärmplatz.
    Prias Lieblingsplatz war eigentlich das Gelände oder die Rennbahn, doch heute musste sie zeigen, dass auch ein Platz ihr Können nicht minderte und so hoffte ich, dass alles so klappen würde wie geplant.
    Nachdem ich sie genügend aufgewärmt hatte und ein Blick auf meine Uhr mir verriet, dass wir jeden Moment dran sein würden, begab ich mich mit ihr zur Reithalle und wartete noch einige Minuten davor, bis kurz darauf eine Stimme aus dem Lautsprecher unsere Namen verkündete und ich ein letztes Mal tief durchatmete, bevor ich im Arbeitstrab die Halle betrat.
    Ich ritt an der langen Seite entlang und bog dann bei A auf die Mittellinie auf, bevor ich Priamos Ruffia Kincsem, kurz Pria, bei X zum Stehen brachte. Obwohl sie kein großes Dressurtalent war, hatte sie mittlerweile gelernt geschlossen stehenzubleiben und das erleichterte mir einiges. Ich grüßte die Richter mit einem freundlichen Lächeln und begann dann meine Kür, diesmal jedoch im Schritt.
    Ich ritt zuerst eine Runde ganze Bahn auf der linken Hand im Schritt, bevor ich sie wieder antrabte, nun jedoch im Mitteltrab, um auch diesen den Richtern einmal zu präsentieren.
    Im Trab ging ich mit Pria erst eine einfache Schlangenlinie, bevor ich dann Zirkel ging, aus dem Zirkel wechselte und auf der anderen Hand noch einmal eine Schlangenlinie ritt, diesmal jedoch mit drei Bögen.
    Dann ließ ich Pria aus dem Trab anhalten und da es gerade so gut passte, richtete ich sie ungeplant eine Pferdelänge rückwärts. Dafür, dass ich es nicht geplant hatte, funktionierte es erstaunlich gut! Nach einer kurzen Verschnaufpause für Pria und einem Gedankensammeln für mich, gab ich Pria die Galopphilfe und ließ sie aus dem Stand angaloppieren. Pria und auch ich liebten den Galopp, sodass ich mir keine Gedanken machte, dass wir diesen Teil nicht bestehen würden. Die Stute war ein wahres Galopptalent und das nicht nur auf der Bahn, sondern auch in der Halle, welche sie eigentlich nicht so mochte. Hier konnte sie so richtig ihr Temperament zeigen und beweisen, dass sie es verdient hätte, als gekrönte Stute ausgezeichnet zu werden.
    Ich ging mit ihr auf den Mittelzirkel, galoppierte dort zwei Runden, bevor ich anschließend den Zirkel verließ und mithilfe eines Bahnwechsels auch die Hand wechselte. Nun zeigte ich eine ganze Runde nochmal auf der anderen Hand Prias Galoppkünste, bevor ich sie in den Schritt durchparierte, zu X ritt und dort die Richter verabschiedete.
    Mit einem zufriedenen Lächeln verließ ich anschließend mit Pria die Halle. Wir hatten es also tatsächlich nahezu fehlerfrei geschafft!
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    by Lou​
     
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  6. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Samantha O`Neill
    mit
    Your possible Pasts

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    Besuche Possy!

    Steckbrief
    Your possible Pasts
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    Spitzname: Possy

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Mischief Maker
    V: More Trouble
    M: Slide n`Ride
    Aus der: Your Possibility
    V: Forever Yours
    M: You can do it

    --------------------------------------------------

    Rasse: American Quarter Horse
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 05. Februar 2009
    Stockmaß: 1,61 m
    Fellfarbe: Dappled Flaxen Liver Chestnut
    Kopfabzeichen: Stern
    Beinabzeichen: v.l. weißer Kronrand

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Your Possible Pasts ist eine gelassene Stute, die durch ihre auffällig schicke Jacke besticht. Sie schmust gerne und wird genauso gerne geputzt. Sie steht gerne mit ihrer Herde auf der Weide und ist für Fortgeschrittene sehr gut zu reiten und fühlt sich einfach toll an. Für Anfänger kann sie jedoch zum Alptraum werden, wenn sie gar nichts mehr macht, sobald sie merkt, dass der Reiter sehr unsicher ist. Beim Reiten gibt sie sich ansonsten aber immer viel Mühe alles richtig zu machen. Sie hat Potenzial für einen Allrounder und gibt gerne Vollgas in der Reining - da lässt sie manch einen Top-Reiner kalt hinter sich.

    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Veija
    Ersteller: Kirbeeh
    Vkr: ///

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Western:
    S***
    Galopprennen (Quarter Mile): L
    Distanz: M
    Springen: A
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    ~ Schleifen ~

    1. Platz 261. Distanzturnier
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    1. Platz beim 349. Galopprennen
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    1. Platz beim 347. Westernturnier
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    3. Platz beim 348. Westernturnier
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    3. Platz beim 352. Galopprennen
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///

    Hufschmiedbericht vom 10. September 2016, by Sosox3
    „Rachel…Ich hab gerade noch drei Kontrollen reinbekommen. Ich verspreche dir, morgen bin ich wieder da.“ Ich versuchte meine ein wenig wütende Partnerin zu beruhigen, doch irgendwie schien das nicht wirklich was zu bringen. „Vielleicht schaff ich es, den Flug heute Abend noch zu erwischen“, murmelte ich in den Hörer und legte dann auf. Manchmal konnte es eine richtige Tortur mit ihr sein. Umso froher war ich, wenn ich wieder bei ihr auf dem Hof sein würde. Ruhige Idylle und ein Ausritt in unseren Bergen mit meinem Dash. Genau das, was ich jetzt brauchte. Aber jetzt kam erst einmal die Arbeit und spätestens morgen das Vergnügen.
    Da ich nun schon auf Mrs. O`Neill’s Hof angekommen und von ihr schon in Empfang genommen wurde, führte sie mich nun zu dem ersten Pferd, welches den Namen ‚Hollybrook’s Fairy Bluebird‘ trug und ihrem Namen alle Ehre machte. Die blauschwarze Stute stand ruhig angebunden in der hellen Stallgasse und drehte ihren Kopf neugierig zu mir um. „Alle drei brauchen nur eine Kontrolle. Nicht kürzen und auch nicht beschlagen. Nur die einfache Kontrolle“, sagte mir die Besitzerin des Pferdes und erklärte mir dann, dass ich einfach nur Notizen aufschreiben sollte, wenn mir was auffallen sollte. Ich nickte nur und begann dann auch schon mit der Arbeit. Bluebird‘s Hufe waren an sich in Ordnung, nur hinten rechts lief sie den Huf etwas langsamer ab als bei den restlichen Hufen, dabei blieb sie aber ganz ruhig. Die nächste war dann eine Quarter Horse Stute namens ‚Your Possible Pasts‘. Auch bei ihr fand ich nichts Aufregendes. In ein paar Wochen mussten ihr die Hufe gekürzt werden. Eine Fehlstellung fand ich bei ihr jedoch nicht. Bei der dritten und letzten Stute wurde es dann ein wenig interessanter. Sie hatte hinten rechts einen leichten Bockhuf, den man noch korrigieren konnte. Ich schrieb die Notizen zu jedem Pferd separat auf DIN A5 Blätter und heftete dieses an eine Pinnwand. Genauso wie die Rechnung und machte mich dann zum Flughafen auf.

    Tierarztbericht vom 25. Oktober 2016, by Eddi
    Tierarztbericht Your possible Pasts
    25. Oktober 2016
    Fröstelnd lief ich im schnellen Schritt Richtung Stall. Es hatte mich mal wieder zu Sammy nach Hollybrook verschlagen. Leider goss es in Strömen und von den paar Sekunden vom Auto zum Stall war ich eigentlich klatschnass. "Ich hätte doch den Regenschirm nehmen sollen", murmelte ich seufzend und zog mir die Kapuze vom Kopf, als ich im trockenen Stall angekommen war. Aufmerksam schaute ich mich um und suchte nach Sammy.
    Langsam ging ich die Stallgasse ab und begrüßte hier und da ein bekanntes Gesicht. Dann traf ich am Putzplatz auch schon auf Sammy, welche ihre Stute Your possible Pasts gerade schick herrichtete. "Ach, das ist doch nicht nötig", meinte ich lachend und begrüßte meine Freundin erst einmal. Ich war heute wieder wegen tierärztlicher Angelegenheiten hier und diesmal ging es um Possible. Sie sollte demnächst auf eine Stutenkrönung und brauchte dringend noch den Vet-Check.
    Also ließ ich sie mir erst einmal im Schritt und Trab vorführen, um kurz zu schauen, ob sie lahmte. Auch die Beugeprobe führte ich durch, aber es war alles einwandfrei. Dann warf ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul, um eventuelle Anzeichen zu sehen, aber auch hier war alles okay. Nun machte ich mich an das Abhören von Herz und Lunge, ehe ich mit dem Stethoskop auch noch einmal zur Darmgegend wanderte.
    "Wunderbar", meinte ich zufrieden, als auch die Körpertemperatur einwandfrei war. Ich lobte Possible kurz und bereitete dann die Impfungen vor. Sie wurde gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut geimpft. Tapfer hielt sie dem stand und danach gabs noch die Wurmkur. Und schon war die Stute auch fertig und durfte zurück in ihre Box.
    Sammy lud mich danach noch auf eine Tasse Tee und Kuchen ein ein, was ich dankend annahm, denn so konnte ich noch etwas trocknen, ehe ich mich bei diesem anstrengenden Herbstwetter auf den Heimweg machen würde. Außerdem gabs wie immer viel zu besprechen, so dass wir gut eine Stunde beisammen saßen, ehe ich mich von Sammy verabschiedete und wieder entschwand.


    Trainingsberichte, by Veija & Sammy (8 Stück)
    Reining LK 5 auf LK 4, by Veija
    24. Mai 2015
    Kurz blickte ich auf die Uhr. Halb 6. Tja, heute und die nächsten Tage hatten meine Leute und ich viel vor. Genuine Lil Cut, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat cat, Siku und Solitary mussten in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 gebracht werden, Eldrian Antrax, Marly's Pluie, Cauldron und Annie get your Gun in Springen von E auf A, Hollywood's Silver Dream in Springen von A auf L, My Blue Gun, My Possible Pasts, Hot Smoking Chex und Wimpys Little Devil in Reining von LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun in Reining von LK 3 auf 2. Dann waren endlich alle wichtigen Pferde trainiert und fertig für die Turniersaison.
    Nachdem ich also mein Team geweckt hatte, schnappte sich jeder eines der LK 4/3 Pferde und machte es fertig, ehe wir mit 5 Pferden in der Halle standen. Draußen war es noch zu kalt zum Training, weshalb auch die Vollblüter, die normalerweise früh am Morgen trainiert wurden, erst gegen 11 oder 12 Uhr auf die Bahn kamen.
    Insgesamt mussten wir 3 Teams "bilden". Das erste und zweite Team waren je 5 Pferde, im dritten Team dann nur 3 Pferde. Da wir genau wussten, was wir trainieren mussten, war die erste Trainingseinheit der ersten 5 Pferde auch schon rum. Nun war es schon 9 Uhr, eher gesagt halb 10, ehe wir die nächsten 5 in der Halle hatten. Und es waren 13 Uhr, bevor wir die letzten 3 Pferde der Truppe in der Halle waren. Sagenhafte 15 Uhr, bis wir verschnaufen konnten.
    Nun waren die 5 Springpferde dran. Heute ritten wir nur die E Hindernisse und einfache A Hindernisse, morgen würden wir das Niveau steigern.
    Also letztes waren die 5 Westernpferde dran. 4 davon mussten von LK 5 auf 4, eins von 3 auf 2. Also ritt ich letztere, welche übrigens Lil Princess Gun war und überlies den anderen die anderen 4 Pferde. Caleb hatte ständig ein Auge auf die 3 und auch Aliena machte ihre Sache gut, auch wenn My Blue Gun sie ab und an einfach verarschte. Nach eineinhalb Stündigem Training beendeten wir den Tag und brachten alle Pferde wieder auf die Koppel.
    Am nächsten Tag gönnten wir den Reinern eine Pause und arbeiteten nur mit den Springpferden. Am Tag darauf waren dann die Westernpferde wieder dran, die wir in Reining trainierten. Am Abend konnte man sagen, dass sie alle eine Stufe höher starten konnten.

    Reining LK 4 auf LK 3 - by Veija
    29. Juni 2015
    [...]Nun waren die Reiner dran, was wohl ein wenig mehr Arbeit geben würde. Da hatten wir Wimpys Little Devil, My Blue Gun, Your possible Pasts und Spooks Gotta Gun, die von LK 4 auf LK 3 gebracht werden mussten, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Flintstone, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Siku und Solitary die von LK 3 auf LK 2 gebracht werden mussten und Lil Princess Gun, die in den nächsten Tagen in der LK 1 laufen würde.
    Heute trainierten wir nur die 4 Pferde, die bald in LK 3 laufen sollten. Wir verfeinerten ihre Stops, beschleunigten die Spins, kontrollierten ihre Speed Controls und werkelten an ihren Flying Changes. Nach gut 2 Stunden hatten wir erschöpfte Pferde und Reiter, die sich auf eine Pause freuten. Den Pferden war diese gegönnt, doch die Reiter mussten noch arbeiten. Die ersten 5 Pferde der LK 2 Klasse waren in der Halle und wurden 2 Stunden bewegt, ehe die restlichen 3 und Princess dran waren. Princess ritt ich, auch wenn Caleb mir ständig Befehle zufauchte, wie ich die Stute zu reiten hatte. Ich seufzte. Er meinte es nur gut und im Endeffekt war er ein besserer Trainer als ich, doch das würde ich vor ihm nie zugeben.
    Am Ende des Tages hatten wir alle 13 Pferde fertig. Die nächsten 3 Tage arbeiteten wir kürzer, aber dennoch so, dass wir einen ordentlichen Erfolg erzielten und das Training nach 5 Tagen abschließen konnten.[...]

    Springen E-A - by Veija
    25. Juli 2015
    Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
    Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
    Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.

    Reining LK 3 auf LK 2 - by Veija
    26. August 2015
    "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.

    Reining LK 2 auf LK 1 - by Veija
    31. Januar 2016
    "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuft.

    Trail LK 5 auf LK 4 - by Veija
    29. Mai 2016
    Die nächsten Wochen hatte ich mir vorgenommen, Gipsy, Nature und Possy in Trail auf die LK 4 zu bringen. Zur Hilfe hatte ich Aliena und Octavia, wobei O die Pferde immer warm- und abritt. Mehr konnte sie leider noch nicht, aber wir waren dran, ihr Reitunterricht zu geben, so dass sie diese Stufe bald auch selbstsändig reiten konnte.
    Zur Hilfe dieses Trainings drückte ich jedem die Pattern in die Hand, welche so aussah:
    Mit Gipsy ritt ich sie also einmal vor, damit Aliena sie nachreiten konnte. Mit Octavia hatte ich dann doch Nachsicht, so dass sie die Pattern mit Possy einmal durchreiten konnte.
    Der talentierte Gipsy hatte keine Probleme, die Pattern mit mir zu durchreiten. Auch Enjoy Nature und Aliena hatten kaum Probleme, lediglich Octavia und Possy schafften es nicht immer, ordentlich und sauber zu reiten. "Das macht nichts, O. Einfach weiter!", munterte ich sie auf und schaute ihr zu, wie sie versuchte, im Trab halbwegs ordentlich sitzen zu bleiben.
    Im Laufe der Woche verbesserte sie sich jedoch um einiges und konnte Possy ohne Probleme durch den Parcours reiten.
    Am letzten Tag ritt ich alle Pferde nochmal selbst durch, damit sie sich auch LK 4 fertig nenne konnten.

    Trainingsbericht Distanz E-A - by Sammy
    31. August 2016
    Gähnend streckte ich mich, bevor ich mich aus meinem Bürostuhl erhob. Ich hatte den ganzen wunderschönen Augustmorgen hier drin verbracht, um Rechnungen zu bezahlen, Futter und Medikamente zu bestellen und die Trainingspläne meiner Neuzugänge zu erstellen und ein paar alte zu überarbeiten. Nun war ich fertig und das Training der Pferde stand auf dem Programm. Seit die wunderschöne Quarter Horse Stute Your Possible Pasts mein Gestüt bezogen hatte, hatte ich schon viel mit der Kleinen gearbeitet, sodass wir heute bereits das Abschlusstraining im Distanzreiten für den Aufstieg in Klasse A hinter uns bringen konnten. Ihre Trainingspartnerin war die schicke Schimmelstute Rainbow. Das Trabertier war im Gelände noch sehr sehr schreckhaft, doch Possy gab ihr ein wenig Ruhe und Gelassenheit. Dennoch würde ich Rainbow selbst reiten, während Possy von meinem erfahrenen Angestellten Donald gearbeitet wurde. Der leidenschaftliche Westernreiter war jedes Mal Feuer und Flamme, wenn ich ein neues Westernpferd auf den Hof holte und so war es auch bei der schönen Stute mit der auffälligen Fellfärbung gewesen. Zu meiner Freude hatte Donald Possy und Rainbow bereits nach draußen gebracht und war schon fast mit Putzen fertig. Ich bedankte mich bei ihm und übernahm die Schimmelstute. Glücklicherweise war das Schimmelchen ausgesprochen eitel, sodass wir nie viele Probleme damit hatten, ihr Fell zu säubern. Nachdem ich Rain`s Hufe ausgekratzt, ihren Schweif verlesen und die kurze Turniermähne gekämmt hatte, legte ich ihr Gamaschen an. Donald machte mit Possy das gleiche, dann gingen wir flott in die Sattelkammer, um die Putzkästen wegzubringen und die restliche Ausrüstung zu holen. Während Rainbow einen klassischen Distanzsattel trug, legte Donald Your Possible Pasts behutsam deren Westernsattel auf den Rücken und zog nach und nach den Gurt fest. Possy war wirklich ein Engel von einem Pferd und ich hoffte, dass ihre Ruhe sich auch heute wieder ein wenig auf Rain übertragen würde. Die Satteltaschen befestigten wir momentan nur an Possy`s Sattel, da Rainbow beim ersten Training so fies gebuckelt hatte, dass sämtliche Müsliriegel Matsch gewesen waren.
    Die Länge unseres heutigen Abschlussrittes betrug 40 Kilometer und behinhaltete einige längere Trabstrecken sowie leichte An- und Abstiege. Angefangen hatten wir unser Training bei 15 Kilometern, die wir nur im Schritt zurückgelegt hatten. Nach und nach waren wir dann vermehrt dazu übergegangen, im Wald zu reiten. Nun war ich sehr gespannt, wie meine beiden Stuten sich schlagen würden.
    Donald und ich schwangen uns in die Sättel und ritten die Stuten im Schritt vom Hof. Zuerst schlugen wir den Weg in Richtung Heiden ein, später würden wir dann durch den New Forest National Park zurück zu meinem Gestüt reiten. Possy schritt gewohnt ruhig aus, während Rainbow bei jedem Geräusch zusammenzuckte. Schon nach einem Kilometer war ich durchgeschwitzt und hatte ein knallrotes Gesicht. Somit war ich auch unsagbar froh, als wir endlich in den Schatten des Waldes eintauchten. Wir trabten die Pferde an und ließen sie locker den Waldweg entlanggehen. Nach etwa 20 Kilometern kamen wir an einer kleinen Lichtung im Wald an. Dort stiegen wir hab, schnallten die Gebisse aus den Kopfstücken aus und ließen die Pferde grasen. Außerdem maßen wir ihren Puls, um zu kontrollieren, wie schnell sie wieder zum Normalpuls zurückkamen. Trinken konnten sie an einem Bachlauf, der über die Lichtung führte. Donald und ich setzten und auf den Boden, streckten die Beine, tranken Eistee und aßen Sandwiches. Ich mochte Distanztraining sehr gerne und genoss es auch an diesem wunderschönen Sommertag sehr. Nachdem wir aufgegessen hatten, machten wir die Pferde wieder fertig, schwangen uns auf ihre Rücken und machten uns an die zweite Hälfte der Distanzstrecke. Rainbow ließ zwar immer noch den ein oder anderen Buckler los, wurde jedoch allmählich ein wenig ruhiger. Offensichtlich hatten wir sie mit dem heutigen Training endlich einmal ein wenig ausgepowert. Als wir schlussendlich wieder auf meinem Gestüt ankamen, waren auch Donald und ich ein wenig fertig, aber wenigstens glücklich. Wir versorgten in aller Ruhe die Pferde, bevor wir sie auf die Weide entließen. Dort durften sie den restlichen Tag genießen. Während Donald wieder an die Arbeit ging, verschwand ich im Büro, um offiziell die Trainingsstände von Rainbow und Your Possible Pasts zu korrigieren. Ich war sehr gespannt, was die beiden Stuten noch so leisten konnten.

