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[SK 438] Stuten mit Abzeichen

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von BellaS, 6 Dez. 2015.

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Welche Stute soll gewinnen?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 4 März 2016
  1. Sugarlips Habasi

    0 Stimme(n)
    0,0%
  2. Halluzination

    15,0%
  3. Valentines Jeanie

    5,0%
  4. Faster

    10,0%
  5. Ravi

    15,0%
  6. Bear Totem's Denali

    5,0%
  7. Sekuoia

    20,0%
  8. Unannouncent Pleasure

    5,0%
  9. Shekitt Quinn

    5,0%
  10. Winterzauber

    20,0%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    [SK 438] Stuten mit Abzeichen
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Stuten teilnehmen! (Keine Hengste,Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einer Stute teilnehmen.
    - Es dürfen nur Stuten mit Abzeichen teilnehmen.
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com etc.!
    - 5 Joellen an mich (BellaS) mit dem Grund: SK 438
    - Teilnehmerzahl ist auf höchstens 10 Pferde begrenzt
    - Teilnahmeschluss bleibt voererst offen und wird mind. 1 Tag vorher angekündigt


    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:

    - das Einreiten am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerstuten werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte je Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Zubehörbild
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung

    Es wird nur ein Zubehörbild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte
    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:
    Username
    Pferdename

    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes
    Teilnahmen und Überweisungen
    -

    Disqualifizierungen
    -

    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme! :)
     
    Snoopy, Jackie und Eddi gefällt das.
  2. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Stefanie Westside aka. Snoopy

    Meine Teilnahme mit...
    Sugarlips Habasi

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    Steckbrief
    Sugarlips Habasi
    offizieller Hintergrund

    Rufname: Habasi

    <__________________________-__________________________>

    Abstammung

    Aus der: Habasi
    MM: Habinja Opra
    MV: Lipton

    Von: Khadir xXx
    MM: Unbekannt
    MV: Unbekannt


    Geburtsdatum: 18.08.2009
    Alter: 5.Jahre
    Geschlecht: Stute

    <__________________________-__________________________>

    Exteieur

    Rasse: Hackney Pony x Araber
    Rassetyp: Pony


    Fellfarbe: Palomino, eeAaCrcr

    Abzeichen:
    unregelmäßige Blesse | - | h.l. Weißer Fuß
    Langhaar: Weiß
    Augenfarbe: Haselnussbraun
    Stockmaß: 1,45 m


    Letzte Tierarztbesuch: Unbekannt
    Letzte Hufschmiedbesuch: 06.12.2014


    <__________________________-__________________________>

    Interieur

    Charakter:
    lieb, freundlich, treu, verschmust, schüchtern, arbeitswillig
    Beschreibung:
    Sugarlips Habasi ist eine wundervolle, liebreizende Stute. Man kann ihr nie böse sein, gut warum auch, sie macht nichts böses, außer man will ihr was antun, dann wird sie abweisend und lässt niemanden an sich ran. Aber im Großen und Ganzen ist auf sie Verlass und Arbeit? macht ihr nichts aus, sie liebt es. Habasi ist sonst eine treue Seele und für jeden Spaß zu haben, auch das schmusen liebt sie. Aber anfangs ist die Kleine immer etwas schüchtern.


    Geschichte:
    Sugarlips kommt aus einer kleinen Familienzucht, wo sie liebevoll mit dieser Aufgewaschen ist. Sie wurde dort gründlich eingeritten un eingefahren und kam aus zeitlichen gründen der Familie in den Verkauf, wo ich sie gleich darauf zu mir kam.


    Reitweise: Englisch

    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Ja


    <__________________________-__________________________>

    Daten

    Besitzer: Snoopy
    Vorbesitzer: -
    VorVorbesitzer: -


    Züchter: vampyrin

    Ummaler: --

    Fohlenmaler: -
    Großmaler: -

    VKR: vampyrin


    Reitbeteiligung: --


    <__________________________-__________________________>

    Zucht

    Zucht Platz: -
    Gekört? Nein

    Decktaxé: 600.-

    Nachkommen: //


    <__________________________-__________________________>

    Qualifikationen

    Galopprennen
    Western

    Spring (Max. L): E
    Militairy (Max. L): E
    Dressur (Max. M): A
    Distanz (Max. M): M
    Fahren (Max. S): S

    Gang
    Wendigkeit: E

    <__________________________-__________________________>

    Erfolge/Schleifen

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    215. Fahrturnier (2.Platz)
    220. Fahrturnier (2.Platz)
    221.Fahrtrunier (2.Platz)
    236.Fahrturnier (2.Platz)
    -
    207. Distanzturnier (1.Platz)
    218. Distanzturnier (3. Platz)
    232. Distanzturnier (3. Platz)
    -
    333.Dressurturnier (1.Platz)


    <__________________________-__________________________>

    Spind

    Hufschmiedbericht
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    30.10.2015 - Hufkontrolle, Raspeln/Ausschneiden/Korrigieren, Alte Hufeisen entfernen und Neue befestigen


    Heute war ein Großauftrag bei mir privat zu machen, es ging um meine Zuchtpferde, erst waren die Stuten an der Reihe, also holte ich mir zuerst meine Falbstute Chatana, sie war neu und hatte noch keine Eisen dran, also sie neue, diese wärmte ich schonmal in meinen Gasofen vor. Also hob ich das erste Huf der Stute säuberte es und schnitt es zurecht, das Innenhorn machte ich auch vorsichthalber, dann testete ich das erste Eisen, dieses brauchte noch ein paar Einstellungen, also hämmerte ich es beim Amboss zurecht und kühlte es, dann befestigte ich es mit Nägeln am Huf und machte mit dem nächsten weiter, dieses schnitt ich auch zurecht, korrigierte abstehendes Horn und befestigte das Eisen, dann kam die rechte Seite an die Reihe, dort shcnoitt ich das Huf ebenso aus, korrigierte Fehler und befestigte dann das Kunstoff mit Stahleisen am huf der jungen Stute. Schon war ich beim letzten Huf angekommen, wo ich dieses gründlich ausschnitt. Dann holte ich das warme Eisen aus dem Gasofen und legte es an das Huf, es stank doch es passte, somit kühlte ich diesen ab und nagelte es dann wieder am Huf fest, schon war die erste Stute fertig. Maxi führte sie kurz und ihr Lauf war in Ordnung
    Die nächste Stute war an der Reihe, es war meine Chronicle's Sahara die temperamentvolle Fuchstute. Nun machte ich das erste Huf, hob es an schnitt es aus und korrigierte Fehler. Dann legte ich das Hufeisen ans Huf und es passte, also kühlte ich es ab und befestigte es am Huf der feurigen dame, diese heute nicht so gut drauf war. Naja da musste sie durch, also machte ich weiter mit dem hinteren Huf und begann dieses gründlich ausszuschneiden, dann begradigte ich den Rand und legte das Eisen an, hier musste ich noch ein wenig die Form bessern, also haute ich das Eisen gründlich zurecht und kühlte es ab. Nun nagelte ich es fest und entfernte die raustehenden Nägel, dann ging ich auf die rechte Seite, hob das Huf an und säuberte es, schnitt abgestorbenes Horn weg und raspelte am Ende das überstehenden Horn von Außen weg. Dann testete ich das heiße Eisen am Huf und kühlte es anschließend ab, es war in Ordnung, somit musste ich es nur noch festnageln. Nun war das letzte Huf von Sahara, dran also hob ich es an, säuberte es und schnitt das Horn weg, dann befestigte ich das passende Eisen und sie war fertig. Maxi kümmerte sich wieder um das Vorzeigen des Pferdes und ich sah erneut, das sie ok ging, bis auf das Sahara etwas die Beine hib, doch das war normal, für sie waren Hufeisen noch ungewohnt.
    Die nächste Stute war an der Reihe, es war meine Chrysafénios Hera, die ebenso neue Eisen brauchte wie die anderemn vor ihr, also kümmerte ich mich sofort, hob das erste Huf an und schnitt das abgestorbene Horn weg und entfernte, wie begradigte überstehendes Horn, dann prüfte ich ob das Eisen passte, was es auch tat, kühlte es und nagelte es gründlich fest. Nun kam das nächste Huf dran, das hintere auf der linken Seite, dieses kontrollierte ich, schnitt es aus und testete das warme Eeisen am Huf, hier musste ich noch nachbessern, also tat ich das und befestige ich es dann. Schon ging es an die andere Seite, wo ich das Huf ausschnit und Fehler korrigierte, ehe ich das Eisen kühlte und fest nagelte, die überstehenden Nägel machte ich ebenso weg. Schon war das letzte Huf dran, hier sponn Hera etwas, da sie keine Lust mehr hatte, doch ich setzte mich erfolgreich durch und befestigte, nach dem Ausschneiden der Hufe, das Kunstoff- mit Stahleisen. Mein Freund führte die Sooty Palomino Dame vor und sie ging perfekt!
    Fake XX war nun and der Reihe, diese hatte schon Erfahrungen mit Eisen gemacht, musste aber ihre Alten entfernen. Also säuberte ich die Hufe der dunklen Stute, entfernte das alte Eisen, schmiss es in einen leeren Eimer, wo Fake kurz zusammen zukte. Sie fasste sich schnell wieder und ließ sich brav die Hufe ausschneiden, dann bekam sie ein neues glänzendes Eisen. Nun kam das zweite Huf der Stute an der Reihe und ich lockerte das Eisen, entfernte es und schnitt das überstehende Horn weg, sowie abgestobenes Horn, dann passte ich das Eisen an Fake's Huf an und veränderte die Form noch etwas am Amboss. Dann kühlte ich es und befestige es bei Fake. Nun machte ich weiter mit der anderen Seite, wo Fake mittlerweile schon döste und ich Grinsen musste. Doch ich machte gleich weiter und hob das Huf, entfernte das alte Eisen und schnitt das Huf aus und entfernte das abgestorbene Horn, dann nagelte ich das neue Eisen ran und nahm mir das letzte Huf vor, welches ich erstmal säubern musste und dann im nachhinein das alte Eisen entfernen musste, was schnell getan war und ich das Huf ausschneiden konnte. Dann befestigte ich ein neues Eisen am Huf und bat meinen Freund wieder die Stute zu führen. Fake lief besser als vorher, was auch kein Wunder war, die alten Eisen waren ziemlich abgenutzt.
    Glamour's Rubina, ebenfalls eine neue New Forest Dame, die Dritte ums genau zu sagen, war an der Reihe. Also hob ich das erste Huf auf der rechten Seite und säuberte es aus, dann shcnitt ich die Form zurecht und bereitete das Eisen vor, welches ich kurz ranhielt und noch etwas verbessterte, schon stand sie auf ihren Ersten frisch gemachten Huf. Das zweite Huf war dran, welches ich nur säubern und beschlagen musste, da sie schon die passsende Form hier vorwies. Also passte ich das Eisen am Amboss asn und kühlte es im kalten Wassereimer. Es dampfte und das Eisen glühte nicht mehr, sondern war silber und glänzte. Somit befestigte ich es dann mit den speziellen hufnägeln am Huf der Stute und stellte es wieder zurück auf den Boden, ehe ich die heraustehenden Nägel entfernte. Die rechte Seite war an der Reihe, wo ich diesmal bei keinen der beiden Hufe ausschneiden, raspeln und korrigieren musste. Somit passte ich das glühende Hufeisen an den Huf an und befestigte es nach dem Abkühlen. Nun säuberte ich das letzte Huf und befestigte das abgekühlte Eisen. Fertig, mein Schatz musste sie nur wieder vorführen, was er ohne Widerrede tat und ich sah das alles passte.
    Nun war Nadira dran, diese brauchte auch Eisen, sie hat noch nicht mal welche dran, aslo machte ich mich gleich an die Arbeit, hob ihr erste Huf hoch und säuberte es, schnitt das störende Horn weg und passte das Hufeisen im Gasofen an, ehe ich es an Nadira's Huf befestigte. Nun war das zweite Huf dran, welches ich erstmal ausschnitt und dann das neue Eisen dann mit den Nägeln befestigte. Nun machte ich mit der rechten Seite der Schimmeldame weiter und säuberte das vordere Huf, wo ich dann auschnitt und dann das Eisen befestigte. Beim letzten Huf war nur überstehendes Horn das problem, welches ich flott entfernte und bearbeitete, ehe ich das letzte Eisen anpasste und dann am Huf der Stute befestigte. Maxi kümmerte sich wieder um das Vorführen, es passte und mein Freund konnte den Schimmel wieder in seine Box bringen.
    Auch Nayeli bekam nach längeren wieder neue Eisen, also mussten die alten ab. Somit hob ich das erste Huf an und säuberte es, ehe ich das alte Eisen abmachte und das warme Eisen aus dem Gasofen holte und anpasste. Es musste nichts verändert werden, also nahm ich die Nägel aus der Seitentasche und nagelte das Eisen am Huf von Nayeli fest und stellte ihr Huf wieder ab. Nun kam das zweite Huf an die reihe, welches ich erstmal säuberte und dann das alte Eisen weg machte. Dann schnitt ich den Huf aus und raspelte es in die richtige Form. Dann bearbeitete ich das glühende Eisen aus dem Gasofen, auf den Amboss und kühlte es ab, dann befestigte ich es an Nayeli's Huf. Nun machte ich mit der anderen Seite weiter, säuberte das Huf und entfernte das alte Eisen. Dann schnitt ich es gründlich aus und befestigte das neue Eisen an ihren Huf. Nun war das letzte Eisen dran, also entfernte ich das alte und schnitt das Huf ordentlich aus, dann befestigte ich das neue Eisen und die Scheckenstute war fertig. Mein Freund führte sie wieder ein paar runden und ich gab das Ok.
    Pushin' Jazz for Cash war an der Reihe, also holte ich sie und begann mit meiner Arbeit.
    Zuerst hob ich das Vorderhuf aufn der linken Seite, säuberte nes, enternte das alte Eisen und schnitt ihr Huf wieder in die richtige Form. Dann passte ich das neue Hufeisen an und befestigte es nach dem Abkühlen an ihrem Huf. nun war das zweite an der Reihe, welches ich hob und erstmal sauber machte. Dann entfernte ich das alte abgenutzte Eisen und schnitt ihre Hufform wieder in die richtig zurecht. Die rechte Seite musste gemacht werden, also säuberte ich ihr erstes Huf, machte das alte Eisen ab und schnitt es wieder in die gesunde Hufform. Dann befestigte ich das neue Eisen und kümmerte mich um das letzte Huf. Dieses säuberte ich wieder, dann entfernte ich das alte Eisen und schnitt das Huf aus. Schon war abgestorbenes und überstehendes Horn entfernt. Das neue Eisen war auch schnell dran, somit musste mein Freund Pushin' rumnführen. Auch sie lief super, besser wie noch nie zuvor.
    Meine Palominostute Sugarlips Habasi, war die letzte der Runde. Auch sie hatte noch alte Eisen dran, die dringend ausgewechselt werden mussten. Also hob ich das erste Huf an und säuberte es, dann entfernte ich das alte Eisen und schnitt wie bei den meisten pferden heute das Huf aus. Es hatte wieder die richtige Form und ich musste nur noch das Hufeisen ran nageln. Nun kam das zweite Huf dran, welches ich säuberte, das Eisen entfernte und es ausschnitt. Dann passte ich das Hufeisen an und befestigte es mit den Nägeln. Die rechte Seite war dran und ich musste kurz Luft schnappen, da ich in einer Tour jetzt nur Hufeisen ran nagelte, entfernte und vieles mehr. Dann machte ich weiter und entfernte das alte Eisen, ehe ich den Huf ausschnitt und mit dem festnageln weiter machte. Das letzte Eisen fr den heutigen Tag. Endlich! Schnell machte ich meine übliche Arbeit und hatte in Kürze wieder eine Stute vor mir Stehen mit vier neuen Eisen. Maxi drehte noch eine Runde und ich warv erleichtert, alles war in Ordnung.
    Somit konnte ich endlich Schluss machen und meinen Tee im Wohnzimmer trinken.

    9975. Zeichen


    Tierarztbericht
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    4.November 2015-Kontrolle / leichter nasenausfluss nichts schlimmes
    Als nächstes kam eine Stute deren namen ich mir einfach nicht merken konnte geschweige den richtig aussprechen. Sugarlips Habasi ; liebevoll Habasi gerufen wurde mir gerade gebracht. Die 5 Jährige Palomino stute sah mich freundlich an . Iauch diese ließ ich mir zuerst vorlaufen, anschließend kam die Beugeprobe und da konnte ich nichts finden. Nun begann ich mit der Grundkontrolle. Ich schaute mir Zähne und Zahnfleisch genau an. Diese waren in Ordnung. Das Zahnfleisch zeigte eine schöne rosige Farbe und feucht. Die Nüstern der stute hatten leichten ausfluss, was an dem kühhlen wetter liegen könnte, es war nichts gravierendes, ich empfahl der besitzerin einfach nachtsüber eine dünne decke aufzulegen und nun dann kamen auch schon die Augen die auge hatte einen schönen glanz und sahen sehr gesund aus. Nun begann ich die Stute abzutasten, auch dort war kein Befund. Als letztes kam noch das abhorchen von Herz Lunge und Darmgegend auch da war nichts beunruhigendes zu finden wie schon bei der ersten. . Habasi war vollkommen gesund. Ich strich der palomino stute noch über die nüstern ehe sie in ihre Box gebracht wurde, und nun kam der letzte.


    Trainingsberichte
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    Fahrtraining E auf A
    Tag 1:
    Heute war ich auf dem Weg zu Stefanie und ihren 4 Hackneys. Ich sollte sie alle 4 einfahren.
    An ihrem Hof angekommen, begrüßte sie mich freundlich und führte mich sofort zu den Pferden. Ich hatte es mit drei Stuten un einem Hengst zu tun. Sie warnte mich, dass ich auf den Hengst achten sollte.
    Heute wollte ich mich ein wenig mit den Pferden bekannt machen, weshalb ich mir für jedes Pferd Zeit nahm und sie ausgiebig putzte und ihnen Lekerlis für ihr gutes Verhalten gab. Nun ging ich ins Bett, da ich von der Reise wirklich müde war.


    Tag 2:
    Schon früh am Morgen war ich auf den Beinen, denn ich hatte viel zu tun. Anfangen würde ich zunächst mit Nayeli.
    Die Stute wartete in ihree Box. Ich holte sie raus und band sie in der Stallgasse an, um sie zu putzen. Dadurch lernte ich die Stute kennen. Sie war zwar eine liebenswürdige, aber scheue Stute. Mit Putzen war ich sehr schnell fertig, da ich sie ja gestern schon geputzt hatte.
    Als ich damit fertig war, holte ich die Longe und die Peitsche, ehe ich mit ihr in die Halle ging und sie longierte. Nachdem ich sie im Schritt aufgewärmt hatte, lies ich sie antraben und versuchte sie durch meine Stimme zu beruhigen, danit sie sich fallen lies und locker und losgelassen laufen konnte. Als sie locker trabte, hielt ich sie an und lobte sie, ehe ich die Seite wechselte und sie erneut antraben lies. Auf dieser Seite lief sie besser und so konnte ich Nayeli recht schnell angaloppieren, was auch gut klappte. Ich galoppierte sie noch auf der anderen Seite, ehe ich sie im Schritt locker auslaufen lies und zum Stehen durchparierte. Schließlich stellte ich sie mit einer Decke in die Box und holte mir Negro. Auch ihn putzte ich und verschwand mit der Longe bewaffnet in der Halle. Er war ruhiger als seine Vorgängerin und hörte mir auch besser zu, weshalb ich mit ihm schneller fertig war und mir Jazz holen konnte. Auch sie putze und longierte ich, ebenso wie Sugar. Müde verlies ich den Stall, nachdem ich alle Pferde gefürtert hatte und ging ins Haus, da es Abendessen gab. Morgen würde ich mit der Doppellongenarbeit anfangen.

    Tag 3:
    Heute war ich wieder früh auf den Beinen. Nach dem Frühstück war ich schon im Stall und hatte mir Negro geschnappt, mit dem ich mit der Doppellongenarbeit beginnen wollte. Ich hatte ihn geputzt und in die Halle gebracht. Die Kommandos hatte Stefanie den Tieren schon beigebracht, was mir die Arbeit um einiges erleichterte. Ich lenkte ihn kreuz und quer durch die Halle, trabte ihn sogar. Das klappte alles so gut, dass ich das Training nach einer halben Stunde beendete. Das Training mit den Stuten klappte auch so gut, dass ich sehr schnell fertig für heute war, mich aber entschied die Tiere schon an die Kutsche zu gewöhnen. Ich begann wieder mit dem Hengst, in dem ich ihm das Geschirr anlegte und über den Hof ging. Danach spannte ich ihn ein und führte ihn samt Kutsche über den Hof. Ich spannte ihn wieder aus und machte das Ganze auch mit den Stuten, was sehr gut funktionierte. Dann ging ich ins Haus, morgen würde ich alle fahren.

    Tag 4:
    Heute war ich nicht so früh wach, da ich nicht mehr so viel Arbeit vor mir hatte. Ich spannte zu erst Sugar und Jazz ein, ehe ich vorne Nayeli un Negro einspannte. Auf den Hengst musste ich besonders achten, da er ständig der Damenwelt imponieren wollte. Doch ein Ruck an den Zügeln holte ihn zurück in die Realität und er konzentrierte sich wieder auf mich.
    Ich setzte mich auf den Bock und trieb die Vier an. Ich lenkte sie einige Runden über den Hof, ehe ich sie antrabte und kleine Kreise zog. Die Vier harmonierten so gut miteinander, dass ich sie kurz angaloppierte, ehe ich alle durchparierte und sie wieder vom Geschirr befreite. Negro schien sich beruhigt zu haben und lies sich nicht mehr von den Stuten ablenken. Nachdem ich alle Pferde weggebracht hatte, ging ich zu Stefanie, un ihr von meinen Erfolgen zu erzählen. Da ich auf meinem Hof zu tun hatte, konnte ich leider nicht länger bleiben, doch ich würde sie bald nochmal besuchen kommen, um zu sehen welche Erfolge sie erziehlt hatte.
    Ich packte mein Zeug, verabschiedete mich von ihr und machte mich auf den Heimweg.
    4130 Zeichen, by Veija
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    Ausbildung Fahren von Klasse A auf L

    Snoopy hatte mich zu sich bestellt um ihre Stute Sugarlips Habasi im Fahren für die nächst höhere Stufe zu trainieren. Habasi war ein Hackney-Araber-Mix und hatte schon die Grundlagen des Fahrens verinnerlicht. Schon gleich nach meiner Ankunft auf dem Hof wurde ich freundlich begrüßt und eingewiesen wo ich mein Trainingsmaterial und die kleine Stute finden würde. Danach erklärte ich Snoopy meine Vorgehensweise in allen Einzelheiten. Es würde eventuelle kleine Änderungen geben, je nachdem wie sich Habasi anstellte und wie ich hörte stellte sie sich vor der Kutsche nicht schlecht an. Gleich am ersten Tag konnte ich es nicht abwarten sie beim Longieren kennen zu lernen. Ich holte sie also aus ihrer Box und machte sie für eine Longiereinheit zurecht. Schon bei der Putzarbeit nahm ich mir die Zeit sie näher kennen zu lernen und mich mit ihr bekannt zu machen. Anschließend halfterte ich Habasi mit einem Kappzaum und begab mich zur Reithalle. Auf dem Weg dorthin übte ich mit der Stute die Führigkeit. Alles in allem war der Arabermix sehr Umgänglich und folgsam und ich freute mich um so mehr auf die Arbeit mit ihr. Beim Longieren lernte ich dann ihre Gänge, ihre Haltung und ihr Verhalten kennen. An der Durchlässigkeit mussten wir noch ein wenig arbeiten und auch die Rückenmuskeln mussten aufgebaut und Trainiert werden. Auch sie lernte mich kennen, hörte meine Stimme und folgte brav meinen Kommandos. Sehr Auffallend war der Trab von Habasi, da sie ein Hackney-Mix war hatte sie die Rassetypische Knieaktion und sie liebte ihren Trab. Vor der Kutsche sah das bestimmt besonders gut aus. Nachdem wir eine Zeit lang longiert hatte beendete ich unser ersten Training und bereitete die Stute nach.
    Während der nächsten Tage longierten wir fleißig unterbrochen mit einigen Kutschenausflügen ins Gelände. Die Arbeit an der Longe war weitesgehend belastungsfrei, denn Habasi musste nur ihr eigenes Gewicht tragen. Unser Ziel war es aus der entstehenden Entspannung die erforderliche Muskulatur aufzubauen, welche beim ziehen wichtig waren. Dazu arbeitete ich mit dem Dreieckszügel um ihre Rückenmuskeln zu stärken, diese verschnallte ich anfangs aber noch lang um die Stute nicht in die Dehnungshaltung zu zwingen sondern ihr nur einen Widerstand zu geben wenn sie die Haltung zu sehr veränderte. Nach und nach baute sie Muskeln auf und auch ihre Durchlässigkeit verbesserte sich. Die Arbeit vor der Kutsche gestaltete ich so Abwechslungsreich wie möglich, mal ging es ins Gelände und wir übten auch vor der Kutsche die Dehnungshaltung, mal ging es auf den Reitplatz wo wir während des Dressurfahrens vor allem am Trab arbeiteten, auch übten wir uns im Kegelfahren. Bei dem vor allem ich meine Freude hatte und Habasi damit ansteckte. Am Ende hatte sich die Mixstute soweit verbessert, dass ich Snoopy mitteilen konnte das die Stufenerhöhung ein voller Erfolg war.
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    Trainingsbericht Juni 2015

    Hackneytraining à la carte oder wie ich mit dem Tuntenpferd über einen Fluss sprang
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    [Chronicle's Sahara A-Fahren, Sugarlips Habasi M-Fahren, Pleasure's Harlekin A-Fahren, Fake Einfahren, Phoenix L-Fahren, Nadira A-Dressur; Funky Powerbabe L-Military, Cauldron of Renascene L-Springen, Genuine Lil Cut S-Distanz, Ravi E-Dressur]


    Es war wieder einmal soweit. Mit einem Koffer und einer kleinen Reisetasche schaute ich auf den Flugplan des Edinburg Central Airport. Mein Flug nach Calgary ging gleich los. Und dieses Mal blieb ich bestimmt einige Wochen dort. Nicht nur dass ich bei Joy wieder aufschlagen sollte; es ging um einen Kombiauftrag. Denn auch Stefanie brauchte Hilfe mit ihren Hackneyponys. Die meisten sollten vor die Kutsche gespannt werden. Aber vor allem freute ich mich auf ein erneutes Wiedersehen mit dem mittlerweile gekörten Powerbabe, der zudem der Vater von Wild Berry war. Aber erst musste ich wieder in den Flieger steigen.

    Wieder einmal erstaunte mich die schiere Größe und Kompaktheit der Kanaskins Rêver Ranch. Im Gästehaus erhielt ich meinen Zimmerschlüssel. Ich kam sogar in den Genuss eines Fernsehers. Der jedoch war jetzt völlig überflüssig. Es war später Vormittag und ich ging dann gestärkt für heute an Gebäuden und kleineren Weiden vorbei, bis ich am Hackneystall ankam. Heute und morgen wollte ich mich um Phoenix und Habasi kümmern. Da Sahara und Harlekin beide auf A aufgestuft werden sollten, dachte ich an eine Fahrt vor einem Zweiergespann. Und danach würden Fake und Nadira ihr Training erhalten. Somit hätte ich gut zwei Wochen mit den Ponys vor mir. Der schwarzbraune Phoenix ging sofort an seine Boxtür, als ich sein Halfter nahm und in seine Box ging. Der junge Hengst wurde dann angebunden und gründlich geputzt. Der Sulky wurde aus einem der Speicher geholt. Merkwürdig, dass ich heute keinen gesehen habe. Genau in dem Moment trat Stefanie ein. "Hi!", grüßte sie. Neben ihr stand Albatroaz. Ich streichelte ihn kurz und bat dann Stefanie, mir beim vorspannen zu helfen. Die Ovalbahn befand sich etwa zwanzig Meter vom Stall entfernt, und bisdahin konnte der Hengst sich etwas aufwärmen. Phoenix hatte richtig Lust daran im Trab über die Bahn zu ziehen. Auch mein Gewicht und das stetige Korrigieren der Laufbahn wirkte sich positiv auf ihn aus. Ich erhöhte das Tempo, und lehnte mich zurück. Die nächsten Tage würde ich wohl nur auf der Bahn im Oval kreisen. Haha. Gut, dass Bella, Tabea, Sarah und Hansi sich um meine Pferde kümmerten, fiel mir gerade ein. Phoenix schnaubte. Eine Stunde später war der Hengst total fertig. Verschwitzt wurde er von mir trocken gerieben und dann in seine Box gestellt. Er bekam noch ein Brötchen, dann kam Habasi vor die Kutsche. Die veredelte Palominostute sprang leichtfüßig auf der Bahn und wirkte sehr fleißig und ruhig. Das Training verlief super mit ihr, ich fand es aber etwas langweilig, nur auf der Bahn zu bleiben und lenkte sie runter. "Stef? Ich mach mit Habasi eine Fahrt auf der Straße.", rief ich ihr zu. Sie stand mit ihrer Freundin Loona an einer Weide und winkte mir dann zu, als ich mit Habasi vom Gestüt runterfuhr. Es fuhren kaum Wagen vorbei. Lediglich einige Reiter kamen mir entgegen, die sich kurz mit mir unterhielten, während sich die Pferde beschnupperten oder auch nur beäugten. Sobald eine längere Strecke vorhanden war, zogen wir im Trab über den Highway, bis wir an einem Ortsschild ankamen, dass daraufhin wies, dass Calgary nur noch sechs Meilen entfernt war, also etwa 8 Kilometer. Wir drehten um. Auch die restlichen sechs Kilometer gingen super, Habasi war ein perfektes Fahrpony.

    "Willst du nicht noch mit Nadira trainieren?" Mittagstisch. Es gab Fisch, Gemüse, Kartoffeln. Habasi und Phoenix bekamen noch einen Apfel von mir. Stefanie starrte mich verwundert an, als ich erklärt hatte, dass ich Chronicle und Harlekin zusammen vor die Kutsche packen wollte. "Trainiere heute lieber mal Nadira. Wenn du morgen noch so schnell bist, kannst du sie bis morgen etwas weiter eingewöhnt haben." Damit stand der weitere Plan für heute fest. Eventuell würde ich heute noch weiter mit Phoenix arbeiten. Nadira, die ebenfalls veredelte Schimmelstute, stand auf der Weide und guckte nur. Als ich ihr entgegen trat mit Halfter und Strick drehte sie sich um und senkte den Kopf. Somit kraulte ich ihre Ohren und streifte ihr das Halfter über. Etwas zaghaft stapfte sie neben mir her und lehnte sich an mich als ich das Gatter schloss und sie dann am Hackneystall anband. Dort hatte ich bereits ihr Putz- und Sattelzeug hingestellt. Bei ihr achtete ich darauf, sanfter zu putzen. Die etwas zurückhaltende Stute brauchte Zeit, bis sie sich an jemanden gewöhnte, und da sie nicht sehr dreckig war, brauchte ich nur einen Striegel und die Kardätsche. Beim Satteln spitzte sie die Ohren. Der Dressurplatz lag direkt neben den Stallungen und war leer. Daher konnten wir den Platz ganz für uns alleine beanspruchen und ich saß auf. Mit Gangwechseln und Zirkeln – die die Stute schon kannte – war sie gut bedient. Die Muskeln waren warm und auch ich war im Dressursport angekommen. Als wir bei C auf dem Zirkel angaloppierten, merkte ich wie sie den Kopf nach außen visierte. Die innere Hand nahm daher die Zügel auf und ich drehte die linke Schulter nach vorne, damit wir beide in der Biegung richtig gingen. Es folgte ein Bahnwechsel mit anschließendem Gang auf den Hufschlag. Wir parierten komplett durch und führten eine Schlangenlinie aus. Lobend streichelte ich ihren Hals und drückte ihr kurz die Hacken in den Bauch. Sie schnaubte, trabte an und wir gingen zwei Runden im Leichttrab. Bis jetzt verlief alles gut. Sie kaute stark auf dem Gebissstück herum und ließ ihre Ohren herum zucken. Plötzlich blieb sie stehen, hatte den Kopf bis zum Anschlag nach oben gerichtet und ging rückwärts. "Hey, hey, was ist denn los?", ich beugte mich kurz nach vorne und kraulte ihren zuckenden Hals. Sie verweigerte jeglichen Kommentar und stieß Luft durch ihre Nüstern aus. Ich schaute nach vorne. Nichts. Also stieg ich ab und blieb vor ihr stehen. Ich griff in die Zügel und streichelte ihr Maul. "Was ist los, Nadira?", fragte ich. Jetzt erst senkte sie den Kopf und wieherte leise. Nun ja, schade. Sie wirkte sehr unruhig und nervös. Obwohl wir nur eine halbe Stunde trainiert hatten, konnte ich so nicht weiter mit ihr machen. Kaum, dass ich im Stall angekommen war, bemerkte ich Maximilians komischen Blick. "Irgendwie ist sie heute nicht ganz bei der Sache." Er runzelte die Stirn, dann seufzte er. Stefanies Freund arbeitete auch regelmäßig mit den Pferden und wie er mir erzählte nachdem ich jetzt Phoenix wieder holte, war Habasi in der letzten Zeit draußen recht merkwürdig im Verhalten. Phoenix schien sich wieder erholt zu haben und durfte auch jetzt an die Kutsche. Aber nur für maximal eine halbe Stunde, denn der Hengst war immer noch fertig von dem morgigen Training, und so durfte er nur wenige Schritte traben – das schien ihm zu gefallen denn er sträubte sich nicht gegen das Geschirr und als ich am Abend noch nach ihm schaute wirkte der Dunkelbraune erschöpft, aber rundum zufrieden.

    Der nächste Morgen war durchaus nass. Es regnete als hätte jemand oben eine Dusche angemacht und vergessen, sie auszustellen. Durch den strömenden Regen rannte ich vom Gasthaus in den Stall und half Stefanie und den anderen die Fenster zu schließen. "Ich helfe dir mit Phoenix. Ich habe eine Regendecke extra für diesen Fall. Musst du halt den Sulky nehmen." "Gut, dass ich gestern meine Reitschuhe noch inprägniert habe.", murmelte ich. Stefanie lachte. Ich zurrte meine Regenjacke zu, und dann machten wir zwei Habasi fertig. Phoenix durfte noch Pause machen, denn vor ihm würde ich mein Glück noch mit Nadira versuchen. Habasi fand die Regendecke überhaupt nicht toll und wand sich. Doch dann fand sie sich damit ab und es ging wieder auf die Straße. Dieses Mal wollte ich mit ihr direkt in die Vororte Calgarys rein. Auf der nassen Straße rutschten die Räder etwas, daher gab es nur kurze Trabintervalle, damit der Sulky nicht schleuderte in den Kurven. "Ruhig, Habasi!", rief ich und bremste sie ab. Schade, denn die Stute bestand heute nur aus Energie. Am Ortsschild bogen wir nach links auf einen Feldweg ab, der gerade noch breit für den Sulky war. Dort durfte sie auch länger traben, und wir zogen an kleineren Eigentumsgrundstücken und Ställen vorbei. Plötzlich hörte das stetige Plätschern des Regens komplett auf. Ich sah nach oben, zügelte die Stute und streifte die Kapuze ab. Es war immer noch bewölkt. Dennoch; weiter ging es. Wir wollten ja heute noch mal ankommen. Zügigen Schrittes ging es zur Ranch, wobei ich jedoch neben dem Highway laufen musste. Ein Stau versperrte uns den Zugang zur Straße. Doch kein Problem, selten wurde gehupt, trotzdem hielt Habasi einen respektablen Abstand und schien sich sichtlich zu entspannen als wir das ihr bekannte Terrain betraten. Ich sprang vom Sulky und stöhnte auf. Die helle Stute hatte schlammige Beine und auch einen verdreckten Bauch. Ich ließ den Sulky an der breiten Überdachung des Stalles stehen, damit er nicht wieder nass wurde, und wusch die Beine der Stute ordentlich ab, rubbelte sie dann trocken und machte auch den Bauch sauber. Damit sie nicht auskühlte, bekam sie Bandagen angelegt und wurde entlassen.
    Nadira stand in ihrer Box. Die Apfelschimmelstute zuppelte an ihrem Heu und trat an ihre Boxtür. "Na?" Ich streichelte ihr Nasenbein und machte sie kurzerhand für die Halle fertig. Denn auf dem Platz wäre jetzt die Hölle los, so viel wie es geregnet hatte. Als ich ihren Stirnriemen zurecht zupfte legte sie ihr Maul auf meine Schulter und hauchte in mein Ohr rein. "Oh du liebes kleines Knuddelpony." Klein war übertrieben, aber sie wirkte heute so verschmust und zärtlich. Seufzend setzte ich meinen Helm auf und brachte sie in die Halle. Loona ritt gerade auf einem Reitpony eine Volte. "Leg dich etwas mehr in die Biegung, dann läuft's besser!", riet ich und stieg nach dem Nachgurten prompt auf. Es folgten einige große Wendungen und Gangwechsel, und weiter ging es mit dem Dressurtraining. Schon den ganzen Morgen hatte ich mich darauf gefreut, mit ihr zu reiten, denn stundenlang auf einem Kutschbock zu sitzen lag mir einfach nicht. Nach einem Zirkel und einem Wechsel in den Galopp zogen wir an Loona und dem Pony vorbei. Das Pony hatte einen recht schnellen Gang drauf und das Sitzenbleiben war schon etwas anders. Im Trab folgten einige Volten und eine Schlangenlinie. Ich legte die Hand auf ihren Mähnenkamm – Nadira trabte einfach weiter. Schnaufend parierte sie dann durch und pinkelte. Im Schritt gab machten wir eine Kehrtwende aus der Ecke und ich hielt sie bei X an, nachdem wir bei B auf die Mittellinie abgewichen waren. Ich ließ die Füße aus den Steigbügeln, ließ sie etwas herumbaumeln und saß ab. Meine Knie knarzten. Ich war 19 Jahre alt und hatte kaputte Knie. Super. Ich lockerte den Gurt des Sattels und brachte sie dann auf die Weide.
    Phoenix stand schon vorgespannt auf dem Platz. Stefanie saß auf dem Bock und bot mir die Zügel an. "Ich will mitkommen. Darf ich?" Ich nickte nur. Ich schwang mich neben Stef auf den Bock und nahm die Zügel auf. Diese gab ich vor, und Phoenix trottete los. Wie wär's wenn wir nach Calgary reinfahren? Die Straßen sind jetzt relativ leer.", sagte die Hufschmiedin geistesabwesend. Wir brauchten eine halbe Stunde bis wir im Vorort ankamen. Der dunkle Hengst war ein wahrer Blickfang. Leute machten Fotos und wollten ihn streicheln, und so hingen wir an der Hauptstraße eine Zeit lang fest, bis wir dann weiter kutschieren durften.
    Es war Mittag. Ich hatte – direkt nachdem der Hengst auf der Weide war – Stefanie und den anderen beim Ausmisten und Futtermachen geholfen. Und als ich gestärkt war, machte ich mit Harlekin und Sahara weiter. Die sollten gemeinsam an der Kutsche laufen. Die beiden waren neugierig und temperamentvoll. Damit also ein gutes Paar. Die Chestnutstute und der Red Roan kannten sich zur genüge; obwohl die beiden gemeinsam die etwas schwerere Kutsche ziehen sollten, hatte ich ein mulmiges Gefühl. Zu viel Temperament, vor allem bei so unerfahrenen Fahrponys, konnte schlechte Auswirkungen haben. Als ich jedoch das Geschirr auf die Größe der Hackneys einstellte und es den beiden anlegte, ignorierten sich die beiden flissentlich. Erst als die beiden Scheuklappen angelegt bekamen schnabbelten sie los. Sie grummelten und brummelten, wieherten aber nicht sondern schäkerten eher. Als ich vorsichtshalber die Gurte nachkontrollierte und dann aufsaß, stampfte die junge Stute schon ungeduldig mit den Hufen. "Gedulde dich doch noch, ja?", ich streichelte sie und wischte ihr eine Strähne aus den Augen. Sie brummelte zickig und warf den Kopf zur Seite. Daher stieg ich auf, setzte mich richtig hin und ging auf die Ovalbahn mit den Ponys. Der Boden war zwar immer noch feucht und mit Schlammpfützen bedeckt, aber mehr als einige Trabsprünge wären heute nicht nötig; schließlich musste Fake eingefahren werden und heute sollte sie – nachdem die Stute nun von mir auch eingeritten wurde – an das Geschirr gewöhnt werden. Wobei Fake die Eingewöhnung an das Sattelzeug sehr gut überstanden hatte, so glaubte ich nun, nachdem wir den Eingang der Bahn das zweite Mal passierten, dass auch dies für die hübsche Fake kein Problem darstellen sollte. Das farblich ungleiche Paar vor mir trabte nun synchron an. Das Gespann strotzte nur so voller jugendlicher Energie. Gelegentlich tickte ich die Tiere abwechselnd an, damit sie ihr Tempo nicht verloren. Sie blieben weiterhin ruhig, zogen aber ganz schön schnell an den Zäunen vorbei. Als sie dann noch galoppierten, kam ihr Temperament zum Vorschein; die vorzüglichen Fahrponys gaben richtig Gas und der Wind fuhr mir harsch ins Gesicht. Ich lenkte die Kutsche auf die äußere Bahn und ließ sie dann auslaufen.
    Es war später Abend. Die Uhr in meinem Gästezimmer zeigte kurz nach elf und ich lag in meinem Bett. Fake war heute recht anstrengend. Gegen Nachmittag war es stürmischer gewesen und deshalb musste die Stute die Kutsche in der Dressurhalle kennenlernen. Das inprägnierte Holz und die Lederschnitte wurden ausgiebig beschnuppert und mit dem Maul besabbert – Fake blieb ruhig. Auch, als ich sie in die Halterung stellte und nur die Gurte auf ihren Rücken legte, dann ein paar Schritte weiter weg ging, zeigte die Stute keine ungewöhnliche Verhaltensweise. Lobend klopfte ich sie und gab ihr ein Stück Möhre. Dann, aus heiterem Himmel, hob sie ihren Hintern und fing an, zu buckeln. Besorgt, sie könne sich verletzen an dem Holz, ging ich einen Schritt zur Seite. Doch Fake ignorierte das Ungetüm und machte ein paar Galoppsprünge. Ich stieß einen Schwall Luft aus. Endlich etwas Schwung in der Bude! Doch erst musste ich die Stute beruhigen. Die Hände seitlich in die Höhe gestreckt, ging ich langsam auf sie zu. Sie regte sich etwas ab, und ließ sich argwöhnisch anfassen. Dann griff ich in ihre Mähne und umarmte sie. Erschrocken pustete sie mir ihren Atem in meine Haare. "Hey, shhhh. Noch ein Versuch, dann machen wir morgen weiter, ja?" Gesagt, getan. Ich stellte sie wieder an die Halterung und legte die Gurte und Schnallen an. Sanft Druck ausübend passte ich alles an, damit nix drückte oder locker lag. Fake tänzelte nervös zur Seite. Ich hielt sie am Halfter fest, und führte sie ein paar Schritte vorwärts. Die Dunkelbraune hatte ein angeborenes Fahrgen, das wurde mir jetzt erst klar.
    Schon am nächsten Morgen sah ich, wie Max Nadira ritt. Ich schaute ihm eine Weile zu, dann sah ich nach Fake. Die hatte ihre Morgenweide genossen und rieb sich an einem Baum. Putzen war angesagt. Denn so verdreckt, wie sie war, würde ich sie garantiert nicht an die Kutsche nehmen. Also säuberte ich ihr Fell gründlich von Rindestücken, Erde, Gras und sonstigen Hinterlassenschaften. Die Hufe waren verklebt und es dauerte, bis sie einwandfrei sauber waren. Dementsprechend unsauber sah ich aus, als ich meine Hände an meiner Hose abklopfte und der Stute hinter den Ohren kraulte. Fake brummelte leise und warf den Kopf kokett zur Seite, schielte mich an. Lachend klopfte ich ihre Flanke und holte dann vom schräg gegenüber liegenden Speicher den Sulky. Fake ließ sich vorspannen, hatte aber trotzdem die Ohren aufmerksam aufgestellt und die Augen aufgerissen. Beruhigend wisperte ich auf sie ein und wartete, bis sie ruhiger stand und ich sie dann vom Stall direkt zur Ovalbahn führte. Dort war Stefanie beschäftigt, die Zäune abzuklappern. "Irgendwas kaputt?", sie schüttelte ihren Kopf. Fake machte sich bemerkbar und wurde von ihrer Besitzerin begrüßt. "Eines der Ponys hat sich hier einen Splitter eingefangen, ich will wissen, wo." "Gut zu wissen. Ich bin heute mit dem Training deiner Hackneys fertig, Stef. Dann fahre ich rüber zu Verena." "Die Powertunte trainieren?" Ein Lächeln huschte auf ihr Gesicht. Die halbe Community, die mich kannte, wusste von meiner Liebe zu dem hübschen Paint von Verena, der mir nicht zuletzt indirekt ein Fohlen geschenkt hatte, das später wohl mal genauso werden würde wie der Schecke. Stefanie hielt Fake an der Trense fest, als ich auf den Bock sprang und die Stute antickte.
    Alles weitere ging sehr schnell. Die Stute lernte schnell, die Kutsche zu ziehen und ging auch im Trab. Mein Handy fiepste. Mein Wagen stand bereit. Leider etwas zu früh. Doch ich war mir bewusst, dass Fake, Nadira, Sahara, Harlekin, Phoenix und Habasi auf der Kanaskins Rêver Ranch gut aufgehoben waren.

    *

    "Verena!" Ungestüm fiel ich der Hofbesitzerin um den Hals. Es war Nachmittag. Ich war völlig zerupft (nicht wörtlich gemeint). Ich hatte mein übliches Zimmer erhalten. Danach suchte ich nach Verena. Die stand neben Goodbye Grace – die Mutter von Wild Berry. Auch Caleb war hier. Er grinste mich fröhlich an und umarmte auch mich kurz. "Du siehst grauenhaft aus." "Danke. Ich bin wirklich froh, wenn ich wieder daheim bin." "Was machst du heute noch?", Verena hievte einen Westernsattel auf Goodbye und lehnte sich dann dagegen. "Ich fange mit Ravi an. Aber zuerst schau ich nach Funky." Verena lachte. "Caleb, schaust du nach Goodbye? Ich komme mit dir.", damit wandte sie sich zu mir und nahm das Halfter der Ponymixstute. "Wie machen sich die drei?" Wir stapften über die Weide. Es war natürlich die Hengstweide. "Steel läuft nächste Woche ihre erste Krönung. Hoffentlich ihre einzige. Enjoy läuft super – danke übrigens für das Training. Er könnte ja mal eingeritten werden. Und Wild Berry ist schon an die Longe gewöhnt. Er hört gut auf mich und versteht sich mit den anderen Fohlen. Ich glaube, er wird schwul." Verena blieb stehen. "Nur weil die Tunte so tuntig ist, darfst du noch lange keine Witze über ihn oder seine Nachkommen machen.", meinte sie. "Das meine ich ernst. Er verbringt nur Zeit mit Tomenko. Hier.", ich zeigte ihr einige Fotos. Tatsächlich schmuste er sehr häufig und intensiv mit dem Noriker. Verena schmunzelte. "Habe noch nie was von einem homosexuellen Pferd gehört. Sieht mehr nach einer besonderen Freundschaft aus." Lachend hielten wir an. Ich pfiff einmal. Funky stand an einer Tränke. Sofort sah er mich und trabte auf mich zu. "Na?", ich umarmte ihn einmal kräftig. Habe ich den Kerl vermisst. "So, ich fang dann mal mit Ravi an. Aber nur eine halbe Stunde." "Es ist sieben.", stirnrunzelnd schaute Verena mich an. "Und? Ich bin kaputt!", damit ging es auf die nebenan liegende Weide. Der Norwegermix mit den karamellfarbenen Augen erkannte sofort das Halfter. Ohne auf mich zu achten ließ sie es sich aufstreichen. Äußerst brav, das perfekte Kinderpony. Es brauchte etwa einige Minuten, bis wir am Stall ankamen. Ich band sie an, holte ihr Putzzeug und ein einfaches Reitpad sowie Zügel und ihre Trense, und machte mich an die Arbeit.
    "Nein, weiter, na los!", seufzend drückte ich der Ponystute die Fersen in den Bauch. Sie hatte leider nicht viel Ausdauer und machte schon nach zwei Runden im Trab schlapp. Naja, ihr Schwung verlor sich gerade nach zweieinhalb Runden. So stark hatte ich mich lange nicht mehr abgekämpft. Wir passierten A. Die Stute parierte und hustete. "Super gemacht! Fein!", lobte ich sie. Drei Runden. Wir gingen einen Zirkel, machten dann einen Wechsel und als wir an der Bande ankamen schnappte ich mir eine der Gerten, die oben auf dem Holz lagen. Die Stute reagierte laut Verena sehr fein auf die Gerte und brauchte höchstens touchiert werden, um Gas zu geben. Der Handwechsel wurde durch einen Zirkel komplettiert und danach wurde eine Volte eingelegt. Das Prinzip hatte sie schon im Kopf – jedoch waren sie viel zu groß. Als ich sie an der Hinterhand touchierte, trabte sie an – und schaffte schon nach vier Versuchen eine richtig tolle Volte. Ich klopfte ihren Hals und ließ sie dann gerade aus gehen. Ich saß aus, drückte den Rücken durch und gab ihr den entscheidenen Impuls – nichts. Auch als ich notfallplanmäßig auf den Zirkel wendete und dann wieder die Galopphilfen angab, sprang sie nicht an. Eigentlich hatte ich mir das Training heute anders vorgestellt. Dafür hatte sie einen weichen Trab, der sich gut aussitzen ließ. Und als ich bei A einen erneuten Versuch startete, wechselte sie in den Galopp. Grinsend trieb ich sie weiter, schaute auf die Wand damit sie nicht abschnitt und ließ sie dann durchparieren. Schnaufend blieb Ravi stehen. Ich saß ab, drückte meinen Rücken durch. Ich wollte ausgerechnet jetzt keine Probleme kriegen. Ich nahm den Helm ab, legte die Gerte weg und kratzte ihr hier noch die Hufe aus. Von der Halle führte ich sie dann über den großen Platz zum Stall. Dort machte ich sie boxfertig, brachte ihre Sachen an den angehörigen Platz und reichte ihr noch eine Möhre. Und ich? Ich stieg nach einer angenehmen Dusche in mein kuschelweiches Bett und war binnen Minuten eingeschlafen.
    Ich war um vier Uhr kurz wach geworden. Weiß der Geier warum. Als ich drei Stunden später frühstückte und mich dann heute für Funky bereit machte, sah ich Alexis und und einen jungen Mann mir entgegen kommen. "Morgen Catalina. Das ist Aaron. Er ist einer der Trainer hier." Wir sagten Hallo. Derweil lief ich in den Stall. "Kann ich bei Ihnen zuschauen, wie Sie Cauldron trainieren?" Mit etwas Schmackes hievte ich den Vielseitigkeitssattel des Schimmelschecken vom Sattelbock. Aaron griff mir unter die Arme und brachte den Putzkasten mit. "Natürlich dürfen Sie zuschauen. Aber erst möchte ich mit Funky ausreiten." Aaaron nickte. Ich ging wieder zurück und holte Zaumzeug, Hufglocken, Bandagen und sein Martingal. Der Hengst wieherte mir schon entgegen als ich den Stalltrakt lang lief. Kaum stieß ich die Tür offen rammte mir der Schecke seinen Kopf in den Bauch und wärmte ihn mit seinem Atem. "Wir haben uns gestern schon gesehen, hast du das schon vergessen?!", natürlich hatte auch ich ihn vermisst und es gab erst einmal ein Wiedersehen der besonderen Art. Beim Putzen versuchte er, mich ständig im Visier zu haben. Auch beim Hufekratzen blieb er aufmerksam. Als ich ihn dann sattelte und für den Ritt durch die Wildnis Kanadas vorbereitete, schnubbelte er an meiner Schulter. "Oh ja, ich hab dich doch auch lieb, Tuntchen.", ich kraulte seine Ohren und führte ihn nach draußen auf den Platz. Alexis, die gerade ein Fohlen auf die Weide brachte, hielt den zappeligen Hengst fest während ich mich auf seinen Rücken schwang. Alexis wünschte mir "Gut Ritt!", klopfte dem Hengst kräftig auf die Flanke und wir trabten von der Ranch hinunter.
    Die Bluerock Mountains befanden sich zweiunddreizig Kilometer von hier entfernt. Da der Hengst sehr gut im Distanzreiten war, war dies auch kein Problem. Der kräftige Wind, der sich hier aber aufstaute schon. Ich schlug den Kragen meiner Jacke hoch, als wir vor dem Reservat ankamen. Ich gönnte dem Westernpferd eine Pause, damit er sich stärken konnte und 'Ballast' ablassen konnte, dann trabten wir auf den gekennzeichneten Pfaden in den Naturpark hinein. Stille. Pure Stille umgab uns. Gelegentlich zwitscherte ein Vogel oder ein Ast brach, Funky schnaufte oder trat gegen einen Stein. Die Militarystrecke befand sich noch gute zweihundert Meter von hier entfernt. Die Strecke war natürlichen Ursprungs. Flüsse, kleinere Abhänge, Büsche und Baumstämmte – sogar ein (heruntergeschliffener) Stein – und Zäune waren die Hindernisse der 2,4 Kilometer langen Strecke, die wir bezwingen wollten. Bei dem Springtalent des Hengstes war die Strecke gewiss ein leichtes, und wir brauchten ja kein Rennen zu veranstalten. Ein Holzschild mit Markierungen wies uns auf die Strecke hin. Zum Notfall standen auf der Strecke noch alle paar Meter rote Fähnchen. Los geht's. Der Weg war relativ ebengleich. Die Wurzeln die aus dem Boden herausragten waren für Funky kein Problem. Ein Strohballen wurde übersprungen. Es ging bergauf und nach links, direkt danach folgte eine kleine Brücke, die einen Fluss überspannte und dann setzte der Hengst zu einem Sprung über zwei Baumstämme an. Ehrgeizig wie eh und je galoppierten wir über einen kleinen Abhang, dann hielt Funky abrupt an und pinkelte. Danach trabten wir wieder an. Eine Weile lang kam nichts. Es ging mal rauf, mal runter, dann hüpfelten wir über kleinere Äste. In der Ferne hörten wir einen Fluss rauschen. Das Rauschen wurde lauter und lauter – wir überwanden gerade den Stein, der in etwa wie ein Zwergentisch aussah – und dann war er plötzlich da. Funky legte einen Sliding Stop hin, sodass Erde und kleinere Steine meine Beine trafen. Ich schätzte die Breite auf etwa einen Meter und ein paar gekrüppelte Zentimeter und die Tiefe auf zwanzig Zentimeter ein, plus/minus. Funky machte einen Spin, trabte einige Schritte zurück und drehte sich wieder um. Ich gab ihm die Sporen, und er preschte im Galopp auf das Wasser zu. 'Bitte geh nicht durch, bitte geh nicht durch!', dachte ich, doch es kam anders als geplant. Der Hengst streckte sich beim Sprung, ließ sich dann fallen und spritzte uns nass. Im Starktrab zogen wir dann den Pfad weiter. Innerhalb einer halben Stunde waren wir wieder im Park angekommen. Die Beine des Westernpferdes waren immer noch feucht und meine Reithose klebte an meinen Beinen.
    Kaum waren wir zurück auf dem Hof, kam mir ein grinsender Caleb entgegen. "So, Aaron wants to watch you train Cauldron? He called me to look after you.", er griff die Zügel der Tunte, ich saß ab und schaute mir die Hose an. "Well, you got wet on your ride-out." "Of course! We jumped over a river. Where's Aaron?" "He's warming Cauldron up. On the spring course. I'll bring Funky to the stable. It's time for his food." Ich nickte nur, und steckte dem Springpferd eine Möhre zu. Haps war sie weg, dann lief ich zum Springplatz. Schräg gegenüber sah ich Verena auf einem Pferd einige Spins drehen. Aaron führte den schmucken Ponyhengst an den Hindernissen vorbei, bis ich auf den Platz stiefelte und mich mit Cauldron bekannt machte. Neugierig stubste er mich ins Gesicht, dann gurtete ich nach, stellte die Steigbügel richtig ein und saß dann ohne Hilfe auf. "Ich bleibe am Tor.", sagte Aaron dann und schob hinter sich das Gatter zu. Ich orientierte mich kurz auf dem Platz. Neben dem üblichen Gedöns aus Stangenkombinationen und Hecken befand sich auch eine Mauer auf dem Platz. Doch vorher wärmte ich Callus auf. Der Hengst galoppierte an, und wir setzten über die ersten Hindernisse. Das Niveau lag bei A bis L. Seine Qualifikation war eh schon A, daher waren die Hürden für ihn gut zu überwinden. Callus erwies sich als lernfreudig heute, und obwohl es langsam kühler wurde zogen wir das Training weiter an. Während einer Schrittpause legte Aaron neue Stangen in die Hindernisse, damit wir weiter machen konnten.
    Nach dem Mittagessen holte ich Ravi von der Weide. Die gemütliche Stute schunkelte neben mir her, und beim Aufsatteln legte sie die Ohren etwas an. "Schon gut, Kleine." Wir gingen auf den Dressurplatz. Auch jetzt war sie sehr bequem, was das Traben anging. Mit der Gerte klappte es doch, dass wir eine Bahnseite im Galopp hinter uns bringen konnten und dann auf dem Zirkel blieben. Wir wendeten ab und führten zwei Volten hintereinander und einen Bahnwechsel aus. Als wir dann noch eine Kehrtwende hinten dran hängten flapperten die Ohren der Stute aufmerksam in die Luft. Zügig hob sie die Beine an, trabte stark durch und legte sich in die Wendung rein. Lobend streichelte ich ihren Hals, dann war auch für sie Schluss. Genuine Lil Cut stand am Weidezaun und knubbelte gerade mit Goodbye über den Zaun. Die Stute trabte daraufhin weg und ich holte den Paint Horse Hengst von der Hengstweide, damit wir uns für den heutigen Distanzritt warm machen konnten. Der äußerst gelassene Hengst durfte heute mit Westernsattel geritten werden. Es ging zum Banff National Park. Mit den gut 60 Kilometern vor uns würden wir gegen neun Uhr abends wieder daheim sein. Ich hatte einen Rucksack und die Satteltaschen mit Essen, Wasser und einem Hufkratzer bespickt und verabschiedete mich von Alexis und Verena.
    Der Sattel war äußerst bequem zum sitzen und ich hatte richtig Glück, einen so ruhigen Hengst zu haben, der sich von dem allmählichen Nachmittagsverkehr nicht ablenken lassen ließ und locker lief. Auch wenn die Zügel locker hängen durften hatte ich sie fest in den Händen und folgte mit ihm dem Highway Richtung Bluerock Mountains. Von dort aus folgten wir dem National Path, bis wir an dem Park ankamen. Doch erst als wir an dem bewaldeten Stück ankamen galoppierten wir ein Stück, trabten dann wieder und galoppierten wieder. Die Mountains waren hinter uns und wir legten eine Pause ein. Ich entfernte Steine und Dreck aus seinen Hufen und saß wieder auf. Das hügelige Terrain war schwer zu bezwingen, aber schließlich hatten wir es geschafft und kehrten zurück. Genuine hatte noch zwei Äpfel als Wegesnahrung erhalten, dann brachte er uns zurück. Es war schon dunkel, die Sterne strahlten vom Himmel herunter und der schnaufende Paint durfte nach einer intensiven Putz- und Lobphase auch in seine Box.

