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Sitzkorrektur per Video o. Bild

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von Mikke, 3 Jan. 2007.

  1. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Wollen wir das Thema mal etwas wiederbeleben.
    Ich würde mal 2 Videos von diesem Jahr reinstellen, mit 2 unterschiedlichen Pferden.
    Das war im April (man sieht mich nicht oft von Nahem)
    http://youtu.be/RqhJc9p2SNs

    Und das von September
    http://www.youtube.com/watch?v=lVGgl39xv5s

    Und noch n paar Fotos ausm August

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    Seit ich nur noch 1x die Woche reite, merke ich irgendwie, dass mir vorallem das Aussitzen immer schwerer fällt. Wenn nichts gerade n kleines Pony mit flachen Gängen ist, verkrampfe ich immer ziemlich.
     
  2. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Bittepföhn :) Ich suche Pilze :D

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  3. Pharlap

    Pharlap Joelle Galopp

    Ich erweck das Thema mal wieder zum leben und versuche euch zu "bewerten".

    Im grossen und ganzen finde ich es gut :)Die Zehenspitzen könnten mehr nach Innen zeigen ansonsten find ich deinen Sitz auf den Bildern gut. Was ich sehr gut finde ist, dass du nicht nach unten guckst :D Das Pony könnte noch besser in Anlehnung laufen (Der Kopf noch etwas mehr in Richtung Senkrechte. Zudem könnte er ein bisschen mehr gebogen und gestellt sein. Er könnte auch noch etwas mehr Last auf der Hinterhand aufnehmen, auf manchen Bildern wirkt es als würde er leicht nach vorne fallen.

    Beim ersten Video finde ich das gesamt Bild sehr Harmonisch. Leider konnte ich jetzt nicht so viel von deinem Sitz erkennen. Was mir dort aber noch aufgefallen ist, ist dass das Pferd im Galopp manchmal einen leichten Viertakt hat. Er könnte im Galopp noch ein bisschen besser durchspringen.

    Das Zweite Video kann ich leider nicht abspielen.
    so ich hoffe jetzt dass du damit was anfangen kannst :)

    Ein einzelnes Bild ist natürlich schwierig zu bewerten.
    Ich finde deinen Sitz im grossen und ganzen gut. Du könntest noch mehr in die weite gucken, die Hände etwas mehr ausstellen und die Fussspitzen noch ein kleines bisschen nach innen drehen, aber nur ganz minimal.

    Das Pony geht auf den ersten Blick sehr schön, wobei er leicht hinter der Senkrechten ist. Dies ist jedoch nicht tragisch. Was mich da schon eher stört ist, dass er zwar schön in Anlehnung läuft, aber die Muskulatur recht angespannt wirkt und es aussieht als wäre er sehr star in der Anlehnung. Dazu tendieren aber generell Pferde welche kurze, dicke Hälse haben (mein Pferd gehört auch dazu). Die haben zwar oft die Köpfe sehr schön an der Senkrechten, aber das ganze ist sehr star und unbeweglich.
    Ich hoffe du verstehst was ich meine. Allerdings muss ich hier nochmal sagen das es sehr schwierig ist jemanden aufgrund eines einzelnen Fotos zu bewerten.
     
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  4. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Ja das ist aus nem Video das Bild ;)
    Der ist eigentlich sehr weich vorne und ich reite ihn auch viel v/a, aber auf dem Platz ist er immer recht geladen und teils spannig. Vielleicht wirkt das auf dem Bild so ;)
     
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  5. Pharlap

    Pharlap Joelle Galopp

    Bilder sind ja sowieso meist nur ne Momentaufnahme :)
     
  6. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    ja aber du hast recht, er war ziemlich spannig und lässt sich leider zu gerne von anderen Sachen ablenken als bei der Sache zu bleiben
     
  7. Pharlap

    Pharlap Joelle Galopp

     
  8. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Bisher war der Platz leider nichr bereitbar und ne grade Seite konntest du auch nicht reiten, das erschwerte die Arbeit ziemlich :( Da direkt am Platz ein Weg durch den Wald ist wo immer viele Radfahrer, Jogger und Leute da langgehen und fahren ist das echt ne herausforderung, da er öfter auch mal.. leicht explodiert :D
     
  9. Pharlap

    Pharlap Joelle Galopp

    Da ist dann natürlich sehr viel Ablenkung vorhanden und wenn das Pony dann natürlich noch viel Power hat wird noch schwieriger. Eigentlich sollte er sich daran gewöhnen wenn da täglich Leute vorbei kommen, aber ein Pferd ist nun mal ein Pferd ^^
    Es hilft wohl nur wenn du wirklich ständig daran arbeitest das er auf dich achtet und ihn beschäftigst. Mit der Zeit sollte er sich dann aber an die Jogger ect. gewöhnen. Bei uns kommen auch viele Leute durch, aber mittlerweile ist das kein Problem mehr.
     