    Trainingsbericht Distanz A-L - by Sammy
    29. September 2016
    "Donald? Hast du nicht eine Kleinigkeit vergessen?", fragte ich über das ganze Gesicht grinsend, als mein Angestellter mit einer vollen Schubkarre an mir vorbei lief. "Was denn? Ich bin heute nicht schon wieder mit Amayyas dran! Das muss Samuel heute machen!", gab er sofort zurück. Ich lachte und meinte dann immer noch grinsend: "Also eigentlich müsstest du heute überhaupt nicht ausmisten." Donald starrte mich ein paar Sekunden lang bewegungslos an, bevor er sich mit der flachen Hand an die Stirn schlug. "Gibts ja nicht, ich hab das Abschlusstraining mit Possy und Rainbow völlig vergessen!", rief er aus. "Würdest du mir denn jetzt dennoch die Ehre erweisen, unsere beiden Damen für unseren Ritt fertig zu machen?", fragte ich mit honigsüßer Stimme. Donald lief knallrot an, stellte die Schubkarre ab und folgte mir in den Stutenstall. Dort wude er erst einmal von meiner Lieblingsangestellten und Freundin Meg ausgelacht. Sie liebte es die Pferde mit mir zu trainieren, doch das Western- und Distanzreiten überließ sie gerne anderen. Ich schlüpfte in die Box der wunderschönen Schimmelstute Rainbow, da ich mich um ihr Training kümmerete, während Donald Your possible Pasts ritt. Die intelligente Quarter Horse Stute war um einiges ruhiger, als das aufgedrehte Trabrennpferd und Donald kam sehr gut mit ihr zurecht. Seit dem letzten Stufenaufstieg der beiden war eine ganze Weile vergangen, in der wir natürlich fleißig weiter trainiert hatten. Zuvorderst hatten natürlich das Audauertraining und die Bodenarbeit auf dem Programm gestanden, doch ich hatte gerade mit Rainbow auch viel Wert auf Schrecktraining und Spaziergänge im Gelände gelegt. Wir hatten Your possible Pasts zwar immer mitgenommen, doch die Stute war einfach sehr viel ruhiger als Rainbow und hatte daher wesentlich weniger Probleme mit den Aufgaben gehabt.
    Rainbow begrüßte mich mit einem sanften Schnobern und ich strich ihr liebevoll über das seidige Maul, bevor ich sie aus ihrer Box führte. Donald folgte mir gleich darauf mit Possy zum Putzplatz. In aller Ruhe machten wir die beiden Schönheiten fertig, legten ihnen Gamaschen an und sattelten sie anschließend auf. Während Donald Possy ihren Westernsattel anlegte, stattete ich Rainbow mit ihrem Distanzsattel aus. Anschließend befestigten wir unsere Satteltaschen samt Regenjacken an den Sätteln und machten uns auf den Weg. Immerhin hatten wir heute einen 60-Kilometer langen Ritt vor uns. Auf der Strecke für Klasse L kamen erstmals auch kürzere Galoppphasen hinzu, die ich auf die weitgehend ebenen Feldwege verteilt hatte. Wir ritten direkt vom Gestüt in den Wald, da der erste Streckenabschnitt recht viele An- und Abstiege beinhaltete. Rainbow und Possy schritten fleißig aus und sogar Rainbow benahm sich ziemlich gut. Sie schreckte zwar einmal zusammen und machte einen Satz zur Seite, als ein Vogel aus dem Gebüsch aufflog, doch ansonsten riss sie sich wirklich zusammen. Nach etwa der Hälfte der Strecke machten wir eine längere Mittagspause, in der die Pferde grasen durften und wir uns mit ein paar Sandwiches und Tee verwöhnten. Es war in der letzten Woche wirklich kalt geworden, sodass das heißte Getränk nun eine wahre Wohltat war. Die Pferde waren in Topform und als wir gegen Abend wieder auf dem Gestüt ankamen, strahlten wir beide vor stolz. Possy war das erste Pferd, das Donald hatte alleine trainieren dürfen und sie hatte -genau wie Rainbow - den Aufstieg in Klasse L des Distanzreitens mit Bravour gemeistert!

    Die Kür
    "So gleich gehts los, meine Schönheit! Benimm dich einfach so wie immer, dann schaffen wir das sicherlich.", redete ich leise auf meine Quarter Horse Stute Your possible Pasts ein. Doch eigentlich wollte ich damit mehr mich selbst beruhigen. Possy war nämlich die Ruhe in Person, während ich wie vor jeder Krönung fürchterlich nervös war. Allerdings wusste ich mittelerweile aus Erfahrung, dass sich der ganze Spuk legen würde, sobald ich in die Halle einritt. Dennoch zupfte ich zum zehnten Mal Possy`s Mähne zurecht, bis endlich unser Aufruf über das weitläufige Gelände schallte. Mit einem unsichtbaren Schenkeldruck ritt ich das hervorragend ausgebildete Stütchen im Trab in die Halle ein, brachte es bei X geschlossen zum Stehen und grüßte die Richter. Gleich darauf trabte ich Possy erneut an, wendete auf die rechte Hand ab und begann mit unserer Aufgabe. Wir sollten alle drei Grundgangarten der Pferde auf beiden Händen präsentieren und dabei mindestens zwei Hufschlagfiguren reiten. Ich lenkte Possy lediglich durch Schenkel- und Gewichtshilfen, als ich an beiden langen Seiten doppelte Schlangenlinien ritt und schließlich durch die ganze Bahn wechselte, um das Ganze auch auf der anderen Hand zu wiederholen. Als das geschafft war, parierte ich Your possible Pasts zum Schritt durch und trieb sie ein klein wenig mehr vorwärts. Bei A brachte ich mein Stütchen zum Halten, richtete es flüssig eine Pferdelänge rückwärts und ritt daraus wieder im Schritt an. Mit einem "aus der Ecke kehrt" wechselten wir die Hand. Ich ritt nun an beiden langen Seiten drei Volten. Nun war endlich mein Lieblingspart an der Reihe: Der Galopp. Mit einem leisen Schnalzen forderte ich mein Pferdchen auf in die schnellere Gangart überzugehen und Possy reagierte augenblicklich. Ich hatte die talentierte Stute noch nicht lange in meinem Stall stehen, doch Possy`s Vorbesitzerin hatte schon so viel mit ihr gearbeitet, dass es nicht mehr lange gedauert hatte, sie auf die Körung vorzubereiten. Ich ritt mit Possy Zirkel verkleinern und vergrößern, bevor ich mit einem perfekten fliegenden Wechsel aus dem Zirkel wechselte. Nun waren wir fast am Ende unserer Kür. Ich versammelte das Quarter Hores, bog bei A auf die Mittellinie ab und trieb Possy dann in einen scharfen Galopp. Bei X legten wir einen Sliding Stop hin und kaum, dass Possy still stand, verabschiedete ich mich mit einem weiteren Gruß von den Richtern. Dann verließ ich mit meinem braven Pferdchen am langen Zügel im Schritt die Bahn. Während ich Possy ausgiebig lobte, stahl sich langsam ein Grinsen in mein Gesiicht: Die Kür hätte nicht besser laufen können - jetzt hieß es warten.
    [2639 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | by Sammy]​
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Okt. 2016
  7. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Juli Mayers mit
    Medeia


    [​IMG]
    Medeia

    Von: Murdaigean
    Von: unbk
    aus der: unbk


    Aus der: Osla
    Von: unbk
    aus der: unbk



    Rasse: Connemara
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 146cm
    Geburtsdatum/Alter: 28. März, 9 Jahre
    Fellfarbe/Genotyp: Schimmel (Rappe) [aa Ee Gg]


    Zuchtzulassung: -
    Leihmutterschaft: nicht für die öffentlichen Zucht vorgesehen
    Nachkommen: -


    Letzter Tierarztbesuch: 21. August 2016 [Klinik Caen]
    Letzter Hufschmiedbesuch: 16. Oktober 2016 [Hufschmiede Pine Grove Stud]


    Auf den weiten Weiden der grünen Insel ist sie aufgewachsen, kannte die Box nur aus den frühen Kindertagen und konnte sich so zu einem robusten, zähen aber doch feinfühligen Pony entwickeln. Ihre Eltern waren beide exzellente Springer, was natürlich an Medeia weitervererbt wurde. Doch anstatt in einem abgezäunten Parcours zu springen, will die kleine Schimmelstute raus in die Welt - oder eben in den Wald. Sie ist unerschrocken und man könnte meinen, sie würde um jeden Preis gewinnen wollen. Sie liebt wahrscheinlich nur die ganze Atmosphäre eines Turniers, aber schon ihr Züchter war fest davon überzeugt, dass Medi den gleichen Ehrgeiz besitzt wie ein menschlicher Athlet bei den olympischen Spielen.
    "Leider" besitzt sie auch den typischen Ponysturkopf. Wenn sie gerade eben nicht geradeaus gehen will, sondern rechts abbiegen, dann lässt sie sich nicht davon abbringen - nun ja, zumindest, wenn jemand Unerfahrenes auf ihr sitzt. Ist sie in den richtigen Händen, kann Medeia ein super Turnierpony werden.


    Qualifikationen & Erfolge
    Fohlen ABC – eingeritten – Englisch
    Eignung: Springen, Military

    Springen S – Military L – Distanz A

    112. Synchronspringen
    238. Militaryturnier
    113. Synchronspringen
    347. Springturnier
    117. Synchronspringen
    118. Synchronspringen
    333. Galopprennen



    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller/VKR: Elii

    Offizieller Hintergrund

    ~*~

    Das war eine blöde Idee. Eine ganz schrecklich blöde Idee. Zwar traute ich Medeia jetzt nicht zu, dass sie mich aufs Übelste herunterbuckeln würde, oder dass ich aus sonst einem Grund vom Pferd stürzen und aufs Handgelenk fallen und noch einmal acht Wochen Reitpause genießen würde. Aber trotzdem, ganz ausschließen konnte man es nie. Genauso wie man es nicht ausschließen kann, dass der Mensch, der eigentlich die Körung reiten sollte, urplötzlich mit einem Infekt flachlag. Danke, Zoe. Vielen Dank.
    Ein wenig komisch fühlte es sich an, wieder im Sattel zu sitzen. Mein Sitz war bestimmt grauenhaft – keinerlei Vorbereitung auf die Stutleistungsprüfung heute, einfach in den Transporter geschmissen und von Declan zum Turnierplatz kutschiert worden. Als unser Name aufgerufen wurde – nein, lieber Ansager, die tolle Zoe Wilson wird Medeia nicht vorstellen, danke für die Erinnerung – ignorierte ich einfach, dass sich meine Hände in den weißen Handschuhen komplett schweißnass anfühlten, und steuerte Medi auf das Viereck zu.
    Im Trab ging es auf X zu, und mit einer Parade standen wir und ich durfte die Richter grüßen. Das Zwicken in meinem Handgelenk ignorierte ich einfach gekonnt; darum würde ich mich später kümmern. Fürs Lernen einer Kür war nicht viel Zeit geblieben – gar keine, um genau zu sein – also improvisierte ich jetzt und ließ Medeia im Trab auf der linken Hand einen schönen großen Zirkel gehen. Dass ich ein wenig im Sattel hopperte und nicht wie angeklebt saß, fiel hoffentlich keinem so wirklich auf. Nach dem Zirkel folgte eine Volte, aus der heraus die Schimmelstute angaloppierte. Gesetzt folgte eine ganze Bahn, bei H parierte ich wieder in den Trab durch und wechselte kurzerhand die Hand. Nicht damit gerechnet? Tja, dann hätten Sie wohl lieber mal aufgepasst! Mit einer halben Parade fiel Medi wieder in einen schönen Schritt mit langen Tritten; währenddessen ratterte mein Hirn. Zirkel hatten wir gerade schon, genauso wie eine Volte. Dann wohl lieber einmal einfache Schlangenlinien an beiden Seiten – nicht die schwerste Lektion, aber ein guter Lückenfüller. Aus der folgenden Ecke heraus galoppierten wir wieder an, zeigten unsere Galoppkunst auf der ganzen Bahn – inklusive schön ausgerittener Ecken – und, nachdem wir wieder in den Schritt durchpariert hatten, eine schöne Kehrtvolte. Gemütlich ging es zurück auf der linken Hand wieder in die Mitte, um sich von den Richtern zu verabschieden.
    Und wow. Ich hatte mehr Improvisationstalent, als ich selbst von mir erwartet hätte. So schlimm schien es auch gar nicht gewesen zu sein; die Leute auf der Tribüne klatschten, die Richter kritzelten betont unbeeindruckt auf ihren Papieren und Declan zeigte mir den Daumen nach oben. Ausgiebig lobte ich Medeia, die auf dem Weg zum Abreiteplatz zufrieden schnaubte.
    2796 Zeichen, überprüft mit lettercount.com


    ~*~

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    Bewegung, Pferd, & Zubehör © Elii, Hintergrund © sadasha
     
    Occulta und Zaii gefällt das.
  8. Loulou

    Loulou Gesperrte Benutzer

    Meine Teilnahme mit Zuckerschock

    [​IMG]

    Steckbrief

    Name: Zuckerschock
    Rufname: Zucker

    von unbekannt x aus der unbekannt

    Rasse: Englisches Vollblut
    Alter: 12.04, 4 Jahre
    Farbe: Rappschecke (Snowcap Appaloosa)
    Größe: 1,63m
    Geschlecht: Stute

    Beschreibung
    -

    Besitzer, Vorbesitzer: Veija, Zasa, VKR Mohikanerin

    Kaufpreis: 100 Joellen
    laufende Kosten: 150 Joellen HS Bericht

    Qualifikationen
    eingeritten, eingefahren

    Dressur M
    Galopprennen S
    Springen L
    Distanz A

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    1. Platz 310. Galopprennen, 1. Platz 314. Galopprennen, 2. Platz 316. Galopprennen, 3. Platz am E- Dressurturnier Reiter & Senioren von Jackie(mit Bellamy Blake)


    Gesundheit
    geimpft, gechippt, entwurmt
    letzter Besuch im Februar 2015 von Loulou

    Aluminiumeisen
    letzter Besuch im Mai 2016 von Snoopy

    PNG geteilt


    Hufschmiedbericht vom Mai 2016
    Hufkontrolle, Raspeln Korrigieren & Ausschneiden | 4x Aluminiumeisen Zuckerschock | 4x Kunststoffeisen Marly's Pluie
    Heute Vormittag stand eine Kontrolle bei Verena O‘ Conners Pferden an, anders gesagt zwei Stück, am Nachmittag ging es dann zu Jackie ihren Großauftrag. Als fuhr ich die Einfahrt zu der kleinen Westernranch, wie ich sie nannte hinein. Verena hatte verschiedene Rassen von Pferden, vor allem die Westernpferde sprachen ihr zu. Heute war sogar eins dabei, doch erst mal würde ich mit dem Vollblut beginnen.
    Es war eine Stute namens Zuckerschock und hatte eine wunderschöne Scheckung. Charakterlich konnte mir Verena noch nicht viel sagen, doch im Moment beäugte sie mich neugierig mit ihrem Fischauge und blieb ruhig stehen. Schon begann ich mit meiner Arbeit an den Hufen, heute mussten sie kontrolliert werden und wieder sauber ausgeschnitten werden, dazu gab es zum ersten ml Eisen dran. Somit dachte ich nicht zu lange über den heißen Brei nach und begann mit dem ersten Huf des Schecken. Brav hob die Stute es an und ich begann das abgestorbene Innenhorn zu entfernen, besserte etwas den Strahl aus und stellte ihr Huf dann auf den Hufbock. Dann kam das Hufmesser zum Einsatz und ich schnitt überstehendes Horn vom Huf weg, raspelte anschließend die scharfen Kanten weg und stellte den Huf wieder ab. Dann ging ich zu meinen Transporter und schmiss den Gasofen an, damit ich später die Hufeisen ohne Probleme bearbeiten konnte. Derweil, wo sich der Ofen aufheizte ging ich zum Hinterhuf und hob es an. Gründlich säuberte ich es und schnitt das abgestorbene Horn weg, ehe ich ihr Huf auf dem Hufbock aufbockte und dort mit der Außenkorrektur weiter machte. Dann stellte ich es wieder auf den Boden und machte mit der rechten Site weiter. Dort säuberte ich den Vorderhuf und schnitt das unpassende Horn Außen und Innen weg und stellte es wieder auf den Boden. Dann kümmerte ich mich um den letzten Huf des Pferdes und säuberte es gründlich, ehe ich mit dem Ausschneiden begann und das ganze unpassende Horn beseitigte. Nun ging es an die Eisen, da bat ich Verena mir zu helfen, denn sie konnte das Bein des Pferdes halten während ich die Eisen anpasste: „Du musst immer Luft anhalten wenn ich das glühende Eisen auf das Horn drücke, den das sind ziemlich giftige Gase, anders gesagt der Gestank ist schrecklich, schlimmer als der von verbrannten Gummi!“, wies ich die junge Dame an und holte das erste Aluminiumeisen aus dem Ofen. Dann hielt ich es an den Huf der Stute und sah dass es passte, also kühlte ich es im Wassereimer ab und nahm mir die speziellen Hufnägel zur Hand. Dann befestigte ich es sorgfältig am Huf der Stute und musste grinsen als sie verdutzt auf das silberne Eisen unter ihren Huf blickte. Auch Verena musste Lächeln als sie den Blick ihrer Stute sah und ging dann mir zum hinteren Huf. Dort hob sie es wieder an und ich schnappte mir mit der Zange das nächste Eisen aus dem Ofen; welches ich ranhielt und auf dem Amboss noch ein wenig bearbeitete. Beim zweiten Anlegeversuch saß es perfekt und ich konnte zufrieden nach dem Abkühlen mit den befestigen beginnen. Da die überstehenden Nägel schon passend verbogen waren knipste ich sie ab und machte mit der rechten Seite weiter. Auch hier folgte der gleiche Ablauf wie rechts, sodass die Stute in Kürze auf vier neuen Eisen stand. „So und nun dreh bitte eine Runde, damit ich sehen kann wie Zuckerschock läuft!“, wies ich zufrieden Verena an und musste zufrieden feststellen, dass die Vollblutstute gut lief.
    Somit ging es weiter mit der nächsten Stute namens Marly’s Pluie, welche aber ein APH war, diese hatte das gleiche heute zu machen, nur waren hier Kunststoffeisen am Start, da sie jetzt, wie Verena sagte noch keine Slidingeisen brauchte. Also legte ich mir die Eisen bereit und begann mit dem korrigieren des ersten Hufes, gründlich schnitt ich mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn weg und beseitigte am Hufbock das überstehende Außenhorn, welches ich dann bis es weich und glatt war raspelte. Dann machte ich das erste Eisen dran, welches sofort wie angegossen passte und ich es im Wassereimer abkühlte. Dann nagelte ich es am Huf der Stute gründlich fest und stellte das erste ab, nun ging es weiter mit dem nächsten Huf, welches ich anhob und gründlich ausschnitt, dann legte ich auch hier das glühende Eisen an und musste es nach dem Gutachten nochmal bearbeiten, dann kühlte ich es zufrieden ab und begann es gründlich festzunageln. Schon machte ich weiter mit dem nächsten Huf, welches ich anhob und erst mal gründlich säuberte: „Mann ist das Huf dreckig!“, sagte ich lachend zu Verena und entfernte die letzten Dreckstücke. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser das abgestorbene Innenhorn weg und bockte anschließend das Huf der Stute auf, ehe ich mich um die Außenkorrektur kümmerte und überstehendes Horn wegschnitt. Dann raspelte ich die scharfen Kanten glatt und bat Verena das Huf wieder zu halten, ehe ich mit dem glühenden Kunststoffeisen zu ihr kam und es an das Huf anlegte, wieder passte es. Also kühlte ich es im Eimer ab und begann es anzunageln, dann entfernte ich überstehende Nägel, sowie bei den anderen Beiden Hufen wo es noch nicht gemacht worden ist und machte sie glatt, dass keine Kanten raustehen. Dann kümmerte ich mich um den letzten Huf und säuberte es gründlich, auch hier war alles in bester Ordnung und ich konnte mit dem Ausschneiden beginnen. Also entfernte ich abgestorbenes Horn und schnitt es am Hufbock aus, dann nahm Verena wieder den Huf in beide Hände und ich kam mit dem Eisen. Es passte noch nicht ganz also musste ich es am Amboss nochmal bearbeiten. Dies tat ich und kühlte es dann ab, damit ich es ohne Probleme am Huf der Stute befestigen konnte. Dann stand das nächste Pferd auf allen vier Hufen und ich bat Verena wieder eine Runde zu drehen, dies tat sie und wieder war keine Fehlstellung beim Laufen zu sehen.
    „Ok alles erledigt, deine Pferde haben nun Hufe und falls irgendwas ist, wie ein fehlendes Eisen oder anderes, melde dich bei mir!“, erklärte ich Verena die mir dankend zulächelte und dann die Pferde wegbrachte. Wir verabschiedeten uns und ich fuhr zufrieden mit meinen Transporter vom Hof.

    Trainingsberichte (11)
    Springen E- A by Cascar

    Wieder einmal radelte ich bei Cooper auf den Hof. Dieses Mal würde ich ihre Stute Zuckerschock im Springen weiterbringen. Doch zuerst begrüßten wir uns und redeten ein wenig über das Pferd. Demnach war die kleine etwas vorsichtig, um nicht zu sagen schreckhaft. Schließlich betraten wir den Stall und ich ließ mir das Hüh zeigen. Trotz Coopers Beschreibung war sie neugierig und betrachtete uns aufmerksam. Dann ließ mich meine Arbeitgeberin allein, ich putzte und sattelte.
    Wie gewöhnlich hielt ich mich für Stufenerhöhungen nicht bei der Bodenarbeit auf und saß, nach einigen geführten Runden auf dem Reitplatz, auf. Die Stute kaute und war anfangs etwas unkonzentriert. Das legte sich aber, als ich sie beim Warmreiten mit Bahnfiguren forderte. Indes baute Cooper einen kleinen E-Parcours auf und daneben noch einige A-Sprünge. Ich ließ das Hotta ruhig angaloppieren und über das kleine E-Hindernis Segeln. Zucker war aufmerksam und locker, ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als wir wenig später das erste A sprangen. Im Gegenteil, sie schien es zu genießen, sich mehr abzudrücken und höher zu kommen. Mit diesem Erfolg hatte ich nicht gerechnet und wir übten noch etwas weiter. Sie hatte nicht zu wenig Springvermögen und ein super Gespür. Ich lobte mein Pferd und ließ sie sich am langen Zügel strecken, dann saß ich ab.
    Für den ersten Tag konnte ich hier kaum mehr tun und mir blieb nichts anderes übrig, als Cooper ihre wunderbare, liebevolle Stute zurückzugeben und mich für's Erste zu verabschieden.