    "Ich will hier noch einmal kurz mit Funky die Militarystrecke reiten. Dann fliege ich nach Hause." Frühstückszeit. Ich berichtete Verena gerade von den Fortschritten und dem heutigen Plan. Kanada fehlte mir jetzt schon, aber ich wollte auch wieder nach Hause. Ich mümmelte mein Käsebaguette auf, schob mir noch zwei Kirschen in den Mund und stapfte mit vollem Mund zum Stall. Ich schnalzte mit der Zunge und machte Funky auf mich aufmerksam. Mit der Ausrüstung brauchte ich heute doppelt so lange. Der Hengst tänzelte heute unruhig am Anbindepfahl und starrte mich an, wenn er die Chance hatte. "Nimm den Kopf doch mal runter, Mensch!", ich drückte seine Stirn herunter und stellte die Riemen richtig ein, dann war er auch fertig und ich auch. Es war ja sehr früh, daher schafften wir die Strecke bis zum Ziel binnen kurzer Zeit. Funky hatte aber sein Springtalent trotz seiner Aufgewühltheit nicht vergessen. Wie ein typisches Springpferd – denn typisch war er sicher nicht – segelte er über die Hindernisse. Auch den Fluss übersprang er konsequent, von Wasserflecken war nichts zu sehen. Perfekter ging es nicht. Der Hengst hatte volle Arbeit geleistet. Ich konnte nicht aufhören, ihn zu loben und war geschafft, als ich am Stall ankam. Genau in dem Moment, als wir die Auffahrt hochtrabten fing es an zu gewittern. Funky wieherte einmal lauter und wurde zackiger. Etwas unruhig hielt er vor dem Stall an und lief neben mir her in den Trakt. Gelassen sattelte ich ihn ab. Verena und Alexis kamen mit Pferden und Ponys in den Stall gelaufen. Sie waren klatschnass. "Unwetterwarnung. Hilfst du uns, wenn Funky in seiner Box ist?" Ich nickte nur und beeilte mich, den Schimmelschecken in sein kleines Heim zu bringen. Abwesen reichte ich ihm ein Brötchen, und lief dann nach draußen, um die Pferde in Sicherheit zu bringen. Die Fohlen waren sehr aufgeschreckt, und als nach einer halben Stunde etwa alles in Ordnung war, es aber weiterhin stürmte, ging ich noch ein letztes Mal zu Funky. Der wälzte sich gerade in seiner Box und hatte die Beine schön in die Luft gereckt und schaute mich schon beinahe hilflos an. Lachend setzte ich mich an seinen Kopf und streichelte ihn. "Ich werd dich vermissen, Kleiner.", hauchte ich, als ich dann aufstand und durch den peitschenden Regen in das Gästehaus lief.
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    Trainingsstall "Project Second Chance"
    Military von E auf A
    10.11.2015

    Im Zuge meiner Novemberaktion hatte ich die Auflage gelockert, dass nur ein Pferd zum Training angemeldet werden konnte und hatte direkt von Stefanie Westside einen Auftrag bekommen. Ich hatte mit ihr - so wie auch mit allen anderen - ausgemacht, dass ich die Aufträge einzeln abwickeln würde. Die meisten Trainer verbanden ihre Aufträge einfach miteinander, aber ich wollte nicht so lange von zu Hause fortbleiben und hatte mit Stefanie ausgemacht, dass ich zwischendurch jeweils eine Woche nach Hause flog und dann wieder kam. Erneut führte mich mein Weg nach Calgary, Kanada. Das bedeutete langer Flug, aber damit kam ich klar. Isabella fuhr mich an den Flughafen und so langsam verstand sie, dass ich keinen großen Proviantkorb brauchte. Sie hatte mir lediglich ein Sandwich und ein Stück Kuchen eingepackt, wofür ich ihr sehr dankbar war. "Machs gut. Wir sehen uns dann bald wieder",sagte ich zum Abschied, bevor ich zum Boarding aufgerufen wurde. Dreizehn Stunden Flug lagen vor mir. Die meiste Zeit verbrachte ich mit Lesen oder auch zwischendurch schlafen. Schließlich landeten wir und vom Flughafen ging es direkt zur Kanaskins Rever Ranch. Dort angekommen, wurde ich auch direkt von Stefanie begrüßt. Nachdem ich mich eingerichtet hatte, ging ich gemeinsam mit Stefanie zu der Hackney-Stute, die ich zuerst trainieren wollte. Sugarlips Habasi schnupperte neugierig, aber auch etwas misstrauisch an meiner Hand, die ich ihr hinhielt. "Sie ist am Anfang immer etwas scheu",kommentierte Stefanie das ganze,"aber sie ist eine ganz liebe, nicht wahr Habasi?"Ich lächelte und sagte:"Davon bin ich überzeugt."Ich ließ mir von Stefanie Habasis Ausrüstung zeigen und halfterte die Stute anschließend auf. Ich verwandte viel Zeit auf das Putzen, um ihr zu zeigen, dass ich ihr wirklich nichts übles wollte und mit der Zeit wurde die Stute schon etwas zutraulicher. Da es noch nicht zu spät war, um ein erstes Training vorzunehmen, sattelte und trenste ich die Stute und führte sie dann in die Halle. Heute wollte ich mich bloß mit ihr bekannt machen. Morgen würde ich dann anfangen mit einem kleinen Springpacours auf dem Springplatz, um zu sehen, wie sie mit Sprüngen klar kam und wie wir beide uns dabei machten. Wenn nötig würde ich dann noch einige Tage auf dem Springplatz trainieren, bevor ich mich an die Militarystrecke wagen würde. Nachdem ich nachgegurtet hatte,stieg ich auf und wärmte die Stute erstmal im Schritt auf. Sie war eher zurückhaltend, was den Schritt anging, sodass ich sie etwas trieb, damit sie fleißiger wurde. Ich hatte das Gefühl, dass diese Zurückhaltung auch eher von Unsicherheit herrührte, als von Faulheit und schon bald wurde ich davon überzeugt, als sie nämlich begann mutiger zu werden und somit auch forscher im Schritt. "So ist es gut",lobte ich die Stute und trabte sie schließlich an. Zu Anfang des Trainings war sie noch ziemlich unsicher, aber mit der Zeit wurde sie mutiger und schien auch zu merken, dass ich ihr nichts böses wollte. Ich trabte und galoppierte sie noch auf beiden Händen, bevor ich das Training für heute beendete. Bei ihr würde ich viel über Lob arbeiten müssen, um sie nicht negativ auf mich einzustimmen. Natürlich durfte ich ihr auch nicht alles durchgehen lassen, aber ich würde behutsam sein müssen. Nachdem ich die Stute versorgt hatte, aß ich noch zu Abend, bevor ich dann auch schon ins Bett verschwand, um für morgen fit zu sein. Der nächste Tag begann früh für mich - selbst gewählt - und ich traf Stefanie beim Füttern an. Da Habasi noch genüsslich aß, wollte ich sie noch nicht stören und so ging ich zum Springplatz und sah mir an, welche Sprünge aufgestellt waren. Ich veränderte den Pacours nach meinen Bedürfnissen und Wünschen und nachdem das erledigt war, war auch Habasi mit dem Fressen fertig. Ich machte sie für das Training fertig und führte sie dann auf den Springplatz. Nachdem ich aufgestiegen war, ritt ich sie warm. In allen drei Grundgangarten ließ ich sie erst einmal vorwärts gehen und warm werden, bevor ich den ersten Sprung mit ihr ansteuerte. Sie sprang gut und da war definitiv noch etwas Platz nach oben. Ich lobte sie viel, musste auch kaum tadeln, weil sie einen sehr feinen Charakter hatte und nicht aufsässig wurde. Dennoch, manchmal wurde sie etwas zu schnell, sodass ich ihr doch hin und wieder sagen musste, dass sie nicht einfach rennen konnte, wie sie wollte. Ich übte noch eine ganze Weile die unterschiedlichen Hindernisse, bevor ich schließlich einmal den Pacours - bestehend aus vier Hindernissen - überwand. Habasi sprang sehr gut und ich hatte keine Bedenken, dass sie auch den Militarypacours schaffen würde. Trotzdem wollte ich die nächsten Tage noch auf dem Springplatz bleiben und mich mit ihr vertraut machen. Eine Woche lang trainierte ich mit Habasi ausschließlich auf dem Springplatz und ging zwischendurch schon mal mit ihr ins Gelände, um zu sehen, wie sie sich dort gab. Sie gewöhnte sich gut an mich und am Ende der Woche hatte ich das Gefühl, dass wir soweit waren, um die ersten Sprünge auf dem Geländepacours zu wagen. Stefanie hatte keine eigene Militarystrecke, aber in der Nähe gab es ein Übungsgelände, das wir mitbenutzen durften. Ich hatte mich extra dort erkundigt und man hatte mir gesagt, dass das kein Problem sei. Heute würde ich zum ersten Mal dort trainieren. Ich konnte dort hinreiten. Stefanie würde mit dem Auto und einem Hänger kommen, falls ich Habasi nicht auch noch zurückreiten wollte. Ungefähr eine halbe Stunde brauchten wir. Das Gelände war riesig und bot eine Menge Hindernisse, aber ich blieb erst einmal bei den leichten Hindernissen und würde mich im Laufe des Trainings etwas steigern, um die Stute eine Klasse höher zu bringen. Zu Anfang jedoch übte ich viel an den leichten Hindernissen, wie ein Hindernis in Form eines Hauses, einen Baumstamm oder auch einen kleinen Abhang. Ich trainierte jeden Tag mit der Stute. Mal machte ich nur einen einfachen Ausritt, um mal die Seele baumeln zu lassen und mal ging ich mit ihr auf die Militarystrecke. Die nächsten Wochen blieben wir noch bei den leichten Hindernissen, bevor ich mich das erste Mal einem Hufeisen zuwendete. Dieses Hindernis war zwar eigentlich nicht schwierig, aber gehörte trotzdem zu den schwierigeren Hindernissen, weil es das Pferd von beiden Seiten begrenzte und die Pferde oftmals Angst davor hatten. Ich steuerte Habasi darauf zu und merkte, dass sie wirklich etwas unsicher wurde, aber mit energischem Schenkeldruck gelang es mir, die Stute zum Springen zu bewegen. Ich lobte sie ausgiebig und trainierte noch ein wenig an diesem Hindernis, bevor ich mich dem Erntewagen zuwendete. Auch dieses Hindernis forderte einiges an Mut und Überzeugung durch den Reiter. Habasi stoppte beim ersten Mal davor, aber ich versuchte es gleich ein weiteres Mal und dieses Mal sprang sie darüber. Ich lobte sie und ließ sie noch einmal darüber springen, bevor ich das Training für heute beendete. Die nächsten Wochen wendete ich mich immer wieder anderen Hindernissen zu, bis ich davon überzeugt war, dass die Stute soweit war in der nächsthöheren Klasse zu starten. Die letzte Prüfung für die Stute war dann das Überwinden eines A-Pacourses mit Stefanie, welche sie ohne Probleme bestand. "Das wars",sagte ich lächelnd,"das habt ihr wirklich gut gemacht."Gemeinsam fuhren wir nach Hause und ich verabschiedete mich von Stefanie."Wir sehen uns dann in einer Woche wieder",sagte ich lächelnd und umarmte sie zum Abschied. Vom Heimflug bekam ich wenig mit, weil ich die meiste Zeit über schlief und am Flughafen erwarteten mich Alan und Isabella, die wieder mal Proviant mitgebracht hatte. Es war schön wieder zu Hause zu sein, aber ich freute mich auch darauf, in einer Woche wieder auf Reisen zu gehen.
    © Samanta | 7715 Zeichen | überprüft mit lettercount.com

    Die Kür

    Leichte Rauchwölkchen kamen aus den Nüstern der Palomino Stute Sugarlips Habasi, während Stefanie Westside sich die Hände rieb den trotz Handschuhen war es eiskalt. Die junge Stute tänzelte kurz zur Seite als ein kleiner Hund bellend auf sie zulief. Eine junge Frau kam angerannt und entschuldigte sich, ehe sie den kleinen Kerl hoch nahm und den Raum verließ. „Wir bitten nun Stefanie Westside mit ihrer Hackney Pony Stute Sugarlips Habasi in die Halle!“, krächzte es aus den weißen Lautsprechern.
    Die Kupfergoldhaarige Reiterin nahm die Zügel auf und atmete nochmal tief ein, die kalte Luft stach ihr in die Lungen und sie hustete kurz. Habasi fiel nun in einen kräftigen Trab, ehe Stefanie sie in der Mitte der Halle zum Stand durchparierte. Ihr Blick fiel zu den Richtern und sie grüßte diese mit einer kurzen Verbeugung hoch zu Ross. Nun drückte die junge Reiterin erneut ihrer Stute in die Flanken, woraufhin diese sich in einer eleganten Schrittbewegung fort bewegte. Beide ritten nun auf der ganzen Bahn, wo sie den eleganten Schritt von Sugarlips Habasi auf der rechten Hand vorführten. Beim nächsten Hufschlag wechselte Habasi die Hand, wo sie dann auf der Halben Bahn ihren Schritt zeigte. Nachdem die erste Gangart gezeigt worden war, ging es weiter mit Trab. Somit wippte die Reiterin taktvoll mit und ihre Stute bog sich in den Zirkel. Dort trabte sie mit eleganten und leicht erhobenen Schweif durch die Kurven, während ihre Mähne taktvoll mitwippte und sie nach der dritten Runde durch den Zirkel wechselte. Trabend legte sich Sugarlips Habasi erneut in die Kurve und präsentierte so den Trab von der rechten Hand. Konzentriert gab Stefanie ihrer Stute Paraden, sodass diese mit einen recht geraden Kopf lief. Natürlich gab die Reiterin ihrer Stute auch ab und zu die Zügel, damit diese nicht unter die Gerade kam. Nachdem beide die zweite Gangart abgestritten hatten, ging es weiter mit Galopp, also gab Stefanie ihrer Stute Schenkelhilfen und die Palomino Dame fiel in einen federnden Galopp und machte raumgreifende Schritte. Sie absolvierte nun auf der ersten Handseite die Sachlangenlinien und bog sich sanft in die Kurven. Mit kräftigen Galoppsprüngen bewegte sie sich fort und wechselte beim nächsten Hufschlag die Hand und schon war die letzte Gangart präsentiert. Also bog sich Sugar ein letztes Mal elegant in die Kurve und ließ sich bei der Mitte der Halle durchparieren. Dort stand die Stute nun geschlossen auf einer Stelle und Stefanie atmete tief durch, ehe sie ihrer Stute Gewichts- und Schenkelhilfen gab und mit Paraden ihren Kopf in einer schönen geraden Form hielt. Dann vollführte die Palominostute eine schöne und konzentrierte Piaffe vor, die Zuschauer jubelten und ein Lächeln glitt über Stefanies Lippen, dann kehrte sie mit ihrer Hackneystute zurück zum Mittelpunkt der Halle zurück, verbeugte sich und verabschiedete sich von den Richtern.
    Schon war die Arbeit erledigt und Stefanie ließ ihre Stute am langen Zügel aus der Halle treten. Somit entspannte Sugarlips Habasi ihren Gang und verließ im lockeren Schritt die Halle. Draußen angekommen glitt die junge Reiterin aus dem Sattel und klopfte ihrer Palominostute den von Glanzspray glänzenden Hals. ,,Super gemacht!´´, lobte sie ihre kleine und zierliche Dame.

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    Zuletzt bearbeitet: 23 Dez. 2015
  3. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta
    Halluzination

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    Steckbrief
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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: Hallu
    Geburtstag: 17.08.
    Alter: 9 Jahre
    Stockmaß: 1,63 m
    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Fuchs
    (ee,Ff,AA)
    Abzeichen: Halbweisse Fessel Vl, halbweiss gestiefelt Hr
    Gesundheit: sehr gut


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    Unberechenbar


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    Halluzination lässt sich nichts vorschreiben und geht nach ihrem Willen. Dennoch ist sie sehr lernfähig und robust. Sie lernt gerne, aber auch nicht jeden Tag.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: HuskyJenny
    VKR: HuskyJenny
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -


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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S***
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: S*
    Distanz Klasse: E

    Eignung: Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [ZSW 260]
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    1. Platz 210. Galopprennen
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    1. Platz Pas-de-Deux 340. Dressurturnier
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    1. Platz 84. Synchronspringen
    1. Platz 93. Synchronspringen
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    2. Platz 79. Synchronspringen
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    3. Platz 82. Synchronspringen
    3. Platz 65. Synchronspringen
    3. Platz 63. Synchronspringen
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    3. Platz 308. Dressurturnier
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    1. Platz Dressurprüfung auf Trense [bis L] Sommerturnier Gestüt Keep Smiling
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    3. Platz E-Klasse Springen des WCS Eröffnungsturnier


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    Hallu's Spind


    TA-Bericht

    Eddi
    Tierarztbericht

    In der Küche war ich kein sonderlich großes Talent, mich jedoch mit der Schere in die Hand zu schneiden, war selbst für mich ein wenig übertrieben. Getan hatte ich es trotzdem und war so gut zwei Wochen außer Gefecht gewesen. Währenddessen hatte sich allerhand angesammelt, was nun abgearbeitet werden musste, unter anderem ein Auftrag bei Occulta, welcher nun schon fast genau so lange wartete, wie ich mich geschnitten hatte. Als ich heute auf ihrem Gestüt ankam, entschuldigte ich mich erst einmal vielmals für meinen Ausfall, ich wusste, dass die Untersuchungen ihrer drei Pferde eigentlich wichtig waren.
    Nach einem kurzen Smalltalk ging es dann auch direkt zum ersten Patienten: Unbroken Soul of a Rebel. Ein bisschen kannte ich den Paint Hengst schon, da er vorher bei einer guten Freundin gestanden hatte. Vom Charakter her war Unbroken solala, man konnte mit ihm umgehen und er benahm sich auch größtenteils, weshalb ich hoffte, dass die Untersuchung möglichst schnell abgeschlossen sein würde. Wir begannen damit, dass Occulta mir ihren Hengst im Schritt und Trab vorführte. Dann ging es direkt an den Putzplatz.
    Sein Gangbild war klar gewesen, weshalb ich Unbroken nur noch einmal kurz abtastete, aber auch dabei nichts fand. Als nächstes kontrollierte ich den Pupillenreflex und seine Zähne - auch dort war alles in Ordnung. Nun hörte ich Unbroken noch gründlich ab und kontrollierte seine Werte. Zuletzte musste ich noch die Körpertemperatur messen und dann konnte ich guten Gewissens sagen, dass Unbroken kerngesund war, geimpft und entwurmt werden konnte.
    Insgesamt vier Impfungen erhielt der Hengst: Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Alle vier hielt er tapfer aus, ehe er auch noch die Wurmkur schlucken musste. Nachdem das alles geschafft war, konnte ich ihn entlassen und Occulta holte direkt den nächsten Patienten. Diesmal eine Stute namens Dancing Moonrise Shadows. Shadow war eine zuverlässige und ausgeglichene Stute, ließ sich wunderbar vorführen und untersuchen.
    Dementsprechend war ich schnell mit der Rappstute fertig. Ihr Pupillenreflex funktionierte einwandfrei, die Zähne standen in Reih und Glied und ihre Herz- und Pulswerte waren im Idealbereich. Auch beim Abtasten konnte ich nichts entdecken, also konnte ich auch sie zufrieden impfen und entwurmen. Dann durfte auch Shadow zurück in ihre Box und wir kamen zum letzten Pferd für den Tag. Halluzination.
    Hallu war eine Hannoveranerstute und diskutierte gerne - auch mit mir. Umso anstrengender wurde die Untersuchung, weil Hallu partout nicht still halten wollte, mir nicht das Maul öffnen wollte und sich auch sonst recht zickig anstellte. Dennoch schafften wir es auch bei ihr irgendwann und sie endlich untersucht, geimpft und entwurmt. Ich erneuerte noch alle Impfpässe und wünschte dann Occulta und ihrem Team fröhliche Weihnachten und erholsame Feiertage, ehe ich mich auf den Heimweg machte.
    22 Dez. 2015

    HS-Bericht

    Arktiswolf
    Hufschmiedebesuch bei Halluzination

    Anders als bei Fly Fast, war der nächste Kandidat doch nicht so anstrengend wie Malte zu Beginn gedacht hatte. Die Fuchsstute, welche ebenfalls neue Eisen bekommen sollte, war zwar ein wenig argwöhnisch ihm gegenüber, allerdings machte sie keine Aufstände wie der Hengst vor ihr.
    Trotz allem war Malte dennoch vorsichtig bei ihr, denn wenn er in ihre Nähe kam, legte sie die Ohren an und schüttelte unwillig mit dem Kopf.
    Das es nur bei Drohgebärden blieb erkannte der Hufschmied schnell. Denn Halluzination, so wie die hübsche Stute hieß, gab folgsam jeden Huf den der Mann forderte.
    Wie zuvor hielt auch hier wieder die Besitzerin Occulta Smith das Pferd und beobachtete den Schmied bei der Arbeit.
    Bevor Malte Osswald überhaupt richtig beginnen konnte, musste er die alten Eisen abnehmen. Nachdem dies geschehen war und die alten Hufeisen entsorgt waren, bearbeitete der Schmied sorgsam das Horn damit der neue Beschlag auch ordentlich angesetzt werden konnte.
    Der Tragrand wurde beschnitten, dort wo das Horn seit dem letzten Hufschmiedebesuch nachgewachsen war und sich nicht selbst abgenutzt hatte. Es war relativ wenig im Gesamten und auch zum ausschneiden an Sohle und Strahl gab es kaum etwas. Wobei Malte dort eher besonders vorsichtig war und nur etwas weg schnitt wenn es wirklich nötig war.

    Rissige oder gar brüchige Stellen wurden mit der Huffeile abgeraspelt und begradigt, so dass keine Gefahr lief das der Huf an jenen Stellen einreißen konnte. Im gesamten war er mit den Bild der Hufe aber zufrieden.
    Auch Halluzination musste ein wenig herum geführt werden, damit der Schmied ein Auge auf das Gangbild der Hannoveranerstute werfen konnte. Dort wo er der Meinung war, korrigierte er seine Arbeit und bereitete alles für den neuen Eisenbeschlag vor.
    In seiner mobilen Werkstatt suchte Malte sich alles zusammen was er brauchte und bearbeitete nach geraumer Zeit die heißen Eisen so, das sie genau auf die Hufe der Stute passten.

    Fast zum ende hin, als Malte am vorletztem Huf war, entschied sich Halluzination wohl dazu das dem stillstehen nun zu genüge getan wurde und wollte Malte den verlangten Huf nicht mehr geben. Es brauchte einiges an Überredungskunst von dem Schmied, damit die Stute wenigstens noch die letzten Minuten still hielt.
    Nach diesen letzten, doch etwas schweißtreibenden letzten Arbeitsschritten, war der Schmied endlich fertig und die Fuchsstute hatte ihre neuen Eisen.
    Alles in allem war dies ein anstrengender Tag für Malte gewesen. Aber dies störte ihn nicht weiter denn es gehörte nun einmal dazu. Und diese Tage waren es die ihm tatsächlich Freude bereiteten. Denn Ihm machte es Spaß auf die unterschiedlichen Charaktere von Pferden zu treffen und dann die Herausforderung sich mit ihnen zu verstehen. Dies klappte nämlich auch nicht immer.
    Occulta schien zufrieden zu sein und nach einem kurzem Gespräch verabschiedete sich Malte auch von Pferd und Besitzerin. Nicht ohne der Stute doch noch eine Möhre zu zustecken.
    18 Dez. 2015

    Trainingsberichte [4]
    Veija
    Springen E auf A
    Heute war ich auf dem Weg zu Occu und ihrer Stute Halluzination. Ich war schon gespannt darauf, Occu wiederzusehen und ihr von den Erfolgen von Gipsy und Moon zu erzählen. Gipsy lief erfolgreich im Sport und hatte mit mir zusammen einen Extreme Trail Kurs belegt, den wir mit Bravour abgeschlossen hatten.
    Endlich bei ihr angekommen stieg ich aus und wurde schon überschwänglich von ihr empfangen. Kaum war ich angekommen, zeigte sie mir die Stute und ich holte sie ans Halfter, um heute schon mit ihr zu trainieren. Ich putzte sie und ging mit ihr auf den Platz, wo ich sie longierte. Ich longierte meine sowie fremde Pferde grundsätzlich nur mit Halfter, da ich das selbst so gelernt hatte. Die Stute lief schwungvoll vor sich hin. Besonders ihr Trab gefiel mir gut. Wenn ich sie nachher reiten würde, würde ich auf jeden Fall den schwungvollen Trab auskosten.
    Nachdem ich sie auf beiden Seiten in allen Gangarten longiert hatte, gibg ich mit ihr zurück in den Stall und sattelte sie. Ich zog mir meinen Helm an und ging wieder mit ihr in die Halle. Dort gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel. Im Schritt ritt ich sie viele Kurven und Biegungen, ehe ich sie auf dem Zirkel antrabte. Zunächst ritt ich große Zirkel auf beiden Bahnen, ehe ich sie immer kleiner machte und ständig die Hände wechselte. Es war wichtig, dass die Stute enge Wendungen laufen konnte, denn in höheren Klassen konnte man dadurch Zeit gutmachen.
    Schließlich galoppierte ich sie also an und ritt wieder viele ganze Bahnen und durch die Bahn wechseln. Auch Zirkel waren wieder an der Reihe, so dass ich auch einfache Galoppwechsel versuchen konnte. Schließlich lenkte ich sie auf einen kleinen Sprung zu, den sie mit Leichtigkeit nahm. Durch ihre Größe hatte sie keine Probleme diese kleinen Sprünge zu springen. Das Einzige was sie nicht so gut konnte, war das Abmessen vor dem Sprung bis sie wirklich springen sollte. Immer wieder kam sie an die Stange. Einmal lies ich sie in ihrem Tempo auf den Spru g zugaloppieren, ehe ich sie so stark zurücknahm, dass sie angesäuert die Ohren anlegte und den Kopf hochriss, und stehen bleiben wollte. Ich trieb sie jedoch wieder stark an, so dass sie springen musste. Sie überflog den Sprung und kam nicht an die Stange. Ich lobte sie, was si anscheinend nicht so recht verstand und machte Schluss für heute. Ich räumte alles weg, ehe ich sie in den Stall brachte und noch fütterte. Am Abend erzählte ich ihr von den Fortschritten Hallus, und erklärte ihr noch wie gut sich Gipsy und Moon machten, was sie sehr gerne hörte, denn es ging ihnen sehr gut auf meinem Hof. Müde fiel ich ins Bett.
    Am nächsten Tag holte ich sie schon früh am Morgen aus der Box, band sie in der Stallgasse an und putzte sie. Als ich damit fertig war sattelte ich sie sofort und ging in die Halle. Dort angekommen baute ich kleine Sprünge sowie Trab und Galoppstangen auf. Auch Schrittstangen legte ich zum Üben auf den Boden, ehe ich sie nachgurtete und schließlich aufstieg. Ich wärmte sie im Schritt und Trab auf, ehe ich wieder durchparierte und mich mit ihr an den Schrittstangen versuchte. Beim ersten Mal kam sie beinahe an jede Stange dran, doch nach ein paar Versuchen klappte das Ganze, ohne an dis Stangen zu kommen. Nach einer Weile versuchte ich dann die Trabstangen. Diese klappten besser, als die Schrittstangen, da sie sich nun besser konzentrierte als vorher. Schließlich galoppierte ich sie an und wir versuchten und an den Galoppstangen. Sichtlich verwirrt fiel sie in einen holprigen Trab, ehe sie stoppte un vor der letzten Stange Andeutungen von Steigen machte. Ich lies mich davon jedoch nicht beirren, sondern trabte sie wieder an, nahm die Trabstangen und hielt sie schließlich auf die Galoppstangen zu, die Hallu dieses Mal langsamer nahm und es auch schaffte, ohne an die Stangen zu kommen. Ich parierte sie zum Stand durch und lobte sie ausgiebig, ehe ich sie wieder angaloppierte und kreuz und quer durch die Hindernisse lenkte, bevor ich einzelne E Sprünge nahm. Sie war heute wesentlich ruhiger als das letzte Mal und so wagte ich mich an die A Sprünge. Auch diese übersprang sie locker, weshalb ich mit ihr zusammen zu Occu ritt, und sie sich auf ihr Pferd setzte. Aufwärmen brauchte sie nicht mehr viel, sie konnte sofort loslegen und überritt die Bodenstangen in allen Gangarten, ehe sie die E Sprünge und schließlich die A Sprünge nahm. Alles klappte sehr gut, weshalb sie sich entschied noch eine Runde mit ihr ausreiten zu gehn. Ich verabschiedete mich von ihr, denn meine Arbeit war getan. Schnell räumte ich alles weg, ehe ich mein Zeug packte, aber noch staunend am Zaun der Vollblüter stehen blieb. Ich traute meinen Augen kaum, als eine Rappstute auf mein Pfeifen hin zu mir kam. Vor mir stand Blütenzauber, die ich früher hatte verkaufen müssen. Ich kraulte ihren Hals und fand es sehr schade, dass Occu gerade weg war, denn sonst hätte ich sie gefragt, ob ich mit Blüte eine Runde ausreiten könnte. Vielleicht das nächste mal... Etwas traurig gab ich ihr einen Kuss auf die Nase, ehe ich mich nun ins Auto setzte und von Occus Hof fuhr.
    5081 Zeichen, by Veija

    Sammy
    Trainingsbericht Dressur A-L

    "Guten Tag, Sie sprechen mit Samantha O`Neil von den Hollybrook Training Stables, was kann ich für Sie tun?", ratterte ich ein wenig eilig herunter, als mein Handy klingelte.
    "Hallo, hier ist Occulta Smith von Pineforest Stable, ich hätte gerne, dass sie eines meiner Pferde in der Dressur auf Klasse L ausbilden. Wäre das möglich?"
    Innerlich jauchzte ich. Endlich wieder ein neuer Auftrag, ich liebte es einfach über alles fremde Pferde zu trainieren! Ich versuchte mir meine Freude nicht allzu sehr anmerken zu lassen und antwortete: "Aber natürlich, sehr gerne. Geben Sie mir einfach schnell ihre Daten durch, dann können wir sofort einen Termin ausmachen."

    ~*~

    "Now that she`s back in the atmosphere with drops of Jupiter in her hair, heyeyey....", sang ich lauthals eines meiner Lieblingslieder mit, als ich bereits am nächsten Tag auch schon auf dem Weg in Richtung Birmingham war. Für meine Verhältnisse waren die knappen zwei einhalb Stunden Fahrt von meinem Gestüt aus ein Klacks. Erst vor kurzem hatte ich meine gute Freundin Eddi in Wyoming besucht, um einige ihrer Pferde zu trainieren. Occulta hatte mir gestern einiges über mein Trainingspferd erzählt und ich war schon sehr gespannt auf die 9-jährige Fuchsstute. Während ich die von Eichen gesäumte Zufahrtsstraße zum Gestüt entlangfuhr, wurde ich ein wenig nervös. Es war einfach immer wieder aufs Neue aufregend neue Pferde und ihre Besitzer kennen zu lernen. Zumal ich von Occulta`s Gestüt schon einiges gehört hatte. Sie züchtete nämlich unter anderem wundervolle Englische Vollblüter. Ich passierte die rießige Grasrennbahn und stellte mein Auto auf dem Parkplatz ab. Schon während ich ausstieg, kam mir auch schon eine junge Frau mit rötlichen Haaren entgegen und stellte sich als `Occu`vor. Dann führte sie mich am Haupthaus und dem großen Hauptstall vorbei zu einem kleineren, langgezogenen Stall mit weit überhängendem Dach. Als sie uns kommen hörten, streckten uns 8 wunderschöne Pferde und Ponies ihre Köpfe entgegen. Occu lachte und stellte mir dann Halluzination vor, eine mittelgroße, wunderschöne Fuchsstute mit einem leuchtend weißen Stern auf der Stirn.
    Ich streckte dem Pferd die Hand hin und fragte lachend: "Hat sie heute keine Lust oder schaut sie immer so missmutig?"
    "Oh nein, mach dir nichts draus. Das ist ihr Standard-Gesichtsausdruck. Das kann sie sogar, während sie Leckerlis frisst!", antwortete Occu grinsend und zeigte mir dann noch schnell, wo ich das Putzzeug und Hallu`s Ausrüstung finden konnte.
    "Die Halle liegt gleich hinter dem Nebenstall, der Reitplatz nördlich davon. Ich weiß nicht, wo du lieber hingehen möchtest?", fragte sie mich, bevor sie sich wieder an ihre Arbeit machte.
    "Da ich keine Lust habe von irgendwelchen Insekten gefressen zu werden, tendiere ich eher zur Halle.", gab ich zurück, während ich mir schon einmal Hallu`s Putzkasten unter den Arm klemmte und dann damit zu der Fuchsstute zurückkehrte.
    Heute würde ich mich mit Hallu vertraut machen und wenn alles klappte auch schon den Außengalopp und die Kurzkehrtwendung üben. Der Rest stand dann morgen auf unserem Programm.
    Ich halfterte die Stute auf, gab ihr ein Stückchen Karotte zur Begrüßung und band sie unter dem hervorstehenden Dach des Nebenstalls an. Dann begann ich mit kräftigen Strichen ihr kupferfarbenes Fell zu bürsten und merkte sofort, dass ihr das an gewissen Stellen überhaupt nicht gefiel. Die schöne Stute zuckte mit dem Fell, legte die Ohren an und giftete in meine Richtung.
    "Nana, was ist das denn für ein Benehmen? Ich sage dir, wenn du auch nur einmal nach mir schnappst, binde ich dich kürzer an.", ermahnte ich die missgelaunte Stute.
    Da ich schnell herausfand, wo genau die Stute kitzlig war, beeilte ich mich an diesen Stellen einfach und ließ mir dann für den Rest mehr Zeit. Auch die kurz geschnittene Mähne des Sportpferdes brauchte nicht viel Aufmerksamkeit, sodass ich schon bald soweit war, ihre Hufe auszukratzen. Das funktionierte bei dreien auch wunderbar, doch beim vierten stämmte Halluzination einfach das Bein auf den Boden. Ich versuchte es erst mit einem strengen: "Gib Huf!" und lehnte mich, als das nicht funktionierte, gegen die Schulter der Stute. Das klappte in den allermeisten Fällen und so gelang es mir auch hier, den Huf auszukratzen. Wenn auch mit einer gewissen Kraftanstrengung, da die zickige Stute immer wieder versuchte, mir das Bein zu entziehen. Auch beim Aufsatteln schien Hallu nicht gerade begeistert und legte die Ohren flach an den Kopf, als ich den Gurt anzog. Ich schüttelte nur lächelnd den Kopf und trenste die Stute ungerührt auf. "Meine Liebe, um mich zu verscheuchen musst du dir schon mehr Mühe geben. Glaubst du bei 90 Pferden hätte ich keine Zicken auf dem Hof?", fragte ich sie lachend, während ich mir Reitkappe und Handschuhe anzog und Halluzination dann zur Reithalle führte.
    Dort angekommen stellte ich Hallu auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Die Stute schien zwar nicht unbedingt begeistert, aber immerhin blieb sie stehen, bis ich mich zurecht gesetzt und meine Steigbügel eingestellt hatte. Mit einem leichten Schenkeldruck ließ ich die Stute im Schritt antreten und begann damit, sie mit Zirkeln, Schlangenlinien und Schritt-Trab-Übergängen aufzuwärmen. Hallu war sehr eifrig und so manches Mal musste ich die Fuchsstute daran erinnern, dass noch jemand auf ihrem Rücken saß. Als Hallu warm war, wiederholte ich ein paar der leichteren Lektionen, wie das Rückwärtsrichten, Schenkelweichen und den Halt aus dem Trab. Die Hannoveranerstute reagierte sehr feinfühlig auf meine Hilfen und vor allem ihr Trab war ein absoluter Traum. Schließlich legte ich den äußeren Schenkel ein wenig zurück und ließ Halluzination angaloppieren. Die erste Runde klappte auch ohne Probleme, doch dann machte die Fuchsstute ohne jegliche Vorwarnung zwei Bocksprünge und ging mit mir durch. Da Occu mich vorgewarnt hatte, dass so etwas passieren könnte, schaffte ich es mich mit etwas Mühe im Sattel zu halten. Da Hallu mich schlichtweg ignorierte, drehte ich den Spieß einfach um und trieb sie an, anstatt sie durchparieren zu wollen. Diese Methode hatte sich schon einige Male bewährt und auch Hallu verlangsamte unsicher den Galopp. Ich ließ sie jedoch nicht zurück in den Trab fallen, sondern trieb sie einfach weiter, bis die Stute einen schönen, raumgreifenden Galopp ging.
    "Ich hoffe mal, das war der letzte Test für heute? Wir haben so viel zu tun, da solltest du dir deine Energie eigentlich lieber für die neuen Lektionen aufheben.", sagte ich ein wenig außer Atem zu Hallu. Da wir gerade eben schon so lange galoppiert waren, beschloss ich, mit der Kurzkehrt zu beginnen. Diese war die Vorstufe zur Hinterhandwendung, die wir für Klasse L ja auch üben mussten. Ich ritt Halluzination im Schritt um die ganze Bahn und ritt dann den Anfang einer Volte. Nun musste ich die Stute nur noch mehr in die Biegung hineinführen, und ihre Bewegungen mit dem äußeren Bein abfangen, während sie Tritt für Tritt um ihre Hinterhand wendete. Ich begann langsam und legte immer wieder Schrittpausen ein, damit Hallu sich an die neue Aufgabe gewöhnen konnte. Nachdem die Stute ohne Probleme fünf Tritte auf jeder Hand wendete und dabei auch schön die Stellung beibehielt, machte ich mit dieser Lektion für heute Schluss. Es lief gerade so gut, das sollte Hallu in Erinnerung behalten.
    Als nächste und letzte Lektion für heute war der Außengalopp an der Reihe. Dazu galoppierte ich die fleißige Stute im Handgalopp an und ritt dann einfache Schlangenlinien, bei denen Hallu in den Wendungen ja bereits im Kontergalopp laufen musste. Im nächsten Schritt zog ich den Bogen einfach immer mehr in die Länge, um die Distanz zu erhöhen. Dies wiederholten wir auf beiden Händen, bevor ich nach dem letzten Durchgang im Handgalopp weiter ritt und durch die ganze Bahn wechselte. Da ich nicht wusste, ob Halluzination ein Naturwechsler war, also selbstständig im Galopp umsprang, saß ich vor Erreichen des Hufschlags so ruhig wie nur irgend möglich, da ich ja wollte, dass die Stute im Außengalopp weiterging. So umrundeten wir auf jeder Hand einmal die Bahn und dann gönnte ich Halluzination eine erneute Schrittpause am langen Zügel. Die Stute schien gefallen an den neuen Lektionen zu finden, denn sie arbeitete aufmerksam mit und wir machten große Fortschritte. Unsere letzte Aufgabe für heute war nun, Hallu auch direkt im Außengalopp anspringen zu lassen. Dazu stellte ich die Fuchsstute an der langen Seite leicht nach außen, drückte den äußeren Schenkel an und legte den inneren eine Handbreit hinter den Gurt. Hallu zögerte zwar einen Augenblick lang, sprang dann jedoch im Außengalopp an, wofür ich sie natürlich postwendend lobte. Das Ganze wiederholten wir nun ein paar Mal auf jeder Hand, dann ritt ich mein neues Trainingspferd trocken und versorgte die Stute anschließend ausgiebig.

    ~*~

    Zwei Tage später stand ich wieder bei Occu und freute mich bereits unglaublich auf das Abschlusstraining mit Halluzination. Wir hatten gemeinsam beschlossen, der Stute eine kleine Pause zu gönnen, da Occulta mir erzählt hatte, dass sie sonst schnell lustlos und dann auch relativ biestig wurde.
    Ich ging sofort zu Hallu`s Box, band die Stute davor an und begann sie zu putzen. Heute standen der einfache Wechsel, der Abschluss der Kurzkehrt und die Hinterhandwendung auf dem Programm. Außerdem würde ich den Außengalopp nochmals wiederholen und ein paar Schwierigkeiten miteinbauen. Ich sattelte Hallu flott auf und führte die Stute dann in die Halle.
    Dort gurtete ich nach, zog die Steigbügel herunter und stieg schwungvoll auf. Anscheinend hatte die Dame heute gute Laune, denn sie war auch schon beim Putzen nicht ganz so zickig gewesen, wie das letzte Mal. Auf jeden Fall war Hallu ein absolutes Charakterpferd, was sie mir umso sympathischer machte. Ich wärmte sie wieder erst im Schritt und Trab auf, baute anschließend aber auch doppelte Schlangenlinien, Zirkel verkleinern und vergrößern und 8-Meter-Volten in das Training ein, da dies die Hufschlagfiguren waren, die Halluzination für die Klasse L beherrschen musste.
    Dann widmete ich mich als erstes der Kurzkehrt, um am Ende zwischen dieser und der Hinterhandwendung ein wenig Abstand zu haben. Ich ging genauso vor, wie bei unserem letzten Training und ließ Hallu nach und nach immer weiter wenden, bis wir schließlich die geforderten 180° schafften. Als das auf beiden Händen klappte, ging ich einen Schritt weiter und ritt die Wendung nun nicht mehr aus der Volte heraus, sondern vom zweiten Hufschlag aus. Da Hallu die entsprechenden Hilfen ja bereits kannte, verstand sie die Übung sehr schnell und ich kraulte ihr fröhlich den muskulösen Hals.
    Weiter ging es mit ein wenig Galopparbeit, immerhin stand nun der einfache Wechsel an. Dieser bereitete eigentlich kaum Schwierigkeiten, da die Pferde die Schritt-Galopp-Übergänge ja bereits im Training für die Klasse A gelernt hatten und man diese nun lediglich miteinander verbinden musste. Ich galoppierte Hallu im Arbeitstempo an und wendete die Fuchsstute dann auf den Zirkel ab. Kurz vor X parierte ich sie zum Schritt durch, ließ sie drei Tritte gehen, stellte sie um und galoppierte beim aus dem Zirkel wechseln erneut an. Halluzination war immer noch voll bei der Sache und versuchte nichtmal zu buckeln oder durchzugehen. Entweder die Lektionen machten ihr wirklich Spaß oder sie hatte heute einfach einen guten Tag. Wir wiederholten die Lektion auf der anderen Hand und zum Schluss baute ich sie in die Schlangenlinien durch die Bahn mit drei Bögen ein, sodass wir bei jedem überqueren der Mittellinie einen einfachen Wechsel machen mussten. Danach gönnte ich meinem Trainingspferdchen eine kurze Erholungspause am langen Zügel, denn immerhin hatten wir noch einiges an Arbeit vor uns.
    Zuerst widmeten wir uns nochmals dem Außengalopp. Ich wiederholte zuerst das Anspringen auf beiden Händen, dann ritt ich mit Hallu einen Zirkel. Die Schwierigkeit daran lag darin, dass das Pferd sich in die Rundung des Zirkels biegen und dabei trotzdem im Außengalopp bleiben musste. Um Hallu nicht zu überfordern, ritt ich zunächst nur einen halben Mittelzirkel, beschäftigte sie kurz anderweitig und wagte dann einen erneuten Versuch, indem wir den ganzen Zirkel galoppierten. Ich konnte Hallu`s Konzentration beinahe spüren, doch wir schafften die Runde und absolvierten die Übung auch auf der anderen Hand ohne größere Schwierigkeiten. Das Ganze würde Halluzination mit ein bisschen Übung aber sowieso leichter fallen, sodass wir uns nun der letzten Lektion - der Hinterhandwendung - zuwenden konnten.
    Diese diente als Vorbereitung auf die Schrittpirouette in Klasse M und war nicht zuletzt deshalb von größter Wichtigkeit. Der Unterschied zur Kurzkehrt lag hauptsächlich darin, dass die Hinterhandwendung aus dem Halt heraus geritten wurde und auch wieder mit einem Halten endete und nicht - wie bei der Kurzkehrt - im Schritt weitergeritten wurde. Ich ritt Hallu auf den zweiten Hufschlag, kontrollierte kurz ihren geschlossenen Stand und gab ihr dann dieselben Hilfen, wie auch bei der Kurzkehrt, nur dass ich diesmal die Zügel die ganz Zeit über anstehen ließ, damit Hallu auch am Ende der Lektion wieder zum Stehen kam. Aus Gewohnheit heraus wollte Hallu bei den ersten Durchgängen trotzdem gleich wieder im Schritt antreten, doch ich gab ihr mit einer ganzen Parade zu verstehen, dass sie das nicht sollte. Wir übten die Hinterhandwendung bis ich wirklich hunderprozentig zufrieden war, dann ließ ich die Zügel lang und ritt Halluzination am langen Zügel um die Bahn. Die Stute hatte heute wirklich noch besser mitgearbeitet als gestern und hatte den Aufstieg in Klasse L der Dressur mit Bravour gemeistert.
    Während ich sie liebevoll versorgte und zurück in ihre Box brachte, kam Occu zu uns und erkundigte sich wie das Training gelaufen war. Ich berichtete ihr stolz von Hallu`s Benehmen, gab ihr noch ein paar Tipps für das weitere Training und verabschiedete mich dann, um wieder zurück auf mein Gestüt zu fahren. Wer weiß, vielleicht durfte ich ja irgendwann wieder hier herkommen, um Hallu weiter zu trainieren?
    ~ 14097 Zeichen ~

    Samanta
    Trainingsbericht "Dressur von L auf M"

    Als ich nach der eineinhalbstündigen Fahrt auf Occus Hof ankam, wurde ich bereits von ihr erwartet. Ich umarmte sie zur Begrüßung und sagte:"Hi, schön dich wiederzusehen." Sie erwiderte meine Umarmung und wir unterhielten uns eine Weile, während wir gemeinsam zu Halluzination gingen. Unterwegs erzählte sie mir ein bisschen was über die Stute. "Sie ist sehr eigenwillig und manchmal auch unberechenbar, aber sie lernt sehr schnell - wenigstens meistens." Sie grinste und trat dann auf eine Fuchsstute zu. "Das ist sie", erklärte sie mir und kraulte die Stute. Ich hielt ihr ebenfalls meine Hand hin und die Stute schnupperte daran, versuchte sogar daran zu knabbern, was ich mit einem kleinen Klaps unterband. Occu reichte mir ein Halfter und meinte:"Am besten ihr macht euch gleich mal vertraut."Ich nickte dankbar und halfterte die Stute auf. Ich begann sie mit dem Putzzeug zu putzen, das Occu mir gezeigt hatte und schließlich sattelte und trenste ich sie. Occu brachte mich zu einem großen Dressurviereck und ich fragte, ob ich die Stute ohne Ablongieren reiten könne. Sie nickte und meinte, dass sie zwar manchmal unberechenbar sei, aber bisher kaum jemanden abgeworfen habe. Ich gurtete also nach und stieg auf. Die Stute wirkte entspant und so ritt ich ihm Schritt an. Sie machte sich gut und bot sich an. Ich lobte sie. "Sie ist gut trainiert", sagte ich, merkte aber schnell,dass sie ihren eigenen Kopf hatte. Sie testete gerne. Nachdem ich die Lektionen geritten war, die sie können musste, begann ich damit die weiteren Lektionen mit ihr zu üben. Ich wendete mich zuerst dem Überstreichen im Mittelgalopp zu. Hierbei war wichtig, dass sie in der Anlehnung blieb und auch das Tempo nicht erhöhte. Es klappte nicht von Anfang an, aber irgendwann klappte es besser, sodass ich mich noch zwei weiteren Lektionen zuwendete, die relativ gut klappten und ich beschloss das Training für heute zu beenden. Ich ritt die Stute trocken und brachte sie dann gemeinsam mit Occu zurück in den Stall. Nachdem wir uns noch etwas unterhalten hatten, machte ich mich auf den Nachhauseweg.
    Am nächsten Tag fuhr ich wieder zu Occu. Es war angenehm, dass sie in der Nähe wohnte, sodass ich keine lange Anfahrt hatte. Occu war heute nicht zugegen, weil sie sich um die anderen Pferde kümmerte, aber ich wurde von einem ihrer Mitarbeiter eingewiesen und nachdem ich die Stute geputzt und gesattelt hatte, ging ich mit ihr wieder ins Dressurviereck. Die Stute testete mich wieder und machte auch zwischendurch mal einen Satz oder einen Buckler, zeigte sich aber lernwillig, als ich sie zu fordern begann. Die Stute lernte schnell und offenbar gerne, sodass sie am Ende des Tages die notwendigen Lektionen gelernt hatte. Ich ritt sie trocken und brachte sie dann wieder in die Box. Ich verabschiedete mich von Occu und umarmte sie zum Abschied. "War schön dich wiederzusehen", sagte ich sanft und lächelte. Dann machte ich mich auf den Heimweg.
    © Samanta Thomsen - Trainingsstall zur Roten Rose 2933 Zeichen

    Occulta
    [​IMG] M-S

    Nachdem ich den ganzen Morgen im Stall verbracht hatte, wollte ich an diesem Nachmittag ein paar neue Dressurlektionen mit Hallu festigen. Die Stute konnte seit kurzem ihre ersten S-Lektionen, was mich überaus erfreute. In ihrem zarten Alter hatte sie schon sämtliche Springturniere in der Umgebung gewonnen und nun war sie auch noch in Dressur auf der Überholspur. Aber ich hatte es ja schon damals bei ihrem Kauf gewusst: Die Stute hat Potential. Lisa, die vor kurzem ihren ersten Auftrag als Trainerin erfolgreich absolviert hatte, wollte mit Dancer gleich mitarbeiten. Ich Sattelte Hallu und führte sie in die Halle, wo wir uns gemeinsam mit den beiden anderen erstmal einwärmten. Dancer schien sich nicht sonderlich für die Fuchsstute zu interessieren, Hallu hingegen zickte rum und quietschte, wenn er zu nahe kam. „In Wirklichkeit willst du doch nur seine Aufmerksamkeit“, stellte ich murmelnd fest. Ich liess mich jedenfalls nicht beeindrucken und setzte mich durch, als sie zu früh antraben wollte. „Wenn du so geladen bist, dann können wir ja gleich mit Galopppirouetten anfangen“, scherzte ich, sodass es Lisa auch hörte. Sie grinste und streichelte ihren Lämmchen-braven Dancer. Nach zehn Minuten begann ich Volten zu traben, denn ich wollte sie wirklich gut aufwärmen und lockern. Dann stellte ich sie ganz an den Zügel und begann somit, die richtige Arbeitshaltung abzufragen. Die erste Lektion für Lisa und Dancer waren die Seitengänge. Das Travers hatten die beiden schon tip top im Griff, daher war es Zeit für diese fortgeschrittene Version. Dazu bog sie auf die Mittellinie und trieb das Pferde am äusseren Bein zur Wand hin. Ich korrigierte Lisas Stellung, doch ansonsten war ich zufrieden mit ihr und Dancer. Ich löste mich von der Vorstellung des weissen Hengstes und konzentrierte mich auf Hallu. Wir übten Piaffe – Passage Übergänge. Ich musste extrem darauf achten, dass sie Stute die Hinterbeine genug hob. Im Spiegel sah ich, dass es noch immer nicht so recht klappte, also rief ich Elliot herbei. Der Reitlehrer verstand sofort, was ich wollte und brechte gleich eine lange Touchiergerte mit. Dann animierte er Hallu durch antippen der Hinterbeine dazu, diese vermehrt zu gebrauchen. So klappte es schon deutlich besser, und ich lobte die Fuchsstute ausgiebig. Elliot blieb gleich bei uns und coachte mich und Lisa. Er befahl mir, aus der Passage heraus anzuhalten, was auch ziemlich gut klappte. Dann wollte er ein paar Galoppwechsel sehen. Während ich Hallu erstmal mit Tempowechseln auf den Geschmack brachte, mussten Lisa und Dancer ein perfektes Schulterherein zeigen. Nach meinen Galoppwechseln musste ich Hallu versammeln und ein paar Pirouetten reiten, wobei ich dazwischen Traversalverschiebungen ritt. Dancer war nun ebenfalls im Galopp unterwegs. Allerdings immer nur kurz, denn Lisa übte das Anhalten. Während er anschliessend ebenfalls zu den Galoppwechseln kam, ritt ich mit Hallu noch ein paar kleine Volten im Galopp. Danach liess ich sie in den Trab übergehen und strecken. Ich lobte sie ausgiebig und vergass dabei fast, dass ich Dancer nicht zu nahe kommen durfte. Sie legte schon wieder die Ohren platt, aber ich steuerte rechtzeitig weg. Wir liessen schliesslich beide Pferde trockenlaufen, ehe wir sie versorgten.
    29 Nov. 2015


    Kür


    Etwas mulmig war mir schon zumute, als ich Hallu an diesem Morgen aus dem Anhänger führte. Ich wollte nämlich heute mit ihr an der Körung teilnehmen, doch ich kannte die Stute mittlerweile gut und wusste, dass sie vielleicht wieder eine ihrer sturen Phasen haben würde. Aber was sollte ich dagegen machen? Die Stute war nunmal launisch, das war schon immer so gewesen. Sogar Jenny hatte früher ab und zu ‚spannende‘ Reitstunden erlebt, also konnte es zumindest nicht an mir allein liegen. Ich seufzte und verdrängte diese Gedanken, um mich endlich auf die bevorstehende Aufgabe zu konzentrieren. Hallu stand einigermassen ruhig beim Satteln, also konnte ich hoffen. Als ich fertig war, ritt ich zum Abreitplatz, wo ich die Stute einwärmte. Dazu ritt ich viele Wendungen und Übergänge, damit sie richtig gelöst war. Nun war es soweit: Ich wurde aufgerufen. Ich ritt im Schritt auf den Sandplatz, auf dem die Richter sich eingerichtet hatten. Dann hielt ich vor ihnen und Grüsste sie. Die Kür begann mit einer etwas langweiligen Trabphase, in der ich ein paar Volten ritt, die Seite mehrfach wechselte und einmal das Tempo verstärkte. Darauf folgte ein frischer Galopp auf der ganzen Bahn. Hallu, die in Dressur schon in den ganz hohen Klassen mitlief, lief in korrekter Anlehnung, schob schön von hinten und hielt ihren Takt. Ich war ganz erstaunt über das Verhalten der Stute, so konzentriert und ruhig war sie schon eine Weile nicht mehr gewesen. Vielleicht hatte ich auf dem Abreitplatz diesmal genug Dampf abgelassen. Hallu fühlte sich an wie eine grossartige Tänzerin, die über den Sand schwebte und die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zog. Genau das schien auch ihr Ziel zu sein, denn besonders bei Ehrenrunden nach einem Springturnier gab sie alles. Ich zeigte in den folgenden Minuten unter anderem noch ein paar Galoppwechsel, einen Übergang in den Stand und schliesslich einen korrekt verstärkten Schritt. Als ich fast fertig war, begann es leicht zu schneien, sodass richtig vorweihnachtliche Stimmung aufkam. Ich grüsste die Richter vor dem Verlassen des Platzes und klopfte Halluzination lobend auf den Hals. „Ich bin sicher, dass wir mit dieser Glanzleistung gewonnen haben“, murmelte ich glücklich.
    Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercoun.com, Text by Occu

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  4. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Canyon mit
    Valentines Jeanie

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    Steckbrief

    Valentines Jeanie
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    von: Look at my Hair (Fellpony)
    von: Traquit | aus der: Löckchens Haarpracht


    aus der: Julchen (Haflinger)
    von: Justus | aus der Lara
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    Geburtsdatum: 24. April 2010 (5 Jahre)
    Geschlecht: Stute
    Rasse: Fellpony (50%) | Haflinger (50%)
    Stockmaß: 1,44 m
    Fellfarbe: Lichtfuchs
    Abzeichen: 4x weißer Fuß |
    Schnurblesse

    Gesundheit: hervorragend
    letzter Hufschmiedbesuch: 01.11.15 durch Arktiswolf
    letzter Tierarztbesuch: 30.11.15 durch Friese
    --------------------------------------------------

    [​IMG]

    Jeanie ist eine junge hübsche Stute mit viel Potenzial. Sie ist sehr umgänglich, ruhig und
    unerschrocken.
    Außerdem ist sie sehr menschenfreundlich und anhänglich und zeigt viel Talent in der Dressur,
    wie im Springen und auch im distanzen.
    Jeanie ist eine sehr strapazierfähige Stute, welche schnell lernt und später auch sicherlich ein
    gutes Turnier- und Zuchtpony werden wird.