  10. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Das ist ja das komische. Das macht ihm ja überhaupt ichts aus, zB beim Ausreiten etc. Er erschreckt sich fast absichtlich um loszurasen xD
     
  11. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    So, hätte hier auch nochmal was.
    Leider nur mit Handy und im halbdunkeln.
    Ich sag mal selbst garnichts. :'D
    Bei gelegenheit liefer ich nochmal was besseres ab.
    https://www.youtube.com/watch?v=FbltLkQa8h0
     
  12. Waldvoegelchen

    Waldvoegelchen Lebendiges Wasser.

    Ich hatte das gestern schon in der Shoutbox gefragt, aber keine Antwort bekommen: Kann ein Pferd auch korrekt laufen, OHNE in Anlehnung zu gehen?
    Die Pferde die ich reite sind alle an den langen Zügel gewöhnt und Freizeitpferde, meist im Gelände geritten. Sie laufen immer entspannt, aber aufmerksam. Ich merke, dass sie sich nicht im Rücken blockieren, aber vom Pferderücken aus kann ich nicht beurteilen, ob die Hinterhand auch richtig aktiviert ist (Ich bin Reitanfänger).

    EVENTUELL mache ich mal Bilder, damit ihr das besser beurteilen könnt, aber ich möchte erstmal eine allgemeine Antwort auf die obige Frage haben. :)
     
  13. "Korrekt laufen" ist ja auch ein blödes Wort. Am langen oder halblangen Zügel ist es nicht möglich, in Anlehnung zu reiten. Aber dafür ist ein Vorwärts-Abwärts möglich, was die Grundlage für eine schöne Anlehnung ist. Reitest du die Pferde in der Bahn oder nur im Gelände? Im Gelände ist es je nach Pferd schwierig ein korrektes V/A zu fordern, einfach weil die Pferde ja schauen was um sie passiert. Ist aber auch je nach Pferd verschieden. Am besten lässt du mal jemanden vor Ort darauf schauen, Bilder sind da auch weniger Hilfreich. Ein Video könnte evtl. weiterhelfen :) Also um deine Frage zu beantworten, am langen oder halblangen Zügel ist es möglich, ein korrektes V/A zu reiten.
     
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  14. Res

    Res Aktives Mitglied

    *Nachtsichtgerät aufsetz* So, jetzt kann es losgehen B)