    Zuckerschock begrüßte mich auch am heutigen Tag zaghaft, aber mit freundlich gespitzten Ohren. Ich streichelte sie mit einem warmen Lächeln auf den Lippen und band sie dann schließlich vor der Box an. Das Putzen verlief demnach betont locker, doch spätestens als wir bei Cooper auf dem Reitplatz eintrafen, war die Stute voll konzentriert und sich auch bewusst, dass ich weitgehend freundlich war.
    Beim Warmreiten schien das Hüh mich dann endgültig wieder zuerkennen und ab da war das Reiten wieder toll. Ich führte sie über die E-Sprünge und das Pferd gehorchte auf die leiseste Ahnung einer Hilfe. Als dann auch unser erster A-Oxer klappte, war ich schon ziemlich glücklich. Zucker hatte Potenzial, keine Frage.
    Dann war Cüp mit dem Aufbauen des Parcours endlich fertig und ich galoppierte in der nächsten Ecke an, versammelte mich und das Hotta und steuerte dann auf das erste Hindernis zu. Das funktionierte auch, aber danach waren wir schnell. Viel zu schnell. Umso mehr überraschte es mich, dass die sonst so zaghafte Stute kräftig absprang und die Herausforderung annahm. Ich sah ein, dass ich sie unterschätzt hatte und ließ ihr von nun an freie Hand. Langer Zügel, sie durfte selbst entscheiden.
    Und so kam es, dass wir alle Sprünge beim darauffolgenden Versuch ohne Fehler meisterten. Ich stellte Zuckerschock nicht infrage, ließ sie ihre Leistung aber trotzdem wiederholen. Dann parierte ich durch und lobte das Hüh. Ausgezeichnet.
    Beim Trockenreiten lief Cooper neben mir her und ich bestätigte ihr den Erfolg ihres Pferdes - schließlich hatte Letzteres im Springen die nächste Stufe bestanden.
    Ich stieg ab, reichte meiner Arbeitgeberin die Zügel und machte mich dann daran nachzutragen, dass Zuckerschock im Springen von E nach A aufgestiegen war.

    Distanz E- A by Veija

    Nachdem Aaron und ich Abby über einen Monat Schonzeit wegen ihres Beines gegeben hatten, wollten wir sie nicht direkt wieder springen lassen, weshalb wir uns heute an der Distanz versuchen wollten. Mit von der Partie war die 3-Järhige Zuckerschock, der ein wenig Bewegung auch gut tun würde. Zudem konnten wir so ihre Kondition testen, die bei Abby im letzten Monat bestimmt auch sehr gelitten hatte. Lächelnd drückte ich Aaron Abby in die Hand. Ich hoffte, dass er nicht runterfliegen würde. Doch wenn er mit der Stute weiterkommen wollte, musste er auch ein gewisses Risiko eingehen. Ich schnappte mir derweil Zucker und schneller als gedacht waren die Pferde geputzt und gesattelt. Abby hatte ihren Springsattel drauf, Zucker ihen Vielseitigkeitssattel. Für Abby hatten wir leider noch keinen neuen, für Zucker hatten wir sofort einen mitgekauft, als wir die Stute abgeholt hatten. Aaron und ich zogen die Schutzwesten und die Helme an, ehe wir gelbe Warnwesten drüberzogen und nach dem Nachgurten im Hof auf den Pferden saßen. "Wir fangen langsam an", sagte ich zu Aaron und lenkte Zucker auf einen Feldweg zu unserer Rechten. Nach einem langen Schritt trabten wir auf einer anderen Geraden an. Als es nun etwas mehr berghoch ging, gab ich Aaron Signale, Abby anzugaloppieren. Ich würde jedoch mit Zucker vor ihm bleiben. Da Abby zudem keine Veranlagungen zum Rennsport hatte, würde sie hoffentlich willig hinter mir und Zucker bleiben. So galoppierten wir an und kamen beide heil oben an. Zucker und Abby schnauften stark, doch wir trieben sie zu einem lockeren Trab an, ehe wir nach einiger Zeit einen Weg einschlugen, der uns nach Hause führte. Auf der Geraden konnten wir sie noch einmal so richtig laufen lassen, ehe wir wieder am Hof angekommen waren. Distanz war noch relativ einfach zu trainieren, weshalb wir die Pferde mit diesem simplen Training schon in der Klasse A laufen lassen konnten.
    Im Stall checkten wir die Beine der Pferde. Das Problembein von Abby war ein wenig wärmer als die anderen, weshalb wir die Salbe von unserer Tierärztin auftrugen und einen Verband drum machten, bevor wir beide Pferde mit einer Decke auf dem Rücken in ihre Boxen stellten. Sichtlich erfreut stürzten sie sich auf ihr Kraftfutter und wollten den restlichen Tag nichts mehr von ihren Reitern wissen.

    Galopprennen E- A by Veija

    Etwas genervt sprang ich aus dem Bett. Mein Wecker klingelte früh- viel zu früh. Nach einem Blick auf die warf ich mich wütend zurück ins Bett. 6 Uhr am Morgen. Doch wenn man so eine große Ranch hatte, musste man damit leben, früh aufzustehen. Vor ein paar Wochen als die Fohlen kamen, war ich teilweise schon um 4 Uhr morgens wach, das war früh.
    Heute sowie die nächsten Tage mussten wieder alle Pferde dran glauben und trainiert werden. Anfangen wollten Aaron, Alexis und ich mit Hell, Abby und Horror. Die drei Stuten würden alle im Springen gefördert werden, wobei ich mir noch nicht sicher war, wer wen reiten sollte. Um halb sieben fanden wir uns also alle drei im Stall wieder und machten die Pferde fertig, ehe wir in die Halle gingen. Caleb und Aliena hatten schon E/A Sprünge aufgebaut und ein paar L/M Sprünge für Abby. Da unsere Halle wirklich riesig war, konnten wir alle noch eine kleine Stelle finden, wo wir die Pferde longieren konnten, ehe wir nach dem Nachgurten aufsaßen. Ich saß auf Horror, Alexis auf Hell und Aaron auf seiner geliebten Abby. Aaron würde jedoch nur die E/A Basics wiederholen, da er vom Niveau her nicht so hoch war, wie seine Stute. Da mussten wir mit Emilio nochmal üben.
    Horror behnahm sich heute wirklich vorbildlich und schien nicht die Absicht zu haben, mit abzusetzen, weshalb wir den E Parcours solide übersprangen, ehe wir uns auf die A Sprünge konzentrierten. Es war etwas kompliziert, mit 3 Pferden in der Halle zu sein, doch wenn man auf die anderen achtete, war das kein Problem. Als ich mit Horror soweit durch war, sah ich Alexis und Hell zu, bei denen alles klappte. Also schwang ich mich von Horror, drückte sie Aaron in die Hand und setzte mich selbst auf Abby, um mit ihr die L und M Elemente zu springen. Nach einer guten halben Stunde war Alexis schon lange verschwunden und auch Abby und ich machten Schluss, weil sie ihre Sache gut gemacht hatte. In zwei bis 3 Tagen würden wir das Ganze wieder machen.
    Doch nun waren die Vollblüter dran. Jagger, Faster und Walker mussten von M auf S gebracht werden, weshalb ich mir diesmal Alexis und Caleb schnappte. Ich ritt Jagger, Caleb Walker und Alexis Faster.
    Nach einem kurzen Aufwärmen ging es in die Boxen. Die Pferde kannten das schon alles, weshalb sie nur so aus der Box preschten. Allen voran Caleb mit Walker, der sich immer besser machte. Lächelnd trieb ich Jagger weiter an, bis sie und Faster gleich auf waren und sogar zeitgleich ins Ziel kamen. "Great job", sagte ich zu Caleb und nickte Alexis zu. Die Vollblüter mussten wieder jeden Tag trainiert werden, damit sie wieder in Form kommen und Rennen laufen können.
    Die nächsten waren Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, meine neuste Stute. Lächelnd klopfte ich Prias Hals, während sich Aliena, Alexis, Caleb und Aaron ein Pferd aussuchen konnten. Wir wärmten die Pferde alle ausgiebig auf, ehe wir auf die Bahn gingen und die Starts vor den Boxen probierten, ehe wir die Tiere mit den Startboxen bekannt machten. Pria war kaum zu halten, als die Tür aufflog und schoss lange vor den anderen auf die Bahn. Das lag daran, dass sie schon Rennen gelaufen war! Dementsprechend konnte keines der Pferde auch nur annähernd an sie ran. Mit großer Mühe bekam ich die Stute jedoch nach ein paar hundert Metern gezügelt. Irgendwann würde sie sich alles brechen, wenn sie weiterhin so raste. Deshalb standen in nächster Zeit Ausritte und Longenstunden auf dem Plan, ehe sie wieder auf die Rennbahn kommen sollte.
    Als wir mit den Pferden fertig waren, fehlten noch Lamperd und Sacramento. Die beiden Hengste waren schon erfahrener, weshalb es nicht lange dauerte, bis wie sie trainiert hatten. Nun war es auch genug, denn wir hatten schon sagenhafte 23°C!
    In den nächsten Tagen, um genauer zu sein 6, trainierten wir alle Pferde weiter. Mit Pria machte ich viele Ausritte und longierte sie ausgiebig, damit sie ein besseres Gefühl für ihr Tempo bekam, ehe sie am letzten Tag wieder mit auf die Bahn. Schon bei ihren ersten Galoppsprüngen merkte ich, dass sie viel konzentrierter lief und mehr auf mich achtete. Wie nicht anders erwartet kamen wir als erste ins Ziel. Diesmal jedoch mit nicht ganz so viel Vorsprung, wie beim letzten Mal. Stolz auf alle Pferde, kamen sie nach dem Trockenreiten auf die Koppel und- wie sollte es anders sein, wälzten sie sich.

    Distanz A- L by Veija

    [...]Nachdem das Training der Galopper so gut funktioniert hatte, waren die Distanzer dran. Skrúður, Zuckerschock, Drag me to Hell, Jagger, Faster und Firewalker sollten von A auf L gebracht werden, Goodbye Graceful von L auf M. Da es 7 Pferde waren und wir nur 5 Leute, lud ich zwei Nachbarn von uns ein, die selbst Distanzpferde hatten, ob sie nicht ein Töurchen mit uns drehen wöllten. Natürlich willigten sie ein und so kam es, dass einer von den beiden den Isländerhengst Skrudi und der andere Zuckerschock ritt. Ich ritt meine liebe Grace, da ich mich doch im Westernsattel eher zu Hause fühlte, als im Vielseitigkeitssattel. Caleb ritt Hell, Aliena Faster, Alexis Jagger und Aaron Firewalker. Die zwei verstanden sich mittlerweile wirklich schon sehr gut und Walker war wirklich ein unkompliziertes Pferd!
    Damit die Hengste nicht zu wuschig wurden, ritten Walker und Skrudi ein paar Pferdelängen vor den Stuten. Es ging bergauf und bergab, im Schritt, im Trab und im Galopp, bis wir schließlich nach gut 20km wieder zu Hause ankamen. Die nächsten Tage steigerten wir die Strecke und so konnten wir am Ende der Woche stolz verkünden, dass alle Pferde ihre Aufstufung geschafft hatten.[...]

    Springen A- L by Veija

    Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
    Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
    Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.

    Galopprennen A- L by Veija

    Arbeit, Arbeit, Arbeit, dachte ich mir als ich die Stallgasse entlang schlurfte. Im Schlepptau hatte ich Drag me to Hell, Augen auf! Ich komme, Sacramento und My lovely Horror Kid. Mento und Horror mussten beide von E nach A gebrachte werden, Hell von A auf L und Abby von M auf S. Da ich das Ganze natürlich nicht alleine meistern konnte, hatte ich mir fleißige Bienchen gesucht, die mich unterstützen wollten. Aliena, Aaron und Alexis. Aaron kam auf Horror, Aliena auf Mento, Alexis auf Hell und ich ritt Abby.
    Nachdem wir sie nun alle gründlich geputzt und gesattelt hatten, ging es in die Halle, wo wir sie zunächst einmal gut warm ritten, bevor wir mit den Lektionen anfangen wollten. Um die Pferde zu lockern, ritten wir alle Lektionen aus der E Klasse, darunter zB Zirkel, Mittelzirkel, Aufmarschieren, Schlangenlinien und und und...
    Weiter ging es für alle mit den A Lektionen, wobei ich Abby nicht viel mitmachen ließ, da sie gleich noch genug zu tun hatte. So wurden Volten, Mitteltrab, Mittelgalopp, fließende Übergänge, Viereck verkleinern & vergrößern und Kehrtwendungen geübt. Somit waren Horror und Mento auch schon fertig, so dass sie wieder in den Stall konnten. Übrig blieben Aliena auf Hell und ich auf Abby. Aaron blickte der Stute betrübt nach, so war es doch eigentlich seine Stute, die aber voll im Training stand und zur Zeit nicht von ihm geritten werden konnte.
    Aliena übte derweil mit Hell Außengalopp, versammelter Trab & Galopp, Kehrtwendungen, Kurzkehrtwendung, einfache Galoppwechsel und doppelte Schlangenlinien. Hell verstand alles recht schnell, so dass ich mich weiter um Abby kümmern konnte. Die Lektionen der Klasse M beherrschte sie schon wunderbar, was daran lag, dass sie sehr intelligent war. Was wir jetzt noch üben mussten war jedoch alles andere als einfach: Schulterherein, Traversale, Travers, Traversalverschiebungen im Trab und Galopp, Renvers, fliegender Galoppwechsel, Schaukel, Pirouette, Piaffe und Passage. Abby kämpfte sich ziemlich ab, um alles auf die Reihe zu bekommen, hatte es am Ende jedoch geschafft, sich alles zu merken! Die Dressurturnier konnten kommen!
    Nun waren I've got the moves like Jagger und Faster an der Reihe. Beide mussten im Springen von A auf L gebracht werden. Da ich mir Aaron zur Hilfe geholt hatte ging das auch recht schnell, weshalb wir uns nun unseren Galoppern widmen konnten. Hier waren es Zuckerschock und Deadly Ambition die von A auf L gebracht werden mussten, Massacre Boy, der von L auf M gebracht werden musste und Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, die von M auf S gebracht werden mussten. Wir hatten bei keinem der Pferde Probleme, außer bei Pria, die wieder nach vorne preschen wollte wie von der Tarantel gestochen. Ich seufzte auf ihrem Rücken und versuchte sie zurück zu halten, gab es jedoch irgendwann auf. Wenn sie sich kein Bein während eines Rennen brachs, war sie die geborene Gewinnerin.

    Dressur E- A by Occulta

    „Endlich Wochenende“, gähnte Jonas neben mir und streckte sich provokativ, bevor er seine Jacke nahm und aus der Sattelkammer verschwand. Ich schenkte ihm nur ein Augenrollen. Er wusste genau, dass ich noch ein bisschen was vor hatte, bevor ich den übermorgigen Sonntag geniessen konnte. Auf Pineforest Stable ging es samstags meist ruhig zu und her, da dann viele Pferde ausser Haus auf Turnieren waren, und Sonntag war sowieso Ruhetag. Und obwohl ich diese Woche eigentlich nur noch Samstagmorgen hier sein musste, weil die andere Gruppe Wochenendschicht hatte, war ich doch noch nicht ganz entlassen. Naja okay, eigentlich freute ich mich sogar auf die Zusatzarbeit, denn sie führte mich nach Kanada, auf die Gips Reminder Ranch. Noch heute Abend musste ich den Flug erwischen und würde am Morgen meine Augen auf der anderen Seite des Ozeans öffnen. Ein wenig aufgeregt war ich ja schon. Ich musste dort drüben eine junge Vollblutstute trainieren, die auf den Namen ‚Zuckerschock‘ hörte. Ich hoffte nur, dass die Besitzerin auch etwas Deutsch verstand, denn ich hatte immer Mühe, die lieben Amis mit ihrem Kaugummi-Englisch zu verstehen. Allerdings hatte mir Occu erzählt, dass sie auch Eingewandert waren, also hatte ich Hoffnung. Ich machte mich also wenige Stunden später auf den Weg zum Flughafen und musste zum Glück diesmal ausnahmsweise nicht lange warten. Kaum sass ich im Flugzeug, überkam mich eine Müdigkeit, die sich wohl den ganzen Tag angestaut hatte. Ich beobachtete ein letztes Mal aus dem Fenster, wie die Lichter der Städte immer kleiner wurden.

    Am nächsten Morgen hatte ich alle Hände voll zu tun, ein Taxi zu finden. Ich glaube im Nachhinein, dass ich dem Taxifahrer mit meinen ganzen Fragen über das Land etwas zu aufdringlich gewesen war, denn er schien froh zu sein, als endlich der Parkplatz der Ranch in Sicht kam. Dabei hatte ich doch nur versucht, ihm seinen Job mit etwas Small-Talk aufzulockern… Es war eben nicht jeder so offen und fröhlich wie ich. Ich begab mich erstmal auf die Suche nach einer Ansprechperson, und da ich selber Pflegerin war, wusste ich nur zu gut, wo man so jemanden im Normalfall fand. Man brachte mich zu Verena O'Connor, der Besitzerin der Ranch. Sie führte mich etwas herum und zeigte mir wo ich Zuckerschocks Ausrüstung fand, dann brachte sie mich zu der Stute selbst. Sie erinnerte mich ein wenig an unseren Paint Hengst Unbroken Soul of a Rebel, denn auch sie hatte eine fast komplett weisse Körperhälfte. Bei einem Vollblut war dies natürlich noch einen ganzen Tick cooler. Stell dir das vor, so ein Pferd auf der Bahn, dachte ich amüsiert, konzentrierte mich dann aber wieder auf die Instruktionen von Ms O‘Connor. Als ich alles nötige wusste, begann ich die Stute zu putzen. Schon jetzt konnte ich anfangen, sie kennenzulernen. Zum Beispiel fand ich schnell eine Stelle an der Schulter, wo sie offenbar gerne gekratzt wurde. Das Satteln der Stute stellte kein Problem dar, und auch auf den Reitplatz führen konnte ich sie wie ein Lämmchen. Als ich aufstieg, zeigte sich dann doch ein wenig der Einfluss des Blutes, denn die Stute hatte schon einen recht lebhaften Schritt. Wenigstens hatte sie mich noch in Ruhe aufsteigen lassen. Ms O’Connor hatte mich schon im Voraus informiert, Zuckerschock sei noch nicht lange unter dem Sattel und somit noch ganz am Anfang, besonders was die Dressur anging. Sie schien, wie ich einige Minuten später im Trab feststellte, zumindest schon gut ausbalanciert und aufgeklärt, was die Grundlagen angingen. Ich konnte also guten Gewissens anfangen, richtig mit ihr zu arbeiten. Ich begann damit, die Biegung und Stellung zu verbessern, indem ich viel abwendete und vorsichtig immer kleiner werdende Volten ritt. Das hatte den netten Nebeneffekt, dass sie sich rasch lockerte, ans Gebiss trat und etwas ruhiger wurde. Ich war zwar kein Jockey wie die meisten meiner Kolleginnen zuhause, aber ich hatte oft genug mit den Vollblütern gearbeitet um zu wissen, wie man sie anpacken musste. Nach einer Weile war ich bei den eigentlichen 10m-Volten angelangt, für die Zuckerschock schon ganz schön viel Balancevermögen brauchte. Das merkte ich auch: Anfangs schwankte sie noch etwas und wollte driften, aber ich begrenzte sie am äusseren Zügel und stützte sie so. Um ihr nach diesem ersten anspruchsvolleren Teil eine Pause zu verschaffen (sie hatte die ganze Zeit über in Anlehnung laufen müssen), parierte ich sie in den Schritt durch und liess sie strecken. Tatsächlich suchte sie die Tiefe, sodass ich sie nur zu loben brauchte, und nicht erst noch mit ständigem wieder-Aufnehmen-und-Loslassen in Versuchung bringen musste. Ich wechselte die Seite mittels einer Schlangenlinie und setzte dabei bewusst fast ausschliesslich auf Gewichtshilfen, um die Stute darauf zu trimmen. Anfangs musste ich aber dennoch etwas mit dem äusseren Zügel nachhelfen. Nun nahm ich sie wieder auf und liess sie anhalten. Sobald sie einigermassen geschlossen dastand, lehnte ich mich etwas vor, gab ein paar Paraden, trieb vorsichtig und sagte „back“, in der Hoffnung, dass sie das Stimmkommando kannte. Zusätzlich tippte ich sie wegweisend mit der Reitgerte an der Brust an. Sie machte zwei unsichere Schritte in die richtige Richtung, die ich sofort ausgiebig lobte. Dann liess ich sie sofort wieder im Schritt antreten und wiederholte das Ganze auf der anderen Seite des Vierecks. Bereits nach wenigen Versuchen konnte ich mehr Rückwärtsschritte verlangen, auch wenn diese noch nicht ganze gerade verliefen. Um sie nicht unnötig zu zermürben, wagte ich mich im Anschluss an die Lieblingsdisziplin der Vollblüterchen; den Galopp. Ich spannte sie dabei auf der grossen Volte und liess sie anschliessend auf der ganzen Bahn ein kleinwenig raus, gleichzeitig machte ich mehr Druck am inneren Bein. Ich meinte zumindest zu fühlen, wie sie sich streckte. Um sicherzugehen, dass sie die Lektion verstand, wiederholte ich auch dies. Zuckerschock schäumte mittlerweile eifrig die Trense ein und liess die Ohren wackeln, ein Zeichen für mich, dass sie entspannt war. Trotzdem machte ich vor der nächsten Übung wieder eine kleine Pause und liess sie diesmal im Trab aus der Hand kauen. Danach wechselten wir abermals in den Galopp und übten Übergänge, genauer: Schrittübergänge in Form von einfachen Galoppwechseln. Dazu versammelte ich den Galopp, bereitete sie mit halben Paraden vor und setzte zudem unterstützend die Stimme ein. Manchmal war sie etwas zu eifrig und wollte gleich ganz anhalten, manchmal hingegen war sie noch etwas stur; doch im Grossen und Ganzen war ich zufrieden. Ich merkte, wie langsam die Konzentration der Stute schwand, denn sie liess sich öfter von Geräuschen und Gegenständen neben dem Viereck ablenken. Daher setzte ich zur letzten heutigen Lektion an, aber erst, nachdem ich sie im Schritt nochmal hatte strecken lassen. Es handelte sich um die Schulterwendung. Eigentlich sollte man dabei ja nicht zu lange anhalten, aber mit der unerfahrenen Stute liess ich mir Zeit. Ich wollte die Wendung auf keinen Fall hektisch wirken lassen. Also hielt ich sie auf dem inneren Hufschlag, wechselte schon mal die Gerte, gab wieder eine vorbereitende halbe Parade und rahmte sie mit dem äusseren Bein vermehrt ein. Nun brauchte ich nur noch etwas mehr Druck zu machen, um sie vorne zu einem seitlichen Schritt zu bewegen. Schon nach wenigen Tritten lobte ich sie und ritt wieder im Schritt an, denn ich wollte ihr zeigen, dass sie mich richtig verstanden hatte. Wie erwartet klappte es mit jedem Versuch besser, bis ich mehr oder weniger eine ganze 180 Grad Wendung vollführen konnte. Danach liess ich die Zügel aus der Hand gleiten und lobte sie. Ich stieg gleich ab und löste den Gurt, um sie ohne Sattel trocken zu führen. Sie hatte recht viel geschwitzt, ich hatte sie also ganz schön geschlaucht. Aber sie machte keinen gestressten Eindruck, denn ich hatte ja auch immer wieder Pausen eingebaut. Und später in der Stallgasse war ich immer noch gut genug, um als Kratzbaum zu dienen. Zufrieden versorgte ich Zuckerschock mitsamt Abschwitzdecke in ihre Box. Gleich darauf ging ich zu Ms O’Connor, die am Anfang zugesehen hatte, dann aber noch anderes zu tun gehabt hatte. Ich berichtete ihr, wie es gelaufen war, während wir zu Zuckerschocks Box schlenderten. Ausserdem gab ich ihr Tipps, wie sie in Zukunft mit den A-Lektionen fortfahren sollte. Die Grundlagen hatte ich hatte zwar geschaffen, aber natürlich lag es nun an der Besitzerin, das Ganze zu festigen. Es war mir schon etwas unwohl dabei, einer erfahrenen Westernreiterin Tipps zu geben, denn ich erwartete fast, dass sie mich nicht ernst nehmen würde – warum auch immer. Aber sie hörte aufmerksam zu und schien zufrieden mit meiner Arbeit, was mich mit Stolz erfüllte. Ich verabschiedete mich mit gutem Gefühl und machte mich auf den langen Heimweg, das restliche Wochenende im Blick.