    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    gekört|gekrönt: Nein
    zur Zucht vorgesehen: Ja

    Nachkommen: Keine
    Gencode:
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    Besitzer: Canyon
    Vorbesitzer: Eddi, AliciaFarina
    Ersteller: Ivi.Kiwi
    VKR: verfallen


    in meinem Besitz seit: 19. September 15
    Kaufpreis: 700 Joellen
    zu verkaufen: unverkäuflich

    --------------------------------------------------

    [​IMG]
    Eingeritten
    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Longiert
    Hängerläufig
    Schmiedefromm
    Geländesicher

    Galopprennen: E
    Western: E
    Springen: L
    Military: L
    Dressur: L
    Distanz: M
    Fahren: E

    --------------------------------------------------
    [​IMG]
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    3. Platz im 63. Syncronspringen mit Occulta
    3. Platz im 223. Distanzturnier
    3. Platz im 326. Springturnier
    2. Platz im 231. Militaryturnier
    2. Platz im 340. Dressurturnier [Pas de Deux mit Lanie]
    3. Platz im 233. Militaryturnier
    Gewinnerin [RS 51] Nikolausritt

    Tierarztbericht


    Hufschmiedbericht


    Trainingsberichte (3)


    Kür
    Aufgeregt zupfte ich eine letzte Strähne von Jeanies abstehenden Haaren zurecht. So sauber wie sie heute aussah, hatte ich sie schon lange nicht mehr gesehen, aber ich hatte mir ja auch größte Mühe gegeben.
    Ich blickte auf die Uhr. Noch zehn Minuten, dann waren wir an der Reihe. Ich atmete noch einmal tief durch und schwang mich dann in den Sattel der kleinen Stute.
    Die Zeit bis zum Start verbrachte ich auf dem Abreitplatz, wo ich versuchte innerlich ruhig zu werden und die Verbindung zu Jeanie aufzubauen, welche ich für die Körung brauchte.
    Als laut unser Name ausgerufen wurde, verließ ich den Platz und lief im gemächlichem Schritt zur Reithalle, bei der mir, sobald ich davor stand, die Tore geöffnet wurden. In einem langsamen Trab betrat ich die Halle und mit einmal betrat ich eine andere Welt. Klar, irgendwo wusste mein Kopf, dass wir auf einer Körung waren, aber das war ein unwichtiger Faktor. Ich war hier, auf meiner Lieblingsstute Jeanie und ich wollte zeigen, was sie konnte. Dass am Rand die Richter saßen und uns mit kritischen Augen betrachteten, bemerkte ich gar nicht.
    In der Mitte der Halle hielt ich an und grüßte in Richtung der Richter, doch in Gedanken stellte ich mir vor, dass ich ganz wo anders war. Draußen in der grünen Natur und nicht hier, in der dunklen Halle.
    Mit einem sachten Zeichen brachte ich Jeanie in einen gemächlichen Schritt, welchen wir auf der ganzen Bahn auf der linken Hand fortführten. Eine Runde, die zweite wechselten wir durch die ganze Bahn. Rechte Hand, zweite Runde im Schritt. Ich ignorierte die Blicke der Richter, sondern konzentrierte mich weiter auf meine Jeanie und die Kür, welche wir uns ausgedacht hatten. Ganz unerwartet galoppieren wir nach der zweiten Runde im Schritt an und gingen auf den Zirkel, wo Jeanie ihren Dampf aussließ. Im Schritt und im Trab war sie die ruhigste und ausgeglichenste Stute die es gab, doch im Galopp war sie ein Wirbelwind, genauso wie ich.
    Die kleine Ponystute wechselte rasant und gekonnt aus dem Zirkel und vollführte auf der anderen Hand eine weitere Zirkelrunde im Galopp, bevor wir in einen langsamen Trab durchparierten und wieder ganze Bahn gingen. An der langen Seite baute ich eine ungeplante einfache Schlangenlinie ein, welche doch ganz gut dazu passte.
    An der nächsten langen Seite ritten wir Schlangenlinien mit vier Bögen und danach zeigte ich den Richtern Jeanies ausdrucksvollen Trab auf der anderen Hand. Zum Schluss galoppierte ich eine letzte Runde im ruhigen Trab, bevor ich durchparierte und im Schritt meine Jeanie auf X zu ritt. Dort brachte ich sie sachte zum Stehen, grüßte die Richter und gab Jeanie dann wieder das Zeichen zum starten.
    Elegant verließen wir die Halle am langen Zügel in einem ruhigen Trab, welchen Jeanie besonders gut beherrschte. Draußen sprang ich von dem breiten Rücken der Fellponystute und nahm ihren Kopf in meine Hände, nur um ihr gleich darauf einen Kuss auf die haarige Stirn zu drücken.
    Wir hatten es fast geschafft Jeanie!
    © Canyon | 2982 Zeichen | geprüft auf Zeichenzähler.de

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    Schrittbewegung © Gwen | Zubehör © Jackie

     
  5. Jackie

    Jackie Modi für SW's und SdMW/HdMW, Reiterspiele, Berufew

    Meine Teilnahme mit Faster

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    Von unbekannt
    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

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    Stute
    8 Jahre
    Rasse Englisches Vollblut
    Stockmaß 174cm
    Deckhaar Fuchs
    Abzeichen Keilstern, Schnippe, 2x weiße Stiefel, 2x hochweiße Beine
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    Faster ist eine etwas angeberische Stute. Sie versucht ihr Bestes und zeigt sich von ihrer besten Seite. Besonders wenn Hengste in der Nähe sind. Unterm Sattel ist sie allerdings ruhig, gelassen und lernbegierig. Vom Umgang her ist sie auch leicht zu händeln, wenn sie nicht ihre fünf Minuten hat.

    Besitzer Jackie (Amy Fleming)
    VKR/Ersteller Veija / Ofagwa
    [​IMG]

    [​IMG][​IMG][​IMG]

    279 Dressurturnier
    1. + 2. Platz - Christmas Cup Chattahoochee Hill's Stable

    ——————————————————————————————————
    Galopprennen S***
    Springen L

    Military E
    Western E
    Dressur A

    Distanz L
    Fahren E
    Gang E

    Wendigkeit -N-
    Farbig = Trainer
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    Faster ist eingeritten, außerdem kennt sie: Traktoren, Verkehr, Hänger, Kinder und Hunde. Vor dem Tierarzt und dem Hufschmied ist sie allerdings schreckhaft, weil ihr diese nicht geheuer sind.

    Eingetragene Zucht Heartlandfarm
    Gekört Nein

    Nachkommen
    keine

    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch 05.01.2016
    Was wurde getan:
    Der Tierarzt hat Faster geimpft, ihr eine Wurmkur verabreicht und gechippt.

    [​IMG]
    Letzter Hufschmiedbesuch 28.12.2015
    Was wurde getan:
    Faster wurde mit Aluminiumeisen beschlage, da ihre Hufe etwas gerissen sind, wurden sie gefettet. Der Hufschmied hat ihre Stellung korrigiert und ihre Hufe gekürzt.
    ——————————————————————————————————

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    Puzzel PNG
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    05. Januar 2016 - Tierarztbesuch
    2243 Zeichen © Friese


    Spoiler
    Heute machte ich mich ein weiteres Mal auf den Weg zu Amy. Sie brauchte eine Tierärztin für Faster und hatte mir deshalb geschrieben. Ich war natürlich sofort einverstanden gewesen, da ich mich immer wieder über einen Besuch auf Heartland freute. Mit meinem Koffer bewaffnet stapfte ich nun nach einer langen Autofahrt auf den Stall zu. Draußen war es kalt, aber wärmer wie eigentlich für Winter üblich. Ich streite mich ganz kurz und betrat dann das Gebäude. Amy stand bereits mit einer komplett strahlend sauberen Stute da. Ich ging auf die beiden zu und begrüßte sie dann. Gemeinsam besprachen wir alle Einzelheiten meines heutigen Besuchs und die Besonderheiten von Faster. Ich Iobte die Stute nochmal und sah mir dann ihren Kopf an. Dieser war in einer sehr guten und vor allem gepflegten Verfassung. Weder an den Augen noch an den Nüstern waren Krusten, Schleim oder Wunden zu sehen. Ich sah mir die Ohren der Stute an und konnte auch hier keine Wunden feststellen. Mein weiterer Gang führte auf ihre linke Seite. Zuerst sah ich mir ihren Hals und vorderen Teil der Körpers inklusive dem Bein an. Hier waren auch keine Kratzer oder Schwellungen zu finden. Dann kam der hintere Teil und der Hinterlauf. Auch dieser war weder warm noch geschwollen. Mit großem Abstand ging ich hinter der Stute auf ihre andere Seite. Ich klopfte sanft ihre Hinterhand und taste diese auch ab. Auch diese machte einen sehr guten Eindruck. Ich ging weiter an ihrem Körper nach vorne. Hier war auch alles in Ordnung. Nachdem ich wieder bei ihrem Kopf war meinte ich zu Amy "Trabst du sie bitte schnell vor?" Diese nickte und gemeinsam gingen wir nach draußen. Dort trabte sie Faster und ich konnte nicht feststellen, dass die Stute unklar ging. Dies teilte ich ihrer Besitzerin mit uns gemeinsam gingen wir wieder rein. Danach stand nur noch das Impfen an. Hierfür zog ich die entsprechenden Spritzen auf und verabreichte sie dann der Stute. Diese fand die Prozedur, wie viele Pferde nicht besonders angenehm und warf ihren Kopf in die Luft. Ich beruhigte sie und sagte dann zu Amy, dass sie sie in die Box bringen könnten. In der Zwischenzeit packte ich meinen Koffer und ging dann zum Auto. Dort verabschiedete ich mich auch von Amy, welche mir gefolgt war.

    28. Dezember 2015 - Hufschmiedbesuch
    1626 Zeichen © Bracelet



    Spoiler

    Einmal mehr führte mich mein Beruf als Hufschmied auf Heartland, wo ich einmal mehr von Amy Fleming empfangen wurde.
    Sie brachte mich zu einem Putzplatz, wo die wunderschöne Stute Faster auf mich wartete. Diesmal ausnahmsweise kein Haflinger sondern ein Englisches Vollblut. Dennoch wie ich es von Pferden des Hofes gewohnt war sehr freundlich und gut erzogen. Ich ließ sie Schnuppern und gab ihr, als sie sich schon etwas mit mir vertraut gemacht hatte, ein Leckerli.
    Während sie dieses genüsslich auffraß machte ich mich daran ihre Hufe zu kontrollieren. Sie waren in gutem Zustand. Dennoch wollte ich sie wieder einmal ausschneiden und neu Beschlagen.
    Dazu mussten erstmal ihre alten Eisen herunter. Dies ging mit einer speziellen Zange von statten. Anschließend nahm ich mein Hufrinnenmesser und entfernte überschüssiges Horn von der Sohle des Hufes und begradigte die Trageflächen ein wenig mit einer Raspel. Dabei stand Faster brav da und ließ sich von Amy streicheln.
    Anschließend konnte auch wieder beschlagen werden. Renneisen sollten es diesmal werden. Eine überaus leichte Art des Beschlags, welche ich aus Kunststoff anfertigte, damit im Winter, wenn es gewohnt kühl war, die Hufe die Kälte nicht vom Eisen übertragen bekamen.
    Beim Aufbrennen erschrak sie kurz, ließ sich aber sofort wieder beruhigen. Ansonsten machte sie es mir sehr leicht, was mir die Arbeit sehr angenehm gestaltete.
    Und damit war meine Arbeit auch schon getan: Nur mehr Vortraben sollte sie. ,,Jap.'',sagte ich dann dabei und lächelte, da sie taktrein und ungestört lief. Damit verabschiedete ich mich auch wieder bei Amy und verließ den Hof.

    28. Oktober 2014 - Galopprennen E-A
    2751 Zeichen © Veija


    Spoiler
    Kaum hatten Aaron, Alexis und ich das Training von Nova und Hell beendet, wollte ich gleich weitermachen und Jagger, Walker und Faster weiterbilden. Nach dem Training wären sie alle auf der Stufe A im Galopprennen.
    Ich ging also in den Stall, wo die zwei gerade mit Hell und Nova reingegangen sind. "Hast du auch mal Lust mitzureiten, Aaron?", fragte ich meinen neuen Mitarbeiter und blickte in ein freudiges Gesicht. "Gut", sagte ich dann lächelnd. "Alexis du nimmst Faster, Aaron du Jagger. Ich nehme Walker. Mal schauen wie die drei sich so schlagen." Gesagt getan. Ich holte mir Walker aus der Box, während die beiden sich die anderen zwei Pferde holten und fertig machten. Ich machte mich jedoch mit Walker erst einmal ein wenig bekannt, da er ja noch nicht so lange auf meinem Hof war und eigentlich gerade ersr eingezogen war. Nachdem ich ihn ein wenig gestreichelt hatte, fing ich an ihn zu putzen und zu satteln und ging schonmal vor zur Bahn, damit ich mit dem Hengst alleine trainieren konnte. Ich führte ihn vom Boden aus in die Startbox. Rein, raus, rein, raus. Das klappte alles schon sehr gut, weshalb ich mich in den Sattel schwang und einige Runden im Schritt mit kurzen Trabeinheiten ritt, bis die Stuten da waren. Ich stieg ab um Alexis und Aaron in den Sattel zu helfen, ehe ich selbst wieder aufstieg und den beiden beim Aufwärmen zusah. Ich ging derweil in die Startbox. Wir hatten einen Timer an den Startboxen, weshalb sie nicht manuell geöffnet werden mussten. 3,2,1... GO! Schon sprangen die drei Pferde nach vorne. Aaron hatte den Start verpatzt, doch ich hatte ihm den Rat gegeben, Jagger einfach laufen zu lassen. Die 12-Jährige Stute wusste was sie tat und war auch schon Rennen gelaufen, weshalb sie doch recht schnell zu Walker und Faster aufschloss. Wir kamen zur ersten Biegung und ich setzte mich mit dem Hengst nach innen ab. Natürlich lies er sich von der Stute, die so dicht neben ihm galoppierte ablenken, so dass Alexis und Faster an mir vorbeizogen. Ich lies mir das jedoch nicht so gefallen und trieb den Hengst an, so dass er nun voll aus sich rauskam. Aaron schloss mit Jagger weiter auf, doch nun hatte er mit der alten Stute keine Chance mehr gegen den jüngeren Hengst und mich. Alexis würde ich nicht mehr erreichen, doch Letzte würde ich mit dem Hengst nicht. Ich trieb ihn noch etwas an und bog um die letzte Kurve. Alexis zügelte Faster schon, denn sie war schon im Ziel. Ich versuchte noch etwas zuzulegen und preschte auch durch die Ziellinie. Kurz nach mir waren auch Aaron und Jagger im Ziel. "Gut gemacht Leute!", lobte ich meine Angestellten und zusammen ritten wir die Pferde trocken, ehe wir sie absattelten und mit Decken in den Stall stellten. Nun durften alle drei in der Klasse A starten.


    17. Januar 2015 - Galopprennen A-L
    7132 Zeichen © Veija

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    Völlig gestresst war ich meine Angestellten am Zusammenpfeifen. Nichts klappte, und die Vollblüter waren nervös wie sonstwas, weshalb ich noch wuschiger wurde. Drag me to Hell musste von L auf M gebracht werden, Supernova ebenfalls, Jagger von A auf L, Faster ebenfalls von A auf L und Firewalker auch. Filly wollte bewegt werden und Abby musste noch in Dressur weitergebildet werden. Nämlich von E auf A, aber von einer bekannten Trainerin, nicht von mir oder meinen Leuten selbst.
    "Caleb!", fauchte ich ihn an und betrachtete Filly, der mit angelegten Ohren hinter ihm herstapste. "Be careful, please don't pull him like that", pflegte ich bei und sah, wie Filly beim Klang meiner Stimme die Ohren nach vorne legte. "Gooood boy.", sagte ich leise und streichelte ihm kurz über den Kopf. "Alexis, hast du Hell und Nova schon fertig?", rief ich zu ihr rüber und sah mir Aaron an, der wohl doch Angst vor Abby hatte. "Gleich", rief Alexis rüber, doch ich war schon auf dem Weg zu Aaron. "Hey, lass mich dir helfen", befahl ich ihm im freundlichen Ton und nahm ihm den Führstrick ab. "Stell dich so neben sie..", erklärte ich und ging ein paar Schritte. "Wenn sie dir zu weit nach vorne kommt, box sie mit deinem Ellenbogen in die Schulter, und schick sie rückwärts. Sie soll gefälligst hinter dir gehen", sagte ich lächelnd und demonstrierte ihm, was ich meinte. Ich gab ihm den Strick wieder und er musste sie ein paar Mal rückwärtsgehen lassen, ehe sie den Kampf aufgab und er lächelnd zu mir sah. "Gut, nun bring sie nach hinten auf die Kleine Weide, Caleb, go with Aaron and take Filly to the meadow right from Abby then", sagte ich und lies die Beiden ziehen, während ich zu Alexis ging. Hell und Nova waren soweit fertig, ich half Alexis nur noch sie zu bandagieren, ehe wir uns die Helme schnappten und zur neuen Ovalbahn gingen. Ich musste Drag ein paar Mal rüberschieben, weil sie mich ständig über den Haufen rennen wollte. Na das konnte ja lustig werden, dachte ich mir und gab Alexis noch ein paar Anweisungen, wie sie sich verhalten sollte, wenn Nova überschwänglich wurde und unkontrolliert losgaloppierte. Zu erst sollte sie sie laufen lassen, ehe sie sie runterriegeln sollte. Ich hatte Caleb beauftragt, sobald er mit Filly fertig war, Gipsy zu satteln und ihn als Track-Pony zu holen. Außer Caleb lies ich wirklich keinen auf meinen geliebten Gipsy... Er sollte am Ziel warten und uns entgegenkomm. Hinzu kam dann noch Aaron auf Emilio, jedoch mit englischer Ausrüstung, um Caleb ein wenig zur Seite zu stehen.
    Gesagt getan: Wir gingen in die Startboxen, was schon mehr als schwierig war, da Hell wie eine Diva rumzickte und sich einfach nicht gefangen bekam. Irgendwann reichte es mir dann auch, so dass ich abstieg und sie mit starkem Rucken am Zügel zum Rückwärtsgehen zwang. Sie kam mit ihrem Hintern an der Startbox an und drückte sich ängstlich dagegen. "Lass es jetzt!", schnauzte ich sie an und schwang mich in den Sattel. Nova stand schon bereit und auch wir bequemten uns nun in die Box. Ich drückte auf den Timer und nun hieß es warten. 10..9..8..7..6..5..4..3..2..1.. Klack. Die Türen sprangen auf und Hell bäumte sich in der Box auf, während Nova aus der Startbox herausschoss. "Was zur..", fluchte ich und drückte ihr meine Fersen in die Rippen, nachdem sie wieder auf allen Vieren stand. Nun sprang sie wie von der Tarantel gestochen aus der Box und preschte Nova hinterher. Heute klappte auch wirklich gar nichts, denn ich merkte, dass ich Hell nicht zurückgenommen bekam, weil sie Nova einfach nur überholen wollte. Na hoffentlich tat sie sich dabei nicht weh. Nova war noch 3 Pferdelängen entfernt, als ich Calebs und Aarons geschockte Gesichter in der Ferne sah. Aaron war schon auf dem Sprung, um uns abzufangen, doch Caleb hielt ihn fest. Gut so. Caleb verstand die Kunst des Reitens um Längen besser als Aaron, doch der junge Mann lernte ja noch. Kurz pfiff ich Alexis zu. Sie schien es gehört zu haben, denn sie versuchte Nova langsamer zu bekommen. Endlich kamen wir neben ihnen an und ich nickte. Erneut schossen beide Pferde in vollem Tempo nach vorne. Nova hatte noch nie eine Chance gegen Hell gehabt, da die Stute einfach um Längen größer war und auch an Schnelligkeit einiges mehr beweisen konnte. Aaron schaute uns nur geschockt an, als wir zwischen den Beiden hindurch galoppierten. Emilio waren die beiden schnellen Pferde nicht so geheuer, weshalb er geschockt nach hinten sprang. Doch Aaron konnte sich halten, weshalb nichts passierte. Langsam liesen wir die Pferde auslaufen und klopften die Hälse der verschwitzten Stuten. "What the hell..", fing Caleb an, als er und Aaron zu uns aufschlossen. "Did she rised in the box?!", Caleb schien völlig verwirrt. "Yeah, but it's okay. If she does it at a real race, she would be also fast enough to get placed I think. But we have to train it. It should not happen anymore. It's too dangerous.", erklärte ich ihm und schwang mich von Hells Rücken. Die anderen drei stiegen auch ab, ehe wir alle Pferde zurück brachten, sie absattelten, ihnen Decken auflegten und sie in die frisch gemisteten Boxen stellten, wo sie sich sofort auf ihr Kraftfutter stürzten- alle bis auf Emilio, da er weiterhin Track Pony spielen musste.Wir tauschten sie dann gegen die drei schon gesattelten Vollblüter Jagger, Faster und Walker. Caleb ritt Walker, ich Faster und Alexis Jagger. Es war mir zu gefährlich Aaron auf eines der Vollblüter zu setzen. Er war zwar schonmal ein Rennen mitgelaufen, jedoch reichte das auch vollkommen für den Anfang. Mit Emilio zusammen war er als "Tracker" wirklich besser aufgehoben.
    Zu viert gingen wir dann also zur Bahn. Aaron und Emilio stellten sich an das Ende unserer Strecke und wir versuchten, die drei in die Boxen zu bekommen, ehe ich den Timer stellte. 10..9..8..7..6..5..4..3..2..1..Klack. Die Türen öffneten sich und ich hörte, wie Caleb Walker lautstark antrieb. Dieser Spinner. Er war eben doch nur die Westernpferde gewöhnt. Lachend trieb ich meine Faster an und preschte los. Sie konnte sich gut neben Walker halten, doch Jagger war schneller. Es kam also doch auf die Größe an, dachte ich mir- war ja eben bei Nova und Hell genauso gewesen. Es dauerte wirklich nicht lange, bis wir ins Ziel einliefen. Alexis hatte mit Jagger gewonnen, danach kam Caleb mit Walker und das Schlusslicht bildeten Faster und ich. Ich hatte die Stute jedoch bewusst zurückgenommen, da sie ja auch nicht mehr die Jüngste war. Eigentlich lief sie auch nur aus Spaß mit. Das hier war auch ihre letzte Stufenerhöhung- obwohl: vielleicht packte sie die Klasse M auch noch. Dann war aber genug.
    Wir lobten die Pferde und brachten sie wieder in die Stallungen, ehe wir sie absattelten, kurz die Hufe kontrollierten, ihnen Decken auflegten und sie wieder in die Boxen konnten. Aaron und Alexis gingen Filly und Abby holen und Caleb und ich kontrollierten noch einmal die Beine der Rennpferde, ehe wir ins Haus gingen. Aaron und Alexis kamen schon zurecht.
    Heute war ein erfolgreicher Tag gewesen. Hell und Nova waren im Galopprennen auf der Klasse M, Faster, Jagger und Walker auf der Klasse L. In ein paar Wochen ging es dann weiter.


    1. Februar 2015 - Galopprennen L-M
    2583 Zeichen © Veija

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    Heute war es mal wieder so weit. Die Vollblüter konnten mal wieder eine Stufe höher trainiert werden. Lächelnd sah ich meinen Mitarbeitern zu, wie sie die Pferde fertig machten. Zunächst würde Aaron mit unserem Trackpony Emilio auf die Bahn gehen und ihn ein wenig reiten, ehe Caleb und ich mit Supernova und Drag me to Hell auf die Bahn gehen würden. Die beiden Stuten würden nämlich nach dem Training in der Klasse S laufen, was ein gutes Licht auf unseren Hof werden würde. Im Sport laufende Pferde, die zudem noch gut abschnitten, waren immer wieder einen Blick auf die Homepage oder einen Besuch wert.
    Doch genug nachgedacht, freudig schwang ich mich auf Hells Rücken und ritt sie zur Ovalbahn. Heute war meine Dame besser gelaunt als das letzte Mal, weshalb wir sie sehr schnell in der Startbox hatten. Nova folgte ohne zu zögern mit Caleb, und schon waren wir in der Box. Ich streichelte meiner Stute kurz über den Hals, ehe Alexis den Timer stellte und die Türen aufflogen. Hell schoss so schnell aus der Box, dass ich mich in ihrer Mähne festkrallen musste, um nicht von ihrem Rücken zu fallen. Nach einem kurzen Blick nach hinten sah ich, wie verdutzt Caleb uns nachschaute und Nova antrieb. Hells Galoppsprünge wurden von Sprung zu Sprung länger und raumgreifender, so dass Caleb und Nova keine Chance hatten uns einzuholen. Größere Pferde waren eben doch ab und an von Vorteil.
    Während wir so galoppierten hatte ich Alexis aufgetragen, Faster, Jagger und Walker fertig zu machen. Es dauerte auch nicht mehr lange, da war ich mit Hell durch die Ziellinie galoppiert, gefolgt von Caleb und Nova.
    Wir lobten die Pferde ausgiebig und brachten sie in den Stall, wo wir sie absattelten und wieder in ihre Boxen brachten. Ich schnappte mir nun die ältere Stute Faster, Alexis Jagger und Caleb den Hengst Walker. Nach dem Training konnten die drei in der Stufe M starten.
    Aufgeregt stellten wir uns auf, stellten den Timer ein und los gings. Ich hielt Faster ein wenig zurück, da sie eine leichte Erkältung hatte. Walker und Jagger preschten davon und ich merkte, wie gerne Faster laufen wollte, doch nicht mit ihrer Erkältung. Sie schlug sich gut und kam nur circa 7 Pferdelängen hinter den anderen beiden ins Ziel, doch das war wirklich okay. Gewonnen hatte Walker, der heute in Höchstform war. Lächelnd stich ich mir meine Haare aus dem Gesicht und ritt die Stute zur Stallung, wo wir alle Pferde absattelten und versorgten. Schließlich wurden ihre Trainingspässe geändert, so dass Hell und Nova nun in der Stufe S und Walker, Jagger und Faster in der Stufe M starten durften.


    17. März 2015 - Distanztraining E-A
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    Heute waren also die anderen Vollblüter dran mit dem Training. Ich hing schon ziemlich hinterher, weshalb das Training doch sehr kurz ausfallen würde. Lächelnd schmiss ich Hells Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, während ich Alexis beim satteln von Jagger zusah, Caleb beim satteln von Walker und Aaron beim satteln von Walker. Meine drei Mitarbeiter kannten die Pferde um einiges besser wie meine neue Auszubildende Aliena. Doch damit sie auch mitreiten konnte, drückte ich ihr Rosy in die Hand. Zwar schaute Aliena mich etwas skeptisch an, doch ich nickte ihr lächelnd zu. Rosy konnte locker mit den Vollblütern mitlaufen, wenn man sie richtig handhabte. Ein Problem gab es jedoch noch: Ich lies Caleb nicht gerne meine Pferde reiten. Er war immer recht grob und unsanft zu ihnen, weshalb er meinen Hengst bekommen hatte, auch wenn Walker, der wirklich keiner Fliege etwas zu Leide tun konnte, mir etwas Leid tat.
    Nachdem nun alle Pferde gesattelt waren, zogen alle die Reithelme und ihre Schutzwesten an, ehe wir auf den Hof gingen, dort nachgurteten und uns auf den Rücken der Pferde schwangen.
    Ich ritt hinter Caleb und Walker her, die ich aus "Sicherheitsgründen" wegen den Stuten nach vorne verbannt hatte. Ich hatte Caleb den Weg ausführlich erklärt, und er war ihn auch die letzten Tage mit mir geritten, weshalb er die Truppe anführen konnte. Aliena ritt mit Rosy neben mir und Hell, weil wir Hells Freundin Nova nicht dabei hatten. Hinter uns waren Alexis und Aaron mit Jagger und Faster, die auch ein Herz und eine Seele waren.
    Nach einer Weile schlug Caleb nun den Weg zur Galoppstrecke ein, und wir trieben die Pferde an, so dass wir im lockeren Galopp den Berg hoch galoppierten. Oben angekommen parierten wir zum Trab durch und trabten eine lange Strecke, ehe wieder eine kurze zum Schritt gehen folgte. Dann kam noch eine etwas längere Galoppstrecke, eine Trabstrecke und schon waren wir fast wieder zu Hause. Diesen Weg würden wir jetzt einige Tage hintereinander reiten, so dass die Pferde immer länger traben und galoppieren konnten, damit sie konditionsmäßig keine Probleme hatten, mit Arabern oder anderen Distanzpferden mit zu halten.
    Am Hof angekommen sattelten wir ab, brachten alle Pferde mit leichten Decken in ihre Boxen, verteilten Heu und kontrollierten Wasser, gaben jedem Pferd seine Ration Kraftfutter und widmeten uns dann dem Training anderer Pferde.

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    22. Mai 2015 - Galopprennen M-S
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    Etwas genervt sprang ich aus dem Bett. Mein Wecker klingelte früh- viel zu früh. Nach einem Blick auf die warf ich mich wütend zurück ins Bett. 6 Uhr am Morgen. Doch wenn man so eine große Ranch hatte, musste man damit leben, früh aufzustehen. Vor ein paar Wochen als die Fohlen kamen, war ich teilweise schon um 4 Uhr morgens wach, das war früh.
    Heute sowie die nächsten Tage mussten wieder alle Pferde dran glauben und trainiert werden. Anfangen wollten Aaron, Alexis und ich mit Hell, Abby und Horror. Die drei Stuten würden alle im Springen gefördert werden, wobei ich mir noch nicht sicher war, wer wen reiten sollte. Um halb sieben fanden wir uns also alle drei im Stall wieder und machten die Pferde fertig, ehe wir in die Halle gingen. Caleb und Aliena hatten schon E/A Sprünge aufgebaut und ein paar L/M Sprünge für Abby. Da unsere Halle wirklich riesig war, konnten wir alle noch eine kleine Stelle finden, wo wir die Pferde longieren konnten, ehe wir nach dem Nachgurten aufsaßen. Ich saß auf Horror, Alexis auf Hell und Aaron auf seiner geliebten Abby. Aaron würde jedoch nur die E/A Basics wiederholen, da er vom Niveau her nicht so hoch war, wie seine Stute. Da mussten wir mit Emilio nochmal üben.
    Horror behnahm sich heute wirklich vorbildlich und schien nicht die Absicht zu haben, mit abzusetzen, weshalb wir den E Parcours solide übersprangen, ehe wir uns auf die A Sprünge konzentrierten. Es war etwas kompliziert, mit 3 Pferden in der Halle zu sein, doch wenn man auf die anderen achtete, war das kein Problem. Als ich mit Horror soweit durch war, sah ich Alexis und Hell zu, bei denen alles klappte. Also schwang ich mich von Horror, drückte sie Aaron in die Hand und setzte mich selbst auf Abby, um mit ihr die L und M Elemente zu springen. Nach einer guten halben Stunde war Alexis schon lange verschwunden und auch Abby und ich machten Schluss, weil sie ihre Sache gut gemacht hatte. In zwei bis 3 Tagen würden wir das Ganze wieder machen.
    Doch nun waren die Vollblüter dran. Jagger, Faster und Walker mussten von M auf S gebracht werden, weshalb ich mir diesmal Alexis und Caleb schnappte. Ich ritt Jagger, Caleb Walker und Alexis Faster.
    Nach einem kurzen Aufwärmen ging es in die Boxen. Die Pferde kannten das schon alles, weshalb sie nur so aus der Box preschten. Allen voran Caleb mit Walker, der sich immer besser machte. Lächelnd trieb ich Jagger weiter an, bis sie und Faster gleich auf waren und sogar zeitgleich ins Ziel kamen. "Great job", sagte ich zu Caleb und nickte Alexis zu. Die Vollblüter mussten wieder jeden Tag trainiert werden, damit sie wieder in Form kommen und Rennen laufen können.
    Die nächsten waren Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, meine neuste Stute. Lächelnd klopfte ich Prias Hals, während sich Aliena, Alexis, Caleb und Aaron ein Pferd aussuchen konnten. Wir wärmten die Pferde alle ausgiebig auf, ehe wir auf die Bahn gingen und die Starts vor den Boxen probierten, ehe wir die Tiere mit den Startboxen bekannt machten. Pria war kaum zu halten, als die Tür aufflog und schoss lange vor den anderen auf die Bahn. Das lag daran, dass sie schon Rennen gelaufen war! Dementsprechend konnte keines der Pferde auch nur annähernd an sie ran. Mit großer Mühe bekam ich die Stute jedoch nach ein paar hundert Metern gezügelt. Irgendwann würde sie sich alles brechen, wenn sie weiterhin so raste. Deshalb standen in nächster Zeit Ausritte und Longenstunden auf dem Plan, ehe sie wieder auf die Rennbahn kommen sollte.
    Als wir mit den Pferden fertig waren, fehlten noch Lamperd und Sacramento. Die beiden Hengste waren schon erfahrener, weshalb es nicht lange dauerte, bis wie sie trainiert hatten. Nun war es auch genug, denn wir hatten schon sagenhafte 23°C!
    In den nächsten Tagen, um genauer zu sein 6, trainierten wir alle Pferde weiter. Mit Pria machte ich viele Ausritte und longierte sie ausgiebig, damit sie ein besseres Gefühl für ihr Tempo bekam, ehe sie am letzten Tag wieder mit auf die Bahn. Schon bei ihren ersten Galoppsprüngen merkte ich, dass sie viel konzentrierter lief und mehr auf mich achtete. Wie nicht anders erwartet kamen wir als erste ins Ziel. Diesmal jedoch mit nicht ganz so viel Vorsprung, wie beim letzten Mal. Stolz auf alle Pferde, kamen sie nach dem Trockenreiten auf die Koppel und- wie sollte es anders sein, wälzten sie sich.

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    29. Juni 2015 - Distanztraining A-L
    1195 Zeichen © Veija

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    [...]Nachdem das Training der Galopper so gut funktioniert hatte, waren die Distanzer dran. Skrúður, Zuckerschock, Drag me to Hell, Jagger, Faster und Firewalker sollten von A auf L gebracht werden, Goodbye Graceful von L auf M. Da es 7 Pferde waren und wir nur 5 Leute, lud ich zwei Nachbarn von uns ein, die selbst Distanzpferde hatten, ob sie nicht ein Töurchen mit uns drehen wöllten. Natürlich willigten sie ein und so kam es, dass einer von den beiden den Isländerhengst Skrudi und der andere Zuckerschock ritt. Ich ritt meine liebe Grace, da ich mich doch im Westernsattel eher zu Hause fühlte, als im Vielseitigkeitssattel. Caleb ritt Hell, Aliena Faster, Alexis Jagger und Aaron Firewalker. Die zwei verstanden sich mittlerweile wirklich schon sehr gut und Walker war wirklich ein unkompliziertes Pferd!
    Damit die Hengste nicht zu wuschig wurden, ritten Walker und Skrudi ein paar Pferdelängen vor den Stuten. Es ging bergauf und bergab, im Schritt, im Trab und im Galopp, bis wir schließlich nach gut 20km wieder zu Hause ankamen. Die nächsten Tage steigerten wir die Strecke und so konnten wir am Ende der Woche stolz verkünden, dass alle Pferde ihre Aufstufung geschafft hatten.[...]

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    25. Juli 2015 - Springtraining E-A
    2136 Zeichen © Veija

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    Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
    Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
    Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.

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    26. August 2015 - Springtraining A-L
    2911 Zeichen © Veija

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    Arbeit, Arbeit, Arbeit, dachte ich mir als ich die Stallgasse entlang schlurfte. Im Schlepptau hatte ich Drag me to Hell, Augen auf! Ich komme, Sacramento und My lovely Horror Kid. Mento und Horror mussten beide von E nach A gebrachte werden, Hell von A auf L und Abby von M auf S. Da ich das Ganze natürlich nicht alleine meistern konnte, hatte ich mir fleißige Bienchen gesucht, die mich unterstützen wollten. Aliena, Aaron und Alexis. Aaron kam auf Horror, Aliena auf Mento, Alexis auf Hell und ich ritt Abby.
    Nachdem wir sie nun alle gründlich geputzt und gesattelt hatten, ging es in die Halle, wo wir sie zunächst einmal gut warm ritten, bevor wir mit den Lektionen anfangen wollten. Um die Pferde zu lockern, ritten wir alle Lektionen aus der E Klasse, darunter zB Zirkel, Mittelzirkel, Aufmarschieren, Schlangenlinien und und und...
    Weiter ging es für alle mit den A Lektionen, wobei ich Abby nicht viel mitmachen ließ, da sie gleich noch genug zu tun hatte. So wurden Volten, Mitteltrab, Mittelgalopp, fließende Übergänge, Viereck verkleinern & vergrößern und Kehrtwendungen geübt. Somit waren Horror und Mento auch schon fertig, so dass sie wieder in den Stall konnten. Übrig blieben Aliena auf Hell und ich auf Abby. Aaron blickte der Stute betrübt nach, so war es doch eigentlich seine Stute, die aber voll im Training stand und zur Zeit nicht von ihm geritten werden konnte.
    Aliena übte derweil mit Hell Außengalopp, versammelter Trab & Galopp, Kehrtwendungen, Kurzkehrtwendung, einfache Galoppwechsel und doppelte Schlangenlinien. Hell verstand alles recht schnell, so dass ich mich weiter um Abby kümmern konnte. Die Lektionen der Klasse M beherrschte sie schon wunderbar, was daran lag, dass sie sehr intelligent war. Was wir jetzt noch üben mussten war jedoch alles andere als einfach: Schulterherein, Traversale, Travers, Traversalverschiebungen im Trab und Galopp, Renvers, fliegender Galoppwechsel, Schaukel, Pirouette, Piaffe und Passage. Abby kämpfte sich ziemlich ab, um alles auf die Reihe zu bekommen, hatte es am Ende jedoch geschafft, sich alles zu merken! Die Dressurturnier konnten kommen!
    Nun waren I've got the moves like Jagger und Faster an der Reihe. Beide mussten im Springen von A auf L gebracht werden. Da ich mir Aaron zur Hilfe geholt hatte ging das auch recht schnell, weshalb wir uns nun unseren Galoppern widmen konnten. Hier waren es Zuckerschock und Deadly Ambition die von A auf L gebracht werden mussten, Massacre Boy, der von L auf M gebracht werden musste und Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, die von M auf S gebracht werden mussten. Wir hatten bei keinem der Pferde Probleme, außer bei Pria, die wieder nach vorne preschen wollte wie von der Tarantel gestochen. Ich seufzte auf ihrem Rücken und versuchte sie zurück zu halten, gab es jedoch irgendwann auf. Wenn sie sich kein Bein während eines Rennen brachs, war sie die geborene Gewinnerin.

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    17. November 2015 - Galopprennen S-S*
    24.411 Zeichen © Jackie

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    Bevor ich mit Golden Samurai, Pearl und First von Rothen zu Catalina fuhr...

    "Ty würdest du mal bitte kommen ?", rief ich über meine Schulter hinweg - in der Hoffnung das Ty mich hören konnte. Ty, welcher sich in der Futterkammer befand, war mit seinen eigenen Kram beschäftigt und konnte mich somit nicht hören. Ich seufzte, drehte mich um, um schließlich nach Ty zu suchen. "Tyy!", rief ich durch den Stall - "Amy ? Was ist ?", er wirkte überrascht. "Hast du dich um die Boxen gekümmert ?", heute sollten drei Trainingspferde ankommen, welche für die nächste Kür fit gemacht werden sollten. "Ich habe die Boxen ausgemistet und war gerade dabei das Futter zu holen". Ich gab ihm einen Kuss, als Zeichen meiner Dankbarkeit. "Wir müssen echt mal jemanden finden der deine Arbeit übernimmt. Sonst bleibt uns ja niemals etwas Zeit für uns beide" er lächelte müde.

    Auf dem Hof hörte man bereits einen größeren Transporter einfahren. Es waren Jill K. Facer und Hunter Crowley. Als Hunter vor den Ställen anhielt, half er seiner Cousine aus dem Auto. Die knapp 30 jährige wunk mir zu, was mein Herz einen Satz höher schlugen ließ. Ich kannte die beiden noch nicht persönlich, bis jetzt hatten wir uns lediglich über emails ausgetauscht. Von daher war ich um so aufgeregter die Beiden endlich zu sehen. Jill war mir schon auf Anhieb sympathisch - sie war eine der wenigen, die trotz meines jungen Alters nicht an meiner Arbeit zweifelte. "Huhu Jiiill!" rief ich laut und strahlte über beide Ohren. Ich reichte ihr die Hand und stellte mich vor "Amy Fleming, am besten bringen wir erst einmal die Pferde unter, danach kann ich dich ja mal Rum führen. " - "na da sag ich doch nicht nein", antwortete Jill. Ty half Hunter und nahm Iceflower und Denila ab, während Hunter Princess Samsa führte. Schnell stellte sich heraus, welche von den drei Pferden am schwierigsten zu händeln sein würde. Princess hob den Kopf, blähte die Nüstern weit auf und gab schrilles Wiehern vom sich. Dabei weigerte sie sich abrupt nur einen Schritt weiter zu gehen. Ich wartete ab und beobachtete Hunter, in der Hoffnung zu sehen, wie man in einer solchen Situation mit Princess umgehen sollte. Hunter versetzte ihr einen klaps mit dem Strick und zuppelte in kurzen Abständen daran um die Stute aufzufordern weiterzugehen. Und tatsächlich, Princess machte einen großen Schritt nach vorn. Ich ging voraus und zeigte den Gästen die zukünftigen Boxen ihrer Pferde. "Wir besitzen einen eigenen Stall für Trainingspferde, die Boxen sind schon frisch zurecht gemacht. Die Weide für die Trainingspferde befindet sich auch hinter dem Stall." stolz deutete ich mit meiner Hand auf die geräumigen Holzboxen. "Sehr rustikal ", sagte Hunter schmunzelnd. "Aber nun gut", ich öffnete die Boxentür und beobachtete Hunter dabei, wie er Princess in die Box verfrachtete. Währenddessen führte Ty Iceflower und Denila in ihre eigenen Boxen. "Nun, die drei sollten sich für heute erst einmal ausruhen. Wenn ihr mich begleiten würdet", ich führte die beiden in unser kleines Farmhaus und machte ihnen am Esstisch platz. Lou reichte ihnen die Hand, ihre braunen Augen strahlten richtig vor Freude. "Wollt ihr Tee oder Kaffee trinken ?", fragte Lou durch den Raum. Ty meldete sich natürlich als erstes, "Ich nehm einen Kaffee, Jack möchte glaube ich auch.", grummelnd bestätigte Jack, dass Ty richtig lag. Schließlich meldete sich Hunter zu Wort. "Ich probiere heute mal einen Tee, Jill hätte auch gerne einen". Ich setzte mich zu ihnen am Tisch und ging den Trainingsvertrag durch. "Hier bitte einmal unterschreiben.... und dort bräuchte ich auch noch mal deine Unterschrift, danke !". Wenige Minuten später reichte uns Lou einen Rooibus-Tee. Meine Lieblingssorte. Gemütlich plauderten wir noch eine Weile, ehe Jill und Hunter wieder abreisten.
    "Macht es gut! Bis demnächst!", rief ich den beiden zu. "Siehst du Ty, hat doch zeitlich perfekt gepasst", sagte ich erleichtert. Kurz darauf traf auch schon Adriana van Helsing ein, sie war unsere Stammtierärztin und versorgte die Haflinger fast monatlich. Letztens hatte ich mit Adriana über Sir Outlaw gesprochen. Ein fuchsiger Trakehner Hengst. Adriana war am verzweifeln, weil er manchmal echt ein Sturkopf sein konnte, dabei musste er doch für die Zucht fertig gemacht werden. Also erklärte ich mich bereit ihn zu trainieren, gegen ein wenig Hilfe auf Heartland. Adriana willigte ein und war nun auf den Weg mit Sir Outlaw. Ich begrüßte die Tierärztin freudig, nahm ihr den Hengst ab und führte ihn - wenn auch mit Schwierigkeiten, in die frisch gemacht Box. Im Trainingstall blickte Iceflower ihn neugierig an, ein Hengst sieht man schließlich nicht alle Tage. Damit Adriana den weiten Weg nicht umsonst gefahren ist, kümmerte sie sich noch um Sunshine Shadow, Bonito, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Money in a Bank, Nimué, Meike und Mrs. Pretty. Leider mussten wir feststellen, dass Bonito bereits den grauen Star entwickelte, aber irgendwann musste es ja dazu kommen. Da wir heute noch zu Catalina fahren, bzw. teilweise fliegen wollten. Würde es eine lange Reise werden, weshalb wir wahrscheinlich erst morgen ankommen würden. Also machten wir uns jetzt schon auf den Weg und verabschiedeten uns von Adriana, welche noch ihren Sachen packte. Lou würde noch ein Weilchen mit ihr reden ehe sie sie gehen lassen würde.
    Ty verlud nur noch die drei Pferde in den großen Transporter und setzte sich schließlich an das Steuer.

    Nachdem wir bei Catalina waren....

    Nachdem ich mich von Catalina, Dani und Oscar verabschiedet hatte und mit Ty vom Hof fuhr, überkam mich glatt ein wenig 'Heimweh' - aber nicht nach Heartland, nein ganz im Gegenteil. Die letzten Tage waren wirklich aufregend und vor allem erholend. "Hast ja komische Freunde Amy", sagte Chase in einem scharfen Ton und grinste schelmisch, als hätte er gerade einen guten Witz gemacht. Soraya blickte ihn mit großen Augen an, aber auch ich drehte mich über den Beifahrersitz hinweg um ihn nahezu entgeistert anzublicken. "Sag mal, was ist dein Problem Chase !?", Ty der am Steuer saß versuchte sich zu konzentrieren. Chase blieb kühl und zog seine Brauen hoch, in einem völlig arroganten Ton sagte er bloß "Na, hast du gesehen wie unfreundlich die sind ? Und wirklich berühmt scheinen die ja jetzt auch nicht zu sein". Ich fauchte ihn wütend an "Du tickst wohl nicht richtig !! Catalina ist eine der besten Trainerinnen die ich kenne ! Wenn nicht sogar besser als ich! Hast du dich schon mal angesehen Chase ? Du bist ein egoistisches Arsc...", Soraya wirkte ein wenig aufgelöst, blickte mich flehend an und sprach mir ins Wort "Bitte regt euch ab!", ich konnte ihr Verhalten nachvollziehen, immerhin war Chase ihr Freund. Doch brachte ich es nicht über mein Herz, Soraya die Wahrheit über Chase zu erzählen. Triumphierend grinste Chase mich an, als hätte er gerade im Lotto gewonnen - Soraya zu liebe blieb ich jedoch ruhig. Ty wütete innerlich - seine Gedanken brodelten, was er doch alles am liebsten Chase angetan hätte. Als ich mich umdrehte um den Streit ein Ende zu mache... "VORSICHT REH!", entgeistert schrie ich Ty an, nun erkannten auch meine 'Freunde' auf der Rückbank, dass wir Ty vollkommen abgelenkt hatten.

