[RS81] berittenes Bogenschießen

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von adoptedfox, 15 Jan. 2020.

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Welcher Teilnehmer bekommt deine Stimme?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 5 Mai 2020
  1. Inyan

    50,0%
  2. Smarty Jones

    0 Stimme(n)
    0,0%
  3. Diamond's Shine

    16,7%
  4. I've got a blue soul

    33,3%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

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    Reiterspiel 81 - berittenes Bogenschießen

    Regelwerk
    • Ihr dürft mit Pferden und Pony's teilnehmen
    • Es handelt sich um ein gerittenes Reiterspiel
    • Die Steckbriefe zu den Teilnehmern müssen verlinkt werden
    • die Zeichenzahl + Seite der Überprüfung bitte unter dem Text einfügen
    • es gibt keine maximale Zeichenanzahl
    • das übliche Startgeld von 5 Joellen (pro User) geht an mich adoptedfox mit dem Grund "RS81"
    • Wer bettelt wird von der weiteren Teilnahme disqualifiziert. Bitte etwaige Absichten mit Screen per PN an mich schicken.
    • Wer sich nicht an die Regeln hält wird von mir disqualifiziert
    • Bilder des Geschehens sind erlaubt und gerne gesehen!
    • Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr mir gerne per PN schreiben
    Einsendeschluss ist der 29.
    Februar 2020


    Aufgaben

    Das Reiterspiel findet auf einem freien Gelände statt.
    Abseits der Begrenzung habt ihr die Möglichkeit euch vorzubereiten.
    Nachdem ihr aufgerufen wurdet erhaltet ihr einen Bogen und 10 Pfeile.
    Entlang der abgesteckten Strecke, die ihr im Galopp bewältigen müsst, seht ihr 5 Zielscheiben mit einem Abstand von 30 Metern.
    Die Zielscheiben sind 9 Meter von der abgesteckten Strecke entfernt.
    Insgesamt können 50 Punkte gesammelt werden. Wie viele sammelst du?

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    Zu gewinnen gibt es die reguläre RS- Schleife, welche euch bei der Körung/Krönung 2 Punkte einbringen!
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    Überwiesen haben:
    Ravenna
    adoptedfox
    Stelli
    Canyon




    Ich freue mich über eine rege Teilnahme und wünsche euch viel Spaß!
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 Mai 2020
  2. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Tschetan Kills Bears und Inyan