    Ich stoppe das Video immer und schreibe auf, was mir gerade auffällt. Also sind die Anmerkungen chronologisch geordnet und ich weiß entsprechend auch nicht, wie es später im Video wird.
    Deine Hände sind zu sehr nach unten gedrückt und zu weit am Bauch (von dir, nicht vom Pferd). Zügel lieber etwas kürzer fassen, Hände mehr tragen und mehr vor dir behalten. Dadurch sitzt du mehr im Sattel und der Übergang vom Galopp zum Schritt wird besser. In dem Übergang hast du dich nämlich in die Bügel gestellt, bist nach vorne gefallen, Hände in den Bauch gezogen und gewartet bis das Pony durchpariert. Korrekt ist: Sitzen bleiben, weiter vorwärts treiben, außen eine Parade zur Vorbereitung geben, Hände stehen lassen, dann eventuell ausatmen, STellung beibehalten und DANN die Parade zum durchparieren geben. Dann fällt das Pony nicht komplett auf das innere Vorderbein, bleibt auf der HH und vorallem klappt der Übergang dann ohne Trabtritte. Der Schritt danach ist zu spannig und zu wenig schreitend. Das Pony lässt zwar den Kopf in Anlehnung, macht sich aber im Bereich Halsansatz / Schulter / Rist fest. Die Hände müssen der Bewegung im Schritt, vorallem der Nickbewegung, weicher folgen. Das durchparieren zum halten war schlecht vorbereitet und über die Hand. Mehr sitzen bleiben (ich halte die so kurze Reihenfolge von Galopp-Schritt-Halten-RR in dem Fall nicht für gut), das ist noch eine Folgeerscheinung von dem nach vorne Fallen während dem Galopp-Schritt wechsel. Gerade sitzen bleiben, nicht in die Bügel stellen, Knie locker lassen. Besser in die Hand rein treiben und die Parade früher vorbereiten. Die Fußfolge im RR und im Schritt ist aber schon schön, im RR nicht nacheinander gesetzt. Also auf jeden Fall ein guter Ausgangspunkt.,
    Okay, das nächste RR ist nicht mehr so gut. Zu viel Hand, zu wenig getrieben und das Pony wurde entsprechend eilig und unruhig in der Kopfhaltung. Im Trab auch wieder die Zügel kürzer fassen, dafür die Hände wieder mehr tragen und vor dir halten. Ich halte außerdem deine Bügel für zu lang. Du hast zwar schöne lange Beine, aber bei einem Pony sind die kontraproduktiv - du kommst nämlich zum treiben gar nicht ans Pferd ran. Im Trab mehr vorwärts treiben. Die Hinterkiste ist nicht aktiv und Pony gemmelt vorne in unruhiger Kopfhaltung umher. Mit dem inneren Bein vermehrt an den äußeren Zügel treiben. Du hälst innen und hast außen eine schwammige Verbindung. Ganz bewusst das Pferd nach innen stellen, innen gegen treiben, die äußere Hand dran lassen. Zur Überprüfung kannst du immer wieder überstreichen - egal on an der langen Seite, auf dem Zirkel o.ä. Das anreiten aus dem Halten war okay. Pony wieder am nörgeln vorne. Ein bisschen mehr beschäftigen, damit das Pony den Kopf ruhig hält beim halten. Oder, das kann ich nicht so gut sehen, wenn du beim Halten bereits das Pony beschäftigst es eventuell mal sein lassen. Also die Zügel ganz ruhig halten. Manche werden unruhig wenn du gar nix machst, andere wenn du zu viel machst. Einfach mal ausprobieren. Schritt wieder die selben Probleme wie vorher: zu wenig schreitend, zu wenig aus der Schulter heraus. Im Schritt auch die Hände mehr vor geben und mehr an die Hand ran treiben, damit er sich fallen lässt. Aber schön ist, dass er den Takt beibehält auch wenn du ihn etwas aufnimmst.
    Das angaloppieren war wieder schlecht vorbereitet, zu sehen an dem rausheben. Früher außen halbe Paraden geben, auf eine korrekte Stellung im Schritt achten, Gewicht auf den inneren Gesäßknochen, die innere Hand leicht vorgeben und daraus angaloppieren. Während dem Galopp dann auch wieder: Zügel kürzer, Hände höher und mehr vor dir tragen. Ansonsten ist dein Sitz soweit echt schön. Galopp - Schritt wieder selbes Problem wie vorher. Antraben okay, danach zu schnarchig. Mehr vorwärts! Der letzte Trab - Schritt übergang war auch okay.

    So. Das sind halt in erster Linie nur die negativen Sachen an denen du was verbessern kannst - die guten habe ich außer Acht gelassen, die sind aber trotzdem vorhanden :thumbsup: Ganz allgemein würde ich aber raten, wieder mehr "Back to the Roots" zu gehen. Für Galopp-Schritt Übergänge und RR ist das Pony noch nicht weit genug. Dafür ist die Anlehnung noch zu unbeständig und er lässt sich noch nicht genug fallen. Für die G-S Übergänge muss er sich auch noch deutlich mehr setzen und Ansätze von Versammlung zeigen, ansonsten hält er das ganze kraftmäßig noch gar nicht.