    Quietschende Autoreifen, eine Vollbremsung, ich duckte mich blitzartig und spürte nur noch wie das gewaltige Tier auf die Kühlerhaube und schließlich in die Windschutzscheibe einschlug. Ich richtete mich in Zeitlupe auf, blinzelte immer noch erschrocken und tastete meinen Körper ab. "Seit ihr alle Ok ?", sagte ich kleinlaut - immer noch geschockt. Soraya schluchzte leise, wurde aber gleich schon von Chase beruhigt. Ty, welcher neben mir saß blutete am Kopf. "Ty ? TY !", das Reh ist durch die Windschutzscheibe geflogen, sodass der Kopf teilweise im Auto hing. Ty saß bewusstlos auf dem Fahrersitz. Ich schnallte ihn schnell ab und kletterte aus der Beifahrertür. Schnell hechtete ich zur Fahrerseite um ihn mir genauer anzusehen. Ich fasste seinen Kopf, suchte nach weiteren Verletzungen - konnte aber beruhigt feststellen, dass es nur eine Schnittwunde am Kopf war, welche durch eine Glasscherbe verursacht wurde. "Soraya ruf bitte einen Krankenwagen an !". Als wäre der Streit von eben vergessen, griff Soraya zu ihrem Handy und wählte die 112.

    Mein Handy klingelte. "Amy, oh Gott sei Dank ist euch nichts passiert !", es war Lou welche außer sich war. "Ich war gerade gelandet und wollte Golden Girl aus dem Hänger holen, als Jack mich anrief, dass ihr im Krankenhaus seit". Lous Stimme nach zu urteilen, hörte sie sich an, als hätte sie einen Marathon hinterlegt. "Alles gut Lou, Ty war nur bewusstlos. Gott sei Dank nichts schlimmes. Es geht ihm wieder besser. Fahr zu Catalina und geb ihr bescheid, dass wir noch mal zurück kommen", antwortete ich in knappen Sätzen, denn der Akku meines Handys schrumpfte auch immer mehr. "Hab dich lieb", sagte ich ihr noch schnell ehe ich auflegte. Ich griff nach meinem Handy, da es noch etwas wichtiges zu erledigen gab. In meiner Kontaktliste wählte ich Jack aus, meinen Großvater. Es dauerte eine Weile bis er dran ging. "Jack Bartlett von der Heartlandfarm" - "Jack ! Du weißt ja was passiert ist, heute schaffen wir es jedenfalls nicht nach Hause. Es ist wichtig, dass die Pferde und vor allem die Trainingspferde versorgt werden. Außerdem müssten Suburb Lights, Faster, Iceflower, Bear Totem's Denali und Princess Sansa trainiert werden. Hmm, ich weiß dass du das nicht kannst Jack... Lou ist auch nicht da... Mallory könnte sich um Suburb und Iceflower kümmern, Bubi habe ich letztens erst eingefahren - da sollte es keine Probleme geben, die Beiden müsste einige Runden an der Kutsche laufen." da kam mir ein Einfall, Dad war ja auf der Rennbahn beschäftigt, also konnte er sich um Faster und Denali kümmern. Schnell teilte ich meine Idee am Handy mit. Jack klang weniger begeistert, was aber daran lag, dass er Tim nicht leiden konnte. Das war mir jedoch egal. "Grandpa das ist wirklich wichtig ! Sag Caleb er soll sich um Princess kümmern, fahren... er ist am erfahrensten, Princess kann nämlich manchmal stur sein. Achja, da wäre noch was! Könntest du Ben anrufen, er sollte Sir Outlaw in Dressur und Amsterdam Girl in Springen trainieren ? Die Stute müsste noch für das nächste Turnier flott gemacht werden und Ben kommt einfach am besten mit sturen Pferden zurecht" - "Ja liebes, jetzt seh lieber zu, dass du eine Bleibe für heute Nacht findest."

    Als Ty einige Stunden später entlassen wurde, fuhren wir nach Cambridge zurück. Der Mietwagen mit dem wir den weiten Weg zurück fuhren, stellte sich als sehr teuer raus, was auch daran lag, dass er einen großen Transporter ziehen musste. Catalina staunte nicht schlecht als wir wieder ankamen, offenbar waren wir etwas schneller als Lou. "Was ist denn mit euch passiert ?", fragte sie lächelnd - "Wildunfall", entgegnete ich knapp. "Lou sollte gleich da sein, sie bringt Golden Girl mit". Nun kam auch Oscar an "Kommt, ich helfe euch beim verladen der Pferde... die müssen bestimmt hungrig und durstig sein....". Drinnen in Catalinas Wohnung saßen wir beisammen und aßen zu Abend, Chase blieb irgendwie außergewöhnlich ruhig. Woher der Sinneswandel ? Als ich gerade meine Nudel in den Mund stopfte, klingelte es an der Tür. "Das ist Lou!", sagte ich etwas lauter und stand auf, voller Freude meine Schwester wieder zu sehen. Ich umarmte sie nachdem ich die Tür öffnete: "Gott sei Dank ist euch nichts passiert", sagte sie noch mal - nach dem Autounfall meiner Mutter, war eben nichts mehr wie es früher einmal war.

    Währenddessen auf Heartland...

    Jack hatte Mallory bescheid gegeben, dass sie sich um Bubi und Iceflower kümmern sollte. Also striegelte sie die beiden Pferde, bevor sie sie an die kleine Kutsche spannte. Sowohl Bubi als auch Fleur waren erfahren genug um zu wissen was sie zu tun hatten. Jack half dem Mädchen beim aufspannen und schlug schließlich vor selber mit zu fahren. Das war wahrscheinlich gar nicht mal so eine schlechte Idee, da Mallory einfach viel (!) zu jung war. Sie hatte zwar Erfahrung im Springreiten, aber gefahren ist sie bis jetzt nicht oft. Jack setzte sich schließlich auf die Kutsche und drückte Mallory die Peitsche in die Hand. "Nun, es ist ganz einfach, du nimmst die Zügel auf und treibst die Pferde erst einmal an." Bubi bemerkte jedoch, neben wem er überhaupt stand. Der kleine Haflingerhengst stellte seine Ohren auf und versuchte die junge Stute zu beschnuppern. Jacks lautes Machtwort jedoch ermahnte ihn, sodass sich der Hengst wieder zu konzentrieren begann. Mallory schwang liebevoll die Peitsche, wodurch die Pferde einen Schritt nach vorne wagten. "Lass uns die gewöhnliche Waldstrecke entlang fahren. Das sollte für ein Pferd mit mittlerem Niveau ausreichen. Das junge Mädchen lenkte die Pferde an den Wegesrand, sollte jemand entgegen kommen. Nach 10 Minuten konnte sie nun rechts in den Wald abbiegen. "Wir sollten später an Tims Rindern vorbeikommen, wir reiten praktisch einen Rundweg". Nachdem die Pferde warm gelaufen waren, trieb Mallory die Beiden ein wenig mehr an. Im Trab flogen sie über den Waldboden hinweg, Bubi und Fleur waren mit Schreckmomenten vertraut, weshalb der 'Ausritt' auch durch den Wald ging und nicht auf dem Reitplatz. Bubi schnaubte angestrengt, aber auch Flower hatte ordentlich zu kämpfen. "Mallory, das machst du sehr gut", Jack wusste wie man einen motivieren konnte, denn das Mädchen strahlte über beide Ohren hinweg. Sie ließ die Pferde einige Minuten lang traben, ehe sie wieder Schritt gehen durften. nach einer halben Stunde hielten sie schließlich an, um den Pferden eine Pause zu gönnen. Jack reichte Mallory ein Sandwich, welches er zuvor eingepackt hatte. Da konnte Mallory nicht nein sagen, sofort griff sie danach und verschlang es gierig. "Mensch Jack! Ich hatte vielleicht einen Hunger ! Du bist meine letzte Rettung", schwärmte sie begeistert. Die Pferde tranken währenddessen aus einem kleinen Bach um sich etwas zu kühlen. Nachdem sich alle ausgeruht hatten ging es schließlich weiter. Es dauerte nicht lange als Mallory an der Rinderwiese entlang fuhr. Bubi blickte die großen, gehörten Rinder mit großen Augen an, er wollte glatt einen Sprung zur Seite machen, doch blieb er stattdessen stehen. War auch gescheiter von ihm. Als er merkte das Iceflower völlig ungeniert nach vorne blickte, trottelte er schließlich weiter neben ihr her. Mallory musste nur noch an Feld und Weiden vorbei, bis sie auf der Heartlandfarm ankam. "Hat doch super geklappt!", lobte Jack sie und half ihr bei den beiden Pferden. Iceflower wurde eingedeckt und schließlich in die Box gestellt. "Morgen früh kann sie wieder auf die Weide".

    Ben, Lisas Neffe stand bereits im Stall und sattelte Sir Outlaw. Er hatte den Hengst absolut unter Kontrolle. Ben war ein sehr erfahrener Reiter, doch Amy war nicht immer mit ihm einer Meinung. Während Lisa mit Jack im Wohnzimmer saß, zu Mittag aß und einen Kaffee trank - ritt Ben den Hengst auf den Platz warm. Jack erzählte ihr von Mallorys ersten 'Fahrstunde' und wie er ihr dabei geholfen hätte. Schade das Amy nicht da war, um die Beiden zu sehen. Da Jack und Lisa sich nur am Wochenende sahen, war es immer etwas besonders. Nachdem Outlaw warm war, trabte Ben im starken Trab auf den Hufschlag. Outlaw jedoch war gar nicht in guter Stimmung, er war ja auch nicht zu Hause. Ben jedoch blieb ungeniert und trieb ihn weiter an, gab ihn einen kleinen Klaps mit der Gerte und blieb im Körper gestreckt. Nun trabte der Hengst in federnden Schritten über den Platz, ritt einen Zirkel, anschließend durch die halbe Bahn und eine kleine Volte. Ben trieb den Hengst energisch an, Outlaw riss den Kopf in die Höhe und schnaubte angestrengt. "Los Junge, stell dich nicht so an!", Ben war wirklich eiskalt wie ein Fisch. Aber sein Pferd Red bewies, dass es ihm trotz seiner Methoden voll und ganz vertraut. Gut es gab Momente wo Amy ihm weiterhelfen musste - aber im großen und ganzen gehorschte ihm Red auf's Wort. Outlaw kam gar nicht erst dazu sich zu wiedersetzen. Also senkte er den Kopf und galoppierte in einem weichen, ruhigen Galopp auf den Zirkel. Nachdem er sich gefangen hatte und Ben die Zügel lockerer lassen konnte, machte er durch die Ecke kehrt und parierte ihn in den Trab. "Eine Traversale kannst du bestimmt noch nicht oder ?", murmelnd testete er alle möglichen Hilfen für die Dressur, aber vergebens - Outlaw wusste echt nicht was Ben von ihm wollte. Also stieg er ab, nahm die Gerte und half dem Pferd. Ben übte die Bewegungen, die Outlaw auszuführen hatte wenn er im Sattel saß. Natürlich musste Outlaw ihn austricksen und wollte glatt ein Reißaus machen. Doch Ben griff schnell nach den Zügeln, trieb ihn zurück und brachte ihn auf seinen Ursprünglichen Platz. "Stell dich nicht so an!", mahnte er den Hengst und arbeitete anschließend an die Traversale weiter. Für das nächste mal sollte man es vom Sattel aus probieren.
    Nach einer halben Stunde Arbeit und einer halben Stunde Training, brachte er Outlaw zurück in die Box und griff sich anschließend Amsterdam Girl. Girly sollte im Springen trainiert werden, Amy hatte die Wochen zuvor mit ihr gearbeitet, also musste Ben nur noch die Hindernisse aufstellen und das machen was er am besten konnte. Wieder ritt er die Stute warm ehe er sie springen ließ. Anschließend taxierte er einfache Trabstangen und begann mit niedrigen Steilsprüngen. Als Girly nun warm genug war, probierte er es mit einem Oxer. Leider hatte sie zu viel Geschwindigkeit drauf, weshalb ihr eine Stange zu Boden fiel. Also sprang Ben erneut vom Pferd ab und hob die Stange wieder auf. Girly blieb brav stehen. Er versuchte es erneut. Diesmal zügelte er die Stute ein klein wenig, passte den Moment an und verlagerte sein Gewicht nach vorne. Mit einem Satz war der Haflinger über den Oxer hinweg, ohne auch nur die Stange zu berühren. Der Junge lobte die Dame und ritt den restlichen Parcours mehrmals ab.

    Tim jedoch hatte Faster und Denila bereits abgeholt. Er fuhr die beiden zur Rennstrecke in Alberta. "Hallo Janice", begrüßte er seine schlanke, wirklich attraktive Freundin. Janice Wayne war ein Jokey und wirklich sehr erfahren in ihrem Beruf. Leider war sie mehr auf Geld aus. "Wow, die sehen ja wirklich richtig gut aus!", Janice bewunderte Faster "Die hier hat schon viel Erfahrung gesammelt, kann das sein ?" - Tim nickte. "Amy hat vor sie mir zu verkaufen. Ich glaube mit ihr hier könnten wir einige Gewinne ernten. Aber das hier ist Denila, ein Trainingspferd. Sie sollte später auch auf Rennen starten. Könntest du die Beiden für mich flott machen ?". Janice nickte, küsste Tim schließlich innig und begab sich auf den Weg zum Rennstall. Tim gab ihr noch einen kleinen Klaps auf ihren Hintern, ehe er ihr folgte. Faster und Denila standen angebunden vor dem Rennstall, während Tim Denilas Fell seidig bürstete, begab sich Janice mit Faster auf die Rennbahn. In einer Übungsstartbox, wartete sie darauf bis man ihr die Tür öffnete... und dann mit einem Mal, schoss Faster aus der Box und preschte am Zaun entlang. Janice zügelte sie erst ein mal, sodass sie nicht ihre ganze Energie unnötig verpowerte. In einem angenehm schnellen Galopp stürmte Faster auf die Kurve hinzu. Janice zügelte sie ein klein wenig weiter, und gab nach der Kurve ordentlich nach. Nun zischte die Stute wie von der Tarantel gestochen über die Bahn hinweg, sie streckte ihren Körper und schnaufte begeistert. Als Janice die Zielgerade sehen konnte, trieb sie das Vollblut mit der Gerte ein klein wenig an, sodass es an Geschwindigkeit zunahm. Es war wirklich erstaunlich, dass sich die junge Frau auf das Pferd halten konnte. Völlig verschwitzt und außer Atmen kamen sie am Ziel an und wurden immer langsamer. Als Janice sie schließlich zum stehen brachte, fragte sie einen Mitarbeiter nach der Zeit. "68 Sekunden, Eine Minute und acht Sekunden". Janice hob erstaunt die Augenbrauen. "Diese Stute ist der Wahnsinn ! Die hat echt was drauf !!", begeistert berichtete sie Tim von der Zeit... Zukunftspläne eröffneten sich bereits den Beiden. Nun war jedoch Denila an der Reihe. Tim half Janice in den Sattel und führte sie zur Rennstrecke. Denila müsste eine kürzere Strecke laufen, sie war schließlich noch nicht so weit wie Faster. Nach dem Startsignal preschte auch sie über die Bahn. Deutlich langsamer als Faster, aber dazu war sie ja da - um trainiert zu werden. Janice gab ihr Zügel, damit sie sich schön strecken konnte und an Tempo zunahm. Im Gegensatz zu Faster musste Denila nicht so weit galoppieren, darum näherte sich die Zielgerade relativ schnell. Janice gab ihr die Gerte um schneller zu werden, die Stute arbeitete brav mit und begann ebenfalls zu schwitzen. Denilas Zeit betrug 84 Sekunden. Sie müsste daher noch sehr gefördert werden, ein Fortschritt war jedoch garantiert. Denila wurde nach einer weiteren Runde, welche sie diesmal mit 76.1 Sekunden abschloss eingedeckt. Das war immerhin eine Verbesserung von 7.9 Sekunden und somit schon ein Erfolg. Tim kümmerte sich um die Pferde, während Janice sich in ihrem Wohnwagen umzog. Er verabschiedete sich mit einem Kuss und fuhr Faster und Denila zurück zur Heartlandfarm. Unterwegs traf er auf Caleb an, welcher mit Princess zu kämpfen hatte.

    Caleb saß auf einen kleinen Sulky, an dem Princess Sansa gespannt war. Sansa war eine dickköpfige Prinzessin, die offenbar Freude daran empfindet, ihren Reiter das Leben zu erschweren. Als Tim - manchmal ein richtiger Dummkopf, auch noch begann zu hupen, preschte die Stute mitsamt des Sulkys an der Straße entlang. Beinahe war sie so schnell wie Tim mit dem Anhänger, indem sich Faster und Denila befanden. Caleb war glücklicherweise sehr erfahren, was Zicken angeht - Ashley, seine verlobte war ja wohl das beste Beispiel. "WHOO", er zog schnell an den Zügeln, redete beruhigend auf die Stute ein und ließ sie schließlich im Schritt die Straße entlang gehen. Sie wirkte sehr aufgescheucht, was man nicht gerade als positiv empfinden konnte. Prinzessin hatte ihn sowieso den ganzen Weg über ausgetrickst und verarscht. "Bin ich froh wenn Amy wieder da ist", murmelte er genervt und versuchte wenigstens etwas Kontrolle über die Stute zu bekommen. Er ließ sie antraben, sodass sie etwas Energie verlieren konnte. Dabei zuppelte er leicht an den Zügeln, damit sie ihren Kopf senkt - dies tat er sobald sie ihren Kopf in die Höhe riss um ihn zu ärgern. Nur noch wenige Meter und er erreichte die Farm. Caleb war wirklich aufgebracht, dass ausgerechnet er mit dieser Zicke arbeiten musste. Aber beim putzen war sie natürlich der Engel auf Erden! Er beschloss morgen erneut mit ihr zu arbeiten, damit das Training nicht völlig für die Katz war. Nachdem er die Stute abgedeckt in die Box gestellt hatte, kontrollierte er die Heunetze, ob sie auch gefüllt seien. Bis zum morgen sollten sie ausreichen, Caleb begab sich schließlich in die Futterkammer um etwas Mash anzurühren. Er mischte Baldiranwurzeln und Melissenblätter in Princess Eimer. Diese sollten gegen Nervösität wirken und die Stute ein wenig beruhigen. Caleb wusste die Wirkung der Heilkräuter nicht von alleine, denn Amy hatte einen kleinen Zettel an ihrer Box gehangen. "Sollte sie mal wieder bockig werden...", las er noch mal vom Zettel ab. Zu guter Letzt, kümmerte sich Caleb um die Haflingerfohlen Figaros Schattenfalter, Picola und Mirabella. Er brachte sie von der Weide in den Stall und deckte sie mit warmen Stalldecken ein. Da es nun immer kühler wurde, war es gerade für die Fohlen von Bedeutung, eine Decke zu tragen. Schnell durchwuschelte er Mirabellas lockige Mähne und zog den dreien die Halfter aus, welche er an der Boxentür aufhing. Nachdem er kurz die Stallgasse durchgekehrt hatte, schaltete er das Licht aus und verabschiedete sich von Jack. "Danke das du uns geholfen hast ! Nimm dir diese Woche einen Tag mal frei", sagte Jack voller Dankbarkeit. Caleb lächelte auf einmal putzmunter "Wow ! Dann kann ich was mit Ashley unternehmen", antwortete er begeistert und ging zu seinem Truck. Daraufhin fuhr er zu seinem Wohnwagen nach Hause, wo ihn Ashley bereits erwartete. "Du bist heute aber spät dran", sagte sie etwas kühl. Caleb ließ sich von ihrer Art nicht stören, gab ihr stattdessen einen warmen Kuss und entgegnete glücklich "Dafür hast du mich für diese Woche einen Tag lang nur für dich!". Dass sich Ashley über seine Aussage freuen würde, wurde sofort deutlich. Sie quietschte begeistert und fiel ihrem Verlobten um den Hals. "Ich liebe dich Caleb!"

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    30. Dezember 2015 - Galopprennen S*-S**
    12.545 Zeichen © Jackie

    Spoiler

    Da Amy und Ty weiterhin in Cambridge waren, musste Jack nach einer Lösung suchen. Caleb, er und die Mädels konnten die Farm niemals alleine managen.
    „Guten morgen Hunter!“ begrüßte ich den jungen Mann freundlich. Ich kratzte mir kurz an meinen Schnauzer, ehe ich mich zur Kaffeemaschine begab. „Kann ich dir auch was anbieten ?“, er blickte mich halb verschlafen an. „Ja gerne“. Ich schüttete ihm den schwarzen Kaffee in die Tasse, welche er in die Hand nahm um sich aufzuwärmen. „Morgen Jill“, begrüßte er seine Cousine. Jill lächelte munter. „Du bist so ein Morgenmuffel!“, ich musste lachen – diese Frau war so sympathisch. „Ist alles ok bei dir? Du siehst so geschaffen aus“, fragte Hunter mich mit einer sorgsamen Miene. „Naja, es gibt so viel zu tun. Wir brauchen das Geld. Ich muss mich irgendwie mal umhören, wir benötigen dringend einen zweiten Stallburschen und am besten auch einen Trainer.“ Ich ging durch die Küche, grübelte und ließ mich schließlich vor dem Fenster nieder. Draußen war es schneeweiß. Der Boden glitzerte, Eiskristalle zierten das Küchenfenster. „Scheint als hätte es aufgehört zu schneien“, Hunter blickte in meine Richtung. „Prima ! Zu Hause gibt es nämlich noch einiges zu tun“.
    Nachdem sich Hunter und Jill verabschiedet hatten, wand sich Jack an mich „Ich bin jetzt in der Stadt, vielleicht lässt sich jemand im Maggies Diner finden. Du weißt ja was du zu tun hast“. Ich nickte und verließ das Farmhaus. Im Stall angekommen, brachte ich erst einmal die Pferde auf die Weide. Es war unfassbar ruhig auf den Hof, jetzt wo niemand da war – ja es war gar schon ein wenig beängstigend. Schließlich begab ich mich in den Trainingsstall, in dem Iceflower und Princess Sansa neugierig mit den Ohren spitzten. „Ich habe gehört, ihr wollt heute trainiert werden?“, fragte ich die Beiden schmunzelnd und führte die Pferde nacheinander aus der Box. Auf der Gasse putzte ich sie gründlich, ehe ich ihnen das Geschirr umlegen konnte. Nach knapp einer Stunde konnte ich die Reitponys an dem Zweigespann fest machen. Ich freute mich um ehrlich zu sein die Zwei im Gelände zu reiten. Es war schönes Wetter und die Pferde waren immerhin an der Kutsche gewöhnt. Was sollte da schon schief gehen? Darum beschloss ich die Pferde an der Straße entlang zu reiten. Im Wald würde die Kutsche eher stecken bleiben, außerdem sind die Pferde auf der Straße schneller. Ich prüfte meine Jacke, zog mir die warmen Handschuhe an und setzte mir eine wollige Mütze auf. Anschließend prüfte ich ob das Geschirr der Ponys richtig saß und auch an der Kutsche ordentlich befestigt wurde. Nachdem ich auch die Peitsche gefunden hatte, konnte ich unbesorgt losfahren. „los!“, sagte ich schnalzend und schwang liebevoll das lange Bändel. Die Ponys bewegten sich im Schritt vorwärts, ihre Hintern wackelten nebeneinander im Takt, was mich auf eine Idee brachte. „Whoo“, rief ich. Ich lief schnell in den Stall und fand wonach ich gesucht hatte. Amy hatte mal für das letzte Weihnachten einige Glöckchen gekauft, die man leicht am Geschirr befestigen konnte. Es ähnelte zugleich einem Gelassenheitstraining, schließlich konnten so kleine Glöckchen auch beängstigend sein. Ich stellte mich vorerst vor die Pferde und klingelte sachte mit den Kügelchen. Sansa spitzte die Ohren, wollte zuerst scheuen, doch ich beruhigte sie ganz schnell wieder. Fleur jedoch hatte heute wohl einen angenehmen Tag. Sie schnupperte neugierig an den Glöckchen und erhielt darauf eine Belohnung. Nun musste auch Sansa an ihnen schnuppern. Vielleicht würde auch sie etwas bekommen. Und tatsächlich, ich streckte meine Hand flach aus und lies der Stute den einen Leckerbissen.
    Nun konnte es jedoch losgehen. Ich fuhr rechts am Haus entlang, Richtung Alberta. Auf den Weg in die Stadt, klimperten die Pferde fröhlich vor sich hin. Manchmal hatte es etwas richtig Gutes in Kanada zu leben, die Straßen waren heute komplett frei, sodass man sich gut und ungehindert fortbewegen konnte. Nachdem die Pferde warm gelaufen waren, ließ ich sie an der Kutsche antraben. Auch wenn Princess wenig Lust hatte, schwang ich immer wieder die Peitsche neben ihr, um sie an ihre ‚Pflichten’ zu erinnern.
    „Oh sind die Süß!!“, riefen mehrere kleine Kinder mir entgegen. In Alberta war ziemlich viel los, alle mussten noch Geschenke kaufen, wollten im Café einen heißen Kakao trinken und eine Grundschulklasse war auch gerade auf einem Ausflug. „Gehen wir nachher Schlittschuh laufen?!“, rief ein kleines, blond-gelocktes Mädchen einer älteren Dame entgegen. Wahrscheinlich die Lehrerin. „Aber natürlich doch, Sarah – dafür sind wir doch hier“, sie lächelte mir entgegen als sich die Ponys bemerkbar machten. „Bloß ruhig bleiben“, murmelte ich den Pferden zu. Bei einer solch großen Horde an Kindern, konnten Pferde schnell nervös werden. Gerade Iceflower begann nun zu tänzeln. Also beschloss ich lieber abzusteigen, um das Pferd zu beruhigen. „Alles gut“, sprach ich ihr sanft zu. Als auch die Lehrerin erkannte, dass die Pferde solch einen Trubel nicht gewohnt waren, rief sie die Kinder energisch zurück. „Muss das sein? Die sind doch sooo süß!“, quängelte ein kleiner Junge, dessen Mütze größer war als der Kopf. Ich führte die Pferde an den Kindern vorbei ehe ich wieder in den Wagen stieg.
    „Caleb?“, hörte ich auf einmal eine weibliche Stimme neben mir sprechen. Ich drehte mich überrascht um und erkannte Amys Gesicht. „AMY!“, dass ich erleichtert war wie nie zuvor, konnte man nicht überhören. Sie lachte amüsiert und setzte sich neben mir in die Kutsche. „Na, hast du uns vermisst?“ – „Natürlich! Aber jetzt sag mal, wie kommt’s das du auf einmal hier bist?!“, Amy stieg noch mal aus, anscheinend hatte sie etwas vergessen. Beim gehen rief sie mir zu „Es hat endlich aufgehört zu stürmen. Da konnten wir fahren. Warte ich muss noch eben Jack bescheid geben“. Jack bescheid geben? Also wusste er doch bescheid… war klar. Keine fünf Minuten später, war Amy wieder da und nahm mir die Zügel ab. „Mensch, das habe ich vermisst!“, - „Wenn das so ist, kannst du mir ja gerne Arbeit abnehmen“ ich funkelte sie belustigt an und lehnte mich in den Sitz zurück. Nun saß Amy am ‚Steuer’. Amy trabte die Straße entlang nach Millarville, unterwegs begegnete uns Jack. Er fuhr langsam neben uns her und kurbelte das Fenster runter. „Ich habe übrigens eine super Neuigkeit für euch!“ "Ja ? ist das so ? Jack willst du nun, dass wir fragen was diese wäre ?". Er lachte und fuhr davon. "Verdammt, jetzt hat er mich tatsächlich neugierig gemacht", gab ich brummelt von mir. "Wir sind ja gleich da!", sagte Amy. Iceflower gab schnaufende Geräusche von sich, scheint so als ließe die Ausdauer nach. "Na, dann können wir ja sicher gehen, dass wir sie heute ordentlich gefördert haben".
    Zu Hause angekommen gab Amy den Beiden ein Leckerchen, nachdem sie sie eingedeckt hatte. Iceflower und Princess durften sich nun in der Box entspannen und sich dem warmen Heu widmen. Nun, da sowohl Amy als auch ich vor Neugierde platzten, gingen wir schnurstracks auf Jack zu um ihn zu fragen was denn diese Neuigkeit wäre. Neben Jack stand ein kleiner Junge. "Hallo...?", fragte Amy ihn verwundert. Er schien ungefähr in Mallorys Alter zu sein, vielleicht sogar ein bisschen älter. "Ich bin Jake, ich werde später mal ein richtiger Cowboy", sagte er schmunzelnd und rückte seinen Hut zurecht. Ich grinste breit, während Amy sich den Mund zu halten musste um nicht laut los zu lachen. "Was denn ?", hakte er nach. Nun meldete sich Jack zu Wort. "Jake ist der Sohn von den Andersons. Diese bilden Springpferde aus. Da Jake sich sehr für Pferde interessiert, habe ich ihm ein Praktikum angeboten, so gesehen ein kleiner bezahlter Minijob". Jake grinste zufrieden. "Von dem Geld werde ich mir später Reitstunden nehmen... für Roping". Ich zog die Augenbrauen nach oben. "Echt ? Na da kannst du gleich mit mir kommen, ich gebe dir auch die erste Stunde umsonst". Seine Augen funkelten vor Begeisterung. "ECHT ?", ich lachte. Er war ja doch ein richtig knuffiger. "Klar, wieso auch nicht".
    "Wer kommt denn jetzt noch ?", Jack peilte aus dem Fenster hinaus und sah ein Auto auf den Hof fahren. "Sieht aus wie Tims Wagen.", Amy ging aus dem Haus um ihren Vater entgegen zu gehen. "Was ist los Dad ?"
    -"Faster und Pearl müssen trainiert werden."
    "Wenn du die beiden Vollblüter trainierst, nehme ich Bear Totem's Denila mit. Sie sollte heute auch noch trainiert werden." Tim nickte, wies seine Tochter jedoch darauf hin, dass keine 3 Pferde im Hänger passen würde. "Keine Sorge, ich fahre mit unserem Hänger mit", so dürfte das Problem gelöst wurden sein. Ich berührte Amys Schulter, und fragte sie: "Willst du Lana nicht mitnehmen ? Sie wirkt heute sehr Temperamentvoll".
    -"Danke für den Hinweis Caleb, das wäre eine gute Idee."

    Auf der Rennbahn angekommen ließ Amy und Tims Freundin Janice die beiden Vollblüter Faster und Bear Totem's Denila gegeneinander laufen. Faster war schon erfahrener als Denila, weshalb die Stute sie mit mehreren Pferdelängen auf halber Strecke überholte. Da Amy weniger Erfahrung als Janice hatte, ritt sie auch auf Hunters Vollblut. Trotzdem schlugen sich die Pferde gut, schließlich konnte man sie nicht richtig miteinander vergleichen. Nach der Runde blickte Amy zu ihrem Vater und fragte ihn nach der Zeit.
    "Denila 73.3 Sekunden, besser als ihre letzte Zeit" - "Wie war denn ihre letzte Zeit ?", fragte Amy nach. "Letzten Monat betrug sie 76.1, Denila macht sich ganz gut! Fasters Zeit beträgt 62.4 ! Auch sie hat sich echt verbessert ! Das sind immerhin 6 Sekunden Unterschied. Kann aber auch sein, dass sie heute einen extrem guten Tag hatte.." Amy lächelte begeistert. "Ich würde sagen, sie hat sich für das nächste Turnier qualifiziert. "Das würde ich aber auch behaupten", antwortete Tim begeistert. Als nächstes waren Lana und Pearl dran. Pearl war so gut wie auf den selben Stand wie Lana, darum konnten die beiden gut gegeneinander laufen. Diesmal ritt Janice Pearl und Amy die Haflingerstute Lana. Die Beiden Pferde mussten eine kurze Strecke laufen, weshalb die Zeit auch etwas kürzer war als bei den Vollblütern. Lana schaffte die Strecke in 66.4 Sekunden, es war etwas langsam aber keine schlechte Zeit. Wie aber auch zu erwarten war die Araberstute schneller als der Haflinger. Mit 57.3 Sekunden holte Pearl die Stute auf ganzer Länge ein. "Wir müssen auf jeden Fall weiter trainieren, die Araberstute hat gute Chancen."

    -

    Währenddessen auf Heartland. "Jack, ich bin Sir Outlaw trainieren", der ältere Mann drehte sich schnell zu Mallory "Nein, das verbiete ich dir - du bist zu unerfahren für Outlaw.", -"Ok, dann trainier ich eben Windsor!", antwortete das junge Mädchen eingeschnappt. "Mach das ...", grübelte Jack "Outlaw darf nur von Amy trainiert werden". Mallory schnappte sich Windsor und ritt ihn auf den Reitplatz warm. Anschließend ließ sie ihn einige Figuren reiten, gab ihn Hilfen und Paraden und ritt schließlich eine Traversale. Windsor war wirklich excellent was das Dressurreiten anging, aber man konnte ihn noch weiter trainieren. Jack schaute ihr dabei zu "Lass ihn eine Passage machen", rief er Mallory zu. "Wie mach ich das ?", fragte das Mädchen, Jack erklärte es ihr und staunte nicht schlecht als der Hengst genau wusste was er zu tun hatte. "Das machst du super Mallory". Amy wird ihn wohl noch ein wenig weiter trainieren müssen, aber es ist gut wenn du auch ein bisschen mehr lernst. Jack zwinkerte ihr zu.

    Als Amy wieder zurück war, pflegte sie Sir Outlaw ehe sie ihn sattelte. Dann stellte sie Hindernisse auf den Reitplatz auf um einen Parcours zu erstellen. Im Schritt ritt sie ihn warm, trabte anschließend und ritt mehrere kleine Trabstangen an. Outlaw sollte üben seine Beine zu heben um sich an die größeren Hindernisse zu gewöhnen. Der Hengst sträubte sich und schlug mit dem Schweif aus, stolperte dabei mehrmals über die Stangen, er machte es Amy schwer. Amy trieb ihn weiter und sprach ihn Mut zu, half jedoch nichts. Nun ging der Hengst stur Rückwärts und schmiss den Kopf in die Höhe. "Outlaw!", Amy legte eine Pause ein, trieb ihn anschließend wieder an. Mit viel Mühe schaffte sie es den Hengst über die Stangen zu bringen. Nun lobte sie ihn, klatschte seinen Hals und ließ ihn wissen, dass er sich brav benommen hat. Später schaffte es Amy sogar den Hengst über mehrere kleine Hindernisse springen zu lassen. "Ich weiß du wirst noch Fortschritte machen", flüsterte sie ihm zu, nachdem sie ihn abgesattelt und in die Box gestellt hatte. "Irgendwann wirst du noch ganz lieb...vielleicht sollte ich es mit einem Join Up versuchen...".
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          15. Januar 2016 - Galopprennen S** - S***
          2783 Zeichen © Jackie


          Spoiler
          "Amy bist du soweit ?", fragte Tim mich eindringlich. "Ja doch Papa!" Ich stieg in den dreckigen Jeep, nachdem ich Faster und Bear Totem's Denila in den Hänger geladen hatte. Heute sollte sie auf das große Seniorenrennen vorbereitet werden. Also fuhren wir über Sheep River nach Dad's Big River Ranch. Dad hatte sich zuvor eine Rennbahn bauen lassen, so konnte er ungestört seine zukünftigen Preisträger trainieren. Manchmal konnte Dad richtig Geldgierig sein, aber so war er nun mal. Die Stute, welche wir für die Körung fit machen sollte, hatte ich direkt mit genommen - sie vertrug sich prima mit Faster und konnte sich durch unsere Vollblutstute selbst steigern. Auf Big River Ranch angekommen, führten wir die Vollblüter erst einmal in den Stall. Dort wurden sie geputzt, getränkt und gesattelt. "Ist Janice wieder da ?", fragte ich Dad zarghaft. Janice konnte ich immer noch nicht leiden. Sie hatte so eine außgesprochen egoistische Art an sich. "Nein, heute sind nur wir beide hier." - "Heißt das, ich soll die beiden alleine reiten ?", "Das hast du richtig erkannt", Dad klopft mir auf die Schulter - einer seiner Ich-Bin-So-Stolz-Auf-Dich-Mein-Kind-Klopfer. Ich begann mit Faster, Dad führte die Trainingsstute mit zum Platz, hielt sie jedoch fest - da ich mit Faster beschäftigt war. Ich ritt in die Startbox ehe Dad das Startsignal geben konnte. Urplötzlich schoss die Vollblutstute aus der Startbox über den sandigen Platz hinweg. Ich ritt sie nahe am Gatter um Zeit zu sparen. Faster flog über den Boden hinweg, Staub wirbelte durch die Luft und ich hatte Mühe mich am Pferd festzuhalten. Nach der Runde applaudierte Dad begeistert "Wir haben wahrscheinlich gute Chancen mit ihr. Reite aber noch mal eine Runde, drei sollten mindestens drinnen sein". Heute ritten wir mehrere lange Runden, es dauerte ganze 3 Minuten ehe ich wieder an der Startbox angekommen war, aber Faster hat es gut getan, das konnte man sehen. Nun war Denila an der Reihe. Ich übergab die Fuchsstute an Dad und stieg auf die Rabicanostute auf. Denila tänzelte ungeduldig, schnaubte eifrig und hüpfte in die Startbox (eher gesagt, sie tänzelte / glitt über den Boden zur Startbox). "Mensch hat die gute Laune", rief mir Dad entgegen. Schließlich gab er mir das Startsignal. Denila flog, sie machte einen riesen Sprung nach vorne ehe sie im vollen Galopp lospreschte. "Whoooo", flüsterte ich und hielt die Stute sanft zurück. Wir wollten es ja nicht gleich übertreiben. Im schnellen Galopp ritten wir eine 3/4 Meile ehe ich sie laufen ließ. Sie sollte sich die Ausdauer nämlich für's Ende hin aufbewahren. Nun gab die Stute alles, Dad staunte nicht schlecht - aus Denila war noch einiges an Tempo zu holen. Auch sie ließ ich weitere 2 Runden laufen ehe wir die Pferde zurück nach Heartland brachten.​
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    Die Kür

    "Ty, wünsch mir Glück ! Bald können wir Edelblüter züchten!", ich platzte vor lauter Aufregung. Edelblüter waren mal etwas anderes als die typischen Berghaflinger, also wollte ich heute mein bestes geben um eine Schleife mit nach Hause bringen zu können. "Bist du soweit ?", fragte mein Freund nach - "Aber klar !", mein Name wurde aufgerufen und ich ritt mit der Vollblutstute in die Halle. In der Mitte angekommen, hielten wir vor den Richtern um sie zu grüßen. Anschließend ritten wir auf die linke Hand im Schritt, anschließend im Trab und zu guter letzt im Galopp. Faster hatte einen guten Tag, vielleicht weil ich sie letztens auf der Rennbahn auspowern ließ ? Oder weil sie vor kurzem ein Turnier gewonnen hatte ? Wir ritten im Zirkel, machten eine Volte und wechselten in der Ecke den Hufschlag. Auf der rechten Hand galoppierten wir eine ganze Bahn. Faster hob ihren Schweif und erhöhte ihr Tempo. Schnell musste ich zurück halten, sie war eine Rennstute, es wäre nicht gerade vom Vorteil wenn sie plötzlich mit 180 Sachen durch die Halle brauste. Nachdem sie ihre beste Seite gezeigt hatte, trabten wir vor dem Publikum entlang ehe wir im Schritt zurück zu den Richtern gingen. "Erzählen sie uns doch bitte etwas über ihre Stute", sprach ein freundlicher alter Mann zu mir. "Faster ist eine Vollblut Fuchsstute. Ich habe vor sie später als Veredler für meine Haflingerzucht einzusetzen, aber auch auf Turnieren laufen zu lassen. Sie ist in bester Form und super trainiert. Durch ihre Fellfarbe und den geringen Abzeichen, eignet sie sich hervorragend als Veredler.", ich lächelte ihm entgegen und ritt im Schritt aus der Halle. "Endlich war es geschafft", sagte ich erleichtert. Ty half mir beim absatteln. Faster erhielt noch ein Leckerchen.

    1752 Zeichen | © Jackie | geprüft mit charcounter.com


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    Bild © LouLou und Veija​
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Jan. 2016
  6. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Wann kommt hier eigentlich dich Abstimmung:)? @BellaS
     
  7. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Bei 10 Teilnahmen :)
     
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  8. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Ich würde mich auch gerne noch anmelden, jedoch erst Dienstag da ich über die Karnevalstage nicht mehr zuhause bin ;)
     
  9. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Die SK ist seit Dezember offen, nicht September.
    Außerdem gibt es sowohl noch eine SK, als auch eine HK, die schon länger offen sind, also ist wohl etwas Geduld gefragt. Die 10-Teilnahmen-Regel gibt es ja auch schon länger. :)
     
    BellaS und Sevannie gefällt das.
  10. Gwen

    Gwen Jolly Tickled Pink!

    Meine Teilnahme mit Ravi

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    Rufname: Ravi
    Geburtsjahr: 1998

    Von: unbekannt
    Aus der: unbekannt

    Rasse: Norwegermix
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Falbschecke
    Stockmaß: 149cm

    Beschreibung:
    Ravi ist eine sehr großgewachsene Ponystute, welche einem bunten Mix zu gleichen scheint. Tatsächlich ist die genaue Rasse nicht bekannt, ebenso wenig wie ihre Elternteile. Durch ihre Scheckung fällt sie überall schnell auf und wird oftmals auch bewundert. Denn auch im Dressurviereck ist sie ein absolutes Ass. Sie liebt die Dressur und ist auch stets tatkräftig mit dabei. Doch bei einer eleganten 360°-Wendung und einem High-Speed-Galopp geht ihr Herz erst richtig auf, Trailaufgaben sind ihr Leben. Außerdem ist sie sehr kinderfreundlich und auch für Anfänger geeignet. Ravi ist total ausgeglichen und brav, ein Engel auf vier Hufen. Jedoch vor einem Ding hat die Stute eine tierische Angst, nämlich vor Katzen. Das kann manchmal zu äußerst lustigen Situationen führen. Dennoch würde Ravi sich niemals so gehen lassen, dass ihrem Reiter etwas passieren könnte.

    Ersteller: Ivi.Kiwi
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Ivi.Kiwi

    Dressur A -- Springen A -- Military A -- Wendigkeit L -- Western A -- Fahren A

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    [6 Schleifen]
    2. Platz 238. Dressurturnier
    Gewinnerin [RS 33] Geschicklichkeitsrennen
    Gewinnerin [RS 47] Freiheitsdressur
    1. Platz 99. Synchronspringen
    2. Platz 318. Westernturnier
    3. Platz 259. Fahrturnier
    ------------------------------------
    Letzter Tierarztbesuch: Februar 2016

    Letzter Hufschmiedbesuch: Oktober 2015




    Die Kür
    Seitdem Ravi wieder bei uns zu Hause war, hatte ich auch direkt allerhand Pläne mit ihr. Einer war etwas seltsam oder eher schwer durchzusetzen, aber ich war mir sicher, dass wir auch diese Herausforderung packen würden: Ich wollte Ravi krönen lassen. An sich war das irrwitzig, denn Ravi war schon siebzehn Jahre und außerdem ein Mix, aber es sah einfach in ihrem Lebenslauf schöner aus und deshalb versuchten wir es einfach. Viel zu verlieren hatten wir schließlich nicht.
    Aus diesem Grunde ritten wir heute auf dem Abreitplatz vor dem großen Turniergelände warm und warteten schon ungeduldig auf unseren Aufruf, denn immer noch lag in Kanada teilweise Schnee und es war doch noch recht kalt, ich wollte es endlich hinter mich bringen. Der Aufruf kam dann zum Glück auch, weshalb ich Ravi wieder in den Trab trieb und mit ihr in die Halle einritt, wo uns erst einmal angenehme Wärme einlullte.
    Dann konzentrierte ich mich auch schon auf die Kür. Im Trab ritten wir die Mittellinie entlang bis zu X, wo wir geschlossen stehen blieben und ich die Richter grüßte. Kurz darauf nahm ich sie Zügel wieder auf und trabte erneut an, um dann auf die linke Hand zu gehen. Wir ritten noch die lange Seite entlang, ehe ich in der Mitte der kurzen Seite angaloppierte und auf den Zirkel ging. Ravi machte wirklich wunderbar mit, galoppierte fleißig auf- und vorwärts.
    Nach circa drei Runden parierten wir erst zum Trab und dann wieder zum Schritt durch. Nachdem wir auch die dritte Gangart auf der linken Hand gezeigt hatten, wechselten wir im Schritt durch die ganze Bahn und blieben auch erst einmal in der ruhigeren Gangart, welche wir direkt auf der rechten Hand präsentierten, ehe wir wieder in den Trab übergingen und auf der langen Seite auch ein wenig verstärkten, was Ravi auch wunderbar machte.
    Auch auf der rechten Hand gingen wir noch einmal auf den Zirkel und galoppierten erneut an. Wieder funktionierte alles einwandfrei und wir hatten es schon beinahe geschafft. Noch eine ganze Bahn im Galopp, ehe wir zum Trab durchparierten und auf die Mittellinie abbogen. Wieder blieben wir bei X geschlossen stehen und ich verabschiedete mich von den Richtern.
    Nachdem das geschafft war, gab ich Ravi den langen Zügel und lobte sie ausgiebig. Ravi streckte den Hals und schnaubte zufrieden ab. Wir hatten unsere Kür nun zum Besten gegeben und konnten entspannt im Schritt die Halle verlassen. Dabei begegnete uns bereits die Reiterin nach uns, welcher ich noch leise Glück wünschte, ehe sie auch schon entschwand.
    Draußen kam Kathy uns entgegen und warf Ravi direkt die Abschwitzdecke über. Ich hatte Ravi diesen Winter nicht geschoren, dementsprechend schwitzte sie jetzt auch leicht und bei diesem Wetter wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Ravi bekam von allen Seiten Lob und hatte nun erst einmal eine längere Pause auf ihrem Paddock, während wir mit heißer Schokolade und etwas zu Essen auf die Endergebnisse und auf die eventuelle Krönung warten würden. Alle Daumen waren für Ravi gedrückt.

    [3000 Zeichen | by Gwen | gezählt auf Zeichenzähler.de]

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    Bewegung, Zubehör & Hintergrund von Elii

     
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  11. Jackie

    Jackie Modi für SW's und SdMW/HdMW, Reiterspiele, Berufew

    @BearBrook 's Teilnahme mit Bear Totem's Denali

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    Bear Totem's Denali
    Geburtsdatum/Alter: 6 Jahre
    Geschlecht: Stute


    Stammbaum
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    Exterieur
    Größe: 163cm
    Rasse: Englisches Vollblut
    Fellfarbe: Blue Roan Rabicano
    Geno: Ee/aa/RnRn/nRb
    Abzeichen: Blesse, 2 Kronränder hinten


    Interieur
    Für ein Englisches Vollblut hat Bear Totem's Denali ein äußerst dickes Fell. Sie lässt sich nicht leicht aus der Ruhe bringen und scheint stets konzentriert bei der Sache zu bleiben. Es braucht einiges um sie zu verunsichern. Denali hat viel Energie und zeigt sich neugierig und aufgeweckt.

    Beschreibung
    Denali ist in ihrer auffallenden Farbe immer ein Hingucker und wird gerne bestaunt. Bei Kindern ist sie sehr beliebt und sie zeigt sich hier sehr geduldig und lieb. Im Reitzentrum wird Denali auch gerne genutzt um jüngere Pferde als Handpferd mitzunehmen.

    Geschichte
    Aus einer Zucht in Kanada stammend, kam die junge Stute nach Schweden. Hier wurde sie in ihrer Grundausbildung geschult und dann nach Deutschland weiterverkauft, wo sie heute sechsjährig stets weiter fortgebildet wird um einmal ihre guten Gene weiter vererben zu können.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: ✘
    Vorgesehen für die Zucht: ✔
    Besitzer: BearBrook
    VKR/Ersteller: Ofagwa


    Qualifikationen
    Dressur: E A L M S
    Galopprennen: E A L M S S* S**
    Springen: E A L M S
    Military: E A L M S

    Distanz: E A L M S

    Erfolge
    315. Galopprennen | 317. Galopprennen | 233. Distanzturnier | 320. Galopprennen A1 | 320. Galopprennen A2
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    322. Galopprennen | 235. Militaryturnier | 345. Springturnier | 350. Dressurturnier| 239. Distanzturnier
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    Gesundheit
    Tierarzt:
    Equine Hospital CHH'
    Gesundheitszustand: sehr gut
    Letzter Besuch: 18.10.2015

    Hufschmied: Hufschmiede Burning Spring
    Letzter Besuch: 17.10.2015
    Beschlag: keiner

    [​IMG]
    Auf Bear Brook war ein neuer Vollblüter eingezogen und so dauerte es nicht lange, bis ich einen Anruf von Jill erhielt. Seine Kunden lernte man schnell lernen, dementsprechend galt meine erste Frage ihrer Verletzung. Anscheinend würde sich ihr Aufenthalt im Rollstuhl noch verlängern müssen, also konnte ich ihr nur die Daumen drücken und gute Besserung wünschen. Außerdem versprach ich, heute noch direkt nach ihrer neuen Stute zu schauen. Mein Tag war sowieso noch sehr frei gehalten, so dass eine größere Untersuchung ohne Probleme hineinpasste. Für die Vollblutstute würde heute allerdings etwas mehr als nur Untersuchen und Impfen anstehen, weshalb ich direkt das mobile Röntgengerät für die Fahrt vorbereitete und im Labor auch schon ihre Blutuntersuchung anmeldete. So würde Jill die Ergebnisse schnell erhalten können.
    Und dann machte ich mich auf den Weg. Lange brauchte ich nicht, denn ich war nur eine halbe Stunde unterwegs, ehe ich von Jill und Hunter Crowley begrüßt wurde. Zwar war Jill verhindert mir zu helfen, aber dabei sein wollte sie trotzdem, den Rest übernahm Hunter. Dementsprechend bat ich ihn, mir die Stute erst einmal im Schritt und dann im Trab die Stallgasse entlang zu führen. Bear Totem's Denali war eine sechsjährige Stute mit einem angenehmen Stockmaß. Sie sah allgemein sehr wohl proportioniert und passend aus. Auch ihre Gänge verrieten mir nichts anderes, nur dass sie einen sehr gesunden Bewegungsapparat besaß.
    Danach machten wir uns auf den Weg zum Putzplatz, wo Denali angebunden wurde und ich mit der Untersuchung beginnen konnte. Laut Jill war die Stute eigentlich wirklich problemlos und war auch nicht so empfindlich wie andere ihrer Artgenossen. Aus dem Grunde hielt sie auch wunderbar still, während ich in Augen und Maul schaute. Ihre Schleimhäute waren gesund gefärbt und auch ihre Zähne standen gut. Nur etwas weiter hinten musste ich einen kleinen Haken entfernen, der ab stand, wahrscheinlich hatte sie auf etwas Härteres gebissen. Bisher hatte das Stückchen sie auch noch nicht gestört, aber ehe es Wehwehchen machte, entfernten wir es lieber.
    Danach machte ich mit dem Abhören von Herz und Lunge weiter. Ich nahm ihre Werte auf und horchte dann auch noch kurz die Darmgegend ab. Danach kontrollierte ich die Temperatur, ehe ich nur noch die Wirbelsäule und die Beine abtastete. Denali ließ das alles problemlos über sich ergehen und so waren wir wirklich fix mit allem drum und dran fertig. Nun machte ich mich an das Röntgen. Da Denali so brav da stand, brauchte ich keinen Helfer und die Bilder waren auch alle ziemlich schnell im Kasten.
    Nun wurde es etwas unangenehmer für Denali, denn jetzt kamen die Spritzen. Als erstes würde ich ihr Blut abnehmen. Hierzu desinfizierte ich die Stelle am Hals und setzte die Kanüle an, ehe ich mir zwei kleine Reagenzgläser füllte und Denali von dem unangenehmen Gefühl wieder befreite. Danach bereitete ich aber auch direkt das Präparat fürs Chippen vor, denn das stand Denali auch an. Der Chip war aber schnell unter der Haut und auch registriert. Nun also nur noch die Impfungen und dann die Wurmkur.
    Denali wurde gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwt geimpft. Brav hielt sie alle Impfungen stand und musste dann nur noch die Wurmkur schlucken, dann hatte sie die Tortur "Tierarzt" auch schon hinter sich gebracht. Denali durfte zurück in die Box und ich packte meine Sachen wieder zusammen. Jill versprach ich, sie heute Abend direkt noch einmal wegen der Ergebnisse anzurufen, ehe auch ich mich auf den Heimweg machte.


    "Jill Facer am Apparat?" - "Hallo Jill! Hier ist Canary, die Ergebnisse sind da! Denalis Röntgenbilder sehen alle einwandfrei aus und ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken. Auch ihre Blutwerte liegen alle im Normalbereich. Die Hübsche ist also topfit", erklärte ich der Besitzerin lächelnd. Nachdem ich aufgelegt hatte, bereitete ich die Kopien für die Post vor, so dass Jill die Ergebnisse auch noch schriftlich für ihre Unterlagen hätte.
    18. Okt 2015

    Hufschmiedbericht Bear Totem’s Denali
    ~Briar Cliff~

    Kurz nachdem ich bei Samanta und ihrem Hengst war und ich das Auto erreicht hatte, ereilte mich ein Anruf von Jill. „Hey, was steht an?“, erkundigte ich mich bei ihr und hörte ihr aufmerksam zu. Scheinbar hatte Jill eine neue Vollblutstute mit dem ausgefallenen Namen Bear Totem’s Denali gekauft und diese brauchte nun einen Hufschmiedbesuch, bei dem ihr die Hufe gekürzt und kontrolliert werden sollten. Ich stimmte zu und sagte, dass ich mich gleich auf den Weg machte und fuhr dann auch rasch los.