    Dressur A- L by AlfurElfe

    Ich zog die Handbremse an, schnallte mich ab und stieg dann aus dem Auto. Die Trainingsaufträge führten mich mal wieder auf die Gips Reminder Ranch, und heute gab es viel zu tun. Insgesamt musste ich vier Pferde trainieren, drei davon in Dressur, einen Hengst in Distanz. Sobald ich den Stall betrat würde ich auch schon von Verena begrüßt. Da es schon neun Uhr war und ich heute ja vier Pferde reiten musste, holten wir sofort Sympathy for the Devil, mit dem ich heute eine 40-Kilometer-Strecke meistern würde. Verena und ich begannen damit, das gescheckte Fell des American Paint Horse zu bürsten und konnten ihn nach einer Viertelstunde satteln. Ich freute mich schon darauf, diesen Ritt im Westernsattel zu verbringen, denn in einem englischen Sattel taten einem nach einem ordentlichen Distanztraining die Sitzhöcker schon ziemlich weh. Verena gab mir noch eine Karte mit, auf der sie mehrere Strecken, die nicht allzu sehr durch Straßen unterbrochen wurden und ziemlich genau 40 Kilometer lang waren.
    Ich lenkte Pathy vom Hof und ließ ihn antraben. Um die Anforderungen der M-Distanz zu erfüllen, mussten wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von Zehn bis Fünfzehn Stundenkilometer einhalten. Bei der ersten Wegkreuzung bog ich nach rechts ab, denn diese Strecke führte über befestigte Wege durch den Wald und hatte einige gute Galoppstrecken. Immernoch im Trab kamen wir auf eine Straße zu, und ich parierte Pathy durch zu Schritt. Auf der Straße herrschte reger Verkehr, aber gleich der erste Autofahrer ließ uns vor. Nach der Straße Tat sich uns ein schnurgerader Weg auf und ich ließ Pathy angaloppieren. Um ihn nicht zu sehr zu belasten ging ich in den Entlastungssitz, woraufhin er noch schneller wurde. Ich schätzte den Weg auf circa fünf Kilometer, für die wir im Galopp nur sechs Minuten brauchten. Auf die lange Galoppstrecke folgte eine Kurve, in der ich Pathy sicherheitshalber durchparierte zum Schritt. Der Weg hinter der Kurve war noch endlos länger als der vorn der Kurve, weshalb ich Pathy wieder angaloppieren ließ. Die Geschwindigkeit schien dem Hengst zu gefallen und er preschte los wie der Blitz. Als wir nach zehn Kilometern zur nächsten Kreuzung kamen, parierte ich ihn durch zum Halt und gönnte uns beiden eine Pause. Ich prüfte die Karte und stellte erstaunt fest, dass wir schon fast 29 Kilometer geschafft hatten, obwohl es sich so anfühlte, als hätten wir gerade einmal die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht. Schnell packte ich die Karte wieder ein und saß auf. Nach einigen kurzen Wegen auf denen wir trabten, gaben wir auf einer Galoppstrecke noch einmal unser Bestes, bevor wir den letzten Kilometer im Schritt ritten. Auf dem Hof wartete Verena schon mit dem nächsten Pferd. "Gute Zeit! Nur zwei Stunden 43.", lobte sie uns. "Wenn es dir nichts ausmacht, könntest du sofort mit Zuckerschock in die Halle, ich würde mich dann um Pathy kümmern", bot sie mir an. Ich saß ab, lobte Pathy noch einmal und übergab ihn dann Verena, während ich Zuckerschock von ihr übernahm. Mit der Stute sollte ich die Lektionen der L-Dressur erarbeiten.
    In der Halle stellten wir uns bei X aufstellten und wie immer überprüfte ich vor dem Aufsitzen noch die Bügel und den Gurt. Nach dem Aufwärmen und einer kleinen Wiederholung der A-Lektionen begann ich mit dem versammelten Trab, den Zuckerschock schnell drauf hatte. Im Trab ritten wir eine Kehrtvolte, um dann an der langen Seite eine doppelte Schlangenlinie zu reiten. Da ich Zuckerschock bei den Bahnfiguren nicht viel beibringen musste, hatte ich auf meiner imaginären Liste bald auch die Schlangenlinie in drei und in fünf Bögen, die Halbe Volte im Trab, die Acht-Meter-Volte und aus der Ecke kehrt abgehakt. Nun befassten wir uns mit der Hinterhandwendung, welche das Gegenstück zu der Vorderhandwendung darstellte, welche sie schon aus der A-Dressur kannte. Ich parierte sie durch zum Halt und legte die Gerte weiter nach hinten in die Verwahrung. Dann trieb ich sie mit dem äußeren Schenkel nach innen, sodass sie sich nach innen drehen musste. Bei den ersten Versuchen brach sie die Lektion einfach bei der Hälfte ab und wollte abwenden, aber nach mehreren Versuchen klappte es endlich. Nun fehlte nur noch der Außengalopp. Ich ließ Zuckerschock bei E antraben und trieb sie nach der kurzen Seite in den Galopp. Dabei achtete ich darauf, dass sie auf dem richtigen Fuß angaloppierte und nicht gleich wieder in den Innengalopp verfiel. Nachdem ich auf die Uhr geschaut hatte und feststellen musste, dass wir schon seit einer Stunde und fünfzehn Minuten in der Halle waren, ließ ich mir die Zügel aus der Hand kauen und ritt Zuckerschock trocken. Dann stellten wir uns wieder ordentlich bei X auf, ich lobte sie überschwänglich und saß dann ab.
    Da Verena auf dem Hof nicht zu sehen war, Band ich Zuckerschock an, sattelte sie ab und brachte ihr ihr Futter. Dann ging ich in die Sattelkammer und suchte das Halfter und doe Putzsachen von Priamos Ruffia Kincsem, die allerdings nur Pria gerufen wurde, weshalb ich auch recht lange brauchte, um das Halfter zu finden, da der Haken nur mit ihrem Spitznamen beschriftet war. Ich wusste wo die Stuten stand und machte mich auf den Weg zur Weide. Pria war leicht zu finden und ich brachte sie auf den Hof, wo ich anfing sie zu putzen. Da wir heute auf A-Dressur-Niveau trainieren würden, trenste ich sie mit einem Englischen Reithalfter. Bevor wir in die Halle gingen brachte ich Zuckerschock zurück auf die Weide und gab ihr zum Abschied ein Leckerli. Dann ging ich mit Pria in die Halle, wo wir uns bei X aufstellten und ich vor dem Aufsitzen noch einmal Bügel und Gurt überprüfte.
    Zum Aufwärmen ritt ich die üblichen Bahnfiguren aus der E-Dressur, wobei ich auch durch die Länge der Bahn wechselte, was ja in der A-Dressur neu, wenn auch nicht schwierig war. Dann begann ich mit dem Trab, wo ich darauf achtete, dass sie immer fleißig vorwärts ging. Die Zehn-Meter-Volte war keine Schwierigkeit, genauso wenig das Zügel aus der Hand kauen lassen im Trab. Ich parierte sie wieder durch zum Schritt und blieb bei A stehen. Den inneren Schenkel legte ich etwas weiter nach vorn, währen der äußere Schenkel Pria etwas weiter hinten nach innen trieb. Die ersten Versuchen der Vorderhandwendung brach Pria immer verwirrt ab, aber irgendwann hatte sie verstanden, was ich von ihr wollte. Ich lobte sie ausgiebig und wendete mich dann dem Rückwärtsrichten zu. Ich hatte das Gefühl, dass es Pria nicht gerade neu war, aber da sie immer nur zögerlich ein paar Schritte nach hinten machte, übten wir es, bis sie sogar eine ganze kurze Seite am Stück rückwärts lief. Da wir alle angeforderten Lektionen trainier hatten und schon seit einer Stunde in der Halle waren, ließ ich mir die Zügel aus der Hand kauen und ritt Pria trocken. Bevor ich absaß lobte ich sie überschwänglich, denn sie hatte ihre Sache heute echt gut gemacht.
    Verena trainierte wohl auch gerade, denn als ich wieder auf den Hof kam, war wieder keine Spur von ihr zu sehen. Ich befreite Pria von ihrem Sattelzeug und gab ihr ihr Futter. Dann holte ich das nächste Pferd, Versatilely Gold, eine sechsjährige Stute, und begann sie für das anstehende A-Dressurtraining fertig zu machen. Bevor ich Gold, wie sie genannt wurde, sattelte, brachte ich Pria auf die Weide und verabschiedete mich auch von ihr mit einem Leckerli.
    Auch mit Gold ging ich in die Reithalle. Das Aufwärmen bestand wie üblich aus dem Abrufen der Kentnisse aus der E-Dressur und vielen Biegungen und Handwechseln. Wie bei Pria begann ich mit den neuen Bahnfiguren und den Trablektionen. Da es bei den Bahnfiguren ja eigentlich nicht um Können oder Talent ging, sondern darum, bei dem richtigen Bahnpunkt abzubiegen und auf dem richtigen Weg den nächsten Punkt zu erreichen. Da Gold gut mitarbeitete, konnten wir bald die Zehn-Meter-Volte, die Schlangenlinien durch die Bahn in vier Bögen, den Handwechsel durch die Länge der Bahn und das Zügel aus der Hand kauen im Trab und im Schritt abhaken. Auch das Rückwärtsrichten kannte Gold schon, da es ja zur Grundausbildung eines jeden Pferdes dazu gehörte. Sie war nicht nur beim Rückwärtsrichten, sondern auch bei der Kehrtwende auf der Vorderhand viel sicherer als Pria, und so mussten wir daran nicht mehr viel arbeiten und konnten uns dem Überstreichen im Galopp zuwenden. Ich ließ Gold antraben und in der Ecke nach der kurzen Seite angaloppieren. Nach etwa einer Runde im guten Mittelgalopp überstrich ich die Zügel, was sie glücklicherweise nicht irritierte. Schließlich parierte ich sie wieder durch und ließ mir im Schritt die Zügel aus der Hand kauen. Bevor ich absaß lobte ich sie, glücklich, dass wir heute so viel erreicht hatten.
    Zusammen mit Verena versorgte ich Gold mit Futter und brachte sie dann in den Stall, denn draußen wurde es schon dunkel. Ich verabschiedete mich von Verena und versprach ihr, dass ich bald wieder zum Trainieren herkommen würde. Dann machte ich mich auf den Heimweg, denn auch bei uns gab es noch viel zu tun.

    Dressur L- M by Veija

    "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuft.

    Galopprennen L- M by Veija

    Heute hatte ich mir wieder eine Menge vorgenommen. Ich wollte Chocolate Dream, Western Dancer und Stiffler im Galopprennen von E nach A bringen und Zuckerschock von L auf M steigern. Anfangen wollte ich mit Zuckerschock, die schon fertig gesattelt in der Stallgasse stand. "Wenn ich euch nicht hätte", sagte ich lachend und klopfte Bellamy und Aaron auf den Rücken. "Begleitet mich einer?", fragte ich und Bellamy meldete sich. "Aaron, mach du mir Choco, Western Dancer und Stiffler fertig, okay?", fragte ich ihn und er nickte. Derweil legte Bellamy Zucker ein Steigergebiss ins Maul und nahm die Lederleine in die Hand, um zusammen mit mir zur Rennbahn zu gehen. "Hast du das schon mal gemacht?", fragte ich ihn auf dem Weg und er schüttelte den Kopf. "Wenn wir kurz vor der Bahn sind, nimmst du das Gebiss raus und hälst sie an der Trense fest. Wenn ich 'weg' sag, lässt du los und gehst einen schnellen Schritt zu Seite, sonst rennt sie dich über den Haufen. Dann gehst du zur Startbox und hilfst mir da, oke?" "OK.", antwortete er und nahm kurz vor der Bahn das Gebiss raus, ehe er die Stute an der Trense festhielt. Zucker trippelte immer seitwärts, wenn wir die Bahn betraten, was Bellamy sehr verunsicherte. "Einfach festhalten", munterte ich ihn auf und nahm die Zügel von Zucker kürzer, ehe ich Bellamys Stichwort sagte und er uns losließ und einen riesen Sprung zur Seite machte. Ich lachte kurz, ehe ich mich auf Zucker galoppierte und sie auf die Grasbahn in der Mitte lenkte. Dort galoppierten wir bis zu den Startboxen, wo Bellamy bereits auf uns wartete. Wir hatten eine extra Runde gemacht, weshalb er genug Zeit gehabt hatte, um dort hin zu gehen. Zucker lenkte ich nun also in die geschlossene Box, Bellamy öffnete sie und wir galoppierten unsere Runde. Zucker war eine Stute, die von Natur aus gerne galoppierte, weshalb ich nur ihren Ehrgeiz anstacheln musste, damit sie noch schneller galoppierte, als sie es eh schon konnte.
    Im Ziel angekommn ließ ich sie ausgaloppieren, ehe wir zurück in den Stall ritten und ich sie Octavia in die Hand drückte, damit sie sie trocken führte.
    Dann schnappte ich mir Chocolate Dream, setzte Alexis auf Western Dancer und Aaron auf Stiffler. Zu dritt ging es zur Bahn, bevor wir die Pferde sorgfältig an die Startboxen gewöhnten.
    Am nächsten Tag ritten die drei ihr erstes Rennen, was eher schlecht als recht von statten ging, doch ein paar Tage später waren die Pferde gar nicht wieder zu erkennen. Da freute man sich doch auf die ersten richtigen Rennen!

    Galopprennen M- S by Veija

    Heute hatte ich mir vorgenommen ein wenig mit Nick und Zuckerschock zu trainieren, denn ich wollte sie bald auf einer Stutkrönung vorstellen, wofür sie noch ein wenig Training brauchte. Nick hatte sie schon aus der Box geholt und geputzt sowie gesattelt, so dass ich ihm beim Aufsitzen helfen konnte, als ich in den Stall kam. Ich führte die Beiden bis zur Rennbahn und ließ sie laufen.
    Die Startbox stand heute neben der Bahn, so dass Nick die Stute ohne Probleme aufwärmen konnte, ohne sie davor stoppen zu müssen. Wir hatten uns auf einen fliegenden Start geeinigt, den er auch jetzt in Angriff nahm. Er schaute sich immer wieder die Markierungen an der Innenseite der Bahn an und schoss irgendwann nach vorne. Zuckers Galoppsprünge wurden immer größer und raumgreifender, ehe sie durch unser imaginäres Ziel flogen. "Das war super!", lobte ich den jungen Mann und nahm Pria wieder am Halfter, welches sie heute drunter trug. Zusammen gingen wir noch eine Runde über den Hof, damit sie ein wenig abkühlen konnte, bevor Nick sie fertig für die Box machen konnte.
    Die nächsten Tage trainierten wir Zucker immer wieder früh morgens und alleine auf der Bahn, bevor wir sie zusammen mit zwei anderen Vollblütern, welche schon in der Klasse S liefen, rennen ließen, gegen die sie sich super behaupten konnte. Somit war sie bereit für die Klasse S!

    Die Kür

    Noch immer völlig neben der Spur stand ich neben der Englischen Vollblutstute Zuckerschock und zupfte am Sattelgurt herum. "Ach Bellamy, du schaffst das schon. Du hast schließlich schon einmal gezeigt, dass ihr zwei ein super Team seit!", sagte Verena und klopfte mir auf den Rücken, bevor sie mir meinen Helm hinhielt. Ich schluckte kurz, bevor ich ihn entgegen nahm und anzog. Ich machte Zucker vom Hänger los und stiefelte zusammen mit der Stute und Verena zum Abreiteplatz, wo sie noch einmal den Sitz des Sattels kontrollierte und mir dann beim Aufsteigen half. Zucker war heute wirklich brav und ließ sich gut anreiten. Ich versuchte ein wenig Schritt und Trab, bevor ich sie auch kurz galoppierte. "Mach den Galopp in der Halle so kurz wie möglich, sie ist jetzt schon heiß.", erklärte mir Verena. "Und ich will mich ungerne jetzt draufsetzen und sie auspowern, bleib du einfach ganz ruhig und bestimmt, dann orientiert sie sich an dir...", gab meine Chefin mir den Rat und ich nickte.
    Dann wurden wir aufgerufen. Ich schaute Verena leicht panisch an, doch sie hob nur die gedrückten Daumen und klopfte Zuckers Kruppe. Von nun an war ich ganz auf mich allein gestellt. Naja, nicht ganz. Zucker war noch bei mir, die aufmerksam die Ohren auf mich gerichtet hatte und auf meine Befehle wartete. Ich ritt sie also im ruhigen Schritt bis zu X, wo ich sie stoppte. Sie stand nicht ganz geschlossen, aber es würde schon gehen. Kurz nickte ich und grüßte somit die Richter, bevor ich die Zügel wieder aufnahm und Zuckers Ohren wieder nach hinten flogen. Ich schnalzte und trieb sie an. Wir gingen am Schritt bis zum Ende der Halle und wendeten dann nach rechts ab. Nun war eines von Zuckers Ohren neugierig nach vorne gerichtet, das Andere war noch immer bei mir. Wir gingen im Schritt eine ganze Bahn, wechselten aus der Ecke heraus die Hand und gingen auf der anderen Hand im Schritt. Da mein reiterliches Können noch nicht wirklich gut war, würde ich kaum Bahnfiguren reiten, geschweige denn schnelle Galoppwechsel oder dergleichen. Zucker konnte das, ich jedoch leider nicht. So trabte ich sie also an, nachdem wir auch auf der linken Hand eine ganze Bahn im Schritt gegangen waren, und ritten eine halbe Runde im Trab, ehe wir durch die Länge der Bahn wechselten und auch auf der anderen Hand trabten. Als wir in einer Ecke ankamen galoppierte ich sie auf dem Zirkel an. Der Zirkel wurde leider kein richtiger Zirkel, eher ein Schlangenlinienei, jedoch schafften wir es irgendwie zu traben, die Hand zu wechseln und das Selbe auf der anderen Hand auch zu machen, bevor wir wieder zur Mitte kamen und ich die Stute wirklich geschlossen zum Stehen bekam. Ich verabschiedete die Richter, lobte die Stute ausgiebig und verließ mit ihr die Halle, wo mich Verena erwartete. "Ihr wart super!", sagte sie freudig und klopfte mir zu erst aufs Bein, dann Zucker am Hals. "Aber die Zirkel müssen wir echt noch üben, Bellamy. Die waren mehr als grauenhaft...", sagte sie noch kopfschüttelnd, aber grinsend.
    3000 Zeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, by Veija

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    HG Samarti, Bewegung Yvan, Gamaschen Veija
     
    sadasha und Veija gefällt das.
  9. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Meine Teilnahme mit Golden Lights

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    Steckbrief

    Rufname: --
    geboren: Mai 2010

    von: Lord Wellington -- Westfale
    aus: Great Opportunity -- Westfale

    Rasse: Westfale
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Isabell
    Stockmaß: 169 cm

    Beschreibung:
    Golden Lights besticht durch ihre perfekte Mischung von Temperament und Gutmütigkeit. Die Palominostute besitzt eine enorme Präsenz und Austrahlung, die von ihrer ungewöhnlichen Jacke nocheinmal unterstrichen wird. Im Umgang ist sie zwar nicht ganz einfach aber immer händelbar und sehr verschmust. Unter dem Sattel zeigt sich die junge Stute schon jetzt von ihrer besten Seite und besitzt herrausragende GGA.