    Und an Waldvögelchen: Nein, das ist nicht möglich. Anlehnung bedeutet nicht, dass das Pferd in Aufrichtung läuft. Anlehnung ist die weiche, federnde, stete Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul. (Damals für das kleine Reitabzeichen gelernt den Satz :lol: )
    D.h. mit Anlehnung ist nicht die Kopfhaltung gemeint, sondern die Verbindung zum Pferdemaul. Die muss immer in gleicher Weise vorhanden sein, ansonsten ist es nicht korrekt. Und man kann sie auch zu jeder Zeit an jedem ort von einem korrekt gerittenen, durchlässigen Pferd erwarten und abfragen. Auch im Gelände oder gerade dort sollte es so sein. Auch ein Pferd in Dehnungshaltung läuft in Anlehnung, genauso wie das Grand Prix Pferd in der Galopppirouette (es tun sollte ^^).
    V/A ist auch im Gelände möglich. Pferde können gucken, auch wenn sie den Hals lang machen. Das ist gar kein Probleme. Pferde, die Hans Guck in die Luft machen, sind schlichtweg nicht durchlässig. Solche Pferde werden für gewöhnlich dann aber auch in der Halle / auf dem Platz nicht korrekt gearbeitet.
     
  15. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    Vielen dank schonmal für die Kritik. :) Die werde ich mir natürlich zu Herzen nehmen, und daran arbeiten.
    Dass er im Halten manchmal noch anfängt unruhig zu werden, daran arbeiten wir. Das ist eine "Umwandlung" der Macke, die er in der Schulpferde-Zeit entwickelt hat. Da fing er immer im Halten an (und auch im gehen hin und wieder) den Kopf auf und ab und hin und her gegen die Ausbinder zu ziehen. Seit er nun keine Ausbinder beim Reiten mehr rauf bekommt, hat sich das aber schon wesentlich gebessert. :)
    Generell ist es ab und an noch etwas schwierig, das richtige "knöpfchen" zu finden, oder zu "installieren". (Ist jetzt natürlich nicht wörtlich gemeint. Nicht dass irgendjemand meint ein Pferd wäre für mich ne Maschine :'D)
    Da er durch die Schulpferdezeit noch diverse Fehler hat. Klar ist das keine Ausrede für meine inkorrekte Hilfengebung, nur eine "in Schutz Nahme" seiner manchmal ruckartiger Reaktion.
    Aktuell arbeiten wir noch selbstständig, aber wir werden innerhalb der nächsten Woche die ersten Reitstunden bei meiner Mutter bekommen, und dann alle 2-3 Wochen noch bei einer Auswärtigen Reitlehrerin.
     
  16. Res

    Res Aktives Mitglied

    Hört sich nach einem guten Plan an :)
     
  17. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    Korrekt laufen find ich auch immer schwierig.
    Es liegt auch einfach daran, was du tun willst. Wenn du in ne Dressurprüfung reiten willst, in die Anlehnung auf alle Fälle gefordert, beim Westernreiten ist das (so weit ich da informiert bin, hab keine Ahnung von Western) anders.
    Bei einem gut ausgebildeten Pferd ist es so, dass es die richtige = gesunde Körperhaltung beibehält, wenn man die Zügel überstreicht (also am Mähnenkamm entlang deutlich vorgibt). Dies ist eine gute Methode, um den Stand des Pferdes zu überprüfen. Pferde, die diese korrekte Selbsthaltung noch nicht richtig gefunden haben "fallen dann auseinander".
    Zugegeben bin ich verfechter der Anlehnung. Natürlich kannst du auch am langen Zügel eine Anlehnung haben - sonst könnte man ja auch kein korrektes v/a reiten. Nur am hingegebenen Zügel wird das schwierig.
    Mir ist beigebracht worden, dass man den Zügel immer so kurz nehmen soll, dass zumindest eine geringe Anlehnung besteht. Begründung hierfür ist einfach: Gibt man den Zügel hin und das Pferd scheut, musst du erst den Zügel nachfassen und kannst dann auf das Pferd damit einwirken. bis dahin ist das Tier aber im Zweifelsfalle bereits in Timbuktu.
    Hast du aber eine Anlehnung, kannst du sofort auf das Pferd einwirken - im Zweifelsfalle ist das genau die Sekunde, die du brauchst.

    Übrigens hab ich die Erfahrung gemacht, dass ich selbst recht lange brauchte, bis ich wirklich gesehen hab, wann ein Pferd korrekt über den Rücken läuft. Nicht, weil ich blind bin, sondern weil die Pferde bei uns im Unterricht einfach nicht über den Rücken liefen, aber als korrekt abgetan wurden.
     
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  18. Waldvoegelchen

    Waldvoegelchen Lebendiges Wasser.