    Auf Bear Brook EC angekommen, empfing mich Hunter und erzählte mir ein wenig über die Stute. Ich nickte nur und ließ mich dann zu dem Vollblüter führen. Während Hunter die Stute von der Weide führte, sah ich sie mir genau an. Sie war mit einem ausgefallenen Fellkleid ausgestattet und schien das Rabicano-Gen in sich zu tragen. „Ey Hunter die’s Hübsch!“, gab ich von mir und lachte kurz auf. Er lächelte nur etwas, führte sie dann zu meinem Auto und band sie dort an. „Ich muss noch Slap Happy reiten, machst du ihr dann gerade Hufe und klingelst mich kurz an, dann komm ich vorbei und hol sie bei dir ab.“ – „Alles klar, kein Problem“, sagte ich und begrüßte Denali und kraulte ihr kurz die Stirn. „Du bist aber eine ganz hübsche“, sprach ich kurz zu ihr und nahm mir dann den Hufkratzer in die Hand um ihr die Hufe auszukratzen um sie dann zu kontrollieren. Denali spielte aufmerksam mit ihren Ohren als ich damit begann die Hufe auszuschneiden, welche schon ein wenig lang waren, aber eben noch akzeptabel. Den Hufbock empfand sie als eine Normalität, so schien es und sie blieb ruhig und für ihr Alter konnte sie ihr Gleichgewicht schon gut halten. Da kannte ich andere Vollblüter, die 1. Zappeliger und 2. Unausbalancierter waren als die Stute, die vor mir stand. Das Raspeln und Feilen war schnell hinter uns gelassen und ich lobte Denali für ihr Verhalten. Dann suchte ich nach Hunter’s Nummer und fand sie nach kurzem Suchen auf meinem Arbeitshandy und klingelte ihn an. Ich war in nur 45 Minuten fertig geworden und ließ mir Denali dann vorführen. Alles passte und ich stellte Jill eine Rechnung aus ehe ich mit den beiden noch einen Kaffee trank
    17. Okt 2015

    ~17.11.2015~
    Galopprennen E-A


    Bevor ich mit Golden Samurai, Pearl und First von Rothen zu Catalina fuhr...

    "Ty würdest du mal bitte kommen ?", rief ich über meine Schulter hinweg - in der Hoffnung das Ty mich hören konnte. Ty, welcher sich in der Futterkammer befand, war mit seinen eigenen Kram beschäftigt und konnte mich somit nicht hören. Ich seufzte, drehte mich um, um schließlich nach Ty zu suchen. "Tyy!", rief ich durch den Stall - "Amy ? Was ist ?", er wirkte überrascht. "Hast du dich um die Boxen gekümmert ?", heute sollten drei Trainingspferde ankommen, welche für die nächste Kür fit gemacht werden sollten. "Ich habe die Boxen ausgemistet und war gerade dabei das Futter zu holen". Ich gab ihm einen Kuss, als Zeichen meiner Dankbarkeit. "Wir müssen echt mal jemanden finden der deine Arbeit übernimmt. Sonst bleibt uns ja niemals etwas Zeit für uns beide" er lächelte müde.

    Auf dem Hof hörte man bereits einen größeren Transporter einfahren. Es waren Jill K. Facer und Hunter Crowley. Als Hunter vor den Ställen anhielt, half er seiner Cousine aus dem Auto. Die knapp 30 jährige wunk mir zu, was mein Herz einen Satz höher schlugen ließ. Ich kannte die beiden noch nicht persönlich, bis jetzt hatten wir uns lediglich über emails ausgetauscht. Von daher war ich um so aufgeregter die Beiden endlich zu sehen. Jill war mir schon auf Anhieb sympathisch - sie war eine der wenigen, die trotz meines jungen Alters nicht an meiner Arbeit zweifelte. "Huhu Jiiill!" rief ich laut und strahlte über beide Ohren. Ich reichte ihr die Hand und stellte mich vor "Amy Fleming, am besten bringen wir erst einmal die Pferde unter, danach kann ich dich ja mal Rum führen. " - "na da sag ich doch nicht nein", antwortete Jill. Ty half Hunter und nahm Iceflower und Denali ab, während Hunter Princess Samsa führte. Schnell stellte sich heraus, welche von den drei Pferden am schwierigsten zu händeln sein würde. Princess hob den Kopf, blähte die Nüstern weit auf und gab schrilles Wiehern vom sich. Dabei weigerte sie sich abrupt nur einen Schritt weiter zu gehen. Ich wartete ab und beobachtete Hunter, in der Hoffnung zu sehen, wie man in einer solchen Situation mit Princess umgehen sollte. Hunter versetzte ihr einen klaps mit dem Strick und zuppelte in kurzen Abständen daran um die Stute aufzufordern weiterzugehen. Und tatsächlich, Princess machte einen großen Schritt nach vorn. Ich ging voraus und zeigte den Gästen die zukünftigen Boxen ihrer Pferde. "Wir besitzen einen eigenen Stall für Trainingspferde, die Boxen sind schon frisch zurecht gemacht. Die Weide für die Trainingspferde befindet sich auch hinter dem Stall." stolz deutete ich mit meiner Hand auf die geräumigen Holzboxen. "Sehr rustikal ", sagte Hunter schmunzelnd. "Aber nun gut", ich öffnete die Boxentür und beobachtete Hunter dabei, wie er Princess in die Box verfrachtete. Währenddessen führte Ty Iceflower und Denali in ihre eigenen Boxen. "Nun, die drei sollten sich für heute erst einmal ausruhen. Wenn ihr mich begleiten würdet", ich führte die beiden in unser kleines Farmhaus und machte ihnen am Esstisch platz. Lou reichte ihnen die Hand, ihre braunen Augen strahlten richtig vor Freude. "Wollt ihr Tee oder Kaffee trinken ?", fragte Lou durch den Raum. Ty meldete sich natürlich als erstes, "Ich nehm einen Kaffee, Jack möchte glaube ich auch.", grummelnd bestätigte Jack, dass Ty richtig lag. Schließlich meldete sich Hunter zu Wort. "Ich probiere heute mal einen Tee, Jill hätte auch gerne einen". Ich setzte mich zu ihnen am Tisch und ging den Trainingsvertrag durch. "Hier bitte einmal unterschreiben.... und dort bräuchte ich auch noch mal deine Unterschrift, danke !". Wenige Minuten später reichte uns Lou einen Rooibus-Tee. Meine Lieblingssorte. Gemütlich plauderten wir noch eine Weile, ehe Jill und Hunter wieder abreisten.
    "Macht es gut! Bis demnächst!", rief ich den beiden zu. "Siehst du Ty, hat doch zeitlich perfekt gepasst", sagte ich erleichtert. Kurz darauf traf auch schon Adriana van Helsing ein, sie war unsere Stammtierärztin und versorgte die Haflinger fast monatlich. Letztens hatte ich mit Adriana über Sir Outlaw gesprochen. Ein fuchsiger Trakehner Hengst. Adriana war am verzweifeln, weil er manchmal echt ein Sturkopf sein konnte, dabei musste er doch für die Zucht fertig gemacht werden. Also erklärte ich mich bereit ihn zu trainieren, gegen ein wenig Hilfe auf Heartland. Adriana willigte ein und war nun auf den Weg mit Sir Outlaw. Ich begrüßte die Tierärztin freudig, nahm ihr den Hengst ab und führte ihn - wenn auch mit Schwierigkeiten, in die frisch gemacht Box. Im Trainingstall blickte Iceflower ihn neugierig an, ein Hengst sieht man schließlich nicht alle Tage. Damit Adriana den weiten Weg nicht umsonst gefahren ist, kümmerte sie sich noch um Sunshine Shadow, Bonito, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Money in a Bank, Nimué, Meike und Mrs. Pretty. Leider mussten wir feststellen, dass Bonito bereits den grauen Star entwickelte, aber irgendwann musste es ja dazu kommen. Da wir heute noch zu Catalina fahren, bzw. teilweise fliegen wollten. Würde es eine lange Reise werden, weshalb wir wahrscheinlich erst morgen ankommen würden. Also machten wir uns jetzt schon auf den Weg und verabschiedeten uns von Adriana, welche noch ihren Sachen packte. Lou würde noch ein Weilchen mit ihr reden ehe sie sie gehen lassen würde.
    Ty verlud nur noch die drei Pferde in den großen Transporter und setzte sich schließlich an das Steuer.


    Nachdem wir bei Catalina waren....


    Nachdem ich mich von Catalina, Dani und Oscar verabschiedet hatte und mit Ty vom Hof fuhr, überkam mich glatt ein wenig 'Heimweh' - aber nicht nach Heartland, nein ganz im Gegenteil. Die letzten Tage waren wirklich aufregend und vor allem erholend. "Hast ja komische Freunde Amy", sagte Chase in einem scharfen Ton und grinste schelmisch, als hätte er gerade einen guten Witz gemacht. Soraya blickte ihn mit großen Augen an, aber auch ich drehte mich über den Beifahrersitz hinweg um ihn nahezu entgeistert anzublicken. "Sag mal, was ist dein Problem Chase !?", Ty der am Steuer saß versuchte sich zu konzentrieren. Chase blieb kühl und zog seine Brauen hoch, in einem völlig arroganten Ton sagte er bloß "Na, hast du gesehen wie unfreundlich die sind ? Und wirklich berühmt scheinen die ja jetzt auch nicht zu sein". Ich fauchte ihn wütend an "Du tickst wohl nicht richtig !! Catalina ist eine der besten Trainerinnen die ich kenne ! Wenn nicht sogar besser als ich! Hast du dich schon mal angesehen Chase ? Du bist ein egoistisches Arsc...", Soraya wirkte ein wenig aufgelöst, blickte mich flehend an und sprach mir ins Wort "Bitte regt euch ab!", ich konnte ihr Verhalten nachvollziehen, immerhin war Chase ihr Freund. Doch brachte ich es nicht über mein Herz, Soraya die Wahrheit über Chase zu erzählen. Triumphierend grinste Chase mich an, als hätte er gerade im Lotto gewonnen - Soraya zu liebe blieb ich jedoch ruhig. Ty wütete innerlich - seine Gedanken brodelten, was er doch alles am liebsten Chase angetan hätte. Als ich mich umdrehte um den Streit ein Ende zu mache... "VORSICHT REH!", entgeistert schrie ich Ty an, nun erkannten auch meine 'Freunde' auf der Rückbank, dass wir Ty vollkommen abgelenkt hatten.

    Quietschende Autoreifen, eine Vollbremsung, ich duckte mich blitzartig und spürte nur noch wie das gewaltige Tier auf die Kühlerhaube und schließlich in die Windschutzscheibe einschlug. Ich richtete mich in Zeitlupe auf, blinzelte immer noch erschrocken und tastete meinen Körper ab. "Seit ihr alle Ok ?", sagte ich kleinlaut - immer noch geschockt. Soraya schluchzte leise, wurde aber gleich schon von Chase beruhigt. Ty, welcher neben mir saß blutete am Kopf. "Ty ? TY !", das Reh ist durch die Windschutzscheibe geflogen, sodass der Kopf teilweise im Auto hing. Ty saß bewusstlos auf dem Fahrersitz. Ich schnallte ihn schnell ab und kletterte aus der Beifahrertür. Schnell hechtete ich zur Fahrerseite um ihn mir genauer anzusehen. Ich fasste seinen Kopf, suchte nach weiteren Verletzungen - konnte aber beruhigt feststellen, dass es nur eine Schnittwunde am Kopf war, welche durch eine Glasscherbe verursacht wurde. "Soraya ruf bitte einen Krankenwagen an !". Als wäre der Streit von eben vergessen, griff Soraya zu ihrem Handy und wählte die 112.

    Mein Handy klingelte. "Amy, oh Gott sei Dank ist euch nichts passiert !", es war Lou welche außer sich war. "Ich war gerade gelandet und wollte Golden Girl aus dem Hänger holen, als Jack mich anrief, dass ihr im Krankenhaus seit". Lous Stimme nach zu urteilen, hörte sie sich an, als hätte sie einen Marathon hinterlegt. "Alles gut Lou, Ty war nur bewusstlos. Gott sei Dank nichts schlimmes. Es geht ihm wieder besser. Fahr zu Catalina und geb ihr bescheid, dass wir noch mal zurück kommen", antwortete ich in knappen Sätzen, denn der Akku meines Handys schrumpfte auch immer mehr. "Hab dich lieb", sagte ich ihr noch schnell ehe ich auflegte. Ich griff nach meinem Handy, da es noch etwas wichtiges zu erledigen gab. In meiner Kontaktliste wählte ich Jack aus, meinen Großvater. Es dauerte eine Weile bis er dran ging. "Jack Bartlett von der Heartlandfarm" - "Jack ! Du weißt ja was passiert ist, heute schaffen wir es jedenfalls nicht nach Hause. Es ist wichtig, dass die Pferde und vor allem die Trainingspferde versorgt werden. Außerdem müssten Suburb Lights, Faster, Iceflower, Bear Totem's Denali und Princess Sansa trainiert werden. Hmm, ich weiß dass du das nicht kannst Jack... Lou ist auch nicht da... Mallory könnte sich um Suburb und Iceflower kümmern, Bubi habe ich letztens erst eingefahren - da sollte es keine Probleme geben, die Beiden müsste einige Runden an der Kutsche laufen." da kam mir ein Einfall, Dad war ja auf der Rennbahn beschäftigt, also konnte er sich um Faster und Denali kümmern. Schnell teilte ich meine Idee am Handy mit. Jack klang weniger begeistert, was aber daran lag, dass er Tim nicht leiden konnte. Das war mir jedoch egal. "Grandpa das ist wirklich wichtig ! Sag Caleb er soll sich um Princess kümmern, fahren... er ist am erfahrensten, Princess kann nämlich manchmal stur sein. Achja, da wäre noch was! Könntest du Ben anrufen, er sollte Sir Outlaw in Dressur und Amsterdam Girl in Springen trainieren ? Die Stute müsste noch für das nächste Turnier flott gemacht werden und Ben kommt einfach am besten mit sturen Pferden zurecht" - "Ja liebes, jetzt seh lieber zu, dass du eine Bleibe für heute Nacht findest."

    Als Ty einige Stunden später entlassen wurde, fuhren wir nach Cambridge zurück. Der Mietwagen mit dem wir den weiten Weg zurück fuhren, stellte sich als sehr teuer raus, was auch daran lag, dass er einen großen Transporter ziehen musste. Catalina staunte nicht schlecht als wir wieder ankamen, offenbar waren wir etwas schneller als Lou. "Was ist denn mit euch passiert ?", fragte sie lächelnd - "Wildunfall", entgegnete ich knapp. "Lou sollte gleich da sein, sie bringt Golden Girl mit". Nun kam auch Oscar an "Kommt, ich helfe euch beim verladen der Pferde... die müssen bestimmt hungrig und durstig sein....". Drinnen in Catalinas Wohnung saßen wir beisammen und aßen zu Abend, Chase blieb irgendwie außergewöhnlich ruhig. Woher der Sinneswandel ? Als ich gerade meine Nudel in den Mund stopfte, klingelte es an der Tür. "Das ist Lou!", sagte ich etwas lauter und stand auf, voller Freude meine Schwester wieder zu sehen. Ich umarmte sie nachdem ich die Tür öffnete: "Gott sei Dank ist euch nichts passiert", sagte sie noch mal - nach dem Autounfall meiner Mutter, war eben nichts mehr wie es früher einmal war.

    Währenddessen auf Heartland...


    Jack hatte Mallory bescheid gegeben, dass sie sich um Bubi und Iceflower kümmern sollte. Also striegelte sie die beiden Pferde, bevor sie sie an die kleine Kutsche spannte. Sowohl Bubi als auch Fleur waren erfahren genug um zu wissen was sie zu tun hatten. Jack half dem Mädchen beim aufspannen und schlug schließlich vor selber mit zu fahren. Das war wahrscheinlich gar nicht mal so eine schlechte Idee, da Mallory einfach viel (!) zu jung war. Sie hatte zwar Erfahrung im Springreiten, aber gefahren ist sie bis jetzt nicht oft. Jack setzte sich schließlich auf die Kutsche und drückte Mallory die Peitsche in die Hand. "Nun, es ist ganz einfach, du nimmst die Zügel auf und treibst die Pferde erst einmal an." Bubi bemerkte jedoch, neben wem er überhaupt stand. Der kleine Haflingerhengst stellte seine Ohren auf und versuchte die junge Stute zu beschnuppern. Jacks lautes Machtwort jedoch ermahnte ihn, sodass sich der Hengst wieder zu konzentrieren begann. Mallory schwang liebevoll die Peitsche, wodurch die Pferde einen Schritt nach vorne wagten. "Lass uns die gewöhnliche Waldstrecke entlang fahren. Das sollte für ein Pferd mit mittlerem Niveau ausreichen. Das junge Mädchen lenkte die Pferde an den Wegesrand, sollte jemand entgegen kommen. Nach 10 Minuten konnte sie nun rechts in den Wald abbiegen. "Wir sollten später an Tims Rindern vorbeikommen, wir reiten praktisch einen Rundweg". Nachdem die Pferde warm gelaufen waren, trieb Mallory die Beiden ein wenig mehr an. Im Trab flogen sie über den Waldboden hinweg, Bubi und Fleur waren mit Schreckmomenten vertraut, weshalb der 'Ausritt' auch durch den Wald ging und nicht auf dem Reitplatz. Bubi schnaubte angestrengt, aber auch Flower hatte ordentlich zu kämpfen. "Mallory, das machst du sehr gut", Jack wusste wie man einen motivieren konnte, denn das Mädchen strahlte über beide Ohren hinweg. Sie ließ die Pferde einige Minuten lang traben, ehe sie wieder Schritt gehen durften. nach einer halben Stunde hielten sie schließlich an, um den Pferden eine Pause zu gönnen. Jack reichte Mallory ein Sandwich, welches er zuvor eingepackt hatte. Da konnte Mallory nicht nein sagen, sofort griff sie danach und verschlang es gierig. "Mensch Jack! Ich hatte vielleicht einen Hunger ! Du bist meine letzte Rettung", schwärmte sie begeistert. Die Pferde tranken währenddessen aus einem kleinen Bach um sich etwas zu kühlen. Nachdem sich alle ausgeruht hatten ging es schließlich weiter. Es dauerte nicht lange als Mallory an der Rinderwiese entlang fuhr. Bubi blickte die großen, gehörten Rinder mit großen Augen an, er wollte glatt einen Sprung zur Seite machen, doch blieb er stattdessen stehen. War auch gescheiter von ihm. Als er merkte das Iceflower völlig ungeniert nach vorne blickte, trottelte er schließlich weiter neben ihr her. Mallory musste nur noch an Feld und Weiden vorbei, bis sie auf der Heartlandfarm ankam. "Hat doch super geklappt!", lobte Jack sie und half ihr bei den beiden Pferden. Iceflower wurde eingedeckt und schließlich in die Box gestellt. "Morgen früh kann sie wieder auf die Weide".

    Ben, Lisas Neffe stand bereits im Stall und sattelte Sir Outlaw. Er hatte den Hengst absolut unter Kontrolle. Ben war ein sehr erfahrener Reiter, doch Amy war nicht immer mit ihm einer Meinung. Während Lisa mit Jack im Wohnzimmer saß, zu Mittag aß und einen Kaffee trank - ritt Ben den Hengst auf den Platz warm. Jack erzählte ihr von Mallorys ersten 'Fahrstunde' und wie er ihr dabei geholfen hätte. Schade das Amy nicht da war, um die Beiden zu sehen. Da Jack und Lisa sich nur am Wochenende sahen, war es immer etwas besonders. Nachdem Outlaw warm war, trabte Ben im starken Trab auf den Hufschlag. Outlaw jedoch war gar nicht in guter Stimmung, er war ja auch nicht zu Hause. Ben jedoch blieb ungeniert und trieb ihn weiter an, gab ihn einen kleinen Klaps mit der Gerte und blieb im Körper gestreckt. Nun trabte der Hengst in federnden Schritten über den Platz, ritt einen Zirkel, anschließend durch die halbe Bahn und eine kleine Volte. Ben trieb den Hengst energisch an, Outlaw riss den Kopf in die Höhe und schnaubte angestrengt. "Los Junge, stell dich nicht so an!", Ben war wirklich eiskalt wie ein Fisch. Aber sein Pferd Red bewies, dass es ihm trotz seiner Methoden voll und ganz vertraut. Gut es gab Momente wo Amy ihm weiterhelfen musste - aber im großen und ganzen gehorschte ihm Red auf's Wort. Outlaw kam gar nicht erst dazu sich zu wiedersetzen. Also senkte er den Kopf und galoppierte in einem weichen, ruhigen Galopp auf den Zirkel. Nachdem er sich gefangen hatte und Ben die Zügel lockerer lassen konnte, machte er durch die Ecke kehrt und parierte ihn in den Trab. "Eine Traversale kannst du bestimmt noch nicht oder ?", murmelnd testete er alle möglichen Hilfen für die Dressur, aber vergebens - Outlaw wusste echt nicht was Ben von ihm wollte. Also stieg er ab, nahm die Gerte und half dem Pferd. Ben übte die Bewegungen, die Outlaw auszuführen hatte wenn er im Sattel saß. Natürlich musste Outlaw ihn austricksen und wollte glatt ein Reißaus machen. Doch Ben griff schnell nach den Zügeln, trieb ihn zurück und brachte ihn auf seinen Ursprünglichen Platz. "Stell dich nicht so an!", mahnte er den Hengst und arbeitete anschließend an die Traversale weiter. Für das nächste mal sollte man es vom Sattel aus probieren.
    Nach einer halben Stunde Arbeit und einer halben Stunde Training, brachte er Outlaw zurück in die Box und griff sich anschließend Amsterdam Girl. Girly sollte im Springen trainiert werden, Amy hatte die Wochen zuvor mit ihr gearbeitet, also musste Ben nur noch die Hindernisse aufstellen und das machen was er am besten konnte. Wieder ritt er die Stute warm ehe er sie springen ließ. Anschließend taxierte er einfache Trabstangen und begann mit niedrigen Steilsprüngen. Als Girly nun warm genug war, probierte er es mit einem Oxer. Leider hatte sie zu viel Geschwindigkeit drauf, weshalb ihr eine Stange zu Boden fiel. Also sprang Ben erneut vom Pferd ab und hob die Stange wieder auf. Girly blieb brav stehen. Er versuchte es erneut. Diesmal zügelte er die Stute ein klein wenig, passte den Moment an und verlagerte sein Gewicht nach vorne. Mit einem Satz war der Haflinger über den Oxer hinweg, ohne auch nur die Stange zu berühren. Der Junge lobte die Dame und ritt den restlichen Parcours mehrmals ab.


    Tim jedoch hatte Faster und Denila bereits abgeholt. Er fuhr die beiden zur Rennstrecke in Alberta. "Hallo Janice", begrüßte er seine schlanke, wirklich attraktive Freundin. Janice Wayne war ein Jokey und wirklich sehr erfahren in ihrem Beruf. Leider war sie mehr auf Geld aus. "Wow, die sehen ja wirklich richtig gut aus!", Janice bewunderte Faster "Die hier hat schon viel Erfahrung gesammelt, kann das sein ?" - Tim nickte. "Amy hat vor sie mir zu verkaufen. Ich glaube mit ihr hier könnten wir einige Gewinne ernten. Aber das hier ist Denila, ein Trainingspferd. Sie sollte später auch auf Rennen starten. Könntest du die Beiden für mich flott machen ?". Janice nickte, küsste Tim schließlich innig und begab sich auf den Weg zum Rennstall. Tim gab ihr noch einen kleinen Klaps auf ihren Hintern, ehe er ihr folgte. Faster und Denila standen angebunden vor dem Rennstall, während Tim Denilas Fell seidig bürstete, begab sich Janice mit Faster auf die Rennbahn. In einer Übungsstartbox, wartete sie darauf bis man ihr die Tür öffnete... und dann mit einem Mal, schoss Faster aus der Box und preschte am Zaun entlang. Janice zügelte sie erst ein mal, sodass sie nicht ihre ganze Energie unnötig verpowerte. In einem angenehm schnellen Galopp stürmte Faster auf die Kurve hinzu. Janice zügelte sie ein klein wenig weiter, und gab nach der Kurve ordentlich nach. Nun zischte die Stute wie von der Tarantel gestochen über die Bahn hinweg, sie streckte ihren Körper und schnaufte begeistert. Als Janice die Zielgerade sehen konnte, trieb sie das Vollblut mit der Gerte ein klein wenig an, sodass es an Geschwindigkeit zunahm. Es war wirklich erstaunlich, dass sich die junge Frau auf das Pferd halten konnte. Völlig verschwitzt und außer Atmen kamen sie am Ziel an und wurden immer langsamer. Als Janice sie schließlich zum stehen brachte, fragte sie einen Mitarbeiter nach der Zeit. "68 Sekunden, Eine Minute und acht Sekunden". Janice hob erstaunt die Augenbrauen. "Diese Stute ist der Wahnsinn ! Die hat echt was drauf !!", begeistert berichtete sie Tim von der Zeit... Zukunftspläne eröffneten sich bereits den Beiden. Nun war jedoch Denila an der Reihe. Tim half Janice in den Sattel und führte sie zur Rennstrecke. Denila müsste eine kürzere Strecke laufen, sie war schließlich noch nicht so weit wie Faster. Nach dem Startsignal preschte auch sie über die Bahn. Deutlich langsamer als Faster, aber dazu war sie ja da - um trainiert zu werden. Janice gab ihr Zügel, damit sie sich schön strecken konnte und an Tempo zunahm. Im Gegensatz zu Faster musste Denila nicht so weit galoppieren, darum näherte sich die Zielgerade relativ schnell. Janice gab ihr die Gerte um schneller zu werden, die Stute arbeitete brav mit und begann ebenfalls zu schwitzen. Denilas Zeit betrug 84 Sekunden. Sie müsste daher noch sehr gefördert werden, ein Fortschritt war jedoch garantiert. Denila wurde nach einer weiteren Runde, welche sie diesmal mit 76.1 Sekunden abschloss eingedeckt. Das war immerhin eine Verbesserung von 7.9 Sekunden und somit schon ein Erfolg. Tim kümmerte sich um die Pferde, während Janice sich in ihrem Wohnwagen umzog. Er verabschiedete sich mit einem Kuss und fuhr Faster und Denila zurück zur Heartlandfarm. Unterwegs traf er auf Caleb an, welcher mit Princess zu kämpfen hatte.

    Caleb saß auf einen kleinen Sulky, an dem Princess Sansa gespannt war. Sansa war eine dickköpfige Prinzessin, die offenbar Freude daran empfindet, ihren Reiter das Leben zu erschweren. Als Tim - manchmal ein richtiger Dummkopf, auch noch begann zu hupen, preschte die Stute mitsamt des Sulkys an der Straße entlang. Beinahe war sie so schnell wie Tim mit dem Anhänger, indem sich Faster und Denila befanden. Caleb war glücklicherweise sehr erfahren, was Zicken angeht - Ashley, seine verlobte war ja wohl das beste Beispiel. "WHOO", er zog schnell an den Zügeln, redete beruhigend auf die Stute ein und ließ sie schließlich im Schritt die Straße entlang gehen. Sie wirkte sehr aufgescheucht, was man nicht gerade als positiv empfinden konnte. Prinzessin hatte ihn sowieso den ganzen Weg über ausgetrickst und verarscht. "Bin ich froh wenn Amy wieder da ist", murmelte er genervt und versuchte wenigstens etwas Kontrolle über die Stute zu bekommen. Er ließ sie antraben, sodass sie etwas Energie verlieren konnte. Dabei zuppelte er leicht an den Zügeln, damit sie ihren Kopf senkt - dies tat er sobald sie ihren Kopf in die Höhe riss um ihn zu ärgern. Nur noch wenige Meter und er erreichte die Farm. Caleb war wirklich aufgebracht, dass ausgerechnet er mit dieser Zicke arbeiten musste. Aber beim putzen war sie natürlich der Engel auf Erden! Er beschloss morgen erneut mit ihr zu arbeiten, damit das Training nicht völlig für die Katz war. Nachdem er die Stute abgedeckt in die Box gestellt hatte, kontrollierte er die Heunetze, ob sie auch gefüllt seien. Bis zum morgen sollten sie ausreichen, Caleb begab sich schließlich in die Futterkammer um etwas Mash anzurühren. Er mischte Baldiranwurzeln und Melissenblätter in Princess Eimer. Diese sollten gegen Nervösität wirken und die Stute ein wenig beruhigen. Caleb wusste die Wirkung der Heilkräuter nicht von alleine, denn Amy hatte einen kleinen Zettel an ihrer Box gehangen. "Sollte sie mal wieder bockig werden...", las er noch mal vom Zettel ab. Zu guter Letzt, kümmerte sich Caleb um die Haflingerfohlen Figaros Schattenfalter, Picola und Mirabella. Er brachte sie von der Weide in den Stall und deckte sie mit warmen Stalldecken ein. Da es nun immer kühler wurde, war es gerade für die Fohlen von Bedeutung, eine Decke zu tragen. Schnell durchwuschelte er Mirabellas lockige Mähne und zog den dreien die Halfter aus, welche er an der Boxentür aufhing. Nachdem er kurz die Stallgasse durchgekehrt hatte, schaltete er das Licht aus und verabschiedete sich von Jack. "Danke das du uns geholfen hast ! Nimm dir diese Woche einen Tag mal frei", sagte Jack voller Dankbarkeit. Caleb lächelte auf einmal putzmunter "Wow ! Dann kann ich was mit Ashley unternehmen", antwortete er begeistert und ging zu seinem Truck. Daraufhin fuhr er zu seinem Wohnwagen nach Hause, wo ihn Ashley bereits erwartete. "Du bist heute aber spät dran", sagte sie etwas kühl. Caleb ließ sich von ihrer Art nicht stören, gab ihr stattdessen einen warmen Kuss und entgegnete glücklich "Dafür hast du mich für diese Woche einen Tag lang nur für dich!". Dass sich Ashley über seine Aussage freuen würde, wurde sofort deutlich. Sie quietschte begeistert und fiel ihrem Verlobten um den Hals. "Ich liebe dich Caleb!"

    24.411 Zeichen | © Jackie
    Galopprennen A-L
    30.12.2015

    Da Amy und Ty weiterhin in Cambridge waren, musste Jack nach einer Lösung suchen. Caleb, er und die Mädels konnten die Farm niemals alleine managen.
    „Guten morgen Hunter!“ begrüßte ich den jungen Mann freundlich. Ich kratzte mir kurz an meinen Schnauzer, ehe ich mich zur Kaffeemaschine begab. „Kann ich dir auch was anbieten ?“, er blickte mich halb verschlafen an. „Ja gerne“. Ich schüttete ihm den schwarzen Kaffee in die Tasse, welche er in die Hand nahm um sich aufzuwärmen. „Morgen Jill“, begrüßte er seine Cousine. Jill lächelte munter. „Du bist so ein Morgenmuffel!“, ich musste lachen – diese Frau war so sympathisch. „Ist alles ok bei dir? Du siehst so geschaffen aus“, fragte Hunter mich mit einer sorgsamen Miene. „Naja, es gibt so viel zu tun. Wir brauchen das Geld. Ich muss mich irgendwie mal umhören, wir benötigen dringend einen zweiten Stallburschen und am besten auch einen Trainer.“ Ich ging durch die Küche, grübelte und ließ mich schließlich vor dem Fenster nieder. Draußen war es schneeweiß. Der Boden glitzerte, Eiskristalle zierten das Küchenfenster. „Scheint als hätte es aufgehört zu schneien“, Hunter blickte in meine Richtung. „Prima ! Zu Hause gibt es nämlich noch einiges zu tun“.
    Nachdem sich Hunter und Jill verabschiedet hatten, wand sich Jack an mich „Ich bin jetzt in der Stadt, vielleicht lässt sich jemand im Maggies Diner finden. Du weißt ja was du zu tun hast“. Ich nickte und verließ das Farmhaus. Im Stall angekommen, brachte ich erst einmal die Pferde auf die Weide. Es war unfassbar ruhig auf den Hof, jetzt wo niemand da war – ja es war gar schon ein wenig beängstigend. Schließlich begab ich mich in den Trainingsstall, in dem Iceflower und Princess Sansa neugierig mit den Ohren spitzten. „Ich habe gehört, ihr wollt heute trainiert werden?“, fragte ich die Beiden schmunzelnd und führte die Pferde nacheinander aus der Box. Auf der Gasse putzte ich sie gründlich, ehe ich ihnen das Geschirr umlegen konnte. Nach knapp einer Stunde konnte ich die Reitponys an dem Zweigespann fest machen. Ich freute mich um ehrlich zu sein die Zwei im Gelände zu reiten. Es war schönes Wetter und die Pferde waren immerhin an der Kutsche gewöhnt. Was sollte da schon schief gehen? Darum beschloss ich die Pferde an der Straße entlang zu reiten. Im Wald würde die Kutsche eher stecken bleiben, außerdem sind die Pferde auf der Straße schneller. Ich prüfte meine Jacke, zog mir die warmen Handschuhe an und setzte mir eine wollige Mütze auf. Anschließend prüfte ich ob das Geschirr der Ponys richtig saß und auch an der Kutsche ordentlich befestigt wurde. Nachdem ich auch die Peitsche gefunden hatte, konnte ich unbesorgt losfahren. „los!“, sagte ich schnalzend und schwang liebevoll das lange Bändel. Die Ponys bewegten sich im Schritt vorwärts, ihre Hintern wackelten nebeneinander im Takt, was mich auf eine Idee brachte. „Whoo“, rief ich. Ich lief schnell in den Stall und fand wonach ich gesucht hatte. Amy hatte mal für das letzte Weihnachten einige Glöckchen gekauft, die man leicht am Geschirr befestigen konnte. Es ähnelte zugleich einem Gelassenheitstraining, schließlich konnten so kleine Glöckchen auch beängstigend sein. Ich stellte mich vorerst vor die Pferde und klingelte sachte mit den Kügelchen. Sansa spitzte die Ohren, wollte zuerst scheuen, doch ich beruhigte sie ganz schnell wieder. Fleur jedoch hatte heute wohl einen angenehmen Tag. Sie schnupperte neugierig an den Glöckchen und erhielt darauf eine Belohnung. Nun musste auch Sansa an ihnen schnuppern. Vielleicht würde auch sie etwas bekommen. Und tatsächlich, ich streckte meine Hand flach aus und lies der Stute den einen Leckerbissen.
    Nun konnte es jedoch losgehen. Ich fuhr rechts am Haus entlang, Richtung Alberta. Auf den Weg in die Stadt, klimperten die Pferde fröhlich vor sich hin. Manchmal hatte es etwas richtig Gutes in Kanada zu leben, die Straßen waren heute komplett frei, sodass man sich gut und ungehindert fortbewegen konnte. Nachdem die Pferde warm gelaufen waren, ließ ich sie an der Kutsche antraben. Auch wenn Princess wenig Lust hatte, schwang ich immer wieder die Peitsche neben ihr, um sie an ihre ‚Pflichten’ zu erinnern.
    „Oh sind die Süß!!“, riefen mehrere kleine Kinder mir entgegen. In Alberta war ziemlich viel los, alle mussten noch Geschenke kaufen, wollten im Café einen heißen Kakao trinken und eine Grundschulklasse war auch gerade auf einem Ausflug. „Gehen wir nachher Schlittschuh laufen?!“, rief ein kleines, blond-gelocktes Mädchen einer älteren Dame entgegen. Wahrscheinlich die Lehrerin. „Aber natürlich doch, Sarah – dafür sind wir doch hier“, sie lächelte mir entgegen als sich die Ponys bemerkbar machten. „Bloß ruhig bleiben“, murmelte ich den Pferden zu. Bei einer solch großen Horde an Kindern, konnten Pferde schnell nervös werden. Gerade Iceflower begann nun zu tänzeln. Also beschloss ich lieber abzusteigen, um das Pferd zu beruhigen. „Alles gut“, sprach ich ihr sanft zu. Als auch die Lehrerin erkannte, dass die Pferde solch einen Trubel nicht gewohnt waren, rief sie die Kinder energisch zurück. „Muss das sein? Die sind doch sooo süß!“, quängelte ein kleiner Junge, dessen Mütze größer war als der Kopf. Ich führte die Pferde an den Kindern vorbei ehe ich wieder in den Wagen stieg.
    „Caleb?“, hörte ich auf einmal eine weibliche Stimme neben mir sprechen. Ich drehte mich überrascht um und erkannte Amys Gesicht. „AMY!“, dass ich erleichtert war wie nie zuvor, konnte man nicht überhören. Sie lachte amüsiert und setzte sich neben mir in die Kutsche. „Na, hast du uns vermisst?“ – „Natürlich! Aber jetzt sag mal, wie kommt’s das du auf einmal hier bist?!“, Amy stieg noch mal aus, anscheinend hatte sie etwas vergessen. Beim gehen rief sie mir zu „Es hat endlich aufgehört zu stürmen. Da konnten wir fahren. Warte ich muss noch eben Jack bescheid geben“. Jack bescheid geben? Also wusste er doch bescheid… war klar. Keine fünf Minuten später, war Amy wieder da und nahm mir die Zügel ab. „Mensch, das habe ich vermisst!“, - „Wenn das so ist, kannst du mir ja gerne Arbeit abnehmen“ ich funkelte sie belustigt an und lehnte mich in den Sitz zurück. Nun saß Amy am ‚Steuer’. Amy trabte die Straße entlang nach Millarville, unterwegs begegnete uns Jack. Er fuhr langsam neben uns her und kurbelte das Fenster runter. „Ich habe übrigens eine super Neuigkeit für euch!“ "Ja ? ist das so ? Jack willst du nun, dass wir fragen was diese wäre ?". Er lachte und fuhr davon. "Verdammt, jetzt hat er mich tatsächlich neugierig gemacht", gab ich brummelt von mir. "Wir sind ja gleich da!", sagte Amy. Iceflower gab schnaufende Geräusche von sich, scheint so als ließe die Ausdauer nach. "Na, dann können wir ja sicher gehen, dass wir sie heute ordentlich gefördert haben".
    Zu Hause angekommen gab Amy den Beiden ein Leckerchen, nachdem sie sie eingedeckt hatte. Iceflower und Princess durften sich nun in der Box entspannen und sich dem warmen Heu widmen. Nun, da sowohl Amy als auch ich vor Neugierde platzten, gingen wir schnurstracks auf Jack zu um ihn zu fragen was denn diese Neuigkeit wäre. Neben Jack stand ein kleiner Junge. "Hallo...?", fragte Amy ihn verwundert. Er schien ungefähr in Mallorys Alter zu sein, vielleicht sogar ein bisschen älter. "Ich bin Jake, ich werde später mal ein richtiger Cowboy", sagte er schmunzelnd und rückte seinen Hut zurecht. Ich grinste breit, während Amy sich den Mund zu halten musste um nicht laut los zu lachen. "Was denn ?", hakte er nach. Nun meldete sich Jack zu Wort. "Jake ist der Sohn von den Andersons. Diese bilden Springpferde aus. Da Jake sich sehr für Pferde interessiert, habe ich ihm ein Praktikum angeboten, so gesehen ein kleiner bezahlter Minijob". Jake grinste zufrieden. "Von dem Geld werde ich mir später Reitstunden nehmen... für Roping". Ich zog die Augenbrauen nach oben. "Echt ? Na da kannst du gleich mit mir kommen, ich gebe dir auch die erste Stunde umsonst". Seine Augen funkelten vor Begeisterung. "ECHT ?", ich lachte. Er war ja doch ein richtig knuffiger. "Klar, wieso auch nicht".
    "Wer kommt denn jetzt noch ?", Jack peilte aus dem Fenster hinaus und sah ein Auto auf den Hof fahren. "Sieht aus wie Tims Wagen.", Amy ging aus dem Haus um ihren Vater entgegen zu gehen. "Was ist los Dad ?"
    -"Faster und Pearl müssen trainiert werden."
    "Wenn du die beiden Vollblüter trainierst, nehme ich Bear Totem's Denila mit. Sie sollte heute auch noch trainiert werden." Tim nickte, wies seine Tochter jedoch darauf hin, dass keine 3 Pferde im Hänger passen würde. "Keine Sorge, ich fahre mit unserem Hänger mit", so dürfte das Problem gelöst wurden sein. Ich berührte Amys Schulter, und fragte sie: "Willst du Lana nicht mitnehmen ? Sie wirkt heute sehr Temperamentvoll".
    -"Danke für den Hinweis Caleb, das wäre eine gute Idee."


    Auf der Rennbahn angekommen ließ Amy und Tims Freundin Janice die beiden Vollblüter Faster und Bear Totem's Denila gegeneinander laufen. Faster war schon erfahrener als Denila, weshalb die Stute sie mit mehreren Pferdelängen auf halber Strecke überholte. Da Amy weniger Erfahrung als Janice hatte, ritt sie auch auf Hunters Vollblut. Trotzdem schlugen sich die Pferde gut, schließlich konnte man sie nicht richtig miteinander vergleichen. Nach der Runde blickte Amy zu ihrem Vater und fragte ihn nach der Zeit.
    "Denila 73.3 Sekunden, besser als ihre letzte Zeit" - "Wie war denn ihre letzte Zeit ?", fragte Amy nach. "Letzten Monat betrug sie 76.1, Denila macht sich ganz gut! Fasters Zeit beträgt 62.4 ! Auch sie hat sich echt verbessert ! Das sind immerhin 6 Sekunden Unterschied. Kann aber auch sein, dass sie heute einen extrem guten Tag hatte.." Amy lächelte begeistert. "Ich würde sagen, sie hat sich für das nächste Turnier qualifiziert. "Das würde ich aber auch behaupten", antwortete Tim begeistert. Als nächstes waren Lana und Pearl dran. Pearl war so gut wie auf den selben Stand wie Lana, darum konnten die beiden gut gegeneinander laufen. Diesmal ritt Janice Pearl und Amy die Haflingerstute Lana. Die Beiden Pferde mussten eine kurze Strecke laufen, weshalb die Zeit auch etwas kürzer war als bei den Vollblütern. Lana schaffte die Strecke in 66.4 Sekunden, es war etwas langsam aber keine schlechte Zeit. Wie aber auch zu erwarten war die Araberstute schneller als der Haflinger. Mit 57.3 Sekunden holte Pearl die Stute auf ganzer Länge ein. "Wir müssen auf jeden Fall weiter trainieren, die Araberstute hat gute Chancen."


    -

    Währenddessen auf Heartland. "Jack, ich bin Sir Outlaw trainieren", der ältere Mann drehte sich schnell zu Mallory "Nein, das verbiete ich dir - du bist zu unerfahren für Outlaw.", -"Ok, dann trainier ich eben Windsor!", antwortete das junge Mädchen eingeschnappt. "Mach das ...", grübelte Jack "Outlaw darf nur von Amy trainiert werden". Mallory schnappte sich Windsor und ritt ihn auf den Reitplatz warm. Anschließend ließ sie ihn einige Figuren reiten, gab ihn Hilfen und Paraden und ritt schließlich eine Traversale. Windsor war wirklich excellent was das Dressurreiten anging, aber man konnte ihn noch weiter trainieren. Jack schaute ihr dabei zu "Lass ihn eine Passage machen", rief er Mallory zu. "Wie mach ich das ?", fragte das Mädchen, Jack erklärte es ihr und staunte nicht schlecht als der Hengst genau wusste was er zu tun hatte. "Das machst du super Mallory". Amy wird ihn wohl noch ein wenig weiter trainieren müssen, aber es ist gut wenn du auch ein bisschen mehr lernst. Jack zwinkerte ihr zu.

    Als Amy wieder zurück war, pflegte sie Sir Outlaw ehe sie ihn sattelte. Dann stellte sie Hindernisse auf den Reitplatz auf um einen Parcours zu erstellen. Im Schritt ritt sie ihn warm, trabte anschließend und ritt mehrere kleine Trabstangen an. Outlaw sollte üben seine Beine zu heben um sich an die größeren Hindernisse zu gewöhnen. Der Hengst sträubte sich und schlug mit dem Schweif aus, stolperte dabei mehrmals über die Stangen, er machte es Amy schwer. Amy trieb ihn weiter und sprach ihn Mut zu, half jedoch nichts. Nun ging der Hengst stur Rückwärts und schmiss den Kopf in die Höhe. "Outlaw!", Amy legte eine Pause ein, trieb ihn anschließend wieder an. Mit viel Mühe schaffte sie es den Hengst über die Stangen zu bringen. Nun lobte sie ihn, klatschte seinen Hals und ließ ihn wissen, dass er sich brav benommen hat. Später schaffte es Amy sogar den Hengst über mehrere kleine Hindernisse springen zu lassen. "Ich weiß du wirst noch Fortschritte machen", flüsterte sie ihm zu, nachdem sie ihn abgesattelt und in die Box gestellt hatte. "Irgendwann wirst du noch ganz lieb...vielleicht sollte ich es mit einem Join Up versuchen...".
    12.545 Zeichen | © Jackie

    15.01.2016
    Galopprennen L-M
    "Amy bist du soweit ?", fragte Tim mich eindringlich. "Ja doch Papa!" Ich stieg in den dreckigen Jeep, nachdem ich Faster und Bear Totem's Denila in den Hänger geladen hatte. Heute sollte sie auf das große Seniorenrennen vorbereitet werden. Also fuhren wir über Sheep River nach Dad's Big River Ranch. Dad hatte sich zuvor eine Rennbahn bauen lassen, so konnte er ungestört seine zukünftigen Preisträger trainieren. Manchmal konnte Dad richtig Geldgierig sein, aber so war er nun mal. Die Stute, welche wir für die Körung fit machen sollte, hatte ich direkt mit genommen - sie vertrug sich prima mit Faster und konnte sich durch unsere Vollblutstute selbst steigern. Auf Big River Ranch angekommen, führten wir die Vollblüter erst einmal in den Stall. Dort wurden sie geputzt, getränkt und gesattelt. "Ist Janice wieder da ?", fragte ich Dad zarghaft. Janice konnte ich immer noch nicht leiden. Sie hatte so eine außgesprochen egoistische Art an sich. "Nein, heute sind nur wir beide hier." - "Heißt das, ich soll die beiden alleine reiten ?", "Das hast du richtig erkannt", Dad klopft mir auf die Schulter - einer seiner Ich-Bin-So-Stolz-Auf-Dich-Mein-Kind-Klopfer. Ich begann mit Faster, Dad führte die Trainingsstute mit zum Platz, hielt sie jedoch fest - da ich mit Faster beschäftigt war. Ich ritt in die Startbox ehe Dad das Startsignal geben konnte. Urplötzlich schoss die Vollblutstute aus der Startbox über den sandigen Platz hinweg. Ich ritt sie nahe am Gatter um Zeit zu sparen. Faster flog über den Boden hinweg, Staub wirbelte durch die Luft und ich hatte Mühe mich am Pferd festzuhalten. Nach der Runde applaudierte Dad begeistert "Wir haben wahrscheinlich gute Chancen mit ihr. Reite aber noch mal eine Runde, drei sollten mindestens drinnen sein". Heute ritten wir mehrere lange Runden, es dauerte ganze 3 Minuten ehe ich wieder an der Startbox angekommen war, aber Faster hat es gut getan, das konnte man sehen. Nun war Denila an der Reihe. Ich übergab die Fuchsstute an Dad und stieg auf die Rabicanostute auf. Denila tänzelte ungeduldig, schnaubte eifrig und hüpfte in die Startbox (eher gesagt, sie tänzelte / glitt über den Boden zur Startbox). "Mensch hat die gute Laune", rief mir Dad entgegen. Schließlich gab er mir das Startsignal. Denila flog, sie machte einen riesen Sprung nach vorne ehe sie im vollen Galopp lospreschte. "Whoooo", flüsterte ich und hielt die Stute sanft zurück. Wir wollten es ja nicht gleich übertreiben. Im schnellen Galopp ritten wir eine 3/4 Meile ehe ich sie laufen ließ. Sie sollte sich die Ausdauer nämlich für's Ende hin aufbewahren. Nun gab die Stute alles, Dad staunte nicht schlecht - aus Denila war noch einiges an Tempo zu holen. Auch sie ließ ich weitere 2 Runden laufen ehe wir die Pferde zurück nach Heartland brachten.
    25.02.2016
    Galopprennen M-S
    Mit den beiden Araberstuten und Hunters Vollblut bewaffnet, machte sich Amy auf den Weg zur Millarville Rennbahn. Tim erwartete sie bereits und half ihr beim entladen der Pferde. "Hey Dad", sie gab ihm einen Kuss auf die Wange und drückte ihn fest. Tim euphorisch wie immer, rief einen Stallburschen zu sich der die Pferde erstmal in die Box bringen und putzen sollte. "Amy ich muss dir dringend etwas zeigen !!"
    "Was denn?", Amy runzelte die Stirn. Wenn Tim ihr etwas zeigen wollte, war es meist nichts gutes. "Schau mal Janice an, sieht sie nicht toll aus?", Amy traute ihren Augen nicht. Tims Freundin ritt gerade mit flottem Tempo über die Bahn, ohne Helm und Schutzweste. "Hat sie etwas genommen oder ist sie plötzlich heiß darauf zu sterben?", fassungslos starrte Amy der Brünette hinterher. "Nicht doch, Janice hat eben was drauf".
    "Was wenn sie fällt !? Dann kann sie gar nichts mehr".
    "Sie fällt aber nicht. Sie ist ein Profi"
    "Acht macht doch was ihr wollt ! Ich jedenfalls zieh mir was vernünftiges an". Mit schnellen Schritten wand sich Amy von ihrem Vater ab um in den Stall zu gehen. Dort begab sie sich zu ihren Spind und zog sich eine dicke Schutzweste, sowie einen Helm über. Nun Nahm Amy Bear Totem's Denila ab, welche von Jeffrey, einem freundlichen Stallburschen zurecht gemacht wurde. "Vielen Dank Jeff!". Amy ließ sich in den Sattel heben und wartete an der Startbox. Auf ein Kommando preschte sie aus der Box am Zaum entlang. Mit enormer Geschwindigkeit ritt sie eine Runde über den sandigen Boden. Tim stoppte die Zeit und zeigte ihr einen Daumen als Zeichen, dass sich die Zeit verbessert hätte. Um das Training abzuschließen ritt Amy weitere 2 Runden. Denila hob die Hufe als gäb es keinen Morgen mehr. "Lass doch mal Janice reiten", schlug Tim vor, welcher im wahrsten Sinne des Wortes Blind vor Liebe war. "Wenn du meinst." Das Mädchen stieg vom Pferd und half der älteren Dame in den Sattel. Janice platzierte sich und Denila in der Startbox und preschte auf Kommando über die Bahn hinweg. "Ich hol schon mal Pearl", murmelte Amy genervt.
    Als sie mit Pearl wiederkam war Janice mit dem Training fertig. "Hey. Wartest du auf mich ? Ich kann Golden Girl holen. Dann können wir zusammen trainieren", sie zwinkerte dem Mädchen zu und drückte Tim einen Kuss auf den Mund. "Ist ja widerlich", sagte Amy sarkastisch. "Da haben sich zwei zusammen gefunden... ihr seit beide eingebildet und egoistisch. Das perfekte Paar", sie liebte Tims Gesicht auf ihre Aussage. Dieser blickte nämlich etwas empört und beleidigt zugleich drein. Doch er wusste das Amy ihn liebte, also lächelte er bloß. Als Janice wieder da war, stiegen beide auf die Araber Stuten und ritten in die Startbox. Auf ein Zeichen öffneten sich die Boxen und die Beiden ritten im Renngalopp nebeneinander her. Golden Girl und Pearl waren mittlerweile fast gleich schnell. Es war ein Kopf am Kopf rennen, nun ging es nur noch um den besseren Jockey. Amy gab Pearl die Gerte, führte für eine Weile vor Janice, welche in der letzten Meile jedoch richtig Gas gab und Amy um zwei Pferdelängen überholte. "Das ist meine Freundin!", rief Tim überglücklich während er die Beiden Mädchen abfing. "Und der Gewinner ist.... JANICE !", Amy rollte bloß mit den Augen. Tim hat sie nicht mehr alle. Nach ein paar weiteren Trainingsrunden, brachte Amy die Vollblüter zurück in die Boxen, damit sie sich erholen konnten.


    Die Kür
    "Meine Damen und Herren, Hunter Crowley vom BearBrook ec Gestüt auf Bear Totem's Denali", ein tosender Applaus erschallte in der gesamten Halle. Hunter trabte im versammelten Trab in die Halle ein und hielt bei X vor den Richtern. Er hob seinen schwarzen, glänzenden Zylinder und grüßte die Richter, sowie die das gesamte Publikum. Hunter war ein wahrer Charmeur. Er begann die Kür mit einem versammelten Galopp auf der linken Hand. Denali schnaubte im Tackt zum Galopp und kaute nervös auf ihr Gebiss. Hunters Frack wirbelte elegant durch die Luft, mit nur wenigen Bewegungen parierte er Denali in den versammelten Trab. Dort ritt er weiterhin auf den linken Hufschlag, eine 8- Meter Volte und ritt anschließend durch den Zirkel. Wäre die Musik nicht, wäre es sehr still in der Halle gewesen. Die Menge war angespannt, genau so wie die Stute. Denali war sehr temperamentvoll, weshalb Hunter sie zurückhalten musste. Ein versammelter Trab war für Denali eine große Herausforderung gewesen. Sie schüttelte den Kopf als Hunter etwas nachgab, wollte angaloppieren doch wurde wieder zurück gehalten. Als der Remix welcher durch die Halle hallte energischer wurde, gab Hunter der Stute Hilfen um sie im starken Trab zu reiten. Den Gangunterschied sah man deutlich. Denalis Beine waren gestreckter und traten energischer in den Boden. Endlich gab er ihr das Kommando zum Galopp, er machte in der Ecke kehrt um ihre Gangarten auf der rechten Hand zu präsentieren. Ihr Schweif wirbelte in Wellenlinien durch die Luft, ihr Kopf wackelte sacht zum Tackt und insgesamt stellte sich die Stute perfekt an. Erneut parierte er das Vollblut in den starken Trab und ritt am Hufschlag entlang. Die Musik wurde langsamer und Hunter präsentierte Denali im Mittelschritt. Nun ließ er Denali eine Travers im Schritt gehen. Sie wölbte den Hals und schnaufte konzentriert. Dabei klopfte Hunter ihren Hals als kleine Belohnung. Auf den Hufschlag wechselte er im Trab wieder die Hand und führte Denali auch auf der linken Hand im Schritt vor. Im schnellen Schritt bewegte sich das temperamentvolle Tier wie eine grazile Gazelle. Hunter bewegte sich unauffällig mit der Musik, das Lied war einfach total passend. Reiter und Pferd ritten zum Beat des Remix als wären sie miteinander verschmolzen. Nach gut fünf Minuten ritt Hunter zurück in die Mitte wo er schließlich stehen blieb um sich von den Richtern und den Publikum zu verabschieden. Er zückte seinen Zylinder und breitete seinen Arm aus. Eine flotte Handbewegung und der Hut saß wieder auf seinem Kopf. Gezielt trieb er das Pferd aus dem Schritt in einen versammelten Galopp an und ritt im gleichmäßigen Tempo aus der Halle. Erneuter Applaus "Scheint so als hätten wir unsere Sache gut gemacht", sprach er zur Stute und streichelte ihren Hals.
    2774 Zeichen | © Jackie | geprüft bei www.charcounter.com

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    Die etwas verzogene und verkrüppelte (und zu klein geratene xD) Janice wie sie leichtsinnig Denali am Strand reitet. Amy hatte Tim gleich gesagt, dass es verrückt sei ohne Helm und Sicherheitsweste ein Rennpferd zu reiten. (Pferd ©Ofagwa; Zubi, HG und Reiter © Jackie)​
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Feb. 2016
    Bracelet und sadasha gefällt das.
  12. Cooper

    Cooper Boo

    Cooper's Teilnahme mit
    Sekuoia

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    Sekuoia
    Seku

    Abstammung
    aus der♀: Pirate Island
    aus der:
    von
    :
    von♂: Aestas Amor
    aus der: Ariana
    von: Don Pedro


    Exterieur
    Rasse: Englisches Vollblut
    Herkunft: England
    Geschlecht: ♀
    Alter: 4

    Stockmaß: 1.68 cm
    Deckhaar: Dunkelbrauner
    Langhaar: Schwarz
    Abzeichen: Schwarzes Maul, Blesse
    vr: fessel | vl: -- | hr: socke| hl: socke

    Interieur
    Charackter
    nervenstark | menschenbezogen | hörig
    Sekuoia stammt von guten Eltern, sie ist eine relativ ruhige Stute und beherrscht die Rennbahn, sobald sie diese betritt. Sie verhält sich gegenüber anderen Pferden zurückhaltend, strahlt jedoch genug Autorität aus, sodass sie keine Probleme hat. Sich zu verteidigen fällt ihr auch nicht schwer, da sie es deutlich genug signalisiert, wenn ihr etwas nicht gefällt. Sie zu reiten ist ebenfalls nicht einfach, sie braucht einen erfahrenen Reiter und jemanden, der sie gut führen kann und deutlich sagt, was von ihr verlangt wird. Vom Menschen ist sie nicht distanziert, lässt sich aber nicht gerne von vielen Leuten anfassen. Laute Geräusche, große Gegenstände, fremde Menschen und Straßenverkehr lösen bei ihr keine Probleme aus. Sie ist sehr auf ihre Bezugsperson fixiert, tut sich jedoch nicht schwer damit, ohne diese klar zu kommen. Sie ist dann nur etwas unruhig und wartet sehnlichst darauf, diese wieder im Blickwinkel zu haben.