    Ersteller: Elii
    Besitzer: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Springen A – Dressur E -- Military E

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    SW 444
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    2.Platz 53. Synchronspringen
    2.Platz 59. Synchronspringen
    3.Platz 62. Synchronspringen
    2.Platz 70. Synchronspringen
    3. Platz 344. Galopprennen
    2. Platz 375. Dressurturnier
    1. Platz 257. Militaryturnier
    2. Platz 136. Synchronspringen
    3. Platz 258 Militaryturnier
    1. Platz 138. Synchronspringen
    1. Platz 373. Springturnier


    Hufschmiedbericht, 04. Oktober 2016
    Vor diesem Tag wusste ich nicht, dass einem von zu viel Gerede aus dem Telefonhörer tatsächlich die Ohren schmerzen konnten. Um das bisschen Hörvermögen, das mir noch blieb, zu schützen, hielt ich das Handy mit ausgestrecktem Arm von mir weg – und hörte Elenas Monolog immer noch.

    „Elena,“ versuchte ich sie zu unterbrechen, aber das hielt meinen Gesprächspartner nicht davon ab, einfach weiterzureden. Erst, als ich zu drastischeren Maßnahmen griff (auflegen und warten, bis sie mich wutschnaubend wieder zurückrief), hörte man mir auch einmal zu.

    „Elena, ich hab ein gebrochenes Handgelenk. Ich bin arbeitsunfähig,“ erklärte ich ihr, wurde aber sofort wieder unterbrochen.

    „Arbeitsunfähig? Du bist doch nur faul.“

    „Ich hab einen Gips.“

    „Als ob man sich den nicht selber machen kann.“

    Ich unterdrückte ein lautes Seufzen. „Wann soll ich kommen und was soll ich machen?“ Zoe würde mich dafür hassen.

    ***

    Aus irgendeinem Grund sah mich Zoe nur für ein paar Sekunden böse an, dann fing sie an, das Zeug zusammenzupacken und mich in den Van zu scheuchen. Sonderlich begeistert schien sie nicht, aber wenigstens war mein Kopf dran geblieben.

    Wenig später kamen wir auf dem Gestüt Sanssouci an – und von Elena war keine Spur. Das war ja mal wieder typisch. Nach einigen Rufen war sie dann auch nicht zu finden, also riet ich Zoe, einfach alles schon mal bereit zu machen, ich würde mich um die Pferde kümmern.

    Tavasz, Golden Lights und Colored Belle standen auf dem Plan für heute, und weil man ja lieber mit dem leichtesten anfängt, machte ich mich auf die Suche nach der Furioso-Stute, die wohl den besten Einstieg bat. Tavasz fand ich mit den anderen Stuten auf der Weide, sie stand jedoch ein wenig absondert und ließ sich von mir ohne viel Tohuwabohu und ohne herzzerreißendes Wiehern in die Stallgasse bringen. Im Van heizte Zoe gerade den Ofen an, wischte sich die Hände an der Schürze ab und machte sich, als Tavasz angebunden war, gleich an die Arbeit. Die alten Eisen kamen ab, dann wurde mit dem Hufmesser ausgeschnitten und der Tragrand abgeknipst.

    Yadda yadda. „Muss ich dir zusehen?“ fragte ich, schob meine Unterlippe vor und präsentierte dabei noch den Gips. Das musste doch einfach ziehen. Von Zoe bekam ich jedoch einen bösen Blick zugeworfen, dann fing sie an, zuckersüß zu lächeln und den Hinterhuf abzusetzen.

    „Natürlich! Wer soll mir denn sonst die Hufeisen heiß machen?“

    ***

    Frisch beschlagen und mit einer überstandenen PGS-Qualitätsprüfung durfte Tavasz dann wieder auf die Koppel. Eigentlich hätte ich schon längst Golden Lights holen können. Da die Stute aber nicht immer totenbrav war und ich ja so schnell wie möglich gern wieder im Sattel sitzen wollte, überließ ich sie und die nächste Patientin/Kundin/Was auch immer komplett in Zoes Hände. Die meiste Zeit sah ich eigentlich wirklich nur zu; nach einer Zeit wurden selbst mir die dummen Sprüche zu blöd und da Eli ja der komplette Streber in Sachen Pferdehaltung war, war da auch nicht wirklich viel Stoff da, um sich zu beraten und dann zu brainstormen, was denn die beste Behandlungsmöglichkeit war. Danke, Elena. Leute wie dich machen mich überflüssig.

    Kurz überlegte ich mir, ob ich die einzelnen Strohhalme in den Boxen um uns herum zählen und Elena dann eine nette Notiz schreiben sollte, sie solle doch bitte aufpassen, dass in allen Boxen die gleiche Menge Stroh lag. Dann pfiff mich aber Zoe doch wieder zu sich und wies mich an, die nächsten Eisen heißzumachen. Bis auf ein paar kleine, minimale Aussetzer war Golden Lights bis jetzt wirklich brav gewesen, und auch das Auflegen und Aufnageln überstanden wir ohne großen Trubel. Dafür kam danach der Endgegner.

    Zoe ließ sich jedoch nichts anmerken, als sie mit Colored Belle die Stallgasse entlang kam. Beim Anbinden, beim Abnehmen, beim Abraspeln, wenn man nur in ihre Richtung sah, legte die Stute sofort die Ohren an und machte den Hals lang. Ich unterdrückte den Impuls, meine Hände hochzunehmen um ihr zu zeigen, dass ich nichts hatte, das ihr wehtun könnte, aber das wäre vielleicht komisch gekommen. Stattdessen lehnte ich mich betont cool (nur keine Schwäche vor Belle zeigen) an eine Boxenwand und begann zu zählen.

    Nach Strohhalm #289 – ich hatte mehrere Male von neuem beginnen müssen, weil mein Gehirn schneller zählte, als ich mitkam – rief mich Zoe dann wieder und ich erfüllte meinen Job als Eisenheißmacher. Überraschenderweise hatte ich wenig Gezicke und Gerumple gehört, und bis auf die Ohren sah Belle auch recht entspannt aus. „Sag das nicht Elena,“ warnte ich Zoe, als diese der Stute kurz über die Nase strich und die es einfach hinnahm. Es sagte wohl viel über meine Freundschaft mit Zoe aus (oder über meine eigene Selbstwahrnehmung), dass ich das Augenrollen von hinten sah, und das, obwohl sie sich schon wieder um einen Huf kümmerte. Wow.

    Nach einem kurzen Lauftest durfte dann auch Belle wieder zurück auf die Koppel (wo sie erst einmal ein paar Haken schlug und den anderen Stuten mehr als provokant den Arsch zudrehte) und Zoe und ich machten uns ans Aufräumen. Von Elena, Collin oder Nate (Nathan? Nate? Wer wusste das schon) war immer noch keine Spur. Dafür bekam sie eine Reihe Snaps. Alle von meinem Gesicht, in unschönen Winkeln fotografiert, nur etwa zwei Sekunden lang, um einen ungewollten Screenshot zu vermeiden. Das war die schönste Rache.

    Tierarztbericht, 21. August 2016
    „Gut, und zu wem soll ich dann kommen?“, fragte ich etwas unsicher und hörte am anderen Ende der Strippe ein Handgemenge, ehe ein „Natürlich zu mir, ich habe ein Pferd mehr!“ von Juli Mayers durchdrang. Gerade hatte sie angerufen und um einen Tierarzttermin gebeten, da Elena anscheinend mit bei ihr war, hatte sie auf laut gestellt und so hatte ich spontan statt drei Patienten direkt fünf. Erstaunlicherweise hatte ich heute auch noch genügend Zeit und so vereinbarten wir für den späten Nachmittag einen Termin. So hatte ich noch etwas Zeit für meinen Bürokram und konnte mich dann auch in aller Ruhe auf den Weg machen.

    Auf dem Pine Grove Stud angekommen, wurde ich von einer fröhlichen Juli begrüßt, um deren Beine allerhand Hunde sprangen. „Oh, die sind neu“, meinte ich grinsend und begrüßte auch die Vierbeiner kurz, ehe wir in den Stall gingen. Da doch allerhand Pferde anstanden, mussten wir uns ranhalten.
    Aus dem Grund schaute ich mich auch etwas suchend nach Elena um. „Die kommt bestimmt noch. Wollte her reiten und wie ich sie kenne, hatte sie sich auf ihr Biest gesetzt“, kommentierte Juli meinen Blick locker. Als Tierarzt zuckte man aber doch zusammen, wenn jemand von einem Pferd als „Biest“ sprach.
    Wir begannen bei Juli mit Painted Blur. Der Gute war mir bestens bekannt, denn er hatte seine Fohlenzeit auf meinem alten Gestüt verbracht. Nichtsdestotrotz erkannte ich ihn kaum wieder, denn er hatte sich wirklich zu einem stattlichen Hengst gemacht und war trotzdem im Umgang total brav geblieben.
    Blurry, so wie er liebevoll von seiner Besitzerin genannt wurde, absolvierte brav die Schritt- und Trabrunden an der Hand von Juli und zeigte dabei seine taktklaren Gänge. Zufrieden hielt ich das Paar an und wir gingen gemeinsam zum Putzplatz.
    Dort kontrollierte ich kurz Augen, Ohren und Maul, ehe ich die Lymphknoten abtastete und dann Herz und Lunge abhörte. Blurry blieb dabei ganz stillstehen und benahm sich vorbildlich. Abschließend tastete ich noch die Wirbelsäule ab, aber wie erwartet, entdeckte ich nichts.
    Stattdessen wurde Blurry geimpft und entwurmt und durfte mich dann auch schon wieder verlassen. Während Juli nun eine ihrer Stuten holte, kam auch Elena auf dem Gestüt an, sichtlich aus der Puste und zu Fuß. Aber immerhin hatte sie zwei Pferde mit. Grübelnd schaute ich zwischen der Braunen und dem Palomino hin und her, überlegend, wer das Biest sei.
    „Links“, meinte Juli und hielt Elena dann einen Vortrag, dass sie es ja direkt anders hätte machen können. Bisher hielt ich Juli dann für die Klügere – bis ich Bucky kennenlernen durfte. Sie hatte nicht nur äußerlich Ähnlichkeit mit Elenas Coloured Belle, sondern auch charakterlich.
    Schon beim Vorführen zickte sie rum und als ich sie untersuchte hielt sie kaum still. „Wow, das liegt dann wohl in der Familie“, murmelte ich knapp und erhielt von meinen beiden Kundinnen ein einstimmiges „Hey!!“.
    Nachdem Bucky dann endlich geimpft und entwurmt war, ging es ruhiger weiter mit der Connemarastute Medeia. Die sah nicht nur knuffig aus, sondern war es auch. In aller Ruhe konnte ich den Pupillenreflex kontrollieren, mir die Innenseite ihrer Ohren und ihre Zähne anschauen.
    Auch das Impfen und Entwurmen war kein Problem und obwohl ich sie gerne noch länger behalten hätte, musste ich sie schon wieder gehen lassen. Und es ging mit Elenas beiden Stuten weiter. An sich bevorzugte ich ja die ruhige Stute, aber ich wollte Belle gerne schnellstmöglich hinter mich bringen.
    Tatsächlich war sie noch einen Ticken schlimmer als Bucky und so hingen zwischenzeitlich drei Leute an dem Pferd, nur damit ich einen kurzen Blick ins Maul werfen oder die Nadel ansetzen konnte. Wir waren dementsprechend auch sichtlich abgekämpft, als Belle endlich fertig war. Das erinnerte mich ja schon beinahe an den Film von Spirit.
    Als letztes war Golden Lights an der Reihe. Die Westfalenstute war brav und geduldig während ich sie untersuchte, etwas anderes hätte ich heute dann auch nicht mehr ausgehalten. Brav ließ sie sich impfen und entwurmen und schon waren alle Pferde fertig und ich auch.
    Da Elena noch keine Lust auf den Heimritt hatte und auch Juli sichtlich fertig war, lud sie uns zu Kaffee und Blotz ein. „Bitte was?“, fragte Elena und starrte ihre Nachbarin kritisch an. „Zwetschgenkuchen“, erklärte Juli knapp und gab uns jeweils einen Teller. „Also Pflaumen“, kommentierte ich und erhielt sofort von beiden Seiten böse Blicke. „Okay! Zwetschgen…“

    Golden Lights war momentan mein bestes Turnierpferd im Stall. Sie plazierte sich immer wieder unter den ersten drei Plätzen, und war dies mal nicht der Fall, so bewegte sie sich knapp darunter. Es lag nah, sie nun auch auf eine Körung zu schicken, durch ihre Farbe und das frische Blut war sie besonders interessant für die Zucht.
    Im Trab ritt ich in die Veranstaltungshalle, hielt bei X und grüßte die Richter. Ich trabte erneut an und ging bei C auf die linke Hand. An der langen Seite legte ich deutlich zu, denn Golden Lights hatte auch großes Potential in der Dressur, wenn sie auch eher im Springen brillierte. Nach einer Runde parierte ich zum Schritt durch und ließ sie eine Runde laufen, bevor ich angaloppierte und eine weitere Runde ging. Mit einem fliegenden Galoppwechsel wechselte ich durch die ganze Bahn und ließ sie auf der anderen Hand an der langen Seite direkt im Galopp zulegen. Auch das durchparieren zum Schritt meisterte die Stute erstklassig, auch wenn sie kurz versuchte mir die Zügel aus der Hand zu ziehen. Erneut angetrabt drehte ich eine weitere Runde auf dem Hufschlag, ritt dann auf die Länge der Bahn und parierte wieder zum Halten durch.
    Wieder folgte das Grüßen der Richter und anschließend verließ ich am langen Zügel mit meiner Stute die Halle.

    [1281 Zeichen mit Leerzeichen; lettercount.com]

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    Zuletzt bearbeitet: 23 Okt. 2016
    Rhapsody und Zaii gefällt das.
  10. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Hier folgt demnächst die Abstimmung :)
     
  11. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Meine Teilnahme mit
    Zanyah

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    Zanyah
    (Zay)

    Abstammung
    von: ubk
    aus der: ubk
    Grunddaten
    Namensbedeutung: --
    Geburtstag: *2005 (11 Jahre)
    Geschlecht: Stute
    Rasse: Vollblut Araber
    Stockmaß: 1,46 m
    Fellfarbe: Schimmel
    Abzeichen: //
    Gesundheit: sehr gut

    letzter Hufschmiedbesuch: //
    letzter Tierarztbesuch: 27.4.2015 durch Eddi

    Beschreibung
    -- | -- | --
    Zanyah ist eine ruhige, aber doch sehr selbstbewusste Stute. Sie arbeitet gerne und fleißig mit, braucht aber eine klare Führung, damit sie nicht verunsichert wird. Zanyah zeigt sehr schöne Gänge und ist jederzeit motiviert bei der Arbeit mit dabei.

    Zuichtdaten
    gekört | gekrönt: Nein
    zur Zucht vorgesehen: Ja
    Nachkommen: Keine
    Gencode: //

    Besitzerlegende
    Besitzer: Canyon
    Vorbesitzer: sweetvelvetrose
    Ersteller: sweetvelvetrose
    VKR: sweetvelvetrose

    in meinem Besitz seit: 21. September 16
    Kaufpreis: 400 Joellen
    zu verkaufen: Nein

    Qualifikationen
    Englisch | Western
    Eingeritten
    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Hängerläufig
    Longiert
    Schmiedefromm
    Geländesicher
    Galopprennen: A

    Western: E
    Springen: E
    Military: E
    Dressur: M
    Distanz: A
    Fahren: E
    (Aufstieg mit Ausnahme von Wendigkeit NUR durch Training)

    Erfolge
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    290. Galopprennen | 304. Galopprennen | 239. Fahrturnier | 197. Distanzturnier | 222. Distanzturnier


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    Großer Komplettcheckup
    23. Oktober 2016 | 3554 Zeichen | (c) BellaS

    In meiner Funktion als Tierärztin, war ich mal wieder zu jemandem unterwegs, den Bella gut kannte. Charlotte und Nico hießen die Besitzer der vier Pferde, die ich heute durchchecken sollte. Ihr Hof befand sich in Holmenelva in Norwegen und trug den Namen eins nahegelegenen Fjords. Die Pferde, um die es heute ging, waren aber keineswegs Fjordpferde. Ganz im Gegenteil. Ich staunte nicht schlecht, als ich nach meiner Ankunft und einer herzlichen Begrüßung zu den Tieren geführt wurde. Es handelte sich um einen Vollblut Araber, ein deutsches Reitpony, einen Crollo und einen Achal Tekkiner. „Zanyah ist heute die Wichtigste. Würdest du bei ihr anfangen?“, fragte Charlotte, die sich mir nur als Charly vorgestellt hatte. „Klar. Kein Problem.“ Ich besah mir die helle Araberstute vor mir genauer. „Irgendwelche Probleme mit ihr?“ „Nö. Alles gut.“ Wurde mir schnell versichert. Dann bat ich, die Stute aus der Box zu holen und sie mir auf dem harten Boden des Hofes in Schritt und Trab vorzuführen. Auf hartem Untergrund waren Unklarheiten im Gangbild sehr leicht zu erkennen, doch diese Stute lief klar. Deutlich wurde aber auch, dass sie recht eigenwillig war. Ich beorderte also direkt einen der zwei Pferdebesitzer an den Kopf der Stute, ehe ich mit der Behandlung begann. Ich hatte mich gerade erst von einem üblen Biss eines unserer Pferde erholt, dass an der Untersuchung etwas auszusetzen gehabt hatte und Vorsicht war besser als Nachsicht.
    Wie immer begann ich, nach dem ersten visuellen Eindruck vom Pferd, mir durch Abtasten einen zweiten zu verschaffen. Schwellungen, Blockaden oder Wärmequellen konnte man mit den Händen wesentlich besser ausmachen als durch bloßes ansehen. Auch am Körper war alles in Ordnung. Für den Blick ins Maul, holte die die mitgebrachte Maulsperre für Pferde. Ein furchterregend aussehendes Metallteil, das schlicht und einfach das Pferdemaul offen halten soll. Mit ein wenig Hilfe von Nico und flach an den Kopf gelegten Ohren seitens Zanyah gelang es mir schließlich einen Blick ins Maul zu werfen. Mit einer Taschenlampe erhellte ich die Tiefen des Mauls und kontrollierte die Zähne. „Die sind in Ordnung, aber vielleicht wäre es gar nicht so schlecht mal etwas Totholz mit Rinde auf eure Koppeln zu legen. Pferde knabbern daran herum. Damit sind sie beschäftigt und es ist gut für die Zähne. Ihr müsst eben nur darauf achten, dass das Gehölz nicht giftig ist.“
    Zu guter Letzt kam noch der weniger angenehme Teil. Bewaffnet mit Chiplesegerät und zwei Spritzen ging es Zanyah wieder an den Kragen. Als erstes kontrollierte ich den Microchip, der da saß wo er zu sitzen hatte und zu meiner Zufriedenheit auch das anzeigte, was er sollte. Die Chips waren nämlich noch immer anfällig für alles mögliche. Magneten zum Beispiel. Daher kam es auch gerne mal vor, dass ein Pferd mehr als einen Chip trug, was dann auch noch zu Verwirrungen führen konnte. Als nächstes kam der am wenigsten schöne Part. Ich fixierte die große Vene am Hals, Drosselvene genannt und schob die Nadel langsam durch Fell, Haut und Gewebe um der Stute nicht unnötig weh zu tun. Trotzdem legte sie die Ohren an, als ich ihr ein paar Milliliter ihres Blutes stahl. Ich würde es dann in den nächsten Tagen im Labor analysieren und den Besitzern die Ergebnisse zukommen lassen. Nun fehlte nur noch die Impfung, ein Cocktail, sodass es nur eine Spritze benötigte und Zanyah war erlöst. „Belastet sie in den nächsten Tagen wenig. So eine Impfung schwächt.“, sprach ich noch den obligatorischen Warnhinweis aus, dann ging es weiter zum nächsten Pferd.