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    In meinem Kopf meinte ich die Trommeln zu hören als ich sah wie Tschetan behände auf den Rücken des Ponys sprang. Inyan und er waren so zusammengewachsen das ich natürlich nicht gezögert hatte ihm den Wallach anzubieten als er nach ihm fragte. Unweit der Ranch fand ein berittenes Bogenschießen statt. Tschetan hatte daran teilnehmen wollen. Nach einigen Recherchearbeiten hatten wir den gerade 13 jährigen Jungen dafür anmelden dürfen.
    Dieser hatte es sich nicht nehmen lassen seine Regalia zusammen mit Louis extra für diesen Zweck anzupassen. Kaya und ich waren dabei ausgeklammert worden. Frauen durften die Utensilien nicht berühren. Das wäre keine gute Medizin. Wie oft Kaya diese Worte ganz versonnen von ihrem Bruder gehört hatte und dann empört zu mir gekommen war konnte ich gar nicht zählen. Auch heute hatten wir außerhalb der Stallungen warten müssen. Dick in Zwiebelschichten eingepackt saßen Kaya und ich auf der Tribüne Strecke, die an dieser Stelle überdacht war. Geschossen wurde stets in die andere Richtung, eine Amarda an Pfeilfangnetzen war dort aufgebaut. Außerhalb davon sah man bereits viele der Teilnehmer sind vorbereiten. Nacheinander preschten Pferde verschiedenster Rassen an den Übungszielen vorrüber. Dazwischen fiel Inyan nicht nur wegen seiner Scheckung auf wie ein bunter Hund. Um sein Auge zog sich ein roter Kreis. Seine Beine hatten die Zeichen für Schnelligkeit. Das einfache War Brisle war an seinem Kinn mit einer großen Feder geschmückt. Eine einfache Decke lag auf seinem Rücken. In warmer traditioneller Regalia saß der Jugendliche mit sichtlichem Stolz auf seinem Pony. In dem Stiefel steckten aus Holz gefertigte Pfeile. Nur der mongolische Reiterbogen passte nicht ganz in das Bild. Kaya hatte ihren Bruder soeben auch entdeckt, deutete begeistert auf Reiter und Pferd. Die Strecke war befreit worden vom Schnee der letzten Woche, der Boden der Bahn mit weichem Sand ausgestattet. Louis kam gerade zu uns unter die Decke. “Jetzt ist er auf sich gestellt.” flüsterte dieser. Gebannt lagen nun unsere Blicke auf ihm. Seine ersten Übungen hatte er bereits absolviert. Für ihn hieß es abwarten bis die Pfeile seines Vorgängers eingesammelt worden waren. Es galt auf der Strecke 5 Scheiben zu treffen. Sein Bogen war bereit. Der erste Pfeil steckte auf der Sehne. Die letzten Wochen hatten wir beide damit verbracht seine Technik zu verbessern, die Schnelligkeit zu fördern. Ich sah wie er etwas auf seinen Daumen steckte, dabei musste es sich um den Daumenring handeln den er sich geschnitzt hatte. Ich persönlich mochte es nicht mit diesem zu schießen, wobei er sich für langes schießen besser eignete.
    Ein Helfer gab ihm das Zeichen, das er die Strecke nun betreten durfte. Die Zügel verknotete er gelassen auf dem Hals von Inyan. Aufgeregtes Schweifschlagen von dem kleinen Pony. Tschetan warf den Arm nach oben, ließ Inyan aus dem Stand in den Galopp springen. “Hoka heeey” schrie er dabei. “So ein Angeber.” murmelte Louis. “Da kann ich mich an eine ähnliche Situation erinnern, als du damals mit Gwenny von mir fort geprescht bist.” Louis streckte nur die Zunge heraus. Auch für Iyan war dies ein Zeichen vorran zu preschen. Sicher saß der Junge auf dem blanken Rücken. In der Kurve des Ovals wurde der Wallach merklich langsamer, Tschetan streckte sich zur Seite. Hob den Bogen und schoss. Unter ihm zeigte Inyan gleichbleibenden ruhigen Canter. Dies ließ dem Jungen genügend Zeit den nächsten Pfeil zu ziehen, einzulegen und bereit für die zweite Scheibe zu sein. Ein Pferd das hier zum preschen neigte konnte für den Reiter bedeuten das er womöglich nicht genug Zeit hatte um den Pfeil neu anzulegen. In diesem Turnier ging es nicht um die Zeit, sondern es zählten die Punkte die erschossen wurden. Fast so schnell wie der Ritt begonnen hatte, endete er. Der letzte Pfeil fand sein Ziel. Tschetan hatte alle 5 Scheiben getroffen. Zwei von ihnen steckten in der Mitte. Dies ergab mindestens schonmal 20 Punkte. Die anderen Pfeile konnte ich nicht korrekt erkennen. Am Ende der Strecke ließ Tschetan Inyan anhalten, schien uns in der Menge zu suchen und grüßte mit erhobenem Bogen lächelnd. Kaya winkte ihrem Bruder aufgeregt zu, befreite sich schon aus der Decke. Louis folgte ihr auf den Fersen um dem Jungen zu helfen. Seitdem ich ihn kannte hatte sich der Junge zu einem selbstbewussten, nachdenklichen jungen Mann entwickelt, der für meinen Geschmack seinem Alter zu weit voraus war. Er konnte, egal welchen Platz er gemacht hatte. Sichtlich stolz auf seine Leistung sein.
    4529 Zeichen by Ravenna gezählt mit Google Docs
     
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  3. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    - Der Einsendeschluss wird auf den 30. April vorverlegt -
     