    Beschreibung
    Vorgesehen ist Sekuoia als Zuchtpferd, nachdem sie an Körungen und Turnieren erfolgreich teilgenommen hat und über eine fortgeschrittene Rennausbildung verfügt. Sie ist gegenüber Fohlen – so, wie es eine Stute sein soll – liebevoll und fürsorglich, dies zeigt sie bei den Fohlen, die bei mir ebenfalls im Stall stehen. Wegen ihrer guten Grundfarbe und Herkunft wird sie hoffentlich in der Zucht viele Erfolge erzielen können.

    Herdenverhalten
    --

    Geschichte
    --

    Zuchtinformationen
    Durch die Haarprobe wird bewiesen, dass Sekuoia das Agouti-Gen homozygot besitzt, genauso wie das E-Gen. Aus dieser Stute können sowohl Braune, Füchse und Rappen sowie – mit dem richtigen Hengst – die jeweiligen Aufhellungen gezogen werden, was sie für die Zucht sehr interessant macht.

    Gekrönt/Gekört: Ja [] Nein [x]
    Nachkommen:
    Gencode: Aa Ee

    Besitzer: Cooper
    VKR: Stelli
    Ersteller: Stelli
    Verkäuflich: Ja [] Nein [x]

    Erfolge &. Qualifikationen
    Eignung: Distanz | Galopprennen
    Dressur E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***

    Dick = derzeitiger Stand

    Schleifen
    277. Galopprennen 2 Platz
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    280. Galopprennen 1 Platz
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    Ausbildungsstand
    Eingeritten [✓]
    Halfter und Decken vertraut [✓]
    Schmiedefromm [✓]
    Verladefromm [✓]
    Longiert [✓]
    Hindernissvertraut [✓]
    Gelassenheit (0-5): 5
    Rittigkeit (0-5): 5
    Ängste:

    Körperliche Gesundheit
    Verzeichnis

    Beschlag:
    Hufschmiedbericht von Sosox3
    Smelyalata | Sekuoia
    ~Briar Cliff Farier~
    Ich schaute mich auf dem neuen Gelände um. Dies würde unser neues Zuhause werden und ich stand mitten drin. Smetti gleich neben mir. „Sieht ja gar nicht so schlecht aus“, staunte er und ich grinste. Ich wusste worauf ich mich einließ und meine beiden engsten wussten es auch. Sie wussten nur noch nicht wie ihr neues Zuhause aussehen würde. „Ich weiß“, grinste ich keck und ging los. „Und was ist mit den Sachen?“, rief er mir hinterher. Gemeint waren die Hufschmiedwerkzeuge die wir brauchten um den zwei Stuten meiner Zuchtpartnerin die Hufe wieder renntauglich zu machen. „Ich mach die Kontrolle der Hufe und du beschlägst sie mit diesen Rennbeschlägen. Die sind aus Aluminium und somit besonders leicht, auch wenn sie breiter sind.“ „Alles klar, Chef“, sagte er und hastete mir nach, nachdem er einen Matrosen nachäffte.
    Cooper hatte sich bei drei meiner Pferde als super Tierarzt gezeigt und war nun sowohl Stammtierarzt, als auch Zuchtpartnerin und zeigte uns auch gleich die beiden Vollblüter ‚Smelyalata‘ und ‚Sekuoia‘. Beides waren Prachttiere schlechthin und wiesen in jungen Jahren schon viele Erfolge nach. Während Sekoia ein einfacher Brauner war und eher durch ihr Inneres punkten konnte, punktete Smelyalata sogar bei der besonderen Farbe. Zuerst war Sekouia dran, und dann kam erst die Perlinostute. Ich sah mir Sekoia’s Hufe genauesten an und bemerkte hier und da eine unebenheit, die wir korrigieren würden und ich bemerkte das sie ziemlich spitze Hufe hatte, was den Huf nicht so gut abrollen ließ und auch das korrigierten wir gerne. Der Rennbeschlag wurde kaltbeschlagen und so konnte mein Azubi im 2. Lehrjahr direkt damit anfangen und er machte seine Arbeit prima. Die Stute verhielt sich zwar ein wenig unruhig, nachdem Cooper grade nur was holen wollte, doch auch damit kamen wir gut klar. Als Smetti fertig mit ihr war, lobte er sie und gab ihr ein Leckerli, welches sie auch rasch genüsslich zerkaute. Wir warteten einen Moment und Cooper kam mit Smelyalata um die Ecke und übergab meinem Azubi die teure Stute. „Sie ist ein wenig schreckhaft, aber ich denk‘ , dass macht ihr schon.“ „Alles klar“, sagte ich und sah mir die Hufe des Perlinos an. Sie waren ganz in Ordnung und ich nahm mit der Zange zunächst mal die alten Hufeisen runter und kontrollierte die Hufe und schaute nach dem Rechten. Ihre Hufe waren in einem Tadellosen Zustand und ich raspelte nur kurz drüber ehe ich Smetti wieder an seine Arbeit ließ. So tollpatschig wie er war, fiel ihm das 3. Hufeisen aus der Hand und Smelyalata wich ein paar Schritte nach vorne aus. „Smetti, du kannst nur so von Glück reden“, murmelte ich zu ihm und warf ihm einen entsetzten Blick zu. Er wusste, er hätte aufpassen müssen und so riss er sich nun besonders am Riehmen und beschlug die schreckhafte Stute langsamer und ruhiger als vorher und so waren alle vier Hufe schnell und gut beschlagen. Auch sie wurde gelobt und bekam ein Leckerli ehe Coop kam und sie abholte.
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    Heute stand für mich ein Großauftrag an, dementsprechend war ich schon früh auf den Beinen und bereits kurz nach neun auf CHH. Dort wurde ich herzlich von Cooper in Empfang genommen und zu einem zweiten Kaffee eingeladen - bei so etwas sagte ich natürlich nicht nein! Es standen allerhand Pferde an, es wäre schon gut, wenn wir gegen Mittag fertig werden würden. Aus dem Grund wollte ich auch gar nicht großartig länger fackeln, sondern bat Cooper direkt, den ersten Patienten zu holen.
    Der Einfachheit fingen wir mit den Fohlen an, denn jetzt waren wir noch motiviert und entspannt. Als erstes kam Coopers Zwerg Pantoffelchen zum Putzplatz. Die kleine Stute war noch gar nicht so lange auf CHH und deshalb auch noch etwas unsicher, aber bei ihrer Größe würden wir keine Probleme haben. Cooper führte mir die kleine Stute kurz vor, ehe ich einen Blick in Augen und Maul warf. Danach hörte ich das kleine Stütchen ab und abschließend wurde sie noch abgetastet.
    Nachdem sie rundum gesund war, konnte ich sie guten Gewissens impfen und entwurmen. Sie bekam insgesamt fünf Impfungen: Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Brav stand sie alle Spritzen aus und nachdem sie die Wurmkur geschluckt hatte, durfte sie auch schon wieder gehen. Als nächstes kam direkt Cryfirra an der Reihe. Das Vollblutfohlen kannte ich bereits, dementsprechend war sie auch superlieb und ließ sich problemlos untersuchen, impfen und entwurmen. Sie war in der letzten Zeit wirklich gewachsen und machte langsam was her.
    Dennoch war sie noch wesentlich kleiner als PFS Phaeleh. Die Gute durfte sich inzwischen schon einen Jährling nennen, dementsprechend temperamentvoll war sie aber auch geworden und hüpfte während des Vorführens förmlich neben Cooper her. Auch bei der Untersuchung und besonders beim Impfen hielt sie kaum still. Umso froher war ich, als wir mit ihr fertig waren und nun Taliah Cableah an der Reihe war.
    Bei ihr handelte es sich um einen Araberjährling, aber Taliah war vom Charakter her ein Träumchen und wirklich lieb. Deshalb hatte ich es ganz einfach und sogar die Impfungen stand sie wirklich tapfer aus. Zwar zuckte sie kurz zusammen, aber das durfte sie schließlich auch, ich konnte es ihr wirklich nicht verübeln, denn die Impfungen waren wirklich unangenehm. Als Abschluss gab es direkt noch ein Leckerli als Belohnung und schon waren wir fertig.
    Nun kam Laarnié um die Ecke und ich musterte die junge Stute ausgiebig, denn sie war mir neu. Während des Vorführens zeigte sie mir ihre taktklaren Gänge und auch bei der Untersuchung war alles in Ordnung. Laarnié konnte ich also guten Gewissens impfen. Danach gab es noch die Wurmkur und schon waren wir laut Cooper auch schon mit den Jungpferden fertig. "Ein Viertel des Stalls wäre geschafft!", meinte sie lachend.
    Im fliegenden Wechsel ging es dafür nun mit den Stuten weiter. Als erstes traf ich dabei auf Sekuoia. Die Stute kam erst kürzlich von einem Training zurück, weshalb sie momentan auch sehr gut aussah. "In Distanz wurde sie trainiert", erklärte Cooper mir lächelnd, als ich nachfragte. Ich ließ mir die Stute vorführen und dann untersuchte ich sie fix. Sekuoia war genauso fit wie sie aussah. Also frischte ich fix die nötigen Impfungen auf und gab der Stute die letzte Wurmkur für dieses Jahr.
    Leider ging das mit Felicita II nicht so schnell. Die Vollblutstute war nicht nur scheu, sondern auch verdammt zickig und diese Kombination war definitiv nicht die beste. Aus diesem Grunde brauchten wir bei ihr wesentlich länger. Ich muss bei der Untersuchung äußerst umsichtig handeln und das Impfen war eine wahre Tortur. Aber irgendwann war auch Felicita geimpft und ich war froh, als Cooper die Stute wieder in die Box brachte.
    Umso mehr freute ich mich, als Sajé um die Ecke kam. Die Marwaristute war mir da wesentlich sympathischer. Sie war ruhig und sehr gelehrig, dementsprechend benahm sie sich auch sehr vorbildlich beim Tierarzt und wir waren schnell mit ihr fertig. Ich erneuerte den Impfpass und Cooper holte das nächste Pferd: Tabita. Eine Berberstute, die auch erst seit kurzem auf CHH lebte. Tabita war nicht nur hübsch sondern auch super lieb. Dementsprechend war sie schnell untersucht, geimpft und entwurmt.
    Hintereinanderweg ging das auch mit Coopers beiden Trabern Sookie und Birdcatcher. "Ach, also Birdcatcher würde ich dir auch klauen", meinte ich lachend, denn die Stute war todschick. Beide Stuten waren wohlerzogen und ließen sich ohne Probleme untersuchen und impfen. Wir waren schnell fertig und nun standen stutentechnisch nur noch Quiet Giant und Moment Of Truth auf dem Plan. Erstere war generell sehr schüchtern, kannte mich aber bereits und so hatten wir kaum Probleme. Und Moment war ein Engel auf vier Hufen. Ich war froh, dass es so schnell ging.
    Doch dann kamen die Hengste und ein Teil von ihnen hatte es faustdick hinter den Ohren. Aikon Aszu war mega misstrauisch und konnte deshalb auch den Tierarzt nicht ausstehen. Mit dem Araberhengst hatten wir alle Hände voll zu tun, ehe er endlich geimpft und entwurmt war. Als nächstes war Coopers neuster Schützling an der Reihe: Losco. Er war wirklich hübsch, charakterlich aber sehr schwer einzuschätzen.
    Da Cooper ihn selbst noch nicht lange besaß, konnte auch sie ihn nur schwer einschätzen. Aber er benahm sich relativ akzeptabel beim Tierarzt und war schnell fertig. Im Gegensatz zu Odyn, der war kein Pferd was gerne zum Tierarzt ging. Er war scheu, misstrauisch und hasste Spritzen. Keine guten Voraussetzungen... Nur mit Coopers Hilfe konnte ich den Hengst still halten, untersuchen und impfen.
    Abschließend hatten wir nur noch CHH' Guinness auf dem Plan und London Grammar. Zwei todschicke Schimmel und beides Vollblüter. Sie waren zwar beide recht eigen, aber Cooper kannte sie nun schon länger und so konnte sie beide gut händeln und ich konnte sie in aller Ruhe untersuchen, impfen und entwurmen. Nach den beiden war dann auch endlich Schluss. Alle Pferde waren versorgt und ich konnte mich von Cooper verabschieden und in meinen Feierabend fahren.
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    Ausbildung Galopprennen von Klasse M auf S
    Schon lange war ich nicht mehr bei Cooper und deren Vollblüter gewesen und ich war neugierig was sich so alles bei ihr zugetragen hatte. Freudig wurde ich von der Stallbesitzerin begrüßt, wir begannen auch gleich zu Plaudern und ich wurde auf den neusten Stand gebracht. Cooper hatte es nicht leicht gehabt, es gab im Leben halt immer Höhen und Tiefen. An Sekuoia konnte ich mich noch recht gut erinnern, zeigte sie doch schon zum Anfang ihres Trainings großes Potential. Die hübsche Braune stand gelangweilt in ihrer Box und wartete regelrecht auf ein wenig Beschäftigung. Und diese sollte sie heute mehr als genug erhalten, war unser Ziel doch heute eine Stufenerhöhung im Rennen. Ich begleitete Copper und ihre Stute zum Putzplatz und in dem Moment kamen auch meine beiden Helferlein auf dem Hof an. Mangelns geeigneter Trainingspartner brachten meine Jockey´s Mayble S. und Garry T. ihre Privaten Pferde mit um beim Training von Sakuoia zu helfen. Ich half also dabei die Pferde aus den Hänger zu holen und wo ich noch überall gebraucht wurde. Nebenbei besprachen wir unsere heutige Vorgehensweise. Zuerst war Aufwärmen im Schritt angesagt anschließend etwa 30 Minuten Trabarbeit und dann noch etwas Cantern, das allerdings nur in einem Tempo welches noch nicht alles von den Pferden forderte. Sprich man sollte immer noch etwas in der Hand haben. Nach einer Verschnaufspause im Schritt sollten die Pferde soweit sein für ein kleines Rennen. Soweit die Theorie.
    Nachdem die Tiere sauber und gesattelt waren und alle sich etwas beschnuppern konnten ging es auch schon zum Trainingsgelände. Neben der Rennbahn gab es genug Platz für die erste Einheit, der Schrittarbeit. Ich half allen dreien beim Aufsteigen und Cooper lächelte mich breit an als sie auf dem Rücken ihrer Stute saß. Mit ihren 1,70 war die Stute ein klein wenig größer wie ihre beiden heutigen Trainingspartner. Unser kleiner Lot hatte jetzt Gelegenheit sich noch etwas näher bekannt zu machen und Sekuoia schien die neue Gesellschaft zu genießen. Alle drei sahen sehr Harmonisch aus und benahmen sich recht gut. Ich begab mich an den Rand und genoss es einfach nur zu zusehen. Nachdem alle soweit aufgewärmt waren gingen wir über zur Trabarbeit, auch diese Einheit noch nicht auf der Rennbahn. Hier gab ich die Anweisung die Positionen zu trainieren. Sekuoia sollte vor, zwischen, hinter, sowie nah neben den anderen Pferden laufen und diese Positionen auch halten können. Hier zeigten sich die ersten Probleme, nicht immer ließen sich die Rennpferde halten, sobald man ein Pferd in Position hatte spielte das andere Verrückt und preschte nach vorn und so zogen wir dieses Training etwas in die Länge bis ich zufrieden war. Das Positionentraining vollführten wir auch bei der Canterarbeit, diese allerdings auf der Rennbahn. Nun war ich auch zufriedener da unsere Arbeit die ersten Früchte trug. Alle drei Vollblüter ließen sich händeln und auf ihren jeweiligen Positionen halten. Meine Uhr erinnerte mich daran das es Zeit für eine erholsame Pause war damit wir noch ein kleines Rennen starten konnten, auch war ich neugierig auf Sekuoias Zeit. Ich gab also das verabredete Zeichen für die Pause und die Pferde fingen nach und nach an zu entspannen.
    „So Leute, ich glaube die Pferde haben es sich redlich verdient endlich mal laufen gelassen zu werden, bisher sah es doch gar nicht so schlecht aus. Cooper du solltest allerdings so oft es geht das Positionstraining absolvieren. Damit erreichst du dann auch eine bessere Kontrolle im Rennen, so verausgabt sich deine Stute nicht schon zum Anfang sonder lernt ihre Kräfte zu sparen bis du ihr das Zeichen gibst Gas zu geben. Na dann mal Los, lasst mich nur noch schnell auf Position gehen.“ Lachend sah ich zu an meinen Platz zu kommen damit ich das Startzeichen geben konnte. Ich überprüfte noch schnell meine Stoppuhr, die Vollblüter spürten das es jetzt zur Sache ging und ließen sich nur schwer halten und so gab ich recht zeitig das Zeichen zum Start und drückte gleichzeitig meine Uhr. Die Pferde preschten los und es war herrlich ihnen dabei zuzusehen.
    Mayble konnte nicht lange mit den anderen beiden mithalten aber zwischen Garry und Cooper gab es schon bald ein Kopf an Kopf rennen, genau so hatte ich es mir erhofft. Auf dem Letzten Drittel der Strecke stob Sekuoia aber dann ihrem Trainingspartner davon und machte das Rennen. Die Stute strotzte nur so von Energie. Rechtzeitig drückte ich die Stoppuhr und war voll auf zufrieden mit der Zeit welche ich sah. Die Stute hatte wahrlich Potenzial. Nach dem auslaufen versammelten sich dann alle um mich herum und ich verkündete freudestrahlend die Zeiten. „So und nun ab mit euch, reitet die Pferde ab, wir sehen uns am Stall. Cooper deine Stute hat die Stufenerhöhung geschafft, Glückwunsch euch beiden.“ Einige Zeit später nahm ich alle drei in Empfang und spritzte den Pferden die erhitzten Beine ab, ehe wir sie versorgten und uns für den Feierabend bereit machten.
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    Ausbildung Galopprennen von Klasse E auf A
    Die junge Vollblutstute Sekuoia und deren Besitzerin Cooper warteten schon geduldig auf mein Eintreffen. Die Stute war neu auf Coopers Hof, hatte sich bis jetzt eingelebt und sollte nun im Galopprennen weitergebildet werden. Ich kam heute alleine ohne meine Trainingspartner im Schlepptau. Wir wollten heute den Grundstein für Sekuoia´s Rennkarriere legen und dazu musste die junge Stute sich heute vor allem alleine unter Beweis stellen. Neben Konditionsaufbau und dem Schnelligkeitstest steht heute vor allem das Üben des Starts in einer Startbox auf dem Programm. Wir begrüßten uns ganz herzlich, waren wir doch keine Fremden mehr für einander. Dann begutachtete ich die junge Stute, welche mich ebenfalls musterte. Ich bestach sie kurz mit einem Leckerchen und wandte mich wieder zu Cooper. "Sie sieht fabelhaft aus und was für einen schönen Namen sie doch hat. Na dann wollen wir doch auch gleich mit dem Aufwärmen beginnen oder?" Cooper gurtete ihre gesattelte Stute nach und ließ sich dann von mir auf deren Rücken helfen. "Wir fangen heute auf dem Reitplatz mit dem Aufwärmtraining an und sobald Sekuoia soweit ist wechseln wir auf die Trainingsbahn." Ich begleitete meine beiden `Schüler` bis zum Platz, ich war nur zu neugierig wie sich die junge Stute unter dem Sattel verhielt. Im Schritt ritt Cooper ihre Stute warm bis sie merklich entspannt und losgelöst am Zügel ging, erst dann fing sie an zu traben. Im Trab war Sekuoia allerdings kaum zu halten, sie wollte Gas geben und sprang immer wieder in den Galopp. "Setz dich durch Cooper und lobe sie sobald sie trabt, die endgültige Belohnung für sie ist es dann, wenn wir auf die Bahn gehen. Was wir aber erst machen, wenn sie weiß das du der Boss bist." Und als hätte Sekuoia mich verstanden trabte sie nun wie ein Engel über den Platz. "Hehe, wie auf ein geheimes Stichwort. Also schlau ist meine Süße ja. Braves Mädchen." Cooper klopfte der Vollblutstute anerkennend den Hals und führte sie im Schritt in Richtung Rennbahn, ich folgte beiden auf dem Fuße. Dort angekommen durfte Cooper erst einmal absteigen. Zu zweit gewöhnten wir Sekuoia vorsichtig und sanft an die Startbox. Zuerst durfte die Stute sie begutachten und beschnuppern. Dann führte Cooper, der sie mehr Vertraute wie mir, in die Startbox hinein und hinaus und lobte für ruhiges und ordentliches Verhalten umgehend das Tier. Die gleiche Übung absolvierten wir noch einmal als Cooper dann im Sattel saß. Nach und nach gewöhnten wir Sekuoia auch an die Tätigkeiten welche die Rennbahnhelfer tätigten. Die junge Vollblutstute verhielt sich relativ ruhig nur wenn es ihr zu eng wurde scheute sie ein wenig, ließ sich aber stets leicht beruhigen. "Für ihr vorbildliches Verhalten darf sie jetzt endlich einmal rennen. Wärm sie noch einmal etwas auf und dann noch einmal in die Box. Als nächstes Üben wir den Start, sie soll mit einem Satz starten. Lass sie 100 Meter laufen und komm dann zurück. Mehr wie zwei Durchgänge dürfen wir allerdings nicht machen, sonst gewöhnen wir ihr ein Fehlverhalten an." Der erste Start sah noch nicht gekonnt aus, Sekuoia kam lange nicht aus dem knick. Ich wartete bis Cooper mit ihrer Stute wieder bei mir war. "Hey für das erste mal ging es doch, sie hätte ja auch gar nicht loslaufen können.", nahm Cooper ihre Stute in Schutz und grinste mich an. Für den zweiten Durchgang hatten wir den Geschwindigkeitstest festgelegt, an der 1000 Meter Grenze sollte ich die Zeit stoppen. Ohne viel aufmucken ging die junge Stute wieder in die Box und der zweite Start verlief schon ein wenig besser. Sekuoia schien der Sorte an zu gehören welche schnell lernt. Laufen jedenfalls konnte und wollte sie, ihre Galoppsprünge sahen geschmeidig und kraftvoll aus und man schien sie nur wenig antreiben zu müssen. Ihre gelaufene Zeit sah viel versprechend aus, mit ein wenig mehr und vor allem regelmäßigem Training würde aus ihr vielleicht sogar eine der besten werden. Gespannt sah mich Copper an als sie im Trab auf mich zu geritten kam. "Eine vielversprechende Zeit mit der sie es auf Stufe A geschafft hat. Aber für heute ist es genug, wir wollen sie ja nicht gleich überfordern." Ich sah beiden noch beim Trockenreiten zu und begleitete sie dann vor zum Stallgebäude. Dort spritzten wir Sekuoia´s erhitzten Beine ab und rieben sie noch Trocken ehe sie mit ihrer Abschwitzdecke in die Box durfte.

    Trainingsbericht Distanz E nach A von Veija
    Gut gelaunt fuhren meine 5 Mitarbeiter und ich auf das Gelände von Cooper- Chattahoochee Hills, wie ihr Hof hieß. Wir stiegen aus und machten uns sofort auf die Suche nach ihr. Mich kannte sie ja schon, doch die anderen 5 stellte ich ihr kurz vor, ehe wir den Trainingsplan anfertigten. Wir würden nur eine Woche bleiben, also mussten wir uns an die Arbeit geben. Als erstes waren Sajé, Felicita II, Sekouia, Odyn, Sooki und Birdcatcher an der Reihe, die wir alle in der Distanz von E nach A bringen wollten. Alle zusammen sattelten wir die Pferde und entschieden uns dann, Cooper auch noch auf eines der Pferde zu setzen. Da sie selbst sehr viel Ahnung vom Training von Pferden hatte, konnten wir sie auf Aikon Aszu setzen, den sie in Distanz von A nach L bringen sollte.
    Als wir dann alle Pferde gesattelt hatten, ritten wir sie kurz auf dem Reitplatz und in der Halle warm, gurteten nochmal nach und verließen den Hof- allen voran Cooper, da sie sich am besten hier auskannte. Aus Gewohnheit hatte ich mir in Google Maps zwar die Landschaft ausgedruckt, aber die Karte half ja immer noch, sollten wir uns verreiten. Geplant für heute waren 20km. 10 hin, 10 zurück. Morgen würden es dann 15km sein. Dann einen Tag Pause, wo wir die Pferde nur longierten und auf dem Platz ritten, dann 20km. Cooper würde dann die 25km reiten, das war jedoch auch kein Problem.
    Nach guten 5km fingen alle an zu quasseln und konzentrierten sich nicht mehr wirklich auf die Pferde. "Leute, das hier ist kein Ausritt, das ist Training!", sagte ich, musste aber selbst ein wenig lachen. Nach guten 2 Minuten trabte Cooper zunächst an, gab dann jedoch Galopphilfen, denn wir hatten für die nächsten 2-3km eine schöne, gerade Galoppstrecke vor uns. Wir anderen 6 taten es ihr gleich und galoppierten an. Ich bildete mit Odyn den Schluss, da ich alle meine Mitarbeiter im Blick haben wollte. Zwar konnte jeder von ihnen sehr gut reiten, wir ritten aber fremde Pferde und da konnte man ja nie wissen!
    Irgendwann parierte Cooper dann zum Trab durch und wir trabten bis zu der Stelle, an der die 10km gefüllt waren. "Hier ist ein kleine Bachlauf, da können die Pferde kurz etwas trinken und ein wenig grasen", warf Cüp beiläufig ein. Ich nickte und wir verweilten hier an dieser Stelle eine Weile, ehe wir über einen anderen Weg nach Hause ritten. "Gut, dass du dich hier so gut auskennst Cooper", sagte ich lachend und klopfte Odyns Hals. Er machte seine Sache wirklich gut! Auch die anderen Pferde waren sehr fließig und immer bei der Sache. Zurück am Hof machten wir die Pferde für die Koppel fertig und schnappten uns dann die Militarycracks. Es waren jedoch nur zwei Pferde, CHH' Guinness und London Grammar, die wir von E nach A bringen sollten. Um Aaron ein wenig Abwechslung zu bieten, nahm ich ihn mit auf den Militaryritt und überließ Aliena und Alexis Quiet Giant, um ihn im Galopprennen von E auf A zu bringen. Caleb, mein Westernspezialist, und Riley kümmerten sich derweil zusammen mti Cooper um Moment of Truth, weshalb Aaron und ich etwas mürrisch gelaunt auf den Springplatz gingen. Wir waren beide noch immer sehr sauer auf Aliena und Caleb. Das würde wohl auch noch eine Weile andauern.
    Auf dem Platz angekommen wärmten wir die beiden Pferde zunächst auf, ehe wir ein paar E-Sprünge sprangen. Dann erhöhten wir die Höhe und nahmen ein paar A-Sprünge. Das klappte soweit gut, so dass wir ins Gelände gehen konnten. Ich fand Military immer recht einfach zu trainieren, wenn die Pferde einmal verstanden hatten, dass man durch Hecken durchspringen konnte, ohne dass es den Tieren Schmerzen zufügte. Das schwierigste waren allerdings die Tiefsprünge ins Wasser oder auch auf Land. Das war ein Grund, weshalb ich nur kleine Klassen von Military trainierte. Gegen 16 Uhr kamen wir dann wieder auf dem Hof an. Guinness und London hatten heute die Angst vor den Tierfsprüngen verloren, waren in den Wassergräben plantschen und sprangen solide durch Hecken. Ein großer Fortschritt!
    Beim Abendessen hörte ich mir dann an, wie sich Giant und Moment of Truth machten. Giant war wohl eine Kanone beim Rennen! Sie hatten alle Mühe gehabt, ihn zurück zu halten, weil er einfach nur rennen wollte. In den nächsten Tagen würden sie also trainieren, dass er solide und locker galoppierte, am Ende jedoch nochmal alles rausholen konnte! Auch Moment of Truth machte sich sehr gut. Caleb hatte zwar ein paar Meinungsverschiedenheiten mit ihr, doch zum Schluss hatte sie alles locker gemeistert und sich nicht mehr gegen Caleb gewehrt.
    Am nächsten Morgen ritten wir die Distanzler wieder zu erst- 15km. Hier gab es so viele schöne Wege, so dass Cooper uns sehr viel von der Landschaft zeigen konnte. Am Nachmittag waren die Military-Pferde dran. Auch Giant und Moment wurden am Nachmittag trainiert, so dass alle Pferde am Abend frei hatten. Am dritten Tag hatten die Distanzer alle frei, so dass wir den Focus mehr auf die Military Pferde sowie Giant und Moment legen konnten. Jeden Tag wurden die Pferde besser, so dass wir am Ende der Woche sagen konnten, dass alle Pferde eine Stufe aufgestiegen waren!
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    Distanz A nach L von Gwen
    Es war noch früh am Morgen, als ich bereits fröstelnd auf der Veranda stand und auf mein neues Berittpferd wartete. Ein Blick auf das Thermometer reichte, um den Grund zu erfahren, warum ich fror: -5°C. Hoffentlich schneite es nicht! So wirklich konnte ich die weiße Wunderpracht Kanadas nun noch nicht gebrauchen und für das kommende Distanztraining war sie nun auch nicht so ideal. Während ich in Gedanken abschweifte, bahnte sich ein größerer Transporter den Weg auf unseren Hof. Ich begrüßte den Fahrer knapp und dann luden wir die neue Stute auch schon aus. Sie hieß Sekuoia und war eine vierjährige Vollblutstute. Für ein Vollblut war sie jedoch sehr ruhig und lernwillig, dementsprechend würde das Training mit ihr auf jeden Fall gut verlaufen. Ich bedankte mich beim Fahrer, nachdem er mir Sekuoias Zubehör ausgeladen hatte und verabschiedete ihn dann. Für die Stute ging es erst einmal auf eine kleinere Weide, damit sie sich ihre Beine vertreten konnte. Sekuoia war sichtlich aufgeregt, so wie sie neben mir her tänzelte und laut wieherte. Doch ich ließ mich nicht beeindrucken und ließ sie erst einmal auf der Weide ihre Power auslassen. In der Zwischenzeit verstaute ich ihre Sachen in der Sattelkammer und pinnte den Futterplan in unsere Futterkammer, ehe ich noch einmal nach der Stute schaute. Während ich am Zaun lehnte, rief ich ihre Besitzerin, Cooper Chattahoochee, an und berichtete ihr, dass die Stute wohlbehalten angekommen war. Außerdem versprach ich ihr, sie ab und an zu informieren wie es Seku, so wurde die Vollblutstute kurz genannt, ging. Für heute würde sie auf jeden Fall noch frei haben und sich erst einmal eingewöhnen dürfen. Ich wollte sie ungern überfordern und so hatte ich auch noch genug Zeit für meine Planungen, denn die brauchte ich beim Distanztraining immer. So durfte Seku den Rest des Tages auf der Weide verbringen und ich im Büro. Am nächsten Tag ging es für Seku direkt nach dem Frühstück los. So viel Stroh wie sie in Schweif und Mähne hatte, schien sie sehr gut geschlafen zu haben. Ich begann also erst einmal mit dem Verlesen des Schweifes, ehe ich überhaupt das Pferd an sich putzen konnte. Danach kam auch schon der Sattel drauf und dann waren wir bereit. Um Seku nicht zu überfordern, gingen wir heute erst einmal auf den Platz und lernten uns kennen. Ich ritt einfach nur grundlegende Dinge: Alle drei Grundgangarten, allerhand Bahnfiguren und schaute, wie es um Sekus Ausdauer, Wendigkeit und Balance stand. All das war wichtig für das Distanzreiten, denn auch wenn viele dachten, dass man da einfach nur möglichst schnell durchs Gelände ritt, stimmte das auf keinen Fall. Aus diesem Grund würden wir die erste Woche auch gar nicht wirklich ins Gelände gehen, sondern viel an den grundlegenden Dingen arbeiten und dazu gehörte auch die Dressurarbeit. Heute zeigte sich Seku auf jeden Fall sehr bereitwillig und machte motiviert mit, sehr gute Voraussetzungen für ein Distanzpferd. Die kommenden Tage würde ich mit Seku immer zweimal am Tag arbeiten. Einmal etwas in Richtung Longieren oder Spazierengehen und das zweite Mal reiten. Dabei entweder Dressurarbeit, ein Ausritt oder Ausdauertraining. Das war das Schöne am Distanztraining: Es war unglaublich vielseitig. Schon am zweiten Tagen gingen wir zum Extreme Trail auf Townsend Acres, um an Sekus Trittsicherheit zu arbeiten. Außerdem förderten die Auf- und Abstiege auch ihre Hinterhandmuskulatur und ebenso musste die Stute nachdenken. Das alles war eine klasse Kombination und Seku hatte sichtlich Spaß. Besonders das Baumstammmikado machte ihr Spaß, lediglich vor der Hängebrücke hatte sie Respekt, bewältigte die aber am Ende des Tages sogar samt Reiter auf dem Rücken. Mit der Stute ging wirklich alles immer ganz fix. „Du machst schneller Fortschritte als gedacht“, murmelte ich lachend und lobte die Stute ausgiebig, als sie auch die letzte Aufgabe mit Bravour gelöst hatte und wir uns auf den Heimweg machten. Die erste Woche bestand wirklich komplett aus dem Grundlagentraining. Dabei bauten wir vor allem Sekus Ausdauer und Gleichgewicht aus. An der Longe lief sie schnell schon viel besser und fand auch eine gute Selbsthaltung, so dass ich durch Stangenarbeit gezielt ihre Rückenmuskeln stärken konnte. Wenn es etwas gab, was ein Distanzpferd auf jeden Fall brauchte, dann starke Rückenmuskeln, immerhin musste es eine lange und oft auch beschwerliche Strecke den Reiter tragen. Dann begann die zweite Woche und für uns die zweite Etappe. Ab sofort ließen wir die Platzarbeit weg und gingen jeden Tag ins Gelände. Wir begannen bei Ritten von ein bis zwei Stunden. Jedoch trödelten wir dabei nicht durchs Gelände, sondern waren wirklich in einer ordentlichen Gangart unterwegs. Dabei achtete ich auch kontinuierlich darauf, dass Seku wirklich immer in einer gesunden Haltung lief und nicht das typische Giraffen-Ausreitpferd spielte. Das war gar nicht so einfach, denn die Stute musste lernen, dass Gelände nicht nur Entspannung hieß, sondern sehr wohl auch Arbeit, denn das war das Distanzreiten. Eine Menge Arbeit. Mit jedem zweiten Tag erhöhten wir die Dauer unserer Ritte. Einmal die Woche hatte Seku komplett frei und sonst machte ich jeden Tag noch etwas Auflockerndes mit ihr, damit sich sowohl ihr Körper als auch ihr Geist entspannten. Seku schien diese Art des Trainings sichtlich zu gefallen, denn sie blühte wirklich auf. Schon bald waren wir bei Ritten, die um die vier Stunden dauerten und wirklich größtenteils aus Trabstrecken bestanden. Das kanadische Gelände des Nationalparks war dafür außerdem ideal, wir besaßen alles: Wälder, Wiesen, Gebirge, Flüsse und Seen. Ich konnte Seku also mit allem konfrontieren, was sie auf Distanzritten treffen würde. Entscheidend war auch der Boden und den gab es bei uns zur Genüge in allen möglichen Varianten. Ab der dritten Woche nahmen wir die Gebirgsstrecken hinzu und schon musste Seku auch auf sehr hartem Steinboden laufen oder steile Hänge erklimmen. Teilweise stieg ich natürlich auch ab und half ihr, aber das Ziel war, dass sie dies auch mit Reiter bewältigte. Da Seku über Hufeisen verfügte, brauchte ich mir auch keine Gedanken über ihre Hufe machen. Natürlich kühlte ich die Beine nach jedem anstrengenden Ritt etwas, was aber mehr der Wellness von Seku galt. Manchmal gingen wir dafür sogar rüber zu Elisa und Seku durfte sich eine halbe Stunde unter dem Solarium entspannen, das wirkte immer Wunder bei müden Muskeln. Seku erhielt bei uns also das komplette Rundumpaket und schien sichtlich zufrieden. Deshalb plante ich ab sofort alle zwei Tage richtige Tagesritte, an denen wir komplett weg waren. Anstrengend waren sie und das Wetter stellte uns auch oftmals auf die Probe. Es war Herbst und der war sehr wechselhaft. Den einen Tag schien die Sonne und wir beide schwitzten uns zu Tode und am nächsten Tag goss es aus Strömen und die Temperaturen sanken fast unter den Nullpunkt. Umso wichtiger war es, dass Seku nach dem Training immer richtig trocknete und danach auch noch gut eine Stunde im Stall stand, um sich wieder an die Temperatur zu gewöhnen. Und dann näherte sich unser Training langsam dem Ende. Seku war inzwischen wesentlich ausdauernder und ausbalancierter, weshalb wir die Strecken auf L-Niveau nun locker schafften. Jedoch war mein Ziel, immer, die Pferde auf mehr vorzubereiten. Wer eine Distanz gewinnen wollte, musste besser sein, als das, was gefordert werden sollte. Aus diesem Grund plante ich für Seku und mich abschließend einen dreitägigen Wanderritt. Dieser würde uns beide noch einmal auf die Probe stellen und wirklich zeigen, wie weit Seku war. Er würde uns über den Gebirgskamm und wieder am Clear Lake entlang führen. Schon früh am Morgen starteten wir. Es war noch recht dunkel, so dass ich mit Helmlampe losritt. Ehe die Sonne aufging, hatten wir schon eine halbe Stunde im geschmeidigen Trab hinter uns gebracht und gönnten uns eine kleine Schrittpause, um den Fluss zu durchqueren. Es dauerte eine Weile, ehe wir eine geeignete Stelle fanden, denn die Nacht über hatte es geregnet und so führte der Fluss mehr Wasser als sonst. Aber wir schafften es auf die andere Seite und konnten unseren Weg hinüber zum Gebirge fortsetzen. Gegen Mittag kamen wir endlich am Fuß des Berges an und dann kam der anstrengendste Part: Der Aufstieg. Seku hatte trotz unseres Trainings an einigen Stellen zu tun, aber wir kamen recht flott voran. Am Abend schafften wir es pünktlich zu unserer Übernachtungshütte. Ich brachte Seku in ihre Box und versorgte die Stute für die Nacht. Erst dann widmete ich mich meinem Essen und dann meinem Schlaf, denn am nächsten Morgen sollte es schon früh weitergehen. Und so saß ich kurz nach sieben auf dem Pferd und war nach fünf Minuten bereits gefühlt durchnässt, denn es goss in Strömen. Wenigstens hielt sich der Wind zurück, so dass wir relativ gut vorankamen. Unwetter auf dem Gebirgskamm konnten wir wirklich nicht gebrauchen. Der Abstieg war bei dem Regen natürlich umso schwerer und ich musste absteigen. Die letzte Etappe ab dem Fuß des Berges ging dafür recht schnell und wir erreichten unser zweites Lager noch vor Einbruch der Dunkelheit. Dafür waren wir beide aber auch fertig von dem heutigen Ritt. Die letzte Etappe hatte es noch einmal in sich, war aber dafür wirklich schön anzusehen, wir machten unsere Mittagspause am Ufer des Sees und entspannten ein wenig. Immerhin war es heute trocken, wenn auch eiskalt. So waren wir beide froh, als wir am Abend wieder auf der Ranch ankamen. Ich versorgte Seku ausgiebig und rief dann Cooper an, um ihr von unserem Erfolg zu erzählen. In drei Tagen würde Seku sich auf den Heimweg machen. Vorher würde sie sich bei uns noch von dem Wanderritt erholen dürfen und ich würde sie locker bewegen, damit sich kein Muskelkater einschlich. Der war besonders gefährlich, gerade wenn für die Stute eine lange Reise anstand. Aber Seku ging es bestens und so konnte ich sie dann drei Tage später gesund und munter wieder nach Hause schicken. Ein wenig vermissen würde ich die Stute ja schon, aber ich wartete auch schon bereits auf das nächste Trainingspferd, so dass ich bereits neue Beschäftigung hatte.
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    Distanztraining von AliciaFarina
    Ich stand bereits auf dem Hof als ein großer Transporter durch das Hoftor gefahren kam. Freudig begrüßte ich Cooper Chattahoochee die mir heute drei ihrer Pferde zum Training bringen wollte. Eigentlich wollte ich nicht so viele Pferde auf einmal ins Training nehmen aber Cooper hatte bereits auch eine Ausnahme bei mir gemacht deshalb hatte ich ihr zugesagt. Nach unserer Begrüßung half ich ihr die Pferde auszuladen und in den Stall zu bringen. Ich hatte Cooper noch gebeten eine Woche zu bleiben damit sie mir beim Training ihrer Stute Sekouia helfen kann. Nachdem wir die Pferde in ihre Boxen verfrachtet hatten zeigte ich Cooper ihr Zimmer. Am Nachmittag ging es los mit der ersten Trainingseinheit, Cooper sattelte sich Sekouia und ich mir Slew. Ich wollte eine große Runde mit ihnen ins Gelände gehen mit Pausen um zu testen wie fit sie sind. Nachdem wir sie warmgeritten sind starteten wir. Auf einem drittel des Weges, wir waren viel getrabt und auch teilweise galoppiert hielt ich an und kontrollierte die Pulsfrequenz und die Athmung der beiden. Beide waren leicht geschwitzt aber nicht außer Puste, daher ritten wir sehr schnell weiter. Kurz bevor wir wieder Zuhause waren hielten wir erneut an und kontrollierten wieder die Werte. Beide waren so gut von der Kondition her sodass ich beschloss die beiden zusammen mit Cooper auf dem nächsten Distanzturnier zu starten. Wir trainierten die beiden weiter indem wir viel ausritten und auch viel Bergauf und Bergab gingen. Mit Moment of Truth gestaltete ich das Training ebenfalls abwechslungsreich. Mit dem schönen Mix Hengst ritt ich die erlernten Lektionen auch im Gelände um sie so zu festigen und das Dressurtraining nicht so schnöde zu lassen. Die Tempi in den einzelnen Gangarten, ebenso Lektionen wie Halten aus Schritt und Trab, Übergänge, Zügel aus der Gang kauen, Kurzkehrt und Vor-und Hinterhandwendungen trainierte ich im Gelände. Lektionen wie Bahn verkleinern und Vergrößern, Überstreichen und Außengalopp trainierte ich mit ihm in der Halle. Am Ende der Woche, kurz bevor das Turnier mit Sekouira und Seattle Slew anstand hatte ich mit Truth ein abschließendes Training bei meiner Trainerin, nachdem ich Truth vorgeritten war, stieg Cooper auf meine Trainerin gab ihr etwas Unterricht und gab ihr Tipps für das weitere Training. Als endlich das Abschließende Training vorbei war hatten die Pferde Pause, ich trainierte währenddessen eins meiner Pferde, es scheute und ich verstauchte mir den Knöchel nachdem ich runtergefallen war. Für das Turnier war das eine Katastrophe, ich viel aus und wir hatten keinen auf die Schnelle der mich vertreten konnte. Ich fragte schnell herum und in letzter Minute konnte eine meiner Reitschülerinnen einspringen. Zwar fuhr ich mit zum Turnier aber reiten konnte ich schlecht. Maren die mich vertritt saß nervös auf Slew, ich redete ihr Mut zu und sagte das sie es sicher schaffen wird, da er sehr gut Trainiert war. Während des Rittes fuhr ich mit jemandem vom Turnier von Station zu Station um den beiden zu zusehen. Am Ende des Turniertages bekamen wir die Urkunden die bestätigten das beide bestanden hatten, somit konnte Cooper alle ihre Pferde wieder nach zwei Wochen Training wieder mitnehmen. Am Tag ihrer Abreise half ich ihr beim Verladen und verpacken des Zubehörs, dann verabschiedete ich mich von ihr und freute mich darauf erneut von ihr und ihren Pferden zu hören.

    Die Kür

    Eine weitere Eiswolke kam aus meinem Mund, als ich in die kalte Winterluft blies. Es war für uns eine echze Zumutung, uns so lange in der Kälte warten zu lassen. Auch Sekuoia wurde das Warten so langsam zu viel, unruhig trat sie von einem Huf auf den anderen und blickte sich etwas desinteressiert um. Die große braune Vollblutstute hatte heute ihren besonderen Tag, auch wenn sie es sicherlich anders sah, da er bis jetzt hoffnungslos langweilig verlaufen war. Ich hatte heute die Ehre, die hübsche Stute auf einer Kröung vorstellen zu dürfen, da ihre eigentliche Besitzerin Cooper zur Zeit so viel um die Ohren hatte. Es beherbergte immer ein gewisses Risiko, wenn jemand anderes das Pferd ritt und deswegen hoffte ich, dass alles gut und geplant verlaufen würde.
    Endlich, nach langem Warten, kam ein Helfer zu uns, welcher uns sagte, dass wir in wenigen Minuten an der Reihe wären. Ich spürte meine Hände vor Kälte kaum, als ich Seku die dicke Decke vom Rücken zog und nochmal alles kontrollierte, bevor ich mich in den Sattel schwang. Anständig hoffte ich, dass Seku noch etwas warm gelaufen war.
    Einige Minuten später verkündete ein Lautsprecher endlich unseren Start und ich ritt die Stute in Richtung Halleneingang, wo heute die Krönung stattfinden würde.
    Ein letztes Mal atmete ich tief durch und betrat dann gemeinsam mit Sekuoia die Halle. Im versammelten Trab ritten wir ein, dann ab auf die Mittellinie und bei X vor den Richtern stehen bleiben. Als nächstes natürlich die Richter grüßen, welche Seku und mich mit grimmigen und kritisch blickenden Gesichtern anstarrten. Ich versuchte sie nicht weiter zu beachten und setzte unsere Kür fort.
    Ich trieb die Stute aus dem Stand in den Galopp, eine der beliebteren Gangarten der Stute, sie war ja auch ein Vollblut. Außerdem hoffte ich damit, dass die Stuten in der Trabphase dann entspannter laufen würde. Ich ging Ganze Bahn, meiner Meinung nach kam ihr raumgreifender Gang da mehr zur Geltung und auf einer Krönung kam es ja darauf an, die beste Seite zu zeigen. Ich parierte in den Trab durch, ritt passend zur Musik eine 8m Volte, wechselte durch die ganze Bahn und galoppierte nochmal an.
    Nach unserem Galopp kam eine kurze Schrittstrecke, in welcher ich vier Schlangenlinien durch die ganze Bahn ritt und dann, sobald wir es geschafft hatten, wieder antrabte. Im Trab ging ich auf den Zirkel, wo ich zwei Runden diese Gangart präsentierte. Vielleicht hatte der Galopp zu Beginn wirklich geholfen, denn Sekus Trab war ein Traum. Leichtfüßig schwebten wir dahin, fast kam ich mir vor, als wären wir über weißen Wolken. Dann wechselte ich aus dem Zirkel und ritt auf der anderen Hand zwei weitere Zirkelrunden im Trab. Zum Schluss parierte ich in den Schritt durch und beendete unsere Kür mit einem entspannten Gang zur Mittellinie, wo wir in Richtung X abbogen. Auch hier grüßte ich wieder die Richter und mir schien es, als würden die Enden ihrer Münder nun etwas weiter oben sitzen. Und im gemütlichen Schritt verließen wir die Halle.
    3000 Zeichen | (c) Canyon | geprüft auf zeichenzähler.de

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    Pferd by Stelli | Hintergrund by Samarti | Bewgung & Jockey by Mockingjay | Zubehör by Jackie
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 März 2016
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  13. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Samantha O`Neill
    mit
    Unannounced Pleasure

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    Besuche Pleasure!

    Steckbrief
    Unannounced Pleasure
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    [engl.: "Unangemeldetes Vergnügen"]
    Spitzname: Pleasure


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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Dark Decission
    V: Dark Firestorm
    M: Seference Surprime

    Aus der: Unwritten
    V: Malibu
    M: Lovely Letter


    --------------------------------------------------

    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 14.08.2012
    Stockmaß: 1,73m
    Fellfarbe: Buckskin Tobiano
    Kopfabzeichen: ///
    Beinabzeichen: 4x hochweiß gestiefelt

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Unannounced Pleasure ist ein absolut außergewöhnliches Jungpferd. Die junge Stute besitzt eine hervorragende Abstammung und hat die schwebenden Gänge ihrer Mutter Unwritten geerbt, weshalb sie wohl vor allem für die Dressur geeignet ist. Doch auch väterlicherseits hat die Stute rießiges Potenzial für Springen und Military. Pleasure zeigt schon jetzt großen Ehrgeiz und versucht oft sich gegen andere Pferde und manchmal auch Menschen durchzusetzen. Andererseits hängt die kleine Stute auch sehr an ihrer Bezugsperson und an ihrer Freundin Reminiscent Inspiration. Diese Eigenschaften, gepaart mit Pleasure's Temperament und Hitzigkeit werden sie später wohl zwar zu einem schwierigen jedoch gleichermaßen höchst interessanten Pferd machen, in das ich schon jetzt große Hoffnungen setzte.
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vkr:
    Elii

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    S
    Springen: A
    Military: A
    Fahren: S

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    ~ Schleifen ~
    2. Platz beim 332. Springturnier
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    3. Platz beim 254. Fahrturnier
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    2. Platz beim 237. Militaryturnier
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    3. Platz beim 350. Dressurturnier
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Nein
    Nachkommen: ///
    Vollgeeschwister: ///

    Tierarzt-Bericht
    geschrieben von Eddi am 13. November 2015
    Vorsichtig balancierte ich auf der einen Hand die Halterung mit den zwei Kaffeebechern und auf der anderen meine Arzttasche und die Bäckertüte. Vor dem Stall kam auch schon meine Rettung und das wirklich nicht zu spät. Knapp bevor mir die Tasche hinunterrutschte, kam Sammy herbeigeeilt und nahm mir einiges ab. "Hab dir was mitgebracht", meinte ich grinsend zur Begrüßung und reichte ihr einen Latte Macchiato und einen Donut. Nach einer kurzen Begrüßungsumarmung, verschlang ich auch erst einmal mein zweites Frühstück während unseres Small-Talks. Hauptgesprächsthema war natürlich Jolympia, der Grund, weshalb ich heute auch hier war. Sammy hatte mit ihren Sportpferden wortwörtlich abgeräumt und dementsprechend auch allerhand Preise abgesahnt und das verdient - auch wenn das nicht alle so sahen. Aber da wir durchaus unser eigenes reales Leben hatten, konnten wir über den Neid anderer nur lachen.
    "Sooo. Wen hast du dir denn für deinen gewonnenen Tierarztbesuch ausgesucht?", fragte ich grinsend. Ich war eine der Sponsoren gewesen und es freute mich sehr, dass ich diese gute Tat direkt mit einem Besuch bei Sammy verbinden konnten, wir sahen uns sowieso viel zu selten. "Unannounced Pleasure", erklärte Sammy und holte mich so wieder aus meinen Gedanken. Jetzt wurde ich neugierig. Pleasure hatte ich schon immer hübsch gefunden (sie erinnerte mich an Pajero) und ihre Abstammung war nun wirklich nicht zu verachten. Allerdings hatte ich die Stute noch als Fohlen in Erinnerung, dementsprechend war ich etwas überrascht, als da plötzlich ein Warmblut mit 173cm Stockmaß vor mich stand. Selbst wenn ich mich auf die Zehenspitzen stellte, konnte ich nicht wirklich über ihren Rücken hinüber schauen.
    "Für dich hat sie also die perfekte Größe", schlussfolgerte ich daraus und grinste Sammy an, die war immer gefühlt zwei Köpfe größer als und das wahrscheinlich nicht nur gefühlt. Pleasure war im Umgang sehr sympathisch und benahm sich einwandfrei, als Sammy die Stute aufhalfterte und aus der Box führte. Als erstes bat ich sie direkt, mir die Stute einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. Dadurch konnte ich mir direkt ein Bild von Pleasures Bewegungsapparat und ihren Gängen machen. Die waren einwandfrei und taktklar, also konnten wir uns auf den Weg zum Putzplatz machen.
    Dort band Sammy mir die Stute an und dann begannen wir mit der konkreten Untersuchung. Als allererstes warf ich einen Blick in ihre Augen und kontrollierte den Pupillenreflex. Pleasures Augen waren klar und aufmerksam, die Stute besaß keinen Ausfluss und schien allgemein schon wirklich fit zu sein. Deshalb widmete ich mich als nächstes direkt ihren Zähnen. Da Pleasure ihr Maul für mich freiwillig öffnete, konnte ich auf weitere Hilfsmittel verzichten. Da ihre Zähne auch in Reih und Glied standen, blieb ihr auch alles andere erspart. "Wie ich es von deinen Pferden gewohnt bin", meinte ich grinsend zu Sammy, welche sich geschmeichelt verbeugte.
    Nun war das Abhören an der Reihe, wobei ich bei Pleasures Brust begann. Zuerst hörte ich Herz und Lunge allgemein ab, ehe ich noch ihre Puls- und Herzfrequenz kontrollierte. Alles im grünen Bereich. Fix überprüfte ich auch ihre Darmgeräusche, doch auch dort war alles wunderbar. Nun kontrollierte ich noch ihre Körpertemperatur, ehe es zum Abtasten ging. Bisher hatte Pleasure wirklich vorbildlich mitgemacht und das sollte sich auch nicht so schnell ändern. Ich begann an ihrem Genick und ging dann vorsichtig die Wirbelsäule hinab. Hätte die Stute irgendwo ein Wehwehchen gehabt, hätte sie auf mein Abtasten reagiert. Das Gleiche galt auch für die Sehnen und Gelenke. Pleasure war topfit.
    Da wir das nun alles hinter uns hatten, kamen wir zum unangenehmsten Teil. Hierfür würde ich Pleasure etwas Blut abnehmen müssen. Das gefiel der Stute sichtlich nicht, aber sie hielt still. Damit sie sich danach wieder ein wenig entspannen konnte, schob ich erst einmal das Röntgen ein. Das ging mit Pleasure auch wirklich schnell. Das mobile Röntgengerät hatte ich bereits bereitgestellt und schnell machte ich alle wichtigen Aufnahmen von Genick, Rücken und Gelenken. Die Bilder würde ich heute Nachmittag direkt entwickeln lassen. Nun war Pleasure aber auch bald fertig.
    Zunächst wurde die junge Stute gechippt. Ich desinfizierte die besagte Stelle am Mähnenansatz und ein paar Sekunden später war der Chip auch schon unter Haut verschwunden. Einmal kurz mit dem Chipgerät hinüber gefahren und schon war Pleasure offiziell registriert. Ich diktierte Sammy auch direkt ihre Nummer für den Pferdepass und so hatten wir auch das geschafft. Abschließend gab es nun nur noch die Impfungen und dann die Wurmkur. Geimpft wurde Pleasure gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Vier Impfungen klangen viel, waren aber schnell geschafft. Als allerletzte Tat musste die Stute nur noch die Wurmkur schlucken.
    Als auch das geschafft war, bekam sie von mir einen Apfelschnitz als Belohnung, damit sie mich auch ja in guter Erinnerung behielt. Sammy brachte Pleasure hinaus auf ihre Weide, während ich den Impfpass erneuerte. Danach wurde ich noch zu einem kleinen Plausch eingeladen, ehe es für mich dann auch direkt ins Labor gehen würde, damit Sammy heute Abend noch die Ergebnisse ihrer Stute auf dem Tisch liegen haben würde. Das ging zum Glück schneller als man dachte.