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    Hufschmiedbesuch
    12. Oktober 2016 | 4.530 Zeichen | (c) Rinnaja

    Es wurde wieder Zeit meinen Hufschmied Wagen Fertig zu machen. Ich hatte gestern Abend noch einen Anruf von einer Dame Namens Charlotte Eylenstein kurz gesagt Charly wie sie mir am Telefon sagte. Es ging um 4 Pferde die ich Kontrollieren sollte und auch beschlagen sollte. Ich machte mich natürlich auf den weg zu hier. Nach einer langen und ruhigen Fahrt kam ich bei Charly an. Ihr Hof war geräumig und groß wie ich es erwartet hatte. Ich suchte sie auf den Großen Gelände als ich sie Schlussendlich im Büro fand. Wir begrüßten und und redet drüber welche Pferde gemacht werden mussten und welchen Beschlag sie brauchten. Zu erst machte ich mich an Cotsworlds Eik ran. Ich bat Charly bei zu bleiben da der Hengst nicht ohne war er biss Fremde nur zu gerne und versucht einen Krafige Tritt zu verteilen und das konnte ich bei besten will nicht gebrauchen. Charly sprach ruhig auf den Hengst ein und ich hole die wichtigsten Sachen aus meinen Wagen die ich brauchte. Wie mein Hufmesser,Hufschneidezange (Nipper) und meine treue Raspel auch die Aluminiumbeschlag nahm ich mit da der Hengst ein Rennbeschlag brauchte. Charly streichelte und beruhte so gut es ging Cotsworlds Eik aber er blieb ruhig und ich konnte mit den ersten Hufen Anfang. Zu erst fing ich an mit den Hufmesser den Huf Ordentlich zurecht zu schneiden und mit der Nipper die Tragrande ordentlich zu machen um Später mit der Raspel den Huf für den Beschlag fertig zu machen. Cotsworlds Eik hat zwar versucht mich zwei mal zu Zwicken aber zu Glück war Charly da die genau achtet das er mich nicht Verletzte ich war sehr dankbar das sie sich die Zeit genommen hatte mir zu Helfen. Ich fing an die anderen 3 Hufen zu bearbeiten. bei den Hinterhufen hat Cotsworlds Eik zwar mehr Mals versucht nach mir zu treten aber wir hatten Cotsworlds Eik sehr gut unter Kontrolle gehabt. Ich versuchte das Aluminiumbeschlag an zu passen und ihn den zu befestigen an alle 4 Hufen. Als das geschafft war kontrollierte ich alle Hufen und guckte ob die nagle richtig saßen und nicht falsch gemacht habe. Charly führte den Hengst ein mal raus und runter alles war Perfekt. Bei Parwaneeh war es einiger maßen entspannter und ich konnte auch hier meine Hufschmied Arbeit ganz in Ruhe machen. Charly kümmerte sich wieder drum die Stute ruhig blieb und ich Ausscheiden mit der Zange arbeite konnte und später mit der Raspel den den Rest machte. Parwaneeh Hufen waren super und ich hatte nix zu meckern das sagt ich auch Charly mit einen Lachen im Gesicht. Als ich auch mit Parwaneeh Fertig war brachte Charly die Stute zurück in den Stall und brachte mir Zanyah eine Ruhe Vollblut Araber Stute. Sie brauchte einfach nur neue Eisen. Ich machte die alten Eisen ab und packte sie zu Seite bevor ich den Offen an machte um die neuen Eisen auf zu Warmen/Heizen. In der Zwichen Zeit Schied ich Zanyah Hufe aus und ging noch mal mit der Hufzange ran um den Tragrand zu Kurzen bevor ich aber Mals mit der Raspel den feinschliff machte. Ich bat Charly ein Eimer Wasser zu holen damit ich die Eisen abkühlen konnte. Sie brachte mir auch ein Eimer Wasser und ich passte die Hufeisen in zwischen bei Zanyah an. Zanyah Zeigte keine angst auch wenn der Rauch in hier Gesicht zock war sie ganz entspannt. Als ich alle 4 Eisen angepasst hatte kühlte ich sie ab und brachte sie an der Stute an. Auch da gab es keine Probleme Zanyah fing so gar an fast ein zu nicken und es kam so rüber als genoss sie die Huf Pflege sehr. Ich war nun mit allen 4 Hufen Fertig und Kontrolliert noch mal ob alles richtig saß bevor ich Charly aber Mals bat mir das Pferd vor zu führen. Zum Schluss war Bijou dran. Auch er sollte beschlagen werden ich suchte nach den passenden Hufeisen und machte sie in den Ofen damit sie Heiß werden konnten. In der zwischen Zeit kümmerte ich mich um Bijou. Der Hengst stand ganz Entspannt da und Doste vor sich hin als war alles Alltag für ihn. Ich schied auch hier die Hufen aus benutze die Nipper und Raspelte alles zurecht. Ich konnte das nun auch langsam im Schlaf hatte ich das Gefühl. Als das getan an Fing ich nach und nach alle 4 Hufeisen anzupassen und ab zu kühlen. Bevor ich sie fest machte mit den Nagel. Zwar guckte Bijou zwischen durch Neugierig was ich machte aber fing den gleich wieder an sich zu entspannen. als mein Werk verbracht war lies ich mit Bijou noch mal vor führen von Charly alles war in Ordnung und auch Bijou konnte zurück in den Stall. ich packte alle meine Sachen zusammen und redet noch kurz mit Charly bevor ich mich auf die Lange heimfahrt wieder machte.

    Dressur E-A
    17. Mai 2015 | (c) Gwen

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    Inzwischen hatte ich auch ein festes Grüppchen von Pferden, die ich monatlich trainierte und aus dem Grunde reiste ich auch im Mai wieder für zwei Wochen zu Jani auf das Arabergestüt. Hier war ich sowieso gerne und gerade nach den letzten Geschehnissen griff ich ihr unter die Arme. Seit einigen Tagen stand auch eine neue Araberstute bei ihr im Stall: Zanyah.
    Sie und Tiramisu wollte ich diesen Monat trainieren, also hatte ich da alle Hände voll zu tun. Während ich Tiramisu im Western auf L-Niveau bringen wollte, begann ich bei Zanyah mit den Dressurgrundlagen und wenn wir Glück hatten, würden wir am Ende meines Aufenthalts bereit für eine A-Dressur sein.
    Jani nahm mich herzlich in Empfang und brachte mich erst einmal in mein Gästezimmer, damit ich mich kurz ausruhen konnte. „13 Uhr gibt es Mittagessen!“, erklärte sie mir noch und verschwand dann. Ich richtete mich sofort ein, das hieß eigentlich nur, dass ich den gesamten Papierkram auf dem Schreibtisch ausbreitete und die Trainingspläne der beiden Araber an die Wand pinnte.
    Nach dem Mittagessen zog ich mich auch direkt um und half Jani erst einmal ein wenig bei der Stallarbeit. Dabei konnte ich auch die hübsche Zanyah kennenlernen. Da ich Tiramisu schon länger kannte, wollte ich heute aber erst einmal mit ihm anfangen und so holte ich ihn von der Weide, putzte ihn gründlich und sattelte ihn heute mal western.
    Dann gingen wir gemeinsam bei dem schönen Sonnenschein auf den Reitplatz. Wir wärmten uns einige Runden auf und dann testete ich, was Tiri schon alles konnte. Er besaß bereits eine schöne Selbsthaltung und einen guten Vorwärtsdrang. Das waren ideale Voraussetzungen für unser Training! Die Westernhilfen saßen zwar noch nicht genau dort, wo ich sie gerne haben wollte, aber das würde schon werden.
    Heute beschäftigten wir uns vor allem mit dem Festigen der Grundlagen und den Hilfen. Tiri verstand schnell die Unterschiede und reagierte wirklich vorbildlich. Danach ritt ich ihn ab und brachte ihn zurück auf die Weide. Zanyah holte ich auch noch, sie putzte ich aber nur und dann gingen wir ein Ründchen zum Kennenlernen spazieren. Mit ihr wollte ich erst Morgen beginnen.

    Am nächsten Morgen ging es schon früh los. Nach dem Frühstück ging ich Jani zur Hand und dann waren meine beiden Schützlinge schon an der Reihe. Ich begann mit Zanyah am Vormittag und machte Tiramisu am Nachmittag. Dementsprechend holte ich heute als erste die Araberstute von der Weide, putzte und sattelte sie.
    Da es noch sehr kühl war, zog ich mir eine Jacke über und wärmte die Stute dann langsam auf. Zanyah war schon 9 Jahre alt und die Grundlagen in der Dressur saßen einwandfrei. Also konnte ich heute nach dem Aufwärmen direkt mit den neuen A-Lektionen beginnen.
    Als erstes nahmen wir uns dem Schritt-Galopp-Übergang an. Erstaunlicherweise hatte den Zanyah ziemlich schnell drauf, denn sie reagierte super feinfühlig auf alle meine Hilfen. Ansonsten trainierten wir heute nur noch das korrekte Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen.
    Danach hatte ich eine kleine Pause, es gab Mittagessen und ich machte mit Jani einen schönen Ausritt, ehe es wieder an die Arbeit ging und dann hieß es Tiramisu:
    Mit ihm wollte ich heute weiter an der Selbsthaltung feilen. Noch brauchte der Hengst meine Hand am Zügel, aber das Ziel war ja, dass die Zügel eigentlich nur noch Deko waren. Dementsprechend arbeiteten wir heute vermehrt daran und als er das wirklich gut gemacht hatte, gingen wir auch noch eine schöne Runde ins Gelände.

    Die kommenden Wochen waren beherrscht von herrlichem Maiwetter und die beiden Araber arbeiteten wunderbar mit! Zanyah war super gelehrig und schnell konnten wir problemlos das Viereck verkleinern und vergrößern. Die Kehrtwendung auf der Vorderhand fiel ihr anfangs sehr schwer, aber nach ein paar gymnastizierenden Übungen ging auch diese hervorragend. Letzte Übung war das Überstreichen im Galopp gewesen und das war tatsächlich ein Kinderspiel.
    Als Probe wollten wir Ende der zweiten Woche an einem kleinen A-Turnier teilnehmen und dann würde sich zeigen, wie wir uns gemacht hatten. Mit Tiramisu war es ähnlich gut gelaufen, inzwischen machte der Araber unter dem Westernsattel eine sehr gute Figur! Und war wirklich überzeugend. Auch mit ihm wollte ich noch ein Test-Turnier gehen.
    Die beiden Turniere fielen besser aus als gedacht! Es waren zwar „nur“ Hofturniere, aber die Aufgaben waren die gleichen und die beiden Araber sahnten richtig ab. So konnte ich Jani nach zwei Wochen glücklich verlassen, denn die beiden Araber waren topfit. „Bis Juni!“, meinte ich noch lächelnd, ehe ich in das Taxi stieg.

    Dressur A-L
    22. Juni 2015 | (c) Gwen

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    Der Juni neigte sich allmählich dem Ende – zu tun hatte ich aber noch genug. Dazu gehörten unter anderem die inzwischen drei Araber von Jani, welche ich unter meinen Fittichen hatte. Seit einem Monat gab es eine neue Stute auf dem Gestüt, eine wirklich tolle Nachzucht namens Baraija. Sie hatte eigentlich sogar noch Zeit, sollte aber allmählich eingeritten werden und wenn ich schon wegen der „Großen“ da war, konnte ich auch direkt noch Baraija in meine Planungen mit einflechten.
    Dementsprechend ging es auch diesen Monat für mich wieder zu Jani. So langsam pegelte sich das wirklich gut ein, wobei ich die Araber noch lieber bei mir auf der Ranch gehabt hätte, das sparte Zeit und Kosten, aber vielleicht ab Juli. Jani holte mich vom Flughafen ab und brachte mich nach Hause. Dort warteten ein gemütliches Gästezimmer und ein leider verregneter Arbeitstag auf mich.
    Ich ruhte mich kurz aus, packte die Sachen aus und zog mich dann auch schon um, damit ich direkt in den Stall konnte, dort fühlte ich mich immerhin am Wohlsten. Dieses Mal würde ich nur knapp eine Woche bleiben, also 7 Tage, um die drei Pferde vorzubereiten.
    Mein Augenmerk lag bei diesem Besuch auf dem Hengst Tiramisu, denn mit ihm wollte ich demnächst an einer Hengstkörung teilnehmen, er war mehr als bereit dazu. Dementsprechend hatte ich mir für ihn ein muskelaufbauendes Training überlegt und was war da besser als das Gelände?
    Zanyah war noch ein wenig in der Eingewöhnung und dadurch wollte ich sie auch nicht überfordern und blieb bei der Dressur. Die machte die Schimmelstute wirklich gut und ich war mir sicher, dass wir heute kaum ein Problem haben würden.
    Dementsprechend begann ich mit Zanyah. Ich holte die Stute aus der Box, putzte sie gründlich und sattelte sie. Zanyah kannte mich noch vom letzten Mal und nach einer halben Stunde im Sattel waren wir wieder ein eingespieltes Team. Heute wiederholte ich nur die Übungen der A-Dressur und festigte hier und da noch einige Lektionen, ehe Zanyah schon fertig war.
    Als nächstes war Tiramisu an der Reihe. Mit ihm musste ich nun raus in den Regen, davon waren wir beide nicht begeistert, aber es musste sein. Einen Vorteil hatte das miese Wetter, denn wir hatten ordentliche Konditionen zum Trainieren. Der Boden war nicht einfach und forderte unsere vollste Aufmerksamkeit, immerhin bewegten wir uns schon langsam auf M-Niveau.
    Pitschnass kamen wir eine Stunde später zurück in den Stall. Tiramisu kam unter das Solarium zum Trocknen, während ich mich umzog. Nachdem der Hengst wieder trocken und versorgt in der Box stand, war nun noch Baraija an der Reihe.
    Die junge Stute wollte ich heute nur kennenlernen, immerhin war sie noch recht neu. Dementsprechend putzte ich sie in aller Ruhe und machte dann ein wenig Bodenarbeit mit ihr, ehe ich sie noch longierte. Jani hatte sie schon gut vorbereitet und ich war mir sicher, dass wir keine großartigen Probleme bei der gemeinsamen Arbeit haben würden.
    Die Woche sollte wie im Flug vergehen. Ich stand schon früh auf. Tiramisu bekam eine Sonderwurst und ich richtete meinen Tag vollkommen nach seinem Training. Die ersten drei Tage blieben wir auf Janis Geländestrecke, ehe wir des Öfteren auch einmal auf fremde Strecken fuhren, um dort zu trainieren. Das M-Niveau war für den Hengst eigentlich kein Problem. Er sprang gerne und war schnell. Beste Bedingungen für ein Militarypferd und dementsprechend gut sahen auch seine Zeiten aus.
    Zanyah machte fleißig mit, hatte ab und an aber auch einen Durchhänger. Besonders der Außengalopp und der Galoppwechsel machte uns zu schaffen. Aber mit der Zeit bekamen wir auch das auf die Reihe und schon bald konnte sich die Stute sehen lassen.
    Habe ich schon einmal erwähnt, wie sehr ich es liebe, mit Arabern zu arbeiten? Diese Rasse ist unglaublich intelligent und hat sowieso absolut tolle Gänge, ein Traum für jeden Reiter.
    Und so machte sich nämlich auch Baraija besser als gedacht. Der Sattel und auch die Trense waren schon am dritten Tag kein Problem mehr. Das Reitergewicht sowieso nicht. Mit Jani zusammen gewöhnten wir sie an der Longe allmählich an die Schenkel- und Zügelhilfen, so dass sie am Ende der Woche bereits die Grundlagen beherrschte. Ein wenig vertiefen konnte ich das noch und dann musste ich aber schon wieder abreisen.
    Die Bilanz war aber gut: Tiramisu ging nun M-Military, Zanyah war bereit für ihre erste L-Dressur und Baraija hatte kaum noch Probleme mit dem Reiter auf ihren Rücken. Ich verabschiedete mich von Jani und versprach ihr, dass sie bald einen frisch gekörten Hengst im Stall stehen haben würde.

    Dressur L-M
    26. Juli 2015 | (c) Gwen

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    Ein Monat war nun schon wieder herum und während ich noch darüber philosophierte, wie schnell doch die Zeit verging, fuhr draußen ein großer Hänger auf den Hof. „Die Araber sind da!“, rief Mama mir von der Veranda aus zu und fix schlüpfte ich in meine Stiefel, um Jani in Empfang zu nehmen. Sonst war ich immer auf ihrem Gestüt, aber dieser Monat war sehr stressig und deshalb hatte ich sie gebeten, die Berittpferde auf meine Ranch zu bringen. Da wir im gleichen Staat wohnten war das auch nicht sonderlich problematisch und tada: Hier waren sie auch schon.
    Gemeinsam luden wir Tiramisu, Zanyah und Baraija aus. Die drei Araber durften direkt in ihre neuen Boxen und sich erst einmal eingewöhnen. An sich war ich für sie nichts Neues, aber die Ranch war vollkommen anders, denn hier waren sie zum ersten Mal. Baraija und Zanyah waren verhältnismäßig ruhig, aber Tiramisu musste erst einmal den Hengst raushängen lassen und veranstaltete ein riesiges Theater. Jani und ich besprachen uns noch kurz, ehe sie sich wieder auf den Heimweg machte und ich noch einmal bei den Arabern vorbeischaute, Morgen würde für die drei der Ernst des Lebens beginnen.

    Und am nächsten Morgen ging es auch schon los. Als erstes wollte ich mich mit Baraija beschäftigen. Die junge Araberstute war noch nicht allzu lange unter dem Sattel, kannte aber bereits die Grundlagen und arbeitete wirklich vorbildlich mit. Es machte tierischen Spaß, mit ihr zu arbeiten. Auch heute würde sie mich nicht enttäuschen.
    Wir wollten auf den Platz gehen und erst einmal die Grundlagen vertiefen, ehe wir uns den neuen Anforderungen widmen würden. Baraija war für ihr Alter wirklich schon weit und die Tempiwechsel klappten hervorragend. Aus dem Grunde entschied ich mich dafür, heute schon mit dem Mitteltrab und dem Mittelgalopp zu beschäftigen und siehe da, Baraija hatte sichtlich Spaß daran und machte motiviert mit.
    Einige Lektionen einer A-Dressur konnte sie auch schon: So waren das Rüchwärtsrichten und die Vorderhandwendung kein Problem mehr. Zwei Punkte auf unserer Liste waren also bereits abgehakt. Dennoch fragte ich beides heute noch einmal ab, ehe Baraija es geschafft hatte und ich das Training mit einem guten Ergebnis beenden konnte.
    Nachdem Baraija ihren Tag mit Zanyah auf der kleineren Weide im Wald genoss, war Tiramisu an der Reihe. Den Hengst trainierte ich schon länger und aus dem Grund wollte ich ihm gerne ein wenig Abwechslung bieten, weshalb er diesen Monat im Springen trainiert werden sollte.
    Tiramisu sprang wirklich gerne und hatte viel Talent, welches ruhig gefördert werden konnte. Im Springen lief er bereits auf A-Niveau und zeigte sich dort wirklich souverän. Heute schaute ich mir nur erst einmal an, was der Hengst mit ins Training brachte, wie er selbst den Abstand einschätzen konnte und wie seine Springmanier war.
    Tiramisu gehörte zu den Pferden, die gerne extrem vor dem Sprung anzogen, das war für den Reiter wiederum gar nicht toll und wurde auch im Stilspringen nicht immer gerne gesehen, also hatte ich schon einmal einen Punkt für die Liste, welche wir abarbeiten mussten. Ebenso musste Tiramisu sich über dem Sprung eindeutig noch runder machen.
    Für heute reichte es aber meiner Meinung nach auch und als Auflockerung gingen wir noch eine Schrittrunde um die Ranch. Während Tiramisu für heute fertig war, stand für mich noch Zanyah auf dem Plan. Die hübsche Schimmelstute trainierte ich weiterhin in der Dressur, denn dort besaß sie ungemeines Potenzial. Inzwischen waren wir bereits beim L-Niveau angekommen und unser Ziel für diesen Monat war die M.
    Erste Hürde die wir nehmen mussten, waren die zusätzlichen Gangarten: starker Schritt, starker Trab und starker Galopp. Mit einem motivierten Pferd wie Zanyah war das aber eher weniger das Problem und nach ein paar Tagen würden wir die neuen Gangarten sehr gut abrufen können. Dementsprechend widmeten wir denen heute nur die Hälfte unserer Zeit.
    Viel anspruchvoller waren hingegen die zusätzlichen Lektionen. Der Schritt von L zu M war ein sehr großer und neben Schulterherein, Traversale und Travers kamen auch die fliegenden Galoppwechsel hinzu. Ebenso wie das Überstreichen im Mittelgalopp und das Halten aus dem Galopp. Wir hatten also allerhand zu tun und dementsprechend sah auch Zanyahs Trainingsplan aus.
    Heute widmeten wir uns nur dem Halten aus dem Galopp, welches wir aus den Schritt-Galopp-Übergängen erarbeiteten und das Überstreichen im Mittelgalopp. Für die erste Trainingseinheit reichte das auf jeden Fall und wir hatten auch noch genügend Zeit.

    Wie jeden Monat verging die Zeit wie im Flug und täglich trainierte ich die drei Araber. Während ich dabei Baraija und Tiramisu etwas lockerer rannahm, musste Zanyah zweimal täglich dran, damit wir unser Pensum schafften. Je höher die Klasse, desto anstrengender das Training, so war es nun einmal. Das tat der motivierten Zanyah aber nicht weh und täglich war sie von neuem voller Energie.
    Zwei Wochen waren bereits herum und mit den Ergebnissen von Baraija war ich wirklich zufrieden. Die Schritt-Galopp-Übergänge saßen, das Viereck verkleinern und vergrößern auch. Ebenso sahen die 10 Meter Volten im Trab wirklich gut aus und Schlangenlinien mit Baraija zu reiten machten tierischen Spaß, denn die Stute bog sich wunderbar um die Linien.
    Auch Tiramisu war so gut wie fertig. Wir hatten an seinen Makeln gearbeitet und inzwischen machte der Hengst über dem Sprung eine klasse Figur. Dabei geholfen hatte Elisa, welche uns jeden zweiten Tag beobachtet und kommentiert hatte. So hatten wir unser Ziel wesentlich schneller erreichen können und waren nun bereit für die nächste Turnierstufe.
    Zanyah hatte es wohl am schwersten gehabt, aber inzwischen zeigte sich die Schimmelstute wie ein echtes Dressurpferd. Die zusätzlichen Lektionen der M saßen und abschließend war sie auch noch einmal von Matthew geritten worden, der meine Arbeit lobte und auch sehr fasziniert von Zanyah war.
    So gesehen war meine Arbeit hier also erledigt, nun hieß es Jani anrufen und ihr von den tollen Neuigkeiten berichten. Die freute sich natürlich tierisch über die Erfolge ihrer Araber und holte sie auch schon am nächsten Tag ab. Lange würde es nicht dauern, bis wir uns wiedersehen würden, außerdem stand für Tiramisu demnächst eine Körung an, die vermutlich auch ich mit ihm bestreiten würde. Ich war gespannt!