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  4. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    Johanna Röder und Smarty Jones
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    Ich atmete tief ein und hielt einen Moment inne, bevor ich realisierte das man mit mir sprach. “Sie haben einen Versuch.” sagte ein Mann mit dunkler Stimme und reichte mir einen Köcher und einen Bogen. Dankend nahm ich beides entgegen und legte mir den Gurt des Köchers sogleich um die Schulter. Mit einem Griff nach hinten prüfte ich, dass die Pfeile griffbereit waren. “Viel Glück!"
    Der Mann lächelte wohlwollend und trat beiseite. Ich legte die zuvor verknoteten Zügel auf der rostroten Mähne meines Hengstes ab und setzte mich tief in den Sattel. Smarty Jones galoppierte an und ich hielt ihn, mithilfe der Verlagerung meines Gewichts, auf der vorgegebenen Bahn. Das erste Ziel kam näher und ich zog einen Pfeil aus dem Köcher. Ich legte den Pfeil auf das Shelf, hob ihn nach oben und zog den Pfeil mit der Sehne nach hinten. Konzentration Johanna. Jeder Muskel in meinem Körper schien unter Spannung zu stehen. Ich atmete aus und lies den Pfeil los. Er schnellte an meinem Gesicht vorbei und bahnte sich seinen Weg in Richtung Zielscheibe. Fast. “Verdammt!” fluchte ich und zog den nächsten Pfeil aus dem Köcher. Daneben. Ich hatte nicht einmal den äußersten Ring getroffen. Smarty Jones hielt ein konstantes Tempo. Das nächste Ziel kam näher und ich schoss einen weiteren Pfeil ab. Getroffen! Ich hatte tatsächlich getroffen. Es war nur der äußerste Ring und doch hätte ich am liebsten beide Arme jubelnd in die Luft geworfen, wäre ich nicht mitten in einem Wettkampf. Voller Euphorie legte ich einen weiteren Pfeil in das Shelf und zielte. Knapp! Ein raunen ging durch die wenigen Zuschauer, die hinter der Absperrung standen, denn der Pfeil trat nur wenige Millimeter neben der 10 Punkte Marke in die Scheibe ein. 8 Punkte rechnete ich im Kopf mit und nahm das vorletzte Ziel ins Visier. “Ja!” rief ich und senkte den Bogen um ein letztes Mal einen Pfeil aus dem Köcher zu ziehen. Ich hatte die Mitte getroffen und war nun bei 18 Punkten. Leider traf auch der letzte Pfeil nur knapp die Zielscheibe und brachte mich somit auf 21 finale Punkte. Den Bogen in der einen- und die Zügel in der anderen Hand parierte ich Smarty Jones durch und ritt zurück zum Start. Der Mann notierte die Punktzahl auf seinem Klemmbrett und nahm mir Bogen und Köcher wieder ab. Ein Helfer hatte zwischenzeitlich die Pfeile eingesammelt. “Das hast du super gemacht!” lobte ich meinen Hengst und klopfte seinen Hals mit beiden Händen. Ein paar Tage vor dem Wettbewerb hatte ich das Bogenschießen geübt, doch vom Pferderücken aus war es noch schwieriger, als ich erwartet hatte. Obwohl ich eine Zielscheibe gar nicht getroffen hatte war ich zufrieden mit dem Ergebnis. Für Smarty Jones und mich war es der erste Wettbewerb seit Monaten und allein das machte mich glücklicher, als es jede Schleife und jeder Pokal je machen könnte.
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  5. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Stelli mit Diamond's Shine