    Ergebnis Röntgenuntersuchung:
    Unannounced Pleasure lässt sich in die Röntgenklasse I einstufen. Ihr Exterieur entspricht dem Idealzustand und es ließen sich keine Abweichungen feststellen. Die Stute ist für Sport und Zucht geeignet.

    Hufschmied-Bericht
    geschrieben von Rhapsody am 28. Oktober 2015
    Eine Hufschmiede zu führen, wenn man nebenbei noch zu zweit (dritt, Declan war nämlich doch vorübergehend eingezogen und half kräftig mit) einen Horde Pferde managen musste, war gar nicht so leicht.
    Aber wir waren ja die … Justice League oder so (Adèle fand die Avengers doof, deswegen musste ich jetzt Comic-Firma wechseln. Tut mir leid, Marvel). Auf jeden Fall kriegten wir das gebacken. Auch, wenn wir zwei Aufträge in England direkt hintereinander hatten.
    Glücklicherweise überließ Adèle mir die Arbeit, damit sie zuhause alles schmeißen konnte. Also war ich Ende Oktober auf dem Weg nach England, mal wieder zu Samantha O’Neill. Vage hatte ich mitgekriegt, dass sie wohl als Gesamtsieger von Elisas Turnier mit dem komischen Namen vom Platz gegangen war und da unsere Hufschmiede Sponsor war, hatte sie jetzt einen Auftrag frei.

    ***

    Für einen blöden Moment hatte ich die Idee gehabt, mir einen Van zu mieten und dann einfach darin zu campen. Gleich nach Sammys Hof musste ich nämlich zum nächsten Auftrag und ich sollte auch so schnell wie möglich nach Hause, damit Adèle Julis Hof nicht auseinander nahm. Aber ein warmes Bett war dann doch überzeugender, also übernachtete ich erst eine Nacht in einem Hotel (man gönnt sich ja sonst nichts) und machte mich dann jetlagged auf den Weg zum Hollybrook Stud.
    Sammy begrüßte mich schon herzlichst und ließ sich dann noch einmal von mir gratulieren. „Das hast du bestimmt in den letzten Tagen viel zu oft gehört,“ meinte ich schließlich, als wir auf dem Weg zu meiner heutigen Klientin waren. Kundin. Patientin? Man, darüber sollte ich mit den anderen mal sprechen.
    Auf jeden Fall sollte ich heute Unannounced Pleasure beschlagen, eine mehr oder weniger große Hannoveranerstute mit Scheckung. „Das sieht man auch nicht oft,“ murmelte ich, während ich der Buckskinscheckstute über die Nüstern strich. Sammy grinste mich nur an. „Sie ist eben einzigartig.“
    Beim Vorführen versuchte ich mich dann penibel auf die Schrittfolge und das Auffußen zu konzentrieren und nicht an Pleasures absolut traumhaft aussehenden Gängen hängenzubleiben. Laut Sammy war die Stute auch später einmal für die Dressur vorgesehen. Das konnte ja nur gut laufen! Trotz diesen Ablenkungen hatte ich mir ein Urteil über die Beine und Hufe des Hannoveraners gebildet und sie für gut befunden; frei von Fehlstellungen und Lahmheiten. Was mir auffiel war, dass sie nicht beschlagen war; das würde sich jetzt ändern.
    Doch bevor die neuen Schuhe draufkamen, mussten alle Hufe erst einmal gekürzt werden. Mit Hufmesser und Raspel bewaffnet machte ich mich ans Werk. Pleasures Hufe waren in einem sehr guten Zustand, sodass ich verstand, dass sie bis jetzt keinen Beschlag nötig hatte. Zur Gewöhnung an die neuen Schuhe waren Aluminiumbeschläge am besten; die Stollen sorgten im Gelände dann noch für extra Halt.Nachdem dann alle Hufe ausgeschnitten und gekürzt waren, konnte das Aufnageln beginnen. Zuerst mussten natürlich die Löcher für die Stollen gemacht werden; erst dann konnte ich mit dem Anpassen beginnen. Laut Sammy war Pleasure wohl ein wenig hitzig und temperamentvoll, doch davon bekam ich fast nichts mit. Wie eine Eins stand sie in der Stallgasse und ließ sich die Beschläge aufnageln, als wäre das schon immer so gewesen.
    Das letzte Vorführen am Schluss der Behandlung stellte mich dann auch noch zufrieden, und so packte ich mein Werkzeug weg und half Sammy noch beim Saubermachen. Länger konnte ich mich dann doch nicht aufhalten; ich musste flairi auf Green Hills noch einen Besuch abstatten und erst einmal vom New Forest Nationalpark dorthin gelangen. Also verabschiedete ich mich von Sammy, gratulierte ihr noch einmal zum Gesamtsieg – das war schon etwas, auf das man stolz sein konnte! – und machte mich auf den Weg.

    Trainingsberichte

    6 Stück
    28. September 2015
    Trainingsbericht Dressur E-A
    "Hallo meine Hübsche!", säuselte ich liebevoll, als ich die Box meiner wunderschönen Hannoveranerstute Unannounced Pleasure betrat. Nebenan kümmerte sich Meg um die Saddlebredstute Shekitt Quinn. Die beiden Stuten waren mittlerweile ordentlich eingeritten und es wurde Zeit, dressurtechnisch weiter mit ihnen zu arbeiten. Deshalb stand für heute der Aufstieg in die Klasse A der Dressur auf unserem Programm und ich war mir sicher, dass die gelehrigen, braven Stuten diese Anforderungen mit Leichtigkeit meistern würden. Ich halfterte Pleasure auf und führte sie nach draußen auf dem Putzplatz, Meg folgte mir mit Quinnie. Noch war das Wetter so schön, dass wir draußen trainieren konnten. Nachdem ich mein Stütchen in aller Ruhe geputzt hatte, bandagierte ich ihre schlanken Beine und sattelte sie anschließend auf. Dann führten wir Quinn und Pleasure am langen Zügel zum Dressurplatz, stellten sie auf der Mittellinie auf und schwangen uns leichtfüßig in die Sättel. Shekitt Quinn blieb brav stehen und wartete geduldig auf Meg`s nächstes Kommando. Sie hatte wirklich einen unglaublich angenehmen Charakter. Neben Paradises Rafinesse und Mizzi sollte sie zu meiner Saddlebred-Linie beitragen und stellte hoffentlich eine Bereicherung dar. Aber eigentlich war ich davon fest überzeugt. Shekitt Quinn konnte neben einer herrausragenden Abstammung auch mit einem perfekten Exterieur und sehr schönen Gangarten aufwarten. Unannounced Pleasure dagegen tänzelte unruhig auf der Stelle und warf ihren schönen Kopf in die Höhe. In dieser Hinsicht war sie wirklich genau wie ihre beste Freundin Reminiscent Inspiration, die bereits seit längerer Zeit im Training stand. Doch auch Pleasure sollte irgendwann meine Hannoveranerlinie bereichern. So in Gedanken versunken, wärmte ich die junge Stute im Schritt und Trab auf, galoppierte sie auf jeder Hand eine Runde ab und begann dann mit den heutigen Lektionen. Das wären die Schritt-Galopp-Übergänge, das Rückwärtsrichten, Viereck verkleinern und vergrößern, sowie die Vorhandwendung. Ich beschloss mit Ersterem zu beginnen und ritt im Schritt zur zweiten Ecke der langen Seite. Kurz vor der Ecke legte ich mein äußeres Bein eine Handbreit hinter den Gurt, stellte Pleasure nach innen und schnalzte auffordernd mit der Zunge. Pleasure war unglaublich sensibel und sprang sofort richtig an. Ich kraulte ihr lobend den Hals und wiederholte die Übung einige Male auf beiden Händen. Der Übergang zum Schritt war um einiges schwieriger, da Pleasure sich weigerte, in die langsamere Gangart zu wechseln. Doch nach mehreren Wiederholungen klappte der Übergang in beide Richtungen zufriedenstellend. Bei Meg und Quinn sah es ähnlich aus. Der Übergang zum Galopp klappte auf Anhieb perfekt, in die andere Richtung klappte das Ganze nicht ganz so gut, da der Übergang anfangs doch noch recht holprig aussah. Indem Meg Quinn jedoch immer mehr versammelte und sie früher auf das Kommende vorbereitete, schaffte die Stute den Übergang bald spielend. Nun gönnten wir den jungen Stuten eine kurze Schrittpause, bevor wir mit dem Rückwärtsrichten weiter machten. Dazu ritt ich Unannounced Pleasure zu C, während Meg mit Shekitt Quinn zu A ritt und parierte sie dort zum Halten durch. Anschließend hoben wir uns leicht aus dem Sattel, ließen die Zügel anstehen und sagten: "Back!". Zuerst spielten die jungen Stuten nur verwirrt mit den Ohren, doch eigentlich kannten sie das Kommando ja bereits von unserer Bodenarbeit. Quinnie machte den ersten Schritt und verlagerte ihr Gewicht nach hinten. Sofort ließ Meg die Zügel locker und lobte die braune Stute, bevor sie es erneut versuchte. Pleasure brauchte einen Moment länger, schaffte es mit meiner Bestärkung dann aber schneller, die Lektion zu bewältigen. Als beide Stuten zuverlässig eine Pferdelänge rückwärts treten konnten, gönnten wir ihnen eine weitere Pause, um gleich darauf mit Viereck verkleinern und vergrößern weiter zu machen. Das Schenkelweichen hatten wir ja bereits für Klasse E erarbeitet, nun wurde es ein wenig schwieriger. Ich ritt mit Pleasure voraus, stellte sie Stute bereits in der zweiten Ecke der kurzen Seite nach außen, trieb mit dem äußeren Schenkel vorwärts-seitwärts und legte den inneren verwahrend hinter den Gurt. So ließ ich die Stute bis eine Länge vor E weichen, stellte sie für zwei Pferdelängen geradeaus und ritt anschließend im Seitwärtsgang zum Hufschlag zurück. Anschließend parierte ich Pleasure zum Halten durch und sah Meg und Quinn zu. Meine junge Freundin strahlte immer noch über die Ehre, tatsächlich eines der Pferde trainieren zu dürfen. Doch mittlerweile war Meg so gut, dass ich ihr diese Aufgabe ohne Probleme anvertrauen konnte. Auch Quinn meisterte die Aufgabe hervorragend, sodass wir gleich zur nächsten und damit letzten Lektion für heute übergehen konnten - der Vorhandwendung. Wir stellten die beiden Stuten auf dem zweiten Hufschlag auf, stellten sie leicht nach außen, trieben mit dem äußeren Schenkel seitwärts und legten das innere verwahrend hinter den Gurt. Dabei achteten wir vor allem darauf, dass Pleasure und Quinn keinen Schritt nach vorn machten, sondern wieder geschlossen zum Stehen kamen. Danach ließen wir die Zügel lang und ritten unsere beiden Hübschen trocken, beide hatten den Aufstieg in die Klasse A der Dressur hervorragend gemeistert!

    29. Oktober 2015
    Trainingsbericht Dressur A-L
    "Ihgitt ist das ein ekellhaftes Wetter heute!", sagte ich mit einem Blick zum Himmel. Es regnete und stürmte und am liebsten hätte ich mich auf meine Couch verzogen und ein paar Filmchen angeschaut. Doch das ging natürlich nicht, ich hatte immerhin ein Gestüt zu leiten und mich um das Training der Pferde zu kümmern. Heute standen wieder Unannounced Pleasure und Shekitt Quinn auf meinem Plan. Die beiden Pferdedamen wollte ich mit Megs Hilfe in der Dressur auf L-Niveau trainieren - immer mit dem Ziel der Krönung im Auge. Meg nickte zustimmend und wir zogen uns flott in den Stall zurück, um unsere Damen fürs Training fertig zu machen. Wir putzten die beiden gündlich, wickelten ihnen die grünen Hollybrook-Bandagen um die Beine und sattelten sie zum Schluss auf. Angesichts des geplanten Aufstiegs in Klasse L der Dressur standen heute der einfache Wechsel, der Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung auf unserem Programm. Meg führte Shekitt Quinn in die Halle und ich folgte mit Unannounced Pleasure. In der Halle angekommen, stellten wir die Stuten auf der Mittellinie auf, gurteten nach und schwangen uns in die Sättel. Die Hampelei beim Aufsteigen war Gott sei Dank Geschichte und so konnten wir sofort mit dem Aufwärmen beginnen. Wir ritten mit den Stuten im Schritt und Trab Biegungen und Wendungen und wiederholten anschließend die Lektionen aus den Klassen E und A. Erst im Anschluss daran, begannen wir mit dem eigentlichen Stufentraining. Ich ritt Pleasure im Galopp auf den Zirkel, parierte bei X in den Schritt durch, ließ die Stute drei Tritte vorwärts gehen, während ich sie umstellte und galoppierte dann auf der anderen Hand erneut an. Pleasure machte hervorragend mit und so konnten wir die Übung nach zwei Wiederholungen auf beiden Händen schon für beendet erklären. Quinnie machte ihre Sache ganz genauso gut und Meg strahlte im Sattel. Sie konnte es immer noch nicht ganz fassen, dass sie nun tatsächlich aktiv beim Training der Pferde mithelfen durfte. Allerdings war sie neben Brian auch die mit Abstand beste Reiterin meiner Angestellten. Ich hatte sie auf Ojos Azules und im Anschluss daran auf Cuchara gesetzt, die in der Dressur auf S***-Niveau lief und war mit Meg die einzelnen Lektionen der Klassen A und L durchgegangen. Auf Klasse M würde ich die Stuten selbst trainieren, diese Lektionen musste Meg selbst noch trainieren. "Okay, weiter gehts mit dem Außengalopp!", wies ich Meg an und galoppierte Unannounced Pleasure erneut an. Die junge Stute galoppierte frisch vorwärts und ließ sich dann brav abwenden, als ich einfache Schlangenlinien reiten wollte. Meg folgte mir im Abstand von etwa drei Pferdelängen. Mit jeder Runde zogen wir den Bogen der einfachen Schlangenlinie mehr in die Länge, da die Pferde dort schon im Kontergalopp laufen mussten. Als das gut klappte, wechselten wir durch die ganze Bahn und bemühten uns, vor Erreichen des Hufschlags ganz ruhig zu sitzen, um die Pferde nicht zum Umspringen zu animieren. Der fliegende Wechsel war erst für Klasse M an der Reihe und hatte im jetzigen Training noch rein gar nichts verloren. Gleich darauf ritten wir zwei Runden im Außengalopp um die ganze Bahn. Als wir die Stuten wieder durchparierten, meinte Meg: "Der Außengalopp fühlt sich einfach seltsam an, wenn man den nicht gewohnt ist!" Ich nickte nur mitfühlend. Nun mussten wir die Pferde noch direkt im Außengalopp angaloppieren, dann war auch diese Lektion gemeistert! Dieser letzte Schritt war recht schnell abgehakt und wir konnten zur Kurzkehrt übergehen. Dazu parierten wir Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure zum Schritt durch und ritten an der langen Seite den Anfang einer Volte. Anschließend führten wir die Stuten noch weiter in die Biegung hinein, trieben mit dem äußeren Schenkel seitwärts und legten den inneren verwahrend eine Handbreit hinter den Gurt. Anfangs ließen wir die Pferde immer nur ein paar Tritte wenden, damit sie auch ja nicht auf die Idee kamen, sich einfach so herumzuwerfen, doch schließlich hatten wir die geforderten 180° der Kurzkehrt geschafft und übten die Lektion nun auch ohne die Volte. "Wunderbar!", rief ich "Jetzt nur noch die Hinterhandwendung, dann wars das für heute!". Meg lachte und wir machten uns sofort wieder an die Arbeit. Bei der Hinterhandwendung mussten wir nun lediglich darauf achten, dass die Pferde geschlossen zum Halten kamen. Außerdem startete die Wendung auch aus dem Halt heraus. Als das geschafft war, ließen wir die Zügel lang, ritten Quinnie und Pleasure trocken und versorgten sie anschließnd liebevoll. Der Aufstieg in Klasse L der Dressur war geschafft!

    28. November 2015
    Trainingsbericht Dressur L-M
    "Pleasure-Schatz!", flötete ich gut gelaunt, als ich auf die Box meiner Falbscheckstute zulief. Die wunderschöne Hannoveranerdame regte den Kopf über ihre Boxentür und schnoberte an meiner Jacke. Heute wollte ich Unannounced Pleasure, wie die Stute mit vollem Namen hieß, in der Dressur auf Klasse M trainieren und ich freute mich schon sehr darauf. Ich steckte ihr ein Stückchen Karotte zu und begann dann mit festen Strichen ihr geschecktes Fell zu bürsten. Pleasure schloss genüsslich die Augen und ließ sich die Behandlung sichtlich gefallen. Nachdem ich auch ihre Hufe ausgekratzt, die kurze Turniermähne gekämmt und den vollen Schweif verlesen hatte, bandagierte ich Pleasure`s Beine und sattelte die Stute im Anschluss daran auf. Neben den Seitengängen, namentlich dem Schulterherein, dem Travers, Renvers und der Traversale, standen für den Aufstieg in Klasse M auch der fliegende Wechsel, der Halt aus dem Galopp und die halbe Pirouette im versammelten Schritt auf unserem Programm. Ich zog den Reißverschluss meiner Jacke weiter zu, setzte mir den Helm auf und zog meine Handschuhe an. Abschließend legte ich Pleasure noch ihre grüne Fleecedecke über den Rücken und führte die Stute dann hinaus in die eisige Kälte. In der Halle angekommen, stellte ich meine Stute auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Dann wärmte ich Pleasure ordentlich auf, bevor ich mit dem eigentlichen Training begann. Wie üblich war der Halt aus dem Galopp die erste Lektion des Trainings. Dazu galoppierte ich die schöne Stute an, gab ihr rechtzeitig die entsprechenden Hilfen und wir kamen bereits nach wenigen Versuchen geschlossen zum Halten. Für die fliegenden Wechsel würde ich die Methode des "Umwerfens" anwenden, da Unannounced Pleasure zu den Naturwechslern gehörte. Ich galoppierte mit der jungen Scheckstute auf dem Zirkel, stellte sie bei X um und verlagerte betont mein Gewicht auf die andere Seite. Somit brachte ich das Pferd kurzzeitig aus dem Gleichgewicht und Pleasure sprang automatisch um. Ich lobte das Pferdchen fröhlich und versuchte das Ganze gleich noch einmal. Nachdem diese Lektion ordentlich saß, gingen wir zu den verschiedenen Seitengängen über. Ich startete mit dem Schulterherein und arbeitet mich bis zur Traversale vor. Hier bestätigte sich nun auch meine Vorahnung aus dem Training: Pleasure hatte eine große Affinität für die Seitengänge und wir flogen regelrecht durchs Viereck. Im Anschluss daran stand nur noch die halbe Pirouette im versammelten Schritt auf dem Programm, für die Renvers und Travers die Vorbereitung darstellten. Zum Abschluss des Trainings rief ich sämtliche Lektionen noch einmal ab, gab die Zügel vor uns ritt mein Pferd trocken, während ich strahlte, wie ein Honigkuchenpferd. Mit jedem Training wurde ich mir sicherer, dass Pleasure ihre nächstes Jahr anstehende Krönung wunderbar meistern würde, immerhin hatte sie den Aufsteig in Klasse M der Dressur mit Bravour geschafft!

    26. Dezember 2015
    Trainingsbericht Fahren A-L
    "Meg, bist du soweit?", fragte ich meine Angestellte und Freundin fröhlich. Wir wollten unser Partnertraining mit Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure weiterführen, nachdem die Stuten beim letzten Mal ein Einzeltraining absolviert hatten. Die junge Frau nickte und führte eine blitzblank geputzte Shekitt Quinn aus dem Stall. Erst vor zwei Tagen hatten wir alle zusammen Weihnachten gefeiert und ich hatte das Gefühl, dass wir seitdem nur noch mehr zusammen gewachsen waren. Ich war ja mittlerweile auch schon wieder eine ganz schön lange Zeit hier in England. Wir führten die Stuten auf den verschneiten Hof und spannten sie vor den leichten Wagen, bevor wir ihnen ihre Abschwitzdecken wieder auf die Rücken legten. Zum Glück war meine Halle auch fürs Fahrtraining ausgelegt - bei dem ganzen Schnee hätten wir unser Pensum ansonsten nicht abarbeiten können. Immerhin sollten beide Stuten heute bereits den Aufstieg in Klasse L des Fahrens meistern und ich war mehr als gespannt darauf, wie sie das schaffen würden. Wir führten Quinn und Pleasure in die Halle, nahmen auf dem Kutschbock Platz und fuhren im Schritt an. Bevor wir zum Trab übergingen, nahmen wir den Stuten die Decken ab und legten sie hinten in die Kutsche. Heute standen Schlangenlinien durch die Bahn mit drei Bögen und Tempowechseln bei Überqueren der Mittellinie, die 20-Meter-Volte, der Mittelzirkel mit Zügel aus der Hand kauen lassen, der versammelte Trab und das Anfahren im Trab aus dem Rückwärtsrichten heraus auf unserem Plan. Später würden wir selbstverständlich auch noch zum Kegelfahren kommen. Den versammelten Trab beherrschten Quinnie und Pleasure bereits aus ihrem Dressurtraining, sodass ich ihn nun einfach während ein paar Bahnfiguren abfragte. Anschließend waren die 20-Meter-Volte und der Mittelzirkel an der Reihe. Für die Schlangenlinien durch die ganze Bahn begann ich im Gebrauchstrab, der bei Fahrprüfungen üblich war, parierte die Stuten vor dem zweiten Bogen zum Schritt durch, durchquerte den Bogen und die Mittellinie und beschleunigte zum Durchqueren des dritten Bogens in den versammelten Trab. Als letzte Übung stand dann auch schon bald das Rückwärtsrichten mit direktem Anfahren im Trab an. Für den Aufstieg in Klasse A des Fahrens hatte ich mit Unannounced Pleasure und Shekitt Quinn bereits das Rückwärtsrichten vor der Kutsche geübt, doch direkt daraus im Trab anzutreten, war nicht einfach. Dementsprechend fielen unsere ersten Versuche auch noch sehr unsauber aus, doch wir wurden mit jedem Mal besser. Nun stellte Meg sich als Sozius hinten auf die Kutsche und ich ließ die beiden Warmblutstuten mit einem Zungenschnalzen angaloppieren. Dies war ihr erster gemeinsamer Galopp an der Kutsche, doch die beiden meisterten die Aufgabe wie immer sehr gut. Anschließend wiederholten wir alles, was wir heute gelernt hatten nocheinmal, bevor ich Meg die Zügel in die Hand drückte und vom Kutschbock sprang. Immerhin musste ich uns nun ein paar schöne Kegel-Hindernisse aufbauen. Dies waren heute drei Volten in unterschiedlichen Größen, ein U-Hindernis, ein Eck-Hindernis und ein Boxhindernis. Meg fuhr in der Zeit ein paar einfache Bahnfiguren, die Pferde sollten ja schön warm bleiben und außerdem kamen die zwei gerne auf blöde Gedanken, wenn sie sich langweilten. Wir begannen mit einfachen Kegelpaaren, gingen dann über zu der größten Volte und verkleinerten diese immer mehr. Erst danach begannen wir mit den komplexeren Hindernissen. Diese durchfuhren wir natürlich zuerst im Schritt, um sie schlussendlich jedoch auch im Trab zu meistern. Glücklich strahlte ich Meg an und sagte: "Fertig!! Die beiden sind jetzt im Fahren offiziell auf L-Niveau trainiert!"

    15. Januar 2016
    Trainingsbericht Fahren L-M
    "Juchu, heute geht es endlich ins Gelände!", sagte ich fröhlich zu meinen Mitarbeitern Donald und Brian, die mir heute assistieren würden. Die zwei waren zwar überhaupt nicht davon begeistert, dass der jeweils andere dabei war, doch damit mussten sie sich heute nun einmal abfinden. Ich fand es sowieso extrem störend, dass zwischen dem Dreamteam Donald-Samuel und Brian eine so angespannte Stimmung herrschte. Bisher hatte Meg mir beim Training von Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure geholfen, doch sie hatte heute einen wichtigen Termin auf der Galopprennbahn und da Meg`s sehnlichster Wunsch war, einmal ein erfolgreicher Jockey zu werden, hatte ich ihr natürlich gerne frei gegeben. Bald schon würde sie auch meine Englischen und arabischen Vollblüter wieder auf der Bahn reiten können, da war es ganz gut, wenn sie vorher auf fremden Pferden noch ein wenig mehr Erfahrung sammeln konnte. Wobei außer Dissident Hawk von den Rennpferden sowieso keines mehr zu Körung musste. Die einzige, die noch aus der Reihe tanzte war Middle Ages. Ihre Stallgenossin Ehawee war indessen schon bereit für die Krönung und ich war auch sehr zuversichtlich, dass sie sie bestehen würde. Nun aber zurück zu meinen heutigen Trainingspferden. Die braune Saddlebredstute Shekitt Quinn und die Falbscheckin Unannounced Pleasure waren in den letzten Monaten in ihrem Training immer weiter voran geschritten, sodass es nun auch für die beiden langsam ernsthaft auf die Körungs-Vorbereitung zuging. Bereits Ende Februar wollte ich beide für einen Stutbuchwettbewerb anmelden, falls bis dahin alles klappte. Brian stand bei Quinn in der Box, während Donald nach draußen ging, um den leichten Marathonwagen fertig zu machen. Ich kümmerte mich derweil um Unannounced Pleasure. Die hübsche Stute versenkte ihr Maul in meiner Hand und ich strich ihr liebevoll über den schlanken Hals. Brian und ich putzten unsere Stuten, legten ihnen Gamaschen an und führten sie anschließend hinaus auf den Hof, wo Donald uns bereits erwartete. Samuel stand im Eingang vom Hengststall und tuschelte mit seinem Kumpel, doch als er meinen strengen Blick sah, trollte er sich in den Stall. Dass er Donald gegen Brian aufstachelte, konnte ich nun wirklich überhaupt nicht gebrauchen! Pleasure tänzelte neben mir her, sie war heute sehr gut aufgelegt. Donald legte ihr das Geschirr an, während ich die junge Stute festhielt, dann spannten wir sie vor den Wagen. Während ich bei der Hannoveranerdame blieb, kümmerten sich Brian und Donald gemeinsam um Shekitt Quinn. Sie wechselten kein Wort miteinander und ich schüttelte über so viel Unverständnis nur noch den Kopf. Als auch Qunnie angespannt war, setzte ich mich auf den Kutschbock und bat die Jungs selbst zu entscheiden, wer den Sozius geben wollte und wer anfangs bei mir sitzen sollte. Nach der Hälfte des Trainings würden wir sowieso die Plätze wechseln. Brian sah mich an und meinte: "Ich würde anfangs gerne den Sozius machen." "Nein! Das ist unfair, ich will das machen!", krähte Donald sofort. Ich verdrehte die Augen und ließ die zwei kurzerhand eine Runde "Schere, Stein, Papier" spielen, die Brian gewannt. Mit gerunzelter Stirn nahm Donald neben mir Platz und ich sagte scherzhaft: "Also ich hätte nicht gedacht, dass ihr so ein großes Problem mit mir habt." Donald riss die Augen auf. "Nein, nein, das hat doch nichts mit dir zu tun! Es ist nur... also...", stammelte Donald. "Er will sagen, dass er ein dummer Macho ist und den Sozius nur zuerst machen wollte, weil ich es wollte.", warf Brian ein und kassierte einen wütenden Blick von Donald. Ich brachte die Jungs mit einem Blick zum Schweigen: "Es reicht jetzt wirklich. Wir sind ein großer Hof mit fast 100 Pferden. Demnächst werde ich neue Mitarbeiter einstellen, da sollten die Alt-Eingesessenen wirklich alle an einem Strang ziehen, sonst endet das im Chaos!" Brian und Donald sahen betreten zu Boden und hüllten sich von nun an in Schweigen. Das war aber auch gut so, denn wir fuhren soeben auf den Anfang der Geländestrecke zu und da brauchte ich die volle Konzentration der beiden. Unannounced Pleasure und Shekitt Quinn trabten eifrig voran. Die ersten Male im Gelände waren sehr anstrengend gewesen, obwohl die Stuten das Prozedere eigentlich von unseren Spaziergängen und Ausritten kannten, doch mittlerweile bewegten sie sich sicher durch das Unbekannte Grün und gehorchten jedem Kommando von mir aufs Wort. Wir hielten an der Startlinie und galoppierten dann aus dem Stand heraus an, direkt auf den Hindernisparcours zu. Die erste Aufgabe, die es zu nehmen galt, war ein Labyrinth aus Toren, die wir im flotten Trab und in der richtigen Reihenfolge durchfahren mussten. Für meine beiden dressurmäßig gut ausgebildeten, wendigen Stuten überhaupt kein Thema. Brian hatte hinten in der Kutsche gut zu tun, um in den Kurven das Gewicht auszugleichen. Nachdem wir das letzte Tor durchfahren hatten, hielt ich die Pferde an und die Jungs durften Plätze tauschen. Nun ging es über diverse Brücken, durch Waldstücke und durch Wasserläufe hindurch, alles natürlich so schnell wie nur irgendwie möglich. Quinnie und Pleasure arbeiteten weiterhin hervorragend mit und als wir wieder auf dem Gestüt ankamen, strahlte ich über das ganze Gesicht. "Sie haben es geschafft! Jetzt sind sie im Fahren tatsächlich auf M-Niveau trainiert. Wenn das nicht ein gutes Zeichen für die anstehenden Krönungen ist!", jubelte ich. Die Jungs stimmten mir aus vollstem Herzen zu und lobten die fleißigen Stuten ausgiebig, bevor wir sie gemeinsam versorgten. Kurz darauf kam auch Meg zurück und fiel Pleasure und Quinn jubelnd um den Hals, als sie die freudigen Neuigkeiten hörte. Das war doch wirklich wieder einmal ein erfolgreicher Tag gewesen!

    28. Februar 2016
    Trainingsbericht Fahren M-S

    "Endlich ist dieser blöde Schnee weg!", jauchzte ich fröhlich, als ich an diesem wunderschönen Tag Ende Februar mit Donald den Zweispänner aus der Scheune holte. "Huch? Ich dachte du stehst auf Schnee?", fragte Donald verwundert. "Ja. Anfang Dezember bis Ende Januar, meinetwegen auch noch Anfang Februar. Aber dann hat er gefälligst zu weichen und Blümchen und frischem Gras Platz zu machen.", sagte ich rigoros. Donald lachte nur und wir schoben die leichte Geländekutsche vor den Stall. Heute stand das Abschlusstraining für Klasse S mit Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure auf unserem Plan und ich war schon sehr gespannt auf den Verlauf. Immerhin waren die beiden dann im Fahren erst einmal fertig ausgebildet. Genauer gesagt traf das bei beiden auch für die Dressur zu. Quinn lief sogar im Gangreiten bereits auf M-Niveau, während ich Pleasure`s Schwerpunkte auf Springen und Military gelegt hatte. Damit fing die junge Hannoveranerstute jedoch gerade erst so langsam an. Heute würden mich Samuel und Brian begleiten, da letztes Mal ja Donald dabei gewesen war. Meg hatte sich nicht sonderlich gefreut, sie wäre liebend gerne mit mir mitgefahren, doch ich wollte, dass auch Samuel und Brian einmal richtig zusammen arbeiteten. Mit Donald hatte es ja schließlich auch funktioniert. Ich dankte Donald und verschwand im Stall um meine beiden Süßen fertig zu machen. Die Jungs waren noch dabei, die Hengste auf die Weiden zu bringen, da diese endlich wieder so weit trocken waren, dass wir die Pferde gefahrlos darauf lassen konnten. Ich hörte Samuel mit meinem imposanten Berberhengst Amayyas schimpfen und sofort kam das giftige Kontra von Brian. Amayyas war nämlich einer seiner zwei erklärten Lieblinge, daher sollte man möglichst nicht schlecht über ihn sprechen. Ich verdrehte die Augen und hoffte, dass die schlechte Stimmung der beiden verfliegen würde, sobald wir draußen im Gelände waren. Das heutige Training fand nämlich ausschließlich dort statt. Ich betrat Quinn`s Box und bürstete mit langen Strichen das Fell der jungen Stute. Als auch die Hufe ausgekratzt und Mähne sowie Schweif verlesen waren, ging ich hinüber zu Pleasure, um mit der temperamentvollen jungen Hannoveranerstute weiter zu machen. Ich war gerade dabei, Pleasure ihre Gamaschen anzulegen, als Brian um die Ecke kam und mich klagend ansah. "Muss unbedingt Samuel uns begleiten? Da wäre mir ja Donald noch lieber. Samuel ist so ein....Idiot.", sagte er mit zusammengezogenen Augenbrauen. Ich befestigte in aller Seelenruhe die letzte Gamasche und erhob mich erst dann. "Nein, wir nehmen Samuel mit. Ich habe es euch beim letzten Mal schon erklärt: Wir müssen alle Hand in Hand zusammen arbeiten, wenn das Gestüt seinen regulären Trainings- und Aufzuchtsbetrieb aufnimmt. Die Arbeit die wir bisher hatten, ist ein Witz dagegen, was noch auf uns zukommt. Gerade du, der doch auf einem großen Gestüt aufgewachsen ist, solltest das eigentlich wissen. Brian wurde knallrot, entschuldigte sich und ging dann wieder hinüber in den Hengststall. Ich hatte beiden unmissverständlich klargemacht, dass ich schön früh loswollte, um so viel von der seltenen Sonne einzufangen, wie nur irgendwie möglich. Als ich meine hübschen Stuten aus dem Stall führten, waren Samuel und Brian auch sofort zur Stelle und halfen mir beim Anschirren. Um Reibereien vorzubeugen meinte ich nur: "Brian, du sitzt zuerst bei mir oben, Samuel du gibst anfangs den Sozius." Beide jungen Männer nickten nur und wir fuhren schweigend im flotten Schritt vom Hof. Nach einer Weile ließ ich meine Stuten antraben und so gelangten wir schnell an der Geländestrecke an. Zunächst bog ich jedoch auf ein großes Feld ab, wo wir noch einmal ein paar nette Dressurfiguren fuhren, bevor es dann an das Torfahren ging. Diesmal nahmen wir die Tore schon im Galopp und fegten teilweise in halsbrecherischer Geschwindigkeit durch den Parcours. Gerade auf den langen Grasstrecken, die zwischen den Aufgabenteilen lagen, gaben beide Stuten richtig Gas und Samuel hatte alle Hände voll zu tun. Als wir wechselten machte ich es Brian nicht leichter, sodass die beiden fast schon fertiger waren, als die Pferde, als wir schließlich den Rückweg zum Gestüt antraten. Aber immerhin hatte es überhaupt keinen Ärger gegeben und Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure waren einfach großartig gewesen. Sie hatten sich ihren Aufstieg in die Klasse S im Fahren wirklich mehr als verdient.

    Die Kür
    "Ganz ruhig mein Mädchen, klein darfst du zeigen, was in dir steckt!", sagte ich mit einem leichten Zittern in der Stimme zu meiner wunderschönen Hannoveranerstute Unannounced Pleasure. Die Falbscheckstute sah sich mit hoch erhobenem Kopf und gespitzten Ohren um und beobachtete das rege Treiben um uns herum. In diesem Moment schallte es blechern aus den Lautsprechern: "Die Nummer 8, Samantha O`Neill auf Unannounced Pleasure bitte in die Halle!" Ich schluckte trocken, nickte Meg, die neben uns stand zu und ritt Pleasure zur Halle hinüber. Dort fand heute die SK 438 für Stuten mit Abzeichen statt. In schwebendem Trab betraten wir die Halle und kamen bei X geschlossen zum Stehen. Pleasure stand geschlossen, mit gewölbtem Hals da, während ich die Richter grüßte. Anschließend trabte ich erneut an und wendete bei Erreichen des Hufschlags auf die rechte Hand ab. Gleich darauf ritt ich auf den Zirkel und galoppierte Pleasure zur geschlossenen Seite hin im Arbeitstempo an. Mit einem fliegenden Wechsel präsentierten wir diese Gangart auch auf der anderen Hand, bevor ich Pleasure bei A zum Halten durchparierte. Indem ich leicht die Zügel annahm, ließ ich die gehorsame Stute eine Pferdelänge rückwärts treten und ritt direkt daraus wieder im Schritt an. Nun zeigten wir auf der einen Hand doppelte Schlangenlinien, bevor ich auf die Mittellinie abwendete und dort eine halbe Pirouette im versammelten Schritt vorführte. Auf der anderen Hand angekommen, traversierte ich zur Bande zurück, ritt dort eine Volte und trabte anschließend erneut an. Nun folgte quasi das Herzstück unserer Kür. Ich zeigte mit Unannounced Pleasure Passage und Piaffe im Wechsel, wechselte im starken Trab durch die ganze Bahn und wendete schließlich ein letztes Mal auf die Mittellinie ab, um bei X erneut zum Halten zu kommen. Pleasure hatte wie üblich hervorragend mitgearbeitet und ich musste mich zusammenreißen, um meine Begeisterung nicht zu zeigen. Stattdessen übernahm ich das Mikrofon, dass mir ein Mitarbeiter des Hofteams reichte und begann mit fester Stimme zu sprechen: "Unannounced Pleasure ist eine reinrassige Hannoveranerstute, die neben einem herausragenden Exterieur und einer sehr guten Abstammung auch einen einwandfreien Charakter mitbringt. Pleasure ist immer bemüht, lernwillig und leistungsbereit. Ihre größte Freude ist das Springen, doch sie macht auch in der Dressur, im Gelände und sogar vor dem Zweispänner eine sehr gute Figur. Alles in allem ist Unannounced Pleasure ein absolut liebenswerter Allrounder und man wird sicherlich noch einiges von dieser besonderen Stute hören!" Ich endete, gab das Mikro zurück und verabschiedete mich mit einem weiteren Gruß von den Richtern. Dann verließ ich am langen Zügel im Schritt die Halle und fiel Pleasure auf dem Hof sofort um den Hals. Die junge Stute hatte ihre Sache wieder einmal ganz ausgezeichnet gemacht!
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    Pferd, Bewegung, Zubehör und Reiterin by Elii​
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Feb. 2016
  14. Eddi

    Eddi Modi

    Eddi Canary
    mit
    Shekitt Quinn

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    Besuche Quinnie!

    Steckbrief
    Shekitt Quinn

    Spitzname: Quinnie

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    ~ Abstammung ~
    Von: Silenc Dream

    V: unbekannt
    M: unbekannt

    Aus der: Season`s Princess

    V: Winston
    M: Small Fly

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    Rasse: American Saddlebred
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 15. April 2013
    Stockmaß: 1.59 m
    Fellfarbe: Brauner
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: 4x weiß gestiefelt

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    ~ Beschreibung & Charakter ~

    Shekitt Quinn ist eine sehr ruhige Stute, sodass sie früher unter den anderen Fohlen nie wirklich auffiel. Während die anderen wild über die Koppel rannten, blieb sie bei der Mutter und entfernte sich kaum einen Meter von ihr. Auch Menschen gegenüber ist sie sehr anhänglich und vertraut ihnen blind.
    Das bisherige Training zeugte bisher immer schnell von Erfolg, da sie sehr aufmerksam bei der Sache ist. Diese Eigenschaft wird sich sicherlich positiv auf ihren weiteren Lebensweg auswirken.

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vkr: Elii

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: S
    Fahren: S
    Gangreiten: M

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    ~ Schleifen ~

    3. Platz beim 48. Gangturnier
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    1. Platz beim 56. Gangturnier
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    1. Platz beim 343. Dressurturnier
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    3. Platz beim 346. Dressurturnier
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    3. Platz beim 60. Gangturnier
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Nein
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///
    Punkte: 19 (Eltern, 5 Schleifen, BIld, TA, HS, 6x Training)

    Tierarzt-Bericht
    geschrieben von Eddi am 28. Januar 2016
    Tierarztbesuch Shekitt Quinn & Ehawee
    Heute ging es mal wieder auf das Hollybrook Stud zur lieben Sammy. Demnächst wollte sie zwei Stuten krönen lassen, doch bevor sie teilnehmen durften, mussten beide gesundheitlich noch einmal gecheckt werden und dafür war ich da. Die erste Stute kannte ich schon persönlich. Es war Ehawee, eine Traberstute, die kurze Zeit auch mal in meinem Stall gestanden hatte. Bei Sammy wurde sie nun nach ihren Wünschen gefördert und würde schon bald vielleicht auch Mutter werden. Doch nun musste sie erst einmal untersucht werden. Deshalb begannen wir mit dem Vorführen im Schritt und Trab, ehe ich kurz einen Blick in Augen und Maul warf. Danach hörte ich Ehawee in Ruhe ab, ehe ich sie noch gründlich abtastete. Zu guter Letzt wurde noch die Körpertemperatur kontrolliert und dann konnten wir auch schon impfen. Vier Spritzen bekam Ehawee: Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Zu guter Letzt gab es noch die Wurmkur ins Maul und Stute Nummer eisn war fertig. Die zweite war Shekitt Quinn. Ich kannte sie noch aus Fohlenzeiten und war mehr als erstaunt, als ich die erwachsene braune Stute antraf. Auch sie ließ ich mir vorführen, ehe ich dann auch noch sie abhorchte und abtastete. Shekitt Quinn wurde genauso wie ihre Vorgängerin geimpft und entwurmt und war dann auch schon fertig. Für die Krönung stellte ich noch die Gesundheitszertifikate aus, ehe ich dann auch schon mit allem fertig war.

    Hufschmied-Bericht
    geschrieben von Rhapsody am 17. Februar 2016
    Hufschmiedbesuch Shekitt Quinn & Ehawee
    Notfälle gab es immer mal, und da war es vielleicht ein wenig blöd, wenn man am anderen Ende der Welt lebte. Ich wollte Sammy also gerade ein paar Kontakte vermitteln, die ihren zwei Pferden möglichst schnell helfen konnte, doch da wurde ich schon unterbrochen.
    „Es ist kein Notfall per se. Es reicht, wenn du morgen früh hier bist.“
    Sie konnte es zwar nicht sehen, aber ich verzog das Gesicht. „Ich beam‘ mich mal eben nach England, wir sehen uns gleich.“
    Daraufhin fing Sammy an zu lachen. „Schön, wenn ich dir den Tag versüßt habe,“ meinte ich sarkastisch und öffnete eine Website mit den nächstmöglichen Flügen nach Heathrow.
    „Tut mir leid,“ lachte Sammy und die Leitung knackte. „Aber ich hab da so meine eigenen Kontakte, die gemeint haben, du hast Zeit.“
    Es dauerte keine zwei Sekunden, da hatte ich schon eine Ahnung. Es gab nur zwei Leute, mit denen ich in den letzten Tagen über solche Dinge geredet hatte. „Sag deinen Kontakten, dass ich ihnen einen Besuch abstatten werde und meinen gruseligen Russen mitnehmen werde.“
    „Alles klar, ich sag ihnen Bescheid, dass sie sich schon einmal von ihren Kniescheiben verabschieden sollen.“
    ***
    Lesja war weniger begeistert und wollte lieber tagein tagaus Mist scheffeln, also war es wieder mal ein Ein-Mann-Trip. In England war es über 20°C wärmer als in Kanada, und das, obwohl es auch nur etwa 5°C hatte. Aber egal – das musste ich jetzt genießen. Für die Hotpants war es trotzdem noch zu kalt und das Jetlag machte es nicht besser, aber ein Pulli weniger und keine drei Paar Socken waren durchaus befreiend.
    Vom Flughafen holte mich Sammy ab und nett wie ich war schlief ich sofort ein und wachte erst wieder auf, als wir am Hollybrook Stud angekommen waren und Sammy mich weckte. „Du kannst später ruhig ein Nickerchen auf meiner Couch machen,“ bot sie an, „aber jetzt warten zwei Stuten auf dich, die dich unglaublich gern kennenlernen würden.“
    Also tapste ich ihr hinterher und versuchte, wenigstens ein bisschen wach zu werden. Ein großer Auftrag sollte das ja nicht werden, nur ein bisschen Kontrolle (ja, für so etwas kam ich aus Kanada nach England!) und eventuell etwas Abraspeln. Und das zuerst bei einer Fuchsstute namens Ehawee, die wohl viel lieber mit Sammy kuscheln wollte, als jetzt eine Mani-Pedi zu bekommen.
    Wie gewohnt ließ ich mir die Stute vorführen, ehe ich mir die Hufe selbst ansah. „Wann war der Hufschmied zuletzt da?“ fragte ich geistesabwesend, während ich den Huf schon einmal ausschnitt.
    „Äh – vier Wochen? Fünf? Viereinhalb ungefähr?“
    „Dann werd‘ ich jetzt schon mal das ganze Paket machen, kann ihr nicht schaden,“ murmelte ich und begann, den Tragrand abzuknipsen. Große Arbeit machte Ehawee nicht – sie hatte Sammy zum schmusen und war somit abgelenkt von dem Geschehen an ihren Beinen. Sie blieb ruhig, versuchte kein einziges Mal, einen Huf wegzuziehen oder machte sonstige Randale, und so war ich nach etwa 20 Minuten mit ihr fertig. Sammy brachte Ehawee zurück auf die Koppel und versprach mir, die nächste Stute gleich mitzubringen.
    Und zwar die Saddelbred Stute Shekitt Quinn. Ähnlich wie Ehawee war sie ziemlich auf Sammy bezogen, doch mein Begrüßungsleckerli nahm sie trotzdem neugierig an und schnupperte danach an meinen Händen. Genau wie bei der Traberstute lag Quinnies letzer Hufschmiedbesuch etwa einen Monat zurück.
    Beim Vorführen und der ersten Kontrolle fiel mir nichts Auffälliges auf. Viel musste und wollte ich nicht kürzen, nur ein bisschen Raspeln, sodass alle vier Hufe wieder plan auf dem Boden auflagen. Ein letztes Kontrolltraben auf hartem Boden, dann gab es von mir das Okay und von Sammy die versprochene Couch.

    Trainingsberichte
    6 Stück, geschrieben von Sammy
    28. September 2015
    Trainingsbericht Dressur E-A
    "Hallo meine Hübsche!", säuselte ich liebevoll, als ich die Box meiner wunderschönen Hannoveranerstute Unannounced Pleasure betrat. Nebenan kümmerte sich Meg um die Saddlebredstute Shekitt Quinn. Die beiden Stuten waren mittlerweile ordentlich eingeritten und es wurde Zeit, dressurtechnisch weiter mit ihnen zu arbeiten. Deshalb stand für heute der Aufstieg in die Klasse A der Dressur auf unserem Programm und ich war mir sicher, dass die gelehrigen, braven Stuten diese Anforderungen mit Leichtigkeit meistern würden. Ich halfterte Pleasure auf und führte sie nach draußen auf dem Putzplatz, Meg folgte mir mit Quinnie. Noch war das Wetter so schön, dass wir draußen trainieren konnten. Nachdem ich mein Stütchen in aller Ruhe geputzt hatte, bandagierte ich ihre schlanken Beine und sattelte sie anschließend auf. Dann führten wir Quinn und Pleasure am langen Zügel zum Dressurplatz, stellten sie auf der Mittellinie auf und schwangen uns leichtfüßig in die Sättel. Shekitt Quinn blieb brav stehen und wartete geduldig auf Meg`s nächstes Kommando. Sie hatte wirklich einen unglaublich angenehmen Charakter. Neben Paradises Rafinesse und Mizzi sollte sie zu meiner Saddlebred-Linie beitragen und stellte hoffentlich eine Bereicherung dar. Aber eigentlich war ich davon fest überzeugt. Shekitt Quinn konnte neben einer herrausragenden Abstammung auch mit einem perfekten Exterieur und sehr schönen Gangarten aufwarten. Unannounced Pleasure dagegen tänzelte unruhig auf der Stelle und warf ihren schönen Kopf in die Höhe. In dieser Hinsicht war sie wirklich genau wie ihre beste Freundin Reminiscent Inspiration, die bereits seit längerer Zeit im Training stand. Doch auch Pleasure sollte irgendwann meine Hannoveranerlinie bereichern. So in Gedanken versunken, wärmte ich die junge Stute im Schritt und Trab auf, galoppierte sie auf jeder Hand eine Runde ab und begann dann mit den heutigen Lektionen. Das wären die Schritt-Galopp-Übergänge, das Rückwärtsrichten, Viereck verkleinern und vergrößern, sowie die Vorhandwendung. Ich beschloss mit Ersterem zu beginnen und ritt im Schritt zur zweiten Ecke der langen Seite. Kurz vor der Ecke legte ich mein äußeres Bein eine Handbreit hinter den Gurt, stellte Pleasure nach innen und schnalzte auffordernd mit der Zunge. Pleasure war unglaublich sensibel und sprang sofort richtig an. Ich kraulte ihr lobend den Hals und wiederholte die Übung einige Male auf beiden Händen. Der Übergang zum Schritt war um einiges schwieriger, da Pleasure sich weigerte, in die langsamere Gangart zu wechseln. Doch nach mehreren Wiederholungen klappte der Übergang in beide Richtungen zufriedenstellend. Bei Meg und Quinn sah es ähnlich aus. Der Übergang zum Galopp klappte auf Anhieb perfekt, in die andere Richtung klappte das Ganze nicht ganz so gut, da der Übergang anfangs doch noch recht holprig aussah. Indem Meg Quinn jedoch immer mehr versammelte und sie früher auf das Kommende vorbereitete, schaffte die Stute den Übergang bald spielend. Nun gönnten wir den jungen Stuten eine kurze Schrittpause, bevor wir mit dem Rückwärtsrichten weiter machten. Dazu ritt ich Unannounced Pleasure zu C, während Meg mit Shekitt Quinn zu A ritt und parierte sie dort zum Halten durch. Anschließend hoben wir uns leicht aus dem Sattel, ließen die Zügel anstehen und sagten: "Back!". Zuerst spielten die jungen Stuten nur verwirrt mit den Ohren, doch eigentlich kannten sie das Kommando ja bereits von unserer Bodenarbeit. Quinnie machte den ersten Schritt und verlagerte ihr Gewicht nach hinten. Sofort ließ Meg die Zügel locker und lobte die braune Stute, bevor sie es erneut versuchte. Pleasure brauchte einen Moment länger, schaffte es mit meiner Bestärkung dann aber schneller, die Lektion zu bewältigen. Als beide Stuten zuverlässig eine Pferdelänge rückwärts treten konnten, gönnten wir ihnen eine weitere Pause, um gleich darauf mit Viereck verkleinern und vergrößern weiter zu machen. Das Schenkelweichen hatten wir ja bereits für Klasse E erarbeitet, nun wurde es ein wenig schwieriger. Ich ritt mit Pleasure voraus, stellte sie Stute bereits in der zweiten Ecke der kurzen Seite nach außen, trieb mit dem äußeren Schenkel vorwärts-seitwärts und legte den inneren verwahrend hinter den Gurt. So ließ ich die Stute bis eine Länge vor E weichen, stellte sie für zwei Pferdelängen geradeaus und ritt anschließend im Seitwärtsgang zum Hufschlag zurück. Anschließend parierte ich Pleasure zum Halten durch und sah Meg und Quinn zu. Meine junge Freundin strahlte immer noch über die Ehre, tatsächlich eines der Pferde trainieren zu dürfen. Doch mittlerweile war Meg so gut, dass ich ihr diese Aufgabe ohne Probleme anvertrauen konnte. Auch Quinn meisterte die Aufgabe hervorragend, sodass wir gleich zur nächsten und damit letzten Lektion für heute übergehen konnten - der Vorhandwendung. Wir stellten die beiden Stuten auf dem zweiten Hufschlag auf, stellten sie leicht nach außen, trieben mit dem äußeren Schenkel seitwärts und legten das innere verwahrend hinter den Gurt. Dabei achteten wir vor allem darauf, dass Pleasure und Quinn keinen Schritt nach vorn machten, sondern wieder geschlossen zum Stehen kamen. Danach ließen wir die Zügel lang und ritten unsere beiden Hübschen trocken, beide hatten den Aufstieg in die Klasse A der Dressur hervorragend gemeistert!