    Galopp E-A
    30. September 2016 | (c) Occulta

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    Trotz des ganzen Stresses, den das Renovieren und wiederbeleben einer Ranch mit sich brachte, wollte ich meinen Job als Pfleger nicht ganz an den Nagel hängen, besonders in diesem Fall. Zu meiner Arbeit auf Pineforest Stable gehörte nämlich auch, hin und wieder fremde Pferde zu trainieren – selbst im Ausland. So kam es, dass ich mir eine Auszeit in Kanada gönnen durfte – und das bezahlt. Zugegebenermassen war ich froh, mal wieder ganz von der Baustelle wegzukommen. Ich hatte ein wenig genug von Streichen, Bauelemente Schleppen und Putzen. Aber mir war schon etwas mulmig dabei, die Arbeiter unbeaufsichtigt weiterwerkeln zu lassen. Wenigstens hatte Occu versprochen, bei Gelegenheit nach dem Rechten zu sehen. Am Flughafen in Kanada war es noch warm – jedenfalls wärmer als im nebligen England. Ich bestellte ein Taxi und liess mich zur Tyrifjord Ranch chauffieren, wo eine Stute namens Zanyah auf ein Galopptraining wartete. Schüchtern wie ich war, suchte ich mir zuerst meinen Weg rund um die Gebäude der Ranch, darauf achtend, möglichst wenigen Leuten zu begegnen und stattdessen rasch meinen Auftraggeber zu finden. Das gelang mir auch, und zwar sogar im richtigen Stall. Denn die Araberstute Zanyah stand nur einige Boxen weiter und raschelte nichtsahnend in ihrer Box. Ich war ja seit kurzem auch unter die Araber Besitzer gegangen, also freute ich mich auf das Training mit ihr umso mehr. Auf meiner Ranch wollte ich die heissblütige Rasse später vielleicht sogar hobbymässig züchten. Als Nicolaus du Martin mich zu ihr führte, hob Zanyah jedenfalls neugierig den Kopf. Wir holten sie raus und ich begann sie zu putzen, um sie bereits etwas näher kennenzulernen. Das dunkle Langhaar hob sich deutlich von ihrem restlichen, hellgrauen, wenn nicht weissen Fell ab. Ich fand die Farbe ganz hübsch; Schimmel kamen recht häufig vor bei Arabern, aber so tolle Kontraste sah man dann doch eher selten. Als ich Hufe ausgekratzt, Langhaar entwirrt und den ganzen Körper gründlich gebürstet hatte, holte ich die Ausrüstung für das heutige Training. Zuerst legte ich ein Pad auf, das als Polsterung diente, aber auch dem Verrutschen des Sattels entgegenwirkte. Dann folgten eine dünne Decke und ein Fellpad. Die Decke faltete ich an der vorderen Kante nach hinten über das Fellpad, dann folgte der Trainingssattel. Ich befestigte den mit Lammfell gepolsterten Gurt und zog ihn sanft an. Die Beine der Araberstute bandagierte ich nicht, denn sie hatte ausgesprochen wohlgeformte, kräftige Strukturen, die nicht den Eindruck machten, als bräuchten sie eine Unterstützung. Zäumen konnte ich sie noch nicht, denn zuerst mussten wir zur gemieteten Trainingsbahn fahren, die nicht auf dem Hof selbst, sondern etwa 30 Kilometer entfernt lag. Nicolaus brachte uns mit dem Transporter, denn der Weg wäre zwar sicherlich gutes Distanztraining gewesen, aber so viel Zeit und Energie hatten Zanyah und ich nicht. Ausgeladen und aufgezäumt war die Stute rasch, sodass der Moment zum Aufsteigen endlich da war. Schon als ich im Schritt zur Bahn ritt, spürte ich, dass die Stute raumgreifende Gänge hatte und sich ohne Skepsis auf mich einliess. Vielleicht spürte sie, dass ich eine erfahrene Reiterin war und genau wusste, was ich wollte, was ihr wiederum Sicherheit vermittelte. Ich wärmte sie im Schritt und Trab eine Viertelstunde lang gründlich auf, denn das war essentiell um Verletzungen zu vermeiden. Besonders, da die Stute eine längere Trainingspause hinter sich hatte und praktisch von vorne anfangen musste, was den Muskelaufbau zum Rennen anging. Aber da die Strukturen bereits einmal vorhanden gewesen waren, meinte ich an Nicolaus gewandt zuversichtlich, dass das Training rascher fortschreiten werde als bei komplett rohen Pferden. Das einzige, was vielleicht bremsend wirken würde, war Zanyahs Alter. Mit bereits elf Jahren war sie schon über dem durchschnittlichen Pensionsalter von Rennferden, was aber nicht heissen musste, dass sie nicht noch ein paar Erfolge einbringen konnte. Es gab Pferde, die mit 13 Jahren noch Rennen gewannen. Es hing ganz von ihrem Willen und ihrem Talent ab. Und natürlich von anständigem Training – zumindest dieses wollte ich ihr heute garantieren. Nach dem Einwärmen startete ich im flotten Canter beim 300 Meter Pfosten. Das Startmaschinentraining liess ich für heute aus, denn ich wollte erstmal sehen, wie sie sich in Sachen Kondition machte. Ich hielt Zanyah auf einem für sie passenden Grundtempo und liess sie alle paar hundert Meter ihre Geschwindigkeit auf ein anspruchsvolles Sprinttempo erhöhen. Diese Art von Intervalltraining war am effektivsten zum raschen Muskelaufbau. Zudem förderte es den Gehorsam und die Reaktionsfähigkeit der Stute. Zanyah war ein sehr angenehmes Pferd unter dem Sattel, das merkte ich rasch. Sie war kein bisschen faul und reagierte sehr willig auf meine Hilfen, was mich sehr freute. Wir setzten das Training über 1800 Meter fort, wobei ich die letzten 400 Meter nochmals eine erhöhte Geschwindigkeit von Zanyah forderte. Danach liess ich die stark verschwitzte Stute austraben. Die Temperaturen waren einigermassen hoch und in Kombination mit der mangelnden Kondition hatte die Schimmelstute sich ordentlich kühlen müssen. Aber das war nicht schlimm, wie ich Nicolaus erklärte. Sie Stute würde mit zunehmendem Training fitter werden und dann auch deutlich weniger angestrengt aussehen. Wir sattelten sie ab und ich führte sie trocken, ehe wir zurück auf den Hof fuhren.

    Die nächsten zwei Trainingstage verliefen ähnlich; ich setzte das Intervalltraining im selben Stil fort. Auch das Tempo erhöhte ich noch nicht, denn die Stute musste sich zuerst an diese Anstrengung anpassen, bevor wir steigern konnten. Das einzige, was noch hinzukam, war die Startmaschine, die aber nach kurzem Zögern kein Problem für die erwachsene Stute darstellte. Sie war eben doch schon etwas reifer und erfahrener als die Jungspunde, die ich normalerweise trainierte. Ich wies Nicolaus, der dem Training interessiert gefolgt war, an, ebenfalls erstmal auf diese Weise weiter zu trainieren, und zwar mindestens zwei Wochen lang. Mein Aufenthalt in Kanada war damit beendet, und ich war sicher, die beiden auf den richtigen Weg gelenkt zu haben.

    Distanztraining E.A
    23. Oktober 2016 | (c) Canyon

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    »Ach das gibt‘s doch nicht! Kaum ist ein Trainingsmonat vorbei, fängt bereits ein neuer an. Warum sagt man dann überhaupt Trainingsmonat, da kann man ja gleich Trainingsleben sagen!« In aller Frühe betrat Petyr verschlafen, mit einem falsch geknöpften Hemd und einem griesgrämigen Gesicht den Stall und ohne nach rechts und links zu schauen, nahm er ruppig das Halfter vom Hacken vor Sysahlsreuths Box und führte dann die hübsche Fuchsstute hinaus an die frische Luft.
    Mit hochgezogenen Augenbrauen beobachtete ich ihn und musste mir mal wieder ein Grinsen verkneifen. Mal wieder hatte ich ihn aus dem Bett schmeißen müssen, da die Batterien seines Weckers angeblich gestern Abend „kaputt“ gegangen waren, wie auch immer so etwas geht.
    Ich selber nahm das Halfter von Zanyah und führte dann auch sie nach draußen, wo ich sie an unserem Putzplatz neben Sysah anband.
    Zwei Grad hatte das Thermometer heute morgen im Stall angezeigt, als ich mit Vuyo und Nico die Pferde versorgt hatte und auch jetzt war es gerade mal noch um zwei Grad gestiegen. Die Kälte war gefährlich, vor allem dann, wenn die Pferde viel Schwitzen würden, was bei einem Distanzritt leider nicht einfach zu verhindern war.
    Petyr und ich putzten und sattelten unsere Stuten, nahmen dann ihre Pulswerte und notierten diese auf den dafür vorgesehenen Checkkarten. Dann rüsteten auch wir uns so leicht wie möglich mit trotzdem allem wichtigen aus und stiegen auf. Zwanzig Kilometer lagen vor uns und auch wenn das nicht viel klang, war es für so ziemlich untrainierte Pferde eine lange Strecke.
    Zanyah hatte zwar schon einiges an Training in der Dressur und im Galopprennen hinter sich, aber das Distanzreiten war auch neu für sie. Ich hoffte, dass sie jedenfalls etwas von ihrer Ruhe und Erfahrung an die junge Sysah weitergeben konnte.
    Nachdem wir nochmal alles kontrolliert hatten, begannen wir unseren Distanzritt. Im Schritt verließen wir die Ranch und wandten und dann nach Norden einen kleinen Waldpfad entlang. Erst nachdem wir bereits einige Meter gegangen waren, fiel mir auf, dass ich meine Handschuhe vergessen hatte und schimpfte mich dafür selber. Leider konnte ich daran jetzt nichts mehr ändern und hoffte, dass Zanyahs Wärme mich mit wärmen würde.
    Nach etwa einem Kilometer im Schritt gab ich Petyr ein Zeichen und zusammen fielen wir in einen langsamen Trab, welchen wir jedoch, nachdem die Pferde eingelaufen waren, langsam erhöhten.
    Petyrs Aufgabe war es, Sysah an das Training heranzuführen und ihr die Grundkenntnisse eines Distanzritts zu vermitteln. Meine Aufgabe lag eher darin, Zanyah den Unterschied zwischen einem Galopprennen und einem Distanzritt begreiflich zu machen. Sie musste lernen ihre Kraft und Energie für längere Strecken einzuteilen.
    Den ersten Teil der Strecke blieben wir vor allem im Trab und parierten nur an schwierigen Geländestellen in den Schritt durch. Zanyah gab ihr bestes und ich merkte, dass wir mit der zeit ein immer besseres Team wurde. Am Anfang war sie etwas unsicher, was jetzt ihre Aufgabe war, doch je länger ich sie mit sicheren Hilfen und deutlichen Zeichen ritt, desto selbstbewusster wurde sie und zeigte mir bei jedem Schritt mehr, was sie konnte. Mit ihren großen und klaren Gängen war sie das perfekte Distanzpferd.
    Aber auch Sysah gab nicht auf. Vor allem im Trab hatte sie eine unglaubliche Geschwindigkeit drauf, auch wenn sie hin und wieder etwas unsauber lief und dadurch über hervorstehende Wurzeln stolperte.
    Die Pause fand an einer kleinen Lichtung statt, an welcher ich bereits am Vortag Wasser für die Pferde und auch für uns deponiert hatte. So konnten wir uns eine kleine Entspannung gönnen, nachdem wir die Pulswerte ein weiteres Mal genommen hatten.
    Nach der Pause trauten Petyr und ich uns an eine längere Galoppstrecke. Der breite Waldweg war einfach perfekt dazu, sodass eigentlich nichts schief gehen konnte. Nicht nur Zanyah, welche ja ein wahres Galopptalent war, auch Sysah gab ihr bestes und zusammen schafften wir es, mehrere Kilometer zu galoppieren, bevor wir den Pferden eine Schrittpause gönnten und erstmal wieder Kraft sammelten. Die restliche Strecke war unser Haupttempo wieder eher der Trab. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, auch kurze Galoppphasen miteinzubauen, gefolgt von kleineren Erholungspausen, da wir ja auch auf den Puls der Pferde achten mussten.
    Nach knapp 1½ Stunden war es dann geschafft und die Tyrifjord Ranch tauchte im Morgennebel wieder vor uns auf. Sobald wir den Hof im Schritt betreten hatten, ließen wir uns vom Rücken der Pferde gleiten, zogen diesen die Sättel vom Rücken und schmissen ihnen eine Abschwitzdecke über. Erst danach nahmen wir die letzten Pulswerte und führten dann die beiden Stuten in ihre Boxen, wo frische Heu und Kraftfutter auf sie wartete.
    Beide hatten das Training erfolgreich bestanden und konnten nun auf A laufen.

    Die Kür
    Kaum lebte die überaus hübsche Stute Zanyah bei uns auf der Ranch, entschlossen wir uns dazu, einen ersten Versuch zu wagen und sie krönen zu lassen. Es war gerade eine passende Krönung ausgeschrieben und so diskutierten wir nicht lange und meldeten sie an.
    Zanyah hatte in den letzten Wochen viel Talent bewiesen und nachdem auch ihr erstes Distanztraining vor ein paar Tagen hervorragend geklappt hatte, stand einer Krönung eigentlich nichts mehr im Wege.
    Da allerdings wieder niemand anderes Zeit und Lust hatte, die Stute zu reiten, blieb es wieder an mir hängen. Super.
    In aller Frühe hatte ich die Stute also verladen und war mit ihr zu dem Gestüt gefahren, auf dem heute der große Tag stattfinden sollte. Zanyah hatte bereits etwas Turniererfahrung, aber trotzdem merkte ich ihr an, wie aufgeregt sie war.
    Nachdem ich sie geputzt und gesattelt hatte, ging es auf einen Aufwärmplatz und wenig später weiter zur Reithalle, vor welcher wir noch einige Minuten warten mussten. Als dann der Lautsprecher über unseren Köpfen unsere Namen vorstellte, betrat ich mit Zanyah im Mitteltrab die Halle. Ich versuchte so locker wie nur möglich zu reiten, damit Zay ihre tollen Gangarten frei und ohne Zwang zeigen konnte. Die ersten Meter klappten noch nicht so, aber nachdem ich bei X angehalten und die Richter gegrüßt hatte, fiel anscheinend die erste Anspannung von der Stute ab und etwas lockerer trabte sie nun abermals an. Diesmal allerdings im versammelten Trab auf der rechten Hand, welchen wir eine ganze Bahn auch zeigten, bevor ich in den Schritt durchparierte und mit ihr auf den Mittelzirkel ging. Auf dem Mittelzirkel bewies ich den Richtern, dass Zay dank ihres vielen Dressur- und Galopptrainings auch den Außengalopp beherrschte. Nachdem ich zwei Zirkelrunden galoppiert war, verließ ich den Zirkel und entschied mich im Bruchteil einer Sekunde dazu, Zanyahs Galoppkünste noch mehr zu präsentieren, in dem ich eine Schlangenlinie mit vier Bögen mit fliegendem Galoppwechsel ritt. Auch wenn es hin und wieder nicht ganz so flüssig wie erhofft funktionierte, gab die hübsche Stute ihr Bestes und schaffte diese Lektion ohne Probleme.
    Ich erklärte den Galopp nun für abgehackt und wandte mich dem Trab zu. Nach einem Wechsel durch die ganze Bahn ging es im schönen starken Trab auf der linken Hand weiter. Mit ein paar Trab – Schritt – Übergängen und einigen leichteren Bahnfiguren versuchte ich all ihr Können dem Publikum zu beweisen und ich hoffte, dass das auch geklappt hatte.
    Meine Kür beendete ich damit, dass ich im Schritt noch einmal aus der Ecke kehrt machte und dann gemütlich zum Mittelpunkt der Halle ritt, wo ich Zanyah geschlossen anhielt, die Richter freundlich verabschiedete und am langen Zügel die Halle verließ.
    Ich war unheimlich froh, hoffentlich auch diesen Teil des Trainings endlich geschafft zu haben!

    2839 Zeichen, geprüft auf zeichenzähler.de | (c) Canyon

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    Bewegung & Halfter (c) AlfurElfe
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Okt. 2016
    Bracelet gefällt das.
  12. Jackie

    Jackie Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit Picola

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    Von unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt
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    Stute
    11.03.2012
    (4 Jahre gealtert)
    Rasse Haflinger
    Stockmaß 146cm
    Deckhaar Lichtlehmfuchs
    Abzeichen breite Blesse
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    Picola ist eine verschmuste kleine Stute. Für ein Jährling ist sie außerordentlich Temperamentvoll, recht zierlich und lernwillig. Sie kann aber auch frech sein und kurz ausschlagen wenn ihr was nicht passt. Beim putzen sollte man daher einen Bogen um ihr Hinterteil machen. Weil sie so eigenwillig sein kann, überlegen wir sie später an Rennen anzumelden. Vielleicht hat sie ja das Temperament zu einem Rennpony.

    Besitzer Jackie (Amy Fleming)
    VKR/Ersteller Ivi.Kiwi
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    Galopprennen E A L
    M S
    Dressur E A L M S S*
    Western E A
    Springen E A L M S
    Military E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***


    » ❖------------------------------------------------------------------------------------------------❖ «

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    3. Platz - 238 Militaryturnier
    2. Platz - 352 Dressurturnier
    1. Platz - 345 Dressurturnier
    2. Platz - 359 Dressurturnier
    1. Platz 378 Dressurturnier
    3. Platz - 349 Springturnier
    1. Platz - 359 Springturnier
    1. Platz - 146 Synchronspringen
    2. Platz - 147 Synchronspringen
    2. Platz - 336 Galopprennen

    Zuchtverband


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    Fohlen ABC [x] Eingeritten [x] Eingefahren []
    Bodenarbeit [] Verladetraining []
    Gelassenheitstraining [] Straßengewöhnung []
    Longenausbildung [x] Stangenarbeit []
    Hindernisgewöhnung [] Zirzensik []
    Hufschmiedefromm [] Tierarztfromm []

    Futtersorte: unbekannt
    Unterbringung: Paddock
    Weidepartner: Picola, Amsterdam Girl, Little Baby, Golden Diamond, Mrs. Pretty

    » ❖------------------------------------------------------------------------------------------------❖ «


    Gencode: unbekannt
    Eingetragene Zucht Heartlandfarm
    Trächtig [] Rossig []
    Gekrönt Nein

    Nachkommen
    1.
    2.
    3.
    4.
    5.

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    Letzter Tierarztbesuch 25.10.2016
    gechippt [x] zuletzt kontrolliert []

    Wurmkur: 25.10.2016 (2x im Jahr)
    Befund: keinen

    Tetanus: 25.10.2016 (alle 2 Jahre)
    Influenza: 25.10.2016 (alle 6 Monate)
    EHV-1 und EHV-4: [25.10.2016] 1. 6 Wochen [] 2. 6 Wochen [] 6 Monate
    Tollwut: 25.10.2016 (jedes Jahr)

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    Letzter Hufschmiedbesuch 16.09.2016

    zuletzt kontrolliert [x] zuletzt ausgeschnitten/gepfeilt [x]
    Befund: keinen

    Beschlag vorne: Stahleisen
    Beschlag hinten: Stahleisen

    » ❖------------------------------------------------------------------------------------------------❖ «
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    Heute sollte Ty Amys Stute Picola für die Stutenkrönung startklar machen. Da die letzten Impfungen, sowie die Wurmkur bereits überfällig waren, musste er seinen Koffer mit allen notwendigen Dingen mitnehmen. Auf Heartland angekommen suchte Ty gezielt nach seiner Freundin. "Hallo Amy", sie umarmten sich und gaben sich einen Kuss zur Begrüßung. "Schön dass du es so spontan geschafft hast. Ich bring dich mal eben zur Stute". Cassandra, welche von dem jungen Mädchen ignoriert wurde, tippte Ty auf die Schulter. Mit einem grimmigen Blick sah sie ihn an. Unschuldig zuckte Ty mit den Schultern und lies sich vor der Stute nieder. "Ich gucke sie mir kurz an, damit wir sicher gehen können, dass sie für die Impfung auch fit genug ist" Amy nickte verständnisvoll und wartete ab, bis ihr Freund ihr das OK gab. Es dauerte nicht lange bis Ty Cassandra bat den Impfstoff in die Spritze zu füllen. Während sie die Nadeln vorbereitete, verabreichte Ty der Stute Oral eine Wurmkur. Picola weigerte sich strickt gegen die Paste, gab aber schließlich nach. Nun konnte er die Spritze, welche Cassandra ihm hinhielt, am Hals der Stute ansetzen. Ein kleiner Piekser und fertig! "So das war es. Zur Immunisierung sollten wir den Prozess jedoch in 2 Wochen wiederholen. Picola ist nun gegen Tetanus, Influenza, Tollwut und dem Pferdeherpes geimpft." Amy nickte und bedankte sich bei Ty. Nun konnte Picola auf der Stutenkrönung antreten!

    Während einem kurzen Gespräch mit Amy ergab sich gleich eine weitere Möglichkeit, noch etwas Geld zu verdienen. Zwei weitere Stuten sollten ihren Beschlag erneuert bekommen. Erstere Namens Picola, stand gerade vor mir und sah mich neugierig und auch gleichzeitig ziemlich launisch oder eher misstrauisch an. Nur zögerlich hob sie den Huf, doch ich gab ihr noch etwas Zeit um die Balance zu finden um ihr die alten Stahleisen auf allen vier Hufen zu entfernen und eine Kontrolle durchzuführen. Sie hatte nicht allzu lange Hufe und auch die Härte war ziemlich optimal. Hinten rechts fand ich eine kleine Fehlstellung und Picola zeigte nun ihr temperamentvolles Wesen, als ich hinten rechts ihren Huf korrigierte, denn sie versuchte öfter mal auszuschlagen, was ich aber standhielt. Als das ganze Prozedere dann erledigt war, machte ich mich an die Arbeit, die verstärkten Aluminiumhufeisen anzupassen und aufzunageln. Ein wenig ärgerte sie mich schon. Ich wusste ja, dass sie noch nicht viel Erfahrung mit Hufschmieden hatte, aber die junge Stute stellte sich ab einem bestimmten Zeitraum stur und versuchte besonders hinten bei beiden Huf mich meine Arbeit nicht machen zu lassen, aber wie das so ist bei zwei Dickköpfen, gaben wir beide nicht nach und ich erledigte meine Arbeit, zwar langsamer, aber ich machte sie ordentlich. Und das war die Hauptsache. Ich reichte Picola ein Leckerli und schon brachte Ty mir die Shagya Araber Stute mit dem Namen ‚Everyday As It Comes‘.
    Sie war ein schicker dunkler Palomino und um einiges ruhiger und erfahrener als Picola. Sie strahlte von Beginn an eine Ruhige Aura aus und schnaubte sanft ab. Ich strich ihr über den feinen Hechtkopf und wandte mich dann an die Hufe. Ich nahm ihr die alten Stahleisen von ihren Hufen und unterzog diese dann einer Kontrolle. Sie hatte etwas zu kurze Hufe, was mich ziemlich wunderte bei ihrer guten Hornqualität. Auch bei ihr fand ich eine kleine Huffehlstellung hinten links, diese musste man nur minimal wegraspeln. Beim Feilen döste die Araber Stute und ich ging wunderbar meiner Arbeit nach. Die reinen Aluminiumeisen waren etwas schwieriger aufzunageln als die mit Stahl verstärkten, aber auch dies meisterte ich und gab ihr zum Schluss ebenfalls ein Leckerli.