    Danke an euch beide. :) Ich wechsele immer zwischen einer Isistute und einem Welsh-A Wallach (ja, er ist klein, aber der könnte auch mehr tragen), wobei die Isi Stute sehr gelassen ist, nur etwas frech. Die erschrickt im Gelände eigentlich nicht und auch auf der Bahn nicht. Der Wallach ist zwar schreckhafter, aber als wir letztens unter einem Flatterband durchgeritten sind, welches ich ausversehen umgeschmissen habe, sodass es direkt vor ihm hingefallen ist, ist er auf mein Kommando einfach stehen geblieben und hat nicht mit der Wimper gezuckt.
    Aber das ist jetzt Off Topic. :D Wollte nur sagen wie die Verhältnisse sind.

    Ich reite nur freizeitlich ohne Turniere. Ich wollte es halt mal ausprobieren, die ganze Zeit eine Anlehung zu fordern, aber erstens sind die Pferde dahingehend gar nicht ausgebildet und zweitens fühle ich mich dabei auch gar nicht wohl. Natürlich muss man das Pferd unter Kontrolle haben, aber in Anlehung merkt man dann ja schon so einen leichten "Zug" im Zügel, dem man nicht nachgeben kann, ohne dass die Anlehnung wieder flöten geht. Das gefällt mir persönlich vom Gefühl her nicht, obwohl meine RL sagt, ich habe eine ruhige Hand.
     
  19. Res

    Res Aktives Mitglied

    Wenn die Anlehnung flöten geht, wenn du die Hand vorgibst, ist die Anlehnung auch nicht richtig. Ein gut ausgebildetes Pferd (ich spreche nur vom klassischen englischen Bereich) sucht die Verbindung zur Hand. Das ist aber kein richtiger Druck, sondern man merkt einfach, dass am anderen Ende vom Zügel etwas ist. Man braucht keine Kraft und keinen Druck wenn ich rittiges, durchlässiges Pferd in Anlehnung geht. Davon ab ist es für die Pferde DEUTLICH angenehmer, wenn sie so geritten werden, dass sie das Reitergewicht mit der Bauch- und Rückenmuskulatur tragen müssen und können. Mit hoch gezogenem Kopf und weggedrücktem Rücken ist das Pferd gezwungen, den Reiter "auf den Knochen" zu tragen. Das tut nach kürzester Zeit weh!
    Meinst du nicht, dass das Pferd auf dem ersten Bild entspannter und zufriedener ist als das auf dem zweiten?
    http://www.equinet.ch/upload/images/image-30678-143833.jpg
    http://meeresbrise.de/wp-content/fotos/reiten/franziska.jpg
     
  20. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    Also ich betone nochmal: Ich bin verfechter der klassischen Reitweise, wobei die Anlehnung ja einfach notwendig ist.
    Wie das in anderen Reitweisen ist, weiß ich nicht. (ist mir prinzipiell auch erstmal egal, ich finde meine gut :D)

    Wichtig ist, dass man "Anlehnung" nicht falsch versteht. Anlehnung heißt nicht, dass dir das Pferd auf dem gebiss liegt und du das Gefühl hast, du müsstest es "mit der Hand" tragen. das ist falsch. Dann drückt das Pferd sich genau so weg und läuft nicht korrekt wie wenn es sich nach oben hin heraushebelt.
    Sinn der Anlehnung ist es, eine elastische (!) Verbindung zum Pferdemaul zu haben, die es ermöglicht, den Schwung des Pferdes "durch den Körper" zu leiten. Es soll energisch mit der Hinterhand unterfußen und sich dann durch die elastisch enstehenden Hand von dieser ebenso kraftvoll "abdrücken" können. Es soll nicht auf dem Zügel liegen, sondern die Verbindung suchen und sich davon "wegdrücken" - so entsteht die Bergauftendenz im Galopp, nur so lässt sich versammlung erarbeiten - aber was viel wichtiger ist: nur so (mMn^^) kannst du das Pferd so weit "zusammenhalten" dass es wirklich mit der HH untertritt und der lange Halsmuskel als Tragemuskel dient, sodass der Rücken entlastet wird und das Pferd so in gesunder Haltung läuft. Ob du das Pferd nun tief im v/a einstellt oder in die relative Anlehnung hochholst ist tendenziell dabei wurscht. wichtig ist diese Möglichkeit zum "abdrücken" von der Hand. Keine Verdbindung ist Murks - draufliegen ebenso.

    Hoffe das war verständlich - bin nicht so der brüller beim erklären solcher Dinge :D
     

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