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    Ich war tierisch aufgeregt! Mein erster Wettkampf seit einigen Jahren. Auch wenn es "nur" ein Reiterspiel war, war ich wirklich nervös. Grade auch, weil ich meine Pferde noch nicht lange hatte. Shinie war mittlerweile warmgeritten und ich konnte merken, dass er mindestens so aufgeregt war wie ich. Aber wir beide mussten uns gleich unseren Ängsten stellen. Die Teilnehmerin vor uns, Johanna, war bereits durch und kam mir überglücklich entgegen. Ich lächelte ihr zu und nahm dann den Köcher mit den darin enthaltenen Pfeilen entgegen. Man, dieser war um einiges schwerer und hochwertiger als der, den ich zuhause und damit trainiert hatte! Diese Tatsache machte mich noch ein wenig nervöser. "Bereit?", frage mich der nette Herr, der kurz vor der Startlinie stand. "Ich... denke.", lächelte ich. Er nickte mir kurz zu und gab den Start frei. Ich ritt nochmal eine kleine Wendung, aus der ich angaloppierte. Ups, Shinie zog ganz schön an, ich hatte nicht viel Zeit den Galopp zu setzen und dann den ersten Pfeil aus dem Köcher zu angeln. Shinie hatte sein Tempo gefunden und ich legte die Zügel auf seinem Hals ab, um den ersten Pfeil auf dem Bogen zu spannen. Jetzt gut zielen... Der erste Pfeil war mehr als wackelig, weswegen ich den ersten Versuch auch vermasselte. Der Pfeil schoss vorbei. Verflixt! Nächstes mal musste ich mich besser konzentrieren. Wir galoppierten an der ersten Zeilscheibe vorbei und näherten uns der Zweiten. Ich spannte erneut und ließ den Pfeil richtung Scheibe schnellen. Getroffen! Ich freute mich wie ein kleines Kind, auch wenn es nur 3 Punkte ganz am Rand waren. Nun ging es voller Motivation zur dritten Scheibe. Shinie hatte ich schön am Sitz und er galoppierte in einem gleichmäßigen, gesetzten Tempo, sodass ich mich voll und ganz auf meine Zielkünste verlassen konnte. Bei der dritten Scheibe schoss ich nicht daneben, obwohl Shinie einen kleinen Hopser zur Seite machte, weil er mit gucken beschäftigt war. Danach war er aber wieder sofort bei der Sache. Vielleicht hatte ich auch nur deswegen direkt in die goldene Mitte getroffen! "Jawoll!", rief ich, während ich nach dem nächsten Pfeil griff. Auf dem Weg zur nächsten Scheibe war ich voll konzentriert. Und ich konnte es nicht fassen, als ich erneut die Mitte traf. Wenns läuft, dann läufts! Den letzten Pfeil traf ich im mittleren Bereich, knapp waren es noch 5 Punkte. Nach meinen Berechnungen hatte ich Sage und Schreibe 28 Punkte ergattert! Nicht schlecht, aber auch keine Glanzleistung. Immerhin mehr als die Hälfte. Ich nahm den Bogen runter und nahm mit der anderen Hand den Zügel auf. Ich parierte Shinie durch und lobte ihn. Zufrieden schnaubte er ab, während ich zu dem netten Herrn zurücktrabte. "Na, so schlecht wars doch gar nicht!", lachte er. Ich grinste, "allerdings, grad für Dressurtanten wie mich!". Egal, wie das Ergebnis und die Platzierung am Ende ausfallen sollte, ich war glücklich und zufrieden mit unserer Leistung. Und das ist wichtiger als alles andere!

    2975 Zeichen (c) Stelli, geprüft auf www.lettercount.com
     
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  6. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Bartholomäus du Martin mit I've got a blue soul
    by Canyon