    29. Oktober 2015
    Trainingsbericht Dressur A-L
    "Ihgitt ist das ein ekellhaftes Wetter heute!", sagte ich mit einem Blick zum Himmel. Es regnete und stürmte und am liebsten hätte ich mich auf meine Couch verzogen und ein paar Filmchen angeschaut. Doch das ging natürlich nicht, ich hatte immerhin ein Gestüt zu leiten und mich um das Training der Pferde zu kümmern. Heute standen wieder Unannounced Pleasure und Shekitt Quinn auf meinem Plan. Die beiden Pferdedamen wollte ich mit Megs Hilfe in der Dressur auf L-Niveau trainieren - immer mit dem Ziel der Krönung im Auge. Meg nickte zustimmend und wir zogen uns flott in den Stall zurück, um unsere Damen fürs Training fertig zu machen. Wir putzten die beiden gündlich, wickelten ihnen die grünen Hollybrook-Bandagen um die Beine und sattelten sie zum Schluss auf. Angesichts des geplanten Aufstiegs in Klasse L der Dressur standen heute der einfache Wechsel, der Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung auf unserem Programm. Meg führte Shekitt Quinn in die Halle und ich folgte mit Unannounced Pleasure. In der Halle angekommen, stellten wir die Stuten auf der Mittellinie auf, gurteten nach und schwangen uns in die Sättel. Die Hampelei beim Aufsteigen war Gott sei Dank Geschichte und so konnten wir sofort mit dem Aufwärmen beginnen. Wir ritten mit den Stuten im Schritt und Trab Biegungen und Wendungen und wiederholten anschließend die Lektionen aus den Klassen E und A. Erst im Anschluss daran, begannen wir mit dem eigentlichen Stufentraining. Ich ritt Pleasure im Galopp auf den Zirkel, parierte bei X in den Schritt durch, ließ die Stute drei Tritte vorwärts gehen, während ich sie umstellte und galoppierte dann auf der anderen Hand erneut an. Pleasure machte hervorragend mit und so konnten wir die Übung nach zwei Wiederholungen auf beiden Händen schon für beendet erklären. Quinnie machte ihre Sache ganz genauso gut und Meg strahlte im Sattel. Sie konnte es immer noch nicht ganz fassen, dass sie nun tatsächlich aktiv beim Training der Pferde mithelfen durfte. Allerdings war sie neben Brian auch die mit Abstand beste Reiterin meiner Angestellten. Ich hatte sie auf Ojos Azules und im Anschluss daran auf Cuchara gesetzt, die in der Dressur auf S***-Niveau lief und war mit Meg die einzelnen Lektionen der Klassen A und L durchgegangen. Auf Klasse M würde ich die Stuten selbst trainieren, diese Lektionen musste Meg selbst noch trainieren. "Okay, weiter gehts mit dem Außengalopp!", wies ich Meg an und galoppierte Unannounced Pleasure erneut an. Die junge Stute galoppierte frisch vorwärts und ließ sich dann brav abwenden, als ich einfache Schlangenlinien reiten wollte. Meg folgte mir im Abstand von etwa drei Pferdelängen. Mit jeder Runde zogen wir den Bogen der einfachen Schlangenlinie mehr in die Länge, da die Pferde dort schon im Kontergalopp laufen mussten. Als das gut klappte, wechselten wir durch die ganze Bahn und bemühten uns, vor Erreichen des Hufschlags ganz ruhig zu sitzen, um die Pferde nicht zum Umspringen zu animieren. Der fliegende Wechsel war erst für Klasse M an der Reihe und hatte im jetzigen Training noch rein gar nichts verloren. Gleich darauf ritten wir zwei Runden im Außengalopp um die ganze Bahn. Als wir die Stuten wieder durchparierten, meinte Meg: "Der Außengalopp fühlt sich einfach seltsam an, wenn man den nicht gewohnt ist!" Ich nickte nur mitfühlend. Nun mussten wir die Pferde noch direkt im Außengalopp angaloppieren, dann war auch diese Lektion gemeistert! Dieser letzte Schritt war recht schnell abgehakt und wir konnten zur Kurzkehrt übergehen. Dazu parierten wir Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure zum Schritt durch und ritten an der langen Seite den Anfang einer Volte. Anschließend führten wir die Stuten noch weiter in die Biegung hinein, trieben mit dem äußeren Schenkel seitwärts und legten den inneren verwahrend eine Handbreit hinter den Gurt. Anfangs ließen wir die Pferde immer nur ein paar Tritte wenden, damit sie auch ja nicht auf die Idee kamen, sich einfach so herumzuwerfen, doch schließlich hatten wir die geforderten 180° der Kurzkehrt geschafft und übten die Lektion nun auch ohne die Volte. "Wunderbar!", rief ich "Jetzt nur noch die Hinterhandwendung, dann wars das für heute!". Meg lachte und wir machten uns sofort wieder an die Arbeit. Bei der Hinterhandwendung mussten wir nun lediglich darauf achten, dass die Pferde geschlossen zum Halten kamen. Außerdem startete die Wendung auch aus dem Halt heraus. Als das geschafft war, ließen wir die Zügel lang, ritten Quinnie und Pleasure trocken und versorgten sie anschließnd liebevoll. Der Aufstieg in Klasse L der Dressur war geschafft!


    28. November 2015
    Trainingsbericht Fahren E-A
    "Guten Morgen Quinnie-Maus!", säuselte ich, als ich die Box meiner wunderschönen American Saddlebredstute Shekitt Quinn betrat. Das hübsche Pferdchen sollte heute im Fahren auf A-Niveau trainiert werden und wie üblich freute ich mich sehr auf das Training. Ich begrüßte Quinn mit einem Leckerchen und begann dann in aller Ruhe, die junge Stute zu putzen. Als ihr kastanienbraunes Fell glänzte, kratzte ich ihr die Hufe aus, verlas ihren dichten Schweif und kämmte vorsichtig die lange Mähne. Dann schützte ich Quinn`s Beine mit Gamaschen, führte die Stute aus der Box und legte ihr das Geschirr an. Draußen im Hof erwartete Donald mich bereits mit dem leichten Einspänner und half mir, mein Mäuschen anzuspannen. Gleich darauf ging es auch schon im Schritt über den verschneiten Hof hinüber zu meiner großen Reithalle. Dort angekommen, nahmen Donald und ich auf dem Kutschbock Platz und begannen damit, Shekitt Quinn aufzuwärmen. Danach fuhren wir ein paar Aufgaben der Klasse E, bevor wir mit dem eigentlichen Stufentraining begannen. Wie gewöhnlich war zuerst das Dressurfahren und zum Abschluss der Trainingseinheit das Hindernisfahren an der Reihe. Wir wiederholten den Zirkel im Gebrauchstrab, die Schritt-Trab-Übergänge, den Wechsel durch die ganze Bahn, Tritte verlängern und absolutes Stillstehen. Wie erwartet bereitete nichts davon meiner fleißigen Quinn Probleme, sodass wir uns schon bald an die neuen Lektionen wagen konnten. Nun standen die Kehrtvolte, die halbe Volte, die Kehrtwendung, das Rückwärtsrichten, der halbe Mittelzirkel und die einfache Schlangenlinie auf unserem Trainingsprogramm. Ich begann, indem ich die Bahnfiguren im Schritt abarbeitete und sie später auch im Trab fuhr. Der Galopp kam beim Dressurfahren nur sehr, sehr selten zum Einsatz, aber wenn dann auch erst in den höheren Klassen. Wir würden ihn im Training für Klasse L hinzunehmen. Als die Bahnfiguren auf beiden Händen gut funktionierten, machten wir mit der Kehrtwendung weiter. Ich fuhr mit Shekitt Quinn bis zur Mittellinie, und wendete in einem weiten Bogen zurück zum Hufschlag, womit wir einen Handwechsel vollzogen. Nach und nach fuhr ich den Bogen immer kleiner, bis wir schließlich bei den geforderten 45° angelangt waren. Zum Glück war Shekitt Quinn von Natur aus ein sehr wendiges Tierchen, weshalb die Übung ihr kaum Probleme bereitete. Als letzte Übung fürs Dressurfahren stand nun nur noch das Rückwärtsrichten an. Dazu fuhr ich mit Quinn auf die Mittellinie und parierte die junge Stute dort zum Halten durch. Dann ließ ich die Zügel anstehen und gab meinem Pferd das vertraute Kommando "Back!". Quinn verlagerte augenblicklich ihr Gewicht nach hinten - so hatte sie es ja schließlich auch gelernt. Als sie jedoch das Gewicht der Kutsche spürte, blieb sie verunsichert stehen. Ich drückte Donald die Zügel in die Hand, sprang vom Bock und trat an die Seite meiner jungen Stute. "Quinnie, Süße, alles okay. Das fühlt sich ungewohnt an, ist aber gar nicht schlimm.", sagte ich leise zu der braunen Stute. Dann stellte ich mich vor sie, legte ihr die Hand auf die Brust und gab wieder das Kommando, während diesmal Donald die Zügel anstehen ließ. Quinn zögerte wieder kurz, ging dann jedoch Tritt für Tritt zurück und ich lobte sie selbstverständlich postwendend. Dann nahm ich wieder auf meinem Kutschbock platz und probierte das Ganze noch einmal. Mit jedem Durchgang wurde meine süße Quinn sicherer, bis ich die Lektion schließlich für erfolgreich beendet erklären konnte. Wieder bekam Donald die Zügel in die Hand, doch diesmal ging ich nicht zu Quinn, sondern winkte Donald weiter, damit ich die Kegel fürs Hindernisfahren aufstellen konnte. Für den Einstieg baute ich nur einzelne Kegelpaare, sowie einfache Schlangenlinien auf. Die Kegel standen jeweils 40-50 Zentimeter weiter auseinander, als die Kutsche breit war. Dann kehrte ich zu Donald und Quinn zurück, setzte mich auf den Kutschbock und durchfuhr die Kegel im Schritt. Nachdem das sehr zufriedenstellend klappte, probierten wir es in langsamem Trab und zum Schluss im Gebrauchstrab. Das reichte voll und ganz für die Anforderungen der Klasse A im Fahren. Ich stieg ab, wir führten Shekitt Quinn zum Stall zurück und ich versorgte sie liebevoll, während Donald sich um den Einspänner kümmerte. Nun war mein Mäuschen im Fahren schon auf A-Niveau trainiert und ich war wahnsinnig stolz auf meine Kleine!


    26. Dezember 2015
    Trainingsbericht Fahren A-L
    "Meg, bist du soweit?", fragte ich meine Angestellte und Freundin fröhlich. Wir wollten unser Partnertraining mit Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure weiterführen, nachdem die Stuten beim letzten Mal ein Einzeltraining absolviert hatten. Die junge Frau nickte und führte eine blitzblank geputzte Shekitt Quinn aus dem Stall. Erst vor zwei Tagen hatten wir alle zusammen Weihnachten gefeiert und ich hatte das Gefühl, dass wir seitdem nur noch mehr zusammen gewachsen waren. Ich war ja mittlerweile auch schon wieder eine ganz schön lange Zeit hier in England. Wir führten die Stuten auf den verschneiten Hof und spannten sie vor den leichten Wagen, bevor wir ihnen ihre Abschwitzdecken wieder auf die Rücken legten. Zum Glück war meine Halle auch fürs Fahrtraining ausgelegt - bei dem ganzen Schnee hätten wir unser Pensum ansonsten nicht abarbeiten können. Immerhin sollten beide Stuten heute bereits den Aufstieg in Klasse L des Fahrens meistern und ich war mehr als gespannt darauf, wie sie das schaffen würden. Wir führten Quinn und Pleasure in die Halle, nahmen auf dem Kutschbock Platz und fuhren im Schritt an. Bevor wir zum Trab übergingen, nahmen wir den Stuten die Decken ab und legten sie hinten in die Kutsche. Heute standen Schlangenlinien durch die Bahn mit drei Bögen und Tempowechseln bei Überqueren der Mittellinie, die 20-Meter-Volte, der Mittelzirkel mit Zügel aus der Hand kauen lassen, der versammelte Trab und das Anfahren im Trab aus dem Rückwärtsrichten heraus auf unserem Plan. Später würden wir selbstverständlich auch noch zum Kegelfahren kommen. Den versammelten Trab beherrschten Quinnie und Pleasure bereits aus ihrem Dressurtraining, sodass ich ihn nun einfach während ein paar Bahnfiguren abfragte. Anschließend waren die 20-Meter-Volte und der Mittelzirkel an der Reihe. Für die Schlangenlinien durch die ganze Bahn begann ich im Gebrauchstrab, der bei Fahrprüfungen üblich war, parierte die Stuten vor dem zweiten Bogen zum Schritt durch, durchquerte den Bogen und die Mittellinie und beschleunigte zum Durchqueren des dritten Bogens in den versammelten Trab. Als letzte Übung stand dann auch schon bald das Rückwärtsrichten mit direktem Anfahren im Trab an. Für den Aufstieg in Klasse A des Fahrens hatte ich mit Unannounced Pleasure und Shekitt Quinn bereits das Rückwärtsrichten vor der Kutsche geübt, doch direkt daraus im Trab anzutreten, war nicht einfach. Dementsprechend fielen unsere ersten Versuche auch noch sehr unsauber aus, doch wir wurden mit jedem Mal besser. Nun stellte Meg sich als Sozius hinten auf die Kutsche und ich ließ die beiden Warmblutstuten mit einem Zungenschnalzen angaloppieren. Dies war ihr erster gemeinsamer Galopp an der Kutsche, doch die beiden meisterten die Aufgabe wie immer sehr gut. Anschließend wiederholten wir alles, was wir heute gelernt hatten nocheinmal, bevor ich Meg die Zügel in die Hand drückte und vom Kutschbock sprang. Immerhin musste ich uns nun ein paar schöne Kegel-Hindernisse aufbauen. Dies waren heute drei Volten in unterschiedlichen Größen, ein U-Hindernis, ein Eck-Hindernis und ein Boxhindernis. Meg fuhr in der Zeit ein paar einfache Bahnfiguren, die Pferde sollten ja schön warm bleiben und außerdem kamen die zwei gerne auf blöde Gedanken, wenn sie sich langweilten. Wir begannen mit einfachen Kegelpaaren, gingen dann über zu der größten Volte und verkleinerten diese immer mehr. Erst danach begannen wir mit den komplexeren Hindernissen. Diese durchfuhren wir natürlich zuerst im Schritt, um sie schlussendlich jedoch auch im Trab zu meistern. Glücklich strahlte ich Meg an und sagte: "Fertig!! Die beiden sind jetzt im Fahren offiziell auf L-Niveau trainiert!"


    15. Januar 2015
    Trainingsbericht Fahren L-M
    "Juchu, heute geht es endlich ins Gelände!", sagte ich fröhlich zu meinen Mitarbeitern Donald und Brian, die mir heute assistieren würden. Die zwei waren zwar überhaupt nicht davon begeistert, dass der jeweils andere dabei war, doch damit mussten sie sich heute nun einmal abfinden. Ich fand es sowieso extrem störend, dass zwischen dem Dreamteam Donald-Samuel und Brian eine so angespannte Stimmung herrschte. Bisher hatte Meg mir beim Training von Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure geholfen, doch sie hatte heute einen wichtigen Termin auf der Galopprennbahn und da Meg`s sehnlichster Wunsch war, einmal ein erfolgreicher Jockey zu werden, hatte ich ihr natürlich gerne frei gegeben. Bald schon würde sie auch meine Englischen und arabischen Vollblüter wieder auf der Bahn reiten können, da war es ganz gut, wenn sie vorher auf fremden Pferden noch ein wenig mehr Erfahrung sammeln konnte. Wobei außer Dissident Hawk von den Rennpferden sowieso keines mehr zu Körung musste. Die einzige, die noch aus der Reihe tanzte war Middle Ages. Ihre Stallgenossin Ehawee war indessen schon bereit für die Krönung und ich war auch sehr zuversichtlich, dass sie sie bestehen würde. Nun aber zurück zu meinen heutigen Trainingspferden. Die braune Saddlebredstute Shekitt Quinn und die Falbscheckin Unannounced Pleasure waren in den letzten Monaten in ihrem Training immer weiter voran geschritten, sodass es nun auch für die beiden langsam ernsthaft auf die Körungs-Vorbereitung zuging. Bereits Ende Februar wollte ich beide für einen Stutbuchwettbewerb anmelden, falls bis dahin alles klappte. Brian stand bei Quinn in der Box, während Donald nach draußen ging, um den leichten Marathonwagen fertig zu machen. Ich kümmerte mich derweil um Unannounced Pleasure. Die hübsche Stute versenkte ihr Maul in meiner Hand und ich strich ihr liebevoll über den schlanken Hals. Brian und ich putzten unsere Stuten, legten ihnen Gamaschen an und führten sie anschließend hinaus auf den Hof, wo Donald uns bereits erwartete. Samuel stand im Eingang vom Hengststall und tuschelte mit seinem Kumpel, doch als er meinen strengen Blick sah, trollte er sich in den Stall. Dass er Donald gegen Brian aufstachelte, konnte ich nun wirklich überhaupt nicht gebrauchen! Pleasure tänzelte neben mir her, sie war heute sehr gut aufgelegt. Donald legte ihr das Geschirr an, während ich die junge Stute festhielt, dann spannten wir sie vor den Wagen. Während ich bei der Hannoveranerdame blieb, kümmerten sich Brian und Donald gemeinsam um Shekitt Quinn. Sie wechselten kein Wort miteinander und ich schüttelte über so viel Unverständnis nur noch den Kopf. Als auch Qunnie angespannt war, setzte ich mich auf den Kutschbock und bat die Jungs selbst zu entscheiden, wer den Sozius geben wollte und wer anfangs bei mir sitzen sollte. Nach der Hälfte des Trainings würden wir sowieso die Plätze wechseln. Brian sah mich an und meinte: "Ich würde anfangs gerne den Sozius machen." "Nein! Das ist unfair, ich will das machen!", krähte Donald sofort. Ich verdrehte die Augen und ließ die zwei kurzerhand eine Runde "Schere, Stein, Papier" spielen, die Brian gewannt. Mit gerunzelter Stirn nahm Donald neben mir Platz und ich sagte scherzhaft: "Also ich hätte nicht gedacht, dass ihr so ein großes Problem mit mir habt." Donald riss die Augen auf. "Nein, nein, das hat doch nichts mit dir zu tun! Es ist nur... also...", stammelte Donald. "Er will sagen, dass er ein dummer Macho ist und den Sozius nur zuerst machen wollte, weil ich es wollte.", warf Brian ein und kassierte einen wütenden Blick von Donald. Ich brachte die Jungs mit einem Blick zum Schweigen: "Es reicht jetzt wirklich. Wir sind ein großer Hof mit fast 100 Pferden. Demnächst werde ich neue Mitarbeiter einstellen, da sollten die Alt-Eingesessenen wirklich alle an einem Strang ziehen, sonst endet das im Chaos!" Brian und Donald sahen betreten zu Boden und hüllten sich von nun an in Schweigen. Das war aber auch gut so, denn wir fuhren soeben auf den Anfang der Geländestrecke zu und da brauchte ich die volle Konzentration der beiden. Unannounced Pleasure und Shekitt Quinn trabten eifrig voran. Die ersten Male im Gelände waren sehr anstrengend gewesen, obwohl die Stuten das Prozedere eigentlich von unseren Spaziergängen und Ausritten kannten, doch mittlerweile bewegten sie sich sicher durch das Unbekannte Grün und gehorchten jedem Kommando von mir aufs Wort. Wir hielten an der Startlinie und galoppierten dann aus dem Stand heraus an, direkt auf den Hindernisparcours zu. Die erste Aufgabe, die es zu nehmen galt, war ein Labyrinth aus Toren, die wir im flotten Trab und in der richtigen Reihenfolge durchfahren mussten. Für meine beiden dressurmäßig gut ausgebildeten, wendigen Stuten überhaupt kein Thema. Brian hatte hinten in der Kutsche gut zu tun, um in den Kurven das Gewicht auszugleichen. Nachdem wir das letzte Tor durchfahren hatten, hielt ich die Pferde an und die Jungs durften Plätze tauschen. Nun ging es über diverse Brücken, durch Waldstücke und durch Wasserläufe hindurch, alles natürlich so schnell wie nur irgendwie möglich. Quinnie und Pleasure arbeiteten weiterhin hervorragend mit und als wir wieder auf dem Gestüt ankamen, strahlte ich über das ganze Gesicht. "Sie haben es geschafft! Jetzt sind sie im Fahren tatsächlich auf M-Niveau trainiert. Wenn das nicht ein gutes Zeichen für die anstehenden Krönungen ist!", jubelte ich. Die Jungs stimmten mir aus vollstem Herzen zu und lobten die fleißigen Stuten ausgiebig, bevor wir sie gemeinsam versorgten. Kurz darauf kam auch Meg zurück und fiel Pleasure und Quinn jubelnd um den Hals, als sie die freudigen Neuigkeiten hörte. Das war doch wirklich wieder einmal ein erfolgreicher Tag gewesen!


    28. Februar 2015
    Trainingsbericht Fahren M-S
    "Endlich ist dieser blöde Schnee weg!", jauchzte ich fröhlich, als ich an diesem wunderschönen Tag Ende Februar mit Donald den Zweispänner aus der Scheune holte. "Huch? Ich dachte du stehst auf Schnee?", fragte Donald verwundert. "Ja. Anfang Dezember bis Ende Januar, meinetwegen auch noch Anfang Februar. Aber dann hat er gefälligst zu weichen und Blümchen und frischem Gras Platz zu machen.", sagte ich rigoros. Donald lachte nur und wir schoben die leichte Geländekutsche vor den Stall. Heute stand das Abschlusstraining für Klasse S mit Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure auf unserem Plan und ich war schon sehr gespannt auf den Verlauf. Immerhin waren die beiden dann im Fahren erst einmal fertig ausgebildet. Genauer gesagt traf das bei beiden auch für die Dressur zu. Quinn lief sogar im Gangreiten bereits auf M-Niveau, während ich Pleasure`s Schwerpunkte auf Springen und Military gelegt hatte. Damit fing die junge Hannoveranerstute jedoch gerade erst so langsam an. Heute würden mich Samuel und Brian begleiten, da letztes Mal ja Donald dabei gewesen war. Meg hatte sich nicht sonderlich gefreut, sie wäre liebend gerne mit mir mitgefahren, doch ich wollte, dass auch Samuel und Brian einmal richtig zusammen arbeiteten. Mit Donald hatte es ja schließlich auch funktioniert. Ich dankte Donald und verschwand im Stall um meine beiden Süßen fertig zu machen. Die Jungs waren noch dabei, die Hengste auf die Weiden zu bringen, da diese endlich wieder so weit trocken waren, dass wir die Pferde gefahrlos darauf lassen konnten. Ich hörte Samuel mit meinem imposanten Berberhengst Amayyas schimpfen und sofort kam das giftige Kontra von Brian. Amayyas war nämlich einer seiner zwei erklärten Lieblinge, daher sollte man möglichst nicht schlecht über ihn sprechen. Ich verdrehte die Augen und hoffte, dass die schlechte Stimmung der beiden verfliegen würde, sobald wir draußen im Gelände waren. Das heutige Training fand nämlich ausschließlich dort statt. Ich betrat Quinn`s Box und bürstete mit langen Strichen das Fell der jungen Stute. Als auch die Hufe ausgekratzt und Mähne sowie Schweif verlesen waren, ging ich hinüber zu Pleasure, um mit der temperamentvollen jungen Hannoveranerstute weiter zu machen. Ich war gerade dabei, Pleasure ihre Gamaschen anzulegen, als Brian um die Ecke kam und mich klagend ansah. "Muss unbedingt Samuel uns begleiten? Da wäre mir ja Donald noch lieber. Samuel ist so ein....Idiot.", sagte er mit zusammengezogenen Augenbrauen. Ich befestigte in aller Seelenruhe die letzte Gamasche und erhob mich erst dann. "Nein, wir nehmen Samuel mit. Ich habe es euch beim letzten Mal schon erklärt: Wir müssen alle Hand in Hand zusammen arbeiten, wenn das Gestüt seinen regulären Trainings- und Aufzuchtsbetrieb aufnimmt. Die Arbeit die wir bisher hatten, ist ein Witz dagegen, was noch auf uns zukommt. Gerade du, der doch auf einem großen Gestüt aufgewachsen ist, solltest das eigentlich wissen. Brian wurde knallrot, entschuldigte sich und ging dann wieder hinüber in den Hengststall. Ich hatte beiden unmissverständlich klargemacht, dass ich schön früh loswollte, um so viel von der seltenen Sonne einzufangen, wie nur irgendwie möglich. Als ich meine hübschen Stuten aus dem Stall führten, waren Samuel und Brian auch sofort zur Stelle und halfen mir beim Anschirren. Um Reibereien vorzubeugen meinte ich nur: "Brian, du sitzt zuerst bei mir oben, Samuel du gibst anfangs den Sozius." Beide jungen Männer nickten nur und wir fuhren schweigend im flotten Schritt vom Hof. Nach einer Weile ließ ich meine Stuten antraben und so gelangten wir schnell an der Geländestrecke an. Zunächst bog ich jedoch auf ein großes Feld ab, wo wir noch einmal ein paar nette Dressurfiguren fuhren, bevor es dann an das Torfahren ging. Diesmal nahmen wir die Tore schon im Galopp und fegten teilweise in halsbrecherischer Geschwindigkeit durch den Parcours. Gerade auf den langen Grasstrecken, die zwischen den Aufgabenteilen lagen, gaben beide Stuten richtig Gas und Samuel hatte alle Hände voll zu tun. Als wir wechselten machte ich es Brian nicht leichter, sodass die beiden fast schon fertiger waren, als die Pferde, als wir schließlich den Rückweg zum Gestüt antraten. Aber immerhin hatte es überhaupt keinen Ärger gegeben und Shekitt Quinn und Unannounced Pleasure waren einfach großartig gewesen. Sie hatten sich ihren Aufstieg in die Klasse S im Fahren wirklich mehr als verdient.

    Die Kür
    "Okay, dann drück mir mal die Daumen!", sagte ich grinsend zu meiner Freundin Sammy, die ihrer jungen Stute Shekitt Quinn ein letztes Mal liebevoll über den glänzenden Hals fuhr. Da Sammy dieses Mal zwei Stuten im Stall stehen hatte, die bereit für ihre Krönung waren, hatte ich ihr angeboten, mit der American Saddlebredstute Shekitt Quinn an der SK 435 für Stuten mit Abzeichen teilzunehmen, während sie selbst ihre Hannoveranerstute ritt. Sammy war nun mit ihrer Kür bereits durch und ich war doch ein wenig nervös, da ich genau wusste, welch große Erwartungen Sammy in das Stütchen unter mir setzte. Mit einem leichten Schenkeldruck ließ ich Shekitt Quinn angaloppieren und ritt so die Mittellinie hinunter. Bei X parierte ich die braune Stute zum Halten durch und grüßte die Richter. Gleich darauf galoppierte ich aus dem Halt heraus an und wendete auf die linke Hand ab. Dann ritt ich einen Zirkel und wechselte die Hand mit einem fliegenden Wechsel, bevor wir die lange Seite im starken Galopp entlangpreschten. Bei A angekommen, parierte ich Quinn erneut zum Halten durch, ließ sie einige Sekunden absolut still stehen und ritt dann am langen Zügel im Schritt an. Ich war die gelehrige Stute nun schon ein paar Mal geritten, doch ich war immer wieder aufs neue überrascht, wie sensibel und feinfühlig das junge Pferd war. Ich wechselte am hingegebenen Zügel durch die ganze Bahn, nahm die Zügel dann auf und zeigte eine Zick-Zack-Traversale auf der anderen Hand. Nun fehlte nur noch der Trab, dann waren wir mit unserem Pflichtprogramm auch schon beinahe durch. Mit einer unsichtbaren Hilfe trieb ich Shekitt Quinn in den Trab - Quinn`s Paradegangart. Die Stute lief mit schön aufgewölbtem, schwingendem Rücken und reagierte auf jedes noch so kleine Signal meinerseits. So schwebten wir um das Viereck herum, wechselten durch die Länge der Bahn, ritten drei Volten an der langen Seite und wendeten zum Schlussakt auf die Mittellinie ab. Nun ritt ich Quinnie in der Passage die Mittellinie hinunter, wechselte bei X in die Piaffe und ließ das Stütchen nach einigen, perfekt ausgeführten Piafftritten, geschlossen zum Stehen kommen. Ich versuchte mir mein Grinsen zu verkneifen, während ich die Richter ein weiteres Mal grüßte, diesmal um mich von ihnen zu verabschieden und ritt dann mit Shekitt Quinn am langen Zügel aus der Halle. Draußen fiel Sammy Quinn sofort um den Hals und strahlte mich überglücklich an. "Ihr wart wahnsinnig gut, du hättest euch wirklich sehen müssen, das war so toll!", schwärmte sie und zeigte dann grinsend auf ihre Kamera.
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    Pferd, Bewegung, Zubehör und Reiterin by Elii​
     
    Zaii und Rhapsody gefällt das.
  15. AlfurElfe

    AlfurElfe Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit
    Winterzauber


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    Winterzauber
    (Wizza)

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    von: Jacko

    aus der: Marah
    von: Yin-Yang | aus der: Miami Blood Moon


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    Alter: *2006 | 10 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Rasse: Trakehner
    Stockmaß: Endmaß etwa 1,77 m
    Fellfarbe: Fuchs
    Abzeichen: 3x halbweiße Beine


    Gesundheit: sehr gut
    letzter Hufschmiedbesuch: 17.2.16 durch Sosox3
    letzter Tierarztbesuch: 18.2.16 durch Friese

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    einfach | ruhig | konzentriert
    Winterzauber ist eine bezaubernde und überaus einfache Stute. Sie überzeugt mit ihrem
    Aussehen und ihrem Charakter, leichtem Umgang und wunderbarer Leichtrittigkeit.
    Außerdem hat sie viel Potenzial, was Dressur und Springen angeht.
    Wizza hat vorallem viel Geduld mit weniger guten Reitern und lässt sich nicht durch plötzliche
    Geräusche oder unerwartet auftretende Ereignisse beunruhigen.
    Besonders viel Spaß macht mit ihr die Arbeit auf dem Platz oder in der Halle, da ihre
    Konzentration dort sehr versammelt ist.
    Im Gelände ist sie leider unruhiger und weniger gut zu handhaben, aber ein erfahrener Reiter
    wird auch dort mit ihr zurecht kommen.


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    gekört|gekrönt: Nein
    zur Zucht vorgesehen: Ja
    Nachkommen: Keine

    Gencode: --
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    Besitzer: Canyon
    Vorbesitzer: Magic
    Ersteller: Joyful
    VKR: verfallen

    in meinem Besitz seit: 29. November 15
    Kaufpreis: geschenkt
    zu verkaufen: Nein


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    Englisch | Western

    Eingeritten

    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Hängerläufig
    Longiert
    Schmiedefromm
    Hindernisvertraut


    Galopprennen: A
    Western: E

    Springen: S
    Military: A
    Dressur: A
    Distanz: E
    Fahren: E


    [​IMG]

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    2. Platz im 339. Springturnier
    1. Platz im 321. Galopprennen
    2. Platz im 106. Sychronspringen mit Snoopy
    2. Platz im 234. Militaryturnier
    1. Platz im 109. Synchronspringen mit Snoopy
    [​IMG]
    Routineuntersuchung | 2170 Zeichen | © Friese
    18. Februar 16

    Heute machte ich mich auf den Weg zu Mio. Es ging um einen kurzen Tierarztbesuch bei ihren beiden Pferden Winterzauber und Mon Amie. Sie sollten nur Durchgecheckt werden und so hatte ich ausschlafen können. Ich streckte mich kurz und fuhr dann auch schon los. Am Stall angekommen traf ich auf Mio und begrüßte sie freundlich. Wir hatten schon seit ihrer Anfangszeit als Pferdebesitzerin Kontakt und ich freute mich sehr sie heute zu Besuchen, auch wenn es nur für einen Tierarztbesuch war. Gemeinsam gingen wir in den Stall, wo sie ihre beiden Stuten schon angebunden hatte. Ich begrüßte sie und keiner von beiden rührte sich wirklich. Sie waren sehr entspannt und Mio hatte mir schon gesagt, dass es keine Probleme geben sollte. Ich stellte meinen Koffer ab und begann dann damit mir die Köpfe der beiden Stuten anzusehen. Sowohl Mon Amies Kopf, als auch Winterzaubes Kopf, wiesen keine Wunden auf. Ich schaute mir die Hälse der beide an und auch hier konnte ich keine Wunden oder Schrammen finden. Dann sah ich mir Winterzaubers Rücken und Bauch an. Auch sie sahen sehr gut aus und so konnte ich mit den Beinen weiter machen. Die Stute ließ dies brav über sich ergehen und ich konnte an ihren Beinen ein bisschen genauer schauen, als bei diversen Problempferden. Ich sah zu Mio und sagte, dann dass sie die Stute draußen vortraben sollte. Gemeinsam gingen wir also nach draußen und sie trabte die Stute an der Hand vor. Dabei ging sie äußerst taktklar und so konnten wir wieder rein gehen. Damit war ich auch schon mit Winterzauber fertig und Mio konnte sie auch in die Box bringen. Ich sah mir noch Mon Amies Rücken und Bauch an. Auch diese waren in einer guten Verfassung und wir gingen wieder nach draußen. Sie trabte die zweite Stute auch noch vor und auch sie ging sauber. Ein weiteres Mal gingen wir nach drinnen und ich sah mir nochmal ihre Beine an. Nachdem ich damit fertig war, brachte Mio Mon Amie wieder in ihre Box. Gemeinsam gingen wir dann meinen Koffer packen und dann gingen wir zu meinem Wagen. Ich verabschiedete mich von Mio und stieg dann in meinen Wagen. Danach fuhr ich heim und räumte dort meine Sachen für den nächsten Termin in meinen Wagen.
    Hufschmiedbesuch
    Briar Cliff Farrier | 1806 Zeichen | © Sosox3
    17. Februar 16

    Der Weg zu meinem heutigen Kunden gestaltete sich etwas schwierig. Mir ging es nicht gerade gut, aber dennoch machte ich mich zu Mio. Sie hatte sich als Reitbeteiligung von Raised from Hell gemeldet und würde nun im Gegenzug zwei meiner Pferde trainieren. Meine beiden pferdigen Kunden jedoch würden jeweils das Barhufpaket bekommen, bestehend aus Kontrolle, Kürzen der Hufe und das Feilen zu guter Letzt.
    Das erste Pferd, das ich mir vornahm war Winterzauber. Eine schicke Fuchsstute mit breiter Blesse und schönen Abzeichen. Als Mio sie zu mir führte, zeigte sie ihre einfache Art mit sich umzugehen. Winterzauber war schon eine tolle Stute, so ruhig und geduldig. Ich begrüßte die beiden und begann dann mit der Kontrolle. Ihre Hufe waren Optimal und ich begann rasch mit dem Kürzen der Hufe. Sie stellte sich nicht an und gab bereitwillig ihre Hufe, auch das Raspeln und Feilen ging mir schnell und dennoch präzise von der Hand. Ich ließ sie mir noch ein mal vorführen, stellte dabei aber fest, dass alles Tipp top gemacht wurde. Ich lobte sie für die Kooperation mit mir und schon kam Mio mit ihrer Stute Mon Amie um die Ecke. Auch sie war ein hübsches Tier. Groß und Grazil gebaut, ein wahres Prachtexemplar. Ich betüddelte Amie ein kurzes Weilchen ehe ich mir an die Arbeit machte und die Hufe ordentlich auskratzte um sie dann zu kontrollieren. Mon Amie döste dabei kurzerhand ein und ich begann mit dem Ausschneiden ihrer dunklen Hufe. Sie gab freiwillig ihre Hufe und schaute nur kurz zu mir rüber ehe sie mich meine Arbeit machen ließ. Ich raspelte und feilte ihr die Hufe noch zurecht und ließ sie dann mir vorführen. Und auch hier zeigte sich das ich meine Arbeit als Hufschmied gut gemeistert hatte. Mio brachte die Stute noch weg und dann tranken wir noch einen Kaffee und quatschten dabei.
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    Dressurtraining Winterzauber + Mon EBS Mon Amie E → A | 6064 Zeichen | © Canyon
    31. Dezember 15


    „Leute, ich brauche jemanden, der heute mit mir Amie und Wizza trainiert. Wir haben sie in letzter Zeit echt vernachlässigt und etwas Dressur könnte den beiden nicht schaden.“
    Wir saßen am Frühstückstisch. Jeder noch total verschlafen über seine Müslischale gebeugt. Niemand antwortete mir.
    „Ach kommt schon! Einer von euch wird doch Zeit haben.“ versuchte ich es erneut.
    Wieder ein gemeinsames Kopfschütteln.
    „Na danke aber auch!“ sagte ich enttäuscht, stand auf und ging in den Flur, wo ich mir meine Jacke schnappte und mich hinaus in den morgendlichen Nebel begab.
    Wenn meine drei Freunde schon keine Lust auf eine Dressurlektion hatten, dann mussten sie eben den Stalldienst übernehmen, so konnte ich sofort mit einer der beiden Stuten anfangen.
    Ich entschied mich deswegen für meine Mon Amie, welche es mir schon immer angetan hatte. Die große dunkle Warmblutstute strahlte immer eine freundliche Wärme aus, die mich einfach anzog.
    „Morgen!“, begrüßte ich sie, bevor ich die Boxentür öffnete und zu ihr hinein schlüpfte.
    Schnell bürstete ich sie über, was sie sich auch sehr gefallen ließ. In der hintersten Ecke der Sattelkammer, was verdeutlichte, dass ich unbedingt mal wieder auf ihr reiten musste, kramte ich ihr Sattelzeug hervor und legte es ihr dann zügig auf. Da brauchte sie auch dringend mal wieder ein neues!
    Dann führte ich sie zur Reithalle, öffnete mit einer Hand das Tor und führte sie hinein. Hinter mir schloss die Tür sich wieder von alleine, sachte und leise.
    Ich führte Amie zwei Runden im Schritt, bevor ich sie in die Mitte führte, sie nachgurtete und die Steigbügel für mich einstellte.
    Dann schwang ich mich in ihren Dressursattel, richtete noch einmal alles und los ging es.
    Wie immer ritt ich zu erst ihre gewohnten Bahnfiguren zum aufwärmen.
    Zirkel, Schlangenlinien, Volten und Handwechsel auf beiden Seiten. Ich bog sie in alle Richtungen, damit sie locker wurde und nahm dann erst die Zügel auf und begann wirklich zu arbeiten.
    Ich hatte heute vor, nur das Wichtigste zu trainieren, also das, was sie noch nicht aus der E-Dressur gewohnt war.
    Zu erst trabte ich im Arbeitstrab an, ging auf den Zirkel, wechselte nach zwei Runden aus dem Zirkel und ritt noch auf der anderen Hand.
    Für einen Stufenwechsel musste ich mit ihr die geforderten Bahnfiguren sowie die Tempowechsel durchgehen und das würde schon so seine Zeit dauern.
    Amie schien einen guten Tag zu haben, denn fleißig arbeitete sie mit und wiederholte sogar gehorsam die Lektionen, die nicht auf Anhieb saßen.
    Das Rückwärtsrichten hatte ich schon vorher mit ihr geübt, und beim Viereck verkleinern befolgte sie tadellos meinen Anweisungen.
    Es tat mir etwas Leid, dass ich sie noch nicht mehr gefördert hatte, denn nun beeindruckte sie mich mit ihrer Willensstärke.
    Beim Überstreichen im Galopp hingen wir länger fest und auch die Kehrtwende auf der Vorderhand war noch nicht so akkurat, wie sie hätte sein sollen.
    Aber nachdem ich ihr das in Ruhe und immer wieder gezeigt hatte, besserte sich auch das.
    Als ich mit ihr die Schlangenlinien durch die Bahn mit vier Bögen übte, schien sie sogar Spaß an der Sache zu finden und bog sich hervorragend in den Windungen.
    Die Trainingsstunde beendete ich mit der letzten Übung, de Zügel aus der Hand kauen lassen.
    Im Trab war es noch etwas holpriger und ihr Kopf nahm nicht ganz die gewünschte Position ein, aber daran würde ich mit ihr in nächster Zeit noch etwas arbeiten. Für heute war es genug und deswegen beendete ich das gelungene Training
    .
    Mon Amie war schon länger bereit für die A-Dressur und nun war es offiziell, dass sie eine Stufe aufgestiegen war.
    Ich führte sie noch etwas trocken, bevor ich sie zurück in den Hauptstall brachte.
    Charly, Nico und Shadow hatten die anderen Pferde schon nach draußen gebracht und waren zum Glück so schlau gewesen, meine Winterzauber noch im Stall zu lassen.
    Schnell hatte ich meine Amie abgesattelt und ihr eine Decke übergeworfen. Ich würde sie nach dem Training mit Winterzauber auf die Weide zu den anderen bringen.
    Meine Trakehnerstute Winterzauber, welche ich aus Faulheit immer nur Wizza nannte, schien zu ahnen, dass es für sie heute ran ging.
    Auch diese Stute putzte ich schnell und kramte ihr Sattelzeug dann auch noch aus einem staubigen Schrank. Wie peinlich! Am Staub erkannte ich, dass ich dringend etwas ändern musste. Sei es die Ordnung in der Sattelkammer oder meinen Trainingsplan.
    Auch mit Winterzauber ging ich all das durch, was ich auch schon mit Mon Amie gemacht hatte, allerdings war es etwas ganz anderes.
    Die Lektionen waren die gleichen, aber das Gefühl war etwas ganz anderes.
    Wizza zeigte kein Zögern bei der Kehrtwende auf der Hinterhand, versteifte sich jedoch enorm, als es darum ging, sie rückwärts zu richten.
    Sie stolperte ein paar Schritte nach hinten, wehrte sich dann aber, mehr zu machen.
    Ich nahm mir die Zeit und arbeitet an dem Problem, natürlich nicht, ohne zwischendrin kleine Übungen und Tempowechsel einzubauen, damit Wizza nicht die Lust verlor und noch etwas Freude hatte.
    Da Winterzauber auch viel größer war, als die kleine Amie, und so auch viel größere Schritte machte, brauchte sie länger um den richtigen Takt beim Viereck verkleinern zu finden, absolvierte aber alle Tempowechsel perfekt.
    Am besten gelang ihr der Mittelgalopp, nach welchem sie viel entspannter wirkte.
    Auch bei Winterzauber beendete ich das Training mit der gleichen Lektion wie bei Mon Amie, dem Zügel aus der Hand kauen lassen.
    Im Schritt, wie auch im Trab machte sie alles richtig und zufrieden kraulte ich sie hinter den Ohren, als ich nach dem abreiten vom Pferd gestiegen war.
    Obwohl die Stute fleißig mitgearbeitet hatte, wollte sie unbedingt aus der Halle hinaus uns ließ mir kaum Zeit, das Licht auszumachen und das Tor zu schließen.
    Im Stall sattelte ich sie ab, putzte sie so gründlich wie möglich und legte auch ihr dann noch eine warme Decke auf, damit sie sich nicht erkälteten.
    Dann brachte ich beide Stuten auf ihre gemeinsame Koppel, wo schon Charelle und Vaconda auf sie warteten.
    Ich war zufrieden mit den beiden, sie hatten den Aufstieg in die A-Dressur erfolgreich gemeistert.
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    Springtraining A → L | 6054 Zeichen | © Canyon
    17. Januar 16



    „Brrr...!“ Ich fröstelte. Klar, hier im Süden würde es wohl nicht so schnell weiß werden, erst recht nicht wegen der Klimaerwärmung, aber kalt war es trotzdem. In den Nächten war es jetzt schon manchmal unter 0° gewesen, aber an den Tagen hängelten sich die Temperaturen zwischen 5° und 10° entlang, was ich gar nicht gut fand. Entweder kalt und Schnee oder warm und Sonne, hieß es bei mir immer und nun war es kalt und kein Schnee.
    Heute stand bei mir ein Springtraining auf dem Plan, für meine Stute Winterzauber. Was für ein passender Name bei einem unpassenden Wetter.
    Die Stute hatte sich in letzter Zeit durch unser Training stark verbessert und aus dem faulen war ein arbeitswilliges Pferd geworden, mit welchem ich viel Freude hatte.
    Blöderweise war unser Platz zu klein, für einen brauchbaren Parcours, sodass ich mit Wizza einige Kilometer weiter fahren musste, wo ein größeres Gestüt stand, auf welchem wir heute unser Training abhalten würden.
    Mit Charly im Gepäck, welche uns zum Trainingsplatz fahren würde, betrat ich gegen Mittag den Hauptstall. Winterzauber hatte ich gleich in der Box gelassen und nicht zu ihren Freundinnen auf die Weide gestellt, damit ich mir nun Zeit sparen konnte. Schnell war der braunen Stute eine Decke aufgelegt und Gamaschen an die Beine gebunden, damit sie die kurze Strecke heil überstehen würde.
    Bei solchen Dingen, wie in den Hänger laufen, war Winterzauber die bravste Stute die es gab, aber im Gelände oder auf der Koppel war sie kaum zu halten. Erst letztens durfte ich am eigenen Leib spüren, welche Energie sie haben konnte.
    Da ich noch immer keinen Führerschein hatte, chauffierte mich meine Freundin zu dem Springplatz, welchen ich für den heutigen Mittag gebucht hatte. Ich hatte einiges an Geld hinlegen müssen, aber das war es mir wert gewesen.
    Wir stellten das Auto etwas abseits auf den Parkplatz des Gestüts, holten dort zusammen die Stute aus dem Hänger und banden sie an diesem an.
    Gründlich putzten wir den Dreck und den Schlamm aus dem sonst sehr schönen Fell und sattelten sie dann auf. Ich wollte heute einen Versuch wagen, mit einem Martingal zu arbeiten. Sollte Wizza dieses aber nicht annehmen, so konnte ich auch ohne springen.
    Fertig getrenst und gesattelt, führte ich die Stute auf den weitläufigen Platz, wo bereits ein kleiner Parcours mit sieben Hindernissen aufgebaut war, welchen ich heute mit der Stute absolvieren wollte.
    Etwas eifersüchtig war ich schon auf Charly, welche sich auf einer Bank am Rand des Springplatzes, in eine dicke Fleecedecke eingehüllt niederließ und dabei genüsslich einen warmen Tee schlürfte. Ich biss entschlossen meine Zähne zusammen und zog mich in den mehr als kalten Sattel, in welchem ich nun die nächste Stunde sitzen würde.
    Ich war überaus überrascht, als Winterzauber von Anfang an gut mitarbeitete und sogar beim Warmreiten, was ihr meistens zu lange dauerte und zu dem noch zu langweilig war, keine Probleme machte. Das Training heute konnte also nur ein Erfolg werden!
    Die ersten Minuten beachtete ich die Hindernisse noch gar nicht, sondern arbeitete mit der Stute in den Grundgangarten und einigen Bahnfiguren. Ich bog und wendete Wizza nach allen Seiten und ging die wichtigsten Bahnfiguren auf beiden Händen und in allen Grundgangarten durch, bevor ich mein Interesse den Stangen zu wand.
    Charly tat mir den Gefallen und baute zügig ein paar Cavalettis und einige Trabstangen auf, mit welchen ich mein Training begann. Winterzauber ging mit viel Freude und Eleganz über alle hinweg, so dass ich die Zeit dafür reif sah, die ersten Sprünge anzuvisieren.
    Beim Warmreiten hatte Winterzauber alle Zeit der Welt gehabt, sich alles genau anzuschauen und so versuchte ich einen ersten Durchgang. Die Stangen lagen alle noch auf A-Höhe, weshalb es für die Stute kein Problem war, diese zu überwinden. In geplanter Reihenfolge überwanden wir eine Tripplebarre, dann einen Oxer, eine zweifache Kombi, einen künstlichen Wassergraben, eine Mauer, eine dreifache Kombi und zum Schluss noch einmal eine zweifache Kombi. Mein Gesicht war vor Freude gerötet, denn os ein gutes Training hatte man selten, mit der sonst so anstrengenden Winterzauber. Ich legte einen kurze Pause ein, in welcher ich Wizza eine Decke überlegte und sie dann saufen ließ. Charly und ich erhöhten alle Hindernisse, so dass sie nun die geforderte L-Höhe von etwa 1,20 Meter hatten. Außerdem achteten wir darauf, dass die Sprungweite nicht mehr als 1,35 Meter besaß.
    Nachdem alles erhöht war, stieg ich wieder auf und ging in die zweite Hälfte. Diesmal ließ ich alles viel langsamer angehen und ging nicht gleich den gesamten Ablauf durch. Ich begann mit dem Oxer, welchen Winterzauber schon immer gemocht hatte und welchen sie auch problemlos überwand. Beim zweiten und dritten Mal versuchte ich ihre Technik und die Wendigkeit zu verbessern, bevor ich mich dem nächsten Hindernis stellte.
    Auch dieses flog unter uns vorbei, so dass ich bald darauf beide hintereinander ritt.
    Langsam arbeitete ich mich vor und nur zweimal rissen wir die Stangen zu Boden, welche Charly uns hilfsbereit wieder aufsammelte.
    Als Wizza alle Hindernisse erfolgreich überwunden hatte, arbeitete ich nur noch an Kleinigkeiten, wie Feinheit und Genauigkeit.
    Als meine Stute bis auf die Haut durchnässt und ich abgefroren war, beendeten wir das Training. Ich parierte sie durch und ließ mich dann von ihrem Rücken auf den vereisten und harten Boden gleiten. Charly hatte bereits eine warme Decke für Wizza aus dem Wagen geholt, welche sie ihr für den Weg zurück zum Hänger überlegte.
    So schnell wir konnten sattelten wir die nasse Stute ab und führten sie zurück in den Hänger, wo bereits eine große Portion Heu sowie Kraftfutter auf sie wartete, auf welches sie sich sogleich stürzte.
    Zufrieden mit dem heutigen Training, fuhren wir zurück auf unser Gestüt, wo wir Winterzauber zu ihren Freundinnen auf die Weide entließen.
    Sie hatte heute perfekt mitgearbeitet und ich war mir sicher, dass sie nun bereit für das L-Niveau war, denn das Können besaß sie.

    Die Kür
    Was war das bitteschön für ein Wetter? Heute sollte doch der Glückstag werden, vorallem für Winterzauber und schüttete es wie aus Eimern. Dazu war es bitterkalt, was für diese Jahreszeit natürlich nicht ungewöhnlich war. Und nun wartete ich mit meiner Wizza schon seit einer geschlagenen Stunden auf unseren Auftritt, denn unsere eigentliche Startzeit hatte sich Minute für Minute nach hinten verschoben.
    Wizza war nicht gut darin, lange nur da zu stehen und nichts zu tun und das konnte ich auf jeden Fall nachvollziehen. Wer wollte das schon? Wzza war bereits fertig gesattelt und nur die Trense hatte ich ihr nochmal abgenommen, damit sie sich etwas entspannen konnte. Zum Schutz vor der Kälte lag eine dicke Decke auf ihrem Rücken, welche ich auch gut selbst gebrauchen könnte.
    Es schien mir wie eine Ewigkeit, aber irgendwann dröhnten doch unsere Namen aus dem Lautsprecher über unseren Köpfen und erleichtert, dass das lange warten endlich ein Ende hatte, machte ich mich auf den Weg zu Reithalle, wo heute die Krönung stattfinden würde. In letzter Sekunde hatten wir uns noch dafür entschlossen, doch teilzunehmen und hier waren wir: Abgefroren und aufgeregt. Na hoffentlich wurde das was!
    Ich zog Wizza die reich verzierte Trense über den Kopf, drückte einem Helfer die Decke in die Hand und zog mich in den bequemen Sattel des Pferdes.
    Ich beugte mich ein letztes Mal zu ihr herunter und flüsterte ihr ins Ohr, dass wir das schaffen würde. Wir mussten davon überzeugt sein, denn die letzten Monate hatten wir auf diesen Tag hin gearbeitet und nun war es endlich soweit.
    Ich ritt im gemütlichen Trab in die Halle ein, ruhige Klaviermusik begleitete unseren Auftritt, Winterzauber lief gleichmäßig, passend zur Musik. Bei X hielt ich an, grüßte die Richter und versuchte dabei ein freundliches Gesicht zu machen, die Richter blickten jedoch nur argwöhnisch von ihrem Podium zu mir herab. Egal, weiter ging's!
    Ich trabte wieder an, ging dann ganze Bahn auf der linken Hand und präsentierte dort erstmal Wizzas schwungvolle und ausgeglichene Gänge, bevor ich mit drei Schlangenlinien durch die ganze Bahn die Hand wechselte und auch auf der anderen Hand trabte. Danach parierte ich durch, ging eine Runde mit einer einfachen Schlangenlinie ganze Bahn und galoppierte dann auf dem Zirkel an. Ich galoppierte zwei Zirkelrunden, bevor ich aus dem Zirkel wechselte und auch hier nochmal Wizzas Galoppkünste vorführte. Perfekt! Zum Schluss fehlte uns nur noch der Schritt auf der anderen Hand. Ich ließ unsere Vorstellung also mit einer ruhigen Runde Schritt ausklingen, bevor ich Wizza wieder zur Mittellinie führte und dort bei X anhielt. Die Miene der Richter hatte sich nicht im geringsten verändert, aber meine Miene würde wohl auch irgendwann einfrieren, wenn ich immer nur da saß und Pferde bewertete. Ich verabschiedete die Richter und verließ dann die Halle genauso wie ich sie betreten hatte, im langsamen Trab.
    Nun hatte meine Winterzauber erstmal Pause, das hatte sie sich verdient.
    2994 Zeichen | geprüft zeichenzähler.de | (c) Canyon


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    Bewegung by Jackie | Halfter by Seimure
     
    Bracelet und Canyon gefällt das.
  16. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4 März 2016
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