    "Amy. Aufwachen.", eine sanfte, weibliche Stimme rüttelte die junge Pferdeflüsterin aus dem Bett. "Du hast verschlaaafen". Wie auf Kommando schossen Amys Augen auf, geblendet vom Licht, blinzelte sie benommen in das Gesicht ihrer Schwester. "Ach Lou. Du bist es.", sie atmete erleichtert durch, wohl möglich hatte Amy gerade den Schock ihres Lebens. "Du musst zur Schule. Der Bus fährt in wenigen Minuten ab". Nun aber kam erst der Schock ihres Lebens. Im Affenzahn packte Amy ihren Rucksack, schmierte sich ihr Brot zurecht und zog sich gleichzeitig an. Schnell schrubbte sie ihre Zähne und hetzte über den Hof. Die Strecke zum Bus erschien ihr ewig. Gott sei Dank kam in dem Moment Ty vorbei, welcher sie auf seinem Pferd mitnahm. "Danke Ty!", rief sie erleichtert als sie im Galopp zur Bushaltestelle ritten. "Dafür nicht. Übrigens guten Morgen", er grinste und fühlte sich wie ein richtiger Cowboy.
    *
    Nachdem Amy von der Schule kam widmete sie sich ihrem Alltag. "Gibts was neues ?", fragte Ty sie, welcher gerade damit beschäftigt war die Heuballen für Jack einzuräumen. "Hm. Tatsächlich. Ashley hat sich ein Pferd gekauft. Bzw. ihre Mutter, allerdings wussten sie nicht das es ein Problempferd sei. Sie wollte mir aber noch mal bescheid geben sobald sie einen Termin beim Tierarzt ausgemacht haben". Ty runzelte die Stirn. "Passt ja gar nicht zu Ash. Aber nett von ihr, dass sie dir was zu tun gibt.". Amy nickte verständnisvoll und brachte Figaros Schattenfalter aus der Box. "Was hast du vor ?", fragte ihr Freund sie. "Ich wollte auf unseren Parcours im Wald trainieren"
    "Klingt gut, brauchst du noch Unterstützung ?", Ty lehnte sich auf der Mistgabel ab und lächelte der Blondine zu. "Wenn du so fragst, joa."
    "Wobei denn ?"
    "Picola müsste auch trainiert werden. Wir können uns abwechseln". Das lies sich Ty nicht zwei mal sagen. Er legte die Mistgabel weg, womit er zuvor Ballen für Ballen kutschiert hatte und begab sich zur Box der Haflinger Stute. Schattenfalter, wurde schon ganz unruhig. Amy band ihn also in der Gasse fest und striegelte den Dreck aus seinem Fell. Wenige Minuten später traf Ty auf sie zu und band die Stute neben den jungen Hengst an. "Er macht sich gut", sagte Ty mit einem Blick auf Schattenfalter. "Ja. Finde ich auch". Amy tächelte die verspielte Stute, welche ständig versuchte die Bürste aus dem Putzkasten zu klauen.
    *
    Nachdem die Pferde gestriegelt waren, ritten Amy und Ty den Waldweg entlang. Am High River bogen sie schließlich in eine Böschung ab um zum Parcours zu gelangen. Voller Vorfreude stürzte sich Amy auf die Rennstrecke und taxierte das erste Hindernis. Ein niedriger Baumstamm. Damit hatte Ty natürlich auch keine Probleme. Kurz darauf kam ein etwas dickerer Baumstamm, umgeben von grünen Gestrüpp, welches wohl einen Busch darstellen soll. Schattenfalter sprang frühzeitig ab und landete ganz knapp vor dem Baumstamm. Nun aber überholte Ty seine Freundin mit der frischen Stute, welche eine große Freude am rennen entwickelte. Sie preschten einen großen Lehmhügel hinauf und ritten etwas vorsichtiger wieder hinab. Erst dann konnten einen kleinen Weitsprung überwinden. Der Militaryparcours erstreckte sich über wenige Kilometer um den High River. So konnten sie gemütlich direkt wieder Richtung Heartland reiten, oder eben eine neue Runde wagen.

    31. März 2016 - Westerntraining E-A
    3515 Zeichen © Veija



    Lana Galopprennen A-L, Windsor Galopprennen E-A, Picola Western E-A, First von Rothen Western L-M

    Heute war ich wieder auf dem Weg zu Amy, mitgenommen hatte ich mir heute Aliena, da sie nicht nur Ahnung vom Westernsport hatte, sondern sich auch auf einem Rennpferd halten konnte. Naja, wahre Rennpferde würden wir heute nicht sehen, eher zwei Haflinger, die ihr Glück versuchen wollten.
    Da Amy auch in Kanada lebte, war die Reise recht kurz. Wir begrüßten uns flüchtig, ehe es zu den Pferden ging. Anfangen würden wir mit den beiden Haflingern Lana und Windsor, von denen wir die Stute von A nach L und den Hengst von E nach A bringen wollten. Unsere erste Trainingseinheit verbrachten wir also damit, Windsor an die Startanlage zu gewöhnen und mit Lana aus der Startbox heraus angaloppieren, egal welchen Quatsch das Pferd neben ihr machte. Zunächst war sie etwas verwirrt, dass sie alleine losgaloppierte, doch nach einer Weile hatten wir Windsor dann auch soweit, dass er zumindest aus dem Stand heraus angaloppierte und Lana nachjagte, wenn er auch aufgrund fehlender Kondition nicht weit kam. Wir besprachen kurz mit Amy, dass sie noch einiges an Windsors Kondition machen musste, ehe wir die beiden Haflinger fertig für die Box machten und uns Picola und First von Rothen schnappten, die wir in Western trainieren sollten. Amy konnte sich auf keine Klasse festlegen, weshalb wir bei First einfach die Basics festigen wollten, zunächst mit Wassertrense, dann mit Kandarre, da er ab Klasse M mit Kandarre laufen musste, Picola wollten wir die Westernreitkunst einfach mal ein wenig näher bringen, so dass sie zumindest am langen Zügel geradeaus laufen konnte. Aliena ritt Picola und ich schnappte mir den Hengst, blieb dabei bewusst in einem großen Abstand zu der Stute. Heute ritt ich ihn nur mit Wassertrense, aber schon mit einer Hand, was ihn wirklich zu verwirren schien. Nach einer Weile gewöhnte er sich jedoch daran, dass er viel weniger Hilfen, dafür aber präzisere, bekam und trottete seiner Wege.
    Als ich fertig war schaute ich zu Aliena rüber, die mit einem Pferd kämpfen musste, die gar nicht einsah mit Sporen geritten zu werden und auf stur stellte. "Versuch dann einfach mehr mit den Waden zu treiben, weniger mit den Sporen...", gab ich ihr einen Rat und klopfte kurz Firsts Hals. "Nimm die rum!", sagte ich dann energisch, als Picola erneut ausgetreten hatte. "Kopf aus Bein und treib sie mit den Sporen rum", sagte ich beobachtete, wie Aliena die Stute in einem kleinen Kreis drehte. "Jetzt lass sie kurz stehen und gib ihr die Chance, freiwillig nach vorne zu gehen. Wenn sie wieder austritt, nimm sie so lange rum bis sie den Quatsch sein lässt", erklärte ich ihr. Sie nickte verständnisvoll und gab der Stute genug Zeit, zu entscheiden, ob sie weiter Stress haben wollte, oder ob sie einfach nach vorne gehen würde. Sie entschied sich dann dazu, brav zu sein und ging ruhig nach vorne. "Gut, lenk sie zu mir und dann ist Schluss für heute", sagte ich und machte First dann im Stall fertig.
    Die nächsten zwei Tage galoppierten wir mit Lana und Windsor 500 Meter, damit der Hengst ein wenig Kondition aufbauen konnte. Mit den beiden anderen Pferden übten wir nur das losgelassene Laufen mit so wenig Hilfen wie möglich. Ab dem dritten Tag lief First dann auf Kandarre. Zu erst war es sehr ungewohnt für ihn, so viel Stange im Maul zu haben, doch er gewöhnte sich dran. Auch das einhändig reiten war bald kein Problem mehr.
    Nach einer Woche Training stand dann wieder die Abreise an. Lange würden wir jedoch nicht weg sein, da im nächsten Monat wieder fünf ihrer Pferde anstehen würden.


    29. April 2016 - Distanztraining E-A
    4660 Zeichen © BellaS



    Distanztraining für Picola, Windsor und HL‘ Figaros Schattelfalter (E → A) My blue Gun (A → L), Suburb Lights und Golden Samurai (L → M) und First von Rothen (M → S) | 4660 Zeichen | © BellaS
    Ich hasste Massenritte. Eine einsame Trainerin, haufenweise unterschiedliche Leute, haufenweise Pferde auf jedem Trainingsstand. Kurz gesagt, heillose Verwirrung, massenhaft Arbeit und einen ganzen Tag Stress. Wunderbare Aussichten. Ich hatte das Gefühl, dass mich jedes Mal wenn ich zu Amy Flemming nach Heartland fuhr, so ein Tag erwartete. Massendistanztraining organisieren und offiziell machen. Immer das selbe. Sogar die Pferde blieben oft die gleichen. Heute gab es allerdings eine Besonderheit, die mir das Leben gleichzeitig erleichterte und erschwerte. Sieben Pferde am Start und alle gehörten einer einzigen Reiterin. Amy Flemming in höchst eigener Person. Da ich mir das Chaos mit unbekannten Reitern auf, für sie dann, unbekannten Pferden ersparen wollte, hatte ich heute zwei Mitglieder meines Teams dabei. Diese stellte ich dann auch erst einmal vor, als Amy uns am Tor begrüßte. „Hast du Verstärkung mitgebracht?“ „Ist auch nötig.“ Ich grinste. „Finley McLean und...“, ich deutete auf meinen Freund „Robin Jonssen.“ Sobald Amy auch die beiden Männer begrüßt hatte, ging es direkt an die Arbeit. Als erstes mussten wir die Pferde unter uns aufteilen. Für die, die nur die kurze Strecke, E auf A gehen mussten, hatten wir keine Reiter. Wir würden Picola, Windsor und Schattenfalter als Handpferde mitgehen lassen, was für die jungen Pferde wahrscheinlich sowieso angenehmer war. Da Finley das Westernreiten liebte, beanspruchte er blue Gun. Ich würde First von Rothen reiten, da er heute die weiteste Strecke würde gehen müssen. Golden Samurai war schnell von Amy belegt und so blieb für Robin noch der, etwa isi-große, und recht faule Haflingerhengst Suburb Lights. Die drei jüngeren Pferde waren schnell aufgeteilt und so machten wir und schließlich ans satteln. Ich kannte Rothen. Ein sehr schicker, umgänglicher und vor allem kräftiger Anglo-Araber. Gedacht als Veredler für Amys Haflinger. Ein verlässliches Pferd, das nebenbei auch noch nett anzusehen war. Robin hatte es mit Lights allerdings weniger gut getroffen. Der Hengst zickte und versuchte ständig seinen Kopf an allem zu reiben, was ihm in die Quere kam.Ein Verhalten wie Katzen es zeigten, wenn sie etwas als ihren Besitz markieren wollten. „Der hat doch irgendwo ein paar falsche Gene abgekriegt.“ Robin, der sonst ein sehr geduldiger Mensch war, schien schon jetzt angenervt. Das konnte lustig werden. Dass keiner von uns lange warten musste, war auch schon ein Wunder, aber irgendwie schaffen wir es, die fremden Pferde in Windeseile reitfertig zu machen. Ein letzter Check des Sattelzeuges, ungefähre Wegeinteilung mit Pausen. Wasser in die Satteltaschen und auf ging es. Inzwischen waren mit die schnurgeraden, recht langweiligen Wege und Hartland so vertraut, dass ich die Augen schloss, so lange wir im Schritt ritten. Ich hatte als einzige kein Handpferd zu bewältigen, da meine Strecke die längste sein würde. Zumindest noch nicht. Nach vielleicht einer halben Stunde übernahm ich dann Picola von Robin, der mit der feurigen Stute und seinem faulen Hengst ziemlich überfordert war. Von einem Baum am Wegesrand mussten wir einen Ast als provisorische Gerte für ihn abbrechen und ich war heil froh, dass mein Pferd heute verhältnismäßig motiviert vor sich hin trabte. Trotzdem legten wir die erste Pause nach 10 Kilometern ein. Hier verließ uns Finley, der mit My blue Gun und Windsor zurück nach Hartland reiten würde. Bisher ein ziemlich schweigsamer und ereignisloser Distanzritt. Bei Amy waren zum Glück immer nur einzelne Testritte notwendig, um die Stufen zu erhöhen. Eigentlich war es mein Job ein Pferd wirklich hoch zu trainieren, doch Amy erledigte das für mich. Ich musste nur verifizieren. So ging keins der Pferde der geforderte Strecke zum ersten Mal und alle hielten Recht gut durch. Nach weiteren fünf Kilometern war Halbzeit für Amy und Robin. Ich übergab ihnen Picola und als ihre Pferde wieder bei normaler Pulsfrequenz angekommen waren, kehrten auch sie um. Noch einmal fünf Kilometer geradeaus trieb ich meinen Fuchs an, dann konnten auch wir umkehren. Zwanzig lange Kilometer, immer wieder von Pausen unterbrochen, zurück zur Heartlandfarm. Mein Hintern protestiere schon bei dem Gedanken. Er protestierte immer, spätestens nach der Halbzeit eines Distanzrittes. Allerdings war ein solcher auch irgendwann vorbei. Endlich angekommen, wurde mir mein Pferd abgenommen. Das war immer schön, wenn man als letztes zurück kehrte. Man bekam einen Versorgungs-Service fürs Trainingspferd. Ich kümmerte mich um den erforderlichen Parpierkram, hörte mir Robins entnervte Tiraden über Suburb Lights an und entspannte mich. Wieder ein Monatstraining geschafft.



    18. Mai 2016 - Dressurtraining M-S
    4201 Zeichen © Friese



    Ein weiteres Mal ging mein Flug in die Nähe von Heartland, wo wieder ein Training in der Dressur anstand. Dieses Mal sollte ein Pferd besser gesagt ein Pony auf S-Niveau gebracht werden. Ich ging aus der großen, stickigen Flughafenhalle und sah dann auch schon ein bekanntes Gesicht. Ich begrüßte meinen Fahrer und stieg dann zusammen mit ihm in das Auto. Nach der Fahrt kamen wir an der Ranch an, auf welcher schon wieder großes Treiben herrschte. Gemeinsam stiegen wir aus und Amy begrüßte mich. „ Freut mich wieder hier zu sein!“ sagte ich mit breitem Lächeln. Ich freute mich wirklich, da Amy und ihr Team immer sehr freundlich waren. Ich ging mit Amy ins Büro und sie erklärte mir alles zu der Stute. Dann erstellten wir gemeinsam einen Trainingsplan für die nächsten Wochen und ich ging in mein vorgeschriebenes Zimmer. Ich packte meine Sachen aus und duschte dann. Amy rief mich später noch zum Essen und ich bedankte mich danach. Ich ging wieder in mein Zimmer und legte mich dann ins Bett. Ich musste früh schlafen, weil ich morgen auch wieder früh raus musste um mit Picola zu trainieren.

    Das Weckerklingeln riss mich am nächsten Tag auch schon aus den Träumen und ich war wirklich nicht sonderlich schnell auf den Beinen. Dies war aber nie der Fall. Müde stand ich auf und ging dann ins Bad. Ich kämmte mir die Haare und machte sie zu einem Zopf zusammen. Dann putzte ich mir die Zähne und schminkte mich dann. Ich ging in den Stall und suchte nach der Stute. Nach kurzem suchen fand ich die Stute auch. Ich holte sie aus der Box und band sie vor dieser an. Eifrig putzte ich das Fell der palominofarbenen Stute. Ich lote die Stute danach sanft und ging in die Sattelkammer. Dort holte ich den Sattel und die Trense. Ich platzierte den Sattel auf ihrem Rücken und hängte die Trense an die Box. Dann ging ich nochmal in die Sattelkammer und holte ihre Bandagen. Diese wickelte ich schnell und geschickt um ihre Beine. Danach trenste ich sie und ging mit ihr in die Halle. Dort stieg ich auf ihren Rücken und ritt sie in allen drei Gangarten ordentlich warm. Dann überprüfte ich ihren aktuellen Leistungsstand. Mit ihr war wirklich gut gearbeitete worden und ich konnte die M-Kür gleich reiten. Dies tat ich auch und baute am Ende eine 8 Meter Volte im Trab ein. Diese verengte ich dann für die Stute kaum merkbar auf 7 Meter. Dies kam schon sehr nah an die eigentlichen 6 Meter heran. Ich lobte die Stute ausgiebig und ritt sie dann ab. Für den ersten Tag reichte das, da ich nur ihren aktuellen Stand abfragen wollte. Nachdem sie trocken geritten war, ging ich mit ihr zum Stall und sattelte sie ab. Ich räumte alle Sachen wieder ordnungsgemäß auf und brachte Picola noch ein bisschen auf die Weide. Ich ging zu Amy ins Büro und sprach mit ihr über die Stute. „ Womöglich können wir den Trainingsplan sogar noch ein bisschen straffen, weil die Stute ist echt gut durchtrainiert und sehr nah am S-Stand“ meinte ich zu ihr und sie gab mir das okay.

    Am nächsten Tag holte ich die Stute wieder aus der Box und putzte sie. Ich holte ihr Sattelzeug und die Bandagen. Als erstes platzierte ich diese an ihren Beinen und dann den Sattel auf ihrem Rücken. Die Trense folgte als letztes. Gemeinsam gingen ich und die Stute wieder in die Halle, wo ich sie in allen drei Gangarten warm ritt. Heute stand das üben der Volten an. Das ganze Training beschäftigte sich nur damit und sowohl sie als auch ich waren hundemüde danach. Ich stieg von ihrem Rücken und brachte Picola auf die Weide. Ich räumte ihre Sachen auf und ging nach drinnen. Ich duschte und half den anderen beim Abendessen machen. Dabei unterhielt ich mich mit Amy über die Fortschritte der Pferde.

    Die nächsten Tage bestanden nur aus Training mit der Stute und wie ich es am ersten Tag schon bemerkt hatte, konnten wir das Training früher abschließen als eigentlich geplant war. Heute war somit unser letzter Tag und Amy sollte die Stute eine S-Kür reiten. Dies sah auch sehr ordentlich aus und wir gingen gemeinsam wieder in den Stall. Dort verabschiedete ich mich von den anderen und wurde dann von Amy’s Fahrer zum Flughafen fahren. Dort ging auch nach ein paar Stunden schon mein Flieger und ich war wieder auf meinem eigenen Hof.



    Die Krönung


    "Amy Fleming bitte mit Picola von der Heartland-Farm", Amys Herz schlug einmal kurz höher. Schließlich ruckelte sie kurz an Picolas Zügeln und lief in die Halle. In einem lockeren Trab führte sie die Stute nach X um sie den Richtern vorzustellen. Unruhig tänzelte die Haflingerstute auf der Stelle, Amy ruckelte erneut an den Zügeln, um die Stute gerade zu richten. Picola war ein Springpferd, weshalb Amy der Meinung war, mit ihr das Freispringen vorzuführen. Doch zuerst musste sie sich den Grundgangarten widmen. Sie führte Picola auf die rechte Hand und lief einen Zirkel, wechselte aus diesem hinaus und führte die Stute nun auf der linken Hand im Schritt. Anschließend lief Amy etwas schneller, damit die Stute neben ihr her trabte. Anschließend löste sie die Zügel von der Trense und trieb Picola mit der Gerte an. Die junge Stute machte einen Satz nach vorne und galoppierte auf der rechten Hand in den Zirkel. Einige Helfer trieben sie im Galopp um je eines der zwei Hindernisse die mitten in der Halle standen. So führte Picola ihren Galopp auf beiden Händen vor. Einige Minuten später gaben die Richter Amy bescheid, dass sie nun mit dem Freispringen anfangen könnte. In der Halle standen lauter weiße, hohe Zäune. Durch diese sollte Picola im Anschluss getrieben werden. Zwischen diesen befanden sich nämlich einzelne Sprünge. So konnte der Richter das Springmanier der Stute besser zu beurteilen. Nach dem Amy die Richter begrüßt hatte, führte sie die Stute zur Startlinie. Dort löste sie die Zügel der Stute und schnalzte laut. Einmal die Gerte geschwungen trabte Picola durch die Zäune hinweg. Nun folgte der erste kleine Sprung. Aus dem Trab hinaus sprang die junge Haflingerstute über den eher kleinen Sprung, nahm dann einen Galoppsprung und widmete sich dem nächsten Steilsprung. Ein weiterer Galoppsprung und Picola meisterte einen Oxer. So viel zum Thema Freispringen. Dies wurde noch zwei Mal wiederholt. Zu guter letzt nahm Amy die Stute wieder an und führte sie im Trab kleine und große Volten. Somit waren die vorgegebenen Aufgaben erfüllt und sie konnte sich von den Richtern verabschieden. Stolz klopfte sie ihrer Stute den Hals.

    2156 Zeichen | © Jackie | geprüft mit charcounter.com

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    Bewegung + Halfter von Jackie​
     
  13. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Die Abstimmung ist da! Sie endet am Freitag dem 28.10. um 16:32 Uhr :)
     
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  14. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Die Auswertung folgt so schnell ich kann. Tut mir leid. :/
     
    Canyon, Occulta und sadasha gefällt das.
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