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    „Ich kann das“, sagte Bart. Cjara stimmte ihm volle Inbrunst zu, ich war mir da nicht so sicher. Es nieselte leicht und Bart hatte sich die Arbeitsjacke in den Farben von Phoenix Valley angezogen. Zu seinem Haar passte es ja noch, aber nicht zu der ausgewaschenen Jeans und dem alten Ledersattel, den Blue Soul trug. „Ein paar Pfeile abschießen, das kann ich locker“, hatte er immer wieder gesagt.
    Sein Köcher war noch leer. Pfeile und Bogen würde er erst am Start bekommen. Gut so, sonst hätten entweder I’ve got a blue soul oder ich in wenigen Minuten irgendwo in unserem Körper einen Pfeil stecken.
    Die junge Stute war relativ entspannt. Ein paar Mal schon war sie auf einem Turnier gewesen, meistens nur für untere Klassen, aber den Trubel und die Hektik kannte sie schon. Blue Soul war erst seit kurzem im Training. Ich sah sie nicht als optimale Stute für das Bogenschießen vom Pferd aus. Ihr fehlte es noch an Gleichgewicht und Gleichmäßigkeit in ihren Bewegungen. Immerhin war das eines der wichtigsten Aspekte, wenn man die Zielscheibe auch treffen wollte.
    „Ich kann das“, sagte Bart abermals und Cjara küsste ihn daraufhin, als würde er in den Krieg ziehen und nicht auf einem Spaßturnier ein paar Pfeile abschießen.
    Wir begleiteten ihn zum Start. Er hatte Blue Soul schon vor ein paar Minuten etwas aufgewärmt, ob das reichen würde - who knows.
    Der Reiter vor uns traf von fünf Zielscheiben nur drei und Barts Grinsen wurde extrem breit. Diese Schadenfreude war echt schrecklich.
    „Als Nächstes begrüßen wir Bartholomäus du Martin mit Stute I‘ve got a blue soul vom Gestüt Phoenix Valley“, stellte man ihn vor. Dann bekam er einen Bogen und zehn Pfeile - falls ihm unterwegs welche verloren gingen sollten, scherzte ich.
    Der Startton wurde gegeben. Cjara jauchzte begeistert auf und klatschte in die Hände, als Bart mit Blue in den Galopp fiel. Er war schlau gewesen und hatte den ersten Pfeil bereits vor dem Start eingelegt, weswegen er genügend Zeit hatte, die erste Zielscheibe anzufixieren. Das nasse Gras schmatzte unter Souls trommelnden Füßen, Bart zielte, er schoss und traf dann den oberen Rand.
    „Drei Punkte“, sagte ich und versuchte nicht allzu abwertend zu klingen. Das war Barts Gebiet. Aber natürlich konnte ich nicht verleugnen, dass Barts Versagen sehr wohltuend für mein eigenes Ego war. Er war eben auch nicht perfekt.
    Bei der nächsten Zielscheibe gab es dann das Problem, dass Bart viel zu lange brauchte, um den Pfeil richtig in den Bogen zu legen. Er war bereits an der Zielscheibe vorbei, als er den Ellenbogen nach hinten-oben streckte, sich um Sattel nach hinten umdrehte und schoss. Der Pfeil traf. Mit einem sehr schiefen Winkel, aber er traf und das auch noch auf den weißen Ring mit den fünf Punkten. Cjara jubelte. Ich verstand nicht, was dieses Mädchen an Bart bloß fand.
    Den nächsten verschoss Bart. Aber diesen Part ließ er bei seinen späteren Erzählungen gerne aus, deswegen überspringe auch ich den einfach. Dafür nahm er sich für die vorletzte Zielscheibe viel Zeit. Hatte schon früh seinen Arm in die Höhe gestreckt, ich sah unter der Regenjacke seine Muskeln spielen - er schoss, er traf, zehn Punkte.
    „Achtzehn Punkte!“, jubelte Cjara. „Ferre, hast du das gesehen? Großartig, oder?“
    Dafür stolperte Blue Soul beim letzten Versuch. Bart glitt der noch uneingespannte Pfeil aus den Händen und die Stute erschrak sich. Sie fiel in den Trab und als Bart sie wieder beruhigt hatte, war er schon längst durch die Ziellinie geritten. Er hatte seine Chance verpasst - und ebenfalls nur drei Zielscheiben getroffen.
    Etwas missmutig kam er zurück. Cjara war jedoch total verzückt von ihrem Freund, auch noch, als Bart sie unwirsch zur Seite schon und die restlichen Pfeile zu Boden warf. „So eine Scheiße“, sagte er. „Die Vorreiter haben die komplette Wiese zertrampelt, da waren riesige Löcher im Boden. Ist ja logisch, dass da für mich keine gleichen Chancen existieren.“
    „Armer Bart“, sagte ich und streichelte sarkastisch seinen Arm. „Gut, dass du nicht als erster Reiter dran warst.“
    „Was soll das denn bedeuten?“, fauchte er mich an. Dieses Mal war er wirklich wütend. „Denkst du, ich habe mir das mit der Wiese nur ausgedacht?“
    „Neeein“, beschwichtigte ich. „Bestimmt nicht.“
    „Hör auf zu Grinsen, Ferre“, sagte Bart und wandte sich beleidigt ab.
    4.291 Zeichen | gezählt auf zeichenzähler.de | Canyon



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  7. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    Die Abstimmung ist eröffnet.
    Sie endet am 05. Mai 2020 um 15:25 Uhr.
     
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